Deus ex Machina

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Die Piraten – Anatomie eines Desasters

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Von der modernen Bürgerrechtspartei zur linken Splittergruppe, die überall Nazis sieht: Den Linksradikalen der Piraten ist es auch diesmal gelungen, die Partei noch etwas unwählbarer zu machen.

Den grössten Erfolg errang die Piratenpartei bei der Europawahl vor dem Bundesverfassungsgericht: Das entschied, dass die bisherige Prozenthürde ersatzlos gestrichen wird. Für die Piraten waren das ideale Voraussetzungen, nach der bösen Schlappe bei der Bundestagswahl mit nur 2,2% der Stimmen wieder ein besseres Ergebnis einzufahren: Die Europawahl war noch immer gut für Protestparteien, und niemand musste diesmal Angst haben, seine Stimme würde wegen der 5%-Hürde verloren gehen. Die Piraten bekamen letztlich nur desaströse 1,4% und verloren damit erneut seit der Bundestagswahl ein Drittel ihres Stimmenanteils. Angesichts der deutlich niedrigeren Wahlbeteiligung machten sogar nur noch rund halb so viele Wähler ihr Kreuzerl bei einer Partei, die vor nicht allzu langer Zeit als Verkörperung einer basisdemokratischen, ideologiefernen und modernen Bürgerrechtspartei galt. Was sich da aber zur Europawahl präsentierte, war etwas ganz anderes:

1. Die Spitzenkandidatin Julia Reda. Ungeniert und ohne die viel gelobte Basisunterstützung forderte die gerade eben mit dem Studium fertige Politikerin unter anderem den Bau eines Weltraumaufzugs, was, vorsichtig gesagt, nicht eben ein zentrales Anliegen der Mehrheiten ist. Ihre bisherigen politischen Leistungen lagen vor allem in der Leitung der Jungen Piraten, einer die Partei angeblich unterstützenden Jugendorganisation, unter deren Schirm Reda schon mal einen Antifakongress befürwortete. Die Jungen Piraten selbst waren als Organisation in der Vergangenheit neben schrillen Tönen vom linken Rand eher durch katastrophale Buchführung und nicht entlastete Vorstände aufgefallen. Bei einer in den letzten beiden Jahren von Linksradikalen dominierten Partei, die mitunter Antifafahnen auf ihren Parteitagen aufhängt, kam sie offensichtlich besser an, als beim Wähler, der sich Kompetenz und Erfahrung gemeinhin anders vorstellt.

2. Netzthemen nur am Rande: Andere linke Parteien sagten den Wählern, dass sie gegen das Freihandelsabkommen mit den USA kämpften, und konnten durchaus Erfolge vorweisen. Die Piraten stellten lieber die unverständliche Abkürzung TTIP in den Vordergrund. Dazu gab es weitere für den Wähler schwer verdauliche Punkte: Das Bedingungslose Grundeinkommen, das mit dem ehemaligen und wenig beliebten Politischen Geschäftsführer Johannes Ponader untrennbar verbunden ist. „Europa Grenzenlos“ war der Titel der übergreifenden Kampagne, die eine besonders liberale Haltung zur Zuwanderung und Mobilität beinhaltete – mitunter forderte man gar die Abschaffung der Aussengrenzen der EU. Hier wirkte wohl die Verquickung der Piraten in Berlin mit dem von der Antifa geförderten Protestcamp auf dem Oranienplatz nach. 2012 gab es dafür viel Aufmerksamkeit in den Medien und auch eine Spende, deren Verbleib bis heute nicht umfassend geklärt ist. 2014 gab es für dieses eher schwierige Alleinstellungsmerkmal kaum Unterstützung von den Wählern, die sich früher vielleicht durchaus für die netzpolitischen, aber weitgehend zu Nebenaspekten degradierten Themen der Piraten interessiert haben.

3. #Bombergate. Man kann sich natürlich in Dresden hinstellen und sich den Körrper mit „THANKS BOMBER HARRIS“ bepinseln lassen, um sich für den Luftkrieg im 2. Weltkrieg zu bedanken. Man kann sich dabei vermummen und als die umstrittene Gruppe „Femen“ ausgeben. Man kann lügen und wenn die Öffentlichkeit unbequeme Fragen stellt, als Parteivorstand die Pressesprecherin anweisen, der Presse einen zeigefingerwedelnden Brief zu schicken, um ihr zu erklären, wie sie ihren Job zu machen habe. Man kann die Beteiligung abstreiten und bei der späteren, mehr erzwungenen denn freiwilligen Begründung mit neuen Unwahrheiten und Anschuldigungen gegen andere aufwarten. Man kann auch nachträglich behaupten, man sei keine Antideutsche, selbst wenn es für einen eine „Antideutsche Twitterdemo“ gab. Und man kann seine Antifa- und  andere Freunde über Medien und parteiinterne Kritiker herziehen lassen. Nur ist das alles eher nur so mittelklug, wenn man auf einem nicht ganz aussichtslosen Platz 5 die Liste der Piraten ziert und auch nicht plant, diese Liste von der eigenen Person zu befreien, wenn das alles rauskommt und der bestimmende Wahlknaller der Partei wird.

4. #kBuvo: Und wenn dann noch der Parteivorstand im Streit über diese und andere Eskapaden platzt, kommt das auch nicht so gut an. Genau das ist den Piraten passiert, drei der sieben Vorstände wollten eine Politik nicht mehr mittragen, die geprägt wurde durch Antifafahnen, Verständnis für die Krawalle in Hamburg und enge persönliche Verflechtungen des Vorsitzenden mit dem linkslastigen Parteiflügel, der mit Forderungen wie dem Recht auf Abtreibung bis zur Geburt aufwartete. Nach dem Rücktritt der bisherigen Mitglieder war der Vorstand zwar handlungsunfähig, setzte sich dann aber selbst als kommissarischen Bundesvorstand ein und nahm in seiner Machtfülle auch gleich noch ein neues Mitglied ohne jeden Basisentscheid auf. Der eigentlich umgehend nötige ausserordentliche Bundesparteitag wird nun im Juni abgehalten, und zwar in Halle ist Ostdeutschland – möglichst schwer erreichbar für die eher sozialdemokratisch eingestellten Landesverbände Westdeutschlands.

5. Demotivation der Mitglieder: Die Piratenpartei hat immer noch über 28000 nur teilweise zahlende Mitglieder und sollte eigentlich in der Lage sein, einen intensiven Wahlkampf zu führen. Die Partei hatte aber auch auf der Liste weit vorne eine Person, die Wahlkampfauftritte und Buchpromotion verknüpfte, und zudem gern finanzielle Mittel für eine Bahncard gehabt hätte, und dieses Bestreben neben ihrer Sicht des Feminismus in den Vordergrund stellte. Sie hatte eine Spitzenkandidatin, die deutlich machte, dass sie sich nicht sonderlich dafür interessiert, ob ihre eigenen Anträge von der basisdemokratischen Partei abgelehnt wurde, und die Talkshow im Mumble mit den Listenmitgliedern wurde trotz heftiger Kritik von einer Person des linken Flügels moderiert, die gerne Nazis und parteiinterne Kritiker in einen Topf warf. Ganz zum Schluss des verkorksten Wahlkampfs betonte dann noch die Nummer 9 der EU-Liste, er unterstelle der Antifa, dass sie bei ihren Eierwürfen schon zielen könnte. Davon distanzierten sich viele Piraten und der Landesvorstand Hessen, aber nicht der kBuvo, dessen Vorsitzender zufälligerweise seine Brötchen bei der Fraktion im Rat der Stadt Frankfurt verdient, bei der der Eierwurfverteidiger den Fraktionsvorsitz inne hat.

6. AfD und sonstige Feindbilder: Was bleibt einem also als Partei, deren ursprüngliche, weitreichende Ziele einer neuen, transparenten Art der Politik – man denke an „Ihr seid die mit den Antworten! Wir sind die mit den Fragen!“ – durch einen dogmatischen Linkskurs der Cliquen mit Verteufelung der parteiinternen Kritiker und Beschimpfung der verbliebenen Medien ersetzt werden? Noch mehr Linksradikalismus und Abarbeiten an anderen Aufregerorganisationen wie AfD und der neuen Montagsdemo. Links gegen Rechts, Antifaschismus gegen Leute, die man nicht leiden kann und der Versuch, sich als die Kraft zu etablieren, die etwas gegen den Rechtsruck unternimmt. Legt man die alten Ideale ab, stellt man Bürgerbeteiligung in den Hintergrund und will man gar nicht mehr als offene Plattform verstanden werden, bleibt nur die eigene, reine Lehre der Kaderpartei und die negative Abgrenzung, indem man nicht mehr sagt, wofür man steht, sondern wogegen man kämpft. Gleich nach der Wahl wurde an der neuen Agenda der Partei gestrickt: Das Ergebnis der EU-Walen zeige nur die Notwendigkeit einer breiten antifaschisten Bewegung.

Hier deutet sich schon der nächste Konflikt an, dessen Motto lauten wird „Wer uns nicht hilft, hilft den Nazis“. Als Beleg für die Richtigkeit dieser Ansätze gilt ihren Verteidigern das Ergebnis der Piraten in Berlin, in deren Szenebezirken sie deutlich über 3% kommen. Allerdings ist sie mit genau diesem Programm und diesen Kandidaten auch in Bundesländern durchgefallen, die früher durchaus grosse Fraktionen in die Landtage gewält haben. Was bleibt, ist eine von inneren Querelen zerissene Splitterpartei, deren für das Debakel verantwortliche Köpfe keinerlei Anlass für Selbstkritik finden: Das ist dann der vielleicht letzte Moment, zu dem noch einmal die Karte der Basisdemokratie gespielt wird, schliesslich hätte man Kandidaten und Programm gemeinsam gewählt. Ob die Partei nach dem ausserordentlichen Parteitag eine Wende schaffen wird, muss sich noch zeigen. Erste Wortmeldungen aus dem linksradikalen Spektrum deuten jedoch schon darauf hin, dass es nicht ohne eine weitere, hässliche Schlammschlacht ablaufen wird. Oder wie manche so schön sagen: „Lernen durch Schmerz, nur ohne Lernen.“

HINWEIS:

Ohne Schmerzen kann man auch im Kommentarblog kommentieren.

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83 Lesermeinungen

  1. Ein Beispiel wie sich sinnvolle Protestbewegungen durch "hinzugewonnene Anhänger" zersetzen
    Hoffentlich passiert uns das nicht öfters.
    Wäre nämlich schade…

  2. Die Piraten haben sich erledigt
    Bleibt zu bemerken, dass die Piratenpartei, trotz aller interner Streitlust, nicht in der Lage ist, ähnlich scharfsinnige oder gar scharfzüngige Analysen aus sich selbst heraus zu liefern. Dabei müsste die Lage für jeden, der auch nur ein wenig Einblick hat, klar erkennbar sein.
    Die Piraten dürfen sich also fragen: Wieso lassen wir das mit uns machen? Fehlt uns der Grips es zu erkennen, oder fehlt uns die Chuzpe, um das Notwendige zu tun?
    Wie dem auch sei, die Piraten haben sich erledigt. Auch der kommende “außerordentlichen Bundesparteitag” – alleine Zeitpunkt, Ort und die Art und Weise seines Zustandekommens beweisen, dass die Partei im Koma liegt – wird nichts bringen. Sollte sie es wider Erwarten schaffen, der “Antifa”Mafia mit aller Konsequenz die rote Karte zu zeigen, dann wäre das auch keine Befreiung, sondern nur der Beginn eines langwierigen Wiederaufbaus mit ungewissem Ausgang.
    Sollten sie es nicht schaffen, und das steht zu erwarten, dann werden die Piraten einfach weiter dahinsiechen, ohne jede Hoffnung auf politische Bedeutung. Sie werden am Ende da landen, wo Antifa-Gruppen immer landen: im 0,1%-Bereich. Wenn sie sich nicht vorher auflösen.

    • Nein
      Nein noch lange nicht.
      Die warten bloss das Scheitern der fehl geleiteten
      -nicht politisch sondern persoenlich an blosser Macht und Eigenwirtschaftlichkeit orientierten Zellen ab.
      Eine Pause der aktiven Piraten kann auch neue Kraft und Konzentration auf die urspruenglichen Grundsatzziele und bestaendige Inhalte fuer die naechsten Wahlen und bis dahin zumindest
      -in der aktiven transparenten Kommunalpolitik vor Ort beim Buerger- bedeuten.

    • Reines Wunschdenken
      Dieselben Leute, die über die Jahre mit angesehen haben, wie eine kleine, sich in den Strukturen der Piratenpartei festsaugende Mafia, vom Bundesvorstand angefangen, die Schlüsselstellen der Macht besetzt und bis in den letzten Kreisverband Entscheidungen beeinflusst und Piraten eingeschüchtert hat, die darauf reagiert haben wie das Kaninchen vor der Schlange, mit Angst, Ignoranz oder Kollaboration, diese Leute sollen jetzt plötzlich zu Kommunalpolitik fähig sein?

      Ich sehe statt dessen an den glänzenden Augen der Neustadträte auf den Pressefotos, dass ihnen der rebellische Schneid, so sie denn je welchen hatten, schon mit dem ersten warmen Händedruck des Oberbürgermeisters, der ihnen versichert, dass sie ja jetzt dazugehören, abgekauft wurde.

    • Ich kenne
      solche leute wie die Frau Reda, gerade fertig mit ihrem (Politik?, nicht mal wert im Wiki nachzusehen) Studium und denken sie haben die Weisheit mit Löffel gefressen. Genauso wie Soziologen. Alle sehr suspekt und sollten mit Vorsicht genossen werden.

  3. Überall Faschisten
    Das erinnert doch an aktuelle russische Methodik, überall Faschisten zu erkennen. Ich glaube, dass ist mehr als eine oberflächliche Übereinstimmung, das ist ein ererbtes Weltbild.

  4. Titel eingeben
    Kompetent kommentiert. Wobei, das gehört für mich zur Analyse, auch die Fernsehmedien eine gewisse Rolle gespielt haben, in dem sie in ihre politischen Talkshows sehr regelmäßig Vertreter der AfD eingeladen haben, und Vertreter der Piratenpartei (trotz der aktuellen Skandale rund um NSA & Co!) eben nicht. Andererseits: Wer möchte schon, sofern er bei Trost ist, jemand wie Wirth oder Reda in eine Talkshow einladen?

    Bei dieser Einladungspolitik wirkt vermutlich auch die Erinnerung an den Schwafler Ponader nach, der allenfalls mit umfassender Inkompetenz und Wurstigkeit zu überzeugen wusste…

    Moral von der Geschicht: Köpfe sind doch wichtig. Auch (oder sogar: gerade!) für eine basisdemokratisch aufgestellte Partei.

    • Als die Piraten noch bei 5% standen waren Ponader und Weisband regelmäßig im TV
      Aber man hat eben nichts draus gemacht, sondern die Sache gründlich vergeigt. Fernsehsender möchten zudem Quote machen. Und dafür braucht man interessante Persönlichkeiten. Und die müssen eben erst mal aufgebaut werden. Lucke, Henkel und Starbatty haben jedoch bereits einen Namen, und haben interessante und qualifizierte Beiträge zu bieten. Ob das bei den heute führenden Piraten auch der Fall ist?

  5. 7.Die Medien
    Meist werden die Piraten von den Medien schlichtweg ignoriert und haben es schwer sich in den Köpfen der Menschen zu halten. Wenn die Piraten doch einmal erwähnt werden ist es meist im negativem Sinne. Teilweise zu recht und teilweise mit ziemlich an den Haaren herbeigezogenen Argumenten. Vor allem wird gerne kritisiert wie uneinig die Partei ist. Da die Piraten nun einmal eine Partei voller linker idealisten ist, lässt sich da immer was finden.

    • Piraten/Medien
      Idealisten, man kann auch sagen Wirrköpfen. Und was fangen Sie mit denen an? Am besten nichts.

    • Titel eingeben
      Voller Idealisten -JA.
      Linker Idealisten allerdings nur in den politischen Zellen die sich entweder durch Hyperdelegationen im Liquid Feedback organisiert haben und um einzelne Personen und Ihre Lukrativitaet ein eigenes Universum bilden,
      oder solche die erst nach 2011 mit der neuen linken sozialistisch medienpopulistischen BGE-debatte in 2 konspirativen Sitzungen einer AG aus 5 Nicht-Piraten im Wiki organisierten Stroemung heraus emporgekommen sind, statt die bis dahin in der Piratenpartei auf den bisherigen Parteitagen abgestimmten wissenschaftlich realistischen Ansätze zum Grundeinkommen mitzutragen.
      Auch die eingestroemten „Damen“ der Gruenen, die in Berlin „feministische Cafés“ ein richteten und jeden an Gleichberechtigung in der Gesellschaft fest haltenden Piraten gleich im Netz ans Pranger der sozialen Netzwerke als gewalttaetigen Frauenhasser nagelten- ebal ob Mann Ei, Weiblein oder Quer-
      Diese Gruppen u d Piratenfrischlinge haben die Arbeit der Piratenpartei korrumpiert, nur in der Hoffnu g auf Medien Präsenz und Mammon.
      Medien Bühnen wie Lanz und weitere Talkshows boten sie dabei ein gefundenes Fressen.
      Wen wurde erst, dass genau solche Praesenzen einzelner weniger medienaffiner Opportunisten aus dem Netz dann den abgestimmten Inhalten innerhalb der
      Der Piratenpartei den Wind aus den Segeln nahm.
      Denn im Gegensatz zu anderen
      Parteien ist durch die Ehrenamtlichkeit der wirklich kompetenten Fachkraefte in der
      Piratenpartei und deren Bindung an die Erwirtschaftung Ihres Lebensunterhalt ein Gefaelle von in der Partei praesent aber inkompetent zu:
      kompetent aber unter politischen Zeitmangel stehenden Piraten entstanden.
      Genau dadurch, dass sie in in ihren Fachbereichen zeitlich und beruflich gebunden waren und nicht ohne Einbussen koerperlicher Kraft und familiärer Pflichten auf Dauer aktive Politik gestalten konnten.
      Der Fehler im Ansatz der Piraten Politik war der Glaube politischer Korruption durch ein Ehrenamt in professioneller politischer Aktivitaet begegnen zu können.

    • Titel eingeben
      Dies hier gehört auch zu den Medien. Und die Piraten werden ja erwähnt. Dass & weshalb die Erwähnung negativ ausfällt, steht hier oben deutlich.
      Als sich die negativen Spinner noch nicht in den Vordergrund gespielt, getrickts, gemobbt haben, haben die Medien ja durchaus viel und meist positv über die Piraten berichtet.
      Also: Medien sind nicht Schuld am Desaster, sondern allein die Typen, die hier oben zum Teil namentlich genannt werden.
      .
      Disclosure: Hab sie auch mal gewählt; nie wieder!

    • Was meinen Sie mit
      „…abgestimmten wissenschaftlich realistischen Ansätze zum Grundeinkommen…“? Die Ansichten des ehemaligen GF Ponader?

  6. Ohne Schmerzen kann man im Kommentarblock kommentieren
    Bei den Eskapaden die von Don Alphonso sehr gut herausgearbeitet wurden, kann man nicht schmerzfrei sein wenn man mal die Piratenpartei als eine erfrischende Alternative gesehen hat. Insbesondere Leid tut es mir auch für die Leute die sich einbringen und nicht zu den oben beschriebenen gehören.

  7. Titel eingeben
    Die Piraten sind tot, man kann es nicht anders sagen. Statt einer neuen positiven Politik werden Themen ausgegraben, die manch einer schon längst in der Mottenkiste wähnte. Statt Postgender wurde gegendert bis zur Sprachvergewaltigung. Der institutionalisierte Antifaschismus hilft nicht weiter, um die neuen Rechten und vor allem deren Wähler zu verstehen. Menschen die von Säkularismus, einer offenen Gesellschaft, freien Netzen und Lebensformen angezogen wurden, wurden und werden von Delius, Höffighoff und Co.durch ihre stalinistischen Gesinnungskontrollen und anschließenden Ausgrenzungskampagnen verschreckt. Was als links – libertäres Experiment begann endet nun als links – autoritäre Splitterpartei.
    Dabei wäre es doch so einfach wieder die moderne Gesellschaft anzusprechen. Man müsste nur die riesige Lücke im links – liberalen Lager nutzen, die weder von Lindners FDP noch von den Grünen oder der SPD bedient wird. Dazu fehlt es den Piraten aber schon jetzt an prominenten Köpfen, die diesen Kurs glaubhaft vertreten könnten, da die Nomenklatura der Partei ohne Ausnahme den eingeschlagenen Kurs bis zum Untergang fortsetzen möchte.
    Es muss wohl erst noch eine neue Partei hinzutreten, die von Anfang an konsequent in diese Richtung vorstößt.

  8. Wer die sog. "Antifa" in seinen Reihen hat...
    …der hat mittlerweile bei allen Demokraten ausgespielt. Die Wähler sind bei weitem nicht so dumm, wie es die demokratiefeindlichen Neo-Bolschewisten gerne hätten, und jetzt haben sie den Piraten die Rechnung für Helm & Co. präsentiert…

    MfG

    C. B. Haas

  9. Für Netzpolitisch interessierte nicht mehr wählbar
    Sowohl Linksradikale als auch Rechtsradikale geben sich nichts in ihrem Hass auf alle welche eine andere Meinung haben als die Ideologen. Menschenfeindlichkeit gibt es da auf beiden Seiten zu genüge. Hinzu kommt bei den Piraten noch lächerlicher Unsinn wie Zombieinvasionen, Weltraumaufzüge und anderes was man eher in einer Spasspartei vermuten würde.

    Also, absolut unwählbar diese Partei. Und das sage ich als Informatiker und großer Unterstützer von Snowden, Anonymous und Wikileaks.

  10. Stimmt es
    eigentlich, das mit der Monatsvergürung 33.000€ für einen EU – Parlamentarier?

    Tja, bei soviel Schmerzensgeld kann man es doch auch unter den ‚Nazi ‚aushalten.

  11. Eine kluge und präzise zutreffende Analyse
    Die Piraten waren vor 2-3 Jahren für mich mal ein liberaler Hoffnungsträger, der das zu liefern versprach, wovon die FDP seit ewigen Zeiten nur redet. Seit das letzte Bundestagswaghlprogramm auf dem Tisch lag, war eigentlich jedem klar, dass es sich bei den Piraten um eine „Linkspartei mit Internetanschluss“ handelt. Kräftig unterstützt von Bohémiens wie einem Herrn Ponader, der sich vom Steuerzahler aushalten ließ, während er bei Günther Jauch auf dem Sofa saß und seinen Respekt vor Moderator und Zuschauern dadurch dokumentierte dass er während der Sendung ständig auf seinem Smartphone daddelte.

  12. abschreckendes Beispiel
    Danke Piraten, für dieses lehrreiche abschreckende Beispiel wie eine Partei nicht funktioniert.
    Gestartet mit einem hochaktuellen Kernthema (Bürgerrechte im IT-Zeitalter) und sympathischen Personal habt ihr euch selbst kannibalisiert und balkanisiert. Jetzt seid ihr, ja was eigentlich?!
    Ein Warmup und Durchlauferhitzer für genderfeministische Milchbärte? Eine Wärmstube für die Durchgeknalltesten aller Antifa-Borderliner?

    Wie auch immer:
    Die Grünen sagen „Uff, nochmal Glück gehabt und: Weiter so!“

    • Glueck gehabt und los geworden?
      Kann es sein, dass diese „Feminismusmilchbaerte“ durchaus unter destruierender Absicht und weil sie trotz Quote bei anderen Parteien nicht zum Zug kamen, auch da außer Frau zu sein jegliche Qualifikation fehlte, ganz bewusst durch diese in die Piratenpartei eingeschleust wurden?

    • Hatten manche in kleinen Momenten sicherlich nebenher auch
      schon mal gedacht: Es konnte sich bei Teilen dieses ordentlichen Schauspiels evtl. auch mit um so etwas wie eine ‚Kleine Zersetzungskoalition zum Zwecke der Stabilisierung einer sonst zu sehr ausfasernden Parteienlandschaft‘ gehandelt haben.

      Also aus einer Koalition von Teilen gewisser Dienste – zumal in oder aus oestlichen Bundesländern, sowie der Linken. Und christlich wäre eine Konzentration der Kräfte auf wenige Hautwahlmoeglichkeiten in der Mitte nebst schmalen, unbedeutenden Rändern auch.

      Boete alles nur Vorteile. Ein wenig zwar auf Kosten der Jugend, die hatte aber eh sowieso keine Chance. Oder – alles was Recht ist – jedenfalls nur marginal weniger, als die Stimmen der Erwachsenen für Juncker bei der Europawahl, wie sich jetzt herausstellt.

      Aber die liebe Sonne bringt es an den Tag: Falls da welche woanders auf den Payrolls gestanden haben sollten, um absichtsvoll-dysfunktional und gegen Geld und andere Vorteilsnahmen ihre Teilbeitraege zum Zerstoerungswerk zu liefern, wird man es demnächst wissen.

  13. Politikwissenschaften studiert
    und Weltraumaufzüge planen.

    • Warum nicht mit dem Zug zum Mond
      dafür konnte eine Akteingesellschaft vor der Weltwirtschaftskrise sogar Geld einsameln z.B. von der Gemeinde Leonberg.

    • kaputt?
      kwt

    • Weltraumaufzug
      Liebe Frau Seidl,
      wenn da mal nicht die Ströme Ihres Alpharhythmus infolge eines Erdschluss zusammenbrechen…
      Die Welt braucht Komiker wie Sie und ihresgleichen. als, weiter so!

  14. Piraten, gut im Beute kapern, schlecht im Beute teilen.
    Pi, das Maß für Rundheit.
    Pi-raten, Pi-arten ohne interne Pi’s-art(Peace-Art)?…unrunde Geister intern,
    anders als beim Beute machen extern?
    Tja, außen hui und innen pfui kann man da nur sagen.
    Mangelnde Selbsterkenntnis, wie Sie schreiben; denn ebenfalls „Pi“ g“RA“duier“T“e
    innere Kerne, Rundsichtige, anstatt Quadrat-Schädel intern,
    hätten vielleicht eine runde, stimmige, Vernunft-Partei bedeutet.
    Ob wir alle Pirat(en) sind, mehr oder weniger rund, quadratschädlicher Kern,
    interner Vernunftmangel?…ist wohl besser es gilt nur für die „Anderen“, wie immer..:=)
    Die Selbsterkenntnis und Einsichtidee von Ihnen finde ich gut.
    Pi, ein Maß für Geistrundheit, Geistgesundheit?…graduiertes Vernunftmaß,
    bei jedem verschieden „aus-gebildet“?
    Deswegen so viele Probleme, zu große Vernunftdifferenz?
    Pi ist ja DIE Gravur im Universum, alles rund und kreist und schwingt…Zusammenhang?
    …haarsträubende Philosophie, brotlose Kunst…=)

    MfG
    P.S.

  15. Na dann...
    Na dann reichts ja jetzt immerhin bei Frau Reda für eine Bahncard.
    Neben den Nazis haben Sie diesmal das zweite Feindbild noch außer Acht gelassen: weiße Männer.

  16. Neuanfang?!
    Na, wenn der Großteil der Anfangsmitglieder ‚eh schon weg ist.
    Die kommen auch nicht wieder, genervt von den Antideutschen und Feministinnen, so Ihre Erklärungen in Blogs.
    Am sinnvollsten wäre doch eine Fusion mit den imperialistischen Grünen. Auf ein „Anti-Fa“-Treffen!

  17. Danke, ihr engstirnigen Etwasse aus MLPD und der "feministischen Partei"
    Die Piraten waren DIE Alternative, wenn es um Netzthemen und bürgerliche Freiheit ging.
    Es braucht also nur ein paar Parasiten aus dem extrem linken Lager, um die einzige Hoffnung in der deutschen Parteienlandschaft auszumergeln. Herzlichen Glückwunsch! Aber nein, es sind ja immer die anderen Schuld (Nazis, Kapitalisten oder Rindersteaks). Es ist nicht eure Meinung und Einstellung, die niemanden interessiert.
    Der Untergang begann schon mit dem bedingungslosen Grundeinkommen (woher sollte das Geld überhaupt herkommen? Vom Gelddrucker?). Seitdem versank diese Partei in der Bedeutungslosigkeit. Die Piratenpartei ist nur noch eine alternative für die MLPD geworden und diese wählt nicht ohne Grund kaum jemand.
    Hätten die Piraten diese Parasiten rechtzeitig entfernt, hätten sie auch so die 5% geknackt.
    Zu Anfang wurde gejammert, dass sie nur Netzthemen auf der Agenda haben. Im Nachhinein muss man sagen, dass man nicht auf die anderen Leute hätte hören und sich ausschließlich auf die Netzthemen hätte konzentrieren sollen!
    Deutschland braucht eine neue Partei, welche so ist wie die Piratenpartei im Sommer und Herbst 2009! Mit den ganzen Antifa-Brüllhyänen wird diese Partei sowieso nicht mehr ernst genommen.
    Sie hat sich ihren eigenen Untergang (aus)gewählt.
    Die Expertise ist da, die Leute zum Teil auch noch. Eine neue Partei zu organisieren, ist unter den jetzigen Gegebenheiten noch möglich.

    • Alternative?
      „Die Piraten waren DIE Alternative, wenn es um Netzthemen und bürgerliche Freiheit ging.“
      .
      Waren sie’s?
      Nee, waren sie leider nicht. Die haben nix, aber auch gar nix sinnvolles dazu getan. Ich erinnere an Fefes mehrmaliges Flehen: Hey, hier ist Eure Chance! Nutzt sie!! Sagt was! Macht was!
      Nix kam von den Piraten. Statt dessen die armseligen Ponader, Schramm und Co.

    • Piraten machen ihre Arbeit nicht
      Das hat mit ein paar Parasiten und angeblich Linken eher nichts zu tun, abgesehen davon, dass es eher rechte Positionen sind, die da als angeblich links präsentiert werden.

      Die Piraten machen ihre Arbeit nicht. Daran krankt diese Partei.

      Es gibt keine funktionierende demokratischen Strukturen in der Partei. Wer am lautesten schreit, der wird gewählt – Beispiel Anke Domscheit Berg.

      Zum sogenannten Bedingungslosen Grundeinkommen, welches ja nichts anderes als das FDP-Konzept zur Zerschlagung der Reste des Sozialsystems ist, haben die Piraten kein funktionierendes Konzept erarbeitet, aber gehen mit dem BGE zur Wahl.

    • 2009
      2009 waren sie es. Niemand hat sich gegen die Vorratsdatenspeicherung und Netzzensur gewehrt. Erst nach der Wahl wollten alle mit einsteigen.
      Was wurde nach den Enthüllungen aus dieser Partei gerufen? Genderkrams. Als wenn es nicht wichtigeres geben würde…!

    • Titel eingeben
      > Waren sie’s?

      Ja, sie waren es! Definitiv!

      Die von Ihnen aufgelisteten Punkte und Personen sind erst später dazugekommen.

      Wie von den „Erziehungsberechtigten“ geschrieben wurde, war sie bis 2009 ein, wenn nicht sogar DER Hoffnungsträger.

      Dieser ist inzwischen leider zersetzt worden.

  18. alles richtig und schade
    ich habe den piraten einmal fuer den bt und einmal bei der eu meine stimme gegeben und versucht, daran zu glauben, was urspruenglich bei den piraten mal auf der fahne stand. aber das ist leider vorbei. linksliberal, worauf man hierzulande oft hoft, gibt es nach wie vor nicht. daher kann man herrn alphonso nur zustimmen.

  19. Rekonvaleszens der Piraten und die naechsten Wahlen abwarten?
    Der Artikel ist eine treffende Analyse der letzten 2 Jahre der Piratenpartei.
    Die Wende wird wohl erst kommen, sobald die nach dem Berlin/ LTW Hype 2011 als Neu-Mitglieder eingewanderten linken Zellen der Newbies endlich begriffen haben, dass es nichts mit dem „leichten Abgreifen von finanziell lukrativen Parlamentspoestchen“ werden wird.
    Leider hat es die viel zu schnell wachsende Mitgliederzahl nach dem ersten Einzug in ein Parlament mit sich gebracht, dass sich zu viele in anderen
    Parteien gescheiterte Charaktere in die bis dahin “ viel zu duenn mit erfahrenen Politikern besiedelte und mit vielen neuen Aufgaben belastete Piratenpartei“ in Deutschland haben einschleichen können.
    Man wird wohl erst die Nomadenweiterwanderung dieser dissoziativen politischen Kraefte in die AFD und andere neue Gruppierungen abwarten müssen, bis wieder glaubhafte, buergernahe piratige und konstruktiv effektive Grundsatzpolitik bei den Piraten ihren
    Platz wiederfinden wird.
    Leider wurden die extrem linken Stroemungen bei den
    Piraten wohl unterschaetzt.
    Nur den „rechten Ubernahmeversuchen“, wurde Paroli geboten, auch bedingt durch Hysterie und Angst vor Rechts in Deutschland und den damit verbundenen Medien Spektakel haben
    Sich Piraten unter Druck gesetzt und den linken Fluegel in seinem Machthunger unterschaetzt.
    Das wiederrum hat den linken Zellen innerhalb der Partei erst recht den Weg nach vorn erleichtert.
    Nun fuehrt diese Stroemung inzwischen zur Irritation bei den Waehlern und Buergern, die die Piratenziele aus den Gründerzeiten und die urspruengliche politische Transparenz und Netzkompetenz der Piratenpartei Deutschland bei der heutigen
    Linkslastigkeit gepaart mit mangelnden Netzkenntnissen leider vergebens suchen muessen.
    Wen wundern da noch die ruecklaufigen Wahlergebnisse?
    Mich nicht!
    Schade nur, dass einige politische Satelliten nun ihr narzistisches Ziel erreicht haben und inzwischen in einigen Parlamenten sitzen.
    Gut nur, dass der Waehler so kompetent war das dadurch entstandene politische Uebel nicht noch zu vergroessern.
    Man kann als politisch interessierter Buerger nur hoffen, dass sich „linke Emporkoemmlinge in der Piratenpartei“ durch politische Inkompetenz und unrealistische Forderungen selber persoenlich outen werden und sich die wahren Piraten durch ihre bisherige Kompetenz auch weiterhin in der aktiven politischen Arbeit davon differenzieren können und als weltweite Piratenbewegung auf Dauer profilieren werden.
    Abwarten auch junge Parteien können erwachsen werden.

    • Piraten-Bequemlichkeit
      Die haben sich nicht eingeschlichen.

      Die Piraten haben diese Leute wie zum Beispiel Anke Domscheit-Berg doch mit Kusshand genommen.

      Die Piraten haben sich dadurch aufgewertet gefühlt und sich diese Typen überhaupt gar nicht näher angeschaut. Eitelkeit wie in den Altparteien – ach – viel schlimmer.

      Es ist auch die Bequemlichkeit der Piraten, die nur zu gern andere Leute ihre Dinge erledigen lassen.

      Folgerichtig haben dort Lobbyisten und Geheimdienstler aller Color leichtes Spiel bzw. steigen vom toten Pferd.

  20. Der Artikel trifft es zeimlich gut
    Der Artikel benennt ziemlich gut die Probleme dieser Partei. Man hätte noch den Konflikt zwischen den Datenschützern und den Post-Privacy-Anhängern („Spakeria“) nennen können. Der hat auch dazu beigetragen, dass diese Partei als Datenschutzpartei an Glaubwürdigkeit verloren hat und vermutlich deswegen auch kaum von der NSA-Spitzelaffäre profitieren konnte.
    Die verschieden Konflikte behindern auch in anderen Bereichen eine vernünftige Weiterentwicklung des Parteiprogramms, schlicht weil eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist.
    Ich persönlich fand an dieser Partei auch attraktiv, dass hier mal mehrheitlich Menschen aus anderen Berufen aktiv waren, als bei anderen Parteien üblich. Das hätte neue Lösungsansätze in der Politik möglich gemacht. Aber auch das war bei den Spitzenkandidaten auf der Piraten-Liste nicht mehr. der Fall.

  21. Piraten
    Nun aus der Geschichte sollte man die Geschichte der Piraten kennen. Meist ungesetzlich, gewaltsam, ohne Regeln und am Ende ohne Kopf, siehe Störtebekker.

  22. Vom Feminismus und den Queers demontiert
    Ich war ein Mitglied der ersten Stunden und bin aus diesem Irrenhaus ausgetreten. Da ich den Werde-, pardon Niedergang persönlich miterlebt habe, möchte ich noch eine Ergänzung anbringen:

    Es ging nach unten, als die Feministinnen (z.B. Anke Domscheit-Berg, Frau Helm und vam. den Laden) geentert haben und aus postgender anfingen Pro-Feminismus zu machen. Dann kamen die Queers (alle, die nicht wissen, welches Geschlecht sie haben) dazu und mit den Eintreffen der Antifa ging es dann endgültig den Bach herunter.

    Das es zumindestens die Feminismus-Lobbyistin Berg nicht ins Europa-Parlament geschafft hat, freut mich i.ü. – und es hat auch den positiven Nebeneffekt, dass sich die Ausgaben für eine Bahncard erledigt haben dürften.

    • Anke Domscheit-Berg
      Anke Domscheit-Berg ist doch selbstverlogen und Frauenfeindlich und sexistisch.

      „Zumindest haben sich in meiner Schule Jungs und Mädchen gleichermaßen für Naturwissenschaften interessiert. Heute bekommen Mädchen schon in ganz jungen Jahren mit, dass es normal sei, wenn sie Mathe doof finden. So etwas ist hundertprozentig anerzogen.“
      http://www.zeit.de/2014/05/anke-domscheit-berg-faminismus-datenschutz-ddr-mauerfall

      Außer bei Anke Domscheit-Berg natürlich, die mit Technik nichts am Hut hat und der Zeit diktiert: „Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert.“

      Das hat ihr bei der Bahcard100 sicher geholfen – Danke Herr Alphonso:
      https://lqpp.de/smvmv/initiative/show/169.html

      An meiner universitären Hochschule in Dresden in der DDR waren nur etwa 10 bis 15 % der InformationstechnikstudentInnen weiblichen genitalen Geschlechts.

      Und sexistisch ist es überhaupt nicht, den Frauen zu unterstellen, sie seien nur falsch erzogen. Sie will dann sozusagen die Menschen zurecht therapieren wie individualitätslose Festplatten, womit sie sich ja auf die Seite der Schwulen-Umpoltherapierer geschlagen hat.

      Tatsächlich ist es so, dass Anke Domscheit-Berg gar nicht weiß, wovon sie redet. Sie hat einfach nur ein Thema bedient aus der Berechnung heraus, dass es ihr Zustimmung bringt und ihrer Karriere förderlich ist. Schön, dass sie sich bei der Europawahl verkalkuliert hat – vorerst.

    • nochmal der Hinweis
      Abgesehen davon, dass die Bindestrichfrau wahrscheinlich bewusst lügt, sollte sie mal die Forschung zu dem Thema zur Kenntnis nehmen. Ein Norweger (muss man immer wieder darauf verweisen?!) hat das mal – weltweit! – nachgeprüft, dies Gendergerede auf der einen Seite und die seriöse Forschung auf der anderen. Das Ergebnis kann man in Filmen bei Youtube ansehen, unter „Harald Eia“. In Norwegen ist seitdem dem Gendertralala der Geldhahn abgedreht worden.

    • @jeeves:
      Ich sage es ungern, aber dass jeglicher Genderforschung in Norwegen das Geld gestrichen worden wäre nach dem Fernsehbeitrag von Herrn Eia, scheint eine Legende zu sein. Unstrittig ist, dass dem Nordic Gender Institute (NIKK) die staatlichen Zuschüsse gestrichen wurden (aber geforscht wird da nach wie vor). Offizielle Lesart ist, dass eine Unternehmensberatung das Wirken des Instituts in die Öffentlichkeit als unzureichend evaluiert habe und daraufhin die Mittel gestrichen wurden. Dass Norwegen jetzt also vom Genderwahn geheilt sei aufgrund des Siebenteilers eines bekannten Fernsehkomikers, dürfte einer näheren Betrachtung kaum standhalten.

  23. Abtreibung nur bis zur Geburt?
    Nicht bis zum Abitur? Das ist jetzt mal schon ein bißchen halbherzig gedacht von den Piraten. Haben sich doch sonst auch nicht so.

  24. Ich gehe hoffnungsvoll davon aus, dass die Piratenpartei in weniger debil-hysterischen Zeiten
    die ein oder andere Doktorarbeit füllen wird. Die Zeitspanne, in der man sich von einer unideologischen, basisdemokratischen und um (echte) Toleranz bemühten Netzbewegung in eine faschistoid-dogmatische SED-Blaupause mit vernunftbefreiter Feindbildpflege und einer schizophrenen Verblendung (Wir sind für Euthanasie, bekämpfen auch geringfügig Andersdenkende mit unserem Ganzen Hass und ohne Rücksicht auf die Menschenwürde, maßen uns an, zwar heuristische aber dafür absolute Urteile zu fällen, zerstören innerparteiliche Gegner systematisch und pflegen einen narzisstischen Chauvinismus) entwickelt hat, die sie -gezielt selbstentkoppelt von jedem realitätsbasierten Feedback- nicht einmal ahnen lässt, wie nah sie ihr Verhalten und ihre Wahrnehmung eigentlich mittlerweile an diejenigen heran geführt hat, die sie zu bekämpfen vorgeben, ist schon bemerkenswert.

    Die (tragi-) komische Dimension dieser Partei ist jedenfalls nur schwer zu übersehen.

    • SED-Blaupause?
      Das mit der SED-Blaupause trifft es nicht. Die SED als staatstragende Massenpartei in einer, wohlwollend gesagt, „gelenkten Demokratie“ war weder nach ihrer Idee noch nach ihrer Organisation und Mitgliederstruktur vergleichbar, sondern im Gegenteil stark von angepassten, kleinbürgerlichen Bevölkerungsteilen geprägt, bis hin zum Politbüro des ZK. Diese ausgesprochen elitär-individualistische Attitüde wäre in der SED sehr schnell unterbunden worden.

  25. MLPD mit Internetanschluss
    Damit es alle in dIE Filt*SIE_bubble v*SIE_stehen:

    Die Pir*atINNNENNNNENEN!!!Parte* ist gescheitSIEt*_eins11! Das liegt an DIE tollen Themen_ durch die Kap*SIE_nden* P*SIE*tochter^^_n.

    Alles klar? Und wer den Text erfolgreich dechiffriert, hat so viel Freizeit, dass er/sie wohl schon BGE kassiert.

  26. Don, war das jetzt die Grabinschrift?
    Ich gebe zu – es hat etwas befriedigendes, weil das eingetreten ist, was ich den Piraten auf dem Höhepunkt ihrer Popularität vorhersagte: Scheitern. Nur ganz so armselig, erbärmlich, geistlos und wimmernd hätte es nicht sein müssen. Aber das war bei den jetzt führenden Leuten wohl unvermeidbar – den Typ kenne ich exakt aus westdeutschen Studentenparlamenten der achtziger Jahre.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  27. Klassischer Euphemismus
    Ist denn überhaupt eine Partei wählbar, wenn man – wie immer – Pest und Cholera ausnimmt? Und natürlich die AfD. Wäre die EU nicht zur Schuldenunion verkommen, würden doch längst die Panzer rollen. Alles wird schöngeredet. Niedrigzinspolitik sorgt für schleichende Enteignung der kommenden Generationen. Und niemand auf den Straßen. Wo sind die Studenten, gibts noch politisch Interessierte, oder sind die mit Facebook&Co. zu beschäftigt?

    • Und jetzt
      wird alles noch viel schlimmer!!!

      Aus den Getriebenen werden Gehetzte. Von wegen der Weg ist das Ziel, eher
      gefährlich ist es den EU-Leu zu wecken.

  28. Wunderbarer Text
    Grandioser Artikel, der wirklich alles punktgenau anspricht, was der Basis an der Partei nicht passt. Kudos! Bitte noch mehr davon!

  29. Außerdem:
    Mir tut es ehrlich gesagt wirklich Leid für engagierte Piraten wie z.B. Simon Lange, die wirklich noch die Grundsätze und Ideen der Piratenpartei zu ehren scheinen, und die vom linken Flügel rausgemobbt werden…

  30. Liquid
    Ihr habt durch die Ablehnung von Liquid Democracy jeden Anspruch zur Verbesserung der Demokratie verloren und seit deshalb zurecht nicht gewählt worden. Politik 1.0 können die Grünen und die Linkspartei besser!

  31. Linke?
    Leider wird immer wieder von „links“ geredet, ohne zu beachten, dass ganz links schon wieder rechts ist. Also links als Qualifizierung hier absolut ungeeignet ist.

    • Ich bin da eigentlich ein Freund klarer Differenzirrung, selbst wenn es manchen geraten scheint, schnell mit dem Nazibapperl zu kommen. Über Totalitarismus kann man aber reden.

  32. Titel eingeben
    Die Piraten sind für Menschenrechte, wollen aber an der Gefängnis-Psychiatrie festhalten.

    Die Piraten sind gegen Zensur, zensieren aber fleißig.

    Die Piraten sind für das Soziale, wollen aber die gesetzliche Rentenversicherung abschaffen.

    Die Piraten sind für Basisdemokratie – Pech nur für diejenigen, die nicht zum Parteitag fahren können.

    Die Piraten mobben und werfen raus, grenzen aus.

    Wer Sacharbeit machen will, gilt als Bedrohung, weil sich dann herausstellt, dass die angeblichen Ziele gar nicht darauf geprüft sind, was hinten dabei heraus kommt, funktionierende Konzepte nicht vorhanden sind.

    Interessiert nicht. Man kann ja erst mal alles falsch machen, man hat ja gute Ziele. Da stört es dann auch nicht, wenn das Gegenteil von gut dabei herauskommt.

    Die Berliner Piraten haben den zum Glück gescheiterten Berliner Energietisch unterstützt. Ganze ca. 120 bis 130 Berliner Piraten haben sich bei der Erhebung eines Meinungsbildes für eine Unterstützung des Energietisches allgemein ausgesprochen. Diese überwältigende Mehrheit der Berliner Piraten hat genügt, um dann zu entscheiden, mehrere tausend Euro an den Energietisch zu spenden.

    Die werden noch die letzten vergraulen, denen es um Sachpolitik geht und dann keinen Insolvenzantrag stellen, weil das Geld dafür nicht da ist.

    Die Bahncard100 sollte für die Häuslebesitzerin Anke Domscheit-Berg, auf den Wahlzetteln als Unternehmerin angegeben, bei McKinsey und Microsoft beschäftigt gewesen, gespendet werden.

    Allein die Wahl dieser Frau auf die Europaliste steht für die Unfähigkeit der Partei, sich ihre eigenen Leute anzuschauen. Gut dass diese Frau es vorerst nicht geschafft hat, Europaabgeordnete zu werden.

  33. Piratenlos
    Soviel dazu.

  34. Titel eingeben
    Wir haben eine Netzpartei verloren und eine Antifapartei gewonnen. Gerade im Zuge der NSA Affäre ist das eigentlich sehr sehr traurig.

  35. Weltraumaufzug
    Nunja, in anderen Parteien werden die Visionen vermisst. Sogar bei den Grünen wird beklagt, dass man sich bei der Raumfahrt ein Denkverbot zugelegt hat. Raumfahrt ist ne ganz gute Sache, um den Kopf freizumachen. Oder haben Sie noch nie Science Fiction gelesen?

  36. Die echte "Anatomie" des Piraten-Desasters schaftt es hoffentlich wirklich in eine Doktorarbeit,
    es wäre eines der lehrreichsten Werke für eventuelle Nachfolger bei der Fehlervermeidung. Denn eines ist klar – das Desaster war von vornherein unanwendbar, es waren die (vollständig fehlenden) Strukturen, nicht die Menschen. Bestimme Menschengruppen werden von fehlenden Organisationsstrukturen in Verbindung mit Erfolgsgeruch immer magisch angezogen, der Vergleich mit Aasgeiern liegt nicht fern.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Es war nicht so, dass niemand es den Piraten gesagt hätte.
      Hallo Herr Haupts,

      nein, dafür bedarf es keiner Doktorarbeit. Es reicht, wenn man sich >2000 jahrealte philosophische Gedanken aus Griechenland zu Staatsstrukturen und deren Problemen mal näher ansieht.

      Wer diese theoratischen Gedanken mit der heutigen Wirklichkeit abgleicht – die Griechen hatten recht. Die westlichen Demokraturen sind vielmehr die Realisierung des schlechtesten Ideen.

      Hauptproblem des praktizierten Systems ist, dass es narzistische Arschlöcher magisch anzieht und über eine negative Selektion resultierend aus bekanntem Herdenverhalten ganz nach oben befördert.

      Die Piraten sind ein Paradebeispiel für politische Schwarm-Idiotie.

      Und auf der Strasse kamen Warnungen von frustierten Ur-Grünen, Alt-Piraten wiesen auf U-Boot, Intrigen, Unterwanderung und AgitProp hin – und Alle wurden ausgelacht!

      Immer schön jeden Depp aufnehmen, ohne Prüfung ob diese Person tatsächlich die gleichen Ziele hat wie das kleine Grüppchen der Netz-Piraten vor 2009.

      Somit waren die Netz-Piraten ab Mitte 2010 nur noch Minderheit in der Partei. Und die ursprünglichen Themen der Piraten waren dann ebenfalls Geschichte. Dann kann das Vollprogramm ;-)

      Man lerne aus der Geschichte!

      Und merke: Wenn man eine Partei aufmacht um sich der Freiheit im Netz zu widmen, dann sollte man dies bei Gründung der Partei auch gleich so festschreiben. Als einziges Thema. Und sollten alle Ziele der Partei erreicht werden, erfolgt die Auflösung der Partei.

      Warum? Weil die Möglichkeiten eines freien Internets ohne Zensur auch sämtliche anderen humanistischen Themen wie Bildung, freie Meinung, Basisdemokartie usw. ebenfalls befördern! Jeder kann mit Jedem reden und sich informieren, statt sich über ÖR-Propaganda-TV verblöden zu lassen. Man kann sich sogar mit anderen Menschen über das Netz zusammenschließen – auch gegen das politische Establishment.

      Und wenn man Leute in die Partei aufnimmt, dann sollten diese sowohl die technischen Grundlagen des Netzes, sowie alle daraus resultierenden Vorzüge, Angriffspunkte etc.pp auswendig kennen und in der Diskussion ausgiebig auf radikale Anwandlungen und Ansichten geprüft werden – dies filtert alle linken und rechten Dampflabberer und Ideologen aus.

      Leider wollten die Piraten nicht hören (oder es war bereits zu spät und die U-Boote bereits in der Mehrzahl).

      Aus einem Haufen von Netzfreaks mit sozialen und demokratischen Idealen wurde in kürzester Zeit der Sammelpool für sexuell und sozial Gestörte, linke Parasiten, Dummschwätzer und narzistische Selbstdarsteller.

      Ansonsten: Eine Partei muss gewählt werden, damit sie ein Ziel erreichen kann. Das geht nur mit einer einheitlichen Linie der Partei, ja und eben auch Gesichtern und Biographien, welche dem geneigten Wählern zumindest das Gefühl geben, dass diese Person die Wahlversprechen auch umsetzen kann.

      Mit Sozialschmarotzer a la Ponander, oder Leuten, welche nicht mal für sich selbst sorgen können, aber große Politik machen wollen (und ein leistungsloses fettes Einkommen kassieren) – damit gewinnt man keine Wähler.

      Somit ist der Vergleich mit den Assgeiern mehr als treffend.

      Wobei die Mahlzeit jetzt vorbei sein dürfte… ;-)

      Gruss,
      ein Ex-Pirat

    • Tröten
      Da haben sie was richtig erkannt: „…sexuell und sozial Gestörte, linke Parasiten, Dummschwätzer und narzistische Selbstdarsteller.“

  37. Titel eingeben
    Für eine vernünftige sozialliberale Partei sollte ziemlich viel Platz im Parteienspektrum sein, zumal in Zeiten einer GroKo und massiver Verletzungen der Grundrechte der Bürger. Es sollte recht viele Menschen geben, die sich weder für eine technokratisch-bürokratisch veranlagte SPD voll erwärmen können, noch für die Grünen, z.B. bei Berücksichtigung der eigenen Stromrechnung oder der übertriebenen und gänzlich unwirtschaftlichen Vorschriften zur Häuserdämmung. Wir haben einen Wust an Regeln und Vorschriften, welche gerade kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Bestand bedrohen bzw. verhindern, dass Menschen Unternehmen gründen. Wir haben im sozialen Bereich nach wie vor viel zu tun, während die Beamtenpensionen oft (sogar: in der Regel) deutlich überfinanziert sind. Wir stecken zu viel Geld in die Rüstung und zu viel Geld in eine bürokratische EU-Landwirtschaft, die vor allem Großverdienern, Großbetrieben und Eigentümer größerer Landgüter nützt – aber das massiv zu Lasten der Steuerzahler. Die Freiheiten im Internet sind bedroht (bzw. teils über die NSA kassiert worden), es gibt nach wie vor Abmahnwahn und eine zeitgemäße Reform des Urheberrechts, bei der die Künstler/Autoren und die Allgemeinheit profitieren und nicht die Rechteverwaltungsfirmen, die steht noch aus.

    Für sozialliberale Piraten gäbe es noch viel zu tun. Da sind noch dicke Bretter zu bohren. Für linksradikale Wirrköpfe hingegen, da genügt es, sich am „Feind“ zu reiben, den Flughafen Berlin einfach als Ruine stehen zu lassen (und weit entfernt in der Brandenburger Brache einen Flughafen zu bauen), sich über Weltraumaufzüge und ein Europa ohne Außengrenzen zu begeistern.

    Die Piratenpartei steht am Wendepunkt.

  38. Aber ein Versprechen
    haben die Piraten eingehalten: Sie wollten die innerparteilichen Entscheidungsvorgänge
    transparent machen.
    Das tun sie. Da kann man nicht meckern.

  39. Analyse
    Disclaimer: ich bin weder Parteimitglied, es spiegelt nur meine Meinung wieder

    Also wenn was ich hier so alles Lese ist ja vielfach aus dem Kontext gerissen.

    > 1. Die Spitzenkandidatin Julia Reda. Ungeniert und ohne die viel gelobte Basisunterstützung forderte die gerade eben mit > dem Studium fertige Politikerin unter anderem den Bau eines Weltraumaufzugs, […] ist.

    Ironiedetektor kaputt? Da das Motto grenzenlos war, bot es sich an.

    > Ihre bisherigen politischen Leistungen lagen vor allem in der Leitung der Jungen Piraten […] Antifakongress befürwortete.

    Themen statt Köpfe (war zumindest bis zur BTW13 das Motto)

    > Die Jungen Piraten selbst waren als Organisation in der Vergangenheit neben schrillen Tönen vom linken Rand eher durch
    > katastrophale Buchführung und nicht entlastete Vorstände aufgefallen.

    und Julia Reda hat damit genau was zu tun, dass der Vorstand davor Mist gebaut hat?

    Die Junge Piraten sind ein eingetragener Verein und haben bis auf den Parteitagsgeschluss, dass es die Jugendorganisation ist nicht zwingend Synergien. Man kann ja mal das „Programm/Leitlinien“ vergleichen und wird feststellen, dass da grobe Unterschiede enthalten sind.
    Zum Thema der JU allgemein: die FDP hatte afaik 4 JU seit ihrem bestehen. Immer wenn eine Organisation zu „radikal“ wurde, wurde diese abgelöst (siehe JuLis vs. Jungdemokraten).

    > Bei einer in den letzten beiden Jahren von Linksradikalen dominierten Partei, die mitunter Antifafahnen auf ihren
    > Parteitagen aufhängt, kam sie offensichtlich besser an […]

    Der schöne Linksradikalismus, der außer zur Selbstdarstelle wenig gebräuchlich ist und mit welchem wissenschaftlichen Mittel wurde „dominiert“ ermittelt? Twitter, ner Glaskugel was anderes?

    > 2. Netzthemen nur am Rande: Andere linke Parteien sagten den Wählern, dass sie gegen das Freihandelsabkommen mit den USA kämpften, und konnten durchaus Erfolge vorweisen.

    Netzneutralität steht im Programm und wurde kommuniziert. Unterstützung für copywrongs.eu .

    > […] Die Piraten stellten lieber die unverständliche Abkürzung TTIP in den Vordergrund.

    ich habe jetzt mal nach Tagesschau und TTIP gesucht und TTIP war öfter zu finden, als Freihandelsabkommen. Das gleiche sagt mir Google Trends auch.

    > 3. #Bombergate […] parteiinterne Kritiker herziehen lassen. Nur ist das alles eher nur so mittelklug, wenn man auf einem nicht ganz aussichtslosen Platz 5 die Liste der Piraten ziert und auch nicht plant, diese Liste von der eigenen Person zu befreien, wenn das alles rauskommt und der bestimmende Wahlknaller der Partei wird.

    Abgesehen davon, dass die Aktion dämlich war, muss ein Kandidat den Listenplatz selbst räumen. Selbst wenn ein PAV wirken sollte, gilt der Platz immer noch.

    > 4. #kBuvo: […] Verständnis für die Krawalle in Hamburg und enge persönliche Verflechtungen […]
    der angebliche Angriff auf die St. irgendwas Wache in St. Pauli und Gefahrengebiet?

    > Nach dem Rücktritt der bisherigen Mitglieder war der Vorstand zwar handlungsunfähig, setzte sich dann aber selbst
    > als kommissarischen Bundesvorstand ein und nahm in seiner Machtfülle auch gleich noch ein neues Mitglied ohne
    > jeden Basisentscheid auf.

    guck mal die Satzungen der CDU an. Ohne sowas ist ein komplettes Organ handlungsunfähig.

    > […], und zwar in Halle ist Ostdeutschland – möglichst schwer erreichbar für die eher sozialdemokratisch eingestellten > Landesverbände Westdeutschlands.

    gewagte These. durch welches statische Mittel hat ergeben, dass es die Landesverbände Westdeutschlands sind, die sozialdemokratisch eingestellt sind?
    und der letzte Parteitage wiel Neumünster waren von Punkt X in Deutschland wie weit entfernt?
    Hinzu kommt der finazielle Aspekt und freiwillige Helfer.

    > 5. Demotivation der Mitglieder: […]
    da trägt doch jedes hochgepushted #gate bei. Ob nun Finanziell oder Manpower. In Berlin kann man gut Wahlkampf machen, aber in Flächenländern eher nicht.
    Wenn zu nen Auftritt die Presse nicht einmal etwas schreibt, sondern ein Großteil der Berichterstattung sich über AfD; CDU und SPD dreht.

    > Die Partei hatte aber auch auf der Liste weit vorne eine Person, die Wahlkampfauftritte und Buchpromotion verknüpfte [citization_needed]
    > […] finanzielle Mittel für eine Bahncard gehabt hätte, und dieses Bestreben neben ihrer Sicht des Feminismus in den Vordergrund stellte.
    und wenn sich die Zahlen anguckt, haben afaik 3 Landesverbände dafür gezahlt. u.A. Berlin, die mehr Geld als andere LV haben

    > 6. AfD und sonstige Feindbilder: […] Links gegen Rechts […]

    kann es sein, dass du offizielle PM mit Twitter verwechselst?
    Nur weil ich z.B. also Nazis die „Stirn“ bietet und mich an einer Schublade eingeordnet?

    > Legt man die alten Ideale ab, stellt man Bürgerbeteiligung in den Hintergrund und will man gar nicht mehr als offene Plattform […]

    es gibt min. Landesvorband in denen ohne Mitgliedschaft ein Antrag eingereicht werden kann.

    tl;dr: natürlich steht in diesem Artikel vieles drin, was nicht hätte sein können. Aber er liest sich teilweise wie ein Aufreger, dass man mit Antifa oder antifaschistisch schreibt, oder Kooperationen statt finden (bsp: Asyl, es gibt ja noch einge Bundesländer in denen es eine Residenzpflicht gibt).
    Zusammenfast würde ich sagen, dass viele Wähler/Mitglieder durch bestimmte Äußerungen von $Personen verprellt wurden. Wobei manche äußeren tranzparent statt fanden und diese Auslöser für ein #gate wurde.

  40. Ist es das
    eigentlich wert sich mit dieser „Partei“ noch auseinaderzusetzen? Da hatten, glaube ich, die Besetzer der Hafenstrasse eine höhere Wertigkeit.

  41. OT
    Die jüngeren Journalisten können einem Leid tun, insbesondere wenn sie aus dem Ausland
    berichten.
    Der eine erkennt eine Putschregierung und attestiert den Nichtwählern eine demokratische Reife
    ( Ägypten ) .
    Der andere kann keine Putschregierung erkennen und findet es legitim auf eine unbotmäßige
    Bevölkerung zu schießen (Ukraine) als Zeichen fortschreitender Demokratisierung.

    …und so stolpern sie orientierungslos durch die politische Botanik.

  42. Richtlinien und Ideale - 2. Juli 2036
    bai jun saß in seinem wohltemperierten kommandozelt und betrachtete versonnen das stückchen stoff, das er zwischen seinen fingern hielt.

    es handelte sich um eine amrikanische flagge in miniaturausführung, um ein abzeichen, das sich jemand von der uniformschulter gerissen und achtlos zu boden geworfen hatte. just an derselben stelle, auf dem selben, die weite wüstenei der gobi überblickenden hügel, hatte general bai jun wenig später sein hauptquartier errichten lassen.

    bai ließ das schulterabzeichen durch seine finger gleiten. rot und blau, sterne und streifen. die amerikaner, wie sie sich selbst nannten, hochmütig die bewohner der anderen staaten des doppelkontinents unterschlagend, hielten große stücke auf ihre fahne. fliegeroffiziere verstanden sich normalerweise erst recht als patriotische speespitze. schließlich stellte ihr heimatland ihnen teure, privat unerschwingliche hightechspielzeuge zur verfügung und adelte sie damit zu beherrschern der lüfte. in china wie auch den usa wurden sie wie halbgötter verehrt.

    trotzdem hatte major perry rhodan sich diesen winzigen und so sehr mit bedeutung aufgeladenen stofffetzen von der schulter gerissen und ihn im staub der gobi liegen gelassen. als zeichen seiner desertion. als symbol dafür, dass er sich woanders hin ausrichtete und seine vergangenheit hinter sich ließ. im austausch gegen eine ungewisse zukunft.

    „bewunderswert“ dachte bai jun, er empfand hochachtung für diesen rhodan, der „all in“ gegangen war, trotz seines nicht gerade überragenden blattes. …“

    (perry rhodan – die zukunft beginnt von vorn – der teleporter, s. 115f)

  43. Anke Domscheit-Berg
    Ich bin ja nun gespannt, wie es mit der Liason von Anke DB und den Piraten weitergeht, nachdem es ihr vorerst nicht gelungen ist, über die Piraten an das große Geld zu kommen.

    Schätze, Sie wird sehr bald abspringen.

  44. sabrina.schwanczar@web.de
    Zitat:
    „Hallo, ich habe am Samstag einen interessanten Artikel von Anke Domscheit-Berg in der FAZ gelesen. Daraufhin habe ich mir diesen Artikel angesehen, und nun folgende Änderungen durchgeführt:
    Unternehmerin durch Unternehmensberaterin / Aktivistin / Publizistin ersetzt. Mit dem Begriff Unternehmer/-in werden landläufig Menschen bezeichnet, die ein Unternehmen gegründet haben und es betreiben. Freiberufler fallen nicht unter den Begriff. Ob und wie jemand Eigenkapital gegeben hat, und so das unternehmerische Risiko trägt, lässt sich von außen schlecht feststellen. Es gibt jedoch als Anhaltspunkte die Gründung einer Kapitalgesellschaft, die Anmietung von Geschäftsräumen und die Anstellung von Mitarbeitern. Dafür gibt es bei Anke Domscheit-Berg keine Belege.

    fempower.me und opengov.me sind erstmal nur Websites, ein Impressum gemäß Impressumspflicht fehlt gleich ganz. Im Handelsregister sind Firmen mit diesem Namen unbekannt.

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Anke_Domscheit-Berg#Einleitung_und_Kategorien

    Schätze – die Piraten werden noch viel Freude haben.

  45. Artikel der Frankfurter Allgemeine über die Piraten
    Liebe Redaktion, die Zeiten in denen ich ihr Blatt gelesen hatte, sind schon lange vorbei.
    Heute bestätigen sie mir erneut, dieses nicht mehr zu lesen.

    Die Stigmatisierungen von Ihnen als Journalisten und Redakteuren ist einfach nur noch Nervtötend.
    Was hetzen sie über die Piratenpartei, ziehen einen Vergleich mit linken Splittergruppen?
    Ebenso einen Vergleich zu Links wäre schlechter als ihre verherrlichten sogenannten etablierten Parteien, die meist nur an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert sind?
    Ansonsten würden diese Volksvertreter sein, keine Lobbyistenvertreter der Konzerne.

    Ihre Zeitung ist nach meiner Meinung nicht mehr in der Lage, in sachlicher Form, mit vernünftiger journalistischer Recherche zu schreiben.

    Was mich aber wirklich schockiert, das sie die Gefahr der rechtspopulistischen Parteien herunterspielen und nicht recht wahrhaben wollen.
    Das will und kann ich nicht mehr aktzeptieren.
    Meinetwegen können sie mein Schreiben zensieren, macht langsam Schule.

    Nie wieder Nazis, nie wieder Krieg von deutschem Boden aus!

    Das haben wohl alle schon vergessen?

    • Bitte Dienstweg einhalten !
      . Sehr geehrte „Kontrollinstanz“
      .
      Bitte halten Sie bei Beschwerden bitte immer den Dienstweg ein.
      .
      d.h.: Zuerst einen Brief oder Anruf beim Chefredakteur/Inhaber
      mit der Anweisung diesen unfähigen „Don Alfonso“ sofort zu entlassen.
      .
      Ein Kommentar in diesem Forum hat leider keine weiteren Kosequenzen,
      da diese in den oberen Etagen nicht gelesen werden.
      .
      Dies sollte Ihnen als erfahrene Kontrollinstanz eigentlich geläufig sein.

      MfG

      Der Vadder

  46. Titel eingeben
    Moin,Moin,

    Danke für die erhellenden Zusammenhänge :) Leider vergisst die FAZ zu erwähnen, dass die AfD fast 7% geschafft hat. Wohl auch, weil viele Menschen in diesem Land verzweifelt (bei AfD: irrational) aus einem System auszubrechen suchen, das längst nicht mehr Arbeit für jeden hat … und eine Zukunft. In Deutschland leben wir in einer Oase – und im restlichen Europa brennen die Vorstädte. Vielleicht versuchen deswegen CDU/CSU und SPD an der Verfassung zu sägen (Karlsruhe war in den letzten Jahren im Dauerstress wegen knapp 50 verfassungswidrigen Gesetzesvorhaben), vermutlich leben wir deswegen in einem Überwachungsstaat, vor dem gerade der Herr Generalbundesanwalt kapituliert hat und vermutlich deswegen hat die Greisen-Generation sich noch aufs Trefflichste bei der Rentenreform bedient, so dass Kinder und Kindeskinder nicht nur die Last tragen werden, sondern auch selbst nichts mehr davon haben (in Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50%). FAZ schreibt nie von der Bequemlichkeit der Menschen, von der Trägheit im Denken, nie vom Mut zur Veränderung und den extremen Schmerzen mit denen „Revolution“ in Deutschland im Zeitlupentempo abläuft. Alles nur auf Pump. Wo, bitte, liegt denn die Zukunft einer Frau Merkel mit einem korrupten Wirtschaftssystem, das Menschen bei Amazon & Aldi arbeiten lässt, die Innenstädte radikal entvölkert hat und das einzig auf wahnwitzigem Wirtschaftswachstums fußt? Das, was wir „TTIP“ nennen ist das Ermächtigungsgesetz der Wirtschaft und BER, Elbphilharmonie und Stuttgart21 sind Menetekel einer völlig aus dem Ruder laufenden Welt. Aber Hauptsache Fußball.

    Nein, unsere Politik ist nicht am Ende. Wir haben nur noch nicht (richtig) angefangen.

    *oups* … 3:50 Uhr … immer diese nächtlichen Wahnattacken ;-)

  47. Pingback: Politik mit Ernst & Erna | emannzer

  48. Titel eingeben
    Also ich sehe nicht, was diese Runtermache soll. Wir Piraten (ich gehöre dazu) stehen hinter Julia. Wir stehen hinter ihr, sonst hätten wir sie nicht zur Wahl aufgestellt. Wir sind nicht linksradikal, sondern vorne – und wir sehen Nazis nur dort, wo auch welche sind. Wir haben keine Halluszinationen.

    Und wir sind nicht zerstritten. Jedenfalls fühle ich mich von keinem Piraten beleidigt.

    Zugegeben, dass eine Piratenpartei sich zerstreitet kann vorkommen. In Österreich ist genau das vor ein paar Jahren passiert und führte zur vorübergehenden Handlungsunfähigkeit der dortigen Piratenpartei. Aber die Piratenpartei Deutschland ist zur Zeit nicht zerstritten und das wird auch für die absehbare Zukunft so bleiben.

  49. Piraten ???
    .
    „Okay Houston. Hey, we’ve got a problem here.“

  50. Kleine Korrekturanmerkung
    Martin Kliehm, der hier mit der Rechtfertigung des Eierwurfs auf der AfD-Veranstaltung in Verbindung gebracht wird, war nicht die Nummer 9 der Europawahlliste der Piratenpartei, sondern die Nummer 11. Die Nummer 9 war ich und ich möchte nicht versehentlich mit dieser Aussage in Verbindung gebracht werden, da ich Gewalt als Mittel des politischen Diskurses ablehne. Auch wenn der Artikel schon älter ist, wäre ich für eine Korrektur sehr dankbar.

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