Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

99 Gründe, warum Sextips Trottelplattformen auch nicht retten

| 109 Lesermeinungen

So sehen Medienerfolge im Internet aus: Kaum hatte Juliane Leopold, Chefredakteurin des deutschen Ablegers des US-Portals Buzzfeed, den Tweet abgeschickt, verbreitete er sich wie ein Lauffeuer im Internet. Diese Kampagnenfähigkeit muss man erwartet haben, als Leopold vor anderthalb Jahren in Berlin mit einer kleinen Redaktion startete: Viral, schnell, die Massen bewegend. Was auf den Tweet folgte, war atemberaubend. Medienberichte, Debatten, Erregung. Im Stil der journalistischen Bodendecker, für die Angebote wie Buzzfeed stehen, könnte man hier nun plakativ fragen: „Was ist da los?“ Nun, Juliane Leopold liess die Welt wissen, dass sie Buzzfeed Deutschland verlässt und ihren Job nun ein anderer/ eine andere/ einx anderx haben kann.

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Die Genderei macht hier durchaus Sinn, denn während das Mutterhaus in Amerika in seinen Anfangsjahren keinen sexuellen Aufreger liegen liess, sofern er nur Klicks und Nutzerinteresse versprach, war Buzzfeed in Deutschland fest in feministischer Hand. Etliche Beiträge waren erkennbar vom feministischen Blog „Jezebel“ inspiriert, und aus der persönlichen Nähe zu den Verursacherinnen des Aufschrei-Hashtags machte niemand einen Hehl. Angetreten, um die von den klassischen Medien abgewanderten Nutzer in sozialen Netzwerken zu beliefern, versuchte das deutsche Team einen Spagat zwischen übersetzten Themen aus Amerika und Eigenentwicklungen mit vielen Bildern und wenig Text. Im Mittelalter nannte man so etwas „Biblia Pauperum“, was manche Kollegen aber nicht hinderte, den Markteintritt von Buzzfeed in Berlin als neue Form des Journalismus zu loben. Nun könnten junge, eloquente Leute den alten Medien endlich einmal zeigen, wie das mit dem Internet wirklich geht.

Allerdings kam Buzzfeed reichlich spät auf den Markt. Mit Heftig.co gibt es eine lang etablierte Konkurrenz, die sich thematisch sehr nah an das amerikanische Vorbild hält, und mit 27 Millionen Visits im Monat zu den grössten deutschen „Nachrichtenportalen“ gehören könnte – wäre da nicht der Eindruck, dass die „Leser“ zwar schnell auf die reisserischen Überschriften und Listen hereinfallen, aber ebenso schnell wieder weg sind. Auch deutsche Blogs wie Nerdcore, Schlecky Silberstein, Dressedlikemachines, Urban Shit, Kraftfuttermischwerk und Blogrebellen liefern für eine junge Boh-ey-krass-Alder-Zielgruppe bildungsdistanzierte, leicht konsumierbare Unterhaltungsangebote, die sich eher an die männliche Kundschaft richten – insofern mag der Schwerpunkt bei Buzzfeed auf Frauenthemen nicht ganz dumm gewählt gewesen sein.

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Allerdings hauen auch die laut Welt “absolute Trottelplattform“ Bento.de von Spiegel Online und die eher streberisch anmutende Website Ze.tt von Zeit Online in die gleiche Kerbe – gerade so, als herrschte im aktuellen Medienbetrieb ein akuter Mangel an unzufriedenen Feministinnen, die den Zustand der Welt beklagen. Und dann ist da noch der deutsche Ableger von Vice, der neben Porno, Sport und linksradikaler Demoberichte auch noch viel Raum für Frauen zulässt. Byou von Bild Online setzt dagegen auf klassischen Trash mit sexueller Note – gewissermassen das nackte Mädchen von Seite Drei für Facebookfreunde. Und dann ist da noch der deutsche Social-Media-Überflieger „Der Postillon“, der neben Heftig.co zeigt, wie es wirklich im sozialen Netz geht – allerdings mit selbst erstellten, lustigen Einfällen und ohne Übersetzung amerikanischer Unterschichtenprojekte.

Gemein ist allen Projekten, dass zwar viele schreiben dürfen, deren journalistische Eignung man angesichts von Oktoberfestlügen bisweilen in Frage stellen kann – aber nicht jeder. Das war beim Jugendportal jetzt.de von der Süddeutschen Zeitung anders. Jetzt.de hat die Einstellung des hochgelobten Heftes überlebt, und früher scheinbar unbesiegbaren, heute jedoch längst vergessenen Projekten wie Livejournal, Studivz, Blog.de, Friendster und Myspace standgehalten. Vor wenigen Wochen jedoch sah man sich aufgrund des schwindenden Leser- und Nutzerinteresses gezwungen, jetzt.de einer Neuaufstellung zu unterziehen. Gleichzeitig hat die Süddeutsche versucht, mit einem sehr bildlastigen Mittelteil auf der Website Gestaltungselemente von Jugendportalen zu übernehmen – inzwischen ist dieser Block an den unteren Rand der Website gerutscht. Das Geschäft mit den bilderliebenden, dauernd online verbreitenden Jugendlichen ist offensichtlich doch nicht ganz so leicht, wie viele Medienhäuser sich das noch vor ein, zwei Jahren vorgestellt haben. Entsprechend ernüchternd fallen dann in der Fachpresse auch die Kommentare aus.

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Renner bei den sozialen Medien sind dagegen angesichts der Flüchtlingskrise nicht Analsextips von Bento.de, sondern auch die Vertreter der politisch voreingenommenen Publizistik. Irgenwo zwischen obskur, rechtslastig und verschwörungstheoretisch tummeln sich der Kopp-Verlag, die Junge Freiheit, die Deutschen Wirtschaftsnachrichten, die russischen Propagandaprojekte Russia Today und Sputnik News – oder gleich knallrechte Agitationsseiten wie unzensuriert.at, wenn nur genug Nutzer aufsprimgen. Der Umstand, dass soziale Netzwerke schon lang keine Medien nur für konsumfreudige Jugendliche mehr sind, und zunehmend auch von Älteren und Minderbemittelten aufgrund der unterkomplexen Handhabe bevorzugt werden, mag bei diesen doch eher überraschenden viralen Erfolgen eine gewisse Rolle spielen. Betrachtet man die zu den Extremen neigenden Reaktionen des Netzes, könnte man fast befürchten, der Mainstream werde sowohl von linkslastigen Jugendprojekten als auch durch rechtslastige Gegenöffentlichkeit kannibalisiert.

Gemäss dem Dictum, dass zwar nicht jeder im Netz ein Irrer, aber jeder Irre im Netz ist, muss so eine fatalistische Ansicht nicht zutreffen. Der Verfasser folgt bei Twitter sowohl linken wie auch rechten Linkschleudern, die offensichtlich viel Zeit haben, Argumente für ihre Standpunkte dem jeweiligen Publikum nahe zu bringen. Dort lesen sich dann auch fünfstellige Followerzahlen imposant. Real bleiben auf den Seiten bei einer Verlinkung aber oft nur ein paar hundert Leser übrig. Das mag erklären, warum ein durchschlagender Erfolg bei den Reaktionen nicht zwingend bedeutet, dass derartige Beiträge mit ihren nach Aufmerksamkeit heischenden Titeln auch gelesen werden. Vielbesuchte Plattformen wie Spiegel Online und Zeit können ihren Töchtern mit Platz auf der eigenen Website helfen, die Leserzahlen nach oben zu treiben. Das sind dann allerdings nur Leihleser. Ob sie dauerhaft bei den Projekten bleiben und echte – und damit auch für Werbung interessante – Stammkunden werden, ist eine andere Frage.

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Offensichtlich ist jedoch, dass es momentan auf diesem Markt eine qualvolle Enge bei gleichzeitig eher geringer thematischer Spannbreite gibt. Es muss vor allem überraschend und emotionalisierend sein. Die meisten Projekte neigen dazu, Shitstormwellen zu reiten und sich an Randale im Netz zu hängen. Angenehmes publizistisches Umfeld, wie es die werbende Industrie mag, sieht anders aus. Bezeichnenderweise hat sich Buzzfeed in den letzten zwei Jahren mit zweistelligen Millioneninvestments vom Clickbait-Anbieter zum Videoproduzenten und teilweise journalistischen Angebot gewandelt, ist aber dennoch gezwungen, für seine Werbekampagnen grössere Beträge an Facebook abzuführen, damit ihnen die nötigen Nutzer zugeführt werden. Es sind solche Einblicke in das von Abhängigkeiten und Tricks geprägte Mediengeschäft, die dafür gesorgt haben können, dass Vergleiche zwischen New York Times und Buzzfeed mittlerweile selten geworden sind. Die deutschen Projekte, die mit Juliane Leopold nun einen ersten, spektakulären Abgang zu verzeichnen haben, sind noch sehr weit von einer derartigen Marktstellung entfernt, und stagnieren öfters wie etwa Heftig.co schon seit einiger Zeit.

Bei Älteren werden da Erinnerungen an Zoomer.de wach: Holtzbrinck wollte damals ein junges Medium extra für seine Plattform StudiVZ schaffen. Beide Projekte erwiesen sich als teure Fehlschläge. Die aktuellen Nachfolger sind dagegen eher kleine Projekte. Sollte sich das Nutzerinteresse von Wackelbildern und geistig anspruchslosen Listen wegbewegen, wäre für die Betreiber vermutlich nicht viel verloren.

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109 Lesermeinungen

  1. "biblia pauperum"
    schön!

    • Das war in Zeiten ungenügender Alphabetisierung noch ein Geschäftsmodell.

    • nur, dass man damals
      mit sehr viel schöneren, differenzierteren Bildern gearbeitet hat. Und man ein Bild auch erstmal lesen können muss.

    • Nun, man muss natürlich sehen, dass der Kontext, der uns heute als „Bilung“ erscheint, damals allgemein bekannt war. Die Menschen konnten die Heilsgeschichte mit ihrem Wissen entschlüsseln, was heute eben nur noch wenige verstehen. Dafür können sie dann grumpy cat und Dr. Evil zuordnen.

  2. Klicks = Geld?
    Nur wenn Kunden genug Netto-Information geboten wird, um die Werbung zu kompensieren. Wer sich im Netz aufregen will ist für Propaganda, aber nicht für Markenartikel, empfänglich. Es werden noch viele Portale vorbeiwischen. Siehe die Zugriffszahlen (10865 z.B.) für Ihre Weblogs im Vergleich zu anderen (770 z.B.). So kann Journalismus auch gehen: Nivea (oder heißt das Niveau?) plus Standpunkt = Geschäft.
    Der Economist ist weiter teuer und sehr gut, das entmilitarisierte Sturmgeschütz nur noch teuer. Intelligente Gegnern sind fordernder als Pappkameraden.
    Weiter so, D. A.
    M.A.Titz

    • Generell glaube ich, dass das Kernproblem nicht mehr die Information, sondern das Wegfiltern des Inforauschens ist. Und dieses Rauschen soll bei Buzzfeed und Co. angeblich das Geschäftsmodell sein. Ich habe einfach meine Zweifel. Zumindest bei Wortbeiträgen, im Video kann es nochmal anders sein.

    • Inforauschen
      @D.A.
      Das meinte ich mit Netto-Information. Nur die Massenmedien werden ohne Subventionen überleben können, die der wißbegierigen und zahlungswilligen Bevölkerung die Spreu abtrennen ohne den Weizen einzufärben. Unabhängig davon, ob Papier oder Elektronen die Daten transportieren.
      M.A.Titz

    • Es gibt durchaus hochwertige angebote, die gekauft werden. Seien es Newsletter, die vorfiltern, seien es Spezialangebote. Natürlich wird es einige derbröseln. Aber nicht alle.

    • Guter "Economist"
      Meine VORURTEILE ( HAHA ) über das stupide britische Manchestertum, das keinerlei
      Vorstellung von Volkswirtschaft hat, machen mir die Lektüre des Economist zur Qual.
      Liest sich wie ein (fiktiver) Wirtschaftsteil von Readers Digest und ist in fact die
      Armenbibel von Onkel Dagobert. Liest der nämlich immer, bevor er in seinen
      goldgefüllten Swimmingpool jumpt. Was, for godssake, finden Sie blos gut an dieser
      untoten Postille.
      Fragt ratlos und mit freundlichen Grüssen, meergans

  3. Darunter
    stelle ich mir so etwas wie Reader’s Digest vor.

  4. Titel eingeben
    Wunderbar. Ein Mann der sich für die Krönung der Schöpfung hält und in alle Richtungen schießt, um selbst auf dem Podest gehoben zu werden. Nach so vielen Jahren die Meta-Ebene zu erreichen, schafft nur ein Lobo. Alle Anderen haten und werden alt. Damit muss Mann irgendwie klar kommen. Nur raus damit. Wir können sowas ab und wachsen daran.
    Cheers

    • Zugegeben, hier ist es billig, aber wenn sich solche Portale mehr Mühe geben würden, könnte man auch mal darüber reden, wie man qualität im Netz beliebt macht. Irgendwelche Game-of-Throne-Quize und „Bist Du ein Berliner“-Fragen sind halt nicht so geeignet.

  5. Fuer die Linksammlung?
    infowars.com Verschwoerungstheoretisch auf ganz hohem Nievo

    • Ja, ich hätte auch noch opposition24 und andere Kracher erwähnen können – aber die im Text soielen in Deutschland mit.

  6. angeregt
    durch diesen Artikel, habe ich mal bei Huffingten Post vorbei geschaut
    und war überrascht wie sehr man sich politisch gedreht hat. Komisch.

    • Naja, Burda halt. München, CSU etc.

    • NeNeNe
      Auf der HP mühen sich Nerds der Grünen Jugend in der Hoffnung, zu SPON aufzusteigen, betreiben also Ablasshandel. Daneben Sozial- und Migrantenfunktionäre. Wer wirres, äh Fortschrittliches sammelt, findet da einen verlässlichen Honigtopf.

    • Naja, recht weit ist es ja nicht, die Unterschiede sind inzewischen doch marginal. Kolumnen von Augstein, Stokowskie, Diez und Berg könnten auch auf der Webseite der linksbizarren Expiraten stehen.

  7. Kenne diese Seiten alle nicht
    Außer der Internet-Seite der JF (ja, ich geb zu, ich lese die) kenne ich keine einzigen der in dem Artikel erwähnten Seiten wirklich…muss man das? Irgendwie halte ich ja auch soziale Netzwerke und Twitter immer noch für sehr fragwürdig, diese Form von Medien kommt doch niederen Instinkten entgegen und macht die Leute noch dümmer als sie sowieso schon sind.

  8. Bezahlschranke
    Bento nur ein-, zweimal angesehen, muss doch dem dümmsten Herausgeber klar sein, dass die Kombination aus Schwachsinn UND Humorlosigkeit UND Aggression nicht funktionieren kann. Darum ist´s ja auch nicht schade.

    Wirklich Sorgen und Trauer habe ich um die vielen hervorragenden Zeitschriften. Ich habe zwei abonniert, die liegen dann wochenlang herum, weil ich zu nichts komme und das Abo wird aus Solidarität verlängert.

    Das riesige Angebot höchst qualitativer Artikel im Netz – kann das wirklich immer weiter nur durch Werbung und Presseförderung finanziert werden.

    Auf Twitter wird natürlich mit politischem Anspruch geschrieben oder um berufliches Standing zu wahren. Völlig unerklärlich ist mir aber die Fülle der Comedian-Twitterer, von denen viele feinste Komik – was sehr, sehr schwer ist – produzieren. Mit nur einer kleinen Auswahl kann ich mich stundenlang amüsieren ohne je einen Cent zu bezahlen.
    Genügt da den Autoren Ehrgeiz und Stolz auf viele Favs u Follower?

    Bin auch neugierig wie sich das neue FAZ plus entwickelt, die Ankündigung finde ich relativ unglücklich, weil nicht klar ist, worin jetzt der Mehrwert bestehen soll. Wenn es der Übergang zu einer generellen Bezahlschranke sein soll, ich hätte Verständnis.

    • Von einer generellen Zahlschranke weiss ich nichts und wenn sie käme, müsste man mit mir reden – Schirrmaher hat mir ja noch schriftlich gegeben, dass ich nie hinter so etwas lande.

      eine Macherin von Bento kommt aus dem Uniressort und hat da mit dem aufbauschen eines Rape Hoax den ganzen Dreck aus Amerika in Deutschland importiert, mit Follow Ups in anderen Medien. Das Thema zog eine Weiloe, bis es dann aufgeklärt wurde, aber da war sie dann schon Teil der entwickungsredaktion. Das versuchen sie jetzt weiter. „Wie es ist, wenn als Frau Texte im Netz auf Ablehnung stossen“ und so. Es wendet sich halt an eine sehr spitze Zielgruppe innerhalb der Jugend: Links, digital, korpulent, kein Sex, braucht Nachhhilfe und schaut aber aus ieologischen Gründen kein Porno.

    • Bento humorlos?
      Naja, kann ein Hipster-Artikel, der Schwarzfahren zum sozialen Widerstand erhebt, ernstgemeint sein?
      http://www.bento.de/politik/kostenloser-nahverkehr-argumente-fuer-das-schwarzfahren-273995/

    • Ich wünsche Bento-Mitarbeitern, dass sie das mal in Bayern versuchen.

    • @Gast aus Wien
      Sie haben das mit dem Mehrwert missverstanden. Es handelt sich dabie nicht um IHREN Mehrwert, sondern….. Muss ich fortfahren?

  9. Raetselhaft
    Lieber Don,

    Ich habe zweimal geguckt – Sie sind der Autor? Im vorhergehenden blog warens noch echte Bücher, die Sie als Informationsquelle anpriesen. Und jetzt kommt raus, dass Sie Femenblogs studieren? Und es braucht 99 Gründe, um schwachsinniges zu retten? Klingt oa bisserl nach Rainer Haak. Die biblia „pauperum“ war übrigens relativ teuer, trotz des Namens, anders als die kobaltverseuchten Medien heutiger Zeit.

    VG
    Der Onkel

    • Beruflich setze ich mich mit allem Möglichen auseinander, und speziell bei Medien interessiert mich einfach, wie sie sich entwickeln. „Lesen“ tue ich das nicht, denn erstens kann man das nicht und zweitens, kennst Du eine Jauchegrube, kennst Du alle.

  10. Hmmmm....
    Text eingeben

  11. Hmmmm...
    Mal eine Frage…. worin unterscheiden sich denn die Deutschen Wirtschaftsnachrichten, Russia Today, Al Jazeera und einige andere von den ganz “normalen” deutschen Medien? Will wirklich jemand behaupten bei Spiegel, FAZ, SZ, ZEIT & Co würde weniger gelogen?

    Hat jemand einen Schrittmacher bei denen eingebaut, der die Anzahl der verbreiteten Lügen mitzählt und dabei zu eindeutigen Ergebnissen kommt? Oder sind wir jetzt endlich soweit, dass Lügen, sofern sie der eigenen Sache dienen, mittlerweile schon akzeptabel geworden sind?

    • Äh -ich sehe da durchaus krasse Unterschiede. Ich bin mal eine Zeit aus Testzwecken jemandem gefolgt, die sich ur daraus informiert hat. Das war eine Parallelwelt des Wahnsinns. Speziell DWN ist genau die Art von Weltverdrehung, bei der mir die Spucke wegbleibt. In etwa auf einem Niveau mit Indymedia oder wenn SPON-Kolumnisten einen schlechten Tag haben.

    • Säue vor die Perlen
      „Speziell DWN ist genau die Art von Weltverdrehung, bei der mir die Spucke wegbleibt.“

      DWM steht aber immerhin ganz offen zur eigenen Agenda und dem Alarmismus.

      In der letzten Zeit wird ja häufig behauptet, der deutsche Journalismus habe weniger ein Ehrlichkeits- als ein Qualitätsproblem. Die Wahrheit ist wohl, dass beides zutrifft und sich gegenseitig bedingt. Aber wenn ich mir anschaue, was für ein (weltanschaulich eingefärbter) Unsinn bei SPON oder der SZ seit Jahren zu bestimmten Themen kontinuierlich publiziert wird, sehe ich zur DWM eigentlich auch keinen großen Unterschied mehr.

      Zum Teil gilt das, auch wenn’s unhöflich ist, das hier zu sagen, übrigens auch für die FAZ und vor allem die FAS. Die Beiträge von Volker Zastrow stehen in Sachen „Weltverdrehung“ der DWM in letzter Zeit z.B. sicherlich in nichts nach. Der Mann hat lediglich das Glück, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse (bislang) so sind, dass allein bei der DWM der Aluhut-Vorwurf erhoben wird.

      Witzig ist übrigens, dass E. Steinbach bei Twitter jüngst auf DWM verwies, dafür von P. Tauber bepöbelt wurde und ihr dann ein Seeheimer beisprang und darauf hinwies, dass der Artikel in der Sache ja nicht zu beanstanden sei, weil es stimme, dass Deutschland sich ans europäische Recht nicht halte und in Europa völlig isoliert habe. Das griff dann wiederum die Welt als „brandheiße“ Story auf, die Beleg für eine „ganz große Anti-Merkel-Koalition“ sein sollte (schön wär’s…) – was auch wieder eine ganze Menge darüber aussagt, wie heutzutage Journalismus „gemacht“ wird. Angesichts von Portalen wie „Bento“ wundert einen aber auch nichts mehr.

    • Naja, es bricht halt vieles im Moment auf. Ich denke, dass die Grenzöffnung ein gutes Vehikel gewesen wäre, um Orban vorzuführen, aber danach hätte man halt im Süden abschotten müssen. Das genaue Gegenteil ist passiert -Verfassungsbruch und Einladung an Gruppen, die gar keinen Anspruch auf Asl haben. Und dann wird halt der Quatsch vom Sommer im Winter dann plötzlich scheinbar stimmig.

    • "normale" deutsche Medien
      Habe mich nämlich mit dem Begriff „Lügenpresse“ näher beschäftigt und habe mich dann gefragt, wie es denn sein kann, dass ich mich trotzdem für gut informiert halte. Ich benutze keine „geheimen“ Quellen oder „Insider“ Info-Blogs. Ich lese möglichst die Originalquellen bzw. verfolge die UK und US Medienberichte. Doch dort wird die Mainstream Presse von einer ähnlichen Klientel wie hier auch als Lügenpresse bezeichnet, nämlich von den Anhängern von Trump und seinen republikanischen Kollegen.

      Zu DWN & Co. Anhand zuverlässiger first-hand Information habe ich einmal eindeutig festgestellt, dass DWN überaus tendenziös berichtet und Tatsachen verdreht. Das fand ich so extrem, dass ich das für unseriös halte. Mögen die SPON Kolumnisten Meinungsmache betreiben, aber sie sind nicht annähernd derart plump, mit der Ausnahme von Themen wie z.B. Ukraine. Und ja, RT lese ich aus Prinzip nicht. Zu dem Entschluss führte die Beobachtung von Russlands übler Entwicklung als hundertfacher Mörder kritischer Journalisten, in einer Zeit, als Russland hier in Deutschland noch als guter „Freund“ gefeiert und stark idealisiert wurde. Al Jazeera lehne ich ebenfalls ab, weil sie den falschen Leuten gehört, nämlich einem Mitglied der Königsfamilie von Qatar. Ein kleiner Feudalstaat, der Homosexuelle ins Gefängnis steckt und Frauen an Vergewaltigungen die Mitschuld gibt, taugt nichts als Informationsquelle für mich, aus Prinzip. Ich würde auch keine extrem linken oder extrem rechten Medienberichte lesen, selbst wenn ich wüsste, dass sie gelegentlich Recht haben könnten.

      Aber warum erwartet man plötzlich Neutralität von der Presse? Außer aktuellen Meldungen waren die Presseberichte schon immer politisch gefärbt. Nur früher konnten „wir“ diese Angaben nicht so leicht nachprüfen, wie heute, durch den Zugang zu Millionen Quellen im Internet. Das Problem in heutigem Deutschland ist für mich allenfalls, dass die gesamte Medienlandschaft entweder von der CDU oder von der SPD kontrolliert wird (in Schröders Amtszeit wurde von der SPD stark in Medien investiert), deren politische Richtung identisch oder zumindest ähnlich ist. Es gibt also kaum noch Wettbewerb der politischen Meinungen mehr. Wie sich das ändern könnte, sehe ich derzeit nicht.

    • Titel eingeben
      @tamarisque: Nun ja, auch wenn Sie die persönlichen Filter sicherlich hervorragend rechtfertigen, es bleiben Filter.

      Ich persönlich meine, es hat sich eigentlich nichts geändert im Vergleich zu den Ohne-Internet-Zeiten: schon damals war es nicht gut, sich nur aus einer Quelle zu informieren. Das lernte ich schon als Kind, das in den 70ern und 80ern in einem Elternhaus aufwuchst, in dem sich im Abonnement die Frankfurter Rundschau, die FAZ, der Spiegel und dann in den 80ern die Wirtschaftswoche geleitet wurde, und bis etwa zu den Hitlertagebüchern auch noch recht häufig ein Stern gekauft wurde. Und die Politmagazine, von Monitor bis Report im Fernsehen eine Rechtfertigung waren, auch bis kurz vor 10 aufbleiben zu dürfen.

      Wie da dieselben Ereignisse aus völlig unterschiedlichen Perspektiven dargestellt und bewertet wurden, war immer wieder erstaunlich und lehrte mich, das Gedruckte, Gesendete nicht automatisch für bare Münze zu nehmen. Die Wahrheit schien mir stets irgendwo in der Mitte zu sein, und meist stellte es sich hinterher auch als genau so heraus.

      Heute: mehr Sender, mehr Medien, mehr Texte, mehr Videos, und alles gleichzeitig verfügbar. Die Technik sich eine Meinung zu bilden bleibt die selbe.

      Daher: nur Mut zu RT Today und Al Jazeera, und daneben Fox nicht vergessen.

    • Aber Don ....
      „Äh -ich sehe da durchaus krasse Unterschiede. Ich bin mal eine Zeit aus Testzwecken jemandem gefolgt, die sich nur daraus informiert hat. “

      Das war nicht was ich gefragt habe, oder? Denn der Folgesatz: „Das war eine Parallelwelt des Wahnsinns“, trifft meiner Meinung nach auch die Leser der ehemaligen Qualitätsmedien zu…

      Und der Unterschied besteht nun mal ausschliesslich welches Eigeninteresse Leser bei der Auswahl ihrer Medien verfolgen.
      Es ist das, was ich so gerne als geistige Inzucht bezeichne.

      Wer sich für informiert halten will, der muss BEIDE Seiten von einem neutralen Standpunkt aus betrachten und durchdenken, dass „weiss“ man zwar nicht immer nicht allzu viel, aber man vermeidet falsche Schlüsse.

      Mal als Beispiel: Wenn sie mal durchdenken wollen, warum Merkel das eigentlich macht, dann kommen die meisten zu dem Schluss, dass die vielleicht einfach nur keine Ahnung hat, welche Konsequenzen ihre Flüchtlings Plitik alles ….

      Wenn sie aber recherchieren, dann werden sie sahnell auf Interessantes stossen. Z.B…. der Arbeitgeberpräsident, der gar nicht mehr mit dem Einsabbern aufhören kann, wenn er an all die billigen, (Mindestlohn ade!) Arbeitskräfte denkt:

      http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-01/angela-merkel-gegen-grenzkontrollen-unterstuetzung-wirtschaft-fluechtlingskrise

      oder einen gewissen Jens Weidemann:

      http://www.annotazioni.de/post/1830

      Man kann alle möglichen Quellen suchen und auch finden. Zugegebenermassen sollte man seine Zeit natürlich nicht an all zu viel den BEIDSEITIGEN verlogenen Eigenutz verschwenden, aber Einseitigkeit ist m.M.n. wesentlich gefährlicher….

    • Naja, die Reaktionen der Wirtschaft sin im Fall der CDU so frei wie die derjenigen, die Fünfjahrespläne zu verfolgen hatten. Es gab und gibt auch genug, die von Anfang an auf die Probleme hingewiesen haben: Nämlich, dass das die übliche Sozialisierung der Kosten wird.

    • Tamarisque...kleiner Tip?
      Nehmen sie es mir nicht übel, aber aus ALLEN ihren Beiträgen spricht gerade die peinliche EInseitigkeit derer, die ihre Meinung für Informiertheit halten und die letztlich das eigentliche Problem ist…

    • Grossen Dank
      an Sie, alter Anarch, meine Worte.

  12. Rettet dem Dativ!
    Bis zur Lektüre des obigen screenshots habe ich gedacht, daß nur plattdeutsche native speaker mir und mich verwechseln. Bei Leuten aus der Textbranche irritiert mich das.
    Gruß K

    • Die Autorin kommt, soweit ich weiss, von irgendwo da pben. Das ist ja eh alles plattes Preussen am Polarkreis.

  13. Danke, für diesen Bericht, Don Alphonso!
    Er bringt diese ganze Mediensauce genau auf den Punkt. Wenn man sich dann bei twitter auch noch die Follower-Listen anschaut, kapiert man endlich, wie dieser Medienbetrieb läuft. Alle sind untereinander verlinkt und liken ihre Artikel. So entsteht im Medienbetrieb der Eindruck, dass die eigene Meinung richtig, phantastisch und zutreffend ist. Wenn dann noch ein paar Bundespolitiker mit in der Followerliste stehen, ist es kein Wunder, wenn sowohl Politiker_*innen als auch Medienvertreter_*innen glauben, dass sie den Mainstream der Gesellschaft wiedergeben. Etwas mehr Ruhe täte diesen Leuten gut. Und ab und zu das Ohr auch mal in die analoge Welt halten.

    Und jetzt noch was zu „bento“: Als Münsterländer stelle ich gerade fest, dass anscheinend Teile der Redaktion dort so glücklich darüber sind, endlich in einer chiquen, trendigen, hipstermäßigen Mega-City wie Hamburg oder Berlin leben zu dürfen, dass sie zurzeit viel über ihre alte Heimat schreiben, wo ihre degenerierten Verwandten, Nachbarn und ich wohnen. Mein Gott, wie einfältig. Mami und Papi legen sich krumm, damit die lieben Blagen in ihrer hippen Stadt irgendwas mit Medien studieren können, und dann kommen so tolle Artikel dabei raus. Ach ja, und „Schwarzfahren“ ist Widerstand gegen das System (sollte aber wohl witzig gemeint sein, kam aber gar nicht so rüber).

    • Man muss das als eine Art Psychoanalyse betrachten. Das sind die Leute, die die Welt generell nur aus ihrem gentrifizierten Kiez heraus betrachten und sagen, dass Refugees welcome sind, solange sie Drogen im Görli verkaufen und nicht in ihre Clubs kommen. Mit diesem Mindset ist es natürlich einfach, sich als offen und kosmopolitisch über andere aufzuregen.

      Es gibt da eine sehr talentierte Autorin, die aber ihren Eltern, die es auch nicht leicht hatten, ihre ganzen eigenen Probleme aufhalst und das als „witzig“ vertwittert. Die landet dann halt schlecht bbezahlt bei solchen Portalen und nicht bei mir, obwohl sie durchaus das Zeug hätte. Das sind Kreise, da kann man den Geistvollen wirklich nur raten, sich fern zu halten. Ich will gar nicht wissen, was die alles an Psychopharmaka fressen.

    • Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt ...
      muss der Prophet wohl zum Berg kommen. Und wenn Ihnen der Sinn des Tages nach einer von Psychopharmakakonsumenten umstellten Autorin steht, schicken Sie Ihr zum Nachweis Ihrer Seriösität doch einfach eine Packung Baldriandragees aus dem Supermarkt (in den Tropfen wäre ja Alkohol!) und teilen Sie Ihre Konditionen mit, damit sie bei Ihnen landet. Alles Gute!

    • und Nachtrag
      Bei diesen ganzen Bloggeschichten kann man ohnehin keinem trauen und die Geschichte hört sich überdies falsch an. Wenn es Sie interessiert, werden Sie das Risiko eingehen und das persönlich überprüfen müssen. So als guter Journalist.

    • multikulti eben
      „Das sind die Leute, die die Welt generell nur aus ihrem gentrifizierten Kiez heraus betrachten und sagen, dass Refugees welcome sind, solange sie Drogen im Görli verkaufen und nicht in ihre Clubs kommen.“
      .
      schon ihre Eltern waren nicht anders, das leute, akademisch gebildet und auf den entsprechenden posten, denen klar war, dass die adamalige bundesrepublik kalr ein einwanderungsland war, aber ihre posten davon nicht bedroht waren. wenn man heute mal schaut, wer alles in den grpossen städten rechtsanwaltet oder wer alles in den neuen medien und im fernsehen journalistet – es sind da neue leute unterwegs, die noch, wie es sich für neue leute auch gehört, hungrig sind. schlechte zeiten für die kinder der seinerzeit privilegierten akademiker mit deutscher staatsangehörigkeit.
      .
      schon vor dem ersten weltkrieg war man in deutschen akademischen kreisen straff antisemitisch und rechtfertigte das mit allerhand völkischem brimborium. es gng gasnz einfach um posten, die wussten schon, dass die juden überlegen waren.
      .
      zeiten wiederholen sich nicht, aber wenn sie sich nicht wiederholen, dann können sie sich doch mit ähnlichem spin drehen.

  14. Moderne Zeiten
    Sehr geehrter Don, Sie sind zu bedauern, dass Sie aus beruflichen Gründen die (Un-)Tiefen und Flachheiten des Internets ausloten müssen. Als ehrfuhrchtsvoller und folgsamer Leser habe ich sogleich anständigst die erwähnten Internetpräsenzen abgesurft und mich alsbald in tiefer Depression angesichts des real existierenden geistigen Zustandes dieser Welt wiedergefunden. Ja, gewiss, Sie zeigten nur einen exemplarischen, kleinen, gewiss nicht repräsentativ zu nennenden Ausschnitt aus den Paralleluniversen des weltumspannenden Internets, aber bedrückend war es dann letztlich doch.

    Irgendwie erinnerte mich dies an einen Brief von Franz Kafka an seine Geliebte und Verlobte Felice Bauer, in welchem er von einer von ihm allein durchgeführten Wohnungsbesichtigung berichtet, den ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte. Beide hatten vor, gemeinsam eine Wohnung zu beziehen. Wenn man nun als Leser – anstelle des Inneren der Wohnung – die von Ihnen zitierten Webseiteninhalte setzt, so kann ich meine Gefühle beim Lesen Ihres Blogs nicht besser ausgedrückt finden, als in Kafkas Worten.

    In diesem erwähnten Brief heißt es:“…Gestern habe ich eine Wohnung mit 3 Zimmern gesehen… . Eine Wohnung, wie man sie manchmal in Angstträumen bewohnt. Schon auf der Treppe kämpft man mit verschiedenen Gerüchen, man muss durch die finstere Küche eintreten, in einem Winkel weint ein Haufen Kinder, ein vergittertes Fenster hat Blei- und Glasglanz, das Ungeziefer wartet in seinen Löchern auf die Nacht. Das Leben in solchen Wohnungen kann man nur als Wirkung eines Fluches verstehen. Hier wird nicht gearbeitet, gearbeitet wird anderswo, hier wird nicht gesündigt, gesündigt wird anderswo, hier will man nur leben, und kann es kaum. …“ (vom 29.IV.1914.)

    Dann doch lieber Katzenbilder!

    • Danke für das Mitgefühl. Generell sollte man sich ja alles mal angeschaut haben. Diese beiden Seitenlinien der Publizistik erscheinen mir immer wie die Kerker von Piranesi – wer da einmal aran glaubt, kommt nicht mehr raus und findet genug, um sich in seiner Weltsicht täglich bestätigen zu lassen. Man bekommt nachgerade Lebensmodelle, die in sich geschlossen sind und jeden Abweichler ausschliessen.

      Man mag über mich lächeln, weil ich die World of Interiors lese, aber obwohl sich diese Publikation an Vermögende wendet, ist sie doch offen für viele Lebensstile von den Palästen bis zu den Hütten. Das ist sehr entspannend, und das sind die Qualitäten, die mir in Deutschland oft fehlen.

    • "um sich in seiner Weltsicht täglich bestätigen zu lassen"
      Das ist doch eine ganz spannende Frage: Wie kommt jemand zu seiner Weltsicht?
      Und als Nachschlag: Wieviele Leute bemühen sich wirklich, im Sinne des Popperschen Falsifikationismus, das eigene Weltbild zu widerlegen?

      Als Inspiration kann auch jenes psychologische Experiment gelten, bei dem sich Probanden im Schwimmbecken zeichnen sollen. Der Großteil zeichnet jemand, der -von einem Dritten gesehen- im Schwimmbecken ist. Meist mit Perspektive auf den Hinterkopf.

    • Werter Patrick....
      „Wieviele Leute bemühen sich wirklich, im Sinne des Popperschen Falsifikationismus, das eigene Weltbild zu widerlegen?“

      Also ich alleine kenne sieben… es muss sich also weltweit wohl schon um ein paar Dutzend handeln.

      Naja, wahrscheinlich bin ich mal wieder zu optimistisch.

  15. Haben die Medien keine Personalchefs
    Immerzu möchte man SPON und anderen Massenmedien erklären, wie sie sich vor linxextremer Unterwanderung besser schützen können.
    .
    Aber sollen die das denn überhaupt?

    • Ein grosser Teil der jungen Medienleute sind nun mal weiblich und aus linksliberalen Elternhäusern, und leben dann in Städten, in denen eine entsprechende Gesinnung unverzichtbar ist. Solche gleichgerichteten Medien wie Süddeutsche.de entstehen nicht durch Zwang oder Zensur, sondern durch die Besetzung der Stellen mit Leuten, bei denen die Oberen den Eindruck haben, dass es passt. War da selbst mal eingeladen – das ist halt alles andere als heterogen.

      Feminismus, Glaube an die Gender Pay Gap, das alles gehört dazu, selbst wenn dann trotzdem in diesen Kreisen gegrabscht wird. Das Grungerüst wird gar nicht hinterfragt – nur ist es halt so, dass der Rest des Landes anders tickt.

  16. What's new?
    „..war in Zeiten ungenügender Alphabetisierung noch ein Geschäftsmodell.“(D.A.)

    BILD ist Marktführer.

    ‚Inforauschen‘ abschalten, also dasselbe Signal auf allen Kanälen, hieße Reuters abschalten – für die hirnlose Redaktion aber erforderlich.

  17. Don Alphonso- was hast du gemacht?!
    Ich sage , du hast ein Stueck deutsche Journalismusgeschichte geschaffen! Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für das schmale Geld….andere verschwenden das Budget für zwei moppelige BloggerInnern, die für Snapchat ne Currywurst verspeisen, oder #koelnhbf mit opportunistischen Rasse-Sexisten und sexuellen Übergriffen beim bayrischen Oktoberfest in Relation setzen…du bringst Non Stop Action in diese 9 Absätze, in denen sonst meistens dummes Zeug gelabert wird( BILDblog, netzpolitik.org und junge Perspektiven auf verkrustete Strukturen)…. Ich, Friedoard Queezy, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!! Weil…. ich als OpinionLeader/EarlyUSBAdapter/AntiNormcoreFashionBloggerin/Writer/Snapchatkönig/Composer…. viel mehr Ahnung…. ich habe viiiieel mehr Ahnung von der Craft( Materie)….KUNST…. als die meisten von diesen Trotteln, die darüber schreiben!!!!…. Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind! Deswegen sage ich, als einer der es besser weiß, weil ich vom Fach bin: Mit allen Schwaechen, die dieser Verriss hatte
    , ist er der bahnbrechendste seiner Art!!! Ich bin unendlich stolz auf dich und was wir gemeinsam erreicht haben!!Du bist der Größte!!!! Deine Arbeit ist unglaublich stark!!!!Ich bin meeega stolz auf dich!!!!ps: Deutschland bleibt das Land der Neider….und am Rande bemerkt… viele Zeitungen sind NiCHT wegen mir vor die Hunde gegangen, sondern wegen den uuunglaublich verkrusteten Strukturen und konservativ anmutenden Sichtweisen auf neue Medien und Möglichkeiten..!!!!!

  18. Filter
    Mit dem Filtern ist das so eine Sache. Denn dadurch sind der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Ende letzten Jahres brüstete sich der ÖR auch kurzzeitig damit, zum Wohle der Nutzer zu filtern. Daher sind mir ungefilterte Nachrichten immer noch das Liebste, obwohl, es wird immer schwieriger, an solche zu gelangen. Denn auch das Weglassen von Informationen ist ein Filtern.

    Wer sich angesichts der „Information“sflut heute wirklich noch neutral informieren will, daraus zutreffende Schlüsse ziehen und sein Handeln ausrichten will, der kann schon fast keiner anderen Tätigkeit mehr nachgehen. Das mag auch ein Grund sein, warum es den Medien immer mehr an den Kragen geht.

    Andererseits, nicht nur die Reizüberflutung, sondern auch der Vertrauensverlust durch das Filtern führen wohl irgendwann bei vielen zu Abstinenz. Aus Gründen des Selbstschutzes und der Resignation.

    • Von Fluten umgeben
      der Flüchtlingsflut, der Geldflut, der Informationsflut und doch sind keine
      sinnvollen Anlagemöglichkeiten gegeben.

    • Doch. wohnungen in Bayern, wo der schlagstock locker sitzt. Das macht Köln in gewissen Kreisen erst richtig beliebt.

    • Die Inkarnation solch eines "herausgefilterten" Kommentars
      (war´s womöglich ein Leser der feinsiebigen (Type 450 ?) F.A.Z.?. Ich habe vergessen zu fragen) kam mir vorhin im Wald beim Walken mit seinem Fiffi entgegen. Des Hundles wegen kamen wir ins Gespräch. Aus dem guten Mann, offenbar ein sich übergangen fühlendes Exemplar und Opfer des Filtersiebes, sprudelten womöglich alle seine gelöschten Kommentare seit Einführung der Autozensur der Qualitätspresse hervor. Das dauerte und ich konnte mich nur durch eine dezidierte Wahlempfehlung von ihm lösen.

  19. ideologisch homogene Milieus
    gabs ja immer schon – wird’s wohl immer geben und natürlich sind sie auch durch soziale Maßnahmen förderbar. Macht sich der Freiburger Bürgermeister noch mit „Requirierungen“ unbeliebt, machens die Wiener Grünen so wies schon die Wiener Roten machten: grüner Gemeindebau, sprich: pop-up- Holz-Öko-Fertighäuser (= Baracke) in der Satellitenstadt Aspern (flaches Gelände, in dem 1809 Napoleon erstmals geschlagen wurde).
    Besiedelung: fifty-fifty Studenten und Flüchtlinge, Betreuung durch Caritas, Baufirmen etc.: recherchierenswert.
    Schon in den Kommentaren zu einem der ersten Beiträge Dons zum Thema war in den links und Literaturhinweisen die politische Polarisierung zwischen konservativen Althausrenovierern (und möglicherweise Besitzern) und genossenschaftlichen Neuerrichtern und Geländebetonierern gut sichtbar.

    • Ich verteiige hier die Lebenschancen derer, die gerade den Lemming machen. Das Problem trifft nicht die Leute, die im SLK nach Italien fahren, sondern in Köln und Hamburg in den Öffi abgezogen werden.

    • Barackenbau-gute alte Tradition des Holzbaus
      im DR mit Anschluß-A. https://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/02227/index-10.html.de-Vom braunen in den grauen Rock – der Reichsarbeitsdienst. Aber ein Segen für die Flüchtxxxxx nach dem Endsieg. Manche stehen, schmuck mit einer Steinschale versehen heute noch. Glaabsd ös need?

    • ASPERN
      leider war der sieg gegen die blutspur napoleons in Aspern nicht nachhaltig…….das imperium schlug ja kurz darauf zurück und der schrecken hielt noch eine zeitlang an.

      ob das ein gutes omen für die Holz-Öko-Fertighäuser ist ?

    • Obergrenze und Asyl auf Zeit
      werden hier doch bremsen; aber Ansiedelungen und Anstellungen bringen Verfestigungen. Allerdings: als nach den Wohnbauinitiativen des Roten Wien in den 20ern, in den End30ern dann nichts mehr zu verteilen war, kippte es schnell.
      .
      Denunziation und Vertreibung der jüdischen Bewohner der Gemeindebauten (es gab eine große jüdische Arbeiterschaft samt org.Strukturen in Wien) wurden sehr spät erst und sehr diskret beforscht.

  20. Einfach mal abschalten!
    Besten Dank, werter Don, für ihre Einblicke in die Seichtgründe und Tümpel der Neuen Medien. Auch wenn ich mit ihren Bewertungen nicht immer übereinstimme (die Grün-Alternaiven sind das Übel unserer Zeit), so sind doch ihre Texte stets lesenswert.

    Davon kann sich der „Wolf“ auf spon sicher mehr als eine Scheibe abschneiden, denn platte Statements langweilen nur. Mein kostenloser Tipp an die Online-Nutzer/Follower wäre deshalb: einfach mal weniger „wischen“ und hinaus an die frühlingshaft frische Luft, das ist garantiert augenschonender :-)

    • Es gibt gegen „Grün“ im üblichen Sinne nichts einzuwenden. Als die Grünen gegründet wurden, gab es weder den Genderirrsinn noch Massenmigration. Hätten sie das damals geforert, wären sie gleich wieder verschwunden.

    • Nein, damals waren die Grünen nur...
      …Kinderfreunde. Ganz liebe Männer, die V°°°°°° hießen…

    • ERL
      Ja, das hat schon was für sich, so ein Weltbild auf Qualitäts-Medien Niveau…

      und Don:
      „Hätten sie das damals gefordert, wären sie gleich wieder verschwunden.“

      „Die damals (Grünen)“ würden das auch heute nicht fordern, und die heute Grünen, wären damals auch nicht als Grüne bezeichnet worden.

    • Naja, das ist bei er SPD auch nicht anders, und wer hätte gedacht, dass aus der CDU mal eine SED wird?

    • Titel eingeben
      Bei der SDP stimmt es sicher, aber bei der CDU? WOrin hat die sich von der SED unterschieden? Naja, das „C“ hat gefehlt, aber dass in beiden dasselbe rechte Spiesser Gesockse rumlief, war ja nie zu übersehen

    • @ D.A., 25.1.16, 13.59
      Ihren zweiten Satz kann ich, aus eigener Kenntnis, in seiner Allgemeingültigkeit nicht unterschreiben. Bei der Gründung des Grüne-Kreisverbands Wesermarsch anno 1979 spielte zwar Geschlecht noch keine erkennbare Rolle; aber schon kurz darauf wurde beschlossen, die Wahlliste wechselnd m/w zu besetzen. Unabhängig von Qualifikation oder Wahlchancen der Besetzung. Darauf haben mehrere Gründungsmitglieder den KV verlassen. Die Genderitis ist also nicht so ganz neu.
      Gruß
      Michael A. Titz

  21. OT
    Frau J. Klöckner hat Frau A. Merkel ihr Vertrauen ausgesprochen.

    • Wie rum?
      Die Klöcknerin der Merkelschen oder die Merkelsche der Klöcknerin? Der Satz läßt beide Interpretationen zu, und die Lage erfordert äußerste Genauigkeit.
      Gruß K

    • Sie haben sooo recht,
      werter Kalchas,
      Genaues weiß ich leider auch noch nicht.
      War nur eine Vorabmeldung. :-)

  22. In diesem Zusammenhang ist dieses Buch sehr zu empfehlen:
    http://www.amazon.de/product-reviews/351812692X/ref=acr_search_hist_3?ie=UTF8&filterBy=addThreeStar&showViewpoints=0

    Meyer beschreibt ein Netzwerk aus Journalisten und Politikern, das praktisch gemeinsam Politk macht.

  23. Nicht zur Verteidigung der Blöd-feministischen Seiten
    Insgesamt denke ich aber, wenn man sich politisch diversifiziert im Internet informiert (wozu für mich auch einige Beiträge von RT, JF, diverse Blogs etc. gehören, orientierend auch noch die FAZ, deren Leser ich früher einmal war) und klug damit umgeht, dann ist das schon eine Basis, kritisches Denken zu füttern. Wobei ich „kritisches Denken“ ja nicht durch das Internet kriege. Einschränkend auch, dass ich gewisse Quellen (wie feminazi-Agitation oder A.Berg etc.pp) gleich ausschließe, weil ich mir die Papillen nicht verätzen will und der Ertrag eher gering ist.

    • Nun, ich denke auch, dass jede fundierte Meinung es wert ist, gehört zu werden. Aber hier geht es ja mehr um diverse Arten, mit niedriger Intelligenz Zeit totzuschlagen. Das gibt es sowohl links als auch rechts, feministisch oder machomässig. Die JF habe ich erwähnt, weil man der so ein starkes Ergebnis vielleicht gar nicht zutrauen würde.

  24. "neutral informieren", NN
    PS.: habe gerade einige Kommentare gelesen und bin auf den von „NN“ gestoßen.
    Ich denke, so fängt ein Problem an, dass man meint, es gäbe „neutrale“ Information und neutrale, dh.interessenlose, Menschen.

    Ich weiß nicht einmal, ob ich mir so etwas Romantisches wünschen sollte. Mir würde reichen, wenn ich im Allgemeinen mit „ehrlichen“ Menschen zu tun hätte. Also Menschen, die sich gegenüber ehrlich sind und sich klar sind, was ihre Interessen sind, und die mir auch klar darlegen, was sie von MIR wollen.

    • Objektivität hätte es wohl besser getroffen.
      Im Journalismus käme da die Nachricht oder der Bericht, solange er sich an Zitierregeln hält, in Betracht. Der Rest unterliegt dann mehr oder weniger subjektiven Kriterien und ist weder neutral noch objektiv.

      Selbstverständlich gibt es keine neutralen oder objektiven Menschen, nicht wirklich. Und Ehrlichkeit …

      Um Sie, Herr Feldmann, aber zu beruhigen, von Ihnen will ich nichts. Stattdessen wollte ich darauf hinweisen, daß Filter immer der Neutralität bzw. Objektivität im Wege stehen und manipulativen Charakter haben. Denn Filter führen zu Meinungen, die mancher dann auch für die eigene Meinung hält. Der Don hatte so etwas auch schon mal mit quasi geschlossenen Benutzergruppen angesprochen, die so den Bezug zur Realität verlieren.

      Wirklich problematisch aber ist, daß heute eben auch Nachrichten gefiltert werden. Das erschwert die neutrale bzw. objektive Information nunmal erheblich.

    • deutsches Phänomen...
      Man kann objektive Fakten, und eigene Meinung/Haltung/Kommentar dazu natürlich ganz bewusst trennen. Im angelsächsischen Raum gilt das als Qualitätsjournalismus. Nachrichtenagenturen machen das täglich, und auch leidlich gut. Hierzulande ist es aber Qualitätsjournalismus, wenn der Leser nur ordentlich erzogen und paternalisiert wird jeweils im Sinne des aktuellen elitär-sendungsbewussten deutschen Bürgertums. Manchmal muss man ihm was vorenthalten, was ihn nur verwirren würde. Manchmal muss er zu etwas gedrängt werden (Merkel wählen) oder von etwas abgehalten werden (AfD). Alles natürlich im Namen einer höheren, guten Sache – der gute Zweck heiligt dann auch die manchmal unappetitlichen Mittel (zb. ad hominem gegen AfD und ihre Fans stänkern statt rationalem, argumentativem, also politischem an-die-Wand-spielen).

      Das Weltbild solcher Journalisten und Redakteure (und Politiker) sieht wohl so aus, dass sie in dieser Welt selber eine Art gefestigter und nicht hinterfragbarer, moralischer, sittlicher Autorität sind (sonst hätten sie ja nicht den Job gekriegt!), also objektive Experten dafür, wie man „richtig“ denkt, handelt, sich benimmt (und dabei möglichst auch noch furchtbar hip und trendy ist). Der Leser dagegen ist irgendwie diffus rechts, sexistisch, ungebildet, irgendwie ein individualistischer Troll, und muss immer noch von etwas überzeugt werden, was aber eigentlich ganz toll ist und ihm letztlich schon gefallen oder guttun wird (Eltern-Kind-Beziehung).

      Aus dieser Perspektive ist natürlich auch Pluralismus schon irgendwie „rechts“ und fragwürdig, denn überhaupt eine andere Meinung zu einen Thema zu haben als eine Spon/Bento-Schreiber*inx wäre dann ja schlecht, falsch und „Troll“, oder „Wasser auf die Mühlen der AfD“ oder sonstwas negatives. Selbst wenn nur objektiv Realität beschrieben wird, kann das schon negativ sein (Köln). Dann ist einfach zu schweigen besser. Vielleicht merkt es ja keiner: das wäre „gut“. Eine Sache ist entweder richtig oder falsch, gut oder schlecht, und Bento ist ja für die richtigen/guten Sachen. Also ist eine andere Meinung (oder Realität) dazu schlecht/falsch/rechts. So die schlichte aktuelle Logik.

      Man braucht nicht mehr verschiedene Meinungen, wenn davon ja nur eine die „richtige“ ist. Altmodischer Kram wie Argumentation, Diskurs, Abwägen, Überzeugen, eigene Standpunkte zu hinterfragen, zu Falsifizieren ist nur dazu da, Frauen/Poc/Transgender/Flüchtlinge/… postkolonial zu unterdrücken und somit rechtspopulistisch. So ergibt sich ganz unauffällig-flauschig ein neuer sanfter Totalitarismus, den man sonst eher von der Partei, die immer recht hatte, oder aus Religionen, oder aus dem Faschismus und Nationalismus kennt (das „ich kenne keine Parteien mehr, nur noch Deutsche“ des deutschen Kaisers damals könnte noch um „Flüchtlingshelfer“ ergänzt heute wieder zum Motto dieser grünschwarzroten Patriotismus-Superkoalition in Politik und Medien werden). The road to hell is paved with good intentions. Als Hillary Clinton wegen ihres von Großbanken finanzierten Wahlkampfes von links kritisiert wurde, antwortete sie, dass es im Kampf gegen Rassismus/Sexismus doch nicht um diese doofen Banken da ginge und das doch auch gar nichts brächte, sich da zu distanzieren. Von dieser Logik ist man in diesen Kreisen wohl sehr angetan, so etwa versteht man sein eigenes gefühltes „Links-sein“ nämlich auch. Entkernt, auf überschaubare Minderheiten-Ziele reduziert, für einen freundlichen Benetton-Kapitalismus (mit jährlichem iPhone und tollen Ferien in other peoples misery, denen man dann aber „hilft“, auf Twitter oder Instagram) – das allerdings wollen auch die FDP, Hillary, McKinsey oder die evangelische Kirche. Dann sind die wohl auch alle links, toll! Oder auch nicht.

      Nein, ich bin kein AfD-Wähler, falls der Eindruck aufkam. What the fuck.

  25. Monsieur Langen vom 25. Januar 2016 um 15:47 Uhr
    Das wäre nun das Thema von vorher gewesen. Kann allerdings nicht oft genug erwähnt werden. Danke.

  26. Don Alphonso sagte am 25. Januar 2016 um 14:00 Uhr
    „Doch. wohnungen in Bayern, wo der schlagstock locker sitzt.“
    .
    Dieses Attribut des „lockeren Schlagstock“ war mir bisher nicht bewusst, obwohl einen guten Teil meines Arbeitslebens dort verbracht.
    Gefürchteter ist die immer noch nicht blaugefärbte und achteckigbemützte Staatsmacht in gewissen Kreisen, in der Relation mit der Bundeshaupt****, auch nicht. Aber dafür in der nachrichtersprüchlichen Exekution erfreulich konsequent. Ich denke da an Fälle wie die erste Ubahntotreterei zMinga, oder bei der Unterstützung des spätadoleszenten Jüngling aus dem Ostallgäu, den es zur finalen Ausübung seines neu entdeckten Glaubens in den Vorderen Orient zog, sehr zum Kummer der Mamma. Ich glaube mir diese Überschreitung des sonst in diesen Dingen gebotenen Anstands erlauben zu können, denn, wie man hört, pflegt der volontäre Guerreiro täglichen Gesprächsverkehr mit der Mamma. Den Gürtel könne er, neben seiner angeborenen Hautkrankheit, wegen einer neu erworbenen Gürtelrose nicht tragen und er sei übrigens auch zum Falafelbacken und Mokkakochen abgestellt. Na, wenn das kein Grund für die üblichen Verdächtigen ist den wohl demnächst reumütig in den Schoß des Sozialstaates Zurückkehrenden schon einmal einen Willkommensgruß zu entbieten.
    .
    Zurück zu den anfänglichen „Wohnungen in Bayern“. So wie fast jedes Bundesland verfügen auch Altbayern und Schwaben (sic) über nur locker kolonial angeschlossene und verwaltete, fast unbeachtete Teilterritorien (z.B. Brandenburg mit der Uckermark, NRW mit dem Sauerland und Teilen der Eifel….). Die „locker sitzenden Schlagstöcke“ könnten also spielend außerhalb der bürgerlich-bayerischen Kernkompetenzen, z.B. im desserten Nürnberg auf dem Reichstagsgelände-Langwasser, quasi dem Köln-Chorweiler Fränkisch-Bayerns disponiert werden. Nur leider ohne Domplatte mit angeschlossener Erzdiözese und Website mit Link zu digitalen Fürbitten.
    .
    (ins Netz gestellte rel. Fürbitten böten übrigens ein weites Feld für weitere Arbeitstitel)

    • Ganz deutlich: so etwas wie in Köln hätte in Bayern von Täterseite auch versucht werden können – aber niemand hier zweifelt, dass der Ausgang dann ein anderer gewesen wäre. DAlerings hätten wir dann vermutlich eine „Refugeees Lifes matter“-Kampagne. Das betrifft auch so Sachen wie den Görlitzer Park – undenkbar in Bayern. einfach, weil die polizei da schon bei kleinen Vergehen deutliche Grenzen setzt. Und im Zweifelsfall mit der Wahrheit auch nicht hinter dem Berg hält, es gibt schon Gründe, warum gewisse Migrantenlreise wenig Neigung verspüren, in Bayern zu bleiben.

    • Titel eingeben
      Es hat halt alles zwei Seiten. Die Polizei kümmerst sich halt auch liebevoll – sprich: sehr rabiat – um Falschparker, oder um Radfahrer mit einem vermeintlich gestohlenen ReWe-Einkaufskorb, ach eigentlich generell um Radfahrer. Schlägt das Gesicht von Hascherinnen (Hascherl?) zu Brei. Oder feuert mal eben knapp 2 Dutzend Kugeln in einen verwirrten unbewaffneten Studenten. In diesen Tagen z.B. wird man sie wieder sehen, die Streifen, die die wg. Fasching verkleideten Menschen anhalten, weil ein Schwert, ein Tomahawk oder eine Peitsche hoch verdächtig wirken.

      Für unverwundbar und unantastbar und dem von ihnen durchgesetzten Recht entzogen halten sie sich, vor allem seit der Ära Gauweiler.

      All das gehört eben auch zum Aufrechterhalten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, und ist der Preis, den man eben dafür zahlt. Kann man machen, sollte man aber nicht leichtfertig tun. Sondern fragen, ob da nicht noch was in der Mitte sein kann.

      Und auch insofern waren die Ereignisse von Köln nicht hilfreich.

    • Titel eingeben
      „warum gewisse Migrantenlreise wenig Neigung verspüren, in Bayern zu bleiben“
      Nicht völlig unbeteiligt an der geographischen Streuung der interessantesten gesellschaftlichen Entwicklungen der jüngeren Zeit dürfte sich der Umstand auswirken, dass unsere nordafrikanischen Deutschlandfans auf fünf der 16 Bundesländer verteilt werden. NRW, BaWü, Sachsen, und, wenn ich mich recht entsinne, Niedersachsen und Berlin. Bayern ist bei dieser Verteilung nicht dabei.

  27. Ich sehe es anders.
    Jeder, der in diesen schwierigen journalistischen Zeiten, ein neues Projekt anschiebt; der mal ausprobiert; der einfach mal macht und dabei auch ins Risiko geht und sicherlich oftmals auch scheitert und Mist baut… Der ist mir 100 mal lieber als der miesepampelige, nölige Don Alphonso, der als Rentner aufm Berg hockt, nix anschiebt und nur über alles und jeden herzieht.

    • Komischerweise hat der nölige Don alphonso genau das mit seinen Blogs gemacht – nur läuft es halt.

    • Seinfeld
      Ha, erinnert mich an den famosen Dialog zwischen George und Jerry:
      George: „What kind of a person are you?“ Jerry: „I think I’m pretty much like you — only successful.“

      Cheers,
      Der Onkel

  28. Gloria in excelsis Deo!
    …anders kann ich es auch als Agnostiker nicht lobpreisen, daß all die vom werten Don Alphonso da unermüdlich aufgeführten Namen, Blogs, Begriffe, Rollen mit Bedeutungen, Kommunen etc. pp. es bisher nicht auch nur annähernd in meine bewußte Wahrnehmung geschafft haben!

    Das bleibt auch so, denn keinem dieser für mich neuen Schall- und Rauchnamen werde ich nachgehen. Insofern schlafe ich auch heute wieder gut bei offener Pyramide, umgeben von u.a. 30 ortsfesten Olivenbäumen und sieben fröhlich vagabundierenden HundInnen.

    O sancta simplicitas!

  29. Titel eingeben
    Werter Don,

    ich empfehle Ihnen einmal die englische Version von meduza.io Dort kann man sehen wie sowas mit vernünftigen Inhalten aussehen kann.

    Gruß
    kaktus

    • Danke, schaue ich mir gern an.

    • Tolle Seite...
      Endlich lernt man was Neues und Bedeutendes:

      „Putin’s ex-wife reportedly remarries a man 21 years her junior“

      Da wir bei dem Thema sind:

      Auf RT deutsch findet man heute ein Interview wer vom Absturz des Ölpreises profitiert. Ist ja nicht so ganz unwichtig, oder?

      Bitte um Nachricht, wer in den deutschen Qualitätsmedien dazu eine Recherche findte (Bitte, keine Propaganda Artikel!)

      Und die Qualitätszeitung WELT berichtet heute in eiunem langem und ausführlichen Artikel davon, wie erfreulich die Flüchtlinge doch sind. Deren „Schwarzarbeit ist gut für die Volkswirtschaft, ein Schmierstoiff für die Volkswirtschaft.
      Wer einen Artikel über Nahles/Merkel findet, in dem sie sich über die Unterwanderung des Mindestlohn Gesetzes beklagt, soll ihn herzeigen…

  30. World of Interiors
    Zitat Don Alphonso: „Man mag über mich lächeln, weil ich die World of Interiors lese, aber obwohl sich diese Publikation an Vermögende wendet, ist sie doch offen für viele Lebensstile von den Pal-ästen bis zu den Hütten. Das ist sehr entspannend, und das sind die Qualitäten, die mir in Deutsch-land oft fehlen.“

    Gut, dass Sie hier eine Publikation erwähnen, mit welcher ich etwas anfangen kann. Danke! Nein, ich lächele nicht über Sie, sondern finde den englischen Einrichtungsstil am schönsten, nicht den, welchen viele Deutsche dafür halten, sondern den, den man in solchen Publikationen und in England bewundern darf. Uns kam zugute, dass wir lange in Asien, u.a. in Hong Kong gelebt haben und dort viele Asiatica und chinesisches Porzellan erstehen konnten, die bei dem Stil dazu gehö-ren. Manche Deutschen oder Skandinavier mögen den Stil nicht: zu voll, zu viele Farben, zu viele Bilder, zu viele Sachen, die auf den Tischen herumliegen: Blumen, Bücher, kleine Döschen, Nippes etc. und dann auch noch die bösen Teppiche. Und ja, mit etwas Phantasie bzw. Flohmarkt kann man sich diesen Stil auch für wenig Geld ermöglichen. Ich möchte nicht anders leben, solange ich es für mich möglich ist. It’s not only interior decoration, but a way of life.

    • Ja, und man merkt auc bei den deutschen Magazinen, dass sie es weder von den Texten noch von der Gesinnung her drauf haben. WoI muss schön sein, in eutschland muss es teuer sein.

  31. @ TDV vom 25. Januar 2016 um 23:49 Uhr
    „Ich bin zu Testzwecken mal jemandem gefolgt…“
    .
    Und ich folge zu „Testzwecken“ immer wieder den von der F.A.Z.-Moderation verliehenen grünen Punkten und Sternen an ausgesuchte Kommentatoren (den Unterschied der Symbole konnte ich noch nicht ausmachen, zugegeben ich mache mir da auch keine Mühe mit). Ich selbst habe es mit, gefühlter Erfolglosigkeit von 80%, aufgegeben mich mit den bescheidenen Mitteln der eigenen Meinung dem Merkelchen Endsieg entgegenzustemmen.
    .
    Was nun die sich einsabbernden Wirtschaftsvertreter anbelangt, so fragt man sich bei nüchterner Betrachtung der realen Ärzte-und Ingenieurskapazitäten innert der Gesamtlawine, ob diese in Zukunft ihre Werkshöfe mit Lumpenproletariat zu pflastern vorhaben.
    Die einzig sinnvolle Antwort die ich mir aus den Wünschen dieser Helden der Arbeit zusammenzustellen vermag ist die Generierung von Konsumenten, deren Konsum und Reproduktion von Steuermicheln und Steuermichelles zu tragen wären.

    • Sehen sie es positiv....
      In der WELT finden sie heute einen ausführlichen Bericht darüber, wie die Flüchtlinge, auf Schwarzarbeit weit unter Mindestlohn angewiesen, ein wahrer Schub für die deutsche Wirtschaft sind.

      Nur weil normale Menschen wie Sie nicht von den paar mickrigen Millionen Flüchtlingen profitieren können, heisst das doch nicht dass deren Zuwanderung eine schlechte Sache ist… Es wird bei der WELT sogar wortwörtlich daraufhingewiesen, dass diese Bauarbeiter aus Syrien mit ihrem Geld sofort Daunen Jacken kaufen gehen und den Konsum ankurbeln. Das Merkel soll deshalb mit einem zufriedenem Lächeln auf den Zügen auf der Regierungsbank entschlummert sein….

      Falls es sie interssiert:
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article151420748/Wie-Fluechtlinge-den-Arbeiterstrich-aufmischen.html

      Wie schreibt Don schön regelmässig? „Selten ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen dabei ist.“

  32. Mist
    Den ganzen Mist ansehen müssen. Da kann man ermessen, wie hart der journalistische Beruf ist! Meine Erfahrung: wenn man fundierte Information haben will, landet man nach max. drei Klicks entweder bei öffentlich finanzierten (unis etc.) oder Bezahlseiten.

  33. Nachtrag
    … aus kompensationstheoretischer Sicht: vor einigen Jahren, als diese Dinge aufkamen, dachte man daran, die Bibliotheken zu reduzieren. Heute sind sie stärker frequentiert als je zuvor. In der Nationalbibliothek in Wien, die nun auch an Sonntagen geöffnet ist, sind schon kurz nach der Öffnung regelmäßig alle Plätze vergeben. An den Universitäten desto. Der Grund ist, die Bibliotheken schließen das Rauschen kategorisch aus, das macht sie so attraktiv.

    • Ja, da entsteht halt eine neue Spaltung der Gesellschaft in Gebildete und Unterhaltene.

    • ????
      Diese Spaltung gab es schon immer (in der Neuzeit).

      Der Unterschied heute ist der, dass man der Markt diese Spaltung konsequent benutzt.
      Deswegen gibt es ja auch keine Qualitätsmedien mehr, der Markt für solche ist so winzig, dass sich das keiner mehr herzustellen leisten kann.
      Man muss dem Konsumenten in den Allerwertesten kriechen und hat jetzt gerade das Problem, dass sich die Zeiten geändert haben.

      In den letzten 60 Jahren war der Markt einfach, da gabs eine riesige Masse der Doofen und für die hatte man BILD. Heute hingegen verschwindet die Mitte… zwei Seiten stehen sich, wie zB bei der Flüchtlingspolitik, unversönlich gegenüber…
      Das sind interessante Zukunftsaussichten und ich nehme an, dass gerade dies der Grund dafür ist, dass man auch über die künftigen Konsequenzen dieser Entwicklung in „unseren“ Medien nicht lesen kann.

      „Be afraid… be very afraid!“

  34. Informationsvielfalt
    @Greenbowlerhat
    Ja, neben NYT, Washington Post, Salon etc. etc. greife ich auch mal auf Fox zurück. Ich war baff erstaunt, als ich bzgl. Ukraine dort mit die ausgewogensten Informationen beziehen konnte, vermutlich, weil die GOP grundsätzlich gegen Obamas Außenpolitik war. Und ja, das versuche ich auch: möglichst viele Quellen in Augenschein zu nehmen.
    Bzgl. RT, da geht nichts, aber das hat auch etwas mit meiner Vita zu tun: das Misstrauen ist anerzogen. Aber ich bin allerdings auch kein einseitiger Russland-Basher.

    @TDV
    Diesen Diskussionsstil kenne ich aus SPON: Wenn man keine Argumente mehr hat, wird man persönlich und/oder überheblich oder öfters auch beleidigend. Kein guter Stil. Ich orte bei Ihnen eine ziemliche Rechthaberei, das spricht für mich nicht für eine Ausgewogenheit der Meinungsbildung bzw. Meinungsäußerung.

    • Jetzt hab ich es kapiert....
      Sorry, war mein Fehler…. ich bin halt schon länher hier und ma hat hier zuerst jeden der geschrieben hat ernst genommen. Aber sie sind ein Komiker, zugegeben, ein Guter.

      Auf FOX ausgewogene Informationen zur Ukraine… der ist echt gut.

      Naja, kann man nichts machen. Zumindest da haben sie recht: Anerzogen ist anerzogen.
      Haben sie mal daran gedacht ihre Eltern zu verklagen? Falls sie vor Gericht einen Zeugen brauchen, der aussagen kann dass sie nicht wieder gutzumachenden Schaden davon getragen haben, dann lassen sie es mich wissen.

  35. Erinnerungen
    Immerhin – es erinnert sich noch einer an zoomer.de. Ein Portal, das damals zwar eine junge Zielgruppe adressierte, aber nicht mit Analsextipps oder Unterschichten-Listicals, sondern mit gut gemachten und sauber recherchierten Beiträgen.

    Vielleicht wäre heute wieder mal Zeit für so ein Projekt.

  36. Gibt es noch wertneutrale Quellen?
    Werter Herr Alphonso,

    Ihr Blog lese ich mit grosser Freude!

    Im NZZat #nzzclub wurde gestern diskutiert und festgestellt, dass „Meinungspresse“ als Begriff deutlich besser ist als „Luegenpresse“, da selbst neutrale Artikel (keine Kommentare) heutzutage leider oft eine Meinung mitschwingen haben.

    Bisher habe auch ich versucht vom rechten Spektrum (JF ueber DWN) bis zum linken Spektrum (DM) alles zu lesen doch es wird sehr viel. Und es ist muehselig alles auf Wahrheitsgehalt hin zu recherchieren – vom ausfiltern der negativen Stimmung ganz zu schweigen.

    Haben Sie eventuell Empfehlungen fuer moeglichst neutrale und nicht wertende Quellen? Oder Quellen die vielleicht alle Richtungen aufgreifen und neutral kommentieren – links wie rechts?

    Gibt es soetwas? Das waere mir definitiv auch ein Bezahlabo wert. Natuerlich ist das schwer nicht zu werten, aber frueher einmal war das der Anspruch der Presse, die nicht Bild hiess.

    Oder gibt es Bestrebungen Artikel zweizuteilen in die Sachinformation und die Meinung des Redakteurs?

    Vielen Dank fuer ihr Blog und machen Sie weiter so mit Ihrer Meinung!

  37. Wertneutrale Quellen?
    Wohl kaum, denn jedes Organ hat seine spezifische Besetzung und Eigentümerstruktur, und damit Interessenlage. Netz und Fernsehen sind prinzipiell anfälliger, wg. niedrigerer Eintrittsschwelle bzw. etablierter Strukturen, für interessengeleitete Propaganda.
    Darum ist ein Mix interessant. Örtliche Presse, für den Blick auf D den Economist und die NZZ sowie kein TV und ausgewählt Radio. Natürlich die Agenturen, die eher nur durch Themensetzung „steuern“. Reuters bringt durchaus verläßliche Inhalte. Manchmal schadet es nicht, im Bewußtsein der Herkunft Russia Today und die TAZ gegeneinander zu lesen, aber das kostet Zeit, weil sowohl Englisch als auch Deutsch nicht gerade flüssig sind. Früher, zu Augstein Seniors Zeiten, konnte man im Spiegel montags lesen was Dienstag in der Tagesschau kam. Heute geben beide die die aktuelle Sprachregelung nahezu zeitgleich wieder.
    Der Economist hat übrigens bis voriger Woche die Kanzleramtsbewohnerin massiv unterstützt – bringt sie doch Probleme nach D mit denen sich sonst GB rumschlagen müßte. Für das mit uns im Wettbewerb stehende Ausland ist die derzeitige Bundesregierung ja eine Freude, und man wählt die Bewohnerin darum für unverzichtbar.
    M.A.Titz

  38. Es ist doch leider so,
    dass die Verschwörungstheorien nicht selten einen wahren Kern haben. Dazu kommt, dass die Verschwörungstheoretiker ja leider immer mal wieder den einen oder anderen absoluten Volltreffer landen (siehe die NSA-Affäre, siehe die angeblichen Bewiese zur Existenz irakischer WMD). Den Amerikanern vertraue ich auf jeden Fall mittlerweile genau so wenig wie den Russen.

    Auch im Fall des Begriffs Lügenpresse: was insbesondere die ZEIT seit Beginn der Flüchtlingskrise betreibt (mit größter Verve: Bernd Ulrich), hat auch mich mittlerweile in die absolute Fassungslosigkeit getrieben. Vor einem Jahr hatte ich mir eigentlich vorgenommen, absofort nur noch DIE LINKE zu wählen. Ich hatte sogar mein Abo der KONKRET wiederaufgenommen. Mittlerweile habe ich sowohl ZEIT als auch KONKRET abbestellt. Bei der nächsten Wahl wähle ich AFD, aus Protest. Ich mache mir wirklich Sorgen. Wenn das so weiter geht, stehe ich demnächst auf und beim Blick in den Spiegel guckt mich Jürger Elsässer an .

    Lieber Don, ich danke Ihnen für Ihre vorzügliche Arbeit, sowohl hier als auch bei den Stützen der Gesellschaft. Wenn es einer schafft, dass ich nicht den Glauben an die Existenz vernünftiger Mitmenschen verliere, dann sie.

    • Gern geschehen – es ist halt so, dass m.E. von einem liberalen Standpunkt aus kein Weg zur AfD führt. Wirklich gar keiner. Aber ich habe ja andere Mittel, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich mag Einsamkeit.

  39. ......
    Biblia Pauperum ?
    Zu viel der Ehre, in der Bibel war ja zumindest noch geistig erbauliches, dies ist die Bild-Zeitung für Hipster….

    Linkslastig und feministisch bis zum geht nicht mehr und dabei qualitativ auf dem Niveau des eben genannten Boulevardprodukts aus dem Hause Springer (tendenziell sogar eher noch drunter).

    RT und Sputniknews als Propagandamedien zu bezeichnen stimmt zwar irgendwo dennoch haben sie in der Liste nach meiner Ansicht nichts verloren, denn sie geben zwar die russische Sicht der Dinge wieder aber sind dabei qualitativ dennoch deutlich über dem Niveau von BuzzFeed und Co.

    Ansonsten wie üblich ein sehr spassiger Kommentar.

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