Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Würden Sie von dieser SPD-Schachtel einen Bürgerrechtseingriff kaufen?

| 33 Lesermeinungen

Warum ich zur grossen Koalition Nein gesagt habe: Das ist keine SPD-Mitgliederbefragung durch den Vorstand, das ist eine Drückerkolonne, die den Datenschutz für ein paar Versprechungen aushebeln wird.

Andante, Allegro, Forte.

Sammeln Sie Herzen?
Bedaure, nein.

Haben Sie eine Paybackkarte?
Nein, wirklich nicht.

Für ADAC-Mitglieder gibt es Rabatt.
Ja, aber es geht den ADAC nichts an, wo ich tanke.

Ihre Postleitzahl bitte
Owa gean, oiso Oans Drei Via Nui Finf.
13405? Sicher?
Na, dös is pfeigrod in Bealin, owa glaum sie es gehd sie wos o wo i wohn? Ha?

Kennen Sie schon die Vorteile unserer Treueaktion für gute Kunden?
Kenna Sie die Bedeitung von legds mi am Oa

Lieber Genosse, möchtest Du einen suppertollen Koalitonsvertrag mit Vorratsdatenspeicherung unterschreiben.
Jo du greisliga Fodsnbene du hundsvareggda schau dassd weida kimmst oda I schiab da an Hagglschdegga

Nein, so kann man das natürlich nicht öffentlich sagen. Ich kann hier aber öffentlich sagen, dass ich bei der Mitgliederbefragung der SPD über den Koalitionsvertrag, der da ausgerechnet deflorierenderweise im Vorwärts abgedruckt wurde, mit Nein gestimmt habe, Ganz ehrlich, ich würde mir eher den linken Daumen abschneiden, oder beide Hände von gewissen Leuten, die den innenpolitischen Teil zu verantworten haben, bevor ich das unterschreiben würde. In Zeiten des NSA-Skandals und der Massenabmahnungen hätte ich mir da von der SPD ein Signal zu Schutz der Bürger erwartet – was gekommen ist, ist eine anlasslose Totalüberwachung, die jede Bewegung im Netz zum Verdachtsmoment erklärt.

Der Anwalt Alan M. Dershowitz hat so eine unauflösbare Packung von Regelungen mal mit einem Hamburger verglichen, in dem ein Mäusekopf steckt. Der Rest mag gut schmecken oder wenigstens keine bakterienverseuchte Pampe sein, aber dieser Mäusekopf, was macht man mit dem: Isst man ihn mit, wirft man ihn weg und isst dann weiter, oder lässt man den Hamburger stehen und ruft Alan M. Dershowitz, um aus dem Restaurantbetreiber den letzten Groschen heraus zu klagen? Für mich ist die digitalen Bürgerentrechtung der Mäusekopf im Hamburger der Abmachung, und es gibt da drin nichts, was mich dazu brächte, trotzdem mit Ja zu stimmen. In meinem Umfeld machen es eigentlich alle so, aber das ist geprägt von internettauglichen Leuten, die manchmal auch Cookies blockieren, was, wie sich nun herausgestellt hat, sehr weise ist, und mit Anonymisierungsdiensten ins Netz gehen.

Für die breite Masse der SPD-Mitglieder ist dieser Vertrag etwas anderes: Ein Feldversuch, welche Versprechungen dem angeblich progressiveren Teil der Bevölkerung – „zur Sonne, zur Freiheit“ – ausreichen, um dem Verzicht auf fundamentale Verfassungsrechte zuzustimmen. Im Kern ist es auch nichts anderes als eine der sogenannten Bonuskarten, die Rabatte anbieten, wenn man seine Daten komplett dem Handelshaus und seinen angeschlossenen Abnehmern solcher Informationen übereignet, die dann aus dem Erwerb von Dingen ableiten, wie der Kunde beworben oder mit trickreichen Angeboten über den Tisch gezogen wird. Es ist nochmal erheblich fieser als die Datensammelei von Facebook, dem NSA-Premiumpartner Amazon und Google, denn gegen diese Firmen kann man im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten vorgehen, und man kann sie effektiv meiden. Was der Koalitionsvertrag androht, ist die Abschaffung eines rechtlichen Rahmens und des Versprechens der Verfassung, dass sich der Staat nach 1945 nicht mehr ohne guten Grund darum zu kümmern hat, was seine Bürger privat treiben, und dazu gibt es eine Wundertüte von Vergünstigungen und Nachlässen: Frühere Rente unter bestimmten Bedingungen, die in meinem Freundeskreis kein Mensch erfüllt, ein Mindestlohn, der sich leicht aushebeln lässt und gegen den eine Propagandaschlacht tobt, die sicher noch zur Aufweichung führen wird, eine Mietpreisbremse, die allenfalls regional als Option eingeführt werden kann, oder auch nicht – man kennt diese brillanten 127cm-Diagonal-Ledtechnik-Ultravision Supersonderangebote mit noch mehr Leuchtkraft auch aus der Werbung, und das alles bei der sagenhaften 0%-Groko-Finanzierung ohne Steuererhöhung.

Dagegen ist die Abschaffung der Bürgerrechte ein knallharter Fakt, an dem danach nicht mehr zu rütteln ist, und fraglos werden danach wieder Begehrlichkeiten wach, die Daten doch auch bei Bagatelldelikten zu verwenden. Oder die Querulanten, die schlau genug sind, sich der Überwachung zu entziehen, zu einer Bürgeridentität im deutschen Internet zu zwingen, damit sie Politikern nicht mehr anonym sagen können, was für „Potschamperl“ sie da zwischen den Schultern tragen, wie man das in Bayern so respektlos auszudrücken beliebt. Das sind dann, wie bei den Bonuskarten, die Folgen, die man zwar nicht erwähnt, die aber diesen Einschnitt dann erst richtig lukrativ und interessant für viele Interessensgruppen machen. Zumal in diesem Papier auch steht, das man auch die Rechte der Urheber stärken will – man denke da zum Beispiel an den Fall Redtube. So ein Zugriff ist dann so schwer nicht, wenn man sechs Monate lang jede Bewegung im Netz detailliert ausforschen kann.

Tatsächlich sehe ich da auch ein Kernproblem dieser Abstimmung, denn letztlich entscheiden damit ultimativ Mitglieder einer Partei, wie sehr sich die Paradigmen im Internet verändern. Es ist kaum zu erwarten, dass das Netz einen Rückzug antritt, und die Entscheidungen, die heute getroffen werden, werden kaum zu revidieren sein, wenn sie später einmal für Menschen unerfreulich relevant werden, die nie eine Chance hatten, darüber demokratisch abzustimmen. Diese Tragweite des Tabubruchs verstehen vielleicht auch viele SPD-Parlamentarier oder was nach der Wahl noch davon übrig ist nicht, und ein schlechtes Ergebnis bei der Befragung könnte ihnen vielleicht auch helfen, sich die Sache noch einmal gut zu überlegen. Schliesslich ist in vier Jahren wieder Wahl, und da will man als Parlamentarier vermutlich nicht allein Stände aufbauen, Plakate kleben und sich überlegen müssen, wie man nach dem Mitgliederschwund noch teure Pannenösis bezahlen soll.

Dass jetzt auch schon die ansonsten eher internetfernen Literaten, die früher Seit an Seit gingen, gegen die Überwachung rebellieren, ist auch ein deutliches Zeichen. Dass Überwachungsförderer Sigmar Gabriel diese Resolution begrüsst, sich an der Integration der Rebellen in seine schizophrene Politik versucht, und dafür Kritik erntet, dürfte ihm zeigen, dass es für die Partei in diesem Punkt mehr als nur ein kleines Problem mit ein paar Jusos gibt. Das hätte ihm nach seiner öffentlichen und öffentlich scharf kritisierten Lüge zum Attentat von Utoya eigentlich klar sein müssen. Und ob er in vier Jahren als der Soze, der die Internetnutzer an die Überwachungsfreakseunde der Union verraten hat, noch einen formidablen Wahlkampf bei der Jugend machen kann, wird sich auch noch zeigen müssen.

Sigmar Gabriel und seine Genossen treten hier in der Rolle der üblichen Datenabzocker auf, die man im Internet kennt und gemeinhin schätzt. Die Union hat dieses Problem bei ihren Wählern nicht, denen ist es wohl wirklich egal. Aber die SPD nickt nicht nur das Vorhaben ab, sie tritt auch wie eine nervige Kassiererin auf, die den Kunden noch zusätzlich so eine Bonuskarte aufdrängen will. In diesem Fall geht die alte rotgefärbte Schachtel sogar so weit, dass sie uns nur dann das Angebot erwerben lassen will, wenn wir explizit Ja zu dieser Massnahme sagen.

Ich würde in einem – pardon – Drecksladen, in dem man mit mir als Kunden so umgeht, nicht einkaufen. Und deshalb habe ich mit Nein gestimmt. Das ist gut für den Parteiladen, damit er besser an die Kunden denkt, und, das sagen alle, also sage ich es auch, das ist gut für unser Land.

HINWEIS:

Gut für das Kommentieren in diesem Land ist übrigens das störungsfreie Kommentarblog, das ich für solche Zwecke gern empfehlen möchte.

0

33 Lesermeinungen

  1. .
    ganz recht so, lieber don. zufälligerweise sah ich diese woche einen xsundheitsexperten mit typischer fliege, wie er recht kritiklos den koalitionsvertrag besprach und sich selbst dabei ertappte. ist dieser nicht sonst einer, der schnell einmal ein haar in irgendeiner suppe findet, nein?

    vermutlich ist diese abstimmung auch ein recht effizienter mouth plug (wo auch immer) für funktionsträger und solche, die einmal etwas werden möchten; waren sie schon in der rezenten vergangenheit nicht sonderlich mutig.

    denn man hätte ja vor der abstimmung einwände anbringen können, aber nun sollen sie schweigen auf immerdar…

  2. GroKo
    Was ist bloß aus der ehemaligen „S“PD geworden? Seit G. Schröder mit seinem verfassungswidrigen Hartz-IV, das Millionen Menschen in die Sklaverei gedrückt hat, der ihnen die Rente gestohlen hat, der viele zu Schwerbehinderten (wie mich) gemacht hat…
    eine aSPD, asoziale Partei Deutschlands.
    Die große Koalition wird daran nichts ändern, ich befürchte noch Schlimmeres für die Ärmsten der Armen. Mit Deutschland geht´s weiter bergab.

    • Was Sie zum Zustand des Landes sagen, ...
      das gilt nur für einen Teil desselben. Ein anderer Teil profitiert, so höre ich beispielsweise Herrn Herres im „Presseclub“ beständig die Frage stellen, warum es “ uns so gut geht“. Peter Glotz war es glaube ich, der den Begriff von der „Zweidrittelgesellschaft“ eingeführt hat.

    • De Begriff ist m.E. völlig lächerlich, wenn man sich die ealen Verhältnisse anschaut. Wir leben in einer schlecht kaschierten Oligarchie. Da, wo ich ohne jedes Zutun bin, wird die ganz grosse Mehrheit des Landes nie kommen. Es ist einfach nicht möglich und wenn doch, dann nur unter Aufgabe von unverzichtbaren Zusatzqualifikationen, ohne die man dann aber auch nur ein Parvenü ist. 2/3 glauben, es geht ihnen gut, 1/10 wissen, dass sie nur mit Hundehütten zufrieden sind, und 1/3 krebst am Boden rum.

  3. Wie lange noch?
    Werter Don, dazu passt dann leider auch, dass der kritische Datenschutzmahner Peter Schaar schon jetzt ins politische Abseits gestellt wurde, weil er sich beim „Weiß nix“-Friedrich nicht lieb Kind machen wollte.

    Seit die Piraten gekentert sind und sich die Wähler behaglich vor den Flachbildschirmen breitmachen (wir schauen nur noch zu, das nächste Spiel bitte!), sind die nervenden Internetmahner politisch abgeschrieben. Wie lange noch?

  4. Immer wieder lustig ...
    … wie ideologisiert manche Leute sind & welche Arroganz daraus erwächst:

    „Die Union hat dieses Problem bei ihren Wählern nicht, denen ist es wohl wirklich egal.“
    Ja klar: in der SPD da gibt es wenigstens noch aufrechte Menschen, die für die wahren Werte kämpfen & unter den SPD-Wählern gibt es noch Leute, die kritische, mündige Bürger sind. Bei den anderen ist das natürlich ganz anders.

    Ein Parteiensystem bedingt bestimmte Arten von Bürgern, die sich in Parteien engagieren & eine Art der internen Hierarchie, in der bestimmte Leute größere Chancen haben, an die Spitze zu kommen.

    Das Wahlvolk ist bei allen größeren (sprich: Volks-)Parteien weder besonders un-, noch besonders mündig. Manche wählen aus Gewohnheit oder ideologischer Überzeugung, andere glauben an bestimmte Versprechungen, aber den allermeisten sind die Parteiprogramme sowieso weitgehend unbekannt.

    Das Ausmaß an Naivität &/oder Arroganz, das hier unser Don zeigt, hätte ich eigentlich nicht erwartet. Von jemandem, der sich so sehr für Geschichte interessiert, hätte ich doch erwartet, daß er erkennt, wie wenig sich die diversen Nachkriegsregierungen in D in ihrer Politik unterschieden, egal ob von CDU/CSU oder SPD geführt. Die Zeiten änderten sich & die Parteien mit ihnen, aber die Unterschiede, wenn sie denn mal an der Regierung waren, blieben minimal. & das wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern.

    Die eigene Parteilichkeit führt da wohl bei so manchen dazu, daß sie gar nicht merken, wie rosarot ihre Brille doch ist.

    „Und deshalb habe ich mit Nein gestimmt. […] und, das sagen alle, also sage ich es auch, das ist gut für unser Land.“
    Alle sagen es? Man sollte nicht das eigene Umfeld mit der Allgemeinheit verwechseln. Leider ein häufiger Fehler bei „Aktivisten“. Die glauben, ihr Umfeld sei repräsentativ & wundern sich dann, wenn ihre Seite bei einer Abstimmung doch verliert.
    & manche sind dann so bekloppt, zu behaupten, die Abstimmungen seien manipuliert, denn ihre Seite hätte ja gewinnen müssen. Waren doch alle dafür…

    • Das steht, wie man auf dem Bild sieht, so im Vorwärts. Darauf bezog sich das. Und generell ist „unser Land“ die beliebteste aller Mitteparteiphrasen. Unser Land. Das wir ausbeuten.

  5. Titel eingeben
    [An die NSA: Ich habe gegen die GroKo gestimmt. Bitte für die Nachwelt festhalten.]

    Der Koalitionsvertrag liest sich wie ein riesiger Kuhhandel zwischen Lobbygruppen, Homoehe gegen Doppelpass, Rentengeschenke gegen Energiewende, Maut gegen Mindestlohn. Der Vertrag dokumentiert aber auch, wie wenig Wählerpotenzial die Volksparteien in netzpolitischen Themen sehen. Jetzt könnte man natürlich fatalistisch anführen, die Massen sind eben dumm. Nur zeigt sich, dass diejenigen, die gegen VDS etc. sind, oftmals auch keine Ahnung von dem Problemkomplex haben und das Thema nur für ihre Stammtischparolen ausnutzen. Wie viele die gegen Facebook und Co schießen, sind ADAC Mitglied? Der ADAC ist der größte Datenhändler Deutschlands. Also kann Klugheit kein hinreichendes Kriterium sein.
    Solange wie das Thema nicht im realen Leben der Bürger ankommt, wird das Abschnorcheln und Datensammeln bei den meisten Menschen wohl nur ein müdes Achselzucken hervorrufen.

  6. Warum uns keine Außerirdischen besuchen
    Laut eines Artikels der FAZ soll Putin über Snowden gesagt haben: Viel Gequieke, wenig Fleisch.
    Wurscht sind mir die Machenschaften der Jäger und Sammler zwar nicht, aber zum Irremachen gehören, wenn ich Freud richtig verstanden habe, minimal zwei.
    Und auf die Tengelmannfrage antworte ich immer: Sehe ich so aus.
    Dass jetzt jemand dumm sein soll, weil er beim ADAC ist (ich bin es nicht, habe nicht mal ein Auto), leuchtet mir nicht so ganz ein.
    Gewählt habe ich keine der beiden Parteien, aber ich verstehe nicht, was jetzt so schlimm daran sein soll, wenn die Parteien mit der meisten Zustimmung seitens des Wählers eine Koalition bilden.
    Den Ärger des Autors über den Zustand der SPD kann ich recht gut nachvollziehen. Diese Partei ist mittlerweile nur noch peinlich.
    Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, heißt es immer. Das stimmt nicht. Kein Volk hat so eine Regierung verdient.
    Teilweise wünscht man sich die Aristokratie wieder. Da hätte man als Bürger zwar auch die A-Karte gezogen, aber die Sache hätte zumindest Stil.
    Im nächsten Jahrtausend werden die Historiker über unsere Zeit nur noch ungläubig den Kopf schütteln.
    Und das ist auch der Grund, warum uns keine Außerirdischen besuchen.

  7. Warum Gabriel diese Idee hatte und
    die SPD-Führung mitgemacht hat, ist doch klar. Wenn diese Regierung scheitert, dann wird der Boß der Genossen den Mitgliedern, die für die GroKo gestimmt haben, die Schuld in die Schuhe schieben.

  8. von der SPD nie wieder etwas kaufen!
    es fehlt die FDP, das wird zumindest an diesem Punkt klar…
    SPD…
    letzte GroKo; vor der Wahl gegen die Steuerpläne / Haushaltskonsolidierung der CDU; Danke für 19% mwst.
    diese GroKo: 470.000 SPD Mitglieder (darunter keine Wahlberechtigten!) haben mehr Rechte als jeder Wähler. Entweder parlamentarische Demokratie oder nicht; was soll der Sonderweg?
    Der Doppelpass ist toll! danke SPD, was ist mit der doppelten Parteimitgliedschaft?

  9. Das Tempo der technischen Entwicklung
    überfordert das Vorstellungsvermögen der Menschen.
    Die meisten denken heute bei Überwachung an ihre E-Mails.
    Es gehört aber nicht viel dazu, all die öffentlichen Kameras mit Gesichtsscansoftware auszuwerten und die Daten zentral zu speichern.
    Damit ist aber noch lange nicht das Ende erreicht.
    Auch der Gemütszustand einer Person lässt sich aus den Bewegungsabläufen immer präziser ableiten.
    Der Witz dabei ist, dass der perfekte Überwachungsstaat nur ein Nebenprodukt der digitalen Entwicklung ist.
    Wir bekommen ihn also fast kostenlos.
    Da wären wir doch dumm, wenn wir auf das Angebot verzichten.

    Diese Bedrohung unser Freiheit ist so gigantisch, dass die Menschen lieber ihre Augen verschließen, anstatt aufzuwachen.

  10. Wer hat unsere Daten - Sozialdemokraten
    Man ahnt, wie die SPD aus der Opposition gegen solche Maßnahmen einer CDU-Regierung gewettert hätte, stünden gerade Wahlen an. Es ist wohl wie mit der Agenda, die CDU hätte es sich (alleine) nie getraut, die SPD aber machts dann (mit), auch um sich nun nach der Wahl beim CDU-Publikum anzubiedern, wo vor der Wahl ja eher noch der linke Showblinker angeworfen wurde. Rein theoretisch könnte diese Koalition übrigens ja die nächsten 10, 20, 50 Jahre regieren, immer wieder neu zustandekommen – das wärs dann mit der Demokratie. So war es wohl nicht gedacht. Das Unheimlichste aber ist, dass es im Zeitalter des Neuen Biedermeier wohl tatschlich dem Bürgerwillen entspricht – ein bisschen CDU, ein bisschen links und sozial, so sehen ja auch die Leute und ihre Wohnungen und Lebensentwürfe mehrheitlich aus.

    • .
      pardon, man will ja nichts sagen,jedoch die daten ein wenig in die chronologische reihenfolge bringen: die agenda 2010 wurde von rot-grün auf die wege gebracht, die cdu hat, allerdings in der opposition wohlgemerkt, lediglich fleissig mitgewirkt.
      dass die grünen so stille sind, scheint demnach nicht ganz grundlos.

  11. Zur Nachahmung empfohlen:
    „ist uebrigens das stoerungsfreie Kommentarblog,das ich für solche Zwecke gern empfehlen moechte“

    Eine stoerungsfreie bzw. unzensierte Kommentierungsmoeglichkeit waere auch in diesem Medium sehr wuenschenswert.

  12. Selber schuld!
    Fast 76% der SPD-Mitglieder haben mit JA gestimmt. Dabei war ja angeblich eine Mehrheit gegen die GroKo. Was nun? Alles Umfaller? Alles Quatsch, was uns vorher berichtet wurde? Jedenfalls alles bestens, denn nun bekommt „unser Land“ doch genau die Koalition, die sich die Wähler in der Mehrheit gewünscht haben. Und dank dem „Ermächtigungsgesetz“ 2.0 hat Siggi Pop für den Fall des Falles schon mal vorgesorgt, in dem er mal eben seine eigenen Mitglieder als Geiseln genommen hat. 76% JA! Alle Notausgänge sind für den Fall, das die SMS Groko kentern sollte, schon verriegelt. Ihr wollt es ja so, liebe Genossinnen und Genossen. Aber jetzt, wo Siggi als Bundes-Bauchredner jeder SPD-Puppe seine Worte in den Mund legen kann, wird´s vielleicht doch was mit rot-rot-grün.

  13. Lange nicht mehr so gut gelacht, wie nach diesen ersten Zeilen....
    übrigens mein Kommentar zum Koalitionsvertrag: „meinem M.A. darf ein L mit oder ohne Punkt hinzugefügt werden“.

  14. Wozu den ganzen Streß
    Mein Blogbeitrag würde lauten „Warum ich der SPD oder anderen solchen ‚pardon – Drecksläden‘ mit totalitärem Anspruch erst gar nicht beitreten würde“.

  15. Wer sollte denn von Gabriel irgendetwas kaufen ?
    Und ihn einfach so als Schachtel zu qualifizieren, geht schon gar nicht, immerhin möchte er doch als Mann dastehen.

  16. adria
    … bitte n0ch lauter werden !

  17. ***
    Dieser Artikel,wenngleich in einem eher wütend-ironischen Stil abgefaßt, macht auf wesentliche
    Schwächen der SPD-Initiative aufmerksam. Da abgenickt,kann man nun 4 Jahre lang zumindest
    genau verfolgen, was aus den „Vertrags-Absichtserklärungen“(unverbindlich) werden wird.
    Ein abstimmender -sehr linksorientierter Parteimann, langjähriger Stadtrat – Bürger hat diese
    Wende -typisch für alle ähnlich denkende Mitleidende – zustande gebracht. Zunächst „klares
    Nein-ich werde nicht zustimmen“ bis „na ja, wenn Negativergebnis, kann die SPD gleich ein-
    packen“ und „gegen Merkel hätte sie dann sowieso keine Chance“ bis „na ja, wenn wir in der
    Regierung sind , haben wir die Möglichkeit, mitzugestalten“: Also doch : Ja . Mit leiser Neben-
    bemerkung: Der Gabriel und die ihm Zugetanen wollen eigentlich nur eines : An die Macht.
    Der Weg vom Nachdenkensbürger zum Zwangsunterstützer mit Hoffnung auf Einhaltung der
    „Absichtserklärung „(denn das ist der Groko“Vertrag“) ist doch gar nicht so schwer. Wenn
    man den Strategieknopf ein- und die eigene Meinung ausschaltet. Bis 2017.

    • Die SPD als Wille und Vorstellung
      „Der Gabriel und die ihm Zugetanen wollen eigentlich nur eines : An die Macht.“
      .
      Eben. Bloß ist da schon eine andere.

  18. Verweilen möchte ich,
    denn ich bin so schön.
    Lieber Don, was ist mit dem Nachbarblog; geht da mal was weiter?
    Sonst schreib‘ ich im Rebellenmarkt. Ist doch wahr.

  19. Und es kam, wie es kommen musste
    Zwei mal drei macht vier
    widdewiddewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widdewidde wie sie mir gefällt.

    Hey, Pippi Langstrumpf,
    tralahe, tralahe, tralahopsassa.
    Hey, Pippi Langstrumpf,
    die macht, was ihr gefällt.
    Hey, Pippi Langstrumpf,
    tralahe, tralahe, tralahopsassa.
    Hey, Pippi Langstrumpf,
    die macht, was ihr gefällt.

    Ich hab ein Haus,
    ein kunterbuntes Haus,
    ein Äffchen und ein Pferd,
    die schauen dort zum Fenster raus.
    Ich hab ein Haus,
    ein Äffchen und ein Pferd,
    und jeder, der uns mag,
    kriegt unser Einmaleins gelehrt.

  20. Habt ihr es immer noch nicht begriffen?
    Dem „Drecksladen“ seid ihr als Kunden schon längst egal, weil er sich schon andere Kundenkreise erschlossen hat (Thema Doppelpass).

  21. Was noch fehlt
    Ich habe auch schon eine grobe Ahnung, was sich die SED-Mitglieder als nächstes aufschwatzen lassen werden: zur vollumfänglichen Totalverbrechensbekämpfung müsste konsequenterweise natürlich auch die Nutzung von Anonymisierungsdiensten streng verboten werden. Enebso VPN-Verbindungen in widerspenstige Länder, deren noch etwas an Freiheitsrechten gelegen ist.
    Ach ja, ich als verdächtiger Bürger kann ja mein Schwarzgeld, meine Drogen, meine KiPos und Morddrohungen natürlich auch altmodisch per Post verschicken! Klar, dass dann auch sämtliche Verbindungsdaten von Briefen und Paketen auf Vorrat gespeichert werden müssen. Ohne Absender bzw. Vorlage eines biometrischen Personalausweisdokuments kann dann leider keine Sendung mehr angenommen werden.
    Aber moment, die meisten Straftaten, die ja von einem jeden von uns jederzeit begangen werden könnten, werden draußen im realen Leben verübt. Daher wird sich Siggi G. demnächst nachdrücklich für einen Blockwart einsetzen, der kontrollieren muss, wann welcher potentiell verdächtige Bürger welche Straße betritt, welchen Weg er einschlägt und mit wem er sich trifft. Und natürlich wann er wieder zu Hause im Bett ist. Wobei das könnte man im Grunde noch besser von Überwachungskameras ausführen lassen. INDECT ist hier ja schon auf einem sehr guten Weg! Rein zufällig würde man dabei auch noch der Kohlewirtschaft… – ach nee, das war ja bei der anderen Sache – ich meinte natürlich der Überwachungsindustrie viele Mrd. € Steuergelder zuschanzen können.
    Eine Vorratsgendatenbank wäre in diesem Zuge doch auch eine tolle Idee.
    Damit sollte man dann den 80 Mio. Terrorverdächtigen in unserem Land bald endlich das letzte Schlupfloch verstopft haben!

    Das Parteivolk wird sich seine Zustimmung dann vermutlich gegen eine Leiharbeiterkinderbetreuungsundlebensleistungszusatzwitwenrente nach 58 Beitragsjahren um 0,42% abkaufen lassen.

  22. .
    nun, ich habe mit ja! gestimmt.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=Y1EvdWNFniY

  23. Ja nun ist der geschätzte Don echt in der Patsche:
    Nachdem er hier mehrfach über die Piraten hergefallen ist, wurde er gemäss seinen eigenen Worten von der Soze an die Union verraten…

    Sein wuchtiges Nein ist in einem überwältigenden Mehr von Zustimmenden untergegangen, die Parteioberen hat die Zustimmung gefreut und damit bleibt die Frage offen: Wie weiter Don?

    Don Quijote gegen die Windmühlen hatte es besser, aber damals waren noch einfachere Zeiten ohne Internet.

    Meiner Meinung nach kann nur eines helfen: Mit Charme und Ausdauer immer wieder gegen den Überwachungsstaat schreiben, so dass das Problem endlich auch Hinz und Kunz als Gefahr bewusst wird!

  24. Voßhoff
    Nun ist also die CDU-Frau Andrea Voßhoff oberste Datenschützerin geworden und die SPD schweigt dazu. Würden sie deshalb dieser SPD-Schachtel ihre eigenen Daten anvertrauen?

Kommentare sind deaktiviert.