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Der „Fall“ Tim Hunt: Tonmitschnitt bringt seine Verfolger in Bedrängnis

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Es waren nur ein paar Tweets von zwei Journalistinnen und einem Journalisten, aber der Nobelpreisträger Sir Tim Hunt hatte keine Chance: Was über seine Äusserungen bei einem kurzen Toast auf einer Konferenz in Korea verbreitet wurde, bedeutete das Ende seiner Karriere. Als angeblicher „Sexist“ wurde er gedrängt, seine Ehrenämter niederzulegen, und seiner unbeteiligten Frau erging es nicht besser. Der Vorwurf der dem Feminismus nahe stehenden Angreifer lautete, er hätte sich sexistisch über Frauen geäussert, und im Netz wurde diese abgesprochene und geplante Aktion als Wahrheit weiter verbreitet. Andere Anwesende widersprachen den Behauptungen, aber sie kamen nicht durch: In wenigen Stunden wurde Tim Hunt von den Medien und Netznutzern vorgeführt, verhöhnt und ausgegrenzt. Der Guardian, die BBC, die Zeit: Sie alle beteiligten sich aktiv und einseitig an einer moralischen Hinrichtung und unterstützten das Narrativ der Angreifer. Tim Hunt und andere erklärten, er hätte einen vom Auditorium sehr wohl verstandenen Witz über sich selbst gemacht. In einem Editorial forderte der bislang als Aufklärer respektierte Guardian dagegen von Tim Hunts Universität, dem Druck der Verteidiger nicht nachzugeben und den Nobelpreisträger nicht zu rehabilitieren – die Hauptanklägerin Connie St.Louis sei dagegen eine Verfolgte des Netzes.

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Dabei hatte die Daily Mail schon fünf Tage vorher nachgewiesen, dass die Journalismusprofessorin St. Louis von der University der City of London in ihrer eigenen Biographie sehr fragwürdige Angaben gemacht und zumindest eine Referenzen komplett falsch angegeben hatte – ausgerechnet eine Mitarbeit bei besagter Daily Mail. In der Folge wurde sie von der Universität lediglich aufgefordert, ihre Biographie zu aktualisieren. Kurz zuvor hatte der Guardian St. Louis noch einmal Gelegenheit gegeben, Tm Hunt ausführlich öffentlich zu beschuldigen und zu verurteilen, und für die feministisch-aktivistische Sache zu werben. Über die Anwesenden bei Hunts Rede sagt St. Louis im Guardian:

Nobody was laughing.

Und bestätigt noch einmal das, was sie in der BBC behauptete

After he’d finished, there was this deathly, deathly silence. Very clearly, nobody was laughing – everybody was stony-faced.

Ihre Mitanklägerin – und persönliche Freundin – Deborah Blum assistierte ihr und bestritt, dass Tim Hunt seine Aussagen als Scherz über sich selbst gemeint hatte. Im Sinne von Hunt hatte es ein inoffizieller Bericht der EU jedoch so beschrieben – demzufolge sprach Hunt eindeutig selbstironisch und warm von „Monsters like me“, die die Anwesenden überwinden würden.

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Am Sonntag nun hat die Times aus dem Murdoch-Imperiumden Audioschnipsel vom Ende seiner Rede veröffentlicht, in dem Tim Hunt genau das über sich sagt. Und danach lachen die Anwesenden, und der Applaus setzt ein. Die russische Teilnehmerin Natalia Demina, die schon zuvor die Aussagen der Angreifer bestritten und mit Bildern von der Ansprache den amüsanten Charakter belegt hatte, hat der Times den Ausschnitt zur Verfügung gestellt.

Es ist offensichtlich, dass die Aussagen der feministischen Angreifer nicht dazu passen.Von Seiten des Guardians und der Zeit gibt es zu diesen neuen Entwicklungen lediglich eisernes Schweigen.

Was ansonsten auch nicht in die feministische Strategie passt, hat die Co-Autorin des Times-Beitrags dann in ihrem eigenen Blog zusammengestellt: Minutiös zeigt die konservative Journalistin Louise Mensch auf, wie Hunt von einer mit einem Ankläger bekannten Journalistin eine chauvinistisch wirkende Aussage über das Essen unterstellt wurde, die in Wirklichkeit von einer koreanischen Politikerin getätigt wurde, und wie sie sich wieder herauszulügen versucht. Mensch belegt, wo sich die Behauptungen von St. Louis und Blum eklatant widersprechen, wie sie den Shitstorm gegen Hunt anheizen, und wie ein anwesender Professor für Journalismus der Universität von New York Tim Hunt erst der Lüge bezichtigt und dann zurückzieht, als er sieht, dass Connie St. Louis in einem Punkt die Version von Tim Hunt bestätigt. Es ist ein umfassendes Debakel des Journalismus.

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Und die Reaktion auf den Beitrag? Alice Dreger, eine weitere feministische Autorin, die sich über Tim Hunts Sturz freute, fällt in den letzten Stunden, angefeuert und unterstützt durch Deborah Blum, in einer sehr langen mobbingähnlichen Serie von Tweets über Louise Mensch her und versucht, sie persönlich zu diskreditieren. Es geht nicht um die von Mensch analysierten  Widersprüche, die Kampagne der Anklägerinnen, ihr Einwirken auf Medien, die eindeutigen Lügen und das Versagen der Medien, die die Aussagen nicht überprüften und den Shitstorm weiter anheizten, sondern erneut um die Kampagne gegen Personen, die sich weigern, die Sache wie die Aktivistinnen zu sehen. Sei es, weil sie auch anwesend waren und gute Beweise haben, sei es, weil sie genau hinschauen, ihre Quellen verlinken und ihre Argumente schlüssig darstellen.

Es gibt neben den teilweise nachweislich falschen Behauptungen der belastungseifrigen Angreifer keinerlei Beweise, dass in Korea etwas in der Form stattgefunden hat, was sie bei Twitter und später in den Medien verbreiteten. Dass sie ihr Vorgehen geplant und abgesprochen haben, geben sie selbst zu. Nach den minimalen Anforderungen eines fairen Prozesses der westlichen Gesellschaft und angesichts der entlastenden Beweise wäre nun der Zeitpunkt für eine Neubewertung.

Sie wird nicht vermutlich kommen.

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Denn die Mehrheit der Medien und des Internets haben sich mitreissen lassen, und dass die Daily Mail und die Sun-Autorin Louise Mensch saubere Arbeit leisten, wird der Guardian vermutlich eher nicht gern anerkennen. Man hat sich via Editorial schon für die „richtige“ Seite entschieden. Tim Hunt ist als weisser, alter, männlicher Sexist gebrandmarkt, Connie St. Louis ist eine schwarze, feministische Aktivistin, und Deborah Blum lehrt, auch wenn das nach dieser Nacht im Netz überraschen mag, am angesehenen MIT. Es sind privilegierte Aktivistinnen, und der Mob im Netz ist hilfsbereit auf ihrer Seite.

 

Es kann immer noch sein, dass andere Institutionen zu einem anderen Urteil als der bislang schweigende Guardian kommen, und Tim Hunt öffentlich rehabilitieren und sich entschuldigen. Der Fall war bislang voller Überraschungen und Wendungen, und vielleicht kommt auch noch mehr über die Angreifer heraus. Bis dahin jedoch muss man leider festhalten, dass abgesprochene Attacken im Netz durch scheinbar glaubwürdige Personen mit den richtige Reizthemen und dem richtigen Drall im schlimmsten Fall besser als Kampagnen der Boulevardpresse funktionieren: Bei Bild und Sun ist bei den Medien und Publikum wenigstens die Bereitschaft da, die Geschichten noch einmal zu überprüfen. St. Louis und Blum jedoch bekamen unwidersprochen Raum, Applaus, Unterstützung und im Falle des Guardian auch Nibelungentreue für ihr Treiben, weil es die politisch „richtige“ Einstellung war. Mit Feminismus geht offensichtlich viel – vor zwei Wochen etwa bezeichnete in Deutschland der Verein Pro Quote die Entscheidung der taz, einen Mann zum Chefredakteur zu machen, als „Chromosomengau“. Wenn es gegen Männer geht, bleibt selbst das in Deutschland ansonsten unstatthafte Abrutschen in die Eugenik folgenlos, und die Grenze zwischen Netzaktivistinnen und Journalistinnen löst sich auf. Sie wollen vermutlich, dass man das lustig findet, selbst wenn es alles andere als selbstironisch ist.

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Was sich für Aktivisten lohnt, muss für die von ihnen genutzten Medien allerdings nicht von Vorteil sein: Das notorisch konfliktfreudige Portal Gawker sah sich letzte Woche gezwungen, eine unappetitliche, shitstormtaugliche Geschichte zurückzuziehen. Anzeigenkunden hatten daraufhin die Werbung storniert, und im Zuge der Debatte wurde auch bekannt, dass mit Sam Biddle der berüchtigste Autor nicht mehr sonderlich erwünscht ist: Biddle hatte hauptverantwortlich das Leben der PR-Angestellten Justine Sacco wegen eines einzigen dummen Witzes ruiniert, und das Management sieht in ihm und im schlechten Ruf, den er Gawker einbringt, ein wirtschaftliches Problem. Hexenjagden mögen für Aktivisten erbaulich sein, eignen sich aber offensichtlich wenig als Umfeld für kommerzielle Interessen und Werbung. Und speziell für diese Wahrheiten sind Medien ungeachtet ihrer Einstellung deutlich empfänglicher, als für Lügen aus dem Internet.

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108 Lesermeinungen

  1. Danke wieder einmal ... Ich möchte einen zusätzlichen Gedanken loswerden:
    Mehrere intelligente Autoren abseits der Hauptmedien haben beobachtet, dass der Aktivismus der neuen Gedankenpolizei gerade dabei ist, immer mehr Leute davon zu überzeugen, ausgerechnet die politisch Rechte sei der einzige verlässliche Garant für die Fortexistenz von akademischer und Meinungsfreiheit.

    Die Beobachtung kam sowohl von politisch links wie von rechts. Ich halte sie (momentan) im Kern für korrekt. Fälle wie Guardians Hunt oder die angebliche Massenvergewaltigung im Rolling Stone sind nichts anderes als Brandbeschleuniger dafür, in den USA die Republikaner und bei uns die CDU/CSU zu wählen.

    Weshalb ich erneut den ganzen Aktivitenmob ausdrücklich ermuntere, mit seiner segensreichen Arbeit energisch weiterzumachen. Da ihm seine natürlichen Verbündeten und Mütter (Altlinke) nicht nachdrücklich in den Weg grätschen, sind die Aktivisten für mich als Rechten ein natürlicher und herzlich willkommener Verbündeter, den ich besser gar nicht hätte erfinden können.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Da bin ich als Bewohner des Bayernlandes ganz anderer ansicht, denn ich weiss, was man hier an der CSU hat, siehe Bayerischer Rundfunk, wo man sich ein paar die Jugend ankotzende Abiturienten wie den Zündfunk hält und ansonsten linientreu ist, wenn es um die Quoten geht. Ich glaube auch mehr, dass manche momentan versuchen, rechts und links gegeneinander auszuspielen, was sehr wohl legitim ist.

    • Misverständnis, Don: Ich sprach davon, die Leute zu überzeugen, die Rechte sei ein
      Garant für Meinungsfreiheit (nicht, dass diese das wirklich ist). Die Beobachtung, dass der moderne Verleumdungsfeminismus diese Wirkung hat, halte ich für korrekt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Die Fortexistenz von akademischer und Meinungsfreiheit wird selbstverständlich
      auch von Linken garantiert, das sind ja die demokratischen Grundbedingungen! Die Rechte verweist derzeit gern auf Meinungsfreiheit und agiert dann so wie im Vorfeld jener Zeiten, für die wir nicht mehr verantwortlich sind: mit Polemik, Hass und Nestbeschmutzervorwürfen wird Stimmung gemacht, siehe Petry, auch die „wer-nicht-für-mich-ist-ist-gegen-mich“-Erklärungen GW Bushs waren so ein Fall. Dass die Rechte innovativ scheint, hängt damit zusammen, dass linke Politik derzeit überhaupt gar keine Rolle spielt. Die SPD kann man weiß Gott nicht mehr als links oder arbeitnehmerfreundlich sehen und die Grünen sind heiß auf Krieg am Hindukusch! Die CDU wirft Merkel vor, die SPD links zu überholen, das Gegenteil ist der Fall, die SPD ist rechter als Merkel! Man denke an die biblischen Gebote von Solidarität und Bescheidenheit – so ganz neoliberal geht es als C-Partei ja nun denn doch nicht! Da SPD und Grüne so weit nach Rechts gerutscht sind, müssen sie ihre autoritäre und stereotype Befreiungsideologie von Frauen und Homos publikumswirksam durchziehen – weniger laut und einfach tun, brächte der Sache mehr. Allerdings, links der SPD und sogar links von Merkel gibt es noch immer eine tolle intellektuelle Szene und Bewegung, auch wenn diese in Deutschland aktuell nicht so gern gesehen wird.

    • Ich sehe das Problem der Strapazierung des Begriffs Meinungsfreiheit auch, aber ich finde auch, dass man eine Frau Petry aushalten muss. Das Problem, an mir selbst beschrieben, ist leider auch, dass man als Befürworter eines Zuwanderungsgesetztes und Verteidiger des Asylrechts trotzdem als rechtsextrem verschrien wird, wenn man es nur mal wagt, auch die real vorhandenen Probleme der Migration und Integration anzusprechen. Das läuft also, fürchte ich, von beiden Seiten.

    • @Ben Bauer: Ich bin absolut sicher, dass die normaldemokratische Rechte
      genausoviel oder -wenig ein Garant für Meinungsfreiheit ist, wie die normaldemokratische Linke. Ich bin allerdings ebenso sicher, dass die von der normaldemokratischen Linken (in Deutschland umfasst das den Grossteil von SPD, GRÜNEN und LINKEN) als Verbündete betrachtete Winzminderheit von totalitären Aktivisten sich zur Zeit von einem Aktivposten in eine echte Belastung entwickelt. Und das solange, wie es diesen Aktivisten mit spektakulären Einzelaktionen gelingt, dem einen oder anderen wegen von der grossen Mehrheit als Petitessen betrachteten „Verfehlungen“ ernsthaft zu schaden.

      Je mehr dieser Fälle es gibt, obwohl es statistisch natürlich Ausreisser bleiben, umso eher wird ein „rechtes“ Narrativ plausibel, das behauptet, die gesamte demokratische Linke würde diese Art von jakobinischem Tugendfuror zur Norm machen, Beweis: Schweigen oder Zustimmung in der normaldemokratischen Linken.

      Und genau deshalb bin ich ja als Rechter wie als politischer Zyniker dafür, dass die Mädels und Jungs bitte genauso weiter machen und noch ein bisschen öfter einzelne Erfolge haben. Sie füttern damit vermeidbare Wahlsiege der demokratischen Rechten. Dank dafür.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  2. ab vierzig scheint das Ego im Gesicht durch
    eigentlich lehne ich Angriffe ad hominem ab. Doch die Feministin Connie St Louis hat ein so ausdruckstarkes Gesicht entwickelt, daß ich zur Bildersuche anregen möchte.
    Dem hellenophilen Leser wird Thersites in den Sinn kommen. Und das grichische Postulat, daß aus einem häßlichen Mund nichts schönes=wahres kommen könne.

    • „Surviving Diversity“ wird das thema meines Seminars für alte, weisse, heteronormative Männer.

    • "Schluck im Dunkeln"
      @Don Alphonso:

      „Evwntuell muss man das auf seehofersche Art auch frontal angehen und durchstehen. Am besten so einfecken, dass die gar nicht mehr zum Atmen kommen. True Fruits hat das damals schon richtig gemacht.“

      Genau so ist es! Nicht zurückweichen (weshalb auch?) sondern nach vorne gehen und sich wehren. Die Engländer nennen es auch „front forward“ und haben es diverse male erfolgreich praktiziert.

      True Fruits hatte ich diesbezüglich einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben:

      https://emannzer.wordpress.com/2015/04/11/true-fruits-heulende-brombeersohne/

      Zum Artikel über diese (mediale) Treibjagd: Vielen Dank, dass es gerade in einer Zeitung wie der FAZ erscheint, die ja nun kein Blatt ist, wie der ‚Würselner Bote‘. Gut analysiert, recherchiert und geschrieben – klasse.

    • wirklich guter hinweis
      habe mir Bilder angeschaut, wie Recht sie haben !

  3. Titel eingeben
    Manche lernen. Karl Lauterbach MdB hat einen sehr unglücklichen Tweet zurückgezogen, nachdem er massiv angegriffen wurde. Ich hatte ihn so verstanden, daß die Erziehung zuhause den Kindern schade.

    • Evwntuell muss man das auf seehofersche Art auch frontal angehen und durchstehen. Am besten so einfecken, dass die gar nicht mehr zum Atmen kommen. True Fruits hat das damals schon richtig gemacht.

  4. Titel eingeben
    Tucholksy hat trotzdem recht wenn er sagt, dass sich das Volk zwar im Ton, aber nicht in der Sache irrt.
    Ein lauter und destruktiver Ego-Mob ist immer noch nicht repräsentativ, nur die strukturelle Qualitäts-, Verantwortungs- und Kognitionsschwäche der Redaktionen, denen ein Tim Hunt und Copypaste neoliberaler Propagandastanzen allemal lieber ist als mühsame und unbequeme Recherchen zu Griechenland, Demokratie und TISA, lassen sowas vorübergehend zum Aufmacher hochsteigen.
    Unübersehbare Blamagen sind im Gegenteil nützliche Aufklärung für alle, die keine Zeit für Chomsky oder Lippmann haben.

    • Es ist halt ein leichtes thema und einfach, auf der richtigen Seite zu stehen. Dass jetzt die „falsche“ Seite die Aufklärung macht, ist leider ein Markenzeichen des Netzaktivismus geworden. Vor allem, weil solche Aktivisten auch in den Medien sind, und Zeit und Süddeutsche haben damit auch kein Problem. Der Guardian hat damit angefangen.

    • Titel eingeben
      Ja, es funktioniert wie eine Karikatur zur Veranschaulichung: Diese Kampagnen sind konstruktiv so nahe am Massenmedienbusiness in seiner heutigen ethischen und kognitiven Transatlantik-Schrumpfform, dass Kohäsionskräfte und Symbiosen zwangsläufig auftreten müssen.
      Je mehr desto besser, da bin ganz Bakunin.

  5. Verleumdungsklage
    Kann Sir Tim nicht eine Verleumdungsklage gegen die Journalistin und den Guardian anstrengen? Wäre ich sein Anwalt, ich riete ihm dazu.

    • Es ist vermutlich nicht ganz leicht, hier den Beweis anzutreten, und ob es sich für ihn lohnt? Es wäre natürlich fein für den Rest der Welt, wenn er die Sache umfassend und nachhaltig klärt.

  6. Titel eingeben
    Es waren nicht nur St Louis und Feministen die über Tim Hunt hergezogen sind, und ich habe irgendwie die Vermutung, daß hier alte Rechnungen beglichen werden sollten. David Colquhoun (UCL), der sonst immer intensiv auf „evidence“ verlangt, konnte nicht schnell genug den Rausschmiss von Hunt fordern – und ignorierte die bekannten Fakten. Interessant fand ich, daß der Lebenslauf von St Louis viele Fragen offen läßt (und inzwischen auch nicht mehr online ist) – vielleicht ging es hier ganz einfach um einen publicity stunt?

    • Am Thema der wisenschaftlichen Arbeit gibt es immer noch Fragen, aber da ist man wohl dran. Die Person ist eine ganz seltsame Erscheinung, aber in den Zeiten von Diversity reicht das, was sie vorweisen kann, wohl aus.

    • dachte mir von Anfang an
      Herrn Hunt wollte man loswerden, aus welchem Geund auch immer.

      In D. haben da in der Vergangenheit zweifelhafte Reisekostenabrechnungen genügt.

    • Ja, aber das fällt doch keinem auf.

  7. Verschwörung!!
    Wahrscheinlich haben diese schrecklichen Feministinnen den armen Mann extra eingeladen und in die Falle gelockt, um ihn fertigzumachen. Und nun müssen wir alle sterben.

  8. Der Angriff sagt mehr über den Angreifer aus, als
    über den der attackiert wird, bleibt letztendlich zu vermelden. Danke für die ausführlich Zusammenfassung. Es sind ja keine Einzelfälle, der Gesinnungsjournalismus trägt reichlich Blüten und Früchte – Aufklärung war gestern, Denunziation und Stimmungsmache ist heute .

    Der dahin radelnde Biker ist nichts gegen den, der den Krebs mit eisernem Willen überwunden hat und lachend die Bergwelt erklimmt. Ohne Superlativ, ohne Skandal – wie sollen wir uns da noch zu recht finden.
    Aber wehe dem der Vergewaltigungen verharmlos, weil man nicht mit schreien will, wenn gerade der Cosby nieder gesungen werden muss – böse, böse … Sex unter Einfluss von Drogen, das kann ja nie und nimmer einvernehmlich gewesen sein – Wir brauchen eine App – #youagree, damit Männlein und Weiblein, rechtssicher, gerichtsfest freien können, denn wer will schon gern, nach 20 Jahren, wegen eines schlechten Minnesangs belangt werden. Nach dem Shitstorm, ist vor dem nächsten SS.

    • Man muss mal darüber schreiben, wer diese Leute vernetzt sind und wie ihre Geschäfte funktionieren. ein wochenblatt bietet sich da gerade an, weil eine Autorin im Bereich von Vergewaltigungen sehr unsauber recherchiert, wenn es ihre Geschichten kaputt machen könnte. Anderes kann ich vielleicht mal später aufschreiben – es ist ja nicht so, dass es keine Versuche gab, mich hier nicht auczh rauszukegeln. Hat zwar nicht funktioniert, aber der wunsch war auf jeden Fall da. Die beiden Journalisten bei ARD und einer Münchner Zeitung, die einen Trollaccount betreiben, werden auch nochmal veröffentlicht.

      Unabhängig davon ist das alles aqber immer noch ein Vorgeschmack auf Kommendes. Und je kleiner der Fehler ist, den der Mob verfolgt, um so grösser sollte auch bei den anderen die Angst sein. Das ist deren Geschäft. es ist schwierig, solche Attacken vorher zu sagen, besonders, wenn sie abgesprochen werden wie im Fall von Tim Hunt.

  9. Der Guardian...
    …entgleist seit einiger Zeit. Unrühmlich seine Kampagne, die zu mehr Alkoholkonsum bei Schwangeren aufforderte. Das Blatt geht über Leichen.

    • soweit ich das mitbekomme, sind die Torys recht froh um das doch sehr spezielle Menschenbild, das dort geprägt wird. Vermutlich wusste Julian Assange genau, warum er da auf die Bremse trat – bei der angeblichen „Vergewaltigung“ ist ihm der Guardian in den Rücken gefallen.

  10. Ich bin ja kein Experte
    Ich bin kein Experte was diese Krebsforschung angeht, aber soviel ich mitbekommen habe war dieser Mann einer der besten wenn nicht der Beste was Krebsforschung angeht, und ei Frau war irgend so eine Journalistikprofessorin.

    Das heisst also ein Mann der weiss nicht wieviele Leben retten könnte mit seiner Forschung wird kaltgestellt weil es irgendwelchen Menschen die mit ihrer Arbeit das nicht tun können nicht passt was er sagt oder denkt. Aber in diesem Fall hat er es sogar nichtmal gesagt oder gedacht.

    Also ganz ehrlich wenn ein Typ so ein genialer Forscher ist und mit seiner Forschung Leben retten kann und wird ist es mir scheissegal was er denkt und sagt der soll weiterhin gegen krebs forschen selbst wenn er sagen würde das es den Holocaust nicht gegeben hat und das Obamas Frau ein Transvestit ist.

    Aber das noch keine andere Universität soviel Eier hatte zu sagen wow denn nehmen wir mit Handkuss

    • Da muss man mal die Kommentare der Feministinnen in den Medien lesen; Denen ist es wirklich vollkommen egal, hauptsache die Ideologie stimmt. Besonders übel in dem Kontext ist der deutsche Spektrumj-Verlag mit seien Blogs, denen man mal einen eigenen Beitrag widmen müsste. Was solche voreingenommenen Leute in wissenschaft oder journalismus zu tun haben, verstehe ich nicht.

    • '#shirtgate'
      Erinnert sich jemand noch daran, als Matt Taylor vor ein paar Monaten Geschichte geschrieben hat, indem er sich dafür verantwortlich zeichnete, dass nach 10 Jahren Flug eine Raumsonde auf einen mit 120.000 Kilometern pro Stunde durchs All rasenden Kometen sicher landete – und bei einem folgenden Interview das falsche Hemd anhatte?

      Wie egal Leistung ist, sofern nicht irgendwelche feministischen Normen eingehalten wurden, zeigte sich in einem Artikel besonders deutlich:
      ‚I don’t care if you landed a spacecraft on a comet, your shirt is sexist and ostracizing‘

      http://www.theverge.com/2014/11/13/7213819/your-bowling-shirt-is-holding-back-progress

      Auch dass sich die „seriösen“ Medien nicht zu blöd waren, auf den Zug aufzuspringen und dafür zu sorgen dass sich Taylor unter Tränen für sein Hemd (!!!) entschuldigte, zeigt wie verloren die Gesellschaft mittlerweile ist.

      Verwunderlich nur, dass nicht viel mehr Wissenschaftler die entsprechenden Schlüsse ziehen und sich mit zwei erhobenen Stinkefingern in Länder verziehen, wo man ihre Leistungen würdigt. Aber das kommt bestimmt auch noch. SGTOW – Scientists Going Their Own Way.

    • an dem Tag habe ich einige Leute entfolgt und auch gemrkt, dass Leute, die ich für nachdenklich gehalten habe, sich von sowas mitreissen lassen. Im wirklich schmerzhaften Fall kann man sagen, dass die Betreffende gerade eine Krise durchgemacht hat, aber ein Hemd ist keine Vergewaltigung-

  11. Umwertung aller Werte - Das Ende eines Äöns
    Wenn Dummheit und Borniertheit mit Lüge und Tricks die intelligenz wegmobben und verjagen kann, werden wir das erlangte Niveau an kollektiver und individueller Intelligenz nicht halten können.
    Selbst wenn vieles geschrieben steht, brauchen wir Lehrer, die den Stoff verstehen und den jungen Menschen verständlich machen können.
    Wenn wir diese menschen ausgrenzen, ziehen wir unserer Zivilisation den Teppich unter den Füßen weg.
    Die Verblödung in der jungen Generation ist heute schon erschreckend.
    Wollen wir wirklich alle unsere Zivilisatorischen Errungenschaften von ein paar dummen, selbstgefälligen, mühsam nach oben gehievten und notenmässig alimentierten Frauen die eigentlichkeine sein wollen zerstören lassen? Die Decke der Zivilisation ist dünn geworden.
    Gewalt ist selbstverständlich geworden, Hass gegen Männer natürlich und Rechtsfreie Räume für Gewalttäter existieren. Mobbing und Stalking, Falschbeschuldigungen und Hetze sind straffrei, wenn es von Frauen gegen Männer geht. Die Folgen werden niemandem gefallen.
    Die Männer , die Intelligenz, der Anstand und das recht werden sich zurückziehen, geschützte und heimliche Räume schaffen und sich unter dem faschistisch Totalitärem wegducken, während die Günstlinge des Systems , wie ungeeignet auch immer Funktionen ausfüllen und Entscheidungen treffen werden, denen sie nicht gewachsen sind, dies aber nicht zugeben werden. Wir werden zurückfallen. Ins Mittelalter nicht in die Zeit der Aufklärung. Aus Evolution wird Revolution. Und die frisst bekanntlich ihre Kinder.
    Ich habe mich immer gefragt, woher die Bevormundung der Frauen in früheren Zeiten und in Rückständigen Gesellschaften kam.
    Könnte es sein, daß wir diese Art Revolution der Frauen schoneinmal hatten und überwanden?

    • Ach, so negativ sehe ich das gar nicht. Bei der Zeit gibt es ein frauenblog, da hat eine Genderforscherin den Herrn Prof. Kutschera angegriffen und gut 900 fundierte, ihre Position ablehnende Kommentare bekommen. Das zeigt schon eine gewisse ausgewogenheit.

  12. Pingback: Zitat des Tages | Männerstreik

  13. Frau Mensch ist aber auch kein Kind von Traurigkeit
    https://web.archive.org/web/20150326122119/https://twitter.com/LouiseMensch/status/580915462319509504

    Ich habe mich jetzt eine längere Zeit mit dem Thema Hunt beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich beide Seiten einfach für unglaubwürdig halte. Die Vermutung, das von seiten der UCL ganz andere Gründe für das schnelle Feuern von Herrn Hunt ausschlaggebend waren teile ich.

    Ich lese die Kolumnen von Herrn Alphonso hier in der FAZ sehr – wenn ich auch nicht jede Position teile, so finde ich sie doch immer sehr unterhaltsam und pointiert. Wenn Ihnen das auf Twitter auch häufiger gelänge.

    vg vom Land, gerade ein älteres Faggin wieder aufbauend

    • Danke.

      Die grudsätzliche Idee, dass man den Manichäismus ablehnen und mit dem Grau leben sollte, halte ich auch für absolut richtig. Wir haben uns von der Vorstellung einer Civitas Dei wegentwickelt und sind ausgesprochen tolerant geworden, und das ist gut. Es ist möglich, mit sehr unterschiedlichen Meinungen konfliktfrei zu leben. Ich habe aber den eindruck, dass der Netzaktivismus dieses Übereinkommen aufgekündigt hat, und mit dem Problem muss man sich dann auch beschäftigen. Ich bin keiner, der schnell „feuern“ ruft. Aber reflktieren wäre schon nett und da helfe ich auch gerne.

  14. Analysen von Thomas Basbøll
    Es gibt noch eine sehr genaue Analyse von Thomas Basbøll (philosopher and writing coach based in Copenhagen) dazu, wer in dieser Affaire mit welchem Wissensstand was gemacht hat und welche Verantwortung trägt. Blum, Oransky and St. Louis kommen sehr schlecht dabei weg:

    Less Than Full Disclosure in the Tim Hunt Scandal
    http://secondlanguage.blogspot.dk/2015/07/less-than-full-disclosure-in-tim-hunt.html
    Tuesday, July 14, 2015

    Agency, Part 1
    http://secondlanguage.blogspot.dk/2015/07/agency-part-1.html
    Monday, July 20, 2015

    Agency, Part 2
    http://secondlanguage.blogspot.dk/2015/07/agency-part-2.html
    Tuesday, July 21, 2015

    • Danke für den Nachtrag, ich hatte es drin, aber der Beitrag wurde einfach zu lang. Ich wollte aber ohnehin noch einen Versuch machen zu verstehen, wie es so weit kommen konnte. Ich glaube nämlich, dass die Verursacher vom Erfolg selbst getrieben und gejagt werden. Daher jetzt auch die Panik und das ad hominem gegen Louise Mensch.

    • Titel eingeben
      zu: „Ich glaube nämlich, dass die Verursacher vom Erfolg selbst getrieben und gejagt werden.“

      Genau das!

      Dazu kommt imho noch jede Menge Blasen- und Gruppendynamik innerhalb des eigenen, hier feministisch-aktivistischen Bezugsrahmens. Jemanden „zur Strecke zu bringen“ oder zu „erledigen“ wird innerhalb der eigenen Blase dann zu etwas Großartigen, was die aktivistische Feministin im eigenen Kreis wirklich vorzeigen kann. Erfolg! Bestätigung und Unterstützung gibt es innerhalb der eigenen Blase dann reichlich.

      Das ist einfach eine soziale Dynamik – und für manche fast schon ein Suchtmittel.

      Zwischendrin schlapp machen oder den eigenen Standpunkt abschwächen oder gar revidieren: Das geht innerhalb dieser Dynamik überhaupt nicht. Zumal, was kann schon befriedigender sein, für die gute Sache Erfolge (bzw. vermeintliche Erfolge wie bei Tim Hunt) zu erzielen?

      Die Beschleunigung, welche durch die „sozialen“ Medien erfolgt, besorgt dann das Übrige. Tja – und so ist Tim Hunt seinen Job los und die dies herbei schreibenden Aktivistinnen suchen dann den nächsten Fall für die gute Sache. Und wenn der Anlass lediglich ein schlechter Witz war.

      Das ganze Prozedere erinnert mich manchmal irgendwie an Mc Carthyismus. Und dies sogar sehr.

  15. Einer jedenfalls kämpft
    Es ist immer wieder erleichternd, dann bei der Gegenseite reinzuschauen, in das Blog, das all diese Gentertröten auf’s Korn nimmt. Ja, ich meine den Danisch.

  16. Eins verstehe ich nicht: kontraproduktivst
    Geht mir nicht ein: Warum muss man als Aktivist oder Aktivistin so dämliche, weil ungeeignete Beispiele gegen Sexismus nehmen ud die öffentliche Debatte mit solchen scheintoten Dorfsäuen bevölkern. Man muss ja wirklich Zeit haben ohne Ende …
    Wie den dann anscheinend wirklich harmlosen Redebeitrag Hunts oder das im Grunde zwar saublöde aber harmlose Dirndl-Bluse-Techtelmechtel mit Brüderle so aufbauschen. Muss das.

    Es gibt im echten Leben, im Alltag der Geschlechter, wirklich Unsäglicheres als die Sprüche alter Herren. Wollen beide Seiten davon ablenken? Was sind das für potemkin’sche Dörfer und aufgebauschte Halb- oder Ganzunwahrheiten, die da von aktivistischen Journalisten auf beiden Seiten gebastelt werden? Gibt es denn wirklich keine besseren Beispiele; wenn ich mich im Alltag so umschaue …

    Man könnte auch glatt meinen, die Aktivisten-Damen arbeiten eigentlich für die Gegenseite.

    Entweder ein interessanter Spin von ihnen, oder grottendämlich. Ich entscheide mich für grottendämlich. Eigentor. Diese Schwalbe machenden Damen sollten öfter Fußball spielen und damit in Fußball denken. Dann würden sie wissen, was Raum beherrschen, Eigentor, Steilvorlage und Blutgrätsche ist. Und solche, die Maskulisten erfreuende, totpeinlichen Experimente lassen; wird langsam auch justiziabel.

    Wo ist der einst erfrischende Feminismus hin. Kann doch alles nicht mehr wahr sein.

    • Ich glaube, da geht es ein wenig um den Terror der Unberechenbarkeit. Falls sich jemand an das Shirtgate von Matt Taylor von der Rosetta-Mission erinnert: Der trug ein Hemd, das ihm eine deviant-Art-Rockabilly-Freundin selbst genäht und geschenkt hat. er selbst ist Metalfan und ganz sicher mit keiner Faser irgendwie rechts. Er hat nur ein Shirt getragen und trotzdem haben sie ihn zur schnecke gemacht. Das ist Terror. Jedem soll klar sein, dass es keinen Schutz gibt. Insofern ist es auch gut, wenn das jetzt zumindest auch die Verursacher beschädigt.

    • Ist das so?
      Dass gezielt zur Einschüchterung die Unberechenbarkeit eingesetzt wird? Isn Ding. (Nicht ironisch gemeint, sondern überrascht gemeint.)
      Und dass es jeden treffen kann?
      Ich frag nur.

      Es ist halt alles von beiden Seiten im Graubereich,
      auch dieses, generell:

      Ironie, nackige T-Shirts-Motive …
      … sind beide Statements.
      Und werden gern als Statements benutzt.

      Selbstironie („ich Scheusal“) – in deutschen Landen ist sie witzigerweise^^ nicht so arg verbreitet wie im Anglo-Sprachraum … – erlaubt eine gewisse Bandbreite. Und Möglichkeiten, Dinge implizit zu sagen, die man normal so nicht so sagen kann.

      Mit Witz kann man schon töten/mobben …, und keiner kann was machen, war ja nurn Witz …, haha. ;-)
      Und sie haben anscheinend eher gelacht als geweint dazu. Im sozialen Raum (Job, Vortrag) ist es eben eher so, dass zu lachen ist, wenn der Chef blöde Witze reißt …

      Nur, so einen Furor am Tag danach zu machen wegen eines Witzes.
      Bis vor kurzem hat sich Furor strategisch nie geeignet, um Punkte für sich zu machen. Im Gegenteil.

      Und jetzt soll Furor zwecks Überraschung funktionieren, soll alles umgekehrt sein. Was macht das möglich. Das kann keine bewusste Strategie sein. Es muss um die schiere Droge öffentliche Aufmerksamkeit gehen, da gibt es hochgradig Süchtige unter Journalisten, PR-Typen, Aktivisten. Eine andere Analyse kann ich mir mit dem besten Willen nicht vorstellen. Denn für so strategisch Klevere kann ich sie nicht halten, weil sie doch arg dumme, üble Fehler machen. Sagt der distanzierte Ermittler in mir, der notfalls sogar gegen sich selbst ermittelt.

    • Titel eingeben
      Ich glaube auch: grottendämlich.

    • Titel eingeben
      Ach, Sie wissen doch: Feminismus ist ja immer auch ein Hilfeschrei.

    • der einst erfrischende Feminismus???
      Wenn man Menschen erst einmal so weit hat, dass Sie aus Angst handeln, dann reicht es oft einfach diese Drohkulisse aufrecht zu erhalten, um sie zu steuern, ohne wirklich tätlich eingreifen zu müssen. Das führt dann perfiderweise dazu, dass diese Personen behaupten können, sie hätten ja gar nichts getan und man bilde sich nur ein, bedroht oder unterdrückt zu werden. Natürlich wird und wurde so eine Taktik auch von Männern benutzt. Frauen kommt sie besonders entgegen, da sie keine physische sondern nur psychische Gewalt voraussetzt.

      Don Alphonso hat völlig recht. Es geht um unberechenbaren Terror, der zur u.a. Selbstzensur führen soll. Sie machen den Fehler, Feminismus mit Streben nach Gleichberechtigung gleichzusetzen. Das ist definitiv nicht der Fall. Das sagt doch schon die selbstgewählte Bezeichnung dieser Bewegung. Und als ob das nicht offensichtlich und eindeutig genug wäre, macht es der männerhassende Duktus noch einmal deutlich.

      Der sympathisierende Umgang mit Feminismus selbst ist ironischerweise absolut sexistisch. Denn weil es dort vermeintlich um Interessen der Frauen geht, lässt Mann fünf gerade sein und geht im Zweifel davon aus, dass das ja alles gutgemeint sei und Feministinnen ja bestimmt auch nicht lügen würden, um ihr Ziel zu erreichen. Feminismus ist kein Stückchen besser als der zurecht verpönte und ignorierte Maskulinismus. Frauen sind aber die glaubwürdigeren Opfer, was ein gesellschaftlich akzeptierter Sexismus ist, den Feministinnen natürlich nicht bekämpfen, da es einer ihrer mächtigsten Hebel ist.

      Vielleicht sind Ihnen im Leben ja auch schon Männer wie Frauen oder ganze Gruppen begegnet, die es sehr gut beherrschen sich als Opfer darzustellen, obwohl Sie als Insider wussten, dass dies definitiv nicht der Fall ist. Diese Menschen sind eben sehr gut daran, die richtigen Emotionen zu wecken, indem sie Fakten verdrehen, weglassen, übertreiben und so stereotypische Eindrücke zu vermitteln, die Unbedarften sofort glaubwürdig erscheinen und zu entsprechenden Reaktionen verleiten.

  17. Aber Lügenpresse
    will die ZEIT trotzdem nicht genannt werden.
    .
    Ich meine, Fehler passieren immer, und man kann nicht wirklich alles vor Weiterverbreitung prüfen.
    Aber hinterher Dinge richtigstellen, das sollte man schon erwarten können.
    .
    Solche Fälle muß man sich gut merken und die Verantwortlichen dann ein Jahr später nochmal damit konfrontieren, wo sie es nicht erwarten. Auf so einer Podiumsdiskussion, wo sie dann wieder als Bollwerk der Aufklärung gefeiert sein wollen oder sich über Google ausheulen oder so.

    • Michb hat da einfach die Vehemenz überrascht – einerseits bei Sprektrum. wo es fast vunisono hiess, der Rauswurf müsste sein. Ich hätte Wissenschaftler anders eingeschätzt. Bei der Zeit selbst kann man sich nur wundern, denn sie hatte Zugang zum EU-Papier, das hunt entlastete. Da wäre doch der Moment gekommen, wo man mal innehalten kann. Aber genau das Gegenteil ist passiert. Bei einer Geschichte, die im Kern ohnehin schon abgeschlossen war. Da dann nochmal reinprügeln… also, ich weiss nicht. Ich fand das wirklich seltsam. Natürlich müsste jetzt was kommen. weil klar ist, dass Hunt über sich selbst gewitzelz hat. eigentlich. Naja.

  18. surviving diversity seminar
    bin auch ich für dieses seminar berufen ?
    bin alt, weiss, hetero, sehr begabter hobby-ingenieur und anhänger der macho-kultur von Fidel Castro und Ernesto Rafael Guevera de la Serna
    wer sind die referenten bzw. referentinnen ?
    Karl Lauterbach
    Bruce Jenner
    Jakob Augstein
    Ostsee-Barbie
    Volker Beck
    Daniel Cohn-Bendit
    Sylvia Löhrmann
    Rainer Maria Woelki
    Andreas Stoch
    aber was haben wir für probleme: lese gerade noch eine ganz neue schlagzeile: frau Merkel veruntreut weitere 23 milliarden.
    und das an einem Freitag !
    den soll der teufel holen. fritz, mein schwäbischer landsmann natürlich !

  19. @nixxon
    Hunt ist am Anfang zu schnell eingeknickt. Statt sich zum Rücktritt mobben zu lassen, hätte er die Nerven behalten müssen. Wenn man selbst mal eingeknickt ist, kann man nachher schlecht auf Schadenersatz klagen.

    • Nein, nein, er hatte Recht...
      Hunt ist ein älterer Herr, der mit der ihm verblieben Zeit besseres anzufangen weiss, als sich mit A******** rumzustreiten.

      Er hat wahrscheinlich Philip Roths The Human Stain gelesen….
      Hunt hat die richtige Entscheidung getroffen.

  20. Warum sollten Wissenschaftler anders sein?
    Warum sollten Wissenschaftler anders sein? Früher hätte ich das auch gedacht – oder zumindest erwartet, daß Auseinandersetzungen eloquenter und Intrigen geschickter inszeniert werden (und vielleicht ist das in den Geisteswissenschaften noch so – da kenne ich mich nicht aus), aber in den Naturwissenschaften ist der Ton zum Teil ziemlich rau.

    Die Idee des Wissenschaftler, der hauptsächlich der Erkenntnis verpflichtet ist, ist nun leider eine Phantasie, und es geht letztendlich um Einfluß, Macht und Ego. Ich habe in den letzten 20 Jahren oft genug erlebt, daß selbst Wissenschaftler mit international (gutem) Ruf keine Hemmungen hatten, Doktoranden oder Postdocs öffentlich niederzumachen (und zwar absichtlich – in manchen Fällen könnte man das noch mit sozialer Ungeschicklichkeit erklären). Bei Kollegen ist man dann vielleicht etwas vorsichtiger – dafür aber hinterhältiger: Veröffentlichungen werden nicht akzeptiert, Förderanträge schlecht bewertet usw.

    Der „Shitstorm“ und Feminismus bietet jetzt die hervorragende Möglichkeit, unliebsamen Konkurrenten nicht nur zu schaden, sondern dabei auch noch gut auszusehen. Der Herausgeber, der Veröffentlichungen ablehnt, wirkt kleinlich – der Kämpfe um die Rechte der Frauen hingegen wird gelobt. Ich kenne leider Tim Hunt nicht direkt, aber ich hoffe, irgendwann einmal auch zu erfahren, um was es eigentlich ging. Connie St Louis ist gut im britischen Journalismus vernetzt (siehe ihre Linked-In Seite – wenn ich darf: https://daveatherton.wordpress.com/2015/06/28/ms-connie-st-louis-cv-and-linkedin-profile/) und auch wenn sie akademisch nicht viel zu leisten scheint, so hat sie doch Einfluß. Aber ohne die Reaktion von UCL wäre das ganze schnell wieder verschwunden.

    Daß Louise Mensch Tim Hunt verteidigt, ist schon in gewisser Weise ironisch – politisch dürften die beiden nicht sehr nahe sein und Louise Mensch scheut ganz sicher keine kontroverse. Aber sie kann es sich Leisten. Für andere (Wissenschaftler) sieht das anders aus, denn diejenigen, die in dieser Affäre eine unrühmliche Rolle gespielt haben, entscheiden z.B. auch Föderanträge etc.

    Insgesamt hat sich aber das Klima sehr geändert, und ich denke, Twitter spielt hier eine sehr unrühmliche Rolle: 140 Zeichen sind zu wenig für ein sinnvolles Argument, und man scheint nur erfolgreich zu sein, wenn man auch aggressiv ist. Und das ist nicht auf Kampffeministen beschränkt – auch Leute wie z.B. Ben Goldacre verwenden genau die gleiche Methode: was man nicht mag/versteht macht man lächerlich.

    Hier wurde auch die Leistung von Tim Hunt erwähnt: ich denke nicht, daß eine gute Leistung vor Kritik schützt oder schützen sollte, und es gibt genug Wissenschaftler in Tim Hunts Alter (auch solche mit Nobelpreis und anderen Auszeichnungen), die eine derartige Kritik mehr als verdient hätten. Die Zeit, dass jemand wegen seines Status sakrosankt ist, sollte eigentlich vorbei sein. (Das heißt aber nicht, daß man jemanden derart jagen sollte …). Aber was Tim Hunt gesagt hat – und wofür er kritisiert wurde – ist eigentlich etwas, das wohl fast jeder, der in einem Labor gearbeitet hat, schon einmal erlebt hat (die Verkupplungsraten in Laboren sind sehr hoch …).

    Ich hoffe, das ist nicht zu lang – ich freue mich, daß sich jemand (also Sie) dieses Themas annehmen und einem etwas weiteren Leserkreis zugänglich machen; ich befürchte allerdings, daß bei Ihnen, ähnlich wie bei Louise Mensch, diejenigen, die es eigentlich lesen sollten, aus persönlichen Gründen ignorieren werden.

    • Rauheit
      Gux Gux said:
      “ … aber in den Naturwissenschaften ist der Ton zum Teil ziemlich rau. “

      Kann ich bestätigen. Nachwuchs (promoviert, XX-Chromosom, privilegiert, blond) kommt jeden zweiten Abend weinend aus dem Labor. …

      kein witz.

      intentionally left blanc

    • Ich habe Mensch auch erst über die Hunt Menschenjags kennengelernt,
      aber bereits einen Heidenrespekt vor ihr. Eine Sache so zu rechercheren und schrittweise und für jeden nachvollziehbar aufzuarbeiten ist echte, harte, mühsame Arbeit. Das, was ich von Journalisten eigentlich als Standard erwarten würde.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Gast – ich glaube, das geht Männern wie Frauen ähnlich, besonders, wenn es nicht so läuft wie geplant (Frauen tendieren vielleicht eher zum weinen, Männer zu Wutanfällen – aber auch nicht immer). Und dann gibt es auch noch Chefs, die einen (sagen wir mal höflich) ungewöhnlichen Führungsstil haben.

      Sagen Sie dem Nachwuchs, es kann nur besser werden!

  21. der fall "Guardian"
    es ist kein fall Tim Hunt, es ist ein fall „Guardian“ und ein fall „Zeit“, das sollten wir auch so benennen.
    @L.Heuse: Hunt ist wissenschaftler, nicht politiker oder feministischer frontkämpfer mit schwarzem kopftuch. wir sollten nicht versucht sein, das opfer zum täter unterlassener gegenwehr zu machen.
    gegen eine solche, von Don ja sehr gut recherchierte hetzjagd ist ein einzelner doch machtlos. und die weicheier in den universitäten knicken ein, die haben doch alle bammel, z.b. in deutschland vom zuständigen ministerium einen anpfiff zu bekommen, denn dort, in kultus- und wissenschaftsministerien sitzen hardliner. und die drohen schnell mit liebes- ich meine finanzmittelentzug oder einer anderen gehaltseinstufung. kenne ich doch.
    und dann haben sich die hochschulen ja noch per leitbild dem gender mainstreaming verpflichtet.
    insofern, respekt für den rückzug von Hunt, was soll er sich denn da antun und sich mit geistigen null-events ohne eier auseinandersetzten.

  22. Titel eingeben
    Terror und Hass wird verbreitet, oeffentlich, vor Nichts und Niemand wird mehr halt gemacht, Savonarolas Terror-Jugendliche waren einen Witz dagegen. Es zaehlt nur noch Gesinnung. „Wer Jude ist bestimme ich“ soll Goering einst gesagt haben. Wer Ueberleben darf in der Welt der Hardcore-Feministen, bestimmen die Fanatiker mit ihrem Hass auf alles was anders denkt als sie selber. Das ist die beruechtigte Fratze des Faschismus.
    Zeitgeist?
    Ich, Jahrgang 47, kenne noch eine Welt, in der man Sorgen ums Ueberleben hatte, aufbauen musste und wollte. Und jetzt ist alles da,und es wurde langweilig, oede und leer, es gibt keinen Lebenssinn mehr. Nichts mehr was anzustreben sich lohnt, nichts mehr, an was man partizipieren will um innerlich zu wachsen, der neue Gott heisst „Gender“.
    Wie gut dass sich der Feminsmus erfand, endlich gibts wieder Aufregung im Leben der uebersatten vollgefressenen Wohlstands-Feministen mit ihrer Totschlagsmentalitaet, und allen die sich dazu zaehlen.
    Nebenbei: ich lebe in Lateinamerika, hier ist es zum Teil wie damals, als ich 5-6 Jahre alt war. hier kaempfen noch viele Menschen ums Ueberleben und sie haben Respekt vor der Leistung der Anderen.
    Es ist nicht der Fall Tim Hunt, es ist der Fall der psychopathalogischen Menschenverachtung.
    Gebet eines Angekommenden (nicht Ausgewanderten…): Danke Herr dass ich diesen ganzen europaeischen und US- Wahnsinn nicht mehr lange erfahren muss.
    Saludos an Don Alphonso.

  23. Titel eingeben
    Tim Hunt hat alles im Leben erreich und ist nicht irgendein unbedeutender Wissenschaftler. Warum soll er irgendjemanden verklagen? Er geht einfach und legt seine Ehrenprofessur nieder. Damit ist die Universität am stärksten in ihrem Ansehen beschädigt.

  24. mangelnde Zivilcourage vielerseits
    @ djangohatnemonatskarte – Tut mir leid, der Opferrolle Argumentation stimme ich nicht zu. Auch von einem Wissenschaftler kann man ein Minimum an Zivilcourage erwarten. Statt sofort nachzugeben, hätte er die Angelegenheit überschlafen, und mit Freunden und einem Anwalt bereden müssen. Wie ich schon einmal geschrieben habe, eine Frau mit so wenig Mut und Widerstandskraft hätte nie in der Wissenschaft Karriere gemacht, und folglich nie einen Nobelpreis bekommen.

    • Gut gegeben.
      Vielleicht hat man Hunt wegen einer anderen Geschichte einen Gefallen tun müssen… Vermutlich ist es aber profan wie immer. Man mag sich nicht, schenkt dem alten Sack einen ein und lässt sich durch den Chor der Mitläufer besingen. Die haben ihren Einsatz in eigens dafür eingerichteten universitären und medialen Sonderbereichen (früher Phrenologie, Marxismus und ähnlicher Unfug, jetzt Gender) ausgiebig einstudieren dürfen. Trotzdem seltsam widerstandslos hingenommen, das Ganze.

  25. Titel eingeben
    Lisbeth Heuse – warum sollte er? Zum einen ist in England – zumindest in seinen Kreisen – das sofortige Rufen nach dem Richter eher unüblich, zum anderen würde es überhaupt nichts bringen. Außerdem ist es für seinen Ruf erheblich besser, das einfach zu ignorieren; er hat einen Nobelpreis, er ist Ritter und er ist Fellow der Royal Society. Warum soll er sich jetzt darum kümmern, was irgendwelche neidischen Spinner über ihn schreiben? Wahrscheinlich weiß er auch deutlich mehr darüber, was hier eigentlich passiert ist …

    • Ich persönlich teile die Ansicht von Dülli
      Das hätte der Professor auch ohne Richter gekonnt. In dem Gespräch mit der Universitätsverwaltung hätte er statt aufzugeben, besser gefordert: „Geben Sir mir ihre Position schriftlich.“ So eine Aufforderung hätte die Vertreter der Universität in Verlegenheit gebracht. Selbst wenn die sich dann getraut hätten, ihre Position schriftlich zu dokumentieren, hätte die Herstellung des Dokuments ein paar Tage gedauert. Das hätte dem alten Professor Zeit gegeben, darüber nachzudenken, sich Rat einzuholen und Freunde zu finden, die ihn – auch öffentlich – verteidigen.
      .
      Ich persönlich teile allerdings die Ansicht von Dülli, nämlich dass es da noch etwas anderes gab, weswegen Hunt sofort aufgab.

    • Es wurde in abwesenheit von hunt bdirekter Druck auf seine Frau gemacht und die Berichterstattung war so, dass eigentlich jetzt eine Reihe von Leuten gehen müssten – New York zimes und Guardian ganz ander Spitze, aber eben auch bei der BBC 4, die ein Interview entsprechend hingedreht hat. Die Lage war nicht eben gut und wenn ein alter Mann plötzlich auf den Titelseiten der Welt als sexistisches Monster präsentiert wird, hat er vielleicht einfach keine Lust auf den Kampf – vor allem, wenn er das genaue Gegenteil ist.

      Ich würde es anders machen. Das wird ein Journalist der ARD auch bald merken.

    • Titel eingeben
      Lisbeth Heuse – was hätte das gebracht? Und die Aufforderung, eine Position schriftlich zu geben, ist bei einer derartigen Stelle eher ungewöhnlich. Tim Hunt war schließlich kein normaler Mitarbeiter sondern hatte eine Position ehrenhalber – in den meisten Verträgen die ich kenne, kann man diese recht schnell (und einseitig) kündigen. Und wenn man ihn bei UCL nicht will, dann wird er sich wohl auch nicht aufzwingen, denn den Schaden (auch finanziell) UCL.

      UCL hat sich auch in vieler anderer Hinsicht nicht mit Ruhm bekleckert, und es geht dort wohl wie an vielen englischen (und anderen?) Unis nicht unbedingt nur sehr freundlich zu. Die Kommentare im THE (https://www.timeshighereducation.co.uk/opinion/the-trouble-with-jokes-about-girls) deuten darauf hin, dass David Colquhoun und Dorothy Bishop hier eine sehr wichtige Rolle gespielt haben – und vermutlich auch noch andere ein Interesse daran hatten, Hunt los zu werden. (Insbesondere David Colquhoun spielt sich normalerweise immer als den Bewahrer von fair process und evidence auf …).

      Ich sehe die Rolle von Radio 4 (Don – ich weiß, das ist schon fast Niggemeiern, aber BBC 4 ist der Fernsehsender) nicht ganz so extrem wie andere; ich habe das Interview mit Hunt und St Louis gehört und dachte mir damals nicht sehr viel; die Aussage von Hunt klang nach einem Scherz, den jemand falsch verstanden hat – und Hunts Interview konnte man auch als eine ganz normale Stellungnahme interpretieren. St Louis wird noch viele Freunde bei der BBC haben – aber daß die BBC ein Interesse an Hunt hat, glaube ich eher weniger. Und andere Teile des BBC (auch auf Radio 4) haben anders reagiert, u. a. auch Jonathan Dimbleby.

      (Bei der ganzen Kritik an der BBC sollte man auch nicht vergessen, daß es derzeit im UK um die Zukunft der BBC geht und insbesondere die Murdoch-Presse (also Sun und Times – für die auch Louise Mensch schreibt) Konkurrenten und Gegner der BBC sind. Der BBC hier also etwas vorzuwerfen kann durchaus auch noch andere Gründe haben.)

  26. Der Feminismus verwendet Methoden der Medienmanipulation,
    die in Deutschland vor 85 Jahren schon einmal sehr erfolgreich waren. Und dabei geht es nicht nur um Fälle wie die von Hunt oder der Frau die mit einer Matraze über den Campus läuft und ohne jegliche stichhaltige Beweise behauptet, vergewaltigt worden zu sein. In viel subtilerer Art und Weise wird auch in Deutschland manipuliert. Wie viele Deutsche glauben wohl, dass in ihrem Land Frauen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden, wenn es um den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern geht. Und dies allein aufgrund von Anekdoten, falschen Darstellungen usw. Das Statistische Bundesamt findet jedenfalls keinen Hinweis auf Geschlechtsdiskriminierung trotz 7% bereinigten Gender Pay Gaps, da z. B. mangels Daten nicht der Einfluss von Erwerbsunterbrechungen, z. B. aufgrund von Kinderbetreuung berücksichtigt werden können. Das hält Schwesig und Co. nicht davon ab, die Tatsachen anders darzustellen. Hinweise darauf werden auch gerne in der FAZ zensiert. So gehe ich auch davon aus, dass dieser Beitrag nicht veröffentlicht wird. Weite Teile des Feminismus mit Methoden des Nationalsozialismus oder anderer Diktaturen in Verbindung zu bringen, ist dann doch wahrscheinlich ein bisschen viel der Wahrheit oder der freien Meinungsäußerung, oder Don?

    • Ich lösche jeden Spam, aber weniger als ein Prozent der echten Kommentare und da mus man mich schon ziemlich beleidigen,

  27. Sanktionen
    sollten irgendwie folgen, nur wer würde unterstützen, wer traut sich noch? Der nächste shit-storm wird unweigerlich losgetreten. Mit der Zeit bin ich fertig, als ich es wagte kritische Anmerkung zu wahnhaften Verfolgern aus dem arabischen Raum zu machen wurde mein Acct. storniert. Das war vor 2 Jahren. Man sollte sich also nicht freiwillig entblößen, nur wer schafft das schon? Vielleicht buddhistische Mönche/Nonnen? Mobbing gabs schon immer, nur die Verbreitung war doch in früheren Jahrhunderten schwieriger. Sollte es Reinkarnation geben, würde mich mal interessieren wie Mobber und Gemobbte miteinander verbandelt sind. Wenn allerdings in unserer Jetztwelt die Existenzen mutwillig zerstört werden, was können die Gemobbten, durch shitstorm zerstörten eigentlich tun? Also Dank an diesen Blog.

    • Sanktionen wird es sicher keine geben, dafür haben zu viele mitgespielt. Wenn man damit anfangen würde, müsste man ert mal die Leitung vom Guardian austauschen und dann etliche Leute bei BBC 4.

  28. Titel eingeben
    Ich bin nun seit fast gut einem Jahr mit GamerGate engagiert, weil ich denen auf keinen Fall mein liebstes Hobby überlassen will. Bei der ganzen Aktion haben so einige Medienunternehmen ein Blaues Auge bekommen, vor allem Gawker die Montag nun wahrscheinlich „rebranden“ wollen und zwei Editoren verlassen haben. Auch hat man die FTC eingeschaltet um „Native Advertising“ zu regulieren und einige Spiele-Publikationen wurden dazu genötigt ihre Ethik-Policies zu verbessern. Die Praktik Artikel zu archivieren um Gewinn für „Clickbait“ zu entziehen hat sich auch etwas verbreitet. Falls man etwas gegen die Lügen machen will dienen Beschwerdemails und Drohung auf Gewinnverlust anscheinend gut als Antrieb für Änderung. Nur laut jammern bringt nicht viel ohne auch etwas zu unternehmen und zurückzuschlagen.

    Ein interessanter Fall aus Kanada der vor kurzem größere Wellen geschlagen hat, ist der Gerichtsprozess von Gregory Alan Elliott: http://news.nationalpost.com/full-comment/christie-blatchford-ruling-in-twitter-harassment-trial-could-have-enormous-fallout-for-free-speech

    Den Mann will man anscheinend kriminell wegen „Harassment“ befassen, weil er feministischen Aktivistinnen auf Twitter widersprochen hat.

    Er wurde anscheinend deswegen für 3 Tage verhaftet und als Kondition für Kautionszahlung wurde ihm als Grafikdesigner vom Gericht die Nutzung jeglicher Computer oder Elektronikgeräte mit Internet für 3 Jahre untersagt. Er verlor darauf seinen Job und konnte keinen neuen erlangen. Die Gerichtskosten in einem kriminellen Prozess belaufen sich anscheinend schon auf etwa $50.000 und er könnte potenziell für 6 Monate im Gefängnis landen.

    Dabei hat er anscheinend gar nichts wirklich gemacht, niemanden bedroht und keine der „Opfer“ im realen Leben richtig kennengelernt, aber die Tatsache des Widerspruchs auf Twitter könnte als „harassment“ interpretiert werden.

    Das ist ein Interview mit einem seiner Söhne, der sich genauer dazu äußert: https://www.youtube.com/watch?v=Vi34Iza2BP8

    Und die Gerichtsdokumente in denen unter anderem ein Polizist aussagt das ein Twitter user ein „Hashtag“ nicht besitzen kann: https://drive.google.com/file/d/0B8A8TBLPhrPFT0hNLVpXZDNTT2M/view?pli=1

    • Das ist, das muss man sagen, ein krasser und hier nicht denkbarer einzelfall, wenngleich natürlich auch bei uns Gesetze gegen „Sprachliche Gewalt“ i.e. Kritik im Netz gefordert werden.

  29. Vielen Dank - Zum Thema Genderequality -Zusammen mit den Gleichgeschlechtlichen wird es noch krasser
    Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Es ist an der Zeit umfassender zu schauen. Im betrachteten Fall hat ein nicht namentlich bekannter EU Beamter seine Mitschriebe zur Verfügung gestellt damit die abgestimmte Kampagne von Connie St Louis beginnen konnte.
    Aus Frankreich ist ein Fall bekannt wo eine Frau in Deutschland eine Geburtsurkunde in Postdam neu erstellen liess und den Vater entsorgte:
    http://rue89.nouvelobs.com/2009/06/06/allemagne-un-francais-raye-de-lacte-de-naissance-de-sa-fille
    (siehe PDF Link, da sind zwei Geburtsurkunden enthalten).
    Insbesondere die Tweets der EU hochrangingen Beamtin Salla Saastamoinen @SallaLoi (‚Building the EU based on gender equality and non-discrimination as Director for Equality in @EU_Justice of @EU_Commission. Views my own, retweet not endorsement‘) gehen alle in eine Richtung. Es kann und darf (in deren Menschenbild) nicht sein dass ausser Frauen und Gleichgeschlechtlichen auch andere Diskriminiert werden (vielleicht gibt es mal einen Roma Tweet). Etwas pointiert, was ist mit der Diskriminierung kleiner Jungs (und auch Mädchen) die ihre natürlichen Väter nicht sehen dürfen weil diese im Trennungsfall von der Mutter sehr einfach aus dem Leben des Kindes gedrängt werden können.
    Was England betrifft, in diesem kranken Land wurden im Jahr 2013 4870 Kinder zur Zwangsadoption freigegeben. Eine Studie finanziert von dem EU Parlament, die schlichtweg falsch ist, versucht nun viele andere Länder auf das selbe Niveau herunter zu ziehen. Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Es ist an der Zeit umfassender zu schauen. Im betrachteten Fall hat ein nicht namentlich bekannter EU Beamter seine Mitschriebe zur Verfügung gestellt damit die abgestimmte Kampagne von Connie St Louis beginnen konnte.

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      Hier geht es weiter um den Kreis zu schliessen:

      Was England betrifft, in diesem kranken Land (FAZ Artikel Jochen Buchsteiner) wurden im Jahr 2013 4870 Kinder zur Zwangsadoption freigegeben. Eine Studie finanziert von dem EU Parlament, die schlichtweg falsch ist, versucht nun viele andere Länder auf das selbe Niveau herunter zu ziehen.
      http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2015/519236/IPOL_STU(2015)519236_EN.pdf
      (auf s. 27 wird u.a behauptet dass es in Deutschland 3293 Zwangadoptionen gab; trotz vieler berechtiger Beschwerden über das Jugendamt und Machtmissbrauch, das ist schlichtweg falsch. Laut Statistik sind es ca 120 Fälle. Die betrifft auch andere Länder.)

      Diese Diskrimierung wird aktuell extrem stark von den gleichgeschlechtlichen auf die Spitze getrieben. Wie kann bei der erwähnten EU Studie Neutralität herrschen wenn ein bekennender gleichgeschlechtlicher, fest angestellte Beamter des EU Parlamentes diese Studie für den Auftraggeber (das EU Parlament) koordiniert (Ottavio Marzotti).

      Die Abstimmungsprozesse in der Presse sind wenigstens einigermassen nachvollziehbar. Wie ist diese bei der Judikativen, den Gerichten ?

      Von der EU Kommission gefördert wird (neben Transparency International) auch das European Judicial Network (EJN). Hier treffen sich in regelmässigen Abständen die Richter aus den EU Staaten was sicherlich in manchen Bereichen sinnvoll ist. Aber, das ist vollkommen Intransparent. Es ist nicht bekannt wer namentlich in diesem Kreis der Personen beteiligt ist. Es werden keine Daten üner die Sitzungen und Themen veröffentlicht.

      Was London betrifft (Hunt aber auch StLouis) einen seltenen Einblick über versteckte Koordination bekommen die Bürger wenn wir uns die Teilnehmerliste dieses Treffens anschauen:
      http://researchingreform.net/2015/05/07/slovak-embassy-round-table-on-child-protection-full-list-of-participants/
      Offiziell geht es um den Schutz der Kinder. Anwesend waren 9 Richter vom High Court in London sowie 2 ehemalige Richter. Lobenswerterweise hat die Slovakische Botschaft die Teilnehmerliste offengelegt. Bei den Richtern handelt es sich um den Personenkreis und die Organisation welche in den letzten 10-20 Jahren vermutlich schon systematisch Familien zerstört haben indem entweder Zwangsadoptionen stattfinden (mit zusätzlichen Gagging Orders dürfen die Betroffenen unter Androhung von Gefängnisstrafen) nicht darüber sprechen geschweige denn an die Öffentlichkeit. Alternativ zu den 4870 Zwangsadoptionen in 2013 (ca 8-10% der Kinder gehen an gleichgeschlechtliche Paare) wird bedeutend häufiger ein Elternteil aus dem Leben der Kinder abgedrängt. In nationalen Fällen fast immer der Vater, in internationalen Fällen der ausländische Elternteil.
      Wo ist das Rollenbild für die Kinder wenn der männliche Elternteil aus dem Leben ausgegrenzt ist ? Insbesondere für Jungen ?
      Bezüglich UK gibt es zwei sehr interessante Reden von Priya Basil (‚..the freeest country of the world..‘), Republicca 2014
      https://m.youtube.com/watch?v=m63IbpL5Xqo
      https://m.youtube.com/watch?v=LLjS6_tSW98
      Positiverweise ist es im Fall von Herrn Hunt nun eine MP3 Aufzeichung die ihn – vermutlich viel zu spät – teilweise rettet.

  30. Danke an die FAZ, dass sie Hunt verteidigt
    und nicht zulässt, dass die hinterhältige Kampagne des Guardian und der Zeit oder der unsäglichen St. Lous und Blum unter den Tisch fällt. Ja, was können wir tun, um die Ehre von Tim Hunt zu verteidigen? Zumindest hier unsere Meinung zum Ausdruck bringen.
    Was können aufrichtige Studenten tun? Keine Vorlesungen von St. Lous oder Blum besuchen. Das ist das mindeste, was ein anständiger Student/in tun sollte.
    Was können die Leser des Guardian oder die Zeit tun? Sich besser informieren – bei anderen Medien!

    • Nicht zu danken, das gehört zur Selbstreinigung des Journalismus. Blum und St. Louis wären ohne ihre Handlanger in den Medien nichts, und das ist das eigentliche Problem.

  31. survival of the fitest
    jetzt auch in den Naturwissenschaften?

    oder ist es noch schlimmer; soll eine andere mehr verhandelbare
    Wissenschaftsform durchgesetzt werden?

  32. Theologie
    Ja, es ist ein Skandal der Medien. Noch viel mehr aber ist es einer für die akademische Welt. Es ist eine Schande für das UCL und den EU Forschungsrat und die Royal Society. Hier ging es ja nur um ein paar selbstironische Bemerkungen. Wenn solche Organisationen dabei schon so reagieren, wie wäre es erst, wenn ein Wissenschaftler zu Ergebnissen käme, die im Widerspruch zur politisch „richtigen“ Meinung stünden, etwa in den Sozialwissenschadten oder der Genetik… So wird Wissenschaft zur Theologie und die Erde zu einer Scheibe.
    Im übrigen bin ich der Meinung, daß „Aktivist“ ein Unwort ist, man beim Umgang mit „Aktivisten“ Gummihandschuhe dabei haben sollte und die Zeit sich Lichtjahre von dem entfernt hat, wofür sie einmal als Leuchtturm stand.

    • Nach meiner Ansicht braut sich da was über den eifrigst geförderten Genderwissenschaften zusammen. Ich kenne inzwischen durchaus auch Firmen, die bei dem Fach im CV niht ganz unkritisch werden. Hatte selbst mal eine Gaszautorin überlegt und das dann fallen lassen. als sie das im Studium dazu nahm und ja, das hat man dann auch an ihren Aussagen gemerkt. Ich finde Feminismus weitgehend prima und Gleichberechtigung gut, aber Geschichten von Critical Whiteness und Rape Culture mögen sich bitte einen Spielplatz suchen, den andere ihnen bauen. Mir wäre mit solchen Leuten nach einer recht einschneidenden erfahrung einfach das Risiko viel zu hoch, dass irgendwas, das ich privat sage, gegen mich verwendet wird.

  33. Bei Hunt trennt sich die Spreu vom Weizen.
    Es musste wohl erst ein renommierter Wissenschaftler das Opfer des Mobs werden, um zu entscheiden, welche Zeitungen noch vertrauenswürdig sind. Die ZEIT hat sich aus dem elitären Kreis verabschiedet. Wie schön, dass es die FAZ gibt!

  34. Macht
    Wenn ich eines im Leben mittlerweile gelernt habe, dann, dass es immer mindestens zwei Gründe gibt, warum Menschen handeln: an den einen glauben, aus dem anderen handeln sie. Zieht man mal den ganzen ideologischen Kram ab, wird auch bei Connie St Louis & Co. sichtbar, worum es in erster Linie geht: um Macht. Der Klassiker, sozusagen. Geschlechterunabhängig.

  35. Feministische Aktivisten? Kriminelle Vereinigung!
    Ich kann nur hoffen, daß Hunt vor Gericht vor Gericht um das bösartige, kriminelle Treiben dieser Möchtegernemanzen öffentlich zu machen. Es kann und darf nicht sein, daß Menschen durch derartig erlogene Verleumdungen nicht nur moralisch vollkommen diskreditiert werden können, sondern gleichzeitig auch beruflich „erledigt“ sind. Wenn das bei einer Kapazität wie Hunt schon möglich ist….

  36. Aufatmen
    Endlich ein Beitrag der versucht dem Geschehen auf den Grund zu gehen und Hoffnung auf eine faire Behandlung Hunts gibt.

  37. Sexismus pur
    Es ist in der Diskussion untergegangen, daß Sexismus sich nicht nur gegen Frauen richten kann. Wenn Anna Behrend und die Redaktion der Zeit (siehe den Artikel in der Zeit vom 26.05.2015) von chauvinistischen Äusserungen Hunts sprechen, dann ist angesichts der nunmehr tatsächlichen Fakten die Frage zu stellen, ob sie nicht ebenfalls chauvinistisches Gedankengut (jetzt durch Schweigen) propagieren und perpetuieren. Als Mann (oder muss man sagen Nicht-Frau) empfinde ich das als puren Sexismus.

  38. Dem Satan eine Hintertür auflassen?
    das tut man wohl, wenn man sich gegen den gender-Irrsinn nicht wehrt. Um Professor Hunt mal etwas Unterstützung von prominenter Seite zukommen zu lassen: Die britische Literaturnobelpreisträgerin (und Feministin!) Doris Lessing hat einmal im Rahmen eines Interviews mit dem britischen GUARDIAN folgendes geäußert: „Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. […] Die dümmste, ungebildetste und widerlichste Frau kann den nettesten, liebenswürdigsten und intelligentesten Mann herabwürdigen und niemand protestiert. Es ist Zeit, dass wir uns endlich einmal fragen wer genau diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. […] Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun!“ Goldene Worte, nicht wahr?
    Nun, bei der Frage danach, wer genau die besagten Frauen sind kann vielleicht ein Zitat einer anderen anerkannten literarischen Größe helfen, es stammt von dem sehr illustren, nicht gerade als Spießer verschrienen US-amerikanischen Autor Charles Bukowski: „Der Feminismus wurde von hässlichen Frauen erfunden um sich mit seiner Hilfe in die Gesellschaft zu integrieren.“ Die Frauen, die er meint sind wohl solche, die auch ein paar Orchideen abhaben wollen, wohlwissend, dass sie unter normalen Umständen von männlicher Seite aber keine zu erwarten haben. Das was sie nicht kriegen können befeinden sie und sie tun es mit neanderthalhafter Vehemenz. Das Ganze wird verbrämt mit pseudointellektuellem Getue und einer angeblichen gesellschaftlichen Relevanz. Aufregen muss man sich DARÜBER nicht. Man kann sich aber darüber aufregen, dass nicht wenige Frauen sich vor den Gehässigkeitskarren spannen lassen, die das gar nicht nötig hätten. Die, denen Männer gerne Orchideen vor die Füße legen, und die nicht als Amazone in den Geschlechterkrieg ziehen müssten. Die, denen gegenüber Männer sich schon immer gern als Kavaliere von der besten Seite zeigten. ‚Kavalier‘ kommt übrigens vom französischen ‚chevalier‘ (spanisch ‚Caballero) und das bedeutet nichts anderes als ‚Ritter‘. Apropos ‚französisch‘ und Thema ‚gender mainstreaming‘: in der französische Sprache (und die französische Kultur ist ja nicht gerade verschrien, besonders frauenfeindlich zu sein, im Gegenteil): gibt es haufenweise gendermäßig inkorrekte Phänomene: so verwendet man beispielsweise das männliche Personalpronomen ‚ils‘ für rein männliche Mengen aber auch für Mengen/Gruppen, denen nur ein einziges männliches Mitglied angehört (selbst wenn der Rest Millionen Frauen/Weiber sein sollten): Ich erwähne das nur um den Kampfemanzen bewusst zu machen wie viele Baustellen es auf dem Weg zum gender-Nirwana noch gibt. Alle Hände voll zu tun-viel Spaß beim Leertrinken des Ozeans.
    Man kann den gender-Irrsinn aber auch gelassen sehen und es als weitere Ausprägung einer aus den Fugen geratenen, durchgeknallten, durch und durch dekadenten Zivilisation sehen. Wir stehen wohl kurz vor der Sintflut. Statt sich aufzuregen sollte man besser hingehen und an seiner Arche bauen.

  39. Nachtreten
    konnten die MINT – Leute schon immer sehr gut. Mathematiker eher weniger, ansonsten sollte man besser den Mund halten und seine eigene Hundertschaft im Hintergrund haben. Es geht bei den meisten um Ruhm, Macht und Anerkennung – Macht wird vorzugsweise über die Mittelvergabe ausgeübt. Als Doktorand sollte man bis zur endgültigen Bestätigung, also bis zur schriftlichen Bestätigung der bestandenen mündlichen Prüfung den Mund halten. Auch später noch wird man nur schwerlich einen Job bekommen, wenn man als Querdenker aufgefallen ist, es sei denn man hat prominente Befürworter. Hunt hat offensichtlich seine Prominenz zum Nachteil einiger Neider ausgelebt, deshalb diese Fallhöhe. ZEIT und Guardian haben sich selbst mit Dreck beworfen, mit der ZEIT habe ich selbst eher ungute Erfahrungen gemacht und wundere mich über das Ansehen dieser Publikation.

  40. @Don
    Dass Sie es anders gemacht hätten als Professor Hunt, ist klar. Sie haben offensichtlich ein dickes Fell. Sonst würden Sie nicht diesen Blog so schön betreiben.

    • Ach, einer muss es halt machen und irgendwie bin ich halt ein robuster Charakter.

    • ????
      Sie vergessen, dass Hunt im Gegensatz zu Don ein völlig anderen Hauptberuf hat. Deshalb hat er es wie Coleman Silk gemacht….

  41. Vielfalt in der Einfalt
    >>„Surviving Diversity“ wird das thema meines Seminars für alte, weisse, heteronormative Männer.<<

    Schwarze, Weisse, Frauen, Männer, Heterosexuelle und Homsexuelle, Kleine, Grosse … und alle sind sie Feministen. Diversity? Ja wo denn?

    • Ich habe eine gute Freundin bei einer grossen EU-Organisation, die erlebt gerade den Kampf ums Vorankommen und wie da dann auch mit der Herkunft, Orientierung und Hautfarbe gearbeitet wird. Auch im Internet sieht man diesen Wettlauf, wer das grösste Opfer ist und dann am lautesten die Privilegien und die Unterwerfung fordert – denken Sie etwa an den Konflikt um den Hashtag „notjustsad“ zwischen depressiven Frauen. Im Bereich der Diversity-Aktivisten drängelt sich so viel Anspruchshaltung und gleichzeitig so viel soziale Repression gegen Andersdenkende, dass da durchaus eine gewisse Abwehrhaltung gegen Attacken nachvollziehbar sein kann.

  42. Unmöglich oder nur sehr unwahrscheinlich?
    Was mir an dieser Affäre von Anfang an sehr seltsam vorgekommen ist, ist folgendes:
    Hunt sprach vor ca. 90 Journalistinnen und zwar im Zeitalter des Smartphones. Und trotzdem gab es angeblich weder Video- noch Audio-Aufzeichnungen seiner Rede sondern nur Gedächtnisprotokolle.

    Nun gebe ich gerne zu, dass es vermutlich Wichtigeres aufzuzeichnen gibt als eine Tischrede. Nichtsdestoweniger habe ich es von Anfang an für komplett ausgeschlossen ausgeschlossen gehalten, dass ein Nobelpreisträger redet und von ca. 90 anwesenden Journalistinnen nicht eine einzige ihr Smartphone benutzt um die Rede aufzuzeichnen. Und sei es nur für das Privatarchiv und das Ich-habe-Sir-Tim-kennengelernt-Gefühl.

    Und siehe da: Kaum gehen vier Wochen ins Land schon taucht ein Audiomitschnitt auf.
    Die Frage ist nun, warum hat das so lange gedauert?
    [Sarkasmus]
    Da man ja vollkommen ausschließen kann – eigentlich sogar ausschließen muss, dass Guardian und ZEIT nicht neutral berichten oder gar entlastendes Material unterdrücken, wenn es nicht in das ideologische Konzept passt, bleiben nur wenige Möglichkeiten:
    – Die Internet-Leitungen nach Russland sind so schlecht, dass die Nachricht um den Skandal die Journalistin nur mit Verspätung erreicht hat.
    – Die russische Journalistin beherrscht das Englische nur unvollkommen und hat die Bedeutung ihres Mitschnittes nicht erkannt.
    – Die russische Journalistin ist eine inoffizielle Mitarbeiterin des russischen Geheimdienstes und hat dem Guardian und der ZEIT willentlich wichtige Informationen vorenthalten um dem Ruf der westlichen Qualitätspresse zu schaden.

    Gegen die besagte Journalistin spricht natürlich ganz besonders, dass sie ihren Mitschnitt ausschließlich an die Times geschickt hat, so dass Guardian und ZEIT keine Chance hatten, ihre Berichterstattung an die geänderte Datenlage anzupassen.
    [/Sarkasmus]

    So oder so ähnlich muss es gewesen sein. Ganz bestimmt.

  43. Glücklicher Goethe
    Goethe hatte Glück, dass er lange vor der feministischen Shitsturmzeit lebte. Man stelle sich vor, was heutige Feministinnen über ihn geschrieben hätten als er mit 74 Jahren der neunzehnjährigen Ulrike von Levetzow einen Antrag machte. Da ist Brüderles Bar-Bemerkung harmlos dagegen. Dann hätte sein Fürst unter öffentlichem Druck J.W.G. auffordern müssen, von der Weltzentrale Weimar irgendwo aufs Land umzuziehen. Das romantische Gartenhaus wäre gepfändet worden, und seine Gesamtausgabe Letzte Hand wäre von allen für deutsche Bildung Zuständigen über Jahrhunderte boykotiert worden. Glücklicher Goethe!

    • goethe
      aber die so angebetete, die ja fast 100jahre alt wurde, sagte später, der gute J.W.v.G. habe ihr gar keinen antrag gemacht.
      ist auch kein wunder, goethe war in diesem alter nicht immer der fitteste und seine wirbelsäule hätte ihm wohl bei jeder erotischen aktivität die über eine kuss hinausging (und selbst das ist nicht überliefert, zumindest im roman des grossen wortschöpfers vom überlinger see kommt in der letzen 10telsekunde eine elster dazwischen) schmerzen bereitet, körperliche natürlich.
      aber: richtig ist zweifellos, J.W.v.G. würde einen emanzenshitstorm nach dem andern heute auslösen und sein kumpan F.v.S., der ja auch nicht die monogamie erfunden haben soll auch.
      schade, dass die zeiten so schlecht geworden sind.
      es ist wohl aus und vorbei leider, um mit O.W. zu sagen: alles ist besser geworden, sogar die sitten sind schlechter geworden.

  44. Fazit:
    Offensichtlich männerhassende Lesben mit fratzenartigen ‚Gesichtern‘ werfen irgendwelchen Männern vor, Frauen zu hassen und sorgen für deren Bestrafung. Oftmals ist die Triebfedern ein solchen Verhaltens in der eigenen narzisstischen Kränkung zu suchen.

  45. Studentenpostillen mit Grossauflage
    Letztendlich geht es den Shitstormtroopers aller Couleur doch um nichts anderes, als soziale Kontrolle. Die Diktatur der ‚richtigen Gesinnung‘ ist alles, was zählt. Argumente haben da keinen Platz, Fakten auch nicht. Der Emotionalisierung von Sachverhalten wird offenbar mehr Bedeutung beigemessen, als der Faktentreue. Und weil mir bei den im Beitrag Genannten (Zeit, Guardian) die Ironie fehlt, werde ich in Zukunft nur noch den Postillon lesen- inhaltlich kommt das ja langsam eh‘ auf das Gleiche heraus. Auf mich wirkt die Zeit mit ihrer ganzen, bisweilen geradezu oberlehrerhaft wirkenden und penetranten, politischen Korrektheit langsam eh‘ wie eine grosse Studentenpostille, die von ein paar aktionistischen, zweit- und drittsemestrigen Philosophiestudenten heraus gegeben wird.

    • Das liegt vor allen an den jungen Leuten, die im Onlineressort arbeiten. Bei der SZ ist es genau so, da gibt es zwei Autorinnen, darunte die besagte Hannah Beitzer, bei denen kann man die Uhr nach ihren ideologischen Spucknapffüllungen stellen.

  46. Nicht das einzige Gebiet, auf dem der Wissenschaftsjournalismus ein trauriges Bild abgibt
    Auf ideologisch besetzten Gebieten insbesondere der Medizin, Biotechnologie aber auch Sozial- oder Gesichtswissenschaften muß man es regelmäßig erleben, daß Fakten vorsätzlich unausgewogen dargestellt oder sogar manipuliert werden, um sie dem Weltbild des Journalisten anzupassen.
    Wirrköpfige Impfgegner werden als „Experten“ interviewt, Journalisten zeigen die dürftigsten Argumente als ernsthafte Argumente gegen den menschengemachten Klimawandel vor, usw. usw.

    Zum Teil ist es einfach Unfähigkeit, die Materie zu verstehen, oft genug aber auch Vorsatz.
    Ich selber durfte mal aus nächster Nähe beobachten, wie in einem Beitrag eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders, zu dem in unserer Klinik gedreht und Interviews geführt wurden, die Aussagen der Interviewten durch Schnitt und manipulative Zwischentexte ins Gegenteil gewendet und Fakten bewußt falsch wiedergegeben wurden, um das Esoterik- Weltbild der Redakteurin zu bestätigen.

    Die „FAZ“ ist auch hier wieder einmal die Ausnahme, danke einmal an dieser Stelle dafür.

    • Mir fällt das in meinem Gebiet auch manchmal auf – der Vor- und Frühgeschichte. Da kommen immer wieder mal so Matriarchats- und Geschlechtszuschreibungsthemen, da könnte ich dann auch etwas dazu schreiben. Die leben davon, dass „mein“ Fach in prähistorischer Zeit selten absolute Beweise hat und auch von der Interpretation lebt. Es ist nicht so schlimm wie die Soziologie, wo der Gendrismus inzwischen wirklich ein Problem ist. Aber man merkt es. Deutlich.

    • Titel eingeben
      Ein Problem beim Journalismus sind auch die „Ausgewogenheitsregelungen“, die es zumindest bei der BBC gibt; zu jeder Position muß auch der Gegenposition die Gelegenheit gegeben werden, gehört zu werden. Während das in der Politik ohne Probleme funktioniert, ist das in der Wissenschaft (und anderen Bereichen) deutlich schwieriger – aber die meisten Journalisten sind eben letztendlich Laien und selbst Wissenschaftsjournalisten haben nur ein eingeschränktes Wissen.

      Also setzt man zu jemanden, der über Klimawandel redet, noch einen Klimawandelgegner – jemanden, der über Impfungen redet, einen Impfgegner (besonders extrem war das bei Wakefield und seinen MMR Daten). Leider ist es dann auch so, daß die „Abweichler“ meistens viel besser im Umgang mit den Medien sind und nur das Ziel haben, Zweifel zu säen – und dem Zuseher bleibt dann letztendlich die Überzeugung, daß man eben doch nicht alles weiß und es noch immer Zweifel gibt. Und genau mit diesen Zweifeln kann man natürlich dann Schlagzeilen machen.

      Von allen Wissenschaftsjournlisten in Massenmedien, die ich kennen gelernt habe (und ich meine Journalisten – nicht Wissenschaftler, die in den Medien auftreten wie z.B. Michael Mosley oder Brian Cox) war eigentlich nur ein einziger dabei, der sich die Mühe gemacht hat, Hintergründe zu erfragen und einigermaßen Objektiv zu schreiben – erstaunlicherweise war diese Person nicht von Times oder Guardian, sondern von der Daily Mail (erstaunlich, wenn man die Zeitung kennt, ich weiss).

      Vielleicht liegt das aber auch daran, daß sich die Mehrheit der Bevölkerung für Wissenschaft schlicht und einfach nicht interessiert. Abgesehen von Dingen, die sie direkt betreffen (Gesundheit, Ernährung) oder faszinierend sind (ein wenig Raumfahrt, etwas Geschichte), ist doch das meiste egal. Und die meisten Wissenschaftler sind auch nicht so extrovertiert, daß sie versuchen, ihr eigenes Fachgebiet aktiv in die Medien zu bringen. Dadurch haben es ein paar „Schwätzer“ mit etwas extremen Ansichten (wie die Gender-Leute) sehr leicht – besonders, wenn sie die richtigen Verbindungen zu Medienschaffenden haben.

    • @Don: Ist ja auch am einfachsten. Man schnappt sich ein paar der Datenpunkte,
      die altersbedingt häufig unvollständig und wenig zusammenhängend sind, interpretiert sie passend um und eh voila – die Vorzeit war ein Matriarchat.

      Ich habe vor der Arbeit echter Historiker/innen und Archäologen ungeheuren Respekt – das ist eine mühsame, zeitraubende und kleinteilige, jahrelange Puzzlesuche in Archiven und Ausgrabungsstätten. Die Schnittmenge zwischen denen und feministischen „Historikerinnen“ ist allerdings nahezu null.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  47. Sexismus mit zweierlei Mass
    Einer der großen Unterstützer der Kampagne gegen Tim Hunt hat jetzt bei Twitter selbst einen Witz über junge Frauen verbreitet, in dem die typischen Stereotypen „jung und schön = dumm“ propagiert werden (https://twitter.com/david_colquhoun/status/625338099057471488). Ob das auch zu einer entsprechenden Reaktion führen wird.

  48. Ist das wirklich ein Problem? Und nicht nur "normal"?
    Was mich bei Don Alphonso nach wie vor irritiert ist, dass er solche Vorgänge für Ausnahmen zu halten scheint, gegen die es sich lohnt anzuschreiben.
    Die aber alle letztlich mehr oder weniger zufällig aufflackern weil irgendjemand Fälle wie Taylor, Hunt oder die Uni of Virginia, weiter puscht.
    Ja, in DE in der „Zeit“ sind die Foren noch am weitestgehenden zensurfrei, da kommen dann schon mal mehrere hundert Widersprüche, gegen den übelsten Unsinn. Ich ne´hme mal an, auch dort wird man aus dem Debakle lernen und bei solchen Themen keine Kommentar Funktion mehr freischalten. Denn DAMIT und nicht anders hat man sowas unter Kontrolle!
    In anderen Medien, der FAZ zB ist man da bereits diesen Schritt „weiter“.
    Wer sich die Mühe machen will, der sollte mal einige Tage hintereinander alle Artikel auf der FAZ Webseite dahingehend untersuchen ob Kommentare möglich sind, oder von vorneherein unterbunden werden.
    Wenn man sich das Resultat der Beobachtung dann mal genauer ansieht, stellt man sehr schnell fest, dass es klar definierte Themenkreise gibt, zu denen in der FAZ ausnahmslos niemals Kommentare zugelassen werden.
    Mir fiel das auf als es nach Schirrmachers Abgang konsequent eingeführt wurde, wahrscheinlich war er das letzte Bollwerk gegen den Mainstream des political correctem „Denken“.
    Musterbeispiel für alles war die landesweite, verlogene und völlig einseitige manipulative Berichterstattung zur Ukraine, die ja dann letztlich so viel Protest hervorrief, dass sich sogar die ARD zu einer Entschuldigung veranlasst sah.

    Ich verstehe, dass es zum Problem für Don werden kann, aber ich halte diese Art von Feminismus für zu lächerlich, und weigere mich meine Zeit daran zu verschwenden. Man sieht welcher Unsinn es ist und lässt die Dummköpfe labern. Es gibt Wichtigeres….
    Was an einseitigen Darstellungn zu Gunsten der GroKo abläuft, das betrifft uns alle, und die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Verhinderung des Widerspruchs hat im Gegensatz zum Femen Geschwätz ernsthafte Folgen.
    Gabriel wurde unmissverständlich dazu aufgefordert die nicht-staatlichen Schiedsgerichte im Transatlantic Abkommen anzulehnen, sogar 80% der Befragten waren dagegen, er hingegen lässt die USA gewähren.

    Zeigen sie mir einen Artikel dazu in den Medien! Wie so viele wird alles tot-geschwiegen, was nicht im Interesse der „Führung“ ist.
    Nach Assanges Interview im letzten Spiegel kann niemand mehr leugnen, dass die USA deutsche Politiker Telefone überwachen, sondern auch, dass sie das dabei gewonnene Wissen anschliessend benutzen um Frau Merkel von ihren eigentlichen Vorhaben abzuhalten!
    Und der oberste Ankläger der Republik, der stramme rechte Herr Range sieht nach wie vor keinen Anlass den Rechtsstaat gegen die Abhörerei einschreiten zu lassen!
    Wo sind die Artikel in den Medien dazu? Wo die längst bekannten Summen der Griechenland Rechnungen?

    Don, Sie schreiben von „Selbstreinigung des Journalismus“ und meinen das ernst? Weil in drei Fällen mal was passiert, was aber letztlich am eigentlichen Problem nichts ändert, während in tausenden anderen Fällen nichts passiert?

    Tatsächliche Kontrolle, wirkungsvolles Vorgehen gegen Lügen in der globalisierten, digitalen Welt ist unmöglich.
    Richtige und falsche Meinungen sind im Net gleichwertig.

  49. Pingback: “Out of Context – Science-Gate: Von Wissenschaft, AktivistInnen und Medien” |

  50. Ich bin Sexist
    Ich bin Sexist, weil ich fest davon überzeugt bin (Erfahrungswert), dass es zwei Geschlechter gibt. und dass die Aufgaben der Geschlechter bei der Erhaltung der Spezies unterschiedlich und nicht austauschbar sind.

    Ich bin ferner der Überzeugung, dass Gleichberechtigung etwas anderes ist als Gleichheit. Ich neige sogar zu der Ansicht, dass Gleichberechtigung wünschenswert, Gleichmacherei hingegen gefährlich und u.U. menschenverachtend ist. Ich würde z.B. meinen Kindern (unter Teenageralter) nicht gestatten zu rauchen oder Alkohol zu trinken. In 10 Jahren sieht das anders aus (da habe ich dann nichts mehr mitzureden).
    Was ich meine ist: Unterschiedliche Gruppen von Menschen (Mann/Frau, Kind/Erwachsener, Homo-/Heterosexuelle, Behinderte / nicht Behinderte…) ohne Berücksichtigung der Unterschiede um jeden Preis gleich zu behandeln, führt früher oder später im Besten falle zu Unfug, im schlimmsten Falle in eine Katastrophe.
    Wie wäre es, wenn wir Rolli-Rampen abschaffen würden, weil diese die Rollstuhlfahrer brandmarken? Oder akustische Signale an den Ampeln, weil das die Blinden diskriminiert?
    Also wie gesagt, ich bin Sexist, weil ich Unterschiede wichtig finde – gerade die zwischen Mann und Frau.

  51. Geschwätz
    die Diskussion um Hunt und die feministischen Auswüchse halte ich für wichtig im Sinne der Meinungsfreiheit, wer aber außer einer Minderheit interessiert sich dafür? Die Mehrheit interessiert es nicht, weil die Lebensqualität eben noch nicht in Meinungsfreiheit gemessen wird, sondern nur im größtmöglichen Verbrauch von Ressourcen. Die feministische Gruppe hat eine Spielwiese erhalten, sie nutzt diese Internetspielwiese einseitig um Männer zu diffamieren. Deshalb sind Blogs dieser Art wichtig, denn die Manipulationsreichweite der sonstigen sogenannten seriösen Publikationen wird unterschätzt .

  52. Connie St Louis - die Lügen werden fortgesetzt
    Auf der Website der City University London wurde nun nach über vier Wochen das Update des CV von Connie St Louis veröffentlicht. Zwar sind nun die schlimmsten Lügen dieser „award-winning journalist“ besetigt, doch auch im aktualisierten Lebenslauf behauptet sie fälschlicherweise, den 2002 den GlaxoSmithKline ABSW Science Writers‘ Award erhalten zu haben.
    Die Pressemitteilung von Glaxo (http://www.lexdon.com/article/glaxosmithkline_absw_science_writers_awards/125198.html) listet Connie St Louise nicht als Preisträgerin. Den Rest kann sich jeder selbst denken…

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