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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Die Tränendrüse des digitalen Zeitalters

| 44 Lesermeinungen

Hier könnten Zensursula und Freunde der Vorratsdatenspeicherung noch etwas lernen: Ein virales Video der Gruppe Hollaback zeigt, wie man Eigeninteressen fördert - mit viel Emotion und ohne Kontext.

Es gab den Plan, einen Pranger im Internet einzurichten. Dieser Pranger ist, wie so vieles, auf den ersten Blick eigentlich gut gemeint gewesen– es geht darum, Ort, Zeit und Sachverhalt sexueller Belästigung an Universitäten darzustellen. Aber wie es nun mal mit Prangern im Internet so ist, schreiben können dort im Prinzip alle, und was eine Belästigung ist, können sie selbst definieren. Oder auch aufbauschen. Oder sich Identitäten erfinden, um so etwas zu tun. Internetpranger sind dafür besonders anfällig. Im normalen Leben gibt es Universitätsmitarbeiter, Ermittlungsbehörden und Gerichte, die darüber befinden, was nicht akzeptabel ist, und Strafen aussprechen, aber dieser Pranger macht es nicht nötig, sich an sie zu wenden. Mit einer App sind Betroffene in der Lage, ihre Erfahrungen sofort zu berichten, und die Organisation dahinter hat das veröffentlicht. Ganz modern, mit Karte und Visualisierung.

Dazu ist es in der eigentlich gewünschten Form nicht gekommen. Die Organisation ist mit dem Versuch, dieses Projekt per Crowdfunding zu finanzieren, gescheitert. Vielleicht, weil diese Organisation eine Sprache bemüht, die Interessierten signalisiert, dass hier eher eine harte Sichtweise vertreten wird: „Survivors“ ist das Wort für Betroffene, und generell wird eine „zero-tolerance“-Kultur gegen sexual Harassment gefordert. Auf der einen Seite ist da ein recht sektiererischer Eindruck, auf der anderen Seite ist das Vorgehen der Gruppe mit starker Emotionalisierung nicht wirklich so wissenschaftlich, wie man sich den Anschein geben möchte. So wird erst umfassend aus dem schockierenden Bericht einer Betroffenen zitiert, um dann die erschreckend klingenden Ergebnisse von Untersuchungen zu präsentieren. Wie aussagekräftig die eigenen Untersuchungen sind, an deren freiwilliger Beteiligung vor allem Betroffene interessiert gewesen sein dürften, wird nicht debattiert. Aber die Zahlen sind wirklich heftig. 51% der männlichen Studenten, so die Organisation, gebe laut einer anderen Studie selbst zu, andere sexuell zu belästigen.

Auf der Kampagnenseite steht das ohne direkten Hinweis darauf, wo die Zahl eigentlich herkommt. Wer sich auf die Suche begibt, findet eine Studie des Jahres 2006 der American Association of University Women, einer Lobbyorganisation, die sich besonders dem Kampf gegen Ungleichheit, Benachteiligung und sexueller Belästigung verschrieben hat. Wer sich die Studie mit ihrer eher fragwürdigen Methodik zu Gemüt führt, wird sich vielleicht etwas wundern, denn die Definition von sexueller Belästigung der besagten Survivors ist selbst definiertes „unwanted and unwelcome sexual behavior“, und dessen Grenzen sind recht weit gesteckt; nicht nur Vergewaltigung oder Missbrauch, sondern auch

Made sexual comments, jokes, gestures, or looks

und

Showed, gave or left you sexual pictures, photographs, web pages, illustrations, messages or notes

Nach dieser Definition hätte dieses nichtpuritanische Blog längst abgeschaltet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden müssen, denn in den letzten Tagen wurde es als Gefahr für die Meinungsfreiheit von radikalfeministischen Autorinnen und ihren Helfern eingestuft, weil es sich über einige gehässige Marotten von Aktivistinnen berichtete, und gern Bilder von leicht bekleideten Frauen des Rokoko zeigt. Wissenschaft ist eigentlich die neutrale Untersuchung von Ereignissen und nicht Lobbyarbeit, deren scheinbar dramatische Ergebnisse nur möglich sind, wenn als unerwünscht empfundene Blicke schon als „sexual harassment“ definiert werden. Letztlich bleibt davon bei der Kampagne für den Internetpranger nur das Totschlagargument von „51% der männlichen Studenten“ übrig, und in einem weiteren Beitrag einer Aktivistin wird das nochmal schlimmer.

Studies show that 51% of college men admit to harassing their female counterparts, which of course means the reality is much, much worse.

Aber wie schon erwähnt, die Initiative ist gescheitert, und auch, wenn sich in Deutschland die Boell-Stiftung hinter eine weitere derartige Studie klemmt, ist Hollaback bislang eine kleine, obskure und nicht sonderlich erfolgreiche Pressure Group gegen das gewesen, was sie als sexuelle Belästigung auffasst. Zumindest bis vorgestern.

Vorgestern ging ein Video durch die Decke, das zeigt, wie eine normal bekleidete, junge Frau, stur gerade aus blickend, innerhalb von zehn Stunden in New York über hundert mal belästigt wird. Der Film ist von Hollaback zusammengeschnitten und zeigt alles von einem wirklich gefährlich wirkenden Mann, der die Frau verfolgt, über sogenannte „Catcalls“ wie „nice“ bishin zu einem „Have a nice evening“, was der Verfasser dieses Beitrags auf dem Weg zum Bäcker auch mehrfach gegenüber wildfremden Rentnern ohne jeden Hintergedanken äussert, weil man das hier halt so macht. Aber das ist eine subjektive Definitionsfrage, im Video offensichtlich „unwanted“ und damit Harassment, und geht im Moment auf 20 Millionen Views zu. Das wird zur Kenntnis genommen, darauf springen die Medien an und verbreiten es weiter. Mit welchen Begrifflichkeiten Hollaback argumentiert, welche Ziele sie haben und ob die erhebliche Differenz zwischen der allgemeinen Auffassung von sexueller Belästigung und dem, was die Gruppierung daraus zum eigenen Nutzen machen will, sinnvoll sind, wird nicht weiter angesprochen.

Es ist ein wunderbares Beispiel der Verführung, die mit solchen Netzphänomenen möglich sind : Über die Verbreitung geht der Kontext verloren, und gegen sexuelle Belästigung, so die implizierte Aussage, sollten wir doch alle sein – unterstützt Hollaback, die Aufklärer, die zeigen, wie schlimm das alles ist. Teile des Internets gingen noch auf die Barrikaden, als Ursula von der Leyen mit einer ähnlich an das gesunde Volksempfinden appellierenden Kampagne Netzsperren wegen Kinderpornographie durchsetzen wollte. Als Stephanie zu Guttenberg im Fernsehen Pädophile vorführen liess und ihre Prominenz nutzte, um das Internet als besonders gefährlichen Ort des Kindesmissbrauch darzustellen, gab es aus dem Internet geharnischte Proteste. Man sah deutlich, wer hier die Freiheit mit extremen Beispielen einengen will, und welche Interessen im Hintergrund zu finden sind. Der Kontext entscheidet über die Beurteilung, und Hollaback, die jahrelang mit ihrem Kontext auf keinen grünen Zweig kamen, haben jetzt den Kontext weggelassen, und weltweiten Erfolg für ihre Kampagne.

Die Ironie an der Geschichte: Möglicherweise haben sie selbst mit diesem durchschlagenden Erfolg so nicht gerechnet und keine weiter reichende Kampagne initiiert. Das Video steht für sich selbst, aber mehr als das bisherige Anliegen mit den Geschichten Betroffener wird dadurch nicht gefördert. Und dann gibt es auch noch andere Gruppierungen, die ihre Benachteiligung in die Öffentlichkeit tragen wollen: Ausgerechnet dieses Video wird wegen Rassismus kritisiert, denn aus Sicht von schwarzen Bürgerrechtlern zeigt es, wie eine weisse Frau von hauptsächlich nichtweissen Männern belästigt werden. Es folgt nach dieser Interpretation einem alten, rassistischen Schema, und es wird der Hintergedanke unterstellt, Hollaback würde mit der Bedrohung einer weissen Frau durch schwarze Männer vor allem reiche, weisse Spender ansprechen wollen. Der eigentliche Kontext der Gruppe geht zwar verloren, ein neuer, aber auch nicht schöner Kontext wird daran festgemacht. So ist das, im Internet. Es fehlen eigentlich nur noch die Quotenanhänger, die Hollaback vorwerfen, den viel schlimmeren Aspekt der Benachteiligung durch gläserne Wände im Berufsleben durch weisse, heterosexuelle, mächtige Männer zu ignorieren.

Das hier ist die andere Realität, ein offener Brief von Juraprofessoren in Harvard, die sich bitter über neue Richtlinien der Hochschule zum Thema „sexual Harassment“ beschweren. Die Richtlinien entsprächen in keiner weise dem, was sie ihren Studenten als gerechtes Verfahren beibringen, die Bezichtigten hätten kaum Möglichkeiten, sich innerhalb der Universität gegen die Anschuldigungen zu wehren. Das ist die andere Seite, dummerweise hat sie kein schockierendes Video, sondern nur ein althergebrachtes Medium und Argumente und Zusammenhänge, die kaum zur Kenntnis genommen werden.

Auch das ist Teil des Kontextes, in dem das Video steht. In diesem Kontext sind Morddrohugen gegen die Schauspielerin genauso wie die Frage, was das Fehlverhalten ist, wer darüber entscheidet und welche Konsequenzen zu ziehen sind. Hollaback steht, wie so oft im Bereich der viralen Ereignisse, für Partikularinteressen, für „zero tolerance“ und einen möglichst weiten Begriff, und darüber müsste man einmal reden, bevor die nächste Serie mit getwitterten Witzen über den Öttinger oder den Berliner Flughafen die Aufmerksamkeit der Massen beansprucht.

HINWEIS:

Siehe auch im Kommentarblog

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44 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Es gibt offenkundig zwei Probleme. Erstens ein zweifellos vorhandes Problem mit der regelmäßigen Belästigung von Frauen, die teils sogar bedrohliche Züge aufweist. Zweitens ein Problem mit der Gruppe Hollaback, die jegliches Flirtverhalten, ja sogar ein einfaches „Hallo!“ zu „Harassment“ erklärt, mehr noch, die Betroffenen eines „Einen schönen guten Tag!“ gar zu „survivors“.

    Es fällt mir nicht schwer, die Gruppierung Hollaback für komplett übergeschnappt zu halten, und gleichzeitig das *echte* Belästigungsproblem (das auch abhängig ist von Stadtteil, sozialer Lage etc.) für ein Problem, das erheblich bedeutender ist. Einfach, weil es mit Abstand mehr Menschen betrifft.

    • Das ist auch nicht zu bestreiten. Die Frage ist nur, was letztendlich demokratisch legitimiert getan werden kann. Und da hätte ich gern eine saubere Argumentation und eine klare Definition. Genau das aber ist nicht gewollt, weil es der Mehrheit eher komisch vorkommen würde. Also wird halt mit Emotionen gespielt und Authentizität vermittelt. Und so gibt es dann am Ende halt Lex Edathy, mit dem der Graubereich und die Unsicherheit nochmal vergrössert wird. Blöderweise ist das für einen Rechtsstaat mit klaren Regeln eher nur so mittelgut.

  2. Das Video hat übrigens einen damals heiss diskutierten Vorläufer, eine Belgierin in Brüssel:
    taz.de/!98699/ Und selbstverständlich gab es auch damals direkt den Vorwurf des Rassismus, denn es waren schon wieder fast ausschliesslich Männer aus Afrika, die sich danebenbenahmen. Trotzdem es in Brüssel kein Viertel gibt, das überwiegend von Einmwanderern bewohnt wird, das war eine Erfindung des taz Artikels.

    Nach Befragung der Ehefrau, die erst mit 40 heiratete und davor wie danach oft, gerne und sehr häufig alleine unterwegs war/ist: Das Phänomen existiert, allerdings ausserhalb einer multikulturellen Grosstadt wie New York oder Brüssel vereinzelt, sporadisch und unsystematisch. Das entspricht in etwa meiner völlig unsystematischen Beobachtung in Hamburg, Aachen oder Fürth.

    Nur nebenbei: In meiner Zeit als junger Erwachsener hätte es bei andauernder Belästigung ein Eingreifen von Männern gegebn, die das beobachten (ich habe es selbst getan und bei anderen selbst erlebt). Warum es das nicht oder kaum mehr gibt, wäre ein eigenes Thema. Meine Kurzantwort wäre: Kollateralschaden von Emanzipation. Mann kann sich bei solchem Eingreifen heute leicht auch einen Anpfiff derjenigen einfangen, der man eigentlich helfen will. Also lässt mans.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Dass bei verbal belästigendem Flirtverhalten in Fußgängerbereichen regelmäßig eingegriffen werden würde, halte ich für keine zutreffende Überlieferung, Herr Haupts. Der Grund für das Nichteingreifen ist auch nicht „der“ von Ihnen zur Gänze abgelehnte Feminismus, sondern deutlich eher (und das ist ein unschöner Grund), dass viele Menschen im Falle eines Eingreifens eine Eskalation oder sogar einen Angriff befürchten. Wer mag, sieht das weniger als Ergebnis von „Multikulti“ (pardon: ich bin von meiner Abstammung her selber multikulti), sondern als Ergebnis einer sozialen Entwicklung und dem nicht untypischen Dominanzverhalten Perspektivloser.

      @ alle Leser

      Interessant ist, dass die Initiative Hollaback inzwischen auf die Rassismusvorwürfe reagiert hat und zugab, dass sie schwarze und farbige Belästigerer in ihrem Zusammenschnitt überrepräsentiert hat:

      „we regret the unintended racial bias in the editing of the video that over represents men of color.“

      Wie überaus peinlich! Es ist nicht abseitig zu denken, dass Sarrazinfans und Piriccifans, Vertreter eines auf Intoleranz setzenden Extremismus der Mitte, an dieser Stelle eine klammheimliche oder sogar deutliche Freude daran haben. Und die Gruppierung Hollaback möchte dann anderen Menschen etwas übers Benehmen vermitteln? Tja. Dennoch finde ich es sehr angemessen und notwendig, das Belästigungsthema zu thematisieren. Der Gruppe Hollaback ist mit ihrem Video ein besonders instruktives Format eingefallen, und das finde ich verdienstvoll. Denn, dass es hier ein Problem gibt, das lässt sich (außer vielleicht in Finnland) wohl kaum bestreiten. Ähem, und in Finnland (wo sich niemand gegenseitig anspricht), da gibt es ein Problem, ein massives Problem, weil es *dieses* Problem dort nicht gibt. Eine weitgehend belästigungsfreie öffentliche Flirtkultur: Das wäre doch etwas wert.

      Als zivilisierte Menschen steht es uns frei, die Diskussion zu diesem Thema aufzunehmen und zu versachlichen.

    • Dominanzverhalten Perspektivloser liesse sich empirisch überprüfen, ganz einfach sogar,
      und ich wäre bereit, einen solchen Versuch zu finanzieren: Man lasse eine junge Frau durch ein Viertel mit hoher Arbeitslosigkeit gehen, zähle die Mitmenschen mit und ohne erkennbaren Migrationshintergrund im Umfeld von 5 Metern und werte am Ende des Tages aus, aus welcher Gruppe sie relativ zu ihrer absoluten Zahl häufiger angesprochen wurde.

      Parallel dazu biete ich den ersten 10 Interessenten eine Wette darüber an, dass aus der Gruppe der Nichtweissen die Belästigungsquote um mindestens 50% höher liegt. Der Grund dafür sind natürlich weder Hautfarbe noch irgendwelche genetischen Determinanten, sondern kultureller Erziehungshintergrund. Quote dieser Wette: Interessent setzt je 10 Euro, ich je 50.

      „Gänze abgelehnte Feminismus“ Nope. Solange es um gleiche, absolut gleiche, Rechte ging, war ich selber „Feminist“. Alles danach wird eine Frage gesellschaftlicher wie individueller Macht- und Aushandlungsprozesse – und da sind die Frauen mit ihrer Bevölkerungsquote von mehr als 50% in Demokratien bereits im Vorteil und brauchen keine männliche Unterstützung mehr. Wenn sie wollen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • .
      wenn die gruppe den zusammenschnitt in korrelation zu den ereignissen mit bestimmten gruppen statistisch sauber gestaltet hätte, gäbe es kein problem zumindest damit, und die diskussion würde in eine andere richtung gehen können: wieviel kontaktaufnahmeversuche welcher art gehen von wem aus und welches könnten die gründe dafür sein.
      .
      der gedanke, dass gerade diejenigen, die in irgendeiner weise sich – zumindest innerlich – zu den verlierern rechnen mögen (dazu sind keine äusseren bedingungen wie beispielsweise berufliche oder finanzielle perspektivlosigkeit notwendig, es reicht durchaus aus, wenn man annimmt, man erhielte nicht genug der eigenen persönlichkeit gebührende aufmerksamkeit), sich – hier – die holde weiblichkeit als vermeintlich schwächere vorknöpfen und diese bedrängen, hat seinen reiz und nimmt die alte idee auf, dass der mensch recht viel – pardon, nur im bilde – von einem radfahrer hat: nach oben buckeln, nach unten treten, und wer unten zu sein hat, muss in dieser psychischen konstellation klar sein: das weibliche. das ältere. das kindliche. das auswärtige. usw.
      .
      wobei es diskussionswürdig sein dürfte, inwieweit ein ansatz, in dem man einen dualismus von frau-mann, jung-alt, inländisch-auswärtig etc. eröffnet, einem gesellschaftlichen konsens zuträglich sein mag.
      .
      eine „weitgehend belästigungsfreie öffentliche Flirtkultur“ wäre nun durchaus ein ansatz, das schöne spiel der geschlechter nicht einer nötigung mit deutlichen zügen von dominanz und unterwerfung zum verzehr vorzuwerfen.
      .
      dazu mag nun auch gehören, dass man komplimente als solche nimmt – irgendwie muss man ja miteinander in kontakt treten – und tatsächliche übergriffe als solche wahrnimmt und unterscheidet.
      .
      interessant in diesem zusammenhang ist ein seltsames spiel, dass das gegenüber oftmals, nicht immer!, nicht wirklich als person wahrnimmt, und dies spielen welche, die sich pick-up artists (nicht die mit dem keks) nennen. das reicht vom ansprechen wildfremder bis zur manipulationsversuchen um an gewissen, äh, ziele zu gelangen.

    • Titel eingeben
      Nee, interessant in dem Zusammenhang ist der Fakt, dass da eine Frau gefilmt wird, was bedeutet: jemand läuft also die ganze Zeit vor ihr her mit Kamera (und Tonaufaufnahme). Wie reagiert das zufällige Publikum da in der Regel?!?
      .
      Ein passendes Ergebnis wurde sicherlich nicht nur erwartet sondern erwünscht: das waren ja keine objektive Wissenschaftlerinnen sondern 1 (arbeitslose?) Schauspielerin und Feministinnen (plust die begleitende Technik) mit einem nicht ergebnisoffenen Ziel.
      Die wussten was sie wollten …und es auch bekamen (die nicht passenden Teile wurde ja vor Veröffentlichung rausgeschnitten).
      Und über so eine Schmierenkomödie wird allen Ernstes seriös diskutiert?

    • Die Kamera soll versteckt im Rucksack des vorauslaufenden Kameramannes gewesen sein.

    • nicht erwähnt..
      nicht erwähnt wurde, dass auf ihrem Hintern „sexy american eagle“ stand…ist es ein Wunder, wenn Frau dann gelegetlich einen Spruch entgegen geworfen bekommt? Eine lächerliche Kampagne die nur zeigt, dass solchen fragwürdigen Organisationen eben alle Mittel recht sind, um die Gesellschaft zu spalten.

    • NZ
      Ich verweise auf fefe von heute (6 Nov.): in Neuseeland hat das eine Frau für eine Zeitung nachgemacht. Das Ergebnis war… (selber lesen :-) …lustig.
      Hier: http://bit.ly/1s9JgAQ

  3. Kleiner Nachtrag: Nähme man den Radikalfeminismus ernst, könnte man ... gar nichts tun.
    Ursachenermittlung als Grundlage für gesellschaftliches Handeln? Abstellen auf mangelnde Benehmenserziehung: Klassistische Kacksch*. Abstellen auf Herkunft: Rassistische Kacksch*. Abstellen auf kognitive Fähigkeiten: Ableistische Kacksch*. Catch 22.

  4. In den 50er Jahren des vergangen Jahrhundert
    Soll es gelungen sein mittels einer Fotoreportage
    nachzuweisen, dass die BRD von Schwarzafrikanern
    bewohnt wird.

  5. Der unsichtbare Hand des Marktes
    Es ist angerichtet, denn jeder Mensch ist zugleich eine Ware und wird als solche eben behandelt.
    Selbst das Sturmgeschütz der MARKTKONFORMEN Demokratie, hat seine Verwandlung beinahe vollendet. Nur marktfähige Meinugen und Aussagen sin erwünscht. Alles unterliegt dem Marktwert.
    Das ist das einzige, das zählt.

    Klare Regeln?
    Regeln sind immer eine willkürliche Setzung und nur der Ausdruck unfähigen Denkens bzw. Handelns. Die Regel ist keine Vereinbarung, sie ist vom Regulus, dem kleinen König der Herrschenden, zur Regula, dem Maßstab erhoben. Sie ist das Wesen das ÜBER dem Menschen steht.

    Es ist das übersinnliche Phänomen, das die Menschen in eine gewünschte Richtung manipuliert. Dieses übernatürliche Wesen der Regel verleitet nun dazu, keine Rücksicht auf andere mehr zu nehmen. Dafür ist die Regel da, es geht nur darum, wer diese macht, die MACHT dazu hat.

    Die Regel dient dazu sich hinter ihr zu verstecken, es bedarf keiner Verantwortung. Der Gewinner, der Sieger macht die Regeln.

    Eine Frage habe ich an die Fans von Regeln:
    Wieviele Gesetze/Paragraphen/Durchführungsverpdnungen usw. kennt ihr überhaupt?

    Der Regelbefürworter sollte diese schließlich alle kennen, denn sonst kann er nicht wissen, wann er gegen eine verstößt.

    Büro-, Techno- und Autokratie oder die Banalität des Bösen:

    Willkommen in der Welt der Emotionen, sie betreten nun den Raum der rationalen Gefühllosigkeit.

    Und ja, das ist dasselbe, das kybernetische Modell des berechenbaren homo oeconomicus.

    • So ein Wirrwarr
      Regeln sollten in der Regel im Ermessen aller für alle gleich gülitg sein. Ob man Regeln durchschaut und wie Regeln angewendet oder wie Regeleinhaltung überprüft wird, sind völlig von der eigentlichen Regel unabhängige Dinge. Jeder weiss das Emotionen schwer zu reglementieren wären, darum weiss ich persönlich umso mehr das ich mir gerne zumindest über meine Gefühle vollkommen im Klaren wäre. Eher sind es Menschen die sich ihrer Emotionen und Gefühle sehr bewusst sind, die viel mehr manipulieren als irgendwelche Regeln von irgendwelchen Königen und Gewinnern dazu missbraucht werden.

  6. Berührungsängste
    …je nackter sich eine Gesellschaft präsentiert,
    je größer diese Ängste.

    Berührungsverbote soll es noch heute
    bei eingeborenen Urwaldvölkern geben.

    Back to the roots!

    • Nur Nordeuropäer
      …verwechseln in jedem Zusammenhang nackt zu sein,
      mit paradiesischer Freiheit.

  7. Was würde bei einem Mann passieren?
    Wenn nun ein Mann 10 Stunden lang durch New York läuft, was genau passiert dann? Das hier ist die Antwort darauf:
    http://www.youtube.com/watch?v=lzzjfjyO52o
    (Humordetektor bitte vorher scharf stellen!)

  8. Lebensfremder Antisexismus
    „Sexual harassment is unwanted and unwelcome sexual behavior which interferes with your life.“

    Was mich wundert an solchen Definitionen ist, das davon ausgegangen wird, das Menschen immer und zu jeder Zeit wissen was sie wollen – das der Kennenlernprozess also vollkommen unwichtig ist.

    Diese Definition umfasst ebenfalls Eigenschaften wie Charm, Intelligenz, Humor, Selbstironie etc. die als weniger plumpe Mittel Verwendung finden, um einen anderen Menschen eventuell doch noch für sich zu gewinnen, gemeinhin Verführung genannt.
    Ein anfängliches Nein muss außerdem kein Ausdruck des eigentlichen Willens einer Person sein, sondern kann natürlich auch aus Angst bzw. fehlenden Vertrauen gegeben worden sein.

    Finde das alles ziemlich lebensfremd.

    • Nein heisst nein, danach ist alles einwandfrei Belästigung.
      Das ist nämlich nicht die Entscheidung des Ansprechenden, sondern des Rezipienten. Völlig egal, aus welchen Gründen das „Nein“ kam. Das akzeptieren zu lernen war früher einmal die Aufgabe von Erziehung.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nee
      Sein Leben nach starren Regeln zu Leben war früher Erziehung? Nun, ich denke, man sollte eher Situationsabhängig entscheiden, wie man sich verhält.

    • Sie irren
      Die erste Frage ergit sich aus: Nein zu was?
      Wenn Sie in einer Situation nicht dabei waren, können Sie darüber auch nichts aussagen. Es gehört mehr dazu als nur ein Begriff oder ein paar Bilder. Es gibt keine identischen Situationen, aus der sich immer derselbe Ablauf ergäbe. Sie leben in einer Scheinwelt.

      Sie verstecken Ihre Ignoranz doch auch nur hinter höflichen Floskeln.

      Es ist leicht zu erkennen, daß Sie erzogen wurden. Sie haben nur gelernt der Untertan zu sein…

    • Es geht ums Recht haben
      Wie bei allen Paragraphenreitern gilt:

      Paragraph 1
      Herr Haupts hat IMMER RECHT.

      Pragraph 2
      Sollte aus Gründen Paragraph 1 nicht zu treffen, tritt REGELgemäß Paragraph 1 in Kraft.

    • Genau.
      Ich bewundere Ihren Durchblick.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  9. also ich seh schwarz ....
    deshalb lautet meine Prognose :
    der Absatz von schwarzen Damenhosen und schwarzen Damen-T-shirts wird explodieren
    frau wird in Seminaren den exakten Gang der Dame lernen können
    deutsche Innenstädte werden einem Beerdigungszug von Frauen gleichen
    entsprechend wird eine Totenstille herrschen
    denn kein Mann wird auch nur einen Pieps sagen
    nur ich werde Dankgebete zum Himmel schreien, dass ich auf dem Land leben darf ….

  10. Titel eingeben
    Eigentlich wollte ich diesen Kommentar im Worldpressnebenzimmer deponieren, aber da kam er nicht an:

    Sehr verehrter Don!
    Es freut mich doch sehr, dass Sie dieses komische Video mit der Frau aufgegriffen haben, die 10 Stunden durch New York geht und sich beschwert, dass sie über 100 Mal angemacht wurde. Fand ich köstlich! Wenn ich vor Jahrzehnten auf einem Spaziergang nicht von Dutzenden vorbeiziehenden Männern zur Kenntnis genommen worden wäre, hätte ich mich gefragt, was heute los sei. Wenn man etwas Humor hat, lernt man zurückzulächeln und sich die miesen Kerle (die es natürlich auch gibt) mit Charme vom Hals zu halten. Aber was wäre das Leben ohne Flirts?
    .
    Als ich so alt war, wie die Frau im Video, hielt ich mal einen Vortrag als Teil eines Unterseminar in Tübingen. Da stand ich im Minirock der frühen Siebziger des letzten Jahrhunderts an der Tafel und schrieb Formeln und Beweise über Hilberträume auf. Irgendwann drehte ich mich um, und stellte fest, dass alle Männer (90% der Seminarteilnehmer) nicht so aussahen als dass sie meinen Beweisen gefolgt wären sondern mich mit großen Augen anstarrten und offensichtlich ihren persönlichen nicht-mathematischen Phantasien nachgingen. Für dieses Mathematikseminar habe ich eine eins gekriegt, obwohl keiner – außer dem Noten gebenden Seminarleiter – aufgepasst hat.
    .
    Umgekehrt, wenn ich – als recht alte Dame – von meinem Fahrrad dem Gemüsehändler jeden Morgen freundlich zuwinke und “Hallo Leo” rufe, ist das dann auch eine Belästigung im Sinne der feministische Tugendschützer?
    .
    Mit herzlichen Grüssen
    Lisbeth Heuse

  11. Seien wir doch mal ehrlich ...
    … nicht alle Frauen finden Hinterherpfeifen besonders prickelnd, nicht einmal das „Guten Tag, schöne Dame!“ von Fremden, die das laut und in für diese sicherer Entfernung in einem recht interpretierbaren Ton sagen. Es nervt sie sogar tierisch. Das sind doch keine Komplimente, diese als Lob getarnten Rufe aus sicheren 3-4 Metern! Herrschaftszeiten.

    (Kleiner Unterricht: Wie geht ein Flirt … )

    Ich unterstelle mal positiv, dass die hier versammelten Männer schon auch durchaus nette, zurechnungsfähige, unverstrahlte, nicht von Hass gebeutelte Frauen kennen, die dieses seltsame anonyme „Gegrüße“ aus 3-4 Meter Flucht-Entfernung wie „Hallo Hübsche“ von Wildfremden in einer Großstadt (in der Regel ist weites Grüßen auch von nur entfernt Bekannten nur auf dem Lande üblich) mindestens merkwürdig bis supernervtötend oder auch bedrohlich finden.

    Wenn die Herrn das also wissen, ich sage ja nur wenn (und sie wissen das in der Regel, falls sie Frauen in ihrer Bekanntschaft haben): Wie kommen sie dann auf den Dreh, dieses anonyme aber gleichzeitig distanzlose „Gegrüße“ als vollkommen harmloses Flirtverhalten darzustellen, welches es halt auf dem Trottoir gäbe, weil man sich da eben nett finde und grüße.

    Das sind doch keine Flirts!!
    Was ist das für ein double speak!

    -/-

    Dass das Video den plumpen Strickfehler hat, dass es absichtlich so hin-gedreht is, dass etwa Latinos oder sonstige plumpe Rednecks oder Ethnien mit anderem „kulturellem“ Hintergrund die zur „Beweisführung“ notwenige Grundmarge der „massenartigen“ Belästigung darstellen sollen, statt gegeben. Ist schon unfair, Teufel auch.

    Genau wie das Brüderle-Ding damals. Das war ebenfalls eingefädelt, konstruiert, die Dame hat nämlich angefangen, blöd daher zu reden. Musste der natürlich ebenfalls blöd daher reden, ist schon klar. Der arme Mann.

    Der ganze #aufschrei, ebenfalls getürkt. Nie waren es so viele Twitterer, wie von der Initiatorin behauptet wurde, viele haben einfach nur extrem mehrfach getwittert. Bis sich das in einer Hassschleife verselbständigte. Ihr Buch, eine auf Buchdicke aufgeblähtes Motzblog, von Fans gestützt. Auch klar. Sehe ich auch so.

    Doch macht euch auch mal klar: Woher kommt der Unwille, und wie kommt es, dass er so groß ist, das sie zu diesen getürkten Maßnahmen glauben, greifen zu müssen. Any Idea?
    (Nicht dass Männer nicht auch in den Medien zu getürkten Maßnahmen, Flames oder Virals greifen, sie tun es; es sei Frauen also ebenfalls gestattet, da darf man als Mann nicht allzu erstaunt und nicht allzu entrüstet sein, sonst wäre man ein Heuchler… . Ja doch, aufgreifen, benennen und kenntlich machen soll man, natürlich.)

    -/-

    Emanzipation ist in eine Sackgasse geraten. Männer fühlen sich unterbuttert, zu Unrecht attackiert, Frauen fühlen sich immer noch nicht ernstgenommen – im Internet, dem zähen alten Dreck-Ventilator, wird diese ganze Schei+e nochmal mikrofein versprüht, bis alle Sommersprossen haben.

    Lösung? keine Ahnung. Ich würde hier vorsichtig vorschlagen, dass dieser gottverdammmte nervige double speak aufhört. Der macht Frauen richtig wütend. Die ich kenne: alle. Und ich kenne viele. Innerhalb und außerhalb des Netzes.

    Dann brauchts auch keine digitalen male/female Krokodilstränen über den so schlimmen Hass.

    Gruß
    Der Kater

  12. Warum zensiert?
    Was mich dann aber doch um meinen Schlaf bringt, ist die Frage: Gegen welche Regeln welcher Tugendwächter habe ich verstoßen, dass mein Kommentar übers Flirten im Weltpresssalon nebenan nicht veröffentlicht wurde?
    Wenn man nicht einmal so etwas Harmloses schreiben darf, überlasse ich den Weltpresssalon lieber den colorcraze und co’s und ziehe mich daraus zurück.

  13. Initiative ist gut
    Ich habe mal aus Lust und Laune an so einer Hollaback Online Umfrage teilgenommen. Eine Frage da ist mir besonders aufgefallen; da sollte man verschiedene Formen von sexueller Belästigung für sich bewerten, von „überhaupt nicht“ bis „sehr“ oder man antwortet mit „keine Angabe“. Ich habe mich anfangs aufgeregt, da Belästigung per Definition ja nix gutes ist – wie sollte man sich „überhaupt nicht“ belästigt fühlen, wenn jemand bspw. eindeutig offensichtlich non-verbale sexuelle Anspielungen und Gesten macht (das war die mildeste Form der Belästigung die da bewertet werden musste). Durch diese rhetorische Frage wurde ich zum quasi-Opfer von Belästigung und musste dadurch zur Erkenntnis kommen, das es wirklich nicht sehr schön ist belästigt zu werden. Und auch unabhängig davon ob es „auf der Starsse“ nicht immer schon so rüde zuging wie in diesem Video gezeigt, oder auch unabhängig davon was Hollaback wirklich will, ist Sitte eine im öffentlichen Raum notwendige Form des Umgangs mitteinander. Und nicht in irgendeiner ungesprochenen, gefühlten Form, die sich jeder mal so mal so auslegen kann, sondern mit konkreten möglichst eindeutigen Regeln, die möglichst weit vom Strafrecht entfernt sind.
    Was ich damit sagen möchte, ist das es sehr viele verschiedene, scheinbar einfach zu ignorierende, und defizilere Formen von Belästigung und Einschüchterung gibt,die im öffentlichen Raum oder auch so als hingenommen gelten.

    Hier ist die Hollaback online Umfrage auf deutsch:
    https://cornell.qualtrics.com/SE/?SID=SV_4GiajTt5g4Niu9v

    • Lassen Sie sich nicht von Idahoe erwischen, sonst gibt´s hier nur noch Untertanen.
      Völlig richtig – das Video beweist wenig ausser der Tatsache, dass eben der Pöbel die Strassenhoheit übernommen hat. Die Regeln, die in besserer Gesellschaft noch immer gelten (!), würden diesen spezifischen Müll zuverlässig verhindern. Das Problem ist, dass weder Radikalfeministinnen noch aufdringliche Strassenbelästiger jemals von ungeschriebenen Zivilisationsregeln gehört haben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Was soll man erwarten
      Gehört es doch zum wirtschaftlichen Erfolg der Globalisierung
      Nicht nur Güter und Geld permanent umzuschichten, sondern
      auch Menschen. Dass viele davon ihre kulturelle Orientierung verlieren,
      ist doch gewollt.
      Der Netzpranger ist die disziplinierende Antwort.

  14. Beendet die sexuellen Belästigungen!
    Ich werde meinem Mann raten, künftig nie mehr „Have a nice evening“ oder „Good morning“ zu einem weiblichen Wesen sagen. Denn das ist sexual harassment. Eine Frau in einer fremden Stadt nach dem Weg fragen, ist höchst gefährlich und kann eine Anzeige von „Hollaback!“ eintragen. Zum lachhaften Video gab es auch sofort eine Parodie: Ein Mann geht zehn Stunden durch NY und es werden analoge „Belästigungen“ aufgezeichnet.
    Ich werde jedenfalls dafür kämpfen, daß die weibliche Beschneidung, wenn man sie schon nicht verhindern kann, grußlos stattfindet. Dann sind die beschnittenen Frauen emanzipiert und dem harassment nicht ausgesetzt. Und auch die Todesstrafe im Iran soll künftig mit der angemessenen Höflichkeit und ohne Harassment exekutiert werden.

  15. Der Ton macht die Musik
    @Moritz – Der Ton macht die Musik. Ich gehe durch die Strasse und lächele die Leute an. Sehr oft kommt es vor, dass solche mit ganz brummiger Miene auf einmal zurücklächeln. Ehrlich gesagt, dann freue ich mich jedes Mal.
    .
    Als ich noch jung war, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die jungen Damen, die am meisten über aufdringliche Jünglinge schimpften (das gab es auch schon in den sechziger Jahren), sehr oft zu denen gehörten, die mit ihren Männerbekanntschaften am meisten angaben.
    .
    Insbesondere schien es mir oft, dass sich diese Damen ihren Freunden gegenüber besonders gerne über das Verhalten anderer aufdringlicher Männer beschwerten. Es gehörte zum guten Ton, sich darüber zu beschweren. Wenn man zugab, dass man solche kurzen Encounters sehr oft recht lustig findet, dann war man als beinah Hure abgestempelt – auch wenn es sich um ganz harmlose Begegnungen handelte. Unter den Stützen der Gesellschaft in der Weltpresse gilt das wahrscheinlich auch heute noch.

  16. Es ist alles nicht so schwarz und weiß
    … und dann fallen mir auch noch diverse Begebenheiten ein, in denen sich meine Mitschülerinnen aus der Nonnenschule ostentativ sexy bewegten und sich dann beschwerten, wenn ihnen Gastarbeiter nach pfiffen. (Ich selbst was spätreif. Mir hat damals niemand nachgepfiffen. Aber ich hatte ausreichend Gelegenheit, das Verhalten meiner Mitschülerinnen zu beobachten)

    • Gentrifizierung all überall
      … hinterherpfeiffen darf nur ‚Mr. Right‘.

      Wo kämen wir dahin, wenn das jeder dürfte.

    • ...
      Es soll allerdings Frauen und Männer geben,
      die, egal wo sie gehen oder stehen, sich ganz
      selbstverständlich für Miss Right und Mr. Right halten.

  17. Die völlig angemessene Reaktion einer intelligenten Frau auf das "virale" Video:
    http://dailycaller.com/2014/10/30/why-im-not-buying-that-new-york-city-street-harassment-video/

    Nichts hinzuzufügen,
    Thorsten Haupts

  18. Pingback: MGTOW – Danke Feminismus! | emannzer

  19. Hilfreich
    …wär es ein Ranking einzuführen.

    Woher soll Mensch wissen von welcher
    Minderheitenmeinung die Mehrheit sich terrorissieren
    lassen muss und von welcher nicht.

    Soviel Orientierung sollten die Medien schon bieten.
    Nicht nur Kraut und Rüben.

  20. Realität ist anders
    Und heute?
    via fefe: Das ist, was wirklich passiert (This is what happens when you do the Catcall video in New Zealand): http://bit.ly/1s9JgAQ
    …wenn man nicht vorher schon das Ergebnis weiß und es hinterher so zensiert, dass das gewünschte Ergebnis auch (in etwa) rauskommt.

  21. Pingback: Warum ich Hollaback bedenklich finde | Geschlechterallerlei

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