Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Reden, koksen und untergehen mit Pegida

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Vielleicht sollte man sich einmal das Logo von Pegida anschauen. Das Logo zeigt ein eigentlich aus der linken Szene bekanntes Piktogramm. Bei den Linken wirft eine Figur ein Hakenkreuz in den Mülleimer. Bei Pegida kommt zum Hakenkreuz auch noch eine Flagge der militanten Antifa, eine Flagge des Kommunismus und eine Flagge des Islamischen Staates dazu.

pegia

Nun werden manche vielleicht sagen, dass angesichts der Ausrichtung der Demonstrationen das weggeworfene Hakenkreuz so eine Art bildhaftes „Ich bin kein Nazi, aber“ ist. Ich meine jedoch, dass man die anderen beiden, nicht so oft erwähnten Zeichen auf jeden Fall ernst nehmen sollte. Denn die erklären vielleicht, warum Pegida speziell in Dresden so gut läuft. Dass eine Bewegung in einer Stadt der ehemaligen DDR und des Ostblocks den Kommunismus ablehnt, ist leicht verständlich. Dass so eine Bewegung aber auch speziell die Antifa im Müll sehen will, dürfte gerade hier viel mit den Auseinandersetzungen wegen der Bombardierungen der Stadt Ende des Zweiten Weltkriegs zu tun haben: Immer im Februar wird Dresden Schauplatz der Konflikte zwischen Neonazis und linksextremen Gruppierungen. Deren Aktionen – beispielhaft der „Thanks Bomber Harris – Antifa Action“-Protest durch zwei Vertreterinnen von Femen und Antifa – machte bundesweit Schlagzeilen, und zeigte den Dresdnern, dass sie aus Sicht der Linksextremisten als die Schuldigen dastehen.

“Spaziergänge“ nennt Pegida die Demonstrationen, und da gibt es noch einen – den “Täterspaziergang“ nämlich, mit dem die Antifa seit einigen Jahren im Februar gezielt den Eindruck vermitteln will, dass Dresden durch eine besondere Verstrickung mit dem Nationalsozialismus keinesfalls ein unschuldiges Opfer des Bombenangriffs der Briten gewesen ist. Dialogorientiert ist das Abfeiern des militärisch sinnlosen Todes von Tausenden von Menschen sicher nicht. Für Pegidaanhänger jedenfalls ist das ein Vorgehen, mit dem explizit geworben und mobilisiert wird. Wenn dann noch ein Journalist mit Blick auf Pegida meint, dass es für die Alliierten “mal wieder so weit“ sei, sollte man sich über unerfreute Reaktionen auch ausserhalb des harten Pegida-Kerns nicht wundern – das Demonstrationsrecht steht bei uns im Grundgesetz und ist kein Anlass, eine Stadt zu bombardieren. Dass beim Kernthema Asyl mit dem rechtsfreien Raum der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin und dem Drogenhandel im Görlitzer Park gerade von den Grünen. Linken und linksbizarren Piratenunterwanderern die Zerrbilder geliefert wurden, gegen die sich die Forderungen der Demonstranten wenden, ist für einen ausgewogenen Dialog über die realen Probleme auch nicht förderlich.

pegib

Die Politik von Kretschmann über Gabriel bis zur CDU will jetzt trotz aller unschönen Begleiterscheinungen mit den Pegida-Anhängern reden, selbst wenn diese eigentlich mit der “Systempresse“ und der “Lügenpolitik“ gar nicht reden wollen. Nun habe ich letzte Woche allerdings über den gesamten Komplex und seine eigentlich unstrittige Vorgeschichte der Islamophobie in Deutschland geschrieben, und da fanden sich doch einige, die reden wollten. Normalerweise lösche ich hier auf 200 Kommentare einen einzigen, der dann meistens grob beleidigend ist – bei diesem Artikel habe ich jeden zweiten Kommentar löschen müssen. So rund ging es hier zuletzt vor einem Jahr, als ich mich mit Aktionen der Antifa in Hamburg und bei den Piraten beschäftigte. Man muss wohl damit leben, dass man im Internet den vollen Hass abbekommt, und die Herren der hohen Politik können sich hier informieren, wie das Niveau des Diskurses ist.

Etwa vier Kommentare in Folge:

… na Popoloch, geht dir langsam der Arsch auf Grundeis ?

…. komm hol deinen Drahtpinsel raus und wedel ein bisserl damit rum

… hey don Schlonzo. Kannste nicht mehr ?

na das läßt sich Don Schitto doch nicht entghen :)

Der gleiche Herr hatte unter ähnlicher IP auch schon geschrieben

Don Depp
…. zuviel gekokst, wie deine Bettschwester Friedmann ?
muahahahahaaaaaa

Ich weiss nicht, ob solche Leute noch lachen, wenn sie über ihre IP und den Zeitpunkt ihrer Aussagen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden, aber dieses Niveau ist völlig normal, wenn es um Pegida geht. Auch nett ist das hier:

Hirnwurst
…. was für ein hirnwürstiges, dummes Arschloch dieser häßliche Fatzke doch ist !!!
Lügenpresse halt die Fresse !!!
Eintrag für den Faschisten in die Nürnberg 2.0 Datenbank !
Frohe Weihnachten, verdammtes Faschistenpack !

Nürnberg 2.0 ist eine scheinbar anonyme Seite von “Islamkritikern“, die sich neue Nürnberger Prozesse gegen jene wünschen, die ihres Erachtens der Islamisierung Deutschlands Vorschub leisten. Nachdem meine Anschrift nun schon seit Jahren sowohl von links- wie rechtsextremen Kreisen genutzt wird, mir hin und wieder wenig erbauliche Dinge zu schicken, ist ein Eintrag dort eher überflüssig. Dann gibt es natürlich noch haufenweise Leute, die der Meinung sind, man hätte ihre Meinung zu verbreiten:

Schwache Schreibe und vermutlich auch nicht sonderlich intelligent, wirkt wie Ausweis des partiellen Versagens auch der FAZ in dieser Zeit. … Aber so wohl diese Zeit. Schon am anders wollen wollen können fehlte alles, zufoerderst Reife und Einsicht.

oder auch

“Kunstfigur” Don Alphonso. Eine Warnung an Sie: Der Duktus in dem Sie mit ihren Lesern versuchen zu “reden” macht Sie zur Lachnummer. Da hat ja der olle Broder noch mehr Esprit. Erleben wir gerade die Selbstabschaffung der Journos zwischen den Jahren? Darauf 2,5 Liter Glühwein! Auch Absinth, falls Sie den vertragen. Sie tuen mir ernsthaft leid. Der einzige Trost: Sie sind in Ihrer Befangenheit nicht alleine. Die Namen weiterer Rohrkrepierer verrate ich nicht. Es ist Ihre Aufgabe, die Namen verkrachter und verblendeter Journalisten herauszufinden. Und wenn Sie die gefunden haben knipsen Sie bitte ein Gemeinschaftsfoto. Lächeln nicht vergessen, Don.

Mit der Folge natürlich, dass diese Zeitung zeitnah vor die Hunde gehen wird – ein Umstand, den Pegida-Anhänger keinesfalls bedauern, und zwar in allen Schattierungen der niederen Wortwahl, die nicht zwingend der angeblichen Herkunft aus dem zivilisierten Abendland entspricht:

Was für linksversiffte Scheiße – mit Blut im Stuhl ist Scheiße halt auch mal dunkelrot. Ach wie gut das die FAZ bald dahin ist… :-)
Einfach nur peinlich

oder

Ja, liebe FAZ’ler, unter all den Blättern die seit Jahren Auflagen einbüßen geht’s euch ja noch ganz gut. In den letzten 20 Jahren “nur” rund 40% der verkauften Auflage verloren. Och, menno. Aber immerhin besser als das ND oder andere. Und warum das alles – weil die Leser immer doofer werden oder die Artikel? Wenn mann jetzt noch Laien online Schmierenartikel auf BLÖD-Zeitungsniveau schreiben läßt, dann ist das ganz bestimmt die Rettung.

und natürlich

Den wirren Artikel kann man nur verstehen,wenn man “Gekaufte Journalisten” ihres Ex-Mitarbeiters gelesen hat.Atlantkbrücke u. co eben!
“Aufmärsche gibt´s bei ANTFA und deren mit Steuergeld gekauften
Unterstützern!
Man kann euch zwar nicht zwingen die Wahrheit zu sagen,aber man kann euch zwingen,immer DREISTER zu LÜGEN !!

und überhaupt

Wie schön und mutig ist übrigens diese Vorzensur da!
So läßt man es nur ein Kampf des Guten mit dem sehr, sehr Guten!!
Als gäbe gar nix anderes! Weiter so, Herr Aplhonse! Man soll nur das sehen und hören was man sehen und hören will, sonst nix! So funktioniert übrigens die Gehirnwäsche am Besten! :)

pegic

Und dann sind da natürlich auch noch die Leute, die mir eine Kündigung an den Hals wünschen und die Zeit bis dahin nutzen, um anderen Lesern zu erklären, wie entsetzlich die Islamisierung doch ist. Da ist dann beispielsweise ein Kommentator, der sich an einer kurzen Darstellung der Mohammed-Karikaturen aufhängt, mir dort einen Fehler nachweisen möchte, von da an dann grundsätzlich erklärt, wie übel die Islamisten sind und dann, als ich seine mehrere tausend Zeichen langen Hetzbeiträge nicht freischalte, mir so kommt:

Heee hoooo
Sehr geeehrter lieber Don Alphonso
……..die (un)heimliche Zensur auch hier?
Sieht so aus.

Und darunter steht dann der ganze Kommentar noch einmal. Das wird offensichtlich genau für solche Zwecke aufgehoben und im Wissen, dass ich solche Texte natürlich nicht freischalte, immer wieder abgeschickt. Es besteht natürlich keine Lust zum Gespräch, es geht um das Beleidigen. Fertigmachen, Diskursverhindern, Spammen, Zurhöllewünschen und den Missbrauch meines Blogs für Propaganda. Das alles kommt mit der vollkommenen Selbstgerechtigkeit von Leuten, die “die totale Selbstgleichschaltung von Presse, Funk und Fernsehen“ beklagen. Ohne jeden weiteren Kommentar wird dann ein sog. Wiener Apell von Pax Europa reingedrückt, länger als der Ursprungsartikel und, hätte ich ihn freigeschaltet, eine elende Bleiwüste, die mir den Kommentarstrang zerschossen hätte.

Auf die Schnelle fällt mir kein Klischee zu Pegida ein, dem dort nicht entsprochen wurde. Sie wollen, wie so viele Extremisten, nicht reden oder diskutieren, sie wollen nur ihre Linie durchsetzen. Sie haben ein fest gefügtes Weltbild, für das sie überall Bestätigung suchen, und an einer differenzierten Sicht mit Interpretationspluralismus haben sie kein Interesse. Sie haben, was sie brauchen: Facebook, eigene Blogs und Medien, Kommunikationskanäle und eine stets bereite, verbale Schlägertruppe ohne Hemmungen, und das Bewusstsein, dass die Mehrheit hinter ihnen steht. Natürlich ist das nicht Dresden, das ist nicht der Osten und vermutlich noch nicht einmal die Mehrheit der Teilnehmer der letzten Demonstration. Aber das sind diejenigen, mit denen man konfrontiert wird, es sind diejenigen, die in den letzten Jahren vor allem im Netz durch die jeweiligen extremen Filterbubbles gezüchtet wurden. Islamisierung, Kapitalismus als Faschismus, Rape Culture, der „Genozid“ an den Aussengrenzen Europas, Lügenpresse, die Gentrifizierung der Städte, Nato-Angriffskriege, Bitcoins – überall sind die gleichen Mechanismen sichtbar. Und alle stellen sie für ihre Ziele den kleinsten Konsens in Frage.

pegie

Und ich habe die Befürchtung, dass ein Dialog, wie die Politik ihn ankündigt, einfach nicht funktionieren wird. Die radikalen Ideologien haben sich längst selbstständig gemacht, und sie schaffen sich ihre Realität selbst. Kommentare sind da nur das kleinste Übel. Die Augen sind mir aufgegangen, als mir ein anderer, ebenfalls nicht freigeschalteter Kommentar ein Buch zur Frühgeschichte des Islams empfohlen hat. Ich habe nachrecherchiert und kam auf eine formal wirklich gut gemachte Unterseite bei Wikipedia, die das Werk – ein anonym erschienenes Traktat, das in der Wissenschaft keine Anerkennung findet – nachgerade als Standard eben jener wissenschaftlichen Forschung darstellt. Das ist deren selbst gebaute Realität, und ich glaube einfach nicht, dass sie bereit sind, sie aufzugeben, egal welcher Politiker bei ihnen vorspricht.

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147 Lesermeinungen

  1. Auf gut deutsch: Wir bekommen die
    deutsche Tea Party. Ich sage das seit mehr als 10 Jahren vorher und erntete dafür bisher immer genervte bis amüsierte Reaktionen.

    Einer der vielfältigen Gründe für die PEGIDA ist die seltsam verdruckste und verengte politische Debatte der letzten 10 jahre in Deutschland. Nehmen wir pars pro toto die Zuwanderungspolitik. Es gibt einen breiten, aber selten explizit buchstabierten politischen Konsens für begrenzte Zuwanderung, wenn man sich nur die praktische Politik jenseits der Sonntagsreden ansieht (Gesetze und Budgets). Für die beiden konträren und explizit ausformulierten Positionen dazu wüsste ich im Moment keinen seriösen politischen Vertreter:

    a) pro Zuwanderung
    – enge und konsequente Auslegung des Asylrechtes inklusive schneller praktischer Konsequenzen
    – Formulierung ökonomischer und sozialer Kriterien für erwünschte Einwanderer
    – Öffnung der Einwanderung auf Grössenordnungen von >500.000 pro Jahr
    – Inkaufnahme der sozialen und kulturellen Spannungen, die durch Zuwanderung unvermeidlich sind

    b) gegen Zuwanderung
    – Umwandlung des Asylrechtes in ein Gandenrecht
    – Einwanderungsstop für Nicht EU Einwanderer inklusive der Verhinderung familiärer Nachzüge
    – Inkaufnahme der demographisch negativen Folgen (u.a. mittelfristig schrumpfende Wirtschaftsleistung etc., siehe Japan)

    Für beide dieser Positionen gibt es keine seriöse politische Vertretung. Und dasselbe gilt in vielen anderen Bereichen auch. Also beschränkt sich die öffentliche Debatte auf Oberflächliches und Anekdotisches, auf raunen und andeuten. Was bei vielen menschen exakt den Eindruck hinterlässt, sie würden verarscht.

    „Die radikalen Ideologien haben sich längst selbstständig gemacht“, weil in Deutschland keine echten politischen Debatten mehr geführt werden. Selbstmord der politischen Öffentlichkeit aus Angst vor dem Tod.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Inkaufnahme der demografisch negativen Folgen
      Japan könnte schon ein Vorbild sein. First in – First out.
      Leider ist Japan eine Insel und war den Großteil seiner Geschichte sich
      selbst genug.
      Deutschland ist von Freunden umzingelt und mit sich selbst
      nie im Reinen. Die meisten Gruppen müssen sich immer nach
      Verstärkung außerhalb seiner Grenzen umsehen; und sei es vom Ende der
      Welt.

    • So viele fremde Worte ....
      Über viel mehr als ein lapidares „Ich habs ja schon immer gesagt“ kommen Sie bei Ihren Ausführungen leider kaum hinaus, verehrter Herr Haupts. Erfolgloses Lamento wird eben meist von Resignation gefolgt.

      Da Sie nur zwei Optionen der Gestaltung gesellschaftlicher Zukunft kennen, entgeht ihnen der Kern des Problems: die Mehrheit der Menschen bedrückt die unterlassene Gestaltung des Hier und Jetzt ihrer Heimat, und dies zum Schrecken elitäterer Minderheiten zunehmend lautstark. Denn die ungezügelte Zuwanderung der nicht Integrationswilligen hat ja offensichtlich – zwei Alternativen hin oder her – einfach schon mal seit Jahrzehnten ohne die geringste Planung und Rücksicht auf die Bürger stattgefunden und findet weiter statt, mit all ihren unschönen Folgen wie z. B. der ungezügelten Zunahme rechtsfreier Räume.

      Wenn nur endlich einer auf den Herrn Haupts hören würde und seine Alternativen anwendete, dann wäre endlich alles gut!? Wohl kaum. Denn zum Glück gibt es viele Wege zum Erfolg. Über bessere Wege beginnt derzeit eine zunehmende Anzahl Politiker nachzudenken, dank der nun sichtbaren Politisierung der Straße durch das Bürgertum.

    • @Pseudonym Peterchen: Mein Junge, der Schwaetzer hier sind Sie.
      Ausgerechnet von der PEGIDA auf der Grundlage voellig haltloser Annahmen und realitaetsverweigernder Zustandsbeschreibungen erwarten Sie Loesungen? Da ist mir ja meine Zeit zum Prusten zu schade. Und die 20 oder 30000 PEGISTen bundesweit repraesentieren mitnichten das deutsche „Buergertum“, sondern einen winzigklein schlechten Teil des deutschen Kleinbuergertums. Faktenresistent, verschwoerungstheoretisch und schwurbelnd – so wird das nichts mit der Rettung von irgendwas.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Interesannter Artikel
      Ein sehr interesannter Kommentar, der die Debatte von der Frage nach der Art der Zuwanderung, welche weitere Zuwanderung bereits impliziert, hin zu einer offenen Debatte über Zuwanderung im allgemeinen verschiebt.

      Ich glaube, dass Position b) die beste, und sicher auch die von der Noch-Mehrheitsbevölkerung favorisierte Lösung ist.

      Gerade Japan ist ein gutes Beispiel. Japans Probleme mit einer überalternden Gesellschaft sind geradezu lächerlich im Vergleich zu den gewaltigen und bislang immer noch ungelösten Konflikten und Problemen, mit denen viele europäische Länder dank ihrer Asyl- und Zuwanderungspolitik heute konfrontiert sind, und die sich durch die anhaltende Zuwanderung auch immer mehr verschärfen.

    • Einwanderung > 500000
      “ Öffnung der Einwanderung auf Grössenordnungen von >500.000 pro Jahr“

      Meinen Sie Zu- minus Abwanderung > 500000 ?

      Die reine Zuwanderung übersteigt diese Zahl nämlich bereits bei weitem.

  2. Titel eingeben
    Ein „Dialog“, eine politische oder wenigstens inhaltliche Diskussion zu führen, das kann ja auch keiner mehr. Weil man es nicht mehr lernt und nicht mehr muss, ja nicht mehr soll. Es ist zwangsläufige Folge einer Gesellschaft, die es zugelassen hat, dass sie nur noch, und nicht mehr auch, aus lauter und immer lauteren Individuen besteht. Von denen jeder und jede das was er oder sie zu sagen haben glaubt, nur noch herausschreien kann. Stichwort „hyperindividualisierte Gesellschaft“ (und ja, ich weiss, ich langweile da einige mit, es ha schon was von einem Leitmotiv)

    Das Erlernen kollektiver Mechanismen der Meinungs- und Willensbildung gibt nach meiner Beobachtung auch kaum mehr. Es ist doch alles alternativlos, nicht nur in der Politik. Dafür ist jeder heute in der Lage, im Wesentlichen nur noch das zu sehen, zu lesen, wahrzunehmen, was man sehen will, und was einen nicht mehr aus der Blase der eigenen Comfort-Zone treibt. Zwischen dem Radio, dass nur noch die vermeintlichen 10 „Lieblingssongs“ der Bevölkerung spielt, und alles andere nicht mehr sendet und damit der Wahnehmung entzieht, und den Leuten, die sich über die beschriebene Wikipedia Seite über das informieren, was sie sowieso glauben, ist dann nur noch ein gradueller Unterschied. Er liegt vielleicht vor allem darin, dass Auffassungen und Meinungsbildungsprozesse deutlich werden, die einen andernorts zum Griff nach dem psychologischen Handwörterbuch veranlassen.

    Auch die Demonstranten, von denen heute wieder einige tausend in München erwartet werden, bringen doch keinen zu einer anderen Überzeugung, die demonstrieren höchstens für sich selbst. Um dann per Twitter und Facebook und Wahtspp und Instagram alles near-live ins Netz zu stellen. Rauszuschreien. Der Unterschied ist geringer, als man denkt.

    • Aahh, ein Stichwort!
      Stichwort „psychologisches Handwörterbuch“:

      Ernsthafte Kommunikationskiller (auf besseres Deutsch: unbeabsichtigte oder beabsichtigte Gesprächsverhinderung, die Gespräche bereits zu Beginn zum Ersterben bringt oder auch Aggressionen auslösen kann) sind einem Hospiz-PDF gemäß:

      – Ironie
      – Sarkasmus
      – Relativieren
      – Provozieren
      – Den anderen vorführen
      – Bewerten, analysieren, belehren
      – „Ich habe das immer schon gesagt …“

      Das Hospiz betont ausdrücklich, dass diese Kommunikationskiller, obwohl verbreitet, zwischen Gesunden bereits nicht zuträglich seien und eine konstruktive Gesprächsführung eher verhindere als ermögliche.

      Natürlich ist ein öffentlicher Diskurs oder ein Diskurs in einem Blog nicht sofort auch ein ernsthaftes, respektvolles und aufrichtig zu führendes Gespräch mit einem Todkranken. Der Vergleich hinkt also.

      Dennoch kann ich nicht umhin, bei gewissen „Diskursen“ (wie der öffentlich geführten Überlegung, ob man überhaupt mit „Pegidas“ reden solle) gleich an zwei Todkranke zu denken – Medien plus sich abgehängt fühlende post-demokratische wütende Bürger, die sich ohne jede Regel und sich profilieren wollend gegenseitig an die Gurgel gehen. Das Internet und die Möglichkeit, anonym sich zu äußern und sich gegenseitig an den Pranger zu stellen, verschärft die Dinge wie durch ein Brennglas.

      Viele Klicks oder Page Impressions wird es geben, diese nachdenklich machenden grusligen Beleidigungsauswüchse hier zu posten. Erfolg also auf ganzer Linie?

      Nur: Bringt es einen Erkenntnisgewinn oder ist es hilfreich, den allseits auch in diesem Blog beklagten Hass und das Schüren von Hass im Netz Konstruktives entgegen zu setzen? Weiß ich nicht. Ist das noch Schirrmachers Spielwiese? War das so gedacht?

    • Titel eingeben
      Auf den Punkt gebracht. Meine Hochachtung und Dank.

    • Titel eingeben
      Es mag ja an meiner Harmoniebedürftigkeit liegen, aber ich finde konstruktive Beiträge weder falsch noch überflüssig. Zumindest hat man sie für sich selbst geschrieben, und vielleicht gibt es doch ein paar Leute, die bewusst ein breites Spektrum von Meinungen und Medien konsumieren. Gerade was die Darstellung von Fakten angeht, bekommt man dann meist schnell ein Gefühl dafür, ob da nicht Behauptungen zu Fakten „hochsterilisiert“ werden, ob nicht ganze Gedanken und Meinungsgebäude letztlich auf (unbewiesenen aber ideologischen) Annahmen basieren, und wo eine gewisse Zurückhaltung angebracht ist. Und es ist erschreckend, zu erleben bzw. zu lesen, wie ideologisch verbohrt Menschen sein können. Wir hier in Deutschland rollen die Augen, wenn wir über die „Tea Party“ lesen, aber der hanebüchene Blödsinn, der in dieser Zeitung manchmal auf den Kommentarseiten verzapft wird, der ist da nicht weit von weg. Es ist wohl der letzte Rest des Anspruches an ein „Qualitätsmedium“, dass solche wirren Geister sich nicht in alle Ecken ausbreiten dürften sondern auf bestimmte Beiträge und Seiten beschränken müssen.

      Man muss weder Nuhr noch Pispers noch Priol mögen, aber die in deren Auftritten zu Tage tretende Geisteshaltung, mal auf dem Teppich zu bleiben, sich Dingen nüchtern zu nähern und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das hat schon was.

      Um den Bogen zum Hospiz zu schlagen – wo, wenn nicht dort, wird deutlich, was das „Wesentliche“ ist oder hätte sein sollen.

  3. Titel eingeben
    Das ist ja gruslig.

  4. Adel verpflichtet...
    Sehr geehrter Herr Meyer,

    der ursprüngliche Anlass für die zwischenzeitlich emotionell überkochende Diskussion ist doch, daß bei bei der Neugestaltung einige arabischer Staaten mit Hilfe des sich gegenseitigen Niedermetzelns, eine nicht unerhebliche Anzahl der dortigen Bevölkerung davon überzeugt ist, daß „Allāhu akbar“ , zumindest zeitweise nicht ihr Lebensmotto sein könnte und diese suchen nun ihren Unterschlupf vor ihren Glaubens- und Blutsbrüdern, in nördlicheren Lebensräumen, welche sie ansonsten, glaubensbedingt, nicht so sehr präferieren würden.

    Dieses ursprüngliche Thema scheint, wohl politisch gewollt, in den Hintergrund gedrängt zu Gunsten eines hässlichen Schlagabtauschs mit verbalen Entgleisungen auf welche Sie sich auch noch einlassen. (Da bleibt doch der Stil eines „Don Alfonso“ auf der Strecke)

    Seit zehn Jahren im Tessin lebend, haben wir die Schweizer Volksabstimmung am 09.02.2014 zur Kenntnis genommen in welcher 62,5 % der Bürger unseres gegenwärtigen Wohnortes dafür gestimmt haben.

    Wir kleiden uns wie die Menschen hier, wir sprechen die Sprache, zahlen Steuern und Sozialabgaben, sind von derselben christlichen Kultur geprägt.

    Aufgrund des Abstimmungsergebnisses wissen wir nun auch wann die Gastfreundschaft ein Ende hat und die Stimmung ist entsprechend… bei den Tessinern, wie bei uns.

    Das war es auch schon. Ein demokratischer Prozeß, eine Entscheidung, wir gehen.

    Sie waren wohl schon länger nicht mehr im Tessin, im Malcantone ?

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • Sie sprechen die Sprache? Tatsächlich? Wohl kaum - Sie benutzen
      Wörter, die allenfalls geschrieben identisch aussehen. Beim Sprechen können Sie fast immer von Alteingesessenen unterschieden werden – schlappe zehn Jahre reichen nun mal nicht, obendrein findet die Sprachsozialisation sowieso im Kleinkindalter statt. (Das geht Ihnen hier in D genauso.)

      Und nun schnüren Sie also Ihr Ränzel. Naja, Gäste und Fisch stinken eh nicht erst nach Jahren, sondern schon nach drei Tagen, breitgrins…

    • deutsche in der schweiz
      natürlich ist das abstimmungsergebnis unschön, aber: ich schäme mich vielfach für das verhalten meiner deutschen landsleute hier in der innerschweiz, wie oft kann ich das beobachten: arragant, prolohaft, unfreundlich, besserwisserisch, von oben herab…..schon wie die porschefahrerin die bäckerei betritt und ein brot bestellt ergäbe ein lehrvideo……………

  5. Die Dosis macht es!
    Zu:

    „Und ich habe die Befürchtung, dass ein Dialog, wie die Politik ihn ankündigt, einfach nicht funktionieren wird.“

    Bei Randalekommentatoren und Leuten, die jede Abweichung von den Auffassungen ihrer jeweiligen Filterblase für Blasphemie halten, da ist der Dialog tendenziell sinnlos.

    Dennoch möchte ich zwei Gegenargumente auffahren:

    1. Nicht jeder ist gleich. Auch innerhalb der Kommentatoren, die das „Abendland“ mit eher wüsten Worten zu verteidigen versuchen, gibt es den einen oder anderen, der Vernunftsgründen zugänglich ist.

    2. Gerade eben dadurch, wie sich Pegida-Anhänger im Dialog zeigen, kann Unentschlossenen oder auch „vorsichtig Sympathierenden“ gezeigt werden, wessen Geistes Kind diese Leute sind.

    Mit anderen Worten, ein Dialog mit diesen Angstbürgern kann eine Art „Hilfe zur Selbstdemontage“ leisten. Bei manchen eventuell sogar auch ein Umdenken.

    Zudem ist der Nichtdialog, als Alternativstrategie, in seinen Möglichkeiten zumeist deutlich unbefriedigender.

    Am Ende ist es vielleicht vor allem eine Frage der Dosis. Im Moment kann ich z.B. nicht erkennen, dass Pegida und ähnlicher von Ressentimenten getrieber Kram wirklich „wichtige Fragen der Zeit“ anspricht. Es wäre insofern ärgerlich, zu viel Zeit mit solchen Erscheinungen zu verbringen.

    Imho.

    • Titel eingeben
      Ach so. Was sind denn die wichtigen Fragen der Zeit? Gender, Parteipersonalien, Grossflughäfen, das Wetter?

    • Titel eingeben
      @gast 30.12. 19:58: wie wäre es mit Pflegenotstand, Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Schule, Steuersystem, Staatsverschuldung? Überwachung, Datenschutz?
      Das sind zumindest die Themen, die praktisch alle Bürger betreffen, und zwar teilweise existenziell. Aber ganz sicher gehören dazu nicht ein paar Zuwanderer.

      Und ich darf meine andernorts schon mal länger geäußerte These verkürzt wiederholen: gebt den Leuten etwas, was sie verlieren können. Gebt ihnen Reihenhäuschen, Bausparvertrag, Urlaubsanspruch, Auto, Rente, Kabelfernsehen und vor allem Zugang zu Bildung. Und siehe da, die meisten werden innerhalb weniger jahre, vielleicht Jahrzehnte, genau solche kleinbürgerlichen Spiesser sein wie die, die schon da sind. Was überhaupt nicht falsch oder anstößig ist. Das war bei den eingewanderten Gastarbeitern der 60er und 70er so, und das kann auch heute so sein.

  6. schockiert
    ja ich bin total schockiert über all diese auslassungen im netz und dann auch noch pöbeln wenn sie nicht freigeschaltet werden

    vielleicht sollte man all diese ausdrücke groß ausdrucken und auf plakaten in dresden aufhängen damit das volk sehen kann wem sie sich da angeschlossen haben

    und ich stelle mich gerne für diskussionen im tv zur verfügung wenn die anführer der pegida auch kommen dann gibts eine öffentlich diskussion und es können vorschläge eingebracht werden meine ganz persönliche geschichte wird sicher ein neues denken anregen

    und zu den aussprüchen fällt mir dieser den ich heute im PM magazin gelesen habe ein:

    menschen, die schweigen, stimmen nicht einfach dem anderen zu, sondern wollen nicht mit idioten diskutieren.
    A.Einstein

    • Ein allerletztes Wort zur Klarstellung...
      Ich habe zweimal versucht ohne jegliche Pöbelei, ohne Beleidigung, ohne ein einziges Wort, das irgendeiner Nettiquette widersprechen könnte, versucht auf die 9 der 16 Thesen hinzuweisen, die ein gewisser Ulfkotte, von dem ich weder vor noch nachher je gehört habe, formuliert hat.
      Und ich habe nur klar gemacht, dass die Weigerung der offiziellen Politik zu diesen 9 Themen wenigstens mal Stellung zu beziehen, der AUSSCHLIESSLICHE Anlass für den enormen Zulauf dieser Leute ist, und nur deshalb weit über rechtsradikale und gar nazi-Kreise hinausgeht.

      BEIDE MALE IST DAS VON DON ALPHONSO ZENSIERT WORDEN. Und das obwohl Alphonso seit ein paar Jahren wissen muss, dass ich weder mit rechts noch mit links irgendwas zu tun haben kann.
      Das Gegreine über die unverschämten und beleidigenden Kommentare ist also gelogen!

    • sorry, ich war gestern nicht da und soweit ich das sehe, sind ansonsten alle Kommentare freigeschaltet. Es sind hier hinten allerdings noch Massen an Spams. Es kann sein, dass ich da was übersehe.

    • Hm, es waren zwei Kommentare im Spam, aber die waren nicht von Ihnen. hier hinten sind nur noch an die 0 zu dokuzwecken aufgehobene Kommentare, aber nichts zu Ulfkotte.

    • Titel eingeben
      „menschen, die schweigen, stimmen nicht einfach dem anderen zu, sondern wollen nicht mit idioten diskutieren.“

      Das Problem ist: Wer/Wo sind die IdiotInnen? Aus Ihrer Sicht bin ich einer, aus meiner Sicht… Wir kommen so nicht weiter. Don teilt hier (an IdiotInnen aus seiner linken Sicht) schmerzhaft und teils weit unter deren Gürtellinie aus, wehklagt aber dann beim Herausgeber über persönliche Anfeindungen, die er plakativ bereithält. Auch eine Art, sich als alternativloser Blogger darzustellen.

      Mir is`wurscht. Ich werde mir die FAZ trotz Donscher Beiträge halten, weil die bayerische Alternative – die SZ – weit mehr Dons aufweist. So bleibe er denn der Hofnarr der FAZ.

  7. Die "Flagge des Kommunismus"
    sieht doch ziemlich nach dem vor knapp zwanzig Jahren ausrangierten Logo der PKK (http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterpartei_Kurdistans) aus – sowas kann man nun sicher getrost in welche Tonne auch immer treten.

  8. Fürchtet Euch nicht
    Ich glaub Sie unterliegen einem Denkfehler: Es gibt Ihrer Meinung nach „Die Wahrheit“ und es gibt böse „Populisten“ die das Volk mit „Der Unwahrheit“ verführen. Und das Volk ist natürlich doof und Experten sind schlau. (Hab ich früher auch so gesehen) Aber in einer Demokratie sollte nun mal das Volk mehrheitlich entscheiden (im Rahmen des GG) entscheiden dürfen. Und jeder sollte vors Volk treten dürfen und seinen Stuss behaupten dürfen (Es gibt nämlich entweder keine Populisten, oder alle sind welche). Sie haben Angst vor dem Volk. Fürchten Sie sich nicht (nach Gauck 25.12.14) Es ist vernünftiger als Sie glauben.

    • Es (das Volk) ist vernünftiger als Sie glauben
      Das ist hier die Frage
      Wessen Regeln sind denn die vernünftigen? Das Volk hat Regeln? Wessen Regeln sind das? Wer macht die Regeln, die den Begriff Volk erst bestimmen? Was ist also dieses „das Volk“?

      Menschen, die Vernunft und Regeln fordern, sind diejenigen, die sich wirklich fürchten. Menschen, die sich selbst nicht verstehen, die sich selbst fremd sind. Menschen ohne Verstand, getötet von der Vernunft. Regeln erschaffen Gut und Böse, sie erzeugen den Haß. Daraus ergibt sich die sich selbst erfüllende Prophezeiung.

  9. DA hat recht bei der Einordnung von Leuten wie Anne Helm
    Urprünglich war ich sehr skeptisch, als ich gelesen hatte, was der Autor über die Wirkung und Bedeutung von Leuten wie Anne Helm geschrieben hat. Mein erster Gedanke war: „Hier hat Don Alphonso die Bedeutung einer seiner Lieblingsgegnerinnen deutlich aufgebauscht – die wird doch in Dresden und von Pegida-Anhängern kaum wahr genommen.“

    Tja, dachte ich. Ich habe aus Neugier einmal ein paar Twitter-Accounts von Pegida-Anhängern durchstöbert (diesen hier z.B.: https://twitter.com/Arrtrad) und kann jetzt sagen, dass ich mich getäuscht hatte. Tatsächlich sorgen antideutsche „AntiFa“-Aktionen mit Bomber-Harris-Sprüchen für eine gemeinsame Identifikationsbasis bei den Pegida-Angstbürgern. Und tatsächlich wirkten die Aktionen der AntiFa in Dresden wie ein Rekrutierungsmittel für Pegida.

    Tja. Man ahnte es ja eigentlich schon vorher: Sehr viel dämlicher (als bei Anne Helm und ihren politischen Freunden) kann AntiFa-Aktivismus kaum ablaufen.

    • Ach die Antideutschen.
      Die fristen seit mehr als 30 Jahren ein Sektendasein in der Linken, vermutlich daher und deshalb resultiert das aufgesetzt elitaere Bewusstsein.

      Die kurzfristige Medienexplosion von Helms antideutscher Standardaktion war nur der Tatsache zu verdanken, dass sie gleichzeitig eine der Spitzenkandidatinnen der Piraten war. Normalerweise ignorieren alle Medien, sogar die taz, diese Politsekte sonst grosszuegig.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  10. Butzemann Muselmann
    Es windet mancher Muselmann
    Den Turban um den Scheitel an
    Und kichert in den Bart sodann
    Viel Angst hat jetzt der Alemann
    Ich nehm das Betttuch noch als Kittel
    Das ist für mich das letzte Mittel
    Und statt des öden Öle-Bohrens
    Mach ich jetzt auf Arabiens Lorenz.
    Per definitionem ein Terrorist
    Er Albions Held geworden ist
    Denn er hat mit seinen Turbanisten unverzagt
    Andrer Leute Züge in die Luft gejagt
    Doch der deutsche Michel tankt wie eh und je
    Die stinkende Plörre von Shell und BP
    Doch von Pediga der Aktivist
    Der sonstwo nichts geworden ist
    Geschmissen hat er’s Abitur
    Von Intellekt ist keine Spur
    Kaum dass er einen Psychiater hätt
    Spu©kt er herum im Internet
    Zum Nachdenken fehlt ihm die Geduld
    Denn der Islam ist an allem schuld.

  11. we are all mad here
    Geehrter Don,

    wollen wir uns wirklich in den Kaninchen Bau vorarbeiten?
    Dann empfehle ich bitte mal beim Blog des FAZ Kollegen Lübberding vorbeischauen. Der kann bestimmt antworten.

    Alles etwas irritierend hier.
    Jetzt fragen die FAZ Redakteure und hier in persona der DON des deutschen Blogs: „Warum nur, warum?“ während seit mindestens einem Jahr diese Entwicklung in fast allen deutschen Blogs beobachtete werden konnte, bzw. von FAZ Mitarbeitern höchstpersönlich „moderiert“ wurde.
    Vielleicht sollte die FAZ erst einmal selbst klären was ihre Mitarbeiter so kommunizieren, bevor sie jetzt über fehlende Kommunikation von Radikalen klagt.

    Seltsam, wirklich seltsam.

    • Titel eingeben
      In der Tat, ich sehe das genauso. Jeder Leser-Kommentar, der in die Richtung zielt, „die Geister, die ihr ruft“, wird konsequent von der Moderation gestrichen, die zündelnde Wirkung mancher Redaktionsbeiträge soll nicht im Forum thematisiert werden.

    • Nein, es wird hier überhaupt nicht zensiert. Ich achte lediglich darauf, dass dieses Blog nicht messbraucht oder beschädigt wird. Dazu gibt es Richtlinien, die ih sehr liberal auslege. Aber wer sich nicht daran hält, fliegt, und zwar dauerhaft.

    • Titel eingeben
      „donalphonso sagt:
      31. Dezember 2014 um 11:20 Uhr
      Nein, es wird hier überhaupt nicht zensiert. Ich achte lediglich darauf, dass dieses Blog nicht messbraucht oder beschädigt wird. Dazu gibt es Richtlinien, die ih sehr liberal auslege. Aber wer sich nicht daran hält, fliegt, und zwar dauerhaft“

      Guter Mann, das stimmt schlicht nicht. So wie heute auch. Und Ihre eigene „Walhalla-Version“ ist doppelt geglättet. Bitte immer annähernd an der Wahrheit bleiben.

  12. Ohne Demokratie keine Debatten
    Also unter Experten werden Debatten auf hohem Niveau geführt, zumindest sind sie jederzeit möglich. So in den Fachzeitschriften.
    .
    Was aber wirkklich fehlt, ist eine authentische Debatte im politischen Raum, und das ist es, was die Leute so wütend macht.
    .
    Politiker und Medien werden nicht darum verachtet, weil sie zu aufgeklärt, zu moderat, zu gutmenschig sind, sondern weil sie erkennbar gar keine eigenen Standpunkte und Überzeugungen haben. Weil sie ihre Positionen taktisch wählen und diese dann nach Bedarf an- und ausknipsen können.
    .
    Das ist leider auf allen Politikfeldern so und hat etwas mit unserer parlamentarischen Verfassung zu tun, die nun einmal keine Demokratie ist, sondern ein Konsens-Kartell.
    .
    Darum ist ein Irrtum zu glauben, das läge am „Indvidualismus“ oder an den verfallenen Sitten. Solange da ein Vierparteienkartell und drei große Medienkonzerne die politische Öffentlihckeit beherrschen, hat die authentische Debatte keine Chance, den politischen Raum zu erobern.
    .
    Dafür gibt es historische Vorbilder aus Zeiten, in denen auch Volksaufstände als normale wiederkehrende Erscheinungen angesehen wurden wie heute Flugzeugabstürze oder Flutkatastrophen.

  13. Der gläubige Mensch
    Wer das Gute definiert erzeugt das Böse, wer das Böse definiert erzeugt das Gute. Gut bedingt Böse. Recht bedingt Unrecht.

    Zweiwertige aristotelische (UN)Logik:

    Kybernetik, Operations Research, Spieltheorie, Rational-Choice-Theorie, homo oeconomicus, das ökonomisches Prinzip, …, alles beruht auf GLAUBEN, die ökotherische Leere.

    • @Idahoe
      Sie und Aristoteles Sehen nicht das Ganze. Ihre bezw. die aristotelische
      Erkenntnis weist einen gravierenden Mangel auf.
      Sie ist quasi eine Ableitung aus der Dualerkenntnis allen Sein.
      Aber berücksichtigt nur das „Di“…das „Auseinanderstreben“-Prinzip,
      wie „DIPOL“-Lautsprecher. Das ist das „Wachstum aus Gegenteiligkeit
      heraus. Es gibt aber noch das „Bipolare“, den „Bipol“-Lautsprecher, unser „Augen“-prinzip…falls Sie verstehen.
      Logisch zusammengefügt erzeugen erst „Di-polar“ und „Bipolar“ RAUM(klang). „Glauben“…“Globen“…Globus…“KUGEL“-raum…Kreis.
      Wenn Sie von einem Punkt ausgehend einen Kreis konstruieren,
      produzieren möchten, gelingt es nur mit „Di“-„Bi“-Reflex…Rücktechnik, Spiegeltechnik. Die „perfekte geometrische Figur“, der Kreis und damit die Kugel…der runder Raum ist „Pi“-Prinzip…das Universum.
      Nach Aristoteles gäbe es keins. Aber es gibt eins…mit „Pi-Gravur“.
      Raumsehen, Farben…360 Grad graduiert gedrehte Quadrate…ergeben
      ergeben „runden“ Licht-Raum.
      „Licht-Wellen“= elektromagnetische „Raumwellen“!
      Sonnenraum…Spektralfarben-Regenbogen. Die „Krümmung“ ist Geheimnis der Logik „Di““Bi“…“Pi“…“Gravur“…“Gravitation“…dämmerts?
      Reflexion…bitte reflektieren falls möglich.
      Die Realität ist Gegenbeweis Ihres aristotelischen „Fehldenkens“.

      Guten Rutsch
      W.H. :=)

    • Reflektoren unter sich :-)
      Es gibt keine perfekte UNVERÄNDERLICHE geometrische Figur, die in dieser Welt der stetigen VERÄNDERUNG darstellbar wäre…einfache Logik…deshalb aristotelische Unlogik…es gibt übrigens auch kein zurück…selbst wenn der Mathematiker noch so fest daran glaubt…es gibt auch keine Dimensionen…Nichts kann nicht Raum sein…es gibt kein Wissen und keine Erkenntnis über Unveränderliches…Unveränderliches hat kein Ereignis, keine Wirkung…unreflektierte einfache Logik…

      Gutes Neues

  14. Aluhüte auf!
    Bis zum Beweis des Gegenteils sollte eigentlich klar sein, dass all diese hasserfüllten Kommentare von RTL „Journalisten“ stammen :D

  15. Niedersachsen will einen Staatsvertrag mit muslimischen Verbänden schließen.
    gehts noch? hat die türkei etwa einen christlichen feiertag? nein. warum muß deutschland dann islamische feiertage haben? denkt doch mal nach, leute. pegida hat seine berechtigung.

    • Christliche Feiertage
      Wissen Sie, dass in der Türkei 0,2 % Christen leben (in Zahlen: 125.000) – und in D 5 % gläubige Muslime (vier Millionen). Allein in Niedersachsen leben doppelt so viele gläubige Muslime wie Christen in der Türkei. Sachkenntnis schützt vor Vergleichen, die hinken.
      Und selbst wenn das nicht so wäre: Wer will schon mit der Türkei unter Erdogan verglichen werden? Das wäre ein trauriges Deutschland. Es gibt Maßstäbe, die man meiden sollte, um sich nicht selbst zu erniedrigen.

    • Es geht
      In Hamburg haben wir jetzt seit anderthalb Jahren so einen Staatsvertrag, und soll ich Ihnen was verraten: Das Abendland ist nicht untergegangen.

      Sie müssen sich auch nicht fürchten, denn kein Christ wird dadurch gezwungen, Opferfest oder Fastenbrechen zu feiern. Kamerad Türk bekommt zudem nichts geschenkt und keinem Nichtmuslim wird etwas weggenommen: Der Vertrag hat nur zur Folge, dass Arbeitgeber muslimischen Mitarbeitern an drei darin festgelegten Feiertagen nicht ohne zwingenden betrieblichen Grund einen Urlaubstag verweigern dürfen (der also anders als zum Beispiel Ostermontag vom normalen Jahresurlaubskontigent abgeht) und dass muslimische Schulkinder an denselben Tagen ein Anrecht auf »frei« haben und die Eltern nicht länger eine gegen die Schulpflicht verstoßende Entschuldigung mit falschem Grund schreiben müssen (den Lehrstoff haben die Kids trotzdem nachzuholen). Das ganze dient also in erster Linie der Rechtssicherheit bei allen Beteiligten und stärkt eher die deutsche Rechtsordnung.

    • Feiertage in aller Welt
      Richtig, die Tuerkei hat keine christlichen Feiertage. Wieso? Auch weil das Land laut Verfassung laizistisch ist (auch wenn Erdogan leider sein Bestes tut, das gerade zu aendern). Das stimmt so aehnlich uebrigens auch fuer die USA: Weihnachten gibt’s und Ostern, alle anderen Bundesfeiertage sind nicht-religioeser Natur – bzw. nicht traditionell christlich im Falle von Thanksgiving. In Deutschland hingegen werden die Geschaefte geschlossen wegen unsinnigen katholischen Feiertagen, die man im Mittelalter erfunden hat, weil im Kirchenjahr noch Platz war (Fronleichnam!). Den Unfug sollte man wirklich mal abschaffen.

  16. Titel eingeben
    @hansgeier 333 das haben sie jetzt wirklich schön gereimt auch bei solchen themen dann doch noch ein lachen hervorzukitzeln vielleicht sollte man ihnen diesen spruch zur hand geben:

    halte dir jeden tag 30min für deine sorgen frei, und mach in dieser zeit ein nickerchen. (ja manchmal ist das schon hilfreich denn in dieser halben stunde hat man manchmal einen geistesblitz) dies ist von A.Lincoln das in () von mir

  17. Zitatemissbrau
    Also das mit der “totale(…) Selbstgleichschaltung von Presse, Funk und Fernsehen“ ist von mir und ich verwahre mich dagegen, mittels eines Zitates auch nur in die Nähe der Schnapsleichen gesetzt zu werden, die den anderen Müll posten. Ich hätte den an Ihrer Stelle, ehrlich gesagt, auch nicht gepostet, denn das wirkt jetzt alles ein wenig weinerlich, oder wie der Bax zu Sarrazin sinngemäß sagte, er geriere sich als Opfer, wo er doch der Täter sei; ja der Bax.

    Und worum es mir ging, war auch kein Ausdruck von „Selbstgerechtigkeit“, sondern das Anliegen, Sie sollten überdenken, statt auf Gala-Niveau Nichtigkeiten auszubreiten, aufklärerisch tätig zu werden. Aber möglicherweise haben Sie diese freundlich gemeinte Anregung unter all dem anderen Müll nicht verstanden.

    Bei der Sache mit dem Dialog, also dem eigentlichen Thema, haben Sie natürlich Recht, aber das hätte man auch anders schreiben können und ohne eine geradezu tazgleiche Verdrehung von Zitaten ….

  18. "Konsens" ist keine Tugend
    „Klassische Tugenden wie Konsens, Anstand, Benehmen und Pluralismus“? Seit wann ist „Konsens“ eine Tugend? Eine offene Gesellschaft lebt von unterschiedlichen Positionen, von Dialog und dialektischer Weiterentwicklung. Das ist genau das Problem zur Zeit: Das politisch-korrekte, linksgrüne Meinungskartell fordert ein, dass alle Bürger seiner (selbstverständlich per definitionem richtigen) Ansicht folgen. Abweichler werden bestenfalls mit der Nazikeule (wahlweise auch Rassismus-, Sexismus-, Islamophobie-, Homophobiekeule etc.) gezüchtigt und sozial diskreditiert bis hin zum Jobverlust (Sarrazin). Wer weniger Glück hat, landet wegen Volksverhetzung vor Gericht.

  19. Godnight
    das ressentiment macht auch vor redaktionsstuben nicht halt

  20. Das Scheitern der Politik bringt die Ideologen hervor
    Letztlich begann die deutsche Politik zurecht mit einem Mißtrauen gegenüber dem Willen des Volkes. Die Abschaffung der Nazis 1945 hat ja nicht von heute auf morgen einen Wandel in der Republik verursacht, es war eher ein Fördern demokratischer und humanistischer Kräfte im Westen oder das Aussuchen loyaler Sowjets im Osten.

    Die Bonner Republik entwickelte sich gerade aufgrund des freiheitsfeindlichen Ostregimes entsprechend positiv. Wirklich demokratische freiheitliche Strukturen hatten sich letztlich in der Westrepublik erst in den 1980er Jahre verfestigt, selbst wenn man das unter der langen Herrschaft Kohls nicht glauben möge. Kohls Amtszeit war eigentlich Ende der 80er Jahre fast zuende, wäre die Einheit nicht gekommen, die ihm und seiner Partei nochmal einen Auftrieb gab. Mit dem Ostboom erlebt Deutschland in der Wirtschaft sowas wie einen Sonderauftrieb, sodass Strukturreformen nicht angegangen wurden. Dann aber gewann durch die erstarkte Wirtschaft einseitig unter Schröder ein neoliberale Marktströmung die Oberhand und der Bonner Sozialstaat wurde quasi eingestampft.

    Zwar sind die Unternehmenssteuern einerseits gesunken, aber auf der anderen Seite sind die Auflagen für Kleinstunternehmen gestiegen und spätestens mit Basel II auch die Finanzierungsmöglichkeiten eigentlich nur für Konzerne unbeschränkt. Eher erhält die Lufthansa für landwirtschaftliche Flächen Subventionen als ein kleinbäuerlicher Betrieb um nur einen Auswuchs des Systems zu nennen. Was nun hat das mit Pegida und Ideologen zu tun? Ganz einfach, weil die Schwächeren im System keine Stimme mehr bekamen, weil Sie sich nicht artikulieren konnten und keine Stimme mehr hatten. Die Gewerkschaften haben mit ihren Organisationen genauso an staatlichen Fördertöpfen genippt wie die Arbeitgeberverbände. Die jeweiligen Funktionäre gehören zu den Eliten und gehörten schon lange nicht mehr zur Arbeiterschaft oder waren der Handsonunternehmer. In den Aufsichtsräten treffen sich dann die gleichen Elitezirkel wie in den Rundfunkräten oder den Herausgebern der Zeitungen. Als Wähler mag hie und da der „kleine Mann“ noch eine Rolle gespielt haben, aber je ärmer und je weniger Chancen er in dem System hatte, destoweniger wurde er gehört. Es geht ja soweit, dass der Bundesanzeiger quasi per Gesetz Geld in private Hand in die Elitekreise schaufeln kann. Die Elite bedient sich unerschrocken am Staat und schimpft über die unwilligen HartzIV-Empfänger. Die Vorurteile sind bei Thilo Sarrazin und Hans Werner Sinn schön nachzulesen.

    Das nun die Demagogen beim frustrierten und niedergebügelten Bürger sammeln gehen können, ist letztlich nicht unähnlich dem wie die NSdAP sammeln konnte. Wehe es kommt ein schwarzer Freitag ala 1929 mit tatsächlich bitterer Not, dann zeigt sich lediglich eins, dass dieses Land sich nicht verfestigt hat und keine demokratische Strukturen entwickelt hat, die eben allen Stimmen zum Recht verhilft auch jenen, die letztlich ihre Bedürfnisse nicht richtig artikulieren konnten. Wenn sich Eliten oben gemütlich machen und am System bedienen, dann weht sie plötzlich die Revolution weg, doch haben sich die Eliten das selbst zuzuschreiben. Sie hatten nur ihr eigenes Wohl im Sinn und nicht das Wohl der Gemeinschaft.

    Die dummen Rattenfängerressentiments sind nur der Ausfluß dessen, dass die Rattenfänger aufgrund der Fehler anderer überhaupt eine Chance bekamen. Diese Chancen haben aber CDU/CSU mit SPD erst geschaffen – sowohl die Arbeitgeber als auch die Gewerkschaften. Hätten die Kleinparteien wie FDP oder Grüne hier noch ein ausgleichendes Element geschaffen und nicht im Begehr um die Macht nicht noch entsprechend mitgespielt, wäre es vielleicht nie soweit gekommen. Aber selbst als sich Chancen (viel zu spät, denn die Piraten hätten sich nicht gegründet, wenn auch hier vorher keine Fehler gemacht worden wären) zur Systemreform ergaben, wurde nur geschaut, wie man politisch die Stimmen klein halten kann und von den Töpfen der Macht fern hält. Die Piraten waren noch der demokratisch aufkeimende Protest. Mit der AfD kamen dann endgültig die Demagogen und die Verwunderung über das Aufkeimen dieser Demagogen ist Heuchelei. Die ersten Protestbewegungen begannen ja schon mit der WASG, das heißt also vor 10 Jahren.

    Wer es also schafft berechtigte Interessen über 10 Jahre zu ignorieren und sich weiter frech am System zu bedienen, der darf sich nicht wundern, wenn dann schimpfende Idioten um jede Ecke schießen. Sie können sich zwar nicht adäquat ausdrücken und auch nicht adäquat ihre Wünsche ausdrücken, dafür lassen ihre Ungehörtheiten durch Unerhörtheiten in die Welt. Ähnlich einem schreienden Kind, von dem man möglicherweise nicht weiß, was ihm fehlt, das Schreien zeigt aber eindeutig, dass dem Kind etwas fehlt.

    • DAS...
      … spricht mir aus der Seele. Danke für die Ausführlichkeit. Ich kann Ihnen vollkommen zustimmen.

    • I-DEO-logie(n)
      Der Urknall als Geburt des Universum auf „Zeit(-Ablauf-)Basis“ ist
      I-DEO !!!-logik!? Ohne Zeit-Ablauf(Analogzeit!) Ideologie…logik,
      kein Universum, keine Menschen, keine Fehlinterpretation von Ideologie!?

      Guten Rutsch
      W.H. …I-DEO!!!-LOGE :=)

    • Erwägenswert
      Herr Arnold Schiller,
      ich finde Ihre Gedanken nicht übel. Zu: „Hätten die Kleinparteien wie FDP oder Grüne hier noch ein ausgleichendes Element geschaffen…“

      Betrachtet man Pegida und AfD von der Unterstützerbasis in der Bevölkerung her, so finde ich Ihren Gedankengang doch recht plausibel. Etwas überzeichnend könnte man von einem „Versagen der Kleinparteien“ sprechen, im Fall der FDP ist das unbestreitbar. Die Grünen und Linken sitzen zu fest (und isoliert) im spezifischen Wählermilleu, und so fragt sich der ggüber der GroKo oppositionelle Gefühle empfindende Rest durchaus, wo er dann bleibt. Mit dieser fragilen Situation erklärt sich (neben anderen Faktoren) ein gutes Stück, warum die Piratenpartei so schnell aufkommen konnte, aber auch, warum neben der AfD (trotz erheblichster Mängel in der eigenen Programmatik) sowie diverse Oppositionsbewegungen (und Pegida als solche betrachtet) so schnell Zulauf bzw. Zustimmung erhalten können.

    • @W.H.
      An den Urknall muß der Mensch glauben, er kann darüber nichts wissen. Das ist eine Ideologie. Eine Ideologie, die Ideenlehre, die ideale Welt ist nicht logisch. Es gibt keine Zeit in einer Welt der stetigen Veränderung. Aus dem unveränderlichen Nichts kann kein Ereignis hervorgehen. Der Urknall ist nur die Inflation des GLAUBENS.

      Unideologischen Gruß

  21. Die Angst der Presse vor dem eigenen Bedeutungsverlust
    Kaum kriegen Vertreter der selbsterklärten vierten Gewalt im Staat die soziale Verachtung zu spüren, die sie kübelweise über Pegida-Demonstranten ausschütten, DDR zweinullen sie auf allen Kanälen wie seinerzeit Karl-Eduard.

    Wieviel Angst vor dem Verlust der Meinungshoheit mag dahinterstecken?

  22. Elfenbeinturmleberwürste
    Man könnte auch einfach drüber stehen. Es ist Internet hier. War das nicht absehbar? Bei so einem kontroversem Thema? Verwundert das jemand? Wirklich?

    Ich denke die restlichen Medien überziehen Pegida schon genug mit Häme. Das ist ja der A-Plan im Moment. Immer noch. Diskreditieren, diffamieren, lächerlich machen.

    Problem: Einwanderung in ein relativ hochentwickeltes Land mit dem Modell
    „Zufall“ vor dem Hintergrund der real existierenden Hängematte führt nun mal dazu, dass sich eine ganz bestimmte Klientel vorzugsweise niederlässt. Es sind nicht unbedingt nur Blue-Card-Arbeitskräfte die hier herziehen. Das führt zu Konflikten.

    So zu tun als gäbe es die nicht — als basierten Bewegungen wie Pegida auf Einbildung — ist dabei reichlich naiv. Es ist sogar gefährlich.

    Die Deutschen hat man bekanntlich entweder zu Füßen oder an der Gurgel. Natürlich können wir die Probleme noch ein bißchen ignorieren und schöngeistige Essays schreiben.

    Damit vergrößert man aber nur die Wut bei denen, die bestimmte Communitys jeden Tag ertragen und sich mit diesen arrangieren müssen. Es gibt sie nämlich tatsächlich, echte Menschen, nicht nur PI-Leser, deren Wahrnehmung sich so gar nicht mit den Worthülsen aus den Elfenbeintürmen deckt.

    Also was darf es sein? Probleme anpacken und Menschen ernst nehmen — oder sich über sie erheben, ihre Anliegen kleinreden, sie der Lächerlichkeit preisgeben?

    So: Guckt mal wie doof die sind! Ich hab’s euch doch gesagt!

    • Titel eingeben
      Viel Konfliktpotential wäre ja schon vermieden, wenn man bestehendes Recht einfach mal anwenden würde, und zwar für alle und einheitlich und konsequent. Freilich käme dann auch für so manchen „Einheimischen“ ein böses Erwachen, und da muss man gar nicht bis zum hafturlaubenden Fussballmanager sehen.

      Aus meiner eigenen, freilich begrenzten Erfahrung mit „Pro Asyl“ Anfang der 1990er, als es um den Art. 16a GG ging, habe ich mitgenommen, dass die ganze Diskussion um den Umgang mit, im weitesten Sinne, „Zugezogenen“, in hohem Maße unehrlich und verschlagen geführt wird, und zwar von allen Seiten und auch nicht immer von den Intelligentesten. Das reicht vom schlichten „Ausländer raus“ über „Kinder statt Inder“ bis hin zu „Alle rein und bitte noch mehr und „aber denkt denn keiner an die Kinder“, und neben der Existenzberechtigung für ganze Bürokratien geht es natürlich auch um die Absicherung mafiöser Geschäftskonzepte – die Visa-Affäre haben viele schon vergessen, oder?

      Die ganze „Debatte“ ist also für viele auch ein Geschäftsmodell, und von daher gibt es bei sehr vielen Beteiligten gar kein Interesse an einer Lösung. Insofern unterscheidet sich das Ganze allenfalls graduell von der Rüstungsindustrie und den Geheimdiensten und dem ganzen institutionalisierten Genderquatsch.

    • Gommjunidi
      Und welche bestimmten Communitys müssen die DresdnerInnen so ertragen? Mir falle außer Dynamo-Fans da keine störenden Randgruppen ein.

  23. Dresden
    Natürlich sind die „bomber harris do it again“-Parolen der Antifa bestenfalls dämlich, viel eher aber zynisch bis zur Menschenverachtung. Und natürlich erscheint es plausibel, dass in der Ablehnung dieser vorgeblich antifaschistischen Linken ein verbindendes Element von Pegida zu verorten ist.

    Das scheint mir aber insgesamt zu kurz gedacht: viel eher sollte es einem zu denken geben, dass Pegida GERADE in einer Stadt entstehen konnte, in der sich eine tief ins (Klein)Bügertum reichende nationalistisch-rechtskonservative Gedenkkultur entwickelte, die sich einer konsequenten Verdrehung von Ursache und Wirkung verschrieben hat.

    Diese Opferkultur leugnet nicht nur die Tatsache, dass die Bombardierung Dresdens nur aus der durch Deutschland entfesselten antihumanistischen Hölle des 2.WK entstehen konnte und deswegen in keinster Weise mit Guernica, Warschau oder der in Russland hinterlassenen verbrannten Erde gleich gesetzt werden kann und darf.

    Nein, aus dieser Opferkultur spricht eine Weltsicht, die 1945 bis heute nicht als Befreiung, sondern als Niederlage begreift.

    Man kann die Antifa für ihre eigene ideologische Verblendung kritisieren, aber immerhin sollte man ihr zugestehen, dass sie diese gefährliche Entwicklung frühzeitig erkannt hat.

    Auf einer symbolischen Ebene bedauere ich es zutiefst, dass die Frauenkirche nicht das Ruinen-Mahnmal gegen den Krieg geblieben ist, das sie für lange Zeit war. Denn die Geschichtsvergessenheit dieser Debatte macht mich manchmal wirklich sprachlos….

    • Bewundernswert
      …wie Sie Opferkult und Schuldstolz so elegant verbinden und
      mit Geschichtsvergessenheit untermischen können.

    • Guter Massenmord, bösen Massenmord?
      Interessant, ihre Unterscheidung in einen guten Massenmord (Dresden) und einen bösen Massenmord (z.B Guernica). Was es dann historisch gesehen jeweils war entscheidet der Sieger der Gaudi, habe ich Sie richtig verstanden? Aber halt, Franco hat doch den Spanischen Bürgerkrieg gewonnen, also muss Guernica ja ein guter Massenmord sein, nach Ihrer Ansicht. Genau wie Dresden.

      Deutschland hat den 2. Weltkrieg aber schon verloren, oder? Gewöhnlich nennt man einen verlorenen Krieg eine Niederlage. Es sei denn man kann psychologisch mit Niederlagen nicht umgehen, dann kann oder muss man sich einbilden, dass man einen verlorenen Krieg doch irgendwie gewonnen hat. Hier in der BRD ist man dann „befreit“ worden, die Össis waren dann sogar plötzlich „Opfer“. Das ist zwar beides ein bedenkliches Beispiel für Realitätsverweigerung, kommt aber bei Deutschen oft vor nach 70 Jahren und mehr Gehirnwä … äh, ich meine selbstverständlich westlich-demokratischer Umerziehung.

    • Oh ja, wir sind befreit worden.
      Mir scheint, von Leuten wie Ihnen. Und das war auch gut so.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Unterscheidung
      Sie sollten lernen zwischen dem Verhalten eines Menschen und dem Menschen selbst zu unterscheiden.

      Wer die Bombardierung von Menschen gut heißt, heißt die Methoden gut. Entmenschlichung hat viele Fassaden, es gibt keine Rechtfertigung für das Töten von Menschen.

      Sie machen es sich, wie die Antifa, viel zu leicht, Simplifizierung. Nazis können bombardiert werden, das sind ja keine Menschen.
      Ersetzen Sie den Begriff Nazi mit anderen Begriffen und vielleicht verstehen Sie, daß Sie selbst nicht anderes tun…

      Und nein, die Antifa hat gerade nichts erkannt.

    • @DF
      Text ist auf DF bezogen

  24. @Paul Willis
    Nutzen wir nun die von Ihnen, Herr Willis, gebrauchte „Logik“ (es schmerzt mich, diesen Begriff auch nur ironisch für ihre Einlassungen zu verwenden) und übertragen sie auf ein anderes Feld.

    In der Türkei werden politische Gegner und kritische Journalisten durch eine gleichgeschaltete Justiz verfolgt und weggesperrt, schlimmstenfalls getötet (was dann nie aufgeklärt wird). Wenn also ein autokratischer Staat so agiert, sollten wir das dann genau so handhaben?

    „Denkt mal drüber nach, Leute“

  25. Vielen Dank,
    werter Don, für die Artikel! Und falls ich hier ein wenig Werbung machen darf: am nächsten Montag findet in Marburg eine Antigida-Demonstration statt, wer sich gegen Pegida engagieren möchte, ist dort herzlich willkommen.

    • Alle Menschen sind Spieler...Skat?!
      Kontra…Re…Bock..Hirsch…???
      Vernunft?!…Bildung…Dialog…friedlich NICHT mitspielen…Kontra…?!
      Keine Frieden bildenden Vernunft-Konsens-Dialoge möglich? Vernunft-Bildungsniveaudifferenz zu groß? Bildungsministerium soll Dialog
      ermöglichen, oder Skat-Spielen mit Pegida!?

      Guten Rutsch
      W.H.

  26. Bitte, Bitte: Endlich eine ehrliche Immigrations- und Integrationsdebatte!
    Es macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, immer wieder darauf zu verweisen, dass es unter den PEGIDA Leuten Rechtsextreme gibt. Denn jeder weiß das, auch wir „PEGIDA Menschen“. Man darf sich meiner Meinung nach der Debatte, die hier gefordert wird einfach nicht mehr verschließen. Niemand hat vor, diese rechtsradikalen Dummbrote zu Wortführern zu erheben (jedenfalls niemand anderes als diese selbst). Deutschland ist mittlerweile das zweitgrößte Immigrationsland der Welt. Und an einer Islamisierung hatte selbst der Spiegel noch im Jahr 2007 überhaupt keinen Zweifel – dieser wurde gleich ein ganzes Exemplar und ein Spiegel-TV-Spezial gewitmet („Mekka Deutschland – Die stille Islamisierung“ einfach mal Google fragen). Laut Zahlen des Stern, dem „linkest“ stehenden Blättchen der Republik [der nicht einmal die Eier (‚Tschuldigung) hatte von dem bizarren Vorschlag an Weihnachten in der Kirche muslimische Lieder zu singen zu berichten] wächst die Zahl der Muslime derzeit um 70% auf 25 Jahre, also einer Generation. Die Islamisierung Deutschlands ist FAKTUM, nicht nur demografisch, sondern auch ideologisch. Und da der Islam nirgendwo wo er in der Mehrheit ist tolerant ist, ist es sinnvoll, sich JETZT darum zu kümmern, dass der Islam endlich ein Teil von Deutschland wird. Das ist er nämlich mitnichten, denn viel zu viele die ihn hier praktizieren sehen sich nicht als Deutsche. Warum sage ich das? Hierzu eine kleine Anekdote aus dem Nähkästchen: Mein Freund hatte vor Kurzem Junggesellenabschied. Nach einer durchzechten Nacht steigt er mit 3 anderen Kumpels in ein Taxi. Der Fahrer war muslimischer Herkunft. Er schaltet das Taxometer nicht ein und verlangt nach kurzer Fahrt einfach mal pauschal 30 Euro. Meine Freunde verweigern natürlich die Zahlung. Jetzt wendet sich der Fahrer an meinen Freund, der indischer Abstammung ist, und sagt allen ernstes: „Jetzt sag Du doch mal was, Du bist doch auch kein Deutscher“ Das ist kein Witz. Mein Freund ist indischer Abstammung, was optisch ja fast nie von einem Pakistaner zu unterscheiden ist, und er hat mir die Geschichte genau so erzählt. Der Taxifahrer hatte allerdings Pech: mein Freund ist nicht nur integriert, er ist zu 100% deutsch. Er spricht Eifler Platt, ist Dortmund Fan und hat katholische Religion studiert. Und als Grundschullehrer hat er, wie er mir auch glaubhaft versichert hat, absolut keine Zweifel daran, dass es in Deutschland ein massives Integrationsproblem muslimischer Familien gibt. Und er hat auch keinen Zweifel daran, dass auch diese muslimischen Familien zumindest teilweise dafür verantwortlich sind.

    • Danke für Ihren Kommentar!
      In meinen Augen steht er im Niveau deutlich über dem Artikel, den Sie kommentieren, und mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Unruhe habe ich auch die (meisten) anderen Kommentare registriert. Ich fürchte, dass die längerfristige Zukunft in Deutschland eine sehr gemischte wird…

    • "Stern, dem “linkest” stehenden Blättchen der Republik"
      Da fragt man sich, wie weit rechts man stehen muss, wenn man den ‚Stern‘ als links bezeichnet.
      „von dem bizarren Vorschlag an Weihnachten in der Kirche muslimische Lieder zu singen zu berichten“
      Ah, alles klar, da wo man auch nicht mitbekommen hat, dass das eine Provokation der ‚Bild‘ war.

    • @Peter Huber
      Was ist DEUTSCH? Wie fühlt sich das an? Ist „deutsch sein“ denn etwas anderes als eine Ideologie? Was macht einen Katholiken oder Protestanten denn besser als einen Moslem? Was sagen diese Begriffe über einen Menschen aus? Sie definieren einen Menschen über seine Religion? Sind dann Katholiken geschichtlich betrachtet nicht die größeren Verbrecher? Weshalb fürchten Sie diese Katholiken nicht mehr?

      Oder sind das keine Fakten?

      Wer GLAUBEN sät, wird HASS ernten
      Franz Maria Arwee

  27. Titel eingeben
    Sicherlich sind die Pegida-Demonstrationen nicht das Gelbe vom Ei.
    aber die pöbeligen Reaktionen der Politiker darauf offenbaren eine Intelektuelle Armseligkeit in der Überzeugung, irgendwie bedeutend zu sein ( und gerade das damit zunichte zu machen)

    Die Pagode Demonstrationen haben den anderen die Gelegenheit gegeben ihr wirkliches Wesen zu offenbaren, mit ihren dumpfbackenen (wie sich Herr Bouffier ausdrückte) l Banalitäten die sie Pegida unterstellen
    Vermutlich darum sind sie nun alle sauer auf die paar Demonstranten, die Ihren Wert erst in den Niveaulosigkeiten der Gegenreaktion bekommen hat.

    Nicht Pegida ist der interessante Punkt, sondern die Gegenreaktion.

  28. trauma und bomben
    wir sollten den bürgern in dresden das rechts auf traumatisierung durch anglo-amerikanische bomber zugestehen, die bombardierung war militärisch sinnlos und ein brutales kriegsverbrechen, für das leider niemand die todesstrafe in england bekam.
    oder sollen wir die 20/20-proportion in pforzheim vergessen, in 20 minuten 20.000 tote bürger……..oder würzburg, wurde nur pulversisiert weil den strategen in UK die ziele ausgingen und der apparat halt weiterbomben wollte.
    killen zum zeitvertreib oder aus sadismus.

  29. Scheindebatte
    Die Frage, ob ein Dialog möglich oder sinnvoll ist, mag sich für Sie und alle, die sich im Netz oder gar im echten Leben mit Pegida-Anhängern herumschlagen, stellen. Die eigentliche Frage ist jedoch: wie siehts mit den Pegida-Führern aus? Deren Parole ist bekannt: kein Dialog. Also ist jegliche Mühe vergebens. Wir werden unser braunes Wunder erleben, wenn die

  30. Scheindebatte
    Die Frage, ob ein Dialog möglich oder sinnvoll ist, mag sich für Sie und alle, die sich im Netz oder gar im echten Leben mit Pegida-Anhängern herumschlagen, stellen. Die eigentliche Frage ist jedoch: wie siehts mit den Pegida-Führern aus? Deren Parole ist bekannt: kein Dialog. Also ist jegliche Mühe vergebens. Wir werden unser braunes Wunder erleben, wenn die Bachmann-Truppe das Visier runter lässt.

  31. Gespräche
    Wer sich nur ein wenig mit Politik beschäftigt, weiß daß das System in Deutschland keine Demokratie ist.
    Die von sich selbst berauschte Elite verachtet die Demokratie. Das Volk an sich, der gemeine Bürger wird als dumm und unwissend angesehen und man verheimlicht, redet schön, lenkt ab, so gut man kann. Wörter werden „dekonstruiert“ umgedeutet, Worte ihres Sinnes beraubt. Reden werden gehalten, um zu verwirren und zu verdummen.
    Von Zeit zu Zeit werden aber zumindest ein paar der Fleischtöpfe neu verteilt und mit etwas Glück kommt dann sogar weiter unten mehr an.

  32. Es wird ernst. Es riecht nach Verzweiflung.
    Die FAZ.net fährt das allerletzte Geschütz auf.
    Das Feuilleton!
    Kulturbeutel gegen die Barbaren!

  33. Kritik an Arthur Harris ist Zweifel an der Befreiung von Auschwitz
    Die Deutschen haben doch nicht aufgehört zu vergasen und Heil Hitler zu schreien bis alles ausgebombt war. Das wird doch niemand bestreiten? Deshalb ist es richtig Bomber Harris dankbar zu sein. Was hätte man den tun sollen bei einem Volk im Genozid-Modus? Jeder weiß doch wie die Verhältnisse damals waren.

    • Danke für die Vernichtung unsres Vaterlandes?
      Niemand weiß wie die Verhältnisse damals wirklich waren, außer er ist dabei gewesen. Völlig abwegig ist die Behauptung eines deutschen Volkes im „Genozid Modus“. Bis zum Schluß war nach dem heutigen Stand der Forschungen der systematische Genozid gegen die Juden in den Vernichtungslägern und der Ostfront nur einer Handvoll Menschen im Gesamten Umfang bewußt und nur wenige mehr wußten ausreichend, um sich den Rest zusammenzureimen – und bereits das unter Lebensgefahr. Die unwissende deutsche Bevölkerung war geistig und emotional insbesondere mit den Folgen des Kriegs und den Konsequenzen einer nationalistischen Diktatur beschäftigt. Was die SS tat und wußte, das hatte noch lange nichts mit dem deutschen Volk zu tun.

      Was die beste aliierte taktische Antwort gewesen wäre auf einen zurückweichenden, aber immer noch hoch gefährlichen Feind wie die Deutschen es gegenüber den Aliierten waren, ist sicher eine komplizierte Frage. In der Rückschau läßt sich aber mittlerweile festhalten, daß die nachhaltige Vernichtung nicht nur des militärischen, sondern auch des kulturellen und zivilen Deutschland zumindest für Teile der Aliierten eine wesentliche Zielsetzung war. Daß dies ein Irrweg war, wurden schon kurz nach dem Ende der Kampfhandlungen und der Errichtung des eisernen Vorhangs deutlicht. Ein weniger vernichtetes und kampffähiges Deutschland hätte den Kalten Krieg aus damaliger Sicht der westlichen Alliierten viel früher siegreich beendet.

      Als Deutscher ist es schließlich überhaupt nicht einzusehen, einem Menschen dankbar zu sein, der rein mechanistisch die Durchführung seines persönlichen Deutschenhasses in Form eines Vernichtungskrieges, wissend um die zivilen Opfer, auch gegen interne Widerstände durchgesetzt hat. Kriegsentscheidend war das nicht, und selbst von den mir bekannten heute noch lebenden Engländern, die den Krieg erlebten, wird die Geschichte mit der nachhaltigen Auslöschung wesentlicher Teile zentraleuropäischen Kulturgutes nicht gerade zu den glorreichen Errungenschaften ihres Landes gezählt.

    • harris
      ja, er hätte jederzeit die technische möglichkeit gehabt die ss-baracken in auschwitz zu bombardieren………….es gibt aus UK keine antwort, warum das nicht geschah.
      die bombardierung von dresden und der anderen städte mit der ungeheuren zahl ziviliver opfer hat, die historiker sind sich einig, den krieg um keinen tag verkürzt.
      soviel zu fakten.

    • Doch, zu Ausschwitz gibt es Literatur, zumal Buna Monowitz durchaus bombardiert wurde. Die Frage war damals, was man tun könnte, und man fand keine plausible Antwort. Zumal die Gaskammern ja nur ein Teil des komplexes waren – Sondereinsatzgruppen, ungarische Pfeilkreuler etc. haben das alles genauso ezentral gemacht. Ein ziemlich elendes thema, aber ich würde das nicht in Kontext zu Dresden setzen.

    • Idh mag Geschichtsklitterung nicht.
      Ob und inwieweit die Bombardierung deutscher Innenstaedte den Krieg verkuerzt haben, ist historisch mitnichten beantwortet sondern auch unter Historikern hochumstritten.

      Die dahinter stehende Militaerstrategie wurde vor dem Zweiten Weltkrieg von allen bedeutenden Militaermaechten fuer richtig gehalten und mit unterschiedlicher Intensitaet verfolgt. Die Deutschen waren die ersten, sie praktisch umzusetzen, in Rotterdam, Warschau oder Coventry.

      Dass es sich aus heutiger Sicht bei reinen Angriffen gegen Zivilisten um Kriegsverbrechen handelt, ist eine neuere Entwicklung des Kriegsvoelkerrechtes. Und genau genommen nicht Menschenfreundlichkeit sondern der verbesserten zielgenausigkeit von Luftangriffen geschuldet. Zwischen 1939 und 1945 hat praktisch niemand das so gesehen. Rueckwirkende Verurteilungen sind neben albern auch ahistorisch.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • selten................
      so fakenverneinende und unkenntnisreiche 5 sätze gelesen.

  34. Verwunderlich
    Dass aber auch jeder Schreiberling stets und ausschließlich sich die Extremisten aus PEGIDA rauspicken muss…

    Ganz im Ernst: niemand kann mir erzählen, dass es nicht verdächtig ist, dass keine Medienanstalt selbst zu differednzieredn bereit ist, sondern allein auf der geradezu dringenden Suche nach allem Negativen an PEGIDA ist. Ich sehe darin sehr viel unprofessionelle Hysterie. Und das ist verdächtig. Und es ist bedenklich, wenn Journalismus hysterisch wird. Seit wann macht man sich etwas aus dem dummen Gerede der Leute, Herr Alphonso? Ich wundere mich nicht über PEGIDA, ebensowenig wie ich es gut heiße. Ich wundere mich aber über die Reaktionen der Presse. Und, wie gesagt, ich finde diese Reaktionen sehr bedenklich. Worin liegt der Grund, über PEGIDA überhaupt berichten zu müssen? Wenn es doch nur Spinnereien von Extremisten sind? Nein. Das Problem liegt tiefer. Und es ist selbtsgemacht. Oh ja! Es ist sowas von selbstverschuldet…

    Die Presse sollte nun dringend die Strategie ändern.Zwei Lager zu spalten und den Graben dazwischen zu vertiefen ist nicht intelligent, geschweige denn strategisch klug.

  35. Verwunderlich
    Dass aber auch jeder Schreiberling stets und ausschließlich sich die Extremisten aus PEGIDA rauspicken muss…

    Ganz im Ernst: niemand kann mir erzählen, dass es nicht verdächtig ist, dass keine Medienanstalt selbst zu differednzieredn bereit ist, sondern allein auf der geradezu dringenden Suche nach allem Negativen an PEGIDA ist. Ich sehe darin sehr viel unprofessionelle Hysterie. Und das ist verdächtig. Und es ist bedenklich, wenn Journalismus hysterisch wird. Seit wann macht man sich etwas aus dem dummen Gerede der Leute, Herr Alphonso? Ich wundere mich nicht über PEGIDA, ebensowenig wie ich es gut heiße. Ich wundere mich aber über die Reaktionen der Presse. Und, wie gesagt, ich finde diese Reaktionen sehr bedenklich. Worin liegt der Grund, über PEGIDA überhaupt berichten zu müssen? Wenn es doch nur Spinnereien von Extremisten sind? Nein. Das Problem liegt tiefer. Und es ist selbtsgemacht. Oh ja! Es ist sowas von selbstverschuldet…

    Die Presse sollte nun dringend die Strategie ändern.Zwei Lager zu spalten und den Graben dazwischen zu vertiefen ist nicht intelligent, geschweige denn strategisch klug.

  36. Contenance, bitte
    Zum einen scheint mir die Interpretation der Logos in der Mülltonne viel einfacher: Pegida wendet sich damit gegen alle Extremisten, gleich ob politischer oder religiöser Natur. Wer stündlich runde Tische gegen Rechts fordert, es aber nicht bedenklich findet, dass Linksextreme zwar Ministerpräsidenten in Deutschland stellen dürfen, ist m.E. geschichtsvergessen und hat seinen politischen Kompass fragwürdig justiert – um es milde zu formulieren.

    Zum anderen sollten Sie bösartigen Kommentaren nicht zu viel wert beimessen. Diese finden Sie auch bei anderen Themen. Welche antisemitischen Äußerungen im Zusammenhang mit der letzten Gaza-Aktion in Leser- und Facebook-Kommentaren zu finden waren (mal bei Todenhöfer schauen oder auf Muslim Markt), welche antiamerikanischen Auslassungen bei diesem oder jenem Thema, all das steht den von Ihnen genannten nicht nach. Dass mit solchen Leuten eine ernsthafte Diskussion nicht möglich ist, ist klar. Die Pegida-Sympathisanten scheinen mir zum größten Teil aber nicht zu solchen gehören.

  37. Nach den vorgegebenen Kriterien der Diskussionskultur
    wären auch evangeliklale Hauskreise innerhalb und ausserhalb der Evangelischen Landeskirchen zu hinterfragen, die gerne Diskussionen mit Psychiatrisierung oder „Wir verstehen Dich nicht“ oder „Du gehst mir auf den Keks“ unterbinden und gleichlass Verwandte oder Freunde des Gemobbten in Kontakthaftung nehmen

  38. seufz
    Ich hatte ganz ganz heimlich auf das diabolische Prinzip gehofft: dass aus diesem indiskutabel fehlgeleiteten Auflauf doch noch etwas Brauchbares wie z.B. partielle direkte Demokratie hervorgehen könnte, wenn sich irgendwann nur genug normale Menschen auf die Strasse locken lassen.
    Aber da scheint ja wieder Murphy`s Law herumzufuhrwerken.

    • Sie haben WAS gehofft?
      Seit wann sind Sie denn auf der Welt :-)?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Relativitätstheorie
      Seit drei verkürzten Jahrhunderten, inzwischen in der vierten Staatsform. Und Sie? :-)
      Beiseite gesprochen: Ich glaube ernsthaft an Schwarmintelligenz und fand bis zu Dons O-Tönen die jedem trotzkistischen Entrismus zur Ehre gereichende neoliberale Pervertierung der alten Bundesrepublik immer noch unausstehlicher als einen Haufen bunter Demonstranten, die vom falschen Los gestartet sind.

  39. Warum denn so pathetisch lamentieren
    Außer einem weinerlichen Lamento über den zugegeben unflätigen Gegendruck unangenehmer Zeitgenossen, liefert der in seiner Arroganz kaum zu überbietende Meinungsbildner „DonAlfonso“ wenig Substanz im seinem Bericht. Dabei gäbe es einiges zu sagen, wenn man schon, wie er es zu tun vorgibt, Politikern Empfehlungen geben möchte.

    Ich habe nicht vergessen, wie in den letzten 45 Jahren mit den kritischen Fragen aus der Bevölkerung hinsichtlich einer völlig maß- und planlosen Zuwanderungspolitik von schon immer als nicht integrierbar bekannten Massen moslimischen Glaubens in der Öffentlichkeit umgegangen wurde. Daß dies nun wie ein ungedeckter Kredit auf die Zukunft wirkt, falls die als “Naziparolen” verunglimpfte Kritik an all den über die Jahrzehnte zur Beruhigung erfundenen Beruhigungstabletten und Lügen als Wahr erweisen sollte, ist das erstaunlich? Die katastrophalen Kriminalstatistiken, das unterirdische Bildungsniveau, die Abhängigkeit von der Sozialkasse dieser hier zunehmend ausgegrenzten Menschen moslemischen Glaubens sind einfach nicht mehr zu verheimlichen. Leider wurde es genau so vorhergesagt, vom bösen Stammtisch und untergräbt nun unser Land von innen heraus. Wenn dann gleichzeitig das Europäische Lügengebäude zusammenbricht und die eigenen, sauer verdienten und im Angesicht einer Vielzahl von „heiligen“ Versprechen des eigenen Staates zurückgelegten Reserven zur persönlichen Existenzsicherung von Selbstversorgern aus Staat und Gesellschaft ohne Not, Sinn und Verstand für die Folgen dieser insgesamt verfehlten Politik verpulvert werden, dann ist es an der Zeit, als Politiker nicht mehr nur „mal mit den Leuten zu reden“. Das wäre vielleicht vor ein paar Jahrzehnten ganz gut gewesen. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Der Bürger erwartet zu recht von den Politikern, daß nun endlich die erforderlichen Gesetze im Rahmen unserer CHRISTLICHEN Verfassung erlassen und konsequent durchgesetzt werden. Einen anderen Maßstab als unsere Verfassung braucht es dazu nicht. Was es gar nicht braucht, ist öffentlich wirksam verbreitetes und weinerliches Gutmenschentum, das dem eigenen Land mit feindlicher Ideologie gegenübersteht, sobald es einem abverlangt, endlich gemeinsam für die Werte einzustehen, die uns überhaupt erst in die Lage versetzt hatten, diese Werte zu entwickeln.

    Das zynische und häufig menschenverachtende Reichtums- und Luxusgeschwafel einer Kunstfigur Don Alfons oder wer auch immer, leistet dazu gewiß keinen Beitrag. Und es soll bloß keiner auf den Gedanken kommen, daß das alles ja nur Satire sei.

    • Wir haben eine christliche Verfassung?
      Wann habe ich den Putsch verpasst, der unser saekulares Grundgesetz ausser Kraft setzte.

      Ansonsten – was die Buerger erwarten, hat die letzte Bundestagswahl gezeigt. Wenn Sie des Lesens maechtig sein sollten, es ist nichts von dem, was Sie als Wunsch des „Buergers“ ausgeben. Und wenn ihnen das nicht passt, erlaubt Ihnen unsere nichtchristliche Verfassung tatsaechlich, eine neue Partei zu gruenden und Ihren Wuenschen Nachdruck zu verleihen.

      Und das einzige Maennchen, das hier rumweint, sind Sie.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Die Präambel des Grundgesetzes zu lesen hilft
      „Wer den Gottesbezug in unserer Verfassung infrage stellt, würde ohne Not eine der Wurzeln kappen, die dieses Land zusammenhalten. Und er würde gut 2.000 Jahre deutsche Kulturgeschichte, die eben maßgeblich vom Christentum geprägt ist, entwerten. “

      Sagte der Gesundheitsminister Hermann Gröhe am 18.11.2012 zum Thema in „The European“, ohne dabei den Anschein eines Putschisten zu erregen.

    • Im Bewußtsein seiner Verantwortung...
      „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ macht das GG bestimmt nicht christlich. Zum einen ist gar nicht erlaeutert, welcher Gott gemeint ist (ich waere ja fuer Wotan…), zum anderen beziehen sich Muslime doch auf den selben Gott wie Christen (also zumindest auf dessen aeltestes Persoenlichkeitsdrittel).

    • Titel eingeben
      Ohje. Vielleicht doch mal lieber ein bisschen Fachliteratur lesen. Ich hab gar nicht viel mehr im Zugriff als dieses hier:

      „Mit der angesprochenen Verantwortung vor Gott sollte verdeutlicht werden, dass das Grundgesetz „seine fundamentalen Wurzeln letzten Endes auch im Metaphysischen findet“ (Süsterhenn, 6. Sitzung des Plenums vom 20.10.1948, zitiert nach JöR nF 1 (1951), 29), in bewusster Entgegensetzung zur vorangegangenen nationalsozialistischen „Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Ehrfurcht vor Gott“, wie es in einer Entwurfsfassung der Präambel (Entwurf Kroll, JöR nF 1 (1951), 31) hieß.“

      „Indem sich das Deutsche Volk als Verfassungsgeber Gott gegenüber verantwortlich erklärt, bekennt es sich zur Transzendenz und lehnt implizit den Atheismus ab, ohne damit den Einzelnen zu einem Gottesglauben verpflichten zu können und zu wollen. Ebenso wie die Grundgesetzinterpretation darauf Bedacht nehmen muss, der Religionsfreiheit (Art 4 Abs 1 u 2) den angestammten und ihr gebührenden Platz einzuräumen und anzuweisen, hat sie auch der vom Verfassungsgeber nicht ohne Grund anerkannten Verantwortung vor Gott verfassungsrechtliche Bedeutung zuzuerkennen.“ […]

      „Als Verfassungsgeber nimmt das deutsche Volk kein „plein pouvoir“ für sich in Anspruch (zur Bindung des pouvoir constituant „an die jedem geschriebenen Recht vorausliegenden überpositiven Rechtsgrundsätze“ s BVerfGE 1, 14, 61 = NJW 1951, 877, 879), sondern sieht sich durch die anerkannte Existenz Gottes als höherer Autorität in Verantwortung gestellt. Darin liegt eine Absage an jede Form totalitärer Staatsideologie (vgl Sachs/Huber GG Präambel Rn 39; v.M/K/S/Starck GG Präambel Rn 36), aber auch – wichtig angesichts der anthropozentrischen Orientierung des Grundgesetzes (dazu sogleich Rn 11 f) – an eine gottgleiche Selbstüberhöhung des Menschen („Demutsformel“; Begriff nach Dreier/Dreier GG Präambel Rn 28; Maunz/Dürig/Maunz GG Präambel Rn 17 f).
      (Beckscher Online-Kommentar GG, zur Präambel, Rz. 5, 6, 9)

      Die Nachweise der Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur strikten religiösen Neutralität des Staates erspare ich Ihnen.

      Das scheint mir überzeugender zu sein als das Herbeifantasieren einer „Christlichen Verfassung“ durch eine im religiönistischen Überschwang schwafelnde Dumpfbacke aus der Politik. Eine „christliche Scharia“? Ich glaube, das braucht keiner und will keiner, und, vorsorglich, nein, auch das CIC kann und konnte das nicht leisten.

  40. Volksvertreter
    Das Problem ist, dass sich die Politik für eine Elite hält, statt für Volksvertreter oder vom Volk Abgeordnete. Sie verteilt seit Jahren nur um, sie gestaltet kaum oder gar nicht, jedenfalls nicht konstruktiv. Die Industrie sagt ihr, was zu tun ist, die Bertelsmann-Stiftung sagt, wieviele Einwanderer wir brauchen und Krankenversicherer meinen, sie hätten Arztpraxen finanziert. Letztere übersehen dabei, dass ambulante Medizin ohne Versicherung durchaus und ohne Weiteres stattfinden kann. Finanzämter rechtfertigen ihre Existenz durch Kontrollen von Minimal-Geldbewegungen ( und kosten dabei mehr, als sie an Einnahmen generieren), Wärmedämm-Lobbyisten manipulieren den Politiker, zu ihren Gunsten abzustimmen und sie per Gesetz zu protegieren. Wendet man sich in einer Angelegenheit an seinen MdB, erhält man keine Antwort. All das lässt Gedanken an eine Bananenrepublik aufkommen. Man wundert sich darüber nicht mehr. Man hat es bei der Politk also mit Sicherheit nicht mit einer „Elite“ zu tun, sondern mit stillgehaltenen Handlangern, also Funktionären. Ein Pöstchen hier, ein Privileg dort, schon ist man jenseits der Bevölkerung zufrieden mit sich und seinen Umständen. — Kann es sein, dass Pegida genau die Wut hierüber zum Ausdruck bringt? Bahnt sich da ein neues Jakobinertum an ? Spiegelt das vorgeschobene „Islamisierungs“-Problem eine umfassendere Unzufriedenheit auf vielen verschiedenen Ebenen ?
    Sind es Verkrustungen und Verfilzungen, die die Leute auf die Barrikaden treibt ? Es fehlen Leute wie Regine Hildebrand an allen Ecken und Enden. Man musste nicht ihrer Meinung sein, man merkte an ihr aber stets: „die meint es ehrlich“. Bitte mehr davon ! Dann wird´s auch um Pegida wieder ruhiger.

  41. leichtgläubig
    Also macht ihr euch keine Gedanken darum, dass es in Deutschland 1970 noch
    3 Moscheen waren und jetzt ca. 3000?
    Vor 15 Jahren waren es 2, 5 Millionen Muslime , jetzt ca. 5 Millionen.
    Im Koran wird dazu aufgerufen, ungläubige zu töten..
    Dieses Schriftstück wird auf vielen Marktplätzen in Deutschland kostenlos von langbärtigen Menschen verteil..
    Glaubt Ihr, dass uns diese Menschen, wenn Sie Macht bekommen auch so tolerant gegenüber stehen?
    Also ich bin skeptisch und mache mir auch Sorgen..

    • Bart
      Genau, das Problem sind die ganzen langbärtigen Menschen da draußen. Verbieten sollte man lange Bärte ;)

    • 3000 Moscheen
      Jürgen,
      ganz recht – und für Sie völlig unbegreiflich: Mir machen 3.000 (überwiegend sehr kleine) Moscheen in unserem Land nicht die geringste Angst. Und wenn es in 15 Jahren eventuell 2 Millionen mehr Muslime in unserem Land geben sollte, so ist mir das:

      Schnurz-piep-egal.

      Denn die Muslime, die ich hier kenne, sind mit weit überwiegender Mehrheit ganz normale, brave Bundesbürger, die mit dem gleichen Abscheu auf die Halsabschneider in Syrien gucken wie Sie und ich. Ich bekomme auch keineswegs, auch das mag Ihnen sehr fremd sein, Beklommenheitsgefühle, wenn ich eine Frau mit Kopftuch sehe oder mich mit ihr unterhalte.

      Das ist nur ein Stück Stoff. Würde ich mir darum Sorgen machen, würde ich mir auf das Äußerste albern vorkommen.

  42. DEMOKRATIE-IDEOLOGIE?!
    „DEMO“(-NSTRATIONEN-)“KRAT(i)E“R“-Ideologie?!
    „DEMOGRADIE“…mit „fein-graduierter“ Vernunft-Bildung?!
    Der („Volks-)EINHEITSKREIS“ DER BÜRGER MIT GRADUIERTER
    VERNUNFT(_KREIS_)BILDUNG-IDEE(-O(rund)-LOGISCH)?!
    Bildungsministerium?! Bildungsmysterium?
    Demokratie-Regierungsministrien?
    Demo-grad-i(d)e(e)-Regierungsmysterium?
    :=) :=) :=)

    Guten Rutsch-Gruß, lieber Don.
    W.H.

  43. Am Problem vorbei
    Wieso haben deutsche Journalisten eigentlich diesen ungeheuren Drang, der Leserschaft unbedingt zu beweisen, wie dumpfbackig und hasserfüllt Pegida doch sei?
    Zweifellos, Don Alphonso, sind die von Ihnen zitierten Beiträge nicht schön. Aber glauben Sie wirklich, es sei auf der linken Seite anders?

    Warum jammern Sie über die Schlechtigkeit der Welt? Warum baden Sie in Selbstmitleid? Warum vergießen Sie Krokodilstränen über die Möglichkeit, Hass und Verzweiflung über das Internet zu posten, als wäre das was ganz Neues?

    Wäre es nicht besser, sich statt dessen Gedanken über DAS THEMA zu machen, statt über dessen Protagonisten?
    Könnte es richtig sein, sich mit dem Für und Wider einer gesteuerten Einwanderung zu befassen und diesen Diskurs anzustoßen, statt ein paar Heinis an den Pranger zu stellen, die sich nicht benehmen können? Wäre das nicht gerade Ausdruck eines seriösen Journalismus, der doch unparteiisch über den Dingen stehen sollte, statt sich beleidigt in die Hose zu machen?

    Eine kostenlose Empfehlung von mir, Don Alphonso: Vergessen Sie Pegida! In ein paar Wochen oder Monaten werden sowohl Pegida als auch pöbelhafte Beiträge verschwunden sein. Nicht verschwunden ist dann die seit Jahrzehnten völlig ungeklärte Frage, ob Zuwanderung qualifiziert zu steuern ist oder ob wir jeden ungeachtet seiner Motivation ins Land lassen sollen.
    DAS wäre doch mal ein Thema, über das Sie schreiben könnten. Oder nicht?

  44. Frühgeschichte des Islams
    Sehr geehrter Herr Meyer, schade, daß Sie meinen Beitrag nicht freigeschaltet haben. Ja, das Buch «Good Bye Mohammed» wird von vielen Wissenschaftlern nicht anerkannt, aber die Leute um Ohlig, mit denen es sympathisiert, gewinnen so langsam international an Reputation. Wikipedia liegt in vielen Dingen leider vollkommen daneben. Es lohnt sich immer, auch in der englischen Version zu suchen, weil die oft viel ausgewogener ist. Der Autor muß leider anonym bleiben, weil er sonst um sein Leben fürchten müßte. Die Muslime reagieren äußerst ungehalten, wenn man ihre Religion kritisiert. Deshalb brauchen viele Kritiker auch Polizeischutz. Jesus darf man ja in den Schmutz ziehen, er hat auch keine Kriege geführt wie Mohammed sondern sich geopfert. Und lesen Sie das Buch doch einfach mal, bevor sie urteilen. Viele wissenschaftliche Ergebnisse wurden auch erst posthum anerkannt. Und in der Wissenschaft gibt es leider keine richtige Diskussion, das weiß ich seit meiner Promotion. Schade jedenfalls, daß sie andere Meinungen nicht respektieren, damit stellen sie sich auf die gleiche Stufe wie die Antifa. Bisher fand ich Ihre Beiträge immer sehr gut und habe sie gern gelesen, aber jetzt entlarven Sie sich leider doch als ein kleines wenig spießig. Trotzdem schana tova und viele Grüße

  45. Titel eingeben
    Bin kein Freund von Pegida. Aber der Twitter-Kommentar des Journalisten verdient nur Verachtung.

  46. Der weitere Kontext über Pegida hinaus bleibt unberührt
    Ich finde es fehlgeleitet, sich an den paar tausend Dredner Demonstranten oder unflätigen Kommentatoren zu reiben, wo die Dinge doch im großen Maßstab aus dem Ruder gelaufen sind. Alle Umfragen und Studien zeigen, ein sehr großer Teil der Deutschen empfindet, sieht oder befürchtet die Islamisierung, Asylansturm und Überfremdung. Wenn sich 75% der Deutschen vor der Ausbreitung des politischen Islam fürchten, macht es keinen Sinn, sich nur zu fragen, was die Macher von Pegida für Ziele verkörpert. Man muss fragen, warum 75% nicht im deutschen Bundestag vertreten sind. Was läuft in diesem Land falsch, wenn die migrationskritische Meinung, die seit Jahrzehnten in Deutschland existiert (vielleicht sogar bei der Mehrheit) in der politischen Realität so erfolgreich ausgehebelt werden konnte?

  47. John Dean
    Danke für die Antwort.
    Wenn es in 15 Jahren nur 2 Millionen mehr sind ist es ja ok.. Ich befürchte nur das es 5 Millionen mehr sind und ca. 2060 sogar gleich viele wie Christen, da die ja gleichzeitig auch weniger werden… Ich weiß nicht genau ob die sich den Christen gegenüber auch so tolerant und offen zeigen werden wie die es meist tun..
    Wie gesagt, ich kann die Sorgen vieler Menschen hier verstehen. Es ist schön wenn man Argumente hier erfährt nachdem man sich dann weniger sorgen muss, es ist auch viel Unwissenheit bei mir im Spiel..

    • @Juergen: John Dean hat IMHO das Wesentliche zu erwähnen vergessen.
      Nämlich die schlichte Annahme, dass für die Masse der hier in der x. Generation aufwachsenden Muslime ihr Glauben ebenso wichtig wird, wie für die Masse hier lebenden Christen.

      Wären die hier lebenden Christen in der Masse nämlich noch die Christen z.B. Des 15. Jahrhunderts, würde ich tatsächlich um meine Freiheit, meine Gesundheit und mein Leben fürchten. Fundamentalistische Religionsauslegung ist mit jeder Form freier Gesellschaften zu 100% inkompatibel, das gilt für alle Religionen.

      Ein bisschen mehr Vertrauen in die normative Kraft freier Gesellschaften wäre prima, bisher sind die fast nie von innen heraus überwältigt worden. Und daran wird sich solange nichts ändern, wie fundamentalistische Religion in so offensichtlichem Widerspruch zu Falten, Logik und Menschenwürde steht.

      Natürlich beantwortet das nicht die Frage, warum ich ausgerechnet noch mehr Leute ins Land lassen soll, die geistig dem Mittelalter entstammen. Ginge es nach mir, gäbe es eine entschlossen durchgesetzte Zuzugssperre für Menschen muslimischen Glaubens aus arabischen und nordafrikanischen Ländern. Aber echten Grund zur Sorge gibt es exakt keinen, es sei denn, wir opfern freiwillig unsere Freiheit. Und dafür sehe ich summa summarum keine wirklichen Anzeichen. Die wenigen, ständig wiederholten, anderslautenden Anekdoten sind klar erkennbar Einzelfälle.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      @ Jürgen

      Gucken Sie sich z.B. (in Berlin und im Ruhrgebiet) doch einmal genauer die „Türken“ der dritten Generation an. Sie werden hier, denke ich, u.a. folgende Dinge feststellen:

      – Bildungsneigung und Abi-Quote steigt an (ggüber 2. Generation)
      (noch zu schwach, imho – der Trend ist aber sehr deutlich)
      – deutliche Säkulirisierungstendenzen
      (der Anteil streng gläubiger Muslime ist hier insgesamt rückläufig)
      – der Großteil dieser „Türken“ dritter Generation betrachtet sich inzwischen entweder als „Deutschtürken“ oder als „Deutsche“, und findet die Verhältnisse in der Türkei an einigen Stellen doch eher befremdlich
      (natürlich gibt es da auch gegenläufige Tendenzen, aber die hier beschriebene Gesamttendenz ist sehr deutlich)

      Ich unterstütze hier also deutlich die Argumentation von Hernn Haupt. Liberale Demokratien üben einen säkularisierenden Effekt aus.

      @ Isabelle

      Es tut mir leid, dass Sie sich in bestimmten Stadtteilen von London beklommen fühlen. Ich kann Sie an dieser Stelle sogar gut nachvollziehen, aber erlauben Sie mir bitte den Hinweis darauf, dass die Verhältnisse hierzulande deutlich anders sind.

      Insgesamt ist es vermutlich besser, sich für eine Durchmischung in aller Vielfalt und für eine Integration in die demokratische deutsche Gesellschaft einzusetzen, für gegenseitige Achtung – als für Abschottung.

      Sie sollten nicht vergessen: Ausgrenzung schafft oft erst die sogenannten Parallelgesellschaften.

      Das beantwortet natürlich noch nicht die Frage, welche Aufnahmekapazität unsere z.Zt. schrumpfende Gesellschaft für Flüchtlinge hat. Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden 10 Jahren eine Einwanderung von ca. 100.000 bis 150.000 Bulgaren und Rumänen pro Jahr sehen werden, etwa die gleiche Größenordnung Einwanderung aus anderen osteuropäischen Ländern. Wenn hier für die nächsten fünf Jahre (aufgrund der maladen Weltlage und den Kriegen u.a. in Irak und Syrien) pro Jahr 300.000 Flüchtlinge aufnehmen, dann ist das imho in etwa die Aufnahmekapazität, die wir einigermaßen reibungsfrei – und durchaus zum Wohle unseres Landes und seiner Bürger – bewältigen können.

      Wenn nun ausgerechnet aber in Dresden (!) zigtausende sorgenvoller Islamgegner demonstrieren, aus Angst davor, in absehbarer Zeit „islamisiert“ zu werden, dann ist das für mich absolut nicht nachvollziehbar.

      Merke: Wer sich bevorzugt aus den Jauchegruben des Internets, z.B. den Hassbloggern bei „pi news“ informiert, dem geht das Urteilsvermögen all zu leicht flöten. Wir haben übrigens in unserem Land ein deutlich größeres Problem mit rechtsextremistischer Gewalt (bis hin zu hunderten von Morden) als mit Salafisten.

      Wenn Pegida nun sagt, dass sie Antifaschismus richtig schlimm finden, aber Rechtsextremismus harmlos, weil ach-so-patriotisch: Spätestens dann sollte Ihnen klar werden, wessen Lied dort gesungen wird.

  48. Vermutlich
    wäre auch das etwas unsachlich: „Dann gibt es natürlich noch haufenweise Leute, die der Meinung sind, man hätte ihre Meinung zu verbreiten.“

    Zumal in Verbindung mit:

    „Schwache Schreibe und vermutlich auch nicht sonderlich intelligent, wirkt wie Ausweis des partiellen Versagens auch der FAZ in dieser Zeit. … Aber so wohl diese Zeit. Schon am anders wollen wollen können fehlte alles, zufoerderst Reife und Einsicht.“

    Denn letzteres könnte evtl. auch eine möglicherweise soagr teil zutreffende Meinung zu einem vielleicht partiell von außen so zu sehendem Tatbestand gewesen sein? Und wäre dann nichts weiter gewesen, als versuchsweise mutig und ehrlich? Und sicher sähe man von außen auch schon mal leichter – aber deswegen, also wg. Selbstverständlichkeiten, einen Meinenden zu kritisieren, dass wäre die FAZ?

    Nein, hier ginge es – und geht es immer noch darum, wer rettet – und wer gerettet wird. Also um die quasi männlich-weibliche Aufteilung von Handlng und Verantwortung. Und scheinbar geht es darum nach Art

    Und war womöglich mit auch als Hinweis auf die entferntere Möglichkeit historisch-kritscher Selbstdistanz gedacht: wie auch immer man sich drittens verhielte a. oder b., Schutz erbittend und bekommend, oder solchen gewährend oder leistend – müsste trotzdem immer noch nicht vollständig davor bewahren, mit seinen Zeitenläufen endlich vieleicht doch sogar „unter zu gehen“, rsp. massiv Schaden zu nehmen.

    Von daher wäre klar: Auch die Generation@ wird eine Tages ganz alleine in der Welt stehen, verantwortlich für Krieg und Frieden, sozialen Ausgleich, Arbeit und Wohlstand. Das nähme ihr endlich auch kein Feuilleton ab. (1) (Höchstens vielleicht noch verantwortliche Teile Nordamerikas. Und auch die nur vollkommen ungefragt, und leider?)

    (1 – vorher bereits schon in Welt- oder Bürgerkriegen jung umzukommen schiede ja wohl als Möglichkeit sicher aus.)

  49. Titel eingeben
    Mit der politischen Priorisierung von Frauenrechten bricht sich orchestriert von hiesigen Medien schon geraume Weile glühender Hass und Verachtung auf alles Männliche Bahn. Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit mithin strukturelle Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe namentlich der männlichen ist quasi geschlechterrassistische Staatsdoktrin. Die Legitimation hierfür liefert eine zumeist unerträglich verfälschende, denunziatorische Täter/Opferin-Rhetorik mit allerlei medialen Inszenierungen auf allen Kanälen.
    Während weiße, heterosexuelle Männer (WHM) als zu diskriminierende/dekonstruierende Ursache für ‚unsere aller Unglück‘ am gesellschaftlichen Pranger stehen, wird parallel dazu ohne Not von unserer Polit-Mischpoke ein Beschneidungsgesetz durchgedrückt, dass jeder Glaubwürdigkeit bzgl. Bekämpfung anachronistisch-unmenschlicher Rollenkonstrukte spottet.

    Das offizielle Gerede von Menschenrechten und kultureller Indentität gerinnt auf diese Weise jeden Tag aufs neu nurmehr zu hohler Phrasendrescherei a la DDR.

    Der norwegische Soziologe Harald Eia nennt die ideologisch verengten Diskursreservaten entspringende Gender-Dogmatik zurecht Gehirnwäsche.
    Traurig, dass es nach aller Erfahrung offenbar immer noch nicht klar ist: Weitere Radikalisierungen kann nicht mit noch mehr Parole, Doppelmoral, Gesinnungsterror und Demagogie – kurz: Gehirnwäsche, sondern einzig mit der Rückkehr zum überzeugenden Argument entgegen gewirkt werden.
    Politik/Medien müssen nicht mit ‚Pegida‘ reden. Nein, sie müssen vielmehr wieder eine offene Diskussionskultur innerhalb ihrer Strukturen zulassen.

    • Na, also, das kann man bei mir nun wirklich nicht behaupten, ich gelte denen ja als Belzebub und Teufel in einer Person-

    • Titel eingeben
      Richtig, don. Und weil Konformitätsdruck bis hin zum Gesinnungsterror Politik/Medien bestimmen, haben wir auch viel zu wenige Ihres Schlages. Wer hält es schon dauerhaft aus, als Belzebub und Teufel in einer Person sein Dasein zu fristen? Doch nur Freigeister, die bereit und auch in der Lage sind diesem ideologischen Druck innerhalb unseres alternativlos repressiven Systems stand zu halten. Und derer scheint es momentan aus diversen Gründen nicht viele zu geben.

    • Der Konformitätsdruck. Du liebes bisschen ...
      Der Mensch war in seiner Mehrheit schon immer ein bisschen feige, das half und hilft beim Überleben. Heute wie gestern.

      Gruss und guten Rutsch an alle,
      Thorsten Haupts

  50. John Dean
    Dass Sie als Mann ohne Beklommenheitsgefühle mit einer kopftuchtragenden Frau sprechen können, ist verständlich. Aber ich bitte Sie, schicken Sie Ihren Frau und/oder Tochter ins Londoner East End, in die Whitechapel Street an der dortigen Moschee vorbei, natürlich ohne Kopftuch und in Jeans (wir sind ja schließlich in Europa). Die werden Ihnen dann von den Beklommenheitsgefühlen berichten können….

  51. Fürchtet Euch nicht!
    Es ist vollbracht:

    „Die Menschwerdung der Kanzlerin an Silvester.“ (FAZ.Net)

    Da wird mir ganz blümerant.

    • Titel eingeben
      Stößchen! :D

      (ich benötige für Blümerantheitsgefühle dann doch eher ein Glas Sekt als ausgerechnet eine Neujahrsansprache von Frau Merkel)

      Im Übrigen: Frohen Rutsch und frohes neues Jahr an alle!

      (pardon, mit Ausnahme derer, die regelmäßig „pi news“ lesen)

  52. Die (für mich) bewegendste Rede dieses Jahr
    hielt der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani anlässlich des 65. Geburtstages des Grundgesetzes im Deutschen Bundestag. Diese Rede empfehle ich jedem, der sich für die Zusammenhänge von Zuwanderung, Asyl, Menschenwürde und deutscher Nachkriegsgeschichte interessiert. Sie ist bei youtube erhältlich.

  53. Internet, pfui
    Ich finde das Internet hat als meinungsbildendes Instrument versagt bzw. die Annahme das es zur Meinungsbildung beitraegt ist verkehrt. Auch in Sachen Unterhaltung ist es nich viel besser als das Fernsehen oder irgendein Magazin. Der Unterschied ist der, dass man im Internet sich zu jedem Mist eine Meinung bilden darf – dadurch wird fuer einen potentiell alles geschriebene relevant, wobei dadurch wiederum „jeder Leser“ fuer die Herausgeber relevant wird. Wenn man sich nicht abgrenzen kann oder moechte, weil man eine moeglichst grosse Masse erreichen will, sollte man sich nicht wundern, das jeder nach belieben sich das herausgreift was einem gerade passt um sich seine Meinung zusammenzuschustern.

  54. I'm as mad as hell, and I'm not going to take this anymore!'
    Jetzt verliert auch Frau Merkel die Nerven. Gerade konnte sie sich doch zurücklehnen und dabei zusehen, wie sich die SPD ins Messer stürzte indem sie Muslimische Feiertage etablieren und Deutschen von türkischstämmigen Politikern das Deutschsein erklären lassen wollte.
    Und jetzt dass: Die Kanzlerin positioniert sich gegen Pegida. In Berlin haben sie wirklich die Bodenhaftung verloren. In München noch nicht.

    Jetzt also mal eine bisschen Niveau in die ganze Sache:

    Was ist „Ausländerfeindlich“ bzw. „Ausländerfreundlich“?

    Eine Tautologie und eine Paradoxie.

    Denn der Terminus „Ausländer“ referiert auf die Unterscheidung Inländer/Ausländer, d.h. diese Unterscheidung wurde zuvor geführt. Weil, es so etwas gibt, wie eine Nation, ein Deutschland. Das ist keine Erfindung von Pegida. Ich z.B. wurde bei meiner Geburt als Deutscher deklariert, man hat mir später dafür auch ein Dokument gegeben, nennt sich Personalausweis. Ich bin Deutscher. Und ich habe das nicht gewählt. Und folglich unterscheide ich mich per Geburt von Nicht-Deutschen.
    Ergo: Dieser Staat führt von Anfang an eine Unterscheidung ein in mein Leben, die Unterscheidung von Deutsch/Nicht-Deutsch. Diese Unterscheidung bestimmt einen großen Teil meines Lebens, vom Bildungssystem über Wehrdienst bis hin zur Steuerlast.
    Aber wenn ich als Person dann diese Unterscheidung selbst artikuliere, d.h. wenn ich zwischen Deutschen und Nicht Deutschen unterscheide, würde mich dann diese Regierung/Presse einen „Nazi“ schimpfen?
    Interessant.

    Ja, jetzt wird argumentiert, dass das alles etwas anders ist, als ich es darstelle, dass es darauf ankommt, wie man diese Unterscheidung führt. Denn es gibt ja „Ausländerfeindlich“ und „Ausländerfreundlich“.
    Nur, wie wird das jetzt bitte unterschieden? Wenn Pegida vor einer Islamisierung der Gesellschaft, d.h. der Auflösung der Unterscheidung Deutsch/Nicht Deutsch warnt, ist dies dann ausländerfeindlich? D.h. die Unterscheidung von Inländer/Ausländer ist schon an sich ausländerfeindlich? Ist diese Unterscheidung also nicht mehr führbar?

    Was genau will diese Regierung? Deutsche und Ausländer unterscheiden? Oder Deutsche und Ausländer verbinden? Nur dann kann es keine Ausländer mehr geben. Aber auch keine Deutsche mehr. Dann wird es fraglich mit der Verfassung und so. Wieso soll ich dann noch Steuern zahlen? Wenn es kein Deutschland mehr existiert, weil keine Unterscheidung mehr existiert, zwischen Drinnen und Draußen.

    Das ist die Büchse der Pandora. Und sie ist geöffnet. Und diese Regierung ist intellektuell nicht in der Lage sie wieder zu verschließen. Die deutschen Journalie auch nicht, aber das ist auch nicht deren Funktion.

    Das entscheidet jetzt das Volk auf der Straße. Nicht weil das Volk den Verstand sondern weil die Regierung die Kontrolle über die Moderne verliert. Und je mehr sie das Volk exkludiert umso mehr wird die Macht von den Institutionen und den Medien zur Straße und ins Internet wandern.

    Also erster Auftrag an unsere Politiker ( und Journalisten/Intellektuelle etc.):

    Definiert bitte, was, das ist, dieses Deutschland, d.h. die Unterscheidung zwischen Deutscher/Nicht Deutscher.

    • Titel eingeben
      Das ist meiner Ansicht nach völlig gestrig. Wir sollten definieren, wer EU Bürger sein soll, und wer nicht, mithin also genauer als bisher überlegen, wer in der EU Mitglied werden – oder bleiben – soll und wer nicht. Und endlich mal realisieren, dass das Projekt „EU“ auf Dauer in einen Bundesstaat münden wird, münden muss, wollen wir ernsthaft darüber diskutieren, inwieweit in Deutschland, in Europa, gewisse Wertvorstellungen gelten und durchgesetzt werden sollen die sich von denen der vielbeschworenen Islamisten unterscheiden. Wer den Wagen lenken will, sollte schon nach vorne schauen und das Steuer eben dafür, also zum Steuern, benutzen, und sich nicht dran festklammern und nach hinten schauen.

      Dass wir uns in Deutschland eine Regierung leisten, die bloß behauptet, das Ziel zu kennen, stoisch nach vorn schaut, nicht lenkt und rechts und links des Wegs alle möglichen Ziele ignoriert, in der Hoffnung, dass niemand merkt, dass man keinen Plan hat, >das< ist das Problem welches wir lösen können. Alle paar Jahre durch Wahlen, und indem wir als Bürger aufhören, uns aus der Politik zurückzuziehen, sondern eben Verantwortung übernehmen und sie auch einfordern.

      Aber Pegida und Bomber Harris und Twittershitstorm und sonstiges la-le-li-lu leisten das nicht. Das ist Dilletanten-Theater für Dilletanten, und von dem haben wir in Berlin wirklich genug.

    • @greenblowerhat
      Dass Europa in einem „Bundesstaat“ münden soll („USE“?), ist meines Erachtens eine Utopie, und keineswegs eine schöne.
      .
      Und die Frage, „wer bleiben soll und wer nicht“, verkennt die Funktion der Einwanderung aus der Sicht der Oligarchie. Die will ja gerade KEINEN stabilen Zustand, wo die einen Bürgerrechte kriegen und alle anderen „raus müssen“, sondern sie will ja eine Masse billiger und williger Arbeitskräfte mit prekärem Status im Land haben. Genau das, was Normalbürger als Mißstand empfinden, ist für diejenigen, die sich ihren Wohnsitz frei auswählen können, der Idealzustand.
      .
      Die Vermutung, dass der Bürger durch Wahlen oder „mehr Engagement“ irgendwas ändern oder beeinflussen könnte, ist wirklich sehr naiv.
      .
      Nach aller Erfahrung ändern Wahlen gar nichts ausser vielleicht der personellen Zusammensetzung von Parlament und Regierung (auf die es aber ausser für Klatsch-Reporter) aber nicht ankommt.
      .
      „Verantwortung übernehmen“ oder „einzufordern“ (meinen Sie etwa: „Politiker zur Verantwortung ziehen“?) kann der Bürger schon jetzt. Dazu fehlen ihm alle Machtmittel. (In den USE könnte er es noch viel weniger).

    • we will all go down together..
      @greenbowlerhat

      Mein Personalausweis ist also völlig gestrig? Ist das so? Ach nee? Noch existiert die Bundesrepublik Deutschland. Na sowas.
      Das ist genau das Problem der ganzen Kommunikation hier und dort über Pegida: Sobald es konkret wird will keiner mehr etwas von dem Konkreten wissen.
      Und so kann dann passieren, dass eine Bundeskanzlerin tausende ordentliche deutsche Steuerzahler zu Hasspredigern erklärt, denen man gefälligst aus dem Weg gehen sollte, weil die Bundeskanzlerin weitere tausende Nicht-Steuerzahler ins Land holen möchte. Die dann von den ausgegrenzten Pigeda-Steuerzahlen aber bitte mit finanziert werden müssen.

      So etwas kann sie vielleicht im Wahlkampf als CDU Politikerin sagen, aber nicht als Bundeskanzlerin. Unabhängig davon ob sie letztendlich in der Sache in die richtige Richtung zeigt.

      Doch so etwas fällt den Redakteuren nicht auf. Da lässt man Spielraum für die AfD, die den sofort abgreift.

      Überforderte Menschen, wohin man auch schaut. Auf den Straßen von Dresden kann ich Überforderung akzeptieren, aber bitte nicht im Kanzleramt. Die Kanzlerin hat sich um die Belange des gesamten deutschen Volks zu kümmern. Darauf wurde Sie vereidigt. Teile des Volkes, welche nicht ihr politisches Interesse unterstützt, auszugrenzen, das gehört nicht zu ihren Aufgaben. Sie hat sich um deren Belange zu kümmern, auch wenn es ihr nicht gefällt.

      Einfach unfassbar, was hier alles noch möglich ist.

      Whatever, jetzt wird sich betrunken…

  55. Mit Pegida reden? Cahiers des doléances
    Das Reden mit Politikern halt leider auch keinen Sinn.
    .
    Nicht weil sie schlechte Menschen wären. Sondern weil unser politisches System so konstruiert ist, dass sich authentische Debatte und erfolgreiche Politik gegenseitig ausschliessen.
    .
    Zufällig habe ich ein Interview mit Gerda Hasselfeldt gelesen: Sie sagt: „Wir können nichts für die plötzliche Flut von Flüchtlingen, das liegt an den Bürgerkriegen in IRak und Syrien.“ Und: „Wir müssen den Bürgern unsere Flüchtlingspolitik besser erklärern“.
    .
    Ja da haben wir es mal wieder, diese panzerfeste REalitätsimmunität. Denn natürlich können „wir“ etwas für die Bürgerkriege im Nahen Osten. Der Irak-Krieg wurde von unserem Lieblingsverbündeten vom Zaun gebrochen und die CDU hatte das damals voll unterstützt. Und auch das Gejohle und Geschrei, mit dem Politiker und Lügenpresse 2011 die Einmischung D-Lands in den syrischen Bürgerkrieg gefordert haben, ist mir noch gut im Ohr.
    .
    Aber jetzt sagen sie: „Wir können nichts dafür“. Als wäre da nie etwas gewesen! Und mit solchen Politikern, die heute nicht mehr wissen, was sie vor zwei Jahren selber gemacht haben, soll man irgendwas“vernünftig reden“?
    .
    Und will irgendjemand wirklich wissen was sich z.B.Stasischäuble unter „sinnvollen Begründungen der Einwanderungspolitik“ vorstellt, und zwar solchen „Begründungen“, die Pegida-Anhänger womöglich überzeugen könnten?
    .
    Was für eine Begründungen könnten das überhaupt sein?
    Dass wir als imperiale Großmacht, die weltweit in X Bürgerkriegen mitmischt, auch Klientelvölker brauchen, die wir hin und wieder auch hierher in Sicherheit bringen müssen? (Wenn der Bürgerkrieg nicht so läuft wie gedacht)?
    .
    Oder dass wir als Wirtschafts-Imperium schon dafür sorgen können, dass immer die junge gesunde bestausgebildete Hochleistungsarbeitskraft hierher kommt, und die kranken, alten, dummen und faulen pünktlich abgeschoben werden? Oder dass das ja längst so stattfindet abweichende Wahrnehmungen halt falsch sind?

    • Nein, Einspruch. Sie können nicht ganz, doch halb was dafür:
      Halb deswegen, weil diese vielen Groß- und Kleinscharmützel da unten sehr wohl auch etwas damit zu tun haben, dass es nirgends „den EINEN Islam“ gibt, sondern nur viele zersplitterte Glaubensrichtungen und -auffassungen. Man mache das jedoch den 8% der europäischen Bevölkerungen mit geschlossenem rechten Weltbild klar …, zwecklos. Es heißt nicht ohne Grund: festes, GESCHLOSSENES Weltbild … Das ist ein kontiniuierliches Problem, auch in Frankreich, England usw.

      Zurück zu den Zersplitterungen: Man geht sich „da unten“ gut ohne verböserndes Zutun unserer europäischen Damen und Herren Politiker an die Gurgel.

      Nur ist es so, dass gewisse Haltungen der außenpolitischen „Realpolitik“ die Dinge in Ägypten, im Syrien, im Iran, (in Afghanistan dito) freilich verschlimmbesserten. Weil es mit scheinheiligen Waffenexporten zu tun hat und mit seit Jahrzehnten scheinheiligem wechselweisem Unterstützen der im Moment gerade „die Region stabilisierenden“ Diktatoren und Systeme. Und aktuell mit scheinheiligem Unterscheiden in „gute“ und „schlechte“ Anti-ISIS-Kämpfer.

      Und trotzdem – ich denke, selbst wenn unsere Atlantic-driven Herrschaften alles richtig gemacht hätten (was sie nicht gemacht haben), würde man sich „da unten“ dennoch versuchen gegenseitig auszulöschen, auszugrenzen, barbarisch gegenseitig zu unterdrücken. Ganz so, wie man es in den weniger guten Zeiten des Mittelalters eben in Europa auch gemacht hat. Zeitlich gar noch nicht lange her mit diesen folkloristischen Traditionen, wenn man in gewissen Kontexten denkt.

      Lösung? Keine.
      Einseitige Schuldzuweisungen? Gehen auch nicht.
      Pegida? Geht überhaupt nicht, einige wenige Rattenfänger, viele ihnen Folgende, die einiges nicht richtig zusammenkriegen.

      Man kann einfach nicht redlich von Über-Islamisierung sprechen, wenn es gerade mal um die 2% Muslime in Dresden sind. Das ist krude und lächerlich. Am meisten stört es mich, dass sie jetzt ausgerechnet gegen Schwächere, Flüchtlinge auf die Straße gehen, wo sie seit Jahren auf ihrem kleinbürgerlichem Hinteren gesessen haben. Wo waren die denn bei der Finanzkrise, bei den Hartz4-Gesetzen. Haben die sich da auch versammelt und haben die dann auch so empört „Wir sind das Volk!“ gerufen? Meinja nur.

  56. @Thorsten Haupts
    Herr Haupts – ich bin erstaunt! Warum wollen Sie eine komplette Zuzugsperre für Moslems aus dem arabischen Raum? Das ist eine Pauschalisierung, die ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn ich kenne zahlreiche Moslems aus den genannten Ländern, die sich gar nicht so sehr von den Menschen in Europa unterscheiden. Natürlich gibt es Menschen mit extremen Ansichten – solche Menschen gibt es aber auch überall.

    • Erstaunt?
      Als er vor kurzem bedauerte, dass die Sicherheitskräfte 1991 gegen den Mob, der in Rostock das Asylbewerberheim stürmen wollte, keine Schusswaffen eingesetzt haben — da war ich erstaunt.

    • Gux, gutes neues. Ich glaube Ihnen aufs Wort, nur ...
      … der während des arabischen Frühlings berühmt gewordene Blogger Sandmonkey hat einmal darauf hingewiesen, dass er und alle anderen im weitesten Sinne „Liberale“ ein winzigkleine Minderheit in Ägypten sind. Und er danach von denen, mit denen er im westen über das knternet Kontakt hatte, nie gefragt worden ist.

      Ich befürchte, ähnlich verhält es sich mit Ihren Bekannten. Und solange der arabische Raum zusammen mit Wasiristan das Zentrum für islamischen Fundamentalismus bleibt – der saudische Wahhabismus ist nur eine Haaresbreite von AlQuaida entfernt – halte ich mich an das Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  57. zivilisten bombardieren
    ihre antwort ist reine rhetorik.
    seit wann ist es kein kriegsverbrechen mehr, wenn die nazis auch coventry „coventriert“ haben. damit kann wohl niemand „dresden“ und andere schandtaten rechtfertigen. zivilistenmord ist zivilistenmord.

    die UK einsätze gegen deutsche ziviliisten waren allein und ausschliesslich gegen deutsche zivilisten gerichtet, die US-bomber hatten die weit unangenehmere aufgabe industrieziele anzugreifen, z.b. mit verlustreichen angriffen auf schweinfurt oder die rumänischen raffinerien.
    wir können gerne in stuttgart die strassenzüge anschauen, wo der asphalt von UK bomben brannte und wo ausschliesslich zivilisten wohnten.
    die präzision der UK angriffe war, wenn harris das wollte enorm hoch, siehe die bombardierung der tirpitz.
    die nicht bombardierung von ausschwiz, das noch zum DON-argument wurde lange zeit mit der nicht ausreichenden reichweite der UK-bomber begründet, bis in die 80er jahre, viel dann allerdings argumentativ in sich zusammen

  58. Der Sächsiche Verfassungsschutz vor neuen Aufgaben?
    Wenn jetzt Pegida wider erwarten zu einer festen Erscheinung wird und tatsächlich gefährlich ist — müsste das dann nicht eigentlich auch bedeuten, dass sich der Verfassungsschutz diese Bewegung beobachten und bekämpfen müsste?
    .
    Also: Der sächsische Verfassungschutz. Müsste. Bekämpfen. Die Rechten. Also: Die RECHTEN und nicht die LINKEN. Der Sächsische. Verfassungs-, äh, -schutz. Und die Staatsanwaltschaft. Also dieselben Leute, die sich noch in diesem Jahr vor allem an Pastor König abgearbeitet haben.
    .
    Mal im Ernst: HÄlt das irgendjemand für möglich? Dass der Verfassungsschutz in einem CDU-Land die Rechten bekämpft statt sie zu hätscheln? Eine Behörde, die ihren Sinn und Zweck seit 20 Jarhren darin sieht, PDS oder Linkspartei zu hassen?

  59. Antideutschen und Springer
    Die Antideutsche Sekte darf man schon darum ignorieren, weil der vernünftige Kern ihrer Ansichten ja auch über die Springermedien verbreitet wird.

  60. rundtischdiskussion
    @idahoe 30.12. 18:58 >wer das böse definiert erzeugt das gute< und noch andere hier in der diskussion

    wie wäre es denn, wenn Don von allen zeitungen (bild, zeit, nzz, stern, focus, spiegel auch noch die bunte) und einige teilnehmer dieses blogs einlädt, und dann erzähle ich mal wie es zur meinungsbildung kommt
    und was man vielleicht ändern kann pediga will ja nicht sprechen also sollte man dann doch hier beginnen und vor den anderen journalen/zeitungen habe ich keine angst

    das ist eben der unterschied zwischen russischer oder türkischer presse was ist meinungsfreiheit dort wert?

    und zur einwanderungspolitik habe ich dann auch noch ein wörtchen zu sagen

    • Aufklärung? Gerne!
      Ein runder Tisch kann kaum mehr kaputt machen, als es bereits ist. Ich befürchte, daß der Don nicht den Mut dazu hat. Er denkt, der Schuh wäre ihm zu groß ;-)

      Modelle gibts auch bereits:
      Das akademische Wirtshaus – Leopold Kohr

      In der Demokratie ist das Mittel PR. Manipuliert wird hier wie da. Freiheit ist etwas völlig anderes.

  61. Friendly fire
    Merkels Gerede ist obsolet.
    Ihrer Wendehalseinstellung kann man nicht trauen.
    Wie frohlockte sie doch einst, dass Multikulti gescheitert sei.
    .
    Sie ist gnadenlos dabei, alles ihrem
    politischen Überlebenswillen unterzuordnen.
    Sie ist schlau.
    Eine der unangenehmen Sekundäreigenschaften.
    .
    Ihre Parteikollegen nehmen betriebsblind in Kauf, dass sie
    Anstand und Ehrlichkeit aufgeben müssen,
    wollen sie nicht durch parteiinterne Zwänge ausgebremst werden.
    Polit-Leichen pflastern ihren Weg.

  62. bombenterror auf zivilisten
    richtig, es gab mehrere angriffe auf buna monowitz, die galten aber ausschliesslich dem industriellen gummi- bzw. kautschukkomplex.
    und, ganz wichtig, die angriffe wurden von us-amerikansichen bomberns aus foggia (eine lange reise hin- und retour) ausgeführt. mit zu dieser bomberflotte in foggia gehörte auch george mcgovern, der spätere us-präsidentschaftskandidat. dies beweist wiederum, analog der aufgabenteilung us-uk-bomber, dass mit den angriffen ausschliesslich industrieanlagen zerstört werden sollten. auch gab es von roosevelt eine klare ansage: auschwitz wird nicht bombardiert, es sei viel wichtiger den krieg durch die ausschaltung der kriegsindustriemaschinerie schnell zu beenden.
    so werden in der literatur die erfolge der us-luftwaffe bei der ausschaltung der benzinversorung der nazis durch die sehr verlustreiche, aber auch sehr erfolgreiche bombardierung der raffinierien in ploesti als einer der fünf wendepunkte des krieges bezeichnet.
    ich würde auch sagen, dass wir stand heute die anti-islam-bewegung von der diskussion über absichtlichen bombenterror auf zivilisten trennen sollten, mir geht es nur um eine ergänzung der informationslage.

  63. Es überrascht mich
    Wieviel gesellschaftlich/politisch gestaltende Kraft, die am akadem. Diskurs
    Beteiligten, sich selbst zugestehen.

    War das in Krisenzeiten je ausschlaggebend?
    Stand da nicht Mob gegen Mob
    oder eben Oligarchen Interessen gegen Oligarchen Interessen?

  64. Was mich stört
    Die Geschichte beginnt nicht 1933 und endet nicht 1945. Der Denkfehler liegt in der simplifizierten verkürzten Sicht. Die Nazis sind nicht vom Himmel gefallen.

    Solange sich die Betrachtung der Welt in dümmlicher Manier auf „Survival Of the Fittest“ und Wettbewerb beschränkt, ist auch der geistige Horizont beschränkt.

    Die vermeintlichen Sieger halten anderes Leben, das der Verlierer, für nicht lebenswert. Mit diesen Auswüchsen dürfen all die Glaubenkrieger aller Fraktionen weiterhin ihre Ängste vor dem fremden pflegen. Allein es wird keine Heilung geben, denn das, was der Mensch haßt, ist nur der unverstandene Fremde in sich selbst.

  65. Huups
    Nun ja, ich fand die Merkel heute zu diesem Thema erfrischend klar. Keine halben Entschuldigungen mit ‚Bomber Harris‘ Mädels oder verdruckste Relativierungen wg. Zuzugs- und Flüchtlingsproblemen. Das war doch nicht schlecht.

  66. gesunde mischung
    @john dean 31.12. 14:37 ja in ihren ansichten stimme ich zu allerdings habe ich in london schon auch gegenteiliges von bewohnern gehört – eben wo sich zu viele radikale islamisten auf engstem raum befinden dort vertreiben sie das alteingesessene

    aber da war auch die politik falsch man holte alles ins land und entsprechend sehen dann manche stadtviertel aus und wie zu lesen war sind engländer nicht zu sehr an auslandsreisen interessiert oder fremdsprachen (das ist ähnlich mit dem denken in dresden als fremdsprache wurde russisch gelernt aber das wars dann schon) und ein weltoffener geist steht auch dem fremden immer ganz anders gegenüber als ein weltabgewandter

    ich habe heute einen interessanten satz gelesen der vielleicht zum jahresanfang ganz gut paßt : wenn verschweigen wird offenbart und
    offenbarung verbirgt, dann wird ein einblick in etwas völlig transzendentes offenbart

  67. Man muss schon das eigene Weltbild zertrümmern
    Dass ein Diskurs nicht mehr zu führen ist, das ist beinahe eine Untertreibung. Doch stellt sich die Frage, ob es die richtige Reaktion darstellt, seitens der FAZ oder auch der Süddeutschen, bestimmte Themen nicht mehr zur Diskussion frei zu geben? In Bezug auf die FAZ kann man doch feststellen, dass es dessen eigentliches Stammpublikum ist, das sich da jetzt so angewidert, wie es scheint, von den eigenen Parolengebern (der letzten 60 Jahren) abwendet. Solange der Feind klar bestimmt war, die hinter dem „Eisernen Vorhang“ selbstredend, war der FAZ doch genau dieses Publikum so angenehm wie nützlich! So betrachtet, waren die letzten 60 Jahre auch nicht gerade von einem Diskurs geprägt. Nur die Propagandalinie war klarer.
    .
    Aber gehen wir zur Linken. Wenn es dort immer noch, oder immer mehr Leute zu geben scheint, die plötzlich den Sozialismus bedroht sehen, von der Nato, dann hatten die wohl auch ihren Dornröschenschlaf. Diesen Sozialismus gibt es schon lange nicht mehr; und Putin ist ganz bestimmt kein Sozialist. Aber es ist halt einfacher, die Parolen aus der Mottenkiste zu zaubern, statt mit Marx zu begreifen, dass die Wahrheit immer konkret (http://blog.herold-binsack.eu/2011/01/spiegelverkehrtes-denken/) ist. Auch auf dieser Seite des „Diskurses“ gibt es nur wenige Leute, die sich mit ihrer eigenen Geschichte so kritisch wie selbstkritisch auseinandersetzen. Wiederholen wir die Geschichte einfach: mal ist es der 1. Weltkrieg, mal der 2., der da jetzt dem trägen Hirn angedient wird. Auf der Rechten wie auf der Linken. Daraus speist sich Pegida und Co.
    .
    Der Versuch, eine unabhängige Linie in die Diskurse hinein zu tragen, offenbart einem recht schnell, dass man dann das eigene Weltbild auch zertrümmern muss. Ich schließe mich da nicht aus. Denn womöglich zwingt uns ein drohender 3. Weltkrieg mit den eigenen und solchermaßen liebgewordenen Mythen der zwei letzten aufzuräumen. Und da wird man die paradoxe Rolle der Sowjetunion einfach nicht los.
    .
    Doch ich gestehe es: das gestaltet sich womöglich einfacher, als auf Seiten der Rechten. Deswegen geht dort auch der Punk ab. Die gesamte herrschende Klasse, ganz besonders die deutsche, scheint kopflos zu sein. Hin- und hergerissen zwischen Pro und Anti-Atlantik, zwischen Pro und Anti-Putin, scheint sie diskursfähig nur in einer Hinsicht zu sein: man muss auf jeden Fall verhindern, dass diese ihre Schwäche nicht etwa von einer revolutionären Linken ausgenutzt wird. Und diese Linke in eine „Querfront“ mit der Rechten zu treiben, das scheint so eine der Taktiken. Und welche Rolle da die Medien spielen, will ich jetzt gar nicht näher beleuchten. Doch die Geheimdienste machen dieser Tage bestimmt manche Überstunde in gewissen Redaktionsräumen.

  68. Pingback: Man muss schon das eigene Weltbild zertrümmern

  69. Unterm Himmel über Dresden
    Don Alphonso, edler Herr: ich danke für Ihren Beitrag. Ich frage mich allerdings: muß man den feigen Zuschreibern, deren Absonderungen Sie zitieren, nicht dankbar sein? Denn sie offenbaren in nicht eben erfreulicher, aber doch klarster Weise, was es mit den (im harmlosesten Falle) kleinbürgerlichen Blödmännern und -frauen und (im weniger harmlosen Falle) bösartigen Tretern und Abstechern auf sich hat, kurz gesagt, jener ziemlich degoutanten Mischpoke, die in weihnachtlicher Besinnlichkeit und Angstlust das Abendland bedroht sieht und vom Kreuzzug träumt, der nicht gleich bis nach Jerusalem führen muß, sondern vors nächstgelegene Heim für Asylbewerber.

    Ein kritisches Wort, Don Alphonso: so hochfrequent sind Ihre Beiträge doch nicht, daß man Ihnen Zeitdruck, Redaktionsschluß o.ä. zugute halten und damit Ihrer Kommentierung zu Herrn Fabian Köhlers Äußerungen mildernde Umstände zubilligen müßte. Über Herrn Köhlers Aussage (der die „Alliierten“ anruft mit dem Hinweis, es sei „mal wieder soweit“) kann man dieser oder jener Ansicht sein, dies obendrein unter jeweils verschiedenen Aspekten (Geschmack, Opportunität, sprachliches Niveau). Was ihn sicher nicht von der Rückkehr der Allierten und ihrer Bomberflotten träumen läßt, ist: das Demonstrationsrecht. Vermutlich weiß, zumindest ahnt auch er, daß wir u.a. auch das Grundrecht der Versammlungsfreiheit dem Einsatz der Kräfte danken, die Deutschland und Europa von der tausendjährigen Barbarei befreit haben. Ihm gleichwohl zu unterstellen, er sei wohl „gegen das Demonstrationsrecht“, kommt jener patzigen Beschwerde gleich, die inhaltliche Kritik als unterdrückendes Verbot vorsätzlich mißversteht und sich mit dem gegreinten Hinweis verbittet, man werde „ja wohl noch sagen dürfen“.

    Soweit Tote überhaupt sinnvoll sein können oder die Frage nach dem Sinn von Toten und ihrer Zahl: Sie, verehrter Don Alphonso, bemühen – gewissermaßen e contrario – militärisches Kalkül, indem Sie vom militärisch sinnlosen Tod tausender Menschen sprechen. Folglich halten Sie es offenbar für möglich, daß es auch militärisch sinnvollen Tod tausender Menschen geben könne. Nun denn, und im Bewußtsein, daß ich aus geheiztem Zimmer und bequemer Sitzgelegenheit schreibe und weder IS noch CIA & Co fürchten muß (übrigens auch keine deutschen Soldaten, die – wie sagte dieser deutsche General doch unlängst – nur ungern Blümchen pflücken): Dresden war ein militärisches Ziel schon insoweit, als es ein Eisenbahnknotenpunkt war und dementsprechend von militärisch logistischer Bedeutung. Und erst recht im „totalen Krieg“, der unter Beifall einer brünstigen Menge ausgerufen worden war, gibt es, wenn überhaupt, wenige rein zivile Ziele. Die den „totalen Krieg“ herbeigeröhrt hatten, bekamen ihn – und, keine Frage das, nicht nur sie. Zudem: per Bombardierung den Terror gegen die Zivilbevölkerung auszuüben, war eine deutsche Erfindung, die zu allererst über Guernica, dann über Coventry, Belgrad und Rotterdam und Dutzenden anderer Städte in Europa niederging. Es ist deshalb nicht etwa ein zynischer, vielmehr ein biblischer und nicht nur deshalb (wer will, darf sagen: gleichwohl) prophetischer Satz: Wer Wind sät, wird Sturm ernten (mW zitierte ihn auch Winston S. Churchill). Und die Aussaat des Windes, so werden Sie mir womöglich zustimmen, ist eine reichlich sanfte Metapher für jene Taten, die dem Herrenvolk das eintrugen, was man im Englischen so unnachahmlich kühl als armed response, als bewaffnete Antwort bezeichnet.

    Und daß man eben jene den Dresdner Marschkolonnen an die geschwollenen Hälse wünscht, weil man beim Anblick dieser größenwahnsinnigen Spießer vielleicht nicht einen Anfall schwerster Migräne erleidet, wohl aber ihre drastischen Begleiterscheinungen mit Macht unterdrücken muß, wenn eine von kräftigen Wahnbildern einer angeblichen Islamisierung beherrschte Horde Weihnachtslieder an den Himmel über Dresden reihert – daß man ihr Churchills und Roosevelts fliegende Festungen und deren Nutzlast samt Stalins Roter Armee an Hals und Schädel wünscht: das ist als öffentlicher Tagtraum, als Aufforderung gar, unter keinen Umständen zu tolerieren. Als Zitat aus dem inneren Monolog, als Aufschrei hingegen scheint mir derlei verständlich und – insoweit hätte ich von Ihnen, Don Alphonso, raschere Erkenntnisbereitschaft und ironisches Sensorium erwartet – als satirische Übertreibung doch allemal legitim.

    • Ich denke, man sollte sich gerae als Journalist mit solchen drastischen Einlassungen wie die von Köhler zurückhalten. Das trägt lediglich zur Verschärfung bei und zeigt auch, dass es mit der Distanz etwas hapert. Und natürlich wirkt es erstaunlich, wenn ausgerechnet Linke, die dauernd über Einschnitte beim Demonstrationsrecht jammern, nun auf einmal so reagieren. Dass es ein code für die Bombardierung ist, sagt Köhler recht deutlich in anderen Tweets. Ich finde das einfach unklug und sehr geschmacklos, und obendrein ist der Vorgang als solcher keiner, über den man solche Witze machen sollte. Das alles trägt nur zur Verrohung bei.

  70. Pegida
    Pegida fällt ja mit einer Unschärfe auf, die offensichtlich viele schätzen und ihre Position dort finden. Das dürfte doch der fundamentale Unterschied zu linken Gruppierungen sein die ihre Thesen äusserst scharf abgrenzen und sich normalerweise nicht zu schade sind auch bei geringen Abweichungen Auszugrenzen. Spannend wird ja die Frage wie man so diskutieren will. Pudding an die Wand nageln?

  71. Heuchelei -- im Zweifel abstoßender als jede widerliche Ehrlichkeit
    Nun ja: Ich glaube mit dem Verweis und Hinweis auf den „Bomber-Harris,-Do-It-Again!“-Slogan der sog. „Antifa“ könntest du einen vielleicht entscheidenden, nicht unbedeutenden Punkt getroffen haben, werter Don Alphonso, der die Motivation und Sympathienlage von Menschen beeinflussen kann.

    Mir persönlich geht es z.B. nämlich (auch) so, dass ich mit v e r n ü n f t i g e n und e h r l i c h e n Menschen mich gern über die ‚verkürzten Ansichten‘ mich zu unterhalten mag — bei PIGEDIA-Kritik jedoch aus dem Mund von Heuchlern, Schwätzern und Paternalisten…

    …also z.B. ‚Grünen‘ die hie nach militärischen NATO-Invasionen rufen, und hier aber den Humanisten & Menschenschützer miemen…
    …Verräterparteien, Pseudo-Christen und Establishment-Mitglieder die medienwirksam von „Nächstenliebe“ salbadern (DLF „Kontrovers“, 23.12.), aber kein Problem haben, einen gut zweistelligen Teil der Bevölkerung ins Lohnpräkariat oder in die diskriminierenden Fittiche einer (nutzlosen) Schikanierungsbehörde abzuschieben…
    …oder eben eingangs genannten (Pseudo-)Linke, die zwar bei ‚KZ, Gestapo & Stasi‘ von „finsterster Dunkelheit“ reden, bei ‚Guantanamo, lügengestützter Irak-Invasion, CIA & NSA‘ aber wesentlich kleinlauter daherkommen, und im extrem neurotischsten Fall hier sogar ihren alten Freund „Bomber Harris“ bei der Arbeit beglückwünschen)…

    …mir dann ganz automatisch meine Sympathievorräte eher zu dem PEGIDA-Protest (als abstrakte Bewegung) lenkt.

    Nicht dass ich bei PIGIDA mitzuspazieren gedenke (dafür stört mich daran noch viel zu viel) — aber die Riege der (lautstärksten) Kritiker hat zumindest schonmal dafür gesorgt, dass ich definitiv nicht zu den Gegendemos gehen werde:

    Denn mit verlogenen Establishment-Bonzen, naiven Heile-Welt-Träumern und subventionierten Schönrednern möchte ich zumindest AUF GAR KEINEN FALL Seite an Seite stehen, und als Statist dienen.
    Insbesondere da deren durchklingender SOZIALRASSISMUS, der hinsichtlich der PEGIDA-Kritik ja nicht zu übersehen ist, mir keine Nummer besser erscheint, als das, was man der PEGIDA-Bewegung zu sein zuschreibt und vorwirft.

  72. Heuchelei -- im Zweifel abstoßender als jede widerliche Ehrlichkeit (Ergänzung)
    …also insofern hat das verlinkte Bild (https://deutschepatriotenseite.files.wordpress.com/2014/12/anstc3a4ndige.png) in mindestens einer Sache leider recht:

    Wenn DAS der „Anstand“ sein soll, der gegen PEGIDA aufsteht, dann will ich zu dem auf jeden Fall auch nicht dazu gehören.

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