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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Kein Anschluss unter diesem #Aufschrei

| 47 Lesermeinungen

Vor einem Jahr waren die Initiatorinnen des #Aufschrei begehrte Heldinnen. Heute beschweren sie sich noch immer über Sexismus und schweinische Witze - aber exklusiv für ihre Filterbubble. Den Diskurs überlassen sie anderen.

Als die Stern-Autorin Laura Himmelreich im Januar 2013 ihre Geschichte über das fragwürdige Verhalten des FDP-Politikers Rainer Brüderle veröffentlichte, tat sie das mit ihrer Redaktion und ohne Absprachen mit radikalfeministischen Kreisen. Der Beitrag ermutigte andere Journalistinnen, ihre wenig schmeichelhaften Erfahrungen mit Brüderle zu beschreiben, und es gehört wenig Wahlforschung zur Erkenntnis, dass diese Debatte um den Spitzenkandidaten der FDP seine Partei bei der Bundestagswahl jene Sympathien kostete, die sie zum Überspringen der 5%-Hürde benötigt hätte. Wenn heute also ein SPD-Justizminister die Vorratsdatenspeicherung blockiert und Sigmar Gabriel die Energiewende bremst, dann ist dieser Parteiwechsel ohne Politikwechsel sicher die entscheidende Folge der Debatte um Brüderle.

Mit dem Aufschrei wegen anderer schmutziger Verhaltensweisen hat das nichts oder nur sehr wenig zu tun.

Der Januar 2013 war bis zum #Aufschrei keine gute Zeit für den Netzfeminismus in Deutschland: Im Herbst war das dahin wichtigste Debattenportal Mädchenmannschaft anlässlich eines Streits über die Privilegien weißer Feministinnen gegenüber anderen Marginalisierten endgültig auseinandergebrochen. Das Blog, das ursprünglich eine junge Alternative zu der Vorstellungswelt von Alice Schwarzer sein wollte, wandelte sich in der Folge zu einem radikalen Medium, in dem Selbstkritik gegenüber Nichtdeutschen und Klagen über den Sexismus von heterosexuellem Küssen in der Öffentlichkeit geführt wurden. In der Wikipedia gab eine gewisse „Fiona Baines“ ihren monatelang erbittert geführten Kampf um einen feministischen Kurswechsel des deutschen Wörterbuches auf. Worauf ihre Unterstützerinnen beklagten, es gebe ohne generisches Femininum weiterhin eingeschrieben Sexismus, und Wikipedia bräuchte Awarenessteams für sich bedroht fühlende Aktivist*Innen. Bei den damals noch chancenreichen Piraten war man auch nicht bereit, den Forderungen des feministischen Kegelklubs Raum zu geben, nachdem die Vereinigung den Piraten sexistische Einstellungen vorgeworfen hatte. Awarenessteams wollten Feministinnen auch beim 29. Chaos Computer Congress stellen, und forderten sogar die Möglichkeit, Hausverbote auszusprechen. Als das den Veranstaltern deutlich zu weit ging, revanchierten sie sich mit Creeper Cards, was nochmal einen deutlichen Schub bei der Radikalisierung einerseits und deutliche Ablehnung andererseits brachte.

Dann kam der #Aufschrei. Heute, nach einem Jahr, schreiben die Macherinnen noch einmal auf, wie es dazu kam, und wie man sieht: Die Debatte um Brüderle spielt dabei nur eine marginale Rolle. Wichtiger sind den auslösenden Personen andere Texte im Internet aus ihrem eigenen Umfeld, die damals das Thema Alltagssexismus thematisiert haben.Und hier liegt ein grundsätzlicher Unterschied zwischen dem Konflikt von Brüderle und Himmelreich, und all den bis dahin weitgehend unbekannten Internetautorinnen: Himmelreich war privilegiert und konnte, unterstützt von einem mächtigen Medienhaus, ihr Thema bringen. Bei Aufschrei ging es darum, jene zum Veröffentlichen ihrer Erfahrungen zu bringen, die es sonst aufgrund der äusseren Umstände – sozialer Druck, Angst, falsch empfundene Scham, Ekel – nicht tun würden.

Heute, nach einem Jahr, ist es auch für die führend Beteiligten nicht einfach, eine positive Bilanz zu ziehen. Es dominiert immer noch Abscheu. Eine Autorin ist mittlerweile Bloggerin beim Stern und schreibt jetzt nur weiter, damit „die“ nicht gewinnen, eine andere sagt: Es schmerzt. Nach einem Jahr mit dem Grimme Online Preis, Talkshowauftritten, Medienrummel, Buchverträgen, viel Verständnis und wohlwollender, vielleicht auch von ein wenig Falschheit geprägter Zustimmung für das Benennen des Problems ist da kein Jubel und keine Zufriedenheit über die erreichte Breitenwirkung, sondern das Gegenteil – eine Radikalisierung und eine Abschottung, der sie sich bewusst sind, und die sie für richtig halten:

Die Filterblase ist inzwischen ein viel gescholtener Begriff. Die feministische Filterblase ermöglichte in den letzten Jahren einen immer schnelleren Erkenntnisprozess bei immer mehr Menschen. Sie klärte auf über sexualisierte Gewalt. Sie legte den Finger in die Wunde und verschwieg die Schmerzen nicht mehr. Sie nahm den Betroffenen die Schuld und wies sie denen zu, die Gewalt ausüben.

Eine andere, grimmepreisgeehrte Initiatorin beschreibt ihr Dasein zwischen den Ansprüchen der Ideologie und den daraus entstehenden Problemen mit der Welt so:

Feministinnen sind 24 Stunden am Tag Feministinnen. Feminismus ist eine Haltung und die lässt sich nicht abschalten, Diskriminierung noch weniger. Frauen sind an vielen Stellen des Lebens Belästigung und Sexismus ausgeliefert, haben schlechte Erfahrungen mit Übergriffigkeit gemacht und gelernt, immer wachsam zu sein. Diejenigen, die sich zusätzlich zum täglichen Kampf im Alltag auch politisch gegen das Patriarchat stellen, müssen sich allerorten erklären und ernten dafür vielfach Spott und Beleidigungen.

Es lohnt sich, diese Beiträge wirklich zu lesen, weil sie vermutlich ehrlich sind und unverblümt ausdrücken, was die führenden Personen der Aktion denken. Sie haben mitnichten einen Sieg errungen, sie fühlen sich bedroht, der Sexismus ist überall zu sehen. Schliesslich sind sie überzeugt, in einer Rape Culture zu leben, in der Übergriffe gesellschaftlich als so normal angesehen werden, dass die meisten Menschen nicht bemerken. Sie lösen diese Lösung der Probleme durch sogenannten Allys: In ihrer Vorstellung Nichtmarginalisierte, die den Aktivistinnen helfen, ihnen Schutzräume bieten und das richtige Bewusstsein haben. In diesem speziellen Fall hat der Ally auch einen Twitteraccount, und äussert sich oft und überdeutlich zu jenen, die die Vorstellungswelt der Filterbubble nicht teilen. Frau und man genügt sich selbst, sie haben selbst geschaffene, stabile Kreise, in denen sie sich bewegen und keine Angst haben müssen, bedroht zu werden: Von Sexisten, Maskulinisten, helfenden Frauen, Rassisten, Klassisten, Eliten, Nazis, Heten, Normenaufzwingern und Ex-Freundinnen, die es einmal wagten, leichte Kritik an den Strukturen zu äussern und dafür vorgeführt zu werden. Wenn sie Glück haben, nur mit einer internen Aufforderung zur Selbstkritik, und wenn sie Pech haben, stehen sie im Moment der medialen Aufmerksamkeit im Blog von Anne Wizorek als Beispiel einer emotionalen Aussaugerin.

Frau Wizorek will nur ungern an jene Epoche erinnert werden, als sie noch nicht so feministisch war und bei einem Ebay-Bloggercontest als Werbemassnahme für das Auktionshaus eine selbst dekorbebügelte Spongebob-Unterhose verkaufen wollte. Mit dem #Aufschrei kam das neue Leben und viel Applaus. Was es im Verlauf der Aktion überhaupt nicht gab, war ein Versuch, den Aufschrei in eine Debatte überzuleiten: Die Personen und ihr Umfeld genügen sich selbst und arbeiteten beim Aktivismus reibungslos zusammen. Es ist nicht nötig, den Protagonisten der Rape Culture die komplexen Gedankenkonstrukte der „Gender Studies“ zu erklären: Opfer müssen das nach dieser Vorstellung nicht tun, die Täter sollen sich selbst darum kümmern. Und weil sie das nicht tun, gibt es jetzt eben Aufrufe, andere bei Twitter abzuschießen. Ansonsten wird im Netz nach neuen Aufregern und sexistisch empfundenen Äusserungen gesucht, die dann mit „TRIGGERWARNUNG“ versehen der Peergroup zur Aktion und Empörung vorgeworfen wird. Denn nur, wenn neuer Dreck gefunden wird, hält die Bewegung zusammen.

Wenn dann heute beklagt wird, dass es mit dem vor einem Jahr prognostizierten „entscheidenden Schubs“ nichts wurde, und das generische Femininum und Begriffe wie Aufschrei, Triggerwarnung, Porn, Anklage, „Check mal Deine Privilegien“ und Blockempfehlung im Internet vor allem mit einer ironischen Note benutzt werden, um die Aufgeregtheit dieser Gruppe zu karikieren – ähnlich wie das !!11!!elf11-Mem – dann ist das vor allem eine Folge der Abkapselung dieser Gruppe und dem Ausbleiben jeder Art von Debatte. Es war ein Aufschrei, er war erfolgreich, und deshalb wird weiter geschrien. Alte journalistische Verbündete durften jetzt zum Jubiläum nochmal ran, und die Zeit hat sogar eine Studie bei einer Professorin in Auftrag gegeben, die sich auf Sexismus spezialisiert hat und sich sehr freut, dass sie bei der Arbeit mit Frau Himmelreich auch gleich einen neuen Sexismus gefunden hat. Dazu kommen Vorstellungen von einem „wohlwollenden Sexismus“, den man in anderen Teilen des Landes jenseits von Osnabrück für Höflichkeit hält, schliesslich schrumpfen feministische Neigungen bei uns merkbar bei der Annäherung an eine verdreckte Fahrradkette, und würde man das weniger aufgeklärten Damen überlassen, würden sie sich nicht für die Ablehnung der Rape Culture bedanken, sondern einen als Hoagl ohne Manieren bezeichnen – aber was weiss ich schon, ich bin ja kein Professor und mache auch keine Studien zur Vorhersagbarkeit von Sexismus.

Was bleibt? Die Geschäfte mit dem Aufschrei machen andere. Es gibt in den Medien tatsächlich einen Trend, Frauen mehr zu solchen Themen schreiben zu lassen. Da werden dann eigene Belange und Aktionen befürwortet („Empowerment“ heisst diese Distanzlosigkeit im Feminismus), eigene Projekte beworben, und Zensurmassnahmen gegen Andersdenkende als Schutzräume für zarte Seelen verlangt: Man hat nichts gegen Meinungsfreiheit, solange sie einem passt und danach sollte man doch bitte an die Verletzungen beim Lesen solcher Meinungen denken. Wenn Frauen bei seichter Filmunterhaltung lieber Prosecco trinken, regt sich über dieses falsche Verhalten eine Agentin auf, die eher Komparsen vertritt, bei deren politisch korrekter Filmerscheinung frau besser auf Knäckebrot mit viel beleidigter Leberwurst umsteigen sollte. Es gibt weiterhin Mobbingversuche im Netz und ich werde sicher auch unter diesem Beitrag Versuche von Stalkerinnen löschen müssen, während im Internet Witze über den Kausalzusammenhang von kleinen Hirnen und Genitalien gemacht werden.

Oh, und es gibt ein erfolgreiches Buch, natürlich. Ich habe es gelesen und finde es  auf eine unangenehme Art provokativ und nicht zielführend, und ich kann schon verstehen, wenn es zum Jubiläum vom Aufschrei totgeschwiegen wird. „Dann mach doch die Bluse zu“. Es wurde von einer rechtskonservativen Frau namens Birgit Kelle geschrieben und erfreut sich durchaus grosser Beliebtheit jenseits der Genderbegeisterten bei Frauen, die nicht als prekäre Singles ihre Zeit bei Twitter zubringen und überraschend wenig gegen das angebliche Teufelszeug des Elterngeldes haben. Es stösst in die weiche Flanke des Aufschreifeminismus, es setzt da an, wo Wizorek und andere meinten, sie müssten nicht reden, weil sie ohnehin recht haben. Der Diskurs findet ohne sie statt.

HINWEIS:

Nachdem es hier wieder etwas hakt, kann der Diskurs zu diesem Beitrag auch im giftnatternfreien Kommentarblog stattfinden.

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47 Lesermeinungen

  1. Genderitis
    Die Genderitis, gerade auch bei 10 vor 8 unter „Yoko Ono“ zu besichtigen:

    „Ich fing also an mir bekannte und befreundete Künstler*innen, Musiker*innen, Performer*innen und Schauspieler*innen einzuladen. …

    … Es scheint ganz so, als ob Misogyne, in seinen sexistischsten Spielarten, in der Form des Yoko-Ono-Hasses vollkommen legitim ist und offen geäußert werden kann.“

    Da stimmen mal wieder die Feindbilder in der bösen Männerwelt, ach, wenn’s denn so einfach wäre, mit den Verstrickungen bei den Geschlechtern!

  2. hans
    Seit wann gibt´s im Loro-Park Wildschweine?

  3. Kleine Hirne?
    Die Hirne sond wohl ganz normal. Ich erbitte von der FAZ mit finanzieller Beteiligung des Familienministeriums eine Untersuchung. Haben die #aufschrei-Damen etwas gemeinsam? Gibt es etwas in der Kindheit? Bindungsängste? Verlustängste? KiTa mit sechs Monaten?

  4. ein paar
    Bei fefe den trefflichen Satz gefunden, der’s auf den Punkt bringt:
    „Weil hier ein paar Menschen ihr Lebensbild dem Rest der Welt aufdrängen wollten“
    .
    Und immer wieder der Hinweis auf die Filme von Harald Eia, der „Gender“ (zumindest in Norwegen) ins Aus brachte.

    • Titel eingeben
      Harald Eia ist wirklich G-R-O-S-S-A-R-T-I-G.
      Selten so gelacht, wie bei der Konfrontation der zutiefst unwissenschaftlichen Gender-Forscher mit harten Studienergebnissen.

      Den Giftnattern muss das Gift im Zahn schäumen bei so einer erfrischend unvoreingenommenen Betrachtung.

    • Hadmut Danisch
      Wenn Sie noch mehr zum Staunen haben wollen (und zwar was in Deutschland bezüglich Gender abläuft), dann googeln Sie nach „Hadmut Danisch Klageschrift gegen Genderismus Feminismus Gender Studies“

      Ein klitzekleines Zitat: „Im Gegensatz zu anderen Studiengängen sind Prüfungsordnung und Studienplan nur mit undefinierten Phantasie- und Pseudobegriffen gefüllt, hinter denen kein greifbarer Inhalt steht. Es gibt zwar als „Lehrbücher“ bezeichnete Werke deutscher Gender-Professorinnen (auch aus Berlin), die inhaltlich aber nichts mit Lehrbüchern gemein haben. Sie weisen weder irgendeine wissenschaftliche Substanz auf, noch »lehren« sie von Aufbau und Struktur her.“

    • Gender-Esoterik
      Ich hab‘ erst die Hälfte von H. Danisch gelesen, harter Stoff, aber bisher ist alles nachvollziehbar, z.B. die offensichtliche Unwissenschaftlichkeit & „Es geht darum, Professuren mit lebenslanger Verbeamtung gratis zu bekommen.“ (was ja schon hundertfach gelungen ist).
      Es ist ähnlich dem quasireligiösen Homöopathie- oder Scientology-Business.

    • Naja, Danisch trollt halt die Trolle und die können damit nicht umgehen. Auch mit dem hier nicht, das ist einfach alles böse und gemein und dann muss man nicht weiter nachdenken und die Bubble hilft und ausserdem läuft da gerade die Debatte um die „critical Whiteness“, wo die deutschen Protagonistinnen zeigen wollen, wie antirassistisch sie sind, und deshalb übrr privilegierte Feministinnen herfallen.

  5. Nein. Aufschrei war ein voller Erfolg
    Entschuldigung, aber Aufschrei war ein voller Erfolg und die durch Frauen angestoßene Welle der Männerentrechtung wird immer stärker.

    So haben zum Beispiel mittlerweile 32 Staaten (inklusive Deutschland) den Vertrag unterzeichnet „Council of Europe Convention on preventing and combating violence against women and domestic violence“, in dem festgelegt wird, dass selbst blöde Anmachsprüche (ja sogar nonverbales! Verhalten) zu einer Straftat erklärt werden, allein wenn die Frau in Verlegenheit gebracht wird.

    Und das ist nur eine männerfeindliche Entwicklung Meldung in den letzten Wochen. Hinzu kommt zum Beispiel noch die Zweidrittel Mehrheitsentscheidung des EU-Parlaments für EU-weite Frauenquoten und die EU-Diskussion über Rehabilitationsprogramme für Antifeministen und Homophobe.

    Die Aufschrei Debatte an sich mag zwar irgendwie verebbt sein, aber was die Politik angeht läuft die Männerentrechtung auf Hochtouren.

    • Sie bringen mich in Verlegenheit
      Also, Sie meinen, bitte, NICHT, das Sie ein Problem damit haben, das Sie jetzt nicht nur nicht mehr körperlich gewalttätig gegen Frauen sein dürfen, sondern gegen Frauen auch verbal keine Gewalt mehr ausüben dürfen?

      Violence meint schon Gewalt und eben nicht besagte blöde Anmachsprüche.

      Pardon, der Herr, aber, solange es nicht zu Ihren Hobbys gehört, Vergewaltigunsdrohungen auszusprechen, glaube ich, das Sie schlicht nicht gemeint sind.

      Und da sag noch mal einer, Frauen würden immer so emotional und irrational reagieren.

      Aber das scheint generell ein Problem bei der Debatte zu sein, das schnell in einen Verteidigungsmodus geschaltet wird, wo eigentlich kein Angriff stattgefunden hat.
      Wobei das für so einige an der Debatte beteiligten zu gelten scheint, Chromosom-unabhängig.

    • Gleichberechtigung wird im politischen Kontext mittlerweile als Synonym für Frauenquoten benutzt
      @Gast „Violence meint schon Gewalt und eben nicht besagte blöde Anmachsprüche.“

      Das sehen Sie falsch. Unter „Domestic violence“ versteht man vor Gericht mittlerweile auch „Anschreien“. Selbstverständlich muss eine Frau das Anschreien nicht beweisen, um vor Gericht zu gewinnen. (Wie denn auch?) So weit ist die Männerentrechtung schon.

      Der von mir erwähnte internationale Vertrag zündet bereits die nächste Stufe: Selbst non-verbales Verhalten wird zum kriminellen Verhalten erhoben („non-verbal“ und „criminal“, so steht es da).

      Bitte versuchen Sie nicht mit Verharmlosungen das Problem kleinzureden. Dieses Kleinreden und Vernebeln ist Teil der Strategie gegen Männer. Immer noch glauben viel zu viele Männer, dass „Gleichberechtigung“ und „Chancengleichheit“ etwas Gutes sind, während gleichzeitig das EU-Parlament Frauenquoten beschließt, und zwar _ausdrücklich_ mit der Begründung „Frauenquoten = Gleichberechtigung“ und „Frauenquoten = Bekämpfung des Demokratiedefizits“ und „Frauenquoten = Chancengleichheit“.

      Jeder Mann, der heutzutage noch an einen Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung glaubt oder an eine männerfreundliche Auslegung von „domestic violence“, hat die letzten 5 Jahre verschlafen.

      Jeder Mann, der heutzutage noch für Gleichberechtigung kämpft, ist Teil der männerentrechtenden Maschinerie und hat es verdient, seinen Arbeitsplatz an Quotten zu verlieren.

    • Ich bin ja von hysterischen Männern einiges an Verschwörungsquatsch gewöhnt,
      aber Herr noch geht besser zum Psychiater. Zu einem guten. Der ihn von der Wahnvorstellung kuriert, ein deutsches Gericht würde einen Mann auf reine Behauptung seiner Frau wegen „Anschreien“ verurteilen.

      Wenn Sie sich als Mann derart bedroht fühlen, Sie Armer, konvertieren sie zum wahhabitischen Islam und ziehen Sie nach Arabien. Da werden Sie sogar von autofahrenden Frauen verschont.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Wie meinen?
      Ach ja, die alte feministische Taktik:

      Wenn Männer aktuelle feministische Gesetze anprangern, dann sind sie
      * hysterisch
      * brauchen einen Psychiater
      * glauben an Verschwörungstheorien
      * leiden an Wahnvorstellugen
      * und… jetzt kommt’s… FÜHLEN sich bedroht
      * oooh, die Armen
      (alles ihre Worte)

      Auf Frauen trifft das alles auf wundersame Weise nicht zu. Die fühlen sich nicht bedroht, nein, sie SIND es, da wir in einer Rape Culture leben.
      Deshalb sind die von mir erwähnten EU-Parlamentsentscheidungen und internationalen Verträge geradezu ein Akt der Notwehr, schon längst überfällig und bloß der erste mickrige Schritt.

      Also das Femsprech haben Sie gut drauf. Funktioniert aber bei mir nicht.

      Aber es stimmt, die Gerichtsentscheidung mit dem Anschreien stammt aus England, das uns ein paar Jährchen voraus ist. In Deutschland (und in vielen anderen Ländern) haben wir bislang nur GewSchGesetze, mit denen Frauen den Mann ohne Beweise aus der Wohnung auf die Straße werfen können. Auch dieses Recht der Frauen übrigens wurde besonders betont beim Erläuterungstext zu dem von mir erwähnten Gesetz.

    • Von Trotteln lass ich mich auch zum Feministen befördern, ansonsten kassieren Sie für Ihren
      Schwulst ein freundliches „paranoides Weichei“.

      Und jetzt muss ich mich wieder mit Männern unterhalten. Sie sind keiner, Sie tun nur so.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • faktisch hysterisch
      @ Norbert Noch:
      Zumindest eine Ihrer Befürchtungen konnte ich hier entkräften.
      Sie schreiben, allein wenn die Frau von einem Mann in Verlegenheit gebracht würde, wäre es ein Straftatbestand. Die erste Antwort, die Sie dazu erhalten haben, ist eine Frau (also, ich), die in der Überschrift aussagt, sie wäre von Ihnen in Verlegenheit gebracht worden.
      Und? Was ist passiert? Steht die Kripo bei Ihnen vor der Tür?
      Oder wurden Sie (davon zumindest sollte man bei einem Straftatbestand ausgehen!) von dem community manager hier (ich bin nicht sicher, wer es gerade ist, Entschuldigung) gesperrt?

      Nö. Nichts dergleichen.
      Also ist das, was Sie da schreiben, eine völlig irrationale Befürchtung bar jeder Grundlage.
      Oder, wie Herr Haupts schreibt, hysterisch.

    • Titel eingeben
      Ich habe eine Waffe im Keller und habe noch niemanden damit gekillt. Also sind Waffen nichts schlimmes und jeder sollte eine haben.

      Nein ich habe natürlich keine Waffe, wollte dir nur aufzeigen, wie besch… deine Relativierung ist.

    • Das war keine Relativierung, das war eine Beweisführung
      @ Don Alphonso
      Gut, ich hab’s versucht. Aber dafür ist mir meine Freizeit wirklich zu schade.

  6. Aufschrei
    Wurde benutzt, damit sich ein paar Damen wichtig machen können. Diese Damen haben fast so getan, als ob wir indische Zustände haben.
    Wir alle sind sexuelle Wesen und ich finde die Unterschiede gut. Ein Kompliment um die Attraktivität einer Dame zu betonen – was ist daran schlimm?
    Und um das Niveau wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen: Auch ich finde Titten gut.

  7. Ach was.
    Ich habe den Beitrag ehrlich gesagt nur kurz überflogen. Erstaunlich, was es so alles gibt. Interessehalber gefragt, warum verfolgen Sie diese seltsamen Geschichten? Gehört das zu Ihrem Fachgebiet?

  8. Gescheitert
    Die MännerInnen sind komplett gescheitert.
    Die 7 Millionen Vollzeitarbeitsverhälnisse, die in den letzten 10 Jahren auf 12 Millionen Jungarbeitnehmer aufgeteilt wurden und so in der Arbeit ohne Auskommen geendet sind waren ohne die sogenannten „Feministinnen“ nicht machbar.
    Die Selbstbefreiung ohne ausreichendes Einkommen bei gleichzeitigem Verlust Zeit für Haushalt und Kinder, mit der Perspikte auf Altersarmut und Pflegenotstand sind ein Sackgasse.
    Die Kindererziehung wurde per Kita, Kindergarten, Vorschule kapitalisiert und institutionalisiert.
    Bei den meisten Junghaushalten geht würde 1/4 des Familieneinkommens für die Kinderbetreung notwedig, als man noch Kinder bekommen würde.
    Das hat alles sehr gut geklappt.
    Die gesellschaftlichen Folgen kann man an der Harmonie und dem erhöhten Selbstwertgefühl überall sehen.
    Ich wünsche mir den ganzen Schritt, Männer als Hausmann und Frauen in Vollzeit schaffen das Geld ran.
    Wenn schon Emanzipation, dann ganz.

  9. Geschlechtskongruenz
    Im Zuge weniger genderpolitischer als -sprachlicher Korrektheit bitte diesen Satz korrigieren:
    „Zum Autor
    Don Alphonso ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.“
    Muß selbstverständlich statt „seinem“ „ihrem“ heißen.

  10. Zeit für einen Gegen-#Aufschrei
    Im Blog „Mein Senf“ hab ich folgenden, kurzen aber interessanten Eintrag gelesen:

    „#Aufschrei nutzen?
    Veröffentlicht am Januar 24, 2014

    Arne hat gerade einen Welt Artikel zum Jahr 1 nach #Aufschrei verlinkt. Darin findet sich folgender Satz:

    War die Debatte also überflüssig? Nein. Geblieben ist ein Hashtag als Referenzpunkt, der Grundlage für alle künftigen Diskussionen zum Thema Sexismus sein wird.

    Wollen wir? “

    http://tom174.wordpress.com/2014/01/24/aufschrei-nutzen/

    Will jemand? :=)

    • Titel eingeben
      Den brauchen Sie nichts zu schreiben. Die lesen nur ihren eigenen Scheiss.
      Wenn ein Medium ein Gegenargument überhaupt thematisiert (das können ja nur Frauen, Männer können ja nicht gegen Frauen argumentieren), dann geht ein Schublade auf, die Authorin wird einsortiert und die Kritik inhaltlich ignoriert.
      Wenn gar nichts mehr geht, dann reisst man das Oberteil hoch und zeigt die Hühnerbrust.
      Ja ist klar ………. Frauen dieser Kathegorie sind zum quietschen dumm.

  11. Peergroupschwülstigkeit
    So nachdem ich jetzt die ganzen Links durchgegangen bin, bin gottseidank ein Schnellleser, wenn es sein muss, stelle ich zunächst fest (abgesehen davon, dass ich diesbezüglich bisher etwas unterbelichtet gewesen sein muss), dass mir diese ganze Selbstbezogenheit furchtbar auf die Nerven geht. „Ich möchte, dass es mir gut geht. Ich möchte mich nur mit Leuten umgeben, die mir gut tun.“ Usw. usf. „Du lieber Himmel“, möchte ich nach Art Thorsten Haupts‘ fast aufmerken: ein gutes Glas Wein tut es manchmal auch. Ich dachte immer, ich kenne mich in der Frauenwelt etwas aus. Eros-Sex-Liebe ist für mich nicht nur hochpolitisch, sondern sehr persönlich besetzt. Die Gemeinde hier kennt das: http://blog.herold-binsack.eu/2010/01/eros-liebe-sexus-und-die-schuld-der-gotter/. Doch ein diesbezüglicher Exhibitionismus bleibt mir so fremd, wie eines Brüderles Vorliebe – http://blog.herold-binsack.eu/2013/11/das-jakobinertum-der-gerontokraten/ – für gewisse Dekolletés. Doch dass ich da noch eine Menge Illusionen abzulegen habe, das habe ich schon bemerkt, sonst hätte ich vermutlich nicht die Borderliner-Erfahrung, von der ich in letzter Zeit berichte. Oh, jetzt werde ich selbstbezüglich, sorry. Doch irgendwas muss mir darüber hinaus noch entgangen sein. Ist das alles, was vom Feminismus übrig geblieben ist: diese Peergroupschwülstigkeit? Die lieben sich alle, wenn sie sich nicht gegenseitig in die Pfanne hauen. Dieses Denunziantentum, was dann als Ernüchterung – nach der großen Liebe – verkauft wird, ist für mich, also nach meiner (Hetero-)Erfahrung, nicht von ungefähr in den Borderliner eingeschrieben. Begreifen das irgendwann diese Mädchen? Oder muss ich annehmen, dass deren Feminismus nur den (weiblichen) Borderliner kompensiert?

  12. Titel eingeben
    Die weiche Flanke des Feminismus ist, dass 95 % Prozent der Frauen mit dessen Forderungen nichts anfangen können. Die restlichen 5 % streiten noch um die richtige Auslegung der Genderreligion. Die EU Kommission hat 12000 Frauen mit Kind befragt, nur 11% Prozent wollen überhaupt eine Vollzeitstelle haben. Das klassische Familienmodell mit klassischer Rollenaufteilung ist und bleibt das normative Ideal für die Menschen in Europa.
    Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Diskussionen ohne diese Gender-Gestalten stattfinden.

    • Titel eingeben
      Möglicher Weise ist eine Hausfrau nicht Ausdruck von geistigem Rückstand, sondern Ausdruck von Sozialkompetenz.
      Die Möglichkeit den ganzen Tag für günstiges, aber vollwertiges Essen zu sorgen, die Gesundheit der Familie zu fördern, sich um die Kinder und den Haushalt zu kümmern und dann auch noch Hobbies und Zeit für sich selbst zu haben, sehen diese Frauen aus gutem Grund nicht.
      Aber im Anbetracht der Realitäten auf dem Arbeitsmarkt hat sich diese Generation alle Möglichkeiten selbst versaut. Die haben sich sauber verladen lassen.
      Nun -müssen- die mit 2 Einkommen zurecht kommen, für die ihre Eltern nur einen Job brauchten, zum Ausgleich hat sie ihre Mutter versorgt und die Jetztgeneration drückt erst einmal mächtig Kohle ins System, damit die Kleinen von anderen verzogen werden.

    • "Die EU Kommission hat 12000 Frauen mit Kind befragt, nur 11% Prozent wollen .. eine Vollzeitstelle
      Kann man dazu bitte eine Quellenangabe haben?
      Am besten mit Seitenzahl, wenn das wie üblich ein hunderte Seiten langes Dokument ist.

    • Titel eingeben
      What Matters to Mothers in Europe – Survey of Mothers in Europe 2011
      Der Barplot samt Beschreibung ist auf Seite 14.

  13. Maenner, die auf Ziegen starren.
    Warum ist es so, dass sich in Schland zyklische und ansatzlos steile Hysteriewellen abzeichnen, waehrend woanders unverbindliche Erregung ein dauerndes und nettes Spiel ist?

    Warum koennen Menschen gutmuetig ueber Transen oder Machos lachen, waehrend Gouvernanten todernste und nuechternste Artikel einer Foristengemeinde zum Nachkauen vorkauen?

    Was ueberhaupt empfand Lisa beim Schreiben?
    Ist sie real gar ein entartetes Software-Programm? Heutzutage ist alles moeglich!

    Alternativ kann man sich fragen, ob sie eigentlich die vorgebliche Lisa Caspari ist.
    Ich meine, es gibt ja auch Maenner, die sich online als Frau ausgeben.

    Noch eine Frage: WER hat Lisa eigentlich beauftragt, so eine trockene Suelze zu schreiben?
    War es Frau Dr.Koch-Mehrin in ihrem verqueren Sendungsbewusstsein? Einerseits traegt jene Gestalt gerne Anzuege, andereseits sind ihr Verhuellungen suspekt. Aha!

    Es gibt sie, die Gottesanbeterinnen, die den Begatter fressen, Warane, die qua schmerzhaften Biss in Weichteile das Weibchen zum Begattungsvorgange ueberreden; den alten Sack, der die Begriffe Staerke und Sexappeal erfolgreich durch Papiergeld vermittelt und die Schland-Femme, die immer zickig um sich meckert, dass schon Hunde anfangen zu jaulen, wenn sie solche Gesangseinlagen hoeren: „Ich will nicht. So nicht!“ Ja, aber wie bitte dann?

    Warum gibt es in diesem Artikel keine Fotos von Ziegen?

  14. Mädchenmannschaft
    Selten so viel Schwachsinn gelesen wie auf maedchenmannschaft.de, was für eine Zeitverschwendung kostbaren Lebens.
    Allerdings: Auch gelacht, denn maedchenmann(!)schaft….hahahahaha!
    Einige Menschen sind einfach absolut leer im Kopf, kann man nichts machen!

    • Ganz so hohl im Kopf sind die gar nicht, nur tutto completti ebenso unfähig wie unwillig,
      ihren gesammelten und mit Fachjargon durchsetzten Schwulst auf die relativ simplen Grundsätze runterzubrechen und sich für ihr Anliegen Verbündete zu suchen.

      Letztlich sind ihre Anliegen im Kern so einfach gestrickt, dass sie jeder Metzger problemlos verstehen (und ablehnen) würde, aber genau das wollen sie auf keinen Fall.

      Ihr aufgesetzter, überflüssiger und mit Klauen verteidigter „Fach“jargon hat ja eine mehrfache Hygienefunktion: Er sorgt dafür, dass sie unter sich sind, er vernebelt erfolgreich, wie simpel ihre Kernanliegen sind und er gibt das gute Gefühl, als Initiierter einer höheren Erkenntnis teilhaftig geworden zu sein, die primitiveren Lebewesen wie Maskulinisten verborgen blieb.

      Ist so ähnlich wie der gesammelte Schwulst von Marxisten oder Hegelianern, nur dass man ernsthaft bezweifeln muss, dass die Mädels auch nur ansatzweise jemals eine ähnliche Wirkungsmacht haben werden. DAS Problem ist auch durch Jargonverzicht prinzipiell unlösbar, weil ihre Kernanliegen entweder offenkundig albern oder in menschlichen Gesellschaften unerfüllbar sind.

      Eher ein Fall für Mitleid als einer für Häme …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      @ Hr. Haupts:
      Den größten Teil ihrer Anliegen haben die MännerInnen bereits umgesetzt:
      – Wo MännerInnen sind, ist immer Vorne
      – MännerInnen haben grundsätzlich Recht
      – Wo das Recht zur Meinung der MännerInnen nicht konform ist, wird es geändert
      – Die Gesellschaft ist für die MännerInnen da
      – Die Gesellschaft stellt ihre Mittel selbstverständlich für die MännerInnen zur Verfügung
      – Frauenparklätze über die ersten beiden Geschosse der Parkhäuser sind nur der Anfang, sobald diese „Frauen“ heraus haben, wie onanieren zur Schwangerschaft führt, fliegen die Männer aus Deutschland raus.
      Dann kann man sich zum Zeitvertreib (vielleicht) noch eine kleine Enklave in Bandenburg halten, der Rest kann/sollte/muss auswandern.
      Deutschland gehört den MännerInnen und wenn Männer ehrlich währen, wüssten die auch warum …. und das das (natürlich) besser ist.
      MännerInnen sind selbstverständlich Nichtraucher und Veganer ….. ganz klar.
      -Ironie aus-

      Dummer Weise kommen diese Frauen tatsächlich mit dieser Nummer durch.

    • Geht´s Ihnen wenigstens sonst gut, Sie armes Hascherl?
      Ich bin am Ende des Tages ein Faktenmensch. Alle mir vorliegenden Indikatoren weisen noch immer eindeutig aus, dass überall dort in westlichen Gesellschaften, wo es um Einfluss, Geld und Macht geht, mit überwältigender Mehrheit Männer sitzen.

      Also ist Ihre Beschwerde schlichter Bullshit. Und wenn Sie ein Problem damit haben, einer irrelevant rumjammernden Frau oder einem Zirkel von gendermainstreamenden Postenbeschafferinnen energisch in die Parade zu fahren, nur weil Sie dann vielleicht als „Maskulinist“ beschimpft werden könnten, dann ist das echt Ihr persönliches Problem. Für öffentlichkeitswirksame Männer gilt dasselbe, wie für öfentlichkeitswirksame Frauen – wer die Hitze nicht verträgt, soll nicht in die Küche gehen.

      Deutschland gehört den Frauen? Pruuuuust. Weshalb, wegen den mehr als 100 Gender-Lehrstühlen? Ganz ehrlich – wenn ich einen Haufen von öffentlich rummaulenden Esoterikerinnen damit kaufen und ruhigstellen kann, dass ich ihnen ein paar bequeme, trockene Pöstchen zuschiebe, dann mache ich das jederzeit. Deren Thema ist derart kontraintuitiv UND kontrafaktisch, dass ich mir über deren Einfluss auf die Bevölkerung keine Sorgen zu machen brauche.

      Ihr ganzer nölender Beitrag bringt für die steile These der Frauenbevorzugung exakt ein Faktum – Frauenparkplätze. Ich würde mich ja regelrecht schämen, daraus und aus einem Haufen von mimimi steile gesellschaftliche Thesen abzuleiten, aber ich bin auch nur ein einfach gestrickter … Mann.

      Und jetzt lassen Sie sich schön weiterverfolgen, am besten, Sie bitten um Aufnahme in den 10 vor 8 er Verfolgungsclub, da treffen sich dann die richtigen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Haben Sie eigendlich große Probleme mit der Ärmellänge, wenn Sie Oberbekleidung kaufen?
      Die Ärmel müssen bei Ihnen doch wirklich extrem kurz im Verhältniss zu den Armen sein, oder?

    • @ Thorsten Haupts: "Schwulst von Marxisten oder Hegelianern" -
      ich hoffe doch sehr, dass Sie unsere kleine Auseinandersetzung von neulich (die ueber Hegel und Marx) jetzt nicht ewig mit sich herumtragen ;)

      Fuer Ihre Bemerkung oben ueber die Verschonung vor autofahrenden Frauen, etc., bekommen Sie von mir zur Abwechslung hier uebrigens mal ein aufrichtiges und ganz undialektisches „thumbs up“!

    • Eine Runde breites Grinsen. Mit Marxisten streite ich mich jetzt seit 30 Jahren,
      an den Hochschulen damals noch aus der absoluten Minderheitenposition. Hat nichts mit Ihnen zu tun, aber ich betrachte einen spezifischen Jargon als Schutzschild, Kritikimmunisierung und Unterscheidungsmerkmal. Wer denken kann und etwas zu sagen hat, kann das immer so übersetzen, dass es eine Mehrheit von Muttersprachlern versteht.

      Was erwarten Sie sonst von einem alten Popperianer?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  15. Was für ein Macho-Gedöns hier ...
    … aber ist ja FAZ.

    Man kriegt, was draufsteht: Machogeschwurbel.
    Ist doch was.

    • Titel eingeben
      jupp, hier kann man sich ausheulen und flamen …..

    • Waschlappen?!?
      Bist Du auch ein Waschlappen? Weichgespült und Ja-Sager? Schon gegendert?

    • Naja, immerhin lasse ich sie zu Wort kommen.

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      ach guck. andere würden das auswurf nennen.
      (die armen missverstandenen, niemand hört ihnen sonst zu, sie fristen ihr leben im sozialen abseits und sind zu keiner emotionalen regung fähig…. das traurige ist: das könnte sogar stimmen.)

  16. Maskulisten sind ...
    Maskulisten sind 24 Stunden am Tag Maskulisten. Maskulismus ist eine Haltung und die lässt sich nicht abschalten, sobald man einmal die feministischen Ideologie durchschaut hat. Reale Diskriminierungen durch Quoten und andere gesetzliche Bevorzugungen von Frauen noch weniger. Männer sind an vielen Stellen des Lebens Diskreditierungen und Sexismus ausgeliefert, haben schlechte Erfahrungen mit Ungleichbehandlungen gemacht und gelernt, immer wachsam zu sein. Diejenigen, die sich zusätzlich zum täglichen Kampf im Alltag auch politisch gegen die feministisch / femizentrische Gesellschaft bzw. den institutionalisierten Feminismus stellen, müssen sich allerorten erklären und ernten dafür vielfach Spott und Beleidigungen.

    • Titel eingeben
      Es war selten erfolgreich den einen -mus mir einem anderen -mus zu beenden oder auch nur zum besseren zu wenden.
      Ich bevorzuge Verstand, Verständniss und Toleranz.
      Gewährt jeder den jeweils anderen genug davon, kann man sich den ganzen -mus sparen.
      Kommt noch Solidatitä für die wenigen Fälle, bei denen Toleranz schlich mit Dreistigkeit gekontert wird hinzu, dann kann man diese ganzen -mismen gänzlich der Philosophie überlassen.

  17. hans
    Die Mutter aller Giftnattern hatte ein Konto in der Schweiz. Und giftet jetzt gegen die bösen Medchen.

  18. Titel eingeben
    Verflucht kluge und aufwändige Analyse. Richtig gut.

    P.S.
    Von mir volle Awareness dafür! ;-)

  19. Empörungswettbewerb
    Gott, ist das alles krampfig. Wobei das ehrlichste daran wohl noch die Reflexion der eigenen privilegierten urdeutschen Mittelstandsposition ist, aus der offensichtlich da meistens gesprochen wird und an der dann wohl dieser Blog zerbrach. Alles in allem kommt mir dieser merkwürdige Aktivismus wie ein Surrogat linker Politik vor oder wie dieser Klickaktivismus von Campact und Co. Obwohl die eigentlichen brennenden Mißstände auf der Hand liegen und keineswegs neu sind, nur immer deutlicher und dystopischer werden (primär ein Wirtschaftssystem aus dem 19. Jahrhundert, das Frauen und Männern und Kindern gegenüber ungerecht ist und sich selber fortschreibt und dabei immer mehr weiteres menschliches Territorium auffrißt, bzw. dessen ganze häßliche Symptome in der welt und den Menschen, und die mit ihm verbundene stupide und inhumane Ideologie), traut sich da kaum einer richtig ran, weil das ist ja gesellschaftlich tabu. Man macht sich so gesellschaftlich unmöglich, gilt schnell als Extremist und Spinner, die Alternativen sind ja auch alle gescheitert oder offensichtlich hirnrissig und nicht praktikabel, und es ginge auch bei einem selbst ans Eingemachte – man geht ja schon gern shoppen. Richtig links sein geht also schonmal nicht, man will ja schon auch irgendwie Karriere machen, irgendwoher muss das Geld kommen, etc, etc.
    .
    Nun ist man aber mittelstandsmäßig in sozial bewegten Zeiten aufgewachsen, und will natürlich moralische Empörung verspüren wie Vorbilder aus Film und TV, will etwas gutes tun, für jemanden da sein – ohne dabei aber an das zitierte Tabu, also das Wirtschaftssystem, zu rühren. Da gibt es nun ein breites Feld, man kann sich für Tiere oder Pflanzen einsetzen, für Tibet oder gegen Beschneidung oder für Netzfragen, oder was einem da sonst noch so über den Weg läuft und dann persönlich packt an Partialunrecht. Die taz und die Grünen führen das ja eigentlich exemplarisch vor. Wer sein Engagement allerdings auch noch cooler und hip gestalten will und auch daraus erwachsenden Karrierechancen nicht abgeneigt ist, nimmt sich eben der Menschen an, die es in Europa am schwersten haben, die täglich Mißachtung und Erniedrigung erfahren und sich in Lumpen gekleidet im Keller verstecken, also der Frauen und der LGBT-Community. Praktisch natürlich, wenn hier selbst auch gleich „Opfer“ ist, so gestaltet sich das Engagement dann nicht nur uneigennützig.
    .
    Das einzige, das mich an all dem verwundert, ist die Frage, warum man kein trendy englisches Wort für den deutsch doch etwas dröge und betulich daherkommenden „Aufschrei“ gefunden hat. „Outcry“ hätte da doch auf der Hand gelegen. Das traurige ist natürlich, das jegliches etwas reflektiertere, ernster gemeinte und durchdachtere, ähnlich gerichtete Engagement hierdurch im Schlepptau gleich mit ins Lächerliche gezogen wird, das ist sicher etwas ungerecht. Aber solange das Wirtschaftssystem aus dem 19. Jahrhundert nicht thematisiert wird, braucht man mir persönlich nicht mit Moral zu kommen, da empör ich mich dann nur doppelt so aufgeplustert zurück und gewinne so zuverlässig jeden zornbebenden moralischen Empörungswettbewerb, jedenfalls mit dieser Klientel.

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