Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Wie man sich eine politische Jugend erarbeitet

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Für 5 Prozent sind die Piraten bei den kommenden Landtagswahlen allemal gut. Und das mit einer Wählerschaft, die im Internet etwas ganz anderes als Politik sucht. Es sei denn, man zwingt sie dazu.

Es gibt auf den ersten Blick ganz harmlose Seiten, die einen zum Misanthropen machen. Der Nachrichtensammler Rivva.de ist so ein Dienst. Da könnte nachzulesen sein, welche schönen, klugen Geschichten im Internet gut ankommen. Statt dessen dominieren Technikplunder, Internetselbstbespiegelung und jede Menge Unterhaltungsmüll der Massenbelustigung das Feld. Da werden Leute, deren Ernährung vor allem aus Tütennudeln und Döner besteht, mit ihren Lebensweisheiten hervorgehoben, und allerlei Beraterweisheiten nachgetratscht. Kurz, Rivva zeigt ein Netz, das flach, hohl, und auf niedrigem Niveau vergnügungssüchtig ist. Und enorm leicht erregbar. Durch was auch immer.

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Ich verweise gegenüber Unkundigen gern auf Rivva, denn dort kann man sich nicht nur vor Grausen schütteln, sondern auch lernen, wie das da draussen funktioniert, in  diesem Internet. Rivva macht nichts anderes, als öffentliche Verhaltensweisen darzustellen, ohne allzu viel Wertung und Beeinflussung. Manchmal ist es Wulff, oft Katzen und Musik, und meistens neues Zeug von Apple. Immer sind es irgendwelche Videos aus Hollywood und Videos von Leuten, die sich über etwas beschweren. Es ist entsetzlich banal, und vermutlich alles morgen schon wieder vergessen, es hat kaum kulturellen Wert, und manchmal kommt es deshalb von Spiegel Online. Man würde nicht wollen, dass Rivva dereinst späteren Generationen vor Augen führt, was populäre Kultur in unserer Zeit gewesen ist. Und ein, zwei Tage später liest man dann bei Absonderungen des Hauses Springer, dies und jenes hätte „die Netzgemeinde“ bewegt. Die linke Medientheorie verachtete das früher als „sich selbst reduplizierenden Medienbetrieb“.

So ist das nun mal. Man sollte glauben, dass von diesen strukturlos wabernden Informationsnebel nicht die geringste Bedrohung für das deutsche Parteiensystem erwächst. Im Gegenteil, man sollte doch eigentlich froh sein, wenn man sieht, was wirklich interessiert: Keine Rentenproblematik, keine Sozialkritik, kein Aufruf zum Sturz des Systems, keine wirklich alternative Medienauffassung, die Vordenker sind ein paar Selbstdarsteller, die fragen, was wohl Google tun würde. Das ist doch prima, sollte man als Partei denken, wir bestimmen und denen ist es egal. Die wissen ja nicht mal, welche Banken bei uns gerettet werden, und falls doch, regen sie sich total auf bis – oh! Das neue Video über die Geschichte der Animated GIFs! Mit Katzengodzilla! Anschaubefehl!

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Eigentlich ist dieses Netz machtpolitisch eine toll fragmentierte und wirkungslose Sache: Jeder sucht sich seine Ecke, schaut, hört und liest, was ihm gefällt, kümmert sich nicht um die anderen und hält seine Interessen für das Einzige, was wirklich zählt. Wer auch nur einen Funken Verstand hätte, würde das fördern und in dieses Netz an Ablenkung pumpen, was möglich ist. Die Werbung hat das verstanden. Aber die Inhaltebesitzer und die Politik haben da noch ein Problem. Statt die Leute in ihren Ecken zu lassen, schaffen sie es, sie wieder zusammenzubringen: Abmahnunwesen. Download als Verbrechen. Emailkontrolle. Vorratsdatenspeicherung. Quasistaatliche Rechte für Unterhaltungskonzerne. Das sog. „Leistungsschutzrecht“. Paywalls. Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar, Gothikfreund, und das andere auch nicht, Tecnoraver. Wir wollen auch in sechs Monaten noch wissen, auf welcher Seite Du was angeklickt hast, und den Anwälten ist es egal, ob Du Motörhead oder Frau Schwarzkopf geladen hast.Wir scannen die Mails auf Worte wie „Bombe“ und fragen, wenn Du in Berlin bist, wo sich Dein Handy bewegt. Und eigentlich bist Du ein Parasit, wenn Du für die Inhalte nicht zahlen willst, wenn sie auf dem iPad sind, und wehe, Du benutzt einen Werbeblocker.

Man muss nur mal zu Rivva schauen und überlegen, wieviele der dortigen Inhalte nach Auffassung irgendwelcher Interessensgruppen dort klar gewünschte Folgen haben sollen. Ja, schaut Euch das Video an, aber kauft dann die CD. Verlinkt den Trailer, aber nicht später den ganzen Film. Schaut Euch die Vorschau des Ballerspiels an, aber kauft es danach. Verlinkt unsere Inhalte, aber betrachtet auch die Werbung auf der Seite. Lest unsere Botschaft und klickt auf den Link. Und zitiert das nicht in Eurem Blog, denn das wollen wir nicht, und dann wird es teuer. Da kommt so einiges zusammen., was heiß umstritten ist. Und den Netzbewohnern die Freiheit nimmt, besonders, wenn das politisch durch Geheimabsprachen, Lobbyeinflüsse und undurchschaubare Institutionen an den Nutzern vorbei geregelt wird. Es erwischt sie alle, die Schlitzerin mit den geklauten Bildern und den Netzwerkjunkie, den Überwachungsfreak und den normalen Surfer, der jede Nacht das Netz in einen gigantischen Pornokanal verwandelt. Man macht schon was mit, in diesem Netz, nur wenn man eigentlich seine Ruhe haben möchte und wissen, wann endlich das neue iPhone kommt, das alte hat schon Kratzer.

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Das alles kann man mit diesen Nutzern natürlich tun: Sie beschimpfen, sie verklagen – so ziemlich jeder von uns kennt welche, die sich mit Abmahnungen herumschlagen musste – , sie entrechten, sie ausliefern, sie zahlen lassen, nur weil sie Lieder nicht dann hören wollten, wenn sie im Radio laufen. Das mach einen als Politiker enorm beliebt bei den Interessensgruppen, und der Springermann sagt dann auch, wie gut das für den Rechtsstaat ist. Nur sollte man dann vielleicht nicht in so einer Situation auch noch zwei Landesparlamente neu wählen lassen. Dann kommen nämlich in den Umfragen 5% Leute auf, die Piraten wählen wollen. Obwohl die  Piraten im Berliner Senat eine miserable Leistung abgeliefert haben. Obwohl die Programme gerade erst so weit sind, dass sie keine Lust auf Überwachung, Kriminalisierung und diese Urheberrechte haben, und eventuell gerne ein paar Euro Grundeinkommen möchten, um sich am Rechner  beim Download von Downton Abbey einen Döner leisten zu können. Das Programm der Piraten mag unausgereift und wenig durchdacht wirken, aber in den Punkten, wo man sich bestenfalls mit Gierschlündern alleine gelassen und schlimnmstenfalls von der Politik verraten und verkauft fühlt:

Da passt dann alles, und da stimmen auch alle überein. Und weil die ganzen Vorhaben der Kontrolle in einander greifen, und weil sich die Betroffenen unabhängig informieren können, wissen sie auch, dass das alles zusammen hängt. Und wehren sich gegen Einzelvorhaben, weil es für sie um Alles geht. Im Internet läuft gerade ein entgrenzter Konflikt: Nie war es so einfach, sich in den Besitz von Daten zu bringen. Und gleichzeitig gab es noch nie derartige Bestrebungen, den Besitz abzuschaffen und durch eine Mietbeziehung ohne Rechte für den Kunden zu ersetzen. Ein Buch, eine CD, ein Video konnte man verleihen oder gemeinsam geniessen. Geht es nach den Rechteinhabern, ist das im Digitalen vorbei, und wer sich widersetzt, wird idealerweise nach einer 3-Strikes-Regel aus dem Netz verbannt. Geht es nach den Nutzern, ist das im Internet vollkommen widersinnig, denn es sind nur Daten. Für die Rechteinhaber ist das ein Verbrechen. Dann setzen eben die einen die Maske  des Anonymus auf und gehen auf die Strasse, und die anderen hacken Sony und schiessen Regierungsseiten ab. Und alle wählen sie die Piraten, während der eigene Parteinachwuchs mangelintelligent schaut und auch weiss, wo sie ihre eigenen Selbstbrände her haben. Immerhin, die FDP wird das in den Landtagen nicht überleben.

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Die anderen könnten überlegen, ob nicht ein anderer Ansatz besser wäre. Vielleicht sollte man den Zustand gar nicht als Problem betrachten, sondern als Chance: Wer im Internet das bekommt, was er will, wird keinen Anlass haben, draussen Rabbatz zu machen. Natürlich ärgern sich die Rechteinhaber, aber deren Inhalte sind es nun mal, die das Internet will, sie können gern geistig beschränkt und propagandistisch missbraucht sein. Man sollte es denen einfach schenken, und nicht gegen sie klagen. Dann denken die auch gar nicht weiter, was sonst noch in diesem Staat von der Rente bis zur Umverteilung alles zu ihren Ungunsten passiert. Sogar ein Grundeinkommen könnte man zahlen! Dann sind alle zufrieden, und jede Provinzbankenrettung dürfte teurer kommen. Wer runterlädt, demonstriert nicht, wer täglich die Wahl zwischen den neuesten Spielfilmen hat, braucht keine andere Wahl mehr. Natürlich sind das kulturlose Vandalen in einem Selstbedienungsladen, aus Sicht von Politik und Wirtschaft. Die Frage, die sie sich jedoch stellen müssen, lautet: Überlässt man ihnen den Selbstbedienungsladen, oder lässt man den räumen, und hat die Leute dann auf der Strasse, mit Wut im Bauch und einer Partei, die sich für sie einsetzt? Man kann sie im Internet haben, oder an der Gurgel. Man kann sie ruhig stellen, oder sie zum umdenken ihrer Passivität bringen. Mit einer 3-Strikes-Regelung sollten sie zur Vernunft gebracht werden. Es wird interessant sein zu sehen, ob drei Strikes bei Landtagswahlen in Deutschland die Politiker zum Umdenken bringen.

Und immer daran denken: Bei der französischen Revolution ging es zuerst auch nur um ein paar kleine Finanzierungsfragen, die autokratisch geklärt werden sollten.

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66 Lesermeinungen

  1. erster Lichtblick in...
    erster Lichtblick in Flensburg:
    http://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/Punktereform.aspx?ComponentId=114162&SourcePageId=6729
    In den weltgeschichtlichen Betrachtungen kippt ein System am schnellsten, wenn es nach übertriebener Repression unerwartet zurückweichen muss.

  2. Kino.to und Megaupload sind...
    Kino.to und Megaupload sind also panem et circenses des digitalen Zeitalters. Klingt plausibel. Der FDP erschiene die Gewaehrung derselben wohl als spaetroemische Dekadenz.
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    Das Restprogramm der Piraten ist allerdings vermutlich noch konfuser als das der Jakobiner seinerzeit – und ein Wohlfahrtsausschuss auf Grundlage einer Twitter-Liveabstimmung bleibt uns auch hoffentlich erspart. Als monothematische Gruppierung waren mir die Piraten auf jeden Fall sympathischer.

  3. Klasse. Und gäbe es...
    Klasse. Und gäbe es womöglich noch viele weitere 20 Gesichtspunkte zu
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    Man kann ja auch nicht von Berlin nach Moskau laufen ohne Weidezäune und Stachedraht..
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    Oder anders. Mehr überbaumässig:
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    Es gibt Friedensminister. Und es gibt Kriegsminister. Und es handelt sich um grundsätzlich andere, womoglich diametral entgegengesetzte Charaktere. (Der Ungebundene aber macht seinen Frieden allein.)
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    Immerhin behält jeder bis auf weiteres noch sein Recht auf freie Beoachtungsausstoßung.
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    Und „Bloggers privat“: An den Schaufenstern der Reiseauslagen irrte noch immer alle Wissenschaft. (engl. auszusprechen)
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    Und wenn ein Jünger heute Mamorklippen zu besingen hätte, dann wären die rosa. Vor Sonnenuntergang. Und Sozialismus. (Und das es prekäre Klippen wären, grenzwertig weit bereits vorgeschoben über Abgründe, stünde noch nicht sicher fest.)
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    Und weitere Reformen, dem Staat empfohlen? Die Einführung eines Ministeriums für spanische Pflichtimmobilien. (Sobald des bedingungslose Maximaleinkommen für alle durch ist.)
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    Und wie sagte Röttgen heute? „Die grundsätzlichen Parteienunerschiede gelten heute so nicht mehr“. (Gestern hätte man uns womölich dafür noch gesteinigt: Lob der Meinungsfreiheit für Eliten also.)
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    Und im Feudalismus ist das so: Unsinn darf jeder reden. Die Wahrheit aber ist streng verboten. (Die darf man dafür aber immer schreiben. Solange es sich um Fremdsprache handelt.)(Und was Fremdsprache ist, regelt ein Gesetz. Es soll demnächst veröffentlicht werden. Ganz sicher.)
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    Und der Narr am Hofe plärrt: „Besoffene und unbedingte Sicherheit wird’s immer geben“. Und der Herrscher grinst und applaudiert.
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    Und bestimmte Formen abhängig beschäftigter Leihwägen sieht man jetzt auch öfters.
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    Und besser nur infantil, als gar kein Unsinn.
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    Und man rennt nicht einfach so los, wie ein junger Hund „und hat Ziele“. Das gehört sich nicht. (Richtige Kerle waren immer gleich alte Hunde. Direkt von Anfang an.)
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    Und „Gefühle sind handlungsleitend. Und Deutschland fühlt sich nun einmal falsch an“. (Aus: „Eine Republik von zweifelhafter Nachkriegsqualität“, nachgelassenes Romanfragment.)
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    Und nur zwei de Maiziere sind objektiv einer zu wenig.
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    Und wer miteinander redet, nähert sich an. (Und da verlangt Er von Berlin die Umkehrung des therapeutischen Schweigens schon jetzt?)
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    Eine Promotion? Sehr gut! (Aber seid wann kann man bei Remondis promovieren?)
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    Und Blog ist flach. (Noch so eine falsche Aussage. Man kommt für sie ins Gefängnis. Sobald die Generation Don A. regiert.)
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    Und warum D noch nicht angefangen hat, über die Zukunft nachzudenken. (Weil wir es grad noch nicht machen. Später vielleicht.)
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    Und „Blogkonzert im Kammer-Ton J.“ (Jammer). (Arbeitstitel: „Letzte Oase Tegernsee – oder: Wenn der Rettungssanitäter die Strippen zieht.“)
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    Und: „Die gegenwärtigen Kraftstoffpreise erziehen mehr, als die Polizei“. (Aus: „Wenn Ordnungspolitik an natürliche Grenzen stößt“, von Rainer Hank.)
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    Und: „Der Staatsdienst ist doch dem eigenen Volke schon lange feind. Das ist ja auch seine Aufgabe.“ (Aus: „Feudalismus richtig verstehen.“ Von HansMeier555)
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    Oder ein Fazit: „Aber Don, eines ist doch klar: Die einen schreiben für die einen – und die anderen lesen für die anderen mit: Dumme an die
    Front. Intelligenz in die Etappe.“
    .
    usw., usf.
    .
    Und Grüße.

  4. Tut uns leid, dass wir direkt...
    Tut uns leid, dass wir direkt nochmals reinkommen:
    .
    Und wir haben fest vor, am 1. April nach Frankreich zu fahren und den ganze Tag über hunderte von Fotos von verlassenen/verfallenen Immobilien zu schießen (es gibt Zehntausende, ja Hunderttausende).
    .
    Und die stellen wir dann am nächsten Tag online unter „www-frankreich-verfällt.de“ – und demselben Titel in Übersetzung nochmals auf französisch. Und dann schalten wir großzügig Werbung dafür in Printmedien, wie Le Monde und Le Figaro. Fragende Werbung. (Denn Fragen wären uns erlaubt?)
    .
    Schließlich haben wir den Ehrgeiz, der erste Deutsche zu sein, der eine franz. Prädsidentschaftswahl entscheidet. (Natürlich nicht für sich.)
    .
    Dürfte Freiheit heute so weit gehen? Folgenlos? In Europa? Und für ganz Europa?
    .
    Das Spendenkonto für die Annoncenkosten richten wir natürlich schon vorher ein. Am nullten April.
    .
    Und Grüße.
    .
    (Und wie schrieb diese Zeitung? „Für 72% der Franzosen kommt Sarkozy lt. repräsentativer Meinungsumfragen sowieso überhaupt nie mehr in Frage, sie sind durch mit ihm, egal, was er von heute bis zum Wahltermin noch machte oder ankündigte“ – und trotzdem blieben wir furchtsam?)
    .
    Und zum Glück braucht man für „goile“ Fotoalben nur noch das Internet, aber (leider) keinen Benedikt Taschen mehr… .

  5. @perfekt!57

    Prima Ergänzung...
    @perfekt!57
    Prima Ergänzung zum ohnehin schon sehr lesenswerten Beitrag.
    Ja, die Inhalte im Netz – früher war alles möglich, weil das Netzvolk ja auch eine kostenlose Promotiontruppe für die Inhalte. Als sich das ganze aber in ein lukratives Business verwandelte, da ersann man sich der Rechte und schwups kehrten sich die Vorzeichen um. Ja, ja, Web 2.0 als Plattform für revolutionäre Aktivitäten, als Ventilmedium für jeden. Da scheint die Komfortzone hierzulande noch knuffig genug zu sein um dieses Thema mal ernsthaft anzupacken. Derweil macht man es sich bei „Lustige Photos und Apple-Promotion Postings“ muckelig.

  6. Das Programm der Jakobiner war...
    Das Programm der Jakobiner war klar genug.

  7. Dennoch müsste daran öfter...
    Dennoch müsste daran öfter erinnert werden: An unserem Grundgesetz klebt das Blut von Marie Anoinette.
    Darüber sollte Gauck eine Rede halten, beim nächsten Staatsbesuch in Frank- oder Österreich.

  8. So viele Buchstben für so...
    So viele Buchstben für so einen Nonsen: Spricht da die nackte Panic vor den Piraten aus dem Autor? Wir wissen es nicht!

  9. Brot und Spiele, und das Volk...
    Brot und Spiele, und das Volk ist zufrieden! ;-)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circenses

  10. Politische Jugend? Gibts glaub...
    Politische Jugend? Gibts glaub ich nur beim Fußball. Politisches Engagement bedeutet Verantwortung tragen.
    .
    http://ifeelokay.com/wp-content/uploads/2011/12/fuck-it-i-e2-80-99m-young.jpg

  11. Selten so einen unfokussierten...
    Selten so einen unfokussierten Artikel gelesen. Ein bisschen wenig für faz. Aber ist ja zum Glück nur am Kindertisch (blogs).
    Hier ganz eigennützig ein paar Tips(nich böse gemeint):
    1.Was will ich eigentlich sagen? Das ist bei diesem Artikel ziemlich diffus.
    2.Wie kann ich mein Anliegen durch eine gute Struktur unterstützen? Dieser Artikel hat kaum greifbare Struktur.
    3.Wie viel Sätze brauche ich um mein Anliegen zu präsentieren? Worte sind kein Selbstzweck – jedenfalls nicht im Journalismus. Hier gilt weniger ist mehr.
    4.Wie kann ich Eleganz und Klarheit verbinden? Man ist ja kein Poet, aber z.B. sowas hier geht echt auf keine Kuhhaut:
    „[…] während der eigene Parteinachwuchs mangelintelligent schaut und auch weiss, wo sie ihre eigenen Selbstbrände her haben.“
    5. DON’T QUIT YOUR DAYJOB!

  12. Einst als Kind träumte ich...
    Einst als Kind träumte ich davon, ewig zu leben, einfach nur um zu sehen, was der Mensch, dieses beeindruckende Geschöpf, das den Mond besuchte und die Realität immer detailliierter beschreiben kann, in der Zukunft noch erreichen wird. Wie lange die Geschichte dieses Wesens wohl noch andauern möge, was noch alles geschehen würde bis zum Ende aller Zeiten, waren Fragen, deren Antworten ich unbedingt wissen wollte.
    .
    Heute schaue ich ins Internet, schaue aus dem Fenster und höre die Leute auf den Straßen. Der Traum der Kindheit ist verflogen. Die Frage, die mich heute am drängendsten quält:
    „Wie konnte diese Horde von vollkommen verblödeten Kreaturen das nur erreichen?“

    Ich betrachtete die Menschen einst zu partielle, ich sah die wissenschaftlichen Erfolge und war beeindruckt. Heute ist mir klar, all diese Erfolge sind nicht die Erfolge der menschlichen Rasse im Ganzen sondern nur von einigen vereinzelten herausragenden Exemplaren.

    Die Mehrheit der Menschen ist verabscheuungswürdig, triebgesteuert, egoistisch und nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen bzw. irgendetwas zu hinterfragen, was ihnen erzählt wird.
    .
    Ich empfinde eine starke Abscheu, wenn ich mir vorstelle, dass die Mehrheit dieser Menschen (per Wahlen) über unsere Politik entscheidet. Doch selbst die herausragendsten Exemplare sind triebgesteuert und egoistisch. Bis heute kenne ich keine Regierungsform, die langfristig funktionieren könnte. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es irgendwann geschafft wird.

    Die darwinsche Evolution wurde aufgehalten durch soziale Umverteilugn etc … wir brauchen mehr Härte in dieser Welt!!

  13. Ich hoffe Ihr Beitrag weckt...
    Ich hoffe Ihr Beitrag weckt die durch Wohlstand träge gewordenen Bürger.
    .
    Die Lobbyisten haben das Spiel längst verstanden.
    Schöne neue Wörter- neue Spiele- neue Apps –
    Die Lobbyisten regeln es –
    Politiker brauchen nur noch abnicken.
    .
    Unsere Kulturminister werden schon wissen
    warum die Kinder
    nicht eigenständiges Denken lernen sollen.
    Konsumfritzen, statt asketische Denker braucht das Land.
    .
    So kommt es dann zu einer Wahlbeteiligung von 30-40 Prozent …
    Und der „Leader“ erhält dann schöne 80-90 Prozent der Stimmen….
    Praktisch: Die Opposition hatte im Vorfeld bereits klar gemacht, dass sie aufgrund der guten Zusammenarbeit auch bei dieser Wahl keinen Alternativkandidaten austellen wird.
    ???
    Aber das ist doch…….!
    Genau ….
    Ein König muss wieder her.
    .
    Zumal man aus der Vergangenheit
    (und in Ostländern ist noch Vergangenheit!)
    weiß, wenn´s dem Bürger stinkt … wählt er radikal.
    .
    Wenn ich in diesem Zusammenhang die Aufmerksamkeit
    auf den unglücklichen Bradley Manning richten dürfte,
    an dem auf drastische Weise demonstriert wird –
    was passiert –
    wenn man sich nicht an d e r e n Spielregeln hält.

  14. nil novum sub sole:
    panem et...

    nil novum sub sole:
    panem et circenses

  15. Ey, Alda!
    Fassdu no einma...

    Ey, Alda!
    Fassdu no einma mein iPhone an! Ey – isch mach disch Krankenhaus, du Opfer!
    … Politik? Was für’n Sch*ß-Tick? Ey – hör mir uff mit diese verk*ckte Fremdwörter, verstehstu? Escht jetztma!

  16. @mobbischer
    .
    "politisches...

    @mobbischer
    .
    „politisches Engagement bedeutet Verantwortung tragen“.
    .
    Jaja. Genau wie Ausübung von politischer Macht…

  17. @gabriele
    Stimmt. Ein König...

    @gabriele
    Stimmt. Ein König wäre nicht schlecht. Sag‘ ich seit Jahren… Ich glaub‘ der wär sogar billiger als das jetzige System.
    Da hat sich doch in den letzten Tagen so ein junger Ex-Königs-Verwandter mit seltsamem Vornahmen gemeldet und die Königsidee in die Runde geworfen; leider wurde er von der Presse ausgelacht. Wie bei den Grünen damals, wie bei den Piraten… Aber die Johurnalisten (cit. Don) sind ja immer die Letzten, die was mitkriegen.
    Doch, ja, ein König wär doch was. Er hätte sogar riesigen Rückhalt bei der Bevölkerung, wenn ich mir die Auflagen der entsprechenden Wochen-Blätter ansehe. Und am Schloss in Berlin wird ja schon gebastelt. Passt!

  18. Vernichtende...
    Vernichtende Gleichgültigkeit
    .
    „Man kann sie ruhig stellen, oder sie zum Umdenken ihrer Passivität bringen.“ Sehr schön, das ist das Beste was ich zu diesem Thema seit langem wieder mal zu lesen bekam. Es stört mich auch, dass man in diesem Netz offenbar schreiben kann, was man will: es juckt keine Sau.
    .
    Die „Waffe der Kritik“ wird stumpf, wenn sie nicht zur „Kritik der Waffen“ führt. Wie ein Assad sich über seine eigenen „politischen Reformen“ lustig macht, sprich: die Massen verhöhnt, unterscheidet sich doch nur noch graduell von einem System, das die Massen nicht mal mehr zu verhöhnen braucht, um sie zu verhöhnen.
    .
    Die auf diese oder jene Art demonstrierte Gleichgültigkeit ist die aktuell brutalste Herrschaftsform. Lassen wir uns lieber zu Tausenden ans Kreuz schlagen, als durch Verachtung vernichten. Das sollte die Losung sein!

  19. @ chucknorris
    kann ja alles...

    @ chucknorris
    kann ja alles sein. Dass sowas dann eher in die Neigungsgruppe Krabbeln und Spielen kommt. Sonst wirds ein langweiliges geschliffenes und selbstgefälliges, glattes, unangreifbares Artikelchen mit dem Hang zu elitärer Deutungshoheit. Will kein Mensch lesen. Aber so habe ich zumindest ein (für mich) neues Wort kennengelernt: mangelintelligent. Für so was lese ich den Don gerne. Bis jetzt kannte ich nur: intellektuell herausgefordert.
    Bei Selbstbränden rätsle ich noch. Aber das hält mein Hirn munter.

  20. @Don
    .
    Die einen sind die...

    @Don
    .
    Die einen sind die Lebendigkeit – und die anderen waren es.
    .
    Und an der Grenze zum Neuen wirkt das Alte oft blaß. (Es sei denn es stahlt. Warum wir gerne auch ein AKW wären.*g*)
    @Marie A.
    .
    Und Afghanistan ist eine Dolchstoßlegende. Wäre nicht Frau Merkels schwache Führung gewesen, wir hätten das Dings glatt gewinnen können.

  21. @HansMeier555
    .
    Auf der...

    @HansMeier555
    .
    Auf der Bundesebene erkennen wir meistens nur die Pappnasen. Auf Länderebene (interessant man sich heute eigentlich noch dafür?) kann man schon gescheitere Leute erkennen. Und auf der kommunalen Ebene, wo man die Leute meist persönlich kennt, ist das noch mal was anderes. Die können nur mit Verantwortung regieren. Denn man weiß ja, wo der Schuldige wohnt!
    .
    Gibt es die Piratenpartei in den Kommunen? Würde mich ja wundern.

  22. @Misanthrop

    "Wie konnte diese...
    @Misanthrop
    „Wie konnte diese Horde von vollkommen verblödeten Kreaturen das nur erreichen? Ich betrachtete die Menschen einst zu partielle, ich sah die wissenschaftlichen Erfolge und war beeindruckt. Heute ist mir klar, all diese Erfolge sind nicht die Erfolge der menschlichen Rasse im Ganzen sondern nur von einigen vereinzelten herausragenden Exemplaren.“
    You make my day, darf man Sie zitieren ? Da heute keiner mehr Latein kann und spätestens nach lesen der 4 Sätze die Aufmerksamkeit verflogen ist, sollte man dieses allen sg. Demokraten in die Stirn tätowieren ersatzweise als Stele in jeder Stadt Zwangsaufstellen…

  23. @mobbischer
    .
    Auf Landesebene?...

    @mobbischer
    .
    Auf Landesebene? Ein Bekannter von mir hatte mal vor Jahren das Unglück, sein Geld als politischer KOrrespondent beim Landtag eines mittelgroßen deutschen Bundeslandes verdienen zu müssen.
    .
    Diese ERfahrung hat seinen Glauben an die Funktionsfähigkeit des Systems nachhaltig erschüttert. Was so ein Landesparlament an Dummheit, Stumpfsinn, Verbohrtheit, Paternalismus, und Untertanengeist versammelt, sprengt unsere Vorstellungsmöglichkeit. Im Vergleich dazu ist der Bundestag eine hochintelligente Gelehrtenrepublik.
    .
    Natürlich liegt das Problem nicht einfach bei den Politikern, sondern bei den Bürgerlein, die glauben, kompetente und ehrliche Politik käme einfach so aus den Institutionen wie der Strom aus der Steckdose.

  24. Der Feudalismus hat schon mal...
    Der Feudalismus hat schon mal 1000 Jahre lang funktioniert.
    .
    In Europa ist das Rekord.

  25. Ich tue´s ja nicht ungerne,...
    Ich tue´s ja nicht ungerne, Wasser in den Wein unseres Kulturpessimisten aka Don Alphonso zu schütten: Rechteinhaber sind (auch) diejenigen, die in die Erzeugung von Inhalten Arbeitszeit gesteckt haben. Der Don möchte, dass sie wie im Mittelalter von den Almosen der Reichen und Mächtigen leben müssen, damit seine gehirnlosen Internetwühlmäuse weiterhinh das kriegen, was auch jedes kleine Kind will – alles, und zwar sofort.
    Mit dem Don-Prinzip des Ruhigstellens gehe prinzipiell natürlich jederzeit d´accord. Ich habe schon vor 30 Jahren in einem Allgemeinen Studentenausschuss meiner Fraktion empfohlen, gerne weiter Frauen/Lesben, autonome Ausländer, Ökos und Dritte Welt Aktivisten mit einer insgesamt sechsstelligen Summe aus studentischen Zwangsbeiträgen zu finanzieren, um sie ruhigzustellen. Das ist zwar an Zynismus nicht nicht mehr zu überbieten, aber das ist für den Don offensichtlich wurscht, wenn´s einem guten Zweck dient. Hier dem der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung ohne Wartezeit und Kosten (Kleinkindphase 1 bis 3 Jahre).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  26. @mobbischer (11:46)...
    @mobbischer (11:46) „Piratenpartei in den Kommunen? Würde mich ja wundern.“
    Wunder gibt es immer wieder:
    .
    http://www.piratenpartei-braunschweig.de/2011/11/fraktion-piratenpartei-nimmt-arbeit-im-braunschweiger-rathaus-auf/
    .
    … oder hier:
    http://www.piratenpartei-goettingen.de/ratsfraktion

  27. TorHa, ich möchte eine...
    TorHa, ich möchte eine behandlung mit Augenmass. jemand in einer bekannten deutschen tageszeitung hat mal einen halben Beitrag von mir geklaut und selbst verwendet: Da hätte es einige Optionen gegeben, manche hätten Geld gebracht und andere auch sein berufliches Ende. Ich habe es dann schonend gemacht. Auch ok. Nichts verdient, aber ein gutes Gewissen.

  28. HansMeier, also manche...
    HansMeier, also manche Vorschlaege der Piraten halte ich fuer aehnlich progressiv-unsinnig wie bspw. den Revolutionskalender mit zehn-Tage-Woche. Aber zugegeben, insgesamt sind sie heute konfuser, die Welt ist halt, wie man so sagt, komplexer geworden.
    Misanthroph, ganz ehrlich, dass ist mir schon frueher aufgefallen (so ungefaehr mit zwoelf) – man muss nur einmal den OEPNV benutzen und den Leuten beim Reden zuhoeren. Die „herausragenden Exemplare“ sind aber abseits ihrer Spezialbegabung oft genauso „verabscheuungswürdig, triebgesteuert, egoistisch“ wie alle anderen auch. Vermutlich wird das sogar noch durch die erhoehte Erkenntnisfaehigkeit der umgebenden Unfaehigkeit gefoerdert. … Und jetzt zurueck zum Thema: Was bedeutet diese Einsicht fuer die Idee der Basisdemokratie? Vermutlich zurecht nichts gutes.

  29. Don, die Behandlung mit...
    Don, die Behandlung mit Augenmass sollte dann allerdings auch berücksichtigen, in welchem Ausmass das Geschäft mit Inhalten durch die Internet-kostenlos-sofort-Mentalität zusammenzubrechen droht. Wir reden da seit Ende der achtziger von verlorenen dreistelligen Milliardensummen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  30. "Was so ein Landesparlament an...
    „Was so ein Landesparlament an Dummheit, Stumpfsinn, Verbohrtheit, Paternalismus, und Untertanengeist versammelt, sprengt unsere Vorstellungsmöglichkeit.“
    Aber ja doch. Alles Idioten ausser Papi. Bin bei einem Blick aus dem Fenster beeindruckt, was diese konzentrierte Unfähigkeit in unserem Land alles ermöglicht hat. Und stelle den Urheber dieses Unrates unter den Generalverdacht, Denken nur zu simulieren. Ist um Zehnerpotenzen wahrscheinlicher als die Vermutung, jemand ausserhalb von (politischen) Managementstrukturen hätte auch nur näherungsweise den Überblick, ein solches Urteil überhaupt fällen zu können.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  31. @HansMeier555
    "gibt es Piraten...

    @HansMeier555
    „gibt es Piraten in den Kommunen“
    Aber ja, in hessen befinden wir uns in eingen Stadtverordnetenversammlungen und in den Kreistagen Marburg Biedenkof, Giessen, Main Kinzig und Wetterau.
    in letzterem bin ich der Abgeordnete der Piraten im Kreistag und bringe unsere Anträge ein. Der erste betraf den Fluglärm im Wetteraukreis und wurde einstimmig angenommen, ein Antrag der für mehr Zransparenz im Kreistag sorgen soll wurde am 14.03.2012 einstimmig angenommen. Die Begründung der anderen Parteien. dringend notwendig. Anträge zum Thema Internet jedoch Fehlanzeige. wir haben Ideale aber keine Dogmen und arbeiten an den Themen, die wichtig sind und auch von den Bürgern an uns herangetragen werden. Ich bin übrigens 53, Informatiker für Grossrechenanlagen, aber kein sonderlicher Nerd.
    Das Internet ist wichtig, aber es gibt auf kommunaler Ebene weitaus wichtigere Zukunftsweichen zu stellen. Wir arbeiten daran.
    Was unsere Leistungen in Berlin oder sonstwo angeht: Politische Arbeit in einem Parlament ist schwerer als man sich das vorstellt. Sehr formal und starr. Als Newcomer nicht einfach ohne geschichtlichen Hintergrund und ohne Erfahrene Parlamentarier dort anzukommen. Aber wir werden das schaffen, denn unsere Stärke heisst vernetzung. Die fehler des einen werden puliziert und von anderen nicht mehr gemacht.
    Die Piraten werden in der realen Politik ankommen und wichtige Beiträge in unserem Politischen System leisten.
    Stephan Flindt
    Piratenpartei wetterau
    Mitglied des Kreistages Wetterau

  32. @Don -jetz mal im Ernst, ist...
    @Don -jetz mal im Ernst, ist das Programm von der örtlichen Drogenberatung abgeschrieben ? In meinen Provinzort argumentieren die ganz genau so; wirkt erst mal genieal das Konzept, auch wenn es nicht neu ist – nach etwas Reflexion dann doch ehr misantropisch..bei schwerst Heroinabhängigen ist die Haltung der Drogenberatung zu ihren Klientel nachzuvollziehen, aber in Analogie zur Netzgemeinde schwer zu verstehen..

  33. @Stephan Flindt:
    1.) Schön,...

    @Stephan Flindt:
    1.) Schön, dass Sie sich engagieren! Damit sind Sie all denen meilenweit voraus, die meckern für politisch halten.
    2.) Was Ihre Partei angeht: Schau´n wir mal :-). Ich sehe deren Zukunftsaussichten noch völlig offen – und ihre Transparenzvorstellungen haben etwas ziemlich abschreckend Totalitäres (entblösse Dich, sonst verstossen wir Dich aus dem Kreis der Menschheit).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  34. @ThorHa
    Was sehen Sie denn,...

    @ThorHa
    Was sehen Sie denn, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

  35. @...
    @ ThorHa
    „Internet-kostenlos-sofort-Mentalität < ...> Wir reden da seit Ende der achtziger von verlorenen dreistelligen Milliardensummen.“
    Donnerwetter, in einem so kurzen Kommentar soviel Quatsch unterzubringen ist schon eine Leistung.
    Internet-kostenlos-sofort-Mentalität -> Es dürfte inzwischen Konsens sein, dass es an Inhalten im Netz mangelt, die hinsichtlich Qualität und Preisgestaltung attraktiv sind. Gäbe es die, hätten die „Rechteinhaber“ auch zufriedenstellende Umsätze. Wenn ich nicht bereit oder in der Lage bin, für eine lieblos erstellte CD oder DVD den (mitunter schwer nachvollziehbaren) Preis zu bezahlen, bleibt mir heute meist, entweder Abstinenz zu üben oder mich kriminalisieren zu lassen. Wenn ich heute Jugendlicher wäre, dessen Taschengeld pro Monat etwa für eine 3/4 DVD reichen würde, wäre meine Entscheidung klar und die Alternativen jenseits jeder Diskussion: Dann eben bei Rapidshare etc ziehen.
    Ende der Achtziger-> gab es Internet nur für Forschungseinrichtungen, DSL-Modems und AOL waren noch Zukunftsmusik.
    dreistellige Milliardensummen -> bitte behalt die Rechnung für Dich, sonst pruste ich womöglich meinen Tee über die Tastatur. Wenn wir alle unsere Cds und DVDs bezahlt hätten, könnte die Contentindustrie alleine Griechenland retten, hm? Ein feuchter Traum des Sony/Time Warner Managements…

  36. Stephan flindt, ich bezog mich...
    Stephan flindt, ich bezog mich da mehr auf den Umstand, dass die Piraten der Fraktion und teilweise auch der ihnen sexuell Beiwohnenden mitunter Interesse daran hatten, im Vermischten wahrgenommen zu werden, und allein zu diesem Zwecke öffentlich Fiesheiten austauschten. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich weiss lieber, wofür jemand steht statt mit wem er liegt. Und da haben die Berliner die Prioritäten nicht ganz richtig gesetzt. Dass man nicht alle über einen Kamm scheeren soll, ist mir durchaus bewusst.
    .
    Provinzdepp, um es klar zu sagen: In einem von Piraten dominiserten Staat würde ich auch nicht leben wollen. Und die meisten der Wähler in meinem Umfeld gegen auch davon aus, dass sie eher als Bürgerrechtspartei denn als „Ich will alles aber jetzt sofort“ erscheinen. Sollten sie das nicht tun oder sich von mediengeilen Mitläufern diverser irrer Gruppierungen unterwandern lassen (Ex-FDP, Rechtsradikale, Berliner Fundifeministinnen) bekommen sie dafür die Quittung. Aber die meisten sind nach meiner Erfahrung anders drauf.

  37. "Dreistelllige...
    „Dreistelllige Milliardensummen“
    Proof or GTFO! Um es mal Internet-Neusprech-artig zu sagen :)

  38. @meuma:
    Danke für den...

    @meuma:
    Danke für den erneuten Beweis. Weil ich mir etwas nicht leisten kann, klaue ich es halt – ist doch völlig normal? Die Moral von Dieben …
    TH

  39. @Thorna:
    Was ich als...

    @Thorna:
    Was ich als Geschädigter nicht verstehe = die Diebs-Moral eines @meuma vertreten ja inzwischen sogar Menschen, denen ich ansonsten gerne zuhöre resp. deren Blogs oder Artikel ich gerne lese. Wissen die schlicht nicht um all die zig illegalen Angebote (Bücher, Magazine, jede Art von Musik, Filme, Fotos…) und die massenhafte Nutzung dieser sites, vulgo: um den Diebstahl … oder ist’s schlimmer: sie wissen drum und nutzen die illegalen Angebote ebenfalls gerne kostenlos, denn die betroffenen Musiker, Zeichner, Filmer, Verleger etc. sind ja die anderen (?)

  40. Man muss bei der Sache auch...
    Man muss bei der Sache auch mal sehen, wie das von der FDP beherrschte Wirtschaftministerium die Aushebelung von Grundrechten betreibt:
    .
    http://www.internet-law.de/2012/03/als-wirtschaftsdialog-getarnte-geheimverhandlungen-gescheitert.html
    .
    Wenn von der Verfassung garantierte Rechte von anderen ohne Rechtsgrundlage ausgehebelt werden, schickt man denen die Strafverfolgung an den Hals, aber hier wird versucht, das an den Gesetzen vorbei zu einer Rechtsnorm zu machen, gegen die man nicht mal klagen kann. Klauen ist nicht fein, keine Frage, aber Privatkopien sind legal und was da passiert, ist unter aller Kanone.

  41. Leseempfehlung: Karl Marx,...
    Leseempfehlung: Karl Marx, Holzdiebstahl.

  42. Lieber ThorHa
    .
    gerade von...

    Lieber ThorHa
    .
    gerade von Ihnen höre ich sonst immer das Argument, ein bißchen Korruption, Diebstahl und Betrug müsse man Leistrungsträgern schon zubilligen.

  43. Ob das wirklich für die...
    Ob das wirklich für die staatliche Kunstförderung spricht, dass sie den Pollock mit Hype Money aufgepumpt hat, bis er schließlich „too big“ war „to fail“?

  44. Sollte es ein gefälschter...
    Sollte es ein gefälschter Pollock sein (-> Sammlung Jägers), dann ist der Fail quasi schon nach Zahlen vorgemalt.

  45. Ich glaube nicht, dass dieses...
    Ich glaube nicht, dass dieses ganze Internet-Zensur-Blabla zu Politisierung von Menschen führt. Alle 20 Jahre sucht sich eine Generation ein neues Motiv, um an die Futternäpfe zu kommen. Sei es `68er, Bündnis `90er oder jetzt Piraten nebst Anhang. Die Themen sind da nur ein Vehikel und über alle Maße inhaltsleer. Gäbe es kein Acta, würde man sich eben ein anderes Vehikel suchen.
    .
    Ich finde es hat einen ganz eigenen Charme, wenn sich Menschen mit diesem „die-da-oben vs wir-hier-hunten“ oder „gut vs böse“ Nimbus umgeben und dann zwischen ner Cafe-Latte von Star Bucks protestieren gehen. In ihrer H&M Uniform, mit Kinderarbeitsschuhen und einer Maske aus einem Warner Bros. Film, gegenseitig mit den Apple-Geräten dabei filmen und abends bei Google online stellen, um ihre Freiheit auf Facebook zu verteidigen.
    .
    Verändern werden diese „Kulturrevolutionen“ nie etwas, außer die Rädelsführer in entsprechende Positionen zu bringen. Und genau durch diese Fähigkeit, also der Inklusion und Einhegung von Dissenz, ist ein demokratisches System jeder Monarchie oder Autokratie überlegen.

  46. @ThorHa
    Transparenz bedeutet...

    @ThorHa
    Transparenz bedeutet doch nicht entblössen. Transparenz bedeutet, Politik nachvollziehbar zu gestalten. Jeder sollte wissen was um ihn herum abgeht, um sich auch sinnvoll engagieren zu können.
    Die Parteien haben den Verfassungsauftrag die politische Willensbildung des Volkes zu unterstützen. In Zeiten, in denen die Bürger vom Staat bespitzelt werden, mit Dingen wie Vorratsspeicherung und solchen perfiden dingen wie InDect (lesen Sie sich mal zum Thema ein, es ist grausig) soll Transparenz einfach den verfassungsmässigen Auftrag wieder in den Fokus rücken. Die anderen Parteien springen mittlerweile ganz gut auf das Thema an, besonders in den regionalen Parlamenten. Wir machen immer wieder die Erfahrung, daß unsere Anträge durchlaufen, weil das Manko der Intransparenz erkannt wird. Für uns gut, wir freuen uns auch, wenn man unsere Ideen kopiert!
    Klar, wir sind eine junge Partei und schiessen vielleicht mal über das Ziel hinaus, sind zu ungeduldig und bei uns geht’s manchmal zu wie im gallischen Dorf, aber wenn es um die Sache geht, haben wir noch ein kreatives Potential, das schier unerschöpflich ist. Grund dafür ist, daß unsere Führungsebene keinerlei Denkverbote erlässt. Es gibt keine alten Seilschaften, die Parteiführung erledigt die Geschäfte, die Basis die Politik. Ein wunderbares Konzept, hinter dem ich mit Herzblut stehe.
    Mal sehen wo der Zug hinrollt, aber eines weiß ich aus den Wahlkämpfen (zum Bürgermeister und zum Kreistag) unsere Wähler sind nicht nur die Jungen, wie man denken könnte, sonder vor allem die Klientel in meinem Jahrgang und älter interessieren sich zunhemend.
    Nun denn, sein wir gespannt, ich werde mein Engagement fortsetzen und undogmatisch für eine Zukunft kämpfen in der es sich zu leben lohnt.
    StF

  47. Veil of ignorance, das ist...
    Veil of ignorance, das ist zwar böse zutreffend, aber das Kernproblem ist das Gefühl der Bedrohung. Ich kaufe zwar meine Musik, die es vermutlich im Internet gar nicht gibt, aber ich boykottiere alle Labels, die einzelne Nutzer abmahnen. Die Ekligkeit in diesem Sektor kommt vor allem von den Grossen, und sie kommt mit einer Arroganz, dass ich mir sage: Von mir nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln. Das macht mich nicht „gut“, aber dass die anderen das Internet nur als Möglichkeit zum Durchsetzen ihrer Interessen betrachten, und Daten als Mittel zur Entmachtung, macht sie definitiv zu etwas Bösem.

  48. (Und weil jetzt sicher die...
    (Und weil jetzt sicher die Frage kommt, wie ich es denn halte, wo ich doch bei der FAZ schreibe: Die FAZ hat an meinen Beiträgen kein ausschliessliches Veröffentlichungsrecht. Wenn jemand etwas aus guten Gründen haben will und freundlich fragt, sage ich stets kostenlos zu. Und sollte jemand wegen mir abgemahnt werden, kann er sich gerne an mich wegen einer Abdruckerlaubnis wenden.)

  49. Der Protestantismus heisst...
    Der Protestantismus heisst jetzt Grammatik.

  50. K.Marx: Debatten über das...
    K.Marx: Debatten über das Holzdiebstahlsgesetz-
    Von einem Rheinländer
    http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_116.htm
    ZITAT: [….]
    „Ein Deputierter der Städte opponiert gegen die Bestimmung, wodurch auch das Sammeln von Waldbeeren und Preiselbeeren als Diebstahl behandelt wird. Er spricht vorzugsweise für die Kinder armer Leute, welche jene Früchte sammeln, um damit für ihre Eltern eine Kleinigkeit zu verdienen, |120| welches seit unvordenklichen Zeiten von den Eigentümern gestattet und wodurch für die Kleinen ein Gewohnheitsrecht entstand.
    Dies Faktum wird widerlegt durch die Notiz eines andern Abgeordneten:
    »in seiner Gegend seien diese Früchte schon Handelsartikel und würden faßweise nach Holland geschickt«.
    Man hat es wirklich schon an einem Ort so weit gebracht, aus einem Gewohnheitsrecht der Armen ein Monopol der Reichen zu machen.
    Der erschöpfende Beweis ist geliefert, daß man ein Gemeingut monopolisieren kann; es folgt daher von selbst, daß man es monopolisieren muß. Die Natur des Gegenstandes verlangt das Monopol, weil das Interesse des Privateigentums es erfunden hat. Der moderne Einfall einiger geldfuchsenden Handelskrämer wird unwiderleglich, sobald er Abfälle
    dem urteutonischen Interesse von Grund und Boden liefert. „[….]
    …………………………………………………………………………………………………..
    170 Jahre später: zur politischen Jugend
    http://www.liberale.de/Lindner-Liberalismus-ist-eine-Haltung-zu-allen-Themen/8272c13487i1p/index.html
    ZITAT: [….]
    „Mit dem neuen Grundsatzprogramm will Lindner einen weiteren Akzent verstärken: „Zum Liberalismus gehört auch, den Einzelnen zu befähigen, sich in dieser Offenheit zu bewähren. In einer Zeit entfesselter Dynamiken braucht das einen anderen Ordnungsrahmen und auch globale Verantwortung.“ Ihm geht es dabei auch um lebenslange Bildung und Pioniergeist im Sinne einer lernenden Gesellschaft insgesamt.
    Der Einzelne solle so gestärkt werden, dass er Sicherheit in sich und
    seinen Fähigkeiten findet. „Auf diese Fragen wollen wir Antworten geben. Wir haben nicht für alles fertige Gesetzentwürfe, aber wir werden Richtungsweisungen geben und unsere Prioritäten klären.
    Der FDP kann man vertrauen
    Auch im Interview mit dem „Straubinger Tageblatt“ unterstrich Lindner die Werte der FDP: „Für Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz.“
    [….]
    Erkenntnisgewinn?
    Nicht nur Waldbeeren sind verseucht.

  51. Ich glaube, das Zauberwort...
    Ich glaube, das Zauberwort heisst „Verhältnismässigkeit“. Also: Entspricht das, was an Überwachung, juristischem Druck und Verfolgung aufgebaut wird, den angeblichen Verfehlungen, die da verfolgt werden. Es macht leider den Eindruck, als könnte die Inhaltewirtschaft zu einer Art Eigenbehörde für ihre eigenen Interessen werden, und es gibt keinen Diebstahl, der so schlimm wäre, wie diese Proivatisierung des Rechts zugunsten solcher Konzerne. Einfach, weil unser Rechtssystem damit vor die Hunde geht.

  52. Don Alphonso, 16. März 2012,...
    Don Alphonso, 16. März 2012, 23:31, hundertprozentige Zustimmung von mir. Ich habe eine tiefe Abscheu vor der Kriminalisierung durch die Majors. Seit der Einführung der „kaputten“ CD kaufe ich nur noch bei Independents. Und ich bin glücklich damit. Hier ein bißchen voll brutale Werbung (wenn es gestattet ist):
    http://www.alpha-prod.com
    http://www.arcana.eu
    http://www.tacet.de
    Und last, but not least:
    http://www.alia-vox.com/

  53. chucknorris, ich will hier...
    chucknorris, ich will hier keinesfalls jemandem seine Meinung ausreden, aber dieser unstrukturierte Text könnte ja eventuell auch so geschrieben sein, weil das Stringente, Gerade gar nicht so gut ankommt, wie manche gern glauben. Sicher, die Schule lehrt etwas anderes, aber die Erfahrung und der durchschlagende Erfolg – die geben mir nicht ganz unrecht. Ich mag Texte, die ein wenig hin und her gehen, andere auch, und so schreibe ich hier eben. Im Print ist das etwas anderes. Und „Kindertisch“ – Sie würden sich wundern, würden Sie mal meine Zahlen sehen.
    .
    Allerdings gehöre ich noch nicht mal zu jenen, die glauben, man müsste sich auskennen, um sich über etwas zu äussern. Aber wenn das schon so ist, wäre ich vorsichtig mit dem Stellen von Forderungen.

  54. @Don Alphonso, 17.03., 10:52:...
    @Don Alphonso, 17.03., 10:52: Genau. Bin immer noch gerne bei und manchmal sogar mit Ihnen.

  55. Savall, das ist keine Werbung,...
    Savall, das ist keine Werbung, das ist in dem Kontext passend. Vielen Dank!

  56. @HansMeier555:
    Sollte ja ganz...

    @HansMeier555:
    Sollte ja ganz einfach sein: Bringen Sie doch mal einen Beleg für diese Unterstellung. Also einen Satz oder einen Absatz von mir, in dem ich bestimmten Personenkreisen Korruption und Diebstahl zubillige. Bis dahin sind Sie jemand, den niemand in der Nachbarschaft möchte – ein Verleumder.
    TH

  57. @Stephan Flindt:
    Eine Debatte...

    @Stephan Flindt:
    Eine Debatte über staatliche Kontrollmöglichkeiten dürfte hier zu weit führen. Gehen Sie mal davon aus, dass ich dem Staat keineswegs alles durchgehen lasse – ich dürfte zu den wenigen Besserverdienern des Landes gehören, der mit seinem vollen Namen die Onlinepetition gegen Kinderpornosperren unterzeichnet hat. Aber ich bin eben nicht dafür zu haben, das Internet als bequemes Refugium für Verbrecher aller Art zu behandeln. Mir reicht es, dass Deutschlands überentwickelte Bürgerschutzgesetze dazu geführt haben, dass Süddeutschland ein (physischer) Erholungs- und Schutzraum für das italienische organisierte Verbrechen darstellt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  58. Lieber ThorHa,
    .
    es ist ganz...

    Lieber ThorHa,
    .
    es ist ganz einfach:
    .
    16. Dezember, 17:58
    „Vermutlich war ein Franz Josef Strauss korrupt, nur begrenzt ein Demokrat, jähzornig, nachtragend, mit windigen Gestalten befreundet und dazu auch noch auf unschuldige Tiere schiessend. Aber dass er fähig war und Bayern vorangebracht hat, bestreiten nicht mal seine politischen Gegner von damals. Unter den von Ihnen genannten Bedingungen wäre er natürlich niemals angetreten. Und selbst wenn – nicht mal Bürgermeister von Hintertupfingen geworden.“
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/12/14/wie-man-wulffe-zaehmt.aspx
    .
    Grüsse vom Verleumder

  59. Lieber ThorHa,
    .
    hier noch ein...

    Lieber ThorHa,
    .
    hier noch ein Einschreiben für Sie:
    .
    „Wer 100% integere Persönlichkeiten aks Heilige will, der muss sie zwangsläufig aus jeder Funktion fernhalten, die irgendwie mit Macht zu tun haben – das eine schliesst das andere aus.“
    .
    Hochachtungsvoll…

  60. Und jetzt, lieber ThorHa?
    Darf...

    Und jetzt, lieber ThorHa?
    Darf ich wieder in Ihre Nachbarschaft? Bitte bitte sagen Sie nicht nein.

  61. Wieso kann eine Abstinenzler...
    Wieso kann eine Abstinenzler nicht früh aufstehen?

  62. Der Instinkt der Massen und...
    Der Instinkt der Massen und die revolutionäre Option
    .
    So richtig interessant finde ich eigentlich diese beiden Absätze. „Gewohnheitsrechts“ für Arme sind immer ein unschlagbarer Beleg dafür, dass wir in einer Klassengesellschaft leben. Und genau darin begründet sich auch die Option (der „In Instinkt der Massen“) sie revolutionär zu nutzen. Vielleicht sollten wir die ganze Debatte, wie sie sich gegenwärtig um das Thema ACTA kapriziert, dementsprechend begreifen:
    .
    „Man wird finden, daß die Gewohnheiten, welche Gewohnheiten der ganzen armen Klasse sind, mit sicherm Instinkt das Eigentum an seiner unentschiedenen Seite zu fassen wissen, man wird nicht nur finden, daß diese Klasse den Trieb fühlt, ein natürliches Bedürfnis, sondern ebensosehr, daß sie das Bedürfnis fühlt, einen rechtlichen Trieb zu befriedigen. Das Raffholz dient uns als Beispiel. Es steht so wenig in einem organischen Zusammenhang mit dem lebendigen Baum, als die abgestreifte Haut mit der Schlange. Die Natur selbst stellt in den dürren, vom organischen Leben getrennten, geknickten Reisern und Zweigen im Gegensatz zu den festwurzelnden, vollsaftigen, organisch Luft, Licht, Wasser und Erde zu eigener Gestalt und individuellem Leben sich assimilierenden Bäumen und Stämmen gleichsam den Gegensatz der Armut und des Reichtums dar. Es ist eine physische Vorstellung von Armut und Reichtum. Die menschliche Armut fühlt diese Verwandtschaft und leitet aus diesem Verwandtschaftsgefühl ihr Eigentumsrecht ab, und wenn sie daher den physisch-organischen Reichtum dem prämeditierenden Eigentümer, so vindiziert sie die physische Armut dem Bedürfnis und seinem Zufall. Sie empfindet in diesem Treiben der elementarischen Mächte eine befreundete Macht, die humaner ist als die menschliche. An die Stelle der zufälligen Willkür der Privilegierten ist der Zufall der Elemente getreten, die von dem Privateigentum abreißen, was es nicht mehr von sich abläßt. So wenig den Reichen Almosen, die auf die Straße geworfen werden, gebühren, so wenig diese Almosen der Natur. Aber auch in ihrer Tätigkeit findet die Armut schon ihr Recht. Im Sammeln stellt sich die elementarische Klasse der menschlichen Gesellschaft ordnend den Produkten der elementarischen Naturmacht gegenüber. Ähnlich verhält es sich mit Produkten, die in wildem Wachstum ein ganz zufälliges Akzidens des Besitzes und schon wegen ihrer Unbedeutendheit keinen Gegenstand für die Tätigkeit des eigentlichen Eigentümers bilden; ähnlich verhält es sich mit dem Nachlesen, Nachernten und dergleichen Gewohnheitsrechten.
    Es lebt also in diesen Gewohnheiten der armen Klasse ein instinktmäßiger Rechtssinn, ihre Wurzel ist positiv und legitim, und die Form des Gewohnheitsrechts ist hier um so naturgemäßer, als das Dasein der armen Klasse selbst bisher eine bloße Gewohnheit der bürgerlichen Gesellschaft ist, die in dem Kreis der bewußten Staatsgliederung noch keine angemessene Stelle gefunden hat.“ (Karl Marx, Debatten über das Holzdiebstahlsgesetz, S. oben, S. 119)

  63. @HM555
    "An unserem Grundgesetz...

    @HM555
    „An unserem Grundgesetz klebt das Blut von Marie Anoinette.“
    Und das der vielen Namenlosen, um die sich anscheinend keiner schert weil sie keine Hochadligen waren.

  64. @ThorHa

    Wie schön für Dich,...
    @ThorHa
    Wie schön für Dich, dass Du im Rhetorikkurs bei der Eristischen Dialektik aufgepasst hast, aber auf dieser Basis habe ich keine Lust zu diskutieren. Ich fasse das als Trollversuch auf. Viel Spaß noch.
    meuma

  65. Der Instinkt der Massen und...
    Der Instinkt der Massen und die revolutionäre Option (2.Versuch)
    .
    So richtig interessant finde ich eigentlich diese beiden Absätze. „Gewohnheitsrechts“ für Arme sind immer ein unschlagbarer Beleg dafür, dass wir in einer Klassengesellschaft leben. Und genau darin begründet sich auch die Option (der „In Instinkt der Massen“) sie revolutionär zu nutzen. Vielleicht sollten wir die ganze Debatte, wie sie sich gegenwärtig um das Thema ACTA kapriziert, dementsprechend begreifen:
    .
    „Man wird finden, daß die Gewohnheiten, welche Gewohnheiten der ganzen armen Klasse sind, mit sicherm Instinkt das Eigentum an seiner unentschiedenen Seite zu fassen wissen, man wird nicht nur finden, daß diese Klasseden Trieb fühlt, ein natürliches Bedürfnis, sondern ebensosehr, daß sie das Bedürfnis fühlt, einen rechtlichen Trieb zu befriedigen. Das Raffholz dient uns als Beispiel. Es steht so wenig in einem organischen Zusammenhang mit dem lebendigen Baum, als die abgestreifte Haut mit der Schlange. Die Natur selbst stellt in den dürren, vom organischen Leben getrennten, geknickten Reisern und Zweigen im Gegensatz zu den festwurzelnden, vollsaftigen, organisch Luft, Licht, Wasser und Erde zu eigener Gestalt und individuellem Leben sich assimilierenden Bäumen und Stämmen gleichsam den Gegensatz der Armut und des Reichtums dar. Es ist eine physische Vorstellung von Armut und Reichtum. Die menschliche Armut fühlt diese Verwandtschaft und leitet aus diesem Verwandtschaftsgefühl ihr Eigentumsrecht ab, und wenn sie daher den physisch-organischen Reichtum dem prämeditierenden Eigentümer, so vindiziert sie die physische Armut dem Bedürfnis und seinem Zufall. Sie empfindet in diesem Treiben der elementarischen Mächte eine befreundete Macht, die humaner ist als die menschliche. An die Stelle der zufälligen Willkür der Privilegierten ist der Zufall der Elemente getreten, die von dem Privateigentum abreißen, was es nicht mehr von sich abläßt. So wenig den Reichen Almosen, die auf die Straße geworfen werden, gebühren, so wenig diese Almosen der Natur. Aber auch in ihrer Tätigkeit findet die Armut schon ihr Recht. Im Sammeln stellt sich die elementarische Klasse der menschlichen Gesellschaft ordnend den Produkten der elementarischen Naturmacht gegenüber. Ähnlich verhält es sich mit Produkten, die in wildem Wachstum ein ganz zufälliges Akzidens des Besitzes und schon wegen ihrer Unbedeutendheit keinen Gegenstand für die Tätigkeit des eigentlichen Eigentümers bilden; ähnlich verhält es sich mit dem Nachlesen, Nachernten und dergleichen Gewohnheitsrechten.
    Es lebt also in diesen Gewohnheiten der armen Klasse ein instinktmäßiger Rechtssinn, ihre Wurzel ist positiv und legitim, und die Form des Gewohnheitsrechts ist hier um so naturgemäßer, als das Dasein der armen Klasse selbst bisher eine bloße Gewohnheit der bürgerlichen Gesellschaft ist, die in dem Kreis der bewußten Staatsgliederung noch keine angemessene Stelle gefunden hat.“ (Karl Marx, Debatten über das Holzdiebstahlsgesetz, S. oben, S. 119)

  66. @19.3. 8:27
    .
    weil ihn ein...

    @19.3. 8:27
    .
    weil ihn ein wasserdruck niederhält?
    .
    und leitlinie eins a des zukünftigen deutschen staatpräsidenten? (mehr europa wagen, heißt weniger nationalstaat riskieren.) (aber nicht: alle gewalt geht vom staatspräsdienten aus. er entläßt oder setzt die bundeskanzlerinnen und bundeskanzler ein nach seinem gutdünken. deren anzahl ist zwar beliebig, aber nicht egal.)
    .
    @don & filou
    .
    zwischen donaumont und reinmont passt hin und wieder auch noch ein möselchen.
    .
    und eine große nation in der weltgeschichte? eigentlich mehr als ein durchgangsland für spanische orangen und ausländischen pöbel. (sarkozy)
    .
    @hans meier 555
    .
    der eine ist nun einmal ein entre-deux-mers, der andere eher ein leichter zwischen-zwei-silberkannen. beide aber haben ihren glanz.
    .
    und in einer freien gegenwart, kaum noch gebunden an recht und besitz, kommt es auf jeden einzelnen an, jeden einzelnen zumindest, der einen unterschied macht.
    .
    „und dieses dumme, kleine europa, von einem dürren humus von arbeitgeberverbänden lediglich fahrlässig schwach bis gar nicht zusammengehalten, musste sodann aber leider schnell feststellen, dass es so nicht überlebensfähig war.“ (aus einem geschichsbuch des beginnenden 22. jahrhunderts für die höheren klassen an gymnasien und internetfortbildungsanstalten.)
    .
    und kriege sind eine einzige abfolge von schwachsinn und irrtümern. warum man das jetzt nicht endlich einmal ein- für allemal reinhämmern kann in die gehirne der frauen?

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