Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Sexismus, Lügen und Twitter: Wie eine Jägerin zur Gejagten wird

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Die Geschichte klingt zu gut: Bekannter, aber alt gewordener, weisser Wissenschaftler mit viel Prestige und Privilegien jetsettet um die Welt, und liefert vor Koreanerinnen eine bizarre, sexistische Rede ab. Eine deutlich jüngere, schwarze Journalismuslehrerin lässt sich das nicht gefallen, und informiert die Welt via Twitter empört über die Aussagen. Es kommt schnell zu einem Meme, in dem junge Wissenschaftlerinnen zeigen, wie „ablenkend sexy“ sie in ihren Tätigkeiten aussehen, die Medien steigen in den Shitstorm ein – und kaum betritt der alte Mann wieder britischen Boden, wird er vom Sturm überrumpelt und gezwungen, sich mit einer Entschuldigung von seinen öffentlichen Ämtern zurück zu ziehen.

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Der Fall des Nobelpreisträgers und Krebsforschers Tim Hunt sieht auf den ersten Blick aus wie ein phantastisches Hollywood-Drehbuch mit klar verteilten Rollen: Hier der groteske weisse Schuft, da die engagierte, schwarze Kämpferin gegen Ungerechtigkeiten, umgeben von Heerscharen von aus dem Nichts kommenden Aktivistinnen, die zusammen mit den Medien beweisen: Egal wieviel jemand früher geleistet hat, für Sexismus ist in dieser Gesellschaft kein Platz mehr. „In diesem Fall muss es wohl sein“, twittert da auch ein Blogger des deutschen Spektrumverlags nachdenklich zum erzwungenen Rücktritt von Tim Hunt. Jeder will dabei sein, beim Sturz eines Mannes, der sich nach Jahrzehnten der Wohltaten für die Menschheit mit ein paar Worten als untragbarer Unhold bewiesen hat – im bewusst von drei Teilnehmern konzipierten Shitstorm als Warnung für alle anderen: Hat Hunt es doch angeblich gewagt zu sagen:

Let me tell you about my trouble with girls,’ it purportedly went. ‘Three things happen when they are in the lab. You fall in love with them, they fall in love with you, and when you criticise them, they cry.“

Aber wie so oft ist das perfekte Drehbuch der sozialen Gerechtigkeit für die Lauten der anderen Grund, einmal genauer hinzuschauen. Man kennt das auch von bestimmtn Autorinnen deutscher Medien – etwa in der Unikategorie von Spiegel Online oder gerade erst wieder in der Süddeutsche Zeitung – die einen jungen Mann im Fall des sog. Mattress Girl und ihrer weltweiten Medienkampagne trotz klaren Freispruchs der mutmasslichen Vergewaltigung beschuldigt haben. Ein Twitteraufschrei, ein griffiges Meme, und schon finden sich überall junge, akademisch gebildete Journalist_Innen, die das in die Zeitungen tragen. Massenvergewaltigungen des IS, Genitalverstümmelung in Afrika, Sextourismus, Frauenbenachteiligung in China – das alles spielt seit gut zwei Jahren kaum mehr eine Rolle. Sexismus ist in der öffentlichen Darstellung vor allem in den Universitäten des Westens zu Hause, und auch nach dem spektakulär aufgeflogenen Fall einer erfundenen Vergewaltigung des Rolling Stone sprechen Aktivisten im englischen Sprachraum immer noch von „Campus Rape Crisis“.

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Dahinter steht eine global vernetzte Bewegung mit Lobbygruppen und einer gut geölten Empörungsmaschine mit bei Medien schreibenden Aktivistinnen wie Laurie Penny, Jessica Valenti und ihre deutschen Nachahmer. Nachdem das Mattress-Girl ihrem später verfolgten Freund unter anderem die Bitte „Fuck me in the butt“ geschrieben hatte, und im Fall des Rolling Stones klar wurde, wie leicht sich Medien einspannen lassen, wenn die Geschichte nur krass genug ist, fielen die Aussagen von Tim Hunt im denkbar ungünstigen Augenblick: Die Bewegung brauchte einen neuen, plakativen Fall, und sie hat ihn bekommen. Oder genauer gesagt, sie hat eine gewisse Journalismuslehrerin Connie St. Louis bekommen, die bei Twitter Aussagen verbreitete, die Tim Hunt gemacht haben soll. Und da sind inzwischen Zweifel angebracht, denn obwohl es keine Audioaufzeichung der Rede gibt, ist ein Transkript der Rede für die Europäische Kommission aufgetaucht. Und darin wird deutlich, dass Tim Hunt einen Scherz gemacht hat: Indem er sich als eines der „chauvinistisches Monster“ ironisierte, die die besagte Einstellung hätten – und danach zum Lob für Frauen überleitete: „aber jetzt im Ernst“.

Was darf Satire, fragte Tucholsky und „Nichts“ ruft ihm die Wissenschaftsredakteurin der Zeit in einem wütenden Artikel entgegen, als klar wurde, dass es zu den verurteilten Aussagen von Hunt durchaus einleuchtend das gibt, was man als „Kontext“ bezeichnet, aus dem sie gerissen wurden. Anna Behrend stellt sich dabei voll hinter die Interpretation der Ereignisse von Connie St. Louis. Der Verfasser dieses Blogs kommt aus dem Ausgrabungsgeschäft und hat allerdings gelernt, dass Funde gar nichts ohne den Kontext sind: Das Ausgraben von Töpfen ist unbedeutend im Vergleich dazu, wo sie zu liegen kamen. Oder von wem mit welcher Intention abgelegt wurden. Die einzigen „Wissenschaften“, die nach seiner Erkenntnis gerne auf Kontext – und Satire – verzichten, sind ideolgisch voreingenommen: Theologie, Marxismus, Genderforschung. Krebsforschung hat sich längst von der reinen Tumorbetrachtung entfernt, Archäologen berücksichtigen auch Pollenanalysen, Volkswirtschaftler ziehen auf den ersten Blick irrelevante Daten heran, um ihre Modelle zu verfeinern: Es ist Usus in der Wissenschaft, den Blick vom Befund zu heben und den Kontext zu studieren. Im Journalismus ist das: Genau schauen, wer wann was mit welcher Intention gesagt hat, und falls das nicht möglich ist, überprüfen, wer wen was warum gesagt haben lassen will. Zu diesem Zeitpunkt stellt sich der Fall Tim Hunt schon weniger eindeutig dar: Es gibt zwei Versionen seiner Ansprache. In der einen hat er in der Einleitung einen missverständlichen Witz gemacht, aus dem ein Teil willkürlich herausgenommen und als Sexismus hingestellt wurde. In der anderen bleibt es beim Hollywood-Drehbuch der schwarzen Frauenrechtlerin, die bislang überhaupt nicht bedauert, den Sturz von Tim Hunt herbei geführt zu haben.

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Am 24. Juni stellte Connie St- Louis noch einmal ihre besondere Rolle heraus: Der Guardian liess es zu, dass sie einen Artikel mit dem Thema „Stop defending Tim Hunt“ veröffentlichte – eine seltsame Einstellung für eine Frau, die an der Universität der City of London Journalismus lehrt und wissen sollte, dass man genau recherchieren und zwingend beide Seiten hören sollte, und niemand verurteilen sollte, bei dem es Zweifel an der Schuld gibt. Die Argumente von acht Nobelpreisträgern, die sich gegen die Behandlung von Hunt ausgesprochen hatte, bezeichnete St. Louis schlichtweg als „idiotic“ – für eine Journalistin erstaunlich, aber für eine feministische Aktivistin, als die sie sich vorstellt, keine ungewöhnliche Art, andere in einer Debatte zum Schweigen zu bringen.

Aussage steht gleichwohl immer gegen Aussage. Alles hängt an der Glaubwürdigkeit und der Zielsetzung der Anklägerin und Aktivistin St. Louis – wäre es ein faires Verfahren vor Gericht, würde man bei ihr von „Belastungseifer“ sprechen müssen und davon, dass sie ein Motiv hat. Nachdem Journalisten weltweit ohne Faktencheck die Version von Connie St. Louis verbeitet haben, hat nun die – ansonsten nicht gut beleumundete – Daily Mail einen Reporter nachschauen lassen, wer genau die Anklägerin ist und was sie macht. Das hatte sich auch bei den Fällen des Rolling Stone, der rüde agierenden Aktivistin Shanley Kane und des Mattress Girl bewährt, dieses altmodische Überprüfen der Fakten und der Personen dahinter.

Das Ergebnis ist zumindest das Ende des Hollywood-Drehbuchs.

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Connie St. Louis hat ihren Lebenslauf nach Stand der Recherche kräftig aufgehübscht und dann, als die Fragen wirklich unangenehm wurden, sie nicht weiter beantwortet. Eine Lehrerin für Journalismus mit einem äusserst schmalen Tätigkeitsnachweis, Unklarheiten über angeblich gewonnene Preise, Referenzen wie die besagte Daily Mail, die nach menschlichem Ermessen eindeutig unwahr sind, ein Amt, das längst nicht mehr ausgeübt wird, eine Mitgliedschaft in der Royal Institution, die keinerlei Bedeutung hat: Connie St. Louis hat, das darf man so sagen, ein eher relatives Verhältnis zur reinen Wahrheit schon in der eigenen Biographie. Die Frau, die die Karriere von Tim Hunt wegen ein paar Worten beendet sehen will, will zu ihrem eigenen Umgang mit den Fakten in ihrem Lebenslauf wenig oder nichts sagen. „This is about journalism. Secondly it’s about women in science“ sagte sie noch, als es um Tim Hunt ging Jetzt, wo es in diesem Fall zum ersten Mal wirklich um Journalismus und Frauen wie sie in der Wissenschaft geht, legt sie auf.

Es ist zu diesem Zeitpunkt völlig unklar, ob das schon der ganze Kontext des Shitstorms war, oder ob die feministische Aktivistin St. Louis, die wie einige andere im Graubereich zwischen Journalismus und politischer Überzeugung agiert, noch mehr Gesprächsstoff liefert. Düpiert sind dabei neben dem Mob der leichtsinnig glaubenden und vorschnell twitternden Wissenschaftsszene alle Medien, die auch nach dem Auftauchen entlastender Aussagen weiterhin die Version und die Agenda von St. Louis stützten und nun mit dem Umstand leben müssen, dass ihre Hauptbelastungszeugin alles andere als vertrauenswürdig erscheint.

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Trotzdem ist dem Verfasser bislang noch kein Fall bekannt, in dem die Verantwortlichen in den Medien nun wegen ihrer Nachlässigkeit ähnlich scharfe Konsequenzen für sich gezogen hätten, wie sie im Fall von Tim Hunt gefordert wurden.

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93 Lesermeinungen

  1. Ich hatte mich schon gefragt, wie lange es wohl dauern würde ...
    … denn aus den ganzen hochgespielten Skandallügen der letzten Monate lässt sich nur ein einziger valider Schluss ziehen: Netzfeministinnen lügen gewohnheitsmässig. Also musste die Hunt Geschichte falsch sein, darauf habe ich spätestens seit dem Moment gewettet, als bekannt wurde, wie sehr er in seiner praktischen Berufstätigkeit Frauen gefördert hatte.

    Ein Gutes hat das ganze ja – je öfter dem Netzfeministinnenaktivismus die Lügen um die Ohren fliegen, desto weniger Menschen glauben noch ein Wort von dem, was dessen Protagonistinnen so von sich geben. Wenn denn darüber berichtet wird – denn wieder einmal steht der Don fast alleine auf weiter Flur. Wie lange lassen eigentlich unsere Qualitätsmedien – die sich wie die ZEIT gerade empathisch über ihren angeblich völlig ungerechten Vertrauensverlust auslassen – ihre vorsätzlich falsch, unvollständig und schlecht recherchierend Journalisten noch weiterschreiben?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Das sehe ich anders, denn
      leider haben Netzfeministinnen und ihre gesinnungsmäßigen Helferinnen und Helfern in den Leitmedien nach wie vor die Diskurshoheit. Die große, breite Masse liest leider Blogs wie diesen oder andere feminismuskritische nicht. Bei der breiten Masse bleibt nur hängen, dass wieder mal ein „alter Sack“ von der Uni sexistische Äußerungen von sich gegeben hat.

    • Das sin nicht nur Netzfeministinnen, auch die Bild ist da aufgesessen. Die eigentlichen Schurken waren jetzt mehrmals hintereinander New York times und Guardian, die sich da so eine Art profeministisches Wettrennen liefern, in Deutschland sind Spiegel Online und Zeit am schlimmsten – jeweils mit bestimmten Damen. Und von dort aus wird das, weil seriös, einfach abgeschrieben. Die NYT hat sich inzwischen gebremst, beim Guardian muss man leider sagen – Frank Schirrmacher hatte zu Wolfgang Blau recht.

    • Ja, seltsam, nicht wahr? Man fühlt das mittlerweile. Da sind Leute an den Strippen, die es genau so hindrehen, wie sie es brauchen, und leider werden die Medien nicht klüger. Bei Rassenkundlern wäre man vorsichtig, bei Maoisten, bei Islamisten und bei allen anderen schrägen Vögeln – aber die Feministinnen lässt man ungebremst durch. Egal wie schräg das ist.

    • Titel eingeben
      Ich bin da nicht so optimistisch. Anders als bei der „Aktuellen Kamera“ genießen die Medien, nach meinem Eindruck, nach wie vor eine große Glaubwürdigkeit, auch wenn sie das größtenteils dort nicht (mehr) verdienen, wo sie automatisch alles von den Presseagenturen übernehmen, was da grad durchrauscht. Und selbst wenn der Widerruf, die Richtigstellung kommt – bei der knappsten Ressource der heutigen Zeit, der Aufmerksamkeit, investiert doch niemand in komplexe Sachverhalte mehr.

      Presseagenturen leben aber nun mal von der Masse, und Internetauftritte von Medien von Klicks und Pageimpressions. Worauf geklickt wird und warum, ist fast zweitrangig. Es fehlt also jeder Anreiz, es anders und richtig zu machen, und es kostet auch mehr. Extrem kurzfristig gedacht, aber es scheint immer öfter so zu laufen.

  2. m
    Hier ist mir zuviel Abwägen und zu wenig Schärfe. Die Reaktionen der globalen Weiblichkeit geben Mr. Hunts Ironie hintenrum Recht. Milo hat da besser reagiert.

    • Ich bin halt nicht Breitbart oder Danisch, und will es auch nicht werden. Mir ist nun mal auch ger ganze Kontext wichtig. Alle meine Gastautorinnen sehen sich als Feministinnen, und so, wie sie sind, kann ich gut damit leben. Das Problem sind die wirklich Fiesen.

  3. Lächerliche Vorwürfe
    Der Text hat doch null Glaubwürdigkeit. Noch nicht mal die gängigen sprachlichen Gender-Regelungen mit Binnen I, Unterstrich und Sternchen wurden eingehalten. Stattdessen wird hier fadenscheinig von „Recherche“, „Nachprüfen“ und „Fakten“ erzählt. Das ist doch sexistische Masku-Kacksch***.

    Ich hoffe, der Genderausschuss der FAZ nimmt sich dieses Skandals an und entzieht dem Autor ohne weitere Rücksprache die Schreiberechte. Es gilt Zeichen zu setzen!

    • Ach was, ausdrucken und dann verbrennen auf dem Sommerfest, um damit vegane Schweinebraten zu grillen. Nur so.

  4. der Don ist ein
    Durchsdorfgetriebenesauscharfschütze.
    So geht das
    Gruß
    Hartmut

  5. Titel eingeben
    Vielen Dank für den Artikel! Die Angelegenheit mit Tim Hunt ist das erste Mal, das ich selbst gemerkt habe, wie stark die Selbstzensur geworden ist: denn wenn ich auch Ihre Ansichten teile (und Hunts Beschreibungen unterschreiben könnte), so bezweifle ich, daß mein Arbeitgeber (der sich nicht aus meiner email-Adresse herauslesen läßt) mich gegen einen Twittermob verteidigen würde.

    Das schlimme an dieser Entwicklung ist, daß man sich überhaupt nicht mehr traut, etwas zu sagen, das auch nur ein kleines bißchen kontrovers sein kann. Und leider gibt es genug Akademiker, die auf den Zug aufspringen und auf Hunt einschlagen (z.B. David Colquhoun).

    Da inzwischen die meisten Studenten Vorlesungen routinemäßig aufnehmen, stehe ich auch hier mit einem Bein zumindest in einem „Shitstorm“ wenn nicht auch schlimmeren, denn Thema meiner Vorlesungen ist ableistisch, fatistisch (ist das ein Wort), klassistisch, rassistisch (es gibt große Unterschiede bei Gesundheitsthemen) und insbesondere sexistisch (Frauen leben länger als Männer und sind in der Regel gesünder). Wenn ein Student oder eine Studentin sich hier „offended“ fühlen will, ist das kein Problem – und ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat läßt sich sehr, sehr leicht finden. (Bei der Bewertung von Krankheiten zum Beispiel – dort werden verschiedene Krankheiten und Behinderungen gewichtet.)

    Daher nochmal – vielen Dank, daß Sie das Thema hier auf diese Art der Allgemeinheit nahe bringen.

    • Gern geschehen. Ich kann allerdings auch etwas anderres berichten: Es wir zwar fast täglich mein kopf bei Twitter gefordert, oder auch in Kampagnen bei der Zeitung – aber passiert ist mir noch nie was. Es kann sich natürlich auch einiges ändern – allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass Zeit und SZ in Deutschland auch an solchen Redeverboten mitbasteln. Beeindrucken lasse ich mich aber nicht und letztlich führt das doch nur zum Tabu auf der einen Seite – dass man halt Leute, die Genderstudies im Lebenslauf haben, nicht einstellt – und zum besonders tückisch-unangreifbaren Humor.

      Das mt dem Nichteinstellen kenne ich zumindest von einem grossen Medienhaus und auch von einigen Firmen, in denen die HR zufällig bei Google etwas entdecken kann.

  6. Bin gespannt
    “ …and when you criticise them, they cry.“

    ;-)
    Bin mal gespannt, ob die Kritisaisten hier auch craien*.
    To cry heißt übersetzt nicht nur weinen, sondern auch schreien, anrufen.

    * Eher nicht.
    Kritisierte sind hier noch nie aufgetaucht. Haben hier noch nie ihre Sicht dargelegt. Es scheint im Blogjournalismus Usus, dass der/die Angebellte sich vornehmerweise eben nicht auf dem Bellplatz blicken lässt. Ob das jetzt um unehrlichen Journalismus geht, um schändlich hingetürkte Biografien, um Mohrenlampen oder um wein-torkelige Brüderles oder altgediente Wissenschaftler.

    Über Hunt weiß ich nichts. Ich weiß aus privaten Erzählungen (Anekdoten, jaja), dass herablassender männlicher Chauvinismus im wissenschaftlichen Labor durchaus gepflegt wird. Und auch, (Anekdoten, jaja), dass es im Labor nicht nur dominante zackige alte Säcke und Brüderles (das wären noch die netteren, hust), sondern auch wirklich garstige junge Freaks gibt, PTAs mit Kontrollwahn und regelmäßigen bühnenreifen Aussetzern. Das pralle Leben eben.

    Doch irgendwas kann durchaus in der Wissenschaft noch faul sein, will das nicht ausschließen. Weder verifizieren noch falsifizieren. Seit Lise Meitner hat sich zwar viel getan, aber halt noch nicht alles. Das rechtfertigt aber natürlich nicht, dass man altgediente Leute wegen einmal getätigter blöder Sprüche fertig macht. Kommt mir immer so vor, als ob man verknitterte Spitzendeckchen kritisiert wenn das Haus brennt. Mir wäre auch lieber, wenn man oder frau sich um echten, wirklich üblen Kram kümmern würden. Aber immer und überall gleich Genitalverstümmelung und Witwenverbrennungen tendenziell als „lohnendes“ Abarbeiten darzustellen und anderes als harmlos abzutun, das kriege ich ebenfalls nicht hin. Natürlich, Lügen und Herumhacken auf relativ Harmlosem sollten sich Aktivisten sparen. Das geht sehr dumm aufs Konto und hilft der Sache nicht.

    Gez.
    Dr. Honigtau Bunsenbrenner und Assistent Beaker (mimimi).

    • Die stellen Kassiber mit kompromat über mich zusammen, ich sehe das an den Suchanfragen in meinem Blog. Und sie betreiben unter Mitwirkung eines ARD-Mitarbeiters ein Trollprofil bei Twitter. So geht das heute.

    • Hai! Wo?
      Also ein ganz stinknormales Haifischbecken voller Missgunst und Schleim.

      Das Blöde ist, bei jedem kann man etwas finden, wenn man etwas finden will.

      (Nacktfotos, peinliche Pubertätsfotos, dumme Sprüche, inkorrekte Ausrutscher, ein nettes Hassbriefchen, der etwas unüberlegte Satz, die Schwiegermutter möge mal gern am Südfriedhof probewohnen, Spinat am Zahn, Weißwein an der Bluse, daher bin ich z. B. nicht in die Bollidig.)

    • Ich habe zum Beispiel lange Zeit für jüdische Medien gearbeitet. Fast schon Kirchenfunker. Ganz schrecklich, aber am Schlimmsten ist, dass sie mich deshalb bei Twitter nicht als Antisemiten bezeichnen können. Das werden mir die Arier nie vergeben.

      Spass beiseite, natürlich gibt es über jeden etwas. Aber einen Lebenslauf kann man in aller Regel leicht wasserdicht machen. Hier ist es keine versteckte Neigung, hier ist es einfach eine plumpe Fälschung. Ich bin wirklich gespannt, was da sonst noch kommz.

      Übrigens, ich gebe ganz offen zu, von Journalismus nicht die geringste Ahnung zu haben – und ich kann das auch mit unpassenden abschlüssen beweisen.

    • Titel eingeben
      Also solche Nacktfotos will ich hier nicht sehen müssen. Kann ich das blocken?

  7. Ich bin da ganz gelassen
    In einigen Jahrzehnten wird eine engagierte Religion mit eigener Strafgesetzgebung und speziellen Bekleidungsvorschriften den Feminismus überwunden haben.

  8. Titel eingeben
    „Let me tell you about my trouble with girls,’ it purportedly went. ‘Three things happen when they are in the lab. You fall in love with them, they fall in love with you, and when you criticise them, they cry.“

    Was genau ist daran sexistisch?
    .
    Aus der FAS (Frederieke Haupt): „Eigentlich geht es darum, dass Menschen es nicht mehr aushalten, wenn jemand etwas anderes denkt als sie selbst. Und das dann auch noch ausspricht. Dabei geht es um angeblich unzeitgemäße Ansichten.“

    • Gegen Drau Haupt wird aber auch entsprechend gehetzt. Die hat mal was über den „Daisyfeminismus“ geschrieben und gilt fast schon als Don Alphonsos kleine Schwester, obwohl nicht fälscher sein könnte. In dem Fall war es aber wirklich so, dass da drei Empörte zusammen sassen und sich überlegten, wie sie das aufziehen. Das ist nochmal etwas anderes als banale Wut oder Nichtaushalten. Das war ein Anschlag.

    • Ja, wo kommts her.
      „Was genau ist daran sexistisch?“

      Dass trotz der offensichtlichen „Lustigkeit“ der Kern-Vorwurf drin steckt, dass sie a) durch ihre bloße Anwesenheit das arme fleißige Männer-Labor (Männer-mimimi) hormonell durcheinanderbringen, pöse, und b) sie dazu noch nix aushalten und Heulsusen sind (Frauen-mimimi).

      Das ist wie, ob man jetzt sagt: „Ein hoher Schuh, ein schlankes Bein, endlich endlich eine Frau!“ oder ob man sagt “ … and in came trouble!“
      Nur fast das Gleiche.

      Wer Frau ist, kennt diese feinen Unterschiede, hat sie hundertmal gehört und ist deswegen mittlerweile nicht nur von der letzteren Bedeutung (die Frau als emotionaler, unfähiger Störfaktor) angenervt. Sondern auch allmählich von der ersteren. Was fast schade ist, aber so ist das nun mal, wenn man Zeug irgendwann zu oft hört: It sucks.

      Aber deswegen etwas inszenieren und eine Existenz zerstören, that stinks. Man fragt sich, wo diese Wut herkommt.

      Es ist vermutlich keine echte innere Wut, sondern nur die kühle Inszenierung von Wut. Auf der Klaviatur der Empörungen.

      Um sich als Jäger und Jägerin existenziell und beruflich „einen Namen zu machen“. Macht der Don auch.

      Was nicht von der Hand zu weisen ist, kennt man doch den Rat, ein Journalist solle doch schlau zum unaustauschbaren Brand, zur Marke werden, wenn er in dieser überlaufenen und schlecht bezahlten, austauschbaren Branche voller austauschbarer, schlecht bezahlter Individuen noch herausstechen und etwas werden will.

      Was ich jedoch überhaupt nicht gut finde, wenn Journalisten Hetzkampagnen fahren – und Kollegen ungeprüft auf schlecht recherchierte Züge aufspringen. Kann denen mal jemand sagen, dass das dem Brand nicht nutzt.

      -/-

      Anderes Thema

      Abschreiben – unkritische Gefolgsamkeit oder nur einfach nur faul?

      Dieses unkritische deutsche Abgeschreibe von Guardian und NYT (mit deren zum Teil sehr persönlichen Details über den Kopiloten, wo haben die als ausländische Medien her außer selbst erfunden, Streetview, gehackt oder Hörensagen …) habe ich auch beim Germanwings-Absturz wahrgenommen. Sie machen es: Die deutschen Ab-Schreiber schreiben vom englisch-sprachigen Ausland ab, egal bei welchem Thema. Das muss gar nicht unbedingt beißgehemmter Netzfeminismus sein. Es ist pure Faulheit der noch etwas Saturierteren unter den deutschen Journalisten. Diese Faulheit geht so lange, bis sie sich selbst – wie schon ihre bereits prekärer lebenden Kollegen – etwas einfallen lassen müssen, um zum „Brand“ zu werden.
      Wunderbare schöne neue Welt.

    • Was genau ist daran sexistisch?
      „Was genau ist daran sexistisch?“

      Daß sich eine Feministin darüber empört hat.
      Pardon, war’n Scherz,…
      jetzt aber in Ernst: habe ich mich auch gefragt. Ich habe spaßeshalber hier die gängigen Sexismusdefinitionen überprüft und nur 1 leichten Sexismus gegen Männer und 1 leichten gegen Frauen gefunden. Die eigentlich inkriminierten Aussagen sind kein Sexismus und werden im übrigen von Feministinnen selber regelmäßig vorgebracht.

      @Gast sagt: 29. Juni 2015 um 18:22 Uhr „dass sie a) durch ihre bloße Anwesenheit das arme fleißige Männer-Labor (Männer-mimimi) hormonell durcheinanderbringen,“

      Das soll Sexismus gegen Frauen sein, wenn Männern vorgehalten wird, sie hätten ihren Hormonhaushalt nicht unter Kontrolle? Verstehe ich nicht. Das ist eine klassischer Fall von Sexismus gegen Männer.

      Noch zwei Anmerkungen: 1. in normalen Betrieben kommt es ja auch zu Paarbildung, aber dann setzt man die beiden tunlichst in verschiedene Abteilungen weit auseinander, aus guten Gründen. 2. Die meisten Frauenfördermaßnahmen könnte man als allgemeine Personalförderung ohne weiteres auch mit Männern zusammen machen – das geht aber feministischerseits auf gar keinen Fall, nicht nur, weil die Frauen ja im Vorteil sein sollen, sondern weil die Männer einfach ablenken (schlimmstenfalls intrasexuelles Konkurrenzverhalten auslösen).

    • Anderst-rum
      „Das soll Sexismus gegen Frauen sein, wenn Männern vorgehalten wird, sie hätten ihren Hormonhaushalt nicht unter Kontrolle?“

      Das ist ein klassischer misunderstood. (Von wem auch immer.)
      Andere Lesart, nein: Männer halten Frauen vor, sie, die Frauen brächten sie, die armen Männer durcheinander. Frau ist schuld dass so ist wg. Bein, Rock, Holz vor der Hüttn, Wimpern, Parfum. Suchen Sie sich was aus.

      Huete ungeheuerlich, war das noch in den 70ern der Miniröcke der Klassiker:
      Mädchen mit kurzem Rock seien selbst daran schuld, wenn sie von unschuldigen hormongeplagten Männern dann per auto-pilot vergewaltigt würden.

      Wurde in den Zeitungen damals völlig ernsthaft diskutiert. In den Familien sowieso, was glaubst.

    • re: Anderst-rum
      „Das ist ein klassischer misunderstood. (Von wem auch immer.)
      Andere Lesart, nein: Männer halten Frauen vor, sie, die Frauen brächten sie, die armen Männer durcheinander. Frau ist schuld dass so ist wg. Bein, …“

      Also 1., Hunt ist nicht Sprecher für „die Männer“, Hunt ist Sprecher für Hunt, für sonst niemand. Und 2., Hunt, dieser Universalsexist, machte zwei identische Aussagen über „die Männer“ und „die Frauen“: sie verlieben sich unprofessionellerweise ineinander im Labor, haben also ihr Triebleben nicht im Griff.

      Die Aussage über die Männer ist Sexismus — gegen die Frauen, weil das echt gemein ist, wie die Damen unter cleverem Einsatz von Holz vor der Hüttn diese triebgesteuerten, willenlosen Testosteronbolzen an der Nase herumführen? Im Ernst?

      Die Aussage über die Frauen ist Sexismus — ebenfalls gegen die Frauen ?? Weil Frauen ein Opfer-Abo haben? Oder haben die neuerdings auch Triebe und die charakterlosen Männer führen die triebgesteuerten, willenlosen Frauen an der Nase herum?

      Sieht nach Doppeldenk aus.
      Mich fasziniert immer wieder, daß alles und jedes als Sexismus gegen Frauen interpretiert werden kann.

    • ungeprüftes Abschreiben
      den deutschen Medien geht es wie dem BND / NSA.

      „Die können ohne uns, aber wir nicht ohne sie.“

    • Titel eingeben
      RE: Ja wo kommts her.

      1) Unstreitig fühlen sich heterosexuelle Männer zu Frauen hingezogen
      2) Umgekehrt das selbe
      3) Frauen reagieren in der Tat anders auf Kritik, auch wenn das eine gewisse Übersteigerung ist. Überhaupt gibt es Reihenweise Unterschiede zwischen Männern und Frauen, über Persönlichkeitsstruktur bis Körperlichkeit: Risikoaversion, Neurotik, Hysterie (conversion disorder), agreeableness, person- (versus thing-) orientation, Temperaturempfindlichkeit, Schmerzempfindlichkeit etc. Sehen sich auch mal das Konsumverhalten an. Eine milliardenschwere Liebesromanindustrie (bereits vor Shades of Grey), romantische Komödien, Frauenmagazine v. Männermagazine etc. Da ist es unterhaltsam zu behaupten, dass keine relevanten Unterschiede bestehen.

      Die Behauptung dass sich Männer in Frauen verlieben einer Rechtfertigung für Vergewaltigung gleichzustellen scheint vollkommen abstrus. Das macht Liebesbekenntnis ziemlich prekär. Noch prekärer.

      Die Aussage (Hunts) war offensichtlich nicht gänzlich ernst gemeint. Sie trifft aber wie es Humor üblich tut einen gewissen Wahrheitskern. Offensichtlich ein kontroverses Themenfeld, wobei sie anscheinend nur eine Seite als zulässig ansehen. Versuchen Sie mal die zu beschreiben „Frauen sind anders-gleich“, „Frauen sind irgendwas, Männer dürfen dazu aber nichts sagen“, „Frauen sind irgendwas, keiner darf dazu aber was sagen“… irgendeine Idee was es ist? Darf man über das größere/andere Einfühlungsvermögen von Frauen Witze machen? Darf man nur über positive Aspekte der Unterschiede von Frauen zu Männern Witze machen? Darf ein Biologe über (mögliche) biologische Unterschiede Witze machen?

      http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0029265

      http://link.springer.com/article/10.1007/s10508-008-9380-7

      http://www.researchgate.net/publication/259904749_Gender_Stereotypes_of_Personality_Universal_and_Accurate

    • @ Stephan Vogelmann
      Und wenn man endlich einsehen könnte, dass es sehr wohl ängstliche oder feminin-romantische Männer gibt und sehr wohl risikofreundliche oder emotional recht straighte bis grobe Frauen, dann wären wir alle einen Schritt weiter. Auch Sie.

      Und würden nicht „Männer sind …“ und „Frauen sind …“ sagen.
      Das Niveau flacher Bestseller-Ratgeber, oder nicht?

    • @ Gast 22:39
      „Und wenn man endlich einsehen könnte, dass es sehr wohl ängstliche oder feminin-romantische Männer gibt und sehr wohl risikofreundliche oder emotional recht straighte bis grobe Frauen, dann wären wir alle einen Schritt weiter. Auch Sie.
      Und würden nicht „Männer sind …“ und „Frauen sind …“ sagen.
      Das Niveau flacher Bestseller-Ratgeber, oder nicht?“

      Nicht auch ich. Ich bin bereits da. Offensichtlich gibt es risikoaffine Frauen. Wenn Sie die Artikel lesen ist auch völlig klar, dass diese es ebenso halten. Ersparen Sie mir also Ihre einfältige Schelte.
      Sie sollten sich auch des Wesens von Stereotypen klar sein. Diese bezeichnen grundsätzlich Wahrscheinlichkeiten. Allenfalls flache Ratgeber missverstehen das. Naja, auch flache Kommentatoren. Sie haben sämtliche Fragen umgangen und missrepräsentieren, verkürzen und ignorieren wesentlich Aussagen.

      Damit Ihnen das eingängig wird: Es macht Sinn von Gruppeneigenschaften zu sprechen wenn Gruppenstatistiken („zu wenige“ weibliche Forscher in harten Wissenschaften; „zu geringes Gehalt“ von Frauen [pay gap]) in Frage stehen. „Frauen sind…“ ist grundsätzlich zu verstehen als „die Gruppe von Frauen weist im statistischen Mittel folgende divergierende Eigenschaften relativ zu der Gruppe von Männern betrachtet im statistischen Mittel auf…“. Schreiben Sie das ruhig jedesmal und verwenden sie geschlechtsdoppelnde Bezeichnungen und so weiter, und es wird total lesbar. Eigentlich ist es egal, keinerlei Wortwahl scheint bei Ihnen vor abenteuerlichen – und flachen – Auslegungen zu feien.

      Letztlich, überlegen Sie sich mal dass Witze nicht funktionieren wenn man Extremdifferenzierungen der obigen Art verwendet und gerade auch dem Zuhörer keinen Raum zum eigenen Denken belässt. Auch hier gibt es „ironischerweise“ eine Ausnahme: Extremdifferenzierungen taugen als Parodie zum Lachen. Sie sind scheinbar humoristisch begabt. Sie tätigen platte Aussagen, fordern aber Extremdifferenzierungen. Damit taugen Sie (1) als eigenständige Parodie (Absurdität). Zudem sind Sie (2) widersprüchlich, und (3) extrem. Desweiteren unfreiwillig komisch, was dem Zuhörer ein (4) Gefühl der Überlegenheit gibt (vgl. auch Schadenfreude). Das (5) Überraschungs-/Verblüfungselement ist nicht besonders ausgeprägt; Ihnen fehlt das Neue, das Einsicht-gebende Element. Trotzdem mein Respekt; Sie decken beinahe sämtliche Elemente des Humors ab, ohne humorvoll zu sein. Ich würde auf Wertschätzung für (insbesondere feminine) Frauen – „als Gruppe“ (siehe oben) – eingehen, aber ich bleibe hier strikt individuell — und Sie geben bisher wenig Grund für Wertschätzung. Wollen Sie lieber die Gruppenebene? Sanfter behandelt werden?

    • Titel eingeben
      Danke für diese niveauvollen Beiträge, mitm und Stephan Vogelmann. Ehrlich. Oft gehen differenzierte und an Fakten und Argumenten orienterte Beiträge verloren unter der Masse an Unfug und Propaganda. Oder Propanda und ad hominems ersetzen das Nachdenken und Niveau. Anfeindungen machen sachliches Antworten dann schwer.
      Danke für die Mühe, trotzdem gute Beiträge zu liefern.

  9. Titel eingeben
    Der verlinkte DailyMail-Artikel ist sehr lesenswert. Die zweite Hälfte erklärt all die falschen Angaben (Übertreibungen bis Lügen) in der CV der Dame.

  10. Wer nichts wird,
    wird Aktivist_innen-Darsteller_in. Und kräftig ausgelacht (von mir).
    Bescheuertes Pack.

    Armer Herr Hunt.
    Was hat der denn für Amöben als Arbeitgeber?

    • da sagen Sie was Wahres, muscat
      Diese Menschdarsteller sind für jeden, der sich einmal ernsthaft angestrengt und was gerissen hat nicht mehr als ein Schulterzucken wert.

      Das wirkliche Problem ist, dass diese Darsteller die politischen Stiftungen durchsetzen und somit politische Willensbildung maßgeblich beeinflussen.

      Keinen Fußbreit den Idtioten (und Idiotinnen…). Für mich stehen die auf einer Stufe mit Telefonhörer-Desinfizierern und Versicherungsmaklern. Und ich würde sie in der Tat aufs erste Raumschiff ins gelobte Land schicken. Dort können Sie dann nach 2Mio Jahren das Rad erfinden. Von mir aus.

  11. Titel eingeben
    Diese Shitstürme wären weniger erfolgreich, wenn die etablierten Einrichtungen gelassener reagieren würden. Wenn es stimmt, was am 16.6 in der FAZ stand, dann finde ich das Verhalten des University College in London (UCL), der englischen Royal Society und dem Europäischen Forschungsrat mindestens genauso unmöglich:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/sexismus-vorwuerfe-sir-tim-hunt-weint-auf-dem-sofa-13650596.html
    .
    “Als Hunt nach London zurückkehrte, meldete das UCL, er sei mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Ehrenprofessor zurückgetreten.’ – “Offenbar befragte die Universitätsleitung den 72 Jahre alten Professor nicht ein einziges Mal zu dem Vorgang und ließ ihm keine Wahl. Auf ähnliche Weise verlor Hunt kurz darauf auch seine Positionen beim Europäischen Forschungsrat und in der ehrwürdigen Royal Society.”

    • Sehr wahr, Tiger. Das Verhalten von Arbeitgebern, Organisationen,
      Institutionen ist fast noch erbärmlicher, als das der Aktivisten selbst. Da arbeiten Erwachsene. Hatte ich zumindest mal angenommen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  12. Simple Ursache
    Die Äußerungen sind rum wie num übergriffig. Hunt hat coram publico einen losen Scherz gemacht; womöglich präsentierte er damit seine verantwortungsvolle Position tatsächlich nicht optimal. Aber es sind ja nun alle erwachsen, die in einem Labor oder in einer Redaktion arbeiten – oder sollten erwachsen genug sein, eine solche (für sich genommen ja sehr harmlose) Bemerkung schulterzuckend hinzunehmen, wenn man – aus welchen Gründen auch immer – eben nicht darüber lachen kann. Stattdessen wird das Thema so aufgegriffen, dass man den Eindruck bekommt, dass hier auf einen Anlass gelauert wurde, ein bestimmtes politisches Anliegen durchzudrücken. Der in diesem Zusammenhang zur Schau gestellte Fanatismus ist jedenfalls beängstigend. Er kann sich nur dort bilden, wo es gesellschaftliche Leerstellen gibt; also kein gesellschaftliches Miteinander mehr herrscht, sondern ein Gegeneinander. Wir können nun den Gesellschaftsvertrag an dieser Stelle neu und stabil aushandeln – oder die Fanatiker werden auch weiterhin keine Gefangenen machen und uns alle mit ihrem Furor terrorisieren; erst die eine Seite, dann totsicher die andere! Ich nehme an, das wird uns noch viel Freude bereiten, bis wieder ein für die meisten erträglicher Zustand einkehrt. Falls wir das überhaupt noch erleben!

  13. KOFWST hat ebenfalls eine Entschuldigung gefordert
    Unabhängig von den beiden Versionen seiner Rede, die in den Medien diskutiert werden, haben seine koreanischen Gastgeberinnen eine Entschuldigung gefordert und bekommen.

    http://www.kofwst.org/english/files/KOFWST_0617_E.pdf

    Ich würde mal vermuten, dass die KOFWST diese Forderung auf Basis einiger Tweets und Medienberichte gestellt hat, sondern weil sich offensichtlich tatsächlich anwesende Frauen beleidigt gefühlt haben.

    Die Version, dass allen Anwesenden, außer drei böswilligen Feministinnen der Sinn seiner Worte sofort klar war, entspricht also auch nicht ganz der Warheit, wie es scheint.

    Ich finde die Hexenjagd in beide Richtungen völlig unangebracht, sollte die Dame ihren CV tatsächlich gefälscht haben, dann sollten sich damit die Behörden und ihr Arbeitgeber beschäftigen, der öffentliche Lynchmob widert mich einfach nur an, egal wer gerade gehetzt wird.

    • Das öässt sich wohl nachträglich nicht mehr rekonstruieren. vielleicht kreischen da welche mit? Wer kann das schon sagen? Und dass Tim hunt a in der Defensive war, ist offensichtlich. Die Koreanerinnen kamen eindeutig zu spät.

  14. Der Wert einer Zeitung
    Eine Zeitung, die ihre Rolle als feministisch-subversive Kampforganisation sieht, die Lügen und Halbwahrheiten als legitime Mittel betrachtet, um die wäre es nicht ganz so schade, wenn sie untergeht.

  15. Was tut Frau nicht alles...
    …für ein klein wenig zweifelhaften Ruhm. Vielleicht tingelt die Dame ja demnächst mit einem eilig zusammengeklöppelten Buch über ihre durch Tim Hunt ausgelöste PTBS durch die Lande, oder sie hält Vorträge vor andächtig nickenden Women of Awareness. Aber wenn man nicht aufgrund seiner Fähigkeiten in die Medien kommt, dann eben so. Und das verzerrte Verhältnis zu Fakten ihrer Glaubensschwestern wird auch der Lügnerin jederzeit den Rücken genug stärken, um sich als Heldin im Kampf gegen den weltverschlingenden Drachen Namens Patriarchat zu fühlen. Und natürlich jede noch so berechtigte Kritik und jeden Ruf nach Konsequenzen für die Dame als Rassismus und Misogynie enttarnen. Und so wird es dann wohl auch im Sande verlaufen. Tim Hunt wird nicht wieder eingestellt, er wird keine Entschuldigung bekommen, er wird nicht öffentlich „rehabilitiert“ und seine Anklägerin wird im schlimmsten Fall zu ein paar themenfremden Talkshows eingeladen, wo kritische Nachfragen bestenfalls angedeutet werden. Und, ja…und natürlich wird die UCL für die nächste Zeit ihren Ruf weg haben als hundsmieserabler Haufen, der jeden von der Klippe stößte, um nur selbst ja keinen Wind um die Nase ertragen zu müssen.

  16. Wenn...
    …der letzte Wissenschaftler aus seinem Amt vertrieben worden ist,
    ..der letzte Arzt weggemobbt, der letzte Ordnungshüter frauenquotiert und der letzte logisch denkende verstummt, werdet Ihr feststellen, das das Mittelalter doch nicht so toll war.
    Bloß haben dann die Ritter keine Lust , Euch nochmal eine schöne Zivilisation hinzustellen.

    • es gilt sich
      auf die kunst des guerillakrieges vorzubereiten gegen dies was hier an hexenjagd gegen weisse alte männer geschieht, wir kennen ja hexenverbrennungen und bücherverbrennungen, das wird alles nochmals kommen, unterstützt von opportunisten oder gekauften mitläufern in ausgewählten medien, leider mein ratschlag:
      „lies keine oden mein sohn, lies die fahrpläne:“

    • Na, was sag ich ...
      Konsens weg, eine Seite hetzt – und prompt erfolgt die Gegenreaktion … Fanatismus ist wohl doch ein Privileg aller Menschen, gleich welchen Geschlechts. Und mangelhafte Bildung auch! Wenn ich mir „Les trés riches heures du Duke de berry“ ansehe – passiert immer häufiger – möchte ich am liebsten reinkriechen und die „Zivilisation“ aussperren.

  17. Oh Weh!
    das erinnert doch sehr an das,was man über die Kommunistenhatz
    in den 1950er zu lesen bekam.

    sind die ‚ alten weißen Männer‘ ein ähnliches Systemrisiko für die
    freie westliche Welt?

  18. Pingback: Patriarch & Unterdrücker: Beschützer | emannzer

  19. Dahinter stinkt immer ein kluger --
    Tja sehen Sie mal, die „Qualitätsmedien“ sind es, die diese Entwicklung selber forcieren.
    .
    Seit einiger Zeit lese ich mal wieder öfter eine ziemlich gesichtslose Regionalzeitung. Und muss sagen, ich finde es sehr angenehm. So diese distanzierte Seriosität, die Unaufgeregtheit hinter allem. So wie es bis Ende der 90er in Zeitungen eigentlich allgemein üblich war. Als noch nicht alles Seifenoper war und alles Kampagne.

  20. Vom Aufstieg und Phall des 72jährigen Prof. Tim Hunt
    Diese Satire wurde von mir am 16.6. – ohne weitere Archivforschung – aus dem Bauch heraus konzipiert, geschrieben und veröffentlicht. Viel Spass

    http://n0by.blogspot.de/2015/06/aufstieg-und-fall-des-72jahrigen-prof.html

  21. empirie
    leider geht durch das ganze gedöns über den feldzug gegen mr. hunt verloren, dass mann oder frau mal seine behauptungen oder hypothesen empirisch prüfen sollte: wer kann den beweisen, dass er recht oder unrecht hat ? die verurteilungen beruhen doch alle auf keinerlei wissenschaftlich-anspruchsvollen forschungen, oder ?
    hier steht doch eine von hunt aufgestellte behauptung gegen die nie ausgesprochene gegenbehautung. ist diese behauptung nun falsch oder richtig ? das würde mich sehr interessieren und eines der gutdotierten gender-projekte in der welt könnte sich doch einmal empirisch-wissenschaftlich damit auseinandersetzten.
    und dann sehen wir weiter !
    das wäre seriös. alles andere ist vodoo !

  22. Man möge es mir als weißem, heterosexuellem, cisgender Mann verzeihen, aber ...
    … ich sehe leider bei den Teilnehmern des Lynchmobs, der Tim Hunt zur Amtsniederlegung gezwungen hat, Parallelen zu den Kouachi-Brüdern, die den tödlichen Anschlag auf Charlie Hebdo begangen haben. Natürlich haben die Erstgenannten den Professor nicht umgebracht. Aber ihr Verlangen, dass bestimmte Dinge nicht mehr gesagt und idealerweise auch nicht mehr gedacht werden, entspricht dem der islamistischen Mörder. Die angewandte Methode unterscheidet sich vor allem in der Kultiviertheit der Mittel, die angewandt wurden.

    In Politik, Wissenschaft und Wirtschaftsleben erfolgreiche Frauen beanspruchen oft spezielle weibliche Eigenschaften für sich. Mitgefühl, Empathie und weniger, als männlich identifizierte Aggressivität. Aber kann man dem glauben, wenn diese Sphären der Gesellschaft wirklich so männlich dominiert sind? Wäre es dann nicht mehr als plausibel, dass gerade diese erfolgreichen Frauen eher mehr als weniger dieser männlichen Eigenschaften wie Aggressivität und Rücksichtlosigkeit mitbringen?

    Das klingt plausibel. Ich lasse mal dahingestellt sein, ob es wahr ist. Denn die Frage des Verhältnisses zwischen den Geschlechtern wurde und wird selten auf wissenschaftlicher Grundlage geführt. Es geht nicht um die Wahrheit, es geht um Macht. Ich reihe mich hier gerne selbstkritisch aber auch selbstbewusst ein. Ich glaube nämlich aus tiefstem Herzen an den hohen Wert des männlichen Beitrags zu Kultur, Gesellschaft und Geschichte. Beweisen will ich dies gar nicht. Denn nach Wahrheiten suche ich lieber ganz woanders.

  23. Glaubwürdigkeitskrisen
    Zeit, Süddeutsche und Spiegel: Das ist also die publizistische Allianz des Guten- oder die Gedankenpolizei- im deutschsprachigen Raum. Erstere fragt sich mittlerweile ernsthaft, warum der Journalismus in einer Glaubwürdigkeitskrise steckt.

    Was den Fall Tim Hunt angeht: Langsam frage ich mich angesichts von Rape Culture, Lann Hornscheidt oder Münkler Watch (interessanterweise beides Phänomene aus dem Humbug Sanatorium zu Berlin), wie es um den Geisteszustand unserer akademischen Eliten bestellt ist.

  24. sexistische Bemerkung?
    Ich hatte dazu mal ein passendes Erlebnis der umgekehrten Art: Vor Jahren war ich Leiterin eines technischen Projekts. Das ganze Team war weiblich. Beim wöchentlichen Meeting haben alle geklagt: dies und das sei technisch nicht machbar, den Zeitplan könnten wir nie einhalten, das Geld wäre viel zu wenig usw. Jedes Mal habe ich mich zwei Stunden damit beschäftigt, die klagenden Damen wieder ins Lot zu bringen. Dann bekamen wir einen Mann zugeteilt…. und niemand hat mehr geklagt. Ist das nun eine sexische Bemerkung für die ich meinen Ehrendoktor los wäre, wenn ich einen hätte?

    • Warum hat niemand mehr geklagt?
      A weil der Mann stillschweigend alles schon im Vorfeld ins Lot gebracht hat?
      B weil keine der Frauen sich mehr die Blöße der Jammerei geben wollte?
      C aus einem ganz anderen Grund?

    • Titel eingeben
      Interessant. Danke für die Anmerkung.

  25. Frauenfußball
    Was ich witzig finde: Da regt sich die feministische Avantgarde über die Äußerung eines Mannes auf, was am Arbeitsplatz passieren kann, wobei ich mich wirklich frage, wie viele Menschen nicht auf der Welt wären, wenn ihre Eltern sich nicht am Arbeitsplatz oder während der Studienzeit kennen und lieben gelernt hätten – das wäre wirklich einmal ein interessantes Forschungsthema, herauszufinden, wie der ‚Partnermarkt‘ am Arbeitsplatz so funktioniert, aber über die Art und Weise wie z. B. in der FAZ über die Frauenfußball-Weltmeisterschaft berichtet wird, verlieren diese Frauenrechtlerinnen kein Sterbenswort. Dabei hätten sie da nun wirklich einmal Anlass, sich aufzuregen. Ich kann selber die Artikel zur Frauen-WM in Kanada nicht mehr lesen, weil – früher oder später – immer ein Vergleich zum Männerfußball gemacht wird. Was soll das? Wozu? Die Damen haben zum ersten Mal die Europameisterschaft im Jahr 1989 gewonnen. Das Spiel fand in Osnabrück statt und war ausverkauft. Seitdem haben die Damen bis auf eine alle Europameisterschaften gewonnen, dazu zwei Weltmeisterschaften und zwei Medaillen bei Olympischen Spielen. Aber jetzt soll der Frauenfußball endlich erwachsen geworden sein? Wo hat der Korrespondet der FAZ, der solches schrieb die letzten 26 Jahre verbracht? Warum muss man so etwas heute noch lesen? Dieser Sache auf den Grund zu gehen, da hätten die Feministinnen doch einmal etwas zu tun. Aber da, zumindest was die Mainstream-Medien angeht, gibt es von ihnen erstaunlicherweise nichts zu hören. Das scheint komplett an ihnen vorbeizugehen. Warum nur? Ist es so, dass sie sich dafür nicht interessieren, weil Frauen sich eben für Fußball nicht interessieren, selbst wenn er von Frauen gespielt wird? Oder ist es vielleicht so, weil sie, was Fußball betrifft, als Akademikerinnen die gleichen Vorurteile hegen, wie die Professorenschaft alter Schule, die sie so gerne zur Strecke bringen. Es ist halt ein Sport/Spektakel für die Arbeiter/Prolls. Da scheint es auch nicht zu helfen, wenn Schriftsteller wie Frank Goosen (ein Akademiker!) sich der Sache des Fußballs annehmen. Aber Frank Goosen kommt bekanntlich aus dem Ruhrgebiet, in dem es, wie alle anderen Teile von Deutschland wissen und es einen auch wissen lassen, nur Asoziale und Minderbemittelte und Türken gibt. – Aber wie das Ruhrgebiet in anderen Regionen Deutschlands wahrgenommen wird, das ist ein anderes Thema. Andererseits zeigt das Beispiel Ruhrgebiet aber auch, dass nicht jede Gruppe gleich einen Kreuzzug startet, die von anderen – gewollt oder ungewollt oder aufgrund eines Missverständnisses – in irgendeiner Weise verächtlich gemacht wird. Man muss aber auch dazu sagen, dass es auch eine Frage der Lobby ist. Der Feminismus in seiner heutigen Form hat eben seine Lobby und seine Leute in den entsprechenden Positionen. Nur schaut man sich an, wofür sich dieser Feminismus öffentlichkeitswirksam einsetzt, beschleicht einen das Gefühl, dass es ihm auch nur um Posten geht. Was macht sie dann nur zu besseren Menschen?

    • Herr Cremer,
      „niemals sollt Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!“ – E. Kästner.

      Das gilt sowohl für Frauen, deren Anliegen mit dieser Sorte „Feminismus“ gar nichts, überhaupt nichts zu tun haben. Aber doch bitteschön auch für die Männer, die uns nicht nach unseren Ausfallerscheinungen beurteilen mögen; sie haben daran nämlich auch keinen Mangel, fest versprochen!

    • So ist das, auch egal.
      Denn wie der Don neulich richtig feststellte: „… In Deutschland gibt es Feministinnen, die behaupten, sie seien Frauen.“ Wobei selbst das noch verkürzt ist, nur eine bestimmte Ausprägung des Feminismus ruiniert zur Zeit eine politische Haltung.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  26. Noch so ein gängiges Vorurteil
    @Ernst Wilhelm – Die Frage habe ich mir auch des Öfteren gestellt. Ferner kursiert eine Behauptung, dass gemischte Teams besser seien als rein männliche. Aus genetischen Gründen habe ich selbst keine Erfahrung mit reinen Männerteams. Meine einzige Erfahrung mit einem reinen Frauenteam habe ich schon weiter oben beschrieben. Die Frauen in diesem Team waren alle sehr gut, aber hatten weniger Selbstbewusstsein als ihre männlichen Kollegen. Das haben sie aber nur untereinander gezeigt. Außerdem haben sie ihre Ängste gegenseitig hochgespielt. Meine persönliche Erfahrung im High Tech Bereich ist, dass Frauen das nur machen, wenn sie überdurchschnittlich gut und interessiert sind. Das war nicht nur zu meiner Zeit so. Selbst eine meiner Töchter war noch in einer Physikklasse mit 20 Jungen (bei der anderen waren es ein paar mehr). Die meisten Mitschüler haben wie meine beiden Töchter MINT Fächer studiert. Statistisch waren die Jungens alle schlechter als dieses kleine Sample an Mädchen. Ein gemischtes Team aus diesen zwei Schulklassen wäre also immer besser als ein rein männliches. Aber diesen Schluss kann man nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen.

    • Statistisch Alle Schlechter
      „Selbst eine meiner Töchter war noch in einer Physikklasse mit 20 Jungen (bei der anderen waren es ein paar mehr). Die meisten Mitschüler haben wie meine beiden Töchter MINT Fächer studiert. Statistisch waren die Jungens alle schlechter als dieses kleine Sample an Mädchen.“
      Individuell, wie viele der Jungen waren besser?

  27. Je suis Tim Hunt
    groteskerweise werden von der Political Correctness machohafte Parallelkulturen protegiert, worauf unter anderen die Untätigkeit der Behörden bei den kulturell bedingten Vergewaltigungen in GB zurückzuführen ist. Die Würde der Frau scheint der PC nicht sonderlich am Herzen zu liegen, sondern alleine die Wichtigtuerei und Ausspielen eigener Macht, wo es möglich ist. Dies ist möglich, wo man das betreiben kann, was man „linker Rassismus“ nennt: Den weißen Mann schikanieren, dem dank einer Art Erbschuld oder struktureller Bevorzugung eingeimpft wurde, dass er sich wegen noch so abstrusen Vorwürfen nicht wehren darf.

    • Streichen Sie "Nicht wehren darf" und ersetzen Sie durch "Nicht wehren will"!
      Sässe ich im Zentrum eines solchen Shitstorms, würde ich alle nicht explizit illegalen Mittel in Bewegung setzen, um mich a) zu wehren und b) den Angreifern das Leben zur Hölle zu machen. Umso mehr, wäre ich Arbeitgeber mit einer zusätzlichen Schutzfunktion für meine Mitarbeiter.

      Wenn Männer heute nur noch heulende Weicheier sind, die sich über schlecht erzogenen und rumpöbelnden Twittermob ausweinen, ist mein Respekt auch nicht der allergrösste. Hunt hätte sich mit Aussicht auf Erfolg wehren können. @Nero (Milo) auf twitter, der Don oder Martenstein zeigen, wie das geht, sogar häufig genug noch immer mit einer Prise Humor. Die Firma TrueFruits hat gezeigt, dass man auch mit der Antwort „Dann heult doch, Ihr Brombeersöhne“ erfolgreich durchkommen kann.

      Der Mob tobt – wie auch im richtigen Leben – immer gegen die Schwächsten.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Das ist tapfer, Herr Haupts,
      und ehrenhaft. Nennen Sie mich eine Memme, aber ich wäre dennoch froh, wenn man dem Mob wieder durch anständige Regelungen das Wasser abgraben, statt sowas das AGG bestehen zu lassen (und auszubauen). Und mit „anständige Regelungen“ meine ich nicht unbedingt strafrechtliche Reglements. Sondern Gesetze, die wieder den Anspruch verfolgen, ein stressfreies gesellschaftliches Miteinander unter sachlichen Aspekten zu koordinieren, statt die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, indem man Ressentiments noch zementiert.

    • Früchtchen
      Dieser Satz von TrueFruits könnte als Blaupause für Antworten auf grenzdebil-bizzarfeministischen Shitstorm dienen:

      „Wir haben die Kommentare wahrgenommen, sie als völlig hirnrissigen Pseudo Moralapostel Bullshit eingestuft und nach langen Lachen entschieden, dass auch nur der Hauch einer ernsthaften Antwort die völlige Verschwendung wertvoller Lebensenergie wäre.“

      Bemerkenswerterweise ist daraufhin die Sache im Sande verlaufen. In dieser Hinsicht gleichen Shitstormer Hunden: Zeigt man denen gegenüber Angst und Fluchtverhalten, wird man erst recht angegriffen. Tritt man ihnen entgegen, ziehen sie winselnd ab.

  28. Wirklichkeit
    Ich begreife einfach nicht, warum so viele Menschen so wenig Interesse an der Wirklichkeit haben. Das Zitat „Let me tell you …“ ist OFFENSICHTLICH autobiographisch, er erzaehlt einfach nur dass er seine Frau im Labor kennengelernt hat. Vermutlich hat es seinen Zweck nicht erfuellt, da einige der Zuhoerer ihn nicht kannten. Aber selbst wenn einem der Kontext nicht klar ist, dann vermutet man doch normalerweise, dass ein solcher existiert.
    Ohne Kontext muesste jeder Mord auf der Theaterbuehne von der Polizei untersucht werden.

  29. Agression ohne Vernunftbremse.
    Manche Zeitgenossinnen und Zeitgenossen lassen Ihrer Agression freien Lauf ohne mit Vernunft nachzudenken ob der Zorn denn tatsächlich auch nur im Mindesten rationell begründet ist oder nicht.

    Dabei zeigen manche – ganz neutral dargestellt – dass sie ebenso machohaft und verbissen sein können wie das andere Geschlecht.

  30. Aber dergleichen geschieht doch Tag ein Tag aus!!!
    Einige Kommentare unterhalb wundert sich jemand das erste Mal über angebliche Selbstzensur in den öffentlichkeitswirksamen Medien.
    Ich möchte niemandem zu nahe treten,aber das kann unmöglich euer Ernst sein.Die Medien manipulieren ohne Ende,jeden Tag,in fast allen Angelegenheiten.Das hat rein gar nichts mit Verschwörung oder dergleichen zu tun-das ist Tatsache.Der Glaube an Unabhängigkeit und Neutralität der Medien,kommt dem Glauben an Einhörner und kleinen Gnomen gleich, die am Ende des Regenbogens mitsamt eines Topfes voll Gold auf uns warten.
    Der größte Feind einer gelungenen und fruchtbaren innergesellschaftlichen Kommunikation,ist derjenige, der um Punkt 20:00 vom Esstisch aufspringt um sich von dem was der Kasper (oder die Kasperin)da parlavert, berieseln zu lassen.Das war mir schon mit 17 klar.

    Das Grundsatzproblem, nicht nur in Deutschland sondern in vielen Ländern, ist eine zu unausgeglichene Berichterstattung.
    Die Wortmacher müssen begreifen, dass nicht jeder Mensch an den modernen Liberalismus glaubt und mit Recht alten Traditionen und Moralvorstellungen anhängen. Ungezügelter Progressismus, sowohl im technisch-wissenschaftlichen Bereich, als auch im gesellschaftlichen Bereich zerstören Mensch und Natur.

  31. Es folgte einfach einem bewährten Modell
    Man weiss spätestens seit Brüderle wie es klappt (die Aufkreisch-Tanten haben ja sogar noch den Grimme-Preis und Publicity bekommen und sind reich geworden, wie die W.).

    Und nun drückt halt wieder eine aus purer Lust / kalter Berechnung aufs Knöpfchen. Das Risiko ist gering.

    Dasselbe Phänomen wie beim Posten im i-net in irgendwelchen Blogs.

  32. Schuld der Medien
    Maßgeblich schuld an den ganzen Pseudoskandalisierungen sind die Medien. Diese bzw. die dort tätigen Personen haben es offenbar verlernt, sauber zu recherchieren und ausgewogen zu berichten. Und vor allem haben sie verlernt, Dinge einfach als unwichtig und nicht berichtenswert einzustufen, weil sie irrelevant sind. Wenn sich irgend wo in den Unteifen des www 1.000 oder auch 10.000 Menschen „empören“, dann ist das schlicht eine statistisch vernachlässigbare Größe. Darüber muss man nicht mal berichten. Egal um was es geht, das kann man vom Schreibtisch aus direkt in die Rundablage befördern.

    Aber dann müsste man ja selbst recherchieren, eigene Geschichten entwickeln und schreiben. Und das kostet Zeit. Und Geld. Und erfordert Wissen. Etwas das heute nicht mehr wie früher im Journalismus vorausgesetzt werden kann. Denn zu allen „Skandalen“ der letzten 5 Jahre gehört immer dazu, dass die Berichte der Medien grottenschlecht waren und sich meist darauf beschränkten, irgend welche Stürmchen im virtuellen Wassserglas (z.B. Twitter, Facebook) nachzuplappern und abzubilden. Und natrülich sich gegenseitig zu zitieren. Andererseits schafft man es auch nicht, die wirklichen Skandale (z.B. NSA, Snowden,…) zu recherchieren und so zu kommunizieren dass hier wirklich eine Empörung in der Bevölkerung entsteht. Aber über irgend einen Studenten oder Professor, da wird hergezogen…

    • Entweder das - oder lieber unaufgeregtes Lokalblatt
      „…die wirklichen Skandale (z.B. NSA, Snowden,…) zu recherchieren und so zu kommunizieren dass hier wirklich eine Empörung in der Bevölkerung entsteht. Aber über irgend einen Studenten oder Professor, da wird hergezogen…“

      So ist es.
      Wenn sie schon Kampagnen- oder Skandaljournalismus machen, dann bitte nicht diese flattrigen Pseudogeschichten.

      Ansonsten gehe ich mit einem Vorredner hier konform, der berichtet, wie erfrischend unaufgeregt ein lokales Blatt sein kann.

      Man hat auch gehört, dass lokale Presse im Unterschied zu den „Großen“ gar nicht mal so schlecht läuft. (Vermutlich weil sie nicht ihr ganzes Geld in trendhechelnde Mords-Onlineredaktionen stecken können, welche dann eh – von wenigen Ausnahmen abgesehen, die grade mal so schwarze Zahlen haben – rote Zahlen schreiben. Eine (!) nutzlose = ROI-lose Investition schon mal gespart …)

    • Mal halblang, bitte. Die Medien recherchieren - vor allem in "Rand"bereichen
      ihrer Hauptinteressen, häufig grottenschlecht. Aber das Gefühl für Proportionen ist dabei nicht völlig verlorengegangen – Snowden oder die NSA hatten um eine Zehnerpotenz mehr Berichterstattug, als irgendwelche Netztanten. Was auch richtig ist – man sollte die eigene verzerrte Wahrnehmung nicht überbewerten, auch wenn man die nicht mag.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • mit der Druckerpresse begann das Lügenzeitalter.
      Bitte nicht so tun, als wäre die miese Qualität der Presse etwas Neues, wegen Internet und so.
      Nein, die waren schon immer so, diese ahnungsbefreiten Journalisten, die dafür bezahlt werden, den freien Platz zwischen der Reklame irgendwie zu füllen. Die paar Ausnahmen, die wirklich gut warn, werden natürlich herausgestellt, aber die Masse der Schreiberlinge, Redakteure, … traurig.
      Kann man alles auch in der Fachliteratur nachlesen (und heute in zig Blogs, die täglich den Müll heraussuchen). Oder mal wieder Karl Kraus lesen oder Gustav Freytag (letzterer erfand das Schimpfwort „Journaille“ für das Pack). Es hat sich nix geändert seit über 100 Jahren. Aber auch dieser Tage gibt’s ja manchmal korrekte Beschreibungen, sogar in einem betroffenen Blatt:
      „Journalisten haben oft nicht nur wenig Ahnung von der Sache, sondern auch empörend geringes Interesse, Kenntnis zu erwerben. Sie leben in einem selbst geschaffenen Parallel-Kosmos der Nachrichtenlage, der Klicks und der sich überstürzenden Neuigkeiten. Es ist ein Jammer.“ (Die Zeit , Richter Thomas Fischer, 3. Feb. 2015)

  33. Scary New World
    ‚Feminismus‘ und ’social justice‘, Neusprech für ’50iger Jahre Sovietkommunismus‘ machen auch vor den Ingenieurwissenschaften nicht halt:

    https://engineering.purdue.edu/ENE/HomepageFeatures/News/newly-published-emengineering-and-social-justice-in-the-university-and-beyondem

    http://www.trincoll.edu/Academics/centers/TIIS/Documents/DonnaRileyEngineeringandSocialJustice.pdf

    Früher hiess es dann ‚they should have the lid of their engineer designed laptops slapped on their fingers until they find something substantial to write about‘ und damit kehrte man zu den Regeln des Anstands zurueck.

    Lawrence Summers wurde das Opfer einer regelrechte Hexenjagd, aufgrund seiner (nicht unfundierten) Positionen in einer Debatte die seinerseits mit akademischem Anstand geführt wurde. Fast forward, der neue Microsoft CEO kommt ungeschoren davon, Einkommensdisparitäten für Frauen im Tech Sektor herunterzuspielen und mit ‚Karma‘ zu begründen. No shitstorm and call for resignation here. Wenn alle white males weggelobt sind, werden die Frauen die nächsten Opfer sein.

  34. Schlaffes Verhalten Seitens Herrn Hunt
    @Thorsten Haupt – Den Vorwurf, dass Hunt sich nicht gewehrt hat, unterschreibe ich sofort. Nun kann der alte Herr von 72 Jahren zwar behaupten, die IT Kenntnisse eines Dons hätte er nicht. Deswegen könne er sich innerhalb dieses modernen Mediums nicht retten. Aber auch zu unserer Zeit galt, erst einmal überschlafen, nachdenken, die Sache ganz in Ruhe mit Freunden und/oder einem Rechtsbeistand besprechen. Eine derartige Entscheidung erst einmal ein paar Nächte zu überschlafen, hätte ihm das UCL nicht abstreiten können. Immerhin ist er ein Nobelpreisträger und nicht irgendeine arme Büromaus. Darüber hinaus, wenn man so einknickt, sieht es aus, als habe die andere Seite Recht. Das hätte er einkalkulieren müssen. Ziemlich schlaffes Verhalten Seitens des älteren Herrn– meiner Meinung nach. (Die etwas boshafte Seite in mir fügt noch hinzu: Wenn Tim Hunt eine Frau wäre, hätte sie nie einen Nobelpreis bekommen. Dazu hätte sie wesentlich mehr Durchhaltevermögen gebraucht als ein Mann, der wegen so ein paar dummen Sätzen gegenüber der Universitätsverwaltung einknickt.)

    • ich würde es eher fahrlässigen Leichtsinn nennen
      „Ziemlich schlaffes Verhalten Seitens des älteren Herrn– meiner Meinung nach.“

      Hunt ist sicherlich ein guter Biologe, aber von Medien und medialen und politischen Machtverhältnissen hat er offenbar keinen blassen Schimmer. Sonst wären ihm ein paar Grundregeln bekannt gewesen:
      1. keine Witze über Frauen in der Öffentlichkeit, genausowenig wie Mohammedkarikaturen
      2. keine Auftritte auf Veranstaltungen, in denen ein relevanter Anteil des Publikums Profifeministen sind, deren Lebenszweck die Suche nach Sexismus gegen Frauen ist, sowas ist ein Minenfeld, es ist völlig unberechenbar, welche Worte einem wie im Munde herumgedreht werden
      3. sofern 1. und 2. nicht beachtet und nun Shitstorm: Kein Kommentar, kein Interview, gar nichts, kann alles nur verschlimmern. Hätte Hunt von Brüderle lernen können.

      „Die etwas boshafte Seite in mir fügt noch hinzu: Wenn Tim Hunt eine Frau wäre, …“

      Die etwas boshafte Seite in mir ergänzt: Wenn die Männer ebensolche Geschwader an Tugendfurien hätten wie die Frauen, dann stünden Sie wegen dieser Bemerkung jetzt in einem Shitstorm mit Windstärke 10.
      Womit ich nicht sagen will, daß ich mir solche Geschwader wünsche.

    • Könnten wir mal aufhören, wegen lauer Lüftchen von "Shitstorm" zu sprechen?
      Bitte? Ich hatte in meiner politisch aktiven Zeit an einer einzigen Uni mehr politische Gegner, als in fast allen „Shitstorms“ so zusammenkommen. Und viele von denen waren nicht zartbesaitet.

      Was den Shit von ein paar Idioten zu Storms macht, ist die Rückgratlosigkeit, Feigheit und Faulheit von einigen Chefs. Der von Institutionen, Organisationen und Firmen. Die aus der heissen Luft auf twitter Entlassungen machen. Alles andere muss eine freie Gesellschaft schon mal aushalten können – beispielsweise, dass jemand von ein paar hundert Leuten als „Sexist“ bezeichnet wird. So what? Ich halte auch viele Leute für komplette Idioten, verzichte nur sinnvollerweise darauf, es ihnen jeden Tag zu erzählen. Die Mehrheit der Shitstormer, die meist ziemlich jung sind, wird das auch noch lernen, der Rest ist ziemlich egal.

      Der einzige Grund, warum es Sinn macht, sich diesen Heissluftgebläsen öffentlich in den Weg zu stellen, so wie der Don das macht, besteht darin, die Ansteckung wichtiger gesellschaftlicher Institutionen wie Universitäten einzudämmen. Deren soziologischen und politologischen Fachbereiche sind schon immer hoffnungslose Volltrottel-Nester, nicht erst, seitdem dort Rassen“theorien“ ausgebrütet wurden. Aber viele andere Fakultäten leisten sinnvolle Arbeit und müssen vor den radikalen „Social Justice Warriors“ geschützt werden. Ebenso wie Behörden, soweit das möglich ist.

      Shitstorms, my ass. Ein Haufen unreifer, selbstverliebter, mässig intelligenter Filterblasenamöben, die (im wesentlichen untereinander) anerkannt und geachtet werden möchten. Ziemlich typisch für Spätpubertäre.

      Freie Rede kann auch dadurch untergehen, dass ihre angeblichen Verteidiger aus jedem Furz einen Tornado machen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  35. Nachrichten
    Die feministische Ideologie hat sich, neben anderen ideologisch geprägten Denkmustern, leider in den Köpfen der meisten Journalisten festgesetzt. Zur Modernisierung des Mordparagraphen war gestern, am 29.06., im ZDF zu hören, dass die Ungerechtigkeit des derzeitigen Mord-Paragraphen darin zu sehen sei, dass eine Frau, die nach langer Unterdrückung in der Ehe und die sich nicht mehr anders zu helfen wisse, ihren Mann vergiftet, genauso wegen Mordes verurteilt würde, wie ein Mann, der eine Frau bei einem Sexualmord umbringe. In der Tagesschau war der erste Teil in ähnlicher Form thematisiert. Klassische Rollen- und Opferbilder werden mit Begeisterung vorgetragen, wenn es Frauen zum Vorteil gereicht. Ansonsten wird hier mir einer Schärfe vorgegangen, dass es mir die Sprache verschlägt. Obwohl mehr Männer als Frauen in Gefängnissen untergebracht sind, plädiert keiner für eine höhere Frauenquote, obwohl dies sicherlich bei geeigneter Sichtweise gerechter wäre.

  36. political correctness
    ersetzt die hexenprozesse des mittelalters. recherche? belastbare fakten? wer kümmert sich darum, wenn man nur die richtige gesinnung hat? und das urteil wird auch per netz gleich vollstreckt.

  37. Muss mal passieren
    Also, mir tut es sogar für Fr. St. Louis etwas leid. Ich weiß nicht – vielleicht hat sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern – auf jeden Fall hat sie rein aus dem Bauch gehandelt und kann ihre Emotionen nicht ganz kontrollieren – was man übrigens häufig gerade bei dem Thema sieht.
    Jetzt fällt es ihr auf die Füße. Klar – was sie getan hat ist mies. Sie möchte das Leben eines Menschen „zerstören“ einfach weil sie bei dem Thema extrem dünnhäutig ist. Die meisten Fälle von echtem Sexismus kommen nie zur Anzeige – und wenn man dann schon mal jemanden an den „Eiern“ hat, dann lässt man sich diese Gelegenheit nicht entgehen und drückt kräftig zu. Dass Schuld immer individuell ist – spielt dabei keine Rolle.

    Zum Schluss dient das ganze natürlich der Selbstinszenierung. Aktivistin aus der Wissenschaft die hart mit anderen ins Gericht geht… was für ein tolles Selbstportrair.

    Nein – ich hoffe, der Frau fällt ihr Aktionismus so richtig auf die eigenen Füße – nicht weil ich sie leiden sehen möchte… aber es muss auch mal etwas passieren, dass diverse Schreifinken lernen: Auch als vermeindliches Opfer muss man verantwortungsvoll und mit Maß handeln. Wer ohne Maß handelt, auf den kann diese Maßlosigkeit zurück fallen.

  38. Wenn wir jagen wollen, dann nehmen wir
    den 40-Tonner. Da ist ein Mann noch ein Mann und die Straße voraus. Und die Medien haben nur ein Radio. Und die Frauen machen meist höflich und schnell ihren Platz. Aber der Hausmann auf dem Bürgersteig mit dem Kinderwagen auf dem Weg zur Arbeit früh um 10:30 winkt höflich-erfreut. Vermutlich wären wir, wie so oft schon, einfach nur etwas der Zeit voraus? Size does matter! Die meisten Wissenschaftler sehen halt nur nicht wie Richard Geere aus und haben eine harte Hand. Bei den Hells Angels wäre das auch nicht passiert. Wer bezahlt schafft an. Und sobald klar ist, dass er mit seinem Leben und seiner Gesundheit bezahlt. Nur zu kommunizieren verstehen muß man(n) es auch. Und sie auf Händen getragen wird.

  39. „Gegen eine schwarze Frau keine Chance“
    Aber, wie eine Leserin des „Spectator“ schrieb: „Gegen eine schwarze Frau mit leicht verletzten Gefühlen hat ein Nobelpreisträger keine Chance.“

    Der Fall St Louis/Hunt offenbart eine generelle Schwäche des heutigen Journalismus: Schnelligkeit geht vor Genauigkeit. Ich erinnere an die „Schokolade macht schlank“-Geschichte, wurde auch ohne eigene Recherche weltweit blind nachgedruckt, obwohl Blödsinn und als solcher von zwei deutschen Journalisten auf den Weg gebracht. Die „Bild“-Zeitung hatte die Meldung als Erste, sogar auf Seite 1, „Focus“, „Brigitte“ folgten, die „Daily Mail“, der „Express“…, selbst in Südafrika, Australien und den USA glaubte man, was ein erfundenes Mainzer „Institute of Diet and Health“ angeblich herausgefunden hat, nämlich dass Schokolade schlank macht. An einem harmlosen Beispiel wurde vorgeführt, wie man mit Hilfe der Medien die ganze Welt an der Nase herumführen kann. Die „Bild“-Zeitung hat drei Monate später, immerhin, eine Korrektur gebracht.

    Die City University London hat Connie St Louis lediglich aufgefordert, ihren Lebenslauf „anzupassen“, was wohl heißt, Erfundenes zu entfernen, sonst hat die Dame keine Konsequenzen zu erwarten. Kein Rektor, wird Physik-Nobelpreisträger Andre Geim zitiert, würde sich mit einer „ethnic-minority militant feminist“ anlegen.

  40. Das Internet...
    die Anfänge des Internets für alle in den 90ern hat die Hoffnung aufkeimen lassen, dass es der Verständigung über Grenzen und Entfernungen dient, was es am Anfang auch tat. Nun scheint es rein ein Medium zur Verbreitung von menschenverachtendem Hass und Narzissmus zu verkommen.

    Es ist schade, dass trotz der intensiven Beschäftigung mit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts weiterhin solche Aktivitäten geschehen.

    Mich würde interessieren, ob diejenigen, die Menschenleben ruinieren, mit irgendwelche Konsequenzen, die zum Lernen anregen, rechnen müssen. Die Darmstädter Lehrerin hatte sich wenigstens vor Gericht zu erklären, nachdem sie einen Kollegen wegen angeblicher Vergewaltigung das weitere Leben zertörte. Der hat das Urteil aber nicht mehr erlebt…

  41. Es gibt kontextuelle Theologie!
    Es ist auch eine Art Voreingenommenheit, Theologie pauschal vorzuwerfen, sie kümmere sich nicht um den Kontext, nur weil manche Schulen es so handhaben mögen. Da könnte man ja auch sagen, Journalistik sei vornehmlich ressentimentgeladene Gesellschaftskritik, wenn man seinen Begriff davon, lediglich aus den Ergüssen der Jungen Freiheit oder der Taz gewönne

  42. Schlimm, was so viele Feministinnen schreiben und äußern
    Man sollte diese Frauen gerichtlich belangen und zu so hohen Strafen verurteilen, dass sich keine mehr traut, solche böswilligen Verleumdungen zu verbreiten.

    Vielen dank dem Don Alfonso für diesen Bericht bzw. Klarstellung.

  43. So läuft das Spiel
    ein Individuum wird denunziert, für eine (vermeintlich) gerechte Sache. Erinnert mich an den Fall Brüderle, wo sich später herausstellte, dass die angeblich sexuell belästigte Stern-Journalistin wochenlang n a c h dem Vorfall mit dem Monster Brüderle noch durch die Gegend fuhr. Es wird instrumentalisiert noch und nöcher, und die Medien spielen mit. Nicht nur weil sie, man vergleiche nur etwa die Seite pro-quote.de, längst gemeinsame Sache mit dem Feminismus machen, sondern weil sie zum Teil bewusst nicht so genau hinsehen – weil es im Zweifel schon den Richtigen (d.h. Mann, weiss, eher alt) trifft dessen Existenz vernichtet wird.

  44. Der verlinkte Daily Mail-Artikel ist entlarvend.
    Wieder tut der Don hier, was ein Mann tun muss – er leuchtet dort aus, wo das Internet am finstersten ist. „As to the evil which results from a censorship, it is impossible to measure it, for it is impossible to tell where it ends.“ Das schrieb einst Jeremy Bentham, der sich 1832 posthum ausstopfen ließ, und seither in einer Vitrine in der Gower Street über das UCL wacht. Die dortigen Verantwortlichen für Tim Hunts Rausschmiß müßten eigentlich jedes Mal beschämt zu Boden blicken, wenn sie in seine Glasaugen blicken. Ich bezweifle jedoch, daß sie irgendetwas verstanden haben.

  45. A bisserl off-topic, aber
    in der Theologie achtet man – zumindest in der modernen Bibelwissenschaft – inzwischen sehr wohl auf den Kontext. Eine Ohrenweide sind diesbezüglich die Vorlesungen von Prof. Zimmer auf http://www.worthaus.org .

  46. FAZ?
    Wird es nicht Zeit, dass die FAZ ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht wieder nachkommt? Zu recherchieren anstatt mitzupöbeln, fundierte Nachrichten zu bringen, beide Seiten zu hören?
    Als Abonnent überlege ich die FAZ abzubestellen, denn genau das was im obigen Artikel angeprangert wird findet in der FAZ selbst statt. Aus Angst den mainstream nur nicht zu verpassen wird mitgeschrien. Die FAZ war einst eine Zeitung mit ausgewogener Berichterstattung, dies ist sie nicht mehr.
    Sie versucht eine Position im Mainstream zu erreichen die sie nicht braucht. Denn die Aktualität des Netzes wird sie nice erreichen. Verlangt wird eine refelektierende, saubere Berichterstattung aller Seiten, statt dumpfem mainstream Journalismus.
    Ja sie sind eine schlechtere Zeitung geworden!

  47. The Internet gives a voice to people who shouldn't have one
    Ach ja. Shanley Kane. Herrlich dieses „Hit-Piece“, dass Sie als Rassistin entlarvt. Unverschämt, was sich so eine verzogene Göre aus einem “flyover state” wie Minnesota eigentlich einbildet.
    Klonopin und Chianti sollen ja eher suboptimal wirken bei diversen psychischen Krankheiten. Vermutlich ist exzessives Netflix-Bingewatching auch wenig karrierefördernd im „Valley“.

    Diese angloamerikanischen Vorbilder der deutschen Nachahmer_innen und Tumblr-inchen müsstest du glatt auch mal für das deutsche Publikum portraitieren.
    Wär mal wieder was für Print. Doppelseite in der FAS.

  48. Noch mal kurz zum Thema Medienverantwortung:
    „I used to identify as #atheist as I don’t believe in God but when I saw how racist the movement has become I converted to moderate Islam.“
    „Don’t want to be labelled a rapist? Then respect women’s boundaries and remember that consent can be revoked at any time. Even after sex.“
    „Because I was born white but realised later in life that I was #WrongSkin and transitioned mentally to black. @bradistan2“
    „Men will be men. There’s no changing their nature. Thank God I’m a trans woman so it doesn’t apply to me. https://t.co/r3QDd6u8fL

    Der Autor der Satirekommentare oben wurde von der BBC eingeladen, seinen Senf zu der Star Wars Serie abzugeben. Offenbar in der Überzeugung, es mit einem wirklichen Aktivisten zu tun zu haben (Femi, Trans, PoC, was auch immer).

    Das kann man auf zweierlei Weise lesen. Ja, war eine ziemliche Dummheit der BBC. Und ja, das war kein Fehler, weil es unmöglich geworden ist, die Kommentare realer Aktivisten/innen und Satire auseinanderzuhalten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  49. Wer ist der Don ?
    Mich stört das gewaltig, dass der Verfasser dieser Artikel sich hinter einer Kunstfigur versteckt. Entweder sollten diese Äusserungen als redaktioneller Kommentar bezeichnet werden oder der/die Verfasser sich zu erkennen geben. Dieses kindliche Versteckspiel passt nicht für eine Tageszeitung die Führungsanspruch erhebt.

    • Wozu?
      Der Verlag kennt ihn und wer vor lauter Genderquatsch nicht zu blöde ist mit Google umzugehen, kommt auch leicht drauf. Allerdings frage ich mich, was Sie damit aussagen wollen. Haben Sie keine Argumente und wollen add personam mit Dreck werfen? Wollen Sie einen Shitstorm lostreten, Diffamierungen und Verleumdungen verbreiten oder ihn beim Arbeitgeber schlechtmachen?

      Wie ich darauf komme? Nun, das sind so die üblichen Dinge, mit denen Feministinnen heute auf Kritik und Nachfrage reagieren. Mitunter gegenüber eines IT-Menschen, der eine #aufschrei-Statistik erstellt hatte, und gegenüber einer ARTE-Redakteurin. Vielleicht sollte Don mal dort nachhören, wer sich hinter dem Twitternamen „donalavita“ verbarg und sie interviewen?

  50. Und wer sind Sie, Herr oder Frau Mandis?
    Ich bin übrigens keine Kunstfigur, sondern heiße auch im normalen Leben Dr. Lisbeth Heuse und schreibe darüber, was ich wirklich erlebt habe.

  51. Wer der ist?
    Die meisten hier wissen das. Auch wo er wohnt: in der kleinen dummen Stadt. Im Parallelblog wird das näher erläutert.

  52. Ein Häppchen zur Vernetzung
    Bitte schön:
    https://personaldemocracy.com/conferences/nyc/2013/speakers#Anne%20Wizorek

    Die Vernetzung läuft / besteht auch über den großen Teich hinweg. Wenn man bedenkt, dass sie nach dem #aufschrei-Quark wohl einiges an Aufträgen für Social Media-Blabla von den Grünen bekommen hat und nun im Familienministerium als ungelernte Femi-Aktivistin mit Twitter-Hintergrund zur „Gutachterin“ geadelt werden soll, dem wird fast so schlecht wie beim Betrachten der Posse von Julia Schramm bei den Piraten vor dem Hintergrund, dass die bei der Amadeu-Antonio-Stiftung eine Broschüre über „Hatespeech“ mitbearbeitet hat, in der einige der Femi-Jammerläppinnen sich ausheulen konnten. Ziel wird wohl sein, bestimmte Grüppchen, z.B. Feministen, Lesben, Schwule, Transen etc., sakrosant zu stellen und bei Kritik / Widerrede per Strafjustiz „Kopf ab!“ fordern zu können. Praktisch eine Steigerung der bisher primär sozial schädlichen Keulen wie „Nazi!“, „Sexist!“ oder „Homophob!“…

  53. Pingback: Sommerhitze, Peps Gedichte und die 17 Hippies - die Links der Woche vom 26.6. bis 2.7. | Männer unter sich

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