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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Oettinger sehen, Brexit verstehen

| 137 Lesermeinungen

Die Art, wie wir fernsehen oder Videos anschauen, mag sich verändert haben, nicht jedoch unsere Werte. Mit diesen neuen Vorschriften werden wir den Medienpluralismus sowie die Unabhängigkeit der für audiovisuelle Medien zuständigen Regulierungsstellen wahren und sicherstellen, dass auf Videoplattformen für die Aufstachelung zum Hass kein Platz ist. Außerdem wollen wir für gleiche Wettbewerbsbedingungen, verantwortungsvolles Verhalten, Vertrauen und Fairness im Umfeld der Online-Plattformen sorgen.

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Man wird es nicht für möglich halten, aber das ist eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission, und darin ein Zitat des Kommissars für digitale Wirtschaft, Günther Oettinger. Von Oettinger kursiert gerade das Video einer Ansprache, in der er, um es vorsichtig zu sagen, in gelöster Stimmung Chinesen anhand ihrer Körpermerkmale beschreibt. Sie seien “mit schwarzer Schuhcreme“ gekämmt. Ausserdem lässt er wissen, wie wenig er von Gremien in Europa hält, lästert über Horst Seehofer, die Mütterrente und letztlich über eine “Pflicht-Homoehe“. Hätte er es bei Antiseehoferismus und Gremienfeindlichkeit belassen, wäre es vermutlich nie zum Aufschrei gekommen. Rassismus und Homophobie jedoch können auch einem hohen EU-Vertreter gefährlich werden, wenn er wie Oettinger derartig offen zeigt, wie er denkt, wenn er nicht gerade anderen Vorschriften über ihre Netznutzung und Inhalte macht. Mit seinen “Werten“.

Lamgjährige Beobachter seiner Politik werden sich nicht ganz eines leichten Lächelns enthalten können, denn zwei Kernbestandteile prägten die Arbeit des Digitalkommissars: Auf der einen Seite wurde es Oettingers Mantra, die Bedeutung der Daten hervorzuheben: “Wer die Daten hat, hat die Macht“, betonte er immer wieder. Zwar geht in Demokratien der EU die Macht vom Volke aus, weshalb es eigentlich oberstes Interesse der Kommission sein müsste, diese Macht auch mit Datenschutz zu sichern. Daten entscheiden heute über Beruf, Liebe, Leben und Tod, sei es durch Krankenakten oder durch einen Drohnenangriff durch unsere Menschenrechtspartner in den USA. Aber Oettinger sah es ganz anders: Die EU sei “hypersensibel“, was den Datenschutz angeht, und im Rahmen der von ihm gewünschten Industrie 4.0 betonte er immer wieder den Wert und die Wertschöpfung von Daten, wie etwa im Autoverkehr. Daten als Rohstoff der von ihm geförderten Wirtschaft vertragen sich nun mal schlecht mit dem Wunsch der Menschen, die Kontrolle zu behalten.

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Wenn Sie Dantes Inferno kennen: Da hat sich der Autor für alle Sünder passende Strafen ausgedacht, die jeweils der Natur ihrer Sünden entsprechen. Lügnern wird die Zunge herausgerissen, Unzüchtige erleben wenig erbauliche Geschlechtsakte, Prasser verhungern – Oettinger würde im Sturm aus Fäkalien bestens hinein passen, denn jemand hat eine Kamera auf ihn gerichtet. Und damit die Daten. Und die Macht, sie auch weiter zu geben, und damit auch einiges an Macht über Oettinger, der jetzt einmal sehen kann, wie es ist, wenn er die Kontrolle über seine Daten hergeben musste. Zum Klagen besteht kein Anlass: Wer wird hier denn bitte hypersensibel werden. Auch Medien wollen ihre Industrie 4.0, also ihre Empörungsindustrie 4.0. Der Sozi beliefert sie durch ein Leak im Ministerium mit Kinderehen, der Oettnger mit Homo-Pflichtehen.

Spass beiseite: Das Traurige ist, dass nur ein paar grobe, verbale Fehlgriffe jetzt drohen, die politische Karriere von Oettinger vorzeitig zu beenden. Seine offensichtlich schrägen Einlassungen zum Leistungsschutzrecht haben ihm nur bei Aktivisten geschadet. Die Ungeheuerlichkeit seiner Forderung, Onlinejournalisten durch die Verleger auf Linie bringen zu lassen, um ihnen in Europa ein politisches Geschenk zu machen, das schon auf nationaler Ebene nicht funktioniert hat, hatte nur kurze und begrenzte Aufregung zur Folge. Oettingers Forderungen nach einer “europäischen Datenschutzgrundverordnung“, mit der diese EU und dieser Kommissar Kompetenzen der Mitgliedsländer an sich ziehen würde, werden überhaupt nicht mehr hinterfragt. Wie ein “digitales Zivilrecht“ aussehen würde, über das Oettinger laut nachgedacht hat, wird man nach seinem möglichen Amtswechsel, und will man angesichts seiner Wertvorstellungen nicht mehr erfahren.

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Die entscheidende Frage ist eher: Was ist das für eine EU, in der so ein Typ an so eine Stelle kommen kann? Oettinger ist noch nicht mal ganz freiwillig auf diesem Posten gelandet, er wurde dort, weil im Geklüngel von Brüssel kein anderer Platz da war, mehr oder weniger geparkt. Da ist dann ein alter Mann für einen Zukunftssektor zuständig, der das Leben aller jungen EU-Bürger beeinflussen wird, und lässt deutlich erkennen, wie er die Paradigmen der Netzpolitik verändern möchte: Bürgerliche Freiheiten sind hinderlich, wenn es um das Geschäft, die Verwertung und das Datensammeln geht. Dass Echtzeit-Gesundheitsüberwachung ebenso negative Konsequenzen wie totalüberwachtes Autofahren haben kann, kommt in seiner Vorstellungswelt nicht vor. Er stellt das Wohlergehen der Wirtschaft und nicht die Folgen für die Menschen in den Mittelpunkt: So eine Politik kann man sich nur leisten, wenn man in einem lenkungsdemokratischen System wie der EU-Kommission mit einem alternativlosen Duo Schulz-Juncker Hinterzimmerabsprachen trifft.

Speziell Oettingers Politik ist dazu angetan, aus einem Alten Europäer wie mir, der den Frieden und die Freiheiten der Europäischen Einigung sehr begrüsst, einen Skeptiker zu machen. Die Vorstellungen des Kommissars widersprechen allem, was in meinem Umfeld über das Internet gedacht und geschrieben wird. Der Schlachtruf des Brexits “Take back control“ wird nachvollziehbar, wenn man sieht, wer mit welchen Methoden im Internet die Kontrolle übernehmen will – was Oettinger von Andersdenkenden hält, hat er ja hinlänglich gezeigt. Man muss in keinster Weise mit den Faranges, Le Pens, Petrys, Grillos, Straches und Salvinis dieser Welt und ihrem EU-feindlichen Populismus überein stimmen. Aber die Frage nach Verbleib oder Ausscheeren wäre auch die Frage, ob man ein Bekenntnis zur real existierenden Kommission ablegt. Will man, dass einer wie Schuhcreme-Homo-Pflichtehe-Oettinger über die eigen Daten und ihre Benutzung mit Milliardeninvestitionen entscheiden kann?

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Bei einer Austrittsentscheidung kann man nicht “Nein, aber“ sagen. Man kann nur befürworten, ablehnen oder daheim bleiben, weil es einem die Sache nicht wert ist. Genau das ist beim Brexit bei den jungen Erwachsenen passiert. Oettinger ist nur ein Symptom der Krise, in der die EU sich befindet, und es gibt neben ihm auch noch genug andere Gründe, die Brüsseler Struktur nicht zu schätzen. Als Wähler hat man kaum Einfluss darauf, und sollte sich Oettinger nun mit seinen Sagern und der immer noch arroganten und uneinsichtigen Nichtentschuldigung selbst aus der Kommission gekegelt haben, gibt es keinen Grund zur Hoffnung, dass seine Nachfolger etwas ändern. Die EU müsste Gründe liefern, warum man sich zu ihr bekennen möchte. Sie könnte sie besonders leicht dort liefern, wo alle sind und Interessen haben: Im Netz. Da gab es aber nur Oettinger.

Und ein Wechsel ändert an dieser EU so wenig wie ein Rücktritt.

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137 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Dieser Oettinger haette von der Saga Bernhard Vogel wissen muessen. Lesen kann er doch?

    Seine Teufelsaustreibung machte die CDU matt. Pfeife Mappus ist nicht schuld am gruenen Kretschman. Oettinger hat das CDU Debakel, hat Rot-Gruen und Gruen-Schwach; Oettinger hat den Niedergang BWs zu Badn-Wuerschtlesberg verschuldet. Oettinger ist ein kurzsichtiger Egoist. Ciao

  2. Sehr genaue Beobachtung:
    „nur ein paar grobe, verbale Fehlgriffe jetzt drohen, die politische Karriere von Oettinger vorzeitig zu beenden …“

    Haltung 2.0 – Reden ist wichtiger als Handeln. Und wer was falsches sagt, ist draussen. Einfacher kann man es profesionellen Blendern nicht machen.

    Übrigens war Oettinger einmal ein durchaus angesehener, weil fähiger, Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes. Was nur beweist, dass Bewährung in einem Amt ein nur schwacher Indikator für die Bewährung im nächsten ist.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Der Mann nach der Stadt am Rande des Meteoriden-Impacts
      „Übrigens war Oettinger einmal ein durchaus angesehener, weil fähiger, Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes.“
      .
      Hihi, genau deswegen wurde er nach Bruxelles umgebettet. Leider gab es diese Institution zu Filbinger noch nicht. Hätten Sie das da oben vom Lothar behauptet, dann….
      .
      Aber wie man auch weiterhin sehen kann, ist dieses Bundesland kraft seiner Bürger, zu denen auch die Industriellen gehören, ein Selbstläufer. Ob das nach den massenhaften Schenkungen so bleibt, darf bezweifelt werden.
      (DdH)

  3. Titel eingeben
    Das ganze Oettinger – Gesamt- Zitat war (Erinnerungsprotokoll, sinngemäss): „Jetzt stehen Frauenquoten, Benachteiligung von Frauen, Gender Pay Gap und die Pflicht-Homo-Ehe auf der Tagesordnung, aber nichts, was der Bedeutung Deutschlands angemessen ist“. Das war eine Spitze, dass man bei uns die gesamte Zeit und Energie mit Diskussionen der nebensächlichsten Nebensächlichkeiten verpulvert, mit Meta-Diskussionen, nicht, was das Thema ist und WAS Andere zu diesem Thema gesagt haben, sondern, WIE sie irgendetwas zu diesem Thema gesagt hat. Das eigentliche und wichtige Thema wird damit garnicht abgehandelt. Und das Witzigste an Oettingers Bemerkung: die Empörungsbeauftragen und Berufsempörten dieses Landes gehen ihm auf den Leim, diskutieren nicht, warum man sich bei uns mit Nebensächlichkeiten aufhält und die eigentlichen Probleme werden „ausgesessen“, sondern man echauffiert sich über ein Wort, von dem garniemand weiss, was es bedeuten soll. Damit beweisen sie, dass Oetti zum ersten Mal im Leben recht hat (und es bestimmt noch garnicht gemerkt hat). Zur Sache: NIRGENDWO gibt es eine Pflichtehe. Nicht bei Homosexuellen, nicht bei Heterosexuellen und nicht bei Kühen. Früher sagte man stattdessen: Dass „Homo-Ehe auf der Tagesordnung steht, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche“, aber dann regen sich die islamischen Empörungs-Muslime auf, dass man bei denen „Inschallah“ sagt, und nicht „Amen“. Und wenn einer sagt: „Die sagen auch nicht „Inschallah“, sondern „3-2-1 Zündung“ dann kommt der Maas mit seiner Stasi-Keule. Damit wird Ironie, Sarkasmus und Satire im Ansatz getötet. Politisches Kabarett kan nur noch unter dem Teppich angekrochen kommen (wann habe ich zum letzten Mal den Welke mit seiner ZDF-Abend-Satire angeschaut. Das muss Jahre her sein. Der war früher richtig Klasse. Heute wird man von einem Bückling gebissen, wenn man zu ihm „Welke“ sagt). Wenn man dann aber den armen Oetti doch noch von seiner Position stalked, dann tackled ihn doch s’il-vous-plait einfach in einen sexy Orbit als Fremdsprachenbeauftragter für German English. Mit Life-Streaming aller seiner Sitzungen. Ich würde keine einzige versäumen. So witzig wird der Welke in 100 000 Jahren nicht. Bei Oettinger nennt man das „Natural Born Comedianship“ (Ja, Herr Oettinger, Sie haben das Naturtalent eines Schiffskomödianten).

    • Wie gesagt: Ich sehe nicht die Rede als entscheidendes Problem, sondern die Politik.

    • Schiffskomödiant ?
      … dann kanns mit dem ja noch so weit gehen wie mit dem Italiener !?

    • Titel eingeben
      Politisches Kabarett geht, wenn es gegen die richtigen geht. Ich kann mich an ein Hakenkreuzschnitzel im ZDF erinnern, das die Österreicher symbolisieren sollte. An
      Äußerungen der Berufsempörten dazu aber nicht.

    • Es kommt immer darauf an, wer es macht. Das juste milieu macht das immer nur richtig!

    • Ja, wenn...
      Wenn der Herr Oettinger wirklich Schiffskomödiant wäre, wäre alles halb so schlimm.

      Er ist aber einer der mächtigsten Menschen, ähh.. Politiker und somit in seinen „Denkansätzen“ hochgefährlich für fast eine halbe Milliarde Menschen in der EU. Wer heute noch nicht zu Oettingers „Zielgruppe“ gehört, kann sich nicht sicher sein, nach datenkontrollierter Selektion vielleicht morgen schon nicht mehr zu den „Normalbürgern“ zu gehören, natürlich mit den entsprechenden Konsequenzen.
      Möglicherweise zieht sein Denken und Reden (fehlt nur noch das „Handeln“) auch Folgen nach sich für weitere Kreise auf diesem Planeten.

      So jemanden in Brüssel zu entsorgen zeigt darüberhinaus das Unvermögen der Dr. Angela Merkel, zur Zeit Bundeskanzlerin, nur ansatzweise strategisch zu denken.
      Spielen wir doch lieber alle Blockflöte und singen was Anständiges dazu!

      Der Oetinger wird uns schon richten, ähh… es schon richten.

    • Titel eingeben
      Grandios Herr Marx, danke!

  4. Werteverteidiger
    „Was ist das für eine EU, in der so ein Typ an so eine Stelle kommen kann?“

    Die Frage stellt sich leider nicht allein für den schwäbischen Stammler und Werteverteidiger, vor dem kein Fettnäpfchen sicher scheint.
    Der Verruf ist ein Meister aus Deutschland. Irgendwo ein helles Licht zu sehen?

  5. Flächenbrand
    Ich vergleiche ja die Politik-„Baroness“ Oettinger immer mit; na ja, ihr wissen schon, mit den Flaschen, wo Oettinger drauf steht aber keiner drin ist. Es ist eine ungewollte Amtsbegleitung, die K E I N Wähler beeinflussen kann. Und darum auch nicht Europa vertritt.

    Die EU ist ein eigenes, verklebtes Konstrukt, der man nur mit EINER! Masse, die wahre Sicht des Lebens in Europa aufzeigen kann. Alles andere ist infam und abstoßend zugleich, wie dort über europäische Rechte und wirtschaftlicher Interessen entschieden wird, die, wenn man es auf Denkprozesse anderer Couleur hebt, der große Zusammenschluss westlicher Staaten beinhaltet, um der Macht willen.

    Man hat erkannt, was das Internet für eine Reichweite hat. Und sie haben sehr „schnell“ gelernt, auch hier die Macht, um jeden Preis, an sich zu nehmen.

    [€dit: bitte keine bezugslosen Videolinks. Ich muss mir beim Freischalten den Krempel anschauen und das nervt. don]

  6. Das Brexit-Dunkel ist noch immer ungelichtet, was die Wahlenthaltung der Jungen im Süden angeht -
    – ich äussere deshalb erneut meine Hypothese: Die Wahlenthaltung der Jungen korreliert stark mit dem Migrantenanteil (1. u 2. Generation) unter den Jungen. Ist in CH so – daher meine Idee.

    Jahoo und der Günther H. Oettinger ist ein wirklich unverwüstlicher Schaffgaul, dem ab und zu die Pferde durchgehen – alle die auf seiner Seite sind johlen, solange die Tür zu ist. Oettinger ist nämlich einer, der durchaus für gute Laune in einer Gruppe sorgen kann.

    Jetzt ist er bereit für höhere Aufgaben – demnächst. Und schwupps erscheint dieses Video oder was: Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Oettinger haben seine Halbweltkontakte in Stgt. nicht ruiniert, ihn haben seine Ehegeschichten nicht ruiniert, ihm wird dieses Videole auch nix machen: Oettinger, we may like it or not – rides on -siss is for schuur:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neuer-posten-oettinger-mag-bruessel-und-bruessel-schaetzt-oettinger.2110deb1-41ee-4326-8f50-85a20e791997.html

  7. Heiliger Konfusius ...
    Die oft verlinkten Videos, die der Gastgeber aus verständlichen Gründen nicht mag, sollen hier wegbleiben. Sie sind zwar zum Schreien komisch, vermitteln aber nur eine ungenügende Vorstellung von der tatsächlichen Verwirrung des Digitalkommissars. Die dokumentiert der Text umso eindrücklicher …

    https://netzpolitik.org/2015/remix-des-tages-eu-kommission-frisiert-lustige-rede-von-guenther-oettinger

    Was braucht die EU Feinde, wenn sie solche Freunde bzw. Kommissare hat?

    • Titel eingeben
      Manche wollen oder können nicht (geduldig einen längeren Text) lesen, für die gibt’s Youtube. Aber sind die hier am richtigen Platz?

  8. Flasche leer - habe fertig
    Ist es nicht interessant, wie die Stellenbezeichnung dieser nie gewaehlten Typen a la Barroso, WeinbrandJuncker, Verheugen, Oettinger und wie die Pappnasen sonst noch heissen moegen sich doch gleichen mit denen bei KPdSU und Ablegern. Sie dienen den selben Herren und betreiben die selbe Politik! Dass man dem Oettinger[edit. ahem. hüstel. Don] abgesarbelt hat, ist nur ein Witz, aber jeder hat ja einen wahren Kern, oder?

    • Das Prinzip ist auch das Gleiche geblieben...
      Als einen ostdeutsch Sozialisierten wundert einen heutzutage gar nichts mehr. Früher wurden unfähige Leute an die Parteischule weggelobt. Die Guten konnte man gar nicht wegdelegieren, schließlich mussten sie den Betrieb am Laufen halten. Und heute gehen die Unfähigen zur EU….

  9. Immerhin ...
    … ist er authentisch … blöd.

    Las kürzlich von Rhetorik-Coaches, die ihren Polit-Schützlingen Blasensprech und Plastik-Fassade vor der Öffentlichkeit und in geschlossenen Vorträgen beibringen.

    Beim Öttinger sind sie anscheinend immer noch nicht gewesen, wie wunderbar.

    Bei solchen wie ihm kann man als Bürger noch original und unperfekt – ungelenk und anmaßend gleichzeitig – hören, wie sie denken: rassistisch und entwertend, ganz der Diener der Industrie. Und wenn es um Fachthemen geht wie hier das Internet, sind sie voll in ihrem Element ihres Periodensystems der Unwissenheit, because they can. Zu Öttinger und Internet fällt mir nur noch Karl Kraus ein: Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.

    Immerhin …
    Auch wenn es furchtbar ist, zeigen sie sich doch.

    Leider sterben solche „Originale“, die sich um nichts sch***en außer um ihre Diäten und Boni, aus. Die anderen, die Plastik- und Teflonpeople sind immer so schwer zu detekten.

    Nein, ich bin kein Öttinger-Fan. Und ja, ich glaube ebenfalls, wenn er weg ist, wird es immer noch nicht besser mit der EU. Klar nicht.

    Sie ist ein großer Eliten-Trog, wo jeder Blender – sofern er halbwegs zu den oberen Industrie-freundlichen Kreisen zählt – mal ran darf, um sich zu bedienen. Sonneborn demonstriert ja grade, dass es fast jeder Komiker hinkriegt.

    Dieser Bedienpfuhl muss weg.

    Auch ist es immer wieder traumhaft zu sehen, wie weich sie fallen, nachdem sie Mist gebaut haben. In Hartz 4 sinken die nicht ab, wie der Normalbürger, wenn er im Job Mist baut. Sondern: schwupps ein neues Pöstchen tut sich auf. Kann Brexit sehr gut verstehen, obwohl es vermutlich kein Gewinn für Rule, Britannia! ist.

    • Dann wird halt etwas anderes skandalisiert. abgesehen davon kann man auch scharf und voller Esprit sein, ohne dass man zu tief in die verbale Giftbrühe greift. Aber das ist dann eben Kunst.

    • Korrektur
      Der correcte Text:

      Das Berufsgeheimnis

      Viele würden in Redaktionen rennen,
      bedürfte es nicht die spezialste der Gaben.
      Es genügt nicht, keinen Gedanken zu haben:
      man muß ihn auch ausdrücken können.

      (Die Fackel 697-705, October 1925)

    • vor-vorletzter Versuch, woanders wird nicht mehr freigeschaltet,
      und warum auch; Sie wissen, weshalb man gegen hatespeech vorgeht, oder, heimlich still und leise? Da gibt es diesen Film http://www.spiegel.de/sptv/spiegeltv/film-ueber-rassismus-fuck-white-tears-a-1118597.html – und, oberflächlich betrachtet, könnte man den Schwarzen entgegenhalten: Was wollt Ihr eigentlich noch, wir „checken“ unsere Privilegien doch ganz genau! Aber so einfach ist das eben nicht. Wenn man selber keinen Unterschied kreiert zwischen Peeping Tom und Journalistin, dann gibt es eben keinen. Sagt ja keiner, das wäre leicht. Aber das ist eben das Geheimnis mit der Identität: Sie ist wie eine heiße Kartoffel; am liebsten würde man sie fallenlassen. Aber wenn einem die Hand mit Macht drum geschlossen wurde, lernt man auf einmal, mit dem Schmerz zu leben. Und fühlt sich verhohnepipelt von dem, der danach fragt – aber selber offenbar kein Kartoffelhalter ist, der seine Kartoffel offenbar irgendwo verbummelt hat! „Hatespeech“ schließt die Hand um die Kartoffel und wenn keine mehr da ist, bleibt die Faust. Jedes „Schmölln“ befeuert das und zeigt einem, dass die andere nichts in der Hand haben und dass das, was ihr Fäustchen sein sollte, vielleicht ebenfalls weich und zart geworden ist: Denn die „bürgerlichen Freiheit“ hält nicht jeder aus; auch das wissen Sie. Man muss sich entscheiden, ob man sein eigenes, bürgerliches System ernst nimmt und einer Amtsperson in ihrer Eigenschaft als solches Respekt entgegenbringt – weil nämlich nur Respekt dazu führt, dass man sie am Ende in die Verantwortung nehmen kann; so paradox das klingen mag. Oder man reduziert sie auf den falschen Blazer, der dann über die Brücke läuft wie die Ziege, mit dessen Hilfe man den Teufel eigentlich austricksen wollte; das geht ganz schnell. Gegen soviel Ignoranz helfen keine Moritate vom Böhmermann, im Gegenteil, die bedienen nur die Eitelkeit (Ich höhö, weiß, wie es gemeint war, es gibt eine Möglichkeit, es nicht-beleidigend zu interpretieren (oder: beleidigend für die EU)! Das halte ich für Kunst – statt mein Schwert so einzusetzen, dass niemand ernstlich in Betracht ziehen MUSS, dass er womöglich beleidigt wurde! – Und wer, bitteschön, kann sich davon was kaufen? Der GEZ-Zahler vielleicht, den man solcherart verroht?!)

      Gruß ins Nirvana.

    • Absätze erleichtern die Lesbarkeit.

    • nun, herzlichen Dank für den Tip, Don Alphonso,
      denn Sie lesen ohnehin viel zu vieles, dass Sie nie mochten, nicht mögen, nie mögen werden. Wenn man einfach nur die Absätze weglassen muss … ist ja leichter als Kuchenessen.

      Bis zum letzten Mal.

    • Wer will, dass seine Kommentare gelesen werden, sollte Absätze machen, so einfach.

    • @ K.K.
      Schön dass Sie mich aus dem Grab heraus korrigieren.
      Karl Kraus hat es tatsächlich mit anderer Grammatik ausgedrückt.

      Doch, um ehrlich zu sein, mein Satz gefällt mir besser. Bei allem großem Respekt vor dem Satire-Heiligen.

      Und nicht nur.
      Ich sagte ausdrücklich: Da fällt mir Karl Kraus ein.
      Und nicht: Ich zitiere Karl Kraus.
      Auch Untärrschieed.

      Aber isja alles nur Schmäh. Bassd scho.

    • Genau
      Mandelaugen hätte sich viel schöner angehört, Schlitzohr geht ja noch. Wenn bei uns aber alles möglich ist, was im Reich der Mitte nicht geht mit Übernahmen und so, sind D und EU doch selbst schuld. Das Kuka verkauft wurde, werde ich nie begreifen. Nun will Siggi ja „einschreiten“, damit es nicht so weitergeht…

    • Ich habe etas Einblick in die Kultur von Deutschen koreanischer Herkunft. Manchmal sagen sie spasseshalber „Schlitzis“, aber das ist etwas ganzn anderes als die Aussenbetrachtung durch eunen ungebremsten – ich sage es nicht.

    • Na, wenn man das so einfach steuern könnte,
      sehr geehrter Don Alphonso,

      – Absatz –

      und wenn es denn überhaupt nur lohnte, darüber nachzudenken, das Leseverhalten anderer auf diese Art steuern zu wollen, bedürfte es selbstredend keinerlei Kommentare von Ihrer Seite mehr über die bedrohten „bürgerlichen Freiheiten“ und „hatespeech“.

      – Absatz –

      Also: Lassen Sie doch einfach die Absätze weg und schreiben Sie, was Sie gerne möchten, völlig bürgerlich frei von der Leber weg, zeigen Sie den unbürgerlich Sozialisierten doch mal, wie schön das funktioniert: „Wer das liest, ist doof (schrieben wir früher unter die Schulbänke, jetzt muss es heißen: schuldig bis ins vierte Glied; das macht nämlich die Kultur!)“

      – Absatz –

      Denn hier kommt der disclaimer: Für Fehlvorstellungen aufgrund mangelnder Absätze kann selbstverständlich keine Verantwortung übernommen werden. Kunstfrei! Meinungsfrei! Frei von allem und jedem, was irgendwie haften kann!!

      – Absatz –

      PS: Und für Fortgeschrittene: Man muss auch dann nicht lesen, wenn jemand Absätze macht.

      ( )

    • @ GnM, jetzt seien Sie doch nicht so gereizt
      Alph hat schlicht recht mit seiner Anmerkung.

      Um es kurz zu machen, spreche ich nur mal von mir:
      Ich lese Beiträge, wenn sie mich interessieren. Um das mitzukriegen, überfliege ich sie erstmal. Da ist es sehr hilfreich, wenn man die gedankliche Strukturierung mit einem Blick grob erfassen kann.

      Und soweit ich mich erinnere, habe ich von Ihnen hier schon gute Kommentare gelesen.

  10. Eigentlich wäre es einfach...
    … man muss nur die Überschrift lesen und das Problem verstanden.

    Oder, wie ich es ja gern und oft ausdrücke: Zuerst, Auflösung der EU, Auflösung des Euro, Raus aus der Nato.

    Das ist der einfache Teil!

    Das dann wohl zu Schwierige wird sein, kompetente Politiker zu finden, nicht nur in DE, denn allen anderen Staaten geht es ja genauso, die das Ganze mit sinnvollen Bedingungen neu aufbauen. Nicht für die Konzerne, sondern für die Bürger, die Völker.

    Mit anderen Worten:Es wird wohl bei den Oettingers bleiben. Der einzige Trost wird sein, dass Bürger die sowas zulassen, sowas auch verdienen.

    • Sorry,
      mit Ihrem letzten Satz gehen Sie mir auf die Nerven.Immer die gleiche Laier von St. Helena?

    • immer wieder
      @ Philomena

      Der letzte Satz ist ein „no-brainer“, eine triviale Erkenntnis. Nur diese schmerzt und erinnert, dass es erst 2015 den teils nieder konkurrierten teils „selbst“ herbei gebombten Flüchtigen gelang, einige Erkenntnisse dem deutschen Wähler zu vermitteln, die sich spätestens 2005 jeder auch ohne diese Art der Hilfestellung hätte erdenken können.

      Also dieser Satz sollte uns immer wieder eingehämmert werden- auch wenn es nervt, um uns Bürgern klar zu machen, wem letztendlich und „verdientermaßen“ die Konsequenzen zur Last fallen werden.

    • Falsch gedacht
      Es ist Macht die korrumpiert.

      Die Lösung heißt: Schweiz.

      Sie müssen nie den Namen des Präsidenten wissen, weil er wenig Macht hat. Die Bundesregierung auch nicht. Die Kantone haben mehr aber sie sind so klein dass man leicht ausweichen kann…

      Kurzfassung: D, Ö, EU sollen der Schweiz beitreten.
      Wenn sie nicht genommen werden (der wahrscheinlichste Fall) sich die Organisation eines effizienten Staates mit passablem Preis-Leistungsverhältnis abschauen.

      Zumindest BW und BY sollten das hinkriegen, die Westsibirische Tiefebene wird schon sehen wo sie bleibt.

    • Titel eingeben
      Wer aus der EU austritt, um unsere Kommissare nicht mehr zu haben, bekommt diese Kommissare in Reinform. Aus der Pfanne ins Ofenfeuer gesprungen, nennt man das.

  11. Die Bodenlosigkeit politischer Korrektheit
    besteht darin, dass man jedes Haar unendlich oft spalten kann. Wie produktiv ist das? Genau-völlig sinnlos. Warum misst man Öttinger nicht an seinen Leistungen statt an ein paar flapsigen Äußerungen? Als vor Jahren der ehemalige Bundespräsident Köhler wegen ein paar als kontrovers erachteten Bemerkungen schon zurücktrat noch bevor die Presse überhaupt reagierte gab er ein übles Beispiel für verantwortungsloses Verhalten. Er hätte zu seinen Äußerungen stehen und sie argumentativ immer weiter untermauern sollen. Die Folge war ein unnötiger, aber kostspieliger Amtswechsel, und Christian Wulff als eher schwacher Präsident. Es ist schon sonderbar: da hat eine gewisse Hillary C. als Außenministern die Sicherheit ihres Landes gefährdet und will trotz der ungeheuerlichen e-mail Affäre nicht mal von ihrer Kandidatur zurück treten. In einem solchen Fall darf es keine Gnade geben, gegen sie muss ermittelt werden. Und sollte sie doch weiter kandidieren müssen die US-Wähler sie abstrafen. So jemand ist als Außenministerin untragbar, als Präsidentin undenkbar. Derselbe politische korrekte Zwang, der Hillary überhaupt bis zur Kandidatur brachte soll jetzt dem Öttinger zum Verhängnis werden.
    Sieht man eigentlich nicht wie fatal diese permanente Gängelung sich auf unser Gemeinwesen auswirkt? Wir werden gezwungen, einen Großteil unserer Energie statt für sinnvolle Arbeit darauf zu verwenden, in jeder Situation pc zu sein. Bevor man irgend etwas sagt soll man am besten einen halben Tag darüber nachdenken, ob irgendeine Minderheit sich vielleicht beleidigt fühlen könnte. Das bringt nicht das Geringste, außer einer ganzen Menge Stress. OK, Göttinger hat sich verbal vergaloppiert, na und?. Statt das Ganze mit Humor zu nehmen (und ich bin sicher, die Chinesen tun es) wird jetzt ein Riesenbohei gemacht. Es sollte so laufen: Öttinger entschuldigt sich kurz, das Ganze ist abgehakt, weiter im Text. Alles andere ist paranoid, wie der ganze politisch korrekte Schwachsinn. Mit Pseudomoral, und nichts weite ist pc, macht man die Welt nicht besser. Mehr noch, politische Korrektheit ist meiner Meinung nach eine legitimierte Form der Aggression gegenüber anderen. Indem man anderen ihren fauxpas vorrechnet lenkt man von eigenen Fehlern ab und räumt sich eine anscheinend gesellschaftlich legitimierte Möglichkeit ein, gegen Mitmenschen die Steinzeitkeule auszupacken. In der Bibel, wo ja durchaus ein paar kluge Gedanken zu finden sind, versucht man solche heuchlerisch-pharisäerhafte Doppelmoral anzuprangern, indem Jesus sagt „…der werfe den ersten Stein.“ Vermutlich haben eben diese Steinewerfer den meisten Dreck am Stecken. Politische Korrektheit ist für mich nichts weiter als Profilierungsgeilheit irgendwelcher geistig unbedarfter Pharisäer. Zeit- und Energieverschwendung, flüssiger als flüssig, vollkommen überflüssig. Vor allem als Mann darf man sich nicht permanent gängeln lassen. Denn, da bin ich mir sicher, hinter der virulenten Ausprägung der pc-Seuche stecken wohl Frauen. Denen ist jedes Mittel recht um uns Männer immer weiter unserer Freiheiten zu berauben. Wir Männer sollten uns das nicht gefallen lassen.

    • Die Sache zeigt halt, ich welchen Bereichne man sich was leisten kann – und in welchen nicht. wie gesagt, die bei Netzaktivisten geführte Debatte über den Mann hat niemanden interessiert. Obwohl da wirklich skandalöse Vorstellungen zu sehen sind.

    • @Harry Charles, Bodenlosigkeit... (u.s.w.)
      Lieber Harry Charles,
      wenn Sie wirklich einen halben Tag darüber nachdenken müssen, ob Sie möglicherweise mit Ihren Worten eine Minderheit verletzen, brüskieren oder anderweitig diskriminieren, dann besorgen Sie sich doch entweder Schnelldenkertabletten aus Ihrer nächsten Apotheke (Ironie!) oder machen Sie sich einfach eine Liste mit den Gruppen, die sich eventuell diskriminiert fühlen könnten.

      Sie werden feststellen, es sind gar nicht so viele!

      Im Vertrauen auf Ihre geistigen Kräfte glaube ich fest daran, dass Sie es schaffen würden, diese Liste innerhalb einer Stunde auswendig zu lernen und dann bei der Anwendung des Gelernten im alltäglichen Leben entsprechend Rücksicht nehmen könnten, so Sie denn wollten.

      Dass Sie Ihrer Frau, guten Freunden bei einem Glas Wein oder Ihrem Hund oder Hamster natürlich auch Ihre Vorurteile barrierelos mitteilen dürften, also nicht einer satisfaktionsfähigen Öffentlichkeit, sollte eigentlich keiner Erwähnung wert sein.

      Sie dürfen also in Ihrem Oberstübchen weiterhin denken was Sie wollen und es vertrauenswürdigen Personen mitteilen.
      Aber wenn Sie irgendwann politischer Kommissar und damit Regierungsverantwortung für ca. eine halbe Milliarde Menschen anvertraut bekommen sollten, dann sollte man mit der Zunge nicht so schnell sein, wenn die Kamera läuft und viele fremde Menschen zuhören.
      Vor das Reden setzte der liebe Gott das Denken, und wenn das nicht recht funktioniert, kommt meist auch wenig Gescheites über die Lippen. Und dann sollte man, wenn man den Zusammenhang nicht mehr hinbekommt, vielleicht besser zurücktreten, erst recht, wenn man es selbst nicht mehr merkt.

    • 42
      @Harry Charles:
      „Denn, da bin ich mir sicher, hinter der virulenten Ausprägung der pc-Seuche stecken wohl Frauen. Denen ist jedes Mittel recht um uns Männer immer weiter unserer Freiheiten zu berauben. Wir Männer sollten uns das nicht gefallen lassen.“

      Genau. SIE. Also diese psychologische Kriegsführung mittels weltweiter Unterwanderung der NGO-, Presse-, Parteien-Zivilisation durch räuberische, verdeckt operierende PartisanInnen (VK) ist ja schon per se unübersehbar als Weiblich ausgewiesen. Mit dem Ziel, die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander auszuspielen. Das erledigt nicht nur kwasi im Vorübergehen mal eben 7 Jahrzehnte schweiß- und Tränen-reicher moderater Frauenpolitik. SIE erzeugt vielmehr heimtückischst unter dem „Gender“-Schlachtruf Geschlechterkämpfe bis auf’s hoffnungslos nachwuchslose Blut. Was in Folge einzig und allein mit Masseneinwanderung nicht unter 78 Mio. kompensiert werden kann. Mitsamt ein paar Unverträglich in Bezug auf neuzeitliche Sitten und Gebräuche. SIE katapultiert die Frau im einzelnen und im besonderen also kwasi selbstverschuldiet zurück ins Mittelalter.
      Endlich.
      Denn die Krone der Schöpfung darf endlich ihrer wahren Bestimmung fröhnen und – noch ganz von Sinnen ob ihres siegreichen Zuges – dieses elende, wegen terroristischer Umtriebe bis zum Ende ihrer Tage unter Hütten-Arrest zu stellende langhaarige Gesindel mit der allzu lange schon nur noch unter quälendem Schmerz im Verborgenen gehaltenen, archaischen Männlichkeit durch Erlegen von Bären und Säbelzahntigern beeindrucken.

      Tage später …

      Hungersnöte brechen aus …

      Natur und Milliarden gequälter Kreaturen der erklärt niederen Art beginnen sich zu erholen …

      Der renaturierte Zweibeiner flüchtet ob dieser Übermacht wieder auf die Bäume.

      42

      Alles wird gut.

      Andernfalls bleibt Ihnen – hinreichend alternative Detektivische Fähigkeiten und vor allem überschüssige Lebenszeit vorausgesetzt – zur Abwehr Datenschutz-rechtlicher Unbillen aller Art ja immerhin noch das neue „EU-US-Datenschutzschild“.

      https://ec.europa.eu/germany/news/eu-us-datenschutzschild-leitfaden-f%C3%BCr-b%C3%BCrger-ver%C3%B6ffentlicht_en

    • @ Harry Charles
      Vor allem als Mann darf man sich nicht permanent gängeln lassen.

      Als Frau dann schon, nä.

    • @Gnadenbrotler@Bux T. Hude
      1.@Gnadenbrotler: kurzer Drehbuchauszug aus der besten ROBIN HOOD-Verfilmung (mit Errol Flynn in der Hauptrolle): Robin Hood, der die Interessen des einfachen Volkes gegen die korrupte Oberschicht um Prinz John vertritt, ist so verwegen und waghalsig ganz allein den Palast zu betreten wo John mit seinen Vasallen zusammen ist. Er beschuldigt sie alle des Verrats und der Ausbeutung. Von einem Prinz John ergebenen Geistlichen mit den Worten „Ich rate Ihnen, hüten Sie Ihre Zunge“ zurechtgewiesen antwortet Robin „Das habe ich nie geübt, Hochwürden!“
      Ich stelle nur fest: für Sie ist das Nonplusultra an Charakter dann erreicht, wenn man sich permanent verstellt (oft unnötigerweise): man sagt das Gegenteil von dem was man denkt. Hurra, da wird sich der aufrechte Gang aber freuen.
      Ich bin gar nicht so scharf drauf, Minderheiten zu diffamieren. Wenn die mich in Ruhe lassen. Denn sehen Sie, ich habe eine ganz einfache Philosophie: Ich beurteile immer das Individuum. Aber ich beurteile! Jeden. Und wenn jemand OK und auf meiner Wellenlänge ist, dann juckt es mich nicht wo der herkommt. Aber wenn er ein Axxxloxx ist, dann juckt es mich auch nicht, dann ist er eben ein Axxxloxx. Wie gesagt, ich will meine Ruhe. Vor dem ganzen PC-Terror.

      2.@Bux T. Hude: Sie schreiben ja recht flott-nicht schlecht. Wenn Frauen nur annähernd so rational und flott Auto fahren würden, dann hätte ich wesentlich weniger Probleme mit ihnen.

    • Rational vs. flott
      @HarryCharles: „Wenn Frauen nur annähernd so rational und flott Auto fahren würden“

      Schliesst sich leider gegenseitig aus. Da Männer z.B. die großen Minenlastwagen so gewohnt flott fahren, Frauen aber mehr rational, sind letztere die messbar besseren Lastwagenfahrer (auch weil sie im Durchschnitt weniger versoffen sind). Das hat nix mit PC zu tun, sondern mit beinhartem Profit, wie BHP Billiton zeigt:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/rohstoffkonzern-bhp-billiton-will-mehr-frauen-einstellen-14497694.html

  12. Eines zumindest scheint anders zu sein ...
    „Oettinger ist noch nicht mal ganz freiwillig auf diesem Posten gelandet, er wurde dort, weil im Geklüngel von Brüssel kein anderer Platz da war, mehr oder weniger geparkt. Da ist dann ein alter Mann für einen Zukunftssektor zuständig, der das Leben aller jungen EU-Bürger beeinflussen wird.“

    nein, nein, „geparkt“ wurde der dort wohl eher nicht. eher ist der ein teilweise hochabsichtsvoll dorthin verbrachter [edit. Reisst Euch am Riemen! Don]pfropf im so jungen digitalen europäischen flaschenhals. und der kork erzeugt druck, und das ist aus sicht mancher, die thermodynamisch denken können – und es auch tun, vermutlich gut so. im dampfdruck-kochtopf bei 120° ist rindfleisch statt nach 2,5h bei normaldruck und 100° schon nach 25 minuten fertig. und erhöhte man den druck, durch mehr last auf den ventilen, bei gleichzeitig weiterer externer energiezufuhr, stiege die siedetemp. im kessel auf 140, 150° nach belieben. und dann hättste nach 25 minuten nur noch fasermus, resp. bald nur noch die bestandteile, proteine.

    der druck im kessel ist also politisch höchste absicht – von, hüstel, „oettinger-parallelstrukturen“. denn die erzielten proteine, das wären schlußendlich die später und anderswo im wirtschaftlich-gesellschaftlichen prozess – durch von höherer warte klüger vorgegebene ordnung ausgewählt – als sinnvolle wiedereingliederungs-seelen- u. individualmenschenmoleküle einzeln vor personalberatern sitzen würden müßen. und da gehören sie ja auch hin. (nachdem sie zuvor leider so lange sich sinnlos (sinnvoll!) vereinzelt fanden, leider! 1)

    und hat mit angst unserer etablierten industrien vor amerika auch zu tun: wenn freie junge frauen und männer hier überall erfolgreich silicon valley machen würden, in welche bredouille könnten dann evtl. viele altindustrien kommen? amerika könnte auch in großem stile ungnädig sein, falls kleine, an ihren angestamten orten wohlgelitten-bewährte partner plötzlich unkontrolliert ausscheren könnten.

    nein, ein eigenes silicon valley für hier ist nicht vorgesehen, daher müssen die in seitliche hemmung getriebenen aufstiegs-öttinger-zwangsgehemmten jungdigitalen – und das sind wir alle – schlussendlich besser doch bei bosch, siemens, audi und co. irgendwo mehr oder minder klein ganz unten anfangen.

    der [Edit]pfropf ist absicht – und schadet bereits auf sicht von 20 jahren nur. aber auch unsere arbeitgeberverbände sind heute nun einmal nicht bessert. nur: neue raffinerien für elon musk kommende autoindustrien – das alte denken! – zu konstruieren hat eine lange vorlaufzeit – die gilt es gut zu bedenken! denn z.b. raffinerien vertragen eigentlich gar keinen wettbewerb, die sind so komplex und langfristig, da spricht man besser märkte und margen besser laufend ab.

    also mit dem öttinger wird schon geredet. und da hört der auch zu.

    man frage sich also mal wie adenauer und globke im auftrage eines, hüstel, „rheinischen kapitalismus“ umgegangen wären „mit so schmuddelig-häßlich-unreinen, uns im kern auf ewig fremden, unangenehmen neuerungen“?

    1 – elemente miliärischer strategien auch – ohne mitsprache eines unangenehmen begriffs wie „militärisch industriell“ geht auch da teilweise nichts. gerade gut verbündte bräuchten so einen wie den öttinger. im glied kann sich schließlich auch nicht immer jeder frei entfalten, wie er möchte. da sollte man doch schon allgm. besser vorher wissen, wo es für alle langgehen soll. und zur not kann lachen über schale witzchen auch befohlen werden.

    also mit dem öttinger wird schon geredet. und das versteht der auch.

  13. Don Alphonso
    Sehr geehrter Her DA,
    was ist nur los mit Ihnen? Bisher habe ich Ihre Beiträge (mal weniger, mal mehr) durchaus sehr geschätzt. Aber was sollte das denn jetzt?
    Herr Oettinger hat mit seiner launigen Rede doch durchaus richtig gelegen. Ich fand sie jedenfalls sehr erheiternd. Was soll denn daran nur verkehrt sein? In seinem Auditorium hat anscheinend auch niemand protestiert. Warum auch?
    Und nun kommen Sie doch bitte nicht wieder mit Ihrer Schuhcreme und Pflichtehe. Diese Art von „kritischer Würdigung“ ist Ihrer selbst – hoffentlich – nicht würdig.
    Wir leben in Deutschland und in der EU. Nicht in der Türkei.
    (Und zum Glück auch nicht in China.)

    • Wenn sie den Text verstanden haben, geht es mir um etwas ganz anderes: Dass es Felder gibt, in denen Oettimger immer davon kam.

    • War nicht erheiternd
      Werter BHS,

      Oettingers Rede war nicht launig, denn seine wahre Botschaft hat äußerst bedenklichen Charakter: Die „Schuhcreme“-Chinesen seien wirtschaftlich/global hervorragend aufgestellt und zwar deshalb, weil in China ein totalitäres Regime herrsche. Europa hingegen könne nicht einmal einen vernünftigen Ceta/TTIP-Abschluss (eine angebliche Notwendigkeit, um global mitmischen zu können) auf die Beine stellen, da sich die beteiligten Länder nie einigen könnten.

      Fazit – Demokratie tauge nicht für ein globalisiertes Wirtschaftssystem.

      Diese „betriebswirtschaftliche Logik“ ist veraltet und höchst gefährlich. Ich empfehle Ihnen die Lektüre diverser demokratisch orientierter Global Governance Modelle, die übrigens von multinationalen Konzernen längst angewandt werden, weil sie deutlich (!) effektiver sind, als totalitäre Firmenstrukturen.

      Solche Unternehmen haben nämlich Forschungen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen clever integriert und testen sie aus. Mit Erfolg.

      Nur „unsere“ Politiker hinken Jahrzehnte hinter solchen Entwicklungen her und lassen sich lieber von zweifelhaften Lobbyisten kaufen, lassen sich lieber dummes Zeug einreden, das sie dann unreflektiert von sich geben, anstatt solide arbeitende Wissenschaftsjournalisten um Hilfe zu bitten, wenn sie nicht in der Lage sind, ein wissenschaftliches Werk zu lesen. Oettingers Rede gehört in diese Kategorie erschreckender Dümmlichkeit.

  14. Ich verstehe die Aufregung um Oettinger nicht!
    Er ist ein typisches Mitglied der EU-Kommission und ihres zentralistischen Undenkens.
    Daß Deutschland bisher in dieser Kommission eher unwichtige Posten bekam und Oettinger nun auf einen zentraleren gehievt wird, zeigt doch eigentlich nur, daß Deutschland auf dem Weg ist unwichtig zu werden!

    Wenn ich die saturiert bornierte (Reding) oder schlicht überheblich naseweise (Malmström) Dummheit der Mitglieder dieser EU-Kommissionen (also ALLER BISHER REAL EXISTIERENDEN) sehe, dann fällt Oettinger eher als einer der Fähigeren (?? die Problematik dieses Begriffs in diesem Zusammenhang ist mir bewußt) auf.
    Ob sein plattes Stereotyp über Chinesen schlimmer ist als der Rassismus der Willkommenskultur, der einen chinesischen Touristen gleich als Asylant einordnen muß, um das eigene Weltbild stabil zu halten… mögen es andere entscheiden.
    Öettinger ist [editiert. Bitte! So kann ich das nicht freigeben. Don.]

    • Verzeihen Sie
      , ich möchte da kein Ungemach verursachen.
      Als Polemiker mit Neigung zur Zuspitzung bemerkt man natürlich früher, wie die Leitplanken immer mehr hin zum Mittelstreifen gerückt werden. In heutiger Zeit ist Manches inzwischen im 3 Monats-Takt nicht mehr sagbar, das vor dieser Zeit noch als akzeptabel galt.

      Also nochmal, es tut mir leid, wenn ich Ihre Zeit durch Editieren belaste. Gerademweil ich Ihren blog schätze!

    • Zuspitzen ist in Ordnung, aber ich bekomme Probleme, wenn es gröblich wird.

  15. @Don das war ein Flop
    Ursachen und Wirkungen fast perfekt missverstanden.

    Öttinger war alles andere al PC, keine Frage. Aber was wollte er eigentlich sagen? Dass chinesische Verhandlungsdelegationen quasi-uniformiert auftreten? In der Tat ist das bei kommunistischen Parteikaderen nicht unüblich, verstärkt durch den Trend der chinesischen Gesellschaft zu kollektivistischen Verhaltensweisen. So what?

    „Zwangs-Homoeehe“ – eine satirische Bemerkung zum Gender- und Unterleibs-Fetischismus der Grünen, die ohnehin gern über jedes denkbare Ziel hinausschießen. Der frühere Pädophilie-Suppport hat doch schon die Skrupellosigkeit grüner Sexual-„Moral“ gezeigt. Sie steht der reaktionärer Kreise auf der Gegenseite in nichts nach. Öttinger hätte solche Zitate sicherlich besser den Satirikern lassen sollen, wo sie hingehören. Ansonsten: So what?

    Die EU hat auch kein Datenschutz-Problem. Die heutige Technik und ihre Rezeption durch die Verbraucher hat eines. Jede beliebige Smartphone-Telefonie-App schnüffelt hemmungslos, fordert Zugriff auf alle möglichen Daten wie Kontakte. Sowie, zum (hypotthetischen) Zweck der Vollüberwachung, Zugriff auf Mikrofone, Kameras etc. Die Verbraucher akzeptieren es bedenkenlos. Eine Bevölkerung lässt sich vorsätzlich total-beschnüffeln und beklagt sich anschließend darüber, dass Kriminelle, Staats-Kriminelle und Staaten an dem Datensegen partizipieren? Wie schizo-geneigt muss man sein, um solche Klagen ernst zu nehmen?

    Es ist auch nicht „ein alter Mann für einen Zukunftssektor zuständig, der das Leben aller jungen EU-Bürger beeinflussen wird“, sondern die als progresiv imaginierten jungen EU-Bürger versauen sich ihre Zukunft durch perfekte Ignoranz selbst.

    Auch ist erstaunlich, welche Erwartungen an Staat (respektive EU) gerichtet werden. Das soll am besten der gütige Papa sein, der alles ins Lot bringt, was sonst verbockt wurde? 100 Jahre jüngste deutsche (und weltweite) Geschichte, häufig geprägt von Staatsgläubigkeit und/oder staatlichen Gewaltexzessen, sollten klar machen, dass das nicht funktionieren kann. Wer mehr Staat fodert, bekommt mehr Überwachung und Unterdrückung. Er bekommt vor allem auch Planwirtschaft, Sozialismus und Unterentwicklung. Das ist fast schon ein Naturgesetz und vor allem das eigentliche Problem der EU, wo Planwirtshaft und Überregulierung zu wirtschaftlichem Versagen führen.

    Vor allem deswegen sind die Briten euroskeptisch, wobei Merkel das Fass überlaufen ließ. Es ist auch völlig falsch, dass die Briten Bedenken wegen Datenschutzproblemen hätten – GB dürfte heute die mit Kameras am stärksten überwachte Region der Welt sein.

  16. Get real
    Sorry Don,
    aber in der bösen, bösen Realität muss man sich immer zwischen zwei Pest und Cholera entscheiden. Denn in der Realität gibts keine Illusion, deshalb nennt man es ja auch Realität.

    D.h. für uns:

    Entweder Maas oder Oettinger.

    D.h.:

    Entweder sein Leben oder seine Seele opfern.

    Da meine Seele ohne mein Leben auch nicht mehr sein wird, ist letztere Option die einzig sinnvolle.

    Alle anderen können ja in Hamburg oder in Frankfurt vor die Türe gehen und auf ein Messer warten.

    • Titel eingeben
      Gute Nacht Goodnight.

      Sie sind nicht verpflichtet an eine Gemeinschaft der Heiligen und das ewige Leben zu kaufen. Fuer mich und fuer viele Deutsche und Europaer war und ist das Seelenheil wichtiger als das Leben.

  17. Vom Kabinett zum Cabaret
    Also ich finde ihn gut, den Oettinger! Die Rede gefällt mir. Die Rede ist launisch. Seine Aussagen zum schuhcremegeglätteten Haarspiel der Chinesen finde ich lustig und Volker Becks met Tüll geschwängerte Aussage des Vorwurfes zur Homophobie kann ich auch nicht erkennen. Die Bemerkung zur HomoZwangsehe ist doch nicht homophob sondern viel eher mittelprächtig. Denn diese Homo-ZwangsEhe ist ja nun nicht etwa homophob. Es ist einfach eine ironisierende Bemerkung. Immerhin ironisiert er sich selbst ja auch ganz schön wenn er von den vielen Kommissionen spricht, mehr als Einwohnern, von denen er selbst in einer ganzen Menge sitzt.
    Auch Mütterrente und minus minus gleich MinusMinus, Seehofer, Schröder hat Zeit weil Frau ist wech … alles noch so ganz prima und vor allem politisch wunderbar incorrect.

    Wie man allerdings auf die Idee kommen könnte, ihm Zugriff auf alle unsere Daten zu geben, für die Wirtschaft, für das Gute für die Wirtschaft, und wie er nebenher noch als Maas II gegen alle Art von sogenannter hatespeach tätig sein können sollte, erschließt sich überhaupt nicht. Im Gegenteil: er ist erscheint vollkommen ungeeignet für diese Aufgaben.
    Oettinger hätte Kabarettist werden sollen, auf gar keinen Fall Politiker.

    • Lieber Uwe Dippel: launisch?
      Launig!

      ((( http://s.coop/25npc )))

    • Kabarett
      Wenn Oettinger launige Sprüche machen will, außerhalb des Politischen Aschermittwochs, dann soll er sein Amt aufgeben und durch die Open-Mic-Nächte der Comedy-Clubs tingeln, bis die Leute ihn für witzig genug halten, um auf einer größeren Bühne zu stehen, zum Beispiel bei Dieter Nuhr.

      Als Amtsträger mit Serdar-Somuncu-Vokabeln einen Obama zu pullen, ist jedenfalls komplett daneben. Oder was glauben Sie, wie das beim Handelspartner China ankommt, wenn man ihre Unterhändler derart der Lächerlichkeit preisgibt, zumal diese sich ja lediglich so gegeben haben, wie es ihre Kultur ihnen als offizielle Vertreter ihres Staates vorgibt?

      Drehen wir das doch mal um: Nehmen wir an, ein staatlicher Handelspartner beschreibt eine EU-Delegation vor Wirtschaftsvertretern seines Landes „launig“ als typische Weiße, die wie alle Europäer vor 80 Jahren jeden, der ausländisch aussähe, erst ausnimmt, zur Freiheit – also Arbeit – zwingt, und einmal im Jahr im Brausebad duschen lässt, ehe er seine Haare zu Mützen und seine Haut zu Seife verarbeitet – es sei denn, man entwischt den gierigen, fettigen Europäer-Fingern, weil die Göringsche Wampe im Weg sei, und dass man deshalb immer genug „Schmerzensgeld“ in die Verträge einrechnen sollte. Würden Sie mit so jemandem über Ihre Wirtschaft (= Ihr Geld) verhandeln wollen?

  18. Herrn Oettingers Haltung eklatante Spitze des Eisbergs eines Politikkonzepts
    Bin erleichtert: dieser Text zeigt mir, dass der Don noch nicht ganz auf das Maas- Schwesig- Kahane- Berlin Gewese fixiert ist, obwohl er damit bei den bildungsbuergerlichen Claqueren wahre Orgien an Untergangs- und DDR/BRD-Konfusionspoesie erntet.
    Dass Herr Oettinger – als Vertreter des ‚Staates‘ – die Datenthematik im wesentlichen als willkommenes Geschaeftsfeld und Wachtumstreiber auffasst, ist ja die konsequente Fortsetzung des Gedankens der ‚marktkonformen Demokratie‘. Ob die Schwarzen, die Gruenen, die Clinton-Blair-Schroeder-Renzi Roten, von den Gelben ganz zu schweigen, alle haben sich seit jetzt 2 Jahrzehnten bei der Betrachtung der Wirtschaft die Brille des ‚Investors‘ aufgesetzt, nicht nur bei sogenannten ‚private public partnerships‘. Das ist vielfach sehr effektiv gewesen, um Entwicklungen im Sinne politischer Ziele zu erreichen, z.B. auch beim Umweltschutz und bei den erneuerbaren Energien, zu dem Preis, dass die Politik Ruecksichten oder sogar Vorkehrungen zugunsten von wirtschaftlichen Interessengruppen nimmt, denen man wiederum nicht vorzuwerfen kann, dass sie mitspielen, solange sie die Regeln einhalten. Bedauerlicherweise ist so die kritische Unabhaengigkeit des Staates in der Wirtschaftspolitik verloren gegangen; ein trauriger Indikator ist der Bedeutungsverlust des Kartellamtes und der Kartellkommission in Deutschland. In Bruessel ist dies wegen des Uebergewichts des Funktionaers- und Lobbywesens besonders eklatant, auch wenn der/die WettbewerbskommissarIn immer mal wieder wieder Geldstrafen fuer Kartellverhalten von sich reden macht, ohne aber praeventiv ordnungspolitisch wirken zu koennen. Auch CETA und TTIP sind durch diese Haltung gepraegt. Das sind Ergebnisses von Verhandlungen zwischen wirtschaftlichen Interessen, do ut des, verkuerzt: Ihr lasst genmodifizierte Produkte rein, dann vereinfachen wir komplizierte Zulassungsverfahren fuer neue Autos. Nicht Freihandel als solcher wird gesucht. Umwelt- und Sozialstandards und eben auch Datenschutz werden als Hemmisse betrachtet. Leider hat dies auch in der Entwicklungspolitik um sich gegriffen, wo ‚Foreign Direct Investment‘ in sichtbare Anlagen wichtiger zu werden droht, und man simplifizierend behauptet oder sich einredet, dass davon schon was ankommt, das das Leben der Menschen verbessert.

    • Weder noch
      Der US-Verbraucherschutz ist besser als der europäische. Offenbar ist das niemandem klar, obwohl der letzte exemplarische Fall eben kurz zurückliegt: VW musste in den USA jedem betrogenen Kunden bis zu 10.000 USD Entschädigung zahlen. In Deutschland, gleiche Ausgangslage, versucht der Staat zu verhindern, dass betrogene Käufer auch nur 1 Cent sehen.

      Der Unterschied im Verbraucherschutz zwischen US und EU liegt lediglich darin, dass in den USA eine Beeinträchtigung tatsächlich nachgewiesen werden muss, während in der EU schon der reine Glaube an mögliche Beeinträchtigungen zu einem Verbot von Substanzen oder Produkten führen kann. Ganze Regelwerke beruhen wie die Chemikalienrichtlinei REACH beruhen mehr oder weniger auf hysterischen (Aber-)glaubenssätzen.

      Wenn TTIP zur Einführung von US-Verbraucherstandards führen würde, würden wir alle profitieren. Das Volk glaubt gerne ans Gegenteil und ist bereit, für antiamerikanische Aversionen einen hohen Preis zu zahlen. Ich sag’s mal so: Wohl dem, der sich Realitätsverweigerung und Ressentiment-Luxus leisten kann. Nur, wo ist dann der Unterschied zu anderen Glaubensfanatikern?

  19. Relevanz
    Die Hierarchie der lohnenswerten politischen Aufmerksamkeit ist eigentlich trivial:
    1. Langfristige, schleichende unumkehrbare Prozesse (z.B CO2-Anreicherung)
    2. Langfristige, schleichende kulturelle Prozesse (z.B. Dekadenz)
    3. Mittel-und langfristig wirksame politische Entscheidungen (Gesetze, Verordnungen, z.B. Renten, Inflation)
    4. Objekt-Ereignisse (Katastrophen, Unfälle, Skandale, Verbrechen)
    5. Meta-Ereignisse (PC-Verstöße, Beleidigungen, Hate Speech etc).
    Das Verhältnis zwischen objektiver Relevanz (1.-5.) und öffentlicher Erregung (5.-1.) ist tendenziell umgekehrt proportional.
    Öttingers Rede ist Stufe 5, Öttingers Datenpolitik ist/war, nach Don Alphonso, Stufe 3-2.

    • .
      die problematik der liste scheidet sich doch stets am distinguo.

      obgleich, wo man schon mit blick auf jenen herrn, der rein äusserlich verdächtig an den kollegen von beavis (mtv) erinnern mag, bei chinesischen encyclopédies angelangt ist:

      a) Tiere, die dem Kaiser gehören
      b) einbalsamierte Tiere
      c) gezähmte
      d) Milchschweine
      e) Sirenen
      f) Fabeltiere
      g) herrenlose Hunde
      h) in diese Gruppierung gehörige
      i) die sich wie Tolle gebährden
      k) die mit ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind
      l) und so weiter
      m) die den Wasserkrug zerbrochen haben
      n) die von weitem wie Fliegen aussehen

      bonne journée!

    • @Donna Laura 30. 10.: chinesische Enzyklopädie
      Falls es wen interessiert:

      „Chinesische Enzyklopädie“, fiktiv von J.L. Borges, zitiert bei Michel Foucault – „Die Ordnung der Dinge“

      Nach Wikipedia: „Taxonomie“, „Jorge Luis Borges“, „Michel Foucault“

      Jorge Luis Borges Borges: Die analytische Sprache von John Wilkins. Inquisitionen. Essays 1941–1952.
      Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge.Eine Archäologie der Humanwissenschaften (Les mots et les choses, 1966).

    • .
      naja, das ist nun doch wirklich ein klassiker, est. 1966.

      links stellt man übrigens keine mehr ein, die machen dem gastgeber nur arbeit, wie er es selbst oft genug betonte, und ein jeder kann sich selbsttätig informieren, wie er mag.

    • Hab Donna Laura nicht ganz verstanden
      Sollte es eine Kritik an der Liste sein? Die Unterscheidungskriterien sind einfach:
      a. Zeitliche Dimension des Vorgangs (langfristig 1. und 2., mittel-/langfristig 3., Ereignis , d.h. kurzzeitig, 4. und 5.)
      b. Materieller vs. ideeller Status (1. vs. 2 und 4. vs. 5)
      Den Unterschied zwischen a. und b. habe ich tatsächlich nicht markiert und der Intelligenz der Leserin anheimgestellt.

  20. Oettinger ist EU Standard
    Wieder mal ein toller Text, Danke! Billige Empörung über PC-Kram scheint alles zu sein, was die Medien dem Bürger noch an politischem Interesse zubilligen möchten. Dabei sind die Gruselgestalten in Brüssel ja über lange Zeit herangezüchtet worden. Wer als Politiker zu Hause peinlich wurde, wurde nach Brüssel entsorgt oder bis zur Wiederverwendung geparkt (z.B. Özdemir). Und so haben die inkompetenten und teilweise ethisch bedenklichen Politiker dort ihre Seilschaften gebaut und die EU zu dem gemacht, was sie jetzt leider ist.
    Einziger Wermutstropfen für mich ist Ihre Passage
    „Man muss in keinster Weise mit den Faranges, Le Pens, Petrys, Grillos, Straches und Salvinis dieser Welt und ihrem EU-feindlichen Populismus überein stimmen“. Die mir schon in anderen Beiträgen aufgefallene falsche Schreibweise von Nigel Farage veranlasst mich zu der Frage, ob Sie sich speziell mit Mr. Farage eigentlich eingehender beschäftigt haben? Oder ist das das Wiedergeben der allgemein vorgegebenen negativen Bewertung?
    Für mich gehört er zu den intelligentesten Menschen im EU Parlament (keine große Auszeichnung, aber immerhin). Seine Reden enthalten viel Wahres, er hat den Eurowahnsinn klar erkannt und diagnostiziert. Setze jetzt doch mal einen link zu einem kurzen Passus von 2010:
    https://m.youtube.com/watch?v=2gm9q8uabTs

    Und seine Bemerkungen zu van Rompuy (https://m.youtube.com/watch?v=bypLwI5AQvY) sind vielleicht unhöflich, aber leider zutreffend – und wie immer rhetorisch brillante Comedy.

    Vielleicht bin ich ja wegen seiner sprachlichen Fähigkeiten verblendet, aber besser als Oettinger, Maas und Schwesig ist er allemal.

  21. Öttinger ist sicher, gleich, in welcher Sprache, verhaltensoriginell,
    inhaltlich und als politische Person aber ein typischer Vertreter der ‚Berufspolitik‘ .
    Ebenso ist er typisch für Brüssel- was im Inland nicht mehr zugemutet werden kann (da muss man aber schon ordentlich Mist gebaut, oder gewesen sein!!) , wird nach Brüssel weggelobt.
    Und so schaut der Stall beim Männeken Piss eben auch aus.

    Hauptsache, man hilft Konzernien, dem Land, wo die blauen Wunder blühen, in Form von Bestechungsgeldern, die wir Normalbürger nie aufbringen könnten. Man hat sie uns ja schon vorsorglich als Steuern und Demokratieabgaben gestohlen.

    Dinge wie Ceta und TTIP, wo fremden Riesenfirmen die Macht über politische Entscheidungen und das Überleben von Staaten geschenkt wird, die man vorher nicht schon an Brüssel, zur Weitergabe an den Marionettenspieler, weggeworfen hat, wären demokratisch nicht durchsetzbar.
    Die EU ist nur ein Lenkapparat , mit dem man die Mitgliedsländer besser kujonieren kann.
    Und die läßt sich auch als ‚Union für die Menschen, die Bürger‘ nicht neukonstruieren, weil wir nicht über solche Mittel verfügen, wie die Großkonzerne.
    Das Neue würde sofort wieder gefressen vom Moloch.
    Konzerne halten sich, dem Isomorphismus gehorchend, Groß-Kanzleien ,Riesenwerbeagenturen , etc.
    Und eben auch eine Riesen-EU.
    Öttinger vertritt, wie Juncker et al., deren Interessen .
    Wenn er mal sprachlich nicht pc ist, ist das für mich kein Problem, sollte er DARAN scheitern, da bin ich mit dem Don, wäre es Wahnsinn .
    Verglichen mit seinen Werten, wie unbedingte Käuflichkeit und Parteitreue,
    verglichen mit seinen Ansichten, nämlich der unumschränkten Nutzbarkeit UNSERER Daten für Konzerne, um daraus Silberlinge zu schlagen, ist sein verbaler Patzer ein- Nichts .
    Und, ganz ehrlich- zerreißt es ihn, stehen zig andere bereit, also schade um ihn, menschlich wie politisch, ist es nicht.

    Aber dass die pc- Bande ihn zur Strecke bringt, und nicht der böse Inhalt seiner Politik- DAS ist ein Menetekel.
    Political correctness ist das EINZIGE, was häßliche Frauen schön machen kann.
    Wenn man ihr denn folgt .
    Ceterum censeo- die EU ist abzuschaffen , und ihre verantwortlichen Köpfe und Kopflosen und Rauten aus dem politischen Leben des danach zu entfernen.
    Und ja, auch tüchtige Wettesser, um nicht zu sagen, Mitesser, und gescheiterte Buchhändler aus Würselen , müssen künftig tun, was sie können .

    • Ich glaube auch nicht, dass etwas Erfreuliches nachkommen würde. Positive Beispiele aus Brüssel sind ganz selten. Und wenn sie als Politiker weg sind, tauchen sie als Advisor wieder auf und verkaufen Kontakte für Geld.

  22. ...
    Es müsste doch langsam ein technisches Gerät geben, dass auf Größenwahn, krassen Narzissmus oder Blendertum untersucht und schon rechtzeitig die für das Allgemeinwohl gefährlichsten Pfeifen aussortiert… wenn so eine Type an der Spitze eines Fußballvereins steht, kann man das gemütlich beobachten und sich köstlich darüber amüsieren… übernimmt der aber die Leitung eines großen Konzerns oder ein wichtiges politisches Amt und macht einen auf Ackermann, wird es früher oder später sehr ungemütlich für viele Menschen…

    • Sie, Gast, meinen so etwas wie einen prophylaktischen regierungstreuen Lügendetektor?
      Wem soll er dienen, den Mächtigen? Der Gesellschaft?

      Ich finde auch das Leistungsprinzip eigentlich immer noch mit das Gerechteste, aber leider spielt das in der Politik nur eine geringe Rolle und gesamtgesellschaftlich auch nicht mehr die größte.

      Selbstverständlich hieven sich immer die Selben Charaktere in die Führungspositionen (das war schon bei meinem Vater in der Ingenieursfirma so). Das sogen.Alphatierchen kommt eigentlich ohne nennenswerte Beeinträchtigungen durch Kompetenz immer ganz gut über die Runden.
      Und auch ein Führer ist letztlich nur so eine Alpha-Variante… . Die Menschen lieben das… (* es gibt Menschen wie mich, die das hassen, aber wir sind eindeutig in der Minderheit!)
      Die conditio humana leckt an allen Ecken und Enden.

    • Es gibt bei Politikern eine Wahl, keine Auswahl -
      bei uns kann jeder, der Puls hat und ein gewisses Alter erreicht hat, sich wählen lassen. Es ist wurscht, was der mitbringt. Oder nicht.
      Falsche Doktoren werden z.B. gerne genommen – oder schauen Sie, die Frau in NRW von der SPD mit ihrem falschen Lebenslauf: alles egal.
      Soziale Kompetenzen werden nirgends geprüft. Und ob da einer psychische Probleme hat: Schwamm drüber.
      Es gibt kein Eingangs AC, es gibt keine Jahreszielgespräche und keine Abmahnungen. Weder bei Kommunen, Ländern, noch beim Bund.
      Und bei der EU schon gar nicht.
      In kleinen Einheiten, also in Gemeinden oder Stadtteilen, fällt so was ja noch auf – durch das Peterprinzip werden die dann rasch weiter gereicht.
      In jedem Konzern tobte der Wahnsinn – wobei – Narzissmus und Soziopathie sind da auch verbreitet.
      Und fragen Sie mich jetzt nicht, wie das in der Beraterszene aussieht.

  23. Chinesen
    „Chinesen anhand ihrer Körpermerkmale beschreibt. Sie seien “mit schwarzer Schuhcreme“ gekämmt.“
    Hmm, wir sollten nicht gar so unfair sein. Er beschreibt eine Delegation chinesischer Politiker:
    „Alle Anzug, Einreiher, dunkelblau. Alle Haare von links nach rechts, mit schwarzer Schuhcreme gekämmt“
    „Neun Männer, eine Partei, keine Demokratie. Keine Frauenquote, keine Frau, folgerichtig.“
    Rassistisch ist daran gar nix. Wer sich ein bißchen mit der VRC auskennt, sollte erkennen, daß das eine nur leicht überzogene Darstellung chinesischer Politiker (bei öffentlichen Anlässen) ist.

    Das mit den „Schlitzaugen“ mag man rassistisch finden, ist im Kontext (humorvolle Beschreibung einer Horde chinesischer Politiker als „Schlitzohren & Schlitzaugen“) aber m.E. kein größeres Problem.

  24. Oettinger hat der EU bereits schon mehr gekostet als ein Jahrzehnt Griechenland
    an langfristigen Schaden durch seine versäumte Politik im Zukunftssektor …

  25. Der Schwabe Oettinger versucht sich an einer Büttenrede
    Gar nicht schlecht für einen weniger leuchtstarken, verklemmten… Nur ist nicht Karneval, er bleibt nicht beim Thema und er hat sich in der Vergangenheit oft genug disqualifiziert, siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=88OGXLFpeMw

    Was wird aus unserer Zivilisation, was bleibt von der Demokratie, wenn nur mehr hohle Köpfe in den Institutionen nach oben steigen? Wenn wir die hohlsten davon in die EU abschieben, wie das übrigens die meisten EU-Staaten machen, und gleichzeitig immer mehr Macht von den demokratisch legitimierten Nationalstaaten – ja, Linke aufgepaßt: der von Euch so verhaßte Nationalstaat ist das Fundament von Menschenrechten, Rechtsstaat, Demokratie! – an die undemokratische EU abgegeben werden soll.

    Das ist hier die Frage.

    • @ Schwoab
      Naj, ob unser Fettnäpfchentreter auch eine Hohlbirne ist, möcht ich nicht sofort unterschreiben.

      Habe das Video gesehen und gehört, habe durchaus sofort kapieren können, dass er die – jetzt inkriminierten – „launigen“ Beispiele nur anführt (sagt er), um seinem geschlossenen Publikum, Unternehmern, was klarzumachen:

      Worüber die Politik sich fälschlicherweise alles betulich kümmere: Unwichtigem wie Homoehe – und worüber sie sich besser zu kümmern hätte: die super Industrie 4.0, die gelbe Gefahr, Lösung: freie Datenautobahn, aber hey.

      Das gefiel seinem Publikum sehr.

      Er ist Frackingbefürworter, Freund der Autounternehmen, will Schadstoffgrenzen rauf, nicht runter setzen und findet Big Data geil. Es ist klar, auf welcher Seite er steht. Nicht auf der der Bürger.

      Und das macht er sehr geschickt: Er bespaßt seine Unternehmer mit Witzen, diese lachen dann, weil sie genauso mit der Schuhcreme gekämmt tschuldigung in der gleichen Wolle gefärbt sind. Und er bespaßt die Medien mit Fettnäpfen. Dann hammse was zum Schreiben. Und kommt überall bisher damit durch. So einer kann gar nicht dumm sein. Viel Vitamin B, klar, ein bisschen Drahtziehen, klar, aber dumm ist der nicht, dass er sich so lange hält. Und klar wirft das ein Bild der EU auf, das unschön ist. Das Bild eines Apparats, der nicht für die Bürger Europas da ist, sondern für sich selbst existiert.

    • Win-win
      Was die sogenannte „Linke“ in Deutschland betrifft, so ist doch das Problem, dass ein Großteil dieser „Linken“ keinen positiven Bezug zur deutschen Nation hat, was ja in gewisser Weise verständlich ist, schaut man sich die deutsche Geschichte an. Das erklärt aber auch, warum ein Großteil der deutschen „Linke“ am liebsten nicht deutsch sein möchte. So erklärt sich dann auch die Begeisterung für das europäische Projekt, das die deutsche „Linke“ von ihrem Deutschsein erlöst.
      Na ja, und Merkel strebt ihre marktkonforme Demokratie an, die sie mittels der EU und die von der EU angestrebten disruptiven Abkommen CETA/TTIP/TiSA (und einer Armee neuzeitlicher foederati) zu verwirklichen sucht.
      Im Prinzip streben Merkel und ein Großteil der deutschen „Linken“ dasselbe Ziel an. Kein Wunder, dass sie im Moment so gut zusammenarbeiten. Es ist eine Win-win-Situation für beide Seiten. Dass mittel- und langfristig aber alle dadurch verlieren – wen interessiert’s?
      Das ist eben ein Grundübel unser real existierenden Demokratie heutzutage: Die Politiker scheitern nicht an ihrer Politik, sondern daran, was sie jetzt oder XY Jahren einmal irgendwo gesagt haben. Selbst Sexskandale ziehen nicht mehr, siehe Bill Clinton. Und Drogenkonsum zieht auch keinen mehr aus dem Verkehr, siehe Volker Beck. Es bleibt übrig: „Er hat F**** gesagt.“
      Traurig.

    • Titel eingeben
      Das Prinzip des Nationalstaats ist es, den Nationalbürger vom Rest der Welt zu unterscheiden. Das mag gut sein, um handeln zu können. Es kann schlecht sein, wenn es wieder mal das Fundament ist, um die „Politik mit anderen Mitteln“ fortzuführen. Wenn der Nationalstaat gefordert wird, um wieder das Andere ausgrenzen und erniedrigen zu können.

      Doch werden wir konkret: Was genau ist es, das wir an der EU kritisieren? Öttinger. Nation, die meint, von ihm perfekt vertreten zu werden: Deutschland. Was also wollen wir nicht? Diesen Nationalstaat, den wir so einfach kriegen könnten.

      Und nachdem wir das beantwortet haben, frage ich: Was wollen wir? Richtig: Menschenrechten, Rechtsstaat, Demokratie! Die Aufgabe ist groß. Und wenn wir mit der EU fertig sind, ist sie noch lange nicht getan.

  26. Von Gottes Gnaden
    Lieber Don,

    ich würde Oettingers Äußerungen dumm nennen, der Vorwurf, aus ihnen spräche „Rassismus und Homophobie“, ist mir dann aber doch zu viel des Guten. Ich schätze Oettinger wirklich überhaupt nicht und glaube auch, dass er großen Anteil daran hatte, die CDU in BW zugrunde zu richten. Aber man sollte fair bleiben: Verglichen mit dem, was in der CDU noch vor zehn, fünfzehn Jahren völlig normal war (und an manchem Stammtisch noch immer ist, sofern dort keine süßen Mäuse wüten), ist das eher harmlos.

    Sehr gelungen finde ich hingegen die Süffisanz, mit der sie Oettinger sein mangelndes Bewusstsein für den Datenschutz vorhalten. In der Tat: Wenn alles, was man einmal gesagt hat, mitgeschnitten wird und ggf. sogar publiziert wird, gibt es keine Meinungs-, ja nicht einmal mehr Gedankenfreiheit.

    Was mich aber wirklich einmal interessieren würde, ist, ob Bonzen wie Oettinger eigentlich selbst an ihr Gerde von den „Werten“ glauben und was genau sie sich dann darunter vorstellen. Was sollen das denn für „Werte“ sein, die man den europäischen Völkern ständig unterjubeln möchte? Abschaffung der Demokratie, Zensur, Totalüberwachung, absolute Deregulierung aller Märkte, hochgradig verhängnisvolle Migration aus anderen, in Teilen völlig inkompatiblen Kulturen, selbstverständlich ohne Obergrenze, Unterwerfung gegenüber Autokraten, welche die Todesstrafe wiedereinführen wollen, Waffengeschäfte mit Diktaturen: Das macht die EU heutzutage aus, aber wie kommt man dazu, es „Werte“ zu nennen?

    Leute wie Oettinger erinnern mich in ihrer furchtbaren Inkompetenz, Arroganz und ihrer Verdrehung von „richtig“ und „falsch“ auf fatale Weise an jene Zeiten, als – auf der Grundlage ähnlich irrationaler Selektionsprozesse – die Herrschenden noch „von Gottes Gnaden“ bestimmt wurden. Es wäre nicht unverdient, nähme es mit der EU ein ähnliches Ende.

    In der Tat spricht es Bände, dass Oettinger aber aus ganz anderen Gründen kritisiert wird.

  27. Big Data oder die neue Weltordnung
    Was Oettingers Ansatz zur Netz(un)freiheit angeht, steht er im engen Kontext zur Kanzlerin, die im letzten Jahr bei der Eröffnung des Bosch-Campus und wenig später vor den großen Verlegern vom Rohstoff des 21. Jahrhunderts schwadronierte und die Vorzüge des Data Mining lobte und forderte, das bitte auch zu nutzen. Da passt es doch, wenn Oettinger Verleger auffordert, auszuschwärmen, auch die Onlineredakteure in das Gesamtbild, das man nun einmal gerne hätte, zu integrieren. Wobei ich meine, dass das längst geschehen ist. Haben wir nicht gerade den schleichenden Verlust der Meinungsvielfalt beklagt, der uns seit Jahren begleitet?

    Datensicherheit werden wir nicht bekommen, auf seine Daten kann nur jeder versuchen, selbst zu achten, aber da ist die Sorglosigkeit aller User längst im Denken der sogenannten Elite eingepreist. Auch wenn die Kanzlerin mal meinte, das sei ja Neuland, so neu ist das Land nicht.
    Die Aktivitäten, dem Bürger auch das letzte Geheimnis zu entlocken, laufen schon seit langem. Ob man die Gesundheitskarte nimmt, deren ausgiebige Nutzung nur noch nicht durchgesetzt ist, Smartphones, Gesundheitsarmbänder, smarte Energiemesser und Hausverwaltung übers Smartphone, halbwegs autonom fahrende Autos, die, wenn ich Leserkommentaren nebenan glauben will, jubelnd erwartet werden. Die Leute sind so blöd, das alles auch noch haben zu wollen, um den Preis der Selbstaufgabe im Denken und Handeln. Oder VOIP, Snowden zog den Stecker beim Treffen mit Greenwald.

    Was derzeit läuft, haben sich Orwell und Huxley in ihren kühnsten Träumen nicht ausmalen können, wir sind längst viel weiter. Das Volk verkommt zu einer Verfügungsmasse, indoktriniert, ohne das überhaupt zu erfassen und damit wunderbar lenkbar. Die neue Weltordnung, von Merkel und Obama u.a. lange proklamiert, ist im vollen Gange, zum Nutzen einiger Weniger.

    Wenn sich in GB junge Leute darüber beschwerten, man mache ihre Zukunft kaputt, ohne zu kapieren, dass sie noch einmal die Wahl hatten, an der teilzunehmen sie einfach zu faul oder zu dumm waren, zu erfassen, über was sie abstimmen konnten, ist das die eine Sache. Die andere ist, dass es eine solche Wahl kein zweites Mal geben wird, so blöd wird man in der EU nicht noch einmal sein.
    Kritische Stimmen zur EU und ihren „segensreichen“ Folgen wie Schengen, Euro usw. hört man von Älteren. Je jünger die Leute, umso unkritischer wird alles hingenommen, weil man es gar nicht anders kennen lernte.

    Warten wir noch ca. 20 – 30 Jahre ab, die Welt wird eine andere sein, mit der lang angestrebten neuen Ordnung, ohne Demokratien, ohne Meinungsvielfalt oder gar freie Meinungsäußerung. Man darf auf das Soma gespannt sein, obwohl, gebraucht würde es gar nicht.

    • Danke, Frau Simon
      für die klare Sicht auf unsere Zukunft. Und wer nicht mitmachen will, dem wird das Bargeld abgeschafft. Dann kanns losgehen…

  28. Sämtliche Medien übergehen Oettingers wichtigste Aussage
    Leider wird auch hier mit keiner Silbe auf die bedeutendste Aussage Oettingers eingegangen. Er sagte, dass Nord Stream 2 nicht gebaut wird. Das Bauprojekt zur zweiten Ausbauphase der Ostseepipline ist bereits angelaufen. Daran ist nicht nur Gazprom, sondern fünf weitere Firmen beteiligt, unter anderem BASF. Wer hat den Baustopp verfügt? Wann? Mit welcher Begründung? Das sind Fragen, die ich eigentlich von den Medien nach Oettingers schrägen Aussagen erwartet hätte. Warum drücken sich deutsche Medien davor?

    • Öttis Gas-tritis
      @Willy Meyer
      „Daran ist nicht nur Gazprom, sondern fünf weitere Firmen beteiligt, unter anderem BASF. Wer hat den Baustopp verfügt? Wann? Mit welcher Begründung? Das sind Fragen, die ich eigentlich von den Medien nach Oettingers schrägen Aussagen erwartet hätte.“

      Guter Punkt, Herr Meyer. Fast wäre untergegangen, mit welcher Vehemenz einerseits die „Europäischen Werte“ verteidigt werden, während andererseits uns gestern das Gas gleich ganz abgedreht werden sollte. Insoweit geht bei mir der Trend ganz klar zur Zweit-, Dritt- und Viert-Heizung. Man gönnt sich ja sonst nichts.

      deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/24/russland-und-deutschland-muessen-um-pipeline-nord-stream-2-bangen/

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/27/eu-parlament-fordert-baustopp-von-nord-stream-2/

  29. Wenn ich Herrn Öttinger sehe,
    verstehe ich Herrn Schäubles Eintreten für eine „schwarze Null“ immer weniger.

  30. Klare Ansage zum LSR
    Danke für die klaren Worte zu Oettingers Versuch, ein europäisches Leistungsschutzrecht zu etablieren und seine Versuche, die jeweiligen Online-Redaktionen zu „überzeugen“. Merkel hat ihm für sein Engagement in der vergangenen Woche sogar noch ein Lob ausgesprochen.

  31. wirre EU
    Verehrter Don Alphonso,
    ich wundere mich etwas über Ihre zurück haltend formulierte EU-Kritik. Dass Oettinger schon als Energiekommissar den europäischen Bürgern, Staaten und Firmen nur Nachteile und Milliarden-Verluste verschaffte will ich in Erinnerung rufen. Russland hatte geplant die ständigen Probleme mit der Ukraine-Gas-Durchleitung nach Europa zu beenden und zudem die Versorgung der Südost-EU-Staaten sicherzustellen indem es die Southstream-Pipeline baut. Diese sollte vom schwarzen Meer her u.a. Griechenland, Bulgarien, Serbien und Österreich versorgen. Nach jahrelangen Vorbereitungen wurde 2012 mit den Bauarbeiten begonnen. Von Russland, den beteiligten EU-Staaten und vielen EU-Firmen, auch der BASF-Tochter Wintershall wurden Milliarden investiert. Die EU, voran deren Energiekommissar, begannen nun sich querzustellen. Oettinger forderte von Bulgarien die Durchleitung zu verhindern, vorgeblich wegen EU-Recht. Da er es alleine nicht schaffte besuchte im Juni 2104 eine dreiköpfige Delegation von US-Senatoren, darunter John McCain, den bulgarischen Staatschef. Nach einem Wochenende Bearbeitung verkündete dieser das Ende der Pipeline durch Bulgarien obwohl seinem Land damit tausende Arbeitsplätze und Millionen an Einnahmen verlustig gingen. Womit und ob er bedroht oder erpresst worden war, ist mir unbekannt. Putin versuchte noch ein paar Monate zu retten was zu retten war (noch im Juni 2014 hatte er mit der österreichischen OMV einen Vertrag über die Durchleitung unterschrieben), musste jedoch vor dem EU-US-Zirkus kapitulieren. Im Dezember 2014 verkündete dann Russland das Ende von Southstream. In der deutschen Presse und in Kommentaren wurde Putin nun wegen Vertragsbruch angegriffen. Wie bekannt ist liefert Putin zukünftig das Gas an die Türkei. An der Weiterverteilung ist er nicht mehr beteiligt. Wenn die Süd-Ost-Europäer Gas wollen müssen sie dank der EU-Fürsorge beim unberechenbaren Diktator Erdogan betteln gehen. Wer diese EU-Institutionen noch ernst nimmt dem kann ich auch nicht helfen. Alles kann in den damaligen Presseberichten nachgelesen werden.

  32. Maulflasche
    Oettinger macht einen ‚Scherz‘, mit dem er einem Publikum von ca. 200 Leuten ein müdes Lächeln abringt, aber potentiell über 1000 Millionen Menschen ins Gesicht spuckt. Ja, das erwarten wir von einem hochrangigen Repräsentanten der EU. Bravo.

    Oettinger, Mappus … wie sind die Schwaben drauf, die solche Gestalten wählen?!

    • Sie wählen sie ja nicht - die werden eingesetzt
      Was? Das glauben Sie nicht?
      Tsststsstss!

    • 1 Mrd. Chinesen???
      Sie glauben nicht im Ernst, dass sich ein einziger Chinese real dafür interessiert. Außerdem sind die Chinesen, die ich gut kenne, nicht auf „Beleidigte Leberwurst“ programmiert. Sie wollen nicht – wie die Moslems – mit ihren chronisch beleidigten Gefühlen, sondern mit Leistung und Produkten punkten.

  33. Erstaunlich, was deutsche Politiker so alles von sich geben,
    wenn sie sich in launiger Runde wähnen. „Die Schlitzaugen“ werden das sicher zur Kenntnis genommen haben. Ein idealer Zeitpunkt, da Gabriel ja mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation demnächst zur Chinareise aufbricht. Höchstinteressant auch der Punkt, dass Oettinger gesagt haben soll, Gerhard Schröder habe ja jetzt Zeit für die Vermittlung bei Tengelmann, da ja die Frau weg und Nord Stream 2 gestorben sei. Hat man das also so in Brüssel entschieden, obwohl Nord Stream doch ein rein wirtschaftliches Projekt unabhängiger Firmen sein sollte und die Bundesregierung dieses Projekt ausdrücklich befürwortet hat? Man kann wirklich nur den Kopf schütteln, was manche Politiker alles so raushauen. Da fällt einem doch auch gleich wieder Angela Merkel ein, die ja meinte, Deutschland könne seine Grenzen nicht schützen. Si tacuisses – wenn du doch geschwiegen hättest…

    • Der Kines
      wird sicher im halbprivaten Kreis gelegentlich den Begriff „Langnasen“ zu verwenden wissen.

      Die anderen Kritikpunkte an Oettinger wiegen schwerer.

  34. Öttingers Gesetztesinitiativen representieren nur die EU-Kommission
    Die Gedanken zu Aktionen in einem Resort kommen bei der EU nie vom Repräsentanten (Kommissar), sonder immer aus der ihm unterstehenden Verwaltung. Der Kommissar ist in Brüssel praktisch nie qualififizert, sich zu Inhalten und Hintergründen zu äussern. Das eigentliche Problem ist daher die von oben herab verordnende Kommission mit ihrer sehr unterschiedlichen Ideologie. Von sehr industriefreundlich bis sehr feindlich. Problem ist am Ende immer dass auf Zukunftsfeldern in Europa von oben gehandelt werden muss, weil die Randbedinguengen für Eigeninitiative so schlecht sind. Man kann viel gegen Microsoft, Apple und Facebook sagen, aber die Gründer/Macher haben nur konsequent Ideen umgesetzt, für die es einen grossen Markt gibt. Sie sind damit sehr erfolgreich gewesen, weil viele Menschen die Produkte haben wollen und diese auch gut sind. Schauen Sie sich mal Webseiten von EU-Institutionen an, die auf europäischen Platformen basieren. Grauslich !

  35. wh
    Darauf ein Öttinger!

    Wer es bei uns bis
    Ganz nach oben schafft
    Muss was im Kasten haben

  36. Oberlehrerverhalten par ex­cel­lence!
    Dieses Oberlehrerverhalten – diese eigenwilligen Tugenden haben wir schon einmal gehabt! Jeder sollte sich im Sprachlichen Dialog in einer Sachlichkeit und sauberen Vorbildfunktion artikulieren. Diese Oberlehrerschaft der Unsachlichkeit gilt für den EU-Digital-Kommissar Günther Oettinger. Wenn man eine Führungsfunktion Politischen Beriech inne hat – vertritt man die Wahlbüger. Wenn Nonsens geredet wird – vertritt man sie nicht!!

  37. Gesichtsverlust der Chinesen
    „Die entscheidende Frage ist eher: Was ist das für eine EU, in der so ein Typ an so eine Stelle kommen kann? Oettinger ist noch nicht mal ganz freiwillig auf diesem Posten gelandet, er wurde dort, weil im Geklüngel von Brüssel kein an-derer Platz da war, mehr oder weniger geparkt.“

    Das ist der Knackpunkt und mit ein Grund, warum das Vertrauen auf die EU schwindet. Oettinger ist nicht der einzige EU-Politiker, bei dessen Kompetenz Zweifel angebracht wären.

    Was soll man sagen über eine Organisation, welche von keinem Gremium kontrolliert wird. Vor vielen Jahren gab es wenigstens noch kritische Berichte z.B. über die Art und Weise, wie EU-Politiker regelmäßig am Wochenende die Anwesenheitslisten fälschten. Inzwischen werden kritische Journalisten rausgeschmissen. Allein das ist für mich ein Skandal.

    Man kann die Worte schönreden, aber sie waren tatsächlich nur Eines: dumm und respektlos. Nachdem ich fast acht Jahre in Hong Kong gelebt und dort auch an der Hong Kong University Chinesisch studiert habe, wo die Professoren/innen aus der Volksrepublik kamen und zuvorkommend und sehr gebildet waren, finde die Aussagen peinlich und ignorant. So etwas würde ich höchstens von einem Dorf-Politiker erwarten. Ausdrücke wie Schuhcreme im Haar bzw. Schlitzaugen sind weder witzig noch politisch inkorrekt, sondern hinterwäldlerisch.

    Ich habe weder in Indonesien noch in Hong Kong beobachtet, dass Frauen dort diskriminiert werden. Und obwohl wir uns dort zuletzt Ende der 80er Jahre aufgehalten hatten, so gab es schon damals auffallend viele Frauen in guten Positionen bzw. als erfolgreiche Geschäftsfrauen.

    Alle Chinesen sehen nur dann ähnlich aus, wenn man mit ihnen bisher nicht viel zu tun hatte. Wenn man in Asien lebt, wird man lernen, dass die Gesichter der Chinesen genauso individuell unterschiedlich aussehen wie hier. Dass die Chinesen nämlich denken, dass Europäer und Amerikaner untereinander ähnlich aussehen, ist die andere Seite der Medaille.

    Herr Oettinger hätte sich zudem vorher informieren sollen, bevor er auf die fehlende Beteiligung durch Frauen hinweist.
    Wenn aus Deutschland Wirtschaftsdelegationen ins Ausland reisen, so habe ich Teilnehmerlisten gesehen, wo auch zufällig keine Frau dabei war. Es ist ja nicht so, dass China Saudi-Arabien ähnelt.

    Hier ein Vergleich bzgl. des Frauenanteils der Parlamentarier im jeweiligen Land:
    China 24%
    Japan 10%
    Ungarn 10%
    Ukraine 12%
    Kroatien 15%
    Irland 16%
    Indonesien 17%
    USA 19%
    Bulgarien 20%
    Tschechien 20%
    Bosnien Herzegovina 21
    Albanien 21%

    Immerhin können manche EU Länder bzw. Anwärter auf eine EU-Mitgliedschaft bzw. die Großmacht USA weniger parlamentarische Beteiligung durch Frauen vorweisen als China.

    Wie peinlich, dass die Chinesen dank des Internets das Video auch noch sehen werden. Welch ein Gesichtsverlust, und das ist etwas, was die Chinesen am Meisten kränkt.

    • Auch mal was ohne Verknüpfung versuche: Liebe Tamariske, China ist ein Vielvölkerstaat.
      Haben Sie neben den Angehörigen des Hauptvolks, den Han, auch noch (bekennende) Vertreter der Minderheiten kennen gelernt? Wie sieht’s denn nach Ihren Erfahrungen/Einschätzungen bei denen mit Mitbeteiligung und Chancengleichheit aus?


  38. Sorry, hier noch die Quelle für die Angaben meines Posts von eben:
    http://data.worldbank.org/indicator/SG.GEN.PARL.ZS

  39. Was
    Schiltzaugen gelten für ganzes Ostasien, sprich, Japaner, Koreaner, Hingkonger usw. Diese Länder/Regionen sind viel fortgeschrittener als Deutschland. Nur gegen Chinesen ist es definitiv nicht. Andererseita hat es die.US-Chinesen, UK-Japaner oder Canada-Koreanet auch beleidigt. Insofern hat dieser 60 Jähriger der Welt den Endruck gegeben daβ er nicht qualifiziert für EU-Posten ist.

  40. Wo soll man da anfangen
    A- …einem Alten Europäer wie mir, der den Frieden und die Freiheiten der Europäischen Einigung sehr begrüsst, einen Skeptiker zu machen.

    Ich sehe keinen Zusammenhang mit der €U.
    Des Westens Frieden in Freiheit sicherte die NATO, zwischen 1945 und ca 1990 besonders die Atomwaffen der USA. Die Arsenale von GB und F sind eher symbolischer Natur.
    – Man sieht es an der Ukraine – ohne NATO/und oder Abwesenheit von nuklearer Abschreckung ist ggf bald Schluss mit Frieden in Freiheit.
    (ich erinnere daran das die Ukraine nach dem Zerfall der SU Atomwaffen hatte. Diese wurden vollständig abgebaut man nur hat nur leider vergessen die Sicherheit der Ukraine nach außen zu garantieren. m.E. auch heute noch ein wichtige Signal an alle tatsächlichen oder potentiellen Nuklearmächte)

    B- Einem €U Kommissar vorzuwerfen Macht an sich reißen zu wollen ist als ob man einem Mittelstürmer vorwirft Tore zu schießen oder einem Radfahrer vorwirft zu schwitzen wenn er Berge flachfährt.
    Die Frage lautet schlicht: Will man aus der €U einen Bundesstaat machen oder nicht. Ich halte davon nichts. So ein Gebilde ist wahrscheinlich nicht regierbar.

    C- Öttinger soll sich künftig um die Finanzen der €U kümmern habe ich irgendwo gelesen.

    Ich schlage vor Günther Öttinger zum Bundespräsidenten zu wählen.
    Als Bundeshofnarr wird er keinen größeren Schaden anrichten und politisches real Life Kabarett trefflich mit Slapstick verbinden.

    • Titel eingeben
      Wer den Wolf als perfekten Schafshirten feiert, der kann natürlich leicht zum Schluß kommen, daß man keine Schafe hüten kann.

  41. Zwei Kategorien Rassismus
    Lustig, dass die Rede ebenfalls auf SPON von einer großen Anzahl von Forums-Teilnehmern „launig“ genannt wird.

    Ein Teilnehmer des Forums hat das treffend formuliert: Wer Merkels Politik kritisiere sei ein Nazi, doch bei einem Politiker seien rassistische Ausdrücke wie z.B. Schlitzauge als völlig harmlos und lustig anzusehen.

    Nicht auszudenken, was los wäre, wenn es sich um eine syrische Delegation gehandelt hätte, die man eine Kanake-Delegation genannt hätte. Oder eine Gruppe von Roma als eine Zigeuner-Delegation zu bezeichnen, Afrikaner als Neger etc.

    Was Rassismus und was nur „launige“ scherzhafte Ausdrücke sein sollen, wird neuerdings von der Politik und den Medien vorgeschrieben, je nach dem aktuellen Trend bzw. der Herkunft der Menschen.

    Chinesen haben nach der Meinung vieler Menschen in diesem Land offenbar keinen „basic repect“ verdient.

  42. Eine Rede im Stil der schwäbischen Fasnacht
    Soweit ich mich erinnern kann, wurde Oettinger gegen seine Karrierevorstellungen nach Brüssel geschickt, weil Frau Merkel das so wollte. Ihr war es wichtiger, den Mann abzuschieben als ihn als möglichen Konkurrenten in der Nähe zu haben. Er war ein Provinzmensch und im Brüssler Leben völlig unerfahren. Reden wie die, die er gerade gehalten hat, sind – meiner Einschätzung nach – passend im Milieu der schwäbischen Fasnacht. Ich würde dem Mann nicht einmal Vorwürfe machen. Er war von Anfang an eine EU Fehlbesetzung. Aber das ist Frau Merkels Schuld, nicht seine.

    • Oedinger, ein Konkurrent?
      Ich lach‘ mich tot.

    • Und wo ist sein Rückgrat?
      Oder sind das inzwischen alle Weichtierchen, die sich im passiven Bereich am wohlsten fühlen? Oder alles solche, die alles mit sich machen lassen?
      Alles mitmachen?
      Bei Maas ist es jedenfalls so, dass er sich jetzt ein paar Mal weggeduckt hat und andere hat verantworten lassen, was er so blumig daher getweetet hat.
      Andere interessiert ihr Geschwätz von vor ein paar Minuten schon nicht mehr. Und das vor Wahlen gesagte erst.

    • Aber Frau Heuse, Einspruch...
      daß ich kein Parteigänger von der Frau aus pommersch-Sibirien bin, dürfte sich bereits herausgeschält haben. Aber den Ginder aus Furcht vor dessen Amtsübernahme in die belgische Sonderregion verbannt zu haben finde ich jetzt aber zu viel der Ehre für den Mann aus dem Remsdäle (s´däle=schwäbische Bezeichnung für „das Tal“).
      .
      Soweit ich weiß, wurde Mappus, nach dem bei Pforzheim ein letztes Erinnerungsstück in Form eines Wanderweges angedacht ist, mal kurz für die Fortführung des Regnums ins Spiel gebracht. Aber das wäre sicher erst ab 2017+ in Frage gekommen. Zu spät um die spätestens 2015 endgültige Degradierung Deutschlands noch aufzuhalten.
      .
      Dem einzigen Schwaben, dem ich Kanzlerschaft zugetraut hätte war der Lothar aus Bietigheim. Was ich zur Zeit (ich bleibe bei der alten Schreibweise) mit großem Interesse verfolge ist das Abstrampeln von Wolfes generi sich in Position zu bringen. Der z.B. erinnert mich bei seinen vielen Auftritten immer an Ötti, schaumgebremst.
      .
      Haben Sie das einmal beobachtet? Anstelle von Öttingers Attitüde, bei seinem Gebabbel eine Kunstpause einzulegen und das Publikum mit stechendem Blick zu mustern, kneift der andere mit dem Schmiß bei seinen drohend herüberkommenden Ankündigungen immer das linke Auge zu.
      (DdH)

    • REinschätzung
      Es geht nicht darum, ob der Mann den Job kann. Es geht darum, ob Frau Merkel dachte, er könnte ihr gefährlich werden.

  43. Sachkenntnis...
    …ist in der heutigen Politlandschaft ein gravierendes Einstellungshemmnis. Allerdings sehen wir Minister und Kommissare kommen und gehen, der Mief in den Ministerien bleibt allerdings der selbe. Der deutsche, respektive europäische Beamte, ist geduldig.

  44. Das leicht gepuderte Haar von Oettinger ist auch nett
    Claus Kleber:
    „Wo nur noch von Imageberatern, PC-Tugendwächtern und Juristen abgeschliffenes Zeug geredet wird, möchte ich weder Redner noch Zuhörer sein“, schrieb er als Antwort auf Sievers’ Twitter-Post.

    Ich auch nicht. Die Sache mit der Schuhcreme ist schreiend komisch.
    Tatsächlich, wenn man ins obere Segment vorstoßen möchte, muss man sich überlegen, was chic ist und dass Individualismus dazu gehört.
    Edward Bernays, den Doppelneffen von Sigmund Freud, sollten die Chinesen studieren, hier vor allem, wie er den Frauen die Zigarette andrehte. Richtig populär wurde diese durch Marlene Dietrich, nicht gerade ein Klon wie er heute viel gepflegt wird, auch in den Selfies mit duckface. Prince Harry, wird gemunkelt, will sich so ein duckface anlachen. Da wird er untergehen, spätestens, wenn der aufgespritzte Busen durchhängt.

    Ansonsten las ich heute, dass Erdogan Lesbos, Chios, Rhodos und Kos und die Region von Aleppo bis – guess – Kirkuk und Mossul, na klar, haben will.

    Aber in Ihrem Stück, Don, geht es um Datenkraken, die – think twice – irgendwann auch jemand wie Erdogan haben will. Was er dann macht, kann man an den 10.000 neuerlich Entlassenen und an den Inhaftierten ablesen und seinem Wunsch, die Todesstrafe zu reinstallieren. Oettinger sollte darüber nachdenken. Daten gehören nicht verkauft, zu riskant. Auch riskant, weil Daten im Internet nicht sterben, und das ist das eigentlich Gefährliche. Alles stirbt irgendwann, die Natur, das Tier, der Mensch, Systeme. Nur Daten überleben für immer. Das ist starr. Und Starrheiten sind Korsetts.

  45. Dr. Jekyll und Mr. Hide?
    Mein Gott, der Herr Oettinger muss aber jeden Tag ganz schön aufpassen, nicht seine wahre Seite zu zeigen. Was seine holde – junge – Gattin wohl von solchen Altherrenwitzeleien hält? Naja, Filbinger hat er ja auch verteidigt, insofern überrascht dieses Geplaudere nicht. Auch wieder ein CDU’ler, der in zu großen Pantoffeln durch’s Leben geht (Wulff, Spahn usw. usf.).

  46. Frühe Entgleisungen
    Öttinger hat schon als Landespolitiker das Verbot von Motorrad fahren gefordert, da ist zu gefährlich wäre. Sechs Monate später musste er seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben. Was kann man von so einem Mann erwarten. Sage keiner es wäre nicht abzusehen gewesen ….

  47. Datenschutz, Schlitzaugen und Politikerbashing
    Datenschutz ist ja ein enormes Thema wie auch Datamining.

    Ich verstehe den Wert des Datensammelns und der Auswertung sehr wohl. Daten sind wertvoll, wer würde daran zweifeln und dass sich ein EU-Kommissar Gedanken darüber machen muß, wie zumindest in einigen Feldern europäische Unternehmen und Institutionen davon profitieren könnnen, ist an sich selbstverständlich.

    Wer das Gebahren asiatischer Firmen wie auch solcher in den USA betrachtet und deren Fähigkeiten, muß einfach entsprechende europäische Interessen fordern und fördern.

    Was ich allerdings gar nicht verstehe, ist der mangelnde Versuch seitens der EU oder Deutschlands, Big Daga (Datensammeln, -auswerten usw.) im großen Stil mit Datenschutz in Einklang zu bringen.

    Denn darin läge meiner derzeitigen Meinung nach nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal der Europäischen Union. Es böte vielen Menschen, Organisationen und Regierungen ein einzigartiges Vorbild.

    Und vielen Menschen einen ruhigeren Schlaf.

    ———-

    Ein mir sehr lieber Verwandter ist chinesischer Abstammung, er nennt sich häufiger selber Schlitzauge, mich Langnase und umgekehrt und wir grinsen und lauern darauf, was dem anderen noch so spontan an Lästerndem und Gemeinem einfällt, bitte in Anführungszeichen verstehen.

    Also was soll dieses Aufbauschen?

    Gerade hier, wo so häufig Don Alphonso zugestimmt wird, wenn er Political Correctness angreift.

    Was für Mütchen werden da grad gekühlt? Ist es der Dank für die Vorlage zum Draufhaun, um eigene Dinge zu kompensieren?

    Nebenbei, kürzlich hat ein Kunde bestellt, der in einer political incorrect benannten Strasse wohnt, Negertalstrasse, hätten wir den nicht beliefern sollen?

    Die Leser- und Kommentatorenschaft scheint ja gebildet und tendenziell etwas älter zu sein – da möchte ich Sie doch sehr gerne bitten, was Sie unternommen haben, als auf einem Cover des Geo-Magazins im Jahr 1982 (glaub ich) ein Strichcode im Nacken eines Menschen abgebildet war und auf die Gefahr von Big Data hingewiesen wurde.

    Ach, Sie erinnern sich nicht? Sie haben es übersehen? Sie haben nichts getan?

    Sie nutzen ein Smartphone? Sie haben ein Smart-TV-Gerät? Es gibt Spielekonsolen jüngster Generation in Ihrem Haushalt oder Sie haben solches an Kinder oder Enkel verschenkt?

    Dann beschweren Sie sich bitte auch nicht über das, was sich seitdem (1982) getan hat und zunehmend tut.

    ———-

    Dieses Öttinger-Bashing erinnert mich an das, was ich hier lesen musste, als Don Alphonso der Schlimmen Helena und danach einer Wissenschaftlerin den Raum gab, zu schreiben. Da gings auch teilweise fein Drauf auf die beiden.

    Und so empfinde ich eben, dass sich hier eine EU-Verstimmung oder Ablehnung und ein Erheben über jemanden, der Englisch mit starkem, deutschem Akzent spricht und sich gelegentlich eigenartig ausdrückt, Bahn gebrochen hat.

    Und zwar soviel, dass das Wesentliche gar nicht mehr gesehen wird – der notwendige und essentielle Datenschutz.

    Sehr viele Kommentare waren dieses Blogs nicht würdig, leider.

    • Ich erinnere mich gut an den Barcode
      habe das Heft damals gelesen, aber leider, habe ich auch nichts getan und ansonsten stimme ich Ihnen zu.

    • Stimme Ihnen zu. Danke.
      Das haben Sie wunderbar ausgedrückt, ich sehe das genauso.

  48. https://www.oettinger-bier.de/startseite
    Wow! FAZ enthüllt: „Oettinger versteht nichts von seinem Kommissariat!“

    Doppelwow! Oettinger macht Spässe über Frisuren und keiner lacht (über ihn), sondern alle entrüsten sich über nix!
    Daraufhin lässt er nochmal seinen Stiletto-Kamm aufschnappen und zieht sich das Haar nach hinten wie weiland R. deNiro als Al Capone.

    Trippelwow! Ganz Deutschland grübelt, was wohl eine „Pflicht-Homoehe“ ist. Ganz Deutschland? Nein, nur ein verwirrter Leser im hohen Norden. Der Rest entrüstet sich.

    Quadrupelwow: Finden wir demnächst auch noch raus, daß die EU einzig der Abschiebung und Alimentierung unfähiger Amigos, (süd-)europäischer Mafiosi und sonstiger ungeliebter Wesen aus ihren Heimatländern dient? So wie unser ö-r Rundfunk verdienten Parteisoldaten hier?

    „Oettinger sehen, Brexit verstehen“ – Das sitzt und ist schön.
    Und hätte meines Erachtens keiner weiteren Erläuterung bedurft. Jdf. nicht der, daß dieser Oettel für sein Amt ungefähr so geeignet ist, wie der Europaabgeordnete Cohn-Bendit für das eines Kindergärtners.

    Ach, wenn der Sonneborn wüßte, daß ich ihn wähle…
    (wär schade drum)

  49. Es war nämlich so:
    Der Denkdirnix hat a wengele vom Zaubertrank stibitzt.
    Er wollte erst wirklich „ Epikanthus medialis“ sagen.
    Jedoch hatte er vorher mit ‘m Überhauptnix schon
    einen Trolliger gschlotzt.
    Grübel:
    Der Großteil von Alkohol geht in den Verdauungstrakt.
    Doch wie gelangt er von da ins Hirn?

    • Lieber Gast, zur Beantwortung Ihrer Frage gibt's nicht bloß eine Verknüpfung.
      Wünsche an dieser Stelle fröhliches Suchmaschinenquälen!

  50. Rassismus ist nur ein salopper Lebensstil
    Der latente Rassismus in Deutschland oder von Deutschen im (EU) Ausland muss aufhören. Das statement ”Schlitzaugen“ sei salopp? Ist dann ”Neger“ auch ganz okay? Wo ist die Grenze? Oettinger sollte sich für die Entgleisungen entschuldigen. Das einfach durchgehen zu lassen, wäre ein schönes Bekenntnis von Deutschlands Vertretung im EU Parlament zum Rassismus unterster Schublade.
    Oettinger sollte besonders als EU Politiker vorsichtig mit seinen Kommentaren sein, denn gerade im europäischen Kontext sollte man den Rassismus bekämpfen anstatt zu befeuern. Zudem gibt es viele EU-Bürger mit asiatischen Wurzeln, die Herr Oettinger in einem Aufwasch mit den Homosexuellen beleidigt hat. So ein Politiker gehört noch nicht einmal in einen Parteiverein in einem Dorf im tiefsten Schwaben, geschweige denn in die EU Politik.

  51. Mir da grad ein Kommentar ins Auge gefallen
    in einem anderen Artikel zu dem Thema.

    Das der Kommentierende erwarte, das ein EU Kommissar die Antidiskriminierungsregeln der EU vorlebe und nicht so eine Rede halte.

    Also ich find, der Oettingers lebt das praktische EU Antidiskriminierungsalltagsgehabe vor, ist also EU konform in dieser Sache.

    Als ob EU Regeln für die EU gelten…

  52. triviale Erkenntnis?
    @Nantoo,
    der brainer muss aber auch da platziert werden und ankommen, wo es nötig ist? Mir ist das klar und trotzdem kann ich niemanden beeinflussen, überhaupt, wenn Politik bei vielen Menschen Nebensache und Spiele viel wichtiger sind. Außerdem sind wir 80 Mio. Bürger.
    Wenn es hier dauernd pauschal intoniert wird, bringt es meiner Meinung nach nichts.

  53. Han-Chinesen
    Liebe Frauke Amgelin,

    Zitat:“China ist ein Vielvölkerstaat.
    Haben Sie neben den Angehörigen des Hauptvolks, den Han, auch noch (bekennende) Vertreter der Minderheiten kennen gelernt? Wie sieht’s denn nach Ihren Erfahrungen/Einschätzungen bei denen mit Mitbeteiligung und Chancen-gleichheit aus,“

    Diese Polarisierung Han >< andere chinesische Ethnien gab es damals in der Form nicht. Jedenfalls habe ich davon in Hongkong nie etwas gehört.
    Mit 漢人 Hàn rén waren Chinesen im Allgemeinen gemeint, völlig wertfrei, genau wie auch der gängige Begriff 中國人 Zhōngguó rén auch, der wörtlich übersetzt Menschen des Landes der Mitte bedeutet.

    Offenbar ist diese Unterscheidung etwas, was ich im Chinesisch-Studium damals nicht mitbekommen habe, und sie scheint ethnischer Natur zu sein. Der einzige Unterschied zwischen den unterschiedlichen Begriffen galt damals, wie ich das lernte, bei 華人 Huá Rén, womit die Scholars des Alten China gemeint sind. Heute werden im Ausland lebende Chinesen oft so genannt.

    Hongkong war damals noch eine britische Kronkolonie. Offenbar war man damals in den 80er Jahren nicht so sehr für das Thema sensibilisiert, sonst hätte ich das sicher wahrgenommen. Wie Sie wissen, werden gewisse Ungerechtigkeiten Jahrzehnte lang ignoriert, dann tauchen sie auf und werden zum Fokus der Debatten, sind eine Zeit lang „in“, um dann bald wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden…

    Ich war erstaunt, als ich vor einigen Jahren über diese Polarisierung erfuhr. Plötzlich sollte Hàn rén etwas Dominantes bedeuten, ein Volk der Unterdrü-cker, die sich für etwas Besseres hielten und quasi als „Übermenschen“ gegen-über den anderen Ethnien auftreten und diese diskriminieren. Das finde ich aus meiner damaligen Sicht simplifizierend. Denn unter den Han-Chinesen, wenn man das denn als solch einen Oberbegriff versteht, gibt es Menschen aus vielen unterschiedlichen Provenienzen, doch die Unterschiede sind wesentlich ausge-prägter als z.B. in Deutschland zwischen den Bayern, den Preußen, den Hessen und den Franken. Es gibt u.a. die Volksgruppe Hakka, die dafür bekannt ist, dass deren Angehörige niedere Arbeiten verrichten. So waren damals die meisten Bauarbeiter, besonders Frauen, Hakka. Das passt zu dem Überbegriff, wie das heute verstanden wird, überhaupt nicht, genauso wenig wie die meisten Kantonesen oder die Wanderarbeiter zum Image eines überlegenen Unterdrü-ckers nicht passen, denn China ist riesengroß und nicht homogen. Alle ethnischen Chinesen der 1,3 Billionen Bevölkerung als quasi überlegene Han zu verstehen, wird der Vielfältigkeit der unterschiedlichen „Han“ Bevölkerungsgruppen nicht gerecht, zumal diese auch selbst unterdrückt werden. Ich finde die Anwendung der Bezeichnung Han in diesem Sinne nicht schlüssig, sondern sie kommt mir irgendwie künstlich und konstruiert vor.

    • Liebe Tamarisque, herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Han ist wohl ein offenbar
      extra geschaffener Begriff, der in meinem Dunstkreis auftauchte, als „Rot“-China erstmalig zum internationalen Schuldner wurde und ein umfangreicher Börsenzulassungsprospekt mit allen Schikanen für jene Anleihe veröffentlicht werden musste. Zuvor hatte ich allenfalls was von Tibet vernommen…

  54. Titel eingeben
    Der gehört einfach nur weg, so einer ist nicht tragbar abseits seines Stammtischs – unsäglich, dass so jemand ein hoch dotiertes politisches Amt ausübt!

  55. Titel eingeben
    Der Oettinger, der ist einfach für einen einfachen Politiker dermaßen ungeeignet, dass er für einen x-beliebigen Stammtisch allerdings durchaus geeignet ist – für Europa und die Welt inakzeptabel! Fremdschämen wäre angebracht, wenn der nicht überproportionale Bezüge einstreichen würde, und das bei absoluter Unfähigkeit. In der freien Wirtschaft hätte der keine Chance, auf jeden Fall nicht bei diesem Gehalt!!!

  56. Oettingers Neuland. Immer diese Polit-Kommissare.
    Also ich würde mir keine großen Gedanken mehr um Datensicherheit machen. Selbst wenn man davon ausginge, die Politik wolle die Daten schützen, sie könnte es nicht. Sie kann es ebensowenig wie alle anderen, die weltweit vernetzt sind. Dasselbe gilt für Hatespeech. Auch da ist jegliche Kontrolle zum Scheitern verurteilt. Und was Online-Plattformen ganz generell betrifft, die machen auch weiterhin, was sie wollen. Niemand kann politisch ernsthaft dagegen etwas unternehmen.

    Über die Datensicherheit entscheidet einzig der Besitzer der Daten durch seinen Umgang mit ihnen. Wer die Netze für seine Daten nutzt, muß halt immer damit rechnen, daß die Daten in die falschen Hände geraten.

    Was wir von Datenmißbrauch und Datendiebstählen hören, ist weniger als die Spitze eines Eisberges. Doch selbst wenn es anders wäre, bin ich mir sicher, würde sich am Umgang mit unseren Daten durch uns selbst kaum etwas ändern. Zum einen weil es kaum noch möglich ist, auf die EDV zu verzichten, zum anderen weil bestenfalls noch IT-Fachleute die Gefahren überblicken können.

    Was Oettinger will oder zu wollen glaubt, was er sagt, meint oder denkt, wen interessiert das wirklich noch. Die Dinge haben sich längst verselbstständigt, der Zug ist längst abgefahren. Leider hat niemand eine Bremse eingebaut und daher ist das Ende absehbar.

  57. Titel eingeben
    Der Kragenbär, der holt sich munter – aber nein, es ist ja das Oettinger-Politikerlein, das „wir können alles, außer englisch, hochdeutsch und Diplomatie“ personifiziert hat, karrieregeil, gehaltsoptimiert – Brüssel macht es möglich, dass ein solcher Provinzdummbeutel eine gutbezahlte Stimme erhält! Unsäglich kläglich

  58. Europa
    Öttinger oder die Kommission sind nicht Europa.
    Da regt Ihr Eu h über den Schwaben auf, derweil in Umbrien und den Marken Zehntausende vor den Trümmer ihrer Häuser sitzen und unzählige Kulturgüter zerstört oder beschädigt wurden, die weit mehr zu europäischer Identität gehören als irgendwelche Bürokraten.

  59. hast du
    einen opa, schick ihn nach europa.

  60. Öttingers Eskapaden
    Nun, als MP forderte Herr Öttinger späteren Schulbeginn am Morgen, damit die Kinder zusammen mit den Eltern frühstücken können und zeigte so seine Vorstellung vom Leben der arbeitenden Bevölkerung. Dem Haus Baden kaufte er mit Steuergeld Kunstschätze für das Land ab, die dem früheren Land Baden seit den 1920er Jahren bereits gehörten. Noch heftiger die Sache mit den Birkel-Nudeln – sog. Schleuderei-Affäre – wo alles darauf hinweist, dass Öttinger seinem Kumpel Klaus Birkel mithalf aus der Sache unbeschadet herauszukommen und vom Land 12,7 Millionen Mark Steuergeld als Schadensersatz zu erhalten. Nur stellte sich nachher heraus, dass die Sache mit den Nudeln doch nicht so einwandfrei war. Ja, und dann noch die Angelegenheit mit der Pizza-Connection, auch bekannt als die Sache von Günther und seinem kalabrischen Freund Mario mit dem Mafia bzw. ´Ndrangheta Hintergrund. Aber das ist eine längere Geschichte…Ja, der Öttinger hat halt Sinn für wahre Freundschaften!

  61. Ironie muss erlaubt bleiben
    Darin ist Jo Leinen, dem sozialdemokratischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments zuzustimmen. Wer als EU-Vertreter, das weiß Herr Leinen aus langer europapolitischer Erfahrung, immer nur gebetsmühlenhaft auf die Vorzüge der europäischen Integration abstellt, stößt auf Misstrauen. Man muss manchmal „wider den Stachel löcken“, wie es wohl Martin Luther ausgedrückt hätte. Dass man sich dabei auch einmal im „saloppen“ Grenzbereich bewegt, gibt Günther Oettinger ja zu. Damit sollte es aber sein Bewenden haben. Zurück zur Tagesordnung. Dr. Kurt Gaissert, Brüssel

  62. Titel eingeben
    Wo ist das Problem bei dieser Rede? Die ist doch hervorragend.

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