Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Lobbyisten, Vorsitzmacher und andere Stiefelknechte im Internetausschuss

| 36 Lesermeinungen

Jetzt wird Neuland erobert: Ein Internetausschuss des Bundestages macht den Weg für Einflüsterungen frei. Nur Google ist mal wieder schlauer und ist längst dort, wo andere gern wären.

Das Neuland Internet hat eine neue politische Heimat: Nach langen Jahren des Darbens in ungeliebten Unterausschüssen des Bundestages und teilweise qualvollen Verhandlungen in einer Enquete-Kommission gibt es in der neuen Legislaturperiode zwar keinen Internetminister, bei dem alle Zuständigkeiten gebündelt wären. Was aber kommen wird, ist ein Hauptausschuss für das Internet und die digitale Agenda. In diesem Gremium werden Gesetzesvorhaben zur Digitalisierung von Fachpolitikern und Experten für die beteiligten Ministerien vorbereitet und besprochen. Wie der zentrale Ausschuss konkret unter den Zuständigkeiten der Ministerien für Verkehr (Breitbandausbau), Justiz (Verbraucherschutz), Inneres (Sicherheit) und Wirtschaft funktionieren wird, muss sich erst noch zeigen. Aber das Posten- und Einflussgeschacher hat schon begonnen.

Kaum hat nämlich der SPD-Abgeordnete und Netzpolitiker Lars Klingbeil den Entschluss verkündet, den Ausschuss einzurichten, und sich bei denjenigen bedankt, die das Anliegen gegen die Widerstände in den Regierungsfraktionen durchgesetzt haben, geht es auch schon los:

@larsklingbeil cool, lars! machste vorsitz?!

haut ihn leger ein gewisser Axel Wallrabenstein bei Twitter an. Vornamen, Duzen, Ämterschacher: Der Mann zeigt keine Berührungsängste und hat sie vermutlich auch nicht, denn Axel Wallrabenstein ist Chairman der MSLGroup Germany GmbH. Manche würden ihn vielleicht auch als Politikberater bezeichnen, oder einfacher als Lobbyisten. Für den Internetgiganten Google macht MSL politische PR in Deutschland, und Axel Wallrabenstein ist Mitglied im Verein C-Netz, einem sehr CDU-nahen Verein in Berlin, wie er im Moment Mode ist: C-Netz oder D64 für die SPD sind Sammlungsbewegungen der Volksparteien, die Bürgern Möglichkeiten zum Engagement für Netzpolitik anbieten. C-Netz brüstet sich mit einem niedrigen Berufspolitikeranteil und erwähnt „Mitglieder des CCC, Schüler, Studenten, Pädagogen, Wissenschaftler, Journalisten und Vertreter der Wirtschaft“. Der Chairman der Google-PR-Agentur jedoch ist kein normales Mitglied, sondern wurde gleich Vorsitzender des Beirats. Und C-Netz verkündet stolz, dass nun drei seiner Mitglieder die Netzpolitik in Deutschland mitbestimmen. Gemeint ist damit: Offiziell durch ein Amt, und ohne Wallrabenstein gerechnet.

Da kann man als CDU-naher Beiratsvorsitzender und Lobbyist, der mit allen redet, so einen Ausschussvorsitz schon mal einem Sozen, wie es Lars Klingbeil ist, überlassen. Zumal auch Klingbeil neben weiteren SPD-Politikern auch so einem Verein angehört. Obwohl sich D64 nicht weniger als das C-Netz bemüht, den Anschein einer allen Bürgern offen stehenden Organisation zu machen, hat auch dort die Partei grössten Einfluss: Bis hin zu einer Medientochter von D64, die zur Parteizeitung Vorwärts gehört. Strategisch war D64 zu den besten Zeiten der Piraten ein Versuch, für die SPD ein netzpolitisches Aushängeschild zu gestalten, das nicht so kompromittiert wie die Partei mit ihrem Hang zur Vorratsdatenspeicherung war. Allerdings firmiert schon als Gründungsmitglied des Vereins auch ein gewisser Stefan Keuchel, der, darf man annehmen, hier nur privat agiert. Nur Schurken würden vielleicht anmerken, dass Keuchel beruflich als Pressesprecher von Google Deutschland das Gegenstück zu Axel Wallrabenstein beim C-Netz ist.

Solche Schurken würden dann vielleicht auch darauf verweisen, dass Google auch noch an anderen, für den Internetausschuss relevanten Stellen mehr als nur einen Fuss in der Tür hat. C-Netz und D64 treten mit dem Anspruch an, die interessierte Öffentlichkeit zu vertreten, und machen damit den eher parteifernen und erheblich kritischeren Organisationen wie dem AK Vorratsdatenspeicherung Konkurrenz. Doch Google verlässt sich auch nicht auf die IT-Lobby wie die BITKOM, sondern baut derweilen eigene Gefolgschaftsstrukturen wie das Internet & Gesellschaft Collaboratory aus (Offenlegung: Collaboratory hat einmal sehr generös versucht, mich einzuladen, aber ich habe abgelehnt). Formal ist Collaboratory ein eigenständiger Verein, der sich in Berlin besonders für Netzpolitik engagiert, und mit seinen „Initiativen“ versucht, eigene Vorstellungen mit Politikern zu entwickeln und umzusetzen. Die 3. Initiative etwa drehte sich „ohne Vorgaben und Tabus“ um das für Google stets problematische Urheberrecht, und wurde durch einen Project Manager namens Philipp Otto gestaltet. Inhaltlicher Leiter dagegen war ein gewisser Till Kreutzer. Wer sich über diese beiden Personen weiter informieren will, wird schnell merken, dass sie führende Mitglieder einer weiteren Internetorganisation sind: irights.info, eine Art Plattform für digitale Rechte.

Und bei einer weiteren Organisation namens IGEL, die sich dem Kampf gegen das Leistungsschutzrecht verschrieben hat, findet man dann auch folgende Angaben zu Till Kreutzer:

Im Rahmen der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft („Erster und Zweiter Korb“) wurde er von Bundesregierung und Gesetzgeber verschiedentlich als Sachverständiger in Anhörungen und Arbeitsgruppen angehört.

Und zu Philipp Otto:

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Medienrecht und Medienpolitik hat er für Abgeordnete des Deutschen Bundestages im Unterausschuss Neue Medien und in der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft gearbeitet.

Schurken – und ich möchte hier zugeben, dass auch ich in mir manchmal solche Regungen empfinde – werden nun anmerken, dass sich das doch alles zu schön fügt, Einladungen, Gesprächskreise, Aktivismus gegen Vorhaben, die Google nicht mag, Einflussmöglichkeiten bei Kommissionen wie jene, die gerade gegründet wird. Und wie es der Teufel haben will, gibt es jetzt von Philipp Otto bei irights.info ein Buch. Ein Buch über den Stand des Internets, das bei Collaboratory beworben wird, und von den 30 Autoren sind gleich 10 bei Collaboratory gelistet. Dazu tauchen auch noch für die schöne, unabhängige Optik Edward Snowden und Constanze Kurz vom Chaos Computer Club auf, und ein Gespräch mit Doro Bär, die jetzt Staatssekretärin im Infrastrukturministerium unter Dobrindt wird. Und bei C-Netz mit Axel Wallrabenstein zusammen ist. Wäre das Bayern, Schurken würden längst Filz wittern. Aber es ist die Berliner Republik, da kann jeder mit jedem.

Nicht minder phantastisch ist das bürgerschaftliche Engagement, das durch eine Arbeit von Till Kreutzer aus dem Mai dieses Jahren zum Ausdruck kommt. Der hat für den Bundesverband der Verbraucherzentralen eine Studie über Urheberrechte im Internet geschrieben. „Es wäre schön, wenn sie Denkanstöße oder sogar Aktivitäten von Seiten der Politik hervorrufen würde“, sagte Kreutzer. Und wie es der Teufel haben will: Staatssekretär für Verbraucherschutz im Justizministerium wird Gerd Billen, bis jetzt Chef der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Google wird es vermutlich nicht bedauern, wenn solche Studien nun gleich im Ministerium gern gelesen und zu Akivitäten führen werden, denn wenn es um das Urheberrecht geht, ist man allein schon wegen den Projekten Google Books, G+ und Youtube mehr auf Seiten der Verbraucher. Dass auch die Gegenseite keine Heiligen sind, sieht man recht schön beim Verein „Engage“ – wobei man dort bei weitem nicht so geschickt, sondern eher steif und unflexibel agiert.

Aber wenn es um den Datenschutz geht, ändern sich die Fronten sofort wieder. In Deutschland will Google erreichen, dass Verbraucherschützer nicht mehr gegen die Bestimmungen des Konzerns zur Datensammlung klagen können, in England sollen Nutzer gar nicht mehr klagen können, sondern gezwungen werden, sich an Gerichte in der kalifornischen Heimat zu wenden, wo Google politisch noch besser aufgestellt ist. Dort war übrigens auch ein gewisser Philipp Rösler zu Gast, bislang deutscher Wirtschaftsminister, und stattete Google einen Besuch ab, probierte die Datenbrille, umarmte Kai Dieckmann, und hinterlässt Sigmar Gabriel nun zu treuen Händen seinen nicht minder treuen Staatssekretät Stefan Kapferer von der FDP.

Das sieht für Leute wie Wallrabenstein oder Keuchel sicher nicht nach einem unlösbaren Hindernis bei der Suche nach der besten Lösung aus, die nicht evil wirken soll, sondern harmonisch, und mit Sicherheit alle mitnimmt: Denn genau so wird das vermutlich auch im nächsten durch Kooperation entstandenen Buch über die Netzpolitik des Jahres 2014 stehen, da nicht nur die Grosse Koalition ihre Arbeit für dieses Volk unternahm, sondern endlich auch ein Ausschuss etwas für die Menschen in unserem Neuland tat.

Solange sie beim richtigen, dreilagig extraweichen Verein auf den richtigen Listen waren, natürlich. So geht Netzpolitik unter der grossen Koalition.

HINWEIS:

Und Kommentieren geht besser im störungsfrei laufenden Kommentarblog.

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36 Lesermeinungen

  1. Bei uns gibt es nur
    vierlagig! ;-)

  2. Die beste Lösung
    haben Sie ja gleich zu Anfang präsentiert:

    Gesetzesvorhaben zur Digitalisierung von Fachpolitikern und Experten

    – damit dürfte es dann ziemlich einfach sein, die auf Null zu stellen.

    NS: Am Ende stimmt ausnahmsweise mal Ihre Orthografie: Diese Koalition ist im deutschen Wortsinne tatsächlich gross, nicht groß.

  3. Google
    Und alle Ahnungslosen zetern immer nur gegen die GEMA; die sollten sich den Artikel hier oben mal zu Gemüte führen: wer da wirklich die Fäden zieht und zwar nicht zum Wohle der Urheber (Texter, Komponisten, Zeichner, Fotografen…)

  4. ..und jetzt?!
    zwar zieht sich durch den ganzen Text eine gewisse Verachtung, aber was daran schlimm ist, wenn leute Gesprächs- und Arbeitskreise gründen wird nicht ganz klar. Das Problem ist wohl, dass viel „unter falscher Flagge“ gearbeitet wird um Unabhängigkeit vorzutäuschen, nur sollte das dann auch mal angesprochen werden.

  5. Berliner Parkett
    Werter Don, die Berliner Tage haben sie ja publizistisch sehr inspiriert. Jo, is scho supercool, wie sich alles zusammenfügt, was an der Spree so twittert, kannte diese Einzelheiten bisher noch nicht. Und auch unserer Ex-Westerwelle strickt sich dort jetzt eine Stiftung, die natürlich – wir wollen doch nicht kleinlich sein – dann folgerichtig Westerwelle-Foundation (Stiftung für internationale Verständigung) heißt.

    Und welch edler Spender ermöglicht dies? Sein alter Geschäftsfreund und Mitreisender Ralph Dommermuth. Der, liebe Netzgemeinde, hat diese große Internetfirma mit all den Postfächern, wie web.de und gmx.de, und viele Webseiten betreut er auch, neben seinen Telefonverträgen mit 1&1.

    Aus der Eigenwerbung: EUROPAS INTERNETSPEZIALIST NUMMER 1
    „Die United Internet AG ist mit über 13,2 Millionen kostenpflichtigen Kundenverträgen sowie rund 31 Mio. werbefinanzierten Free-Accounts der führende europäische Internet-Spezialist.“

    Und nun gründet dieser uneigennützige Mensch, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär der AG mit 6840 Beschäftigten, mal so eben eine Stiftung für Westerwelle in einem noblen Gebäude am Berliner Kudamm.

    Ja, der Westerwelle, er fliegt hoch, mit ein bisschen Hilfe von seinen Freunden aus dem IT-Bereich. Sicher wird Herr Dommermuth dann auch ein gern gesehener Gast sein, auf dem Berliner Parkett und auf einschlägigen Empfängen mit all den oben genannten Personen. Es networkt sich halt zusammen, was Kohle und politischen Einfluss hat, bitte bleiben sie dran, geschätzter Don.

    • anders is nich'
      Kein Politiker kann ohne solche Freunde bestehen.
      Kohl: BASF. Schröder: von VW zu Gazprom. Merkel ist da noch irgendwie geheimnisvoll, aber auch die MUSS einen Sponsor haben – weil man anders schlicht nicht hochkommt „in der Politik“.

    • Titel eingeben
      Mag alles so sein, colorcraze, dennoch finde ich es wichtig, diese Sponsoreien transparent zu machen, bei Westerwelle und auch bei den Verbandelungen der einzelnen Akteure im Berliner Politikbetrieb.

  6. Titel eingeben
    Vielen Dank lieber Don für diesen aufschlussreichen Beitrag.
    Alle in einen Sack und draufhauen! Ich bin gespannt, wie das weitergeht…

    • In Berlin
      heißt das anders:

      Alle in einen Sack und in die Spree!

    • ach wo.
      Alle in ein Taxi und ab in die Kneipe, und dort recht lange festhalten, wohl eher.

    • Naja
      das mit Taxi und Kneipe mag die weichgespülte, als politisch korrekt angesehene Neustzeitversion sein. Ich kenne eben noch die ungleich nachhaltigere, bessere, weil notwendig endgültige Problemlösungsvorgehensanweisung, böseguck…

  7. Lobbyismus ist nur blöd, wenn man keine Lobby hat
    Ich kann die Empörung nicht nachvollziehen. Was wird denn hier „aufgedeckt“? Den Versuch der Einflussnahme und Manipulation findet man überall, wo es um Macht geht. Das gehört zum Spiel, ob man das nun gut findet oder nicht. Die Frage ist, inwieweit man dies zulässt.

    Es ist wichtig für die Demokratie in diesem Land, dass alle Interessensgruppen sich organisieren, um sich Gehör zu verschaffen. Hier werden aber plump alle, die sich in Vereinen wie C-Netz, D64 etc. engagieren als zu blöd dargestellt, um zu erkennen, wenn ihnen jemand „mit Schleim die Zielscheibe auf den Rücken malt“.

    Oder verstehe ich irgendwas grundlegend falsch?

    • Klar findert man das „überall“, aber huer geht es schlichtweg darum, dass es ein Gremium gibt, das Pluralität einfordern sollte und das nicht bekommt, weil weite Teile der Szene und der möglichen Gesprächspartner von Anfang an mit bestimmten Interessen verbandelt sind. Mal sind sie auf Googles Gehaltsliste und mal empörte Bürger gegen das Leistungsschutzrecht, mal sind es private PRler und am nächsten Tag wieder Einflüsterer. Und immer können sie sich auf einen neutralen Punkt zurückziehen. Ich kenne das Spiel auch schon länger. Jetzt habe ich sie halt mal festgenagelt. Damit jeder sieht, wie das läuft, was sie nicht öffentlich schreiben.

      Und? Wo ist das Problem?

    • Titel eingeben
      Ok, vielleicht bin ich in der Hinsicht auch einfach etwas abgestumpft, dass mich diese Spielchen weder überraschen noch schockieren. Das Spiel ist dreckig. Insofern bin ich dann auch nicht „Zielgruppe“ des Artikels.

      Du sprichst aber von vornherein einem Gremium, das noch gar nichts getan/geleistet hat, worauf man es festnageln könnte, seine Legitimität und Handlungsfähigkeit ab. Ich sehe das etwas entspannter. Natürlich haben die hier geschilderten persönlichen Verflechtungen ein Geschmäckle, um es euphemistisch zu formulieren. Politische Akteure sind aber immer „mit bestimmten Interessen verbandelt“. Ob da eine politische Ideologie knallharten Wirtschaftsinteressen vorzuziehen ist, finde ich aus einer realpolitischen Perspektive mindestens diskussionswürdig.

      Die „PR’ler und Einflüsterer“ sind auch nicht auf ihren Posten gelandet, weil sie sich mit einem dicken Scheck einfach dorthin gekauft hätten. Das wäre auch ziemlich dämlich. Sie müssen immer auch getragen werden. Und da ärgert mich Dein Text, weil er suggeriert, dass „wir“ (ich bin D64-Mitglied) zu blöd wären, um solche Geschichten zu durchschauen.

      Der netzpolitische status quo in Deutschland ist noch weit entfernt von einem Zustand, den ich als zufriedenstellen empfinden würde. Dennoch erachte ich allein die Einrichtung eines „Internetausschusses“ für einen Fortschritt, den ich diesem Land schon fast nicht mehr zugetraut hätte. Sei er auch noch so klein. Darauf kann man aufbauen.

      Und an dieser Stelle heißt es IMHO nicht „draufhauen“, Scheiße finden und das zarte Pflänzchen direkt zertreten, sondern ganz genau hinsehen und begleiten. Wenn dann mal jemand mit dem Lineal auf die Finger gekloppt gehört, dann findest Du – zumindest so weit ich das für meine Bubble überblicken kann – eine Menge Leute, die bereit stehen.

    • Der ist gut....
      „Es ist wichtig für die Demokratie in diesem Land, dass alle Interessensgruppen sich organisieren, um sich Gehör zu verschaffen….“

      Machen sie mit solchen Sätzen jetzt nur einen guten Lacher oder wollen sie uns ernsthaft verar*****?

    • Das sind keine zarten Pflanzen, das sind Politiker und wo ein Trog ist, kommen die Schweine. Ganz egal ob Klingbeil oder Bär, sie haben ihre Themen, sie haben sich nach oben gearbeitet und jetzt machen sie das mit der Netzpolitik. Die sind erwachsen, die sind Diener des Volkes und wenn sie aber lieber in Bars mit Typen wie dem Wallrabenstein abhängen, dann sollten sie genau schauen, ob ich nicht vor dem Fenster stehe und sie ablichte.

      Und mal ehrlich: Die werden das so machen wie jeder andere Rundfunkrat auch: Die bauen sich ihre eigenen Strukturen auf, die dann als Experten geladen werden. Die haben überhaupt keine Lust auf Bürgerbeteiligung, die werden so weiter machen wie in der Enquete und ein paar Nasen, die ihnen passen, vorlassen. Und dann zuhören, nicken und was eigentlich abgeht, das ist dann mehr so die Sache von den Firmen, die das gar nicht erst nötig haben, weil sie andere Kanäle besitzen.

    • Oh, die CSU will jetzt doch nicht, Frau Bär erfährt die Grenzen ihrer Macht als Internetfassade der Staatspartei.

    • Von Pflanzen und Knipsern
      Dass ich mit dem „zarten Pflänzchen“ die Institutionalisierung der Netpolitik im Parlament und nicht die Akteure gemeint habe, finde ich recht offensichtlich. Anyhow.

      Stehst Du dann auch bei den Hintergrundgesprächen vor’m Fenster und knippst die FAZ-Kollegen und empörst Dich, wer im „Einstein“ (geht man da noch hin?) mit wem einen Kaffee trinkt, um die nächste Unfassbarkeit auszuhecken?

      Deine Meinung in Ehren, aber es ist eben nur Meinung, und in diesem Fall allein durch Behauptung begründet.

    • Eigenartig....
      „Dass ich mit dem „zarten Pflänzchen“ die Institutionalisierung der Netpolitik im Parlament und nicht die Akteure gemeint habe, finde ich recht offensichtlich.“

      Sie sind also der Meinung „Minister“ sehr ein Lehrberuf? Man gibt den Job jemandem, den man mag und von dem man weiss, dass er die eigene (also Merkels) Linie vertritt, und dann lassen wir den einstweilen mal üben?

    • Lieber Mr. Volland
      Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wo die Verbindung zwischen meiner von Ihnen zitierten Aussage und Ihrer Frage liegt. Auch kann ich nicht überblicken, wie Sie das mit dem „Lehrberuf“ meinen.

      Dass ich keinesfalls den letzten Satz Ihres Postings unterstützen würde, sollte aus meinen vorherigen Äußerungen eigentlich auch ersichtlich sein.

      Vielmehr muss ich, mit Blick auf Ihren ersten Kommentar und weil wir nunmal im Internet sind, davon ausgehen, dass Sie einfach nur stänkern wollen. Sollte ich Ihnen damit Unrecht tun, entschuldige ich mich.

      Ansonsten bin ich gerne bereit, Ihnen meine Ansichten genauer darzulegen. Gerne auch an anderer Stelle oder im persönlichen Gespräch.

    • Ich weiss nicht so recht...
      Ist es nun eigentlich ein Kompliment, wenn man von jemand als Stänkerer bezeichnet wird, der eine klassische Totgeburt für ein zartes Pflänzchen hält?
      In ihrer himmelblauen Kindergarten Welt erübrigen sich jegliche Erklkärungsversuche….

  8. Titel eingeben
    Werter Don Alphonso,
    nur weil Sie den Gleichklang und das Einvernehmen der Beteiligten anstössig finden, muss man doch nicht gleich so kritisch sein.
    Die trennen das ganz sauber.
    Die können das differenzieren:
    hier der online Freund im Geiste mit sehr ähnlichen ansichten,
    dort der Vertreter eines anderen Vereines mit geringfügig anderer Gewichtung.
    Nur weil man in verschiedenen Vereinen ist die sich unterschiedlichen parteien angehörig fühlen, bleibt man doch Freund und Demokrat, da kann man immer miteinander Sprechen.
    Die trennen das, das ist eine Frage des Geistes.
    Wessen geistes Kinds die sind, können die ja nun zeigen.
    Die VDS ist ja quasi ein Gradmesser für die Gewichtung von Schutz und Freiheit.
    Schutz ist ja das Supergrundrecht.
    Die werden schon für unseren Schutz sorgen, den Schutz unserer Daten und den Schutz unserer wirtschaftlichen Interessen.
    Da bin ich gewiss, wenn die alle Daten von Jedem haben, dann sind die sicher, da passen die schon auf, dass nix weg kommt.
    Zur Not gibt es ja das backup der NSA, wir sollten da mal die Gesetze überarbeiten. Diese Behinderungen bei der Datenerfassung, gefährden unsere Daten.
    Wenn die nicht darauf aufpassen … ja wer denn dann?

    • ...und weiter...
      und was das Aufpassen auf die Daten erst für Einkommen generiert! Aber nicht daß da einer meint, fürs Kleinstadtverwalten gäbs mehr als 20 Cent pro Stunde!

    • Filmtip
      Guten Mittag Holly01,
      genauso schön, wie Sie die Plausibilitäten hier auflisten zeigt „die Sendung mit der Ratte“ die verschiedenen Hüte und Interessen des Karl Lauterbach, der auch alles fein trennen kann. auf utube

    • Titel eingeben
      Angemessen wäre es ja, wenn wir den usa die Kosten für die Speicherung erstatten.
      Was da alleine die Infrastruktur und der Strom kostet, ist ja unzumutbar.
      Ein Fond wäre gut dazu, auf EU-Ebene vielleicht?
      Bei den 20 Cent, da meinen Sie aber hoffentlich pro verwaltete Person oder?
      Kann ich dann bei der T-Com anrufen und nach daten fragen?
      Für das Finanzamt z.B. ein Bewegungsprofil, wie oft ich wirklich zur Arbeit gefahren bin und auf welchem Weg?
      Für die Polizei vielleicht, als Nachweiss, dass ich in der Baustelle wirklich nur 100 gefahren bin?
      Oder für meine Frau, das die 100€ wirklich verlorenn gegangen sind und nicht ausgegeben wurden?
      Ich sehe da ganz viele Möglichkeiten den Leuten bei den kleinen und großen Problemen des Lebens zu helfen.
      Wozu soll ein Polizist bei jedem Wetter Tempokontrollen durchführen? Das geht doch heute viel elegeganter.
      Schwarzarbeit bei H4? Na das kann man doch nun wirklich elegant kontrollieren, per Bewegungsprofil und Umsatzstatistik, wir wissen doch was er vom Staat bekommt und was er ausgibt kann man doch leicht raus bekommen.
      Hach ich liebe die neue Technik … Sie tragen heute das Donnerstagshöschen? Ich frag mal die NSA …..

    • Titel eingeben
      Falls Sie sich fragen, wie die NSA wissen kann, welche Wäsche Sie heute tragen, ich setzte darauf das eine moderne Frau, wie Sie einen SmartTV hat.
      Ich frag mal wegen dem Vid Mitschnitt, als Sie heute morgen herumgerannt sind, weil Sie wieder mal spät dran waren …..

    • Nein, nein, es ist inklusive...
      Diese Kosten werden natürlich erstattet, aber doch nicht im Klartext. Die Lehrzeit des Aufwachsens in der DDR war ja nicht verschwendet.
      Die Preise, die Merkels deMaiziere für Rüstungsprodukte bezahlt hat, die sind ihnen doch geläufig, oder? Sehen SIe, es gibt weder Inkompetenznnoch Korruption bei deutschen Politikern, alles hat seine Richtigkeit

  9. Titel eingeben
    Erst wenn hinter dem Termin :
    14:00 Müller
    die Ergänzung aus der cloud steht :
    [ kollidiert mit Termin 14:30 bei Meier, in dessen Terminkalender]

    Ja dann wissen wir: wir haben etwas geschafft.

    • ähem
      tut es das denn nicht? ich dachte, das wäre üblich.

    • Ganz so einfach ist es doch nicht...
      Umfragen besagen ja, dass nur magere zwei Drittel der Deutschen (also ungefähr die Zahl der an einer Wahl Teilnehmenden) realistisch genug sind um kein Problem mit der Überwachung haben, da sie im Gegensatz zu renitenten Existenzen wie Ihnen wissen, dass es nur zu unserem Besten ist. DIE erhalten solche Hinweise natürlich schon.
      SIE hingegen stehen auf einer ganz bestimmten Liste. An Hand der Beiträge in der FAZ, bzw, diesem subversiven Blog hat man sie nämlich durchschaut!

    • Titel eingeben
      Wenn der Mobs den Mond anbellt, interessiert das den Mond überhaupt nicht.
      Mal kurz schauen … ne zum Mond reicht es bei Ihnen nicht, dann sind Sie wohl der Mobs.

    • Nicht auf automatik gehen, bitte...
      http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie

  10. Hä?
    Die junge, neue Generation zieht in die Politik um was zu verändern! Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die Bock haben, so weiter zu machen. Gerade Google strotzt vor innovativen Ideen für die Verbesserung der Gesellschaft. Mir kommt der Artikel etwas so vor, wie die Bands in den 70ern über 200 Watt Verstärker gegen die Atomkraft gesungen haben – man kann auch wirklich über alles meckern!

    • Ich komm einfach nicht drauf..
      Ist das jetzt Ernst oder Ironie?

    • Titel eingeben
      Sehr geehrter Herr Behnecke,
      wenn dies ihr Ding ist, dann soll es so sein. Meinen Segen und meine besten Wünsche begleiten Sie.
      Ich hätte nur gerne die Wahl, wem ich welche Geheimnisse, Privatheiten oder auch nur Dusseligkeiten anvertraue.
      Ich bin da recht eigen und denke, es geht nicht jeden alles an.
      Meine Erfahrung lehrte mich, mit Vertrauen sparsam umzugehen und gewährtes Vertrauen hoch zu halten und mich zu bemühen, dem gerecht zu werden.
      Wenn Sie da offener sein möchten ist das ja ok.
      Ich bestehe auf meinem -Recht- selbst zu wählen, ohne vollständigen Verlust des Zugang zum online und zu den neueren Medien.
      Noch habe ich etwas Kenntnisse und kann meine Privatheit etwas schützen.
      Meinen Rechner kann ich hingegen genau so wenig schützen, wie mein Netzwerk (zumindest das von aussen sichtbare).
      Thats it. Ich will meine Wahl behalten.

    • Hä? (Gerade Google strotzt vor innovativen Ideen für die Verbesserung der Gesellschaft.)
      Da bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen: Sie kaufen Militärrobot-Firmen ein.
      Voll innovative Sache, mönsch. Und vor allem so friedlich-zukunftsbewegend.

      Dieser Laden gehört zurückbeobachtet, bis er um Gnade schnurrt!

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