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Wie Dieter Hildebrandt es dem Springerkonzern gezeigt hat

06.04.2013, 22:48 Uhr  ·  Viele Medien würden gern vom Nutzer direkt Geld beziehen, aber nur wenige schaffen es. Und ausgerechet das Kabaretturgestein Dieter Hildebrandt zeigt jetzt all den selbsternannten Internetgurus, wie man das macht-

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Seit der Mensch Inhalte produziert, möchte er wissen, wie er damit wenigstens sein täglich Brot erwirtschaftet. Die Suche nach Antworten war noch nie leicht, die Handschriftenwerkstätten in den Niederlanden beschäftigten zur Reduktion der Kosten Frauen, Gutenberg ging mit seiner Erfindung pleite, und der erste Wiegendruck war noch nicht trocken, da sinnierte man auch schon auf Raubdrucke und Schmutz und Schund im Sinne einer Produktdiversikation. Mit den modernen Zeitungen und Büchern hatte man dann ein System gefunden, das allen ihr Auskommen zu gewähren schien, und dann kam das Internet. Und seitdem sucht man unter vielen insolventen Gutenbergs der New Economy nach einem, der wie der Messias aussieht.

Bis zu dieser Woche hätte man vielleicht sagen könne, der Messias sähe aus wie Mathias Müller von Blumencron, der Chefredakteur von Spiegel Online und Schöpfer des deutschen Marktführers. Zumal Blumencron auch klug genug war, jeder übereilten „Pay Content“-Strategie die Stirn zu bieten. Damit setzte er sich klar von der Springer-Strategie ab, möglichst viele zahlende Kunden zu gewinnen, auch wenn es Reichweite und Leser kostet. Wie sinnvoll Pläne sind, den Nutzern für nicht sonderlich exklusive Inhalte, die er zumeist überall findet, plötzlich nur noch gegen Bezahlung und dennoch werbungsverseucht zu liefern, ist jedoch angesichts der jüngsten Entwicklungen nur noch eine akademische Frage: Blumencron wird auf seinem Posten vermutlich abgelöst. Und damit ist das wichtigste Bollwerk gegen die versuchte Totalverwertung der Kunden weg. „Die New York Times macht das aber auch“, wird dann einer der Entscheider in den Verlagen sagen, der nicht versteht, dass es in Deutschland kein Onlineangebot wie die NYT gibt. Sondern hauptsächlich Versuche, die nicht sonderlich weit gediehen sind.

So hatte man früher die Idee, Zeitungen in einem dynamischen Medium ohne Links und Kommentare in E-Paper umzusetzen, und dann genau so zu verkaufen. Dann kam man auf die Idee, der normale Internetnutzer sei vielleicht wirklich zu geizig, aber all die schönen Trendanalysen zeigten unzweifelhaft auf, dass Mobilnutzer erheblich mehr zu zahlen bereit sind, um ihr Spielzeug herzuzeigen. Das Ergebnis dieser Neuausrichtung war die Entwicklung enorm teurer Apps, mit denen man sich in die Abhängigkeit von Apple und deren Preispolitik begab, und diese ernüchternde Erfahrung als hilfloser Zulieferer von Apple war dann auch schon wieder das Ende der Begeisterung für das Thema. Insofern wird man auch Hern Döpfner von Springer, der solche Ideen gern und laut propagierte, vielleicht nicht mehr zwingend als das Gesicht des journalistischen Onlinegeschäfts betrachten wollen.

Es ist eine feine Ironie der Geschichte, dass es nun, nach all den Rückschlägen und Fehlentwicklungen, inzwischen doch jemanden gibt, dessen Erfolg man entsprechend herausstellen könnte, wäre es nicht für all die Berater und Produktentwickler so peinlich: Der Mann ist 85 Jahre alt, Rentner, kommt vom Fernsehen und hat sich damit auch gleich ans schwierigste aller Formate gemacht: Pay-TV im Netz. Und er hat nicht erst kostenlos geliefert und danach per Kostenpflicht kassiert. Das ganze Projekt haben die Nutzer vorfinanziert. Einfach so. 125.000 Euro wären nötig gewesen, über 150.000 sind zusammen gekommen. Das schafft kein Dieckmann und kein Döpfner, das kann kein Blumencron und keine WAZ oder SZ, die Videocasts mal für das grosse Ding gehalten haben. Das schafft der Kabarettist Dieter Hildebrandt. Und es lohnt sich zu überlegen, warum er das kann. Und andere nicht.

Denn die Idee „Dann mache ich halt im Netz weiter“ ist unter nicht mehr ganz taufrischen TV-Grössen gar nicht mal selten anzutreffen. Dazu zählen eher skurrile Versuche wie jener der damaligen Eva Herman, nach dem Ende der Karriere als Tagesschau-Moderatorin eine Nachrichtensendung beim Kopp-Verlag zu machen, die im Internet mitsamt kruden Verschwörungstheorien verbreitet wurde. Aber auch andere Berühmtheiten gaben nicht einfach so auf: Tita von Hardenberg führte das 2008 eingestellte Lifestyle-Magazin Polylux noch einige Jahre im Netz als Polylog.tv weiter. Und auch die geschasste Literaturkritikerin Elke Heidenreich war zuversichtlich, ihre Sendung im Internet erfolgreich weiterführen zu können. Nach anfänglich passablen Zahlen kippte das Projekt innerhalb eines Jahren in die Bedeutungslosigkeit, und wurde eingestellt – nicht ohne die Ankündigung, man hielte sich diese Option weiterhin offen.

Nun ist das Subskriptionsmodell gerade wieder als Crowdfunding ein Modethema im Netz; es wirkt sozial, frei von der Beeinflussung durch wirtschaftliche Interessen, und zudem hoch effektiv: Während die Umsätze klassischer Medien weitgehend durch die Verlagsstrukturen wie Abowerbung und Anzeigengeschäft entstehen, und entsprechend wenig bei der Redaktion ankommt, verspricht Crowdfunding eine direkte Finanzierung der Autoren durch den Leser. Und offensichtlich ist der Wunsch, Hildebrandt ohne zwischengeschaltete Landesmedienanstalten zu sehen, nur dem Betrachter verpflichtet und daher unplugged, attraktiv genug. Es gibt ein Angebot des grossen, alten Mannes, es gibt eine Nachfrage, eine Plattform, auf der das abgewickelt wird, ohne GEZ-Zwang oder Auswahl zwischen 25 Sendern, die sich weitgehend angeglichen haben: Das läuft. In diesem einem Fall.

Nun ist Dieter Hildebrandt sicher in der erfreulichen Lebenslage, dass er das machen kann, aber nicht mehr machen müsste. Bei anderen, die sich momentan mit der Entwicklung geschäftigen, ist es dagegen eine pure Notwendigkeit, die Leserschaft zu kapitalisieren, ohne die Ochsentour über den Verkauf von Werbung – nicht gerade ein einfaches Geschäft – oder die Abhängigkeit von grossen Medienhäusern zu erdulden. Aber von wenigen erfolgreichen Beispielen abgesehen ist das Netz wie so oft voll mit Geschichten des Scheiterns: Sei es nun ein gross angekündigter Verlag mit Subskriptionsmodellen, dessen Start mehr und mehr nach hinten geschobem wird, oder echte Killerthemen wie ein Buch über den Untergang des Journalismus mit Finanzierung durch die im Internet zu werbenden Leser: Da ist zwar die Idee und der Wunsch nach Geld da, aber nicht die Hartknäckigkeit, das auch durchzusetzen.

Natürlich fühlt man als Blogger mit einer gewissen Bekanntheit auch, dass es eine Unterstützung durch die Leser gibt. Die Vorstellung so eines Modells hat seine Verlockungen, aber es garantiert einem keiner, dass man daraus mit regelmässigen Einnahmen rechnen kann. Und ob man alle paar Monate, wie es früher die taz getan hat, mit dem Klingelbeutel herumgehen will, muss man auch erst einmal überlegen. Man tauscht die Abhängigkeit vom Verlag gegen die Abhängigkeit von den Lesern ein, und wer weiss, ob die auch mal eine längere Krankheit finanzieren. Man geht einen Pakt ein, man muss liefern. Oder man muss es sich leisten können, es nicht zu tun, wie man das über all die Jahre bei den führenden deutschen Blogs und ihren gescheiterten Bestrebungen, Geld zu verdienen, mit anschauen musste. Aber der leichtere Weg wird vermutlich der sein, den jetzt schon diverse “freie” Auto-, Tech- und Modeblogger gehen: Schleichwerbung, Gewinnspiele, Einladungen, freundliche Berichterstattung. Auch hier sind die Wege zwischen Autor und Kunden kurz, und die Risiken einer juristischen Auseinandersetzung, wie sie einem beim kritischen Journalismus immer wieder befürchten muss, gering. Regensburg Digital ist so ein Fall. Kritisch, unabhängig, immer wieder in Prozesse verwickelt, und bei den Nutzern heiß geliebt. Ein leichter Weg ist das freilich nicht.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (28)
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Ist das Absicht....

...dass der Verfasser des Artikels immer von "Guttenberg" schreibt, aber offenkundig "Gutenberg" meint?

Antworten (5) auf diese Lesermeinung

2 E.R.Binvonhier 07.04.2013, 15:39 Uhr

Schon vor länger Zeit

...hat sich die deutsche Exportindustrie das Ziel gesetzt, die oberen 10% des Weltmarktes zu
bedienen.
Warum gelingt es nur denen?
Alle die sich da dran hängen wollten, ob Politik oder Medien scheitern kläglich.

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

Na Ja

Die klassischen Printmedien verschwinden leider mmer mehr, und werden bald restlos durch das Internet ersetzt. Prinzipiell hat ja das Internet das "frei" verfügbare Wissen demokratisiert, d.h. heute kann man sich mit ein paar Klicks umfassender informieren als vor 20 Jahren, als es noch nötig war Geld in die Hand zu nehmen und verschiedene Zeitungen oder Zeitschriften zu lesen. Auf der anderen Seite werden dadurch, durch immer stärkere Kürzungen bei den Redaktionen, Nachrichten immer gleichförmiger und nur noch von den Nachrichtenagenturen ungeprüft übernommen, weil der Redakteur fehlt, der eine Agenturmeldung evtl. falsifiziert.
Im ganzen zerfasert die Medienlandschaft immer mehr und teilt sich auf in die, die im Internet Geld verdienen können und die Anderen. Mit Geld verdienen geht leider auch ein gewisser Mainstream einher, dessen Auswirkungen man gut im Fernsehen beobachten kann.
Und ein Herr Hildebrandt nutzt die Tatsache, daß er bekannt ist aus und geht ins Netz, wäre Herr H. nicht durch die öffentlich rechtlichen bekannt geworden, würde er jetzt im Netz bestimmt kein Geld verdienen.

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

cool man

die lieben alten ... super, echt wahnsinn, voll geil etc.etc. das läßt hoffen - bin zwar nochn paar jahrzehnte jünger - nur s.o.

6 Rudi K. Sander aus Bad Schwalbach 08.04.2013, 04:50 Uhr

Und das alles alles würde ersatzlos wegfallen, wenn ...

... wenn es ein etabliertes und politisch durchgesetztes bedingungsloses Grundeinkommen für jeden gäbe. Geist und Kreativität, die beiden vertragen sich nicht besonders gut mit Geld. So wie den geistigen Menschen stets die unabweisbare Animalität seines körperlichen Seins an die Grenzen seiner Handlungsfähigkeit erinnert, genau so erkennt ein jeder Leistender, es ist nicht der Geist, der nach seinen Produkten greift, sondern schlicht nur die Gier nach mehr und möglichst alles umsonst. Lasst uns doch freimütig unsere Gedanken hingeben an die wissbegierige Welt, die unterhalten sein will und abglenkt von der eigenen Unzulänglichkeit. Hier, Leute, nehmt hin, was ich habe, ich schenke es Euch, denn ich brauche Euch nicht, weil ich mir selbst genug bin. Welch eine Fülle des freien Denkens, wenn es nicht produzieren muss. Versinckt doch im Ungewissen, Ihr Befehlsgeber des lebendigen Strebens, der Mensch sucht sich seinen Mitmenschen schon ganz von alleine. Geld stinkt eben doch, und das Gold ist die Erfindung des Teufels, der einen freien Gott nicht zu ertragen wusste.

Das alles sagt Euch dieterbohrer aka @rudolfanders alias supersozius und er lacht Euch allen frei ins Gesicht: Wer hat, der hat, sagte Theodor Fontane, und mensch hat es oder eben nicht.

13 Timm Esser 08.04.2013, 07:23 Uhr

Gesucht werden neue Köpfe, nicht neue Knöpfe

Immer wieder erstaunlich, wie Medien die Rechnung ohne das Publikum machen.

Lesern und Zuschauern hängt der neue Technologie-Firlefanz mit immer neuen Bedienungsknöpfen zum Hals raus, während die Inhalte immer überflüssiger werden: Konsumreklame und Politpropaganda, dumm und dreist wie nie zuvor.

Das ungeschätzte (weil unterschätzte) Publikum sucht das Gegenteil:
Neue Köpfe wie die alten Simplicissimus-Autoren und Bertolt-Brecht-Kollegen, Tagesschau-Sprecher und Bundestags-Redner in Gestalt von Georg Schramm und Désirée Nick. Zum Beispiel.

Ob solche Genüsse im Zeitungsladen, am PC- oder am Handy-Bildschirm zu haben sind, geht den Menschen an der Backe vorbei. Das Publikum leidet unter Intellekt-Entzug und ist stinksauer! ;-)

der Inhalt macht es

Liebe Leute, warum hat den Herrn Hildebrandts "Störsender TV" solch ein Erfolg?
Ihr solltet mal reinschauen - das ist Staatskritik aktuell vom Feinsten!

Absurdes Theater

Inzwischen reicht das zumeist freundlich geäußerte Desinteresse unter der Bevölkerung, welches unlängst der einstige Bundespräsident Köhler öffentlich auf das Schärfste kritisierte, so tief, dass selbst noch Träger gesetzlicher Sozialversicherung, obwohl vom Souverän ausdrücklich per Gesetz dazu angehalten, verboten eigenmächtig keinen Deut auf längst erhobene Befunde in der Frage geben, worauf nicht zuletzt ihre eigenen Leistungen gründen. Geradezu absurd daher, wenn Personen des Zeitgeschehens wie nicht zuletzt Dieter Hildebrandt mehrere zehntausend Euro von Privaten zur Verfügung gestellt bekommen, um besagten Missstand innerhalb des Gemeinwesens kritisieren zu können, aber die Vertreter der in Rede stehenden Wissenschaften nach wie vor leer ausgehen.

Die Einen laufen dem Hildebrandt hinterher, die Anderen dem Mario Barth

Es sind Herdentiere, die einem Guru hinterherhecheln.

Werde Guru, und dann starte Deinen eigenen Sender. In dieser Reihenfolge!

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

Elke Heidenreich hatte *gruselige* Berater/Internetdienstleister

Wahrscheinlich hatte sie NULL Ahnung von Technik (kein Problem, das ist nicht ihr Job), aber leider wurde sie von Leuten betreut und beraten, die kaum schlauer waren.

Wenn man will, dass man nicht verlinkt wird, wenn man will, das man aus dem Focus gerät, dann muss man Videos produzieren, die nicht einbindbar sind, dann darf man keine Mailingliste anbieten, dann darf man kein Blog mit RSS-Abo betreiben, und dann muss man gefälligst Twitter/Facebook/etc komplett ignorieren. All das hat der Dienstleister von Heidenreich in Perfektion geschafft.

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

0 NealCrime 08.04.2013, 17:55 Uhr

Wer ist denn eigentlich....

Dieter Hildebrandt?

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

Blazer der Geschichte

Der heutige Text von Stetzner zur Armut im Lohndumpingparadies Deutschland ist FAZ-historisch: Wenn dieses jähe Aufwachen aus dem neoliberalen dogmatischen Schlummer nicht spurlos wieder verlorengeht, kann sogar die FAZ wieder Gewinne machen.

geld verdienen

herr hildebrand verdient mit dem störsender kein geld, wie hier viele glauben. er hat längst genug. vielmehr hat er das projekt noch mitfinanziehierrt. ziel des projekts ist nicht geldverdienen, sondern dem jämmerlichen meinungsbrei in ÖR Medien(und den privaten sowieso) etwas entgegenzusetzen. mit dem funding sind nur die produktionskosten hereingeholt worden. auch z.b. die nachdenkseiten von albrecht müller finanzieren sich durch spenden. für gesellschaftlch notwendige projekte die die aufklärung dienen, ist sicher so mancher zu spenden bereit. aber warum sollte man der lügenmaschine springer oder anderen renditeträchtigen unternehmen, deren wichtigster nebenzweck die beeinflussung der öffentlichen meinung ist, noch geld hinterherwerfen? das wäre fast so, als bezahle man dem henker die klinge, mit der er einen richtet. ich glaube nicht, dass die henker sich auf diese einnahmequelle verlassen sollten.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.