Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Ashley Madison und die Auspeitschung der Datenwilligen

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9,7 GB Daten der Seitensprungseite Ashley Madison sollen es sein, die gestern im sog. „Dark Web“ von Hackern mit dem Namen „The Impact Team“ hochgeladen wurden. Schon seit Juli ist bekannt, dass sie offensichtlich weitgehenden Zugriff auf die Server der kanadischen Firma Avid Life Media hatten, die neben Ashley Madison auch Cougar Life und Established Men betreibt – dort können erheblich ältere Frauen und Männer nach jungen, mehr an Zuwendung denn Zuneigung interessierten Menschen suchen. Einen sonderlich guten Ruf hatten die Seiten trotz des unbestrittenen kommerziellen Erfolges noch nie: So sollen Frauenprofile für die meist männlichen, für den Kontakt zahlenden Nutzer erfunden worden sein, und zusätzlich verlangte man Gebühren, wenn die Daten der Nutzer nach Ende der Mitgliedschaft wirklich gelöscht werden sollen.

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Angeblich soll diese Geschäftspraxis und die vermutete Speicherung der Daten trotz Bezahlung der Anlass für die Hacker gewesen sein, den Angriff durchzuführen und danach die Schliessung der Seiten zu fordern – oder sie würden die Daten veröffentlichen. Avid Life Media gab den Zugriff zu, leitete Ermittlungen ein, die bislang ohne Ergebnis blieben, und bot Nutzern nun wenigstens an, ihre Profile kostenlos zu löschen. Das war zu spät, wenn es sich jetzt um die echten Daten handelt, die sich im Internet gerade in Windeseile verbreiten. Es gibt noch keine Bestätigung seitens der bestohlenen Firma, die im Moment noch prüft, und zumindest behauptet, die kompletten Kreditkartennummern der Kunden könnten nicht gestohlen sein. Das hindert Nutzer nicht daran, sich durch die Daten zu wühlen. Neben Emailadressen sollen sie auch zuweisbare sexuelle Vorlieben und andere persönliche Details enthalten – also ziemlich genau das, was man in der Öffentlichkeit nicht lesen will. Erleichterung für die mutmasslich Betroffenen gibt es kaum: Avid Life Meia geht zwar aktiv mit Takedownforderungen gegen Seiten vor, die Material veröffentlichen, und bislang gibt es keine Version wie etwa Wikileaks, die das einfache Durchsuchen für Jedermann erlauben würde. Trotzdem ist der Schaden immens, und am generellen Problem, dass die Daten jetzt für jeden technisch halbwegs versierten Laien nutzbar sind, ändert das auch nichts mehr.

UPDATE: Inzwischen gibt es eine weitere Datensammlung, und diesmal enthält sie auch angebliche Emails des Chefs von Avid Life Media. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Daten um die echten Ergebnisse des Einbruchs handelt, ist inzwischen sehr hoch /UPDATE

Über dreissig Millionen Nuzerkonten sollen betroffen sein, und eine erste Durchsicht hat ergeben, dass die Kanadier nicht eben sorgfältig gearbeitet haben: Vermutlich konnte man Anmeldeversuche auch mit Emailadressen anderer Leute unternehmen – und auch die sind jetzt öffentlich. Es gibt es keine Garantie, dass sie also wirklich von den Besitzern der Emailadressen erzeugt wurden. Behauptungen im Netz, der Vorfall dürfte für eine Vielzahl von Scheidungen sorgen, sind möglicherweise überzogen. Aber gleichzeitig ist Ashley Madison auch aus Ländern nutzbar, die Ehebruch noch unter Strafe stellen. Experten sind sich weitgehend einig, dass das Material durchaus für Scheidungskriege, Erpressungsversuche und Konflikte in der Firma genutzt werden kann.

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Und das mit Material, das bis zu sieben Jahre alt sein soll. Sieben Jahre sind eine lange Zeit, da kann sich im Leben von Menschen viel geändert haben. Krisen können überwunden werden und Partnerschaften gefestigt, Begierden und Neugier können nachlassen, und das Strafrecht kennt aus guten Gründen in der westlichen Zivilisation das Mittel der Verjährung: Man geht in der öffentlichen Meinung einfach davon aus, dass nach einer vergleichsweise längeren Zeit sich die Sache schon irgendwie wieder eingerenkt hat. Die bösartige Lust, mit der im Moment die Daten nach Adressen von Regierungs- und Bankmitarbeitern durchwühlt werden, zeigt leider, dass dieses Prinzip hier wohl kaum Anwendung finden wird: auch wenn die Daten aus einer klar illegalen und obendrein moralisch verwerflichen Quelle stammen, werden sie gezielt genutzt. Nicht nur von den Rabauken von 4chan, sondern auch von Medien, die über bekannte Namen „zufällig“ bei der Recherche stolpern. Natürlich sind die Lacher gross, wenn der Name eines bekannten Hollywood-Aktivisten für Familienwerte auftaucht. Die meisten Betroffene jedoch sind Privatpersonen.

Was nur zeigt, dass die alte Befürchtung der Datenschützer richtig ist: Wenn Daten erst mal öffentlich zugänglich sind, werden sie nach Möglichkeit auch hemmungslos missbraucht. Bei Twitter gerade eben;

Should I write a script that goes through my parent’s facebook friends and matches them with ashley madison accounts? Does FB have an API?

Da will also einer ein Programm schreiben, das den persönlichen Facebook-Freundeskreis seiner Eltern mit den Daten aus dem Hack automatisch abgleicht. Der hier macht vermutlich nur einen Witz, aber genug andere werden genau an solchen Projekten arbeiten. Ein bekanntes amerikanisches Medienunternehmen veröffentlicht einen Beitrag mit dem scheinheiligen Titel

How to Check if You or a Loved One Were Exposed in the Ashley Madison Hack

Und wie der erfolgreiche Angriff auf die IT des Bundestages zeigt, kann es nicht nur Leute einer offensichtlich nachlässigen Sexseite treffen, sondern auch Kernbereiche des Staates, in denen so etwas nicht passieren dürfte, aber wohl nicht nur von Seiten der NSA und ihrer Helfer getan wird. Es gibt noch genug andere Seiten, die ähnlich sensibles Material enthalten: Tinder, Okcupid, und unzählige Seiten, die mit Sex und Pornographie gute Geschäfte machen. Und Daten besitzen, deren Erzeuger nichts verbrochen haben. Aber trotzdem viel zu befürchten.

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Gute Security ist sehr teuer und trotzdem keine Garantie dafür, dass die Daten nicht irgendwann im Netz landen. Natürlich gibt es Nutzer, denen es nichts ausmacht, deren Profil bei Sklavenseite öffentlich ist, und die mit ihrem okcupid-Account öffentlich Fragen beantworten, die erstaunlich offenherzig sind. Das liegt in der Eigenverantwortung der Menschen, auch wenn man anhand der jetzt zugänglichen Daten sehen kann, wie gering das Problembewusstsein der Nutzer ausgeprägt ist. Ein anderer Aspekt ist die Frage, was mit Daten geschieht, die scheinbar von den Mitgliedern eine Community „gelöscht“ werden: Werden sie dennoch aufbewahrt, können sie auch langfristig Hackern zum Opfer fallen, oder wer auch immer ihrer habhaft wird. Das Prinzip des „Rechts auf Vergessen“, das Internetfirmen eher abgelehnt wird, dürfte den Betroffenen des Falles schlagartig einleuchten.

Eine Warnung ist der Fall auch für die Pläne des Familienministeriums, ein sog. „Prostituiertenschutzgesetz“ einzuführen, das eine Zwangsregistrierung bei Landesbehörden je nach Gusto der Bundesländer beinhaltet. „Da kann nichts passieren“ war auch die Meinung bei der Bundestags-IT und bei Ashley Madison – derartige Daten können im Deutschland der Gegenwart für Politiker vielleicht sinnvoll erscheinen. Aber für Ausländer, in deren Heimatstaaten Prostitution verboten ist und bestraft wird, ist es das gleiche Bedrohungsszenario wie Ashley Madison für Bewohner von Ländern, die Ehebruch und Seitensprünge immer noch unter Strafe stellen. Und für alle, die mit gutem Datenschutzrecht finden, dass ihre Tätigkeit und Sexualität ihre Privatsache ist und nicht an die Öffentlichkeit gehört.

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In einer rationalen und sexuell aufgeklärten Welt wäre der ganze Vorfall vermutlich lapidar, zumal sich die Interessen der Nutzer eher im normalen Bereich des üblichen Ehebruchs bewegen. Leider sind wir davon aber noch weit entfernt, und nicht auszuschliessen ist, dass derartige Vorfälle in Zukunft auch von Gruppierungen herbeigeführt werden, die Daten dann auch für ihre Ziele missbrauchen: Gegen politische Gegner, gegen Menschen mit anderen Auffassungen, für Erpressung und Einflussnahme, zur Rufschädigung oder auch einfach nur für den innerschulischen Zickenkrieg. Der Respekt vor der sexuellen Identität des anderen ist jedenfalls, so kann man es aktuell im Netz nachlesen, auch im aufgeklärten Westen exakt gleich Null.

Nur vor diesem Hintergrundwissen sollte man seine Daten dem Netz anvertrauen.

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77 Lesermeinungen

  1. Verzeihen Sie die Nachfrage -
    ich bin eindeutig gegen die illegale Veröffentlichung von persönlichen Daten und eine daran anschließende Menschenjagd, doch ganz ehrlich – wie bescheuert muss mann/frau sein, sich auf diesen Plattformen zu tummeln?

  2. Treffer, versenkt ...
    Exakt das ist aus den Hoffnungen und Utopien der sechziger und siebziger geworden:

    „Der Respekt vor der sexuellen Identität des anderen ist jedenfalls, so kann man es aktuell im Netz nachlesen, auch im aufgeklärten Westen exakt gleich Null.“

    Und warum? Weil genügend, zu viele, vielleicht fast alle Menschen noch immer die kleinen, miesen und dummen A*löcher sind, die sie immer gewesen sind. Zivilisation ist eine täglich gefährdete Gnade der Geschichte und des Schicksals, nichts, was für Menschen selbstverständlich wäre.

    Das hält jemand für übertrieben? Dann ist ja alles gut – und wir brauchen uns keine Sorgen darum zu machen, dass jemand mit geklauten Daten über Intimleben Schaden anrichten kann, weil derjenige dafür keinen Echo- und Schadensraum findet.

    Möchte irgend jemand darauf mit mir wetten?

    Der Mensch ist, wie er ist. Mehr muss ich nicht wissen, wenn mir wieder irgendjemand die neueste Vision oder Utopie einer ganz tollen Welt präsentiert, die erneut auf dem Selbstbetrug über die Natur des Menschen beruht. Welche auch immer.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Man kann das ja mal bei Twitter nachlesen – ich glaube, recht viel übler kann das Gemurmel auf dem Marktplatz von Kabul auch nicht sein. Sexuelle Freiheit gilt halt nichts, wenn sie dem anderen gehört. Ausserdem glaube ich langsam wirklich, dass viele Onlinehournalist_Inen selbst keinen Sex haben – anders kann ich mir den despektierlichen Ton nicht erklären. Es gibt Leute, die suchen Sex. Das ist alles.

  3. Echt?
    Die parken alle mit der Familienkutsche vor dem Puff?

    • Ich wollte Despina ohnehuin bitten, einmal etwas zur Sicherheit von Seitensprung und Doppelleben zu machen.

      Es ist halt immer so eine Frage, worauf man Wert legt und w man Prioritäten setzt. Ich kenne beides, totale Offenheit wie beim Beispiel von Sklavenseite und eine gewisse Netzprominent bei OKcupid. Und dann natürlich auch welche, die klandestin agieren.

    • Machen sie da nicht denselben Fehler.....
      Es gibt KEINE Sicherheit im Net, und es wird nie welche geben.
      Wir stehen am Anfang dieser Schnüffelentwicklung.
      Kein Staat wird sich die Informationsquelle Internet entgehen lassen….

      Ich darf zitieren: Das Internet vergisst nicht, selbst wenn es ein Recht darauf gäbe…

    • Mein tip ist immer: Lügen, was das Zeug hält. Das macht denen die Arbeit schwer.

  4. Doppelleben
    Nachdem besagte Autorin, wie sie bereits in einem ihrer Texte schrieb, ihre Kunden u.a. in deren Familiendomizilen besucht, müssten diese Herren ja regelrechte Vertuschungsgenies sein (schwer vorstellbar).
    Da ist es schon einfacher man macht es wie der Horst, dem eh alles wurscht ist (und der Gattin erst recht).

    • Mich besucht sie ja auch ganz offen wegen der Themenvorbereitug, und ichz kann hier zumindest so viel verraten: Niemand käme da auf irgendwelche Gedanken.

      Das Thema ist wirklich spannend und ich werde es vorschlagen, auch wenn ein anderes schon im entstehen ist. Der Horst – das ist halt Berlin, die sind da alle so.

    • ..da sind alle so
      Protest aus Berlin: ich nicht!

    • Horsti
      der zudem so clever war, die Folgekosten seinem damaligen Verkehrsminister (wie sinnig) Ramsauer auferlegt hat, indem dieser gegen seinen Willen die Dame als ranghohe Beamtin einstellen mußte.

    • So ist das eben in den bayerischen Kolonien in Afrika.

    • "Themenvorbereitung"
      Soso.

  5. alles vorausgesagt
    Frank Schirrmacher von der tageszeitung aus frankfurt hat das doch alles schon längst vorausgesagt, illegal oder halblegal werden wir zum gläsernen menschen, entweder getrieben von staatlichen überwachern, üblen geschäftemachern oder kriminellen banden.

    in dem von DON zitierten fall wird die verklemmheit und scheinheiligkeit vor allem in nordamerika zum treiber solcher hackerangriffe, ob aus perverser schadenfreude oder aus kriminellen intentionen. in frankreich würde mann oder frau das gelassener sehen.

    da hilft nur endlich gesellschaftliche enttabuisierung, private offenheit oder persönlicher verzicht…………“you cant always get what you want“ sangen schon die rolling stones die hymne des verzichts, mir wäre auch viel lieber „love the one you´re with“ von CSNY.

    machmal im kleinen ist es ja auch ganz gut wenn was durchsickert:

    happy hippo und herr oppermann hätten sonst einen eher zweifelhaft sexuell veranlagten und mit der wahrheit wohl auf kriegsfuss stehenden ausschussvorsitzenden noch auf die regierungsbank gesetzt. aber da stellen sich ja ganz andere fragen: die nach der grundsätzlichen qualifikation von einzelnen politikern und warum in deutschland ein jeder minister werden darf, auch wenn er 20 semester studiert hat und die promotion abbricht.

    • Ich habe auch in Deutschland eine ganze Reihe sehr dummer Einlasungen mit hämischem Unterton gelesen, so nach dem Motto „Trifft schon die Richtigen“. Aber es stimmt natürlich, das ist eine komplett neue Qualität, weil es sich spezifisch gegen Nutzer wendet, und kaum gegen das – ohnehin schon schwer beschädigte – Unternehmen. Und es kann natürlich sein, dass es der anlass für andere Bescheierte ist, sich auch so etwas zu überlegen. Speziell wenn es um Sex bzw. die Art der anbahnung geht, ist das Interesse des Publikums immens.

      Journalisten sin natürlich nicht betroffen, weil sie zu arme für käufliche Liebe und zu hässlich für normale Frauen sind, und dann auch noch wirklich widerlich, wie mein Spiegel sagt.

    • Warum verteidigen sie das?
      NUR solche Zwischenfälle sind es, die dem Aufwachen der Nutzer ein wneig nachhelfen.
      Das ist wie im Strassenverkehr mit den Strafzetteln. Die einzige Methode Menschen zum Lernen zu bewegen, ist durch den Geldbeutel.
      Dieser unsäglich dumme Umgang mit dem Internet wird katatstrophale Folgen haben!

      Nur die Heuchelei soll hier geschützt werden, sonst nichts!
      Gestern Nachmittag hat CNN dem Unternehmen 15 Minuten eingeräumt auf dem es sich entrüsten durfte….

    • Also, man sollte den Menschen schon etwas Lernfähigkeit jeneits der Unfälle zugestehen. so ein Ufall jedenfalls ist voll daneben und diese „Hacker“ sind wirklich das Allerletzte. Anonymisierte Daten hätten es auch getan.

    • Stones
      Die Auflösung vergessen?
      = „but if you try sometimes you find you get what you need“

    • @Don
      Ich kann Ihr Urteil nicht nachvollziehen.

      Da haben ein paar Computer Spezialisten in einer Welt voller Kasperles eine Marktlücke entdeckt, mit der sich hervorragend viel Geld einsacken lässt.
      Und anstatt sich um die Datensicherheit der zahlenden Kundschaft zu kümmern, kassieren sie Netto statt Brutto in die eigene Tasche!

      Es handelt sich bei Website Besitzern um Programmierer, nicht um weltfremde Omas aus der Uckermark. Das Problem der Sicherheit ist diesen Leuten bekannt. Nichts desto trotz hat man die Kundendaten nicht verschlüsselt? Denn Verschlüsselung fordert umfangreiche Hardware, Energie und Arbeit.
      Und Sie verteidigen sowas?
      War es für Sie neu, dass es da draussen „sehr dumme, hämische“ Leute gibt, die hacken oder sop daherreden?

      Sie scheinen arge Illusionen darüber zu haben was im Internet abläuft, wenn sie davon überrascht, dass solche Seiten wenn sie ungesichert sind geknackt werden. Was da gelaufen ist, das schaffen drei begabte und gelangweilte 14jährige an einem Nachmittag!

      Das Web ist die einzige Wachstumsbranche der Welt zur Zeit, und wenn man den Nutzern statt Geschwafels, zB eines Lobo, die tatsächlichen Zustände dort erklären würde, dann wärs zumindest mit dem Wachstum vorbei…

      Besuchen Sie einfach mal das Dark Web ein paar Stunden lang, Sie werden erstaunt sein, was sich da so alles findet….

  6. Mmh...
    Der Vergleich hinkt ein bisserl. Sie sind nun mal kein verheirateter Familienvater.
    Na, ich bin jedenfalls gespannt, was Despina aus dem Nähkästchen plaudern wird. Hoffentlich wird der eine oder andere Tipp auch von den besonders dummdreist agierenden Seitenspringern gelesen (in meinem Augen eine Frage der Höflichkeit und des Respekts, so lange man den Partner noch gern hat).

    • Je nach Vorgehen wäre auch in meiner kleinen Heimatstatt bei gewissen ehebracherischen Tätigkeiten die Hölle los – es hängst stark von den Folgen ab. Ehen ruiniert man hier nicht ungestraft.

    • Die Dame leidet offenbar unter einem Burnout ?
      Ach da machen Sie sich doch bitte mal so keine großen Hoffnungen mehr, die Dame Despina hat sich vor über einem Monat aus der FAZ mit schwachen Zeilen verabschiedet. Da ist der Dampf raus.

  7. Titel eingeben
    „der Name eines bekannten Hollywood-Aktivisten für Familienwerte “

    Warum verortet man den Reality-TV-Trash-Star Josh Duggar nach Hollywood? Drehort ist irgendwo im Bible Belt und der Kabelsender TLC war schon immer an der East Coast.

    Ansonsten guter Beitrag, hätte man vielleicht noch den Bogen zur eGK spannen können.

  8. "Zurück zu den Hacker-Ursprüngen"
    stand am 06.August 2015 in der ZEIT. Jennifer Granick faßt am Ende zusammen:

    „Sollte sich das Netz weiter Granicks dystopischen Vorstellung annähern, müsse man sich darauf vorbereiten, es zu zerstören und etwas Besseres aufzubauen.“

    So soll es sein !

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  9. Wer Gesellschaft-Norm-Daten einpeitscht...
    der darf auch mit Gesellschaft-Norm-Daten Auspeitschung rechnen.
    Der Spiegel, zum Wohle aller heißt Transparenz.
    Die Ehe zum Wohle aller heißt…Der Adam X Die Eva…
    Der Verstand X Die Emotion…= Vernunft(ehe-Evolution).
    Vernunft peitscht weder ein noch aus; denn Vernunft genügt allein
    der Vernunft, als Würde(krone) des (geist-)reifen Menschen.
    Reife Vernunft geht mit Würden achtsam und behutsam um.
    Unreife Vernunft stolpert und fällt über jeden Maulwurfhügel.
    V.-reife (Ehe-)Regeln und (Ehe-)Gesetze dienen dem Menschen.
    Unreife (Ehe-)Menschen dienen unreifen (Ehe-)Regeln…

    Jeder Narr kann Regeln aufstellen und jeder Tor wird sich danach richten.
    Henry David Thoreau (1817-1862)

    • Titel eingeben
      wow

    • Wenn ich mir ernsthaft darüber Gedanken mache, was dabei herauskäme,
      machte sich wirklich jedes Mitglied der real existierenden Gesellschaft seine eigenen Regeln – dann bin ich für die Narren und die Toren :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  10. Titel eingeben
    Ein guter Text. Danke!

  11. Debile die Hilfe brauchen ?
    Fred und Merrelyn Emery publizierten in ihrem Buch schon 1975 das Ergebnis zweier Studien, daß schon der Prozeß des Fernsehens an sich ein Gehirnwäschemechanismus ist. Sie hatten bei Versuchen festgestellt, daß gewohnheitsmäßiges Fernsehen unabhängig vom Inhalt die kognitiven Geisteskräfte zum Erliegen bringt und auf das zentrale Nervensystem ähnlich wirkt wie eine Droge, was den gewohnheitsmäßigen Fernsehzuschauer zu einem leichten Opfer von Suggestion und Manipulation macht.

    Verzichtet einer der hier Kommentierenden auf seinen Fernsehabend ?

    Und Zygmunt Baumann sagte in Bezug auf das Internet:

    „Die Idee von Privatsphäre habe sich offenbar gewandelt, vermutete er. Habe man früher unter dem Begriff die Möglichkeit verstanden, frei und für sich zu sein, assoziiere man heute mit Privatsphäre, allein und vernachlässigt zu sein, übersehen zu werden. Ausgeschlossen zu werden, ist die vorherrschende Angst unserer Zeit, sagte Baumann. Heute fürchteten wir uns nicht vor dem Staat, der sich einmischt; heute sei die grösste Angst, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, eigene Entscheidungen treffen zu müssen sowie Ziele in seinem Leben finden und diese verfolgen zu müssen.“

    Die seelisch und physisch bedürftigen Menschen gehen in ihrer Not Risiken ein und verweigern eben gerne die Realität.

    Wer verzichtet nun auf das Internet ?

    Die Kenntnisnahme der Realität könnte u.a. mit der Informationsbeschaffung und Kenntnisnahme über die Aktivitäten und die daran angeschlossenen Institute, des Tavistock Institutes beginnen.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • „Verzichtet einer der hier Kommentierenden auf seinen Fernsehabend?“

      Ich habe seit 27 Jahren kein TV-Gerät mehr zur Verfügung und es auch nicht vermisst. Wenn ich da mal reinschaue – das letzte Mal in Südtirol, weil Internet nur in der Lobb ist und daneben die Glotze lief – bin ich erschüttert. Das ist nicht mein Ding. Aber ich schreibe da auch keinem was vor.

    • "Fernsehabend"
      Fernsehabend, das ist so 70er-Jahre. In meinem Umfeld meiner Generation hat fast niemand mehr einen Fernseher.

      Und niemand hat demnach Fernsehgebühren bezahlt.
      Darum musste ja auch die Demokratieabgabe her.
      Was ohne diese auch hier passieren würde, kann man gerade bei der BBC beobachten.

      Warum die Gebühr her musste, weiß jeder Küchenlateiner:
      Panem et circenses.

    • Nachtrag
      Danke für den Hinweis auf die Studie der Emerys.
      Hier gibt es einen Aufsatz der beiden zum Thema:
      http://www.ph.unimelb.edu.au/~wbelcher/misc/tv/documents/the_vacuous_vision.pdf

      Der passivisierende Effekt von Fernsehen lässt sich übrigens wunderbar bei kleinen Kindern beobachten, auch wenn man sie vor einen Youtube-Comic setzt.

    • Verzichtet einer der hier Kommentierenden auf seinen Fernsehabend ?
      Ja, ich, schon seit Jahren.
      Und wie man weiß, auch der Don. (und wohl ein paar mehr, inzwischen)

    • Ich schliesse mich an. Seit vielen Jahren
      fernsehfrei. Habe in twitter einen sehr unterhaltamen Ersatz gefunden :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Pauschalurteile sind beim TV wie auch sonst überall nicht angebracht.
      Man kann durch das Internet im Grunde ALLE TV Sendungen der Welt sehen. So zu tun als sei das nur Mist ist blind. Ich will hier niemandem TV einreden, und das Recherchieren ist sicher mit Aufwand verbunden, aber auch dort gibt es Qualität. Vor allem seit HBO & Co gemerkt haben, dass gerade bei Qualität einerseits einem recht ansehnlichen Markt nahezu keinerlei Angebot gegenüber steht.
      Das was hier im Blog mit TV gemeint ist, ist selbstverständlich auf dem Weg out. Es existieret weil der Staat Zwangsgebühren kassiert, die unkontrollierbar in geschlossenen Kreisen verteilt werden und solange die dafür produzierten Programme den Status Quo höchstens zweimal monatlich nach 23.00, also völlig folgenlos in Frage stellen, werden die von den fünf Einheitsparteien paritätisch besetzten Rundfunkbeiräte(?) dieses System erhalten.

      Das sagt aber nur was über UNSERE Zustände aus, nicht über das Medium. Es gibt Qualität! Mehr als man Zeit hätte! Aber nur für Internet mit VPN!

      Das normale Fernsehen hingegen beschreibt die Masse, die Konsumenten, die so was tatsächlich täglich stundenlang glotzen…. Und dann alle paar Jahre „unsere“ Regierungen wählen!

  12. Hiebe, Triebe, Liebe...Völker-Gesellschaft(en)-Person(en)-Vernunft-Ehe = Liebe-Kunst.
    Es geht nicht vernünftiger als der Vernunftbildungsstand hergibt.
    Darum…Auszug Desiderata:
    Höre ruhig den Geistlosen und Unwissenden zu, denn auch sie haben ihre Geschichte.

    • Das ist richtig und man muss sich leider damit abfinden.

    • Und der Satz davor ?
      As far as possible, WITHOUT SURRENDER, be on good terms with all people….

      Es mag in der Tat insgesamt nicht vernünftiger gehen, aber deshalb muss man sich als Einzelner noch lange nicht genau dort eingliedern.

      Wie Klingenberger ja wiederholt hat, man kann erkennen in welcher Dystopie das enden muss.
      Wer dann sein Smartphone immer noch 24 Std eingeschaltet lässt, der gehört halt dazu.
      Alle Ausreden sind da nur lächerlich….

  13. Danke, Thor Ha…
    Danke, Thor Ha…

    Voller Neid lese Ihren Satz:
    „Und warum? Weil genügend, zu viele, vielleicht fast alle Menschen noch immer die kleinen, miesen und dummen A*löcher sind, die sie immer gewesen sind. Zivilisation ist eine täglich gefährdete Gnade der Geschichte und des Schicksals, nichts, was für Menschen selbstverständlich wäre.”

    Dies war die einzige neue aller Meldungen in dem was sich auch heute noch das FAZ Feuilleton nennt, die lesenswert war und der Service von Don für uns ist mal wieder unfassbar aktuell.

    Dass da keine „Frauenprofile für die meist männlichen, für den Kontakt zahlenden Nutzer erfunden worden“ seien, ist heutzutage ja wohl völlig undenkbar.
    Das ist doch das Schöne am Internet Business, dass jeder dort ohne je Konsequenzen befürchten zu müssen lügen kann, was das Zeug hält. Früher gabs auf der letzten Seite der Gelben Presse die Vorher/Nachher Fotos. Heute ist dies das Standard Geschäftsmodell der ganzen Welt. Bei der sich zuspitzenden Weltwirtschaftskrise werden die Zustände stets verzweifelter, und jeder, der mit egal welchen Mitteln irgendwie für Wachstum sorgt wird mit offenen Armen als Entrepreneur aufgenommen und wird in Spiegel und Zeit besprochen.

    Ich finde es heuchlerisch zu sagen dass, „ die Daten aus einer klar illegalen und obendrein moralisch verwerflichen Quelle stammen“. Denn entweder das Tun ist moralisch verwerflich oder nicht, falls nicht, dann auch die Veröffentlichung nicht. Der Unterschied zwischen denen die jetzt durch „Ashley Madison“ (allein schon der Name ist entlarvend!) publik werden, unterscheiden sich von den mutigen Frauen die damals auf der Frontseite des Stern erschienen, dass die hier Beteiligen verlogene Heuchler sind, ganz richtig, viele vom Typus möchegerne „Hollywood-Aktivisten für Familienwerte“, deutsche Spiesser.

    Warum soll das ein Problem sein? „Das liegt in der Eigenverantwortung der Menschen, auch wenn man anhand der jetzt zugänglichen Daten sehen kann, wie gering das Problembewusstsein der Nutzer ausgeprägt ist.”
    Wessen Fehler ist das? Ist es überhaupt ein abstellbarer Fehler? Oder nur das, was heutzutage normale Menschen nun mal sind?
    Warum sollten Geschäftemacher das von Ihnen, Don, gepriesene Recht auf Vergessen achten, wenn es auch sonst niemand tut? Schliesslich leben wir einer Welt in der Politiker das Net keineswegs sicherer machen, sondern stattdessen Gesetze formulieren und (in Australien) bereits eingebracht haben die jegliche Verschlüsselung verbietet, die nicht vom Staat geknackt werden kann?

    Wer nicht verstehen WILL, wie das Internet wirklich ist und funktioniert, warum sollte der nicht mit den Folgen leben müssen?
    Wer meint sein jämmerlich unscheinbares Dasein würde durch Facebook, twitter und die regelmässige Kontrolle alle 45sek ihres „Smart“phones zu einem beneidenswert Lebenswerten, das eines Hollywood Scriptes Wert wäre, der sollte dankbar sein, dass ihn solche Desaster ein wenig aufwecken.

    Auch an anderer Stelle kann ich nicht zustimmen. Alle „die mit gutem Datenschutzrecht finden, dass ihre Tätigkeit und Sexualität ihre Privatsache ist und nicht an die Öffentlichkeit gehört”, die sollten sich vielleicht klarmachen, dass dies eine Demokratie ist in der die Mehrheit darüber entscheidet wer auch die Gesetze für den Datenschutz formuliert.
    Durch das Internet im Leben anderer mittels Facebook und twitter herumzupfuschen finden diese Leute immer ganz toll und völlig in Ordnung, nur bei sich selber, da schreit man nach dem Polizei? Soll das etwa etwas neues sein?

    „In einer rationalen und sexuell aufgeklärten Welt wäre der ganze Vorfall vermutlich lapidar”, das ist wahr.

    „Leider sind wir davon aber noch weit entfernt“ Dies allerdings ist eine jener Beschönigungen die genau solche Zustände erst ermöglicht. Denn eine solche Welt kann und wird es niemals geben

  14. Mal eine prinzipielle Klarstellung....
    Wer einer solchen Firma sein Profil aushändigt ist selber Schuld.

    Wie alle Internet Firmen ist auch diese an Geld Machen interessiert.
    Da zahlen ziog-Tausende $19 und die vier Personen die die Seite betrieben werden reich und wie alle Kleinbürger landet das Geld auf dem eigenen Konto statt in Investitionen die der Sicherheit der Nutzen dienen könnten.
    Wer da mal ein wenig im Dark Web recherchiert, wird sehr schnell fündig wie einfach dfieser Hack war.

    Es ist absurd wie schnell selbst halbwegs intelligente Menschen sich von jeglicher Vernunft verabschieden wenn jemand im Netz ihre wahren, aber verklemmten Wünsche anspricht

    Ausgerechnet das Internet, das unsere Welt wie nichts anderes jemals zuvor verändert, ausgerechnet da soll Eigenverantwortung kein Thema sein?

    • Weil halt vielen Sex wichtiger als sicherheit ist.

    • Aber natürlich ist Sex wichtiger! Noch wichtiger ist es allerdings dies geheim zu halten, oder?
      Das tatsächliche Problem sind die Verlogenheit und Heuchelei. Der Lebenspartner darf mein tatsächliches Ich niemals kennen lernen!
      Beziehung zwischen Beziehungs-Unfähigen, deren Liebe darin besteht den anderen zu besitzen, und zwar exklusiv, weil das peinliche eigene Ego leidet oder gar kollabiert, wenn ein anderer sexual Partner, wie selten auch immer, bevorzugt wird?
      Ausser Facebook und twitter hat das Ego keine Stützen?
      Der Schein ist wichtiger als das Sein?
      Das Image dürfen andere kennen?
      Das tatsächliche Ich aber unter keinen Umständen?

      Wessen Ehe an ausserehelichem Sex scheitert, der hat nichts was die Bezeichnung Ehe wirklich verdient hätte. Auch ich lebe in einer monogam geführten Ehe.
      Aber nur weil ich weiss, dass eine extra Nummer nach all den vielen Gewesenen nicht wirklich den grossartigen Durchbruch bedeuten wird, der es wert wäre einem geliebten Partner weh zu tun.
      Wenn Sex wichtiger als Sicherheit ist, dann ist das REALITÄT. Und es gibt keinen Grund sich dieser Tatsache zu verweigern und sich statt dessen der Neurose auszuliefern!
      Dass man dabei auf nicht-verschlüsselte Webseiten angewiesen ist, weil man das eigene Selbst sogar vor dem Lebens Partner geheim halten und verstecken muss, das zeigt ja wohl wie nichts anders sonst, in welch lächerlichem Zustand unsere Gesellschaften sein müssen. Der Fortschritt gegenüber Saudi Arabien besteht also darin, dass man den anderen nicht mehr zu Tode steinigt?

      Weiter oben hat jemand Tavistock erwähnt.
      Einfach mal nachlesen bei R.D. Laing und Kollegen.

    • Seufz. Auch das, TDV,
      „Der Fortschritt gegenüber Saudi Arabien besteht also darin, dass man den anderen nicht mehr zu Tode steinigt?“

      ist tatsächlich enorm viel …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  15. Fernsehabstinenz
    Bravo Don,
    wir sind seit 83 ohne und kommen erst zurück zur Glotze wenn das Programm besser wird, also nie!
    Leider leider müssen wir ja nun die Zwangsbeglückungsabgabe zahlen.

  16. Strafe wem Strafe gehört
    Was soll der Artikel eigentlich? Da ist eine Seite die sexuelle Begegnungen heimlich ermöglicht? Und wer Sie nutzt, obwohl es in seinem Land unter Strafe steht (jetzt mal abgesehen davon, dass solche Gesetzgebungen großer, wahrscheinlich religiöser, Unsinn sind. Aber von solchen Gesetzen gibts viele) , dem gehört diese Strafe auch. Selbst wenn die Entdeckung durch eine Illegale Handlung erfolgt ist. Ansonsten könnte ja ein Cleverle drauf kommen und eine Seite für Bankraube aufmachen. Die Leute tummeln sich dort und machen mit. Und später kommen sie dann drauf, dass das was sie da gemacht haben illegal war. Na sowas aber auch!

    • Das Problem ist, dass die Strafe auh jemanden treffen kann, dessen Daten einfach missbraucht wurden. Un solche Regimes fragen dann auch nicht lange.

  17. Im Grunde hilft nur der Schritt nach vorn
    Die Macht der Datenbeherrscher und Überwacher wird erst dann gebrochen, wenn die Daten ihren Wert verlieren. Das ist dann der Fall, wenn es völlig irrelevant wird welchen Vorlieben die Menschen haben, das heißt wenn in der Gesellschaft jeder zu dem stehen kann was sie oder er mag, sich ersehnt, erhofft oder erträumt – also in einer wirklich liberalen und freien Gesellschaft in der sich jeder outen kann ohne das auch nur ein Finger auf sie/ihn zeigt.

    • Ja, das wäre eigentlich die feine Lösung. Dass man iskriminierungsfrei sein kann, was man ist. aber genau das funktioniert nicht. Da muss ich mir nur den Fakeaccount anschauen, den ein Mitarbeiter eines Konkurrenzmediumjs über mich betreibt: Man lauert geradezu auf Schwachstellen.

  18. Finde ich gut
    Die „Ich habe nichts zu verbergen“-Träumer bekommen mal wieder gezeigt, dass jeder eben doch was zu verbergen hat. Und wenn es Betrüger erwischt, ist es gleich doppelt gut.

    • Jeder hat ein Recht, alles zu verbergen. Und dieses Recht ist wichtig und der Staat sollte es schützen.

    • Aber Don......
      Erstens ist es prinzipiell nicht möglich dieses Recht im INtrenet durchzusetzen.

      Und zweitens haben Staaten keinerlei Interrese an sowas. Sie selber haben etliche erfreuliche Beiträge zum Abhören gebracht, die völlig unmissverständlich gezeigt haben, dass Staaten bei der Schnüffelei nur ein Problem haben. Nämlich, dass nicht sie es sind die den totalen Zugang zu allen Daten (gerade der Privatpersonen) haben.

      Was für ein Recht sollte es da wohl jemals geben?

  19. Generelle Gefahr von Datensammlungen
    Der Fall Ashley Madison zeigt die generelle Gefahr von Datensammlungen: Missbrauch. Dabei ist es egal, ob es um Daten geht, die von Hackern ins Netz gestellt wurden, oder ob der Missbrauch, meist unbemerkt, intern stattfindet. So wie Mitarbeiter der NSA sich Datensätze von Ehefrauen, Freunden und Nachbarn angesehen haben, so wird es auch in Deutschen Behörden kaum besser sein. Obenauf kommt dann noch der behördliche Missbrauch, wie die Fahndung nach dem Autobahnschützen letztes Jahr. Heeres Ziel und auch mit Erfolg gekrönt, aber die Beweise kamen auf gesetzeswiedrige Art zustande, und dieser „Erfolg“ wird jetzt als Hebel missbraucht, um solchen Missbrauch in Zukunft zu legalisieren.

    Und es soll keiner sagen, die Vorratsdatenspeicherung wäre so gestrickt, dass sie Missbrauch verhindern würde. Die Erfahrung zeigt, dass Datensammlungen bisher fast immer zu missbräuchlichen Auswertungen geführt haben. Denn wo ein Trog ist, da sammeln sich die Schweine – und ihr Grunzen wird immer lauter: Mehr Tröge, koste es so viel Freiheit und Rechte, wie es wolle!

    • Das eigentliche Problem sin noch nicht mal die Daten, sondern mehr die Verknüpfung und die Schlüsse, die man daraus ableiten kann,. Ich bin froh, wenn ich sehe, wie dumm da viele Programme noch sind, aber daran wir gearbeitet und natürlich ist das grosse Ziel, Menschen zu leiten und zu beeinflussen.

    • JA !!!!
      DAS ist der Kernsatz: „Daran wird gearbeitet.“

      Und keiner sollte irgendwelche Zweifel daran haben, dass man dem Ziel andauernd näher kommt! Und jeder sollte heute schon so leben, als sei diese kommende Art der Gesellschaft bereits erreicht!

      Aber die Realität sieht anders. Dank Facebook und twitter…

  20. -
    Auch wenn es unrecht und unmorlaisch ist, es hält einem großen Teil unserer ach so korrekten Gesellschaft den Spiegel vor ihr Gesicht.

    htp!

    • Ich persönlich weiss nicht, was an Sex falsch oder verwerflich sein soll. Das gehört zum Leben dazu und natürlich will man das. Man will auch atmen, essen, trinken und Wireless Lan.

  21. Big Data ist sicher
    Ihre Daten sind bei uns sicher! Sicher, sicher!
    Sicherheit, das ist das Geschäftsmodell womit geworben wird und der Slogan – ihre Daten sind bei uns sicher – wird so lange wiederholt, bis die Unterschrift auf dem Vertrag steht.

    Der aktuelle Hacker-Angriff ist vielleicht tatsächlich die Antwort der Szene auf eine all zu gierige Geschäftspraktik der Seitenbetreiber, aber sie offenbart eben auch die Lüge über die Sicherheit von Big Data und ich hoffe, dass die Verantwortlichen in Deutschen Großkonzernen umdenken und die totale Überantwortung aller Daten an den Computer stoppen.

    Es gibt immer noch eine analoge Welt, die keinesfalls überflüssig geworden ist. Auch beim Liebesspiel sollten wir uns daran erinnern – was spricht gegen eine echte Zufallsbekanntschaft, ein echtes Rendezvous im RL. „There is no substitute for courage“ – auch in dieser Frage.

    Im übrigen halte ich diesen Beitrag von DonAlphonos für eine Sternstunde des Journalismus – ein Lesegenuss – keine überflüssig Floskeln, auf den Punkt gebracht. Danke. Artikel kommt in die Merkbox und zur Empfehlung an den pubertierenden Sohn weiter gereicht.

    • Danke, gern geschehen. Mir persönlich wird schlecht, wenn wieder so ein Beratertrottel von „Cloud“ redet.

  22. Gelungene Überleitung
    Wir sollten uns nicht zu lange mit den verklemmten Prüden in Nordamerika aufhalten und gleich auf die öffentlich „Rechtlichen“ samt der nur Mist produzierenden „Privaten“ kommen. Als ich vor 6 Jahren meinen ältesten Sohn (45) in dessen, zugegebenermaßen Villa besuchte, sah meine Schwiegertochter irgend einen Privatsender zusammen mit Enkel und mein spontaner Kommentar :“Ich fragte mich bis heute, wer sieht denn diesen Schwachsinn eigentlich und weiß es jetzt.“
    Das war der Punkt, an dem ich dem ich das noch vorhandene TV Gerät nie mehr einschaltete. Schon vor 30 Jahren mied ich die mit komunistischer Zensur arbeitende Tagesschau und dann die nur Multimillionäre (Gottschalk, Jauch ,nomen est omen, und Konsorten produzierenden öR.
    Guter Übergang von den Prüden in Nordamerika und deren TV-GERÄT Sendern

  23. Heuchelei hoch zwei
    Die Seitensprünge machen immer noch die Beteiligten, und nicht diejenigen, die diese Daten veröffentlichen. Wenn ein Journalist über Recherchen etwas pickantes über einen Prominenten herausfindet, und veröffentlicht, ist es ja fast immer OK: Schuld hat derjenige, der sowas macht, und nicht derjenige, der das auch verbreitet. Bei Hackern aber werden anscheinend entgegengesetzte moralische Maßstäbe benutzt. Ist das der Neid der Journalisten? Befürchten Journalisten Konkurrenz durch Hacker? Ist das Meinungbildungs-Monopol wieder mal in Gefahr? Die klassischen Medien haben es nun mal nicht gerne, wenn sie nicht alles kontrollieren können. Und die höchtse moralische Instanz wollten sie schon immer und unter jeden Umständen sein.

    • Das lässt natürlich Journalisten nicht vom Haken – allein, wenn all das Material haben, ist es nicht sonderlich wertvoll. Man will so etwas exklusiv.

  24. Datenschätze
    Solche Datenlecks könnten für Nutzer in Saudi-Arabien tödliche Folgen haben. Was lernen wir daraus: Clouds und Serverfarmen werden niemals sichere Speicherorte sein – menschliches Fehlverhalten ist halt eingewebt!

    Wer zählt denn jetzt noch die Berichte über gehackte Nutzerdaten in den Vereinigten Staaten und anderswo. Und im Bundestag wird erst nach Monaten das interne Netz für Wartungsarbeiten abgeschaltet: bitte einsteigen in den Bummelzug zur Wolke IT-Sicherheit.

    Was wurde Frank Schirrmacher damals gescholten, für seinen angeblichen Alarmismus in Sachen Big-Data-Business!

    Es gibt noch reichlich Datenschätze zu hacken, zapfen wir’s an. Ihre Datenmafia.

    • Das stimmt einfach nicht....
      Nicht die Datenlecks sind die Ursache, sondern die Dummheit mit der man sich solchen Seiten anvertraut.

      Sie sind doch auch sonst so für Eigenverantwortung?

      Wie kann man als gebildeter, intelligenter Mensch in einem Land wie Saudi Arabien wohnen bleiben?

  25. Die Heuchelei ist das Problem
    Das Problem ist in meinen Augen die Heuchelei. Wenn die Leute Sex mit anderen Menschen haben wollen, sollen sie das mit ihrem Partner abklären und ihm das gleiche Recht zugestehen. Deshalb finde ich Swinger Clubs gut. Da läuft das ganz offen ab. Die Leute wollen aber nicht ehrlich sein, sondern eine Fassade aufrechterhalten. Und das ist insbesondere im extrem bigotten Amerika sehr wichtig. Dort ist es ganz normal, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Ich habe auch nichts dagegen, daß der Stadt bestimmte Daten über mich speichert, solange ich einfach herausfinden kann, was über mich gespeichert wird und wer zugreift. Das ist momentan aber sehr schwierig. Und um Mißbrauch staatlicher Leistungen zu vermeiden, ist ein Datenabgleich unabdingbar. In Schweden läuft deshalb ohne ID-Nummer gar nichts. Bei den ganzen Dating Seiten läuft es übrigens immer so, daß der Mann zahlen muß. Bei mir hat das bisher auch nicht geklappt. Eine schöne rauchfreie Akademikerin scheint selten zu sein. Aber OKcupid ist wirklich super gemacht, und man kann es gratis gut nutzen.

  26. Sir, mir graust vor Dir!
    Schrecklich finde ich einen gewissen Teil der Kommentare. Nicht fern zu sehen vorzugeben ist etwa so, wie den Radioapparat einzukloppen und die Zeitung abzubestellen.
    Allerdings rede auch ich nicht der Sendung “Wer hat die dicksten Äppel?“ das Wort und bläke nicht “ROOOOOBERT!“,
    wenn die Bayern mal den Kasten vollgetreten bekommen. Ich denke mehr an Sendungen über die Entstehung der Welt, der Erde, der Herausbildung des Menschen und seiner Ausbreitung und Eroberung der Welt. Die wunderbaren Darstellungen über neue Erkenntnisse in den Naturwissenschaften, Medizin und die Verwüstungen einer zarten Natur, die nur der Mensch fertig bringt.
    Wer das negiert, hat im Bücherschrank nur die Bibel zu stehen, wie Hindenburg, oder er muss ein Bayer sein.

    Mit fielen Grüssen,

    Bernard del Monaco

    Nachtrag: Im n-tv wurde eine Meldung publiziert, nach der die Bayern unter den “deutschen Völkern“ die unbeliebtesten sein sollen.

    Mit fielen Grüssen,

    Bernard del Monaco

    • Nicht fern zu sehen ...
      Vielleicht lernt man beim Fernsehen doch etwas.

      Z.B. eingängig zu argumentieren.
      Etwa so:
      1) Aussage nicht verstehen (wollen) und entstellen („vorzugeben“).
      2) Aussage schief extrapolieren („kein Radio, keine Zeitung, nur Bibel“).
      3) Autor der Originalaussage anhand der Extrapolation vermöbeln.

      Dieses Argumentationsmuster lernt man eher nicht beim betrachten alter Aufnahmen besoffener Elefanten im Okawango-Delta?

      Oder, Robert?

  27. der franken-HORST
    der horst der kanns eben, auch ohne eine solche dating-agentur.

    sagte doch einer seiner kritiker aus der eigenen partei: mit der frau zum pabst, mit der freundin ins bett.

    naja, da sprach der neid: auf den pabstbesuch natürlich.

    oder hat der gemeint, mit der freundin lieber zum pabst ???????

  28. PS
    „Wie CNN berichtet, befürchtet das Pentagon derweil Erpressungen und ermittelt in den eigenen Reihen. Denn in der veröffentlichten Datenbank sollen sich auch 15.000 E-Mail-Adressen der US-Regierung und -Militär befinden.“

    Ist doch was Schönes……

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ashley-Madison-Hack-zieht-weite-Kreise-2787728.html

  29. Das global vernetzte Dorf
    Früher gab es das Dorf und die städtische Nachbarschaft. Heute das globale Dorf mit entsprechenden Dimensionen. Der Ehebrecherin im Iran oder Saudi-Arabien wird es wohl relativ egal sein, ob sie aufgrund von Dorfklatsch oder Ashley Madison zur Steinigung verurteilt wird.

  30. Wie mach ich aus dem Ganzen
    … jetzt einen Witz auf Kosten von Hillary Clinton und die amerikanische Verfassung?

  31. Ewiges Problem
    Es gibt halt zwei Arten von Beischlaf:
    a) Geil, gefährlich und verboten
    b) Angenehm, verbindlich und sicher
    .
    Und zu a) gehört halt auch die Diskretion, deren Aufhebung darum immer ein Problem bleiben wird

  32. War da mal was? Ein Blog?
    Heute… Zensur, Zensur, Zensur….

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