Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

„Wir sind das Pack“

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Nennt sie endlich Nazis, statt nur die Rechten, die Asylkritiker, die besorgten Bürger. So fordern es Teilnehmer der sozialen Medien sehr laut, wenn man es wagt, genau zu differenzieren. Es ist zwar nicht zutreffend, all jene, die im Netz gern als Nazis tituliert werden, tatsächlich, fundiert, glaubwürdig als Nazis zu bezeichnen. Aber die Forderung nach dem Wort steht im Raum. Sie wird erhoben von Gruppen, die denken, weite Teile der Polizei seien Teil des Naziproblems, so wie hier eine Person, die bei der Friedrich-Ebert-Stiftung über Hate Speech im Netz diskutieren darf.

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Und Asylkritiker, so die weit verbreitete Meinung, seinen automatisch ebenfalls Nazis. Und überhaupt, wude Heidenau schon abgerissen? – fragt eine Mitarbeiterin und Fachreferentin für Hate Speech der Amadeu Antonio Stiftung, finanziert unter anderem durch das Familienministerium.

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Die Methode, anderen Leuten die Stadt abzureissen, wenn sie sich nicht wunschgemäss verhalten, kommt übrigens in der westlichen Zivilisation oft bei den Briten in ihren Kolonien und Mandatsgebieten vor. Bekanntestes Beispiel ist das systematische Vorgehen gegen Araber im Bereich Palästinas während des Aufstandes gegen jüdische Siedler. Die Israelis haben es als Methode und Strafe beibehalten, und nun blicken wir zurück auf neun Jahrzehnte des Niederreissens. Ich glaube, niemand würde ernsthaft behaupten, dass diese Methode den Friedensprozess im Nahen Osten zur Vollendung gebracht und die Verständigung der Völker gefördert hat.

Bis auf den Fahrersitz eines Bulldozers muss man ungeachtet des fragwürdigen Erfolges in einem Rechtsstaat erst einmal kommen, und da bietet es sich natürlich an, dem anderen eine besonders verwerfliche Haltung zu unterstellen – wie eben Nazi und rechter Terror. Das Wort „Terror“ ist angesichts der Gewalttaten und Brandstiftungen der letzten Zeit alles andere als unangemessen. Nur ist, wie man im Fall der ARD-Mitarbeiterin Anna-Mareike Krause sah, so ein Vorwurf der rechten Gesinnung natürlich schnell verbreitet, und da reicht es bei der gebotenen Kürze der Argumentation schon, wenn einem Rechten etwas gefällt, das man sagt. Aber nehmen wir einmal an, man würde dem Druck nachgeben, so wie es manche Leute für linke Gewalttäter jetzt schon tun. Es passiert online bei Vice, die Stimmung ist erhitzt, tägliche Nachrichten von Brandanschlägen verlangen nach klarer Bezeichnung, da wählt man eine Seite.

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Es gibt da ein kleines Problem bei den als Nazi bezeichneten Personen: Sie sind laut ihrer eigener Definition keine Nazis, Oder nur ganz wenige. Es gibt Leute, die finden, dass man sich für die Nation engagieren müssen, sagen sie. Es gibt tatsächlich Leute, die Mordphantasien haben, oder wirklich gewalttätig werden – aber selbst die beziehen solche Worte nur in Ausnahmefällen auf sich. Die meisten sehen sich ganz anders. Ich war während der blauschwarzen Koalition von Haider und Schüssel in Österreich, für eine amerikanisch-jüdische Zeitung. Das wurde landesweit als „Ostküste“ gescholten. Und wie man es als Ostküste wagen kann, einen Haider auch nur in die Nähe des Rechtspopulismus zu rücken. Man nennt diese Fähigkeit, etwas gleichzeitig zu sein und das Gegenteil sein zu wollen, „kognitive Dissonanz“ und man trifft sie immer wieder – etwa, wenn 200 gewaltbereite Autonome aus Sachsen, die in den letzten Monaten mehrfach gegen die Polizei vorgegangen sind, nun von sich sagen, sie hätten versucht, in Heidenau ein von der Polizei ausreichend geschütztes Gebäude ebenfalls zu beschützen. Das ist ein Kennzeichen aller Extremisten: Sie schwanken opportunistisch zwischen Angriff, idealerweise, weil sie sich oder ihre für die Gesellschaft wichtigen Ziele verteidigen, oder dem Gefühl, Opfer zu sein. Aber niemals Nazis. Sie schützen, verteidigen und retten.

Hamasvertreter können einem lupenrein erklären, warum ein Bombenattentat auf einen zivilen Bus trotz allem ein legitimes militärisches Ziel ist. Der Umstand, dass es im Westen anders gesehen wird, ist ihnen völlig egal, weil sie es erstens erklärt haben und zweitens die Bezeichnung Terrorist viel zu pauschal ist. Immerhin hat die Hamas auch Ärzte, Krankenhäuser und ein Sozialwerk, so wie sich moderne Nazis in Deutschland auch um den Mutterschutz sorgen, die Altersarmut und die Erhaltung der Schönheit der deutschen Landschaft. Nazis werden Ihnen gradraus ins Gesicht sagen, dass die Sache mit den Juden Hitlers grösster Fehler war. Sie schreien zwar „Hier marschiert der nationale Widerstand“, aber sie kennen das Mediengeschäft und wissen, dass man sich heute nicht mehr zu sehr festlegen darf – das ist gut für ihren argumentativen Freiraum und Geschichten mit social interest. Es gibt ultraorthodoxe Juden in Israel, die leisten einen Eid, dass ihr Freund Jörg Haider kein Antisemit war. Und ausserdem wollen sie auch nichts anderes als die religiösen Gesetze befolgen, und dass diese Gesetze mitunter den Gesetzen des Staates widersprechen, nehmen Sie mitunter auch bedauernd vor Gericht zur Kenntnis. Sie sind gar nicht extrem, der Rest ist nur extrem verwestlicht. Auch der Islamische Staat schneidet nicht einem gefesselten Menschen den Kopf ab, wenn er nicht glaubt, dass es insgesamt eine begrüssenswerte Tat ist. Niemand findet, dass er zu extrem ist.

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Wann immer man auf solche Leute trifft, geht es um das Gute, das Richtige, und allenfalls um bedauerliche Notwendigkeiten. Wenn Leute sagen, sie sind kein Nazi, aber – dann meinen sie das so, und keine pauschale Verurteilung wird sie vom Gegenteil überzeugen. In Österreich hat man auf den Nazivorwurf mit dem Wort „Vernaderer“ reagiert und die blauschwarze Koalition eindrucksvoll bei der Wahl bestätigt. Es dürfte keinem Ungarn entgangen sein, wie man bei uns in Europa über seine Regierung denkt – sie wählen sie mehrheitlich trotzdem. Sollte die FPÖ, was sich andeutet, als grosse Siegerin bei den kommenden Wahlen in Oberösterreich und Wien abschneiden, liegt es sicher nicht daran, dass der Standard diese Partei zu wenig als bräunlich dargestellt hat. Schwedendemokraten, Le Pen und Front National, Lega Nord unter Matteo Salvini – es ist nicht so, dass ein Wähler nicht merkt, wen er da gerade zur grössten Partei zu machen droht. Stünde hier „Nazi“ wäre es Opium für das linke Gemüt, aber kein Werkzeug, mit dem man an die Stellschrauben der politischen Willensfindung käme.

Die Antwort der Angesprochenen wurde heute in Heidenau deutlich: „Wir sind das Pack“, skandierten Demonstranten, als die Bundeskanzlerin kam, in Anspielung auf die Aussagen von Vizekanzler Gabriel. Da wird die Definitionsmacht von Politik und Netz nicht nur abgelehnt, sondern ins Gegenteil verkehrt. Die Wortwahl tut ihnen offensichtlich nicht weh, sie hat keinerlei erzieherischen Zweck und definiert keine Grenze. Leute, die so etwas tun, kämpfen nicht mehr um die Bedeutung von Worten, sie debattieren nicht mehr über Verhaltensmuster: Sie zeigen offen, dass die Zeiten der Verständigung vorbei sind. Wie viele das nicht rufen, aber denken, werden die nächsten Wochen zeigen. Sich die Finger in die Ohren stecken und „Nazi“ rufen, das möchte ich nach meinen Erfahrungen in Österreich und Italien anmerken, ist da kein probates Mittel.

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Ebenso wenig wie schlichte Phrasen, wenig durchdachte Geschichten über wirtschaftliche Vorteile, und Behauptungen, das würde sich alles schon irgendwie von selbst einrenken, wenn alle nur fest daran glauben, während eine Prognose nach der nächsten über den Haufen geworfen wird, und Bürgermeister die Eröffnung von Lagern in ihrer Stadt aus der Zeitung erfahren. Natürlich könnte ich anhand meiner Erfahrungen mit FPÖ und Lega Nord erklären, was bei ihnen in der übelsten Tradition der deutschen Geschichte steht, und was uns da noch drohen kann. Bitteschön, in meiner Drittheimat ist es nicht mal mehr möglich, unter Migranten dreissig freiwillige Helfer für ein Fest anzuwerben, ohne dass es einen grösseren Konflikt gibt, und das Niederbrennen oder Bulldozern von möglichen Unterkünften für Flüchtlinge fordern Lega-Politiker selbst – die Unterschiede zur Wortwahl einer Mitarbeiterin der Amadeu Antonio Stiftung mag man selbst suchen. Nazivorwürfe, Politikversagen, Korruption. Twittershitstorms – die Lega Nord hat das alles überlebt. Praktisch jeder, dem ich in den sozialen Netzwerken folge, hat mir nun dargelegt, wie sehr er die Nazis hasst und verachtet und wie wichtig es ist, das zu tun.

Es ist einfach, wie jede Hilflosigkeit. Und es wirkt nicht. Sie sind das Pack und kümmern sich nicht drum, sondern machen einfach weiter, und leben bestens mit Verallgemeinerungen von allen Seiten.

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232 Lesermeinungen

  1. danke dafür
    andauernd nen godwin zu pullen, macht einen eben nicht zum gewinner.
    es ist mehr so etwas wie eine offenbarung…

    • Auch danke dafür
      Und was passiert ist das man so „den Nazis“ gewaltig auftrieb gibt. Früher waren das mal die gewalttätigen Spinner mit Glatzs und Springerstiffel (die sich nach Liebe sehnen). Heute ist das irgendwie alles was niicht auf Linie ist. Eine Entkräftigung und Verbreiterung von einer Randerscheinung zu einer, nunja, angehenden Massenbewegung. Dabei sollte doch jedem Grundschüler klar sein das die Strategie den Wiedersacher in Lager zu Spalten und die einzelnen Lager zu addressiersn gewinnbringender ist als alle in einen grossen Kochtopf zu einer Masse zu vereinen.

      So oder so, Extremisten sind Extremisten. Links, Rechts oder Gabriels neue Mitte geben sich da nicht viel.

  2. Solche "netten" Bezeichnungen werden dann sogar wie Ehrenzeichen
    getragen – nach dem Motto:“Wir sind die Leute, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben!“ und danach wird auch noch eine Packpartei gegründet…

    • verstehe ich nicht
      wo werden denn nazi parteien-gegründet?

      oder spielen sie auf lucke/petry an?
      in dem fall: naja, siehe halt godwin.

    • gute idee
      Vielleicht einfach „das Parteipack“.

    • "WIR SIND DAS PACK!"
      gleich: WSDP (Hatten wir nicht schon mal eine USPD?)

    • Anders
      Oder so: „Sie bezeichnen uns mit extremen Wörtern, das heißt wir haben einen Nerv getroffen und machen alles richtig“

    • Möglicherweise. Gabriel fehlt halt manchmal das Feingefühl. „Wegsperren“ ist ja in einem Rechtsstaat auch so eine Sache.

    • @F Amgelin: Noch sehr viel schlimmer!
      „Leute, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben!“ Nicht die Eltern! Sondern die Ex-Nazis höchstpersönlich. Mein damaliger Chef in den 60ern, als die NPD gerade groß wurde, war während der NS-Zeit selbst stadtbekannter hochrangiger Obernazi in dem betreffenden Ort. Ich bin dann fast vom Stuhl gefallen, als ausgerechnet der mich … vor der NPD warnte!

  3. Titel eingeben
    Die Methode, ein Stilmittel mit einer Forderung zu verwechseln, kommt in Texten übrigens oft vor bei Leuten, die sich um stringente Argumentation nicht scheren. Bekanntestes Beispiel ist Fleischhauer.

  4. FPÖ - Österreich
    Ich lebe zwar in Tirol und darf bei den kommenden Landtagswahlen nicht abstimmen. Wundern wird mich das zu erwartende Ergebnis aber nicht. Seit mehr als 25 Jahren höre ich die ständig gleiche „Warnung“ vor der „blauen (braunen) Gefahr“. Nur, um es nach Goethe zu sagen: „die Botschaft hör(t) ich wohl, allein mir fehlt (schon längst) der Glaube!“ Es geht zumindest in Österreich schlicht und ergriffen darum, dass eine „GroKo“ bei mehreren Themen – nicht nur bei der illegalen Einwanderung – versagt und beispielsweise in Oberösterreich, wo tagtäglich auf den Autobahnen nach Bayern Illegale eingesammelt werden, nichts, aber auch gar nichts zur Problemlösung passiert. Und in Wien, ja in Wien leidet man unter ungelösten Problemen der Armutseinwanderung und sozialen Brennpunkten. Auch dazu fällt der seit „ewigen Zeiten“ regierenden SPÖ nichts, und wieder nichts ein!. Dabei möchte ich doch nur, dass die bestehenden Gesetze (ja, es gibt noch ein Fremdenpolizeigesetz!) eingehalten werden und endlich auch Abschiebungen erfolgen und ein straffälliger Wiederholungstäter ohne Aufenthaltstitel, der einen Gefängnisaufenthalt – ich darf zitieren: – „meine Kur“ bezeichnet außer Landes gebracht wird! Werden diese Probleme angesprochen so erfolgt ein reflexartiger „Nazi-Vorwurf“. Nur dies zieht nicht mehr! Die FPÖ unterscheidet sich übrigens in ihren Lösungen nicht sehr von der CSU. Sind dort auch alle Nazis? In Österreich wird sehr genau die Entwicklung in Frankreich und Deutschland – Duisburg-Marxloh lässt grüßen – verfolgt. Nach über 25 jähriger Erfahrung mit Einwanderung (anders verhält es sich damit wirklich (!) verfolgten Menschen Schutz und Obdach zu geben) kann ich nur sagen: So nicht mehr, es reicht!

    • Das Problem sind die Leute. sowas wie der Strache wäre in der CSU undenkbar. Die CSU ist, das weiss ich noch aus der Zeit, viel näher an der ÖVP. Für die FPÖ gibt es da keine Sympathirn.

    • FPÖ - Österreich
      Lieber Don! Ja, dem kann ich mich anschließen; es gibt sehr bedenkliche und gefährliche Seiten der FPÖ. Dieser Truppe, so hätte meine Großmutter gesagt „kann’st Loand nit a’vertrauen“. Dies ist das Dilemma vor dem man steht wenn man weiß, dass es dringender Änderungen bedarf, aber man sich berechtigt vor den Folgen der vermeintlich helfenden Medizin (fast) genauso fürchtet.

    • "Sympathirn" ist süß, aber dazu braucht's kein ganzes
      Hirn, eine Hälfte reicht – raten Sie mal, welche…

    • Woas Großmutta sogat!
      Lieber Don!
      Meine gestrige, spontane Rückbesinnung auf meine Großmutter hat mich zu weiteren Überlegungen angeregt. Sie, eine Frau die die Nazis, SS und Gestapo (von der sie wegen der Verwendung eines „Griaß Gott“ statt des anderen Grußes zur Ermahnung vorgeladen wurde) tatsächlich erlebt hat, was würde sie wohl heute sagen:

      Zunächst würde sie wieder, so wie mit der Familie meiner angeheirateten Tante (die nach dem Krieg aus dem Banat flüchten mussten) ein Bett im alten Teil des Hauses herrichten und eine „Erdäpf’lsuppe“ ausschenken. Dann würde sie allen den „unnetigen Plunder“ (zB: Handy/Smartphone) abnehmen und jeden zu einer Arbeit einteilen: „am Hof gibt’s immer z’weng Händ“. Dann hätte sie das „fremdländische Gredat“ unterbunden: „an meinem Tisch wird deutsch gredt, i wü verstehn was sagst“ und in den Hausbrauch eingewiesen: „solang’st deine Fiaß unter mei‘m Tisch stellst, gelten meine Regeln“.

      Dann wäre sie zum Bürgermeister und hätte gesagt: „paß auf, des werden z’vüi; do musst was unternehma, sonst werdn meine Bub’n mit dena Bub’n rafad“. Zu Ihre Bub’n hätts g’sagt: „Wann fa euch oana an Bledsinn tuat oder si histeht und so an Bledsinn blatzt, kim i engk mit’m nassn Fetzen!“

      Genauso wäre es aber auch jedem ergangen, der Sie „eine alte Nazi“ genannt hätte.

      Und mit diesem besagten „nassen Fetzen“ wollte gewiss keiner (weder der Bürgermeister, noch der Flüchtling, aber noch weniger die Söhne und die Enkel!) Bekanntschaft machen.

    • Titel eingeben
      Bravo, sehr genau auf den Punkt gebracht!

  5. Die Polizei und die Helfer ihre Arbeit machen lassen...
    …und dem „Pack“, welcher Art auch immer, kein Forum bieten. Wäre ein Anfang.

    In diesem Sinne – danke für den Text!

  6. People should not be afraid of their Governments should be afraid of their people.
    Die Syrier zu inkludieren während man Teile der Deutschen exkludiert…clevere Politik ist das nicht, was die Merkel und der Gabriel da machen.
    Eine Regierung, die das eigene Volk als Pack beschimpft aber dessen Steuergelder nimmt um Ausländern ohne entsprechende Verpflichtung den gleichen Lebensstand wie dem „Pack“ zu garantieren….und dann noch öffnetlich die Ausländer moralisch über das deutsche Pack zu stellen.
    Wer noch klar denken kann, der weiss, dass so etwas nicht funktionieren kann. Schon rein rechtlich etwas bedenklich. Wie war der Amtseid der Kanzlerin nochmal?

    • Ich glaube, Gabriel hat da einen schlimmen Fehler gemacht – gegenüber schlimmen Leuten und gleichzeitig viel zu allgemein.

    • Are we gonna air it? Of course not. Why? Because he's telling the truth.
      Diese schlimmen Leute sind deutsche Staatsbürger. Ob einem das gefällt oder nicht. Die Kanzlerin und der Gabriel haben sich vereidigen lassen, dass sie das Wohl dieser Menschen wahren. Eine deutsche Regierung übernimmt per Amtsantritt die Verantwortung für alle Deutschen. Und wer dann wie Gabriel je nach politische Lage einen Teil der Deutschen exkludiert, der zeigt etwas, was mit der Funktion einer Regierung ABSOLUT nicht zu vereinbaren ist. Und dass dies die deutsche Presse bisher noch nicht begriffen hat, zeigt wie wenig erfolgreiche Akademiker in der deutschen Presse arbeiten..um es mal freundlich auszudrücken. Unglaublich niedriges Niveau überall. Zum Glück nicht hier und dafür danke.

    • Titel eingeben
      Sorry, Goodnight – die rechten Idioten haben sich per Rassismus, Gewalt, Brandstiftung und Hasstiraden selbst als „Pack“ disqualifiziert.

      Wieso sollte irgendjemand mehr Sympathie für solche Leute empfinden als für einen Flüchtling?

    • Pack oder Ausländer, Syrer includieren versus Teile der Deutschen excludieren, pauschal
      Bei allen Respekt vor Inländern, und wenn wir schon pauschalieren sei es auch so, pauschal, gesagt.

      Mir sind Ausländer pauschal lieber als inländisches Pack pauschal. Damit ist für meine subjektive Bewertung auch die Höherstellung “Ausländer“ gegenüber dem “Pack“ gerechtfertigt.

      Pauschal gesagt: Das “Pack“ kann ja gerne das Land verlassen. :-) und gleich für die ISIS kämpfen, > damit können sie die Syrer gleich vor Ort umbringen. Legal und pauschal.

      Zum Amtseid der Kanzlerin:
      Es endet mit den Worten……“das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren“.

      Jetzt die Preisfrage: Was ist da der Kern? Nun: kleine Überraschung:

      Die Menschenwürde (mit allen Ableitungen) ist der zentrale und höchstrangige Wert des Grundgesetzes und geht allen anderen vor und ist mit KEINEM anderen Verfassungsgut abwägbar. Auch dem Recht auf Leben oder dem Schutz des Staates geht sie vor. > Bin ich froh, die richtige Priorität, so pauschal.

      Und: Auch einen Politiker sei eine persönliche Meinung gegönnt, so wie ich sie auch habe. Merkel und Gabriel haben recht. Sie pfeifen halt auf “Clevere Politik“ und ein paar Stimmen vom “Pack“. Gut so. pauschal.

      Pauschal gesagt: Merkel nimmt sicher auch sehr gerne die Steuergelder der Ausländer, glaube ich. Nicht nur der Inländer.

      Ja es gibt dieses “Pack“. Es ist ein Fragment im Volk, aber nicht das Volk an sich. Noch ist nicht das ganze Volk pauschal infiziert.

      Damit widerlegt sich auch die Aussage das ganze Volk sei hiermit beschimpft. Ich z. B. fühle mich nicht beschimpft.

      Ja und es stimmt auch die meisten Ausländer die der Gesellschaft einen Mehrwert bringen haben einen höheren Lebensstandard als z. B. Harz IV Deutsche. Warum auch nicht? so,….pauschal?

      Ich bin normal kein Pauschalist, aber diese Worte lagen mir jetzt auf der Zunge

    • Pack
      wir das Pack ,Eingesperrt unter Honecker,wegen Staatsfeindlicher uva Hetze ,Defamiert unter Merkel !freuen uns
      auf den ,,Lenin .Kopf der Heute unter geheimhaltung )zita Radio ) Ausgegraben wird und wieder ausgestellt werden soll! einen Mörder von der ca 18 mill Menschen ( inkl Zarenfam. Geschlachtet hatte .

      ich bin wieder da !!in der DDR 2.0

      wir brauchen eigenen Fernsehsender und Radiosender

    • Titel eingeben
      Angst etwas zu schreiben

  7. Ein neuer Zug der Impertinenz des deutschen Pöbels?
    Ohne das Asylrecht in Frage zu stellen, erlebt Deutschland gegenwärtig eine staatliche, unkontrollierte und widerspruchslose Zuwanderung mit begleitender Fürsorglichkeit.

    Jeder, der in diesen Tagen nach Deutschland kommt ist, zunächst ein liebenswertes, ach so armes Tamagotchi, dem geholfen werden muß.

    Die Tamagotchi Pflege beginnt aber erst nachdem sich die Masse der Hilfesuchenden, Ärzte, Ingenieure und hochqualifizierte Facharbeiter und deren gebärfreudige Frauen, die jetzt Deutschlands Kinderproblem lösen werden, durch einige Balkanstaaten gequält haben und in heruntergekommenem Zustand auf Deutschlands Türschwelle steht.

    Ich frage mich in diesen Tagen ja schon, weshalb es bei der „Kommt nur Her-Haltung der Bundesregierung nicht möglich ist, Sonderzüge der Bundesbahn, mit Schlaf-und Speisewagen, nach Griechenland zu schicken, um die dringend benötigten NeuDeutschen gleich abzuholen. Das würde doch wirklich einen besseren Eindruck machen.

    Es ist doch schon unerträglich täglich beim Abendessen die erschütternden Bilder der im ungarischen Stacheldrahtzaun zerrissenen Leiber anschauen zu müssen.

    Vermutlich ist das so wie mit den Hilfskrediten Deutschlands für Griechenland. Erst müssen die Griechen so richtig am Arsch sein, da muß man erst so richtig durch den Dreck gegangen sein, dann steht man als helfender Deutscher einfach besser da.

    Es wäre doch ein schöneres Bild für die Medien: Gauck mit seinem unwiderstehlichem Lächeln und Merkel, fahren bei geöffnetem Zugfenster und mit einem kleinen Blumenstrauß winkend im Hauptbahnhof von Athen ein, um unsere Neubürger abzuholen.

    Das sieht in der Presse viel besser aus als vor einem beschlagnahmten Haus in Deutschland rumzustehen und zu nörgeln.

    Und all die Bösen, die Dunkeldeutschen wissen gleich – da ist nichts zu machen!

    Das kann man doch machen…schließlich schrieb H.Münkler in der FAZ

    W I R S I N D D E R H E G E M O N !

    Aber das Ganze hat doch einen ganz kleinen bitteren Beigeschmack und in den vergangenen Tagen, wo soviel über diese tausende Pöbeldeutsche Brandstifter gesprochen wird, dachte ich doch wieder des öfteren an Max Frisch und sein Stück

    BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER

    Die einen kriechen in unsere Häuser und die anderen, die Biedermänner lassen sie ein und bewirten sie.
    Ja, und wie war das…. Wer ist am Schluß der, der die Schuld für abgebrannte Stadt trägt?

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • Ich hätte überhaupt nichts gegen ein grosses Programm fü Syrien – auch mit schlafwagen, warum nicht. Das ist aber überhaupt nicht der Kern der Sache. Der Kern ist, dass es unendlich dauert, bis die Bearbeitung durch ist und die Umsetzung des geltenden Rechts nicht funktioniert.

    • Zu Don Alphonso: "Großes Programm für Syrien, auch mit Schlafwagen"
      Oder ich melde mich als freiwillige Syrien Ersthelferin

      Syrien phantastisch! Die Männer haben alle einen großen Nachholbedarf. Ich übernehme gerne die Schlafwagenbetreuung mit Frau Despina. Buchungen werden ab sofort entgegengenommen, keine flatrate, keine Gruppenrabatte. (Nur unter Auslassung regionalspezifischer Glaubensrituale)
      Könnten Sie nicht bitte ein Wort bei Frau Merkel für mich einlegen?

      Oder würden Sie auch hier sagen:
      „Der Kern ist, dass es unendlich dauert, bis die Bearbeitung durch ist und die Umsetzung des geltenden Rechts nicht funktioniert.“

      Hochmotiviert verbleibe ich mit einem bayerischen Busser´l als ersten Willkommensgruß (vor vielen Jahren gaben wir unseren Brüdern und Schwestern aus den bedürftigen Ostgebieten doch auch erst einmal eine Banane – und was ist aus ihnen geworden?)

      ObjectBe

    • Lieber Herr Klingenberger, Ihre Vorgehensweise wäre aber
      kontraproduktiv. Wir wollen schließlich nicht jeden haben, die Völkerwanderer sollen ja eine Bereicherung darstellen. Also muss unterwegs ausgesiebt werden – die uns letztlich erreichen, sind durchdarwinisiert, der harte Kern, die Besten. Naja, der harte Kern nicht ganz, denn die vielen Jungmänner im wehrpflichtigen Alter, die sich schon zu schade sind, um in ihrem Herkunftsland für Recht und Freiheit zu kämpfen und vor allem selbstverständlich zu fallen, werden hier bei uns drückebergerhaft auch keine Wehrmachtsartigenachfolgerorganisation unterstützen.

    • Boa, jetzt wirds braun hier
      Gebärfreudige Frauen, Tamagotchis, unkontrollierte Zuwanderung…?
      Das Vokabular sitzt.

      Und der vorgeschlagene Abtransport per Zug hat sicher nur zufällig so schonmal stattgefunden in Deutschland.

    • Titel eingeben
      Super!

  8. Ick finde ja viel spannender...
    … wer das so eingefädelt hat, um genau diese Bilder aus Teutscheland mal wieder zu sehen.

    Wie kann es sein, dass es Länder gibt, die Gesetze erlassen, die eine Durchreise von illegal Eingewanderten mit Buss und Bahn binnen 72 Stunden erlauben.

    Was soll damit bezweckt werden? Was soll da auf die Agenda?

  9. Nazis?
    Waren das nicht Mitglieder der NSDAP? Da es die Partei nicht mehr gibt, können auch die rechten Hansels heut nicht mehr als Nazi bezeichnet zu werden.
    Immer wird sich beschwert, dass nur noch schwarz und weiß gedacht wird. Macht es bitte besser!

  10. Als der Ossi in den Westen kam ... und jetzt das Maul aufreissen
    Was sind eigentlich Fluechtlinge? Waren nicht auch Grossteile Deutschlands in den Wendejahren auf der Flucht, in der Fluechtlingnsunterkunft der Wendejahre – dem Trabbi – … also seid doch einfach still und helft den Leuten die es brauchen – so wie auch Euch damals geholfen wurde.

    • Titel eingeben
      Absurder Vergleich.

    • "Als der Ossi in den Westen kam...."
      Die Heidenauer sind aber nicht in den Westen „geflohen“. Sonst wären sie keine Heidenauer (mehr). Oder liegt Heidenau schon im Westen? Absurde Argumentation nach über 25 Jahren Wende / Wiedervereinigung. Die Mauer scheint gerade in den Köpfen vieler Altbundesbürger noch sehr hoch zu sein!

  11. Es ist Armut, nicht Rassismus
    Ich bin ja jetzt schon gespannt wie das werden wird wenn, nachdem einige Zeit vergangen ist und die Dinge wieder normaler laufen, das Hartz-System auf die Flüchtingsmassen prallt.
    Die Handlungsalternativen sind dann entweder, wie gehabt, die alteingesessenen Hartzern weiterhin dem üblichen Repressionsterror auszusetzen während die Behören sich den „Neuen“ gegenüber viel netter verhalten; das Land hat ja einen internationalen Ruf zu verlieren. Man kann sich leicht ausmalen welchen sozialen Sprengstoff das ergeben würde.
    Oder aber die Repression wird für alle zumindest reduziert. Da gefriert aber eher die Hölle bevor der Spätkapitalismus das zuslassen würde.
    Es wird wohl darauf hinauslaufen dass dann wieder welche mit dem Messer in der Tasche zum Jobcenter gehen und einige Fallmanger abgestochen werden.

    Nein, es ist kein Rassimus der die Meute treibt, es ist schlicht Armut. Den meisten ist klar dass sie im Leben nie wieder auf einen grünen Zweig kommen. Und dass ihre ohnehin kaum noch vorhandenen Chancen sich vollends in Luft auflösen, wenn in den nächsten Jahren zig Millionen Verzweifelte in den hiesigen Arbeits- bzw. Sklavenmarkt strömen.

    Es bräuchte ein BGE auf Höhe des Existenzminimums um diesen „Rassismus“ zu bekämpfen! Womit wir wieder bei der zufrierenden Hölle wären. Also kommt es wie es kommen muss, zuerst die abgestochenen Fallmanager und dann Bürgerkrieg.

  12. Strategie der Beschämung
    Nazi-Vorwürfe werden eigentlich immer gegen jemanden gerichtet, von dem man genau weiss, dass er keiner ist, den man aber beschämen will: Man will moralischen Druck ausüben.
    .
    Erstaunlich, dass es das immer noch gibt. Eigentlich dachte ich, seit etwa 1969 sei diese Strategie ausser Gebrauch gekommmen.

  13. und haben Sie nicht neulich erst meine Heimat Berlin "Reichshauptstadtslum"
    genannt und gefordert, sie an die Russen zu verkaufen? Ich hab mich daraufhin verabschiedet und bin doch noch einmal zurückgekehrt, um zu lesen, was Sie zu sagen haben. Und siehe da – Sie weinen darüber, dass
    der Presse die Deutungshoheit abhanden kommt, dass sich Leute nicht mehr mit den Beschimpfungen wie „Pack“ auseinandersetzen, dass sie das ablehnen! Beschimpfungen von jemandem, der vielleicht wirklich nicht weiß, dass zwischen Staatsanwalt und Gefängnis noch ein Gerichtsverfahren stattfinden muss. DAS ist das Niveau, mit dem den Heidenauern entgegengetreten wird. Und ich komme mir auf einmal doppelt inkonsequent vor, dass ich doch nochmal gelesen habe. Zwingt mich ja keiner.

    • Das mit dem Reichshauptstadtslum für die Russen
      war doch nur Satire, ein running Gag.
      .
      Das jetzt hier ist ernst gemeint.
      .
      Wer Don Alphonso länger kennt, kann das schon richtig einschätzen.
      .
      Vielleicht sollte er Artikel mit seriösem Anliegen lieber unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichten, damit auch gelegentliche Leser nicht allzu sehr verwirrt werden.
      .
      Unflätigkeiten gegen Berlin wird man Don Alphonso nicht abgewöhnen können, das gehört nun mal zum „Markenkern“, über den man mit ihm nicht seriöser Diskutieren kann als mit dem Schlachthausbetreiber über vegetarische ERnährung.

    • Danke.

    • aber, aber
      Ich bin ja auch hier heimisch (geworden, war dann doch ganz leicht). Trösten Sie sich mit den Definitionen von Ironie und Sarkasmus. Dem wirklich asozialen Pack sagt man es eben gerade nicht nicht ins Gesicht (Kinder und Idioten bekanntlich ausgenommen). Tipp: ich habe (teils unter Androhung von „Watschn“), lernen dürfen, dass echte Freistaat-Bayern ebenso einfach und effizient zu beleidigen sind wie Ayatollahs und deren Bartträger. Weil nämlich exakt an der Grenze zum Freistaat die Ironie ein Ende hat. Preussen und Hanseaten hingegen haben durch ihr edleres, weil kühleres Blut einen Souveränitätsvorsprung. Sollten sie jedenfalls.

    • @Meier555
      Satire, ganz genau, geschützt von der Kunstfreiheit. Willkommen bei „Wir sind das Pack“!

      Wäre ja gut, wenn unser Vizekanzler auch nur Satire gemacht hätte. Ein Mann, dessen Partei schließlich den wohl berühmtesten unter den deutschen Steine-auf-Polizisten-Schmeißer in einen Kabinettssessel hineinkomplimentiert hat, kann es ja eigentlich nicht so ganz ernst meinen, wenn er seinen Abscheu vor den Radikalen, die in Heidenau zugange waren, erklärt, oder? Ein Mann, dessen Partei sich die Sozialkompetenz von einem Peter Hartz abkaufen ließ, der seinerseits … irgendwas war da doch mit der Gewerkschaft und den Prostituierten, ich meine, bevor letztere legalisiert wurden?

      Aber Sigmar Gabriel scheint mir keine Satire zu sein und er meint bestimmt alles bitterernst, auch seine Einlassung, ihm – dem deutschen Vizekanzler – seien die Flüchtlinge lieber als die Menschen in Heidenau. Er meint es auch ernst, wenn er die Menschen als Pack bezeichnet und wenn er „vergisst“ dass es da noch ein rechtsstaatliches Verfahren geben muss, bevor man jemanden „wegsperrt“ in „Dunkeldeutschland“ (letzteres: Joachim Gauck, aber er bedient damit einen alten Witz, der Leuten wie Don Alphonso bekannt sein dürfte.)

      Man fragt sich, was uns die Bundeskanzlerin vermitteln will, indem sie ein Kabinettsmitglied, dass sich so unbeherrscht zeigt und damit die Dinge bis zur öffentlichen Satire (Wir sind das Pack!) eskalieren lässt, nicht zum Rapport einbestellt und seinen Rücktritt nahelegt.

      Als der von Don Alphonso ungeliebte Dr. Rösler (der, der den Krankenkassen gehörig Luft verschafft hat) mal einen blöden Witz machte, hat die Bundeskanzlerin noch ganz anders reagiert. Sofort machte sie ihm klar, dass er es sich als Kabinettsmitglied keinesfalls erlauben darf, die Bundesregierung der Lächerlichkeit preiszugeben.

      Vielleicht ging Sie auch bloß davon aus, dass ihr bei Dr. Rösler noch ein Erziehungswerk gelingen könnte (ist es auch)?

      Ob Herr Gabriel seine Außenwirkung allerdings noch unter Kontrolle hat oder ob es nicht demnächst wirklich schlimmer, autoritärer Maßnahmen bedarf, der Bundesregierung noch den Respekt zu verschaffen, den ihnen „das Pack“ nicht mehr zu zollen bereit ist (den man aber zum Regieren braucht) – das sind die Fragen, die mir ernstlich Sorge bereiten.

    • @ Engel
      „Kalt“ ist ein schönes Stichwort dazu. Es geht bei Satire in erster Linie darum, auf wessen Kosten (die Heidenauer haben sich mit „Wir sind das Pack!“ auf eigene Kosten lustig gemacht) sie wie weit (die Heidenauer wollen weder jemanden verkaufen, noch jemanden aus seiner Heimat „abräumen“) geht. Aber es möge sich jeder seine eigene Definition stricken, das kann man nicht vorschreiben. Die Zeit fand es ja auch … angezeigt … die Aufhebung des Bestandes der Bundesrepublik Deutschland via Säxit zu fordern. Liegt doch nahe, wo gerade auch Spanien massiv mit einem solchen Problem zu kämpfen hat, Belgien, Italien, GB, die Ukraine – und das sind nur die Länder, von denen ich weiß. War auch furchtbar lustig, als die SU auseinanderbrach und Jugoslawien; einzig die Tschechoslowakei hat das scheinbar einigermaßen zivilisiert über die Bühne gebracht (aber darüber weiß ich kaum etwas).

      Das ist ganz sicher kein Plädoyer für den Einheitsstaat und über Tirol mag sich auch unterhalten, wen es etwas angeht. Es ist nur einfach kein Thema, das sich besonders gut zum Lachen eignet; zumal man vielleicht vorher mal einen Gedanken darauf verschwenden sollte, welche Ordnung es ist, die man hier bekämpft und wann genau sie von wem etabliert wurde. In dem Sinne interessiert es mich nicht, wenn Don Alphonso meine Heimat als „Slum“ bezeichnet. Mich schert das „Reich“ davor und das „verkaufen“ danach. Im übrigen sind wir – der Don und ich und sogar die Zeit – wohl mehr d´accord, als man annehmen könnte.

  14. Richtig und Falsch, Gut und Böse
    Je stärker Menschen von der Richtigkeit ihrer eigenen moralischenen Wertvorstellungen überzeugt sind, desto größere Dummheiten sagen und tun sie. Der obige Text enthält viele überzeugende Beispiele für diese These. Es ist wirklich deprimierend. Trotzdem Danke für den Text.

  15. Definitionen
    Ich hänge ja der völlig unpolitischen Überzeugung an, dass es in einer kontroversen Diskussion hilft, Begriffe zu definieren. Also:

    Nazi – Mitglied der NSDAP, einer seit 1945 verbotenen Partei.

    Auch eine weitergehende Definition ist möglich

    Nazi – Anhänger der Ideologie der NSDAP oder zumindest von wesentlichen Teilen ihrer Ideologie. Wesentliche Teile der NS-Ideologie sind auf jeden Fall der Glaube an den Führerstaat und der Glaube an die Überlegenheit der Germanen aufgrund genetischer Merkmale.

    Ich wage mal zu behaupten, dass nach solchen seriösen Definitonen selbst bei der NPD 98% der Leute keine Nazis sind.

    Aber wenn man halt nicht weiß, was Nazis sind, sieht man das nicht ein.

    Übrigens waren die Nazis nur in ihrer Rhetorik Nationalisten, tatsächlich wurden aber Tausende ausländische Zwangsarbeiter nach Deutschland geholt. Da sehe ich dann schon eher Parallelen mit heute. Auch wenn man sich die Zustände in den Flüchtlingsunterkünfte anschaut.

    Man kann die Demonstranten als Fremdenfeinde oder vielleicht auch Fremdenhasser bezeichnen. Sie hätten es schwer, gegen eine solche Bezeichnung zu argumentieren.

    Aber es muss unbedingt der Nazi sein. Das deutet doch eher auf einen unaufgearbeiteten Nazikomplex derjenigen hin, die diese Bezeichnung fordern.

    • Das wichtigste haben sie vergesse
      Den Antisemitismus and die Verschwörung des Finanzjudentums.

      Grob geschätzt würd ich sagen, dass damit noch weniger Leute was anfangen können, grade das was heute oft Recht ist interessiert sich nicht die Bohne für Juden oder solche Theorien. Richtig Braune natürlich ausgenommen.
      Nur vielen die da auf der Straße rumturnen ist Israel (z.Bsp.) total egal, die können da unten treiben was sie wollen. Der Antisemitismus heutiger Zeit blüht ja vielmehr wieder aus der linken Ecke aus der er ursprünglich mal kam. Nennt man aber nicht so, sondern heißt heute tod-schick „Israel-Kritik“.
      Also man kann zusammenfassen, linke Antisemiten sind „Israelkritiker“ und wütende Bürger und Co „Nazis“.
      Ich hab das komische Gefühl dass da einige Definitionen in den Jahren durcheinander kamen.

  16. „Die Hälfte von Euch sollte man entlassen!“
    — Ruft das Wohlstandskind den Arbeiterkindern entgegen, welche die Mehrheit der Polizisten stellen.

    Na dann.

  17. Messerscharf und doch abgehoben
    Wirklich messerscharfer Korpus, der grossen Beifall verdient. Leider gelingt es dem Autor nicht, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und gerade am Schluss wird deutlich, wie sehr die Kausalkette am Anfang und Ende durch politische Korrektheit abgeschnitten wird.

    Richtig ist doch: Die Bundesregierung ist ein Hort faschistischen und sozialdarwinistischen Gedakengutes. Vielleicht nicht antisemitisch, aber dafuer Weltmeister im Souveraenitaet vortaeuschen, Toetungsmittel exportieren, menschenverachtende Gesetze beschliessen, Menschen schaedigende Genpflanzen zulassen, ihre Bevoelkerung an fremde Geheimdienste verraten, an voelkerrechtlichen Angriffskriegen teilnehmen, Volksverhetzen, sich bestechen lassen, Diaeten erhoehen, Steuern erfinden ….

    Wer sich mit diesen Leuten einlaesst, wertet nur diese Leute auf. Da gibt es nichts mehr zu gewinnen. Und wie der Autor richtig erkannt hat, ist die Zeit der Verstaendigung offenkundig vorbei; das Ausmass der Ignoranz der Menschenfeinde in Amt und Wuerden ist unuebersehbar und unheilbar durch Evolution.

    Die Gewaltbereitschaft und Eindimensionalitaet des Packs ist dabei planbarer Spiegel der Gewaltbereitschaft ihrer Herrscher (nein, nicht Repraesentanten!). Damit sind die Gescholtenen auch Opfer von Volksverhetzung, die originaer von der BRD selbst ausgeht und ihr mittelfristig zu Stabilitaet verhilft. So erklaert sich auch die Kognitive Dissonanz und die Tendenz in der Argumentation, nur das notwendig Uebel zu tun. Das narzistische System bekommt eine narzistische Antwort, ohne dass der Antwortende sich mit der Handlung selbst moralisch identifiziert.

    Wir alle wissen, dass das Fressen vor der Moral kommt und die Probleme des Packs keine Luxusprobleme sind. Wir alle wissen, dass auf diese Berichterstattungswelle eine Erhoehung des Polizeietats folgen wird. Wir alle wissen, wohin das mittelfristig fuehrt: in den Buergerkrieg.

    Diese Art und Weise, die Menschen durch Verteilungspolitik zu teilen und durch einen Polizeistaat zu beherrschen ist demoktratiefremd und nach deutschem Recht strafbewehrt (Volksverhetzung).

    Insofern ist der Fokus auf das Leid von Fluechtlingen in Anbetracht der Not, in der ein Grossteil der gescholtenen lebt, einfach nur ignorant und Teil einer Hilfe, die keine ist. Denn es wird nach Gesicht und Gesinnung „geholfen“, nicht nach Bedarf.

    Die Fluechtlinge haben nichts davon, dass sich die deutsche Presse zu den Brandbschleunigern und Zuendlern auf der arabischen Halbinsel bedeutungsvoll ausschweigt. Sie haben auch nichts davon, hier als politisches Faustpfand herzuhalten. Der Versuch der BRD, sich hier ein neues Volk zu waehlen, wird planbar daneben gehen.

    Es ist respektlos und erkannte auflagensteigernde Menschelei der deutschen Pressewueste, im Angesicht millionenfachen individuellen Leids durch Krieg und Terror weltweit, immer wieder die Ursachen, Kriegstreiber, Waffenhaendler und andere Profiteure nicht zu benennen und den Zusammenhang zum westlich-sozialdarwinistischen-Monetenvandalismus (aka Kapitalismus) strikt zu vermeiden. Hier ist das Pack intellektuell oft weiter, als der durchschnittliche Chefredakteur: Inzwischen weiss jedes Milchmaedchen, dass die FED nicht demokratisch kontrolliert ist und keine Zinsen druckt, inoffizielle Treffen wie Davos den Tatbestand des Landesverrates erfuellen, Staats- und Bundesanwaelte weisungsgebundene Papiertiger sind …

    Heidenau beweist: Die Herrschenden koennen nicht mehr vor „ihre Buerger“ treten, ohne auseinandergerissen zu werden. Die Parrallelwelt des Regierungsviertels ist klein und wird kleiner und kleiner und kleiner.

  18. Hoppla, bin i jetzt a Rassist ?
    Also, des war ja schon ein Spektakl damals, 1989, in Prag. Wie die da alle versucht ham über den Zaun von derer Botschaft zu kommen, die andern Deutschen. Ihre Kinder hams kopfüber übern Zaun geschupst, die Koffer habens auf der Straßn umeinand liegen lassen. Schön hat des ned ausgeschaut.

    Und dann ist er gekommen, der Herr Genscher und hat gesagt: Alle dürfts jetzt rüberkommen. Ich hob´s gesehen, im Fernsehn.
    Die ham sich gefreut. Der Ludwig hat gestern Abend beim Wirt gesagt: die warn 40 Jahr traumatisiert worn und die Merkl is a heut noch.

    Ich habe ja net recht verstanden, aber er hat gesagt, daß die von dort Unten jetzt so san, wie die damals von dort drüben, nur das die a biserl anders ausschaun.

    Mir gebn dena, von dort drüben ja heut no a Geld, damit es auf die Beine kommen,… sollen.

    Ich geb ja zu, meng tue i die von da Drüben net und die von da Unten wer i a net meng wollen.

    Des mach ich wie der Don Alphonso, der die Berliner auch nicht mag. Des müssen´s aushoitn.

    Und jetzt ham die Obrigen, halt der Gauck und sei Chefin die Merkel, die ander halt, gesagt, wenn mm die net mag, die Zuagroasten und des sich auch noch traut zum sogn , dann is mehr a rechter Hetzer.

    Die von dort Unten, die jetzt kemma, werdn sicher net meine Freind, wenn die so empfindlich san und der Gauck sich scho vor dene hinstellt und uns als Hetzer betituliert und der andere, der hat so an Nama von am Engel, unsereins als Pack bezeichnet.

    Bei uns in Bayern sagt ma ganz andere Sachan und koaner greint gleich nach einem, der sich aufmandlt als verkappten Kaplan.

    Ich will Euch a mal paar Beispiele geben:

    A Hallodri (arbeitsscheuer, leichtfertiger, unzuverlässiger Kerl; Taugenichts Frauenheld, Schürzenjäger, Verführer)

    A Hammel, (ungehobelter, unverschämter, rücksichtsloser Mensch dreckiger, ungepflegter Mensch, schweinischer, versauter Mistkerl)
    A Hamperer (Bettler, Landstreicher ärmlicher, verwahrloster Mensch)
    A Hausdrache (bösartiges, herrschsüchtiges, zänkisches Weib)
    A Heugeigen (langes, dünnes, nicht besonders attraktives weibliches Wesen)
    A Hirndappiger (beschränkter, dämlicher, verrückter Mensch)
    A Belferer (grantiger, nörgelnder Mensch)
    A Schinderfoitlmare (Prostituierte)

    Des kenna mir alles zuanader sagen, ohne das wir einen Politiker brauchen. Und wir in Bayern ham wirklich a Willkommenskultur! Sonst gabt´s koa Oktoberfest.
    Von mir aus kennan’s schon kemma, von dort drüben, oder von Unten.
    Aber wenn so empfindlich san?

    I wers ned mögn.

    Euer Bayer Wolfi

  19. Nazi?
    Wer Nazi ist, bestimme ich

    MS zitiert HG!

  20. Titel eingeben
    Politik ist der Streit um die Einnahme (Steuern u.a.) und Verteilung von Ressourcen (Geld, Anerkennung und Dienstleistungen). Wenn darüber nicht diskutiert werden kann, dann hat die Demokratie ein Problem.

    Der aufgeklärte Bürger liest über die Sparanstrengungen seiner Kommune. Hat die Schuldenbremse für Bund und Länder, in Hessen z.B. sogar per Volksabstimmung teilweise mitverabschiedet. In der Folge schließen Bibliotheken und andere kommunale Leistungen werden seit Jahren teurer.
    Nun steigen steigen die kommunalen Ausgaben für Asylbewerber massiv und kommunale Leistungen werden gleichzeitig erheblich zusammengstrichen. Er sieht, kein medialer Diskussionsbedarf. Es geht ja nur um politische Fragen, die auf einmal bei den meisten Bürgern in der Nachbarschaft Auswirkungen haben.

    Dazu liest man dann beim BAMF und in der Zeitung die Zahlen von Asylbewerber und wieviele davon Wirtschaftsmigranten sind. Oder das viele EU Staaten nur sehr wenige aufnehmen. Dann liest der Bürger noch Artikel wie diese:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/auslaender-wer-einmal-in-deutschland-ist-wird-selten-abgeschoben-13601134.html

    und stellt sich die Frage: Warum haben wir politische Vertreter gewählt die den aktuellen Verteilungskonflikt scheinbar nicht lösen wollen? Warum wird jeder der Lösungen präsentiert als Fischer am rechten Rand abqualifiziert?
    (TAZ ist z.B. die einzige Zeitung die das Pegida Thesenpapier vollständig abgedruckt hat, Kudos für guten Journalismus!)

    Die Frage ist ja nicht ob die Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten gut oder schlecht sind, sondern die Frage ist: Wie viele sollen es sein und damit wieviele Ressourcen wir als Gesellschaft dafür aufwenden die anderswo nicht eingesetzt werden.

    Diese Diskussion wird mit der“Nazi“ titulierung verweigert. Eine mediale Presseschicht, die politische Konflikte mehrheitlich (es gibt hier und da seltene Lichtblicke aka guter Journalismus) moralisch ausschließt/vorverurteilt/banalisiert/skandalisiert, befördert, dass neue Parteien diese Diskussion bei den nächsten Wahlen führen werden.

    So gesehen geehrter Don, sollten sie sich nicht vor der deutschen LegaNord in future fürchten, sondern dies als Zeichen einer gesunden Demokratie sehen. Den 2016 wird Flüchtlinge und Migration das Thema bei den sieben Kommunal/Landtagswahlen sein über das abgestimmt wird und keiner wirklich reden darf. (In Hessen jedenfalls nicht nach Vereinbarung der Parteien) Dann 2017 bei der Bundestagswahl werden wir es wieder erleben, wenn nicht Griechenland die Rückkehr von Dracula aufführt.

    Wer nun mit dem Nazivorwurf bei neuen rechten Parteien kommt, sei gerne an das Parteienverbot erinnert, dass schon oft erfolgreich gegen Radikale genutzt wurde (SRP, BDNS, HDJ, KPD usw). Und ja, der verbale Konfliktfall ist der Normalfall in der Demokratie. Gefährlich wird es nur bei der höchsten Stufe des Konflikts, dem Kommunikationsabbruch/Tabu (der beim diesem Theme m.E. herscht)….dann kommt der des Lesen mächtige Bürger auf die Gedanken es selber in die Hand zu nehmen. Hoffen wir das neue Parteien die Energie dieser Leute kanalisieren als weitere Anschläge auf Flüchtlingsheime zu erleben!

  21. Problem
    Ich kann ja völlig nachvollziehen warum es nicht unbedingt produktiv ist Menschen die sich wie Nazis benehmen auch so zu nennen, aber leider interessieren mich die gefühle von Menschen die Flüchtlingsheime anzünden nicht im geringsten.
    Und bevor diese Arschgeigen wieder als „Asylkritiker“ oder „besorgte Bürger“ verharmlost werden is mir „Nazi“ als bezeichnung schon lieber. Das halte ich für deutlich gefährlicher.

    Und ja, die sächsische Polizei hat ein problem mit Rechtsauslegern, das die CDU auch jahrelang wohlwollend zur kenntnis genommen hat.
    Das zu leugnen wäre wie zu behaupten (Süd-)Italien hätte kein Mafia-Problemen.

  22. Tja - was aber, wenn Faschos einfach bloß Faschos sind?
    Sicher laufen in Heidenau nicht ausschließlich Faschos, Kameraden, Pegida-Fans und Glatzen rum. Nein, so ist das nicht. Zwischen all diesen widerwärtigen, asozialen Deppen gibt es sicherlich noch den einen oder anderen, der lediglich ein, ähm, „Asylkritiker“ ist.

    Hochgebildet, hat sich mit der deutschen Geschichte umfassend beschäftigt (und nicht nur „Adis Geburtstag“), kann sich gewählt ausdrücken und ist in seinen politischen Aktivitäten von nachvollziebaren Beweggründen getragen.

    So Leute soll es ja durchaus geben. Auch die weniger gebildeten, die vor allen von Stimmungen und Angst geprägt sind, muss man nicht unbedingt „Faschos“ nennen.

    Schön und gut. Nennen wir diese Leute doch einfach „Flüchtlingsfeinde“ und das übrig bleibende Pack in Heidenau – übrigens die unter den „Volksverräter“ rufenden Pöblern die deutliche Mehrheit schlicht:

    Nazis. Gut, so könnte man es machen. Danke, Don. Flüchtlingsfeinde ist übrigens wirklich ein gutes Wort – für das Pegida-Umfeld (bestenfalls…) in der sachsischen Schweiz bzw. die Leute in Heidenau imho deutlich weniger, aber z.B. für bayuwarische Anti-Flüchtlingsinitiativen wäre das eine wirklich gute Variante.

    Oder?

  23. Titel eingeben
    @don alphonso 18:51 es ist nicht nur die bearbeitung und umsetzung des geltenden rechts was hier bei syrien jetzt mitspielt es ist schlicht und ergreifend das zermürbende zwischen zwei großmächten usa – russland die hängen da nämlich drinnen und das hat sich in meine familie eingegraben das ist alles und deswegen waren in den 90igern auch soviele einwanderer damals hatte ich für politik noch kein verständnis hatte da gerade meine kleinen kinder und war damit beschäftigt aber damals wurden die weichen bereits für all das dilemma von heute gelegt

    und ich kann mich erinnern als ich bei der polizei damals in dietzenbach war wegen meines getrennt lebenden mannes man hatte mir nicht geglaubt als ich ihnen sagte er verfolgt mich in einem audi das nicht sein auto war (wie heißt die werbung bei audi )

    ja heute kann einem die polizei leid tun was da jetzt alles auf sie zukommt

    ich könnte ihnen soviel erzählen und sie könnten das dann in die richtigen bahnen leiten zumal sie ja bei einer us-jüd. zeitung und auch hier bei dieser zeitung beschäftigt sind sie würden dann vieles in neuem licht sehen

  24. Differenzierung, gedankliche Nähe, gemeinsame Interessen
    Natürlich sollte man differenzieren. Das nimmt den Leuten ein wenig Wind aus den Segeln, die sich als Opfer aufspielen und von „Nazi-Keule“ reden. Ich denke aber, dass damit nicht viel Probleme gelöst sind. Würde man eine entsprechende Person korrekterweise als neurechts oder rechtsoffen oder sonst wie differenziert bezeichnen, würde sie sich ebenfalls dagegen wehren. Ich vermute, dass das daran liegt, dass die Leute sich als „normal“ oder als „besorgter Bürger“ ansehen und nicht die Selbstreflexion besitzen, sich als rechts oder eher rechts anerkennen. Das ist das selbe wie, wenn sich Leute zum Narren machen, wenn sie sagen, sie sind weder links noch rechts. Dabei ordnet man Personen politisch nicht nach Selbsteinordnung, sondern nach tatsächlich an die Öffentlichkeit gemachter Aussagen und Handlungen.

    Differenzierungen tragen auch dazu bei, politische Parteien und sonstige politischen Mitspieler einzuordnen. So halte ich es für unbestreitbar, dass in Heidenau Rechtsextreme mitdemonstrieren. Dass die NPD Demonstrationen mitorganisiert ist ein starker Beleg dafür. Jeder der bei einer NPD organisierten Demonstration mitdemonstriert kann deshalb mit ziemlicher Sicherheit als rechtsoffen bezeichnet bzw. als offen gegenüber der extremen Rechten klassifiziert werden.
    Wer Kritik am Asylrecht und den Bau auf Asylheimen via Demonstration ausüben möchte und hinter der Demokratie steht, kann nicht – wenn er glaubwürdig als Demokrat angesehen werden möchte – mit Parteigenossen einer neonazistischen Partei mitdemonstrieren. Dazu gibt es die Möglichkeit eine eigene Demonstration zu eröffnen, die eine explizite Distanzierung gegenüber Rechtsextremismus miteinschließt. Das funktioniert nicht sauber – wahrscheinlich weil die Übergänge der Gesinnungen fließend sind, sie Pegida – aber es ist zumindest ein Statement, um die extreme Rechte in der Gesellschaft isoliert zu halten.

    Differenzierungen tragen auch zum Verständnis der Gesellschaft, der etablierten Parteien und der politischen Ideologien bei. Dies hilft zu verstehen, dass es zwischen etablierten Parteien und gesellschaftlichen Randgruppen – auch extreme Randgruppen – Überschneidungen und ähnliche Interessen, wenn auch nur leichte und themenbezogene, existieren.

    Nehmen wir zum Beispiel die CSU aus deren Reihen dieses oder vergangenes Jahr das Statement „Wer betrügt, fliegt“ gefallen ist. Was oberflächlich harmlos klingen mag ist meines Erachtens nach ein rechtspopulistisches Statement gegenüber Asylbewerbern und Einwanderern. Sie unterstellt in erster Linie Betrug. Es sollte also nicht verwundern, wenn dieses Statement von noch rechteren und rechtsextremen Parteien bejahend empfangen wird. Hier erkennt man eine gedankliche Nähe zwischen der rechtesten Partei im etablierten Spektrum und noch rechteren Parteien, die nicht etabliert sind. Außerdem erkennt man, dass ausgehend von der politischen Ideologie des Konservatismus über „Übergangideologien“ wie dem Rechtskonservatismus, Rechtspopulismus bis zum Rechtsextremismus immer härter und irrationaler gegen Asylbewerber und Einwanderer Standpunkte bezogen wird. Von den Vertretern des demokratischen/etablierten Konservatismus entfernt man sich, je weiter man den „Übergangsideologien“ folgt.

    Zum Verständnis der Gesellschaft trägt eine Differenzierung bei, in dem man sich fragt, wer mitdemonstriert oder anfangs mitdemonstrierte oder welche sozialen Gruppen sich in den rechteren Parteien bewegten. Nach meinem Verständnis gibt es kein breites Spektrum von sozialen Gruppen in den Asylgegner-Demonstrationen in Heidenau. Dort demonstriert aus meiner Sicht, eher die unteren sozialen Gruppen, sprich „die Unterschicht“. Anfangs war das zu mindest bei den anderen Demonstrationen wie z. B. bei Pegida nicht der Fall, dort demonstrierten auch Personen aus dem bürgerlichen Milieu. Eine ähnliche Situation gab es in der AfD, in der Bürgerliche und Personen, die eher dem rechten Rand zuzuordnen sind nah beieinander waren, bis es dort schließlich auch zu Brüchen kam und sich sogar ein eigener Gründer der Partei von der Partei entfernte.

    Fazit: Wenn nicht differenziert wird, ergeben sich verschiedene Probleme, die aus dem Pauschalisierungcharakter entstehen. So werden Personen, die „nur“ rechtsoffen sind, als Rechtsextreme oder Nazis bezeichnet, obwohl das bei genaueren Maßstäben nicht stimmt. Andererseits werden Personen als „Asylgegner“ bezeichnet, obwohl dieser Begriff eher beschönigend ist als korrekt. In den meisten Fällen wäre die Bezeichnung als „rechts“ angemessener. Nichtsdestotrotz trägt eine Differenzierung zum Verständnis der politisch rechteren Parteien, der Gesellschaft und somit zum Verständnis der gemeinsamen Interessen und der gedanklichen Nähe zwischen Teilen der Gesellschaft bei. So mag es nicht verwundern, dass Personen im konservativen Spektrum und/oder im bürgerlichen Lager, eher Verständnis für restriktivere Asylpolitik, für manche Demonstrationen gegen den Bau von Asylheimen und für manche „besorgte“ Bürger. Dieses Verständnis schlägt sich auch in den Artikel von eher konservativen Medien wie die FAZ nieder.

    • Zweiklassengesellschaft
      Und Personen in zwei Klassen einzusortieren macht es ungemein einfach zu entscheiden wer Freund und wer Feind ist. Liege ich da richtig?
      Das Weltbild teile ich nicht. Ich würde es begrüssen wenn sie zumindest eine dritte Klasse einführen: neutral. Ich bin weder ihr Freund nich ihr Feind. Danke im voraus.

    • Mit solchen feinsinnigen Ausführungen
      werden Sie nicht einfachen Leuten in Duisburg-Marxloh gerecht, die sehen, wer den Dreck in ihren Straßen hinterlässt. Und erst recht nicht künftigen Historikern, die die Ursachen der Flüchtlingsbewegungen unserer Zeit dem extremen Ungleichgewicht der Macht- und Besitzverhältnisse in der finalen Globalisierungsphase zuschreiben werden.

  25. Titel eingeben
    Die Bezeichnung als Nazi dient vorrangig der Abgrenzung. Das ist selten konstruktiv, schafft aber zumindest etwas Klarheit. Als ich (in jugendlichem Leichtsinn während irgendeiner WM) einer Gruppe Deutschlandfahnen-schwenkender Männer „Nazis“ hinterherrief kam statt einem angemessenen „Arschloch“ ein „Vaterlandsverräter“ zurück. So wusste ich dass ich mit meiner voreiligen Einordung doch nicht so falsch gelegen hatte. In der Regel hilft die Bezeichnung jedoch nicht weiter.

    • Titel eingeben
      Vaterlandsverräter ist nicht so falsch. Wer Schwarz-rot-gold als Naziprovokation versteht, darf sich nicht wundern. Oder ist „Vaterland“ nun auch schon „Nazi“? Und genau da sind wir wieder. Wer Vaterland sagt, Schwarz-rot-gold zeigt ist doch immer irgendwie Nazi.
      Denn irgendwie findet sich ja immer etwas, um sich selber recht zu geben.

    • „Vaterlandsverräter“ ist nin wirklich so kontaminirt, dass ich es nicht benutzen würde, und man tut sich damit auch keinen Gefallen.

    • Ist ein normales Wort
      Wer Wörter des Verrates schon brauner Glocken hört hat ein Sprachproblem.
      Die deutsche Sprache kennt primär als Synonym für Anti-deutsches Verhalten das Wort „Vaterlandsverräter“ fertig. Ist in anderen Ländern genauso.
      Denn wie will man sonst solche Leute mit Anti-deutschen Tendenzen bezeichnen? „Deutschland-kritisch“? Deutschfeindlich? Klingt alles leicht behämmert und gestelzt. Das Wort Vaterlandsverräter geht wiederum melodisch einfacher und sinnvoller.

  26. Ein...
    …wohltuend differenzierender Text, der sich angenehm von der täglichen Propaganda abhebt.

    Zum Thema Syrien möchte ich dennoch eine ketzerische Bemerkung machen: Assad zu schwächen und einem zu großen Teil der Bevölkerung Hoffnung auf einen Abgang a là Ghaddafi zu machen, war ein großer politischer Fehler – auch Europas! Sicher ist Assad kein lupenreiner Demokrat, aber davon soll es auch andere geben. Und die syrischen Flüchtlinge wären sicher nicht so gut ausgebildet, wenn Assad ein Saddam gewesen wäre.

    Aktuell ist die Situation natürlich komplett verfahren.

    Und so zahlt Deutschland gerade für türkische Großmachtgelüste und die übliche Kurzsichtigkeit amerikanischer Außenpolitik.

  27. R.Kurzhaar@web.de
    Ich bin ja neulich auf eine blendede Idee gekommen. Um den Menschen, die sich so um Palestinenser sorgten, das etwas ab zu gewöhnen, bräuchten die Vollkontakt. Wieviele gibt es in den autonomen Gebieten? Ich würd sie alle herholen – nach Deutschland – Asyl – kein Problem. Und schön da einquartieren, wo Links oder Grün gewählt wird.

  28. es ist vorbei
    man hat den eindruck, im letzten szenario eines zombiefilms angekommen zu sein, alle dämme brechen. nur mit verkehrten rollen. die lämmer laufen den carnivoren entgegen, welche sich obsessiv der opferrolle hingeben. und die großen medien leisten eifrig beihilfe durch ihre sensationslüsternde angstpropaganda. dabei ist neuwagen schon lange eine inszenierung, arbeitsplatz ein subventioniertes besänftigungsmittel. es ist vorbei. willkommen in der wirklichkeit. es gibt profitable ungleichheiten in der welt und es gibt eine obsolete anspruchskultur in mitteleuropa. es lässt sich nicht länger schönreden. der deutsche bürger, wer auch immer sich dazu zählen möchte, kann sich als teil des ganzen nicht davon freiargumentieren. die leute wollen eine mauer. noch gibt es aufrechtes engagement. und es gibt hohle anstandsappelle und schuldzuweisungen. freilich erfolgt auch hier bei der faz die obligatorische egalisierung von ‚links’extremismus und rechtsextremismus.
    wenn auch hier die wirtschaftsblase platzt, spätestens dann kann pack und volk gleichgesetzt werden.

  29. Pack & Co.
    Was ist falsch daran, das Kind beim Namen zu nennen? Man kann hierzulande – trotz „Parteienstaat“, „Lügenpresse“ und vermeintlicher „Redeverbote“ aus Gründen der political correctness – über alles diskutieren. Nur müssen zwei Dinge klar sein: wir sollten uns dabei auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen und nach Maßstäben einer zivilisierten Gesellschaft verhalten. Wer das nicht kann oder nicht dazu bereit ist, gehört zum Pack, sagte schon meine Oma. Man kann ja so manches denken, fast alles sagen, aber vollgedröhnt Haßparolen, Steine und Brandsätze werfen, das ist ein Schritt, den nur das Pack geht.

    Für die Erkenntnis, dass es sich bei dieser Markierung ebensowenig wie bei „Nazi“ um keine analytische Kategorie handelt, bedarf es keiner intellektuellen Höchstbegabung. Für die öffentliche Diskussion scheint sie mir gleichwohl geeignet: Das Tabu, das mancherorts noch weitgehend funktioniert, beginnt sich an bestimmten Orten und in bestimmten Mileus erheblich zu lockern. Da kann man schon einmal eine scharfe Grenze ziehen.

    Klar, dass eigentliche Problem ist damit nicht gelöst. Das haben wir hier in Deutschland allerdings sowieso nicht alleine in der Hand.

  30. Dummheit
    obigen Artikel liest von den dummen Menschen sowieso keiner,.Frage-was tragen die eigentlich bei -zum funktionieren des deutschen Staates? Nichts-nur blöde Sprüche -und Geld kassieren -dazu vie l Freizeit -llasst sie arbeiten und mithelfen bei der Bewältigung der Probleme -oder schickt sie -in ein anderes Land -nach ein paar Monaten hätten sie genug -nix -frei reden und Demos- anpassen!!!!!

    • Titel eingeben
      Die Kommentare legen beredetes Zeugnis davon ab, das wohl schon Ihre erste Annahme falsch ist.

  31. seitenwechsel
    wow. wie sich jemand selbst so sehr ins genick schießen kann.. ist ja echt schön zu sehen. danke für diese einblicke in eine kranke welt.

    ich frag mich wie asylkritiker einzustufen sind aus des autors sicht. als links? jeder, der sich auch nur ansatzweise mit der realen asylpolitik die hier in deutschland, aber auch allgemein auf der welt stattfindet, auseinandersetzt, hat da nichts zu kritisieren. die fakten sehen ganz klar anders aus: menschen, die schnell in die gesellschaft integriert werden, werden ausgegrenzt. die meisten asylsuchenden kommen GANZ KLAR aus entwicklungsländern in denen extreme situationen herrschen. syrien eritrea,etc. diese menschen haben ein recht, hier schutz suchen. das ist undiskutierbar und jegliche abweichung dieser meinung, ist keine meinung, gedeckt von der meinungsfreiheit, da sie nicht auf fakten basiert und damit ganz klar als pur und rein rechts einzustufen ist. jeder in deutschland sozialisierte mensch, den das leben und sein schicksal nicht zu zynisch und konservativ und naja.. rechts/dumm/geistesgestört gemacht hat, wird das erkennen.

    und dank euch asylkritikern nimmt dies nun immer extremere formen an.

    danke, don alphonso, ich werde an dich denken wenn das nächste asylantenheim brennt, wenn die nächsten ausländischen kinder angepisst werden und schlimmeres, denn ich weiss, dass die täter dir zustimmmen. sie lesen genau diesen artikel, stimmen dir zu, trinken noch ein bier… und ja, die zukunft wird witzig. was passiert als nächstes. wir hören schon TÄGLICH neue nachrichten von neuen vorfällen die mit immer höher steigender taktfrequenz extremer werden. wie gesagt, ich werde an don alphonso, die faz und ähnlichen medien danken, das ich sie beim namen nennen kann und sagen kann: seht her, sie sind schuld. guckt mal da, der artikel, und da der artikel.

    mit einem hat don alphonso recht: die menschen müssen sich entscheiden. was bist du? links oder rechts? wie politiker beweisen gibt es keine politische mitte.

    wie gesagt: danke, das leute wie du mit ihrer identität offen ins internet schreiben, um uns zu zeigen wie ihr denkt, argumentiert und euch eure welt zurechtlügt. danke don alphonso, dass du dem hass ein gesicht gibst, mit all den pegidas und konsorten. danke. ich werde mich vor euch zu schützen wissen.

    • Da kennt schon wieder jemand das Grundgesetz nicht ...
      Da steht nämlich: (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

      Und nicht: Menschen aus Staaten mit aus unserer Einschätzung miesen Lebensbedingungen geniessen Asylrecht.

      Und jetzt schützen Sie sich brav weiter, bei „Kenntnissen“ ist Ihnen dieser Schutz bemerkenswert gut gelungen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      „diese menschen haben ein recht, hier schutz suchen“

      Ja wenn das so einfach ist, dann haben wir auch ein Recht auszuwählen, wer hier bleiben darf und wer nicht.

      Wie mir diese Vereinfacher jeder couleur auf den Sack gehen….

    • Alle Achtung, Don
      DAS pubertäre Geschwurbel zu veröffentlichen und auch noch unkommentiert zu lassen – Schapoh! Ist aber auch zu putzig. Alles klein geschrieben und jedes zweite Wort „ganz klar“.

  32. Wer heute noch nicht als Nazi beschimpft wurde macht irgendwas falsch.
    Ich ging mal für den Frieden auf die Straße, wurde als Nazi beschimpft und fragte mich warum.

    Ich kritisierte mal die Ukraineberichterstattung öffentlich, wurde als Nazi beschimpft und wusste nicht warum.

    Ich kritisierte den Kapitalismus in seiner derzeitigen Ausprägung, wurde als Nazi beschimpft und wusste nicht warum.

    Wohlgemerkt, ich tue das alles als Wähler der Linkspartei, arbeite ehrenamtlich in der Obdachlosenspeisung und unterstütze meine altersschwache Nachbarin bei ihren Einkäufen. Soziale, typisch linke Dinge eben.

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass nicht ich mich zum Nazi entwickelt habe, sondern diejenigen die sich „Mitte“, „links“ oder „grün“ nennen, so weit in ihrem Schubladendenken verheddert haben, dass heute jeder der nicht für sie ist gegen sie sein muss. Abstufungen gibt es keine, der Gegner ist Nazi.

    Wer aus dem durch diese Extremisten vorgegebenen Meinungsspektrum herausfällt steht natürlich auf einer Stufe mit denen die Millionen in Gaskammern ermordeten, ganz klar. Ein Tweet der Gefühle verletzt ist mitunter auch eine schlimme Sache. Gebrauch von seinen Grundrechten wie Meinungs- oder Versammlungsfreiheit zu machen natürlich auch. Wie Hitler eben.

  33. Lasten der Migration
    Mich würde schon mal interessieren, ob hier jemand im Forum in einer Stadt wohnt, wo Flüchtlingsheime auch in der Nähe oder innerhalb von Wohlhabendengegenden eingerichtet werden. Ich habe immer so den Eindruck, dass die komplette Last der Migration den Armen und der Mittelschicht aufgebürdet werden, während die Reichen bestenfalls mal eine Charity-Gala schmeißen.
    Und einige der Arme wehren sich dann eben mit den Mitteln, die ihnen zu Gebote stehen. Die wissen genau, dass sie nur ein paarmal „Sieg-Heil“ rufen müssen, um die volle Aufmerksamkeit von Medien und Politik zu kriegen.

    Als soziales Experiment schlage ich hiermit vor, auch die Oberschicht an den Lasten der Migration zu beteiligen, indem man einen Golfplatz konfisziert und darauf Wohncontainer für Flüchtlinge stellt. Das Vereinsheim möge als Flüchtlingskantine dienen.
    Wollen mal schauen, wie weit die Solidarität der Oberschicht geht.

  34. Ich gehöre dazu
    Ich bin einer von „denen“. Zuerst wollte ich es nicht wahr haben, denn ich war doch immer GEGEN Nazis! Dabei hatte ich allerdings an Leute mit kurzen Haaren, Springerstiefeln, Fliegerjacken etc. gedacht, brutale Heil-Hitler-Typen. Dass ich selbst ein Nazi bin, ist mir innerhalb der vergangenen 1-2 Jahre nach und nach klar geworden, unter anderem durch die Lektüre von kritischen Blogbeiträgen.

    Heute kann ich dazu stehen. Das ist nicht so schwierig, denn die meisten meiner Bekannten sind ebenfalls Nazis! Eigentlich krass. Typische SPD- und Grüne-Wähler, wie ich. Die meisten sind nicht mal in Deutschland geboren, aber wir sind alle hier aufgewachsen. Ihr würdet uns nicht erkennen.

    Meine politische Gesinnung möchte ich nicht auf der Straße ausleben, auch nicht im Internet, sondern wie bisher einfach regelmäßig zur Wahl gehen. Wen ich dann wählen könnte, weiß ich noch nicht. Es wird Euch wundern, aber von AfD und NPD würde ich mich nicht gut vertreten fühlen. Vielleicht irre ich mich da.

    Na ja. An alle Nazis da draußen: Kopf hoch! Wir sind das Pack, na und?

  35. Amüsanter Nachtrag:
    Vor dem tagtäglich letztem Genußritual von zwei Tassen Danesi d`oro um Mitternacht ist es noch ein entspannendes Vergnügen August von Kotzebues „Meine Flucht nach Paris“ zu lesen.

    In Erinnerung an Don Alphonsos Zeilen von heute, in Verbindung mit dem heutigen politischen Hühnerhofaktionismus unserer politischen Elite, vor den delikaten Zwangszuwandererunterkünften finde ich Herrn Kotzebues Satz:

    „Ich werde nächstens das theatre de la nation besuchen, um ein Trauerspiel zu sehen und mich recht satt zu lachen.“

    als eine durchaus treffende Beschreibung der gegenwärtigen deutschen Realpolitik des theatre de la nation allemande.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  36. Was soll das?
    Ich werde permanent daran gehindert einen Kommentar abzuschicken, wenn ich meinen eigenen Namen benutze. Dass Ihnen viele meiner Meinungen nicht gefallen und Sie diese mittlerweile öfter als nicht zensieren, ist ja unübersehbar.

    Wenn sie abweichende Meinungen nicht schätzen, dann lassen Sie es einfach mich wissen.
    Und falls sie ehrlich an Kommentaren interessiert sind, statt an Kopfnickern (was ich mittlerweile ernsthaft bezweiflen muss) auch den Rest der Foristen

    • Hier wird nimand zensiert – es kann sein, dass die Kommentare zu schnell geschrieben werden. Was da ist, schalte ich frei.

  37. Differenziern bitte!
    Es spricht nichts dagen die Menschen nach ihren Taten zu benennen. Diejenigen, die Häuser in Brand setzen, sind Terroristen, diejenigen, die es aus rassistischen Gründne tun, sind rechtsextreme Terroristen.

    Und die anderen sind Bürger, die Angst haben. Berechtigte Angst, vor der Zukunft, der eigenen Situation und – weil die Situation fremd sein mag – vor Flüchtlingen. Berechtig – nicht weil Gefahr von den Flüchtlingen ausgeht, sondern weil die Angst real ist.

    Die ersten müssen mit der ganzen Härte des Rechtsstaats bekämpft werden, wenn ich mir die Floskel erlauben darf.

    Den Ängstlichen muss man zuhören und aufklären. Aber solange die Politik zwischen den beiden Gruppen keinen Unterschied macht, solange schürt sie die Glut.

    Inwieweit das absichtsvoll geschieht ist eine andere Frage.

  38. Aufpassen
    Danke für diese Worte, gibt anscheinend vereinzelt doch noch normale Menschen

  39. Titel eingeben
    Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde. Jetzt über Kriegs- und Armutsflüchtlinge zu jammern, ist eine janusköpfige Haltung. Vor unserer eigenen Haustür liegt genug, dass es zu kehren lohnt. Der Jahresurlaub im Warmen soll natürlich auch nicht fehlen…

    • Dann legen sie mal die Liste der Exporte neben die Herkunftsländer der Flüchtlinge. Nach dieser Logik müssten alle Eritreer und Syrer in Russland sein.

  40. die Eiferer und Getriebenen sollten der Kanzlerin folgen und beten
    Was mich wirklich beeindruckt ist, dass heute die Kanzlerin, bei ihrer outdoor PK mit Opitz, Tillich und Seiters in Heidenau zum Montagsgebet aufgerufen hat, wie der Politische Iman zum Freitagsgebet. Probleme weg beten, gehört zum Handwerkszeug der Kanzlerschaft – siehe Stellenbeschreibung. Wieso muss ich dabei an die Hunde des Herrn denken, an Savanarola?

    Wenn ich den schwarzen, vermummten Blog der Antifa sehe, denke ich an die braunen Horden der SS, so wie sie mir von meinen Eltern beschrieben wurden. Vermummte Menschen empfinde ich als bedrohlicher, als nicht vermummte Zeitgenossen, um so mehr, wenn sie sich als Eiferer für die Beste aller Weltanschauungen entpuppen.

    Wer eifert sollte beten gehen, es soll ja beruhigen.

    Selbstauskunft: Ich hege keinen Kontakt mit Menschen die Proletendeutsch reden und ihre Xenophobie nicht im Greiff haben.

    • Menschen die ihre Xenophobie nicht im Griff haben????
      Da gibt es eine schöne Karikatur von Perscheid. Ein Ehepaar fällt aus einem brennenden Flugzeug und trudelt mit Sitzen und Gepäck auf die Erde zu. Da sagt er: „Trotz des Trainings gegen Flugangst bekomme ich so langsam Panik“.

  41. Irgendwas ist faul
    Nun gut. Ich verstehe zwar worauf Sie (Don Alphonso) hinaus wollen und ja, es nützt wahrscheinlich nichts: Nazis werden sich nicht darum kümmern wie sie genannt werden. Mir scheint aber, dass der Nazi-Vorwurf ein Versuch ist, die bürgerlichen „Mitläufer“ zu stigmatisieren. Eventuell schrumpfen solche Demos dann auf den harten Kern zusammen. Ich weiß nicht, wie ich das finden soll, jedenfalls könnte es „funktionieren“.

    Was mir an dem Beitrag aufstößt ist die zitierte obige Bemerkung, dass man die Hälfte der Polizisten entlassen müsse und Ihr Versuch diese Haltung zu diskreditieren. Natürlich handelt es sich dabei um eine Übertreibung. Sicher sind die allermeisten Polizisten keine Nazis. Trotzdem gibt es ein reales Problem, es gibt äußerst befremdliche Verstrickungen zwischen Nazis, Verfassungsschutz und Polizei.

    Das ist nicht herbeifantasiert. Sie haben sicher auch die NSU-Ermittlungen verfolgt? Und wollen Sie wirklich abstreiten, dass jemand der Polizist wird, von der Persönlichkeitsstruktur vielleicht nicht doch eher einer konservativen Haltung zugeneigt ist? Die auch schnell weiter nach rechts ausschlagen kann, aber zumindest dazu führt, die „Linken“ als das größere Problem zu sehen?

    Sehen Sie die Autonomen nicht auch als das größere Problem an? Die Gutmenschen? Weil Ihnen ein Migrant mal die Geldbörse klauen wollte?

    Polizisten haben auch bei Golden Dawn in Griechenland lange Zeit ein Auge zugedrückt und viele haben die Partei gar gewählt. Es ist sehr einfach auf den Autonomen rumzuhacken und Ihnen Heuchelei und Gutmenschentum und sonstwas zu unterstellen, aber diese Menschen waren „Gegen Rechts“ auf der Straße präsent, haben sich in den Neunzigern die Fresse einschlagen lassen, weshalb ich Seitenhiebe gegen die „Autonomen“ zur Zeit irgendwie…merkwürdig finde. Es ist eben ein Unterschied ob Gegenstände zerstört werden oder wirklich die Absicht besteht, Menschen zu töten. Es ist bei dem „Pack“ davon auszugehen, dass in den nächsten Monaten noch jemand umgebracht wird, so wie sich das alles momentan hochschaukelt.

    Und wenn die Antifa ein Heim „bewacht“, weil die Innenminister sich weigern hier Schutzzonen zu errichten, dann ist das eher Staatsversagen.

    • Ich bin ja viel unterwegs und ich kenne in Bayern keine. einzige. Klage über das Verhalten der Polizei beim Thema Asyl. In Hedenau hat sich die Antifa abgeseilt, um sich mit den Rechten zu prügeln und die Polizei ist eingeschritten. sowas nennt man Gewaltmonopol, Das muss so sein. Wenn es Extremisten in Berlin nicht passt, muss man darüber reden, dass es solche Auswüchse eben in der Frage auch gibt.

      Und ansonsten machen sich die Leute halt Sorgen, egal o man sie als Nazi bezeichnet oder nicht. aber wenn man es tut. weil man zu dumm,l faul oder feige ist, über die Sorgen zu reden, gewinnt man sicher überhaupt nichts. Davon geht keine Sorge weg.

    • Titel eingeben
      Danke, murphy, schließe ich mich an.

      I ch bin ja sehr offen für neue Wortfindungen, aber wenn dich die, die sich da in Heidenau und anderswo zu Aufruhr und Straftaten zusammenrotten,- ja, Bedrohung anderer, rassistische Hetze und mutwilliges Anzünden von Gebäuden mit und ohne Menschen drin ist eine Staftat – dauernd schöne Namen finden soll, um das böseböse N-Wort zu vermeiden, werde ich langsam wuschig

      Wollen wir dann uns bitte auf diese Bezeichnungen einigen:

      https://mosereien.wordpress.com/2015/08/24/asylkritiker/

      Da können wir uns alle beruhigt zurücklehnen und gleich ganz viel besser fühlen, weil wir Feingeister die Rassisten nicht mehr Rassisten, die Verbrecher nicht merhr Verbrecher und die Terroristen nicht mehr Terroristen nennen müssen.

      Ich finde das hier eine deutlich müßige Intellektuellendiskussion, mir ist es inzwischen egal, ob und wie es den biodeutschen Heidenauernundanderswoern gefällt „Pack“ genannt zu werden, wir stehen vor einer großen Aufgabe, denn die Leute aus Syrien, Afghanistan, Irak, Mali, Eritrea, Lybien werden nicht aufhören zu kommen, während wir diese Diskussion hier führen.

      Die, die das verstehen und sich dieser Aufgabe stellen, verstehen sicher auch, dass es nicht geht, zu einer – jawoll- rassisischen Kundgebung Kind & Kegel mitzuschleppen, damit Kind & Kegel rechtzeitig rechtsseitig eingenordet werden und frühkindlich lernen, sich an Papis & Mamis Angsten zu orientieren.

      Das ist es, was mich daran erschreckt, und möglich, dass das andere „Gutmenschen“ auch erschreckt, jedoch die Feingeister (noch) nicht genügend abstößt.

      Ob dann mehr oder eniger geglückte Tweets und Facebookcomments aus der Gutmenschen Communitiy schlimmer sind als laut gerufene Morddrohungen angesichts von Menschen ist vielleicht diskutierbar, bindet aber Gehirnschmalz an falscher Stelle.

      Gruß cerises

  42. Titel eingeben
    “ … die Umsetzung des geltenden Rechts nicht funktioniert.“

    Man werfe einen Blick in die „Asylgeschäftsstatistik für den Monat Juli 2015“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

    Noch Fragen?

  43. kognitive
    verhaltenstherapie – die analyse machen – und richtig machen, und bei ihr, also beim wort, beim reden. beim gerede nicht stehenbleiben.

    sonder auch handeln, also etwas tun; hier sicher auch: manches anders machen.

    und auch da gälte wieder: weil es die einfacje lösung nicht gibt müssen bündel von massnahmen geschnürt werden. und zwar vermutlicj für regionen und mentalitäten maulmass, individuell.

    dazu müsste aber eine andere regierung vermutlich andere prioritäten setzen, vor allem vermutlich „weniger geld für int. kapitalmärkte ind mehr geld für deutschland, inkl. des deutschen staates und seiner diener.

    am besten: das eine tun und das andere nicht lassen. motto: auch globalisierungsverlierern kann bei uns geholfen werden.

    „und der de maiziere ist ja auch gar kein vollwertiger preusse, der hat noch viel zu viel hugenottisches erbe im blut. daher ist er wohl auch immer noch mehr an flüchtlingen interessiert, als am preussischen bürger.“

  44. Dinge benennen
    Nationalsozialisten sind Nationalsozialisten.

    Der Rechtsextreme Mob steht genau dafür. Sozial der eigenen Nationalität (was auch immer das sein soll) gegenüber, asozial gegenüber Menschen mit anderen „Nationalitäten“.

    Man kann Probleme erst dann richtig angehen und lösen wenn man sie richtig benennt und der rechte Mob, der seit 9/11, Sarrazin, Hogesa, Pegida usw. im sogenannten Schland wütet besteht aus genau dem: Nationalsozialisten. Diese Menschen sind egoistisch, sadistisch (das bedeutet im Grunde Kontrollzwänge gegenüber sich selbst und anderen Menschen und Lebewesen zu haben sowie soziopathisch (also empathielos bzw. selektiv emphatisch). Diese Eigenschaften sind die Basis für Nationalsozialismus und Rassismus.

    Nazis therapieren, Ländergrenzen abschaffen, Ressourcen fair und gleichmäßig verteilen!

    • Es sind solche Claims, weshalb die Lage eskaliert. Es ist immer noch eine Demokratie, die Leute wollen mitreden und zu sagen „Du Nazi, wir sagen jetzt was geht“ sorgt nur dafür, dass die Leute sich dagegen wehren. bitte keine solchen Kommentare mehr, danke.

  45. Hallo
    Danke für den Text. Ich sehe das ähnlich. Nur der Vergleich mit den Autonomen erschließt sich mir nicht ganz. Wenn sie die Polizei angreifen, die als Verteidiger eben jenes Systems agieren, das erst Flüchtlinge schafft und da die Polizei oftmals selber rechts handelt dann ist nicht grade „kognitive Dissonanz“, wenn sie zur selben zeit das schützen von Flüchtlingsheimen nicht der Polizei überlässt. Keine Ahnung veileicht habe ich daetwas übersehen oder nicht verstanden, aber im ersten Moment erscheint mir das nicht wiedersprüchlich.

    Und was ich noch Fragen wollte, das Nazis rufen allein nicht ausreicht da stimme ich zu. Wie sieht denn aber dann die Antwort darauf aus? Allein nur zu sagen das es nichts bringt hilft mir nicht weiter….
    Mit freundlichen Grüßen
    M.

    • Ersatzhandlung niederer Instinkte
      Wenn sie das System ändern wollen das erst diese Flüchtlingssituation erschaffen hat, und das sollen sie wie wir alle, dann geht das NICHT durch den Angriff auf die Polizei. Solch ein Angriff ist eine Ersatzhandlung zur Befriedigung innerer Schuldgefühle und es erreicht genau das Gegenteil womit sich „jene Autonomen“ (oder wer auch immer) genauso schuldig macht wie das System selbst.

  46. der österreichvergleich war gut.
    wie üblich trifft dons unglaublich nüchzernes und unvergiftetes bauchgefühl direkt aus dem unterbewusstsein vermutlich glatt ins schwarze:

    „heidenau und die nazis“ sind folge, nicht ursache, sind zeigerpflanze, aber nicht die athmosphärische veränderung über den feldern selbst: das „grosskoalitionäre“ in berlin wäre denach in den letzten jahre politikunterbewusst denselben weg gegangen, den das heimlich grosskoalitionäre wien schon immer gegangen war, der staat quasi-monopolistisch aufgeteilt zwischen fpö und övp. und der übergangene rest windet sich in ohnmächtiger wut. (und die „übergeher“ haben teils auch schon mal eine spürbare lust daran, an der machtausübung und narzistischen kränkung, zu denen ihnen die staatsmacht gegeben ist, „aber ihr könnt uns trotzdem nichts, am ende sind wir immer sicjer stärker“ und nur der schwache staat ist so. und ausserdem macht der konflikt auch wichtig, sichert planstellen und bruttosozialprodukt – und zwar ggfls. sogar nach einer art der negativrückkopplung.)

    von daher wieder noch mehr geld und gute leute für den staat – und auch eine faz, die wieder mit daraufhinarbeitet, wieder andere, gesündere regierungsverhältnisse zu bekommen. wien in berlin bitte nicht für immer.

    • Danke – leider denke ich, dass alles genau so bleiben wird. Selbst wenn die Unon allein regiert – was ich auf keinen Fall will – würde sich nichts ändern, weil die Partei lediglich alimentiert und Probleme aussitzt. Nur haben wir hier halt keinen Haider und selbst wenn, hätte der keine Chance. aber im Rest vin europa dominieren die Nationalisten.

  47. an der soziologie ändert sich halt nichts: werden die verhältnisse schlechter bis gefühlt
    unmöglich a. geht zuerst der gutausgebildete mann weg, dann b. die gutausgebildete frau, dann c. die unterprivilegierte frau, nur d. der unterprivilegierte mann geht. er bleibt hocken und ist ortsfest, ggfsl regressiv durch saufen, und ggfls. gewalttätig gegen sich selbst und andere als triebabfuhr.

    also muss man bei d. anfangen und wiedereingliederungsangebote machen, unbemerkt niederschwellig und unaufdringlich, die alte sache. die wollen ja schon selber zugreifen können, nicjt zwangsgepampert sein.

    aber deutschland ist halt hilflos im rahmen der globalisierung und hat auch nichts gutes mehr zu bieten hier, game over, abstieg für alle.

  48. Titel eingeben
    An all dem ist bestimmt eine linke feministische Lesbe aus Berlin schuld, sonst würde alles glatt laufen.

  49. Das Dünnbrettbohren als Kunstform oder: der "Held" auf dem Weg des geringsten Widerstands
    Gibt es eine widerstandslosere Art sich in Deutschland zu profilieren als ganz einfach auf Antinazi zu machen? Mich ärgern diese ganzen Profilellbogisten, denen ich größtenteils die moralische Lauterkeit und die Ehrlichkeit abspreche. Der hinrennende Einfachdenker, der sich nicht lang damit aufhält den Weg zur Substanz zu suchen ist schnell bei der Sache wenn es darum geht, andere als Nazi zu diffamieren. Und das ist wohl noch der bessere Teil dieser Antifa-Nazis (ein hübsches, aber ungemein gehaltvolles Oxymoron). Die meisten von denen sind wohl nur präpotent, hohl, und ihre Lebenserfahrung gründet auf dem was ihnen ihr Antifagruppen-Leithirsch vorbetet. Und das sage ich, einer Familie mit langer sozialdemokratischer Tradition entstammend, der allerdings eingesehen hat, dass diese linksgrüne inflationäre Pseudohumanismuskiste nichts weiter ist als das was in der Bibel „tönendes Erz und klingende Schelle“ genannt wird: Schlaginstrumente, mit denen man keine Melodie erzeugen kann. Verantwortungsbewusste Politik sieht anders aus. Aber genug davon: es steht auch in der Bibel „beratschlage dich nicht mit den Narren“ und so will ich denn die Antifa und ähnliche Gewächse keiner weiteren Notiz würdigen. Kein Mensch, der richtig tickt wird Gewalt gutheißen, denn jeder Mensch wird von Natur aus nach der sogenannten goldenen Regel verfahren: gehe mit anderen so um wie du willst, dass man mit dir umgeht. Es ist aber festzustellen, dass viele Bürger, die von Gewaltanwendung weit entfernt sind (im Unterschied zu manchen [nicht allen!] Asylbewerbern: Syrische- und Romafamilienclans haben sich letztens hierzulande Straßenschlachten geliefert), protestieren um auf die Asylproblematik hinzuweisen – was ihr gutes Recht ist. Wenn diese dann als Nazis diffamiert werden ist das ein Akt öffentlich legitimierter Gewaltanwendung. In einer Demokratie muss man über ALLES reden dürfen -REDEN! Nur wenn man Argumente austauscht, kann man den Weg zur bestmöglichen Lösung finden. Wenn man diesen Austausch blockiert behindert man einen Prozess, der zutiefst humanistisch ist. Wenn Medien wie die FAZ wochenlang keine Kommentarfunktion zu die Asylproblematik betreffenden Artikeln ermöglichen so geht das in diese Richtung der gelenkten Meinung. Man kann ja vom Moderator unsachliche, bösartige Artikel löschen lassen. Aber nur weil man weiß wie die Mehrheit der Leser denkt a priori diese Meinungen abzublocken ist im Sinne des Presseethos nicht redlich.
    Die pseudohumanistische Dünnbrettbohrermaschinerie ist die Kraft, die plakativ versichert stets das Gute zu wollen, aber in Wirklichkeit dem Bösen Vorschub leistet. Was wir aber brauchen sind Substanzdenker.

    • Gescheiteste Meinung
      Wer, wie ich, nicht mit Jedem in Nachbarschaft leben will, wird bereits mindestens als rechts, rechtpopulistisch ausgezeichnet. Es hat noch nicht einmal etwas mit Nationalität zu tun, sondern schlicht und einfach mit eigenem Wille. Es ist genauso unbefriedigend mit Antifa oder der Gegenseite zu diskutieren.

  50. Eine Vermutung
    „Wir sind das Pack“

    Möglicherweise steckt die PARTEI dahinter. Ich weiß es aber nicht. Vielleicht ist es nur Wunschdenken meinerseits. Plausibel erscheint es mir dennoch in Anbetracht derer bisherigen Aktionen.

  51. Eisblumen
    Und dann kam der Winter und die Amerikaner haben weitergebohrt, rumort und genervt, bis sich Europa und Russland endgültig auseinanderzerkracht haben.

    Wie steht es um die Gasverträge Ihrer Stadt? Wie werden die Asylheime geheizt? Ist der Ratschlag, sich mit Alkohol frostresistent wie ein Ukrainer zu machen, für abstinente Syrer zumutbar?

  52. Titel eingeben
    großartig, obgleich ja nichts Anderes als eine mögliche Perspektive auf die Wahrheit ausgesorochen ist. Wenn allerdings dieser Text das Maximum an Wahrheitsannäherung darstellen sollte, was in diesem Land noch möglich ist, dann, verzeihen Sie Don, sind wir wirklich komplett im Arsche.

  53. dieses "wir sind das Pack" - skandieren kann man auch positiv sehen, immerhin sind
    sie teil der medialen öffentlichkeit, verfolgen, was über sie gesagt und geschrieben wird, treten furchtlos und frei für ihre sache auf, loben somit den staat, in dem sie leben, drehen intelligent jnd ggfls. sogar in ansätzen „witzig“ einfach herum, was gegen sie gesagt wurde, spielen den ball also klug zurück, statt in die von ihnen „als minderwertigen“ eigentlich erwartete regression zugehen, scheuen weder öffentlichkeit noch presse, kennen ihre wünsche, möchten diese artikulieren, zeigen wut, wenn sie wütend sind, sind eindeutig in ihren forderungen und wünschen, versuchen andere zu überzeugen – und was nicht noch alles.

    google „hafewo, ich lebe mein leben“, pkt 10 z.b. – und man wird evtl. sehen, wie weit auch die beurteilende öffentlich-überlegenen eliten vermutlich im grunde noch von sich selbst entfernt sein könnten.

    und ehemalige ossis wie merkel und gauck wären in der hinsicht eh nicht mehr „zu reparieren“?

    aber die deutschen sind halt doof, sagen meist nahezu reflexmässig erst einmal „nein“, anstatt die sozial überlegene variante eines „yes but“ zu benutzen. und „pack“ war „nein“ – gabriel kanns nicht. wenn man ihn auch versteht.

  54. "Pack" und "Mob"...
    …moegen adaequate Attribute fuer Menschen sein, die ohne Ruecksicht auf Leib und Leben Anderer gezielt Angriffe starten. Was wuerde wohl mit einem Politiker oder Journalisten geschehen, der ohne die Gesinnung bzw. Religion der Taeter zu beachten auch die Angreifer des Rathauses in Meukoelln, der Polizeiwache in Leipzig-Connewitz nicht mehr „Linksautonome“, randalierende Fussballanhaenger nicht mehr „Fans“ oder „Hooligans“ und die in Massenschlaegereien Polizisten angreifenden „Menschen mit Migrationshintergrund“ nicht mehr arabische Grossfamilien, sondern „Pack“ und „Mob“ nennt? Sind da alle gleich, nur manche gleicher?

  55. Titel eingeben
    Ich würde mich selbst als linksliberal bezeichnen, aber trotzdem finde ich die Unschärfe in der Terminologie widerlich. Wer schon als Nazi gilt, weil er gegen Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Balkan ist, radikalisiert sich womöglich auch schneller. Nazi ist er ja ohnehin schon. Druck erzeugt oft Gegendruck. Selbstverständlich sind Menschen, die Flüchtlingsheime anzünden Nazis und Terroristen, aber nicht jeder, der gegen Asyl für alle ist. Gleichwohl redet die Politik mir zu wenig über die Flüchtlinge die bleiben werden und wie die Vision für die Zukunft aussieht. Egal wie die Frage war, es wird nur gebetsmühlenartig wiederholt, dass man schneller abschieben müsste. Wir müssen aber genauso über das Zusammenleben mit denen reden, die schon da sind und noch kommen werden.

    • as Problem heisst Unsicherheit. Die Leute wüssten halt gerne, was sie erwartet, und das sagt ihnen keiner. Es ist halt ein Experiment.

  56. Sprachverwirrung
    Don,

    ich bin durch die neue Sprachregelung verwirrt.

    Neger darf man nicht mehr sagen (Jim Knopf wiedersetzt sich noch), nur der Vizekanzler darf Teile ’seiner‘ Bevoelkerung als Pak bezeichenen – das ist PC?

    Wenn in Frankfurt ein Polizeifahrzeug angezuendet wird in dem noch die Besatzung sitzt, gibt es eine akademische Diskussion ob dies Notwehr gegen das ‚System‘ ist. Soll die saechsiche Minderheit jetzt ueber ‚Notwehr‘ gegen das ‚System‘ und ‚internationale irgendwas‘ spintisieren um wieder PC zu sein?

    Sachsen soll ausgeschlossen werden, weil es nicht zum Geiste der B-rep gehoert. Ist deren ‚Integration‘ nach 25 Jahren gescheitert? Sollen Lager reaktiviert werden in denen ‚ Volksschaedlinge‘ aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

    Wir kraeuseln sich die Nackenhaare wenn man von ‚anstaendigen Deutschen‘ spricht – klingt nach dem Oesterreicher mit dem rollenen ‚R‘. Ist jeder der sich Gedanken macht wie das alles klappen soll mit, sagen wir 1 Mio. neuen Akademikern und Fachkraeften sofort ‚unwertes‘ Leben? Wehe wer nicht dem ‚mainstream‘ einer Hashtagminderheit (f)volkt, der bekommt die Macht der Meinungsfreiheit multikult, bunt und frei zu spueren.

    Hut ab, vor all den Freiwilligen die Leuten in Not helfen – Hut auf, vor einer Regierung die sich Gedanken macht ueber ihren twitteraccount und nicht darueber, wie sich die Welt bis zum Jahresende entwickeln kann.

  57. Nazis sind/waren einmal paranoide, judenhassende Massenmörder ...
    Und vor 30 Jahren beschränkt man sich zumindest an westdeutschen Hochschulen in der Beschimpfung von allem, was rechts vom Kommunistischen Bund Westdeutschlands stand, auch noch relativ züchtig auf „Faschist“.

    Die seitdem eingetretene Inflationierung politischer Beschimpfungen, die sich vor allem im Netz deutlich beschleunigt und radikalisiert hat, erbrachte das vorhergesehene Ergebnis: Diese Art von Etikettierung nimmt niemand mehr wirklich ernst, sie hat ihre einmal vorhandene Ausgrenzungswirkung fast vollständig verloren. „Rassist“ oder „Nazi“ kann jede/r von uns werden, der nicht die Stiefel antideutscher Antifa-Aktvisten leckt.

    Das ist der eine Teil des Hintergrundes, warum sich rechtsextremer Mob einen Dreck darum schert, wie er genannt wird. Der zweite die abgeschlossene Übernahme der deutschen Öffentlichkeit durch den Pöbel. Und die dritte jene Pseudoverachtung linker Mittelmassintelligenz mit halb verdautem akademischen Viertelwissen gegenüber allen Menschen, die ihre Ansichten und Vorstellungen nur in einfacher Sprache vorbringen können.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • ThH
      Sie schreiben – ex-Offizier? – immer so von oben herab: „So ist es!“.
      Und dazu Ihre „Alles-was-links-von-mir-ist-ist-des-Teufels“.
      Das war früher nicht so in W.-Deutschland wie Sie es darlegen. Herr Haupts. Es war doch eher: Jeder, der damals ein gescheites Wort sagte, war Kommunist. Denn die Gazetten (und deren Leser) waren ja damals durchaus Ihrer – ThHs – bürgerlichen, stramm-rechten Meinung: alles nur langhaarige Gammler und eben: Kommunisten, denen man zurief: „Geht doch rüber!“.

    • Wir reden wohl nicht über die gleiche Zeit und den gleichen Ort?
      Ich rede von den deutschen Hochschulen Mitte der achtziger, Sie von der deutschen Öffentlichkeit Ende der sechziger?

      Anyway, das „stramm rechts“ nehme ich mit grossem Vergnügen. Mein Dank dafür.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  58. Warum Don Alphonso unrecht hat: Nazis muss man immer Nazis nennen
    Der Kampf um die Deutungshoheit hat eben erst begonnen. Don Alphonso will ihn gleich aufgeben. Ich sehe das ganz anders. Und dabei geht es mir sicher nicht darum, anderen “die Stadt abzureissen”.

    http://blog.fdik.org/2015-08/s1440646361

    • Ich will ihn nicht wirklich aufgeben – ich denke, man sieht doch recht deutlich, wie wenig diese Strategie bringt, und ich verstehe nicht, warum man sich schon wieder anschickt, Fehler der Vergangenheit zu kopieren. Das ist der Punkt.

    • Leider...
      … löscht dieses Blog meinen Kommentar weg. Ich hatte eben eine Zusammenfassung geschrieben. Fehler: “Du schreibst Kommentare zu schnell. Mach mal langsam!”

      Damit ich nicht noch einmal den ganzen Text tippen muss, bleibe ich bei meinem Verweis auf die Langfassung in meinem Blog.

  59. Alles Nazis da draußen
    Wie einige Schreiber hier sehe ich es ähnlich – Nazi („Pack“ – zu allen Zeiten gab es Menschen, denen man das Menschsein absprach) ist man schnell – und in Deutschland pflegt man eine ausgesprochen rassistische Definition… „Nur wer deutschen Blutes ist“…

    Wir hielten in den 80ern Religionen für überkommen und widerlegt. Wir freuen uns heute über kulturelle Bereicherung. Wir verschließen aber vor gängigen Bereicherungen die Augen. Wenn wir hören, dass in Flüchtlingsheimen Tumulte aufgrund religiöser Vorkommnisse passieren, suchen wir den Fehler bei uns (enge, defizitäre Unterbringung). Vergleichen wir aber einmal: Gibt es in Deutschland, auf Bürgerebene, noch Auseinandersetzungen bzgl. der Religion? Schlagen sich CSU-Leute mit Protestanten aus Sauprrreißn die Rübe ein? Würden wir sie, wenn sie so etwas täten, als „Nazi“ betiteln? Würden wir sie als faschistoide Ärsche betiteln, wenn sie es für angemessen befinden würden, dass es sich für Frauen nicht ziemt, in Kneipen zu gehen? Wenn sie feststellen würden, dass Gleichberechtigung eine gute Sache ist, und am Ende der Mann das Sagen hat?

    Wir würden einem solchen imaginären CSU-Mann nachweisen, dass er in direkter Linie zum Führer steht.

    Was die Politik und den Rechtsstaat angeht. Gesinnungsstrafen haben hier nichts zu suchen. „Alle in den Knast“ (Gabriel) – für das Abbrennen von Pyrotechnik? Für Herumgrölen? Man darf von einem Rechtsstaat Rechtsstaatlichkeit erwarten – diese ist nüchtern.

  60. SPD-Projekt 18
    Wenn ich mir vergegenwärtige, wie oft die SPD in der deutschen Geschichte bereits versagt hat, wundert mich nicht, mit welch schlafwandlerischer Sicherheit deren Spitzenpersonal immer wieder den Ton trifft, um ihr ureigenstes Wählerpotenzial zu vertreiben. Ich warte nur noch darauf, dass ich die ersten T-Shirts und Autoaufkleber sehe mit dem Text: „Ich bin auch Pack!“

    • Es kann genauso gut das Wahlvolk anderer Parteien sein.

    • Partei
      Apropos Wahl und dem Alles-Mitte-Parteien (plus Linke);
      Ich frag mich schon wie sich die derzeite Stimmung bündeln wird. Es sieht so aus das keine der existierenden Parteien das alles nutzen könnte. Sicherlich versucht die NPD auf die Welle aufzuspringen. Aber im Gegensatz zu so manch anderer Meinung glaube ich das die Kluft zwischen (nennen wir es mal) Pegida und NPD unüberbrückbar ist. Die alte AFD wäre nähr dran gewesen aber ich sehe das mit der Nachfolge-AFD nicht. Es bleibt spanned.

  61. demolog@arcor.de
    Herr Alphonso,

    Ich habe jetzt auch verstanden, wie sich das mit dem Namen dieses Blogs verhält: Deus ex machina. Gott aus der Maschine.

    Das ist so genial wie es auch traurig ist.

    Man müsste eigentlich den Neurowissenschaften mal auf die Füße treten, warum sie nicht zwischen Gott, die Welt und dem Subjekt unterscheiden können. (normal müssten sie es können – neulich las ich irgendwo, in Princton hätten sie Weihnachten und Ostern im Äther messen können. Leider keine Links zu Belegen)

    Können sie sich noch erinnern, wie es zu dem Namen kam? Woher sie den kennen?

    • Ich hatte Latein in der Schule und gehe gern in Opern – und manchmal denke ich, das Netz ist so ein Deus Ex Machina.

    • Kein Gott!
      In der Theaterwelt hat das nicht wirklich etwas mit Gott zu tun. Es wurde als Theatermittel eingesetzt, um verfahrene Situationen, dramatische Ausklänge, halb tot, halb lebend Liebende doch noch glücklich werden zu lassen. Kein Zuschauer wollte ein grausiges unglückliches Ende der Oper. Dazu ließ man ein ordnendes höheres Irgendetwas mit Maschinenkraft von oben einschweben, wie Gott gesandt. Und alles lag sich glücklich in den Armen.
      Vielleicht war es so. Bei einem solchen Wust von aufeinanderprallenden Meinungen, wie in diesem Blog, und jeder weiss ganz genau, dass nur er recht hat, kann die Auflösung des Problems auch nur mit einer deus ex machina erfolgen.
      Seid wachsam!

      Mit fielen Grüssen,

      Bernard del Monaco

  62. Nazi-Vorwürfe sind nur ein Symptom
    Die Unsitte der Nazi-Vorwürfe sind m.E. nur die Spitze eines größeren Problems — der Unfähigkeit, ehrliche Debatten zu führen.
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    Und damit sind wir schon bei unserem parlamentarischen System. Eigentlich sollte das Parlament der ORt sein, wo das Gemeinwesen, wo die Nation über die wichtigsten Fragen ehrlich debattiert.
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    Das geht bei uns nicht. IN unserem Parlament stehen sich feinselektierte Rudel gegenüber, die sich immer nur Schaukämpfe liefern, mit Phrasen bombardieren, mit Zwischenrufen lächerlich machen wollen und immer schon mit vorgefasster Meinung den Saal betreten (wenn sie dort überhaupt auftauchen).
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    Und nach der Logik unserer Parteiendemokratie kann es auch gar nicht anders sein. Die Regierungsfähigkeit beruht auf dem Fraktionszwang, und der Fraktionszwang macht Debatten unmöglich.
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    Das ist im Kern das Problem: Die organisierte Taubheit von Regierung und Mehrheitsfraktion gegenüber Argumenten der Gegenseite.
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    Und das ist es, was die Untertanen so agressiv macht: DAs Gefühl, auch mit legitimen Anliegen nicht durchzudringen, auf die organisierte Taubheit zu stossen. Das schrille Gebaren, die Drohungen — das ist dann eben schon die Reaktion auf diese Taubheit, die Rebellion gegen ein Regime, das glaubt, nur weil es formal korrekt ins Amt gewählt wurde, auch vier Jahre lang machen darf, was es will und sich im übrigen nach den Ratschlägen der Spieltheorie verhält.

  63. Titel eingeben
    Treffender kann man es gar nicht ausdrücken.

  64. "Aufstand der Anständigen" war ja auch schon Quatsch
    Denn mit den „Anständigen“ meinte Schröder damals doch die neue plus die alte bürgerliche Mitte, die seit je her an der Macht ist und darum per se keinen „Aufstand“ machen kann — das können definitionsgemäß nur die Unterdrückten.
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    Natürlich ist das Gesinnungskitsch, den man aber auch irgendwie hinnehmen muss, denn die Entnazifizierung und die Demokratisierung der Deutschen seit 45 konnte ohne so was halt nie auskommen.
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    Dazu kommt halt noch, dass auch grade die neuen, besseren, geläuterten Deutschen in sich drin durchaus noch so was wie eine faschistoide Versuchung spüren, welche in sich selber niederzukämpfen immer auch eine Hauptaufgabe der „Vergangenheitsbewältigung“ war (oder wieder ist). So ein Hitler-Titelbild „fasziniert“ eben auch diejenigen, die (mit dem Kopf) begriffen haben, warum man so einem besser nicht nachlaufen sollte.
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    So das Luise-Rinser-Syndrom, falls Sie sich erinnern. Das gibt es aber nicht nur bei uns Deutschen, sondern überall, grade auch in Osteuropa und den USA, und der ERfolg von „Ramstein“ oder Lajbach beruht wohl darauf.
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    So sündigt die Welt, und zur Buße muss sie dann halt wieder fasten (Veggie Day), oder ins heilige Land wallfahren (Kibbuz), oder N-Wörter aus Kinderbücher verbannen.
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    Gut so sind wir halt, so ist unsere eigene Kultur, und auch die darf ja ebensowenig diskriminiert oder herabgewürdigt werden wie die der Afrikaner mit ihren Reinheitsvorstellungen.

  65. Eine Perle
    Hier wird sehr klar analysiert.
    Es ist niederschmetternd dass dies wie eine seltene Perle ist in einem Haufen von Unbrauchbarem ist, das man Tag für Tag lesen muss.

    Die ganze Debatte ist derart aus den Fugen geraten dass einem Angst und Bange werden kann. Ja, und leider liebe Medien, Ihr seid dafür erheblich verantwortlich.
    Es wird auch immer noch nicht eingesehen dass das endlose Wiederholen von Beschimpfungen derjenigen die sich gegen ein totales Schleifen der Landesgrenzen überhaupt nichts bringt. Oder auch der 1000. Beitrag der beweisen soll wie liebenswert und nutzbringend die Immigranten doch sind.
    Dennoch wird einfach weiter gemacht. Weil man dem wilden Antifa-Geist den man entfesselte sich nun selbst unterwerfen muss.

  66. Kleine Erinnerung an die 2000er Jahre
    Mehr der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz ergänzen, in welchem Zshg ich Nazi-Vorwürfe in den 2000er Jahren am häufigsten gehört habe: In der Außen- und Sicherheitspolitik, wenn es mal wieder darum ging einen, Krieg, Miltäreinsatz, Staatskriminalität (Mord+Folter) oder Grundrechtseingriffe zu rechtfertigen.
    .
    Noriega war Hitler, Milosevic war Hitler, die SED-Bonzen waren „rotlackierte Nazis“, die Saddam Hussein, Gaddafi waren alle sowieso Hitler, Al Kaida und Hamas waren Nazi-Organisationen, aber im Grunde war irgendwie auch Obama ein Nazi (wg Krankenversicherung).
    Die Ablehnung des Irakkrieges hingegen erklärte sich durch den Anti-Ameirkanismus und (unterschwelligen) Antisemitismus, den sie natürlich von ihren Großeltern ererbt hatten.
    .
    Und die Verbreiter dieser aberwitzigen Propaganda kamen in genau derjenigen Qualitätspresse ausgiebig zu Wort, die jetzt wieder „seriöse Debatten“ fordert.
    .
    Auch Befürworter der Folter kamen ja in ZEIT und FAZ ausgiebig zu Wort.
    .
    Man darf das alles nicht vergessen.

  67. Wenn man hier so Kommentare liest ...
    bekommt man ein komischen Gefühl in Bezug auf die geistige Intigrität des deutschen Volkes. Deutschland stirbt aus ? Ja vielleicht auch besser so.

    Ich kann es verstehen wenn Leute unwohl dabei ist wenn ein Flüchtlingsheim in ihrer Nähe gebaut wird und ob es nun die gut gebildeten ach so liberalen Damen und Herren nun wollen oder nicht, es ist ihr recht zu Demonstrieren und ihre Meinung kund zu tun! Dafür leben wir in einer Demokratie mit dem Recht auf FREIE Meinungsäußerung.

    Andererseits möchte ich gleich betonen: Anschläge auf Flüchtlingsheime sind absolut indiskutabel und gehören schwer bestraft. Hier merkt man auch gleich die absolut abgestumpfte Weltauffassung und Auffassung von Menschenwürde die diese „Nicht-Nazis“ haben. Woher kommen diese Flüchtlinge ? Warum fliehen sie aus ihren Ländern ? Haben diese „nicht-Nazis“ sich auch nur einmal Gedanken gemacht was diese Flüchtlinge auf sich genommen haben um hier her zu kommen ? Was für Gewalt sie erlebt haben müssen um aus ihrem Heimatland zu fliehen ? Nein ! Keiner dieser „Nicht-Nazis“ versucht die Lage der anderen zu verstehen. Warum auch ? Einem selbst gehts ja gut. Vielleicht liegt es daran dass ich aus einer Stadt mit hohem Ausländeranteil komme und so auch wesentlich mehr Kontakt mit Leuten habe die eben keine „Deutschen“ sind oder gar nen deutschen Pass haben. Die meisten dieser Menchen sind mir lieber als diese „Nicht-Nazis“ die sich jetzt als „Das Pack“ bezeichnen.

    Ich möchte hier auch noch mal betonen dass ich die Politik von CDU und SPD auch nicht für das Maß aller Dinge halte, bei weitem nicht. Aber so unzufrieden hier auch alle sind und auf die Politik und Politiker schimpfen, daran ändern will niemand was. Ich wette dass die meisten dieser „Unsere-Regierung-ist-mist“ Schreier nicht mal wählen gehen.

    • Titel eingeben
      “ Haben diese „nicht-Nazis“ sich auch nur einmal Gedanken gemacht was diese Flüchtlinge auf sich genommen haben um hier her zu kommen ?“

      Haben sich die Flüchtlingsfreunde auch nur einmal Gedanken gemacht, die nicht das Geld haben um die Schleuser-Mafia zu bezahlen, sprich mit den wirklich Armen, die als erste Solifarität verdienen? Die bleiben im Dreck sitzen, und natürlich verschlechtert sich die Situation in den Heimatländern weiter durch die Abwanderung vieler vor allem junger Menschen.

      Haben sie sich mal Gedanken gemacht, warum die Flüchtlinge den Tod in kauf nehmen, um nach Europa zu kommen, aber nicht um die Situation in ihren Heimatländern zu verbessern?

      Meine Solidarität haben jedenfalls die, die vor Ort um eine Verbesserung der Verhältnisse in ihren Ländern kämpfen, und nicht davonlaufen.

  68. Richtig, aber
    das ist auch nicht die Diskussion die geführt werden muss. Es ist einfach grundlegend was im argen in Deutschland. Und hier zeigt sich been besonders deutlich mal im Inland , wenn man eine Regierung hat die lieber weiter wie gehabt auf ihre Fahnen schreibt, statt mal was in Richtung “ In Zukunft Besser “ zu unternehmen. Wer glaubt denn noch irgendeinen belehren zu können der Häuser willentlich anzündet. Die sind alle verloren, weil die Politik vor langer Zeit beschlossen hat sie verloren zu geben. Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte kann keine Merkel mit irgendeinem Besuch irgendwo heilen. Das ist ein Prozess mit vielschichtigen Veränderungen der jetzt nötig ist, wäre schön wenn ihn mal jemand der in der Verantwortung steht beginnt.

  69. 15 Jahre Aufstand der Anständigen
    15 Jahre Aufstand der Anständigen – Teil 1

    Düsseldorf – Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach dem Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge einen „Aufstand der Anständigen“ gegen den Rechtsextremismus gefordert. „Wegschauen ist nicht mehr erlaubt“, sagte der Kanzler bei einem Besuch der Synagoge. Er versicherte dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, die Solidarität der Bundesregierung. Diese werde alles tun, daß solche Vorfälle künftig vermieden, die Täter gefasst und „die Strukturen, die sie decken, zerschlagen“ werden. Schröder und Spiegel hatten sich in der Synagoge zu einem Gespräch getroffen, an dem auch Innenminister Otto Schily (SPD) und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) teilnahmen.
    Spiegel dankte dem Kanzler für seinen Besuch. Dies zeige, „daß die politischen Verantwortlichen zu uns stehen, uns das Gefühl geben, daß wir hier leben können“. Er betonte, daß Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland weiterhin leben möchten. Das hänge aber von den „Nicht-Juden ab“. Deshalb wünsche er sich von der deutschen Bevölkerung ein klares Zeichen gegen den Antisemitismus. „Wir wollen hören, wissen, fühlen, daß das so nicht weitergeht“, sagte der Vorsitzende des Zentralrates der Juden. Der Brandanschlag habe Spiegel „erschüttert“: „Viele Gemeindemitglieder haben Angst“. Überlebende des Holocaust stellten sich inzwischen die Frage: „Müssen wir wieder weg?“
    Als konkrete Maßnahmen gegen weitere rechtsextreme Vorfälle kündigte Schröder ein hartes Vorgehen von Polizei und Justiz gegen rechtsgerichtete Täter an, mehr Zivilcourage der Bürger sowie ein neues Erziehungskonzept in den Schulen. Zudem werde die Regierung dafür sorgen, daß „Mitläufern“ eine soziale Perspektive geboten werde.
    Wolfgang Clement versprach, daß die Polizei alles tun werde, um die Täter des Anschlags auf die Synagoge zu fassen. Aus diesem Anlaß kündigte er auch an, daß die Belohnung für die Aufklärung der Tat auf 25 000 Mark erhöht werde. Außerdem forderte der Ministerpräsident die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf, Nachbarschaftshilfe zu leisten und mit „hoher Sensibiliät“ auf jüdische Nachbarn und deren Einrichtungen zu achten. „Ich schäme mich, daß so etwas in unserem Land möglich ist“, sagte er weiter.
    Quelle: WDR, 4.10.2000

    Rheinischer Präses ruft zu Zivilcourage auf – Nach dem Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge ruft der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Kock, dazu auf, ummißverständlich Stellung gegen den Antisemitismus zu beziehen. In einem Brief, den der Präses heute an alle evangelischen Kirchengemeinden geschickt hat, schreibt er: „Wir brauchen jetzt Zivilcourage, um gegen diese antisemitische Krankheit in unserer Gesellschaft anzugehen.“ Der Brief soll am kommenden Sonntag, 8. Oktober 2000, in allen Gottesdiensten der rheinischen Landeskirche verlesen werden.
    Wer die jüdischen Gemeinden und ihre Einrichtungen bedrohe, stelle auch die Existenz der christlichen Kirche in Frage, mahnt der Präses in dem Brief weiter. Denn Israel und die Kirche seien nach Gottes Willen untrennbar verbunden. „Bei Angriffen auf jüdische Synagogen geht es nicht nur um Anschläge auf unsere Rechtsordnung, sondern auch um eine zentrale Frage des christlichen Glaubens“, heißt es. Der Präses ruft die Kirchengemeinden auf, allen entgegen zu treten, die das Vorgefallene verharmlosen wollen; zu widersprechen, wenn jemand einen „Schlußstrich“ unter die Erinnerungsarbeit ziehen wolle; in dem Bemühen um das christlich-jüdische Gespräch nicht nachzulassen.
    Evangelische Kirche im Rheinland, 4.10.2000

    Aufstand der Anständigen – Teil 2

    Ein gutes Jahr nach dem Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge hat das Landgericht Düsseldorf die beiden Täter in der Berufungsverhandlung zu härteren Strafen verurteilt. Wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Herstellung von gefährlichen Wurfkörpern verhängte die Jugendkammer des Landgerichts gegen den 21 Jahre alten Khalid Z. eine Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren. Der 20-jährige Belal T. muß die Tat vom 3. Oktober letzten Jahres mit einer Jugendstrafe von 22 Monaten auf Bewährung büßen.

    Aufstand der Anständigen – Teil 3

    Am 7. Oktober 2005 konnte man in der Neuen Rhein Zeitung (NRZ) in dem Artikel „Wiederholungstäter findet milde Richter“ nun lesen, daß der damalige Täter des Brandanschlages – ein damals 18-jähriger Palästinenser war und dafür eine Haftstrafe von 22 Monaten auf Bewährung erhalten hatte. Außerdem wird in dem Artikel berichtet, daß der heute 23-Jährige noch in seiner Bewährungszeit erneut zuschlug: 2004 attackierte er mit einem seiner Brüder einen Imbißbudenbesitzer, mit dem seine Familie einen tiefen Zwist hat, der Palästinenser zerschmetterte dabei mit einem Baseballschläger ein Auge des Opfers. Am 06.10.2005 verurteilte das Amtsgericht Düsseldorf den Palästinenser erneut und verhängte erneut eine Haftstrafe, die aber wieder 20 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zur Begründung dieser milden Strafe wurde ausgeführt, daß beide Taten in keinem Zusammenhang stünden, die eine sei politisch, die andere persönlich motiviert gewesen.

  70. Pack
    Und was ist mit dem Politikerpack?
    Oder das Pack der Alt68er?

    „Haut se um“ skandierten die Alt68er anläßlich einer Demonstration des rechten Packs.

    Aus Deutschland ist ein Packstaat und MobStaat geworden.

    Dieser Staat ist erledigt und der Wunschtraum der 68er hat sich erfüllt.

  71. Parlamentarierpack?
    Dass solcher Sprachgebrauch was bringt, glaube ich zwar nicht.
    .
    Aber wenn mich jemand fragen würde, warum man Abgeordnete, die bei Kriegseinsätzen, Drohnenmorden, Foltergefängnissen und der Totalüberwachung Schmiere stehen, eigentlich nicht als Pack bezeichnen sollte, würde mir keine gute Begründung einfallen.
    .
    Was sind die US-Parlamentarier, die 2003 den Irak-Krieg gefordert haben, anderes? Was sind die Journalisten, die das alles publizistisch unterstützt haben? Was sind die Völkerrechtler, die dafür Rechtfertigungen gebastelt haben? Was sind Bundesanwälte und Verfassungsrichter, die vor dem allem die Augen zu drücken und aufpassen, dem Machtstaat bloß nicht im Weg zu stehen?
    .
    Auch der US Supreme Court besteht nach Meiner Meinung zur Hälfte bis zwei Dritteln aus –. Hach egal. Jedenfalls ist es mir nicht möglich, vor diesen Leuten persönlichen Respekt zu empfinden.

  72. Es ist der deutsche Hang zur Romantik,
    der eine ehrliche, rationale und vor allem unaufgeregt-sachliche Debatte unmöglich macht. Was gemacht wird, das wird, einmal beschlossen, wenn nötig gegen jede Vernunft, durchgezogen. Historische Beispiele überflüssig. Ein weiteres, künftig historisches Beispiel hierfür beobachten wir gerade. Mindestens 6 Milliarden Menschen auf der Welt sind ärmer als jeder Hartz IV Empfänger. Wäre ich einer von ihnen, käme ich hierher. Weil ich rational denke. (Habe mich sowieso gewundert, wieso die alle erst jetzt darauf kommen. Facebook?). Für dieses Problem gibt es natürlich auch digitale Lösungen. Alle rein oder alle raus. Die sind aber beide falsch, weil beide nicht vernünftig.

  73. Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen,
    zu diesem Geschehen Psychoanalytiker zu befragen? Es ist doch eine verdammt scharfe Wende vom „Wir sind das Volk“ zu „Wir sind das Pack“. Und man unterschätze nicht die Zahl der (noch schweigenden) Menschen, die mit diesen rassistischen und ausgrenzenden Parolen sympathisieren.
    Es gibt übrigens noch Abstufungen dieser im Kern auch resignativen Haltung. Dazu gehört u.a. „Wir sind HartzIV“. Wer verstanden hat, dass er nie, auch mit zwei oder drei Jobs nicht, auch nur in die Nähe des durchschnittlichen Wohlstandes kommen wird, wird halt im Rahmen seiner Möglichkeiten reagieren. Auf den Weg zum Bildungsbürger usw. werden sich nur die wenigsten machen.

    Gabriel (und andere) mag ja, es ist offensichtlich ein Rohrkrepierer geworden, mit großem Getöse diese Menschen als Pack bezeichnen und damit jegliche Gesprächsbereitschaft aufkündigen. Eine Gesprächsbereitschaft, die für die allermeisten der Kritisierten dringend geboten wäre. Aber selbst dem harten Kern der wirklichen Nazis und Brandstifter wird nach Verhaftung, Verurteilung, Gefängnis (so es dazu kommt) und – Entlassung!!! geredet werden müssen!!! Auf ewig „wegsperren“…?

    Eine Banalität sei erlaubt:Im Urteil über andere, urteile ich i.d.R. über mich selbst. Ob Gabriel und andere sich dessen bewusst sind oder doch wenigstens sein sollten?

  74. Schengen, Dublin II, GG 16a (2), (3), Volkswohl
    Diesen Satz haben unsere Bundesminister einmal zu den im Titel genannten Stichwörtern gesagt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde“.

    Wie soll man angesichts der aktuellen Star-Besetzung einem Achtzehnjährigen auch nur halbwegs plausibel machen, dass man nicht Kiffen sollte und Telefonieren beim Autofahren gefährlich ist?!

  75. ("... Gruppen, die denken, weite Teile der Polizei seien Teil des Naziproblems")
    Wenn man sieht, wie rührend sich die Polizei in Heidenau mit Großraum-Absperrungen um Angela Merkels Wohlergehen gekümmert hat und ansonsten mit Gewalt gegen Demonstranten vorgeht, die sich um die Zukunft Deutschlands (im eigentlichen und nicht im modisch multikulturellen Sinne) sorgen, kann ich mich dieser im Betreff zitierten Meinung leider nicht anschließen. Eher ganz im Gegenteil!

    • Haben Sie den verlinkten Text von „Heidenau ist bunt“ gelesen?

    • @Don A.: "Heidenau ist bunt"
      Finde ich auf dieser Seite mit CTRL-F für „Suchen“ leider nicht. Noch nicht mal das einzelne Wort „bunt“ … natürlich bis auf Ihre – unverlinkte – Antwort, die insofern aber leider wenig weiter hilft …

    • Der Link ist der zweite, wenn es um Heidenau und die Antifa geht, und führt zum Statement bei Facebook.

  76. Die Probleme liegen tiefer
    Mir ist unklar, warum die Politik es nicht lernt, dass es absolut nichts bringt, alle Leute über einen Kamm zu scheren oder in eine Ecke zu stellen. Das ist sicher die einfachste Lösung für die Politik („mit denen ist keine Debatte möglich, die sind Igitt“), löst aber keine Probleme. Und das Problem sind im Kern nicht ein paar besoffene und beknackte Jugendliche in Heidenau und Co. Wenn man die ostdeutsche Mentalität nur etwas kennt, weiß man, dass Sprüche ala Gabriel dort nur eine Wagenburgmentalität fördernd und dazu führen, dass sich auch Ottonormalbürger im Osten angewidert von „denen da oben“ und „den Besserwessis“ ala Maas oder Gabriel (von den Grünen ganz zu schweigen) abwenden. Den Leuten in der DDR wurde 40 Jahre lang erzählt, was sie zu denken haben – das Oberlehrerhafte, Indoktrinatorische, das augenblicklich allenthalben die Oberhand gewinnt, möchte man da nun wohl nicht mehr. Man verliert in der Konsequenz nicht ein paar besoffene Dorfglatzen im Osten, sondern wesentliche Teile der Gesellschaft. Klar kann man sagen, wir stellen die alle mal pauschal in eine Ecke außerhalb der Gesellschaft – nur dann muss man auch damit leben, dass es unter diesem Deckel gefährlich gärt, das Problem wächst und in potenzierter Form bald wieder auftritt. Es hilft nur der Dialog und eine sachliche, ehrliche und differenzierte (Ich sage nur: Einwanderung vs. Asyl !) Debatte. P.S. Auch sollte man die Bewohner der besagten Städte besser auch mal vorab mit einbeziehen und nicht spontan vor vollendete Tatsachen stellen, wenn die Busse anrollen.

  77. Titel eingeben
    Doch. Es interessiert mich. Danke.

  78. Es ist schon mehr
    Also der Anteil an Kriegsflüchtlingen beträgt schon gut 50% was primär Syrer und dann Iraker sind. Dass diese Menschen Hilfe brauchen sprechen wohl nur die ganz harten denen ab. Was uns aber kurz vor den Kollaps bringt sind die Armutsflüchtlinge des Balkans und in Südeuropa die aus Afrika.
    Wir dürfen nicht vergessen die Afrikaner kommen kaum zu uns durch. Wenn da unten das Fass hochgeht und diese Welle nach Norden schwappt, dann sind wir wirklich ganz bös angeschmiert.

  79. Welche Überlegung???
    Der klare Verstand von Holzköpfen, die über das Denken in Bausteinen nicht hinauskommen, ist immer verwirrt, wenn er sich mit Differenzierungen befassen muss. So entstehen Hirngespinste wie „800.000 Mann im wehrfähigen Alter, gewappnet mit einer Ideologie, die uns und unsere Werte verachtet.“ Weder sind das alles „wehrfähige Männer“, noch sind die jungen Männer, die hier ankommen, in irgendeiner Weise wehrwillig oder verachten „unsere Werte“.
    So läuft die dünne Suppe weiter den Löffel herunter. „Wir müssen unser Land und unsere Kultur nicht hergeben.“ Sagt niemand, will niemand, weiß außdem niemand, was „unsere Kultur“ noch ist, wenn die lautesten Propagandisten von „unserer Kultur“ alles, was man Kultur nennen könnte, vermissen lassen.
    „Jeder mit klarem Verstand ist ein Nazi“ – ähem, die Nazis waren doch die, die wie niemand anderer je vorher oder später Deutschland geschadet haben, oder nicht? Also ist bei klarem Verstand, wer als Treudeutscher Deutschland in Grund und Boden schaden möchte? Wer den Export weltmeister wieder zum bitterarmen Land machen möchte?
    Tja, „Warum wird geltendes Recht nicht angewandt?“ – das ist allemal eine gute Frage. Volksverhetzung ist verboten … Häuser abbrennen ist ein Straftatbestand … Hitlergruß ist zu belangen … es gibt auch ein Bleidgungsparagraphen … das ist ja lustig, wenn ausgerechnet ein Nazi nach Anwendung von geltendem Recht verlangt. Das ist ja Betteln nach Geldstrafen und Gefängnis. Warum willst du denn unbedingt belangt werden? Verstehe ich nicht.
    Mensch, Gereon, mal im Ernst: „Überlegen“ fängt mit Abwägen an. Da fehlt dir irgendwie die Waage. Du kommst einfach nicht damit zurecht, dass die Lage und Probleme und offenen Fragen widersprüchlich sind. Und dass wir längst in einer hoch kooperativen Welt leben, in der kein Land mehr sich auf „seine ureigensten“ Interessen zurückziehen kann. Der Nationalismus hat noch nie besonders gut funktioniert, heute schon gar nicht mehr. Völker, die nicht mit anderen das Ding zusammenschaukeln wollen, gehen unter. Saudi Arabien wird auch fallen ( circa 30 Jahre dauert das eventuell noch). Russland ist ein schönes Beispiel, wie man rückwärts in die Armut marschiert, wenn man über diese abgetragenen Nationalismus-Gefühle nicht hinauskommt. Putin hat es voll versemmelt. Und die Deutschen, die dies Land lieben, die haben keine Lust auf deine Minderheitskultur der Gewalttätigkeit, wirtschaftlichen Dummheit und Menschenfeindlichkeit … mach so weiter und endest im persönlichen Fiasko.

    • Titel eingeben
      „dass wir längst in einer hoch kooperativen Welt leben, in der kein Land mehr sich auf „seine ureigensten“ Interessen zurückziehen kann.“

      Mag ja sein, aber jeder Einzelne kann sich auf seine Interessen zurückziehen, und das geschieht z.Z. ja auch massiv. Die Alternative zur Nation ist eben nicht das Weltbürgertum oder der Internationalismus, sonder die Familie, der Clan, der Stamm. Bei uns war das bisher noch nicht so, aber je mehr Menschen zu uns kommen, deren Interesse sich maximal auf ihre Familie erstreckt, die sie nachholen wollen, desto mehr ziehen sich auch die Deutschen auf ihre individuellen Interessen zurück.

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nationalismus-massenmigration-und-zusammenhalt-13471044.html

  80. Die Mehrheit
    Die Mehrheit der deutschen Menschen sind hilfsbereit und haben nichts gegen Flüchtlinge. Das beruhigt auf der einen Seite, auf der anderen Seite vermisse ich aber auch die direkte demokratische Auseinandersetzung der Regierenden. Wo bleiben klare und deutlich Kampfansagen an die rechte Brut? Warum hat Merkel sich nicht vor die Brut in Heidenau gestellt und ihnen mal klar ins Gesicht gesagt was man von Menscchen mit deren Einstellung halten soll? Wahrscheinlich Sicherheitsbedenken, dahinter verstecken sich leider alle Politiker!

  81. Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft!
    Es würde schon helfen, zu benennen, aus was er besteht: Terroristen.
    Aber das sind halt auch alles noch potentielle CDU/CSU-Wähler…

  82. ...und wer sind morgen die Nazis?
    Schon komisch oder doch schon eher erschreckend, wer heute alles als Nazi diffamiert wird, nur weil er eine andere Meinung vertritt als Frau Merkel und Co.
    Da wird auch schon mal verlangt :“Haltet endlich die Klappe“ und ein Verbot von regierungskritischen Beiträgen auf Facebook. Langsam aber sicher scheint mir da ein wichtiges Gut unserer Demokratie auf der Flüchtlingsstrecke zu bleiben.
    Auf welche Bereiche des Lebens wird der Begriff Nazi wohl als nächstes ausgedehnt?

  83. Jeder Angriff auf Person schießt vorbei ..
    .. und lässt die Argumentation zerplatzen.

    Herzlichen Dank für Ihren Beitrag! +++

    Wir müssen im politischen Diskurs endlich wieder dahin kommen, auf der Sachebene Lösungen und Alternativen zu diskutieren, anstatt uns auf der Ideologie-Ebene Beschimpfungen und Verleumdungen zuzuweisen. +++

    Es gibt leider einen klitzekleinen Haken daran, denn erstens ist das anstrengender und zweitens weniger bequem, weil ich dann meine eigene Argumentation beständig zu verifizieren und im Zweifel sogar zu revidieren habe. +++

    Also bleiben wir, wo auch all diese Diskussionsrunden im GEmetZel und bei den privaten Sendern stattfinden – im bequemen Sessel, voll inbrünstiger, selbstherrlicher Gerechtigkeit in Lauerhaltung auf verräterische Äußerungen des Gegenüber, um seine infame Haltung zu entlarven. Das ist nicht nur bequem, sondern das bestätigt mich und meinen Standpunkt durch lange Übung stets aufs Neue .. und wir vergessen dabei: genau das war es, was Nazis genutzt haben und nutzen, um Menschen zu diskreditieren, zu verleumden, verschwinden und ermorden zu lassen.

  84. Nazis
    Vor kurzem wurde der Chefarchäologe von Palmyra enthauptet und danach- auf widerliche Art und Weise gekreuzigt. Die ISIS vernichtet Kunstschätze, die unwiederbringbar sind und tötet Andersgläubige.
    Und die Welt schaut einfach zu!
    Als in Ausschwitz die Menschen getötet wurden, gab es danach den kollektiven Aufschrei: Wie konntet ihr das zulassen!
    Ich vermisse diesen Aufschrei jetzt, denn was dort passiert ist Völkermord!
    Warum schafft es Europa nicht gemeinsam mit Amerika, Rußland und vielleicht sogar China, den Wahnsinn endlich zu stoppen?
    Stattdessen diskutiert Deutschland wieder über sein Schuldtrauma- sicher, Nazis aber auch andere Fanatiker gehören bekämpft—-
    nur meiner Ansicht nach bewegt sich die Isis oder auch andere Gruppierungen dort auf `Naziniveau´ und gehören mit aller Härte bekämpft!
    Anstatt ewig um sich selbst zu kreisen im ´Hell-und Dunkeldeutschland´ erwarte ich auch von Deutschland den Kampf gegen den Terror—-steht es doch wegen seiner Geschichte geradezu in der Pflicht! Wir dürfen solche Verbrechen nie wieder zulassen- wer sich aber nur um ein paar dröge Dumpfbacken im Inneren kümmert, vernachlässigt meiner Ansicht nach das eigentliche Problem—
    Die `Nazis´ sind zurück, nur nennen sie sich diesmal ISIS!

  85. Die altbwährte Nazi-Keule
    Schon vor Jahrzehnten habe ich vorgeschlagen, dass Franz-Josef Strauss nicht nur zum Schießen nach Afrika einfliegt. Sondern in einem Kral jeweils Jahr für Jahr die Hälfte seines Lebens verbringt. Das hätte der Entwicklung Afrikas mehr befördert als jede Entwicklungshilfe. Heute wäre mein Vorschlag, dass Frau Merkel et. al. ihren ständigen Wohnsitz in Duisburg-Marxloh nehmen. Wenn sie schon keine Flüchtlinge in ihre Privatwohnungen aufnehmen. Bellevue hätte auch noch viel Platz.

  86. Das Nazi-Pack,
    Grundsätzlich muss ich den Schwachsinn der Neonazis, als freie Meinungsäußerung aushalten.

    Das versuche ich auch!

    Gestern in der Stadt grölt ein NPD-Spinner mit Stimmverstärker permanent: „Zuerst Deutsche!“

    Damit habe ich auch kein Problem, zumal ich Deutscher bin!
    Man kann nur Anderen helfen, wenn man zuvor sich selbst geholfen hat!

    Die NPD-Schreier sind klug geworden.
    Sie wollen potentielle Wähler nicht mit offensichtlichen Hasstiraden verschrecken.

    Ich habe mehrere Anwerbungsgespräche aus der Ferne mitverfolgen können.

    Latent vorhandene Vorurteile, werden ausgelotet, und später als Argumentationsbasis missbraucht.
    ————
    Wer will noch eine „Gehirnwäsche“ haben, heute ganz umsonst, vom netten Mann am NPD Stand!

    Ich frage mich, glauben die den Mist den Sie den ganzen Tag posaunen wirklich selbst?

    Welche düstere Gedankenwelt!

    Eine Welt ohne jegliche Empathie oder Nächstenliebe für fremde Menschen!

    Dass diese Menschen vor Hunger und Mord geflohen sind, interessiert überhaupt nicht!

    Friss oder werde gefressen!

    Erneut frage ich mich, wie man mit soviel Hass im Herzen leben kann?

    Glauben die wirklich noch an Rasse und Volkstum, das man zu schützen hätte?

    Ich bin Patriot, und glaube das Volkstum wird sicher nicht an diesen Idioten genesen.

  87. @ Normalität
    menso heyl in heft 18 über griechenland, “ man muss die krise suchen, sie ist nicht überall“ – vor allem aber wohl ein beispiel fast wie aus dem lehrbuch, dass es nicht schadet, wenn der herausgeber nebenbei und falls gewünscht auch noch die beste schreibe hat, klasse! so was lobt sich sogar der gemeine leser – und nicht nur sein leipzig auf dem doofen festland.

  88. Verständlich
    Es geht den meisten doch um die Existensanst, was ist in Deutschland eigentlich los? Wir alle (die meisten jedenfalls) zahlen in die Sozialkasse. Wofür wird es verwendet? Aus und Übersiedler (sogenannte Russland Deutsche. Wir haben die ehemalige (DDR) dazu bekommen! Von dort wurde auch nicht in unsere Rentenkasse – Krankenkasse gezahlt oder liege ich falsch? Jetzt wieder tausende von Flüchtlinge ? Bekommen alle aus den Kassen.! Griechenland kostet und wird auch weiterhin Millarden bekommen! Unsere Infrastruktur geht den Bach runter. Wo soll das den alles herkommen? Und alle die Leute die sich zu Unrecht aufhalten ( eigenen muslimischen Staat gründen wollen (Scharia Polizei) aber dem Deutschen Säckel plündern! Wo gibt es den soetwas das ich hier in Deutschland als SaisonHilfe schaffe im Ausland gemeldet bin und Kindergeld bekomme.? Was für Politiker haben wir eigentlich ? Alles im Namen und zum Wohle des Volkes. Die leben auch nur Ihr Leben.Bis die Schwarte kracht. Nach uns die Sintflut. Wir haben zur Zeit Überschuss, erst einmal werden Jetzt die Diäten erhöht; Prost

  89. Titel eingeben
    Sehen Sie, es stinkt aufdringlich und recht unschön nach Bügerkrieg in diesem Land, bis ins letzte Kaff und ins letzte Haus, durch Familien, Freundes- und Bekanntenkreise gehen inzwischen die schweren Brüche, die tiefen Risse, die erbarmungslosen Frontlinien. Da ist bald nichts mehr zu kitten. „Die Politik“ hat sich in den Augen allzu vieler Bürger längst ebenso unumkehrbar völlig unmöglich gemacht wie „die Medien“ es getan haben mit ihrer heillosen Schranzenberichterstattung, das ohnehin arg vernarbte schwarzrotgoldne Kind liegt mitsamt dem Frieden der Republik im tiefsten Brunnen des Irrsinns und wird da nie mehr lebend herauskommen, ganz gleich, wie hochintellektuell man darüber parliert, wie denn nun die Umstände seien, die zum Absturz führten, und was jetzt also dringlich zu tun wäre, um zu retten.

    Wenn dann die moderne Variante von „Furor Teutonicus“ sich ausgetobt und endlich erschöpft hat, dann, später, auch der von verlachten Sehern lange vorhergesagte große Krieg beendet ist und man all das grausame Elend, was hier so absehbar und unaufhaltsam auf uns zukommt, wundersam überlebt hat, dann kann man finden, was es, vielleicht, noch zu retten gibt von all dem, was einmal lieb und teuer und wert war und doch so achtlos preisgegeben wurde, aus rasendem Selbsthaß, ideologischer Hybris und schierer Idiotie.

    • Ja, aber sehen Sie angemessene Reaktionen?
      So ungefähr oder doch sogar ziemlich genau. Nur:Wer liests? Wer nimmt DAS wahr?
      Auf Hochtouren laufen die Rüstungsschmieden der Welt. ALLE!

      Diese Entwicklung ist (nicht erst) seit dem Fall der Mauer zu beobachten. Der hat lediglich die letzten Bremsen gelöst. Es sind noch ganz andere Grenzen gefallen. Teils bemerkt und mit großem Beifall, teils unbemerkt, aber deshalb auch nicht ohne Folgen.

  90. Termini
    Warum bedient man sich nicht einfach der seit Jahren bei sog. linken Veranstaltungen verwendeten und bewährten Termini:

    Wenn einer gewalttätig ist und andere Menschen, insbesondere Polizeibeamte angreift, bespuckt verletzt und ggf zu töten versucht, nennt man ihn Aktivist (bzw politisch korrekt AktivistIn).

    Der Danebenstehende, der selbst nur Parolen grölt, das Handeln der Aktivisten (politisch korrekter Plural AktivistInEn?) aber gut findet, nicht zuletzt weil es ja Folge einer brutalen Eskalationsstrategie der Polizei ist, wird DemonstrantIn genannt.

    So einfach kann’s sein…

  91. Ist auch dieser Beitrag nicht Ausdruck der Hilflosigkeit?
    So jedenfalls kommt er mir vor, da auch er keine Antworten gibt. Vielleicht liegt es ja daran, daß die Fragen nicht tief genug gehen?

    Nehmen wir einmal das Thema Armut. Abseits politischer und auch medialer Statements, die Deutschland als reiches Land und Wohlfahrtsstaat bezeichnen, in dem selbst der Arme noch ein Leben im Luxus führt, was stets durch Unmengen an hinkenden Vergleichen untermauert wird, treffen wir auf Kleiderkammern und Suppenküchen, auf Kinderarmut und Sippenhaft (Bedarfsgemeinschaften) durch Hartz-IV.

    Nehmen wir einmal das Thema der sozialen Gerechtigkeit. Wer profitiert denn vor allem von all den „sozialen“ Wohltaten? Sind es die Mittellosen, die Arbeitslosen oder die Kranken und Pflegebedürftigen, oder sind es die Besserverdienenden, die doch eigentlich keiner „Wohltaten“ bedürften? Wer profitiert noch von diesen, ich nenne es gern Lohnersatzleistungen, Wohltaten, die Wirtschaft?

    Nehmen wir einmal das Thema Arbeit. Leih- und Zeitarbeit, Werksverträge und Scheinselbstständigkeit, alles Folgen der Agenda 2010 mit dem Ziel, durch Lohndumping die Gewinne der Wirtschaft zu steigern, mit dem Ergebnis der Reallohnverluste.

    Nehmen wir einmal das Steuerrecht. Die ungleiche Besteuerung der Arbeit im Verhältnis zur leistungslosen Geldvermehrung durch Zocken an den Börsen.

    Nehmen wir einmal die Sozialisierung privater Verluste. Am Ende der Immobilienkrise (USA), der daraus folgenden Bankenkrise und der daraus folgenden Staatsschuldenkrise steht die weitere Verarmung unbeteiligter Dritter, der Verlust privater Altersvorsorge etc. pp. Die Zocker aber hielten sich überwiegend schadlos, zocken, unbehelligt von der Politik, lustig und ungeniert weiter – auch mit Lebensmitteln -, den Tod von Menschen billigend inkaufnehmend.

    Nehmen wir einmal den (T) Euro. Mal langsam, mal schnell wurden DM-Preise ind Euro-Preise umgewandelt – Eins zu eins. Die Löhne aber wurden halbiert. Heute leben wir in einem Land mit Niedriglöhnen und Höchstpreisen.

    Nehmen wir einmal – ach was. Ich frage, wo ist das Positive, wo die positive Entwicklung in diesem Land, welche immer behauptet wird? Man nenne mir Beispiele. Ein Beispiel.

    Und von all diesen Entwicklungen sind Menschen betroffen, negativ betroffen, existenziell betroffen, in ihrer Würde beschädigt, entsolidarisiert. Eine direkte Folge neoliberaler Politik, die zu einer neoliberalen Gesellschaft führte, von der nun Solidarität erwartet wird. Da frage ich mich doch ernsthaft, wie kann man nur so realitätsblind und weltfremd sein? Mich wundert es jedenfalls überhaupt nicht, daß die extremen Ränder der Gesellschaft mittlerweile bis in die Mittelschicht, das Bürgertum, reichen. Die grassierende Angst vor dem gesellschaftlichen Abstieg, der vielfach bereits stattgefundene bzw. bevorstehende Abstieg, die drohende Altersarmut, all das macht es den Extremisten, die es immer und in jeder Gesellschaft gibt, besonders leicht, Menschen zu Mitläufern zu machen.

    Ja, das Leben auf Kosten der Anderen, sei es im Verhältnis der Staaten, der Wirtschaft oder innerhalb der Gesellschaften, rächt sich immer irgendwann. So wie es einmal hieß „Kommt die DM nicht zu uns, gehen wir zu ihr“, kommen jetzt die Menschen zu uns, an deren Armut und auch Kriegsleiden „wir“ ja auch nicht ganz unbeteiligt sind. Daß die, die auch in unserer Gesellschaft benachteiligt sind, davon nicht gerade begeistert sind, finde ich durchaus verständlich. Denn deren Situation wird sich dadurch ganz sicher nicht verbessern. Sie aber deshalb als Nazis oder als Pack zu bezeichnen, ist in meinen Augen völlig daneben. Ginge es allen Menschen in Deutschland so gut wie immer behauptet, hätten Extremisten kaum eine Chance, daß sie Chancen haben, ist dem politischen Totalversagen, dem Dilettantismus auf allen Ebenen zuzurechnen. Hätte sich dieser Staat wirklich um seine Benachteiligten gekümmert, statt sie durch die Agendapolitik zu stigmatisieren, ihnen die Schuld an ihrem Schicksal, getreu dem dummen neoliberalen Spruch „jeder ist seines Glückes Schmied“, zuzuweisen und die eigenen Hände in Unschuld zu waschen, blieben uns solche Zustände wie in Heidenau etc. pp. wohl ganz sicher erspart. Nun aber wird sich die Situation wohl weiter verschärfen, denn die Menschen, die zu uns kommen und die ich alle sehr gut verstehe, ich würde es genauso machen, werden die Politik in Deutschland kaum verändern, die sozialen Spannungen aber direkt und indirekt weiter verschärfen.

    Das ist die Realität. In- und Ausländer als Sozialschmarotzer, Pack oder gar Nazis zu titulieren, die eigene Verantwortung dadurch relativieren zu wollen, sollte nicht von den wahren Ursachen ablenken. Und die liegen eindeutig in der Entwicklung unserer Gesellschaft, für die unsere „Eliten“, insbesondere die politischen, die Verantwortung tragen. Sie haben diese Gesellschaft nach ihren Wünschen geformt, nun sollen sie auch dazu stehen.

    • Titel eingeben
      Volle Zustimmung, bis auf den letzten Satz.

      Wer den Eliten den Platz laest nach ihren Wuenschen alles zu formen ist Mitschuld. ‚Nicht ich, Adolf Hitler ist’s gewesen‘, um beim Thema zu bleiben.

      Ich weis, es ist leichter geschrieben als getan.

    • Mitschuld - In der Theorie ja, in der Praxis ist das so eine Sache.
      Ich vergleiche das Leben in Deutschland gern mit dem Leben in einer Gummizelle. Der zivile Ungehorsam stößt hier schnell an seine Grenzen. Die parlamentarische Scheindemokratie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen plebiszitäre Elemente. Der Ruf nach Direkter Demokratie wird ignoriert. Der Rechtsstaat beugt sich dem politischen Willen. Der mündige Bürger ist längst entmündigt, hatte nie eine Chance. Zwischen Platz lassen und Platz lassen müssen gibt es eben einen kleinen aber feinen Unterschied.

      Der Beispiele gibt es doch genug, im Kleinen wie im Großen. Ich erinnere an den Natodoppelbeschluß, an die Anti-Atomkraft-Bewegung, an die Kampfeinsätze der Bundeswehr, an den Euro und die Eurorettung, an … Auch an die „Studentenaufstände“, die RAF und anderes sei erinnert. Und ich denke an CETA, TTIP und TISA. Und ich frage, haben die „Eliten“ in irgendeiner Form auf die Bürgerproteste reagiert, außer mit Gewalt und sei es auch „nur“ qua Justiz? Ein Bißchen hinkt der Vergleich mit Hitler schon, da hätte eine Kugel gereicht, oder?

      Wie dem auch sei, selbstverständlich kann und soll jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Gestaltung einer humanitären und möglichst gerechten Gesellschaft mitwirken. Das aber beschränkt sich in der Realität doch zumeist auf die Kleinen Leute. Dort, wo wirklich die Gesellschaft zum Positiven verändert werden könnte, regt sich kaum eine Hand. Außer wohlfeilen Reden und Schuldzuweisungen an die Betroffenen selbst ist dort doch kaum etwas zu erkennen. Mit Geld, dem Geld der Kleinen Leute, will man dort helfen, statt die Gesellschaft zu verändern, was notwendig wäre, um dauerhaft Erfolg zu haben. Veränderungen in Richtung einer anderen Gesellschaft aber will man doch überhaupt nicht, im Gegenteil, es wird alles unternommen, um unter fadenscheinigen Begründungen jede Veränderung zu verhindern, das ist das eigentliche Problem. Gerade jetzt versteckt man sich wieder hinter dem Ehrenamt, lobt all die Bürger, die spenden oder praktische Hilfe leisten. Ich bin nicht der einzige, der das Ehrenamt daher für kontraproduktiv hält, denn es entläßt den Staat aus seiner Verantwortung, zementiert die Verhältnisse und verhindert notwendige Veränderungen. Man stelle sich einmal die Frage, ob es ohne Suppenküchen, Kleiderkammern etc. pp. Hartz-IV o. ä. noch gäbe, jemals gegeben hätte. Jeder Versuch hätte vermutlich Aufstände nach sich gezogen, wäre es überhaupt versucht worden. So aber zeigt sich auch hier die Gummizelle, zum Teil selbst gemacht durch die Bürger.

      Andererseits lohnt es kaum, alle möglichen Einzelprobleme zu sezieren, das kann nicht zu einem Ergebnis oder Erfolg führen. Es geht kein Weg daran vorbei, die gesamtgesellschaftliche Entwicklung ins Auge zu fassen, zu grundsätzlichen Fragen überzugehen. Und da in meinen Augen in der Ungleichheit der Gesellschaft das alles bestimmende Übel zu suchen ist, dort der Auslöser für die beschämende Entwicklung in Bezug auf die Migrationsbewegungen zu sehen ist, kann die Antwort nur in einem Abbau dieser Ungleichheit liegen. Nur, um darauf zurückzukommen, wer könnte dafür sorgen, wenn nicht unsere „Eliten“, insbesondere die politischen, die wir doch schließlich mit aller dazu erforderlichen Macht ausgestattet haben?

      Mir kommt dazu immer die Diskussion um das BGE, welches ich für nicht annähernd zielführend, da auf ein Einkommen beschränkt, halte, in den Sinn. Es wäre zumindest das genaue Gegenteil des momentan herrschenden Zwangssystems und würde durch ein Ende jeglicher Bedürftigkeitsprüfungen und damit verbundener Ungerechtigkeiten und Entwürdigung der Betroffenen die momentan so oft zitierte Würde des Menschen wiederherstellen, die in unserem Staat doch nur noch durch ein ausreichendes Einkommen gewährleistet ist. Das BVerfG war ja schon sehr nah an dieser Idee, als es in den Entscheidungen zu den Regelsätzen von Existenzsicherung unter Einschluß der Teilhabe sprach – und zwar von dem bedingungslosen Recht darauf, als Ausgleich dafür, daß der Staat die Rechte der Bürger überhaupt beschneiden darf. Leider hat der Rechtsstaat das wohl nicht zur Kenntnis genommen, anders sind Sanktionen bis zu 100% bei Hartz-IV-Empfängern wohl nicht zu erklären. Wo da die Würde der Betroffenen bleibt, ist mir unerklärlich.

      Ja, alles ist leichter geschrieben als getan, aber wenn genug Menschen wenigstens schreiben, dann besteht vielleicht doch noch die Hoffnung, daß daraus mal ein Tun resultiert.

    • Auf den Punkt gebracht
      Danke für ihren Beitrag.
      Besser als der zur Debatte stehende Artikel.
      Meinen ersten Beitrag habe ich bestimmt zu schnell geschrieben…lieber DA….und er war auch bestimmt zu maliziös zum Veröffentlichen….man muss eben mit der Zensur leben…

    • Ich habe bislang hier nur fünf Kommentare gelöscht, aber keinen von Ihnen.

    • Titel eingeben
      Lieber @Otto Meier, was läuft da eigentlich ständig schief in der Kommunikation ?
      Was bringt es, systematisch die Realität auszublenden ?

      Je saturierter die Mittelschicht, desto mehr „Abstiegsangst“ ? Wo soll denn bei dem häufig verbeamteten Kleinbürgertum diese Angst herkommen, zumal der Staat nun buchstäblich alles tut, um es von der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Masseneinwanderung abzuschirmen ?

      Wieso kann denn diese absurde Propaganda von der „Willkommenskultur“ (ein Begriff der vor einem jahr *ruckzuck eine neue Definition erhielt) oder jede illegale Einwanderung
      aus Marokko, Pakistan oder Tunesien als „Flüchtlinge“ und „Schutzbedürftige“ zu bezeichnen, eine derart groiße Wirkung entfalten, wenn doch angeblich die Mittelschicht so verängstigt ist ?

      Daß sie weder mitbekommen haben, warum eine Hartz-Agenda durchgezogen werden mußte und daß die Bankenrettung vor allem Staatsbanken (vorzugsweise Landesbanken) betraf, ist ihrer scharfsinnigen Analyse irgendwie entgangen.

    • Die Realität, ja, die haben viele wirklich ausgeblendet.
      Die Mittelschicht beginnt heute per Definition in Höhe des pfändungsfreien Einkommens. Da von Saturierung zu sprechen, ist wohl sehr gewagt. Auch bilden die Beamten nicht die Mehrheit dieser Mittelschicht, weshalb ihre Benennung wenig Sinn macht. Und selbst die Kleinbürger im Sinne der ehemaligen Unterschicht, gibt es doch eigentlich überhaupt nicht mehr, es sei denn, man meint damit die untere Grenze der heutigen „Mittelschicht“. Aber es war wöhl auch eher abwertend gemeint, Herr Noreikat, oder? Zur saturierten Mittelschicht nur noch soviel, viele kleine Selbstständige können weder für ihr Alter vorsorgen, noch ihre Krankenversicherung bezahlen. Und was die vielen Arbeiter/innen der Mittelschicht betrifft, die mal gerade so ihren Lebensunterhalt bestreiten können, so werden die alle zu Armutsrentnern werden. Saturierte Mittelschicht?

      Was soll das auch für eine Realität sein, in der die Mittelschicht von den Kosten der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik ausgespart bleibt? Gibt es da besondere gesetzliche Regelungen, die ich verpaßt habe? Im Gegenteil, die Mittelschicht wird relativ betrachtet den Großteil der Belastungen tragen müssen. Auch da zeigt sich die grundsätzlich mangelnde Solidarität der neoliberalen Gesellschaft.

      Und wie realistisch ist denn der Begriff Masseneinwanderung? Selbst 800.000 Menschen sind gerade mal ein Prozent der Bevölkerung. Masseneinwanderung?

      Den Absatz mit der Willkommenskultur verstehe ich nicht. Welche Wirkung ist denn gemeint? Welche Angst? Was ich daran verstehe, ist die Aussage, es gäbe illegale Einwanderung. Dem kann ich aber nicht beipflichten, da in meinen Augen allenfalls die Nationalstaaten illegal sind, niemals aber Menschen, deren natürliches Recht es ist, die Erde zu gleichen Bedingungen zu nutzen. Aber ich fürchte, das werden Sie kaum akzeptieren können.

      Im letzten Absatz kann ich dann endgültig keinerlei Realität mehr erkennen und dazu bedarf es nicht einmal einer Analyse. Es reichen die eindeutigen politischen Erklärungen zu Sinn und Zweck der Agenda 2010, vielleicht noch die Erinnerung an das Subproletariat, die spätrömische Dekadenz, die Pamphlete eines Sarrazin und anderes mehr. Letztlich ging es um die Gewinnmaximierung des Exportweltmeisters, Lohndumping, arbeitsscheues, ungewaschenes und unrasiertes Gesindel, hemmungslose Zockerei und vieles mehr. Sicher, es wurde etwas euphemistischer ausgedrückt, wenn auch nicht immer, aber Fördern und Fordern ist eben auch eine dehnbare Aussage. Was die Banken betrifft, so ist mir völlig gleichgültig, welche Banken bzw. Zocker gerettet wurden. Die Ursache dieser bis heute anhaltenden Katastrophe liegt ebenfalls in der Agendapolitik und das Ergebnis ist und bleibt, daß private Verluste sozialisiert wurden. Nicht alle waren so clever oder gut informiert oder auch nicht so skrupellos wie die Deutsche Bank, die sich wie durch ein Wunder in letzter Sekunde von Risikopapierchen trennen konnte, auch zu Lasten der Landesbanken, die ich damit aber nicht entlasten will.

      Ja, da läuft wohl etwas schief in der Kommunikation bzw. in der Sicht der Realität durch uns beide. Und irgendwie habe ich den Eindruck, daß sich daran auch nichts ändern wird. Denn so gravierende Unterschiede in der Einschätzung der Realität lassen sich hier nicht ausdiskutieren, das würde Wochen oder Monate dauern.

      Was ich mich in solchen Fällen immer frage, ist, wer denn nun so perfekt manipuliert wurde, daß er die Manipulation nicht erkannt hat. Denn daß wir alle manipuliert werden, es nicht immer beim Versuch bleibt, das dürfte wohl absolut sicher sein.

  92. Titel eingeben
    Die Zeichen der Zeit sehen fuer Deutschland wahrlich nicht gut aus. Eine neutrale Haltung zu den geschilderten Problemen durchzuhalten, wird nicht moeglich sein. Man wird sich entscheiden muessen und dann zum Kaempfen gezwungen sein. Links oder rechts. Beides geht nicht. Komme mir keiner mit dem Rechtsstaat. Not kennt kein Gebot, nur Leid.

  93. Der hässliche autoritäre Deutsche
    in der Geschichte wurde das „Pack“ als 4. Stand bezeichnet – Französische Revolution. Heute ist alles Pack, was sich nicht fügt. Dazu gehören auch ausländische Länder, die sich der deutschen Oberhoheit im Gutmenschentum widersetzen.

  94. "Wir sind das Pack"
    Der “SPD-Chef“ GABRIEL meinte uns – die ehemaligen CDU- und SPD (Altparteien) Wähler !!!
    Solange wir ihn oder eine seiner Kopulations-Parteien wählten, waren wir ein angenehmes Stimmvieh !
    „Wir sind das Pack“ sollte der Schlachtruf der Parteien sein, die hinhören wenn das Wahlvolk von Betrug, Dublin2, Rechtsbeugung (Duldung) und „no bail out“ anmahnt.
    Übrigens – „Dunkeldeutschland“ ist bekanntlich der Teil Deutschlands, aus dem Pastor GAUK und seine (Mentorin ??) kommen.
    MfG „Wir sind das Pack“

  95. luxusprobleme
    es soll nach bürgerkrieg riechen in diesem Land? gehen sie mal nach Syrien und wenn sie es schaffen wieder rauszukommen, können sie uns bestimmt den gravierenden unterschied erklären. GAST hat gestern eigentlich schon all die pegida-ich hab-nix-gegen-Ausländer-aber-der-ali-hat-mir-meine-schaufel-geklaut-hilfsdeutschen widerlegt.

  96. Vorbereiten
    Ich verstehe die Regierung nicht. Fluechtling, Asylant oder irgendwas ist eh schon egal.

    Warum schickt Angela nicht ihren Airbus nach Antalya um die ganzen Facharbeiter abzuholen. Nicht weit nach Syrien. Die Leute sparen sich das Leid unterwegs und haben, anstatt Schlepper zu fuettern, Kapital fuer die ganzen start-ups, die kommen werden.

    Auf dem Balkan sollen 50.000 Leute unterwegs sein? Die sind naechsten Monat hier, da kann man jetzt schon Unterkuenfte vorbereiten, Lehrer arabisch/dari – deutsch einstellen. Sonst bleibt es chaotisch wie es ist.

    Die in D indigene Bevoelkerung soll auch endlich anfangen Arabisch oder Dari zu lernen – zumindest muss deren Englisch auf ein vernuenftiges Niveau aufpoliert werden. Sonst werden die sich nie integrieren in die neue Welt. Nur mit bayrisch oder saechsich wird das nix.

  97. Pac-Man
    Wenn nicht kleine Teile der deutschen Bevölkerung – immer noch nicht – im sursum cordia der Desorientiertheit und Planlosigkeit Ihrer politischen Rautenführer angekommen sind – ist wohl eher der Viekanzler Pac(k)-Man, der hektisch durchs Labyrinth Wählerstimmenfrüchte zu haschen hofft, während er vor den selbstverschuldeten Geistern flieht.

    Und egal wieviele Hakenschläge gelingen, am Ende gewinnen die Geister. Im Spiel.

  98. Nun ja...
    Alle Meinungen gelesen, Artikel auch, sie haben schon besseres verfaßt, werter D A.
    Mein Vater, Jahrgang 01, sagte immer, der Deutsche ist politisch dämlich, wie wahr.
    Die Medien sind linkspopulistisch und mit abnehmender Medienmacht wird sich das verstärken.
    Meine Schulzeit vertan zwischen Nonnen und linksgerichteten öffentlichen Lehrern. 68er Krawalle hassen gelernt da ich noch nicht einmal mein Auto am Kudamm parken konnte für einige Jahre.
    Die Besetzung ganzer Stadtteile Berlins durch Türken mit hinter ihnen herwatschelnden verschleierten Ehegesponsen erlebt. Deren Geruch auch, angemessen dem sanitären Standard der Bauten die sie bewohnten.
    Die Anfang der 80 grassierende Brut stehlender Libanonbanden, abgelöst durch Polenbanden und dann den einfallenden Horden der Ostdeutschen ausgesetzt.
    Mit dem letzten Batallion der USArmee habe ich meine Heimatstadt auch verlassen.
    Mit bassem Erstaunen den Aufstieg der DDR Nomenklatura von Merkel und Gauck verfolgt… Sowenig Regierung wie heute hatte D noch nie.
    Unvergleichlich. Und nun die Kreter, Babylonier und Assyrer….immer hereinspaziert…Merkel druckst herum wie bei griechischen Rettungspaketen….hurra die Olsch kann schwimmen.
    Wen ich heute wählen würde ?
    Keiner ist rechts genug der meine Stimme sein eigen nennen würde.
    Und ich erkläre ihnen feierlich keine Nazisse zu sein.

    • Schwester Ehrenfriede
      Mein Beileid, dass Sie den „einfallenden Horden der Ostdeutschen“ ausgesetzt sein wollen.

      Wo wohnen eigentlich denn eigentlich die Schwaben? Im Friedrichshein, im Prenzlauer Berg, und in Mitte – Sie „Dame von Welt“. Wo wohnen die Bundesbeamten? Na, da wo es „schee“ is, nämlich in Treptow-Köpenick. Ich kenne keinen einzigen Ostler, den es auf Dauer nach Schöneberg oder nach Tempelhof gezogen hätte (Grunewald, Dahlem und Steglitz können wir uns sowieso nicht leisten); lediglich einen (!) in Neukölln und eine (!) in Charlottenburg. Wäre ich Westler, würde ich auch hübsch dafür bedanken, dass eine Ausgewanderte mit dreisten Reden den Unmut der „Horden“ auf mich und meine schicke Immobilie im „Land der Horden“ lenkt.

  99. Gut abgehangen Herr Gabriel
    Pack (Definition):
    Deutsche Bürger denen die verordnete gleichgeschaltete Anschauung der Machthabenden nicht passt. Sie sind keine richtigen Deutschen. Sie leben in dem Irrglauben die Macht gehe vom Volke aus und Meinungsbildung sei Privatsache.

    Irrtum. Falsch gedacht.

    Das Pack wegsperren:
    Kommt einem schon bekannt vor. Ja Ihr sollt gehorsam sein. Herr Gabriel zeigt sich als legitimer Nachfolger eines Goebbels, als Sprachrohr der Herrschaftsriege, die über dem Pöbel/Fussvolk (= Pack) steht und herrscht.

    So zeigt er uns deutlich wohin die Reise schon lange geht.
    Altes Gedankengut in neuer Rot-Schwarzer Verpackung.
    Armes Deutschland.

  100. Titel eingeben
    @ Don Alphonso sagt:
    27. August 2015 um 09:18 Uhr

    Soll ich es ihnen erklären, wie das Internet Gott zum vorschein bringt?

    Oder wissen sie es schon.

    Denn bei ihnen hat es natürlich auch schon gewirkt.

    und übrigens: Haben sie Sloterdijks Bericht aus Bayreuth gelesen? Sehr aufschlußreich.
    Angesichts der Erkenntnisse allenortes wundert es mich, wie die Dinge trotzdem so schief gehen. Weswegen ich in Versuchung bin, den Aufstand abzublasen. Werden wir eben noch etwas auf Heimat verzichten müssen. Aber sie haben ja sonst keine Dringlichkeit. Oder las ich neulich doch von Zweifeln bei ihnen? Es gibt Kinder (und also auch Paare) in Deutschland – ganz plötzlich. Und sie?

    • Titel eingeben
      Homosexualität wird nicht aktzeptiert?
      Das Bier wird in Litern getrunken?

      Es gibt viele Hilfsangebote für emotionale Probleme (und also auch Träger) in Deutschland – schon lange. Und Sie?

    • Titel eingeben
      Und sie? Ob sie verheiratet seien, war wohl als Frage zu indiskret?

      Mir scheint nicht geholfen werden zu wollen. Das würde ja die ganze vorangegangene Mühe nichtig machen – die man wegen mir hatte aufgewand.

      Wenn ich Emotionen hätte, wäre ja alles schön.

  101. Pingback: Nazis und Ossis zu beschimpfen ist kein Beitrag gegen Rassismus

  102. Pingback: Die Folgen einer unpolitischen Demokratie

  103. Die Politik hat versagt, der besonnene Bürger ist gefordert !
    Vorab: Die aufgeregte Diskussion hier ist gut und ebenso gut erscheint mir, daß die FAZ und Herr Meyer eine Plattform hierfür zur Verfügung stellen.

    Es wird in dieser Diskussion viel geredet über Nazis und wodurch sich ein solcher auszeichnet.

    Bitte bleiben wir auf dem Boden der Realität. Mögen es tatsächlich einige hundert sein und so verwerflich tatsächlicher Hass und vollzogene Rechtsbrüche auch sein mögen, die, wenn auch nicht gerade vertrauensschaffende Bundesregierung, wird dieses kleine Problem ja lösen können.

    Verwerflicher scheint mir das taktische Spiel der Regierung die Bevölkerung spalten zu wollen in jene, die mit Mitleid und Altkleider die ankommenden Zuwanderer willkommen heißen und jenen, die nicht mit Blumensträußchen als Begrüßungskomitee am Bahnsteig stehen, jenen die nachdenklich die zunehmend gespenstischer werdende Szenerie beobachten und sich manchmal noch vorsichtig erlauben ihre Gedanken der Machbarkeit, der Integrationswilligkeit und der extrem hohen Folgekosten öffentlich zu äußern.

    Die Regierungsparteien wollen diese, in ihren Augen lästigen, Nachdenklichen mit jenen gleichsetzen die tatsächlich kriminelle Handlungen begehen.

    Ein gefährliches Spiel der politischen Elite und gleichzeitig verkauft die Regierung die Daten der Bundesbürger an die NSA

    ( http://www.zeit.de/video/2015-08/4446560900001/verfassungsschutz-der-preis-sind-unsere-daten#autoplay )

    Diese gegenwärtige Regierung ist gerade dabei jegliches Restvertrauen zu verspielen.

    Ich vertraue der Demokratie und den verantwortungsvollen Bürgern dieses Landes.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

  104. Nebelkerzen
    Wenn jetzt wieder die Nazikeule ausgepackt wird, dann ist das leider ein Armutszeugnis für unser Land. Und diese Pack-Bezeichung radikalisiert nur mitlaufende Zaungäste. Statt „Wilkommenskultur“ (Friede, Freude, Eierkuchen) wäre vielmehr eine „Integrationskultur“ gefragt.
    Hantiert Berlin weiterhin mit Nebelkerzen, statt knallharte Integrationsfragen zu beantworten, wird der Wählerverdruss in der Tat braune Pflanzen sprießen lassen.

    Die perfide Strategie aus dem NPD-Umfeld, bereitgestellt Unterkünfte in Flammen aufgehen zu lassen (bereits über 120 Objekte), stellt eine weitere Herausforderung an die staatlichen Ordnungsorgane dar. Die Nutzung sozialer Netzwerke als virtuelle Brandbeschleuniger, auch dieser Aspekt sorgt für Ernüchterung nach dem Strohfeuer des „Arabischen Frühlings“.

    Viele Flüchtlinge aus nahöstlichen Klanstruturen verstehen nur klare Regularien und Ansagen, alles andere macht unsere weltliche Obrigkeit in ihren Augen lächerlich. Werden die gewählten Politiker in Berlin dazu fähig sein?

  105. Aus der Proletarierzone
    Da bezeichnet der Vizekanzler die randalierenden und pöbelnden Neonazis als Pack und freudig/empört/trotzig stellen sich viele die gar nicht damit gemeint waren in diese Schmähung und damit an die Seite derer die diese Bezeichnung verdient haben, diese sehen die Solidaritätsbekundung Wir sind das Pack in dem Gezeter der Sumpfblüten die der Kanzlerin endlich mal ins Gesicht schreien dürfen was sie von ihr halten und in den Kommentaren der asozialen Medien und in den Kommentaren der vielen Foren die sich im WildWildWeb der scheinbar anonymen Meinungsabgabe anbieten sehr wohl zur Kenntnis und dringen mal vorsichtig tastend, mal brachial und hemmungs- und andstandslos durch Hetze, Falschinformationen und Gewalt in die Köpfe und Emotionen der von der Politik enttäuschten, abgehängten, armen, „sozial Schwachen“ (was für ein Unwort); und in die von Sachlichkeit, Empathie und Argumenten abgehängte „Debatte“ über Zuwanderung vor.
    Der Frust über echte oder eingebildete Ungerechtigkeiten mischt sich mit Komplexen, Geltungsdrang, einer ungestillten Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu einem romantisierten und Schutz vor den Herausforderungen der globalisierenden Welt und des grenzenlosen Europa bietenden Volkskörper (wir sind das Volk), mischt sich im Netz wie auf der Arbeit, in Vereinen, Kneipen, polarisierenden Kampfbegriffen und Schlagworten (und bestimmt auch mit einer sehr deutschen Lust am Streit und an hitzigen Diskussionen), das alles vermischt und ergiesst sich nun in den Kommentarfeldern, dem digitalen Stammtisch, den auf ein höheres Niveau zu heben sich als Herkulesaufgabe erweisen wird bis man diese eigentlich grossartige Möglichkeit des Meinungsaustauschs lieber schliesst wie die SZ zb.
    Über die Massenüberwachung durch die Geheimen regt sich niemand mehr auf, die Aufdeckung durch den Helden Edward Snowden führte nicht dazu dass man sich nun vorsichtiger äussert oder ganz aus dem Netz zurückzieht, im Gegenteil fühlen sich manche nun provoziert erst recht und ungeniert gegen Regierung und „Machteliten“ in beleidigenden, hetzerischen und kruden Kommentaren ihre nennen wir es mal Meinung hinauszuposaunen, denn nun wissen sie dass sie gehört/gelesen werden.

    Der durch das „Sommermärchen“ und die Corporate Identity Versuche Du bist Deutschland nicht erreichte „positive offene und harmlose Patriotismus“, die Bemühungen um eine positive Wahrnehmung Deutschlands in der Welt, die Nudging Methoden und auch die vielen ehrlichen und beeindruckenden Hilfeleistungen des „hellen Deutschlands“, all das scheint zu verpuffen und in den Hintergrund zu treten angesichts der unfassbaren Solidarisierungswelle mit dem, ja, Pack, das nun seine Chance ergreift um endlich aufgenommen zu werden in die Wahrnehmung und Solidarität des „Volkes“. Das Pack (und damit meine ich die hasserfüllten Kreaturen die mordend, hilflose Menschen erniedrigend und Brandsätze werfend, bestens organisiert und vernetzt versucht, dieses Land ins Chaos zu führen und in der Welt zu isolieren) als solches zu bezeichnen finde ich nicht falsch. Es ist der (vielleicht etwas hilflose) Versuch einer Distanzierung und Verurteilung der scheinbar unkontrollierbaren rechten Gewalt.
    Trotzdem stimme ich Ihnen sonst zu, werter Don, bleiben Sie und ihre Gedanken uns noch lange erhalten.

    Mit freundlichen Grüssen

  106. Nein, die Mafia - ausgeschlossen
    Brandstiftung, Versicherungsbetrug, Menschenhandel, Schlepperbanden und beteiligt sind die Bau- und Transportbranche. Wenn die Mafia wo zuhause ist, dann in diesen beiden Branchen. Die ehrenwerte Gesellschaft verdient gerade sehr gut an dem, was gerade um uns herum passiert.

    500 Brandanschläge zählt die AAS in Berlin, wie viele der 500 Anschläge sind aufgeklärt? Der Brandanschlag von Trögnitz zum Beispiel ist bis dato nicht aufgeklärt, obwohl eine staatliche Belohnung ausgeschrieben wurde?

    Wenn der Rauch verflogen ist, Anfang nächsten Jahres, will ich doch gerne wissen was übrig bleibt von den politisch motivierten Brandanschlägen! Oder haben da Hausbesitzer zwei Mal abkassieren?

  107. Wie bei den Ärzten
    Das ist wie bei den Ärzten (Schrei nach Liebe).

    Leute die sich selbst vom „Mainstream“ ausgrenzen, kann man nicht damit bestrafen/sanktionieren, das der „Mainstream“ sie ausgegrenzt.
    Das kann keine Wirkung haben (ausser die, die sich ausgrenzen zu bestätigen).

  108. Wahre Ursachen vs. Theaterspiel und Aufhetzung
    Die Ursachen dieser Flüchtlingsschwemme treten leider völlig in den Hintergrund: Seit Jahrzehnten setzen die US-Amerikaner – großteils sogar mit europäischer Hilfe (!) – alles um Europa herum in Brand. Daß die armen Leute dort fliehen, ist schlicht selbstverständlich.

    Doch das „Pack“ ebenso wie die meisten anderen identifizieren die völlig falschen Schuldigen und erheben die falschen Forderungen: Da werden Flüchtlinge beschuldigt (die genauso Opfer einer kranken Politik sind wie das „Pack“ selbst) und höhere Mauern gefordert. Die Rechnung der Eliten geht auf: Teile und herrsche!

    Stattdessen sollten wir alle endlich fordern, daß unsere Politiker unsere „Freunde“ hindern oder mindestens nicht mehr aktiv darin unterstützen, alles um uns herum anzuzünden. An der Ukraine-Situation ist Europa ja auch massiv mit schuldig. Und die Sanktionen gegen Russland machen sogar nur die Europäer mit – die USA lachen sich vermutlich über uns krank.

    Und versteht mich bitte nicht falsch: Ich fordere keinesfalls, daß wir jetzt aktiv alles „löschen“ sollen! Das würde wieder nur mißbraucht und am Ende würde es nur noch schlimmer. Wie üblich würde da schließlich nur mehr Öl ins Feuer gegossen.

    Europa geht wohl leider auf einen Bürgerkrieg zu. Dieser ließe sich nur abwenden, wenn endlich die richtigen Schuldigen angeklagt und gemäß rechtsstaatlicher Prinzipien eingeknastet würden (siehe Island: Banken pleite gehen lassen, Bankster hinter Gitter). Doch solange es stattdessen den Eliten gelingt, die „fleißigen Deutschen“ gegen die „faulen Griechen“ (und umgekehrt) sowie das „Pack“ gegen die Flüchtlinge aufzuhetzen, solange sehe ich schwarz für eine friedliche Zukunft.

    • Titel eingeben
      Die Rechnung der Eliten geht auf: Teile und herrsche!

      -> Weißt du, was mit „Teile“ gemeint sei?

    • Naja, recht banal das alles----
      Was ich in ihren Kommentar vermisse wäre eine Grund warum die USA das nicht machen sollten, wenn es doch so wunderbar klappt?

      Schauen sie sich doch in Europa um,… England oder Deutschland an der Spitze, alle Völker wählen sich hier Kanzler oder Präsidenten die genau das tun, was die Amis erwarten. Von der NSA inkl KeyScore, bis zu TTIP

      Sie sehen also schwarz für eine friedliche Zukunft? Na und?

      Wenn die Deutschen wollten, dass man aus der NATO austritt und eine gemeinsame europäische Verteidigung zwecks FRieDEN organisiert, dass man EURO und EU auflöst und neu-schafft, so dass diese nicht den Banken und den Grosskonzernen zu Gúte kommen, dann würde der deutsche Wähler sich schon was anderes als Merkel/Gabriel/Özdemir wählen, oder?

      Da man das aber nicht tut…. also wo ist ihr Problem?

  109. Titel eingeben
    gerade auch zu beobachten: „Großfahndung nach den Flüchtlings-Mördern“. (FAZ-Headline)
    Für die einen Flucht-Helfer, für die anderen Mörder.
    Warum immer Bild-Niveau?

    • Schlepper sin die Mafia. Da gibt es nichts zu beschänigen, selbst wenn die Medien mit der Dauerwerbeschleife – also SZ und Zeit – wieder etwas aneres sagen.

  110. Was immer geschieht:
    Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.

  111. Titel eingeben
    Man sollte Symptome nicht mit den eigentlichen Problemen verwechseln.

    Die politische Entwicklung des Volkes hin zu solchen stets wachsenden Phänomenen ist nicht das Problem, sondern seine Folge. Die Ursache, also das Problem sind Politiker und ihre Politik die sich weigern in Konfliktsituation Stellung zu beziehen, weil es Wählerstimmen kosten könnte.
    Zum x-ten Male: Sarrazins Buch damals mag absurd und peinlich argumentiert haben, aber er hat als erster lautstark auf dieses Thema hingewiesen und eine sofortige Diskussion darüber gefordert, welche und wie viele Immigranten einwandern dürfen.
    Heute ist das plötzlich eine banale Forderung, der sich die Politik längst hätte annehmen müssen.
    Merkel & Co wussten ganz genau warum sie damals kein Interesse an einer tatsächlichen Diskussion des Themas hatten und freuten sich über den Shitstorm der Gut-Menschen in der Presse. Jede Form der Setllungnahme hätte Wähler vergrault.
    Jetzt auf einmal, wo das Kind im Brunnen ist, fängt das grosse Gekreische über links-grüne Werte an, die angeblich ALLE willkommen heissen und an der Eskalation Schuld seien. Auf einmal ist solches Gut-Menschentum verpönt, damals waren sich alle „Guten“ einig, dass diejenigen die wie Sarrazin eine AKTIVE Politik zum Thema Immigration und Asyl forderten, der Abschaum des deutschen Volkes, also Nazis, sein müssen.
    Normalerweise wählt sich ein Volk eine Regierung, die eine Politik macht, die solche Ossi-Nazi Primitivlingen einfach keinen Anlass so solchem Wachstum bietet und solche Politik eine Selbstverständlichkeit ist!
    Welche Massnahmen all der Merkels sehen Sie denn, die so einen Satz unverständlich macht: „Sie zeigen offen, dass die Zeiten der Verständigung vorbei sind” ?

    Nochmal: Ich sage NICHT; dass ich das richtig oder gar toll finde. Ich sage dass Sie, Don Alphonso, das Symtom zur Krankheit erklären, um das eigentliche Problem nicht angehen müssen!

    „Kognitive Dissonanz“ zunächst korrekt zu erklären, aber schon zwei Sätze weiter Hamas Leute zu „Terroristen“ zu erklären, aber vorher die israelischen Bomben Politik mit der 20mal so grossen Zahl an zivilien Toten, als eine nicht gut genug funktionierende Friedenspolitik zu bezeichnen, DAS ist ebenfalls „kognitive Dissonanz“. Oder wie es normale Menschen nennen, zweierlei Mass anlegen.
    Also der oberste Grundsatz der US-NATO Politik und natürlich auch Putins Politik. (Sowas muss man ja hier immer dazu schreiben, sonst wird einem gleich wieder weiss was unterstellt.)

    Vor ein paar Blogs stand eine nur allzu wahre Frage: Wie das wohl aussehen wird, wenn das noch zwei Jahre so weitergeht?
    Wäre das nicht das eigentliche Thema angesichts der Untätigkeit der Regierung?

    • Ein gewissen Mass an Iroie muss man bei mir immer voraussetzen.

    • In einem Punkt hat Sarrazin jedenfalls absolut recht:
      Der IQ der Biodeutschen tendiert immer stärker gegen Null.

      Anders ist es nicht zu erklären, daß ausgerechnet die, die Sarrazin an weiterer sinnloser Population hindern möchte, ihm lautstark zujubeln und sein Buch kaufen.

      Sarrazin ist einer derjenigen, die permanent versuchen, Rassismus gesellschaftsfähig zu machen.

    • Hmmm....Otto Meier....
      Wissen sie, ich hab versucht es so einfach wie möglich zu beschreiben, aber ihr Kommentar zeigt, dass selbst dies noch viele überfordert.

      Also werd ich es noch einfacher versuchen:

      Ich habe weder Sarrazin noch seine Bücher gelobt, auch niemals eines davon in der Hand gehabt.
      Ich habe Medienartikel über ihn und mit ihm gelesen und dabei gesehen, dass er als einziger das GRUNDSÄTZLICHE zweigeteilte Problem anspricht, dass weder eine braucbare Flüchtlingspolitik und erst Recht nicht die Spur einer dringend nötigen Immigrationspolitik fehlen!
      Ich hab das übrigens auch damals schon hier angesprochen aber, da es wohl für die meisten nicht als kommendes Problem erkennbar war, ist es unter den Tische gefallen.

      Haben sie es jetzt kapiert, wovon ich rede?

    • Ob ich es jetzt kapiert habe? Aber Hallo!
      Allein die Nennung der Sarrazinschen Pamphlete ist ein Unding, TDV. Sie stellen einen gefährlichen Zusammenhang her, wenn Sie etwas Schlechtem etwas Gutes abgewinnen, ob Sie das nun wollen oder nicht. Als Einziger hat Sarrazin die Asyl- und Einwanderrungspolitik auch nicht thematisiert, diese Problematik wurde immer schon und zu allen Zeiten thematisiert. Angefangen bei den Urvölkern bis hin zum Deutschen Bundestag. Sarrazin hat diese Thematik für seine Selektionsphantasien genutzt. Und das verbietet es schlicht und einfach, ihn in irgendeiner Form positiv zu nennen.

      Aber wenn es Sie beruhigt, meine Antwort war nicht auf Sie bezogen, noch auf Ihren Beitrag generell, sondern nur auf Sarrazin und seine Befürworter, zu denen Sie ja nicht gehören, wie Sie schreiben.

      Warum mich dieser Sarrazin so nervt?

      Schon die Klassifizierung der Menschen, egal in welcher Weise, zeugt von einem Menschenbild, welchem ich nichts aber auch garnichts abgewinnen kann. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 sollte wirklich so langsam nicht nur zur Pflichtlektüre, sondern zur Realität werden. Das würde solche Diskussionen sofort als das entlarven, was sie sind: Der untaugliche Versuch, mit schönen Worten über die wahren Motive hinwegzutäuschen, Ängste manipulativ zu mißbrauchen.

      ————–

      Präambel:

      da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

      Artikel 1
      Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

      Artikel 2
      Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
      Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

      Artikel 22
      Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

      Artikel 25
      1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.

      ————–

      Fällt Ihnen da etwas auf, TDV? Es ist von Menschen die Rede, nicht von Asylanten, Einwanderern, Flüchtlingen, Deutschen, Syrern, Roma oder wem oder was auch immer. So etwas gibt es im Sinne der Menschenrechte, die ihren Niederschlag ansatzweise auch in unserer Verfassung und in den Grundrechten gefunden haben, nicht. Das Recht auf Freiheit von Not und Furcht aller Menschen in dieser Welt, egal wo sie sich befinden oder wohin sie gehen, denn das Recht, ihr Land zu verlassen, schließt das Recht ein anderes Land zu betreten doch mit ein. Ansonsten wäre es wohl sinnlos.

      Als Mensch haben wir Verantwortung für alle Menschen, egal wie die Umstände sind, besonders aber, wenn sie sich in unserem Wirkungskreis befinden. Und das schließt auch „Armutsflüchtlinge“ mit ein, denn unser Reichtum ist (auch) Ursache ihrer Armut. Zu unterscheiden ist unmenschlich. Das ist letztlich Selektion.

      Sie, TDV, schreiben: „Zum x-ten Male: Sarrazins Buch damals mag absurd und peinlich argumentiert haben, aber er hat als erster lautstark auf dieses Thema hingewiesen und eine sofortige Diskussion darüber gefordert, welche und wie viele Immigranten einwandern dürfen.
      Heute ist das plötzlich eine banale Forderung, der sich die Politik längst hätte annehmen müssen.“

      Kein Kommentar.

  112. Woher das Geld für die Schlepper?
    Weiß das jemand? Don? Eben sagten im TV welche, dass sie schon 10.000 Dollar für Schlepperdienste bezahlt hätten. Komisch, dass diese Frage so gut wie keine Rolle spielt.

    • Nicht alle Afrikaner sind arm, und es gibt oft grössere Familienvermögen. In vielen Fällen kommt das Geld aber auch aus Deutschland von Leuten, die schon hier leben, eisern sparen – wie das geht, müsste ich mal erklären, aber es ist möglich, das gesamte Taschengeld zu sparen – und dann alles nach Afrika überweisen. Das ist auch der Grund, warum das Sachleistungsprinzip so unbeliebt ist.

      Früher war es so, dass Schlepper die Leute selbst nach Italien brachten, wo sie dann ein, zwei Jahre quasi als Leibeigene die Kosten abarbeiteten, meist auf den Plantagen Siziliens. Mit dem Bürgerkrieg in Libyen un den Rettungsaktionen und dem faktisch durchgesetzten Verbot von Zwangsarbeit müssen Flüchtlinge jetzt zahlen, werden aufs Wasser geschickt und dann kommt der Notruf. Und damit finanzieren sich dann die Konfliktparteien.

    • Wenig überzeugend, lieber Don
      Rechnen wir mal hoch. Eisern Millionen und Abermillionen vom Taschengeld sparen? Vermögende Afrikaner setzen ihr Leben in Nussschalen aufs Spiel? Die Balkan-People werden auch nicht vermögender sein. Das mit dem Notruf, womit sich dann die Konfliktparteien finanzieren sollen (???), verstehe ich sowieso nicht. Wie ist das gemeint?

      Ich denke, künftige Historikergenerationen werden die Details klarer sehen, als wir Zeitgenossen das vermögen. Eines sehe ich allerdings auch jetzt schon klar: das extreme Wohlstandsgefälle auf der Welt führt unvermeidlich zu Kriegen und Flucht. Und die Wohlhabenderen bezahlen unvermeidlich jetzt schon mit ihrer Wohlhabenheit, ob sie es wollen oder nicht. Was unter den mehr oder weniger Wohlhabenden unvermeidlich zu Konflikten führt, einschließlich des Nazi-Syndroms.

  113. absolut
    warum wird das nicht benannt?
    sei es sz, zeit oder faz?

    dieses …wegducken… macht mich wütend.
    sry, ich habe meinen kommentar nicht benannt, war in eile.

    Don Alphonso, warum handeln unsere (mainstream)medien so? weshalb wird nicht versucht, eine zumindest von *unserer* (den *bemüht* rational denkenden menschen) Seite ausgewogene und faire Debatte zu führen?

    • Manche Medien haben sich – vermutlich aus Angst vor einer neuen Pegida – eben dazu entschlossen, eine redaktionelle Linie zu fahren. Das hat auch etwas damit zu tun, dass viele Leute in Berlin und anderen grossen Städten arbeiten, relativ jung und links sind, ud das Thema angesichts der entwicklung auch sehr schwierig ist, will man es sauber machen. Es gibt aber genug Möglichkeiten, es schön hinzudrehen.

    • Danke.... freut mich...
      … das wusste ich zwar, aber war mir in diesem Falle nicht sicher…

    • SIe verwechseln da was....
      Die Zeiten in denen es die Aufgabe von Zeitungen war Information zu bringen und diese auch noch deutlich gekennzeichent von den Meinungen der Redaktion abzugrenzen, die sind leider schon sehr, sehr lange vorbei. Falls sie sehr jung sind, so was gabs früher tatsächlich mal….

      Zeitungen gehören Konzernen und haben die Aufgabe ein Produkt zu sein, das Profite für die Anteilseigner erwirtschaft. Man hat ein Marktsegment, auch Zielgruppe genannt und statt Fakten bringt man eine Mischung aus Information und erwarteter INterpretatzion dieser Fakten, also nur genau das, was das Publikum des betreffenden Mediums lesen will. Denn nur dann bezahlt es auch dafür.

      Das hat das TOTALE Verschwinden jeglicher Qualitätsmedien ausgelöst.
      Auf dem Markt ist diese Entwicklung natürlich „alternativlos“, denn auch noch die peinlichste Karikatur eines Journalisten will nicht von Hartz iv leben müssen. Man kann diese Entwicklung sogar bei den Prantls der Medienwelt nicht übersehen.

  114. entschuldigung,
    jetzt muss ich nochmal nachlegen:
    „Der Todes-Laster kam aus Ungarn “
    Why?
    Why??
    Wenn *die Anderen* nur von Flüchtlingen, von Nazi-Sachsen etc. schwafeln,
    warum bringt eine FAZ solche Headlines?

    …Headlice…

    sry. :( das macht mich taurig. wieso kann ich den leuten, hier, in meiner lebenswertesten stadt der welt, nicht helfen dürfen und gleichzeitig das system, dass solch einen massiven abusus fördert nicht kritisieren dürfen. entweder oder. das nervt. :(

  115. Titel eingeben
    ja stimmt schlepper sind die mafia und wenn man sich das in österreich jetzt ansieht wer da alles dahintersteckt erschreckend es bedarf jetzt einer engen zusammenarbeit der betroffenen länder und harter strafen ohne mit der wimper zu zucken der fahrer hat den tod dieser 70 personen billigend in kauf genommen und war dann feige geflüchtet

  116. Differenzieren bis man zum Terrorhelfer wird
    Differenzierung ist wichtig. Man kann zu wenig davon haben, oder auch zu viel, das hängt von der Situation ab. Gegenwärtig erleben wir eine rechtsextremistische Terrorwelle wie wir sie in Deutschland seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr gesehen haben. Zu diesem Zeitpunkt nach mehr Differenzierung zwischen Nazis, Rechtsextremisten, Rechten und besorgten Bürgern zu rufen, ist meiner Ansicht nach grundfalsch und spielt tendenziell den Naziterroristen politisch in die Hände. Wer jetzt nicht öffentlich in Bausch und Bogen verdammt was sich da abspielt, macht sich mitschuldig. Und den Worten müssen Taten folgen, es darf kein Gezauder sein wie es vor allem die sächsische Polizei seit Jahren gegen Rechts zeigt, aus welchen Gründen auch immer. Wer als Konservativer danach schielt wie er sich halbherzig distanzieren und gleichzeitig politisch doch noch ein paar Wählerstimmen der „Asylkritiker“ abschneiden kann, macht sich mitschuldig. Wer sich dem Nazi-Terror jetzt nicht unmissverständlich und mit allen ihm gegebenen Mitteln entgegen stellt, ist ein nützlicher Idiot der Naziterroristen und letztendlich Terrorhelfer.

  117. „Wir sind das Pack“
    „Wir sind das (Vernunftbildungsdifferenzhandel-)Pack“.

  118. Wünsche
    Interessante Debatte hier, lieber Herr Don. Darf man sich auch wie früher im ÖRR etwas wünschen? Ja? Ich wünsche mir in Ihrer Blogreihe folgendes Thema, das nach meiner Auffassung bisher eine viel zu geringe Rolle spielt: Wie wird sich die Flüchtlingsfrage in den nächsten Jahren auf unsere Gesellschaft auswirken? Werden wir brasilianisch segregiert oder kommt ein neuer neosozialistischer Kollektivismus? Was bleibt dem besorgten, weißen Mann im Fertighausvorort von seinem bisher historisch einmaligen Wohlstand? Droht eine konservative Revolution oder haben sich die Trittins jetzt ihren Wunsch nach Beseitigung des deutschen Bürgertums erfüllt? Bis zum nächsten Mal..Gruß

  119. Was weigentlich
    ist ein gewisser Herr Elsässer?

  120. Mich würde interessieren
    Erleben wir gerade den Höhepunkt einer Entwicklung, oder stehen wir noch am Anfang.

    • Es ist wohl der Anfang....
      Bezeichnend ist natürlich. dass diese entscheidende Frage in KEINER Zeitung auftaucht. Aber von solcher Regierung anders zu erwarten wäre lächerlich.

      Interessant ist aber, dass man zumindest mal ausnahmsweise den Spiegel loben muss, der immerhin so weit geht darauf hinzuweisen, dass es die Wirtschaftspolitik Europas und er USA ist, die das alles verursacht!

      Natürlich strotzen die betreffenden Staaten Afrikas und es Balkans von Inkompetetnz, das ist ja seit Jahrzehnten nicht gerade eine neue Einsicht. „Wir“ haben keinerlei Intersse daran, mit dem was wir unverschämterweise als „Entwicklungspolitik“ bezeichnen diese Zustände zu verbessern, sondern wir benutzen diese lediglich konsequent und bewusst zur Profit Maximierung!

      Die jetzige Reaktion wollte natürlich niemand vorhersehen. Aber der Zusammenhang ist nun mal offensichtlich, wenn man ihn sehen WILL.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlings-drama-europa-traegt-mitschuld-kommentar-a-1050220.html

  121. Ich bin auch ein Teil vom Pack
    Wer hier verallgemeinert, der ist mehr als kurzsichtig. Und wer mich als Pack bezeichnet, der alelt mich ja direkt.

    Bei einer solchen verkorksten Ausländerpolitik, die nur Wert auf ne hohe Arbeitlosen-Zahl legt (weil das hält das Lohnniveau auf nen Niedrigstlohn-Standard) und damit der Wirtschaft in die Hände spielt, bin ich stolz, zum Pack zu gehören!

    Mit unfreundlichen Grüssen an die (noch) Regierenden

    • Tippfehler-Korrektur
      wer denkende Menschen als Pack bezeichnet, der adelt uns….. (ehrt uns)

  122. Noch einmal nachgedacht:
    Ich hätte wohl eher wenig dagegen, wenn die Balkanflüchtlinge ohne (!) Prüfung des Einzelfalls sofort zurückgeschickt werden – sofern diese im Gegenzug im Heimatland dann die Möglichkeit erhalten, bei noch einzurichtenden EU-Stellen kostenpflichtig (immer noch billiger als die Reise) Asyl in der EU zu beantragen. Anerkennungsquote 0,1 Prozent – und die Leute sind sofort draußen. Über solche und ähnliche Ideen müsste man sich unterhalten, finde ich.

    Das ist das Eine.

    Andererseits aber frage ich mich, warum es so schlimm gewesen sein soll, dass Gabriel gewalttätige bzw. massiv gewaltbereite rechte Krawallmacher: „Pack“ genannt hat?

    Sind diese Leute denn nun kein Pack, kein rechter Pöbel, keine rechten Krawallheinis, die zumeist hirnlose oder bestenfalls „falsch informierten“ Parolen anhängen ?? Wann genau geschah es, dass sich diese Leute, welche brennende Flüchtlingsheime mit Johlen und Begeisterung kommentieren, in feinsinnige „Asylkritiker“ mit guten Manieren verwandelt haben, die ein durchaus ernstes und Ernst verdienendes Anliegen vertreten?

    Kein Pack?

    Wie bitteschön ist denn der konkrete Sprachgebrauch in diesen gewaltbegabten rechten Kreisen, welche straflos Hetzjagden auf Polizisten, Flüchtlinge und demokratische Gegendemonstranten unternehmen, welche Hassparolen brüllen, also wie sprechen diese rechten Krawallheinis z.B. über grüne Bundestagsabgeordnete, die sich für Menschenrechte einsetzen? Oder wie sprechen diese Leute über absolut jeden (!) Bürger, welcher der Auffassung ist, dass die Kriegsflüchtlinge aus Syrien eine menschenwürdige Unterbringung verdienen?

    „Volksverräter“

    Das ist deren Wort. An diesem Wort lässt sich das Pack problemlos erkennen. Und nicht eine einzige Sekunde zweifle ich daran, dass das Wort vom „Pack“ bei diesen Leuten sachlich korrekt ist.

    Ob es aus polit-taktischer Sicht richtig ist, allerdings: Daran habe ich erhebliche Zweifel. Gabriel hat hat einen Fehler gemacht, als er richtiger Weise von „Pack“ sprach. Denn so macht es es dem Pack zu einfach – stattdessen hätte er dieses (politisch!) widerwärte Pack für seine erbärmlichen und oft offen neofaschistischen Auffassungen kritisieren sollen. Er hätte auch sagen sollen, dass auch zu Gewalt neigende Leute mit politisch widerwärtigen Standpunkten menschlichen Respekt verdienen, sogar dann, wenn sie anderen Menschen (z.B. schützenden Polizisten, „linksgrünen“ demokratischen Politikern oder Flüchtlingen) jeglichen Respekt aufkündigen.

    Doch, doch. Es ist Pack. Ganz eindeutig sogar. Das gilt selbstverständlich auch für die Leute, welche hier in den Kommentarzeilen ihre unverhohlene Sympathie fürs Pack zum Ausdruck bringen.

    Nur ist es eben nicht klug, sie auch „Pack“ zu nennen. Deshalb nicht, weil damit der menschliche Respekt aufgekündigt wird – das hat nicht einmal politisches „Pack“ verdient. Mit Entmenschung lässt sich schwerlich für Respekt und Toleranz werben. Und auch deshalb, weil damit der Entsachlichung der politischen Auseinandersetzung das Wort gegeben wird – an Stelle des Argumentes tritt die abwertende Bezeichnung.

    Übrigens ist das genau das, was eben auch typisch für das Pack ist. Überaus typisch sogar.

    Und darum ist es falch, dieses politische Pack: „Pack“ zu nennen. Genau darum.

  123. "Ist auch dieser Beitrag nicht Ausdruck der Hilflosigkeit?"
    Wieso Ausdruck der Hilflosigkeit? Nein, Ergebnis der Politik von Basta-Schröder, Chaoten-Micha, Mutti Merkel und die Pöbler Westerwelle – „leistungsloser Wohlstand der HartzIV-Bezieher“, Münterfering – „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen“, und v.a. Denn: Wer einen (stetig zunehmenden) Teil des Volkes auf niedriges Niveau setzt, der brauch sich nicht zu wundern, wenn dann niedriges Niveau im wahrsten Sinne des Wortes zurückschlägt. Actio = reactio!

    • Na, wenn das keine Hilflosigkeit wäre, sich auf dasselbe Niveau herabzubegeben.
      Das aber hat der Don ja nicht getan und so habe ich das auch nicht gemeint. Vielmehr dachte ich an die fehlenden Alternativen oder eine glasklare Stellungnahme, ohne Ironie, Sarkasmus usw.

      Allerdings, meine Lösung scheint nicht unbedingt auf Wohlwollen zu stoßen, was ich angesichts der von Ihnen angesprochenen Entwicklung durchaus verstehe. Das eigene Hemd ist dem Menschen eben doch (noch) näher, als das Schicksal der anderen. Auch wenn ich das anders sehe, der Realität verschließe ich mich deshalb nicht. Ich versuche nur, Denkanstöße zu geben.

  124. Titel eingeben
    Wow,
    eine entstehende Perle unter den Blogs.

    Ich kann nahezu allen Meinungen und posts zustimmen die hier getätigt wurden. Unideologisch. Das wirft beträchtliche Dilemma auf!!

    Um den kognitiven Geist dieser gewordenen Debatte, und des bereichernden Austauschs weiter zu befeuern, hier ein spontaner Versuch einer Übersicht, in aller gröbsten Stichworten und Inhaltspunkten. Relativ ungeordnet gegliedert.

    • Schutz des Lebens und der Unversehrtheit an sich!
    • Menschenverachtung
    • Menschenrechtsverletzungen
    • Grundrechte
    • Rechtsbeugungen und Auslegungen

    • Straftaten und Tatbestände!
    • existenzielle Nöte und Ängste
    • humanitäre Katastrophen
    • Opfer
    • Gewalt von Staaten, Herrschenden, Militärs, Autoritäten, Bürgern, Menschen und Opfern, und sogar von Tieren.
    • das Recht auf: Leib und Leben und Seele
    • Freiheit
    • Würde, und das Grundgesetz
    • Pazifismus
    • kulturelle Identität und Integrität

    • Geschichte und Historie des Zusammenlebens
    • Probleme des Zusammenlebens
    • Schwierigkeiten des Individuums
    • offensichtliche Probleme der Integration
    • Probleme der Kommunikation unter Staaten, Völkern, Kontinenten und Gemeinschaften
    • Probleme der allgegenwärtigen Propaganda
    • der (Gesellschafts-) Strukturen
    • in zivilisierten Gesellschaften, wie in allen anderen

    • die Stellungnahme: „Wahrheit ist der größte Schatz eines Landes,… denn in ihr finden Menschen Rückhalt in Zeiten der Not.“
    (aus dem Taoismus)

    • Kognitive Fähigkeiten
    • Kollektivismus
    • Utilitarismus
    • Humanität
    • Politik
    • menschliche und charakterliche Verwerfungen

    • Geldwirtschaft, Bankenwesen, Zinseszinsen, Geldkreisläufe
    • soziale (Ab-)Sicherung
    • Würde, und das Grundgesetz
    • Finanzwirtschaft, Finanzwesen, Finanzmärkte
    • Habsucht
    • Hochfinanz
    • Egoismus, Selbstsucht
    • Maßlosigkeit und Gier
    • Probleme der allgegenwärtigen Werbung

    • Radikalisierung
    • gesellschaftliche, globale „Spiel“regeln, und sind diese überhaupt jedem bekannt, oder auch nur zugänglich
    • und finden wir sie gut!?
    • gehen sie längst zu unseren Lasten!?
    • das „Spiel des Lebens“ … diesen Titel fand ich beim gleichnamigen Brettspiel, als Bub schon, obszön
    • Monopoly ^^
    • Neoliberale Durchdringung unseres Denkens und Wirtschaftens

    • Ökonomisierung von allem
    • Überforderung des (gesunden Menschen-)Verstandes damit
    • Verteilungsgerechtigkeit(en)
    • Wohlstand
    • astronomischer, bizarrer Reichtum
    • Ökologie und Weltklima
    • Klimagerechtigkeit weltweit
    • Schutz der Umwelt
    • Mobilität
    • Automatisierung
    • Rationalisierungen in Produktion und Wirtschaft
    • Computer- und Digital Zeitalter

    • soziale Intelligenz
    • Werte, Ethik, Tugend, Anstand
    • Emotionen, Fühlen, erleben und Denken
    • Weisheitskompetenzen
    • buddhistische Weltanschauung als heilsame Reise zu sich selbst (Thich Nat Hann – Das Herz von Buddhas Lehre) also doch ein bisschen,
    Human-Ideologie zum Selbstzweck ^^

    Ich bin vor einigen Stunden auf diesen Blog gestoßen. Und nach vollständigem lesen war mehr als assoziatives Denken noch nicht drin. Es ließ mich nicht schlafen. Alles hier aufgeworfene hielt ich für definitiv relevant. Ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit!!
    Es scheinen allerdrängendste Fragen dieses Planeten zu sein! Mehr als nur Begrifflichkeiten! Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Teil dessen.
    Alles nun gegliederte hängt miteinander zusammen.

    Es wird nur die Sicht weit hinaus über den (jeweils eigenen) Tellerrand hinaus vielversprechend sein. Zehntausende Stunden Diskussion müssen her!

    Echte Globalisierung hieße für mich sich dem weltweit zu stellen. Universal gültig und verpflichtend. Bindend auf einer humaneren Weise, als der gegenwärtigen.

    Die Verwerfungen werden zu groß, – zu unübersichtlich! Damit ist zu Wenigen gedient.

    Die UN kann nur ein Anfang gewesen sein. Das weltweite Staats- Banken- und Finanzwesen ebenfalls.

    Ein zweiunddreißig Jähriger UrDeutscher – Vater eines Sohnes und Pfälzer – wünscht sich neue Föderative Ansätze. Für die man(n) sich nicht fremdschämen muss weltweit.

  125. Merkel & Co. stehen doch voll neben den Schuhen
    Aus meiner unmaßgeblichen Sicht, kann keine Volkswirtschaft der Welt JÄHRLICH Zuwanderer im Bereich von 1% der eigenen Bevölkerung verkraften. Schon heute ist Deutschland „auf Kante genäht“ und kann trotz aller Steuermehreinnahmen kaum die eigene Bevölkerung samt Infrastruktur ein angemessenes Auskommen garantieren.
    Wer behauptet, Deutschlands Wirtschaft integriert jährlich 500.000 Fachkräfte, der lebt an der Realität vorbei. Die deutsche Industrie hat im Gegenteil bis jetzt 750.000 Fachkräfte der Generation 55 + in Hartz IV entsorgt. Die allermeisten der zu erwartenden 800.000 „Refugees“ werden in das bereits jetzt mit 7,4 Millionen überstrapazierte Hartz IV System migrieren, mit ungeahnten Folgen für uns alle. Merkel sollte ihren Volk wenigstens die Wahrheit sagen, die Anhebung der KV – Beträge ist erst der Anfang, weiter drastische Steuererhöhungen werden folgen. Die menschenwürdige Versorgung eines „Refugees“ dürfte pro Kopf und Monat minimal bei 1.000 € liegen. Ich denke pro Jahr ist mit mindestens 10 Milliarden zu rechen – dabei sind die fehlenden 500.000 Wohnungen noch gar nicht eingerechnet !
    Das „Zaubermittel“ wäre, daß unsere Gesellschaft, samt Regierung, auch allen „Altbürgern“ eine auskömmliche Existens sichern würde. Dann hätte Ausländerfeindlichkeit kaum Nährboden. Aber genau das kann sie nicht! H4 ist kein Ersatz; es ist eine Droge, die zu den bezeichneten Exzessen führt. Was es gibt, ist nur eine ökonomische Mindestversorgung, die nur gerade soziale Unruhen verhindern soll.
    Der Rassismus erscheint immer wieder mit seiner engen Verbündeten, der Sozial-/Abstiegs-Angst, der stets wachen Furcht, im Kampf um den Platz an der Sonne im neoliberalen „Außer-Rand-und-Band-Kapitalismus“ noch weiter in den Schatten gedrängt zu werden. Der Kapitalismus an sich ist schon ein Ursprung des Rassismus. Denn indem er diese sozialen Unterschiede produziert, befördert er, was der Ungeist ohnehin verfolgt.

  126. Irgendwie...bekannt...
    Vor dem „Pack“ gab es schon andere Dinge…Zur Erinnerung :
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498768.html

  127. Abschließend nochmal zur unmenschlichen Unterscheidung der "Flüchtlinge"
    Das Fazit vorweg: An Armut zu sterben ist also etwas anderes, als durch eine Kugel zu sterben.

    Es ist eine unselige Diskussion, die da geführt wird. Eines der größten Probleme der Menschheit ist der Hunger. Durch Hunger sterben mehr Menschen als durch Kriege. Daß Kriegsflüchtlinge Asyl genießen, Armutsflüchtlinge aber nicht, ist mir nicht erklärbar. Vielleicht sollten die Zahlen der Armutstoten bzw. der Verhungernden mal mehr in das Licht der Öffentlichkeit gebracht werden:

    http://de.wfp.org/hunger/hunger-statistik

    Balkanflüchtlinge haben keine Menschlichkeit verdient? Na dann …

  128. Politik sollte Visionen haben
    Offensichtlich regiert die althergebrachte Politkaste mittlerweile an einem Großteil der Bevölkerung in der EU vorbei.
    Politik und Politiker in einer Demokratie sind aber nicht dazu da, ihrer Bevölkerung mit erzieherischen Maßnahmen, mit gelenkter Presse und offensichtlichen Lügen eine Politik, eine Gesellschaft aufzudrücken, die sie selbst wohl für richtig und alternativlos halten, die es aber nicht ist.
    In Osteuropa und auch in der früheren DDR erinnern sich die Menschen noch genau an die Funktionsweisen der Unterdrückung und an die Manipulation der Medien. Im Westen ist das anders; die Menschen hier müssen sich erst noch daran gewöhnen, dass Medien sie ganz dreist manipulieren und Politiker mit den Medien Hand in Hand spielen.
    Für demokratische Politiker wäre es angebracht, schlicht die Strömungen und Meinungen in der Bevölkerung aufzunehmen, zu kanalisieren und in Politik umzusetzen, anstatt große Teile der Bevölkerung zu beschimpfen und zu beleidigen.
    Ganz konkret: Was bilden sich eigentlich die Altparteienpolitiker und ihre Lautsprecher in den Medien ein, den Menschen eine völlig andere Gesellschaft aufzwingen zu wollen? Sie sollen, so die gegenwärtige Propagandaoffensive, jeden Ausländer freudig begrüßen, jeden Ausländer mit Geschenken und Willkommenskultur überhäufen und sich darüber freuen, dass man ihnen ihre Heimat wegnimmt.
    Wir sollen zwangsweise kulturell bereichert werden, bunt, vielfältig und weltoffen sein. Und wenn wir das alles nicht wollen? Wenn wir gar nicht bereichert werden wollen, nicht bunt sein wollen, nicht vielfältig und auch gar nicht weltoffen? Dann beleidigt man uns, verunglimpft, diffamiert, hetzt.
    Wie wäre es denn, wenn diejenigen, die weltoffen sind, bunt und vielfältig, einfach in die Welt hinausziehen und ihr Leben so einrichten, wie sie es möchten: Zwischen Moslems oder Arabern, zwischen Dunkelbraunen, Kaftanträgern oder Kopftüchern, im kapitalistischen Amerika oder in einem indischen Ashram. Im wahrsten Sinne des Wortes steht doch diesen angeblich so fortschrittlichen Menschen die ganze Welt offen. Und wenn sie ihr soziales Herz entdeckt haben und unbedingt allen Menschen all ihr Habe schenken möchten, dann können sie das doch tun. Von Istanbul über Bagdad und Abuja bis Karachi. Helft dort vor Ort, ihr Gutmenschen! Aber lasst uns hier in Ruhe. Wir haben für uns nur dieses kleine Stückchen Heimat, uns steht die Welt eben nicht offen. Genau deshalb gibt es die Unruhe. Zwangsbereicherung, zwangsweise Umvolkung, das nimmt nicht jeder einfach klaglos hin. Lasst uns unsere Heimat und beglückt den Rest der Welt, dann wird sich das Thema Rechte, Nazis, Pack usw. von ganz alleine erledigen.

    • Ganz konkret?
      Bis zu der Stelle, an der Sie „ganz konkret“ werden, Herr oder Frau Calenberg, konnte ich Ihnen ja noch folgen. Dann aber wurde es doch sehr völkisch. Aber trösten Sie sich, auch ich wünsche mir manchmal, manche Bürger würden das Land verlassen und nie zurückkommen. Schließlich gibt es ihresgleichen ja auch überall auf der Welt, so daß es ihnen nicht schwer fallen dürfte, eine neue „Heimat“ zu finden, insbesondere eine geistige.

      Andererseits wäre dadurch das Problem ja nicht gelöst. Ob es allerdings überhaupt eine Lösung gibt, Umerziehungslager sind zumindest bei uns ja nicht mehr opportun, daran habe ich ernsthafte Zweifel. Zu oft mußte ich feststellen, daß eine fruchtbare Auseinandersetzung an absoluter Ignoranz und Intoleranz scheitert.

      Dennoch sollte man die Hoffnung nie aufgeben, womit ich beim Beginn Ihrer Antwort wäre. Denn es ist völlig richtig, daß die dilettantische und menschenfeindliche Politik der letzten Jahrzehnte dazu geführt hat, daß Parallelgesellschaften entstanden sind, daß die Solidarität gegen Null tendiert, daß die Gesellschaft auseinanderbricht, auseinandergebrochen ist. Obwohl Sie also den richtigen Adressaten genannt haben, wenden Sie sich dennoch gegen die Opfer dieser Politik. Und das ist arm. Nach oben de facto zu buckeln und nach unten zu treten ist eben doch der einfachere Weg, oder? So ganz wirkungslos scheint die Manipulation durch die Politik also nicht geblieben zu sein.

      Ich verstehe schon, daß insbesondere die Menschen am Rande unserer Gesellschaft sich durch die aktuelle Entwicklung bedroht sehen. Und das auch noch von zwei Seiten, der Politik und den Flüchtlingen. Ich verstehe schon, daß man sich dagegen wehren will und das auch sollte. Aber doch bitte gegen die wehren, die die Entwicklung schon vor Jahrzehnten eingeläutet haben und – Mensch bleiben.

  129. Goblisierung
    … der Anfang ( Prolog …)

    Der chilenische Präsident Salvador Allende hält 1972 vor der UNO eine Rede gegen die internationale Macht der Konzerne und den Neoliberalismus …

    -Der Verlust weitreichender nationaler und politischer Gestaltungsmöglichkeiten
    -Das Wachstum der Armut
    -Die Deutungshoheit der einseitigen Logik des reinen Gewinnstrebens bzw. des ökonomischen Paradigmas
    -Das Aufzwingen einer neoliberalen Wirtschaftsdoktrin auf Entwicklungs- und Schwellenländer seitens IWF und Weltbank
    -Die Missachtung völkerrechtlicher Souveränität

    … ( Textus )
    1972 verwendet Bundeskanzler Willy Brandt erstmals den Ausdruck Neue Mitte.
    Wo genau sich diese befindet und durch welche Positionen sie sich charakterisiert sind vage.

    … ( Epilog )

    2015 … Die heute herrschende Polititkaste ( siehe auch Merkel/Gabriel ) hat nun die Position besetzt/manifestiert als quasi unabhängigen Raum. Man schwebt über allem wie der Geist über dem Wasser. Der banalen menschlichen Einschätzung entrückt. Wert(e)frei …

    Somit kann alles – je nach dem – als Rechts, Links, Nazi, Pack, falsch, richtig bezeichnet werden ohne sich politisch/menschlich in ein Koordinatensystem zu begeben.
    Man ist frei, sämtliche politische Maßnahmen und Äußerungen als alternativlos, folgerichtig und als nicht angreifbar zu definieren.

    Das ist die reine Macht –
    zu tun oder zu lassen was auch immer einem beliebt.
    Man ist niemanden Rechenschaft schuldig.

    Eine neue Weltordnung …
    Die demokratisch parlamentarische Staatsdiktatur.
    Die Politik hat uns endgültig FREI gemacht!

  130. Das nicht gedachte
    Das Problem sitzt tiefer in den Köpfen.
    Lüge wird zur Wahrheit. Wer die Wahrheit sagt verliert.

    ……………………………………………………………………

    … der Anfang ( Prolog …)

    Der chilenische Präsident Salvador Allende hält 1972 vor der UNO eine Rede gegen die internationale Macht der Konzerne und den Neoliberalismus …

    -Der Verlust weitreichender nationaler und politischer Gestaltungsmöglichkeiten
    -Das Wachstum der Armut
    -Die Deutungshoheit der einseitigen Logik des reinen Gewinnstrebens bzw. des ökonomischen Paradigmas
    -Das Aufzwingen einer neoliberalen Wirtschaftsdoktrin auf Entwicklungs- und Schwellenländer seitens IWF und Weltbank
    -Die Missachtung völkerrechtlicher Souveränität

    ……………………………………………………………………………….

    … ( Textus )
    1972 verwendet Bundeskanzler Willy Brandt erstmals den Ausdruck Neue Mitte.
    Wo genau sich diese befindet und durch welche Positionen sie sich charakterisiert sind vage.

    ……………………………………………………………………………….
    … ( Epilog )

    Die herrschende Polititkaste ( siehe auch Merkel/Gabriel ) hat nun die Position besetzt/manifestiert als quasi unabhängigen Raum. Man schwebt über allem wie der Geist über dem Wasser. Der banalen menschlichen Einschätzung entrückt. Wert(e)frei …

    Somit kann alles – je nach dem – als Rechts, Links, Nazi, Pack, falsch, richtig bezeichnet werden ohne sich politisch/menschlich in ein Koordinatensystem zu begeben.
    Man ist frei, sämtliche politische Maßnahmen und Äußerungen als alternativlos, folgerichtig und als nicht angreifbar zu definieren.

    Das ist die reine Macht – zu tun oder zu lassen was auch immer einem beliebt.
    Man ist niemanden Rechenschaft schuldig.

    Eine neue Art die Welt zu ordnen …
    Die demokratisch parlamentarische Staatsdiktatur.
    Hat uns die Politik hat endgültig FREI gemacht?

    Oder sind sie verblendet, ruchlos und voller eigendünkel.
    Abgehoben im Nebel des Wahnsinns. Gut oranisiert und verbrecherisch.

  131. Pack ist eine Diffamierung
    Einen anderen Menschen oder eine ganze Gruppe von Menschen, die ihrem verfassungsmäßig verbrieften Recht auf freie Meinungsäußerung nachkommen pauschal als Pack zu verunglimpfen ist eine Diffamierung und Entgleisung sonders gleichen. Das mag auf Leute zutreffen die Heime anzünden oder andere Menschen tätlich angreifen, aber nicht auf Demonstranten die es wagen in diesem Land noch ihre Meinung zu äußern, die nicht dem Mainstream entspricht oder der Meinung des Hr. Gabriel. Das was gegenwärtig in unserem Land passiert, ist eine Bedrohung unseres Staates, unseres Volkes und unserer Freiheit in einem nicht vorstellbaren Maßstab. Nein, ich meine damit nicht die unkontrollierte Einreise von abertausenden Menschen, was natürlich auch ein Problem ist. Ich meine damit, dass es mittlerweile in diesem Land offenbar nicht mehr möglich ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und diese frei zu äußern. Diese sich auf allen Seiten ausbreitende Intoleranz ist der Feind den es zu bekämpfen gilt. Jemand der andere Menschen als Pack tituliert, weil diese ihre Meinung sagen, der ist ein Nazi!

  132. Mögliche moderne Nazipackdefinition
    Jeder Mensch, der Gewalt gegen andere ausübt oder Eigentum anderer zerstört, andere beschimpft und nicht gewillt ist sich um Einigung zu bemühen und dafür einen Haufen Ausreden benutzt ist ein Nazi.
    Da es uns allen von Zeit zu Zeit so geht, dass wir wider die Vernunft bockig sind und das unterschiedlich ausleben, lässt sich sagen, dass wir alle einen Nazianteil haben.
    Anders ausgedrückt der Nazi in uns ist der angstbeladene tierische Anteil in uns, den wir in Abhängigkeit von Temperament und Sachlage unterschiedlich gut im Griff haben.
    Je besser dieser Nazi im Griff ist desto höher ist der Grad der (kennt noch einer das Wort?): Zivilisation.
    Diesen Nazianteil muss die ganze Gemeinschaft beruhigen und notfalls kontrollieren, insofern haben die ganzen Nazi!-Rufer auf jedenfall Recht beziehungsweise sie sind auf der richtigen Spur. Nur schreien sie in eklatanter Unkenntnis an der falschen Stelle.
    Es geht weder um Hautfarben, Kleidung oder Religion und Herkunft. Es geht darum, haben die Menschen die hier sind und die die kommen ihren inneren Nazi im Griff haben.
    Menschen mit Angst haben naturgemäß ihren Nazi oft weniger im Griff.
    Somit sind die, die Pack brüllen selbst Mitglied dieser Formation;).

    Ich hoffe sehr auf das Erscheinen von Vernunft

  133. geht´s noch...
    Also mal ehrlich, ihr Gutmenschen habt aber wirklich NULL Plan; lest euch mal die Bedeutung des Wortes durch:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nazi

    Außerdem steht der Bürgerkrieg in Deutschlad vor der Tür, wann begreift ihr das endlich!?!?

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