Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Kampf um Rom und andere Niederlagen der Etablierten

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Das nächste grosse Duell zwischen Populisten und Establishment steht Europa bevor: Am Sonntag sind Kommunalwahlen in Italien, und in Rom könnte es eine Sensation geben. Nachdem sowohl Konservative als auch Sozialdemokraten nacheinander ihre Bürgermeister verschlissen haben, und zudem noch eine mafiöse Strutur in der Stadtverwaltung bekannt wurde, gilt die 37-jährige Anwältin Virginia Raggi als Favoritin. Raggi hat einen eigenen Hashtag, #coRAGGIo, eine eigene, aggressive Kampagne, und eine Bewegung hinter sich, die bei sozialen Fragen linkspopulistisch und bei der Migration rechtspopulistisch ist. Movimento 5 Stelle, kurz M5S, oder nach dem Chef der Bewegung Beppe Grillo “Grillini“.

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Nach deutscher, lauwarmer Vorstellung von Politik wäre M5S gleichermassen rechts- und linksextrem, rassistisch, sozialnationalistisch, europafeindlich, undemokratisch, und von einem fragwürdigen Führerkult geprägt. Beppe Grillo nennt Migranten ungeniert „das schwarze Gold der Mafia“, aber das scheint die römischen Wähler nicht mehr zu verschrecken. Rom leidet zu lange schon an Korruption und Missmanagement, als das ein paar linke und italozentrische Sprüche im Vergleich zum bislang alternativlosen “Weiter so“ der Etablieren abschreckend wirken könnten. Raggi verspricht mehr Staat, bessere Schulen, härteres Vorgehen gegen Alltagskriminalität, und mehr Einnahmen – durch Steuern auf Immobilienvermögen, die nun auch gefälligst der Vatikan zu bezahlen habe. Es ist, gelinde gesagt, mutig, sich in Italien oder gar Rom mit der katholischen Kirche anzulegen, aber Raggi ist von der M5S, und rücksichtsloser Populismus ist kein Ausrutscher, sondern der Kern der Bewegung.

Raggi profitiert bei ihrer aggressiven und durchaus schlau gemachten Kampagne von den Erfahrungen des ehemaligen Chefideologen Gianroberto Casaleggio, der im April verstorben ist. Casaleggio gilt als Konstrukteur und Mastermind hinter den Grillini. Als erfolgreicher Internetunternehmer warf er seinen gut bezahlten Chefposten bei einer grossen Beratungsfirma hin, gründete seine eigene Kommunikationsfirma und schlug dem Satiriker Beppe Grillo 2005 vor, seine politischen Vorstellungen via Blog an die italienische Bevölkerung heranzutragen. Grillo und Casaleggio waren für ihren Führungsstil umstritten, aber keine der neuen politischen Bewegungen in Europa – und erst recht keine Altpartei – nutzte das Internet so effektiv wie M5S. Grillo ist für seine extravaganten Auftritte in den Medien gefürchtet und mit seiner brachialen Art das absolute Gegenteil des Politikertypus von Angela Merkel: Jetzt wollen sie Rom nehmen, und bei den nächsten landesweiten Wahlen so stark werden, dass gegen die Grillini nicht regiert werden kann.

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Auf der anderen Seite steht die runderneuerte Lega Nord unter dem nicht weniger populistischen Matteo Salvini, und für Rom wird berichtet, dass die extreme Rechte bei einer Stichwahl auch für Vaggi stimmen könnte, solange es nur den Etablierten schadet. Grillo und Salvini erscheinen, wenn sie freundlich aufgelegt und entspannt sind und gut gegessen haben, wie wenn Beatrix von Storch mal wieder auf der Maus ausrutscht: Wo sich die AfD noch wortreich entschuldigt, wird italienischer Wahlkampf erst langsam warm. In Italien herrscht immer noch Wirtschaftskrise, die bisherigen Volksparteien teilen in einer grossen Koalition die Pfründe weiterhin unter sich auf. Extremistische und völlig enthemmte Töne in Blogs und bei Facebook gegen das Establishment, gegen die EU, gegen den Euro, gegen illegale Migranten – und zwar von links und rechts – haben dagegen ihren Schrecken verloren. Im Hintergrund wütet Grilli, im Vordergrund diskutiert Raggi auf dem Wochenmarkt. Die Strategie ist durchanalysiert, von den Medien besprochen und bekannt: Es ist egal. M5S und Lega Nord sind ihr eigenes Medium, Matteo Salvini hat gerade sein neues Buch herausgebracht, und schon der erste Satz rechnet mit „politici tradizionali dei matusalemme“ ab: Ein veritabler Bestseller in Italien.

Das ist ein Verhalten, das den Volksparteien in Deutschland seit Wehner, Strauss, Schmidt und dem jungen Joschka Fischer völlig verloren gegangen ist. Spätestens seit dem Ende der Regierung Schröder sind die Wortmeldungen von Politikern vollkommen austauschbar, und die Art und Weise, wie Abweichler dieser Sprachregeln durch die Medien gepeitscht werden, lässt auch keine Änderung erwarten. In gewisser Weise kann ich das verstehen: Im Internet gibt es kein Vergessen. Vor 20 Jahren wäre es unmöglich gewesen, Verbindungen zwischen Rosa-Luxemburg-Stiftung und den Linksradikalen, aus deren Umfeld Sahra Wagenknecht mit einer Torte beworfen wurde, zu durchleuchten. Heute steht das alles im Netz, man muss nur wissen, was man sucht, um daraus die passenden Stricke für dreckige Antifahälse zu drehen ( ← was man natürlich als Journalist auch nicht schreiben sollte, professionelle Gesinnungsschnüffler mit Ex-Stasi-IM- und Crystal-Meth-Nutzer-Verbindung sehen da weniger Wortspielerei denn Mordaufrufe, so läuft das Spiel der Erregung heute nun mal. Ausserdem darf man nicht dreckig sagen, sondern besser nichtnormhygienisch, wie scheusslich heute ja auch nichtnormschön heisst).

m5sc

Wo war ich… ach so. Ja. Also, in so einem Klima ist es kein Wunder, wenn diejenigen, die im traditionellen System von Politik. Medien und Wahlvolk agieren, nur noch das sagen, was keinen verschreckt, und nicht mehr das, was sich früher mehr oder weniger versendet hat. Einem Adenauer konnte es wirklich egal sein, was er vor einem Jahr gesagt hat – der normale Wähler konnte nicht nachschauen. Heute kleben Politikern alte Einlassungen wie Kaugummis am Schuh, und alles, was sie sagen, kann aus dem Kontext gerissen und gegen sie verwendet werden. Im Internet verbreitet sich das, wenn man es richtig aufbaut, so schnell, dass eine effektive Gegenwehr kaum möglich ist. Wir lauern nur drauf. Ich merke das an mir selbst und der Art, wie ich Screenshots anfertige: Die Dummheit von heute ist der Fallstrick von morgen. Man bekommt diese Dummheiten heute von allen frei Haus, die Aufmerksamkeitsgeilheit treibt sie dazu. Oder sie tauchen ab: Standpunkte zur Strafbarkeit von Pädophilie, die von der aktuellen Gesetzeslage abweichen, gibt es sicher auch heute noch. Aber wer sie im Netz öffentlich vorträgt, wird damit zeitlebens in Verbindung gebracht.

Vielleicht gehen Politiker von SPD und CDU/CSU auch so bedenkenlos mit der Totalkontrolle der Bürger um, weil sie es selbst genau so erleben: Ich habe phantastische Mittel, sie zu verfolgen, und sie halten das Profil (ausser Erika Steinbach) so niedrig, wie es eben geht. Und das wiederum bietet dann den Populisten die grosse Bühne. Zum einem, weil sie mit dem inhaltslosen, niemanden verschreckenden Gewäsch der Mitte nichts erreichen würden. Zum anderen, weil sie überall in Europa – ausser in Deutschland auf der rechten Seite – begriffen haben, dass es letztlich kaum schadet. So, wie gewaltbefürwortende und antisemitische Feministinnen im Umfeld mittelinker Parteien auftreten dürfen und eine “ideelles Gesamtschwein“-schreibende Gruppierung Micha Brumlik im Literaturhaus Berlin präsentiert, so haben andere Populisten auch erkannt, dass mediale Empörung und öffentliche Rezeption zwei sehr unterschiedliche Dinge sein können. Wo ein Gauland noch zu Kreuze kriecht, würde ein Strache noch einen Subsaharawitz hinterher schicken und sagen, die anderen haben halt keinen Humor.

m5sd

Salvini, Haider, Grillo, Strache, Gauweiler, Mussolini, Orban, Trump, Strauss, Varoufakis: Sie alle sind oder waren extrem unangenehme Gegner. Sie sind nicht dort, wo sie sind, weil sie das Böse sind, sondern weil sie ein Talent für ihre Art der Politik haben, das meines Erachtens den Storchs, Paus, Kippings, Göring-Eckardts, Trittins, Gaulands und Petrys deutscher Scheinalternativparteien völlig fehlt. Das Geschäft mit dem Populismus fegt die Unfähigen und Unsicheren so lange weg, bis welche kommen, die es können, und die dann auch flexibel und prinzipienlos genug sind, wenn es um die Macht geht. Salvini und Grillo begannen beide ganz links und treiben die italienische Politik vor sich her, Casaleggio träumte von einer Internetdemokratie ohne Parteien, Trump setzte sich gegen seine eigene Partei durch und Varoufakis versucht es mit einer paneuropäischen Bewegung, während Orban osteuropäische Koalitionen knüpft. Das alles passiert hinter der populistischen Fassade, über die sich so leicht reden lässt, und mit der das Mediengeschäft seine Schlachten um die richtige Sichtweise gewinnt, um dann den Krieg zu verlieren. Das Netz ist der Trog mit den vergifteten Perlen, der Leuten wie mir hingestellt wird. Wir arbeiten uns daran ab, weil es so schön plakativ ist. Alle sehen den ruppigen Beppe Grillo, der stille Casaleggio blieb im Hintergrund und war immer einen Schritt voraus.

barley

Solche strategischen Genies hat die AfD nicht. Aber sie braucht das auch nicht, wenn die Generalsekretärin der SPD so eine Unterstellung an die Adresse ihrer Kernwählerschaft ins Netz schreibt, eine Hamburger Grüne Moscheen in jedem Stadtteil fordert, und Merkels Menschenrechtspartner Erdogan Geburtenkontrolle als Betrug am türkischen Volk bezeichnet.

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343 Lesermeinungen

  1. If you're first out the door, that's not called panicking.
    Don,

    Langsam werden Sie so gut, dass ich garnicht mehr kommentieren muss :-)

    • Setzen sie sich hin, nehmen Sie einen Keks.

    • @ Goodnight
      Sie sind privilegiert! Kriegt nicht jeder einen Glückskeks mit Orakelspruch vom Don.

      Anderen blüht das da: http://www.kunstkopie.de/a/rubens/merkur-und-argus.html

    • Intelligence officer. Stupidity officer is more like it
      Nicht nur Kekse vom Don gab es heute. Hatte das Vergnügen an einer Veranstaltung einer deutschen Sicherheitsbehörde teilnehmen zu dürfen.
      Wirklich interessant.
      Da wurde von einem Präsidenten der deutschen Sicherheitsbehörde dazu aufgerufen, die Politik der offenen Grenzen zu unterstützen. Wir müssten das die nächsten 20-30 Jahre durchstehen und dafür sorgen, dass der Deutsche das erträgt ohne sich zu radikalisieren.

      Interessant, dieses Deutschland 2016.

      Jetzt nehme ich Dons Kekse und lese ich zur Runterkommen die Kommentare.

    • @Goodnight
      Weia. Soll er doch umziehen nach Kairo, Lagos oder Jo-burg. Mit HartzIV. Und erstmal so antesten, was er da anderen zumutet.

    • And the more truth he tells, the worse it gets!
      Hier mal kurz und grob das auf dieser Veranstaltung verkündete Weltbild:

      Das gibt es Flüchtlinge in diesem Land. Das sind Opfer. („Man muss doch bedenken was die so alles durchgemacht haben“.)

      Und diese Opfer muss man schützen.

      Vor deutschen Salafisten. Denn deutsche Salafisten machen aus armen Flüchtlingen böse Terroristen.

      Ebenso, und viel wichtiger: Man muss die Flüchtlinge vor all den Deutschen schützen, die kritisch gegenüber der Willkommenskultur eingestellt sind. Denn das sind irgendwie alles Rechte bzw. Rechtsradikale. Insbesondere die, die über Straftaten der Flüchtlinge berichten ( so wie z.B. der Don!).

      Und die Rechtsradikalen wiederum, die muss man vor den Linksradikalen schützen.

      D.h.:
      Man muss Deutschland schützen, indem man die Flüchtlinge vor all den Deutschen schützt.

      Whatever, ich weiss jetzt, dass ich Deutschland vor dem Don schützen muss. Denn der Don ist das Böse. Denn er sagt die Wahrheit. Und die Wahrheit ist gegenwärtig Rechts. Immer.

      Was ich jetzt nicht weiss, ist, wer deutsche Frauen in Köln, in Berlin und jetzt in Darmstadt vor Flüchtlingen schützt.
      Deutsche Sicherheitsbehörden eher nicht, die sind ja mit all den potentiellen deutschen Terroristen beschäftigt.

    • Ich schreibe nächste Woche was über Clandestini, seien Sie gespannt.

    • Titel eingeben
      Zu spät, schon passiert:
      ´Wir müssten das die nächsten 20-30 Jahre durchstehen und dafür sorgen, dass der Deutsche das erträgt ohne sich zu radikalisieren.´

    • @Goodnight
      Wie ich schon vor einigen Wochen sagte: Irrsinn, klinischer Irrsinn.

    • Are you questioning my patriotism? (No), I am questioning your judgment!
      Der Witz ist ja, dass der deutsche Staat mit einer radikalen Entscheidung, d.h. der Öffnung der Grenzen, erst die Radikalisierung auslöste.

      Naja, vergessen, am Ende wird der Staat sich umzingelt sehen, von 80 Millionen Terroristen, und …. tja … was macht man dann, als Staat?

    • Traumtänzer oder Schlafwandler
      Um nur die geringste Chance zu haben, müßte es in D
      ein exorbitantes Wirtschaftswachstum geben, dann halten
      auch die Nachbarn still.
      Für den Zeitraum von 20 bis30 Jahren ist das illusionär.

    • und war der Präsident ...
      … dieser Deutschen Sicherheitsbehörde der einzige Polizist auf einer einsamen Polizeiwache in der Eifel?

      Oder wessen Behörde steht der vor, manchmal wären Fakten schon vorteilhaft.

    • Glückskeks?
      „Sie sind privilegiert! Kriegt nicht jeder einen Glückskeks mit Orakelspruch vom Don.“

      Bei nem angebotenen Keks kann man sich nicht so sicher sein, wie das gemeint ist. Gerade, wenn das Thema die Römer waren.

      https://www.youtube.com/watch?v=VApsc8pLa1A

    • @Goodnight
      Goodnight in der Tat, wenn DAS die Auffassung der Geheimdienste ist:
      „Der Witz ist ja, dass der deutsche Staat mit einer radikalen Entscheidung, d.h. der Öffnung der Grenzen, erst die Radikalisierung auslöste.“

      Die Grenzöffnung hat die bestehende Radikalisierung offen gelegt. Dass sie sie „auslöste“ – diese Auffassung ist regelrecht rassistisch. Fragen sie nur die FAS, da gibt´s eifrige Experten dazu, was rassistisch ist!

    • You have the luxury of not knowing what I know.
      @Thomas

      Die Behörde ist entsprechend ihres Namens kein Amt und auch kein Dienst.

    • Gleichschaltung
      Natuerlich gehoert zu jedem Umsturz, auch einem friedlichen, die Uebernahme der staatlichen Gewalt: Polizei, Armee, Geheimdienste.

      Die Errichtung des neuen, chavinistisch-hegemonistischen Sultanats in der Tuerkei ist ein Parallelprojekt, wo die Demokratiefeindlichkeit fuer das Volk als Fuehrungsstaerke verkauft wird.

      In Deutschland haben wir den Merkelismus, zwar ohne Personenkult, aber eben mit allen anderen Attributen einer Entdemokratisierung des Systems.

      Frau Merkel ist keine Sultanin – aber ihre Machtorientierung und, letztendlich eben doch, Egogetriebenheit haben ihr Mandat zerstoert.

      Der Schaden, der Deutschland, auch in den Systemen der inneren und aeusseren Sicherheit, zugefuegt wurde, wird sehr lange brauchen, um wieder repariert werden zu koennen.

      Die Konzepte des „Buergers in Uniform“, „buergernahe Polizei“ etc, die die Leichtigkeit und das Selbstverstaendnis einer liberalen Buergergesellschaft mitgepraegt haben, wurden einem neuen pseudosozialistischen Nanny-(und Ueberwachungs-)Staat geopfert.

      Die Hauptgefahr fuer die deutsche Demokratie geht von der Regierung aus (groegoKoaZ), die, wie immer in der Geschichte, die Schuld bei anderen Gruppen sucht, links – rechts – salafistisch.

      Ein starker, durchgreifender Staat beseitigt Gefaehrdungslagen und ihre Verursacher – und staerkt dadurch die Demokratie.

      Ein Staatsapparat, der die Buerger mit der Gefaehrdung zu sehr alleine laesst, und dabei, „victim blaming“, eine Dimension von „selbst daran (mit-)schuld“ in die Debatte bringt, hat sich so weit entfremdet, dass ein grundlegender Wechsel und eine Erneuerung noetig/ueberfaellig sind.

      Es geht nicht nur um verschiedene Spielarten der Demokratie, es geht ums Ganze. Einzelne Bundeslaender und Stadtstaaten arbeiten sich auf den Status von „failed states“ hin, vom Absturz bewahrt (bisher) von Bund und den anderen Laendern. Es bedarf nicht viel mehr, und wir werden in manchen Staedten und Regionen Anarchie erleben.

    • aus dem Jahre 2013
      Bin heute doch über diese Nettigkeit gestolpert.
      Doch mit den Flüchtlingen kommt die Gewalt. Denn manche schließen sich der salafistischen Szene an.
      http://www.faz.net/-gpf-7hifx

      Die Welt sagt:
      „Die Behörden sind in Sorge – auch wegen der Gefahr durch Islamisten.“
      http://goo.gl/xfFmYO

      und 2017?
      ___
      Wir müssten das die nächsten 20-30 Jahre durchstehen und dafür sorgen, dass der Deutsche das erträgt ohne sich zu radikalisieren.

    • Friends can be enemies, and enemies friends.
      So sind sie, die Jungs und Mädels vom Schutz für was auch immer. Sie haben den wahren Feind immer klar im Visier:

      http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-ladenbesitzerin-erteilt-roma-hausverbot-a-1095371.html

    • There is nothing more corrosive to the morale of a population than policing its own citizens
      Und schon wieder muss der Staatsschutz ran, überall nur noch Rechte, Staatsfeinde, Deutsche. Unfassbar:

      http://www.bild.de/regional/dresden/buergerproteste/buergerwehr-fesselt-kranken-fluechtling-an-baum-46083774.bild.html

      Wir brauchen viel mehr Staatsschützer.
      Dieses Volk muss wieder unter Kontrolle gebracht werden.

    • Quis custodiet ipsos custodes?
      Oh, jetzt wird es langsam unübersichtlich:

      Staatsschutz ermittelt jetzt gegen CDU Gemeinderatsmitglied und der Polizeipräsident stellt sich vor deutsche Vigilanten..oder so …oder irgendwie:

      http://www.welt.de/vermischtes/article155919884/Polizei-findet-Fessel-Aktion-der-Buergerwehr-sinnvoll.html

      Der Rechtsstaat verliert den Überblick. Und verliert. Sich.

      Wie nennt man eine Politik, die den Rechtsstaat in diese Situation gebracht hat?

  2. Schlussfolgerungen anscheinend verboten
    Danke für den wirklich informativen Bericht – ich hatte über die Grillini schon ein wenig gelesen, aber irgendwie mehr über deren linkes Spektrum. Wenn man Ihre Zeilen betrachtet, kommt man eigentlich unweigerlich zu der Ansicht, dass eine große Gruppe der Bevölkerung gern eine solidarische (eher linke) Politik möchte, aber nicht die von klassischen linken Parteien begrüßte Einwanderung wünscht. Letzteres soll aber „verboten“ sein, wie der Zirkus um Kinderschokolade und Boateng gerade wieder zeigt. Der Artikel von Justus Bender hat mich ehrlich gesagt schockiert. Speziell die Karikatur ist einfach nur noch daneben. Mit umgekehrten Rollen in einer Nazizeitung gäbe das vielleicht Wirbel… Aber gegen „böse“ Menschen scheint alles erlaubt.
    Was wird da für eine gegenseitige Abneigung gefördert, es ist furchtbar.
    Ich hatte schon immer ein gewisses Problem mit deutscher „Korrektheit“ im Sprachgebrauch, aber inzwischen ist die Situation entglitten. Man bekommt so ein DDR-light Feeling, dass äußerst unangenehm ist, wenn man sich vorstellt, dass das noch schlimmer wird. Die SPD jedenfalls mit ihrem Horrornannystaat bringt mich so langsam dazu, sie unter die 5% zu wünschen.
    Aber bei den von Ihnen so treffend beschriebenen medialen Verhältnissen kann ja kein geistig gesunder Mensch Politiker sein wollen.

    • Gern geschehen. Unter echten Linken wird Grillo mit Mussolini verglichen. der ja auch einer alle Richtungen umfassenden Bewegung vorstand. Ich teile diese Auffassung und ich bin heilfroh, dass es so etwas in Deutschland nicht gibt. Denn die Bewegung als solche ist auch mehr so führerlastig, und der Traum von der Abschaffung aller Parteien ist, naja, etwas belastet.

    • DDR light feeling..
      und die EU mit ihrer Planwirtschaft macht aber bald auf DDR heavy…
      Wie kann man die Leute dort nochmal abwählen? Herrn Juncker, Herrn Draghi?
      Geht nicht?
      Na, so was…

      Die DDR-erfahrenen kennen das „zwischen den Zeilen lesen“ in den Zeitungen ja schon, wir anderen lernen es erst noch.

      Die Gauland Geschichte finde ich von der FAS und FAZ (Justus Bender) so dermaßen unseriös, dass ich mein Abo kündigen werde.

  3. Was bitte ist für Sie *Populismus*?
    Sie benutzen den Begriff, als handele es sich um einen politologisch deskriptiven. Ich dagegen sehe ihn als einen polemischen Kampfbegriff, der mehr Staub aufwirbelt als dass er Klarheit schafft….

    Ansonsten danke für den Bericht u. die Analyse von der italienischen *Front*.
    Dass diese nicht nur mentalitätsmäßig anders ist als Deutschland, sondern auch in ihrer Positionieru g bspw. zur eigeñen faschistischen Geschichte (vgl. Sloterdijks Analyse in *Mein Frankreich*) verwundert nicht. Schließlich findet man immer noch Mussolinidenkmale, an denen der Duce mit Blumen verehrt wird und man hat gefühlt, den zweiten wie den ersten Weltkrieg gewonnen,- obwohl man in beiden anfangs kräftig auf der anderen Seite mitmischte- bis die eigene Logistik zur politischen Metanoia führte und man die Seiten wechselte- zur rechten Zeit.

    • Ich erkläre, wie das funktioniert. Populismus ist es auf jeden Fall, meine Sicht der Dinge ist nur, dass es nicht reicht, das einer Partei anzuhängen, wenn die Grünen beispielsweise nichts anderes beim Thema Glysophat machen. Oder die CDU zu feige ist, ein Gesetz zu erlassen, das Massenhaltung von Kühen in Ställen verbietet und dem Knausevolk sagt, dass es selbst schuld ist, wenn die tiere gequält werden.

    • Populismus
      Erstmal vielen Dank fuer den Hinweis darauf auf welch obskure Art und Weise der Kampfbegriff Populismus verwendet wird. Kein Mensch konnte mir je erklaeren warum eine Luege wie jene ueber die importierte Rentenrettung aus Syrien kein Populismus sein soll, waehrend der Hinweis darauf dass es sich bei dieser Behauptung um eine blanke Luege handelt hingegen Populismus ist. Oder: Warum sind die ganzen Begleit- und Rechtfertigungsluegen die mit den jaehrlich neu stattfindenden Griechenlandrettungen einhergehen kein Populismus waehrend der Hinweis auf die enormen Gefahren die unsere Griechenland- und Europolitik birgt ein populistisches Vergehen ist.

      Meine (vielleicht sehr naive) Vorstellung von Populismus war immer dass er darin besteht dass man in der politischen Auseinandersetzung sehr komplizierte Sachverhalte uebermaessig vereinfacht praesentiert und man beim Waehler die Ueberzeugung generiert dass einfach Massnahmen wirksame Loesungen darstellen, obwohl diese einfachen Massnahmen eigentlich nicht wirklich tauglich und vernuenftig sind.

      Nach dieser Definition ist aber ziemlich vieles was unsere Regierung bei entscheidenden Problemen so vorschlaegt und implementiert purer Populismus. Beispiele gefaellig?

      i) Renten: das Problem liegt in der Zukunft also verbreitet man heute einfach Beruhigungsparolen. Ja weil die aelteste Bevoelkerungsgruppe schon heute einen sehr grossen Teil der Waehlerschaft ausmacht (die Rentner gehen ja viel fleissiger zur Wahl und kreuzen CDU und SPD an als alle anderen), verspricht man einfach weitere Rentenerhoehungen wenn man fuerchtet dass die Rentner sich abwenden koennten.

      Wenn das nicht Populismus ist, was ist dann Populismus?

      ii) Schuldentilgung: Wiederum das Problem der Schulden ist ein Problem der morgigen Generationen. Nachdem man jetzt allein der Bund bis 2020 94 Mrd fuer etwas ausgeben will was man in Jordanien und in der Tuerkei locker fuer 5-10 Mrd haette leisten koennen und daher die Waehler unruhig werden, verspricht der Finanzminister eine Steuersenkung (aber erst nach den Wahlen natuerlich). So nach dem Motto: Ok wir haben da jetzt etwas voellig absurdes getan, aber lasst uns doch nicht streiten; wir haben doch noch immer die Option alles der naechsten Generation um den Hals zu haengen.

      iii) Euro-/Griechenland und Migrationskrise: schon erwaehnt. Bei der Migrationskrise sollte man vielleicht noch erwaehnen dass Merkel mit ihrer ‚Wir schaffen das‘-Strategie wohl den ersten Preis verdient beim Wettbewerb der am staerksten vereinfachenden populistischen Sprueche.

      Soweit zum Populismus. Bezueglich Italien habe ich eine etwas andere Ansicht. Ich kenne das Land und die Leute ziemlich gut. Und es stimmt schon dass die Italiener nicht besonders verlaesslich sind und dass sie eher dazu tendieren sich auf die Seite des Staerkeren zu schlagen (nicht nur in der Politik sondern auch in anderen Situation bis hin zum Privaten) als man dies hierzulande gewohnt ist. Das ist auch oft nervig. Andererseits aber trifft man in Italien dafuer auch nicht so haeufig auf Leute die mit heiliger Endsiegmentalitaet an falschen und offensichtlich zerstoererischen Ansichten festhalten weil sie glauben dass es dafuer moralische Gruende gibt oder weil sie glauben dass es die Loyalitaet (oder in dem Falle sollte man wohl besser den deutschen Begriff Treue verwenden) verlangt. Mich kotzt der haeufig mit der Arroganz des sich moralisch ueberlegen Fuehlenden einhergehende missionarische Eifer mit dem bestimmte Deutsche richtig dumme Ansichten verteidigen richtig an.

    • „warum eine Luege wie jene ueber die importierte Rentenrettung aus Syrien kein Populismus sein soll,“

      Weil Populismus über die Verallgemeinerung wahrer Kerne funktioniert. Dreiste Lügen sind dreiste Lügen.

  4. ps.: Prognos-Umfrageprojektion AfD mit 19% vor Spd mit 18%
    und die Union bei 29 %
    http://www.freiewelt.net/nachricht/afd-vor-spd-10067128/

    und Bender zimmert wie immer aus morschen Planken in der FAZ ein Uboot zum Fußballerlebnis Gaulands mit der FAS
    Wenn wir den Begriff *Populismus* peiorativ verwenden wollen, wäre mir nicht recht klar, WER die Adresse sein muß.

    • grad so, als weäre Gender Mainstraming und Islambefürwortung kein Populismus für andere Zielgruppen….

    • Also Populismus "aller gegen alle"
      Ich kann mit dem Begriff echt nichts anfangen.

    • Es gibt den Begriff nun mal, ich schreibe drüber.

    • Das wundert keinen...
      „Also Populismus „aller gegen alle“
      Ich kann mit dem Begriff echt nichts anfangen.“

      Tja so ist das halt, wenn man mit der Realität nichts am Hut hat.
      Sie halten ja auch Kohl für konservativ….

  5. kein Trost
    Das ist alles richtig beobachtet – aber dass die Alternative nicht „strategisch“ denkt schadet in Deutschland nicht.
    Hier wird mit inhaltlichen Nichtigkeiten der Dampfdruck im Kessel erhöht und das Raumschiff Berlin reibt sich daran – als sogenannte inhaltliche Auseinandersetzuing.
    Da sich am normalen Lauf der Politik nichts ändert – Gott bewahre, wo kämen wir da hin – haben wir trotzdem früher oder später diesselben „italienischen“ Verhältnisse – und dann geht das Weiterwursteln auf andere Art weiter.
    Dann werden wir noch froh sein, dass ein richtiges strategisches Denken zumindest bei den Gesichtern der Alternative fehlt.

    • Denken sie einfach an Trotzkis Prinzip der Permanenten Revolution.

      Die AfD hat einfach das falsche Programm. Solange da eine von Storch mitredet und all die Gauland-Opas und Reaktionäre rumlaufen, wird das mit denen nichts. Protestpartei ja, echte Strukturen nein. Man sieht das bei der Pressearbeit.


    • Protestpartei ja, echte Strukturen nein.
      Den „Strukturierungskampf“ haben sie noch vor sich, auf alle Fälle.

    • Eigentlich f+hrt vom Lebensmodell Petry kein Weg zur Ideologie vonb Storch, und Gauland ist einfach nur alt und unattraktiv. Wie die alte Legamannschaft, bevor Salvini kam. Keine ahnung, wie das gut gehen soll.


    • bevor Salvini kam
      Auf diese Wildcard/diesen Joker warten alle.
      In den USA ist es Trump, in D wird es noch 2 Jahre etwa brauchen, bis sich das herausstellt. Wenn keiner auftaucht, umso schlimmer für Europa.

    • cc, ganz richtig
      Es ist eigentlich einfach zu sehen welch enorme Änderung (letztlich durch das Internet ermöglicht) da auf die Welt zukommt. Da sträuben sich halt alle: Änderungen? Ja, aber nur wenn sie mir ganz persönlich zum Vorteil gereichen.

      Die Gefahr für ein zerfallendes Europa gibt es tatsächlich, denn nicht mal einen Trump gibt es hier, das wird alles zerfleddern und statt respektierter Ordnung und Führung, wird alles auf reine Machtverhältnisse rauslaufen. Da hat Don mit Trotzki ganz recht.
      Naja, passt dann ja ganz gut zu den Flüchtlingsmassen. Wer weiss, vielleicht kristallisier sich bei der AfD ja einer heraus, den man den Mssen als glaubwürdig verkaufen kann…

  6. Rehabiliitation
    Nach dem Mille Miglia Beitrag in Stuetzen der Gesellschaft hatte ich Sie schon zu Vanity Fair abdriften sehen. Hier aber schaffen Sie es gleich auf mehreren Ebenen Anregendes zum Denken zu bieten. Man koennte noch darueber noergeln, dass Sie Alemanno als ‚Konservativen‘ einordnen, dass Sie nicht erwaehnen, dass Salvinis Lega Nord laengst im Korruptionswettbewerb der ‚Etablierten‘ oben mitmischt u.a.m. . Aber es geht Ihnen ja hier mehr um die Kommunikationsstrategien als darum Italiens Politik genau zu beschreiben.

    • Die Lega Nord drohte da mal abzurutschen, aber Salvini kann man nicht nachsagen, er würde sich bereichern. Der gilt, obwohl ihn alle jagen, als Saubermann, der es zudem geschafft hat, die Nord-Süd-Trennung zu überwinden und jetzt halt gegen Brüssel hetzt. Ein extrem unangenehmer Gegner. Renzi kann einem zwischen ihm und Grillo wirklich leid tun.

  7. Avant tout,
    mir geht diese lästige und schwer zu umgehende Werbung beim Öffnen von Don-Beiträgen sowas auf die E…. Geht mir mit Audi und Targo von der Parure.

  8. Es tut so gut
    einen Artikel zu lesen, der – Information als Vehikel- geradezu
    lustvoll in den glattgelutschten Null-sprech des Establishments
    hineingrätscht.

  9. Bella Ragazza
    Vielleicht sind Sie doch viel zu nett, denn was noch dazu kommt, ist offensichtlich: Sie ist bella, außerdem gut ausgebildet, jung und wirkt dynamisch, worauf Sie sich in der Beschreibung allerdings beziehen.

    In folgendem Stück Ihrer Zeitung befindet sich ein Bild, welches unser gesamtes Trauerspiel zusammenfasst:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/umfrage-grosse-koalition-faellt-erstmals-unter-50-prozent-14261245.html

    Jeder mache sich sein eigenes Bild. Die Hälfte etwa ist zu…., außerdem zu ….
    Eine potentielle Nachfolgerin steht dort so, wie sie auf einem Pferd sitzen würde, und sie kann’s auch einhändig. Das hat was, und das war’s dann aber auch. Letztlich ist sie longtime establishment, den Vater noch dazu gerechnet.

    Ihre (Italiens) Politiker sehen aus wie ihre Sprache selbst und wie die beste Freundin meiner eigenen Familie: Gut, lebendig, dynamisch. Sie haben dort auch wenig Gören, aber davon merkt man dort im öffentlichen Bild nicht so viel, zumal sie immer alle in mehreren Generationen zusammen glucken und das Bild bestimmen – la nonna e i ragazzi sind mit im Restaurant. So sprechen sie, so fahren sie Auto, in Rom gern mal fünfspurig auf vier Spuren, so bestellen sie, so essen sie – sie sind ein anderes Volk und sollen bitte immer so bleiben.

    Sagte nicht einst Berlusconi was von Caffè Latte? Erinnert das nicht irgendwie an die Jérome-Peinlichkeit? Die Medien machen einen kleinen Skandal daraus. Das ist kein Skandal. Das ist einfach nur blöd, denn so sind die Leute nicht. Kaum einer achtet auf Hautfarbe, spätestens seit Obama. Boateng als Nachbarn? Ja, aber nicht so gern George – aber aus anderen Gründen.

    Dann sind die beiden, unsere selbsternannte Chefökonomin, die meint, der Euro hält Europa zusammen, und ihr treuer farbloser Sancho Pansa mal wieder in Verdun, um sich zu zeigen. Ja, um sich zu zeigen. Sie müssten dort nicht unbedingt sein. Es interessiert nur Historiker und kleinere Kreise, ist insgesamt überlagert vom Schatten der zivilen Opfer im Zweiten.

    Was hält uns zusammen in meinen Augen als Bürger?: Unsere Diversität, die Tatsache, dass Italien und Frankreich anders sind, unsere Reisen, die gegenseitige Gastfreundschaft, das Sprachenlernen. Und unser untrügliches Bewusstsein, dass wir genug Diversität haben und das, was uns als bunt verkauft werden soll, in Wirklichkeit zu einer Einförmigkeit, einer fordernden Verarmung führen würde, die bei manchen, vor allem Älteren, schon äußerlich erkennbar ist: graue Mäuse, einen Schritt hinter dem Mann.

    Die einzige Lösung für Deutschland: Die Bürger den Kanzler, die Kanzlerin wählen lassen, separat von den Parteien. Nur so kann sich wieder eine Dynamik aufbauen. Merkel sollte begreifen, dass sie uns lähmt, sichtbar auch wohl hier:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutschland-faellt-bei-wettbewerbsfaehigkeit-aus-den-top-10-14261380.html

    • Europa würde auch ohne Brüssel gut zusammen leben, das hat man ja bewiesen und was später kam, wäre gar nicht zwingend notwendig gewesen – oder will hier jemand die Förderung von Klein-AKWs? Es gab im Veneto ein ziemlich cooles Plebiszit gegen Kernkraft…

      Ich glaube nicht, dass die Grillini oder Lega Nord die Probleme lösen können. Aber sie setzen die Etablierten unter massiven Druck. Und deshalb werden sie gewählt.

  10. Wer informiert und mobilisiert den Souveraen?
    Der Souveraen entscheidet als Waehler, wem er voruebergehend die Macht anvertraut – so die Theorie der Demokratie.

    Dazu braucht es Parteien mit unterschiedlichem Profil und klaren Programmen, die nicht beliebig austauschbar sind – so die Theorie der politischen Wettbewerber.

    Dazu muss der Souveraen eine weitgehend verlaessliche Quelle von wahrer Information haben, zusaetzlich eine Vielfalt von Meinungen, die als solche zu Kennzeichnen sind – so die Theorie der Medien als eine der Saeulen der Demokratie.

    Wenn aber, wie in Deutschland, eine (nennen wir es) Allianz fast aller Politik- und Medienakteure den demokratischen Wettbewerb und die Kontrolle durch eine inner- und ausserparlamentarische Opposition und die Medien erstickt hat, da ist der Souveraen entmachtet…und ratlos.

    Diesen fauligen Morast, zu dem die deutsche Demokratie verkommen ist, gilt es wie die Augiasstaelle auszumisten.

    Die einzige politische Frischluft kommt (leider?!) von den M5S, Grillos uam – ich sehe keine deutschen Equivalente – traurig, oder?

    Das einzige Windchen, das ein „weiter so, alternativlos“ in Deutschland ein wenig stoert, ist die AfD – ob das aber Frischluft ist, wird von vielen bezweifelt.

    QUO VADIS GERMANIA?

    • Nun, die Piraten waren ja schon ein Warnzeichen in die Richtung – da haben sich Prekäre und angestellte zusammen getan, die unzufrieden waren. Mit der AfD brechen die Arbeiter weg. Das alles ist also nicht mal neu, nur hat es in Deutschland keine Form gefunden, die sonderlich effektiv wäre. Grillo macht im Parlament fundamentalopposition, weil er die Macht übernehmen will. Ich weiss nicht, ob das ein kluger Weg ist. Faktisch ist es aber so, dass in Italien Centrodestra/Berlusconi und Centrosinistra/Grüne auch ein Brei des Machterhalts sind.

    • Demokratie
      Was Sie beschreiben ist nicht Demokratie, sondern Republik. Das wird oft synonym benutzt, ist aber nicht dasselbe.

    • @Samsara
      Seien Sie froh, wenn es noch eine Republik ist, und noch nicht die Oligarchie oder das Triumvi- äh, -feminat.
      Demokratie ist ein Traum, der nur in sehr ruhigen Zeiten gedeihen kann – in der Schweiz auch nur, weil die seit Jahrhunderten als neutrale Geldablage anerkannt ist. Soviel Luxus haben weder I noch D.

  11. Danke für wertvollen Tipp an die SPD - Besser geht immer!
    Oha, früher war alles besser (Fischer, Strauß, Schmidt, Mussolini?!…). Heine, Tucholsky?

    Ihr Text erscheint mir wirr, mein Herr, – mir schwindelt.

    Mal sehen was die Fünf Sterne am Sonntag machen, soviel Zeit wird ja wohl noch sein, Sensation hin oder her.

    Wo ist eigentlich das FAS Tonbändchen mit der Gesprächsaufzeichnung hingeraten?

    Und ja, Sie haben einen sehr wertvollen Hinweis an die SPD – die Katarina Barley macht grausame Fehler.

    Jetzt haben Sie mich aber auch mit der Spekuliersucht infiziert: Könnte es sein, dass Putin Barley eingeschleust hat, um den Vormarsch der beiden Le Pen Damen zu forcieren? Sowas ähnliches gab es doch schonmal – bei Willy Brandt. Guillaume mußte Brandt wegschaffen, um Platz zu machen für Strauß und seine Milliardenkredite an die DDR – war es nicht so? Und was sagt das Darknet dazu: Gibt es dort nicht bereits erste Hinweise? – – –

    • Das Tonband gab es nach Aussagen des Redakteurs nicht. Ich sehe aber keinen Grund für die Annahme, dass die Äusserung so nicht gefallen sein soll.

    • Gaulands Info zum Hintergrundgespräch mit den FAS Journalisten (Rundmail an Parteimitglieder)
      Liebe Parteifreunde,
      die letzten Tage haben erhebliche Aufregungen gebracht – nicht nur für mich, sondern auch für die Partei. Deshalb hier eine kurze Schilderung des Sachverhalts:
      Ich hatte vorige Woche ein als vertraulich klassifiziertes Hintergrundgespräch mit zwei FAZ-Redakteuren. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Islam-Thematik sowie der ungebremste Zustrom raum- und kulturfremder Menschen nach Deutschland und wie sich dieser Zustrom auf das Heimatgefühl vieler Menschen auswirkt. Ich kann heute nicht mehr sagen, wer zuerst den Namen Boateng in den Mund genommen hat – ich bilde mir ein, es war einer der beiden FAZ-Redakteure, da mir der Name wie auch der Fußballsport weitgehend fremd sind. Dabei mag das Zitat von der Nachbarschaft gefallen sein. Ich habe dem keine Bedeutung beigemessen, da das Gespräch nicht zur Veröffentlichung bestimmt war. Leider haben die Journalisten sich nicht an die Abmachungen gehalten, mir aber auch nicht irgendwelche Zitate zur Autorisierung vorgelegt. Zudem hat ein dritter mir wohlbekannter Redakteur der FAS die Überschrift: „Gauland beleidigt Boateng“ gewählt, die durch keinen Satz im Text gedeckt ist. Ich habe an keiner Stelle ein Werturteil über Jérôme Boateng abgegeben, den ich bis dato gar nicht kannte.
      Erst durch diese Überschrift haben die ansonsten richtigen Aussagen den Dreh ins Fremdenfeindliche, Rassistische bekommen. Dabei ging es mir nur um eine Beschreibung von Gefühlen, die wir alle überall in unserer Nachbarschaft wahrnehmen und die sich nicht dadurch vermindern, dass wir sie heuchlerisch nicht zur Kenntnis nehmen. Streng genommen habe ich nicht Herrn Boateng beleidigt, sondern diejenigen, die vielleicht nicht in seiner Nachbarschaft leben wollen, wenn er nicht ein berühmter Fußballstar wäre.
      Doch mit einer solchen Differenzierung kommt man bei einem Medienhype nicht mehr durch. Ich bedauere, dass der Partei objektiv durch den Bruch aller Regeln ein Schaden entstanden ist und kann mich nur bemühen, diesen Schaden durch Nachfolgegespräche möglichst klein zu halten.
      Ihr
      Alexander Gauland

    • J. sicher. Aber ich bitte um Nachsicht, wenn ich sage, dass das hier nicht gerade mein Thema ist, und ich mit der Sache Null, nichts, nada zu tun habe.

    • Aussagen und Bänder
      Barley?
      „Auch Vermögen unklarer Herkunft sollen künftig eingezogen werden können“

      Da muss kein Putin eine Guillaume einschleusen. Die SPD insgesamt tut so, als wolle sie ihr Parteimitglied Sarrazin bestätigen, und als ersten Anfang sich selbst abschaffen.

      Niemand hat etwas dagegen, plötzlich auftauchendes Vermögen dem Staatssäckel zuzufügen. In Realiter wird das allerdings auch retrospektiv angewendet werden, und auf die Mittelschicht (mich), und die untere Oberschicht (DA).
      So wie bei der ENV zunächst nur Neubauten ins Auge gefasst waren, mittlerweile aber auch Altbauten damit in die Knie gezwungen werden, weil es beim Neubau alleine nicht genug zu verdienen gab.

      Und was Gauland nun gesagt hat, oder nicht gesagt hat, interessiert kaum jemanden länger. Und wenn er wörtlich gesagt hätte, er möge keine Neger als Nachbarn, würde es auch kaum mehr interessieren. Denn das ist nun so ausgiebig ausgeschlachtet worden, that there is nothing left to be steamed off the carcass.
      Und jeder weiß, dass Gauland das bestimmt nicht gesagt hat.
      Il s’agit que des neiges d’antan

      Es geht eher darum, dass die Mehrheit der Bevölkerung einfach immer weniger Lust verspürt, sich dauernd alles vorkauen zu lassen.

    • Naja, man stelle einfach ein nur notdürftig getarntes Fettnäpfchen hin...
      (man erinnere sich, von wegen Frauen und Kinder an der Grenze erschießen…, das kriegt dann sogar ein kleiner Lokalreporter vom Mannheimer Morgen hin, war ja auch eine Suggestivfrage), und so unbedarft, wie unsere Führungsriege von der AFD gestrickt ist, treten die in sowas zielsicher mittenrein. Das reicht dann wieder für eine Woche „Skandal“.

      Wahrscheinlich hatte Gauland zu Boateng wirklich keine Vorstellung, dessen Fußballuniversum dürfte ja altersbedingt spätestens mit Beckenbauer (vielleicht ja noch gerade Rummenigge?) an sein Ende gekommen sein.

      Das ändert sich dann erst mit Leuten wie Trump, der noch Anhänger gewinnt, gerade weil er mit Lust durch jeden Fettnapf, und sei er noch so groß, durchmarschiert. Das wird aber in D sobald nicht kommen.

      Ist auch nicht nötig. Solange ganz Deutschland publizistisch wochenlang zwischen Böhmermann, Kinderschokolade und Wehrmachtsuniformen in der Provinz umhertaumelt, kann’s eigentlich noch keine echten Probleme geben.

    • Titel eingeben
      „Die FAZ räumt ein, dass nicht Gauland, sondern dass die Redakteure von FAS und FAZ es selber waren, die den Namen und die Person Jerome Boateng in das Hintergrundgespräch eingebracht haben.“ (DJV Berlin-Brandenburg)

    • Ja. Es gibt was Schöneres. soll ich ein Katzenbild bringen?

    • Ehrenwort!
      Klaus, danke für den Hinweis!
      Vielleicht doch abfackeln (naja, Sie wissen schon, was!)

      Und heute Abend würde ich wieder Gegenwind erhalten, wenn ich am Biertisch das Wort von der L****presse über den Tisch kreiseln lasse.
      Weil wir eine freie, wenn auch manchmal ungeschickte Presse haben, und in jedem Falle eine Demokratie.

      Ja, Don Alphonso, wenn die Autos zu Ende sind, gerne schöne Katzenbildchen, bitte, etwas gegen den anderen Schund von allen anderen Seiten.

  12. Rom...
    … ist für manche ja die ewige Stadt, für andere nur die Sollbruchstelle dessen, was wir heute noch Euroraum nennen.

    Ich muss gestehen, es war mir zuvor gar nicht bewusst, dass dort nun (Kommunal)Wahlen sind. Man braucht wohl nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, wem Herr Renzi wieder die Schuld geben wird, wenn dort die M5S ans Ruder kommt. Dazu noch die Abstimmung bei den Briten Ende des Monats…. man kann nicht sagen, dass wir derzeit nicht in interessanten Zeiten leben.

    Aber – wenn die Nachfrage erlaubt ist – wie genau äußert sich denn die nach Ihren Angaben ausländerfeindliche Position der Rechtslinken am Tiber ? Besonders gastlich war schon die Politik der arrivierten Parteien nicht, bestand sie doch im Wesentlichen darin, den Clandestini das Leben so unangenehm wie möglich zu machen, damit sie rasch nach Norden weiterreisen. Was die davon abweichenden Ansätze von M5S/LN sind, habe ich Ihren Verlinkungen nicht entnehmen können (was daran liegen mag, dass italienische Sprachkenntnisse bei mir eher nicht vorhanden sind).

    In Rom hat doch wohl niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen?

    • Wenn M5SW dort gewinnt und aqnschliessend den Sauhaufen aufräumt, ist das halt der grosse Beweis, dass sie es auch können. Und dann bekommen sie vermutlich auch die meisten Stimmen. Ich war ganz erstaunt, weil in Mantua niemand zu deren Wahlkampfauftritten kam, und trotzdem waren sie die grossen Gewinner. Die Linke ist da nur noch am Drücker, weil die Stadt mit der Lega Nord schlechte Erfahrungen gemacht hat, und de facto so eine Art interne Opposition gegen das eigene Establishment ist.

  13. Mehr Statt wagen
    Selbstverständlich ist „Mehr Staat“ die richtige Lösung in einem Land, das fest im Griff der Korruption ist und Beute der Politiker und Staatsbetriebe nebst angeschlossener Organisierter Kriminalität.

    • Privatwirtschaft ist bei Grillo – übrigens aus guten Gründen – auch nicht gut angesehen. Was Grillo will, ist ein Grillinistaat.

    • Titel eingeben
      Grillinistaat
      hm, das ist dann auch nichts anderes als seit 1918 üblich.
      Personalaustausch gabs ja schon ein paar Mal, und lang halten tut das nie.

  14. Von der Konsequenz als Sekundärtugend.
    „Einem Adenauer konnte es wirklich egal sein, was er vor einem Jahr gesagt hat – der normale Wähler konnte nicht nachschauen.“
    .
    Adenauer hatte, wenn es drauf ankam, ein noch viel kürzeres Gedächtnis: Wat kümmert mich mein dummes Jeschwätz von jestern, soll er einmal gesagt haben, als ihm Inkonsequenz, Richtungswechsel, vorgeworfen wurde.
    .
    Man kann das auch als ein Zeichen von Souveränität auffassen.
    .
    Im übrigen machen die von der AfD vor, wie es heutzutage gemacht wird: Erst der provokative Sager eines Wadfelbeissers, dann ein halbherziges Zurückrudern, dann eien halbes Dementi – wie, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, das so gesagt zu haben, jedenfalls wollte ich etwas anderes sagen, dann ein halbherziges Bedauern bis zum nächsten Sager. Und jeder weiss, was gemeint war und wie es gemeint war.

    • Echte Populisten weichen nicht zurück, und sie entschuldigen sich auch nicht – sie lernen dazu und nennen es nachher ironisch.

    • "Echte Populisten... entschuldigen sich auch nicht"
      Dann wäre nach Ihrem Diktum Merkel der Populist par exellence und Petry, die sich für den falschen Eindruck, den die fraglichen Bemerkungen G.s gemacht haben, bei Boateng (wer ist das eigentlich?) entschuldigt hat, wäre eben KEINE Populistin.

      Ich würde all dem ja zustimmen (weil es meiner Sicht entspricht), aber verhält es sich mit dem Begriff Populismus nicht eher wie mit einem großen Ledersack, in den man alles hineinstopfen kann: tote Mäuse, einen Leonardo d.V., eine Rede an die Nation, ein Gedicht von Böhmermann, Eine Ansprache Merkel-Gaucks … ?

    • „Keine Protestantin“, das ist das wichtigste.

  15. "Grillo macht im Parlament fundamentalopposition, weil er die Macht übernehmen will."
    Ich frage mich, wie die Positiv-Visionen der Leute um Grillo aussehen. Bisher ist mir das alles andere als klar!

    • „Weg mit dem Establishment, zur Hölle mit der EU und die Migranten zurück nach Afrika“ IST für viele die Positiivvision

    • Wenn das POSITIV - Visionen sind...
      stellt sich mir die Frage: Und dann…, wenn all das „erfüllt“ ist, was machen wir dann?

    • Was machen wir dann?
      PF, was machten wir dann? Vorschlag: Wir bauten Afrika auf. Wir redeten nicht nur dumm daher, sondern machten es.
      Das könnte man jetzt schon, à la DDR, wo nicht alles schlecht war: Rotieren lassen. Ausbilden, zwei Jahre arbeiten lassen, dann zurück, inklusive Kinder. Die haben hier Freunde? So what! Die Diplomaten- und Oberschicht hat auch Kinder. Später sind manche vier, fünfsprachig und haben Bekannte überall. Freunde hat man doch kaum. Jedes Mal, wenn das dämliche Argument kommt, ärgert mich, dass es das überhaupt gibt. Das Argument kommt immer von grün oder links, wo sie aber Familie, Bindung und so ablehnen, allerdings nur für geborene Deutsche.

      Zwingen zum Rückzug, neue ausbilden. Nur so könnte man Afrika weiterbringen. Und mit Mikrokrediten für sog. start-ups, kleine Geschäftsgründungen. Man bringt Afrika nicht weiter, wenn man die Besseren von dort als Rentenzahler einplant, als Ressource also wie immer (Gold, Diamanten, Uran, Seltene Erden, Sklaven, Rentenzahler).
      Wenn man ihnen helfen will, muss man sie ausbilden und dann rotieren lassen und ihnen das vor allem von Anfang an sagen.

      Und es darf nie um Hautfarbe gehen, auch nicht um Mischungen wie von manchen Utopisten angeträumt, sondern nur um Know-How und „Wie kriegen wir Afrika groß?“

    • Man muss auch mal einsehen, dass manches, egal was man tut, nicht so wird, wie man das gern hätte. Überbevölkerung ist so ein Thema. Was kann ich dafür? Nichts. Also bin ich da offen gesagt etwas apathisch.

    • @PF
      “ …. uns ein schönes Leben [Dolce Vita]“, denke ich

    • @ Oberländer 31. Mai 2016 um 12:38
      „Wir bauen Afrika auf“
      Ich halte das für einen guten Vorschlag, aber Vorsicht: Afrika ist ein Kontinent und wir…. Und Zweitens: man ändert nicht die Mentalität bzw. die fehlende Vorbildung/ Bildungsethos durch 3 Jahre (+Sprachschule) duales System! Oder?

      Ansonsten aber ein wirklich kluger Vorschlag! Günstiger und vielversprechender als der Versuch, die ganze Welt mit Vollkasko-Mentalität untern Tisch zu retten.

    • Kindergeld kürzen
      Mit der Überbevölkerung muss man hier anfangen, im Land. Wenn man in diesem Land zehn Kinder mit Ki-geld finanziert, wovon dann zuweilen die Eltern leben, wie will man dann vermitteln, dass Überbevölkerung nicht sinnvoll ist? Gäbe man Ki-geld für zwei oder drei Kinder (alle anderen auf eigene Kappe), würde das wahrgenommen und, wenn man Ausgebildete heimschickte, evtl. auch exportiert.
      Das wäre viel gutartiger als unzählige Kinder zu supportieren, deren Eltern davon leben, während die Kinder prekär bleiben. Es wäre auch gutartiger, auf Geburteneindämmung andernorts zu drängen, weil Krieg und Flucht viele der Geborenen schädigen oder vernichten, gelegentlich auf dem Meeresboden.
      Daher ist es verlogen, wenn Kirchen, besonders die katholische, Kinderreichtum befürworten und gleichzeitig über Schiffbrüchige klagen, ja, diese gar wie K. Woelki inszenieren – das ist Doppelmoral, die geflissentlich übersehen will, dass beide missionierenden Gebäude für diese Überbevölkerung verantwortlich zeichnen (RTE hat es gerade bestätigt). Ungeborene leiden nicht und weniger Geborene hätten entsprechend mehr Ressourcen.
      Aber außer den als rechts verschrieenen Parteien, die rechts sein mögen, aber auch Vernunftargumente vortragen, sehe ich niemanden, der sich dieser Sache annimmt.
      Das freiwerdende Kindergeld, das man natürlich hochrechnen müsste, da man es schon Geborenen schlecht wegnehmen kann, könnte für Renten eingesetzt werden, alternativ in der Flüchtlingsversorgung.

  16. Wow - aber wo sind die Witze?
    Don Alphonso, wie immer eine hübsche, leicht zu lesende und dennoch gewichtige Morgenlektüre. Sie schreiben ja fast so schnell dass es als Morgenkolumne durchgehen könnte!

    Es fehlt allerdings dieses Mal ein Link, oder ein Inhalt, der mich echt nervt: Die Subsaharawitze.
    Sie erzählen keinen, geben keinen Link. Ich habe sogar bei Google das Wort ‚Subsaharawitz‘ eingegeben, und es gab genau einen Treffer: den Blog eines gewissen Don Alphonso.
    Ich weiss, Sie sind Kunstgeschichtler und haben es mit alten Häusern, Fahrrädern und Autos. Dennoch: vielleicht sind Sie ja auch Experte in dieser Kategorie? Es klang so an … .

  17. SCHWARZWÄLDER KIRSCH ODER SACHER ?
    nun WERTER DON, die deutsche literatur ist ja schon recht arm an wirklichen komödien, wohingegen die italienischen schreiberlinge und librettisten da wohl ganz andere quantitäten und qualitäten aufzubieten haben. und selbst der Pontifex in Rom beglückt uns mit der lobpreisung venezolanischer wirtschaftsmodelle in regelmässigen abständen mit realsatire.

    so sollten wir doch um jedes tortenattentat und seine journalistische ausschlachtung froh sein, das ist doch schon mal ein gewaltfreier fortschritt gegenüber einer völlig humorlosen ohrfeige gegen einen zum „altnazi“ hochstilisierten parteigenossen und lenkt von der düsteren tristesse der Berliner Republik ab, die nicht nur die reste humoresker atmosphäre, sondern auch unsere wirtschaftskraft und wettbewerbsfähigkeit in den abgrund führen wird.

    zu denken geben sollte uns, dass frauen in diesem neuartigen slapstick-genre mit hoher medienpräsenz bisher ausschliesslich die hauptrollen spielen dürfen, da sollten doch -grüsse an frau Barley – auch ausserfamiliär die gleichen rechte für männer herrschen oder per quote durchgesetzt werden. innerfamiliär übernehme ich dann gerne in den fahrradgaragen, im boothaus, dem weinkeller oder in der bibliothek weitere pflichten.

    zum wirtschaftlichen niedergang der 4. republik und ausverkauf an China wird sich bald der BDI im besten humorlosen Grillini – stil äussern und das rentenalter mit 84 und den verzicht auf jegliche erbschaftsteuer für firmenerben als sofortgegenmassnahmen fordern. in welchem medium ist noch offen, zuletzt war da ja Bild dran, dann die FAZ. jetzt Postillon ? damit wir es gleich richtig einordnen können.

    trösten wir uns, bald ist EM und die liebe frau wird wieder zwischen schlanken, verschwitzten, halbnackten, potenten, heterosexuellen jungen männern aller hautfarben posieren und nicht mehr mit Präsident Hollande – dem diese attribute mehrheitlich wohl abgehen – eine ältere, bildungsnahe wählerschaft beglücken müssen.

    • Aus eigeninteresse halte ich von Erbschaftssteuern genau gar nichts.

    • Venezolanische Wirtschaftsmodelle
      Wenn Ihnen die Papstsprüche gefallen, sollten Sie erst einmal das hier lesen. Eine Definition von Berni Sanders Allheilmittel „Democratic Socialism“

      http://www.dsausa.org/what_is_democratic_socialism

      Man achte nicht nur auf die augenscheinlichen Lügen, wie die Prosperität nordeuropäischer Staaten wie Schweden, und die Eliminierung unangenehmer Arbeiten („a long-term goal of socialism is to eliminate all but the most enjoyable kinds of labor“). Das beste ist, waszwischen den Zeilen steht.

      „In the short term we can’t eliminate private corporations…“ Bedeutet z.B. im Umkehrschluß, daß man genau dies auf längere Sicht vorhat.

  18. Demokratie ohne Adjektive
    In den 2000er Jahren (War on Terror, Guantanamo, Irak-Krieg, Geheimgefängnisse, etc. pp.) haben deutsche Vierfrucht-Politiker deutlich genug zu erkennen gegeben, dass Menschenrechte für sie im Ernstfall keine Bedeutung haben.
    .
    Wenn sie jetzt über Gauland oder Trump moralisch empören, so wirkt das so schal, so billig, so verlogen.
    .
    Damals, zu Beginn der 2000er hätten Merkel, Steinmeier und Co. beste Chancen gehabt, ihre humanen Werte glaubwürdig unter Beweis zu stellen: Durch eine klare, politisch wirksame Abgrenzung von George W. Bush, durch ein Abrücken von den USA. Mit dieser Begründung.
    .
    Wie sie sich stattdessen verhalten haben, ist bekannt.
    .
    Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was an Trump eigentlich so unappetitlich sein soll, abgesehen von seiner peinlichen Selbstdarstellung. Die von ihm propagierte Brutalität wurden von den smarten, gemäßigten, freundlich lächelnden „vernünftigen“ Politikern wie Tony Blair oder Barack Obama ebenso praktiziert. (Killerdrohnen). Und natürlich auch von der Clinton. Und die CDU hat immer brav dazu genickt und Beifall geklatscht.
    .
    Das bisherige System (Bürger erteilen den Parteien einen Blankoscheck und die tun dann schon das Richtige) hat seinen Kredit verspielt.
    .
    Die Lösung kann natürlich nicht der Aufstieg neuer Parteien sein (schon gar nicht solcher wie der AfD), sondern nur der Übergang zu einer Demokratie (ohne Adjektive wie „parlamentarisch“ oder „repräsentativ“), in der die Bevölkerungsmehrheit politische Entscheidungen unmittelbar beeinflussen kann.
    .
    Das wäre auch im Interesse aller nicht-zynischer Berufspolitiker, die dann endlich wieder seriöse Politik mit authentischen Argumenten betreiben könnten — statt 99 Prozent ihrer Energie auf Mimikry und Kungelei verschwenden zu müssen, um sich bei ihren Paten in rechte Licht zu setzen. Erscheinungen wie die AfD würden dann bald wieder verschwinden.

    • Es ist letztlich nur eine Frage der Verpackung.

      wo war eigentlich die machtvoll-humanistische Stimme der Kanzlerin, als unswer Waffenexportpartner Saudi-Arabien angebliche Terroristen im Jemen bekämpfte?

    • @Don Oder wo war die Stimme der Humanitarier als die Gelder für die Flüchtlingslager
      zusammengestrichen wurden?!
      Oder warum ertragen es die Humanitären, dass man weiterhin das syrische Volk sanktioniert und einen Wiederaufbau durch Selbsthilfe damit be-/verhindert?

    • Schal, billig und verlogen...
      „Wenn sie jetzt über Gauland oder Trump moralisch empören, so wirkt das so schal, so billig, so verlogen.“

      Sie irren sich. Ich kann nicht beobachten, dass sich jemand über Trump moralisch empört. Aber Sie können den offen rassistischen Trump nicht einmal mit Le Pen vergleichen, so extrem fallen seine Äußerungen zuweilen aus. Da wundere ich mich schon, dass manche ihn so cool finden, währen dieselben Leute eine Le Pen nicht mit der Kneifzange anfassen würden. Das ist für mich auch verlogen.

      „Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was an Trump eigentlich so unappetitlich sein soll, abgesehen von seiner peinlichen Selbstdarstellung. Die von ihm propagierte Brutalität wurden von den smarten, gemäßigten, freundlich lächelnden „vernünftigen“ Politikern wie Tony Blair oder Barack Obama ebenso praktiziert. (Killerdrohnen). Und natürlich auch von der Clinton. Und die CDU hat immer brav dazu genickt und Beifall geklatscht.“

      Ich finde Trump streckenweise sehr lustig und kann verstehen, dass er auf seine Anhänger eine beinahe hypnotische Ausstrahlungskraft ausübt. Als erfahrener Star einer Reality Show ist er ein Meister des manipulativen Einsatzes der Medienwirkung.

      Und jeder weiß, dass die anderen nicht besser sind. Aber sind sie denn schlechter, wie hier dauernd behauptet wird? Da bin ich mir eben nicht sicher, angesichts eines nachgewiesenen Dauerlügners wie Trump, der seine Meinung täglich ändert.

      Oft hört man, dass er für Europa gut sei, besonders, wenn er die Nato zerfallen lässt. Diese Zeitgenossen sollten die Polen, die Balten und die Finnen fragen, was die davon halten. Deutsche können nicht für andere Europäer sprechen. Sie haben den Sowjet-Terror nie erlebt und sollten sich zurückhalten, wenn sie die Balten und die Polen für hysterisch erklären und auf einen machthungrigen Diktator wie Putin kein Vertrauen haben.

    • Anti-Amerikanismus?
      In Amerika ist halt alles ein bissel heftiger.
      .
      Über Ronald Reagans Cowboystiefel haben sich damals auch alle entsetzt und dann war er ein gemütlicher Kerl. Erst hat er die Steuern und dann die Berliner Mauer runtergelassen.
      .
      Vielleicht ist die Kritik an Trump einfach nur ein Deckmantel für den alten deutschen Anti-Amerikanismus?

    • @DonAlphonso
      „wo war eigentlich die machtvoll-humanistische Stimme der Kanzlerin, als unswer Waffenexportpartner Saudi-Arabien angebliche Terroristen im Jemen bekämpfte?“

      Nicht bekämpfte, sondern bekämpft…es gibt ja wohl zudem auch noch eine Blockade des Jemens, die im Grunde dort zu einer Hungersnot/humanitären Katastrophe führen kann bzw. schon hat.
      Wird auch alles groß von den USA unterstützt…jetzt nach einem Jahr hat man sich entschieden, wenigstens keine Cluster-Bomben mehr an Saudi-Arabien liefern zu wollen…
      In deutschen Medien liest man dazu aber rein gar nichts, die haben ja wichtigere Themen (ich zumindest habe kritische Artikel zum Jemen-Krieg und der westlichen Unterstützung dafür bisher nur in kleineren US-Medien gelesen).

    • 555
      “Die Lösung kann natürlich nicht der Aufstieg neuer Parteien sein (schon gar nicht solcher wie der AfD), sondern nur der Übergang zu einer Demokratie (ohne Adjektive wie „parlamentarisch“ oder „repräsentativ“), in der die Bevölkerungsmehrheit politische Entscheidungen unmittelbar beeinflussen kann.“

      Was meinen sie denn mit „kann natürlich nicht sein“ ????
      Und statt dessen eine tatsächliche Demokratie?

      Wusste gar nicht, dass bekifft Kommentare schreiben in DE jetzt legal ist?

    • Wie angeblich sind denn diese Terroristen?
      Auf jeden Fall versuchen die wohl die Macht im Jemen zu übernehmen wie es der Hisbollah im Libanon schon sehr stark gelungen ist.

  19. Weiterdenkung des letzten Paragraphen
    Der letzte Paragraph war wie ein Highlight, the icing on the cake.

    Ich habe ihn mal weitergedacht, auf die deutschen Massenmedien angewandt. Zum Beispiel FAZ. Gestern wurde mir seit längerem mal wieder ein Kommentar ‚gestrichen‘. Ich hatte angefragt, ob die Affäre Gauland wirklich verdiente, zwei Tage, also 48 Stunden, obenan als erste Meldung zu fungieren, oder ob es nicht doch Bedeutenderes gegeben hätte. Tote bei Unwettern, und Millionenschäden, zum Beispiel.
    Heute früh habe ich dann verstanden, warum der Kommentar der Endlösung zugeführt worden war: Weil jetzt der dritte Tag anfing mit der Gauland-Affäre ganz oben und ganz prominent.

    Wenn ich mit meinem Freund H.O am Biertisch sitze streiten wir häufig um die gleiche Frage: Ob so etwas einfach aus einem verqueren Selbstverständnis der heutigen Journalisten erwächst, also im Zweifelsfalle mal gleich das zu tun, von dem man denkt, es käme oben gut an; oder ob es Nachhilfe der politischen Elite ist, die mal anruft, bzw. anrufen lässt, um mitzuteilen dass ein weiterer Tag Gauland-Affäre gewünscht wird.

    Wie auch immer, eins ist klar, die Botschaft der letzten Monate seitens der Bevölkerung ist weder bei den Politikern noch bei den Presseorganen angekommen. Und damit ist der Bezug zu ihrem letzten Paragraphen hergestellt: Noch immer glauben die Etablierten und deren Presseorgane, dass ’noch ein Tag AfD-Bashing‘ an der Zustimmung der Wähler zu dieser Partei sägt. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall: die meisten Menschen sehen durch das Spiel hindurch und würden eher dem Gauland vergeben wollen, als dem Versuch der Stimmungs- und Meinungsmache.

    • Ich bin in der Gauland-Geschichte nicht involviert. Ich ann dazu nichts sagen. eine Meinung habe ich, aber die ist privat. Mitleid habe ich jedenfalls keines.

    • Stimmt - vor allem Ihr letzter Satz.
      Selbst Prantl hat die FAZ mit der Ansage zu beschwichtigen versucht, dass man auch als Journalist auf der hellen Seite nicht über jedes Stöckchen springen muss, das einem von der bösen Seite hingehalten wird.

    • "mitleid habe ich keines" D.A.
      müssen Sie auch nicht! Ich habe auch kein Mitleid mit Wagenknecht, dass sie von den eigenen Parteigängern filettiert wird wenn sie etwas Vernünftiges sagt (und das tut sie schon des Öfteren).

      Unsauber bleibt die Geschichte. Und , ich habe Ihnen das ja schon anderorts geschrieben: Jener gut recherchierte Artikel zu der Frage, warum die Linke das Tortenrezept kennt, auf der FAS/Z Seite, dessen Autor mir ein deja-vu war, stand direkt unter jenen Artikeln, in denen die FAZ einerseits G. inkriminieren wollte (öffentl.Beleidigung ist justiziabel) und andererseits eingestehen musste, dass das Verhalten der eigenen Journalisten nicht ganz sauber war… .
      Also – der Kontrast zwischen Hell und Dunkel… hat es bei mir nochmal dunkler gemacht.

    • also, um das klarzustellen: Ich bin Feuilleton. Ab und zu geraten Beiträge von mir online in die Politik. normalerweise gibt es aber zwischen den Ressorts strikte Trennung. Ich kenne praktisch niemanden aus der politik und auch nicht die Vorgänge. Ich kann nur für mich sprechen. so einfach, eigentlich. Ich lese auch manches und denke mir: Naja. Aber so ist das eben in den Medien.

  20. Säkularisation für die "Populisten"
    Lieber Don,

    wieder ein interessanter Artikel von Ihnen. Aber warum springen Sie auf den „Populismus“-Zug auf, und das ohne jede Begründung?

    „Raggi hat […] eine Bewegung hinter sich, die bei sozialen Fragen linkspopulistisch und bei der Migration rechtspopulistisch ist“, schreiben Sie.

    Kann es nicht auch einfach sein, dass das, was bei sozialen Fragen so gerne als „linkspopulistisch“ und bei Migration als „rechtspopulistisch“ gebrandmarkt wird, im Wesentlichen schlicht richtig ist und irgendwann bei den Menschen Frustration um sich greift, weil nichts davon gehört wird?

    Meinerseits kann ich übrigens den ständigen Vorwurf des „Populismus“ langsam wirklich nicht mehr hören. Die größten Populisten sind doch ohnehin die regierenden bzw. regierungsnahen Parteien – jedenfalls, wenn damit gemeint ist, dass man versucht, die Wähler an der Nase herumzuführen („Bayerische Grenze kann man nicht schützen“), durch Geschenke für ausgewählte Gruppen zu „bestechen“ (zuletzt E-Autos und Renten) oder sich durch Migration sogar einen ganz neuen Wählerpool zu schaffen, dem man sich dann ebenso eifrig wie töricht andient (siehe die Grünen, die mit den Islam – abgesehen von der Hausfarbe – doch wohl nicht so viel Gemeinsamkeiten haben, oder habe ich da was verpasst?!).

    Auch die katholische Kirche zur Kasse zu bitten finde ich alles andere als populistisch. Ich selbst würde ja sogar gerne noch weitergehen: Auch was die Migrationskrise angeht, könnte und sollte man durchaus auf die Lehren aus dem Reichsdeputationshauptschluss zurückgreifen und diejenigen, die Zuwanderung ohne Obergrenze für andere geifernd propagieren (und damit noch ordentliche Geschäfte machen…), mal kräftig zur Kasse bitten. Irgendwie dachte ich ja auch, dass Christen von anderen nichts verlangen dürfen, was sie selber nicht zu geben bereit sind. Über das Geld und die Freiheit anderer Menschen zu verfügen ist immer eine leichte Sache. Es ist halt nur die Frage, ob man es hinnehmen muss, wenn man „Tafelkunden“ nun auch noch das geschenkte Stücken Wurst aus den Händen reißt bzw. reißen lässt, im Namen der „Nächstenliebe“…

    Nebenbei, Don, ich vermisse in letzter Zeit häufiger mal Kommentare von mir, aber immer nur als Antwort auf andere Kommentare. Ich kann eigentlich keinen Grund erkennen, warum Sie die entsprechenden Beiträge – bei Ihren überaus liberalen Maßstäben – nicht freigeschaltet haben sollten. Daher nehme ich an, dass es ein technisches Problem ist. Vielleicht geht das auch noch anderen so. Aber ich hätte ja auch durchaus Verständnis, wenn es Ihnen irgendwann zu viel wird.

    • Populismus ist doch heute kein Brandmal mehr, das hat sich völlig abgenutzt. Populist ist man heute, wenn man mal an einem Biertisch gesehen wurde oder zum 90. gratulierte.

  21. Etablierte Stimmen aus dem (St)Ro(o)m des Jenseits?! Sticheln, anstacheln...Stacheldrahtweisheiten?!
    Unter dem „Deckmantel“ (Stacheldraht-)Aufklärung und (Stacheldraht-)Motivation für den „Mental-Ro(o)m“:

    Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
    Orson Welles

    Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gut zu machen.
    Jean Paul

    Die Politik und die Diskussion sind das Paradies zungenfertiger Schwätzer.
    George Bernard Shaw

    Ein ungeübtes Gehirn ist schädlicher für die Gesundheit als ein ungeübter Körper.
    George Bernard Shaw

    Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
    Albert Einstein

    Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.
    Demosthenes

    Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete, er kennt weder Gründe noch Gegengründe.
    Anselm Feuerbach

    Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.
    Albert Einstein

    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.
    Pythagoras von Samos

    Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.
    Mark Twain

    Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
    Konfuzius

    Ich weiß nicht ob es besser wird wenn es anders wird, aber es muß
    anders werden wenn es besser werden soll.

    Oben ist unten, links ist rechts …wenn das Ganze die eine Mitte ist,
    Zent“rom“, „room“ „ruhm“ „rum“ (Human) im humanen Gleichgewicht.

    Das Wort…der Drehort…Drehthorik…“ROM“ und das
    „W“(ort)=“OMEGA“(ort)…(„Ichbin“)das Alpha und das Omega ist
    von Grund bis Gegengrund und von grundlos bis gegengrundlos…
    von „Rom“ und „Mantel“…bis heav(enl)y me(n)tal ro(o)m.

  22. Lieber Bürgermeister in einem gallischen Kaff als zweiter in Rom
    Weniger als 50% soll die GroKo nächsten Sonntag kriegen – wenn Wahlen stattfänden. Das ist schon ein sehr alternativloses Ergebnis für die Summe der beiden ehemals großen Volksparteien. Die Frage, warum sich niemand mit Charisma und Einfallsreichtum im deutschen Parteienpark engagiert, liegt vielleicht daran, dass deutsches Regierungshaupt zu sein ein sehr langweiliger Job ist. Ich jedenfalls fände Frau Merkels Job tödlich langweilig. Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gibt einen falschen Eindruck. Im Sicherheitsrat der UN hat D nicht mehr zu sagen als Tunesien oder irgendein anderes Normalland. In G7/8 Treffen ist sie die Kleine, in Europa zwar Vertreterin des größten Landes, aber nicht die Person, die die Richtung bestimmt. Manchmal darf D nicht mal im rotierenden ECB Rat mitbestimmen. Das wissen natürlich alle und machen sich einen Spaß daraus. In EU Ratstreffen stresst man sie durch lange Nächte, ohne dass sie etwas erreicht. Mit Hollande darf sie sich in Verdun fotografieren lassen. Herr Erdogan führt sie an der Nase herum und lässt sich mit ihr in seinem Prunkpalast abbilden und Putin lädt sie zusammen mit seinem Hund zu einem persönlichen Gespräch ein.
    .
    Wie sagte schon Cesar: Lieber Bürgermeister in einem gallischen Kaff als zweiter in Rom. – Frau Merkel ist nicht einmal Zweiter wo echte Politik gemacht wird – weder global noch in Europa.

    • Sie müssen da nochmal 6% abziehen – keiner, der CSU wählt, würde Merkel wählen. Die Frage ist also, würde es für CDU/SPD/Grüne reichen? Knapp. Aber dann würden vermutlich bald die Barrikaden brennen.

  23. Desillusionierend
    Vor 20 Jahren habe ich geglaubt, das Netz würde uns allen die große Freiheit bringen. Mittlerweile wird es unser Gefängnis im Sinne von „l‘ enfer c’est les autres“…

    • Willkommen in der Realität, es war schon immer so.

    • Freiheit durch Vernetzung?
      Ich habe keine solche Erwartung an das web gehabt, sondern eher instrumentelle Erwartungen: leichter an technische, medizin.fachliche oder sonstige Informationen zu kommen. Sachen reparieren zu können, ohne das erste Objekt zu Übungszwecken zu zerstören etc.

      ansonsten ist das web der willige Helfer weltlicher Verdörflichung mit allen schlechten Marktplatzphänomenen.
      Aber auch mit der guten Recherchierbarkeit von polit.Zusammenhängen, – wie Don immer wieder demonstriert. Aber für Letzteres bin ich zu doof- bzw. es ist nicht meine Welt

  24. Genies braucht die AFD überhaupt nicht
    Wenn ein paar schräg formulierte Sätze schon ausreichen,
    http://www.welt.de/politik/article155831874/AfD-Vize-von-Storch-irritiert-mit-skurrilem-EM-Posting.html
    um die üblichen Verdächtigen zu gigantischen Empörungswellen und zu veranlassen, was der AFD natürlich neue Wähler bringen wird. Dass kindische political correctness mittlerweile zum Ekelpaket mutiert ist, kann ein Tugendapostel per Definition nicht erkennen.

    Als Hilfstruppen lassen sich bekannterweise Minderjährige gut mobilisieren, weil sie so authentisch naiv sind und ungekünstelt dümmlich wirken: http://www.huffingtonpost.de/lilli-marleen-gramckow/ein-mitreissender-appell-_1_b_10019720.html?utm_hp_ref=germany

    Bei solchen Fürsprechern und dem vermerkelten Führungspersonal hat die EU bald fertig. Es wird am Ende ganz schnell gehen und der Zusammenbruch wahrscheinlich als „Überraschung“ wahrgenommen werden.

    Die einzige hier noch interessierende Frage: Auf wessen Seite stehen eigentlich die Gorillafreaks, sprich: Menschenfeinde?
    http://www.spiegel.de/panorama/gorilla-harambe-zoo-von-cincinnati-verteidigt-toetung-a-1094985.html

    • Naja, man fordert ja auch laufend meinen Kopf – ich finde halt Mittel und Wege, es geschickt zuu sagen.

    • mal sehen
      was als nächstes kommt. Die Antifa-Jugend zeigt gewisse Voraussetzungen für überzeugungstäterhafte Militanz und in Medien wie SPON, bento und Huffington Post kreischen die Fans herum. Ob Merkels letztes Aufgebot oder verselbständigte Hiwis: Da geht bestimmt noch was.

      Lernen vom Islamischen Staat: Kampf für die politisch-korrekte aka politisch-religiöse Eschatologie. Mit Kindersoldaten. Das war schon immer das Wirksamste. Auch die Nazis hatten damit eingecheckt.

      „Wie schon die Turner und Burschenschafter im 19. Jahrhundert und später die 68er fühlte sich die männliche Jugend von Weimar dazu berufen, das Land zu retten. Doch im Unterschied zu allen Vorgängern und Nachfolgern konnten diese Radikalen nach 1933 ihre utopistischen Pläne ungebremst in Taten umsetzen. Mit ihrem geschlossen antiliberalen und antisemitischen Weltbild marschierten sie durch die Institutionen. Das macht die jungen Völkischen zur wirkungsmächtigsten Jugendbewegung in der deutschen Geschichte.“

      SPON-Recycling(!)
      http://www.spiegel.de/einestages/deutschlands-maechtigste-jugendbewegung-a-946641.html

    • Ich würde nicht ausschliessen, dass es mal richtig im Osten kracht. Da siknd die Strukturen längst da und verfestigt.

  25. Schwarzes Gold
    „Beppe Grillo nennt Migranten, das schwarze Gold der Mafia.“

    Bin ich froh, das wir in D. keine Mafia haben.
    Sonst müßte ich mir ja sonstwas denken.

    • Er fügt hinzu „und der Konzerne“. Mindestlohnt etwas bei Ihnen, oder eineurojobt es schon?

    • ...
      Wer lernt jetz von wem?
      Die Mafia von den Konzernen, oder die Konzerne….

    • Keine Mafia?
      War das etwa ironisch gemeint?:
      „Bin ich froh, das wir in D. keine Mafia haben.“

      Italienische Mafia, libanesische Mafia, türkische Mafia, russische Mafia. Hier war der Spigel (das Journal) vor Jahren gut, denn er machte mal eine große Geschichte darüber.

      Was Don anschneidet, kenne ich schon lange aus erster Hand: Sie lebten im Untergeschoss des Hotels, alle in einem Raum, in Stockbetten, sechs an der Zahl, alle aus Rumänien. Jemand hatte das gesehen. Das war urdeutsche Mafia, wenn man so will. (Nicht in Bayern).

      Gleichzeitig wird gejammert über Sklaverei, doch man muss festhalten, dass die Sklaven es zuweilen besser hatten, je nach Herrn. Immerhin hatten sie ein kleines Haus oder wenigstens eine Hütte und waren mit ihrer Familie zusammen.
      Das ist alles komplett verlogen.
      Die Schweiz machte kürzlich eine Volksabstimmung über Maximalgehälter. Wie die ausging, weiß ich nicht, auf jeden Fall war der Weg nicht völlig verkehrt. Den Gedanken, Rendite immer unten abzuschöpfen und oben gleichzeitig prassen zu lassen, anzugreifen, kann nicht so falsch sein, wenn man das Zwölffache des mittleren Firmeneinkommens als Grenze ansetzt. Die meisten Leute oben kämen wohl mit ca. 60.000 Franken im Monat blendend über die Runden. Eine Villa für 10 Mio am Zürichsee und ein Sommerhäuschen in Moritz, ein weiteres in St.Tropez plus Yacht, wären dann zwar schwieriger, aber man würde sich nach der Decke strecken.

    • Unsere Mafia
      Bei uns sitzen die Profiteure in den Kirchen (kurz auch hier angerissen: http://www.rolandtichy.de/meinungen/asylindustrie-in-kirchen-hand/).
      Außerdem bei den Beratern (McKinsey & Co verdienen prächtig, Herr Weise will sogar Entscheider fürs BAMF zu Spitzenpreisen von Ihnen mieten). Da kommen dann Studien über den Segen der Immigration und Forderungen nach christlicher Nächstenliebe – und schon klingelt die Kasse.

    • Austauschbar?
      Kapovaz lässt in meiner Phantasie auch irgendwie eine Verortung zu

      Wer lernt jetz von wem?
      Die Mafia von den Konzernen, oder die Konzerne….

  26. Bislang war es amüsant, jetzt ist es beruhigend
    Ich freue mich über die Linksrechtsmitte-Populisten, die nun überall in Europa auf dem Vormarsch zu sein scheinen. Dem Volk aufs Maul geschaut und die mehrheitsfähigsten Tabu-Meinungen in Wahlprogrammformat gegossen, fertig ist der Establishment-Schreck. Endlich wurde ein politisches Vehikel gefunden, um dem europäischen Parteienklüngel einzuheizen. Wenn die „etablierten Parteien“ Europas in den letzten 10 Jahren zwei Dinge vereinten, dann wohl, dass sie das Heft des politischen Handels entweder aus Gemütlich- oder aus Unfähigkeit abgegeben haben, um sich reaktiv auf Entwicklungen im Tagesgeschäft zu beschränken und die Strategie der asymmetrischen Demobilisierung, zu der neben der völligen Auflösung jeglicher normativer Prinzipien vor allem gehört, den Herzensthemen des medialen Establishments eine Plattform zu bieten, um den nötigen Rückenwind insbes. vor Wahlen zu sichern und vor allem jeden Gegenwind zu vermeiden. Das Gute an den Populisten ist, dass Wertedebatten plötzlich wieder zum Tagesgeschäft gehören, auf das man reagieren muss und die Symbiose aus Parteien, Medien und Establishment ihre demokratische Legitimation verliert. Ich erhoffe mir dadurch personelle, strukturelle und normative Bewegungen im demokratischen System, mehr Pluralismus und letztendlich eine besser funktionierende Demokratie. Gleichzeitig glaube ich, dass die populistischen „Unruhestifter“, wenn sie ihren demokratischen Zweck erfüllt und die „professionellen Parteien“ ausreichend aufgerührt haben, schnell entzaubert werden können, da sie ja im Prinzip kaum anders funktionieren (werden) als die Altparteien mit ihrem Postengeschacher und ihrer Fantasieideologie. Von daher bin ich einigermaßen beruhigt und kann mir amüsiert die hilflosen Versuche anschauen, wie denn nun auf diese Bedrohung zu reagieren ist. Deutschland scheint da realsatirisch besonders geeignet zu sein, wenn die Medien nach monatelangem Totschweigen nun empört über jedes noch so kurze Stöckchen springen, das ihnen die AfD hin hält und die SPD sich (möglicherweise aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus, vielleicht aber auch aus der berühmten „Angst vor Veränderungen“) in rückwärtsgewandte Größenwahnphantasien mannövriert und entgegen aller Trends und Erfahrungen (Veggieday) im Wochenrhytmus die grünlinke Paternalismuskiste aus dem Keller holt und ihre Generalsekretären allen Ernstes nach der Lufthoheit über deutsche Kinderbetten (Scholz) nun verkünden lässt, dass man daran arbeite, die innerfamiliären Pflichten zwischen Mann und Frau besser zu verteilen, nachdem ihr Boulevard-Justizminister bereits in guter, alter Scharia-Tradition (oder war das konservativ-reaktionär?) die weibliche Nacktheit in der Werbung zu beschneiden versucht. Vielleicht täusche ich mich in diesem Punkt aber auch und die SPD ist -als zukunftsorientierter Superdino- gerade dabei, sich als Partei links neben SED-Nachfolgepartei und grünem Spontiflügel neu zu erfinden. Traurig nur, wenn das diese verfluchten Wähler einfach nicht honorieren wollen. Glücklicherweise hat man ja noch einen Strohhalm [sic!] namens Sigmar Gabriel im Köcher, dem man die ganze Misere anhängen kann.

    • Ein wunderbarer und interessanter Text!
      Gerne würde ich ihn lesen, nachdem Ihnen mal jemand einige Tasten mehr auf dem keyboard gezeigt hat.

      Zum Besipiel, wie sich am Ende
      einer Zeile eine neue Zeile einfügen lässt.

      Und dass es sogar funktioniert, einen neuen Absatz nach dem Ende eines vorherigen Gedankens einzufügen.

  27. we are fucking angry
    Das Geschäft mit dem Populismus fegt die Unfähigen und Unsicheren so lange weg, bis welche kommen, die es können, und die dann auch flexibel und prinzipienlos genug sind, wenn es um die Macht geht.

    Genau , wenn Zwei sich streiten , freut sich der Dritte.

    Vielleicht sehe ich es ja zu düster, aber dem Dritten, Erdogan, hat man dummerweise schon die Tür geöffnet und jeden Tag setzt er einen Schritt weiter vorwärts nach Deutschland.
    Er ist effektiv.
    Über Masse wird Deutschland osmanisch.
    ( das gehört m.E. zum Wesen des Islam, nirgendwo Klasse , nur Masse . Die Unterwerfung kommt über die Masse ).
    Drumherum gibt es aktuell oberflächlich den gleichen Befund wie in Deutschland. Die Altparteien haben abgewirtschaftet , das Vertrauen ist futsch,seitdem der unendliche Sozialismus/ Neoliberalismus für Banken , Internetfirmen und Großindustrie außer vielleicht Deutschlands Stromgiganten, eingeführt wurde.
    Das oberlehrerhafte , akademisch, universitäre einlullende Einheitsgelaber ist unerträglich geworden.
    Den dazugehörigen, eigentlich nebensächlichen, Gender- Homo- Ehe , Kita, Tralla -Quatsch kann man auch vergessen , der ist bloß bunter Zuckerhagel zum Dickwerden, zur Verblödung für die einen und zum Abgreifen von Steuergeldern / Fördergeldern und Postengeschacher für bequeme, halbfähige Möchtegerns, die meinen, mit Dr. Irgendwas dürften sie anderen den ganzen tag erzählen, wie man zu leben , zu denken , zu sein hat.

    Nur um Deutschland herum ist die Welt entscheidend anders.

    Außer uns hat niemand Willkommenskultur.
    Europa oder die EU wird auch nicht ideologisch verstanden, weder bei den Etablierten noch bei den neuen Populisten, sondern rein als wirtschaftlicher Zweckverband und politisch allenfalls als Abgrenzung gegenüber Russland oder den USA , je wie das Herz mehr rechts oder links schlägt .
    Ansonsten begreifen sich alle selbstverständlich absolut nationalstaatlich.
    Die Bewegungen Syrizia, Podemos , Nuit Debout links oder Lega Nord, Front National, FPÖ pp rechts haben auch keine Alternativen , krakeelen nur besser. Die haben alle Soziologie , Ökonomie und Philosophie studiert , kommen aus guten Elternhäusern mit ausreichend Geld und lieben die alte Folklore der Arbeiterbewegung , die wunderbare Brot oder Geldvermehrung ist aber leider noch nicht erfunden . Schon wahr .
    Sie beziehen sich aber alle auf ihr eigenes Land und bleiben dort verhaftet , genauso wie die etablierten Parteien dieser Länder.

    Von maximaler Selbstaufgabe zur angeblichen maximalen Friedensgewinnung, Freiheit , Modernität , Gerechtigkeit , von dieser Idee , diesem deutschen Wahn keine Spur.
    Wenn alles so weitergeht , wird man mit uns noch ein paar Jahre symbolische Flammen in Verdun entzünden, vielleicht gelingt auch der Griff in unsere Sozialkassen, macht sich ja auch gut, wer ist schneller , Herr Draghi, Herr Junker und der unsägliche Herr Schulz oder die sich verbreitenden Gebärmaschinen mit Kopftuch und Mantel.
    Aber in Wirklichkeit werden alle Deutschland in der Mitte mit seinem Weltverbesserwahn alleine lassen und schadenfroh zusehen, wie lange wir noch hier einigermaßen gut und frei leben bis wir dann , gestern haben wir die Marschrichtung vom neuen Sultan vernommen, auch nur noch 2 Phrasen beten :
    „Es ist kein Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.“

    Niemand wird da sein , der uns dann nochmal wie 1945 „befreit „, nicht die Amerikaner, denen ist die Westausrichtung nach Europa eh egal, nach Osten/ Pazifik geht viel mehr, viel mehr Potential , und nach Süden ebenso.
    Die Franzosen haben auf Krieg eh keine Lust, beim letzten schon, im Herzen ist der Franzose sein eigener Bauer , die Welt interessiert ihn nicht , und der Tisch muß ab 12 Uhr gedeckt sein . Die Briten sind nicht interessiert , s. Brexit, man macht immer noch bestens Geschäfte über die ganze Welt, Australien , Kanada , und lebt schon seit Jahrhunderten von den zinsen , ab und auch vom kapital .
    Italien hat die Mafia und wird sich ansonsten ganz familiär mit und ohne eigene Kinder durchwursteln.
    Ob dann Polen , Ungarn, pp dazwischen westlich überlebt , sich wie Finnland oder an der Seite Österreichs verteidigen kann, oder doch als Kollateralschäden Russland zufällt und alles südlich davon wie z.Z. des alten osmanischen Reiches bis Albanien wieder diesem neuen 2. osmanischen Reich anheim fällt , keine Ahnung.
    Wir wären dann aber nochmals wie 1945 auch dafür wie schon für die Endlösung überall bestens verhasst.
    Diesmal ohne den totalen Krieg , aber mit dem anderen Extrem , dem totalen Frieden.
    Ich denke , dass viele um uns herum genau diese Gedanken haben und argwöhnisch schauen, was hier abgeht.
    Insofern wäre es besser gewesen, wenn als liturgische Farbe in Leipzig nicht grün ( Leben ), sondern rot ( für die Liebe ) gewählt worden wäre oder wenigstens die Farben des Papstes – gelb/ weiß, ( wenigstens als Aussage , wo man hingehört , statt sich mit allen und jedem gemein zu machen).
    Die Liebe fängt bei der Selbstliebe an. Vielleicht sollten war auch einfach mal wieder selbst Kinder bekommen .

  28. Titel eingeben
    Ich hoffe es wird bei uns eine ähnliche Entwicklung geben. Nicht dass ich mich unbedingt auf die mehr extremen Links-Rechts Extremen freue. Aber es wird auch bei uns ein Ende der Heuchelei geben, und wenn es dann bei dieser Art der doch immer noch gemässigten Partei bleibt, sollten wir uns glücklich schätzen.
    Je länger es bei uns rausgezögert wird, desto grösser ist die Gefahr, die wirklich Extremen zu bekomme.

    M.E. Erachtens hätte Die Linke durchaus die Chance gehabt, ähnliche Positionen zu beziehen, d.h. sich mehr um das Ergebnis der Migrationswelle auf unsere untern Schichten zu bekümmern. Zumal sie auch, wie Corragio, eine gutaussehende Vorsitzende haben.
    Aber Die Linke hat sich entschieden, weiter das Establishment gegen Ihre Wähler zu unterstützen, und wer zu gut aussieht wird mit einem Tortenwurf verschandelt.
    Ich nehme an Die Linke wird es bei den nächsten Wahlen noch mehr zu spüren bekommen als die SPD.

    • Der Geburtsfehler der Linken sind die westdeutschen Altkader und die ostdeutschen Seilschaften. Die haben zu viel Macht. Es ist eine Partein alter Leute. Die Jungen wählten erst Piraten und jetzt AfD.

    • Piraten -> AfD?
      „Die Jungen wählten erst Piraten und jetzt AfD“

      Meinen Sie wirklich, dass es da Überschneidungen zwischen ehemaligen Piraten-Wählern und jetzigen AfD-Wählern gibt??? Kann ich mir nur schwer vorstellen, mir kamen die Piraten von Anfang an vor wie der Nachwuchs aus bürgerlich-grünen Elternhäusern, der eben ein bißchen mit Netzthemen experimentieren wollte, aber dann bald wieder zu den politischen Wurzeln zurückkehrte.
      Die AfD speist sich m.E. aus ganz anderen Milieus.

  29. Titel eingeben
    Schaun wir mal, ob die Breitseite des Dalai Lama in Richtung Merkel Wirkung zeigt. Er sagte nämlich:Deutschland kann nicht arabisch werden. Deutschland ist Deutschland und sinngemäß hält er eine Obergrenze für unabdingbar.

    Sorry, wenn’s nichts mit Italien zu tun hat.
    Ich habe aber die Artischocken nach römischer Art als Vorspeise genossen.
    Als unter dem Collosseum Marschmusik erklang und wir weißbehusste Stühle in einem weißen Zelt sichteten und Berlousconi angekündigt wurde,
    haben wir das Weite gesucht…

    Dreckig sollte man nicht mehr sagen?Na dann: Kopf hoch – wenn der Hals auch dreckig ist.


  30. Don, Sie laufen ja zu immer größerer Form auf. Dies ist ein äußerst informatives Stück, man hört hier ja sonst quasi nichts aus den Nachbarländern, stattdessen findet hierzulande ein zähes Ringen unter der Bleidecke statt.
    Natürlich kann es in D nicht so laufen wie in I, denn I hat eine „theatralische“ Tradition in öffentlichen Angelegenheiten, während Deutsche typischerweise kreuz und quer rennen, recht chaotisch, und einander aber gleichwohl ausweichen.
    In Italien ist man „populistischerweise“ schon weiter als in D, wo noch mit Symbolübermalung (Fußballer als Exponenten der Nation) hantiert wird – die ersten Anfänge einer Opposition, sozusagen.
    Nun, Grillo ist ja schon eine Weile aktiv und die Lega Nord sowieso.
    Die AfD wird noch ihren Casaleggio brauchen, da gebe ich Ihnen recht.
    Wer das sein wird, ob es einen geben wird, ist offen.

    • Danke, ich bin halt gerade in Italien, da ist mir das Themw vor die Füsse gefallen – und es ist gerade wegen der ähnlichen Entwicklungen interessant.

      CDasleggio war ohne Frage gleichzeitig ein Genie wie auch eine Inselbegabung mit einem Meer voller Klippen aussenrum. Man hört sehr viel böse Geschichten über ihn. Mehr Dämon als Erzengel. so etwas zu finden, ist ganz schwierig, die AdD holt sich ihre Leute ja eher beinm Focus. Die haben absolut keine Erfahrung, und das merkt man. Wie ein Startup, völlig überfordert vom Wachstum und den Konflikten.

    • "Der junge Mann befand sich mit einer 17-jährigen Freundin und einem
      18-jährigen Freund kurz nach Mitternacht auf dem Heimweg. Die drei wollten zum Bahnhof im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg, als Niklas von drei Männern angegriffen wurde. Seine beiden Freunde waren auch körperlich attackiert aber nur leicht verletzt worden.“
      http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/jugendlicher-gestorben-100.html

    • Polizeibericht aus Bad Godesberg
      Und was hat der mit dem Beitrag von colorcraze zu tun oder mit diesem Artikel? Reicht als Bezug, dass der Haupttäter, wie man mal hörte, teilweise italienischer Abtsammung war – oder war er in nur Italien geboren?

    • Jetzt ahne ich den Bezug
      Mit einer 17-jährige Freundin soll der Beleg sein, dass er sich „schützend vor Frauen“ stellte. Plural und Singular, alles egal?

  31. Spannend ist eigentlich nur die Frage, was wird daraus?
    Politische und gesellschaftliche Geplänkel sollten ja irgendwann auch einmal Folgen zeitigen. Wenn sie zur Selbstbeschäftigung mutieren, dann mag das zwar unterhaltsam sein, wird aber auf Dauer etwas eintönig. Erste Abnutzungserscheinungen zeigen sich ja bereits, linke und rechte Spitzen werden zusehends stumpf, das Wort allein ist auf Dauer eben doch nur ermüdend.

    Es ist noch eine lange Zeit bis zur nächsten Bundestagswahl und es stellt sich mir die Frage, ob das Merkel-Prinzip, die Themen der Anderen für sich zu vereinnahmen und mit seichten Lösungen das Volk einzulullen, noch einmal funktionieren kann.

    Daß, angesichts der aktuellen Reaktionen aus der großen Koalition, als Reaktion auf die Veränderung der politischen Landschaft positive Aktionen im Sinne der Bürger zu erwarten sind, darf wohl verneint werden. Nur, was hat die ganze Aufregung, der Aufstand, dann überhaupt für einen Sinn? Wäre von einem Ende der großen Koalition wirklich ein Ende des Neoliberalismus etc. zu erwarten? Irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen.

    • Wir stehen vor einem heissen Sommer der enttäuschten Hoffnungen, ich würde also nicht darauf wetten, dass die Regierung überlebt.

    • Wie Merkel das Thema begrapschter Frauen "vereinnahmen" und
      damit Wahlkampf machen könnte kann ich nicht erkennen.

      In Darmstadt laufen inzwischen 26 Anzeigen von Frauen, die während des Schlossgrabenfestes am Wochenende sexuell belästigt wurden:
      http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/nach-schlossgrabenfest-26-anzeigen-wegen-sexueller-belaestigung-14262071.html

      Vielleicht hilft diese Übergriffigkeit, schneller zu einem Ende zu gelangen – aber in den Schlagzeilen ist Gauland und anderer nichtiger Blödsinn – und nicht die Gewalt, die von Versorgungsmigranten nicht nur auf Frauen verübt wird.

    • Laut dem, was bei Facebook so steht, war das Köln1.1. Und es beibt sicher nicht bei den Anzeigen, da kommt noch was Grösseres.

    • Wo waren eigentlich die (deutschen) Männer?
      Das ist die Frage, die sich mir bei solchen Meldungen, Darmstadt, immer stellt.

    • Deutsche Männer haben das Prügeln verlernt
      Otto Meier sagt:
      31. Mai 2016 um 17:23 Uhr
      „Wo waren eigentlich die (deutschen) Männer?
      Das ist die Frage, die sich mir bei solchen Meldungen, Darmstadt, immer stellt.“

      Tja, wenn „wir“ in Deutschland so weit sind, wie in vielen muslimischen Ländern, dass Frauen in den Abendstunden ohne männliche Begleitung nicht mehr unterwegs sein dürfen, dürfte sich die Frage erledigt haben. Das meinten Sie aber vermutlich nicht. Doch was meinten Sie den sonst?

      Warum werden deutsche Männer jetzt mit Vorliebe ins Gespräch gebracht, als ob sie irgendwie – ähnlich wie in den muslimischen Ländern – für die Frauen verantwortlich wären?

      Während gewaltbereiten Jugendlichen und Gewalttätern Antiaggressivitätstraining angeordnet wird, sollte der Durchschnittsmann das Prügeln wieder lernen, so ähnlich wie die Hooligans, um sich gegen Massen von potenziellen sexuellen Straftäter, die in Gruppen auftreten, zu kämpfen, um die Frauen zu verteidigen. Das würde bedeuten, dass der deutsche Mann fit gemacht werden soll, sich in Massenprügeleien zu behaupten. Das kann doch nicht im Ernst so gemeint sein.

    • Seit wann brauchen Frauen "Männer" um auszugehen und zu feiern?
      Und wenn welche dabei gewesen wären, was hätten sie tun sollen?

      Gestern beim Räumungsverkauf in einem Drogeriemarkt eine Vielzahl an Kopftuchträgerinnen, zum Teil mit ihren Bratzen im/ohne Kinderwagen, die irgendwie kopflos aber für sich gesehen doch zielgerichtet im Laden rumzueiern schienen, jedem im Weg, ohne Blickkontakt, durch Menschen hindurchgehend und sich der Kasse zu vordrängend. Sinnlos, da Ordnung reinzubringen oder gar zu reklamieren – weil in fremden Zungen nicht verstehend. So wirbelte es einfach Staub auf, der sich erst wieder legte, nachdem sie raus waren und es damit beträchtlich ruhiger wurde.
      .
      Es scheint, die kurze Zeit seit der Grenzöffnung offenbart mehr und mehr, welch tiefgreifende Veränderungen in D vor sich gehen und erfahrbar werden.

    • @Otto Meier
      „Wo waren eigentlich die (deutschen) Männer?
      Das ist die Frage, die sich mir bei solchen Meldungen, Darmstadt, immer stellt.“

      Die machten gerade den Haushalt, wie Frau Barley es sich so wünscht.

    • Ich, Tamarisque, gehöre eben noch einer anderen Generation an.
      In meiner Anwesenheit wird keine Frau sexuell belästigt, wenn ich das verhindern kann. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Frau allein oder in Begleitung ist oder ob ich sie kenne. Dasselbe gilt übrigens für jeden Menschen und jeden körperlichen Angriff, ist nicht auf Frauen beschränkt. Und, bislang kam es auch nie zu Prügeleien, die deutliche und unmißverständlich Ansprache des oder der (potentiellen) Täter/innen reichte bislang immer aus.

      Selbstverständlich wäge auch ich die Umstände ab, will mich ja selbst nicht unkalkulierbaren Risiken aussetzen, als Märtyrer enden. In solchen Fällen hilft dann nur noch die hoffentlich verfügbare Polizei.

      Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, daß Frauen nicht ohne Begleitung das Haus verlassen dürfen oder Männer zu selbsternannten was auch immer mutieren sollen. Das hat etwas mit Menschenbild, Kultur und Erziehung zu tun. Und da liegt bei einigen „Männern“ ja wohl etwas im Argen, was vielleicht zum Teil auch (!) den Frauen selbst anzulasten ist, die solche „Männer“ heranziehen.

    • @ Otto Meier
      Werter Herr Meier,
      es ging in diesem Kontext explizit um die Taten, welche am Silvester am Kölner Dom ausgeübt wurden. Involviert war eine große Ansammlung, von 1.000 jungen Männern war dabei die Rede. Die Lage war also überaus unübersichtlich. Außerdem traten die Männer in Gruppen auf.

      Laut Augenzeugenberichten der dort anwesenden Männer hatten diese selber Angst und konnten nur zusehen, dass sie ihre Begleitung und sich selbst möglichst schnell in Sicherheit bringen konnten.

      Ich glaube kaum, dass es an der Generation liegt, sondern an einer Situation, welche in diesem Land noch nie in solch einer extremen Form aufgetreten ist. Ich finde es unschön und ungerecht, wie die dort anwesenden Männer a posteriore an den Pranger gestellt werden. Wie hätten sie sich in ausreichend großen Gruppen organisieren können, in dem Chaos? Ein einzelner Mann hatte da keine Chance zu intervenieren.

    • Gender
      Herr Meier wenn nicht vertraut mit der „netten“ Situation.

      Es gibt in „dieser“ Gesellschaft das soziale Konstrukt der Umerziehung, vor allem von Männern. Details erspare Ich mir, diese wurden selbst in diesen Blog schon mannigfaltig erwähnt.

      O.Meier:
      „Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, daß Frauen nicht ohne Begleitung das Haus verlassen dürfen oder Männer zu selbsternannten was auch immer mutieren sollen. Das hat etwas mit Menschenbild, Kultur und Erziehung zu tun. Und da liegt bei einigen „Männern“ ja wohl etwas im Argen, was vielleicht zum Teil auch (!) den Frauen selbst anzulasten ist, die solche „Männer“ heranziehen.“

    • Es ging um Köln 1.1 = Darmstadt, Tamarisque.
      Ich muß zugeben, die Berichte aus Köln kommen mir nicht unbedingt glaubwürdig vor. Allerdings, ich war nicht dabei.

      Was die Angst betrifft, die habe ich auch. Aber ich lasse nicht zu, daß die Angst mein Leben bestimmt. Und ja, auch ich hätte mich, allein oder mit Begleitung, vom Ort solchen Geschehens möglichst schnell entfernt.

      Wir sollten aber nicht so tun, als seien sexuelle Übergriffe auf Frauen etwas gänzlich Neues in unserer Gesellschaft, als gingen die nur oder überwiegend von Migranten aus. So ist es nunmal nicht. An der Arbeitsstelle soll das ja quasi permanent vorkommen. Das finde ich wirklich extrem.

      Wie dem auch sei, es stimmt, dieser Zustand ist unerträglich, nicht nur für die Frauen. Aber es wird kaum möglich sein, ihn ohne die Mitwirkung der Männer zu verändern, oder? Daher bleibe ich dabei, als Mann sollte man so etwas nicht dulden, nicht wegsehen. Und aus eigener Erfahrung durch Besuche in islamisch geprägten Ländern kann ich Ihnen versichern, tritt der Mann erkennbar schützend vor die Frau, lassen selbst Gruppen von Testosteron gesteuerten Jugendlichen in der Regel sofort von ihrem Tun ab. Denn für die hat noch der Mann die Hosen an. Es ist halt eine kulturelle Problematik, mit der man entsprechend umgehen muß.

      Leider kann man nicht umhin, festzustellen, daß die Integration in Deutschland nicht nur diesbezüglich überwiegend gescheitert ist. Immer noch werden die männlichen Nachkommen in bestimmten Kulturkreisen wie Paschas behandelt. Frauen haben da wenig zu sagen, haben sich bis heute nicht emanzipieren können. Auch nicht in Deutschland.

    • Sehr geehrter Herr Meier - Niklas ist tot -
      und es scheint, als hätte er sich schützend vor Frauen stellen wollen, bevor der Täter dann zuschlug.

    • Das wäre mir neu.

      „es scheint, als hätte er sich schützend vor Frauen stellen wollen“

      Link?

  32. Kakanien reloaded
    Irgendwann lasse ich Ihre Beiträge mitsamt der Kommentare binden als eine Art Archiv der Zeitgeschichte, die „Fackel II“ gewissermaßen, rechtzeitig hoffentlich, bevor uns der Laden hier in Europa um die Ohren fliegt.

    Wenn man sich das orientierungslose Personal auf der Brücke des richtungslos treibenden Narrenschiffs und den hysterisch gackernden Hühnerhaufen der Medien betrachtet, kann’s bis dahin nicht mehr allzu lange dauern. Das Murren unter Deck jedenfalls wird immer lauter. Eine knappe Hälfte rudert noch mit, zunehmend unwillig allerdings und nicht eben beflügelt von der Aussicht, bis ins hohe Alter zum Dienst verpflichtet zu bleiben, während die andere Hälfte sich auf dem Sonnendeck räkelt und dort Modelle einer gerechten Pflichtenverteilung debattiert.

    Vollkommen richtig übrigens, wenn auch leider in den Wind gesprochen: „Europa würde auch ohne Brüssel gut zusammen leben, das hat man ja bewiesen und was später kam, wäre gar nicht zwingend notwendig gewesen.“

    Allein schon die Frage, wie ggf. mit dem überflüssigen Personal zu verfahren sei, dämpft alle Erwartungen in der gedachten Richtung.
    Man wird kaum alle nach „Wismar“ schicken können.

    Aber danke für den Beitrag und lassen’s Eahna ned underkriagn!

    • Bitte, gern geschehen. Für Bücher fehlt mir gerade etwas die Zeit, fürchte ich.

    • Wismar-Wismut
      „W“, verbunden mit Ordnungszahl 92 Symbol U, Actinoid im Periodensystem, ist leider keine Option mehr. Die Russen holen sich das Zeug für ihre schimmernde Wehr jetzt aus eigenen Quellen (W. war ohnehin eher Magerquark) und auch die andere Unternehmung im anderen „W“. dümpelt prekär daher. Das größte Unternehmen, die momentane Lloyd-Werft, ehemals Nordic Yards, Wadan Yards MTW und Aker MTW Werft wechselt, wie man sieht seit VEB-MTW (Mathias-Thesen-Werft)-Zeiten in hoher Frequenz, öfter als manche Leute die Unterwäsche, wie mir scheint.
      .
      W&W fallen also für die zukünftigen Pofallas aus. Außerdem hätte man dort für Pfeifen keine Verwendung gehabt. Aber uns bleiben ja Bahn und eine expandierende Sozialindustrie.

  33. Persönliche Frage am Rande: Wie lange noch?
    Persönliche Frage am Rande: Wie lange können Sie es mit Ihrer persönlichen Würde noch vereinbaren, für den FAZ-Verlag zu arbeiten?

    Ich habe seit längerem den Eindruck, der einzige kluge Kopf, der da noch dahinter steckt, sind Sie. Ihre Blogs sind für mich inzwischen der einzige Grund, faz.net anzuklicken. Lassen Sie sich nicht verbrennen!

    • Mein Mitgefühl für Herrn Gauland hält sich in engen Grenzen, da gäbe es ganz andere, die mir leid tun könnten. Der eindruck, der entstanden ist, ist nicht eben ideal, das wird ja auch breit debattiert. Fehler passieren. Aber die FAZ hat sich mir gegenüber immer fair verhalten und mir alle Freiheiten zugestanden.

      Abgesehen davon schreibe ich sicher nicht für die AfD, ich versuche nur zu erklären, was gerade passiert und warum.

    • Darum lese ich Sie!
      Lieber Don!
      Gerade weil Sie versuchen zu erklären, was gerade passiert und warum lese ich Sie und greife hin und wieder in die Tasten. Nicht immer bin ich Ihrer Meinung, aber darum geht es ja hier nicht.

      Schreiben Sie weiter wie bisher und haben Sie Ihre Meinung. Deshalb lese ich Sie. Denn: Sie wollen mir nicht Ihre Meinung mit erhobenen Zeigefinger auf’s Aug drücken.

  34. Titel eingeben
    „Kann es nicht auch einfach sein, dass das, was bei sozialen Fragen so gerne als „linkspopulistisch“ und bei Migration als „rechtspopulistisch“ gebrandmarkt wird, im Wesentlichen schlicht richtig ist und irgendwann bei den Menschen Frustration um sich greift, weil nichts davon gehört wird?“

    Genau meine Gedanken. Warum ist es eigentlich für die meisten Politiker und Journalisten dermaßen unmöglich, sich in einen normalen menschen hineinzuversetzen, der etwas zu verlieren hat?

    • Naja, es gobt ja genug Bewegungen wie Podemos, die genau diese Karte spielen. Die AfD dagegen hat die falschen Gene und die Piraten haben sich von Antideutschen Spinnern, Selbstdarstellern und Genderistinnen zerlegen lassen.

    • Titel eingeben
      „…und die Piraten haben sich von Antideutschen Spinnern, Selbstdarstellern und Genderistinnen zerlegen lassen.“
      .
      Sind nicht genau diese Gestalten inzwischen zu den Linken gegangen, um die ebenfalls zu zerlegen? Und die Linken waren so doof, sie reinzulassen.

    • Ja, teilweise das gleiche ersonal.

  35. Italien
    Mafia gleich Konzern, da gibt es doch keine Unterschiede in Italien.
    Mindeslohnt und eineurojobt gilt dann aber für alle Anwesenden in Deutschland. Wäre dann ja auch gar nicht mehr nötig irgendetwas in Billiglohnländer zu verlegen.
    So langsam frage ich mich dann nur wo der Kapitalismus das Wachstum hernehmen will wenn keiner mehr konsumieren kann.
    Was Italien angeht so ist es nicht verwunderlich das die politische Landschaft ein wenig farbiger und emotional direkter als in Deutschland ist (Casanova – Bella Donna ….). Insgesamt gesehen wird der Juni in Europa politisch spannend und kann so allerlei Veränderungen herbeiführen. Traurig stimmt mich nur das die Wellen was die gefühlte Wirkung in Deutschlands politischer Landschaft angeht keine Wirkung zeigen werden. Es populisiert sich so weiter wie bisher, die Medien werden ihrer mehr verdeckenden als informierenden Berichterstattung treu bleiben.
    Sommermärchen war mal, auch zu einem Sommernachtstraum wird es nicht reichen.

    • Guten Morgen!
      „So langsam frage ich mich dann nur wo der Kapitalismus das Wachstum hernehmen will wenn keiner mehr konsumieren kann.“

      Diese Frage kommt vergleichsweise nicht sehr früh. Sie ist sehr gut, aber genau das fragt sich der Kapitalismus schon seit einigen Jahrzehnten. Und bisher ist ihm wenig dazu eingefallen. Das beste waren bisher noch immer Kriege.
      Im Moment versucht es die EZB mal mit Helikoptergeld, und dem Vernehmen nach mit dem Einkauf von prima Finanzpapieren. Die dem normalen Käufer dann vorenthalten werden, und von deren Rendite man sich Geld zur Endrettung Griechenlands und noch mehr Helikoptergeld verspricht.
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-draghis-naechste-attacke-auf-den-sparer-beginnt-14257853.html

      https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem:
      „Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Systemen, welche auf unendliches Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen und daher grundsätzlich instabil sind“
      NichtMathematikern entgeht dabei gerne, dass irgendeine Prozentzahl an Wachstum – ich wiederhole: irgendeine die grösser als 0 ist – zu einer Exponentialfunktion führt, und die wachsen alle, alle, nach ausreichender Zeit unendlich.

    • Uwe
      Am Aufregendsten finde ich dabei, dass ja bei all den politischen Angeboten allerseits nicht eines dabei ist, das sich mir dieser, der derzeit wesentlichen Frage auseinandersetzt.

      Welch ein Bild… die Populisten aller Schattierungen prügeln sich mit Worten und anderem und darein mischen sich dann die ersten Umzüge der Hartz IVer Massen.

      Merkel und ihre beiden Vorgänger werden mit Sicherheit ganz gross in die deutschen Geschichtsbürger eingehen. Deutschland mal wieder bis zur Kenntlichtkeit entstellt.

  36. Die Welt
    „Die Welt ist kess und voll Epilepsie“
    Hugo Ball

  37. Patrick Feldmann sagte am 31. Mai 2016 um 11:24 Uhr
    „Also Populismus „aller gegen alle“
    Ich kann mit dem Begriff echt nichts anfangen.“
    .
    Populist ist wer seiner jeweiligen Anhängerschaft nach dem Munde redet. Hier ist die jeweilige Windrichtung schon wichtig, auch die Zwischenstufen der Windrose.
    .
    Habe mir gestern bei Kaufland mal die einzige Tafel Boateng-Kinderschokolade (ich stehe selbst eher auf Sarotti) herausgekramt, die noch zu finden war. Süß der kleine Jérôme, als Kind. Nun hatte er ja, altersweise und gelassen berlinernd, mit stylish-Brille und gewaltigem Kappenschild, kund getan, dass das Netz ja die richtigen Antworten gegeben hätte. Er hat nur noch nicht mitgeteilt, ob er neben denen wohnen möchte, die ihm jetzt auf Transparenten die Nachbarschaft anbieten. Ich denke, eher nicht. Er wird sicher nicht sagen dass er in Marxlohe oder Marzahn zu leben gedenke. Bei Spitz auf Knopf würde er wohl eher neben Herrn G. wohnen mögen.
    .
    Aber, ich habe es geahnt, der neue Titel, mit steten Schritten näher sich Don der Insel Materna im Bolsena See. Prokop lässt grüßen.Gemach, gemach, Don, Dispens bis zu Herbst 2017. Aber dann…..

    • "Populist ist wer seiner jeweiligen Anhängerschaft nach dem Munde redet."
      Dann waren SChröder und H.Schmidt die Einzigen Nicht-Populisten in der sPd… .

      Definitionen gibt es ja viele, doch wir suchen noch eine brauchbare- bzw. Begriffe, die nicht zur sicheren sinnvollen Abgrenzung taugen, taugen nur für den Stammtisch.

      Der Begriff Populismus ist einfach hochdotiert kontaminiert. Ich würde mir lieber ein paar Brennstäbe zum Abklingen in die Küche stellen.

  38. FAS vs. Gauland
    @Don Alphonso, 31. Mai 2016 um 14:54 Uhr @Desperado, 31. Mai 2016 um 11:57 Uhr – „hat tip“ für die Veröffentlichung von Desperados Post.

  39. Gute Analyse, aber die Beispiele?
    „Salvini, Haider, Grillo, Strache, Gauweiler, Mussolini, Orban, Trump, Strauss, Varoufakis“ Sollen DAS die abgefeimten Populisten sein, „die dann auch flexibel und prinzipienlos genug sind, wenn es um die Macht geht“? (Echte Frage, ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe.)
    Außer Mussolini und Orban gelangte keiner der Genannten an die Macht, die er angestrebt hatte. Haider und Strauß ließen sich dann irgendwann mit einem Duodezfürstensitz abfinden, Gauweiler und Varoufakis wurden von ihren Chefs zweitweise als Integratoren des Randes geschätzt und später abserviert, die anderen rödeln – jedenfalls bislang – in der Opposition. Populisten mit echter Macht sind z.B. Putin und Erdogan.

  40. Eine weitere Wendung B. Mussolinis
    und wahrscheinlich die fatalste: vom Gegner Hitlers bis ca. 1935 zu dessen engstem Verbündeten.

    Wenn sie aber die Enkelin meinen, nennen Sie ja nur nur noch einen einzigen Populisten, der schon mal mit echter Macht zu tun hatte.

  41. Obelix sagte:
    „Die spinnen, die Römer“.

  42. Vai a fare in culo
    Einmal davon abgesehen, dass ich einen V-Day für eine richtige (angemessene) Reaktion auf die entsetzliche Merkelei halte, hätte ich eine Frage an den Experten:

    Nach der Medienberichterstattung schien es mir so, dass Grillo seit 2013 leichte Rückschläge erlitten hatte, oder war das ein falscher Eindruck? Ist er jetzt wieder neu groß im Kommen oder ist das eine Kontinuität?

    (Man sieht aber mE an Grillo auch, dass sich ein politisches System auch mit einem 20%igen AfD-Wahlerfolg nicht kleinkriegen ließe. Merkel würde auch dann trotzig weitermachen).

    • Es gab ein paar robleme. Als ich bei der letzten Kommunalwahlrunde sah, wie wenig M5S bei den Debatten zog, dachte ich, das war’s. Bei den Wahlen haben sie dann aber voll abgeräumt,

    • @Sirisee
      „(Man sieht aber mE an Grillo auch, dass sich ein politisches System auch mit einem 20%igen AfD-Wahlerfolg nicht kleinkriegen ließe. Merkel würde auch dann trotzig weitermachen).“

      Bei dieser CDU: Vermutlich ja (auch wenn ich das vor ein paar Monaten selbst noch nicht geglaubt hätte…). Andererseits: Deutschland ist nicht Italien. Ob man das Land wie Italien regieren kann, halte ich für zweifelhaft. Auch muss und wird es bei 20% nicht bleiben, wenn es so weitergeht. Das Ausmaß des Realitätsverlusts bei der Phalanx aus CDU, SPD und Grünen ist jedenfalls bemerkenswert. Symptomatisch dafür:

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article155851354/AfD-Antrag-im-Landtag-loest-Entsetzen-aus.html

      Wohlgemerkt: So reagieren die in einem Bundesland, in dem die AfD bereits bei den Wahlen im März fast 25% eingeheimst hat und in dem der CDU-Landesverband in den Niederungen teilweise schon ersichtlich auf dem Sprung zur AfD ist, und nicht nur der.

      Die weitere Entwicklung im Osten wird ohnehin interessant. Wenn es im Juli/August am Brenner so richtig losgeht, kann das Fass im Osten auch endgültig überlaufen. Ohne Schließung der Balkanroute wäre es vielleicht schon dazu gekommen. So wenig, wie die Politik um Merkel die Dritte Welt versteht, so wenig versteht sie, dass auch in Deutschland schnell Zeiten anbrechen können, in denen die AfD in ihrer bisherigen Form noch als sehr gemäßigte Kraft gelten würde. Und dass Italien den Großteil behält, der da übers Meer kommt, glaube ich beim besten Willen nicht. Wer sollte das dort auch vertreten können? Die neue österreichische Regierung unter Kern macht gerade auch den Eindruck, dass sie mit allen denkbaren Taschenspielertricks vermeiden wird, für Merkel die Drecksarbeit zu machen.

    • "kann das Fass im Osten auch endgültig überlaufen"
      Das sind so Die-Faust-In-der-Tasche-Ballen-Bilder.

      In Wahrheit wird sich garnichts ändern.

      Es wird nämlich heißen, es gäbe Kontrollen und es seien weniger als letztes Jahr und schon sind alle beruhigt.

      Dass die Kontrollen NICHT bedeuten, dass Leute ohne Papiere aus Ö zurückgewiesen werden (sondern nur die Dummköpfe, die nicht „Asyl“ rufen, weil sie nach Schweden weiterwollen) das weiss der gemeine Deutsche nicht und das ist zu kompliziert für ihn. Auch nicht, dass schon wieder über 200.000 junge muslimische Männer mit ungeklärter Identität und faktisch nicht abschiebbar in unser Land gekommen sind.

      Und dann gibt es solche Leuchttürme wie Kard. Wölki, die den Leuten sogar noch die Füße waschen würden, weil sie auf dem völlig falschen Trip sind. 2017 ist Luther-Jahr, da drehen die Kirchen sowieso durch.

    • Sirisee,
      ich befürchte, Sie haben recht – ich sehe das auch so, daß medial einfach der Vorhang gezogen bleibt (keine Fakten mehr berichten), und weiterhin aus allen Rohren Wellcomeklatschen dröhnt.
      2017 ist Luther-Jahr
      Vermutlich wird die ev. Kirche Luthers Reformation weitermachen wollen, indem sie sich für die Übernahme der Scharia ausspricht. Ist ja neuer.
      Franziskus quält uns schon genug mit seinem „Jahr der Barmherzigkeit“…

    • Naja, ich schreibe weiter… die Themen sind hier in Italien unübersehbar und auf dem Weg nach Deutschland.

    • Abwarten
      „Das sind so Die-Faust-In-der-Tasche-Ballen-Bilder.

      In Wahrheit wird sich garnichts ändern.“

      Na ja, es bleibt einem im Moment ja auch nicht viel anderes übrig, als die Faust in der Tasche zu ballen. Aber ich wäre mir da, ganz im Ernst, keineswegs so sicher wie Sie. Im Osten ist es schon häufiger nur knapp an einer gewaltsamen Eskalation vorbeigeschrammt. Das kann auch mal anders laufen. So funktioniert Geschichte.

      Im Übrigen habe ich ja den Eindruck, dass inzwischen recht viele Leute kapiert haben, was für eine Farce diese angeblichen „Kontrollen“ sind. Die Folgen des Zustroms sind ja auch im Alltag sichtbar. Das kann man nicht so einfach verstecken.

      An der Realität ist noch jede Ideologie gescheitert – früher oder später. Fragt sich halt nur, wie schlimm es bis dahin werden muss. Mir wäre es ja lieber, es ginge gut aus, aber das glaube ich mittlerweile nicht mehr.

      Nebenbei: Wenn man sich die Reaktionen der Leser im Standard auf die Verarsche durch die neue Regierung Kern so durchliest („Neuberechnung“ der Obergrenze), war es zumindest dort sicher das letzte Mal ein Triumph für die Etablierten. Und auch sonst ist in Europa ja jede Menge im Fluss, was noch schwerste Verwerfungen in Deutschland nach sich ziehen dürfte. Schon der Brexit würde sich heftig bemerkbar machen.

    • Am ende wird es halt Regionen geben, die sich wehren und andere, die es geschehen lassen. Nicht umsonst will die Regierung die Flüchtlinge ja aus Berlin raushalten.

    • Naja
      Herr K, ich dachte auch mal so, von wegen, es kommt zum Bürgerkrieg o.ä. Aber dass war BEVOR die 1,5 Mio. junger Männer kamen und man jeden Abend fassungslos die Kolonnen sehen musste, wohl wissend, dass unter 1000 vielleicht 1 ist, der politisch verfolgt wird und maximal 10% Integrationsfähige. Und die Berichte von Afghanen, Pakistani, Bangladeshi, die in Goldgräbermentalität ihre bescheidenen Behausungen verkaufen, um die weite Reise anzutreten.

      Es wurden für illegale Leute ohne Papiere und Qualifikationen deutsche Familien kalt aus Wohnungen geschmissen, Unsummen an Containervermieter gezahlt, Turnhallen ruiniert, die Vorfälle von Köln, Berlin, Kiel usw. haben nichts geändert, die Anschläge von Paris, Brüssel und die Terrorgefahr in München sind vergessen, ganz weit weg, Milliarden Euro Volksvermögen sind bereits verbrannt; hunderte Millarden werden noch folgen, praktisch jeden Tag handfeste Übergriffigkeiten. Eine einzige Katastrophe. Jede anständige Regierung hätte dafür 3 x zurücktreten müssen; es hätte Untersuchungsausschüsse und Strafverfahren gehagelt.

      Und passiert ist faktisch – nichts. Außer dass das tapfere Mazedonien die Grenze geschlossen hat und sich die Menschenmassen irgendwo stauen. Ein paar Gesetzesverschärfungen, die faktisch nicht umgesetzt werden.

      Das ist Macht.

      Und wenn man ehrlich ist: Selbst wir alle, die die Merkelei ablehnen, schreiben vielleicht – und auch das ist schon etwas – aber mehr nicht; und bis zu den Wahlen 2017 ist es noch weit.

  43. Siegeszug des Rechtspopulismus
    Als „Hochnordlicht“ finde ich es sehr schön und interessant, auch mal etwas Näheres über Italiens Politik zu erfahren. Wieder sehr schön geschrieben, vielen Dank!

    Seitdem die Große Berliner Republik sich der globalen Machtpolitik widmet, widmen die Medien mehr Augenmerk auf China und USA als auf andere EU Länder. Mir ist sogar aus meiner Kindheit in meiner nordischen Heimat in Erinnerung geblieben, dass Nachrichten über Italien Normalität waren, hier sind sie inzwischen eher seltener geworden. In der Bonner Republik gab es auch noch regelmäßig Medienberichte über die skandinavischen Länder, heute sind solche eine Rarität. Soweit meine Erinnerung mich nicht trügt, hat Merkel erst im zehnten Amtsjahr Finnland besucht.
    Durch die Konzentration der Meldungen in eine gewisse Richtung baut die Medienlandschaft ein machtpolitisch relevantes Bild zwecks Imagepflege auf: Die weltpolitische Bühne der Großen und Mächtigen, Deutschland als Player inter pares, Mutti mitten drin.

    ****

    In Finnland sind die rechtpopulistischen Basisfinnen inzwischen die zweitgrößte Partei. Sie propagieren eine sozial gerechte Gesellschaft, lehnen die neoliberale Politik ab, welche durch eine Reformpolitik nach Vorbild von Hartz-IV weite Bevölkerungsanteile in Armut stürzte. Latent sind sie ziemlich extrem national-romantisch. Seit ihrer Regierungsbeteiligung an einer Koalition mit den Reformierern, ist die Unterstützung komplett abgestürzt und liegt heute nur noch bei etwa 8,5%.

    Das Ziel der EU nahen Lobbyisten, wie z.B. Nicolas Berggruen, ist die Einführung eines Hartz-IV-Systems in der gesamten Eurozone, wie er das in einem Interview vor ein paar Jahren so verlauten ließ. Die Franzosen kämpfen auf der Straße gegen mildere Reformen. Mal sehen, wie das ausgeht. In Italien gibt es wohl kaum Raum für einen sozialen Abbau, sondern eher umgekehrt.

    • Der Schoß ist unfruchtbar doch,
      so scheint es mir. Woher nur diese ewige „Mutti“-Zuweisung rührt? Mir kommen da eher die Assoziation „Baktrisches Kamel“ (zweihöckrig), aus der Familie der Kamele (Camelidae). Bestenfalls eine Mitarbeiterin einer milchproduzierenden Kolchose. Aber Mutti, nääääh. Hat doch sicher jeder gesehen wie sie sich bei Erdi ohne aufgefordertes Handzeichen in den geschnitzten Sessel wirft. Melkschemel wäre angemessen.

  44. Suum cuique
    Hoch interessanter Text, Kommentare dito, danke sehr. Photographische Elemente im Vergleich zu Bugattis, Retrorädern und Landhäusern allerdings etwas abfallend…

    Mit Prognosen, sofern sie der Zukunft gelten, soll man ja vorsichtig sein. Aber no risk, no fun, also: Rom, Budapest, Warschau, Wilders, Front National, Brexit und was sonst noch – egal. In Deutschland wird’s bleiben, wie es ist.

    Die Frau Bundeskanzlerin ist uns nicht vom Himmel gesandt worden, obgleich die Herren Woelki und Bedford-Strohm das anzunehmen scheinen. Sie ist vom Deutschen Bundestag gewählt worden, nachdem der vom deutschen Volk gewählt worden war. Nun steht heute zwar die Schreckensnachricht „GroKo unter 50 Prozent!“ im Raum, die ist aber irrelevant. Es gilt nämlich die alte Fußballerweisheit: „Entscheidend is‘ auf’m Wahltag.“

    Und nach dem nächsten Wahltag werden mindestens fünf, vermutlich aber sechs Breiparteien im Bundestag vertreten sein, von denen ausreichend viele über alle Grenzen hinweg (die ja bekanntlich obsolet sind) koalieren werden, um die GaGroKo deutlich über 50 Prozent der Sitze zu hieven. Der Souverän will es so.

    Einhundert Jahre und einen Tag nach Skagerrak betrachten wir das mal nautisch. Auf manchen Schiffen des europäischen Geleitzuges ist das Kommando „Klar zur Wende!“ bereits ausgeführt worden. Auf anderen könnte es demnächst gegeben werden. Die „Deutschland“ aber wird Kurs halten – alternativlos.

    Das kann erneut zu „Crossing the T“ führen. Und „Crossing the T“ führt unvermeidlich in den Untergang, sofern man nicht weiß, wie man sich dem entzieht. Admiral Scheer vor 100 Jahren wusste es: Kiellinie Kehrtwende steuerbord.

    Gebe Gott, dass die Kommandantin auf der Brücke der „Deutschland“ es auch weiß.

    • Das ist schwer zu sagen. Grillo strebt einen Austritt aus der EU und dem euroraum mit maximalem Schaden für Deutschland an, und das kann schwierig werden. Schlimmer als ein Brexit, Die EU könnte man dann vergessen. Es ist wirklich schwer abzuschätzen.

    • Ja, ja, die Sau quiekt - beim Schlachten...
      Und die „Kommandantin“ führt sich auf der Brücke auf wie eine böse alte Katze.

      Pfarrers Töchter, Müllers Vieh,
      gedeihen selten oder nie.

    • Demokratiedefizitbewusstseinsverweigerung
      Was erwarten Sie denn von einem Land, dass sein ohnehin fadenscheiniges und von Brüssel zusätzlich über Knie verknapptes Demokratieröckchen inzwischen ganz an der Garderobe abgegeben hat?
      Hält man nicht hierzulande – laut von bescheidenen Protesten begleiteter Ministermeinung – auch bei bedeutenderen Geschäften selbst eine Parlamentsbefragung für obsolet, geschweige denn eine des Volkes?

      Repräsentative Demokratie? demokratische Entscheidungen?
      Pustekuchen, es gilt Maul halten wie eh und je. Dafür gibt’s als Surrogat etwas pseudopolitisches Amüsemang beim täglichen, vom ÖR mit Bierernst rapportierten Kasperltheater von kaum unterscheidbaren Volksvertreterpappfiguren, die als nur geduldete Pausenclowns zwischen EM, WM, Olympia und Serien-Sequels verständlicherweise alle um ihre Rente bangen.

      Alles hinrissig und scheinbar bereitwillig hingenommen oder gebilligt von Leuten, welche die Fehler ihrer Großeltern um keinen Preis wiederholen wollten, derzeit aber eifrig auf dem Weg sind, die (rechts oder links) zu überholen.

      Hört auf zu jammern: DIE Regierung, DAS System und DIE Situation habt ihr euch selbst eingehandelt, egal ob durch Gleichgültigkeit, Überzeugung, Passivität, Opportunismus oder schiere Dummheit.

  45. Gauweiler ... und Wagenknecht
    Weil im Text und Blog von den beiden die Rede war, ein Veranstaltungshinweis:

    Am Donnerstag 9.6. diskutieren die beiden zum Thema ›Reichtum ohne Gier‹
    http://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/items/3367.html

    • So interessant das wäre....
      Die beiden werden nichts sagen können, was jeder Denkende nicht sowieso schon weiss und was der Rest nicht wissen will….
      Ich finde es schön, mal so von aussen beobachten zu können wie sich das in einer Demokratie, wo ja auschliesslich Quantität zählt, weiter entwickelt.
      Es ist Juni und KEINER kann sagen wie es im Oktober aussehen wird.
      Aufregend… was mir auffällt, ist dass nach wie vor keiner kommt, auch hier im Blog nicht, der eine Art von Lösung anbietet.
      Ach ja, das Angebot mit dem „Wir schaffen das!“ das steht noch immer, aber sonst? Echt lustig, denn die Uhr tickt weiter….

  46. Italien, Nachbarn etc.
    Werter Don Alphonso, was für schöne vielseitige Überlegungen! – Mine Fru und ich machen es uns hier einfacher und sagen: Die Italiener werden politisch schon irgendwie weiterwursteln, denn sie haben als Rückzugs- und Operationsgebiete immer ihren Clan und die Schattenwirtschaft.

    Im Norden sei ja alles sehr viel besser, so sagt man hier im Süden. Ich bin unlängst nach Jahren Pause zweimal durch den Norden gefahren, a prima vista jedenfalls dort die gleichen gesetzlos-rücksichtslos-egoistischen Gebräuche im Straßenverkehr wie im Süden.

    Problem Nummer eins von Italien: Die Italiener. Besonders die Männer bestehen aus Theater und Lärm, dazwischen ein bißchen Faun. Sind das jetzt „Beleidigungen“?

    Apropos: Was macht man, wenn man „neben jemandem nicht wohnen will“? Wir hatten dieses Problem in Deutschland und sind deswegen nach Süditalien emigriert. Denn Jubeldeutsche 2005 (die erste! Frau!! als Bundeskanzlerin!!!), ein deutscher Hockenheimrennen- und Fußballfan sowie ein evangelischer Religionslehrer als Nachbarn wurden uns zuviel. Zwar hat man überall Nachbarn, aber hier sind sie kraft Grundstücksgröße weit entfernt. Und wenn man die Sprachbarrieren (Deutsch, Russisch, Englisch) konsequent aufrechterhält, dringen diese Nachbarn auch bei allfälligem Kontakt mit ihren Narrativen hier nicht durch, weil sie von Jung bis Alt keine Fremdsprachen beherrschen, außer vielleicht mal ein knittriges Männlein, das ein paar Jahre „beim Ford oder Daimler geschafft“ hat.

    Ein Bauholzhändler, der übrigens sein Areal ganz vorbildlich in Ordnung hat, fragte mich einmal vor Jahren schwizerdütschgefärbt, warum ich mit miner Fru in Italien sei. – Wegen des Klimas. – Nur wegen des Klimas? – Ja! – Und darauf haben er und seine Mitarbeiter sich angeschaut und laut und herzlich gelacht.

    Übermorgen feiern hier alle geräuschvoll den Tag der Republik; la vita è bella, Fisch und Gemüse sind frisch, der Wein ist wohlfeil.

    • Vielleicht bin ich ja voll italienisiert, aber mir erscheind der Verkehr hier weitaus zivilisierter als in Deutschland. zu dem „Alles in Ordnung“ mache ich im kommenden monat einiges, man muss da schon genauer hinschauen.

  47. Wenn eine Hölle ist, so steht Rom darauf
    Hier erläutert Grillo, wie man vom Satiriker (notwendig) zum Politiker wird …
    https://www.youtube.com/watch?v=TpIU0-4j87c

    Na, Don?

    Wie sich die mit der Metamorphose erworbene Fähigkeit der Stridulation auswirkt, ist z. B. hier zu sehen und zu hören …
    https://www.youtube.com/watch?v=GQiSTB_uj4Q

    Die Vorstellung, wie Grillo und Petry eines Tages bei der Kriegsgräberstätte Cassino Händchen halten, dürfte bei vielen kalte Schauer auslösen.

    • auch das würde die Welt überstehen.

    • Ich wüßte nicht, welches Gegenüber die AfD in Italien haben sollte
      -in Frankreich vllt., in Österreich und England- ja sicher, aber M5S scheint eine reine Protestbewegung mit dem naiven Glauben, daß Zerstörung das Heil bringt, zu sein. Das rechte Gegenteil der AfD, die cie Restitution einer bürgerlichen Ordnung auf ihr Panel geschrieben hat.

      Unser Problem in Deutschland ist n.m.E schon nicht mehr nur Merkel, sondern in viel größerem Maße der u.a.von ihr vorangetriebene Fortschritt des Zerfalls der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates.

  48. .... kriegt bestimmt keine Audienz
    @colorcraze – das die GroKo den Papst als Exponenten hat, ist offensichtlich. Von wem sonst und wofür hat er sonst den Karlspreis gekriegt? Für seine Leistungen bezüglich Europa sicherlich nicht. In der FAZ war zu gegeben Anlass ein Foto des Besuchs von Frau Merkel beim Papst. Die sichtbare Ergebenheit der ev. Kanzlerin und Tochter eines ev. Pfarrers war – vom theologischen Gesichtspunkt – peinlich. Aber dafür streichelt er ja auch ihre Seele und lobt sie übern Klee.
    .
    Ich bin Nachfahre vieler ev. Pfarrer. Der erst wurde von Melanchthon höchst selbst eingesetzt. Wenn der Papst mich einladen würde, dann würde ich ihn fragen, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dass Frauen in der katholischen Kirche Menschen zweiter Klasse sind. Wenn er dann mit seiner Diakon-Initiative käme, bekäme er als Antwort: Gleichberechtigung bedeutet Boss sein dürfen, i.e. Papst.

    • Mulier in ecclesia
      „Wenn der Papst mich einladen würde, dann würde ich ihn fragen, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dass Frauen in der katholischen Kirche Menschen zweiter Klasse sind.“
      .
      Man kann es auch so sehen, dass den Frauen die Last genommen ist, Priester zu werden.
      .

  49. OT (?) -und echt fiese Frage, aber irgend wie doch zum Kampf um B. gehörend
    Text eingeben

  50. Evtl. OT- und echt fiese Frage, oder?
    Da waren doch jetzt im Raum Schwäbisch Hall diese Unwetter. Besonders betroffen der 800-Seelen-Ort Braunsberg. Die Leute haben angepackt und aufgeräumt. Unterbrochen nur durch die kameragefilmten dämlichen Fragen von Irgendwasmitmedienleuten. Man fragte die Dorfbewohner tatsächlich (SWR, mein allerliebster Erziehungssender, sooooo rotgrünklerikal-goldig) warum sie denn nicht auf Hilfe warten würden. Eine solche Frage können nur Nichtschwaben oder im SPD-Ortsverein Stuttgart Sozialisierte einem richtig geerdeten Schwaben im Kochertal stellen. Normalerweise antwortet darauf das Schaufelblatt. Nun gut, der Bürgermeister, ein gesetzter, vernünftiger Schwabe, wird seinen Leuten gesagt haben, dass ein wenig Presse gut für Entschädigungs-Kohle aus dem Ressort Sitzmann sein könnte.
    .
    Übrigens, der Freundeskreis Asyl in SHA ist einigermaßen aktiv. Habe im Netz nachgeschaut, ob ein Mithilfeersuchen an die Schutzsuchenden im dortigen Bereich ergangen ist. Bis dato nicht-und da wird auch nichts kommen. Während in Braunsberg gestern außer Bürgern, THW, Feuerwehr-und natürlich fast so viele Reporter zu sehen waren, war von besagter Seite, im Gegensatz zu unserer städtischen Fußgängerzone, niemand zu sehen.
    .
    Die Braunsberger sollten sich ranhalten, am Wochenende wird Sightseeing-Besucherverkehr aus dem grünroten Schduegard im Daimler die Ortsdurchfahrt benutzen wollen-aber ohne nachher beim Kärcher vorbeifahren zu müssen.


    • warum sie denn nicht auf Hilfe warten
      Daran sieht man die völlig verblendete Sterntaler-Mentalität.
      „Das letzte Hemd hergeben, um mit Talern beworfen zu werden“.
      Es ist ein Märchen des Prekariats.
      Glücklicherweise gibt es noch ein paar Leute, die sich dagegen wehren, solches zu werden.

    • Ich glaube, das ist auch besser, wenn die sich bei so was raus halten -
      hier am Rhein sprang einer ins Wasser, 6 Zugezogene ihm nach, um ihn zu retten, und alle mussten dann von den Profis rausgefischt werden.
      Aber gewundert hat mich das auch, dass man niemanden der sonst Fußgängerzonen Bevölkernden hilfreich mit einer Schaufel sah.
      Naja, so viel Wasser und Schmodder auf einmal wird halt auch etwas sehr ungewohnt für sie sein.

  51. wünscht sich keine männliche Emanzipation
    @katarinabarley – Ich bin sehr froh, dass mein Mann nicht auf innerfamilär gleichen Pflichten besteht und sich nicht auf den Standpunkt setzt: „Lisbeth, du bist doch so emanzipiert. Ich finde du solltest die Zahnräder und die Kette deines Rades endlich mal selbst putzen und ölen”.

  52. AfD-Medienstrategie
    Naja, ich bin nicht davon überzeugt, dass die AfD keine clevere Medienstrategie fährt.

    Bspw. fällt auf, dass die Ausssagen von AfD Funktionären, die das übliche Geschrei von Politik und Medien auslösen, jetzt gerade aktuell Gauland, immer mehrdeutig sind. Finanziell betrachtet ist das ein Traum. Man bekommt Publicity ohne Ende, ohne auch nur einen einzigen Cent dafür auszugeben. Alles was notwendig ist, sind Aussagen, die eine Deutung zulassen, die direkt einen Schnappreflex auf Seiten der Medienschaffenden oder der Politik auslösen aber gleichzeitig durchaus vernünftige Deutungen / Gedankengänge zu lassen.

    Beispiele:
    Lucke’s „Entartung der Parteienlandschaft“ (2013)
    Mediendeutung: „Entartung“?! Nazi!
    Alt. Deutung: Parteien kommen ihrer orignären Bestimmung, zum Wohle des Landes zu regieren, nicht mehr nach.

    Höcke’s afrikanisches Paarungsverhalten.
    Mediendeutung: Rassist!
    Alt. Deutung: Jeder der mal etwas von variablen Geburtenregimen auf Basis von ökonomischen Bedingungen gehört hat, und nicht gerade annimmt, dass sich das jeweils tradierte Regime bei Grenzübertritt in Wohlgefallen auflöst, bemerkt zumindest das demographische Argument…

    Petry’s Ultima Ratio Waffeneinsatz zur Grenzsicherung.
    Mediendeutung: „Schießbefehl auf Ausländer“?! Rassistischer Nazi!
    Alt. Deutung: Das ist ein Hinweis auf die staatsrechtliche Trivialität, dass jede hoheitliche Anordnung, ganz zu schweigen von den jeweiligen Staat konstituierenden Grenzen, letztlich mit Gewalt durchgesetzt wird, wozu auch Waffeneinsatz gehört. Selbst ein banaler Bußgeldbescheid wird letztlich auf dieser Grundlage durchgesetzt. Nur gibt es Voraussetzungen für die Anwendung der ultima ratio (Gefahr für den vollstreckenden Beamten bspw). Man sieht die Ultima Ratio im Falle des Bußgeldbescheids bspw. erst, wenn man dem Gerichtsvollzieher samt Polizeianhang, mit Gewalt davon abhalten will, den Bescheid zu vollstrecken.

    Gauland’s Boateng .
    Mediendeutung: Boateng beleidigt, Rassist!
    Alt. Deutung: Beleidigt eher die Personen, die zwar Multi-Kulti-bunte Viertel feiern aber dann umgehend wegziehen (oder selbst nicht dort wohnen), wenn es bspw. darum geht dass die eigenen Kinder auf eine „Brennpunktschule“ (oder wie auch immer der gerade in Mode befindliche PC-Begriff lautet) gehen müssten. Also eher auf Heuchler, Boateng ist in diesem Kontext lediglich ein generisches Beispiel (übrigens ein schlechtes).

    Wenn man Absicht hinter dieser Mehrdeutigkeit annimmt, dann könnte man das durchaus als clevere Medienstrategie werten. Gratis Publicity ohne Ende, bei gleichzeitiger Wahlwerbung für diejenigen, die nicht reflexartig reagieren und mal sachlich durchgehen was gesagt wurde und worauf sich die Aussage neben der üblichen Mediendeutung noch beziehen könnte. Interessanter Nebeneffekt: Man selbst stellt sich als Opfer dar und bringt gleichzeitig Medienschaffende bei all denen in Verruf, die halt irgendwas abseits von Nazi, Rassist, etc. damit anfangen können.

    Vielleicht sehe ich hier aber auch nur ein zufälliges Schema. Dagegen spricht allerdings diese interne Email von Petry an ihr Funktionäre zum Medienumgang, die vor ein paar Monaten geleaked sein soll…
    Die Möglichkeit, dass man es mit gerissenen Personen zu tun hat, würde ich an Ihrer Stelle nicht vollkommen ausschließen.

    PS: Ich lese übrigens gerade einen Bericht auf faz.net zum ersten AfD-Antrag im SA-Landtag und schüttel mit dem Kopf – aber weder über den Antrag noch über die Begründung. „Unter der Gürtellinie“, „aus Prinzip abgelehnt“ = *schnapp* …

    • Interessant. Aber die Boateng-Vorlage kam von der FAZ und der Schiessbefehl vom Manheimner Morgen. Ob die so fix sind? Ich weiss es nicht.

    • Den Artikel zum ersten Antrag in SA habe ich auch gerade fassungslos gelesen...
      Wir nähern uns jetzt langsam dem Punkt, an dem selbst das Verlesen eines aktuellen Wetterberichtes oder der Lottozahlen durch einen AfDler zu einem tagelangen Mediensturm führen würde. Ich denke mir meinen Teil dazu und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Redaktionen allesamt von aufgehetzten 14-jährigen Schulmädchen übernommen worden sind. Unerträglich.

    • @EraserFS, bien vue bien dit!
      Sehr gut erkannt, genau das ist es. Würde die AFD die (angeblichen?) Ausrutscher koordinieren, könnte sie es kaum besser machen. Der Öffentlichkeit wird durch die hysterischen Reaktionen die Einseitigkeit der medialen Meinungsbildung verdeutlicht und die Verweigerung, einen ernsthaften Diskurs zuzulassen.

      Der eigentliche Extremismus liegt im gesteuert-programmartig ablaufenden Antwortverhalten, dessen Lautstärke kaum im Verhältnis zu den vergleichsweise winzigen Provokationen steht.

    • @ eraser AfD-Medienstrategie?
      Offensichtlich ist die Sache jetzt der FAZ bös auf die Füße gefallen. Der Journalistenverband kritisiert die FAZ u. die Redakteure/Journalisten
      http://www.freiewelt.net/nachricht/journalisten-verband-kritisiert-faz-wegen-unprofessionellem-journalismus-10067163/

      Und der Autor stellt die Frage, ob nicht vielmehr die Journalisten, die Boateng für ihre Rassismusdiskriminierung Gaulands missbrauchen, selbst damit ihren Rassismus offenbaren!

      Ein verdienter SuperGAU für die FAZ!

    • @p feldmann
      Ja, aber genauso wie bei Pirincci ist der Effekt schon da: Unbedarften wurde ein weiteres Mal eingeimpft, die AfD wäre ein Haufen rassistischer Nazis.
      Tatsachen sind unerheblich für die Wirkung. Auch erfolgreiche Unterlassungsklagen spielen im Nachhinein keine Rolle. (Eigentlich müsste simultan die Verpflichtung zur öffentlichkeitswirksamen Gegendarstellung / Entschuldigung gerichtlich auferlegt werden, damit sich diese Kampagnen nicht mehr lohnen.)

      Ob das mal wieder nach hinten losgegangen ist und die Anzahl derjenigen höher ist, die sich angewidert von den selbsternannten Qualitätsmedien abwenden, als die Anzahl derjenigen, bei denen diese Kampagne gefruchtet hat, bleibt abzuwarten.

      Festhalten kann man aber aufjedenfall schon wieder: Tagelange Publicity im Zusammenhang zum deutschen Lieblingssport gab es für die AfD mal wieder für lau. Man müsste eigentlich glatt mal die Werbeausgaben berechnen, die andere für derart viele Artikel, Fernsehberichte und Stadionwerbung aufbringen müssten.

  53. schland
    Danke für diesen interessanten Einblick. Ich frage mich oft, wie wohl die Zustände bei uns wären, wenn wie vor 12 Jahren die Arbeitslosigkeit an den 13 % kratzen würde und/oder die AFD einen Strache/Trump bekäme. Stattdessen gibt es in Berlin das erste Mal seit Übernahme durch die DDR (geschönte) unter 10 % Arbeitslosigkeit.

    • Was heisst das schon, bei all den Halb- und Illegalen, die dort leben? Das ist nur eine Zahl.

      Ohne Grenzöffnung gäbe s die AfD nicht als Problem, das ist hausgemacht. Und weil die Probleme jetzt kommen, wird auch die AfD bleiben.

  54. Armenien
    Mir geht gerade das Thema „Armenien“ nicht aus dem Kopf. Was sagen eigentlich unsere Medienvertreter_*innen dazu, dass die Türkei so einen Veitstanz wegen der jetzt geplanten Abstimmung zum Völkermord an den Armeniern aufführt. Insbesondere würde mich mal interessieren, wie diese Leute die Demonstrationen und die Briefe der Diaspora- und Deutsch-Türken einschätzen, die gegen eine Anerkennung als Völkermord sind. Was für ein Wahnsinn! Wir holen uns hier die innenpolitischen Probleme der Türkei ins Haus und unsere offiziellen Stellen der Bundesregierung spielen auch noch den Duckmäuser. Erdogan kann hier Wahlkampf machen, aber um eine Kirche in Istanbul (Konstantinopel!!!!!!!) zu bauen, braucht man immer noch Polizeischutz, wenn es überhaupt geht ……. Es reicht! Wir lassen uns echt zum Affen machen.

    • Ich finde, der bundestag sollte Erdogan gleich noch mitverurteilen, wegen Islamismus und Menschenfeindschaft.

    • Niemand anderes
      als Erdogan ist doch das Ziel dieses Beschlusses, Don.

    • heute und gestern
      Zu den Deutschen, Türken und den Armeniern.
      .
      Auch durch die deutsche Buchhaltermentalität wurde der
      Genozid, sowie die Unterstützung von uns Deutschen
      weltweit aktenkundig. Höllische Verflechtungen!
      https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern
      .
      Was mir (zufällig nicht per Fahrrad unterwegs) auffiel:
      Auf dem Berliner Tempelhofer Feld steht eine Hinweistafel
      zu dem an das Feld angrenzenden türkischen Friedhof, mit einem bestürzend lapidaren Satz, nämlich dass dort EHRENGRÄBER für zwei Verantwortliche des Völkermords
      an den Armeniern vorhanden sind. Steht da. Einfach so.
      https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkischer_Friedhof_Berlin

      Die dazu gehörende Moschee wurde
      „Sehitlik-camii / Märtyrer-Moschee“ genannt.
      Dieser Name erinnert an die blutige deutschtürkische Koalition
      während des Ersten Weltkrieges:
      „Begräbnisplatz für im Glaubenskampf gefallene Muslims“
      http://www.sehitlik-camii.de/

  55. Titel eingeben
    Bester deja, gestern 19:06: Vom Standpunkt der heute verfügbaren Räumtechnik ist die Anwerbung von Migranten zwecks Aufräumarbeiten völlig sinnlos. Wenn Sie solche Anhäufungen von Fels, Beton und Holz haben, dann nehmen Sie einen Raupenbagger mit einer Betonzange. Der schneidet sich von unten nach oben durch und macht alles klein. Hinter dem Bagger brauchen Sie einen Radlader, der die Brösel aufnimmt und in wasserdichte Kipper oder Abrollmulden lädt. Das wird dann auf den nächsten Bauhof gefahren wegen der Materialtrennung. Wenn Sie die Straßen frei haben, brauchen Sie ein paar Saugbagger und Saug-Druck-Spül-Tanker, um die Keller leer zu machen. Die Dinger gibt es zuhauf in der Industriereinigung. Wer noch eimerweise das Wasser aus dem Keller schöpft, ist vielleicht was für RTL2, aber sonst völlig bekloppt. Dafür gibt es Maschinen.
    Für alle die oben genannten Geräte braucht man als Bediener eine solide Ausbildung und auch Berufserfahrung. Der Ungelernte an der Schüppe hat in Sachen Produktivität keine Chance. Und wird deswegen auch nicht gebraucht.

    • Folkher (TIR), is schon klaar
      Nur, schaue ich mir die Echtbilder an so waren als durchaus Schaufel, Eimer, Wasserschieber die Werkzeuge der ersten Stunden und die Bewohner am Kocher praktizieren eher keine RTL2-Spielchen wie das evtl. in Obberhausen oder Doodmund üblich ist.
      .
      Ja alles richtig, nur bei einem relativ großen Einzugsgebiet wird es zu Verteilungskämpfen um die geeignete Technik kommen. Aber wie wir sehen konnten, halfen sich die Betroffenen ja mit Anbaugeräten an Traktoren und dem Gerät örtlicher Bauunternehmer und des THW. Die Bundeswehr mit geeignetem Gerät ist ja von West nach Ost auf dieser Höhe zwischen Rhein und polnischer Grenze nicht mehr vorhanden.
      .
      Und, wenn Sie sich erinnern, waren bei den großen Fluten im Osten Schaufel und Eimer immer ein probates Mittel um Sandsäcke zu füllen und den Schmutz aus den Wohnungen zu bekommen.
      .
      Wie sicher unschwer zu erkennen, war die Sache mit den „Schutzsuchenden“ hypothetisch (einige werden sagen: gestichelt), obwohl in der betroffenen Bevölkerung tatsächlich diese Fragen aufkamen. Aber ganz ernst war das nie, dazu hätte der Schwabe viel zu viel Angst über den Ortsverbleib „von seim Sach“. Glückauf.

  56. Europa fierbert heftig
    das ist schon erkennbar.

    Doch möchte ich einige Gegenpositionen zur Diskussion stellen:

    Merkel wird die Öffnung der Grenzen mehr als heftig vorgehalten.

    Was ist die sichtbare Folge bisher, zumindest für mich? Die SPD wird kleiner gemacht, die Linke ebenso und selbst die Grünen werden entzaubert.

    Also Leute, wenn das kein genialer Schachzug der Kanzlerin war, um die politischen Gegner und Parteien klein zu bekommen, dann weiß ich es nicht mehr.

    Gut, es geht dann allerdings noch darum, die Integration der Zugewanderten hinzubekommen. Dazu ein kleines Beispiel aus meiner Studienzeit. Ich lebte in einem Studentenheim, in dem annähernd 50% ausländischer Studenten beheimatet waren. Auf unserer Etage setzten wir rigoros durch, dass nur 2 Studenten (5 %) pro Semester ohne Deutschkenntnisse Wohnstatt fänden. Um diese aber kümmerten wir uns. Und diese konnten nach einem Semster nicht nur fließend Deutsch, sie kannten auch den Umgang mit der Deutschen Bürokratie usw.

    Vielleicht ist gelegentlich ein wenig Rigorosität nicht ganz von Übel oder?

    Das Wachstum der AfD wird als Problem gezeichnet.

    Ist es in mancherlei Hinsicht auch.

    Aber wieder mal bin ich ganz pragmatisch. Ich kann mich an eine Untersuchung eines Bonner Professors erinnern, der untersuchte, in welcher Phase der Existenz die meisten Unternehmen in die Insolvenz gingen. Es war die Phase recht starken Wachstums.

    Nun sagte selbst Don Alphonso, die AfD hätte kaum die Struktur bilden können, stabil zu existieren.

    Vielleicht hat also Merkel die SPD, die LInke und die Grünen extrem geschwächt, die AfD vorübergehend so sehr gestärkt, das diese Partei genau daran zerbrechen wird wie einst die Piraten.

    Es wurde einige male beklagt, was die FAZ denn so auf Gauland mit dessen Boateng Bermerkung rumreiten würde.

    Meine Herren, genialer geht Entlarvung doch gar nicht.

    Man kann jedem Angst machen mit dem Islam, wer von uns kennt den denn im Detail? Aber Boateng kennt der Lagerarbeiter von nebenan und hat dazu ein Urteil.

    Besser geht Entlarvung einfach nicht.

    Ganz kurz einige Bemerkungen zu anderem hier Gelesenem:

    Die Kirche würde an den Migranten verdienen. Mag gut sein, ich kann das nicht beurteilen. Aber ich kann beurteilen, wie verabscheuungswürdig die Inszenierung des Kölner Kardinals Wölki mit jenem Flüchtlingsboot ist. Denn zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass die katholische Kirche von den Mißbrauchten ihrer Funktionsträger, denen eine im Verhältnis zum Leid geringe Entschädigung von ca. 10.000 Euro für ein verpfuschtes und zerstörtes Leben gewährt wurde, drangsaliert, weil diese nicht extrem genau Rechenschaft darüber ablegen, wofür diese diese 10.000 Euro verwendet haben.

    Ich bin glücklicherweise nicht betroffen, aber wäre ich es, ich würde das nun mehrfach heimzahlen, bei solchen Forderungen und solcher Heuchelei.

    Grillo will aus der EU. Soll er, soll Italien raus. Endlich mal ein Zeichen, dass ein EU-Mitglied scheitern wird, dass sich nur an den Regeln vorbeimogeln will. Sollen sie so entscheiden, wir werden in Ruhe abwarten können, was folgen wird.

    Mir wäre lieber, Italien verlässt die EU als Großbritannien.

    Und als letztes – Gauweiler, der Populist. Ich schrieb einmal, dass ich in Studentenzeiten aktiv gegen destruktive Kulte tätig war.

    Gauweiler als Landrat zu der Zeit hatte – ich meine in Ingolstadt – zu einem großen Disput und Austausch eingeladen.

    Wahrlich ein Populist, der als einer der ersten Deutschen Politiker in so einem „kleinen“ Amt schon erkannte, dass Totalitärem Widerstand entgegen zu setzen ist.

    So, nun ist es genug für diese Nacht. Schlaft gut und genießt die Tage und denkt dran – radelt oder macht Sport wie auch immer, um die von Don so anschaulichen Dämonen zu besiegen. Es sind nicht immer die am Berge.

    • @Thomas
      „Meine Herren, genialer geht Entlarvung doch gar nicht.“

      Das ist weder genial noch entlarvend, sondern einfach nur peinlich – für die FAS, die sich m.E. damit lächerlich gemacht hat. Gaulands Satz ist für sich genommen vielseitig interpretierbar (man könnte sogar problemlos eine anti-rassistische Intention reindeuten, wenn man will) und es gibt keine Tonaufzeichnung, so dass der genaue Gesprächsverlauf unklar bleiben wird. Diese Geschichte hätte die FAS sich verkneifen sollen.
      Und die AfD geht nicht mehr weg, dafür ist in den letzten Monaten zu viel passiert, das schlimmste Befürchtungen bestätigt hat.

    • Titel eingeben
      Nun ja, wieviele Bundesliga haben einen ausländischen oder Migrationshintergrund? Und wieviele der jeweiligen Fans der entsprechenden Vereine wünschten sich vielleicht, einen dieser Spieler in ihrer Nachbarschaft zu haben?

      Die Journalisten haben sicherlich Gauland aufs Glatteis führen wollen.

      Schließlich haben sie nicht Özil erwähnt, nicht Podolski, Khedira, Gomez oder Klose, denjenigen mit den meisten erzielten Toren bei Weltmeisterschaften.

      Gauland hat sich aber hinreißen lassen, weil dem nicht bewußt war, dass Boateng ein gläubiger Christ war.

      Es steht doch außer Zweifel, dass Gauland genau diese Botschaft los werden wollte.

      Und da in Deutschland eben sehr viele Fußballfreunde leben und da dieses Thema während der anstehenden Europameisterschaft immer wieder thematisiert werden wird, hat Gauland ein klassisches Eigentor geschossen.

      Ich bin mir nicht mal sicher, ob die AfD sich davon erholen kann.

    • @Thomas
      „Ich bin mir nicht mal sicher, ob die AfD sich davon erholen kann.“

      Ich glaube nicht, dass die AfD von dieser „Affäre“ dauerhaften Schaden davontragen wird…wer sich von sowas (oder ähnlichem Unsinn wie dem angeblichen „Schießbefehl“) abschrecken lässt, hätte die AfD sowieso nicht gewählt. Und spätestens wenn es wieder zu Vorfällen wie in Darmstadt oder vielleicht auch zu jihadistischen Terroranschlägen kommt, wird das alles eher lächerlich erscheinen.
      Den Schaden hat m.E. eher FAZ/FAS, weil sie damit zumindest einige Leser verprellt haben dürfte.
      Man kann die AfD ja ablehnen (tut der Betreiber des Blogs ja auch), teils vielleicht sogar mit gutem Grund…aber vieles an anti-AfD-Beiträgen in den Medien ist so doof und autistisch auf die Befindlichkeiten progressiver Medienmacher ausgerichtet, dass es der AfD eher nutzen wird.

    • Ich finde, man sollte sich schn an die Regeln halten. Übergeigen bringt letztlich nichts. Das ist immer so.

  57. Danke... sehr lehrreich
    Danke für die Beschreibung der italienischen Politik, das ist alle recht einleuchtend. Sehr richtig wohl auch „Das Geschäft mit dem Populismus fegt die Unfähigen und Unsicheren so lange weg, bis welche kommen, die es können, und die dann auch flexibel und prinzipienlos genug sind, wenn es um die Macht geht.“

    „Heute kleben Politikern alte Einlassungen wie Kaugummis am Schuh, und alles, was sie sagen, kann aus dem Kontext gerissen und gegen sie verwendet werden. Im Internet verbreitet sich das, wenn man es richtig aufbaut, so schnell, dass eine effektive Gegenwehr kaum möglich ist.”

    Ich sehe nicht was man dagegen haben kann, wenn diese Bagage endlich mal von ihrer populistischen Verlogenheit eingeholt wird.
    Die Politik Verdrossenheit der Leute ist ein Anzeichen für Intelligenz, das ist immer gut! Dass so was den Profiteuren des Status Quo nicht gefällt, tut mir leid für Sie, es sollte aber die normalen Bürger nicht stören, sondern freuen!

    Danke für den längeren twitter Link zur SPD, herrlich.
    Als nicht mal „Smart Phone Besitzer“ hab ich sowas ja noch nie gesehen… und jetzt stellt sich auch wieder nur heraus, dass ich da wohl erfreulicherweise viel Zeit gespart habe.
    Alles in allem hat diese Blog Ausgabe meine Vorfreude auf eine möglicherweise für viele unangenehme, aber für mich sicher recht unterhaltsame Zukunft sehr gesteigert.

    Ich warte ja derzeit noch auf den ersten Populisten der erfolgreich predigt, dass die EU das grosse Problem ist und man da raus müsse. Nicht, dass das so ganz falsch wäre, aber es wäre der Anfang einer Entwicklung mit unabsehbaren Konsequenzen

    Danke!

    • Titel eingeben
      „es wäre der Anfang einer Entwicklung mit unabsehbaren Konsequenzen“
      .
      War das nicht immer so? …weil das permanent der Fall ist?
      Oder anders: Irgend etwas ist immer.

    • Da bin ich ganz andere Meinung
      es ging 30 Jahre im selben Trott… Weder die Wiedervereinigung, noch der Euro, noch die Agenda 2010, haben irgendwas wirklich neues gebracht, sondern nur bereits Bestehendes ein wenig geändert.

      Aber wie die deutsche Welt im Herbst aussehen wird, das kann wahrlich keiner absehen!

  58. Pingback: Kurznachrichten vom 01.06.2016 | Geschlechterallerlei

  59. Titel eingeben
    ja was den deutschen der holocaust das ist den türken die armeniergeschichte ebendiese erfordert aufarbeitung

  60. zur wirtschaftlichen Lage des Euro-Raumes
    und besonders Italiens ein Vortrag des Ifo-Instituts:
    http://mediathek.cesifo-group.de/iptv/player/macros/cesifo/mediathek?content=6691637&idx=1&category=2503868425

    Was haben denn die Italiener noch zu verlieren?

  61. "Simple, populistische Lösungen"
    Etablierte Parteien ankreuzen und alles wird gut? Weil die schon wissen was sie tun?
    .
    Das scheint mir auch eine von den „simplen, populistischen Scheinlösungen“ zu sein, die „nicht funktionieren“.
    .
    Vor solch primitiven Denkweisen könnte uns die Wahrheitspresse bitte schön auch einmal warnen.

    • Es ist halt ein Dilemma. Zum glück kann ich wenigstens schreiben, sonst wüsste ich auch nicht.

  62. Beihilfe zu crime
    Ausgezeichnete Zusammenfassung der momentanen Lage in der FAZ. Es geht um dieses Thema und die Exit-Wünsche inklusive der Folgen des Brexit für Europa:

    EU befördert das Geschäft der Schlepper

    Dann drückt ein Schleuser einem Bootsinsassen ein Satellitentelefon mit der voreingestellten Nummer der italienischen Küstenwache in die Hand. Nach dem Anruf machen sich die Retter auf den Weg. Der Benzinkanister im Boot reicht vielleicht für zwölf Seemeilen. Die allermeisten Flüchtlinge werden dicht vor Libyens Küste aufgegriffen und dann nach Italien gebracht. Menschen in Seenot müssen selbstverständlich gerettet, aber sie müssen nicht bis nach Europa transportiert werden.

    Dadurch befördert die EU ein menschenverachtendes Geschäft, das für die Schleuser hochlukrativ ist. Mit Menschenhandel verdient die organisierte Kriminalität inzwischen mehr Geld als mit Rauschgift, Prostitution oder Glücksspiel.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europa-steckt-in-einem-schlamassel-fest-14245691.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  63. @Desperado, 31. Mai 2016 um 12:23 Uhr: FAZ/FAS Abo
    Sie sind nicht der erste, der wg. des Politaktivisten jbe sein FAZ-Abo kündigte, bzw. den täglichen FAZ-Erwerb am Kiosk auf null herunterfuhr.

    • Aber immerhin lesen Sie hier noch. soll ich ankündigen, wenn ich im Print bin?

    • Weißt Fonse, sei ned so grantig
      Eine Zeitung, die man gerne liest ist ein Stück Heimat, auch wenns nur ein paar hundert Euro kostet.

      Bis vor 15-20 Jahren habe ich die in der SZ gefunden, da gab es noch Rhiel-Heyse und wie die alle hießen und das Streiflicht war eine tägliche Labsal. Dann begann die SZ zu sparen, schaffte irgendwann das Lektorat ab und die kleinen Geifernden übernahmen die SZ. Ich bin zur FAZ gewechselt unter schmerzlichem Verlust jeglichen Bayernteils.

      Heute scheint mir die FAZ denselben Weg zu betreten, ich wills nicht ellenlang ausführen. Der Meinungsteil wird immer breiter und durchsichtiger, die beiden Heikes beginne ich zunehmend zu missen. Mir scheint die FAZ wie ein Rohr im Winde, die FAS ist schon nach Westen geknickt. Ob die Übernahme der Rundschau so eine gute Idee war?

    • Print Ankündigung von Beiträgen/ Stöckchen der "hellen Seite"
      @ Don

      Ja, geben Sie gerne einen Hinweis, wenn etwas von Ihnen in der Print-Ausgabe steht.

      @ Gast
      „Selbst Prantl hat die FAZ mit der Ansage zu beschwichtigen versucht, dass man auch als Journalist auf der hellen Seite nicht über jedes Stöckchen springen muss, das einem von der bösen Seite hingehalten wird.“

      Der AfD Vorstand sieht das so:
      „Sehr geehrte Damen und Herren,
      liebe Parteifreunde,
      im ZDF-Interview vom 30. Mai 2016 hat der FAZ-Redakteur Eckardt Lohse zugegeben, dass im Hintergrundgespräch von seiner Seite und nicht von Seiten Alexander Gaulands der Name ‚Boateng‘ gefallen ist.

      Das wirft die Frage auf, warum mit Jérôme Boateng ein in Berlin geborener Deutscher christlichen Glaubens von der FAZ gezielt als Beispiel vorgeschlagen wurde in einem Gespräch, in dem es eigentlich um den Islam und mangelnde Integration ging.
      Alexander Gauland hatte die Tatsache im Hinblick auf den Islam in den Raum gestellt, dass es Menschen in Deutschland gäbe, die Probleme mit Ausländern als Nachbarn hätten. Weshalb hatte man ihm daraufhin ausgerechnet unseren Nationalspieler Jérôme Boateng als Beispiel aufgedrängt?

      Diese Gesprächsführung legt den perfiden Versuch nahe, dass Alexander Gauland bewusst zu einer Aussage bewegt werden sollte, die im Anschluss gegen ihn benutzt werden könnte. Denn Alexander Gauland ist kein „Fußball-Fan“ und kannte Boateng bislang nur dem Namen nach. Er wusste nichts weiter über ihn, auch nichts über seinen persönlichen Hintergrund.
      Es ist in jeder Hinsicht unseriös, wie die Leitung der FAS/FAZ in Person des Politikressortchefs aus den Aussagen Alexander Gaulands eine rassistische Beleidigung mitsamt einer willkürlich ausgewählten Überschrift konstruierte, die keinerlei inhaltlichen Bezug mehr zum tatsächlich geführten Hintergrundgespräch aufwies.
      Alexander Gauland hat Jérôme Boateng zu keinem Zeitpunkt beleidigt und würde auch nicht auf einen solchen Gedanken kommen.

      Stattdessen sind die Rassisten hier offenbar jene, die sich Boatengs bewusst bedient haben, um dem stellvertretenden AfD-Vorsitzenden eine Äußerung zu unterstellen, die so nie gefallen ist. Sie haben sowohl Boateng als auch Gauland gezielt dazu benutzt, der Alternative für Deutschland einen Schaden zuzufügen.
      Die AfD steht für einen selbstbewussten Patriotismus, der Menschen unterschiedlicher Herkunft selbstverständlich mit einbezieht.
      Wir sind stolz auf unsere Nationalmannschaft und auch stolz auf all diejenigen, welche für sie spielen und bei der bevorstehenden Europameisterschaft wieder mit vollem Einsatz auf dem Spielfeld für Deutschland antreten.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Bundesvorstand der Alternative für Deutschland“

    • In der Print FAZ?
      Das kommt, wenn überhaupt erst, nachdem sich die Lage eindeutig in die eine oder andere Richtung geklärt hat. Das Eigeninteresse der FAZ findet sich auf keiner der beiden Seiten. Die wartet ab und will mit störenden Querschüssen nichts zu tun, die die Leute zum Selber-denken mehr als unbedingt nortwendig anregen….

    • Zur Stellunganhem der AFD
      Schön aalglatt formuliert, fragt sich nur, warum Herr Gauland von „einem wie Boateng“ spricht, wenn er (angeblich) gar nichgts über ihn weiß. Gerade das ist doch Rassismus.

  64. Zerfall der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaats
    @ Patrick Fieldmann

    „Unser Problem in Deutschland ist n.m.E schon nicht mehr nur Merkel, sondern in viel größerem Maße der u.a.von ihr vorangetriebene Fortschritt des Zerfalls der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates.“

    @ S. Reicht sagt:
    31. Mai 2016 um 23:33 Uhr
    Demokratiedefizitbewusstseinsverweigerung
    Was erwarten Sie denn von einem Land, dass sein ohnehin fadenscheiniges und von Brüssel zusätzlich über Knie verknapptes Demokratieröckchen inzwischen ganz an der Garderobe abgegeben hat?
    Hält man nicht hierzulande – laut von bescheidenen Protesten begleiteter Ministermeinung – auch bei bedeutenderen Geschäften selbst eine Parlamentsbefragung für obsolet, geschweige denn eine des Volkes?
    Repräsentative Demokratie? demokratische Entscheidungen?
    Pustekuchen, es gilt Maul halten wie eh und je.“

    JA! 100% Zustimmung!

    Leider fand nicht nur ein komplettes Versagen des Parlaments, sondern zum großen Teil auch der Presse statt.

    Nochmal zur Erinnerung am Beispiel der sog. Flüchtlingskrise:

    Per Twitter wurde am 25. August 2015 verbreitet, dass Deutschland von seinem Selbsteintrittsrecht Gebrauch macht und Syrer unter Umgehung des Dublin Verfahrens aufnimmt.

    http://www.bild.de/politik/inland/twitter/kurznachricht-die-deutschland-zum-zufluchtsort-machte-42642974.bild.html

    Das vorgeschriebene Verfahren zur Ausübung des „Selbsteintrittsrechts“ wurde nicht eingehalten.

    Diese Entscheidung wurde weder mit den anderen europäischen Ländern abgestimmt noch im deutschen Parlament verhandelt oder beschlossen.

    Die Twitter-Meldung wurde von Pro Asyl Aktivisten in den Flüchtlingsunterkünften verbreitet, woraufhin sich die Massen auf den Weg machten.
    Dadurch kam es erst zu der Ungarn Situation.

    Die Entscheidung der anschließenden „Grenzöffnung“ von Merkel wurde noch nicht einmal mit Seehofer abgestimmt, nur mit Faymann. Das Schicksal von Faymann ist bekannt.
    Die übrigen europäischen Länder wurden nicht in die Entscheidung einbezogen. Das deutsche Parlament ebenfalls nicht.

    Die Einführung der „Grenzkontrollen“ vom 13.9.2015 hätten dann eine Wende bringen können, wenn man sich entschieden hätte, das geltende Recht anzuwenden.

    Leider nein: § 18 AsylVerfG sieht eigentlich die Zurückweisung der Migranten ohne Visum an der Grenze vor.

    https://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__18.html

    Die durch das Innenministerium eigentlich geplanten Zurückweisungen wurden (angeblich) durch Intervention von Merkel in letzter Minute verhindert. (wurde im Bundestag angefragt, keine Antwort der Bundesregierung)

    Das Parlament hat dieses Gesetz nicht aufgehoben. Es ist unzulässig, durch bloßen „geheimen Ministererlass“ ein Gesetz außer Kraft zu setzen.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/fluechtlinge-ein-geheimerlass-zur-oeffnung-der-grenze-14024916.html

    Darauf hingewiesen hat als erster Peter Gauweiler und eine Abstimmung im Parlament gefordert. Diese hat bis dato nicht stattgefunden.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article148900100/Nicht-Merkel-sondern-das-Parlament-entscheidet.html

    Auf Seehofer wird u.a. seitens der Presse eingeprügelt, wenn er von der „Herrschaft des Unrechts“, „historischem Fehler“ und der Frage, „wie man den Stöpsel wieder auf die Flasche bekommt“ spricht.

    Und Merkel kritisiert die Grenzschließung an der Balkanroute als „Alleingang“.

  65. @ GEbirgler 9:25 u DA 9:53 - Was hat Italien von der EU?
    Ihr link zum Vortrag von Clemens Fuest – IFO 2016 ist instruktiv und zeigt nicht nur, wie schlecht es Italien geht – seit 16 Jahren k e i n Produktivitätsfortschritt (Fuest wiedholt die Zahl beim Vortrag: „0 Prozent…“- das ist scheint‘ s VWL-Rekord für Nachkriegs-Europa… und 130% Staatsschulden obendrauf – aber dazu jede Menge Geld von der EU zu Konditionen, um die sich die Italiener so wenig kümmern wie die Griechen oder die Portugiesen – also mehr oder weniger Gratiskredite in rauen Mengen: Genau d i e bewegen Renzi dazu: a) Noch mehr von diesem Geld zu fordern (Stichwort „Hubschrauber“!) und b) – selbstverstänlich an der Quelle zu verweilen: Und die hört haargenau auf den Namen EU.

    • Einige Probleme sind einfach unlösbar. Italien hat Industrien, die nicht überleben können, Stichwort Bekleidung. Aber da ist es so wie bei der Milch: Es liet auch am deutschen Konsumenten.

    • Kleiner Nachtrag
      Die Verschuldung Italiens beim Euro-System (Target-Saldo) beträgt laut EZB

      https://www.ecb.europa.eu/stats/money/target_balances/html/index.en.html

      im April 2016 264,7 Milliarden EUR (2008 waren es noch Forderungen über 22,9 Milliarden.

      Die Forderungen Deutschlands sind auf 625,8 Mrd. EUR gestiegen, das ist der höchste Stand seit 2012.

      Damit wird auch klar, warum Gauland’s Äußerung drei Tage als Schlagzeile herhalten muss.

    • @Don, jetzt haben Sie ein Spässle gemacht
      den deutschen Konsumenten wird regelmäßig eingetrichtert, dass der Erwerb von Garderobe zumindest bei C&A oder Primark unethisch sei, weil die Leute in Bengladesh von den Erträgen nicht gut leben könnten.

      Dass die Verbraucher das nicht interessiert, ist die eine Seite. Sie haben sogar sogar Recht damit, das zu ignorieren. Volkswirtschaft ist zu komplex, um per Moralpredigt justiert werden zu können.

      Wären die Preise höher, würden sofort die Osteuropäer übenehmen und die Bengladeshis erst recht durch die Finger gucken. Für Fairtrader und andere Betroffenheitsspezialisten ist das ein Gedanke zuviel und mehr als einer passt wohl auch eher nicht ins Regal,

      Dass jetzt auch die Italiener subventioniert werden sollen, weil sie ähnlich arm dran seien wie die Bengladeshis, ist allerdings das Neueste. Das haben Sie nicht ernst gemeint.

  66. Italienische Industrie
    In Italien wurden auch mal Computerbildschirme hergestellt. Schuhe kaufen war auch ein Muss im Italienurlaub.
    Ist auch letzteres schon Geschichte ? Nun ja, auch die Serben machen schöne Lederschuhe.

  67. Titel eingeben
    Populisten sind Leute, die etwas versprechen, was sie nicht erfüllen können. Wer ehrlich sagt, dass er nicht unter Afrikanern oder Moslems leben möchte, sondern seine Heimat zu erhalten, der ist längst kein Populist. Warum also ständig diese Etikettierung?

    • Es ist halt gebräuchlich. Ausserdem werden wir alle uns damit abfinden müssen, dass auch eine AfD nur begrenzt Leute im Rechtsstaat ausweisen kann.

    • "Rechtsstaaten"
      „Ausserdem werden wir alle uns damit abfinden müssen, dass auch eine AfD nur begrenzt Leute im Rechtsstaat ausweisen kann.“

      Na ja, Don, als Historiker wissen Sie, dass Rechtsstaaten weniger die Regel als vielmehr die Ausnahme sind, und auch zwischen einzelnen Rechtsstaaten gibt es große Unterschiede. Die USA sind zum Beispiel ein Rechtsstaat, haben aber in aller Regel kein Problem damit, Abertausende Leute nach Mexiko oder El Salvador zurückzuschicken, obwohl die Verhältnisse dort wohl kaum besser sind als in weiten Teilen der arabischen Welt.

      Aber es stimmt natürlich schon, dass völlig offen ist, ob die Probleme, die Merkel und ihr Clown-Truppen geschaffen haben, noch rechtsstaatlich zu bewältigen sind. Die AfD möchte es – jedenfalls in ihrer großen Mehrheit – wenigstens versuchen. Gerade deshalb ist es irgendwie ironisch, dass so sehr auf sie eingeprügelt wird. Den Kopf in den Sand zu stecken, wie es die übrigen Parteien tun, macht ja nichts besser.

  68. Geschlechtergerecht, daran arbeiten wir
    „Geschlechtergerecht wäre es, wenn Männer und Frauen innerfamiliär gleiche Pflichten übernähmen. Daran arbeiten wir.“

    Ich unterstütze diese neue frische Idee von Frau Barley. Denn wo es keine Probleme gibt, wird eines gemacht, davon lebt die Politik. Dient auch als eine fabelhafte Ablenkung von… Daran sollte sie unbedingt arbeiten, zeigt sie doch deutlich, dass sie eine Frau der Basis ist und keine verquere Genderfeministin.

    Mein Vorschlag zu diesem wichtigen Thema:
    Die SPD sollte einen Ehe- bzw. Partnerschafts-Vorvertrag formulieren, in welcher die Paare sich verpflichten, die häuslichen Pflichten gerecht unter sich aufzuteilen. Als Juristin ist Frau Barley geradezu prädestiniert, eine entsprechende Vorlage zu formulieren.

    Daraufhin entwirft eine Expertenkommission einen 10-Punkte Plan, nach welcher die Gewichtigkeit und Schweregrad jedweder Hausarbeit in Skala von 1-10 zu bewertet ist, als Richtlinie für die Paare, damit sie eine Grundlage haben, eine gerechte Aufteilung vertraglich festzulegen.

    Dazu werden einzelne Arbeitsvorgänge von Ergonomen und-nominnen, von Arbeitspsychologen und –loginnen etc. etc. etc. nach folgenden Werten gemessen: Kalorienverbrauch, Beanspruchung der Muskelmasse, Beanspruchung der Aufmerksamkeit (aufgeteilt in unterschiedliche Sinneswahrnehmungen), Unfall- und Selbstverletzungsrisiko, Arbeitszufriedenheit; Festlegung optimaler Arbeitsbedingungen, Empfehlung passender Geräte und anderer Hilfsmittel und und und…

    Aber was ist mit den schrecklichen Frauen, welche die Hausarbeit gerne erledigen? So etwas soll es ja auch noch geben… Hah, die werden einer obligatorischen Umerziehungskampagne unterworfen.

    Ist vielleicht etwas albern, aber mehr fällt mir dazu nicht ein…

    • Das wird so kommen ...
      … Genauso wird es kommen. Die Fachanwält_*innen für Familienrecht haben wir doch schon zu Genüge. Warum dann nicht auch so ein Regelungsfeld.

      Ich muss ja als Vater eines grundschulpflichtigen Kindes in der sog. „Erziehungsvereinbarung“ zwischen Schule, Eltern und Kind verpflichtend erklären, dass ich meinem Kind keine Süßigkeiten zur Schule mitgebe. So weit sind wir in D also schon. Warum dann nicht auch noch das?

    • Ist schon noch ungleich verteilt - da kann man sich noch so echauffieren
      Nicht nur bei Paaren, bei denen einer zuhause bleibt.

      Auch in Partnerschaften, so zeigen Studien, in denen beide Partner Vollzeit arbeiten, bleibt das Gros der Haushaltsarbeit an der Frau hängen. Im Durchschnitt müssen Männer, die mit einer Partnerin zusammenleben, weniger im Haushalt arbeiten, als wenn sie alleine leben: http://www.zeitschrift-fuer-familienforschung.de/pdf/2002-2-rohmann.pdf

      Hauptquelle: http://www.zeit.de/karriere/2014-03/hausarbeit-frauen-international-vergleich

      Wie das Frau Barley jedoch ändern will, ohne sich als Mäuschen unters Sofa der Hempels zu verstecken und deren Klobürsten zu kontrollieren, das bleibt mir schleierhaft.

    • Stundenbuch führen
      Und wenn der Vertrag geschlossen ist, hat jeder Haushalt ein Stundenbuch zu führen (oder jeder Partner kann sich ersatzweise via Smartphone kontrollieren lassen) über die im Haushalt getätigten Arbeiten. Das Stundenbuch ist bei der für das Kindergeld zuständigen Sozialbehörde jährlich einzureichen. Bei nicht gleicher Verteilung der Tätigkeiten erfolgt ein Abzug vom Kindergeld. Denn Strafe muss sein, sonst lernen die weißen Heteromänner nie! Die SPD sollte nur noch klären ob dies auch für schwule/lesbische Partnerschaftsverträge angewandt werden soll. Und ob die kulturell etwas alternativ vorgeprägten Migranten auch in die Regelung einbezogen werden. Ein großes politisches Feld, eine große Aufgabe für eine ehemalige Volkspartei.

    • The Nanny Nation
      Die Realität in 5.500 Kindergärten bundesweit, das Projekt „Tiger-Kids“: Den Eltern wird vorgeschrieben, was ihre Kinder zum Frühstück mitbringen dürfen. Verboten sind Weißbrotprodukte, also Brötchen, Schnecken etc., Marmelade und selbstverständlich alle Süßigkeiten und süße Getränke. Nur Fruchtjoghurt, (der ja bekanntlich bis zu 50% Zucker enthalten kann), ist erlaubt. Werden die Regeln nicht eingehalten, werden Eltern von den Kindergärtnerinnen gerügt.
      Ein paar Mal im Jahr gibt es einen Contest zwischen den Kindern, die für das richtige Frühstück zwei Wochen lang täglich „Tiger-Punkte“ bekommen.

      Das Projekt wurde von einer großen Anzahl Experten entwickelt.
      Die TigerKids-Ausrüstung beinhaltet ein Material-Box, eine Tiger-Handpuppe, ein Tiger-Holzzug.
      Es gibt Songs für Tiger-Kids, z.B. „Wir essen gerne Äpfel“, Audio-Clips finden Sie auf deren Website:
      http://www.tigerkids.de/index.html

      Auch Frau Barleys Idee wäre entwicklungsfähig, könnte zu einem wichtigen Wachstumsfaktor und zu einer regelrechten Jobmaschine aufgebaut werden. Allein die Begutachtung der Vertragskriterien beansprucht eine Expertise von vielfältigsten Fachkräften. Ganz zu schweigen von zahlreichen Kontrollmaßnahmen, die darauf folgen könnten. Allein die Bedeutung der Einhaltung des Arbeitsvertrages könnte in Scheidungsfällen eine maßgebliche Rolle spielen. Auch dies müsste dann entsprechend begutachtet werden etc. etc. etc.

      Sie haben Recht: Heute wirkt das noch skurril, morgen kann das Normalität sein.

    • @ der andere Gast
      In der traditionellen Rollenverteilung mag die Hausarbeit ungerecht verteilt sein. Inwieweit dies eine einseitige Bürde zu Lasten der Frau ist, sodass sie darunter leidet und unzufrieden ist oder freiwillig und durchaus zufriedenstellend, wird in solchen Umfragen nicht abgeklärt. Man geht offenbar automatisch davon aus, dass die Frau dadurch „unterdrückt“ wird. Dabei wird übersehen, wozu die Männer ihrerseits beitragen: das Familienauto waschen, tanken, für die Instandhaltung sorgen (Ölwechsel), Instandhaltung der Wohnung, Rasenmähen, Gartenarbeit. In traditionellen Ehen erledigen die Männer gewöhnlich den gesamten Schrift- und Zahlungsverkehr mit Versicherungen, mit Versorgungsunternehmen, sie erledigen Bankangelegenheiten, verhandeln und verwalten Verträge. Darüber wird nie geredet, als ob das gar keine Arbeit sei.

      In einer modernen Ehe sieht das anders aus. Frauen beteiligen sich an den Aufgaben, welche die traditionelle Hausfrau nicht übernommen hat. So hat sie viel mehr „Verhandlungsspielraum“ in der Aufteilung der Hausarbeiten.

      Ich finde es irgendwie traurig, dass dies im Jahr 2016 überhaupt noch ein Thema ist.

    • @ Tamarisque
      Es ist halt so, dass dieses Argument oft kommt.
      Dass das nur bei traditionellen und so. Und dass manche doch gerne.

      Diese Studien meinen heraussgefunden zu haben, dass das bei nicht zu wenigen modernen Partnerschaften einfach heute noch ist. Wäre nicht weiter wild, aber das Schlimmste dabei: Es stört die Beziehung, wenn jemand sich untergebuttet fühlt und glaubt, nur den Schaas wegmachen zu dürfen und der andere darf brillieren.

      Und, seien wir doch mal ehrlich:
      Autowaschen, das ist einmal die Woche.
      Da fährt man in die Waschstraß, reißt sich keinen Gasfuß nicht raus und finkelt noch ein bisschen am Chrom selbst, dann holt man die Getränke für das Wochenende und stellt sich an den Grill. Klischee aber häufig immer noch wahr. Tolle Maus, während der andere sich – unsichtbar – mit Kleinkram abmüht, damit das Haus sauber ist, bevor die Gäste kommen …

      Und das Putzen. Der oder die andere muss täglich – ich wiederhole täglich – das filthy Zeug putzen. Statt sich fair abzuwechseln. Das ist so und damit langweilig, das ist wirklich öd, das muss man wirklich mögen, viele Frauen mögen es eben genauso wenig nicht wie Herren. Grund: Man hat kein Erfolgsgefühl, weil es in zwei Tagen wieder so ausschaut und es wird selten ehrlich gewertschätzt und diese Wertschätzung gezeigt – alles so selbstverständlich. Das ist nicht fair. In einer Beziehung geht das gar nicht, häufig der Anfang vom Ende. Anders als beim berühmten Auto- und Bügeleisenreparieren hat man kein ab und an Erfolgsgefühl, denn es wird regelmäßig bald wieder eingesaut. Bei den Reparierjobs ist man – mehr oder weniger – der tolle Hecht oder die tolle Hechtin. Ui, die Waschmaschinentrommel ist wieder richtig eingehängt und wieder in der Wucht, fein! Ich kannte eine Texterin, die legte sich prinzipiell höchstselbst unter ihren Z4. Statt unter den Mann, der dann den Z4 in ihren Augen zu grob…, aber lassen wir das.

      Ob die Barley da das Gestap … ähm Kontrollkommando in die Wohnungen schickt, das ist doch wider nur übertriebene Interpretation dieser ungeschickten Aussage. So wie mir zur Zeit alles Mögliche recht übertrieben, unterstellt und hyperdramatisiert vorkommt, damit es in den Zeitungen was zu labern gibt. (Nicht Ihre Eingabe, das meine ich nicht.)

  69. Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch ca. 16 Monate.
    Wenn bis dahin nicht der ganz, ganz große Knall stattfindet, werden CDU/SPD zusammen auf min. 45% der Sitze kommen. Den Rest holt man sich dann bei den Grünen (Stichwort „Kenia“). Die AfD wird irgendwas zwischen 10 und 20% holen. Nach der Wahl wird dann von Merkel verkündet, dass 80 bis 90% aller Wähler plus alle Nichtwähler – also eine riesige Mehrheit – gegen die AfD und damit für die aktuelle Kandesbunzlerin seien. Das Durchgemerksel wird also bis min. 2021 andauern.

    • F.D.P.
      Sie vergessen noch die FDP, die wahrscheinlich aufersteht.

      Sonst haben Sie völlig und das besonders Perfide wird sein, dass Merkel & Co. allen Ernstes von „staatspolitischer Verantwortung“ salbadern werden, die gerade jetzt, in dieser schwierigen Situation geboten sei und man brauche gerade jetzt die international hoch angesehene und erfahrene Politikerin. Und sie werden sich alle gegenseitig loben und die Gläser heben, aber auch zum Ernst mahnen.

      Und dann bekommt sie vielleicht noch irgendeinen internationalen Preis für die ruinöse Politik (wozu hat man die Gremien durchsetzt und es gibt Leute, die Untergang unseres Landes gut finden), m.a.W.: Die Merkel werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach frühestens 2019 los, wenn sie in irgendein internationales Gremium abwandert.

      Es ist so wie bei Animal Farm (Zeichentrick) und wer den Film kennt, kennt die Szene, die ich meine.


    • Es steht zu befürchten, daß es so kommt.
      Denn Merkel „regiert gern“ und ist nicht so leicht vom Posten zu holen.

    • Ja, so wird es wohl kommen.
      Die Details werden sicher ein wenig anders sein, aber im Prinzip wird es genau so kommen.

      Ich habs ja schon mal geschrieben: Nirgends ist eine Alternative zu sehen. Es ist schon allein technisch unmöglich soviele Leute abzuschieben, ganz abgesehen davon, dass in den nächsten 5 oder 6 Monaten nochmal so viele kommen werden, und ausser dem „Wir schaffen das!“ gar nichts anderes übrig bleiben wird.

      Auf die dabei entstehede Stimmung und das enstehende Resultat aussehen werden, darauf darf man allerdings gesspannt sein…

    • Blumenkinder
      Oh Dr.Stranglove …
      Bei Schwarz/Grün will dieser bessere Menschenschlag
      uns allen sicherlich nur Gutes tun!
      Volker Beck ist ja schon wieder sehr gesund – potzblitz –
      wäre er da nicht der ideale Gesundheitsminister?
      Dann gäbe es bald im Süpermarket statt pöse
      verfängliche Kinderschokolade lekka Shit-Kekse!
      Und köstliche Blumen werden unser Gemüt stimulieren!
      http://www.newyorker.com/wp-content/uploads/2012/10/holy-motors.jpg

    • @ ach was
      Volker Beck ist ein Vorbild für alle Eltern, die bzgl. der Drogenprobleme ihrer Kinder mit Vorurteilen zu kämpfen haben und sich nicht trauen, über das Problem zu reden. Bei ihm hörte sich die „Genesung“ bzw. die Rehab aus dem Meth-Sumpf tatsächlich so, wie bei einem Nichtpolitiker ein ausgeheilter Schnupfen.

      Kein Wunder, dass sein Auftreten in manchen Talkshows vorher aggressiv wirkte, während er jetzt durchaus gesittet und brav daherkommt. Es gibt noch andere aggressiv auftretende Talkgäste aus dem Berliner Polit-Zoo. Muttis Pitbulls, wie ich sie nennen möchte (bei Mutti verhalten sie sich wie Pudel). Ich frage mich, ob die sich extra für die Shows hoch pushen. Man kann doch getrost davon ausgehen, dass auch die „drauf“ sind… .

  70. besenrein machen
    Don, gib‘ mir die Merkel um 20:00 Uhr auf ARD und ich reiss sie innerhalb von 15 Minuten rhetorisch in Fetzen.

    Die erste Frage die ich ihr, zum freundlichen Aufwärmen, stellen würde:

    „Was war genau der Grund, dass sie Herrn Gröhe das Deutschland-Fähnchen aus der Hand gerissen haben?“

    Ich schwöre Dir, ich bräuchte nur 15 Minuten und am nächsten Tag würde sie zurücktreten.

    Merkel & Co. kommen billig davon, weil man sie davonkommen lässt.
    Das ist das Problem.

    • Titel eingeben
      Frau Merkel würde einfach nicht auf Ihre Fragen antworten, sondern irgendetwas sagen. Da sind die meisten Politiker völlig schmerzfrei.

    • Man sollte die Zuverlässigkeit der Rundfunkanstaltstechnik nicht überschätzen. Nach der dritten Wiederholung der Frage würde das beliebte Standbild „Technische Störung – … Verständnis“ eingeblendet.

    • a propos
      Eine Zeitlang habe ich Merkel mit Sympathie – wegen ihres Mangels an Glamour (vgl. v.d.Leyen und Klöckner), und aus rein sportlichen Gründen mit Bewunderung ihrer Geschicklichkeit im Ausmanövrieren möglicher Gegner und Konkurrenten, betrachtet.

      Seit ihren verschiedenen Fehlgriffen sind mir immer mehr Zweifel gekommen: erstmal an ihrer Unfähigkeit zu vernünftiger Kommunikation – dumme Parolen sind kein Ersatz für Argumente – dann aber auch an ihrem politischen Durchblick in einer zugegeben komplexen Lage.
      Trotzdem gehört sie wahrscheinlich unter den deutschen Politikern zu den intelligenteren – wie hätte sie sich sonst in so einem Haifischbecken wie es unsere Parteien sind, an der Spitze halten können?

      Merkels Unfähigkeit, ihre abrupten Wendungen erkläre ich mir einfach durch ihren Mangel an politischer Erfahrung als politische Seiteneinsteigerin – sie hat sich niemals in einer Stadt, einem Landkreis, einem Bundesland, mit realen Problemen (Ausnahme: Asse – und was ist rausgekommen?) auseinandersetzen müssen, hat niemals an der Basis um Stimmen werben müssen. Daher ihre wirren und unverständlichen Reaktionen auf Einwürfe aus dem staunenden Publikum, z.B. wenn es um „Obergrenzen“ geht. Vielleicht hätte man von „Gesamtaufnahmekapazität“ sprechen sollen – dann hätte sie auf dem Umweg über die Physik vielleicht verstanden, was einem grünen Bürgermeister wie Palmer selbstverständlich ist.

      Da Merkel also sogar für die nach linksgrün neigenden Medien nun sich langsam entzaubert hat, ist die Frage berechtigt, was ihre heutige Funktion an der Spitze ist, wieso sie sich an der Spitze hält, trotz Gegenwind und drohender Pleite bei den BT-Wahlen 2017?

      Meine Ansicht: Merkel ist heute hauptsächlich Galionsfigur, die man hochhält, um die hinter ihr stehenden Hofschranzen an der Macht zu halten. Schließlich kann sie nicht alles selbst erledigen. Und ausserdem wird man sie im Falle einer „Wende durch Merkelsturz“ noch als Sündenbock brauchen – so wie in der SPD damals den Schröder.

      Deshalb wird es wenig „hilfreich“ sein, sie zu stürzen, wenn nicht auch ihr Apparat, die „Merkelei“ von der Macht entfernt wird. Dafür sind die Aussichten zur Zeit leider noch schlecht. Unter den erfahrenen Politikern sehe ich keine aussichtsreiche Alternative, und das Personal der AfD ist zur Zeit m.E. weder seriös noch fähig.

      So wird das Merkel-Chaos wohl weitergehen, bis die Karre endgültig zusammenbricht ..

  71. @Don Alphonso sagt:
    1. Juni 2016 um 17:12 Uhr
    “ Ausserdem werden wir alle uns damit abfinden müssen, dass auch eine AfD nur begrenzt Leute im Rechtsstaat ausweisen kann.“

    Das ist richtig. Insbesondere, da 60 % der Migranten, die ins Land gelassen wurden, keine Ausweispapiere hatten.

    Das Gesetz sieht jedoch vor, solche Migranten nicht ins Land zu lassen. Die Bundesgrenzschutzbeamten wissen das natürlich. Sie wurden aber offensichtlich angewiesen, entgegen dem geltenden Recht alle Migranten, die das Wort Asyl gesagt haben, hineinzulassen.

    Dies ist übrigens auch strafbar als Beihilfe zur illegalen Einreise.
    (Schleuser werden ja auch weiterhin bestraft.)

    Die Einreise der Migranten nach Deutschland wird überdies weiterhin zugelassen, obwohl der geltende § 18 Abs. 2 , Abs. 4 AsylG nicht durch das Parlament geändert wurde.

  72. M5s
    Grillo ist übrigens Halb-Iraner.

  73. Kampf um Rom
    Früher, vorvielen Jahren, habe ich „Kampf um Rom“ gelesen, geradezu verschlungen. Wer erinnert sich auch noch an Amalaswintha im Bad? Sehr gruselig, hat Symbolwert, ebenso das traurige Ende.

  74. Eine Meldung habe ich hier vermißt, aber irgendwie wundert es mich auch nicht.
    Rupert Neudeck ist tot. Hier etwas über ihn zu schreiben, scheint mir vergeblich. Stattdessen ein Hinweis auf ein Interview:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155854013/Fluechtlinge-nutzen-ein-Menschenrecht-zu-luegen.html

  75. Wahlkampfhilfe:Zwischen 700.000 und einer Million Migranten in Libyen...
    … könnten durchaus auch für Roms Wahlkampf interessant werden.
    aus:
    https://www.bayernkurier.de/ausland/14024-migrationsdruck-aus-afrika-steigt

    In 2016 sind bisher in Deutschland 132.000 Migranten angekommen:

    „Die Flüchtlingszahlen in Bayern sind im Mai auf einen neuen Tiefstand gesunken. Die Behörden zählten 4396 Asylbewerber, die von der Polizei bei der Einreise registriert wurden oder sich direkt bei den Behörden meldeten. Das teilte das Sozialministerium in München am Mittwoch auf Anfrage mit. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Monate weiter fort: Im Januar waren es noch knapp 75.000 Asylbewerber gewesen, im April 5500. Insgesamt sind nach Zählung der Behörden von Anfang Januar bis Ende Mai mehr als 132.000 Menschen nach Bayern gekommen, davon der Großteil aber noch im Januar und Februar – vor der Schließung der Balkanroute über Griechenland und Österreich. Doch die Flüchtlinge finden andere Wege. In der vergangenen Woche sind die Flüchtlingszahlen in Italien wieder sprunghaft gestiegen, etwa 13.000 Menschen setzten aus Libyen über. (dpa) aus Bayernkurier)

    • Da gibt es auch andere Zahlen als die, die nur die Grenzübertritte nach Bayern
      ausweisen. Ich las schon welche, die ca. 200.000 nur fürs erste Quartal beschreiben. Womit klar wird, dass man wieder mal nichts genaues verlautbaren lässt und den Bürger in scheinbarer Sicherheit wiegen will.
      Es gelingt ja auch, sie beschäftigen uns mit nichtigen Themen!


    • Ja, der Vorhang wird runtergelassen und einfach nichts mehr darüber berichtet.
      Derweil werden wohl immer noch Boote von Libyen nach Italien geschleppt, ein absolutes Unding. Die gehören selbstverständlich zurück an die libysche Küste geleitet. Gehörten sie schon seit X Jahren, aber der herrschende Wahnsinn (ich könnte den Papst ohrfeigen dafür) zieht immer noch mehr und noch mehr Reisewütige nach.

  76. Dass in Italien von Politikern Überlegungen
    zum EU-Austritt angestellt werden, hat mich jetzt überrascht. Als Nur-Urlauber kennt man sich halt nicht aus. Umso mehr der Dank an unterhaltsame Korrespondenten wie D.A., die dem Unwissen so abhelfen. Nebenbei: „Pfründe“ ist Einzahl, die Mehrzahl lautet „Pfründen“. Wenn diese dann demnächst per Steuer reduziert werden – gerechter ist es.

  77. Nichts ist so wie es ist und darf schon garnicht so genannt werden...
    Ich bin erleichtert, werter Don, dass sich Ihr Interesse, Ihre Kenntnisse, vor allem aber Ihre Aussagen zu Kampf und Niederlagen der Etablierten überwiegend auf den „Kampf um Rom“, zwar nicht den antiken -was aus meiner Sicht ein zusätzliches Maß an Sicherheit vor unliebsamen Überraschungen oder Kalamitäten garantieren würde- sondern den ganz aktuellen, schrillen, fokussiert. Das Establishment hierzulande, die Parteien von Moral und rechter, pardon,.. richtiger Gesinnung und deren Hilfsorgane und Edelfedern mit ihren manchmal garnicht so edlen journalistischen Intentionen, sind unerbittlich. „In Ungnade fallen“ ist für drohendes Ungemach eine schöne altmodische Umschreibung. Auf Ihre geschätzten Publikationen und Beiträge verzichten zu müssen, wäre deprimierend. Meine Sorge um Ihren Verbleib ist noch aus einem anderen Grund nicht ganz frei von Eigeninteresse. Gewähren Sie doch Ihren Kommentatoren das Privileg der freien Meinungsäußerung. Auch dies hat mir schon so manchen Lesegenuss beschert und sogar erheitert. Weit muss man nicht gehen, schon sieht es anders aus. Richtlinienkonforme, aber kritische Beiträge, noch dazu mit unliebsame Fragen versehen, erschienen mir, gerade in den letzten Tagen, als ganz besonders unerwünscht.
    Ich hoffe, werter Don, dass Sie der „Kampf um Rom“, Ihre edle Herkunft, Ihre Reputation, die Provenienzen sowie die Mauern Ihrer Stammsitze, auch in Zukunft, vor dem gebündelt-etablierten Bannstrahl schützen mögen. Und,.. sollten Sie künftig, an einem sonnigen Februartag, die Freiheit der Narren in Venetien erleben, lassen Sie sich bitte nicht blenden! Auf „Narrenfreiheit“ ist hier kein Verlass. Auch nicht auf den #Aufschrei für biodeutsche Närrinnen. Diese Spezies fällt nicht in die Kategorie „besonders schützenswert“. So bleibt diese lieber gleich daheim, es sei denn, der Verlust von Sicherheit schmerzt weniger, als der Verlust an Freiheit. Wem nun sind solche Zustände anzulasten? Den „Populisten“ mit den „einfachen Antworten“ oder den „Guten“? Den Verursachern und ihren Fürsprechern, deren Selbstverständnis es ist, dass es Missstände nur existieren, weil sie thematisiert werden oder jenen, die sie ansprechen? „Politik besser erklären“ und den Menschen die „Ängste nehmen“, ist Losung und Lösung und überstrapaziertes Mantra an das damit drangsalierte „Pack“. Was immer sie sonst noch darunter verstehen, wichtigster Teil ihrer „Krisenbewältigung“ ist Eliminierung des „Populismus“. Populisten sind zu entlarven, zu diskreditieren und mundtot zu machen. Unter dem Motto „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“ oder nichts ist so wie es ist -und darf auch nicht so genannt werden- bündeln die Guten ihre Kräfte und kämpfen für einen besseren, tieferen Schlaf der eigenen Bevölkerung, eine Welt ohne Grenzen und Armut für alle. Sie holen aus zum verbalen Overkill in der wunderbaren Gewissheit ihrer moralischen Überlegenheit

  78. Kudos 1) @ gebirgler 16:44 1. 6. 2) @ Tamarisque 16:22 1. 6. 3) @ J. Krüss 31. 5. 13:24 4) @ DA
    Zuerst ernst: @ DA – da die Lage in Italy nun mal so ist wie von Ihnen angesprochen und geschildert („la crisi“) – und wie vom „gebirgler“ präzisiert (s. o. 16:44 Uhr und s. o. 9:25 Uhr), ist guter Rat in der Tat teuer, und Sie als Privatier/Kunstgeschichtler und – sag ich mal: Kleingewerbler – müssen da keinen Ausweg wissen.
    Für die Ökonomen ist die Lage in Italy aber nix besonderes – bzw. nur im Hinblick auf ein paar aktuelle Parameter ist sie besonders (seit 15 Jahren kontinuierlich 0% Produktivitätssteigerung ist nach Ansicht des Sinn-Nachfolgers Clemens Fuest anscheinend Nachkriegs- Nord-Westeuropa-Rekord).

    Die normale Lösung lautet in solchen Fällen Innovation und Umstrukturierung. Volkswirtschaften sollen findig sein. Was sie nicht tun sollen, ist, sich über konsumtive Ausgaben noch größere Lasten ans ohnehin lahmende Geläuf flechten: Weil es sonst eben noch schwerer geht.

    Früher wäre mir die Lage in Italy in D-Land vielleicht nicht so wichtig gewesen, nur geht das jetzt über den Europäischen Stabilitätsmechanismus und die EZB und die Target-Salden usw. haargenau und höchstpersönlich auch mich an – als Sparer und Lebensversicherter und Rentenbeitrags- und Steuerzahler usw. und das zehrt eben doch.

    Jetzt zum leichteren Teil: Ich weiß nicht woher das kommt, aber das blog insgesamt macht trotz alledem (und alledem….) – gute Laune!

    Das hat auch damit zu tun, dass hier wichtige Dinge öffentlich verhandelt werden, obwohl sie z. T. zumindest dem wirtschaftlichen Träger des ganzen, nämlich der FAZ-Stiftung, prima facie n i c h t zur Ehre gereichen.
    Wie auch immer, es entsteht ein Gefühl von Geistesgegenwart und zugleich von Spannung und Überraschung, und das ist eine prickelnde Mischung. Die wiederkehrenden Hochseilakte DAs nicht zu vergessen.

    J. Krüss hat das (s. o.) gestern Mittag so ausgedrückt, hier entstehe irgendwie Karl Kraus‘ „Fackel“ noch einmal und könnte entsprechend in Buchform herausgebracht werden. Öh, eine Modifikation meinerseits: Die Fackel ist ein wenig monologisch/monoman; Walter Kempowskis „Echolot“ als Bezugsgröße wäre eventuell einen Tick besser abgestimmt auf das, was sich hier zuträgt.

    Und einfach nochmal als Beispiel: Tamarisque von heute, 16:22: das liest sich richtig gut und atmet einen lebendigen Geist! – In summa: Ich habe gewiss schon drögere Stunden verbracht als die in den letzten Wochen mit diesem vor dusterem Panorama richtig frühlingsfrisch aufscheinenden blog.
    – – – keep on! keepin‘ on like bird that flew – – –

    • Danke!
      Lieber Herr Kief,
      herzlichen Dank für Ihr schönes Kompliment. Habe mich sehr gefreut.

  79. Subsaharawitz hinterher schicken
    Ist das ein Eingeständnis, in welchen Kontext die Formulierung Subsahara gehört jedenfalls erfahrungsgemäß? Ich wurde ja durch den Beitrag eines Werners voll bestätigt…
    Übrigens ist die Formulierung „Gold der Mafia“ anders als was die AFD oder FPÖ oder FN von sich gibt, denn sie greift ja eigentlich nicht die Flüchtlinge selbst an – ansonsten kommt mir der Chef der 5 Sterne doch ziemlich durchgeknallt und diktatorisch vor.

    • Ist das so?
      Sie wollten mir immer noch mitteilen, was wir denn jetzt mit diesen unaussprechlichen Leuten, deren Herkunft man nicht erwähnen darf hier anfangen sollen? Wie, da geht nix? Sind Sie am Ende gar selber „Rassist“?

    • Schwarze aus Afrika südlich oder nördlich der Sahara,
      meinetwegen auch aus Schwarzafrika, verhalten sich im Durchschnitt sicher nicht besser oder schlechter wie andere Menschen, Deutsche und Europäer eingeschlossen. War das in etwa, was Sie hören wollten? Ich habe Ihnen gar nix zugesagt, Ihnen mitzuteilen. Das müssen Sie falsch vestanden haben.
      Das kann auch nicht sein, ich habe gar nichts zu Ihnen gesagt. Nur im Beitrag oben kommen Sie vor.

  80. Noch eins....
    Welch ein Verbrecher Gesindel:

    Armenier-Resolution: Merkel, Gabriel und Steinmeier bleiben Abstimmung fern

    Und die Sanktionen gegen Russland bleiben auf Wunsch der USA auch weiterhin bestehen!

    Und bei solchen von euch Gewählten wundert ihr euch, welche Desaster auf DE zukommen werden?

    Übrigens: Die Schleuserboote aus der Türkei fahren nicht mehr Griechenland, sondern jetzt direkt Italien an. Da steigt auch deren Gewinnmarge gleich mit an….

    • Haben Sie etwas anderes erwartet, TDV?
      Es war doch immer schon unübersehbar, daß diese Bundeskanzlerin mit ihrer Politik möglichst den Weg des geringsten Widerstandes geht. Und wenn das nicht möglich ist, dann zumindest den erfolgversprechendsten, was die Gunst der Wähler betrifft. Daß ihr dazu alle Mittel recht sind, auch die bewußte Täuschung, scheint eindeutig zu sein.

      Der Türkei-Deal soll mit allen Mitteln verteidigt werden. Nicht, weil er angesichts der geschlossenen Balkanroute noch besonders viel Sinn im Sinne der Bewältigung der Flüchtlingskrise machte, sondern rein aus politischem Kalkül. Ein Scheitern würde die Position Merkels und damit Deutschlands in Europa weiter verschlechtern. Darum geht es und darum ging es bei Böhmermann und nun bei der Resolution des Deutschen Bundestages. Deshalb bleibt die (Spitze der) Regierung der Verabschiedung dieser Resolution fern. Und es sollte mich wirklich nicht wundern, wenn die Visafreiheit für die Türkei trotz unerfüllter Auflagen dennoch käme. Denn wenn nicht, käme auch das einem Scheitern Merkels gleich.

      Merkel und damit auch Deutschland verliert zusehends an Bedeutung in Europa. In Europa ist keine klare Linie mehr erkennbar. Die politische Entwicklung in Europa deutet immer stärker auf ein Auseinanderbrechen der EU hin. Ob das am Ende gut für Europa ist, wage ich zu bezweifeln. Es wäre wohl gut für Deutschland und Europa, Merkels Amtszeit würde baldigst enden.

    • Kleiner HInweis....
      Wie so oft geht es mir auch hierbei daraum das Wesentliche herauszuheben, da es in den „Qualitästmedien“ ja nicht kommt.
      Mir wird hier angesichts der Lügenpresse zu sehe auf die DWN geschimpft.

      Diese Bild ist WICHTIG! Jeder der in DE lebt und sogar meint zum Wählen gehen zu m,üssen, der sollte das gesehen haben.
      Aber wo erscheint es? Nur in den DWN !!!!

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/02/bundestag-tuerkei-soll-von-deutschland-bei-umgang-mit-geschichte-lernen/

      Was das Auseinanderbrechen Europas angeht habe ich als Aussenstehender eine andere Meinung.
      Ich bin mir sicher, man sollte es so schnell wie möglich auseinanderfallen lassen und das Projekt dann durch Leute neu aufziehen lassen, die in der Lage sind aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen.
      Wenn man solche Keute in der deustchen Politik Landschaft nicht hat, dann ist es halt „tough titties“!

      Bestes Beipiel ist der „Streit“ um Steueroasen. Man kann die in Europa nicht shcliessen, weil jedes kleine Furz-Land be einem solchem Thema ein Veto-Recht hat und jedes Gesetz dass die eigenen Verbrechen angehen würde, verhindern kann.
      Oder die lächerlichen Baltikum Staaten und Polen ddie keine stabilen Frieden in Europa ermöglichen!

      Wie ich immer so schön sage, jetzt flattern halt langsam die Rechnungen ins Haus, die sich ein Volk das Kohl Schröder Merkel wählt wahrlich verdient hat!

    • Alle Länder sind mehr oder weniger Steueroasen, TDV.
      Oder kennen Sie ein Land mit einem gerechten Steuersystem und ohne Bevorzugung der Besserverdienenden und der Wirtschaft?

  81. Pingback: Carta — Blinker - Carta

  82. Visafreiheit der Türken
    @ Otto Meier
    „Und es sollte mich wirklich nicht wundern, wenn die Visafreiheit für die Türkei trotz unerfüllter Auflagen dennoch käme. Denn wenn nicht, käme auch das einem Scheitern Merkels gleich.“

    Gegen die Visafreiheit der Türken wird allerdings der Widerstand der CSU weiter bestehen bleiben.

    Man fürchtet eine kurdische Masseneinwanderung.

    Im Bayernkurier wird von wachsender Eskalation der Gewalt zwischen Kurden und Türken in Bayern berichtet.

    „Kurdenkonflikt eskaliert in Bayern

    Die PKK und türkische Nationalisten tragen ihren Konflikt zunehmend in Bayern aus. Darauf hat der Verfassungsschutz hingewiesen. Es kommt immer wieder zu Ausschreitungen und auch das Gewaltpotenzial steigt. Denn die Zahl an Demonstrationen beider Gruppen in Bayern wächst. Beide Seiten verhalten sich nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes konspirativ. Sie tarnen sich mit harmlos klingenden Vereinsnamen, angeblich um die Kultur und die Freundschaft zu fördern. Tatsächlich werde dort oft Propaganda betrieben und neue Mitglieder geworben. Die PKK ist in Deutschland seit 1993 verboten und kann im Gegensatz zu türkischen Nationalisten nicht offen in Erscheinung treten. (Quelle: BR)“

    • Widerstand der CSU :-)))
      „Unser Horst“, Desperado, hat sich doch längst und unwiderruflich selbst zum Horst gemacht. Bellende Hunde beißen nicht.

      Was den Import nationaler türkischer Probleme betrifft, so konnte das ja nicht ausbleiben, da hier weder den Kurden, noch der PKK ein Erdogan droht.

      Ein anderer Aspekt der Visafreiheit scheint mir aber noch wichtiger, Terroristen wird der Weg nach Europa so deutlich vereinfacht.

    • O.M.
      Ich gestehe nichts hat mich in all den Jahren in diesem Blog mehr erstaunt als Dons Enschätzung dieses Horsts….

    • Terroristen wird der Weg nach Europa so deutlich vereinfacht?
      Also die effektivsten Terroristen sind alle in Europa aufgewachsen und i.d.R. auch geboren worden. Im Falle Breiviks sogar ohen Migrationshintergrund.

  83. On the Greek side of life
    @otto meier
    Ich habe mich immer gefragt, wie es einem Kulturvolk wie den antiken Griechen passieren konnte, dass ihr Gemeinwesen es zu dem jämmerlichen Rest eines Staates verkam, der es heute ist. Jetzt weiß ich, wie das geht. Deutschland beschreitet den gleichen Weg und zwar unabhängig davon, wer formell am Schalthebel und Gaspedal sitzt. Wen wir noch dabei mitreißen, wird man sehen.

  84. Schröder!
    Was würden die geschätzten Mitforisten davon halten, wenn Gerhard Schröder kandidieren würde?
    Mir kam gestern dieser Gedanke, weil er kraft seiner Persönlichkeit möglicherweise in der Lage wäre, diese aus den Fugen (falls da je welche waren) geratene Kanzlerschaft zu beenden.
    Und Herr Seehofer ist nicht an dem Zerwürfnis schuld, wie Schäuble meint, sondern die erratische Politik der Kanzlerin.
    Heute Morgen gerade gesehen: Drei klar als Asylsuchende Erkennbare. Herkunftsland: Irgendwo zwischen Georgien und Afghanistan. Alter: Zwischen 35 und 50. Einer davon schaute sich ein Schmuckgeschäft an.

    Dass ich mit Schröder daherkomme, liegt daran, dass wirklich sonst kein Personal erkennbar ist, das in der Lage wäre, diese irrlichternde Politik zu beenden. Zu Guttenberg vielleicht, doch der ist erstens CDU und zweitens wohl glücklich im Ausland.

    • Entschuldigung - aber wie einem der von und zu als Problemlöser
      einfallen kann entzieht sich mir vollkommen. Auf Grund von was kommen Sie auf den?

    • ... wenn Gerhard Schröder kandidieren würde?
      „Was würden die geschätzten Mitforisten davon halten, wenn Gerhard Schröder kandidieren würde?“

      Ich nix.

      Genau der (zusammen mit Rot-Grün) hat mit den Gesetzen, die nach einem abgehalfterten, korrupten Volkswagen-Funktionär benannt sind, den Anfang gelegt, dass sich immer mehr abgehängt und schikaniert fühlen. Und ein neoliberales Volk gebastelt, das pauschal gegen Schwächere geht (Harzt-4, Asylanten, Flüchtlinge), um fürs sich Gutfühlen jemanden zu haben, der noch schwächer ist.

      Wie soll so ein pseudo-rationaler Realpolitik-Machthuber (Lieblingswort Basta!) einer stimmungs-desolaten SPD oder einem Land helfen, das in vergurkten Stimmungen badet.

      Guttenberg

      Nix. Ein Blender bleibt ein Blender.

    • Schröder und Guttenberg
      Ich überlege gerade, ob es nicht doch besser wäre, auszuwandern.

    • Als Fußball-Kommentator könnte ich mir den vorstellen
      So beim EM-Halbfinale. Das könnte der. Jedenfalls besser als der Kohl oder das Merkel. Mit seinem Hannoveranisch-hochdeutschen Slang. Und seiner Fernseh-Stimme.
      .
      Der Fischer wär noch witziger veilleicht, könnte den Radio-Kommentator machen, was ja sowieso der schwierigere und anspruchsvollere Job ist. Mit Verlaub.

    • Das ist wohl alles schief!
      Tut mir Leid, aber da passt nichts. Und obendrein nicht einmal der Kandidat.

      Eine SPD, die deutlich unter 20 Prozent gerutscht ist, kann unmöglich den Kandidaten stellen. Nicht, weil das nicht der Wählerwille wäre, der interessiert schon lange keinen mehr. Aber weil Merkelin weiterwurschdeln will. Und die CDU so oder so eine irgendwie geartete Mehrheit bekommen wird. Und in der CDU stehen sie gewaltig auf Merkel. Muss man im Zweifelsfalle Mannheim erinnern, als 50 CDU MdBs ihr die Leviten lesen wollten. Im Saal sind sie dann alle aufgesprungen und haben deshalb (?) minutenlange Ovationen dargebracht. Die wollen doch alle einfach nur eins: ihre Pöstchen auf Lebzeit sichern. Und das gibt es in der Firma Merkel für Treuedienste.

      Die Grünen werden auch nicht mehr einfahren als die SPD, geschweige denn CDU, so dass uns ein Kanzler Kretschmann genauso erspart bleibt.
      Und nun haben Sie Recht: Es gibt null Personaldecke. Angie oder niemand. Zugegeben, niemand wäre gewaltig besser, weil dann alle Exekutive sich vermutlich einfach an alle Gesetze hält. Und das wäre ja schon einmal wieder Neuland, seit einigen Jahren geflissentlich umgangen.

      Also, und selbst wenn SPD, ist der Schröder doch keine Persönlichkeit dafür. Bei Licht betrachtet kommt da ebenso wenig jemand in Frage. Die SPD hat sich selbst zerschlissen mit ihren Personalentscheidungen, da wurde im Gegensatz zur CDU niemand gezielt weggebissen. Da ist es eher alles ein Sumpf aus Mittelmässigkeit, aus dem sich die eine oder der andere knapp herausstrampeln, um einen knappen Kopf höher zu erscheinen als der Rest. Okay, der Justizminister muss deshalb ein wenig mehr strampeln, weil … auch, lassen wir das.

      Gysi, Wagenknecht und Broder fallen auch aus verschiedenen Gründen aus, die FDP ist noch beim Konsolidieren.
      Bleibt von den etablierten Parteien nur noch die CSU. Strauss würde sich im Grabe drehen, dass nicht er es wäre, aber ansonsten sehe ich dort mehr Führungsqualität als anderswo. Und dabei ist es für mich ein halbes Jahrhundert unmöglich gewesen, so etwas auch nur zu denken. Unmöglich. Und doch denke ich heute darüber nach. Nein, ich habe mich nicht geändert. Die Verhältnisse sind so desolat, dass das letzte Mittel besser ist als das, welches schon seit Jahren unabänderlich einfach alles verschlechtert.

    • K.-Th. M. N J. J. Ph. F. J. S. F.v.u.z. Guttenberg oder G. Schröder
      Sie Schelm! Und falls nicht: Was haben Sie – äh – geraucht oder eingeworfen?

    • @Oberländer
      Gratuliere, fast hätten sie mich dran gekriegt und ich hätte das ernst genommen…

      Coole Satire! Respekt….

      Falls nicht: Sofort Arzt aufsuchen und Medikamente neu einstellen lassen!)

  85. Korr.
    Korr.: KTzG natürlich CSU, Schreibfehler


  86. @Bambina: Exakt so, ja.
    @Desperado: Visafreiheit für Türken (und ich bin sicher, daß Merkel das mit aller Energie durchsetzen will) ist in der Tat die nächste Katastrophe (dann haben wir hier innert 5 Jahren Neu-Kurdistan), die ansteht. Ich sehe nicht, wie die CSU die Macht haben soll, das zu verhindern. Dafür braucht es mehr, auch auf EU-Ebene.
    @Oberländer: wenn Schröder in die AfD eintritt, vielleicht. Guttenberg auf gar keinen Fall, der ist unfähig wie Sanders und Gore.

  87. Zur SPD (und Deutschland) Rettung...
    …wäre wohl mindestens ein Schröder nötig, und als Kanzler wäre er auf jeden Fall besser als das, was wir im Moment haben.
    Aber realistisch ist ein Comeback wohl nicht.

    OT:

    Wer sich an der Verfassungsbeschwerde gegen CETA beteiligen möchte, kann dies übrigens hier tun.

    https://www.ceta-verfassungsbeschwerde.de/?channel=mehrdemokratie

    • Der Kopf der Bande 2014
      die anderen zwei Juli 2015, wenn das ganze stimmt, was der angebliche Kopf der französischen Polizei erzählt hat. Und wenn es stimmt: Welcher Tatsache ist es denn zu verdanken, dass der Mann seine Pläne nicht verwirklichen wollte sondern sich selbst angezeigt hat? Ich weiß es auch nicht, es lhnt aber doch das Nachdenken. Ich tippe aber doch eher auf gute als auf schlechte erfahrungen als Motiv, ansonsten fällt mir nicht viel ein.

  88. ... Don, wirf einen neues Blogthema vom Himmel...
    Herrjeh, lieber Herr Oberländer, da gehen jetzt aber aus meiner Sicht doch die Pferde etwas mit Ihnen durch.

    Nicht, dass ich dem Altkanzler alle Vorzüge absprechen möchte (im SPD-internen-Vergleich mag er sogar ganz weit vorne liegen), aber ihn hier als Heilsbringer zu sehen, erscheint mir recht abseitig (wobei es zu dem Namen des Blogs irgendwie passen würde).

    Dass gerade Schröder hier eine Kraft zur Einigung und Erneuerung hätte, kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen. Allenfalls bekäme man da die Sozis mit den russophilen „Jubelpersern“ (oder dann gleich „Jubelrussen“ ?) auf eine Linie – eine nicht uninteressante, aber doch eher pikante Mischung.

    Also, werter Don, ich bitte dringend um einen neuen Beitrag – der alte hat sich anscheinend ausdiskutiert, und neue Themen sollte es ja zu Hauf geben….

    Mit herzlichem Gruß aus dem glücklichen Düsseldorf

  89. Der hat das ja schon versucht und scheußlich gefunden
    Ich fürchte, Herr Schröder hat keine SPD-Unterstützung, könnte den Laden zuletzt ja auch nicht mehr zusammenhalten. Warum sollte er sein privates Glück opfern? Und für D wäre das nur eine Alternative, wenn wir uns Putin andienen möchten. Dafür wäre er der richtige Mann. Ebenso falls der Rechtsstaat kapitulieren möchte und die Sicherheit outsourced wie damals bei Schröder in Niedersachsen. Mit Götz und Frank hat Gerd Hannovers Rotlichtviertel blitzschnell befriedet – wenn man Herrn Hanebuth wiederhaben möchte, ggf. bundesweit sind die Herren Anwälte sicherlich behilflich. Persönlich wären mir richtige Polizisten mit vernünftigen Richtern lieber als die Hells Angels und Herrn Putin traue ich auch nicht. Da soll Herr Schröder doch lieber die Kinder in die Waldorfschule bringen und wir hoffen auf jemanden ohne SPD-Parteibuch.

  90. Merkel-Ersatz?
    Es muss jemand von außen kommen, ein Kaliber wie Herr Thiele von der Knorr Bremse, der kürzlich bei der Verabschiedung von Herrn Sinn mal Klartext gesprochen hat. Er ist weltweit vernetzt, finanziell unabhängig, gute Kontakte auch nach Russland und macht den Mund auf.

    • Naja, die Österreicher versuchen es mit Kern, aber da scheint sich wenig zu ändern,

    • Die Lösung kann nur von außen kommen
      Die Lösung wird nie eine innerdeutsche sein.

      Solange sich alle an D., repräsentiert durch Frau M. und die CDU
      klammern, wird das auch nix.

  91. Danke
    für diese Zustandsbeschreibung der italienischen Politik, werter Don. Mal wieder informativer als fast sämtlicher anderer Kram.

  92. "Acker" hat wenigstens gesagt wos langgeht und nicht blos ....
    …. ausgesessen, wie das Mutti von ihrem Parteiamtsvorgänger so mustergültig übernommen hat.
    .
    Selbst ein Dicker von der „Ziel ist … weit unter 18% Partei“, trällert blos das nach, was ihm Lobbyisten eingetrichtert haben und was irgendwie gegen die Kapitalanleger geht – die er so gerne mit „Kapitalisten“ gleichsetzt.
    .
    Ich vermute, weil der „ich hab jetzt schon kein Bock mehr-Dicke“ kein eigenes „Kapital“ für seinen Ruhestand verwalten muss, dafür aber eine Pension mit einem „Kapitalwert“ (oh, böses böses Wort) von mehreren Millionen einstreichen wird (na ja, bis zu seiner Frühpensionierung (bei vollen Bezügen) ists sicher nicht mehr so weit …)
    .
    Schlimm, kein Impuls nirgends in Eurer Republik (ausser bei der Arbeitslosenzahl ab Spätsommer, da gibts nen „Impuls“ (man beachte die positiv konnotierte Wortwahl – diese Wortspiel hat bestimmt einer der vorgenannten Protagonisten den Medien eingeflüstert) wegen Euren neuen Mitbürgern.
    .
    Blöd halt, wenn ein wirklich „weiser Mannr“ meint, Ihr sollte in DE mit Frauen und Kindern unbedingt Mitleid haben, aber die ganzen jungen Kerle doch besser wieder in deren Heimat zurückschicken … zum Wiederaufbau!
    .
    Dieses „weise Wissen wos lang geht“ … ist in DE leider nicht mehr vorhanden!

  93. Bitte um Vregebung, da O.T.
    Text eingeben

  94. BItte um Vergebung da o.T
    Scheint mir zu interessant, und woanders fehlt es (bisher?).
    Wer schon seit längerem wegen der sich mehrenden Flugzeugdesaster, dass der Profit der Sicherjeit möglicherweise den Rang abgelaufen haben könnte:

    „Egypt Air Maschine musste 24 Stunden vor Absturz dreimal notlanden

    Die ins Mittelmeer gestürzte Egypt-Air-Maschine hatte offenbar seit längerem technische Probleme. Allein in den letzten 24 Stunden vor dem Absturz musste das Flugzeug dreimal notlanden, wie französische Medien berichten. Bei der anschließenden Überprüfung hätten die Techniker jedoch keinen Defekt gefunden und ließen die Maschine weiterfliegen.“

    In den DWN veröffentlicht: 02.06.16 13:43 Uhr
    Schaun mer mal wann der Rest mit der Wahrheit rausrückt…

    • ....
      Werter TDV, ja bei DWN stehen auch solche Nachrichten:
      Mehr Drogendealer als Konsumenten in Österreich.

      Angebotsüberhänge wohin man schaut.

  95. Titel eingeben
    Bester Desperado: Wo ich beruflich mit dem Laden zu tun habe, und zwar bei SfN (Systeme für Nutzfahrzeuge) möchte ich unterthänigst anmerken, dass der Herr sich statt um die große Bolidig besser um seinen Laden kümmern sollte. Sprichwort: ADL-Programmierung. Da ist ihm George Westinghouse in Hannover um Meilen voraus.

  96. OT ist in diesen Zeiten gar nichts mehr, wir diskutierten
    hier kürzlich-und jetzt wir im Hohenloher Tagblatt gemeldet, das 40 Schutzsuchende aus der Asylbewerberheim Crailsheim im Hochwassereinsatz seien. Der Impuls sei von den Schutzsuchenden ausgegangen. Ein Baumarkt hätte 500 € für Arbeitsgerät und Schutzbekleidung zu Verfügung gestellt. Dann man to. Solch eine Unterweisung durch echte Fachkräfte kann hilfreich sein beim Wiederaufbau der zerbombten Heimat.
    .
    Gleichzeitig unter http://remszeitung.de/2016/6/2/peinliche-hochwasser-inszenierung-mit-fluechtlingen-in-der-weststadt/

    ……Berichtet wurde, dass tatsächliche Helfer so nicht ins Rampenlicht gestellt worden seien wie die bedauernswerten Flüchtlinge, die nach wenigen Minuten ihres Fernsehauftritts wieder das Weite suchten. Klare Ansage von etlichen Flutopfern in der Weststadt (Schwäbisch Gmünd): Vielleicht gut gemeint vom Oberbürgermeister, dennoch völlig daneben diese komische Aktion. ….

  97. Inzwischen ist man sich für nichts mehr zu schade
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/nach-hochwasser-fluechtlinge-stellen-aufraeumarbeiten-nach/

    Dafür wird über die Übergriffe in Darmstadt auf Frauen und Mädchen weiter still geschwiegen…

    • Das gerade den Fängen des Ostalbkreises (AA=Aalen)..
      entronnenen und zu ihrem neuen Dorfnummernschild SG (für Schwäbisch-Gmünd) zurück gefundenen Kompetenzzentrum für die Betreuung von Schutzsuchenden aus den südlichen Winden, scheint verwaltungsseitig über jedes Stöckchen zu springen, dass man ihnen in diesen Zeiten der uneingeschränkten Willkommenskultur hinhält.
      .
      Da wären, nach der neuesten Aktion vor allem die berufsvorbereitende Vogelhäuschen-Fertigung und die Intentionen für die Einrichtung eines Gepäckträgerdienstes (in Zeiten des Rollkoffers), betrieben durch migrantisches Personal. Bwana, isch trage dein Koffa?!-ein klassisches Eigentor, dass in den politisch-korrekten Kreisen der Stauferstadt niemals hätte hingenommen werden können.
      .
      Also, da räumen diese schlanken Jungs auf mit den quitscheroten Asics auf Geheiß eines Schlipsträgers auf ostmärkischen Vorbefehl den auf der Straße stehenden Sperrmüll wieder in das Souterrain, um diesen medienvolkserziehungsgerecht wieder auf die Straße zu stellen. Übrigens, diese Aktion hätte auch von unserem Heimatsender SWR „mis en scene“ werden können. Ich gedenke da der netten Stefanie Haiber, kürzlich in Braunsbach, als sie feststellte, dass so ein Eimer (es blieb nur bei einem) mit Schlamm „ganz schön schwer sei“, wobei sie sich doch schon ihr sicher sündhaft teures Lederkittelchen verkleckert hatte.
      .
      Also Entwarnung nach Austria, gemeinhin bekannt als Land der klassischen VerFÜHRER, alles gut. Ich brachte es kürzlich schon in Verbindung mit diesen Alemannen-Nachkömmlingen hier: „Ko mr do was mache ?“ Man kann, wie zu sehen.

  98. Spass am Untergang!
    Am Ende bleibt dann vielleicht nur noch, einen gewissen Spass am Untergang zu haben, selbst wenn man zufällig – so wie ich – mittendrin steckt.
    Vielleicht ist es dann diese minimale Selbsterhöhung, die das ganze erträglicher macht.

    Mutterschiff, heute früh, erste Seite, weiter oben, Zusammenfassung über dem eigentlichen Text:

    „Die mutmaßlichen Terroristen sollen als Flüchtlinge eingereist sein. So wollten Islamisten Ängste schüren, warnt der Chef der Polizeigewerkschaft. Nötig hätten sie diesen Weg nicht.“

    Da stimmt doch einfach nichts. Journalistisch. Nur mal diese drei Sätze auf der Zunge zergehen lassen. Und keiner passt zum anderen, Kohärenz ist anders, und am Schluss ist die Aussage unklar.

    Der erste Satz ist politisch korrekt, ‚mutmasslich‘ und ’sollen‘. Also Unschuldsvermutung und keine Stereotypen. Also langweilig, wie immer wenn politisch korrekt, aber doch noch verständlich. Von nun an geht es bergab: Der Chef der Polizeigewerkschaft (? warum der, ausgerechnet, und nicht ein Polizeisprecher, egal) schließt daraus, dass Islamisten ’so‘ Ängste schüren wollten. Wie ’so‘? Indem sie mutmaßliche Terroristen als Flüchtlinge einreisen lassen? Und dann warnt er. Wovor? Offenbar noch immer vor dem gleichen: Dass die Islamisten ’so‘ Ängste schüren wollten. Das ist doch irgendwie eine ganz seltsame Warnung, man warnt nicht vor Terroristen, sondern vor Ängsten. Sollte man also keine Ängste haben, wenn Islamisten … . Irgendwie löst sich das Ganze beim besten Willen nicht auf.
    Der dritte Satz ist dann die Goldmedaille: Nötig hätten sie diesen Weg nicht. Nun haben wir einen Satz von beinahe beliebiger Interpretierbarkeit. Ängste zu schüren wäre nicht nötig (weil wir sie sowieso haben)? Oder sie könnten auch anders Ängste schüren? Oder den Weg, Terroristen als Flüchtlinge einreisen zu lassen?
    Was schlägt der Chef der Polizeigewerkschaft denn als bessere Alternative vor?

  99. Oberländers Verteidigung
    „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Mach langsam.“ (Deswegen brauchen wir Leute, die etwas langsamer sind). Auf ein Neues:

    Die Argumente gegen Schröder mögen außer Alter gelten:
    a) Schröder: 7.4.1944
    b) Trump: 14.6.1946
    c) Rodham-Clinton: 26.10.1947

    Verteidigung:
    1. Hat nie den Eindruck erweckt, wir, die Wähler, wären ihm gleichgültig, oder es zählte nur seine eigene Machtposition. Trat schließlich von sich aus in laufender Legislaturperiode sozusagen zurück bzw. setzte Neuwahlen an.
    2. Dass die linke Hälfte seiner Partei ihn nicht verknüsen konnte, spricht nur für ihn. Hatte einen ausgezeichneten Wirtschaftsminister.
    3. Dass Hartz IV-Empfänger nicht einmal den Namen hören können, ohne violett anzuschwellen, ist verständlich. Seine Nachfolgerin aber profitiert von allem, was er damals angeschoben hat.
    4. Ist Jurist. Würde evtl. mal länger über Verträge nachdenken.
    5. Kennt sich mit Wirtschaft besser aus, schon immer, heute noch mehr, Tätigkeit bei Nord Stream.
    6. Konnte eigene Wege gehen, war kein Puppet-on-a-string, stellte uns dadurch besser auf zwischen USA und Russland.
    7. Hat politisch aktive jüngere Frau, die er nicht zu Hause oder in Stiftungen versteckt.
    8. Hat zu mehreren Generationen unter sich Kontakt durch Stiefkinder von Hillu, Doris, Clara und die jüngeren Adoptierten. So ein Mann wird nicht alt, sondern bleibt im Leben.

    Reicht das?

    KTzG habe ich gebracht, weil ich es wichtiger finde, Verträge zu berücksichtigen als abzuschreiben bei Dissertationen, was außer in der Medizin, wenn es falsch ist, keinem schadet. Die zwei Gesichter auf der Hannovermesse, als er seinen Rücktritt bekannt gab, vergesse ich auch nicht.
    Soll ich trotzdem die Pillen anfordern? Vielleicht sagt der Psychiater, er nähme dann auch welche, die Möglichkeit existiert. Beste Grüße!

  100. "Soll ich trotzdem die Pillen anfordern?" Unbedingt!
    Wie man Fakten so umdeuten und dann noch der Meinung sein kann, die Umdeutung entspräche der Realität, …

    Ich weiß zwar, daß es verpönt ist, auf wikipedia zu verweisen, aber lesen Sie dort einmal zu Schröder „Bundesregierung Schröder II“.

    Dennocch ganz kurz:

    1. Keinem Politiker sind die Wähler gleichgültig. Schröder konnte nicht mehr weiter regieren, ihm fehlte die Kanzlermehrheit.

    2. Hätte der linke Flügel den Totengräber der SPD verhindert, ginge es der SPD heute besser.

    3. Toll für Schröder, daß er mit Hartz-IV die SPD zerstört hat, mehr davon? Und, die Agenda 2010 beinhaltet auch die Deregulierung des Finanzsektors. Die Folgen sind Ihnen bekannt?

    4. Juristen und Verträge, das soll ein Witz sein, nicht wahr?

    5. Ja, mit seiner Wirtschaft kennt er sich aus, ist und war eben nur in der falschen Partei.

    6. Ja, den Weg nach Gazprom hat er ganz allein gefunden. Gaskunden werden sich sicher noch an das „Ende der Subventionspolitik“ erinnern.

    7. Richtig ist, hinter einem starken Mann steht oft eine starke Frau. Aber ist das wirklich ein Kriterium? Regiert dann etwa Frau Schröder-Köpf? Leben die beiden nicht getrennt?

    8. Dann sollte der nächste Bundeskanzler besser aus einer kinderreichen Familie kommen und nicht so alt sein.

    Zu Guttenberg: Als dieser Insolvenzverfahren statt Staatsbürgschaften für die Adam Opel AG und Quelle/Arcandor forderte, schien es ganz kurz, als sei da frischer Wind in die muffige Politik geweht. Mit dem Schwenk bei der HRE war das aber schon wieder Geschichte. Im Grunde war Guttenbergs Karriere da schon beendet, unterschied er sich kaum noch von seinen Kollegen. Mit seiner Reaktion auf den Plagiatsvorwurf hat er sich dann selbst aus dem Rennen genommen. Und diese Reaktion war es auch, die endgültig zeigte, daß alle Hoffnungen in diesen Mann vergebens waren, daß er doch nur Gleicher unter Gleichen war und ist. Aber, in der CSU ist er ja immer noch wohlgelitten, vielleicht kann er in Bayern ja noch Karriere machen.

  101. zum Post von Herrn Uwe Dippel 3. Juni 2016 um 11:22 Uhr Spass am Untergang
    Ich gebe Ihnen 100% recht, die ganzen Geschichten, die wir gerade zu unseren kulturbereichernden Neubürgern aufgetischt bekommen, gehen überhaupt nicht auf. Man wundert sich bloß noch und denkt sich, was soll jetzt das wieder für eine Geschichte sein, da kann doch etwas nicht stimmen? Es ist dieses Unbehagen, dass das so nicht sein kann und die Dinge zurechtgebogen werden.

    Diese Woche bin ich, bedingt durch Unwetterverspätung, nach einem langen Arbeitstag erst gegen Mitternacht an einem deutschen Bahnhof eingetroffen. Das dort lungernde Empfangskommittee, bestehend aus jungen Männern fremdländischer Herkunft, war deutlich alkoholisiert, glotzte mich ehernixgutesverheißendes an und rief mir noch irgendwelches Zeugs hinterher, das ich zum Glück nicht verstanden habe.
    Die Worte einer befreundeten Staatsanwältin, dass ihr vor den Ereignissen in Köln die Kombination von Raub- und Sexualdelikt in 25 Jahren Staatsanwaltschaft nicht untergekommen wäre, waren mir im Kopf. Auch die Worte des Gastgebers, dass die freundlichen Herren mit dem Islam gewiss nix zu tun haben. Also: Wie soll man nun diese Situation jetzt einschätzen? Man guckt einfach, dass man vom Acker kommt.

    Oder war das verkehrt? Ich habe den Herren jetzt nicht, wie der Papst, angeboten, ihnen die Füße zu waschen, das erschien mir in dieser Situation etwas verwegen und möglicherweise mit Missverständnissen behaftet. Habe ich etwas falsch gemacht? Bitte um Rat.

    Auch in einer großen deutschen Wochenzeitung aus dem hanseatischen Norden gingen die Geschichten dazu so gar nicht auf, so dass wir uns leider wegen unüberbrückbarer Differenzen bzw. etwas einseitigem Willkommenstaumel trennen mussten, die Zeitung und ich.
    Beispielhaft folgende Geschichte könnte so hübsch sein, hat sie doch ein herzerwärmendes Happy-End:
    http://www.zeit.de/2016/10/fluechtlinge-deutschland-beziehungen/seite-3
    Äh moment mal. Da war doch was. Kurz zurückspulen (*quietschquietschquietsch*-Geräusch denken). Also wie war das? Da wurde jemand so verletzt, dass sogar eine mehrjährige Freiheitsstrafe dafür ausgespuckt wurde. Das ist heftig. Hätten wir fast überlesen. Das kommt nur ganz kurz, wo jetzt doch alle miteinander schön zu den Beats hüpfen. Eiapopeia.

    Die Zeitung ist dann nach den Köln-Ereignissen umgeschwenkt. Da gings vermutlich nicht mehr anders. Auf einer ganzen Seite wurden nun die männlichen Begleiter der Kölner Opfer dafür gerügt, warum sie sich nicht mit den Angreifern geprügelt hätten?
    Aus welchem solaren System kommen solche Verfasser, dass sie sich zu solchen Ratschlägen gegenüber ihren Geschlechtsgenossen bemüßigt fühlen? Sind die erprobte Rummelplatzboxer oderwas? Jedenfalls war meine Leidensfähigkeit endgültig erreicht und wir mussten uns leider trennen. Andere Presseorgane berichten aber auch Zeugs, von dem man denkt: Diese Geschichte geht nicht auf! Ich weiß schon, ich sage den Lesern hier im Blog gar nichts Neues.

    Es ist alles so vorhersehbar geworden. Man ist schon automatisch im Misstrauensmodus. Finde ich nicht so toll.

    • Ich sehe überhaupt nicht, dass die Zeit umgeschwenkt ist. Es gibt ein paar andere Artikel, aber gestern war da wieder die Auslassung einer Palästinenserin, nach der ich verstehe, wieso die Israelis eine Mauer bauen: Nieder mit der Nation, her mit Vermischung grenzenlos. So wie es einen superekligen Nationalismus gibt, gibt es auch ein Rumtrampeln auf dem Grundverständnis des Staates von Seiten gewisser Kulturzuwendungsempfäner, dass es einem nur grausen kann. Dass die Zeit den antideutschen Rassismus von Frau Kiyak weiter bringt, ist auch so eine Sache,

    • Mir konnte noch niemand die Vorteile von Nationen erklären.
      Alles, was ihren Sinn als Verwaltungseinheit übersteigt, ist nur negativ.

    • (verdreht die Augen)
      Entschuldigung, Otto Meier, vielleicht – auch wenn das arrogant klingt – in der nächsten Freizeitpause mal ausnahmsweise eine Bibliothek besuchen, es gibt dort wahrscheinlich das eine oder andere Buch von Hobbes.

      Der Naturzustand des (Ur)Menschen ist der eines Krieges aller gegen alle, und Hobbes war einer der ersten, die das so klar formuliert haben: Der Nationalstaat als beinahe allmächtiger Überbau zur Erzwingung inneren Friedens – falls notwendig.
      Ich befürchte, Sie sind denen gedanklich auf den Leim gegangen, die als neuen Ausweg aus dem Domplattendebakel ersonnen haben, dass zukünftig deutsche Männer – wenn sie denn richtige Männer sind – ihre Partnerinnen mit den Fäusten schützen.
      Ich finde das brandgefährlich, gefährlicher als vieles andere, wenn der Nationalstaat sein Gewaltmonopol aufgibt. Es ist zwar nett, alle die alten Western zu sehen, die immer gut ausgehen. Diese sind der Wirklichkeit dennoch ziemlich nahe, weil es oft kein Gewaltmonopol gab. Dass die immer gut ausgehen und am Ende Wyatt Earp und Doc Holliday auftauchen, bzw. Mundharmonika, lag am ‚Code‘ und war im echten Leben dort eher die Ausnahme.

      Ja, Ihre Frage hat mich etwas entsetzt, es gibt ja noch einen ganzen Abend lang mehr Argumente, aber das erste habe ich hoffentlich liefern können.
      Machen Sie mal die Augen zu, und riskieren eine Meditation über das was passiert wenn ’no nations – no borders‘ käme.
      Oder holen Sie sich den einen oder anderen Science Fiction Roman, wie das dann zugeht. Animal Farm ist teilweise auch erhellend.

    • Die Geschichte und der Erfolg des Homo Sapiens, Herr Dippel,
      gründet hauptsächlich auf einer Erkenntnis: Gemeinsam sind wir stark.

      Daß Menschen sich immer noch gerne den Schädel einschlagen, hat viele Gründe, unter anderem auch solche, die einzig in der Nation, im Nationalismus und Patriotismus begründet sind. Daran gibt es keinen ernsthaften Zweifel, wie Sie in jeder Bibliothek nachlesen können.

      Auf den Leim gegangen bin ich sicherlich niemandem, und ja, ich würde meine Frauen mit allen Mitteln beschützen, da bin ich altmodisch. Den Zusammenhang mit Selbstverteidigung, Notwehr, Nothilfe, Gewaltmonopol und dem Wilden Westen kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

      Die Nation ist nunmal für mich nur eine Verwaltungseinheit, all das nationale und patriotische nur Mittel zum Zweck zur Herrschaft. Und „no borders – no nations“ schließt solche Verwaltungseinheiten auch nicht aus, sondern verzichtet lediglich auf den nationalen und patriotischen Überbau. Was da so Schlimmes passieren sollte, erschließt sich mir nicht und ich denke da auch eher an Thomas Morus, abgesehen von dessen Beschränkung auf die Republik. Und wer kennt nicht den Philosophenstaat, der, obwohl gefangen in seiner Zeit und sicher nicht erstrebenswert, so doch bis heute Einfluß auf die politischen Entwicklungen hat un die Gerechtigkeitsfrage thematisiert.

  102. CSU solitär
    Sie mögen ja recht haben, Herr Dippel, aber ich fische nach Alternativen, weil ich die CDU/CSU unter Frau Alternativlos nicht mehr wählen kann.
    CSU solitär wäre etwas anderes.

    Was die Pillen betrifft: Mancher Seelenklempner würde die Leute, die für andere online Pillen empfehlen, gern zuerst behandeln.

  103. Stoned Again / 3.6. - Don Alphonso /4.6.
    Die verschiedenen Texte aus der „Zeit“ finde ich nicht schlimm, sondern nach meiner bescheidenen Kenntnis über verschiedene Einwanderer _vor_ der „Merkelowschtschina“ * plausibel. Dass darin so leichtfertig über einen Fall schwerer Körperverletzungen hinweggegangen wird, ist der allg. politischen Tendenz des Blättls geschuldet, welche man beim Lesen in Rechnung stellen kann. Aber die übrigen Beispiele – Probleme für interkulturelle/internationale Pärchen, leichtere Registrierung im „Osten“, syrische oder irakische Schrebergarten-Idylle – sehen nach meiner Erfahrung wahrscheinlich aus, und sind auch nicht alle positiv.

    Das Problem ist einfach die Anzahl der plötzlich auftauchenden Fremden, man kann auch von einer irgendwann überschrittenen soziokulturellen Aufnahmekapazität sprechen: _eine_ Flüchtlingsfamilie nimmt der Schrebergartenverein gerne auf – aber wenn auf einmal ein großer Teil der Kolonie in „fremde“ Hände überginge, liefe die Anpassung der „Neuen“ sicherlich nicht mehr so gut, und jede Menge Ärger wäre zu erwarten.

    Das ist alles ganz trivial. Das schlimmste sind jedoch die SJW („social justice warriors“) – „qui en font leur choux gras“, die davon maximal zu profitieren versuchen und die ganz große Trommel rühren im „K(r)ampf gegen Rechts“. Dieses unablässige Eifern stärkt die Extremisten der Gegenseite und könnte unsere Gesellschaft tatsächlich vor eine 50/50 Zerreissprobe stellen, und ist dabei, scheußliche schlafende Dämonen zu wecken, die wir schon längst für überwunden hielten.

    Was speziell Kiyak und andere „Aktivistinnen“ aus diesem Klub angeht, so läßt schon ihre Sprache vermuten, dass sie hauptsächlich vom Ressentiment getrieben agieren – ohne giftige Feindschaft gegen alles andere wüßten sie nicht, wozu leben. Schlüsselwort dieser Bewegung scheint das anderswo unübliche Wort „Kackscheisse“ zu sein – bei den „Piraten“ war sein Auftauchen ein frühes Symptom des kommenden totalen Zerfalls der Bewegung.
    _________________________________________________________
    *(so wurden in der SU die verschiedenen regierungsseitige Umwälzungsaktionen mit Namen versehen, cf.http://das-blaettchen.de/2005/03/putinisazija-putinschtschina-19763.html)

    • Schrebergarten/Araber/Zeit online
      Die Frage, wer wo zu Hause ist, ist manchmal nicht leicht zu beantworten – aber wer nach Luther ein Apfelbäumchen pflanzt usw., der schafft sich ein Stück „zu Hause“ – und für die Kinder, die dann in dieser Umgebung aufwachsen, ists eben Heimat. Auch wenn die Oma türkisch, kurdisch, arabisch, russisch, bosnisch oder suahili etc. spricht, und der Vater zum Gebet in die Moschee geht. Hauptsache, die Pflanzen und Kräuter im Schrebergarten gedeihen.

      Für viele Kreuzberger „Türken“ bzw „Kurden“ war beispielsweise der Mauerfall ein Schock: sie hatten sich schlecht und recht dort eingerichtet, wo sie waren – oft in eher ärmlichen Verhältnissen – und waren langsam, wenn nicht autochthone „Deutsche“, so doch echte einheimische (West-)Berliner geworden. Und dann ging plötzlich die Grenze auf, Heerscharen seltsamer Menschen strömten herein, nicht zuletzt durch den Pull-Faktor „Begrüßungsgeld“ angelockt. Manche schliefen draussen wie die Obdachlosen, um morgens rechtzeitig vor dem Schalter Schlange zu stehen und ihre – ich glaube 100 DM – abzuholen.

      Seltsame Menschen, weil sie so komisch gekleidet und vielfach hellhaarig waren, und so ein teilweise unverständliches Berlinerisch sprachen, dass die Mehrheit höchstens noch in Rückzugsgebieten der Einheimischen „Wesbis“, wie Reinickendorf oder Siemensstadt, verstanden hätte.

      Jedenfalls „Ostler“, die plötzlich behaupteten, mit den „Wessis“ „ein Volk“ zu sein, und dafür auch noch Geld bekamen. Ein Schock für mühsam sich integrierende Zuwanderer, die doch vielfach schon länger ansässig waren, als die neuen Bürger.

      Zur Veranschaulichung: irgendwo zwischen Kreuzberg (West) und Mitte (Ost) – ich glaube mich zu erinnern in der Nähe der Michaelikirche – teilte die Mauer einen Platz, an dem sich einst einige nun durch die Mauer blockierte Strassen getroffen hatten. Auf dieser verkehrsberuhigten Kreuzung im Schutze der Mauer hatte sich ein kleiner „zugewanderter“ Schrebergarten etabliert, wo u.a. eine Oma Gemüse züchtete. Ich glaube, es gab auch eine kleine Hütte, aber daran erinnere ich mich nicht genau. In Westberlin-Kreuzberg nahm man es schon damals nicht so genau mit Bauvorschriften usw.

      Jetzt war aber die Mauer weg, und der kleine Platz war plötzlich ein belebter innerstädtischer Verkehrsknoten …

      Und so sah man den Autoverkehr strömen und brausen, und mittendrin die Oma mit ihren Gemüsebeeten … Lange wird das Idyll nicht gehalten haben, und eine Rückkehr, um das zu photographieren wäre mir indiskret erschienen.

      Eine schöne Darstellung der Athmosphäre jener Umwälzungen findet man in Seyfrieds Comic: „Flucht aus Berlin“.

      Immerhin war die Sache lustig, und nicht so traurig wie damals der Bau der Mauer, der Strassen und Plätze, Gartenkolonien und Bahnlinien teilte.

      Übrigens soll irgendwann mal ein Zugewanderter auf der Durchreise beim Anblick von Schrebergarten entlang der Bahn entsetzt gefragt haben, wieso so viele „reiche Deutsche“ in „Slums“ wohnen müßten …

      Die Welt verändert sich und wir mit ihr. Manchmal muss man sich halt auf neue Situationen neu einstellen. Die Regierung sollte diese aber nicht gerade mutwillig per Facebook-Einladung herbeiführen.

  104. Hier noch mal von Frau Röhl eine Beschreibung des Tathergangs, bei der
    sogar 2 Niklas begleitende Frauen, seine Schwester und eine Freundin, benannt werden: http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/gewaltsamer-tod-von-niklas-p-die-trauer-kommt-an-zweiter-stelle/
    spätere Berichte erwähnen das dann nicht mehr.

    Don, auch hier sind die begleitenden Kommentare erhellend – der der Presse zunächst als „Italiener“ vorgestellte mutmaßliche Täter erscheint erst später als Mensch „marokkanischer Herkunft“, nachdem der Name des Verhafteten nicht mehr als „italienisch“ verkauft werden konnte – ein Verschweigen der Bonner Polizei? Auch erst viel später wird berichtet, dass der mutmaßliche Täter bereits 2 Wochen vor der Tat mehrmals überaus gewalttätig auffällig wurde und die Polizei involviert war. Wie oft war sie es nicht?

    Es wird berichtet, aber fahrlässig ungenau und unter Weglassungen. Erst wenn es nicht mehr anders geht, wird der „Wahrheit“ ein Stück hinzu gefügt (denken Sie bitte nur noch mal an die refugees-welcome-party auf dem „township“, die bereits am 7.11.2015 aus den Fugen geraten war und die Silvesterereignisse in vielen Städten vorweg nahm).
    Hier in die Presse wurde am 7./8. Januar 2016 berichtet.

    Wie alleine im General Anzeiger auch über einen „Flüchtling“ berichtet wurde, der andere aus dem Rhein gerettet haben soll – ähnlich der „Flüchtlinge“ in Schwäbisch Hall bei den Räumungsarbeiten für den ÖR nach dem Unwetter.
    Letztendlich mussten alle 6, die, die Strömung des Rheins verkennend, hinter her gesprungen sind, von den zuständigen Rettungskräften aus dem Rhein gefischt werden.
    Meine Annahme ist, das keiner von denen ein hiesiger war.

    Die FAZ nimmt den Fall Niklas jetzt zum Anlass, über die Veränderung Bad Godesbergs näher zu berichten – nicht beschrieben werden Bonn-Tannenbusch oder Auerberg, wo ähnliche Zustände zu beobachten sind – natürlich ohne den Besuch Heilung suchender Reicher aus der Arabischen Welt
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bad-godesberg-gewalt-liegt-in-der-luft-14268122.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2.
    „Wenige Stunden nach dem Tod ihres Sohnes hatte Niklas’ Mutter das Bedürfnis, zum Tatort zu gehen. Pfarrer Picken begleitete sie. Es dauerte nicht lange, bis eine Frau auf die beiden zukam und erzählte, dass sie ihren Sohn gerade aus der Klinik geholt habe. Vor einem halben Jahr sei er zusammengeschlagen worden. Keine zehn Minuten später erzählte eine andere Mutter von ihrem Jungen, der in der Rheinaue verprügelt worden war. Wenig später berichtete ein Vater von einem Messerangriff auf seinen Sohn.“

    • Dann doch wieder die Frage, was Niklas mit diesem Artikel zu tun hat?
      Oder schreiben Sie über diesen Totschlag überall? Der Täter hatte also keine (oder nicht überwiegend italienische) Herkunft – dann entfällt ja jeder Bezug zu Italien.

  105. Eine Stimme der Vernunft: Sebastian Kurz
    Der Außenminister Österreichs, dem die Schließung der balkanroute zu verdanken ist, gibt ein lesenswertes Interview und fordert eine europäische Flüchtlingspolitik nach australischem Vorbild.

    http://m.diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/5003144/index.do

  106. Jedenfalls
    Wenn der Quatsch, welcher derzeit über die AfD zu lesen ist, zutrifft und die Äußerungen zu Islam, Nachbarschaft mit „Fremden“, und Zionismus ernstgemeint sind, dann hat das keinen Zweck mit dieser Partei. Eine Opposition gegen die Merkelei wird zwar dringend gebraucht, aber nicht so etwas! Und wenn einige dieser Äußerungen verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen usw. worden sind, dann sind die Leute, denen sie zugeschrieben werden, eben dumme unfähige Polit-Amateure, und mit einer starken Opposition gegen Merkel ists eben leider wieder nichts.

    Mir als eingeborenem Deutschen, der sich mit seinem Land identifiziert, ist einfach das Hemd näher als der Rock, und da meine Verwandtschaft zum großen Teil aus Zuwanderern verschiedener Religion und Hautfarbe besteht, will ich mit Anti-Islamisten, Rassisten und Anti-Zionisten nichts zu tun haben. Schade um den einst guten Start der ehemaligen Lucke-Partei.

    In Bayern bleibt immerhin noch Seehofer … :-(((

    „Gemalt kriegt mans nicht“ wie meine Urgroßmutter sagte.

  107. Erdogan Geburtenkontrolle als Betrug am türkischen Volk bezeichnet.
    Ist er denn so weit weg von zumindet Teilen der AFD? Schon von daher ist zu erwarten, dass diese Revolution auch Frau Petry frisst.

    • @gasti: ...Petry vs. Erdogan... Grundrechenarten und Demographie.
      Soweit ich verstanden habe, braucht eine moderne Gesellschaft wie die unsrige eine _durchschnittliche_ Reproduktionsrate von ca. 2,1, wenn eine „nachhaltige“ Demographie erzielt werden soll, d.h. eine ungefähr stabile Bevölkerungszahl (ungeachtet von Zu- und Abwanderung, welche sich nach diesem Modell die Waage halten sollen).

      Wer in der Grundschule beim Rechnen aufgepasst hat, versteht, dass wenn die Frauen im Durchschnitt 2,1 Kinder haben sollen, und einige weniger als 2 haben – dann müssen notwendigerweise einige Frauen mehr als 2 haben, und das bedeutet im Einzelfall dann mindestens 3.

      Darauf lief Frau Petrys Aussage hinaus, und das hat erst einmal mit Erdogan gar nichts zu tun, wohl aber mit Stabilität der deutschen Bevölkerung – und damit z.B. mit Alterspyramide und Rentensystem.
      Wenn man eine stabile einheimische Bevölkerung will, dann muss man Frau Petry Recht geben, unabhängig von der politischen Überzeugung.

      Was Erdogan verkündet, hat eher etwas mit der einstigen protestantischen Furcht vor einer höheren katholischen Geburtenrate im Nordirland der 80er Jahre zu tun:

      ‚Ms. O’Faolain, who is 54, was raised in Dublin and often visits there. Can the “national question“ be resolved? “I suppose the **Catholics will outbreed the Protestants** and will win by the ballot and be able to give up the bullet. Of course, that’s what the Protestants are afraid of.‘

      ** Hervorhebung von mir, Zitat cf.
      http://www.nytimes.com/1987/02/01/books/ireland-has-her-madness-still.html

      Solche Befürchtungen – und solche Propaganda dafür – scheinen überall aufzutreten, wo verschiedene ethnische oder religiöse Gruppen miteinander um ein gemeinsames Territorium konkurrieren.
      Vgl. Protestanten vs. Katholiken in USA, Niederlanden etc vor einigen Jahrzehnten. Heute Muslumanen vs. Sekularisten in Europa. Nur in Deutschland scheint die konfessionelle Konkurrenz unter Christen diesbezüglich keine Rolle mehr zu spielen …
      Aber die Ankunft einer großen Zahl muslimischer Einwanderer schürt natürlich erneut die Diskussion.

      Ansonsten beschäftige ich mich mit der Lektüre von Houllebecqs „Soumission“ – im Grunde eine witzige, zynische politische Satire auf ein gewisses intellektuelles und politisches Milieu …

      Übrigens eins der Argumente, die für eine gewisse näherungsweise Homogenität als Voraussetzung stabiler Gesellschaften sprechen.

  108. Mors ex machina
    Selbst wenn man bislang naiv genug war, die Amerikaner für „die Guten“ zu halten, sollten einem doch langsam Zweifel kommen.
    Schon der Drohnenkrieg ist unfassbar, aber dies überschreitet jede Vorstellung und könnte direkt aus einem VT Science Fiction Albtraum kommen.
    http://mobil.derstandard.at/2000037848575/Pentagon-Roboter-sollen-Facebook-lesen-dann-Verdaechtige-toeten

  109. Pingback: Carta — Blinker 22 - Carta

  110. Medienkonsum !??
    Beim Umgang mit Nachrichten, oder Medien gleich welcher Art und Gattung … scheint in erhitzen und aufgeregten Zeiten – wie auch diesen – am ehesten Altmeister Chris Rea zu helfen! Der Musiker und Spitzen-Rocker, mit bspw. seinem Album ‚Road to Hell‘ ^^

    Vor umfangreichem (täglichem) Medienkonsum einfach mal seinen Song ‚You must be evil‘ einlegen und genießen…. Von besagtem Album …! Köstlich wie Er mit den Medien abrechnet!

    Das gibt die nötige Resilienz – sich diesem aufreibenden Sumpf (und Schund) entgegen zu setzen. Ganz sicher ! (: Und so unterhaltsam dabei!

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