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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Die moralische Zwangswohnungswirtschaft von AirBnB

| 204 Lesermeinungen

Sollte ich je einen Berlinroman schreiben, wäre es ein bayerischen Splatterthriller mit hochdeutschen Untertiteln: “Die vier Unimogs der Apokalypse.“ Die Handlung wäre natürlich erfunden und fern jeder Realität: Vier Brüder aus Karlshuld im Donaumoos, unsympathisch grobe Lackl, ein Kartoffelbauer, ein arbeitsloser KKW-Wachmann, ein gescheiterter CSU-Landtagsabgeordneter und ein Unimoghändler, erben von einer lange verschollenen Grosstante ein Anwesen in Berlin. Das wollen sie sich anschauen, und entdecken im Reichshauptslum, dass es sich um ein von Chaoten besetztes Jugendstilpalais handelt, dessen Bewohner ihre Grosstante ins Grab gebracht haben. Natürlich versuchen sie, an ihr Erbe zu gelangen – die Grosstante war auch keine von der netten Sorte und hat das Palais mit dem erberschlichenen und verkauften Familienbauernhof bezahlt – und stossen dabei auf Gegner, die noch etwas übler als sie selbst sind.

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Der Roman wimmelt nur so von Grüner Antifajugend, Nudelhipstern, ADHS-geschädigten Politikhorrorclowns, Modenbloggerinnen, Drogendealern, geschmierten Mobbern eines Tazzesspiegels, korrupten Bezirkspolitikern, R2G-Schlägertrupps, süssen Mäusen und sauren Ratten. Am Ende haben sich die vier Brüder genug herum schubsen und betrügen lassen, und lösen die Konflikte auf bayerisch-rustikale Art, indem sie das verbarrikadierte Palais mit dem Unimog, beschwert mit Trümmern des demontierten Mauerdenkmals, brutal aufbrechen – das muss so sein, ich will den Bachmannpreis, und das geht ohne DDR-Anspielung nicht. Oben wartet dann im crystalmethigen Rausch der Endgegner auf sie: Ein transgender*x Ex-IM der Stasi, der*x Berlin beherrschen wollte und es nun mit vier fuchsteufelswilden Männern mit Äxten zu tun bekommt, die schon seine*x Schergen das Misericordia gelehrt haben.

Auf ihrem Weg zum Spalten würden die Antihelden natürlich auch viel Zurückweisung durch scheintolerante Menschen erleben, die für alles Verständnis haben, aber nicht für Lederhosen, Vorderlader und Unimogs, die 20 Liter auf 100 Kilometer saufen. Natürlich werden sie an ihrem Palais abgewiesen, und müssen auf die Schnelle irgendwo unterkommen. Also suchen sie auf einer Plattform im Internet, deren Anbieter sie aber racial profilen und ihre Lofts bayernfrei halten wollen, obwohl die vier doch nur ein dunkles Zimmer verlangen (und deshalb später in den Darkroom des Clubs Hainberg kommen). Aber wie auch immer, das ist ab sofort unglaubwürdig, denn ab sofort gibt es:

DAS AIRBNB-COMMUNITY-BEKENNTNIS

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Hallo“, schreibt die deutsche Tochter der amerikanischen Wohnungsvermittlung ihre Nutzer an, “im Verlauf des Jahres haben wir umfassende Anstrengungen unternommen, um Vorurteile und Diskriminierung in der Airbnb-Community zu bekämpfen. Als Ergebnis dieser Bemühungen bitten wir ab dem 1. November 2016 alle unsere Mitglieder, das Airbnb-Community-Bekenntnis zu akzeptieren. Deine Einwilligung zu dieser Verpflichtung wird die Art und Weise verändern, wie du Airbnb nutzt. Deshalb möchten wir dir nähere Informationen dazu geben“.

Was, denkt sich der geneigte Betrachter, das gibt es in der Sharing Economy unter all den jungen, aufgeschlossenen und dynamischen Leuten aus der globalen Elite wirklich? Vorurteile? Das hat man bisher immer für ein Spezialgebiet zurückgebliebener Hinterwäldler gehalten. Jetzt muss Diskriminierung innerhalb der Community bekämpft werden. Und zu diesem Zweck, so führt es die Mail nun aus, verlangt der Konzern, an dem sich gerade Google beteiligt hat, ein Bekenntnis. Alte Europäer wie Sie und ich kennen das eigentlich nur aus der Kirche und später aus der New Economy, in der sich Leute zu 14 Stunden Arbeit und Glaube an die Aktienoptionen committen mussten. Jetzt also AirBnB:

Du erklärst dich bereit, jeden – unabhängig von Rasse, Religion, Herkunft, Volkszugehörigkeit, einer Behinderung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder Alter – respektvoll, vorurteilsfrei und unvoreingenommen zu behandeln. Und weiter: Wenn du dem Bekenntnis nicht zustimmst, kannst du nicht als Gastgeber auf Airbnb fungieren oder über Airbnb verreisen.

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Nun werden manche natürlich sagen, das sei keine grosse Sache, schliesslich steht im Grundgesetz ein Diskriminierungsverbot. Das trifft zu, schützt einen aber nur vor staatlicher Diskriminierung – privat, man sieht es immer wieder, gibt es genug sexistische Rassistinnen, die verächtlich über alte, weisse Heteromänner sprechen und diese Ansicht auch in rassekundlichen Publikationen veröffentlichen. Das ist nicht nett, aber legal. Es gibt auch ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, das inzwischen Diskriminierung im Spannungsfeld zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zivilrechtlich regelt. Diese Eingriffe des Staates in die Privatautonomie – auch sie ist durch das Grundgesetz geschützt – sind aus gutem Grund selten und gelten definitiv nicht für private Vermietungen. Ich kann nach Lust und Laune, aber auch aufgrund meiner Überzeugungen und Weltanschauungen, bis zu 50 Wohnungen vermieten. Oder Mietern absagen. Ich könnte Leute in meinem übervollen Mietmarkt diskriminieren, weil sie bei Bento schreiben, oder bevorzugen, weil ich glaube, dass junge Japanerinnen, die nicht rauchen, weniger Probleme als abgehalfterte CSU-Politiker mit Alkoholproblem machen. Manche Benachteiligung ist nachvollziehbar, andere – etwa der Umgang mit Alleinerziehenden in unserer Gesellschaft – ein Skandal. Aber die Wohnungszwangswirtschaft ist abgeschafft, und wenn die grosse Mehrheit der Privatvermieter Vorbehalte gegen Flüchtlinge hat, muss der Staat selbst das Problem der Unterbringung lösen. Ich kann vermieten, an wen ich will und nach allen Kriterien, die mir wichtig sind.

AirBnB sagt nicht, dass man deshalb jeden oder alle Gruppen aufnehmen muss. Es sagt nur, dass man andere respektvoll, vorurteilsfrei und unvoreingenommen behandeln soll. Trotzdem schrillten bei vielen Nutzern die Alarmglocken, weil die Formulierung so schwammig gehalten ist, und weil das Bekenntnis ausdrücklich “die Art und Weise“ verändert, in der man die Dienste benützt. Es ist nicht üblich, seine Wohnung ohne Beurteilung der Person zu vermieten – speziell Gäste aus den arabischen Raum haben schon für massive Konflikte gesorgt, und wer während des Oktoberfestes Australier in München unterbringt, kann mitunter auch einige wenig erbauliche Geschichten erzählen. Gleichbehandlung setzt den global unwahrscheinlichen Umstand voraus, dass alle Mitglieder einer Community nach gleichen Prinzipien handeln. Aber das privatautonome Interesse der Nutzer ist es, Geld einzunehmen und bei häufig wechselnden Kunden so wenig Ärger wie möglich zu haben. Das geht auf dem normalen Mietmarkt, auch mit Diskriminierung bestimmter Gruppen. AirBnB schafft intern eine Art Eigenmoral, an die man sich zu halten hat.

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Es mag sein, dass die Firma damit auch weitere Ziele verfolgt. Nicht umsonst wird in Berlin offen zur Denunziation von Vermietern aufgerufen, denen nachgesagt wird, sie seien schuld an ungeregeltem Tourismus und Gentrifizierung ganzer Stadtteile. New York verhängt saftige Strafen für Anbieter, die sich nicht an die Vorgaben halten. Der AirBnB-Nutzer hat keinen allzu guten Ruf. Die Vermieter gelten als geldgierig und die Touristen als knickrige Schädlinge – Vorurteile, die in den grossen Städten kultiviert werden, und nichts mit den ländlichen Regionen zu tun haben, in denen die Firma eine wichtige Rolle bei den althergebrachten Fremdenzimmern in Privathäusern spielt. Mit der Selbstverpflichtung kann AirBnB behaupten, es sei kein Closed Club weisser Gentrifizierungshipster, die Randgruppen ausgrenzen und ihnen den Wohnraum nehmen. Es ist Virtue Signaling in einem Markt, der längst nicht mehr das verspricht, was man sich von ihm erhofft hat.

Aber die Nutzer müssen heute entscheiden, ob sie sich dem moralischen Diktat unterordnen wollen, oder auf die Dienste der Firma verzichten. Natürlich kann eine Firma von ihren Partnern verlangen, dass sie sich zu einem bestimmten Verhalten verpflichten – so wie bei Dresscodes in Banken. Aber das Netz hat eigentlich mehr Freiheit versprochen, und den direkten Austausch zwischen Menschen auf einem freien Markt. Dazu gehört auch, Nein sagen zu können. Statt dessen erwartet AirBnB jetzt moralische Gefolgschaft weit über das hinaus, was der Staat fordert. Es ist kein Teilen mehr, sondern Teilung unter einem gewissen, moralischen Zwang, den man zu akzeptieren hat, oder eben draussen ist. Das ist ein Armutszeugnis für eine Community, die eigentlich bessere Methoden als ein Bekenntnis haben sollte, um das wünschenswerte Miteinander zu gestalten.

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204 Lesermeinungen

  1. Kickstartern Sie den Roman? (Bitte! Bitte!)
    Der Klappentext liest sich wie hervorragende Urlaubsliteratur und bitte Filmrechte zuerst nach Frankreich, damit Hollywood es kopiert und RTL ein Knockoff-Remake als Screwdriver-Road-Comedy mit Möller davon macht – andernfalls würde es bei Detlev Buck landen und an Joachim Król habe ich mich sattgesehen.

    • Haha, ja, das wäre mal eine Idee!

    • Dampfnudeln
      Man kann so einen Plot auch wie „Dampfnudelblues“ aufziehen. Muss nicht Krol und Buck sein.

      Mit einem immer gleich und immer leicht stumpf guckenden Dorf-Blondling, der lang zu schaut. Lang. Aber dann den Dampf und den Rappel und dann den Hintern doch noch hochkriegt. Mit einem wurschtigen, stur Hanf anbauenden Bauernvater, wie Söllner oder Eisi Gulp als Sidekick in der Nebenrolle.
      Gedreht von Tarantino.

      Ich würd das aber gucken, wenn dazu ein roter Kater wie in Cohens Ladykillers vorkommt. Der am Schluss den übrig gebliebenen Gaunerfinger voll überzeugt schwungvoll in den Kanal aufs tuckernde Müllschiff runterwirft.

      Man wird ja noch wünschen dürfen.

      __________________________
      „Menschentun ist ein Verkehrtes,
      Menschentun ist Ach und Krach;
      Im Bewußtsein seines Wertes
      Sitzt der Kater auf dem Dach!“

    • Sie sind aber blutrünstig!

    • Medium rare, medium - or well done?
      Das ist halt so, wenn man einen bayerischen Splatterthriller drehen will. Kann ich nix dafür. Ihre eigenen Worte ;-)

      Unser Internet-Brockhaus sagt: „Als Splatterfilm bezeichnet man eine Art des Horrorfilms, bei der die Darstellung von exzessiver Gewalt und Blut im Vordergrund steht.“ Also medium rare.

    • Oh ja, bitte bitte!
      Andere sammeln Geld für ihre Firma, eine Krebsoperation oder prekäre Freunde. Ich würde mein Geld lieber in dieses Buch anlegen.

    • Titel eingeben
      Einfach als Subscription ankündigen, heute nennt man das glaube ich auf deustch „crowd-funding“.

      Irgendwann, muss Anfang der 70ern gewesen sein, hat der Eckhart Henscheid bei 2001 das gemacht. Wir haben ihm 10 DM bezahlt und einige Monate später tatsächlich „Die Vollidioten“ bekommen. (…nicht, dass sie das Geld brauchen…)

    • The next crazy upcoming Buchpreisgewinner?
      Wenn Sie den Roman in Versform gießen und singen, wäre sogar der Nobelpreis drinne…

      Noch ein Vorschlag: Lassen Sie die vier Bayern bei Frau Ema Pohl unterkommen, die ihnen noch entgegenschmettert „Dies ist ein anständiges Haus!“

    • Die vier mieten sich in einem Stundenhotel ein.

    • Gute Idee !
      Die sollten das paarweise machen…. das würde dem Buch einen ganz anderen Bereich des Marktes eröffnen. Homosexuality sells!

  2. Hände falten
    Ich habe diese Mail auch bekommen und mich sofort gefragt, ob ich für mein Bekenntnis niederknien und die Hände falten muß und welches sonstige Zeremoniell zu beachten ist, damit der heilige Eid tatsächlich gültig ist. Mir fehlte auch die Angabe einer göttlichen Gestalt, an die ich mich wende, wenn ich den Schwur leiste. „Hiermit bekenne ich DIR, Geheiligte Airbnb Gmbh +Co KG auf Aktien (oder so ähnlich), fürderhin nicht mehr zu sündigen …“ erschien mir zu profan.

    Echt schade fand ich, daß Airbnb das neue Kleingedruckte nicht als Anhang beigefügt hat, denn mit hätte schon aus privatem Interesse eine dort hoffentlich stehende gerichtsfeste Definition von psychologischen Geschlechtsbegriffen wie Sexuelle Identität, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung interessiert.

    Aber das erfahre ich ja vielleicht, sofern ich mich noch einmal bei denen einloggen sollte.

    • Für mich ist das so eine Art Hut des Vogtes. Jedenfalls nicjts, was die Zivilisation weiter bringt, speziell nicht in dieser Art.

    • @mitm
      Mir würde da eher der Verdacht kommen als Empfänger, dass die Datenkralle mal wieder zugeschlagen hat, sich an mich wendet, weil sie feststellte, dass in meinem Bereich (mal angenommen) Berlins und bei mir persönlich zwar von mir eine und generell ganz ganz ganz viele Wohnungen angeboten werden, aber bestimmte Klienten 20 Anfragen im Umkreis machen und erfolglos mit Absage bleiben, während andere Klienten maximal fünf Anfragen bei deren engeren Auswahl machen, aber eben auch fünf Zusagen bekommen.

      Das ist natürlich blöd für ein Portal, das nicht nur hip sein will, sondern auch allen Nutzern einen Nutzen bieten will und keine negative Publicity. Je mehr Anbieter auf den Trichter kommen, was ein guter Mieter ist, desto eingeschränkter wird der Kreis, der das Portal noch nutzen kann. Für den Rest bleiben die Schrottwohnungen zu Wucherpreisen.

  3. Titel eingeben
    Andere Schrifttype?

  4. Rechtskundeunterricht für Vermieter
    Lieber Don,
    Sie schreiben:
    „Diese Eingriffe des Staates in die Privatautonomie – auch sie ist durch das Grundgesetz geschützt – sind aus gutem Grund selten und gelten definitiv nicht für private Vermietungen. Ich kann nach Lust und Laune, aber auch aufgrund meiner Überzeugungen und Weltanschauungen, Wohnungen vermieten.“

    Da befinden Sie sich im Rechtsirrtum. Das AGG gilt sehr wohl grundsätzlich auch für die Vermietung von Wohnraum und enthält dazu einige Spezialregeln. Für Ihr Schalten und Walten auf dem angespannten Ingolstädter Wohnungmarkt kommt Ihnen vermutlich die „Kleinbourgois-Klausel“ des § 19 Abs. 5 Satz 3 AGG entgegen: „Die Vermietung von Wohnraum zum nicht nur vorübergehenden Gebrauch ist in der Regel kein Geschäft im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1, wenn der Vermieter insgesamt nicht mehr als 50 Wohnungen vermietet.“ AirBNB-Vermieter können sich darauf aber nicht berufen, da diese „nur vorübergehenden Gebrauch“ vermieten. Also hat das AirBNB-Bekenntnis gegenüber dem deutschen AGG keine Verschärfung gebracht.

    Grüße an den Haus- und Grundbesitzerverein Ingolstadt
    Ihr Tarifkenner

    • Glauben Sie ernsthaft, dass jemand, wenn er eine Wohnung für ein paar Wochen untervermietet, auf das AGG achten muss? Bitte…. hängen Sie mal ihre Worte tiefer.

    • Theorie und Praxis
      Juristisch hat der Tarifkenner meines Wissens recht.
      Faktisch reden wir aber über die leere Menge. Ein Mietinteressent kann den Kontaktanfragen gar nicht angeben, ob er sexuell nach Norden oder sonstwohin orientiert ist, allenfalls eine ethnische Zugehörigkeit kann man eventuell mit einiger Unsicherheit am Namen erkennen. Der Vermieter kann also zunächst überhaupt nicht diskriminieren, wenn er das wollte, müßte er zusätzliche Informationen einholen, was äußerst ungewöhnlich wäre.

      Das ganze ist, wie schon vom Don erwähnt, ein Gesslerhut, den man zum Nachweis seiner politischen Korrektheit ehrfürchtig zu grüßen hat, eine alterprobte Propagandatechnik.

    • ??? @Tarifkenner
      § 19 (3) AGG: „Bei der Vermietung von Wohnraum ist eine unterschiedliche Behandlung im Hinblick auf die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen und ausgewogener Siedlungsstrukturen sowie ausgeglichener wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Verhältnisse zulässig.“

      Wo ist das das Problem, lieber Tarifkenner?

    • Titel eingeben
      @DA: Ihren nachvollziehbaren Zorn und Ihr „das kann ja wohl nicht wahr sein“ hat hier das AGG verdient, bzw. die diesem zugrunde liegenden EU Richtlinien. In Bezug auf den Wohnraum sind das die Antirassismus-Richtlinie und die Gleichbehandlungsrichtlinie. Das AGG setzt insgesmt vier EU Richtlinien um, darunter auch die sogenannte „Gender-Richtlinie“.

      Insofern würde ich auch nicht uneingeschränkt darauf vertrauen, dass der AirBnB Code Of Conduct deshalb unwirksam ist, weil er zu sehr gegen gesetzliche Bestimmungen oder grundlegende Wertungen des Gesetzgebers wie etwa der Vertragsfreiheit verstößt.

      Dass die gelebte Realität zur Zeit noch eine andere sein mag, ja. Aber das Beispiel zeigt, dass das schon lange vor Maaß und Lex Gina Lisa ins Rechtssystem gespritzte Gift zwar langsam wirkt, aber bereits die „Blut/Hirn-Schranke“ zwischen öffentlichem und privatem Recht – wie Sie richtig herausgearbeitet haben – überwunden hat.

      Wenn das so weitergeht – und es geht weiter, wie z.B. die zunehmende Zahl von inhaltlich ähnlichen Code of Conducts bei Open Source Software Projekten zeigt – dann führt das letzten Endes zu einer Gesellschaft, in der die Bandbreite der offiziell zulässigen Meinungen und Einstellungen extrem eng ist. Und alle möglichen Leute sich verstellen müssen, lügen, um nicht den Zorn der Selbstgerechten auf sich zu ziehen und sozial unterzugehen. Was ständiges Verstellenmüssen und Lügenmüssen mit einer Gesellschaft macht, sollte man gerade im wiedervereinigten Deutschland am besten wissen.

    • Vollständig zitieren!
      Bitte zitieren Sie ihren Paragraphen vollständig. Es heißt im § 19 Absatz 5:
      „Die Vorschriften dieses Abschnitts finden keine Anwendung auf zivilrechtliche Schuldverhältnisse, bei denen ein besonderes Nähe- oder Vertrauensverhältnis der Parteien oder ihrer Angehörigen begründet wird. Bei Mietverhältnissen kann dies insbesondere der Fall sein, wenn die Parteien oder ihre Angehörigen Wohnraum auf demselben Grundstück nutzen.“
      Das heißt: Bei einer Untervermietung der eigenen Wohnung / des eigenen Hauses (und das wird bei Airbnb bekanntlich gemacht), finden die Vorschriften keine Anwendung.

    • Gesundes Halbwissen
      Glückwunsch Tarifkenner. Immerhin §§ 19ff. AGG gefunden. Aber während dort lediglich ein Benachteiligungsverbot statuiert wird und eine Reihe von Ausnahmen genannt werden, will AirBnB die Verpflichtung zu einem positives Tun einholen, nämlich eine „respektvolle, vorurteilsfreie und unvoreingenommene“ Behandlung. Das geht weit über das AGG hinaus. Wer die Erläuterungen von AirBnB liest, kann erkennen, dass hier ein „Weltverbesserungszweck“ verfolgt wird, wenn auch zwangsläufig beschränkt auf die Community. Grundsätzlich fand ich das Modell von AirBnB super, allerings hat es in manchen Großstädten zu nicht akzeptablen Verwerfungen geführt. Jetzt wird noch die Welterverbesserer-Keule rausgeholt. Klingt nach Kundenvertreibungsstrategie.

  5. Titel eingeben
    Da spricht der bayerische Realitaetenbesitzer aus unserem Don. Grad wie aus dem koenigl bay Amtsgericht oder aus Ludwig Thoma.

    Der will einfach nicht jeden nehmen, nicht jeden Gast die dreckigen Stiefel auf die Chaiselongue legen lasst. Ja da hoert sich doch alles auf. Da lesen wir zukunftig anstandig, lesen wir besser Michi Lobo und Sacha Seemaas

    • Titel eingeben
      Ich warte eh schon länger drauf, dass irgend so ein berlin-deutscher Presserat eine Abmahnung an díe FAZ schickt, man möge sich doch bitte mal um die mangelnde politische Korrektheit in der Blog-Abteilung kümmern.
      Meinungsfreiheit ist natürlich ein Grundrecht, aber doch nicht gleich jede Meinung bitte!

    • Das möchte ich sehen, der Shitstorm danach würde mir gefallen.

    • Der Shitstorm ...
      … würde natürlich die Einstufung Hassrede erhalten, mit den sich daraus ergebenden Folgen.

    • Titel eingeben
      Da müsste der arme Maas Überstunden machen und alle Hass-Foristen anzeigen.
      Fällt es eigentlich in DE unter „Hass“, wenn man andere lächerlich macht?

    • Und wie sähe das in eigener Sache aus?
      Was ist mit Selbsthass? Wenn man sich als Minister selbst lächerlich macht?
      Strafbar? Da soll er sich mal drum kümmern, der Herr Maas und seine Truppen.

  6. Recherche?
    Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
    § 2 Anwendungsbereich
    (1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
    […]
    8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.

    §19
    (3) Bei der Vermietung von Wohnraum ist eine unterschiedliche Behandlung im Hinblick auf die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen und ausgewogener Siedlungsstrukturen sowie ausgeglichener wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Verhältnisse zulässig.
    (5) Die Vorschriften dieses Abschnitts finden keine Anwendung auf zivilrechtliche Schuldverhältnisse, bei denen ein besonderes Nähe- oder Vertrauensverhältnis der Parteien oder ihrer Angehörigen begründet wird. Bei Mietverhältnissen kann dies insbesondere der Fall sein, wenn die Parteien oder ihre Angehörigen Wohnraum auf demselben Grundstück nutzen. Die Vermietung von Wohnraum zum nicht nur vorübergehenden Gebrauch ist in der Regel kein Geschäft im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1, wenn der Vermieter insgesamt nicht mehr als 50 Wohnungen vermietet.

  7. Rasse und ethnische Herkunft
    Lieber Don,

    „Liegen diese Ausnahmetatbestände nicht vor, vermietet der Vermieter aber insgesamt nicht mehr als 50 Wohnungen, kommt das AGG nur eingeschränkt zur Anwendung, d. h. der Vermieter muss nur die Diskriminierungstatbestände „Rasse“ und „ethnische Herkunft“ beachten (§ 19 Abs. 5 S. 3 AGG). Nicht eindeutig definiert ist im Gesetz, ob sich der Umfang von 50 Wohnungen nach dem vorhandenen oder nach dem vermieteten Bestand oder nach dem Angebot an vermietbaren Wohnungen bestimmt. Selbstgenutzte Einheiten bleiben jedenfalls außer Betracht. Nachdem das Gesetz nur auf die Wohnungen des Vermieters abstellt, gilt das AGG auch dann nur eingeschränkt, wenn der Vermieter die Vermietung an einen Makler oder eine Hausverwaltung übertragen hat, die mehr als 50 Wohnungen vermietet. Das beauftragte Unternehmen sollte jedoch nachfragen, ob der Auftraggeber insgesamt mehr als 50 Wohnungen zur Vermietung anbietet und sich dies möglichst schriftlich bestätigen lassen.
    Relevant sind bei Vermietern mit weniger als 50 Wohnungen nur Verstöße gegen die Diskriminierungstatbestände „Rasse“ und „ethnische Herkunft“. Da es keine verschiedenen menschlichen Rassen gibt, hat der Gesetzgeber wohl Diskriminierungen aufgrund äußerlicher Merkmale, z. B. der Hautfarbe gemeint. Der Begriff „Ethnie“ bedeutet, dass Personen derselben Sprachgruppe, Kultur oder Religion angehören. Dementsprechend unterliegen dem Diskriminierungsverbot Benachteiligungen wegen dieser Merkmale.“

    Diesmal liegen Sie leider sehr daneben. Vielleicht korrigieren Sie den Text und Ihre Ansichten?

  8. Mach ich
    Nein, nicht jeder Airbnb-Vermieter muss das AGG beachten. Wenn man einmal im Jahr während seines eigenen Urlaubs für zwei Wochen seine eigenen Wohnung über airbnb anbietet, dürfte das vermutlich kein Massengeschäft im Sinne des AGG sein. Grundsätzlich fällt aber die Wohnraumvermietung unter das AGG. Wer drei Wohnungen DAUERHAFT vermietet, ist vom AGG ausdrücklich ausgenommen. Der aber, der aber drei Ferienwohnungen zu Ferienaufenthalten immer wieder vermietet, müsste schon sehr gut argumentieren, dass das kein Massengeschäft ist. Die gesetzliche Vermutungsregel hilft ihm jedenfalls nicht. Ich würde ihm ernsthaft raten, das AGG zu beachten.

    • Ich glaube auch nicht, dass die Vermietung so einfach ist
      in meinem Mietvertrag mit einer Wohnungsbaugenossenschaft steht z.B., dass zu einer Untervermietung in welcher Form auch immer, vom Vermieter die Genehmigung einzuholen ist, die der dann aber wohl nicht erteilt. Versuche von Mietern im Dorf hat es gegeben, wurden abgeblockt und das ganz ohne AirBnB. Selbst Verwandtschaft oder vorübergehende Lebenspartner aufzunehmen, wird nicht so gern gesehen. Hat nichts mit der Nebenkostenabrechnung zu tun, die geht nach qm.

      Wie auch immer, der Gedanke, dass wildfremde Leute in meinen Sachen rumkramen könnten, ist für mich völlig absurd. Ich mag auch keine Ferienwohnungen, habe das einmal ausprobiert und mich eine Woche lang in der Küche geekelt.

    • Ih lasse das in der Regel zu, warum auch nicht. Es hilft allen.

    • Titel eingeben
      Ich hatte mit Airbnb Glück, wunderbares kleines Ferienhaus auf den Izu Halbinsel, geht natürlich ab dem zeiten Mal privat ohne Internet.

      Hab dann auch die mail von Airbnb bekommen, kurz gelacht, dann weggeklickt und warte nun auf jene zweite Mail, mit der angekündigten Möglichkeit mein Konto löschen zu lassen.
      Man sollte mit solchen Leuten keine Kompromisse machen, nicht mal Mails beantworten…. Häkchen machen und dann ab zu Spam.

      Andererseits sollte man nicht zu streng urteilen. Wenns ans Geld verdienen geht, dann es solche Typen schon immer gegenben. So tief lässt sich das Sickerloch gar nicht denken, geschweige denn graben, dass solche Leute nicht ohne zu zögern reinsteigen falls da was zu verdienen ist.
      Für Geld tun einige halt alles, das war immer so und wird so bleiben, durchs Internet läuft es halt jetzt gerade auf diese Art.
      Fürs Dostojewski Lesen hat so ein Entrepreneur keine Zeit und ein Idiot sind die anderen.

  9. Neuland
    Es ist nicht üblich, seine Wohnung ohne Beurteilung der Person zu vermieten …

    Sicher nicht, das ist richtig.
    Wenn man als Eigentümer seine Wohnung mittel- oder langfristig in der Region vermieten will.

    Daran ist eher nichts Diskriminierendes.

    Ich muss als Anbieter auch schauen, auf welchem Auftraggeber ich mich einlasse, kann auch nicht jeden nehmen. Die werden von mir vorher gecheckt nach Bonität, früheren Pleiten und jetzigem Verhalten (geschickte Testfragen). Projekt-Chaoten, Choleriker, Geizhälse, Rüpel, Meckerer und der Typus Projekt-Saftpresse, die sind draußen, bevor sie drin sind. Das ist nicht Diskriminierung, sondern aktiver Selbstschutz.

    BGB: Auftragsfreiheit

    Es gibt Dienstleister in D, welche irrtümlich glauben, sie müssten jedem ein Angebot machen und jeden nehmen, das stimmt so nicht. Ich wurde deswegen auch bereits verbal übel von Mitwettbewerbern und Gottseidanknichtauftraggebern angegriffen. Aber sie haben unrecht:

    Es herrscht in D gottseidank Auftragsfreiheit.

    Das hat mit dem Unrechtsgut Diskriminierung aber gar nichts zu tun. Das ist eine Art wohldosierte Rechtsabwägung verschiedener Grundrechte im BGB. Wir sind doch – noch – keine Diktatur.

    Die Aushebler (Disruptoren)

    AirBnB will jedoch privaten Kurzzeitvermietern Groß-Bedingungen wie im Hotelgroßmarkt aufdiktieren und diese Auftrags-/Vertragsfreiheit aushebeln.

    Bei einer internationalen Hotelkette hat diese Art, erst mal jeden ohne Vorbehalt zu nehmen, der noch nicht blöd aufgefallen ist und der fehlerfrei buchen kann, praktische Gründe. Es kann und darf dort jeder ohne Ansehen der Person, Charakter, Niedertracht, Gutmütigkeit, Nationalität oder Trinkgewohnheit ganz einfach per AmEx reservieren, buchen und bezahlen, ohne sich je vorher dort vorgestellt zu haben. Außer die AmEx ist abgelaufen/ungültig er oder seine Firma sind bereits auf der Blacklist, die das Hotel führt. Sollten so genommene Gäste dennoch randalieren, Schäden verursachen, ihren verlängerten Aufenthalt nicht zahlen wollen, dann ist der Extra-Aufwand wegen dieser Leute VORHER im Pricing der Hotelkette sinnvollerweise eingebucht. (Ähnlich der Supermarkt, der sondundsoviel Prozent Klau bereits eingepreist hat.)

    Wenn man sich die weltweiten Entfernungen vorstellt, dann wäre es auch äußerst unpraktisch, wollte man einen Aufenthalt für 5 Tage in Bangalore buchen wollen, vorher erst dahin zu fliegen, sich persönlich im besten Anzug vorstellen zu müssen, dann zurückfliegen und dann erst wirkkräftig buchen dürfen.

    BWL für kleine Leute, die keine Hotelmanager sind:

    Ich denke, dass ein kleiner Vermieter, der es sich unbedingt antun will will, per AirBnb-Zwangsbuchungsgedanken seine Finanzen aufzubessern, gut daran tut, sich seine Betriebswirtschaft, sein Pricing so zu überlegen, dass eventuelle Kosten von Übelgästen und Randalierern gleich von vorne herein mit drin sind.

    Zu billig anzubieten, weil amn Angst hat, sonst nicht gebucht zu werden und sich sein Geld erst dann zu holen zu wollen, wenn ein Schaden aufgetreten ist, ist für einen Einzelnen zu aufwändig, Gerichtskosten je nach Land oft auch unbezahlbar. Fail.

    Das war die Theorie.

    Die Praxis ist, dass einem Kleinen – wie im Preis-mäßig supertransparenten Internet leider immer und überall so – das Preisdiktat der nicht nachdenkenden Billigheimer-Meute (die, die nicht gut kalkulieren, sondern dämlich) aufgezwungen wird. Der Rhythmus, wo er mit muss.

    Und er/sie es sich gut überlegen soll, über AirBnb zu vermieten. Denn der Erfolg dieses Startups IST der billigere Preis als im Hotel. Nichts weiter. Den Schaden hat man demnach selbst, nicht AirBnb. Die reden nur vordrgrüdnig unangreifbar daher (sie haben die besseren, hinterkünftigeren und vor allem mehr Anwälte) – wie Facebook, die reden auch nur – und ziehen ungerührt ihre Prozente ein und schmeißen dich dann halt raus.

    Disruption is no good –
    haben Politiker aber noch nicht kapeirt.

    Was fehlt, ist ein starker Staat, der solche auspressenden Konsorten wi AirBnB, Möchtegern-Marktaufroller und hinterhältige Goldschaufel-Verteiler wie AirBnB sauber checkt und durchreguliert.

    Es geht nicht an, wie eine Hotelkette tun zu wollen, billig die Hotels wegzuräumen, sich aber clever aus allem heraushalten zu wollen. Das betrifft auch Crowd- und Clickworking.

    Aber wir haben eine Regierung, die nichts kapiert, die dieses disruptive Raubverhalten nicht kapiert, für die alles Neuland ist, die keine Hand rührt. Außer ungerührt zuzuschauen, vom neuen Gold Big Data und von der holden Industrie 4.0 zu faseln (So wie Neuland-Merkeline, Comical Öttinger – und diverse auf Regierungskurs verblödeten Talkmaster im Färnseh der Rentner und Bekloppten).

    • Lieber anderer Gast , Ihr Beitrag hat mir sehr gefallen, und war sehr schön.
      Hinterkünftiger Anwalt, obwohl mir bekannt, habe ich lange nicht gelesen, oder gar gebraucht. Ändere ich. Da auch nicht nur Anwälte hinterkünftig sein können.
      Neuland-Merkeline macht den ferngesteuerten Bundeshosenanzug schön lächerlich. Weiß nix, kann nix, aber entscheidet alles. Zu unserem Schaden.
      Und Comical Öttinger, in Anspielung auf Comical Ali, ein Fall von Punktsprengung.
      Gern mehr davon. Des Dons Blog ist auch durch Teile der Mitforisten ein Schmankerl, wie wir in Nicht-Berlin sagen.

    • Wie immer gibt es meherere Facetten
      Als langjähriger Vermieter bei Airbnb kann ich Ihnen versichern, daß der Erfolg des Geschäftsmodells nur bedingt mit niedrigen Preisen im Vergleich zu Hotels zu tun hat. In ländlichen Regionen gibt es einfach keine leicht zu buchenden und gut ausgestatteten Ferienwohnungen. Und die Menschen lieben es, in Gesellschaft zu reisen, zu leben und zu kochen und nicht vom Roomservice des stickigen Zimmers verwiesen zu werden. Für uns Vermieter gibt es zudem derzeit keine sinnvolle Alternative, die Administration und rechtliche Absicherung rund um den Vermietungsprozess uns so schlank und zuverlässig abnähme wie Airbnb: 1) Wer keine gute Reputation besitzt, kann nicht direkt buchen. Die Urteile der Community über mangelhafte Mieter und Vermieter sind gnadenlos und eindeutig. 2) Der Support von Airbnb bei Meinungsverschiedenheiten ist mit das Beste, was ich jemals im Bereich von Telemarketing erlebt habe. 3) Die Absicherung vor Schäden (Beschädigungen, Zahlungsunfähigkeit etc.) durch Airbnb ist perfekt und könnte von einem alleine im Markt auftretenden Vermieter niemals auch nur annähernd geleistet werden.

      Insgesamt gelingt es mir also dank Airbnb, meine Einliegerwohnung zu einem fairen Tarif als Fereinwohnung im Markt anzubieten und sie gleichzeitig für mich zur Eigennutzung zu erhalten. Dafür muß ich die Wohnung möblieren und in Schuß halten und gegenüber meinen Mietern als freundlicher und beflissener Gastgeber auftreten – was mir nicht schwerfällt, da es mir Spaß macht, die meist hoch gebildeten Gäste unterschiedlichster Provenienz, Geschlecht, Geschlechtlichkeit, Ethnie, Sprache, Hautfarbe, Alter, Gebrechlichkeit … bei mir zuhause zu empfangen. Ohne Airbnb hätten weder meine Mieter eine Möglichkeit, ad hoc in dieser Gegend eine wertige Ferienwohnung bequem und sicher über das Internet zu buchen, noch hätte ich die Möglichkeit, angemessene Einnahmen aus meinem Privateigentum zu generieren (die sich übrigens bei Vollkostenrechnung kaum von einer Langzeitvermietung unterscheiden, also Geschmackssache).

      Noch ein Wort zu Zeitgenossen, wie Sie offenbar einer sind: die rufen in einem Fort nach dem sozialistischen Bannstrahl, daß alles, was auch nur entfernt nach Eigeninitiative von potentiellen Kapitalisten riecht, mit Feuer und Schwert ausgemerzt werde. Damit ja keiner auf den Gedanken komme, daß es so etwas verwerfliches wie wertvolle Dientsleistungen gebe und daß damit irgendwann der Beweis erbracht werden könnte, daß sich Leistung vielleicht doch mal lohnen könnte. Zu Ihren Freunden gehören die Befürworter gesetzlicher Veggydays, des Glühlampenverbotes, der Beschwörer des heiligen Klimawandels sowie der Homozwangsehe. Ihre Spezies sieht Politik als ultimative Herausforderung zur Schaffung einer/s neuen Mensch/es/in, deren herausragende Eigenschaft die Denunziation jedes verwerflichen Überkonsums in der Nachbarschaft sei. Wer immer noch ohne Schwedenpulli bei 24 Grad im Wohnzimmer sitzt, muß wegen Klimawandels endlich interniert werden! Auch wer Joghurtbecher in die schwarze Tonne entsorgt, muß zur Zwangsarbeit in den Bleikammern der Sortieranstalten verurteilt werden! Und diese Sauerkrautfresser! Nur der Tod wäre denen gerecht, die bewußt den Methangehalt der Atmosphäre erhöhen!

      In den 70ern haben wir Leuten wie Ihnen nachgerufen: „Atomkraftgegner überwintern, bei Dunkelheit mit kaltem Hintern“. Und wir hatten damals so recht: ihresgleichen forden uns heute auf, eben wärmere Kleidung zu tragen, wenn das Smart Grid über unsere Raumtemperatur bestimmt. Für die Mehrheit im Lande Deutschland wäre es die beste Lösung, wenn Sie mit all Ihren grün-braunen Freunden endlich die Koffer packten und weit weg auswanderten. So habe ich gehört, daß z. B. in La Gomera gerade wieder eine Höhle frei geworden ist. Für Sie. Ganz ohne Airbnb.

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      „Die Praxis ist, dass einem Kleinen – wie im Preis-mäßig supertransparenten Internet leider immer und überall so – das Preisdiktat der nicht nachdenkenden Billigheimer-Meute (die, die nicht gut kalkulieren, sondern dämlich) aufgezwungen wird.”

      Soll das ein Witz sein? Die Preise bei Airbnb sind nahezu ausnahmslos unverschämt, ich wundere mich warum die Leute so blöd sind so was zu bezahlen, da komm ich bei Expedia billiger weg….

      Aber was soll man von einem Foristen auch anderes erwarten, der allen ernstes meint „Was fehlt, ist ein starker Staat….“ weil er meint es sei erste Pflicht des Staates ihn und seine Compagnons in der Abzocker Welt gefälligts vor solchen neumodischen „hinterhältigen Goldschaufel-Verteilern“ mit ihrem (fettgedruckt!) „disruptiven Raubverhalten” zu beschützen.
      Ausgerechnet all die Schwätzer die ihr Leben lang vom „freien Markt“ gelabert haben so lange er ihnen nützte, und in jeder Steuerprogression den Sieg des Welt-Kommunismus erblickten, die beschweren sich jetzt?

      Irgendwie kommt bei mir dann doch ein wenig Verständnis für das (pseudo-)linke Volk mit seinen eigentlich ja peinlichen Gender Prioritäten und seinem „irgend was mit Medien“ Leben auf, wenn ich sehe was denn die andere Seite so an Abschaum zu bieten hat….

      Es scheint in DE eine doch recht extreme Spaltung der Gesellschaft zu geben, die sich kaum auf friedliche Art mehr wird kitten lassen.
      Muss man denn wirklich den Amis alles nachmachen?

    • Na na… Abschaum ist nicht wirklich angemessen.

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      Sorry, ich frage mich halt immer wieveile solcher Staatsbürger es gibt, sollten die die Mehrheit werden, dann viel Spass.
      Ich bin bei dem Thema ein wenig zickig, ich weiss.

  10. Diskriminierung
    Die größte und ungerechteste Diskriminierung geschieht auf dem wichtigen Feld der Sexualität, wobei Frauen i. d. R. hier viel schlimmer diskriminieren als Männer. Nur weil ich alt, fett, arm und häßlich bin, läßt mich keine ran. Männer sind hier meist wesentlich toleranter, wenigstens bis zu einem gewissen Grad – zumindest die Heteros.

    Es wird Zeit, daß der Staat hier mal tätig wird.

    Mein Vorschlag: Wer sexuelle Handlungen mit einer Person ablehnt, sollte nachweisen müssen, daß dies nicht aus Gründen der Diskriminierung erfolgte, sondern weil er z. B. keine Lust hatte. Wenn ihm dies nicht gelingt, weil er z. B. mit einer anderen Person Sex hatte, sollte er schadensersatzpflichtig sein.

    Frau Schwesig, ich erwarte Ihren Gesetzesvorschlag.

  11. Von mir gibt's keinen Roman....
    …aber ein Bilderbuch mehr seit gestern:
    http://www.n0by.de/MyBooks/FriedensfahrtMoskau2016.pdf
    Die Kunst bei Bilderbücher, ist es mehr als 1000 Bilder so eng auf’s Papier zu bringen, dass der Preis niedrig bleibt. Aber Romane sind spannender.

  12. Der Plot...
    … mit den vier Unimogs gefällt mir, das wäre eine mögliche Fortsetzung von „Liquide“… aber dennoch sollte ein Realitätscheck Pflicht sein. Den Unimog mit 20 l/100 km zu bewegen, ist eher unwahrscheinlich;-)

    Ab davon: ABnB ist mir seit jeher suspekt. Lieber würde ich über Mundpropaganda meine Kundschaft suchen – man ist ja nicht auf jeden angewiesen, oder? Und ob ABnB meine Daten korrekt verwahrt … weiß keiner.

    Habe die Ehre,

    A.C.

  13. Hauswatching
    Hier im karibischen Raum kommt es immer wieder vor, dass sich Leute ein Haus kaufen, aber nur über Winter (in D-Land) hier sind. Für die restlichen Monate werden Houswatcher gesucht, die werden bezahlt. Und der Kühlschrank hat auch voll zu sein. Jetzt komme ich mit so einem Waschzettel und schaue mir den Einzieher an. Verfilzte Haare (Vorurteil, der ist dreckig!), gelbe Finger (Vorurteil; der pafft die Joints), Latschen, ungeschnittene Fußnägel voller Pilz (Vorurteil: der könnte eine Krankheit haben), im Schlepptau drei Kumpels und zwei Weiber (Vorurteil, Mädchen gehören zum Leben und Kumpels sind Freunde die ihn moralisch stärken), da frage ich: darf ich so einen eigentlich abweisen? Das ist doch Rassismus, Sexismus und Diskriminierung pur.
    Und das macht ihr also in Deutschland? Ihr nehmt so Leute auf?

    Ei ei ei ei ei. AirBnB ist wirklich kultureller Vorreiter. Alle Achtung.

    Was den Krimi betrifft haben Sie, werter Don, etwas vergessen: Den rassistischen, Koks schnupfenden Bezirksbürgermeister, der sich pseudoliberal auf ihre Seite schlägt, doch in Wirklichkeit mit den Besetzern Halbe-Halbe macht und sich als Transgender entpuppt.

    • Danke für die Idee.

    • @Tico
      AirBnB interessiert mich nicht, und anti-Diskriminierung „ist mir egal“ (wie die neue Berliner U-Bahn-Hymne geht – auf youtube: BVG/Kazim/“ist mir egal“).

      Aber Don Alphonsos Plot für den Hauptstadtkrimi ist super, und wird mit Ihrem Ergänzungsvorschlag noch besser!

      „Was den Krimi betrifft haben Sie, werter Don, etwas vergessen: Den rassistischen, Koks schnupfenden Bezirksbürgermeister, der sich pseudoliberal auf ihre Seite schlägt, doch in Wirklichkeit mit den Besetzern Halbe-Halbe macht und sich als Transgender entpuppt.“

      Ein Film nach diesem Plot könnte mit geeignetem Regisseur(*) und entsprechender Besetzung mindestens so schön werden wie die besten Dietl-Filme …

      (*) Wie wärs mit dem Hamburger Fatih Akin? Chaos kann der ja, und Schwung hat er auch. Sein heimatlicher Kiez HH-Altona, oder HH-Wilhelmsburg („Soul Kitchen“) oder Sternschanze (Rote Flora – kein Film!) stehen vermutlich in mancher Hinsicht dem Treiben in einigen Berliner Innenstadtbezirken gar nicht soviel nach.

      Der Unterschied zwischen HH und B ist eigentlich, dass in HH (am „Nordpol“) das Kapital bestimmt, und die SPD regiert (trotz einigem Chaos), während in B einfach nur das Chaos herrscht, und Geldfragen über den Finanzausgleich geregelt werden.

  14. Sometimes awful things have their own kind of beauty.
    Ach Don,

    soll sich doch das Volk bei AirBnB mit Fragen der Moral rumschlagen.
    Soll sich AirBnB doch wie Google vom Unternehmen zur Sozialen Stiftung wandeln.
    Sollen sich die ganzen Silicon Valley Billionäre doch dem Wahn opfern.

    Man fragte sich immer woran die Internet-Giganten scheitern werden…jetzt weiß man es. An der Überdehnung ihres Aufgabengebiets.

    Ich verbleibe im strickten Glauben an die Evolution, dem kalten Kapitalismus und dem bösen weißen Mann, warte auf meine Chance und werde nach dem Untergang von Google, CDU und Emanzipation wieder die alte Ordnung erstellen.

  15. Wo gibt es das als E-Book?
    Würde jedenfalls sofort raubkopieren und lesen wollen.

    Den mit kompliziertem Expertenwissen gepflasterten Weg zu meinem Angebot einer privaten, für sie kostenneutral gelagerten Sicherheitskopie selbstverständlich nur aus dem Grunde, Ihnen den dadurch aufkommenden Verdacht zu ersparen, Sie wären mutmaßlich noch auf karge Zubrote durch profane Schreibertätigkeiten angewiesen.

    Auch eine Kunstfigur muß im Netz ihre Grundwürde genießen dürfen!

  16. Compliance in der Praxis...
    … dient halt manchmal nur dem Ziel, sie überhaupt zu haben. Ich kann hier keinen Zwang erkennen, an Alles und Jeden zu vermieten, solange die Ablehnung sachlich ist („Nein danke, ich möchte nicht“).

    Ein anderes Thema ist aus meiner Sicht das „Ich auch“ von Airbnb bei solchen inhaltlosen Floskeln.

    Zumal es ja meiner Meinung nach zurück geht auf den Versuch einer Minderheit, den eigenen schwindenden Einfluss durch Herrschaftsdiskurs wett zu machen.

  17. Wie man so tut, als sei Religion angeboren
    Das „Bekenntnis“ las ich schon vorgestern und dachte mir dabei direkt: dazu wird der Don bestimmt was sagen wollen.
    Witzig wie immer ist auch, dass ausschließlich Geburtsmerkmale bzw „Schicksalsmerkmale“ (Behinderung) angeführt sind – und Religion. Das ist schon arg lustig. Aber vielleicht hat bnb auch einfach zu viele Kunden und musste ein paar loswerden?

  18. Hahaha! Ha
    be das auch gelesen und mich gefragt warum machen die das?? Ja warum machen die das wohl habe ich mir gedacht. Kontrollieren können sie das ja sowieso nicht. Wahrscheinlich wollen sie nur ausschließen dass sie auch von dem kleinen großen Herrn Maas und seinen Zwangsmaßnahmen verschont werden, die der große kleine Mann schon versucht bei Facebook und Twitter anzuwenden: nämlich dass der Anbieter verantwortlich ist dafür, dass alles koscher ist in seinem Portal.

    Damit niemand lesen muss dass ein Angebot von Airbnb nicht geeignet ist für kleine weiße Männer mit mausigem Gesicht in schlecht geschnittenen, weil zu engen Anzügen.

  19. Leben auf gepacktem Koffer oder doch lieber Heimat?
    Zuallererst: Kompliment DA, von all Ihren meist guten Texten war dies bis jetzt wohl der beste-literarische Höchstform. Mit Ihnen macht FAZ noch Spaß. Denken Sie nicht, Sie können dafür sorgen, dass die restliche Redaktion die Kurve auch noch kriegt, hin zu einem, na sagen wir mal, fetzigen, dynamischen Konservativismus à la Donald Trump?

    Zum Text: Was issn das, dieses Airsoundso? Vielleicht sollte ich mich da mal bewerben, ich glaube mit mir hätten die ihren Spaß. Den Lesben würde ich gegen geringen Mietaufschlag einen hochmodernen Damenrasierer andrehen, den Schwulen würde ich zurufen, wenn sie rosa Bettwäsche haben wollen sollen sie sie gefälligst selbst mitbringen, und für alle übrigen Minderheiten würde ich mir noch entsprechend passende Gehässigkeiten einfallen lassen.

    Sind wir schon in der Hölle angekommen? Vielleicht nicht mehr weit davon entfernt. Die stelle ich mir so vor: am Empfang steht Claudia Roth, im Hintergrund diskutieren Schwesig, Wiezorek, Maas und Nahles, auf dem Laufsteg läuft Hillary Clinton vorbei (aussehend wie eine „sadistische Krankenschwester“ [O-Ton Boris „The Great“ Johnson]), im Vorführraum laufen neuer Tatort und Lindenstraße in der Endlosschleife, in der Kantine gibt es Müsli und sonstigen fair trade Biofraß, zahllose Grünenparteitagsbesucher bilden Staffage.

    Im Himmel sitzen derweil gute Geister wie Friedrich Nietzsche, Heinrich von Kleist, Knut Hamsun, Mark Twain, etc. und freuen sich darüber, dass endlich die Richtigen unten im heißen, aber fahlen Feuer schmoren.

    Airdingsbums? Oh je, oh je, was es unter der Dunstglocke dekadenter Stadtgesellschaften doch alles gibt! Was sich präpotent-halbstarke Piefke-Strebertypen nicht alles einfallen lassen um unter dem Deckmantel pseudohumanitärer Papageimoral flotte Kohle zu machen! Was ist die nächste Stufe? Das Umherziehen im grünen Wagen, das Nächtigen im umgeschnallten Zelt, das get-together unter der Luxusbrücke mit politisch korrekt erzogenen Ratten?
    Alles natürlich um der Humanität willen, man will sich ja nicht den Vorwurf machen lassen zu jenen Unmenschen zu gehören, die ganz einfach gern Zitherklänge in einem wohlig-urigen bayrischen Häuserl hören, vor sich auf dem Tisch eine dampfende Jause, umringt von gutgelaunten, krachledernen Landgenies, die dreckige Witze und andere Klugheiten erzählen.

    War heute im Wald unterwegs: milde Sonne, leises Blätterrauschen, leichter Wind gegen die Stirn, Baumwipfel raunten einem zu: keine Angst, die Pharisäer kriegen ihr Fett noch weg, sie kommen dahin wo die oben Genannten schon sind, in die große, ewige Lindenstraßenvorführung, da wo Heulen und Zähneklappern herrschen.

    WER ABER DER HEIMAT TREU BLEIBT SOLL BELOHNT WERDEN!

    • Werter H.C.,
      Ihre Vorstellung von der Hölle ist durchaus realistisch, aber Sie steht leider im Gegensatz zu G.B. Shaws Feststellung „Vor die Wahl Himmel oder Hölle gestellt, würde ich die Hölle vorziehen – dort ist sicher die Gesellschaft interessanter“. Andererseits käme von den ihrerseits genannten Himmelsbewohnern als Shaws Gesprächspartner wohl nur Mark Twain infrage, wenigstens ist mir kein Kommentar von Shaw zu Twains „Yankee am Hof König Arthurs“ bekannt.

      Grüße
      W. A.

    • @Harry Charles
      „hin zu einem, na sagen wir mal, fetzigen, dynamischen Konservativismus à la Donald Trump?“

      Trump ist alles in maßlos übersteigerter Form, nur nicht konservativ.
      Als Jahrmarktschreier aufm Altonaer Fischmarkt in Altona wär er allerdings ne heiße Nummer : „Alles für ne Mark,Mark, Mark!“

    • @Albrecht@Thomsen
      1. @Albrecht: ihre Definition von Hölle geht mir nicht ganz auf und ich finde das Shaw-Zitat passt hier auch nicht so sehr gut. Für mich ist die Hölle da wo die beschriebenen Charaktere sind-und ich werde immer versuchen, woanders zu sein. Natürlich fehlen auf meiner Liste noch viele (hier noch ein kleiner Zusatz: „…und Ströbele, Wallraff, Geißler sowie Dr. Piefke machen dem Satan die Buchhaltung-und zwar gaaaaaaanz penibel): der Erzengel Gabriel, Schulz, Mutti M., etc., sie alle sind in infernalischen Nebenräumen. Ist nur nicht genug Platz und Zeit um die alle aufzuzählen. Und ich glaube auch nicht, dass ausgerechnet Shaw die Genannten als „interessante Gesellschaft“ betrachtet hätte, denn neben Widersinn stehen die in erster Linie für Langeweile. Und das ist das Schlimmste was es geben kann, in der Hölle oder sonstwo. Also bitte, Zitate nicht aus dem Kontext reißen bzw. kontextinadäquat verwenden.
      2.@Thomsen: vielleicht haben Nordlichter da eine etwas verzerrte Wahrnehmung. Ich weiß, dass Temperament dort oben entweder ungehörig oder strafbar ist. Da ich aus Südwestdeutschland komme (Nähe französische Grenze) ist für mich als saarfranzösischer Giftpilz Temperament so wichtig wie die Luft zum Atmen. Also, ich bin (genau wie Donald Trump) temperamentvoll. Und genau wie er bin ich auch konservativ, aber nicht die schnarchsäckige Variante (nichts für ungut, bitte nicht persönlich angesprochen fühlen), sondern die mit viel Feuer. Und die gibt es. Donald Trump und ich sind der lebendige Beweis dafür.

  20. Ignorieren oder die Fliege machen
    Ich wäre auch so nie auf den Gedanken gekommen, über AirBnB zu vermieten. Zu anonym. Böse Überraschungen.
    Wer zu geizig für den Obulus für eine gute Agentur ist, muss halt damit leben. Man braucht immer eine Agentur, bei der man das Vorrecht behält. Zur Not hatte man dann in dem Moment gerade einen anderen Mieter, es findet sich immer ein Freund.
    Abgesehen davon: Hotels machen das nicht anders außer zuweilen im Schwarzwald, aber dafür haben sie etliche Zimmer, und wenn die Saudi-Frau mal neben der Dusche geduscht hat, weil die vorher schon -igitt- Männer benutzt haben, wird das in Rechnung gestellt, und zur Not gibt es die Versicherung.
    Apropos Schwarzwald, da stießen wir mal auf recht lau..lustige Russen. Da sie uns abends immer zum Vodka einluden, war das ein Tauschhandel, sort of. Wie sie die Zimmer hinterlassen haben, entzieht sich meiner Kenntnis, aber bessere Trinkgelder als das „Geiz ist geil“-Volk so gibt, machen viel wett.

    Der ganze Kram, auf pc aufgebaute Bürokratie, sollte weitgehend ignoriert werden, das läuft am besten.

    • Titel eingeben
      Das mit den bösen Überraschungen sollte man sich mal abschminken, beide Seiten können sich über die andere informieren, die Profile und Bewertungen kann man ja auf ihre Echtheit überprüfen.

      Das System an sich funktioniert gut, nur die Preise sind meist zu unverschämt.
      Aber so ein Gesinngstest ist halt nicht mal eine Diskussion wert

  21. Fewo Vermietung
    Unsere Ferien-Villa diskriminiert über den Preis, da lässt sich so mancher Gast im Vorwege aussortieren. Und bei unseriösen Anfragen (3 syrische Ehepaare, alles Ärzte – hatten wir für letztes Silvester) oder anderen potentiellen Problemmietern, die sich oft an der Korrespondenz erkennen lassen, hilft ein wenig Menschenkenntnis. Wir vermieten zwar auch über das Internet, aber neben airbnb gibt es auch Anbieter, die höherwertig angesiedelt sind, wo sich nach Sternen suchen lässt usw.

    Und natürlich muss ich mir Gedanken machen, ob das Haus hinterher unbeschädigt ist und die Nachbarn nicht belästigt wurden. Im Zweifel hilft Abwägen: nehme ich eine Familie mit behindertem Kind, obwohl sich der Nachbar stört? Die Antwort ist offensichtlich und dafür braucht es keine AGGs sondern lediglich etwas Kinderstube und Kultur.

    Letztendlich ist aber Vermietung nicht Weltverbessern, sondern knallhartes Geschäft, wenn nach einer Woche Vermietung der Kaffevollautomat kaputt ist und der Echtholztisch Flecken hat, haben Sie ein dickes Verlustgeschäft gemacht. Und somit: wer den Vermieter zwingt, jeden Gast zu akzeptieren, betreibt adverse Selektion und wird schnell nur noch Vermieter haben, denen entweder der Wisch egal ist, den sie unterschrieben haben oder deren Angebot so schlecht ist, dass schlechte Gäste egal sind.

    In meinen ersten Berufsjahren in einem damals noch honorigen Finanzinstitut hiess es: „sag ab, wenn ein Kredit nicht geht, aber niemals mit Begründung, das führt nur zu endlosen Diskussionen“. Damit lässt sich auch jedes AGG aushebeln.

    Mehr Kultur und weniger Regeln würden generell guttun. Kleinteilige Regeln ersetzen keine gute Erziehung und bleiben meist unbeachtet. Auch cover your a… Papiere genannt. In einer funktionierenden Gesellschaft mit gemeinsamen Werten wäre so ein Blödsinn nicht nötig und jedenfalls ist ein Privatunternehmen hier nicht die richtige Instanz.

  22. Mein lieber Don, es sprudelt ja nur so
    Sehr zu meiner Belustigung, ich brauchte schon beim Berlinthriller eine kleine Lachpause. Ich bekräftige hier nochmals, daß ich dieses Buch kaufen und lesen würde. Eine Prunkausgabe wäre schön.

    Bitte nicht mehr Phrasen wie „Virtue Signaling“ verwenden, die Berliner Hipster haben das jetzt auch – mit Verspätung- auf ihrem Radar, und die semantische Nähe zu „Gutmenschentum“ haarscharf erfasst. Große Empörung!

    • Ich kenne leider kein besseres Wort dafür. Tugendprotzen?

    • Tugensprotzen
      Ein schönes Wort. Geht auch online ganz einfach, nur eine „Kein Mensch ist illegal!“ Petition im Netz mitzeichnen, das geht easy peasy. Liegt ein sterbender Mann im Vorraum einer Bank, schaut man lieber weg und steigt drüber. Diese Schere bereitet mir mehr Sorgen, als die zwischen Arm und Reich.

      A propos arm, ganz spaßig fand ich auch einen Spendenaufruf auf Twitter, der so endete. https://mobile.twitter.com/_tsukino_usako/status/793690448778915840

      Nah, mer gebet nix!

    • Noch ein Versuch: Tugendgroßkotz
      Text eingeben

    • Re: Samsara
      In Frankfurt saacht en Hess – Wenn mer gebbe, gebbe mer reichlich, aber mer gebbe nix. Und noch nen Spruch: Bevor ich mich uffreech is mers liwwer egal.

  23. Klingt nach Vorgeschmack auf Ceta und TTIP , wobei ich hier
    eher den noch harmlosen Anfang sehe, aber viele dicke Enden in Form von Compliance und ähnlichem Ami- Schmarrn wrden noch über den Atlantik schwappen, wie der Antiraucherterror, und ““““““““’unsere“““““““““‘
    Politik verramscht uns an den ganzen Kaugummi-Dreck.
    Ich hab nix zu vermieten, kenne eine nicht mehr ganz junge Frau, die mit Begeisterung an junge Araber vermietet, da denkt man sich was, aber sie wohnt auch in dem Haus, also nicht der typische AirBnB- Fall.
    Wers mog.
    Naja. Ein Mosaiksteinchen halt, um großen, entstehenden Bild vom Klo, in das sich unser Land, ja, der ganze Kontinent, verwandelt.
    Wünsche glücklich zu spülen.

    • „Code of conduct“ ist das Stichwort – deshalb bin ich mir auch nicht sicher, ob ich auf den CCC-Kongress will.

  24. Ich hätte die
    Bitte eines Gastauftritts im Roman einer gewissen, nennen wir sie mal, Cornelia Rot, die klunkerbehangen und im Gefolge Hassan Ibrahim, ihren afrikanischen Chauffeur und Liebhaber, die vier Brüder besucht, um Neues aus der Heimat zu erfahren. „“Nie wieder Bayern“ hauchte sie, „mir machen die Nazis Angst“, ehe sie die Tür zuschmiss, worauf alle erschraken..“ oder so ähnlich.

    Diese tolle AGG-Diskussion geht doch am Thema vorbei. Man muss sich doch fragen, was derartige heilige Eide sollen, wie man zu solchen Übergriffigkeiten kommt und ob das vielleicht in der systemischen Logik derartiger kommerzieller Veranstaltungen liegt…

  25. das muss so sein, ich will den Bachmannpreis
    Herrlich!
    Das Thema aber wieder ehr traurig.
    Und Sie betonen so oft, daß Sie vermieten könnten, wem Sie wollten (in 50 Fällen). Die Wiederholung nährt bei mir das Vorgefühl auf Zwangseinquatierungen, denn selbstverständlich schwemmt die muslim Völkerwanderung weiter ins Land, diesmal durch die Schweiz gesickert. Und das wird so bleiben, bis hier endlich die Sozialstandarts für Leute, die nie in das Solidarsystem eingezahlt haben, auf Null (richtig: 0) gesetzt werden.
    Bis dahin höre ich bei so Themen (wiewohl Sie im Beitrag eher den Charakter der Wahl, den das web verheißungsvoll anbot, meinen), Zwangseinquatierung.
    Aber der Roman könnte von einem Schriftsteller Alter Ego geschrieben werden, das sich unter psychogenen Drogen für einen wohlhabenden Bayern u.a. wohnhaft am Tegernsee hält, aber im wirklichen Leben ohne Drogen wohnhaft in der Großbeerenstraße Kreuzberg 36, irgendwo im Hinterhof Souterrain…ist- gerade geschockt von einem Hausbesuch Künasts, deren argumentativer Müll jetzt noch überall rumliegt. Biographisch vllt. verstoßèner Ziehsohn einer Richterin mit Doppelnamen aus Hamburg. Wenn dieser Autor noch eine Brieffreundschaft mit Merkel seit der FDJ hat und dafür Hassmails von Schäuble bekommt, weil der eifersüchtig ist… dann vervollständigt sich der soziokulturelle Bezug. Und man begreift die existenzielle Not, aus der heraus der Autor wirksam werden will-, ja muß!

    • @Patrick.feldmann: Auch nicht schlecht, aber
      das heißt „SO 36“ soviel Präzision muss sein!

      Allerdings liegt die Großbeerenstraße im besser beleumundeten Teil „1-61“ (oder „Kreuzberg 61“) von Kreuzberg, der laut Wikipedia als „bürgerlich und künstlerisch-intellektuell“ gilt.

      Für „SO 36“ schlage ich als Straße etwa Wrangelstr., Köpenicker Str., Wiener Str., Oranienstr., Waldemar- oder Naunynstr. vor. Weiß aber nicht, wies dort heutzutage aussieht (alles gentrifiziert? Ich kenns ja nur aus Vorwendezeiten.) und ob da noch dunkle Hinterhöfe und Wohnungen mit Außenklo existieren. Übrigens gab es damals auch in Moabit sowie Schöneberg, also im Westen, die letzten funktionierenden Kuh- oder Schweineställe.

      Ich gestehe Ihnen aber die Licentia poetica zu –
      „im wirklichen Leben ohne Drogen wohnhaft in der Großbeerenstraße Kreuzberg 36, irgendwo im Hinterhof Souterrain“

    • 36 61
      Das habe ich schon verwechselt als ich damals in Berlin studierte.
      Aber damals fielen die Folgen der Verwechselung nicht so drastisch aus…

      Was ist „SO“?

    • @patrick.feldmann: SO 36, SW 61, NW 8 usw
      Das stammt noch aus uralten Zeiten, vermutlich vor dem Krieg. So wurden damals die Berliner Postämter und ihre Postbezirke bezeichnet, als SO 36 war Postamt Südost 36 (von der Mitte Berlins aus gesehen),
      die Gegend zwischen ca Landwehrkanal und Victoriapark war Postamt Südwest 36, und z.B. NW 8 war im Nordwesten.

      Die Mauer und viel später die Wiedervereinigung haben das Ihrige dazu getan, um diese Einteilung der alten Postbezirke als obsolet in Vergessenheit geraten zu lassen. Bis zur Einführung der vierstelligen Postleitzahlen in der BRD war immerhin die postalische Adresse in Moabit z.B. „1 Berlin 21“ (also wird es wohl früher „Berlin NW 21“ gewesen sein), oder „1 Berlin 36“ für „SO 36“. Danach wurden diese Einteilungen irgendwann abgeschafft.

      Im Gedächtnis hängengeblieben sind allerdings noch „SO 36“ und „1-61“ welches aber laut Wikipedia einen größeren Bereich bezeichnet, als das alte „SW 61“. Wahrscheinlich um den starken sozialen Unterschied zwischen dem vornehmeren einen Teil Kreuzbergs (SW61) und dem proletarischeren anderen Teil (SO36) zu markieren. In Westberlin lag SO 36 damals direkt an der Mauer – von Charlottenburg und Wilmersdorf gesehen das hinterletzte.
      Und von Erfahrungen bei der Wohnungssuche in Westberlin 1970 z.B. in der Skalitzer und der Köpenicker Straße weiß ich, daß dieses Vorurteil nicht weit von der Realität entfernt war.


    • „SO 36“ war der alte Postzustellbezirk Südost 36. Zu Bonner-Republik-Zeiten gab es ja bereits Postleitzahlen, da hieß es dann 1000 Berlin 36.
      Aber die Berliner Republik der 5stelligen Postleitzahlen zog Schneisen durch das Gebiet, nun firmiert es als 10997, 10999, 10969 und was-weiß-ich-noch.

  26. Don, das Thema ist wieder arg kleinteilig, sogar kleinteiliger als Ihr letzter Beitrag.
    Aber für den Roman mit dem beschriebenen Handlungsgerüst würde ich zahlen. Ernsthaft :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupt´s

    • Re. ThoHa
      Das ist doch ein Fortsetzungsblag. Erst kamen die Hotelreservierung-Portale, jetzt AirBnb und als nächstes die kostenlosen Übernachtungsmöglichkeiten z.B. 22.00 – 6.00 Uhr in der B-Ebene Frankfurt-Hauptwache. Wetten.

  27. Titel eingeben
    Mir fehlt das Rad

  28. Literaturpreis
    Ich habe zwar keine Ahnung, worum es hier geht (hat sich nicht bis nach Österreich durchgesprochen). Ist aber völlig egal. Was ich hier lese ist reinste Erbauung. So müsste man schreiben können, aber ist nicht und wird auch nie werden. Ich bin Realo (Manès Sperber) und mit Blättern, die mit verneinender Gebärde …kann ich nicht viel anfangen. Diese Art von Literatur (damit meine ich jetzt nicht Rilke) kommt mir oft, wie es bei uns heißt, ‚g’schistelt‘ vor. Aber Ihre Wortmagie rinnt runter wie Kokosöl.
    Ja, ich schlage Sie vor für einen Literaturpreis. Wird wohl nicht viel helfen, aber trotzdem. Vielleicht darf’s ein (zum Thema passender) mit Bayern verbandelter, wie der Rainer-Malkowski-Preis sein, ist auch hübsch dotiert oder ein Thomas Mann-Preis, ebenfalls Bayern-affin und gut dotiert. Für den Nobelpreis sind Sie eindeutig zu wenig pornographisch, da steht auch der Philip Roth schon seit Jahren in den Startlöchern.
    Verzeihung, zu lange geblödelt.Danke jedenfalls für dieses Lesevergnügen !

  29. Hoffen wir, dass gmx nicht bald eine ähnliche Idee hat
    und ich gezwungen bin, e-mails von nigerianischen Prinzen „open-minded“ zu begegnen oder jeden Anhang vorurteilsfrei zu öffnen habe.

  30. Willkommen in der Volksgemeinschaft: Mit Airbnb bis nach Gadara
    Besten Dank, Don Alphonso, für die gepfefferte Kommentierung der ebenso dummen wie anmaßenden Ideen jenes Unternehmens, daß keine Kunden kennt, sondern jeden auch nur ganz gelegentlichen Nutzer zum Angehörigen einer „community“ erklärt, der gefälligst zu spuren hat. Ich habe das bereits an anderer Stelle, sozusagen in eigener Sache, kommentiert und darf deshalb hier in aller Kürze nur anmerken: gern verzichte ich auf die Dienste jener zweifelhaften Mischpoke, deren Angebote übrigens längst nicht mehr interessant sind, sondern von aufgeweckter Hotellerie und Pensionen bequem unterboten werden (zB bietet mir eine gepflegte, ordentlich geführte Hotelpension in Wien in guter Lage ein Einzelzimmer mit Bad und Frühstück für 40,– € pro Nacht an – in Worten: vierzig). Was mir die Anmaßungen dieser Blase ame­ri­ka­ni­scher middle-class-kids mit Geschäfts­idee und ohne Manieren widerlich macht: wer nicht aus­drück­lich ein Bekenntnis kor­rekter Gesin­nung abgibt, wer es ablehnt, sich einem mora­li­sie­renden Bekennt­nis­zwang zu unter­werfen, gilt als mora­lisch unzu­ver­lässig, als inkor­rekt und nicht ver­trau­ens­würdig, zumin­dest unter­liegt er einer ent­spre­chenden Ver­mu­tung.
    Einmal ganz abge­sehen davon, daß ich als gele­gent­li­cher (und seit kurzem darf ich sagen: ehe­ma­liger) Kunde eines Unter­neh­mens noch längst nicht zum Mit­glied einer “com­mu­nity” werde, erin­nert mich der Begriff des “Airbnb-Community-Bekenntnis” (!) an gewisse Appelle, die Schweigen als Verrat denun­zieren. Der selige Ronald D. Laing, mit den Abir­rungen und Risiken kol­lek­tiver Gewiß­heiten von Berufs wegen ver­traut, bemerkte seinerzeit prä­gnant: Grup­pen­loya­lität? Das war der Irrtum der Schweine von Gadara.

  31. Account gehackt??
    Werter Don,

    bei den Texten, die Sie zuletzt verfasst haben, kommt mir der verdacht, dass Ihr Account gehackt wurde und jemand anderes schreibt. Schon Ihr Artikel über Öttinger war ziemlich daneben. Diesen hier kann ich auch nicht nachvollziehen. Airbnb ändert die Regeln. So what? Es steht jedem frei weiter mitzumachen oder nicht. Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Wenn der Staat sowas anordnen würde, könnte man sich beschweren. Aber bei einem Unternehmen der Privatwirtschaft?? Kann Ihre Kritik daher nicht nachvollziehen. Kaufen Sie einfach woanders!

    Und was den Öttinger betrifft: Wenn sich die dünnbrettbohrende, berufsempörte Sozialisten-Tussi Schwesig deswegen zu Wort meldet, kann man davon ausgehen, das Ötti mal wieder Recht hatte und keine sachlichen Argumente gegen seinen Vortrag existieren.

    Mein Vorschlag: Schwesig for Bundes-Präsident(in)! Da würde dann endgültig klar werden, wie überflüssig dieses Amt ist.

    • Im Oettingertext geht es nicht um seine Aussagen, sondern um den Umstand, dass es anderes gäbe, was bedeutend schwerer wiegt, aber scheinbar keine Rolle spielt.

    • @Don
      Werter Don,

      das hat man aus Ihrem Öttinger-Text aber nicht so klar heraus lesen können. Und auch im Bezug zu diesem Airbnb-Text kann man behaupten, dass „es anderes gäbe, was bedeutend schwerer wiegt“. Z.B. die offene Zensur, die Facebook oder Apple betreiben. Das IST bedeutend scherwiegender, weil man sich effektiv nicht dagegen wehren kann. Ich kenne Airbnb nicht aus der Praxis und habe keinen Acount dort, aber es scheint mir so, dass die Regeln dort auf ein gegenseitiges Bewertungssystem setzen und letztlich wohl eher Fakten entscheiden und nicht das Gutdünken des Betreibers. Insofern eine halbwegs faire Angelegenheit. Sich Anti-Diskriminierungs-Regeln dort zu setzen ist angemessen. Sofern jemand ausschließlich und hinreichend viele positive Bewertungen hat, sollten die einschlägigen Diskriminierungs-Kategorien keine Rolle für eine Airbnb-Vermietung mehr spielen dürfen. Wer das als Kurzzeit-Vermieter nicht will, macht halt nicht mehr mit und bietet woanders an. Es gibt mit Sicherheit genügend Alternativen.

      Ich bin absolut kein linker Sozialistenfreund, aber an der Airbnb-Regelung kann ich nun wirklich keine grobe Unangemessenheit erkennen.

      Also, werter Don: Bitte das Augenmaß behalten! Sonst könnte es sein, dass Sie zum Berufsempörten mutieren. Das wäre sehr schade!

    • Das nächste Mal mit Pfeilen und dem Hinweis ACHTUNG! Ab hier wichtiger!!!!

    • Einfalt und Freiheit
      Zwoter Versuch einer Antwort, nachdem wordpress den ersten (und gleichlautenden) mit der erstaunlichen Auskunft quittierte: „Du schreibst Deine Kommentare zu schnell. Bitte ewas langsamer.“
      Hä?
      Zur Sache: Ich lese da: „Airbnb ändert die Regeln. So what? Es steht jedem frei weiter mitzumachen oder nicht. Das nennt sich freie Marktwirtschaft.“
      Mein Gott, wie abgeklärt. Wie weitgereist und knapp und irgendwie so durch und durch verflucht. Wer darf, tut automatisch das richtige, wenn er tut, was er darf. Dies etwa die Logik, nennen wir sie mal so, des Kaufense-doch-woanders. Ich seh sie noch vor mir, und ich höre es noch, das Eigenheimsiedlungsgebell der Herrschaften mit Dackel und beigem Freizeithut: Gehnse doch rüber, wenns Ihnen hier nicht paßt.

    • Gib a Ruh
      Es melden sich halt nun auch die Chinesen zu Wort. Ein Wort, ein neues Wort haben sie beim Oettinger kennengelernt, mit dem er sie beschreibt, und es gefällt ihnen nicht. Das kann niemanden überraschen. Wie würde man hierzulande reagieren, wenn ein höherer Industriefunktionär oder Parteibonze aus China öffentlich über die „Kartoffeln“ aus Deutschland herzöge. Wahrscheinlich auch nicht sehr glücklich! Und Deutschland hatte ja mal Kolonien in China. Der Oettinger ist einfach ein Prolet mit seiner Büttenrede.

    • @Michael Vorwerk
      Ja, die Marktwirtschaft kann man durchaus verfluchen. Es gibt z.B. viele Dinge, die ich gerne kaufen würde, die es aber gar nicht gibt, weil niemand sie herstellt, weil niemand weiß, dass ich sie kaufen würde, weil niemand meinen Wünschen zuhört, weil sie nicht dem Massenmarkt entsprechen… Da habe ich halt Pech gehabt. Das ist Marktwirtschaft. Auf die Diskussion hier bezogen: Wer bei Airbnb vermietet und bisher diskriminiert hat, muss sich jetzt eine andere Plattform suchen. Vielleicht gibt es eine, vielleicht auch nicht. Pech gehabt? Im Zweifelsfall eine eigene Plattform starten: http://www.vermiete-nur-an-deutsche-ohne-migrationshintergrund.de. Und dann abwarten, wer im Wettbewerb besteht.

      Und Ihrer Aussage „Wer darf, tut automatisch das richtige, wenn er tut, was er darf.“ kann ich keinesfalls zustimmen. Denn: Wer entscheidet, was richtig oder falsch ist? Sie? Der Staat? Der Markt? Die Berufsempörten?
      Airbnb setzt gewisse Regeln in Kraft. Wäre Airbnb der Staat oder ein Monopolist, könnte man anfangen zu diskutieren. Aber so? Wenn der Markt funktioniert soll der Markt entscheiden. Sehen Sie es so: Bisher gab es bei den Airbnb-Vermietern Diskriminierende und Nicht-Diskriminierende. Und bei den Airbnb-Mietern gab es Diskriminierte und Nicht-Diskriminierte. Wenn Airbnb Anti-Diskriminierungs-Regeln schafft, dann bestimmt, weil sie die Diskriminierten als Kunden nicht verlieren wollen und der Ausschluss der Diskriminierenden das Geschäftsmodell nicht gefährdet. (Wobei im weltweiten Markt von Airbnb JEDER ganz schnell zum Diskriminierten werden kann!)

      Wie ich schon zum werten Don schrieb: Augenmaß behalten!
      Die Airbnb-Regeln sind m.E. weder überzogen noch unsachgemäß. Airbnb ist auch kein Monopolist und die Geschäftsidee kann beliebig kopiert werden, falls einem die Regeln nicht passen. Insofern können die Berufsempörten weiter poltern, wie sie es immer tun. Wenn ich (also ich persönlich) meinen Verstand einschalte, sehe ich keinen Diskussionsbedarf über diese Airbnb-Regeln. Es ist jedem frei gestellt, darüber eine andere Meinung zu haben und sie herauszupoltern oder für sich zu behalten (oder irgendwas dazwischen).

      Letztendlich unterliegt auch der werte Don nur den Marktgesetzen der Blogger (und der Vermieter ;-)). In der Vergangenheit waren seine messerscharfen Analysen top. Wenn das jetzt absackt, wäre das sehr Schade.

    • @Nedda Gschempft
      Werte H/F Gschempft,
      „… die Facebook oder Apple betreiben. Das IST bedeutend scherwiegender, weil man sich effektiv nicht dagegen wehren kann.“
      Wer oder was ist Facebook oder Apple? Was ist Google oder Whats-App?
      Wer ins Räuberlager geht, soll sich nicht beschweren, wenn er ausgeplündert wird. Ich habe nie bei eBay oder Amazon gekauft und lebe immer noch. Und AirBnB ist für mich auch kein Thema. Ein gerüttelt Maß an Skepsis hilft weiter.
      Und DA – Ihr Buch (offensichtlich 1000-seiter) werde ich im stationären Buchhandel kaufen.
      MfG
      Haas

  32. Anwendbarkeit des AGG
    Ein kurze Richtigstellung sei erlaubt, damit sich keine Irrtümer halten/verbreiten: Das AGG ist entgegen Don Alphonsos Ausführungen durchaus grundsätzlich auch auf die Begründung und Beendigung privater Mietverhältnisse und sonstiger zivilrechtlicher Schuldverhältnisse (z.B. sogar Einlass in einen Nachtclub/Disko) anwendbar, s. § 19 AGG.

  33. Nicht so ernst nehmen
    Don Alfonso ist hier einem transkulturellen Witz aufgesessen: Hier in den USA kommen einem solche Floskeln, wie jetzt hier bei AirBnB, die ja eindeutig aus dem US-Englischen übersetzt sind, unentwegt unter. Man stimmt vollinhaltlich zu und ignoriert das dann einfach komplett. Je öfter man das tut, desto leichter fällt es einem, bis es absolut nichts mehr ausmacht.

    Nur Deutsche, die ja alles so ernst und wörtlich nehmen, stören sich an solchen Sachen ungemein. Ein Fehler: Deutsche, reläxt doch einfach ein bisschen!

    Oder ist der Amerikaner vielleicht auch nicht mehr ganz so reläxt wie wir immer denken? Stört es vielleicht auch den einen oder anderen US-Bewohner? Die Trump-Wähler kommen ja schließlich auch irgend woher.

    • Ich war ja schon immer ein Fan von Mohrenwäsche von Tom Sharpe, wenn Sie das kennen.

    • Wenn Sie mit der vollinhaltlichen Zustimmung vor Gericht landen,
      dann wissen Sie, warum das da stand… ganz sicher nicht zum Rechtsschutz des Zustimmenden.

  34. Tja - schöne neue Zeit.
    Wie sich Deutschland seit der Jahrtausendwende – oder war es der Regierungsumzug nach Berlin – verändert hat…

    • Fairerweise muss man sagen. dass AirBnB Deutschland da nur tut, was die Zentrale global vorschreibt.

    • Also keine Extrawurst für Deutschland.
      Sondern eine generelle Neueinführung aus den USA. Halte ich für ein nicht ganz unwesentliches Detail. DDR 2.0 und UdSSR 2.0 – goldene Zeiten für Transatlantiker.

  35. Gschamster Diener
    Lieber Don,
    Bachmannpreis gibt es nur, wenn IMTulpe mit gelben Pollunder ferrarimaessig 1.5 m tiefergelegt wird, nachdem er im SM-Studio von Transe Michelle Obimbo mit der 9-schwaenzigen traktiert wurde und Herzkasper erlag. Oder so aehnlich, wahlweise auch IM Larve.

    Zum 2. Teil des heutigen Dramas kann ich nur staunen, Sorgen haben die Leute!

    • Ich werde mir schon was Krasses einfallen lassen.

    • Pullunder, mit oder ohne Muster?
      Aber doch der Olav nicht, oder? Das würde mein ganzes Weltbild vom auch „guten“ Ossi zerstören. Von Erikas, Tulpen und Larven hätte ich ohnehin nichts anderes erwartet.
      (DdH)

  36. Was meinen?
    Offenbar plagen den Don wieder einmal Vermietungsprobleme und er scheint sich auch der Plattform Airbnb zu bedienen. Vielleicht hat er in den zu vermietenden Räumen auch eine seiner gesammelten Pretiosen hängen oder stehen. Dann ist natürlich Vorsicht angeraten. Vorsicht übt wohl auch Airbnb, denn diese Erklärung scheint darauf abzuzielen, die Verantwortung für die Vorfälle von Diskriminierung an die Vermieter zu delegieren. Interessanter Weise ist allerdings in der verlangten Übereinstimmungserklärung von „Überlassung“ oder „Vermietung“ nicht die Rede. Es ist vielmehr nur allgemein und ohne Bezugnahme auf ein Rechtsgeschäft verlangt, dass man andere nicht diskriminieren soll. Ist man aber deshalb schon gezwungen, ihnen eine Wohnung zu vermieten? Ich bin kein Jurist, besitze keine Immobilien, bin glücklich einer solchen Familie entronnen zu sein, nutze kein Airbnb, aber die Fragestellung ist nicht umspannend: warum vermeidet Airbnb es, das Wort Überlassung oder Vermietung zu gebrauchen? Und, das kommt hier nicht hervor, welche Anlässe gibt es für diese Erklärung? Was ist der Hintergrund? Aber sicher werden wir davon noch hören, denn das ist ja geradezu eine Einladung an eine Unzahl von Anwälten.

    • Ich vermiete in der Regel auf Basis persönlicher Empfehlung oder auch schon mal über mein Blog, was mir nette Mieter beschert. Mit AirBnB habe ich nichts zu tun, Nutzer haben mir diese Mails geschickt. Wenn Sie etwas runter scrollen: Ich bin Freund des Anrufs bei Hotels.

  37. Die Wirklichkeit als Realsatire
    Passen Sie auf ihr Copyright auf, die Wirklichkeit kann es verletzen. Ich habe als Exilant vor einem Jahr glossiert, wenn Schlingensief noch lebte, haette er nen Film gemacht, in dem um Sachsen ne Mauer gezogen wird, um darin alle Fremdenfeinde zu sicherheitsverwahren. Weil anderswo gibts ja keine, und wenn doch sind es U-Boot-Sachsen und gehoeren interniert. Heute finde ich die Idee weit weniger witzig, weil sie wahrscheinlicher geworden ist.

  38. p.s.
    Wahrscheinlich geht es ums Geschäft. Konkurrenz zu Airbnb gibt es ja, und die bedient dann eben die Segmente, die Airbnb durch diskriminierendes Verhalten der Vermieter verliert. Das müssten sie, als Nachfahre von Sklavenhändlern, doch verstehen. Angenommen, ihre Vorfahren haben den Hessen Burschen nach Amerika in den Krieg verkauft, aber keine Mädels. Und die Käufer haben sich beschwert, weil man doch einschlägigen Bedarf nach den weiblichen Dienstleistungen hat. Und man hätte schon andere, z.B. holländische Kaufleute parat, die hübsches Fleisch aus dem weiten europäischen Osten liefern können. Dann hätten ihre Vorfahren wahrscheinlich auch ein Statement abgeben, dass sie natürlich gegen jede Art der Diskriminierung eintreten und daher die besten Sklaven, seien sie männlich, weiblich oder sonst wie (LGBT) zu liefern vermögen. Wie kommt man denn sonst zu Häusern und Kunstschätzen. Durch der Hände Arbeit? Ich bitte sie!

  39. Airbnb
    Es ist interessant, worueber sich in Bezug auf Airbnb nun unterhalten wird. Ggf. ein rein theoretisches Problem und wenn die Situation mit der Anmietung von Ferienwohnungen oder einem Hotelzimmer verglichen wird, dann stellt sich mir die Frage, warum sich gerade auf diesen Punkt konzentirert wird. Im gleichen Moment wird die Instant Booking Funktion von Airbnb nicht erwaehnt, welche ein she viel groesseres Diskussionspotential bietet: Da wird man zur Verifizierung erst einmal aufgefordert eine Kopie des Personalausweises hochzulanden. Dann erfoglt die Eingabe der Kreditkartendaten un die Karte wird auch umgehend belastet, was dahingehend beachtenswert ist, da die Buchung noch nciht endgueltig bestaetigt ist. Im folgenden kommt dann der springende Pukt: Zur weiteren Verifizierung moechte Airbnb die Eingabe eines facebook, linkedin oder gmail Account!?! Airbnb gibt auch offen vor, die Passportdaten mit dem facebook Account zu vergleichen. Falls man keinen Account hat, kann man ein Vodeo von sich drehen und dieses wird dann bewertet und zur Verifizierung mit der Ausweiskopie verglichen.

    Selbige Praxis kenne ich bis dato nicht einmal von Luxushotels in stark ueberwachten Staaten wie Singapore, wo alles schon sehr glaesern ist.

    Warum eine Verlinkung mit einem facebok Account zur Verifizierung dient, ist auch fraglich.

    Uber dieses Thema wird nicht berichtet, es ist ja auch nicht so interessant, wie die obige Dikussion, auch wenn diese eher viel Laerm um Nichts darstellt.

    • Echt jetzt?
      Dann begreife ich überhaupt nicht, wie man da buchen kann. Das ist ja hanebüchen!

    • Nackig wohnen mit Airbnb ...
      @Oli Land:
      [Instant Booking Funktion] versus [Community Glaubensbekenntnis]
      „Da wird man zur Verifizierung erst einmal aufgefordert eine Kopie des Personalausweises hochzulanden. Dann erfoglt die Eingabe der Kreditkartendaten un die Karte wird auch umgehend belastet, was dahingehend beachtenswert ist, da die Buchung noch nciht endgueltig bestaetigt ist. Im folgenden kommt dann der springende Pukt: Zur weiteren Verifizierung moechte Airbnb die Eingabe eines facebook, linkedin oder gmail Account!?! Airbnb gibt auch offen vor, die Passportdaten mit dem facebook Account zu vergleichen. Falls man keinen Account hat, kann man ein Vodeo von sich drehen und dieses wird dann bewertet und zur Verifizierung mit der Ausweiskopie verglichen.

      Selbige Praxis kenne ich bis dato nicht einmal von Luxushotels in stark ueberwachten Staaten wie Singapore, wo alles schon sehr glaesern ist.“

      Gute Güte. Ist das ein FKK-Club oder eine Zimmer-Vermittlung? Geht man davon aus, dass die abgefragte in der Tat beachtliche Datenmenge korreliert mit der eigenen Voreingenommenheit gegenüber den unvoreingenommen zu sein Habenden, so scheint mir die Voreingenommenheit der Geschäftsleitung gegenüber den unvoreingenommen zu sein Habenden derart exorbitant hoch zu sein, daß der Ausschluß der Voreingenommenen geradezu dringend notwendig erscheint, um die vehement auf Unvoreingenommenheit gründende Community nicht in ihrem anspruchsvoll ethischen Bestand zu gefährden.

      Interessantes Geschäftsmodell.

  40. Titel eingeben
    ´Kek sagt:
    1. November 2016 um 22:34 Uhr

    Mir fehlt das Rad´

    Mir auch.

  41. Homophobie ist heilbar
    Ich empfehle angesichts der hier grassierenden Überempfindlichkeit und des Ekels verursacht durch die „moralische Zwangswohnungsgemeinschaft von AirBnB“ einen Blick in die Wikipedia und das Hinterfragen der eigenen Ergüsse:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Homophobie
    Man beachte besonders die dort abgebildete Weltkarte. Dann wird einem klar, wo genau die Grenze der westlichen Zivilisation verläuft.

    • @Mutti sagt: Phobie
      Ach, heutzutage wimmelt es geradezu von Phobien:

      Homophobie, Heterophobie, Familienphobie, Dexterophobie, Sinistrophobie, Germanophobie, Arabophobie, Nukleophobie, Carbonnophobie, Gentechnophobie, Glyphosatphobie, Catholophobie, Islamophobie, Gendermainstreamphobie, Alteweissemännerphobie – und wenn das alle sind, kannst du dich freun …

      Man könnte meinen, man sei im Irrenhaus – es ist aber nur die veröffentlichte Meinung.

  42. DÜNNBRETTBORHRENDE BERUFSEMPÖRTE SOZIALISTEN-ahem,don SCHWESIG
    ICH BITTE SIE, das ist doch zuviel für eine solch tolle frau, jahrelang dachte ich doch sie sei wie Barbie und würde das freudenkabinett meiner puppen- und stofftiersammlung zusammen mit ALF……………..äh ich meinte natürlich ulF bereichern.
    dann so eine abrechnung !

    aber kommen wir zur sache, der von DON, er belehrt uns ja über sog. diskrimminierungsverhalten und diskrimminierungsverbote. gut, diskrimminierung und noch schlimmer selektionierung haben in deutschen wortschatz seit der führerschaft durch einen Österreicher einen schlechten ruf.

    natürllich soll niemand wegen seiner sprache, seinen ansichten über frauen, seiner überbordenten historischen kenntnis über widerstandskampf und marinerichtsbarkeit, seinem verständnis der ihn bis fast zum suizid treibenden eheprobleme bei „populisten“ oder gar deswegen benachteiligt werden, weil er immer erst um 23 uhr vom dienst heimkommt oder gar deshalb, weil es bei ihm und seiner sektretärin nie einen guten kaffee gab…………niemand darf da diskrimminiert werden……auch nicht OETI natürlich.

    Junker und OETI, sie müssen nur jetzt mal den bösen vorurteilen entgegentreten, flüssiges sei wertvoller wie festes !

    • UNWÖRTER UND WÖRTER VON DON
      um 00:25 wurde bei Nedda Gschempft das unwort TUSSI aber noch duldsam abgedruckt.

      hat da – ausser dem guten geschmack – jemand interveniert ?

      und ist das schon hatespeech ? gegen Thusnelda, die frau von unserem tapferen cheruskerfürsten Arminius ?

    • Bitte, nervenS ned. Ich bin am Limit.

  43. Gesunde Menschenkenntnis ausgeschlossen
    Auf AirBnB gibt es bald nur mehr Hausmeisterwohnungen und solche die ihren Eigentümern völlig egal sind. Nach den neuen Bestimmungen kann zum einen kein Gast, egal mit welcher Vorgeschichte, mehr abgelehnt werden und zum anderen darf dieser stehlen, verwüsten und schädigen, ohne das AirBnB Verantwortung übernimnmt.

    Weil unsere Kinder sich das wünschten, überlegten wir einen Trakt einer Schweizer See-Villa auf AirBnB anzubieten. Die Zimmer sind voll mit Jugendstilmöbeln und Kunstwerken der Zeit. Wir vermieten nur an Familien mit Kindern.

    Nicht, weil das die besseren Menschen sind, aber wir verstehen diese oft und sie uns. Wir wollen keine Raver, die zur Street-Parade anreisen, keine Skinheads oder Antifa-Kiffer, die zu Demos einlaufen etc. Laut AirBnB müssten wir jedoch solche Gäste akzeptieren.

    Und nicht nur akzeptieren, sondern inkludieren – LOL – Wie bescheuert kann man nur sein, dass man dem Menschen gesunde Menschenkenntnis abspricht und verwehrt!? Im Grund genommen widersprechen diese Bedingungen der Menschenrechtskonvention. Die ist zwar für ein Privatunternehmen nicht verbindlich, aber wer derart dumm mit den Rechten von Minderheiten weibelt, sollte zumindest selbst auch messbar daran glauben.

    Wir haben inzwischen eine eigene Website, in der wir Bead & Breakfast für Familien, mit der Familie anbieten. Wir bieten nur ein Wochenende per Monat an und sind auf 21 Monate ausgebucht. Wir diskriminieren niemanden, sondern lernen gerne neue Menschen kennen – Aber wir wählen aus wen wir kennenlernen wollen.

    Ciao AirBnB und all die pseudo-liberalen Vollidioten!

  44. Deivörsitie
    Ja, so ist das mit der Deivörsitie. Anfangs hat man die Email für Sartire gehalten. Ich habe schon geantwortet, und mitgeteilt, daß ich so einen Käse natürlich nicht unterzeichne. Glaubensbekenntnisse kann man in der Kirche abgeben.

  45. endlich mal ein intelligentes Drehbuch
    Ich könnte mir Christian Redl als ältesten Bruder und gescheiterten CSU Abgeordneten vorstellen.
    Bitte weiterverfolgen.

  46. Ein bisschen überreagiert?
    Ich denke wir sollten hier mal die Kirche im Dorf lassen. Was AirBnB verlangt ist alle gleich zu behandeln und nicht gleich auf ablehnen klicken nur weil jemand Arabisch, Australisch, oder vielleicht Buddhist ist.

    Das heisst aber noch lange nicht das man die berüchtigten „Australier in München“ nicht ablehnen kann. Man sollte diese Entscheidung jedoch nicht aufgrund der Nationalität oder Religion, sondern sinnvollerweise auf Grund vorheriger Reviews fällen. Und es ist auch völlig OK nur Leute zu nehmen die bereits 10 gute Reviews haben, das ist auch nicht rassistisch. Dann bekommt das nette Ehepaar aus Sydney das sich mal das Oktoberfest angucken will auch wieder eine AirBnb Wohnung in München.

    Ich kenne es selber gut, mein Freund der aus dem Irak ist, das gleiche macht wie ich, genauso um die Welt reist und gute Reviews hat bekommt oft schwerer eine AirBnB Wohnung. Und genau das ist Rassismus, und genau darum geht es meiner Meinung nach. Alles richtig gemacht AirBnB.

  47. Ihre vier Komiker sollten sich beeilen.
    Die Zahl der besetzten Jugendstilvillen in Berlin (und übrigens auch die der Mietshäuser) dürfte sich im unteren einstelligen Bereich bewegen.

    Berlin wurde vor nunmehr 25 Jahren aufgebrochen. Vielleicht war sogar der eine oder andere Unimog beteiligt. Wer weiß? Dödel, Komiker, Erbschleicher und verwandtes Personal waren in sehr großer Zahl mit von der Partie. So manche, die von Osten her die Mauer mit umgeworfen hatten, staunten nicht schlecht, wie ihre Mieten umgehend sojusgleich starteten. Und auf westlichen Konten verschwanden.

    Was glauben Sie denn, wem die noch längst nicht ausgentrifizierten Wohnviertel in Berlin gehören?

    Das Haus in der Wilhelmstraße 57, 93 fertiggestellt, wird gerade abgerissen. Damit die Straße „schöner“ werde. Verlogener und zynischer geht es nicht.

    http://wilhelmstrasse.net/

    Mit einer 1- oder 2-Raum-Wohnung ist man dann im Neubau mit ca 500 000 € dabei. Nach oben natürlich offen. So läuft das hier. Ihre vier Spaßvögel kommen verdammt spät.

    Irgendwie, so scheint mir, haben Sie ein etwas veraltetes Berlinbild vor Augen. Hier läuft schon alles so, wie es das Kapital wünscht.

    • Ausser den Stasis sind alle Mitwirkende natürlich Westler, die sich selbst bereichern.

    • Natürlich sich selbst, wen auch sonst...
      Hätte ein Westler schon mal wen anders bereichert? DER Fall wäre mal interessant.

      Aber nun die Stasi wieder. Sie enttäuschen ein wenig.

  48. „Lippenbekenntnisse“
    Das Du mit allen Ethnien klar kommen sollst! Auch mit Vergewaltigern, Horrorclowns, extrem gläubigen Barbaren(„extraterrestrischer“ Religionsunterricht – sie erinnern sich? http://blogs.faz.net/deus/2016/09/23/die-afd-und-ihre-resistenz-gegen-piratenfehler-3734/#comment-43594 ) und Tschänders Liebling(e).
    Die NEUE Ordnung muss auch in fließende Verträge aufgenommen werden, ohne Widerrufsrecht: Ansonsten denunzierst du dich selbst(haha).

    „Spaß“ bei seid.

    Da sie ja wahrscheinlich einer der Brüder sind und mit großer Sicherheit der Kartoffelbauer, der in seiner Freizeit gern radelt; reicht es nicht, dass Sie eine DDR-Anspielung einbauen, um den -Bachmann- zubekommen, NEIN, Sie müssen schon absteigen, wenn Sie die Ostpassage durchqueren. Wir können gut Splattern, wenn´s drauf ankommt! Irgendein Kackdorf gibt sich her, da, wo man die Zone noch nachhaltig nachweisen kann.
    Schöne alte Zonenzombies, zurückgeblieben, verwahrlost und gewaltbereit. Hier lernen die Brüder kämpfen(die antifa muss schließlich, sie wissen schon…)!

    „Ich rieche förmlich das Blut, wie es an seinen Opfern abperlt und eine etwas größere Blutlache hinterlässt. Gute Arbeit Männers!“

    • Gut, machen wir halt auf der Anreise einen Halt in Neustadt an der Orla, wo sie zwischen die Fronten von Nazis und Antia kommen.

    • Den Soundtrack liefert Rammstein mit "Zerstören"
      Vielleicht mit den Bildern vom Omaha-Beach? Aber, wenn es dann mal wieder richtig ernst wird, kneifen die Tastatur-Täter aller Zeiten sowieso. Und all die so wortreich Verachteten müssen ran. Wie immer?

    • Schluss mit Rechts und Links
      So beseitigt man Gegner! Habt Ihr aufgepasst, FDP-Leute?

      Bonus für den -Bachmann-:
      Die Brüder sind leider nur noch zu dritt(der Abgeordnete „geht“ – das schwächste Glied), haben den Bärlinern gezeigt, wie man sich durchsetzt(politisch KORREKT). Nun geht es zurück in die Heimat. Der Kartoffelbauer, also Sie, will die Strecke mit dem Radl zurück legen, was er erworben, oder im Unimog mitnahm – dabei lernt er die Ostdeutschen kennen. Na?

  49. Wo ist das Problem?
    Ich verstehe nicht warum nicht das airbnb-community-Bekenntnis ausschließlich als das zu betrachten, was es ist- ein „Glaubensbekenntnis“. Und Glaubensbekenntnisse sind zu respektieren, es herrscht hier schließlich Religionsfreiheit und jeder hat das Recht zu glauben was er möchte- da soll mir keiner in einer quasi „theologischen“ Diskussion mit Realität kommen. Und Glaubensbekenntnisse sind zu respektieren, es herrscht hier schließlich Religionsfreiheit und jeder hat das Recht zu glauben was er möchte- da soll mir keiner in einer quasi „theologischen“ Diskussion mit Realität kommen. Das was zählt ist der Glaube und das Bekennen. Da ist es egal, ob es diese Community nun gibt oder auch nicht.

    Ja und wenn Ungläubige ausgeschlossen sind, dann gibt man halt pro forma ein Bekenntnis ab. Zu Weihnachten sind schließlich die Kirchen auch gut gefüllt und jeder liebt den Nächsten.

    Das einzige, das mir an den neuen Bekenntnissen hochkommt, ist wie mit der Vergebung der Sünden verfahren werden soll. Von den alten kennen wir Beichte, Arbeitslager in Sibirien bzw. Oranienburg oder das sich zur Rettung des Seelenheils mit Ungläubigen in die Luft zu sprengen et cetera. Bei diesen neuen Religionen herrscht leider Unklarheit. Aber vielleicht sind diese so innovativ, dass Bekenntnis und Ablassbrief eins sind: alle Sünden- auch zukünftige- werden vergeben werden.

    „Alte Europäer wie Sie und ich kennen das eigentlich nur aus der Kirche und später aus der New Economy, in der sich Leute zu 14 Stunden Arbeit und Glaube an die Aktienoptionen committen mussten,“ stimmt leider so nicht.

    Man denke nur an die codes of conduct bzw. die ethischen Verhaltensgrundsätze von Konzernen. Mir fiel sofort Siemens und VW ein- Glaubensgrundsätze halt, doch Menschen sündigen. Und da wird die airbnb community keine Ausnahme sein.

    Meine persönliche Erfahrung: je herer das Bekenntnis desto tiefer lauert der Abgrund. Als Mitarbeiter eines US-Konzerns erlebte ich: Wir haben strenge ethische Grundsätze! Das Schmiergeld zahlt der polnische Handelsvertreter. Da man den nicht im Regen stehen lassen kann, preisen wir seinen Extraeinsatz ein. Wichtig allein ist die Form zu wahren [pc] und das öffentliche Bekenntnis. Und schließlich gibt es auch streng gläubige Katholiken mit dem Beruf Mafia-Pate. Wo ist das Problem?

    • Nein, es ist schon so, dass es bei AirBnB auch Proteste gab, weil es für minderheiten schwerer ist, dort unterzukommen. So ein Bekenntnis ist da nicht nur im luftleeren Raum.

    • Glaubensbekenntnis
      Muss man darauf dann auch Kirchensteuer zahlen?

  50. Der bayerische Splatterthriller
    klingt ein wenig wie ein irres Remake des Henry Hathaway Klassikers „Die vier Söhne der Katie Elder“ von 1965. Die vier Brüder werden übrigens gespielt von John Wayne, Dean Martin, Michael Anderson Jr. und Earl Holliman.
    Gruß, Ethan

    • Ja, aber da gibt es Sympathieträger und Liebe. Bei mir gibt es nur Hass und Gewalt.

    • @D.A.
      „Auf ihrem Weg zum Spalten würden die Antihelden natürlich auch viel Zurückweisung durch scheintolerante Menschen erleben, die für alles Verständnis haben, aber nicht für Lederhosen, Vorderlader und Unimogs, die 20 Liter auf 100 Kilometer saufen.“

      Wenn Ihnen jemand erzählen will, er habe kein Verständnis für Lederhosen, so liegt das daran, dass wir alle älter und fetter werden (außer Ihnen, schämen Sie sich was) und in die seinen nicht mehr reinpasst, ihn Vorderlader überfordern und Unimogs faszinieren. – Bloß, falls Sie doch noch den Ganghofer in sich entdecken …

    • Deshalb ist das wahre Vorbild
      natürlich „four Brothers“ (Vier Brüder), mit Mark Wahlberg, übrigens ein guter Film, in einer völlig heruntergekommenen Großstadt (Detroit) gegen ein kriminelles Submilieu, das sich krakenartig die Stadt unter den Nagel gerissen hat und seine Geschäfte treibt.

      Zwei der vier Brüder sollten daher farbig (adoptiert) und einer schwul sein. Und es muss eine politisch vernetzte Edelpatin aus der „Geflüchtetenhilfe“ geben.

  51. nichts wird so heis gegessen ...
    Ich denke es wird einen #Aufschrei geben, zumindest findet man ganz offen Angebote, die – nach den jetzigen Regeln – offen diskriminieren: Gioogle Suche> ‚airbnb „für frauen“ ‚ . Meint jemand, dass das abgeschafft werden wird?

  52. Der Link muss ausnahmsweise mal sein:
    A.Osang auf Wohnungssuche in NY.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-103361718.html

    Auch sowas kann man natürlich gut finden.

  53. .....
    Also das erste das mich stört ist das eine Firma aus dem fernen Ami-Land meint mit mir per du zu sein. Weder habe ich mit denen Bruderschaft getrunken noch sind sie hübsche Kellnerinnen im örtlichen Gasthaus (oder sonst generell hübsche Damen, da bin ich durchaus sexistisch) also wie kommen die dazu mich mit du anzusprechen ohne das ich denen das angeboten habe ?

    Als zweites sieht man grandiose Selbstüberschätzung. AirBnB bietet einen Service, sie sind ein Werkzeug, ich frage meinen Hammer auch nicht was er von meiner Absicht hält den Nagel reinzuschlagen. Warum, wie und seit wann kommen Unternehmen (vorzugsweise aus den USA und im IT-Bereich) auf die Idee das sie irgendwie nicht nur ein Werkzeug anzubieten hätten sondern gleichzeitig, wenn sie schon dabei sind, auch Ideologie verbreiten sollten. Wie aber kommt nun AirBnB auf den steilen Trichter anderen vorschreiben zu können wie diese ihr Eigentum zu vermieten hätten wenn sie deren Plattform nutzen. Das ist ja als würde man in Berlin auf dem Alexanderplatz nur noch „Merkel lebe hoch“ schreien dürfen wenn man über den Platz gehen will.

    Lieber Don, wissen sie vielleicht wie das gekommen ist das sich ansich doch halbwegs vernünftige Leute in grossen Unternehmen nun für eine Art Propagandastation halten, quasi eine Art Politkommissar 2.0

  54. Bitte schreiben
    Sie den Roman! Einen besseren Plot als gesunder bajuwarischer Menschenverstand gegen mainstreamende Berliner Besserwisser mit Diskriminierungshintergrund kann ich mir gar nicht vorstellen. Bitte drängen Sie bei der Vergae der Verfilmungsrechte darauf, das weder die Ferres noch der der Schweiger mitspielen dürfen und auf ein Degeto-Verbot, aber mit FSK (Freiwillige Soziale Kontrolle) Zertifikat. Diese Diskriminierung müssen die aushalten. Und vergessen Sie nicht im Vorwort Ihre(!) Verhaltensregeln für die künftige Leserschaft klar aufzuzeigen. Der shit-storm dürfte Werbung genug sein.

  55. Was ist, wenn man ein Drecksloch zurückkriegt?
    Apropos jeden Mieter:
    http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/es-war-einmal-ein-ferienhof-13904154.html

    Gefunden Achse des Guten unter Broder, die erste Preziose dort hat’s auch in sich.

    • Ja, sowas macht immer wieder mal die Runde:

      http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/geestequelle-ort120598/fluechtlingsfamilie-nimmt-basdahl-heizung-waschmaschine-herd-nach-montenegro-6927472.html

      Aber es gibt wirklich ganz unterschiedliche Erfahrungen. Die übelste Erfahrungen waren übrigens aus einer WG mit weissen, deutschen, nichtrauchenden Hebammen.

    • Die Hebammen aber auch immer
      Manchen meinen ja, es seien immer die Radfahrer…

    • Ein Krefelder Polsterer mit sozial engagierter Ehefrau
      hat eine schöne Wohnung kürzlich an eine syrische Familie vermietet und bekommt nun tagtäglich die Schwämmchen, alldieweil alles nicht recht ist und überhaupt die Ansprüche von denen sogar seiner Frau das soziale Engagement doch fragwürdig erscheinen lassen. Nun wird überlegt, wie man die Mieter wieder loswerden kann.

      So verlieren die Leute nach und nach ihre Illusionen und manch einer landet hart in der Realität.

    • Es fängt meist mit dem locus necessitatis
      Ich hab´s schon mal geschrieben und frage mich, warum nehmen sich die Menschen des Crailsheimer Gaus keinen Rat bei ihren Heilbronner Mitmenschen?
      .
      Kosovo-Krieg und herzerweichende Artikel im Lokalblatt. Viele gutherzige Mitbürger mit Einliegerwohnungen vergaben ihre Wohnungen anstatt an AirBnB (gab´s noch nicht) an Flüchtlinge. Leider setzten meine reiselustigen Mitbürger in ihren Denkprozessen die sicher reichlich gemachten Auslanderfahrungen auf dem Sanitärsektor nicht genügend ein. Hätte man für die Gäste im Garten einen Donnerbalken eingerichtet und einen Eimer Chlorkalk bereit gehalten, hätte es allenfalls mit den Nachbarn Händel wegen Geruchsbelästigung gegeben.
      .
      Die Abwässerungsquerschnitte unserer Kloschüsseln vertragen eben allenfalls kleine Bärenmarken-Dosen, wenn sie sich nicht querstellen. Und so ein Dösken ist bei den Naturklos im Kosovo ja kein Problem. Nun gut, die sachgerechte Verwendung einer Klosettbürste müssen auch einigen unserer Landsleute beigebracht werden. Ich kannte mal einen Leiter einer Nachbar-Abteilung, der sich die Mühe machte den Gebrauch einer Klobürste in 6-7 Einzelschritten graphisch zu Papier zu bringen. Nur so viel: Das erste Piktogramm zeigte (durchgestrichene Klobürste), daß dieses Handwerkszeug nicht zum Zähneputzen dienen sollte.
      .
      Die Hochrufe in der Lokalpresse nahmen damals schlagartig ab, die Kanalreinigungsfirmen (man beachte: u.a. Lebküchner) machten das Geschäft ihres Lebens. Und dann bekam die Stadt die Gäste, wie wir im September 2015, quasi geschenkt zurück übertragen. Zur Unterbringung in Stadteigenen Unterkünften und Hotels.
      (DdH)

  56. Kirche im Dorf lassen
    Ich vermiete zwei Wohnungen über airbnb, dies seit 3 Jahren. An den neuen Regeln finde ich soweit nichts auszusetzen. Ich bin weiss und hetero, fände es aber eine Schande, wenn dunkelhäutige oder homosexuelle Menschen sich durch Absagen wühlen müssten, bevor sie ein Quartier finden. Ich hatte – zu meiner Freunde – schon alle erdenklichen Hautfarben und sexuellen Ausrichtungen, auch einige der vielgeschmähten Araber oder Australier und keinerlei ernsthafte Probleme – am ehesten noch mit ein paar verwöhnten deutschen Mittelstandkindern, die nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass man in den Alpen im März mit Schnee rechnen muss.

    Der Telefonsupport von airbnb ist der beste, den ich kenne. Die Möglichkeit, Gäste abzulehnen, wenn man ein schlechtes Gefühl hat, gibt es nach wie vor – nur darf man halt nicht dauerhaft z.B. Schwarze ablehnen, was mir sowieso nicht in den Sinn kommt. Wer das durchaus tun will, muss halt woanders inserieren, so what.

  57. Köstlich
    Wann kommt das Buch heraus? (Es kann doch nicht sein, dass Houellebeq der einzige unterhaltsame europäische Schriftsteller bleibt.)

    Insbesondere wäre eine umfangreiche Anreicherung mit Berlin-Slum-, Genderfeminist_Innen- und political correctness-Szene-Slang und ähnlicher absurder Rhetorik von (Amüsier-)Interesse.

    Dass diese ergiebige Riesenmenge „Zeitgeist“ bislang literarisch nicht verwertet wurde, ist höchst eigenartig. Hier besteht ein erhebliches Defizit. Auch so Randnotzen wie das säkular-pietistische AGG würden sich dankbar mit verarbeiten lassen.

  58. Klamauk & Nichtigkeiten - gewiss nicht!
    Don,

    immer wieder interessant zu sehen, wie verschieden Menschen sind, wenn nur eine gemeinsame Gegnerschaft sie einigt. Viele Ihrer Leser haben heute in pawlowscher Weise auf Ihre Schenkelklopfer reagiert – und dabei Ihre wahren Intentionen völlig übersehen. Ich dagegen schätze Ihre Analysen sehr und weiß, dass Sie auch sonst stets mehr zu bieten haben als auf den ersten Blick sichtbar ist.

    Ihre stetige Feier der bodenständigen Provinz und Ihre unaufhörlichen Seitenhiebe auf den RHS und seine Politprominenz zum Beispiel sind zwar durchweg berechtigt – ihre stete Wiederholung in jedem Zusammenhang machen sie jedoch auf den ersten Blick ermüdend und fad – was schade wäre, wenn Sie damit nicht einen publizistisch höheren Zweck verfolgen würden.

    Nun haben Sie natürlich, wie mir als Ihrem Verehrer vollkommen klar ist, das alles bewusst so gestaltet, nur um in Ihrem heutigen Trash-Exzess eine köstliche Selbstpersiflage abliefern zu können! Chapeau!

    Auch sonst nötigen Sie diesmal zu besonderer Exegese. Ganz sicher wollen Sie mit dem Clickbait-Titel der „Zwangswohnungswirtschaft“ und dem dann bewusst schwachen Inhalt, der ein müdes, US-PC-übliches „Bekenntnis“ maximal aufbläst, nur das Mutterschiff persiflieren.

    Das sich heute mit einer „Ich schieß mir ins Knie“-Aktion ersten Ranges endgültig in Richtung Lückenpresse verabschiedet hat – indem ein Beitrag seinen Titel „Rechtsextreme jagen Flüchtlinge durch Bautzen“ selbst ad absurdum führt, denn „Die Polizei … betonte, dass ‚eine Hetzjagd, wie Medien bereits berichteten, nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen nicht stattgefunden‘ habe.“

    Oder sollte das Mutterschiff inzwischen auf Ihrem Niveau angekommen sein, auf den ersten Blick widersprüchliche und schwache Inhalte abzuliefern, um so eine klügliche Auslegung und damit eine umso stärkere Aussage zu ermöglichen?

    Etwas ratlos für heute
    Ihr Robert

  59. Nun ja, an einer respektvollen Behandlung sollte ja jeder ein eigenes Interesse haben.
    Mehr verlangt AirBnB ja nicht. Schwule können Heteros also auch weiterhin die Tür weisen, solange sie es respektvoll tun. Da ich mit solchen Platformen nichts am Hut habe, würde mich eigentlich nur der Auslöser interessieren, der zu solch selbstverständlichem ansonsten aber sinnlosen Bekenntnis geführt hat. Denn im Grunde beschränkt sich das Interesse des Vermieters doch wohl auf den Umgang des Mieters mit der Mietsache sowie dessen Bönität, das Interesse des Mieters auf Zustand und Preiswürdigkeit der Mietsache.

    Diskriminierung kann auch sehr positiv sein, wenn sie von vornherein Mißverständnisse vermeiden hilft, die ansonsten zu echten Problemen führen können. So würde ich mich überhaupt nicht diskriminiert fühlen, nicht von einem Nazi zu mieten bzw. mieten zu können, der offen einräumt, Nazis zu bevorzugen. Bei allem Respekt, soviel Transparenz sollte schon noch erlaubt sein. Die Freiheit der Entscheidung setzt eben auch die Kenntnis möglichst aller persönlich entscheidungsrelevanten Kriterien voraus.


  60. @ Samsara
    „Wieder einmal war die Feministinnenriege schneller. Kein Witz!
    http://www.theportlygazelle.com/2015/08/29/refusing-to-have-sex-with-a-woman-is-rape-whenhesaysno/“

    Habe etwas recherchiert. Das soll Satire sein. Die Autorin ist eine kanadische Komödiantin, die auch Videos macht und dabei nie lacht, sodass die Zuschauer alles für bare Münze nehmen.
    Beispiel:
    A man saved me from drowning, but now I am suing him for rape because he touched me
    https://www.youtube.com/watch?v=QPsn17_a8-g

    In diesem verlinkten Artikel wird beschrieben, wie Boon eigentlich den übertriebenen Feminismus lächerlich machen will, wobei sie jedoch den Bogen überspannt und dabei kläglich scheitert. Ihr wird zudem vorgeworfen, dass ihre Satire niveaulos und misslungen sei:
    Satirist makes light of rape victim’s claims, fails miserably
    http://www.statepress.com/article/2015/10/cassidy-boon-feminism-gone-wrong

    Sie wollte also den übertriebenen Feminismus durch den Kakao ziehen, und wird nun von beiden Seiten angefeindet: von Frauen, die ihr vorwerfen, das Leid der Vergewaltigungsopfer zu verharmlosen und von Männern, die nicht erkennen, dass es sich um Satire handelt, sondern ihr auf Youtube wütende Kommentare schreiben.

    Offenbar ist das ein Thema, das so sehr polarisiert, dass selbst völlig sinnfreie Geschichten, wie diese, nicht als solche erkannt werden, sondern nur noch Wut schüren, sowohl bei Frauen als bei Männern.

    • Beinharte Missverständnisse
      beschreiben Sie, @Tamarisque.
      Natürlich ist das Satire. Und das erkennt mensch – oder eben nicht.
      Und im Netz sind nach meinem streng subjektiven Eindruck viele Menschen unterwegs, die Satire nicht erkennen bzw. verstehen. Diese Menschen nehmen zwangsläufig die Satire „ernst“ und werden wütend. Das ist verständlich, führt aber nicht wirklich weiter.
      Und schon gar nicht, verehrte @Tamarisque, sagt dieses Nicht- oder Missverständnis etwas über die Qualität der Satire oder macht sie gar – wie Sie schreiben – zu einer „sinnfreien Geschichte“.
      Die Geschichten vom Don haben ja zum Glück auch die eine oder andere satirische Zutat, und es gibt leider dazu Kommentare, die auf ein blankes Nicht- oder Missverstehen hindeuten. Vielleicht könnte der Don hier – ähnlich AirBnB – eine „Hausordnung“ erlassen, die Respekt vor Satire fordert :-))

    • @ sehen Sie , Tamarisque,
      die mit dem Link gezeigte Dame mit den Augenaufschlägen und den Gesamtlippenvectoralen Querverschiebungen nenne ich, wenn sie in Form von Nachrichtensprecherinnen von SWR-Fernsehen des abends über den Bildschirm flimmern, kurzum im hiesigen Idiom „GoschenschieberInnen“. Nicht immer im Einverständnis mit der Gattin-aber sei´s drum.
      (DdH)

    • Ich weiß das wohl,
      Doch basiert diese Satire auf echten Gedabkengängen echter Feministinnen.

    • Was ist Satire?
      „Und schon gar nicht, verehrte @Tamarisque, sagt dieses Nicht- oder Missverständnis etwas über die Qualität der Satire oder macht sie gar – wie Sie schreiben – zu einer „sinnfreien Geschichte“

      Nein, das ist umgekehrt: Die Geschichten sind per se so sinnfrei, dass es für mich völlig unverständlich ist, dass manche das ernst nehmen und nicht realisieren, dass es Satire ist.

      Dass es schlechte Satire sei, war nicht meine Meinung, sondern ich zitierte aus dem von mir verlinkten Artikel. Ich fand den von Samsara verlinkten Beitrag recht lustig.

      Mein Punkt war nur, dass die Menschen das nicht realisieren, weil ihre Meinung so einseitig fixiert ist, dass sie gleich gewisse Schlussfolgerungen ziehen und daher nur noch mit Wut reagieren können. Das ist auch mir hier passiert, und in dem Thema ging es auch um Sexismus, wobei mein Post ironisch gemeint war.

      Ja, ich schätze die Satire von Don Alphonso sehr.

    • Dritter Versuch...
      … weil ich zweimal schon zu schnell geschrieben habe. ;-)

      @ Samsara
      Aber das hat doch nichts mit Feminismus zu tun, und deshalb wird Boon auch von Frauen angefeindet. Sie führt doch im Gegenteil den übertriebenen Faminismus ad absurdem. Das ist kein Feminismus, sondern eine Verhöhnung der Irrwege, auf welchen der Feminismus neuerdings angekommen ist.

      Sie schrieben aber: „Die ‚Feministinnenriege‘ war schneller. Kein Witz.“
      Diese Komödiantin ist jedoch alles, nur keine Feministin.

      Nach Ihrer Logik müssten die Satiriker, welche den extremistischen Islam verhöhnen, Islamisten sein.

  61. Nicht mein Metier
    Glücklicherweise? bin ich nicht darauf angewiesen mit mir fremden Menschen Wohnraum wechsel dich zu spielen. Ungeeigent wäre ich auf jeden Fall dafür. Schon alleine deshalb weil mein Wohnraum, sofern unbemenscht, im Regelfall kameraüberwacht wird. Das dürfte meinen Kurzmietern dann wohl weniger gefallen und man würde mich wahrscheinlich bis ans Ende meiner Tage verklagen. Außerdem würde ich meinen privaten Vermietern das ebenso zutrauen. Da hält sich der Reiz also durchaus in Grenzen.

    Noch schockierender emfinde ich den Versuch Zwang auszuüben. Was fällt diesen Leuten ein mir Feministinnen, Bento- und Zeitpraktikantinnen und ähnlichem materiell und geistig verkommenen Pöbel ins traute Heim schicken zu wollen wenn ich diese Leute schlicht rundherum ablehne?
    Ich glaube ja auch kaum daß jemand aus der AirBnB Führungsetage jemals auf die Idee kommen würde einer auffälligen Romafamilie Unterschlupf zu gewähren. Mit wem ich ins Bett steige, oder in mein Bett steigen lasse, entscheide ich doch immer noch selbst.

    Ich empfinde es zudem sowieso als Treppenwitz. Was wurde früher nicht gewettert daß im Sozialismus alle so arm sind daß sie Haus und Hof teilen müssten um überleben zu können. Und dieses ehemals Schreckensbild sozialistischer Fehlplanwirtschaft soll nun das neue Paradies sein? Ist mir persönlich zu befremdlich. Ich bin wohl inzwischen zu alt um dieses neue (alte) System gutheißen zu können.

    Eine Sache, ein einzelner Satz, an ihrem Text stößt mir dennoch sauer auf. Schlicht und ergreifend weil ich es in den letzten Jahren mehrmals miterleben musste und damit immerhin auch indirekt betroffen bin.
    Sie schrieben:
    „Manche Benachteiligung ist nachvollziehbar, andere – etwa der Umgang mit Alleinerziehenden in unserer Gesellschaft – ein Skandal.“

    Diese „armen“ Alleinerziehenden stehen absolut auf der Sonnenseite des Lebens. Zumindest so lange sie sich den richtigen Genmaterialspender erwählt haben. Wer nicht gerade mit einem Profihartzer oder einem Selbständigen mit wirklich guten (und daher äußerst raren) Anwälten gegenübersteht hat ausgesorgt – auch ganz ohne AirBnB.

    • "Diese „armen“ Alleinerziehenden stehen absolut auf der Sonnenseite des Lebens."
      Danke, sehe ich ähnlich. Zum Heiraten gehören ZWEI Herzen, zum Trennen ZWEI zerbrochene. Beides halte ich grundsätzlich für selbst gewählte Lebensstile (Zwangsheirat ausgenommen). Warum soll für die Wahl eines Lebensstils die Allgemeinheit aufkommen?

  62. Der Mensch möchte Teil (s)einer Herde sein
    Das schlimmste was einem Herdentier passieren kann ist es eben von dieser Herde getrennt zu werde. Das Leben außerhalb der Gruppe ist gefährlich. Was tut man nicht alles um dazu gehören zu dürfen. Regeln die einem andere vor die Nase halten beachten z.B.

    Ich habe mich damals nicht getraut der Gemeinde zu sagen das ich sie für einen verlogenen Sauhaufen halte und außerdem nur da war weil ich wie 3/4 aller anderen auf Geldgeschenke nach der Konfirmation hoffe.
    Das war ein Fehler mit nachhaltigen Folgen.
    Ich hätte die Beleidigung/Unterstellung weg lassen sollen und der versammelten Gemeinde mitteilen sollen das ich nicht Glaube was da von mir verlangt wird und ich mir deswegen eine andere Herde suchen werde oder den Rest meiner Tage als Eigenbrötler mein Dasein genieße.

    Ich stellte sehr spät fest das die Variante: Ich mache mein Ding gar nicht so schlecht ist. Hin und wieder muss man dann auf das wohlwollende Schulterklopfen dritter verzichten.

    Teil dieser AirBnB-Herde werde ich wohl nicht.
    ggf auch weil hier aus einer hübschen Idee ein hübsches Geschäftsmodell geworden ist das vermutlich schon aus juristischen Gründen wasserdichte Regeln benötigt.

    Die künftig ggf in noch höherem Masse eingeforderten Regeln und Erwartungen werden die Gesellschaft eines Tages im katatonen Stupor enden lassen in dem sich niemand mehr bewegt.

    PS :ggf ist Herr Trump in den USA jemand der die Erstarrung in der politischen und Gesellschaftlichen absoluten Korrektheit auf Dauer aufbricht.

  63. Mist
    Ich will Ihnen mal rechtzeitig sagen, dass ich Ihnen in manchem ähnlich bin, soll bedeuten, kein Fernsehen, schon gar nicht Tatort, aber auch nicht moderner Krimi in Buchform, auch nicht Splatter. Also: Ich würde das Opus nicht kaufen, kaufe ohnehin keine Aufgüsse aus unausgegorener Aggression.

    Einen Bericht über Italia aus der Perspektive des Cyclisten jederzeit. Ein paar Tipps für gute Passeinkehr. Auch gern eine Geschichte königlicher Portraits (an der Loire radelt sich’s auch gut, allerdings ohne Hügel, aber das Périgord lässt sich leicht anschließen).

    Mich betrübt schon manche Realität, warum sollte ich mir einen Splatter über Berlin kaufen und dann noch mit den so höflichen Bayern (das andere ist Fassade, gucken Sie Seehofer), die mit dem Unimog in eine Villa fahren, undenkbar.

    • Ja, Satire muss man mögen
      Oben habe ich oschon zu Tamarisque geschrieben: Der Don kann auch Satire. Und mich schmerzt es geradezu, wenn die mit dem Holzhammer niedergemacht wird.

    • Wieso eigentlich keinen RHS- science-fiction-splatter ?
      Diesbezügliche Fantasien werden ja in Kommentaren beim Main-Ableger des Bundespresseamtes immer weggeätzt („Laternenmasten“ und „schön verzierte schmiedeeiserne Balkongeländer“ sind faux signaux). Aber so eine Seance mit Elementen aus Bastille-Ereignissen und Mac Mahon´scher Kommunardenbehandlung wie am 29.-30. Mai 1871, alles ganz ohne Kettensägen mais avec des balles du Chassepot, zunächst als Roman-Vorabdruck und Vorlage für Drehbuch.
      .
      Übrigens gab Bismarck damals im Mai der inzwischen arm an Soldaten gewordene „Regierung der nationalen Verteidigung“, deren Soldaten waren vorübergehen auf Auslandsaufenthalt mit beschränkter Ausgang-Permission, zur Niederschlagung der Kommune genügend Schlachthaus-Personal zum splattern frei. Zwanzigtausend „zu Splatternde“ exigieren schon einen gewissen Aufwand. Auf jeden Fall erledigte das der angeberisch-unfähige Mac Mahon, der noch seinem Nappi III am 3. August 1870 aus seinem vermaitressten Prunkzelt vor Wörth bei Haguenau mitteilen ließ, er sei „archiprêt“ für den Marsch über die Pforzheimer Steige gen Sadowa. Während Nappi III und Mac Mahon davon träumten den Großherzog aus Baden und den bajuwarischen und württembergischen Kini pour la France zu requirieren, fraßen seine Soldaten den Elsäßern bereits die unreifen Kartoffeln aus den Feldern im Arrondissement Haguenau und soffen den Wein aus den Kellern von Reichenweier und Ammerschweiler. Die Ställe waren ohnehin schon leer.
      .
      Die Handlungen des Roman-Drehbuchs könnte man übrigens etwas zukunftsgewandt aufpeppen, indem man Analogien zu den Mac Mahon´schen Metzel-Truppen in Berlin, wie in modernen Theateraufführungen, drittgenerationsberliner Sharia-Exekutoren wüten läßt, da sich vermutlich bundesrepublikanische Truppen dafür nicht hergäben. Also, mir fiele da noch einiges ein aber angesichts des fortgeschrittenen Blogs….
      .
      In der benachbarten Kebabbräter-Faubourg hat das muselmanische haloweenaffine Jungvolk übrigens Splatterscenen mit Mehl und Eiern vom Nettomarkt nachgestellt, wie ich gestern feststellen mußte.
      .
      Übrigens Loire-Fahrt, ohne Pedelec. Wenn Sie, äääähhh, an der Source de Loire in 1408 m Höhe, ääähh unterhalb des Gerbir de Jonc im Zentalmassiv, ääähhh auf Ihr Nichtpedelec steigen, könnens, äääh downhill rollen lassen bis, äääh quasi zur Linsenstadt Le Puy. Von dort könnens über, ääähhh Parallelstraßen oder Treidelpfade weiterrollen, ääähh, immer nordwärts über Saint-Erienne, Roanne, äääähhh ab Digoin nordwestlich über Nevers, Sancerre (schmatz), Gien, Sully, Orleans, ääähh dann südwestlich über Blois, Tours, Saumur, Angers, Nantes, ääääh, bis Sie am Meer bei Saint-Nazaire, ääähh angekommen sind. Sie hätten, äääh mehr als 1000 km bis zum Golf der Gascogne zurückgelegt.
      .
      Für Nebentouren zu empfehlen: Otmar Steinbicker „Radtouren an der Loire“, ISBN 3-405-14770-0.
      Für
      (DdH)

    • keine Satire, sorry
      Satire muss fein sein, leichte Übertreibung erlaubt.

      Don schreibt selbst, es sei Splatter.

  64. Gschamster Diener
    @ Déjà avec le désir dune arme sagt:
    2. November 2016 um 10:01 Uhr

    Pullunder, mit oder ohne Muster?

    Natürlich ohne, schlichtes Kanarienvogelgelb. Markenzeichen Vielflieger.

    Olav? Da kann ich nun gar nicht mit dienen, Ossi ist doch jeder, hängt doch nur vom aktuellen Betrachtungsstandpunkt ab, aber schon klar,
    der ist mit dem Gohlengiebel die Drebbe rundergegollert.

  65. Pingback: Zwei Wörter, die einen Preis verdienen | DiskursKorrekt im Tagesspiegel

  66. Kein Airbnb
    Ist doch ganz einfach:

    „Eine Untervermietung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters. Das Untervermieten als Ferienwohnung oder an Touristen, z.B. über Airbnb ist generell verboten.“

    Steht so in jedem meiner Mietverträge und wurde noch nie beanstandet. Darüber, wer sich als Mieter in MEINEN 4 Wänden aufhält, habe ich ganz gerne noch einen kleinen Rest „Verfügungsgewalt“.

  67. Let it splatter,
    werter Don! Wenn sie Ihren vergnüglichen Plot noch etwas upgraden, z.B. Kettensägen statt Äxte, und die dezent angedeuteten Darkroom-Szenen etwas ausleuchten, werden Sie noch von Tarantino oder den Coen-Brüdern verfilmt.

  68. na, dann los
    Ich finde, Sie sollten sich ein bißchen Spaß gönnen. – Ich würde Ihnen den gönnen! Wenn man es so leicht hat wie Sie, einfach ein Buch zu schreiben und dazu vielleicht sogar noch vom einen oder anderen inspiriert wird, also gedanklich oder auch tatsächlich mitschreibt – also, das stelle ich mir ziemlich gut vor. Sie wissen ja, wie das alles geht und läuft und müssen da keine Hürden nehmen. Ziemlicher Luxus, wenn man es mal so betrachtet; schreiben, weil man kann, und nicht nur deshalb, weil man sonst platzen würde.

  69. Off Topic - Quickie
    Nur noch 5 Tage bis zur Wahl.

    Wer auch noch seine letzten Fragen beantwortet haben will…

    Alles was es zu den beiden Kandidaten zu sagen gibt, und ebenfalls alles was man zu den Themen Russland/Aleppo und USA/Mossul wissen muss wurde am Dienstag abend in wirklich brillianter Form in der Anstalt ausgesprochen…

    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/sendung-november-102.html

    Einfach mal 55 Minuten investieren, im Internet, also auch für TV-lose Haushalte…

    Wer es gern etwas krasser hat, in der ZEIT 44 vom 20.10. gibts ein Interview mit Michelle Alexander, der Autorin von »The New Jim Crow« (in den US 2010 erschienen) das derzeit wohl auf Deutsch erscheint.
    Eine schwarze Bürgerrechtlerin und Anwältin, die die Realitäten von Trump und Hilary endlich mal ungeschminkt anspricht!

  70. Titel eingeben
    Lieber Don. Der Roman muß sein. Spätere Verfilmung nicht ausgeschlossen. Die Interessenten scharren schon mit den Hufen!
    Ich wünsche gutes Gelingen und ich erkläre mich hiermit bereit, Korrektur zu lesen.
    Gruß Escalerade

  71. Ich hätte ein paar kleine Ergänzungen zum Drehbuch:
    Ich hätte da noch ein paar kleine Ergänzungsvorschläge bezüglich des Drehbuches: Nach Eroberung der besagten geheimnisvollen Villa in Berlin, die von den Bewohnern des Stadtviertels „Villa Facebook“ getauft wurde (wegen dem FB-Logo auf dem Dach und über der Tür), fällt den 4 Protagonisten nach kurzem Aufenthalt auf, dass hier gewisse geheimnisvolle Dinge geschehen, vor allem dahingehend, dass allen plötzlich die Beine anfangen zu zittern. Sie schieben das natürlich zunächst auf die Exposition mit toxischem preussischem Schultheiss-Bier, aber nachdem sie den geheimen Doppeltank des Unimogs entdeckt haben, mit dem man früher echtes Bayerisches Dunkelbier bis über den Äquator geschmuggelt hat und eine kleine „Erfrischungskur“ mit diesem Getränk auch keine Besserung bringt, entdecken sie, dass unter der Villa der Boden wirklich geheimnisvoll in tiefen, niederfrequenten Schwingungen vibriert, die von einem höherfrequenten Signal überlagert werden, welches von einem für verrückt erklärten uralten ehemaligen KGB-Offizier als alter stalinistischer Morse-Code identifiziert und in „FB heisst Führerbunker“ entschlüsselt wird. Im weiteren Verlauf entdecken sie eine Geheimgang (das wird dann mit einem unterbelichteten Wackelhandy im „Blair Witch Project Stil“ abgelichtet) der zu einer unterirdischen ewigen Energiequelle (daher das niederfrequente Brummen) führt, die von den ehemaligen Besitzern aus ihrer geheimnisvollen Antarktisstation Neuschwabenland hier hergeschafft wurde. Damit aber nicht genug. Der Geheimgang führt zu einer Bauruine namens „BER“, welches der Tarnname eine Haunebu-Flugscheiben-Abflug-Station von Bunker zu Bunker ist, die Fluglinie heisst, sie ahnen es schon „Bunker-nach-Bunker-durch-die-Luft“ oder kurz: „AirBnB“. Nachdem sie sich dort eine dieser Scheiben unter den Nagel gerissen haben (das Cockpit gleicht in geheimnisvoller Weise desjenigen eines alten Unimogs) entdecken sie auf der „Dark Side of the Moon“ eine geheime Forschungsstation der Amerikaner, Russen und sagen wir mal „Deutschen, von denen man denkt, dass es sie nicht mehr gibt“, die das alte MKULtra-Projekt zu solcher Perfektion entwickelt haben, dass sie die Menschheit mit ihren Strahlen in einer virtuellen Welt leben lassen (so ähnlich wie in „Matrix“). Als sie die Strahlenquelle abschalten, lösen sich auf der Erde Umweltverschmutzung, AIDS, Ozonloch, Überbevölkerung und Feminismus plötzlich in Luft auf, dafür tragen Claudia Roth und der Bundesjustizminister plötzlich ganz merkwürdige Uniformen, ausserdem heisst Claudia plötzlich „Eva“ und auch nicht mehr „Rot“ und dem kleinen Kerl mit seiner Uniform….alles andere überlasse ich der Fantasie des geneigten Lesers….damit der Film aber auch ein Happy-End hat, heisst der wunderschöne blaue Planet jetzt nicht mehr „Erde“, sondern (aus Dankbarkeit wegen der Befreiung) „Oberbayern“ und an Pfingsten, Ostern und Weihnachten ist der Himmel nicht blau, sondern wird im blau-weissen Rautenmuster eingefärbt. An diesen Tagen gibt es auf der ganzen Welt Freibier (gebraut nach Deutschem Reinheitsgebot und darf nicht „Schultheiss“ heissen).

  72. Brauchen wir einen neuen Begriff ?
    Oder gibt es den schon? Wie würde man das nennen wollen, wenn sich ein Schauspieler (weißer alte Mann, Vorlage: Steinmeyer) im Hochzeitsstaat neben einer halb so hohen Neunjährigen, mangels Brautkleidern in dieser Größe, im Kommunionskleid mit etwas Gezappel dran gehüllt, also teilverschleiert.
    .
    Zum Zwecke eines hinterhältig gehässigen Hinweises auf gängige Praktiken unter unseren Neubürgern aus dem Morgenland.
    .
    „hateposing“ ? R a t l o s e r B ü r g e r a n G e f e c h t s t a n d M o h r e n s t r a ß e 37 , b i t t e k o m m e n. E r b i t t e Z u w e i s u n g n e u e r K o o r d i n a t e n…..

    (DdH)

  73. Frau Stokowski...
    …macht sich über den Allerheiligentag lustig und erfindet kindlich-stolz einen „Alleranderentag“, weil ja die katholische Kirche so doof ist. Ok. Katholikenbashing ist der Mut der Jammerlappen und Feiglinginnen a la Stokowski. Margarete, mach doch mal einen abfälligen Witz über den Islam. Nein? Panikflackern in den Augen!? Wenn Du dazu zu feige bist, hab doch wenigstens den Anstand, Dich nicht an Deiner Tapferkeit vor den Wehrlosen (Brecht, damals mit Verachtung für die Stokowskis dieser Welt ausgesprochen) zu berauschen.
    .
    Aber das noch dümmere im Stokowkitext: die kath. Kirche hat längst den „Allerseelentag“ (2.11.). Wie bimst man das der armen Frau ins Hirn? Muss mal Onkel Ludger fragen…

    • Da haben sie aber recht...
      Katholiken bashen ist in der Tat erbärmlich, immer auf die Dümmsten und Wehrlosesten… und vor allem ist es sinnlos.

  74. Hirn?
    Meine liebe Doña Arabella (schöne Papageiin? Bella gleich Schön. Ara gleich Lapa gleich Papagei), seit wann soll ein verkniffenes Gesicht, aus dem diese Stokowski zu bestehen scheint, und die Sie als „Frau“ betiteln (haben wir unterschiedliche Wahrnehmungen was eine Frau ist?) Hirn besitzen?

    Reicht es denn nicht, dass dieses Wesen damit geschlagen ist, sich Feministisch nennen zu müssen, im SPON Buchstaben abzusondern und kindlich-aggressiv zu wirken? Muss man ihr darüber hinaus gleich noch ein Hirn unterstellen? Herr im Himmel, was soll sie damit?
    Ach ja liebe Doña Arabella, ich weiß, Sie glauben noch an das Gute im Menschen…

  75. ...denn die Täter sind weder weiß noch alt.
    https://www.welt.de/vermischtes/article159059232/Sieben-Jungen-umzingeln-und-begrapschen-Maedchen.html
    .
    Aufschrei? Schweigen. Tot-Schweigen.

  76. Hatespeech...
    … und die ersten Urteile.

    „Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat einem Bericht der „Berliner Zeitung“ zufolge einen Türken mit einer Geldstrafe von 600 Euro belegt, der die Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen auf Facebook als „Hure“ beschimpft habe. Ein zweiter Mann muss demnach 700 Euro bezahlen, weil er den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir einen „Hurensohn“ genannt habe.“
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/armenien-resolution-facebook-hetzer-zu-geldstrafen-verurteilt-a-1119486.html

    Also sind Ausdrücke wie Hure und Hurensohn nun die gesetzlich festgelegte Grenze, ab welcher aus einer Beschimpfung eine Straftat wird.

    Welcher Ausdruck folgt als Nächstes? Depp? Idiot? Versager? A***loch?

    Gibt es bald ein Index, nach welchem der Bürger sich orientieren kann?

    Btw. Die Urteile bekommen auf SPON Forum großen Zuspruch von den meisten Teilnehmern.

    Für meine Begriffe ist ein Post auf FB keine öffentliche, sondern eine private Meinungsäußerung seitens Privatpersonen und sollte kraft der Meinungsfreiheit geschützt sein. Es will mir nicht einleuchten, dass man daraus eine strafrechtlich relevante Beleidigung herleiten kann.

    btw. Die beschädigte linke Abgeordnete hatte sich doch für die Kinderehe stark gemacht. Wäre das nicht ein Verstoß gegen die Verfassung bzgl. Schutz der Kinder bzw. gegen jedes Rechtsprinzip in diesem Land? Auch gegen die Gleichberechtigung der Frau, die sich wohl kaum einen entsprechend jungen Bub verehelichen dürfte.

    Aber Hauptsache das Strafrecht wird noch respektiert und entsprechend in Anspruch genommen, gelle.

    In einer Antwort auf einen Post, in welchem ein Forumsteilnehmer die Verteidigung der Kinderehe kritisierte, wurde derjenige gefragt, ob er Pegida oder Wutbürger sei (s. Posts 21 und 22).
    http://www.spiegel.de/forum/politik/urteile-wegen-facebook-posts-berliner-gerichte-bestrafen-hass-gegen-abgeordnete-thread-530531-3.html

    Ich dachte zuerst, dass das ironisch gemeint sei, aber nachdem ich die anderen Posts des Teilnehmers checkte, so wurde es deutlich, dass das genauso gemeint war, denn er vergleicht Pegida/Wutbürger mit 1933-1945.

    Also wäre ich schon ein Nazi, wenn ich die Kinderehe nicht anerkenne und damit die Verfassung mit den Füßen trete?
    http://www.spiegel.de/forum/politik/urteile-wegen-facebook-posts-berliner-gerichte-bestrafen-hass-gegen-abgeordnete-thread-530531-3.html

    Lieber Don Alphonso, aus solch einem Meinungsaustausch wird mir immer wieder klar, wie wichtig und wertvoll Ihre unermüdlche Recherche und Ihr Blog sind. Herzlichen Dank dafür.

  77. Ohne Antwort
    Vor zwei Tagen, nachdem ich die zweite Anmahnung zur Toleranz von AirBnB bekam, habe ich mal angefragt, höflich wie ich meistens bin, wie das nun praktisch gehen sollte.
    Dass ich selbstverständlich nichts gegen Menschen mit anderer Hautfarbe oder anderem Geschlecht oder Religion habe. Und dass ein Vermieter sich stattdessen hauptsächlich für die Reputation eines Mieters interessiert.
    Selbst provokative Fragen habe ich mir erspart, und nicht nachgefragt, ob ich nach 10 Deutschen auch einen nigerianischen Finanzier nehmen muss, auch wenn dessen Reputation als Mieter umstritten ist. Und wie das nun ausgeführt wird: ich werde temporär gesperrt, wenn ich meine Mieter nicht nehme wie sie kommen; oder ob AirBnB mir dann Mieter zuweist.
    Der Ehrlichkeit halber sei gesagt, dass ich diese letzte Frage nach der Zuweisung allerdings gestellt habe.

    Genauso ehrlich ist, dass bisher jede Antwort von Seiten AirBnB ausgeblieben ist.
    Das bestätigt meine Vermutung, dass das lange nicht so heiss gegessen wird, sondern eher eine Erklärung formaler Art ist.
    Dennoch werde ich die verweigern, selbstverständlich, weil das erstens selbstverständlich für mich ist; und zweitens dennoch immer mein Prärogativ ist, an wen ich vermiete.

  78. Unimog in Berlin - wie kommt er hin? -
    – Als Papp-Panzer getarnt, über den ehemaligen Grenzkontrollpunkt Helmstedt.
    Farbe des Unimogs: Grau. Differentialgehäuse und Pumpenaufsatz vorm Kühlergrill: Rot.
    Pilotiert wird er von boarischen Landjugend-Jugendlichen mancherlei Geschlechts, die nicht allzu tough sind, aber unerschrocken und welpenhaft neugierig.
    Sie bringen von einer Tour ins hinterrheintälische Andeer Fredy Christiandls und der Familie Heinrich Tschalers BERGKATOFFELN.CH mit**, von denen sie sich in der Dorfkäserei daselbst haben überraschen lassen.
    Die Jungen mancherlei Geschlechts haben als Unimog-Berserker des internationalen guten Geschmacks in Berlin keinen leichten Stand, sind aber so enthusiasmiert vom Andeerer Frischkäse usw. – eh kloa!

    ** Auf Rosas besondere Empfehlung: Röseler! – Für Kartoffelteige, Kartoffelstock, Kartoffelsalate und Röstkartoffeln.

  79. Unprofessionell
    Lieber Don,

    was mich an ihrem Text besonders freut, ist der Umstand, dass hier einer dieser amateurhaft aus dem Englischen übersetzten Texte eines US-Startups, das sein Geschäftsmodell in andere Länder trägt („Skalieren“ heißt das dann wohl), ernst genommen wird und mit aller Wucht auf die Donsche Sprachgewalt trifft.

    Vielleicht erwägt die Übersetzerin der „Airbnb-Community“, das nächste Mal mit „Committment“ genauso zu verfahren wie mit „Community“ und es besser nicht zu übersetzen (warum „Bekenntnis“ und „Verpflichtung“, warum nicht schlicht „Zustimmung“ oder eben „Committment“?).

    Airbnb hat in den USA festgestellt, dass sich – auf Deutschland übertragen – Gäste mit Namen wie Aishe Önönül oder Sadam Erdogan mit der Herbergssuche a bisserl schwerer tun. Das wollen sie als Firma nicht akzeptieren und fordern Vermieter auf, Fremdem gegenüber aufgeschlossen zu sein. Keine große Sache, wie ich finde, solange die Auswahl von Mietern dem Vermieter überlassen bleibt und noch nicht zwangszugeteilt wird…

    Danke für diesen schönen Text.

  80. Bild: Bayrisches Ofenrohr?
    Wer ist denn für diese Ofenrohrkonstruktion verantwortlich? Verkehrt herum zusammengesteckt und Spalt mit Klebeband (hoffentlich) verschlossen. Auch die Reinigungsklappe befindet sich an heikler Stelle. Gibt es in Bayern keine Schornsteinfeger mehr? Empfehle Kohlenmonoxid-Warngerät oder Miete gegen Vorkasse.

  81. Berlin Hatespeech
    Die Sache mit dem Roman halte ich für eine tolle Idee. Schreiben tun Sie ja wirklich sehr schee. Nur Berlin als Location halte ich, glaube ich, nicht länger als 10 Seiten aus…..Ich weiß ja, das ist nun diskriminierend. Ich meine, alle Städte sind ja gleich und alle Menschen…. Natürlich. Die Berliner können ja nichts ..für Berlin. Ich glaub, ich verfasele mich jetzt….Irgendwie fänd ich Dingolfing besser. Oder irgendwo, wo die Hecken gerade geschnitten sind….das Ganze könnte ja auch ein Alptraum sein. Hecken- Labyrinth- Shining? Aber halt, das ist es ja nicht. Oder doch? Na ja, wie auch immer. Schreiben Sie einen Roman. Darauf freue ich mich in jedem Fall.

  82. Ein später Kommentar...
    Stoße erst jetzt auf diesen netten kleinen Beitrag, der wohl in die Zeit meiner ‚Stresswochen‘ viel…

    Mir stieß seinerzeit das geforderte Bekenntnis so übel auf, daß ich es mir nicht verkneifen konnte, ein paar Zeilen an Airbnb zu schreiben:

    Liebes Airbnb-Team,

    Eure Absichten in allen Ehren,
    aber irgendwie schmeckt das,
    was Ihr da vorhabt doch sehr
    nach 1984, Brave New World,
    Privatisierung des Totalitarismus,
    Kahane-Stiftung, Stasi 3.0.

    Bekommen wir im nächsten Schritt dann
    solche Verpflichtungserklärungen auch
    von Facebook, Apple, Google,
    unseren Banken & Kreditkartengesellschaften,
    Ebay, Amazon…

    Und irgendwann sperren uns dann
    die Bekennenden des rechten Glaubens
    an die Neue Weltordnung
    unsere RFID-Chips?

    Die Welt ist so schön bunt –
    und in unseren Großstädten herrscht
    der nackte Kampf ums tägliche Überleben,
    gibt es kaum mehr bezahlbaren Wohnraum
    und werden Wohnungssuchende
    zunehmend von einer ach so weltoffen agierenden
    Vermietergemeinde tagtäglich diskriminiert…

    Ideale vorgeben, Beschwerdestelle einrichten
    und gut sollte sein.

    Aus Furcht, daß Ihr jeden User gleich sperrt,
    der Kritik äußert, heute mal anonym.

    (Ja, so weit kommt das dann,
    hatten wir alles schon mehrfach,
    nur noch nicht in privatisierter Form,
    das ist allenfalls das Neue…)

    Beste Wünsche

    Ein bislang zufriedener User

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