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Über Gott und die WWWelt

Arbeitsteilung: Mit dem Chef im Bett

| 18 Lesermeinungen

Wer sagt, er habe noch nie mit seinem Chef im Bett gelegen, der lügt. Unsere Freunde, unsere Online-Freunde, die Nachrichten, die Eltern, die Firma, sie verfolgen uns überall dort, wohin wir unser Telefon mitnehmen. Und wir verfolgen sie, von überall aus. Kurz nach Feierabend sind wir am liebsten online, nur einer von Dreien behauptet, er schalte dann mal ab. Kurz vor dem Einschlafen noch eine Anmerkung vom Chef, nur ganz kurz per Facebook, dann gute Nacht.

Ich könnte diesen Text auch bei Facebook veröffentlichen, das Unternehmen will künftig selbst Beiträge hosten. Wir könnten sogar über Facebook telefonieren; ich lese Ihnen den Text vor und Sie können mir Ihre Kommentare direkt entgegenschleudern. Nachrichten, Chats, Tiervideos, 30 Prozent Rabatt auf Kleider, alles da. Mobil und im Notebook-Browser.  Eigentlich könnten wir den Rest des Internets abschaffen und unser Offline-Leben gleich mit.

Facebook will alles alleine machen, Google ja übrigens auch. Und das am liebsten den ganzen Tag, ganz nah bei uns. Arbeitsteilung? Lohnt sich nur, wenn man nicht alles kann. Mit Facebook at Work will Chef Mark Zuckerberg die Arbeitszeit am liebsten ganz erobern – als hätte er das nicht längst. Ein paar Unternehmen sollen die Plattform nun testen. Meine Prognose: Naja.

Bevor ich Zuckerberg meine Arbeit anvertraue, soll er mir erst einmal Frühstück machen. Wenn die App das kann, dann können wir reden.

Jedenfalls, wenn der Toast schmeckt.

Mark Zuckerberg

Im mobilen Internet werden Firmen in den kommenden Jahren verdammt viel Geld verdienen. Es geht gerade erst los. Doch statt ein möglichst gutes Produkt zu liefern, scheinen viele Plattformen einfach möglichst viele Dienste bieten zu wollen.

Google und Facebook haben einen ziemlichen Vorsprung, was dieses „Alles Können“ angeht. Aber mit der Idee sind sie nicht allein: Alle wollen überall sein. Lieblingssatz von jedem Online-Strategen, den ich kenne: „Wir müssen auf den Homescreen des Smartphones!“ Dabei haben mobile Onliner auf  dem Smartphone schon jetzt etwas geschafft, was sich Werbetreibende aller Generationen gewünscht haben: Sie steigen mit uns ins Bett. Danach gemeinsam duschen klappt noch nicht mit jedem Endgerät.

Schlau ist diese Strategie nicht. Denn was die App-Produzenten derzeit anstreben, ist das Gegenteil von Arbeitsteilung. Die hatte der alte Platon mal erfunden und damit in seiner Politeia die Entstehung von Gesellschaften erklärt. Durch unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse wird der Staat erst nötig. Andersrum: Wenn ein IT-Konzern alles kann, sind die anderen Nerds alle überflüssig.

Die App-Produzenten schneiden damit sich ins eigene Fleisch. Geld verdient nämlich nicht, wer alles anbietet. Geld verdient, wer in diesem System möglichst oft angeklickt wird. Und dazu braucht’s dann doch eine gewisse Qualität – und die Konsumenten müssen den Produzenten mögen. Diese Gedanken sind so alt, dass sie schon wieder innovativ sind. Schauen wir in die Theoriegeschichte der Arbeitsorganisation.

Platon

Mit einem großen Sprung können wir Platons Idee der Arbeitsteilung auf das Internet übertragen: Wenn ein System alles könnte, bräuchten wir kein anderes mehr. Wir wären versorgt, aber es wäre das Ende der Freiheit. Und wer die Freiheit abschafft, der macht sich verdammt unbeliebt. Das ist das erste Problem.

Denn: Die Apps sammeln Daten. Bündeln wir unsere Internetaktivitäten bei einem Unternehmen, dann weiß dieses Unternehmen alles. Das gefällt den Nutzern nicht; Google und Facebook stehen immer wieder in der Kritik. Die cooleren Netzwerke sind zwar cooler, aber man weiß ja nie, ob die anderen mitkommen. Die Volkswirtschaftslehre spricht von Netzwerkeffekten: Facebook ist stark, weil alle da sind. Sogar der Chef, auch wenn das nur vielleicht eine gute Sache ist.

Man muss in der Unternehmensgeschichte nicht lange nach Beispielen suchen, warum diese Entwicklung ein ziemlich schwaches Geschäftsmodell ist. Denken wir an Microsoft. Die wurden immer besser, immer umfassender. Immer fehleranfälliger. Immer arroganter, immer unbeliebter.

Das Unternehmen verpasste so ziemlich jeden Trend – sogar das Internet. Mosaic und Netscape waren die ersten Browser der Masse, aus Netscape wurde später Mozilla. Bill Gates hielt das Netz für einen Hype und zog erst Jahre nach Mosaic und Netscape in den Markt ein.

Adam Smith

Zweites Beispiel, Apple. Dieses kleine unwichtige System, mit nichts kompatibel, dafür aber sicher und sehr simpel. Microsoft hatte eine breite Produktpalette, Apple berappelte sich mit ein paar guten Ideen zur Nutzerfreundlichkeit.

Wir lernen aus der Netzgeschichte: Eine zu breite Produktpalette funktioniert nicht. Marktmacht macht dumm. Davon hat weder das Unternehmen etwas, noch die  Nutzer.

So spricht für eine Arbeitsteilung auch die Frage nach der Qualität. Adam Smith sieht in der Arbeitsteilung die Grundlage für den Wohlstand der Nationen. Aus Arbeitsteilung resultiert Spezialisierung, aus Spezialisierung entsteht Zeitersparnis – und Zeit ist schließlich Geld – und  Wissen. Wer sich auf eine Sache konzentriert, der lernt etwas. Das galt zu Smiths Zeiten für die Produktion von Stecknadeln, es gilt aber auch für dieses Internet. Technischer Fortschritt kommt immer wieder von den kleinen Unternehmen. Microsoft und Facebook selbst sind die besten Beispiele. Too big to fail? Wo sind dann Telefunken , die Titanic, Second Life und die Musikkassette?

Das Problem großer Konzerne ist, dass sie erst immer mehr Leute einstellen, mehr selber machen, um flexibler zu sein und mehr Freiheiten zu bekommen. Das Ergebnis sind schwerfällige Konzerne, deren Mitarbeiter vor innovativen Gedanken erstmal einen Antrag stellen müssen. Glückwunsch.

Auch Nokia hatte auch mal sein eigenes Betriebssystem, Symbian. Es war eine Katastrophe für das Unternehmen. Für die Nutzer übrigens auch, ich weiß, wovon ich schreibe. Heute nutzt Nokia Android oder  Windows und ging zwischenzeitlich noch mit einem Notebook baden. Zu langsam, zu teuer, zu schlecht.

Bei Facebook scheint man unterdessen erkannt zu haben, dass eine App für alles auch das beste Smartphone überlastet. Deshalb kommt nun für jede Funktion eine neue App, die ich dann auch noch installieren soll. So kann man Arbeitsteilung wenigstens vortäuschen. Die Zahl der aktiven Nutzer verdoppelte sich binnen weniger Monate auf mehr als 500 Millionen. Die Bewertungen, nunja. Glücklich waren die Nutzer nicht.

Dick Costolo

Was Facebook seiner Marke antut, schlägt sich bei der jungen Zielgruppe mittlerweile in Zahlen nieder. Das Netzwerk gilt vielen eh nur noch als Alterserscheinung. Die jungen gehen lieber zu Pinterest, hat der GWI ermittelt. Um 97 Prozent wuchs die Zahl der aktiven Nutzer im Jahr 2014. Da wissen sie wenigstens, was sie tun sollen. Sie teilen Inhalte. Die Zahl der aktiven Facebook-Nutzer schrumpfte unterdessen um 9 Prozent. Neun. Es gibt auch Statistiker, die Facebook weiterhin ein Wachstum bescheinigen. Aber kein großes. Snapchat geht es derweil gut (+57 Prozent), der Foto-Community Instagram mit 47 Prozent Wachstum auch.

Diese Apps hatten gemeinsam, dass sie eigentlich nicht viel konnten. Instagram: Bilder. Pinterest: Kleidchen. Twitter: der neueste Quatsch aus dem Internet. Nun soll ich bei Twitter chatten und bei Facebook-Zukauf Instagram Videos drehen und Layouts entwerfen. Wir Nutzer dürfen uns aussuchen, wer unter diesen Teilzeitspezialisten den besten Service bietet. Ich schätze mal: keiner.

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18 Lesermeinungen

  1. "Wer sagt, er habe noch nie mit seinem Chef im Bett gelegen, der lügt."
    Nana, Vorsicht mit solchen Behauptungen, beim Barte des Propheten! Ich habe weder Festnetzanschluss noch Plauderknochen noch Wischbrettchen: Nur Sklaven und Diener müssen jederzeit erreichbar sein – ich bin weder noch.

    Und im Fratzenbuch bin ich auch nicht…

    • So frei!
      Liebe Frau Amgelin, dann sind Sie die Freiste von uns. Und manchmal bin ich sehr neidisch auf diese Haltung.

      Schöne Grüße, schönes Wochenende, Isabell Prophet

  2. Und wer die Freiheit abschafft, der macht sich verdammt unbeliebt?
    Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
    …die satten und zufriedenen “Intelligenz-Schichten”…
    “Parallelgeseilschaften”?

    MfG
    W.H.

    • Und nun?
      Werter W.H., wie recht Sie haben. Aber was machen wir mit dieser Erkenntnis? Es bleibt die Sucht nach der Erreichbarkeit.

      Es grüßt: Isabell Prophet

    • Werte Frau Prophet,
      die Erkenntnis, also Einsicht, süchtig und damit krank zu sein, ist der
      notwendige 1. Schritt der Suchtbewältigung. Suchttherapie ist
      keine Schande, sondern klug. Oder möchten Sie den Rest Ihres
      Lebens weiter krank dahinsiechen und sich ab und zu über diese,
      auch Ihre, Volkskrankheit auslassen, ohne wirkliche Anstrengung
      zur Genesung?
      Kontrollverlust und Verharmlosung ist größter Suchtalarm, denn Sucht
      verletzt die Psyche-Seele-Achse und verändert die Persönlichkeit!
      Inhuman gegen sich und andere zu sein.
      1% der Menschen besitzen 50% des Weltgesamtkapitals.
      Nicht weil sie die Freiheit human nutzen, oder die Gesetze
      mangelhaft sind, sondern vielmehr weil die Sucht sie inhuman macht
      und sie deshalb mit der Freiheit aller Menschen inhuman umgehen.
      Verharmlosung dieser Tatsache zeigt nur Coabhängigkeit und Angst
      das Suchtmittel loszulassen. Angst vor einem Sturz ins dunkle Nichts.
      Und das, obwohl die Erde hell und die einzig wirklich stabile(noch!)
      Lebensbasis ist. Sie wird nicht mehr wahrgenommen, als Suchtfolge.
      Keine Lebensbasiswahrnehmung, aber Suchtmittelwahrnehmung.
      Allein schon der Gedanke Suchtmittelverlust bedeutet Angst
      bis hin zur Panik.
      Suchtmittel als Licht in der Dunkelheit. Ein „Dahin-Siech-Leben“,
      auch wenn Sie vielleicht und noch viele andere Menschen es
      nicht sehen. Das ist eine Wahrheit.

      MfG
      W.H.

  3. "Das gefällt den Nutzern nicht;"
    Doch. Das bisschen Kritik, das sich da regelmässig zusammenköchelt, reicht ja nicht mal, um selbst einem sensiblen menschen den finger zu verbrennen. Und selbst die, die ein wenig rumnölen, bleiben trotzdem auf der Plattform und machen weiter.

    Bisher gibt es für die These, dass Nutzern etwas wirklich nicht gefällt, praktisch keine Belege. Ausweislich der Nutzerzahlen … Solange die reale oder gefühlte Bequemlichkeit zunimmt, werden Menschen dabeibleiben. Datenschutz oder Privatsphäre sind für a) wenige Intelligente und b) noch weniger Mächtige und/oder Reiche. Alle anderen motzen ab und zu, machen aber weiter.

    Für einen Unternehmensvorstand gibt es zur Zeit kein belastbares Argument, an der Politik der zunehmenden Penetration des gesamten Lebens aller Menschen auch nur das Geringste zu ändern. Meckern von der Seitenlinie kann man ignorieren und tut das ja auch.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Zumal wir hier bei uns noch nicht mal Ansatzweise die Auswirkungen und neues Entwicklungen der Appmanie und des (freiwilligen) Abschaffens der Privatsphäre haben.

      Schaut man einmal in die Länder des Angelsächsischen Raums und natürlich allen voran der USA, so treibt das Blüten, die Orwell in den Schatten stellen. Wenn Krankenkassen ihre Beitragszahler danach einstufen und tariffieren dürfen, ob sie Mitglied in sog. sozialen Netzwerken sind und ihre Freizeitaktivitäten offenlegen, oder sogar freiwillig Apps nutzen, mit denen die Kassen ungeniert ihr gesamtes Freizeitverhalten überwachen können, bleibt einem Verweigerer all dessen keine wirkliche Wahl mehr. Klar, man kann den Kassen sagen, mach ich nicht. Dann sagen die, gut, dafür zahlen sie die teuersten Tarife, die wir haben. Privatsphäre und sich auch mal zurücknehmen wird also zur Gesellschaftsstrafe, die sich manche nicht mal mehr leisten können.

      Von den Kameras am Arbeitsplatz, zunehmender Überwachung der Angestellten und auch hier Aktivitäten, welche bewusst soziale Netzwerke nutzen und die Angestellten dort erreichen, einbinden und an die weitere Überwachung anbinden sollen, nicht mal gesprochen.

      In einem solchen System hat man als normaler Arbeitnehmer mit den unteren Einkommensklassen schlicht kaum noch eine Wahl, als diesen Mist mitzumachen oder noch weiter sozial ausgegrenzt zu werden.

      Wenn ich meine eigenen Chefs (arbeite in der Halbleiterbrache) über das neue tolle Internet der Dinge jubilieren höre, so weis man dann auch gleich warum sie (die Großverdiener und Aktienpaketeigentümer) die Möglichkeiten dieses Massenauspionier- und Unterdrückungssystems zu toll finden. Sobald erst mal nicht nur die Apps auf den Mobiltelefonen alles offenlegen, sondern auch alle anderen Geräte unsere Daten für jede nur erdenkliche (und noch nicht erdachte) Verwendung in die vom Bürger unkontrollierte Datenwolke laden, hat spätestens dann das der Begriff private Freiheit jede Bedeutung verloren.

      Wer sich dem entziehen will, entzieht sich automatisch auch der Gesellschaft. Und das schaffen und wollen dann doch die wenigsten. Wie oben schon erwähnt, die glücklichen Sklaven und so …

      Seien wir doch ehrlich, wer will schon auf Konsum, Einkommen und die nächsten Boni verzichten. Da nehmen wir doch alle gern in Kauf noch ein bissel mehr mit unseren Firmen ins Bett zu steigen. Schon weil, vielleicht sägen wir ja doch mal den Stuhl unseres Chefs ab und kommen selber da hoch, wo die Sonne scheint. Zumindest schaffen sie es uns das zu suggerieren, wenn wir nach oben sehen.

  4. Statistik Churchill das Übliche
    Die Analyse hinkt an vielen Stellen und wirkt auf mich wenig durchdacht.
    Das kommt bei der konservativen und älteren FAZ Leserschaft vielleicht gut an trifft aber nicht den Kern der Sache. Einfach lose ein paar Schlagwörter verknüpft aus der Erstsemester VWL Vorlesung mit aktuellen Trends.

    Google und Facebook kaufen Startups am laufenden Band. Wem gehört nochmal Whatsapp? Wer hat Boston Dynamics gekauft, oder 12 Milliarden für Snapchat geboten (eine Anwendung die hauptsächlich genutzt wird von Jugendlichen um sich Bilder von ihre Geschlechtsteilen zu schicken)-> der Wert bemisst sich rein an dem Netzwerk das gekauft werden soll.

    Die Hauptstrategie dieser Konzerne ist auf Amerika und Asien ausgerichtet, wo man ein ganz anderes Verständnis hat von Datenschutz. Weiterhin ist die Integrierung und das Voranschreiten von Services mit der Bereitstellung von Zahlsystemen einen riesigen Schritt vorwärts gekommen für diese Firmen.

    http://www.statista.com/statistics/264810/number-of-monthly-active-facebook-users-worldwide/

    Die Zahl der Nutzer, die sich mindestens einmal im Monat bei Facebook einloggten, erhöhte sich auf 1,39 Milliarden. „Wir haben in 2014 viel geschafft“, erklärte Firmengründer Mark Zuckerberg. „Unsere Gemeinschaft wächst weiter und wir machen Fortschritte dabei, die Welt zu vernetzen.“ Die Anzahl der täglich aktiven User, die für Facebook am wertvollsten sind, nahm um 18 Prozent auf 890 Millionen zu.

    https://zephoria.com/social-media/top-15-valuable-facebook-statistics/

    Klar hat Facebook als börennotiertes Unternehmen seine 2014 Zahlen massiv geschönt um die Investoren zu täuschen.

    Vielleicht mal die Zahlen von GWI evaluieren?

  5. Mit dem Chef im Bett?
    Wohl mit den Chef’s von Facebook, Google und Co. im Bett.

    Wie bei jeder Massenbewegung wird es eng. Da tummeln sich
    nicht nur die Nutzer, sondern auch die Investoren.
    Alle wollen sie immer mehr, immer schneller und besser soll
    das Angebot auch werden.

    Irgendwann teilen diese Chef’s das Schicksal der Herren Stalin,
    Hitler, Mao etc.

  6. üsch doch nüsch!
    protest auch von mir: Weder hab ich ein Taschentelefon, noch „Freunde Online“ (vulgo: kein Facebook, kein Twitter, bin doch kein doofer Teenager mehr!) … die Eltern sind seit einem halben Jahrhundert tot, eine Firma kann mich nicht „verfolgen“, weil ich seit 40 Jahren selbständiger Ein-Mann-Verleger bin, etc…
    .
    Wieso packen manche ihre eigene kleine Welt (und ihre noch kleineren Problemchen) der gesamten Menschheit auf den Buckel?

    • ...
      „Wieso packen manche ihre eigene kleine Welt (und ihre noch
      kleineren Probleme der gesamten Menschheit auf den Buckel?“

      In der Hoffnung sie werden erhört, selbstverständlich.

      Ziemlich makaber das Ganze.

  7. Der Mensch stinkt...wenn Freiheit nicht die Hygiene der Not wendenden Vernunft besitzt.
    Zum Glück? stinken Geld, Atommüll, Autos, Handys, Tier-Mord-Pelze, Plastik-Tüten, Billiglohnware, Ausbeutung von Geistarmut und Erde…
    die üblichen Wohlstand-Wachstumsüchte mit all ihren Zerstörungsgestänken, also unreifer Geist nicht?
    Doch…
    stinkend(e) ver(nunft)faule(nde), geruchlose und blinde Geist-Bildungen bestimmen das Gegenwartgeschehen. Sie sind Qualitätspiegel unserer
    humanen Vernunft-Gesellschaften-Bildungen und als „Freiheitqualität“
    aller bestehenden Gesellschaftsformen, sowohl politisch als auch
    religiös, zu erleben…s. Gegenwartgeschichte.

    MfG
    W.H.

  8. Symbian war marktbeherrschend
    „Es war eine Katastrophe für das Unternehmen. Für die Nutzer übrigens auch, ich weiß, wovon ich schreibe.“
    Das kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen.
    Durch/mit Symbian wurde/war Nokia Marktführer. Die Verbreitung von Symbian war bis 2007 ähnlich hoch wie heute Android.

    Die Mobiltelefone mit Symbian (z.B. das 6300 von Nokia) sind wenige Sekunden nach dem Einschalten voll einsatzbereit. Heutzutage dauert ein Bootvorgang schnell über eine halbe Minute, auch mit leistungsfähigeren Modellen.

    Eine dediziertere Begründung der Meinung des Autors zu dem zitierten Abschbitt fände ich journalistisch angemessen.

    • Mit dem Smartphone zum Mond...
      Lieber Chris,

      nun mag einjeder Fan seines Lieblingsbetriebssystems sein. Aber ein Gerät von 2007 mit einem von heute zu vergleichen ist mindestens schwierig. Sonst müssten wir auch mal über die Akku-Laufzeiten sprechen. Doch diese Kriterien isoliert zu betrachten vernachlässigt den Rest der Wahrheit: Die Geräte müssen mehr leisten.

      Ansonsten möchte ich hier nicht über die Vor- und Nachteile von Betriebssystemen und Smartphones debattieren. Selbstverständlich darf jeder die Facebook-Familie, Microsoft und sogar Nokia mögen. Ich mag Nokia auch. Das 3310 war klasse.

      Ganz nostalgische Grüße schickt Isabell Prophet

  9. Titel eingeben
    also ich kann mich nur dem 1.kommentar anschließen

    kein festanschluß auf dem plauderknochen von annodazumal kein guthaben drauf und wischbrettchen besitze ich nicht ich gehöre zur kategorie
    der

  10. Es kommt halt auf den Chef an
    (1) „Wer sagt, er habe noch nie mit seinem Chef im Bett gelegen, der lügt.”
    Und wenn der Chef eine Frau ist? Glauben Sie, dass eine Cheffrau tatsächlich mit all den jungen Spunden ihres Teams ins Bett will? Irgendwo hört das Training auf.
    .
    (2) „Unsere Freunde, unsere Online-Freunde, die Nachrichten, die Eltern, die Firma, sie verfolgen uns überall dort, wohin wir unser Telefon mitnehmen.”
    Wenn wir das Telefon mitnehmen. Es gibt durchaus Chefs die das nicht tun. Weil sie von den jungen Spunden nicht auch noch im Bett belästigt werden wollen.
    .
    (3) „Und wir verfolgen sie, von überall aus.”
    Da laufen Sie auf, wenn Sie einen klugen Chef haben. Denn dann wird er Sie ein paar Mal mit gezielter Fehlinformation reinfallen lassen. Das ist im Reich von Deus ex machina sehr einfach (für einen halbwegs klugen Chef).
    .
    (4) „Kurz nach Feierabend sind wir am liebsten online, nur einer von Dreien behauptet, er schalte dann mal ab.“
    Wenigstens 1/3 schaltet also ab. Es steht jedermann frei, zu diesem Drittel zu gehören.
    .
    (5) „Kurz vor dem Einschlafen noch eine Anmerkung vom Chef, nur ganz kurz per Facebook, dann gute Nacht.“
    Wenn mein Chef mich vor dem Einschlafen noch mal belästigen würde, wäre er nicht mehr lange mein Chef. Da spreche ich aus Erfahrung, denn Belästigen konnte Mann seine Mitarbeiter schon in den Zeiten des analogen Telefons. Einer hat mich mal abends zu Hause wegen irgendeinem Problem mit einem Lastenheft angerufen……

  11. Titel eingeben
    man muß zwischen ökonomischer und sozialer Arbeitsteilung unterschieden: ökonomisch ist sie natürlich sehr effektiv, aber sozial? wer sozailes nur noch als arbeitsteiliges Geschäft sieht, zerstört die liebe, die immer auf ganze Personen gerichtet ist. insbesondere in der Familie. irgendwann wird dann alles sinnlos. Jürgen bellers

  12. Arbeitsteilung
    man muß ökonomische und soziale Arbeitsteilung unterscheiden. die erste ist natürlich sehr effektiv, als soziale aber zerstörerisch: wer menschen auch außerökonomisch als bloße Funktion betrachtet, mißachtet sie. denn er ist mensch nur dann voll ganz, wenn er insgesamt anerkannt wird. das nennt man religiös liebe. prof. bellers

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