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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Für Gerechtigkeit, Lautstärke und Lynchjustiz

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Kurzes Denken, schnelle Urteile und kein Pardon: Das war die Welt des Shitstorms in den asozialen Medien. Aber die Anzeichen mehren sich, dass sich diese Epoche der Dauerempörung dem Ende zuneigt.

 

Es gibt da ein Institut bzw. einen Verein zum Thema Justiz – Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. – dessen Leiter in der Vergangenheit schon mehrfach mit sehr umstrittenen Erklärungen aufgefallen ist. So war er in einen Fall verwickelt, in dem aus dem Unfalltod eines Kindes in der öffentlichen Darstellung der „Fall Sebnitz„, eine angebliche Ermordung durch Rechtsextreme wurde – eine Fehleinschätzung, die sich danach zum Medienskandal entwickelte. Dieser Leiter nun beabsichtigt eine Studie über die Strafverfolgung von Vergewaltigung zu machen, und veröffentlicht dazu eine, sagen wir mal, reisserisch aufgemachte Pressemitteilung, in der folgender Satz steht:

Vor 20 Jahren erlebten 21,6 Prozent der eine Anzeige erstattenden Frauen die Verurteilung des Täters. 2012 waren es nur noch 8,4 Prozent.

Der Satz – wie die Tendenz der gesamten Pressemitteilung – lässt den Verdacht keimen, dass hier eine Gerechtigkeitslücke sei, und die Angezeigten möglicherweise oft, sehr oft trotz einer Tat straflos davon kommen. Es liegt demzufolge also nicht etwa an der möglichen Unschuld der Angezeigten – das wird nicht erwähnt – sondern an der Arbeitsweise der Verfolgungsbehörden, der Art der Anzeigenaufnahme, der Überlastung der Gerichte, und deshalb möchte dieses Institut jetzt dazu eine grössere Untersuchung machen. Es ist erstaunlich, wie viel da in der Pressemitteilung an Ergebnissen und Scheinfakten präsentiert wird, die eigentlich in einer unabhängigen und unvoreingenommenen Untersuchung zu hinterfragen wären. Aber der Leiter ist halt so ein spezieller Fall, gerade wenn es darum geht, in die Medien zu kommen.

Man kann das natürlich auch noch eine spezielle Runde weiter drehen und die ohnehin schon vorhandene Tendenz überspitzen, und fertig ist die Empörungswelle im Netz. Folgender Tweet kommt von einer Blogautorin des „Stern“ (und ehemaligen Gastautorin dieses Blogs), die aus dem Vagen, mit dem die Pressemitteilung spielt, die Gewissheit macht:

In manchen Bundesländern führen nur 4% der Anzeigen zu einem Urteil. 4%. Anders: 96% der angezeigten Vergewaltiger werden nicht verurteilt.

Das wird massenhaft verbreitet, ist aber falsch: Wenn nur 4% verurteilt werden, dann gibt es in den anderen Fällen kein Urteil nach §177 StGB. Möglicherweise, weil die Täter nicht ermittelt werden konnten, weil die Angezeigten unschuldig waren, weil andere Paragraphen zur Anwendung kamen – die Ursachen könnte eine Untersuchung schon darlegen, und möglichweise gibt es tatsächlich grosse Defizite. Aber 100% der Angezeigten kann man nicht als 100% Vergewaltiger bezeichnen, solange wir nicht Justiz im Sinne stalinistischer Schauprozesse haben. Vom Prinzip der Unschuldsvermutung haben sich aber einige Twitteraktivisten längst verabschiedet: Da geht es nicht um Wahrheit oder juristische Begriffe. Dass spektakuläre Fälle wie der von Strauss-Kahn und Jörg Kachelmann nicht mit der Verurteilung der Beschuldigten endeten, wurde von vielen Aktivistinnen nicht akzeptiert, und ein Auftritt von Julian Assange, gegen den in Schweden bislang nur ermittelt wird, sorgte beim Kongress des Chaos Computer Club für den erwartbaren Aufschrei der üblichen Verdächtigen. Die schnelle Vorverurteilung aufgrund von Indizien, die auch im Fall Edathy zu besichtigen war, ist längst Standard bei der Empörung im Netz.

Andere aktuelle Beispiele gibt es mehr als genug; in den letzten Tagen ging es um die Anzeige einer jungen Mutter aus Ghana, die behauptet, sie sei mit ihrem schwer kranken Kind in einer Kinderklinik in Hannover mangels Krankenschein abgewiesen worden. Dass die Klinik die Darstellung entschieden zurückweist, spielt auf Twitter keine Rolle. Wenn es der Erregung dient, werden Details und unpassende Fakten gern ignoriert. Vor ein paar Wochen etwa machte ein Fall einer im Internet gemobbten Autorin die Runde, die nach den Übergriffen angeblich aus dem öffentlichen Leben verschwunden war. Dass die Autorin lediglich ein Blog eingestellt und ansonsten einen immens vollen Terminkalender mit öffentlichen Auftritten hat, die man sich auch bei Youtube anschauen kann, wurde in der Darstellung geflissentlich ignoriert – es passte nicht zur Story, an deren Ende – natürlich – die Forderung nach mehr juristischen Möglichkeiten zur Gegenwehr stand.

Social Justice Warrior“ nennt man diese Gruppe von Aktivisten, die dank der verkürzten Darstellung von Twitter diesen harschen, argumentfreien Ton in die Debatten bringen, und damit leben manche gar nicht schlecht: Sei es, weil sie öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, so wie manche Protagonistin des Aufschrei. Sei es, weil sie aus der Gefährdung ein Geschäftsmodell machen, und Firmen präventive Strategien und Schulungen anbieten. Manche Agenturen werben damit, dass sie die wichtigsten Leute kennen und mit ihnen reden, was ein wenig an Geschäftsleute im sizilianischen Hinterland erinnert (man sehe mir nach, wenn ich solche ehrenwerten Gesellschaften nicht verlinke). Es gibt genug Fälle, die Firmen vor Augen führen, was da mit ein paar unbedachten Bemerkungen ausgelöst werden kann: Eine Petition gegen den Moderator Markus Lanz etwa bekam nach viel Erregung wegen seines Umgangs mit Sarah Wagenknecht über 200.000 Unterschriften. So etwas möchte keine Firma gern erleben, und da ist es praktisch, die zu beauftragen, die angeblich die wichtigen Leute kennen.

Aber mit etwas Glück ist die Epoche des Shitstorms ohnehin vorbei, wenn man nur die nackten Tatsachen betrachtet: So bringt eine empörte Verlinkung einer netzbekannten Ex-Piratenpolitikerin mit rund 10.000 Followern – ein scheinbar riesige Zahl, und allesamt selbst angeblich „Influencer“ – Klicks im äusserst niedrigen dreistelligen Bereich. Die Zeiten, da Twitter, das Lieblingsmedium der Empörten, noch für rauchende Server sorgte, sind schon etwas länger vorbei. Der Nachrichtendienst hat viel von seiner früheren Attraktivität verloren. Dazu kommt, dass viele Folgeverlinkungen innerhalb einer sozialen Gruppe der Empörungsfreudigen zwar für mehr Verlinkungen, aber nicht für mehr Leser sorgen.

Und noch etwas ändert sich: Solche Erregungen sind nur dann wirksam, wenn sie an die Medien gelangen, sei es, weil Journalisten sie aufgreifen, oder es eine unheilige Allianz oder Personengleichheit zwischen Aktivisten und Journalisten gibt. Doch inzwischen wird zumindest in den USA genauer hingeschaut, wer da eigentlich welche Ziele verfolgt: Ein wütender Proteststurm gegen den Komiker Stephen Colbert verpuffte schnell, als die Vorgeschichte der einschlägig bekannten Verursacherin die Runde machten. Die Kampagne gegen den Chef der Mozilla Foundation, der für eine homosexuellenkritische Volksabstimmung gespendet hatte, führte zwar zu seinem Abgang – aber die Verursacher, das Datingportal OK Cupid, sieht sich seitdem selbst Vorwürfen ausgesetzt. Auch deren Gründer hatte für einen rechtskonservativen, schwulenfeindlichen Politiker gespendet.

Scheinheilige, Krawallschachteln, Berufsquerulanten: Der Verdacht, dass die Absichten solcher Aktionen mitunter alles andere als lauter sind, Partikularinteressen verfolgt werden, oder unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit durchaus schnöde, egoistische Motive verdekt werden, liegt nah. Und nachdem auch grössere Empörungswellen kaum mehr als ein paar tausend Klicks einbringen, werden sich die Medien entscheiden müssen, was ihnen wichtiger ist: Die kreischende Laufkundschaft oder das Stammpublikum, das mehr als unkritisches Nachplappern der Wut aus dem Netz fordert. Mit etwas Glück ist die Wut nicht schlechter als das kritiklose Abschreiben von Pressemitteilungen, mit etwas Pech aber landet man dort, wo man mit dem Fall Sebnitz schon einmal war. Nur dass diesmal kein Gutachten der Auslöser ist, sondern die Lautstärke und die überdrehte Darstellung im Netz.

Natürlich sind, wenn 4% Social Justice Warrior durchgeknallte Psychopathen sind, die 100% der Engagierten nicht ebenfalls verrückt. Aber die Existenz dieser 4% sollte man immer bedenken.

HINWEIS:

Zu 100% gibt es auch fehlerfreie Technik zu diesem Beitrag im Kommentarblog.

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25 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Das Schrille als Thrill.
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    Mitunter beschleicht mich das Gefühl, dass der twitternde Hashtag-Aktivismus ganz besonders oft von solchen Personen betrieben wird, die sonst nicht viel zu sagen haben.

  2. Die Etablierung der Empörung
    Mir schwant Gegenteiliges. Sind nicht pseudo-seriöse Quellen wie die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ oder Kampagnen-Plattformen, die davon leben, Ursprung immer neuer, vieler kleiner Empörungswellen, die sich dann auf den Facebook-Seiten von Institutionen und Personen austoben?

    Natürlich sind 500 oder 1000 Kommentare nicht viel. Dann sind höchsten 500 oder 1000 Menschen von 80 Millionen. Aber wer davon betroffen ist, dem macht das keinen Spaß. Der überlegt sich das nächste Mal 3 Mal, ober wieder etwas sagt, was anecken könnte.

    Auch diese kleineren Empörungswellen schleifen die veröffentlichten Meinungen glatt.

    • Glattschleifen?
      Ich glaube nicht unbedingt, dass es diesen Effekt mit dem Glattschleifen wirklich gibt, und zwar aus den Gründen, die Don angeführt hat: Twitter wird immer unwichtiger, und ganz besonders dort die Hashtag-Erregungswellen. Nachdem das ein paar mal relativ gut funktioniert hat, wirkt das inzwischen nicht mehr „frisch“, sondern vor allem „gewollt“.
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      Wobei ich Ihnen insoweit recht gebe, dass alles Rufmörderische hässlich und eine Plage ist. Auch kann überzeichnete Kritik weh tun, wenn sie einen (mitunter eher kleinen) Kern an Berechtigung beinhaltet. Aber, genau das ist der Punkt: Wenn Empörungswellen in den „sozialen“ Medien vorwiegend reflexhaft und geistig flach erfolgen (Beispiel: einige radikalfeministische Twitterinnen), oder allgemeiner formuliert, mit besonders geringer inhaltlicher Geltung, dann kehrt sich dieser Effekt ziemlich schnell um.
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      So gibt es inzwischen eine Reihe von Leuten, die es als Auszeichnung oder Gaudi empfinden, wenn Bloggerinnen/Twitterinnen aus dem Umfeld der Mädchenmannschaft sich über sie aufregen.
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      Ich selbst betreibe seit einigen Monaten einen Twitteraccount, dessen besonderer Spaß darin besteht, besonders umtriebige linksradikale Piraten-Twitterer (insbesondere die Mobber unter diesen) regelmäßig zu ärgern. Die haben mich jetzt schon viele Male empört retweetet, ja sogar kleine „Kampagnen“ gegen mich initiiert, und, was soll ich sagen:
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      Es ist mir eine Freude.
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      Mithin, hier werde nicht ich mit „Empörungswellen“ glatt geschliffen, sondern sogar ganz im Gegenteil, die Empörer schleifen sich ab. Was ich damit sagen will: Mit den passenden geistigen Waffen mutieren derartige Leute (z.B. Höfinghoff) ratzfatz zur Lachnummer.
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      Das ist eine gute Nachricht, denke ich.

  3. Langweiliger Hass
    Schon einmal aufgefallen, dass diese angeblich Empörten nur von sich selbst reden?

    Beispiel J. Schramm: bekannt geworden durch ein lächerlich-inhaltsleeres Interview bei Spon über ihr damaliges Thema „Post-Privacy“ konnte sie bis zu ihrer „Buch“-Veröffentlichung nicht an anderen Menschen vorbeigehen bzw. -klicken ohne zu erzählen wie achso privilegiert sie ist: Papa arbeitete im Telekom-Managment, Mama Hausfrau, sie ist Akademikerin und mit ihrem Politikergatten dabei DIE WELT ZU VERÄNDERN. Jaja. Sie versuchte sich als intellektuelle Paris Hilton zu verkaufen, leider wurde ihr Bertelsmann-Deal dank dem FAZ-Feuilleton entlarvt und Leute in diesem Netz haben ihr katastrophales „Buch“ gelesen. Das war es dann.

    Langeweile

    Diese Leute sind eine homogene Gruppe: nahezu 100 Prozent deutsch, akademisch ausgebildet, heterosexuell/verheiratet etc. Sie kritisieren nicht die Gesellschaft, ihre Mehrheit, denn sie gehören dazu, haben bisher von ihr profitiert. Sie sind nicht empört, wenn sie erfahren was Frauen, Flüchtlingen und anderen „Schwächeren“ bzw. Minderheiten passiert, sie kennen sie gar nicht. Sie reden links, leben aber mitte-rechts, vor allem aber mittelmäßig.

    Diese gelangweilten Töchter, Söhne und Titelträger/innen lassen ihren Selbsthass auf ihr bürgerliches, deutsches Dahinleben nur an anderen aus. Keiner von ihnen muss auch nur einen Satz mit „Ich“ beginnen um zu erfahren, dass sie von sich selbst sprechen, sich selbst zu Tode langweilen und nicht enden wollen wie ihre bürgerlichen Eltern, denen sie weder für ihr glückliches Leben danken, noch in ihre fütternden Hände beißen wollen. Ach, wie schrecklich unkreativ und lebensverneinend diese Bildungsbürger sind und wie wenig es bedeutet zu ihnen zu gehören.

    • Titel eingeben
      Das Problem mit der Ex-Polizistin (!) Frau Schramm ist meiner Überzeugung nach nicht ihre wohlbehütete Herkunft, nicht ihre Ausbildung nicht ihre Hautfarbe, nicht ihr Mann, sondern, dass die von ihr vertretenen politischen Positionen in der Regel vollständig hohl sind. Das geht – leider – in ihrem Fall mit einem Sendungsbewusstsein und einer Suche nach öffentlicher Aufmerksamkeit einher, dass der Fall „Frau Schramm“ tatsächlich ein immens absurder ist. Noch absurder allerdings, pardon, ist es, wenn diese Frau Schramm zum Bildungsbürgertum gerechnet.
      .
      Das dumme Gör weiß doch nicht, was es daher redet. Bildung? Fehlanzeige. Diese selbstgenügsame Narzisstin simuliert nur, und das schlecht. Sowohl Bildung, als auch politische Haltung.

  4. Stolz? Nee. Normal.
    Ich habe von Anfang an diesen modischen Kinderkram ‚Twitter‘ nicht mitgemacht. Ich mach‘ ja auch nicht ’nordic walking‘ und ich lauf auch nicht mit ’ner Wasserflache und ’nem Rucksack durch Berlin.

  5. Die Lynchjustiz war gestern
    Die eigentlich sich dahinter befindende Philosophie ist leider nicht tot zu kriegen, denn die ist Teil des NSA-Spektakels. Zum Beispiel. Und sie wurde von Zuckerberg wie folgt auf den Punkt gebracht (und worauf ich mich indirekt hierin http://blog.herold-binsack.eu/2014/04/schoener-einblick-in-die-bewegend-traurige-epik-des-kapitals/ bezogen habe): „Ich verstehe Ihre Frage nicht. Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“
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    Es ist die Philosophie des totalen Staates, und als solche ein scheinbares Paradox ob der Behauptung der Abwicklung des Staates im globalen Kapitalismus. Doch genau das ist ja der Witz. Statt des sauberen Staats, des korruptions(be)frei(t)en Politikers, ja statt der Kritik der politischen Ökonomie, wie der Kritik des Bürgers überhaupt, ja statt des bürgerlichen Individuums (immer schon ein schräger Begriff) bekommen wir den sauberen Bürger. Den gesäuberten. Und es soll da keiner behaupten, es wäre der Regierung nicht möglich, sich den neuen Bürger zu schaffen, Bert Brecht in allen Ehren. Und das spart tatsächlich den Knast. Und statt elektronische Fußfesseln, moralische, moralin-saure. Den Knast sowohl verinnerlicht als auch überwunden habend. Denn was droht uns? Nicht der Knast! Der wäre harmlos. Ja der wäre geradezu eine Erlösung. Es droht uns die totale Isolation. Einen völlig anderen Knast. Niemand mehr nimmt jemanden wahr, der auf Abwegen ist, der Abwegiges verlautbaren lässt, ja denkt. Solche Subjekte, solche Individuen sind einfach nicht anwesend, sowenig wie die Realität, die in unseren Medien heute nicht abgebildet wird.
    .
    Die Lynchjustiz war gestern, heute ist es der Shitstorm. Morgen ist es die Abwesenheit jeglichen Storms.

    • "Man wird dir dein Leben lassen - aber es wird nichts mehr wert sein. Selbst diejenigen,
      die im Innersten mit dir übereinstimmen, wagen nicht, auch nur in deiner Nähe gesehen zu werden – aus Angst, daß sie ebenfalls ausgestoßen werden.“ (aus dem Gedächtnis nur sinngemäß wiedergegeben)

      Diese Entwicklung zur political correctness sah in unfaßbarer Weitsicht schon vor 200 Jahren Alexis de Tocqueville voraus und beschrieb sie in seinem Buch „Die Demokratie in Amerika“.

      Die zurückliegenden beiden Wahlkämpfe und das Verhalten der etablierten Parteien und der Medien gegenüber der eurokritisschen Partei Alternative für Deutschland hat gezeigt, wie schnell sowas heute gehen kann.

      Während direkt nach der Gründung der AfD in der FAZ noch geschrieben wurde, daß man ehrenwerte Leute wie Lucke und Starbatty ja nicht in eine Schmuddelecke stellen könne, wurde das – je länger, je lieber – dann doch genau so praktiziert. Eine konzertierte Aktion, in der irgendwann dann auch die kompetenten und zuvor sachlich und neutral berichtenden Plickert, Steltzner und Kohler nichts mehr verlauten ließen, vielleicht weil sie nicht durften, vielleicht weiß sie den Shitstorm nicht auch noch auf sich lenken wollten…

      Eine Erfahrung, gewiß. Aber es ist nicht normal, sie machen zu müssen. Und manche verkraften sie ncht. (Da ist diese Frau, die der AfD Räume in ihrer Privatschule für abends zur Verfügung stellte … bis eines abends 25 schwarzgekleidete Vermummte von der „Antifa“ in eine Versammlung stürmten… Sie zog nicht nur die Erlaubnis zur Benutzung ihrer Schulräume zurück, sondern trat auch noch gleich aus der AfD aus.) Andere werden sich demnächst hüten, sich politisch in einer Weise zu betätigen und zu äußern, die nicht dem Mainstream entspricht.

      Und damit ist die Axt an die Demokratie gelegt.

  6. Implikaturen?
    Man kann in der Ankündigung des Institutes lesen, was der Autor darin liest, man muss aber nicht, und vielleicht ist beim „lesen können“ auch viel „wollen“ impliziert. Man kann aber eben auch sagen, ok, interessante Statistik, der man mal auf den Grund gehen sollte, und Gründe mag es dann eben mehrere geben…. Die Verbindung mit dem Thema ‚Shitstorms‘ ist dann schon auch noch recht konstruiert, aber es steht hier im Vordergrund etwas anderes, dass nämlich, nicht ganz unüblich, ein Herr der Schöpfung, beim Thema (sexuelle) Gewalt gegen Frauen, meint dies sei eben nur reißerisch, d.h. so viel wie „eigentlich nicht substantiell“. (Belege hierfür bringt er nicht). Vielleicht sollten wir ja in Zukunft in der FAZ dann auch andere Kunstfiguren zu Wort kommen lassen, den einen oder anderen Rape-Culture Rapper aus Berlin, dann sind wir auf dem Niveau, an dem es keine „Partikularinteressen“ mehr gibt, sondern „echte Leitkultur“: Weiß, männlich, kolonial.

  7. Politisch unkorrekt
    aber trotzdem oder gerade deswegen sage ich es: Bemerkenswert ist, dass die Mehrzahl dieser vernunftunbegabten und verblendeten Schreihälse Schreihälsinnen sind. Diesen Fakt kann jeder für sich selbst deuten…

    • Selbst, wennn das stimmt, sie nutzen die Gesetze der Aufmerksamkeitsökonomie aka
      des öffentlichen Pöbels. Und die wurden von Männern geschaffen!

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Zwengs der Schreihälsinnen ...
      … kam mir in der letzten Zeit immer öfter der nebulöse Gedanke, ob dieses neue weibliche Schrei-Gehalse als Phänomen nicht einfach nur eine hilflose hysterische Reaktion auf den seit den 90ern schleichenden, aber immer wirksamen männlichen Backlash ist.

      Der Antifeministische Backlash, Def. laut Wikipedia:

      „Der antifeministische Backlash folgt nach Möller bestimmten Mustern:[11][12][13]

      – Sexismus und sexuelle Gewalt wird erotisiert, trivialisiert sowie singularisiert;
      eine Täter-Opfer-Umkehr findet statt;
      – die Existenz sexistischer Dominanzverhältnisse wird bestritten;
      – eine feministische Hegemonie an den Universitäten, in den Medien und im Kulturbereich wird suggeriert; und
      – der Begriff „Feminismus“ wird stigmatisiert.

      In seiner diskursanalytischen Untersuchung vermutete John K. Wilson ähnlich wie Simon Möller, dass es sich bei der Debatte über politische Korrektheit und insbesondere sexuelle Korrektheit in den Medien um einen Backlash gegen den Feminismus handelt.[14]“

      Einfach mal „Backlash“ und „Wikipedia“ eingeben.

      So.
      Kann also auch so sein.

      Ebenso sein kann der Umkehrschluss, weil halt feministisch rumgeschrien wird, deswegen wird der Feminismus stigmatisiert. Henne-Ei-Ei-Henne und so fort
      (btw: Ach Henne …, herrlich diffamierend…)

      Geschrei ist für den Kater immer Zeichen hilfloser Wut.
      Wer nicht hilflos ist, schreit nicht wütend herum. So einfach.

      Einfach mal darüber nachdenken. Über den Backlash. Der existiert ja anscheinend wirklich. Und darüber, was diese Damen denn wirklich antreibt. Irgendwas mus sie ja antreiben. Motivforschung tut not.
      Und sie ist besser als bloße Diffamierung, weil halt geschrien wird. Diese Art der Diffamierung ist besonders billig. Sag ich mal so.

    • Titel eingeben
      Ich denke, der Begriff „Backslash“ trifft es hier nicht. Radikaler Feminismus hatte es in den letzten 40 Jahren schon immer schwer gehabt. Moderater bzw. „normaler“ Feminismus ist in der heutigen Zeit, alles in allem, allgemein anerkannter geworden, ja sogar teils prägend für bestimmte Teile von Regierungspolitik.

      „Backslash“ setzt begrifflich imho voraus, dass bereits errungende Fortschritte zurück gedränkt werden. Das kann ich nicht erkennen. Eher schon Stagnation, jedenfalls bei den „großen Fragen“, und damit verbunden durchaus auch eine gewisse Ratlosigkeit, sowohl bei „den“ Feministinnen, als auch bei (den übrigens nicht wenigen) wohlmeinenden Männern und „nichtfeministischen Frauen“.

      Als Antwort auf dieses „was nun?“, in Verbindung mit gesteigerter gesellschaftlicher Akzeptanz, hat sich in Teilen der feministischen Szene eine deutliche Radikalisierung ergeben, wobei dabei – so deute ich es – diese Radikalisierung verblüffender Weise gemäß der Rollenstereotype erfolgt. Das heißt in der Tendenz: Die radikalen Feministinnen jammern, beklagen, beschimpfen dann etwas radikaler. Sie empören sich und gehen gezielt auf Empörungssuche. Untereinander – innerhalb ihrer Szene – bestärken sie sich gegenseitig, während sie sich gegenüber szenefremden Männern und Frauen massiv abgrenzen. Das geht bis hin zur Dialogverweigierung, bzw. zu einer Haltung, bei der die szenefremden Menschen bevorzugt geschulmeistert und belehrt werden. Letztlich ist die eingenommene Haltung aber eine passive (pardon: traditionell weibliche…) Haltung. Eine tatsächliche Aktionsorientierung und umsetzungsorienierte Programmatik ist hingegen weniger festzustellen. Lieber denkt sich die Radikalfeministin eine neue Sprachregelung aus (Sprachfetisch des modernen Feminismus) oder bejammert einen irgendwo vorgefundenen „Verstoß“ gegen radikalfeministische Ansichten oder Werte.

      Statt etwas zu tun. Statt Mehrheiten zu organisieren.

      Wäre irgendwie schlimm, wenn ich bei dieser Beobachtung/Beschreibung recht haben sollte. Wobei ich mich als in der Sache (des radikalen Feminismus) eher fern stehender Beobachter hier natürlich auch leicht täuschen kann. Aber mein Eindruck ist halt, die wollen eher unter sich bleiben und eine Art „radikalfeministisches Lebensgefühl“ zelebrieren, zu dem – wie weiblich – offenbar ein ständiges Herumjammern gehört.

      Oh, und damit will ich auf gar keinen Fall sagen, dass es keinerlei Probleme in der Geschlechterordnung gäbe. Im Gegenteil! Ich wünsche mir einen besseren, inklusiveren Feminismus. Vernünftige Ansätze, um Probleme zu lösen. Und genau diese Sache mit den „vernünftigen Ansätzen“, da hat der radikale Feminismus schlicht nichts zu bieten. Außer vielleicht noch eine Quotendiskussion, die so dermaßen vernagelt und undifferenziert vorgetragen wird, dass sie sich selbst damit die Tür zuschlägt, die zuvor ziemlich weit offen stand.

    • Ganz toll...
      „Und die wurden von Männern geschaffen!“

      Ja,
      ganz tolle Wurst.
      hmhm.

  8. Leider trifft "Kurzes Denken, schnelle Urteile und kein Pardon" auch auf viele Forenbeiträge zu .
    sowohl in den Diskussionsseiten hochangesehener Medien wie FAZ wie auch in denen wo man es eher vermutet.

    Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

    Natürlich streitet jeder Forist ab unter die Kategorie „Kurzes Denken, schnelle Urteile und kein Pardon“ fällt. Denn subjektiv hält man sich immer für objektiv.

  9. Wer sich noch weiter amüsieren möchte
    Hier kann man sehen, daß der Spaß ein internationales (Erste-Welt-)Phänomen ist:
    http://www.reddit.com/r/TumblrInAction/

    Es ist ein wahrer Kult mit eigenen, im übrigen sehr harschen, Ausgrenzung- und Sanktionierungsriten, der von den deutschen Hashtagaktivistinnen (an sich schon eine Absurdität) hundertprozentig kopiert wurde.

    Das Ganze ist wirklich lächerlich, sickert aber leider in Deutschland teilweise über unreflektierte, recherchebefreite JournalistInnen verschiedener großer Tageszeitungen in die Realität hinein. Hoffen wir, daß ihre eigene Irrationalität dem Spuk ein baldiges Ende bereiten möge.

  10. Titel eingeben
    Das http://blogs.faz.net/deus/2014/01/29/kein-anschluss-unter-diesem-aufschrei-1928/#comment-21583 sollte natürlich hierhin. Herrje, die Technik.

  11. Davon ab -
    Wer hat eigentlich dem Krieger im Bildausschnitt unten den Hallux Valgus so ausdrücklich an den Großen Zehn des rechten Fußes gemalt? Und warum wohl? Doch nicht etwa in der Absicht kommenden anti-spätkapitalistischen Feminismusbestrebungen prozyklisch wohlgerüstet und symphatieheischend auch aus eibnem geschlechterübergreifernden Blickwinkel solidarisch korrekt entgegen zu kommen?

    Oder eher doch eine tendenzielll vermutlich eher marginale Kriegsverletzung, zurückgevblieben von der teilnahme an früheren Kreuzzügen oder kriegshandklungen in den Jahren vor? dann aber doch bis zum Moment des Malereignisses anscheinend gut ausgeheilt?

    Aber wie schön, dass wenigstens wieder einmal ein Männerfuß im Zentrum eines Bildes stand. Besonders Verheiratete geben darauf viel, gerade im Zeitalter der persönlichen Emanzipation.

    Klare Sache wohl auch: Man meint, viele der so laut Interneterregten hätten noch gar keine Lebens- u. Beziehungserfahrung. Lautstärke käme halt bei vielen jungen Frauen vor dem Schuhekauf, danach wären sie meistens zahmer.

    „Rucke di guck, rucke di guck, Blut ist am Schuh! Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim“, waren das noch Zeiten, als die Gewinnung der Welt zunächst über die Selbstüberwindung zu erreichen war, ggfls. einsichtsvoll-wohlwollend begleitet.

    Und natürlich ist das Bildmotiv viel älter als die Kreuzzüge. Wobei die bildmässig-formatfüllende Kombination großer, brutaler, häßlicher Männerfüße mit sich an sich berechtigt gebenden, feinen Frauenanliegen, lediglich falsch vorgetragen, das hatte schon was.

    • auch aus einem
      geschlechterübergreifernden Blickwinkel solidarisch korrekt entgegen zu kommen?

      Oder eher doch eine – tendenzielll vermutlich eher marginal gewesene – Kriegsverletzung, zurückgeblieben von der Teilnahme an früheren Kreuzzügen oder Kriegshandklungen in den Jahren vor? Dann …

  12. Die Absurdität von Immunität‏
    Gestern habe ich deutlich über meinen Durst getrunken und ich fühle mich elend heute morgen und bereue zu einem gewissen Grad meine Leichtfertigkeit im Umgang mit der zwar eine gute Stimmung simulierenden Substanz, jedoch war es natürlich ein gutes Erlebnis zu jener Zeit gestern Abend. Der miserable Zustand meiner Person heute morgen zeigt mir jedoch die Schranken auf und ich muss nun mit den Konsequenzen meiner gestrigen Handlung leben.

    Diese Darstellung erklärt das System, welchem wir als Individuen ausgesetzt sind, nämlich die Verantwortung für sein eigenes Verhalten zu tragen und es funktioniert. Wenn wir uns in dieser heutigen Welt ein wenig umsehen, können wir allerdings einige Menschen erkennen, welche sich zwar mit Vergnügen volllaufen lassen, jedoch die Konsequenzen daraus nicht tragen wollen. Sie verstecken sich unter dem Mantel der Immunität, wollen uns jedoch erklären, dass Sie zu unserer aller Wohl handeln. Sie erklären, dass sie das Wohl der Gesellschaft in ihren Händen tragen und damit eine hohe Verantwortung tragen, mit welcher sie ihre übersteigerten Gehälter und Pensionen rechtfertigen, verweigern hingegen die Konsequenzen ihrer Entscheide auf persönlicher Ebene tragen zu wollen. Verantwortung ohne mit den daraus resultierenden Entwicklungen auf persönlicher Ebene tragen zu wollen, ist ein inhaltlicher Widerspruch. Das Gegenteil sollte zutreffen, indem jene, welche für andere Menschen Verantwortung tragen wollen, ihr Handeln einem schärferen Masstab zu unterstellen hätten, als jene, welche sich einzig um ihre persönlichen Belange kümmern. Wer genau sind diese Menschen?

    Es handelt sich um Menschen, welche Macht über ihre Mitmenschen anstreben. Im Bereiche des Staates handelt es sich um die politischen Entscheidungsträger und Funktionäre in Regierung und regierungsverwandten Unternehmen. Auch im Bereiche der Wirtschaft wird dieses Prinzip durch den Schutz der Unternehmensstruktur, welche ein Unternehmen vor dem Gesetz mit einer natürliche Person gleichstellt, erreicht, indem die Entscheidungsträger quasi nie persönlich zur Verantwortung gezogen werden, jedoch aufgrund der „grossen“ Verantwortung sich großzügig bereichern. Auch im Falle des Unternehmens Regierung findet ein ähnlicher Vorgang statt, indem sich diese Menschen großzügige Kompensationen und Pensionen zusprechen. Aber wirkliche Verantwortung, welche zu persönlichen Nachteilen führen mögen, wollen diese Menschen nicht übernehmen, sondern lassen die ihnen „anvertraute“ Bevölkerung an den Kopfschmerzen nach der Party leiden.

    Dies ist der Grund, dass man die Macht einer Regierung klar umgrenzt, sodass der Versuch der Machterweiterung dieser “Firma” Regierung in Schranken gewiesen wird. Heute besteht eine genau entgegengesetzte Entwicklung, indem Regierungen die Rechtsnormen biegen, sich immer weniger um die von Verfassungen auferlegten Machtbeschränkungen halten, die Auffassung Bürger als ihr Eigentum zu betrachten vertreten (anstelle der entgegengesetzten Meinung), die Bevölkerung zunehmend unter fadenscheinigen Gründen vermeintlicher Sicherheitsbestrebungen reguliert, überwacht und kontrolliert wird und sie somit auch aufgrund verschiedener Programme immer stärker von der Regierung abhängig gemacht und infantilisiert wird. Parallel läuft eine Entwicklung der zunehmenden Zentralisation ab, indem die Bürokraten (von der Allgemeinheit finanzierte Entscheidungsträger) ein vermeintliches Glück in internationalen Gremien und somit in einer immer undemokratischeren Struktur suchen, welche jedoch hauptsächlich dazu dient, diesen Bürokraten neue zusätzliche Jobs mit allen “benefits” zu offerieren und Entscheide weiter vom Volkswillen zu distanzieren, wodurch das einzelne Subjekt zunehmend fühlt, in einer Art Matrix zu leben, in welcher es keinen wirklichen Einfluss mehr ausüben kann. Dieser Umstand in Kombination mit der Tatsache, dass viele der staatlichen Programme nicht wirklich nachhaltiger Natur sind, sondern in erster Linie zum Machtgewinn der Regierung installiert wurden, erhöht sich die allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung, wodurch sich schrittweise eine Gegenbewegung einstellen würde, d.h. Reduktion der Machtkonzentration. Um dies zu verhindern, werden die zuständigen Entscheidungsträger jedes Mittel (inkl. Krieg) einsetzen. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Entscheidungsträger nicht wirklich Verantwortung tragen und tragen wollen, sondern sich vor Jahrzehnten die internationale Norm der Immunität überstülpten. Wirkliche Verantwortung heisst mit den auch persönlichen Konsequenzen einer Handlung zu leben. Eine vergleichbare Immunität wurde den Managern von Grossfirmen erlaubt, indem man solche rechtlichen Strukturen zwar vor dem Gesetz wie eine natürliche Person betrachtet, jedoch die darin funktionierenden Entscheidungsträger auf persönlicher Ebene nicht wirklich zur Verantwortung gezogen werden.

    Die Ausnahmen hervorragender und prinzipientreuer Persönlichkeiten bestätigen die Regel.

    Um mit den Worten Frederic Bastians zu enden:

    “Ah, you miserable creatures! You who think that you are so great! You who judge humanity to be so small! You who wish to reform everything! Why don’t you reform yourselves? That task would be sufficient enough.”

    „Ah, ihr miserablen Kreaturen! Ihr, welche denken, dass ihr so grossartig seid! Ihr, welche die Menschlichkeit so klein einstufen! Ihr, welche versuchen, alles zu reformieren! Warum reformiert Ihr Euch nicht selber? Solch eine Aufgabe wäre gut genug.“

    • nein danke.
      Linus Huber: Les‘ ich nicht. Ist zu lang. Und wohl auch zu verschwurbelt (wetten?)

    • Fehlte evtl. noch
      „Es handelt sich um Menschen, welche Macht über ihre Mitmenschen anstreben“ – woran man das – oder sein Gegenteil – erkennte, nämlich ob paradigmatisch bedingslos offene Systme gewählt wären und würden, die jedem sein eigenes Urteil nebst freiem Ausgang und Weg ließen, oder ob eine Hermetik angestrebt würde.

      Und zweitens, es könnten auch Zeiten denkbar sein wo große Mengen von Menschen unbewusst Abhgängkeiten suchten (man würde vermutlich allgm. sagen auf Grund noch vorhandener Unreife) und aggressiv reagierten, falls mögliche Vorbilder oder Führer sich verweigerten der versagten. (und sich Zugang wie Erlösung vom Ich zu erzwingen suchten)

      „Sometimes its a two-way street“, sozusagen. http://www.youtube.com/watch?v=pHHqVubkaRA
      .

  13. Klar doch - und
    „Ich will das Prunkstück der Poesie sein,
    das triumphiert über die Verschlagenheit der Welt,
    Allwissend, atmend seinen eigenen Atem
    in der Halluzination …“

    Ja, sicher, mehr Geheul bitte – gerne mehr davon, bei Bedarf bitte wieder viel mehr!
    Hier wirkt alles nur noch so trocken und tot.

    („I want to be the spectacle of Poesy triumphant over trickery of the world,
    Omniscient breathing its own breath … „)

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