Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

87% Entgrenzer, die sich wie 12,6% AfD benehmen

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Eine mutmassliche, 4 Jahre alte E-Mail von Alice Weidel mit negativen Einlassungen zu Migranten, die Ankündigung von Alexander Gauland, man werde Merkel “jagen”: Die Entgrenzung der Sprache ist eine der Verhaltensweisen, die der AfD besonders angekreidet werden. Es müssten noch nicht einmal die unerträgliche Wortwahl des früheren mecklenburgischen Landtagsmitglieds Holger Arppe sein, die antisemitischen Thesen von Wolfgang Gedeon oder die Fehlleistungen der Partei in der Provinz. Die Erfahrung, dass der Gewalt der Tat die Gewalt der Worte voraus geht, ist eine Grunderkenntnis im Umgang mit radikalen und extremistischen Strömungen, egal welcher ideologischen Prägung. Es ist kein Wunder, dass Medien genau hinschauen, ob sich bei der AfD die typischen Denk- und Sprachmuster der Menschenfeindlichkeit finden. Man kennt das aus der Geschichte: Ethnisch motivierter Geschichtsrevisionismus, um anderen die historische Legitimation zu entziehen, gefolgt von genereller Abwertung von Gruppen aufgrund ihrer Herkunft und ihres sozialen Status. Diese Menschen werden verbal entmenschlicht, jeder Wert wird ihnen pauschal aufgrund ihrer Herkunft abgesprochen, und sie werden mit Müll gleichgesetzt. Das mündet dann von der Gewalt der Sprache in die Gewalt der Tat, und besonders gefährlich wird das – wir wissen es aus der Geschichte des Nationalsozialismus – wenn Bewegungen zu diesem Zweck auch noch ihre eigenen Hasspostillen betreiben, deren Zweck die Verfolgung der politischen Gegner ist.

Über die AfD wird viel gestritten, aber ich denke, bei diesen Punkten kann man sich einig sein: Es wird gefährlich, wenn es nicht mehr um politische Argumente und Lösungen für das Land geht, sondern um die verbale Ausgrenzung der Feinde, die Verleumdung ihrer Geschichte, Herkunft und ihres sozialen Umfelds, das in Kollektivhaftung genommen wird. Nur ein Bruchteil der Anhänger des Islam in Deutschland hängt islamitischen Thesen an, nur ein Teil der hier lebenden Türken, weit weniger als die Hälfte hat für Erdogan gestimmt, so wie auch nur ein geringer Teil der in Deutschland lebenden Polen überwiegend Sozialleistungen bezieht. Wir passen als Journalisten genau auf, dass aus Einzelfällen von Vergewaltigung und Terror kein ungerechtfertigter Generalverdacht gegen Flüchtlinge entsteht. Das deutsche Bemühen um Ehrlichkeit vor der eigenen Geschichte sorgt, wenn schon nicht für Reparationen, so doch für die Umbenennungen von Kasernen und Strassen mit schönen und kostenneutralen Worten, um zu zeigen, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und das mit dem “Nie wieder” ernst meinen. Kein Wunder also, wenn aus dem Wahlerfolg der AfD nun die Bewegung 87% erwächst, die die Reihen fest im Kampfe gegen rechts schliessen möchte.

Formal, von meiner Wahlentscheidung her, gehöre ich auch zu diesen 87%, aber mir fällt dann immer der Satz von Frederick Douglass ein “Freedom is a road seldom traveled by the multitude”. Ausserdem wurde in Deutschland früher schon oft geschlossen marschiert, und wenn ich mich nicht ganz täusche, ging das öfters eher schlecht aus, so schlecht, dass heute öfters “Nie wieder” gesagt wird. Zumindest würde ich schon gern wissen, mit wem ich da marschieren soll, und daher habe ich mich einmal bei internetaffinen Vordenkern dieser Marschrichtung aus Medien, Politik und Gesellschaft umgeschaut. Die frühere taz- und jetzige Zeit-Autorin Mely Kiyak etwa schreibt einen Beitrag mit dem Titel “Nie wieder “Nie wieder””, der sich wütend mit dem Einzug der AfD und ihrem deutschen Wählerpotenzial auseinander setzt, und behauptet dabei über die BRD und ihre frühere Migrationspolitik [http://www.zeit.de/kultur/2017-09/afd-bundestagswahl-rassismus-deutschland-deutschstunde/komplettansicht]:

Da bin ich offen gesagt gestolpert, denn wenn man recherchiert, ist Frau Kiyak mit dieser Einschätzung der Gastarbeiter und der politischen Hintergründe doch recht einsam. Der Wiederaufbau war Anfang der 60er Jahre weitestgehend abgeschlossen, als die Deutschen Verträge über Gastarbeiter eingingen. Im Hintergrund standen neben einem gewissen Mangel an Hilfsarbeitern einerseits NATO-Bündnisverpflichtungen und andererseits die Erwartung, man könnte so die Löhne niedrig halten. Ausserdem wollte man die Wanderungsbewegungen, die sich damals schon in einigen ärmeren Regionen der Herkunftsstaaten selbst gebildet hatten, formal kontrollieren. Bei anderen Autoren könnte man noch vermuten, dass sie ihre Bildungsferne zu solchen Einschätzungen bringt. Aber bei Frau Kiyak muss man wohl davon ausgehen, dass es eine Form der Delegitimierung der deutschen Vorfahren ist, die man auch von biedermännischen Brandstiftern in die andere Richtung kennt.

So steht es in einem deutschen Leitmedium, das Frau Kiyak nun schon seit Jahren jede Möglichkeit lässt, ihre Kritik an den Deutschen – und hier durchaus pauschal und undifferenziert – vorzutragen. Das ist übrigens – meines Erachtens – das Schöne an diesem Land: Trotz Heiko Maas und dem Wirken der Stiftung der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane ist es dank Meinungsfreiheit auch möglich, Geschichtsklitterung mit gruppenbezogener Menschenverachtung zu veröffentlichen. Aber neben Frau Kiyak marschieren? Vielleicht gibt es auch noch freundlichere Vertreter der 87%-Bewegung. Ein anderes Leitmedium, hier der „freies, tolerantes Deutschland“-SPON-Leitartikler Hasnain Kazim bei Twitter:

Das kann man insofern über Ostdeutsche leicht sagen, als Ostdeutsche damals tatsächlich, sofern verfügbar, einen Trabant fuhren. In meiner Geburtsstadt im tiefen Westen dagegen dagegen hat man 1990 so Autos wie den Audi Quattro S1 gebaut, ein Monster mit 650 PS, und heute ist hier die AfD nicht viel hinter dem ostdeutschen Schnitt: Es würde sich aus Sachgründen vermutlich verbietet, Kazims despektierliche Äusserung über den Trabant bei uns anzuwenden. Kazim würdigt “die Ostdeutschen” mit dem Trabbi herab, obwohl die Ostdeutschen schon damals Gefangene einer alternativlosen Politik waren. Es wählen aber nicht “die Ostdeutschen” AfD, sondern nur 21,5%. Herr Kazim nimmt für sich in Anspruch, “das Volk” und die “87%” zu sein. Dem ostdeutschen Volk gesteht er dagegen nicht zu, dass es dort auch eine überwältigende Mehrheit von 78,5% gegeben hat, die so wenig AfD wie seine 87% gewählt haben. Der Glaube, dass man andere Menschen aufgrund ihres Automobils beurteilen kann, ist eher eine unfeine Einstellung von Spiessern, und die Ablehnung von Menschen aufgrund ihres Geburtsortes heisst gemeinhin “Rassismus”.

Und die Kollektivhaftung von Menschen einer bestimmten Herkunft für etwas, das andere getan haben, ist auch eher ein Zeichen ethnisch geprägten Hasses. Auch hier muss man sagen: Es ist in Deutschland legal, ganze Landstriche abzulehnen, nur weil dort eine Minderheit in einer freien, demokratischen Wahl sich für eine Partei entschieden haben, die nach gängigen Kriterien des Verfassungsschutzes weder rechtsextrem noch staatsfeindlich oder gar antidemokratisch ist. Man kann das trotzdem dank Meinungsfreiheit tun, genauso, wie bei der AfD viele ähnliche konstruierte Vorurteile gegen Muslime, Araber, Afrikaner und andere Gruppen haben, die pauschal für das Fehlverhalten einiger weniger verantwortlich gemacht werden. Aber warum sollte ich bei 87% mitmarschieren, deren Mitglieder auch nicht anders als 12,6% argumentieren? Es wäre in diesem Kontext erbaulich, könnte man in solchen Formationen auch Partner finden, die einen gemässigten Zugang haben, aber auch da wurde ich in Form des Kommunikationschefs des Erzbistums Köln enttäuscht:

Sie sehen, die 87% können auch noch weiter gehen, und bieten Land und Leute im Tausch gegen Atommüll an. Scherzhaft natürlich. Satire darf bekanntlich alles. Vor ein paar Wochen wurde Gauland noch vorgeführt, weil er das Wort “entsorgen” benutzte – jetzt sind wir bereits so weit, dass man lieber Atommüll als unliebsame Menschen möchte, die übrigens auch in Sachsen in ihrer Mehrheit nicht die AfD gewählt haben. Und schon vor der Wahl schrieb der von den Piraten zur SPD gewechselte Nachwuchs-Politiker Christopher Lauer bei Twitter:

Also, die deutschen Väter waren unfähig, und die gegenwärtigen Deutschen, speziell im Osten, muss man wegen ihrer Herkunft nicht ernst nehmen, man kann manche für Atommüll eintauschen und die britische Luftwaffe wären hier auch keine schlechte Sache. Beim weiteren Rundgang durch die Truppen der besseren 87% des Volkes, in dem solche Meinungen heimisch sind, fand ich auch noch das Verlangen, dass Antifaschismus Alltag werden müsste. Margarete Stokowski schreibt dazu im Leitmedium Spiegel Online einen Spruch, den ich persönlich nur aus dem Kontext militanter Linksextremisten kenne [http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/afd-im-bundestag-antifaschismus-muss-jetzt-alltag-werden-kolumne-a-1169921.html]:

“Antifa bleibt Handarbeit”, das weiss jeder, der sich schon einmal mit dem Thema, und sei es nur mit einer Googleabfrage beschäftigt hat, ist gemeinhin eine verklausulierte Aufforderung, es nicht bei Worten zu belassen, sondern gewalttätig zu werden. In der Hinsicht hat SPON bereits eine gewisse, traurige Bento-Tradition. Nun steht ein Aufruf gegen konkrete Personen – unter ihnen 94 durch die Immunität geschützte Parlamentarier und demokratisch gewählte und legitimierte Volksvertreter – ganz offen im Netz. Es liegt in der Natur der Demokratie, dass man nicht alle Abgeordnete schätzt. Aber die Autorin, die auch schon mal darüber spekulierte, ob man politische Gegner mut Falschanzeigen zur Strecke bringen könnte, begrenzt die Absicht der Debatte nur auf die AfD-Wähler. Den Partei- und Volksvertretern will sie mit “Handarbeit” “nachhaltig auf die Nerven” gehen. Wie das aussehen kann, sah man schon bei den angeblich spontanen Demonstrationen am Wahlabend, die schon vor mehreren Wochen überhaupt nicht spontan vom militant-autonomen Bündnis NIKA unter dem Motto „Die AfD Wahlparties crashen“ angekündigt wurden.

Antidemokratisch, staatfeindlich, rassistisch, menschenverachtend, Kollektivhaftung, “Handarbeit”aufruf, geschichtsrevisionistisch, hasserfüllt, was fehlt noch? Ach so, eine Presse, die sich zweckgebunden verpflichtet sieht, den Gegner fertig zu machen. Neben den grossen Playern in diesem Feld kann man solche Dienstleistungen des publizistischen Charaktermordes auch als Angehöriger der 87% gezielt mitfinanzieren: Das Netzwerk Correctiv, das früher schon durch fragwürdige Methoden aufgefallen ist, bettelt um Spenden, damit man „Rechtsextremisten“ entlarven könnte:

Das sind also diese 87%. Nicht alle natürlich, man darf das nicht verallgemeinern, manche machen sicher nur aus edelsten Motiven mit, es sind sicher viele besorgte Bürger dabei, und es wäre auch nicht fair zu fragen, ob es angesichts der Beispiele nicht auch so eine Art migrantischen Rassismus gegen Deutsche gibt: Die Aussagen kommen so von Deutschen jeder Herkunft, wie auch bei der AfD Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund sprachliche Entgrenzung betreiben. Das ist alles nicht schön, das ist doch alles sehr ähnlich, und auch, wenn es überall viele andere geben mag: Diese Lauten und Drastischen – sie sind bei beiden Bewegungen die Wort-, Meinungs- und Entgrenzungsführer.

Ich habe eine Aversion gegen Führer. Ich bin keine Prozentzahl, ich bin Zivilist. Marschieren Sie bitte ohne mich.

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968 Lesermeinungen

  1. DANKE, Don.
    Danke. Das ist klar, sauber dargelegt, lehrreich und richtig. Für alle beteiligten Seiten und Standpunkte. Ich fürchte nur, dass die gewaltbereiten Gutmenschen auf der linken Seite der rechten Seite (der anderen Meinung) dauerhaft keine Luft zum Leben lassen. Und umgekehrt. Wo äußert sich noch die tolerante Vernunft? Die „Mitte“? Nachdem selbst der gesunde Menschenverstand schon zum Nazi ernannt wurde und wird …

    • Gern geschehen. Der Beitrag ist entstanden, weil ich langsam das Gefühl habe, dass zwischen denb Extremen überhaupt kein Platz mehr ist, speziell nach der linksradikalen Forderung, man müsste sich eindeutig distanzieren. Da kann die AfD auch genauso fordern, dass SPON vom Verfassungsschutz überwacht werden soll. es nervt einfach.

    • Titel eingeben
      @DA:Da kann die AfD auch genauso fordern, dass SPON vom Verfassungsschutz überwacht werden soll.

      Macht die AfD aber nicht. Das ist der Unterschied zur Antifa.

    • Die Antifa soll Überwachung durch Verfassungsschutz fordern?
      Die meisten Antifaler sind doch vermutlich für dessen Abschaffung.

    • Titel eingeben
      Werter Don,
      mit Sorge nehme ich zur Kenntnis, dass Sie hier und auch in anderen jüngeren Beiträgen darauf hinweisen, selber kein AfD- Wähler zu sein.
      Herzlichen Dank für Ihre wichtigen Beiträge!
      Grüße aus Franken

    • Wieso Sorge? Die aufrufe, mich an solchen Aktionen zu beteiligen, wurden mir mehrfach nahegebracht, auch von Mitgliedern der Partei, die ich gewählt habe. Ich habe nichts gegen politische Beteiligung. Nur in diesem Fall liegt meine Wahlentscheidung deutlich neben der Kampagne.

    • Türkische Gastarbeiter kamen 1961 auf Druck der USA weil der türkische Staat .....
      …es nicht bewältigte den Lebensunterhalt ihrer Bevölkerung zu erwirtschaften.
      Der damalige Arbeitsminister Theodor Blank reagierte ablehnend auf die Forderung. Die sozialen und kulturellen Unterschiede seien zu groß, der deutsche Arbeitsmarkt nicht ausgeschöpft.
      Als stärker erwies sich aber der Druck der USA, die dem globalstrategisch wichtigen NATO-Partner Türkei zur Seite stand und dessen ökonomische Interessen unterstützte.
      So wurde die Verhandlungsführung vom Arbeitsministerium auf das Außenministerium übertragen und das Abkommen beschlossen.

    • Gesunder Menschenverstand......
      Solange der allzuoft beschworene Gesunde Menschenverstand nicht
      verständig genug ist, einzusehen, daß die machtgierige Politreligion
      Islam der Todfeind einer freien Gesellschaft ist, solange
      ist dieser Menschenverstand überhaupt nicht gesund.

  2. Titel eingeben
    Immer wieder zu beobachten: Da ist jemand für Menschenrechte und Menschenwürde, für Solidarität und Hilfsbereitschaft, und so wie er auf jemanden trifft, der irgendwie von seiner Meinung abweicht (oder auch nur andere theoretische Auffassungen vertritt), fallen alle Hemmungen, und der Zweck heiligt das Mittel.

    Es müsste halbwegs intelligenten Menschen eigentlich auffallen, dass man moralische Ziele nicht mit unmoralischen Mitteln verfolgen kann; es sei denn, man meint, einer besseren Sorte Menschen anzugehören, denen ob ihrer edeln Gesinnung alles erlaubt ist.

    • die waren guter Hoffnung, man könnte das alles klein halten, und jetzt ist es halt anders. Da drehen dann manche leicht durch.

    • "Es müsste halbwegs intelligenten Menschen eigentlich auffallen..."
      Ideologie schlägt Intelligenz. Man braucht einen kritischen Geist und die Fähigkeit zur Selbstreflexion, sonst hilft kein noch so hoher IQ.

      Mit Kognitiver Dissonanz lässt sich Einiges auf beiden Seiten des extremen Spektrums erklären. Was nicht passt, wird passend gemacht. Denn es erfordert Disziplin und Anstrengung etwas zu ändern. Das fehlt vielen und der Druck muss erst ziemlich groß werden bevor sich etwas ändert.

      https://www.simplypsychology.org/cognitive-dissonance.html

    • @ El_Mocho
      „Es müsste halbwegs intelligenten Menschen eigentlich auffallen, dass man moralische Ziele nicht mit unmoralischen Mitteln verfolgen kann…“ Dazu meine volle Zustimmung. Ich wünschte, die ganzen vollüberzeugten Glaubenskrieger aller Religionen und Ideologien, würden sich diesen Satz mal zu Herzen nehmen und verinnerlichen. „Der Zeck heiligt die Mittel“ ist im Grunde genommen eine Anleitung für den Weg in den Totalitarismus. „Der Weg ist das Ziel.“ wäre meiner Ansicht nach ein viel besserer Wahlspruch für eine zivilisierte Gesellschaft. Ist halt viel mühseliger und hat wenig Appeal für Ungeduldige, die gerne per Befehl das sofortige Paradies verordnen wollen.

  3. Parolen
    Don, Ihre Beispiele sind gut und auch subtil. Es geht natürlich auch direkter: „Deutschland verrecke“ ist Hatespeech vom Feinsten von links. „White trash“ in den USA nicht minder.

    Ich bezweifle, ob „Land XY verrecke“ irgendwo sonst toleriert würde. Probieren Sie’s doch mal bei einer Ihre nächsten Fahrradtouren mal aus ;-)

    • Man kann sich ja mal fragen, was in der Türkei los wäre, wenn man diese Beiträge dort sagen würde.

    • Kann man machen / sagen /schreiben ...
      … vor allem wenn es keinen Staatsanwalt, Verfassungsschutz, etc interessiert.

      Auch großes Staatsversagen muss klein anfangen!

    • @ Uwe Saint-Mont - Parolen
      Ich finde es gut, dass auch die von Ihnen genannten Beispiele für Hatespeech vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt sind. Ich finde es nur traurig und auch ein bisschen bedrohlich, dass soviele Menschen diese Meinung oder eigentlich eher diesen Hass in sich tragen.

    • Wo Sie das erwähnen, fällt mir ein
      Ich finde es etwas bedauerlich, dass Don Alphonso in dem Kontext nicht noch einmal auf die Demonstrationen für ein freies Palästina bzw. gegen Israel der letzten Jahre verwiesen hat, wo linke Politiker und „Aktivisten“ mit marschierten und so nette Parolen, wie „Juden ins Gas“, zu hören waren.

      In gewisser Weise gibt es hier nämlich eine Tradition in linken Kreisen und die neusten Fehlleistungen passen da genau ins Bild.

    • Da man nicht alles verfolgen kann:
      „Deutschland verrecke“ ist inzwischen also salonfähig? Das war in den 90ern, als der Spruch auch schon ein Klassiker war, aber noch ganz anders.

    • Staatsversagen
      @Wassermann: Sie erinnern mich an meinen Vater, der in einer finanzstarken westdeutschen Großstadt viele Jahre als Schöffe am Jugendgericht ehrenamtlich tätig war.

      In den 1990ern erzählte er davon, wie ein junger Angeklagter direkt nach dem Urteilsspruch einer Bewährungsstrafe, also keiner Strafe, da zur Bewährung ausgesetzt, beim Verlassen des Gerichtssaals mit Bekannten sich umdrehte und zum Gericht den Hitlergruß zeigte.

      Die junge Richterin und mein Vater sahen dies, und nichts geschah. Bis in diesem Moment mein Vater sagte, das sei strafbar und sie solle dem Justizbeamten auffordern, den Jugendlichen festzuhalten. Daraufhin gab es eine Strafe.

      Die Richterin sagte nachher zu meinem Vater, sie sei so perplex gewesen, weil dies doch kein deutscher Jugendlicher gewesen sei, er könne ja gar kein Nazi sein…

      Dass Verachtung in dieser Form unabhängig von der Staatsangehörigkeit oder Herkunft bei uns strafbar ist, hatte sie an diesem Tag erst gelernt offensichtlich. Dieses Staatsversagen war weit verbreitet in der gehobenen Beamtenschaft und Politik, was über die Jahrzehnte nun ja auch mit zu der Frustration geführt hat, die nun als mindestens rechtspopulistisch geächtet und verunglimpft wird. Lieber junge – früher wurden sie ausländische genannt – Straftäter den Hitlergruß ungeahndet zeigen lassen – waren ja keine deutschen Nazis.

      Viele haben es bis heute noch nicht begriffen. Und bei vielen von diesen befürchte ich, dass sie es nie begreifen werden. Milieu- und generationenbedingte Gefangenheit im eigenen Horizont. Weit verbreitet. Leider.

    • Heil Kindergarten
      Der „Hitlergruss“ ist der alte amerikanische Fahneneid, genannt „Bellamy Salute“.
      Den hatten die Nazis ausgerechnet von amerikanischen Cheerleadern kopiert.
      Da kann man ja noch froh sein, dass der Führer nicht mit Pom Poms gewedelt hat.

      Wer soetwas verbietet, macht sich

      1. lächerlich
      2. hält sein Volk für Volldeppen
      3. behandelt es wie Idioten.

  4. Sehr schön!
    Sie könnten bei der SPD mitmarschieren. Da hat man schon das nächste Level erreicht und darf in Zukunft Fressen polieren. War natürlich nur ein Spaß, der einer Repräsentantin unserer Demokratie bzgl. Niveau sicher gut zu Gesicht steht. Ach, ich bin auch wirklich eine Spaßbremse vor dem Herrn wenn ich vermute, daß bei einer ähnlichen Äußerung eines AFD-Vertreters aus der Geschichte ein Vergleichsnazi hervorgeholt würde etc…
    Impulsgesteuerte Volkserzieher wie Hasnain Kazim kann man nicht mehr ernsthaft als Jounralist bezeichnen:
    http://www.spi egel.de/politik/deutschland/zustrom-von-fluechtlingen-was-deutschland-verkraftet-a-1060449.html

    • Ach, der Erziehungsjournalismus ist doch erst die Triebkraft der AfD.

    • Sehr interessant übrigens
      das am Fuße der Seite verlinkte FAQ „Was Sie über die Flüchtlinge wissen müssen“. Und dessen Themenauswahl. Zu durch Migranten verursachte Kosten findet sich da nichts. Zur Kriminalstatistik nichts.
      Zur Erschöpfung von Lehrern auch nichts (aber dazu gibt es sicherheitshalber keine Statistiken und auch keine qualitativen Untersuchungen). Spasseshalber hier mal ein Erfahrungsbericht: http://www.news4teachers.de/2016/08/eine-grundschullehrerin-berichtet-von-ihrem-alltag-der-sie-ueberlastet-man-wird-krank-koerperlich-und-seelisch/

      Wenn ich mir den Druck von Exekutive und Medien zum Konsens ansehe: Wie unglaublich frei erscheinen da die 60er Jahre. Trotz allem Muff.

    • @Booster: Yep. das treibt den Begriff "Lückenpresse". Zu Recht.
      Ich wurde auch erst durch breitbart & Co in vollem Umfang darauf aufmerksam, wie behutsam und gewissenhaft uns die fälschlich „Journalisten“ genannten Volkserzieher von Fakten abschirmen, die nicht in ihre Geschichten passen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • In einer Partei...
      …in der ein Herr Kahrs glaubt, öffentlich meinen zu dürfen, dass jetzt 94 Arschlöcher im Bundestag sitzen, ist die scherzhafte (?) Forderung denen, die bisher geschätzte Partner beim regieren waren in Zukunft „in die Fresse hauen“ zu müssen, nun wirklich eine Petitesse.

    • Nahles
      Mich würde ja nach wie vor interessieren, ich glaube Don Alphonso ist da dran (sah ich auf Twitter), wie Heiko Maas die Aussage juristisch einsortiert.

      Auch würde mich die Meinung von ihm und ihr dazu interessieren, ob er und sie das ebenfalls als Spaß ansehen würde, wenn jemand bei Facebook schreibt, er würde gerne ab Morgen Nahles regelmäßig ordentlich „auf die Fresse“ geben.

    • Kahrs: "94 Arschlöcher"
      @Hannes Nießlbeck

      Das müssen sie dem Kahrs schon zugestehen. Schließlich weiß er aus eigener Erfahrung, dass der Laden vor lauter Arschlöchern (631 bisher) sowieso schon aus allen Nähten platzte. Das ist eben der Umgangston unter Kollegen bei der SPD. Aber rein rechnerisch liegt er natürlich falsch, denn es sind nur 78 mehr als vorher (insgesamt jetzt 709).

    • @Booooster
      Zum Thema überforderte Lehrer.

      Hier in der Region wurden Eltern Anfang der Woche gebeten, die Kinder zu Hause zu betreuen, weil „alle“ Lehrer einer Grundschule sich krank gemeldet haben.

      Eine Vertretung konnte nicht organisiert werden.

      Es sieht also wirklich wohl schon so schlimm aus, denn Grippe ist ja wohl noch nicht im Anflug.

    • es sind keine Journalisten
      @Thorsten Haupts: Sie sehen aus wie Journalisten, sie arbeiten an Journalisten-Arbeitsplätzen. Aber Sie benehmen sich nicht wie Journalisten, sie denken nicht wie Journalisten.

      Es sind Journalistoide!

    • Das wird ...
      … man sehen, wer bei nächster Gelegenheit (LTW Niedersachsen) ordentlich auf die F kriegt. Frau N. hat jedenfalls einen mutigen Schritt in Richtung 15 % getan.
      Gruß K

    • @booooster Keine Statistiken ..
      Das stimmt so nicht.
      Man findet solche Statistiken/Zahlen auch in der dt. Zeitungslandschaft und nicht nur in der nzz.

      Siehe
      http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-02/fluechtlinge-haushalt-kosten-studie-iw

    • @Hannes Nießlbeck
      Aber es ist schon interessant, wie sehr man links auf Schließmuskel oder unliebsame Gesichter, die nur zur Nahrungsaufnahme gut sind („Fresse“), fixiert ist. Fäkalsprache gehört zwar zur Parteikultur, seit eh und je, obwohl – JETZT habe ich Özuguz endlich verstanden – die SPD eben doch keine Kultur hat (man schließt bekanntlich von sich auf andere) und man das nicht so nennen sollte, was dort üblich ist, aber das ist schon bemerkenswert, was da vorgelegt wird.

    • @Heiopei: Fressen- und Gossensätze aus dem politischen Akademikerprekariat
      Nahles: „Künftig wird die Union „in die Fresse“ kriegen“
      Pofalla: „Ich kann „Deine Fresse“ nicht mehr sehen. Ich kann Deine Scheiße nicht mehr hören“
      Hat Malik Karabulut, das ehemalige Vorstandsmitglied des Türkischen Elternbunds Hamburg, mit seiner Aussage auf Facebook über die hier länger lebenden Subspezies möglicherweise doch recht?
      Seine Aussage ist laut Staatsanwaltschaft Hamburg straffrei und weiter erlaubt.
      Johann Wolfgang Goethe: „So seid doch höflich! – Höflich mit dem Pack? Mit Seide näht man keinen groben Sack“

    • @schnüdel
      Ich spreche ja auch nur von dem SPON-Ding, nicht von der Zeit.

    • @Peter Bernhardt
      „Nahles: „Künftig wird die Union „in die Fresse“ kriegen“
      Pofalla: „Ich kann „Deine Fresse“ nicht mehr sehen. Ich kann Deine Scheiße nicht mehr hören““

      Die haben alle an der Karl-Theodor zu Guttenberg-Universität promoviert, manche nur nicht bezahlt, nehme ich an.

  5. Bitte ergänzen in dieser Liste
    Nahles: „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“ … da ist „Wir werden die Regierung jagen“-Gauland doch ein Weichei.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/andrea-nahles-stellt-sich-auf-oppositionsarbeit-ein-15221378.html

    Laquer: „Ja, Nazis sollten Angst haben. Wir, die außerparlamentarische Linke, werden die AfD jagen.“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/linksradikale-wir-werden-die-afd-jagen-15220741.html

    Wer ist hier faschistisch? Kennt die Frau überhaupt die Bedeutung dieses Begriffes? Zudem dachte ich immer, „Nazi“ sei eine Beleidigung … inzwischen darf man sogar demokratisch gewählte Volksvertreter so nennen. 12,6% „Nazis“ also? Die linke Bewegung ist so ideologieerstarrt, dass es einen schaudert.

    • Wenn ich da alles reinschreiben würde, hätte ich viel zu tun.

    • Es kommt immer darauf an wer zum Jagen aufruft
      Grünen-Sprecher Ludger Volmer tönte 1994 am Wahlabend: „Wir werden den Kanzler jagen.“
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683714.html
      Lindner – im n-tv Interview März 2013 – sagte: „Wir jagen die Regierung von Hannelore Kraft“.
      http://www.n-tv.de/politik/Lindner-redet-ueber-Macht-Geld-und-Visionen-article10584976.html

    • ...in die Fresse kriegen!
      Nun musste ich doch in meinem passiven Wortschatz graben, um den Sinn des ministeriellen Diktums zu dechiffrieren. Es scheint dem elaborierten Sprachcode einer Langzeitgermanistin eigentlich nicht würdig, offenbart jedoch den wahren Charakter einer gewöhnlichen Person.
      Den eigenen verbalen Gestank (aus anderen Mündern der Sozialdemokratie sind uns die Begriffe „Pack“ oder „A—loch“ überkommen) scheinen weite Kreise immer noch für Stallgeruch zu halten.
      Immerhin ist das Ministerwort eine – wie ich finde – geeignete Steilvorlage in Videobotschaften genutzt zu werden, um etwa Wörter wie „jagen“ oder „entsorgen“ mit O-Ton zu überblenden. Wir kennen das ja aus den „beeps“ in englischsprachigen Reportagen, die das „F-Wort“ übertönen.
      Recht eigentlich ist es die Ankündigung einer schweren Straftat (vorsätzliche Körperverletzung) und wenn ich das jemandem androhte, wäre es zumindest Nötigung.
      Der unsäglichen Frau Stokowskis Äußerung wird hoffentlich strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.
      Man sollte sich des klassischen Mottos der Jesuiten entsinnen:
      „Suaviter in modo, fortiter in re.“
      Aber gegen Ideologie und Intoleranz ist leider kein Kraut gewachsen.

    • @lobundwuff
      So ist das, wenn besorgte Bürger etwas gegen besorgte Bürger haben. Wie DA nun darlegte, möchten die einen besorgten die anderen besorgten Bürger jeweils entsorgen.

      Und wenn man dieses Wort „entsorgen“ in seinem Sinn auch korrekt begreift, mit dann entsorgten Bürgern, haben wir am Ende nur noch sorgenfreie Bürger.

    • Die Sache mit der übertragenen Bedeutung von Jagd und jagen ist ganz normaler Sprachgebrauch
      – es ist halt so, dass die AfD noch neu ist; man muss sich an sie gewöhnen – dann wird man im Rückspiegel auch sehen, wo man mit der Kritik an ihr – so wie Don Alphonso oben in seiem ersten Absatz – übers Ziel hinaussgeschossen ist.

      PS – hehe – –
      – – Es sind nicht alle Deutschen antialkoholische vegetarische Radler – und auch das ist – – gut so.

    • „Wir werden sie jagen“
      Herr Stegner spricht von vertreiben, was ja auch Jagdcharakter hat. Und wie hier schon angemerkt, es kommt ja immer mehr darauf an, wer etwas sagt. Was bei einem vieldeutig und metaphorisch gemeint war, scheint bei anderen schon fertig zurechtgebogen aus dem Mund zu kommen.

      Neulich habe ich diesen kleinen Schatz wiederentdeckt. Man stelle sich solch eine Aktion in heutigen Zeiten vor. Also von der AfD, bei allen anderen wäre es ja gerechtfertigt. http://www.spiegel.de/fotostrecke/10-jahre-studentenstreik-fotostrecke-108607-16.html

    • @ Zugroaster - ich erinnere mich an Aufrufe zum "Volkskrieg" - das galt als ganz nix besonderes
      – ah ja – die Heldden des Volkskriegs -sie sassen später in den deutsschen Parlamenten. Ich fand das ok.

      Was ich nicht ok finde, ist, dass sie sich jetzt so schlecht erinnern.

      Oder die Unterstützer von Pol Pot – oder Mao (Kretschmann…). Özdemir wettert los mit „Brut“, Krtschamnn steht lächelnd daneben – bei Leuten, die sich ja distanzieren vom „3. Reich“ – die halt hie und da eine semantische oder metaphorische Nähe zeigen. Pol Pot und Mao dagegen waren Masssenmöder.

      Oder jetzt Nahles – haha, kann ich da nur sagen.

      Das Land ist noch nicht im Lot. Ich habe aber das Gefühl, es könnte noch werden.

      Schröder und Lafontaine haben doch dieser Tage ganz ok geredet über die Neuen (Schröder: nicht dramatisieren, nicht skandalisieren, lieber kritisieren- Lafontaine: Die Kritik am ungeregelten Zuzug ist richtig…!) – so müsste das jetzt weitergehen.

  6. Titel eingeben
    Guten Tag lieber Don Alphonso, ein treffender Bericht über den aktuellen Zustand der Debattenkultur. So lange wir keine ausgewogene Berichterstattung in den Leitmedien haben, wird die Radikalisierung weiter zu nehmen. Ich persönlich las am Montag im SPON den von Ihnen aufgeführten Kommentar. Mir blieb bildlich geschrieben, die Spucke weg. Das hier nicht die „Netzwächter“ um den scheidenden Justizminister Maas sofort gehandelt haben, zeigt wie sehr wir im Heute vom Linksradikalismus umgeben sind. Danke für diese gelungen Veröffentlichung.

    • Maas meint mit Hass nur die Seite, die er nicht mag.

    • Debattenkultur
      Die vermisse ich nun schon seit mehr als zwanzig Jahren, werter Herr Nowak! Ich erinnere mich noch daran, dass es Debatten (also reguläre Streitgespräche) gab. Über „Auseinandersetzung“ und Diskussion wurde daraus der heute tagesschau-typische „Streit“.

      Früher wurden Vorschläge unterbreitet, die der Vorschlagende auch – den Debattenregeln entsprechend – begründen musste. Aus den ebenso begründeten Gegenreden dazu konnte ein Kompromiss zugunsten aller abgeleitet werden. Es war auch möglich, den optimalen Vorschlag anzunehmen oder alle abzulehnen, ohne dass jemand „sein Gesicht“ verloren hätte.

      Heute wird eine Forderung aufgestellt, die ea ipsa begründet ist und dem zu Folge nur abgelehnt oder angenommen werden kann. Je nach Entscheidung hat jedenfalls jemand gewonnen und jemand verloren. Das heißt dann: „X konnte sich im Streit um Y (nicht) durchsetzen.“

      Aus dem Appell „Wir sollten …“ wurde der Imperativ: „Wir müssen …“. Dass dieses „Müssen“ unlängst häufig als „alternativlos“ attributiert wird, ist m.E. das Ende des Diskurses und der Anfang der Ideologie und damit recht eigentlich der Diktatur.

      Es ist leider zu spät, den Anfängen zu wehren.

  7. Linksradikale Forderungen und Trotz
    Lieber Don Alphonso

    herzlichen Dank für diese Zusammenstellung!

    Das einzige, was derart überzogene Behauptungen und Zuschreibungen bewirken, ist Trotz. Selbst ich – obwohl in der Migrantenförderung aktiv – mag so etwas einfach nicht mehr hören und beginne von ‚denen da‘, die mir nichts zu sagen haben, zu denken. Eine erschreckenden Entwicklung, die ich mir so nicht habe vorstellen können.

    Ich finde es sehr lehrreich, wie sie darlegen, dass die Methoden rechts und links sehr ähnlich sind.

    herzliche Grüße

    Hessin

    • Ich muss innerlich bei der Vorstellung grinsen, dass sich Frau Stokowski jetzt vier Jahre ihres Lebens sinnlos an der AfD abrödelt. Dann trifft der Sexismus und Rassismus mal nicht nur Unschukdige, die sie sonst so ankeift.

    • @Don
      Ist das wirklich so ein witziger Gedanke? Frau Stokowski schafft es vermutlich im Alleingang der AfD 3%+ zu bescheren. Weil das mit der Werbung für den von ihr vertretenen „Feminismus“ ja schon so gut funktioniert hat…

      Mit Leuten solchen Charackters möchten die Wenigsten wahrscheinlich privat oder politisch etwas zu tun haben.

  8. unsere Wahlkämpfe kosten immer weniger
    gestern Plakate abgehängt und heute eingelagert zur erneuten Verwendung in spätestens 3 Monaten. Unsere Themen bleiben aktuell, aber „wir können nicht weiter warten“ in „dem Land, wo wir gern und gut leben“ ;-)

    • Ich denke auch, es gibt gute Chancen auf Neuwahlen, diesmal aber ohne Merkel.

    • Ohne Merkel?
      Kaum vorstellbar, Mutti ist und bleibt Mutti und Mutti muß man einfach lieb haben…

      Aber seit gestern gibt es ja gottlob eine ernsthafte Alternative, muß halt während des Wahlkampfes nur schön aufpassen, daß sie kein Lied singt, in dem das Wort …könig vorkommt…

      Das letzte Aufgebot der SPD, nun werden schon die ewigen JUSOS an die Front geworfen und sollen sichern die Brücke zur Macht.

    • Nächste Wahl in drei Monaten?
      Ich komme gar nicht mehr aus dem Wählen raus. Hatte heute den Stimmzettel zur Landtagswahl (vorgezogene Neuwahlen) im Briefkasten. Bei den Plakaten weiß man schon nicht mehr, ob es noch die alten zur BTW oder schon die neuen zur LTW sind. Die Parolen jedenfalls sind nicht zu unterscheiden.

      Wenn das zur Dauereinrichtung wird, würde ich mir wünschen, einen Dauerwahlauftrag erteilen zu können.

    • 3 Monate?
      Die Regierungsbildung in den Niederlanden dauert bereits seit dem 15. März an. Wenn wir aber weiter voll muttiviert sind, können wir es vielleicht schneller schaffen?

  9. „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“
    Zutreffender Kommentar zur Sitten- und Sprachverluderung auf allen Seiten.
    Dass der Kampf gegen Rechts beinahe alles rechtfertige, ist die dünne Tünche, unter der die vorgeblich Guten ihre eigenen Gewaltfantasien und ihre Gewaltbereitschaft verbergen.

    Passend fügt sich da das neue SPD-Verständnis von Oppositionsarbeit ins trübe Gesamtbild …

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/andrea-nahles-stellt-sich-auf-oppositionsarbeit-ein-15221378.html

    Vielleicht versucht Frau Nahles auf ihre Weise der von Zeit-Chef Di Lorenzo erhobenen Klage über das fehlende Charisma der politischen Führungsfiguren zu widersprechen.
    Di Lorenzo übrigens sollte sich mal mit den Nattern beschäftigen, die dank seiner wohlwollenden Duldung bei der Zeit gezüchtet wurden.

    • "A.Nahles"
      Fliessend gelesen: nomen est omen, oderso.

    • Sitten- und Sprachverluderung auf allen Seiten.
      Sehr zutreffend und unglaublich irritierend. Ich bin selbst ein Freund der direkten Formulierung, was mir bei meinen Kindern und ggf. umstehenden Erwachsenen manchmal einen erstaunten Blick einbringt, aber dass in der Politik – und ausgerechnet bei den von mir einst hoch geschätzten Sozialdemokraten – und in den Medien – und ausgerechnet in den ebenfalls einst hoch geschätzten Blättern Zeit und Spiegel – derartige Formulierungen und Einlassungen überhaupt nach außen dringen können, ist an sich kaum zu glauben und eine Zumutung für den Wähler / den Bürger.
      Es geht echt bergab: Politiker mit Lebens- und Berufserfahrung werden ersetzt durch Politikerdarsteller ohne obiges und ohne Anstand und Benehmen, Journalisten mit innerer Haltung und Erfahrung werden ersetzt durch Schreiberlehrlinge mit nach außen gekehrter Haltung und ohne Ahnung und ansonsten darf heute jeder bei SPON oder in der Zeit online schreiben, was es früher nicht in die Schülerzeitung geschafft hätte.
      Unglaublich.

    • BlackBlacky 28. September 2017 um 13:23 Uhr
      BlackBlacky sagt:
      „“A.Nahles“ Fliessend gelesen: nomen est omen, oderso.“

      Sehr gut erkannt. Ich glaube, wer A.Nahles denkt, wird früher oder später auch A.Nahles in die Fresse geben.

    • @foxrommel /wüstenfuchs
      Danke, für den Titel bester Spruch zur BTW2017 !!! In der Jungen Freiheit las ich gestern ähnliches. Sollte es sein, dass sie Autor dieser seriösen Zeitung sind, extra Danke !
      Dank an den Autor, für die Objektivität, gegenüber uns Blauen !!
      So geht seriöser Journalismus.

  10. Danke, Don!
    fürs Zusammenfassen des Unbehagens an überzogenen Formulierungen und Massenhysterie. Die Freundes- und Bekanntenkreise sind gerade ein Minenfeld, eine solche Diskursverweigerung habe ich in meiner ganzen wahlberechtigten Zeit noch nicht erlebt. Reines Wer-nicht-für-uns-ist-ist-gegen-uns. Ich hoffe, zumindest die Vernünftigen kommen wieder runter. Den Fanatikern auf allen Seiten ist eh nicht zu helfen.

    • Bei mir ist das schon vor zwei Jahren hochgegangen.

    • Dieses Gepöbel muss aufhören
      Don, Sie sind wirklich ein erschütternd mutiger und aufrechter Mann.
      Ich bin Ihnen dankbar für diesen Artikel, Sie beschreiben genau das Problem, das ich seit Jahren mit den permanenten Entgleisungen im veröffentlichten Mainstream habe.

      Ich bin sowenig ideologisch gesinnt wie jeder andere gemäßigte Linke oder Rechte.

      Ich habe aber ein feines Sensorium für Doppelbödigkeiten, und deshalb stören mich gerade auch linksradikale Infiltrationen der politmedialen Diskurse seit langem, zumal etliche hochrangige Politiker auf mich nicht den Eindruck machen, die daraus resultieren Gefahren bisher verstanden und ausreichend gebannt zu haben.

      Im übrigen droht der Kampf gegen Rechts bei einigen radikal Linken als Nebenwirkungen vor allem Denunziantentum und die Salonfähigkeit linksradikaler Hassreden zu befördern, so mein pessimistischer Eindruck.
      Ich hoffe, ich irre mich.

      Ich kann mir übrigens beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass das Stehenlassen mancher der von Ihnen oben zitierten Publikationen im Netz durch die Verantwortlichen ein gutes Zeichen für unsere ordnungspolitische Verfasstheit wäre.
      Würden andere Menschengruppen derart angegangen, würde man in einigen Fällen vermutlich nicht einfach die Achseln zucken .

      Ist denn der jüngste Appell des Bundespräsidenten ungehört verhallt? Er hatte zu Mäßigung und gegenseitiger Achtung aufgerufen. (Ich gehe doch wohl recht in der Annahme, er habe alle Seiten angesprochen!)

      Dies ist ein gespaltenes Land, in dem Radikale auf allen(!) Seiten vernehmlich verbal abrüsten müssten.
      Diese giftige, gesinnungsgläubige Atmosphäre schadet unserem Land.

      Hier gehen die Trennlinien nicht zwischen Ost/West, links/rechts, autochthon/Deutsche mit fremdstämmigen Eltern(teilen)/allochthon/neu Eingebürgerte/Männer/Frauen.

      Hier geht’s darum: es gibt Leute, die grundsätzlich bereit sind, nach den üblichen Spielregeln demokratischer Erziehung und guter Kinderstube mit Andersdenkenden oder Unliebsamen umzugehen, und es gibt Radikale, die das nicht können oder wollen. Auf allen Seiten, an allen Rändern, vereinzelt selbst in der gesellschaftlichen Mitte.

      Hier liegt die wichtigste soziale Binnengrenze. Wir müssen uns also schlicht überlegen, nach welchen Spielregeln wir miteinander umgehen wollen, und Grenzüberschreitungen sanktionieren. Aber nicht mit zweierlei Maß, sonst wird das öffentliche Leben in unserem Land sehr,sehr unattraktiv werden.

    • Da herrscht halt blanke angst
      …um die Karriere und den job

    • @Fräulein Gwandl vom 28. September 2017 um 15:59 Uhr
      Sehr geehrtes Fräulein Gwandl,

      dass Sie ausgerechnet den Bundespräsidenten als Beispiel für Mäßigung und Achtung nennen, schlägt den Fass den Boden aus.
      Als amtierender deutscher Außenminister hat der jetzt gut versorgte SPD-Doyen Steinmeier den damaligen US-Präsidentschaftsbewerber Trump einen „Hassprediger“ genannt (http://www.spiegel.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-nennt-donald-trump-hassprediger-a-1106212.html). Schon vergessen? Geht so Diplomatie? Wie kann man so jemanden zum Bundespräsidenten wählen, besser machen?
      Träumen Sie weiter vom edlen Bundespräsidenten.

      Mit vorzüglicher Hochachtung

    • Lieber Hugues:
      Sie haben offensichtlich meinen Text nicht sorgfältig genug gelesen.
      Ich hingegen die Äußerungen des BP (auch die besagten von vor seinem Upgrade) sehr wohl.
      Aber
      RutschenS‘ halt beef so schnell auf Ihrer Tastatur aus, gelt…

    • Diskursverweigerung
      Oh! bin ich schon so alt…?
      Meine Freunde verweigern den Diskurs noch nie, auch wenn er teils erbittert war. Aber heute… erhalte ich Messages mit Bitte um kurze Wahlergebniskommentierung))

      Na ja, es gilt immer: wer einen Diskurs ablehnt, hat es nötig, diesen abzulehnen. Gründe mag es viele geben, ändert nichts daran, dass diese Beobachtung an sich immer zutrifft.

    • @ Fräulein Gwandl vom 28. September 2017 um 20:50 Uhr
      Sehr geehrtes Fräulein Gwandl,

      vielen Dank für Ihre Replik.
      Dann habe ich mich wohl auf meinem Streitross vergaloppiert, denn auf Tastaturen rutsche ich grundsätzlich nicht aus;-)

      Mit vorzüglicher Hochachtung

  11. Es ist ausgenudelt, aber dennoch:
    „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“

    ist effektiv Aufruf zur Körperverletzung. Man mag Gauland nicht mögen, aber sein ‚Jagen‘ ist deutlich nicht so klar mit Schusswaffen konnotiert, sondern hat eine eher metaphorische Komponente.
    ‚In die Fresse kriegen‘ hat nichts Metaphorisches.
    Und dann ziehen also 87 Prozent weltoffene, tolerante Gutmenschen mit Fäusten und Knüppeln gegen 13 Prozent Schlechtmenschen.

    Nein, das ist nicht der Esprit von 1933. Das ist der Esprit des Jungpaläolithikums.

    • Nahles wollte halt Schlag-Zeilen machen.

    • Nahles meinte ja nicht...
      …die 13% AfDler, wäre schon schlimm genug, sondern die neue Regierung, was es noch weniger lustig erscheinen lässt.

      Mein erster Gedanke zu diesem verbalen Ausrutscher war: „Witzig kann sie also auch nicht“.

    • Danke, ich weiss schon
      Und wenn Sie einen kleinen Moment weiterdenken, sind

      1. die 13% ja nicht davor in Sicherheit, sondern sicher mitgemeint, und

      2. *Wenn* es diese nette Behandlung schon für die CDU gibt, braucht es wenig Phantasie sich die Methode der Wahl für die bezeichneten 13% vorzustellen.

      [Und ich sitze fassungslos hier vor/hinter der Tastatur, und stelle mir den Zwergenaufstand vor, hätte einer der Unaussprechlichen denselben Satz gesagt!]

    • Pack
      „‚In die Fresse kriegen‘ hat nichts Metaphorisches“ … und Pack ist nicht satisfaktionsfähig.

    • Ob die wohl merken, was sie anrichten...
      … wenn die ersten AfD-MdBs mit blutigen Nasen im Bundestag eintrudeln, weil ihnen unterwegs die Antifa begegnet ist?

  12. Zyklisch
    Als Anhänger eines zyklischen Geschichts- und Gesellschaftsbildes sehe ich das alles eher nüchtern. Es gibt langlebige gesellschaftliche Grundwellen, die das Klima in einem Land bestimmen. Aber irgendwann übertreiben die Vertreter der gerade herrschenden Grundwelle ihr Anliegen und werden zu Tyrannen. Das meine ich übrigens mehr metaphorisch – ich erwarte in Deutschland weder einen zweiten Hitler noch einen zweiten Stalin. Die Vertreter der einen Welle erschaffen also selbst ihren Widerstand, das „Monster“, das sie fürchten. Der letzte diesbezügliche Paradigmenwechsel war 68/69, und jetzt gerade befinden wir uns mitten im nächsten Wechsel, und übrigens nicht nur wir (siehe Trump, siehe Österreich). In 20 oder 30 Jahren werden die heutigen sogenannten Gutmenschen (durchaus nicht ohne eigene Schuld) die neuen Parias der Nation sein, so wie heute die „Rechten“, dann wird es eine Weile so bleiben, und danach kommt ein neues 68 …

    • Ja, da ist auch etwas dran. Wobei 68 die gesellschaftlichen Veränderungen nur besetzt hat. Nicht jeder war APO.

    • @ Don
      68 war eine Kulturrevolution, so wie der Wechsel, der sich jetzt vollzieht, eine ist.

    • Gesellschaftliche Grundwellen - in der Tat
      wie könnte es auch anders sein ?

      Mal ganz allgemein über verschiedene „Bewegungen“ betrachtet (und ich stimme Ihnen mit dem Übertreiben natürlich zu, möchte aber noch etwas ergänzen), wenn eine „Bewegung“, sei es Dschihaddismus, oder irgendein Extremismus oder -ismus überhaupt den „Sieg“ davongetragen hat – wird dann ein stabiler Endzustand erreicht ?

      Eben nicht ! Die Kinder und Enkel werden nicht für alle Zeiten staunend auf die Denkmäler der siegreichen Ahnen starren und sich damit zufrieden geben, dass jetzt Alles erreicht sei und sie selbst nur noch Verwalten können. Die nachfolgenden Generationen (dass scheint den Menschen im Blutn zu liegen) werden zwangsläufig „zu neuen Ufern“ aufbrechen wollen, was es notwendig macht, das zuvor Erreichte zu überwinden.

    • @Andreas Jensch
      Richtig. Und deshalb ist ein (zwar mit Mühen und Schmerzen, aber eben doch – siehe Grüne, siehe AfD) zu Änderungen fähiges System wie das unsere allen anderen „festgefügten“ überlegen.

    • "Nicht jeder war APO"
      Werter Don,
      da haben Sie recht. Das Problem sind nicht die paar Aktivisten, sondern die Mitmacher und Unterstützer. Die gab es in den 70-ern und die gibt es heute.
      MfG
      Alfred Haas

    • @Alfred Haas 20:46
      Das Problem sind nicht die paar Aktivisten, sondern die Mitmacher und Unterstützer

      Genau. Es gibt auch noch andere Worte dafür: Trittbrettfahrer, Trendritter, Opportunisten. Leute, die selbst nicht mutig genug sind Pionierarbeit zu leisten und die Drecksarbeit immer anderen überlassen, die sich aber als Schmarotzer anhängen sobald das Ganze Fahrt aufgenommen hat.

      Ich selbst schwimme gern gegen den Strom, halte mich ungern mit der Masse, aber nicht weil ich etwa Mauerblümchen oder Außenseiter wäre. Ich will bei etwas Exklusivem mit dabei sein, will meine Kraft und Stärke beweisen, indem ich erfolgreich gegen den Mainstream angehe. Das Bohren dünner Bretter oder der Weg des geringsten Widerstands sind nicht mein Ding.

      Der AfD nahe zu stehen hat momentan gerade deshalb seinen Reiz weil sich dort kaum Spießer hin trauen. Die haben immer Angst, Angst vor Verfänglichkeit, Angst isoliert zu werden, Angst nicht zur Masse zu gehören. Und wodurch kann man in diesem Land eher in die Isolation geraten als durch das Bekenntnis rechts zu sein.

      Nun bin ich nicht rechts und wer sich die AfD genau ansieht weiß, dass die es auch nicht ist. Aber da sind die Mutigen, da sind nicht die feigen Mitläufer, und ein Feigling will man ja nicht sein.

      Ödön von Horvath hat es in seinem Roman „Der ewige Spießer“ treffsicher erkannt: „Er (=Spießer) trachtet immer nur danach sich feige anzupassen und alles Neue dadurch kaputt zu machen, dass er es sich einverleibt.“ So geschehen mit den 68-ern, so geschehen mit den Grünen.

      Bei der AfD ist da im Moment wenig Gefahr, die Spießer halten sich von ihr aus begreiflichen Gründen (siehe oben) fern. Sie hat zwar schon genug Masse um ernst genommen zu werden, ist andererseits aber auch noch klein genug um exklusiv zu sein. Und sie ist aufstrebend, im Aufbau begriffen, ist vital, hat Momentum. Sie ist noch nicht durch eine bürokratisch-engstirnige Masse von Spießerhirnen devitalisiert.

      Jeder Mann, der etwas auf sich hält will nach oben.

      Am süßesten ist es gegen den Strom schwimmend nach oben zu kommen.

  13. Enttäuschte Erwartungen
    Don, herzlichen Dank für diesen Text. Er klingt zwar wie der einsame Prophet in der Wüste, aber ich bin sicher man wird sich nach Absingen einiger weniger schöner Lieder wieder respektieren und zusammenraufen. Hoffentlich ohne den zwischenzeitlichen Einsatz der RAF erforderlich zu machen, die ’45 meine Heimatstadt im Südwesten in Schutt und Asche legte.

    • Da habe ich meine Zweifel, ob das so schnell aufhört.

    • RAF?
      Heimatstadt im Südwesten? 1945? Bitte um Hilfe, ich vermag Ihnen nicht ganz zu folgen.

      Verstehen täte ich Rote Armee und 1945, dann aber nicht Südwesten, das mag an meinem unzulänglichen Detailwissen liegen.

      Verstehen könnte ich RAF und meinetwegen auch Südwesten, dann aber 1945 nicht…

      Wenn Sie Ersteres meinen sollten, so würde ich entgegnen: Wenn es so weiterläuft wie es aktuell läuft, werden wir womöglich bald einmal wieder so etwas wie einen ‚Befreier‘ nötig haben…

      In einer der gängigsten Prophezeiungen schaut ja auch kurz vor dem Anbruch des Goldenen Zeitalters noch einmal der Russe (ich gehe mald davon aus, daß Sie diesen mit RAF meinten) zu jedem Fenster herein…

    • Nein @TS
      RAF=Royal Air Force=1945

    • RAF
      Deren Einsatz in Nürnberg übrigens Platz für eine der größten Fußgängerzonen in Deutschland geschaffen hat. Mit der mittelalterlichen Bausubstanz von vor dem 02.01.1945 wäre das nicht möglich gewesen.

      Wobei ich da in Zukunft eher auf Polen, Tschechen und Russen tippe. Die werden kaum ein islamische Teilrepublik vor ihrer westlichen Haustüre dulden.

      Und der Respekt ist dahin. Respekt erfordert Hirn und die Bereitschaft den jetzigen Lebensstandard mit dem von vor hundert Jahren zu vergleichen. Da muß ich nur den durchschnittlichen deutschen Konsumenten betrachten, um zu begreifen, das dazu keine Bereitschaft besteht. Politische aktive Akteure habe ich da noch nicht einmal mit eingeschlossen.

    • RAF
      h-ttps://de.wikipedia.org/wiki/Royal_Air_Force

    • RAF
      So ergibt das natürlich alles einen Sinn. War mir bislang tatsächlich noch nicht untergekommen diese Abkürzung. – Hätte ich vielleicht auch drauf kommen können, wenn ich nicht so sehr auf den Gedanken, daß uns irgendwann die Rote Armee mal wieder von unserer Sehnsucht nach Elend befreien wird müssen, fixiert gewesen wäre.

      Aber gewiß werden es sich dann auch die anderen alliierten Kräfte nicht nehmen lassen, uns zur Hilfe zu eilen…

    • Titel eingeben
      TS und anderen Opfern linker Journalisten:
      RAF ist Königliche Luft Waffe

      was Sie falsch erinnern war und in schäbigsten Resten ist
      die Bader-Meinhof Bande. Nach den Verbrechern Andreas Bader und Ulrike Meinhof.

      Unterstützt von der Sowjetischen Besatzungszone in Mitteldeutschland und Syrien, Jordanien.

    • Ich vermute, Oliver Wormers Heimatstadt ist Pforzheim
      Ende Februar 1945, als amerikanische Bodentruppen bereits 80 Kilometer entfernt am Rhein standen, flog die britische Luftwaffe einen zwanzigminütigen Großangriff auf die Stadt. Es kam zum Feuersturm. Einige tausend Einwohner, etwa ein Drittel der anwesenden Bevölkerung, fand an jenem Abend den Tod: Von Bomben zerfetzt, von einstürzenden Häusern erschlagen, auf der Flucht im Fluss ertrunken, im Keller erstickt oder bei lebendigem Leibe verbrannt. Vor dem Krankenhaus lagen die Leichen von Wöchnerinnen, teils noch mit ihren verkohlten Säuglingen im Arm.

      Das ist das Szenario, was sich der Herr Lauer so herbeiwünscht, wenn wir ihn denn ernst nehmen würden. Aber das war ja wohl nur so eine scherzhafte Bemerkung von ihm. In seinen Kreisen ist die Sache nun fast schon ein „Running Gag“. Über Geschmack lässt sich ja streiten.

      Obwohl, als vor zwei Jahren die FAZ zum Jahrestag über den Luftangriff berichtete, war ein Kommentar, was ihnen widerfuhr, wäre das selbstgewählte Schicksal der Pforzheimer gewesen. Schließlich hätten sie ja auch 1933 den Hitler gewählt. Wenn man so denkt, dann ist es doch nicht so abwegig, jetzt wo die Leute AfD wählen, nach der Luftwaffe zu rufen.

  14. sagen Sie
    – schreiben Sie bei meinen Leserkommentaren ab? Es fehlt nur noch die Feststellung, dass die Wahlbeteiligung nicht eingerechnet wird. Vorher hieß es von den anständigsten Leuten man könne doch nicht AFD wählen, nur weil man klar zeigen will, dass man Merkel nach 12 Jahren beim besten Willen nicht mehr tragen möchte. Weil zB eine Regierung unmöglich ist, die sagt sie hat einen Plan, also ruhig; Uups, ich hab doch keinen Plan… egal. Sie sagten ah, man kann doch die Linke aus Protest wählen, oder eine Splitterpartei, haben die Veganer was von, oder man kann auch einfach nicht wählen und ungültig. Döööh. geht doch alles. aber Protest bei AFD wie doof ist das denn?

    Und was ist? Einen Tag nach der Wahl werden die Nichtwähler völlig ignoriert, die Wähler der Splitterparteien auch, die ungültig-Wähler natürlich, und wer die Linke aus Protest gegen Merkel wählte, findet sich bei den 87% Truppen gefühlt pro-merkel wieder. Und wer nur sagt rein statistisch stimmt das gar nicht, so rein weil man Fakten mag, wird schon ein Nazi genannt, der zu relativieren versucht, bevor er überhaupt erläutern kann selbst dann gibt es immer noch Wahlberechtigte und Nichtwahlberechtigte. Aber da ist die andere Seite schon dabei ‚aller Deutschen‘ anzufügen, so dass vom Baby bis zum entmündigten Greis alle solide gut nachgedachte Stützung der Seite sein müssen. Realität stört nur, Memes teilen ist viel einfacher. Morgen wieder Beschwerden über Fake News.

  15. Das haben Sie sehr treffend aufgedröselt,
    werter Don.Wer so etwas von sich gibt, verstößt gegen die Meinungsfreiheit der Anderen und somit auch gegen das GG.Und keiner regt sich auf? Die Partei ist zugelassen,basta! Man muss sich mit ihr auseinandersetzen.Demokratisch, bitte. Falls Teile der 87% noch wissen, was das ist.

    Vorbild waren auch Abgeordenete des „hohen Hauses“, die sich nicht neben die Konkurrenz der Tröge setzen wollen, obwohl sie einen anderen Auftrag haben.Scheinbar sind sie keine Demokraten, die sie in Sonntagsreden immer sein wollen.

    Versteckter Aufruf zur Gewalt inform von Handarbeit und der Presserat schreitet nicht ein. Nirgends. Sorry, ich werde jetzt ordinär: denen hat man ins Hirn gesch…., wie das Volk hier so sagt.
    Nur ist das in einem Dorf alles viel harmloser, wenn dem mal so ist.Da sagt man nicht: ich geb dir auf die Fresse, sondern: komm mit raus und dann geht’s zur Sache in beiderseitigem Einvernehmen. Ist auch Gewalt, nur nicht gegen Unschuldige und kommt höchstselten vor.

    Mehr sag i jetzt it, muss meine Krautkrapfen abbraten.(Vegetarisch heute)
    Außerdem maschiere ich auch nicht gern, sondern tanze lieber Tango…

    • Presserat
      Der Presserat schreitet durchaus ein. Ob so eine Rüge etwas bringt, das ist natürlich eine andere Frage. Sie können dort jederzeit – auch bequem online – eine Beschwerde einbringen. Die wird dann auch brav bearbeitet. Dauert dann ein bisschen, bis man Ihnen das Ergebnis mitteilt, aber die sitzen halt auch nicht täglich zusammen. Ist ja mehr so ein ehrenamtlich angehauchter Verein, kein Schiedsgericht.

  16. Titel eingeben
    Danke Don.

    Das ist eine Darstellung, die den Lehrern zur Verfügung gestellt werden sollte. Der Kampf gegen rechts (nicht etwa rechtradikal oder gasr nazi) dreht allmählich frei.

  17. Titel eingeben
    Eine Mischung aus Schlafwandlern und Rotfront.

    • Schlafwandler ...
      … scheint mir eine tolle Überschrift für einen Historiker in 100 Jahren.

      So wie sich England (und damit Europa) 1914 als Weltmacht abgeschafft (und damit die Früchte des seit der frz Revolution entstandenen Nationalismus geerntet) hat, führt eben momentan die Umsetzung der 68er Dummdenke in den demographischen Kulturuntergang…

  18. Kulturelle Spaltung
    Es ist nicht nur das Flüchtlingsthema, das der AfD Auftrieb gibt, ich fürchte wir stehen vor der gleichen kulturellen Spaltung wie die USA. Auf der einen Seite die urbane, weltoffene und fortschrittliche sog. Elite, die am liebsten alles gewachsene so schnell wie möglich über den Haufen schmeißen will.
    Und auf der anderen Seite der von diesem Kulturwandel völlig überforderte, konservativ geprägte Teil der Bevölkerung, der sich gegen diese rasende Veränderung wehrt. Und wie anders soll er sich zur Zeit wehren, als AfD zu wählen? Obwohl er es eigentlich gar nicht mit vollem Herzen will? Nichts anderes steckt hinter dem Niedergang von CDU/CSU und SPD. Und wenn die etablierten Parteien dies nicht sehr schnell begreifen und umsteuern, werden sie in den nächsten Jahren pulverisiert werden. Das rhetorische Getöse wird diesen Prozess nur noch beschleunigen.

    • Weltoffen ist das neue Spießer - @ Mitleser
      „weltoffene und fortschrittliche sog. Elite“ – ja, ja wers glaubt.

      Irgendeine Soziologe oder was auch immer, hat das den Kampf der „anywheres“ gegen die „somewheres“ genannt.

      Die anywheres werden dabei den kürzeren ziehen.
      Zum einen sind sie viel weniger (20-25%- Grüne – Ökofetischeisten, Linksbizarre, „Linksliberale“ )
      Zum anderen , die somewheres schaffen ran was die anywheres schmarotzen (Infrastruktur, Steuern, Rente, Krankenkasse, Sozialhilfe wenns mal mit den Projekten nicht so läuft, „Staatsknete“ in allen Variationen)

      Woher 30-50 Mrd für Flüchtlinge-Geflüchtete-Schutsuchende-Geschützte her kamen und kommen werden hat mir noch niemand erklären können.

      Der Michel merkt garnicht wie er gemolken wird – ich erwarte die nächste Mwst. Erhöhung, damit hat ulF ja Erfahrung.

    • urban, weltoffen und fortschrittlich ?
      sorry – da kann ich nur lachen! Sie müssen noch sehr jung sein oder haben nichts kapiert!

    • @anonymous_content
      Gestern hat, werte/r Kommentator/in, das Kabinett die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche KV und PV beschlossen. Ca. 15 % der „Besserverdiener“ werden ab 1.1.2018 mehr bezahlen dürfen. Da freue ich mich schon wie Bolle drauf, denn d.h. platt gesprochen, dass die letzte Tariferhöhung im ö.D. für mich Null-Netto-Zuwachs gebracht hatte, sondern nur in die Sozialversicherung und den sog. Mittelstandsbauch des Steuertarifs geflossen sein wird. Inflationsbereinigt habe ich verloren und werde weiter verlieren.
      Es braucht keine Umsatzsteuererhöhung dafür. Gewerkschaften und Regierung reichen.

    • Spalt
      Spalten und Herrschen gehört zum Handwerkszeug.

    • @anonymous_content
      Ich seh das so wie Sie. Gegen weltoffen wäre ja prinzipiell auch nichts zu sagen, wenn es das denn wäre. Was auffällt ist, dass deren Piefke-„Weltoffenheit“ extrem zwanghaft ist, und das schließt echte Weltoffenheit eigentlich aus.

      Ich habe hier schon wer weiß wie oft mir fast die Finger wund geschrieben um die Verlogenheit dieser Tugendprahlerei anzuprangern. In Großbritannien hat man ein feines Gespür für sowas, und es waren ja denn auch nicht zufälligerweise die Briten, die den sehr treffenden Neologismus „virtue signalling“ für diese Geisteshaltung geprägt haben.

      Die ganze Spießermischpoke, die sich heute immer so hastig und eifrig bemüht ihre „Weltoffenheit“ zu plakatieren ist vom Psychogramm her keinen Deut anders als die Queckse (die ja auch in der Nazizeit systemtragend waren). Ich muss immer lachen wenn ich mir die Homepages von Schulen (meist Gymnasien) ansehe. Wie eifrig sie sich da von „Rassismus“ (ein Begriff, der viel zu inflationär und vor allem unzutreffend benutzt wird) distanzieren: Schule mit Courage, Schule gegen Rassismus. Courage-ausgerechnet die. Ich war selbst mal Lehrer und habe nie einen angepassteren, unterwürfigeren und feigeren Menschenschlag kennengelernt als Lehrer. Und das färbt eben leider auf die Schüler ab.

      Und deshalb haben wir eben Refutschi Wällkamm und die Grünen. Die sind immer an den herrschenden Mainstream angepasst. Unnötig zu sagen auf welcher Seite die zur Nazizeit gestanden hätten. Falls einer von denen das hier liest (nur, damit Ihr nicht wieder falsch versteht, tut Ihr ja so gerne; mag sein, dass es am schwachen Charakter liegt oder an mangelndem Leseverständnis), ja IHR, die „weltoffenen Spießerqueckse“, IHR wärt bei den Nazis mitgelaufen so wie Ihr immer Mitläufer seid. Spießige Mitläufer ohne die kein Diktator etwas machen könnte-sie sind sein verlängerter Arm.

      Die AfD-Leute sind da meines Erachtens weitgehend unverdächtig. Die sind meist mutig (denn es braucht Mut um sich dazu zu bekennen) und Spießer sind nie mutig. Ich glaube der Hauptanteil der AfDler das sind Leute mit Rückgrat, ein anderer Teil sind die klassisch Benachteiligten, die sich von grünen Schneeflocken oder Champagnersozialisten nichts versprechen-wie denn auch. Echte Nazis gibt es bei der AfD vermutlich wenig-glaube ich zumindest.

      Hier im Blog gibt es vermutlich viele AfD-Anhänger. Und es gibt hier erfreulich viele wache Geister, Leute, die sich im besten Sinne aufklärerischer Ideale nichts vormachen lassen. Leute mit einem scharfen analytischen Verstand. Die Lesermeinungen sind fast durchweg auf hohem Niveau. Nicht nur das belegt, dass AfD-Anhänger nicht zu den Dummen gehören.

      Der ganze linksalternative Spießerzirkus hat sich abgenutzt, ist klischeehaft erstarrt, blutleer, ohne Vitalität, voller Widersprüche, unglaubwürdig. Und es macht Spaß anders zu sein. Auch wenn es der Piefke-Quecks-Fraktion irgendwie gelungen ist, die untote grüne Pest ins Parlament zu hieven-lebendig sind die nicht mehr. Bin überzeugt die werden sich in der Regierung so blamieren, dass sie danach echt keiner mehr will.

      Es geht irgendwie voran.

  19. Die allermeisten hier ...
    Die allermeisten hier kennen selbstredend den Spruch, daß der Faschismus das nächste Mal nicht wieder als Faschsimus erscheint, sondern als Antifaschismus und dennoch erwähne ich ihn, weil ich mit großem Erschrecken seit vielen Monaten feststellen muß, wie diese einstige Prophezeiung täglich an Gewicht gewinnt.

    Bestes Beispiel aus jünsgten Tagen sind vielleicht die unsäglichen ANTIFA-Jagdszenen nach der Bundestagswahlkampffeier der AfD in Berlin, die nicht einmal im Angesicht des Kindes der Lebensgefährtin Jörg Meuthens endeten.

    Die Medien sind voll der Entrüstung über das Wort „jagen“, das in Hinblick auf die jeweils gewählte Bundesregierung viele deutsche Politiker vor Gauland schon verwendeten, aber wenn Menschen buchtsäblich gejagt werden, weil sie angeblich mit dem Teufel im Bunde stehen (heutzutage halt alles was ‚rechts“ ist) oder auch nur, weil sie in Verbindung mit solchen Menschen stehen, dann ist es verdächtig still in unseren Medien, ganz still …

    Fast, – denn es gibt immer noch Journalisten wie den DON.

    Wenige derzeit, aber immerhin.

    Danke DON !

    • Jagen
      SPD-Vize fordert zum Angreifen/Attackeiren auch der Personen der AfD auf.

    • Worte
      Sie regen sich über Worte auf und verteufeln abweichende Meinungen. Doch über eine so rechtswidrige wie ungeheuerliche Tat wie die deutsche Grenze preiszugeben mit all den schrecklichen Folgen, bis hin zum am Horizont bereits zu ahnenden Krieg, regt sich bei den Verantwortlichen keiner auf.

    • Doppelzüngigkeit und Taten
      Sehe ich genauso wie Sie, wenn das Wort sinnbildlich ausgesprochen wird, herrscht große Empörung.
      Wenn aber zur Tat geschritten wir wie in Berlin, als es angeblich zu einer „Blockade“ gekommen sein soll, und Menschen nur unterhohem Polizeischutz dem Lynchmob entgehen, denn herrscht das Schweigen im Walde. Wie verlogen ist das?

    • Der feine Unterschied.
      „Jagen“ ist natürlich viel schlimmer als „auf die Fresse“.

  20. Offener Diskurs
    so sieht es also aus im Jahre 12 mit Merkel. Es war abzusehen, dass die Diskussionen in einer offenen Gesellschaft nicht abzuwürgen sind. Das hat auch eine Sozialisation im offenen sozialistischen Vollzug nicht geschafft. Aber man darf sich nicht wundern: Wenn im Parlament nicht mehr debattiert wird, wird es außerparlamentarisch gemacht, auf der Straße und im Netz und das ist erfahrungsgemäß hässlich.

    Meine Ansicht, dass Merkel Deutschland gespalten und in Europa isoliert hat, bekommt leider täglich frische Nahrung.

  21. Die Straße der Entmenschlichung
    Auch wenn ich Don bei der Einschätzung der AfD in keiner Weise folgen kann, so sehe ich die Gesamtintention des Textes als richtig.
    Oft muss man sich nur vergegenwärtigen, wie die Gegner auftreten, um zu wissen, auf welcher Seite man nicht gesehen werden will!

    Und ähnlich geht es mir bei einem Plakat der Linken aus Berkeley, das-mag es auch eine Bildmontage sein-durch die Vorfälle leider deutlich attestiert wird. http://www.danisch.de/blog/2017/09/24/berkeley/#more-19588

    Wie ist es dann…, wenn ich schon weißer konservativer Mann bin, der den Marsch fùr das Leben für eine gute Sache hält, muss ich mir dann noch eine Waffe kaufen, um sicher zu sein?

    • Waffe kaufen ...
      … ist sicher zu wenig um sicher zu sein.

      Sie müssen damit auch regelmäßig üben und sich mit Gleichgesinnten organiseren, d.h. am besten Schweizer werden!

    • Ich bezog mich auf die Liste der Unmenschen auf jenem Plakat der Linken
      Sie finden es unter dem link bei danisch.
      Dort sind gefemt: hetero white male, conservativs, christians, Marsch f. das Leben, Waffenbesitzer…

      Mir fehlt da nur noch die Waffe…
      Als Katholik mache ich es nicht unter einem halbautomat. Sturmgewehr….

    • Modisches Accessoire
      Waffen werden Sie nicht schützen, @Partick.Feldmann.

      http://www.carryabigsticker.com/homeland_security_1492_shirt_oval.htm

      Vielleicht gibt es in 100 Jahren auch einmal ähnlich fesche Trikotagen käuflich zu erwerben (mit dem Konterfei heutiger Zeitgenossen, denen man ebenfalls Übles nachgesagt hat)?

      Argumentativ einzuwirken scheint mir momentan die beste Lösung, da die zu befürchtenden, kommenden Ereignisse beweisführend sein werden.

      Die „Einzelfälle“ werden gehäuft näher rücken, die EU mit dem Euro fliegt uns auch bald um die Ohren: das Ganze wird sich somit selbst (und hoffentlich noch rechtzeitig) in Frage stellen, die Verfechter des Irrsinns ebenso.
      Neuwahlen? Ich tippe da eher auf eine Vertrauensfrage in ca. 2 Jahren.

      Es bleibt noch etwas Zeit zum Abhauen aus dem Land, in dem wir gerne leb(t)en. Hoffentlich erst in 4 Jahren, nachdem ich mein Studium fertig habe..!

    • Waffe kaufen ...
      Ja, tun Sie das. Z.B. ein Weihrauch HW 35 könnten Sie sich zulegen, da Sie (wahrscheinlich) schon über 18 sind.

      Da man Sie als wehrloses Nutztier hält, sind Ihnen wirkungsvolle Waffen zur Selbstverteidigung leider nicht gestattet.

    • Köstlich
      Habe eben einen Blick auf das Plakat geworfen: „We respect … we stand with … immigrants and refugees and people of all faiths … All are welcome here except … Christians…“

  22. Totalitäre Strebungen
    Dem Dank anderer Kommentatoren an den Don schließe ich mich an. Nur zu gut erinnere ich mich der Begleitumstände, unter denen im Sozialismus der „ideologische Klassenkampf“ geführt wurde. „Bist du etwa nicht für den Frieden? (wie die 90% Wähler der >Nationalen Front<)" war eine jegliche Diskussion erstickende Frage, mit der "die Reihen geschlossen" und das Mitmarschieren alternativlos wurde. Wer – wie im Artikel gezeigt – gegen Teile der Bevölkerung mobil macht, indem er Meinungsäußerungen und Wahlverhalten an den Pranger stellt, sie herabsetzt und zugleich die Deutungshoheit beansprucht, ist ein Feind des Grundgesetzes. Denn dass niemand mehr mitmarschieren muss, individuelle Freiheitsrechte geschützt werden, ist dessen Kern.

  23. Nächstes Thema
    sexistische Plakate verrrbietttten.

    Ehe für Alle, Kindersex, Kinderehe

  24. Was noch?
    Solange ich mich noch heimlich treffen muß zum Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten und ehemals Freunde nur noch ůbers Wetter und die “ coolen Klamotten“ parlieren, dabei nur streifen, ich solle bei Dunkelheit nicht mehr rausgehen ohne zu reflektieren, scheint nichts mehr im Lot zu sein.

  25. Kazim, Kiyak, Stokowski
    sind drei Migranten und führen womöglich die Westdeutschen deutlicher vor als die Ostdeutschen:

    Denn es ist ja wohl kaum ehrenrührig, unter den Bedingungen der Cocom-Liste einen Trabanten gebaut zu haben und es ist auch nicht ehrenrührig, einen solchen gefahren zu haben. Wir hatten nach der Wende mal einen und die Wartungsintervalle waren wirklich kurz; das war jedenfalls nichts für eine technisch unbegabte Hausfrau, die mal eben die Kinder zur Schule bringen will.

    Und die freie Fluktuation von Arbeitskräften im Spannungsfeld des Heimatinteresses von Menschen ist ebenfalls kein triviales Thema; der Osten hat es zugunsten der Heimat, der Westen zugunsten der Fluktuation gelöst und den Preis haben in jedem Fall kleine Leute gezahlt; ob sie nun Gastarbeiter waren oder lieber welche gewesen wären.

    Und Frau Stokowski ist offenbar deutlich begeisterter vom deutschen Tetzlaff und seine militanten Schrullen, als das wünschenswert wäre; mir scheint, auch da hat man es mit der Integration zu gut gemeint, ich glaub als Polin wäre sie, nunja, charmanter! Aber ich bin kein Mann und weiß das nicht, ich argwöhne nur und womöglich kann sie nicht mal kochen.

    Aber – selbst wenn eigentlich die Westdeutschen vorgeführt werden sollten – wer sagt denen das? Und was wäre wohl der Effekt? Die können ja nicht verlieren.

    So lange muss also ein Teufel herhalten und es werden immer mehr Kazims, Kiyaks und Stokowskis ihren privaten Witz auf Kosten der deutschen Teilung machen.

  26. Danke
    Ich muß bei diesem Text immer an Zustände denken, vor denen mich meine Gymnasiallehrer in den 80ern immer gewarnt haben. Ihr Beitrag treibt mir die Tränen in die Augen. Sie haben mit jeder einzelnen Zeile ins Schwarze getroffen.

    Ich frage mich nur, welche Strippenzieher solch ein Klima zulassen.

    Vielen Dank für Ihren Mut.

    • ich frage mich
      ob heute noch jemand Orwell oder Huxley liest?

    • ich frage mich
      Würden die es denn überhaupt verstehen? Reicht die Fähigkeit zur Transferleistung?

      Könnten die denn erkennen , welche Parallelen zwischen der Propaganda in der Weimarer Republik und ihren eigenen Ergüssen bestehen?

      Lesen die überhaupt noch?

    • Wen?
      Booooster mit 4 o, das sind Namen, die von den Jüngeren doch kein Schwein mehr kennt.

      .
      Übrigens geht die Entgrenzung auch im BT los, die FDP mag ja nicht neben der AfD sitzen nach dem Motto, spiel nicht mit den Schmuddelkindern und nun hat man im Bundestagsgebäude nicht einmal mehr Platz für die AfD-Abgeordneten. Sie werden entsorgt, habe ich entsorgt gesagt?, also ausgelagert in ein Gebäude des früheren Innenministeriums im Spreebogen 4 km entfernt, in das pseudomäntelig auch der Petitionsaussschuss umziehen soll, was dann der täglichen Leibesertüchtigung durch Laufen dienen kann. Wehe dem, der Unterlagen vergessen hat…

      Umso mehr freut es dann ja, dass der Alt-BuPrä Gauck sich noch 196 Quadratmeter im BT als Altersresidenz sichern konnte, nach seinen Wünschen umgebaut, natürlich mit eigenem Klo, was denn sonst und fein abgeschirmt von allem, was da draußen vor sich geht oder auch nicht.

    • Orwell lesen, die alternative für Deutschland ...
      … von einer „Stuetze“ empfohlen, echt? Britische working class Literatur? Der war und blieb Kommunist, so in Richtung Anarcho-Sydikalismus wie in Barcelona 1936-39 verwirklicht … Land und Industrie kollektiviert.

      Geht auch ohne Stalinismus, auch ohne Methoden des real „existierten“ Sozialismus. Lief ganz gut damals… als die „Kapitalisten“ mit Hilfe Franco`s ihre Fabriken wieder übernahmen waren sie begeistert … kein Investitionsstau erkennbar, viel Geld gespart …

    • @nantoo
      So ist das mit den Schubladen.

      Ich persönlich halte die Analysen von Heiner Flaßbeck zum Thema Bankencrash2008 für sehr stichhaltig, weil politisch anders orientierte Ökonomen zumindest dieBeobachtungen teilen.

      Sarah, die Gefährtin von Flaßbecks engem Buddy Oskar ist die einzige Politikerin, die im Zuge der Finanzkrise irgendwie etwas sinnvolles gesagt hatte. Alle anderen hatten es mit alternativlos und so.

      Bin ich jetzt deshalb Marxist? Muss ich die anderen Sachen von HF toll finden? Nein.

      Und wenn also Orwell vor Totalitären gewarnt hat, dann muss ich doch nicht sagen: Der war auf der falschen Seite, deshalb ist alles abscheulich, was er schrieb!

      Das ist doch gerade das schöne am Erwachsensein: Selber denken, unterschiedliche Standpunkte aufnehmen, eine eigene Meinung bilden.

    • @ nantoo - Orwell lesen, ...
      Orwell als Kommunisten zu bezeichnen ist aus meiner Sicht irreführend. Sicherlich war Orwell für Sozialismus, mit der Kommunistischen Partei Stalins hatte er aber nichts am Hut. Im Gegenteil. In „Homage to Catalonia“ beschrieb er wie Propagandaberichte (auch der KP) zur Situation im Spanischen Bürgerkrieg völlig abgekoppelt von der Realität waren. Orwell war aus meiner Sicht jemand der vielleicht auch Sozialist war, aber in erster Linie jemand, der unabhängig gedacht hat und sich keiner Partei oder gar einem obersten Führer so verpflichtet fühlte, dass er für sie gelogen hätte. Für einen Reporter der seine politischen Ansichten übrigens nicht vor der Öffentlichkeit verborgen hat ist das gar nicht mal schlecht.

    • @Booooster
      Orwell oder Huxley: deren Bücher haben mehr als 140 Zeichen.
      MfG
      Alfred Haas

    • ob heute noch jemand Orwell oder Huxley liest
      Es ist immer noch Schullektüre und wird genauso viel oder wenig verstanden wie früher. Am hiesigen Stadttheater gab es Brave new world in einer furchtbar schlechten Aufführung, aber Jugendliche im Umkreis meiner Kinder haben daraufhin das Buch gelesen, denken Sie doch nicht so schlecht
      von ihnen. Es reicht letztlich, wenn wer da ist und ein bisschen schubst, das heißt dann Anregung (oder nudging, na und) und ist manchmal nur ausreichend Buch im Haus.

      Die lesen dann auch Koestlers Gefängnistagebuch, wenn man es anspricht. Es sind eben nie mehr als wenige. So what. Und ja, sie lesen.

    • Schublade zu
      @ Booooster
      ich wollte keineswegs eine Schublade öffnen und stimme im Übrigen Ihrer Kommentierung (Flasbeck, Wagenknecht) zu. Orwells romanhafte Totalitarismus Kritik aus eher anarcho-sydikalistischer Anschauung erschien etwa gleichzeitig zu der Poppers wissenschaftlicher aus liberaler Sicht.

      Ich wollte deutlich machen, dass Anti- kommunismus oder sozialismus sich gern der Greuel Stalins/Maos bedient und beide als rein ideologische Zwangssysteme diskreditiert so etwa wie „Freiheit statt Sozialismus“. Es werden Denkverbote getriggert, sichtbar an Ihrer Distanzierung durch die rhetorische Frage „Bin ich jetzt deshalb Marxist? …“

      „Selber denken, unterschiedliche Standpunkte aufnehmen, eine eigene Meinung bilden.“ Genau dazu sollte mein Text anregen. Im Übrigen, die anderen Werke Orwells außer „1984“ und „Animal Farm“ sind lesenswert, auch in der Schule.

      @Kpax
      ich bin links- oder auch rechtsideologisch nicht so bewandert. Ferner denke ich nicht, dass eine KP die Rolle einer Glaubenskongregation einnehmen kann, das ist doch eher etwas für den Vatikan.

      Wer mit dem Anarcho-Syndikalismus symphatisiert, kann doch nur ein Freigeist sein, meine ich so als Laie.

    • Orwell
      Auch wenn es etwas wegführt vom Blogthema. Literaturtipp: Orwell, Von Pearl Harbour bis Stalingrad. Die Kommentare zum Krieg, Wien 1993. Alles Rundfunksendungen für die BBC, Glanzlichter der Kriegsberichterstattung und Erfahrungshintergrund für Animal Farm. Sehr lesenswert.

    • Wagenknecht und ihre Leitfiguren
      War sie nicht früher Stalin-Fan? Vor kurzem hieß es noch: „Die bolivarische Revolution ist zu verteidigen.“ Aus Venezuela fliehen momentan ungefähr so viele Menschen wie ca. bis 2015 aus Syrien

      Dass Fans der SED2.0 mit Tunnelblick unterwegs und die schweren Defekte ihrer Ideologie nicht erkennen können,. ist keine Überraschung. Das ist bei Linken immer so.

      Aber dass Wagenknecht und ihr verlogenes Gehabe es zum gut situierten Talk Show-Standard bei den ÖR geschafft haben, ist peinlich und irgendwie unglaublich. Wenn die SED und ihre Kumpels sich ohne größeren Widerspruch als moralische Instanzen aufbauen können, ist das nur noch erschreckend. Ein wesentlich übleres Phänomen als ein paar Spinner der AfD, jedoch ohne ein vergleichbares Kritik-Echo aus den Medien. Die Republik hat immer noch einen schweren Hang zum Linksextremismus.

  27. Ansgar Myer, der (sächsische) Menschen für Müll hält,
    ist ein solcher Vollpfosten, dass er mit seiner Klage alles nur noch widerwärtiger macht.
    Die nun ist ein absolutes „must read“: „Sachsen-sind-Sondermüll“-Mayer vergleicht sich wehleidig und voller Selbstmitleid mit – jawohl – mit Hiob!
    Hier tritt er auch noch einer biblischen Gestalt ins Gesicht, die nun wirklich unverschuldet und nicht aus purer Doofheit litt, was man für den Hasstwitterer Mayer nun nicht sagen kann.
    .
    https://twitter.com/crossmayer?lang=de
    .
    Liebes Erzbistum Köln: nein, euer Mediendirektor ist kein Hiob. Er ist eine dumme, charakterlose Wurst. Nehmt das zur Kenntnis.

    • Kirchensteuerverweigerung
      Wer noch kann, soll halt einfach austreten und ihn weit oben deutlich vernehmbar als Grund anführen.

      Der Geldbeutel ist vermutlich immer noch das sensibleste Sinnesorgan des Vereins und insbesondere der Führung!

      Je weniger da sind, desto mehr steigt das relative Gewicht des einzelnen – übrigens ein deutlicher Vorteil gegenüber GEZ oder Nichtwähler.

    • Glaubt man unbestätigten Angaben
      war die Ursache seiner Erregung ursprünglich gar
      nicht das Wahlergebnis sondern das Fahrverbot für
      seinen Phaeton und es geht um die Automanufaktur
      in Dresden(Sachsen) und die Hauptverwaltung von VW
      in Hannover (noch Nieder(es)Sachsen).

  28. Was mich beschäftigt, das
    haben Sie hier ziemlich genau beschrieben.

    Ich kenne persönlich Wähler und z.T. sogar Parteimitglieder von AfD über CDU, FDP, SPD, Grüne bis hin zur Linken.
    Ich käme niemals auf die Idee, den einen als Nazi zu bezeichnen, weil er sein Kreuz bei den Blauen gemacht hat. Ich frage ihn warum. Und ich finde heraus: aus lauter Verzweiflung über die Abwesenheit der politischen Diskussion. Stichwort: Etwas Adrenalin in den atrophierten politischen Körper pumpen.
    Genauso wenig käme ich auf die Idee, den Linken als Stalinisten zu bezeichnen. Der ist bei den Linken, weil in seinem die prekäre Lebensweise Realität ist. Und weil die Linken Lösungen dafür anbieten. (Ob ich die Lösungen für gut halte, das ist außen vor).

    Den Nahles‘, den Kahns‘, Kazims und Stokowskis dieser Republik fehlt Kinderstube.

    Selbst die beste Ehefrau von allen, sie findet die AfD schauerlich, regt sich auf über den Umgang mit den AfD Vertretern in den Talk-Shows und der Presse. Aber sie ist natürlich auch keine JournAlktivistIn, die an der prall gefüllten Brust des Staatsapparates saugt.

  29. Hass folgt auf Hass folgt auf Hass...
    Ich bin ziemlich fassungslos über die Selbstgerechtigkeit und bodenlose Intoleranz der von Ihnen zitierten Vertretern der 87%. Das Schlimme ist: dieses Menschen halten sich auch noch für anständig. Sie sehen den Splitter im Auge der AFD-Anhänger, aber den Balken im eigenen Auge bzw. das Brett vorm Kopf nehmen sie nicht wahr. Sie suhlen sich in ihrer vermeintlichen Anständigkeit und wählen doch ebenso unanständige Methoden wie die von ihnen Attackierten.
    Ich bin auch in sehr großer Sorge. Wie wollen wir hier in Deutschland je wieder diese Spaltung überwinden, wenn jede Seite denkt, der anderen Seite mit gutem Recht die Köpfe einschlagen zu können?

  30. Schön beschrieben
    Mir ist noch nicht klar geworden ob die Leute
    den Brand löschen oder am Verkauf
    der Brandbeschleuniger verdienen wollen.

    Als die Spießer erwähnt wurden musste ich daran
    denken das die Situation aus deren Sicht nicht
    wesentlich anders ist als 1848.

    Die hatten damals nämlich tatsächlich etwas zu verlieren.
    Wenn ich mir die Spießer der AfD betrachte geht es ihnen
    wohl darum den Laden zusammenzuhalten.

    Sie ahnen vermutlich welche Folgen die chronische
    Überforderung einer Gesellschaft hat.
    Irgendwann hat auch der friedlichste die Schnauze
    voll und in welche Richtung die Stimmung
    kippt ist offen.

    Manche Linke scheinen immer noch romantische
    Phantasien über Revolutionen zu haben.

    In anderen Zusammenhägen sprach auch die SPD
    immer gerne davon das die Leute auf die
    Barrikaden gehen sollten.
    Die AfD ist wahrscheinlich eher dafür mehr
    Polizisten einzustellen.

    zu den 87%.
    Das kann man auch anders betrachten
    ca 40% für Linke, Grüne und SPD*.

    Also mindestens 60% der Wähler wollen keine
    Revolution sondern Reformen.
    Ich nehme an das nach der nächsten Wahl
    ihr Anteil noch größer ist.

    Die 87% kommen nur zustande wenn man zB
    annimmt das die Gemeinsamkeiten der CSU
    und der Linken größer sind als die der CSU
    und der AfD.

    ggf werden sich die Deutschen auch an Mitte-Rechts
    Koalitionen gewöhnen. Das ist sogar sehr wahrscheinlich.

    *ggf gibt es ja demnächst eine innerhalb der SPD.
    ggf steht auch eine bei der Union an, oder gleich 2,
    aber nur Parteiintern.

    • Die 87%-Argumentation ist ja nicht neu
      Kretschmann sagte schon nach der BW-Wahl, das seien immerhin 80% der Stimmen für Merkels Kurs gewesen; und gab damit die Richtung für die Bundestagswahl für jeden vor, der keine offenen Grenzen will.

    • Nur war es damals ein dummer Spruch und jetzt ist es eine Kampagne.


  31. Danke, Don.

    Fürchte nur, Ihr Stil ist zu fein und zu böse, um von den Gemeinten begriffen zu werden.

    Aber wurde nicht 2010 einmal in Stuttgart richterlich festgehalten, dass „Ossis“ gar kein Volksstamm sind? Somit natürlich auch kein Rassismus.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/arbeitsrecht-ossis-sind-kein-eigener-volksstamm-1968390.html

  32. Hab` sie damals nicht .gesehen...
    … die 87 Brotzent Entgrenzer, wir waren damals in Australien,
    Kängerus hüpfen gucken, war auch schön.
    Im Autoradio vom LandCruiser hat der Radio Reporter dauernd von
    Egon Grenz,… hihi.. von Egon Krenz gesprochen.
    Ganz Australien muss geglaubt haben, dass Egon (G)Krenz(er)
    Bunzelkanzler von der Bunzelrepublik Deutschland ist.
    Nun mal ein Bildchen von einigen der 87 Brotzent Entgrenzer.
    http://www.bpb.de/cache/images/7/158887-3×2-galerie.jpg?6907B

  33. Hallo Prophet in der Wüste...
    das Erregungspotenzial ist allerorten auf Maximalskala angestiegen, die Messer werden gewetzt. Fragte ich gestern einen Bekannten, warum er diese idiotische „Wir die 87%“ -Kampagne mitmacht, die wieder durch alle sozialen Netzwerke dräut, da sagte er: Man müsse sich exkulpieren. Ohne Worte.

    • exkulpieren
      Brutal ehrlich, Ihr Bekannter!

      Oder ehrlich brutal.

      Deutsche Linke sind eben weiterhin noch deutsch: dieser vorauseilende Gehorsam hat mich zutiefst erschaudern lassen, seit er mir selbst bewusst wurde.

      Ich mag mich wiederholen, aber… war jemals auch nur ein einziges Mal von einem Grünen zu hören, dass Joschka Fischer etwas Falsches gesagt habe? Er war unantastbar. Immer gut. Immer richtig. Nur ein paar Frauen haben sich – na klar – über den Macho aufgeregt. Wurde ignoriert.

      Führer sind heilig!

      Womit wir bei Merkel als laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange geschäftsführende Kanzlerin wären. Wer kommt hier auf Neuwahlen? Erst mal ungewählt im Europarat der Staatschefs die „Vertiefung und Vereinheitlichung der Europäischen Union“ besiegeln, vorher wird kein Koalitionär seinen Ministersessel berühren dürfen…

      Heute in der Presse etwas Kritisches dazu gelesen, gehört, gesehen?

      Alle Exkulpierten schweigen bereits fünf Tage nach Wahl wieder.
      Merkel erhält, was Diktatoren schwer und gewaltsam erringen müssen: vorauseilenden Gehorsam.

      Deutschland 2017 im Herbst.

  34. Es ist ja nicht die AfD, die CDUler verprügelt
    Jaja, die Sprache der Gewalt, der dann auch bald die Taten folgen. Dummerweise sind es AfD-Mitglieder, deren Kraftfahrzeuge, Wohnungen, Büros und Geschäfte demoliert werden und die blutig geschlagen werden, weil sie einer Partei angehören.

    Unter Beifall der Presse und aufgestachelt durch die Politik. Der Unterschied zur Weimarer Republik ist, da gab es nicht nur den Rotfrontkämpferbund, der auf alle die eindrosch, die nicht revolutionär genug waren. Da gab es ein Korrektiv.

    Man stelle sich mal vor, die AfD unterhielte so etwas wie die Antifa, bei ständiger Distanzierung von ihr, wie das DIE LINKE praktiziert. Und die Antiantifa, bedrohte tätlich Mitglieder anderer Parteien, demolierte deren Eigentum, schlüge sie zusammen und mal ins Krankenhaus. Da wäre doch sonnenklar, daß wir Verhältnisse wie 33 hätten und der Staat würde den Spuk schnell beenden.

    Der Staat aber unterstützt mit Steuergeldern das gewalttätige Treiben der Undemokraten. Er ist also nicht nur eine Demokratie. Sondern sogar eine lupenreine.

    • Ob "National befreite Zone" im Osten
      oder G-20-Antifas, links-& rechtsradikal gibt sich nichts, es geschieht lediglich unter anderem Etikett. Dieselbe Denke, mühsam kaschiertes Ausleben von Gewalttätigkeit als Selbstzweck. Dem Getretenen kann es letztlich egal sein, ob ihm der linke oder der rechte Springerstiefel den Kiefer bricht.

    • @Achenbach
      Wie hieß es so schön nach G20:

      Die Straße Frei
      Die rote Fahne hoch.
      Die Reihen fest geschlossen
      Links-SA marschiert

      Wenn es nicht so unendlich traurig wäre, dann könnte man über die feine historische Ironie lachen.

    • Lieber Karl Eduard,
      ich tue mir etwas schwer, dasjenige, was es in Weimar neben dem Rotfrontkämpferbund gab, als „Korrektiv“ anzusehen. Korrigiert haben die nicht sonderlich viel, sondern einfach den zivilisatorischen Verfall in die andere Richtung gedreht.

      Auch Ihre implizite Aussage, dass es dieses „Korrektiv“ damals, aber nicht heute gibt, teile ich nicht. Es mag rechts bislang weniger organisiert sein und zumindest im Westen weniger sichtbar. Aber irgendwo da unten existiert es. Es wartet ab, während linker Meinungsterror und Verfall staatlicher Ordnung fortgehen, und wartet ab, denn die Zeit spielt zu seinen Gunsten. Und meine Befürchtung ist, dass es früher oder später geweckt wird, und dann ist wirklich Weimar wieder da.

      Was die meisten nicht verstehen, auch wenn Goodnight schon länger nicht müde wird es zu wiederholen: Unsere staatliche Struktur funktioniert, weil die Mehrheit glaubt, dass sie funktioniert. Wenn ein erheblicher Teil dieser Mehrheit den Glauben daran verliert, weil Regeln gebrochen werden, ohne dass es Konsequenzen hat, weil Grundrechte nur noch diejenigen mit der richtigen politischen Gesinnung ausüben dürfen und weil der Staat nicht länger als Leviathan, sondern als Behemoth wahrgenommen wird, dann kippt unsere Gesellschaft.

      Man muss die AfD und deren Personal nicht mögen. Aber wenn der Rechtsstaat ihr keinen Schutz vor Gewalttätern zukommen lässt, wird sich ein solcher Schutz anders organisieren….

    • @S&R
      Schön zusammengefasst – aber natürlich kippt unsere Gesellschaft!

      Glauben Sie, jemand sieht noch eine politische Gruppe, die wirklich an Probleme und Aufgaben herangeht – und sei es, dass man nicht wiedergewählt würde?

      Glauben Sie, dass die Leute blind sind? Seit 2010 gelten in der EU die vereinbarten Regeln nichts mehr. In jeder Grundschule müssen grundlegende Regeln mühsam verteidigt werden, mit abnehmendem Erfolg und zunehmenden Ausfällen an der Front der weiblichen Lehrkräfte.

      Glauben Sie, dass die identitäre Bewegung und die Antifa an Kraft verlieren werden, solange in der Mitte die eigene Karriere vor der schonungslosen Analyse und Entscheidung aus derselben auch im Alltag gelebt werden?

      Wir sind in einer Phase der politischen Kultur in Europa angelangt, in der das Friedensprojekt EU zu einem Projekt „gemeinsame EU-Armee“ verkommen ist. Cui bono?

      Nun, jede Generation hat ihre je eigene Aufgaben…

  35. Abstraktion
    Es wird Zeit für die Abstraktion, den Schluss vom spezifischen auf das Allgemeine. Wir schlussfolgern: „Liebe“ und „Hass“ sind die zwei sich gegenseitig bedingenden Seiten einer Medaille. Die „Liebe“ macht den gekränkten Liebhaber nicht selten zum Peiniger oder gar Mörder. Wer sie – in welcher Form auch immer – postuliert und ihr damit Konturen verleiht, der formuliert zwangsläufig Richtlinien für sittliches Verhalten und zugleich Bedingungen, deren Nichterfüllung Sanktionen nach sich zieht bzw. sie tendenziell ins Gegenteil umschlagen lässt. Vergleichbar muss z. B. Norbert Elias gedacht haben, als er Zivilisation und Selbstkontrolle in den hoffentlich bekannten engen Zusammenhang gestellt hat. Bezüglich des Themas „Hass“ ist anzumerken, dass selbiger leider nicht selten auf Gegenliebe in Form von treuen Gefolgsleuten stößt :/

  36. Entgrenzung passiert immer dann, wenn ein Wandel ansteht
    viele „besorgte Bürger“ – und das meine ich, wie ich schreibe und nicht als Beschimpfung – haben Angst vor einem Wandel. Dass unsere Gesellschaft sich im Wandel befindet, lässt sich nicht bestreiten. Und ich gehe sogar so weit, zu behaupten, die Flüchtlingskrise ist nicht mal Hauptursache dieses Wandels, sondern nur einer von vielen Einflüssen.

    Interessanterweise wird der Wandel als solcher erst thematisiert, seit die Flüchtlingskrise eingetreten ist – aber irgend ein Ereignis hätte früher oder später Ähnliches bewirkt. Damit will ich weder die Flüchtlingskrise kleinreden, noch denen, die das alles gut finden das Wort reden, aber mir geht es darum, dass immer Wandel stattfindet, der eben „Nebenwirkungen“ nach sich zieht.

    Diejenigen, die sich als Erste Sorgen gemacht haben, hat man als rassistisch, reaktionär, kleingeistig oder als Nazis bezeichnet. Auf einige treffen manche dieser Begriffe höchstwahrscheinlich zu – bei der Menge an Besorgten ist das aber überhaupt nicht verwunderlich.

    In der Unternehmensstrategie gibt es den Begriff „Change Management“ und bei strategischen Veränderung wird geraten, „Betroffene zu Beteiligten“ zu machen, damit der Wandel gelingen kann. Das wurde von der Politik versäumt, was ja SPD und CDU mehr oder weniger deutlich zugeben. Nur – das „Wie“ ist je nach Organisation (Unternehmen, Gemeinde, Nationalstaat…) nicht klar definiert bzw. geregelt. Muss man bei manchen Dingen (Euro,….) Plebiszite durchführen oder reicht es, den Bürgern einfach den Raum zu lassen, sich sozusagen „auszukotzen“, ohne sie zu diffamieren. Nun, ich habe dafür keine Lösung, was aber meiner nachfolgenden Bewertung dennoch keinen Abbruch tut.

    Diejenigen, die sich über die Besorgten zuerst abschätzig geäußert haben, haben aber m.E. selbst den Wandel für sich irgendwie…. „ausgeblendet“ bzw. sich von seinen Auswirkungen distanziert. Die Politiker von Landesebene aufwärts, die alle gut von ihrem Einkommen leben können, haben ihre Kinder fast ausnahmslos in Schulen (nicht unbedingt alle privat) untergebracht, wo der Migrantenanteil gering ist und die auch nicht in „sozialen Brennpunkten“ liegen, sie leben mit ihren Familien in „besseren Gegenden“ und wer 2 Legislaturperioden durchhält, braucht sich um sein weiteres Auskommen auch nicht wirklich zu sorgen. Es wird oft gesagt: „Die da oben wissen nicht, wie es uns geht“ – das ist zwar platt aber deswegen nicht komplett falsch.

    Und selbst was das Politsche angeht war es bisher so, dass jedesmal, wenn der Souverän etwas vergrätzt war, „andere“ Parteien erstarkten und in Landtage einzogen, jedoch den Sprung in den Bundestag (wenn auch manchmal knapp) verfehlten. Zwei erprobte Abwehrmittel standen zur Verfügung, die „Nazi-Keule“ und das „Aussitzen“. Eine politische Auseinandersetzung hat nie stattgefunden. Auch im letzten Wahlkampf hatte man den Eindruck, manche würden irgendwie hoffen (und sogar daran glauben), dass es die AfD doch nicht schafft. Jede Personalquerele bei der AfD und jede Umfrage, die der AfD ein Absinken um 1-2 Prozentpunkte attestierte, wurden zu „Trendwenden“ hochstilisiert.

    Doch diese Mittel ziehen, so scheint es zumindest fürs Erste, nicht mehr. Also ist der „Wandel“ auch in der „hohen Politik“ angekommen. Sichere Pfründe für verdiente „Parteisoldaten“ werden unsicherer oder fallen weg und es werden in Zukunft andere Antworten auf die Fragen der Zeit erforderlich sein.

    Nur bedeutet Wandel eben auch vor allem Angst und Angst macht zornig und Zorn führt zur Entgrenzung. Oder um es mit Yoda zu sagen :“Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass und Hass führt zur Dunklen Seite“.
    Die Bürger zu Beteiligten zu machen hätte m.E. nicht nur ein Erstarken der AfD vermieden, sondern auch „die Politik“ besser in die Lage versetzt, mit dem Wandel zurecht zu kommen. Ob es „die Politik“ oder die „besorgten Bürger“ wollen oder nicht – der Wandel ist da. Auch geschlossene Grenzen oder Obergrenzen hätten diese Erkenntnis nur verzögert.

    Nur ist die Erwartung an die Politik zurecht eben die, den Wandel zu moderieren. Dass er nicht verhindert werden kann, da hatte Fr. Merkel schon recht, dennoch ist es Aufgabe der Politik, hier sowohl Lösungen und auch Alternativen anzubieten. Wenn die Erkenntnis lautet, dass sowieso passiert, was passiert und dass man es nicht mal gestalten kann, dann stellt sich die Frage nach dem Sinn der Verfassungsorgane und der Demokratie als Institution.

    Hier hätte man den Bürgern mehr zutrauen dürfen, können und sogar müssen. Denn die Bürger werden mit dem Wandel konfrontiert. Nun ist es also so (selbst die Regierungsbildung wird nach neuen, unbekannten Spielregeln erfolgen), dass alle (auch „die Politik“) wütend und ängstlich sind. Die Entgrenzung ist die Folge.

    Es bleibt zu hoffen, dass wieder ein gesellschaftlicher Konsens gefunden werden kann. Die gesellschaftlichen Gewichte werden neu austariert – das hat in der Geschichte schon immer stattgefunden. Meistens waren die „Nebenwirkungen“ unschön. Man kann nur wünschen, dass die „Vernunft“ auch mitspielen darf.

    • Sie verwechseln da etwas, Herr Jensch.
      Der Wandel ist die Wählerwanderung zur AfD. Davor haben die Blockparteien Angst. Denen gehen nämlich nach und nach die Pfründe verloren. Daher der Hass. Warten Sie erst einmal ab, wenn es wirklich ans Eingemachte geht. Ich tippe mal, als Erste wird es die CSU erwischen. Wenn die auch nur auf das Niveau fallen, dass für die CDU im Westen Normalmaß ist, dann brennt in Bayern die Hütte.

      Die Links-Grün-Versifften spüren, dass ihre Zeit vorbei ist. Nicht nur die AfD ist jetzt dauerhaft in den Parlamenten, auch die ehemals bürgerlichen Blockparteien werden nach rechts rücken. Linke Mehrheiten sind für lange Zeit nicht mehr möglich. Selbst ein Konjunkturrückgang würde die Wähler mittlerweile eher nach rechts als nach links treiben. Und wenn die Union die AfD dauerhaft als Paria behandelt, anstatt mit ihr zu koalieren, wird die Union eben den Weg gehen, den die SPD, die sich ja strikt weigert, mit den Linken zu koalieren, bereits gegangen ist.

    • Change Management
      In besagtem Management sind die Protagonisten in aller Regel in der Lage darzustellen, was geändert wird und warum etwas geändert wird.

      Gesellschaftlich wird jedoch geändert weil heute Donnerstag ist und morgen Freitag. Die Welt muss einfach jeden Tag verändert werden, sonst hätten die „Pseudo-Eliten“ ja ihren Lebensinhalt verloren.

      Viele verstehen sich als „gelernte, studierte“ Utopisten, weil der Normalsterbliche nicht mit den Weihen des Wolkenkuckusheim in Form eines Soziologie- oder Politikstudiums versehen wurde. Früher waren sich nur Theologen in ihren Einschätzungen so sicher, wie es heute für die meisten „Geisteswissenschaftler“ der Fall zu sein scheint.

      Für Erklärungen, Begründungen gibt es in dieser Welt der guten Tat und der (ge)rechten Gesinnung eigentlich keinen Raum, denn mit der eigenen Ideologie ist bereits alles vereinbart und als rechtens geurteilt, dass man nur noch „auf die Fresse zu geben braucht“.

      Folge: Richter und Henker treten immer gleichzeitig in der gleichen Person auf, was kein Verständnis von Rechtsstaatlichkeit mehr erkennen lässt. Wer den Mainstream im Grunde als radikal unredlich erachtet, gehört eben zum was? (Müll darf man wohl gerade nicht sagen, wenn man nicht zu den 87% gehört).

      Außerdem: kein Change-Management ohne Plan !
      Wo sehen Sie in der aktuellen gesellschaftlichen Wirklichkeit, Veränderung einen Plan, der über blindes Ausleben „verfehlter linker“ Sozialisierung hinausginge? Wenn ja, welchen?

  37. Tja. Ich habe meine persönlichen Illusionen über Linke verloren, als ich in den
    frühen neunzigern persönlich erleben durfte, wie linke Gruppen – darunter auch Ableger etablierter Parteien – so gefährliche Faschisten wie die Minister Töpfer und Riesenhuber daran hinderten, vor und mit von Studenten und Teilen des Lehrpersonals vollen Hörsälen zu sprechen.

    Mit Blockaden und Gewaltandrohung, sollten diese Blockaden aufgelöst werden. Manchmal auch einfach nur mit nackter physischer Gewalt. Unter der zumindest partiellen Rückendeckung, „Verständnis“ genannt, sogenannter liberaler Leitmedien wie SPIEGEL und ZEIT – wenn die mal berichteten, dann mit dem Ton von Nachsicht, Verständnis und Sympathie.

    Seitdem weiss ich, wie und warum Linkssein in Stalinismus, Rote Khmer und ähnlich erfreuliche Erscheinungen der Geschichte umschlagen kann. Als alter Reaktionär möchte ich mit rechtspopuistischen Opportunisten, mit rechtsradikalen Trotteln wie mit rechtsextremen Schlägern nichts zu tun haben.

    Aber mit deren entschiedensten Gegnern ebensowenig. Denn wenn die könnten, würden sie Konservative, Rechtsliberale, Rechtsradikale in einem Aufwasch mit Neonazis und Rechtsextremisten beseitigen, ohne auch nur zu blinzeln.

    Das muss man ab und an dokumentieren. Für die Nachwelt. Deshalb danke.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • In this game, the most committed wins.
      Yep, Linke sind immer die besseren Überzeugungstäter. Weil immer gegen das Böse.

  38. Nicht gerechtfertigt
    Ich finde die Argumentation des Artikels etwas schief. Da gibt es also eine hysterisch krakeelende, linksradikale Minderheit mit medialem Support, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verbreitet, und dabei vorgibt, für 87% der Bevölkerung zu sprechen – so weit so falsch, einverstanden.

    Aber es wird außerdem insinuiert, daß sie sich selbst „der Mittel der Rechten bedienen“ und damit keinen Deut besser seien. Ich finde, das stimmt nicht – sie sind viel schlimmer!

    Wo finden Sie bei der AfD derart hasserfüllte Aufrufe zur Gewalt gegen Menschen und Sachen, die immer wieder auch umgesetzt werden? Im Gegenteil, bei den Leutchen am AfD-Stand in den Fußgängerzonen sehe ich Rückgrat, für rational begründete Überzeugungen in der Öffentlichkeit einzustehen, dafür den Kopf hinzuhalten, sogar um den Preis, den Job zu verlieren und gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt zu sein. Dieser Mut nötigt mir tiefen Respekt ab. Es sind solche Leute, die die Keimzelle der Demokratie und des freien Worts bilden -nicht schwarz vermummte Antifanten auf Entglasungstour, oder feige Social Media-Aktivisten mit virtuellem „virtue signalling“, oder Sparkassenangestellte mit CDU- oder SPD-Parteibuch aus Karrieregründen, oder naive Schneeflöckchen, die grenzdebile Texte absondern wie den hier („Anna, laß uns keine Menschen jagen“, schluchz!):

    http://mobil.stern.de/politik/meine-freundin-hat-afd-gewaehlt–das-moechte-ich-ihr-sagen–7637498.html

    Deshalb finde ich eine Gleichsetzung eigentlich unanständig – das haben die weitaus meisten bei den Blauen nicht verdient.

    • Gleichsetzung
      Sie verwenden die gleichen Methoden, die abzulehnen, sie vorgeben. Und fühlen sich dann auch noch moralisch überlegen: DAS ist der eigentliche Skandal.

    • Also dass mit 87%
      ist ja so: In meinem Facebook Bekanntenkreis haben so dermaßen viele dieses Ding übernommen, dass mir ganz schummrig wird.
      Die meisten davon sind nicht ideologisch gefestigt und stramme Linke. Da sind ganz normale, nette Leute dabei.

      Und ich bin ganz fassungslos. Ich mein: Sarah Wagenknecht ist selbst erklärte Marxistin. Alle kommunistischen Experimente sind in Barbarei geendet. Anders, aber von der Anzahl ermordeter dann doch ähnlich der deutschen historischen Singularität. Da muss ich doch mit Argumenten dagegen halten anstatt die RosaLuxemburgisierung der Sarah zu fordern!

      Und dann liest man eine Tweet-Sammlung wie das hier: ht tps://twitter.com/patriarchator/status/912030154150510594

      Die Abwesenheit politischen Diskurses, der erschütternde Mangel an Kinderstube und die Instrumentalisierung der wohlmeinenden Bevölkerung. All das bereitet mir Unbehagen.

    • zweierlei Maß
      @Gast*In
      Das ist ein Bisserl wie bei strammen Moslems, die unterschieden Menschen und Kuffar.

  39. Selbstgerecht und menschenverachtend
    Danke DOn für die erste Zusammenfassung. Ich befürchte es wird auch so weitergehen. Denn keines der genannten Leitmedien und die dort Handelnden werden ihren Turm verlassen können. Das ist das zwanghafte an der Ideologie.

  40. Respekt!
    Herzlichen Dank für diesen Beitrag, Don Alphonso.

    Ich halte diesen für den Fundiertesten seit langer Zeit.

    Was fehlt den „Aktivisten“ aller Orten? Ich sage: der „Respekt“ vor dem/den Anderen.

    Ich vereinfache mal einen Philosophen, den ich sehr schätze (E. Levinas): Wenn man einem „Anderen“ begegnet, dann steht man in der Ver-antwortung. Wie diese „Antwort“ dann aussieht, zeichnet einen Menschen aus oder eben auch nicht.

    Mögen der eine oder andere Forist hier, sich Ihren Beitrag heute besonders zu herzen nehmen.

    Das wünsche ich mir.

    Danke Ihnen und: Respekt!

  41. Danke AfD
    Wir können der AfD dankbar sein, sie bringt Aktivisten aus allen Lagern dazu, ihre Masken fallen zu lassen. Es zeigt sich, dass Hass und Niedertracht und abgrundtiefe Dummheit und Herdentrieb und antidemokratische Gesinnung … ein zumindest bei Polit-Aktivisten weit verbreitetes Phänomen sind und sie/uns leider immer noch direkt mit der Nazi-Zeit und der Stasi-Zeit verbindet. Die Vergangenheitsbewältigung ist noch nicht abgeschlossen.

    • Titel eingeben
      Lieber Troglodytes,
      wenn diese Wahl etwas gezeigt hat, dann was sich hinter diesen „Aktivisten“ „Journalisten“ und „Politiker“ wirklich verbirgt. Man vermutete ja schon oft, dass die Fratze dahinter erscheinen würde, wenn die Maske fiele, aber es ist dann doch richtig hässlich, was da zum Vorschein kommt.
      Ist doch interessant, dass die lautesten Schreihälse genau die sind, die die Rassisten, Defästisten, Intoleranten, Hässlichen, die sie anprangern, nicht nur einholen, sie überholen sie auch noch in genau den Eigenschaften, die ihnen ja so zuwider sind.
      Die Affinität zu einer zutiefst menschenverachtenden Religion, die alles Anders-seiende ablehnt, ist da vielleicht ja nur folgerichtig.

    • Liebe Nächtliche...
      So sehe ich das auch, die Schreihälse prangern sich geradezu selbst an, in dem sie auf ihr Spiegelbild losgehen.
      Früher nannte man das „Spießbürgerlichkeit“, „unter den Talaren der Muff von tausend Jahren“ etc.
      Wir erleben einen kulturellen Umbruch samt Kulturkampf.

    • @troglodytes
      In jungen Jahren Links, hab ich diesen Heuchlern abgeschworen.
      In einschlägigen Erfahrungen lernte ich, dass diese alle Narzisten sind.
      Bei den Rechten ist es relativer, der Einzelne ordnet sich eher der Gemeinschaft unter ( Was eher Komm. ist ). Der Rechte hält sich an die ,s.g. freie demokratische Ordnung, die Linke bekämpft diese.
      Dieser Sachverhalt wird von den Linksmedien, aka Staatsfunk , nach wie vor, verdreht.
      Die Afd wird diesem Land helfen, zur wahren Demokratie zurückzukehren und Muttis DDR2.0 zu beenden.
      Ich bin Stolz auf die Bayern, die dem Opportunismus der CSU die Rote Karte, äh Blaue, gezeigt haben. Es lebe Deutschland, ohne -isten !!!

  42. Faz Interview
    Mich hat das weiter oben verlinkte FAZ Interview mit „Linksintellektuellen“ erschreckt, wo ein Aufruf zur Gewalt nicht hinterfragt wurde. Ich hätte schon den Begriff Linksintellektuell in frage gestellt, intellektuell hat was mit Hirn zu tun, nicht mit Fäusten und brennenden Autos. Konnte die FAZ früher besser, da fischte die NZZ auch nicht nach deutschen Abonnenten.

    Ansonsten sinkt schlichtweg das Niveau bei SPoN etc. weiter. Ich frage mal mit Danisch: wer liest sowas? Und bei Nahles und dem Chulz als schlechter Schröderkopie: wer wählt sowas?

    • Schröderkopie ...
      … ist ein unbrauchbares Wort in diesem Zusammenhang!

      Der GasGerd hat bei allen Schwächen keinen Verglich mit Schulz oder Nahles verdient, finde ich.


    • Eher nicht, traditionell ist „rechtsintellektuell“ die seltenere Kombi.

    • Anne Will (das vierte Reich) und die Süddeutsche Stürmer Zeitung
      Laut Leipziger Studie „Rechtsextremismus“ gehört „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ zu den Hauptktiterien, versteckten Faschismus in einer Gesellschaft zu identifizieren.
      Laut FAZ-Online von heute mokierten sich gestern in Anne Will’s politischem Kuriositätenkabinett ein gewisser Heribert Prantl und Andere über die „Demokratieunfähigkeit“ der „unmündigen Ossis“, bei denen „Wohlstand“ nicht funktionieren würde. Sein genialer Vorschlag der „Wiederbeheimatung von Wessis und Ossis“ ist nichts, als der verkappte Aufruf zu Deportation und Ausgrenzung.
      Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie aus dem Lehrbuch.
      Da will man garnicht wissen, was die über die AfD-Wähler an sich verbreitet haben. Sonst riecht es zu sehr nach Nazis.

  43. Beispielhaft
    Ob 87% oder 13%, das Wortgekicke sucht permanent eine Steigerung, Frau Nahles macht nun auch schon mit.

    Es gibt halt keine moralische Institution mehr in der Republik, die dem medialen Aufheizen ein Ende bereitet.

    Der Bundespräsident wäre normalweise so eine Institution.
    Aber das Amt ist inzwischen so beschädigt, daß es keiner mehr ernst nimmt.

    Wir sind bald ein irrer Haufen, die sich die Köpfe einschlagen für die Deutungshoheit. Die Demokratie nimmt weiter schaden, wenn eine andere Meinung nicht repektiert wird.

    Schöne Beispiele für das Miteinander, Don.

    • Der Bundespräsident
      also der neue ist m.E. derjenige, der den Ernst des Amtes noch nicht inhaliert hat. Ob er es jemals tun wird, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Er wäre besser Leiter eines Finanzamtes o.ä. geworden.

    • Der Bundespräsident hat rechtzeitig
      das Schiff gewechselt und reist erster Klasse
      weiter um dem geliebten Terroristenführer
      J. Arafat einen Kranz auf das Grab legen zu lassen,
      der bekanntlich mehr Leute auf dem Gewissen
      hat als der NSU.

      Ich gebe zu das es wahrscheinlich ist
      das er einen Flieger genommen hat.

      Der Präsident befürchtet einen Riss in der Gesellschaft,
      ich dagegen nehme zahlreiche Gräben war über die
      man ein paar Brücken bauen könnte.

      ggf in dem man zunächst ein Einzelgespräch mit jedem
      Fraktionsvorsitzenden führt.

      Könnte man ja mal machen.

  44. „Marschieren Sie bitte ohne mich.“ – Ja, und auch ohne mich!
    Werter Don Alphonso,
    als ich las, was da aus der „Zeit“ getröpfelt ist von wegen „Gastarbeiter haben Deutschland wiederaufgebaut“, weil die Deutschen 15 Jahre nur blöd und benommen auf die Trümmer geguckt haben, da habe ich schallend gelacht.

    Als ich aber dann u.a. sah, was aus der Sakristei des Kölner Doms gezwitschert wurde, da ist mir das Lachen vergangen. Entlastend frägt man sich: War’s vielleicht der dichte Weihrauchnebel oder/und der süße Meßwein? – Doch habe ich mich heute wieder gern an meine Entscheidung erinnert, aus diesem Verein von Kutten- äh: -trägern schon vor Jahrzehnten ausgetreten zu sein.

  45. :-D
    Als Schweizer habe ich den Aufstieg der SVP (Schweizerischen Volkspartei) hautnah miterlebt und weil wir ein kleines Land sind das immer auch schaut was das Ausland macht habe ich auch den Aufstieg des Front National in Frankreichs und der FPÖ in Österreich und hätten diese tollen Deutschen Möchtegernverhinderer sich da mal schlau gemacht. Sie hätten gemerkt das mit dem ganzen Anti AFD Journalismus und dieser Ausgrenzung und alle als böse Nazi zu bezeichnen sie der AFD nur zuarbeiten.

    Wir hatten damals in der Schweiz ein grosses Problem mit Albaner & Kosovo Albaner die immer negativ auffielen mit Vergewaltigung, Gewalt, Raub u.s.w. keine Partei wollte sich mit diesem Thema die Hände schmutzig machen und die Journalisten wollten den Rassisten nicht in die Hände spielen und haben gelogen was die Nationalität angeht und gedacht der Leser ist so blöde und glaubt es. Stattdessen ist die SVP heute die führendste Politische Partei mit 35% Wählerstimmen und bestimmt die Politik.

    Der einzige Grund das die AFD nämlich nicht 20% oder noch mehr erreicht hat ist weil sie unfähig sind und einfach zuviele Spinner als Mitglieder hat. Weil bei dem Versagen von Politik und Medien in Deutschland hätte eine professionelle Rechtspopulistische wie die SVP, FPÖ oder der Front National mindestens 25% Stimmen geholt.

    Und was das allerschlimmste ist von diesen Superdemokratischen Politiker in Deutschland wenn sie voller Stolz erzählen das sie jeden Vorstoss oder Antrag von NPD und AFD ohne nachzudenken ablehnen.
    Da kommt man sich doch als Bürger richtig verarscht vor man wählt diese Leute das Sie einen politisch vertreten und das beste für Deutschland tun, das heisst wenn eine Idee egal von welchen Spinnern sie kommt gut ist sollen sie sie umsetzen alles andere ist dumm.

    • SVP ...
      Sie müssen aber trotzdem zur Kenntnis nehmen dass Sie auf Grund der überlegenen Staatskonstruktion mit derlei Problemen strukturell besser umgehen können und müssen!

      Die SVP stellt Bundesräte und ihre Anliegen kommen genauso zur Abstimmung wie die der Sozialisten. Entscheidungen über größere Ausgaben trifft sowieso der Steuerzahler.

      Mir kommt immer vor der Vorsprung beträgt nicht Jahre, sondern Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte.

      Man muss die Hoffnung noch nicht aufgeben aber aus meiner Sicht wurde das überlegene Vorbild in den Nachbarländern nach 1945 stärker beachtet als heute.

      Macrons feuchte Zentralisierungsträume sind ja wohl das Gegenteil eines souveränen Stimmbürgers.

    • Der einzige Grund
      war das mMn nicht. Es gab auch noch eine Menge grenzenloser Optimisten, die sich eine Änderung der Politik durch den Wiedereinzug der FDP erhofft haben.

      Das macht man möglicherweise aber nur einmal.

  46. Titel eingeben
    Werter Don,
    auch von mir, vielen Dank für diesen Text. Es träut ja mal wieder der Untergang des Abendlands. Der träut vielleicht wirklich, aber nicht dadurch, dass die AFD ins Parlament einzieht. Das kann eine Demokratie aushalten. Er schon wegen der Symtome, die der verlinkte Text beschreibt und den ich all jenen, die des Englischen mächtig sind, ans Herz legen möchte.
    https://www.nytimes.com/2017/09/24/opinion/dying-art-of-disagreement.html

    • Schöner Link....
      ja, der zivilisierte Disput als Markenzeichen abendländischer Bildung und Geisteshaltung ist auf dem absteigenden Ast. Bedenklich stimmt mich in diesem Zusammenhang auch, dass zu Zeiten, wo die Kirche im Abendland die Diskurshoheit hatte, das Morgenland in Punkto Gelehrsamkeit und Debattenkultur trotz des Islam viel „weiter“ war.

      Betrachtet man den Orient dagegen heute, gab es da einen Rückschritt. Verächtlich auf den Orient zu blicken, steht uns indes nicht zu (nicht aus Gründen der PC). Wohin uns aktuelle Entwicklungen in Europa führen werden, wird sich erst noch zeigen…

  47. Nichts dazugelernt
    Vielen Dank für diesen Text, lieber Don. Jeder Punkt, den Sie ansprechen, belegt, dass die üblichen Verdächtigen aus dieser Wahl nichts, aber auch gar nichts gelernt haben. Und dabei täten sie im eigenen Sinne gut daran, zumindest für nächsten Wochen zu schweigen. Falls Neuwahlen anstehen (wogegen momentan nichts spricht), sorgen genau solche Ausfälle im vermeintlichen Namen der 87% für ein Schrumpfen dieser Zahl. Und irgendwann werden die ewig Aufrechten dann feststellen, dass irgendwie keiner mehr auf sie hören mag. Vermutlich spricht bereits die blanke Angst aus dem hysterischen Gekreische. Angst vor Verlust der Deutungshoheit, Angst vor Verlust der raren Plätze an den Buffets (oder auch Katzentischchen) der Macht; vielleicht auch Angst davor, dass der Pöbel erkannt hat, wie er mit einem Kreuz seinen notorischen Bevormundern das Wasser abdrehen kann. Hoffen wir, dass es beim Gekreische bleibt und sich die ganze verfahrene Situation wie 1989 friedlich auflöst.

    • Kerzen
      Eine Lösung wie 1989 wünsche ich mir auch. Wir können schon einmal anfangen, Kerzen anzuzünden, wenn die Angst vor den Anti-Hate-Speech-Spezialkräften zu groß wird.

    • 1989..
      … war es so, dass sich der linksgrüne Mief verzog, weil die Sozialismus-Märchenstunde nur noch peinlich war, dann gingen diese Leute ins innere Exil, benannten sich zT um oder kamen in Form des rot-grünen Projekts und des Internet- und Genderprekariats wieder… 2017 sitzen sie in allen Gremien der Medien, sind zwischen 35-60 und haben keine Absicht, sich zu verziehen…

  48. 87%
    Ich finde das immer so schön wenn dann erklärt wird 87% haben die AFD nicht gewählt von Grünen um damit zu erklären das die Ziele der AFD nicht wichtig sind aber leider ist nie jemand dort der den Grünen ins Gesicht ruft und sagt ja 91% haben euch nicht gewählt eure Interessen sind demfall auch wurst.

    • 80% haben nicht spd gewählt, fast 70% haben Merke nicht gewählt, 90% hat die Lindners nict
      gewählt.
      Ja, es ist gut, die „87%“ zu kontextuieren.
      Dank an Christoph!

  49. Manchmal hat die Kanzlerin Recht - nur nicht so ganz
    Lieber Don, Sie können es auch eine Nummer kleiner machen.
    „In der Ruhe liegt die Kraft“ – das ist doch nicht ganz falsch.

    1. Kiyak
    Wer so etwas schreibt:
    „Wenn es nicht so wäre, hätten nämlich auch endlich alle Deutschtürken mitwählen dürfen. Wenn man sozialdemokratischen, linksgesinnten Deutschtürken seit mehr als 50 Jahren kein Wahlrecht gibt, (…), liest sich der Slogan „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ noch einmal anders.“
    (Zitat aus dem von Ihnen verlinkten Artikel) um nur eine besondere Kostprobe der „Kolumnenkunst“ von Frau Kiyak zu zitieren, wird sowieso von neutralen Lesern mit der erforderliche Mindestintelligenz nicht mehr Ernst genommen.
    Warum? Das weitaus überwiegende Wahlverhalten der von ihr genannte Personengruppe hatten wir bei der Referendums-Abstimmung im Einzelnen kennenlernen müssen. Die Unterstellung, diese sei zu Millionen „sozialdemokratisch“ ist hierdurch unwiderleglich widerlegt. Frau Kiyak hat hier Urteilsvermögen offensichtlich durch realitätsblindes Wunschdenken ersetzt. Überzeugen kann sie so niemanden. So what?
    2. Kazim
    Der hat hier halt mal daneben gelangt. Naja, kommt vor.
    3. Lauer
    Längst notorisch. Das passt mal wieder. Zu Äußerungen von Herrn Lauer kann man aber nichts inhaltlich Angemessenes schreiben, weil das sofort in die – formal berechtigte – Sofortzensur gehen müsste.
    4. Stokowski
    Argumentativ seit Jahren jenseits von Gut und Böse. Frau Kiyak kann ja im Prinzip argumentiern, Frau Stokowski definitiv nicht. Über deren schriftliche „Bemühungen“ – anders kann man das nicht nennen – kann man ebenso wie über die von Herrn Diez nur herzlich lachen nach dem Motto „wie herrlich schräg ist es denn heute wieder?“ Ist doch bloß „Intellektuellen-Comedy für Nicht-auf-den-Kopf-Gefallene“. Sie nehmen das viel zu Ernst. Normalbürger aus der Mitte des Lebens machen das schon lange nicht mehr.

    Damit sind wir beim eigentliche Problem:
    Wenn hauptsächlich federgewichtige Dauer-Spaßmacher des juste-milieus die Publizistik verstopfen, haben die von Ihnen zitierten Herrschaften auch dort keine effektiven Gegner.
    Insofern hat die Ruhe doch keine Kraft.

  50. Johannes Kahrs passt zum Hatespeechgesetz wie die Faust aufs Auge - diese Feinheit in der Diktion ..
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=486&v=xlDdej4gssc

    Sie haben jetzt nicht direkt die SPD angesprochen, aber die fehlt in der Auflistung (weil so aktuell?). Und natürlich wäre auch die Nahlessprachwahl „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“ fast zu belegen gewesen, wenn leider nicht gleich weggelöscht – ist unangenehm, aber scheint, wie Sie zeigen, unter ihresgleichen die übliche Redeweise zu beschreiben.

    Und – ja, noch ein Link – eine hervorragende Rede, die all die Keifereien auch mal bittet, aufzulösen, auf noble Art formuliert:

    https://www.nytimes.com/2017/09/24/opinion/dying-art-of-disagreement.html

    Charles Murray beschäftigt sich mit der Ausgrenzungsmanie, die das Denken und die Fähigkeiten von Gesellschaften zu guter Entwicklung einschränkt und deutet höflich zurückhaltend an, welchen Beitrag zur Gesundung guter Journalismus leisten könnte.

    Ein wirklich schöner Artikel, nicht so bissig wie der von Don, aber schön ist er auch.

    Diese neue Taktik, bestimmte Links nicht richtig zu verlinken, finde ich sehr angenehm für das Lesen, da weiß man auch, ob es sich lohnt oder eben nicht.

    • Kahrs
      Bei linksextremistischen Demos ( u.a. C. Roth mitmarscheirend ) skandiert man u.a. „Deutschland, halt`s Maul“. Viel passender wäre es, wenn die dort brüllen: „Kirche, halt`s Maul“. Denn das scheint mir immer mehr nötig. Es herrscht immer noch eine verhängnisvolle Verquickung Politik-Kirche.

    • Herr Burkhart, ich glaube, Sie haben mit Ihrer Bemerkung zu Kahrs etwas verwechselt
      https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Kahrs

      dieser Mann mit den nächtlichen Anrufen bei der Konkurrentin ist nicht kirchlich hervorgetreten, sondern durch andere Verhaltensweisen.

  51. Und sie werden immer frecher...
    Ich frage mich ob die Art der Diskussion auch von den neuen Mitbürgern und deren Kindern geprägt wird. Ich kenne viele der Diskutierenden in meinem Umfeld. Viele sind Ausländer oder in 2. Generation in Deutschland. Die Aggression der Ausdrucksweise erinnert mich an das was ich auf dem Schulhof erlebt habe.
    Gleichzeitig frage ich mich ob diese Auseinandersetzung im Sinne einer nationalen Identität noch gewonnen werden kann, weil es schon so viele sind die, allein der eigenen Herkunft wegen, sich mit den Protestierenden fraternisieren.
    Je mehr sich Deutschland zur Arche Noah der Verfolgten und Flüchtenden berufen fühlt, desto mehr Aggression wird die Diskussion bestimmen. Bis einer weint. Und das werden dann wohl eher die verweichlichten Einheimischen sein…

    • ... das könnte man schon vor 20 Jahren erleben ...
      … beim Busfahren, wo die Ausländer ihre Drängelei-Kultur mitbrachten, die mittlerweile durch die Grapsch-Kultur ergänzt wird …

  52. allez Les Bleues!
    Bei der neuerlichen Grabumdrehung über folgendes Eigenzitat gestolpert:

    „Es scheint als werde der Despotismus, sollte er bei den heutigen demokratischen Nationen sein Lager aufschlagen, andere Züge tragen: er dürfte ausgedehnter und milder sein und die Menschen erniedrigen, ohne sie zu quälen.“

    Herzlichst und in die Fresse, ihr rechtsradikalen Arschlöcher,

    Euer Alexis

    • @ Tocqueville
      „Herzlichst und in die Fresse, ihr rechtsradikalen Arschlöcher, Euer Alexis“

      „Mein“ Alexis sind Sie schon mal nicht, und wenn Sie sich an Namensgebern vergreifen, denen Sie kaum das Wasser reichen dürften, bitte etwas bescheidener.
      Offenbar wünschen Sie sich hier als „Wort-, Meinungs- und Entgrenzungsführer“ hervorzutun, aber das wird Ihnen bis auf eine unbedeutende Rolle als Mitstolperer und Mitschreier nicht gelingen.

      Wem das Zitat passender zuzuordnen ist – den Rechten oder den 87%-Mitmarschierern – mögen die Mitleser entscheiden. Kann sein, das Urteil fällt nicht nach Ihren Vorstellungen aus, dafür fällt die Grußadresse ungeschmälert auf Sie selber zurück.

  53. Whataboutism also heute
    Ok, ich kann auch was dazu beisteuern. Hier mal ein paar Aussagen des Autors:

    „Liebe Grüne! Es gibt nur eine einzige emissionsfreie Art der Fortbwegung: Als Wasserleiche im Fluss.“
    „Reichshauptsadtslum“
    “ Apparatschikfrau, die alle Verrätereien mitgemacht hat “
    „Denunziant(en) Heinrich Alpin“
    „Polit-PR-Schleuder Fiona B.“ (als ob die Deanonymisierung ein Problem währe.)

    “ Jasna „Tugendfurie“ Strrick“
    usw. usw.

    Ich kritisiere den Autor gar nicht wegen dem Gebrauch dieser Aussagen, sondern dafür, das er den Kontext, in dem diese gemacht werden, ignoriert.
    Wenn Gauland, völlig Ironie frei, deutsche Politiker in Anatolien entsorgen will hat das eine ganz andere Bedeutung als ein ironisches „In die Fresse“ , oder glaubt jemand wirklich, Frau Nahles würde handgreiflich? Das eine AFD Regierung mit Deportationen ernst machen könnte ist, denke ich, nicht völlig abwegig.

    • Ich bin ja nicht der einzige
      Übermedien, grün linksversifft aus dem Reichshauptstadtslum sehen es genau so, nur formulieren die viel schöner als ich. Zitat: „dabei wäre es ja Pflicht und Handwerk eines Journalisten, der aufrichtig reportiert, das korrekt einzuordnen.“

    • @ Zockerjoe - Whataboutism... AfD Regierung
      „Das eine AFD Regierung mit Deportationen ernst machen könnte ist, denke ich, nicht völlig abwegig.“ Mal abgesehen davon, dass es demnächst sicherlich keine AfD-Bundesregierung geben wird. Wenn sich das auf Deutsche wie Özoguz bezieht, ist es abwegig. Auch die AfD ist an Gesetze und insbesondere das Grundgesetz gebunden. Die Richter am Bundesverfassungsgericht wurden nicht von der AfD ernannt. Der Bundesrat ist in den Händen von CDU/CSU, SPD und Grünen. Selbst wenn die AfD jetzt bei der Wahl 50% der Stimmen eingefahren hätte, würde sich herausstellen, dass sie viele Dinge nicht alleine ändern könnte. Man sehe sich doch nur die USA an. Trump wurde gewählt. Und welche neuen schrecklichen Gesetze hat er bisher erfolgreich durchgebracht? Na? Dabei haben die Republikaner in der Legislative sogar die Mehrheit…

    • @Zockerjoen ein ironisch "in die Fresse" zu seinem Nachbarn sagen
      ist die eine Sache, das später in einer Pressekonferenz noch einmal in die versammelten Mikrofone zu sagen lässt, wenn es Ironie sein sollte, doch sehr am Intellekt der Dame zweifeln.

    • .
      Das „in die Fresse“ von A.Nahles ist also kein „Hatespeech“ weil sie danach so herzerfrischend gelacht hat ? Huch, wie witzig.

    • Da verwechseln Sie was, Zockerjoe
      Wenn die Dicke, so heißt die bei mir ausschließlich, so eine Ansage macht, hat sie ja die linken Schlägertruppen an der Hand, die das ausführen. Von Ironie keine Spur.

      Auch dass das „Entsorgen“ in der Presse ein häufig verwendetes Wort ist, wenn es um das Ende der politischen Karriere geht, haben andere schon aufgezeigt. Kein Grund also, anderen etwas Weitergehendes zu unterstellen.

    • @Zockerjoe
      „Das eine AFD Regierung mit Deportationen ernst machen könnte ist, denke ich, nicht völlig abwegig.“
      Von leider auch deutschen Staatsbürgern, deren Integration offenkundig ein vollkommener Fehlschlag war, wie Frau Özoguz? Nö, das ist Ihre Phantasie.

      Oder anders als Frage formuliert: An welchen faktischen Gegebenheiten (außerhalb Ihrer Phantasie) machen sie denn ihre Prognose fest, dass man seitens der AfD auf Beleidigung dieses Landes und seines Volkes, die deutsche Staatsbürgerschaft aberkennen und Aufenthaltsgenehmigung entziehen will? Das wären wären nämlich die rechtlichen Voraussetzungen dafür, Doppelstaatlern wie Özuguz für solch eine Aussage wieder zurück in das Land ihrer Eltern zu verfrachten.

      Genau, existiert faktisch nicht. Daher spielt das alles auch nur in Ihrem Kopf. Genaugenommen dürfte dieser Gedanke Konsequenz einer erfolgreich eingeimpften Assoziation der AfD mit dem NS sein (die jeder faktischen Grundlage entbehrt, aber eben häufig genug wiederholt wurde und wird).

  54. Toleranz gegen Intolerante
    Lieber Don,

    wieder einmal vielen Dank für den Beitrag von einem Ihrer treuen Leser aus der Pfalz. Sie sprechen nicht nur allgemeine Rhetoriken an, sondern kommen an eine zentrale demokratietheoretische Frage, nämlich wie sehr die Toleranten (die das von sich behaupten) auch tolerant gegen die Intoleranten sein müssen. Eigentlich ist das durch die Verfassung klar geregelt, aber zu wenige unserer Repräsentanten scheinen das zu kennen. Jetzt wäre die ideale Möglichkeit zu zeigen, dass man besser ist als jene „auf der anderen Seite“. Aber Demokratietheorie scheint in den Berliner Büros keiner mehr zu kennen…

    Bleiben Sie so, schreiben Sie genauso weiter. Danke!

  55. Titel eingeben
    Danke für die gute Zusammenstellung.

    Was wirklich nervt, ist ja nicht, dass eine Menge Leute mit der AfD nichts anfangen können, sondern diese unterkomplexen Argumentationslinien ihrer Gegner, wo man doch eigentlich nur warten muss, ob diese Partei im Bundestagsalltag irgendetwas auf die Beine bekommt. Und vielleicht bekommen sie ja hin, sinnvoll kleine Anfragen zu stellen (schafft die Linke ja auch) und dann werden ihre Themen halt entsprechend beantwortet und jeder kann sich seinen Teil denken, ob diese Partei ihr Geld wert ist.

    Bei 12% im Bundestag vielleicht ärgerlich, aber völlig unkritisch. Nur wenn die Reise in Deutschland so weitergeht, landet sie beim nächsten mal über der SPD.

    • ... beim nächsten mal über der SPD
      Hoffentlich!

      In der sogenannten repäsentativen Demokratie reichen typischerweise 20 bis 30% um ein Umdenken zu bewirken – manchmal auch weniger.

      Die Grünen haben das seinerzeit geschafft, die FPÖ auch.

  56. Und Tschüss
    SpON und ZON „Journalisten“ nimmt doch niemand mehr ernst. Was mich wirklich erschüttert sind die Aussagen dieses Sprechers des Erzbischofs von Köln. Das mag sich jetzt so anhören, wie dann „kündige ich mein Abo“. Nein im Ernst, dieser Typ allein ist für mich Grund genug endlich aus der katholischen Kirche auszutreten und zwar morgen 8:00 Bürgeramt Frankfurt. Ich habe diesen Verein, die Pfaffen und ihre Entourage, die ganze katholische Sozial-und Armutsindustrie, schwachsinnige Pastoralreferenten etc. pp aus Tradition, meiner Mutter zu Liebe und aus Dummheit nun ca. 30 Jahre mit meinem Zehnt an Einkommenssteuer mitgeholfen durchzufüttern. Jetzt reicht es mir endgültig. Linksradikale IrgendwasmitMedienPromovierte finanziere ich schon durch die GEZ Zwangsabgabe über Gebühr.

    • Achja - die lieben Kirchen
      bin seit 2008 kein Mitglied mehr. Nicht aus Gründen des Attheismus, nicht des Geldes wegen, sondern um dereinst wem oder was auch immer entgegentreten zu können und zumindest frei von der Sünde religiöser Heuchelei zu sein.

    • nur So gehts
      Gleiches gilt für Abos

    • Kündigen!
      Habe mein Abo auch vor ein paar Jahren gekündigt. Wegen Doppelmoral, hohler Phrasen und unsäglichem Personal vor Ort: Kath. Kindergarten, etliche sozial Schwache Eltern, zuviel Geld eingesammelt und sich mittels fadenscheinigster Argumente geweigert, das zuviel eingesammelte Geld wieder auszuschütten. Gleichzeitig eine neue KiGa Leitung eingesetzt, welche die alten – und von den Kinder geliebten und von Eltern respektierten – Erzieher gegen junge (und viel günstigere, wie die Abrechnung zeigte) ausgetauscht hat. Und jegliche Aktivitäten nach 17:00 (wenn die berufstätigen Eltern Zeit haben) wie Kasperltheater o.ä. eingestellt (->Erzieher-Überstunden). Aber weil Gewinnmaximierung „zu Gunsten der Gemeindekasse“, ist es nicht statthaft, das zu hinterfragen. Alles getrieben und erwünscht vom Pfarrer, welcher dem meist weiblichen Elternbeiratspersonal einfach über den Mund fuhr und die Damen in ihre geschlechtsrollenspezifische Schranken wies. Argumentativ natürlich absolut nicht satisfaktionsfähig, aber der rote Kopf genügte dem Pfarrgemeinderat, nach seiner Pfeife zu tanzen.

      Mit solchem Bodenpersonal will man nichts zu tun haben, das will man definitv nicht mit seinem Zehnt finanzieren.
      So kann man dann wenigstens guten Gewissens dereinst vor seinen Schöpfer treten.

      Welche Partei vertritt eigentlich die Position, die Finanzierung der Kirchenfürsten durch den Staat abzuschaffen, also daß die Amtskirchen sich rein aus der Kirchesteuer finanzieren müssen?

  57. "diskursherrschaft"
    … das ist hier mE der Erklärungsansatz. Sumpfblüten wie Kassim, Meli K und yücel – nicht von ungefähr allesamt Migranten- hatten nahezu unbeschränkte Diskursmacht; alle passten sich mehr-oder-weniger-brav an und sangen das Lied vom erlösenden Migranten und den Superfrauen. Nun hat die Zuwanderungskatastrophe aber das Gegenbild in Massen zu uns gebracht; die analphabetische aggressiv fordernde niemals Nettosteuerzahler werdende muslimische Frau, das Kopftuchmädchen. Das lässt sich auch nicht mehr als Emanzipationsheilsgeschichte schönreden.

    Und so kommen Mely und Co auf die alte Masche die Deutschen zu kulturlosen Barbaren zu erklären, die vor den Nazis zu schützen seien und zur Landnahme aufzurufen. Damit sind sie zwar ehrlich, aber auch Ursache für unüberbrückbare Differenzen, die sich in verbaler (Hau ab) und körperlicher Gewalt äussern. Am Ende wird sich derjenige durchsetzen, der die besseren schlägertrupps hat, fürchte ich.

    • Sie erinnern mich an den
      Biotyrken mit der doitschen Staatsangehörigkeit.

      Reist ins osmanische Reich, wohl wissend, dass er auf der tyrkischen Fahndungsliste steht. Welcher Shaitan hat den wohl geritten? Cherchez la femme? Hat der noch alle Teegläser auf dem Tablett?

      So bitter und ungerecht sein Gefängnisaufenthalt ist, mein Mitleid hat eine Obergrenze, wenn ich an seine Absonderungen zu Sarrazin denke.

      edSE

    • ... so sehe ich das auch ...
      … der hat jubiliert, dass die Deutschen untergehen und verspürt sicher Genugtuung jetzt beim Kultur- und Herrenvolk zu leben.

    • Die gestaffelte Erbsünde
      Um Yücel etwas zu unterstützen, erklärt uns die Welt heute, Europa sei dereinst an „Germanischer Migration“ zugrundegegangen.

      Jetzt sind die anderen dran.

  58. Stammesdenken
    Mich erschreckt es auch, wie gebildete, sich selbst für empathisch und kultiviert haltende Mitbürger, in den letzten Jahren zunehmend in primitives Stammesdenken abgleiten. Wenn wir hier über Politiker und Medienvertreter reden, sind es ja durchaus Menschen, die zu Reflektion und Differenzierung fähig sind. Aber bei bestimmten Themen scheint sich diese Fähigkeit aufzulösen. Dann kennen manche nur noch absolut gute Menschen, die alles dürfen und absolut böse, die man ausmerzen muss und wenn das nicht geht, in ihren Äußerungen soweit einschränken muss, wie es geht. Ich stimme mit anderen Kommentatoren überein, dass die fanatisierten Eliten eine größere Gefahr darstellen, als neue Gruppierungen wie die AfD (wobei die AfD leider auch ziemlich ungenießbare Scharfmacher in ihren Reihen hat).

    Meine Erklärungsversuche kommen aus dem Psychologischen. Ich glaube, dass viele Menschen auf der emotionalen und kognitiven Ebene im Moment eine Regression erleben, also auf ein frühkindlicheres psychisches Niveau zurückfallen, obwohl sie eigentlich auch schon einmal erwachsenere Fähigkeiten hatten. Ob das nun durch das viele „auf Bilschirme schauen“, das hohe Stressniveau und Erschöpfung oder den Wegfall von früher einmal halt gebenden Gewissheiten und sozialen Strukturen herrührt, vermutlich sind es viele Faktoren. Ich frage mich manchmal, wo das alles hinführen soll, wenn schon Hermann Hesse in den 20er Jahren die zunehmende Zeitverdichtung und Konsum- und Unterhaltungssucht und Erich Fromm in den 60er Jahren die sich über das „Haben“ zunehmend definierenden Menschen kritisiert haben und beides von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer extremer wurde. Am ehesten könnte ich mir da noch einen Sinn hinter vorstellen, wenn durch den Zusammenbruch der alten psychischen Strukturen ein globaleres und besser integriertes Bewusstsein der Menschen entstehen sollte. Etwas in Richtung Ebenentheorien, wie sie Jean Gebser und Clare Graves formuliert haben.Doch wer weiß schon, wohin es führt.

    Einen Dank möchte ich noch an die anderen Kommentatoren richten. Ich finde es immer wieder bereichernd, die verschiedenen Denkanstöße und Links zu lesen. Und falls der Grund ist, dass in dem Forum so wenige Pöbeleien auftreten, dass diese vom Blog-Inhaber rausgefiltert werden, dann auch einen Dank an den Don.

    • Wenn Sie mit der Psychologie argumentieren, muss ich einen Schuß Senf ergänzen...
      dass der Ton ruppiger wird und oft subtile oder sogar offene Gewalt (wenn auch als Scherz maskiert) mitschwingt, ist meines Erachtens mit dem Mechanismus der Projektion zu erklären.

      Wenn die PC „verbietet“, etwas zu sagen oder gar zu denken, dann werden kritische Impulse, die dem zuwiderlaufen, unterdrückt. Sie verschwinden aber dadurch nicht. Egal um welche Themen es geht oder was der Anlass ist, die angestaute Frustration bricht sich Bahn und sucht sich „Ziele“, die nicht der PC zuwiderlaufen. Z.B. kam es 2016 vor, dass bei einem Zugausfall die betroffenen Fahrgäste randalierten und eine Haltestelle demolierten. Die Fahrgäste entsprachen aber nicht dem Klientel, welches üblicherweise so „ausrastet“.

      Und auch Stuttgart 21 oder Ähnliches sind für mich Beispiele der Projektion. Stört jemanden etwas an der aktuellen Politik, was nicht PC-konform ist (Gendergedöhns, Flüchtlingskrise…), dann ereifert man sich über „unverfängliche“ Themen, die trotzdem geeignet sind, es „denen da oben“ mal zu zeigen. Da werden dann auch mit der Stadtverwaltung Rechtsstreitigkeiten ausgetragen über angeblich (oder tatsächlich) unkorrekte Abwassergebührenbescheide. Und eine Minderung um ein paar Euro wird dann als großer Sieg gegen „die da oben“ gefeiert.

  59. Die Hetzer und Spalter von Zeit Online haben dazu aufgerufen
    Mit Schlagzeilen wie „Twitter reagiert auf Einzug der AfD mit #87prozent…“ geht der hashtag viral. Weiters oben hat schon jemand die berechtigte(n) Frage(n) formuliert. Wer profitiert von der immer weiter gewollten Spaltung und Eskalation (nach verbal kommt brutal)? Wer sind die Hinterfrauen? Was soll das mal gesellschaftspolitisch werden wenn es „fertig“ ist?

    Die Medien (mit Ausnahmen) sind die größten Hetzer und Hassmacher! Und klagen diese widerliche Entwicklung im nahezu gleichem Atemzuge an. Elende Heuchler!

    • BlackBlacky
      Und wissen Sie, was das Beste ist: Die (meisten) Medien haben das derart übertrieben, dass das immer größere Mengen an Lesern und Zuschauern mitbekommen haben, was immer mal nach dem zweiten Bier bei Dorffesten oder an der Feuerschale mitbekommt.
      Manche schauen die Sendungen nur noch, um zu sehen, wie weit weg solche Medienleute sind , wie z. b. gestern abend bei Illner.
      Es wird noch spannend werden, die Gestaltungsmacht und Meinungsmacht der Presse, Sie gerät ins Wanken, nach und nach.

    • schon mal überlegt
      warum der zwangsfinsazierte, regierungshörige, linksgründurchsetze, verbeamtende und von Angebot und Nachfrage Mechanismen komplett entkoppelte ÖR unbedingt ihre Angebote „erweitern“, sprich die v.a. Internetangebote ausbauen will?

    • Es gibt aber genug, die alles direkt glauben,
      was im Fernsehen kommt.

      Ich habe so einen Fall in meinem nahen Umfeld: Trump ist unmöglich, die AfD ist unmöglich, die möchte man auf dem Wahlzettel am liebsten ausstreichen, Diesel sind Dreckschleudern…

      Alles mit Empörung vorgetragen, alles unreflektiert aus den Fernsehnachrichten.

      Sachliche Argumente? – geschenkt.

      Bei manchen wird es besser werden, aber bei vielen schlimmer.

      .
      Wenn die Neuwahl ohne Merkel und mit konservativer Erneuerung stattfindet, dann können sich die verbliebenen 8% AfD-Wähler aber warm anziehen.

    • Ja, das neue Tal der Ahnungslosen (ZDF/ARD Kleber/Roth Gucker, undnurdas...)
      Fairerweise muß man anfügen daß für viele ältere einsame Menschen die Glotze (fast) das einzige „Fenster zur Welt“ ist. Mich stimmt das bisweilen auch traurig.

  60. Titel eingeben
    Man nannte es politische Kultur und es ist weitgehend nicht mehr vorhanden.

  61. manche sind soweit links..
    .. die kommen schon rechts wieder raus,

  62. OT - ich vermisse, wie viele mit mir
    rechts die Spalte der neuesten Kommentare, die es bei den Stützen gibt und die DeM ebenfalls gut zu Gesicht stünden und vor allem doch, um im Duktus der Kanzlerin zu bleiben, sehr hilfreich sind.

    Die Software hat ihre Macken, wir kennen sie zur Genüge, aber die Einrichtung der „letzten Kommentare“ sollte doch zu schaffen sein oder werter Don?

    Man sucht sich oft genug den Wolf, verliert darüber manchen Gedanken, gut, der war’s vielleicht nicht anders wert, aber bei den Mengen an Lesestoff usw. und so fort… Ich denke, die Argumentation pro muss nicht weiter ausgeführt werden.

  63. Salve, Don, ...
    … ich weiß nicht, wo Sie politisch stehen. Nach der Lektüre dieses Blogeintrages ist mir das aber auch ziemlich egal, denn Sie sprechen mir aus der Seele. Es gibt keine argumentativen Debatten mehr, es gibt keine konstruktiven Lösungsansätze mehr, sondern nur noch Polemik, Populismus und das Pflegen des eigenen Weltbildes. Man scheint in jedem Lager ein bestimmten Bibelspruch auf die Handflächen tätowiert zu haben:

    „Wenn Gott mit uns ist, wer mag wider uns sein?“

    Jeder, der nicht bedingungslos der eigenen Linie folgt, ist nicht etwa der politische Gegner, sondern der Feind, der Teufel in Menschengestalt. Gegen diesen sind natürlich sämtliche „Stilmittel“ erlaubt und überhaupt sind Populismus und Polemik nur dann bösartig und verachtenswert, wenn sie von rechts kommen. Dafür, dass Linke und die SPD die AfD angeblich so sehr verachten, bedienen sich diese auffällig gern derselben Mittel wie eben die verhasste AfD. Aber hey, alles gut; laut der neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD – die augenscheinlich mindestens einmal zuviel eins „in die Fresse“ bekommen hat – ist die AfD ja nicht der größte Feind der SPD.

    Der Verlust des Respektes, der Verzicht auf Krisenanalyse und -behebung und die stattdessen stattfindenden Hasskampagnen, verbalen Entgleisungen und was dergleichen mehr ist, widern mich maßlos an. Danke dafür, dass Sie mit feiner Klinge genau das schildern. Dieser Text sollte nach meinem Dafürhalten kein bloßer Blogeintrag sein, sondern ein Leitartikel.

    • @grenzdebil
      Es ist der eigenen Erkenntnis sehr zuträglich jedweden medial und politisch gegen die AfD eingesetzten Begriff einfach mal auf andere Parteien anzuwenden.

      Oder einfach mal folgende Hypothesen gedanklich durchgehen:
      Ist die SPD populistisch? (Stichwort: „soziale Gerechtigkeit“)
      Argumentieren die Grünen postfaktisch? (Stichwort: „Energiewende“)
      Appelliert die Linke an Angst- und Neidgefühle? (Stichwort: ebenfalls „soziale Gerechtigkeit“)
      Simplifiziert die CDU alle Probleme und wirbt für sich mit „einfachen“ und unrealistischen Lösungen ebenjener? (Stichwort: „Fluchtursachen bekämpfen“)

      Ergebnis ist nämlich, dass alls was der AfD so den lieben langen Tag vorgeworfen wird, politischer modus operandi ist.
      Davon ausgehend könnte man nun hingehen und eine Rangliste der Parteien entwerfen, die nach Grad bspw. des Populismus unterscheidet bzw. feststellen auf wen diese Beschreibungen am stärksten und wenigsten zutreffen. Das gesamte linke Spektrum schneidet bei sowas nämlich sehr sehr schlecht ab…

      In der AfD ist man nur anscheinend noch nicht darauf gekommen, diese ganzen gegen sie gemünzten Begriffe einfach zu übernehmen und sie beständig zurückzuwerfen.

  64. A hero can be anyone
    Wie immer richtig, aber im Kern nicht verstanden:

    All das, was wir gerade beobachten, all das Geschrei und Gejaule und Heulen und Drohen und Umsichschlagen, all das ist nur der Ruf nach Führung.

    Menschen müssen geführt werden. Ansonsten drehen die durch. Und zwar in allen Schichten, wie der Don hier beschreibt. Unsere Medienvertreter brauchen ebenso Führung wie unsere Politiker. Denn ohne können die sich nur „in die Fresse“ schlagen.

    Deutschland hat halt keine Oberschicht. Folglich ist da immer wieder Raum für Führer.

    Noch lacht ihr. Aber auch das nur, weil auch Ihr Führung braucht, weil Euch zu all dem nichts mehr einfällt als Lachen oder Weinen. Weil auch Ihr nix mehr steuern könnt.

    Whaterver, wo ein Ruf nach Führung, da wird er auch immer erhört.

    Bald.

    • Man könnte fast meinen ...
      … Sie machen dann diesen Job ? :-)

    • Ja, das mit den Führungsfiguren ist so eine Sache....
      Führung heisst eben nicht nur, dass einer sagt, wo es lang geht, sondern auch aufzeigt, wohin einen selbst dieser Weg bringen wird und soll. Die meisten Menschen erwarten eine bessere Zukunft, mit weniger geben sie sich nicht zufrieden.

      Wie schon Antoine de Saint-Éxupery sagte: „Willst Du ein Schiff bauen, so teile nicht diejenigen ein, welche Holz schlagen sollen oder Segel nähen. Lehre sie die Sehnsucht nach dem unendlichen Meer.“.

      Auch wenn die Themen der AfD ziehen – charismatische Führungsfiguren haben sie derzeit keine. Allerdings glänzen die anderen Parteien mit solchen Strahlemännern-/ und Frauen auch nicht.

      Da ich eher ein Vernunftsmensch bin, kann ich auch gut mit Kanzlern und Ministern leben, die auf der menschlichen Seite eher farblos bis langweilig sind, aber einen guten Job machen.
      Irgendwo unter den 81 Mio. in Deutschland lebenden Menschen wird es aber sicher ein paar potentielle „Volkstribune“ geben, welche über die Fähigkeit verfügen, sich als geeignete Projektionsfläche für die Wünsche und Sehnsüchte vieler Bürger zu präsentieren. Ob diese in Erscheinung treten und zu welchen Ergebnissen das führt, kann man nicht sagen. Möglicherweise würde sich gar nicht viel ändern, nur die Leute wären zufriedener.

      Aber ich muss Ihnen zustimmen, der Wunsch nach „väterlicher, wohlmeinender“ Führung besteht. Sieht man die Legende der Entrückung von Arthus nach Avalon oder Barbarossa in den Kyffhäuser, welche zur Rettung aus höchster Not zurückkehren sollen, dann erscheint dies fast als eine Art „Abendländischer Archetypus“.

    • Conquer your fear, and I promise you, you will conquer death.
      Wenn die Komplexität nicht mehr strukturell gefangen werden kann, dann kommt die Zeit für den charismatischen Führer. Für die einen der Putin, für den anderen der Erdogan und für andere halt der Trump.

      Da bei uns Frau Merkel im Sep 2015 alle Strukturen zerschossen hat, ist auch hier die Zeit für den Charismatiker gekommen.

      Ach so, ihr habt noch nicht begriffen, dass die Strukturen das nicht mehr auffangen können, noch nie konnten? Dass dieses „Wehret den Anfängen“ nicht bedeutet, dass man keine AFD in das Parlament lassen darf, sondern dass man die Stabilität des Landes niemals so gefährden darf, dass ein Raum für AFD entsteht.

      Dass das anwesende Personal in Parlament und Medien etc. niemals wirklich Leistungsträger sondern immer nur im Schatten der sie tragenden Strukturen. Dass sie diese Strukturen zerstörten, wie Zauberlehrlinge und wir uns jetzt die Augen reiben, angesichts all der nun auf der Bühne offengelegten Akteure, die ohne Strukturen wie Kinder zappeln, schreien, schimpfen, ohne Anstand, ohne Niveau, ohne Intelligenz, ohne Bildung. Das sollen Politiker sein? Ja, nur diesmal nackt, ohne Struktur.

      Dass dieser Wahnsinn nur durch anderen Wahnsinn wieder eingefangen werden kann, durch einen Wahnsinnigen, der da reinschlägt und Ordnung schafft.

    • Unser Trump Unser Bannon
      Es ist unausweichlich. Er wird kommen. Es wird ein Mann sein, das ist sicher. Das Feminat geht zu ende. Ist nicht nachhaltig.

    • Ein Wahnsinniger, der Ordnung schafft
      Ich les Sie sehr gern und vielleicht ist das alles richtig. Vielleicht aber doch zu akut Patmos. Hoffentlich.

    • Deutschland hat halt keine Oberschicht ?
      Sicher doch, die ist existent. Nach Auflösen der „Deutschland AG“ durch rg hat sie hier an Macht und Einfluss verloren, Gewinn und Investition wurden zum Grossteil globalisiert. Das engt das nationale Spielfeld ein. Die Politik moderiert nun zwischen nationaler & internationaler Oberschicht und ihren Wählern, kann es niemandem recht machen, so zwischen den Stühlen.

      Minimalkonsens unter den Bedingungen der drückenden Schuldenlasten aller Volkswirtschaften ist, den Schuldner zahlungsfähig zu halten, sonst werden die Gläubiger unglücklich und glauben nicht mehr und dann, … game over wie 2008 und kein Rettungsschirm in Sicht. Nur so sind „Griechenlandrettung“ & Marcon zu begreifen. Das künftige Einknicken der FDP wird verständlich werden.

      Nur das ist dem Wähler kaum vermittelbar. Wer will schon für Schulden anderer haften? Besser ist … Schweigen.

      Die Politik ist findig und wir alle haben es zugelassen: Wurden des Kanzlers Haare gefärbt? Das war mal ein Politikum, mit „Sie kennen mich“ und „SPD ist Currywurst“ Wahlschlachten entschieden, später abgelöst durch LTBQ… und alles „Nazi“ oder was … oder Migranten ausschaffen…

      Nur wie sollten dann die Forderungen der Partner nach Minderung des Exportüberschusses ideologiekonform (runter mit der Staatsquote, Privatisierung ist besser, höhere Renten geht gar nicht … außerdem herrscht Anlagenotstand und neue Geschäftsfelder wie etwa Bildung abwürgen?) erfüllt werden? Der Flüchtlingsnotstand, ein erster Schritt.

      Die im Grunde apolitischen Circus Parteien aus Byzanz sind wieder auferstanden, bestens zu erkennen am FDP Slogan „Digital first, Bedenken second“ oder in einfacher deutscher Sprache „Erst handeln, dann denken“. Sowas wird gewählt … Circus Parteien halt und zimperlich waren ihre Anhänger noch nie. Das gibt Halt.

      Tina lebt und die Flügel schlagen sich die Schädel ein, ich hoffe erstmal nur in den Medien (ja, ich weiß Gewalt auf der Straße gab es schon) aber nicht wie Ende der 1920er.

      Ehrlich, der „Führer“ soll`s richten? Tina ist viel hübscher.


    • Mal sehen, ob sich noch Themen als „Führungsersatz“ finden lassen.
      Aber ich habe schon auch das Gefühl, momentan ist es wie mit einem abgehängten, auf den Tisch gelegten Sreifenvorhang: alles liegt durcheinander, weil er nicht über der Tür hängt und die Schwerkraft die Streifen geradezieht.

  65. Zwangsweise
    werde ich ebenfalls zu den 87% vereinnahmt.
    Man kann sinnieren, was in einer 2/3-Gesellschaft, die mittlerweile wohl eher zu einer 3/5 Gesellschaft mutiert ist, wohl von den 87% übrig bleibt, wenn es hart auf hart kommen sollte.

    • Das mit dem Rechnen scheint eine Krux.
      Sie vereinnahmen also frech zumindest um die 25% der Wahlberechtigten, die bei der Wahl gar nicht abgestimmt haben als gleich ihnen denkend?
      Zusätzlich zu all denen, die um nichts in der Welt zu solch rabiaten „Mehrheiten“ gehören wollen?

      Sehr vereinfacht – die dieser Klientel zur Verfügung stehenden Lösungsmuster, nicht nur hin zu den 87%.
      Aber durchaus gefährlich, weil Handgreiflichkeiten gegen Personen und Sachen als erlaubtes Mittel propagiert werden.

  66. Das Unwort
    „Flüchtlinge“ gleich am Anfang des Textes macht eigentlich den
    ganzen guten Artikel zunichte.

    Schade, lieber Don ich mag Ihren Blog ansonsten sehr.

    • @Francesco: Das Unwort?
      Offensichtlich sind meine intellektuellen Fähigkeiten begrenzt, denn weder sehe ich das Wort „Flüchtlinge“ am Anfang (es kommt im zweiten Absatz) noch verstehe ich, warum das den Artikel „zunichte“ macht.
      Wenn ich Sie kennen würde, würde ich fragen: „Ist nicht Ihr Ernst, oder?“

    • Flüchtende
      Wenn ein „Flüchtling“ „Flüchtender“ genannt werden muss, ist dann ein „Schützling“ ein „Schützender“, ein „Pfifferling“ ein „Pfiffernder“ und ein „Lehrling“ ein „Lehrender“? Und was machen wir mit dem „Rohling“?

  67. RAFF-Kombo
    @Dr. Plagiator
    @Streyr
    @TS

    besuchen sie das RAF-Museum im Norden Londons, gleich bei Wembley…………..Eintritt frei, Parkplatz kostet, Parkraum aktuell beschränkt wegen Umbauen zur Feier der Luftschlacht um England, deshalb um 10 Uhr gleich da sein.

    Beschreibung der Exponate auch in deutscher Sprache, deutsche Flugzeuge auch ausgestellt, teilweise in Orginal-„Nazi“-Lackierung. Es gibt da wohl keine Hysterie wegen Wehrmachts- oder Luftwaffensymbolen.

    dann gibt es noch die RAF, Rote Armee Fraktion, das Hätschelkind der deutschen Linken und der Salonrevolutionäre, die im Tessin Villen besitzen und Porsche fahren und auf die der DON gar nicht abfährt

    Zu Zeiten der RAF spielte im Grossraum Ludwigsburg dann immer die Raff-Kombo auf Abiturbällen.

    • ... das ist im Kriegsmuseum in London nicht anders ...
      … hat aber mE den Grund, dass die Briten einen Respekt vor dem militärischtechnisch und -strategisch seinerzeit führenden Gegner (Ausnahme USA) hatten; also das was der Gauland als „Leistungen“ meint. Die Uschi-Armee von heute ist damit natürlich nicht vergleichbar und wäre kaum ein ausstellungswürdiger Gegner…

    • Sirisee
      Die Bundeswehr hat im Falle der Invasion einer feindlichen Armee die konkrete Aufgabe auszurücken und solange die Straßen zu verstopfen bis richtiges Militär eintrifft. Nicht gewußt?

    • @BlackBlacky
      … ich dachte immer, die soll verwirren, indem den feindlichen Soldaten ein Überblick über die Transgender-Policy gegeben wird und dann sollen sie vor Mitleid weinen, wenn sie die 200 Restpanzer sehen, und dann kommt Uschi von hinten mit Kampfschrei ….

  68. Lieber Don,
    herzlichen Dank für Ihre Beiträge.
    Und, ja, die große Gefahr ist natürlich, daß sich das gegenseitig aufschaukelt. Hoffentlich setzen sich langfristig auf beiden Seiten die halbwegs Besonnenen durch.
    Mit Ihren Texten leisten Sie jedenfalls aus meiner Sicht den denkbar besten Beitrag dazu.
    Vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht, daß Sie bekennender AfD-Gegner sind. Umso schwerer wiegen Ihre Artikel.

    In diesem Zusammenhang übrigens auch lesenswert der Bericht Klonovskys von der Wahlparty in Berlin.
    (ht tps://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna ; Eintrag vom 25.09.)

    Bspw.

    Als die Lebensgefährtin von Meuthen mit ihrer siebenjährigen Tochter, eskortiert von Security und Polizei, zum benachbarten Hotel läuft, werden sie von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis beschimpft und attackiert. Das Kind ist danach völlig verstört. Später bricht Meuthen selbst auf, ebenfalls von einem uniformierten Kordon geschützt, und der Mob rastet aus. Pfiffe, Schreie, besessene, wutverzerrte Gesichter – ein Goya-Capriccio anno 2017. Die Kobolde rennen neben dem Oppositionstrüppchen her, brüllen „Nazis raus!“, „Haut ab!“, „AfD – Rassistenpack!“ und ähnliche Urworte orphisch.
    (…)
    Ich laufe ein paar Meter hinter dem kleinen Pulk und rechne jeden Moment damit, von der Seite angesprungen zu werden, doch die gesamte Aggressivität der Meute konzentriert sich auf Meuthen, ungefähr wie Boxer während des Kampfes den Ringrichter nicht wahrnehmen. Vor dem Hotel flutschen zwei brüllende Furien von höchstens zwanzig Jahren durch die Security und kreischen ihr „Wir kriegen euch!“ auf einem Hysterielevel, welches Drogengebrauch vermuten lässt. Als Meuthens Begleiter die eine auf Polnisch anspricht, ist die kurz völlig irritiert und blafft schließlich, er möge gefälligst deutsch zu ihr sprechen. Endlich schließt sich die Hoteltür hinter uns, und das beste Deutschland, das es jemals gab, bleibt draußen.

    • Die Linken ...
      … und die Grünen würden ja gerne alle Drogen freigeben, um nicht selber fortwährend mit zwei Beinen im Knast zu stehen. Einige der Positionen, die dort vertreten werden, lassen sich ja auch nur mit Drogenbenutzung erklären.
      Spass (?) beiseite:
      Was die geschilderte Szene angeht, so denke man sich mal die Polizei weg. Wahrscheinlich gäbe es Tote. Soviel zum Thema Meinungsfreiheit in Deutschland. Aber man hat ja in Hamburg schon einen Vorgeschmack bekommen. Womöglich brauchen alle AFD-Leute und ihre Kinder Polizeischutz. Meinen Respekt für ihre Haltung haben sie.
      Dass diese Entwicklung nicht gesehen, sondern allseits gefördert, ja beklatscht wird, offenbart, was die Linksgrünen in Wirklichkeit von einer freiheitlichen Grundordnung halten. Wer sind hier die Faschisten?

  69. Wenn ich ein deutscher Staatsbürger wäre......
    …. „du schreibst zu schnell“. Sehr geehrte FAZ, würden Sie mich bitte mit „Sie“ anreden, ich war mit Ihnen noch nit im Bett. (so sagte man zu meiner Zeit)
    .
    Ich war nie eine SPD Anhängerin, aber den Einstand von Frau Nahes: ‘Und ab morgen kriegen sie in die Fresse’ schlägt alles. Offensichtlich ist der Frau ihre neue Position in den Kopf gestiegen. Wenn ich Deutsche wäre, würde ich mir ernsthaft überlegen, gegen die Frau wegen Menschenverachtung und -hetze gerichtlich vorzugehen und Anzeige zu erstatten —— obwohl sie als Bundestagsabgeordnete immun ist.

    • Ich wunderte mich hier schon angelegentlich
      über die letzten 2 Jahre wo die pro bono Anwälte sind, die sich früher gerne andienten, politisch motivierte Strafanzeigen zu übernehmen!?

      Sonst geht es mir genauso, schon in 2015 hätte ich gerne die eine oder andere Anzeige wegen Hochverrat, u.s.w. gegen die Kanzlerin losgelassen. Eben je nach Meinung des Anwaltes.
      Als Niederländer ist das allerdings lächerlich, denn sie haut ja nicht mein Land in die Pfanne.

      Übrigens, ich habe neulich zum ersten Mal einen Spruch gehört, der seit 1989 zwangsläufig aus der Mode gekommen war: „Wenn es dir hier nicht passt, kannst du ja rübergehen!“.
      Könnte ich Arbeit und Immobilien mitnehmen, hätte ich das schon lange getan. Auch wenn es in den Niederlanden auch nicht alles Gold ist, hielte ich mich gerne an den Spruch der (Bremer/Deutschen) Stadtmusikanten.

      P.S.: Wie kann ich Ihnen meine Adresse zukommen lassen, nachdem es jetzt doch – trotz Nahles – nicht mehr ganz so rot aussieht? Höchstens RRG als Minderheitsregierung, glaube ich aber nicht wirklich mehr dran.

    • Ach lieber Tiger, was erwarten Sie von einer Frau,
      aufgewachsen in der tiefsten Schneeeifel, dort lebt sie noch heute, die 20 Semester irgendwas studierte und ihre Promotion abbrach. Die als Abiturientin den Berufswunsch Hausfrau oder Bundeskanzler nannte, mit 18 in die Partei eintrat, also im richtigen Leben nie ankam. Leider durch einen Unfall auch noch schwerbehindert ist, sich also mit normalem Erwerbsleben recht schwer tun würde, in der Partei aber wohl mit viel Ellenbogen und Netzwerken Karriere machte.

      Das Parteileben, besonders das in der SPD, erfordert einen rauen Ton, zu meinem Sprachgebrauch gehört speziell dieser auch nicht, aber sonst geht Frau unter, es sei denn, sie ist sehr hübsch und auch recht willig, vielleicht kam das noch hinzu, man weiß es nicht, tut auch nichts zur Sache, jedenfalls erwarte ich von Frau Nahles nur zweierlei, dass sie nie wieder im Bundestag singt und nie Bundeskanzlerin wird.

      Sich ansonsten weiter über die wohl flapsig gemeinte Bemerkung, die anderen hätten drüber gelacht, zu ereifern, bringt nichts, es ist wie es ist, unsere Politelite spottet jeder Beschreibung.

    • @ Der Tiger // Wissen Sie vielleicht, ....
      …..was Frau Nahles in der Zeit vor dem 24. September 2017 gemacht hat?

      Kommt evtl. daher eine gewisse Agressionshaltung?

      MfG

    • Verlorene Wette
      @Uwe Dippel – Ich schlage vor, Sie schreiben mir eine e-mail:
      Lisbeth.Heuse@klc-techtrans.demon.nl

    • Für mich keine “flapsig gemeinte Bemerkung”
      @Renate Simon – “flapsig gemeinte Bemerkung”, I am sorry, so kann ich das nicht sehen. In einer öffentlichen Position kann man es sich nicht leisten, in aller Öffentlichkeit von “auf die Fresse geben“ zu reden. Wenn man von einer führenden Politikerin keinen vernünftigen Umgang mit anderen erwarten kann, wie kann man es dann von einem Normalbürger? Für mich ist die Frau unten durch – egal was sie als Entschuldigung bringt.

    • Werter Tiger,
      mein Elaborat sollte keine Entschuldigung für etwas sein, das einen doch recht ratlos macht, allenfalls ein Erklärungsversuch, wie es zu dieser verbalen Entgleisung hat kommen können.
      Im übrigen soll auch die ewige Kanzlerin im engeren Kreis zu sehr herzhaften Ausdrücken neigen, was aber dank rückgratloser Umgebung wenig nach außen dringt.

      .
      PS: Hat Herr Rutte seine Faust immer noch in der Hosentasche und wenn ja, wie lange noch?

    • Smalltalk mit dem Faustbesitzer
      @Renate Simon – Sicherlich hat Mark Rutte noch seine Faust in der Tasche. Der Mann hat starke Nerven und eine klare Agenda. Ich werde ihn am Samstag sehen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich ihn fragen, wann er seine Faust herauszuziehen gedenkt und ob er meint, dass ich das öffentlich andeuten kann. Aber vielleicht werde ich ihn auch nur fragen, ob er immer noch Zeit findet, Piano zu spielen, und was dieser Zeit seine Lieblingsstücke sind.

    • Nahles, so kennt man sie
      @Tiger

      Die Äußerung ist eigentlich für Nahles absoluter Standard und üblicher Umgangston. Wenn die SPD in der Opposition war, kamen von Nahles regelmäßig solche Äußerungen. Ich glaube auch, dass dieser Jargon insgesamt in der SPD gesellschaftsfähig ist, schon immer, auch aktuell, wie wir es von Stegner und Kahrs kennen. Das ist SPD-Kultur (, die es für Özuguz wohl auch nicht gibt, aber deren Teil sie ist und die sie auch pflegt). Einer Merkel, als Beispiel, ist das natürlich fremd, denn sie kannte wohl die Debatten vor der Wende eher nicht. Das ist einer der wenigen Plus-Punkte, die Merkel wirklich hat. Solches Gossen-Niveau hat sie nie an den Tag gelegt, obwohl sie wahrlich keine Repräsentantin der gehobenen Gesellschaft je war.

    • @Renate Simon
      Echt? Die Kanzlerin als Schandmaul bekannt? Das wäre mir neu. Können Sie da Konkretes nachliefern (auch was Sie mit der Anspielung auf Rutte meinen)? Das würde mich sehr interessieren.

    • Werter Tiger, es wäre mir eine Beruhigung zu lesen,
      dass Herr Rutte aktiv werden möchte, nicht nur am Piano.

      Wir haben am 3.10. den Tag der deutschen Einheit (das Datum ist völlig daneben, dennoch) und bis zu oder an dem Tag wüsste ich doch gern, ob oder ob nicht. Zumal unsere Kanzlerin nun auch noch Macron vollen Herzens unterstützen will, ja geradezu begeistert von seinen Ideen ist, die ja nicht einmal die FDP so gänzlich teilt, die Grünen schon, aber wofür begeistern die sich nicht, wenn’s dem deutschen Volke schadet. Es wäre also an der Zeit, will man Deutschland nicht vollends in den Orkus reiten, diese Frau endgültig aufzuhalten.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/angela-merkel-unterstuetzt-macrons-ziele-fuer-europa-15223202.html#void

    • Nahles ...
      Es ist ja nicht ausgeschlosse, dass die Guteste noch eine Kostprobe ihrer eigenen Medizin abkriegt, z.B. bei Neuwahlen …

    • In die worein?
      „In die Fresse“ ist das Erstsymptom eines akuten PMS.

  70. Royal Air Force
    Also in meiner Jugend hat man Royal Air Force gesagt, wenn in Wirklichkeit die RAF (Baader-Meinhof) gemeint war, als Synonym sozusagen. Ich weiß jetzt nicht, ob sich Lauer die Britische Luftwaffe wünscht oder die Wiedererstehung der RAF. Zuzutrauen ist ihm alles.

  71. Konstruiert
    In dem Text geht einiges durcheinander. Ist 87% eine organisierte Gruppe? Kann man diese mit einer Partei wie der AfD vergleichen? Ist es Rassismus, wenn man pauschal Mitglieder einer völkisch ausgerichteten Partei kritisiert, deren Mitglieder ihr freiwillig (!) angehören bzw. diese unterstützen? Ist es Rassismus, wenn ein Journalist (welcher massiv wegen seiner Herkunft angegriffen wird) mit einer zugespitzten Formulierung das starke Abschneiden der AfD in Ostdeutschland kritisiert? Mit Verlaub, der Artikel wirkt konstruiert und wenig durchdacht.

    • völkisch ausgerichtet. ja leider
      Wann hat sich der deutsche Außenminister
      zuletzt für Interessen der €U in der Türkei
      interessiert?

      Deutsche Abgeordnete dürfen einen Militärflughafen nicht besuchen.
      Deutsche inhaftierte Journalisten werden auf Zuruf nicht
      freigelassen…

      und so weiter, scheinbar ein deutsches Problem.

      Außenpolitik im Interesse der €U müsste sich
      anders anhören.

      Mehrere Staaten sehen einen Beitritt der Türkei zur €U
      völlig anders als Herr Gabriel.

      Welche Effekte hat das Türkeibashing wohl
      auf das gemeine Wahlvolk in Deutschland?
      Ausbaden wird es wahrscheinlich die
      Putzfrau, die Kassiererin, …..

      Auch da macht der Ton die Musik,
      völlig unabhängig
      davon wie man den Beitritt sieht.

      Wir beleidigen ein wenig ausländische Regierungschefs
      mit Hilfe öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten.
      Und die Bundesregierung sieht künftig keinen
      Grund selbst tätig zu werden.
      Man reagiert nur sehr empfindlich
      wenn andere Rundfunkanstalten Deutsche Politiker
      ärgern.

      Nach meiner Wahrnehmung hatte die AfD
      in den letzten Jahren aber gar nicht regiert.

    • Der Bezug auf diese 87%
      von Wählern, die nicht die AfD gewählt haben, wurde in diversen Talkshows von, offensichtlich sprach- und hilflosen, Politikern und Journalisten ob dieses Wahlergebnisses kreiert.
      Das ist natürlich einfacher, als bspw. die eigenen Versäumnisse zu hinterfragen.
      Ob diese 87% als eine homogene Gruppe bezeichnet werden kann, ist IMO äußerst fraglich, eher zu verneinen und tatsächlich konstruiert.
      Das jetzt einigen Politikern der Arsch auf Grundeis geht (lt. Frau Schwesig), ist deutlich zu erkennen.
      Ich habe übrigens ebenfalls nicht AfD gewählt, und lasse mich nur ungern ungefragt vereinnahmen.

    • Ist jeder SPD-Wähler Antisemit?
      Es werden ja nicht die Mitglieder kritisiert, sondern die Wähler.

      Steinmeier mag den Terroristen und Feind der Juden Arafat. Das kann man aber nicht jedem SPD-Wähler vorwerfen; mancher mag es gar nicht wissen.

      Das Ganze ist vielleicht ein bisschen pauschal, ein wenig zu unscharf.

  72. Freiheit statt Sozialismus
    Don, zunächst vielen Dank für Ihre sehr gute Analyse der moralinsauren linken Doppelmoral.

    Auf einen Aspekt möchte ich noch hinweisen, der leider kaum beachtet wird: Das Wahlergebnis ist gar nicht mal so sehr wegen des guten AfD-Abschneidens historisch, sondern eher wegen der Wählerwanderungen, die es ermöglichten.

    Bei allen Bundestagswahlen seit der Wiedervereinigung war Rotrotgrün im Osten stärker als im Westen, sogar 1990 im Wiedervereinigungstrubel. Nur 2017 nicht.

    Ostdeutschland ist westdeutscher als die „alte BRD“, wenn man den Stimmenanteil der linken Parteien als Maßstab nimmt.

    Die Empörung über die AfD wäre halb so laut, hätte es für Rotrotgrün gereicht. Aber es waren die Ostdeutschen, die sich dagegen entschieden haben – der Kommunismus ist endgültig tot. Und das tut den AfD-Kritikern viel mehr weh als das Ergebnis der Rechtspopulisten an sich – und an sich ist es ja urkomisch, dass kein Politiker mehr gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit abbekommt als ausgerechnet die erste lesbische Franktionschefin des Bundestags.

    • ... die erste lesbische Fraktionschefin ...
      … und die erste Partei ohne NSDAP-Mitglieder: ECHTE NATSI meinen die Intelligenzbefreiten!

  73. Fehlkalkulation
    Die Einschätzung, dass die Opferrolle der AfD viele Wähler gebracht hat, teile ich nicht.

    Das Potential derer, die die Massenwanderung in all ihren Facetten ablehnen, schätze ich auf ca 40%, so wenig, weil alle Negativa unter dem Teppich als Ursuppe brodeln.

    Die gebetsmühlenartige Dämonisierung der AfD hat in meinen Augen bewirkt, dass manche potentiellen Wähler auf CSU oder FDP oder Kleinparteien ausgewichen sind, die vor der Wahl die Parolen der AfD gekapert haben.

    Zur Verrohung fehlt noch Kahrs mit seinen rechtsradikalen Arschlöchern, mit denen er im Parlament sitzen muss.

    Bin wirklich gespannt, wie es weitergeht und wer sich noch alles aus der Deckung wagt.

  74. Leider ist es so,
    …dass ich in den vielen Talkshows die Aussagen der 4 plus Moderator gegen den einen Andersdenkenden gar nicht unterscheiden kann von jenen, welche sie gerade kritisieren.
    Hetze, Hass, Verleumdungen, Unterstellungen und Unverständnis sind die Merkmale der elitären Polit- und Mediengesellschaft, welche Hetze, Hass, Verleumdungen, Unterstellungen und Unverständnis mit Hetze, Hass, Verleumdungen, Unterstellungen und Unverständnis bekämpfen wollen.
    Völlig unglaubwürdig, übrigens.

  75. Titel eingeben
    Mich überrascht die Hysterie nach der Wahl keinesfalls. Das war absehbar und erinnert an den Brexit und an die Wahl von Trump. Und der mediale Zirkus wird weitergehen. Wenn also ein AFD-Politiker im Bundestag eine Rolle Toilettenpapier mit nach Hause nimmt; wir werden die ersten sein, die es erfahren. Vor Themen wie der Entschuldung von Griechenland, dem Hinterhertragen von Geld für Macron o.ä. natürlich.

    Außerdem: das System reagiert so panisch, weil es in Frage gestellt wird. Und alle, die vom System direkt oder indirekt profitieren, müssen nun aktiv werden. Dafür hat man sie profitieren lassen.

    Lustig ist nur, dass die Existenz der AFD scheinbar die anderen Akteure zwingt, sich zu outen, sich zu definieren, die Hose so richtig peinlich runterzulassen. Dabei merkt man scheinbar nicht oder nimmt es in Kauf, dass man sich mit Positionen gemein macht, die etlichen Bürgern übel aufstossen dürften. Tolles Spiel!

    Wundern muss ich mich über den Kommunikationsdirektor (!) des Tendenzbetriebs Erzbistum Köln (heißt: man kann ihn für die private Meinung auch rausschmeißen), wobei so jemand doch nicht einfach so etwas rauskalauert, wenn er sich nicht eine gewisse moralische Deckung herbeiphantasiert (Stichwort: Stromsparen in Köln). Natürlich wird der jetzt am Ende im Regen stehen gelassen.

    Die Kirche muss man aber sowieso nicht mehr verstehen. Ich dachte, bei einem Unternehmen, das 2000 Jahre existiert, könnte jemand langfristig denken. Was wird denn aus den ganzen Pfründen und Liegenschaften in einem zunehmend atheistischen und muslimischen Land? Naja, alles große Denker…

  76. Christenhure, deutsche Hure, deutsche Hündin...
    das darf ich mir als hellhäutige Frau gelegentlich anhören.
    2 mal vom Fahrrad geholt,
    1 mal zusammengeschlagen,
    1 mal bei Dunkelheit mit vorgehaltenem Messer überfallen.
    Wie oft ich angerempelt, bespuckt, mit Steinen beworfen wurde zähle ich nicht mehr.
    „Das Absingen deutscher Weihnachtslieder trägt zur Überfremdung unserer ausländischen Mitbürger bei und unterbleibt deshalb“. (Katholische Grundschule , Bistum Köln, NRW).
    „Du musst dich schämen Deutscher zu sein“! ( Lehrerin nach Raubüberfall durch Maroc auf dem Schulhof).
    2 ausgeschlagene Zähne, 1 gebrochener Knochen. 2 mal Verdacht auf Knochenbruch, jedesmal am Tag vor geplanten Konzertauftritten (Gymnasium NRW, unter rotgrüner Herrschaft. Die schlechteste Bildung die man unseren Kindern nur antuen kann).
    Schlimme sexuelle Übergriffe, sowohl in Grundschule als auch Gymnasium.
    Ausserdem ein mit schweren Kopfverletzungen in seinem Vorgarten tot aufgefundener Onkel.
    Mutter nach Raubüberfall Nr. 1 3 Wochen im Krankenhaus.
    Demente alte Eltern bei Raubüberfall Nr. 2 in der eigenen Wohnung schwer misshandelt.
    Staatsgewalt ? Fehlanzeige !
    Liebe Leute, wenn Ihr sowas mitgemacht hättet und noch eine Spur Selbsterhaltungstrieb und Verantwortungsgefühl für eure Kinder oder einen kleinen Funken Stolz hättet, würdet Ihr nicht auch eine Alternative für Deutschland wollen?
    Egal wie die journalistischen Wolkenkuckucksheimer fakenewsen, die Zustände hier werden mit Merkels Gästen nicht besser.
    Die 87 % sind die – noch – Naiven, die Ewiggestrigen, die Realitätsverweigerer, das abschmelzende Poleis.
    Aber mit jedem zusätzlichen Terroranschlag, Überfall, Mord und mit jeder neuen Vergewaltigung wachen mehr Menschen auf und erkennen wie wir,
    – die Anständigen in diesem Land – verarscht werden.
    Holen wir uns unser Land zurück?
    Grüße aus dem wohlhabenden Speckgürtel von Düsseldorf.

    • Mir fehlt der Glaube
      Gutes Fräulein Smaug,

      In dieser Häufung soll das alles Ihnen oder Ihrem Umfeld passiert sein? Tut mir leid, mir fehlt da der Glaube. Und ich habe in zwei Großstädten in auch unguten Vierteln gelebt.

    • Liebe Candidesgarten,
      ich lebe in einer der besseren Gegenden meiner SPD regierten Stadt, unter all den anderen beinahe- und Kleinmillionären bei denen etwas zu holen ist, die aber nicht einflussreich oder verzweifelt genug sind um sich staatlichen oder privaten Schutz zu erkaufen.
      Ein gutes Mittelklasseviertel. Nur – 1, früher 2 Blocks, entfernt von Neumarrakesch. (Dort leben sehr viele Nordafrikaner).
      Alles, was ich beschrieben habe, ist mir und meinen Angehörigen zugestossen weil: hellhäutig, nicht verschleiert, offensichtlich wohlhabend und wegen der guten, innenstadtnahen Wohnlage viel mit dem Fahrrad unterwegs, mithin in Park oder Nebenstraße einfach angreifbar.
      Also „priviligiert“ oder gleich „Nazi“. Von Merkel und rotgrünen Politikern zur rechtlosen Beute degradiert.
      Konfuzius sagt, es gebe 3 Wege klug zu handeln:
      Durch Nachdenken, durch Nachahmen, durch Erfahrung.
      Ich bin durch bittere Erfahrungen zu dem Schluss gekommen, dass Deutschland sich furchtbar zum Schlechten verändert und sich die Altparteien und deren Dekadenz nicht mehr leisten kann.
      Glauben Sie was Sie wollen aber hinterfragen Sie Ihre Vorurteile.

    • Nun, widerlegen kann ich Sie nicht
      Liebe Frau Smaug,

      widerlegen kann ich sie nicht, mir kam die Häufung unwahrscheinlich vor. Generell gilt, dass auch der wildeste Grüne sich mit dem bittersten AfD-ler in dem einen (!) Punkt absolut einig sein sollten, dass Kriminelle unter den Neuen in jedem Falle abgeschoben werden sollten. Ich persönlich hätte nichts dagen, wie in den USA eine Einwanderungspolizei (ICE) zu schaffen, die in beschleunigter Zusammenarbeit mit den Ausländerämtern die Problemfälle zuerst zügig abarbeitet. Auch verschleierte Identitäten müssen kein wirksames Hindernis sein, wenn man Drittstaaten der Dritten Welt besticht, dass sie uns gegen Geld Problemfälle abnehmen. Oft müsste das man gar nicht tun, ich bin sicher dass Gedächtnisstörungen die eigene Identität betreffend reversibel sind. All das wäre sinnhafter als eine Ausweisungspolitik in chronologischer Abarbeitung. Wir werden sehen, wie schnell das kommt. Kommen wird es.

    • @smaug
      Vielen, vielen Dank für die Beschreibung der westdeutschen Realität. Kommen sie in den „Osten “ und sie und ihre Kinder können unbeschwert aufwachsen .
      Wir sind nicht blöd, da wir die DDR2.0 ala Merkel komen sahen.

  77. Wir galoppieren auf einen Bürgerkrieg zu....
    .
    ..
    .
    Mitten aus einer eigentlich nicht schlechten Zeit haben Idioten, wie AntiFa et consortes, die Meinungshoheit an sich gerissen, weil die CDUSPDFDPGRÜNE und wie sie sich schon alle schelten, willfährig beim ewigen Kaaaampff gäägään rääächts mitmarschiert sind, wie weiland die Schulkinder neben den Soldaten.

    Die hochlöblichen linkshetzerischen Dschornalisten, die da zu Gewalt aufrufen, sind schon lange ein Fall für die Zwangseinweisung in die Klapse ,
    stattdessen werden solche Dolme idealisiert und hofiert , ja, staatlich unterstützt und politisch geschützt.
    Was da anrollt, konnte man in Hamburg trefflich ahnen,

    der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch,

    und wird immer größer.

    Man tut gut daran, mit der Knarre unterm Kissen zu schlafen,

    in diesem Land,

    in dem wir alle so gut und gerne leben.

    Danke an alle Akteure !

    • Bürgerkrieg?
      Für einen Bürgerkrieg braucht man mindestens zwei Seiten.
      Ok, die jugendliche Antifa hat Potential.
      Aber wer soll die andere Seite stellen?

      Männer über vierzig mit Wut im Bauch? (Ich gehöre dazu.)

      Die AFD lebt von Leuten, welche die DDR noch erlebt haben und wissen was Propaganda ist und von Westdeutschen, die die Freiheit der 70iger und 80iger erlebt haben.

      Noch zwanzig, dreissig Jahre und die jungen, zwangsglobalisierten Linken gewinnen ganz ohne Krieg.

    • Herr Meyer , noch zwanzig, dreißig Jahre, und Deutschland ist islamisch
      .
      ..
      .
      wie Ägypten, Syrien, die Türkei, etc .

      Da gewinnen diese Würstchen gar nichts.

      da herrscht Scharia, und die ganzen globalisierten Würstchen, von AntiFa bis SPD , sind Dhimmies.

    • If I ever kneel down like that to any man, Crateros, kill me.
      Hat mal einer in den letzten Jahren die Hooligan Szene beobachtet?
      Links/Rechts wird auch da Einzug halten.

      Es gibt unendlich Potential für Bürgerkrieg.

    • Die Braunfront plant das doch schon lange - Sie spielen nur Täter-Opferverschiebung
      Wer in den tiefen Sumpf der Kommentare in den Blättern des neuen Schwarzen Korps schaut, kennt die Kriegs-Hetze dort seit Jahren. Und inzwischen klauen AfD-Mitglieder ja auch die Waffen dazu. Die bezahlten Krakeeler aus Bitterfeld werden in Kürze zu Schlägertrupps. Wie

      [Editiert. Das ist die letzte Warnung: Nochmal solche Pöbeleien, die juristisch fragwürdig sind, und Sie fliegen hier raus. Don]

    • Moser und Meyer, ich lebe in einem Teil Deutschlands, in dem sehr viele
      Russlanddeutsche wohnen. Hat es in den Anfangsjahren häufig Probleme wegen übermäßigen Alkoholgenusses gegeben, so sind sie inzwischen perfekt integriert. Mir erscheinen sie so, wie der größte Teil der Deutschen in meiner Jugend war. Selbst äußerlich, so ohne Hautschimmel und sichtbaren Metallimplantaten. Ich jedenfalls fühle mich in der Anwesenheit von Spätaussiedlern und deren Kindern inzwischen wohler und sicherer, als in Gegenwart all der rot-grün-links-versifften, scheingebildeten selbst ernannten Bildungselite einschl. ihrer nicht einmal mehr scheingebildeten Mamasöhnchen und Papatöchterchen.

  78. Titel eingeben
    Als ich die Reaktionen nach der Wahl gesehen habe, dachte ich, ich sei im falschen Film! Anstatt sich an die eigene Nase zu fassen und sich in Selbstkritik zu üben, hat die Berliner Politelite sich fast ausnahmslos mit der AfD beschäftigt – siehe die Runde mit den Herren Kauder und Oppermann! Wenn man so verantwortungslos mit „seinem“ desaströsen Wahlergebnis umgeht, darf man sich nicht wundern, wenn die AfD noch mehr Zulauf erhalten wird!

    Wenn 87% sich jetzt gegen die AfD verbünden, dann heißt das auch, Sie verbünden sich gegen all diejenigen Millionen Bürger, die in einem demokratischen Prozess der AfD ihre Stimme gegeben haben. Und warum Sie das gemacht haben, kann man ua in der Zeit nachlesen: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/wahlentscheidung-warum-afd-gewaehlt?sort=desc&page=123#comments .

    Frau Kyjak nehme ich gar nicht mehr ernst! Wer aus ideologischer Verblendung Unsinn schreibt, dessen Artikel sind nicht das Papier wert auf dem der Unsinn geschrieben ist. Und zur Geschichte: Im Hintergrund standen weniger die Löhne sondern ausschließlich das Fehlen von Arbeitskräften. Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Vortrag unseres Personalleiters 1973. Man ist damals über die Dörfer gezogen, um Arbeitskräfte insbesondere für West-Berlin zu gewinnen und als man dann auch auf dem Land keinen Erfolg mehr hatte, ist man in die klassischen „Gastarbeiterländer“ gegangen und hat u.a. Arbeitskräfte per Flugzeug aus der Türkei eingeflogen. Und man sollte in dem Zusammenhang sich auch in Erinnerung rufen, dass damals die Arbeit bei z.B. der Müllabfuhr von Deutschen verpönt war. Außerdem, den erfolgreichen Aufbau nach dem 2. Weltkrieg haben die Trümmerfrauen begonnen und die von den Linken verpönte Generation unserer Eltern vollendet.

    Zurück zur Wahl: ich gehöre zu den 13%, die die AfD gewählt haben und mir ist es egal, was andere denken. Mit dem Abschneiden der AfD hat sich als erstes gezeigt, dass ein WEITER SO für die Berliner Parteien schwierig wird! Die SPD hat verstanden, dass eine GroKo nicht mehr gewünscht ist, Frau Merkel, die größte Verliererin der Wahl kann immer noch nicht sehen, dass Sie etwas falsch gemacht hätte und Ihre Claqeure scheinen Ihr zu folgen, Herr Seehofer klebt an seinem Sessel und versteht nicht, dass die Bürger seine Umfallstrategie mit einer roten Karte abgestraft haben, aber einige in der CSU haben es kapiert.

    Mit der SPD in der Opposition, ist dem WEITER SO von Frau Merkel ein Riegel vorgeschoben worden und, da m.E. Jamaika nicht zustande kommen wird, setze ich auf Neuwahlen und dann wird sich zeigen, inwieweit die 87% eine Weg zurück in die vor 24.09.17 Zeit umsetzen können!

    • Reinhard Benditte
      Sehe ich genauso, richtige Einschätzungen.
      Und die „Gonslerin“ tut uns auch noch den Gefallen mit ihrem Nichteinsehenkönnen, so gut kann sich die Afd gar nicht verkaufen, als das man das Toppen könnte.
      Ein Musterbeispiel der Ignoranz, nur schade, dass die Folgen für D schlimm sein werden.

  79. Wer bombt?
    Der eigentliche Witz an den Linken ist ja, dass sie wirklich glauben, die ehemaligen Alliierten stünden an ihrer Seite. Nur, welche sollen das ein? Großbritannien etwa, das sich gerade aus der EU verabschiedet hat, nicht zuletzt wegen unkontrollierter Zuwanderung? Großbritannien, das den Eurotunnel für illegale Migranten blockiert hat? Putins Russland? Trumps Amerika? Die „islamophoben“ Osteuropäer? Bleibt eigentlich nur noch Frankreich. Und die müssten sich bei den Wahlerfolgen des FN zuerst mal selbst bombardieren. (Oh Gott, ein islamisiertes Frankreich mit Zugriff auf Atomwaffen…das könnte wirklich gefährlich für Ostdeutschland werden.)

    Davon abgesehen halte ich all die öffentlich demonstrierte Wut, Trauer und Hysterie für Blödsinn. Es hat seit Monaten nicht den geringsten Zweifel daran gegeben, dass die AfD den Einzug in den Bundestag schafft. Ob nun mit acht oder 12 Prozent sollte ja egal sein, wenn angeblich das Vierte Reich droht.

    Wir haben es mit einer Mischung aus Virtue Signalling, schnödem Clickbait und Aufmerksamkeitsheischerei zu tun. Das machen die linken Medien schon seit Jahren. Man suche auf Youtube nach „Die Wahrheit über den Angriff der AfD auf die TAZ Reporter“. Das war 2014, als Lucke noch fest im Sattel saß. Schon damals war die AfD quasi Hitler und kein Mittel zu doof, ihr Gewalt anzuhängen. Danach war Petry Hitler und jetzt ist Gauland Hitler. (Die Älteren werden sich erinnern: Eva Herman war auch schon mal Hitler.)

    Neulich war übrigens auch Lafontaine – wieder mal, muss man ja sagen – Hitler. Schreibt er so: Hilfe ja, aber eben gezielt, am besten vor Ort und die eigenen Leute nicht benachteiligen. Prompt gibts in der Kommentarspalte das große Mimimi, irgendwas mit Juden und Holocaust und überhaupt. Gut, Sekundärtugenden-Lafo hat es natürlich auch ein bisschen verdient. Quid pro quo, könnte man sagen.

    Vielleicht ist es aber auch so, dass hinter der Hitlerisierung eigentlich eine Faszination für Hitler steckt. Nein, wirklich, wenn man es mal ausprobiert und richtig oft „Hitler“ schreibt – das geht beängstigend gut von der Hand. Wirkt fast schon befreiend. Man spürt auch gleich so ein „brünftiges Feuer in sich lodern“ (Lisa Eckhart). Die Gene der Köterrasse sind schon eine Krux!

    • Titel eingeben
      Es ist ja so außerordentlich mutig, gegen den pösen Mann aus Österreich zu sein und das andauernd laut öffentlich zu sagen, ach was: zu verlautbaren, drucken zu lassen… heute, wo’s nix kostet, schon gar nicht die Freiheit oder das Leben, oder auch nur Mut. Was haben ihresgleichen damals gemacht? Mitgemacht. Auch mindestens 87%.
      .
      Das ist alles so billig.

    • Ihre Mischung
      Noch was für Ihre Mischung: Mir ist die banale Erkenntnis gekommen, dass es auch bei den Linken Mitläufer gibt. Leute, die nichts verstanden haben, sondern gelernte Phrasen u.ä. produzieren, um erwarteten Applaus der peer group zu bekommen. Das sind dann die, die auf die Idee kommen eine öffentliche Liste anzulegen, wer ihrer Meinung nach alles ein Nazi ist. Oder die nicht mal die hypothetische Option durchspielen können, dass dieses Lokal in München tatsächlich von ‚den Guten‘ exakt mit Hitler-Methoden fertig gemacht wurde. Es fehlte nur noch der SA-Mann am Eingang, der Kunden sagte sie sollten da nicht reingehen. Aber wenn es ‚für die Sache ist‘, ist es ja ok. Und dann stellen sich diese Leute die Frage ‚wie konnte 1933 sowas passieren?‘.

    • Gene der Köterrasse
      Ja, ich spüre auch schon dieses Feuer auflodern. Vielleicht nicht so brünftig, bin schon älter. Aber die Propaganda hat mich schon fast zermürbt.

      Ein Rassist zu werden, wird schon nicht so einfach. Ich werde mich von vielen, eigentlich den meisten, Freunden verabschieden müssen.

      Noch schwieriger wird es mit meiner Entwicklung zum Nazi, da ich eine schwere Allergie gegen Sozialismus in jeglicher Ausprägung habe.

  80. Auch die Organisation Avaaz betreibt zur ZEit eine Hetze gegen die afd
    Zur Zeit läuft bei Avaaz eine Unterschriftenaktion der 87-er „Anständigen“ gegen die Afd. HAbe mich dort komplett als bisheriger Unterstützer von Avaaz-Kampagnen, bisher allem humanitärer Art, verabschiedet.

  81. Da schwingt schon auch deutlich Gewalt mit, wenn Emily Laquer
    als „radikale Linke“ in der FAZ zu Wort kommt:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/linksradikale-wir-werden-die-afd-jagen-15220741.html
    Wieso gibt es über die Frau kein Wiki?

    • Titel eingeben
      Irgenwo hier oben oder nebenan im aktuellen „Stützen“-Blog des Don stand in einem Kommentar, die Dame wäre schon im Januar verstorben (?!)

    • Das muss eine gleichnamige Frau sein - das Sterbedatum ist bereits in den
      90ern.
      In der FAZ gibt es ein Bild dazu und bei Hayali hatte sie einen Auftritt. Sie ist 30, studiert Politikwissenschaften in Lüneburg und ist Sprecherin der Interventionistischen Linken für die G20-Proteste – was auch immer das ist und was auch immer folgte.

      Ich frage mich, weshalb man dieses Interview in der FAZ unkommentiert lies?
      So schwarz – weiß, gut – böse. So viel Wut und Unfähigkeit über den eigenen Tellerrand hinaus zu denken.
      Aggressivität äußert man oftmals dann, wenn man sich um die eigenen unbewussten Anteile noch nicht gekümmert hat, sie leugnet und abwehrt und seine Projektion deshalb lieber auf andere richtet.
      Gefährlich ist es alle mal – wie wenn Sicherungen durchgebrannt wären.
      Früher hat man doch die Menschen, deren Familien und Besitz wenigstens in Ruhe gelassen.
      Müssen jetzt nach Islamkritikern auch Menschen, die nicht die Meinung der obigen vertreten, Personenschützer bekommen?

    • Titel eingeben
      Dieses Interview hatte mich gerade auch einigermaßen irritiert: Was will einem die Redaktion damit sagen, welchen Erkenntnisgewinn soll das bringen?

  82. Allgemeines Twitter-Problem?
    Könnte es darauf hinauslaufen, dass das Medium Twitter zwei problematische Verhaltenstendenzen besonders fördert: a) die Neigung, sich spitz und polemisch zu äußern und b) das Bedürfnis, schnell mit einer Herde mitzubrüllen?
    Zudem fühlt man sich wie am Stammtisch, wo man immer ungehemmt über Leute herziehen konnte, die man, wenn man ihnen wirklich begentet, höflich begrüßt (und ihnen kein Haar gekrümmt) hätte. Aber natürlich können alle Twitteraner jeder Richtung ähnliche Toleranz für ihre Expektorationen beanspruchen. Dummerweise ist bei Twitter jede Äußerung nachverfolgbar und langfristig dokumentiert.

  83. schafft das Grundeinkommen für die RAF !
    @AHE

    die RAF muss nicht wiederauferstehen, sie lebt und ernährt sich von Banküberfällen und Ausraubungen von Geldtransportern im Norden……..

    die Unfähigkeit deutscher Strafverfolgungsbehörden schreit zum Himmel.

    alles volle bargeldlos, wie auch sonst sollen sie leben ohne ein Konto bei der Raiffeisenkasse Schneverdingen ?

    schon deshalb – für diese armen Menschen – fordere ich das bedingungslose Grundeinkommen !

  84. Gastarbeiter
    Die Gastarbeiter wurden geholt, wie jetzt die Fluchtmigranten, um die Löhne zu drücken. Als die ersten Gastarbeiter in den 60ern kamen war das Land längst wieder aufgebaut. Von den Deutschen die den Krieg überstanden hatten. Und den Krediten der Amis was den Westen betrifft.

  85. Pauschalisierung
    Lieber Don, ich glaube, daß keiner bei der AfD wirklich behauptet oder gar glaubt, daß ALLE Nordafrikaner Vergewaltiger oder ALLE Muslime Islamisten sind. Es fällt nur auf, daß Vergewaltiger bzw. Islamisten in diesen Personengruppen überrepräsentiert sind. Aus welchen Gründen sei dahin gestellt.

    • Die göttliche Offenbarung des Faschismus
      Es gibt im Islam faschistische Konzepte wie die Umma und die Führung durch Mohammed, die – hier vor allem die Umma – der Integration strukturell entgegenstehen.

      Auch das Primat der Scharia ist nicht integrationsfördernd.

      Das macht nicht alle Moslems zu Vergewaltigern, gibt aber Hinweise darauf, wieso man der muslimischen Einwanderung begründet! anders begegnen kann als der osteuropäischen oder ostasiatischen.

  86. Ich sehe schwarz
    Am Anfang steht die Sprachlosigkeit. Dieses Land, dass sich einer lebendigen und demokratischen Debattenkultur rühmt, hat, von Ausnahmen abgesehen, den Verstand verloren. Und es schmerzt sagen zu müssen, dass der Verfall der Debattierfähigkeit von denen ausgeht, die die Worte Toleranz und Vielfalt inflationär gebrauchen. Würde sich irgendjemand einmal die Mühe machen, all die Headlines der deutschen Medien im ersten Jahr der Existenz der AfD, als die Flüchtlingskrise gar kein Thema war, unkommentiert aneinanderzureihen, es wäre ein Dokument des Grauens. Weil eine Gruppierung die Staatsdoktrin Euro anzuzweifeln geagt hatte! Sorry, aber ich sehe schwarz…

    • Ja, ich erinnere mich eine haf- Sendung,
      in der Lucke dermaßen fertig gemacht wurde, weil er in einem Satz das Wort total anwandte.(Wollt ihr den totalen Krieg)Fand das damals schon total hysterisch.

    • Lucke
      Einmal hat der Lucke auch „entartet“ gesagt: Schlimm!

    • @ Reinhard Hennig
      Ich denke ich kenne die Zusammenhänge. Alles sehr verworren, aber genau deshalb müsste man es analysieren und offenlegen. Hier mal ein Versuch:

      1. Kohl hat uns den € aufs Auge gedrückt. Es wird zwar immer behauptet, die Franzosen seien es gewesen, aber: was hätten die schon zu melden gehabt, es war wohl einfach nur vorauseilender Gehorsam Kohls gegenüber denen. Vom Erbfeind zum Erbfreund (das eine so falsch und undifferenziert wie das andere) übers Knie gebrochen, mit typisch Kohl’scher Brachialität.

      2. Da die Deutschen traditionell obrigkeitshörig sind, vor allem gegenüber Charakteren wie Kohl, durfte die Entscheidung danach auch nicht mehr angezweifelt werden. Die Meinung der Fachleute deckte sich in dem Fall mit der des Volkes-beide wollten den € nicht. Kohl soll gesagt haben: „wenn die Deutschen den € nicht wollen werde ich sie dazu zwingen.“ Und so kam es ja dann auch. Kohl hatte gegenüber Europa das virtue signalling angefangen, das von Mutti dann weitergeführt wurde. Auch wegen Schengen, obwohl da nicht ganz klar ist wie weit die Wirtschaft mit drin hängt (Zollfreiheit, etc.) oder ob es reine Mutti-Tugendprahlerei war. Das ganze mündete dann (nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil von 2012, wonach jedem anerkannten Asylbewerber höhere Leistungen zugesprochen wurden) in der Asylkrise, vor allem nachdem die organisierte Kriminalität (Schlepper- +Schleusermafia) erkannt hatte was für ein Goldesel plötzlich da war. Mutti wollte aber um keinen Preis die Grenzen sichern.

      3. Wer die „alte“ CDU noch kannte: man stelle sich mal vor wie die in so einem Fall ausgerastet wären. Sogar Seehofers vermeintliche Intransigenz wäre im Vergleich dazu laumannsdörfer gewesen. Und die Medien? Naja, rot blieb rot, da hat sich ja nichts geändert. Aber Schwarzfunk à la ZDF und BILD machten plötzlich auch einen auf virtue signalling. Warum? Ganz einfach-in Nibelungentreue Kohl ergeben-Mutti war dessen Ziehtochter, also auf Gedeih und Verderb hinterher, komme was da wolle. Und wenn das Land untergeht, aber wo kämen wir da hin wenn sich der Pöbel erfrechte die Entscheidungen des großen Kohl in Zweifel zu ziehen?

      4. Was Mutti dann abgeliefert hat bestand also einfach nur darin, den Willen Kohls zu vollziehen, so wie sie es sah und ohne Rücksicht auf Verluste, auch wenn es im krassen Gegensatz zum ursprünglichen CDU-Parteiprogramm stand. Das ganze Chaos wurde noch verstärkt durch GroKo und dadurch, dass die Kinderchen aus den CDU-Familien alle zu den Grünen gelaufen waren. Die wollte man aber wiederhaben, also hat man sich nach linksgrün gewendet. ich würde wetten es gab Strategiesitzungen wo Tauber das als Kurs gesetzt und durchgepaukt hat-auch ohne Rücksicht auf Verluste, selbst bei der CDU selbst.

      5. Nach altem CDU-Selbstverständnis durften die armen Teufel der Republik, jene die traditionell ja eh nicht CDU wählen, die ganze Suppe auslöffeln. Wer keine Kohle hat ist eben ein Schuft, und da die ganzen Streber von der Refutschi Wällkamm-Fraktion ja traditionell Kohle haben wurde dekretiert: „Wir (damit meinte sie wohl den Piefke-virtue-signalling-Anteil der Bevölkerung) schaffen das.“ Auf Kosten der Staatsfinanzen natürlich, und die kommen ja auch durch die Steuern der Geringverdiener zustande. Aber die hat man nicht lang gefragt, da wer keine Kohle hat nicht viel gilt.

      6. Ich würde wetten, dass ich mit all dem richtig liege. Ein nettes unappetitliches Durcheinander, nicht wahr?

  87. Ich hoffe möglichst viele Journalisten lesen Ihren Artikel
    Denn eigentlich wäre es an den Journalisten nicht gleich auf jeden Zug aufzuspringen und im Interesse schneller Nachrichten die Einordnung und Wichtung von Vorgefallenem zu vernachlässigen. Es wird berichtet was „passt“ und es wird sehr vieles verstärkt, jede Blähung von AFDlern wird geechot. Man hat Feind der AFD zu sein und verzweifelt werden dafür bestätigende Indizien gesucht. Und gegen den Feind ist jedes Mittel recht, Gewalt statt Demokratie, wie bei den Nazis? Fehlt nur noch, wer relativiert ist verdächtig und Verdächtige sind Feinde. Mit ist es völlig egal ob etwa Herr Gauland Rechtshänder ist, erstaunlich finde ich jedoch die Nahles Äußerung, welche sich für ein Regierungsmitglied nicht gehört und eigentlich eine Entlassung zur Folge haben sollte (welche aus anderen Gründen geschah).

  88. Küchenpsychologie
    Durch den realen Nationalsozialismus des 3.Reiches sind funktionierende Familienstrukturen und Existenzen der meisten Deutschen zerstört worden. Vielleicht ist dieses laute und niveaulose Getwitter etc. einiger der 87%, die dann aber auch von den Medien (Meinungsmacher) bestätigt und befeuert wird, so eine Art verspäteter Rachefeldzug? Endlich kann man (auch Frau natürlich) denen mal die Kante verpassen, die eigentlich vor mittlerweile über 85 Jahren nötig gewesen wäre… Denn es ist so irrational sich im selben Jargon zu äußern. Wie kommt Frau Nahles zu „auf die Fresse“? Wahrscheinlich bin ich zu naiv….
    Ihren Text fand ich super.

    • Eventuell auch epigenetisch von der Familie während der Sozialisierung automatisch
      mit bekommene und seitdem mitgetragene unbewusste Anteile, die sich nun wütend Bahn brechen.
      Alte, auch nicht selbst erlebte (Kriegs-)Traumata, sind unerlöst durch Generationen weiter wirksam.
      Immer, wenn man mit dem Finger mit solcher Macht auf andere zeigt, sollte man unbedingt in sich selbst schauen, was da in Unordnung ist.

    • No way
      Was die Existenz meiner Familie betrifft, so wurde diese durch die Russen und die DDR-Kommunisten vernichtet. Das bitte ich, zu beachten. Soviel Genauigkeit darf sein.

  89. Spaltungstendenzen
    traurig, traurig die ganze Entwicklung. Ursprung ist aber Merkel. Merkel ist eine Spalterin, sie hat dieses Land gespalten, sie hat Europa (und darüber hinaus) gespalten und es würde mich nicht wundern, wenn sie selbst ihre eigenen Fraktion spaltet.

  90. Meine persönliche Resolution (bin AfD-Gegner) zum Umgang mit der AfD
    1.)
    Ich werde dafür eintreten, dass ihre Wähler und Mitglieder alle ihnen zustehenden Rechte als Bürger und Abgeordnete vollumfänglich, ohne Einschränkungen oder Bedrohungen ausüben können.

    2.)
    Ich werde mich mit anderen Gegnern der AfD – so sie den Weg der politischen Auseinadersetzung wählen – solidarisieren, soweit ich ihre Ziele und Argumente mittragen kann.

    3.)
    Ich werde Gegner der AfD darauf hinweisen, wenn ihre Argumentation unsachlich, verächtlich oder gar falsch ist. Eine solche Argumentation werde nicht mittragen, vielmehr werde ich ihr entgegentreten.

    4.)
    Ich werde der Argumentation aus den Reihen der AfD aufmerksam zuhören und versuchen, Ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Sehe ich die Argumentation als falsch an, werde ich ihr widersprechen, sehe ich sie als zutreffend an, werde ich sie anerkennen und meinen Beitrag leisten, dass die damit einhergehenden Ideen umgesetzt werden können.

    5.)
    Ich werde jedem zu verstehen geben, dass Denk- und Redeverbote noch nie das Aufkommen möglicherweise vorher undenkbarer Ideen verhindert haben. Entweder ist eine Idee falsch oder richtig, das kommt aber nie darauf an, wer sie hat oder äußert.

    6.)
    Ich werde die Wahlentscheidung meiner Mitbürger respektieren.

    7.)
    Ich werde AfD-Wähler und Mitglieder als Menschen respektieren, denen die volle, unantastbare Menschenwürde zusteht.

    8.)
    Ich werde Freundschaften oder den sonstigen Umgang gegenüber Menschen, die sich für die AfD engagieren oder sie wählen nicht deswegen abändern.

    9.)
    Ich werde Menschen, die AfD-Mitglieder oder Wähler diffamieren sagen, dass ich dies nicht gutheiße, auch wenn ich AfD-Gegner bin.

    10.)
    Ich werde keine Angst haben, zuzugeben, dass die AfD in machen Punkten Recht hat oder haben könnte.

    11.)
    Ich werde bei einem weiteren Erstarken der AfD (wenn es denn käme) nicht hysterisch werden.

    • Ihre Resolution
      sollten sich alle zu Herzen nehmen.

      Übrigens: Das was Sie schreiben, war schon immer meine bevorzugte Weise gegenüber politisch Andersdenkenden. Und da gab es noch gar keine AfD.
      Und ich sehe wg. der AfD auch keinen Grund, dies zu ändern.

    • Titel eingeben
      Etwas Selbsverständliches gelassen ausgesprochen!

      Schade, dass man auf so etwas heutzutage hinweisen muss.

      Dennoch vielmals Dank für diese Zusammenstellung, die jeder echte liberale Demokrat nur unterschreiben kann!

    • @ Herr Jensch,
      Sie sind halt ein Demokrat, wie er im Buche steht.Für mich ist das auch selbstverständlich.

    • 12. Zusätzlich werde ich mich über das in den MSM hinaus veröffentlichte
      weiter informieren und ggf. Originalabschriften von Reden nachlesen oder Videos betrachten, um mir eine eigene Meinung bilden zu können.

      Hilft übrigens nicht nur bei der AFD ;-)!

    • Nummer 11 ist es!
      DAS ist der beste Vorsatz in einem zugegebenermaßen starken Feld, lieber Herr Jensch!

  91. Kollektive Ausgrenzung und Kollektivhaftung
    „I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.“ Es war nicht Voltaire, der dies sagte. Aber dies nur am Rande. Das Prinzip dahinter hat in Deutschland leider nie viele Anhänger gehabt. Weder links nocht rechts noch in der Mitte. Es fehlt die Unbefangenheit in der politischen Diskussion und Auseinandersetzung. Die beiden deutschen Diktaturen mögen dies teilweise erklären. Schade ist es trotzdem und kollektive Ausgrenzung und Kollektivhaftung sind die logische Folge.

    Vor diesem Hintergrund bleibt eigentlich nur die Weigerung, Zeitgenossenschaft zu erleiden. Dieser Blog und viele der Kommentare sind ein gutes Beispiel dafür, dass dies durchaus funktioniert. Zumal es gerade die entgrenzten Zeitgenossen sind, die uns diese Zeitgenossenschaft aufzwingen wollen.

    Und noch eine Anmerkung was die Lauten und Drastischen betrifft. Im Islam sind diese ebenfalls die Wort-, Meinungs- und vor allem Entgrenzungsführer. Vor diesem Hintergrund halte ich es für mehr als sinnvoll, den Anteil von Muslimen an der Einwanderung nach Deutschland relativ klein zu halten. Zwei kommunikationsunfähige Bewegungen reichen vollkommen aus. Staaten haben wie jeder Club das Recht, zu bestimmen, wen sie aufnehmen wollen und wen nicht. Zugleich haben sie dabei die moralische Pflicht, dies fair, transparent und nicht willkürlich zu tun. Mehr bedarf es nicht.

  92. Er ist schon ein braver, der Horstl - Merkels "Strategie" der nächsten Tage
    Werter Don, vielen Dank für den neuen Artikel. Hat mir gut gefallen!

    Jetzt zu meinem (off-topic) Thema. Ich hoffe, Sie lassen’s durchgehen.

    Merkel wird die nächsten Tage den Seehofer ganz nah bei sich behalten. Viele Termine machen, ihm viel Liebe angedeihen lassen, ihm aber, kurz gesagt, keine Ruhe gönnen auf dass er nicht auf dumme Gedanken kommt.

    „Mensch Horstl, bitte wach‘ endlich auf! Merkel war die letzte Kanzlerin und ob sie noch einmal das Zepter übernehmen darf, hängt doch vor allem auch von dir ab. Willst Du das? Lass‘ Dich nicht wieder von ihr einseifen, sonst wird es nur wieder böse für Dich und Deine CSU enden.“

    Ich bin wirklich sehr gespannt, Don, was der Anspruch und die hohe Meinung, die die CSU von sich hat, noch wert sind. Das sage ich als halb Franke, halb Bayer (oder anders rum; ach nein, heute so rum).

    • Rechenaufgabe
      Wenn wir mal eine Proportion aufstellen:
      Seehofer : CSU = x : 1. FCB
      ist dann x = Ancelotti oder x = Hoeness?
      UAwg Kalchas

  93. @BlackBlacky: A.Nahles?
    Muss man nicht kommentieren. Vermutlich wurde D.A. von der Kommentarflut erschlagen. Rest in Peace.

    • Welcher Gast erbost sich über die bloße Nennung des Namens der neuen SPD-Fraktionschefin?
      Muss man das noch kommentieren? Legen Sie sich einen Nick zu damit Sie von mir gestalked werden können.

    • A.Nahles ... muss man nicht kommentieren ...
      … sollte man aber wiederholen.

      Wenn sich schon kein Staatsanwalt drum kümmert, sollten es zumindest die Wähler!

  94. Was ich übrigens ganz wunderbar finde, ist, dass sich der linke Hass jetzt gegen Bundestagsabgeordn
    der AfD richtet. Es handelt sich dann nicht mehr um Gewalt gegen Privatpersonen, sondern gegen Mandatsträger. Da ist der Staatsschutz zuständig.

  95. 73,2% im Anti-Merkel-Modus
    Brav marschieren wir einher,
    Sprache schert uns längst nicht mehr.
    Beleidigen, dass muss schon sein,
    so ein Mobbing, das ist fein.

    Passt die Meinung dir nicht recht,
    mach die andern einfach schlecht!

    Also den großen Unterschied zwischen den 87% und den 73% auszumachen muss man halt den politischen Talkshows überlassen.
    Was dem einen rechts, das ist dem anderen billig.
    Wir sollten eben mehr anders sein. Dann finden wir auch genügend billigenden Zuspruch, denn für Vernunft haben wir später nochgenügend Zeit. Spätestens dann, wenn Frau Kiyak verkündet, dass genügend neue Gastarbeiter unser Deutschland wieder aufrichten.

  96. Gastarbeiter haben Deutschland aufgebaut
    Leider ist Frau Kyiak mit ihrer „Meinung“, die Gastarbeiter hätten Deutschland aufgebaut, nicht einsam. Diese These kommt aus der Türkei, die selbst damals das Anwerbeabkommen gefordert haben. Sogar deutsche Politiker erzählen dies teilweise, so eine Art Wanderlegende, neudeutsch Fake News. Unsere sehr gebildeten syrischen Freunde, die bei uns zu Besuch waren, schauten sich einen Berlin-Bildband aus unserem Bücherschrank an. Bei einem Bild der Berliner Trümmerlandschaft sagte der Mann, er hätte gehört, die Türken hätten Deutschland wieder aufgebaut. Als ich fragte, wo er das gehört habe, meinte er, in seinem (staatlichen finanzierten) Deutschkurs (!).

    Zum Thema ein interessanter Artikel: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/gastarbeiter-die-kunst-des-missverstehens-11502703.html

    • .. in den Deutschkursen ...
      … wird auch tendeziell Deutschenhass und linke „Narrative“ verbreitet, was auch an den Veranstaltern liegt …

    • Gastarbeiteraufbau
      Deshalb gab es früher auch den Witz:

      Warum gibt es keine Türken auf dem Mond?
      Weil Ford keine Raketen baut.

  97. Kahrs und seine 94 Arschloecher
    Nur 94? Nicht mal zählen kann der Hampelmann.
    Da sitzen viel, viel mehr!
    Weit über 600. Eines grösser als das andere. Eine rechte Arschlochversammlung. Und was kommt dort raus? Bei Kohl nachlesen.
    Der letzte aufrechte Mann dort war Henry Nitzsche.

    • armer Schäuble
      Das macht mir sehr Sorgen um den armen Schäuble. Ich habe jetzt schon die Übersicht verloren, wer im neuen Bundestag erstmal alles abgemahnt werden muss.

  98. Sie nutzen Klischees, ventilieren Vorurteile und argumentieren oft rassistisch
    Hinzu kommt eine zweifelhafte Einstellung zur Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Da Zeitonline und SPON solchen Leuten ein Podium bieten, könnte die FAZ ja auch Björn Höcke eine Kolummne zur Verfügung stellen. Das steigert ganz zweifellos den Unterhaltungswert des Mediums. Ich fürchte nur, dass dem der Anspruch an das eigene Niveau im Wege steht. Vermutlich ist Stil effektiver als Moral, bei der Vermeidung menschenverachtender Polemiken.

  99. Merkel - Macht - Autobahn - Menschen, Leben, Tanzen, Welt O-eo-o, o-o-ehooo!
    Gesetz 15: Vernichte deine Feinde vollständig.
    Gesetz 21: Spiele den Deppen, um Deppen zu überlisten.
    Gesetz 27: Befriedige das menschliche Bedürfnis, an etwas zu glauben, und fördere einen Kult um deine Person.
    Gesetz 31: Lass andere mit den Karten spielen, die Du austeilst.
    Gesetz 48: Strebe nach Formlosigkeit.

  100. Trotzdem............
    Bei allem, was ich an Ihrem Artikel durchaus sehr treffend formuliert
    und inhaltlich akzeptabel finde, zieht sich DOCH DURCH ALLES ein
    absolutes WERT-URTEIL über die Partei AfD sowie deren WählerInnen.
    Insofern……ist darin ja schon ein gerüttelt Maß Über-heb-lichkeit und
    eigenes Richtigsein in der Welt gegenüber den „Anderen“, die einfach
    nicht dieselbe „richtige“ Sichtweise annehmen wollen.
    Und genau DA fängt das Übel an.
    Wenn man MIT EINANDER SPRICHT statt ÜBER EINANDER, können gemeinsame Lösungen gefunden werden.

    • Titel eingeben
      Und das an einen Autor gerichtet, der gern in die braune Ecke gestellt wird. Es wird wirklich immer unglaublicher.

  101. 95,1%
    Jaja die Demokratie. Ich gehöre auch zu den 87%. Aber wenn Demokratie nur funktioniert, wenn 95,1% der gleichen Meinung sein müssen, weil sonst ein Aufschrei der Empörung ausgelöst wird,der durch Medien und Altparteien geht, dann finde ich das doch etwas besorgniserregend. Da war die gute alte DDR doch besser. Da gab es auch massenhaft Aufmärsche, aber nur gute und die meisten waren in “der“ Partei. Frag mich sowieso wo die alle geblieben sind. Ja als 87er bin ich auch besorgt. Aber nicht erst seit Sonntag. 1982 zog die extreme Linke in den Bundestag ein, 1990 die extremistische Linke inklusive kommunistischer Plattform. Und die hat es manchmal auch ziemlich schwer mit der Bundesdeutschen Verfassung. Jetzt ist es halt die AFD von gegenüber. Summa summarum 25% der Deutschen wählt extrem. Jetzt bin ich schon nur noch ein 75er. Ich frage mich nur wo die Verteufelung der anderen Extremen war. Natürlich war auch Trotz gegenüber der sogenanntem Lügenpresse am Wahltag dabei, aber wo bleibt die Katharsis vieler prominenten Medienvertreter. Nicht nur Mutti, nicht nur Gabriel, ihr habt mit eurem Negieren und Hetzreden diese Partei stark gemacht. Totschweigen und Darumherumreden ist das Gift für die Demokratie. Darum schließe ich mit dem ebenso schönen wie klugen Satz: Quidquid agis prudenter agas et respice fine.

    Wie fast immer gut geschrieben Herr Alphons.

  102. A-soziale und anti-humane Eliten
    @Goodnight sagt: 28. September 2017 um 15:02 Uhr
    „Menschen müssen geführt werden.“

    Völlig zutreffend.

    Menschen brauchen Fachautoritäten (Experten, Wissenschaftler etc.).
    Menschen, die gemeinwohlorientiert führen.

    Diess war der Kern des Humboldtschen Bildungskonzepts, nämlich die Entwicklung von gemeinwohlorientierten Eliten durch humanistische Allgemeinbildung. Mit naturwissenschaftlichem Fundament.

    Das ist ein allgemeines Problem in den westlichen Gesellschaften. Es fehlen vernünftige Eliten. Und das politische System der repräsentativen Demokratie taugt nichts. Da kommen diejenigen nach oben, die am besten manipulieren, lügen und betrügen können.

    Literaturempfehlung:
    Christopher Lash: „Die blinde Elite. Macht ohne Verantwortung.“
    Der Originaltitel triff es genauer: „The Revolt of the Elites: And the Betrayal of Democracy.”

    • und es tut mir nicht gut, dass wohl nur pol. einseitig belastete Expertenwissenschaftler
      dem Bürger vorgesetzt werden.

      @ H.von Goslar.

      „Menschen brauchen Fachautoritäten (Experten, Wissenschaftler etc.).
      Menschen, die gemeinwohlorientiert führen.“

      Experte ist in meinen Augen fast schon eine Beleidigung. So inflationär wie dieses Wort benutzt wird. Ausgelutscht mittlerweile. Hören Sie den „Experten“ zu, das genügt meistens.

      Desgleichen: Die Eliten. Für mich unvorstellbar nach wie vor, wie dieses Wort für Pfeifen verwendet werden kann. Oder halten die sich für die Elite? Das wäre noch viel tragischer.

      Wissenschaftler. Ja bitte. Habe 3 junge Dr. Ing. Maschinenbau in meinem Freundeskreis. Keine Soz.Päds, leider, sind aber gerne willkommen.

      Literaturempfehlung:
      „Singe den Zorn, oh Göttin des Peleiaden Achilleus“
      Als Einführung. Natürlich bitte weiterlesen und nie ein homerisches Lachen
      vergessen.

      Bald kommt irgendjemand eine Idee für ein Ausrücklager. Ich suche immer noch. Ist spannend.

      Beste Grüsse zu Ihnen allen

    • Eine funktionierende Demokratie
      ist alleine dadurch gekennzeichnet, dass die Wähler die Regierung ohne Gewalt und Blutvergiessen abwählen können.
      Das sage nicht ich sondern das sagte Sir Karl Popper, einer der größten Philosophen des Zwanzigsten Jahrhunderts.
      Dabei braucht es keine „Eliten“und es ist es im Prinzip unwichtig ob die Regierung „gut“ oder „schlecht“ ist. Letzteres kann nur im Nachhinein durch Historiker und nicht in Realzeit durch Journalisten beurteilt werden.
      Der Prozess des Regierungswechsels sorgt dafür dass über Kurz oder Lang Fehlentwicklungen korrigiert werden. Um sicherzustellen, dass Wechsel erfolgt sind „Term Limits“, die es bei den wichtigsten Ämtern in den USA gibt, von grosser Bedeutung. Ein Präsident darf nur zwei mal antreten. Hätten wir Term Limits wäre uns vielleicht Einiges erspart geblieben. Vielleicht aber auch nicht, jedoch auf jeden Fall „anders“.
      Zum Thema „Entgrenzer“ möchte ich auch Karl Popper zitieren:
      „Es ist unmöglich in einer Art und Weise zu sprechen, die es unmöglich macht missverstanden zu werden“ und „Unser Wissen kann nur begrenzt sein, während unsere Ignoranz notwendigerweise unbegrenzt ist.“
      Was Popper heute wohl über die EU sagen würde?

  103. Eine totale Abrüstung von ganz links nach ganz rechts scheint nötig
    http://www.achgut.com/artikel/deutschland_und_der_blitzkrieg_der_mitmenschlichkeit

  104. Danke für Ihren Beitrag!
    Herr Meyer, es fühlt sich nach der verhältnismässig langen Zeit der erfolglosen Suche wirklich gut – ja sogar befreiend – an, einen solchen Beitrag wie den Ihrigen in einem dieser sogenannten deutschen „Leitmedien“ vorzufinden. Sie scheinen einer der letzten Journalisten zu sein, welcher Aussagen im politischen Diskurs rund um das Thema „AfD“ nicht oder zumindest redlich versucht, nicht mit verschiedenen Ellen zu messen.

    Ich habe zum Beitrag jedoch zwei Anmerkungen:

    Falls Sie es noch nicht getan haben sollten, wäre es schön, wenn Sie auch Autoren und/oder Journalisten der FAZ mit entsprechenden öffentlichen Beiträgen darauf aufmerksam machen könnten, dass diese in Bezug auf die „AfD“ die Fähigkeit zur Selbstreflexion offensichtlich verloren haben.

    Zudem hege ich Zweifel an ihrer Aussage, wonach nur ein Bruchteil der Anhänger des Islam in Deutschland islamitischen Thesen anhängt und nur ein Teil der hier lebenden Türken, weit weniger als die Hälfte, für Erdogan gestimmt hat. Zum einen schreiben Sie zwar von einem nicht näher definierten Bruchteil und definieren Sie auch nicht, was Sie unter „islamitischen Thesen“ verstehen. Der durchschnittliche Leser wird ihre Aussage jedoch vermutlich dahingehend interpretieren, dass nur ein geringer Teil der Anhänger des Islams, den Koran in einer nicht mit den in Deutschland geltenden Grundwerten vereinbaren Form interpretiert. Sollten sie das gemeint haben, so glaube ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen das Gegenteil. Zum anderen wird der durchschnittliche Leser vermutlich auch ihre Aussage zum Wahlverhalten der in Deutschland lebenden Türken dahingehend interpretieren, dass weit über die Hälfte dieser Türken nicht mit Erdogan sympathisieren würden. Auch da bin ich überzeugt, dass vom Gegenteil auszugehen ist. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass in Deutschland prozentual mehr türkische Wähler (nämlich 63,1%) für die umstrittene Verfassungsreform in der Türkei abgestimmt haben, als in der Türkei (dort waren es „nur“ 51,4%).

    Ansonsten ein wirklich erfrischender Text.

    Nochmals vielen Dank.

    • Zustimmung!
      Den Teil fand ich auch nicht sehr plausibel im Artikel. Hier muss man natürlich vorweg erstmal differenzieren:

      Ob sich jemand als religiös bezeichnet, ist das eine. Ob jemand konsequent in allen Belangen nach religiösen Regeln lebt, das nächste. Aber all das hat nichts damit zu tun, ob jemand (ggf. selektiv) religiöse Regeln trotzdem als obersten Wertemaßstab ansieht und von anderen einfordert, dadurch trotzdem z.B. islamistisch ist. Sozusagen das Prinzip Rosinenpickerei, sowohl auf der einen, wie auch der anderen Seite (Islam vs. „christliches Abendland“). Ein Islamist muss nicht fünf mal am Tag beten, um so genannt zu werden, wenn er trotzdem die Scharia-Gesetzgebung fordert und auch z.B. seiner Frau und Töchtern gewisse Regeln auferlegt und dies religiös begründet. Umgekehrt: Wahrscheinlich würden viele, die von sich behaupten streng gläubig zu sein, dies sehr schnell wieder bestreiten, wenn man sie daraufhin am Arbeitsplatz, in der Schule/Uni 5 mal am Tag dazu zwingen würde zu beten und sich ellenlange Moralpredigten anhören müssten, um beispielsweise im Ramadan frei zu bekommen. Wenn aus dem Privileg eine Pflicht wird, wird es unbequem. Besonders dann, wenn andere zeitgleich Freizeit haben.

  105. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso,

    mit bedauern habe ich im letzten Blog gelesen, dass auch Sie nun Deutschland verlassen wollen/müssen, habe aber vollstes Verständnis dafür.

    Wir waren halt doch nicht genug.

    Auch ich gehöre zu den 87%, gehöre aber quasi per Wohnort in Gruppenhaft. Aufgrund der geänderten Verhältnisse hier vor Ort, war ich aber schon überrascht, dass nicht noch radikaler gewählt wurde. In den vielen offenen Gesprächen bin ich von einem 50%igen Anteil für die AfD ausgegangen.

    Ich muss jedoch anmerken, dass vor den verbalen Entgleisungen der letzten Wochen vor der Wahl, bereits Gewalt stattgefunden hat. So war zumindest mein Eindruck. Aber es scheint ja in der Zukunft noch steigerungsfähig zu sein. Warten wir mal ab, was da noch auf uns zukommt.

    Kann ich aufgrund Ihrer hervorragenden Recherche – in den Niederungen unserer Demokratie – ihre Ergebnisse nutzen, um politisches Asyl zu beantragen oder warte ich auf Deportation, um eingelagert zu werden?

    Ich hoffe, Sie bleiben uns trotzdem als fleißiger Blobbetreiber erhalten, von wo auch immer.

    Ihre treue
    Nur ein leser
    (auch wenn die Kommentare langsam eine echte Herausforderung darstellen)

  106. .....
    Die dürfen das weil sie die „Guten“ sind. Ich frage mich schon lange, würde man auch so verständnisvoll reagieren wenn Skinheads per Sitzstreik eine Demo verhindern ? Weil wegen der Eskalationsgefahr nicht eine rechte Demo verboten wird sondern die Gegendemonstranten nicht erscheinen dürfen ? Wenn Skinheads in Hamburg ein Haus besetzen und da ihr Kulturzentrum „Braune Flora“ machen ?

    Die „Guten“ fallen seit Jahr und Tag dadurch auf das sie sich im Regelfall nicht besser verhalten als die „Bösen“ aber dennoch für sich die moralische Überhöhung in Anspruch nehmen.

    Haben die denn gemeint das das keinen Effekt hat ? Das „punch Nazis“ (wobei man selber entscheidet was Nazi ist) und Co. nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigehen ?
    Man hat die Desensibilisierung so weit voran getrieben das heute eben auch die Gegenseite nicht mehr zimperlich ist.
    Was bei Merkel gemacht wurde (Trillerpfeifen, niederbrüllen usw.) kennen wir doch von Videos des Wahlkampfs von Franz Josef Strauss….

    Wir gehen auf unruhige Zeiten zu, speziell dann wenn man Menschen wieder in richtige und falsche Meinungen teilt.

  107. Vielen Dank!
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel!

    Aber was nützt er?

    Sie werden die „Guten“ nicht beeinflussen, selbst wenn es hunderte Don Alphonsos gäbe. Vielleicht beeinflussen sie einige aus der Mitte. Da die „Guten“ aber in der Überzahl sind und dazu noch „im Besitz der Leitmedien“, werden die viel öfter gehört werden, als Sie. Was natürlich nicht heißt, dass „die in der Mitte“ alle der Argumentation der „Guten“ folgen werden. Die, die Augen haben, werden erkennen, dass die Methoden der „Guten“ genauso mies sind, wie die der „Bösen“ (die natürlich auch immer mehr Wege finden werden, die „Mitte“ zu beeinflussen). Aus der Mitte wird folglich ein Teil zu den „Guten“, aber auch ein (vielleicht noch größerer?) Teil zu den „Bösen“ wechseln. Die Mitte wird kleiner werden. Dieser Prozess wird sich wiederholen und am Ende werden wir eine riesengroße Gruppe „Gute“ und eine riesengroße Gruppe „Böse“ haben – beide mit denselben miesesten Methoden agierend – und dazwischen eine immer keiner werdende Gruppe der Mitte.

    Wohin das führen wird, kann sich eigentlich jeder selber denken…

    Schuld an dieser Entwicklung haben allein die, die (seit Jahrzehnten) predigen, der gute Zweck heilige die Mittel. Aber auch die, die gegen diese miese Haltung nicht Position bezogen haben.

    Wer verbrecherische Methoden anwendet, ist ein Verbrecher! Ganz egal, für wie gutmenschig er sich hält!

    • "Aber was nützt er?"
      Mir scheint- er hilft beim Denken und bei der Klärung der Gedanken.

      Außerdem tut es gut, sich zu vergegenwärtigen, daß nazifa und Stochowski-Kindchen(2 Tage mit der per pedes durch die Pampa und die wird leiser) noch einen deutlichen Konterpart haben.

  108. Die Royal Airforce wieder her...
    Da fällt mit spontan ein:

    1) Da kocht jemand die alte „Bomben auf Dresden waren kein Verbrechen“ Suppe wieder auf. Lecker.

    2) Royal Airforce wird bekanntlich mit RAF abgekürzt, da gibts auch ein gleichnamiges Eigengewächs in deutschen Landen. Da wird doch nicht jemand verklausuliert eine terroristische Vereinigung zum Handeln auffordern. Sicher nicht. Tippe auf 1, schliesse aber keine Dummheit mehr aus.

    3) Oh ja, die Royal Airforce soll das AFD Problem lösen. Beim deren Fähigkeit das Ziel zu finden ist man als Teil der 12,6% sicherer als der als die 87%. Oder die Dänen. Oder die Belgier. Oder… . Hätte ich vlt. doch AFD wählen sollen?

  109. Front populaire
    Nicht zu übersehen: Die neue Volksfront der „87 %“ marschiert gegen jeden, der es wagt, die tabuisierten Fragen zu stellen. Aktuell betroffen ist der Ur-Linke Lafontaine, welcher zutreffend (wohl bei facebook) analysierte, mehr Arbeiter und Arbeitslose (also die vermeintlichen Stammwähler der Linken) hätten ihre Stimme der AfD gegeben als der Partei von Kipping & Konsorten. Heute las ich dazu die Leserkommentare im Tagesspiegel. Reinste hate-speech! Der Lafo ist halt auch ein heimlicher „Nazi“ wie seine Wagenknecht-„Schla.pe“.

    Wer da auf dem Schulhof angefangen hat mit den verbalen Brandbeschleunigern, ist nicht immer klar. Den politischen Gegner mit „A…loch“, „Nazi“ und „Fresse halten“ zu beleidigen, ist wohl meist der verzweifelte Versuch, sich des Lobes der eigenen Filterblase zu versichern oder aber das kalkulierte Ringen um mediale Aufmerksamkeit.

    Jedenfalls ein weiterer Beweis, dass Fr. Merkel (auch) mit ihrem Projekt der Bildungsrepublik Deutschland gescheitert ist. Wenig überraschend, nachdem sie selbst nur eine sozialisitsche Bildung genießen durfte, zu der die Kunst der Debatte eher nicht gehörte, erst recht nicht die Vermittlung vertiefter historischer und geistesgeschichtlicher Kenntnisse. Woher soll also die Fähigkeit zur Differenzierung kommen, um Begriffe wie Nation und Volk nicht reflexartig mit Hitlerdeutschland gleichzusetzen oder gar zwischen konservativen Patrioten, Nationalisten und Nationalsozialisten zu unterscheiden? Bitte, lieber Don, klären Sie hier weiter auf. Es ist leider nötig.

    • Was denken Sie, wie wird heute im Klassenzimmer im Politikunterricht umgegangen
      mit den Schülern, die ihre „rechte“ Meinung äußern? Dürfen/werden sie sie äußern?
      Gibt es eine Diskussion oder ein Niederbrüllen?
      Was macht der Lehrer?
      Was macht der Lehrer, wenn ein anderer beschreibt, dass er die Gesetze der Scharia über dem Grundgesetz sieht?
      Wie gehen die Mitschüler damit um? Sind sie so aufgeklärt, dass sie wissen, was Scharia bedeutet?

  110. Demokratie
    Demokratie lebt von Autoren wie Ihnen und Artikeln wie diesem.

    Heiner Geißler gebührte dieses Lob bezogen auf Politiker.

    • Ach - das mit dem Geißler kann man auch so oder so sehen.
      Friede seiner Asche.

    • @Gast
      Ja. Gewiß. Genau WEIL man es bei Heiner Geißler so oder so sehen kann gebührt ihm Dank und Respekt!

      Ich kenne niemanden, den er nicht zum eigenen Nachdenken angeregt hätte. Kann man mehr geben?

  111. Trauriger Artikel - noch traurigere Kommentare
    Warum? Weil der Artikel im Laufe des Lesens vergessen lässt, was eigentlich am Anfang stand und steht: Die AfD ist Spalter des Landes, die mit gewalttätiger Sprache agiert, Lügen verbreitet bzw. wenigstens die Wahrheit verbiegt, pauschalisiert bis zum Gehtnichtmehr, Ängste schürt und vieles mehr.
    Liebe AfD-nahe Kommentatoren: NEIN, der Artikel rechtfertigt nicht die Existenz der AfD und NEIN, er zeigt nicht, dass die Gegner der AfD eigentlich die „Bösen“ sind, doofe Gutmenschen, die irgendwas seit 1945 nicht verstanden haben oder realitätsfern sind oder bei denen irgendetwas emotional-kognitiv auf der Strecke geblieben ist.
    Wenn Ihr den Spieß umdreht und nun die 87% als irgendwie verblendet-verblödet darstellt, handelt ihr genau so, wie es der Artikel bei den 87ern (und eben der AfD) eigentlich zu kritisieren versucht.
    Die Realität ist aber leider zu komplex für Haudrauf-Beurteilungen.

    • Bedecke Deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst
      Traurig ist viel – vor allem sind es die von Ignoranz und Verachtung triefenden Aussagen mancher Politiker und Journalisten (m/w) und da spielt es eben gerade keine Rolle, aus welcher politischen Richtung sie kommen. Dass allerdings ausgerechnet diejenigen, die sich „Gegen den Hass“ wenden und sich immer auf der guten Seite wähnen, ihrerseits Hass predigen (und das tun Stokowski und Kyak), ist eben bigott.
      Und warum die AfD die Ursünde der Spalung des Landes begangen haben soll, erschließt sich mir nicht: Die Spaltung resultiert aus unterschiedlichen Bewertungen des Handelns der politischen Akteure – daran ist per se nichts Schlimmes, es gibt in der Demokratie keinen Zwang zur Übereinstimmung, schon gar nicht in so gravierenden Fragen wie derjenigen der Schuldenvergemeinschaftung und der Zuwanderung. Schlimm wird es nur, wenn – egal welche Seite – die andere ausgrenzt und herabsetzt, und das tun beide Extreme. Die Mitte ist da eben verloren, schade!

    • Lügen
      Gestern Abend konnte man bei Maischberger in einem Einspieler wieder sehr anschaulich sehen, wer wiederholt Lügen verbreitet, obwohl die Sachlage längst geklärt ist und die Lügen entlarvt wurden. Und es war nicht die Person, um die es in dem Einspieler ging.

      Und die AfD sind nicht die Spalter in diesem Land, sondern die Profiteure der Spaltung. Ich sage Ihnen dazu folgendes:

      Würde es für die Bürger (meinetwegen mit Petition und Quorum) die Möglichkeit geben, mutmaßlich rechtswidrige Regierungspolitik durch das Verfassungsgericht in einer Normenkontrollklage prüfen zu lassen, wäre dies 2015 geschehen und die AfD wäre jetzt unter 5 Prozent gewesen. Weder eine Landesregierung noch die Abgeordneten ließen die Rechtmäßigkeit der Regierungspolitik prüfen. Nach einer Prüfung hätte sich nahezu jeder Protest erübrigt, sofern sich die Regierung an das Urteil gehalten hätte.

      So einfach ist das. Nur das wollen die Protestwähler. Dass sich die Regierung an geltendes Recht hält und die Regierungen in Europa an die Verträge.

    • Es sind beide
      Es sind auf jeden Fall beide Seiten. Beide spalten. Das sagt Ihnen jemand, der immer noch dezidiert in der Mitte steht oder sich darum bemüht, jemand, der es, gelinde ausgedrückt, nicht hilfreich fand, dass Gauland unterstellte, eine Majorität wollte nicht neben sowas wie Boateng wohnen, jemand, der aber auch Kiyaks Beschreibung von Sarrazin als „zuckende, lispelnde Menschenkarikatur“ infam fand.

      Es hat niemand angefangen, denn diese Art Spaltung war in D immer vorhanden. Nach dem zweiten Weltkrieg nur eine Weile unterdrückt wegen wichtigerer Probleme.
      Gehen wir raus aus der Politik zum Sport: Beispielhaft für deutsches Benehmen aus der Gosse B.Becker, wenn er verlor. Zum Glück hatten wir noch die Dame, die einen Gentleman geheiratet hat, in diesem Sport.

      Zwei Nationen, die sowas ungeniert hervorbringen: Die andere hatte im Sport John McEnroe.
      Die Russen brauchen für solche Aussetzer einige Vodka.

    • Lieber Michael,
      am Anfang stand die gegen geltendes EU-Recht durchgeführte „Euro-Rettung“ und die – vermutlich ebenso rechtswidrige – Flutung unseres Landes mit geschenkten Menschen, deren Anwesenheit uns noch über Jahrzehnte zahlreiche Terroranschläge, friedliche Silvesterfeiern und anderes Ungemach bescheren wird.
      Gespalten wurde unser Land durch diese völlig hirnrissige Politik.
      Die AfD – wie immer man die Partei und ihre Protagonisten im einzelnen beurteilt – ist lediglich die logische Reaktion darauf.
      Der Erfolg der AfD bei der Bundestagswahl war maßgeblich dem Umstand zu verdanken, daß sowohl publikumswirksame „Einzelfälle“ (Freiburg, Bochum, München, Leipzig) als auch deutliche statistische Auffälligkeiten (Joachim Hermanns 50%iger Anstieg der Vergewaltigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) dem letzten Dorftrottel die Berechtigung des seitens der AfD vorgetragenen Standpunkts deutlich gemacht haben.
      Und was „fake news“ betrifft: wie würden Sie denn bspw. die Behauptung von Bundeszensurminister Maas einstufen, es gäbe keine einzige nachweisbare Verbindung zwischen Flüchtlingen und Terrorismus?
      https://www.youtube.com/watch?v=n2eHJ-S9uSU (ab 0:33)
      Nota bene: das hat der Mann nach dem Bataclan-Anschlag von sich gegeben, als bereits erwiesen war, daß mindestens einer der Attentäter als Flüchtling eingereist war.
      Man kann über vieles in der AfD unterschiedlicher Meinung sein, aber hören Sie bitte auf mit diesen ollen Kamellen!

    • All men reach and fall...
      Wieso gab es fast 70 Jahre keine AFD in der BRD und warum fing sie erst im September 2015 an zu wachsen.

      Das sind die Fragen die zur Wahrheit führen.
      Falls die einen interessiert, die Wahrheit.

      Weil das zu kompliziert ist, mit der Wahrheit, wird am Ende einer sagen, dass es ein AFD-Gen gibt.
      Und somit alle Komplexität eliminieren.

      Wie immer.

    • Spalter
      @Michael

      Zitat „Die AfD ist Spalter des Landes“

      Wie ein anderer Kommentarist es trefflich auf den Punkt brachte, was Sie evtl. überlesen haben:

      Merkel ist nicht nur die Spalterin des Landes, sondern auch die Spalterin Europas und darüber hinaus. Und das in genau den Fragen/Punkten, weshalb Protestwähler die AfD gewählt haben.

      Wenn Sie das nicht erkennen können, dann ist Ihnen nicht zu helfen.

    • Michel: *gähn*
      Text eingeben

    • Auf die korrekten Begriffe kommt es an....
      Nein, der Artikel rechtfertigt nicht die Existenz der AfD – er erklärt sie. Die Existenz der AfD wird gerechtfertigt durch die entsprechenden Gesetze und dadurch, dass die formalen Vorgaben zur Gründung und Zulassung zu Wahlen erfüllt wurden. Der Einzug in den BT wird gerechtfertigt durch das Wählervotum.

      Und Nein – der Artikel bezeichnet auch nicht die AfD-Gegner als böse oder doof und kann eigentlich (damit gebe ich Ihnen ja recht) auch nicht so verstanden werden. Aber (und das ist meine Meinung) diejenigen, welche AfD-Veranstaltungen „sprengen“, welche Kandidaten bedrohen oder gar ihr Fahrzeug „abfackeln“ oder eine voreingenommene Berichterstattung leisten und dabei versuchen, den Anschein der Objektivität zu wahren – diese erweisen der Demokratie einen Bärendienst.

      Im übrigen gehe ich davon aus, dass die „Verblendeten“ eher unter den „Chef-Ideologen“ zu finden sind. Ich merke, dass die meisten Menschen mit den Themen sehr viel sachlicher umgehen. Also… ich gehe von maximal 20 % „Verblendeter“ aus.

  112. Wahl der Waffen....
    Nicht jeder ist so sprachgewandt und subtil wie Sie, Don Alphonso. Vielleicht eine Eigenart unserer Sprache, im Englischen gibt es Komplimente, die geradezu zum Duell auffordern.
    Eigentlich stimme ich Ihnen zu, der Ton ist schon härter. Nehme ich nicht so ernst. Debattieren müssen manche erst noch lernen.
    Gefährlich, wie gesagt meine ganz private Ansicht, sind die zahllosen (vorerst stummen) Mitläufer. Es könnte ja was dran sein. Hat man in Hamburg gesehen.
    Das sind keine rebellischen Einzelkämpfer. Auch in der eigenen Familie ein Onkel, der vom SS-Offizier in der Zone zum Staatsanwalt mutiert ist. Stets weich in seinem Umfeld eingebettet. Nie unbeliebt.

    Da fehlt immer so ein zündender (verbaler) Funke, um die Gelangweilten, Unzufriedenen Autos abfackeln zu lassen.

  113. Unzulässiger Vergleich
    Wenn ich die Hetze bei #87% lese, ist die AfD ein Mädcheninternat.

    Mir geht es wirklich nicht mehr aus dem Kopf:

    Wann gibt es den ersten Toten durch linke Schläger?

    Ein 17-jähriges Mädchen, welches eine AfD Veranstaltung besuchte, wurde schon ins Krankenhaus geprügelt.

    Heute lese ich das über einen linken Abgeordneten:

    Thüringen – „Nazis, Faschistenpack, Dreckfressen“.
    So die wüste Beschimpfungen der beiden thüringischen AfD-Abgeordneten Olaf Kießling und Stefan Möller durch den Linken-Abgeordneten Steffan Harzer, der Keißling noch mit den Worten bedrohte: „Halt deine Fresse, ich hau dir gleich aufs Maul“.

    Das ist doch alles nicht mehr normal ………

  114. Sie sind da! Wer?
    Danke für den Beitrag. Vor allem der Slogan „Antifa bleibt Handarbeit“ der lieben SPON-Mitarbeiterin (früher taz) klingt in der Tat nach Gewaltandrohung und -legitimation. Es ist deprimierend zu sehen, wie die das Wort beanspruchenden oder habenden lautstarken/elitären Teile – jedoch: nur T e i l e , Gott sei Dank – der 87 Prozent immer noch damit beschäftigt sind, sich aggressiv und erregt an der AfD abzuarbeiten (sofern sie nicht gerade der Union, aus Spaß, was „in die Fresse geben wollen“). Ich hatte irgendwie in größter Naivität ernsthaft gedacht, nach der Wahl werde mal ein Stück weit politisch Ruhe einkehren zugunsten der berühmten viel zitierten Sachthemen und nüchterner Diskussionen.

    Stattdessen titelt der SPIEGEL:
    „Sie sind da. Nach der Wahl: Die AfD überrollt die Volksparteien.“
    Ich meine mich an öffentliche semantische Diskussionen zu erinnern, ob das Wort Flüchtlings„welle/-strom“ nicht geradezu unanständig sei, weil es nach „das Land überschwemmen“ klänge. Was, wie wir jetzt wissen, nur eine kleine böse Minderheiten-Partei zustande bringt. Die Spiegel-Redakteure müssen richtig German Angst haben.

    Aber mit einem klar identifizierbaren Feindbild (AfD, Ostdeutsche, angeblich nationalistische Deutsche/deutsche Mitte), das 1. zur Selbstbeweihräucherung und 2. zur In-Group-Bildung gut ist, ist man halt psychologisch-moralisch immer auf der sicheren Seite. Kurios: Diejenigen, die den anderen unterstellen, Zuwandernde als Sündenbock zu missbrauchen, um diesen die Schuld an misslichen Situationen zu geben, machen selbst politisch Andersdenkende zu Sündenböcken, um reale und auf der Hand liegende Probleme nicht erkennen und im Detail lösen zu müssen, weil ja „die Rechten/Nazis/Rassisten/(Ossis)“ an vielem Schuld haben. Wenn man die hier angesprochene Elite auf die Couch legen würde und ihr zwangsweise einen Casio-Taschenrechner in die Hand gäbe, wüssten die wenigsten Weltoffenen zu errechnen, wie Deutschland und seine Sozialsysteme Jahr für Jahr in Zahlen eine evtl. weiter hohe Migration zum Beispiel aus dem überbevölkerten Afrika verkraften kann. Gott sei Dank besitzen sie keine Taschenrechner, haben stattdessen aber eine ausgeprägte ideologische und emotionale Grundkampfstimmung kultiviert und meinen, wie 007 eine Lizenz zur Weltenrettung zu haben, koste die Weltenrettung was sie und wen sie wolle. Ich habe wie Sie ernsthaft Zweifel, ob die modernen „Antifaschisten“ wirklich aus der Geschichte, die sie sooo gern zitieren, gelernt haben.

  115. Lasst die Milchmädchen mal rechnen
    87% haben die AfD nicht gewählt. 90% haben die Linke nicht gewählt (ich mach´s mal grob), 99,5% haben die Piraten nicht gewählt. Macht bis hierhin schon ungeheure 276% die irgendwas nicht gewählt haben. Und das ist erst der Anfang.

  116. Offen, Pluralistisch
    Eigentlich wollte ich hier erst wieder im Frühling 2018 vorbeischauen, aber aus gegebenem Anlaß ist daraus nichts geworden. Es ist in der Tat höchst irritierend, wie herablassend sich diverse Meinungsführer und andere mit den Ursachen des AfD Erfolgs befassen. Obwohl man selbst auf der Seite derer steht die die offene, pluralistische Gesellschaft für die bessere Alternative halten, gibt es ja doch eine emprische belegbare Faktenlage die hilft den Rechtsruck besser zu verstehen. Oftmals scheint es so zu sein, daß eine relativ breite Mitte/Mitte-Links Koalition (da gehört Merkels CDU dazu) und deren Anhänger so tun, als ob es keine grundsätzlichen soziopolitischen und sozioökonomischen Probleme im Lande gäbe. Zugleich ist man dann felsenfest davon überzeugt qua vermeindlich richtiger Haltung automatisch im Recht zu sein. Das ist vergleichbar mit den sog. liberals in den USA (beide Küsten) die sich nicht für Rassisten halten, aber dann sind zum Beispiel viele der Schuldistrikte mit hohen Segregationsraten im eigentlich weltoffenen Manhatten/NY oder San Francisco Bay Area zu finden.
    http://www.newsweek.com/race-schools-592637

    • In der Bay Area gibt es noch Schwarze und Mexikaner?!
      Ich hätte jetzt angenommen, daß Segregation dort nur so aussehen kann, daß die Asiaten nicht wollen, daß die verzogenen weißen Kiddos die eigenen Kinder runterziehen.

  117. DDR-Bevölkerung
    ääähm… ihr wißt aber schon, dass die Bevölkerungsanzahl der DDR nur 17 Mio. Bürger war? Wo kommen dann die 20 Mio her???
    Und was jetzt hier durch die Medien geistert, die Hasstiraden gegen andere und die Halbwahrheiten und Schuldzuweisungen … ich für meinen Teil finde es unerträglich. zielführend ist alles nicht. Demokratie und Meinungsfreiheit sieht anders aus.
    Vielen Dank.

  118. ZON
    Wenn man einem Redakteur*in (zB. M.Lau) bei ZON reale Schlampigkeit nachweist und Korrektur der Fakten anbietet (ohne sich im Ton zu vergreifen!), dann geht das nicht, dann wird komplett gelöscht. So etwas ertragen die blasierten Damen und Herren ser Redaktion gar nicht.

    Dummes Zeug schreiben ist also eine Spezialtität, die nicht nur bei M-Kiyak auf dem Programm steht (wie Don so schön eruiert hat), sondern für alle gendernden Jungautorinnen dieses Vereins sinnfreier Netzveröffentlichungen. Leider werden dann diese Schwachmaten*innnen regelmäßig gerne auch bei Phönix/WDR mit ihrem armseligen journalistischen Unvermögen der 87% zu ihren Vorurteilen und beckmesserischen Einsichten befragt.

    ZON geht gar nicht (mehr!).

    Was gerade im BT von den 87% vorbereitet wird, dürfte bald auch in den hier kritisierten Kontext fallen.

  119. Na ja, lass sie doch
    Es sind BrandstifterInnen. Irgendwann wird sich ein Täter/eine Täterin in einem Justizverfahren auf sie berufen. Sie könnten zur Rechenschaft gezogen werden.

    Dumm sind so Unsachlichkeiten wie der phantastische Aufbau der BRD durch Kohlearbeiter aus Anatolien, die jetzt nicht gerade viel drauf hatten und schnell, nach Abbau der Kohle, für die nächsten Generationen in der Stütze landeten.

    Dumm ist gleichfalls, als Migrantenkind auf Deutsche zu schimpfen, gar zu hetzen.

    Es macht Angst, wie oben Laurentius sagt. Besonders angsteinflößend wirkt doch, dass intelligente studierte Menschen, auch Frauen, zunehmend aggressiv auftreten. In den USA das gleiche Phänomen. Zuerst traf es zionistische Juden und Israelunterstützer(Innen), dann Trump-Wähler.

    Bei uns trauen sie sich nicht so gegen Zionisten, sonst wäre das dabei.

    Könnte man es nicht David-Syndrom nennen, bei einem abgrundtiefen Hass gegen einen Schein-Goliath, den man mit diesem Hass zu einem echten Goliath hochstilisiert?

    Vielen Dank, Don, für die genaue Ausführung.

  120. Das große marschiern der Kolonnen
    Lieber Don,

    die Welt scheitert nicht an den Kriegern sondern an den Zivilisten, an den nicht marschieren!

    Die Meinung das Sie nicht mit marschieren ist ein Trugschluss, wenn sie allein auf der Landstraße im Regen und Kälte vorm Berg stehen, na dann fährt man doch gerne mal mit einer Kolonne mit, auch wenn man da gar nicht hin will – Erinnern sie sich an Ihren letztens hier meisterlich geschilderten Ausflug?

    Wer aus der Kolonne ausschert bleibt zurück und dann?
    Warten bis eine Kolonne in die andere Richtung marschiert?
    Wie lange? Und wenn, dann marschiert man halt doch auch mit!

    Was macht man an einer Kreuzung? Mal ein Stück in diese Richtung mal in jene?
    Wer kann sich das leisten, wie lange reicht der Proviant?

    Das ist Defätismus, Angst vor der Verantwortung für das eigene Leben
    und mit aufgeklärten Denken schlicht nicht vereinbar, wenn ich mich an den alten Preußen aus Königsberg richtig erinnere!

    Entschuldigung!
    Es ist nicht persönlich aber der Don ist ja auch nur fiktiv.

    Genauso sind die 87% fiktiv.

    Die gibt es nämlich nicht, das ist ein Konglomerat aus Gesinnungstäter (danke für die wunderbaren Beispiele) und Leute die sich einfach nur in einer Kolonne gut fühlen (einer gibt die Richtung und das Tempo vor, die Verpflegung wird geliefert und über das Ziel macht man sich Gedanken wenn man da ist) und dann gibt es die, die einen Auftrag haben die Kolonne zu führen. Das sind die, die sich die Führung durch Lug und Trug, Mord und Bestechung erobert haben
    Von wem wohl haben die ihren Auftrag?

    Die letzteren sollten unser Aufmerksamkeit haben, nicht die Muskoten, ob es nun 87% oder eigentlich nicht mal die Hälfte je nach Wahlbeteiligung sind.

    Wenn man aber die Führer der Kolonne oder besser die Herren der Kolonne beurteilen will, muß man erst mal wissen was Mann selber braucht, will und erreichen kann um es mit den wirklichen Zielen, also mit den Zielen der Herren der Kolonne abzugleichen.

    Leibeigenschaft ick hör dir rufen!

    Danach kann man entscheiden ob Mann mit marschiert oder nicht.

    Und ruck-zug hat Mann eine eigene Kolonne.
    Aber Achtung, es könnte sein das man Verantwortung übernehmen muß, für sich und seine Mitmenschen und neben bei es könnte dazu kommen das andern die eigenen Ziele nicht gefallen!
    Siehe oben und selber gerne an die Spitze will.

    Das man im echten Leben diese „anderen Kolonnen“ mit Reden besiegen kann ist ein auch ein Trugschluss und die Einbildung das man Macht friedlich ausüben kann und dazu noch nicht mal erstrebenswert.

    Auch für den kultiviertesten Schlossbesitzer gilt immer noch fressen oder gefressen werden.
    Nur das ist etwas wehrt, was man sich erkämpfen musste.
    Das kämpfen trennt die Spreu von Weizen oder die falschen von den echten Mitmaschierern.

    Mal bei den Römern nachfragen.
    Als die es geschafft hatten alle lästigen Tätigkeiten, sogar das Krieg führen an ihre Sklaven und Söldner auszulagern entschieden die sich, auch das fressen, saufen, völlen und Reichtum anhäufen selber zu übernehmen.
    Und siehe da, auch das konnten sie dann auch besser und die Römer sind Erinnerung.

    Also marschieren oder Erinnerung werden ist hier die Frage.
    War sie schon immer…

  121. Bingo!
    Die AfD kann es zufrieden sein. Nachdem sie jahrelang totgeschwiegen wurde, wedelt sie jetzt in den Medien als 13%-Schwanz mit dem 87%-Hund.

    Ich freue mich über jeden völkischen Ausrutscher, weil das politisch korrekte Gekreische unterhaltsam ist wie die Monroe, wenn sie auf den Lüftungsschacht läuft. Hoppala! Gauland inszeniert das a la Billy Wilder. Klasse!

    im Ernst: die rotgrüne Royal Air Force

    ‚Nie wieder!“ soll irgendwas rechtfertigen? Mit dem vorgeschobenen Antifaschismus hat Stalin Massenmord legitimiert. ‚Der Erfolg gibt ihm recht‘ ist die rotgrüne Logik dazu. Die kleinen Feuerchen in Hamburg und Berlin zündet man selber. Für das große Feuer bedankt man sich bei einem Harris und nennt das ‚Befreiung‘.

    In Buchenwald wurden 1945 nur Personal und Insassen vertauscht, die Methode blieb.

    Logisch, dass Antifaschisten mit dem ‚Bösen‘ hantieren müssen. Mit dem Bösen vor Augen steht der Antifaschist automatisch auf der richtigen Seite, wenn er sein braunes Spiegelbild entdeckt. Die Projektion auf das Böse schützt vor Selbsterkenntnis: Das bin ja ich.

    Manche Tiere sind da schlauer.

    • Buchenwald 1945
      Haben Sie da eine Internetquelle?

      Es ist immer gut für die offensichtliche Kontinuität der dann doch schon bald 100-jährigen kriminellen Denkweise einfache Belege zu finden.

    • @wassermann
      Googeln Sie einfach Buchenwald Speziallager Nr. 2, in Sachsenhausen gab es ähnliches. Es gibt da nichts aufzurechnen, ich finde nur, dass es aus dem allgemeinen Diskurs nicht verschwinden sollte. In der DDR war das geistige Bückware, man bleibt dann ein bisschen empfindlich.

  122. Habe nur ich das Empfinden, daß die linke Meute jetzt jeden demokratischn Umgang verliert?
    Es häuft sich ja nun. Prügelandrohung duch Linken im thüringischen Landtag
    http://www.journalistenwatch.com/2017/09/28/nazis-faschistenpack-dreckfressen-afd-stellt-strafanzeige-gegen-linken-abgeordneten/

    Gewaltaufruf durch Interventionistische Linke in der FAZ, die Laquer ein Podium gibt.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/linksradikale-wir-werden-die-afd-jagen-15220741.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

  123. Danke Don
    Lieber Don,
    Ich lebe schon lange in Canada. Ich lese aber fast jeden Tag die FAZ, und wenn ich einen neuen Text von Ihnen finde, freue ich mich jedes mal.
    Dies war ein besonders herausragender.
    Danke.

    • War das nicht Hate Speech? (Nach kanadischen Gesetzen?)
      „Wünschenswert wäre eine bessere internationale Vernetzung, um besser gegen“ usw.

  124. Einzellfälle
    „dass aus Einzelfällen von Vergewaltigung “

    Die Zahl solcher „Einzelfälle“ hat dummerweise im Jahre 2016 massiv zugenommen. Genauer gesagt um 13%. Bei Gruppenvergewaltigungen sogar um satte 106%. Dies geht aus der PKS2016 eindeutig hervor. 2017 wird, zumindest für Bayern, erneut ein starker Anstieg an „Einzelfällen“ erwartet. Wie viele „Einzelfälle“ braucht es noch bis sich was ändert?
    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/04/pks-und-pmk-2016.html

  125. "Oktoberfest. Die Besucher bleiben aus." titelt Focus auf der heutigen Online-Ausgabe .
    Und ein Gymnasium in Ostwestfalen hat Klassenfahrten in europäische Metropolen wegen Terrorangst verboten. Wir lassen uns unseren Lebensstil nicht verderben?

    Die knapp 13 % sind doch erst der Anfang. Bin mal gespannt, wie lange die Irren noch von den 87 % faseln. Vermutlich werden die aber irgendwann sogar noch verkünden, immerhin hätten 20 % gegen die Alternative (wie auch immer die bis dahin aussieht) gestimmt. Ich rieche Panik bei den Blockparteien und deren Protagonisten.

  126. Fresse
    Frau Nahles hat ja auch noch nett zur Verrohung beigetragen…

    • A.Nahles
      Noch eine Frage:
      Hat die Leggins?

      und noch eine:
      Für welchen Wettbewerb könnte sie sich dann qualifizieren und evtl sogar einen Preis gewinnen (mit 87%)?

  127. Deutsches Schauspiel
    Nach 80 Jahren sollen jene furchtbaren 12 Jahre deutscher Geschichte wiederaufgeführt werden, diesmal allerdings nicht als Tragödie sondern als Farce. Dabei möchte man endlich auf der richtigen und guten Seite stehen, was heute ja gefahrlos und mit medialem Beifall möglich ist. Nur der für die Rolle des Bösen vorgesehene Gegner möchte noch nicht so recht mitspielen. Da muss noch etwas nachgeholfen werden, mit Ausgrenzung, Hetze und Gewalt. Der Kampf der Antifa-Meute gegen imaginäre alte Nazis gebiert viele neue junge Nazis.

  128. I am telling truth
    BTW:

    Vor langer Zeit sagte hier einmal er Goodnight, dass erst eine Spaltung in Links und Rechts kommen wird, dann der Bürgerkrieg und am Ende alle zusammen gegen Fremde.

    Damals war hier Kopfschütteln und ein lautes: “ Wir sind doch intelligent und zivilisiert..so etwas passiert hier nicht mehr“.

    Tja, gerade beobachten wir die Erfüllung des ersten Teils von Goodnights Prophezeiung.

    Teil 2. und 3 werden folgen.
    Weil keiner es aufhalten kann, was Sep 2015 geboren wurde.

    • Die Lust des magischen Denkens
      Bitte den Teufel nicht an die Wand malen,dachte ich mir und ertappte mich selbst als magischen Denker. Über das Erwachsenwerden schrieben Sie ja schon.Waren die zwölf Jahre des verblichenen Reichskanzlers nicht eine Hochzeit des magischen Denkens?Die 87% Entgrenzer spielen mit den Resten seiner Magie.Dieses Schattenboxen sieht wie Politik aus.
      Die Wirkung dürfte Fatal sein.

    • Die Gene
      Vor ein paar Wochen hatte Joe Rogan Jordan Peterson und Bret Weinstein (Evolutionsbiologe) zu Gast (Youtube). Am Ende des, wie immer hochinteressanten, Gesprächs kamen sie zu Hitler und dem Holocaust. Weinstein meinte das es genetisch verankerte Trigger gibt, wirtschaftliche Not usw, die immer wieder in der Geschichte ausgelöst wurden und und zum wegmorden fremder Genpools in einem Territorium geführt haben.

      Eine deutliche Warnung.

      Disclaimer: Keiner von den dreien ist auch nur Ansatzweise rechtsextrem.

    • Wenn bei Teil zwei links gewinnt, fällt Teil drei aus.

  129. A streamlined seventy-eight....
    …is not die schlechteste Wahl, geschätzte friends of gute Geschmack…

    http://www.svetauticek.cz/fotky22383/fotos/_vyrp11_6894TATRA_87_2.jpg

    … Porsche kann jeder, Mercedes is auch doof ;)

  130. Was zum Henker!?
    „Wir passen als Journalisten genau auf, dass aus Einzelfällen von Vergewaltigung und Terror kein ungerechtfertigter Generalverdacht gegen Flüchtlinge entsteht.“
    Tut mir leid aber: Was für ein Blödsinn!

    Ihr Journalisten habt auf überhaupt nichts aufzupassen. Ihr habt mir INFORMATIONEN aufzubereiten und zu selektieren, die mir erlauben ein faktenbasierten Überblick über den Teil der Realität zu erhalten, der nicht unmittelbar selbst von mir sinnllich wahrgenommen werden kann.
    Dafür seid ihr da, zu nichts anderem. Ansonsten seid ihr abseits eurer Profession nutzlose Halbgebildete.

    Wenn zu dieser Realität gehört, dass gewisse Merkmale eine klar abgrenzbare Tätergruppe definieren, dann habt ihr mich darüber zu INFORMIEREN. Dass Straftäter, insbesondere Gewaltverbrecher stark überproportional jung sowie männlich sind, dann habt ihr auch überhaupt kein Problem damit, mich darüber zu informieren und entsprechend kann ich bei jungen Männern etwas vorsichtiger sein. Aber wenn bspw. „südländisch aussehend“ (= politisch korrekt verschwurbelt für regional untypischer Hautton samt Physiognomie, schwarze Haarfarbe, braune Augen) als optisches und damit leicht erkennbares Merkmal überporportional häufig kriminell in Erscheinung tritt, dann weigert ihr euch und faselt was von Minderheitenschutz. Effektiv verweigert ihr mir Informationen über die Realität, die zu meinem eigenen Schutz erforderlich sind. Anders formuliert, verzerrt ihr einfach die Realität, um eurem eingebildeten Lehrauftrag meiner Person nachzukommen. Vorsätzlich! (und an anderer Stelle wird öffentlichkeitswirksam über Begriffe wie Lügen- und Lückenpresse geheult… )

    Beispiel gefällig? Eine gewisse Maria Ladenburger hätte Nachts einen größeren Kreis mit dem Fahrrad um ihren späteren Vergewaltiger und Mörder fahren können, wäre sie ausreichend über die erhöhte Gefahr informiert gewesen, die von Merkmalsträgern jung, männlich, südländisch für junge Frauen ausgeht.
    Weiter betrachtet hätte man als Gesellschaft darüber informiert sein können, wer da jahrelang und ab September 2015 verstärkt in dieses Land einströmte. Das war aber offensichtlich nicht nur nicht der Fall, man hatte sogar ein vollkommen realitätsfremdes, romantisiertes Bild derjenigen, die da kamen. Wenn man euch geglaubt hat, dann hat man diese Politik begrüßt, statt umgehend wirksame Gegenmaßnahmen auch politisch zu fordern. Nur wer wusste, dass ihr Journalisten in der Mehrheit inkompetente, realitätsverweigernde, vollkommen überproportional links-grün präferierende Halbgebildete seid und euch kein Wort gelaubt hat, sondern sich abseitig INFORMIERT hat, der wusste was die Konsequenzen dieser Politik sein werden: Mehr Straftaten, religiöser Irrsinn, Terror, Unsicherheit, Sozialfälle, Sozialausgaben und politische Instabilität.
    Konnte man kommen sehen, vorausgesetzt man hat euch als die verlogenen Halbgebildeten betrachtet, die ihr nunmal seid, als die ihr euch selbst in eurer grenzenlosen Selbstgerechtigkeit aber nicht wahrnehmt (noch so ein Bestandteil der Realität, über den allzuviele Menschen – vorallem Journalisten – in diesem Land leider nur sehr unzureichend INFORMIERT sind).
    Die Ironie hieran besteht, dass ein Problem in Bezug auf Minderheiten einfach nicht realisiert wird, es entweder erhalten bleibt oder sich gar verschlimmert und immer radikalere Lösungen erforderlich werden um einem anfänglich relativ schnell und einfach zu lösendem Problem beizukommen. Wer wird wohl darunter ebenfalls über Gebühr leiden müssen? Richtig, Minderheiten. Eine Maßnahme zum Schutz von Minderheiten, gefährdet ebenjene.

    Ich könnte ebenso formulieren, dass diese realitätsverzerrende Praxis von halbgebildeten Schreiberlingen maßgeblich zum Willkommensirrsinn beigetragen hat und ihr damit zu den unzähligen Opfern desselben.

    Und nein nicht alle Journalisten sowie Einwanderer handeln so (nicht „Flüchtlinge“, schon wieder ein Bestandteil der Realität über den vollkommen verzerrte Informationen in Umlauf sind und die die Politik maßgeblich über Wählerstimmen mitbestimmen und – wer hätte es gedacht – eine entsprechend verzerrte Politik zur Folge hat). Wieviele? Die Mehrheit? Unerheblich, da offenkundig viel zu viele.

    Abschließend sei noch hinzugefügt, dass Leute, die euch als Lügenpresse oder Ähnliches bezeichnen, eure Glaubwürdigkeit unterminieren, dadurch den Grad an Verzerrung senken und damit den Informationsstand Dritter mit dieser, aus eurer Sicht Beleidigung, anheben. Trump bewerkstelligt da einiges.

    Entschuldigung aber diese Borniertheit, die Sie hier in diesem einen kleinen, und für den Kontext des Blogbeitrags weitestgehend unerheblichen Satz an den Tag legen, ärgert mich maßlos.

    • Genau. Bravo!
      „Beispiel gefällig? Eine gewisse Maria Ladenburger hätte Nachts einen größeren Kreis mit dem Fahrrad um ihren späteren Vergewaltiger und Mörder fahren können, wäre sie ausreichend über die erhöhte Gefahr informiert gewesen, die von Merkmalsträgern jung, männlich, südländisch für junge Frauen ausgeht.“

      Nicht nur das, sie hätte bei entsprechend häufigen Warnungen und Aufklärung von seiten der Presse möglicherweise in der Nacht lieber ein Taxi genommen.

    • Entschuldigung: Frühe Schilderung der Sparkasse ing. bei Nacht
      Ich nehme an, das hat Don selbst gesagt (habe jetzt nicht hochgescrollt). Er hält hier zum Corpus. Ich muss aber daran erinnern, dass er mit der Schilderung einer nächtlichen Szene vor der Sparkasse Ingolstadt einer der ersten war, der öffentlich Zweifel äußerte. Das war vor dem brutalen Mord an ML.

    • Mein lieber Rightwing , das hat gesessen ! Herbe Medienkritik ,
      .
      ..
      .
      die sich nicht auf Schlagworte zurückzieht , sondern klar den Informationsauftrag darstellt, der von Volxerziehern weder gekonnt,
      noch gewollt wird.

      Ich brauche nicht erzogen zu werden, ich brauche keine DDR , kein schwedisches Volkshemmet ,

      kein soziges Du- Du ,

      weil mit der Bagage bin ich nicht per Du .

      Aufgeblasene Nichtse, ob Kanzlerin, ob Schmierant , ob interventionistische Linke,

      haben mir nichts zu sagen .

      In den Redaktionen nicht nur des ÖR muß kraftvoll ausgeholzt werden, bis Medien wieder Minimalansprüchen genügen .

    • Borniertheit?
      Könnte es sein, Rightwing Liberal, dass Sie den Text vom Don zu schnell gelesen haben? Den Absatz mit „Wir Journalisten“ halte ich weniger für eine Eigendarstellung des Don als eine freundlich-ironische Zusammenfassung dessen, wie Journalisten heute „ticken“.

    • Zeitreise: Was Schweden Deutschland und der Eurozone voraus hat(te)
      Lieber Rightwing Liberal,

      niemand ist perfekt, aber Schelte trifft den Falschen.
      Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, konnte schon eine leise Ahnung haben was kommt. Aber das ist meine oberflächliche und subjektive Meinung … als die Flüchtenden laufen lernten.

      http://blogs.faz.net/deus/2015/09/29/das-pack-lernt-schneller-als-die-politik-2928/#comment-29328

      TDV setzen sie doch mal einen einzelnen Ping als Lebenszeichen ab. Man macht sich ja schon echte Sorgen.

    • Noch vorher berichtete der Don über die ausser Rand und Band geratene
      welcome Party für refugees auf dem township in Bonn, wo es wohl zum ersten Mal zu massiven Übergriffen auf Frauen und Männer!! durch die genannte Klientel kam.
      Eine Verfolgung durch die Polizei erfolgte meines Wissens erst Monate später ergebnislos.
      Auch fand sich das Ereignis in keinem weiteren Presseprodukt – sie haben uns somit wissentlich ins offene Messer laufen lassen.

    • @Walter Claassen
      Diese mögliche Interpretation ist mir durchaus nicht entgangen.

      Allerdings interpretiere ich diesen Absatz weniger ironisch, sondern eher gemäßigt/vernünftig, um von dort zu den radikalen/unvernünftigen Beispielen innerhalb der „87%“ zu gelangen, die nachfolgend beleghaft durchgegangen werden.

      Zumal Pressekodex, Ziffer 12 weder zu DA’s üblichen talking points gehört, noch dass mir überhaupt eine Kritik an dieser Praxis von Journalisten bekannt ist. Im Gegenteil, diese Praxis wird als unhinterfragte Selbstverständlichkeit aufgefasst.

    • Was die Desinformations-Abteilund des neuen Schwarzen Korps für liberal hält,
      orientiert sich offenbar an den alten KGB-Richtlinien. Medial haben AfD-Spin-Doktoren Maria L. in Massen vergewaltigt. Sie haben keinen Respekt vor dem Individuum, klassisch totalitär. Dieser Hetz-Standard galt schon bevor sie mit dem Dirty-Campaigning und Harris-Media anfingen. Aber immer nur zu: je mehr Sie Ihre faschistische Fratze offenlegen, desto mehr wird der gesunde Menschenverstand aktiviert.

    • Könnten Sie Ihre Argmeinte bitte ohne juristisch problematische Unterstellungen bringen? Sonst muss ich nämlich redigieren oder löaschen.

    • Journalisten ...
      … die wesentliches verschweigen machen sich zu Mittätern!

  131. was ist mit der faz
    Ich schätze ihre Beiträge sehr, aber wenn sie sich immer SPON und andere rauspicken, dabei aber die FAZ vergessen, hat das natürlich nachvollziehbare Gründe, aber trotzdem einen faden Beigeschmack.

    • Titel eingeben
      Verlangen Sie nicht zu viel?
      Zudem: das übernehmen nicht selten die Kommentare hier und die werden nicht zensiert.

    • Riesenunterschied
      Die FAZ, was immer man ihr vorwirft, hat solch fragwürdige Charaktere nicht angestellt. Und Stokowski war wohl nicht Schirrmachers Ding, was noch mehr für den Mann spricht.

    • Soweit schon d'accord, Andreas Müller...
      …aber dieses Arbeitgebermanko (WBiedLis) oder „-bias“ kann man ja im Geiste immer sehr leicht dazu- oder wegtun. Es ist eigentlich m.E. beim werten Don Aplphonso gering. | Aber wo arbeiten Sie genau, Herr Müller? Und was veröffentlichen Sie über Ihren Brotgeber und wo zum Nachlesen?

    • Was ist mit Andreas Müller?
      Wie armseliges ist das denn: „Ich schätze ihre Beiträge sehr … aber trotzdem einen faden Beigeschmack“? Schreiben Sie doch – wie viele andere Foristen es bereits tun – hier über FAZ- Artikel, die Ihnen nicht gefallen.

  132. WERDEN jagen?
    Die AfD WIRD gejagt. Ganz real und im wahrsten Sinne des Wortes. Gejagt, gestellt und erlegt. Es gibt so viele Beispiele aus den letzten Monaten, die nie in der überregionalen Presse oder den ÖR vermeldet wurden. Auch in den regionalen Medien war es meistens nur eine kleine Notiz auf einer hinteren Seite. Zuletzt wurde in Dresden ein 72-jähriger Wahlhelfer gewürgt und am Boden liegend getreten, in Northeim eine 17-Jährige auf dem Weg von einer AfD-Veranstaltung zum Bahnhof geschlagen, in den Rücken gerteten und auf die Straße gestoßen. Beide liegen/lagen im Krankenhaus. Der Fall der 17-Jährigen schaffte es in den Regionalteil des Göttinger Tageblattes (Madsack=SPD). Aber nicht wegen des Angriffs von 30 wehrhaften Demokraten auf ein minderjähriges Mädchen. Nein, thematisiert wurde die unglaubliche Perfidie der AfD, den Vorfall angeblich schlimmer dargestellt zu haben, als er tatsächlich war. Das Mädchen hätte zwar eine Gehirnerschütterung, Verletzungen im Rücken, aber alles halb so wild, kaum der Rede wert. Vor einiger Zeit wurde Uwe Junge, dem Fraktionschef von Rheinland-Pfalz ins Gesicht geschlagen und das Jochbein gebrochen, seiner Frau wurde das Auto angezündet, Meuthem konnte am Sonntagabend die Wahlpartylokalität wegen der vor der Tür randalierenden aufrechten Demokraten nicht zu einem verabredeten Interview verlassen. Seine Lebensgefährtin mit ihrer siebenjährigen Tochter musste auf dem Weg zum benachbarten Hotel von Security und Polizei eskortiert werden, und wurden trotzdem beschimpft und attackiert. Das Kind war völlig verstört. — Das alles wird von den Blockparteien toleriert und goutiert. Kein Protest. Wie auch. Der wiedererstandene Rotfrontkämpferbund wird schließlich zu diesem Behufe staatlich und kommunal finanziert. Zu dessen Aufgaben gehört auch, politische Informationsveranstaltungen der AfD zu verhindern, Interessierte am Besuch derselben zu hindern und schon im Vorfeld die Vermieter der Lokalitäten einzuschüchtern oder im Falle der Widersetzung das Lokal zu zerlegen oder durch Diffamierungskampagnen in den Ruin zu treiben. Deutschland – Rechtsstaat und Demokratie?

  133. Vielen Dank
    Ich danke Ihnen für diesen Artikel. Mir sind die erwähnten Zeit-Autoren ebenso unangenehm aufgefallen.
    Ich akzeptiere verschiedene politische Meinungen und diskutiere gerne mit Menschen die andere Ansichten haben. Diese versuchte Gleichschaltung von Meinungen, dieses Bestimmen was ok ist und was nicht (außerhalb von Gerichten die dafür eigentlich zuständig sind) verarmt unsere Gesellschaft intellektuell und ist meiner Meinung nach gefährlich da irgendwelche selbsternannten Meinungsmacher bestimmen was ok ist und was nicht.

  134. In Berlin wurde heute die vor knapp einer Woche besetzte Volksbühne geräumt
    … zu den sogenannten Aktivisten hatte sich auch ein gewisser Andrej begeben und dort vor einigen Tagen einen Vortrag über
    Gentrifizierung gehalten. Probleme mit Rechtsbruch scheint er ja nicht zu haben. (
    Mal hier reinkopiert ein Zitat eines Kommentators.
    „orlando888@gmx.de 16:43 Uhr
    Antwort auf den Beitrag von Korrekturfahne 15:39 Uhr
    Korrekturfahne und die Besetzer sind ein Beispiel dafür, dass wir bei der Ausbildung unserer Kinder anscheinend einiges falsch machen. Wenn Person wie Andre Holm und andere an den Universitäten auf unsere Söhne und Töchter losgelassen werden, kommt wohl nicht selten so etwas heraus. Wir sollten uns überlegen ob einige Studiengänge eher staatszerstörend als staatstragend sind. Das soll Kritik an unserem System nicht grundsätzlich ausschließen, aber sollte auf der Grundlage unserer Verfassung stattfinden. In sofern ist die Räumung nur ein Kampf gegen die Auswirkungen einer falschen Erziehung.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/blog-zur-besetzten-volksbuehne-die-berliner-volksbuehne-wurde-nach-knapp-einer-woche-geraeumt/20389368.html#kommentare

    • Kulturpolitik á la R2G
      sieht nun mal so aus. Da hält sich mein Mitleid echt in Grenzen.

    • Volksbühne
      Im Deutschlandfunk bei „Corso“ meinte der Kommentator, „immer wieder schön zu sehen, wie mutig und interessiert die Jugend von heute auch sein kann“, so sieht es aus in D, da werden auch mal Straftaten als mutig bezeichnet, aber nur bei den Aktivisten, und nur bei den Linken.

    • Zufällig Felix „Stimme der Antifa“ Steiner?

    • Er hat "Volk" gesagt
      Haben Sie nicht das Buch „Aufstossen statt Wegmuckeln“, „Aufessen statt Wegnuckeln“, „Dämliches Buch schreiben statt im Ministerium zu buckeln“ (oder so ähnlich hiess der Titel), unseres noch amtierenden Bundesministers für Justiz, frühpubertäre Facebook-Postings und 1000 Gründen, das Saarland an Frankreich zu verschenken, gelesen?
      Danach hat das Wort „Volk“ soviele „Berührungspunkte“ zum Wort „völkisch“, dass jeder, der „Volk“ sagt (Explizit erwähnt wird: „Wir sind das Volk“), ein böser Nazi ist.
      „Volksbühne“ hat deshalb „Bevölkerungsbühne“ oder „Länger-hier-schon-Wohnende-Bühne“ zu heissen. Habt ihr gehört, ihr blödes Volk?

  135. Titel eingeben
    Sehr geehrter Autor. Zum ersten Mal schreibe ich einen Kommentar zu einem politischen Thema, obwohl ich politisch interessiert bin, meide ich Foren und deren Pseudonymen Anwürfe. Aber Sie sprechen mir mit Ihrem Beitrag aus der Seele. Ich war durch die Wahl schockiert. Nicht so sehr durch das vorhersehbare Ergebnis der AFD. Sondern über den hasserfüllten und destruktiven Umgang der selbsterklärten besseren demokratischen Menschen. Zur Einordnung: ich gehöre auch zu den 87%, sehe aber mit Grauen wie reflexhaft intelligente Menschen genau die Verhaltensweisen zeigen, die sie an den Anderen so kritisieren. Neben allen inhaltlichen Differenzen. Das ist einer doch konstruktiven demokratischen Auseinandersetzung, die in der Sache geführt werden sollte, unwürdig. Auch die AFD ist demokratisch gewählt. 12,6% von Wählern, die in freier Wahl ihr Votum abgegeben haben, quasi die Bürger- wenn nicht gar die Menschenrechte absprechen zu wollen, ist genau so schockierend wie der Spruch vom aggressiven arabischen Mann. Neben dem Interview von Herrn PräsBVerfG Voßkuhle ist dies der erste in meinen Augen angemessene Beitrag und sollte allen sogenannten demokratischen Kräften eine Mahnung sein, sich nicht wie bockige, zerstörerische Kleinkinder aufzuführen, sondern sich auf den alten Satz zu besinnen: hart in der Sache. Verbindlich im Ton. Ich wünsche mir noch viele so lesenswerte Beiträge von Ihnen!

  136. Die Frankfurter Schule...
    Diese tiefe gesellschaftliche Spaltung ist doch genau das, was die Frankfurter Schule wollte. Wenn man Marxismus nicht ökonomisch vermitteln kann, dann muss man ihn auf die gesellschaftliche und kulturelle Ebene übertragen. Das haben diese hochintelligenten, sozialistischen Gesellschaftsklempner der Frankfurter Schule gut erkannt.Sie sind die Erfinder der Political Correctness. Dass sie während der Nazizeit in den USA ihre DNA auf den Universitäten weiter verbreiten konnte, erklärt, warum die Gesellschaft in Nordamerika tief gespalten ist und einen Trump gewählt hat. Ich begreife einfach nicht, warum sich die Idee von Marx, Engels und ihren Haus und Hof Philosophen Hegel sich über die ganze Welt verbreiten konnte. Diese Leute, die heute noch Denkmäler, Strassen und hoch angesehene Preise ihren Namen geben, waren verachtenswerte Volksverhetzer, Antisemiten und skrupellose Opportunisten. Wer weiß denn heute noch, was Marx, Engels und Hegel in der Neuen Rheinischen Zeitung geschrieben haben? Dass die Slawen kein Lebensrecht haben? Wer sich mit Marx beschäftigt, wird irgendwann auf Aussagen von ihm stoßen, die einfach abartig sind und nicht weit entfernt sind vom „Stürmer“.Warum musste sich der Sozialismus, Kommunismus und das was heute den Kindern in den Schulen gelehrt wird, nicht vor der Weltgemeinschaft für ihre fürchterlichen Verbrechen verantworten? Warum haben Opfer der Ideen von Marx und Engels keine Denkmäler? Warum merken die Menschen in Deutschland nicht, dass wir viel näher an einer DDR 2,0 sind als an einer erneuten Machtübernahme von Nazis? Wer fragt denn heute noch nach dem Unrecht der DDR?
    Mal eine kleine Anekdote…Ich habe Plakatierer der MLPD, die in unserem Wahlkreis auftritt als wäre sie eine Volkspartei, dabei beobachtet, wie sie Wahlplakate der AfD entfernt und ihre dafür aufgehängt haben. Ich habe die Frau darauf angesprochen, dass sie sich gerade strafbar macht und was das eigentlich alles soll. Ich habe von dieser Frau ein Stakkato an Beleidigungen gehört und ihr mitgeteilt, dass ich jetzt die Polizei rufe. Das hatte keinerlei Auswirkungen an ihrem Verhalten, sie hatte weiterhin die AfD Plakate abgeschnitten, sie in den Dreck geschmissen und ihre kruden MLPD Plakate an die Stelle gesetzt, sich dann in ihren Twingo mit Starbucks Kaffeebecher in der Mitellkonsole gesetzt und war weg bevor die Polizei kam. Ich hab natürlich Fotos gemacht und diese der Polizei gezeigt. Die Beamten hatten für mich nur ein müdes Lächeln übrig.Sie rieten mir von einer Anzeige ab, weil die Lady sonst so an meinen Namen und Adresse gekommen wäre und sich Hakenkreuze nicht gut auf der Fassade machen. Dann kommt meine 11 jährige Tochter nach Hause und erzählt, dass sie heute in der Schule wieder Stolpersteine poliert und Lieder davor gesungen hat…

    • Nachwuchsbeschaffung
      @Robert,

      „Stolpersteine poliert und Lieder davor gesungen hat“.

      Und nun?

      Stellen sie jetzt den offen anti-deutschen von der MLPD ihre Tochter als Nachwuchs zur Verfügung?
      Oder nur den anti-deutschen Volkstod-Propagandisten von der Antifa?

    • "Sie rieten mir von einer Anzeige ab, weil die Lady sonst so an meinen Namen
      und Adresse gekommen wäre.“
      Das geschieht übrigens auch in anderen Fällen, in denen man sonst Anzeige erstatten würde. Die Polizei rät ab, da der Delinquent auf den Erstatter der Anzeige zurück greifen könnte.
      Diese Angst lässt einen dann nicht mehr zur Ruhe kommen.
      Man kann damit rechnen, dass die Zahl der Übergriffe weit höher ist als in irgendwelchen Statistiken erfasst wird! Alleine aus diesem Grund.

    • Mal langsam...
      Den Einfluss der „Frankfurter Schule“ auf US-Amerikanische Universitäten sollten Sie belegen können.
      Haben Sie eine Erklärung dafür, dass man im angelsächsischen Raum für das von Ihnen Beschriebene den Begriff „Kontinentalphilosophie“ verwendete, eben um den Unterschied deutlich zu machen?
      Wenn Sie „Antisemitismus“ und „Frankfurter Schule“ in einen Absatz schreiben, dann liegt da ein größeres Missverständnis Ihrerseits vor.
      IN Ihrer Aufzählung der „Rassisten“ haben Sie E. Kant und im übrigen die „Alten Griechen“ vergessen. Lesen Sie nach, was „barbares“ waren in diesem Diktum.

      Fazit: es ist leider etwas komplexer, die Kant´schen Ideen, oder auch die von Hegel, mit dem zu verlinken, was Sie über Frauen, Afrikaner usw. geschrieben haben.

      Sie haben noch ein gerüttelt Maß an Lektüre vor sich….
      Ich schlage vor: dann (!) melden Sie sich wieder zu Wort….

    • Das ist ein grundsätzliches Problem
      Ich hatte folgenden Fall:
      Die Fahrer dreier sogen. „Trikes“ betranken sich in einem Lokal. Ich ahnte, daß sie gleich stockbesoffen losfahren wollten, notierte die Kennzeichen und rief die Polizei. Obwohl der Aufbruch sich noch eine Viertelstunde hinzog, schaffte die Es nicht, rechtzeitig vor Ort zu sein, um zu verhindern, daß die Fahrt losging, wobei einer so breit war, daß er mehrfach beim Losfahren seine Maschine abwürgte.

      Als die Ordnungshüter nach einer halben Stunde kamen, wollten sie gern, daß ich eine Zeugenaussage mache. Sie könnten dann die Leute zu Hause aufsuchen und zur Blutprobe bringen.

      Mir ging es aber nicht darum, daß sie bestraft werden, sondern darum, Unschuldige vor besoffenen Trikefahrern zu schützen!

      Auf Besuche zu Hause seitens dieser Leute konnte ich gut verzichten. Das habe ich den zwei Polizisten dann erklärt, was sie schulterzuckend hinnahmen.

      Ähnliches erlebte ich bei einer Massenschlägerei, die durch eine Rockertruppe angezettelt wurde. Drinnen wurde mit Barhockern auf Diskobesucher eingeprügelt, draußen wartete eine Funkstreifenbesatzung in aller Ruhe ab, bis die Sache vorbei war, um dann zu kommen, um Zeugenaussagen zu ergattern.

      Auf die Ordnungskräfte kann man sich nicht verlassen.

  137. People should know when they are conquered.
    Fast 300 Kommentare…und alle rufen nach Führung.

    Und es werden noch mehr, viel mehr.

    Alle klagen darüber, dass die Ordnung nicht mehr ist, dass alles aus den Fugen, überall Chaos und Idioten und keiner da, der das alles regeln könnte.
    Überall Komplexität und nirgends Komplexitätsreduzierung.

    Merke:
    Je größer die Komplexität umso notwendiger ihre maximale Reduzierung.
    Und diese automatische Notwendigkeit bei Sinnsystemen ist die Ursache für den Erfolg von Donald Trump.

    Trump ist ein Vereinfacher. Das, was die Gesellschaft braucht, wenn alles zu komplex ist. Einen der alles auf eine einfache Unterscheidung maximal reduzieren kann.

    Weil er genauso denkt. So einfach.

    So einen brauchen wir jetzt auch.

    Weil: wir schreien danach.

    Nicht? Na, dann lest bitte noch einmal all die Kommentare oben durch.

    • Falsch interpretiert = Vereinfachung
      Ich rufe vielleicht nach allem Möglichen, aber nicht nach „Führung“! Ich möchte die Einhaltung der Gesetze und Verträge, Meinungsfreiheit und ein Tolerieren anderer Meinungen und Diskussionen ohne Äußerungsverbote, Tabus und sozialer Ächtung und Vernichtung. Gleichbehandlung und Gleichbewertung. Und bei allem, was staatliche Souveränität und die Identtät des Landes angeht, möchte ich befragt werden und keine Politiker und undemokratisch ernannte Kommissare, die sich ermächtigen und über meinen Kopf hinweg handeln. Aber gewiß keine „Führung“.

      Ich denke, den meisten geht es genauso.

    • Projektsteuerung
      @Goodnight,

      Vereinfachung (Komplexitätsreduktion) ist das Geheimnis eines jeden erfolgreichen Projektes.

      Das heißt aber nicht das man die Hälfte nicht erledigt. Sonder einfache immer hübsche kleine Päckchen packen und für jedes den richtigen Empfänger als Problemlöser finden.

      Aber manchmal sollte man den ganzen Mist einfach wegschmeißen und von vorne anfangen, aber nicht vergessen nur die Dümmsten glauben das wenn sie immer wieder das gleiche machen bekommen sie irgendwann ein anderes Ergebnis.

      Und ehrlich ich lese in den Kommentaren keine Wunsch nach einen Führer sondern nach Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Verantwortungsbewusstsein der Elite und das Zugeständnis (Einverständnis?) dafür auch die Konsenskultur zu verlassen.
      Die hat die Deutsche eben auch nicht weiter gebracht, ausser das anti-deutsche jetzt den Ton und die Richtung vorgeben. Und das bedeutet für die Deutschen eben tot der Sprache, Kultur und des Volkes.
      Bei Cicero teilt der oberste deutsche Richter gerade mit das es ein Deutsches Volk nicht gibt und es auch nicht gegeben hat und es nicht existieren darf.
      Weswegen sie ja jetzt auch den Scharfrichter im Rollstuhl als 2 Mann im Staate installieren.
      Das elende Volk muss raus aus dem Grundgesetz.
      Mit 87% schafft man das jetzt auch anstandslos. Motto: „jetzt gibt was in die Fresse!“
      Nicht die Regierung das Volk!

      Momentan sind außerdem die deutschen Konsenspolitiker der Sorte Raute gerade dabei sich einen neuen, alten Napoléon anzuschließen ob es wieder bis Tauroggen führt werden wir sehen. In der nähe tagen tun sie ja
      300.000 Tote werden diesmal dann aber nicht reichen…

      Gute Führerjagt wünsche ich auch weiterhin!
      Ach, ist das ein eigenständiger Jagdzweig oder leitet der sich aus der guten alten Nazijagt ab?

    • Der Ruf nach Führung
      ich stimme goodnight ausdrücklich zu. Es ist im Kleinen so wie im Großen, mein Mann wurde von zwei Kollegen in den späten 70er Jahren herb angegangen, weil er seine Führungsaufgabe nicht wahrnahm. Die Kollegen forderten den Leithammel, ohne den es nicht ginge. Ich persönlich brauchte diesen Leithammel nicht, ich hätte mich bedankt, sah aber ein, dass die Kollegen recht hatten, die Mannschaft brauchte ihn.

      Ich habe selbst auch keine Führungsqualitäten, aber ich war immer bereit, jede sich bietende Verantwortung zu übernehmen und vor allem wollte und konnte ich selbständig arbeiten. Daran mangelt es aber den meisten, andere sollen die Verantwortung tragen und sagen, wer was wann machen soll.

      Einsteins Spruch von der Schafherde ist da sehr treffend, um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
      Das Volk besteht in Masse aus Schafen und ohne Hirten ist die Herde aufgeschmissen.

    • Schlaue Schafe
      Hallo Frau Simon,

      was haben Sie gegen Schafe?
      Es sind doch ungemein schlaue Tiere wenn sie sich einem Schäfer anvertrauen. Er sichert den Bestand der Herde und nimmt sich nur den Teil den er zum Leben braucht.

      Dumm wären sie nur wenn sie versuchen sich als Schutz vor dem Schäfer mit einem Wolfsrudel gemein zu machen.
      Vielleicht ganz kultiviert beim Fressen?

      Aber in einem haben haben Sie recht, sich einen Führer zu wählen, nicht einen AH, ist schon mal kein schlechter Zug in schlechten Zeiten.
      Es vereint die Kraft und ist keine schlechte Voraussetzung für Erfolg der gemeinsamen und für alle nützlichen Unternehmung.

      Nur sollte man darauf achten das er der Führer der in Wählenden ist und nicht der Anführer des Wolfsrudels neben an.

    • Our Beloved Leader is wise. He is gentle, kind and strong. We wish him joy....
      Ok, Führung ist vielleicht ein „böser“ Begriff. Lasst es uns anders nennen, lasst uns „Inklusionsbeauftragter“ sagen. Nicht ganz so sexy, aber genau deswegen auch von Gutmenschen akzeptierbar. „Inklusions-“ für die soziale Komponente und „-beauftragter“ für den demokratischen Unterton.

      Aber..eigentlich, nope, wir warten einfach bis Ihr so verzweifelt seid, dass Ihr nur noch nach „Führung“ schreit, und Euch nicht mehr einbildet irgendwie eigenständig operieren zu können. Den ganzen sozialen Komplexitätsquatsch kann man sich das sparen.

      Bald.

    • Fehler?
      Merkel in der Wahlnacht: „Ich kann nicht erkennen, was wir jetzt anders machen müssten.“ Warum auch, da wir ja in diesem Deutschland gut und gerne leben, zumindest sehen das nur noch 30% der Wähler so.

      Es ist ja auch das Perfide durch Nichtstun die Probleme immer komplexer werden zu lassen, um dann zu argumentieren, die Probleme seien zu groß, um sie mit einfachen Lösungen zu bewältigen. Einfache Lösungen hätten nur die Populisten. Mag sein, aber immerhin haben sie welche.

    • Tja, Rainer Marsbach, dann verklickern Sie uns doch mal,
      wie Ihre Ziele ohne Führung erreicht werden sollen. Die derzeitigen Repräsentanten tun nun mal nicht, was Sie sich wünschen. Das Wünschen mit dem Erhalten gleich zu setzen, nennt man magisches Denken. Typisch für Kinder, und die brauchen Führung.

    • Und auch an Sie, P.Aule; die Frage, wie Ihre Wünsche in Erfüllung gehen sollen?
      Verantwortungsbewusstsein der „Elite“? Wer soll das sein, diese „Elite“? Im Parlament sitzt die jedenfalls nicht. Darf Sie auch gar nicht, denn die „Elite“ ist immer eine Minderheit. Wir haben aber eine repräsentative Demokratie, und wenn die Repräsentanten sich nur aus der Minderheit rekrutieren, wie sollen dann die Interessen der nicht elitären Mehrheit vertreten werden?

      Wie gesagt, magisches Denken, wohin man schaut. Und aus diesem magischen Denken kommt auch die anschwellende Aggressionsbereitschaft. Die Nichtelite will nämlich nicht aus dem wohligen Traum, Wünschen sei gleich Bekommen, herausgerissen werden.

      Ich zum Beispiel bin nicht so sehr wütend auf die Schwachmaten in den Parlamenten, sondern auf all die Schwachmaten, die diese Leute da hinein wählen, in der Erwartung, die gewählten Schwachmaten würden im Sinne der wählenden Schwachmaten agieren. Wer Parteien wählt, die nicht als Ziel die direkte Demokratie mit verpflichtenden Volksentscheiden verfolgt, der hat sich, zumindest politisch, als Kind geoutet, das unbedingt der Führung Anderer bedarf, um aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszukommen.

    • Bei den Schafen, werte Frau Simon, liegen Sie falsch.
      Der Hirte ist derjenige, der die Schafe zu eigenen Zwecken ausbeutet. Er lenkt die Herde nicht zur Erreichung von Schafinteressen, sondern zur Erreichung seiner eigenen. Dazu bedient er sich oft der Hilfe von Hunden. Schafe werden nicht nur regelmäßig rasiert, sondern oft auch noch ganz anders verwertet, ganz besonders von unseren Goldstücken. Schafherden haben, auch ganz ohne Hirten und Hunden, immer Führer, irrtümlich Leithammel genannt. Meistens sind es nämlich eher erfahrene Muttertiere, die den Weg der Herde bestimmen. Die müssen nämlich die Lämmer durch bringen und benötigen dazu wesentlich mehr Futter als die Böcke, die eigentlich den größten Teil des Jahres nicht wirklich etwas zu tun haben.

      Menschliche Schafe haben alle Instinkte für das eigene Überleben verloren. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die sich ein Weibchen zur Führerin wählen, das nie Lämmer hatte. Und das Irreste ist, dass diese Führerin auch noch mit „Mutti“ tituliert wird. Und das Allerirreste ist für mich, dass diese fälschlicherweise „Mutti“ genannte Führerin auch noch vornehmlich von älteren Frauen gewählt wird, die sicher mehrheitlich Kinder und Enkel haben.

    • Ich hätte auch von Lemmingen schreiben können,
      weiß aber über die Spezies noch weniger als über Schafe.

      @Deresschonimmerwusste

      Aber der Schafvergleich passt m.E. schon gut, ohne nun in die Details eines Schaflebens eintauchen zu wollen. Einfach sinnbildlich für die dummen Schafe, die die dumme Kuh in Berlin [auch Kühe sind nicht dumm, ich weiß] doch zu gern als die hier schon länger Lebenden tituliert und ja, die dummen alten Weiber wählten diese dumme blöde Kuh.
      Ich nicht, ich wasche meine Hände da in völliger Unschuld, denn ich habe in meinem langen Leben noch nie CDU gewählt.

    • @deress
      Hätten Sie in der Schule aufgepasst, wäre Ihnen schon da verklickert worden, dass wir eigentlich in unserem politischen System keine „Führung“ wählen“, sondern Verteter, die in unserem Namen unseren Auftrag durchführen. Das, was Sie als „Führung“ sehen, sind unsere Angestellten. Nicht nur bei Ihnen, leider auch bei den Gewählten hat sich die irrige Vorstellung verfestigt, die Bürger müssten „geführt“ werden. Wobei unsere Vertreter inzwischen sogar von einer Art Ermächtigung ausgehen. Einmal gewählt, meinen sie, sie könnten machen, was SIE wollten, nicht das, was sie im Auftrag der Wähler eigentlich tun sollten.

      Und pöbeln Sie mich nicht so dümmlich-naiv an:
      „Die derzeitigen Repräsentanten tun nun mal nicht, was Sie sich wünschen. Das Wünschen mit dem Erhalten gleich zu setzen, nennt man magisches Denken. Typisch für Kinder, und die brauchen Führung.“

      Ihr Vater Sie wohl ordentlich geführt, so dass Sie sich ein Leben ohne Führung nicht vorstellen können und völlig orientierungslos sind.

    • Sie, Herr Marbasbach, sind auch nur einer dieser Streber, die meinen, dass das, was
      sie im Gemeinschaftskundeunterricht aufgeschnappt haben, sei die Wirklichkeit des Systems. Im Gegensatz zu vermutlich Ihnen war ich jahrelang einer dieser Repräsentanten. Ich kann Ihnen versichern, dass die Aufgabe der Repräsentanten ausschließlich die formaljuristische Legitimierung der Handelnden ist. Wenn Sie sich das anders wünschen, dann stellen Sie sich doch zur Wahl und – sofern gewählt – verwirklichen Ihre Repräsentation.

      Dass die Repräsentation nicht funktioniert, liegt in erster Linie nicht einmal an den handelnden Menschen, sondern am System. Ohne die Einwirkungsmöglichkeiten der direkten Demokratie haben die, die tatsächlich Repräsantation wollen, keine Chance gegen das Bürokratenmonster.

      Mitglieder der Exekutive dürften gar nicht Bestandteil der Legislative sein!

    • Ein Topf, ein Volk, ein Rührer (Rezept für Volks- und Gender-Eintopf)
      Dieser Voßkuhle vom Verfassungsgericht sagt im Cicero, Zitat: „Man könne beispielsweise nicht von einem homogenen Volk ausgehen, weil das überhaupt nicht existiere. Solche Äußerungen stellten die pluralistische Gesellschaft im Grundsatz in Frage“. Zitat Ende. Betonung liegt auf „HOMOGENEM Volk“ und ausserdem spricht er nichteinmal vom DEUTSCHEN Volk, sondern bemerkt ganz allgemein, dass sogenannte „Völker“ nicht ganz homogen sind.
      Das können sie auch garnicht und das will auch niemand.
      Bereits die Existenz zweier unterschiedlicher Geschlechter beendet nämlich jegliche „Homogenität“. Das gleiche gilt für alle anderen Kriterien (politische Einstellung, ethnische Zugehörigkeit, Hobbies und Vorlieben).

      Das versuchen nur die Genderforscher, Sozialingenieure und Rot-Grün zu ändern (Indem die feuchte Phantasie eines gleichmässig rot-grün und gender-maingestreamtem Einheitsvolkes dem jungen Klein-Adorno von der soziologischen Fakultät Bielefeld das Herz in der Hose hüpfen lässt).
      Wie heisst der berühmte „genderneutrale“ Kinderhort in Schweden? Egalia.
      „Egalia“ heisst „alle gleich“, „alle gleich“ heisst: „homogen“.
      Es heisst aber auch: „langweilig“,“gleichgeschaltet“, „öde“ und „fad“.

      Praktische Übung: Stellen Sie sich eine Welt vor, in der ALLE Menschen aussehen, reden und denken wir Frau Merkel. Noch Fragen?

  138. Ohne sie wär besser
    Wesentlich erscheint mir an Frau Merkel, dass sie vielleicht nur das Gegenteil tun wollte von dem, was sich so vor 80 Jahren hier abgespielt hat, was naiv ist.

    Dir Naivität erkläre ich mir aus dem Umstand, dass in der DDR 0,0 (in Worten: Zero) Aufarbeitung bezüglich des Holocaust im Sinne von Schuld abgelaufen ist. In der DDR war man unschuldig, weil kommunistisch. Somit hat diese ganze Sozialisierung viel zu spät in Kohls Mädchen stattgefunden.

    Welcher westdeutsche Politiker würde zu solch grotesken Übertreibungen neigen? Sicherlich keiner, der in der Schulzeit anfing, sich damit auseinanderzusetzen und auch wohl niemand der Älteren, der den ganzen Aussöhnungsprozess mit Israel bewusst miterlebt hat, also die Gesten vonseiten des Landes.

    Es ist etwas grundlegend Unterschiedliches, ob man mit Literatur von Michael Wolffsohn aufwächst oder mit Büchern, die dem Honi behagen (ja, oder sogar mit al-Manar, das nur nebenbei).

    Insofern sind die Reaktionen für mich nicht nüchtern zu nennen und als Übertreibung einzustufen. Dies führt natürlich zu Gegenreaktionen.

    Das nächste ist die Tatsache, dass Digitalisierung noch vor vier Jahren (Snowdon-Affäre) Neuland für sie war und sie jetzt ständig davon faselt. Das muss extrem misstrauisch machen.

    Auch wenn sie von Zukunft redet und dann inhaltsleer schwafelt, wird man hellhörig.

    Offen gestanden: Nach Helmut Schmidt, so empfand ich immer, ging’s stetig bergab. Und so ist es auch geblieben. Schmidts späte Sprüche darf man getrost dem Alter zuschieben. Das war ein intelligenter Mann und Bundeskanzler. Und mutig. Das war ein Ehrenmann.

    • Merkel und die Digitalisierung
      Wie lange wird uns schon ein schnelles Internet versprochen. Es gibt immer noch Gegenden, die sich mit Modem behelfen, die tagelang nicht ins Netz kommen usw. Natürlich nicht in Merkels Datsche, da steht ein feudaler Verteilerkasten vorm Haus, natürlich hat sie Glasfaser vom Schnellsten.

      Nun ist Merkel morgen in Talinn.
      „Nach einem gemeinsamen Abendessen wollen die Staats- und Regierungschefs am Freitag über die weitere Digitalisierung Europas beraten, also unter anderem über den Ausbau des schnellen Internets, Datenaustausch und Cybersicherheit.“

      Wobei zur Cybersicherheit Danisch ja schon Romane verfasst und klargestellt hat, dass der Zug bei uns vor über 20 Jahren mal kurz anhielt und dann durchgewunken und seitdem nicht mehr gesehen wurde.

      Mir gehen Macrons Ideen zu weit, Merkel findet sie ganz toll und man darf gespannt sein, wann die FDP wegen des ESM, den Merkel und Macron ausbauen wollen und die FDP eigentlich nicht, wieder die Umfallsucht bekommt.
      Bei mir läuft ausnahmsweise Illner nebenbei, das Ranwanzen von Özdemir an Kubicki ist obszön.

    • Sie hechtet doch schon länger von Projekt zu Projekt, ohne auch nur eines
      zum Wohle des Volkes abzuschließen. Alles, was sie je in die Hand nahm wabert so dümpelnd vor sich hin und manches ist doch dabei, sie einzuholen.
      Und nach Griechenland, Energiewende und „Flüchtlings-„welle packt sie jetzt halt das Digitale an.

  139. Ein Denkmal für Migranten
    Mely Kiyak ist nicht die einzige, die behauptet der Wiederaufbau von D. sei den Gastarbeitern geschuldet. Frau Jagoda Marinić, Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg, fordert sogar ein Denkmal für die Einwanderer und will Quoten bei der Besetzung von Posten mit „Macht“.
    https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/337/nur-mit-uns-geht-es-4591.html
    Frau Marinic wird in den ÖR begeistert herumgereicht und dazu benutzt, das gewünschte Denken der Bevölkerung einzutrichtern.

    • #87prozent
      Es gibt noch einen wunderschönen Tweet von Frau Marinic:

      „Jagoda Marinić‏ @jagodamarinic 24. Sep.
      Ich war noch nie mit so wenig Aufwand ein guter Mensch. #87prozent“

      Soviel Selbsterkenntnis tut weh.

  140. Bangemachen gilt nicht....
    …aber bei diesen mit wenig Zurückhaltung zur Schau gestellten Stammtischparolen, gleich welcher Couleur, kann einem schon mulmig werden. Was ist nur los, sind schon wieder alle verrückt geworden, wie damals vor den beiden Weltkriegen?

    • Schön das Sie an Bangemann(FDP)erinnern
      -Bundesminister für Wirtschaft, danach

      -1993 wurde er EU-Kommissar für Industriepolitik,
      Informationstechnik und Telekommunikation.
      In seiner Amtszeit trieb er vor allem die Liberalisierung der Telefonmärkte in Europa voran, danach

      -Wechsel zum Telefónica-Konzern was für etwas Unruhe sorgte.
      war auch im Aufsichtsrat bei Hunzinger, bekannt durch die
      Hunzinger Affäre in die Scharping und Özdemir verwickelt waren…

      früher war auch nicht alles besser

  141. Falsche Argumentation
    „Die meisten Menschen der Gruppe XYZ sind ja ganz lieb“ ist eine der gängigsten Beschwichtigungen. Sie ist zwar sachlich richtig, aber in keiner Weise hilfreich. Schade, daß auch Sie sich ihrer bedienen.

    Wenn zwischen ’33 und ’45 die wenigsten Deutschen überzeugte Nazis waren, hilft das nicht. Die damalige Grundstimmung in diesem Land hat diese Auswüchse der Entmenschlichung möglich gemacht, auch wenn nur ein kleiner Teil unserer Ahnen direkt beteiligt war.

    Wenn unter türkischen (gegenüber deutschen) Autofahrern nur 98% statt 99% Vernunftbegabte sind, mag der Unterschied gering erscheinen. Der Versicherung hilft das nicht. Sie hat 2% statt 1% Idioten und damit eine doppelt so hohe Schadensquote.

    Wenn 90% der Flüchtlinge Frauen mit Respekt und Höflichkeit behandeln, hilft das nicht. Man (frau) wird abends in der S-Bahn oder dunklen Straße genau denen 10% begegnen, die sie lieber nicht treffen möchte.

    Ein Rucksack-Urlaub in einem nordafrikanischen Land erwies sich als permanentes Spießroutenlaufen zwischen Geldwechslern, Wüstentripanbietern, selbsternannten Stadtführern etc… Es hilft nicht, daß 99.9% der Leute sich dieses Verhaltens schämen würden. Ich werde trotzdem nie wieder hinfahren.

    Und wenn ich im Spiegel lese, daß hierzulande 90% Prozent der Muslime den IS ablehnen, dann beruhigt mich das nicht, denn ich frage mich: Was ist mit den anderen („nur“) 10%, das wären immerhin ca. 500000?

    Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen. Es zählt allein das absolute Ausmaß des Ärgers, den eine Gruppe verursacht. Sippenhaft ist zwar unangebracht, aber der pauschale Ausschluß vom Mitspielen kann gerechtfertigt sein, besonders, wenn der Einzelne zu Beginn des Spiel nicht beurteilt werden kann, mangels Paß zum Beispiel.

    • Falsche Schlussfolgerung, MMW.
      Diese Gerede von alle … sind nicht schlecht dient nur einem Ziel, es soll suggerieren der muslimische Analphabet sei schon dadurch ein Gewinn für das Land, wenn er nicht kriminell wird. Das gerade ist doch die Hoffnung von Merkel und Co. gewesen, nämlich dass die Diskussion über die Kosten verhindert wird. Die Wahlergebnisse der AfD sind Ergebnis der immer sichtbarer werdenden Kriminalität. Die nicht sinnlich wahrnehmbare Kostenexplosion des Nichthandelns der Merkelregierung hätte eigentlich dazu führen müssen, dass die Wahlschlappe für Union und SPD noch viel größer hätte ausfallen müssen.

      Die Wahlschwachmaten ändern aber anscheinend erst ihr Wahlverhalten, wenn sie selbst auf der Straße oder ihre Kinder in der Schule, um mit Nahles zu sprechen, in die Fresse bekommen.

    • Danke für die kluge Erwägung, MMW
      Wenn ich als Allgemeinarzt weiß, daß nur 20% der vor mir Sitzenden wirklich meiner Hilfe bedürfen und 80% nur wissen müssen, ob sie zu diesen 20% gehören oder nicht, dann besteht meine Arbeit an dieser Stelle daraus, gezielt Stigmata zu erfassen. Im Zweifel wid alles Auffällige bis zur aufwändigen Widerlegung erstmal dem Kranken zugeschlagen.
      Wenn ich sicher durch den öffentlichen Raum kommen will, handele ich ähnlich. Und da epistemisch nicht jeder Einzelne auf Herz und Nieren prüfbar ist, gehe ich von Gruppenstigmata aus. Im relvanten Einzelfall bin ich gern bereit, mein Vorurteil nachzurevidieren.
      Wer rationale Mechanismen der Realitätsfindung zum Rassimus erklärt, der hat dann halt immer mit -nicht bewältigbaren- Einzelfällen zu tun.
      Ohne Abstraktion und Generalisierung keine Begriffe und keine Erkenntnis!

    • Ein sehr intelligenter Kommentar
      Um es etwas populistischer zu formulieren:
      Vorurteile sind auch nur angewandte Statistik!

  142. Text-Korrektur-Service
    Nur ein Bruchteil der Anhänger des Islam in Deutschland hängt islamitischen Thesen an, …

    – islamistischen

    so doch für die Umbenennungen von Kasernen und Strassen mit schönen und kostenneutralen Worten

    –> Straßen

    um zu zeigen, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und das mit dem “Nie wieder” ernst meinen.

    –> „Nie wieder!“ (Das Ausrufezeichen gehört dazu, wenn man so zitiert. Der Fehler kommt noch öfter vor)

    die die Reihen fest im Kampfe gegen rechts schliessen möchte.

    –> schließen

    Ausserdem wurde in Deutschland früher schon oft geschlossen marschiert…

    –> Außerdem (der Fehler kommt noch oft)

    Es würde sich aus Sachgründen vermutlich verbietet, Kazims despektierliche Äusserung über den Trabant bei uns anzuwenden.

    –> verbieten

    Also, die deutschen Väter waren unfähig, und die gegenwärtigen Deutschen, speziell im Osten, muss man wegen ihrer Herkunft nicht ernst nehmen, man kann manche für Atommüll eintauschen und die britische Luftwaffe wären hier auch keine schlechte Sache.

    –> wäre

    Aber die Autorin, die auch schon mal darüber spekulierte, ob man politische Gegner mut Falschanzeigen zur Strecke bringen könnte, begrenzt die Absicht der Debatte nur auf die AfD-Wähler.

    –> mit

    Marschieren Sie bitte ohne mich.

    –> Marschieren Sie bitte ohne mich! (Aufforderungs-Ausrufezeichen)

    ################################

    Ansonsten bin ich mit dem Stück Text inhaltlich und sprachlich voll konform. Da hat sich was verändert in der linken Szene, das erinnert fatal an die Weimarer Republik.

    Grüße aus Berlin

  143. na ja
    In der Regel wird hier nicht zensiert. Insofern einfach mit link hier rein stellen…

  144. That's not stupidity or weakness, that's just nature of liberals
    ach ja, für die, die immer noch glauben, Lindner wäre die neue Führung:

    Er spricht jetzt von einer flexiblen (!) Obergrenze, anstelle von „erweiterten Familiennachzug“. Den Rechtsbruch der Grenzöffnung möchte er eventuell doch nicht durch einen Untersuchungsausschuss betrachten lassen und eigentlich ist ja schnelles Internet das eigentliche Problem dieser unserer Republik.

    Der Mann ist nicht ganz so intelligent wie erhofft, er wird jetzt Minister und kann dann die FDP begraben.
    Glaubt er wirklich, er wurde gewählt, weil man seine Haare schön und die FDP ganz liberal haben wollte?

    Erweiterter Familiennachzug dank Lindner….schon umgefallen bevor die KOA Gespräche begonnen haben….

    • Den beschleunigten Familiennachzug hat die FDP doch in SH
      schon mit beschlossen und sich dann gleich eine Diätenerhöhung genehmigt.

      Lindner ist ein guter Rhetoriker, also viel reden und wenig sagen und bitte auf das Gesagte nicht festgenagelt werden. Er wird auch Macrons EU-Wünschen nachgeben, weil Merkel heute ja hellauf begeistert vom kleinen Pseudonapoleon und seinen Ideen ist, denen sie doch sobutz noch eigene hinzufügen will.

      Es gibt in diesem Land ja auch keine anderen Probleme, das muss man doch mal so festhalten, Digitalisierung ist wichtig, Big Data und all das neumodische Zeug, von dem Merkel gern schwätzt, aber nicht viel versteht und wie hieß es bei der FDP auf den Plakaten, Digitalisierung jetzt, Bedenken später. Passt doch.

    • Wer die Lindner-Partei gewählt hat, der soll jetzt nicht den Getäuschten mimen
      Das war doch alles vorher klar, oder Ihnen etwa nicht- goodnight!?

    • FDP wird Lobbyismus Politik machen wie immer
      d.h. z.B. den Apothekern helfen und Versandapotheken verbieten..usw.

  145. 87% Entgrenzer ?
    Ihr seit die 87%? Na dann auf zu frischen Taten, ihr Helden: Lasst uns eine Volksabstimmung über die „Obergrenze“ machen. Gerne auch viel härter, als die CSU es vorschlägt: „Möchten Sie, dass die Zuwanderung aus humanitären Gründen nach Deutschland auf maximal 50000 Menschen im Jahr begrenzt wird?“

    Und dann möchte ich mal sehen, was von Euch übrig bleibt, Ihr 87%.

    • 11 250
      Nein. Ich möchte die Obergrenze von Trump geteilt durch 4 (ein Viertel der Bevölkerung der USA).

    • Am Brexit sieht man ja den Erfolg von Volksabstimmungen, bei denen nicht zur Wahl
      steht, wie etwas umgesetzt werden soll.Und auch keiner dafür die Verantwortung übernimmt, der abgewählt werden könnte, wenn es nicht klappt.

    • Obergrenze
      Jeder soll einen Wert angeben – mit Namen und Adresse.

      Alle die über dem Median liegen dürfen sie dann auf eigene Kosten einquartieren!

      Ein paar Tausend könnten schon übrig bleiben aber auch die können durch diesen therapeutischen Ansatz geheilt werden…

    • Ob das Brexit-Referendum ein Erfolg war
      wage ich erst in 20 Jahren endgültig zu beurteilen. Sicher weiß ich aber, dass gewählte Repräsentanten bereits Fehlentscheidungen vergleichbarer Tragweite getroffen haben, ohne dass sie deswegen in jedem Fall durch Abwahl zur Verantwortung gezogen worden wären.

      Die Schweiz, wo Volksabstimmungen eine regelmäßige Übung sind, ist auch kein gescheiterter Staat. Da gibt es zwar auch den einen oder anderen Entscheid, der die Regierung wegen der Umsetzung ins Grübeln bringt, aber insgesamt kommt die Regierung doch mit dem Souverän klar. Die Schweiz ist jetzt nicht weniger erfolgreich, als die sie umgebenden repräsentativen Demokratien.

      Ich glaube, plebiszitäre Elemente können eine Gesellschaft befrieden. Geht eine Abstimmung in einer konkreten Sachfrage mit 87% gegen mich aus, dann bin ich eher geneigt, das zu akzeptieren, als wenn 87% Parteien für das kleinere Übel halten, die in einer Sachfrage gegen mich stehen.

      In manchen Fragen bin ich am nächsten an der AfD, in anderen auf der Seite der FDP und manches Mal teile ich auch die Ansicht der Grünen. Es geht wohl den meisten so, dass sie mit ihrer Ansicht und ihren Interessen zwischen den Parteien stehen. Mit Volksabstimmungen hätte man die Möglichkeit, einmal mit der einen und ein anderes Mal mit einer anderen Partei zu stimmen. Das bildet den Volkswillen präziser ab.

      Hätte es vor der Bundestagswahl Abstimmungen zur Grenzsicherung oder zur Zuwanderungsregelung gegeben, dann hätten alle vorab die Möglichkeit gehabt, Stellung zu beziehen. Nun ist diese Stellungnahme halt durch Ankreuzen der AfD am Wahltag erfolgt. Das hat der AfD ein gutes Stück weitergeholfen.

      Ich will jetzt nicht plebiszitäre Elemente als Allerheilmittel feiern, aber die demokratische Kultur beleben, würden sie schon.

      Dann gibt es halt gelegentlich unbequeme Antworten Volkes in Einzelfragen. So hat man früher oder später Extremisten im Parlament.

      Einen Tod muss man sterben.

  146. "Zieh erstmal Deine Hosen an, Spartakus!"
    ….gelassener als James Cagney in „Eins, zwei, drei“ kann man mit den Polit-Krakeelern jeglicher Couleur nicht umgehen. Möge es vielen zum Beispiel gereichen.

    • Sehr schön!

    • Zitate aus 1, 2, 3
      Cagney zu Buchholz: „Wiedersehen auf den Barrikaden, Spartakus“, zu seiner blonden Sekretärin (Liselotte Pulver), nachdem sie bemerkt: „Ich bin Bilinguistin“: „Wem sagen Sie das!“ und: „Wir Amerikaner sind prüde. Wir ziehen sogar den Brathühnchen Unterhosen an!“.

  147. Ent-Menschlicht
    Überrascht es den fernen Leser?

    Nein.

    Ihn überrascht nur die schamlose Offenheit, mit der Hass gegen Andersdenkende offen gelegt wird.

    Schon in den 80er Jahren berichtete mir der Abgeordnete Lammert aus Berlin, dass er, wenn er nach Hause fuhr, regelmäßig mit Steinen beworfen wurde, die Handgreiflichkeit also sichtbar war. Und da ich als Linker dennoch neben ihm im Wagen saß, bekam ich es Hautnah mit.

    Die Steine knallten und schlugen aufs Wagendach,als wir uns Kreuzberg genähert haben. Der verhasste Feind aller guter Linken und Autonomen sollte es nicht wagen dürfen unbeschadet nach Hause zu fahren.

    Als ich den vulgär-radikalen Spruch dieser sogenannten Politikerin aus der SPD las, schämte ich mich, dass ich einst dieser Partei unter Willy Brandt meine Stimme gab. Würdige Vertreterin der deutschen Zukunft, die dem was in die Fresse gibt, der es braucht.

    Mich ekelt mehr und mehr vor diesen Leuten.

    Ins Tagebuch dieser kuriosen Mely Kiyak aus der Zeit sei aber geschrieben.

    Merke dir eines, Mädel, ich habe dieses Land aufgebaut, ICH, lange bevor du und deinesgleichen geboren wurdest. Ich und mit mir Millionen andere Deutsche die noch als Kinder in den Trümmerstätten arbeiten gingen , damit du und deine Vorfahren hier ankommen konnten und du heute dummdreiste Sprüche klopfen kannst. Ich fühle mich von dir persönlich beleidigt. Und weil ich wesentlich älter in als du , darf ich auch Du sagen. Mich aber hat deinesgleichen mit Sie anzusprechen. Damit du lernst was Respekt vor Leistung und Menschen ist. Ich lasse mich nur ungerne von solchen Luftblasen wie dir einfach aus der Geschichte streichen und meine Arbeit als Nichtigkeit abwerten.

    • Sie müssen das vielleicht verstehen, es ist en vogue, sich Leute nmit Migrationshintergrund, Schreibschwäche und schlechten Manieren zu halten, die dann auf Deutsche einprügeln. Das übelste Exemplar davon sitzt übrigens bei der taz und sagt, Feminismus wäre ihr Jihad. Die habe ich rausgelassen, aber in dem Fall fände ich eine Ausweisung nicht schlimm. Wir wefen Islamisten raus, wir sollten das ruhig grosszügiger definieren.

    • Lummer, nicht Lammert.
      Oder?

  148. Ein linker Grundfaschismus
    regiert schon längere Zeit unterschwellig dieses Land – insbesondere durch die Medien und Ernst Thälmanns Rotfront-Brigaden, Hitler [ein (National)Sozialist], Stalin, Mao, Pol Pot, Kim etc. lassen Grüßen.

    Als Leiter/in einer Asylbehörde einschl. Unterbringung habe ich sozusagen hautnah die Asylkrise (das Wort „Flüchtlinge“ gibt es im „Amtsdeutsch“ nicht) mitmachen dürfen – und war über die Lügen und Lücken der öff.-rechtl. Medien, dem Schweigen der privaten Medien, dem Duckmäusertum der Behördenleiter und dem höheren Dienst, dem blinden Mitmachen der Universitäten, der grenzdebilen Dummheit von Gutmenschen und auch „normalen“ Bürgern (die immer wieder bei mir vorsprachen) und dem kollektiven Versagen fast aller Politiker usw. einfach nur noch sprachlos.
    Diejenigen, welche sich kritisch äußerten, wurden beschimpft, bedroht, denunziert und finanziell wie beruflich einfach nur fertig gemacht. Erdogan lässt seine Feinde einfach einsperren und zeigt klare Kante – in Deutschland wird dies viel subtiler und feinfühliger erledigt. Eben „demokratisch“.
    Diesem linken Faschismus tritt mit der AfD und demnächst vielen weiteren engagierten Bürgern ein Gegenspieler entgegen, welcher immer mächtiger wird. Die Reaktionen nach der Wahl seitens der Medien, den Politikern und intellektuellen Dummschwätzern gebieren eine neue Welle – und im Frühjahr 2018 werden in Sachsen (durch vorgezogene Neuwahlen) und 2019 in Sachsen-Anhalt die ersten AfD-Regierungen enstehen (noch als Minderheitenregierungen). In anderen Bundesländern wird die AfD ein sehr ernst zu nehmender parlamentarischer Mitspieler werden. Im Gegenzug wird sich die linke Szene immer mehr radikalisieren, bis hin zum Terrorismus.
    Im übrigen: viele der bei mir vorsprechenden Muslime, vor allem die Familien, sind froh hier zu sein und sind ganz einfache Menschen. Radikalisiert und vor allem unterdrückt werden sie aber durch ihresgleichen in den Moscheen, Heimen und durch Ghettoisierung. Und hier versagen die „Gutmenschen“ und linken „Faschisten“ auf der ganzen Linie – den wir (die Sachbearbeiter in den Behörden, Jobcentern, die Ärzte usw.) werden einfach nur allein gelassen. Von den „Refugees Welcome“-Brüllern ist so gut wie keiner bereit, für diese Menschen seine Zeit zu opfern.
    Zum Schluss noch eine höchst persönliche Erfahrung mit einem Bürger im Okt. 2015 nach einem Vorfall mit einem Asylbewerber: der Staat ist kurz vorm Bürgerkrieg und die Regierung versucht ähnlich wie 1945 die Menschen mit Durchhalteparolen zu beruhigen, so seine Wahrnehmung zurecht.

    Ich könnte noch so viel mehr erzählen aus dieser Zeit (und jetzt), aber dies würde den Rahmen hier sprengen und viele Leser nur staunen lassen, z.B. wie man problemlos mit mehreren Identitäten vor allem Asylleistungen kassiert oder eben das BAMF narrt.

    Achso, noch etwas: sehr guter Artikel, Herr Alphonso.

    • Danke, gern geschehen.

    • Danke für Ihren Bericht, Simon F.
      allerdings würden uns weitere Einzelheiten heute wohl nicht mehr in allzu großes Erstaunen versetzen, da man nach vielen „Einzelfällen“ einfach davon ausgeht, dass umfangreicher, nicht geahndeter Sozialleistungsmissbrauch an der Tagesordnung ist.

      Das BamF zu narren stelle ich mir ebenso einfach vor. Das unsägliche Filmchen „Asyl in Deutschland“ läuft vor meinem geistigen Auge ab, dazu der angeblich nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Tweet bezüglich des Aussetzens des Dublinabkommens für syrische Flüchtlinge, dann die „Hilfestellung“ durch den doch recht erfolglosen Herrn Weise, die immer noch nicht verfügbare durchgehende Vernetzung aller mit Asylanten befassten Stellen usw. Man kann ja gar nicht alles aufzählen, was nicht funktioniert, gehen wir davon aus, dass es fast nichts gibt, das reibungsloser läuft als die Verar…. des BamF durch die Asylanten.

      Oskar, der freundliche Polizist macht hier hin und wieder auch Andeutungen, die nichts Gutes verheißen. So grad nebenan bei den Stützen:
      “ Der Rollback wird fürchterlich werden. Gut, daß die Laternenpfähle sich nicht mehr zum befestigen von überhaupt Irgendwas eignen. Es wird widerlich werden und wir werden sagen: So haben wir das aber nicht gewollt! …. Aber dann wird es zu spät sein. Jetzt müsste etwas passieren. Aber wer findet den Mut?“
      http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/09/25/die-helden-des-fluechtlingssommers-als-afd-schurken-8234/

    • Aber bitte doch
      > Ich könnte noch so viel mehr erzählen aus dieser Zeit

      Es plaudern viel zu wenig Leute aus dem Nähkästchen.

    • Lieber Simon F - danke Ihnen, dass Sie heute den Mut haben, sich hier zu äußern.
      Dennoch hätte ich mir gewünscht, Sie hätten schon vor 2 Jahren und dann immer wieder ihre Stimme erhoben.
      Wenigstens hier.
      Anonym.
      Und mit Ihnen vielleicht noch ein, zwei andere, die den Finger aus eigener Erfahrung in die Wunde der Falschinformation hätten legen können.

      Gerade durch Menschen wie Sie und Ihre Erfahrung (auch jetzt machen Sie ja leider teilweise nur Andeutungen) hätten wir uns nicht so ganz im luftleeren Raum gefühlt.
      Und vielleicht hätten Sie andere ermutigt, nicht zu allem ja und Amen zu sagen…

      Nun denn – vielleicht schreiben Sie weiter?

    • @ Monsieur F.
      « Leiter/Leiterin…“ einer was ? Öffentlicher Dienst, also im Dienste offensichtlich Verrückter. Na, klarer Fall von burn out, so meine Ferndiagnose. Das lese ich kristallklar aus ihrem Beitrag heraus. Nichts wie hin zum Seelendoktor Ihrer Wahl! Nennen Sie ihm beiläufig Baden-Baden. Der weiß dann wem von seinen Psycho-Kumpels er sie expedieren kann. Das klappt- und bestens zu empfehlen. Frühsportwalken an der Lichtentaler Allee, schwimmen, malen, basteln, wandern, Klettergarten, lecker Wahlmenüs … (Weinproben an den Wochenenden z.B. bei der Winzergenossenschaft Bühl e.G.(Affentaler) in Eigenregie und vorzugsweise in Fahrgemeinschaft mit Antialkoholikern, dto. Kaffee und Kuchen im Kurhaus, Ausflüge ins Elsaß….)
      .
      Nehmen Sie Frau/Freundin/Freund mit. Das lässt sich alles arrangieren. Tun Sie sich und evtl. dem Partner/Partnerin etwas gutes. Machen Sie sich keine Gedanken um die Kosten, die dem Steuerzahler und Ihrer Krankenversicherung entstehen könnten. Der ist bereit ganz anderen Wahnsinn klaglos zu finanzieren, wie die aktuellen Wahlergebnisse es in aller Deutlichkeit zeigen.
      .
      Ein Freund von mir war Leiter einer selbigen Aufnahmeeinrichtung, erst Verwaltungschef, dann Leiter in einem der neuen Bundesländer mit Doppelnamen. Der hatte das noch ohne Schaden, so behauptet er, weggesteckt. Aber das war vor dem Goldstücketransfer aus Nordafrika und Vorderasien, also vor allem diese Kasawoubous. Und da bestand ja auch die Möglichkeit den Riemen per vorzeitigem Ruhestand von der Orgel zu nehmen.
      .
      Ähäm Don, sollten Sie nicht längst gen Gaiole unterwegs sein?
      (DdH)

    • Ich schalte aus der Toskana frei und habe daher eine Alice-IP.

    • Amtsdeutsch
      Ein Bürgermeister im Land sagte mir, es heißt jetzt der/die Flüchtende.


    • Danke für Ihren Bericht.

    • ... wie man problemlos mit mehreren Identitäten ... kassiert ...
      Don Alphonso,

      bitte laden Sie Simon Leiter/in zu einem Gastbeitrag ein!

      Ich kann mir wenig aufregenderes vorstellen als einen Bericht mit Hausverstand über das Innenleben dieses Wahnsinns…

      Vor einigen Monaten wurde mir einmal ein Minderjähriger Unbegleiteter aus Liberia vorgestellt. Nach einigen Sätzen aus seinem Mund war mir klar dass er aus Nigeria ist. Ich war zwar nie dort, habe mich aber genug mir Leuten aus Liberia geärgert um zumindest deren Akzent / Dialekt / Pidgin leicht identifizieren zu können.

    • dey whey bin frum nigeeria
      dem all bin dawking dis nu pidgin langwich wat dey beebeecee haf put on dey webside

      Spannend, daß sie die Leute an der Sprache erkennen können.

  149. Plötzlich überall Rassisten?
    Große Teile der politischen und medialen Landschaft reden sich offensichtlich noch immer ein, dass ihre Arbeit mit dem erneuten Schwingen der Nazi-Keule nach der Wahl schon getan wäre. Zu verlockend ist wohl die intellektuell sehr simple Interpretation, dass 12,6% der Wähler ganz plötzlich rechtsradikal geworden sind. Würde man dieser zu einfachen Interpretation nicht bereitwillig folgen, dann müsste man nämlich Selbstkritik üben und die scheut so mancher Moralapostel wie der Teufel das Weihwasser. Das Schmuddelkind hat viele Väter und Mütter und die streiten leider auch Jahre nach der Geburt noch ab, dass sie die Eltern sind. Ihr Kind wird das eher noch hasserfüllter machen, aber sicher nicht schwächer.

    • Die machen das nach, was sie bei Trump schon vorgemacht haben. Es kann nicht sein, dass Teile der Wähler die Meinung der Medien nicht befolgen.


    • Ne, nicht „plötzlich“. Es handelt sich hierbei um den „Bodensatz“.
      Den gibt es wohl, aber 13 %??

    • „Bodensatz“
      Als solchen dürfen Sie gerne auch die 87% betrachten – oder, wenn Sie freundlich sein wollen, als Magermilch.

      Der Rahm, oder Obers wie der Bajuware sich traditionell auszudrücken pflegt, ist wohl eher so um die 13%…

    • nicht *plötzlich* rechtsradikal,..
      … sondern _immer schon gewesen_.
      So wäre wohl die linke Antwort auf Ihre Idee, Frankenländer.

      Die Kryptorassisten trauen sich jetzt nur heraus aus ihren Löchern, weil _wir_ (die Anständigen) nicht verhindert haben, dass sie ihre braune Gesinnung veröffentlichen können, i.e. keine Meinungs- und Veröffentlichungsdiktatur errichtet haben, die stark genug war, derart Gedankengut zu unterdrücken…

    • Werter Don,
      zu Ihrem Link auf noblogs, dessen Inhalt mich sehr erschreckt, möchte ich doch anmerken, dass da jeder Dörfler hier mehr Demokratieverständnis hat.Ich bin Mitglied von 3, früher 4, Genossenschaften mit oft sehr kontroversen Meinungen.Besonders bei der privaten Wassergenossenschaft war das so.Da musste das ganze Dorf gefragt werden, wenn jemand bauen wollte. Manche hatten einen Bauplatz, andere keinen.Da kam es oft zu Neid und unschönen Wortmeldungen.Eines habe ich aber in 40 Jahren nie erlebt: dass jemand dem Anderen Schaden zugefügt hätte.Man hat sich der Mehrheit gefügt.

      Seit 4 Jahren ist das nun Geschichte, weil von 11 Quellen nur noch 4 genemigt waren, was nicht mehr reichte, für’s Vieh aber noch genutzt wird.Der Überlaufbehälter ist noch da und ich könnte mir an einem Hydranten beim Feuerwehrhaus jederzeit kostenlos Wasser z.B. für den Garten holen, was ich nicht mache, so ohne Wasserfass und Traktor.

      Es ist aber beruhigend, wenn die kommunale Versorgung mal ausfiele darauf zurückgreifen zu können…

  150. Maß und Mitte
    Heute hab ich nicht alle bisherigen Kommentare gelesen, so weiß ich nicht, ob ich einen Beitrag wiederhole.

    Maß und Mitte scheinen bei vielen Protagonisten auf politischer Ebende und bei Medien zu verlieren. Es wird mancherorts kaum noch differenziert, sondern es muß ein immer gröberer Keil her.

    Da kann es nicht verwundern, wenn zur Steigerung eine Stokowski unverhohlen zur Gewalt in der Art der G20 Krawalle aufruft.

    Natürlich möchte diese die Gewalt ohne Kameras durchgeführt sehen.

    Ich möchte daran erinnern, dass @Lasersushi kurz nach der Wahl von Trump zum Präsidenten der USA dazu aufgerufen hat, Feministen und Feministinnen mögen sich mit der Antifa zusammen tun.

    Wenn man das in Erinnerung ruft, weiß man auch, woher die Gewaltfantasien von Stokowski kommen.

    —–

    Man darf sich fragen, was die weiteren Eskalationsaufrufe sein werden.

    • Es wird, wenn es so weiter geht, irgendwann Tote geben, weil die Extremisten den eoindruck haben, es gäbe eine Strömung, die damit gut leben kann. Wer solche Parolen in Braun schwingen würde, wäre draussen, auf Lebenszeit. In Pinkbraun ist das ok.

    • Mit kaltem Herz
      betrachte ich die Entwicklung.

      Ich habe am Tag der Schleyer-Entführung begonnen zu studieren, in Köln.

      Als Neulinge machten wir nach einem kleinen erstem Kneipenumzug einige törichte Dummheiten, so wollten wir im Uni-Center die rasanten Aufzüge erleben.

      Es war unheimlich, wie uns der Pförtner musterte und zur Rede stellte. Also zogen wir von dannen und das wars dann auch mit dem Tag.

      Bis wir eben am folgenden Tag erfuhren, was am Tag unseres Studienbeginns geschehen war.

      —–

      Ich vermute auch, dass es Tote geben wird, nicht irgendwann, eher früher als später.

      Und das erschreckt mich.

      —–

      Meine große Hoffnung ist, dass Strafverfolgungsbehörden solche unverhohlenen Gewalt- und Mordaufrufe registrieren und dann auch die solches Schreibenden und auch die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werden.

      Also nicht nur eine Banaszcuk oder eine Stokowski oder wie all die Propagandisten heißen mögen. Sondern neben diesen auch verantwortliche Verleger wie eben in diesem Fall die Verantwortlichen von Spon oder Twitter.

      —–

      Im übrigen hoffe und erwarte ich, dass die Behörden unseres Staates dort vorstellig werden und verdeutlichen, dass ermittelt wird und solches nicht weiter akzeptabel ist.

    • Herr Cgn ,die Hoffnung auf die Justiz begraben Sie lieber .
      ..
      .
      .
      Als Hitler und seine Bande im Sommer 1934 die ,,Nacht der langen Messer“

      veranstalteten , bei der die SA-Führung, aber auch viele andere Mißliebige ,

      Demokraten, etwa, und ganz normale Leute, die die Mordkommandos verwechselt hatten ,

      ermordet wurden,
      hatten sie angst, dass die deutsche Justiz sie einfach, formaljuristisch, als Mörder behandeln, und letztlich
      aufhängen, oder genauer, köpfen lassen würde.

      Nichts davon geschah, und damit hatten die Nazis carte blanche, was auch das Volk sehen konnte.

      Oder sehen Sie sich die Judikate zu ESM und was es nicht noch alles an Fehlurteilen gibt in D , an .

      Nein, bevor Polizei und Justiz wieder ihres Amtes wallten,

      muß sich die Politik ändern.

      Grundlegend, denn der Einheitsbrei

      ist riesig .

    • Widersprüchlich
      Hier wird einerseits mehr Mäßigung von Spiegel und Zeit Journalisten eingefordert. Anderseits rufen hier einige Kommentatoren schon den Bürgerkrieg mit Todesopfern aus.
      Der Widerspruch sollte eigentlich jedem auffallen. Mit Maß und Mitte hat das sicherlich nichts zu tun.

    • Ich verlange überhaupt nichts, die können das schon so machen. Aber dass eine entgrenzung der Gewalt vorliegt, können sie sich ja bei den Verursachern anschauen:

      https://chronik.noblogs.org/

      Antifa bleibt Handarbeit, wie es SPON so schön ausdrückt. Da muss man sich nicht wundern.

    • @ Don Alphonso
      Die Entgrenzung der Gewalt hat ja auch keiner bezweifelt. Die gibt es leider auf der extrem rechten und linken Seite des politischen Spektrums. Würden Sie das so lapidar als bürgerkriegsähnliche Zustände beschreiben, die sich einige Kommentatoren hier im Block geradezu herbeiwünschen? Soviel zu Maß und Mitte…

    • In Hamburg war es nur Glück
      Der geblendete Hubschrauberpilot hätte leicht abstürzen können, und wenn der Sturm des eingerüsteten Hauses nicht mit vorgehaltener Waffe gesichert worden wäre oder nicht stattgefunden hätte, hätte so ein Pflasterstein durchaus ein Genick brechen können.

      Haarscharf.

    • Hamburg?
      Sehen Sie die Ausschreitungen in Hamburg als Zeichen für ein allgemeines gesellschaftliches
      Klima? Ich glaube diese Vorfälle sind zurecht einhellig
      in den seriösen Medien scharf kritisiert worden. Nur dieses Beispiel ist ja im Blog-Beitrag
      garnicht bemüht worden. Hier wird ja gerade nicht die extreme Linke kritisiert (was man ja nachvollziehen könnte), sondern pauschal
      ein zivilgesellschaftliches Engagement bzw. eine
      journalistische Haltung gegenüber der AfD anhand von teilweise fragwürdigen und konstruierten Beispielen diskreditiert. D.h. nicht, dass man kritische Beiträge zur AfD nicht auch kritisieren darf,
      man sollte hier jedoch nicht Ursache und Wirkung verwechseln bzw.
      diese Äußerungen nicht unabhängig vom Kontext sehen.

    • @Wettersturz: Kritik ist etwas anderes als Hetzkampagnen gegen dunkeldeutsche Untermenschen
      Die intensive Bemühung von abwertenden Nazi-Abqualifikationen ist bereits per se eine Aufforderung zu Gewalttätigkeiten, denn uzur Untermenschen-Theorie der Nazis ist es bei solchen Sprachregelungen nicht weit. Wie war das mit „Dunkeldeutschland“, ausgerechnet von der Staatsführung? Ich zitiere der Einfachheit halber aus einem Beitrag weiter oben:

      „…2014, als Lucke noch fest im Sattel saß. Schon damals war die AfD quasi Hitler und kein Mittel zu doof, ihr Gewalt anzuhängen“
      [ergänzend] weil Lucke EURO-pa partout nicht mit Europa verwechselt sehen wollte.

      „Danach war Petry Hitler und jetzt ist Gauland Hitler… Neulich war übrigens auch Lafontaine – wieder mal, muss man ja sagen – Hitler“
      [ergänzend] Weil Lafontaine die Motivation von Teilen der Wählerschaft der AFD sowohl richtig erkannt, als auch als nachvollziehbar beschrieben hat. Brauchen wir dazu einen Lafontaine, der sonst nicht viel mehr fertigbringt, als in Solidarität mit lateinamerikanischen Linksdiktaturen zu schwelgen?

      Deutschland ist offenbar auf Narren angewiesen, die es als einzige hinbekommen, dem König zu sagen, was für ein Vollpfosten er ist.

      Lafontaines kurze und treffende Analyse:
      „Der frühere Linke- und SPD-Vorsitzende schrieb, dass man die Lasten der Zuwanderung über verschärfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Schülern mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht denen aufbürden dürfe, die ohnehin die Verlierer der steigenden
      Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen seien. „Wenn diese Menschen sich nicht mehr durch linke bzw. sozialdemokratische Parteien vertreten fühlen, wählen sie in zunehmendem Maße rechte Parteien“, so Lafontaine.“
      ht tps://www.welt.de/politik/deutschland/article169093389/Lafontaine-rechnet-mit-Asylpolitik-der-Linke-Chefs-ab.html

      Lafontaine wiederholt im Grunde nur, was der Wissenschaft schon länger bekannt ist. Bis bei ZON, SPON und Politik der Groschen fällt, wird es sicherlich noch ein Jahrzehnt dauern. Folge: Wer nicht lesen können will, ist klar im Nachteil. So gesehen unterscheiden sich CDU und SPD nicht groß von analphabetischen Nahost-Immigranten. Vielleicht kommt daher die Freude über dieselben

      Heckscher/Ohlin: Globalisierungsverlierer
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/handelstheorie-das-problem-mit-der-globalisierung-15050988.html

    • @Wettersturz: Ok, nochmal.
      „Würden Sie das so lapidar als bürgerkriegsähnliche Zustände beschreiben, die sich einige Kommentatoren hier im Block geradezu herbeiwünschen?“

      Sie, geehrter Wettersturz, im Beitrag über meinem.

      Mein Punkt war: Ich wünsche sie nicht herbei, die bürgerkriegsähnlichen Zustände, ich habe sie mit Schrecken und Entsetzen live verfolgt.

    • Wetterstürzchen
      Lesen Sie doch die Kommentare einfach sorgfältiger und legen Sie zu diesem Zwecke Ihre öffentlich geförderten Scheuklappen kurz zur Seite.
      Sie werden hoffentlich nicht gleich eine Erleuchtungsallergie bekommen, wenn Sie daraufhin folgende zwei Dinge feststellen:

      Hier im Forum ruft niemand zum Bürgerkrieg auf.

      Unter den vielzitierten 87 Prozent gibt es durchaus einige Demagogen, deren Einlassungen angesichts der allseits gebotenen Verhütung bürgerkriegsähnlicher Verwerfungen mindestens „nicht hilfreich“ sind.

  151. Generalverdacht
    Sie schreiben so nett,dass Sie als Journalist genau aufpassen, dass aus Einzelfällen von Vergewaltigung und Terror kein ungerechtfertigter Generalverdacht gegen Flüchtlinge entsteht, qualifizieren indes in Ihrem letzten Blog im wie stets sachlichen Ton eine über das ‚Gewohnte‘ (schöner Euphemismus) hinausgehende Schlägerei von 2 anscheinend nicht dem Volk der Bayern zugehörigen Gruppen als der Sicherheitslage Kabuls entsprechend. Wieviele Tote hat es eigentlich bei der Schlägerei vor Ihrer Haustür gegeben? Daneben werden einige schlimme Verbrechen von Flüchtlingen erwähnt, für die, soweit mir bekannt, bis zur Verurteilung auch immer noch die Unschuldsvermutung gilt. Ob, was doch zu vermuten steht, im fraglichen Zeitraum im süddeutschen Raum nicht ebenso schlimme Verbrechen von Autochthonen begangen wurden, scheint nicht mitteilenswert, würde ja vielleicht Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen unter Generalverdacht stellen.

    • Quarrying the Bible
      „Höret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat; die da Augen haben, und sehen nicht, Ohren haben, und hören nicht!“

      Jeremia 5:21

    • Schlimme Verbrechen von Autochthonen
      Werter@Dieter Stein

      Unsere Kriminellen sind unsere Kriminellen. Und ihre Kriminalität wird von unserem Recht bekämpft. Im Gegensatz zu denen der anderen, für die es allerlei Ausflüchte gibt. Aber: Wer, zum Teufel, hat von der deutschen Bevölkerung darum gebettelt, zu unseren Kriminellen weitere aus dem Ausland dazuzubekommen? Sie?

      Und heißt das nun, solange auch nur ein Deutscher klaut oder seine Steuern hinterzieht, mordet oder vergewaltigt, müssen wir die zusätzliche Gewalt ertragen? Womöglich klagslos?

    • Generalverdacht..
      Hr Stein,

      ich hege den Generalverdacht, daß sie vergessen haben, die Scheuklappen abzulegen. Aber gut.

      Wissen sie, der Tonfall das zugrundeliegende Konzept des Nachbarblogs (Stützen) und macht dessen Lesegenuss aus. JA, sie wußten das nicht, aber das macht nichts. Gehen sie also einfach einmal einen Schritt zurück, und ergötzen sie sich an dem Gebrauch der Sprache in jedem blog. Können sie das, dann sind sie auf einem guten Wege. Fahren sie gerne Fahrrad? Umso besser.
      Klappt das mit dem ergötzen jedoch nicht, dann wird es schwierig. Vielleicht sind sie vom Schneeflocken-Syndrom befallen. In diesem Fall bitte von weiteren Kommentaren absehen, da Sie nur ihre eigene kostbare Lebenszet und die der Leser vergeuden. Machen sie stattdessen ein paar Städtereisen. Der neuste Trend hier heißt Nacht-Sightseeing. Das ist ein echter Geheimtipp! Da sind die ganzen Berufstätigen verschwunden und man kann sich wirklich mal in Ruhe umschauen. Es gibt Sitzplätze in den U-Bahnen und gerade die Sehenswürdigkeiten in der zweiten Reihe (Parkanlagen, kleine Gassen und Nebenstraßen) entfalten da aufgrund romantischer Beleuchtung ihren besonderen Charme. Und die Anzahl der ehrenamtlichen Stadtführer ist sogar noch größer als tagsüber, so daß man z.T. schon von einer persönlichen Betreuung sprechen kann. Ja, in der Tat hat sich dieser Betreuungsschlüssel dank großzügiger Maßnahmen seitens der Verantwortlichen signifikant verbessert. Nehmen sie nur genug Trinkgeld mit, es wäre doch unfein, keines zu geben. Gerne dürfen sie von Ihren Erlebnissen hier berichten – auch ob ihnen nochmals der General Verdacht über den Weg gelaufen ist. Wir plaudern hier doch so gerne…

  152. Ich melde mich von den 87% ab;
    gemäß Frau Stokowski gibt es also nur noch Faschisten und Linksfaschisten?
    Das erinnert mich an „Gott will es“: damals war es die Kirche, heute …..

  153. Der Hass der Frommen auf den Ketzer
    Herrschaft basiert immer auf der Zusammenarbeit zweier Klassen: Der besitzenden und der meinungsbildenden. Im Feudalismus mussten die Landbesitzer mit dem Klerus zusammenarbeiten, um ihre Privilegien und ihren Besitz zu legitimieren. Im Gegenzug gaben sie dem Klerus davon ab.

    Auch im Kapitalismus muss die (kapital-)besitzende Klasse mit der meinungsbildenden zusammenarbeiten. Das funktionierte in seinen Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts am besten mit der protestantischen Kirche. Mit zunehmender Säkularisierung kamen, zumindest in Deutschland, die Gewerkschaften dazu. Mit zunehmender Globalisierung die Gewinner dieses Prozesses unter den Meinungsbildnern, nähmlich Lehrer, Studenten, Medienschaffende und Sozialarbeiter aller Couleur.

    In den letzten Jahrzehnten ist es der meinungsbildenden Klasse gelungen, ihre Dogmen so tief in die Köpfe der frommen Bürger zu pflanzen, dass sie dort dieselbe Wirkung hervorrufen wie die Dogmen der katholischen Kirche im Mittelalter – nämlich, dass der Glaube an sie als Heilsvoraussetzung empfunden wird. Wer die Dogmen anzweifelt, begeht eine Todsünde und gehört auf den Scheiterhaufen. Das ist der wahre Grund für den Hass auf die AfD, und nicht Rassismus oder Geschichtsrevisionismus.

    Dies sind die zwanzig Dogmen, die ein frommer Bürger glauben muss:

    1) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gut für die Demokratie.

    2) Die Atomkraft wird niemals zu einer sauberen Energiequelle werden.

    3) Die deutsche Energiewende kann den globalen Klimawandel bremsen.

    4) Wettbewerb und Leistungsbelohnung sind sozial ungerecht.

    5) Quoten und Subventionen sind sozial gerecht.

    6) Technische Innovationen können am besten vom Staat bewirkt werden.

    7) Windmühlen, Batterien und Elektromotoren sind technische Innovationen.

    8) Deutschland profitiert vom Euro.

    9) Scheitert der Euro, scheitert Europa.

    10) Religionsfreiheit ist ein Recht, keine Pflicht. D.h. Religionen dürfen Religionsfreiheit in Anspruch nehmen, müssen sie aber nicht gewähren.

    11) Asylrecht und Religionsfreiheit sind die höchsten Verfassungsrechte. Alle anderen Verfassungsrechte sind diesen untergeordnet.

    12) Das Asylrecht darf niemals angetastet werden.

    13) Es ist die historische Pflicht der Deutschen, ungebildete Muslime aus Kriegsgebieten, Diktaturen und korrupten Schwellenländern in unbegrenzter Zahl in unser Land zu lassen und finanziell zu versorgen.

    14) Ungebildete Muslime aus Kriegsgebieten, Diktaturen und korrupten Schwellenländern in unbegrenzter Zahl in unser Land zu lassen und finanziell zu versorgen, löst das deutsche Rentenproblem.

    15) Die Ehe ist zur Unterdrückung der Frau erfunden worden.

    16) Der Staat ist die bessere Familie.

    17) Die Frau ist der bessere Mann.

    18) Der Islam gehört zu Deutschland.

    19) Soldaten sind Mörder.

    20) Die deutsche Geschichte beginnt 1933.

    • Hervorragend, ordoliberal!
      „der Staat ist die bessere Familie“ Das ist so ein Satz, den jedes totalitäre Regime braucht.
      Dazu passt das Gefummel um Kitas(dem Führer ein Kind schenken) ebenso wie social freezing.

      Und „kauft nicht beim Juden“ haben die „87%“ nun auch wieder hinbekommen.
      s. : Broder vergleicht Hatz auf AfD mit „Kauft nicht bei Juden!“

      Danke Fr. Merkel für die Anfütterung „der richtigen Leute“, danke an all die Dietrich Hesslings. Nun muß ich(und meinesgleichen) sagen: Dies ist nicht mehr mein Land!

      Wer meint denn, daß dies anders als in einer Diktatur oder einem Bürgerkrieg enden kann?

    • Ordoliberal, mich beschleicht der Verdacht, Sie sind a bissl böse .
      .
      .
      ..
      Aber herrlich zusammengefasst der Neue Katechismus .

      Ist es nicht zum leiseweinend aus der Haut fahren ?

    • @Ordoliberal
      .
      Oder kurz:
      „Halt du sie dumm, ich halt sie arm.“

    • Danke
      Ordoliberal, eine schöne Liste gängiger Dummheiten haben Sie da aufgestellt. Vielleicht bringen Sie es ja noch zu einem etwas ausführlichern Werk auf den Spuren von George Orwell. Sowohl die Tiere als auch die Jahreszahl biedern sich an…

    • „Halt du sie dumm, ich halt sie arm.“
      Wer spricht?

      GEZ und Schäuble?

    • "1) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gut für die Demokratie."
      Nein, da haben Sie nicht richtig zugehört. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist der einzige Garant für die Demokratie. Ohne den ÖR folgt in Deutschland unweigerlich sofort die Diktatur, das vierte Reich. Die Leute wären überhaupt nicht in der Lage Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden, wüssten gar nicht, was wahre Demokratie ist. (Man stelle sich auch vor, nach einem Sonnensturm und durch Schäden an Satelliten und Energie-Infrastruktur werden sämtliche nun digitalen Programme nicht mehr ausgestrahlt. Das wäre das eigentliche Problem, nicht mehr 50 ÖR-Programme empfangen zu können, nicht etwa, dass man nicht mehr tanken kann, auch keine E-Autos, nicht mehr heizen oder einkaufen kann, …)

      Richtig! Nicht durch den Staatsfunk wird Propaganda verbreitet, sondern ausschließlich ohne ihn.

    • "GEZ und Schäuble?"
      .
      Für Deutschland galt das so, für viele Jahre.

      Schäuble wird ja jetzt wohl ausgetauscht.
      Die Sache bleibt erhalten.

      Damit wäre längerfristig passend:
      „Die öffentlich Restlichen und das Finanzministerium.“

    • Ein Dogma vergessen ?
      21) Wenn die Balkanroute geschlossen wird, dann gibt es Krieg.

    • Oh, mein Gott,
      Was nehmen Sie mir viele Worte aus dem Mund …

  154. Tico,
    dafür muss man Sie lieben:

    „Ins Tagebuch dieser kuriosen Mely Kiyak aus der Zeit sei aber geschrieben.

    Merke dir eines, Mädel, ich habe dieses Land aufgebaut, ICH, lange bevor du und deinesgleichen geboren wurdest. Ich und mit mir Millionen andere Deutsche die noch als Kinder in den Trümmerstätten arbeiten gingen , damit du und deine Vorfahren hier ankommen konnten und du heute dummdreiste Sprüche klopfen kannst. Ich fühle mich von dir persönlich beleidigt. Und weil ich wesentlich älter in als du , darf ich auch Du sagen. Mich aber hat deinesgleichen mit Sie anzusprechen. Damit du lernst was Respekt vor Leistung und Menschen ist. Ich lasse mich nur ungerne von solchen Luftblasen wie dir einfach aus der Geschichte streichen und meine Arbeit als Nichtigkeit abwerten.“

    Damit zeigen Sie verdammter liebenswerter Wahllatino, dass Sie doch noch Bezug zu diesem Land haben.

  155. Relationen
    Da der Gauland sich lobend über die Leistungen der Soldaten der Wehrmacht geäußert hat, erlaube ich mir zu bemerken: Auf einen toten Wehrmachtsoldaten kommen drei tote Rotarmisten. Insofern hat der Mann die Sache exakt beschrieben. Jetzt könnte man noch die Relation untersuchen, welche Überlebenschance ein Wehrmachtssoldat in russischer Kriegsgefangenschaft hatte im Vergleich zum russischen Kriegsgefangenen in Deutschland. (Wenn wir aufrechnen, dann aber richtig).
    Das von der Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts herausgegebene Werk: Das Daimler-Benz-Buch. Nördlingen 1987 (ISBN 3 89190 950 0) über den Einsatz der Kriegsgefangenen hierzulande lässt mich befürchten, dass denen „Arbeit macht frei“ verordnet wurde. Genauere Zahlen habe ich aber nicht.
    Gauland lobt die Produktivität einer Armee. Das ist nicht verboten. Und es ist auch nicht falsch. Er müsste das nur für Vietnam, Chile, Irak und Afghanistan auch mal durchrechnen. Wir als Bundesbürger haben nun mal das Recht zu erfahren, welche Kosten Frau Marie-Luise Beck, Herr Soros, Frau Roth an Rentabilität errechnet haben, wenn wir uns anschicken, uns unsere Krim wiederzuholen. Es geht ja nicht an, dass so ein KGB-Offizier durch diverse Parlamentstricks unseren Halliburtons, Schlumbergern und Exxon den Zugriff auf die Bodenschätze in Russland verweigert.
    Dieser slawische Untermensch und seine Schergen gehören auf der Stelle exekutiert. Wir haben ja als Deutsche größte Erfahrung mit diesen Bereinigungen.

    • Die Äußerungen des Herrn Gauland
      sind, ebenso wie die von Höcke und Poggenburg, eine Idiotie sondergleichen. Ob sie verboten oder angemessen sind, spielt keine Rolle. Es war Wahlkampf, nicht Geschichtsstunde. Welche Wähler will er also damit erreichen? Die ultra-rechten? Die wählen ohnehin AfD. Auf die bürgerliche Mitte, die eine Alternative zu Merkel sucht, wirkt das nur abschreckend.

      Die AfD-Granden sollten mal in der heutigen Zeit ankommen. Die Probleme des Jahres 2040 interessieren die Leute, nicht die des Jahres 1940.

    • Die Probleme des Jahres 2040 interessieren die Leute, MMW?
      Die 83 % (nicht 87, denn Sonstige müssen korrekterweise abgezogen werden) anscheinend nicht, denn sonst hätten die nicht die Blockparteien gewählt, die die dräuenden Probleme des Jahres 2040 erklärtermaßen noch vergrößern wollen. Im Übrigen interessieren sich die meisten Menschen für ihre aktuellen Probleme. Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet, um wie viel das Kindergeld hätte erhöht werden können durch die Mittel, die für Goldstücke raus gehauen werden?

    • Dreimal soviele gefallene Russen
      Von meinem Vater weiß ich, daß die russischen Soldaten gnadenlos von ihren Befehlhabern verheizt wurden. Da wurden Wellen von Soldaten mit Karabinern bewaffnet zum Sturmangriff auf eine Stellung geschickt, die mit schweren Maschinengewehren verteidigt wurde. Deren Läufe wurden rotglühend von der Zahl der Geschosse, die sie ausspuckten. Die Angreifer versuchten, Deckung hinter den Leichen der bereits gefallenen zu finden und so der Stellung immer näher zu kommen. Schließlich wurde der Angriff abgeschlagen.

      Solche Befehlshaber tragen eine Mitschuld am Ergebnis des „body count“.

      Sehr beeindruckend auch die Seelower Höhen. Da mussten die Russen über eine weite Ebene gegen eine befestigte Stellung anrennen, die auf einem Hügel lag und verteidigt wurde von Soldaten, die wußten, daß sie getötet würden, wenn sie unterliegen. Ich glaube, 30.000 Russen sind innerhalb weniger Tage dort gefallen, wenn ich mich recht erinnere.

      Zu diesem Zeitpunkt ging es für Stalin nicht mehr darum, zu gewinnen, sondern nur darum, ein möglichst großes Territorium zu erobern, und um das Prestige, Berlin erobert zu haben.

      Seine Soldaten waren ihm egal. Rußland ist groß. Er hatte genug Nachschub an jungen Männern.

  156. Ursachen und Wirkungen
    Der Beitrag zeigt, wie es immer schwieriger wird, so etwas wie die „Mitte“ zu behaupten und dort den Stand zu wahren. Man versucht zwar, sich die schrillsten Schreier und Zumutungen nach Kölner Empfehlung wenigstens auf Armlänge vom Leib zu halten, fasst aber dabei immer wieder in ekliges, undefinierbares Zeug oder in lauter Spinnweben und Hornissennester.

    Es muss einen tieferen Grund geben für die virulente Hysterie, die aufkommende Gewalt und die Unversöhnlichkeit in den Auseinandersetzungen.

    Liegt es daran, dass der Staat zur Beute der Parteien geworden ist, die alle möglichen Interessen verfolgen, aber nur ausnahmsweise jene der Bürger, die sie wählen?
    Hat es etwas mit der Staatsquote zu tun, die – bei ungeschönter Rechnung – gut 50% beträgt?

    Im letzteren Fall ginge es unter der Oberfläche vorgeschobener Scheindebatten um weit mehr als nur ums Rechthaben, es ginge vielen buchstäblich an die Existenz, wenn ein Kräftewechsel im Bundestag die gewohnten und in langen GroKo-Jahren eingeschliffenen Verteilungsmechanismen stören sollte.

    Die Panik beim ÖR, die täglich zu erduldenden Bekenntnisauftritte von Stars und Starlets, die linientreuen Äußerungen von Knallchargen aller Art, die in Vorabendserien und allerlei Klamaukproduktionen ihr Leben fristen, all die gleichgeschalteten Kabarettisten und Comedians, kurz – die ganze unter dem euphemistischen Begriff „Kulturschaffende“ firmierende Mischpoke des „gelenkten und begrenzten öffentlichen Lebens“, die das arbeitende Volk unentwegt zu unterhalten vorgibt wie einst das Bordorchester auf der weidwunden Titanic, zeigt alle Symptome panikartiger Verlustängste.

    Kommt dazu, dass sich hinter den öffentlich sichtbaren Gesichtern bis hin zum von Windmühlen und glänzenden Solardächern bewehrten Horizont unzählige Kohorten von Nutznießern staffeln, die ihre staatlichen Versorgungsansprüche mit einmal gefährdet sehen.

    Der Einzug der AfD in die Parlamente, ihr Anspruch auf Sitze in unzähligen Kommissionen, das Mitspracherecht und – wichtiger noch – die Einsicht in die Geschäfte und trüben Kanäle der Geldumverteilung, müssen auf weite Kreise alarmierend und „entgrenzend“ wirken.

    Ein bis ins faule Mark getroffener Gesellschaftsteil aktiviert sein marodes Immunsystem, sendet Alarm- und Schmerzsignale bis in seine äußersten Verästelungen, wo sie von den Profiteuren, den Abhängigen, von Aktivisten und Straßenschlägern aufgenommen werden, als stünde das letzte Gefecht um die Zivilisation bevor.

    Tatsächlich stehen Barbaren vor den Toren, die vom Verhandeln oder von Kompromissen vorerst wenig halten, die sich (noch) nicht korrumpieren lassen und sich erklärtermaßen lieber dem Zertrümmern und „Jagen“ widmen.
    Die Verlierer, genötigt die Posten und Zinnen zu räumen, die sie lange unangefochten besetzt hielten, mögen sich mit ihrer Niederlage nicht abfinden und lehnen Verhandlungen eben so strikt ab.

    Viel Schlachtenlärm, ungewisser Ausgang. Die Lage ist prekär. Das System vermag die vielen Begehrlichkeiten nicht mehr zu erfüllen, die es zu seinem Erhalt hervorgerufen und gefördert hat.

    • Sauber zusammengefaßt, alle Achtung!
      Text eingeben

    • Ja, Herr Kahndt, toller Beitrag ,
      .
      .
      .
      . gut, ihn gelesen zu haben .

    • Titel eingeben
      „Die Panik beim ÖR, die täglich zu erduldenden Bekenntnisauftritte von Stars und Starlets, die linientreuen Äußerungen von Knallchargen aller Art,“
      .
      Da erinnert man sich promt an die deutsche Kultur-Geschichte.
      Und danach? drängelt man sich dann wieder nach Persil-Scheinen?

    • Zutreffend
      Ja. Danke, Herr Kahndt, sauber analysiert. Das ist sozusagen der Überbau, die Gründe, warum das System jetzt vor Schmerz schreit. Es wurde auch höchste Zeit, den Selbstbedienungsladen als das zu benennen, was er ist. Große Teile des Staates und des Steueraufkommens wurden ja schon gekapert.

    • @Kahndt: Meisterhafte Analyse! Respekt!
      —————————

    • Viel Paternalismus
      „Liegt es daran, dass der Staat zur Beute der Parteien geworden ist, die alle möglichen Interessen verfolgen, aber nur ausnahmsweise jene der Bürger, die sie wählen? Hat es etwas mit der Staatsquote zu tun, die – bei ungeschönter Rechnung – gut 50% beträgt?“

      Schöner Text und interessante Thesen. Zu fragen wäre in diesem Kontext vielleicht noch, ob der politische Paternalismus als Grundidee in den letzten Jahren deutlich Zulauf bekommen hat – und wenn ja: warum? und bei wie vielen? –; die vormundschaftliche Beziehung zwischen Herrschern (der s.g. Elite), die es besser wissen, und beherrschten/regierten Personen. Ein weiter Personenkreis (= Ostdeutsche, AfD-Wähler, die viel zitierte neu-rechte Mitte, usw.) sind für eine Minderheit der Bürger (= bestimmte Meinungsführer, Forscher, Medien, Parteirepräsentanten, nicht immer Menschen mit Studienabschluss und sicher kein repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft) zum Objekt der Volks-/Um- E r z i e h u n g geworden. Es geht oft nicht um einen demokratischen Diskurs und ums Überzeugen, sondern um Belehrung. Einschlägige Studien enden gern mit Ideen für politische Bildung. („Mit ihren Mitte-Studien verbindet sich für die Friedrich-Ebert-Stiftung immer auch das Ziel, die Ergebnisse und Befunde in konkrete politische Bildungsarbeit zu überführen.“)

      Der zeitgleiche Aufstieg des allgegenwärtigen schwammigen Kampfbegriffs Populismus (= Vorwurf, Gunst der Massen mit einfachen Lösungen gewinnen zu wollen), gerichtet an die jeweils andere Seite, begleitet den Paternalismus als diskreter Schatten. Letzerer (der Paternalismus) übersieht dabei geflissentlich, dass er auch Populismus kann: JedeR sollte für eine „weltoffene Gesellschaft“ kämpfen, und wir schaffen das. Man sollte also aus Sicht der selbsternannten Anständigen (Teile der 87 %) eher zwischen hehrem und unanständigem Populismus unterscheiden als zwischen Nicht-Populismus und Populismus.

    • @ all
      @ Bernhardt, Roland, Moser, Streck
      Danke, gern geschehen. Ich freue mich auch über Ihre Beiträge – und über die lange Leine, die uns der Gastgeber gewährt.

      @ EHG
      „(der Paternalismus) übersieht dabei geflissentlich, dass er auch Populismus kann“

      Paternalismus ist Populismus in Perfektion oder Reinkultur, seine ultimative Gestalt, die der (populistischen) Zustimmung gar nicht mehr bedarf, weil ihr Gegenteil – die Ablehnung paternalistischer Wohltaten – als Wahlfreiheit nicht mehr vorgesehen oder vorhanden ist.

      @ kdm
      „… drängelt man sich dann wieder nach Persil-Scheinen?“

      Noch blüht an den medialen Börsen der Handel mit Gesinnungstiteln und Junk-Bond-Testimonials. Wenn Sie eine Überhitzung mit anschließendem Crash voraussagen, liegen Sie bestimmt nicht falsch ;)

    • Respekt
      Gedanklich war ich soweit aber sprachlich hätte ich das nie derart brillant hinbekommen. Auch hilft es mir, meiner Entscheidung, die AfD gewählt zu haben, die Absolution zu erteilen.

      Man sollte übrigens schauen, was sich derweil in der EU so tut, während D gebannt und gelähmt mit sich selbst beschäftigt ist. Mir scheint, dort übernehmen andere die Führungs- und Gestaltungspositionen einer politisch angeschlagenen deutschen Kanzlerin und eines Finanzministers auf Abruf.

      Letzens Herr Juncker und eben Herr Macron hauen jedenfalls interessante (wert- und meinungsfrei gemeint) Ideen raus, denen D bislang sehr kritisch gegenüberstand.

    • Kahndt, ...
      Liegt es daran, dass der Staat zur Beute der Parteien geworden ist, die alle möglichen Interessen verfolgen, aber nur ausnahmsweise jene der Bürger, die sie wählen?

      VERMUTLICH JA!

      Hat es etwas mit der Staatsquote zu tun, die – bei ungeschönter Rechnung – gut 50% beträgt?

      EBENSO! (Es handelt sich dabei ja auch um eine Manifestation des obigen.)

      ANSONST: Mir kommt auch eine Art heimtückischer, bisher unbekannte Viruserkrankung in den Sinn. So in der Art von AIDS – bevor man dafür einen Namen hatte. (In Uganda z.B. „Slim“ genannt da die Leute vor dem Tod abmagerten und man das – Großteils korrekt – als eine Folge des Bürgerkriegs diagnostizierte.)

      Ich tendiere immer dazu bei Schland eine geistige Immunschwäche infolge beschränkten und einseitigen Geschichtsverständnisses zu vermuten.

    • marabella, ...
      … Macron ist schon in Ordnung.

      Aber er schaut halt zuerst auf Frankreich, und sich selbst (oder umgekehrt), was ja prinzipiell in Ordnung ist – solang er nicht übertreibt und D das selbe macht…

      Wenn Sie gut Englisch können, lohnt sich ein Blick in den Economist (special report Frankreich, oder auch bloß Titelblatt).

    • @Wassermann, Macron schaut nicht nach Frankreich. Er schaut nach Deutschland
      Wie alle Südeuropäer und seit neuestem auch Polen. Eben steht in der FAZ: „Deutschland schwimmt im Geld. Die Bundesregierung gibt das Geld mit vollen Händen aus – doch die Einnahmen entwickeln sich noch besser.“

      Macrons Weitsicht reicht ziemlich genau bis zum Kassenstand der Nachbarn. Die lokalen Reformen, die er anstoßen will, eigentlich Reförmchen gemessen an den Problemen Frankreichs, sind nur eine Rechtfertigung. In Wirklichkeit geht es um die per ESM geöffnete Pipeline, umfassender bekannt als volle Transferunion.

      „Macron ist schon in Ordnung.“ Für die Franzosen zweifellos, denn Ziel der Operation ist der ewige Soli, ein Länderfinanzausgleich für ganz Europa. EU mit eigenem Steueraufkommen. Frankreich hat bereits 55% Staatsquote, da geht bei woanders auch noch was und Obergrenzen gibt hier am allerwenigsten.

      Die im Hintergrund wirksame moralische Begründung für solche Ideen und Forderungen ist immer noch die Vergangenheit: Es geht um Reparationen. Polen und Griechenland haben das offen ausgesprochen, aber auf dem Notenblatt für das Konzert steht überall die gleiche Melodie.

  157. Titel eingeben
    Told you so …

    Ende August 2015, Kommentar von mir, hier bei „Deus“, schwerer Anfall von „Kassandra für Arme“, hab ich öfter mal. Bitte dies untenstehend nochmals vortragen zu dürfen.

    Mein sehr herzlicher Dank dem werten Hausherrn für einen weiteren seiner großartigen Blogtexte, mit wie so oft höchst lesenswerten und anregenden Kommentaren!

    „Sehen Sie, es stinkt aufdringlich und recht unschön nach Bügerkrieg in diesem Land, bis ins letzte Kaff und ins letzte Haus, durch Familien, Freundes- und Bekanntenkreise gehen inzwischen die schweren Brüche, die tiefen Risse, die erbarmungslosen Frontlinien. Da ist bald nichts mehr zu kitten. „Die Politik“ hat sich in den Augen allzu vieler Bürger längst ebenso unumkehrbar völlig unmöglich gemacht wie „die Medien“ es getan haben mit ihrer heillosen Schranzenberichterstattung, das ohnehin arg vernarbte schwarzrotgoldne Kind liegt mitsamt dem Frieden der Republik im tiefsten Brunnen des Irrsinns und wird da nie mehr lebend herauskommen, ganz gleich, wie hochintellektuell man darüber parliert, wie denn nun die Umstände seien, die zum Absturz führten, und was jetzt also dringlich zu tun wäre, um zu retten.

    Wenn dann die moderne Variante von „Furor Teutonicus“ sich ausgetobt und endlich erschöpft hat, dann, später, auch der von verlachten Sehern lange vorhergesagte große Krieg beendet ist und man all das grausame Elend, was hier so absehbar und unaufhaltsam auf uns zukommt, wundersam überlebt hat, dann kann man finden, was es, vielleicht, noch zu retten gibt von all dem, was einmal lieb und teuer und wert war und doch so achtlos preisgegeben wurde, aus rasendem Selbsthaß, ideologischer Hybris und schierer Idiotie.“

    • Ja, so in der Art ist es auch geworden.

      Und eine frühere Bekannte, die heute gern Zeug verkinkt, in dem ich schlecht wegkomme, jammert in Berlin, dass sie keine gute Schule findet. So kann es gehen.

  158. in den Worten der großen Führerin Katrin Göring-Eckhardt:
    13% ist der neue heiße Scheiss.

    87% kann jeder.

  159. Messer im Bauch der oberbayerischen Postkartenidylle
    Frühmorgens (6h20) auf einer Strasse in Oberammergau, Angriff von zwei „nordafrikanisch“ aussehenden Männern auf Fahrrädern, Messer in den Bauch (!) – und nur ein zufällig heranfahrendes Auto veranlaßt Angreifer zur Flucht.
    https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/grossfahndung-in-oberammergau-verletzter-mann-zeigt-raubueberfall-an-8725465.html
    Quod erat demonstrandum.

    Don, auch für diesen Beitrag herzlichen Dank. Ein wenig verwundert mich, daß die Übergröße von 709 Parlementariern nicht interessiert. Nachdem Lammert den Bundestag in die Bedeutungslosigkeit manövriert hat, soll Zuchtmeister Schäuble dafür sorgen, daß dies so bleibt und daß die AFD ausgegrenzt – also diskriminiert – wird. Daß der Mann, der in der Kohlschen Parteispendenaffaire (Schreiber&Co.)den Bundestag frontal angelogen hat, nun dessen Präsident wird, ist für Beobachter mit Geschichtsperspektive eine schillernde Ironie.

  160. Good morning America how are you...
    …. Donald Trump hat Angela gratuliert.
    Hatte gehofft er sagt am Telefon…
    …you’re fired.

    Kleine Geschichte von gestern am Rande.
    Auf dem Weg nach Hause mit dem Taxi, mit dem Taxifahrer in`s Gespräch gekommen. Ging natürlich auch um die Wahl.
    AfD Wähler war er nicht, dies vorausgeschickt.
    Hat auch mal Grün gewählt und erzählt.
    Er hatte mal Joschka im Auto gehabt, ihm mitgeteilt, dass er die Grünen nicht mehr wählen kann.
    Antwort von Joschka -mit einem Schmunzeln- dann wählen sie SPD.
    Da in unseren Wahllokalen von Joschka und mir, die Mehrzahl der Sonntagswähler der FDP ihre Stimme gegeben haben.
    Habe ich mal geschaut wer außer Joschka und mir noch FDP gewählt hat…
    …. bitteschön
    https://i.pinimg.com/originals/0f/d3/4c/0fd34c1d3ef5d179f783692143859363.jpg

  161. Wenn der Tag mit unangenehmen Leuten beginnt....
    …wie im MoMa mit der ehemaligen chaldäisch-katholischen Messdienerin, die uns mit dem Mitri zusammen erklärt, dass die Mehrheit der Deutschen mit der Bundestagswahl unzufrieden sei, dann kann ich nur antworten: ein wenig weniger von diesen stirnfaltigen Oppermanns und jener ekeligen Unterstützer-Gestalten wie Kyak, Laqueur und ihren männlichen Pendants Kazim und Mayer hätten es schon sein dürfen.
    .
    Dem Mayer-Ansgar möchte ich ohnehin auf diesem Wege den Fischer´schen Gruß entbieten, aber ins Quadrat erhoben- und wäre ich nicht vor 27 Jahren bereits aus der Katholischen Kirche ausgetreten, so wäre jetzt die Zeit dazu. Diese Anpassungsbereitschaft der Kirchen gegenüber dem „System“ kommt mir übrigens (angelesen) bekannt vor.
    .
    Ich werde mich daher in den Tagen nach dem nächsten Silvester, wenn in den Nachrichten wieder die Bilder von Raketen, die gegen die Fenster Eingangstüren des Kölner Doms fliegen und die in Reih und Glied stehenden Fachkräfte an die Außenmauern brunzen, genüsslich im Sessel zurücklehnen und mit einem Vivat auf den Bischof die Reste des aus Epernay mitgebrachte Silvesterschampus schlürfen.
    .
    Und der sich die merkelsupportende Presse und das oben bereits genannte Geschwirrl samt Anhang derart über das inzwischen als „übel“ aussortierte Allerweltswort „entsorgen“, das in dieser Art und Weise in der Vergangenheit schon von so manchem inzwischen mehr oder weniger entsorgten und marginalisiertem Politiker benutzt wurde, derart erregt hatte, sei gesagt:

    Der Müll, von dem in Dons Artikel so oft die Rede ist wurde bis 17. Juni 2002, von so genannten „Ver-und Entsorgern“ entsorgt (damals noch nicht gegendert- und es wird heute auch selten erforderlich sein das mit diesem Beruf zu tun). In weiser Voraussicht wird dieser Beruf heute „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft genannt, ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland nach dem Berufsbildungsgesetz.
    Dazu Wiki: Die frühere Berufsbezeichnung lautete Ver- und Entsorger. Dieser Ausbildungsberuf wird zu der Gruppe der Umweltschutzberufe gezählt, zu denen auch die umwelttechnischen Ausbildungsberufe der Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und die Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice gehören.
    (DdH)

    • Werter DdH, Sie vergaßen die Energieversorger
      wenn ich nun wüßte, ob man die auch schon umbenannt hat oder nicht, ach egal, in meinem Sprachgebrauch sind sie drin.

      Zu entsorgen gäbe es vieles, der Platz will hier nicht reichen alles aufzuzählen.

  162. Die SJW-Schneeflöckchen rufen zur Gewalt gegen Andersdenkende auf? Wie Bizarr ist denn das?

    • Definitionsfrage
      Wenn weiße Heteros ihre Meinung äußern (oder eine falsche Vokabel benutzen) ist das Gewalt. Wenn eine SJW-Heulsuse gewalttätig wird, ist das eine Meinungsäußerung. So einfach ist das.
      Das nicht gut zu finden ist übrigens auch Gewalt.

    • Schneeflöckchen ... bizarr
      Es gibt neue Inspiration für de Sade und Sacher-Masoch!

      Auf zu neuen Werken.

  163. Das Land, in dem wir....
    RP online von heute morgen:

    In Duisburg haben sich die Mitglieder einer Großfamilie auf der Straße heftig gestritten. Dabei beschädigten sie zwei Autos.

    Laut Polizei standen die Familienmitglieder am Mittwochabend gegen 22 Uhr auf der Talbahnstraße in Meiderich und bedrohten und beleidigten sich gegenseitig. Im Verlauf des Streits wurden an zwei geparkten Autos die Scheiben eingeschlagen und die Reifen zerstochen.

    Die Polizei nahm vier Familienmitglieder im Alter zwischen 28 und 62 Jahren in Gewahrsam – zur „Beruhigung“, wie es hieß.

    In Duisburg kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen innerhalb und zwischen Großfamilien. Im August prügelten sich in Hochheide zwei Familien, nachdem ein Sechsjähriger gegen ein Auto gepinkelt hatte. 15 Personen schubsten und schlugen sich, es gab neun Verletzte. Im Oktober vergangenen Jahres hatten sich die Mitglieder zweier Familien in Bruckhausen mit Messern und Äxten attackiert.

    • Talibanstraße las ich jetzt gerade.
      Zu allem anderen: neu ist auch, dass 6-jährige, wohl in aller Öffentlichkeit, gegen Autos pinkeln.

    • Familiensitzung
      Hmm, ließe sich so etwas kontrolliert hochfahren. Dann würde sich ein Teil dieser Gäste von selbst erledigen.

      Nur so ein vage Hoffnung.

    • Dabei beschädigten sie zwei Autos
      Also ich finde das schwer in Ordnung – solang’s ihre eigenen sind sollen sie damit verfahren wie es ihnen beliebt (besser als herumfahren!)

  164. B e k l e m m u n g
    *

    Der Bombenhagel mit atomar verseuchtem LinksFa_WortSprech prasselt – nach erster 12,6% Schnappatmung – verseuchend weiter auf deutschem Boden in nicht_homöopatischer Hochpotenz nieder.

    Was – bitt’schön – soll da noch Folgen ? !

    Die unÄsthetik nimmt ihren Verfall der demokratischen Werte mit brachialer Geschwindigkeit!
    Humane Schallmauern werden ignoriert und gesetzeswidrig durchbrochen, von Personen, welche die richtige Arbeit kaum oder gar nicht real getätigt haben?! Diese tatsächlich arbeitenden Menschen (das Volk) werden mit Pack & weiteren sinnentstellten Begriffen öffentlich denunziert !

    Werter Don Alphonso,
    Ihr mit dynamit_gleichen Wortkaskaden gewebter investigativ_Gobelin,
    wieder ein Meisterwerk // Teil III.

    Diese Ihre Aufdeckung von zu vielem Verlogenem aus den eitlen Polit_RamschEcken,
    könnte – so gestattet – mit weiteren Fakten bereichert werden:

    „…der Fraktionschef von Rheinland-Pfalz beispielsweise, wurde hart, aber verdient ins Gesicht geschlagen, wobei ihm das Jochbein brach, seiner Frau zündeten engagierte Demokratiebeschleuniger das Auto an, und schon machen wir Schluss mit dem Mimimi.
    .
    .
    .
    von Gewaltaufrufen oder ausländerfeindlichen „Übergriffen“ durch AfD-Abgeordnete hörte man indes nichts, geschweige denn, …“
    Quelle: Michael Klonovsky // Acta diurna // 28.Sep’17

    &
    noch etwas zu dem obsolet diskutierten „Ostdeutschen“:
    especially : Warum immer Sachsen ?
    Ein zutiefst erschütternder und entlarvender Bericht von Anna Myra las ich gestern;
    (wem der brisante Beitrag zu lang ist) ab Kapitel 3 // Absatz 3 & 4 = alles lesenswert.
    Quelle: Michael Klonovsky // Artikel

    PS 1: Werter DA, nun fahren Sie g’schwind in die schöneren Regionen südlich der Alpen!
    Schütteln Sie die polit_Krebsgeschwüre und die
    Oxytozyn verseuchte Atmosphäre ab
    & : g e n i e ß e n : Sie alles
    ästhetische + wohlige der toskanischen Regionen.

    Grüßen Sie – prego – herzlichst das relaxte Örtchen Gaiole &
    die liebenswerten Anwohner ebenda.

    Viel Erfolg auf der XXI. L’Eroica.
    Welche Route nehmen’s denn?

    Ach & die Blog – Wachhunde die manchmal grotesk versuchen zu bellen,
    sollen’s auch gleich mitnehmen; meint angelo caduto.
    Die natürlich, sollen die längste Route mit so’nem EinGang Fahrrad nehmen…

    Buon viaggio!

    PS 2: Der hier leider verkommene Name Stokowski, steht eigentlich für mich mit der genialen Orchestrierung der Johann Sebastian Bach Toccata & Fugue in D minor, BWV 565, arranged by Leopold Stokowski:

  165. Geschichte reimt sich...
    Wieder mal Thüringen und Sachsen: wenn die Kommunisten, Sozialisten, USPD in den Jahren 1919ff nicht so brutal gewesen wären, nicht die bürgerlichen Läden geplündert und die alte Herrschaftsform persönlich enteignet hätten, dann wäre die bürgerliche Mitte nicht nach rechts gerückt, hätte keine Fackelmärsche organisiert, die Rechtsextremen wären isoliert geblieben, kein Fürst hätte deren Fahne auf seiner Burg flattern lassen. Actio und Reactio. Siehe die Literatur zu Bürgertum und Nationalsozialiusmus 1918 bis 1930.

  166. Sachliche Diskussion hilft: Erste Resolutionen der AfD
    Der sachliche Diskussion dient es, wenn man sich mit konkreten Dingen auseinandersetzt anstatt zu ideologisieren.
    Hier erste Resolutionen der AfD BT Fraktion:
    https://afd kompakt.de/2017/09/28/resolutionen-der-fraktion-der-alternative-fuer-deutschland

    U.a Forderung nach Direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild.

    Das ist doch wirklich richtig NAZI, oder?
    Bin mal auf die Reaktionen der Presse gespannt!

    • solange der Höcke da rumrennt…

    • Leute wie Höcke sind nur deshalb dabei, weil Leute wie Sie sich zu schade sind,
      ernsthafte Oppositionsarbeit zu machen. Und kommen Sie bitte nicht wieder mit dem Argument, Sie machten mit diesem Blog schon alles in Ihrer Macht stehende.

      Sie sind – zumindest nach Selbstauskunft – finanziell unabhängig. Was glauben Sie, wie viel Mut dazu gehört, gegen das Meinungskartell aufzustehen, wenn man nicht finanziell unabhängig ist? Was glauben Sie, wie lange eine Handvoll „Stützen der Gesellschaft“ bräuchte, um diesen rot lackierten Faschismus der Blockparteien zu beenden? So lange die „Stützen“ sich materiell noch auf der Gewinnerseite sehen, wird sich nichts ändern. Erst, wenn Vermögensbildung und -erhalt der „Stützen“ in Gefahr gerät, werden auch die „Stützen“ offen rebellieren.

      Aber dann, so fürchte ich, wird es für die „Stützen“ zu spät sein.

    • Ja, so ist das halkt mit dem freien Willen der Menschen. Man versucht,k sich das Leben gut einzurichten, und beiu der AfD sind ganz viele Leute, die für einen wie mich nicht einen funken Verständnis aufbringen würden. Dass ich der AfD in manchen Punkten nicht Unrecht gebe, bedeutet nichts, das tue ich auch bei anderen. Aner auf meine gesamte Persönlichkeit bezogen, bin ich der Partei wirklich sehr, sehr fern.

    • Nicht, dass Sie mich falsch verstehen, werter Don, ich wollte Sie nicht auffordern,
      bei der AfD mitzumachen.

      In welcher politischen Organisation sich die finanziell unabhängigen (und damit in unserem System am wenigsten angreifbaren) „Stützen“ einbringen, wäre mir egal. Ich selbst war in meinem Leben in zwei der im BT vertretenen Parteien Mitglied und habe am Ende vor Ort auf kommunaler Ebene selbst erfolgreich eine gegründet. Mir geht es nur darum, dass wir mittlerweile eine Situation haben, in der nur noch wirtschaftlich unabhängige Menschen (oder welche, die nichts mehr zu verlieren haben) ernsthaft Oppositionsarbeit machen können. Wenn die „Stützen“ sich verweigern, wird einer kommen, den auch die „Stützen“ nicht wollen, aber dann wird es zu spät sein.

      Merkel gehört nach meiner Ansicht zu den Menschen, die nichts mehr zu verlieren hat. Kein nennenswertes Vermögen in D, keine Kinder oder Enkel. Das Einzige, was die noch zu verlieren hat, ist ihr Amt, und das macht sie gefährlich für all die Anderen, die noch etwas zu verlieren haben.

    • die einzigen Politiker, die ich will, sind schon lange tot. Ich habe einfach keine Lust, mich vor einen Karren spannen zu lassen. Ich weiss, dass die mich jetzt verlinken, aber wenn ich abweiche, bin ich auch wieder ein Feind.

    • Lieber Don,
      „beiu der AfD sind ganz viele Leute, die für einen wie mich nicht einen funken Verständnis aufbringen würden. “
      Na, ich weiß nicht.
      Ich habe bisher in AfD-Kreisen nur Leute kennengelernt, die Ihre Blogeinträge in den höchsten Tönen preisen. Und ich nehme an, die haben auch schon in den Kommentaren gelesen, daß Sie kein „Parteifreund“ sind.
      Unterschätzen Sie mal nicht die Fairness und Toleranz der AfD-Mitglieder. Die übrigens politisch betrachtet teilweise aus ganz verschiedenen Ecken kommen.
      Wobei ich natürlich hinzufügen muß, daß ich nur passives Mitglied bin und sich meine Eindrücke daher im wesentlichen aus Bekanntschaften innerhalb meines Kreisverbands im oberbayrischen Raum speisen. Aber wenn ich Parteifreunde aus anderen Regionen kennengelernt habe, war der Eindruck eigentlich derselbe.
      PS: Höcke muß man nicht mögen, mir biegt’s bei seinen Einlassungen ab und zu mal ganz leicht die Zehennägel nach oben. Aber hat der Mann bisher wirklich schon etwas gesagt, womit er sich außerhalb des in einer pluralistischen Demokratie zulässigen Spektrums positionieren würde?

    • Sie kennen mich halt nicht persönlich. Jenseits der Kunstfigur hätte ich unter denen schwer zu leiden.

  167. Ich bin keiner von 87%, ich bin keiner von 12,6% ich bin einer von 1%
    Ich habe aus Protest (im kommunalen Bereich bin ich da auch aktiv) die Freien Wähler gewählt. Dass manche diese Stimme als verschenkt ansehen, ist mir klar. Dass es zu keinem Mandat reichen würde, war mir auch klar. Die Freien Wähler haben 1% erreicht. Von den 463.052 abgegebenen Stimmen war meine darunter.

    Ich empfinde es als anmaßend, mich einfach zu den 87% hinzuzuzählen.

    • ich habe 0,4% gewählt, glaube ich. Ich will da auch nicht dabei sein.

    • 0,4 %
      ich habe noch weniger gewählt und habe eine damit weitaus weißere Weste. Ätsch.
      Obwohl ich aus Bosheit ungefähr 2 Minuten über AFD nachgedacht habe.
      Ich habe aber absolut nicht eingesehen, jetzt noch irgendeine Mitverantwortung für irgendwas zu übernehmen.
      Ich bin aber vermutlich genauso bigott wie SPD/CDU/Grüne etc, eine klammheimliche Freude über die Sozis und Unionschristen, die jetzt einer ehrlichen Arbeit nachgehen müssen kann ich nicht verhehlen.

    • @Dauergast
      „ich habe noch weniger gewählt und habe eine damit weitaus weißere Weste“

      Also wenn ich das mit den Parlamentssitzen richtig verstanden habe, dann ist es entgegen landläufiger Meinung nicht so, dass Nichtwähler auch nur einen einzigen Sessel leer lassen. Im Gegenteil, i.d.R. helfen sie erst mal kräftig der größten Fraktion, und das ist wohl meist die, der sie es eigentlich am wenigsten gönnen wollten. Nichts muß den großen Parteien lieber sein als dass die, die sie nicht wählen wollen, auch nicht die anderen Parteien wählen. Eine weiße Weste sieht anders aus.

      Deshalb würde ich übrigens Nichtwählern für die nächste Wahl das Wahlrecht entziehen.

    • @Anton Azubi
      Sie haben mich falsch verstanden, ist aber mein Fehler. Ich habe eine bizarre Kleinstpartei gewählt. Zu einer weißen Weste gehört, Faulheit als Motivation
      ausgeschlossen zu haben.
      Wie sich Kleinstparteien aber auf die, auch monetäre, Arithmetik im Bundestag auswirken weiß ich allerdings nicht.

  168. Titel eingeben
    Was für ein bigottes Selbstbeweihräucherungsclübchen sich hier in einer Filterblase etabliert hat…

    Während die inoffizielle Parteizeitung der AfD „Deutschlandkurier“ mit:
    http://www.deutsc hland-kurier.org/wp-content/uploads/2017/09/Ringfrei.jpg
    die Friedfertigkeit der AfD plakatiert, ereifert man sich beim Messerwetzen über die Gewalt der Anderen im Opfermodus 2.0.

    Bin mal auf die Exkulpierungsversuche gespannt ;)

  169. Die hässliche Fratze grün-bürokratischer Urbanonerds
    so sind sie nun (entgegen dem Trend in einigen Bundesländern, wo vernünftige Menschen sie immer weniger gewählt haben) doch noch in den Bundestag eingezogen, und unerklärlicherweise sogar noch mit leichtem Stimmenzuwachs, jene Personifizierung grüner Unreife, die Zerrbilder städtischer Dekadenz (denn von Städtern wurden sie paradoxer- aber bezeichnenderweise überwiegend gewählt), die bösartigen Umgestalter der Welt, die Adepten des Satans, die dafür sorgen wollen, dass der Mensch nun endgültig nicht mehr Ruhe finden und in der Hölle von Stress, Hektik, Hetze landen solle.

    Eingezogen in jenen Bundestag, der Hof hält im „Reich“stagsgebäude. Das ist doch nicht politisch korrekt, oder? Darf man in einem solch verbal offensichtlich belasteten Gebäude Volksvertreter sein? Und dort steht „dem deutschen Volke“-wie politisch inkorrekt, bzw. populistisch ist denn das? Ist nicht „deutsch=schlecht“ und ist nicht „das Volk“ eine Ansammlung ungebildeter Vereinfacher? Und im Inneren, an der Wand befindet sich ein Adler, ein Raubtier, das davon lebt andere Tier zu töten. Ist nicht der Adler auch historisch belastet oder zumindest ein martialisches Sinnbild des Militarismus? Und dann „Reichs“tag-schlimmer geht’s ja wohl kaum, darf man das?

    Und wie ist es mit der Siegessäule in jenem Berlin, Sitz des o.a. Reichstagsgebäudes: ist sie nicht geschmückt mit güldenen Röhren, die sich bei genauem Hinsehen entpuppen als Kanonen, erbeutet auf Feldzügen früherer Zeiten, Zeiten, die nicht dem Bild vom neuen deutschen Grünenland entsprechen, die weder Feminismus, noch Gendersprech, noch Ehe für alle, noch Inklusion kannten oder hochhielten?

    Wenn man nur etwas nachdenkt wird man noch zahllose Beispiele finden wo Dinge unreflektiert in unserem Alltag seit Jahr und Tag koexistieren, Dinge, die nun endlich politisch korrekt bereinigt werden müssen-wenn man denn konsequent sein will.

    Die Rotznasen werden noch darauf kommen, jene Rotznasen, die offenbar in einer konzertierten Aktion ihrer von der Kanzel herunterlesenden und die Schäfchen zum Wählen der grünen Verderber auffordernden Lehrer und über Internet organisierten Wahlaufrufen den Weg ins Wahllokal gefunden haben und dann das Kreuz leider an der ganz falschen, der Stelle der grünen Satanisten, gemacht haben.

    Schon morgens um acht war die Rotznasenfraktion im Wahllokal überproportional vertreten, und es ließ Böses erahnen.

    So wird es denn nun ungemütlich in der Republik, nicht wegen der AfD (bei der man eigentlich sogar noch viel mehr an % erwartet hätte), sondern wegen jener grün-urban-bürokratischen Brunnenvergifter. Der schlimmste anzunehmende Unfall, das was man am wenigsten erwartet und erhofft hat, ist eingetreten. Als ob Mutti nicht schon schlimm genug wäre-aber auf die war man ja wenigstens vorbereitet. Jedoch nicht auf diese Entgleisung. Das einzige was einem Freude bereitet ist das Wissen darum, dass die Jamaika Bande wohl ordentlich Zoff erleben wird, Zoff an dessen Ende irgendwann im Laufe der Legislaturperiode Neuwahlen stehen werden. Neuwahlen, die Mutti dann wohl doch aus dem Amt befördern, wenn sie schon nicht den Anstand hatte für das Wahldebakel ihrer Partei die Verantwortung zu übernehmen und zurück zu treten.

    Man hofft nun auf Lindner als dem einzigen Korrektiv, aber diese Hoffnung ist zugegebenermaßen schwach.

    Wie gesagt, es wird ungemütlich werden im Land und man sucht verzweifelt nach einem Weg um hier raus zu kommen.

    • Zusatz
      Stichwort „Siegessäule“: da fallen mir noch 2 Dinge ein. Ist das Wort „Sieg“ nicht historisch belastet und somit inakzeptabel? Kennzeichnet es nicht auch sonst generell eine Geisteshaltung, die soziale Polarität und Entmenschtheit einer Gesellschaft ausdrückt, die Verlierer und Gewinner unterscheidet?

      Ist eine Säule nicht darüber hinaus auch noch ein Phallussymbol, Zeichen einer überkommenen Männlichkeit? Sollte man dann nicht alle Säulen oder säulenartigen Bauten niederreißen? Sollte es überhaupt Bauten geben dürfen, die sich „erheben“ und somit diskriminierend und/oder frauenfeindlich wirken?

      Gilt nicht all das was oben in Zusammenhang mit der „Siegessäule“ beschrieben wird auch für andere Bauwerke in Berlin? Weist nicht die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ein Tatzenkreuz auf, eines der Sinnbilder schlechthin für preußischen und deutschen Militarismus, so wie wohl das Brandenburger Tor insgesamt? Gibt es nicht eine „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“? Wie politisch korrekt ist das Wort „Kaiser“, welche Assoziationen wirft es auf, welche Reminiszenzen werden offenbart?

      Und wenn man in Berlin noch weiter sucht wird man wohl noch eine Menge menschen- und frauenfeindlicher Symbole finden. Und wie ist es mit anderen Städten? Und da muss mal nicht mal im „Inland“ (und darf dieser Begriff überhaupt noch verwendet werden? Kennzeichnet er nicht eine nationalistisch polarisierende Grundhaltung?) stehen bleiben. Man sieht: es gibt noch unendlich viel zu tun für die Abrissbirne und die politisch korrekten Sprachumgestalter. Noch unendlich viele Haare in der Suppe zu suchen, die man dann unendlich weiter spalten kann. Willkommen Wahnsinn kann man da nur sagen.

      Jetzt da die Grünen mit in der Regierung sind muss man sich auf alles gefasst machen.

      Bleibt einem nur auf den Kosmos zu hoffen und dass der für eine beinharte Rückschlagwirkung sorgt. Sie möge all jene treffen, die uns diese grüne Pest beschert haben.

    • grüne Satanisten ist gut
      und ja, wenn diese Leute nur genug zu sagen haben, dann werden sie in der Tat die von Ihnen angesprochenen Dinge schleifen.

      Vielleicht ist das ja auch ein Mitgrund für diese vorbehaltlose Willkommenskultur. Mangels eigener fachlichen Kenntnissen holt man sich halt Leute ins Land, die sich mit so was auskennen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Buddha-Statuen_von_Bamiyan
      https://de.wikipedia.org/wiki/Nimrud
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hatra
      um nur ein paar prominente Beispiele zu nennen…

      Unter diesem Gesichtspunkt waren es dann ja sogar in der Tat Fachkräfte, die man sich ins Land geholt hat. Die hiesigen können ja nur Farbbeutel und Pflastersteine, damit kommt man nicht weit…

    • @Munken Vendt: Ne Ne, alle Säulen oder säulenartige Gebäude niederreissen
      geht auf keinen Fall, höchstens selktiv. Das wäre ein Angriff auf die Religionsfreiheit. Wie sonst sollen die noch nicht so lange hier Seienden den wissen, wann Sie den Teppich ausrollen und ausrichten müssen ?

    • Noch'n Zusatz...
      Wenn die ganzen linksgrüninternationalistischnoborderbesoffenen GiftspritzerInnen und Social Justice Dingens und Blog/Twitter/Facebook-Schneeflöckchen wüßten daß „ihr Netz“, das Internet, aus einem Projektauftrag des Department of Defense (-> ARPA), des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, entstammt, also „vom Bösen“ schlechthin erfunden und ur-implementiert wurde, ja was wäre dann erst zu hören von den schnappatmenden keifenden UndemokratInnen?

    • @ Black Blacky
      Die nehmen nur wahr was sie wahrnehmen wollen und was ihnen in den Kram passt. Internet ist für die das Nirwana der Völkerverständigung, Missbrauch sehen sie nicht/wollen sie nicht sehen. Und dass es trotzdem weiter archaischen Fundamentalismus gibt genauso wenig. Wer ein Handy in der Hand halten kann wird als Verkünder des neuen Menschseins bejubelt.

      Und was die politische Korrektheit angeht: die kriechen immer weiter hinein in das Fass ohne Boden, sie wurden so programmiert. Und daher sind sie nicht in der Lage ihren eigenen Verstand zu nutzen (so sie denn welchen haben). Irrerweise funktioniert ja trotz der damit verbundenen Ressourcenvergeudung (Zeit, Energie, etc.) der Wirtschaftsapparat ja irgendwie noch-aber nur weil alle sich krank und kaputt schuften. Dass es bei all den wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen, die die Medien uns hier immer wieder servieren keinen stutzig macht, dass davon beim Einzelbürger immer weniger ankommt, die Infrastruktur immer kaputter wird, etc. stört dabei auch keinen. Man ist darauf programmiert wie der Hamster im Rad zu laufen, effizient und unter Selbstaufopferung.

      Stichwort effizient: man müsste den unreifen grünen Schneeflöckchen mal bewusst machen, dass über 30 Jahre Grüne nicht verhindert haben, dass bei uns innerhalb weniger Jahre ganze Arten regelrecht verschwunden sind (u.a. wegen „billig ist geil“-Effizienzlandwirtschaft, die die Böden überdüngt und die Luft mit Insektiziden so schwängert, dass manche Tierchen keine Lebensgrundlage mehr haben).

      Wer etwas reifer ist (nicht nur mental, auch an Jahren) kann sich wohl noch daran erinnern wie ein Maikäfer aussieht. Heute sind sie buchstäblich weg. Eidechsen, die vornehmlich von Insekten leben: dto. Auch Schwalben und Mauersegler sind hier am Aussterben, jedenfalls gibt es jedes Jahr massiv weniger davon. War dieses Jahr viel draußen (im Unterschied zu den urbanen Grünschneeflocken), habe aber kaum welche gesehen.

      Aber was ficht das die grünverbohrten Stubenhocker an?

    • @Munken Vendt
      Ich glaube ja manchmal, daß der Beck gar nicht zum privatvergnügen kokst, sondern (wie dieser Pharmazieprofessor, der alle Drogen selbst ausprobiert hat – Name entfallen) zum Wohle seiner Partein nach Drogen gesucht hat, die die selektive Wahrnehmung steigern. Und dabei einen schönen Kollektivrausch erzeugen (ist alles so schön bunt hier).

      Anders ist nicht zu erklären, wieso die Grünen das von ihnen mitverursachte Artensterben (Monokulturen für E10 Sprit, Massenausbringugn von Flugtierhächslern etc.) ausblenden. Kein Ton von diesem verlogenen Verein.

  170. .
    Die dummen Beleidigungen der M.Kiyak
    und diese überdrehte Reaktion von A.Nahles
    fallen auf sie selbst zurück.
    87% Klackeure gibt es nicht, das sind nur
    ein paar Schreihälse am Rand.
    Doch schlimm genug, wenn man an die Antifa denkt.

    Was zählt? > Die GroKo wurde abgewählt. Das ist gut.
    Doch aufgepasst:
    Wenn nun die GRÜNEN (las ich im Papierspiegel)
    > KGE als Außenministerin – und
    > Claudia Roth als Entwicklungsministerin einsetzen,
    wird der Niedergang Deutschlands eher beschleunigt!

    KGE reist dann herum und lädt alle Mühseligen und
    Beladenen zu Mutti Merkel und der lieben Claudi ein.
    Die FDP mit Kubicki und Lindner im Wirtschafts- und
    Finanzministerium werden mit Krokodils-Tränen in
    den Augen, unser aller Felle davon schwimmen lassen.

    Seehofer soll nun ein neues Wort lernen: „Kontingente“
    Aber er versteht halt leider nur „Kontinente“.
    Erwin Huber lockt ihn deshalb ins Austragsstüberl.
    Angesichts der Lage
    ist dann ein FRANKE doch kein Ausländer mehr!
    Sind‘s doch nur knappe 100 km > Entfremdung.
    Da geht doch was…

    • Nahles und Banales
      Nach dem Abitur 1989 studierte Andrea Nahles 20 (zwanzig) Semester lang Germanistik, Philosophie und Politik an der Bonner Friedrich-Wilhelms-Universität und schloss mit Magister Artium ab, die Arbeit an ihrer Promotion stellte sie 2005 aufgrund hoher Belastungen durch ihre politische Tätigkeit ein.

      Claudia Roth (nach 2 Semestern abgebrochenes Studium der Theaterwissenschaften, keine Ausbildung)

      Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister (Gymnasium ohne Abschluss, Fotografenlehre abgebrochen, keine Ausbildung, höchste Qualifikation: Taxiführerschein)

      Daniel Cohn-Bendit (abgebrochenes Studium der Soziologie, keine Ausbildung)

      Katrin Göring-Eckardt (abgebrochenes Studium der Theologie, keine Ausbildung)

      Volker Beck (abgebrochenes Studium der Kunst, keine Ausbildung)

    • @ dunque
      Die GroKo wurde abgewählt. Das ist gut.

      Ist es auch. Aber Sie kennen das mit der Wahl zwischen der Pest und der Beulenpest? In diesem Land hat man wohl nur noch die. Und da wäre die Pest „GroKo“ (ohne den Maaslosen) einen Deut weniger unerträglich als die grüne Beulenpest.

    • @Dr. Seltsam 11:42
      und wissen Sie was echt seltsam ist? Dass solche Leute (früher gab es dafür eigentlich immer den Begriff „verkrachte Existenzen“) vom Staat (Steuerzahler!) nicht nur durchgefüttert, sondern sogar noch hochbesoldet werden und die vielen Promovierten bei der AfD als Dumme beschimpfen dürfen.

      Alles sehr, SEHR seltsam, nicht wahr?

    • @ Dr. Seltsam: Sie haben den "Energieexperten" Oliver Krischer vergessen, der labte sich
      seit dem Studium ohne Abschluss am Steuermanna der Mitarbeiterpauschalen des Bundestages und der Fraktionskasse, bis er den richtigen Listenplatz bekam.

    • Studienerfolge
      Ja, Joschka Fischer hat nicht studiert. Unfähig war er dennoch nicht. Merkel hingegen ist überdurchschnittlich intelligent (Spracholympiaden, Physikstudium), die von der Leyern ehrgeizig und Medizinerin, Tauber Historiker, Oppermann und Kauder Juristen usw. usf. Bitte, es lag doch nicht am akademischen Hintergrund oder Nicht-Hintergrund, dass wir seit 2015 im Irrenhaus leben.

  171. Alte Hüte
    Solange Religionen für Orientierung im Alltag sorgen, wird es ideologische Auseinandersetzungen mit vehementen Beschimpfungen und Verleumdungen geben.
    Dies ist nicht tragisch, wenn es den gesellschaftlichen Eliten dennoch gelingt, diese Konflikte stets auf ein für das gedeihliche Miteinander tolerables Maß zurückzuführen und im Interesse des Ganzen einzugrenzen.
    Diese Fähigkeit hat Deutschland seit den 70iger Jahren zunehmend verloren, weil ein Großteil des Bürgertums nicht bemerkte, wie der linke Nebel seine Gehirnzellen durch permanente mediale Beschallung lahm legte.
    Man denke z. B. nur an die Begeisterungsstürme im Feuilleton für die intellektuellen Höhenflüge eines banalen Resolutionsliteraten wie Heinrich Böll, der heutzutage gottlob vornehmlich im Antiquariat anzutreffen ist.
    Die intellektuell biederen Nachfahren solcher Brandstifter sind die Gabriel, Maaß, Schwesig und Stegner um nur einige linke Vertreter herauszugreifen, aber ein Altmaier oder Lammert ist keinen Deut besser, wenn es darum geht, Polemik zu verbeiten.
    Dieser nun schon Jahrzehnte wirkende Prozeß einer Verflachung und linksgrünen Verschränkung des politischen Diskurses, der von Literatur und Universität einst ausging, hat uns heute voll im Griff.
    Zumal der allergrößte Teil unserer politischen Klasse nicht dazu in der Lage ist, über den Dessertteller eigener Mittelmäßigkeit hinauszublicken und den allgemeinen Meinungsstreit inhaltlich und sprachlich flach zu halten.
    Es ist für gesellschaftliches Klima damals und heute kaum förderlich, wenn die intellektuellen Götterboten sich nur noch in Wortschlössern äußerten, die allein ihre gläubigen Jünger sinnhaft glaubten entziffern zu können.
    Wer einmal Luhmann, Wittgenstein oder die Frankfurter Schule auf ihre Kerngedanken zurückführen wollte, weiß was Satzpirouetten und verquastes Denken zu leisten vermögen.
    So ausgerüstet läßt sich jeder gesellschaftliche Diskurs sachlich verbiegen und ins Groteske übersteigern.
    Pragmatische, an der Realität ausgerichtete Entscheidungen haben in einer am reinen Gedankenflug interessierten Welt keinen Platz. Alternativ kann man aber, da es für ein Mehr an gedanklichem Tiefgang oft nicht reicht, den vermeintlichen Gegner beschimpfen und verleumden.
    Das dazu erforderliche Repertoire der Worte haben die politischen Volkserzieher seit langem bereit gestellt. Wie es genutzt wird, sehen wir täglich.
    Dies hat zudem den gewaltigen Vorteil, das dumme Volk von drängenden Nöten des politischen Geschehens fernzuhalten.
    Wie kann es sein, daß man sofort nach dem Ausruf der „Nazikeule“ in sämtliche Schlagzeilen gerät, obwohl in der Regel damit nur eine Gesinnung, die man nicht teilen muß, beschrieben ist.
    Aller Protest, der sich heute Bahn bricht, ist letztlich nur ein Ausdruck tiefen Unbehagens über eine oft richtungslose Staatsführung und das offensichtliche Fehlen einer am Gemeinwohl der Staatsbürger orientierte Politik.

    • Keinerlei honoriges Verhalten
      @CarlXIIGustav sagt:
      „Man denke z. B. nur an die Begeisterungsstürme im Feuilleton für die intellektuellen Höhenflüge eines banalen Resolutionsliteraten wie Heinrich Böll, der heutzutage gottlob vornehmlich im Antiquariat anzutreffen ist.
      Die intellektuell biederen Nachfahren solcher Brandstifter….“

      Auch ihr leicht an Größenwahn orientierter Nick hilft ihnen nicht das geringste, bei der Feststellung, dass Sie sich selber die Narrenkappe des infantilen Ignoranten und Dummkopfes aufgesetzt haben.

      Wer derart unreflektiertes Zeug über den Literaturnobelpreisträger Böll faselt, der hat ihn nicht nur nie gelesen, der zeigt, dass er auf alles, was er irgendwie links vermutet, blind draufschlägt.

      Böll, gerade Heinrich Böll, als einen „Brandstifter“ zu verleumden, zeigt lediglich, dass Sie nicht die geringste Ahnung von ihm und seiner Literatur haben. Ob „Haus ohne Hüter“, ob „Wanderer kommst du nach Spa…“, ob „Dr. Murks gesammeltes Schweigen“ oder gar „Ansichten eines Clowns“, immer wandte sich Böll gegen blinde Obrigkeit, gegen Gewalt, Krieg und Vernichtung, und setzte sich, auch praktisch, für ein absolutes humanes Verhalten ein. Er war es, der Alexander Solschenizyn in sein Haus aufnahm (falls Sie in ihrer Ahnungslosigkeit jemals diesen Namen gehört haben sollten) und Asyl gab, er wandte sich an Ulrike Meinhof (RAF) und forderte sie auf, aufzugeben, er schrieb gegen eine verhetzende BILD (Die verlorene Ehre der Katharina Bluhm) – das alles unterschlagen Sie und verleumden ihn als Brandstifter. Und das bei einen Autor, der lange schon verstorben ist und sich deshalb nicht einmal wehren kann. Pfui wie widerlich.

      Der Brandstifter sind in diesem Falle Sie. Gestalten wie Sie , die derartige Falschaussagen treffen, sind es, die Nahrung liefern für Menschenverachtung.

      Da können Sie noch soviel über die Frankfurter Schule oder Wittgenstein faseln (ich glaube, Sie haben Wittgenstein nicht mal gelesen) , Glaubwürdigkeit haben sie nicht mehr, wenn Sie sie jemals gehabt haben sollten. Auch ihre Phrasendreschmaschine hilft da nichts.

      Sie, Sie nachgemachter King Louis aus dem Dschungelbuch, sind in dieser Sache nicht einmal Sartisfactionsfähig, weil ihnen jegliches Bewusstsein und honoriges Verhalten hier abgegangene ist.

  172. Monetarisierung als Grundproblem
    „Diese Lauten und Drastischen – sie sind bei beiden Bewegungen die Wort-, Meinungs- und Entgrenzungsführer.“
    Selten stimme ich Ihnen zu, heute ist es mal wieder so weit.
    Meinungsverschiedenheit baut unser System auf. Streit ist Progression, solange er formal nicht eskaliert.
    Die Lauten und Drastischen wollen primär Geld verdienen.
    Je lauter, desto mehr Interaktionen (Meine These: Rechts labt sich dran, links reibt sich dran), desto monetär erfolgreicher der Artikel / Post.

    Dadurch passiert eine Aufweichung der Grenze „Werbung / Content“.
    Der Content ist hierbei nur noch Mittel zum Zweck der Provokation. Und die Provokation ist Mittel zum Geldverdienen.

    Miteinander reden, nicht übereinander.

    Positiv fällt mir auf, dass Sie sich heute nicht über Andrea Nahles echauffieren, sondern eben jenes übertriebene und aufgesetzte Echauffieren kritisieren.

    Korinthenkackerei nebenbei – mut / mit:
    „ob man politische Gegner mut Falschanzeigen zur Strecke bringen könnte“

  173. Wenn man so manchen "87er" hier ließt
    fällt mir in Anlehnung an einen anderen großartigen Schreiberling nur ein : Hetzer schimpfen Hetzer Hetzer.

    Wobei womöglich der Hetzer, der sich notorisch dazu verpflichtet fühlt darauf hinzuweißen, dass er kein Hetzer ist, ob seiner Verlogenheit noch der schlimmere ist……

    • Wichtig wäre zu kapieren,...
      Dass es sowohl auf Seiten der 87 wie der 12,6 Prozent Anständige und nicht Anständige gibt. Wie überall.

      Ich wage sogar zu behaupten, die Proportionen sind in etwa gleich.
      Als das neulich ein kleines aufgewecktes Mädchen sinngemäß zu einer Gleichaltrigen sagte, die aus einem sehr ekd-geprägten Elternhaus kommt und die AfD gerade als „Menschenfeinde“ bezeichnet hatte, erntete das unorthodoxe kleine Mädchen ultimatives Erstaunen. Richtige Gesichtsakrobatik.
      Dabei hatte doch das unorthodoxe kleine Mädcgen eigentlich bloß einen Bibelspruch in kleiner Münze ausgegeben, den sie schon oft von der Omma gehört hat… tjaja.

  174. Here I Go Again
    @Dr. Seltsam + Frau Simon
    habe auf meiner Website nur für Sie beide ein Instrumental Cover des Whitesnake Klassikers eingestellt.
    Dachte dabei an die Jugend wie wir den Song mit Goldkettchen am Handgelenk auf unseren Gitarren mitgespielt haben G-Dur …
    Intro, Brett, Melodie, Refrain, Solo, Coda!
    Besser als jedes Dope oder Geld.
    Also einfach mitsingen :

    „I don’t know where I’m going
    But, I sure know where I’ve been
    Hanging on the promises
    In songs of yesterday
    …“

  175. Herr Oppermann denkt laut
    nachdem ich gestern Illner und die Anwanzerei von Özdemir an Kubicki erlebte, einfach nur peinlich und grad nebenan lese, dass FDP und Grüne schon die Ministerien schon unter sich aufgeteilt haben, etwas anderes hätte mich aber auch in meiner Abneigung sehr verunsichert, lese, dass Altmeier das Finanzressort bekommen soll, also die Allzweckwaffe von Merkel und damit jemand, der ihr die Füße leckt und sie Macron das Geld hinterherwerfen lässt, das der haben will, finde ich die Idee von Oppermann doch sehr charmant.
    Eine große Koalition, wenn Merkel zurücktritt.
    Und wer bringt ihr das jetzt bei?

    • Im Gegenteil, Frau Simon
      Mir scheint, Oppermann hat der Partei damit geschadet. Auch mit der 23-Prozent-Enthüllung. Also hat Chulz am Sonntag Abend und am Montag Abend einfach ein Theater aufgeführt, als er anfing, Wahlkampf zu machen, und sich über Merkel mokierte? Also, ich fand das lustig und authentisch. Oppermann hat mich eines Besseren belehrt: Hätte die SPD 23 Prozent oder mehr gehabt, hätte Chulz ihre Politik gelobt? und sich auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit gefreut?

      Ich bin platt.

      Und jetzt, fir Fleischtöpfe; und die Frauen der SPD-Abgeordneten; der Druck scheint gross, doch noch irgendwie in die Regierung zu kommen.
      Mittlerweile ist nur noch Merkel der Stolperstein für die SPD, und dabei ist es erst – so wie DdH immer anmerkte – x+4.

    • Es traut sich keiner,
      Frau Simon. Denn es gibt in diesem Paralleluniversum niemanden, der dies auf sich nimmt und sich sodann erledigt ist. Denn der Überbringer solcher Ansinnen ist so und so verbrannt.

    • Rückzieher vom SPD-Rückzieher?
      Geht das denn überhaupt noch ohne Kollateralschaden? Z.B. wurde doch bereits ein ultrafetter MinisterInnen-Sessel freiwillig geräumt (A.Nahles). Das ‚fett‘ bezog sich natürlich auf das Gewicht der Machtposition eines Ministeriums in SPD-Parteibesitz, was sonst!?

    • Groko ohne Merkel
      Ob Oppermann der Partei mehr geschadet als genützt hat… wer weiß das momentan noch so genau und außerdem ist es bisher doch immer die SPD gewesen, die sich erfolgreich selbst am besten zerlegte.

      Mir wäre eine Groko ohne Merkel und natürlich ohne Maas nicht so zuwider, wie es Jamaika mit den Grünen (das Personal treibt einem ja Angstschweiß auf die Stirn) und der FDP, die das Umfallen seit Montag schon fleißig wieder einübt, allein von der Vorstellung her ist.
      Ich glaube auch nicht, dass Jamaika funktionieren wird. Man kann es also drehen und wenden wie man will, Merkel und ihre Entourage muss weg.

      Es würden dann keine güldenen Zeiten anbrechen, man könnte aber für einen Moment die Hoffnung hegen, dass bei Neuwahlen die Grünen dahin gewählt werden, wo ich sie am liebsten sähe, dass andere, unverbrauchte Leute in den Parteien einen Politikwechsel hinbekämen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer zuletzt.

    • Zerlegen, Frau Simon,
      Der SPD, natürlich. Das betreiben sie erfolgreich seit Dekaden.

      Was mich Wunder nimmt, ist ein Vergleich mit den Grünen. Die sind sicher mit dem Grossteil ihres Personals in dieser Hinsicht noch besser aufgestellt, und scheinen es dennoch einfach nicht zu schaffen.
      Und dabei würde ich ihnen von Herzen Erfolg dabei gönnen.

    • Die Grünen, Herr Dippel
      falls Sie mich missverstanden haben, wünsche ich in den Orkus der Geschichte. So wie ich noch nie CDU wählte, wählte ich auch noch nie grün, so verblendet oder verblödet, man kann sich’s jetzt aussuchen, war ich nicht. Wenn man sich auch bei meinem Kunden manchmal darüber mokierte, ach Frau Simon hat wieder ihr grünes Mäntelchen an, nur weil ich gegen dessen Grüne Gentechnik war, so ging das völlig daneben.

  176. Ich bin nicht alleine
    Vielen Dank für diese Gedanken.
    Oft dachte ich schon, ich stehe alleine damit und oft hat mich dieser Tugendwahn an das dritte Reich erinnert. Ein Schlüsselerlebnis war der AfD Parteitag in Köln. Wer da nicht sein Bier der AfD (Nazis) verweigert hat, hatte sich schon verdächtig gemacht vielleicht doch so etwas wie ein Sympathisant zu sein – es gab einen regelrechten Wettkampf von Vereinen, Parteien, Iniziativen und der Kirche, eine demokratische Partei und deren Anhänger auszugrenzen und zu beleidigen. Eigentlich ist das schon Faschismus.
    Die Tugendhaften sind dabei, im Glauben die Demokratie zu verteidigen, ihr den größten Schaden zuzufügen.
    Diejenigen, die sich als liberal tolerante Menschen definieren, aber gleichzeitig nicht fähig sind keine Toleranz dem politischen Gegner entgegenkommen zu lassen, dürfen eigentlich das Wort Toleranz nie wieder in den Mund nehmen.