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Eigentum und Eigentümer: wem gehört die Weltwirtschaft?

03.11.2011, 21:31 Uhr  ·  Kluge Köpfe haben mit Algorithmen, Matrizen und Computern die Netzwerke zwischen internationalen Firmen untersucht - mit aufschlußreichen Ergebnissen.

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Kluge Köpfe haben mit Algorithmen, Matrizen und Computern die Netzwerke zwischen internationalen Firmen untersucht – mit aufschlußreichen Ergebnissen.

Es ist ganz erstaunlich, was man alles mit Hilfe von Computern berechnen kann – und manchmal auch erstaunlich, was man nicht wird berechnen können, ganz gleich was für technische Fortschritte wir noch machen werden.

Die Entwicklung treibt zuweilen erstaunliche Blüten: noch vor wenigen Jahren war es in der Ökonometrie eine Tugend, möglichst rechenzeiteffizient zu programmieren, weil Rechnerzeit eine knappe Ressource war. Heute hingegen kommt es nicht mehr darauf an, Matrizen möglichst geschickt anzuordnen oder deren Dimensionen gering zu halten, denn jedes Forschungsinstitut verfügt über mehr oder weniger leistungsstarke Supercomputer, für die das keine Hürde mehr darstelllt. Auch ganz andere Dinge werden plötzlich buchstäblich berechenbar – wie zum Beispiel die Frage von Unternehmensverflechtungen.

Computer können nämlich mehr als nur rechnen: manchmal kommen die bemerkenswertesten Ergebnisse gar nicht in Zahlenform daher, sondern als bunte Bilder (auch dies allerdings im Zweifel als Ergebnis längerer Berechnungen).

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Noch vor zehn Jahren war die sogenannte “Deutschland AG” ein beliebtes Thema, mittlerweile allerdings weitgehend in Bedeutungslosigkeit versunken. Aktuell heißen die durchs Dorf getriebenen Schweinchen “systemic banking risk” oder “too-big-to-fail”. Die Deutschland AG? Kein Thema mehr, wobei die damaligen Verflechtungen als leidlich gut erfasst und mit entsprechender Mühe durchaus noch überschaubar galten. Bis in die 90er Jahre waren vor allem die deutschen Finanzkonzerne (Banken wie auch Versicherungen) das Herzstück eines komplizierten Netzwerks aus Unternehmens- und Personenverbindungen. Jeder hielt an jedem Anteile, die selben Aufsichtsräte trafen sich alle paar Monate in den Chefetagen quer durch die Republik, und die Politik kannte man natürlich auch.

Um solche Fragen systematisch wissenschaftlich angehen zu können, braucht es zweierlei: erstens Rechenkapazität und zweitens auswertbare Daten. Für letztere kann man, je nach Aufwand und Öffentlichkeit, entweder Bataillone von wissenschaftlichen Hilfskräften Zahlen abtippen und tabellarisieren lassen, oder man greift auf existierende Datenbanken zurück. Sehr praktisch, wenn man letzteres machen kann – und das wird erfreulicherweise mit der Datensammelwut von Staaten und Firmen immer leichter. In der sogenannten Orbis-Datenbank (eine privatwirtschaftliche Firma zu “Business Intelligence”) zum Beispiel befinden sich über 30 Millionen Datensätze über transnationale Firmen und ihre Beteiligungen. Kluge Forscherköpfe (Vitali, Glattfelder & Battiston) haben als Ausgangspunkt über 43.000 Firmen aus der Datenbank ausgewählt, die mindestens an einem (aus Unternehmenssicht) ausländischen Unternehmen eine Beteiligung halten, und dann die Netzwerke dieser Firmen “upstream” – also deren Eigentümerstruktur – und “downstream” – also Beteiligungen – erfasst und analysiert.

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Zugrunde gelegt wurden verschiedene Konzepte von “Kontrolle”. Im einfachsten Sinne überträgt sich Kontrolle über Kapitalanteile nach dem Prinzip “one share, one vote”. Wer ein absolute Mehrheit besitzt hat logischerweise absolute Kontrolle und degradiert die übrigen Anteilseigner weitgehend zu Minderheiten, und wenn der Besitz sehr weit gestreut ist, muß man sich an die relativen Mehrheitseigner halten, um kontrollierenden Entitäten zu bestimmen. Hinzu kommt, daß viele Firmen sich in mehr oder weniger Netzwerkzirkeln gegenseitig gehören, so daß man mit simpler Arithmetik nicht mehr weiterkommt: Wenn A die Mehrheit an Firma B gehört, B die Mehrheit an C, und C wiederum maßgebliche Kontrolle über A ausübt – wer hat dann die Kontrolle? A oder C? Oder sogar B?

Um diese Probleme zu lösen haben die Autoren Algorithmen programmiert, die einerseits Kontrolle unterschiedlich definieren und andererseits Eigentümerstrukturen über Knoten und Verbindungslinien annähernd berechnen, wobei die konkreten Mechanismen in Matrizen und Vektoroperationen offengelegt werden (für diejenigen, die es genau wissen wollen).Unabhängig von der Kontrolldefinition fielen die Ergebnisse offenbar stets recht ähnlich aus.

Nachdem die mit den 43.000 ursprünglich ausgewählten multinationalen Firmen aus 116 Ländern (davon 5.600 börsennotiert) auf ihre Verbindungen untersucht wurden, ergeben sich mehr als 600.000 relevante Entitäten (entweder selbst multinationale Unternehmen, Tochterunternehmen oder Anteilseigner), die über mehr als eine Million Verbindungsbrücken miteinander in Beziehung stehen. Dabei ergeben sich eine Reihe von Ballungsräumen unterschiedlicher Größe, Verbindungsdichte und Bedeutung, deren größter Teil wiederum in seiner Gesamtstruktur einer Schleife ähnelt. Der zentrale Knoten der Schleife ist in der Mitte und wird weitgehend von einem kleineren Schleifenblatt (quasi upstream) kontrolliert, während vom Knoten die Kontrolle downstream in das zweite (asymmetrisch größere) Schleifenblatt ausgeübt wird. Drumherum, wie lose Fäden, sind außerdem die Schleifenblätter verieinzelt miteinander über Kontrollverbindungen verbunden.

Bild zu: Eigentum und Eigentümer: wem gehört die Weltwirtschaft?

Sind diese erst einmal berechnet, stellt sich Erstaunliches heraus. Die Mehrheit der Knotenpunkte (Firmen) halten nur an wenigen anderen Firmen Anteile, eine kleine Minderheit von Firmen jedoch hält an extrem vielen anderen Firmen Anteile – im sensationellsten Fall an 5.000 weiteren Firmen. Insgesamt wird das Konstrukt dominiert von einem Super-Ballungsraum, welchem mehr als 70 % der Firmen irgendwie angehören, während alle anderen Ballungsräume deutlich kleiner sind. Innerhalb dieser Struktur dominiert der Schleifenknoten mit 1318 Firmen aus 26 Ländern. Überraschenderweise verteilen sich die multinationalen Firmen auf 83 Länder, die Tochterfirmen auf nur 38 Länder und die Shareholder auf 191 Länder – die Besitzer sind also geographisch viel weiter gestreut (hier wäre mal ein Anknüpfungspunkt für Verschwörungstheorien, das weltweite Großkapital und so). Dieselbe Klientel wird auch mit Vergnügen hören, daß Finanzinstitutionen zwar nur einen geringen Anteil (gegenüber Industrie oder Dienstleistungen weniger als 20 %, wenn ich richtig interpretiere) stellen, aber den größten Anteil an Anteilen halten. Produktions- und Dienstleistungsfirmen hingegen sind eher Eigentum als Eigentümer.

Soweit so technisch, so abstrakt. Erst am Ende kommt, worauf der neugierige Leser eigentlich wartet: Namen. Die Autoren nennen die 50 Top-Kontrolleure, gewissermaßen, gerankt nach ihrem Anteil an “network control”. Diese Top 50 vereinigen immerhin fast 40 % der gesamten Netzwerkkontrolle auf sich. Angeführt wird die Liste nicht von Goldman Sachs (weit abgeschlagen auf Platz 18), sondern von – tusch – Barclays. Die gute alte Deutschland AG ist überhaupt nur zwei Mal vertreten (Allianz und Deutsche Bank), das globale Unternehmensnetzwerk wird klar von anglo-amerikanischen Mächten dominiert und die Chinesen haben noch einen weiten Weg vor sich (Platz 50 dank der China Petrochemical Group). Allerdings sind die Daten von 2007, und nach dem nächsten Rezessionseinbruch kommen aus Asien vielleicht nicht die Hunnen auf häßlichen Ponys sondern die Chinesen ritterlich gewandet auf weißen Pferden und dann muß man neu rechnen. Die nächste derartige Studie darf also mit Spannung erwartet werden.

 

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (35)
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Verehrte Sophia, ich finde...

Verehrte Sophia, ich finde Ihren Bericht über Firmennetzwerke und ihre Beseitzer höchst interessant. Muss ihn aber leider als Versuch brandmarken, die wirklichen Besitzverhältnisse zu verschleiern! Denn der wirklich investigative Journalist sucht jetzt nach den Verbindungen. Nach welchen? Na, zu den Bilderbergern http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=9270, zum Trilateral Council http://www.prolognet.qc.ca/clyde/cfr.html, nicht zu vergessen die wahrscheinlichen Verbindungen zu den Merowingern http://www.gralssuche.ch/html/maria.html. Also, ich warte auf die Fortsetzung: Billionen, Jesus und die Hunde vom Sirius Gruss, Thorsten Haupts

Nicht wirklich verwunderlich,...

Nicht wirklich verwunderlich, dass die ersten Plätze von den größten westlichen Assetmanagment Gesellschaften belegt werden (Barclays ->Blackrock). Aber von kontrolliertem Kapital habe ich keine Angst, bei Blackrock, Fidelity und Co muss immer im Interesse der Shareholder gehandelt werden, bzw. werden oft keine allzu riskanten Strategien gefahren. Wirklich Angst sollte man vor den großen Staatsfonds haben aus dem mittleren Osten und Asien. Denn die können ohne Rücksichtnahme auf Shareholder oder mit der Angst es zieht jemand sein Kapital ab gezielt auch politischen Einfluss geltend machen. Von vielen großen Firmen, die stark vernetzt sind und sehr viel Einfluss geltend machen können erhält man nur sehr wenig Informationen. Die größten Firmen der Schweiz sind obskure Rohstoffhandelshäuser, bei denen oft niemand genau weiß wo und mit wem die Geschäfte machen. Die aber extrem Finanzstark sind und Nestle und Co klein aussehen lassen.

0 sophia.infinitesimalia 04.11.2011, 06:50 Uhr

ThorHa, das ist ein...

ThorHa, das ist ein wissenschaftliches Papier, keine Verschwörungsseite und das erkenntnisleitende Interesse daher.... nun ja, ein anderes. Auch die Implikationen solcher Netzwerke (Kartelle, Finanzstabilität) werden eher gestreift, aber das ist dann einfach Forschung für andere Wissenschaftler. Oder investigative Journalisten. . kaktus, von den Schweizer Rohstoffgiganten habe ich in letzter Zeit auch öfter gehört, und natürlich habe ich mich auch gefragt, wie vollständig die Orbis-Datenbank ist, gerade angesichts der globalen Dimension.

Das Ergebnis zeigt eigentlich...

Das Ergebnis zeigt eigentlich nichts neues - und erst recht nichts beängstigendes. Die genannten Kern-Investoren mit der angeblich enormen Macht haben tatsächlich in unglaublich vielen Firmen die Finger drin - da sie Fondsbetreiber sind. Sachlichen Einfluss haben sie nicht - sondern kleine Prozentsätze an vielen Firmen und ausschliesslich das berechtigte Interesse, die Ersparnisse ihrer Kunden sicher und rentable anzulegen. Genau betrachtet ist diese Studie in keiner Weise eine Bestätigung von "fInanzkritikern" und sonstigen Verschwörungstheoretikern - aber dazu muss man sie halt auch in den Zusammenhang setzen und Ahnung von der Sache haben.

Noch ein Nachtrag: Wer die...

Noch ein Nachtrag: Wer die Frage stellt, wem die Weltwirtschaft gehört, der sollte ehrlicherweise auch die staatlichen Beteiligungen/Besitz/Monopolbesitz an Unternehmen darstellen und die Grössenordnungen detailliert angeben. Und damit sind nicht nur Staatsfonds sowie Beamten-Pensionsfonds (z.B. Calpers oder der Fonds der französischen Bundesbeamten) gemeint, sondern auch kommunaler Besitz - wie die Sparkassen und über diese die Landesbanken, viele Versorger in Europa etc.. - die in direktem Besitz von Gebietshoheiten sind. Da stellt sich schnell raus, das die Parteien ohne direkte Kontrolle der Bevölkerung (aber auf deren Kosten) vor den Kirchen die grössten und mächtigsten Wirtschafts- und Finanzgruppen sind. Durch Börsengänge von Telekoms (früher Staatsmonopol in Europa), Versorgern etc. hat sich das nur teilweise minimal reduziert..

0 Dagobert Duck 04.11.2011, 09:33 Uhr

Mir!...

Mir!

@Sophia: "ThorHa, das ist ein...

@Sophia: "ThorHa, das ist ein wissenschaftliches Papier, keine Verschwörungsseite" Weiss ich. Zweifle ich auch nicht an. Ich fand nur die Steilvorlage einfach zu schön, um sie auszulassen. Verzeihung? Gruss, Thorsten Haupts

0 sophia.infinitesimalia 04.11.2011, 09:48 Uhr

AlexM3, es ist eine Sache,...

AlexM3, es ist eine Sache, wenn "jeder weiß, daß die großen Finanzkonzerne..." und eine andere, die tatsächlichen Verflechtungen aufzeigen und annähernd summieren zu können. Diesen Erkenntnisgewinn sollte man nicht leichterfertig klein reden. Davon abgesehen haben die Autoren tatsächlich verschiedene Kontrollkonzepte umgesetzt (siehe Beitrag), darunter auch orientiert an absoluten Mehrheiten, also nicht nur fragmentierter Streubesitz. Wer sich noch in der Gruppe der Shareholder verbirgt (private Akteure, Staaten), das bleibt tatsächlich offen, aber das war auch nicht Ziel der Übung. . Dagobert Duck, dann sollten Sie spenden oder Steuern zahlen. . ThorHa, ich habe das schon verstanden... Sie sind ja öfter hier, da kann man die gegenseitigen Kommentare einordnen... und Sie haben ja Recht.

0 Dagobert Duck 04.11.2011, 10:55 Uhr

Sophia Amalie Antoinette...

Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia@: Bin kein Wohlfahrtsinstitut!

Lustig wäre mal zu Wissen,...

Lustig wäre mal zu Wissen, wer zu diesem Zeitpunkt, wem wieviel Schrott verkauft hat und wie in die Studie z.b. CDS eingegangen sind. Lehmann ist ja in obiger Studie immer noch unter den Top 15 vertreten, da hat sich in den letzten Jahren sicher einiges verändert. Wird über die Verletzung der Transitivitätsannahme eigentlich noch genauer geschrieben, bzw. wie das gelöst wurde? Habe es auf die Schnelle im Artikel nicht gefunden.

Lustig wäre mal zu Wissen,...

Lustig wäre mal zu Wissen, wer zu diesem Zeitpunkt, wem wieviel Schrott verkauft hat und wie in die Studie z.b. CDS eingegangen sind. Lehmann ist ja in obiger Studie immer noch unter den Top 15 vertreten, da hat sich in den letzten Jahren sicher einiges verändert. Wird über die Verletzung der Transitivitätsannahme eigentlich noch genauer geschrieben, bzw. wie das gelöst wurde? Habe es auf die Schnelle im Artikel nicht gefunden.

0 sophia.infinitesimalia 04.11.2011, 12:26 Uhr

Dagobert Duck, aber die...

Dagobert Duck, aber die soziale Verantwortung? Wenigstens das Goldmünzenbad für die Öffentlichkeit öffnen? . Kaktus, CDS sind sicherlich nicht eingegangen, das sind nämlich Kreditderivate, und Kredite sind kein Eigenkapital, ergo implizlieren sie keine Kontrolle. So mein Verständnis. Der Algorithmus korrigiert die Transivität mit einem Verrechnungsoperator, der die Anteile bei Zirkelschlüssen runterrechnet, aber noch genauer kann ich es auch nicht sagen, dafür müßte ich mehr Ahnung von Matrizen haben. Steht jedenfalls im Anhang.

0 E.R. Binvonhier 04.11.2011, 12:40 Uhr

Darf man aus dieser Studie...

Darf man aus dieser Studie schließen, dass diese TOP 50, denen die Weltwirtschaft gehört gemeint sind, wenn von verunsichterten Märkten die Rede ist und man alles aber auch alles tun muss um sie zu beruhigen.

0 E.R. Binvonhier 04.11.2011, 12:43 Uhr

Wenn diesen Firmen die ...

Wenn diesen Firmen die Weltwirtschaft gehört, sollten sie eigentlich in der Lage sein, sich selbst zu helfen.

0 sophia.infinitesimalia 04.11.2011, 13:19 Uhr

E.R.Binvonhier, wenn man...

E.R.Binvonhier, wenn man wüßte, wer eigentlich genau verunsichert ist, wäre das Rätsel ja bereits gelöst. Aber, Kapital ist bekanntlich ein scheues Reh und Anleger nervös und überhaupt.... und ein Rehlein kann sich auch nicht selber helfen, Sie erinnern sich doch bestimmt noch an Bambi mit den großen Augen?

@E.R. Binvonhier: "Darf man...

@E.R. Binvonhier: "Darf man aus dieser Studie schließen, ..." Nein, darf man nicht :-). Die Studie ist hochinteressant - aber komplett wäre sie erst, wenn sie die Privatpersonen, Fonds, Pensionskassen etc. mit einbeziehen würde, denen am Ende die Firmen gehören. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 04.11.2011, 14:36 Uhr

Sophia, dieser Sprachgebrauch...

Sophia, dieser Sprachgebrauch ist mir bekannt, nur kann man Bambi die Weltwirtschaft anvertrauen? Bei dieser Sprache ( verunsichert, nervös, beunruhigt) denke ich immer öfter an einen Patienten auf der Intensivstation, oder ein böses Tier, das dem Drachen aus dem Märchen ähnelt. Auch eine Möglichkeit: sie beschreibt nur die Seelenzustände der unteren Chargen ;-)

0 Dagobert Duck 04.11.2011, 15:12 Uhr

Sophia Amalie Antoinette...

Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia@: Ausgeschlossen! Habe umgestellt auf Diversifikation, den ganzen ganzen Goldsumms, wg. mangelnder Rentabilität, günstig verscheuert. Lebe momentan von Staatssubventionen.

0 Dagobert Duck 04.11.2011, 15:21 Uhr

Habe globale...

Habe globale Transitivitätsannahmen durchrechnen lassen: Da Alternative A besser ist als Alternative C, da das Budget die Alternative A der Alternative B und die Alternative B die der Alternative C vorzieht. Bevorzuge Verein-fachungen im großen Stil he, he.

0 Oliver-August Lützenich 04.11.2011, 20:59 Uhr

@Dagobert Duck: Ach Sie sind...

@Dagobert Duck: Ach Sie sind das (griechische Problem?)! Na, wenn ich Sie erwische, werde ich Sie anständig am Bürzel packen und ebenso anständig durchschütteln, bis die Subventionen aus Ihnen herauskullern, dann haben Wir ALLE endlich etwas davon. Bis dahin, leben Sie wohl und in Frieden. Alles für Alle, keines für Keinen, ist die Devise, nur, was wird dann aus meinem Goldschatz, den ich jeden Tag so schön putze, damit auch ich darin baden kann, wie DD? Na gut, ich schliesse mich @Sophia an und öffne das Glitzerbad für Alle, aber nicht für Alles, die Hosen bleiben an, schliesslich soll das Glitzern auch danach noch anhalten, ... tja, nun haben Wir den Salat, überall sind Netze unterwegs, überall spannt sich Irgendetwas zwischen Uns und über oder auch unter Uns hinwegg. Das Internetz, das faceboogoogle+sonstiges-Netz, das EU-, WTO- und G20- und nun auch noch das Firmen-/Beteilligungs-/Banken-/Eigentümer...-Netz. Es Netzt so schön. Netzen Sie mich nicht an, sonst netze ich Sie ein, Sie Netzer, oder war das jetzt Sport? Kein Wunder, das irgendwann auch mal der Spiderman auftauchen musste, der Uns einen netzt, wenn Wir die Sau raus lassen, oder Eines durchs Dorf treiben. Und @Sophia ist nun zur SpiderWoman geworden und wirft ihr güldenes Aufkärungs-Netz unter Uns, damit Wir darin sanft schaukeln können, so aufgefangen in der launigen Krisenhaftigkeit, Danke dafür.

0 Kurt Weiss 04.11.2011, 21:39 Uhr

Diese angeblich von klugen...

Diese angeblich von klugen Zürcher Uni-Forschern erstellte Studie ist wertlos. Von den 50 einflussreichsten Weltfirmen sind 49 Finanzinstitute. Banken und Fonds halten Firmenbeteiligungen in Form von Aktien jedoch nicht mit ihrem Eigenkapital sondern im Auftrag ihrer Kunden. Es sind daher die Kunden die den Kauf und Verkauf von Aktien bestimmen und nur selten die Depotbanken.

0 sophia.infinitesimalia 04.11.2011, 21:51 Uhr

Dagobert Duck, eine weise...

Dagobert Duck, eine weise Entscheidung, nur schade um die Goldbäder. . Oliver-August Lützenich, das haben Sie sehr schön gesagt, ich habe zu danken! . Kurt Weiss, zwar werden viele Anteile vermutlich tatsächlich für fremde Rechnung gehalten, de facto dürfen die Institute häufig für ihre Kunden das Stimmrecht wahrnehmen - wer hat also die Kontrolle?

0 A. Kermann 04.11.2011, 22:42 Uhr

Oder die Wahrheit steht...

Oder die Wahrheit steht hier: http://www.nytimes.com/2010/12/12/business/12advantage.html

Dass große Firme starke...

Dass große Firme starke Verflechtungen aufweisen sollte ja wirklich niemand überraschen. Die USA sind auch präsenter auf der Weltbühne als Lichtenstein; analog dazu sind große Firmen stäker mit ihrer Umwelt als kleine. Interessant wäre es allerings zu wissen, wo die Verflechtungen vom Erwartungswert abweicht.Dort könnte man nämlich anfangen nach "echten" Einflussfaktoren auf Unternehmensverflechtungen zu suchen.

0 Ernst Wilde 05.11.2011, 07:30 Uhr

Bisschen spät liebe FAZ - das...

Bisschen spät liebe FAZ - das hatten wir schon vor ein paar Wochen. Und das wurde auch schon weidlich ausgeschlachtet von Occupy und Co.

0 sophia.infinitesimalia 05.11.2011, 08:14 Uhr

A Kerman, oder beides ist...

A Kerman, oder beides ist wahr. Das eine ist Hörensagen, Vermutungen, Allgemeinwissen - und vermutlich korrekt. Mein Beitrag hingegen erläutert ein wissenschaftliches Forschungesprojekt, das Vermutungen auf eine solidere Basis stellt. . TD, erstens: überraschen nicht, aber die Zusammenhänge systematisch zu quantifizieren ist trotzdem eine Leistung. Nach welchen Kriterien wollen Sie denn den Erwartungswert berechnen? . Ernst Wilde, genau diesen Aufsatz? Bei Occupy? Sind Sie auch auf dem Willy-Brandt-Platz, so solidarisch wie Sie klingen? Ich bin beeindruckt.

Es verwundert, dass man hier...

Es verwundert, dass man hier noch glaubt es gebe eine Kontrolle, durch wen auch immer, ein abstürzendes Flugzeug oder eine metastasierender Tumor folgt natürlich den Naturgesetzen, aber von Kontrolle durch das Großhirn kann wohl keine Rede sein.

0 Dagobert Duck 05.11.2011, 10:08 Uhr

Oliver-August Lützenich@: Vor...

Oliver-August Lützenich@: Vor einer Woche hätten Sie noch den überquellenden Goldhort gegen ein ordentliches, aber knapp bemessenes Deputat putzen dürfen, aus und vorbei. .. Nouveau Monde, nouvéelles Idees sind seit dem letzten Gipfelchen der herumreisenden Politiker angesagt. Allerdings, meine Geschäfte tangiert das nicht, was die dort angerichtet haben, diese Einfaltspinsel. Ich agiere gewissermaßen antidemokratisch, mehr autokratisch, halt plutokratisch. Gewissermaßen internationalistisch. Wenn Sie verstehen, was ich meine?

0 sophia.infinitesimalia 05.11.2011, 11:50 Uhr

Bio, und was hat das mit Thema...

Bio, und was hat das mit Thema zu tun? . Dagobert Duck, aber wo sind Sie in der Liste der Top 50?

0 Dagobert Duck 05.11.2011, 14:28 Uhr

Sophia Amalie Antoinette...

Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia@: Denken Sie an das scheue Rehlein!

0 Dagobert Duck 05.11.2011, 15:53 Uhr

Sagte ich es nicht? Sie sind...

Sagte ich es nicht? Sie sind einfältige Narren. Auf jeden Fall habe ich mit dem Abstossen meines Hortes ´nen ordentlichen Schnitt gemacht. He,he! http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkrise-euro-retter-wollen-an-goldschatz-der-bundesbank-11518707.html

0 Oliver-August Lützenich 05.11.2011, 19:57 Uhr

@Dagobert Duck: Sie...

@Dagobert Duck: Sie glücklicher, aber Sie wissen auch: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Alte griechische Weisheit, oder entstand sie weiter nördlich? Und, was Ihr aufgekündigtes Stellenangebot angeht, haben Sie ins Schwarze getroffen! Ich habe bereits eine neue Stelle als Narr angenommen. Der Narr ist jenes Wesen, das immer mehr zur Wahrheit drängt und deshalb oft belächelt und bedrängt, zuweilen auch gehängt. Wird. Deshalb vermag ich Ihre Absage leicht verschmerzen. Seis drumm. Aber die Wahrheit ist soooo verlockend. Sie ist eine soooo versteckte Schönheit und so verletzlich, schon ein selbst-freundlicher Blick in ihr Anlitz macht sie errötend, obwohl sie nach Aufmerksamkeit verlangt. Schönheit möchte das Verlangen, aber ist dabei voller Scham. Warum? Vielleicht, weil sie nicht erwählt ist, sondern gewonnen und der Einsatz war gering, ein wenig Aufmerksamkeit nur, im richtigen Augenblick, den die Vielen bis Heute meist verpassen. Die Augenblicke rauschen so vorbei, sie rauschen und rauschen und meist greift Eines im falschen in den Strom hinein, und was dabei hängenbleibt ist wahllos einfach, aber was mir auffällt ist, die Tendenz geht zur Schönheit. Die Wahl wird stetig besser, die Masse verpasst seltener den passenden Augenblick, die Schönheit wird einfacher. Merken Sie was? Es ist viel mehr Schöheit im DaSein, als Wir bisher danebengreifen und das macht einem Narren Hoffnung, deshalb bin ich gerne einer, habe das Kostüm frei und willig gewählt, bin hineingeschlüpft und es war kommod, kennen Sie den Begriff noch? Das Narr will wahr sein, will ganz und gar da sein. DaSein. Übrigens! Es gibt noch einige Planstellen für Narren, sind Sie dabei, Narren sind die Verkünder der Schönheit, auch wenn die Einfachheit sich damit noch schwer tut, die Vielfachheit in sich zu erkunden, aber ich schweife wieder ab, @Sophia!, sind Sie dabei oder sind Sie dabei, das Kostüm ist umsonst, es ist reine Aufmerksamkeit und die verkümmert im Speicher bei Dagobert Duck, oder ist der auch so ein Narr, der Uns etwas weiss machen will, um Uns von der Schönheit zu künden, manchmal versteckt das Narr ja die Schönheit in alten Klamotten, oder hinter einem hässlichen Lachen, He, he!, aber lasst Euch nicht abhalten, der Aufmerksamkeit zu folgen, es wird nicht Euer Nachteil sein, Hi, hi ... bis die Weisheit dann.

0 sophia.infinitesimalia 06.11.2011, 08:55 Uhr

Die Herren, yur Umschulung bin...

Die Herren, yur Umschulung bin ich zu alt, da mache ich mich lieber weiter hier nützlich.

0 sebiprivat 02.12.2011, 20:49 Uhr

Vielen Dank für den...

Vielen Dank für den Blogbeitrag, ich fand es sehr interessant, wie sich die Sichtweise von der Deutschland AG auf die Weltwirtschaft weiterentwickelt hat.

0 Sklavenmarkt 18.10.2012, 00:03 Uhr

Die schweizer Studie ist...

Die schweizer Studie ist dummes Zeug - sie verschleiert nur! Wenn eine Bank mehr als eine Bank ist, dann ist sie wirklich gefährlich: Wenn sie eine Strategie verfolgt: Bilanzen fälscht - und sektengleich ihre Leute nach der Investmentverarsche mit toxischen Produkten systematisch an den Schalthebeln der politischen Macht unterbringt, um weiter ihren finsteren Plänen einer finanzpolitischen Weltmachtstellung nachzugehen ... Die Obersten sind verblendet. Sie glauben an die Schuld Europas aus dieser Zeit. Sie können nicht verzeihen - und einfach leben. Wie es die Israelis doch auch schaffen! Nein, Panik und Verwesung ist ihr Money! Vielleicht aber, sind sie noch viel primitiver und berauschen sich nur an der dunklen Seite der Macht, wenn ihre Provisionen in die Millionen gehen ... Das aber genau ist die Prüfung - sie werden in das Messer Gottes laufen. Sie werden sehen, was sie angerichtet haben und sich selber sehr hart richten! Auch wenn auf dem Weg dorthin ganze Staaten den Bach runtergehen ... Ist es nicht absurd, dass uns schon "die gelbe Gefahr" wie ein "weißer Ritter" erscheint? Amerika ist am Boden. Sie verlieren den Pazifik, aber nein ... Wir dürfen ja nicht wählen! Wir sind entrechtet. Wir sind böse Deutsche. Wir dürfen nicht entscheiden und unser Schicksal selbst bestimmen ... Manchmal frage ich mich, was eher da war: das Gebahren von G &S oder der böse Spruch vom "falschen Nero"? Einstein läßt grüßen ... Zeit ist relativ ... Es ist nicht mal eine Verschwörung - es ist einfach nur gnadenlose Dummheit und Respektlosigkeit vor der menschlichen Existenz. Sorry - aber wenn das der Sinn des Lebens ist, sollen die Türken ruhig einen 3. Weltkrieg provozieren. Diese Spezies hätte es nicht anders verdient ... Oder gebt den Griechen und den Deutschen genügend Wein, damit man sich besinnungslos saufen kann, um das alles zu ertragen!!!

wurde schon frühzeitig von einem Magister der Mathematik bescheinigt, sie möge ob ihrer Unfähigkeit im Umgang mit Zahlen und Formeln nicht allzu betrübt sein, es gebe reichlich schöne Berufe ohne dieselbe, insbesondere ein Broterwerb als Kammerjungfer oder Hausfrau wurde ihr nahegelegt.