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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Apple fault und Google schimmelt

| 69 Lesermeinungen

Nicht im Auto essen. So wollte es das Gesetz der Väter und daran hat man sich gehalten. Denn früher pflegten Brösel von Chips und fallende Butterbrote die Sitze im Auto zu ruinieren. Gegessen und getrunken wurde während Pausen, die ohnehin nötig waren, denn die Lenkkräfte waren hoch, die Bremsen schlecht und die Autos langsam: So bekam jeder, was er brauchte, und die Sitze keinerlei Flecke.

Seitdem ist die Technik jedoch auch beim Leder etwas weiter, und selbst hart heran genommene Ledersitze, auf denen während zehn Jahren vieles transportiert und auch einiges konsumiert wurde, sehen immer noch so aus:

ledera

Zugegeben, das sind jetzt keine durchschnittlichen Sitze. Sie befinden sich in einem Mercedes, dessen Neupreis mehr als dreimal so hoch wie der des durchschnittlichen Neuwagens in Deutschland war, und ein knapp fünfstelliger Betrag ging dabei auf topaktuelle, elektronische Extras zurück: Navigationsgerät, Einparkhilfen, Freisprechanlage, Multimediadisplay mit zentralem Bildschirm und jede Menge Sensoren für die Fahrsicherheit. Das alles ist schlagartig vergessen, wenn man auf das Gaspedal tritt – dann brüllt der Kompressor auf, als steckte er noch in einem Vorkriegsrennwagen, und man schaut dabei besser nicht auf den Bordcomputer, der einem genau berechnet, was das Auto braucht, wenn man es artgerecht auf einem steilen Alpenpass benutzt: YOLO vs. 27 Liter Super Plus. Trotzdem sind all diese technischen Helfer da. Und die sind, ganz im Gegensatz zum Leder, das früher als erstes die Spuren der Jahre zeigte, rettungslos veraltet.

Das Auto ist, relativ betrachtet, noch gar nicht so alt, denn der durchschnittliche Wagen in Deutschland hat 9 Jahre auf dem Buckel und das, obwohl da auch Stehzeuge von Opel mit eingerechnet werden. Man kann sich damit immer noch sehen lassen, und die Fahrleistungen sind in jeder Hinsicht ausreichend. Aber die Bordelektronik. Da hapert es nach zehn Jahren gewaltig. Allein die äussere Erscheinungsform mit dem niedrig auflösenden Display und der groben Darstellung von Buchstaben ist gefühlt wie ein Fenster in die 70er Jahre. Kein Anschluss für USB, Speicherkarten, iPhone oder gar Micro-SD-Karten – die beiden letzteren Dinge gab es noch gar nicht, als das Auto entwickelt wurde. In exakt jenem Zeitraum, da das Auto fast unverändert produziert wurde, hat Apple dann sechs Generationen des iPhones entwickelt, auf den Markt gebracht und Leute animiert, schon wieder zu kaufen.

lederc

Noch schimmert das Edelholz, noch funkelt der Lack, aber es hat kein EDGE und kein WLAN, kein LTE und auch sonst nichts, wovon die angeblich so wichtige Generation Easy Jet Set erzählt, wenn sie in einer überfüllten Bahn sitzt und dieselbe das mit dem Internet nicht kann. So ein Auto ist kaum aufwärtskompatibel und damit aus Sicht der Computernutzer auch nicht zukunftssicher, weshalb sie gerne in das Schwellenland USA schauen. Amerika ist, was Autos angeht, eine Tabula Rasa: Dort ist man nicht nur Schuld an der Existenz von Opel-Strassensperren, man bewegt die Menschen in überdimensionierten Sardinenbüchsen mit Mayonnaisefederung mit einer Geschwindigkeit durch die Gegend, bei der jeder ordentliche deutsche Kompressor streiken würde. Die Sardinenbüchsen-mit-Mayonnaisefederungs-Industrie ist technisch und war finanziell so kaputt, wie es das Terzett aus NSA, BND und Bundesregierung moralisch ist, und von diesem Niveau aus betrachtet erscheinen die Pläne von Google und Apple für zumindest teilweise selbstfahrende Autos mit Elektroantrieb wie die Zukunft: Da sind sie, behaupten Hipster, die mangels Fachkenntnis ihr eigenes Fahrrad reparieren lassen müssen, die Herausforderer der europäischen und deutschen Autobranche, mit eigenen Mobilitätskonzepten. Selbstfahrende Kisten, in denen man arbeiten und entspannen kann, und vermutlich auch verbunden mit einem cleveren Leasing- oder Sharing-Modell: Man kauft nicht mehr das Auto, man erwirbt stressfreie Mobilität und das Gerät ist da, wo man es braucht.

Diese schöne, neue Welt der Fortbewegung ohne Autobesitz, die vielen vorschwebt, könnte aber eher ein Zwang des Ziels sein, das Auto der Software unterzuordnen. Kaum jemand würde ernsthaft ein derartig teures Gerät für ein Mobilitätskonzept käuflich erwerben, das sich aufgrund der technischen Entwicklung im Digitalen so schnell wie die Vorstellungen von Apple und Google ändern muss. Das wäre wirklich ein Fall für einen Service Provider, der ein stets gewartetes Fahrzeug mit allen Updates hinstellt und dafür sorgt, dass es auch wirklich sicher ist. Und die Veränderung kommt schnell – man muss dazu nur mal in den Kofferraum des Mercedes schauen: Da steckt die High-End-Lösung für das Navigationsgerät von vor zehn Jahren drin.

lederd

Wer den Prinzregenten noch kannt Ältere unter den Lesern werden es vielleicht noch kennen: Das ist ein DVD-Laufwerk. Als Mitte der 90er die erste Version dieses Mercedes erschien, kostete so ein Laufwerk noch mehrere tausend Mark, und wenn es heute kaputt gehen sollte, würde man ein billiges Handy an die Windschutzscheibe hängen und sich davon navigieren lassen. Der vor zehn Jahren noch recht teure Kasten selbst ist Sondermüll – so ist die Zeit über die Digitaltechnik drübermarschiert.

Die Beulen mit den 64 Lasern auf dem Dach, die aktuell dafür sorgen, dass so ein Googleauto in Echtzeit die Strassenlage erfassen und das Auto steuern kann, sofern es nicht regnet oder schneit: Diese Beulen erscheinen Journalisten der Technikbranche heute so magisch wie den ersten Hörern der CD die Abkehr von der Schallplatte, und wenn das System dann zum ersten Mal auf einem Serienauto zu sehen ist, wird es als Sensation gelten, wie einst das Autotelefon, die Satellitennavigation und die Einparkhilfe. Die eigentlich spannende Frage ist aber eine andere: Wie lange ist so eine Technik etwas Besonderes, und würde man sich deshalb ein Auto von Google oder Apple kaufen, oder sich auf deren Konzepte einlassen? Die Frage ist nicht ganz unwichtig, denn sowohl Google wie auch Apple haben eine Qualitätssicherung, die für die Bedürfnisse eines Porno TV-Serien ladenden Hipsters bei Starbucks gerade so ausreichen – solange er bereit ist, seine bald zerkratzten, lahm laufenden, von schlechten Akkus betriebenen Geräte bald wieder auszutauschen. Zudem sind beide Firmen dafür berüchtigt, alte Entwicklungen brutal einzustellen und Nutzer mit neuen Anforderungen zu konfrontieren, wenn es ihnen in ihr Geschäftmodell passt. Kauft man heute ein deutsches Fahrzeug, weiss man, dass Service, Ersatzteile und Reparaturen auf vergleichsweise lange Zeiten gewährleistet sind. Möchte man hinter einer Windschutzscheibe bei 200 km/h sitzen, die dort entworfen wurde, wo das Kratzerdisplay der iPhones entstand? Überleben bei hohen Geschwindigkeiten ist nun mal etwas anderes als Meckern wegen EDGE-Übertragung.

lederb

Die künstliche Intelligenz von Morgen, die Strassen erkennt und aus Lasersignalen lernt, ist das Plastikmodul von Übermorgen, das zig Zulieferer in China im erbitterten Preiskampf den Autoherstellern anbieten werden. Die ganz grosse Idee eines Autos, das sich immer dorthin fährt, wo man es braucht, und einen so schnell wie möglich ans Ziel bringt, verlangt dagegen eine komplett neue Dateninfrastruktur, Verkehrsüberwachung, Logistik und Sicherheit – und da sitzt man dann spätestens wieder bei den nationalen Gesetzgebern, ihren Vorgaben und der eher geringen Bereitschaft, sich den Wünschen der Firmen beim volkswirtschaftlich lebenswichtigen Bereich der Mobilität unterzuordnen. Und warum? Damit der Strassenverkehr bequemer wird, also die Fortbewegung mit Benzin und/oder giftigen Akkus und anderem hohen Ressourcenverbrauch in Zeiten des Klimawandels. Und die Politik fährt nun mal eher mit deutschen Arbeitsplätzen durch ihr Leben, als mit Lasern von Google, selbst wenn vielen auch die Idee der dafür nötigen Totalüberwachung gefallen würde.

Keine Frage: Google und Apple machen wichtige Grundlagenforschung. Aber die Autoindustrie wird das tun, was sie schon immer getan hat: Technik billig machen, integrieren und selbst an der Spitze der Verwertungskette sitzen bleiben, und alle sieben Jahre ein neues Modell bringen, das zum Glück nicht wie ein iPhone altert und wie Chrome abstürzt.

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69 Lesermeinungen

  1. Natürlich wurde auch damals im Auto gegessen, denn oftmals war am nicht
    allzuweit entfernten, also ohne Pause erreichbaren Ziel für sowas keine Zeit mehr. Schonbezüge gab deswegen bereits damals.

  2. -
    Schwer zu glauben, dass Google tatsaechlich Autos bauen und verkaufen moechte. Bislang ist der Konzern ganz gut damit gefahren, Dienstleistungen zu verkaufen (bzw. zu „verschenken“). Ein Produkt, dass geeignet ist, Aerger mit dem Endkunden/Verbraucher hervorzurufen, ist vermutlich nicht in Googles Interesse. Das heisst natuerlich nicht, dass die Firma nicht bereit ist, ein Haufen Geld auszugeben, um einige Modellsysteme Realitaet werden zu lassen. Die eigene Zukunft liegt fuer Google aber in der Bereitstellung eines (globalen?) Interfaces, dessen sich die Auto-/Elektronikhersteller dann gegen Bezahlung bedienen koennen.

    Bei Apple bin ich mir nicht sicher, was die wollen. Die pervers hohen Barruecklagen muessen ja fuer irgend etwas verwendet werden, und mal 10-15 Mrd. fuer ein Autoentwicklung verbraten koennen sich klassische Kfz-Hersteller nicht leisten. Wahrscheinlicher halte ich aber auch hier joint-ventures.

  3. Titel eingeben
    Ein weltweit rechtmäßig betreibbares, zulassenbares Auto zu bauen, ist, vor allem bei einer Gesamtbetrachtung über alle 1st, 2nd und sontige x-Tier Lieferanten hinweg, ein unglaublich komplexer Vorgang. Dagegen ist der Bau eines Mobiltelefons ein Witz.

    Diese Kompetenz aufzubauen ist unglaublich schwer, und selbst ein Herr Tesla kann dies nur, weil er mit Automobilherstellern kooperiert – mitnichten geht es denen nur darum, Akkutechnologie abzugreifen, es ist eine wechselseitige Abhängigkeit.

    Die Technologie, die Google- und vielleicht auch mal Apple entwickeln, wird m.E. höchstens mal in Autos existierender Hersteller integriert werden. Wobei zuvor erst mal die Vereinheitlichung der Technologien steht, ein Wagen hat heute ohne weiteres 70, 80 verschiedene IT-Systeme mit einer vielzahl an CPUs, Betriebssystemen, Kommunikationssystemen. Microsoft hat Pläne in diesem Bereich, ubiquitäres Windows, und es gab im Bereich Car Entertainment auch schon mal erste Gehversuche.

    Ein starker und aussichtsreicher Anbieter ist, für viele vielleicht überraschend, Blackberry mit dem vor einigen Jahren erworbenen QNX Betriebssystem, welches sich hervorragend für Echtzeitbetrieb wie er im Auto erforderlich ist, eignet und auch bereits eingesetzt wird. Auch deren aktuelles Mobiltelefonbetriebssystem BB10 basiert in großen Teilen auf QNX – und kann Android-Apps (also von Google) ausführen. Man mag dahinter eine Langfriststrategie vermuten, der Erkenntnis folgend, dass die Leute lieber auf schmierige Displays starren und maximal 140Zeichen rauswürgen, als ihr Gerät als mobiles Terminal für Emails mit Tastatur und für ernsthaften Inhalt einzusetzen.

    Hier bei mir wird übrigens auch gleich ein Ende 2008 gebautes und damit fast durchschnittlich altes Auto gefahren werden. Mit USB, aber grobpixeligem Navi und ein Zusatzfunktionen, die nett sind, aber fast alle abschaltbar und fast alle auch nicht als notwendig empfunden werden. Und einem V6, der saufen kann, wie von Ihnen beschrieben, meist aber leise schnurrt und den Eindruck vermittelt, dass ihn dabei Steigungen in Berg und Tal nicht sonderlich interessieren oder gar aufregen.

    Und, getreu dem Motto, dass das umweltfreundlichste und günstigste Auto das ist, was vorhanden ist, weil dafür ein weiteres Fahrzeug nicht gebaut und nicht gekauft werden muss: es wird auch noch eine Weile so bleiben. Der Verfasser dieser Zeilen hat gerne ein teures, „richtiges“ Auto und fährt es dann etwas länger – von den letzten beiden das eine 24 Jahre, das andere 18 Jahre und jenes auch nur deshalb so kurz, weil der Rost es holte.

    • Danke
      für diese Info, green.
      Soweit verfolgt, ist Mercedes schon selbständig am Testen des autonomen Fahrens. Somit is da Kas bissn. Denn was sich durchsetzt, folgt nicht den Erwägungen hier.
      Als die CD vorgestellt wurde, hat mir Jüngling der Verkäufer die hervorragende Qualität des Mediums mit dem murmelnden Beigesang Glenn Goulds weismachen wollen. War natürlich ein Schmarrn, weil zwangsläufig schon auf der älteren Aufnahme und damit auf Vinyl, hat aber trotzdem nix genutzt. Jetzt wird auch das wieder Retro, was ich dereinst wegen versicherungstechnischer Probleme für die Nutzung von mechanischen Automobilen für ein echtes Privileg der wirklich Vermögenden voraussage.
      Gibt eine schöne Geschichte von Lem über den Rückkehrer aus dem All von der Zeitreise, der aus Frust die Antigravitation aus dem Auto ausbaut, um die Fliehkräfte wieder zu spüren, die ihn bewegten / uns bewegen. Titel nicht mehr erinnerlich, leider.

    • Man darf auch nicht vergessen, wie bescheiden damals schon die Aufnahmetechnik war.

    • I live my life a quarter mile at a time. Nothing else matters
      Nope. Bisherige Kernkompetenz der Automobilkonzerne war die Konstruktion eines 4-12 ZylinderMotors. Der Rest war schon lange outgesourced. Jetzt, wo diese Kompetenz für Elektromotoren nicht mehr allzu relevant ist, da reden die Auto CEOs von der unendlichen Komplexität der Integration und Abstimmung unendlicher Bauteile in unendlichen Welten. Das mag richtig seine, wenn man ein 600 PS Monster für deutsche Großstädte zähmen und zugleich für den Hockenheimring optimieren muss. Ein Fahrzeug, welches jedoch mit Geschwindigkeiten von 13-130 km/h von A nach B fahren soll (d.h. die tatsächliche noch möglichen Geschwindigkeiten in Deutscheland), dieses kann schon jede chinesische Kopie-Bastlerbude konstruieren. Und wenn die Chinesen hierfür 10 Jahre gebraucht haben, dann benötigt Google 4 Stunden.
      Der Witz an der ganzen Sache ist doch, dass genau in dem Moment, wo sich jeder Bürger ein 300 PS Fahrzeug (gebraucht) leisten und auch ohne entsprechende Fähigkeiten führen kann, keiner mehr 300 km/h oder wenigstens 250 km/h fahren kann. Am Zenit der deutschen Ingeneurskunst bespricht der Don seinen geerbten Benz und erwähnt mit keinem Wort die Fahrleistungen.

    • Naja, China, also…

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/lieferung-der-apple-watch-wegen-bauteil-problem-verzoegert-13567291.html

      Ich habe nach meinen erfahrungen beim Autobau eine etwas andere Sicht der Dinge, weil es bei der Konstruktion eines Autos gerade nicht um einen Motor geht, sondern um das Zusammenspiel aller Teile, um Spaltmasse und dass man sich darin wohlfühlt. Ich kann nur jedem mal raten, eine Runde mit einem Rexton zu fahren, dann versteht man, was ich meine. Genau dieses „ich sitze in etwas, das in jeder Hinsicht gut funktioniert“-Gefühl bekommen die sog. Premiummarken hin und Opel und Ford schon nicht mehr. Und danach wird es sehr oft sehr bitter.

    • Da kann ich jedes Wort unterschreiben – wobei man immer noch bedenken muss, dass es danach auch noch eine ganze Versorgungslogistik gibt. Wenn man sich anschaut, wie Autobauer das mit den Reparaturen weltweit geregelt bekommen und wie lang Apple braucht, versteht man vielleicht, warum man von den Letzteren nicht wirklich abhängig sein möchte.

    • Experten am Start
      „….und selbst ein Herr Tesla kann dies nur…“

      Da scheint sich aber jemand richtig auszukennen. Ich weiß ja nicht, was der gute Nikola gerade so treibt; vielleicht schwirrt er als Elektron durch die Luft o.ä. – Autos baut er aber sicher nicht.

  4. Inland Empire
    Das Innere so einer Schaukel liesse sich amerikanisch stilvoller gestalten, warum nicht mit einer 3qm-Recamiere in der Mitte

    • VERSORGUNGSLOGISTIK?
      Welch seltsam Wort … Sollte damit gemeint sein, daß man, leider inszwischen auch bei Premiummarken, früh zum Termin sein Auto in die Werkstatt bringt, am frühen Nachmittag denn den Anruf bekommt, die Aufhängeschelle des Auspuffs müsse ausgewechselt werden und (inzwischen selbstverständlich) man dieses, wir praktisch jedes andere denkbare Teil, man als „Werkstatt“ natürlich nicht mehr greifbar vor Ort habe, sondern erst ‚bestellen‘ müsse? Günstigenfalls ist das Teil dann am Nachmittag des Folgetages eingetroffen und man hat sein Fahrzeug nach 2 Tagen sinnlosen Rumstehens endlich wieder, da eine „Fachwerkstatt“ dank „Versorgungslogistik“ keine Teile mehr vorzuhalten in der Lage ist…

  5. Apple oder Auto ? Gedanklich der falsche Ansatz...
    Es gab einmal glücklichere Zeiten, die Ära der stabilen DM ging zwar ihrem Ende zu und die Masse der Computernutzer rümpften die Nase, wenn sie den Namen „APPLE“ hörten.

    Damals prognostizierte man den Untergang von APPLE und Steve Jobs lieh sich Geld bei Bill Gates.

    Die Apple Aktie kostete damals 17,00 DM und wir freuten uns bei allen Risiken.

    Wie lange heute ein APPLE Produkt, oder ein Auto heute hält, ist mir vollkommen egal.

    • Mir nicht. Mich macht das schnelle Abwracken rasend, und besonders die Förderung dieser Haltung.

    • Geschuldete mediale Empörungsäußerung ?
      °

      Sehr geehrter Herr Meyer,

      gestatten Sie mir bitte ein Bemerkung zu der von Ihnen vorgetragenen Ansicht.

      Es erscheint mir vollkommen verständlich, daß Sie diese in der „gesellschaftstragenden“ FAZ vertreten müssen, vielleicht sogar aus persönlicher Überzeugung?

      Daß Sie das „Abwracken rasend“ macht, mag, wenn es tatsächlich einer persönlichen Überzeugung entsprechen sollte, ehrlich und Teil Ihrer jugendlichen, ungefilterten Persönlichkeit sein.

      Ihr „rasend“ sein, wird weder Apple, Autokonzerne oder irgend ein anderes Unternehmen, welche „Kurzlebensphasen“ in ihr jeweiliges Produkt einbauen, in irgendeiner Weise beeindrucken, noch dazu veranlassen dies zu ändern.

      Daher ist mir dies auch weiterhin vollkommen gleichgültig.

      Sie könnten ebenso „rasend“ werden oder sich darüber empören, daß die besonders freiheitsliebenden Amerikaner den Rest der Welt bespitzeln und jegliche Regeln eines klassischen Demokratieverständnisses mit Füßen treten. (Die anfängliche Empörung eines Sascha Lobo ist zwischenzeitlich auch in „Kreide fressen“ umgeschlagen)

      Ihre ?, Empörungsäußerung beruht doch lediglich darauf, daß Sie, wie auch Andere, sich der Naivität hingeben, daß bisheriges Recht, Moral und Ethik noch Bestand haben.

      Die westlichen Kolonien Britanniens werden auch in Zukunft technisch führend sein, inklusive der in den Produkten festgelegten Zerfallsdaten.

      Es geht doch vielmehr darum die Menschen in den Kolonien und ihre Produkte (auch Anteilsscheine) einfach zu benutzen, doch voranging unsere Kultur zu leben, die die USA sich auf lange Sicht nie in der Lage sein werden anzueignen.

      Ich persönlich ziehe es vor mich dem Guten und Schönen zuzuwenden, meine Würde zu bewahren, was in diesen Zeiten schwer genug ist, anstatt in unkontrollierter Emotionalität in Raserei zu verfallen, welche ohnedies zu nichts führt.

      Da ich mir mein phantasievolles Bild des „edlen Don Alphonso“ bewahren will, stelle ich mir Ihre hochemotionelle Kurzstellungnahme lieber als Ihren persönlichen Tribut an die, der medialen Empörungsindustrie zugehörigen, FAZ vor.

      Mit freundlichem Gruß

      B.Klingenberger

      PS: Der 356er steht noch immer in der Garage und ist noch nicht dem Abwracken preisgegeben.

  6. Objection: Hearsay
    Die Zukunft des Automobils kann man in der Automobilstadt Deutschelands beobachten: in Benz-town (vulgo: Stuttgart). Meine Wenigkeit z.B. benötigt für die 7 km Arbeitsweg in meinem Dienstwagen zwischen 30-45 Minuten…und zwar am Morgen und am Abend..und auch zwischen diesen beiden Zeitpunkten. Die Hauptfunktion meines Fahrzeug ist dabei das Bremsen. Und das geht allen Porsches und AMGs und auch den Exoten hier ebenso. Da helfen auch keine 450 PS. Da reichen eigentlich 45 PS. D.h. der Motor an sich ist völlig egal. Das Design ist auch egal, weil alle die ganze Zeit nur auf ihre Handys schauen…auch die Polizisten im Fahrzeug nebenan.
    Whatever, das Monstermotor-Status-Auto, wie wir es noch kennen, das ist bald six feet under.
    Ich kaufe mir diesen Sommer nen schickes single speed, denn dank unserer grünen Stadtregierung sind die Fahrradwege jetzt breiter als die Straßen.
    Ergo: Das Auto der Zukunft fährt selbständig, mit Strom, ist groß wie ein Schuhkarton und erlaubt die uneingeschränkte Nutzung von Iphone und Macbook. Und dafür braucht man keinen Volkswagenkonzern oder Bayrische Motorenwerke oder Mercedes Benz. Das kann jeder in Zukunft mit einem Drucker raushauen. Die DatenInfrastruktur hingegen, das kann nur Google und Apple. Es wird auch kein Mensch mehr ein solches Auto erwerben, die Dinger werden gemietet oder geleast. Wie heute schon das Iphone für 24 Monate mit Kilometer-flat.

    • Also, ich würde mir da eher ein Rennrad kaufen. Von Problemen mit der Schaltung höre ich wirklich nur ganz selten, und auf Dauer ist es deutlich angenehmer.

    • stuttgart
      ist falsch gedacht………….wer nicht in die infrastruktur investiert, egal ob im strassenverkehr oder im netz hat stau, da ist stuttgart ein beispiel für politikversagen, fängt schon beim jungen rommel an und der neue, so gesichts- und profillos, dass mir der name nicht einfällt, war mal GTI-fahrer, ist die krönung. und bulling hatte so billige argumente, schwenkte aber auf die erziehungsrichtlinien der gulag-umerzieher ein.
      wer die geschwindigkeitsvereitelung im strassenverkehr zum ziel hat, hat dieses ziel auch bei den neuen medien auf der datenautobahn.
      einer der vielen gründe, stuttgart den rücken zu kehren !

    • Sie sprechen mir aus dem Herzen
      Gehe 100% mit Ihnen einig. Sie sprechen mir völlig aus dem Herzen. Ich bin zwar Autofreak und Ferrari-Verehrer, aber:

      1. Autos sind in unsrem Massenverkehr mehr und mehr Stehzeuge. Reduzierte man die Geschwindigkeiten auf massenkompatible Werte von maximal 130 (mir dreht sich grade der Magen um, aber die Ratio wird trotzdem siegen), dann erübrigt sich schlagartig der Mercedes-BMW-Audihafte zwang zu Superqualität und Kostenintensiver Spaltmassreduzierung. Man kann die Autos nun viel einfacher bauen.
      2. Elektroautos. Werden massiv kommen. Weil kein Lärm und Abgas. Und weil extrem viel einfachere Technik. Dadurch Werkstätten nicht nötig.

      Die Autoindustrie ist natürlich nicht begeistert und nicht interessiert. Aber es wird immer genügend Teslas geben, die Entwicklung ist nicht mehr aufhaltbar, aber die (hiesige) Autoindustrie wird diesen (Nieder-) Gang so lange wie möglich zu verzögern versuchen.

      3. Was mich schon immer wahnsinnig wundert und stört: warum 10tausende Euro ausgeben für eine rostende Blechkiste, deren elektronischer Inhalt nach 3 Jahren hoffnungslos veraltet ist? Die oft wochenlang nur rumsteht? Die ein Defektrisiko mit sich rumträgt?

      Ich glaube das ist völlig vorbei. Neue Nutzungskomzepte / sharing / Uber wird sich definitiv durchsetzen. Das alte Geschäftsmodell der Automobilkonzerne wird bald nicht mehr funktionieren und ich glaube sie spüren es schon.

      Übrigens war Google vor einiger Zeit schonmal nahe dran, Tesla zu kaufen, die Verträge waren schon unterschriftsreif….

  7. Autohersteller vs Apple und Google
    was für ein Kampf der Giganten!

  8. Wenn es denn
    ein Benz ist, der nach der Zeit der mikrobakteriellen Verschmutzung der Elektrotauchgrundierung (Diss. Ina Gühring Sttgt 2000) gebaut worden ist, würde ich sagen: zugreifen. Wenn mit Benz-Getriebeautomat: sofort Ölwechsel durchführen. Kompressor ist unproblematisch, wenn nur mit regulärer Öl- und Kühlmitteltemperatur gefordert. Beim Kaltstart immer piano aufwärmen.

    • Schaltgetriebe natürlich. Automatik ist bäh.

    • Mikroben
      Der Effekt der Mikroben auf die Blechsubstanz ist in der Tat außerordentlich durchgreifend! Wenn man sich damit nicht den Vorwurf der Majestätsbeleidigung zuzöge, könnte man durchaus Vergleiche mit dem in dieser Hinsicht ebenfalls berüchtigten Alfasud anstellen (wobei das Ergebnis durchaus offen wäre).
      Man wird allerdings heute kaum in die Versuchung kommen, bei einem der betroffenen Wagen zuzugreifen: entweder ist er schon lange nicht mehr da oder offensichtlich verseucht (merke: selbsttragende Karosserie funktioniert nur so lange, wie sie vorhanden ist).
      Eine Parallele zur Elektronik gibt es hier auch: die Technik (Motor, Getriebe) ist bei beiden Beispielen deutlich langlebiger als die Hülle. Mein Alfa-Boxer (konstruiert für den Alfasud) hat ohne irgendwelchen Ärger fast 200 tkm hinter sich – er ist gebaut 20 Jahre nach seiner Konstruktion und dann nochmal so lange gefahren.

  9. leider
    sind die heute angebotenen autos eher rollende grossdisplays mit irgendwelchen internetanschlüssen und vernetzungen aller art…………..deshalb bleiben sie auch so oft stehen mit ratlosen fahrern, verzweifelten fahrerinnen und noch ratloseren ADAC-gelben engeln oder service-hotlines.
    deshalb: kaufen sie ein auto mit baujahr spätestens 03/1993, da ist zum glück das ausssenthermometer noch das einzige serienmässige elektronische schnickschnack-gimick. aber sie kommen an…………..an ihrem ziel !

    • Das ist oft weniger ein Problem der software als vielmehr der Sensoren und Bauteile. Während der Fahrt losgehende Alarmanlagen zum Beispiel oder Motoren, die denken, sie hätten einen Kolbenfresser.

    • Sensoren
      Genau deswegen bekomme ich immer Gänsehaut, wenn die Pressemappen der „selbstfahrenden“ Autos in der Zeitung abgedruckt begeistert nachgeplappert werden. Schon im Luftverkehr gibt es Probleme mit Sensoren, obwohl die drei- und mehrfach redundant verwendet und mit weitaus höheren Qualitätsstandards produziert werden. Und dann soll ich meine Gesundheit einer Anlage anvertrauen, die noch nicht einmal die Motordaten sauber erfassen und analysieren kann (und der sitzt in seinem Gehäuse und hat einen genau definierten Arbeitsbereich).

    • Ja mei – der Fortschritt des Menschen ist nichts für Zimperliche und sterben müssen wir allemiteinand einmal, nicht wahr.

    • Anvertrauen...
      Nun, wie man so schön sagt, bereits heute sterben mehr Leute auf dem Weg zum und vom Flughafen, als bei Flugzeugabstürzen. Wer ab und an auf der A9 zwischen MUC FJS und MUC City fährt, gleich welche Richtung, wird das kaum bezweifeln.

      Aber ein autonom über sein Fahren entscheidendes Auto („selbstfahrend“ ist, bezogen auf „autos mobilis“, ja tautologisch) schafft in der Tat ganz neue, auch ethische Probleme – Opfert das Auto sich in kritischer Situation selbst, und den darin sitzenden Passagier, und lässt es das auf die Straße gerannte Kind leben? Was, wenn das Kind dann doch ein Hund war? Wer trägt die Verantwortung? Kann es zukünftig noch eine Fahrerhaftung geben, oder nur noch eine Halterhaftung? Will ich als Halter von Flottenfahrzeugen strafrechlich für von meinen autonomen Autos überfahrene Hunde (und Kinder) verantwortlich sein?

      Es ist, so scheint mir, auch eine Facette der Diskussion um Roboter und den damit verbundenen ethischen Gesetzen. Die Asimovschen Gesetze waren da ein Anfang, funktionieren aber so richtig nur auf fremden Planeten, auf denen viel Platz ist, und haben für viel Erzählstoff gesorgt, nicht unbedingt für Lösungen, die sich einer Welt stellen, die einerseits immer mehr bewaffnete Drohnen (die immer autonomer werden) einsetzt, andererseits sich in autonomen HumptyDumpty-Mobilen oder umgebauten SUVs fahren lassen will. Während gleichzeitig andere Systeme jeden digitalen Pfurz der Menschen, gemacht in immer mehr digitalen, virtuellen Welten, beobachten, analysieren, und nutzbar machen.
      M.a.W. der Mensch ist da auch nimmer weit von der Legehenne. Matrix lässt grüßen. Und nun sei genug thematisch mäandert.

  10. wollen wir es hoffen
    die wertschöpfungskette möge bitte hierbleiben.

    sofern die Dienerin nicht zu sehr stört.
    mit 95 g Co2 pro km kann man Fiat 500, nicht aber Audi500angemessen bewegen.
    Daher fürchte ich die Ausgliederung zumindest von M-Gmbh und AMG in die Carolinas. 12er und 8chter von dort in die Welt und biturbo 2Liter V4 aus Bayern.

  11. Titel eingeben
    Bester Melurus: Als sinnvollen Ersatz für die technisch abgewickelte Barchetta hielte ich den Kompressor-Benzinbenz für den D.A. schon für adäquat. Weil: der hatte vor zehn Jahren schon Bremsassistent und Schleuderschutz drin, ist also sicherheitstechnisch auf dem Stand der Ermittlung. Dass die Kompressor-Benziner saufen wie die Löcher, liegt am Gasfuß der Fahrer. Die Dinger können auch sparsam. Wenn ich meinen Turbo-Intercooler-Lieferwagen mit 4000 U/min über die Bahn jage, zieht der sich auch 10 Liter rein. Im langfristigen Durchschnitt bin ich bei 5,8, weil ich halt nicht das Gaspedal mit beiden Füßen in die Ölwanne drücke. Ansonsten wäre eine Investition des Blogbetreibers in ein schwäbisches Fahrzeugmodell aus pädagogischen Gründen in der kleinen dummen Stadt zum Ausgleich gegen die vier Ringe recht wertvoll. Die Freunde der heutigen Elektronik mögen mir verzeihen, wenn ich ihre technischen Leistungen mitunter für suboptimal halten. Ich musste vor vier Wochen in Schweitenkirchen einen Akku wechseln in einer Telematikanlage. O.k. unter einem Anhänger eingebaut. Bis ich das alte Teil raushatte, durfte das gesamte Arsenal eines Stahlwille-Werkzeugkastens Leistung zeigen, weil diese Döspaddel vom größten deutschen Fahrzeugkomponentenhersteller vergessen hatten, dass Akku und Akkugehäuse sich auch schon mal mit Straßendreck einsauen. Will sagen: diese Anhängertelematik wurde im Büro konstruiert und im Büro auf Funktionsfähigkeit getestet. Bei den Pkw ist es nicht anders. Ich vermute, Herr Winterkorn weiß nicht, wie man bei einem Flügeltür-Caddy die Rückleuchten tauscht. Denn sonst würde es diese Fehlkonstruktion nicht geben. Oder – kann auch sein: er hält das nicht für eine Fehlkonstruktion.

    • Da wird nichts ersetzt, die Kiste steht nur hier rum und das ist mir daran halt aufgefallen.

  12. Ein bisschen mehr Apple wäre für Mercedes nicht schlecht
    Ich habe ein MacBook. Das ist 7 Jahre alt. Es ist etwas langsam, selbst für meinen geduldigen Geschmack, obwohl ich schon diverse H/W und S/W Upgrades unternommen habe. Vorheriges Jahr verlor die Batterie ihre Fasson und blähte den Boden unter der Tastatur auf. Ich war sehr überrascht als die Leute im Appleladen von Den Haag ohne Umstände eine neue einbauten, die sie vorrätig im Regal hatten. Ich hatte fest damit gerechnet, dass sie mir ein neues MacBook verkaufen würden.
    .
    Mein Mercedes ist 13 Jahre alt. Seine Elektronik lässt zu wünschen übrig. Aber er fährt immer noch bequem, sicher und um einiges schneller als in den Niederlanden erlaubt ist. Die Mercedesleute versuchen schon seit Jahren, mir einen neuen zu verkaufen.

    • Das Problem ist halt; Wenn sich ein lebenswichtiges Teil während voller Fahrt aufbläht, ist das weniger lustig. Ich glaube gern, dass Apple Computer kann. Aber für einen Autohersteller wäre ein sich blähender Benzintank katastrophal. Gerde beim Elektroauto darf genau das auch auf gar keinen Fall passieren.

  13. Haptik und Funktionalität
    Als Alltagsauto fahre ich seit 2 Jahren einen BMW SUV aus der X Serie, mit einem eher kleinen Dieselmotor. Man sitzt angenehm, ein- und aussteigen ist für ältere Herren gut zu bewältigen und es bringt einen sicher und sparsam an das Ziel.
    Will ich mit Genuss fahren, hole ich den Oldie aus der Tiefgarage. Man sitzt etwas ohne Seitenführung auf Ledersitzen, die ebenfalls noch recht schick aussehen, sogar der Duft ist nach 40 bzw. 36 Jahren (ich habe zwei Oldies) noch wie vom Hersteller vorgesehen, die Motorleistung (großer Achtzylinder) ist ausreichend, die Innenraumanmutung mit echtem, massiven (nix „Furnierfolie“!) poliertem Holz ist „like an edwardian living room on wheels“, forciertes Kurvenräubern quittiert das Auto mit einer gewissen Schräglage, die Wegfahrsperre ist ein Relais, das prüft ob ein Zündschlüssel im Schloss steckt und falls nein (also kurzgeschlossene Zündung) die Steller des Automatikgetriebes blockiert, die sind vom Wählhebel nämlich nicht mechanisch ans Getriebe geleitet sondern über einen separat zweiadrig verdrahteten elektrischen Stellmotor.
    Im Fahrzeug verbaute Elektronik ist sonst allenfalls das Autoradio, das ist immer noch reparabel oder ersetzbar.
    Damit an einem ruhigen, klaren sonnigen Feiertagsmorgen auf einer Küstenstraße entlang der Ostsee, zwischendurch einkehren, was will man mehr…..

    • Nichts, würde ich sagen. Oder halt, vielleicht noch, dass jemand im Radio Italohits aus den 70ern spielt.

  14. Mein Nachbar
    Macht sich Gedanken über einen Nachfolger für seinen 230E aus ’90. Der hat erst 320tkm drauf. Aber egal welches Auto er sich nimmt: Es wir eine geringere Restlebensdauer als der alte Merser.
    Ich bin mir bei Ihrer Prognose, bester Don, nicht so sicher: Die deutschen Hersteller werden die Technik billiger machen und sich an die spitze der Verwertungskette setzen. ABER: Sie sind viel besser geworden, den materiell soliden Wagen zu Sondermüll zu degradieren, weil irgend ein elektronisches Bauteil nicht tut.
    Mein fast fabrikneuer Firmenwagen meldet mir alle Nase lang eine Motorstörung, wo keine ist. Der Wagen geht dann in den Notbetrieb. Kein Spaß, wenn man gerade mit Halblast auf 220km/h dahinschnürt. Zig Werkstattbesuche, neue Gaspedale – aber keine Lösung.

    VW, Audi, Mercedes und BMW werden uns genauso vor der Zeit neue Fahrzeuge verkaufen wollen, wie Apple und Samsung neue Handies. Und sie werden es tun.

  15. Die künstliche Intelligenz von Morgen...
    Mir fiel prompt ein Satz aus meiner kleinen Zitatensammlung ein:
    „Die Mode von heute ist die Peinlichkeit von morgen“
    Beim Suchen des Zitats kamen mir noch ein paar passende (aber gemeine) unter:
    „…daß die drei großen Übel des 20. Jahrhunderts das Auto, die Bombe und das Fernsehen sind …“
    .
    „Werbung bringt uns dazu, Autos und Klamotten nachzujagen, in Jobs zu arbeiten, die wir hassen, damit wir Mist kaufen können, den wir nicht brauchen.“
    .
    moritz: Haben Sie überhaupt ein Auto bzw. einen Führerschein?
    Harry Rowohlt: Ich habe einen Führerschein, aber kein Auto. Ich brauche keines. Unser Korridor ist zwar elend lang, aber so lang nun auch wieder nicht.
    .

    • Fernsehen ist das Schlimmste.

    • Weiter im Text ..., das war doch nicht alles.
      „Werbung bringt uns dazu, Autos und Klamotten nachzujagen, in Jobs zu arbeiten, die wir hassen, damit wir Mist kaufen können, den wir nicht brauchen.”

      …, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

  16. Belebter Scheibenwischer?
    @Don – Da gebe ich Ihnen voll Recht. Vor einigen Jahren hat mich ein befreundeter, an sich sehr erfahrener Ingenieur zu einem Tesla überreden wollen. Wir sprachen eine halbe Nacht über die Haltbarkeit und Sicherheit der Batterien und des Aufladens. Überzeugt hat er mich nicht. Da fahre ich schon lieber meinen Superbenzinmercedes – auch wenn der freiwillig die Scheiben wischt, wenn ich um die Ecke fahre, weil die S/W eine (für Mercedes) schwer zu findende Macke hat.
    Manchmal frage ich mich, ob der Mercedes mit mir reden will. Ich setze den Blinker auf rechts ab, und der Scheibenwischer wedelt „nein“. Aber natürlich stelle ich mich nicht unter den Befehl eines Scheibenwischers, sondern grinse nur vor mich hin.

    • Es gibt da manchmal Probleme mit der automatischen Regulierung, habe ich mir sagen lassen – auf der anderen Seite hat die Barchetta schon zwei Wischergestänge ruiniert, es ist also nicht alles Gold, was silbern glänzt. Zumal ich das beide Male erst im strömenden Regen merkte.

    • Ist das nicht ein "Feature"?
      Es gab da doch diesen „Ingenieurstolz“-Lenkstockhebel bei Daimler, den man in alle Richtungen drehen, drücken, ziehen, schieben konnte, später noch mit aufgesetzten Extra-Schälterchen. Wenn Sie so einen haben, wäre es kein Wunder, wenn die Kabel mal mit ihrer Befehlsweiterleitung durcheinanderkommen.
      Den Gegenentwurf, dem ich nachtrauere, gab es bei Citroën in CX, BX (I) und GSA. Natürlich der absolute Horror für die Journalisten weil – o Gott! – anders, aber wesentlich ergonomischer.

  17. Bleims bei ihre radln, Don
    Schaltgetriebe ist bäh,

    Das war mal so. Vielleicht. Bei dem Mercedes ist Schaltgetriebe Rarität weil die Mercedesfahrer es früher schon beser wußten.
    Ich habe einen 98er Beamer mit SMG. Das schaltet abhängig von Gaspedalstellung, Steigung und Kurvenradius selbstätig von 6 auf 2. Schnell, sauber mit Zwischengas. Gut, ich mußte zweimal mit LKW zur Werkstatt und habe beim Stand von 200T etwa 4.000 kosten für das hydraulische System. Die Handschaltfunktion benutze ich fast nie. Ich habe auch einen Dreizylinder mit Zweigangautomatik. Prima in der Stadt. Wo sehen Sie den Vorteil beim Rühren?

    OT Was ist das für ein Stuttgarter Auto auf Twitter?

    Grüße Mel Ursus

  18. SLK 350
    Sechszylinder in Reihe ohne Kompressor. ist mit 350 Nm aber ganz kräftig geraten.

  19. und der Brachers?
    Wird der Leder Topcase weiter eingesetzt?
    Ich wünsche allzeit eine Handbreit Luft ums Blech und viel Freude mit dem Geist vo Sindelfinge

    mel

  20. Titel eingeben
    Steck hinter diesem Festhalten an veralteten Mobilitätskonzepten nicht in Wahrheit einfach nur die Angst vor dem Verlust des Statussymbols?
    Selbstfahrende Autos erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr, sind umweltschonender und effizienter.
    Das Problem mit Menschen, die zum Spaß mit ihrem Vorstadtpanzer durch die Gegend brettern, wird sich ohnehin biologisch lösen. Schade dass Deutschland, als Land der Autobauer so hinterher hinkt, verflixte Gerontokratie.

    • Titel eingeben
      „Selbstfahrendes Auto“ – eine schöne Tautologie. Wie weiland die Kutschen noch von weißen Schimmeln gezogen wurden.

      Aber was bringt Sie zu der Feststellung, dass solche autonom steuernden Autos die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen?
      Warum sollten sie umweltschonender und effizienter sein? Als was?
      Sind sie überhaupt eine gute Lösung, oder vielleicht nur eine, die mit viel viel Aufwand ein bisschen besser sein will, während eine wirklich gute Lösung sich gleich rechts daneben anbietet – bei Autos z.B. Carsharing oder ÖPNV Ausbau, Taxikonzepte oder ein – aber bitte gesetzestreues, ehrliches – Uber bzw. vergleichbare Anbieter?

      Sie dürfen auch beruhigt sein, außer „Vorstadtpanzern“ – gemeint ist vermutlich ein SUV – gibt es viele andere Fahrzeuge auf den Straßen. Nicht zuletzt LKW, die in Punkto Straßenverschleiß das weitaus, also um Dimensionen, größere Problem darstellen.

      Grad testet man in Deutschland die 60t extra long Trucks, deutlich länger als die bisher maximal 40t LKW. Ein 40-Tonner, so sagt man, verschleißt die Straße und v.a. die Brücken auch 40mal so sehr wie ein PKW, bei einem 60-Tonner wären das…
      DAS sind aus meiner Sicht die wichtigen Probleme, nicht die Muttis im Q3 die zum Supimarkt fahren. Und an den LKW Themen ändern auch knuddelige Google-Autochens nichts.

      Es gibt übrigens schon ein Verkehrsmittel, mit dem Lasten (fast) autonom fahren können: die Bahn.

  21. Titel eingeben
    @greenbowlerhat: in das Thema Lang-Lkw müssen Sie sich aber noch etwas einlesen. Beim 60t mit acht Achsen liegt der durchschnittliche Achsdruck bei 7,5, beim 40t/5 bei 8. Entsprechend müssen sie die „4. Potenz-Formel“ (Straßenzerstörung steigt mit Achsdruck hoch 4 = AASTHO-Roadtest von ca. 1955) anwenden. Ich will das Thema hier nicht vertiefen. Falls es Sie interessiert. Ich habe schon vor Jahren darüber nachgedacht. Das finden Sie unter kfz-anzeiger.com -> Test -> Trailer und dann ganz unten Eurocombi. In Sachen Eisenbahn, speziell Güterbahn stimme ich Ihnen zu.

  22. Pingback: Zettelkasten 01. Mai 2015; “Clubblazer und rote Hosen” (2) | MotorBlöckchen

  23. 44 000 000
    Soviel sinds heute in D. Und das sind nur die PKW. Und auch die Ausländer fehlen in der Zählung. Die Fabriken aber laufen (und können gar nicht anders) auf Hochtouren. Manche Tag und Nacht. Wohin noch mit dem meist doch sehr hässlichen Blech? Ob da nun 12 oder 38 Computer drin sind, scheint mir vernachlässigbar. M.E. ist das Mäusekino außerordentlich verzichtbar. Stau ist Stau. Und diese doch sehr ungesunde, starre Körperhaltung hinterm Lenkrad in Verbindung mit einer weitgehenden Abkopplung von der Umwelt war mir schon immer suspekt.

    Das Surren eines Freilaufes am Fahrrad übertrifft in wirklich jeder Hinsicht die erbärmlichen Geräusche, die ein Verbrennungsmotor erzeugen kann. Leider ist hier seit einiger Zeit so ein Lamborghini in der Straße unterwegs. Bei mir, und sicher nicht nur bei mir, erzeugt der akustische Müll, den das Fahrzeug absondert, Aggressionen. Darf ich ihn noch flacher klopfen? Wahrscheinlich ja nicht. Aber wieso darf der mit seinem Gebrüll Menschen aus dem Schlaf oder aus ihren Gedanken reißen?

  24. Wozu
    der Quantensprung zum CD player war ok – wobei Casstten was hatten (das sind diese kleinen Dinger mit einem Band).
    Man wird froh sein um Autos die einen nicht permanent bei den 3 Buchstabenfirmen verpetzen. Schnittstelen und wer weis was – ein Siemens S3 ist so unhandlich wie ein iphone, kann sprechen, hoeren und sonst nix – und hoffentlich nicht petzen.
    Alles vernetzen und smart (das hies mal clever) machen – wozu?

    Holz schau ich mir im Wald an und unter Kastanien mach ich Dinge die sonst keinen was angehen.

  25. Pingback: Der Ruhrpilot | Ruhrbarone

  26. So gerne ich Fahrrad fahre... gilt zu bedenken
    @Frühaufsteher – Wenn man um punkt neun im eleganten Kostüm mit passenden Accessoires und trockenem Haar in einen Verhandlungsraum treten muss, dann ist das Fahrrad als Anreise nur sehr bedingt brauchbar.

  27. Titel eingeben
    Da steckt die High-End-Lösung für das Navigationsgerät von vor zehn Jahren drin.
    <<
    Mein altes Becker SAGTE wesentlich präziser, ohne hinsehen, eine vernünftigere Wegstecke als mein heutiges 130 Euro Windschutzscheiben Markenhgerät in Sagen und Zeigen zusammen eine Umwegreiche Strecke versucht zu vermitteln.
    Fortschritt

    alle 4 Wochen ein neues, unausgegohrenes Betriebssystem
    während ich das hier und Windows 2000 schreibe.
    Mir ist überhaupt nicht gegenwärtig,
    welche Nachteile ich gerade erleide. Der Vorteil ist aber zum Beispiel ein praktisch neuer 800 Mark Teurer Luxus Lasewrdruckerm, für nur 50,- Euro, weil, wer hat denn noch DOS? ( das ich für ein DOS Programm benötige, für da sich damals rund 8.000 Makr bezahlt habe. Warum sollte ich das gleiche in Neu für Windows 8 kaufen? Drei mal drei ist immer noch neun)
    ..
    hat kein EDGE und kein WLAN, kein LTE
    .
    und wozu verwendet man das ?
    um die Zeit zu vergeuden in denen man wunderbar selber denken könnte?
    .
    Die technische Qualtität der Datenübertragung steht in einem Extrem schlechten Verhältnis zu der Qualität dessen, was da übertragen wird.

  28. Pausen, und was sie bedeuten
    Im einleitenden Bereich des Textes wird die alle zwei Stunden üblich seiende Pause zu einer Pause für die Autotechnik degradiert und die neue Technik – zu Recht – gefeiert. Dies suggeriert jedoch, dass man aufgrund der heutigen besseren technischen Ausstattung der PKWs die Pause im zwei-Stunden-Rhythmus nicht mehr nötig hätte. Weit gefehlt! Die Pause dient dazu, nicht in den Geschwindigkeitsrausch zu verfallen und auch dazu, sich körperlich ein bisschen zu bewegen, um dem allgemeinen körperlichen Wohlbefinden Tribut zu zollen. Die beste Technik wird einem nichts nützen – solange die Automobile noch nicht per Autopilot fahren – wenn man sich nach drei Stunden wundert, warum alle anderen Verkehrsteilnehmer praktisch auf der Autobahn stehen, und man selbst das Gefühl hat, man könnte aussteigen und das Auto noch etwas anschieben. Dann ist man im Geschwindigkeitsrausch, die Tachonadel zeigt dann meist ungeahnte Höhen an und man merkt, das die Evolution einen ausgetrickst hat, man hat kein Körperteil, das einem Geschwindigkeit vermittelt. Also, bitte nach zwei Stunden den Rastplatz ansteuern und sich ein bisschen bewegen, so bleibt der Kopf klar, die Reise wird gemütlicher und man kommt aus dem Manager-Modus heraus, der einem die unbedingte Machbarkeit pausenloser Autobahnfahrten aufgrund technischer Spielereien suggeriert. Die Pause dient der menschlichen Sammlung und Konzentration, die heutzutage trotz hochtechnischer Qualitätsausstattung immer noch die wichtigste Unfallvermeidungsversicherung bleibt.

    • Da gab's doch mal den Werbespruch "Mach mal Pause - Coca Cola". Das war...
      ..in alten Zeiten, als es in den Autos noch keine „Cupholder“ gab – nicht mal in Ami-Schlitten.

  29. Das umweltfreundlichste Auto ist das nicht gebaute. Mal dazu durchgerungen...
    ..habe ich mich nach zahlreichen Probesitzen und -fahrten entschlossen, anstelle eines der neuen, nur noch für kleinwüchsige Chinesen gebauten Benz-Modells mit zahllosen Elektronikspielereien dem noch voll funktionsfähigen 1988er 124er für ein paar Tausend € seinen ursprünglichen Glanz zurückzugeben. Alle Roststellen weg, neue Vollackierung, ist er – den ich mir seinerzeit trotz 6 Monaten Lieferzeit nach Wunsch konfigurierte – mit Klima, Automatik, Tempomat, ZV, ABS, ASD, el. Scheibenhebern, und noch 12 anderen kleinen Extras bis hin zum Rechten Außenspiegel (auch der damals ein EXTRA !!) von der Ausstattung her einem heutigen neuen Auto vergleichbar. Seit 15 Jahren mit einem Wurm-Kat ausgestattet hat er immer noch EURO4 und kostet daher wenig Steuer. Vor allem aber: Das Auto ist geräumig, bietet Kopffreiheit auch bei meinen 1,86m, im Kofferraum kann man mehr laden, wie in der aktuellen E-Klasse, hat große Fenster (keine „Sehschlitze“), fährt trotz seiner fast 600.000km (Benziner/1.Motor) noch immer seine 220km/h auf der AB, obwohl ich das heute noch kaum tue – mit gemütlichen, tempomatgeregelten 160-180 ist man auf Langstrecke schneller am Ziel als viele Porsche(fahrer), die einen mit 250+ überholen, die aber 10 km weiter mit 120 dahinschleichend wieder „geschnappt“ werden. Belustigend, die immer wieder bestätigte Erkenntnis, daß die Nerven solcher „Schnell“Fahrer offensichtlich nur für wenige km Hochgeschwindigkeit durchhalten. Für mich hingegen ist wichtiger, daß ich zu meinen Terminen ausgeruht, entspannt und frisch komme. Das bietet mir auch der „alte 124er“ keinen Deut weniger als ein neuer – und als „Kommunikation“ reicht ein einfaches Handy und seit ca. 8 Jahren ein Zukauf-Navi, mit Saugknopf im linken unteren Eck der Windschutzscheibe in – für mich – besserer Position, als die fest eingebauten. Vom Trend zu immer mehr Elektronik im Auto halte ich gar nichts, vor allem, wenn man sieht, wie in den neueren Modellen Elektronikmodule wie die warmen Semmeln ausgetauscht werden müssen, nicht selten für höhere 4-stellige Beträge. Und wen so ein Ding ausfällt, schleicht mam im Notbetrieb weiter, oder muß den Abschleppwagen holen. Beim 124 ist das in den bisher 27 Jahren NIE notwendig gewesen! Seit Kurzem brennt die ASD-Kontrolle, naja, mal sehen. Ob bei heutigen neuen Autos das erste Elektronikproblem auch erst nach fast 600.000 km auftritt? Und alle, die meinen ich sei ein auf 124er focusierter Fan – solche Autos gibt‘s auch von BMW, Audi, Opel und Ford. Wichtig ist, daß man die Autos nicht nur technisch pflegt, sondern auch die Karosserie auf Rost untersucht, beizeiten Teile ausbessert oder erneuert, ähnlich wie bei einem Flugzeug, das regelmäßige Checks erhält. Leider sind die meisten Werkstätten dazu nicht bereit. Sie tauschen zwar sehr gerne teure Elektronik aus, informieren aber nicht über Roststellen. Das macht den „Business-Fahrplan“ der Autohersteller durchsichtig: Nach einer gewissen kalkulierten Zeit muß das Auto auf den Schrott, obwohl es mechanisch noch perfekt ist. Man stelle sich vor, Fluggesellschaften würden so verfahren – die Tickets wären unbezahlbar. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der aktuelle Machtkampf Piëch-Winterkorn auf dieser Grundsatzfrage beruht: Wohin soll die Entwicklung der Autos gehen: Immer mehr Elektronik, hin zum „selbstfahrenden Auto“, das Auto nur noch „Hardware“ für immer vereinnahmendere, überwachungsfreundliche, den Fahrer entmündigende Elektronik? Oder Rückbesinnung auf den „fahrbaren Untersatz Auto“, bei dem der Käufer selbst über den Einbau der vielen „elektronischen Helferlein“ als (zu bezahlende) Extras bestimmt, aber auch ein Auto haben kann, das außer Motormanagement und ABS keine Elektronik hat, damit billig und „überwachungsfrei“ ist. Mit E-Autos fällt dann selbst das Motormanagement weg. Das Auto suggeriert in der Werbung stets „Freiheit“, doch was Industrie und Staat an Überwachung planen, ist das Gegenteil davon. Die Autoindustrie steht diesbezüglich an einem Scheideweg und mir persönlich scheint der Streit Piëch-Winterkorn ist der Ausdruck dessen. Ich weiß nur nicht, wer der beiden für welchen Weg steht.

    • Titel eingeben
      Man kann da natürlich einen Streit der Titanten um eines Titanen würdige Themen vermuten. Ich glaube aber mittlerweile, das ist viel schlichter, da hat sich die Spannung zwischen zwei narzistisch-persönlichkeits…herausgeforderten entladen. In plastischer Form in jedem besseren Tierfilm zu begucken, wo der alte Anführer des Rudels seinen Harem gegen den Jungen eben verteidigen kann, oder nicht. Der Mensch kann das nur besser verbergen, und manchmal der Vernunft unterordnen – was bei den betreffenden Charakteren halt nicht zeitlich unbegrenzt ging.

  30. Titel eingeben
    Vermutlich wären 44 Millionen Pferde besser. 81 Millionen Esel haben wir ja schon.

  31. Keine Modularität
    Früher konnte man das Autoradio einfach wechseln. Bei den ganzen Navis geht das leider nicht mehr. Die Industrie will unbedingt, daß man den eingebauten Kram nutzt, der nach einigen Jahren hoffnungslos veraltet ist. Deshalb lohnt es sich eigentlich nicht, ein eingebautes Navi zu kaufen. In meinen Augen läuft die ganze Entwicklung falsch. Man braucht Schnittstellen, um das Smartphone vernünftig nutzen zu können. Das wird ja sehr häufig gewechselt und macht weiter große Fortschritte. Daran würden die Autokonzerne aber weniger verdienen. Und es geht natürlich um die Daten. Die Sicherheit ist auch nicht mehr gewährleistet. BMWs sind immer online und waren zu hacken. Wir haben das gleiche Problem wie bei den Routern. BMW programmiert übrigens in C++, das sagt eigentlich alles.

    • Auch Schnittstellen "altern"
      Laptops werden heute fast nur noch ohne Serielle Schnittstelle gebaut, Tablets sowieso. Das ist ein Problem für alle, die aus beruflichen Gründen teure Meßgeräte mit RS232-Schnittstelle nutzen, die – oft mehrere T€ kostend – noch perfekt funktionieren, aber meist mit den als Ausweg angebotetenen USB-Seriell-Adaptern nicht oder nur eingeshcränkt arbeiten. Dazu kommt, daß oft auch keine Treiber-Updates gemacht werden. Der Grund ist, diese Firmen zwingen mit dieser Erpressungsmethode, neue Meßgeräte zu kaufen. Wäre noch (irgendwie) verständlich, wenn diese besser als die alten wären. Sind sie aber nicht, geben die gleichen Ergebnisse. Das nur als Beispiel, wie „Firmenpolitik“ heute funktioniert – der KUNDE ALS MELKKUH! Und dabei noch als dumm verlauft, weil ihm erklärt wird, diese „Entwicklung müsse sein, weil sie dem Fortschritt diene“. Es sollte aber dem Kunden überlassen bleiben, ob er es „nützlich“ findet, wegen eines geänderten Schnittstellenstandards ein neues Gerät – oder im Fall sogar ein neues Auto – anschaffen zu müssen.

  32. systembedingt /-gewollt
    ein denkansatz im groesseren (zum thema automobile), der sich so nicht jedem erschließen wird … TOP
    bitte liebe redaktion, schaltet die automatische rechtschreibkorrektur ab.
    ohne sie, liesse
    sich aus den personen/artikeln viel mehr erfahren u zuordnen

  33. Nachtrag
    @Frühaufsteher (Nachtrag) – Aber wenn ich heute Morgen um 9 Uhr pünktlich bei Herrn Ministerpräsident Rutte hätte erscheinen müssen, dann hätte ich meine Accessoires in die Satteltasche gesteckt und mich im eleganten Kostüm aufs Fahrrad geschwungen. Am Fahrradstellplatz hätte ich mir kurz mit der Bürste durch die Haare gefahren und wäre dann pünktlich und gelassen im Verhandlungsraum erschienen —- aber ich hatte keine Verabredung mit Herrn Rutte heute Morgen um 9 Uhr.

  34. Zitat zum Terror der Mobilitätswahnsinnigen
    „To think that automobiles are the answer to civilization and the evolution of humanity is childish. To get so excited about a few decades of mass production and to believe, that that’s heaven is crazy.“

    (Grace Lee Boggs in „Requiem for Detroit“)

  35. Schuldfrage
    Wer wird eigentlich eines schönen oder auch nicht so schönen Tages für die unausweichlich kommenden Unfälle der selbstfahrenden Autos zuständig sein? „Mein Computer war das nicht!“ uswusf.

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