Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Wie der Weinstein-Skandal Trump an der Macht hält

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Das erste Jahr seit der für viele überraschenden Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten neigt sich dem Ende zu, und zwei Aspekte kann man zumindest jetzt schon festhalten. 1. Es war nicht langweilig. 2. Es gab noch keinen Atomkrieg (Stand heute 10.15 Uhr). Bleiben also noch 7 Jahre, die hoffentlich genau so bleiben, aber sollte sich in der zweiten Amtszeit etwas am zweiten Aspekt ändern, so werden sich die Überlebenden vielleicht am Lagerfeuer fragen, wie es so weit kommen konnte. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Schuld sind die Feministinnen, die Trump eine zweite Amtszeit ermöglichten.

Denn Trump ist fraglos ein in vielerlei Hinsicht schlechter, schrecklicher, unbeherrschter und peinlicher Präsident, und jetzt geht es eigentlich nur noch darum, seine unbestreitbar schlechten Seiten so auszuleuchten, dass eine Mehrheit der Wahlmänner für seinen Gegner der demokratischen Partei durch die Stimmen des Volkes zustande kommt. Die Kräfte der Ausleuchtung sollten sich zusammen tun, und erklären, belegen und aufzeigen, nüchtern natürlich und beherrscht, dass es auch anders geht. Möglicherweise finden die Demokraten auch eine Person, die das Volk mehr als Frau Clinton überzeugen kann. Senator Sanders, dem die Herzen der Jugend zuflogen, ist dann vermutlich zu alt, und privat denke ich, dass Frau Obama beispielsweise eine phantastische Präsidentin wäre. Aber wer auch immer es ist – er müsste erst einmal gewinnen. Und dass es nicht klappen wird, liegt nicht nur am traurigen Zustand der Demokraten, sondern auch am Feminismus und Harvey Weinstein.

Denn der Filmproduzent Weinstein soll laut den Veröffentlichungen der New York Times auch ein schlechter, schrecklicher, unbeherrschter und peinlicher Schürzenjäger sein. Trump tätigte bei eingeschaltetem Mikrophon den Satz über das Pussy grabben, der ihm beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Glaubt man der New York Times und weiteren Frauen, die Weinstein inzwischen belasten, könnte Weinstein Frauen gegenüber real in etwa so aufgetreten sein, wie Trump das verbal ausgedrückt hat. Bei Trump wissen wir, dass er es wirklich gesagt hat. Für Weinstein dagegen sollte trotz der schwierigen Lage und der allgemeinen Empörung gelten, dass er als unschuldig zu gelten hat, bis die Schuld erwiesen ist.

Denn die New York Times zitiert Fälle, die sehr unterschiedlich sind, und mitunter mit dem Makel von Zahlungen für Schweigeabkommen versehen sind. Manche Angreiferin ist eine erklärte Aktivistin mit einer Agenda, nicht alle haben einen guten Leumund, und es wäre nun an einem Richter oder an einer wie auch immer gearteten Jury herauszufinden, was denn nun wirklich stimmt. Die Fälle von sexueller Belästigung liegen teilweise Jahrzehnte zurück, eine Vergewaltigung konnte die New York Times zuerst nicht beibringen – erst jetzt gibt es Anklagen, die in diese Richtung gehen. Vieles, was da aufgelistet wird, wäre menschlich äußerst unangenehm und durch das Machtgefälle zwischen Produzent und Untergebenen moralisch hässlich – aber nicht zwingend strafbar. Gäbe es so etwas wie ein unabhängiges Gericht, könnte man sich ein umfassendes Bild machen, Fakten von Hörensagen trennen, und zu einer Gesamtbewertung kommen. Vermutlich würde die Bewertung in diesem Fall dann kein gutes Bild von Weinstein zeigen. Vielleicht wäre er gar nicht das zynische Monster, als das er momentan dargestellt wird, sondern auch ein Typ, dem mit dem Aufstieg das Verhältnis zu seiner Umwelt verloren gegangen ist. Vielleicht gab es auch Menschen, die er nicht lange nach Sex fragen musste. Vielleicht ergäbe sich ein vielschichtiges, präzises Bild von den Abgründen und strahlenden Momenten Hollywoods.

Dazu wird es aber nicht kommen, denn es gibt den Empörungsfeminismus, und der kennt keine Gnade. Der Feminismus sieht die Gelegenheit, jetzt eine Welle zu reiten, und generell mit dem System Hollywood aufzuräumen: Mit der schlechten Bezahlung der Schauspielerinnen und der männlichen Dominanz der Regisseure, mit den alten, weissen Männernetzwerken in den Studios und bei der Verwertung, wo das grosse Geld verdient wird. Dafür stehen schon Denunziationsseiten im Netz. Mit Weinstein fällt ein Titan des Geschäfts, und sein Fall muss als Drohung verstanden werden: Wenn es Weinstein erwischt, kann es jeden erwischen. Und es hilft Weinstein auch nichts dass seine Frauenfiguren in den Filmen fortschrittlich waren, dass er den Film “The Hunting Ground” über sexuelle Übergriffe an Universitäten trotz aller Kritik in die Kinos brachte, und persönlich gegen Trump demonstrierte. Er war ´der beste Freund der Demokraten, er requirierte Millionen für Wahlkämpfe, und seine Filme zeigten Gesellschaftsmodelle, die ganz anders als das sind, was sich die Trumps und Penns und Huckabees wünschen: Es hat ihm nicht geholfen.

Es ist ein Megaskandal, und das Urteil wurde schon gefällt. Wer schweigt, wird öffentlich vorgeführt. Wer es dennoch wagt, sich vorsichtig für Weinstein auszusprechen, gerät im voll entflammten Internet in Verdacht, entweder auf Weinsteins Gehaltsliste zu stehen, oder gar selbst Dreck am Stecken und daher Angst vor dem anstehenden Purgatorium zu haben. Die Heldinnen sind die Frauen, die jetzt den Mund aufmachen und erzählen, wie mies sie behandelt wurden, und die früheren Täter benennen. Die Verdammten sind jene, deren Namen nun durch die Gazetten und sozialen Netzwerke getrieben werden, und es ist klar, dass Hollywood dabei als mieser, sexistischer, verkommener Sündenpfuhl gebrandmarkt wird, mit Nebenstellen im Journalismus und der das alles deckenden Unterhaltungsindustrie an beiden Küsten.

Es sollte einen stutzig machen, dass sowohl das feministische Portal Jezebel als auch das alt-right-Portal Breitbart eine stetig erweiterte Sammlung zu den Vorwürfen haben, und die Debatte gegen Hollywood von den gegenüber liegenden Rändern des politischen Spektrums gemeinsam anheizen. Ich weiss, es ist verpönt, Breitbart zu lesen und Alt-Right-Aktivisten zu folgen. Aber diese Leute haben eine gewisse Durststrecke hinter sich. Breitbart hat viele Werbekunden verloren, Alt-Right machte sich mit Verschwörungstheorien zur Pädophilie in einer Pizzeria und dem Naziaufmarsch in Charlottesville unmöglich. Die Szene war auf dem absteigenden Ast, Buzzfeed wartete mit einem Kassiber an interner Kommunikation von Breitbart auf.

Und nun kommt dieses Gottesgeschenk für diese Szene, die hier nur gewinnen kann. Mit jedem Vorwurf, mit jeder Anschuldigung wird genau jenes liberale Küstenamerika vorgeführt, das dazwischen in seiner angeblich arroganten Haltung so gehasst wird. Die Kultureliten, die alle geschlossen hinter Clinton standen, sind bei dieser Darstellung schlimmer, zynischer und korrupter als Trumps Lager . Neben dem egomanen Weinstein, den Feministinnen vorführen, ist Trump moralisch gar nicht so schlimm. Und je weiter die Kreise sind, die der Skandal zieht, desto euphorischer werden die Kommentare bei Fox und Breitbart. Das liberale Amerika misst seine Protagonisten an schärfsten Kriterien und erlaubt keine Revision. Trumps Lager muss nur zuschauen, wie CNN fordert, dass sich endlich auch Clinton und Obama öffentlich – und natürlich im Sinne des Schuldspruchs – von Weinstein distanzieren. Was sie bislang, abgesehen von kurzen Statements, nicht getan haben.

Das ist für Trump eine herrliche Gelegenheit. Ausgerechnet Clinton, die die Frauenrechte in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes stellte und sich mit Feministinnen aller Art zeigte, und die als Hoffnung für ein weibliches und besseres Amerika galt – diese Clinton bekommt bei Veranstaltungen den Mund nicht auf, wenn so ein Fall in ihrem eigenen Umfeld passiert. Es kann bei seinen Anhängern als der Beleg für Trumps Wahlkampf gegen “crooked Hilary” gelten, der man nicht trauen kann, und die als Teil des Establishments – oder des Swamps – nie auf die Idee käme, gegen ihre eigenen Verbündeten und Interessen vorzugehen. Clinton könnte hier mit einer harschen Reaktion beweisen, wie ernst es ihr mit den Versprechungen im Wahlkampf ist. Hier wäre ein Fall, in dem sie den Stab brechen könnte. CNN würde das gern vermelden und liefert die Demokraten ans Messer. Es kommt nichts. Clinton und Obama, der betonte, eine von fünf Frauen an den Colleges werde Opfer sexueller Gewalt – vermeiden öffentliche Einlassungen.

Völlig zurecht übrigens, wenn man das alte System von Schuld und Nachweis anwenden würde. In einem System der massvollen Betrachtung wäre der Rückzug auf das Beschweigen kein Akt der Feigheit oder des Verrats an den eigenen Idealen, sondern ein Zeichen des Respekts vor der Wahrheitsfindung. Aber wir haben alle Internet und eine gut eingefahrene Empörungsindustrie, und Weinstein ist schon am Ende: In dieser Neuinszenierung der chinesischen Kulturrevolution muss nur noch der Parteichef zeigen, dass er sofort bereit ist, seinen alten Freund hinzurichten. Freundschaft, Verdienst und Zuneigung – ist es nicht denkbar, dass Weinstein neben ein den mutmasslichen Vergehen auch ein netter Kerl ist, den man aus einer subjektiven Betrachtung heraus mögen kann? – gelten nichts mehr. In diesem liberalen Amerika kann jeder der nächste sein. Rücksichten gibt es keine, dafür jede Menge neue Beschuldigungen gegen Abweichler von der reinen Lehre. Angesichts des Umstandes, dass die realen Bedingungen in Hollywood keinem feministischen Streichelzoo entsprechen, kann das noch lange dauern, und viele werden sich noch in Selbstkritik von anderen öffentlich distanzieren müssen.

Wie so ein moralisch fragwürdiges und skandalerschüttertes Lager dann den Amerikaner erzählen will, sie hätten eine bessere Alternative zum unmoralischen Trump, und man sollte doch zu ihnen rüber kommen, wo es doch so menschlich und liebevoll zugeht, so offen und rein und frei von allem Bösen – nun, das wird sicher eine gewisse Herausforderung, kaum kleiner als der Skandal um die Nominierung Clintons durch die Partei, die Bernie Sanders mit schmutzigen Methoden verhindern wollte. Trump hat fraglos seine Fehler, aber seine Wähler empfinden das als kantig, authentisch und kraftvoll. Sie mögen es, wenn er dem republikanischen Establishment Druck macht. Die Gegenseite ist dabei, das ohnehin schon nach den Wahlen beschädigte Ansehen der Medien und Kulturbranche weiter zu ruinieren. Jezebel erkennt das Problem sogar, macht aber einfach weiter, auch wenn die Demokraten dabei frontal angegriffen werden. Aktivistinnen dieser Sorte kümmern sich nicht um langfristige strategische Ziele, sondern um maximalen Schaden für jeden, den sie für einen Gegner halten. Das Lager der Trumpgegner zerfällt in moralischen Tugendterror und genüsslich inszenierte Autodafes, während die Anhänger Trumps noch eine Dose Bier aufmachen und Magazin der AR-15 verballern, und ihre Frauen am Grill stehen, Fleischbrocken braten und dem Radioprediger zuhören.

Noch 7 Jahre.

Mindestens.

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539 Lesermeinungen

  1. Trump
    Lieber Don,

    ihre Trumpbeurteilung teile ich nicht – ja, er ist unangelsaechsisch unhoeflich-direkt (deutsche Gene?), vulgaer, auch nicht immer „smart“, aber er ist nicht dumm, spricht die Probleme aus, und hat die richtige Agenda.

    Die amerikanische „liberal“-linke Champagnerelite ist tatsaechlich so dumm, arrogant und heuchlerisch wie ihre Artgenossen in Europa. Weinstein ist da nur einer von vielen. Das einzig bemerkenswerte am Weinsteinfall ist, dass er ein wichtiger Spendensammler/Financier der Demokraten ist, die meinten, nachdem Bill Clinton/Lewinsky fast vergessen ist, sie koennten alle sexuellen Uebergriffe, on or off campus, den jungen oder alten, aber jeden Fall weissen Maenners anhaengen.

    Tja, wer im Glasshaus sitzt..
    Cheers,
    Der Onkel

    • Verzeihen Sie meine Wertunmg, das war ein rhetorischer Trick. um sie dann zu Weinstein weiter zu schieben – einfach, weil die beiden Männer durchaus etwas gemein haben. Ich sehe da enorm viel mit Bauchgrimmen, aber wer es anders beurteilt, hat sicher auch gute Gründe.

    • Trump
      Trump ist vor allem eines: ein Angriff auf das ästhetische Empfinden der Champagnerelite: Er spricht komisch, seine Anzüge sitzen schlecht, diese Frisur! Kurz: er kommt rüber wie ein Bauer. Sonst hätten sie wohl kaum ein Problem mit ihm.

      Inhaltlich jedenfalls, da ist er ja weitaus linker und näher an Obama als man so angenommen hätte. Dem Don geht es da sicher ähnlich.

    • But they will never love us, for we have too much audacity!
      Jesus, gibt es irgendeinen Amerikaner, dessen Anzüge und Frisur nicht schlecht sitzen?
      Nope.
      Trump ist typisch amerikanisch und deswegen ist er gewählt wurde. In ihm hat die Nation zu sich selbst gefunden.

      Das haben die Europäer nur noch nicht verstanden.

    • Trump - man sollte sich ihn einfach mal während einer Rede anschauen
      oder auch irgendwo anders, in einer längeren Filmsequenz. So wäre z.B. seine lange, frei gehaltene Rede vor der UN gutes Anschauungsmaterial – mitsamt des Textes, der uns ja auch nur hinsichtlich der Drohung Richtung Koreas weitergegeben wurde.
      Und sich dann überlegen, weshalb man ein so schräges Bild von ihm im Kopf hat.
      Bilder und Ausschnitte, die ihn bei uns in den MSM zeigen, zeigen ihn gleich geschaltet so, wie, wer auch immer will, wir ihn in den Kopf bekommen sollen.
      Vielleicht ist es Zeit, sich mal über andere Kanäle zu informieren. Direkt ginge das bei https://www.whitehouse.gov/

    • Das kann man so sehen, ich bin halt nicht wirklich angetan, um es vorsichtig zu sagen.

    • Er zeigt oftmals jetzt ne Raute vorm Kamin - ist mir früher nicht aufgefallen.
      Woher er das wohl hat?

    • Werter Don, Sie machen den Fehler, Politiker nach deren Habitus zu beurteilen.
      Deshalb sind Sie, wie die meisten Wähler, berechenbar. Und deshalb ändert sich nichts. Selbst in Ihrem Wahlprotest sind sie eine sichere Bank für Merkel und co. Sie sind eben durch und durch bürgerlich. Da hilft auch all Ihr kokettieren mit nicht bürgerlichen Parteien nichts. Sie würden niemals die Linken oder die Piraten wählen, wenn Sie ernstlich damit rechnen müssten, die bekämen eine Mehrheit.

      Die neurotischen Merkels, Clintons und Obamas stürzen die Welt ins Chaos, aber nicht Leute wie Trump. Das deutsche Bürgertum hat oft genug bewiesen, wohin uns seine Feigheit führt.

    • Ich bin eigentlich immer in der Opposition, ausser 2 mal Schröder habe ich nie jemanden gewählt, der danach in der Regierung sass. Ich bin das also gewohnt.

    • Don Alphonso sagt: 12. Oktober 2017 um 10:37 Uhr
      Sie können sich gern selbst belügen. Für das persönliche Wohlergehen ist das ja oft auch notwendig. Tatsache ist jedenfalls, dass Sie meinen, sich vornehm herauszuhalten und sich nicht mit dem Pack gemein zu machen. Sie machen Ihre Entscheidung tatsächlich von der B-Note abhängig, so wie einer der infantilen Moralisten, der nebenan als Begründung für sein Nichtwählen der AfD angegeben hat, ihm gefalle deren Stil nicht, obwohl sie doch entscheidende Probleme ansprächen. Die Wahl Ihrer 0,4%-Partei ist nichts anderes als die Zustimmung für ein Weiter-so. Wenn Sie mit den Verhältnissen in Deutschland nicht einverstanden sind, haben Sie sich mit der Ausrede „Stilfragen“ nur aus der Verantwortung gestohlen. Sie können nicht anführen, Sie hätten sich herausgehalten und Merkel nicht gewählt. Für grobe Arbeiten sind Balletttänzer nicht geeignet.

    • Zu Kommentar zu: Don Alphonso sagt: 12. Oktober 2017 um 10:37 Uhr
      Name vergessen.


    • Ich weiß, man sollte das eigentlich beschweigen, aber:
      ausser 2 mal Schröder
      bei mir wars nur 1x, da ich ja als Wechselwähler immer gucke, was so am Start ist. Beim 2. mal habe ich meist schon Bedenken.
      Aber damit, daß Schröder nun Nordstream II bauen läßt, bin ich völlig einverstanden.

  2. Aus der neuen Welt
    Werter Don

    Der Artikel hat sicher nicht nur einen gewissen Unterhaltungswert. Ich verstehe ihn auch als Mahnung, sich nicht von sektiererischen Strömungen tragen zu lassen. Dies nützt nur dem politischen Gegner, der so umso leichteres Spiel haben wird.

    • In diesem Fall ist es der Amoklauf einer kleinen, radikalen Gruppe gegen die eigenen Partner. Klar kann man Weinstein ablehnen, aber alles weitere muss dann eben auch belegt werden. Nur Verdacht äussern ist billig.

    • @ Don Alphonso, Amoklauf der kleinen radikalen... Femis
      Die Femifaschos haben keine Partner, nur aktuelle Feinde und Feinde von morgen.

    • @ Oliver Gerd Wormer: Aus China
      Die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) frisst die Grille, nicht wissend, das die Goldamsel hinter ihr her ist.
      Auch kommt es gelegentlich vor, dass das Weibchen von Mantis religiosa vor, während oder nach der Paarung das Männchen auffrisst.


    • Dies nützt nur dem politischen Gegner
      Achgottachgott. Der politische Gegner. Wenns weiter nichts gibt.
      Wir haben in D eine Zersplitterung auf 6 Parteien, und 1 ist gegen Masseneinwanderung, und das ist auch schon alles.

    • Zeigen Sie mir bei den 4 einwanderungsfreundlichen mal die gravierenden Untershciede.

  3. Die gute alte Unschuldsvermutung
    Die beiden letzten Zeilen sind in ihrer Wortkargheit nicht zu toppen. Genial!
    Danke auch für die Erinnerung an die Unschuldsvermutung.
    James Corbett hat mich mit schrecklichen Vorurteilen beladen:
    https://www.corbettreport.com/google-hillary-clinton-rape/
    Da passt Weinstein (allzu) gut ins Bild. Nur die Unschuldsvermutung und ein sauberer Prozess könnten helfen. Immer unbequem, und genau deshalb richtig.

    • Ja, das finde ich auch. Jeder Mensch verdient einen fairen Prozess und unbefangen gehört zu werden. Danach kann man sich ja immer noch aufregen. Man versäumt nichts und macht weniger Fehler.

  4. Nicht auszudenken!
    Man möge sich mal ausmalen,
    was hier bei uns los wäre, wenn
    – nur zum Beispiel – unser Günther Jauch mit derartigen
    Vorwürfen konfrontiert wäre.
    Da würden doch die Femi- und Gendertröten aber mal richtig
    loslegen….

    • Die lecken noch ihre Gina-Lisa-Wunden.

    • kachelmann
      unser Kachelmann wurde wegen solcher Vorwuerfe verhaftet und Monate weggesperrt. Das Team fieseFriede und Burda hat die Kettenschwarzer auf ihn losgelassen und allen Verleumderinnen eine Buehne geboten.
      Mir kam es vor, als ob Obamas Title IX auch in Deutschland jede Rechtspraxis trumpfte.

      Die Femi- und Gendertroeten drehte frei und legte richtig los.

      Ins Fernsehen darf er heute mal als Studiogast. Sonst wurde sein wirtschaftlicher Ruin gerne in Kauf genommen.

      OT etwas Werbung: die App ist prima und das Kurzwetter erfrischend schlicht gehalten. Unwetterwarnmails (noch) kostenlos fuer Sturm, Hagel, Blitz, Frost.

    • Keine Sorge, das wird nicht passieren,
      solange einst sehr kinderfreundliche Politikprominenz Kollateralschaden werden könnte. Da wirkt (noch) die mediale Omerta.

    • Always resort to your native tongue in times of anger. And in times of ecstasy.
      Jesus, jetzt wird hier Hollywood mit dem deutschen Wetterbericht verglichen.
      Bitte, nicht alles auf Sex reduzieren, auch mal das Ambiente und den Glamour und so beachten. Wir sind hier im Kulturblock….danke!

    • Nicht auszudenken?
      Da braucht man keine Vorstellungskraft. Die üblichen grimmebepreisten Schreihälse legen schon los.

  5. Wenn die Wellt allerdings Glück hat...
    … geht er vorher den Weg alles Irdischen…
    Beängstigender allerdings finde ich den Gedanken, dass ja irgendwann, wie braunes Zuckerwasser, Pappbrötchen mit Fleischpflanzerl und aus beidem resultierender Fettsucht, auch dieses Beispiel des Extremismus von Scheinheiligkeit und Doppelmoral über den großen Teich schwappen und hier seine Anhänger finden wird.

    • So einfach macht es das Schicksal nicht.

    • Ist längst passiert
      die medialen Hilfstruppen rüsten schon lange auf, das Outsourcen der Blogwarte an die Privatwirtschaft war da eine große Hilfe.

    • Ihr Wort in Gottes Hörgerät, Käpt’n...
      Wir kriegen doch immer das Siffwetter aus denn Westen nach ein paar Jahren ab. Triggerwarnings sind schon hier, „akademische“ Bilderstürme sind in GB an der Tagesprdnung, daletzt hats immerhin ein mittelmäßiges Gedicht an einer deutschen Multikulti-Fassade erwischt, weil religiöse..äh..tugendideologische „Gefühle“ verletzt wurden…

  6. Frauen am Grill?
    Also bitte, lieber Don.

    Sie sollten sich mit solch unüberlegt hingeschriebenen Mutmaßungen nicht als Unkenner der Materie entlarven.

    Grillen ist und bleibt eine ernsthafte Männersache, ob nun in Thüringen oder in redneck county! Die werte Gemahlin wird gerne zu ebenso wichtigen Tätigkeiten wie dem Anrichten des Salates und dem Nachschub an gekühlten Getränken empowered, Respekt und Anstand gebieten dort allerdings immer noch, sie von einem gefährlichem Platz wie dem Grill mit all seiner Verbrennungsgefahr und Rußpartikelbelastung fernzuhalten.

    Die Gefahr, dass das Rindersteak aus der Region auf dem Rost über einen etwas ausgeuferten Smalltalk mit der Nachbarin zu durch geraten könnte mag sicher ebenfalls gegeben sein, ist hier aber sicher in den wenigsten Fällen entscheidungsmaßgebend.

    • Woher soll ich das wissen? Ich bin waffenablehnender, linker, liberaler, sexuell ungebundener Vegetarier!

    • @ Don
      … und ich, ein (Jagd)Waffen schätzender, rechtsliberaler, nicht abstinenter, sexuell ungebundener Carnivore, lese Ihre Beiträge regelmäßig, weil ich am alten Institut der Unschuldsvermutung festhalte vermutlich … selbst in Ihrem Fall -;

      Schönster Herbsttag hier im Fünfseenland übrigens, klare Luft, raus mit dem Rad, 1 x rund um den Würmsee, hoch nach Andechs und dann auf krummen Pfaden heim durch die Wälder und Sümpfe. Herrlich, dieses unmoralische Lotterleben.

    • Quatsch
      Das Argument mit dem unbedingten Willen der Männer zur Lufthoheit über den Grill wird zwar immer angeführt, ist aber auch nur in teilen richtig.

      Denn wenn frau ehrlich ist, dann ist sie in der Regel ganz froh, nicht im Grilldampf zu stehen zu müssen und mitsamt der Garderobe nach Rauch und Grillgut zu riechen. Und bestärkt in der Regel den Mann in seinem Tun, u.a. um ihm das Gefühl zu geben, ein wenig Herr im Haus zu sein. Es handelt sich also um ein klassische win/win Situation.

    • Gentlemen oder so
      Ich habe in den U. S. & A. in republikanischen Kreisen noch nie eine Frau am Grill gesehen. Nicht das die Anwesenden Damen das nicht gekonnt hätten, aber das ist dreckige und heiße Arbeit und mann würde ihr das keinesfalls antun; so ist es Teil des dortigen Selbstverständnisses bzw. der allgemein als angenehm empfundenen Arbeitsteilung. Die können in solchen Fragen bis zum hölzernen traditionell sein – wozu Trumps verbale Entgleisungen überhauptnicht passen, diese eher zu rednecks, wobei ich insoweit eher vermute und wenig Erfahrungen zu haben zugestehen muss.

    • Don,
      bei all Ihren Untugenden (s. waffenablehnend) ist es mir ein Rätsel, wie Sie immer diese hervorragenden Artikel schreiben und ein nahezu unzensiertes Kommentarfeld (ist fast das Gleiche wie Waffen für unbescholtene Bürger) unter Kontrolle behalten können.

      Irgendwas stimmt da nicht: ;-)

    • Ja, genau so ist es.
      Er brät draußen auf der Terrasse das Fleisch des Rotwildes, dass er selbst zur Strecke gebracht und zerlegt hat, während sie drinnen in der Küche die Salate und das Gemüse zubereitet.

      Einen Fernsehprediger benötigt er nicht, seiner Familie predigt selbst, hier ist sein Wort Gottes Gebot.

      Und wenn er am nächsten Morgen zufrieden einen Ehrenplatz für das Gehörn des Zwölfenders sucht, den er im Forst erlegt, das dort hängen wird als Symbol seiner Manneskraft, ist er sich dessen bewusst, dass es schon seit Menschengedenken so seine Ordnung hat. Vermutlich war es schon so, als der Mensch in der Altsteinzeit aus Afrika auszog, um der Welt zu gebieten.

      Schon die Schimpansen kennen die Sitte, dass Männer bei Frauen erjagtes Fleisch gegen erotische Aufmerksamkeit eintauschen. Im Grunde lebt dieser Brauch noch in unseren neuzeitlichen Grillvergnügen fort.

    • @ Gewürztraminer
      „Schon die Schimpansen kennen die Sitte, dass Männer bei Frauen erjagtes Fleisch gegen erotische Aufmerksamkeit eintauschen“

      In welchem Clan wurden Sie denn sozialisiert?!

      Tatsächlich gilt doch, dass Frauen bei Männern gekonnt zubereitete Beute, egal ob fleischlich oder vegetarisch, gegen erotische Aufmerksamkeit eintauschen, gern auch in Begleitung von Termeno Aromatico, selbstverständlich. Wäre ja noch schöner …
      Musste einfach mal gesagt sein.

    • Welcher Mann lässt eine Frau an den Grill?
      Das geht doch gar nicht!
      Fleisch kaufen und grillen muss der Mann machen wenn’s schmecken soll

    • Thüringen grillt anders
      @Georg:

      In Thüringen dürfen auch Frauen mal an den Grill, nur die Grillschürze dürfen sie nicht benutzen:
      https://www.youtube.com/watch?v=wLX4NYrW1bI

    • Ja. Das bestreitet ja niemand. Man sollte über die Fälle reden und sich Gewissheit verschaffen. Aber der Exzess ist die linke und rechte Call-Out-Culture gegen alle, die nicht mitschreien.

  7. Jaha
    keine so schönen Bilder, keine Räder, dafür: einige Fakten und ein Resumee, das man sich auf die Stirn tätowieren lassen kann. Zumindest mit Henna.

    Wie es läuft weiß jeder, der irgendjemanden aus der Branche kennt.
    Das eigentlich Lustige ist ja, dass die ganzen Weiber so lange stillhielten, bis sie in Wadlbeißermanier einem schon Angeschlagenen von hinten noch einen Biss ins Gemächt mitgeben konnten.

    Immer gut, immer erst mit erdrückender Mehrheit kampfbereit, immer mit dem Strom.

    • Ich frage mich schon, wie man in so einer Szene eine derartige Kultur des Beherrschung durchsetzen will. Das geht noch nicht mal beim Stadttheater, in keinem Orchester, und es ist nicht mal einseitig oder hetero.

    • Ja ds Studium der Weiber ist schwer und
      so ganz anders geht’s an den den hiesigen Theatern auch nicht zu. Da gibt’s schon einige Sängerinnen, die sich hoch geschlafen haben sollen. Bei homosexuellen Regisseuren und Intendanten gilt es halt anders rum. Vorsprechen- und singen ist da oft nur die erste Hürde.
      Und wenn der Orchestervorstand zum Probespiel einlädt, hilft ein gutes Portrait-Foto allemal.

      Und mache Frauen geben durch die Blume auch unumwunden zu, ihr „Waffen“ erfolgreich einzusetzen. Das ist branchenübergreifend nicht unüblich.

    • @ Don Alphonso, in so einer Szene eine derartige Kultur der Beherrschung
      Es gibt eben sehr viele junge Damen die gerne berühmte Schauspielerinnen werden. Einige vergrößern ihre Chancen mit sexuellen Gefälligkeiten, andere tun nur so als würden sie solche Gefälligkeiten anbieten. Wieder andere sind vielleicht besonders talentiert und bieten keinen Sex an und bekommen unter Umständen jahrelang keine Rolle. In einem solchen Wettbewerbsklima kann es auch eine Kultur der Beherrschung geben. Allerdings ist es in den letzten Jahren für in der Branche mächtige Männer schwieriger geworden die künftigen möglichen Schauspielerinnen gefügig zu machen. Das ist tatsächlich einer der wenigen Vorteile der radikalen Femiwelle. Ärgerlich ist dabei vor allem, dass die Unschuldsvermutung in der Öffentlichkeit als erstes über den Jordan geht. Weinstein bekommt das jetzt zu spüren. Mein Bauchgefühl sagt zwar auch, dass Weinstein vermutlich wenigstens der sexuellen Nötigung schuldig ist, ich bin aber dennoch dafür, dass wir alle unser Bauchgefühl ignorieren und einfach ein Gericht seine Arbeit machen lassen.

    • Gerichte helfen wegen Verjährung oder mangels Straftat (bislang?) kaum weiter, aber eine sorgfältige Prüfung wäre schon schön.

    • Probespiele
      Ich bitte Sie!

      Anonymisierte Bewerbungen nehmen stetig auch in der offentlich geförderten Kunst zu.
      Die erste Runde eines Probespiels findet aus guten Gründen hinter einem Vorhang statt.
      Der Einfluss des Chefdirigenten oder des Intendanten ist in Berufsorchestern bei Probespielen erstaunlich gering.
      In allen Jahren, die ich mir Probespiele anhören durfte, kam nicht einmal das Argument der Schönheit / der sexuellen Reizbarkeit.

      Falls es eine in irgendeiner Weise sexistisch motivierte Selektion der Bewerbungen gäbe, wäre sie im selben Maß bei jedem anderen Personaler in jedem anderen Unternehmen dieser Welt zu finden, denn: Der Mensch is a Viech.

      And last but not least: Bei einer Frauenquote von 40% im Orchester (wobei dieser Anteil stetig aufgrund der vermehrt weiblichen Studentenschaft vor allem in den Streich- und Holzblasinstrumenten steigt) würden über kurz oder lang vermehrt die *Männer* aufgrund ihrer sexuellen Ausstrahlung bevorzugt werden. Und das kann laut Feminazismus ja gar niemals nicht möglich sein.

      (Quelle für die Frauenquote: I hob oafach moi nachgrechnet in meim Haufa.)

    • Der heterosexuelle, weisse Mann ist langsam, aber sicher auf dem Weg zur Minderheit im Kulturbetrieb.

    • @Nahuatl: Immer erst mit erdrückender Mehrheit kampfbereit, immer mit dem Strom.
      Ein dreifaches Horrido und Hussassa!
      Rudelverhalten genetisch determinierter Wadlbeißer/innen!

    • @ Don Alphonso, Verjährung
      Das mit der Verjährung (insbesondere die deutlich kürzeren Fristen in den USA) hatte ich nicht bedacht. Nach kurzer Recherche habe ich den Eindruck gewonnen, dass es dabei nicht nur sehr auf die genaue Tat sondern auch auf den Ort (welcher Bundesstaat) ankommt, da die Verjährungsregelungen sich teils deutlich unterscheiden. Das heisst in vielen Fällen wird es keine gerichtliche Klärung geben. Andererseits glaube ich nicht, dass Weinstein sein Verhalten irgendwann zum positiven geändert hat. Warum hätte er das tun sollen? Es müsste also einige neuere Fälle geben, die noch nicht verjährt sind. Bei diesen neueren Fällen sind dann aber vermutlich noch keine bereits berühmten Schauspielerinnen dabei. Das berühmt werden braucht ja Zeit.

    • Nun, es gibt ja inzwischen Verfahren gegen ihn.

    • @ Schönwetterschreiberling um 11:22
      also wenn der alte weiße Heteromann mit seiner angeblich toxischen Wirkung (ich finde typisch weibliche Dinge wie Jahrmarkt der Eitelkeiten, Zickenkriege, Giftmorde, etc. viel toxischer) jetzt zum Aussterben verdammt ist: wie wäre es wenn man alles wegräumt was an ihn erinnert? Hier eine (unvollständige) Liste alter weißer Männer, die irgendwas geschrieben, gemalt, gebildhauert, erfunden, etc. haben: Platon, Aristoteles, Homer, Sophokles, Heraklit, Pythagoras, Cicero, Seneca, Vergil, Tacitus, Molière, Racine, Voltaire, Baudelaire, du Bellay, Cocteau, Corneille, Chopin, Rimbaud, Anouilh, Eiffel, Manet, Cézanne, Renoir, Degas, Ravel, Debussy, Bizet, Saint Saens, Pasteur, Pascal, Daguerre, Descartes, Shakespeare, Byron, Blake, Keats, Dickens, Chaucer, Milton, Swift, Kipling, Pope, Wilde, Shaw, Dryden, Joyce, Yeats, Beckett, Locke, Hobbes, Bacon, Mill, Watt, Joule, van Gogh, Michelangelo, Dali, Rubens, Dürer, Raffael, Tizian, Da Vinci, Botticelli, Marc, Macke, Beckmann, Klee, Celan, Nolde, Busch, Dix, Goethe, Schiller, Heine, Kleist, Brentano, Hölderlin, Rilke, von Eschenbach, Werfel, Nietzsche, Benn, Hesse, George, Hebel, Arndt, Beethoven, Brahms, Bach, Strauss, Wagner, Schumann, Orff, Reger, Hindemith, Otto, Siemens, Benz, Diesel, Linde, Daimler, Gutenberg, Reis, Lilienthal, Zuse, Bosch, von Braun, von Ohain, Kepler, Helmholtz, Bunsen, van der Rohe, Gropius, Loyd-Wright, Le Corbusier, Hemingway, Williams, Faulkner, Albee, Asimov, Strindberg, Bukowski, und, und, und, und, …

      Allein diese Liste komplettieren zu wollen wäre wahrscheinlich ein Lebenswerk (noch ohne eine einzige biografische Zeile niedergeschrieben zu haben). Bitten Sie doch mal die Weiber an einem Genderlehrstuhl das zu tun und dann eine Lise dagegen zu halten mit Frauen, nicht-weißen, jungen, homosexuellen Männern, Transvestiten, etc.

      Man stelle sich die menschliche Zivilisation ohne die oben genannten (die vermutlich nur den verschwindend geringen Teil einer auch nur einigermaßen kompletten Liste ausmachen) vor-selbst im Fieber dahinvegetierende und der Totalhysterie anheim gefallene Genderterroristinnen sollten wenigstens so viel Verstand haben, dass sie sich das annähernd vorstellen können. Ach ja, ein paar Namen habe ich noch vergessen: C. G. Jung, Adler, Alzheimer, Binswanger; alles berühmte Psychiater-genau das was durchgeknallte Femidunzen brauchen. Und dann noch Freud: das ist der mit der Theorie vom Penisneid, die sehr plausibel erklärt worum es bei dem ganzen Feminismus-Zirkus geht.

      Ich will hier kein Wort mehr von männlicher Resignation hören. Cowboyhut aufsetzen und dagegen halten. Irgendwann ist es mal genug mit Domestikation, Pantoffelheldentum und Schlappschwänzigkeit. Neue MÄNNER braucht das Land-und wenn die Nerds es nicht auf die Reihe kriegen muss eben die etwas ältere Generation nochmal ran.

      Aber so kann’s nicht weiter gehen!

    • @ Harry Charles
      Ich bin gänzlich Ihrer Meinung, verehrter Herr Charles.
      Mir ging es einzig um eine Klarstellung, dass Bewerberinnen im Kulturbetrieb nicht nach Körbchengröße ausgewählt werden – so arbeitsalltäglich angenehm es auch manchmal sein möge.

      Ich denke, wir können bei dieser off-topic-Diskussion einen gemeinsamen Nenner in der Behauptung finden, dass subjektiv gutes Aussehen den beruflichen Einstieg und Aufstieg unabhängig vom Geschlecht erleichtert. Sonst würde FatinLeggins nicht die anonymisierte Bewerbung hypen.

      Und um zum Thema zurückzukommen:
      Sobald es die ersten mächtigen Produzentinnen in Hollywood gibt, wird es auch die ersten Sugarboys geben, die Dank ihrer gekkohaften Zunge den Cast eines Blockbusters für sich entscheiden. (Ich hoffe, der werte Don verzeiht mir den Zynismus im Rahmen der Netiquette.)
      Ob dies zu einem ähnlichen Aufschrei führen würde, wage ich zu bezweifeln.

  8. Warum merken viele Frauen erst Jahrzehnte
    später, dass sie sexuell belästigt wurden? Warum weint erst jetzt Gwyneth PALTROW, wo der Zenit ihrer Karriere erreicht ist? Und die vielen anderen: wieso haben sie dem dear Harvey nicht einfach eine Backpfeife verabreicht, sozusagen als Reflex bei erster Annäherung? Warum ist die Hysterie unter den amerikanischen Weibern so grotesk? Was wollen sie erreichen – es ist mir nicht klar. Tatsache ist, dass jede Couch Potato (oh, ich weiß, sehr diskriminierend) in Idaho oder vergleichbaren Staaten zB im Mittelwesten an die Ost- oder Westküste eilt, Geld von den Relatives zusammenbettelt, oder sich verschuldet, um mit etwas Grips im Kopf und einem High-School Abschluss ein Uni-Studium anzustreben. Mindestens 50% von ihnen, wahrscheinlich mehr, wollen dort jedoch in erster Linie einen Mann zwecks späterer Ehe kennen lernen, 1. weil die Männer zB im Mittelwesten größtenteils auf den Militärbasen in der Welt herumlungern anstatt zuhause einen anständigen Heiratsantrag zu machen, und 2. weil sie gesellschaftlichen Status wollen und natürlich Babys, damit sie wiederum berechtigt zuhause bleiben können. Die jungen Frauen, die zum Studium nicht den Mut oder Geist haben, versuchen es mit einer Schauspielkarriere, entweder bei einem trash-tv-sender oder sie gehen gleich nach Hollywood (müssten allerdings dazu ein bisschen hübsch sein). Es gibt natürlich in den USA auch Frauen, die sich selbst verwirklichen wollen und nach vollendetem Studium eine Karriere anstreben, die eine selbstbewusste Identität haben und einen Mann in die Schranken weisen, wenn er sich nicht korrekt verhält. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass US-Amerikanerinnen ab ca. 40 zu unnahbaren Zicken werden und so in einen never-ending Kreislauf geraten: Zickig >nicht gemocht >noch zickiger >noch weniger gemocht >giftig und frustriert. — Bitte, lieber Don, meinen Kommentar nicht löschen, auch wenn er feministisch nicht korrekt ist – ich weiß sehr wohl, wovon ich schreibe – kenne die USA bestens aus jahrzehntelanger Erfahrung.

    • @Renate
      “ Zickig >nicht gemocht >noch zickiger >noch weniger gemocht >giftig und frustriert“ – wirklich? Alle?

      Kenne USA und Deutschland bestens aus jahrezehntelanger Erfahrung, sicherlich nicht wahr, weder bei Euch in Germanistan noch bei uns…

      Ihr Beitrag ist weder feministisch noch sonstwie korrekt, mit dieser unbegruendeten Verallgemeinerung

    • Folklore
      Naja, manchmal ändern sich auch die Kriterien mit der Zeit. Was mir als jüngerer Frau manchmal passiert ist, würde ich heute unter sexueller Belästigung verbuchen. Damals gehörte das einfach zur Folklore und ich dachte, ich müsste das aushalten. Außerdem war man im Zweifel selbst schuld.Ich bin froh, dass sich die Zeiten geändert haben…wobei ich aber auch nicht glaube, dass solche Hexenjagden irgendwie hilfreich wären (außer für Herrn Trump).

    • @Renate Igou
      Na, wenn Sie die USA nicht begriffen haben, haben Sie wohl Ihre Bibellektion verabsäumt: Erst war Adam da, dann hat ihm Gott die Eva aus der Rippe geschnitten.

      Und deshalb gilt:

      https://www.youtube.com/watch?v=juTeHsKPWhY

      Aber das Konzept überfordert den armen Adam nunmal, deswegen heißt es am Ende auch:

      He’s lost in the world of man
      He’s lost in bitterness

      Und weil auch ein Mann nicht permanent schlecht gelaunt sein kann, ist DAS das Resultat:

      https://www.youtube.com/watch?v=AVZwejaNmbw

      Worüber sich nun die Feministinnen beklagen, die halt keinen Grund sehen, die mens world weiter anzutreiben, was ihnen eben spätestens mit 40 mal einfällt. Oder nicht.

    • ich habe noch Wichtiges vergessen zu erwähnen:
      wenn viele der Männer-suchenden US-Amerikaninnen keinen Erfolg hatten, oder der Angehimmelte wagt es, die Verbindung aufzulösen, neigen einige von den Verschmähten zu Beschuldigungen wie sexual abuse. Sie finden IMMER Gehör und einen entsprechenden Winkeladvokaten, der die Sache weiter verfolgt. — Allen Ernstes steht in vielen Arbeitsverträgen einer männlichen Kraft der Rat (besonders die Konzerne machen davon Gebrauch), dass diese (Arbeitskraft) – wenn sie mit einer Kollegin zB auf dem Flur des Firmengebäudes spricht – dieses Gespräch möglichst in Anwesenheit eines Kollegen stattfinden sollte. Ferner, ‚es ist zu vermeiden, einer Kollegin im Zweiergespräch länger als 8 Sekunden (!) unentwegt in die Augen zu schauen‘. Ich erfinde hier nichts – habe beruflich damit zu tun. — Und wenn die armen Kerle dann verheiratet sind, wird die Angelegenheit noch komplizierter. Sie werden umgarnt, damit sie in den Hafen der Ehe steuern – erst ein drittes Date mit Abendessen erlaubt einen Kuss, der gilt fast schon als Heiratsversprechen. Erscheint die Dame erst gar nicht zum dritten Date, hat der Mann wie sagt man so schön geloost. – In der Ehe sind die Männer dann oftmals Gefangene. Über die dann stattfindenden Auswüchse möchte ich mich nicht weiter auslassen. – In USA wird der Mann als grundsätzlich animalisch betrachtet und muss in die richtige Richtung gebogen werden. — Soll aber nicht heißen, dass ich nun alle Männer dieser Welt von ihren Schattenseiten – die ja auch vorhanden sind – freispreche.

    • @Renate I.
      ihre Frage ist ganz einfach ganz beantworten.
      1. Haben die erfolgreichen Schauspielerinnen genug Geld, sind auf keine Rollen unbedingt angewiesen und können sich jetzt gefahrlos im Fahrwasser der anderen outen.

      2. Hatten die erfolgreichen Schauspielerinnen früher kaum Geld und waren auf Rollen angewiesen und hielten die Klappe, weil man ihnen versprach: „Baby, aus dir mache ich einen Star!“

      3. Sagt der Hesse: „Das Wesen einer Frau und das Innere der Worscht, sind noch lang‘ nicht erforscht“, oder vornehmer mit Freud ausgedrückt: „Was will das Weib?“

    • @Renate
      Habe beide Ihrer Beiträge gelesen und wundere mich, wo Sie Ihre Erfahrungen gesammelt haben. ich lebe seit 20 Jahren permanent in USA, Ostküste, Mittlere Westen, Süden und habe auch Freunde an der Westküste und habe dort einige Zeit verbracht. Ich muss mich wohl nicht in den richtigen Kreisen aufgehalten haben. So grundsätzlich und pauschal kannten das wirklich nicht darstellen

    • Titel eingeben
      Die Giftig-Frustrierten werden wohl am Ende die „crazy cat ladies“ werden.

  9. Das ist kein Kulturkampf, sondern das Betteln der sich selbst Hassenden um den Gnadenschuss.
    So wie in Deutschland „refugees welcome“ auch nur der Versuch eines erweiterten Suizids darstellt. All die Protagonisten der herbeigesehnten neuen Gesellschaft kommen mit den von ihnen selbst geschaffenen Verhältnissen nicht mehr klar. Und die Zuwanderer, von denen sich diese Protagonisten in den USA wie auch in Europa Verstärkung erhoffen, sind, was das Gesellschafts- und Menschenbild betrifft, näher an Trump als an Clinton. Außerdem sind es vorrangig die Linksliberalen, die mangels eigenen Nachwuchses aussterben.

    Ich warte auf den Tag, an dem die Anhänger Trumps in den USA eine eigene Partei gründen, wenn die Reps ihm weiterhin die Gefolgschaft verweigern.

  10. Ich finde
    es wunderbar, dass dieses schreckliche und widerliche Verhalten endlich angesprochen und angeprangert wird. Hier kommentiert bestimmt gleich wieder einer, dass das Phänomen „Besetzungscouch“ bekannt war. Das ist ja eben der Skandal. Dass solche aggressiven Machtmenschen mit sowas durchkommen und so getan wird „als sei das ok“. Wie wenig Anstand und Kultur muss man haben, um so etwas zu sagen?

    • @Gästin
      Ich bin bereit zu Ihren Gunsten anzunehmen,
      dass Ihnen das Phänomen „Besetzungscouch“,
      nicht bekannt war.

  11. Titel eingeben
    Finde ja, dass der Fall viel Gemeinsamkeiten mit BBC Moderator Jimmy Savile aufweist. Nur dass es diesmal vor dem Tod des Täters bekannt wird.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bbc-moderator-jimmy-savile-soll-leichen-geschaendet-haben-a-977720.html

  12. Noch 7 Jahre.
    Wie denn das? Es kann doch niemand vorher wissen, ob Mr. Trump für eine zweite Amtszeit gewählt wird.
    Kann auch sein, dass er in drei Jahren abgewählt ist.

    • Wiederwahl war ja die angedrohte Folge
      Da die Demokraten sich gerade ziemlich heftig selbst ein Bein stellen und womöglich mit Kamala Harris in den Wahlkampf gegen Trump ziehen, könnte es in den USA bei den nächsten Wahlen ähnlich wie bei unserer letzen Wahl sein Amtsinhaber gegen noch größeres Elend – Amtsinhaber bleibt…

      Einziger Widerspruch zum schönen Artikel von mir: Michelle Obama wäre eine furchtbare Präsidentin, sie hat ihrem Mann beim Spalten ordentlich geholfen, und ich konnte sie schon als Flotus nicht ausstehen. Die amerikanische KGE. (Aber ich irre mich auch häufig, in den 90ern mochte ich Bill Clinton. Allerdings wäre ich froh, meine Vorurteile bezüglich M.O. nicht in der Zukunft überprüfen zu können.)

    • In meinen Augen kam michelle Obama gut rüber, und ich denke, sie hat die Qualitäten, die sie zu einer guten Präsidentin machen würden: Resolut, energisch, durchsetzungsfreudig. Man muss sie ja nicht heiraten. Aber das ist ketztlich eine Geschmacksfrage.

    • Herzlichen Glückwunsch
      Dafür gibt es den Preis der Goldenen Denkbeere

    • Michelle...
      …mit den Qualitäten, die sie zu einer guten Präsidentin machen würden…
      Nun ja, zumindestens hätte die Genderforschung endlich mal einen prominenten Rechtfertigungsgrund ;-) Über die Kinder des Traumpaars muss man allerdings drüber hinweg denken, Genderforschung und Humangenetik dürften da eher inkommensurabel sein.

  13. Zwei schnelle Anmerkungen:
    1. Ein Streichelzoo wäre Hollywood mit den behaupteten dortigen Zuständen ja durchaus – nur halt keiner nach feministischem Dogma.
    2. Im stereotypen Leben wie im letzten Absatz geschildert steht durchaus der Mann am Grill; und gart dort den Fleischklops, den er mit seinem AR-15 zuvor aus dem Wald gebolzt hat. Eine beneidenswerte Utopie.

    • Eine beneidenswerte Utopie.
      Kann man ja Wirklichkeit werden lassen. Übernächste Woche gehe ich zum ersten Mal mit auf Pirsch. Statt einer AR-15 kommt wohl eher eine M12 zum Einsatz.

  14. Michelle? Hahaha
    Nachdem auch noch Jolie und Paltrow dabei sind und seine Ehefrau die Scheidung einreicht, ist es mit der vorgeschriebenen Unschuldsvermutung nicht so weit her.
    Über Paltrow und wie W. sie angebrüllt und eingeschüchtert hat, nachdem ihr damaliger boy friend Brad Pitt ihn konfrontiert hatte, heute in „Die Welt“.

    Der eigentliche Skandal liegt u.a. im Bestechen. Die NYT recherchierte das schon 2004. Der Verdächtigte erschien persönlich im Verlag. Die Sache wurde abgebogen. Weiterhin ist skandalös, dass Vance damals nicht ermittelt hat. Man schaut hier in einen wahren Korruptionssumpf mit Hollywood als einem der Hauptakteure und Verwicklung der Demokratischen Partei. Nebenbei wurden noch einige Namen fallen gelassen, und ich möchte annehmen, dass da noch mehr kommen wird.

    Was hier sehr entscheidend sein wird, ist die Abhängigkeit. Sang sie, kriegte sie keine Rolle. Heute haben die Damen das nicht mehr nötig. Weinstein wird von dem Erfolg, den er ihnen mit verschafft hat, überrollt.

    Michelle ist nun anlässlich dieser Sache wirklich eine unglückliche Idee, denn sie war ein Herz und eine Seele mit Weinstein und ließ ihre Beauty von Tochter dort arbeiten.
    Abgesehen davon sollten diese Verwandschaftspräsidenten/Ehemänner/Ehefrauen verboten werden. Wo leben wir denn? Bei den Bourbonen?

    • Bourbonen und andere
      Das finde ich seit langem schon eine merkwürdige Tendenz: Dynastische Bestrebungen im demokratischen System. Was würde denn Frau Obama befähigen an allen anderen Bewerbern vorbei zu ziehen, ohne sich dem langwierigen Auswahlverfahren zu stellen? Daß sie mit Herrn Obama das Bett teilt? Sehr skurril. Da ist man ja direkt froh, daß Frau Merkel kinderlos und ihr Gatte ebenfalls fortgeschrittenen Alters (und Nein…. er erinnert auch nicht an Adenauer) ist. Ich denke nach Vater/Sohn Bush und dem „Billary“ hat auch der letzte erkannt, daß dies nicht das Modell der Wahl sein kann. Ansonsten…. wie wäre es denn mal mit Doris Schr.-Köpf als Kanzlerkandidatin der SPD? Oder Michelle Müntefering? Man sieht schon – sehr skurril das Ganze.

    • Was befähigt Claudia Roth, Sigmar Gabriel und Christian Söder?

    • Was befähigt Claudia Roth, Sigmar Gabriel und Christian Söder?
      Nicht mehr und nicht weniger als Michelle Obama…. aber sie waren nicht mit Barrack im Bett. Überhaupt wurde (außerhalb ihrer Parteien jedenfalls) nie ein politisches Qualitätsurteil über diese Herrschaften anhand der Verbundenheit mit ihren Lebenspartner gemacht. Aber, die Frage ist ja auch falsch. Sie müsste lauten: Wie sind C. Roth, Siegmar Gabriel und Christian Söder da hin gekommen, wo sie jetzt sind? Michelle Obama wird (egal wie fähig oder unfähig) jedoch immer von dem Ruf (ich vermeide mal das Wort „Ruhm“) ihres Ehegatten zehren. Egal, wie sie sich entwickeln oder welche Richtung sie einschlagen würde. Und damit hätte das ganze etwas dynastisches, etwas von Gottesgnadentum. Und das – finde ich – passt zu keiner Demokratie. Aber Ihnen ist ja aristokratisches Denken nicht sooo fremd (siehe Leibeigenschaft und ihre Vorteile), daher sei Ihnen lächelnd verziehen.

    • „aber sie waren nicht mit Barrack im Bett“ Ich sage es ja nur ungern, aber wenn ich diese 4… dann… also, ich wüsste… wirklich.

    • … dann… also, ich wüsste… wirklich.
      ….. jetzt hab‘ ich Kopfkino und grusele mich…..

    • Sie können ja anderen Pr0neaux googlen.

  15. Prinzipien des Jakobinertums
    Vielen Dank, Don, für diesen weiteren Blick über den Teich.

    Aus meiner Sicht hat das ganze etwas von Jakobinertum: Die eigentlichen Gegner zu bekämpfen, das scheint den Vertretern der reinen Lehre weniger wichtig zu sein als leicht divergierende Anhänger der reinen Lehre mit Stumpf und Stiel auszurotten. Das sieht man insbesondere in religiösem Zusammenhang, etwa beim Christentum (Katholiken gegen Protestanten), beim Islam (Konflikt Sunniten – Schiiten), aber auch bei der politischen Linken etwa im Verhältnis zwischen SPD und SED/Linke.

    Dass derartige Verhaltensweisen dann auch bei der quasi-religiösen Erscheinungsform des third-wave-feminism auftreten, kann dann nicht mehr groß wundern.

    Machen wir also das Popcorn heiß und rücken den Ohrensessel zurecht, wir leben in interessanten Zeiten…

    • Muffig
      Dieses Unterwäschejakobinertum, das sich hier so genüßlich
      lang und breit macht.
      Was sind das für Leute, die das brauchen?
      Die geschätzte Renate S. schweigt ob der peinlichen und nutzlosen
      Anmutung des Themas. Mir will dazu ebenfalls nichts einfallen
      und der Imam aus der Nachbarmoschee grinst wissend und süffisant.
      Golfclubgewäsch halt.

    • maciste grüßt euch
      bitte keine beleidigung gegen die jakobiner oder gar gegen die fraktion der montagnards. diese männer waren als politiker vorbildhaft und selbst den römischen republikanern würdig. das wohlstandsfeminanzentum erledigt sich mit dem nächsten kriegsgeheul.
      battle on.

  16. Die nächste Sau durch das Dorf getrieben ...
    … es ist die Ökonomie der Medien.
    Und der Mangel an Bildung bei denen, die unsere Medien am Laufen halten. über das erste Stöckchen, das hingehalten wird, darüber wird gesprungen.
    Ohne Reflektion.
    Ohne zu erinnern, was vorher gesagt wurde.

    DA ist eine erfreuliche Ausnahme. Wärmen wir uns hier am Lagerfeuer.

  17. worse than you think
    In 2015, Weinstein’s lawyer donated $10,000 to the campaign of Manhattan district attorney Cyrus Vance after he declined to file sexual assault charges against the producer. Given the number of stories that have circulated for so long, Weinstein must have spread millions around New York, Los Angeles, and Europe to pay off lawyers and buy silence, including the silence of his victims. But he had something else going for him, too. He knew his victims would be reluctant to go public because it might suggest that some of their success, their fame even, was a function of their inability to protect themselves from being humiliated by a man who set the bar for humiliating others at the precise level of his own self-loathing.
    http://www.weeklystandard.com/the-human-stain-why-the-harvey-weinstein-story-is-worse-than-you-think/article/2009995

  18. Und mitten in dem Sumpf stürzt John-John plötzlich ab
    John Kennedy, Jr. tried to blend politics and entertainment with the magazine he founded, George. His basic insight was correct; but he misunderstood something crucial. And John John misunderstood it because he was, by all accounts, a good man.

    gleiche Quelle, weeklystandard

    Und dass ein guter Mann ermordet werden kann, ist gerade in der Kennedy-Familie evident. Auch bei John-John halten manche das für möglich. Das wird natürlich mit Alu-Hut belohnt.

    • Kennedy
      Ist für mich der Urvater aller Blender. Er hat zu kurz regiert, um durchschaut worden zu sein, aber seine Erfolge sind auch überschaubar, ausser bei den Frauen, da war die Liste der heissen Verehrerinnen wohl etwas länger.
      Aber die Erbfolgen in der Politik finde ich in einer Demokratie nicht angemessen genausowenig wie Netzwerke, altmodisch Klüngel genannt.

  19. Na
    das ist doch mal ein schönes Beispiel wie Feministinnen
    in den Kunst-, Kultur- und Bildungseinrichtungen aufräumen.

    Nicht das Werk zählt, sondern die private Moral.

    Da hat es auch nichts genützt, dass ganz Hollywood
    gegen Trump aufstand, der nur ein popeliger
    Geschäftsmann ist und schon deswegen nicht zählt,
    weil er sowieso keine Moral hat.

  20. Schön und gut, wer selbst denkt, der weiß das alles schon
    Und trotzdem übernehmen die Feminanzen (mit den Verbündeten LGBTQ++ Schreihälsen) gerade Deutschland. Wie ist das nur möglich?

  21. Beruhigend
    Werter Don,

    vielen Dank für diesen ernbeuten Einblick in die Geschehnisse jenseits des großen Teichs.

    Das beruhigende daran ist wohl, daß die Fußtruppen dank der digitalen, unkontrollierbaren Medienlandschaft doch sehr viel über die Machenschaften und hidden agenda’s der Demokraten verraten.
    Problem erkannt, Problem gebannt.

    Beruhigend daran ist ebenfalls der Gedanke, daß die Dinge bisher immer mit Zeitverzögerung aus den USA über den Teich in Richtung Europa geschwappt sind. Es wird bei uns viel zu wenig über solche Dinge gesprochen. Falls schrill schreienden Schneeflöcken und Feminazis solche Diskussionen aufmachen, gerne.

  22. Zwei Narrative für ein und dasselbe Stück
    Bekanntlich gibt es in den USA nur zwei Parteien, die politisch eine Rolle spielen – die Demokraten und die Republikaner. Der Kampf um die macht wird auf allen nur denkbaren Ebenen mit einer unerbittlichen Härte ausgetragen, eine Härte und Kompromisslosigkeit, die uns hier fremd ist.

    MSNBC ist klar auf Seiten der Demokraten, während FoxNews ebenso klar die Republikaner unterstützt. Wer einmal sehen möchte, wie sogenanntes „framing“ funktioniert, der sollte sich die Berichterstattung von MSNBC und FoxNews zur Weinstein-Affäre anschauen.

    Bei MSNBC wird das feministische Narrativ verbreitet, das ungefähr folgendermassen kurz zusammen gefasst werden kann:
    Einflussreiche, mächtige Männer können sich sexuelle Übergriffe erlauben ohne dass sie zur Rechenschaft gezogen werden.

    Bei FoxNews wird auf die „heuchlerischen Hollywood-Liberals“ eingedroschen, die sich als Frauenschützer und Frauenrechtler aufspielen, aber in Tat und Wahrheit gar nichts unternehmen, wenn einer der ihren Frauen belästigt.

    Halbwahrheiten bestenfalls auf beiden Seiten. Verurteilt ist Weinstein aber auf alle Fälle. Wo sind bloss seine so zahlreichen Freunde geblieben? Ich glaube, er hatte keine.

  23. Von lila Pudeln und Tanzeinlagen
    Tja lieber Don Alphonso, ich kann ihnen nur zustimmen. Diese feministisch hartgesottenen Frauen, die nicht das geringste mit Recht für Frauen, sondern mit Männerhass, Neid und Rechthaberei zu tun haben, geht es doch überhaupt nicht um so etwas lächerliches wie Gerechtigkeit oder ähnliches. Gerechtigkeit ist von weißen heterosexuellen Männern erfunden und daher immer gegen Frauen gerichtet, das sollte man aber wissen. Deshalb sind die verbalen Prügelszenen schon richtig und gute.

    Und sogar, wenn es denn stimmt, die eigene Ehefrau Weinsteins macht mit und hat sich von ihm getrennt, wie irgendwo zu lesen war. Zwei gemeinsame Kinder bieten da keinerlei Basis mehr, um abzuwarten, was an den Vorwürfen Wahrheit ist und was Show. Weinstein sei froh, die wird sich so auch in der Ehe aufgeführt haben. Und die gute Angelie Jolie, die Übermutter, die die Welt vor den Qualen des Bösen befreien will und die ihren vielen Kindern nicht mehr erlaubt einen anwesenden Vater zu haben – na, da liegen wir doch gleich in der richtigen Welle.

    Es geht um Recht haben, nicht um Gerechtigkeit, wann begreifen das mal die Männer?

    Beim guten alten Clinton mit seiner Monika haben sie alle geschwiegen, klar, er war auch auf der demokratischen Seite. Bei Trump, der nur das aussprach, was Clinton praktizierte, ging ein Empörungsschrei aller guten Frauen durch die USA und jetzt, da die Frauen aus dem feministischen Lager merken, ihr künstliche Empörung gleitet an Trump ab wie Wasser auf einer Ölschicht, knöpfen sie sich in ihrer Vernichtungsbereitschaft halt einen Demokraten vor, irgendwer muss doch Schuld an der Misere in der Welt sein. Es sind immer nur die Männer, niemals die Frauen. So einfach ist das.

    Ja klar machen sie alle mit. Wenn die Angela dann auch der anderen Oscarpreisträgerin zustimmt, was braucht es da noch nachzudenken. Und Cloney war schon immer ein lila Pudel.

    Anfangs mochte ich Trump, heute bin ich sehr skeptisch, aber lieber ihn als eine heuchelnde Hillary oder gar, um Himmelswillen Don, als eine Frau Obama, die auch gleich twitterte wie entsetzlich diese Respektlosigkeit des Weinsteins gegenüber allen (!) Frauen sei (kleiner ging es halt nicht), diese vor Pseudomoral triefende Mamsell, die mal lieber einer anständigen Arbeit nachgehen sollte, als nur die Ex-Präseidenten-Gattin zu spielen, das Geld einzustreichen und sich bisher nur durch Tanzeinlagen bei Kinderfesten auszeichnete.

    Und übrigens, alles, wogegen diese Frauen protestieren, haben weiße heterosexuelle Männer erfunden oder erschaffen, vom Kino bis zu den Gesetzen. Und das wollen die abschaffen. Ist ja auch einfacher.

    • @Tico: Und Cloney war schon immer ein lila Pudel.
      Eine ähnliche Bezeichnung ist „Fifi“.

    • Ich bin so froh, dass Sie sich doch nicht verabschiedet haben!
      Lieber Tico,
      Ihr Kommentar hat mich mal wieder sehr angesprochen. Auch bezüglich Trump geht es mir wie Ihnen, aber er war halt die einzige Alternative zu Hillary. Hoffen wir, dass das nicht noch in einem ganz hässlichen Amtsenthebungsverfahren wegen Russland-Connections endet. Dass er als New Yorker Immobilienspekulant in den 90ern nicht ohne Kontakte zur russischen Mafia war, kann ja niemand ernsthaft glauben. Kommt halt drauf an, was es war, wie lange und wer redet. Die Demokraten haben da ja auch einigen Dreck am Stecken, ähnlich dem Hollywoodthema wissen und tun es alle, nur wer angreifbar wird, wird öffentlich fertiggemacht. Im Fall von Trump und seinen Anhängern könnte das aber sehr übel werden, wenn die Vorwürfe nicht stichhaltig sind.

      Ashley Judd stößt mir im Trump-Weinstein-Gemisch besonders auf. Auf dem abstoßenden „Women’s March“ hielt sie diese bizarre „I am a nasty woman“ Rede und protestierte voller Inbrunst gegen Trump. Gegen Weinstein, der sie persönlich belästigt haben soll, hielt sie die Klappe, bis es opportun war, ihn anzuklagen. Igitt.

    • Oh, das Aspekt ist mir völlig entgangen.

    • Weiße heterosexuellle Männer haben sogar in den späten Sechzigern...
      Das Internet „erfunden“, das die moralisch echauffierenden heute wie ganz selbstverständlich als ihren Transmissionsriemen nutzen. Wenn die das wüßten mit dem ARPANET etc., entstammend aus einem Projekt des US-Verteidigungsministeriums. Igitt. Quasi aus dem Bösen an sich entsprungen.
      Denke aber sie würden weiter ihr verbales Gift verspritzen.

    • Gelegenheit?
      @Tico

      „…. die eigene Ehefrau Weinsteins macht mit und hat sich von ihm getrennt, wie irgendwo zu lesen war. Zwei gemeinsame Kinder bieten da keinerlei Basis mehr, um abzuwarten, was an den Vorwürfen Wahrheit ist und was Show…..“

      In meinem Metier nennt man das „Zugriff bei günstiger Gelegenheit“ … Ich denke sie war schon lange auf dem Sprung. Aber…. alles Spekulation, vielleicht war sie ja bis jetzt auch ein liebend zugewand treues Eheweib…….

  24. Titel eingeben
    „eine steig erweiterte Sammlung“
    = stetig

  25. Tugendterror
    ist zutreffend. Ohne abzuwarten, wie die Beweislage tatsächlich ist und ohne strategischen Aspekt. Sie haben Recht Don. Aber wo soll es auch herkommen? Wenn es um Ideologien geht und der Ball auf dem Elfmeterpunkt zu liegen scheint.
    Im Übrigen hat Trump, trotz seiner persönlichen Art, in wichtigen aktuellen Fragen der Politik richtig gehandelt. Das kommt dann noch auf die Habenseite im Hinblick auf eine Wiederwahl.

    • Gravierender
      Das kann man nicht mehr Tugendterror nennen. Das geht eher in die Richtung Erpressung von Abhängigen, und es ist gravierend. Teile seines Legal Teams sollen gekündigt haben.

  26. Titel eingeben
    Meine Angst – denn die USA sind mir schnurz -, dass diese Welle hier (noch mehr) rüberschwappt. Die deutschen Kopistinnen dieser US-Genderlautsprecher nehmen ja „sowas“ gerne & gierig auf.
    .
    Überlegung: Gäb’s dieses gehässige und so einfache (jede Deppin kann’s) Dreckwühlen auch ohne Facebook & Twitter?

  27. Titel eingeben
    Wussten Sie, dass es mehr als 50 hervorragend erforschte Cognitive Biases gibt? Wer glaubt, dass diese nicht zur Orchestrierung der Macht eingesetzt würden, glaubt eben auch, dass Feministinnen „spontan“ handeln.

  28. Michelle Obama for President?
    Don, das ist jetzt hoffentlich nicht Ihr Ernst, oder??
    Obwohl, das wäre ja Quote hoch zwei: Frau und schwarz!
    Qualifikation spielt dann keine Rolle mehr.

    • M Obama
      Keine Chance. In unserer Lebenszeit werden wir keinen nicht weissen & nicht männlichen US Präsidenten mehr sehen. Isch over.

    • @Uli49: Wenn Sie jetzt vieleicht...
      …auch nur halbwegs schlüssig darlegen könnten, wieso die Attribute schwarz und Frau im Allgemeinen und in Verbindung mit Michelle Obama im Besonderen auf eine gemäß Ihren Worten fehlende Qualifkation dieser Gruppe schließen läßt wäre ich Ihnen doch sehr dankbar, ich lerne nämlich noch immer gerne dazu.

    • @ Anton Azubi
      Genau lesen: ich habe nicht geschrieben, daß sie unqualifiziert ist, sondern, daß nach Qualifikation nicht mehr gefragt wird.
      Habe mehrere Jahre bei General Motors in USA gearbeitet, ein Equal Opportunity employer, der eine Quote bei Fauen und Schwarzen erfüllen muß. Es gab da eine schwarze Managerin, die kaum Zeit hatte, ihr Büro einzurichten, schon war sie wieder befördert. Das war atemberaubend. Ob sie ihren Job gekonnt hätte, war auf Grund der kurzen Verweilzeiten nicht herauszufinden.

    • @thomas
      Sehe ich ebenso. Was danach kommt, wird nicht schwarz sein sondern höchstens Latino ;)

    • @Uli49: Equal Opportunity employer! Gleichheit ist für alle da!
      Ich fordere „Chancengleichheit Arbeitgeber (EOE)“ für Bordelle, Strassen- und Tunnelbau, Bergbau, Erdölförderung und männliche, heterosexuelle Filmschauspieler!

    • Wenn ich Maschinen reinigen müsste – was ich schon getan habe – oder in der Altenpflege arbeiten müsste – wo ich gute einblicke habe – würde ich lieber im Schmieröl wühlen, ganz ehrlich.

  29. Titel eingeben
    Es geht doch nichts über einen ordentlichen, schmierigen Sex-Skandal mit allem, was so dazugehört. Und wenn diese Geschichte die linksbizarren Hohepriester_Innen der moralinsauren Selbstgerechtigkeit mal ein bißchen arg zerlegt, dann, ja dann habe ich da gar kein Problem mit. Es wird Zeit, daß dieser ganze selbsternannte politisch-korrekte Zirkus mal zurechtgestutzt wird. Mit dem ganzen Weibsvolk, das erst jetzt aus der Deckung kommt, da der Hirsch waidwund geschossen auf der Lichtung röchelt habe ich wenig Mitleid. Wir reden hier von Hollywood und New York, wer da an einen Filmboss der obersten Liga persönlich herankommt kann der Welt schwerlich vormachen, ein naives, unschuld’ges Hascherl aus Hillbilly Hamlet zu sein, das von den unfeinen Seiten des allseits bekannten Spiels noch nie was gehört hat und sich nicht wehren konnte.

    Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung, und also sollen diejenigen sich mit derlei Dingen befassen, die qua Gesetz dazu berufen sind. Ein fast schon vergessenes Prinzip in dem ganzen medialen Gekreische.

    Und wenn das Gezeter dann noch Daddy nutzt ist das doch schön. Ich bin da ganz bei Milo.

    Zuletzt: Man las in den 80ern „Hollywood Babylon“, und man kannte die Story von der Leander, den Ölsardinen und Goebbels. Und hatte keinerlei Illusionen mehr über den Glanz der Filmkunst. Alles Memmen heutzutage!

  30. Ich glaube
    Frau Obama wäre eine äußerst suboptimale Kandidatin http://www.washingtontimes.com/news/2017/oct/4/michelle-obama-laments-lack-diversity-all-men-all-/
    In der Zwischenzeit haben SJWs/Feministen die US Comicbranche an den Abgrund gebracht, Weinstein hat extrem viele „Mittäter“. Die Menge an männlichen Feministen/SJWs die wegen Sexualstraftaten und Gewalttaten verurteilt wurden ist gigantisch. Ähnliches ist ja letztens auch Joss Whedon passiert, der als „sexual predator“ von den SJWs zerfleischt wurde. Da half auch keine halbe Million Wahlkampfhilfe für die kriegstreiberische Soziopathin.
    Dass rechte Outlets hierbei schadenfroh mit draufhauen war dann auch vorhersehbar und zum großen Teil verständlich.

    • suboptimal
      „….. Frau Obama wäre eine äußerst suboptimale Kandidatin…. “

      Sehr treffend beurteilt. Träte sie unter ihrem Geburtsnamen an, würde kein Hahn nach ihr krähen. Ambitioniert, intelligent…. aber Durchschnitt halt… Da spielen nicht mal Hautfarbe oder Geschlecht eine Rolle. Nein, nein… hier blendet nur der „erheiratete“ Nachname. Da braucht es ganz andere „Skills“ um in dem Haifischbecken zu überleben. Da erliegt auch der Hausherr hier seiner Faszination für ihren Gatten.

  31. Was dem Empörungsfeminismus fehlt...
    … ist die praktische Intelligenz und der Wille zur Macht. Linke Politik war früher einfallsreicher und integrierender. Partikularinteressen und die Interessen von Minderheiten ergeben nun einmal kein in sich stimmiges Ganzes.

    Als Ex-Linker, der mit Sigmar Gabriel viele Tage seines jungen Lebens im Falkenheim an der Asse und in Falkencamps vergeudet hat, erlaube ich mir dies diagnostizieren zu können.

  32. Ein Hollywoodproduzent benutzt seine Macht für Sexerpressung ist ein Skandal?
    Seltsam, mit dem Vorurteil/Wissen bin ich aufgewachsen, vor 30 bis 40 Jahren … Und – Ladies bitte weghören – warum sind eigentlich alle die technisch bereits erwachsenen Frauen bei einer von Weinsteins Attacken nicht einfach aufgestanden, haben ihm ne Klatsche oder nen Tritt in die Eier verpasst und sich einen besseren Produzenten oder einen anderen Job gesucht, bitte?

    Unabhängig davon ist Trumps politischer Erfolg in den USA inzwischen fast unabhängig von dem, was er oder seine Gegner tun. Nach meinem Eindruck hasst etwa die Hälfte der US-Bevölkerung etwa die andere Hälfte so intensiv, dass irgendetwas Rationales nicht mehr durchdringt. Und die Trump-Hälfte unter den Wählern hasst schlicht das gesamte Medien- und Politestablishment und wird hinter Trump stehen, solange der weiterhin als Aussenseiter wahrgenommen wird. Wofür seine Tweets und die hysterischen Reaktionen seiner Feinde weiterhin sorgen werden.

    In Europa trifft das übrigens in der Form nicht zu. Spätestens das krachende Scheitern des Front National in Frankreich beweist, dass – noch – die Bevölkerungen Westeuropas zumindest nicht an der 50% Linie gespalten sind. Was auch an der – im direkten Vergleich – Mässigung der kulturellen Linksradikalen liegt, eine Anne Wizorek ist keine Linda Sarsour, eine Theresa Bücker keine Jessica Valenti. Hoffen wir, dass es dabei bleibt. An Leuten, die ein erkennbares Interesse an einer Vertiefung der Gräben und einer Verbreiterung der jeweils nicht mehr gesprächsbereiten Bevölkerungsbasis haben, fehlt es nämlich nicht. Auf beiden Seiten des Grabens.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Einspruch
      Mit Verlaub, aber weder der FN noch Mélenchon sind „krachend gescheitert“. Es war etwa geviertelt, und Macron, der ein paar Stimmen von Fillon mit nach Hause nehmen konnte, lag knapp vorn.
      Die Medien reden nur noch über Macron, das bedeutet nicht, dass es die anderen nicht mehr gibt.

    • Titel eingeben
      Habe weder Beiträge von rinks noch von lechts gelesen. Hat da etwa irgendjemand behauptet, die Info mit der Casting Couch komme überraschend?

      Kenne zwei (beide Geschlechter), die sich aus exakt dem Grund aus dem Beruf verabschiedet haben (Stadttheater-Ebene, 3,5 Jahrzehnte Abstand).

      Es grüßt
      panna Kraweel

    • Nach meiner bescheidenen Meinung sollte es nur ein Kriterium geben: Leistung. Es will mir auch nicht in den Kopf, wie man solche Sexgeschichten irgendwie wollen kann, ausser man will seine Machtposition zeigen (und das ist nochmal widerlicher). Das führt nur zu Problemen und eigentlich weiss das doch jeder.

    • Sie werden sich noch wundern, Herr Haupts, zu was die links-grünen Genderistinnen fähig sind,
      wenn die merken, dass sich ihre Zeit dem Ende zuneigt. Die Zeit, wo alles mit materiellen Wohltaten zugekleistert werden kann, ist in weiten Teilen Europas längst vorbei. Auch die bundesdeutsche Konsensgesellschaft stößt gerade an ihre Grenzen. Am Ende geht es immer nur um die Verteilung von Ressourcen.

    • Wenn es nur um die Verteilung von Resourcen geht,
      haben wir jedenfalls noch Platz nach oben, nur keinen unbegrenzten. Auch in Deutschland wurde schon mal heftiger umverteilt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Mir scheint, Herr Haupts, sie leben nicht in der Gegenwart.
      Bei Wohnraum in den Ballungszentren haben wir garantiert keinen Platz mehr nach oben. Die Zugfestigkeit einer Kette ist immer vom schwächsten Glied abhängig. Und schwarze Schwäne tarnen sich die meiste Zeit mit weißen Federn.

  33. Ich vergesse gewiss nicht den Marshall-Plan,
    aber genau aus diesen Gründen, die Ihr Blog hier völlig zu recht und schonungslos offenlegt, werter Don, habe ich fertig mit LA-LA-LAND, den TV-Predigern, der Doppelmoral, den Lügen, dem gegenseitigen Angrinsen und Aushorchen dem abendlichen Smalltalk, dieser arroganten Künstlichkeit, den gottesdienstähnlich inszenierten Kick-off-Meetings/Produktpräsentationen, der brutalstmöglichen Durchökonomisierung aller Lebensbereiche, den unsocial Media und den influencern – kurz: Dem ganzen „American-Way-of-Life“, der in Europa seit dem Zusammenbruch des Ostblocks als der Way-of-Life der Sieger wahrgenommen und von uns anstands- und kritiklos übernommen wurde und der dazu führte, dass wir heute von Datenkraken kontrollierte Kunden statt freie Bürger sind. Wir haben es nicht besser verdient. Und künftige Generationen werden gar nicht erst erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein.

  34. Alex Trimboli
    Wer „Weinstein et all“ schreibt, ist unterirdisch blöde.
    .
    Passt.

  35. Sowas wie Femiemanzen ist hier völlig verfehlt, Kubrick's subject
    Meryl Streep gab an, sie habe er immer respektiert. Nun ist das so mit Mary Louise Streep: Sie ist älter als Harvey und fällt nicht in sein Beuteschema. Außerdem ist sie eine der wenigen brillant ausgebildeten Schauspielerinnen (Master in Drama, Yale) in Hollywood. Das macht Selbstbewusstsein und einen Marktwert. Sie ist die Kategorie Katherine Hepburn.

    Ich stelle mir das so vor dort drüben: Die jungen Damen kommen hochnervös dorthin. Die einzige Errungenschaft in ihrem Leben ist meistens perfektes Styling bei gutem Basisaussehen und etwas Erfahrung mit Cheer Girl, der Schultheatergruppe oder Tanz. Das macht noch kein Selbstwertgefühl. In den Studios wird das maßlos ausgenutzt, und jeder wusste das. Im Weekly Standard wird noch einer erwähnt, aber nicht namentlich. Angelina Jolie ritzte sich damals, ob vorher oder hinterher, war nicht schlüssig. Auf jeden Fall war sie jung schon kaputt.

    Das ist vermutlich eine Lawine, die da ins Rollen kommt. Und zwar reichlich spät. Mit einem schnöden look auf Feminismus oder gar Feminazis, den manche Leser hier rezirkulieren, ist das nicht ausreichend abgehandelt.

    Zusätzlich wurden Journalistinnen belästigt. Es hat nicht das geringste mit Feminismus zu tun, wenn diese jetzt auspacken, allenfalls mit dem richtigen Zeitpunkt (2004 war ja zu früh). Nein, es hat etwas mit Würde zu tun, deren Wiedererlangung. Ich bin überrascht, dass noch keine Models dabei sind.

    Im Endeffekt könnte er für Ziegler stehen in „Eyes Wide Shut“. Aber die meisten anderen könnten auch dafür stehen. Und Kubrick war, wenn man so will, der einzige Insider, der mit dem Film etwas andeutete. Allein auf weiter Flur, Stanley Kubrick.

    • Ich denke
      der Blick auf die „Feminazis“ ist gerade in dem Fall extrem wichtig!
      Man muss sich immer ins Gedächtnis rufen, dass diese regressiven Genderextremisten eine kleine, aber extrem einflussreiche und laute Minderheit darstellen.
      Die Mehrheit stellen immer noch unpolitische Menschen ohne Bezug zu dieser Sekte, ohne Hintergrundwissen.
      Jetzt wird das Geschrei groß, mal wieder wird ein (Mann) Mensch ohne jegliche Gerichtsverhandlung privat und öffentlich total vernichtet. Sollte es jedoch den Falschen treffen, oder zumindest nicht genügend Beweise vor Gericht geben, wird das die Austrocknung dieses Sumpfes um Jahre und Jahrzehnte zurückwerfen!
      Diesen marxistischen Furien sind die Schicksale der Schauspieler völlig egal, alles was zählt ist die Vernichtung des entmenschlichten Feindbildes. „By Any Means Necessary“

    • Trump: "I'm not surprized"
      Passiert ja gar nicht. Ihre üblichen Verdächtigen sind relativ schweigsam. Sie dürfen nicht vergessen, dass es hier um ihre fünfte Kolonne Hollywood geht.
      Im Moment reden dort drüben nur die Betroffenen. Man ist sozusagen im Stadium der Aufnahme von Beweisen und Indizien.

      Es geht auch nur sekundär um die betroffenen Frauen und die Handlungen des Studiobosses. Es geht um die Saubermannmentalität aus Hollywood und der Democrats, die, wie so viele Saubermannfassaden, nur äußerlich besteht. Innerhalb der Fassade ist alles faul. Bill Clinton’s Name wird in dieser Debatte genannt.

      Es ist nicht nur einfach ein bisschen faul, sondern mafiös faul, also verrottet. Gucken Sie doch mal, wie der Don das hier aufmacht.

  36. Trump
    Wie sie sagen: Es bleiben noch sieben Jahre :-)

  37. Kaminfeuer, fake
    Lieber Herr Don Alphonso,
    ich lese ab und an Ihr Blog, weil ich die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen als meiner eigenen (eher links-liberal-grün-versifft-Bionade-trinkend etc.) suche. Das tut manchmal weh, wenn ich liebgewonnene Positionen über Bord werfen muss, ist aber oft ein Gewinn.

    Natürlich müssen Sie sich Kritik von Leuten, die außerhalb Ihres Zielpublikums stehen, nicht antun – und die Leute ohne Dauerabo müssen sich vielleicht auch fragen lassen, wieso sie sich denn zu einem Theaterstück äußern, wenn sie Theater generell ablehnen.

    Trotzdem, vielleicht weil es mir als mit den hohen Ansprüchen Ihres Blogs an Redlichkeit und den ausgesuchten Rennmaschinen und Einrichtungsgegenständen etc. in Widerspruch zu stehen scheint und ich Widersprüche (bei den anderen) so schlecht ertragen kann…oder einfach, weil es mir die Lektüre Ihres Blogs deutlich angenehmer gestalten würde:
    Den Satz

    „Ich weiss, es ist verpönt, Breitbart zu lesen und Alt-Right-Aktivisten zu folgen.“

    empfinde ich als sehr billig. Aus der Lektüre einiger Kommentare gewinne ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass es bei dem Kern Ihrer Leserschaft verpönt ist, Breitbart oder sonstwie rechts von der CDU zu lesen oder zu liken. Ich kann verstehen, dass das ein wenig zur Einrichtung hier gehört, so wie ein knisterndes Feuer zum offenen Kamin – das macht’s für den konservativen Revolutionär von heute einfach gemütlich. Es nervt aber trotzdem, wenn man sich hier in jedem zweiten Satz gegenseitig suggeriert, dass man das, was man hier sage, ja nicht sagen dürfe, weil die Lügenpresse/Grünen/Preussen/Politiker/Idioten/liberalen Eliten politisch-korrekte Sprech- und Denkverbote ausgesprochen habe. Das mag so sein, aber Ihre Kundschaft – so mein Eindruck – hält sich in keinem Fall daran. Muss ja auch nicht – es ist ein freies Land (was zu der Frage führt, wie viel tatsächlich dran ist an den behaupteten Sprech- und Denkverboten, aber lassen wir das mal…). In jedem Fall NERVT es kolossal, dabei zusehen zu müssen, wie damit bei der Stammbelegschaft die Stimmung gesteigert werden soll – irgendwie erinnert mich das an diese Plastik-Feuerchen, die sich einige Briten gerne in den Kamin stellen und die mich auch schon immer genervt haben.

    P.S.: Ok, ok, ich weiß, bei dem „Es ist ein freies Land“ springen mir jetzt gleich alle ins Gesicht und erklären mir, wie elend es hier in der Merkel-Diktatur doch um wahre Freiheit steht. Man verzeihe mir den faux pas, ich gehöre hier nicht zur Stammbelegschaft

    • Erstens: Das hier IST ein freies Land.
      In genau dem Sinne, dass man nicht dafür eingesperrt wird, breitbart zu lesen. Und auch von Staats wegen sonst keine realen Nachteile zu befürchten hat.

      Zweitens: Gesellschaftlich und medial ausgegrenzt wird man allerdings, sobald man als bekannter breitbart-Leser einen gewissen Einfluss hat. Und das blenden Sie bei Ihrer ansonsten richtigen Philippika einfach aus. Im deutschen Medien-, Universitäts-, Behörden- und Politikbetrieb hat man klar erkennbare Nachteile, wenn man das Falsche liest oder sieht.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen lesen und sich zu eigen machen. Wenn wir da nachgiebig werden und uns einkasteln lassen, wird jede Debatte schwierig, oder auch leicht verbietbar.

    • @ John Plönks
      Ich mach das genauso wie Sie und lese auch die andere Seite, speziell die TAZ und den Freitag, samt den Kommentaren.
      Ich kenne aber kein Medium wo Sie so unzensiert kommentieren können, wie hier beim Don. Daher lassen hier Viele, die anderswo zensiert werden, auch ihrem Ärger freien Lauf, weil es halt hier möglich ist.

    • Ich denke, man gewinnt einfach nichts durch zu heftiges Einschreiten. Es ist halt immer ein Abwägungsprozess.

    • Dreckig am Lagerfeuer
      Sehr geehrter Herr @John Plönks,

      was wollten Sie jetzt eigentlich sagen?

      Das sie auch gerne am Lagerfeuer sitzen, nur leider beachtet Sie keiner?

      Naja Achtung muß man sich verdienen.
      Womit?
      Für den Anfang seinen Sie besser in wenigsten einem Punkt als einer ihr Nachbarn am Lagerfeuer.
      Nein, das Mittel der Gutmenschen den Nachbarn schlechter zu reden als Sie sind hilft nicht, nur Leistung zählt bei den dreckigen Jungs.
      Ja auch Leistungen beim schmutzig werden!
      Oder sie begnügen sich einfach mit am Lagerfeuer sitzen, fressen, saufen … glücklich sein – nach dem Erlegen der Beute und dem Erschlagen der Feinde und der Eroberung des Weibes.

      Das ist das Erfolgsmodel das uns bis in 21 Jahrhundert gebracht hat.

    • Bücherfeuer, noch fake
      @John Plönks Ich glaube, es fällt schwer, wenn man eher auf der Taz-Seite steht, sich vorzustellen, wie es jemandem geht, der einen interessanten Bericht auf Breitbart gelesen hat, diesen aber nicht verlinken kann, weil allein das Medium den Inhalt und den Verlinker angeblich unseriös macht. Taz verlinken kann man immer. Diese Ungleichbehandlung ist eine Vorstufe vom Ende eines freien Landes. Es heißt sehr zu Recht „Wehret den Anfängen“, danach ist es nämlich zu spät (gucken Sie nur nach Venezuea).

      Gerade ist Buchmesse. 3 von ca. 7000 Ausstellern sind politisch missliebig (Antaios, Manuskriptum, Junge Freiheit) – was macht die Buchmesse? 1. Bedauert, dass man wegen der Meinungsfreiheit ihnen einen Stand gewähren muss. 2. Gibt der Amadeu-Antonio-Stiftung kostenlos einen repräsentativen Stand gegenüber (zahlt der normale Aussteller ca. 20.000 € für), damit Gespräche angeboten werden können. 3. Lässt den Börsenverein seine Mitglieder mit Angabe von Hallen- und Standnummern der Missliebigen anschreiben, dass man da mal auftauchen und Haltung zeigen könnte.

      Erfolg: Schon am ersten Messeabend Vandalismus durch die „Guten“ und antifaschistische Soundbites. „Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat sich angekündigt – und wettert, kaum angekommen, gegen die „Fehlentscheidung des Börsenvereins“, rechte Verlage zuzulassen. Die Organisatoren seien „zu passiv“, man müsse, „die Vielfalt, die wir in Frankfurt leben, ernstnehmen“.“ http://www.hessenschau.de/kultur/buchmesse/mit-plakaten-buttons-und-offenen-muendern-gegen-rechte-verlage,rechte-verlage-102.html

      Ja, Vielfalt! Aber bitte nicht die Art Vielfalt, die die SPD nicht mag. Das wäre zu bunt.

      Der Don ist ausgesprochen fair im Umgang mit diesen Feinden der offenen Gesellschaft.

      Der Blog und Kommentarbereich hier ist mit das Interessanteste, was man in der FAZ zu lesen bekommt. Ich glaube, dass das an der tatsächlich im positiven Sinn vorhanden Haltung des Don liegt – er kann Konflikte aushalten und seine Meinung verteidigen. Das können die, die einen Artikel nur wegen des Mediums ablehnen, meist nicht.

    • Ich beobachte den Konflikt mit Extremismus aller Art ja nun schon ziemlich lang, teilweise auch biographisch bedingt und erzwungen. Wenn man sieht, was es da alles an Programmen gab, und wie wenig sie gebracht haben, teilweise, weil andere Programme die Extremisten dann wieder hätschelten oder gar politisch nutzten, muss ich sagen: Belassen und diskutieren ist eine bessere Lösung.

      Antaios und Kubitschek profitieren davon, dass die Mehrheit sie irgendwie für dumm und danaben hält, was sie m.E. nicht sind – sie haben gelernt, wie man den Wal der Medien als kleiner Krebs aufrüttelt und damit bekannt wird. Dazu kommt die Dauerdarstellung als Opfah und natürlich noch PR von der KaHANESTIFTUNG; DIE extra nochmal darauf hinweist, wer da ist.

      Und die Zyniker werden sagen, dass endlich mal wieder was los ist, auf der Messe,

      Tja.

  38. P Grabbing
    Ist schon ein Unterschied ob das mit dem Einverständnis der gegrabbden geschieht oder gegen deren Willen. Ist schon eine Unterschied zwischen Worten und Taten.

  39. Hallo Herr Plönks
    Lieber Herr Plönks

    machen Sie es wie ich, und lesen alles mit einem Schmunzeln, und nehme Sie sich vor allem selbst nicht zu ernst!

    Auf der Basis lässt sich auch mit den Mitkommentatoren prima auskommen.

    Übrigens machen Sie in Ihrem Kommentar genau das gleiche, was sie manchen Kommentatoren hier vorwerfen: sie stellen sich vorab in eine Schmollecke, weil angeblich alle anderen etwas gegen Sie hätten weil Sie nicht dem ‚Mainstream‘ der Stammmannschaft entsprächen.

    Überlesen Sie doch einfach, was Ihnen nicht gefällt und was Ihnen zu müßig ist zu kommentieren!

    Herzliche Grüße

    Hessin

  40. Positive Entwicklung
    Es ist doch eine positive gesellschaftliche Entwicklung, dass Frauen nun den Mut haben, mit so einem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen. Einfach ist das sicherlich nicht.
    Und ich hoffe, die widersprüchliche Argumentation von manchem Protagonisten hier im Forum fällt jemandem auf. Bei sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen ist Vorverurteilung die
    erste Bürgerpflicht. Bei Weinstein geht das natürlich gar nicht (Stichwort: Hexenjagd).

    • sie werdne hier von meiner Seite keine ve Verurteilung lesen. Hexenjagd im Text bezieht sich nicht auf Weinstein, sonder auf die Vorführung derer, die dazu nichts oder zu wenig sagen. Ich finde es schamlos, wenn von Obama noch ein Statement eingefordert wird.

    • Scheinheiligkeiten
      Was mich an der ganzen Sache stört, ist die Bereitschaft anzuerkennen, dass die Frauen endlich den Mut haben das alles offen auszusprechen.

      Verdammt, das heißt nichts anderes als dass Frauen prinzipiell Recht haben mit dem was sie behaupten, immer Recht haben. Und das bedeutet, dass es niemals Frauen gibt, die aus abgrundtiefer Boshaftigkeit Sexvorwürfe in die Welt setzen.

      Ich habe in meiner Zeit als künstlerischer Berater x-mal erlebt, dass ich den Vorwurf von Frauen bekam, deren Arbeiten abgelehnt wurden, das sei doch alles korrupt und man bekomme nur dann Zustimmung wenn man sich sexwillig zeigt. Und die wollten oft genug ums verrecken beim Vorurteil bleiben. Sämtliche geduldige Erklärungen, dass diese Ansicht falsch ist, halfen nichts. Und von der leisen Behauptung zur offenen Behauptung ist es fast kein Schritt. Abgrundtief boshafte gehässige Frauen die Männer aus tiefer Enttäuschung Untaten bezichtigen – wer ruft hier Kachelmann?

      Jeder, der davon ausgeht, dass diese Frauen mit ihren Vorwürfen Recht haben und es endlich mal gesagt wird, unterstützt so das boshafte Verhalten und hilft in keiner Weise, dass Schuld Schuld und Unschuld auch solange Unschuld bleibt, bis es nicht durch ein objektives Gericht zweifelsfrei geklärt wurde.

      Für mich ist das ganze Gekreische nichts als Scheinheiligkeit. Mir ist egal, ob diese Frauen es heute sagen oder vor 10 Jahren sagten . Solange nichts erwiesen ist, sind alle Empörer und Frauenversteher für mich nur scheinheilige Heuchler, denen es niemals um Wahrheit geht.

      Und was die sexuellen Uebergriffe vieler Auslaender betrofft – na, da gibt es ja ausreichende Dokumentationen, auhc in Videoclips junger Mann. Frauen sind fuer die oft Huren, weil sie sind wie sie sind.Umgekehrt gilt das fuer den weissne Mann nicht. Bleiben Sie mal auf den Boden von Tatsachen und Erkenntnissen und hetzen Sie hier nicht so rum, sonst fuehle ich ich angegriffen durch Sie.
      Mahlzeit.

    • Gut. die forderung „believe the victim“ ist nach dem UVA-Hoax in den USA ziemlich durch, das wird diesmal auch kaum bemührt – und ist auch gar nicht nötig. Gerade findet man – mit zustimmung witer Teil der Medien – zum normalen Prozess an Unis zurück Der Mensch ist also durchaus lernfähig. Die Frage bleibt aber, warum da erst ein Trump kommen muss.

    • @ Don Alphonso, Statements von Unbeteiligten
      Statements von Unbeteiligten einfordern ist in diesem Fall nicht nur schamlos sondern, auch extrem gefährlich. Das hat etwas von einem ausufernden Inquisitionsprozess. Wer sich nicht rechtzeitig bekreuzigt und den Ketzer verdammt, wird dann auch bald ein Kandidat für den Scheiterhaufen. So stirbt der Beschuldigte sofort den sozialen Tod, da (fast) alle anderen Angst davor bekommen mit ihm in Verbindung gebracht zu werden. In diesem Klima der Angst stirbt auch der Rechtsstaat und eine neue Form des Totalitarismus übernimmt die Kontrolle über jeden einzelnen, und zwar zunächst unabhängig von Gesetzen und Gerichtsurteilen. In einer späteren Phase werden dann auch die Gesetze dem neuen Gesunden Femi-Volksempfinden angepasst.

    • Ja, das empfinde ich auch als Kernproblem. Dieses „Sag mir wo du stehst“. Da ist kein Platz mehr für „Ich möchte mich erst einmal informieren“ oder „Dürfte ich bitte einmal nachdenken“. Da wird eim Meinungskollektiv gebildet, das keine Debatte wünscht und alles ausgrenzt. Wenn man nicht mal mehr nachdenken darf…

      Ausserdem muss ich nicht zu allem eine Meinung haben. Sonst könnte ich mich gleich 24/7 ermpören.

    • "Bei sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen ist Vorverurteilung die erste Bürgerpflicht."
      Wettersturz: Das sollten Sie aber jetzt mal ganz schnell belegen.

    • Werter Don, die Frage ist nicht, warum erst ein Trump kommen musste,
      sondern warum die Schraube so weit überdreht werden musste, bis die Stimmung kippte und Trump zum Präsidenten machte. Es wird mittlerweile dem Letzten klar, das es nicht mehr um die Befreiung der Frauen geht, sondern Zerstörung der Männer. Hillary brauchte, trotz all ihrer intellektuellen Überlegenheit, Klein-Billy, um ins weiße Haus zu kommen. Und die Schauspielerinnen benötigten, trotz eingebildeten oder tatsächlichen Talentes, einen Weinstein, um Stars zu werden. Und das können sie den Männern nicht verzeihen.

    • Ich muss zugeben, dass diverse Einlassungen von Clinton es mir als Mann schwer gemacht hätten, für sie zu stimmen – gemacht hätte ich es trotzdem. Ich fand beide Kandidaten schlimm und hätte Sanders bevorzugt.

    • Sie sind noch sehr jung, nä?
      Bisschen grün – hinter den Ohren?;-)

    • Das war jetzt nicht nett...
      …ich nehme es zurück.

    • @ Don Alphonso
      „Hexenjagd“ bezog sich nicht auf Ihren Artikel, sondern auf manche Reaktion hier im Blog auf die angebliche Vorverurteilung von Weinstein. War von mir missverständlich formuliert. Meine Meinung zu den Distanzierungsaufrufen ist Ihrer recht ähnlich.

    • Ah, gut. Danke für die Klärung.

    • @ Gast 11. Oktober 2017 um 22:09 Uhr
      „Schnell“ schon mal gar nicht. Aber bitte. Lesen Sie sich nur einmal die Kommentare zu den Artikeln mit dem Thema Flüchtlinge etc. hier im Blog durch. Da wimmelt es von Beispielen.

    • @Wettersturz vs.Gast
      ein Blick auf refcrime genügt.
      http://www.refcrime.info/de/verbrechen/karte

    • Ein Wunder, dass die Karte noch immer im Netz ist.

    • @ Don Alphonso & Bemaba
      Also bitte! Wie „seriös“ diese Seiten arbeiten, können Sie z.B. diesem Artikel aus der SZ entnehmen:

      http://www.jet zt.de/fluechtlinge/fremdenfeindliche-karten

      Der Hausherr könnte sich ja ggf. auch einmal damit beschäftigen. Nur als Vorschlag! Wäre sicherlich mal interessant festzustellen, welche Betreiber sich hinter diesen „Aufklärungsseiten“ verbergen.

      Ich möchte jetzt hier auch keine Grundsatzdiskussion über Kriminalität von Flüchtlingen führen. Mir ging es eher um das Thema Vorverurteilung und mit welcher Doppelstandards hier teilweise argumentiert wird.

    • Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin sehr betrübt über die Kreischklitsche, die aus jetztde geworden ist.

    • @ Don Alphonso
      Das ändert ja nichts an den Fakten. Und ich weiß ja, dass Sie Artikel aus dem SZ-Umfeld lieben ;-)

  41. American Barbecue
    Lieber Don Alphonso,
    wenn es in den Vereinigten Staaten um die Fleischzubereitung geht, gehört dort ein Mann an den Grill.
    https://www.google.de/search?q=pitmaster&client=firefox-b&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjnp9yu-ejWAhVSZ1AKHbKlByAQ_AUICigB&biw=1026&bih=665#imgrc=_
    Eine Frau werden Sie da ganz selten finden

  42. Voll ins Schwarze getroffen...
    Oberländer: „Im Endeffekt könnte er (Weinstein) für ‚Ziegler‘ stehen in ‚Eyes Wide Shut‘. Aber die meisten anderen könnten auch dafür stehen. Und Kubrick war, wenn man so will, der einzige Insider, der mit dem Film etwas andeutete. Allein auf weiter Flur, Stanley Kubrick.“

    Korrekt erkannt: Es geht nicht um Männer und Frauen, es geht auch nicht um Demokraten oder Republikaner, sondern Menschen, die sich aufgrund ihrer kulturellen Prägung die eigene Sexualität nicht verzeihen.

  43. Hollywood, Feminismus und weibliche Stars
    Lieber Don Alphonso

    ich glaube nicht, dass die weiblichen Stars ein vorrangiges politisches Interesse haben.

    Am Anfang Ihrer Karriere ging es darum, nach oben zu kommen, da musste man Typen wie Weinstein in Kauf nehmen. Danach geht es darum oben zu bleiben, und das ist hart für eine alternde Frau, wenn sie nicht Meryl Streep oder Jane Fonda heißt!

    Jetzt ist Empörungsfeminismus in, da machen die Paltrows und Jolies eben mit.

    Ich möchte nicht unterstellen, dass sie nicht missbraucht worden wären, aber ich glaube nicht, dass sie davon erzählt hätten, wenn es nicht modern wäre, sich zu solchen Traumata zu bekennen.

    Möglicherweise sind sie auch davon überzeugt, damit ihren jüngeren Kolleginnen einen Dienst zu leisten.

    Herzliche Grüße

    Hessin

    • @Hessin: Weibliche Beutegreifer
      Vielleicht hilft hier Klartext von Jean-Jacques Rousseau weiter!
      Die List ist eine natürliche Gabe des weiblichen Geschlechts und ein kalkulierter Ersatz der Stärke, die ihr mangelt, ohne welche die Frau nicht Gehilfin, sondern Sklavin des Mannes sein würde.

  44. But notice the difference: while democracy seeks equality in liberty....
    Don,

    Sie verlieren sich etwas in den Welten der Paradoxie.
    Hillarys Gatte war einer der schlimmsten Frauen-Grapscher im Amt des Präsidenten, sie selbst hat ihn ihr Leben lang gedeckt und beschützt und damit die Frauen verraten. Dass sie nun im letzten Wahlkampf als Vertreterin der Frauenrechte auftreten konnte, zeigt nur, dass Paradoxien funktionieren.
    Wenn Sie nun hoffen, dass Hillary wegen Weinstein ihr Gesicht verlieren könnte, dann hoffen sie noch lange.
    Denn Hillary ist Symbol und nicht mehr Person. Personen können von Paradoxien zerrissen werden, Symbole nicht. Und solange die Kommunikation diese Hillary als Symbol benötigt, solange ist sie sicher, d.h. sie muss nur dafür Sorge tragen, dass dieses Symbol ihrer selbst auch noch weiter benötigt wird.
    Dabei ist ein Weinstein Skandal gerade hilfreich, denn die Kommunikation muss zum Weinstein Hollywood ein Gegenmittel in Form eines Symbols erschaffen, und hier ist Hillary einzig und allein auf weiter Flur, weil sie von allen prominenten Frauen eine der wenigen ist, die nicht mit oder über oder untendrunter dem Show Biz aufgestiegen ist.
    Wenn eine Frau mit Sicherheit sich niemals hochgeschlagen hat, dann Hillary.

    Whatever, wie Tocqueville schon beobachtete:
    Die Grundparadoxie der USA ist der Versuch, Einheit durch Freiheit zu erlangen. Und dieser ewiger Kampf dieser Paradoxie, zwischen Geschlechtern, Rassen, und Klassen, all der unglaubliche Aufstieg eines Weinstein, seine unendliche sexuelle Freiheit und Macht, sein Reichtum und dann zugleich der unerwartete unendliche Fall ins Bodenlose, wie wir ihn gerade beobachten können, wie all das, was man an ihm bewunderte innerhalb eines Tages zum Vorwurf wird, all dieser Wahnsinn, den man nicht einfangen kann, weil immer und ewig eine Paradoxie, all das und nur das macht die USA zu dem was es ist: ein ewiges „into the west“.

    Der Todesschütze aus Las Vegas ist schon wieder vergessen, auf dem Treck, immer weiter in die Moderne. Weinstein wird folgen, andere werden aufsteigen, sie werden Frauen belästigen und wie Götter verehrt werden…und dann wird sie Amerika wieder vernichten, innerhalb von Stunden. Kein Innehalten, kein Zögern, immer weiter.

    Und am Ende wird es auch Hillary treffen, wenn Amerika sie nicht mehr braucht. Dann wird sie fallen. Für Amerika.

    Aber das ist nicht jetzt und nicht hier.

    • sie sind überall....
      „hochgeschlagen“ statt „hochgeschlafen“…..verfluchte Auto-Korrektur… kennt kein sich hochschlafen…..Jesus, schreiben Feministinnen jetzt schon Computerprogramme?

    • Mann, Goodnight, warum so schwer von Kapee?
      Die Chose hat schon bei Trump nicht funktioniert und sie wird auch bei Weinstein nicht funktionieren. All diese kreischenden Frauen sind doch nur sauer, dass sie trotz Gleichberechtigung nicht in die Fußstapfen der Männer treten können. Wo sind denn die weiblichen Verwirklicher der Trump-Towers, der Hollywood-Megaseller und Social-Media-Giganten?
      In den Filmen kann ich jedenfalls nicht erkennen, dass all diese weiblichen Stars und Sternchen etwas dagegen haben, ihre sexuellen Reize einzusetzen.

      Will die Clinton-Clique jetzt nach dem ländlichen Amerika auch noch die Liberals verlieren? Es Fehlt nur noch ein Vertreter des Silicon Valley, dann haben die Democrats überhaupt keine Verbündeten mehr.

    • nein, Sie wissen es nicht
      Diese gut verdienenden Damen haben nicht nötig, irgend etwas wettzumachen. Angelina Jolie produziert selbst, desgleichen Sophie Coppola, Kathryn Ann Bigelow (eine! Ex-Frau von James Cameron) oder Jodie Foster, und es gibt sicherlich weitere.

      Wenn sie nicht mit Blockbustern um sich schlagen, dann eher, weil sie das nicht wollen. Auch Thalberg hatte Konflikte mit Mayer, weil Mayer für das Massenpublikum produzieren wollte und Thalberg, der Literaturverfilmungen vorzog, nicht. Ihm wurde „Gone with the wind“ vorgeschlagen, aber er, der sich mit den großen Philosophen beschäftigte, wurde der Mammutepen müde und winkte ab. Vielleicht hätte er den Film doch noch gemacht, aber er verstarb dann, und Selznick machte ihn.

      Samuel Goldwyn konnte nicht zur Beisetzung kommen, weil er zwei Tage lang unaufhörlich geweint hatte. Nein, es sind nicht die großen Geldschleudern, die allein Geschichte schreiben, es ist auch die Kunst. Und die meisten Frauen haben eher künstlerischen Anspruch.

      Nein, sie haben es nicht nötig, eben nicht. Die Zeit ist gekommen, sie überrollt Harvey. Es kursiert das Gerücht, dass sein eigener Bruder, Robert Weinstein, zur NYT geleakt haben soll. Das Fass ist wohl übergelaufen.

    • Oder ein Machtkampf in der Firma? Es wird jedenfalls zunehmend hässlich, für viele Beteiligte, die sich gegenseitig mit Vorwürfen überhäufen. Schauspieler, Medien, Firmen….

    • @Deresschonimmerwusste
      Sie haben recht. Wie auch goodnight.
      Die Demokraten als immer währende ideologische „immer weiter into the west“ Fraktion mit neuem Ziel Männerhass und vollständige Eliminierung der Vormachtstellung der Männer unter Negierung des Leistungsprinzips – und die Trump-Wähler als deren Antipoden: die sesshaft gewordenen; die Zurückgelassenen. Die Deplorables. Die, die sich weit genug bewegt haben und es nun gut sein lassen wollen in vielen Bereichen. Die, für die Taten zählen und nicht nur die show (was aus meiner Sicht das einzige ist, was Trump von einer 2. Amtszeit abhalten kann – nämlich nicht zu liefern)…

      Was mich zur These bringt, daß das Bild, daß unsereiner von den USA hat, v.a. durch die „show“-Fuzzis geprägt ist, egal ob in Medien, Wirtschaft oder Politik. Aber es gibt sie zuhauf in den USA, die hart Arbeitenden, die einfachen aufrechten Leute, die für die das Wort gilt, die mit show nicht allzuviel anfangen können. Die das alles bisher ertragen haben, solange es ihnen keine allzugroßen Nachteile brachte. Die Zeiten sind aber vorbei. Daher Trump. D.h., egal, was nachkommt, es wird ein weiteres Modell Trump (also anti-establishment) seitens der Republikaner sein müssen.

    • @Deresschonimmerwusste: All diese kreischenden, abgehängten Frauen ...
      .. sind doch nur sauer, weil sie ihre sexuelle Zugkraft verloren haben und niemand mehr sich für sie interessiert. Ich erfasse die ganze paradoxe, wunderliche, realitätsverweigernde Aufregung nicht.
      Die Spielregeln des Show Biz sind sattsam bekannt und sogar das heuchlerische Hollywood hat das in einigen Filmen messerscharf und eloquent thematisiert.

    • Vor dem Hintergrund, dass die USA auch der grösste Proneaux-Produzent der Welt sind. könnte man noch vieles fragen. Das ganze System Hollywood bis runter zu den Zuschauern, die dann genau das wieder wollen, ist für Frauen nachteilhaft. Warum rennen dann Frauen wieder genau in solche Filme? Wieso gibt es keine erfolgreiche Kultur, die eine ganz andere Vorstellungswelt zeigt und lebt?

      Da bleibt der Verdacht, dass die öffentliche Darstellung in den Medien und die Realität doch deutlich auseinander klafft. Auf der einen Seite die Fassade der Valentis und Dunhams, die man machen lässt, dahinter geht es weiter wie schon immer.

    • Diese gut verdienenden Damen, Oberländer, sind mittlerweile gut verdienend,
      aber nicht damals. Glauben Sie tatsächlich immer noch an das extrem seltene Ausnahmetalent? Stars werden gemacht und am Ende ist das Gesicht eine Marke, die Folgeumsätze garantiert. Aber erst einmal muss ein Marke gemacht werden.

    • Hillary
      Die Clintons sind raus. Es ist allerdings gut für das Trump Team das die Polit Zombies Clinton und Obama noch weiterhin in der Öffentlichkeit rumgeistern.

  45. Schweige-Kartell
    Call-Out-Culture, kangaroo courts, twitter as judge jury and executioner, character assassination – man nenne es wie man will, das alles gibt es und es ist mehr als unschön. Die Fälle Brüderle und mehr noch der von Tim Hunt zeigen, wie öffentlich Jagd gemacht wurde auf die Reputation, Karrieren und letztlich das gesamte Leben beruflich erfolgreicher Männer, deren Verfehlungen darin bestand, sich ungeschickt oder missverständlich zu äußern. Die angerichteten Schäden sind nicht revidierbar, der Gewinn der Jagdpartei ein Zugewinn an medialer Macht und das Wohlgefühl, im Dienst der guten Sache einen Feind ausgeschaltet zu haben.

    Der Fall Harvey Weinstein aber eignet sich m.E. nur bedingt als Beispiel einer künstlich erhitzten Empörungsmaschinerie. Zwar gleichen die Mechanismen den oben genannten, doch gibt es diesmal nicht nur Anlass und Motiv, sondern einen echten Grund zur Empörung. Einige Übergriffe Weinsteins sind belegt, für andere finden sich glaubhafte Zeuginnen, die im Gegensatz zu den oben genannten Fällen mit ihrer Reputation und weiteren Karriere für den Wahrheitsgehalt ihrer Anschuldigungen in Haftung genommen werden. Auch die Schadensersatzklagen wären immens, die Weinstein vor einem amerikanischen Gericht erheben könnte, ließen sich die Anklägerinnen der Lüge überführen. Ein Komplott erscheint mir hier extrem unwahrscheinlich.

    Man stelle sich das vor: Den vorliegenden Informationen zufolge wurden methodisch Einschüchterung und Erpressung praktiziert, um den Mantel des Schweigens über serielle sexuelle Belästigung zu halten und wahrscheinlich auch Vergewaltigung – und zwar mit Erfolg und jahrelang. Und das ist der eigentliche Skandal: Wie lange und wie gut dieses Schweigekartell funktioniert hat, wie viel Einfluss man sich mit ein paar Millionen Dollar, an den richtigen Stellen platziert, verschaffen kann, wie leicht es ist, wegzusehen, wie viel Angst auch materiell bestens abgesicherte Stars um ihre Karrieren haben.

    Ich kann den Frauen nur danken, die den Mut hatten, diesen Alptraum zu benennen, den eigenen Missbrauch und das System dahinter ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen, das dreckige Spiel von Teilen der Politik, Justiz, Medien und Traumfabrik Hollywood ebenso erkennbar werden zu lassen wie die Moralheuchelei und die Doppelstandards ihrer Akteure.

    Hoffentlich kommt es zur juristischen Aufklärung in der einen oder anderen Form, und wenn es nur arbeitsrechtliche Prozesse wären.

    • Wozu?
      Wozu hoffen Sie auf eine juristische Klaerung? Sie haben den Mann ja schon verurteilt und allen Frauen unbewiesenermassen Recht gegeben, was brauchen Sie da noch ein Gericht?
      Merken Sie was??

    • Man kann das doch nur degeneriert nennen
      Gogard, gucken Sie die Augen an und dann das Gesicht und die Augen von Louis B. Mayer oder Irving Thalberg, dann vergleichen Sie, und Sie sehen vermutlich wie ich in Mayer und Thalberg, die das dort aufgebaut haben mit MGM, zwei großzügige Seelen, die von passenden Beschreibungen gedeckt werden.

      Mayer von ganz unten kommend, Sohn armer ukrainischer Einwanderer, fleißig, intelligent und visionär, der ein Auge für das große Talent Thalberg hatte und für viele Actricen und Kinderstars und sie behütete wie ein Vater, was manche, wie Elizabeth Taylor, genervt haben soll.

      Es ist auch traurig für Hollywood, das von so großen Geistern aufgebaut wurde, denen vertraut wurde, ja, die manchmal Beichtvater bei Problemen wurden.

    • Urteil
      @Tico
      Ich hoffe auf juristische Aufarbeitung

      – weil ‚Urteil‘ ein Homonym ist und das Urteil, das ich mir gebildet habe, nichts mit dem Urteil zu tun hat, dass ein Gericht fällen wird.

      – weil der Fall über die Ebene privater Perversion hinausgeht. Hier sind Arbeitgeber involviert wie Disney, das Miramax kaufte und dort die beiden Weinsteins walten ließ, bevor die The Weinstein Company gründeten.

      – weil bereits einmal eine juristische Klärung verhindert wurde und nachher eine Spende an den Verhinderer floss. Der stünde dann sichtbar blamiert da als der, der er ist. Würde Nachahmer abschrecken.

      – weil manche Stars wie Ben Affleck dann vielleicht im Zeugenstand aussagen dürften. Persönlich fände ich es spannend, wie er seine öffentlich zelebrierte Rolle als linker Moralist mit dem im Raum stehenden Vorwurf stillschweigender Mitwisserschaft verbindet.

      – weil je nach Natur des Verfahrens u.U. auch Weinsteins Spendenpraxis zur Sprache käme und damit die Frage, ob man sich politische Protektion erkaufen kann.

      – weil inzwischen eine Flut handfester Indizen (incl. Tonband, auf dem er sich selbst ans Messer liefert) und Zeugenaussagen vorliegt, die Weinstein schwer belasten.

      – weil es nach allem, was ich gelesen habe, es den Opfern einer Straftat oft Erleichterung bringt, wenn das Verbrechen als solches erkannt und sanktioniert wird.

      – weil ich altmodisch bin und glaube, dass Verbrechen gesühnt werden sollten.

      @Oberländer
      Zustimmung, auch mit Ihren vorherigen Posts. Degeneration ist hier eine gute Diagnose.
      @Oberländer

    • Disney ist tatsächlich da noch eine unbekannte Grösse, die bislang von der Empörung geschützt wurde.

    • Disney
      „Disney ist tatsächlich da noch eine unbekannte Grösse, die bislang von der Empörung geschützt wurde“

      Irgendwie verständlich, denn spätestens da wird’s echt unappetitlich …

      Dalmatiner, Bambi, Pinocchio, A-Hörnchen und B-Hörnchen, Susi und Strolch, Cap und Capper, Aristocats, Winnie Puuh, Dumbo, Ratatouille, Enten, Dinosaurier, Roger Rabbit, Pokémons, Herbie …

    • Roger Rabbit hat das System doch ganz gut beschrieben.

    • Disney
      Zitat:
      „Disney ist tatsächlich da noch eine unbekannte Grösse, die bislang von der Empörung geschützt wurde.“

      Disney ist ja auch kein normaler Konzern, Disney gehört zur amerikanischen Identität.
      Familientaugliche Unterhaltung seit Anbeginn des Farbfilmes und des Fernsehens.
      Eine Institution, seit Generationen.

    • Ja, aber die meisten Fälle liegen in Weinsteins Disneyzeit.

  46. Bin ein Kind des post-feministischen Zeitalters....
    Der 80er Jahre, die Firma meines Vaters übernommen.
    Mit Augenzwinkern sage ich manchmal, dass mein Körper mein Kapital ist. Die Pankhurst Damen (selbst weit entfernt) waren strahlend schön. Eigene Ideen kommen besser rüber, wenn man nicht über Äußerlichkeiten andere entscheiden lässt.

    HC: Schweigen ist manchmal schlecht. Nicht nur die Bibel in der Handtasche tragen und sich Notizen darin machen, nach der Niederlage einen tief-violetten Kragen als Symbol der Spiritualität tragen.

    Kenne mich in den Staaten nicht so aus. Peinlich sind die Bekenntnisse irgendwelcher A-C Promis, weiblich, irgendwann in einem früheren Leben vergewaltigt, geschlagen worden zu sein. Zu jedem Täter gehört ein Opfer.

    Umgekehrt die angeblich so unschuldigen (männlichen) Beschuldigten. Wer denkt über sowas noch nach?

  47. Die Bestie wächst oder hilft AR-15
    Hallo Don,

    danke für den Blick in die Abgründe der Eifere und Erinnyen in den USA und damit gleichzeitig in die Zukunft Deutschlands, denen es nicht um Feminismus geht sondern um heilige Rache. Zerstörung um jeden Preis. Danke für die übermittelte Erkenntnis.

    Wenn die Protagonisten diese Bewegung forcieren, befürchte ich werden das die am Grillstehenden mit den Werkzeug lösen, das sie zur Hand haben und mit dem sie sich auskennen der AR-15 und dem Versorgung- und Fortpflanzungsboykott.

    Wir werden sehen was effektiver ist.

    Noch 7-Jahre um die Rechtsgrundlagen dafür zu legen – ich bin hoffnungsvoll.

    Zum Einstellungstest in Hollywood bleibt nur anzumerken: Jeder Bewerber kennt doch die Bedingungen bevor er den Test antritt und er kennt den Lohn bei Einstellung.
    Scheinbar passt und passte das Preis-Leistung-Verhältnis.

    Oder war es so dass man Eingestellt werden musste wenn man bereit war bestimmte Leistungen zu erbringen?

    War da nicht was mit Tom, Will, Johnny und Brad und Jolie und Sc-ien-tol-ogy so ähnlich?

    Aber das Lagerfeuer brennt ja noch und das Fleisch schmort.
    Häufigster Wunsch: außen knusprig – innen schon blutig!

    • Ich finde das alles überhaupt nicht selbstverständlich. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert, in dem Sex Mangelware ist, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich da auszutoben, wenn man wilkl – wieso sollte man das mit der Arbeut verbinden?


    • Vielleicht „Everything in the world is about sex. Except sex. Sex is about power.“ (wer immer das jetzt gesagt haben soll)?

    • Ganz unten ist immer die Chance der Reparatur
      „Zum Einstellungstest in Hollywood bleibt nur anzumerken: Jeder Bewerber kennt doch die Bedingungen, bevor er den Test antritt, und er kennt den Lohn bei Einstellung.
      Scheinbar passt und passte das Preis-Leistung-Verhältnis.“

      Puh. Bei den alten Großen war es nicht so. Es ist etwas kaputt gegangen, und wenn es wieder in Ordnung käme, wäre ich froh.

    • Everything in the world is about sex except sex. Sex is about power
      Jesus, Don, niemals Oscar Wilde gelesen?

      Sex ohne Macht ist relativ langweilig. Und Macht haben Männer im Job, folglich ist da Sex am attraktivsten.

      Nun gut, Sie haben niemals gearbeitet…wenigstens nicht in einer Organisation ;-)

    • Macht nervt. Da hat man ja Verantwortung. Wer will sowas?

    • @panna Kraweel: Passt. Wissen viele aber nicht bzw. wollen es nicht wissen ...
      Yep, Sex ist auch ein Power Game. Auf beiden Seiten, aber das nur nebenbei.

      Und aus genau dem dürften kleine Lichter wie Weinstein ihre Befriedigung ziehen. Eine perverse, denn gegen das Spiel an sich ist nichts einzuwenden, nur spielt man es nicht mit Abhängigen/Untergebenen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Don
      „Macht nervt. Da hat man ja Verantwortung.“

      Außer man ist Politiker. Denn Zurücktreten oder gar finanzielle Einbußen hinnehmen, das ist total aus der Mode.
      Aber auch als Aufsichtsratsmitglied lässt es sich schon ungefährlich verantwortungslos mit Macht leben (s. VW).

    • Das war bis vor ca. 10 Jahren in Deutschland auch noch anders.

  48. Danke für diesen guten Beitrag - spread this words
    „(..) Jeder Mensch verdient einen fairen Prozess und unbefangen gehört zu werden. Danach kann man sich ja immer noch aufregen. Man versäumt nichts und macht weniger Fehler.“
    Fabelhaft, wie es Ihnen wieder gelingt einen wirklich guten Beitrag zur Causa Weistein zu schreiben – wohltuend unaufgeregt und dabei aufklärerisch – Danke!

    • Gern geschehen.

    • "Causa Weinstein"
      Geht mir glatt am Hinterteil vorbei.
      Der Don ist jedoch unser Balzac. So anregend und informativ wie jener.
      Nur daß wer sich nicht wie jener jede Nacht mit über 50 Tassen
      Kaffee pept(hoffentlich!), sondern mit sportlichem Radfahren.
      Er bleibe uns noch lange erhalten.
      Solabona!

    • Diese Angst ist seit langen Jahren unbegründet und bleibt es auch.

  49. Sexualle Erpressung - andersherum
    Wann wird ein exponierter Mann endlich den Mut haben, zuzugeben, dass er von einer Frau reingelegt wurde? Ein Weinstein, der sagt: “Ich kam in mein Büro, da saß die Frau halbnackt. Das sah ich als Aufforderung an….” Oder, ich lud sie zu einem Kaffee ein, sie guckte mich mit großen Augen an und sagte: “Ich finde Dich großartig.” Danach, als ich etwas geschlafft war, sagte sie: ‘Ich will den Posten X in deinem Film Y.’ (Oder, “ich will einen Bachelor/Master/Doktor bei Dir machen.”) Was soll ein Mann in dieser Situation tun? Wenn er die Dame passabel findet, wird er zusagen. Wenn er die Dame nicht passabel findet, ist er in einer erpressbaren Position.
    .
    Vielleicht sind die Zeiten heute anders, aber zu meiner war es nicht ungewöhnlich, dass Damen mit Ambitionen diesen Sextrick einsetzten.

    • Ich habe mal – ohne Gegenleistung – jemand einen Job verschafft, weil ich wollte, dass es ihr gut geht. Heute hilft sie einem Abmahner, Übles über mich zu verbreiten. Reicht das?

      Aber ernsthaft, jeder fällt mal rein, aus sexuelle Avancen, Nettigkeit, was auch immer. Das gehört zum Leben. Bei Weinstein war das aine andere Geschichte.

    • Ausgiebiger Tanz ums goldene Kalb
      Was Sie hier machen als Frau, finde ich jetzt fragwürdig. Das setzt sich über die hier besprochene Personalie hinweg und unterstellt Frauen, die es zu etwas gebracht haben, eine Methodik.

      Ja, das kommt mal vor. Es kam auch mal vor, dass Frauen das machten, um den entsprechenden Mann zu heiraten. Aber das sind Auswüchse. Und das wollen Sie nicht Gwyneth Paltrow, aus gutem Hause, oder Angelina Jolie, Hollywood-Insider, unterstellen, oder? Oder der Mehrzahl von Frauen, die es zu etwas gebracht haben? Christine Lagarde? Ja? Die saß bei jemandem auf dem Schoß? Undenkbar.

      Und die entsprechenden Männer werfen dann, wenn ihnen die falschen Fragen gestellt werden, den Lebensgefährten der Fragerin die Treppe runter? Das finden Sie gängig? Wow. Das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut. Beschäftigen Sie sich mal mit den Vorgängern, dann werden Sie sehen, dass alles, aber auch alles, auch beim Fußball, durch den Hypermammon in einen deplorablen Zustand geraten ist, über den mühsam ein paar löcherige Deckchen von Verabredungen und Geheimhaltungen gezogen werden. Und ab und zu spritzt eine Schlammfontäne durch eins der Löcher.

      Es ist das Erbe der Achtundsechziger, insgesamt. Und die exhibitionistische Nacktkultur der Medien, Hollywood inklusive, trägt nicht unwesentlich dazu bei. Ganz ohne Moses geht es dann doch wohl nicht. Und es war zyklisch schon immer so, auch vor 5000 Jahren. Hedonismus hat Schattenseiten.

    • Tiger,
      Dieser Aspekt ist einer, der mich früher einmal den Feministen nahe fühlen liess.
      „die Haare waschen, etwas Nettes anziehen (das nach Möglichkeit oben tief und unten hoch gechnitten daherkommt)“ ist im Grunde für Männer wie für Frauen embarrassing. Allerdings musste man in das meiner Jugend dem einen oder anderen wirklich erst einmal erklären.
      Heutzutage sollte man eher mancher Frau mitteilen, dass nicht koscher ist, so gut wie freiwillig mit einem Mann in die Kiste zu springen, oder gar überfreiwillig, und dann 10 oder 20 Jahre später von Gewalt zu phantasieren.

  50. will auch nochmal was sagen...
    diese ganzen „Besetzungscouchgeschichten“ und B-Job-Stoires sind halt das Lagerfeuer der Postmoderne. Und „gejagt“ und „gebruzzelt“ wurde schon immer gerne – und oft die Falschen. Gelesen wird von Falkenhauseners von TAZ bis Achse alles, Don sowieso, mit wachsenden Entzugserscheinungen, wenn er mal „ausfällt“. Danke in die Runde und PS: Ich persönlich stehe auch gerne mal am Grill, auch wenns qualmt und stinkt, das hat was.

    • Langfristig mache ich 10 Beiträge im Monat.

    • 10 Beiträge ...
      Eine wirklich beeindruckende Kadenz!

      Von Mickey Spillane wird übrigens erzählt, dass er, immer, wenn er mal wieder pleite war, beim Metzger an der Ecke eine Rolle Einwickelpapier gekauft hat. Das eine Ende kam dann in seine Schreibmaschine, damit er den nächsten Roman in einem Rutsch durchschreiben konnte. Die beschriftete Rolle wanderte zum Verleger und mit dem Vorschuss konnte Herr Spillane dann wieder ins Casino gehen … :-)

    • Wirklich?

      Ich hasse Glücksspiel.


    • Langfristig mache ich 10 Beiträge im Monat
      Das ist heftig. Danke dafür.

    • Ach, das geht so nebenbei. Manchmal überkommt es mich.

    • Und die Tastatur will es doch auch^^


    • Tja, wenn die Tastatur es schon will, sollten sie sich ihr nicht verweigern!

  51. Das hätte Donald Trump nicht getan
    Er ist der Enkel eines Pfälzer Ehepaars, das sicher nicht aus den ersten Kreisen kam. Na und? ist er deswegen schon ungeeignet als Präsident? Friedrich Trump, ein arbeitsloser Friseur aus einem pfälzischen Dorf wanderte im 19. Jahrhundert in die USA aus. Als er mit Restaurants, Bordellen und Hotels reich geworden war holte er die Nachbarstochter, seine Jugendliebe Elisabeth Christ rüber in die Staaten und zeugte mit ihr u.a. den Vater von THE DONALD.

    Der mag ab und an etwas tolpatschig wirken, mit seinen fast 2m und über 110 Kilo Lebendgewicht. Aber er hat nicht nur Persönlichkeit (die vielen Akademikern oft fehlt, sie haben sie sich regelrecht „wegstudiert“) und Charakter, er ist auch offen, unverlogen und, obwohl steinreich, er hat auch ein Herz für die, denen es nicht so gut geht, die arbeitende Bevölkerung. Er entspricht was seine Herkunft angeht wie kein zweiter dem Ideal des amerikanischen Traums.

    Als erfolgreicher Bauunternehmer ist er ein vitaler Macher (in der new economy sind das nicht alle), hat „street cred“, ist „street wise“, weiß wie es läuft. Auch wenn er gelegentlich unbeherrscht erscheinen mag, den 3. Weltkrieg wird er allein ganz sicher nicht auslösen, so flott geht das nicht. Was immer übersehen wird: er hat offenbar ein gutes Auge für hochkarätige Leute. Um sich schart er eben nicht Typen, die dem Bild entsprechen, das viele Medien von ihm selbst zeichnen wollen. Sondern erstklassige Leute wie Pence, Tillerson, Kelly, Mattis, um nur einige zu nennen. Und die sind in hohem Maße das was gehässige, giftspritzende Medien ihm gern absprechen: professionell, cool, überlegt und besonnen.

    „There’s more to him than meets the eye“-Trump hat mehr drauf als man ihm zutraut, da bin ich mir sicher. Als präsidialer Cowboy schert er sich nicht viel um Etikette. Na und? Ist die denn so wichtig? Das einzige was ich ihm vorwerfe: er lässt sich zu sehr von den Medien auf die Palme bringen. Da müsste er cooler sein, alles nicht so an sich ranlassen. Über acht lange Jahre hatte die Gegenseite Zeit ihre Leute dort reinzuprotegieren, da sollte es nicht verwundern warum die so sind. Allerdings verhalten sich die Medien in der Tat verantwortungslos, stiften viel Unfrieden und versuchen fortwährend Trumps Arbeit zu torpedieren.

    Und wie hohl der ganze Zirkus ist sieht man jetzt am Beispiel von Weinstein, eines Hellary-Gönners und einer von denen, die die propagandistische Macht Hollywoods nutzen um Trump an den Karren zu fahren. Fox News sendete gestern einen Audio-Mitschnitt, (wie echt das ist weiß ich nicht) wo eine junge Frau offenbar mit dem Handy aufgenommen hatte wie Weinstein ihr auf den Pelz gerückt war. Ekelerregend. Der versuchte es mindestens 20-mal sie rumzukriegen, gebrauchte Versprechungen und Drohungen. Irgendwann hätte er mitkriegen sollen, dass das ein Kalter ist. Hat trotzdem immer weiter gemacht-pfui Teufel.

    Im Wahlkampf kam raus, dass Trump mal ein paar derbe Witze über Weiber gemacht hat-na und? Find ich toll, mache ich auch gerne-der gute, alte „locker room talk“. Und in der Sache hatte Trump sehr wohl recht, Frauen sind oft statusgeil und fallen angesichts von Macht und Reichtum gern schon mal in die Begattungsstarre. Aber GETAN hat er nichts.

    Das hat er auch nicht nötig. Mit Schönheitsköniginnen war er immer versorgt. Die hammermäßige Melania ist nur einer der lebenden Beweise. Und seine Tochter Ivanka sieht auch nicht aus wie eine Feministin, sondern wie eine richtige Frau. Wow!

    Ich finde es gut, dass mit Trump die Chance besteht, die feministische und Genderpest sowie den pathologischen „political correctness“-Zirkus nun endlich loszuwerden.

    Aber das ist die eine Sache. Sowas wie diesen Weinstein kann man nicht gutheißen, da hört der Spaß echt auf.

    Wenn aber Trump davon profitiert – umso besser!

  52. 10 Beiträge ist topp
    gegen die Schmerzen der Menschen, „die schon länger hier leben“, gegen die Pharisäer und für die Vergessenen…

  53. Nur in Hollywood
    Ich bin weit weg Weinstein zu verteidigen aber richtig ist doch, dass alle wussten wie das „Geschäft“ läuft.

    Und wenn ich mich richtig erinnere gab es in Deutschland mal den Papst der Literatur Kritik, den ein missliebiger Groß-Autor in einem Roman als einen mit Weinstein vergleichbaren Frauen“Verführer“ beschrieben hat.
    Als der Roman erschien gab es ein kurzes Zucken in den Medien und dann wurden keine Zeuginnen mehr vorgelassen.
    Fazit:
    – es gibt so etwas auch in Deutdchland ( welch Wunder?!)
    – es passiert auch im Intellektuellen Milieu.

    Ach zu guter Letzt fällt mir noch Kollege Jean Paul Satre ein, der wohl das gleiche Spiel mit seinen Studentinnen trieb – und Madame de Beuvare wartete schön zu Hause und schrieb ganz dolle feministische Literatur.

    Noch sieben Jahre – so ein Mist!

    • Ich glaube, da geraten die Begriffe etwas durcheinander. Affairen sind etwas anderes als sexuelle Belästigung. Nach meinem Gefühl kann man sich Letzteres in deutschen Medien eher nicht mehr leisten, wie es früher war, weiss ich nicht, da war ich nicht dabei. Generell würde ich Partnersuche ganz sicher nicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Medien betreiben. Die in diesem Bereich vorhendene, vordergründige Lockerheit kommt immer mit einem hohen Preis daher.

    • @SeeMichel: Jean Paul Satre, der wohl das gleiche Spiel mit seinen Studentinnen trieb
      Adornos amour passion und das Busenattentat von drei Studentinnen!

      Die Zeit, Arlette und ihr Adorno, 4. Oktober 2012
      Ja, die Frauen! Die haben Adorno in jener turbulenten Zeit das Leben schwer gemacht. Seine Liebschaften waren bekannt, und man muss annehmen, dass das vom SDS organisierte sogenannte Busenattentat vom 22. April 1969 gegen diese Neigung gerichtet war.
      Drei Studentinnen hatten bei dem Anschlagshappening Adorno mit Blüten bestreut, ihn zu küssen versucht und ihre Brüste entblößt. Der Professor verließ daraufhin fluchtartig die Universität und stellte seine Vorlesung „Einführung in dialektisches Denken“ bis auf Weiteres ein.


    • Die in diesem Bereich vorhendene, vordergründige Lockerheit kommt immer mit einem hohen Preis daher.
      Tja, meins war das noch nie. Drum bin ich heut auch nur Hausfrau und nicht abgelegter Star. Ich war nie ‚locker‘. Ich wollte mir immer aussuchen, mit wem ich ins Bett ging, und bin davongerannt, wenns mir nicht paßte.
      Nicht jede kann sich das leisten.

    • ... mir fallen viele ..
      … Professoren ein, die sich mit mit jüngeren hübschen Studentinnen Vergnügen (auch von Houellebecq schön beschrieben)… einer, den ich kannte, fuhr immer gerne im Porsche-Automatik um eine Hand frei zu haben …

    • Was sollen das für Fächer gewesen sein? Bei uns waren die Profs in den Fächern mit schönen Mädchen oft nicht Frauen zugetan. Zu alt, zu verheiratet, zu sexuell divers. Und ein Fach, bei dem das anders war – da waren die Dozenten jung und knackig.

    • Profs
      Ich habe damals im Studium mein eines Hauptfach gewechselt, weil der Amerikanistik-Professor zudringlich und unvermeidbar war. Für mich war es egal, ich wollte nur bis zum Vordiplom in Deutschland bleiben um gleich mit Graduateprogramm in den USA weiterzumachen und da war Anglistik genauso gut. Der Typ war aber dafür im ganzen Institut bekannt. Hat niemanden interessiert, ich hab es dem Dekan beim Fächerwechsel gesagt und er hat verständnisvoll genickt und unterschrieben.

    • Schlecht. Zeugen suchen. Anzeigen.

    • Madame wartete schön zu Hause und schrieb ganz dolle feministische Literatur.
      Ich kenn das anders: Sie war tatsächlich seine Zuhälterin. Brachte von ihrer Schule gelegentlich Frischfleisch für ihren Alten. Der wusch sich dann auch die Füße bevor er zuerst mit den Mädels speiste und sie zur Nachspeise dann noch vernaschte.

      Kann man aber auch als echten Feminismus durchgehen lassen. Zumindest war sie nicht eifersüchtig auf sexueller Ebene…

  54. zu Ehren von Thalberg
    Meisterwerkphantasie über Irving Thalberg:

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Last_Tycoon_(1976_film)

    Sie hätte ihm gefallen, weil er gern gute Autoren verfilmte. Das gute alte Hollywood. Es braucht ein Rinascimento. Und Mythen. Thalberg ist ein Mythos. War so alt wie Mozart, als er starb.

    • @Oberländer: Das gute alte Hollywood ist ein glorifizierter Mythos!
      Thalbergs Produktionen mit seiner Ehefrau Norma Shearer!
      WIKI:Während dieser Zeit kümmerte Thalberg sich vor allem um die Produktionen seiner Ehefrau Norma Shearer, die er 1927 geheiratet hatte. Diese Bevorzugung war besonders für Joan Crawford ein ständiges Ärgernis, da sie der Meinung war, dass sie selbst nur mit zweitklassigen Melodramen und abgelehnten Shearer-Projekten abgefunden würde.
      Auf die Frage, warum Norma denn so erfolgreich sei, obwohl sie schiele, kurze Beine und fast keine Taille habe, antwortete Crawford:
      „She sleeps with the boss. She rides the studio on his balls.“

    • Aber es war immerhin eine Ehe!

  55. Titel eingeben
    https://www.che ekyvideos.net/murdoch/Revenge%20of%20the%20Murdochs.html

  56. AR-15 im letzten Absatz
    War das eine Anspielung auf den Trumpgegner, der neulich in Las Vegas während eines Autritts eines Trumpunterstützers dutzende Menschen getötet hat?
    Sollte man benennen, bevor Nudger und Framer aus dem einen deutschstämmigen Rechtsextremisten, der wie Ali S. in München aus Rassenhaß getötet hat, basteln.

  57. David O. Selznick - anybody?
    Der war ja wohl unzweifelhaft ein Besetzungscouch-Meister.

    Natürlich ist es falsch, und pervers, Filmrollen via sexueller Verfügbarkeit auf derselben zu verteilen. Keine Frage, keine Diskussion.
    Genau so falsch aber ist, vor einer Generation und aus der Lage einer subjektiven Notwendigkeit (eine Filmrolle bekommen zu müssen meinen) sich auf eben dieselbe aus vollkommen freien Stücken gelegt zu haben, alles positiv über sich ergehen gelassen zu haben, und in 2017 Zeter und Mordio zu schreien. Also den Kuchen erhalten, sofort aufgegessen. Und eine Dekade später, oder gar zwei, von unerwünschten sexuellen Avancen zu berichten.

  58. Das ist nicht schwer
    „Wie so ein moralisch fragwürdiges und skandalerschüttertes Lager dann den Amerikaner erzählen will, sie hätten eine bessere Alternative zum unmoralischen Trump …nun, das wird sicher eine gewisse Herausforderung“

    Das finde ich eine erstaunliche Einschätzung, denn die Distanzierung von W bereitet das doch gerade vor.

    Das läuft so ähnlich wie bei Edathy. Den hat man auch verstoßen und weder Gabriel, Stegner oder Steinmeier lassen heute ein Jota von ihren Moralpredigten nach.

    Die interessante Frage ist doch, ob ein bestimmtes Milieu einen Edathy, Polanski, Gerold Becker, Clinton oder anderen Sex*** begünstigt; diese Frage wird aber nicht gestellt, obwohl sie aus verschiedenen in der „linken“ Kultur liegenden Gründen, die schon zu Zeiten von A. Baader und J. Fischer galten, zu bejahen ist und sich bei W nicht grundsätzlich anders stellt.

    • Es bleibt nicht bei Weinstein, das neueste Ziel ist Ben Affleck und da wird sicher noch mehr kommen. Ich wäre auch erstaunt, wenn Weinstein ein absoluter Einzelfall wäre. Das heisst aber auch, dass die Aufregung anhalten wird, und mit ihr das Klima des Generelverdachts. Die Hoaxes beim Campus Rape haben den Geist zumindest teilweise wieder in die Flasche begracht, jetzt ist er wieder da und wird auch bleiben.

  59. und ich darf niemals
    selber Grillen. Kommt mir vollkommen entgegen.
    Schlimm, nicht wahr? Und Abspülen und so kommt auch nicht in Frage.
    Ganz schlimm. Ich weiss schon. schonalthalt.
    Die Jungs, die heute in nassen schmutzigen Gräben und frierend für alle, auch Feministinnen tätig waren, nass die Dächer noch mit den ausländischen Kollegen gedeckt haben, bis Abends, wenns halt schon dunkel wird. Die erst nach Hause gehen dürfen, wenn die Arbeit fertig ist halt…( die Pünktchen müssen halt sein ), die interessieren sich nicht für C- Promis.
    Öfters Kartoffelbeschimpft werden sie dann irgendmal vom Dach springen
    oder kurz aus dem Graben hoch, und ganz bestimmt zusammen mit den schon länger hier lebenden und geschätzten, hart arbeitenden und integrierten und schon lange nicht mehr Fremden was klarstellen.
    Ist total OT. Weiss ich. Das wird dann halt schlimm, wenn man nix gelernt hat

    Falls Sie es, werter Don löschen, habe ich absolutes Verständnis.
    Danke für den feinen Text.

    P:S.:
    @nahuatl
    …..und der Junge aus Gambia freut sich über die Wohnung, und nein!!!,
    der Mietvertrag läuft nicht über die Stadt.

    PPS.:…Call-Out-Culture, kangaroo courts, twitter as judge jury and executioner, character assassination …
    ..das geht mir sowas auf den S…k

    • ein Gedächtnis wie ein Elefant
      Dann Entschuldigung, schonalthalt.

      Ich machte 2 mal, als die Zeiten für Vermieter noch nicht so rosig wie jetzt waren, nicht die besten Erfahrungen mit Mietern aus anderen Kulturkreisen.
      Mit welchen von hier allerdings auch schon, aber nicht so krass.

  60. Die Unschuldsvermutung
    …sollte man nicht überstrapazieren. Die Besetzungscouch steht nicht erst seit Weinstein in Hollywood. Tausende, die es da nicht raufschaffen, gehen in der Warteschleife als ‚Kellnerin‘ etc auf den Strich. Es liegt bei dem aktuellen Affentheater die übliche Doppel(un)moral vor.

    Im Ausschlussverfahren kommt man zum Kern der Sache: Sowohl Kommunistenfresser McCarthy in der 50ern als auch die kommunistischen Flintenweiber derzeit greifen Hollywood an, weil es jüdisch libertinär ist. Antisemitismus ist auch sexueller Futterneid.

    Sex als Zahlungsmittel ist eine geschlechtsneutrale Währung, macht Feministinnen aber naturgemäß zahlungsunfähig. Rache der Enterbten sag ich mal. Dazu kommen die mit den geplatzten Wechseln auf Weinsteins Couch. KEINE war gezwungen, sich Weinstein auf Armlänge zu nähern. Jobs gibts auch bei Aldi.

  61. Hut ab, Monsieur Don
    Das zu schaffen bei diesem Niveau, das ist ganz grosse Klasse! Und Ihr Tempo. Formidable.

  62. Ob wirklich jemand weiß worum es geht?
    „Es geht diesen Leuten schon lange nicht mehr um Weinstein.“

    Das sehe ich auch so, lieber Don. Ich gestehe aber freimütig zu, absolut nicht zu wissen, worum es eigentlich geht – außer vielleicht um ein sehr vordergründiges Auflagensteigerungsinteresse auf Seiten der NYT.

    Diese News über Herrn Weinstein kommen nun in der Sache so überraschend nicht. Das, was man mit der Veröffentlichung gerade jetzt für das erklärt eigene Lager im Ergebnis anrichtet, kann man aber nur mit vollkommenem Unverständnis quittieren. Herr Weinstein hatte das auch nicht kapiert. Seine heftig angefeindete Reaktion habe jedenfalls ich als „Was soll der Quatsch, Ihr wisst das von mir doch im Prinzip seit 40 Jahren und ausgerechnet jetzt, wo es politisch Spitz auf Knopf steht, müsst ihr das voll in die Öffentlichkeit zerren? Ich bin doch eh nun im Rentenalter und bald weg. Geht es politisch noch blöder??“ verstanden. (O.k., alter Lustmolch, wo Du Recht hat, hast Du Recht.)

    Irgendwie passt diese im politischen Gesamt-Kontext keineswegs zielführende Aktion wieder für die heutige NYT. Dass man in NYC entgegen dem eigenen Anspruch häufig das nötige Mindestmaß an Durchblick eben nicht hat, merkt jeder hinreichend ausgebildete Europäer, der sich den Erzeugnissen dieses Presseorgans etwas häufiger widmet, relativ schnell. Ja es gibt sie ja noch, diese unerreichbaren Presse-highlights. Manchmal jedenfalls. Aber leider zunehmend abnehmend. Wenn man eine Folgenabschätzung aber dann auf „columnist“ – Niveau vornimmt, muss das zwangsläufig in den Teich gehen.

    Egal. Inzwischen frage ich mich sowieso nicht mehr, wofür die Amerikaner Trump gewählt haben. Das Maß an betonköpfiger Ignoranz in beiden Lager war nur noch durch eine extrem disruptive Maßnahme zu überwinden. Offenbar war man dort an dem Punkt „egal wer, Augen nzu und durch“ angekommen. Das naheliegende Risiko, dass es dabei allzu disruptiv werden kann, hat sich leider nun voll verwirklicht. Das Erschreckende ist, dass es jetzt, nach einem Jahr und jede Menge „blunder“ in Trumpistan bei der Konkurrenz, NYT eingeschlossen, keineswegs besser wird. Es überwiegt weiter eine kontraproduktive Mischung aus Massenträgheit und arroganter Ignoranz. Oder ist es ignorante Arroganz? Letztlich auch egal; es wird auf´s selbe rauskommen: Auf Mr. Trump´s zweite Amtszeit. Aber das hatten Sie ja auch schon geschrieben.

  63. Titel eingeben
    [editiert. Ich schalte gemeinhin auch provokante Thesen frei, aber dann bitte mit einem richtigen Nickname und nicht als totaler Anonymling. Don]

    • Schade
      Mein Beitrag diente zwei Zwecken: (a) Mit einem groben Klotz auf den groben Keil der politisch-korrekten absolut selbstgerechten Empörung (wie sie etwa die NYTimes betreibt) zu reagieren. (b) Die Mär von den völlig unschuldigen Frauen gegenüber den bösen, bösen Männern zu entlarven, die die ganze Emanzipations- und Genderdebatte unbeschadet überstanden hat. Das wurde in der Tat provokativ, aber eine sorgsam abgewogene Darstellung wäre zu lang geworden. Dass ich das anonym als GAST getan habe, hat nur einen Grund: Ich hege keine Neigung zum gesellschaftlichen Suizid.

    • Sie können sich hier jeden beliebigen Namen raussuchen, aber ich halte sicher nicht den Kopf für Leute hin, die sich nicht an die Regeln halten.

  64. Mal ehrlich, was zählen schon sieben Jahre gegen 12 plus (evtl.) 4 weitere?
    Mei, haben’s die Amis gut.

    Aus medialer Sicht besteht die Crux ist doch darin, dass dem hiesigen Führungspersonal Übergriffe der geschilderten Sorte ernsthaft weder zugetraut, noch unterstellt werden können. An der matronenhaften und pfarrerstöchterlichen Meck-Pomm-Sprödheit muss selbst der ersatzweise betriebene transatlantische Voyeurismus scheitern, der sich – bemüht, die fleischgewordene Alternativlosigkeit zu ertragen – verständlicherweise nach etwas schmuddeliger Unterhaltung sehnt.

  65. eigenartig
    Wenn die Silvesterparty in Köln lediglich so etwas wie
    ein schnödes Oktoberfest [nur zur falschen Zeit] war,
    dann könnte man doch die Gegebenheiten in Hollywood
    auch als profane Oktoberfestaktivitäten bewerten.
    Halt dann nur das ganze Jahr über.

    Aber, wer hält sich schon an Zeitlimits?

  66. Weinstein
    Worüber ich nachdenke ist, ob bei den Vorwürfen nicht auch stark antisemitische Topoi bedient werden.

    • (((Weinstein)))
      Bemühen Sie mit meinem Titel ruhig mal die Suchmaschinen abseits des deutschen Google und lassen Sie sich überraschen, was da über „fröhliche Händler“ geschrieben wird. Ja, Antisemitismus existiert auch gerade, wenn es um Hollywood und Medien geht. Selbst Nixon sprach von den Juden in den Verlagshäusern.

    • Das ist auch eine Nebenwirkung, leider, die Rechtsextremisten in die Hände arbeitet. Aber da kann man nichts machen, jeder reitet das so, wie er will.

    • wer das bedient, ist voll daneben
      Nein, unmöglich, denn die Alten waren anders. Bob Weinstein hat das möglicherweise geleakt, und Katzenberger hat sich sofort distanziert.

      Wer also in dieser Richtung interpretiert, ist ein Antisemit, denn es hat nichts damit zu tun. Trump selbst hat einen jüdischen Schwiegersohn und eine jüdische Tochter (Konversion).

    • Der Jude...
      …. ist das lauterste und ehrlichlichte Wesen auf dem Erdenrund, der nie einem anderen ein Leid getan. Und wenn man einen solchen eines Verbrecherns beschuldigt, ist das ein Angriff auf das ganze Judentum. Ein garstig Antisemit, der solches tut.

  67. ein bisschen Theorie schadet nie
    Das Interessante an diesen Skandalen:

    Früher wurde das alles nicht öffentlich, weil automatisch beide Seiten dabei nur verlieren konnten: Der Mann und die Frau. Denn auch für die Frau war automatisch ein Ansehensverlust die Folge, selbst wenn sie Opfer oder gerade weil sie Opfer gewesen ist.

    Und genau hier scheint sich etwas zu ändern, was dann das Aufdecken der Skandale erst ermöglicht:

    Die Frau ist nun immer Opfer, auch wenn sie sich nicht wehrte.
    Sie ist jetzt auch als bekanntes Opfer nicht schwach und hilflos, sondern kann weiterhin als Person auftreten.

    Dieser Wechsel ist condito sine qua non der Veröffentlichung der Skandale.

    Eine neue Asymmetrie.

    Was witzig ist, weil logisch. Paradoxien können nur zu einer Seite aufgelöst werden. Nie anders.
    Früher ging es nur zu Gunsten des Mannes, heute nur zu seinen Ungunsten.

    • Rollo Tomassi
      The Cardinal Rule of Sexual Strategies:

      For one gender’s sexual strategy to succeed the other gender must compromise or abandon their own.

    • Kluger Gedanke aber
      m. E. ist die Annahme verkehrt, dass früher beide Seiten verloren haben. Verlieren konnte nur die Frau, es sei denn, man werte Abweisung und entgangenen Sex als Verlust.

      Dem widerlichen Missbrauch organisatorischer Macht wurden vollkommen richtig per Gesetz Grenzen aufgezeigt. Wie ich schonmal schrieb -deja vu-, habe ich das selbst in meiner Personalarbeit erlebt.

      Das Pendel schlägt nun völlig verständlich in die andere Richtung aus und man wird sehen, wie und wann sich wieder ein Gleichgewicht herstellt. Denn darauf läuft es bei natürlichen Prozessen hinaus: Herstellung eines Gleichgewichts. Eine Frage der Zeit. Ich erkläre mir Trump jedenfalls so. Da hatte die Obamaseite schlicht überzogen und nun schlägt es ihn halt weg.

      Es sei denn, die sich mehrenden Warnungen vor einem Trump, dessen Daumen verliebt um den nuklearen Feuerknopf kreise, sind ernst gemeint und kein Produkt linker Propaganda. Dann können wir den Laden dichtmachen.

      Das bereitet mir jedenfalls zur Zeit mehr Sorge, als der Abgesang auf einen Weinstein.

    • Every mammal on this planet develops a natural equilibrium ...but you humans do not
      @marabella

      Der Witz ist: Es stellt sich nie ein Gleichgewicht ein. Denn Gleichgewichte sind nicht anschlussfähig.
      Es kann immer nur zu einer von zwei Seiten tendieren, um dann die Grenze der Einheit der Differenz zu erreichen, aus der auch das Extrem nicht ausbrechen kann.
      d.h. die natürliche Grenze des Feminismus ist die Einheit der Unterscheidung von Frau/Mann.
      D.h. wenn zwischen Frau und Mann nahezu kein Unterschied mehr besteht, dann wird der Feminismus enden und das Pendel zurückschlagen.

      Easy as f.ck

  68. McCarthy Reloaded?
    Das ist der Eindruck, den ich zur Zeit habe von dem, was da abgeht. Das meiste kriege ich nur über Twitter und CNN mit. Und jetzt kehrt sich das ganze Snowflakes-System, das dort seit Jahren Gesinnungsschnüffelei betreibt, auch noch gegen sich selber. Es stimmt, etwas besseres hätte Trump gar nicht passieren können. Sollen sie sich gegenseitig zerfleischen. Die Revolution frißt ihre Kinder.
    Heute morgen machte mal wieder ein Schneeflöckchen auf Twitter ausgerechnet James Damore an, und zwar wie folgt:
    „Dear Men, Please remove the phrase „as a husband and/or a father of daughters“ from your vocabulary. Women exist outside your bubble.
    Instead let me suggest, „I recognize my privilege. Sexual harassment and assault are epidemics and I will use my position of power to end it.“
    (@abzdafab)
    Was hat der geantwortet?
    „It saddens me when I see general complaints suggesting that men don’t care about women’s issue. They do care, although not always understand
    99% of men are decent people, but we all pay the price for the despicable ones. Don’t you think we hate them too?“
    Was sie sonst noch an Antworten bekommen hat, war sehr eindeutig. Im Endeffekt zerstören die Feministinnen in den USA sich gerade selber.

  69. Die offenbar [ahem] werden so lange rumspinnen ,
    .
    ..
    bis die Scheiterhaufen wieder brennen .

    Dass so ein Irrwitz dann als Schmutzkübel-Kampagne verwendet wird , ist halt ein Zeichen dafür,

    wie verkommen die politische Landschaft in den USA ist.

    Ähnlich, wie bei uns.

    Schlimm ist, dass dieser [Ahem] bei uns die Fäden zieht, über Marionetten wie [ahem], etc.

    Auch die EU ist ja nur ein Instrument ,mit dem gewisse Kreise drüben Europa gängeln können.

    Trump, mit allen Kanten, ist das kleinere Übel gegenüber der Megäre Clinton.

    Mit der hätten wir schon einen Krieg in der Ukraine gegen Russland,

    damit ein paar [ahem] noch reicher werden.

    Nicht wirklich in unserem Interesse, wie halt auch die Politik in D.

    • Mein guter Mann, reissen Sie sich am Riemen. Ernsthaft.

    • All you can [ahem]
      Natürlich bin ich grundsätzlich dankbar, dass der Don hier regulierend eintritt, aber im Fall von Herrn Moser würde mich die freigeschaltete Version hinter der Paywall ja doch interessieren ;)

      Aus rein akademischen Gründen natürlich….

      Mit herzlichem Gruß an Sie beide !
      SchallundRauch

    • Leute: Das hier ist ein heikles Thema, bei einem Staatsfunk ist „jemand“ hinter mir her und schnüffelt auf Gebührenzahlerkosten mir nach – ich will einfach keinen unnötigen Stress oder skandalöse Berichte wie „Was die FAZ in den Kommentaren etc.“. Also bitte. Es ist gerade wirklich keine Zeit, mir eine Blösse zu geben. Ein kommentar, den ich komplett gelöscht habe, war von einem Agent Provocateur.

    • Sorry, Don, die Situation war mir nicht bekannt,
      .
      . und beim Schreiben schaut vieles nicht so arg aus, wie mit Argusaugen gelesen.

      Mache mal eine größere Pause, zwecks Friktionsvermeidung .

    • Lieber Don,
      lieber Herr Moser,

      das kam vermutlich nicht so rüber, war aber Ihnen beiden gegenüber ernsthaft als Kompliment gemeint.

      Wenn man – wie ich – hier schon eine Zeit lang so liest, hat man eine gewisse Vorstellung davon, wer etwas wie meint, und in Gedanken habe ich ein gewisses Bild vom Herrn Moser, wie auch davon, wie sich seine Gemütslaune von Fresstag zu Fresstag entwickelt (ist ja bald wieder so weit, das hebt dann die Stimmung…).

      Da entdeckt man dann das Granteln als eigene Kunstform, die natürlich unter Zensur besonders leidet, und bedenkt nicht so recht, dass dieses Forum trotz des vertraulichen Umgangs mancher Foristen untereinander die Rechtsprechung zur „beleidigungsfreien Sphäre“ vermutlich eher nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Jedenfalls ist nachvollziehbar, dass das alles die Masi nicht versteht und nicht verstehen will, wenn sie hier mitliest.

      Sie, lieber Don, sind für mich der Kanarienvogel, den wir hier gerade alle durch die Mine tragen, immer in der Hoffnung, dass Sie fröhlich weiter pfeifen. Denn es ist klar: wenn Sie irgendwann – hoffentlich nicht, und jedenfalls nur bildlich gesprochen – tot von der Stange fallen, dann wird es auch nicht mehr lange dauern, bis der ganz große Knall kommt…

      Also, Glück auf!
      SchallundRauch

    • Zu der Kanarienvogelsache wird es bald einiges zu hören geben, aber machen Sie sich um mich keine Sorgen.

    • @ Schall & Rauch
      Hübsches Bild mit dem Kanarienvogel in der Mine, auch als „Harzer Roller“ bekannt, der bei einer atmosphärischen Kohlenmonoxidkonzentration von 0,29 % bereits nach kürzester Zeit vom Stängelchen knickt.
      Eine Konzentration übrigens, die im voll besetzten Bundestag künftig locker überboten werden dürfte. Man darf gespannt erwarten, wer mit dicker Luft besser zurecht kommt.

      Dachten Sie vielleicht an Michel Djerzinskis Kanarienvogel in Houellebecqs „Elementarteilchen“? Wirklich weit hat der’s nicht geschafft.

      Wenn DA das Bild des bunten Vogels nicht mag, bietet sich ersatzweise jenes des Saiblings oder der Bachforelle an. Fische, die z. B. von den Stadtwerken München als eine Art „Vorkoster“ oder Frühwarnsystem für die Trinkwasserqualität eingesetzt werden.
      Dass diese quasi verbeamteten Kreaturen bei ihrer nützlichen Tätigkeit keinerlei Rentenanspruch erwerben, zählt zu den systemischen Gerechtigkeitslücken, gegen die auch Würselener Buchhändler vergeblich anrennen.

      Die Sorge um den Gastgeber und den Blog treibt nicht allein Sie um. Ein Plan B müsste her, nachdem die Firma Guck&Horch wieder unterwegs ist.

      @ Moser. Sans ned zu dasig, Sie derpackn des scho.
      Ganz ohne Friktionen kann’s im Leben nicht abgehen. Ich freue mich auf Ihren nächsten Beitrag. Chili vielleicht separat servieren, damit jeder selber nehmen kann, was ihm schmeckt und damit Sie sicher unter dem Radar durchfliegen. Anregungen gibt’s hier …

      https://wiki.selfhtml.org/wiki/Referenz:HTML/Zeichenreferenz

    • @Zuvielgesellschaft
      Ich dachte da offen gestanden eher an Grubengas als an Kohlenmonoxid, das knallt besser.

      Den französisierten Herrn Welbeck habe ich bislang noch nicht gelesen, zum Teil aus Vorurteil gegenüber der zeitgenössischen französischen Kunst (mein Trauma: Chocolat). Aber hauptsächlich liegt es an schlichtem Zeitmangel, denn – seien wir ehrlich – irgendwo müssen die Steuern für die Subventionierung der AK-Stiftung und des Kampfs gegen Rechts ja herkommen. Und entgegen allen andersgearteten vorherigen Behauptungen meiner Frau erziehen sich Kind drei und vier doch noch nicht wie von selbst.

      Herrn Welbeck werde ich mich daher vermutlich erst irgendwann nach Erreichen des Renteneintrittsalters mitte 70, d.h. in gut 30 Jahren widmen können, würde dann aber vermutlich nicht mit den Elementarteilchen anfangen, sondern mit der „Unterwerfung“, allein um zu schauen, ob das Buch auch in der Retrospektive noch als Satire anzusehen ist…

    • @ S&R
      Na, dann viel Glück mit der Domestizierung der Rangen 3 und 4.
      Meine sind flügge. Brutgeschäft erledigt, reichlich Lesezeit gewonnen.

      Besorgen Sie sich die „Unterwerfung“ besser heute (bei A ab 3,68 …). Etwas Zeit für die Lektüre findet sich bei geschickter Delegation des Erziehungsauftrags immer. In 30 Jahren steht das Buch vermutlich auf dem Index. Die Wirklichkeit wird die Satire überholt haben.

    • Otto Moser, ...
      … ich kann ja vermuten was der Don nicht lesen möchte – und glaube dann dass ich Ihnen nicht recht geben kann.

      Ich sehe Deutschland als doppelte Kolonie:

      militär-politisch vor allem der US (und der NATO). (Nur Schröder war da unbotmäßig und wollte seine Freiheit nicht in Bagdad verteidigen – so gesehen der beste Kanzler seit langem.) Mutti freut sich ja wenn ihr in Washington jemand zuhören will, wenn sie telefoniert…

      wirtschafts-politisch vor allem Frankreichs (und der EU). Griechenland spielt keine wirklich große Rolle. Aber die Rettung von Italien und F auf Kosten der deutschen Renten wird sich vermutlich nicht ausgehen…

      Und natürlich haben GR u PL nicht viel weniger Anspruch auf Reparationen als IL…

  70. Paria
    Solange es in Deutschland reicht ein rotes Bobbycar missbraucht zu haben, um als Politiker in Grund und Boden gestampft zu werden, halte ich mich mit der Kritik an amerikanischen Medien etwas zurück.

    Bei all dem *issmus der zurzeit durch die Lande zieht, ist es leider nur noch ein Wunschtraum einen Angeklagten erst dann zu verurteilen, wenn seine Schuld erwiesen ist.

    Und Trump. Ich könnte mir vorstellen, dass Obama in seinem ersten Jahr mehr Menschen hat umbringen lassen.

    Also: wir beruhigen uns jetzt alle erstmal ein bisschen

    • Ich erwarte mir von einem Staatsoberhaupt ein anderes Verhalten las von einem Firmenchef, der nur für sich und seine Firma steht.

    • Ich könnte mir vorstellen, dass Obama in seinem ersten Jahr mehr Menschen hat umbringen lassen
      Dafür hat er ja auch den Friedensnobelpreis bekommen.

      Die geben jetzt nämlich alle endlich Frieden – wie man bei uns zu sagen pflegt…

  71. Staatsoberhaupt
    Da ist was dran. Schließlich wird es von seinen Staatsbürgern gewählt. Die Demokratie lässt halt so manche seltsame Blüte spriessen. Aber ob es einem gefällt oder nicht, der Mann wurde gewählt, weil viele Menschen genau dieses Verhalten gut finden. Mir gefällt das Verhalten vieler Firmenchefs und Staatschefs nicht. Aber leider haben sie die gleichen Schwächen wie andere Menschen. Problematisch ist nur, dass die Auswirkungen dieser Schwächen wesentlich größer sind.

    • Ich bin ja durchaus dafür, dass das Volk erfährt, wie die Vertreter gepolt sind, und nicht nur so, wie die PR das macht. Bei Produkten kann man das auch machen, keine Frage. Ich kaufe auch von gewissen Firmen nichts. Aber deshalb renne ich nicht durch die Gegend und verlange, dass sich Apple-Käufer entschuldigen.

  72. Nur Hollywood? Nur Amerika? Nur Show-Biz?
    Warum deutsche Medien sich so echauffieren über Dinge, die uns direkt nichts angehen, entzieht sich meinem Verständnis.
    Ich erinnere mich an eine Sendung im SR2 („Fragen an den Autor“), in der vor vielen Jahren eine Autorin bei offenem Mikrophon sinngemäß gesagt hat, sie hätte noch nie einen Mann im Bett gehabt, der sie wirklich befriedigt hätte. Zu dem Zeitpunkt stand ihr Schreibtisch noch ziemlich nahe bei dem eines mächtigen Polikers. Ein paar Wochen später hatte sie dann einen Schreibtisch weit weg an untergeordneter Position in einem Ministerium.
    Wieviele Karrieren gehen auch in Deutschland durch das Bett des Mächtigen?

    Wer etwas anderes annimmt, ist entweder blind oder ein Heuchler.

    • Nachdem HR inzwischen eine Frauendomäne ist, würde ich bezweifeln. dass da in der klassischen Wirtschaft noch viel geht. Aus anderen Bereichen wie der New Economy mit geringem Frauenanteil weiss ich, dass die Leute eine erkennbare Neigung zu Paysex hatten, weil es, rational-zynisch gesagt, wenig Aufwand bedeutete. Ich will nichts ausschliessen, aber in meinem umfeld leben eigentlich nur Konservative, die einen Partner für das Leben wollen. Da bin ich als Single schon die krasse Ausnahme.

    • Mit freundlichem Verlaub - aber das ist auch nichts anderes als Massenverleumdung ...
      Und meine Vermutung ist darüberhinaus – neidgetrieben.

      Nach meiner persönlichen Lebenserfahrung ist die Antwort auf die Frage „Wieviele Karrieren …“ eine sehr klare: Wenige. 1 von 100, maximal. Die Quote der Versuche mag etwas höher sein, da es hirnlose Hühnchen gibt, die annehmen, Andeutungen und Versprechen müssten gehalten werden. Aber selbst damit, wenige.

      Und die meisten von diesen wenigen, so mein Eindruck, ausgerechnet da, wo angeblich Liberalität, Kreativität und Lebensfreude gaaaanz gross geschrieben werden. Kunst, insbesondere darstellende Künste. Theater, Film, Photographie, Werbung.

      In der produzierenden und dienstleistenden Wirtschaft sind die Hindernisse, auf die Frauen stossen, jedenfalls nicht die Betten der Mächtigen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Der Mensch halt.....
      Da hat sich seit Babylon und den Tagen der römischen Kaiser nichts geändert. Das ist auch gut so, denn wo kämen wir denn hin, wenn
      die anthropologischen Konstanten ihre Konstanz verlören.
      Ein Chaos der völlig unbeherrschbaren Art wäre die Folge.

      Wenn im Showbiz unbeherrschter und total unfairer Sex grassiert,
      so kann das nicht verwundern. Gerade in Hollywood nicht, wo harte
      Auftragsarbeit in Sachen Gehirnwäsche und Massenmanipulation
      schweißtreibender Alltag ist.
      Dort ist krasser Zynismus und Menschen(Frauen)verachtung
      Voraussetzung für „gute Arbeit“.
      Andersrum wäre mann nicht gut genug für den Job und er könnte
      den Rubel nicht zum Rollen bringen.

    • Ich habe es übrigens auch nicht mit Filmen (ausser sehr alten).

      Aber generell bin ich natürlich der Meinung, dass ehrliche Prostitution angesichts solcher Enthüllungen einen besseren Ruf verdient.

  73. Weiner
    Dann war ja noch Anthony Weiner. Dessen Skandal von dem links-liberalen Establishment komplett verdrängt wird. Weiners Ex-Frau Huma Abedin ist die engste Beraterin Hillary Clintons und hatte trotz nachgeweisen Sextings ihren Mannes lange verteidigt, zumindest solange der Windschatten ihres Mannes Karriere versprach. Nun sitzt Weiner erstmal, aber pünktlich zum Wahkampf wird er als freier Mann sicher nicht still in der Ecke sitzen bleiben.

    • Ich halte Weiner für ein nicht typisches Exemplar der Demokraten – so, wie auch Linus förster sicher nicht typisch für die SPD ist.

    • Titel eingeben
      Würde ich anders sehen. Er war ein Aushängeschild der Demokraten, selbst im Frühjahr 2017 wurde vermeldet, dass seine Ex und demokratisches Glamour Girl – es noch mal mit ihm versuchen wolle und auch vor der Verurteilung im Septemer bat sie um Milde für ihren Ex-Mann. Ganz schön mitfühlend für eine Frau, die gemäß Hillary’s Buch „This man is going to be the death of me“ geschrien haben soll, als sie von den FBI Ermitlungen in der Clinton-Privat-Email Affäre durch ihre Daten auf Weiners PC erfahren hat. Der ist im demokratischen Establishment noch nicht abgeschrieben.

    • Wenn man etwas anders sieht, sollte man dafür mehr Indizien haben,
      als nur die Verzeihung der Ehefrau. Haben Sie aber nicht, also ist die Pauschalverdächtigung aller Demokraten reichlich albern.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  74. Wie gut, dass wir die GEZ und die kommunalen Milliarden für unsere Bühnen haben.
    Da ist die Versorgung all der Stars und Sternchen nicht von schmierigen Produzenten abhängig.

    • Es gibt auch noch politische Seilschaften und schlichte Familienzugehörigkeit.

    • Das "nicht von schmierigen Produzenten abhängig" ,stimmt nur in so weit, daß
      hier die Hauptakteure zugleich die Produzenten sind und über Arbeitsgerichtsverfahren eher weniger berichtet wird. Aber auch die Hauptabteilungsleiter und ihre Hofschranzen sollen immer noch Sofas im Büro haben.

    • Neuere Berichte sagen, Weinstein hätte einen extra Zuführer angestellt.

    • Zuführer
      Hatte er schon 2004 in Rom über Disney. Disney sagen, sie kennen den Mann nicht.

  75. Macht, Sex ab 5 Euro, Bigotterie und liberale Omertà
    Die sog. liberalen Milieus hierzulande, einig in ihrer selbstgefälligen moralischen Überhöhung und im rituellen Trump-Bashing, gucken auch gern weg und kriegen den Mund nicht auf, wenn die politische Opportunität Schweigen gebietet.

    In den eigenen Schmuddelzonen wirkt die zivilgesellschaftlich verordnete Schweigepflicht in doppelter Weise, indem sie Opfer und Täter gleichermaßen „schützt“ …

    https://www.wr.de/panorama/warum-maennliche-fluechtlinge-in-die-prostitution-abrutschen-id210656857.html

    • Gewisse Nebenaspekte der Freizügigkeit in Berlin werden halt nicht so deutlich thematisiert, wie etwa Drogenmissbrauch bzw. steigende Krankheiten durch fehlende Präservative. Das kommt nur immer wieder mal und ist dann bald wieder weg.

  76. The times they are a-changin'
    Steve Bannon sei Dank !
    50 Jahre lang konnte die „Elite“ mit jeder Perversion durchkommen.
    Game over Bastarde.

    • Die Aufklärung hat jetzt eher nichts mit Bannon zu tun.

    • Bannon
      Ich glaub schon das das was mit Bannon zu tun hat. Er schafft das Klima dafür. Tauwetter. Vielleicht ist Bannon eine wichtigere Figur als Trump. Das 60 minutes Interview hat mich beeindruckt. Charlie Rose gehört auch zum Sumpf. Er hatte Bannon nichts entgegensetzen.

    • Die amerikanische "Qualitätspresse"
      hatte die Story wohl seit Jahren. NBC hatte angeblich noch im August Bedenken sie zu bringen, die New York Times soll schon vor 4 Jahren die vorliegenden Recherchen nicht vollständig veröffentlich haben.
      Mit Steve Bannon und der Reichweite von Breitbart im Nacken müssen sich die etablierten Medien in den USA neu positionieren.
      Da könnte man eventuell auf den Gedanken kommen, dass ein Bauernopfer notwendig wurde um die Restreputation zu schützen.
      Popcorn !

  77. zu Oberländers nötighaben
    es mag ja sein, dass die Damen es jetzt nicht mehr nötig hätten, Weinstein eines mitzugeben.

    Aber damals, am Anfang ihrer Karriere, hatten sie ihn eben nötig, sie wussten ja nicht, dass sie einmal Weltstars sein würden.

    Das Blöde an einer Besetzungscouch sind die langfristigen Wirkungen, er hat sich keine Freundinnen gemacht. Selbst wenn die Damen damals wussten, was der Preis für eine Rolle sein würde: Missbrauch geistig in Kauf zu nehmen und ihn emotional zu erleben, sind zweierlei Dinge. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Weinstein seine Schauspielerinnen als Mensch geachtet hat, wenn er sie vorher wie ein Stück Fleisch behandelt hat. Das sind Demütigungen, die tiefer sitzen als ein versehentlicher Busengrabscher, der beispielsweise im Suff passiert sind.

    Er ist jetzt schwach, und die Zeit der Rache ist gekommen, zumal es auch in den Zeitgeist passt.

    Politisch ist das natürlich blöde, aber ich glaube nach wie vor nicht, dass es den Betroffenen vorrangig um Politik geht.

    • Auffällig ist, dass die Beschwerden aus dem adminsitrativen Bereich der Firma erst due ganzen Promis auf den Plan brachten, die jetzt im Mittelpunkt stehen. Über die normalen Mitarbeiterinnen redet schon wieder keiner mehr.

    • casting couch
      Womöglich haben manche der jungen Damen den „Missbrauch“ [please don’t get me in troubles. Don]? Damals jedenfalls. Und (aus)genutzt. Denn „Besetzungscouch“ ist sicher auch im Englischen (oder das was die Amis daraus machen) ein geläufiger Begriff.
      Auf Pr0no sites ist die Kategorie „casting“ immer dabei.

    • kdm, in allen Ehren, aber
      pRon als Referenz für Besetzungscoach anzusetzen … .

      Ich hoffe nicht, Sie denken ‚Krankenhaus‘ so wie Sie es in den bezeichneten Medien dargeboten bekommen!?

  78. Das Schweigen der Männer
    Es gibt jetzt von Journalistinnen schon den Vorwurf an „die Männer“, zu Weinstein geschwiegen zu haben. Während das jahrelange Schweigen der betroffenen Frauen nur als ein Zeichen ihres Schocks oder ihrer Scham gewertet wird (und nicht etwa, weil sie ihre Karriere noch ein wenig puschen wollten). Los, ihr Männer, meldet euch! Stoppt euer Schweigen! Weinstein hat euch beim Pinkeln doch bestimmt auf den Schwanz geschielt.

    • Ja, das ist sie, die Call Out Culture. Bayern alter Schule auch noch als „Beichtzettel“ bekannt. Wer den nicht hatte, wurde sozial angefiest. Noch davor gab es bei uns eine Religionspolizei, die aufpasste, dass auch jeder seinen Rosenkranz dabei hatte.

  79. Die Elite
    Scheren wir sie doch alle über den gleichen Kamm?!

  80. Geschlechterneutral
    Dass in der Traumfabrik seit den Kinderschuhen der Filmindustrie skrupellos (auch sexuelle) Macht ausgeübt und Existenzen mit einem Achselzucken zerstört werden, ist ja nichts neues. Dazu muss man gar nicht mal das reißerische „Hollywood Babylon“ zu Rate ziehen. Hinweise finden sich sogar in den beiden humorvoll geschriebenen Autobiografien vom britisch-korrekten Gentleman David Niven. Krimilegende Raymond Chandler hat in seiner Korrespondenz ziemlich deutlich dargestellt, warum ihn Hollywood so ankotzt – und diese Abneigung dann auch in seinem Roman „Die kleine Schwester“ umgesetzt.

    Eine „Twitter-Dame“ gab es damals auch schon: Kolumnistin Hedda Hopper. Vor der hatten (so ab Ende der 30er Jahre) alle Schiss, die griff in ihren Artikeln ebenfalls gern Schauspieler, Produzenten und Regisseure ob deren Lebenswandel (oder der politischen Einstellung) an. In den Studios arbeiteten ganze PR-Abteilung daran, das Image der Stars gegen derlei Angriffe zu verteidigen.

    Ein etwas aktuelleres Beispiel für einen Whistleblower ist der rauhbeinige Drehbuchautor Joe Eszterhas. Hab zwei Bücher von ihm gelesen; der zieht schon ziemlich vom Leder. Aber auf eine sehr unterhaltsame Weise. Eszterhas behauptet dort auch, dass sich der Schwerpunkt der allgegenwärtigen sexuellen Nötigung in den letzten Jahren/Jahrzehnten stark verlagert hat. Jetzt, so meint er, stehen vor allem die männlichen Schauspieler, die eine steile Karriere anstreben, unter Druck, weil immer mehr Schwule in Entscheiderpositionen gelangt sind. Er „untermauert“ seine These mit dem Hinweis (aus dem Gedächtnis) darauf, dass man sich all die neuen (Action-)Stars ja bloß anzuschauen braucht, um zu wissen, was da läuft. Das seien doch alles keine richtigen Männer mehr, sondern eher homosexuelle Wunschbilder.

    Wie gesagt: Er ist ein polemischer Dampfplauderer, aber nach der Lektüre muss ich schon desöfteren grinsen, wenn ich mir einen aktuellen Film anschaue und wieder einmal denke: Wie zur Hölle hat dieser Bubi bloß diese tragende Rolle ergattern können?

    • Mein Lieblingsroman zu dem Thema ist „Tod in Hollywood“ von Evelyn Waugh.

    • keine Toten in Hollywood?
      Bunuel wollte den „Tod in Hollywood“ verfilmen, erzählte er in einem Interview. Er hatte sogar schon ein Drehbuch geschrieben, aber es wurde nix draus. Bunuel schob’s auf Hollywood:
      „…fuhr los, um es einer der großen Hollywoodfirmen zu verkaufen. Aber der Tod war als Thema tabu, man ließ es lieber in Frieden ruhen.“ (cit.: Klappentext der Diogenes-Taschenbuchausgabe).

      (Bunuel hat wohl nicht viele Hollywood-Filme gesehn? In denen wimmelt’s doch nur so von Toten)

    • Ja, aber es müssen die richtigen Todesumstände sein, und Waugh ist schon sehr makaber.

    • Bunuel, falls Sie seinen "Dernier Souffle" gelesen haben,
      Hat tatsächlich wenig Filme bestimmter Genre gesehen, war ewige Zeiten selbst in Hollywood, mit Chaplin als Supervisor, und lässt sich nicht allzu positiv über die dort geschaffene Kunst aus. Insbesondere die Drehbücher. Da schreibt er eine nette Anekdote zu.

      Tod und Los Angeles geht für mich am besten zusammen mit Russ Meyers „Beyond the Valley of the Dolls“. Ein Film der Jahre später sich mit dem Hauptdarsteller Phil Spector so ähnlich in der echten Wirklichkeit wieder aufführte.
      Meistens geht es ja anders herum.

    • @Geschlechterneutral
      in etwa das gleiche erzählte mir neulich ein befreundeter Opernsänger (heterosexuell) von Regisseuren und Intendanten (Schwule in Entscheiderpositionen). Er habe fast keine Lust mehr, den Beruf weiter auszuüben. Hinzu käme eine unfassbar schlampige Vorbereitung seitens der Regisseure, die z.T. die Stücke, die sie inszenieren nicht kennen. In einem Fall musste er einem englischsprachigen Regisseur den Operntext auf der Probe übersetzen. Und wir reden hier nicht vom Stadttheater Trips-Trill, sondern von einem angesehenen Festival.

      Zum Thema „homosexuelle Wunschbilder“ und „keine richtigen Männer“: Man möge sich nur mal die Stimmen von Schauspielern oder Synchronsprechern in der Nachkriegszeit und die die von heute anhören. Stimmlage und Artikulation sind schon sehr verschieden.

  81. "Kennen Sie Ibsen?" --- "Ob ich was...? Sie Schwein!"
    Oberländer: „Was meinen Sie mit ‚kultureller Prägung‘?“

    Ich meine das klerikale Christentum und dessen verklemmte Sexualität. (Ich meine nicht die europäische Staatskirche.)

    Don Ferrando: „Worüber ich nachdenke ist, ob bei den Vorwürfen nicht auch stark antisemitische Topoi bedient werden.“

    Exakt. Es ist eine billige Retourkutsche für die Niederlage Hillary Clintons, nur auf dem Umweg über die Besetzungscouch von Herrn Weinstein, der selbst damit gar nichts zu tun hat und nur das Bauernopfer ist. Hillary ihrerseits hat den Fehler ihres Lebens gemacht, als sie (nach eigenen Worten) Bill so sehr vernachlässigte, dass er sich einer Praktikantin zuwandte. Sie hätte Bill verlassen oder sich ihm und sich selbst verzeihen müssen, was aber nun nicht geht, wenn man einem protestantischen Glauben und seiner schrägen Sexualmoral anhängt. Oder Bill hätte Hillary verlassen müssen und die Konsequenzen tragen…

    Und für all die Amerika-Lästerer: Hier in Deutschland rennt auch eine ganze Aufschrei-Generation durch Berlin, mit der aufgrund dieser toxischen Mischung aus Selbsthass und [ahem]-Charme kein vernünftiger Mann reden oder sie gar anfassen möchte. Und bei Donald Trump werden sich tatsächlich noch eines Tages einige aus dem möchtegern-intellektuellem Journalisten-Camp ordentlich entschuldigen müssen.

  82. wissen wir nicht schon lange
    wenn es unten rum einsetzt, setzt es oben rum aus ? !
    Übrigens nicht nur bei der „Krone der Schöpfung“

  83. Freundinnen...
    Neulich ein Cartoon im PARTEI-Organ: Eine Frau auf der Bühne mit einem Pokal in der Hand kräht fröhlich ins Mikrofon: „Mein besonderer Dank geht an meine Muschi, ohne die ich das niemals geschafft hätte!“ – Und da fallen mir auch Liz M. und Friede S. ein.
    Satire darf alles.

    • der Queraufstieg ins Bett !
      vergessen sie doch nicht kanzlergattInnen, blonde deutsche schauspielerInnen und -es kommt ja die WM – spielerfrauen.

      alles anerkannte berufe für den quereinstieg ins bett.

    • Ich habe keinen Anlass, an den ehrenhaften Motiven von Zensurministerpartnerinnen zu zweifeln.

    • Don Alphonso, vorsichtig oder ironisch?
      Auch wenn kognitiv unzweifelhaft im Kopf einer Person, hat Macht dem Vernehmen nach eben doch Sex-Appeal.

    • Finden Sie? Ich habe noch nie Lust auf Leitungsaufgaben gehabt.

  84. Don über normale Mitarbeiterinnen redet keiner mehr
    Lieber Don Alphonso

    das ist leider typisch und kein Ruhmesblatt für den Feminismus!

    Die Probleme der einfachen Frau interessieren nur am Rande, denken sie nur an die Frauenquote in Aufsichtsräten.

    Feminismus, zumindest wie er in den Medien stattfindet, ist ein Projekt weißer Frauen mit guter Bildung, möglichst Intellektuelle.

    Ich erinnere mich an den Aufschrei, dass viele Frauen doch tatsächlich Trump gewählt haben. Mich wunderte das gar nicht, der gab wenigstens vor, die Probleme einfacher Frauen zu lösen.

    Ebenso verhält es sich mit islamischen Frauen. Jede Trulla (sorry, aber das Thema regt mich wirklich auf), die einen Stift halten kann, darf herumnölen, warum sie ein Kopftuch tragen muss zur Persönlichkeitsentfaltung. All die vielen, die von Familie oder Ehemännern gezwungen werden, haben keine Stimme.

    • Fragen
      Ich frage mich jedoch immer, was im Zusammenhang mit Medien, Feminismus und ähnlichen gesellschaftlichen Furorbewegungen die Begriffe „gute Bildung“ und Intellektuelle“ zu bedeuten haben. Mir fehlt da ganz häufig die Vorstellungskraft.

      Nun gut, ich habe Vorurteile, bin ein Mann. Ich würde so etwas als conratidiction in terms bezeichnen. Aber mir hilft bei der Beantwortung der Fragen auch niemand.

    • Mist
      „contradiction“

    • Wenn es um was geht, nehmen die Jungs Frauen eh nicht mit.
      http://www.achgut.com/artikel/neue_deutsche_patrioten_frauen_muessen_draussen_bleiben

      Die wissen sicher, weshalb.

    • Scharf beobachtet, ...
      … werte Hessin!

      ich erlebe gelegentlich privilegierte Femi-Tussis.

      Ich würde den Akzent seither viel stärker auf soziale Gerechtigkeit legen und den Genderismus unter ferner liefen abhandeln.

      (Die beiden treten in meinem Umfeld gern im Tandem auf.)

  85. Schon wieder ein Strasss-Kahn
    Aber, es bleibt auch an der Frau etwas hängen. Cara Delluvin, Tochter aus gutem Hause und als Model keineswegs unterbeschäftigt, hat wohl aus diesem Grund lange gezögert ehe sie an die Öffentlichkeit ging.

  86. Ja die Clinton halt...
    Würde sich HRC laut und deutlich zu Weinstein äußern, würden sich so manche mit Recht fragen, ob sie sich dann nicht auch zu einem gewissen, ihr mutmaßlich näher bekannten, Herrn William J. Clinton äußern müsste. Wer ein bisschen im Netz sucht, wird schnell Seiten finden, auf denen ihm ein ähnliches Verhalten wie Weinstein nachgesagt wird – und nicht nur gegenüber Praktikanten.

    Und, man könnte dann auch schnell auf die Idee kommen, nachzufragen, wie das mit dem Herrn Epstein und seiner Insel und den angeblich dort häufig vorkommenden beischlafwilligen sehr jungen Mädchen war.

    Alles potentiell sehr unappetitliche Themen, über die nicht gerne gesprochen wird. Weil dann Unangenehmes aus dem Demokratenlager an Licht käme, und man zumindest als Beobachter auf die Idee kommen könnte, dass Trump zwar schlimm, aber nicht sooo schlimm ist.

    Wobei es sicher gut wäre, wenn die Diskussion dazu nicht bloß auf den Webseiten von US amerikanischen paranoiden Rechtsextremen geführt würde, sondern in einer breiteren Öffentlichkeit. Das müssen sich diese Leute als Personen der Zeitgeschichte m.E. auch gefallen lassen.

    Und beim erwähnten Pizzagate Fall scheint ja die Beleuchtung durch eine breitere Öffentlichkeit und durch (die paar verbliebenen) nüchterne Journalisten dem Thema gut getan zu haben.

    • An Greenbowlerhat
      danke für den Hinweis, ich habe nur die zwei Worte „Epstein“ und „Insel“ in die Suchmaschine eingegeben. Man wird sofort fündig.
      Unter anderem findet man da: (Zitat) “ …ein sehr begehrter Treff unter wichtigen Schlüsselfiguren, Schauspielern und der Royalty, wie dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, Kevin Spacey und sogar Prinz Andrew“

  87. Noch ekelhafter ...
    …. sind die Bekundungen zu Weinstein von Paltrow, Jolie und Konsorten. Sofern diese Anschuldigungen korrekt sind, hätten die Damen ihren Ruhm, ihren Reichtum und Einfluss nutzen können, um weitere Kolleginnen vor Übergiffen zu schützen. Feige haben sie das Maul gehalten. Ihnen war die Karriere wichtiger, als den bösen, bösen Weinstein aufzuhalten. Die Risiken haben sich erledigt, da kommen sie aus der Deckung und reißen die Klappe umso weiter auf. Meine Geschlechtsgenossinnen stehen den Männern in nichts nach. Pfui Deibel ….

    • Unglaublich,
      was hier von Frauen gegen Frauen abgelassen wird.

      Jolie hat übrigens Kolleginnen gewarnt.

    • @anitavondannen, @Gast
      Werte anitavondannen,
      was sie beschreiben, fällt für mich unter die Überschrift „mit Gratismut protzen“. Das gibts bei allen Themen und allen Menschen, unabhängig von Religion, Ethnie oder Geschlecht.
      Das mit Gratismut protzen ist schon immer Kernkompetenz der virtue signalling Fraktion und zieht sich wohl wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte; es scheint also ein wesentlicher Wesenszug der Menschen.

      Weswegen ich ja auch immer sage, daß solche Leute (die Jolies, Valentinis, Clintons, Merkelwählende CDU-Abgeordnete, MSM-Meinungsmacher etc.) in einer anderen Zeit in einem anderen System und in einem anderen Kontext genauso gehandelt hätten (laut schreien, um vom Mitschwimmen zu profitieren). Es ist genau dieser Menschenschlag, diese Gruppenzwangerzeuger, welche solche furchtbaren Katastrophen wie einen Holocaust überhaupt erst möglich machten.

      Nur daß solche Leute das nicht erkennen können, selbst wenn man ihnen den Spiegel vorhält. Weil sie heutzutage ideologisch verblendet ihre im Prinzip absolut egoistische Suche nach Absolution (Weltrettertum, Deutschlandabschaffertum, WeißAalteMännerhasserei etc.) als altruistisch und dem Gemeinwohl zuträglich mißverstehen…

      Der Autor des Kommentars „Unglaublich…“ auch in diese Kategorie zu gehören.

    • Nestbeschmutzerin
      … Machen wir uns nichts vor. Ich sehe meine Geschlechtsgenossinen realistisch. Auch, wenn das attraktive Äußere über die wenig ansehnliche Ethik hinwegtäuscht.
      ….und es geht auch anders – siehe Eminem.
      Der seinen Einfluss, sein Vermögen und seine Macht nutzt. Wie erfrischend.

  88. Lieber VERKLEMMTER SEX ODER LIEBER KRIMINELLEN ?
    aber werter freund DON, die Kumpanei der Obamas und Clintons mit dem Parteiengrossspender WEINSTEIN ist doch offenkundig, hier hat eine Hand die andere gewaschen. ihn nun hier unterschwellig in Schutz zu nehmen, nur weil er auch von fragwürdigen Feministinnen-Zirkeln angegriffen wird ist heikel. wie so oft wir dem Täter viel Sympathie entgegengebracht !

    und hat sich Maryl Streep, die blasse Oberikone der moralinsaueren Tugendwächter schon gemeldet ?

    natürlich gilt die Unschuldsvermutung, aber wie Clinton oder M.Jackson könnte er nun viele Vorwürfe mit Geldzahlungen zum Schweigen bringen. und dann mit seiner Biographie viel Geld verdienen und seine Frau ins Rennen ums Präsidentenamt schicken. do it the American Way !

    dann schon lieber eine Grillparty in Texas oder Arizona, auch wenn verklemmter SEX nicht viel besser ist wie krimineller ! bei Billy C. hatten wir ja beides, blieb ohne Folgen – für Billy C.

    und nun zu @Tico und den „Tanzeinlagen auf Kinderfesten“…………..finden sie das nicht gut ? Immerhin hat Frau Obama dazu noch den Gemüsegarten im Weissen Haus „gepflegt“ und mediengerecht „abgeerntet“………..

    haben sie sowas schon mal von Herrn Sauer gehört ? als Chemiker könnte er doch eine grosse Expertise für Pflanzenschutz, Fertilität und Pflanzenzucht einbringen ?

  89. Mario Puzo beschrieb
    den Weinstein schon im „Paten“. Hätte jeder wissen können.

  90. Wer zwang die Tiller-Girls auf die Buehne?
    In meinem Alter wurde ich ja auch ein sehr altmodischer Mensch (nicht nur weil, wie Tucholsky meinte, man hinten nicht mehr hochkommt und daher seine Unfähigkeit als Moral verkauft).

    Und so ganz altmodisch gedacht frage ich mich, was für eine Moral die Frauen hatten (haben) die sexuelle Übergriffe nicht mit einer Ohrfeige, einem Schrei, einem weglaufen bestrafen, sondern es eher duldeten, einer fragwürdigen Karriere wegen.

    Und was für eine Moral die Männer haben, die in solchen Frauen nur Wesen sehen, bei denen sie ihre Lust in irgendeiner Form machtvoll austoben können.

    Das ist eine prinzipielle Frage. Als ich vor 22 Jahren hierher kam, saß ich im Straßencafé, paffte eine Puro, eine Zigarre, trank den Café und schaute den Mädels nach.

    Mir fiel eine Frau auf, Indianerin, also indigene, Ureinwohnerin, die Ceramic verkaufte, hoch interessant, und ich wollte sie kennen lernen. Nur, wie? Weiß ich, welche Fettnaepfe ich betrete, wenn ich sie einfach anspreche? Und so habe ich vielleicht eine halbe Stunde lang zu ihr geblickt und nachgedacht und gezweifelt.

    Und sie sah mich, der immer wieder auf sie blickte.

    Man sollte wissen, dass diese Straßencafés ein beliebter Punkt für Gringos ist, Mädchen kennen zu lernen, anzusprechen, mit ein paar grünen Männchen winken (Dollarscheine) und dann geht es mit ihr ab in die Kiste….alle wissen das.

    Sie sah mich also.

    Und mir kam der Gedanke des Lebens, Ich werde Sie für den deutschen Rundfunk interviewen. Ein Bericht zur Lage der indigenen Bevölkerung.

    Endlich also hatte ich einen seriösen Anlass sie anzusprechen. Und damals kam ich hinten noch hoch !

    Und ich stand auf vom Tisch.

    Und sie sah, wie ich vom Tisch aufstand und erzählte mir später:

    Sie dachte, wenn der jetzt zu mir kommt und von mir etwas Schmutziges will, schreie ich laut und rennen weg.

    Sie war damals 41 Jahre alt.

    Ich habe nichts schmutziges gewollt. Sie wurde spaeter meine Frau.

    Ist es so verpönt in der heutigen Zeit, als junge Frau nichts schmutziges zu wollen? Ist es so widerlich in der heutigen Zeit als junger oder älterer Mann nichts schmutziges zu wollen?

    Und ist es so weit weg von der Wirklichkeit, dass derart belästigte Frauen nicht schreiend weglaufen können? Wer hindert sie? Das Wachpersonal?

    Und was ist im Kopf von so einem Kerl, der in der Frau nicht das lebendige Wesen sieht, sondern die Lusterfüllung.

    Frauen sind, nebenbei betont, wunderbare Geschöpfe. Nicht alle, aber die meisten.

    Und Männer auch.

    Und die Heuchelei auf beiden Seiten ist widerlich bis zum kotzen. Ob da eine Jolie sich heute (!) empört vor Jahren sexuell angemacht worden zu sein (warum ist sie damals nicht weggelaufen?) oder ein Ben Afflek Mädchen unbekümmert an private Orte berührt – hat er nie Respekt gelernt?

    Und darum ist diese ganze US-Empörung ein Hort abgrundtiefer widerlichster Heuchelei. Jede und jeder hatte mitgemacht. Keine Frau wird gezwungen Schauspielerin zu werden oder eine bestimmte Rolle zu spielen, und kein Mann wird genötigt das irgendwie auszunutzen. Beide waren beteiligt.

    Das wird auch so bleiben. Solange „Freiheit“ als oberstes Lebensziel steht, und nicht etwa „Respek“ oder „Moral“ oder „Anstand“, solange wird Freiheit mit grenzenloser Zügellosigkeit verwechselt.

    Da können auch die Berliner Nazifemen noch so heftig kreischen und im Spiegel schreiben; sie sind keinen Deut besser, sie hassen sich selber und haben daraus eine Lebensrolle gemacht. Niemand hat sie gezwungen.

    Das meint ein (für eure Begriffe sicher) älterer Mann, der von viel freigelegtem weiblichen Fleisch umgeben ist, ein Fleisch, das gleichzeitig in den allermeisten Fällen von hoher Moral bedeckt ist.

    Küsse bedeuten Verlobung, ins Bett geht man mit der Novia nur wenn man wirklich heiraten will.

    Das haben die damals angehenden Schauspielerinnen wohl vergessen in der Hitze des Gefechts. Es ist immer auch ihre freie Entscheidung bei der Sauerei mitzumachen oder wegzurennen. Ich kann mich aus meiner Zeit in der Schauspielschule vor 50 Jahren nicht entsinnen, dass es Kolleginnen gab, die unbedingt die keusche Julia spielen wollte und dafür mit dem Regisseur ins Bett stieg. Das kam nur in Romanen aus den Staaten vor.

    Dass das politisch ausgenutzt wird, war schon immer so. Wer kennt noch den Profumo- Keeler Skandal aus England? Und der war sehr harmlos.

  91. Zweiter Versuch: Goethe und die Feministinnen
    (Den ersten Versuch hat das IT System geschluckt)
    Also, wenn der Goethe heute noch lebte, wäre er ein gefundenes Fressen für Feministen. Dann läse man in Der Zeit, dass Goethe eine Frau nach der anderen mißbraucht habe. Damals wurde das mit dem Mäntelchen “Lieben” umschrieben. Wenn man das weis und jemand so etwas schreibt:
    .
    “Und doch, welch Glück, geliebt zu werden,
    Und lieben, Götter, welch ein Glück!”
    .
    sei doch ganz klar, dass es ihm in erster Linie um seine eigene Befriedigung gegangen war. Seine Einstellung zu Frauen könne man auch im Faust nachlesen, der ja bekanntlich eine hochstilisierten Biographie des Dichters ist. Nach dem Sex landet das arme Gretchen im Gefängnis und Faust haut ab.
    .
    Dann würde Bettina von Arnim in ihrem Blog berichten, dass und wie Goethe sie mißbraucht habe. Und dass niemand es ihr habe glauben wollen, weil er doch schon so ein alter Knacker gewesen wäre. Außerdem hätte sie mit der Freifrau von Stein gesprochen, die überhaupt nicht frei war. Sie hätte bestätigt, dass Goethe seine einmalige Position am Weimarer Hof systematisch ausgenutzt habe. Keine Frau wäre vor ihm sicher gewesen. Wenn man eine Rolle im Hoftheater haben wollte, musste man ihn im Gartenhaus besuchen gehen. Dann hätte er auch noch die Unverschämtheit besessen, ganz offen darüber ein Gedicht zu schreibe. Das hätte doch jeder gewusst.
    .
    Schließlich wird sich auch noch eine alte Dame aus Rom melden und bitter beklagen was der berühmte Dichter ihr angetan habe. Erst habe er ihr Gott und die Welt versprochen, dann sei er Hals über Kopf nach Deutschland abgehauen. Er hätte sie benutzt, wie er selbst bestätigt habe:
    .
    „Oftmals habe ich schon in ihren Armen gedichtet
    Und des Hexameters Maß leise mit fingernder Hand
    Ihr auf den Rücken gezählt. Sie atmet in lieblichem Schlummer,
    Und es durchglüht ihr Hauch mir bis ins Tiefste die Brust.
    Amor schüret die Lamp’ indes und gedenket der Zeiten,
    Da er den nämlichen Dienst seinen Triumvirat getan.“
    .
    Und von dem Geld, dass er mit den Pornogedichten über ihr Verhältnis verdient habe (ohne sie um ihre Einwilligung gebeten zu haben), hätte sie keinen Pfennig abbekommen.

    • ja, lauter Sauereien !
      ja und noch schlimmer war ja dieser Mörike, der ja wohl der Schreck der Pfarrangestellten und Schüler in ganz Württemberg gewesen sein muss, aber es wimmelt von Mörike-Strassen und Mörike-Schulen, oh heiligs Blechle ! aber er war ja so bettelarm, da hätten Wahlkampfspenden kaum geholfen.

      „greif ich eine Schlange…………….mir schlüpfst an die Brust“

      und noch viel mehr !

    • Ganz genau so, Tiger!
      (ohne Worte)

    • Feuerteufelin?
      @djangohatnemonatskarte – Goethestraßen gibt es auch überall. Aber passend zur Frankfurter Buchmesse ist gerade der Goetheturm ebendort abgefackelt worden:
      .
      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/frankfurt-goetheturm-brand-wahrscheinlich-brandstiftung-15242543.html
      .
      Brandstiftung einer feministischen Feuerteufelin?

    • Feuerweht lässt Göte-Turm kontrolliert abbrennen !
      werte@Tigerin

      der besagte Göte-Turm wurde auch abgefackelt um ein in der Stadt beliebtes Phallus-Symbol standesgemäss zu entsorgen, es war nur reiner Zufall, dass es den Namen des Naturforschers, Entwässerungspezialisten für absaufende Silberminen, Heeresrekrutierers, Botanikers Sexualphantasten und Geheimrates trug.

    • Demontage-Woche? Von der Frau zu Goethe?
      Jetzt müssen Sie auch noch auf Goethe ablassen.
      Man ist sich relativ einig in der Forschung, dass Goethe bis zu seiner Romreise möglicherweise eine Sexualstörung im Sinne von Impotenz oder Ejaculatio praecox hatte und sich aus diesem Grunde von Friederike Bryon trennte und platonische Beziehungen pflegte, von denen die intensivste die zu Freifrau von Stein war, die ihn, wie platonische Beziehungen an sich zu haben pflegen, zu einigen seiner besten Gedichte inspirierte.

      Was Dramen betraf, musste Cotta manchmal lange warten.

      Dass der Faust in irgendeiner Weise autobiographisch ist, ist anzuzweifeln, denn der Faust ist ein uraltes, über sexuelle Verstrickungen weit hinausgehendes Thema, das vor Goethe zuletzt von Marlowe umgesetzt wurde. Mit dem Gretchen wollte Goethe wohl eher die Doppelbödigkeit einer simplifizierten Religiosität aufzeigen.

      Insgesamt geht die Forschung davon aus, dass Goethe erst in Italien potent wurde. Konsequent heiratete er danach. Die einzige Beziehung, die ihm nicht so zu Gesicht steht, ist seine letzte, die von der ausgesuchten jungen Dame verweigert wurde. Es handelte sich um Heiratswunsch. Die Dame war zu jung für den älteren Herrn.

      Dass Sie hier versuchen, das größte Multigenie des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts über Unterstellung zu demontieren, spricht nun nicht für Sie.

    • Fake News in der FAZ?
      @djangohatnemonatskarte – Wollen Sie damit andeuten, dass es sich bei dem FAZ Artikel bezüglich Brandstiftung des Goetheturms um Fake News handelt?

    • Tiger..Tiger...
      Die Wahrheit spricht aus deinen Worten…..
      Das Goethe/Gretchen Verhältnis hat mich schon als Junge
      schwer ins Grübeln gebracht. Eiskaltes Aas,(nicht Gretchen,natürlich).

      Die Total schräge Story mit der elsäßer Pfarrerstochter nervt nur.

      Die Anwanze an die blutjunge Ulrike im hohen, offensichtlich nicht
      gereiften Alter, paßt dazu und hinterließ in der späten Folge einen
      schwer angetörnten alten Martin Walser.
      In dieses leicht degoutante Bild paßt es, daß er, wohl verstohlen über die
      Schulter blickend, sich“erotische Zeichnungen“ anfertigte, die mann sich
      nicht entblödet, noch heute bibliophil aufzulegen.
      O Bürgertum, Deine verklemmten Lüste.
      Paßt wie Faust aufs Auge, daß der große Herr,
      Weimarer Landessöhne
      an die in Amerika kriegführenden Engländer verkaufte
      und sie somit für cash eiskalt verheizte.
      Die Nähe zu Hollywooddirektoren ist unverkennbar.

  92. Das mußte mal gesagt werden!
    Ich schätze ja den unzensierten Meinungsaustausch und lese den Don deshalb seit ca. 3 Jahren, aber so deutlich wie heute ist es mir bisher noch nicht aufgefallen:
    Wenn man sich alle Antworten zu den Kommentaren hier durchliest, besonders auch die vom Don, dann ist man beeindruckt. Es gibt hier eine große Zahl von Kommentatoren mit reicher Lebenserfahrung und einem ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn. Wenn sich da mal ein Kommentator in Pauschalisierungen verrennt, wird er schnell wieder eingefangen. Es ist einfach erbaulich hier zu lesen und es schärft den Blick dafür, wie es in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft zugehen sollte.
    Um so auffälliger sind die Ausrutscher, die es in den letzten Blogbeiträgen am Anfang des Monats gab. Wenn dann auf die Ermahnungen des Dons wieder und wieder nachgekartet wird, dann bekomme ich die Panik, daß es dem Don vielleicht einfach zu blöd wird und er hinschmeißt. Es wäre ein sehr schmerzlicher Verlust, gäbe es dieses Blog nicht mehr.
    Grüße Uli

    • Danke, aber ich moderiere nun doch schon seit gut 2 Jahrzehnten und bin mit den aufgaben auch gewachsen. Es ist alles kein Drama. Aber danke für das Lob.

    • Danke
      Möchte mich dem Inhalt voll und mit großem Respekt für die Moderation anschließen! Die Texte und die Gedanken der meisten Foristen helfen einem, die eigenen zu sortieren!

    • Nichts zu danken, es ist mein Job, und ich mag ihn.

  93. Das ganze Geschrei geht einem doch nur noch auf den Keks.
    Sexueller Mißbrauch ist doch an der Tagesordnung. Nur wenn es dabei um Promis geht, dann wird man ja bald taub von dem Geschrei. Der sonstige sexuelle Mißbrauch erscheint dagegen, wenn überhaupt, nur in ein paar unauffälligen Zeilen am Rande, wird kaum noch wahrgenommen und schnell wieder vergessen. Und vor allem, er zeitigt keinerlei über die Taten hinausgehenden Wirkungen.

    Bei Promis hat das Geschrei doch nur den Grund, daß sich Dritte davon einen Vorteil versprechen. Daß manches Opfer dabei unter die Räder gerät, scheint niemanden zu stören. Daß manche Opfer keine sind, echten Opfer dadurch schaden, stört auch noch kaum jemanden. Daß Opfer ihr Opfersein zum eigenen Vorteil nutzen, auch das schadet den Opfern, die kein so dickes Fell haben. Ob da am Ende gar aus solchen Opfern Täter werden, das ist dann wohl die Frage.

    Ob der Weinstein dem Trump nun unbeabsichtigt einen Gefallen getan hat, wird sich zeigen. Wenn Trump in dieser Beziehung mehr als nur ein Großmaul war oder noch ist, darf er sich nun wohl nicht mehr sicher sein, daß es ihm nicht noch ähnlich ergeht.

    Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Trump, der sich bei Naturkatastrophen in Phrasen ergeht, um sich dann gelangweilt abzuwenden und Golf zu spielen, der bei Massakern verdächtig ruhig bleibt, der außer zu twittern kaum etwas zustande bringt und unter Senatoren, Richtern und Bürgermeistern nicht (mehr) die meisten Freunde hat, länger als vier Jahre im Amt bleibt.

    Am interessantesten fand ich übrigens die vielen Antworten von DA auf Beiträge der Leser. Irgendwie schien mir die Kunstfigur da etwas in den Hintergrund zu treten. Diese Antworten haben mir viel besser gefallen als der Ausgangsbeitrag.

    • Mitreden zivilisiert die Debatte, die meisten Agressionen im Netz gegen Journalisten kommen von Nichtmitreden.

    • @Otto Meier – Ja, so ist’s
      Diese vordergründige Skandalisierung und das Einfordern von Commitment, vor allem, um eine, oftmals sehr zweifelhafte, Agenda durchzusetzen, ist für mich das eigentliche Problem. Und das ist das Thema von Dons Beitrag, so, wie ich ihn verstehe.
      Aber sexualisierte Gewalt und das Ausnutzen von Macht (auch nur vermeintlicher) ist, was es ist. Verabscheuungswürdig und zu bekämpfen. Hart in der Sache aber fair und unaufgeregt in der Form und der Wahl der Mittel.
      Die Relativierungen, die hier in vielen Beiträgen mehr oder weniger offen gemacht werden, gerade auch von Frauen, finde ich furchtbar. Nach dem Motto „das war doch schon immer so, diese Frauen haben da doch irgendwie mitgmacht“. Da wird dann sogar der „Dichterfürst“ angeführt. Als ob geniale Leistungen über alle persönlichen Defizite im Umgang mit anderen Menschen erhaben wären.
      Aber, Zeiten ändern sich, Konventionen werden in Frage gestellt, die Betroffenen wehren sich und fordern neue Regeln ein. Damit hätte sicher auch Herr Goethe kein Problem.


    • Damit hätte sicher auch Herr Goethe kein Problem.
      Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Es war zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich.

  94. ddDt muss weg !
    DON hat ja recht wenn er schreibt

    „Wie der Weinstein-Skandal ddDT an der Macht hält“

    das bedauern insbesondere folgende Organisationen/Staaten/Personen:

    -ISIS
    -Hamas und deren Freunde im Aussenministerium
    -Iran (567 p.a. als Hit-Rate) und deren FreundInnen bei GrünInnen und insbesondere der Iran-Versteher Frank-Walter
    -UNESCO
    -Kim Jong-un und sein Internatskollege vom ZugerBerg: J.Kerry
    -Nicolas Maduro und sein von von r2g bewundertes Wirtschaftsmodell
    -Klimabejaher, oder wie soll man das Gegenteil von Klimaleugner bezeichnen ?
    -Klaus Kleber, aber ob der relevant ist hier ?

  95. Uli49
    Dem kann ich mich nur anschließen.

  96. Die Söhne Merkels bei der Arbeit
    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article168684006/37-jaehrige-Frau-in-Hamburg-Finkenwerder-ueberfallen.html
    Allahu Akbar!
    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article169424316/Nordafrikaner-ueberfallen-amerikanische-Touristen.html
    Allahu doppelakbar!
    https://www.welt.de/regionales/thueringen/article168638963/17-Jaehriger-als-Verdaechtiger-ermittelt.html
    Allahu dreifachakbar!
    .
    Unter der [ahem]koalition wird es nur noch schlimmer. Diese Koalition rotzt den „hier beheimateten“ ins Gesicht und freut sich am Terror der von Frau Dr. Merkel eingeladenen „17-jährigen“ Bestien. (Seltsam, nicht wahr? 89% der eingefluteten muslimischen „Männer“ sind 17 Jahre alt. Und das auf sehr lange Zeit. Nur hier beheimatete Richter glauben das…)
    .
    Hat Frau Dr. Merkel sich schon bei den Eltern von Maria entschuldigt? Nein? Ok, war klar.

    • sind sie mal nicht so kleinlich !
      @Rabe

      sie sind ein widerlicher Pessimist, unsolidarischer Rabe und ich denke auch ein Na..

      auf jeden Fall sollten sie sich den letzten Satz von Otto Lilienthal merken:

      „Kleine Opfer müssen erbracht werden“

      das sagt sicher auch so manches Opfer bevor es dann in der Dreisam ertrinkt. Und wir sollten dem jungen Täter dankbar sein, dass er uns das vor Augen führt.

      und schliesslich war das nur ein Ereignis von „lokaler“ Bedeutung…sagen die Staatsmedien. und es passierte in der Stadt der Gutmenschen und GrünErleuchteten, eine Petitesse.

      also hören sie auf, hier herumzunörgeln. ulFuM geht den von Gott gewiesenen Pfad der Erleuchtung bis hin zum Memoriaren-Buchtitel: Leichen pflastern Ihren Weg.


    • in der Dreisam ertrinkt.
      Oh yeah, bei 20 cm Tiefe – wie „im Springbrunnen ertrnken“.


    • 17-jährigen
      17jährige müssen erzogen werden, vor allem wenn sie zugelaufen sind und nicht wissen, wie sich verhalten. Und man sollte allseits kommunizieren, daß die Erziehung fremder 17jähriger streng verläuft (auch mit evt. Prügelstrafe und Zurückschicken ins Nirgendwo).
      Aber das wird wohl noch eine Weile dauern.
      Ansonsten gibt es Tote.

    • Immerhin scheint die Obergrenze 17 breit akzeptiert ...
      … während hinsichtlich der „Flexigrenze“ von 12 (s. Link 3) die Einigung auf Kompromisse noch aussteht. Es gibt aber zwei Parteien, die aus freien Stücken oder aus Erfahrung pragmatische Lösungen im Angebot führen (Kinderehen > SPD/Grüne).

      @ colorcraze. Was immer Ihnen in Sachen Erziehung vorschwebt: wer die eigenen 17-Jährigen über die Runden gebracht hat, wird hinsichtlich der „Erziehung fremder 17jähriger“ skeptisch bleiben.

    • Wozu entschuldigen?
      Die Eltern wollten statt Beileidsbekundungen und Kränzen Spenden für die Flüchtlingshilfe.

      Nachdem Nigeria mit einigen Jugendmannschaften bei Fußballweltmeisterschaften erfolgreich war, wurde die Wachstumsspalte vom Handwurzelknochen unter die Lupe genommen. Und siehe da: 26 Spieler aus 2 Mannschaften wurden ausgeschlossen, weil sie deutlich älter als angegeben waren.

      Dass bei uns erwachsene Männer in der Jugendhilfe landen und mit Kulturbonus nach Jugendrecht bestraft werden ist ein Skandal.


    • @Zuvielgesellschaft: skeptisch bleiben
      Auch ich bin da sehr skeptisch.

    • @Nahuatl
      „Die Eltern wollten statt Beileidsbekundungen und Kränzen Spenden für die Flüchtlingshilfe.“

      Das ist meines Wissens eine Falschmeldung, es ging wohl eher um Spenden für ein Schulprojekt in Ghana, für das sich M. Ladenburger engagiert hatte. Und das ist ja eigentlich eine sinnvolle Sache, im Gegensatz zur „Flüchtlingshilfe“ in Deutschland.

    • @nahuatl, tommy
      Beleg gleich um die Ecke:
      http://lebenswege.faz.net/traueranzeige/maria-ladenburger/48305520

      Die vereinsnamensstiftende Hyperopie korreliert offenbar mit Morbus Einzelfallbehauptung:
      https://weitblicker.org/content/textmitbild/Freiburg/Stellungnahme-0

  97. Aufschlussreich
    und amüsant. Danke
    Nebenbei eine nette Bebilderung der Tatsache (Kopfschütteln inklusive), dass formaler IQ und Bildung absolut ungeeignet sind, Cleverness oder Klugheit zu befördern. Bei „linken“ bzw. US-spezifisch:“liberalen“ Bildungsbürgern ist umgekehrt auffälliger, wie gerne sie die Führungsgruppen von Dummköpfen und Fanatikern stellen, oder solche Gruppen exkiusiv konstituieren.
    Breitbart-Stilistik existierte schon lange vor Breitbart, sie kam nur etwas abgehobener daher.

    • Es gab kurz nach der Wahl mal eine Debatte um die Extremistinnen, aber dann mussten alle den women’s March mit einer Judenhasserin gut finden, und seitdem sind die wieder obenauf.

  98. Weinstein als Opfer?
    Naja, seine Frau hat sich gleich von ihm getrennt. Trotzdem ein gefundenes Fressen für alle, die mal eine Abrechnung präsentieren wollen:

    http://www.n-tv.de/leute/Twitter-macht-Weinstein-Opfer-zur-Taeterin-article20080570.html

    Übrigens läuft ja parallel das gleiche Gedöns mit Heidi Klum und den Neo-Feministinnen.

    Für mich ist das alles eher Tratsch auf niedrigem Nachtreteniveau, solche Promi-Anschuldigungen gab es in der Vergangenheit schon zu Genüge.

    Es ist wie bei den Filmpreisverleihungen in D (Bambi und Konsorten): Die Szene beklascht sich selbst – übrigens nicht zum Aushalten!

    • Ich habe keinen TV…

    • Filmpreise
      Das ist nicht nur in D so – das geht in Cannes genau so und von den USA will ich mal gar nicht reden. Die leben halt in ihrer Filterblase wie viele Journalisten und andere auch.

    • @ Don
      Sie haben kein TV, weil es nicht zum Aushalten ist – verstehe ich.
      Aber die GEZ müssen sie wohl auch zahlen… :)

    • Ja. Aber ich revanchiere mich, indem ich für Staatsfunk in den Grenzen von 1982 eintrete. Und im Netz haben die nichts verloren.

    • @Don
      „Und im Netz haben die nichts verloren.“

      Ich stimme da mit Ihnen überein, mit der Einschränkung, dass Mediatheken verfügbar sein sollten. Sogar länger bis unbegrenzt. Und zwar wegen der Möglichkeit des Zitierens von auf den öffentlichen Kanälen gemachten Äußerungen mit entsprechenden Belegen. Wobei dort ja auch schon ganz klammheimlich nachträglich verändert wird.

  99. Besetzungscouch
    Nun, die Besetzungscouch ist ja schon recht lange in Gebrauch.
    Alle wussten davon.
    Und nach vielen Jahren, nach dem das Schäfchen im trockenen ist, fällt den Damen das ein?

    Wirklich?

    Es haben schon andere für weniger die Beine breit gemacht.
    Und offensichtlich hat sich das Schäferstündchen ja gelohnt.
    Unabhängig davon, wer da die Initiative ergriffen hat.

    • ...bitte mal zu Ende denken....
      Beginnt nicht jede Ehe bzw. jede Beziehung mit einer Besetzungscouch?

      Darf ein Arzt demnächst keine Frau ohne entsprechend gleichwertigen Einkommen ehelichen, ohne sich des Machtmissbrauch verdächtig zu machen?

    • Ja, das ist wohl der generelle Trend.

    • ... vor allem ...
      … sind die Femi-Nazis just jene, die bei massiven Übergriffen von Armlänge Abstand und Blockflötenblasen schwadronieren …

    • Es hängt halt immer vom Täter ab und Weinstein ist alt, weiss und privilegiert.

  100. call out culture
    erstaunlich wie die rundumschläge weiter gehen, z.b. wird versucht jimmy kimmel etwas anzudichten und zwar wegen eines satzes vor 7 jahren:

    https://twitchy.com/gregp-3534/2017/10/11/video-from-2012-what-did-jimmy-kimmel-know-about-harvey-weinstein-and-when-did-he-know-it/

    vor einer woche hatte er noch einen guten stand, mit seiner emotionalen rede für strengere waffenkontrollen anlässlich des las-vegas-massakers.

    die politisierung der late night shows im allgemeinen ist so ein phänomen, ein thema für sich

    das ziel ist mal wieder an posten, geld & macht zu kommen, diesmal eben auch auf kosten der eigenen seite. kleingeister sägen am naheliegensten ast, auf dem sie dummerweise oft genug selber sitzen.
    denn zum richtigen gegner hat man gar keinen zugang oder kontakt, weshalb man ihn nicht angreifen kann.

    diesmal trifft es also die filmbranche, nur wird die rechnung ohne die zuschauer gemacht: sich selbst auf die posten der weinsteins in hollywood zu hieven reicht alleine nicht. er wusste was gute filme ausmacht und diese fähigkeit muss man erst mal haben.

    weinstein auf den spuren mel gibsons, wie die dinge manchmal spielen…

  101. singt
    die Z : Ah! non vorrei …

    Don G : Che non vorreste ?

    die Z : … al fine ingannata restar. Io so che raro colle donne voi altri cavalieri siete onesti e sinceri.

    Don G : È un impostura della gente plebea! La nobilitá ha diminta negli occhi l’onesta. Orsù, non perdiam tempo: in questo instante io ti voglio sposar.

    die Z : Voi ?

    Don G : Certo, io ! Quel casinetto è mio; soli saremo, e là, gioiello mio, ci sposeremo.

    Là ci darem la mano, là mi dirai die sì.
    Vedi, non è lontano; partiam ben mio, da qui.

    Die Z : (Vorrei e non vorrei; mi trema un poco il cor.
    Felice, è ver, sarei, mo può burlarmi ancor.)

    Don G : Vieni, mio bel diletto !

    Die Z : Mi fa pietà Masetto …

    Don G : Io cangerò tua sorte.

    Die Z : Presto, non son più forte !

    Don G / Die Z : Andiam, andiam, mio bene, a ristorar le pene, d’un innocente amor !

    ***

    Die Figur des Wüstlings braucht keine feudale Klassengesellschaft, um zu existieren. Sie hat immer noch zu viel Erfolg bei den Damen. Solange noch genügend da sind, die sich das im Konkurrenzkampf bieten lassen, fällt es anderen schwer, nein zu sagen.

    Daran wird sich, so schlecht ich es auch finde, so schnell nichts ändern. Da wird einer, der seine Schuldigkeit getan hat, in einem Augenblick der Schwäche, Jahre später zu Fall gebracht. Das ist nichts Neues. Ich würde das nicht als Fortschritt zum Besseren deuten.

    • Man denke an das Finale, wie fad das für alle wird.

    • Rein optisch
      wäre Herr Weinstein für die Rolle, die er in RL spielte
      auch in einem Film die Idealbesetzung.

    • Ja. Oh ja.

    • Wunderbarer Beitrag!
      Die Welt oder das Theater, das sich für die Welt hält, verlangt nach Wüstlingen – und guter Musik, natürlich.
      Das Publikum dürstet danach, und die Evolution scheint ohne sie nicht auszukommen, wie nicht wenige Damen beim Balztanz erkennen lassen, dabei nicht selten sämtliche Bedenken inkl. pc und feministischer Anwandlungen kurzerhand über Bord werfend. Jamaika nur mal als Stichwort unter Nichtraucher*innen.

      Nebenbei: Polanski, die USA und die Armreichweite ihrer Justiz sorgfältig meidend, fliegt von Festival zu Festival und wird als großartiger Regisseur – zu Recht – gefeiert. Dem Mann dagegen und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen gilt in Film-affinen Kreisen allenfalls ein liberal-laxes Achselzucken.

      Man kriegt als Heuchler einfach nicht, was man zu verdienen hofft: die Sittenstrenge und den Spaß. Die Prohibition hat noch jedes Mal versagt und die Nachfrage nach den Gütern gesteigert, die sie zu verbieten wünschte.

    • Nun, Letztlich ist es nur ein weiteres Kapitel im Spiel „Exzess und Demut“, für das Tinseltown so berühmt ist. Erst die Ausschweifung, dann die Reue, dann das Vergessen, dann will man wieder Gossip – und es beginnt erneut.

    • Die Standardkonfiguration von Wüstlingen
      bei de Sade war:

      1 Adeliger
      1 Geistlicher
      1 Steuerpächter
      1 Richter

      Bauern, Knechte und Filmproduzenten waren nicht dabei.

    • Das waren damals die Schriftsteller wie er.

  102. Die Analyse
    Wenn man weltweit das autistische Spektrum einmal bei Personen messen würde, die glauben, sich in der einen oder anderen Form auf Bühnen und vor Kameras selbst verwirklichen zu müssen, und das Ergebnis mit der Normalverteilung der Bevölkerung vergleichen würde, würde man auch fündig, und hätte zumindest 75% des Konfliktpotenzials entschärft.

    Aber das erfordert Grips und Sachverstand, und der ist bei Personen, die vor sich selbst auf der Flucht sind, sehr ungleich verteilt.

  103. Toller, nüchterner Artikel,
    den man auch hier im Schatten des Bogenhausener Glaspalasts gerne liest (oder zumindest mal lesen sollte).

    Man wünscht sich, dass die Empörung(sindustrie) mal wieder dem Realismus weicht. Sie, werter Alphonso, gehen mit gutem Beispiel voran!

    Machen Sie weiter so, vielleicht trifft man sich mal auf einer gediegenden Rennrad-Runde um den Tegernsee oder auch in den Dolomiten.

  104. Ich war es nicht, der Goethe war es.....
    @Oberländer sagt:
    „Dass der Faust in irgendeiner Weise autobiographisch ist, ist anzuzweifeln, denn der Faust ist ein uraltes, über sexuelle Verstrickungen weit hinausgehendes Thema….“

    Es gab hunderte Jahre vor Goethe bereits FAUST-Stücke, als Theater, als Schattenbild, als Marionetten. Es gibt mehr als 50 Faust-Themen, den Urfaust hinzugerechnet. Der Faust war Goethes Lebenswerk, wer ihn liest (Urfaust, Faust I und II versteht es) hat nichts mit Sexualität zu tun. Faust sagt zwar über Gretchen „Die Dirne muss ich kennen“, meint damit aber keinesfalls mit diesem Begriff eine Prostituierte, sondern ein „Dern“ wie im Plattdeutsch es teils heute noch heißt. Und sie war nicht im Kerker, weil sie Sex hatte, sondern ihr gezeugtes Kind umgebracht hatte und dafür mit dem Tode bestraft wurde. Das sah der junge Jurastudent Goethe von seinem Zimmer am Frankfurter Römer aus, wie ein junges Mädchen, das ihr uneheliches Kind umgebracht hatte, mit dem Schwert enthauptet wurde, und er war Gegner der Todesstrafe, also ließ er es passend einfließen.

    Nein, da lag nicht Goethes Sauerei.

    Seine Schweinerei lag im elenden Verhalten seiner Haushälterin gegenüber, die seine Geliebte war und die es verheimlichen musste, mit der er niemals in die Stadt ging, die immer im Haus bleiben musste. Zwar hat er sie als alter Knacker dann doch geheiratet, aber am Verhalten hat sich nichts geändert. Aber gute Gedichte hat er doch geschrieben. Schade, so ist er jetzt ein Heiliger.

    Also, der Faust passt leider nicht zu Weinstein und Hillary. Aber wie wäre es mit dem „Tal der Puppen“ von Jaquelin Susanne? Oder was ist mit „Lolita“, die Vorlagen haben sich die beteiligten Weibchen und Männchen doch schon lange selber geschaffen. Oder wie wäre es mit „Faetty“ der in den 20er Jahren als Schauspieler eine Besetzungscouch der besonderen Art hatte, mit Kleidung zerfetzen und Flaschen einführen. Im Koksrausch natürlich, also unschuldig… es gibt eine Vielzahl solcher Fälle.

    Also nichts Neues, was da geschehen sein soll. Außer dass es jetzt reaktionäre Kräfte, vom Feminazis bis zu Obama dem Wanderprediger, benutzen, um Gegner fertig zu machen, es als politische Waffe sehen. Das ist der Unterschied zu „es war schon immer so“. Allen voran die heilige Angelie von den Schlachthöfen des Weltgeschehens, die Claudia Roth-Ersatz von Hollywoods, nur a bisserl intelligenter als die von den Grünen, ich weigere mich den Namen nochmals zu schreiben. Die gleiche Angelie also, die sich als Zeichen des normalen Wahnsinns die Arme aufschlitzt, das Blut ihres Ex-Geliebten in einer Kapsel um den Hals trug und nun die Sauberfrau spielt, die Jungfrau vom Berg.

    Lassen wir also den ollen Goethe seine eventuelle Impotenz und hören belustigt , wie sich die deutsche Presse, allen voran der Spiegel, Neugeil wie immer, auf das alte Thema stürzt. Ich habe ja manchmal den Verdacht, die Nazifemen erregen sich, weil sie keine echte sexuelle Erregung kennen.

    Und weil das so ist, hatte man damals in München die Vera Brühne zu lebenslanger Haft verurteilt, weil sie, Pfui aber auch, eine „Lebedame“ war, ein „Flittchen“ dass den braven deutschen Hausfrauen eine andere Welt vorführte. Die musste ja automatisch eine Art Sexmonster sein, so wie die sich geschminkt hatte……Ins Bett mit dem Kerl ohne verheiratet zu sein, na so aber auch. Und damit sind wir bei der, hm, na ja, also gut und schön, Schauspielerin Ingrid van Bergen , die hat den Kerl gleich mit der Wumme flach gelegt, vielleicht hatte sie das nicht so recht verstanden mit dem hinlegen. Die Dame hatte es wohl nicht so mit dem Begreifen, also dem Griff zur Waffe, die sie sich aus Eigenschutz, klar doch, besorgen musste, um den untreuen Geliebten kurz mal um die Ecke zu bringen. Du hättest Lebenslänglich bekommen, die bekam so 8 oder 9 Jahre, eine Art putatives Notwehrmorden gegen weiteres Fremdgehen des Mannes.

    Skandale, Sex und Drogen wohin man schaut. Eigentlich fehlt nur noch (Vorsicht, schmutziges Wort, Achtung:) A. Schwarzer im heren Kampf gegen die Weltmacht des heterosexuellen weißen Mannes.

    Und im übrigen ist die Dame des Ex-Friedensnobelpreisträgers Dingensda, Obama, nicht nur Selbstherrlich, sondern auch äusserst agressiv und männlich im Verhalten, Moralapòstolin hoch drei. Aha ja, und Gemüsezüchterin, die wäre eine echte Bereicherung für uns auf dem amerikanischen Kontinent….meine Ex-Frau, die indigene, erzählte mir oft vom massiv rassistischem verhalten der Schwarzen gegen die Indios und Weiße. Wer hätte das gedacht, da sind die also doch auch nur Menschen, irre. Ich denke, ich werde auswandern….Grönland vielleicht….nur weg von diesen elenden scheinheiligen Heuchlern.

  105. Schon Jesus Christus hat schlechte Erfahrungen mit dem tobenden Mob gemacht
    Vielen Dank für diesen Beitrag an D.A. Anzumerken wäre noch, daß Weinstein seit einiger Zeit erfolglos ist. Man fällt also über einen Strauchelnden her. Was ist eigentlich mit BenAfflek? Im übrigen sollten wir alle uns bewußt machen, daß das Bild Amerikas, das wir mit Freude in uns tragen, nicht mehr zutrifft.. Als ein Beispiel, gehen Sie einmal nach Yuba county – mehr hier:: https://www.fuw.ch/article/nmtm-der-abstieg-kaliforniens/ .
    Die nächste spannende Frage ist die nach dem Verhalten der Justiz. Hierzu ein Schwenk nach Deutschland: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/weilheim-ort29677/hausfrau-54-hatte-gegen-urteil-einspruch-eingelegt-3600-euro-strafe-wegen-volksverhetzung-8755329.html
    Anzufügen ist, daß der Merkur äußerst regierungs-linientreu, ja -eifrig berichtet. Dieser Artikel ist z.B. sehr schnell ganz weit weg verschwunden. Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken. Ein kleiner Scherz: Der nächste AFD-Wahlslogan könnte lauten „AFD – was denn sonst“.

    • Für den Merkur wird es eng, denn er ist eigentlich von den Lesern her, aufstiegsorientierte, heimatbewusste Umlandbewohner – die AfD-Leser-Zeitung schlechthin, aber halt auch CSU-nah. Das ist nicht wirklich angenehm, aber viele bayerische Zeitungen haben das Problem. Die 15% AfD-Wähler machen vermutlich 30-40% der Abos bei den Heimatzeitungen aus.

    • Aber Sie verstehen vielleicht, warum ich hier beim Freischalten wirklich achtsam sein muss. Ich kann hier 10.000 mal sauber arbeiten -es hilft mir gar nichts, wenn ein derartiges Ding durchrutsch.

    • Bestrafe
      Einen, Erziehe Tausende

      Erheiternd ist es, daß islamische Geistliche in öffentlich zugänglichen Plattformen eigentlich alles veröffentlichen dürfen, ob gegen Israel, Juden, Christen, Ungläubige, Deutsche etc.pp.. Ohne Konsequenzen.

      Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht, mußt Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.
      Voltaire

    • wenn ein derartiges Ding durchrutsch
      Nicht dass ich hier einen unflätigen Link posten möchte aber interessehalber: Hilft es, wenn Links, zB durch Einfügen eines Leerzeichens („ht tp“) nicht direkt nutzbar sind? Formal betrachtet sind das dann ja keine Links mehr.

    • Das erleichtert die Arbeit, wenn man sieht, wohin die Linkreise inhaltlich geht – etwa zu welt.de, epochtimes, PI oder anderen Angeboten, die der Hausherr eher ungern direkt gelinkt sieht.

      Alles, wo nicht so ohne weiteres absehbar ist, was einen erwartet, werden wir sicherheitshalber vor dem Freischalten doch prüfen müssen, um uns kein Kuckucksei hier ins Nest legen zu lassen. Man frage sich daher lieber, ob der Link überhaupt Not tut. Musikvideos auf Youtube beipielsweise tragen so gut wie nie zum Thema bei und halten enorm auf.

    • Sinnlose Videolinks sind wirklich des Teufels.

    • Ich wäre einfach für Linksparsamkeit. wirklich nur, wenn es sich begründet anbietet. Und je mehr Datenvolumen, desto seltener. Ich muss mir bei YT nämlich auch noch die bescheuerte Werbung vorher anschauen.

    • Frage zu links
      Ich persönlich würde jetzt nicht auf die Idee kommen, so „unappetitliche“ Sachen wie PI, youwatch etc. zu verlinken, das gehört sich einfach nicht. (Ich bin hier nur zu Gast, und als stellt man keine übel riechenden Nachttöpfe in eine fremde Wohnung).

      Aber zu welt.de eine Frage: hat das einfach was mit Springer zu tun oder gibt es da andere „spezielle“ oder persönliche Vorbehalte?

      MfG

    • Welt ist toleriert, Bild nicht.

    • Statt Links
      Warum machen Sie es nicht wie bei heise.de? Die linken schon lange nicht mehr, stattdessen steht der Link als Text einfach so drin. In die Browerzeile kopieren kann schließlich jeder selbst.

    • "Allerheiligen...
      … sei auch nur dort Feiertag, wo viele Katholiken lebten.“

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/muslimischer-feiertag-de-maiziere-erntet-kritik-aus-eigenen-reihen-15245816.html

      De Maizière spielt mit dem Feuer. Auch Franzosen und Italiener sollten gut zuhören.

    • Vielen Dank.
      Und einen schönen guten Morgen.

    • @Oberbayerischer Gast - mille grazie für den Weilheim-link zum "Merkur" - das ist ja ein Ding!
      Wo sind die findigen Juristinnen in Bayern, die sich einen Jux aus so einem Fehlurteil machen und das in die nächste oder übernächste Instanz ziehen? Bayern vor!

      Sprachlich ist das hier superklar: Es ist nicht auszuschließen, dass die gute emotionale Weilheimer Caritas-Beherbergerin (!) sich schlicht aufregte über Muslime, die Christen in Mengen abschlachten und Verbindungen hierher haben und dennoch nicht zur Raison gerufen werden. Daher muss in so einem Fall – wie gesagt: Glasklar, wie ich finde, der Rechtsgrundsatz „Im Zweifel für die Angeklagte“ zur Anwendung kommen und ein Freispruch erfolgen. Punktum, no?

      Übrigens: Hamad Abdel Samad hat im Januar einen Brief nach Anis Amris Tat an Merkel geschrieben des Inhalts: Dass Hassprediger in Deutschland nicht hinlänglich verfolgt werden, und dass Merkel das bitte ändern soll. Immerhin hat auch Anis Amri gepredigt, in deutschen Moscheen! Merkel hat bis heute nicht auf Hamads Brief geantwortet; sie verhält sich politisch so, wie es hie und da (!) christlicher Lehre entspricht: Nämlich sehr sehr duldsam gegenüber muslimischem Hass. Dass Merkel das so hält ist natürlich ok – aber doch keine allgemeingültige Rechtsnorm, um Himmels willen; das ist ja nicht einmall theologisch einwandrfrei. Immerhin wird Jesus mit den Worten zitiert: „Ich bin gekommen euch das Feuer zu bringen, und das Schwert!“ – – –

      Tja – und wie ist es eigentlich mit dem politischen Instinkten der CSU bestellt? – Schlechter als mit denen der Weilheimer Lokalredaktion des „Merkur“, die tickt noch einwandfrei, Moppel!

  106. @Tico : Sündenpfuhl Hollywood und die Gerechten
    The Obamas release a statement on Harvey Weinstein:
    „Michelle und ich sind erschüttert und angewidert von den jüngsten Berichten über Harvey Weinstein. Jeder Mann, der Frauen in dieser Art und Weise erniedrigt muss dafür verurteilt und verantwortlich gemacht werden – egal wie sein Status oder sein Vermögen ist“.

    • Ja, der Druck der Medien – nicht nur die Extremisten, sondern auch die Mitschreier bei NBC, CNN und Co. – war wohl nicht mehr zu ertragen. Dann macht man halt so ein Statement, bevor weitere Fragen zuur Verbindung aufkommen.

    • Statement
      Traurig an diesen medialen Schauprozessen ist leider auch, dass man sich selbst teilweise bei Schadenfreude entdecken muss. Ben „That’s racist“ Affleck löst das unerfreulicherweise bei mir aus.

      Da gefällt mir doch das Statement meiner persönlichen Favoritin Nikki Haley für die Rolle der ersten US-Präsidentin deutlich besser:
      „Haley added that, “The purpose of UNESCO is a good one. Unfortunately, its extreme politicization has become a chronic embarrassment. The Tomb of the Patriarchs decision was just the latest in a long line of foolish actions, which includes keeping Syrian dictator Bashar al-Assad on a UNESCO human rights committee even after his murderous crackdown on peaceful protestors. Just as we said in 1984 when President Reagan withdrew from UNESCO, US taxpayers should no longer be on the hook to pay for policies that are hostile to our values and make a mockery of justice and common sense.”“ https://www.timesofisrael.com/after-unesco-bombshell-us-envoy-haley-warns-un-of-more-trouble-ahead/

      Und eine Kandidatin für Valley of the Dolls ist sie sicher nicht.

      Trumps Auswahl weiblichen Spitzenpersonals überzeugt mich jedenfalls mehr als das der SPD. Sogar Betsy de Vos, wer hätte das gedacht.

    • Ich muss da an die WaPo denken, die jetzt über den eigenen Chef berichten müsste, und wie der eigene Konzern da mitspielte.

    • Bei dem Statement verstehe ich nicht, warum er je
      mit dem Gatten seiner Außenministerin je ein Wort gewechselt hat.

    • Eine doppelte Moral ist nun mal besser als eine einfache. Wobei man Clinton in der Gesamtschau kaum mit Weinstein auf eine Stufe stellen sollte.

    • Solche Statements sind völlig normal, je nach öffentlichem Druck und Zeitgeist.
      Als Politiker würde ich die absondern (lassen), ohne auch nur drüber nachzudenken. Für die Frage, was zeitgeistgerecht gerade ein Empörungsstatement fordert, halte ich mir schliesslich darauf spezialisierte Referenten.

      Zuviel hineininterpretieren sollte man da nicht, das ist Teil des Machtspiels in Mediendemokratien. Besser eine öffentliche Empörung zuviel als eine zuwenig – auch einer der Treiber für die moral- und emotionsgetriebene öffentliche Debattenkultur des gesamten Westens.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • UNESCO
      @Jessica,

      „Bis 1954 galten die Mitglieder ( des Exekutivrats der UNESCO ) als Privatpersonen – gewählt als Vertreter des Geistesleben, die im Auftrag der Generalkonferenz handeln sollten. Gemäß einem Vorschlag der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs gelten die Vertreter nunmehr nicht mehr als unabhängig, sondern zugleich als Politiker, welche die Staaten vertreten, aus denen sie stammen. Seit 1976 können die Regierungen darüber hinaus ihre Vertreter vor dem Ablauf ihrer vierjährigen Amtszeit und unabhängig von deren Zustimmung abberufen und ersetzen lassen.“ ( WP über die UNESCO )

      Frau Haleys Gerede über „unsere Werte“ legt nicht gerade nahe, dass sie die beklagte Politisierung wirklich zurücknehmen will, sondern nur, dass ihr die derzeitige Richtung nicht passt.

  107. Aufschrei-Anne ...
    … war heute früh übrigens zum Interview im Deutschlandradio. Ihre Expertise zur Beurteilung der Verhältnisse in den USA war für mich irgendwie in keiner Weise erkennbar (und sie schien sich dessen auch irgendwie bewusst zu sein), aber zu den Verhältnissen in Deutschland kam erwartungsgemäß das „believe the victim“-Postulat.

    Die Masche mit dem „#aufschrei“ ist vermutlich immer noch ihre Haupteinnahmequelle…

    • Da arbeiten persönliche Freunde von ihr.

    • Sie wollen meine Toleranz testen, oder?^^

    • Hübsch
      :-))))))

      Schick auch.

      Vielleicht mal bei Görmonies Next TopModel??

    • @ Blue Monday
      Keine Leggins zu sehen … und keine Bunnyohren.

      Worum geht’s eigentlich und was halten die da in den Händen?
      Wirkt auf den ersten Blick wie eine verklemmte Sextoy-Party mit einem Gentil Animateur bzw. technischen Berater.

    • Titel eingeben
      @Blue Monday TGIF

    • schönes Bild @Blue Monday
      .
      Und nun schreibe ich zum zweiten Mal:
      „Die Deutschen haben keinen Sinn für Schönheit und Eleganz.“

    • Frei nach Al Bundy: HILFE, ICH BIN BLIND !!!
      @Blue Monday, dieser Farbton der leggins ist wirklich allerliebst.

      Wäre die Bezeichnung als „hörfunkgeeignet“ in dem Zusammenhang noch freie Meinungsäußerung oder schon gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ?

      (Sorry, Don, falls ich hier wieder an Ihrer Leidensfähigkeit säge, bitte den Post einfach ignorieren…)

    • ... Anne ...
      .., hat einen dicken Wälzer voller Nichtigkeiten geschrieben, in dem sie jammert dass ihre Freunde sexistische A ** usw. {gekürzt ich liebe meinen Job und meine Silberteekannen} seien, dh die natürlich nicht, sondern alle alten weißen Männer außer Papa und Ken; will sagen: Die würde Alls Checkerin auch über schwarze Löcher plaudern …

  108. OT
    Ein neues Projekt von Ihnen?

    https://mega.nz/#!1nxFRBxY!E2srVFKbd6Ohzj8Xl_cQudExPjvDvJKdgYHmtUbvh0A

    https://mega.nz/#!o3AVHSwJ!8l52jHctc0aUMbAGZn8bVgSATpEHLDwBic8R79uNJ54

    muss in die adr-zeile kopiert werden, als direkter link funktionioert das nicht.
    meine ersten geteilten fotos, deshalb der Umstand.

  109. Was Macht macht.
    Zu: Weinstein ist seit einiger Zeit erfolglos.
    Man fällt also über einen Strauchelnden her.

    Stumm ahnt das Ich,
    Fast wünscht man’s sich,
    Der Mutter Fall vom Stuhle.
    Es ging dann los, das CDU-Gesuhle

    Erst wenn man fällt, fängts an mein Kind
    Das Zappeln derer die am Leben sind
    Gibt’s bei uns denn einen?
    Noch kennt man keinen.

    Wer klebt zu fest, um aufzustehen
    Muss es büßen, man kann es sehen.
    Diktatoren wollen bleiben …
    bis alle nur noch heimlich speiben.

  110. Trump ist nur schlecht, insofern seine Politik schlecht ist
    Auf die Idee, dass inhaltslos, subjektive Charakterisierungen, wie diese:

    “ Denn Trump ist fraglos ein in vielerlei Hinsicht schlechter, schrecklicher, unbeherrschter und peinlicher Präsident,

    mit zweifelhafter Konklusion, wie die folgende

    daher „geht es eigentlich nur noch darum, seine unbestreitbar schlechten Seiten so auszuleuchten, dass eine Mehrheit der Wahlmänner für seinen Gegner der demokratischen Partei durch die Stimmen des Volkes zustande kommt.“

    der Grund für seine Wiederwahl sein könnte, sind Sie noch nicht gekommen? Verantwortlich sind nicht die Feministinnen, sondern das dort vorherrschende subjektive Urteilen, wie es auch in Ihren Zeilen zum Ausdruck kommt, was seine Wiederwahl ermöglicht.

    Wieso ist dieser Präsident „schlecht“? Weil er berichtet hat, dass er erfolgreich Pussys grabben konnte, nur weil er reich sei? Für wie kindlich halten Sie Frauen, wenn Sie von denen verlangen, aufgrund dieser empirischen Beobachtung in Empörungsstarre zu verfallen und sogleich einen anderen Präsidenten zu wählen?

    • Wenn ich von „Kräften der Ausleuchtung“ statt „Kräften des Lichts“ spreche, dürfen Sie von einer gewissen Ironie ausgehen.


  111. Ich habe da eine keine Meinung zu.
    Es ist halt so ein Skandal, wie Skandale immer sind – auf einmal gibt es großes Geschrei um Dinge, die eigentlich lange bekannt sind, und dann wird jemand gestürzt oder gestutzt.

    • Gute Zusammenfassung ...
      Ich habe bei vielleicht 5% aller Skandale der letzten 35 Jahre eine Überraschung erlebt. Immer dann, wenn ich mir einfach nicht vorstellen wollte, wie jemand mit ausreichend demonstrierter Grundintelligenz soooo dämlich sein kann.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  112. Da es noch nicht zitiert wurde
    https://www.nzz.ch/international/als-betraefe-es-nur-hollywood-ld.1321693

    „Niemand wird von einer jungen Frau am Beginn ihrer Karriere erwarten wollen, dass sie ungebührliche Anmache von Entscheidungsträgern ohne Rücksicht auf Verluste an die grosse Glocke hängt. Aber wie steht es damit, wenn die jungen Frauen später zu Weltstars geworden sind, wie etwa Gwyneth Paltrow oder Angelina Jolie? Wie soll man die Tatsache verstehen, dass sie nach ihren eigenen schlechten Erfahrungen Weinstein in Ruhe weitermachen liessen? Wer denn, wenn nicht sie, soll die Alarmglocke läuten?

    Das Phänomen Weinstein ist nicht aufs Showbiz beschränkt, es existiert überall. Dieser Machtmissbrauch kann nur andauern, wenn jene, die Zeugen oder Opfer wurden, schweigen. Die wirklich wichtige Frage ist darum, wie es Opfern leichter gemacht werden kann, mit ihren Berichten an die Öffentlichkeit zu gelangen. Und sie richtet sich an alle, nicht nur an die Stars in der fernen Welt von Hollywood.“

    Das wäre die abseits des Politischen große und generelle Aufgabe. Und außerdem natürlich die von Tico benannte Problematik, dass sich einige, die a) bereit sind für das „Spiel“ Vorteile erhalten und b) einige, die sich die Situationen ausdenken dürfen, das andere „Spiel“ spielen können und sich so Vorteile verschaffen. Bei allem entstehen so Schäden an den Seiten des „Spielfeldes“.

    Hat das alles etwas mit Bildung zu tun – „Charakter“-Bildung?

    • Ich bin kein Freund des Verdammens von Betroffenen, aber nach allem, was bekannt ist, wurde allgemien vor Weinstein gewarnt – es hat halt nur niemand darüber geschrieben. Es ist hässlich, in jeder Beziehung, aber mit Täter-Opfer-Umkehr sollte man vorsichtig sein.

  113. Unfriendly Takeover
    Gut, Hollywood ist dank Netflix & Co eh‘ bald am Ende. Insofern ist es also schon lange reif für eine feindliche Übernahme (Unfriendly Takeover) durch aktivistische Frauen. Zu diesem Vorgang kursieren derzeit zweierlei Thesen: Frauen kommen immer erst dann an die Macht, wenn der Bereich, den sie gerade übernehmen, schon lange abgewirtschaftet hat. Diese These erfreut sich ganz besonders im feministischen Milieu grosser Beliebtheit. Die Gegenthese: Frauen übernehmen- und fahren die Karre (gleich ganz) an die Wand…

    • Ich persönlich glaube nicht, dass es bei dem Serienzeugs besser ist – ganz im Gegenteil, da sind die Schaupieler noch abhängiger und die Stäbe deutlich prekärer, also auch erpressbarer. Kein Zufall, dass es jetztt ausgerechnet gegen Amazon los geht.

    • Prekariat
      Durchaus möglich, dass Netflix & Co. das Filmbusiness prekarisieren. Ich habe mal einen Song aus „Breaking Bad“ gesucht und dabei auch den immer noch unbekannten Sänger auf Facebook gefunden. Der hat für diesen Song von der Produktionsfirma mit Sitz in New York nie auch nur einen einzigen roten Heller erhalten! Statt dessen hat man ihn damit vertröstet, dass er ja in einem Blockbuster mitmischen durfte, was so einer Art Stairway to Heaven gleich komme…

    • So stelle ich mir das auch vor. Andere Arbeten Lassen Wirtschaft (AAL).

  114. "Nein" zu sagen kann auch team- und karrierefördernd sein
    @Blum – Es geht nicht darum, Missbrauch an die Öffentlichkeit zu bringen. Wenn ein Mann einer Frau zu nahe tritt, insbesondere wenn er sie zum Sex zwingt, dann ist das kriminell. Dann sollte die Frau am nächsten Tag zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Wenn sie das nicht tut, verschweigt sie ein Verbrechen. Dann kann man zweifeln, ob es nicht doch mit ihrer Einwilligung geschah.
    .
    Ich habe hier in vergangenen Beiträgen schon oft über dieses Thema geschrieben. Im Hollywood Sektor kenne ich mich nicht aus. Aber als (ehemalig) Rothaarige in einem technischen Berufsfeld mit 90% Männern und 100% Männern in Führungspositionen (zu meiner Zeit) ist es naheliegend, dass ich damit auch umzugehen hatte. Meiner Erfahrung nach verstehen 90% der Männer, wenn man “Nein” sagt. Man muss sich klar und eindeutig verhalten. 10% verstehen erst, wenn sie eine Ohrfeige bekommen haben. Die meisten rechnen es einem hoch an, wenn man bei der Absage Fingerspitzengefühl zeigt. So in dem Sinn “Die Frau hat Durchsetzungsvermögen, aber sie macht es elegant”. Das kann durchaus auch team- und karrierefördernd sein.

  115. Was ich nicht verstehe..
    ist, wieso sich immer Frauen finden, die solche Typen heiraten. Geld kann es nicht immer sein, seine derzeitige (ehemalige?) ist ja auch nicht gerade arm. Dieser unangenehme französische Type vom IWF war ja auch mit einer nicht gerade armen Frau verheiratet. Als die Hotelgeschichte in NY herauskam, hat sie ihn jedenfalls nicht direkt vor die Tür gesetzt. Es kann mir keiner erzählen, daß die nicht vorher gewußt haben, mit wem sie sich einlassen. Moralisch würden Frauen immer unter ihrem Stand heiraten, finanziell nicht. Vor Jahrzehnten, als ich auf Jobsuche war, habe ich immer auch die Bekanntschaftsanzeigen in der FAZ gelesen. Frauen suchte da meistens einen Mann, der mindestens soviel Vermögen hatte, wie sie selbst. Nach unten heirate, dafür aber einen netten, war nicht so gefragt.

    • Versorgungsehen sind nicht ausgestorben, sie werden heute nur nicht mehr so genannt. Ich mein, werfen Sie doch mal einen Blick auf führende deutsche Politiker und ihre Ehegewohnheiten.

    • Versorgungsehen deutscher Politiker
      Werter Don Alphonso,

      Herbert Wehner z.B. hat 1983 als 77-jähriger und gut alimentierter deutscher Politiker seine Stieftochter geheiratet. Ach, ja richtig – Helmut Kohl sel. A.

      Alles was recht ist, aber auch noch „Versorgungsehe“ kann man dem Kanzler A.H. und seiner Frau Eva (geborene B.) nun wirklich beim besten Willen nicht vorwerfen, nicht einmal für einen Tag.

    • Männer mit Kohle
      sind sexy da erfolgreich, da stehen schon einige Frauen drauf, auch wenn sie selbst das Geld nicht direkt nötig haben.

    • Durch Redselige, Geldgeile getrennt
      ach na ja, da gibt es auch noch die Liebe, vor allem in Fronkraisch. Und Ich denke, dass Anne Sinclair ihren Mann liebte und die amerikanische Story überstanden hätte. Der französische Kram war unerträglich, die vielen Nutten (echte), die gegen ihn aussagten. Ohne Moral, wenn diese öffentlich werden. Der Ausdruck Sexarbeiterin ist für Schwätzerinnen zu schade. Das Gewerbe sollte Schweigsamkeit als Moral beinhalten.

      P.S. Soweit ich weiß, wollte er eine zweite Leitwährung neben dem Dollar etablieren. Und er war stringent proisraelisch. Er ist lahmgelegt worden.

  116. That's gross...
    …that’s racist!

  117. Die Lawine rollt
    Oliver Stone, der betr. Weinstein eben noch an die Fairness und an das Gebot einer ordentlichen Untersuchung appellierte … „I’m a believer that you wait until this thing gets to trial” und „I believe a man shouldn’t be condemned by a vigilante system“, steht nun selber im Fokus.
    Laut New York Daily News beschuldigt ihn ein ehemaliges Playboy Playmate sexueller Übergriffe – vor 26 Jahren.

    Wie immer geht es in den USA bei solchen Affären auch um Geld, gelegentlich um Mengen von Geld. Gretchen Carlson, frühere Nachrichtensprecherin soll sich von Fox 20 Mio $ erstritten haben, wegen sexueller Belästigung durch den inzwischen verstorbenen Fox CEO Roger Ailes.

    Die Begründung, die G. Carlson für ihre Entscheidung zu einer öffentlichen Anklage vorbringt, klingt einigermaßen bizzar („but with my 50th birthday looming, I saw an opportunity …“), aber sie ermutigt alle Frauen, es ihr nachzutun …

    ht tp://www.instyle.com/celebrity/gretchen-carlson-sexual-harassment-feminism

    Es scheint kein Halten mehr.
    Who’s next?

    • Ich nicht!

    • Die Toyboys
      Bin gespannt, wann die Toyboys von Madonna oder JLo, die ja aus der Tänzergruppe rekrutiert wurden, mal ähnliches geltend machen.

      Es ist ja durchaus vorstellbar, dass die Karriere als Tänzer ein jähes Ende gefunden hätte, wenn die Burschen sich verweigert hätten.

      Goodnight hat es ja schon angedeutet: Die Anbahnung vieler Beziehungen, die nicht exact Augenhöhe sind, sind quasi Besetzungscouch.

      Weinstein gehört aus dem Verkehr gezogen, wenn sein Verhalten nicht nur unmoralisch, sondern übergriffig und nicht einvernehmlich war.
      Auf WELT sah ich ein Foto, auf dem er von drei Damen umringt war, von denen eine sich an seinem Kehlbraten festgesaugt hatte. Ohne Not.

      Den Weibern, die ihm aus allen möglichen Richtungen nach zig Jahren ans Bein pissen, wünsche ich einen shitstorm, auf dass sie auf ewig höchstens noch Charakterrollen als Großmütter bekommen.

    • Beschuldigen reicht doch!
      Egal, ob man was getan hat, Team GL und der Fall Kachelmann haben doch klar gemacht, dass man erstmal mit Dreck jemanden bewerfen kann und später schaut, was einem geglaubt wird – mit fiesen Konsequenzen auch für unschuldig Beworfene.

      Es soll ja nicht wenige Feministengegner geben, die sich aus Vorsicht und Sicherheit erst gar nicht mehr mit Frauen alleine in einem Raum aufhalten, was schon bei zufälligen Situationen in Fahrstühlen anfängt. So pervers ist das.

    • Ja, da haben Sie auch recht. Man kann niemand mehr trauen, in diesem Bereich. Wirklich niemand.

  118. Gute Analyse..so siehts mal aus.
    ..vor „Magazin der AR-15“ bitte noch den Artikel einfügen!

  119. Trump
    Als er den Angriff mit Marschflugkörpern in Syrien befohlen hatte wusste ich, dass das definitiv keiner der schlechteren Präsis ist. Das war ein Meisterstück. Genug,, um sich politisch den Rücken frei zu halten, zu viel um von den Russen blamiert werden zu können und durch die vorherige Ansage ohne Eskalationsrisiko. Ganz dickes Tennis.

  120. Entrüstungssturm und Schadenfreude
    Diese medialen Entrüstungsorkane halte ich ebenfalls für eine äusserst problematische Entwicklung. Insbesondere aus rechtsstaatlicher Sicht. Auch wenn Herr Weinstein alles andere als ein Sympathieträger ist und wahrscheinlich auch zu Recht seine berufliche Stelle verloren hat, die er offenbar missbraucht hat, so zielen solche Medienkampagnen darauf aus, ihn schon vor einer strafrechtlichen Verurteilung aus der bürgerlichen Gesellschaft vollständig auszugrenzen.

    Es ist natürlich richtig, dass die Medien berichten, denn offenbar werden solche Männer erst gestoppt, wenn das desinfizierende Licht der Öffentlichkeit auf den auf den Fall geworfen wird, aber wenn Prominente schon fast gezwungen werden, sich loszusagen und die Anwältin unter Druck ihr Mandat abgibt, erinnert das doch schon sehr an eine totalitäre Gesellschaftsordnung. Da werden gerade Grenzen überschritten.

    Ich glaube aber, dass die andere Seite des politischen Spektrums kein Deut besser ist, wenn es um inszenierte Hexenjagden geht, ob die Hexen nun echt oder erfunden sind, sondern das sogar noch viel besser hinkriegen. Nur haben die eine in Bezug auf Machterhalt besser entwickelte Doppelmoral und gehen nicht auf diese Weise auf die eigenen Leute los, sondern nur gegen die „andern“.

    Die Linken hingegen haben zusätzlich noch die Tendenz entwickelt, gegen ihre eigenen Leute vorzugehen, wenn sie nicht 100 % ideologisch rein den richtigen Glauben vertreten. Zudem sie sehen z.T. nicht einmal mehr, wer eigentlich in ihr Lager gehört und wer nicht. Ich finde es z.B. auch absurd und für mich als Feministin völlig unverständlich, dass jetzt ausgerechnet Linda Masour das Aushängeschild der neuen Frauenbewegung und eine Galionsfigur der Linken geworden ist. Auf der anderen Seite werden z.B. Maajid Nawaz und Hirsi Ali vom „Southern Poverty Law Center“ wegen ihrer Kritik am Islam auf einer Liste von „Hate Groups“ geführt.

    In der amerikanischen Geschichte sind solche Hexenjagden aber auch keine wirklich neue Erscheinung und ich frage mich, ob das nicht ein Erbe des protestantischen Puritanismus ist, den Europa vor ein paar Jahrhunderten so elegant in den damaligen Kolonien entsorgte. Die neuen Medien geben dem ganzen heute allerdings eine viel grössere Reichweite und Wirkung.

    Bezüglich Ben Affleck muss ich gestehen, verspüre ich etwas Schadenfreue. Ich habe die Kontroverse verfolgt, wo er bei Bill Maher dem armen Sam Harris wegen dessen immer sehr sachlich vorgetragenen Islam-Kritik in sehr aggressiver Weise Rassismus vorgeworfen hat, ohne sich auch nur die Argumente von Sam Harris anzuhören. Für diesen „Mut“ wurde Ben Affleck lange in den sozialen Medien gefeiert. Das war nicht nur ungerecht und für Sam Harris medial unbequem, sondern eine tatsächliche Gefahr, weil es genug Wirrköpfe gibt, die sich nach so etwas dann berechtigt sehen, gegen diesen „Rassismus“ mit physischer Gewalt vorzugehen.

    • "für mich als Feministin"
      .
      Danke für den Lacher aus Japan in die Schweiz.

    • Vielleicht sieht man klarer
      wenn es endlich einen Koran in gegenderter Sprache gibt.

      Bis dahin müssen sich alle gedulden.

    • Titel eingeben
      @nur mal so sagt:

      Es freut mich, dass ich Ihnen einen heiteren Moment schenken durfte!

    • Koran - gegendert
      @ E.R.Binvonhier:

      Ein solches Projekt würde ich sehr unterstützten!

      Das würde nämlich bedeuten, dass jemand aus diesem „Multikulti-ist super, alle Kulturen sind gleichwertig, die universelle Geltung der Menschenrechte ist imperialistisch und die Burka ist ein Ausdruck von Freiheit“-Kuchen sich tatsächlich einmal mit dem Islam und dem Koran auseinandersetzen müsste und vielleicht merken würde, dass zwischen „wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein“ und „Steinigung von Ehebrecherinnen“ doch ein Unterschied besteht und Mohammed eine etwas andere Biographie als Buddha hat.

      Ich wäre auch sehr gespannt, wie sich die Passage betreffend Steinigung von Homosexuellen gegendert lesen würde. Um in den Genuss dieses Vergnügens zu kommen, würde ich bei einem „Crowdfunding“ sogar etwas spenden!

    • Einstweilen sind das noch die Essenzen:
      https://www.atheisten-info.at/downloads/Bill_Warner-Scharia_fuer_Nicht-Muslime.pdf
      Und M lies schreiben, dass an der Schrift nichts veränderbar sei und zweifelsfrei geglaubt werden müsse.

    • Gegenderter Koran
      Wenn man sich jetzt noch vorstellt dass der Streit mit der türkischen Religionsbehörde, welche ja in einigen Bundesländern den Religionsunterricht gestaltet, dahin gehend beigelegt wird dass die Schüler eine gendergerechte Version des Koran zu lesen bekommen, hat man Stoff fürs Kabarett. Muss aber schnell gehen, die Realität ist auf der Überholspur und jeder noch so groteske politische Witz ist heuer schneller Programm als ein CDUler die Hacken zusammen knallt.

    • Gast, Danke!
      Für den Hinweis, der sich bei der lesenden Bevölkerung dennoch weiterhin nicht festsetzen konnte: Im Gegensatz zum Christentum das offiziell von erinnerten Aufzeichnungen von Augenzeugen und posthum lebt, liest sich die Eschatologie des Islams eben offiziell so, dass Allah dem illiteraten Propheten den Koran mit auf den Weg gab. Und das es sich um das direkte Wort Gottes handelt, gehört zum Gesamtpaket.
      Solche Umfragen machen die Institute deshalb auch nicht: „Glauben Sie, dass der Koran 1:1 das Wort Gottes ist?“. Dann würden, ich wette!, mehr als 90 Prozent aller Muslime mit ‚Ja‘ antworten.
      Deshalb sind ja auch die Vorstellungen der unbedarften Mehrheiten in den nichtislamischen Ländern was das Potential einer ‚Reformation‘ bzw. Neuinterpretation der islamischen Schriften betrifft, so kontra-realistisch.

    • Biographie Unterschied Mohammed undBuddha
      Verehrte Schweizerin,

      dieser Unterschied ist meiner Meinung nach relativ zentral und genauso überzeugend wie der Unterschied Dalai Lama – Osama bin Landen & Co!

      Oder zwischen Kongo und Schweiz…

  121. War es denn nicht schon immer so ...
    … dass Schauspieler_Innen bei Regisseuren und Produzenten auf der Besetzungscouch lagen? Das steht doch in jeder Biografie über Filmemacher von Laurel&Hardy über Hitchcock.

    Ja, schön ist das nicht, das Machtgefälle auszunutzen. Meist gehören ja zwei dazu.

    • Yep, es gehören ZWEI dazu.
      Und wenn mich bei einer Bewerbung für einen Traumjob irgendeine Tussi aufgefordert hätte, ihr als Gegenleistung dafür die Pussy zu lecken, wäre ich mit 20 zwar völlig verstört gewesen, hätte mir aber notfalls lieber einen anderen Job gesucht. Sicher.

      Ich kenne noch heute eine ganze Reihe von Frauen meiner Altersklasse (50 plus), die das genauso sehen. Und entsprechend gehandelt hätten. Was genau hat man eigentlich den Frauen beigebracht, die gekuscht und mitgemacht haben? Oder waren die so heiss auf eine Rolle, dass sie bereit waren, dafür ihren Körper zu handeln?

      Das macht Weinstein kein Stück besser, der Mann war offenbar ein Schwein. Aber anders als bei Abhängigen und Untergebenen war seine Macht über Schauspieleranfängerinnen sichtbar begrenzt. Also – warum haben die mitgespielt?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Besetzungscouch
      Man sollte immer sehr Vorsichtig sein, wenn es um Täter-Opfer-Umkehr geht (wie die Mär vom armen Sexualstraftäter mit Migrationshintergrund, welche sich einfach nicht zurechtfinden). Das gilt auch in diesem Falle. Jedoch ist es ja wohl eine Binsenweisheit, daß es die Besetzungscouch gibt. Und auch junge dumme Mädels haben Eltern oder Freunde und Bekannte, die das Thema ansprechen. Insofern würde ich es in der Tat als Ausnahme ansehen, daß eine junge Schauspielerin auf so einer Couch landet, ohne sich vorher darüber Gedanken gemacht zu haben… Will sagen, das Leben ist selten schwarz/weiß.
      Das ist halt doch was anderes als auf ein Fest wie Sylvester auf die Domplatte zu gehen und dann auf einmal Opfer eines Übergriffes zu werden.

      Insofern würde ich bejahen, daß z.T. Kalkül dahinter steckt bei etlichen Opfern. Weshalb sie dennoch Opfer bleiben und die Täterschweine Täterschweine. Aber sie haben wohl in der Mehrzahl die Wahl gehabt. Was auch gut dazu passt, daß sie erst jetzt hervorkommen, nachdem der Kerl bereits im Fallen war. Daß man sich erst mal schämt und still hält ist klar. Aber eine Jolie ist schon seit langem in einer Position, daß sie hätte öffentlich gehen können. Das erst jetzt zu tun hat also einen faden Beigeschmack und stützt obige These.

  122. Warum ...und nicht anders...
    Die Frage „Warum“ eine Frau so gehandelt hat, also warum sie sich nicht gewährt hat und den Mann nicht angezeigt hat, hat sicherlich mehrere Gründe.
    Aber meistens ist es die Scham.
    Das ist wirklich so, auch wenn es einige Schreiber hier nicht verstehen können.
    Stellen Sie sich mal vor, ein Mann vergewaltigt einen Mann, würde der Mann diesen Vergewaltiger anzeigen?
    Mitnichten….die Scham wäre zu groß…
    Denken Sie mal darüber nach….

    • Völlig richtig. Nicht nur die Anzeige selbst,
      sondern auch die Befragung durch einen gerissenen Gegneranwalt später wird eine Tortur, soviel ist klar. Da kann man es durchaus vorziehen, die Klappe zu halten. Für das Problem gibt es auch überhaupt keine Lösung – „beleive the victim“ wäre eine Perversion des Rechtsstaates.

      Ich finde nur keine befriedigende Antwort darauf, warum die Frauen bei Weinstein mitgespielt haben – nach den bisher vorliegenden Informationen war da sehr wenig physische Gewalt beteiligt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Thorsten Haupts: ... warum die Frauen bei Weinstein mitgespielt haben?
      Verehrter Thorsten Haupts,
      vielleicht hilft hier Henrik Ibsen ein wenig weiter:
      „Die Frauen sind die Stützen der Gesellschaft!“

  123. OT ...
    … aber sehr, sehr wichtig:

    Auf der Frankfurter Buchmesse wurden zwei Stände von konservativen Verlagen (Antaios, ManuSkriptum) zerstört, nachdem der Chef der Buchmesse, Alexander Skipis, die genauen Standnummern öffentlich gemacht hatte und zusätzlich öffentlich dazu aufgefordert hatte, diese Stände zu „besuchen“.

    Quelle: htt**ps://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/671-13-oktober-2017

  124. Tamara Wernli
    Hat jemand den Artikel von T.M. bei Tichy gelesen? Der letzte Satz dort lautet:
    „Hätte ich mich damals mit dem Typen eingelassen, wäre ich heute Schauspielerin? Ehrlich gesagt, die Frage habe ich mir schon in aller Sachlichkeit gestellt.“
    Ist das ernst gemeint oder nur Provokation?

  125. OT: Helmpflicht und Verkehrstote
    Es passt zwar leider überhaupt nicht zum Artikel, aber immerhin geht es um sonst hier auch gern diskutierte Themen: Radeln und die FAZ (und Qualität im Journalismus). Ein Stück über die Helmpflicht und deren mögliche Auswirkungen, zu lesen hier:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/eine-helmpflicht-fuer-radfahrer-wuerde-leben-retten-15244956.html

    Dort lese ich

    Etwa 400 Fahrradunfälle jährlich nehmen einen tödlichen Verlauf.

    Und weiter

    Auch die Zahl der Verkehrstoten würde [mit Helmpflicht] pro Jahr um einige hundert geringer ausfallen. Die Autoren sprechen von 569 bis 607 „Lebensäquivalenten“.

    Verstehe nur ich das nicht? Der Autor lässt offen, was genau „Lebensäquivalente“ sein sollen (ein greißliches Wort jedenfalls), aber die für mich naheliegende Interpretation „dank Helmpflicht nicht bei Unfällen zu Tode gekommene Radfahrer“ scheitert an simpler Mathematik, denn mehr als 400 Radler pro Jahr kann man ja offenbar gar nicht retten (ok, die erste Stelle spricht nur von der Anzahl der Unfälle – aber Unfälle mit mehr als einem toten Radler sind ja doch die absolute Ausnahme). Nur was ist es dann?

    Ist es zuviel verlangt, dass ein Text solch einen Begriff erklären und den Widerspruch aufdecken oder auflösen sollte, statt das Wort einfach nur in Anführungszeichen zu setzen?

    • Es geht da auch um Schwerverletzte und Menschen im Koma. Ich neige auch als Helmträger trotzdem zur Ansicht, dass man nicht mit Zwang kommen sollte, denn Zwang würde tatsächlich viele vom Radeln abhalten.

      Ausserdem geht das gar nicht. Radeln Sie mal bei 25 Grad einen Alpenpass mit Helm auf dem Kopf hoch, da sind Sie nachher tot wegen Hitzschlag. Viel wichtiger wären weniger tote Winkel bei LKWs.

    • Der Schwachsinn der Helmpflicht
      geistert alle paar Jahre durch die Medien. Ich frage mich, weshalb offenbar gerade Radfahrer gezwungen werden, sich vor sich selbst zu schützen. Denkbar sinnvoll wären alternativ:

      Helmpflicht bei Hausarbeiten auf der Leiter
      Helmpflicht bei Autofahrern
      Helmpflicht bei Fußgängern

      Klingt absurd? Finde ich auch. Insbesondere Helmpflicht bei Autofahrern würde aber angeblich ein erhebliche Anzahl Leben retten.

      Noch absurder ist, daß Autos heute zwar E-Call haben müssen und Klimaanlage wie Soundsystem selbstverständlich sind, aber keine Rundumkameras mit akustischer Radler- / Fußgängerwarnung, Türblockierung etc…

    • Trmpo 30 auf allen Strassen. Dann wäre der Helm weitgehend überflüssig. Auch für Motorradfahrer.

    • Kraftfahrer sagt:
      Beim LKW mußt Du ohne Mittelrückspiegel fahren, daß bedeutet nur Außenspiegel rechts und links vielleicht noch Bodenspiegel, da nützt es nicht den Kopf zurück zu drehen.
      Damit ist das Sichtfeld extrem eingeengt und das bei uneinsehbaren Außenmaßen des LKW. Also echt schlecht!
      Da hilft nur routiniertes einhalten der wichtigsten Regeln des Fahrens.
      Disziplin und Vollständigkeit bei jedem Meter Fahrt und Zentimeter beim Rollen.
      Real tough…living in the hard lane!

    • Noch freiheitshassender als Plastiksiebpflicht ...
      … ist nur die willkürliche Umsetzung des gegen den Föhn nach Unbestimmtheit stinkenden österreichischen Verschleierungsverbot:
      http://derstandard.at/2000065504181/Radler-als-Opfer-des-Burkaverbots

      Und pardon, aber wer beim verzichtbaren Text von Rüdiger Soldt nicht gleich über dessen verräterischen Gebrauch des Wahrscheinlichkeitsbegriffs stolpert, sollte sich an geeigneterer Stelle als im FAZ-Artikel in das Thema Helme und Statistiken einzulesen versuchen.

    • Ohne das Verbot wäre die SPÖ unter 20%.

    • Schutzpflicht
      Ja, das wird nicht so gerne erzählt: man hat Helmpflicht hier, 20 Airbags dort und die Zahl der Unfalltoten ist viel geringer als früher. Soweit, so schön.
      Dabei hilft aber auch der beste Airbag über 60 km/h nur noch wenig und mal etwas friedlicher fahren würde auch die Unfälle mit (Schwer-)verletzten reduzieren.

      Speziell um den Zusammenhang von Telefon- und Internetbenutzung im Auto mit den Unfallzahlen machen alle einen sehr großen Bogen. (Audi wirbt im Moment gar damit, ihr neuer A8 würde „Ihre IT-Abteilung neidisch“ machen).
      Da passieren offensichtliche Fälle, wie vor zwei Jahren bei der jungen Autofahrerin, die Sonntags morgens auf gerader übersichtlicher Straße (B295 bei Stuttgart) zwei Radfahrer derart angefahren hat, daß ihr Auto nur noch knapp fahrtüchtig war und einer der beiden noch im Hubschrauber verstarb, während sie weitergefahren war.
      Sie hatte während der Fahrt Whatsapp-Nachrichten verschickt und war offensichtlich deswegen ungebremst in die beiden hineingefahren.

      Was passiert außer einer formalen Erhöhung des Bußgeldes? Nichts! Kein Bewußtsein für die Gefährdung (schauen Sie mal aufmerksam in die Autos, aus Bus oder Tram geht das besonders gut – gefühlt die Hälfte der Fahrerinnen und Fahrer hat die Daddelkiste in der Hand). Kein offensichtlicher Druck durch entsprechende Kontrollen.
      Natürlich ist man im Fall der Fälle mit Helm dann besser dran als ohne, aber noch mehr wäre gewonnen, wenn der Unfall gar nicht erst passiert wäre.
      Aber nur Mut, in wenigen Jährchen sind die Autos entweder sowieso verboten oder fahren alle autonom (und wie das funktioniert, erklärt dieser Link: https://www.xkcd.com/1897/)

    • Achtung Zynismus
      Eine Helmpflicht wäre kontraproduktiv.
      Nicht das dann noch die Zahl der Verkehrsopfer unter die der Attentatsopfer fällt…
      Wäre für manchen Journalisten und Politiker extrem brisant.

    • Helmpflicht würde Leben retten.
      Hirnpflicht für Kanzlerinnen auch!
      Einige Milliarden Währungseinheiten als Draufgabe noch dazu …

  126. Das Böse unter der Sonne
    Was soll die Empörung? Einer meiner Lieblingsfilme ist dieser Film und zeichnet genau das, was sich in dieser Branche schon immer abgespielt hat und sich weiter abspielen wird. Es ist Macht, Neid und Gier. Es sind Frauen und Männer, die sich prostituieren und zwar freiwillig. Was soll da die Unschuldsvermutung? Beide Seiten/Geschlechter sind gleichermaßen schuldig oder unschuldig. Es ist müßig darüber zu fabulieren. Offensichtlich richtet gerade der linksversiffte Zeitgeist. So what. Es ändert sich sich aber ja gerade.. zum Guten oder zum Schlechten. Ich mag die Pinkstinks genausowenig wie die Völkischen. Ich hoffe allerdings nach wie vor auf den „Common Sense“ oder auf Hercule Poirot.

  127. so what
    Die USA sind ohnehin am Ende. Moralisch. Institutionell. Ethisch. Infrastrukturell. Finanziell.

    Nur Kriegsmacht und Ressourcenzugriff, Hollywood und Wall Street mit immensem Kapital und IT-Konzernen sowie einige Forschungseinrichtungen halten den Laden noch am Laufen.

    Und wie – das sieht jetzt die ganze Welt.

    Gab es in Jahrzehnten eine Frau, die auf ihre Karriere verzichtet hat (und irre viel Geld und Glamour und Luxus), weil sie mit schmierigen, miesen Fettsäcken keinen Sex hat. Schlicht nicht hat – und koste es ihre sch… Karriere?

    Ich hasse alles, was ich dazu lese.

    Ach, lebte nur Guido Westerwelle noch, er fand die rechten Worte: byzantinische Verhältnisse.

    • Parallelgesellschaftsbetrachtungen
      „… am Ende. Moralisch. Institutionell. Ethisch. Infrastrukturell. Finanziell“

      Sie reden doch von den USA und nicht etwa von Deutschland?

      Wäre echt beunruhigend, denn wer hält eigentlich hier den Laden zusammen?

      UlF?
      Jamaika?
      Die Auto- und Rüstungsexportindustrie?
      ARD und ZDF?
      Das Bildungswesen?
      Google und Amazon?
      Kirchen und Gewerkschaften?
      Jupp Heynckes?
      Aldi und Lidl?

    • Heute morgen fragte ich mich, weshalb "unser" Papst wirklich
      in den Ruhestand getreten ist. Ob er vielleicht doch Rückgrat hatte?

    • mittelalte, weisse Männer
      Zitat:
      „Wäre echt beunruhigend, denn wer hält eigentlich hier den Laden zusammen?“

      Die 60iger bis 90iger Jahre Generation.
      Sind die 30 bis 60 jährigen weg, als logisch und realistisch Erzogene, dann gute Nacht.

    • Es wundert mich eh, dass die nächste Generation noch nicht mal in der Lage ist, einen alten Blogsack wie mich vom Sessel zu stürzen.

    • maciste grüßt den vonmicha
      die usa sind noch lange nicht am ende, im gegenteil verbessert sich deren geostrategische position tag für tag – und wer glaubt, daß diese tatsache unbedeutend sei, kann solche selbstbeschränkung seines geistigen auges nur in einer gesellschaft durchhalten, die seit generationen nicht mehr weiß, was kollektive gewalt ist. ich gehe indes in der annahme, daß sich das bald ändern wird.
      battle on.

    • @Lebensäquivalent: ... denn wer hält eigentlich hier den Laden zusammen?
      Alternativloser Kitt:
      1. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk!
      2. Friede Springer und Liz Mohn!
      3. Steuerfahndung!
      4. Bußgeldkatalog!

  128. Koran in ge-genderter Sprache - Inshallah in the year 2525
    @ E.R.Binvonhier

    Ein interessanter Gedankengang. Wenn dann das Matriarchat endlich die Herrschaft der bösen alten Männer abgelöst hat dank des unermüdlichen Wirkens von Claudia Roth, KGE, Alice Schwarzer, IM Erika und der 200 Gender-ProfessorInnen, zahlloser Sonderforschungsbereiche, Post-Doc-Stellen und was sonst noch so finanzierbar ist. Und Judith Butler.

    Ja, dann könnte endlich auch eine weibliche Sicht des Korans geschrieben werden (mit Unterstützung der Bundesregierung). Von wegen Polygamie und Harem, Ehe auf Zeit, Striplokale für Männer, Puffs und Begleitagentur. Wären die Frauen damals nicht hauptsächlich mit der Versorgung ihrer Familien beschäftigt gewesen, hätten sie bestimmt zum Gänsekiel gegriffen, um ihre Sicht der göttlichen Offenbarungen der Nachwelt zu hinterlassen. So hatten sie einfach nur keine Zeit.

    Nicht auszumalen, was das konkret bedeuten würde. Keine Kalifen, sondern KalifInnen. Keine Mullahs, sonders MullahInnen.
    Die neue Losung hieße: Polyandrie. Nicht zu verwechseln mit Ehe-für-alle. Das war gestern. Schwule würden toleriert wegen ihrer femininen Merkmale. Kein von Männern dominierter islamistischer Extremismus.
    Die Frage, ob es dann die Formel Eins oder die Modelle von Porsche oder SUVs überhaupt gäbe, läßt sich abschließend nicht beantworten. Oder Blogs mit einem Radlerbezug.
    Zumindest müßte die ganze bisherige Welt-Geschichtsschreibung neu gedacht und formuliert werden.

    Ansonsten gilt Max Webers Definition von Macht selbstredend auch für die neuen HerrscherInnen. Der Mensch ist nun mal ein Wesen, das sich gerne einfügt in die Verhältnisse.

    Dann sieht man auf jeden Fall klarer. Schöne neue Welt.

  129. Vielleicht können Kopfbilder doch ins Wanken geraten?
    Trumps Iranrede findet man übersetzt auf der Achse.

  130. Freie Bahn für Bücherstürmer auf der Buchmesse.
    Ist das jetzt schon Weimar? Ist es das, was der Bürgermeister mit seinem Statement befeuern wollte? Glaubt der wirklich, auf diese Weise seine Verräterpartei wieder Mehrheitsfähig zu machen? Ich bin kurz davor, mir eine Riefuttschi-nott-willkamm-Plakette anzuheften, auf den Angriff zu warten und mein 3-Sekunden-Recht auszuüben.

    Die erste Respekt-Stadt Deutschlands hat gerade ihre Tore verschlossen, weil sie die Probleme nicht mehr in den Griff bekommt. Wie viele müssen wohl noch kommen, bis der erste Respekt-Staat der Welt am Ende ist. Ehrlich gesagt, gehen mir die Befindlichkeitsstörungen irgendwelcher amerikanischer Filmstars sonstwo vorbei. Diese ganzen Treibjagden dienen nur dem einen Zweck, die westlichen Gesellschaften so zu verändern, das die schwerst Neurotisierten, geistig und seelisch Verkrüppelten, endlich das Gefühl haben, integriert zu sein.

    Ich frage mich immer, wie die Pubertät so vieler Männer verlaufen sein muss, dass sie dieses Spiel mitspielen. Die sollen doch alle, samt der gestörten Frauen, in Therapie gehen, aber nicht die Gesellschaft in Haftung nehmen. Ansonsten wird die Gegenreaktion schon sehr bald erfolgen. In Deutschland am gewaltigsten, denn hier wandert sie ja gerade ein.

    Und Buchmessen braucht bald auch kein Mensch mehr, wenn man sich die Ergebnisse der Grundschüler, speziell im Fach Deutsch, ansieht. Am schnellsten scheint der Niedergang ja dort, wo die grün-links-Versifften die Mehrheit haben.

    • Heute Sondermeldung vom Mainkutter zum Weinstein-Skandal
      Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über Nähe zwischen Macht, Sex, Geld und Erfolg.

  131. OT: HELMPFLICHT
    @DON
    @HIASL

    ob eine Helmpflicht bei den Besetzungsvorgängen bei H.Weinstein geholfen hätte ist sicher fraglich, aber schon das Alte Testament sagt: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um !

    aber: wie schon DON schreibt:

    1. grössere Rückspiegel, oh ja, man sieht dann besser wie er hinten stürzt !
    2. jeder Frau im SUV beibringen, vor dem LinksAbbiegen nach vorne zu schauen
    3. jeder Frau im SUV beibringen, beim RechtsAbbiegen in die Rückspiegel und über die Schulter zu schauen
    3. besoffene Handwerker, die nach Arbeitsschluss einem noch mal kurz die Vorfahrt nehmen aus dem Verkehr ziehen
    4. Busfahrer durch mentales Training und Schockvideos aus ihrer Macho-ich hab den Längsten-Position befreien
    5. LKWs ab einer bestimmten Breite auf bestimmten Strasse verbieten

    und vieles mehr………….

    rettet Radfahrer und Motorradfahrer gleichermassen !

    denn: ob der Helm dann dem Hinterrad des Porsche Cayenne oder dem ausschwenken Sattelanhänger standhält, das ist eher unwahrscheinlich !

  132. facts of life
    Die USA benötigt immer einen Krieg.

    Ansonsten zerlegt sie sich selber.

    Das ist in ihrer Natur.

    Denn die USA ist aufgebaut auf Gewalt.

    Ergo: Solange bis Trump da draußen keinen Gegner gefunden hat, solange werden die Feministinnen und die Linken im Inland toben.

    • Titel eingeben
      @goodnights s?
      de gustibus non disputandum sed hatespeech delendam est

      Die USA sind aufgebaut auf FREIHEIT

      Von den Pilgervätern im Norden, den Katholen in Maryland und den Einwanderern in Virginia, Georgia … Louisiana gilt:
      Der Amerikaner als solcher wollte und will Religionsfreiheit, Redefreiheit, Gedankenfreiheit und wirtschaftliche Freiheit.

      Welche Gegenwart verließen die europäischen Auswanderer (die Amerika präg(t)en)? Unfreiheit in allen Lebenslagen. religio abhängig von regio, Zunftzwang ,,, Heirat nach Genehmigung durch Gutsherr.

      Wann greift der Amerikaner zu Gewalt? Von Kriminellen und Banditen abgesehen doch nur dann, wenn er gezwungen wird.
      Ich durfte in Amerika leben. Ich kenne Grundstücke ohne Zäune und Türen die zumindest tagsüber nicht abgeschlossen sind.
      Der Amerikaner ist freundlich, höflich und friedlich, solange Sie sich an die allgemein als gültig angesehenen Regeln halten. Wollen Sie etwas über amerikanische Unsitten lachen? Dann empfehle ich Kishon, Fernau oder Bill Bryson.

      Der normale Sheriff wird von den Bürgern gewählt und benötigt ganzjährig keine Waffe. Dauerhaft linksregiertes Chicago mit strengem Waffengesetz und furchtbarer BlackonBlack-Kriminalität ist nicht der Normalfall Amerikas.

      Zu Beginn des Weltkrieges und auch des Zweiten Weltkrieges war Amerika nicht hochgerüstet. Amerika konnte auf riesige (yuuge) Produktionsmöglichkeiten zurückgreifen, mußte aber auf Krieg erst umstellen.
      Nach Pearl Harbour hatte Amerika das Glück des Tüchtigen. Die Japaner hatten ein größeres Zeitfenster, in dem sie mit Luftwaffe und Marine deutlich überlegen waren. Midway hätten die Japaner noch gewinnen können.

    • No Country for old men
      @melrus

      Naja, also dass ist ja ein feuchter Traum, ihre USA aus der Suburbia Perspektive.

      Big Picture ist eher:

      Erst wurden die Engländer gekillt, dann die Indianer gemordet, dann die Mexicaner, dann die Pilger, dann Bürgerkrieg, dann wieder die Farmer, dann hat Roosevelt Mittelamerika besetzt, dann ging es in den ersten Weltkrieg, danach wieder Bürgerkrieg in der Prohibition, danach zweiter Weltkrieg, danach Korea, danach Vietnam, danach Naher Osten…bis hin zu Afghanistan. Jetzt wieder Bürgerkrieg.

  133. ...
    Sich hochvögeln. Ganz billig.
    Es sind Profilneurotiker. Geltungssucht. Krankhaft.

  134. Fassungslosigkeit, sorry werter Don. Das musste raus.
    MUSLIMISCHER FEIERTAG? :
    De Maizière erntet Kritik aus eigenen Reihen /
    AKTUALISIERT AM 14.10.2017-04:02
    .
    Selbstaufgabe aus den eigenen Reihen. Ausverkauf. Deutsche Politiker.

    • Wer auch immer das für uns in Angriff nimmt mit der "Selbstaufgabe":
      https://www.tich yseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/blankoscheck-familiennachzug/

    • Freundchen, als anonymer Gast nur Links spammen ist uncool.

    • Steilvorlage
      Jetzt fehlt nur noch etwas Geschrei und laute, eindringlich Forderungen an die Politgrößen in NRW, sich dem anzuschließen noch vor der Wahl. Los, ihr Grünen, sät etwas Wind!

    • @ Unbekannt...Fassungslosigkeit - Muslimischer Feiertag
      Sicherlich ist die Einrichtung eines Muslimischen Feiertags auch ein weiteres Zeichen der Schwäche. Dennoch wäre der Feiertag selbst kein Problem. Die meisten Lohnsklaven arbeiten eh zuviel. Ein zusätzlicher Feiertag wäre also willkommen. Wichtig ist nur, dass die anderen Religionsgemeinschaften (Ev. und Kath.) klarmachen, dass sie auf keinen Feiertag verzichten können. Ich fürchte aber die Schwäche setzt sich in den Kirchen fort. Ich finde wir sollten uns von den Oberflächlichkeiten lösen. Muslimische Feiertage, Minarette und selbst Kopftücher sind zwar Symbole der Stärke der muslimischen Minderheit, aber kein wirkliches Problem, das wir unbedingt bekämpfen müssten. Wobei ich das Kopftuch für Minderjährige als problematisch ansehe, da ein Zwang durch das muslimische Umfeld nicht ausgeschlossen werden kann. Echte Probleme sind aus meiner Sicht religiöse und/oder traditionelle Vorgaben, die zahlreiche Menschen massiv unterdrücken. Dies wären z.B. der Zwang zur Jungfräulichkeit bis zur Ehe (von Eltern und Imamen verlangt und durchgesetzt teils mit Hilfe der Brüder der jungen Frauen), das Verbot für muslimische Frauen einen Nicht-Muslimen zu heiraten oder auch nur als Freund zu haben und last but not least der Zwang Moslem zu bleiben. Dies sind die Probleme des Alltags zu denen sich noch der ganze wahnsinnige Djihad-Komplex hinzugesellt, der einige Korangläubige dazu verleitet ihre Nicht-Muslimischen Nachbarn zu ermorden.

  135. in welchem Outfit wurde denn zum Besetzungsgespräch gegangen !
    sicher nicht in der Burka und ohne Helm.

    sicher ist H.Weinstein ein schweinischer Kerl, der seine Position missbrauchen musste um zu Sex zu gelangen. aber irgendwie auch ein Armutszeugnis.

    aber: dann blättere ich bei gutem Tee mit lokaler Biomilch im Blätterwald und es verschlägt mir schier die Sprache:

    http://www.agloogloo.com/de/6925/2

    • django ....
      Sollte Mann jetzt sagen, Weinstein hätte wenigstens eine ’schöne‘ Zeit hinter sich; oder wäre das sexistisch?

    • schöne Zeit bei H. WEINSTEIN ? für wen ?
      @UWE DIPPEL

      ob SEX auf der Grundlage der H.Weinsteinschen-Attraktivität für ihn gut war ist eine gute Frage, hängt von seiner Disposition ab, die wir nicht kennen. auf Bildern von ihm erkennen wir nur, das Ästhetik nicht seine Stärke war, er wirkt ja recht ungepflegt und ist vom BMI von Altmaier nicht weit entfernt.

      erinnert mich eher an den Alkoholiker, der zuerst in die Schnapsbar einbrechen muss um seine Sucht mit was auch immer zu befriedigen.

      aber wer es „quick & dirty“ mag ?

      nicht nur in der Filmbranche: wieviele Psychiater haben denn in der Sprechstunde die Patientin auf der Coach beglückt über den Heilungsauftrag hinaus ? oh ich höre schon den Aufschrei !

      auf jeden Fall ist Weinstein ein elendes schlechtes Beispiel, das wiederum viele Frauen leider in Vorurteilen gegen Männer in Machtpositionen bestärkt.

    • Achtung: Satire! .....Satire?
      Jetzt reißen Sie sich mal zusammen , Django, Sie wissen doch wie wir alle, dass die Frauen von den mächtigen Männern in der Mode Industrie dazu gezwungen werden, solche Kleider zu zeigen und High Heels zu tragen. So wie Hugh Hefner all diese vielen Frauen dazu zwang, sich im Playboy zu entblättern.
      Frauen würden, wenn sie dürfen, wie sie wollten, Burka tragen. Oder nicht?

      Man weiß es nicht, sie sagen es ja nie, sie machen immer mit und jammern am Ende.

      Aber Frauen sind ja Opfer und können nicht eigenständig entscheiden, weil der Mann sie ja ständig zwingt, zu all diesen Sachen.

      Wenn Sie Burka tragen, dann ist der Mann schuld, wenn sie Minirock tragen, dann ist der Mann schuld, wenn sie ….

      Und genau deshalb verlangen Frauen, dass man sie Ernst nimmt.

    • Geschenkt
      da präsentieren sich Frauen als „Geschenkverpackung“ und die Lustvollgeilen brauchen nur die Schleife zupfen, dann geht alles wie von selbst. Ist das Prostitution en vogue?
      Ich denke da sind auch mal Dollarzeichen im Kopf. Schön und furchtbar.

  136. wo die Reise hingehen soll
    bei diesem HW Skandal ist für mich klar, es geht in die angeblich so schöne neue Welt der Geschlechterneutralität.

    Alles unter dem Fähnchen der “ Gleichheit „.

    Heißt nichts anderes, keine Paarung mehr, kein Leben mehr , andere übernehmen, die sich als Trittbrettfahrer genüsslich zurücklehnen und jauchzen , der gehasste , schweinische Westen schafft sich ab, es lebe der Islam.
    Der Islam propagiert die geschützte Ware Frau, mit Jungfräulichkeit und Kopftuch, Burka und Ausgeh-Verboten.
    Die Vorgaben werden mit Gewalt durchgesetzt.

    Von Gender & Co wird das als andere “ Kultur “ angehimmelt.

    Das Dirndl ist verpönt, aber gleichzeitig beneidet man die Französin um die weiblichere Erscheinung.

    Alles Widersprüche.

    Im Westen lässt sich Freihit und Vertrauen nur schwer paaren.
    Die neuen Medien gucken überall zu.
    Es gibt Gesetzesverstöße.
    Strafrechtlich relevante Fehltritte werden im Namen der Geschlechtergerechtigkeit im Vorhinein außergerichtlich ausgeschlachtet.
    Jeder ist Täter und Opfer bzw. kann es werden.
    Es lebe das Scherbengericht. Die “ Gesellschaft “ hat das Urteil gesprochen.
    Entrinnen gibt es nur durch totales Entsagen, Neutralität oder unter dem Kopftuch.
    Im Westen bestimmen bzw. bestimmten Mann und Frau untereinander, ob sie sich zu Ware machen oder nicht. Richtschnur war und sind zeitübliche Konventionen und das Recht.

    Diese Zeit scheint vorbei zu sein.

    Zwischenzeitlich machen noch ein paar Wenige sehr viel Geld aus dieser Entwicklung.
    Fehltritte, wo seid ihr ? !

    Womit sie sich dann in der neuen Weltordnung noch eine Duldung erkaufen können.

    Man wird sehen. Aber auch wenn das ziemlich nach Untergang klingt, sind dies für mich die zukunftsbestimmenden Hauptströmungen.

    Galionsfiguren dieses westlichen Untergangs sind folgende Neutrums/a
    Herr Macron,Herr Trudeau,Herr Obama,Herr Kim und Frau Merkel.
    Der Grieche auf dem Motorrad hat es auch versucht, aber er war zu männlich, halt das Motorrad.

    Auf der häuslichen Ebene sind es Herr Lindner, Frau Weidel, Frau Suding( FDP HH Name richtig?), der MP von Schleswig-Holstein.

    Angehimmelt wird der geschlechtslose “ Führer „.
    Klar , dass dann so einer wie Trump oder Putin aufstößt.

    Und da schließt sich der Kreis zum Blog -Thema. Ein Hoch auf Amerika, es hat noch einen Gegenentwurf . Ob es uns in Europa nochmals den Arsch rettet ?

    • "Ob es uns in Europa nochmals den Arsch rettet ?"
      Eher nicht.
      Oder: Ich, zumindest, erwarte es nicht.
      .
      .
      btw.,
      Japan hält sich da auch raus.
      Und man merkt sehr deutlich im Lande,
      dass es diesen rasanten Niedergang nicht gibt.

  137. @django: ..oder wäre das sexistisch?
    Eine schöne Zeit als starlet-shagger! Alles andere ist snobistisch und tendenziell mi­so­gyn!

  138. OT: "Beitrag rauf, rauf, rauf!"
    Na, da hat der Michael Hanfeld ja mal wieder einen interessanten Beitrag zum ÖR verfaßt. http://www.faz.net/-gsb-92pw5

    Und auch der Jürgen Kaube hat es sehr schön auf den Punkt gebracht. http://www.faz.net/-gqz-9144c

    Der wissenschaftliche Beirat beim BMF hat in einem Gutachten für die Privatisierung des ÖR aus Gründen der Subsidiarität votiert. http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2014-12-15-gutachten-medien.html

    Von anfänglich 2 bis 3DM im Monat stieg die Gebühr bis heute auf umgerechnet ca. 35DM pro Monat. Und ab 2020 wird sich die Gebühr voraussichtlich auf ca. 38 bis 40DM pro Monat erhöhen, wenn diesem Irrsin nicht endlich ein Riegel vorgeschoben wird.

    Nachdem sich die Ministerpräsidenten ja dazu gezwungen sahen, nicht mehr direkt über die Höhe des Beitrages zu entscheiden, entsenden sie seither zu diesem Zweck ihre Stellvertreter (KEF). Ob diese Stellvertreter tatsächlich unabhängig sind, sein können, darüber mag sich jeder selbst ein Bild machen. https://kef-online.de/de/kommission/mitglieder
    Die Ministerpräsidenten nicken dann nur noch ab, sollte der Beitrag ihnen sozialverträglich erscheinen. Das soll die erforderliche Staatsferne der Politik gegenüber dem ÖR bewirken. Auch das ist an dreister Volksverdummung nicht mehr zu überbieten.

    Sorry für dieses OT, aber nachdem ich über DA-Twitter gestolpert bin und weil ich mich immer noch im Kampf mit dem ÖR und dessen Beitragsservice befinde, konnte ich mir diesen Ausrutscher nicht verkneifen.

    • Es kommen noch genug ÖR-Themen, warten Sie es ab.

    • Sing Sing
      Lieber Herr Meier,
      bitte kämpfen Sie nicht zu hart gegen den ÖR und seinen GEZ-Nachfolge-„Service“. Deren Spitzenpersonal kämpft doch um das finanzielle Überleben – und macht keine Gefangenen. Oder doch?
      Ihnen ein sonniges, TV-freies Wochenende!

  139. Hollywood, Babylon
    Die passende Lektüre zum Thema:

    Kenneth Anger, Hollywood Babylon. I. + II. Akt. Frankfurt 2006.

    War schon immer so, wird immer so sein. Was soll die Aufregung.
    Gibt’s auch in den Staaten, in denen die Religion des Friedens zuhause ist.

    Allen ein schönes Wochenende. Machen Sie weiter, Don.

  140. Warum der Weinstein-Skandal Trump an der Macht hält?
    Kurz gesagt. Wir alle sind nur Menschen mit unseren Stärken und Schwächen. Die Scheinmoral von bestimmten Eliten, die halt auch nur Menschen sind, haben die Wähler satt.

    Trump ist hier wenigstens ehrlicher (Ich bin reich, ich habe Macht also mach ich was ich will). Geht so natürlich auch nicht. Aber er spiel nicht den Moralapostel wie seine Gegner, die um keinen Deut besser sind.

  141. Clinton DID speak...
    …und sagte gestern im BBC Interview, man hätte doch derzeit einen selbsterklärten Sexualstraftäter im Oval Office. Darauf hin die Frage, warum die Vergangenheit ihres eigenen Mannes und ihre Behandlung dieser Frauen für sie kein Problem darstellen, antwortete sie, daß das alles weit zurück liege und in Prozessen geklärt worden sei.
    Irgend jemand muß dem Präsidenten dann gestern nacht das Telephon weggenommen haben, denn wir ahnten Schreckliches, was aber nicht Wirklichkeit wurde. Über dieses Stöckchen wollte er dann wohl doch nicht springen, ahnte wohl die Falle, und nun könnte das Stöckchen zum Prügelsack für HRC werden, da die Aussage in den Bereich Slander geht.

  142. easy as fuck
    Die Sachlage ist ja im Grunde gar nicht so schrecklich kompliziert:
    1. Der Weinstein-Skandal hält Trump nicht im Amt. Diese These ist ungefähr so vernünftig wie die Annahme, das selbstgefällige Verhalten eines Schmocks wie Friedmann sei verantwortlich für Antisemitismus. Eben: völlig daneben.
    2. Die Frage, warum Frauen ‚das‘ mit sich machen lassen und nicht dem sexuellen Bedränger/Ausbeuter/Vergewaltiger mit einer schallenden Backpfeife mores lehren, stellt sich nur auf der Basis ‚institutionalisierter‘ Gleichberechtigung, an die ohnehin kaum ein Mann glaubt. Ich muss immer lachen, wenn ich so Typen wie den @Haupts lese… Alle anderen können gerne mal unter Stichworten wie „Stockholm-Syndrom“ googeln oder sich über das Phänomen des „Onkel-Tomming“ schlau machen. Dann versteht man einiges von dem erratischen Verhalten mancher Damen unter dem Regime einer äonenalten männlichen Herrschaft.

    • Haben Sie den Beitrag gelesen? Der Skandal schwächt eine wichtige Stütze der Demokraten und belastet sie. Das hilft Trump.

    • missed you
      Morph!

      Bist Du es wirklich?

      Du weisst gar nicht, wie sehr ich mich freue!

    • @Morph: Hollywood eine wichtige Stütze der Demokraten und in facto der USA
      Die Bundeszentrale für politische Bildung, 15.10.17 sagt:
      Die Traumfabrik: Hollywood und seine Mythen.
      Kaum ein anderer Industriezweig der USA hat es verstanden, amerikanische Ideen, Geschichten und Konsumartikel so zu verbreiten wie das Hollywood-Kino.
      Der kleine Ort Hollywood in Los Angeles, Sitz einiger Film-Studios, ist weltweit ein Synonym für eine Einrichtung, die Filme produziert und Träume wahr macht, zumindest auf der Leinwand.
      Hollywood (Stechpalmen – Wald, nomen est omen. „Klammertext eingefügt von pb“) beherrscht sämtliche öffentliche Kommunikationsmedien in Amerika, wenn nicht gar auf der ganzen Welt, ob Zeitungen oder Radionachrichten, ob Buch- und Zeitungsverlage, ob Film- oder TV-Produktion, ob Kabel- oder Internetanbieter, sie kontrollieren die Satellitenkommunikation, ebenso wie Videospiele, die Broadway Theater ebenso wie die Reklamewirtschaft, die Freizeitparks und die „Wahlpropaganda“.

    • Nee echt? Komisch, ich kenne Frauen, die das so gehandhabt hätten.
      Nicht wenige. Aufgewachsen in den siebzigern und achtzigern einer der Legende nach noch viel „patriarchalischeren Gesellschaft“ als heute.

      Die Referenz auf das „Stockholm“ Syndrom ist einfach albern – sie wäre dann (und nur dann und selbst dann nur vielleicht) gerechtfertigt, wenn Weinsteins Verhalten in allen Schichten und überall in der Wirtshaft Normalität gewesen wäre. War sie aber nicht. Sein Verhalten wäre gesamtgesellschaftlich auch schon in den achtzigern inakzeptabel gewesen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  143. Beweise liegen z. T. vor.
    Don Alphonso schrieb:

    Don Alphonso sagt:
    11. Oktober 2017 um 14:17 Uhr

    Ja, das finde ich auch. Jeder Mensch verdient einen fairen Prozess und unbefangen gehört zu werden. Danach kann man sich ja immer noch aufregen. Man versäumt nichts und macht weniger Fehler.

    Gegen einen fairen Prozess habe ich keine Einwände.

    Was die Beweislast betrifft ist festzustellen, dass bereits vor einigen Jahren Harvey Weinstein polizeilich vernommen wurde, weil eine junge Frau (zuvor von der Polizei verkabelt) eindeutige Beweise vorlegen konnte, da er sie wiederholt missbrauchen wollte.

    Jedoch wurde vom Staatsanwalt in New York keine Anklage erhoben, er erhielt Monate später von Weinstein eine große Spende für seinen Wahlkampf als Staatsanwalt…. Geld regiert die Welt. Und das nicht nur in den USA.

    Zudem sind nach dem ausführlichen Bericht in der New York Times viele prominente Frauen an die Öffentlichkeit getreten, um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu untermauern.

    • Verkabelungen sind halt auch immer etwas problematisch, aber das wissen Sie sicher.

    • Jedoch wurde vom Staatsanwalt ... keine Anklage erhoben, er erhielt ... später von Weinstein ...
      … große Spende für seinen Wahlkampf als Staatsanwalt.

      Soweit so normal in Amiland!
      Aus meiner Sicht gibts dort kein Recht – nur Rechtsanwälte!

      Die Staatsanwälte versuchen sich mit öffentlichkeitswirksamen Fällen zu profilieren (und dadurch zu profitieren), Rechtsanwälte kriegen von astronomischen Schadensersatzgeldern fette Prozente, etc.

      Wahlkämpfe gibt es auch für Richter…

  144. Modelle des Niedergangs
    @Don

    „Der Skandal schwächt eine wichtige Stütze der Demokraten und belastet sie. Das hilft Trump.“

    Ich glaube, das ist zu feinsinnig gedacht. Trump ist nicht als Alternative zu den Demokraten gewählt worden, sondern als Alternative zur Politik. Das ist das eigentlich Gruselige.

    Die paar Empörungsfeministinnen in ihren Humanities-Departments, die in ihren Blasen und für Don Alphonso bedeutsam erscheinen, spielen da keine nennenswerte Rolle.

    • They say that I am the lord of war, but perhaps it is you
      Jesus, Morph, die lange Zeit ohne mich hat Dir nicht gutgetan.

      Was soll das sein: Alternative zu Politik?

      Alternative zu Demokratie könnte man ja behaupten, aber auch das ist abwegig, da Trump ja gewählt wurde.

      Alternative zu Politik wäre gerade kein Trump sondern ein Warlord.

      Aber auch da ist die Abgrenzung zu Politik eher schwierig zu führen, weil auch Warlords kämpfen ja um Macht.

      Whatever, jetzt bist Du ja hier und das mit dem Differenzieren und der Logik und so, das kriegen wir zusammen wieder hin.

      Ich bin da guter Dinge :-)

    • Alleine vermutlich nicht.
      In der Verbindung von Title IX Aktionen der Colleges und Universitäten, in Verbindung mit den Identity Policies vieler wichtiger und lautstarker Unterstützungstruppen der Demokraten sehr wahrscheinlich schon.

      Ich halte es auch für falsch, Trump sei als „Alternative zu Politik“ gewählt worden. Er wurde (fälschlich) als Alternative zu der Funktionslogik gewählt, die demokratische wie republikanische Eliten über ihre ideologischen Differenzen hinweg verband. Übrigens wurde auch Macron in Frankreich aus genau diesem Grund gewählt, nach meinem Eindruck ebenso Corbyn in Grossbritannien.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Heute: Wassereinbruch auch beim Mainkutter. Es geht um die „dunkle Seite“ der Macht!
      Das Nachrichtenleck wir mit vulgärem Gossenjargon gestopft.
      „Warum die Arschlöcher gewinnen“ von Rainer Hank.
      Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
      Neueste epochale biowissenschaftliche Erkenntnisse in der FAS:
      „Offenbar gibt es eine große Nähe zwischen Macht, Sex, Geld und Erfolg. Biowissenschaftler machen das Hormon Testosteron dafür verantwortlich.“
      Ja das Wasser steigt und steigt und das letzte Aufgebot soll verzweifelt die Löcher stopfen.
      Das Unterwassertorpedo war präzise, ein Volltreffer in die Eingeweide! Gute professionelle Arbeit!
      Der Luxusdampfer „Hollywood“ schlingert in Richtung Bermuda Dreieck und die Kapitäne gehen als erste von Bord!
      The dance is over.

  145. Neue und alte Affäre
    Mich wundert ein Aspekt der Affaire. Vor allenfalls zehn Jahren äußerte sich eine französische Schauspielerin cum Regisseurin aus Anlass eines Filmerfolgs in Frankreich zum Thema Besetzungscouch in laufender Fernsehsendung. Sie meinte, als junge Schauspielerin würde man da manches erleben, was ihr aber damals in Hollywood widerfahren sei, schlage da schon dem Fass den Boden aus. Dabei fiel dann auch ein Name, der nicht mit „Bier-“ anfing. Es gab dazu dann eine starke Medienreaktion, sonst hätte ich vom Sachverhalt auch gar nichts erfahren.

    Leider erinnere ich mich an den Namen der Künstlerin nicht mehr aktiv, unter den in den derzeitig in den Artikeln genannten Beschuldigerinnen habe ich ihn aber nirgends wiedererkannt. Google-Suche war genauso erfolglos.

    Nun könnte ich mir für die Betreffende einen sehr ehrenwerten Grund vorstellen, wieso sie sich in die laufende Aufregung hinein nicht nochmals äußern möchte – sie will vielleicht nicht mit der Meute heulen. Schließlich hat sie ja schon den Mund aufgemacht, als alle andern noch vorsichtig schwiegen, und die Neigungen zu beiden Verhaltensweisen scheinen mir zu korrelieren.

    Aber wieso fällt die Affaire nun keinem französischen Journalisten wieder ein? (Ich habe auch danach etwas gesucht und keinerlei Erwähnung dieser alten Vorwürfe gefunden.) Man könnte doch den eigenen Artikel zum Thema mit der Remineszenz ganz vorteilhaft noch etwas auspolstern. Wurden damals vielleicht von Hollywood aus libel lawyers in Bewegung gesetzt, damit die Sache wieder unter die Decke kam? (Ich habe damals die Entwicklung nicht weiter verfolgt, da sie im Grunde außerhalb meines Interessengebietes liegt. Mir genügte das prinzipielle Wissen über das Thema Besetzungscouch, von dem man auch aus anderen Quellen zureichend sicher erfahren konnte, um da keine naive Sicht mehr haben zu müssen. Wer mit wem ist doch dagegen eher belanglos.) Wäre denn eine Schweigevereinbarung, die ein Presseorgan eingegangen wäre, auch dann noch juristisch bindend, wenn sich die damit aus der Welt gebrachten Vorwürfe später bestätigten? Diese Frage mit Bezug auf das Verhalten der Medien und die Möglichkeit, sie anhaltend einzuschüchtern, finde ich nämlich nicht so banal.

    Es könnte natürlich auch einen einen anderen Grund für das Stillschweigen über die alten Vorwürfe geben; ein plausibler fiel mir aber nicht ein.

  146. Taktische Fragen
    Kein Schauspieler/-in in den USA macht die Klappe auf ohne das Gesagte vorher mit dem Manager abzustimmen.
    Jetzt aber erheben einige (sorry für den Ausdruck) abgehalfterte Schauspielerinnen Vorwürfe gegen Produzenten/Regisseure. Das bringt ihnen Publicity und damit sind sie wieder bekannt. Und nur wer bekannt ist ist im Geschäft.
    Da die Filmwirtschaft in den USA ein durch&durch durchökonomisiertes Geschäft ist und nicht der Beste, sondern der Bekannteste für den Job genommen wird stellt sich mir die Frage:
    Wie wird besetzt? Gibts da Punktelisten für Aussehen, Können und (wichtig) Erwähnung in den Medien? Wichtiger als Können, Drehbuch oder Gagenforderung ist in Hollyschutt ein bekannter Name.
    Versucht man mit Gewalt über die Medienpräsenz fehlende Punkte in Aussehen&Können wettzumachen und seiner dahinsiechenden Karriere einen Schub zu geben? Als letzte Verzweiflungstat ein wohlkalkulierter Skandal? Denn wer den Großen der Branche ans Bein pinkelt, der ist Nestbeschmutzer und reduziert seine Chancen eigentlich rapide. Niemand möchte mit jemanden arbeiten, der einem dann paar Jahre später einfach mal so ein Messer in den Rücken rammt.

    Andererseits: Weinstein wird geplättet weil er ein Großer in der Branche ist. Und wenn der weg ist, dann kann man seine Marktanteile übernehmen. Wachstum in die Breite geht nur noch wenn ein Konkurrent aus dem Weg geräumt wird.

  147. Die Sehnsucht nach einer Alternative zur Politik
    @goodnight u. Haupts

    „Alternative zur Politik“ soll heißen: eine Alternative zu den etablierten Funktionslogiken, nach denen die Amtsträger in Parteien und Regierungsapparaten verfahren und die sie, wie man so sagt, verinnerlicht haben. Hillary Clinton ist imho nicht deshalb nicht gewählt worden, weil sie zu stark auf die progressistischen Manierismen irgendwelcher Betroffenheitsminderheiten gesetzt hat, sondern weil sie für eine politische Verfahrenslogik stand und steht, die gerade überall in der entwickelten Welt von ‚der Mitte‘ der Bevölkerung das Vertrauen entzogen wird: offene Debatte, freie Wahl, gewaltloser Machtwechsel. Man glaubt nicht mehr, dass diese Prinzipien durch die bestehenden politischen Institutionen verwirklicht werden.

    Das ist eine Tragödie, finde ich. Denn wenn man Institutionen das Vertrauen entzieht, verlieren sie genau dadurch ihre Vertrauenswürdigkeit. Ich befürchte, dass da in den letzten Jahren global, weltgesellschaftlich eine ziemlich unangenehme Dynamik ins Rollen gekommen ist. Man kann das noch nicht deutlich genug sehen, weil es ja Alternativen zu geben scheint: Trump, Macron, Petry, Varoufakis (und wie die von den Seitenrändern ins Spielfeld hüpfenden Neulinge alle heißen).

    Aber es ist ja auf den ersten Blick und mit freiem Auge absehbar, dass die nicht erreichen werden, was sich ‚die Mitte‘ von ihnen verspricht.

    • I was born without a conscience.
      Nope.

      Genau anders herum.

      Die Politik hat die Kontrolle über die Macht verloren, sie hat anderen, außerhalb der durch die Wähler kontrollierten Gruppen Macht ermöglicht: Banken, Drogenhändlern, Terroristen, Fremde etc.. All diesen Gruppierungen empfindet sich der Wähler hilflos ausgeliefert und ruft daher nach einer Politik, die sich dem Thema Gewalt stellt. Gewalt als Grundlage jeder Macht, d.h. Gewalt soll wieder von Staat übernommen werden um sie all den anderen Gruppierungen zu entziehen. Und hierfür benötigt man eine Person, die Gewalt denken und leben kann.
      Und da sind wir bei Trump. Er ist nichts anderes als der „starke Mann“. Auch wenn er eher wie eine Parodie dieser Rolle wirkt.
      Man muss halt nehmen, was die Moderne als Mann so anbietet. :-)

    • Solange Sie - wie viele andere - an der Illusion festhalten, der "Aufstand"
      richte sich gegen offene Debatte, freie Wahl und friedlichen Machtwechsel, ist alles gut.

      Solange werden die Rechtsradikalen relativ mühelos gewinnen. Ich überbringe hier auch nur die Botschaft. Gestern waren Linke nur ideologisch verbohrt, heute sind sie auch noch blöd :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  148. Nicht mehr dystopisch
    Danke für diese beeindruckende Analyse.

    Ich kenne die Einzelheiten des Falles Weinstein nicht und will sie auch nicht genauer kennen. Die genaue Klärung sollte die Aufgabe der Justiz sein, nicht der Medienkonsumenten. Die außergerichtliche Hinrichtung des „Sexualmonsters“, die man derzeit geboten bekommt, erinnert mich an eine Szene, die Hollywood erst vor kurzem produziert hat: https://youtu.be/kZ5BZTeE4B4?t=30s (die Autorin der Romanvorlage, Margaret Atwood, wurde heute mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet: http://www.taz.de/Friedenspreis-an-Margaret-Atwood/!5453145/).

  149. Solange werden die Rechtsradikalen relativ mühelos gewinnen
    Also, @Haupts, mühelos ist nun wirklich anders, finde ich. Gut, die Rolle des ‚mächtigsten Mannes der freien Welt‘ wird derzeit in der Tat von einem rechtsradikalen, rassistischen, sexistischen, ignoranten und grenzdebilen Superwiderling gespielt; und der hat tatsächlich gegen alle Medienmacht und sozialliberale Deutungshoheitsselbstgefälligkeit das letzte Präsidenten-Casting gewonnen. Aber das Skript kann der nicht umschreiben. Das gibt die Gesellschaft vor. Und wenn Trump das Präsidentenskript weiterhin so unfachmännisch zur Aufführung bringt, ist bald Schluss der Vorstellung.

    • no exit here
      Nope, wer wird denn auf Trump folgen?

      Was Du einfach nicht verstehen willst, das ist die Existenz von Strukturen in der Kommunikation.
      Nicht Menschen regeln die Welt, die Welt regelt Menschen.

      Der Pfad der Kommunikation operiert in Richtung Gewalt. Und dieser Pfad wird den nächsten Präsidenten bestimmen. Solange, bis der Pfad verlassen werden kann.

      Da kann ein Morph noch weiterhin von seiner Postmoderne träumen, die Moderne wird uns alle auf ihre Grundlagen zurückwerfen. Und neu starten.

      Und dabei auf Menschen keine Rücksicht nehmen.

    • 12,6% in Deutschland ohne eigene Anstrengung, aus dem Stand
      und mit im allerbesten Fall mediokrem Führungspersonal nenne ich „mühelos“?

      Die Hälfte davon sind Wähler, die deshalb und nur deshalb zur AfD gekommen sind, weil keine andere Partei den stabilen 60% der Deutschen, die Massenzuwanderung ablehnen, eine glaubwürdige Alternative anbietet. Das ist übrigens keine MISStrauenserklärung gegen die parlamentarische Demokratie, das ist eine VERtrauenserklärung.

      Ich weiss ja, dass Sie Massenzuwanderung für TINA halten und deshalb empfehlen, sich auf den Rücken zu legen und das Schauspiel zu geniessen. Das sehen andere (wie ich selbst) anders und viele wählen entsprechend.

      TINA ist die Kapitulationserklärung des Staates vor der Kernaufgabe, die ihn überhaupt erst legitimiert. Zu viele TINAs über einen zu langen Zeitraum können zur vollständigen Erosion des Staatsvertrauens führen. Sollte das auch in Deutschland geschehen, dann völlig zu Recht. Noch ist nicht soweit.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  150. Der Pfad der Kommunikation operiert in Richtung Gewalt.
    Die Gewalt nimmt in der Moderne stetig ab, auf allen Niveaus, von der interaktiven Gewalt unter Personen (Prügeleien etc.) bis hin zu militärischen Großkonflikten, das lässt sich empirisch zeigen. Allerdings löst sich in der Moderne auch das persönliche Verbindlichkeitsgefühl gegenüber den modernen Institutionen auf (Ehe, Staat, Firma, Schule, Kirche etc.). Dadurch scheinen die Zeiten immer ‚unsicherer‘ zu werden. Das Bedrohungsgefühl in der lohnarbeitenden Bevölkerung westlicher Staaten nimmt, so paradox ist die Moderne, ‚bedrohliche‘ Ausmaße an.

    Die Zeit der ’starken Männer‘ ist vorbei, @goodnight, und sie wird auch nicht zurückkehren. Die Erdogans und Putins dieser Welt sind Anachronismen mit aktueller Funktion. Aus sich heraus ist dieser narzisstische Machismo in der Moderne nicht überlebensfähig (es sei denn in Form harmloser Retro-Inszenierungen in Tangosalons oder auf reenactment-seligen Heldengedenkveranstaltungen des Sports).

    Trump will natürlich auf Teufel komm raus einen schönen Krieg, der seine Landsleute patriotisch diszipliniert und von seiner beispiellosen Verkommenheit und Unfähigkeit ablenkt. Aber ich gehe jede Wette ein, dass er seinen Krieg nicht bekommen wird. Es wäre ja, weiß Gott, nicht das erste Mal, dass Trump scheitert. Bisher war seine Masche, sich aus seinen Pleitenummern in riskantere, öffentlichere Verbindlichkeiten hinauszuschwindeln, so dass ihn die Banken nicht fallen gelassen haben. Das Präsidentenamt war da nur konsequent. Schließlich kann man das weiße Haus nicht pfänden. Aber nun ist Ende Gelände. Papst wird er nicht mehr werden in diesem Leben.

    • Starke Männer
      Das kurze Intermezzo von Frauen und verweiblichten Männern an den Schaltpositionen des Westens geht ihrem Ende entgegen.
      Die Faust ist ewig.

    • never say never again
      Tja, moph, das dachten auch die Menschen im Jahre 1913, dass die Zeit der Gewalt vorbei sein, weil die Moderne angebrochen war.

      Du verkennst wie so viele: Die Moderne ist ein äußerst komplexes und daher fragiles Wesen, und dies ist noch in seiner Kindheit. 1914 endete der erste Sturm und Drang, im Jahre 1939 sein erneuter Ansturm.

      Falls Du Dich erinnerst ist der Kapitalismus im Jahre 2008 implodiert. Er ist nur noch ein Zombie, was keiner wahrhaben will.
      Das deutsche Rechtssystem ist gerade auf dem gleichen Weg.
      Die Demokratie in den USA und in Europa ebenfalls.

      Die Pfeiler der Moderne brechen…

      Überlebenskampf der Moderne. Das ist gerade zu beobachten.

  151. Der Mann der Zukunft: Herrscher der Exklusionszone und Luxusgut
    @Thomas: „Die Faust ist ewig“. Das gilt in den Exklusionszonen der Gesellschaft, in heruntergewirtschafteten Stadtvierteln, in Slums und in Elendsgebieten. Wenn das Ihr Lebenstraum ist: Nur zu! Für den Rest der männlichen Weltbevölkerung gilt, dass ihre natürlichen geschlechtstypischen Verhaltensmerkmale heute keinen gesellschaftlichen Herrschaftsanspruch mehr begründen können. Ich meine, in Zeiten, in denen eine zarte, leicht erschreckbare, aber gut ausgebildete Dame an entsprechendem Fernsteuergerät einem beängstigend bärtigen, sehr, sehr zornigen und überaus körperkräftigen Islamisten wie nichts den Turban von der Rübe schießen kann, in solchen Zeiten von der Ewigkeit der Faust zu schwärmen, das ist doch ein bisschen albern, finden Sie nicht, @Thomas?

    Auf der Innenseite der Gesellschaft wird klassische körperliche Männlichkeit (nebst ihren rumpeligen Verhaltensaspekten) in Zukunft als Luxus geschätzt werden, als übertriebener Aufwand, den zu besitzen und zu beherrschen (!) man (und frau, doppel-!!) sich eben leisten können muss.

    • Kann sein. Die Geschichte lehrt bisher, dass der Zeitpunkt,
      an dem eine Gesellschaft sich Männlichkeit als Luxus leistet, immer der kurz vor ihrem Ende ist.

      Aber diesmal wird ganz sicher alles anders. Mantra aller Krisenvorläufer der letzten 50 …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  152. stiamo in crisi,
    sagen die Italiener seit Menschengedenken. Die Gesellschaft kennt keine Krisen, sondern nur Entwicklungen. Und ob man die als Niedergang oder als Fortschritt empfindet, ist wohl eher eine persönliche Stimmungsfrage als eine historiographische Objetivität, wenn es die überhaupt geben sollte. Wirkliche Krisen sind bereichsspezifisch: Konjunktureinbrüche, Staatskrisen, Währungskrisen, Ehekrisen, Glaubenskrisen etc.

    „eine Gesellschaft (…) kurz vor ihrem Ende“, wie Sie, @Haups, schreiben, ist eine Fiktion von Apokalyptikern, die nun tatsächlich seit Jahrtausenden immer wieder sich als das entlarvt hat, was sie ist: Angstmacherei von Häschen in der Glaubengrube, die nicht allein sein wollen, und andere in ihre Grube locken wollen:

    While one who sings with his tongue on fire
    Gargles in the rat race choir
    Bent out of shape from society’s pliers
    Cares not to come up any higher
    But rather get you down in the hole
    That he’s in.

    (Bob Dylan „It’s Alright, Ma (I’m Only Bleeding)“)

    • WTF
      Tja, leider endet der Ereignishorizont des Einzelnen halt immer innerhalb der Grenzen des eigenen Handlungsspielraums.
      Und nur deshalb ist Entwicklung möglich.
      Denn niemand würde mehr handeln, wenn er die Gesellschaft als Gesellschaft wahrnehmen würde.
      Man(n) kann Gesellschaft beobachten, man kann aber als Person nicht Gesellschaft denken.
      A difference that makes a difference.

      Aber ich will Dich nicht mit Logik nerven, wo Du gerade bei Bob Dylan als Welterklärer gelandet bist.

    • Ha´m Sie in Geschichte einfach durchgeschlafen?
      Oder nie ein Geschichtsbuch in den Händen gehabt? Dann – und nur dann – kann man so einen Stuss schreiben wie: „Die Gesellschaft kennt keine Krisen, sondern nur Entwicklungen. Und ob man die als Niedergang oder als Fortschritt empfindet, ist wohl eher eine persönliche Stimmungsfrage …“

      Ich bin sicher, die Römer von 180 n.C. und die von 400 n.C. hätten dazu eine ziemlich klare Meinung gehabt (kurz danach gab´s die römische Gesellschaft nicht mehr). Nicht Ihre.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  153. Gewaltlosigkeit
    Das ist sehr freundlich, @goodnight, mir meine Irrationalität zu gönnen. Ich gönne Dir die Deine ja auch. Letzten Endes läuft unser Disput auf eine empirische Frage hinaus: helfen Mauern? (etwas plump formuliert, aber Du weißt, was ich meine).

    Ich sage: nein, Du sagst: ja. Wir werden es sehen. Du glaubst an Technologie, ich glaube, dass Biologie/Demographie jede Technik überrollt. – Und dass man sich mental darauf einstellen sollte!

    • Mother
      Deshalb mag ich Dich ja, weil man mit Dir ins Herz der Finsternis gehen kann:

      Wird die Moderne gegen die Natur gewinnen?

      Die Mutter aller Fragen. Alles andere ist irrelevant.

      Du hast das erkannt, und damit sind wir hier und dort wohl die Einzigen.

      Daher haben wir die gesellschaftliche Pflicht diesen Konflikt auszutragen.

      Ok, bei Dir eher die moralische Verpflichtung :-)

  154. Weil es zum Thema gehört, wie zum Abschluss, wie ein Manifest - von einem "Insider"
    Der mindestens juristische Sohn von Woody Allen, vielleicht der von Frank Sinatra, und Mia Farrow, ist selbst nahe am Thema, und er hat im New Yorker gerade etwas veröffentlicht, was sicher etwas mehr als nur „Verdachtsmomente“ beschreibt. Der Weinsteinskandal zeigt mehr auf als nur Vorwürfe.

    https://www.newyorker.com/news/news-desk/from-aggressive-overtures-to-sexual-assault-harvey-weinsteins-accusers-tell-their-stories

    Wer mehr zur Person des Rechercheurs lesen möchte, da ist in der NZZ ein interessanter Hintergrundartikel:

    https://www.nzz.ch/gesellschaft/ronan-farrow-der-raecher-von-hollywood-ld.1322960?mktcid=nled&mktcval=107_2017-10-19

    Gerade vor dem Hintergrund der #MeToo Epidemie besteht die Gefahr, dass Bots, Trittbrettfahrer und Intrigantinnen die Fakten überschwemmen mit Unglaubwürdigem, Fragwürdigem und Belanglosem. Da ist es für die Meinungsbildung vielleicht hilfreich, sich der wenigen verfügbaren Fakten habhaft zu machen, um nicht unterzugehen in einem Strudel von Rauschen.

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