Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Wie man wichtige Anliegen im Netz ruiniert

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Es ist für eine linke Veranstaltung die schlimmste Vorstellung: Man hat passend zum Todespiloten von Germanwings eine Vortragende, die aus eigener Anschauung erklären kann, wie das Leben nit einer schweren, chronischen Depression ist, und die zudem durch das Internet bekannt genug ist, um die Menschen für das Thema zu interessieren. Leider gehen gerade aber auch Flüchtlingsboote im Mittelmeer unter, der linke Teil des Netzes empört sich über den Umgang mit Schwarzen – und genau dann beschwert sich eine farbige Autorin, die Veranstalter würden sie, die das Thema in Wirklichkeit gemacht und den dazu gehörigen Hashtag eingebracht hat, aus Motiven der Abstammung benachteiligen und ausschliessen, obwohl sie auch eine Bewerbung für die Konferenz eingereicht hat. Oder verkürzt:

WoC startet Hashtag, reicht Sessionvorschlag für Republica dazu ein, wer hält jetzt Sessions über den #?…3 weiße Personen…as usual.

Und weiter:

Muss ich wirklich erklären, wieso es problematisch ist, wenn weiße Personen sich die Arbeit von PoC aneignen & damit Geld verdienen?

Das ist nur Teil einer offenen Schlammschlacht, die gerade um den Hashtag „Notjustsad“ tobt, der vor fünf Monaten das Thema Depression einer grösseren Öffentlichkeit bekannt machte. Die Berlinerin Jana Seelig hatte bei Twitter in Anlehnung an einen anderen Tweet über ihre eigenen Probleme berichtet, und viele hatten das aufgenommen und verbreitet. Kurz darauf schlug die Frankfurterin Malaika Bunzenthal vor, doch den Hashtag Notjustsad zu verwenden. Der wurde früher schon selten in den USA benutzt, und sollte nun die entsprechenden Tweets der Betroffenen zum Thema markieren, damit man sich findet, einander zuhören und austauschen kann.

Mein Leben ist mehr als okay und ich bin trotzdem depressiv. Nur, weil ich alles habe, was ich brauche, muss es mir nicht gut gehen.

Gemacht, getan, das Thema rollte erst, von vielen getragen, durch Twitter und später auch durch die Medien. Bunzenthal gab Interviews, Seelig gab Interviews und schrieb einen zudem weit verbreiteten Blogbeitrag zu ihrer eigenen Lage, der dazu führte, dass sie einen Buchvertrag bekam. Dass zwischen der in den Medien herumgereichten Protagonistin und der Hashtag-Gründerin vielleicht nicht alles zum Besten stand, konnte man eventuell ahnen, wenn man einen paar Wochen später den Beitrag von Bunzenthal auf dem Blog der Aufschrei-Initatorin und Hate-Speech-Spezialistin Anne Wizorek las: Darin war die Rolle von Seelig sehr klein und die von Bunzenthal und ihrem Hashtag und dessen Wirkung sehr gross. Auf Speakerinnen.org, wo Bunzenthal ihre Kenntnisse zu Themen wie „Rape Culture, Antirassismus, Feminismus, Rassismus“ offeriert, beschreibt sie sich dann auch ganz deutlich: „Initiatorin des Hashtags #NotJustSad zum Thema Depressionen“. Und Mitte März liess sie dann die erste grosse Bombe platzen – und damit war allen klar, dass es nicht mehr um Depression geht sondern um Deutungshoheit und Ausgrenzung:

Hashtagrecherchierhilfe für Medien:
#Aufschrei wurde nicht von Rainer Brüderle erfunden und #NotJustSad nicht von Jana Seelig.
Biddeschön.

Jetzt gibt es gar kein Halten mehr: Fast täglich twittert Bunzenthal darüber, was sie von Seelig hält, und macht den Veranstaltern Vorwürfe. Die haben sich nämlich zum Thema Depression für den Vortrag von Seelig anstelle der Einreichung von Bunzenthal entschieden. Sicher, mit Charlotte Obermeier leistet sich die Re-Publica eine Mitarbeiterin, die sich bei der Grünen Jugend der ehemaligen Reichshauptstadt öffentlich so eine Art neuen Madagaskarplan für einen missliebigen Autoren nichtarischer Abstammung wünscht, aber so ist das eben im linken Spektrum: Wer Jude ist bestimmen sie, schliesslich laufen sie auch auf solchen Veranstaltungen rum und die richtige Fahne flattert ihnen in der Hand – und jetzt erleben sie es ausnahmsweise selbst mal mit voller Netzhärte, wie es ist, wenn andere bestimmen, dass sie Frau Bunzenthal aufgrund der Hautfarbe ungerecht behandelt haben. Mit dabei bei der Woge der Empörung sind auch bekannte Figuren dieser sehr speziellen und empfindsamen Szene, wie etwa Yasmina Banaszczuk, die selbst auf der Re-Publika sprechen soll:

@mali_2 ja, die Medienlogik ist da oft grausam und ätzend, und ohne Support der anderen Angefragten gehts nicht (&selbst dann teils nicht).

Und das alles passiert natürlich in schönster, lautester Offenheit, offensichtlich in der Hoffnung, auch einen Teil des Ruhms einer inzwischen etwas abgeflachten Hashtag-Welle und Möglichkeiten für den öffentlichen Auftritt abzubekommen. Ob dieses Vorgehen mit persönlichen Schmähungen auf Veranstalter und Journalisten sympathisch und als Bereicherung wirkt, wagt der Autor hier erneut zu bezweifeln und ruft schon mal präventiv das Wetter in Madagaskar auf – denn die Verurteilung als Nazi, Rassist, Mörder oder Sexist kommt schnell, und wie man nicht nur bei Bunzenthal sehen kann, ist da Richter, Staatsanwalt und Henker des Rufes der anderen in einer Person vereint. Es ist keine schlechte Idee, sich dazu die ausgeruhten Stellungnahmen von Seelig auf Twitter und im Blog durchzulesen, und sich dann zu überlegen, ob die Entscheidung der Re Publica und vieler Medien für ihren Umgang mit der Thematik doch nicht die sinnvolle Antwort war. Denn oft genug kommen genau diejenigen zum Zug, denen man die Aufmerksamkeit für ihre radikalen Thesen nicht zwingend wünschen würde.

Ich will hier niemandem seinen Aktivismus absprechen, aber wenn ich etwas kontraproduktiv finde, dann das Thema zu verdrehen.

Beispiele für kollektives Mobben von Abweichlern gibt es gerade im Übermass: Der Dancehall-Sänger Peter Fox hat in Berlin einen Solidaritätsauftritt für Flüchtlinge gegeben, sich aber bei Facebook nicht für ein bedingungsloses Bleiberecht ausgesprochen. Ich habe nachgeschaut, weil man ja in Zeiten neuer Madagskarpläne nie wissen kann, aber im Grundgesetz steht immer noch: Politisch Verfolgte geniessen Asyl. Fox ist also demzufolge jemand, der für eine Liberalisierung der Migrationspolitik eintritt, aber halt nicht für die radikalste Forderung, dass jedem die Zuwanderung zu gestatten sei. Dafür gab es von Linken einen Shitstorm gegen ihn, als wäre er der Berliner Repräsentant der AfD.

We still need more bots! Join our task force to keep getting those trolls:

Oder das um Aufmerksamkeit heischende Peng Collective, das momentan versucht, mit künstlichen Bots bei Twitter angebliche „Sexisten“ aufzuspüren und zu „bekehren“. Das ist ein klarer Bruch der Regeln von Twitter, und die Liste ihrer Ziele hat das teilanonyme Kollektiv anhand von sogenannten Blocklisten zusammengestellt, wie das Missy-Magazin so gut informiert zu berichten weiss, dass man fast glauben könnte, sie wären bei den Anonymen des Kollektivs dabei gewesen. Das bedeutet: Radikale Aktivisten benennen ihre Gegner, blocken sie bei Twitter – und das Peng Collective übernimmt diese Haltung und versucht ihnen dann auch noch Bots auf den Hals zu hetzen, die ihre Kommunikation stören und als Sexisten brandmarken. Erfreulich an der Sache ist, dass nur vergleichsweise wenige Nutzer von dieser Spam-Aktion betroffen waren, und keinesfalls die fünfstelligen Zahlen, die vom Kollektiv erfunden und in den unterstützenden Medien wiedergegeben wurden. Unschön ist, dass solche Methoden offensichtlich gar nicht mehr hinterfragt werden, weil wie schon beim UVA-Fake genügend Journalisten im Graubereich zum Aktivismus mitwirken, die gern auf Empörungswellen reiten. Das Kollektiv hat übrigens nach dem Anlaufen ihrer Denunzianten-Aktion und den Medienberichten sofort begonnen, um Geld zu betteln.

Trolls harassing you? Retweet this to send them help

Wer ist nun also Troll, Sexist, Rassist, Rechtsextremer, Nazi? Wer entscheidet, ob Teilnehmer einer öffentlichen Debatte entfernt und ausgeschlossen werden, weil sie eine andere Meinung haben? Wer sagt, dass jemand, der nicht an eine Rape Culture glaubt, gleich ein Rape Denier ist? Die Leute im Peng Collective vielleicht, die Journalisten toll finden, wenn sie auf ihre Fakes hereinfallen und eine Erklärung fordern, wenn ihnen deren Meinung und Wortmeldung nicht passt? Die Linken, die heute die EU als Mörder bezeichnen, weil sie genau jenes Programm Mare Nostrum nicht mehr fortsetzen, das die Linken zu Beginn als Repression und Überwachung bekämpften? Die vorschnellen Kommentatoren, die gestern „EU tötet“ schrieben und heute ignorieren, dass die Schleuser, die sie gestern hochleben liessen, Schuld am Untergang eines Schiffes haben, das die EU gerade retten wollte? Die Bunzenthals, die ihre ehemaligen Verbündeten auf eine Stufe mit Rainer Brüderle stellen? All die Guten, die Benachteiligung und Unrecht zu thematisieren meinen und sich daher legitimiert fühlen, alles andere bei der geringsten Abweichung moralisch zu verwerfen?

Mörder oder Helfer? Medien dämonisieren die »Schlepper« und verleugnen das eigene Mittun an Destabilisierungen

Das meiste ist mittelfristig im Diskurs und mit Recherche zu lösen, denn meistens hat jede Seite für ihre Ansicht hörenswerte Argumente, das Gute erweist sich oft als Grauton und die Sensation als aufgebauschte Langeweile, und am Ende steht dann vielleicht sogar etwas wie eine von Effekthascherei und Täuschung halbwegs befreite Meinungsbildung. Bitter ist es natürlich, wenn die Kommunikation über wichtige Themen von solchen Befindlichkeiten der einzig Gerechten überlagert werden: Depression als Thema ist ja nicht verschwunden, sondern wichtig, und verdient eine angemessene Debatte und Darstellung. Das Netz hätte gegen die vorschnellen Urteile der CSU wie Berufsverbote für Depressive eine durchaus hörenswerte, vielschichtige und differenzierte Antwort von Betroffenen gehabt.

Jetzt hat es statt dessen eine hochgiftige und hässliche Rassismusdebatte über ein Konferenzprogramm. Und eine nicht minder hässlich polarisiernde Asyldebatte ohne grosse Rücksicht auf Wissen und Fakten kommt gerade auf das Netz zu. Vielleicht ist das ja auch ein Grund, warum in Deutschland die Intellektuellen das angeblich soziale Netz tendenziell eher meiden.

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  1. Artikel 16a GG:
    Text eingeben

  2. Artikel 16a GG
    „(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“

  3. steter Tropfen hölt den Stein
    allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Frauenquote für die Aufsichtsräte privater Firmen zeigen, daß dieses Gelaber Stück für stück ins richtige Leben wirkt.

  4. Anliegen liegt mir nicht
    … und auch die elektronischen Eckkneipen meide ich, tut mir leid, da verpasst man doch nichts, wenn man nicht hingeht. Das kann ich als eine Möglichkeit empfehlen, sich nicht zu ärgern. … Anliegen, Ausrichtung, Betreuung, charakterlich, durchführen, echt, einmalig, Einsatz, Frauenarbeit, Gestaltung, herausstellen, intellektuell, Kulturschaffende, Lager, leistungsmäßig, Mädel, Menschenbehandlung, organisieren, Problem, Propaganda, querschießen, Raum, Schulung, Sektor, tragbar, untragbar, Vertreter, wissen um, Zeitgeschehen. In der dritten Auflage 1967 enthielt das Wörterbuch 33 Begriffe: Mädel wurde herausgenommen, Auftrag, Härte, Kontakte, Menschen, Ressentiments u a. wurden hinzugefügt … Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Dolf_Sternberger#Leben

  5. Verfolgt von der Armut
    .
    Auch von Armut verfolgte genießen Asylrecht ???
    .
    .

  6. Titel eingeben
    Twitter zumachen.

    • Und denen das Feld überlassen? Morgen dann Blogs schliessen und sich mit Journalistendarstellern rumprügeln, die da mitmischen? Wehret den Anfängen.

  7. .. in the real world. But who the f.ck wanted to live there?
    Geehrter Don,

    die wirklich dolle Leistung des Internet ist doch die, dass ich mir da genau das anschauen kann, was ich auch anschauen will. Wenn ich mir z.B. Frauen anschauen will, dann wähle ich immer attraktive Frauen. Ich wähle niemals laute, kreischende, jammernde, klagende, sprechende oder schreibende Frauen. Niemals.
    Daher ist mir nicht ganz klar, warum Sie immer und immer wieder die letztgenanten Suchaufträge in ihr Google eintippen. Ist das Ihre eigene Form von Depression?

    • Nun, wir hatten das thema notjustsad hier im Blog und ich finde es einfach spannend zu sehen, wie sich solche Bewegungen entwickeln – zumal sie wirklich Auswirkungen auf das Bild der Öffentlichkeit haben. Bei Notjustsad kommt die Sache mit dem Germanwings-Absturz dazu. Ich gebe zu, das Thema ist vielleicht nicht im Kern meiner Interessen, aber angesichts der Sittenverrohung ist das mal ein schönes Beispiel.

      Und ein Vorgeschmack auf die Asyldebatte.

    • Ich machs anders
      Twitter ersetzt mir das Unterschichtenfernsehen, das ich komplett ignoriere. Dort schaue ich mir mit Gruseln an, was es für IdioTinnen gibt. Die Netzfeministinnen sind so ziemlich die Verdrehtesten davon. Selber ideologisch, rassistisch und immer mit dem Holzhammer im Gepäck unterwegs, aber heulen bei kleinstem Gegenwind.

      Ich schaue da gerne zu, weil es so angenehm schauerlich ist.

  8. Hampelmänner & Hampelmännerinnen & HampelXes***
    Ich find die ja echt zum schiessen auf der einen Seite spielen sie die Harten und wollen allen eins auf die Fresse hauen niederstechen und was weiss ich alles aber ein zwei falsche Worte und sie brechen gleich zusammen. Dann erzählen sie die ganze Zeit von Demokratisch aber sobald die Mehrheit anderer Meingung ist giltet es nicht mehr Meinungsfreiheit finden sie toll aber wehe jemand ist anderer Meinung und spätestens nach 24 stunden Social Justice Kampf sind hassen sie sich mehr als den gemeinsamen Feind und jede schimpft sich Journalistin aber jeder von ihren Zeitungsbeiträgen ist ein zusammentragen von Befindlichkeiten ohne Fakten oder Recherche und alle wundern sich das keine Geld hat.

    Aber unterhaltsam ist das schon :-D

    • Titel eingeben
      Wie man die Dowager Countess of Grantham schon sagen ließ: „I’m a woman, Mary. I can be as contrary as I choose.“ Auf den Punkt gebracht.

    • Das hilft nur nicht weiter, wenn man ernsthafte Anliegen im Internet transportieren möchte. Das macht dann eben die CSU.

    • M
      Schön beschrieben. :)

  9. Titel eingeben
    Zwei kleine Anmerkungen:

    1. Telehirni zu verlinken (und sei es nur als einzelnen Tweet) halte ich für grundfalsch, auch fernab der Gerüchte, in wessen Auftrag er tätig sein soll.

    2. Bunzenthal nicht auf ein öff. Panel einzuladen, halte ich grundsätzlich für eine sehr gute Idee, vor dem Hintergrund der Radikalität und Obskurität ihrer politischen Positionierung. Sehr unsympathischer Mensch, imho. Allerdings hat sie Frau Seelig nicht auf eine Stufe mit Brüderle gestellt.

    Was dann aber leider immer noch nicht für Frau Bunzenthal spricht, denn die Art, wie sie sich gegenüber Frau Seelig verhält, ist selbst gemessen am Verhaltenskodex in Berliner Linksradikalenkreisen noch sehr schäbig…

    • Es ist eine neue Eskalationsstufe, keine Frage.

      Ich glaube nicht, dass die Person hinter Telegehirn etwas davon hat, dass ich ihre Aussagen verlinke. Ich vertraue da auf die Intelligenz der Leser

  10. Wo und was sind denn wichtige Anliegen ?
    Dann hat die eine Zicke gesagt du Kuh und hat die andere sie an den Haaren gerisssen und das Federmäppchen zertrampelt.
    .
    Aber halt nicht so schnell erst brauche ich alle Personalien und dann noch mal langsam der Vorgang und wir setzen ein ordentliches Protokoll auf…

    • Nun, es gab da einige sehr schräge Argumente zum Umgang mit Depressiven und ich finde es für die Öffentlichkeit schon gut, wenn sie andere Sichtweisen von Betroffenen erfährt. Weniger toll ist es, wenn das diskreditiert und so schräg überlagert wird, dass man angesichts dieses Aktivismus dann doch meinen könnte, dass das Thema ganz übel ist und besser den Politikern der CSU überlassen werden sollte.

  11. Die wirklich Erbärmlichkeit dieser radikalen Aktivisten/innen liegt darin...
    …dass sie sich wegen ein paar lausiger Paneleinladungen und Artikelchen bereits schwerstens in die Wolle kriegen.

    Moral von der Geschichte: DIESE Idee von „Aktivismus“ als Lebensentwurf, die ist einfach – jetzt nehme ich mal ein Wort, das in diesen Kreisen äußerst geläufig ist: kackscheiße. Doch, wirklich: Das ist komplett daneben.

  12. #HandsUpDontTweet
    Frau Bunzenthal ist eine lupenreine Rassistin, die versucht ihre „Racecard“ zu spielen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
    Wenn diese Dame von „Weißdeutschen“ oder „alten, weißen Männern“ spricht, hat das durchaus eine rassistische Konnotation.

    Das Verhalten der GJler auf twitter braucht man eigentlich gar nicht mehr kommentieren. Peinliche neo-Berliner Bürgerkinder – gut vernetzt mit den üblichen verdächtigen Gendertröten, „Cypherpunks“ usw. sind die immer ganz vorn dabei beim Shitstormen.
    Wie wärs eigentlich, wenn man in den verwaisten Kinderzimmern der GJler ein paar Flüchtlinge aus Afrika einquartiert?

    • Naja, mit solchen Beschreibungen ist sie ja alles andere als eine Ausnahme, sondern mehr Mainstream. Das ist, siehe Charlotte Obermeier, auch der akzeptierte Ton in einer ehemaligen Regierungspartei.

  13. Besteht denn die Gefahr, dass solche Furien den Faz-Olymp übernehmen?
    Apropos, Herausgeberkollegium: Keine einzige Afrikanerin! Oh-oh, psst, das behalten wir jetzt alle für uns.
    .
    Wenn ich mir jetzt rückblickend überlege, wie das gewesen wäre, wenn man zwischen 1970 und 1990 zu jedem idiotischen linksextremen Flugblatt und zu jeder idiotischen Aktion ein Gegenflugblatt und eine Gegenaktion unternommen hätte: Um den Anfängen zu wehren, bevor die auch noch Springer, Suhrkamp und die Hardthöhe übernehmen und die Amis davonekeln bis dass der Russ die freie Bahn hat.

  14. wenn man den Beitrag
    …durchliest, bekommt man den Eindruck von dämlich und langweilig.

    In den Medien ist wohl jetzt das ganze Jahr ‚ Sauregurkenzeit‘.

  15. Depression ist ja auch keine neue Erfindung
    dazu gibt es doch Berge von Literatur, medizinisch, psychologisch, sozial, und so fort, eine Pharmaindustrie lebt davon. Und natürlich auch Psychotherapeuten und Buchautoren und Selbsterfahrungsgruppen.
    .
    Aber was hat das jetzt alles mit #Eris zu tun und zu welchem Pferd gehört ihr Apfel?

  16. ein faz click bait schreiber
    ist der DA also. Es gibt in jeder Zeitung welche, die ufreizende Begriffe titeln und Autoren, dern Name zum Klicken reizt. Göbel, Schmoll, Altenb,
    Meyer. In der Welt jetzt Yüczel.
    Bait muß schmecke de fish, not the fisherx.

    gruß auch an die Bunzenthalerin

    • Ich finde den Beitrag ja sehr zivil und Überschriften hätte ich noch ganz andere gehabt. Das war die sachlichste.

  17. M
    Nein, nein. Twitter komplett zumachen. ^^

  18. Titel eingeben
    Ist schon sehr erhellend, wie grade die mit besonders hohem moralischem Anspruch für andere selber wie kleine Kinder reagieren und sofort treten.

    Vielen Dank für die erhellende Zusammenstellung und Analyse.

    • Gern geschehen. Ja, der anspruch, das ist halt immer so eine Sache. Politiker haben da, wo Twitterer ihren Hass sitzen haben, einen PR-Berater.

  19. Es ist kompliziert
    … und wird in 140 Zeichen nicht einfacher. Leider werden Tweets genutzt, um sich abzugrenzen, zu mobben und gegenseitig zu blocken, statt Diskussionspartner zu finden, mit denen es sich auf geeigneterem Terrain fruchtbar diskutieren ließe.
    Gerade vor Diskurs scheint aber eine gewisse radikale Filterbubble eine Heidenangst zu haben, da verlangt man, Sascha Pallenberg für die re:publica auszuladen (mit der Drohung, selbst nicht zu kommen, sollte nicht wunschgemäß verfahren werden). Eigentlich sucht man nur ein Kuschelsofa mit den eigenen Blaseninsassen zur Selbstbestätigung …
    #fapgate #truefruits #aufschrei

    • Das wir jetzt sicher alles noch erheblich schlimmer, denn was ist besser zur moralischen Überhöhung als die richtige Ansicht zu Flüchtlingen? Das geht nämlich schon beim Begriff los – in manchen Kreisen rund um Berliner sprachverhunzer muss man jetzt Refugee sagen, weil man dann immer dabei denkt, dass da jemand Zuflucht braucht. Den Rest der Debattenverweigerung kann man sich vorstellen.

    • Flüchtling
      Soweit ich das verstanden (oder sagen wir: wahrgenommen) habe, ist „Flüchtling“ jetzt ein Pfuiwort weil „-ling“ ein Diminuitiv ist, also eine Hierarchie impliziert, bei der die betreffende Person von oben betrachtet wird, und zwar von Europäern, also von Weißen, und zwar auch von Männern, weshalb es das Patriarchat reproduziert und rassistisch ist. Und bestimmt auch noch irgendwie heteronormativ und lookistisch oder so, aber so vertieft hat mich das dann nicht mehr interessiert.

    • In Bayern war es früher tatsächlich ein Schimpfwort, wenn es um Sudetendeutsche ging, die hier aufgenommen wurden. Meine Grossmutter etwa sagte noch „Er is zwoa a Flichdling owa a nedda Mensch“. Aber das hat sich dann in den 90er Jahren völlig gegeben und ich weiss nur selten, wessen Vorfahren wirklich aus dem Osten kommen. Flüchtling ist in meinen Augen viel neutraler als „Asylbewerber“, weil das schon wieder den Klang von „ich trau dir nicht“ hat, und obendrein viele Flüchtlinge genau das nicht mehr sind. Geflüchtete finde ich wie einen Stempel, weil das rückblickend definiert, und Refugee ist Antifasprech. Asylant geht gar nicht.

    • Titel eingeben
      @DA 11:34h: …und vor 40, 50 Jahren hätte man ohne weiteres „Neger“ sagen können, und für die einen wäre es eine völlig übliche Bezeichnung für die meisten Einwohner abseits des Nordwestens von Afrika gewesen, und für manche ein Schimpfwort (unvergesslich: Polt in „der Mieter“). Heute ein pssscht-Wort, ersetzt durch immer neue Akronyme.

      Und könnte man auch nicht „Boatpeople“ sagen? Ach nee, das war damals alles ganz anders. Ach wirklich.

      Will sagen: Begriffe stehen immer vor einem zeitgeschichtlichen Hintergrund, und sind dann am nützlichsten, wenn eine möglichst breite Gruppe von Menschen damit eine möglichst klare Bedeutung verbindet. Und wenn der Begriff irgendwann als pejorativ empfunden wird, entwickelt sich meist auch ohne Nachhilfe durch irgendwelche Sprachfaschisten eine Alternative.

      „Refugee“ ist m.E. deshalb nichts weiter als einer der unzähligen Versuche, durch das Kapern von Begriffen auch die Definitionshoheit zu erringen – „ich sag Dir, wie es heißen darf, und deshalb sag ich Dir auch, was so heißen darf.“ Eine klassische demagogische Technik, unzählige Male eingesetzt von Interessensträgern gleich welcher politischer oder weltanschaulicher Couleur. Die holier-than-thou Dummköpfe, m.E. verhinderte Hauswarte, springen darauf natürlich sehr gerne an.

      Sehr professionell darin sind z.B. die Scientologen. Für die, die jetzt ein Akronym brauchen: kein Pok, kein Wok, sondern „CoS“. Die indoktrinieren gleich ein ganzes Vokabular.
      Dass ähnliche Tendenzen auch in der von Ihnen beschriebenen Szene zu beobachten sind, scheinen mir die Kommentare hier zu belegen, wonach man den Text schlicht nicht versteht. Und das kann ich nachvollziehen, man muss schon eine gewisse perverse Lust am Absurden haben, um sich das zum vollen Genuss erforderliche Hintergrundwissen zu verschaffen.

    • In Bayern ist das heute noch normal, weil „Schwarzer“ das niedrige Schimpfwort ist. Neger ist eigentlich ein Wort der besseren Stände, einfach wegen der lateinischen Wurzeln, und war wie „Mohr“ auch nicht zwingend negativ gemeint.

  20. Kindergarten
    Ich les seit Jahrzehnten einige Zeitungen, höre Radio, lese einige Blogs, bin auch sonst sehr belesen und informiert, … mache aber bewusst weder bei Twitter noch bei Facebook mit (aus Gründen) und versteh‘ von dem Artikel hier oben kaum ein Wort. Ich kenn‘ weder diese Leute noch deren Macken.
    Will sagen: Da bewerfen sich ein paar Leute im separierten Kindergartensandkasten mit Sand und hauen sich ihre Schippchen um die Ohren?
    Lasst‘ sie doch. Auch die werden mal älter und lernen dazu.
    .
    Ach was?! Die sind schon erwachsen?
    Hm. Na, dann…

    • Der Problem ist, dass solche Figuren oft genug in die Medien diffundieren. Beispiel Peng collective: Dahinter steckt unter anderem eine Feministin, die ihre Inhalte über nicht ausreichend kontrollierte Leute bei einer grossen deutschen Tageszeitung veröffentlichen kann. Julia Schramm macht Materialien, die auch an Schulen verwendet werden sollen. Anne wizorek ist botschafterin der Antidiskriminierungsstelle. Bei Twitter und Facebook fängt das an, also muss man es beobachten.

  21. Für das ganze Schauspiel braucht man doch gar kein twitter.
    Hatten wir in der Bundesrepublik Deutschland schon mal vollständig analog – als die 68er Bewegung bei Nichterreichung ihrer zentralen Anliegen zerfiel und ihre ideologisch am stärksten fesrgelegten Protagonisten die ganzen K-Gruppen aufmachten (KBW, KPD/ML, K wasauchimmer). Deren Hauptenergie sich nicht auf die Auseinandersetzung mit dem Klassenfeind richtete, sondern auf die Auseinandersetzung zwischen K Gruppe 1 und K Gruppe 2 um den richtigen Weg zur Revolution.

    Ich halte das ja eigentlich auch für einen Wohlstandsindikator – haben viele Mneschen Zeit für diese Art von Bullshit, muss es ihnen vergleichsweise gut gehen. Gige es ihnen wirklich schlecht, hätten sie entweder Wichtigeres zu tun oder würden wenigstens ihre Energien auf einem gemeinsamen Minimalfundament bündeln, um ihre Lebenssituation zu verbessern.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich habe ja die letzten Reste der K-Gruppen Ende der Achziger Jahre noch erleben dürfen – Langzeitstudenten mit dreissig Semestern, die zur Agitation nach München geschickt wurden – und der Vergleich liegt nicht fern. wobei ich da keine direkten Traditionslinien sehe. Das war damals mehr so Haschrebellion. Heute ist es Crackrandale.

  22. Kolonialismus
    …ist sehr im Kommen.
    On es um die Durchsetzung anglo-amerikanischer Rechtsprechung in Kontinentaleuropa (TTIP) alternativ der Scharia geht oder forcierte
    Flüchtlingsströme nach Europa.
    Alle suchen ihr Heil im Kolonialismus. Da sind die Twitter-Erscheinungen
    sehr hilfreich und die europäischen Regierungen sind ja geradezu ge-
    zwungen endlich ‚Verantwortung‘ zu übernehmen d.h. Rekolonialisierung
    Afrikas.
    So findet sich alles.

    • Haschrebellion...
      …kommt ja auch bald (wieder), wie die WiWo gestern begeistert titelte.
      Köstlich, köstlich – verkehrte Welt.

    • Oh Gott, ja, Drogen ist ja auch so ein Thema der Unerbittlichen und Argumentfreien, die ihre intolerante Toleranz über alles setzen.

    • Berauschende Rendite
      Vermutlich kifft die Meckel nicht mal selbst, sondern schreibt, wie die anderen Bumsblättchen auch, nur so nem Silicon Valley Starinvestor hinterher.

      Bald trauen sich dann sicherlich auch die Ferengis aus der Deckung.

    • Das alles ist halt ein Experiment mit offenem Ausgang – und ich weiss nicht, ob man das so leicht nehmen kann. Ich hätte dazu gern mehr Meinungen gehört, aber das geht gerade alles wieder bipolar vor die Hunde.

    • Mehr dazu demnächst unter...
      … #hasch-tag !

  23. I beg your pardon?
    Ich halte mich für einen verhältnismäßig gebildeten Menschen, aber ich verstehe den Text nicht. Und mit nicht meine ich: Gar nicht. Es ist zusammenhangslos, springt inhaltlich hin und her und hat einen ganz komisch nölenden Ton. Ich würde das alles nochmal überdenken, lieber Don Alphonso. Das ist in dieser Form einfach schlecht.

    Sage ohne auf den Inhalt einzugehen – meine Kritik ist rein formell. Mir würde ganz sicher auch inhaltlich etwas einfallen. Aber ich versteh dieses wirre Geschriebsel einfach nicht.

    • Damit kann ich offen gesagt leben – es kann nicht jedem immer alles gefallen und andere verstehen die Intention durchaus. Was Ihre weitere Befindlichkeit angeht lasse ich sie Ihnen. So ist das nun mal im Journalismus.

  24. WTF.
    Wäre vielleicht gut gewesen sich mit der ganzen Geschichte besser auseinanderzusetzen und nicht nur Janas Lügengeschichten zu glauben, denn man sieht spätestens auf den 2. Blick, dass es Jana lediglich um Selbstdarstellung geht und Mali um „die Sache“, obwohl ihr permanent vorgeworfen wird, dass sie ja nur „neidisch ist & den Ruhm will“. Ich bin weder mit der einen noch mit der anderen gut befreundet, deswegen habe ich beide Seiten betrachtet und war nicht sofort auf der „Seite“ von Mali.

    Jana verdient KOHLE damit, sich selbst darzustellen, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Ihr geht es längst nicht mehr um das Thema Depression an sich und das merkt man nicht nur an ihrem neuesten Beitrag auf A&P. Nicht, dass man mich falsch versteht. Es ist völlig legitim seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen, sich selbst ‚mal in den Vordergrund zu stellen, vor allem wenn es einem_r lange Zeit schlecht ging (und nach wie vor geht). Aber dann sollte man wenigstens dazu stehen können, dass man es genießt im Mittelpunkt zu sein, Aufmerksamkeit zu bekommen & dass man von dem Kuchen nichts an andere (und da geht es nicht nur um Mali) abgeben will. So viel Reflektion muss einfach sein.
    Zur RP: Mali postete vor kurzem den Text, den sie für die RP eingereicht hatte. Im Vergleich dazu hat man den Text von den 2 weißen Dudes und Jana. Daran lässt sich auch ganz klar erkennen wer sich selbst und wer das Thema Depression und Stigmatisierung in den Vordergrund stellt.

    Hier will eine WoC Anerkennung für ihre Arbeit. Sie will erwähnt werden. Sie will, dass keine Lügen (wie dieser Artikel hier) über sie verbreitet werden. Ist das echt zu viel verlangt?

    • mehr popcorn!
      Cool, geht es jetzt in den Kommis weiter?
      Bin ich ein Arsch, wenn ich das ganze gejule lustig finde und die toten Migranten vor Libyen mich kalt lassen – oder ist das menschlich?

    • Kindergarten
      (regressive Infantilisierung) – Das fehlte noch, die rückfettende, augenschonende Seifenoper von Jana, Mali & Co auf den Seiten der guten alten FAZ. Nein, danke!

    • Anerkennung: ist halt keine Bringschuld - sondern eine Chance
      Es ist menschlich nachvollziehbar, wenn jemensch, die sich stets viel bemüht hat, auch Anerkennung haben möchte. Aber die hat doch Frau B!

      In ihren (linksradikalen) Kreisen ist sie sehr ankerkannt. Außerhalb dieser Kreise, z.B. bei RP, dort bevorzugt man andere Leute. Das ist weder überraschend, noch ist das eine Form von Hautfarbendiskriminierung – es ist einfach eine Reaktion auf einen sehr radikalen politischen Standpunkt.

      Zu diesem gehört es dann nämlich auch, in lautes Geheul auszubrechen, wenn man selbst einen Hashtag „erfunden“ hat (pardon: ist das wirklich eine echte Leistung? Und ist dann alles unter diesem Hashtag der Erfinderung zuzurechnen??) – und zum Thema halt andere Leute gehört werden. Meine Güte, worauf genau gründen die offen artikulierten Ansprüche von Frau B, dass unbedingt sie zur RP geladen werden müsse? Warum nicht einfach andere Leute?

      Vielleicht ist deren Geschichte einfach interessanter? Pardon, ich kann nicht finden, dass das Hashtagerfinden für auch nur IRGENDWAS berechtigt. Nun gehört es für die Politsektiererin Frau B. zur Bestätigung der eigenen Polit-Denke, dass immer dann, wenn eine „weiße Person“ irgendwo zu einem Vortrag geladen wird, damit zugleich eine schlimme Diskriminierungshandlung z.B. ggüber von „WOCs“ erfolgt.

      Unwiderlegbar – jedenfalls aus der eigenen Extremisten-Logik heraus, die sich einer Objektivierung vollständig entzieht. Im Übrigen ist es so: Wer sich politisch engagiert, vornehmlich für eigene Interessen, der kann auf alles Mögliche rechnen. Aber selbst mit allergrößtem Geschick wird er (bzw. sie) damit niemals einen Anspruch darauf erwerben, dass diese Arbeit (ähem: die vor allem den eigenen Interessen dient) Anerkennung erfährt.

      Das ist falsches Anspruchsdenken. Politik, pardon, ist vor allem Chance: Eventuell lassen sich Verbündete finden, Menschen, welche die eigenen Positionen überzeugend finden. Nur, auch wenn das aus Extremistensicht sehr uneinsichtig ist, einen Wahrheitsanspruch und einen Anspruch auf „Anerkennung“ für die eigenen Überzeugungen erwirbt man auf diesem Wege nun einmal nicht.

      Wenn es gut läuft: Okay, dann hat man Glück gehabt (recht haben: das ist oftmals noch etwas anderes, ähem). Aber man kann sich um solches Glück eben nur bemühen, und sollte dabei vor Augen haben, dass sich andere Menschen vom eigenen Standpunkt vielleicht eben nicht überzeugen lassen.

      Auch aus Gründen des Respekts sollte man (sofern dem Kindsalter entwachsen) man damit klar kommen. Und es ist halt so: Irgendwo ist meist jemand, der besser reden kann, der einen Sachverhalt besser erläutern kann – als man selbst dazu imstande ist.

      Vielleicht wäre es für Frau B. einfach an der Zeit, sich dies einzugestehen. Aber was auch immer für Gründe gegeben sein sollten, warum Frau B. halt nicht auf Panel geladen wird: Die Wahrscheinlichkeit ist enorm hoch, dass es *nicht* an ihrer Hautfarbe liegt.

      Wenn sie einen wirklich coolen und für dieses Veranstaltungsformat passenden Vortrag in petto hat: Dann wird sie dort mit guter Chance auch referieren können. Wenn nicht: Dann war es vielleicht einfach nicht cool und nicht gut genug. Die gute Nachricht für Frau B. lautet: Sie muss keine Bäume ausreißen, sondern einfach nur einen mitreißenden Vortrag ausarbeiten.

      Wenn sie das kann: Dann ist alles gut. Wenn nicht: Dann liegt es womöglich doch ein Stück weit an ihr bzw. ihrem Unvermögen, dem geforderten Format Rechnung zu tragen.

    • hi Dani
      Kohle verdienen will Jana? Kohle verdienen ist gut. Kohle verdienen, Steuern zahlen, dumme Unis in Berlin finanzieren. Ohne Kohle geht da nix. Nach Grafenrheinfeld etc brauchen wir um so mehr Kohle. Auch Braunkohle. Weil ohne Strom kein Kohleverdienen in D möglich. Ohne Strom leben wir wie PoC in LoC (Afrika ist doch Land of Colo(u)r?)

    • @Dani
      was Sie im letzten Abschnitt schreiben ist ein Anliegen, das von aller Welt
      eingefordert wird.
      Kein Alleinstellungsmerkmal um das es doch offenbar geht.

    • ja, es ist zu viel verlangt.
      hier leben echte menschen in einer textbasierten virtuellen welt ihre gefühle, beziehungen, bedürfnisse aus. sie glauben, andere menschen anhand von text in kurzform erkennen und beurteilen zu können und/oder anhand von text in kurzform bescheiben und erklären zu müssen. für mich ist das ein dauerexperiment für missverständnisse aller art.

    • Ich bin da zum Glück ja nur in teilzeit und beruflich drinnnen, aber für viele ist das ihr Leben, weil sie sonst keines haben.

    • Leben im allgemeinen, Öffentlichkeit im Besonderen sind keine Übung in Gerechtigkeit.
      Wer in einem begrenzten Resonanzraum ein Thema am ehesten glaubwürdig professionell vertritt, hat die besten Karten. Sehen Sie sich Wizorek an – deren twitter account ist ein kuratierter Smiley-Friedhof, weil sie mit dem Thema … Geld verdienen will. Und bei Aussenseiterthemen reicht der Topf häufig nur für eine/n. Ganz ernsthaft – ich bin ziemlich sicher, dass die Hautfarbe dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

      Mit der Frage danach, ob das gerecht ist, könnte man Seminare füllen. Es wäre nur sinnlos – die Spielregeln sind erst einmal da und ändern sich, wenn überhaupt, nur über Jahrzehnte.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ich denke auch, das das was wir dort sehen, nicht die Zukunft ist und sein kann – zu wenig echte Politik und voll vorbei an den eigentlichen Problemen. Das ist wie so oft ein Fall für „Feminismus gegen Frauen“, weil es Platz und Aufmerksamkeit eserviert, die dann woanders fehlen. Bestes Beipiel ist das Betreuungsgeld das ideologisch bekämpft wird: Feministinnen jaulen. Frauen nehmen.

  25. Countdown to twitter-day?!
    Ich empfand die Lektüre gerade als durchaus angenehm und kurzweilig.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich aus einem weit von B entfernten Winkel Westfalens in der lebenswertesten Stadt der Welt wohne.
    Vielleicht habe ich auch meine Privilegien nicht gecheckt.
    Danke für kurzweilige 20 Minuten! Bitte mehr von diesen Popcornthemen!

  26. Cool. Wenn ich mir anschaue, wie kompliziert das (Über-)Leben im NGO-Bereich
    ist, wundert mich nicht mehr, dass die große Politik nichts weiter bringt. Oder handelt es sich nicht um den NGO- sondern den Hartz4-Bereich?

    • Ich glaube auch, dass sich das gibt wenn sie erst mal einen normalen Beruf bekommen sollten.

  27. der ganz alltägliche Wahnsinn
    Praktisch wird leider eins viel zu wenig gesagt: „Im Interesse einer anstädigen Diskussionskultur halt doch bitte einfach mal Deine dumme…“
    Das würde so einige sinnlose Aufregung von den Krawalltanten mit einem erstickten „A…A…Ableismus!“ verstummen lassen.
    Übrigens, diese Aufschrei-Krawalltanten sollte man sich mal sehr genau anhören. Eine Tugendfurie hat Aussagen getätigt, bei denen man nur ein Wort austauschen müßte und es würden landesweite Gelichterketten ins Leben gerufen werden;)

  28. Titel eingeben
    Och nö. Schon wieder ein Twitter-to-book-Deal für eine talentfreie Internet-Exhibitionistin. Langsam sollten Verlage begreifen, dass sich sich das finanziell in D nicht lohnt. Die Ossi-Schluse mit dem Aufschrei Hashtag aber dürfte mittlerweile gut Kohle machen. #SteuerfinanzierteDeutschlandtourneeFuckYeah

    Wer übrigens wissen will, wie gut sich negride Muslime aus Subsahara-Afrika in der westlichen Welt integrieren lassen, sollte mal in Kanada vorbeischauen (google Somali Canadians).

  29. Vielen Dank
    für diesen Artikel. Bitte bleiben Sie weiter wachsam, damit die grundgesetzfeindlichen und menschenverachtenden RadikalInnen uns nicht vollständig ihre neurotische und zutiefst hasserfüllte Ideologie aufzwingen können. Es gibt von intellektueller Seite aus sowieso schon wenig Gegenwehr. Ich denke schon über Auswanderung nach. Die Deutschen scheinen den Radikalismus echt aboniert zu haben. Wer von diesen Menschen die Begriffe Sexismus, Rassismus und Faschismus in den Mund nimmt und dabei auf andere deutet, der baut auch wieder Lager.

    • Naja, zumindest ist die Differenzierungsfähigkeit nicht mehr sonderlich ausgeprägt – im Rahmen dieses Beitrags kam für mich dem die SPD viel zu rechts ist die Bezeichnung „reaktionär“. Da fragt man sich dann schon, was die erst sagen würden, wenn die mal Kreuzberg verlassen und eine der Städte kommen, die wirklich politisch bestimmen.

  30. Beruhigend
    Es ist wirklich beruhigend, dass es Menschen wie donalphonso gibt, die diesen Wahnsinn aufarbeiten und ihn angemessen und sachlich einordnen. Danke dafür!

  31. Depressive Rassisten
    Verstehe nicht so ganz welche Arbeit man sich von Frau Bunzenthal angeeignet haben soll?

    Diesen komischen Hashtag?

    Nun, den haben auch andere Leute benutzt. Wie stellt sich Frau Bunzenthal das eigentlich vor? Das jeder der etwas darunter twittert, sie gefälligst vorher hätte fragen sollen, weil das ist ja auch ne Form von Aneignung, andere Leute hashtags zu benutzen?
    Tja, so siehts dann wohl aus. Twitter ist voller depressiver weißer Rasissten_innen, die sich dringend ihrer Privilegien bewußt werden sollten.

    • Hier ging jedenfalls noch keine Klage wegen der Namnensrechte ein. Ich glaube, das würde auch sehr schwer werden. aber da gibt es halt noch ihre Follower und den sozialen Druck.

  32. Wenn die Tröten Macht kriegen in Politik, Medien und Universitäten
    Dann müsste man die Kritik vielleicht eher dorthin adressieren?
    Fragen, warum solche Leute einen Lehrstuhl kriegen oder an prominenter Stelle Raum im Blatt?
    Für das neue Sexualstrafrecht ist ja letztlich der Innenminister verantwortlich, etc.

    • Ja, das wäre mal wirklich so eine Frage – allein, ich sehe im Hochschulbereich der Medien halt wieder genau die Zöglinge solcher Leute, bei SPON und Zeit ist das überdeutlich. Man muss sich da auch wirklich mit der digitalen SA herumschlagen wollen. Jeden Tag hunert Aufrufe zur entlassung zu lesen, ist auch nicht gerade die Traumvorstellung eines Berufes, und Pressefreiheit ist den Obermeiers dieser Wekt, wie man sieht, nicht so wichtig.

  33. Titel eingeben
    Das die Bunzenthal sich schon sehr oft stark in die Opferrolle drängt und dies gleichzeitig mit Rassismus versucht wett zu machen fällt jedem auf der sich für einige Wochen ihren Twitterverlauf gibt. Ob das den Ausschlag gab? Vielleicht.
    Allerdings ist hier die Frage ob eine von den jungen Grünen die offensichtlich mit den Linksterroristen vom Blockupy sympathisiert und in ihrem Profil als erstes Drugs stehen hat besser ist.

    Kurzum – um Imageprobleme müssen die sich nicht sorgen bei republica, die haben sie dank ihrer Auslese.
    Und an die toleranzbetäubten Dauerunterdrückten = den Begriff People of Color haben damals die Weißen Sklavenbesitzer in die Welt gesetzt. ;)

    • Ich weiss ja auch nicht, ob es klug ist, dauernd auf der Abstammung rumzureiten – ich könnte das auch und lasse es. Viel zu nervig.

  34. Wer spricht denn da?
    Ich bezweifle sehr stark, dass Don Alphonso mit seiner menschenzerstörenden Vergangenheit befugt sein kann, diese Diskussion zu führen.

    • Oh – Lob, Ruhm und Ehre für mein Treiben. Wenn ich das Robbenbaby gebraten habe, bekomme ich mehr davon?

  35. „2 weißen Dudes“
    Ja, ne, Dani. Jetzt haben Sie sich am Ende doch noch mit Anlauf herausgeschleudert. Sowas…

    • Dudes ist ja auch so ein Wort, das die These, Geschlechterforschung sei die Rassenkunde den neuen Jahrhunderts, nicht vollends entkräftet-

  36. Pingback: Der Ruhrpilot | Ruhrbarone

  37. #Gamergate
    Sehr geehrter Don,
    Die Zustaende, was das Online-Mobbing von Andersdenkenden angeht, lassen sich genau so 1 zu 1 auf jene Debatte uebertragen, die im Englischen Sprachraum gerade verbunden mit dem ”Gamergate“-hashtag verbunden ist.

    Das gesamte Thema wird totgeschwiegen, Anhaenger des Anliegens, journalistische Ethikstandards bei Publikationen, die ueber Videospiele schreiben, werden daemonisiert und bedroht, und all dies geschieht im Namen der Inklusion und der “Social Justice“. Ich moechte nicht bestreiten, dass im Verlauf der Debatte Mord-, Gewalt- und Vergewaltigungsdrohungen gefallen sind. Diese sind jedoch beidseitig gefallen, und statistisch ist erwiesen, dass die Seite der Linksradikalen, „kulturell progressiven“ wesentlich staerker „harassed“, also belaestigt, angegriffen und diffarmiert hat. Trotzdem ist hierzulande in der FAZ die einzige Berichterstattung zu diesem Thema denjenigen Entwicklern gewidmet gewesen, die die Debatte entfacht haben, weil sie in der Kritik lagen, von ungemeldeten privaten Beziehungen mit Journalisten profitiert zu haben.

    Es ist schrecklich, dass diese in dem Masse bedroht und belaestigt wurden, wie es geschehen ist. Aber kann man nicht, wenn man ausgeglichen ueber ein Thema berichten moechte, auch darauf hinweisen, dass auch die Gegenseite des Arguments, speziell Personen, die sich immer oeffentlich gemaessigt und nur im Anliegen fuer journalistische Ethikstandards bei Publikationen wie Kotaku, Polygon etc. eingetreten sind, auf aehnliche Weise bedroht und belaestigt wurde?

    Mir ist bewusst, dass Ihnen das Thema vielleicht neu ist. Ich habe mich nur daran erinnert gefuehlt, da viele Eckpunkte sich mit dem decken, was Sie hier in diesem Blogpost beschreiben. Ich wuerde mich freuen, wenn dem Thema endlich eine ausgewogene Berichterstattung auch in deutschen Leitmedien zuteil werden koennte. Die Recherche lohnt sich, da offen wird, mit welch repressiven Mitteln die radikale Linke (besonders in den USA) eine Meinungshoheit zu erzwingen versucht.

    Freundliche Gruesse und in Hoffnung auf Beachtung.

    • Ja, Gamergate ist auch so eine Sache, aber da ist halt der Punkt, dass es gerade hier nicht so einfach geschluckt wurde. Über die Methoden kann man streiten. aber es gibt ein Schutzbündnis und niemand kämpft da – wie in Deutschland oft der Fall – für sich allein.

    • Titel eingeben
      Auch wenn hier niemand für sich alleine kämpft, werter Don, ist es trotzdem so, dass die im englischen Sprachgebrauch „Mainstream media“ genannten Publikationen stets nur die eine Seite beleuchten, so auch die FAZ. Das ist schlichtweg schade und schadet nebenbei dem Ansehen dieser Publikationen, denn Gegenstimmen wären sehr einfach zu finden. Ausgewogene Berichterstattung, auch in diesem Blatt, und zwar in Hauptartikeln und nicht in Blogposts, wäre sehr wünschenswert und ethisch korrekt, denn in den Richtlinien für Berichterstattung sagen die Zeitungen ja auch, dass ihnen diese am Herzen liegt. Mir ist nicht bekannt, inwieweit Sie mit den Verantwortlichen Kontakt haben, von daher nehmen Sie mir dieses persönliche Addressat bitte nicht übel, es ist immerhin schön, sich mal direkt über dieses Thema austauschen zu können.

      Mit freundlichen Grüßen.

    • Es hängt halt immer davon ab, wer es macht. Genderthemen machen fast immer Frauen und wenn das ein Mann mal genauer anschaut wie etwa beim UVA-Hoax, kommt ein Shitstorm. Ich will hier nicht in die Tiefe gehen, aber die Strukturen zielen in dem Bereich ziemlich klar drauf und zielen darauf ab, andere wirklich zu schädigen. Ich kann ja mal einen Vergleich Gender vs linksbizarre Piraten vs. Pegida machen, nur mit frei zugänglichen Zitaten aus dem Netz. Und es betrifft ja nicht nur mich, sondern auch Herrn Fischer von der Zeit, Herrn Martenstein vom Tagesspiegel oder Frau von Rönne bei der Welt. Das macht dann halt nicht jeder, und dann machen es halt die Aktivisten mit Presseausweis.

    • Über die vollständig kritiklosen, nicht einmal die Fakten klarkriegenden, reinen Sympathie-
      Artikel in der ZEIT, im SPIEGEL oder in der SZ habe ich immer gestaunt. Das versuchte nicht einmal mehr, den Schein von Journalismus zu wahren – das war reine Aktivistenpropaganda, in eine etwas neutraler klingende Sprache übersetzt, um nicht zu auffällig zu werden.

      Und an diesem Beispiel nicht zum ersten Mal: Warum wundern sich Journalisten (angeblich) eigentlich darüber, dass ihr Ansehen seit etwa 30 Jahren ungebrochen (wenn auch in langsamem Tempo) in den Keller geht? Das ist weitgehend selbstverschuldet.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Googlen Sie mal den Namen Hannah Beitzer.

  38. Twitter ist doch eine nette Sandbox
    Würde der Qualitätsjournalismus nicht immer wieder die Brocken mit vergrabener Hunde… ausgraben und in ihre Zeitung einwickeln.
    Don, ich mag sie sehr und genieße immer wieder ihre Berichte der Marke „Einblicke ins Irrenhaus derer, die bislang kein Therapeut zu Gesicht bekam“.
    Die Szene zerfleischt sich eindrucksvoll selbst und die dabei entstehende Komik hat irgendwie was neues…aber es ist sehr unübersichtlich zu verfolgen, wie es bei asymetrischer Kriegsführung nunmal so ist. Also wenn sie in ihrem CMS mal einstellen könnten „Links in neuem Fenster öffnen“ wäre ich persönlich Ihnen sehr dankbar.

    • Das kann man so oder so sehen. Ich beschäftige mich da nun mal lieber vorher damit, bevor das zum Mainstream wird. Und das wird es fraglos, allein schon weil solche Leute dann durchaus gefördert werden. Da reicht ein Blick in die Programme linker Parteistiftungen, da werden die dann rumgereicht und verbunden mit der Politik.

  39. Sagt dieser Konflikt etwas über Depressive?
    In irgendeiner Studie habe ich mal gelesen, das Depressionen etwas mit dem eigenen Umgang und dem Erleben von Wut zu tuen haben.
    Ist nun diese Art und Weise, einen Konflikt auszutragen ein Zeichen für Heilung oder der Anfang für einen erneuten Depressionsschub?

    • von aussen betrachtet würde ich denken, dass solche konflikte vor allem bei der Umgebung das Befremden und die Abwehrhaltung steigern. Das ist auch das Problem mit dem Beitrag: Ist es angemessen. so etwas zu bringen? Erwischt man damit nicht die Falschen?

      Darüber habe ich vorher lange nachgedacht, aber ich bin nach einigen Tagen der Kampagne zum Schluss gekommen dass man mal darüber reden und nachdenken sollte, weil das Vorgehen an sich sehr typisch geworden ist.

  40. Ist das wirklich wichtig?
    Lieber Don,
    ich weiß, Sie befassen sich liebend gerne mit Webthemen, aber ich frage mich, wen interessiert das eigentlich? Ich sitze zwar nicht mit Torte am Tegernsee, aber meine Welt ist trotzdem weit entfernt von irgendwelchen giftspuckenden Twittter-Emanzen. Ich bin etwa so alt wie Sie, habe mit bis dato aber Twitter und Facebook verweigert. Diese „Kultur“ von Kurzkommentaren und weiterreichen von Gedanken und Witzchen anderer reizt mich einfach nicht. Und ob irgendwelche Berliner sich gerade gegenseitig zerfetzen – nicht mein Problem. Mit ist die Entscheidung wichtiger, welche Erdbeeren ich denn nun anpflanzen soll. Bis die vernünftig Früchte tragen, sind so viele Hashtags in und außer Mode gekommen, dass ich froh bin, dass mich das nicht belasten muss.

    • Ich denke, es ist wichtig weil Betroffene eine Stimme haben könnten und auch sollten – aber in dem Fall halt viele daran arbeiten, dass dem nicht so ist. Und natürlich liegt mir das Thema am Herzen, weil ich „im Backend“ genau mitbekomme, wie interessierte Kreise versuchen, genau solche Berichte zu verhindern: Unterlassungserklärungen, Hatemobs, Gegendarstellungsversuche. es werden externe Freunde zusammengetrommelt, um Einfluss zu nehmen: Das ist alles so lange weltenfern, bis man mal darüber schreibt. Danach kommt das in Genderlackierung, was ich als Angehöriger einer Minderheit so eigetlich nur von den Neonazis und Palästinaaktivisten kenne. Und mittlerweile sehe ich da auh kaum mehr Unterschiede beim Versuch, andere zu vernichten.

  41. Titel eingeben
    Ich beobachte die Szene auch mit angenehmem Gruseln und es läßt sich eine fortschreitende verbale Radikalisierung feststellen. Früher wurde der Andersdenkende bekämpft, heute wird er schon bei geringster Abweichung mit radikal Extremen anderer Coleur gleichgestellt. Beispiel: wär dafür ist Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, aber zB die Menschen aus dem Kosovo nicht, der ist schnell gleichgestellt mit der AFD, die wiederum stramm rechts verortet wird. Amüsiert man sich mal über den urigen Netzfeminismus, dann ist man „Masku“, findet man Bilder nackter Mädels netter als die von männlichen Schwulen, ist man homophob. Also immer die dicke Keule genommen und „feste druff“.

  42. Gehässige Neiddebatte
    Vor Erfindung des Hashtags notjustsad (bzw. der Idee für einen Begriff) hat Jana Seelig am 10.11.2014 insgesamt 25 Tweets zum Thema Depressionen geschrieben,

    https://twitter.com/search?f=realtime&q=isayshotgun%20Depressionen&src=typd&lang=de

    am Tag danach gab es dann 2 Artikel in der sz die über diese Tweets von Jana Seelig und den von Malaika Bunzenthal „erfundenen“ Hashtag berichteten.

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/hashtag-notjustsad-zu-depressionen-wenn-du-meinst-zu-ertrinken-waehrend-alle-um-dich-atmen-koennen-1.2214978

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/hashtag-notjustsad-zu-depression-wie-isayshotgun-gegen-das-schweigen-kaempft-1.2216011

    Wenige Tage später ein Blogartikel von Jana Seelig, Interviews mit ihr und schließlich ein Buchvertrag.

    Was jetzt stattfindet ist nichts weiter als eine von Malaika Bunzenthal geführte, tlw. sehr gehässige, Neiddebatte

    https://twitter.com/search?q=mali_2%20verdient&src=typd

    zu der sie kräftig die Rassismuskeule schwingt, u.a. hier

    https://twitter.com/mali_2/status/589434077775794176

  43. Pingback: Privilegien als Selbstschutz - Dass du scheiße bist, liegt weder an deinem Geschlecht noch an deiner Hautfarbe | AMY&PINK

  44. Das Netz machte vermutlich, dass so vieles naturgemäß so viel Raum bekäme - evtl.
    eben auch schon mal der Herdentrieb.

    So etwas gab es schon immer – und war bekannt. In einer ganzen Reihe von Herkunftsfamilien z.B. auch:

    „Der Mensch lebt einsam, allein und schutzlos in einem unwirtlichen, unbekannten Land, das nicht seine Heimat ist … Namenlose sind wir in einer Welt, wo uns zahllose Fallstricke gelegt sind und wo wir es mit lauter Absurditäten zu tun haben … In dieser fremden Welt treffen wir auf Städte und Menschen – und manchmal auf eine Frau. Aber wir müssen gesenkten Hauptes den Korridor, in dem wir gefangen sind, durchschreiten, denn da sind auf beiden Seiten Mauern, und man kann uns jederzeit aufhalten und festnehmen.“

    Ineressant also eher nicht, das einer das hätte oder die Welt so sähe oder damit jung unerfahrene Erfahrung macvhte, sondern höchstens als Teil der Golbalisierung:

    Wie z.B. internet-global heutzutage u.a. auich mit davon auszugehen wäre, dass militärische oder andere Geheimdienste den ersten Teil „einsam, allein und schutzlos in einem unwirtlichen, unbekannten Land, das nicht seine Heimat ist, wo uns zahllose Fallstricke gelegt sind und wo wir es mit lauter Absurditäten zu tun haben“ auch schon mal zum Teil gezielt geplant (ggfls. von hochqualifiziertenTeams) über Einzelne oder Kleingruppen inszenieren würden, um Schuldige zu finden, zu erzeugen, ihr eigenes Budget zu behalten, ihre Waffengattung wichtig zu machen oder zu halten, politische Macht (über/in andere/n Völker/n) auszuüben – und was sonst noch.

    Wie gesagt, könnte man sehen, messen, fühlen, kann interessant sein. Der Rest „á la oben“ erledigte sich bei vielen simpel mit dem Älter-werden.

    (Text vom 4. April, er fand sich hier seid dem aufgehoben, danke FAZ für die Vorlage, *g*)

    Im Netz also noch viel Raum einzuengen oder besser zuzurichten.
    .

  45. ... hier ...
    Hier wird die wirre Geschichte, um die’s geht, etwas einfacher und verständlicher aufgedröselt: http://bit.ly/1DN5qSs

  46. Pingback: Wort des tages | Schwerdtfegr (beta)

  47. People of Colour
    Vielleicht sollten sie lieber Don auch mal versuchen ihre Argumente zu verstärken in dem Sie sich einen POB (People of Baiuwaren) nennen und deswegen fordern das man ihnen einfach zuzuhören hat und Ihnen nicht zu wiedersprechen weil alles andere wäre Rassismus und das sie es satt hätten das man POB’s (People of Baiuwaren) in der Kultur nicht genügend würdit und rassistisch runtersetzt in dem man sie als Sepplhut tragende Deppen darstellt :-D und das

    einfach den Spiess umdrehen um ihnen zu zeigen wie dämlich ihre Argumentation ist.

    Viele Grüsse

    von einem unterdrückten POH (People of Helvetien) der schon oft wegen seinem schlechten Hochdeutsch rassistisch verunglimpft worden ist

  48. Madagaskarplan
    Eine Frage: Ist der Vergleich mit dem Madagaskarplan Ernst gemeint? Sie finden, der Rassimusvorwurf wird inflationär gebraucht? Und sind selbst bereitwillig mit Nazi-Vergleichen zur Hand?

  49. Friderike Haupts in der FAS zum selben Thema
    Lesenswert aber ein ganz andres take.
    Zum Beispiel zeigt Frau Haupts nicht, daß sie ihre Privilegien als weiße Deutsche gecheckt hat. Daß die Aktivistin und Speakerin eine WoC ist und jenseits der Kritik von Frau Haupts – dieser Fakt ist für den Leser nicht erkennbar.

  50. Pingback: #notjustsad, I-say-shotgun, Selbstvermarktung – der einzige Weg zu Erfolg im Internet? | valorieval

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