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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Der beste Preis ist offline

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Es gab eine Zeit, da glaubte man, das Internet würde durch die Beseitigung der Zwischenhändler, der “men in the middle“, das Leben schöner und vor allem billiger machen: Weniger Leute, die sich zwischen Endkunde und Hersteller drängeln und ebenfalls die Hand aufhalten. Weniger unverschämte Fachhändler, deren Beratung nicht gefragt ist. Bessere Vergleichbarkeit der Preise und Dienstleistungen und Schnäppchen, die man sonst stationär nicht bekäme.

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Nun. Ich war dieses Jahr viel im Alpenraum unterwegs und stelle mir, wenn ich Berge erklimme, oft eine Frage. Wenn das so ist, warum gibt es dann auf der einen Seite die Webseiten von Hotels – und auf der anderen Seite die Webseiten von Vermittlern wie Trivago, Booking, HRS, Venere und wie sie alle heissen? Ich mein, ich kann verstehen, dass man sich dort über Erfahrungen und Ausstattung informiert, obwohl meine Erfahrung und Recherche besagt, dass man sich kaum darauf verlassen kann. Aber wenn ich als Internetnutzer direkt beim Hotel buchen kann: Warum buche ich dann bei einem Mann dazwischen, der teurer sein muss? Diese ganzen Vermittlerseiten: sie müssen schliesslich auch von etwas leben.

Neben Spamverschickung.

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Redet man mit Hoteliers, was ich als Berufsplauderer natürlich immer mache, bekommt man die immer gleiche Geschichte zu hören: Dass gewisse Portale Druck ausüben, umsatzsteigernde Massnahmen dank höherer Vermittlungsgebühren zu erhalten. Wer besser mit dem Mann in der Mitte kooperiert, wird besser dargestellt, bekommt einen hübschen Platz auf der Website und macht mehr Umsatz bei höheren Kosten. Es ist eigentlich völlig einsichtig, dass es hier jemanden geben muss, den das ganze Internet und seine Vermittlung etwas kostet: Wenn die Portale Geld verdienen, verdient entweder das Hotel weniger. Oder es senkt seine Kosten. Oder der Kunde zahlt mehr, als ohne Vermittler nötig wäre.

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Oder das Hotel senkt seine Kosten, etwa durch billigeres Brot und Käse, was aber für die Provision nicht ausreicht, und kann die Vermittlungsgebühr nicht auf den Gast komplett abwälzen, und verdient damit weniger. In diesem Fall zahle ich drauf – dafür, dass der Käse vielleicht nicht mehr aus Heumilch gemacht wird, die “Bäckerei“ ein Teigrohlingbetrieb in einer geschmacksresistenten Stadt wie Hamburg wird, wo “Brot“backen ein fast so abscheuliches Verbrechen wie das Herstellen von Giftgas ist, und der Perserteppich durch pflegeleichtes Laminat ersetzt wird. Mit dem Ergebnis, dass irgendwo in einer grossen Stadt hässliche Bürogebäude mit Call Center Agents besetzt werden, die bei meinen Hoteliers anrufen und ihnen den Tag mit Drohungen von schlechterem Umsatz versauen. Das ist nicht wirklich das, was vom Netz versprochen wurde.

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Alle, wirklich alle Hoteliers unterwegs waren nett zu mir. Auch letztes Jahr in Padua. Was mir auch Padua geblieben ist, ist allerdings ein unglaublich nervtötender Onlinebuchungsdienst, der jede Woche angebliche Sonderangebote per Mail schickt, und mich nach 11 Monaten immer noch auffordert, eine Bewertung abzugeben. Ich habe einen Angebotsvirus, den ich mehrfach abzubestellen versuchte, und den ich nur zum Schweigen brachte, indem ich seine Mails konsequent als Spam markierte. Ich habe jetzt die Adresse in Padua, ich brauche keinen Vermittler mehr. Übrigens habe ich in Padua nur für zwei Tage gebucht und dann vor Ort verlängert. Das war kein Problem, und auch nicht teurer.

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Im Gegenteil, denn von Innsbruck bis Rom bekomme ich immer wieder zu hören: Das nächste Mal einfach anrufen, bestellen, das ist dann auch günstiger. Das sagt man mir ganz unverhohlen ins Gesicht, obwohl ich der Meinung bin, dass eine gute Leistung einen guten Preis verdient, und es mir nicht um ein paar Euro geht. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass niemand in einem Bürogebäude weiss, wann ich wohin fahre und daraus ableitet, wann er mich das nächste Mal mit welchen Angeboten, die ein Algorithmus herausgekramt hat, zu belästigen hat.

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Mich interessiert das alles nicht. Das geht die nichts an. Es verursacht mir aber Magengeschwüre, dass es solche hauptberuflichen Belästiger gibt, die zu schwach für Bandarbeit sind und deshalb ihr Dasein damit zubringen, mir, einem Mann des Wortes, schlimm getextete Frontalangriffe auf meinen Geldbeutel zu schicken. In Venedig gibt es ein Bettlerverbot, aber niemand verbietet diesen lästigen Bettlern, mit 4 Tage Venedig für 299€ – 77% reduziert, 5Sterne-AnsostenunvermietbareBesenkammer – andere zu belästigen. Alle gehen höflich mit mir um, die Reinigungskraft klopft, wenn sie da ist, aber der neue Mittelmann, er belästigt mich, egal ob ich reise oder nicht.

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There is such a thing as a free Schnapserl, wenn man fast schon um Mitternacht mit dem Rad in Mayrhofen ankommt. Das kredenzt der Hotelier. Aber es gibt keinen “kostenlosen Newsletter“. Der kommt zwar kostenlos per Email, wurde aber vorab durch die Provision finanziert. Aber auch grün bewegte Leute, die keinen Fuss in ein Haus setzen würden, in dem die Küche nicht auf regionalen Biozutaten basiert, haben offensichtlich kein Problem damit, bei der Buchung Zwischenmänner zu finanzieren, die nichts mit Förderung einer Urlaubsregion zu tun haben: Da darf der Vermittler auch gern an der amerikanischen Börse NASDAQ gelistet sein. So eine Reise in der Regel auch eine Sympathiebekundung für ein Land. Und eigentlich keine Förderungsmassnahme für anonyme Büromenschen, die sich durch eben jenes Netz dazwischen drängen, das solche Drängler auszuschalten versprach. Ich will sie nicht beim Frühstücksbuffet, warum sollte ich sie im Netz bezahlen.

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Banken müssen heute bei Geldgeschäften mit Privatkunden ihre Provisionen offen legen. Und zwar ungefragt. Der Kunde soll wissen, wo sein Geld bleibt, und in Bezug auf Reiseportale wäre das fraglos auch interessant – die einen hätten dann ein klares Bild, wohin ihr Geld geht, und die anderen würden sich abwenden und wieder direkt mit dem Hotel reden, wie man das früher auch schon tat. Das nennt man Transparenz, und es hätte den Vorteil, dass normale Suchmaschinen nicht mehr so von Reiseportalen und ihrer Optimierung und Eigenwerbung verpestet werden – einfach, weil sie dann weniger Geld für Werbung haben, und die Überlebenden der Konsolidierung sich auf ihre Kernaufgabe beschränken könnten. Ich habe nichts gegen Men in the Middle, wenn sie mir eine gute Leistung liefern würden. Aber so, wie Reiseportale momentan ihre Kunden auf beiden Seiten belästigen, zahle ich lieber einen Euro mehr an den Hotelier, denn einen Cent an den Spammer.

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Natürlich gibt es auch einen Markt für Soziopathen Kunden, die gern direkten Kontakt vermeiden, Kästchen ausfüllen, ihre Daten hergeben und Stunden damit zubringen, den besten Preis zu finden und vergessen, das Kasterl mit dem Frühstück anzuklicken. Die bekommen bei den Portalen, was sie verlangen. Es hat nur wenig mit dem Versprechen zu tun, dass das Internet das Leben irgendwie schöner und besser machen würde.

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171 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Schön, dass der Philanthrop Don A. so gute Erfahrungen mit großösterreichischen Hotelliers gemacht macht.
    Mir selbst sind die erwähnten Landstriche ehr als von räuberischem Bergvolk, dass sich von vorbeiziehenden Touristen ernährt, bekannt.
    Ohne Leumundszeugnis sehe ich mich da nicht in der Lage eine Buchung vorzunehmen. Insofern hilft mir das Internet sehr. Und für Spammer gibt’s den Spam-Account. Auf dass sich das Nulldevice erwärmt – senkt die Heizkosten.

    LG
    Benjamin

    • Die Frage ict: Will man zu einem Räuber noch zweiten?

      Nachdem ich selbst Angehöriger eines Raubvölks bin, komme ich gut damit klar.


    • Es hört sich so an, als seien Sie Einnächtler.Da muss es einfach teurer sein. Fragen Sie mal Ihre Frau, wie gern die die Betten neu bezieht.Das geht dem Personal nicht anders.Hinzu kommt waschen und mangeln nebst Zeitaufwand. Aber vielleicht haben Sie ja eine Olga und von Haushalt keine Ahnung?

      Ja, so ist das.Als der Lehrer von der Weihnachtsgeschichte sprach und die Kinder fragte: Gell, ihr hättet Maria und Josef aufgenommen? Sagt der Seppi: Naa, mir neamed koi Oinächtler. Mama said, des git z’vuil Arbed und is nix verdient.

    • Das ist allerdings zutreffend – günstig wird es erst ab 3 Nächten.

    • Ich ziehe die Betten immer selbst gleich ab.
      Pure Solidarität mit dem ganz sicher fast immer lausig bezahlten Zimmerpersonal. Die haben ja nur ein paar Minuten für so ein Zimmer. Und mir macht’s nichts. Übrigens muss man das Zimmer auch nicht „verwüsten“.
      Eine befreundete Hotelfachfrau hat mir Anekdoten erzählt, also… Ich hätte da von der Polizei räumen lassen. Aber es scheint so manches hingenommen zu werden. Die lieben Gäste halt. Dass Gastfreundschaft auch Verpflichtungen für den Gast mit sich bringt, scheint ein ziemlich verlorengegangenes Wissen zu sein.

      Das Leben wäre ja insgesamt erheblich erfreulicher, wenn wir es uns selbst und gegenseitig nicht immer wieder so unerfreulich machten. Denke ich mal.

    • da, wo ich bin, sind die Gäste alt und dezent.

    • @ Ich ziehe die Betten selbst ab
      Betten habe ich in einem Hotel noch nicht abgezogen; aber es ist für mich selbstverständlich, mein Bett auch in einem 5* Hotel täglich auzuschlagen,glattzuziehen und meine Nachtwäsche zusammengelegt auf das aufgeschüttelte Kopfkissen zu legen.Auch im Bad hinterlasse ich keine Arbeit. Trinkgeld gibt’s trotzdem.Meine Kinder sind auch so eingestellt.

      40 Jahre hatte ich eine Pension mit überwiegend super Stammgästen. Beim Frühstück gab es Stichwortgeber für Diskussionen, weil sie Zeit hatten bei oft 4 bis 6- wöchigem Aufenthalt. Es waren Steuerfahnder, OFD- Leute, Starfighterpiloten, Gerichtspräsidenten, Maurer, Schreiner, Raumausstatter, Tief- und Hochbauunternehmer, Rechtsanwälte, Ärzte, LKA-Beamte, Verwaltungschefs von Instituten etc. dabei. Im Urlaub, etwas weg von zuhause, hatten auch alle Geschichten zu erzählen, es war sehr interessant.Fast alle machten übrigens ihre Betten selber.

      Die Piloten erzählten uns von den ersten Streubomben (3000 Tischtennisbälle, die platzen). Der Bäcker kaufte einen Sack Mehl schwarz und wusste ja, wieviel Brote er dem FA nicht melden musste.Derjenige, der BWL studiert hatte, war unglücklich, weil von ihm verlangt ( Topfirma) wurde, die Bilanzen zu fälschen.Hatte aber gebaut und der Junge war gerade eingeschult, konnte also nicht wechseln.

      Ältere Leute führten mit mir als doch noch jüngere Frau Gespräche über den Abgang, jeder wollte der/die Erste sein. Sylvester fragten sie nicht, was e i n neues Jahr bringen könnte, sondern sprachen von 365 Tagen, weil es sich nach mehr anhörte.Manche konnten wunderschön im Gästebuch malen und schreiben.

      Es war eine schöne Zeit, aus der ich viel gelernt habe und die ich nicht missen möchte.Zwei jüngere Pärchen habe ich auch mal vor die Tür gesetzt, bevor die ins Bett gingen, um uns Arbeit zu ersparen.

      Heute vermiete ich nur Fewos und lege größten Wert darauf, dass die Betten, die meistens abgezogen sind, 1Std. auf Balkonstühlen lüften, um beim Thema zu bleiben.

      @ Don, so ist es bei mir auch, ein gewisses Niveau muss sein. Weil ich wissen will, wer unter mein Dach kommt, kann man mich auch nicht online
      buchen. Eine Mail oder ein Telefonat sagt viel aus, über beide Seiten und es gibt immer noch Menschen die Wert darauf legen.


    • don las den Preussen fur 2oo pfennig ans Wasser plantschen all inclusive natürlich.

      wer Qualität nicht kennt, weiß nicht was sie wert ist, hauptsach „IN“ .

  2. Don, Sie haben so recht damit...
    Guten Morgen,

    ich lese diesen Beitrag in zweierlei Hinsicht mit großem Vergnügen.
    Sachlich hat Don natürlich recht und anderseits ist der Schliff der Worte einfach ein Genuss !!

    Ich nutze hin und wieder eines dieser Portalmonster und inzwischen ist es ja so, dass die Portale untereinander preislich tlw. nicht unerheblich auseinanderliegen für die gleiche Leistung.
    Ich habe mir seit ca. 1 Jahr angewöhnt, prinzipiell zuerst die Webseite des Hotels zu besuchen und mich über Preise und Leistungen zu informieren.
    Leider muss ich aber auch sagen, dass manch ein von Don so gelobter Hotelier die Zusammenarbeit mit den erpresserischen Portalen scheinbar ganz okay findet, weil er sonst etwas mehr Wert auf einen informativen und (!) aktuellen Internet-Auftritt seines Hotels legen würde.
    Um nicht falsch verstanden zu werden: viele Hotels haben eine Top-Webseite, aber eben auch einige – insbesondere diejenigen, die sich bspw. aufgrund ihrer Lage keine Auslastungssorgen machen müssen- eine Vorsintflutliche.
    Ebenso wie Don bin auch ich bereit, für eine gute Leistung/Service auch mal einen Euro mehr auszugeben und so kann ich nur jedem raten, zuerst das Hotel direkt zu kontaktieren und manchmal erlebt man dann auch nette Überraschungen: z.B. ein Upgrade direkt am Telefon.

    Abschließend möchte ich Don noch ein großes Kompliment aussprechen, denn dieser Blog, den ich erst seit einigen Wochen verfolge, ist ein wahrer Quell der Lesefreude gepaart mit Anregungen zum Nachdenken.
    Mich beeindruckt immer wieder wie anhand kleiner Details – die viele Mitbürger meist gar nicht wahrnehmen würden – die Verbindung zum grundsätzlichen Thema hergestellt wird.
    Und die Fotos sind oft ein Teil dieser spannenden Artikel – gekonnt!

    Ein ebenso wichtiger Teil für das Besondere dieses Blogs sind aber natürlich auch die Mitforisten hier im Forum und auch das gibt etwas Hoffnung: ich bin mit meinen Gedanken in dieser post-demokratischen Zeit nicht allein bzw. denke durchaus über den einen oder anderen geäußerten, klugen Gedanken nach.

    So, genug vom Honiglöffel -> bitte weitermachen :-)

  3. Betrugsanfällig
    Köstlich:
    „There is such a thing as a free Schnapserl,“
    Und das Buildl com Almdudler.

    Habe siesen Sommer eine Buchung auf booking gemacht. Bekam ca, drei Wochen später eine Abfrage der Bank über eine neuerliche Versuchs-Buchung auf booking, ob das meine sei. Nope. Fraud. Die Bank war aufmerksam. Das war’s dann mit dem Zwischenhandel.

  4. Titel eingeben
    Google und der Rest. Ich bin an einem Onlineshop beteiligt und habe auch selbst eine Homepage. Der Traffic auf dem Onlineshop kommt, neben wiederkehrenden Kunden fast ausschließlich über Google. Meine Homepage wird weniger geklickt, da die Kernaussagen wann, wo, Anruf, Ansicht…. wie voll jetzt gerade von Google bereits abgedeckt sind. Bei allen Bedenken google ich auch selbst. Auch nach Hotels.

    Doch als nicht polyglotter weniger Reisender greife ich auch auf Venere etc zurück, wenn ich neue Ziele buche oder recht fremde wie Norwegen. In Kombination einiger Portale und Tripadvisorseiten zeigen mir die negativen Kommentare Fallstricke wie die Besenkammer.

  5. Bequemlichkeit
    Werter Don,

    die Menscheit will betrogen werden. Und: Wer will heute schon noch zum Hörer greifen und mit einem Anbieter reden oder gar verhandeln? Die „men in the middle“ dieser Welt versprechen alles und bieten doch nur eines: Schnelle Ergebnisse mit wenigen clicks in kürzester Zeit. Ob Qualitäts- und Preisvorteile dabei wirklich herausspringen, wird von der nutzenden Klientel gar nicht erst nachgefragt oder überprüft. Leider folgt eine Generation der Smombies, die es gar nicht nicht mehr anders kennt bzw. kann. Wo ist das Schulfach „Medienkompetenz samt Grundlagen,
    wie die Wirtschaft funktioniert“? Schöne Grüße DL

    • Haben die Leite denn keine Grossmutter mehr, dass sie dazu eine Schule bräuchten?

    • Leider nein
      Lieber Don, sehen Sie sich mal gutefrage.net und ähnliche Portale an. Die meisten der gestellten Fragen wären allen meiner Generation (wohl auch einigen danach) einfach nur peinlich.

      Oder darf ich an den berühmt-berüchtigten „Ich hab keine Ahnung von Steuern oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen.“ Tweet erinnern?

      Früher, es ist noch gar nicht so lange her, bekam man sowas von zuhause mit, oder fragte dort einfach. Damals, als man noch miteinander geredet hat.

  6. danke
    für die klugen gedanken, werde ich bei meiner nächsten reise auch beherzigen. frage noch an den kunsthistoriker: was macht die ansicht von münchen an der wand neben dem kruzifix des tiroler weinhauses?
    http://www.muenchner-stadtmuseum.de/fileadmin/redaktion/Bildarchiv/graphik/Bellotto_B__Canaletto__Stadtansicht_Muenchen_GR_MI-1265.jpg

  7. Die Qualität der Freiheit...eine Frage des Vernunftbildungsgrades.
    Alle schreien nach Freiheit…um Vernunftildungsreife sollten sie
    bemüht sein…der freie Markt(mensch), der reife Markt(mensch)?

  8. Genau
    Genau das dachte ich mir kurzen ebenfalls:
    „Natürlich gibt es auch einen Markt für Soziopathen Kunden, die gern direkten Kontakt vermeiden, Kästchen ausfüllen, ihre Daten hergeben und Stunden damit zubringen, den besten Preis zu finden und vergessen, das Kasterl mit dem Frühstück anzuklicken. Die bekommen bei den Portalen, was sie verlangen. Es hat nur wenig mit dem Versprechen zu tun, dass das Internet das Leben irgendwie schöner und besser machen würde.“

    Direkt aus der heißen Küche des Vertriebs:

    Genau vor einem Monat dachte ich mir das also auch, als ich kurzentschlossen – aber auch schmerzerfüllt – auf unserer Vertriebs-Website das so hübsch und mühsam erarbeitete Formular wegnahm und durch ein freundlich-bestimmtes Angebot des Anrufes/Rückrufes ersetzte.

    Grund: Ich war tödlich genervt. Von diesem Typ Kunde, den das offensichtlich anzieht.

    Ich will den nicht. Den kann unsere Firma langfristig auch wirklich nicht brauchen, wenn ich ehrlich bin. Der verursacht nur Kosten, ist beratungsintensiv bei hoher Beratungsresistenz, dazu noch ertragsarm.

    Es war eine harte Entscheidung. Denn what comes next? Der totale Ruin?
    Denn gibt es solche anderen Kunden überhaupt noch? Die anrufen, freundlich sind, die sich auszudrücken wissen?

    Unser Firma braucht den persönlichen Kontakt und nicht mehr den Formularvollschreiber-Robotertypen, welche sich in der Vergangenheit tatsächlich in der Mehrzahl als „sort of …“ Soziopathen entpuppten. Manche (meist Siri-Idioten) kriegen ohne Anmeldemaske nicht einmal einen ganzen eigenen Satz hin, der irgendeinen Inhalt, geschweige denn einen Willen oder eine Zielformulierung ausdrückt. Da ist Kästchen vergessen fürs Frühstück nix dagegen bei diesen Angebotssammlern.

    Germanisten/Linguisten würden sagen: Diese so buchenden Leute verlieren Stück für Stück ihren aktiven Wortschatz, weil sie nur anklicken müssen und dadurch nicht mehr selbst denken müssen.

    Der man in the middle ist bei vielen Firmen nach wie vor notwendig – aber es muss doch kein nervtötender Spammer sein. Ich hoffe fast, ein Verantwortlicher von HRS liest hier mal mit. Meine nicht enden wollenden „tollen Newsletter“, die ich anklicken muss, um überhaupt Kunde zu werden oder buchen zu „dürfen“, sind alle sofort im Spamordner. Abmelden wird oft von denen oft ignoriert.

    Und lesen kann diesen Textmüll kein Schwein, auch wenn es willens und fähig dazu wäre: Es steht einfach nix Relevantes drin. Man hört darin genau raus, dass sie wieder einmal eine armseligen Texterseele missbrauchten, um wortreich ihren Nullinhalt zu verschleiern. Dass sei mit diesen verdammten Newslettern billig generierte Erinnerungswerbung betreiben statt echte News zu haben. Wenn sie wüssten, dass eine derart erinnerte Firma alles anders als positiv erinnert wird, würden sie es sofort lassen.

    Aber:
    Ohne den man in the middle kriegt heute auch ein Hotelier in Padua sein Hotel nicht voll. Aber der ‚man‘ muss doch kein E-Mailspammer sein. Früher war das die freundliche Zeitung, die neben dem Tablett mit dem Wochenendfrühstück liegt, man konnte die bescheidene 2- oder protzige 4-spaltige Anzeige lesen und dann anrufen und buchen. Ich bin sicher, man kann das heute noch.

    Aber wer liest schon noch Papier-Zeitung.

    Gestern rief bei mir eine bezaubernde Stimme an mit herrlich bayerischem Einschlag und begehrte, dass ich mir eine lokale Zeitung probeweise bestelle. Und wisst ihr was? Ich habe es getan! Und würde einiges dafür geben, diese bezaubernde Stimme noch einmal zu hören. Hätte ich sie nur länger ans Telefon fesseln können.

    Diese Marketingleute, Hund sans scho!

    • Luschtik
      …und ein Plädoyer für eine leider von den Gestellen (nächstens als 4.0 digital) unterschätzte Qualität: Menschliche Umgangsformen – Danke an die unglaublich nachhaltigen Großmütter :-D

  9. Ick aaabe gar kein Smartphone...
    sondern ein kleines 08/15 (jaaa, ich weiß, wo der Ausdruck herkommt) um 44 Eurotzen .
    Geht auch, paßt in die Hosentasche, und internet ist zuhause am PC, den ich für die Games sowieso brauche, und besser lesen kann, als das Mäuse-TV in der Tasche.
    Irgendwo anmelden, einloggen…nur bei absolut notwendigen Dingen (entscheide ich, nicht Honeckers bester IM), ansonsten nein.Punkt.
    Im allgemeinen wird man beim Handeln an der Rezeption (besonders im tatsächlichen Italien) immer einen besseren Treffer landen, da hilft auch Erfahrung, die der Don sicher hat .
    Im internet ist viel Müll, strukturell und inhaltlich, wie ein riesiger Ramschmarkt, da muß man sich ein bissel auskennen, und eine Auswahl treffen.
    Fehler passieren, und ein Paradies erwartet ohnedies nur, wer mainstream wählt. Den soll die Katz‘ fressen !
    Aber danken für die spezifische Darstellung der im TV allgegenwärtigen, dort nuschlig angepriesenen, Hotelportale in der Realität trotzdem.
    DAS ist Bildungsauftrag, nicht der quälende Lobgesang auf Merkel, EU, USA, und dergleichen Unwohltaten mehr.

    Schmeck’s öffentlich rechtlicher Milliardenfresser ! (Übrigens-Mutterschiff detto ).

  10. Titel eingeben
    Ich habe nur einmal – vor zig Jahren – solch Portal genutzt, für einen Parisaufenthalt.
    Da war dann aber nicht der Vermittler der pöse, sondern das (kleine) Hotel verlangte plötzlich mehr, als zuvor angekündigt und vereinbart. Als ich recht aufbrausend auf die Barrikaden ging, verzichtete die Concierge auf ihr unverhofftes, überraschendes und freches Verlangen nach zehn Euro mehr.
    Aber stimmt: anschließend kam reichlich Spam von dieser Internet-Hotel-Vermittlingsfirma. Aber das lässt sich ja leicht unterbinden; alle drei Webserver die ich nutze, haben die Möglichkeit, Spam-Listen anzulegen, für Absenderadressen oder sogar für Stichworte im Betreff. Diese Filter für meine Adressen sind inzwischen prall gefüllt.
    Und Firmen, die mich nerven, verlieren mich automatisch als Kunden; das sowieso, grundsätzlich, schon immer.

  11. Cadiz
    Lieber DA, was Sie hier beschreiben, kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Vor mittlerweile fast 3 Jahren bin ich mit dem Auto (in mehreren Etappen) nach Cadiz gefahren. Da ich in der – sehr engen – Altstadt bleiben wollte und mir das „Parador“ für die Dauer des Aufenthaltes zu teuer war, habe ich bei einer Internetbuchungsseite ein Hotel gesucht, dass auch eine Garage hat. Das hat auch gut geklappt, allerdings war es dann eine Art Boarding-House, denn Hotel gab es nicht.

    Jedenfalls bekomme ich seither fast wöchentlich ein mail mit einem „unschlagbaren“ Angebot in Cadiz fürs Wochenende, und ich solle mich rasch entscheiden.

    Interessanterweise immer nur für Cadiz. Was für dumme Algorithmen die da doch verwenden. Ich habe ja damals explizit nach einer Unterkunft mit „Parkmöglichkeit/Garage“ gesucht und lebe in Wien.

    Danke für den guten Artikel.

    • Das sind die gleichen, die einem bei Amazon, wenn man eine Kamera gekauft hat, gleich nochmal drei weitere Kameras anbieten.

    • @ Don
      Don, wenn Sie in Ihrer Antwort das Wort „Kamera“ durch das Wort „Rennrad“ ersetzen, wissen Sie, warum Amazon das macht….

    • Auch dieser Laden ist irgendwann tot und dann wird gefeiert.

    • A bisserl Geduld bitte
      wir arbeiten daran und schon sehr bald wird jede/r mit einem eigenen, nur für sie/ihn hergestellten Internet ausgestattet werden. Dann wird nicht nur die passende Tasche für die gerade gekaufte Kamera angeboten werden …

  12. Google ist der schlimmste Man in the Middle
    Auch Google selbst ist ein Man in the Middle.

    Der zunehmend dreister wird.
    Was Wunder, denn es gibt nirgendwo ein free lunch.

    Google lebt leider nicht von seinen obskuren Experimentfirmen (google glass kennt da noch wer?), es lebt knallhart von den Werbeeinnahmen, die es sich mit Adwords-Werbung verdient.

    Das machen sie recht schlau:
    Am Anfang konnte man ihre Adwords buchen, musste aber nicht. Fein. Denn man kann ja als Hotelchen oder als Schreinerchen auch organisch von Interessenten gefunden werden. Das gefällt.

    Dann wird langsam der Sack zugezogen:
    Die organische Suche wird immer mehr von Werbung verseucht, gleichzeitig wird die Werbung voll auf die wahre Suchseite links gedrängt und nicht mehr rechts nebenan.

    Das hat zur Folge, dass auf iPads und SmartPhones above the fold nur noch Werbung zu sehen ist. Organische Suche fällt hinten runter – die meisten Leute sind zu bequem, um weiter zu wischen und zu hovern und zu scrollen.

    Firmen, die immer noch auf organische Suche setzten, meist sind das Kleinere oder Selbständige, die ihre Seiten liebevoll ausstatteten, damit sie bessere und interssantere Inhalte haben, stellen seit diesen letzten großen Updates fest, dass sie heute um ein Drittel weniger Zugriff haben. Auch wenn ihre Seite noch so sorgfältig ausgestattet ist. Das spüren sie bitter.

    Sie stellen erschrocken fest, dass sie dann wohl dringend auch Adwords buchen müssen, um zu überleben. Das sind Minimum um die 500 € im Monat (für Kleinkorinthenkacker), besser sind > 5.000 €, damit es etwas bringt.

    Das ist das Modell Kunde als Frosch im zunehmend kochenden Wasser. Und alle – vor allem die Kleinen – sind aufs Internet reingefallen.

    Die Hotels mit den Buchungsportalen befinden sich ebenfalls in so einer Erpressungsschleife.

    Am Anfang war es für sie nice to have (muss dazu sagen, ich kenne Leute aus der Hotelbranche, das ist jetzt Originaltext, was ich sage), schön wenn einem die Gäste zugespült werden (wenn auch mit der bitteren Pille, vergleichbar zu sein und wie auf einer Warentermin-Börse mit den Zimmerpreisen statt mit seinen Core Assets gehandelt zu werden – sofort muss man leider an den Brötchen fürs Frühstücksbufett sparen und holt sich einen billigeren Bäcker …, diese Kundenspacken werden es schon nicht merken … hoha … auweh). Jetzt muss man, um zu überleben. Das lässt sie ihre Gebühren anziehen und ihr Spammer-Verhalten hochfahren. Das Frühstücksbufett darf jetzt noch einmal einer weiteren netten Sparaktion unterzogen werden. Wie wärs mit Massen-Plastikwoscht mit ihrem Leichenwasser in der verschweißten Verpackung. Dekoriert man nett, dann merkt es keiner. Zimmermädchen werden jetzt noch schlechter bezahlt oder von einer Leihagentur geholt …

    Was für ein Fraß. Was für ein Mist.

    Da diese Art Kunde nicht mehr so schnell weggeht – man hat ihn sich ja so erzogen bzw. erziehen lassen – wird es ein Höllentripp. Spirale nach unten. Ich hoffe jedoch, dass das Raum gibt für neue-alte Geschäftsmodelle: den direkten Kontakt. Wie man sieht, macht das der Hotelmann aus Padua auch: „Buchen Sie Ihr Zimmer beim nächsten Mal doch direkt! Da sind wir billiger!“

    (Hoffentlich ist das Billiger nur ein Aspekt – und ist nur Gäste-Erstköder für deutsche Sparhälse – und das Hotel hat ein bisschen mehr zu bieten. Besser ist das.)

    • Danke, schön ausgeführt.

    • Google weiß neuerdings sogar, was ich bei ebay ansehe
      und das hat mich dieser Tage doch echt vom Stuhl gehauen. Taucht rechts ein Hinweis auf verschiedene Artikel auf, die ich mir bei ebay angesehen hatte – Sie wollten doch bieten oder so in der Art… Aber hallo, dass Google ne Krake ist, ist mir bekannt, dass ebay eine ist, ebenfalls, aber das geht mir dann nun doch zu weit.

      Habe in den letzten Tagen etliche Fahrräder gesucht, bei ebay und in Kleinanzeigen angesehen, warte jetzt nur auch auf die entsprechenden Flyer rechts und Mails.

      ..
      OT: Don, ich habe heute bei dem Schietwetter ein gebrauchtes 28er Fahrrad angesehen (wollte eigentlich ein 26er Klapprad) und probegefahren, hatte keine Panik auf dem Bock. Morgen bringt’s der nette Türke vorbei und nimmt mein Aluradmonster in Zahlung. Übrigens findet der gute Mann, seit 1978 in D, die derzeitige Politik mindestens so grausam wie wir.


    • Sehr erhellender Kommentar.
      Ja, gut möglich, daß auch die großen Portale noch weggespitzt werden.
      Und die Bewegung hin und zurück in der Hotellerie mit mehr oder weniger Angewiesensein auf „Zuweiser“ sowie deren Geschäftsmodell muß man auch im Auge behalten.

  13. Schön, wenn es so wäre!
    Meine Erfahrungen sind anders, alas!

    Normalerweise sind Direktbuchungen bei mir teurer als Buchungen über Hotelportale. Das kann daran liegen, dass ich meist sehr von den Ihren unterschiedliche Zielregionen anvisiere, zugegeben. Ich kann auch nicht bestätigen, durch Hotelportalbuchungen Besenkammern zugewiesen bekommen zu haben. Ich habe eher die Besenkammern bei Direktbuchern erlebt, weil die ja keine weiträumig gelesenen Bewertungen abgeben.
    Eine einzige Ausnahme kenne ich mit einem Hotel wo ich gelegentlich absteige, und einen Festpreis ohne Kurtaxe inklusive Getränk erhalte, wenn ich nicht über ein Portal buche. Allerdings gehe ich davon aus, dass dann auch das Finanzamt aus dem Kreis der Beteiligten ausgeklammert wird.

    Letztes Jahr habe ich zweimal sehr viel günstiger im Zusammenhang mit einer DB-Buchung Hotels buchen können, deutlich günstiger als über Hotelportal. Das können aber Ausnahmen gewesen sein.

    Ansonsten, rein philosophisch-moralisch, stehe ich vollkommen auf Ihrer Seite, Don Alphonso. Andererseits habe ich auch nicht das Geld, für Zimmer Nummer 8 im Excelsior, direkt gebucht, 50 € mehr zu bezahlen als für das Zimmer Nummer 8 im Excelsior, gebucht über ein Hotelportal.

    Grundsätzlich stimme ich natürlich mit Ihnen überein; aber das zugrunde liegende Thema ist ja beliebig erweiterbar, und wird seit Generationen diskutiert. Zum Beispiel beim Fleisch: Mir hat noch niemand erklären können, wie ein Kilogramm Schweinekotelett für € 3,98 produziert werden kann; so das Bauer und Schwein etwas davon haben, und auch die Kundschaft. Dennoch gehen diese Koteletts weg wie warme Semmeln. Und diejenigen, die diese billig (nicht: ‚preiswert‘!) erstanden haben, versuchen beim Kauen nicht daran zu denken, unter welchen Bedingungen diese produziert wurden.
    Vergleichsweise lädt ein Hotelbett dann in jedem Falle zu einem ruhigen Schlaf ein. Direkt oder per Portal gebucht.

    • Das mag ein Problem der grossen Ketten sein, ich kenne es nun mal genau anders rum, und ich habe auch nichts übrig für die Häuser mit mehr als 60 Zimmern. Die können dann vermutlich wirklich ihre Auslastung auch mal günstiger abgeben. Vielleicht habe ich auch nur Glück, weil ich ja angeben muss, dass ich Journalist bin.

    • Titel eingeben
      Das ist richtig, ich bin öfter in Berlin zu Gast, da .gibt es Hotels, die sind über eine Plattform günstiger, auch wenn ich dort anrufe und direkt nach dem Preis frage.

    • Ich staune
      @ Don, warum m ü s s e n. Sie Ihren Beruf angeben? Wir dürfen in unseren Anmeldungen nicht nach dem Beruf fragen, geschweige denn, den Pass sehen, welcher nur bei Ausländern besichtigt werden darf.

    • Hm, in Österreich wurde ich aber gefragt.

  14. Ich nochmal. Wg Google
    Google wird auch das noch hinbekommen:
    diese Reiseportale plattmachen.

    Hat Google doch bereits – die ebenfalls oft die Suchergebnisseite verschandelnden und lästigen – Preisvergleichsportale plattgemacht indem es eigene Shopping-Ergebnisse publiziert.

    Es wird es auch eigene Hotelergebnisse liefern können mit evtl. direkter Buchungsmöglichkeit.
    Möglich ist alles.

    Der wahre Feind ist Google.
    Auch wenn man das nicht wahrhaben will.

    Wie und wo sonst kriegt es ein Unternehmen hin, seine Kunden/Nutzer freiwillig dazu zu bringen kostenlose Produkte zu erstellen, hier Content, Wissen und Sites ohne Ende, damit es genau diesen Content nutzen kann um Werbung darauf zu schalten. Einfach genial.

    Das muss einer, dessen Vorfahren ebenfalls Raubvolk waren, doch neidlos anerkennen.

    • Speziell Google Maps und die Softwarelösungen für autos sehe ich da als Player. Keine Träne für die Portale, aber ich kann bekanntlich selbst suchen oder beim Haus des Gastes anrufen.

  15. Betreuung und Anspruch
    Ein prima Artikel, lieber Don, vielleicht lassen Sie gelegentlich einen Kommentar zum Betreuungssyndrom folgen. Die Regierenden und ihre konformen Schallverstärker wiegen den „Verbraucher“ nämlich gar zu gern im Glauben, das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis sei ein Menschenrecht. Empörte Gesichter vor Kameras und Mikrophonen machen sich immer gut, während ich mich frage, an welcher Garderobe die Leute die Eigenverantwortlichkeit für ihre Entscheidungen abgeben. Markt ist doch mehr als das Abhaken durchregulierter Preisvergleiche – oder? Mir hat immer Spaß gemacht, Qualitäten herauszufinden, und gerade in Hotels waren kompetente Umgangsformen jedenfalls ein Gewinn. „Verbraucherschützer“ hätte ich dazu so wenig gebraucht wie öffentlich-rechtliche „Marktchecks“, die Zuschauern Fürsorge suggerieren und sie von jeglicher Sachkenntnis freistellen.

    • Der Leitspruch „sGlump is zwoamoi deia“ gilt natürlich bis heute.

    • Marken
      „„Verbraucherschützer“ hätte ich dazu so wenig gebraucht wie öffentlich-rechtliche „Marktchecks“, die Zuschauern Fürsorge suggerieren und sie von jeglicher Sachkenntnis freistellen.“

      Zumal das System sich notorisch selbst kompromittiert. Es war die FAZ, die einen Deal bekannt machte den die öffentlich-rechtlichen Sender mit den Verbraucherzentralen abschlossen. Formal ging es darum, dass die Verbraucherzentralen die Verbraucher über GEZ-Angelegenheiten „beraten“ sollten und dafür von der GEZ bezahlt wurden.
      Der abzusehende Interessenkonflikt äußerte sich nicht etwa darin dass die Verbraucherschützer aufhörten, Verbraucher vor den GEZ-Methoden zu warnen. Das hatten sie schon vorher nicht gemacht.
      Vielmehr dauerte es nur wenige Wochen, bis die Verbraucherzentralen das politische Statement abgaben, dass der Bürger ein Recht darauf habe dass die ÖR-Sender sich auch im Internet ausbreiten.
      Zeitgleich mit der von Heide Simonis losgetretenen Initiative, eine Internetsteuer zugunsten der Sender einzuführen.

      Letzten Endes wird also bloß in Marken investiert welche man dann selbst in Geld umwandeln kann. Reputation ist eine Kapitalanlage wie jede andere, wenn sie aber allzu offensichtlich verjuxt wird setzt die Entfremdung ein.
      Sehr schön auch im aktuellen politischen Diskurs zu beobachten.

    • Dafür haben wir jetzt „Funk“ und gleich zu Beginn dort eine übergewichtige, depressive Frau, die sogar Linke wegen ihrer kultuellen Vorstellungen für daneben halten. Ist doch prima. Das braucht das Land.

    • "von Heide Simonis losgetretenen Initiative, eine Internetsteuer zugunsten der Sender einzuführen
      Ist ja absolut absurd!
      Scheinbar geht den Sozen jetzt schon das Geld bei überquellenden Steuertöpfen aus!

  16. falscher Aufreger
    Diese Reise- und Hotel- Portale sind doch noch Gold. Wirklich hilfreich und unsere Kosten sparend wäre es für „Internet-Apotheken“. Aber gegen derartige Monopolstrukturen schreibt nicht mal ein Don an.

    • Kann ich auch mal machen. wobei mein Herz auch nicht für Apotheker schlägt.

    • Nichts gegen Internet-Apotheken oder
      Apotheken, die zusätzlich übers Internet verkaufen. Ich beziehe alles, was nicht rezeptpflichtig ist, nach kurzem Preisvergleich dann meist immer von der gleichen Apotheke. Würde ich das hier vor Ort kaufen, zahlte ich in der Regel fast das Doppelte.

      Nun bekommen ja unsere Apotheker gerade ihren Seelenschmerz, weil der EuGH die Preisbindung verschreibungspflichtiger Medis gekippt hat. Das Geheule wird noch ansteigen, ob wir als Patienten aber wirklich davon profitieren werden, weil die Kassen weniger zahlen müssen, steht allerdings noch auf einem ganz anderen Blatt.

    • @Renate Simon
      Ich kann nur davor warnen, die ortsansässigen Apotheken konsequent zu meiden, nur weil man ein paar Euro spart. Bei uns auf dem Land werden die Apotheken immer weniger und man fährt schonmal des Nachts im Notfall 35 km mit hin und zurück, wenn die Hütte brennt. Ein nordamerikanischer Ureinwohner würde sagen, „Erst wenn die letzte Apotheke in Deutschland pleite ist, werden sie merken, dass man zwar 24 h und rund um die Uhr 365 Tage im Jahr bestellen kann, aber die Lieferung mindestens einen Tag dauert, oftmals länger.“ „Online-Apotheken“ als „online“ zu bezeichnen und richtige Apotheken als „offline“ ist angesichts der Apothekennotdienste ziemlich widersprüchlich. Und ein Telefon haben die meisten übrigens auch.

    • Die hiesigen Apotheken kommen bei mir nicht zu kurz
      @Anlein

      Was allein meine drei verschiedenen Asthmasprays im Quartal kosten, Schilddrüsenpillen und gegen mein Knochenweh Novalginsulfonat sollte doch reichen. Die Zuzahlung für mich beträgt jedenfalls über 30 Euro. Und wenn ich ein rezeptpflichtiges Mittel möchte, um das ich den Arzt nicht bitte, habe ich noch eine andere Apotheke seit vielen Jahren in der Hinterhand. Apothekennotdienste habe ich erst zweimal frequentiert, also meinetwegen bräuchte es das nicht.

      Was ich an Schniefpillen und Nasenspray brauche und was man halt so an freiverkäuflichen Mitteln benötigt wird, kaufe ich online, zum Bruchteil des ortsüblichen Preises. Warum sollte ich da nicht sparen?

      Aber davon abgesehen, in meinem Viertel gibt es ungefähr ein Dutzend Apotheken auf mal eben 8-900 m verteilt und die leben alle und alle nicht schlecht.
      Während es mit Einkaufsmöglichkeiten beschissen aussieht, zumal nun auch noch der Kaisers spätestens zum Jahresende dichtmacht, d.h. da bleibt die Qual der Wahl zwischen zwei Geschäften, die dann noch übrig sind, aber das kümmert hier immer noch keinen bei der Stadtverwaltung. Die Tour de france ist wichtiger.

      Mitleid mit Apotheken ist also in Düsseldorf wirklich verfehlt und nun übernehmen z.B. iranische Apotheker hier die eine oder andere, die vom Eigentümer aus Altersgründen mangels Nachfolger abgegeben wird. Es lohnt sich also.

      Auf dem platten Land mag das anders aussehen, in der Stadt fallen Sie von einer Apotheke in die nächste.

  17. Naja...
    … da kann ich Ihnen leider nicht folgen.
    1. Es gab schon immer Reiseunternehmen (Tui etc.) und Reisebüros. Das Geschäftsmodell ist also nicht neu, sondern nur „digitalisiert“. Und vermutlich haben diese Vermittler den Hoteliers früher viel mehr abgeknöpft. Die Miete des Reisebüros in bester Lage und die Mitarbeiter, die die Hälfte ihrer Zeit Däumchen drehen und auf Kundschaft warten, müssen ja auch irgendwie finanziert werden.
    2. Gäbe es keine Vermittler, müssten die Hoteliers massiv in Werbung investieren. Für den potentiellen Gast kommt die Eingebung (da ist ein passendes Hotel) ja nicht wie die göttliche Erleuchtung vom Himmel. Auch das kostet Geld.
    3. Buchen Sie mal im Spätsommer wegen einer Hochzeit ein Zimmer für nur zwei Tage z.B. in Kaltern. Wenn Sie da bei dem direkten Kontakt mit den Hoteliers nach viel Betteln den Gunstbeweis erhalten, in dieser zugegeben sehr schönen Gegend übernachten zu dürfen, kann man im Anschluss auch gleich nach Canossa weiterreisen. Schlimmer wird’s nicht.

    • Gute Reiseplanung ist alles, spontan geht im Spätsommer in Südtirol natürlich wenig. Aber auch mot den Portalen ist die Suche keine Gaudi.

  18. Hoteliers und das Internet
    Es ist zum guten Teil selbst verschuldet, das Wehklagen der Hoteliers über das Internet und die bösen Portale. Man hat sich die Entwicklung jahrelang angesehen und wurde sich nicht einig über ein gemeinsames Vorgehen, so konnten die neuen Vermittler den Markt kapern. Sich jetzt dagegen zu stemmen ist mühselig. Mit immer unverschämteren Provisionsforderungen der Portale kommt aber langsam Bewegung in die Sache – endlich.
    Als Spamversender sind aber zumindest die grossen Hotelketten keinen deut besser als die Portale. Mein persönliches best of hat das Sheraton Fuschlsee gerissen: 2 Tage vor dem Aufenthaltsbeginn kommt ein Mail: „Wir freuen uns…. wenn Sie besondere Wünsche haben lassen Sie uns das wissen…“ gezeichnet vom Direktor, wie schön. Darauf geantwortet mit einem bescheidenen Wunsch kommt aber nur eine automatische Mail zurueck dass man seine Mails nicht liest(!)
    Irgendwo zwischen Spam und Servicehölle ist anscheinend immer noch Platz frei!

    • Da sitzt dann halt einer im Keller und schreibt sowas. Aber die Methode „monopole errichten und absahnen“ wird vermutlich irgendwann auch den Gesetzgeber in Stellung bringen. In dem Punkt könnte ich das sogar verstehen. Warum sollte ein US-Konzern am Urlaub in Tirol mitverdienen?

  19. So zahm…
    Nanu! Diesmal keine Gerade auf die freche Stokowski-Lippe? Nicht mal ein Seitenhieb? Wäre doch leicht möglich gewesen unterzubringen, schon beim ersten Satz („men in the middle“) bot sich ein schöner Abzweig an. Don, Don, Sie werden mir doch nicht etwa jetzt handzahm? Von altvätergesitteten, kreuzbraven Alpengastwirten gemütlich gefüttert?

    • Hat sie neue Lügen verbreitet? Ich bekomme das gerade nicht mit.

    • Titel eingeben
      Sie wurde vorgestern auf Bayern 2 bei „Einszueins-Der Talk“ von Herrn Parrisius umarmt, also sinnbildlich, ist ja Radio. Seither weiß ich, dass sie in einem Anwesen mit 30 Zimmern in einer Gegend Deutschlands, aus der alle weggerannt sind, residiert. Und dortselbst noch ein paar andere unappetitliche Sachen passieren.

    • Lügenstokowski! Es sind 55. Muss ich mir jetzt diesen Randgruppensender anhören, nur um festzustellen, dass da nichts per Anwalt einzutreiben ist?

    • Nein ernsthaft, ich weiss, dass sie vermutlich darunter litt, dass sie nicht mehr mit der Mitarbeit bei der FAZ angeben konnte, entsprechend hat sie sich dann ja im Internet aufgeführt Und wenn ihr Buch vergessen ist, wird sie sich wieder beschweren. Diese nPerson ist halt eine Ritzerin m8t schlechter Laune gewesen, und das merkt man auch heute noch. Sie hat ein paar veraltete Informationen über mich wegen eines Leaks. Mei.

  20. Unverständlich
    Ich teile die von Ihnen geschilderten Erfahrungen mit den Internetportalen, von denen mir eines seit zwei Jahren täglich seine Angebote unterbreitet, nachdem ich dort mal gebucht hatte. Die kumpelhafte Duzerei geht mir außerdem auf den Keks.

    Schlecht ist ja nicht das Internet an sich, das einem Informationen vermittelt und die Vorauswahl erleichtert.

    Unverständlich schlecht ist die Reaktion der deutschen und europäischen Hotellerieverbände, die sich den aggressiv auftretenden amerikanischen Unternehmen einfach unterwerfen, statt eigene Portale zu gründen.

    Lobenswerter Beitrag, danke!

    • Gern geschehen. Das Problem liegt auch ein wenig an den regionalen Tourismusverbänden, die sich da etwas die Butter vom Brot nehmen lassen.

    • Oh ja, diese Duzerei treibt mich auch die Barrikaden
      ich spiele online Lotto, denn wer spielt, ist vorm Gewinn bekanntlich nicht sicher. Und dieser dösige Anbieter duzt permanent in den Mails. Ich habe mich beschwert und gefragt, ob wir im Sandkasten zusammen gespielt hätten. Ach die Kunden würden das lieben bzw. hätte sich noch niemand beschwert. Der am anderen Ende hatte keine weiteren Argumente und ich das, dort nicht mehr zu spielen.

    • Suchen und buchen
      Es ist doch ganz einfach. Man gibt die Destination ein, in die man möchte und schon findet man Hotels und Pensionen, sowie Fewos.Das gibt es in Südtirol wie auch in Italien oder im Allgäu mit seinen verschiedenen Katekorien.Das machen die Regionen doch selbst.Die Vermieter zahlen das, wenn sie erscheinen wollen.

  21. Ich mag keine Pauschalreisen
    Meine Kinder und ich, mit denen ich, seit ich verwitwet bin, hin und da verreise, buchen die Hotels überall selbst und wir haben das Gefühl, dann auch besser bedient zu werden.Für das Hotel fällt dann die Provision flach, die mindestens bei 15% liegt.Das erhält man dann eigentlich immer als besonderen Service oder Preisnachlass.

    Mich interessieren auch keine Bewertungen, weil jeder andere Vorstellungen hat, auch Sterne sind nicht immer durchschaubar. Es ist natürlich so, wenn ein Hotel z. B. 30 oder 50 Zimmer hat, die meist gleichwertig möbliert sind, muss auch nicht jedes auf der Website abgebildet sein.Da geht es nur noch um die Lage: laut oder leise.

  22. Portale können auch Vorteile haben
    Anläßlich eines Meetings musste ich kürzlich in meinen Heimatort reisen, Übernachtung im mir gut bekannten Hotel. dort Websieite vorhanden, aber keine Direktbuchung möglich.

    Blieb also nur anrufen und sich selbst um ein passendes Zimmer durchzudiskutieren oder gleich im Hotelportal das gewünschte anzupicken und zu buchen – übrigens, wie ich später feststellte, zum selben Preis, den das Hotel auch direkt verlangt. Lief dann übrigens alles perfekt nach Plan, und selbst beim Auschecken null Wartezeit, war ja alles schon bezahlt.

    Hätte das (gutbürgerliche) Hotel eine egene Reservierungsseite gehabt, wäre die Abwicklung mit ziemlicher Sicherheit nicht so anstandslos gelaufen (kleine Datenbankemthusiasten unter dem webtreibenden Volk pflegen gerne noch solche Details wie die Farbtönung des Zehennagellacks der besseren Hälfte erfahren zu wollen), und derartige Seiten sehen dann aus meist entweder aus wie vom Sohnemann handgeschnitzt oder vom Agentur-Praktikanten kurz vor Feierabend zusammengeschnippelt

    Abgesehen davon habe ich übers Portal erstaunt gesehen, daß das gutbürgerliche Hotel in zentraler Citylage sogar billiger war als der neuerbaute Schlafkistensilo am Stadtrand – die hatten eine eigene Webseite, waren aber nicht mal imstande zu erwähnen, ob dort nach all ihrer tollen Ausstattung mit Telefon, TV, Radio, Minibar & Co. überhaupt noch Platz wäre im Zimmer für Dusche und WC.

    • Solche Schlafsilos meide ich ja, soweit es nur irgend geht. In Brixen hat eines aufgemacht, ganz furchtbar und hässlich gelegen, „mitten in der Stadt“. War aber super beworben!

  23. Sehr gut beschrieben
    Eine andere Frage wäre noch, wie passt diese digitale Halsabschneiderei zu der grünsozialistischen Einstellung der umweltverträglich reisenden Netzbohème?

    Meine Erfahrung ist, daß genau die anderen, die eher konservativen, die noch analog beim Kaffeeklatsch hatespeechen, direkt beim Bauern kaufen und direkt beim Hotelier buchen. Während die grünen Elektro-SUV Muttis die Weihnachtsgans im Bio Supermarkt oder – oh Schreck! – auch mal bei Aldi kaufen, damit sie ihren Kindern die Erkenntnis ersparen, das Festtagsessen mal frei herumhüpfend gesehen zu haben.

    Und der Preis natürlich, die Wohnung im Glockenbachviertel und die Steckdosenmobilität müssen ja auch finanziert werden, das geht nur durch strenge Kalkulation und digitalen Preisvergleich.

  24. es gibt noch weitere Aspekte
    Dank Tripadvisor habe ich mehrere wunderschöne Übernachtungsmöglichkeiten in der franz. Provinz gefunden, auf die ich alleine nie gekommen wäre. Nachdem ich jetzt beim zweiten Mal direkt bei der Herberge gebucht habe, war der Preis identisch. Ich vermute, da gibt es Verträge mit den Buchungsportalen, daß vom Hotel keine direkten Rabatte gewährt werden dürfen.
    Ich finde die Bewertungen auf Tripadvisor sehr hilfreich, man muß allerdings die Nörgler und Jubler rausfiltern.
    Grüße Uli

  25. Die Schuld liegt beim Nutzer
    Wenn ich ehrlich bin mag ich diese Onlineangebote. Nicht daß ich darüber jemals etwas buchen würde. Da werden mir einfach zu viele unrelevante Daten abgefragt. Sie geben allerdings einen zumindest groben Überblick und auch die passenden Suchbegriffe für die Suchmaschine. Damit kann man sich dann in aller Ruhe die einzelnen Hotels/Pensionen auf deren eigener Webseite anschauen. Und oftmals auch kleine Häuser finden die in den großen Portalen gar nicht gelistet sind.

    Das ist natürlich auch eine Frage des Geschmacks. Aber auf diese Art habe ich bereits schon zwei kleine Pensionen gefunden die selbst nicht mal eine eigene Homepage betreiben und nur in Reiseberichten von Menschen auftauchen die dort bereits genächtigt haben. So habe ich beispielsweise ein wunderbares Kleinod in Irland gefunden. Dort wird noch zusammen mit den Besitzern am Tisch gesessen und man erfährt dabei so unglaublich viel über Land und Leute. Zudem wäre es geradezu ein Verbrechen deren Küche mit der eines dieser Touristenquader zu vergleichen. Da läßt man am Ende gerne noch ein paar Euro mehr und rundet dann bei der Abreise auf.

    Ich glaube jedoch daß diese großen Onlineangebote weiterhin zunehmen werden. Nicht nur daß man sich ja heutzutage vor Konfrontationen jedweder Art versucht direkt in seinen Safe-space zu flüchten. Auch die direkte Kommunikation mit echten Menschen treibt dieser Tage gerade dem Jungvolk doch zusehends die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei ist es doch genau dieser Kontakt der es einem ermöglicht die eigenen Sprachkenntnisse wieder auf Vordermann zu bringen oder bestenfalls als ausreichend zu befinden.
    Aber halt jeder wie er will (solange Frau Kahane und Herr Maas davon nichts erfahren).

    • Das mag auch ein Grund sein, dieses ab ins zimmer und aufs Handy schauen und beim Frühstück nicht mehr grüssen. Seltsame Leute. Warum rede ich mit denen, die ich kenne, wenn ich von ihnen weg fahre?

  26. Schnell, Daten-sparsam, unkompliziert ...
    Den „Soziopathen“ , werter Don, haben Sie zu Recht gestrichen.

    Alles andere im Beitrag unterschreibe ich dagegen gerne und praktizierte es jüngst auch genau so. Trotz Notwendigkeit einer spontanen Ü unterwegs wegen Dauerstaus gab es keinerlei Probleme mit der urspr. gebuchten Hotellerie. Die entgangenen Freuden auf Anbieterseite wurden mir vom Meck-Pomm’schen Hotelier wegen entgangener Freuden der Stau-Geplagten nicht berechnet. Dafür habe ich nach verspäteter Ankunft meinerseits gern verlängert. Preis identisch mit günstigstem auf Portal-Seite. Win win also auch bei mir durch Spam-freien und Zeit-sparenden Direkt-Kontakt. Und natürlich fahre ich wieder hin. Keine Frage.

    Guter Beitrag. Danke.

    • Gern geschehen! Es ist halt so, dass ich welche kenne, diee genau so sind. Wenn es nicht online geht, machen sie es nicht.

  27. Mehr Ludwig Erhard wagen
    Auf dem von Ihnen verlinkten Blog correctiv.org bringt ein Kommentator die Sache auf den Punkt …

    https://correctiv.org/blog/2016/09/21/wie-das-hotelportal-hrs-seine-kunden-manipuliert/#comment-2430

    Zum besseren Verständnis: DEHOGA ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. – Der Branchenverband des Gastgewerbes

  28. gesagt, weil es ist gelogen....
    Wenn meinereiner reist und in seinem Stammhotel ( Mandarin Oriental, bevorzugt Barcelona ) beliebt zu nächtigen, zahlt man selbstverstaendlich nur einen Bruchteil der geforderten Preise. Ob online oder offline. Selbiges lässt man dann in der (Bankers- ) Bar aber locker wieder da. Was die Herren Hoteliers auch wissen und entsprechen zu handeln pflegen….. .

  29. Mal ganz grundsätzlich: Eine Leistung ist nur dann gut, wenn mich ihre Inanspruchnahme NICHTS
    kostet; sie ist nur dann sehr gut, wenn ich für die Inanspruchnahme obendrein noch etwas bezahlt bekomme. Wie die Anbieter denn das ehrlicherweise machen sollen? Keine Ahnung, ich biete sowas ja nicht an. No free lunch? Pah. live and let die (ohne duröhre, wegen http://s.coop/25mt2 ), ich sitze schließlich in der Loge, sehe, wie der Arenasand sich langsam rot färbt und denke bestenfalls über die Konstruktion einer Vollautomatischendaumensenkmaschine nach…

    Im richtigen Leben: Newsletter? Klar doch, Jedemenge! Spam? Auch; Sie glauben ja gar nicht, wieviele Nützlichexotischenetzbriefanschriftenanbieter es so gibt. Aber natürlich immer mit Gehörigemsicherheitsabstand: beispielsweise http://s.coop/25mt0 und mit Proxy – also vor einer Möglichenfestanmeldung erstmal stiekum testen und anschauen, was da während der Individuelleinstellbarenprobezeit so an Unangenehmenüberraschungen auftaucht. Offlineapothekenpreise zahle ich jedenfalls nicht mehr…

  30. Spam-Mail
    Sehr schön beobachtet und beschrieben, Don!
    Einen Teil des Problems haben die Internetportale allerdings noch nicht einmal neu erfunden, nervige Spam-Mail gab es auch schon zu Briefmarken-Zeiten. Ich hatte mal berufshalber ein Zimmer in der Umgebung von München gebraucht und bei einer Hotelkette eines mit dem ansprechenden Namen „Captain’s Cabin“ bekommen. Das war mit der vollen Liste ausgestattet, und auch noch sehr einfallsreich – das dazu passende Schiff wäre wohl eine eher kleine Segelyacht gewesen…
    Obwohl ich dort nicht länger als unbedingt nötig geblieben bin und bei der Abreise auch deutlich gesagt habe, warum ich nicht wiederzukommen gedächte, habe ich noch einige Jahre lang Werbebriefchen bekommen (und im Gegensatz zu elektronischem Spam haben die dafür ja auch noch Porto bezahlt!)

    • Naja, das kann man ja noch als Kundenbindung verbuchen. Was heute passiert, ist einfach digitales auf den Pelz rücken und zwar dauernd. Ich bekomme nicht Post eines Hotels, ich bekomme Post von Leuten, die ganz viel Hotel verchecken wollen. Und zwar von denen, die dafür zahlen.

  31. Kombinieren
    Das Problem liegt noch woanders: Irgendwie schaffen es die Leute, egal ob bei einem Mittler oder auf ihrem eigenen Site, die schönsten Ecken in ihren Buden zu zeigen, nicht aber die Mietskaserne nebenan oder den rauchenden Schornstein, den man vom Balkon aus sieht.
    Daher empfehle ich folgendes von mir geschätzte Vorgehen: Guten Führer zur Hand haben, gern den Guide Michelin, außerdem booking und den Hotelsite konsultieren. Wenn alle drei zusammen passen, kann nichts schief gehen.
    Das verhält sich so ähnlich wie das Reisen mit Navi und Landkarte. zusammen.
    Anrufen, wenn man die Sprache kann. Mit einem Italiener kann es auf Englisch holprig werden, immer noch. Und dann gibt es noch etwas Großartiges, aber nur außerhalb von Saisonzeiten: Einfach drauflos. Wenn man um fünf irgendwo reinschneit, kriegt man i.d.R. einen guten Preis. Auch hierfür braucht man den Hotelführer, sollte gerade kein Internet greifbar sein.

    • Das ist die Art, die mein Vater bevorzugte. bei den Transalps habe ich immer erst am Morgen angerufen und gefragt, ob sie was haben.

    • Einfach drauflos
      … war immer die beste Art, zu reisen. Man kommt dabei richtig rum in Regionen, die man kennenlernen möchte.
      Meine Frau tickte jeweils fast aus, wenn ich mich weigerte den 3- oder 4-Wochen-Urlaub für die fünfköpfige Familie mit drei kleinen Kindern vorzubuchen, aber bereut haben wir das eigentlich nie.

      In der Praxis gestaltete sich das ganz einfach: Frau und Kinder genossen den Nachmittag am Strand oder in irgendwelchen Freizeiteinrichtungen, während Vatern (der sich am Strand zu Tode gelangweilt hätte) die regionalen Lokale, Bars etc. abklapperte, sich mit den Locals unterhielt und nach guten Hotelempfehlungen fragte.
      Zimmer reservieren, Familie abholen und gut war.

      Eines lernte ich gleich auf Anhieb in einer kleinen Bar irgendwo im Cotentin. Die anwesenden Jungs berieten sich eine Weile und meinten dann: essen gehen Sie am besten da, übernachten dort.
      Eine feine und überaus wertvolle Unterscheidung.
      Manchmal aßen wir in Lokalen, die in Hinterhöfen, am Hafen oder in Industriequartieren untergebracht waren, – aber immer ausgezeichnet, unter Einheimischen und meist ohne Sichtung anderer Touristen.

      Dank der Tipps gab es kleine Regionalmärkte und Fischereibetriebe zu entdecken, die einem die Austern am frühen Morgen fangfrisch servierten, während der Anhang noch schlief, der für die Mollusken eh nichts übrig hatte. Kamen alle auf ihre Rechnung, die Familie, die Hoteliers und Gastwirte auch, besonders wenn nicht mit Karte sondern mit Bargeld bezahlt wurde. Wer gut logieren will, sollte sich mit den Interessen seiner Gastgeber auseinandersetzen und sie nicht vorab als potentielle Prozessgegner betrachten und entsprechend auftreten.

    • Titel eingeben
      30 Jahre auf der ganzen Welt unterwegs, immer ohne Vorausbuchung, ohne Reisebüro, das ging immer gut, auch wenn es manchmal etwas teuerer wurde. Im Freien mussten wir nie übernachten;-)

  32. 2 weitere Probleme
    Vorweg: hatte bis zu meiner Invalidität eine Agentur im B2B, die viele Aufträge „über das Netz“ „generierte“. Wir haben dabei ja immer noch das Problem der Kommunikationsketten, die quasi stille-Post-Probleme verursachen.
    Kannte meine 30 Lieferanten ganz gut und deshalb ließ sich das einigermaßen bewältigen (schlimmer sind immer die ständig wechselnden Bearbeiter auf Kundenseite gewesen – gern werden Teilaufgaben outgsourct oder Praktikanten anvertraut, die dann sogar tw ermitteln wollen, warum welches Kabel oder welche Schraube, ohne dass sie es verstehen könnten oder müssten, nur eben weil sie unsicher sind…). Aber wenn eine Plattform viele Sachen vertreibt, dann wird es immer schwierig.

    Und wir haben das Problem, dass etliche der neuen Internet-Vermittler viel Geld anvertraut bekommen, um den Markt erst mal zu besetzen. Dann wird unterboten was das Zeug hält (in Dumping-City, was Berlin definitiv auch ist – die Kunden aus Bayern, Frankfurt und Hamburg hatten keine Probleme mit unseren Preisen, aber auch die BT-Verwaltung kann sich hier verhalten wie ein absolutistischer Fürst und unsinnigste Auflagen machen, etwa genau nachzuweise, wo genau ein Mietgegenstand hergestellt ist, der für eine 1 1/2-Stundenveranstaltung gebraucht wird, nur damit ja nicht wegen Produktpiraterie… ).

    Man sitzt ja auch manchmal in einem leeren Billigflieger und rechnet als Kaufmann schnell mal durch, wie viel Gehaltsempfänge, welche Geräte, Verbrauchsstoffe und weiteren Kosten, wie Stellplätze usw. von wie vielen Fluggästen bezahlt werden sollen. Das muss selbst beim vollen Flugzeug schwierig sein. Aber dann hört man, die fungieren als Platzhalter für andere Große und machen sich sicher gut in der „performance“.

    Denke, einige der Internetbuden, die ja doch meist nur Katalog-Bestell-Häuser sind, wie Otto oder Neckermann, versuchen einfach das Katalog-Bestell-Wesen noch mal neu zu erfinden. Und viele denken, das ist was ganz Neues. Warum nur?

    Gute Leistung muss was kosten (mit „das braucht Männer und Maschinen“ war es meist auch begriffsstutzigen Kundenvertretern zu erklären), und gute Beratung auch. Von welchen die sich auskennen.

    Sicher ist das im Massengeschäft noch etwas anderes, wo die Anbieter sich auch aus vielen Centgewinnen etwas Hübsches ausrechnen (können).

    Für einen Vermittler ist es natürlich hoch problematisch, wenn sich die Kunden das nächste mal direkt an den vermittelten Dienstleister wenden können. Das ist dann in AGBs und so weiter ausgeschlossen, ohne dass man so naive sein darf, darauf zu setzen. Darauf zu drängen, dass sich der Kunde daran hält, ist auch problematisch (die Dienstleister haben da nicht immer ein Problem, denn sie wollen weitere Aufträge und die Agenturen tragen nicht selten das Zahlungsrisiko).

    • Wir bitten um eine gendergerechte Sprache!
      „das braucht Männer und Maschinen“

      Nicht gendergerecht!

      Also gefälligst: „Das braucht Frauen und Maschininnen.“

  33. Mich ärgert allerdings auch,
    dass ich als FAZ-Abonnent jahre-, wenn nicht jahrzehntelang die FAZnet-Gratiskultur mifinanzieren musste und von einzelnen Herausgebern dazu noch dummdreiste Ahnungslosen-Sprüche zu hören bekam.

  34. Ich habe, völlig offline, ohne irgendein Mail
    oder sonst eine PC Aktivität, vor kurzem einen Kühlschrank gekauft. Im Laden, und den Antransport auch im Laden bestellt, und alles dort bar bezahlt.
    Und gestern sehe ich Werbung für einen Kühlschrank genau dieser Marke am Schirm.
    Also zwei solcher Oschis wäre echt zuviel für mein Apartment, aber WOHER…. ???

    • Herr Moser, vielleicht vorher im Netz danach geschaut,
      das würde dann entsprechende Mails erklären. Einmal per google etwas Bestimmtes gesucht, löst eine Lawine an Mails aus und man wundert sich, woher die dann immer nicht nur eine Mailadresse haben. Ich habe Mailadressen, selbst noch nie genutzt und bekomme Werbung dahin.

      Gottlob haben sich die Viagraangebote unterdessen verzogen, dafür bekomme ich nun immer an einem Tag so alle zwei Wochen im Dutzend sehr fragwürdige Kredite angeboten, ohne je einen nachgefragt zu haben. Man wundert sich und löscht.

      Bei mir halten sich Werbemails trotzdem noch in Grenzen und ich habe es aufgegeben, die Newsletter irgendwie abstellen zu wollen. Also lese ich die Rosenpflegetipps von Kordes, bekomme wöchentlich Angebote, kaufe 4, zahle 3 Rosen, keiner sagt mir, wo ich die mangels Garten noch lassen soll, lasse mich von David Austin über Rosen informieren, trotzdem ich die eine dort gekaufte Rose im letzten Jahr reklamierte und erstattet bekam, die geben halt alle nicht auf.

      Das Hotelbuchungsportal, bei dem ich vor 5 Jahren anlässlich der Beerdigung meines Mannes ein Zimmer buchte, im Hotel dann wegen Unterkunft bei Bekannten direkt stornierte, lässt mich frustriert in Ruhe.

      Das ist Neuland und wir alle wundern uns immer wieder, was das alles an völligem Blödsinn zu bieten hat.

  35. Gegenbeispiel
    Vieles, was D. Alphonso schreibt, leuchtet mir ein. Eine Wirtin in der Franche Conté hat sich auch erfreut geäußert, dass ich telefonisch reserviert hatte. Sie hat dadurch etwa 15% ihres Preises nicht an das Portal abgeben müssen.
    Da ich aber viel mit Freunden fahrradmäßig unterwegs bin, haben die Reservierungsportale einen großen Vorteil: Wenn aus Witterungs- oder anderen Gründen eine Übernachtung storniert werden muss, geht das über die Portale meist einfacher als beim Hotel direkt, das mich auf die AGB verweist.

  36. Soziopathen??? Kunden
    Soziophobe Kunden würde eher passen.
    Diese Phobie meint die Ängstlichkeit mit anderen Menschen in Kontakt zu treten oder sich unter ihnen aufzuhalten.

    Die Soziopathen sind eher jene die sich schädigend gegenüber anderen verhalten. In ihrem Text also jene habgierigen in the middle die sich ständig aufdrängen aber niemandem dienen außer sich selbst.

    PS Sozialkompetenz muss man auch lernen. Sie kennen das u.a. aus ihrem Elternhaus. Andere nicht.
    ggf ist es in Bayern wie in Teilen Afrikas:
    Das Dorf erzieht das Kind. Wenn das nicht klappt muss man sich das später mühsam aneignen.

    Ich gehöre zu den Sozialphobikern, lasse mich aber von freundlichen sozial Kompetenten wie ihnen gerne ermutigen und Danke deshalb gerne für dieselbe.

    • Soziodingens ...
      @Klaus Keller:
      „Soziophobe Kunden würde eher passen.“

      Danke, Herr Keller. Bauchschmerzen habe ich dennoch mit beiden Varianten, weil jemand mit jedenfalls so richtig ausgewachsener Soziophobie wohl eher in seiner Hütte bleibt, als spätestens an der nächsten Tanke dann doch auf die Art-Genossen zu treffen. Und in leichteren Fällen wären kleine Schritte, Teilhabe und so besser als gar nichts.

      Der Soziopath wiederum lebt von seinen Manipulativen Stärken und wird gerade nicht so ein totes Formular damit beeindrucken können und lieber telefonieren.

      Bleibt also dieses durch 50 leere Zimmer schwebende „Gespenst“, das irgendwelche finsteren Geheimnisse vom Don kennt und selber auch welche, aber kein abhörsicheres Kanzler-Handy zu haben scheint. Also sich nur via Formular-Tipp im Schatten halten kann. Abgründe … Herr Keller … wo sind wir hier hingeraten ? Ich fange an, 5 Augen aus meinen Zimmer-Ecken aus dem Dunkel funkeln zu sehen … HuiBuh! ;-)

  37. Ich mische mir das Ganze,
    suche mir online ein Hotel, checke die Bilder, such mir den Preis dazu raus und schreib dem Hotelier eine Mail als Anfrage. Ist sein Preis nicht höher bestätige ich sein Angebot, ist er deutlich teurer als das Buchungsportal buche ich halt über die. // Bei all Ihren Recherchen, hat Ihnen denn kein Hotelier gesagt, das er sich nicht dabei erwischen lassen darf, ein Zimmer woanders oder selbst günstiger anzubieten als bei Buchungsportal xyz? Das wird sofort mit Liebesentzug bestraft, bis hin zur Kündigung.

    • Deshalb ist das hier ja auch anonym.

    • Die Zeiten sind vorbei
      Zu dem Theman sich als Hotelier nicht dabei erwischen lassen zu dürfen, die eigenen Zimmer zu dem Preis zu verkaufen, den man für richtig erachtet, muss ich mich denn doch zu Wort melden:

      1. Ja, es gab Verträge in denen gefordert wurde, dass das Portal den besten Preis bekommt. Dies galt aber vorrangig gegenüber anderen Portalen sowie der Website des Hotels und nicht für Anfragen per E-Mail oder Telefon.

      2. Führte dies zu nichts anderem, als das alle Portale den gleichen Preis hatten, damit auch jeder den „Besten“ bekam. Sinnfrei aber hausgemacht.

      Diese Verträge darf es nicht mehr geben, und wer sich als Hotelier verbieten lässt bzw. vorschreiben welchen Preis er am Telefon anbietet, dem fehlt es wirklich an der Eigenständigkeit seine Preise selbst zu bestimmen.

      Es steht nichts, aber auch gar nicht im Wege direkt und selbst beim Hotelier anzufragen und auch direkt nach einem Rabatt zu fragen, da man nicht über das Portal bucht.
      Allmählich verstehen es auch die Hotels, dass man einen Goody spendieren kann, wenn man schon 15% Provision zahlt.

      P.S. Wussten Sie eigentlich, dass selbst auf das Frühstück Provision gezahlt werden muss, obwohl man als Gast in vielen Portalen dieses gar nicht fest reservieren kann?
      Keine Planungssicherheit für das Hotel, da man erst bei Anreise fragen kann, aber Provision für eine „vermittelte“ Leistung verlangen

    • @Gast
      Ein Bekannter hatte sein Haus renoviert und mit einem Vermittler cooperiert. Er gab Halbpension, das Haus liegt auf 1100m. Er musste sogar für die Verpflegung 20% abdrücken, mir ist das bekannt.So schnell es ihm möglich war, hat er sich getrennt…
      Klick, klick und der Rubel rollt für die – ohne mich.

  38. Ich habe schon mehrere hundert Buchungen ...
    … über die genannten Webseiten veranlasst und war tatsächlich dankbar, dass es sie gibt.
    .
    Ich erinnere mich noch an Zeiten, da man das Zimmer (bei nachträglicher Stornierung) dennoch mindestens für eine Nacht bezahlen musste.
    .
    Da hat sich durch den „man in the middle“ schon etwas geändert in den letzten 15 – 20 Jahren. Das fällt blos keinem mehr auf, der sich nicht „früher“ schon einmal selbst über „leistungslose Hotel-Belastungen“ auf seiner Kreditkarte doch ein wenig geärgert hat.
    .
    Ich muss allerdings sagen, dass ich die Option zum „kostenlosen Storno“ auch nicht ausnutze und meine Buchungen immer sofort zurückziehe, wenn ich es absehbar nicht in das gebuchte Hotel schaffe.
    .
    Werter Don, ich bin ja fast immer Ihrer Meinung, aber bei diesem Thema sei Widerspruch erlaubt!

  39. Titel eingeben
    Basiert diese regressiv anmutende Meinung auf irgendwelchen wissenschaftlichen Fakten oder einfach aus dem Bauch frei heraus?
    Ganz abgesehen davon, dass der Author wohl nicht weiss was Soziopathen sind und wahrscheinlich eher Soziophoben meinte interessiert es mich wirklich ob diese unzähligen Buchungsseiten die man ständig in Fernsehwerbung sieht einen echten Nutzen für die Reisen haben oder nur zu Mehrkosten führen.
    Allerdings scheint mir dieser Artikel die Antwort darauf nicht zu geben. Es sieht mehr nach persönlicher Meinung eines frustrierten Menschen der Selbstbestätigung sucht, weil er in der modernen Welt analog denkt und sich dadurch für so viel besser als die Smartphone Generation hält.

    • Ich denke auch noch analog ...
      … d.h. ich überlege selbst und überlasse mein eigenständiges Denken nicht den Helferlein im Computer.
      .
      Insoweit sehe ich da für mich auch noch einen kleinen Vorsprung gegenüber der Smartphone Generation, die viel zu oft unreflektiert das nachplappert was die Suchmaschinen so rausspucken.

    • Zu Sozio- und sonstigen -pathien im Hotelgewerbe gibt der Roomservice Auskunft
      Erst neulich hatten wir doch die UK-radreisende Jungjournalistin aus der Generation Onlinewischi, die gerade noch rechtzeitig vor dem Einstieg in die Selbsttherapie, pardon, den Traumberuf, ehemalige Ü18-Grundfertigkeiten lernte wie Reisen ohne Reiseleiter, Telefonieren ohne Wattsepp und Informationsaufnahme in Echtzeit, analog, vor Ort, ohne Einordungsdschurno.

  40. Beeseren Service durch Kundenbewertung
    Die Online-Portale haben einen entscheidenden Vorteil: die stetig aktuelle Bewertung durch Kunden. Insbesondere deutsche Kommentare sind ganz überwiegend detailliert und zutreffend. Es kann sich heute kein Hotelier mehr die Wustigkeit und Falschheit leisten, die früher oft anzutreffen war. Dafür kann man ruhig ein paar SPAMs in kauf nehmen. Nein, Don, früher war vieles nicht besser.

  41. I've written myself into my screenplay. That's kind of weird, huh?
    Also ganz schlimm finde ich den man in the middle, der mir jetzt fast jeden Tag irgendwelche Gedanken über die Welt in einen Text verpackt und das dann per FAZ Blog übermittelt. Als wenn ich diese Gedanken und Beobachtungen nicht einfach selber erzeugen hätten können wollen, ohne dass ich dazu einen, nun ja, wirklich gut geschriebenen Text, und ein paar Bilder bräuchte.

    Haben diese Leute denn nichts Vernünftiges gelernt, dass sie meine tägliche Arbeitszeit klauen müssen, nur um ihr bescheidenes Erbe aufzubessern?

  42. Offline oder online
    Die Frage mag bei Hotelbuchungen so beantwortet werden können, dass sich offline der bessere Preis oder bessere Service finden ließe.

    Im Laufe des ersten Quartals diesen Jahres eröffnete ich einen Online-Shop, da stationärer Handel immer schwieriger rentabel zu gestalten war.

    Bei der Präsentation von Suchergebnissen, also Shops, ist Google deutlich besser geworden, als es früher der Fall war, so jedenfalls meine Beobachtung.

    Die meisten Vergleichsportale ohne jeglichen Wert sind überwiegend in den Tiefen hinterer Suchergebnisseiten verschwunden.

    Und auch Amazon und Ebay werden deutlich seltener weit vorne präsentiert, als es noch vor einiger Zeit der Fall war. Ganz zu recht, meiner Einschätzung nach, denn verlangen beide doch auch ohne großen Nutzen für den Käufer mal etwas mehr, mal etwas weniger als 10 % Umsatzprovision.

    Mir solls recht sein, da ich solche Mittler nicht nutzend die Produkte günstiger anbieten kann als die dortigen Händler es machen. Ich teile mir halt die gesparte Provision mit der Kundschaft.

    Im Gegensatz zu den unnützen Preisvergleichsportalen hat Google-Shopping zumindest den Vorteil, dass dort der günstigste Anbieter, der diese Möglichkeit nutzt, schnell gefunden werden kann.

    Vergleichsportale dürften je nach Lukrativität eh mehr und mehr verschwinden, wenn ich mich richtig erinnere, betreibt Google in den USA selbst solche mit Buchungsmöglichkeiten für Hotels, in Großbritannien eines mit der Möglichkeit, Kraftfahrzeugversicherungen abzuschließen.

    Theoretisch könnte es je nach Ertragsmöglicheit sogar soweit kommen, dass Google an jeden Shop- oder sonstwie gewerblich anbietenden Betreiber herantritt, um eine „akzeptable Spende“ bittet, damit in den organischen Suchergebnissen der jeweilige Anbieter „angemessen“ präsentiert wird.

    Solche Portalen gleich welcher Art und Branche (incl. eBay und Amazon) würden automatisch zugunsten der direkten Anbieter zurückgedrängt, würden Konsumenten eben nicht in so großer Zahl auf deren Angebot zugreifen.

    So ist es bedauerlich, dass dem mittelständischen Anbieter das Leben schwer gemacht wird und solche Mittler für mehr oder weniger Nichts verschwendete Gelder kassieren.

    Aber wer weiß schon, wie sich die Dinge entwickeln werden.

  43. So ist es
    ..und ein weiterer men in the middle ist die cc-Bezahlung, die zusätzlich anschöpft. Außerdem erhält man fast immer die besch…… Zimmer: am Fahrstuhl, Treppenhaus oder straße. Am telefon kann man das vorher klären. Ich erinnere die dicken Kataloge in Reisebüros in den 90ern für Ferienwohnungsvermittlung, wenn es kein Hotel sein sollte am Garda- oder Idrosee. Die nahmen stumpf 50%, so mir Davide oder wie der Betreiber hieß, mir seinerzeit sagte. Ruf nächstes mal an, kriegst du billiger, mache Preise schlanke ancora…
    Diese Vermittler sind ein Krebsgeschwür, Mitesser und Parasiten ebenso wie diese soz. Netzwerkverdummung. Kein Cosmopolit braucht die.

    danke, Don.

  44. Werbung, Werbung, Werbung
    Es hieß einmal, das Angebot erzeuge die Nachfrage. Was also tun, wenn das Angebot so vielfältig ist, daß es keine gezielte Nachfrage mehr erzeugt? Seitdem wird die Nachfrage erzeugt, der das Angebot folgt.

    Der ganze Onlinehandel hat den stationären Handel mehr und mehr in die Knie gezwungen. Und zum Onlinehandel gehören Suchmaschinen zum Auffinden des weltweit günstigsten Preises für ein bestimmtes Produkt, das aufgrund anderer Onlineportale durch Werbung und Tests dem potentiellen Kunden nahegebracht wurde. Denn weder im Reisebüro, Reiseführer, noch Einzelhandel oder Supermarktkette ist das Angebot auch nur annähernd umfassend. Und da der Mensch Jäger und Sammler geblieben ist, kommt ihm die neue Online-Welt extrem entgegen.

    Niemand braucht wirklich jedes Jahr ein neues Smartphone, aber wenn es das für 5 Euro mehr pro Monat gibt, warum nicht. Andererseits, warum nicht den Gasanbieter aus Bayern wählen, der günstiger ist als der in Hamburg? Ohne Onlineportale ein unmögliches Unterfangen.

    Sicherlich, der Zwischenhandelwurde so nicht ausgemerzt, noch nicht, denn der Direktvertrieb der Hersteller nimmt weiter zu, aber der Zwischenhandel wurde deutlich billiger. Auch wenn das nicht bedeutet, daß der Kunde dadurch wirklich einen Preisvorteil hätte. Und wenn der Preis immer noch zu hoch ist, dann wird weniger am Produkt, an Butter und Käse, gespart, denn am Personal. Denn neben dem Einkauf haben nur noch die Personalkosten einen signifikanten Einfluß auf Preis und Gewinn. Und je weniger Personal notwendig ist, desto höher der Gewinn. Also Rationalisierung und Industrie 4.0

    Im Grunde zieht sich das wie ein roter Faden durch alle Bereiche des täglichen Lebens. Wie die Werbung. Früher per Zeitung und Brief, dann per Rundfunk, dann per Telephon und Fax, heute per Mail. Und das ist doch logisch, denn so kann nicht nur die Nachfrage am einfachsten, schnellsten und billigsten gefördert werden, das verlangt die Kundschaft heute doch auch. Mal eben die Mails durchsehen, bei Google gucken, bei Amazon oder Zalando (erstmals schwarze Zahlen) bestellen. Alles ganz bequem und scheinbar weniger zeitaufwändig als ein Stadtbummel, der sowieso ob des eingeschränkten Angebotes nicht (mehr) sehr befriedigend ist. Und was nicht gefällt oder paßt, kann ja kostenlos und ohne großen Aufwand, ohne große Diskussionen retourniert werden. Da nimmt man die Werbung schon mal inkauf, kostet ja scheinbar nichts. War das Hotel nicht zufriedenstellend, nicht wie angeboten? Auch Erstattungen vom Reisepreis sind online schnell in die Wege geleitet. Es soll sogar Menschen geben, die es gezielt darauf anlegen, so billig Urlaub zu machen.

    Und sparen müssen oder wollen wir doch alle. Da stört die Überwachung durch Kfz-Haftpflichtversicherungen oder Krankenkassen doch nicht, solange wir nicht rasen oder krank werden, Hauptsache billig, wenn auch nur bis zum ersten Crash.

    War doch lustig das Verbot der unverlangten Werbung, die Betreiber ausländischer Call-Center haben sehr gelacht. War auch lustig, die neue Datenschutzverordnung, Microsoft, Google und andere ließen sich per Mausklick einfach die Rechte an allen Nutzerdaten übertragen, wollte man die Angebote noch nutzen. Und, wer wollte das denn nicht?

    Tja, all die kleinen Apps, die so wichtig sind, wer will darauf wirklich noch verzichten? Mir scheint, ich gehöre da einer wachsenden Minderheit an. Aber ich kann auch noch lesen, verstehen und denken – denke ich zumindest. Ich halte meine Meinung auch (meistens) noch für meine Meinung und Stadtläne kann ich auch noch falten und lesen. Ein gewisser Orientierungssinn ist mir wohl noch geblieben, vielleicht hält sich das Spam-Aufkommen in meinem E-Mail-Eingang deshalb auch noch in Grenzen, trotz zunehmender Online-Recherchen und -Einkäufe. Man muß halt mit der Zeit gehen, angesichts verödender Innenstädte und scheinbar an Überdosen von Botox und Hyaluron leidender Menschen.

    Muß man?

  45. Also, ich bin begeistert
    über die Portale, bieten sie mir beste Fotos von den avisierten Hotels, Pensionen etc.
    Ich buche dann allerdings lieber selbst und direkt, wenn ich ein vernünftiges Angebot des Hotels erhalte.
    Dann darf ich die Kosten vergleichen und selbst entscheiden.
    Leider sind die Internetauftritte der Hotels zum Teil sehr dürftig, besonders was die Bildgestaltung anbelangt.
    Aber herzlichen Dank lieber D.A., verreisen Sie bitte noch recht oft.
    Und berichten Sie.

  46. Bekenne mich zu ...
    Buchungsportalen, insbesondere einem bestimmten, das hier aber nicht genannt sein soll. Die Direktkontakte mögen bei heimatnahen Reisen nach Österreich oder Italien oder bei vorherigem Kontakt während früheren Reisen recht gut funktionieren. Bei Reisen ins aussereuropäische Ausland (u.a. Afrika, Arabien, Asien) ist das Buchungsportal aber von Vorteil:

    Rascher Überblick über den zumeist grösseren Teil des Angebots in einer Region, mit einer brauchbaren Karte (hybrides Satellitenbild, Strassenkarte).
    Einfacher Überblick über Buchungsstand bei diversen Hotels in der Region.
    Weitgehend einheitliche und zumeist umfangreiche Beschreibung der Hotelzimmer.
    Garantierte Bestätigung direkt nach der Buchung. Einzelfragen ohne Buchungsportal bleiben oft Tage unbeantwortet. Bei einer Buchung mag dies kein grosses Problem sein. Bei mehr als drei Buchungen für aufeinanderfolgende Zeiträume wird es kompliziert, zeitaufwendig und unnötig mühsam.
    Detaillierter Überblick über alle getätigten Buchungen mit ggf. der Möglichkeit einfacher Änderung oder Stornierung.
    Kurzfristige Buchung ohne Recherche von einzelnen email Adressen oder Telefonnummern. Nimmt jemand ab oder antwortet kurzfristig ? Zumeist nein.

    Werbemails lassen sich deaktivieren oder auf die black list des email accounts setzen. Das Buchungsportal weiss, wohin ich reise – so what ? Es handelt sich schliesslich nicht um Nordkorea. Ich reise wohin ich will, nicht nach irgendwelchen Werbemails des Buchungsportals oder assoziierter Online-Angebote. Wer sich davon beeinflussen lässt, möge sich m.E. selbst an die Nase fassen.

    Wenn Fremdenverkehrsverbände und Hoteliers kein eigenes, regional übergreifendes Webangebot zustande bringen, springen eben (kommerzielle) Buchungsportale ein. Und zweigen ihren Obolus vom Hotel ab. Das nennt man Wettbewerb. Wären die Buchungsportale schlecht und unpraktisch, hätten sie nicht so viele Kunden. Zwischenhändler gab es auch schon früher (TUI etc.).

    Bei 15-30 separaten Buchungen pro Jahr, privat und geschäftlich, möchte ich das Buchungsportal nicht mehr missen. Für einmal, geschätzter Don Alphonso, kann ich mich Ihrem heutigen Blog-Text nicht anschliessen.

    Mit herzlichem Dank für die stets interessanten & pointierten Texte sowie in Vorfreude auf den nächsten. Ein Trumpf für die FAZ.

  47. Rabatt auf japanisch:
    Ging bei mir folgendermaßen – Hotel über b****.com gesucht und gebucht, dann kam vom Hotel ein nettes Mail, ob ich nicht die Buchung stornieren und stattdessen für denselben Preis ein besseres Zimmer haben wolle …
    War also in beiderseitigem Interesse, hat auch gut funktioniert für einen netten Aufenthalt in Tokio. Aber die Werbung von b****.com für Hotels in Tokio bekomme ich heute noch regelmäßig ;-(
    Ich denke mal, das muss man pragmatisch nutzen. Manchmal sind die Portale sehr nützlich, manchmal geht’s besser ohne. Unser bevorzugtes Hotel in Italien ist in keinem der Portale zu finden, aus gutem Grunde – der Cheffe möchte die Kontrolle über die Sorte seiner Gäste behalten … und wir schätzen und verstehen das sehr.
    Habe die Ehre,
    A.C.

    • Die Japaner sind klug!

    • Die Japaner sind klug?
      Alle Menschen sind klug. Manche vorher, die meisten nachher.

      Die Leipziger Conne-Linken, z.B., sind gerade dabei ihre Nachher-Klugheit
      in erträgliche Bahnen zu lenken. Bisher wohl erfolglos.

    • Titel eingeben
      Da der grosse Narita Flughafen nur in Stunden erreichbar ist, lohnt sich da eine Übernachtung in einem der vielen grossen Hotels in dessen Nähe. Bei Expedia gibt es deren Zimmer, drei Tage im Voraus gebucht zum nahezu halben Preis. Der Shuttle holt einen von S-Bahn/Bus ab, Taxi kostet über 100 Euro, und bringt einem am morgen zurück…
      Sehr empfehlenswert zu wissen…..

  48. Meine Vorgehensweise
    Vorab: Werter Don, es ist ein Vergnügen, Ihren Blog zu verfolgen – sprachlich und meistens inhaltlich. Vielen Dank und erneut mein großes Kompliment! Bitte machen Sie weiter so.
    Haben wir es nicht mit zwei recht unterschiedlichen Fällen zu tun? Die „Bestandsreise“ an bereits besuchte Orte und die „Neureise“. — Bei den Reisen an bekannte Orte rede ich direkt mit dem Hotelier. Bei neuen Zielen jedoch finde ich es durchaus hilfreich, über bookingdotcom eine Übersicht zu gewinnen. Das spam-mail-Problem läßt sich dadurch lösen, daß man eine email z.B. bei Google einrichtet, vielleicht (don.alphonso.blog@gmail ), die sonst nicht weiter verwendet wird.
    In jedem Falle ist im Ausland die Kenntnis der Landessprache und auch ein gewisses Verständis von Land&Leuten hilfreich. Spricht man kein italienisch, kann man es ja bei den noch von den Zimbern – wohl bayerische Auswanderer im 11. Jahrhundert – bewohnten Orten versuchen…

    • Informationen sind hilfreich, aber ich möchte nicht für das Generve bezahlen, das danach kommt. Der Deal wird dann für die erbrachte Leistung zu schlecht. Insofern parasitiere ich bei den Portalen und eines wird schon übrig bleiben.

  49. Ich bin so einer
    Ich habe schon Hotels von Sapporo bis Krasnojarsk in Sibirien buchen müssen, oder eine Jugendherberge in Jerusalem und einen Loft im Hafen von Sydney. Wenn zwei Männer (der eine Ü40, der andere Ü6) gemeinsam verreisen, dann muss man nach 16 Stunden Flug einfach wissen, ob es zwei Betten gibt, einen Internetanschluss, einen Parkplatz für den Leihwagen und vielleicht einen Tennisplatz in der Nähe. Da kann man nicht auf gut Glück einfach losziehen und überall, was aussieht wie ein Hotel, mal fragen, ob die irgendwas vermieten, die können das nämlich nicht nur nicht, sondern manchmal auch ganz schön falsch verstehen, oder einem in Shanghai für 100 000 Yuan die Nacht den Wandschrank vermieten, weil man schliesslich den chinesischen Vertrag so unterzeichnet hat, was in der VR China ein rechtsgültiges Verleihgeschäft begründet (dass „verleihen“ und „mieten“ auf Holländisch „verhuuren“ heisst und was da passieren kann, wenn man danach fragt, möchte ich garnicht erst erwähnen). Alte Leute (Ü40) fangen bei sowas auch schnell an zu quengeln und da ist es gut, erstmal für ein paar Nächte einen „Anker“ zu haben, von dem aus man dann zu neuen (Un)taten starten kann.

  50. Was gefunden
    Werter Don

    zu solchen Portalen lässt sich viel sagen. Aber haben Sie das hier schon gesehen:

    http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/a-1117198.html

    Realsatire. Da ist mal wieder wer ungewollt komisch.

    • Ja, schon letzte Woche. Das ist nicht sonderlich überraschend, ein Club bei mir um die Ecke hatte das Pech, so etwas zwei Jahre zu früh nach einer Doppelvergealtigung zu tun – da drehten dann die Medien durch.

      Seitdem glaiube ich auch der SZ gar nichts mehr ohne Gegenrecherche.

  51. So nutzt man Portale - und alle sind glücklich
    Wer erst Nachmittags entscheidet, wo er Abends schläft, ein limitiertes Budget hat, ein Spa will und einen Hotelparkplatz dazu, wird um ein Hotelportal nicht herumkommen. Ergibt dann drei Treffer, Namen gegoogelt, zwei Tappser auf das Smartphone und man spricht direkt mit dem Hotelier und macht alles mit ihm aus. Währenddessen krakeelt das Portal, man solle rasch buchen, da dies das letzte Zimmer sei etc.

    Über das Portal buche ich nur, wenn der Rezeptionist einen DEUTLICH höheren Preis verlangt und trotz Hinweis nicht auf den Portalpreis runtergeht. (In Italien üblich.) Dann nimmt man eben einen Moment in der Lounge Platz, kehrt dann zum selben Rezeptionisten zurück und sagt: Jetzt habe ich eine Reservierung – das säuerliche Gschau gibt es dann gratis dazu.

    Hauptnutzen sind allerdings die Userkommentare: Für die Sauberkeit lese man nur Schweizer, fürs Design die Franzosen, für die Arroganz des Personals den paranoiden Inder, für die Größe der Portionen den gefräßigen Teutschen, um Sibirien zu erleben die wortkargen Russen.

    • Dieses „letztes Zimmer“-Generve ist ja auch noch so eine Sache, die ich verdrängte.

    • eigentlich kriminell
      Wie wäre es, wenn ich Ihr Auto nehme und am Taxistand vorbeifahre und sage – geht doch auch billiger. Sie nutzen die IT-Infrastruktur eines Unternehmens, indem Sie Informationen abschöpfen, die Ihnen zur Nutzung des Portals zur Verfügung gestellt werden und gehen dann direkt zum Hotel, das Sie nie gefunden hätten ohne das Portal. Was Sie als ziemlich clever empfinden ist eigentlich kriminell. Es ist Diebstahl von Informationen zum eigenen Nutzen. Klar, Sie stellen Ihr Auto nicht mit Schlüssel im Schloss an die Straße. Aber wenn Sie es mal versehenlich täten, dürfte ich Ihr Auto auch nicht verwenden.

    • Dann schauen Sie sich mal die Preisvergleichsoption bei Trip Advisor an. Da haben Sie das alles auf Knopfdruck.

  52. Hauptquartier
    Trivago baut momentan im Düsseldorfer Medienhafen ein neues, sechsstöckiges Hauptquartier mit Option auf einen zweiten Bauabschnitt, sprich einem 16 stöckigen Büroturm.

    Scheint sich zu lohnen, deren Buisness.

  53. AirBnB zeigt Provision an
    Anlässlich einer recht kurzfristig gebuchten Japanreise war ich in Ermangelung ausreichender Sprachkenntnisse gezwungen, Buchungsportale zu nutzen. Die Einschlägigen Portale konnten mir allerdings bloß billige Absteigen (mit Gruppenschlafsäälen) oder für meine Absichten zu teure Hotels bieten, sodass ich schließlich bei einem via AirBnB verfügbaren Gästehaus landete und angesichts der hierzulande reichlich negativen Schlagzeilen sehr positiv überrascht wurde. Umso mehr, als dann bei der Bezahlung der Gesamtpreis aufgeschlüsselt wurde (Preis pro Nacht, Reinigungsgebühr und eine AirBnB-Servicegebühr von 15%). Davon können sich die Hotelportale mal eine Scheibe abschneiden.

    Ich hoffe, dass die Situation bei AirBnB so entspannt bleibt und die Drückermethoden dort nicht auch Einzug halten.

  54. Die Aufdringlichkeit der Kriechspur: life is a pop up
    Wer kennt es nicht (oder liegt es nur daran, dass ich einen älteren Laptop habe?): das Warten auf das Öffnen von gewünschten Programmen weil erst einige ungewünschte Pop-ups laden müssen. Neuerdings installieren sich ungefragte updates selbst und legen den Rechner für eine Weile faktisch lahm. Danach zickt die Kiste rum, weil wohl erst der Virenscanner sich an das ganze Zeug gewöhnen muss. Und auch viele Jahre nach Einführung des PC muss man nach Installationen immer erst neu starten um die Software endgültig zu installieren. Die schöne neue Kommunikationswelt, zu der neben der (ab und zu schon, aber eben nicht immer) segensreichen Erfindung des PC auch das Handy gehört, jenes sagenumwobene Stück Hochtechnologie, das vor allem aus Teenies Klatsch- und Tratschautisten macht. Als ob das Telefon und das von ihm transportierte überflüssige Gewäsch eine Neuigkeit wären. Na schön, Hochtechnologie. Und wozu nutzt man sie? Zum Mond fliegen kann man damit immer noch nicht. Aber man kann viel Energie vergeuden, indem man andere mit dem neuesten nutzlosen Tratschmüll abfüllt und sich anschließend zum Grünen-Infoabend verabredet, Thema: Energiewende. Nur eine Schätzung: wenn man die ganze Energie, die durch Handy-Klatsch und Tratsch vergeudet wird einsparen würde könnte man wahrscheinlich schon alle KKWs bei uns abschalten. Aber das Handy verursacht doch keine Umweltschäden, werden sie sagen, kuck mal wie sauber, das kleine Ding, verursacht keine Emissionen, etc. Das kleine Ding muss aber auch geladen werden und die Signale, die es beim Gespräch sendet müssen von Transmitter- und Transformatorenstationen verstärkt werden, und die ziehen ordentlich Strom.
    Und auch die durch Internetkommunikation verursachte soziale Isolation wird immer schlimmer. Leute, die anonym Tür an Tür wohnen, kommunizieren über das Netz, nicht wissend, dass es der Nachbar ist. Statt sich mal guten Tag zu sagen und die Hand zu geben. Dass das viele Sitzen vor fazebuk und co nicht figurförderlich ist dürfte ohnehin bekannt sein.
    Und unangenehme Erscheinungen wie Wizorek kennt man zumindest vom Hörensagen.
    Vor über 20 Jahren war die Talkshow das Gähnfest, das die Leute vor Langeweile erstarren ließ, heute sind es halbstarke shitstorms und tweets, die die Frage aufkommen lassen, um wie viel Prozent der Analphabetismus in den letzten Jahren zugenommen hat. Wohl ein zweistelliger Wert.
    Und was das Kennenlernen von Leuten über Internet angeht: ich weigere mich obstinat, irgendwelche dating-Agenturen zu bemühen aus Angst davor, dass einem dann irgendwelche Mauerblümchen, Ladenhüter oder sonstige Schreckschrauben angedreht werden, die bei ihren posts Bilder von sich mit einem Konterfei von Marilyn Monroe aufhübschen.
    Und bei den einschlägigen Parkplatztreffseiten weiß man auch nie ob man ein geplantes Date nicht mit dem Verlust der Autoschlüssel oder Scheckkarte bezahlt.
    Nein, nein, selbst ausgesucht ist da doch oft besser. Man will ja nicht die berühmte Katze im Sack. Na ja, ab und zu hat das Internet auch ein paar gute Seiten. Aber frische Luft, blauen Himmel und grüne Blätter kann es doch nicht ersetzen!


  55. Daß offline ein besserer Preis gemacht wird, kann ich von meinen eigenen sporadischen Buchungen (in D, I) nicht bestätigen. Eher war es umgekehrt, persönliche Nachfrage ergab einen deutlich höheren Preis als auf der Website bzw. im Buchungsportal.
    Kann mir das nur so erklären, daß Mailanfragen vielleicht weniger Arbeit machen als telefonische (müssen nicht gerade dann beantwortet werden, während man gerade mit einem Kunden spricht).
    Folgespam hatte ich sowohl bei Buchungen direkt über die Hotelwebsite, als auch bei Portalen. Sobald die Mailadresse bekannt ist, wird das gemacht – auch wenn der dadurch erzielte Erfolg noch so gering ist.
    Ohne Hotel- und Flugportale wäre ich ziemlich aufgeschmissen, weil ich da sonst nichtmal die Infos über vorhandene Anbieter zusammenbekommen würde. Eine zentrale Anlaufstelle wie „Haus des Gastes“ (oder früher „Touristeninformation“, noch früher „Fremdenverkehrsbüro“) gibt es nicht überall, wo man hin möchte.

  56. So ist das, wenn mehr Dienstleister beteiligt sind
    Ich nutze diese Vermittlerdienste so, dass ich mir einen Überblick verschaffe, welche Hotels am Zielort verfügbar sind. Diejenigen, die mir gefallen, kontaktiere ich dann direkt. Dasselbe bei Flugbuchungen und so weiter. Auf der hoteleigenen Website erfahre ich deutlich besser, wie das Haus wirklich geführt wird, als auf den paar Bildern eines Portals. Hier erkenne ich nur, welcher Hotelier selbst fotografiert, wer seinen Neffen ranlässt, der mal „ein großer Fotograf“ werden will, und wer einen Profi beauftragt.

    Meine erste Website habe ich vor über zwanzig Jahren verkauft und verdiene mein Geld mittlerweile mit Big Data. Gerade deswegen sind die Leute belustigt, wenn ich bei diversen Internet-Diensten mehr als vorsichtig bin, nicht jede neue App habe, mich Payback und Konsorten grundsätzlich verweigere und als Einziger nicht mit Laptop, sondern mit Notizblock in einer Besprechung sitze. Der Lacher ist ganz meinerseits, wenn die Einschläge näher kommen. Facebook/WhatsApp machen es ja vor, das Geschrei ist dann groß, das Nachdenken nicht.

    • Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich über Apps nichts schreibe: Ich habe die nicht, wie auch vieles andere.


    • Seit Windows 10 ist die ganze Welt eine einzige und in Zukunft ausschließlich cloudbasierte App. Der Renaissance von Linux steht nicht mehr viel im Wege.

  57. Die Auslastungsquote als wichtigste wirtschaftliche Hotelkennzahl
    Sehr geehrter Don,
    wieder einmal ist eine Freude, Ihren Blog zu lesen. Nachdem die FAZ ihre intellektuelle Redlichkeit aufgegeben hat, sind Sie für mich auch eine nostalgische Erinnerung an bessere Zeiten.
    Inhaltlich möchte ich die betriebswirtschaftliche Sicht des Hoteliers herausgreifen. Es sind die Fixkosten, welche die Wirtschaftlichkeit eines Hotels bestimmen, daher ist die Auslastungsquote die wichtigste Kennzahl. Denken Sie an ein Kino: wenn der Film läuft, spielt die Anzahl der Besucher für die Kosten keine Rolle; beim Hotel ist es abgeschwächt (Zimmerreinigung usw.) ähnlich. Die entscheidende Frage ist also, wie der Hotelier eine hohe Belegung erreichen kann. Wenn seine traditionellen Methoden – der Radfahrer, welcher in der Lobby erscheint – nicht ausreichen, ist jeder zusätzliche Vertriebskanal für ihn vorteilhaft, da er zusätzlichen Deckungsbeitrag generiert. Die Frage der Mittelsmannprovisionen ist daher nachrangig.

  58. Je nachdem ...
    Don,
     
    wenn man immer nur an die gleichen Orte fährt oder als Privatier die Zeit hat (und in dieser nichts Schöneres zu tun!), z.B. für eine Etappenreise mehrere Hotels ausfindig zu machen, die jeweils einem halben Dutzend Kriterien genügen sollen (Lage, Sterne, Garage, WLAN, Pool, Verfügbarkeit, gute Gästebewertung …) – dann bedarf man solcher Portale nicht.

    Da ich – teils mit dem Radl teils mit meinem „Boliden“ – gerne unbekannte Gegenden erkunde, mithin nicht zu der „Ich fahre seit 25 Jahren nur nach Südtirol“-Fraktion gehöre nutze ich die Portale sehr gerne.

    Zudem bieten einige die Option, bis kurz vor Ultimo zu stornieren, was der Hotelier meist nicht bietet (schon probiert), eine Möglichkeit, die ich mitunter auch nutze, z.B. wenn das Wetter in der Zielgegend fürs Radeln dann doch zu arg ist.

    Mithin bieten mir diese Portale eine erhebliche Zeitersparnis und Flexibilität, mit der ich bisher sehr zufrieden bin. Dass das was kostet, ist mir klar und ich zahle das gerne. Dass ich da nicht alleine bin, lässt diese Portale überleben. Den Spam konnte ich bisher einfach und zuverlässig abbestellen.

    Übrigens bin ich oft und gerne in Südtirol, buche da dann auch immer direkt. Insofern spiegelt Ihr Beitrag eine etwas beschränkte Sicht auf das Reisen wider.

    Unschön sind natürlich Manipulationen der Portale bei der Bewertung oder Positionierung der Hotels – doch welcher Hotelier stellt nicht auch die besten Bilder auf seine Website und in seinen Prospekt, und vermittelt so einen Eindruck, der mitunter mit der angetroffenen Realität weniger zu tun hat? Das Netz reagiert auch hier – so hat Amazon kürzlich Bewertungen von gesponserten Rezensenten abgestellt.

    Natürlich wäre ich auch lieber ein römischer Senator in der friedvollen Kaiserzeit und käme ohne das böse Internet und Schurken wie Google oder Amazon aus. Ich lebe aber heute und nutze daher, was mir das Leben erleichtert. Da bin ich ganz YOLO.

    Hinsichtlich der Zeitgenossen, die lieber tippen als telefonieren, stimme ich Ihnen freilich zu. Ironischerweise sind aber doch gerade hier ganz sicher besonders viele von diesen versammelt.
     
    Herzlichst
    Robert

    • Das ist alles fraglos richtig – aber:

      Was ich gemerkt habe ist, dass so ein fest gebuchtes Zimmer sehr ositiv für die Motivation ist. Man kann eigentlich nicht mehr zurück, man muss es schaffen, komme was da wolle. Gerade für einen verweichlichten Puschel wie mich ist das wichtig.

    • Ein Tag des Jahres kann nicht wiederholt,
      wohl aber ein Pullover morgen auch noch verkauft werden. Das ist der Unterschied. Es gibt Leute, die buchen im Frühjahr an 3 verschiedenen Destinationen ihr Urlaubsquartier. Rückt der Termin im Sommer näher, schauen sie nach dem Wetter und sagen an 2 Orten wegen“ Krankheit“ ab. Denen muss der Zahn gezogen werden, zu Recht.Eine Buchung ist ein Vertrag, ganz einfach.

      Persönlich habe ich noch nie eine Rechnung gestellt, weil da meisten Kurzentschlossene ins Spiel kommen und ein paar Tage von uns geschluckt werden, was aber Kulanz ist.

      Die Option, die Sie da beschreiben, halte ich für Nötigung seitens des Portals gegenüber dem Vermieter…

    • fishing for compliments
      wir müssen mehr loben und preisen, fürchte ich. WEnn sich unser Held (sic, no pun) als verweichlichter Puschel bezeichnet, wsenn er als Donnie postet, dann muß Awe ran.
      Don, ja Sie haben recht, Sie sind nicht Eddy Mercks und nicht Alberto Tomba. Welcher SLK vergleicht sich auch mit dem Bugatti Chiron.
      Doch vergleichen Sie sich besser mit normalen Mittvierzigern auf dem Rad oder beim Kraxeln.
      Ihre Leistungen beim Radeln, Rodeln, photographieren und Schreiben bewundere ich.
      Und viele andere Leser auch.
      Sie NonPuschel.

    • "verweichlichten Puschel wie mich"
      das lassen sie mal nicht thorsten haupts hören – in reminiszenz an die guten alten zeiten im weissen salon.

      bonne journée!

  59. Wenig Ahnung
    Don Alphonso hat ziemlich wenig Ahnung von Marketing, Vertrieb und Betriebswirtschaft. Er denkt, wie viele Hotels auch: Kunden fallen vom Himmel – oder heute – aus dem Internet. Dass aber die Kundengewinnung einen erheblichen Kostenauwand für die Hotels darstellt, übersieht er.
    Diese Kosten müssten bei korrekter Betriebsführung aber in den Preisen einkalkuliert sein, denn Marketing- und Vertriebskosten eines Hotels, sollten in die Preise einfließen. Die müssten also anteilig auf jedes Biosemmelchen vom örtlichen Bäcker aufgeschlagen werden. Tut er das nicht, greift die naive Logik des Autors – spar beim Zimmermädchen.
    Wenn aber ein anderer, also das Portal, die Kundengewinnung übernimmt, dann soll der doch diesen Anteil abschöpfen, weil er es verdient hat. Würde er die Provision aufschlagen, zahlt der Kunde doppelt, das wäe ungerecht und betriebswirschaftlich doof. Richtig schlimm sind die Bestpreisgarantien der Hotels bei Buchung über die eigene Seite. Das Signal ist doch – ich mach mir selbst den Preis kaputt – frag mich nur. Das suggeriert ja sogar der Titel des Artikels. Das wird sich rächen, denn die Preisspirale geht weiter nach unten – zu Lasten … wie im Artikel beschrieben. Kriminell sind die Empfehlungen der Branchenverbände der Hotellerie. Die sagen, schau auf dem Portal nach, was angeboten wird und rufe dann beim Hotel an und hole den günstigeren Preis. Neben dem gesteigerten Zeitaufwand für den Gast, ist das eine missbräuchliche Nutzung der Buchungsmaschinen der Portale, die mit gewaltigem finanziellem Aufwand erstellt wurden.

    • So ist nun mal das Leben.

    • Titel eingeben
      Aufwand der Portale? Valentin würde sagen: „Ja, mei.“

    • @ichja
      Ich glaube, wir haben nun alle begriffen, dass Sie leidenschaftlicher Betreiber oder Angestellter eines Hotelbuchungsportals sind.

      Das Hotel macht sich mit Bestpreisgarantien den Preis kaputt. Ich komme aus dem Lachen schier nicht mehr heraus.
      Die Portale verlangten die Bestpreisgarantie, weil die Kunden darauf herein fielen. Wenn ich als Hotelier 15% Kommission spare bei einer Buchung über meine Seite und davon 5% dem Kunden zu Gute kommen lasse, 5% nehme für die Finanzierung meiner Website und deren Listing bei google, habe ich immer noch 5% mehr in der Tasche als bei einer Buchung über ein Portal, das sich weder um das Hotel noch um den Gast schert.

    • Rund umma dumm
      „Die sagen, schau auf dem Portal nach, was angeboten wird und rufe dann beim Hotel an und hole den günstigeren Preis. Neben dem gesteigerten Zeitaufwand für den Gast, ist das eine missbräuchliche Nutzung der Buchungsmaschinen der Portale, die mit gewaltigem finanziellem Aufwand erstellt wurden.“

      Nuja, missbräuchlich, scho.
      Auch ein kleiner Hotelier im Lande der preisbewussten Sparhälse schaut halt, wie er sich helfen kann. ;-)

      Das wird „nur“ der gleiche Dreh empfohlen wie beim Fachhändler: Beratung offline einholen und dann im Internet einkaufen gehen. Nur hier andersrummig, rundummadum (bair.).

      Vom Prinzip her haben Sie natürlich recht – doch ich mag einfach diese Portale nicht sonderlich. Auch Jobportale sind mir zuwider, eines wie das andere. Stehen doch immer mehr davon dank ihrer TEURO-Spendings für SEO und SEM genau vor meinem bescheidenen, mühsam selbst erarbeiteten Webauftritt und verschandeln nicht nur aus meiner Sicht, sondenr auch dem Suchenden die Suchergebnisseite, der gar keinen Job sucht. Da soll man nicht kotzen dürfen, wenn der Traffic sinkt, weil Google alles mit Adwords zukleistert und diese Großkotze sich mit ihren unbrauchbaren lokalen Algorhythmen breit machen.

  60. Rent-a-car-portal
    Was Hotelzimmer betrifft, scheine ich immer den Höchstpreis zu bezahlen. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich fast nie im Voraus buche, weil ich mich nicht im Voraus darauf festlegen möchte, wie weit ich fahren oder radeln werde.
    .
    Aber mit Portalen habe ich im Sommer eine amüsante Erfahrung gemacht. Für unseren Aufenthalt in Kanada buchte ich ein Auto im Voraus. Dann fuhr mir jemand in das Auto – eindeutig seine Schuld, die er aber erst einmal abstritt. Wir gingen zur Polizei, und der Polizist erklärte mir, was ich bezüglich der Autoverleihfirma zu tun hatte. Er legte mir ans Herz, sofort dort anzurufen, ein Mann mit einem Führerschein aus Alberta gegen eine Dame mit niederländischen Führerschein auf einer Insel in Britisch Columbia, dass könnte schwierig werden. Beim Autoverleihbüro stellte sich heraus, dass ich das Auto über ein Portal gemietet hatte, was mir in der Eile seinerzeit nicht aufgefallen war. Dieses Portal war in Griechenland und da war auch die Eigenversicherung. Von da würde ich nie etwas zurückerstattet kriegen. Weil ich mich aber korrekt verhalten hatte, musste ich letztendlich nichts zahlen. Die entscheidenden Kräfte vom lokalen Polizisten-TÜF einigten sich darauf, dass der Mann aus Alberta schuld war. Nächstes Jahr werde ich genau aufpassen, wenn ich wieder ein Auto miete und mich nicht vor einem Portal verführen lassen.

  61. Religion
    Mit dem Internet ist es wie mit dem lieben Gott, er sieht alles, hört alles, schaut, dass jeder das Seine bekommt – in der Theorie, als Konstrukt. In der Praxis herrscht aber das weltweite Religionsoligopol über unseren Zugang zum Himmel und bestimmt ihn nach den eigenen Regeln. Der völlig transparente Markt führt nicht, wie das die klassische Ökonomie, für die Informationsmangel ein Marktversagen ist, annimmt, zu mehr Entscheidungsacht der einzelnen Marktteilnehmer sondern eben zu erhöhter Macht der Vermittler. Insofern ist ja auch die klassische Ökonomie eine Religion. So wie die Welt, wie sie in der Realität ist, für sie ein riesiges Marktversagen ist, ist sie für die religiösen Menschen ein Himmelsversagen.

  62. Happige Provision beschneiden
    Wir haben im Sommer auf der Fahrt in den Urlaub in Lothringen Station gemacht, im Haus einer sehr gastfreundlichen Frau. Schnell gebucht bei Booking.com. Booking gehört aber Google und taucht deshalb zufällig immer ganz oben in der Suchergebnisliste auf. Dafür nimmt Google 17% (!) Provision von einem schmalen Übernachtungspreis, wie sie uns erzählt hat. Derjenigen, die die Arbeit und das tolle Frühstück macht, bleibt unverhältnismäßig wenig.
    Es macht absolut Sinn, mit Google zu suchen und dann ein zweites Mal gezielt nach einer Telefonnummer, am besten über Bing, um den Halsabschneidern eins auszuwischen und den Lohn für den Anbieter zu steigern. Kostet nur ein Gespräch.
    Spätestens beim Wiederkommen aber ist das eine moralische Pflicht. Neu buchen über den Middleman ein kleiner Affront gegen den Gastgeber. Deshalb sollte man ganz altmodisch eine Visitenkarte mitnehmen und zuhause in einen Sammler stecken. Eine private Datenbank zum beiderseitigen Nutzen: nichtdigital, abhörsicher, autonom, goldwert.

  63. Motivationen
    @Don:
    Ja, eine nicht stornierbare Buchung motiviert vielleicht etwas. Wenn das Geld aber nicht wirklich weh tut, hält sich das in Grenzen …

    @ichja:
    So sieht es aus. Am Ende sucht jeder im Rahmen des Konstruktes seine je optimale Lösung. Die auch ein unfairer Umweg sein kann. Der ist zwar sanktionsbewehrt – also riskant, aber manche probieren es. Solange genug Spielteilnehmer so spielen, dass es sich für die Betreiber rechnet, wird es das Portal geben.

    Glücklich die, die ohne das Portal ausgebucht sind, weil sie so gut sind.

    Der Rest soll nicht jammern, denn noch gibt es keine von Frau Kahane durchgesetzte Zwangsmitgliedschaft bei den Portalen.

  64. Der beste Preis ist offline
    „…zahle ich lieber einen Euro mehr an den Hotelier, denn einen Cent an den Spammer.“
    Lieber Don Alphonso: zumindest in den Hotels in Deutschland zahlt der Gast in den meisten Hotels heute weniger wenn er direkt bucht – den obersten deutschen Gerichten, die der von den Portalen einst geforderten „Ratenparität“ eine Absage erteilten, sei gedankt! Sprich: der Hotelier verlagert, wenigstens zum Teil, die zu zahlende Provision auf jenen Gast um, der über das Portal bucht. Ich finde das eine ehrliche Anwendung des „Maklerprinzips“.

  65. OT: Der Bundesrat schließt sich den Grünen an
    und will ab 2030 Verbrennungsmotoren verbieten. Halleluja, unsere Zukunft, nicht die meine, wird gar lustig werden und der Strom kommt immer noch aus der Steckdose…

    http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/elektromobilitaet-kolbenfresser-14483991.html

    • "OT: Der Bundesrat schließt sich den Grünen an"
      Sorry, Frau Simon. Diese Ente kaufe ich auch heute nicht.

      Aus der Länderkammer … blog von neulich … haben alle Parteien mehrheitlich zugestimmt und zwar in Beantwortung eines EU-Aktionsplans. Der wiederum hat bestechende Schnittstellen zum parallelen „Master-deal“ des Hn. Schäuble, der sich im Schatten der von allen gefeierten Bund-Länder-Finanzausgleichs-„Reform“ mal eben die Bundes-Autobahnen aus den Teilverantwortlichkeiten der Länder gelöst und exklusiv auf Zentrale Bundesebene verschoben hat. Dazu wiederum hatte das GRÜNE BaWü ein excellentes Rechtsgutachten erstellen lassen. Hatte ich verlinkt. Was aber nun den Herrn Gabriel dennoch nicht davon abgehalten hat, einen Rundbrief an alle SPD-Mitglieder zu versenden mit einer Eigentums-Ansage darin die Bundes-Autobahnen betreffend, gegen die nun wiederum im vorläufig letzten bekannten Akt ein Rechtsprofessor der Goethe-Uni in Frankfurt mit einer deftigen Klarstellung auf den Plan gerufen hat …

      http://www.epochtimes.de/reise/juraprofessor-gabriel-taeuscht-vor-autobahn-privatisierung-im-neuen-finanzausgleich-sei-ausgeschlossen-a1953236.html

    • ... und das mit der CDU
      Dass Grüne und Sozis geistig so schwach sind wie ideologisch stark ist ja nichts neues. Dass aber auch die CDU jede Vernunft fahren lässt, wohl um 2017 als viertes Rad bei RRG mitspielen zu dürfen, macht Angst.

    • fahrende iPhones?
      „500 Kilometer Reichweite und Aufladen in zwanzig Minuten bekommen wir bald hin, versprechen die aus der Defensive argumentierenden Autohersteller.“ In zwanzig Minuten elektrische Energie transferieren um 2 Tonnen über 500 km zu bewegen – können wir uns dann die Straßenbeleuchtung sparen, wenn nicht nur in Berlin allabendlich Autos brennen?

    • Was Gabriel schwätzt...
      ihm zu glauben müsste man wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Ich hatte ja letzte Woche schon auf die Widersprüche hingewiesen.

      Wenn die GGänderung durch ist, wird auch die BAB privatisiert und Gabriel wird das dann als Gegenleistung für Zinsverluste bei den großen Versicherern verkaufen, was uns armen Dödeln ja dann zugute käme.
      DdH meinte ja noch, dass das nie kommen wird, zumindest nicht, solange die Maut nicht geklärt ist. Heute zeigte der WDR/AS den Aufbau einer Mautsäule, die auf irgendeiner Bundesstraße LKWs erfassen soll. Um die Straße und den Zeitpunkt zu nennen, müsste ich die Mediathek der Düsseldorfer aktuellen Stunde bemühen. Auf jeden Fall wird das dann wohl parallel laufen.

      Dass eine entsprechende Empfehlung, Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitraum zu verbieten, an Brüssel gehen wird, bezweifel ich nicht. Man setzt einerseits die Industrie unter Zugzwang, den sie aber wahrscheinlich nicht in der gewünschten Form bewältigen kann. Und wie die Infrastruktur für die „Betankung“ zu schaffen sein soll, steht ja wohl auch noch in den Sternen, auch wenn die EU nun bei Neubauten Steckdosen für Autos fordert.
      Es wird wie mit der sog. Energiewende laufen, also mehr schlecht als recht. Der Verbraucher zahlt’s ja.

      Es ist eine ungute Entwicklung für den Standort D, aber vielleicht ist gerade das beabsichtigt. Wer weiß schon, was in der neuen Weltordnung, von der Merkel u.a. faseln, alles vorgesehen ist.

  66. Weil im Text des Don von Padua die Rede ist,
    de Montaigne erwähnt das günstige Leben in Padua für Studenten, und solche, die danach auch noch bleiben, in seinem Reisebericht von 1582.
    Ein sehr lebendiger Text, bei dessen Lektüre man das Gefühl hat, den Akteueren über die Schulter zu schauen.

  67. men in the middle
    Die Zeitarbeitsfirmen vulgo Sklavenhändler der Moderne. Ein wahrhaft ergiebiges Thema – nicht nur für onliner.

  68. Man in the Middle
    Als solchen würde ich Sie, Don Alfonso, in diesem Fall gerne haben: Mit garantiert analogen Übernachtungstips für die Alpentour. Ist das machbar? Sanktionen sind nicht zu erwarten, und Sie helfen mir und den Hoteliers.

  69. Would that it were so simple?
    Tja, wie immer muss man es mit dem Hammer ins Gesicht hauen, ansonsten versteht es keiner…also:

    Das Internet ist das, was früher der Buchdruck war.

    Und so wie früher alle über den Roman und die Tageszeitung und die Bibel geschimpft haben, so schimpft heute der Don über den „man in the middle“. Dabei ist der Don auch nur ein solcher „man in the middle“, und zwar einer von denen, die im Laufe des Buchdruck ihr Einkommen durch die Vermittlung von Information erlangten, d.h. Informationen die die Menschheit eigentlich nie benötigte. Welcher Mehrwert besteht in den Beiträgen der FAZblogs? Wie soll man dafür Geld zahlen, dass einer darüber klagt, dass die moderne Welt auch nicht besser als die Vormoderne ist war sein sollte?

    Der einzige zusätzliche Wert von Dons Beitrag liegt dann im Unterhaltungsbereich, d.h. man kann sich „ne gute Zeit machen“.

    Darin liegt aber auch der eigentliche Sinn von HotelPortalen im Netz, man verbringt seine Zeit beim Beobachten aller Möglichkeiten, d.h. es ist wie beim Shopping: Der eigentliche Mehrwert besteht im Betrachten seiner Optionen, nicht im eigentlichen Kauf.

    • OTAs sind Mist - für jeden der hinter die Fassaden schaut.
      Den Hotels geht richtig Geld verlören durch die 15 – 20% Provisionszahlung, die die OTAs nehmen. Diese Profisionssätze kennt kein Gast und wenn er sie erfährt, ist er erschrocken, was ich selbst vielfach erlebt habe.
      Der Gast bekommt dass Zimmer entweder gleich teurer angeboten, weil die Hotels diese Gebühren (teilweise) weitergeben oder er bekommt das Zimmer günstiger, muss aber Frühstück (bis zu 19€/Tag), Wellnessbereich (15€/Tag), Fahrradverleih (10€/Tag), etc. zusätzlich zahlen, so dass die Direktbuchung, bei der alles inklusive ist, doch günstiger ist.
      Liebe Leute, schaut immer erst die die HP der Hotels, bevor Ihr über ein OTA bucht! Es lohnt sich (fast) immer!

  70. Titel eingeben
    Um sich klar zu machen, was in der Branche der Hotelportale verdient wird, sollte man sich dies zu Gemüte führen:

    http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/inhalt/buchhalterin-hotelvermittlung-untreue-prozess-100.html

    2,5 Millionen Euro, die unterschlagen wurden, sind nicht vermisst worden. Erst durch die Selbstanzeige wurden die Portalbetreiber auf den „Verlust“ aufmerksam gemacht.

  71. Hotelindustrie
    Seit wann ist Zeit kein Geld mehr?

    „Natürlich gibt es auch einen Markt für [soziopathische] Kunden, die gern direkten Kontakt vermeiden, Kästchen ausfüllen, ihre Daten hergeben und Stunden damit zubringen, den besten Preis zu finden und vergessen.“

    Nix Stunden. Die Webseiten haben Filter und man kann nach Preis oder anderen Merkmalen sortieren. Man optimiert aber immer nach Preis + Lage + Komfort, schließlich will man keine weiten Wege zur Messe/Konferenz/Altstadt … Die Zeit verbringt man damit einen Ausgleich verschiedener Kriterien zu finden.

    Bemerkenswert, dass booking.com oder andere Portale noch keine eigenen Hotelketten, ggfs. als Tochterfirmen, betreiben. Die Industrialisierung des Wohnungsbaus ist zumindest im Westen ins stocken geraten, weswegen die Kosten für Unterkünfte wieder steigen, statt zu fallen, so wie sie es eigentlich sein müsste. Bekanntlich ist das ein Problem, dass man auch und gerade das Silicon Valley nicht gelöst hat.

  72. Booking, HRS, Trivago und andere Reisemitteler
    Ich schaue zwar immer bei Booking nach dem besten Hotel und Preis-Leistung, buche aber immer direkt über die eigene Hotelseite.
    Booking, HRS, Trivago und Co. geben alle Verantwortung an die Hotels ab und sollen dafür noch Geld bekommen? Da mach ich nicht mit!

    Den besten Preis gibt es immer auf den eigenen Hotelseiten und wenn nicht ruf ich kurz durch und frag einfach nach. Die meisten Hotels sparen sich gerne die Vermittlerkosten die sie sonst abgeben müssen.

    Ich persönlich jedenfalls sehe nicht ein jemandem Geld zu geben, der es nicht verdient.

    • Titel eingeben
      Ich habe sehr oft die Erfahrung gemahct dass von diesen Portalen Expedia in der Tat die besten und neuesten Angebote hat.
      Recherchieren und DANN beim Hotel selber checken…

  73. Danke an ichja
    @ichja
    du hast wenig Ahnung.
    Meinst du die Hotelwebseiten erstellen sich von selbst und haben nichts gekostet?
    Die Hotels geben auch genügend Geld für Marketing und Webseiten aus, nur haben die eben nicht so viel wie solche Monster-Anbieter die außer weniger Personal auch fast keine Anderen kosten mehr haben.
    Klar haben die die Kohle.
    Wenn du das schon so rausrechnest und auf die einzelnen Bereiche verteilst, dann rechne mir mal vor welcher Teil des Zimmerpreises dann für die Hotelseiten abgerechnet werden kann, wenn die Gäste alle über andere Portale buchen und der Marketinganteil an die Monster-Anbieter geht.
    Die Hotels zahlen nämlich damit doppelt für Marketing, nicht der Gast.

    • So ist es
      Mich hat man von TUI bis Trivago auch angeschrieben. Und ja, sie übernehmen unsere Webseiten auf ihre Portale. Was @ichja schreibt, ist Quatsch.Die Informationen kommen von u n s – und zwar komplett.
      Sie dürfen mit unserem vollgetankten Auto fahren, wenn wir es zulassen.

  74. trivago ist eine Hotel-Metasuche
    trivago ist eine Hotel-Metasuche. Also ist trivago kein Zwischenhändler, sondern „nur“ eine Suchmaschine, die den Nutzer auf andere Seiten weiter leitet. Dies können OTAs (Online travel agencies) sein aber auch direkt die Seite des Hoteliers. trivagos Ziel ist es, das Hotel mit dem günstigsten Preis zu finden.

    • Trivago gehört zum Expedia Konzern
      Trivago ist keine Hotel Metasuche – gefunden wird dort nur, wer auch an trivago zahlt!

      Wir bieten bei Direktbuchung unseren Gästen den wirklich günstigsten Preis, dieser erscheint aber nur dann auf Trivago wenn wir pro Klick dafür zahlen – das waren im September mehr als € 300,00.

      Verdienen daran tut einzig und allein der Expedia Konzern, entweder über die Trivago Klick Kosten oder – wenn man sich nicht listen lässt – über die 18-25 % Provision, die man als Hotel an Expedia zahlen muss!

      Von wegen Meta Suche!

    • Titel eingeben
      OK,ich bin halt generell misstrauisch….

  75. Titel eingeben
    Bin selbst Hotelier und staune, wie blind die Bucher booking & Co. vertrauen.

    Wir haben es selbst schon erlebt, dass Gäste die bereits im Hotel waren und ihre Hotelübernachtung verlängern wollten, dies lieber in ihrem Hotelzimmer, mit gratis W-LAN, gemacht haben anstatt mit uns an der Rezeption zu sprechen. Selbstvertändlich war das Angebot bei booking & Co nicht günstiger als bei uns!

    Schöne neue Welt…

    Ist den usern den gar nicht klar, dass die teilweise saftigen Gebühren der OTA´s wie wir sagen (online travel agencies) der Hotelgast zahlen muss?

    Leider gibt es aber auch Hoteliers, die so „schlau“ sind, bei den OTA´s günstigere Zum Gluck ist dies jedoch die Ausnahme. Solche Aktionen stärken jedoch weiter die OTA´s.

    Sie fahren milionenschwere Werbekampagnen und suggerieren dem Verbraucher bei ihm seien sie am besten aufgehoben. Sie schwimmen im Geld, verdienen sehr viel im Gegensatz zu geleisteten Arbeit. Die Hotels spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.

    Das eingekaufte ranking, was nun bei hrs bemängelt wurde ist nur eines von vielen Ungerechtigkeiten gegenüber der Gäste und Hotels. Ja so ist es: Die Hotels, die am moisten zahlen, sind an der obersten Stelle gelistet. Für mich klare Täuschung.

    Ich sage nur: BOOKING. YEAH!!!


    • Das eingekaufte ranking
      ah, ist es wieder so weit.
      Zeit für neue Hotelsuchmaschinen….
      (Vor Google gab es Altavista. Das war anfangs recht gut, aber sie machten ihr Geld dann mit Ranking- und Linkverkauf. Nach kurzer Zeit war es nur noch ein einziger unbrauchbarer Müllhaufen. Das trug mit zum kometenhaften Aufstieg von Google bei, die Suchergebnisanzeige und Anzeigen zumindest die ersten langen Jahre fein säuberlich trennten. Inzwischen müllt Google auch ziemlich rum. Es wäre an der Zeit für Konkurrenz…)

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