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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Wehrhaft gegen Twitter, wehrlos gegen Kugeln

| 140 Lesermeinungen

Wie immer die Jagd nach den Brüdern Chérif (32) und Said K.(34), den mutmasslichen Attentätern auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo ausgehen wird – eines ist jetzt schon offensichtlich: Eine reflexhafte Debatte um die Vorratsdatenspeicherung, wie sie in Deutschland gerade wieder von der CSU begonnen wird, wird es in Frankreich nicht geben. Ebenso wenig wird man über Antiterrordateien sprechen, oder über Internetsperren für Terrorpropaganda ohne richterlichen Beschluss, einfach auf behördliche Anordnung an Internetprovider oder Firmen. Nicht etwa, weil das möglicherweise fundamentalen Prinzipien des Abendlandes wie der Meinungsfreiheit und Gewaltenteilung widerspräche, sondern weil Frankreich das alles längst hat. Erst im Juli des letzten Jahres passierte mit grosser Zustimmung die jüngste Verschärfung der Antiterrorgesetze die Parlamente im Schnelldurchgang – und mit dabei war vieles, was sich die Verfolgungsbehörden auch in totalitären Staaten wünschen würden. Speziell der Richtervorbehalt wurde, für einen Rechtsstaat fragwürdig, massiv zurückgenommen, etwa beim Entschlüsseln persönlicher Daten von Verdächtigen.

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Anlass für das neue Gesetz war der Erfolg des Islamischen Staates im Nahen Osten und die Sorge, deren europäische Kämpfer könnten sich nach ihrer Rückkehr als Terroristen betätigen. Im Mai des Jahres 2014 hatte ein derartiger Heimkehrer mutmasslich ein Massaker mit vier Toten im jüdischen Museum von Brüssel angerichtet. Tatwaffe war, wie im Fall von Charlie Hebdo, eine automatische Waffe vom Typ Kalaschnikow, die in Deutschland unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen würde. Der mutmassliche Täter Mehdi Nemmouche selbst hat, ähnlich wie die Brüder K., eine schwere Jugend hinter sich, und war bei seinem langen Weg in den Terrorismus ins Visier der Behörden geraten. Deshalb kam er schon bei seiner Rückreise aus den Terrorgebieten nach Deutschland unter Beobachtung des Bundesgrenzschutzes, wurde aber bei seiner Reise zum Tatort nicht aufgehalten. Nemmouche setzte sich nach der Tat nach Frankreich ab, und wurde dort festgenommen – weil man bei ihm Drogen vermutete und statt dessen das Sturmgewehr und weitere Waffen fand. Das detaillierte Wissen um die Einstellung des Täters, seine Reisen im Mittleren Osten und alle technischen Massnahmen, über die die Franzosen seit den ersten Antiterrorgesetzen von 2006 verfügen, haben weder den Anschlag verhindert, noch bei der Festnahme geholfen.

Derartige Erfahrungen mit Heimkehrern sind für die französischen Behörden nicht neu. Am 25. Juli 2013 fiel der liberale tunesische Spitzenpolitiker Mohammed Brahmi in Tunis einem Attentat mit einer automatischen Waffe zum Opfer, als er von Islamisten vor den Augen seiner Familie niedergeschossen wurde. Die gleiche Waffe kam auch beim Mord am Oppositionspolitiker Chokri Belaid im Februar des gleichen Jahres zum Einsatz. Die Morde hat Boubaker el-Hakim in Auftrag gegeben, auch er ein alter Bekannter der französischen Behörden. Er war in Paris Mitorganisator eines nach dem Park „Butte-Chaumont“ benannten Schleuserrings für Jihadisten, und versuchte dann selbst erfolglos über Syrien in den Irak zu gelangen, um dort gegen die USA zu kämpfen. El-Hakim wurde vor seinem Grenzübertritt vom Assad-Regime auf althergebrachte Art verhaftet und nach Frankreich ausgeliefert. Wegen der Beteiligung am Schleuserring wurde er 2008 verurteilt. Nach Verbüssung von 2/3 seiner Strafe wurde er jedoch entlassen und – mitsamt dem vollen Wissen um seine Vorgeschichte – von Frankreich nach Tunesien abgeschoben. Dort konnte sich el-Hakim ungehindert zu einer Grösse des islamistischen Terrors entwickeln konnte, und sich bei Youtube mit seinen Taten brüstet. Wer sich darüber informieren will, braucht keine Vorratsdatenspeicherung, es steht alles im Netz -obwohl Frankreich solche Bekennerinhalte bei Youtube sperren lassen kann.

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Im Jahr zuvor hatte der Islamist Mohamed Merah in Toulouse und Montauban bei drei unterschiedlichen Attentaten innerhalb einer Woche sieben Menschen getötet. Bei einem vorgetäuschten Kauf eines Motorrollers ermordete er den Anbieter, erschoss dann auf offener Strasse zwei Soldaten, und verübte später einen Überfall auf eine jüdische Schule, bei dem vier weitere Menschen starben. Seit 2006 wusste man seitens der Behörden über ihn und seine extremistischen Neigungen Bescheid. Auch sein Bruder gehört zu den militanten Islamisten, die von einem Krieg gegen die USA und Israel träumten. Der Erfolg bei der Suche nach dem Täter hat nur begrenzt etwas mit Daten zu tun: Merah wurde auffällig und der Polizei gemeldet, als er in einer Werkstatt darum bat, das GPS-Tracking-Modul des gestohlenen Rollers zu entfernen. Ausserdem konnte man die Besuche auf der Website, auf der der Roller zum Verkauf angeboten wurde, über die IPs zur Mutter von Merah zurück verfolgen. Dafür wäre allerdings keine lückenlose Totalüberwachung des Netzes für ein Jahr nötig gewesen wäre, sondern das normale Prozedere, das man auch hierzulande von der Verfolgung von illegalen Downloads aus dem Internet kennt. Mohammed Merah wurde bei der Belagerung seines Apartments von einer Anti-Terror-Einheit und einem Scharfschützen getötet. In seiner Wohnung und seinem Auto fand man ein ganzes Arsenal an automatischen Waffen, wie sie auch beim Anschlag auf Charlie Hebdo eingesetzt wurden, und grosse Mengen an Munition.

All diese Anschläge haben grosse Ähnlichkeiten. Es sind junge Männer, deren Bestrebungen seit langem bekannt sind, die vor den Attentaten mit einschlägigen Taten straffällig wurden, und laufend überwacht und abgehört wurden. Sie waren in den relevanten Datenbanken, die vor ihnen schützen sollten, es gab internationale Abgleiche, aber ihre Verbrechen konnten sie trotzdem ungehindert begehen. Die breiten Überwachungsinstrumente im Internet, die sich gegen die ganze Bevölkerung richten, halfen weder bei der Prävention noch bei der Fahndung. Und auch jetzt wird dieses Muster wieder deutlich. Chérif und Said K. sind seit Jahren der Polizei und dank eines TV-Berichts sogar der Öffentlichkeit bekannt, waren ebenfalls Teil des Butte-Chaumont-Schleuserrings und Jihadisten, und machten aus ihren Überzeugungen keinen Hehl. Sie standen vor den Attentaten unter direkter Beobachtung, aber ihre Pläne kannte man nicht. Frankreich hat alle gesetzlichen Möglichkeiten, im Internet gegen derartige Personen zu ermitteln, aber letztlich hilft auch das detaillierte Wissen um jahrelange Beteiligung an radikalen Gruppen nicht, die Anschläge zu verhindern. Die Täter können trotzdem mit Kriegswaffen wehrlose Zivilisten ermorden.

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Und in diesem Kontext muss man über ein anderes Gesetz sprechen, das nichts mit dem Internet zu tun hat: Mit dem französischen Waffenrecht. Das erlaubt es, nicht nur pro Waffe bis zu tausend Schuss daheim zu lagern, sondern auch Waffen zu erwerben, deren Besitz in Deutschland auf jeden Fall strafbar wäre. Die Hürden sind banal, und ein Verbot von Sturmgewehren wie der Kalaschnikow gibt es nicht, solange die Waffe nur halbautomatisch feuert. Wechselmagazine mit bis zu 20 Kugeln sind legal, und für militärische Munition auch grosser Kaliber braucht man eine spezielle Erlaubnis, die unbescholtene Bürger aber problemlos bekommen. Es ist ein Land der Jäger, der historischen Bürgerwehren und der Schützen, und während man in den letzten Jahren das Internetrecht verschärfte, wurde das Waffenrecht weiter liberalisiert. Waffen aus der Zeit vor 1900 sind sogar frei verkäuflich. Die bei den Anschlägen verwendeten Waffen müssen nicht aus Kriegsregionen eingeschmuggelt werden, es ist kein illegaler Kauf von grossen Mengen an Munition nötig.

Man kann in Frankreich gleichzeitig ohne Richterbeschluss Webseiten sperren lassen und Kalaschnikows kaufen. Terroristen, die lieber mit Waffen üben, als sich im Netz Videos aus Pakistan anschauen, werden von den gegen die Privatsphäre aller Franzosen gerichteten Überwachungsmethoden nicht betroffen. Nicht einmal das Wissen um ihre Vergangenheit hat sie aufhalten können.

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Insofern ist es da nur auf zynische Art schlüssig, wenn Marine Le Pen jetzt die Wiedereinführung der Todesstrafe fordert. Noch mehr Internetkontrolle geht nicht, also beginnt die Suche nach anderen Methoden. Und die Debatte darüber erspart auch die Frage, welche der im Zuge der Antiterrorgesetze eingeführten Massnahmen Erfolg hatten, welche sich als sinnlos erwiesen haben – und wo man Kapazitäten verwendete, die an anderen Orten sinnvoller gewesen wären. Die Polizeistreife vor dem Gebäude von Charlie Hebdo etwa wurde abgezogen, die Absichten bekannter Extremisten wurden nicht erkannt, aber das Netz wird mit grossem Aufwand voll überwacht. Möglicherweise haben die Extremisten längst verstanden, dass sie mit einem flachen Profil im Netz einen grossen Teil der staatlichen Verfolgung einfach unterlaufen können. Ob ein Twitteraccount erreichbar ist, ist egal – getötet wird mit echten Kugeln, und verfolgt mit echter Polizeiarbeit.

Ergänzung:

To make matters worse – auch Amedy C., der dritte Beteiligte am Verbrechen, der gestern mutmasslich eine Polizistin getötet hat und nun eine Geiselnahme durchführen soll, ist dem Vernehmen nach schon lange den Sicherheitsdiensten als Islamist bekannt.

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140 Lesermeinungen

  1. Auf den Punkt!
    Ein unaufgeregter und informativer Beitrag, wie man ihn sich von der Qualitätspresse zurzeit vergeblich wünscht.
    Danke.

  2. Titel eingeben
    ja danke für die erläuterungen

    ja das waffengesetz gehört verschärft aber das ist so wie in den usa da gibts eine große lobby dagegen aber so sind tür und tor geöffnet ja und woher die kalaschnikovs kommen braucht man auch nicht zu hinterfragen

    also ein kreislauf der auf der einen seite gewollt ist solange sich die einzelnen länder nicht konsequent gegen schärfere waffengesetze einsetzt

    • Titel eingeben
      Waffenrecht verschärfen, gehts noch.
      Oder will man durch eine Verschärfung nur noch das Terroristen Waffen haben. Bei solchen Taten wie in Paris nützt kein Waffenrecht.
      Den solche Täter bekommen ihre Waffen von überall her,
      nur nicht legal.

    • Dochm, natürlich hilft es. Es beginnt nämlich damit, dass sogenannte Sturmgewehre nicht einfach von jedem gut benutzt werden können. Der Umgang mit solchen Waffen muss geübt werden und wurde auch zumindest von der Gruppe, um die es geht, auch geübt – das ist bekannt. Natürlich kann man einen Menschen auch mit einer anderen Waffe umbringen, aber ein Sturmgewehr mit einem 20-Patronen-Magazin, das eventuell noch auf Dauerfeuer umgebaut wure, hat eine ganz andere Feuerkraft. Wenn man schon dafür sorgt, dass damit nicht ohne risiko geübt werden kann, kann man zumindest die Risiken einschränken. Denn dass dieses Gewehr hier benutzt wird, ist offensichtlich. Und so ein Verbot würde es denen schwerer machen, als ein verbotenes Video im Internet. Nicht umsonst haben wir übrigens in Deutschland einen anderen Zugang – Waffen mit einem Kaliber von 20mm. die man in Frankreich noch bekommen kann, sind bei uns verboten.

  3. Danke!
    Vielen Dank für die Darstellung der sinnlosen Überwachung. Man versteht nicht, warum daran eisern festgehalten wird. Kein Wunder, dass sich die Leute selber bewaffnen…
    Grüße vom Ortasee

  4. Titel eingeben
    es ist nicht die Zeit zum Streit. Doch möchte ich mich für die Waffe aussprechen. Soweit ich die verübten und den bekannten Teil der versuchten Massaker in USA überblicken kann, wurden die meisten potentiellen Opfer durch legale Waffen in den Händen von bedrohten Männern oder Frauen beschützt.

    Zugestanden, eine Verteidigung gegen vorbereitete, gut ausgerüstete Attentäter, die bereit sind zu sterben, ist fast aussichtslos. Ebenfalls bedenklich ist die folgende Militarisierung der Polizei, die sich auf Waffen einstellt.
    Doch glaube ich nicht, daß die gegenwärtig gültige Asymmetrie Bestand haben kann. Der Kriminelle hat Waffen. Der Bürger hat die Durchsetzung des Gewaltmonopol des Staates abzuwarten. Bis die Polizei den Weg in die Jachenau findet, oder nach Köditz, vergeht ein lange, lange Zeit.
    Ja, ich bin Christ. Möglich, daß ich die Stärke finde, die Wange hinzuhalten. Aber ich bin auch Hirte. Und als Hirte werde ich versuchen, meine Familie zu schützen.
    Die britische ode deutsche Fiktion des Gewaltmonopols und der notwendigen Waffenlosigkeit der Menschen (vs citizen, citoyen) ist nicht gewiß besser als die Tradition und Realität in F oder USA.

    • Titel eingeben
      Die Ironie daran ist doch, dass trotz den laxen Waffengesetzen in Frankreich diese Menschen gestorben sind, meinen sie nicht?

      Manchmal sollte man seine Ängste doch dem Realitätscheck unterziehen. Und der heißt: Wenn jemand mich töten will, dann tut er es.

      Daran ändert es nichts ob ich die Erlaubnis zum Führen einer 9mm, eines Sturmgewehrs oder eines Raketenwerfers habe. Mann drückt ab und rennt weg.
      Das Leben ist kein Westernfilm, niemand schaut sich gegenseitig 20 Minuten in die Augen bevor er die Waffe zieht.

      Also wie geht man damit um? Das sinnvollste ist meiner Meinung nach, der Zivilbevölkerung eben das Führen einer Waffe zu verbieten.
      Auf diese Weise muss der Täter zumindest seinen Waffenbesitz die ganze Zeit verbergen, kann von der Exekutive beim Auffliegen belangt werden und Affekttaten werden mit Messern oder stumpfen Waffen begangen. Finde ich persönlich beruhigender.

      Und, sind wir mal ehrlich hier, mit einem Blick nach Amerika führt sich die ganze Argumentation sowieso ad absurdum.
      Bei aller möglichen Unvergleichbarkeit zwischen den USA und Deutschland, Signifikanz sieht meiner Meinung nach anders aus vor allem auch unter Berücksichtigung gravierender Tragödien wie zB Kinder, die sich gegenseitig erschießen.

      Brauch ich nicht hier in Deutschland.
      Bei aller Gefahr, dass ich nachts mit einem Besenstiel statt einem G36-Sturmgewehr runter in die Küche stapfen muss wenn ich es rumpeln höre.

    • Morde USA
      Durch den legeren Umgang mit Waffen haben die USA die höchste Mordrate der Industrieländer. Durch die Waffen wird niemandgeschützt, sondern es werden im Gegenteil mehr unschuldige und wehrlose Menschen getötet, zum Beispiel Kinder beim Äpfelklauen. Ich schätze, Sie haben Ihre Information aus Rambo-Filmen.

    • Waffen? Nein.
      Wer Waffen befürwortet, muß damit leben, das jene ihn verletzen. Denn statistisch betrachtet ist der Angreifer fast immer schneller als der Verteidiger. Für mich ein sehr gutes Argument.

  5. auch ein Blog kann zur Qualitätspresse gehören
    @Muscat – wollen Sie damit ausdrücken, dass ein Blog der FAZ, dessen Autor nach eigenen Angaben von der FAZ bezahlt wird, nicht zur Qualitätspresse gehört?
    .
    Ein Blog in der e-Version hat eine viel weitere Verbreitung als die noble Druckausgabe. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung versichern, wie schwer es ist, eine papierne Frankfurter Allgemeine außerhalb vom Zentrum von Paris zu finden, denn ich war sehr oft der Arbeit wegen in Frankreich – an Orten, zu denen es Touristen nicht hinzieht.

    • Qualitätspresse, sogenannte
      1.) Zwischen „von jemandem bezahlt werden“ und „jemandem gehören“ gibt es m.E. einen gewaltigen Unterschied.
      2.) Kann über die „Qualitätspressehaftigkeit“ der FAZ, zumindest in der Behandlung des hier diskutierten Themas, trefflich gestritten werden.
      Einen richtig guten Kommentar wie den vom Don suchte ich bisher jedenfalls auf den Seiten vergeblich. Na ja, kann ja noch kommen – gebe die Hoffnung nicht auf.

  6. Alle betroffen
    Telefonat am Tag danach mit der neunjährigen Enkeltochter in der französischen Provinz:“Opa, hast Du schon gehört, was in Paris passiert ist? Ich habe Angst. – Und, Opa, hattet Ihr in Deutschland heute auch eine Schweigeminute?

    Hermann Pyro

  7. das meinen Sie ernst?
    einerseits kritisieren Sie zu Recht die sinnlose restriktive Internetüberwachung in FR, andererseits glauben Sie, dass ein schärferes Waffengesetz in FR soetwas verhindert hätte? Glauben Sie wirklich, dass die Attentäter den „Raketenwerfer“ legal gekauft haben? Gibt es überhaupt schon Informationen wie die Attentäter zu den Waffen gekommen sind? Oder schreien Sie einfach mal nach Verschärfungen von Gesetzen die Sie Sie selbst – im Gegensatz zum Internet – nicht betreffen? Armselig …

    • Titel eingeben
      @Eschenbach.
      Die Überlegungen zum Waffenrecht hatte ich auch angestellt. Auch ich bezweifle, daß die Täter in Besitz eines Jagdscheines waren und sich daher Gewehre im Waffengeschäft kauften.
      So wie ich es verstanden habe, benutzten sie auch vollautomatische AR.
      Und wenn ich den wikipedia Artikel richtíg verstehe, ist es de lege lata in FR auch nicht viel leichter als in D ein Gewehr zu erstehen (Jagdschein).

      Der reflexhafte Schrei nach schärferen Gesetzen betrifft bei den Waffengesetzen wohl nur eine kleine Gruppe.
      Die Einschränkung bürgerlicher Freiheitsrechte, und nichts anderes sind Vorratsdatenspeicherung etc, betrifft elementare Grundrechte eines jeden Einzelnen, und da sehe ich schon einen großen Unterschied.
      Was dann am Blogpost armselig sein sollte, entzieht mich mir. Verunglimpfung hilft in keiner sachlichen Diskussion, die der Beitrag ja sehr wohl anstoßen möchte.

    • Kurze Durchsage: Ich höre mir wirklich viel an und rede auch gern. Ich weise hier lediglich darauf hin, dass es in Frankreich andere Waffengesetze als bei uns gibt, was auch Wikipedia, Waffenmagazine, Sportschpützenforen etc pp. fraglos bestätigen. Das mache ich vor dem hintergrund, dass derartige, in Deutschland nur schwerst erhältliche Waffen in Frankreich nicht so ungewöhnlich sind. Ich ionformiere damit die Leser. Das ist meine aufgabe.

      Ich fordere deshalb nicht, dass in Deutschland das Waffenrecht verändert wird. Es ist nur ein Hinweis auf komplett unterschiedliche Gesetze in unserem Nachbarland, das mit Ssicherheit nach diesen Anschlägen auch Gedanken über Waffenkontrolle nachgehen wird. Ich sage Kontrolle. Nicht Verbot.

      Was ich aber überhaupt nicht akzeptiere, sind Ballerfreunde, die meinen, mich hier blöd anmachen zu müssen, nachdem ich einen Tag lang genau nachgeschaut habe, wo die Unterschiede sind, und die zu faul sind, auf Links zu klicken. Ich dulde hier keine derartigen Unhöflichkeiten und habe jetzt drei solche Kommentare wegen Verstoss gegen die hiesigen Richtlinien gelöscht. Sie können sich gern andernorts über mich auslassen, aber hier ist jetzt Schluss mit der freundlichen Schiene.

    • Waffengestez
      Selbst wenn ein strengeres Waffengesetz die Attentate vom 7.1. nicht hätte verhindern können, so kann es zumindest Nachahmungstaten verhindern. Ausserdem ist nicht einzusehen, wieso ein verschärftes Waffengesetz die persönliche Freiheit einschränken sollte – ich persönlich brauche jedenfalls keine Kalschnikoff für meine Selbstverwirklichung und schon gar nicht als Mittel der freien Meinungsäusserung.
      Es wäre sicherlich sinnvoller als die Aufhebung sämtlicher Schliessfächer in französischen Bahnhöfen nach einem Attentat in den 80er Jahren.

    • Titel eingeben
      @ Don Ferrando
      Auf den ersten Blick betrifft z.B. die Vorratsdatenspeicherung vielleicht mehr Bürger als die Waffengesetze, allerdings gelten die Waffengesetze genauso für alle Bürger, es wird halt nur versucht als erstes dort anzusetzen wo der geringste Widerstand erwartet wird. In meinem Umfeld waren einige der Meinung, da sie ja nichts zu verbergen haben, betrifft sie ja sowas wie die Vorratsdatenspeicherung nicht – in meinen Augen eine fatale Einstellung. Unter der Losung Kampf gegen den Terror nehmen anscheinend viele gerne eine Einschränkung der bürgerlichen Rechte in Kauf, auch diesmal werden wir sicher nicht lange auf neue Vorschläge zur erweiterten Überwachung aller warten müssen …

      @Tamara
      das hätte ich gerne genauer erklärt wie strengere Waffengesetze Nachahmungstäter verhindern sollen – ich glaube nämlich nicht, dass die Attentäter in Frankreich sich ihre Waffen legal besorgt haben …

    • Titel eingeben
      #“waffen nicht legal gekauft“: je mehr waffen im umlauf sind, desto schneller fehlt irgendwo mal eine, die man irgendwo anders illegal kaufen kann. je weniger waffen im umlauf sind, desto… merken sie selber, ne?

    • Titel eingeben
      @vert:
      sie glauben, dass die Sturmgewehre der Attentäter aus privatem Besitz abhanden gekommen sind?
      (und nicht etwa Waffen sind, die von Staaten z.b. in Krisenregionen geliefert worden sind?)
      merken sie selber, ne?

  8. Jaja, jetzt kommt wieder die alte Leier von den Waffengesetzen
    Warum wird wohl in dem ganzen Artikel nicht erwähnt, dass einer der beiden einen Raketenwerfer getragen haben soll? Weil es nicht in das Bild passt, denn Raketenwerfer sind dem Normalbürger auch in Frankreich gewiss nicht erlaubt.
    Auch in Frankreich ist es so wie überall auf der Welt: Die meisten Verbrechen werden mit illegalen Waffen begangen. Hat der Autor denn schon recherchiert, ob die Kalaschnikow überhaupt legal erworben wurde, bevor wusste, wie der Erwerb für solche Leute zukünftig zu erschweren ist? Oder handelt es sich hier um das gleiche Reflexbesserwissertum, das der Autor den deutschen Politikern vorwirft?
    Kaum war der Anschlag passiert, haben sich alle überholt mit den Beruhigungen, dass man das nicht allen Muslimen anlasten darf (was ich ausdrücklich mittrage!). Aber wenn es dann darum geht, Millionen von legalen Waffenbesitzern, die insgesamt sehr zuverlässig mit ihren Waffen umgehen und von denen kein einziger irgendwas mit diesem Verbrechen zu tun hat, wenn es also darum geht diese Gruppe mit neuen Gesetzten (ich präzisiere „Repressalien“) zu überziehen, dann ist es völlig ok, wenn man pauschal einfach alle in Schutzhaft nimt? Ernsthaft? Als nächstes kommen dann die Hobbychemiker dran, die Hobbyflieger, die Computerspieler und die Hundebsitzer. Da kann man dann schön undifferenziert drauf hauen. Und dann wundert man sich über Pegida?

    • Können Sie mir erklären, was genau man in einem Innenraum mit einem Raketenwerfer – also einer RPG – genau anfangen soll? Ich kann das technisch verstehen, wenn es etwa gegen teilgepanzerte Fahrzeuge geht, aber für das Ziel einer kleinen Redaktion ist das einfach die unpassendste waffe, die man sich vorstellen kann. Bislang jedenfalls ist doe RPG nur ein Gerücht.

      Frankreich geht bei der Definition techniusch vor, also über Munition, Magazin und Verschlussart. Die Kategorie Sturmgeweher, also „Asault Rifle“, wie in der amerikanischen Debatte, gibt es dort nicht. Das heisst, dass Waffen, die formal den Gesetzen entsprechen, dann auch verkauft werden dürfen, egal wie sie letztlich andernorts eingeteilt werden. Natürlich kommen solche Täter letztlich irgendwann illegal an diese Waffen, aber es macht schon einen Unterschied, wenn sie nur mit grössten Mühe zu beziehen sind und sofort Probleme bereiten, wenn man damit übt, oder eben verglichsweise leicht zu beziehen und umzubauen sind,

      Das ist keine Debatte um Waffenverbote in Deutschland. Ich wohne am Tegernsee, bei uns gibt es in jedem Bauernhof Waffen, es passiert damit auch nichts.

  9. Sie standen vor den Attentaten unter direkter Beobachtung, aber ihre Pläne kannte man nicht?
    Die Redaktion stand unter Polizeischutz, es werden X-Millonen in Überwachung gesteckt, Grundrechte eingeschränkt, Millionen Menschen unter Generalverdacht gestellt, es wird gefoltert, ohne Gerichte und Rechte eingesperrt…… und „hunderte solcher sind schon Anschäge verhindert“ ohne diese Sicherheitsgesetzte…. aber keine Täter präsentiert:-((
    .
    Niemand soll erzählen, das diese „Mörder“ ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen, mit einmal aus dem NICHTS aufgetaucht sind! Das Internetprofile wurde bestimmt ordentlich überwacht und die Kalschnikows waren noch vom Russlandfeldzugs Napoleons? :-((
    Der „Klassiker“ was im Netz nicht stattfindet, ist nicht Wirklichkeit.
    .
    Mehrere Personen, mit Sturmgewehren, Sprengstoff usw. können sich in Paris, in Frankreich unerkannt bewegen, haben keine Logistik, keine Absprachen, Kommunikations…. gebraucht?
    .
    Das waren doch keine Spontantäter, die aus einem Impuls heraus gehandelt haben!
    .
    Jetzt wird es doch deutlich und hoffendlich auch dem Letzten klar, das dieses o.a. nicht dazu dient, uns zu schützen, sondern UNS zu bewachen!
    .
    Brummig Sikasuu

  10. Wahrheitswidrige Stimmungsmache
    Kriegswaffen und militärische Munition sind in Frankreich für Zivilisten nicht erhältlich.

    Und ein Halbautomat ist per rechtlicher Definition kein Sturmgewehr, die Begriffsbestimmungen lassen sich auch mim WaffG und KWKG nachschlagen.

    Die Munition stammt aus ex-jugoslawischer Militärfertigung…

    Munitionserwerb ist in Fr, oder sonstwo nicht mengengebunden, was auch unsinnig ist…

    Und 12,7X99 Munition ist in Europa nicht deliktrelevant, wie Langwaffen überhaupt.

    Und eine letzte Anmerkung: Der Geschossdurchmesser ist kein Maß für die Gefährlichkeit, wer so etwas propagiert hat kein Interesse an einer objektiven Sachverhaltsdarstellung, oder?

    • Frankreich hat da andere Definitionen als wir – nicht unsonst linst man in deutschen Waffenforen sehrnsuchtscoll hinüber nach Frankreich und lobt deren Erlaubnis für halbautomatische Waffen. Komischerweise werden die gleichen Leute dann ganz pingelig, wenn man mal auf diese Unterschiede öffentlich hinweist. aber inforieren Sie sich halt einfach unter dem Link.

  11. Kriminelle und legale Waffen
    Will man nun tatsächlich erzählen, dass Schwerkriminelle zur Ausübung ihrer Taten legal Waffen erwerben? Granatenwerfer -wie offensichtlich nach Presseberichten mitgeführt- sind wohl in Frankreich auch nicht legal erhältlich. Ich würde mir eher um das „warum“ der Morde Gedanken machen als um das „womit“. Aber man könnte ja auch mal eine „Expertendiskussion“ starten, ob das Fluchtfahrzeug nicht vielleicht im Halteverbot geparkt war……

    • Als Enkel eines passionierten Jägers und Waffennarren sind mir die Waffentypen durchaus geläufig. aber ich denke, dass wir uns soweit einigen können, dass gewisse Typen einfach nicht leicht zu beziehen sein sollten. Die Sache mit dem Granatwerfer bzw der RPG würde ich vorerst einmal abwarten – wer sich auskennt weiss, wie problematisch solche Waffen beim Einsatz auf kurze Distanten und in städtischen Gegenden sind.

      Wie auch immer, wer der Meinung ist, dass man in Deutschland wie in Frankreich 20mm-Geschosse an Zivilisten ausgeben soll, der darf vortreten und mir erklären, welche Art Tier damit bekämpft werden soll. Ich dachte, das Nashörner in unseren Breiten ebenso ausgestorben sind wie Brontosaurier.

      Generell erscheint es mir so, als wunderte man sich hierzulande über die Bewaffnung – und da möchte ich eben aufklären, was in Frankreich alles möglich ist.

    • Titel eingeben
      Ich denke, es ist schon ein Unterschied, ob ich in der Breite der Gesellschaft Waffen vorfinde und leicht beschaffen kann, die von einer Art sind, dass sie mit „Jagd“ wirklich nix mehr zu tun haben, oder ob ich den Zugang dazu streng reglementiere.
      Natürlich haben Sie, „Jäger“, auch recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass diejenigen, die wirklich schwere Waffen wollen, diese auch bekommen können. Wenn, wie im aktuellen Fall zu vermuten, noch religiöser Fanatismus hinzu und können die Personen auf ein Netzwerk an auch kampferproblten Unterstützern zurückgreifen, gilt dies um so mehr. Ein tragbarer Raketenwerfer oder eine Panzerfaust oderwasauchimmerdie haben geht in Krisengebieten schnell verloren.

      Aber man muss es ihnen halt nicht leichter machen als notwendig. Insofern finde ich den deutschen, restriktiven Ansatz nicht verkehrt. Und man sollte auch nicht vergessen, dass polizeiseits mit zunehmender Wahrscheinlichkeit, dass ein Täter bewaffnet ist, die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Polizei auch von der Waffe Gebrauch macht. Und den ganzen John Rambos in den Polizeiinspektionen eine Steilvorlage gibt. Wohin das führt, sieht man ja in den USA, wo überraschend viele Leute der Ansicht sind, die neulich durch die Presse geisternden Tötungen von Bürgern, Kindern, durch Polizisten seien völlig OK und halt bedauerlicher aber unvermeidlicher Kollateralschaden, und es sei doch in solchen Zeiten beruhigend, seine Waffe im Hause zu haben…

      Abseits der Extreme, es gibt im Deutschen grauen Alltag genug Umstände, die eine restriktive Haltung als klug erscheinen lassen. Weil „spontan“ Waffen nur dort gebraucht werden können, wenn sie eben auch „spontan“ da sind. Etwa weil sie immer da sind. Wenn man dann an anderer Stelle liest, wie verbreitet psychische Krankheuten sind (siehe z.B. http://www.aerzteblatt.de/archiv/134511/Psychische-Erkrankungen-Hohes-Aufkommen-niedrige-Behandlungsrate), finde ich es sehr beruhigend, wenn nicht jeder Bekloppte einfach mal die Schublade aufmachen kann, um es salopp auszudrücken.

  12. Ich habe Angst
    Angst vor Scharfmachern, die jede Gelegenheit nutzen wollen unsere Freiheitsrechte einzuschränken. Angst davor, dass ein paar wirklich armselige Idioten den Vorwand liefern, Europa zur USofA umzubauen.

    Warum? Weil wir bereits jetzt das gesamte Instrumentarium haben, dass für einen erschütternden Repressionsstaat notwendig ist. Alles was fehlt ist ein Haider oder so an der Macht, der die Instrumente ein wenig rücksichtsloser nutzt, als im Moment schon.

    Verlgeiche Kafka, Kanzler und da knackt nichts: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0CC4QFjAB&url=https%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2FKafkaKanzlerUndDaKnacktNichts&ei=862vVNGoGYnfPdnkgcAL&usg=AFQjCNG_pGJ2vijC4oxjbtetepjtVHzRBA&bvm=bv.83339334,d.ZWU

    Dann haben die Wirrköpfe gewonnen.

    Für mich persönlich ist das Wiederaufwärmen Verfassungswiedriger Überwachungsmassnahmen genauso abstoßend wie die AfD-rechts-außen Kommentare. Intolerant, kleingeistig, effektheischend, uneffektiv gegen die wahren Bedrohungen.

    My 2ct.

  13. Auch als...
    … Verfechter eines sehr strengen Waffengesetzes (für die Selbstverteidigung sind Schußwaffen meiner Ansicht nach nicht wirklich nützlich), glaube ich nicht, dass solche Taten durch Waffengesetze verhinderbar sind. Für Syrienrückkehrer dürfte es immer machbar sein, solche Waffen zu bekommen. Sie haben das entsprechende Netzwerk.

    Deprimierend ist in der Tat, dass bekannte und angeblich überwachte Personen solche Taten durchführen können. Was wird denn da überwacht? Das Facebookprofil und der Emailaccount? So dumm sind leider auch Terroristen nicht, dass das hilft. Insofern zeigt sich hier wieder deutlich, wie nutzlos diese ganzen Internet Überwachungsgesetze für die Verhinderung von Terrorismus sind. Ich glaube mittlerweile eher, dass diese Möglichkeiten die Ermittler in ein falsche Sicherheitsdenken verführen könnten. Man überwacht die Leute ja. Aber eben nur virtuell.

  14. Bedrohung
    Mal schauen wie lange diese Meinung anhält…wahrscheinlich nur bis zur nächsten PEGIDA Demo.

  15. Islam
    Sehr guter Beitrag, werter Don.
    Lassen sie mich die Fragen stellen:
    Was nutzt es uns wenn 99.99% von 5Mio. Muslimen uns nicht töten wollen. ein paar hundert Muslime dies aber sehr wohl tun möchten, auf Bahnhöfen, bei Versammlungen oder vielleicht jetzt, während der Karnevalsumzüge?

    Wie viel Prozent dieser 5Mio. nicht schießenden Muslime befürworten die Scharia, patriarchaisches Denken, Zwangsheirat, Friedensrichter/Paralleljustiz und Ablehnung des „dekadenten Abendlandes“ und unserer Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und das Freie Wort?

    Vor 20 Jahren sah ich nie ein 16-jähriges Mädchen mit einme Kopftuch. Heute vergeht kaum ein Tag wo ich nicht ein paar von ihnen sehe. Mich macht das alles sehr traurig und nachdenklich. Irgendwo lies ich einmal: Das Kopftuch ist das Hakenkreuz des Islam. Warum diese feindliche Grundhaltung gegen uns und unsere freiheitlichen Werte?

    • Die Frage it nicht leicht zu beantworten. aber ich habe bald eine kopftuchtragende Gastautorin.

      Nach meiner Meinung steht der Islam vor einem krassen Umbruch, nicht umsonst sind die meisten Opfer des Terrors Muslime. Ich habe jedoch den eindruck, dass bei der Verfolgung von Tätern einfach Kontrollmöglichkeiten mitgenommen werden, die den Tätern nicht wegh tun, weil sie sich darauf einstellen können, den normalen Menschen aber sehr wohl siehe VDS als mittelim Kampf gegen Downloads. Da geht es mir einfach um die Frage, macht das wirklich Sinn.

      Ansonsten, natürlich bin ich gegen Terror und Bedrohung und miese Behandlung. Ich hatte hier letztes Jahr jede Menge ärger mit Antifa und PI. Ich könnte da auch mal freidrehen und zum Staatsanwalt gehen. Trotzdem versuche ich, tolerant zu bleiben.

  16. gut - nicht gut
    gut:
    du hast dargelegt, dass eine verschäfung der gesetze, in diesem fall zum internet, nichts genutzt hat
    nicht gut:
    du forderst eine verschärfung der gesetze, in diesem fall waffenrecht, obwohl die täter gegen das bestehende gesetz bereits verstoßen haben, wie du selbst schreibst.
    was hätte es genutzt, wenn der besitz von automatischen waffen nicht nur verboten sondern verbotener gewesen wäre?

    • Nein, ich frage nach effektiver Waffenkontrolle. Das ist etwas ganz anderes. Die aktuiellen Gesetze in frankreich können das nicht bewerkstelligen. die Debatte wird so oder so kommen, man kann sie also durchaus aufwerfen.

      Auf eine Antwort auf die Frage, wozu man in unserem Kontinent ein Browninggeschütz braucht, warte ich immer noch.

  17. Titel eingeben
    Was halten sie von der Idee, dass alle Zeitungen Europas als deutliches Zeichen gegen Gewalt die Karikaturen drucken, die diese Gewalt hervorgerufen haben. Nach dem Motto „Wer Gewalt sät wird Spot ernten.“?

  18. Don, Treffer und versenkt ...
    Und jetzt denke ich mal laut darüber nach, was man gegen islamistische Terroristen tun könnte, wenn man nur seine Vernunft benutzt:

    1) Flächendeckende 24/7 Überwachung für jeden radikalen Islamisten/Prediger, unabhängig davon, ob der schon mal an Anschlägen oder Abnschlagsplanungen beteiligt war
    2) Zurückweisung von in den Nahen Osten ausgereisten Dschihadisten, ersatzweise sofortige Haft nach Grenzrücküberschreitung. Ohne Einzelfallprüfung und summarisch
    3) Abnschalten/Blockieren/Zerstören aller Webseiten im Netz, die dschihadistische oder islamistische Propaganda verbreiten. Egal, wo die Server stehen und welchem Recht die unterliegen

    Und jetzt trete ich zurück, betrachte das Gesagte und stelle fest – nichts davon liesse sich so in Gesetze fassen, dass diese mit unserem liberalen Rechtsstaatsverständnis vereinbar sind. Würde man eine der oben genannten 3 Massnahmen ernsthaft ins Auge fassen, bräche zusätzlich ein öffentlicher Entrüstungssturm los.

    Also bleibt der Rechtsstaat letztlich bewusst hilflos, um sich selbst zu erhalten. Damit erfüllt er in den Augen seiner Bürger die absolute Kernaufgabe eines Staates mit staatlichem Gewaltmonopol nicht mehr – Schutz seiner Bürger vor physischen Bedrohungen. Als Folge davon verlieren die Leute den Glauben an den Rechtsstaat und bilden äusserliche oder verinnerlichte PEGIDEN. Catch 22.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      „– nichts davon liesse sich so in Gesetze fassen, dass diese mit unserem liberalen Rechtsstaatsverständnis vereinbar sind.“

      Richtig. Das ist die eine Seite.

      Der sogenannte Rechtsstaat hat auf der anderen Seite auch die Pflicht, die Bürger zu schützen.

      Daher passiert es ab und an, dass eine schnurstracks durchgehaltene Liberalität zwar ideal gedacht, aber nicht immer durchgängig möglich ist. (Nein, ich will jetzt nicht die RAF-Geschichten und die drakonischen, teils hysterischen staatlichen Maßnahmen, Berufsverbote, Lauschangriffe und Einschnitte relativieren.)

      Stichwort: Güterabwägung.

      Auf der einen Seite das hohe Gut das Recht auf Freiheit, die Freiheit, sich frei bewegen zu können und frei reden zu können – auf der anderen Seite das hohe Gut des Schutzes der Bürger.

      Leider wird diese Güterabwägung von Verantwortlichen wie von den Bürgern nicht emotionsfrei und schon gar nicht sorgfältig betrieben. Man hat heute eh schon die Jahre der scheinheiligen, verlogenen, hysterischen digitalen Überwacher und ihrer Profiteure. Man wird es nicht lassen, auch wenn es erwiesenermaßen sinnlos ist, wie amn gerade sieht. Zuviel Geld wird damit von Anbietern verdient, zuviele Vorteile beim die Bürger in Schach Halten gingen verloren

      Und es wird anlässlich der Attentate zusätzlich die Stunde der populistischen Scharfmacher werden.

      Niemandem auf der Seite der Bürger wird gedient sein. Aber wer schert sich, oft nicht einmal der Bürger.

      Liberalität muss man sich auch erstmal leisten können. Man sollte sie verteidigen, wo es nur geht. Fürchte nur, dass sie eh schon halb perdu ist mit der – wie wir sehen im Grunde sinnlosen – Datenüberwachung.

      (Allerdings muss man auch sagen: Die Attentäter waren dank der Überwachungs-Erkenntnise über sie immerhin auf der No-Fly-Liste der USA. Man hat sie erfolgreicherweise einfach konsequent nicht reingelassen. Der Vorteil eines Kontinents, der einen riesengroße Insel ist, die technisch nicht zu Fuß/Auto bereisbar ist, sondern zu der man hinfliegen muss – oder maximal 4 Wochen Bananendampfer. Sowas hat man in Europa nicht, unsere Grenzen sind liberal und durchlässig. Man wird sicher auch über Schengenabkommen und Grenzüberwachung neu nachdenken. Schweizerische Zöllner lassen laut einer Meldung neuerdings nicht einmal eine Pizza-Bestellung durch …)

    • Titel eingeben
      Nach der Logik versagt der Staat bereits beim Schutz seiner Bürger vor den Hunderten von gewöhnlichen Morden, die jedes Jahr in Deutschland oder Frankreich begangen werden. Die Taten im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus machen hier nur einen kleinen Bruchteil aus.

  19. Pingback: Gegenargumente. Auf Vorrat. http://t.co/5BOLcNnXO2 | Zu Recht gehört

  20. 20mm
    Ich glaube, mit 20mm täuschen Sie sich. Das ist doch ehen ein Geschützkaliber
    http://de.wikipedia.org/wiki/2-cm-Flak_38

    Aber ich denke, es geht ja hier nicht so sehr um eine Waffendiskussion, sondern eher um den tatsächlichen Nutzen aller dieser Überwachungs- und Verbotstmaßnahmen die anscheinend nun ziemlich wirkungslos waren, das Attentat zu vereiteln aber imho einen schweren Angriff auf verfassungsmäßige Grundrechte darstellen.

    • Jein, der aktuelle Gesetzestext in Frankreich verbietet tatsächlich alles über 20mm.

      Und darunter die Munition mit Sprengwirkung, was dann das im zweitem Weltkrieg übliche Flakgeschütz bzw überschwere Maschinenkanone wäre. Die Jäger haben in Frankreich eine enorme Lobby, und auch Waffenammler haben es dort sehr einfach.

    • Titel eingeben
      @D.F. – das genau ist der Punkt. Zumindest nach meiner Kenntnis fehlt all diesen Maßnahmen bis heute jegliche nachweisliche Rechtfertigung im Sinne einer Aufwand/Schaden vs. Nutzen-Abwägung. Was man so aufschnappt, ist eher, dass diese Maßnahmen gegen die Straftaten, die sie angeblich verhindern sollen, so rein gar nichts bewirken, sehr wohl aber in erheblichem Maße einen Beobachtungs- und Überwachungsdruck in der Breite erzeugen. Was genau die Dinge sind, die das Bundesverfassungsgericht damals im Volkszählungsurteil angeführt hat um zu Begründen warum die Volkszählung verfassungswidrig sei.

      Und dies gepaart mit dem Missbrauch solcher Mittel – Sachsen, Demonstrationen vor ein paar Jahren, flächendeckende Auswertung von Bewegungsdaten, bei wem klingelt (sic!) es? – und den, hrmph, nicht immer geschickt, reflektiert und objektiv ermittelnd agierenden Behörden.

      Und ja, es ist ein Stück weit auch die Frage, welchen Preis ich bereit bin, für Freiheit zu zahlen. Die Erkenntnis zu haben, dass man in niemals alle Verbrechen wird verhindern können, und schon gar nicht die Taten von professionell agierenden Überzeugungstätern, die zum Teil gegen den eigenen Selbsterhaltungstrieb handeln.

      Was passiert, ist, dass man Massnahmen einführt, die kriminalistische in Bezug auf die sie rechtfertigenden Straftaten bestenfalls Pipifax, meist aber Nonsens sind, und gleichzeitig den sehr hohen Preis ignoriert oder runterspielt. Ein bisschen so wie diese Teleshopping-Köche, die einem wortreich und mit blumigsten Versprechungen masslos überteuerte China-Blechpfannen andrehen wollen, weil man damit pausenlos irgendwelche Plastiktüten schmelzen oder die Teile mit einem Hammer traktieren könnte. Und doch bloss Tand verkaufen.

  21. Nur um den Blick einmal etwas weiter zu machen..... ein wenig über Paris hinausgeblickt!
    und ohne jetzt relativieren zu wollen, das ist auch in dieser Zeit geschehen:
    .
    Mal „boko haram“ ins FAZ Suchfeld eingeben, Google braucht man gar nicht bemühen, das wird abendfüllend……..
    .
    2.000 Tote werden allein am 8.1. bei EINEM Angriff vermutet und bei etwas weiterer Suche dürfte es nicht schwer fallen, zw. Syrien, Kabul, Somalia und der „Goldküste“ in den letzten Tagen viele „Terrorangriffe“ zu finden, die viele, viele Tote hinterlassen haben.
    .
    „Wenn hinten weit in der „Türkei“ die Völker aufeinanderschlagen ((c) Goethe) ist das ein Nebensatz in der Tagesschau, in Paris füllt dieser Vorfall tagelang die Blätter und Kommentarspalten.
    .
    Die Schuldfrage will ich hier nicht anschneiden, die politische Dimension entzieht sich wahrscheinlich vielen hier? (na ja wenigstens in der allgemeinen FAZ), aber etwas weniger „Schnappatmung“ und etwas weniger „kurzschlüssige“ Schuldzuweisung würde allen gut tun.
    .
    In unserem kleinen friedlichem Europa ist ein, bis heute nicht vorstellbarer, Mord geschehen. Ich selbst habe tiefes Mitgefühl für die Kollegen, ihre Angehörigen in Paris. Wünsche, das die Täter vom „Rechtsstaat“ zur Rechenschaft gezogen werden!
    .
    Aber finde es genau so wichtig, das wir VIEL, VIEL MEHR tun, das auch ausserhalb Europas MENSCHEN friedlich leben können und nicht (wie es in den letzten Jahren sehr deutlich wurde) massiv dabei helfen, das „Feuerchen zu schüren!“ von dem jetzt ein Funke in unsere heile Welt rüber gesprungen ist!
    .
    Bei solchen Ereignissen HIER, kommt uns mMn. immer wieder die Perspektive ab handen. Das richtige „gleiche“ Mass für die Dinge, hier und anderswo! :-((
    .
    Das nur mal so am Rande.
    ,
    nachdenklich
    Sikasuu

  22. Sehr schöne Analyse!
    Die deutsche Politik wird hingegen andere Konsequenzen ziehen: Als erstes einmal bekommt Thomas Middelhoff leistungslose 12 Mrd. Euro überwiesen, die dann für 150 Jahre bei Schulen, Universitäten und Krankenhäusern fehlen. Dann kürzt Gabriel das in „Freiheits-Gratifikation“ umbenannte Hartz4 um 25% und findet, das sei eine richtig soziale Tat. Schließlich gibt es eine breite Medienkampagne, in der führende Kolumnisten sich darüber beschweren, dass so viele Deutsche politikverdrossen und irgendwie mit den tollen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit (siehe oben) nicht einverstanden sind. Nein, das ist keine frustrierte Satire. Die Realität wird noch absurder sein!

  23. Danke für den Beitrag
    Für mich in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn.

    Die Anhänger der Postprivacy haben noch einen langen Weg
    vor sich
    Die Fragwürdigkeit von Internetsperren.
    An diesem verstörenden Attentat wird die Unzuverlässigkeit
    Der vernetzten Welt deutlich, die man sonst nicht gern an die
    “ Große Glocke“ hängt.

  24. Abendland als Jungfrauenbeschaffer...
    Sehr geehrter Herr Rainer Meyer,

    französische Waffengesetze, Überwachung, und bisher schon bekannte Lebensläufe von Jungfrauensüchtigen
    sind sicher wichtig zu besprechen.

    Die Toten sind zwar noch nicht begraben, doch die Diskussion scheint eröffnet.

    Die Politik wird, wie Sie richtig schreiben, noch mehr Überwachung, noch mehr die individuelle Freiheit einschränkende
    Gesetze fordern.

    Unsere gesammelten Daten werden bewertet werden von Menschen ohne Bildungshintergrund, deren oberste Dienstherren
    wie Herr de Maizière sagen: „Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun“, was neben der Geringschätzung
    der toten Zeichner, die bekanntlich nicht für den Disney Konzern „Cinderella“ gezeichnet haben, auch bedeutete, die
    heilige Inquisition war nie der Katholischen Kirche zugehörig.

    Und einem

    Bundespräsidenten, welcher wie dato die Bildzeitung titelte:“Wir sind Papst“, heute vor seinem Volk den geistvollen Ausspruch
    von sich gab:“Wir sind Charlie“!

    Die Äußerungen dieser Personen machen jedem klar wie deren Untergebene unsere Daten interpretieren werden.
    Das ist der eigentliche Untergang des Abendlandes.

    Dem geistig Schönen zugeneigt halte ich es da lieber mit Konrad Adenauer, welcher sagte: „Europa ist nur möglich,
    wenn die Gemeinschaft der europäischen Völker wiederhergestellt wird, in der jedes Volk seinen unersetzlichen Beitrag zur
    europäischen Wirtschaft und Kultur, zum abendländischen Denken, Dichten und Gestalten liefert.“

    Beim nachmittäglichem Tee werde ich schon mal beginnen Goethes „West-östlicher Divan“ zu lesen.

  25. Pingback: Wehrhaft gegen Twitter, wehrlos gegen Kugeln – Deus ex Machina | Digitale Notdurft

  26. Pingback: Was tun nach den Morden in Paris?

  27. Vorratsdatenspeicherung keine Überwachung
    Ich verstehe die Debatte in Deutschland nicht. Habe nichts gegen die sog. Vorratsdatenspeicherung einzuwenden, finde nur den Namen nicht glücklich gewählt, denn offensichtlich eckt er gefühle einer Paraneua. Dass die CSU damit jetzt ausgerechnet kommt…ok. Wäre nicht nötig gewesen. Generell halte ich das Instrument aber für sehr sinnvoll. Deswegen gefällt mir die Relation des Artikels nicht: niemand, der die VDS befürtet, behauptet, es sei das Maß aller Dinge. Unsinn! Es ist ein mögliches Instrument und in einer zeit, in der Kriminalität nun mal viel mit dem Handy und dem WWW abgewickelt / organisiert, etc. wird, notwendig. Und es ist heutzutage nun mal echte Polizeiarbeit, auch auf solche Möglichkeiten zurückzugreifen.

  28. Leider sind die kommentare kaputt ...
    Alles rechts hart abgeschnitten … (Chrome, Mac)

    Toller Text. Die Überwachungsseite kannte ich, die Waffengesetze waren mir unbekannt ..

  29. Rückverfolgung von Downloads
    „Dafür wäre allerdings keine lückenlose Totalüberwachung des Netzes für ein Jahr nötig gewesen wäre, sondern das normale Prozedere, das man auch hierzulande von der Verfolgung von illegalen Downloads aus dem Internet kennt. “

    Das war mal so, bis vor einigen Jahren. Seit dem Wegfall der VDS klappt die Rückverfolgung nur noch, wenn die Download-Datei vom ursprünglichen Anbieter mit einer speziellen Codierung versehen ist, oder wenn – wie nur noch selten anzutreffen – keine Flatrate mit dem ISP (Telekom etc.) vereinbart ist (so dass dieser die Nutzungsdaten für Abrechnungszwecke speichert, die dann wiederum herangezogen werden könne). Ansonsten können solche illegalen Downloads nicht mehr rückverfolgt werden. Nachrichten-Austausch über die Ablage auf einer Cloud ist sowieso nicht nachzuvollziehen ohne VDS.
    Der Attentäter Merah wäre in Deutschland also wohl kaum gefasst worden …

  30. VDS
    Die VDS richtet sich gegen eine ganz andere Sorte der Terroristen: Die 14 Jährigen Raubmordkopierer, die doch unbedingt zur Strecke gebracht werden müssen.
    Ein restriktiveres Waffenrecht hätte zumindest eine Wirkung: Ein öffentliches Training wäre nicht mehr möglich, und das Geballer mit einer Kalashnikov ist auffällig. Und regelmäßiges Üben ist notwendig sofern man sich nicht selber in den fuß schießen will.

  31. off topic: Formatierung
    Ist das nur mein blöder IE11 oder wird hier tatsächlich grad rechts und teils auch links grad der Text abgeschnitten? Das war beim letzten Besuch hier noch anders.

    • Titel eingeben
      Also bei mir sieht alles normal aus, aber auch andere haben wohl Probleme… seltsam.

    • Ständiges Rätselraten was da wohl Wichtiges stehen mag
      Bei mir nur an einer Seite. Irgendjemand hackt rechts ein Stück Text ab.

    • o.t. Firefox
      same here. Safari + mac schneiden Ränder ab, Firefox machts lesbar.

    • Rechts abgeschnitten wird schon lange und zwar bei sehr alten
      Beiträgen (ich gehe öfters auch mal mehrere Jahre zurück).

      Firefox funktioniert

    • IE mag kein WordPress
      Diese Darstellungsprobleme von WordPress-Blogs gibt gibt es nur mit den IE. Firefox ist dafür besser geeignet und zeigt alles korrekt an.

  32. Titel eingeben
    Das Problem ist nur – wenn Waffen illegal sind, haben nur noch diejenigen Menschen Waffen, denen die Legalität ziemlich egal ist. Es glaubt doch wohl keiner, dass sich ein Islamist dadurch von Waffen fernhalten lässt, dass man Waffen verbietet?

    • Sinn der Waffenkontrolle
      Wenn ich als Polizei aber auch nur die Hälfte der jenigen, die sich mit einer Kalaschnikow bewaffnet haben, und sich so tatsächlich auf ein Attentat vorbereiten (denn, wie der Don schon sagte, für den privaten Besitz einer solchen Waffe gibt es in Mitteleuropa kaum einen vernünftigen Grund), wegen illegalem Waffenbesitz festnehmen kann — dann habe ich, vereinfacht gesagt, die Anzahl der Terroranschläge und der Toten schon einmal halbiert.

    • Titel eingeben
      @Anderer Georg
      keine kein Land in (West)Europa wo man als Zivilist legal vollautomatische Sturmgewehre bekommen würde. Wie soll bei Ihrem Szenario eigentlich die Polizei wissen dass wer im Besitz einer illegalen Waffe ist?

    • Die Strafen ...
      … wegen illegalem Waffenbesitz sind für Kriminelle und Terroristen völliger Peanuts und im Vergleich zur Strafandrohung der Haupttat quantitativ irrelevant. Lt. dt. Polizeigewerkschaft werden 3 von 4 Schusswaffen in D illegal besessen … Abschreckungwirkung des Gesetzes gleich Null.

  33. Bewaffnet Euch
    Warum gerade die US-Journalisten Hebdos Karikaturen jetzt nur verpixelt veröffentlichen?
    .
    Obwohl sie doch in einem freien Land leben und sich darum zur Verteidigung selber bewaffnen dürfen. (Im WTC fehlte einfach die Flak!)

  34. Wieder etwas gelernt
    Nun weiß man also, warum in Frankreich soviele Terroristen zu Schusswaffen greifen, statt Sprengsätze zu bauen.
    Ein Staat der in dieser verrückten Welt großkalibrige Schusswaffen im freien Handel zulässt,
    darf sich wirklich nicht wundern wenn Verrückte damit morden. Es bleibt die Frage nach der Panzerfaust ….

  35. Überwachung/Waffengesetze
    Hallo Don,

    der Artikel ist sehr gelungen und weist zurecht auf den fragwürdigen Nutzen einer Rundumüberwachung hin. Das Problem ist ja auch, man gibt immer mehr Geld aus für eine Überwachung, die keinen Nutzen bringt – und spart dafür an anderer Stelle, zum Beispiel beim Personal oder der Vorbeugung, was vielleicht mehr Nutzen bringen würde.

    Was das Thema Waffen und Waffengesetze angeht hat der Artikel aber noch einige Unschärfen, da muss ich einigen meiner Vorredner leider zustimmen.

    Deutschland hat eines der restriktivsten Waffengesetze und das ist gut so. Als angehender Sportschütze, der eine großkalibrige Waffe sein eigen nennen möchte, wird man überprüft von LKA und Verfassungsschutz, von der Ortspolizeibehörde und der zuständigen Behörde. Man darf nicht vorbestraft sein, muss ein vergleichsweise hohes Mindestalter haben und natürlich muss man ein sportliches Bedürfnis haben, was ein vom Bundesverwaltungsamt zugelassener Verband bestätigt. Dazu muss man regelmäßig trainieren und sich im sportlichen Wettkampf messen. Aufbewahrung und Transport der Waffe sind genau geregelt. Sportschiessen und Jagen sind, das sei nebenbei gesagt, auch keine billigen Hobbys. Das alles ist gut so, denn es geht ja um Sport und nicht um was anderes. Neu-Jäger bekommen im Vergleich zu Neu-Schützen ihre Waffen etwas schneller, aber ansonsten sind die hohen Anforderungen bei uns ähnlich.

    Ich wohne fünf Kilometer von der frz. Grenze entfernt und kenne auch viele frz. Schützen. In Frankreich sind die Bestimmungen in der Tat nicht ganz so scharf wie in Deutschland. Dies betrifft insbesondere die Überprüfung der persönlichen Eignung des Waffenbesitzers, weniger das, was man besitzen darf:

    1. Auch in D kann man als Schütze mit einem entsprechendem, vom Verband bescheinigten Bedürfnis ein halbautomatisches Gewehr kaufen und legal besitzen. Die zum Verkauf/Kauf zulässigen Gewehre brauchen eine Bescheinigung vom BKA. Wäre es in D grundsätzlich verboten, ein halbautomatisches Gewehr zu kaufen, so würde Frankonia, ein Unternehmen der Otto Group, sie hier wohl kaum anbieten:

    http://tinyurl.com/n7ykdjj

    Es gibt andere Anbieter in D, da kann man sich auch einen halbautomatischen AK-47-Klon kaufen, wenn man das will und darf. Die wenigsten Schützen kaufen sich aber so etwas.

    2. Es gibt keine Mengenbegrenzung für Munition, jedenfalls nicht durch das Waffengesetz. 1000 Schuss Munition ist aus Kostengründen für Sportschützen, für Jöger weniger, eine gängige Losgröße. Das ist nur eine kleine Kiste. Zum Vergleich: Ein ambitionierter Pistolenschütze, der deutschlandweit vorne mitschießen will, trainiert rd. 5.000 Schuss im Jahr. Da sind 1000 Schuss nichts.

    3. Hinsichtlich Kaliber gibt es in D Begrenzungen, so ist jegliche panzerbrechende Munition, also Munition, die designt wurde, Schutzwesten zu durchschlagen, verboten. Zum Beispiel das belgische Kaliber FN 5,7 x 28 mm. Die Zahl vorne ist der Durchmesser der „Kugel“, die Zahl hinten die Länge der Patrone. Man sieht, das Ding ist nicht sehr groß und dennoch aufgrund seiner Ballistik enorm gefährlich. Das größte, was die Nato so aus Handfeuerwaffen verschießt, ist Kaliber .50 BMG (12,7 × 99 mm NATO). Eine Patrone des Kalibers „20 mm“ ist mir nicht bekannt, wenn, dann ist das allerhöchstens etwas für Vorderladerschützen.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ein guter Artikel, hinsichtlich Waffengesetze allerdings zu hinterfragen. Übrigens, in D kommen bei den allermeisten Verbechen mit Schusswaffen frei verkäufliche Gas- und Schreckschusspistolen zum Einsatz, dann kommt erst mal lange, lange nichts, dann kommen illegale Schusswaffen, dann kommt wieder lange nichts, erst dann kommen die legalen Waffen.

  36. Titel eingeben
    Eigentlich hätte das Ganze nie passieren dürfen. Mord und Geiselnahmen sind ja eh schon verboten.

  37. Waffenbesitz ist auch ein Freiheitsrecht
    Warum gilt eigentlich für die 99,99% der gesetzestreuen Waffenbesitzer nicht der gleiche Schutz vor ungerechtfertigten Pauschalierungen wie für die 99,99% der Muslime, die hier einfach in Frieden leben wollen?

    • Ich stelle mich nicht gegen den Besitz von Waffen, es geht um die Frage, wie man diesen Besitz gesellschaftsverträglichg gestaltet.

  38. Titel eingeben
    Wozu sammelt man die ganzen Daten? Die einen behaupten, damit werden wir geschütz. Es schütz uns vor Terror. Aber scheinbar scheint dem nicht so zu sein. Zwar gibt es immer wieder – ich nenne sie so – Behauptungen von den entsprechenden Stellen, dass aufgrund all der gesammelten Daten so und so viele Anschläge verhindert werden konnten. Aber ist das wirklich so? Man kann es nur überprüfen, indem man Einblick in die Unterlagen nimmt. Aber wie wir inzwischen wissen, ist das Recht auf Information über die Tätigkeit von Diensten, die zu unserem Schutz da sind, nur sehr schwer durchzusetzen. Und wenn man dann an die USA denkt, endet ein Bericht von über 6000 Seiten über die Tätigkeit der Dienste in einer Zusammenfassung von… um die 600 Seiten. Warum dem so war? Warum man kein Recht auf Auskunft hat? Um die Arbeit der Dienste und damit unsere Sicherheit nicht zu gefährden natürlich. Aber die Dienste können in alles von uns Einblick nehmen, wie es ihnen beliebt. Und wenn es dann hart auf hart kommt? Dann eignen sich all die gesammelten Daten im besten Falle dazu, im Nachhinein alles genau zu rekonstruieren. Es ist wie mit den Videokameras. Verbrechen können sie nicht verhindern, sie können im besten Falle im Nachhinein die Aufklärung erleichtern.

    Warum können die Daten aber solche schlimmen Ereignisse wie jetzt in Paris nicht verhindern? Weil es zu Daten gibt und zu wenig (qualifiziertes) Personal, das die Daten zu deuten vermag? Oder gibt es einfach nicht die passenden Programme? Oder weil es gar nicht die Aufgabe dieser Daten ist, Terroranschläge zu verhindern?

    Ich denke nicht, dass Datensammelei die Probleme löst. Es löst auch keine Probleme, wenn wir weiterhin ganze Regionen destabilisieren und das damit begründen, dass uns irgendein Dikatator da nicht passt, weil es nicht unser Diktator ist.

    Ich weiß, das führt jetzt etwas von dem eigentlichen Thema des Blogs ab, aber ich muss da an die Talkshow von Jauch denken, in der ein moslemischer Geistlicher saß. Ich habe die Sendung selber nicht gesehen, sondern nur die Besprechung der Sendung auf den Internetseiten der FAZ gelesen. Nach der Lektüre habe ich mich gefragt: Was haben wir (der „Westen“) eigentlich zu bieten? Irgendwie wurde es mir aus der Zusammenfassung im FAZ-Artikel nicht klar.

    Ich will damit die Morde nicht entschuldigen oder verharmlosen. Ich will auch nicht versuchen, hier einen auf Sozialarbeiter zu machen. Ich denke nur, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Gerade auch in Hinblick auf die aktuelle Debatte in Deutschland, wo PEGIDA von Herrn Kohler mit den Islamisten in einen Topf geworfen wird. Ich will nicht PEGIDA verteidigen, ich halte es nur für einen Beweis dafür, wie dumm die Totalitarismus-Theorie ist, die eben von der Prämisse ausgeht, dass jeder Totalitarismus gleich ist. Kommunismus = Faschismus = Islamismus??? Und PEGIDA ist also in Wirklichkeit Al-Kaida. Aber Al-Kaida ist ein Produkt amerikanischer Geheimdienste. Also ist PEGIDA in Wirklichkeit die CIA???? Und warum kämpfte die Sowjetunion noch einmal in Afghanistan, wenn die Kommunisten in Wirklichkeit Islamisten sind????

    Das mag jetzt sehr naiv klingen: Aber ich meine, dass wir neu denken lernen müssen. Raus aus all den Schubladen und raus aus aller Machtpolitik. – Ich weiß, ein Traum.

  39. Pingback: FAZ-Blogs, Charlie Hebdo III, französisches Waffenrecht | Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht

  40. Titel eingeben
    wer hat eigentlich diese attacke gefilmt? wer war so schnell am fenster wenn doch alles so schnell ging?

    oder war das ein mitwisser?

    • Diese Attacke hat niemand gefilmt.
      Die Bilder, die Sie vermutlich meinen, sind auf der Flucht entstanden. Bitte nicht paranoid oder verschwörenötisch werden, die Lage ist schon so schlimm genug
      PS: Danke, Don Alphonso, für einen vernünftigen Beitrag.

  41. Brillant!
    Gut recherchiert und überzeugend argumentiert.

    Leider werden bei mir alle Kommentare, die etwas länger sind, rechts abgeschnitten.

  42. Waffenrecht Frankreich
    Eine Ergänzung zur Diskussion über das französische Waffenrecht: es ist zwar in bestimmten Bereichen etwas liberaler als das deutsche Waffengesetz, hat aber überaus strenge Beschränkungen in Bezug auf Kriegswaffen (armes de guerre) und deren Munition. So sind z.B. ganz gängige Faustfeuerwaffenkaliber wie 9 mm Para absolut hundepfui, während .357 Magnum (2,5 mal so wirksam wie 9 mm) zulässig ist. Das sowjetisch/russische Kaliber 7,62 x 39 (Kalaschnikow) ist ein reines Kriegswaffenkaliber und daher in Frankreich verboten. Terroristen werden ihre Waffen sowieso nicht im Waffengeschäft mit entsprechender Registrierung erwerben…

  43. Pingback: Kurz verlinkt | Schwerdtfegr (beta)

  44. Gefaehrliche Argumentation, werter Don
    Zu der Waffendiskussion moechte ich mich gar nicht argumentativ aeussern. Nur als kleiner Einwurf: In den meisten Jahren erschiesst das NYPD alleine (und das sind nur die „Guten“!) mehr Menschen als in ganz Deutschland durch Schusswaffen sterben. Dabei es gibt in der BRD ganz bestimmt deutlich mehr Schusswaffen als in NYC. Also irgendwelche Vergleiche mit den USA sind oft recht unsinnig, weil monokausal dargestellt.

    Aber zu Ihrem eigentlichen Punkt: Der erwartungsgemaess erschallende Ruf zur VDS ist natuerlich laecherlich wenn dabei vorgebracht wird, dass diese der Praevention dienen solle. Konstruktionsbedingt ist die VDS aber in erster Linie ein Ermittlungsinstrument, das NACH einer Tat eingesetzt werden kann (sagt schon der Name: Vorrat…). Auch im vorliegenden Fall waere ich vorsichtig, dem Mittel wirkungslosigkeit zu unterstellen, wenn es evtl. dazu dienen kann, die tatsaechliche Existenz eines terroristischen Netzwerkes aufzudecken. Es koennte also sein, dass Sie voreilig argumentiert haben.

    Eine aktive, praeventive Ueberwachung ist natuerlich schwieriger und buergerrechtlich gesehen gruseliger, aber es scheint mir, dass Sie diese ungewollt noch bewerben; zumindest regen Sie die Argumentation an, dass die vorhandenen Techniken auch mit dem entsprechenden Ueberwachungsapparat einhergehen sollten. Das ist das Degenteil von dem, was Sie wollen.

  45. Pingback: Und täglich grüßt das Murmeltier | Bennis Welt

  46. Titel eingeben
    Meinen Dank für ihre unaufgeregte Analyse in diesen schrecklichen Zeiten, werter Don!

    Als Ergänzung dazu auch in der sz:
    http://www.sueddeutsche.de/digital/vorratsdatenspeicherung-mit-sammelwut-gegen-den-terror-1.2297201

  47. Pingback: Überwachung | NonPlusUltra

  48. Sie wissen alles und tun nichts
    Wie kann man das ohne Verschwörungstheorien erklären:
    .
    (A) Die wissen alles (über Terroristen)
    (B) Die tun nix (vorher gegen Anschläge)
    .
    Vielleicht arbeiten und denken die Dienste immer noch in den Kategorien analoger Hardware und nicht denen des Netzes. Nur hatten sie in irgendwann in den 90ern das Gefühl, dass ihnen dort die Kontrolle und Übersicht verlorenging: In diesem anarchischen Netz. Dass sich jemand dort rumtreibt, den sie nicht sehen können. Dann haben die das System der Totalüberwachung geschaffen und jetzt haben sie alles und jeden immer auf dem Schirm. Darum sind sie jetzt wieder beruhigt und können wieder gut schlafen.
    .
    Aus Sicht von jemandem, der alles unter Kontrolle hat, sind ein paar solcher Anschläge mit einigen wenigen Toten nicht so schlimm. Das gab es vor Erfindung des Netzes ja auch immer wieder mal. Und keiner erwartete von den Diensten, dass sie es sicher unterbinden können. Es reichte, wenn sie die Täter hinterher fanden. Das WAR die Terrorbekämpfung Und im Kern denken sie noch heute so, und mit den Möglichkeiten der Totalüberwachung fühlen sie sich auf der sicheren Seite. Und die Täter wurden ja jetzt auch geschnappt.
    .
    Und ansonsten erschafft dieses Mehrwissen eine riesngroße Willkürwohlfühlzone, in der man als Sicherheitsfutzi, wenn man will ganz viele Straftatbestände identifizieren ufklären kann aber zugleich auch nicht unbedingt muss. Auch wenn man diese Möglichkeiten gar nicht zynisch mißbraucht, dann sind sie doch sehr bequem, ein nice-to-have.

    • @T.I.M. und HansMeier555
      Zum Nutzen (oder nicht) einer VDS gibt es eine interessante Studie der TU Darmstadt: http://www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/aktuell/archiv_2/2012/einzelansicht_55616.de.jsp

      Kurzfassung: Je länger der Speicherzeitraum ist und bei gewieften Tätern führt die VDS vollkommen ins Leere, weil statt der konkreten Täter deren künstlich geschaffener „Datenschatten“ auffällt oder vollkommen Unschuldige ins Visier geraten. Diese „Kollateralschäden“ behindern aber letztlich nur die wichtige Ermittlungsarbeit. Anstatt also bei Facebook den Tätern beim Selfies-Posten zuzuschauen, wäre wohl „klassische Polizeiarbeit“ zielführender. Denn das ist ja wohl eine der Fragen, die der Hausherr aufgeworfen hat: Wieso können sich einschlägig Vorbestrafte frei mit Waffen bewegen?

  49. Vom Delegieren von Notwehr
    Ich kann leider nur die linke Hälfte der Texte hier lesen. Aber einen Kommentar zum Anschaffen von Waffen zum Selbstschutz
    kann auch ich liefern.
    Vor Jahren hatte ich gute Gründe, mir zu überlegen, ob ich mir eine Pistole anschaffen sollte, um mich gegebenenfalls auf
    meinen Dienstreisen nach Paris verteidigen zu können.
    Zugetraut, dass ich im Notfall schießen würde, habe ich mir. Dass ich erfolgreich sein würde, auch, denn ich habe ein sehr
    schnelles Reaktionsvermögen. Aber danach müsste ich mich der Frage Notwehr oder Todschlag stellen.
    Während meiner Überlegungen kam mir plötzlich ein amüsanter Gedanke:
    Kluge Manager delegieren alles, also auch das Schießen im Notfall. Denn es gilt, unter allen Bedingungen einen klaren Kopf
    zu behalten – auf jeden Fall klarer als die anderen.

  50. Ein paar Antworten
    Zu „Auf eine Antwort auf die Frage, wozu man in unserem Kontinent ein Browninggeschütz braucht, warte ich immer noch.“
    Die Frage ist falsch gestellt. Man braucht natürlich nicht immer alles. Man braucht auch nicht wirklich eine FAZ zum Leben. Man braucht auch kein viertes oder fünftes Fernsehprogramm zum Leben. Die Frage muss umgekehrt gestellt werden: Sind denn die .50 BMG ein Problem? Und da die Deliktrelevanz gleich Null ist, wird man da in Erklärungsnot kommen, warum man die jemandem wegnehmen will.

    Wir warten übrigens noch auf die Antwort der oben gestellten Frage: „Warum gilt eigentlich für die 99,99% der gesetzestreuen Waffenbesitzer nicht der gleiche Schutz vor ungerechtfertigten Pauschalierungen wie für die 99,99% der Muslime, die hier einfach in Frieden leben wollen?“

    Zu „Frankreich geht bei der Definition techniusch vor, also über Munition, Magazin und Verschlussart.“
    Ja und nein. In Deutschland ist die Definition auch technisch, nur eben über wesentliche Teile, Größe, Ladeform und Kaliber. Die EU-Kategorien A bis D gelten übrigens – wie der Name schon sagt – EU-weit.

    Zu „Das ist keine Debatte um Waffenverbote in Deutschland.“ und zu „Ich fordere deshalb nicht, dass in Deutschland das Waffenrecht verändert wird.
    So kann es aber rüber kommen. Und wenn vom Autor eine Debatte um Waffenverbote oder um Waffenkontrollen in Frankreich gewünscht ist, so muss es doch genauso erlaubt sein auch Verschärfungen in Frankreich von hier aus entgegenzutreten.

    Zu „Können Sie mir erklären, was genau man in einem Innenraum mit einem Raketenwerfer – also einer RPG – genau anfangen soll?“
    Nein, kann ich nicht. Ich sehe mich da auch nicht in der Pflicht. Das wird man den Täter fragen müssen.

  51. Waffenbesitz
    Die Verbreitung von Waffen hat masssiven Einfluß auf das gesellschaftliche Klima in einem Land. Deshalb können aus meiner Sicht die Waffengesetze nicht restriktiv genug sein.

    Sicher wird man nicht alle Terroranschläge damit verhindern können. Aber z.B. Winnenden oder dass kleine Kinder Ihre Mütter erschiessen. Reicht doch schon.

    • aha
      Deswegen geht es also in der Schweiz, Kanada und Israel so arg zu, während sich in Großbritannien alle den ganzen Tag auf der Straße umarmen und küssen?

    • Schweiz, Kanada, Finnland...
      Dir ist schon klar, dass die Menschen in der Schweiz, Finnland und Kanada (um ein paar Beispiele zu nennen) mehr Waffen als die Deutschen haben … und so weit ich das beurteilen kann, sind das alles friedliche Länder.

  52. Pingback: Charlie Hebdo: Was nun die falsche Reaktion wäre › Brodnigs Blog

  53. Ich fürchte, das mit der VDS/NSA ist wie mit der Stasi
    Am Ende hat man alle Daten, man ertrinkt förmlich darin. Aber man schafft es nicht mehr, die vielen Daten auszuwerten, sie sind nutzlos. Nur zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung können sie als Drohung gebraucht werden. Zur Gefahrenabwehr taugen sie nichts. Behauptet wird das Gegenteil, so viele Attentate sind verhindert worden! Ich habe meine Zweifel, Beweise werden niemals gezeigt

  54. Once that first bullet goes past your head, politics + all that shit just goes right out the window
    hmm…ich habe da ein klein bisschen Ahnung. Also, ich sage mal zu den deutschen Waffengesetzen und so:
    Ein Ex-Bekannter hat nen HK G3 Halbautomat in seinem Schrank. Völlig legal. Wer in einem deutschen
    Schützenverein ist, der kann. Das ist nicht anders als in Frankreich. Und wer den illegalen Waffenhandel in Belgien
    und Südfrankreich kennt: da fragt keiner nach Gesetzen.
    Ich finde es ja lobenswert, dass man jetzt als deutscher Humanist nicht die Schuld bei den Tätern sondern
    bei den Waffengesetzen sucht, nur d.h. eigentlich sind natürlich die Franzosen mit ihren Gesetzen selber schuld, dass
    sie erschossen werden…oder wie?
    Naja, die Kollegen von der FAZ stellen ja täglich Pegida Demonstranten mit den Terroristen aus Paris auf eine Stufe…auch
    bemerkenswert.
    Und wenn Ihnen das jetzt auch zuviel Kritik ist und sie das hier wegmoderieren, so bitte ich doch darum in Zukunft
    in Situationen wie zu Zeit nicht emotional zu agieren sondern immer zu reflektieren, was die eigene Aussage zugleich
    immer einschließt.
    Europa hat sich eine andere Kultur ins Land geholt. Und zwar unkontrolliert. Das ist nicht die Schuld unserer Bürger
    und auch nicht der neuen Bürger….aber wir alle werden den Preis zahlen müssen. Nichts ist umsonst.
    Nichts ist einfach und es gibt keine Abkürzungen wie neue Datenschutz oder Waffengesetze. Es wird ein harter langer Weg.
    Wir müssen jetzt alle die Nerven bewahren … und nicht soviel schreiben und reden sondern nachdenken. Auch wenn
    dies für jemanden der vom Schreiben lebt etwas schwerer ist…

  55. Die Gelegenheit nutzen ...
    das ist wieder eine Steilvorlage, die genutzt werden muss. Sinnhaftigkeit ist nicht gefragt. Hauptsache dem deutschen Waffenbesitzer noch was reinwürgen. Wie die Gewerkschaft der Polizei gerade feststellt, wird der Schwarzmarkt mit Kriegswaffen aus der Ukraine und dem Balkan geflutet. Ein Jihadist macht sich doch nicht die Mühe monatelang in einem Schützenverein rumzuhängen, für eine Waffe, die er für wenig Geld hinterm Bahnhof kaufen kann.
    Das ist hier die „Frankfurter Allgemeine“, da hätte ich mehr Niveau erwartet.

  56. We just lost the initiative.
    Wie wäre es, wenn alle Politiker und Journalisten angesichts der Situation mal nicht vor jede Kamera springen
    um sich schnellst- und bestmöglichst zu positionieren und nicht alle einen Artikel nach dem anderen raushauen
    um im Wettbewerb der Meinungen vorne mitzuspielen. Dieses ganze „wer bringt mehr Karikaturen auf die Titelseite“,
    „wer trauert am schönsten“, „wie bringe ich jetzt meine Gesetze durch“ und zugleich „wie verhindere ich jetzt die anderen
    Gesetze“…die Reaktionen auf die Terrorattacken zeigen kein angenehmes Bild unserer Gesellschaft.
    Können die Journalisten und Politiker nicht einfach mal einen Tag lang schweigen und nachdenken. Ist das möglich?
    Denn die Situation erfordert vielleicht mehr als nur emotionale, spontane und unbedachte Reaktionen.
    Was, wenn die Terrorattacken anhalten? Was dann?

  57. Titel eingeben
    Mehrah, Nemmouche, die Kouachis, Coulibaly: Alle vorbestraft, die hätten nach französischem Reht nie eine legale Waffe bekommen.

  58. There is no such thing as tough. There is trained and untrained.
    @Sebastian
    @Sebastian
    So einfach ist es nun auch nicht, es macht schon einen Unterschied, welche Art von Waffen in welche Hände geraten.
    Mit einer AK-47 kann jeder Anfänger Ziele zwischen 50-100 Meter bekämpfen. Mit der franz Dienstpistole SIG SP 2022
    endet eine genaue Zielbekämpfung in der Regel bei ca. 25 Meter. Und genau deshalb ist der französische Polizist A. Merabet
    jetzt tot. Er hatte keine Chance, weil die andere Seite besser ausgerüstet war. Da half es ihm auch nicht, dass Polizisten
    sehr viel mit der Waffe trainieren.
    Das wesentliche Problem bei den Attacken in Paris war: Die Täter waren besser bewaffnet und trainiert und erfahren und
    kaltblütig und bereit zu sterben. Das sind einige „und“ zuviel. Das ist ein neuer Täter, und den zu stoppen wird äußerst
    schwierig. Weil unsere SEKs, MEKs und GSGs sind nur sehr gut bewaffnet und sehr gut trainiert.
    Wer wirkliche Sicherheit will, der wird nicht darum herum kommen harte Schnitte zu ziehen. D.h. Personen die in irgend-
    welchen Trainingslagern im Nahen Osten waren sollten ebensowenig ins Land zurück- wie Flüchtlinge aus Bürgerkriegsge-
    bieten reinkommen dürfen. Wer zudem Drogen-, Menschen- und Waffenhandel etc. toleriert, der muss sich nicht wundern,
    wenn da mal was in die falschen Hände gerät.
    Whatever, so weit sind wir noch nicht, da muss wohl noch mehr passieren.

  59. Pingback: Too much information - Lesezeichen - Lesezeichen vom 9. Januar 2015

  60. Wenn die Terrorattacken anhalten
    …das werden sie.
    Auch schärfere Gesetze, welcher Art auch immer werden daran nichts ändern – wie auch.
    Die Veränderungen in der Welt, werden keinen Bogen um Europa machen.

    Der eigenen Bevölkerung Knebel zu verpassen um wenigsten diese zu zwingen sich ruhig zu verhalten,
    hatte schon bislang nix genutzt. Im Gegenteil. Die europ.Eliten wähnten sich in Sicherheit, was die Situation
    nur verschlimmert hat.

  61. Hinkelsteinverbot
    Die Pariser Radikalen waten im Blut, und ausbaden soll es die Vendée!
    .
    Auf so was kann nur ein deutscher Privatgelehrter kommen.

  62. Aber ja doch....
    „…aber hier ist jetzt Schluss mit der freundlichen Schiene.“

    Ja, ja… kommt darauf an mit wem, die freundliche Schiene, gell?

    Der Islam ist die einzige Religion die noch mehr verblödet als es auch unser Staat das sogeannte „Christen“tum machen lässt. Wenn da in France so ein Hassprediger auf die Nachkommen von Leuten treffen, die von Frankreich im Noradafrika Krieg zu zig-tausenden massakriert und zu Tode gefoltert worden sind, dann kommt es letztlich zu sowas. Aber was die Situation der Nordafrikaner in Frankreich damit zu tun haben könnte und wer und was die verschuldet hat, wen interessiert das schon…
    Vor allem wäre es politisch unkorrekt über sowas auch nur nachzudenken….
    Diese Leute sind nicht grundlos radikalisiert, aber es wäre halt politisch nicht korrekt sowas zu erwähnen.

    Und dass sie gar in den Nahen Osten wollen, um die Bringer von Freiheit und Demokratie zu bekämpfen! Unfassbar! Da gab es völlig gescheiterte Staaten wie den Iraq, wie Libyen, wie Syrien, die alle nur wegen des unermüdlich herbei bombadierten Freiheitskampfes der Amerikaner mittlerweile stabile Horte von Freiheit und Demokratie geworden sind….

    Einer der drei Hebdo Attentäter wollte Nach Syrien ausreisen, aber der französische Staat hat ihn daran gehindert! DAS sind die Leute, die das verursachen… die mordenden Irren selber sind rein zufällig dort gelandet!
    All diese Verrückten sind auf der offiziellen, staatlich und FAZ genehmigten Gut-Menschen Skala natürlich am entgegengesetzten Ende von den Bush, Cheney und Obama anzusiedeln.

    Nun, wir sind halt bei der FAZ 2015. Wo jetzt zusammenwächst, was zusmman gehört. Don Alphonso jetzt mit Fest-Vertrag angestellt(?) und mit Altenbockum zuammen. Immer brav über die auf die, bei denen sich alle einig sind und dann feste druff!

    Ja nicht über Ursachen nachdenken, oder gar überlegen wie man es künftig besser machen könnte. Nein, einfach nur mehr von dem was man bisher getan hat.

    So, ich muss mich jetzt aufmachen, wir haben eine Trauerfeier für Wolinski. Ein paar von uns waren seit Jahrzehnten seine Fans….

    • Mir geht es hier um die Frage, was der Staat bgetan hat bzw. tuin kann, und da bin ich ganz klar am absolut anderen Ende von altenbockum, und ich denke eigentlich, das ist offensichtlich. Es geht hier nicht um den Islam, sondern um staatliche Eoingriffe in die Freiheit. Und ich bin nicht fest angestellt.

  63. Liste der gebrauchten Waffen
    Ganz frisch aus einem Live Tweet der „Le Monde“ die benutzen Waffen:

    Amedy Coulibaly retrouvées dans le magasin casher près de la porte de Vincennes, il s’agissait de :

    2 TOKAREF, armes de poing russes de calibre 9mm
    2 fusils mitrailleurs de type Kalashnikov
    1 gilet tactique avec des munitions et un couteau
    Des bâtons d’explosifs commerciaux à usage civil avec un détonateur, dispositif par lequel le magasin était piégé

    Concernant les armes des frères Kouachi retrouvées après sécurisation des lieux par les services de déminage dans l’imprimerie de Dammartin En Goëlle, il s’agissait de :

    Un lance-roquette M82 avec une roquette engagée
    10 grenades fumigènes,
    2 fusils mitrailleurs kalachnikov
    deux pistolets automatiques

    • Und damit sieht das eher weniger so aus, als hätte das französische Waffenrecht
      viel mit den Anschlägen zu tun. Völlig unabhängig davon, dass nicht Waffen töten, sondern Menschen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Sonst wissen sie nichts?
      Text eingeben

    • Sonst wissen sie nichts?
      Wenn sie sich die Mühe machen etwas mehr zu recherchieren, die Kanadier von „global REsearch“ haben einen ausführlichen Bericht zum Thema.

      Die Waffen stammen aus den Beständen, die die Westmaächte den Nordafrikanern gaben als es nach Meinung der Dumpfköpfe Europas und Amerikas beim arabischen Frühling noch um die Interessen des Westens „ging“.
      Jene Aufständischen wurden unterdrückt, die nach Merkel und Obamsas Meinung ja nichts anderes im Sinn hatten als ihre Konsumgelüste zu befriedigen, und dabi so ganz nebebei versteht sich, die bösen Terrorherrscher niederzumachen, jene Gaddafi und Saddam & CO, die den Weltuntergang dadurch einleiten wollten, dass sie ihr Öl künftig gegen Euro statt Doller verkaufen wollten.

      Was natürlich einer Kriegserklärung gegen Amerika gleichkommt…

      DORT kommen die Waffen her! Und deshalb wurden sie diesen Leuten gegeben.
      Wenn sie dann noich wissen wollen, warum diese Schweinerei letzte Woche in Paris stattfand, dann recherchieren sie mal unter dem Stichwort „Algerienkrieg“, und was da so ablief damals.

  64. Was soll das?
    Bei keiner der angeführten Taten wurde eine legal erstandene Waffe benützt. Es glaubt doch wohl niemand, dass Leute, die im Jemen in einem Terrorcamp waren, plötzlich nicht mehr Waffen einschmuggeln können, wenn der Staat die Schützenvereine und Jäger noch mehr drangsaliert, als er es eh schon tut? Oder?

  65. seltsam
    „FAZ 2015. Wo jetzt zusammenwächst, was zusammen gehört. Don Alphonso jetzt mit Fest-Vertrag angestellt(?) und mit Altenbockum zusammen. Immer brav über die auf die, bei denen sich alle einig sind und dann feste druff!“ (Tyler)
    .
    Liest Tyler die Texte des Don nicht? Versteht er sie nicht? Versteht er sie miss?

  66. Am Rande
    …wenn ich wissen wollte wie die Tagesabläufe in so einer kleinen Redaktion sind,
    würde ich die Pizzaboten meines Vertrauens befragen.

  67. Biedermann und die Islamonazis
    Was ich hier bei Herrn Meyer etwas „abseitig“ platziert im Blog lese, würde ich mir eigentlich als Debatte der Herausgeber Ressortleiter wünschen – aber der Infant terrible des Blog-Journalismus wird evtl. als Vorhut geschickt um auszuloten, was man schon sagen darf. Mehr davon! Denn der informierte Leser wurde schon lange stutzig, wie schnell die Täter identifiziert und die Presse rundum über deren Hintergrund informiert waren. Wenn man dann noch bei der FAZ liest, dass einer der Täter schon 2005 im französischen Fernsehen als Dschihadist porträtiert wurde

    http://t.co/xPNiCuaqtM

    dann denke ich an Frischs Lehrstück über Biedermann, der die Brandstifter Schmitz und Eisenring im Haus hat und mit ihnen „Fuchs, du hast die Gans gestohlen anstimmt“, bevor das Haus explodiert.
    Es muss doch wundern, wie wir völlig ausblenden, dass die Presse und insbesondere Kartoonisten nicht erst seit Charlie Hebdo von den Dschihadisten gejagt werden. Wir werfen der US-Presse vor, sie halte sich jetzt zu sehr zurück und mache Karikaturen unkenntlich. Dort weiß man nur schon viel länger, dass diese Wahnsinnigen maßlos sind und dass derselbe Al Kaida-Prediger, auf den sich die Killer von Charlie beziehen, schon 2010 eine Todes-Fatwa gegen eine Mitarbeiterin der Zeitung Seattle Weekly aussprach. Die Frau gab ihren Beruf auf und tauchte unter – wie auch die FAZ berichtete.

    http://www.faz.net/-grb-y1xk

    Stutzig macht mich auch der Pathos in den Bildern und Verlautbarungen, die Heldenverehrung und die Referenz auf die Grundwerte: Da werden dem Denken die Zügel angelegt und wenn ein französischer Präsident die Einheit beschwört, dann klingt es fast wie eine Bitte, jetzt keine Frage zu stellen, bei denen Politik, Legislative oder Exekutive evtl. schlecht dastehen könnten. Deshalb danke ich dem Autor für seine Recherche zum völlig maßlosen Waffengesetz unserer Nachbarn – und zum Hinweis auf die Erfahrungen dort mit Vorratsdatenspeicherung.
    Auf Twitter werden diese Fragen nach Europas Konsequenz längst gestellt. In den USA etwa, wo man sich über unsere Naivität wundert – da standen die Täter auch auf einer „Flightban“-Liste. Fragen stellen auch die Medien und Politiker in den gemäßigten islamischen Regionen, die jeden Tag mit Al Kaida und IS einen Krieg ausfechten und sich über uns wundern, warum so viele Nachwuchsterroristen aus Europa einreisen und dann wieder unbehelligt zurückkehren können – um bei uns ihre „Netzwerkarbeit“ organisieren zu dürfen. Unsere Naivität macht die Verbrechen der Islamonazis, wie Twitter sie schon nennt, möglich. Wie eine wehrhafte Demokratie aussehen könnte? Wer sich nicht bei den US-Amerikanern vergleichen will, kann in liberal regierte Kanada schauen, wo schon seit 2011 in Anti-Terrorismusgesetz existiert, dass bereits das offene Sympathisieren mit IS und Al-Kaida sanktioniert. Das ist nicht ideal – aber auch kein Einknicken vor dem Terror. Und wer als Dschihad-Tourist zurück will nach Europa, muss mehr tun, als sich gelegentlich mal bei der Polizei zu melden. Der muss glaubhaft machen, dass er keine Straftaten begangen hat, die auch nach unseren Gesetzen verfolgt werden müssten.

  68. Karl Lagerfeld auf FAZ.Net
    „Paris reicht mir im Moment. Die Atmosphäre in der Stadt ist grauenhaft….
    Und nun werde der Anschlag Marie Le Penn Zulauf bringen.“

    Das kann er nur wissen und davon genervt sein, wenn die Fronten quer
    durch sein Imperium laufen.

  69. Darf es noch etwas mehr sein... ?
    Der Beitrag weist nach, dass selbst mit einer Verschärfung des Verfolgungsinstrumentariums seitens des Staates vermutlich nicht alle potentiellen Mörder gefasst werden können. Vielleicht erkennt man sie, kategorisiert sie (und hier besteht eben doch die Gefahr, dass der Pegida-Demonstrant doch schnell in der Neonazi-Datei (Kategorie) landet, ebenso wie jeder andere „Staatsfeind“ oder „Verbrecher“ ((Steuerhinterzieher, Falschparker, Schwarzfahrer, u.s.w.))), aber ob man dann das Personal, Potential und die Kapazitäten hat, hier Untersuchungen, Verhaftungen und strafrechtlich Relevante Beweise für längerfristige oder gar lebenslängliche Freiheitsentzüge aufzubringen, darf bezweifelt werden.
    Ich sehe die Gefahr nicht anhand von irgendwelchen Kriterien als erforschbar und begrenzbar, sondern hier muss konkret an den Freiheiten des Einzelnen gearbeitet werden. Falsch verstandene Toleranz hat zu diesem angstbesetzten Zustand in der einst freien Welt geführt, der heute unser täglich Brot in den Nachrichten ist. So kann und darf es nicht weitergehen.
    In den siebziger Jahren wurde in einzelnen Betrieben großzügig den Muslimen gestattet, dass sie ihre Arbeit für die zu verrichtenden Gebete unterbrechen durften. Unnötige Toleranz. Das Kopftuch wurde geduldet, mit dem Hinweis, es sei so ein Schmuck, wie bei Christen das Kreuz um den Hals. Unnötige Toleranz. Die Burka wurde geduldet, der Burkini im Schwimmunterricht eingeführt, Gebetsräume an Schulen installiert, Gebetsräume im Stadtbild etabliert, sogar Moscheen wurden errichtet, u.s.w. Unnötige Toleranz. Die Gesellschaft wurde nicht gefragt, sondern hatte das als „integrationsfördernd“ zu akzeptieren. Heute fordern die Muslime Respekt, den man von außen nicht erbringen kann, wenn man aus welchen Gründen auch immer nicht dem gewünschten Bild der Muslime entspricht gilt man als „respektlos“, „ungläubig“ oder was auch immer, nur ändern kann man es nicht, da die Alleinbeurteilung durch Muslime erfolgt.
    Der Spieß muss wieder umgedreht werden. Muslimische Familien, die bereits seit drei Generationen hier leben und sich keiner Straftaten schuldig gemacht haben und stets in Lohn und Brot standen und auch nach außen hin unauffällig waren und ein positives Verhältnis zu Staat und Aufklärung haben, sollten ein – widerrufbares – Bleiberecht bekommen und auch an Wahlen teilnehmen dürfen, benötigen aber keinen deutschen Pass.
    Familien in denen Burka- und Kopftuchträgerinnen vorkommen, sollten bald das Land verlassen. Hier ist ein Zeitraum von einem Jahr sicher angemessen, in dieser Zeit kann man seine Eigentumsverhältnisse ordnen und in ein anderes Land überwechseln, dass nach außen getragene freiheitsfeindliche Einstellungen wie das Kopftuch akzeptiert, das muss man in Deutschland nicht. Die Schließung der Moscheen, bzw. ihre Umwandlung in Jugendheime, Armenküchen und Obdachlosenschlafstätten stünde dem deutschen Staat sicher gut zu Gesicht. Hier würden Brutstätten des Terrorismus zu gemeinschaftlich brauchbaren Orten gewandelt. Der Zentralrat der Muslime hat nicht mehr Frieden in das Land gebracht, sondern nur Forderungen, denen die Mehrheit der Bevölkerung überdrüssig sein dürfte. Da das Ziel die „Ausschaffung“ des Islamismus sein muss, wird dieser Rat nicht mehr gebraucht, sondern wird ersatzlos aufgelöst, da er die Gründung terroristischer Zirkel eher etabliert und begünstigt.
    Ich bin sicher, man kann unser Land geistig vom Islamismus befreien, man hat es auch von den Nazis befreit, jetzt muss man es vom Islam-Faschismus befreien und darf dabei genauso wenig zimperlich sein, wie bei der Befreiung von den Nazis. Sollen die, welche meinen, die Religion ist ihnen wichtiger als ihr Leben, einfach einen anderen Lebensmittelpunkt finden. Deutschland könnte ein Staat werden, in dem Muslimen weder die Einreise noch der Aufenthalt gestattet ist. Gemeinsam werden wir es schaffen, es kann nur friedlicher und freiheitlicher werden. Hoch leben Schweineschnitzel und das kleine Helle. Freiheit für alle Karikaturen!

  70. Na zum Glück funktionieren die Reflexe noch, wenn das Hirn versagt.
    Es ist wohl ein Mix aus Ratlosigkeit und Hilflosigkeit der scheinbar den Autor bewegt. Aber nur oberflächlich. Die Lust am Verbieten trieft aus jeder Zeile.
    Es gibt doch noch einen Rest an bürgerlichen Freiheiten, den man im Windschatten dieser Ereignisse angreifen könnte. Endlich! Auch wenn die Realität soweit entfernt ist wie der Halbmond am Himmel!

  71. @ Sinn der Waffenkontrollen
    @ Anderer Gregor

    Na dann mal los!

    Durch die Zentralisierung der Waffenregister kam heraus, dass nur knapp 5 Mio. Feuerwaffen (mit LG, nicht mehr freierwerbbare SSW u.ä. gut 5 Mio. registrierte Waffen) in Deutschland legal besessen werden. Nach Studien der Small Arms Survey ( http://www.smallarmssurvey.org ) kommen insgesamt aber gut 30 Feuerwaffen auf je 100 Einwohner in Deutschland. Bei über 80 Mio. Einwohner sind das also rund 25 Mio. Feuerwaffen. Wenn jedoch nur knapp 5 Mio. legal besessen werden, müssen rund 20 Mio. Feuerwaffen in Deutschland illegal besessen werden.

    Also los! Erwerbsberechtigungspflichtige Feuerwaffen ohne staatliche Erlaubnisse zu besitzen ist eine schwere Straftat für die es bereits nach WaffG bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug geben kann. Nach KWKG sind sogar noch längere Freiheitsstrafen möglich. Also hier ließen sich die Besitzer, die diese 20 Mio. Feuerwaffen illegal besitzen festnehmen, genau wie Du es gefordert hast.

    Jetzt rate doch einmal, warum das nicht gemacht wird! ];-)

  72. Keine Zeit für Pauschalisierungen & Trrittbrettfahrer
    Die Unionsstrategie gegen Pegida.

  73. Rechtsstaaten & Demokratien
    Es klingt sicherlich wie völlig neben dem Thema, trotzdem folgende Ideen meinerseits, mal so zum „um die Ecke denken“:
    -Die Vergangenheit menschlicher Gesellschaften zeigte vor allem eines: Fast durchgehend, besonders aber in Krisenzeiten, beriefen sich unfreie Ordnungen, wie z.B. Monarchien und Diktaturen, auf das RECHT des Stärkeren. Gewalt gegen soziale Unruhen im Inneren waren an der Tagesordnung. Auf Drohung folgte oft Gegendrohung, auf Gewalt folgte Vergeltung. Als Schlussfolgerung aus Not und Leid vergangener Zeiten wäre vielleicht angebracht zu denken, dass
    -starke demokratische, also von der Theorie her freie, Gesellschaften sich als erstes auf ihre PFLICHTEN der Stärkeren besinnen, um dieser Art Gewalt gegenüber anderen Menschen – in diesem Fall terroristischen Anschlägen – vorzubeugen. Dazu gehört in erster Linie die Bekämpfung sozialer Ausgrenzung jeder Art im Inneren, und real handhabbar gleiches Recht für alle, nicht nur für diejenigen, welche es sich (in Form teurer Anwälte) leisten können.
    Meiner Meinung nach sind wir im Moment viel weiter von einer demokratischen Gesellschaftsform entfernt als zu Zeiten des Fallens des Eisernen Vorhangs. Das sollte uns allen zu Denken geben.

  74. Amüsant....
    Text eingeben

  75. Pingback: Wir schützen die Freiheit nicht indem wir sie aufgeben | Katharina Nocun @kattascha

  76. Pingback: Zeichen der Solidarität: ein Trauermarsch » Hightech und Blech

  77. Waffen führen
    @M-T. H.
    „Die Ironie daran ist doch, dass trotz den laxen Waffengesetzen in Frankreich diese Menschen gestorben sind, meinen sie nicht?“
    In den Augen des Autor ist es vielleicht „Lax“, aber ganz bestimmt nicht im Sinne von Freiheitsrechten, da es auch in Frankreich kein Grundrecht auf den Besitz (und das Führen) von Waffen gibt.

    „Also wie geht man damit um? Das sinnvollste ist meiner Meinung nach, der Zivilbevölkerung eben das Führen einer Waffe zu verbieten.“
    In Frankreich darf die Zivilbevölkerung auch keine Waffen führen. Es ist daher ein falscher Schluss, wenn man annimmt, dass das „laxe“ Waffenrecht in Frankreich auch nichts genützt hätte.

  78. Titel eingeben
    @donalphonso und wie würden sie den anschlag auf die hamburger morgenpost bezeichnen?

    und ich bin nicht paranoid aber ich kann ihnen einen ganzen packen auf den tisch werfen pardel und dann möchte ich gerne ihre sichtweise dazu hören von mir aus gerne beim br

  79. Pingback: Linksammlung KW1-2/2015 | her.ein.de

  80. Viele Kommentare über Waffengesetze
    wenig über Datenüberwachung.
    Und noch weniger über freie Meinungsäußerung.

  81. Titel eingeben
    Da sagte wohl zweierlei? Nämlich erstens, dass es womoeglich eine gewisse geplante klammheimliche Mitschuld an fahrlaessigen ausreisemoeglichkeiten geben koennte, und zweitens, dass am Terrorismus vor allem auch eine bislang lediglich unzureichende totalueberwachung des Internets und aller Bürger schuld sein konnte, die wäre lediglich nur noch nicht perfekt genug?

    Und wechselseitige Foerderung beider Tatbestaende durcheinander weare nicht gegeben, und schon der Verdacht wuerde bestraft werden müssen.

    Man sollte einmal gedanklich zur Abwechslung längere Zeit auf der Krim urlauben, da konnte man die Unterschiede praktisch erfahren.

  82. Der Herr Bundespräsident moechte, dass das Volk Gesicht zeigt?
    Aber bitte schoen, macht es doch schon, es demonstriert oeffentlich – und zeigt dem Straßenpflaster Gesicht. Fast noch nicht die Nacken von Knüppeln bedroht.

    Der Herr BuPrae moechte, dass das Volk Gesicht zeigt? Warum sagt das Volk, der will uns doch nur noch auch noch frech seine narzist. Verachtung hineinrotzen – dabei ist das doch schon nass und kalt, vom ewigen Wind und Regen von vorne.

  83. Das deutsche Volk halt in historischen Umbruchssituationen eben immer wie bloede
    wirkend. 1989 war diese Angie nicht dabei, ging später hin, ganz überrascht vom Volke blieb sie auch nicht lange, die Situation hatte viel zu analysieren und zu denken gegeben. (Die DDR-Dienste alleine als beteiligte Groesse kannten wohl Richtung und Plan.)

    Und 2015, oder wann auch immer, haette die Spitze auch diesmal wieder echt ahnungslos zu sein – dies Volk verlangte es so von sich selbst?

    Und die FAZ schrieb für den Zeitungsstaender – ok, den aufgeklaerten solchen. Da wäre Volkes wahre Information auch immer gut fuer Ewigkeiten aufgehoben.

    Anonymisierung für die Druckerschwärze. Bleibt verboten. Keine Freiheit für das Licht.

  84. nix verstan
    @Jürgen Braun: Was ist denn der „Unterschied“ zwischen „geplanter Mitschuld an Ausreisemöglichkeiten“ und „einer unzureichenden Totalüberwachung des Internets + aller Bürger“ ?
    Die Formulierungen und dazu Ihre „man sollte“-Forderung empfinde ich als kryptisch, wenn nicht gar wirr.

  85. FAZ-Kommentar: Mit der Burka im Netz
    Tja, wenn der Herr Altenbockum jetzt wehrhaft die Vermummungs-Trolls demaskieren will, dann wird das Netz bei solch altbackenen Vorstellungen bald über ihn hinwegrollen. Burkinistas im Netz bedrohen die Freie Presse, wahrlich ein toller Sketch für „Neues aus der Anstalt“.

  86. Pingback: Technik Update | Stützen der Gesellschaft

  87. Pingback: Gastbeitrag: Wir schützen die Freiheit nicht indem wir sie aufgeben | Piratenpartei Brandenburg

  88. Waffen aus Brussel
    Mittlerweile ist klar, welche Waffen die Terroristen verwendet haben:
    Vollautomatische Kalaschnikows, illegal in F,
    Vollautomatische Scoprpion-MP, illegal in F
    RPG 7 Panzerfaust, illegal in F
    div. Tokarevs, alle illegal in Brussel gekauft. Alle Täter waren
    vorbestraft und hätten in F niemals legal Waffen erwerben können.
    Wo ist also der von Ihnen behauptete Zusammenhang mit dem französischen Waffengesetzen?

    • Ja, lieber Don Alphonso....
      da bin ich gespannt, ob überhaupt und wenn ja, wie sie diese Frage beantworten werden.

  89. Titel eingeben
    @pardel es gibt da einen 2.film und da sieht man die täter aus dem auto aussteigen ja wer hat das gefilmt

    und @the great artist drüben im gemütlichen teil sie haben da heute was angesprochen wozu ich eine interessante beobachtung gemacht habe aber details hierzu kann ich hier nicht veröffentlichen das ist etwas für die höheren abteilungen diesbezüglich

  90. Pingback: Ist Jan Fleischhauer ein dschihadistischer Schläfer?

  91. Pingback: Wer is’n Charlie?! | Ubuntu-MAG

  92. Täter halten sich nicht an Gesetze
    Als ob es eine Tätergruppe, die mit vollautomatischen Waffen zig Menschen tötet, sich auch nur irgendwie darum kümmert, ob man legal eine Berechtigung zum Besitz von halbautomatischen Waffen bekommen könnte.
    Lieber Herr anonymer Autor, bitte zuerst ein Reality-Check bevor man im Rundumschlag wieder Bürgern die sich ans (Waffen-)Recht halten ein gutes und wichtiges Recht beschneiden will.

    Der Leser dankt.

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