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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

In Fäkalgewittern

| 121 Lesermeinungen

Natürlich ist das, was aus dem Internet auf Herrn Wulff einprasselt, nicht nett. Man könnte sich auch trefflich über diese Geschmacklosigkeiten aufregen. Besser wäre es aber, einfach dafür zu sorgen, dass es einen nicht erwischt. Denn um sich ein derartig böses Gewitter einzufangen, muss man schon einige Regeln des Internets missachtet haben.

Zwei Worte ist dieser Beitrag alt, und schon steht der nächste böse Witz über Christian Wulff im Internet, so schnell kann das gehen, eine Anspielung auf Ernst Jünger und einen sinnlosen Krieg, schon ist er ins Lächerliche gezogen. Ja, es ist ein Kreuz mit diesem Internet, da haben die Bedenkenträger schon recht, der Nutzer ist ein Untier, der Respekt fehlt, und die nächste Suchanfrage mit kompromittierenden Worten ist nie weit entfernt. Das Internet kennt keine Grenzen und keine Zurückhaltung, es gibt Themen und die Suchmaschinen richten sich danach aus: Die Achtung vor dem Amt, die allgemein gern beschworen wird, spielt keine Rolle, wenn der sogenannte „Sh*tstorm” – ich denke, ich muss nicht übersetzen – über alle Konventionen des Betriebs von Medien und Politik hinwegrollt. In Fäkalgewittern, wie gesagt.

Bild zu: In Fäkalgewittern

Durch manche Berichte schwingt ein gewisser Schauder über das, was im Internet so gesagt, geschrieben und rechtlich haltlos verbreitet wird, man fragt sich, ob das kleine Unwetter der Medien, das immer noch staatstragend grollt, nicht auch dem Umstand geschuldet ist, dass man die Erregungspotenziale des Netzes irgendwie aufgreifen muss. Die Medien, so die Theorie, sind getrieben von all dem Gift und der Häme in HTML, es laste der Druck der Leser auf ihnen, möglichst in der anschwellenden Kakophonie mitzuspielen, und nur so sei es zu erklären, dass es überhaupt so weit gekommen sei, wegen ein paar läppischer Vorfälle. Derweilen wühlen in den gleichen betroffenen Medien oft genug die Gesellschafts-, Gossip- und Gossenressorts bei Facebook und Twitter und delektieren die Leserschaft mit inzwischen unzählbaren Beiträgen: So lacht das Netz über Wulff. Oder: Die Internetcommunity führt Wulff vor. Fehlt eigentlich nur noch die Klickstrecke mit den 100 übelsten Netzgerüchten, aber die kommt vielleicht auch noch. „Denunziatorische Ruchlosigkeit” verkauft sich auch.

Man muss also die Schneise der Verwüstung durch das Fäkalgewitter erst gar nicht suchen, die Medien berichten schon gern und freudig, vermutlich, weil es sie von der Pflicht entbindet, sich selbst die Hände schmutzig zu machen, und die Leserschaft das auch gerne anklickt: Es ist Gaudi, es ist Entertainment, es ist die feixend niedrige Ergänzung zur moralisch hohen Empörung, es ist Demütigung wie in der Castingshow. Andere müssen für solche entwürdigenden Rituale in den Dschungel, aber der Netzdschungel hat längst Bellevue erreicht, und ist recht innovativ beim Erfinden grausamer Spielchen. Es gibt erfolgreiche Bildchen, Formulierungen und Witze, es verbreitet sich viral, jeder hat es gesehen, man macht das mit Freude und aus Überzeugung und weiß, dass man nichts Unrechtes getan hat, aber nicht alles richtig war, was man getan hat.

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Die Erfahrung mit derartigen Fäkalgewittern zeigt, dass jeder Appell für Gnade um der Gnade willen wenig hilfreich ist; schon Freiherr von Guttenberg musste 2011 ähnlich schmachvolle Erfahrungen machen, auch wenn sich zu seinen Gunsten Facebookgruppen gründeten und jenes Organ, das im Moment die verfolgte Presse mimt, eine Kampagne für ihn veranstaltete. Der scharfe Witz der Wütenden – in früheren Epochen hätte man ihn als zersetzend bezeichnet – lässt sich dadurch nicht aufhalten; das Fäkalgewitter ist da auch nur eine Art unvermeidliches Schicksal, mit dem man sich abfinden muss, wie mit dem Sonnenschein der Speichelleckerei davor. Allerdings kann man nach gut 10 Jahren Blogs, intensiv genutzter Foren und einigen neuen Angeboten durchaus die Parameter erkennen, die darüber entscheiden, ob nur mal ein Wölkchen des Missbehagens im Internet aufzieht, oder ein Hurrikan vor der Tür steht.

Entscheidend wie bei jedem Unwetter ist, was vorher unten bei den Verantwortlichen an Ansprüchen, Phrasen und Inszenierungen verdampft ist. Vor einiger Zeit etwa hatte ein bayerischer Ministerpräsident eine Geschichte mit Nachwuchs – das hat niemanden allzu sehr überrascht, auch wenn der Mann davor recht katholisch aufgetreten ist. Medien zürnten, das Internet nahm es als natürliche Sache hin. Dann gab es einen Ex-Kanzler und einen Ex-Aussenminister und zwei Ministerpräsidenten, die sich der Industrie andienten – unschön, vielleicht sogar raffgierig, aber nichts anderes als das, was man von diesen Leuten erwartet hätte. Weniger erwartet hätte man die Trunkenheitsfahrt einer Bischöfin, aber sie zog schnell die Konsequenzen, bevor der Unterschied zwischen Anspruch und Realität zu sehr auffallen konnte. Bei all diesen Stürzen gab es eine gewisse Differenz zwischen zur Schau getragener Moral und gelebter Nichtsoganzethik, aber es war nichts, worüber man sich ereifert hätte. Oder, um mit dem Wulff zu heulen: „Das ist keine Entschuldigung, das ist auch keine ausreichende Erklärung, aber vielleicht der Impuls, der dazu geführt hat.” Hat er gut gesagt, der Wulff.

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Dagegen kann man sehr gut erklären, was Wulff und Guttenberg – letzterem gleich zweimal – aus dem Netz ins Gesicht explodiert ist: Der enorme Unterschied zwischen lauthals verkündeten Idealen und gelebter Bigotterie. Das allein reizt schon, das ist das Material, der sich nachher wieder über die Personen ergiesst. Der eigentliche Auslöser aber ist dann noch die Unfähigkeit, das eigene Versagen einzusehen, das Negieren, das Verschleppen, das Aussitzen, das Lügen, das Taktieren. Das dauert, das geht bei den Betrachtern und den von diesem Personal Beherrschten an die Nieren, und nach zwei, drei Tagen schreibt auch der brave Familienvater ins Netz, was er vor 30 Jahren allenfalls gegen das TV-Gerät gebrüllt hätte. Jedes ordentliche Unwetter braucht eine gewisse Zeit, um sich zu sammeln. Wenn aber alles getan wird, damit weiter das Versagen deutlich wird, seien es nun 80 Disketten oder Übernachtungen bei privaten Freunden, die nur zufällig Multimillionäre und Sponsoren sind, bleibt es nicht bei der verärgerten Bemerkung. Die Leute haben Blogs, Twitter, Photoshop und Google Plus, und sie werden es einsetzen. Genau so rücksichtslos, wie man sie befäkaliert.

Die zur Schau gestellte Dreistigkeit wird als eigene Handlungsmaxime begriffen. Die Unlauterkeit ist der beste Anlass für die Vermutung, dass da noch mehr sein müsste. Dann wird eben gesucht, gesucht und spekuliert. Dem einem geht es um seine Karriere und sein Gehalt, das alle zahlen, den anderen um ihren Spass und den Return on Investment. Kein Panzerglas, keine Bodyguards, kein Protokoll und keine handverlesene Gästeliste können das Internet aufhalten. Der Verursacher will nicht reden, sich nicht erklären, die Sache klein halten? Macht nichts. Dann macht man es eben ohne ihn. Man braucht ihn nicht. Ab einer gewissen Grösse ist so ein Fäkalgewitter im Netz selbsterhaltend. Jemand redet von Verantwortung und sieht nicht ein, dass dazu auch Konsequenzen gehören? Dann ruiniert man eben seine Reputation. Egal ob beim Blattablesen, bei den öffentlich-rechtlichen Fragenabhaken, in einer Pressekonferenz oder mit einer Erklärung der Anwälte im Internet: Das ist keine Kommunikation, sondern nur die nächste Verweigerung mit dem Ziel, doch irgendwie durchzukommen. Der Ärger darüber wird nicht aufhören, solange sich vorgebliche Tugenden und tatsächliche Verfehlungen so angleichen, dass es wieder etwas wie Vertrauen geben kann, oder die fragliche Person durch den Rücktritt aufhört, eine öffentliche Schande zu sein. Die Bildzeitung mag die Macht haben, Politiker zu bedrängen, aber auch sie ist nicht in der Lage, Politiker vor den Mechanismen des Fäkalgewitters zu retten. Achtung gibt es vor Nichts und für Niemanden.

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Und wie man beim versuchten Guttenbergcomeback gesehen hat, ist so ein Unwetter im Internet auch nicht wirklich vorbei: Ein paar dumme Bemerkungen, eine gewisse Renitenz, ein Rückfall in alte Neigungen der Selbstüberhöhung, und es geht sofort wieder los. Nicht jeder ist so dumm, Giovanni di Lorenzo etwa hat schnell eingesehen, dass er angesichts der Kritik mit Einsicht schnellstens Raum zwischen sich, Guttenberg und dem niederprasselnden Unwillen über die Steigbügelhalterei bringen muss. Vielleicht ist es ja wirklich so, dass die Medien ein wenig vom Internet und den Empörungswellen getrieben werden; sollte es so sein, muss man das nicht bedauern.

Die meisten Beteiligten sind keine Trolle und Hetzer, sondern ganz normale Leute, die sich nicht gern mehr als nötig belügen und hintergehen lassen. Und wenn alles vorbei ist, möchten sie auch wieder etwas anderes als das Elend der politischen Kaste sehen. Dann reparieren sie wieder den Wasserhahn, streichen den Zaun und sind recht freundlich und umgänglich, ja, bisweilen sogar nachsichtig und verständnisvoll. Es ist nicht schwer, sie nicht zum Äussersten zu treiben. Hätte man sie nicht enttäuscht, hätten sie kein Gewitter entfacht. Es ist nicht das böse Internet und seine grenzenlose Perfidie, es ist eine Antwort auf einen, neudeutsch, Moral- und Kommunikationsfail, eine Antwort, die gegeben wird, gerade weil sie von den anderen nicht gehört werden möchte. Diese Leute werfen nicht den ersten Stein. Aber sie werfen zurück, und sie warten dabei auch nicht, bis ihnen die Priester der Medien mit der Pfeife das Zeichen geben.

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121 Lesermeinungen

  1. Auge um Auge, Backstein um...
    Auge um Auge, Backstein um Backstein.
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    Trotzdem bin ich froh, wenns irgendwann vorbei ist. Danke für die punktgenaue Analyse des Kacksturms.
    “Fäkalgewitter”, ts.

  2. Lieber Don,
    "Dann reparieren...

    Lieber Don,
    “Dann reparieren sie wieder den Wasserhahn, streichen den Zaun und sind recht freundlich und umgänglich, …”
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    Gut gebrüllt Löwe, aber diesen oberern Satz glaube ich nicht ganz.
    Diese freundlichen Zäunestreicher und Wasserhahnreparierer sind nicht die, die im Netz ihre Meinung absondern.
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    Dieses Salz der Erde sagt gar nichts im Netz. Nichts zur Bundespräsid-ente, nichts zum Hosenanzug. Das sind eher die, die zu einem sagen, wenn man bei ihnen auf Besuch ist:
    “Du kannst gern für die Fahrplanabfrage an meinen Rechner gehen, der ist oben im Schlafzimmer. Aber eigentlich geht der nicht so richtig, das Imäll stürzt dauernd ab und ich warte seit Wochen auf meinen Neffen, dass er mir das Imäll mal repariert.”

  3. "Diese Leute werfen nicht den...
    “Diese Leute werfen nicht den ersten Stein. Aber sie werfen zurück,…”
    …nämlich & hoffentlich viele Schuhe am Samstagnachmittag, vor Schloss Bellevue.

  4. Nun, liebe Vroni, ich...
    Nun, liebe Vroni, ich repariere gerade den Wasserhahn in meinem Bad. Natürlich sind nicht alle Zaunstreicher im Netz, aber im Netz sind sehr viele zivilisierte Menschen und nicht nur gfelangweilte Startupper.

  5. Don,
    ich bin doch auch ein...

    Don,
    ich bin doch auch ein Wasserhahnreparierer.
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    Aber Standard im Netz ist das noch lange nicht. Bin z. B. der Einzige meiner Sippe und im bodenständigen oder intellelen Bekanntenkreis, der bloggt und im Netz Kommentare ablaicht. Der Rest schüttelt entweder den Kopf über so etwas oder gibt sich einer höflichen, aber gepflegten Ignoranz hin (“ansonsten geht sie eigentlich …”)
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    Hach, meine “Freunde”, die gelangweilten Startupper … Engagieren die sich wirklich gegen Guttenwulff & Co? Bin mir da nicht sicher. Die halten diese beiden Fake-Figuren doch für völlig normal (“einer von uns…”)

  6. gefällt mir!!...
    gefällt mir!!

  7. Sehr geehrter Don! Ich bin mir...
    Sehr geehrter Don! Ich bin mir nicht so sicher, dass sich der durchschnittliche Gartenzaunanstreicher und Wasserrohrreparierer für den Fall Wulff sehr interessiert. Meiner Meinung nach wird der ganz gezielt von den Medien und diversen Politikern immer wieder angeschürt.
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    Das mit dem Kredit für sein Häuschen ist nicht so aufregend und das Gespräch auf die Mailbox kann man als internen Streit zwischen den Eliten der Medien und Politikern sehen. Einen schlechten Tag hat jeder einmal. Gartenzaunanstreicher und Wasserrohrreparierer haben ganz andere Alltagssorgen.

  8. ...Zivilisierte Menschen, die...
    …Zivilisierte Menschen, die sich nicht auf einer Reise durch Südamerika den Zorn Montezumas eingehandelt haben. Allzu viel roh genossener phonetischer Erguss kann über die cochlea zu ähnlichen Erscheinungen führen. Wird bei häufigem Genuß bisweilen chronisch.

  9. Die Taktik der Bild gefällt...
    Die Taktik der Bild gefällt mir irgendwie, sie spielt ihm den Ball zu, erhöht den Druck und seinen Kreditbedarf, indem sie nicht veröffentlichen will, er sich indes nur besser erinnern kann. Jeder Autoverkäufer lernt oder hat es im Blute: Mach niemals schrittweise Äußerungen der Rechtfertigung, die Fragen aufwerfen, denn dein gegenüber macht zwei Schritte nach vorn – und du stehst mit dem Rücken an der Wand.

  10. meine carta cacata sende ih...
    meine carta cacata sende ih uch gen Bellevue. Dem Don herzlichen Dank für diese schöne und faßliche Erklärung unseres Zornes

  11. Mir entstand ja in den letzten...
    Mir entstand ja in den letzten Tagen der Eindruck, daß in der Causa Wulff die tatsächliche digitale Spaltung der Gesellschaft offenbar wird. Wenn man die einschlägigen Netzumfragen mit 80 – 90 % Ablehnung Wulffs und im Vergleich die demoskopischen Zahlen sieht, dann beschleicht mich der Verdacht, daß da zwei Parallelgesellschaften existieren. Von den diversen Witzeleien auf Youtube ganz abgesehen. Allerdings meine ich auch, daß die Liste mit lustigen Filmtiteln in der heutigen Printausgabe zwar lustig aber völlig deplaziert war. Im übrigen glaube ich auch, daß momentan tatsächlich der Anlaß so geringfügig wie auch immer sein kann. Sobald ein nicht näher zu bestimmender Nerv getroffen wurde entsteht ein öffentlicher Erregungszustand, der seinem Anlaß in keiner Weise angemessen ist. In dieser Beziehung glaube ich schon, daß das Medium Internet die Message in ausschlaggebender Weise formen kann. Die weitere Entwicklung wird interessant bleiben.
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    Zur Causa Wulff im besonderen habe ich diese Meinung: die kleinen Vorteilsnahmen und Anrüchigkeiten des Herrn Wulff interessieren mich wenig. Das eigentliche Skandalon ist für mich, daß eines der obersten Verfassungsorgane meint, von gleich zu gleich mit dem Chefredakteur eines Boulevardblattes diskutieren zu müssen. Das ist also sein Selbstverständnis seines Amtes: er ist Chefredakteur des „Tiergartener Anzeigers“ und droht dem Chefredakteur des „Kreuzberger Tagblatts“ mit Krieg. Diese Würdelosigkeit kann ich ihm nicht verzeihen. Begreift dieser Mann nicht, wie er mit seiner peinlichen Anbiederei sein Amt zum Gespött macht? Nein, er begreift es nicht, er versteht die Frage nicht einmal. Und das ist ein Grund zum Rücktritt.

  12. Lieber Don,
    ist es nicht...

    Lieber Don,
    ist es nicht peinlich, wenn der Oberste Repräsentant der Deutschen so schlecht ausgewählt oder bezahlt wurde ? Ein Bundespräsident muss repräsentieren können. Der nächste Bundespräsident sollte durch Volksabstimmung in sein Amt gewählt werden.
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    Wir sollten DM 2.0 erzwingen. Der CHF ist zu klein. Da lag muscat mit ihrem Kommentar zum vorigen Artikel völlig richtig, auch wenn die Eidgenossen sowas mit wenig Humor zur Kenntnis nehmen dürften. Ab einem Bullshit-Index von größer 0,4 käme die Frage, ob man was verkaufen möchte. Das wäre für einen Troll zutreffend. Also, Backstein aufs Auge, oder so ähnlich.
    @Holofernes
    Pass mit den Frauen auf. Es gibt eine, die deine Rübe auf einem Tablett sevieren will. Hieß die Angela ? Ich glaube, in deinem Namen liegt viel Wahrheit verborgen.

  13. Als Kampfruf vielleicht:
    "Geh...

    Als Kampfruf vielleicht:
    “Geh zurück
    nach Osnabrück!”
    – Ich beanspruche kein Copyright…

  14. @savall, bravo! Genau das ist...
    @savall, bravo! Genau das ist es. Autohändlerniwo, das er nicht einmal beherscht. Und das kann man mittlerweile in hunderten Kommentaren zu den einzelnen Artikeln, in denen sich die Leute wirklich Gedanken machen, nachlesen. Und zum krönenden Uberfluß noch die Dialektik von Angie: Die Bürger wollen Antworten. Hier sind sie. Der BP hat jetzt die Tür für Vertrauen aufgemacht… Wie meinen?
    Souveränität heißt das Zauberwort. Die aber muß man sich erarbeiten und leisten können.
    .
    Das ist wirklich das Verdienst von html 2.0: Nicht in ein, zwei Wochen Leserbriefe irgendwelcher habilitierten Professoren lesen, nein, jetzt gleich des Volkes Meinung.

  15. Das Internet verbessert die...
    Das Internet verbessert die Republik.

  16. Und: Kleider machen...
    Und: Kleider machen Leute.
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    Oder anders: Herr Wullf, so sieht es heute aus, war eben vor allem auch eines: Ein erstklassiges Bundespräsidentenabziehbild. (Eigentlich kein Nachteil, solange das nicht der einzige Inhalt ist) (“Eigentlich” eben.)
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    Worüber man also noch nachdenken könnte? Ob das mit den Piraten & Nerds vielleicht evtl. schneller anders würde, als viele heute evtl. schon zu glauben bereit wären: Wir könnten uns, spätestens so in 20 Jahren von heute, einen prima Piraten als Kanzler vorstellen, der auch kleidungstechnisch relativ uneitel daherkäme, aber erwiesenermassen durch und durch echt wäre.
    .
    Lediglich kleiner Generationen- u. Paradigmenwechsel erforderlich. Und der Tod der Generation Un-@ vermutlich.
    .
    (Am Rande: Und Thomas Mann war ein Päderast, wenn auch ein Nicht-Ausgeübter, ein Beherrschter, ein Verhinderter. Daher auch die nicht-gelebte Homosexualität unter Erwachsenen. Wir alle wissen. Aber das Werk. Und frei von Hermetik.)

  17. Ja, Jonny Depp als BP. Das...
    Ja, Jonny Depp als BP. Das ginge.
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    Aber erstmal Bruno Ganz auf Arte 20.15 in: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-grosse-kater-auf-arte-ueberlebt-der-praesident-11593974.html

  18. Man muss doch feststellen,...
    Man muss doch feststellen, dass eine derartige Vorführung des Bundespräsidenten eine Kriegserklärung wert wäre. Egal, ob sein Vergehen groß oder unwichtig ist. So ein Amt derartig in den Dreck zu ziehen, ist ein Progrom wert. Schluß, Punkt und Aus. Das ist dasselbe, als wenn man die Königin von England als Nutte verkaufen wollte. Eine beispiellose Frechheit. Holofernes, das trifft den Nagel irgendwie auf den Kopf.

  19. "In eijnem Land, in dem meine...
    “In eijnem Land, in dem meine Frau nicht mal von ihren alten Freunden bei den PR-Abteilungen mittelmässiger Modemarken Kleider kostenlos ausleihen kann, möchte ich nicht Präsident sein.”

  20. Lieber Don,
    es geht nicht um...

    Lieber Don,
    es geht nicht um die Person. Die ist Wurst. Es geht um das Amt. Es kann überhaupt nicht sein, dass DER Repräsentant Deutschlands derartig durch den Dreck gezogen werden darf. Wulff sollte zurücktreten, vorher muss geklärt sein, dass das Volk, nicht irgendwelche Schlaffies namens Bundestag oder Pappnasen namens Bundesrat, seinen Nachfolger wählt. Wer den dann angriffe, käme auf den Scheiterhaufen. Mir liegt an Wulff überhaupt nichts. Er war zu arm für sein Amt ??? Na gut, um ehrlich zu sein, den Kredit hätte nicht jeder gebraucht. Das spräche nicht gegen Wulff.

  21. @Savall – Da stimme ich...
    @Savall – Da stimme ich Ihnen zu, aber anscheinend hatte der arme Wulff nie die Möglichkeit, in eine Präsidentenschule zu gehen. Natürlich bietet die Königin des Landes, das mich hier wohnen lässt, so etwas nicht als Kurs an. Aber wenn man sie beobachtet, kann man von Königin Beatrix viel zu diesem Thema lernen.
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    Ernsthafter zu nehmen sind natürlich die Milliardenforderungen irgendwelcher VW Investoren, die jetzt an den Bundespräsidenten gestellt werden:
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    http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/volkswagen-und-porsche-milliardenforderung-an-christian-wulff-11595773.html
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    Als ich ein zum ersten Mal Projektleiter wurde, nahm mich ein sehr Erfahrener unter die Fittiche und lehrte mich (unter anderem): ‘Die Leute von der Rechtsabteilung sind Arschlöcher. Aber, wie du weißt, wenn das Arschloch sich verschließt, fließt nichts mehr… Deswegen, sieh zu, dass du immer ein gutes Verhältnis zur Rechtsabteilung hast.’
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    Den Ratschlag des erfahrenen Projektleiters nahm ich mir zu Herzen, stellte mich dem Leiter der Rechtsabteilung vor und erklärte ihm kurz die Projekte für die ich verantwortlich war. Der Leiter der Rechtsabteilung war sehr erfreut über meinen Besuch und sagte zum Schluss: ‘Ich kann und ich werde dich aus jedem Schit herausholen, aber du musst mir gegenüber immer ganz ehrlich sein… sonst geht es nicht.’
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    Wenn der Wulff schon nicht die Möglichkeit hatte, von Königin Beatrix den Umgang mit der Presse zu lernen, liest er vielleicht diesen Blog und lernt daraus wenigsten den rechten Umgang mit Rechtsanwälten.

  22. Die Milliardenforderungen des...
    Die Milliardenforderungen des Großkapitals kommen wohl ein paar Tage zu früh. Wenn er geschickt ist, kann er sich damit jetzt Unterstützung verschaffen: “Schaut her, die da sind es, die mich weghaben wollen, und Springer auf ihrer Seite haben.”
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    @Michael
    Schreiben Sie das auch Herrn Döpfner?

  23. Lieber Nico,
    "Das ist wirklich...

    Lieber Nico,
    “Das ist wirklich das Verdienst von html 2.0: Nicht in ein, zwei Wochen Leserbriefe irgendwelcher habilitierten Professoren lesen, nein, jetzt gleich des Volkes Meinung.”
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    Ergänze:
    Früher konnte die Redaktion (in der MAD “die Red.” genannt), mit den Leserbriefen ihrer “Qualitäts”-Zeitung machen was sie wollte: abdrucken, nicht abdrucken, kürzen. Plus Name und Adresse des Schreibers immer draufschlonzen (auf dass er in seiner Nachbarschaft peinlicherweise ab dann immer erst heimkann, wenn es dunkel ist und ihn keiner der Teerer & Federer erkennt…) . Plus anonyme Briefe überhaupt nicht drucken.
    Das ist jetzt vorbei. Mit allen Vor- und Nachteilen.

  24. "Es kann überhaupt nicht...
    “Es kann überhaupt nicht sein, dass DER Repräsentant Deutschlands derartig durch den Dreck gezogen werden darf. ”
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    Doch, das kann sehr wohl sein. Wer Dreck produziert, muss mit Dreck zurück rechnen. So einfach ist das und war schon früher so.
    Das Amt beschädigen nicht die, die den Dreck nur zurückschmeißen. Heidernei, was ein seltsamer Zirkelschluss.

  25. Gewiß, Tiger, man ist...
    Gewiß, Tiger, man ist versucht, den HansMeierschen Invektiven Folge zu leisten und die Wiedereinführung des Adels zu befürworten. Allein, es kommt nicht darauf an, das Amt zu lernen, sondern es zu interpretieren. Und das fehlt dem Angestellten aus Hannover völlig. Könnten Sie sich solche Albernheiten von Vaclav Havel auch nur denken? Gesine Schwan wurde hierorts schon genannt, Joachim Gauck wäre auch nicht schlecht gewesen. In meiner jugendlichen Naivität würde ich mir Hans Magnus Enzensberger wünschen. Was unterscheidet die Genannten von dem jetzigen, nunja, Hochstapler? Sie sind honorig. Das ist es.

  26. Ja, liebe Tigerin, so eine...
    Ja, liebe Tigerin, so eine Rechtsabteilung besiegte ich tatsächlich vor vielen Jahren. Mit mehr Glück als Verstand. Es war der sehr ungleiche Kampf zwischen David und Goliath. Der Erfolg ist bis heute ungebrochen. Nicht nur das. Was sagt mir das ? Im causa Wulff liegt eigentlich kein Rechtsfall vor. Er hat einen Kredit bekommen, den ich als wirklich noname noch billiger bekommen hätte. Andererseits hat er das Amt, das er innehat, geschädigt. Dieses, das eigentlich wichtigste Amt in Deutschlands, darf nicht beschädigt werden können. Das bedeutet, er bekam für seine Verantwortung viel zu wenig Geld. Das müsste geändert werden. So, wie die Wahl für dieses, keineswegs unwichtige Amt, auf erheblich breitere Schultern verteilt werden müßte. Das Amt, die Verantwortung für DIESE Position, darf nicht von Parteibüchern abhängig sein. Natürlich bin ich dafür, bestimmte “Parteien”, nicht nur die NPD, schlicht zu verbieten. Bis hin zu Bismarcks Sozialistengesetz. Deshalb kann man trotzdem ein so wichtiges Amt nur demjenigen anvertrauen, der es dann auch verantwortungsvoll ausüben kann.
    .
    An Wulff hätte ich persönlich wenig Zweifel. Wenn er sich nicht etwas dumm angestellt hätte. Selbst das ist verzeihlich. Im Prinzip trifft “Holofernes”, allein mit seinem Namen, den Nagel auf den Kopf. Wulff sollte zurücktreten, aber vorher klären, dass sein Nachfolger kein Verräter sein kann. Das bedeutet, das VOLK WÄHLT den Bundespräsidenten. Wer dann DIESES Amt noch ein einziges Mal angriffe, würde öffentlich gelyncht. Ohne Rücksicht auf Rang und Namen.

  27. Vroni – was Dreck werfen und...
    Vroni – was Dreck werfen und beworfen werden betrifft, hat mir vor langer Zeit einmal jemand, den man völlig zu Unrecht mit Dreck beworfen hatte, gesagt: „Wenn sie dich mit Dreck bewerfen, bleibt immer etwas hängen.” Mittlerweile teile ich diese Erfahrung.

  28. Merkels Drei-Knopf-Jacken...
    Merkels Drei-Knopf-Jacken sprechen da doch eine klare Sprache: Das kann nicht gesponsert sein und unanständig viel Geld braucht man dafür auch nicht…
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    Bettina Wulff sah halt auch als Gattin des Bundespräsidenten immer noch aus wie die PR-Tante eines mittelständigen niedersächsischen Unternehmens…

  29. @savall 17:59
    Stimme Ihrer...

    @savall 17:59
    Stimme Ihrer Einschätzung zu. Wullf spielte auf der Klaviatur der Boulevardpresse und dachte, er sei der Taktgeber, der Ansager. Er durchschaute nicht das ökonomische Spiel mit Skandalen, Affären und Auflagen. Beim Pakt mit dem Trivialen gibt es kein Fairplay – benutzen und benutzt werden. Als ich gestern mit meiner neunzigjährigen Mutter über das TV-Interview sprach, meinte sie nur, solch eine würdelose Klein-Klein-Rechtfertigung eines Staatsoberhauptes hätte sie in ihrem langen Leben noch nicht erlebt.
    .
    Und Don, es stimmt – im Web können wir unsere Meinung direkt senden und empfangen. Sicher werden Samstag in Berlin 1000 Schuhe fliegen!

  30. @Savall – was Enzensberger...
    @Savall – was Enzensberger betriff, hier sind ein paar alte e-mails (gekürzt) von mir an meinen Freund Bruno:
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    Subject: Re: Just a nice e-tea on Friday late afternoon
    15 May 2006
    Good morning Bruno!
    Tiger is very eager to show you something. He has cut out every piece of Fortsetzungsroman, that is published in the FAZ since last week. Guess what the novel is all about? A young man visiting an old lady every Tuesday in her salon…. for tea. No Biedermeiersofa, but, look, here it says: ‘ein achteckiger Teetisch mit Intarsien aus dem Biedermeier’ and the old lady ‘nahm auf einem dunkelroten Diwan Platz’.
    The whole thing is really a strange idea: a caricature about a caricature!
    Ciao
    Lisbeth
    …………………………………………………
    Subject: Gezielte Mißinformation
    7 June 2006
    Good afternoon Bruno!
    My real salon seems to be the same as Josefine’s in the FAZ Fortsetzungsroman. Remember when Tiger showed you the clipping where a table with Biedermeierintarsien is mentioned? In my real salon, I actually have a table with a beautiful intarsia: a bird with a flower branch in his peck and a basket with grapes and grape leaves. If you are not knowledgeable, you could assume it to be Biedermeier, but it is first part last century. Furthermore, as in the Josefine salon, in my real salon is not a Biedermeiersofa but a diwan with big Arabic cushions.
    .
    You can’t see these furnitures from the window. Makes me conclude, whoever gave the information to Herrn Enzensberger was likely in my real salon.
    .
    …however, these people being in my real salon should have noticed the big pile of books on legal topics. Josefine has also piles of books all over her salon – but legal ones have never been mentioned.
    .
    Gezielte Mißinformation – I am sure your German is good enough to understand.
    .
    But before Madame goes on and on about her caricature, let’s just enjoy another nice cup of late afternoon e-tea – Ciao
    Lisbeth
    ………………………………………
    Subject: Just a little Tiger letter for Herrn Enzensberger
    10 June 2006
    Good afternoon Bruno!
    Today, Madame’s caricature, i.e the Fortsetzungsroman in the FAZ, is finished. As I had expected, it was just a blah blah story without any clue and dying off in the end.
    .
    At some moment Madame was so annoyed about Josefine and her young man that she wrote to the Suhrkamp Verlag and pointed out the peculiarities. To proof her point she included in the letter a copy of my real little book, which I think contains a lot more gouts than that blah-blah story.
    .
    Over a nice cup of e-tea, we can discuss what the lawyers of the Suhrkamp Verlag will do (I am sure you can imagine what kind of Tiger letter they got). I assume they will be encouraged to go ahead anticipating legal action. That would get that bizzarr little book a lot of publicity and finally lead to a settlement outside of a court.
    .
    Maybe the famous poet Enzensberger would finally understand that it is dangerous to underestimate tea drinking old ladies. What do you think, young man?
    Enjoy the beautiful Saturday late afternoon – Ciao
    Lisbeth
    ………………………………………
    Weder der Suhrkamp Verlag noch Enzensberger haben je darauf geantwortet.

  31. Königliche Grandezza:...
    Königliche Grandezza: http://www.youtube.com/watch?v=X3Kzbo7tNLg
    Muß man sich halt leisten können.

  32. DA, wenn Frau Wulff auch noch...
    DA, wenn Frau Wulff auch noch erstklassige Mode tragen wurde, wär sie gleich fällig
    gewesen.
    … sie muss schon deutsche labels tragen.

  33. @specialmarke
    Neid des...

    @specialmarke
    Neid des Besitzlosen ? Eine Frau ist Besitz? Das läßt sich keine gefallen. Gerade Dons Zickenherde nicht. Ein paar Wölfinnen sind auch dabei. Schläge unter die Gürtellinie führen zur Disqualifikation. Die Merkel ist doch so graziös, wie Claudia Roth oder Pater Gabriel. Also, Geschmacksverirrung hat sehr wohl Namen. Ich hab die 0,2 überschritten und klinke mich aus. Tschüssikowski oder so ;-)

  34. Lieber Tiger,
    "„Wenn sie...

    Lieber Tiger,
    “„Wenn sie dich mit Dreck bewerfen, bleibt immer etwas hängen.” Mittlerweile teile ich diese Erfahrung.
    .
    Is was dran. Diese Erfahrung haben Sie nur machen müssen, weil Sie eben nicht aalglatt sind. Seien Sie im Grunde froh drüber. Über das nicht aalglatt sein. Daher mag ich Sie ja.
    .
    Was die Wulffoschnuckis betrifft, so trifft es aber durchaus von Anfang an die Richtigen.
    .
    Nicht auszudenken, was wäre, wenn das zu 55%-65%ige Adels- und Getue-süchtige Volk, wie oft gefordert, sich seine Bundesschnuckis selbst wählen dürfte. Die wählen doch glatt nach Optik des Schnuckis und nach seiner Kaiserin schöner Kleider in der “Bunte”. Da bin ich gern a bissi anti-basisdemokratisch. Auf Deutsch: Es ist dann schon wurscht, wer solch Seilschaftsgetriebene wählt, der Seilschaft-Bundestag oder das Schönling-süchtige Volk. Das Resultat ist gleichermaßen Mist.
    .
    Tja, Michael, verhehrtester,
    das mit den Zicken, die nach Ihrer Meinung angeblich hier sein sollen, das wird Ihnen noch nachhängen. Dann wird das wohl hier nichts mehr mit Ihnen. Nicht, dass ich Sie vorher recht gemocht hätte.
    Was aber des einen Zickosan, ist des anderen Machosil.
    http://www.machosil.de/
    .
    Rutscht gut mit einem Viertel Roten, wenn man schon 0,2 hat. Wohl bekomm’s und gute Besserung auf dem Weg zur Menschwerdung.

  35. Don, ich hoffe, Sie können...
    Don, ich hoffe, Sie können die folgende Info hier veröffentlichen:
    .
    Ankündigung auf Facebook: Wulff den Schuh zeigen – shoe for you, Mr. President!
    Samstag, 14 – 16 Uhr am Schloss Bellevue.
    Vor Ort und auch virtuell! Freunde dürfen via #fb eingeladen werden!
    .
    https://www.facebook.com/events/265735003480723?_fb_noscript=1
    .
    Und auf pcbadges.com gibt es passend dazu einen Avatar-WulffSchuh!
    .
    http://www.picbadges.com/wulffschuh/2446308/?login=1#Twitter

  36. Natürlich. Ich würde auch...
    Natürlich. Ich würde auch eine Link zur Wulffandemo durchlassen. Da finden sich doch sicher 3 oder 4 aus der Mode- und Buchwerberbranche.

  37. Dabei ist der "Shitstorm" doch...
    Dabei ist der “Shitstorm” doch nur die Katharsis im bürgerlichen Trauerspiel. Es ist ja nichts neues, dass die Konservativen von Zeit zu Zeit jemanden für ihre Sünden ans Kreuz nageln müssen. Die Prozession bei den großbürgerlichen Emporkömmlingen besteht immer aus einer Form von Salamitaktik. Der Herzbube von und zu Guttenplag hat sie doch in Perfektion zelebriert; es wird nur das offenbart, was nicht mehr dementiert werden kann. Was die Empörungswelle der sogenannten “Zivilgesellschaft,” also pseudo-elitären Arschlöchern die es nicht bis nach ganz oben geschafft haben, zum abebben bringt, muss Buße tun. Ein Gang nach Canossa, wie bei Käßmann, ist da noch das Minimum, um der Realität der Massenmedien zu entfliehen. Aber kein Grund für Mitleid. Wie sagte schon Hobbes: Der Mensch ist des Menschen Wulff.

  38. Hab schon mal den Buchtitel...
    Hab schon mal den Buchtitel gestaltet: https://plus.google.com/107351941253014146781/posts/1ZeNYfgK45r

  39. Allgemein wird gerade...
    Allgemein wird gerade gemeldet, es gäbe schon Planspiele für seine Ablösung und einen Kompromisskandidaten für alle.

  40. Bitte nicht Gauck....
    Bitte nicht Gauck.

  41. Geehrter Don, dabei wären Sie...
    Geehrter Don, dabei wären Sie alles andere als ein Kompromisskandidat. Man muß den BP einfach neu denken. Sie könnten vom Tegernsee aus das Zepter schwingen via SdG. Mir reichte das.

  42. Die öffentliche Büsserin,...
    Die öffentliche Büsserin, Frau Käßmann?

  43. ... sie büßte in aller...
    … sie büßte in aller Öffentlichkeit, weil ‘selbst ist der Mann’ offensichtlich nicht für Frauen gilt.

  44. Was bleibt einem anständigen...
    Was bleibt einem anständigen denn, außer einem anständigen shitstorm, wenn er diese Moralverachtung sieht und sich selbst immer um höchstmögliche Moral bemüht? Wenn jeder anständige Bürger sich so verhalten würde wie ein zu Guttenberg, dann würde diese Gesellschaft auseinander brechen. Was bleibt ist die Empörung, die Wut und den Zorn in einem Shitstorm zu entladen. Wenn das nicht möglich wäre, dann, (ich zitiere ihren Mitherausgeber Schirrmacher), dann würde es längst eine Revolution geben. Und die würde auf der Straße stattfinden und nicht in den Köpfen.

  45. Warum nicht? Ist die...
    Warum nicht? Ist die ,,geistig-moralische Wende” endlich angekommen? Es sieht so aus:
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/151175
    Da stellt Peter Mühlbauer Herrn Gauck so vor:
    ,, Der ehemalige Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde bezeichnet sich selbst als “linken, liberalen Konservativen” und lebt Medienberichten zufolge in einem ehebrecherischen Verhältnis mit einer Journalistin.”
    Das ist eine Sprache, die ich seit den glücklichen Tagen meiner Kindheit hierzulande nicht mehr hören konnte.

  46. @HM555: wäre Ihnen v.d.Leyen...
    @HM555: wäre Ihnen v.d.Leyen lieber – oder de Maiziere, unser Innenversager?

  47. Ich schlage Hape Kerkeling...
    Ich schlage Hape Kerkeling vor. Zum Einstand wäre ein Staatsbesuch der Königin der Nierderlande angebracht.

  48. @HansMeier555 11:22, schließe...
    @HansMeier555 11:22, schließe mich Ihrer Bitte an!!!

  49. ... aber warum sollte man...
    … aber warum sollte man nicht noch weitere ihre moralische Autorität verspielen lassen,
    wenn der Glamour ruft.

  50. Respekt und Dank - eine der...
    Respekt und Dank – eine der geistreicheren Einlassungen zu diesem Thema, die ich in den letzten Tagen lesen durfte.

  51. @Vroni
    Das war ein Experiment....

    @Vroni
    Das war ein Experiment. Im Prinzip habe ich den Bullshitindex im Vergleich mit der Anzahl der getrunkenen Biergläser getestet. Er stieg von 0 auf 0,2 schon beim dritten Glas Bier. So läßt sich die Qualität der Stammtischgespräche für mich in Zahlen gefasst nachvollziehen. Dass das hier für mich nix wird, war klar. Aber Verehrteste, Sie müssen die Zicke trotzdem nicht auf sich beziehen. Das Zickenalter ist so zwischen 14 und 16. Manche Kommentare klingen so, als wenn sie dort anzusiedeln wären. Ihren Kommentaren nach hätten Sie diese Stufe schon länger hinter sich. Ältliche Machos, nun gut, ich nicht.

  52. Wenn bei der Porsche/Vw-Sache...
    Wenn bei der Porsche/Vw-Sache Milliarden verloren wurden, die nun eingeklagt werden, dann wurden auf der Gegenseite Milliarden gewonnen. Die Verluste waren dramatisch für Teile der bankberatenen Milliardärsklasse, einer warf sich vor den Zug, ohne Rache zu nehmen. Andere spinnen die Intrige zu lebenslanger Schande. Wenn eine Seite Verluste machte, ergaben sich Gewinne für die Gegenseite. Ein Sitz im Aufsichtsrat kann lukrativ sein, Insiderinformationen unter “Amigos”. Ein fastanonymes halbes Milliönchen als Belohnung?
    Das traut man doch allen zu, die ihre Wasserhähne nicht selber reparieren, oder?

  53. Wolfgang Clement?...
    Wolfgang Clement?

  54. Ein ausgezeichneter Kommentar...
    Ein ausgezeichneter Kommentar von Hans Leyendecker in der SZ, gerade gelesen:
    “Der Bundespräsident und die Wahrheit – Nie ganz falsch, nie ganz richtig”
    .
    http://www.sueddeutsche.de/politik/der-bundespraesident-und-die-wahrheit-nie-ganz-falsch-nie-ganz-richtig-1.1252398

  55. Quizfrage: Kennt jemand einen...
    Quizfrage: Kennt jemand einen Politiker, der nicht sofort zum Telefon rennt, wenn
    Herr Diekmann, Herr Döpfner oder Friede Springer am Apparat ist?

  56. HansMeier, dann lieber Gerti...
    HansMeier, dann lieber Gerti Höhler!

  57. @17:39.
    .
    Vielleicht Gospodin...

    @17:39.
    .
    Vielleicht Gospodin Dschughaschwili?

  58. E.R. Binvonhier, wieso sollte...
    E.R. Binvonhier, wieso sollte ein Politiker Bundespräsident werden?

  59. Und auch bedingungslose...
    Und auch bedingungslose Kapitulationen können heute in die unterschiedlichsten Adjektive gekleidet daherkommen. (Von der mitteleuropäischen Manie auf zu viel “unconditional surrender” zu setzen.)
    .
    Nicht als Prokurist einer Frima , noch als Kapitalist der eigenen Bilanz kommt er daher, unser Don. (Warum auch er wohl so beliebt ist.)
    .
    Und: Lerne erleiden ohne zu denken. (Es ging nun einmal so am besten, wenn der Lauf der Geschichte den Mantel der Vorsehung so im Winde flattern ließ.)
    .
    Und eine nachhaltige Befriedigung durch neue Produkte ist nicht länger mehr gewährleistet. (Aus einem ungeschrieben Vorwort in begleitender Literaturwissenschaft zur Kölner Möbelmesse in diesem Januar)
    .
    Und nur weil ein Don A. Geld hat, kann es doch den anderen nicht einfach so erlaubt sein, mir nichts – dir nichts arm zu sein, oder? (Vom Nutzen und Nachtheil der Westviertel für das Leben)
    .
    Arme Stadtviertel sind also mit Recht immer nur arm mit Erlaubnis der Westviertel – wären sie es ohne, wäre es Doppelfrevel. (Ohne Erlaubnis arm? Verboten!, natürlich – wo kämen wir sonst hin?)
    .
    Und genaugenommen würde man später wohl rückblickend höchstwahrscheinlich einmal sagen “Unser Don A. war der erste “consulting detective” der Westviertel” (Und zwar noch bevor sie natürlicher Tode starben, Leichname wurden; das ja der besondere Fall.)
    .
    Und früher ging der Wunsch nach “Machtgeschützer Innerlichkeit” vom Individuum aus – und reflektiert — heute scheint es gerade und genau umgekehrt: Die Kollektive wünschen so etwas, und eher unreflektiert soll das auch sein & bleiben. Öffentlichkeit schon störte womöglich die schönen, guten und erhofften Fetischwirkungen. (Und wenn D auf “machtgeschützte Innerlichkeit” setzte, war es immer vor allem eines: hochgefährlich & blind, leider.)
    .
    Elemente eines neuen Konservatismus? Gedankenstöckchen aportieren.
    .
    Individuen kann man verbessern, den Lauf der Geschichte nicht. (Daher die zukünftige Politik spielerisch als Expressionismus gedacht.)
    .
    Und “Stärke” – ein Multivektorprodukt – unbedingt in jede Richtung zu deklinieren und zu zersetzen. (“Halt jetzt mal gefälligst einen Moment lang still, wenn ich Dir die Socken anprobiere” – vom Edelmut ziviler Anwendungen!)
    .
    Und Gerechtigkeit ist natürlich wichtiger als soziale Stabilität.
    .
    Und wie immer nur am Rande. Und Grüße.

  60. Werter Savall, jeder andere...
    Werter Savall, jeder andere und die Kreise, die ihn/sie stützen, haben viel mehr zu verlieren – dauerhaft.

  61. @hm555
    ! Clement
    Sie lassen...

    @hm555
    ! Clement
    Sie lassen aber auch keine Grausamkeit aus.
    Schauder!
    Sede vacante für einen längeren Testzeitraum.
    Spart nachhaltig und der vertretende Sachwalter verharrt fast lautlos im gesellschaftlichen Hintergrund.

  62. perfekt!57: "Nicht als...
    perfekt!57: “Nicht als Prokurist einer Frima , noch als Kapitalist der eigenen Bilanz kommt er daher, unser Don. (Warum auch er wohl so beliebt ist.) …”
    *
    Widerlicher Schleimer!!! Wie soll ich das denn jetzt bitte schön toppen, ohne dass er einen narzisstischen Dauerschaden davonträgt?

  63. Na ja, wer sich im Internet...
    Na ja, wer sich im Internet nicht aeussern mag, der kann ja einfach die zwangsGEZahlten Propagandashows im TV passiv ueber sich ergehen lassen und wird dann auch nicht mit der Muehe einer Meinungsbildung belaestigt …

  64. Apropos Bundespräsident: Mein...
    Apropos Bundespräsident: Mein alter Westfalia-Bulli ist fertig. Er hat frischen TÜV, neue Spurstangen und ist vollständig geschweißt worden. Außerdem hat er jetzt verstellbare Stoßdämpfer, was das zulässige Beischlafgewicht auf 68 Kg erhöht; man wird halt älter. Mein Android-Smartphone läuft schon jetzt unter Android 4.03, ist gerootet und voller Systemsoftware, was mich zum Superuser macht.
    *
    Was wollte ich damit sagen? Wenn also demnächst langsam durch Euer Dorf ein roter Bulli mit Berliner Kennzeichen schleicht, aus dessen Fenstern Pink Floyd erschallt, dann öffnet Eure WLANS, damit ich in Eure Handys und Computer schauen kann! Bundespräsident können viele werden, aber Bundestrojaner gibt es nur einen!

  65. Merkel will als Nachfolger...
    Merkel will als Nachfolger jetzt jemanden, dem auch die SPD zustimmen kann, und hofft auf dann auf Ruhe an dieser Front.
    Unter der Prämisse, dass die Hannover-Connection nach wie vor intakt ist, gibt es nicht so viele Kandidaten. Die SPD kann bei v. d. Leyen oder Rösler nicht zustimmen, für die CDU ist Gabriel nicht wählbar, und Schröder steht eher nicht zur Verfügung.
    Das Volk will auch keinen Politiker der nächsten BP.
    Bleiben zwei Kandidaten aus Niedersachsen übrig: M. Käßmann und C. Maschmeyer. Käßmann hat dann die besseren Karten, ihre Affäre ist durch; bei Maschi sind noch zu viele Leichen im Keller.

  66. Den allerletzten Beitrag über...
    Den allerletzten Beitrag über den Bulli lassen wir mal weg, Don! Versteht eh keiner… :-)

  67. Also was jetzt? Rein oder...
    Also was jetzt? Rein oder raus? ich habe nichts gegen OT.

  68. Don Alphonso:"Also was jetzt?...
    Don Alphonso:”Also was jetzt? Rein oder raus? ich habe nichts gegen OT.”
    *
    Ich immer verunsichert, ob die Deutschen Humor als Humor erkennen. Andererseits haben sie begeistert Ephraim Kishon gelesen und Loriot geliebt, ganz frei davon können sie also nicht sein…

  69. @yast Aber es war doch gerade...
    @yast Aber es war doch gerade unsere Absicht, ihn vor dem Dauerschaden zu bewahren – vielleicht durch Übertreibung? (*g*)
    .
    @bundstrojaner
    .
    das doofe dings ist doch vollkommen unschädlich. deswegen dürfen es die dienste doch auch behalten. weiß doch heute ein jeder. und die faz – ganz staatstragend – berichtet nicht. (wie immer “leider bloß dämlich staatstragend”, also an den falschen stellen, wenn man so will – ok, wir entschuldigen uns, es war ausnahmsweise nicht so gemeint, aber ein wulff auf die dauer färbt nun mal leider ab.)
    .
    dabei weiß doch heute jedes kind: bluetooth ist die waffe, das mittel der wahl. heute schon überall auf der welt – und erst morgen auch in deutschland:
    .
    via bluetooth gibt man unauffällig die sensiblen daten weiter, direkt von handy zu handy, ganz ohne knoten, router, netze, unter ausschaltung aller staatlichen kontrollmöglichkeiten: das die zwei dahinten in der strassenbahn oder sonstwo, die vollkommen unauffällig und scheinbar vollkommen beziehungslos nebeneinander oder in einiger entfernung stehen oder gehen, sich gerade von manteltasche zu manteltasche mehre gig sensible daten und videos “zuflüstern”, wer weiß das schon? und die despoten in aller welt, sie zittern schon längst.
    .
    ein hoch also auf alle linken (also demokratischen) us-amerikaner, die voller überzeugung und ganz ohne jede kontrolle in einem freien land die volksmittel der friedlichen welt-zivilgesellschaft fortentwickeln! oder so. und auch für uns bitte keine methusalems mehr im kompott!

  70. Wie gesagt: Wir vermissen...
    Wie gesagt: Wir vermissen sowas in “Technik & Motor”, die detaillierte vorgeführte Bluetooth-Anleitung zur Despotenausschaltung! Wer weiß schon, wann er das das nächste Mal brauchen kann? Wir sind heutzutage schließlich alle ständig international. Also junge Männer an die Front!

  71. perfekt57!: "...dabei weiß...
    perfekt57!: “…dabei weiß doch heute jedes kind: bluetooth ist die waffe,…”
    *
    Bluetooth ist keine Waffe, hat einen Gerätecode und reicht gerademal 10 Meter. Auch die Straßenbahn ist also völlig unnötig zum Datentransport, weil sie ein Faradayscher Käfig ist. Was Sie meinen, ist wahrscheinlich NFC, die Near Flield Communication, mit dem Kiddies ihre Musik tauschen. Informationen sind völlig überschätzt und überbewertet, wogegen die Silent White Papers gerade einen ungeahnten Aufstieg erleben. Aber wie das mit dem Schweigen so ist, niemand erfährt davon…

  72. Lieber Michael,
    es geht mir...

    Lieber Michael,
    es geht mir nicht um mich, kann da ganz schön dickfellig sein. Zum Verdruss mancher Trolle. Aber ich mag es generell nicht, wenn meine Geschlechtsgenossinnen & Mitdiskutantinnenbei Don als Zicken bezeichnet werden. Die Hoffnung, das Frauen nicht solidarisch sind und das durchgehen lassen, Hauptsache sie selbst trifft es nicht (Floriansprinzip), geht also nicht auf. Enchantée.

  73. "Andererseits haben sie...
    “Andererseits haben sie begeistert Ephraim Kishon gelesen und Loriot geliebt, …”
    .
    Lieber Yast200, bei denen stand und steht es ja auch grafisch und verbisch auf dem Buchdeckel druff: “Obacht, lustig. Plus Grinsemänchen.
    (Las vor einigen Tagen ein Buch von Kinky Friedman, der ist schon ein anderes Kaliber als diese beiden Bürgerlichen. Nicht nur Deutsche verstehen keinen unangekündigten Spaß, auch die Texaner verstanden keinen Spaß, als er und seine Band dort das Lied “Proud to be an Asshole from El Paso” spielten. Die Band und Kinkstah mussten oft recht rasch zurück zum Tourneebus.)

  74. "Der Mensch an und für sich...
    “Der Mensch an und für sich ist gut, aber die Leut’ sind ein Gesindel.”

  75. Lieber Don Alphonso,

    ein...
    Lieber Don Alphonso,
    ein ganz, ganz tolles Stück. Danke sehr!

  76. ...und nach zwei, drei Tagen...
    …und nach zwei, drei Tagen schreibt auch der brave Familienvater ins Netz, was er vor 30 Jahren allenfalls gegen das TV-Gerät gebrüllt hätte.
    Wohl kaum. Mich stören bestimmte Verhaltensweisen (nicht nur von “den da oben”). Noch mehr stört mich die unmäßige Berichterstattung darüber. Aber ich brülle nicht gegen irgendwelche Geräte und sondere nach zwei, drei Tagen keine Fäkalien und schlimmeres ab. Diese zwei, drei Tage nutze ich, um die eigene Unzulänglichkeit zu reflektieren. Da vergeht mir von selbst die Lust andere anzubrüllen.

  77. »… solange sich vorgebliche...
    »… solange sich vorgebliche Tugenden und tatsächliche Verfehlungen so angleichen …«
    Es muss heißen »… solange NICHT sich …«

  78. Da gäbe es einen prima...
    Da gäbe es einen prima Bewerber. Vorgestrafter Rechtsanwalt. Paolo Pinkel. Können die Gutmenschen nicht ablehnen, sonst wären sie Antisemiten. Damit wäre auch geklärt, ob der Islam Bestandteil “westlicher Kultur” ist, oder nicht. Nebenbei stammte die erste Goldmünze als Geld aus der heutigen Türkei. Damals lebte man im westlichen Kulturkreis in Strohhütten.

  79. Da schreibt doch weiter oben...
    Da schreibt doch weiter oben ein deutscher Michel am 6. Januar 2012, 18:55 tatsächlich von “Progrom”. Meint er evtl. Programm?
    *-*-*-*-*
    So wie sie ihn immer anschaut, legt seine Stephanie jeden morgen dem nackten Kaiser die Bosskravatten heraus im Backsteinhaus.
    Es wird Zeit, dass uns einmal jemand die Hausgrundrisse und die Gästezimmer zeigt. Die wären jedenfalls interessante, als die Wasserpistole von Gartensponsor Gardena.

  80. Kinky Friedman? Der wird uns...
    Kinky Friedman? Der wird uns seit zig Jahren (Jahrzehnten) von bestimmen Verlagen und Magazinen ans Herz gelegt; früher von den Rockmagazinen heute vom Bittermann. Auch ich… hatte mal vor langer Zeit eine LP von ihm und las dann auch viel später mal einen oder zwei seiner Krimis. Meine Meinung, ganz sachte formuliert: Er wird überschätzt.

  81. @savall, "Warum sollte ein...
    @savall, “Warum sollte ein Politiker BP werden”. Genau.
    Die Story um Wulff zeigt doch wiedermal aufs lächerliche Weise den professionellen Dilettantismus der Verantwortlichen. Einen amtierenden MP auch noch zum BP zu machen, der darüberhinaus im Aufsichtsrat bei VW war wegen der Anteile Niedersachsens, kann doch nur in die Hose gehen. Man stelle sich vor, FJS hätte man mit seinen über 20 Aufsichtsratsposten zum BP gemacht. Gut, der wollte sicher nie und war überdies schlauer, das hilft. Grundsätzlich aber muß man da mal umdenken, das aber will man natürlich nicht aus bekannten Gründen. Er muß ja Gesetze durchwinken, sind sie noch so grotesk.

  82. @Liebe Vroni,
    ich bin nicht in...

    @Liebe Vroni,
    ich bin nicht in diesen Blog gekommen, um die Klingen zu kreuzen. Viel eher zog mich die ungeklärte Herkunft eines Bildes an. Trotzdem besten Dank für die guten Wünsche auf dem Weg zur Menschwerdeung.
    .
    Mit meiner boshaften Nachfolgerempfehlung für Wullf müsste ich ja endlich menscheln? Friedmann war bisher nicht ein einziger Politiker gewachsen. Im Gegenteil. Sie schlotterten vor Angst. Folgerichtig führte er jeden einzelnen vor. Der Opposition hätte ich den Friedmann auf den Hals gehetzt.

  83. Jochen Uebel - 08. Januar...
    Jochen Uebel – 08. Januar 2012, 09:49 – »… solange sich vorgebliche Tugenden und tatsächliche Verfehlungen so angleichen …« +++ Es muss heißen »… solange NICHT sich …«
    *
    Dat is ja nu janz falsch: Wenn überhaupt müsste es vom Satzbau her »… solange sich NICHT …« heißen! Doch der Sinn würde dadaurch entstellt, weil es eine doppelte Verneinung und damit eine Bejahung gibt, der Originalsatz hieß: “Der Ärger darüber wird nicht aufhören, solange sich vorgebliche Tugenden und tatsächliche Verfehlungen so angleichen, dass es wieder etwas wie Vertrauen geben kann, …”; und was damit von Don Alphonso gesagt werden sollte: Manche Verfehlung ist so menschlich, dass sie Vertrauen schafft. Die Verfehlung darf zwar moralisch fragwürdig sein, aber muss zivilisatorisch auf einem gewissen Niveau angesiedelt sein, so dass der fehlbare Mensch den Delinquenten bewundern kann.
    Amen.

  84. "Die Chronologie der Affaire...
    “Die Chronologie der Affaire ist des Pudels Kern”
    hat Kommentator real mash drüben verlinkt
    http://www.faz.net/aktuell/politik/wulff-affaere-im-praesidentenpelz-11596855.html

  85. nico@ Ist es so schwer sich...
    nico@ Ist es so schwer sich vorzustellen wie sehr erst ein Nichtpolitiker auf ‘gute Presse’
    angewiesen ist, und für wen würden SIE die Hand ins Feuer legen?

  86. "Viel eher zog mich die...
    “Viel eher zog mich die ungeklärte Herkunft eines Bildes an.”
    .
    Dann reden Sie doch da_rüber, welcome, o.k. stattgegeben, prima.
    Aber lassen Seitenangriffe ad personam, die die Welt nicht braucht.
    Das eine Machen und das Andere lassen, ganz einfach.

  87. Jeeves,
    die Abenteuer des ...

    Jeeves,
    die Abenteuer des subversiven Kinkys waren nur ein Beispiel, wie Satire nicht sofort verstanden wird.
    .
    Denn hier ein D – wie woanders auch, ich halte Deutsche nicht einmal für besonders ironieresistent, da gibt es Schlimmere … – braucht der betuliche Bürger ein Etikett, wo draufsteht: Satire. Ironie. Haltbar bis.
    .
    Über die Qualität oder Nicht-Qualität Kinkys will ich jetzt gar nicht herum räsonieren. Manches von Loriot oder Kishon fand ich auch überschätzt. Aber wer kehrt? (who cares?)

  88. Lieber Uweingarten,
    sehe ich...

    Lieber Uweingarten,
    sehe ich ähnlich ihren Einwand.
    Der brave Familienvater von einst war tatsächlich nicht besonders brav. Er hatte irgendwo auch ein bisschen Schwarzgeld, hat des öfteren bei der Steuer beschissen und seine Versicherung ausgetrickst. Dennoch ging er auf seine Stammtische und lästerte über “die da oben”, die es nötig hätten.
    .
    Ich glaube, es sind andere als diese Philister, diese Schwarzgeld-Familienväter, die im Netz ihren Unmut äußern.
    .
    “Diese zwei, drei Tage nutze ich, um die eigene Unzulänglichkeit zu reflektieren. Da vergeht mir von selbst die Lust andere anzubrüllen.”
    .
    Sehr sympathischer Einwand. Unzulänglich sind wir alle und wer nicht im ****- haus sitzt, der werfe die erste Fäkalie.
    .
    Es geht jedoch hier gar nicht besonders darum, so wie ich Dons Artikel verstanden habe.
    .
    Es geht darum, wie es sein kann, dass einer nur genau das zugibt, was ihm gerade eben mit unumstößlichen Fakten bewiesen wurde. Und kein Jota mehr, obwohl man ahnt, da war mehr. Wie peinlich ist das denn.
    .
    Das genau macht grantig, nervt und beleidigt die Intelligenz der Allgemeinheit. Und der Familienväter, und deren Väter, und der Väterväter … Und ergibt neue Shit-Wellen im Netz. Was Wulff hätte prima vermeiden können, hätte er ein für allemal die Wahrheit gesagt, statt diese kindische Salamitaktik anzuwenden (Welche PR-Berater hat er – vermutlich sind sie geistige Teenager und nicht grün hinter den Ohren, egal wie alt sie sind.)
    .
    Genau dieser verbockte kindiche Teenagergeist hat auch Grün-hinter den-Ohren-Self-PR-Strahle-Man Gutti letzendlich wirklich stürzen lassen. (Und dieser gibt heute noch nicht wirklich zu, dass er mittels zusammengestopselter Diss getäuscht hat. Gäbe er es zu, fertig, Schwamm drüber. Um das gehts, um das Zugeben.)

  89. Jetzt mal kein Wulff-Geheul,...
    Jetzt mal kein Wulff-Geheul, sondern ein aktueller TV-Hinweis. Heute um 22 Uhr zeigt der WDR
    “Sarrazins Deutschland – Wie eine Debatte ein Land spaltet”. Die taz schreibt: “Die Autoren Sascha Adamek, Jo Groll und Norbert Siegmund haben einen angenehm kritischen Film gedreht, der genug Platz lässt, um sich eine eigene Meinung zu bilden.”
    .
    Ob es den heute auch bei Günther Jauch gibt, wenn dort Nikolaus Blome versuchen wird, sein Bild-Blatt als seriöses Presseorgan zu etablieren?

  90. E.R. Binvonhier: "Ist es so...
    E.R. Binvonhier: “Ist es so schwer sich vorzustellen wie sehr erst ein Nichtpolitiker auf ‘gute Presse’ angewiesen ist, und für wen würden SIE die Hand ins Feuer legen?”
    *
    Für mich selbst? Ich weiß, was ich getan habe und was nicht. Im Grunde genommen bin ein derart auserwähltes, über allen irdischen Verfehlungen stehendes Subjekt, das es mich manchmal selbst schaudert und meine männlichen Mitbürger mir ebenso ergriffen wie schamhaft am Saum zupfen, während die Frauen angesichts meiner guten Aussehens reihenweise in Ohnmacht fallen. Die Liste meiner guten Taten ist absurd lang und manchmal klingen hier nachts um elf
    noch ein paar Karlsruher Verfassungsrichter, um sich vor der morgigen Urteilsverkündung von mir letzten Rat zu holen. Die von meinem Hausverwalter zu Verfügung gestellte Sänfte, die von acht 1-Euro-Jobbern getragen wird, habe wegen Behinderung des Straßenverkehrs abgelehnt. … usw. … usf.

  91. Ich persönlich glaube, dass...
    Ich persönlich glaube, dass es Schwarzgeld war. (Also dass es eine Geldwäsche-Aktion seines/r “befreundeten” Kreditgeber war.
    Nur von daher macht diese erbärmliche Salamitaktik “Sinn”.
    .
    In jedem Hypothekenvertrag gibt es ein extra Blatt zur Versicherung und Pflicht-Unterschrift (!), dass die Beteiligten mit dem Erwerb der Immobilie keine Geldwäsche machen oder beabsichtigen. Bie Wulff gab es von Beginn an keinen schriftlichen Vertrag und keinen Eintrag des Geldgebers in die Grundschuld. Noch irgendwelche Fragen?

  92. "Friedmann war bisher nicht...
    “Friedmann war bisher nicht ein einziger Politiker gewachsen.”
    .
    :-)
    Im Gegentum: Friedman war (und ist) einfach nur ein charismatischer Chaot. Er verlor haushoch mit nur 13 % der Stimmen.

  93. Wenn der eine (Luxus- &...
    Wenn der eine (Luxus- & Kultur-) Protz hartleibig und empfindlich auf andere (Shitstorm) Protze reagiert. Ich finde, Herr Alphonso nimmt sich in seinem penetranten Dünkel, den er völlig unzutreffend Kultur nennt, überhaupt nichts mit dem Dünkel der von ihm kritisierten Shitstormer.

  94. Vroni:
    Das sind letztlich...

    Vroni:
    Das sind letztlich Geschmacksfragen, belassen wir es doch dabei und lesen das, was uns erfreut: mal dies, ein paar Jahre später (älter) jenes. Gestern z.B. hab’ ich Curt Goetz für mich wiederentdeckt: auch so ein verschmitzer deutscher (!) Bühnen- und Film-Ironiker, der leider etwas in Vergessenheit geraten ist (?)

  95. Sorry, eine Korrektur - den...
    Sorry, eine Korrektur – den Sarrazin-Film sendet der WDR erst morgen.

  96. MILLIONS TO BE ASSASSINATED...
    MILLIONS TO BE ASSASSINATED FOR THE SAKE OF $$$ LIABILITIES(mk-ultra, chip implants, electroshocks etc. performed on them) AND NEW WORLD ORDER(multiculturalism = terrorism) POLITICAL AGENDA KNOWN AS “YOU ARE NEXT”(financial liabilities are 2 expensive for the government and it is cheaper to get read of you instead) !!! IF YOU WERE TREATED WITH ELECTROSHOCKS OR DRUGS USED FOR WIPING OUT MEMORY(numerous Americans and Europeans were and are) AFTER ENDURING FORCED CHIP IMPLANTS(or to retard individual = how homeless people are produced), YOU ARE SCHEDULED NEXT !!
    http://myshortbiography.blogspot.com/
    LEARN TRUTH ABOUT UNITED NATIONS, AMNESTY INTERNATIONAL AS WELL AS NEW WORLD ORDER(MULTICULTURALISM = TERRORISM) GOVERNMENTS(Equal Employment Opportunity Commission) !!! NOT THERE TO PROTECT YOUR RIGHTS, BUT TO DENY YOUR RIGHT TO EXISTENCE !!!
    ABDUCTIONS / FORCED BRAIN CHIP IMPLANTS / BLACKLISTING / FORCEFUL UNEMPLOYMENT / MK-ULTRA BRAINWASHING AGAINST WHITE(under “NAZI” lie) CIVILIAN POPULATION TODAY IN 2011/2012 ACROSS THE EUROPE AND NORTHERN AMERICA !!!
    http://myshortbiography.blogspot.com/
    WHY TO ACCEPT LIABILITIES FOR CRIMES COMMITTED WHEN WE CAN SIMPLY ASSASSINATE OUR VICTIMS(YOU) THANKS TO HUMAN RIGHTS ORGANIZATIONS AND FREE PRESS/MEDIA(most severe censorship of genocide ever !!!)!!
    Related to WHITES NO LONGER WELCOME IN AMERICA !!! http://www.youtube.com/user/BostjanAvsec
    NEVER FORGET JÖRG HAIDER WHO FOUGHT FOR OUR RIGHTS AND WAS ASSASSINATED BY ABOVE MENTIONED CRIMINALS !!!

  97. "Nachtbeleuchtung",...
    “Nachtbeleuchtung”, Elfzenthal!
    Schoen!
    .
    Vroni, der Herr hat also Geld genommen, dessen Herkunft fragwuerdig war. Darum wurde der “Kredit” auch nicht ins Grundbuch eingetragen. Herr W. als MP von Niedersachsen, hat das akzeptiert. Scheint irgendwie ueblich zu sein, ganz normal halt. Notfond fuer geschiedene Hannoveraner. Sozialstaat eben.

  98. Filou,
    ich freu mich schon auf...

    Filou,
    ich freu mich schon auf begnadete Hacker und Whistleblower im Finanzbereich, denen es eine besondere Freude sein wird, detailliert herauszufinden, wie und was die Geldtransfers wirklich waren.
    .
    Schnucki hat doch auch nicht damit gerechnet, dass sich welche dahinterklemmen, sich echt die Mühe machen (er würde ja nie solceh dämlich-korrekte Fleißarbeit, das ist die Gefahr seiner zu starken Innensicht als Überflieger…) und die Plagiate penibel durchzählen und benennen können.
    .
    Auch das ist Internet: Jeden Morgen steht auch mal einer auf, der hacken kann, von Bankentransfers wirklich etwas versteht (und nicht das, was die Journaille glaubt), der die Connections hat und sich richtig Mühe geben kann, wenn er mal richtig sauer ist.
    Im Grunde reicht nur einer.
    .
    Das Internet ist schon eine gefährliche Sache, mannmann.
    :-)

  99. Yast2000@ Sehn Sie - geht...
    Yast2000@ Sehn Sie – geht doch, wenn man nur will!

  100. .
    Was den Pelzmantel angeht:...

    .
    Was den Pelzmantel angeht: das hab ich so verstanden, dass es diese Kredite entweder gar nicht gibt, oder W. den Kredit in einem Kreditnebel versteckt hat.

  101. Bei mir persönlich kommt bei...
    Bei mir persönlich kommt bei Wulff noch hinzu – das hat jetzt mit seinem Verhalten nichts zu tun -, daß mit seiner Wahl (Ernennung?) die Chance verpasst wurde, den geeigneteren Kandidaten Gauck zu küren.
    Eine Chance deswegen, weil das bürgerliche Lager mit der für große Teile der Bevölkerung nachvollziebaren Unterstützung des SPD Mannes neues Vertrauen in unsere politischen Instanzen hätte herstellen können.
    So ist Bundespräsident Wulff der lebende Beweis für die sich von der Lebenswirklichkeit mehr und mehr entfremdenden politischen Mechanismen.

  102. ... Herr Gabriel bietet Frau...
    … Herr Gabriel bietet Frau Merkel Verhandlungen an – wär schon interessant was es da
    so zu verhandeln gibt.
    Aber ruhig Blut, Frau Merkel verhandelt immer aus einer Position der Stärke.

  103. Vroni: ....ich freu mich schon...
    Vroni: ….ich freu mich schon auf begnadete Hacker und Whistleblower im Finanzbereich, denen es eine besondere Freude sein wird, detailliert herauszufinden, wie und was die Geldtransfers wirklich waren.”
    *
    Den untenstehenden Dialog eines (erfundenen) Kneipengesprächs habe ich 2008 geschrieben und im März 2009 auf meiner Website veröffentlicht. (siehe Link) Aber Ihr Deutschen huldigt euren wahren Genies einfach nicht richtig… :-)
    *
    B. Woher kommt das Interesse?
    S. ‚Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht‘. – Paul Valéry.
    H. Und wie kann man sich gegen diese Zudringlichkeit der Informationsgesellschaft schützen?
    S. Ganz einfach: Wenn du Informationen darüber hast, dass das Eigentum unredlich erworben wurde, dann ist das Eigentum wertlos.
    B. Wieso das denn?
    S. In einer Informationsgesellschaft ist man erfreulicherweise moralisch überhaupt nicht verpflichtet, das Eigentum zu achten. Stattdessen musst du die Informationen achten, besonders die über dich selbst. Denn die können falsch sein, genau genommen müssen sie es sogar, wenn ihr versteht, was ich meine…
    B. Ich nicht.
    S. Wenn man etwas Vermögen hat, ist das fast nie etwas Besonderes – die meisten haben ihren Besitz geerbt oder auf unlautere Weise erworben, es sind die gesellschaftlich akzeptierten Kriminellen des Spätkapitalismus. Wenn man allerdings als freier Mensch kein kriminelles Geheimnis hat, ist man ein Zombie, der nackt vor der Informationsgesellschaft dasteht.

  104. E.R. Binvonhier Yast2000@:"...
    E.R. Binvonhier Yast2000@:” Sehn Sie – geht doch, wenn man nur will!”
    *
    Ich sagte ja schon weiter oben, dass es auf eine Doppelspitze Don Alphonso/yast2000 in Deutschland hinausläuft. Zuerst werde ich zu den übelsten Schurken die GSG9 und ein paar SEKs schicken und diese im Bundeskanzleramt eigenhändig verhören; anschließend werde ich einer extra einberufenen Pressekonferenz mich über die miese Moral und den geringen Intelligenzqoutienten der Delinquenten öffentlich lustig machen. Don Alphonso hat die Aufgabe, im Schloß Bellevue in der Zwischenzeit die Wasserhähne zu reparieren und sich anschließend bei Jauch über den schlechten Restaurierungszustand des Anwesens auszuheulen….

  105. " Im Grunde reicht nur einer"...
    ” Im Grunde reicht nur einer” um eine windige Konstruktion platzen zu lassen.
    Tja Vroni, vielleicht glaubt Herr W. das auch, dass er zuviel weiß, und was er selbst gemacht hat.
    Dachte schon mal einer.

  106. Stammt das auch vom...
    Stammt das auch vom Paten?
    “lasst wie Selbstmord aussehen!”

  107. Wie waere es denn mit...
    Wie waere es denn mit ihm:
    http://www.youtube.com/watch?v=J9EY7hToTRo
    ?

  108. Das Feuielleton der FAZ ist...
    Das Feuielleton der FAZ ist auch nicht mehr ganz frisch… Wulff als kleinbürgerlicher Wotan… aha… und gleich Ernst Jünger soll den heutigen BuPrä zitiert haben… mehr Relevanz war nie!

  109. genau jean-jacques, haben wir...
    genau jean-jacques, haben wir auch gedacht!
    .
    wahrscheinlich müsste man restteilen der faz vielleicht auch noch mal so etwas wie eine Weise-Komission nahelegen, oder nicht? deren bericht übrigens eine exzellter beweis dafür, was denken und sprache in deutschland heute auch weiterhin leisten können.
    .
    “Basierend auf den Erfahrungen der vergangenen zehn Jahre, ist und bleibt das Konzept der Vernetzten Sicherheit auch vor dem Hintergrund möglicher zukünftiger Entwicklungen richtungsweisend für die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge. Krisen und Konflikten muss weiterhin frühzeitig vorbeugend
    begegnet werden, um ihre Auswirkungen auf Deutschland auf Distanz zu halten. Hierzu bedarf es eines effektiven Zusammenwirkens aller relevanten Akteure, zivil wie militärisch, national und im internationalen Rahmen. Das ganze Spektrum von weichen bis hin zu harten Faktoren von Macht – Wissen, Werte,
    Wirtschaft, Waffen – muss in Betracht gezogen und wenn nötig aktiviert werden, will man nachhaltige Sicherheit und Stabilität erreichen.” http://www.vbb.dbb.de/pdf/bericht_strukturkommission.pdf
    .
    wobei “auf distanz halten” evtl. noch etwas zu passiv daherkommt. aktive friedenspolitik, die bundeswehr entlastend, könnte evtl. womöglich auch ruhig etwas mehr nach vorne orientiert wirken.
    .
    “Die ehrenvolle Erinnerung hochzuhalten inmitten dieser Zeit weichlichen Gewinsels, der moralischen Verkümmerung und des Renegatentums ist stolzeste Pflicht eines jeden, der nicht nur mit Gewehr und Handgranate, sondern auch mit lebendigem Herzen für Deutschlands Größe kämpfte”, ist natürlich unsäglich dummer kitsch. unter niveu. man sollte wahrscheinlich besser für eine wiedergeburt großer europäer wie jean monnet beten. http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Monnet – oder heutigen großen europäern wie jean-claude juncker auch weiterhin erfolg und gottes segen zur verantwortung für europa wünschen. aber wem sagen wir das.
    .
    die umsetzung der schon bekannten ideen würde schon vollkommen ausreichen: http://www.youtube.com/watch?v=kO8UWov6ndM
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    und unser feinstaub http://www.youtube.com/watch?v=-lLkQtBwsIs

  110. Achtung: 1. überflüssig, 2....
    Achtung: 1. überflüssig, 2. Satire:
    .
    “Die FAZ steht vor einer neuen Phase ihrer Online-Entwicklung, da die dramatischen Veränderungen in ihrer Summe nach grundlegenden Veränderungen in der Organisationstruktur verlangen. Eine sukzessive Anpassung wie in der vorangegangenen Phase seit 1998 greift zu kurz und würde der FAZ nicht die Erfüllung der selbstgestellten u. herausragenden Aufgaben ermöglichen. Die User und Blogger beobachten, dass sich in der gegenwärtigen 2.0-Diskussion die Auffassung durchsetzt, dass es weiterer, substanzieller, in der Vergangenheit bisher nicht dagewesenen Reformen auch bei der FAZ bedarf.
    .
    Die neue Situation verlangt nach globaler journalistischer Einsatzfähigkeit, ohne die möglichen Berichtszenarien konkret zu kennen. Jeder neue Einsatz wird zumindest teilweise völlig neue Anforderungen stellen. Die volatile und multidimensionale globale Nachrichtenlage verlangt nach Flexibilität bei gleichbleibend hoher Einsatzfähigkeit und Leistungsqualität. Erforderlich ist ein radikaler Umbau des Verlages und der Redaktionen: Konsequent auf die Nachricht und den Leser ausgerichtet und deutlich effizienter als heute muss die Online-Zeitung der Zukunft sein. Die Redaktionen sind auf rasch und flexibel einsetzbare, hochprofessionelle und schnell lernfähige Elemente zu konzentrieren, die der verlegerischen Führung möglichst viele Optionen über das gesamte Fähigkeitsspektrum bieten.” usw., usf..
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    http://www.vbb.dbb.de/pdf/bericht_strukturkommission.pdf S. 20

  111. Was bleibt hängen?
    .
    Die...

    Was bleibt hängen?
    .
    Die ganze Suppe ist derart dünn, die esse ich nicht.

  112. @yast2000:
    Wenn der Autor...

    @yast2000:
    Wenn der Autor sagen wollte, der Ärger höre auf, sobald sich Tugenden und Verfehlungen wieder mehr angleichen, bin ich bei Ihnen. Nur sagt Don Alphonsos Satz vorerst das Gegenteil!
    Dann ersetzen doch, noch einfacher, sein “solange” durch ein “bis”. Dann stimmt’s: “Der Ärger hört nicht auf, bis …”
    Nichts für ungut.

  113. <p>also hierzulande fällt bei...
    also hierzulande fällt bei grundstückskäufen und zu versteuernden zuwendungen regelmäßig das finanzamt lästig.

  114. Der von Ihnen nicht ganz so...
    Der von Ihnen nicht ganz so geschätzte, aber immer für ein Bonmot gute Sascha Lobo hat einen “Sh*tstorm” ja etwas eleganter mit “In Stuhlgewittern” übersetzt.

  115. arjuna_de @yast2000: "Wenn der...
    arjuna_de @yast2000: “Wenn der Autor sagen wollte, der Ärger höre auf, sobald sich Tugenden und Verfehlungen wieder mehr angleichen, bin ich bei Ihnen.”
    *
    Nein, Sie sind leider nicht bei mir. (Was ich bedauere…) Der Autor kann schreiben
    – “Der Ärger in den Familien hört auf, wenn alle Kleinkinder um 17.30 Uhr pünktlich ihr Kinderzimmer aufräumen würden.”
    oder er schreibt
    – “Der Ärger in den Familien hört nicht auf, solange nicht alle Kleinkinder um 17.30 Uhr pünktlich ihr Kinderzimmer aufräumen würden.”
    *
    Der Autor darf schreiben, was er will, weil die Aussage eine andere ist. Der Ärger wird nie auf hören, weil Kleinkinder nun mal nicht gerne Kinderzimmer aufräumen, Politiker auch nur Menschen, Wähler auch nicht besser sind und es letztlich also auf ein unauflösbares Dilemma hinausläuft. Unauflösbare Dilemmata sind nun mal komisch, da kann man nur mit Humor herangehen und dort versagt der Deutsche mit einer Gründlichkeit, die man bei ihm sonst nur beim Autobauen oder im Finanzamt vermutet.

  116. Ich finde nicht, dass sich...
    Ich finde nicht, dass sich Medien und Poster hier viel schenken. Bei Wulff wird doch nur so viel gestänkert, weil durch die lächerliche Provinzialität dieser Art von evidenter Korruption beide Seiten auf demselben Niveau Polka selig tanzen können.
    Dass zugleich alle Vermögenswerte per Mausklick um 480 MRD von derselben EZB inflationiert werden, die den Griechen, Spaniern und Portugiesen das Geld verweigert und sie lieber für 7-9% an die Banken verkauft, interessiert schon wieder keine Sau mehr, genauso wenig wie der Versuch, rerum die neoliberale Zerstörung der deutschen Gesellschaft auf ganz Europa auszudehnen.

  117. "Ich finde nicht, dass sich...
    “Ich finde nicht, dass sich Medien und Poster hier viel schenken. Bei Wulff wird doch nur
    so viel gestänkert, weil durch die lächerliche Provinziälität dieser Art von evidenter Korruption beide Seiten auf demselben Niveau Polka selig tanzen können.”
    .
    Ja, da muss man dann aufschreien: “Liebe Würde komm zurück” :-)))

  118. @DA
    ein schöner beitrag -...

    @DA
    ein schöner beitrag – danke

  119. der winterlichen wulffjagden ...
    der winterlichen wulffjagden überdrüssig lese ich in einer schönen alten ausgabe mit meiner (ersten) neuen brille endlich seumes spaziergang, der allerhand zeitenläufte erlebt hat, beim gehen auch über staatsfinanzen sinniert.
    “Man sieht auch hier in der Residenz nichts als Papier und schlechtes Geld. Das Lenkseil mit schlechtem Gelde ist bekannt; man fährt daran, so lange es geht. Das Kassenpapier ist noch das unschuldigste Mittel die Armut zu decken, so lange der Kredit hält. Aber nach meiner Meinung ist für den Staat nichts verderblicher, und in dem Staat nichts ungerechter als eigentliche Staatspapiere, so wie unsere Staaten jetzt eingerichtet sind. Eingerechnet unsere Privilegien und Immunitäten, die freilich ein Widerspruch des öffentlichen Rechts sind, zahlen die Ärmeren fast durchaus fünf Sechsteile der Staatsbedürfnisse. Die Inhaber der Staatspapiere, sie mögen Namen haben wie sie wollen, gehören aber meistens zu den Reichen, oder wohl gar zu den Privilegiaten. Die Interessen werden wieder aus den Staatseinkünften bezahlt, die meistens von den Ärmern bestritten werden. Ein beliebter Schriftsteller wollte vor kurzem die Wohltätigkeit der Staatsschulden in Sachsen dadurch beweisen, weil man durch dieses Mittel sehr gut seine Gelder unterbringen könne. Nach diesem Schlusse sind die Krankheiten ein großes Gut für die Menschheit, weil sich Ärzte, Chirurgen und Apotheker davon nähren. Ein eigener Ideengang, den freilich Leute nehmen können, die ohne Gemeinsinn gern viel Geld sicher unterbringen wollen. Das Resultat ist aber ohne vieles Nachdenken, daß durch die Staatsschulden die Ärmern gezwungen sind, außer der alten Last auch noch den Reichen Interessen zu bezahlen, sie mögen wollen oder nicht. Bei einem Steuerkataster, auf allgemeine Gerechtigkeit gegründet, wäre es freilich anders. Aber jetzt haben die Reichen die Steuerscheine, und die Armen zahlen die Steuern. Man kann diese Logik nur bei einem Kasten voll Steuerobligationen bündig finden. Wo hätte der Staat die Verbindlichkeit, den Reichen auf Kosten der Armen ihre Kapitale zu verzinsen? Und das ist doch am Ende das Fazit jeder Staatsschuld. Jede Staatsschuld ist eine Krücke, und Krücken sind nur für Lahme. Die Sache ist zu wichtig, sie hier weiter zu erörtern. Ich weise Dich hierüber vorzüglich auf Hume’s Buch, als das beste, was mir über diesen Gegenstand bekannt ist.” (hier ökonomisch geguttenbergt nach http://gutenberg.spiegel.de/buch/4717/8)
    wann hat sich der wulf denn bei seinen vermeintlichen freunden von den vier buchstabe so unbeliebt gemacht, wann begann man gegen ihn zu recherchieren ? vor oder nach dem event in lindau? http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wulffs-kritik-an-der-ezb-attacke-auf-die-retter/4536766.html oder der ideengeschichte halber schwarz auf weiss bei http://www.syberberg.de/Syberberg4_2012/9_Jan1.html . nicht dass ich wulffe schätzte, oder allenthalben verschwörungen witterte. aber da ja nun doch schon festgestellt wurde, dass in allen details die reihenfolge wichtig ist, warum nicht auch mal dieses klären. die gaudi geht eh schon wieder weiter http://www.bild.de/politik/inland/bettina-wulff/bei-neujahrsempfang-des-hamburger-abendblattes-21980558.bild.html.
    da nehm ich jetzt doch lieber das letzte kapitel vom alten spaziergänger unter die nase und schalt die kiste aus.

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