Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Die Wahrheiten und Filterblasen der Asyldebatte

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Am Donnerstag sassen die Spitzen der Regierungsfraktionen in Berlin zusammen und sprachen über Gesetzesreformen, die Horst Seehofer dann als das „schärfste Asylrecht“ des Landes verkündete, offensichtlich in der Erwartung, dass die veränderten Bedingungen nunmehr Menschen davon abhalten könnten, nach Deutschland zu kommen. Ich war im Kernland der CSU, am Tegernsee, zwischen den beiden Klausurorten in Wildbad Kreuth und St. Quirin. In Tegernsee selbst wurde neben dem Schloss ein Cafe renoviert. Jetzt ist es offen, und natürlich wollte ich es mir anschauen. Es ist alles weiss vor tiefblauem Himmel, es gibt eine famos gestaltete Terrasse hin zum See, mit diesem Panorama.

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Sie, liebe Leser, sehen das, aber Sie wissen natürlich auch, dass es ein Privileg ist, hier zu wohnen. Ihre allgemeinen Informationen über die Bundesrepublik und ihre Sozialstruktur helfen Ihnen bei der richtigen Einschätzung. Sie wissen, dass Sie durchaus mal für einen Tag herfahren können, oder Urlaub machen – aber Sie ahnen vermutlich auch, dass auch ich hier nicht den ganzen Tag auf einem Stuhl mit goldenen Lehnen sitzen, Tee trinken und mich dabei von einer Bedienung umsorgen lassen kann. Kurz, Sie kennen den Kontext des Bildes und wissen, dass selbst ich nicht dauernd so lebe.

Aber weiss man das in Somalia? Denn an diesem Tag, da sich so viel für Flüchtlinge in Deutschland entscheidet, sind die Selbigen schon hier und machen Bilder. Genau hier, auf dieser Terrasse, auf den goldenen Stühlchen, mit Blick auf den See, da stehen und sitzen sie in Posen, lassen sich ablichten, schauen das Ergebnis an, und verschicken es gleich nebenan am Rathaus, wo es kostenloses WLAN gibt. Ich will mich nicht darüber beklagen, ganz im Gegenteil, die Sonne scheint für alle, und natürlich sind auch meine Bilder gestellt. Ich wohne zwar in einem Ort am See, aber nicht mit privater Terrasse am See. Es ist nur natürlich, dass Somalier, Eritreer, Senegalesen, Iraker und Syrer genau das tun, was hier alle tun; Schöne Bilder machen und sie nach Hause schicken. Denn in Tegernsee hat man die Turnhallen am See zu einer Notunterkunft gemacht, und knapp 200 Personen sind jetzt hier und tragen die Kunde der landschaftlichen Schönheit, wie die anderen Touristen und Schadmünchner, in die Welt.

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Nur: Es kommt ohne den realen Kontext innerhalb einer Filterblase an. Es sind gestellte Bilder, die in Dschibuti, Mogadischu und Asmara nicht die Geschichte einer mit Betten gefüllten Turnhalle und Kantine erzählen, so wie auch die wenigsten Touristen hier ihre Hotelzimmer ablichten. Sie erzählen davon, dass die Abgebildeten es geschafft haben und nun in einem Cafe sitzen, bedient werden und – selbst wenn es nicht ganz stimmt und die Tasse geborgt ist– einen Tee trinken, der mehr kostet, als eine Hotelangestellte in Kenia in zwei Tagen verdient. Die Jungs haben ihren Spass, keine Frage. Das sind die Bilder, die nach Afrika gehen, das sind die Informationen, die zum Thema Flucht und Asyl dort ankommen. Die afrikanische Filterblase, zuverlässig mit Beweisphotos ausstaffiert, denkt nun mal anders. als es ein Interview von Herrn Seehofer im Morgenmagazin beabsichtigt, und macht sich auf den Weg.

Mir ist natürlich voll bewusst, dass sich hier bereits viele Mundwinkel verzogen haben. In unserer eigenen Filterblase der deutschen Medien ist der Flüchtling immer politisch verfolgt entweder auf einer Nussschale im Mittelmeer, im Elend des Balkans, an der Grenze zu Deutschland, wartend vor dem Lageso oder auf dem Weg zum Facharbeiter und Rentenzahler. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Balkansystem der Flüchtlinge, die von Syrien nach Berlin in einer Woche durchgeschleust werden, und wenig mit der Lebensrealität und den Erwartungen vor Ort. Die sollten, grosso modo und der Natur des Menschen entsprechend, so gut wie möglich sein, und nach Monaten der Beschäftigung mit dem Thema ist das Auto, das ich aktuell fahre, von Karatschi bis zur Elfenbeinküste wohlbekannt. Es handelt ich um einen zweisitzigen Sportwagen, und wenn ich mit Lagerbewohnern ins Gespräch kommen will, fahre ich damit vor. Der Wagen – und die Möglichkeit, sich daran oder gar darin ablichten zu lassen – ist ein weitaus besserer Anknüpfungspunkt als die Zigaretten, mit denen sich Kollegen anderer Medien Information beschaffen. Die Filterblase der deutschen Medien ist voll mit Brandanschlägen und Zeltlagern: Natürlich kommt deshalb niemand über das Mittelmeer, und auch nicht für einen alten Opel. Sie kommen, weil die Filterblase der Flüchtlinge voll mit der Realität ist, in der sich ihre Freunde positiv darstellen, gerne auch mit Mercedes. Das ist auch nicht anders als beim deutschen Urlaubs- und Hochzeitsbildern auf Facebook. Es ist Teilhabe an unserer Gesellschaft.

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Diese im interkulturellen Dialog noch lustigen Filterblasen machen die innerdeutsche Debatte erst so richtig hasserfüllt. Mir wurde bei einem meiner idyllischen Radlbilder im Altmühltal von einer Twitteraktivistin vorgeschlagen, ich sollte doch mal eine Radltour für Flüchtlinge anbieten. Die Wahrheit – dass Flüchtlinge die ihnen geschenkten Gebrauchträder realistisch als zweitklassiges Fortbewegungsmittel erkennen und sie nur zwangsweise nutzen, aber wie ein dicker deutscher Spiesser sicher jederzeit den Mercedes bevorzugen würden – hat ihr überhaupt nicht gefallen. Man wird ganz schnell zum Rassisten abgestempelt, obwohl es offensichtlich ist, dass ausser den Grünen, Freunden des Steinzeitkommunismus und den Radsammlern niemand hier die Zukunftserwartung eines alten Rades hat. Aber wer nur die weich gezeichneten Bilder syrischer Mütter mit ihren Kindern kennt, die ikonographisch die christliche Marienverehrung zitieren, wird sich keinesfalls mit dem Gedanken an adidastragende Hiphopper anfreunden, die Bilder der Bedienungen verschicken – was wiederum in Afrika mit Kenntnis amerikanischer Rappervideos ikonographisch für immensen Reichtum steht. Ich finde das lustig. Warum sollten sich Flüchtlinge anders als andere Touristen verhalten, noch dazu, wo sie dadurch in der Heimat jenes Sozialprestige erwerben, das sie hier trotz ihrer Wünsche nicht bekommen? Es ist nur natürlich.

Sie können mit Filterblasen spielerisch gut umgehen, zumal unsere wohlmeinenden Filterblasen sorgsam darauf bedacht sind, diese Aspekte keinesfalls erfahren zu wollen. Während sich die Mitglieder der Gruppe Wanda aus der westbalkanischen Metropole Wien dauernd fragen lassen müssen, wie sie es mit Frauenrechten halten, werden solche Fragen an Flüchtlinge nie gestellt. Wir konzentrieren uns auf eine Woche Reiseelend und Verteilungsprobleme, auf Deutschunterricht und Feinheiten des Asylbewerberleistungsgesetzes, während die Migranten monatelang hier sind und – vorsichtig gesagt – nicht immer alles so schlecht finden, wie jene Zitate, die man für einen sozialen Aufschreiartikel braucht und auf Verlangen auch bekommen kann. Je mehr ich über das Thema lerne – und mit jedem Bild, das vor meinem Roadster entsteht, lerne ich etwas dazu – desto mehr erscheint mir die deutsche Filterblase mit ihrer Themensetzung problematischer als das leicht falsche Bild, das auch wegen mir und dem Roadster in Mali und Pakistan von Deutschland entsteht.

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Um es mal an einem Beispiel zu zeigen – und man sehe es mir nach, wenn ich schon wieder die Süddeutsche Zeitung nehme: In Freising hat man einen mutmasslichen Seriensexualstraftäter auf frischer Tat erwischt. Der Mann hat noch drei andere Taten gestanden. Die Polizei geht davon aus, dass noch mehr passiert sein könnte, und bittet die Bevölkerung um Hilfe. Gesucht werden laut SZ Informationen über einen Mann aus Freising mit Oberlippen- und Kinnbart. Das können laut Beschreibung Tausende sein. Erst im Münchner Merkur wird die Gruppe deutlich kleiner: Es handelt sich um einen pakistanische Asylbewerber, was im Vergleich mit dem klassischen Bajuwaren aus Freising etwas anders ist. Die SZ hat etliche Autoren, die von der Piratenpartei über Julian Assange bis zur Fiktion einer deutschen Rape Culture moralische Episteln verfassen und nie zögern, Feinde der Genderideologie vorzuführen. Hier geht es nun um echte Sexualstraftaten und ihre Aufklärung. Die SZ hält Informationen zum Täter zurück. Was sagen die Feministinnen dazu? Ist es nicht der Inbegriff der Rape Culture, wenn Ermittlungen erschwert werden?

Ich bin zufällig über die Nachricht gestolpert, weil ich mich auch mit den klandestinen Aktivitäten einer Neonazigruppe beschäftige, aus deren Umfeld eine der typischen Facebookseiten über Flüchtlinge stammt. Auch das ist eine der Filterblasen – und dort sind naturgemäss die Quellen zu solchen Ereigissen verlinkt, die das Geschehen nicht vom Kontext der Migration befreien. Die Facebookseite macht unter dem Deckmantel der Gegenöffentlichkeit Werbung für Aktionen der rechtsextremen Gruppe „Der dritte Weg“, und natürlich kann man darüber diskutieren, ob es vertretbar ist, so eine Filterblase gewähren zu lassen. Aber deren – mittlerweile schwerer angreifbar gewordene – Propaganda kann nur so gut sein, wie die Aufklärung schlecht ist. Es ist fraglos richtig, gegen falsche Behauptungen im Netz aktiv zu werden. Ob es dann aber die richtige Entscheidung ist, Vorbehalte gegen Medien zu stärken, indem relevante Informationen nicht gebracht werden, hängt davon ab, wie gut die Filterblase ansonsten funktioniert. In Deutschland wird diese Filterblase von enigen Leitmedien inzwischen nur noch dicht gehalten, indem man fast schon täglich einen Bürgermeister, einen Landrat, einen Innenminister oder einen Philologenverband als „Hetzer“ vorführt und damit signalisiert, was als intolerabel gilt. Es werden darüber klare Vorstellungen formuliert, wie man denken sollte. Die Willkommenskultur sollte so sonnig und wolkenlos wie eine Terrasse am Tegernsee sein, und ist gerade so echt wie ein Bild auf einem Handy an der Elfenbeinküste.

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Es wirkt inzwischen verzweifelt. Morgen ist bei mir daheim Bürgergespräch. Danach kann ich berichten, wie es unter dem Himmel am Tegernsee wirklich aussieht.

 

 

Nachtrag: Ein Freund, dessen Meinung ich sehr schätze, meint, dass ich keine Empathie zeige, und meine Beiträge seien kalt. Ich habe ziemlich viel von dieser Staatskrise gesehen nnd es kann schon sein, dass mir manchmal das Lachen vergeht. Die Flüchtlinge sind nicht das Problem, das Problem ist das Versagen der Politik und die Art, wie man ein weitgehend unvorbereitetes Land in eine Situation geführt hat, für die ich keine Lösung sehe, die irgendwie schön oder richtig sein könnte. Als ob ein teuer bezahltes türkisches Grenzregime, das die von der Kanzlerin gerufenen Afghanen brutal aufhalten würde, auf dem Weg in ein zu den rechten Rattenfängern kippendes Europa mit zusammengestrichenem Asylrecht, irgendetwas wäre, das man mit Empathie erwarten könnte.

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199 Lesermeinungen

  1. Doppelliegen und Doppelrealität
    Werter Blogger Don Alphonso,
    Ihr Satzteil
    „Propaganda kann nur so gut sein, wie die Aufklärung schlecht ist“
    trifft den Kern heutiger deutscher Öffentlichkeit.
    Ja, man muß die Lokalblätter lesen und mit den „Leit“medien vergleichen um eine Ahnung zu bekommen, wie hier manipuliert wird. Ob gewollt oder notgedrungen – wer weiß?
    Jedenfalls kommt es so zur Wahrnehmung zweier Realitäten: durch Leser alleine der „Leit“medien und Seher alleine des Staatsfernsehens (nicht DLF!) die eine; durch Leser der Lokalblätter die andere. Das Delta ist, was in ersteren fälschlich Parteienverdrossenheit genannt und vor Ort eine Staatsverdrossenheit ist. Diese ist das größte Problem der Republik. Wenn das Vertrauen auf den Rechtsstaat durch den Glauben an Ideologien ersetzt wird verliert der Rechtsstaat an Glaubwürdigkeit.
    Ob eine Kanzlerdarstellerin, die wohl – nicht unähnlich ihrem Lehrmeister – im Massenzuzug zunächst Wählerpotential zu sehen scheint sich der denkbaren Folgen für den deutschen Staat bewußt ist? Oder – eigentlich undenkbar – sie wissentlich ignoriert?
    Doch zurück zur Doppelliege, wie Sie sie in einem früheren Blog zeigten und ich sie kenne: Gemeinsam darauf den Anblick gen Westen genießen und über Politik räsonieren und am Tee nippen: das wäre heute mal wieder das richtige Antidot gegen Staatsverdrossenheit.
    Weiter so mit Ihrem Blog
    Michael Titz

    • undenkbar?
      … es gäbe weitere (d e n k b a r e und mögliche) Wahrscheinlichkeiten merkelscher bündnis- und (geheim-)vertragsgebundener Politiklogik . Zum Problem“kreis“ (gesteuerte?) Massen-Auswanderung islamischer Bevölkerungen nach Europa … .

  2. Titel eingeben
    Ihr empathischer Freund kann doch in der Wohnung, die er demnächst für sich und seine Patchworkfamilie für einen sechstelligen Betrag zu kaufen beabsichtigt, gleich mal ein Zimmer oder zwei für einen der Geflüchteten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren reservieren, oder nicht? Möglicherweise wird aber auch er, wie alle, die gerne reden und noch weniger tun, antworten, dass leider, leider kein Platz dafür da sei.

  3. Dankenswerterweise wieder einmal auf den Punkt vermutlich nahezu perfekt die allgemeine
    Meinung aufgegriffen – und das ist auch ein Lob, denn auch das will erst einmal gekonnt sein. So eine Art „größtmögliche Nüchternheit in der Textkonstanz á la Thomas Mann“ könnte ggfls. auch dazugehören. Den „Josef“ z.b. über zwei Staatsbürgerschaften, vier Staaten, zwei Kontinente, vier bis fünf Wohnsitze, zwei Vertreibungen, ggfls. mehrere Kindstode und einen Weltkrieg im Tonfall und als Idee einfach unbeirrt und unverändert, ja unbeeindruckt fortzuschreiben, so wie er, da gehörte eben schon etwas dazu. (Nein keine Ketzerei gegen den kleinbürgerlichen Zeitgeist, „wie konnte er nur“, sondern simpel & einfach nur Tatsachenbeschreibung.)

    Es gab also bereits soviele Anschläge, die sagten teilweise: „Lügenpresse halt den Mund“, das glaubte man vermutlich gar nicht, und nur ging das bisher anscheinend im Unterbewusstsein der herrschenden Klasse unter. Oder es fiel erst jetzt auf.

    Hier womöglich Variante eins, Ehre, wem Ehre gebührt:

    „Die FAZ zum Beispiel ist politisch absolut nicht auf meiner Linie, aber sie ist es in fundierten Beiträgen im Internet, während die SZ Klickstrecken macht und SPON die Gosse bedient. Ich habe ein Faible für Texte, die sich mit der Argumentation Mühe geben. Seit gut anderthalb Jahren ist die FAZ neben dem österreichischen Standard & der NZZ die einzige deutschsprachige Medienseite, die ich täglich besuche – weil sie mich mit so viel Medienmüll verschont & über weite Strecken fundiert schreibt. Ich kann mit einem Reaktionär aus Überzeugung vermutlich besser als mit einem Neoliberalala, der Pressemitteilungen abschreibt.“

    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1315480/

    Und auch zwei sagte im Grunde genommen, bräche man alles bis auf den Botschaftskern auf, entkleidete alles bis aufs nackte Fleisch des Aussagebedürfnisses, kaum etwas anders: http://tinyurl.com/obs7edo

    Ein Lob der Demokratie und der Meinungsfreiheit einmal mehr, welche zwei mit sich bringen, dass jeder auf seine Weise ausdrücken kann, was er ausdrücken möchte – und wäre es manche früher als andere, oder lauter oder ungelenker oder respektloser oder öffentlicher.

    Wobei, ketzerische Frage, welchen Weg wäre ist wohl die FAZ gegangen seid jenem berühmten 19.1.2009, mehr den von ARD & ZDF mit, oder mehr den „Don-Alphonso-Weg“?

    P.S.: Andere, z.B. wie Arizona’s Trent Franks z.B., treten ja auch vehement für ihre Positionen ein –

    „During the 2008 campaign, Franks stated that he is skeptical about global warming. He opposes same-sex marriage and abortion. Franks supports the right to bear firearms. The interest group, Gun Owners of America, have given Franks high approval ratings. In June 2013, he proposed a bill that would ban abortions after 20 weeks without exceptions for rape and incest. In defense, he stirred controversy when saying that “the incidents of rape resulting in pregnancy are very low.“ He later clarified, „Pregnancies from rape that result in abortion after the beginning of the sixth month are very rare.““ (Wiki)

    … und erwarten, dass Europäer, die andere Meinung sind, sich auch öffentlich abgrenzen, ja ggfls. aktiv gegen sie politisch Position beziehen.

    • Die modernen Geschwister Scholl
      Also die FAZ ist – insbesondere in der Einwanderungskrise – nicht weniger ideologisch als alle anderen Leitmedien auch. Wer kann sich nicht noch an die belehrenden Artikel bis vor einigen Wochen erinnern? Von den unsäglichen „Wie erklär ich’s meinem Kinde“ Artikeln will ich gar nicht erst anfangen.

      Der Unterschied ist nur, dass die FAZ i.d.R. eher als andere Zeitungen ihr Fähnchen in den Wind dreht und daher häufen sich mittlerweile auch die leicht kritischen Artikel.

      Der Treppenwitz der Geschichte ist aber, dass man die „modernen Geschwister Scholl“, also Menschen, die die Wahrheit (oder zumindest eine größere Informationstiefe) berichten nur noch auf *rechtsradikalen* Seiten findet.

      Wenn es nicht so traurig wäre, käme ich aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

    • Naja, ich weise hier auch schon seit Monaten auf die Probleme hin, also, es ist schon ausgewogen. Und wenn sie mal schauen, wo die Klicks und die Kommentare waren…

  4. mercedes bewegen
    ja liebe DON, bei dem warmen wetter musste der mercedes, bj. 1993 aus dem winterquartier geholt werden, denn es war bei der lektüre der deutschen presse nicht mehr auszuhalten, aber wir sehen es doch leider wie vermutet überall: das unternehmen, das dem CLAN gehört verschleiert unter dem flüchtlingsphilophen MM weiter, der DFB verschleiert, damit sind ja nur beispielhaft zwei staatstragende institutionen herangezogen, es könnte weitergehen: josep guardiolo verschleiert seine zukunftspläne und heute abend wird sich ein leichter nebelschleier über den see legen.
    eine verschleierte frau habe ich heute dagegen hier am see noch nicht gesehen, nun ich war nicht downtown muss ich zugeben.

    aber wir sehen weiterhin in Bild nur bilder von müttern mit kindern und dann habe ich noch das bild gesehen, das mich total erschüttert hat: eine führungskraft der ev. kirche in deutschland die auch bei den GRÜNEN führen will in einer pose, mühsam nachgestellt der ÜBERFAHRT meines lieblingsmalers Segantini aus dem heiligen St. Moritz. Segantini, bis zum tode staatenlos, war selbst zeitlebens ein ausgebürgerter und flüchtling. umso schlimmer diese pietätlosigkeit.

    und dann, auch in der zeitung aus frankfurt die gesundbeterei einer politik des versagens: einerseits gibt es berichte, die führungsspitze sei ob dieser losbrechenden völkerwanderung RECHTZEITIG und UMFASSEND gewarnt gewesen, aber dann preist ein autor am gleichen tag das nichtstun und die paralyse als „besonnenheit“………..ja die umwertung aller werte ist im gange.
    bei gas-gerd wurde die paralyse noch besser verkauft: als politik der ruhigen hand.

    aber ich bin getröstet und beruhigt: die flüchtlinge wollen primär, glaubt mann und frau der presse ja nur eines: W-Lan-anschluss, das gibts ja bald flächendeckend, ausser bei der deutschen bahn natürlich. einer der erstaunt zum ausdruck gab, er hätte nahrung und einen ruhigen platz zum stillen als primäre notwendigkeiten vermutet war dann gleich ein NAZI. so schnell kanns gehen.

  5. Nicht kalt ...
    Sir, nach meinem Empfinden sind Ihre Berichte zu diesem Themenkreis immer warmherziger geworden und journalistisch immer gekonnter.
    Das schreibe ich Ihnen gern.
    Ihre Marotten kennen Ihre Fans und schmälern Ihre Arbeit in keiner Weise.

    Mit fielen Grüssen,

    Bernard del Monaco

    • Danke. Ich weiss aber, dass ich in manchen linken Berliner Kreisen ohne SS-Uniform gar nicht mehr angedacht werde.

    • Die Wahrheit ist zumutbar
      Lieber Don!
      Den selben Vorwurf habe auch ich schon gehört. B. del Monaco kann ich mich nur anschließen.

      Ich sehe aber auch im Verhalten vieler Flüchtlinge (ich spreche lieber von Migranten) ein Problem. Viele der jungen Männer kommen aus muslimischen Ländern, in denen Antisemitismus mit der Muttermilch aufgesogen wird (Zitat Fr. Knobloch im „merkur“) und Hass gegen den Westen alltäglich ist. Auch die unzähligen Anzüglichkeiten gegenüber Frauen (den Satz: Männer putzen nicht habe ich selbst gehört), die zerstörten Züge, die vermüllten Straßen und zerstörten Sanitäranlagen in vielen Zentren (das Erstaufnahmezentrum in Innsbruck war bereits nach 5 (sic!) Wochen in einem katastrophalen Zustand) sind schlicht ein Problem das von diesen Migranten ausgeht. So einfach kann man niemanden aus seiner Verantwortung entlassen.

    • Linker Berliner
      Werter Don: ich sehe mich als Linker, ich bin (sogar geborener) Berliner und ich finde Ihre Artikel – Inhaltlich wie in der Form – das beste, was es derzeit in der deutschen Presse gibt.
      Jedenfalls ist’s das einzige, was ich noch lesen kann ohne an der Dummheit oder platten Propaganda zu verzweifeln; auf die zuvor jahrelange Lektüre von SZ, Spiegel, Tagesspiegel, FAZ, ZEIT hab ich seit dem Fall „Ukraine“ bewusst verzichtet. TV sowieso.
      Das hastige Radeln in seltsam hässlicher Kleidung seh‘ ich Ihnen nach; irgendeine Macke muss man ja haben.

  6. Unfassbar
    Das Unfassbarste an der Filterblase ist die zurückgezogene Ankündigung des Ministers de Maiziere über den beschränkten Familiennachzug für Syrer. Im Gegensatz zu den öffentlich abgegebenen Statements, erscheint es mir unglaubhaft, dass diese doch sehr logische Maßnahme nicht wenigstens diskutiert wurde und dass der Vorschlag dem Kanzleramt und dem werter Herrn Altmaier dort nicht bekannt war. Die Fragen, die man dann aber stellen muss: warum wurde der Vorschlag nicht angenommen? Warum wird nachträglich behauptet, er wäre gar nicht diskutiert worden?

    • Vor allem ist es rechtstaatlich sauber: Bürgerkrieg ist kein Asylgrund nach Deutscher Verfassung. Schutz ist prima, zusammen mit einem schnellen Verfahren.

    • Titel eingeben
      Don,

      einem durchschnittlich begatem wie mir, faellt es immer schwerer der offiziellen Meinung zu folgen.

      Bis letzte Woche waren Syrer wg. Fassbomben, etc. besonders Schutzbeduerftig – deren Familien jetzt nicht? Dann muessen sie sich eben dem ueblichen Treck anschliessen und ohne Visum einreisen.

      Ob in Syrien Krieg oder Buergerkrieg ist, ich denke das sind juristische Finessen wenn die halbe Welt Bomben abwirft. In D gelten Regeln auch nur je nach Situation und Stimmungslage.

    • Die wenigsten kommen gerade aus Syrien, sondern aus dem Libanon oder der Türkei. Da sind keine Fassbomben.

    • Das ist nicht so unwahrscheinlch
      … denn Leute wie Sigmar sind ja völlig abhoben und sehen nur das, was in den Papieren steht, die ihnen ihre Referenten vorlegen.

      Ich glaube schon, dass man bei der SPD wieder typische Symbolpolitik mitgetragen hat, à la das mit dem Familiennachzug sagen wir mal, aber das betrifft ja eh nur irgendwelche aus dem Kosovo, die ihre Pässe vernichtet haben usw.

      Denn man will ja ansich den Zustrom wegen der Demographie usw. usw. ..

  7. "Niemand hat vor eine Mauer niederzureißen!"
    Nebenbei: Don A. zeigt mehr echte Empathie, als alle anderen zusammen – die sind doch alle nur Abbilder von Pseudo-Empathie! Deren Tränen sind Krokodilstränen, soviel steht fest, mehr nicht. Und das Volk erkennt auch das sehr genau. Denn Völker kann man nicht belügen. Zumal, wenn es eine Freie Presse hat.

    Nein, wie Herr Don fühlt ist schon ziemlich gut – und vollkommen korrekt. Echtes Mitleid, so wie er es hier zeigt, muß man sich nämlich erst einmal leisten können.

    Und weil sie es sich nicht leisten können, darum kommt von den anderen („den Medienleuten eben“) eben auch lediglich soviel geheucheltes Mitleiden, gespieltes, Selbstbetrug, „Posing für psychologisch selbstentworfene- u. selbstbedruckte Kleinhirnfolien“. Mehr nicht.

    Bundesinnenminister und Staat können auch ein Lied davon singen.

    Oder der Bauernverband. Klasse Fleisch wollen alle haben – und auch noch eine die eigenen Gutmenschen unverletzte, nichtverletzende, voll-intakte Realitätsfolie dazu. „Niemand muß sich in der Fleischproduktion akkordmässig langmachen um die Preiserfordernisse von Verbrauchers Schnäppchengier zu erfüllen. Denn wir sind ja alle mündige, aufrechte und edele Super-Über-Konsumenten, Sonderangebote (beim Fleisch) kaufen ja immer nur die anderen.“ http://tinyurl.com/po9hjm5

    „Niemand hat vor eine Mauer niederzureißen“, denn das wäre DIE DROHUNG für viele Verdrängte in vielen (Medien-)Büros heute? Der Gau: Minister de Maiziere könnte in Ulbrichts Fußstapfen kommen und die Mauer der Realitätsverblendung zwischen „uns Mittelbürgern“ und der Welt fortreißen. Dabei hatten wir uns gerade so schön erst an sie gewöhnt. Die Mauer. Halt von innen auch weiterhin als Element einer Eigen-Heilheitsprojektionsfläche weiter gut und preiswert zur Verfügung haben zu können.

    Und wehe, es wollte die einer unseren Michels wegnehmen. Dann könnten am Ende schlimmstenfalls auch noch die Amerikaner abziehen, und „wir“ wären „alle“ ganz nackt und bloß und schutzlos. In der Welt. Und alleine und unverstanden, schon wieder bis immer noch, wie schrecklich.

    Manches wirkte in der Tat in letzter Zeit sehr, als bräuchte es für manchen Journalismus überhaupt gar keinen Informationsminister in Berlin, der jeden Morgen dem Lande die Generallinie ausgäbe, sondern eher mehr so, als wäre das Talent dazu, eine unsichtbare Generallinie gut aber doch herauszufühlen, auch ohne einen solchen Herrn Minister fast schon von alleine vorhanden in Deutschland? Und zwar ganz sicher und fest überragend, so wie alles Deutsche auf seine Art?

    Ronald Reagan nach Hause schicken – und am besten für immer feste draußen zu halten, dazu wären die deutschen Mainstream-Medien neuerdings vor allem da? Edel, sehr edel, wie immer und noch alles Deutsche. Neuerdings mit neuem deutschem Uniformverhalten inwändig?

    • Ich verstehe genau, was mein Freun meint und ja, ich finde, er hat durchaus recht und ich könnte es auch anders sehen und argumentieren – allein, insgesamt hilft es nichts, man muss bei einer Debatte auch mal einsehen können, dass auch der eigene Standpunkt nicht richtig und schön ist, aber vielleicht wenigstens nicht der Schlimmste. Deshalb bin ich halt nicht empathisch.

  8. König Ludwig vs. Horst Seehofer - man trifft sich im Wasser
    Lieber Don Alphonso,
    man sollte ja nicht von Hinten, also bei Ihrem Nachtrag, beginnen, doch Don Alphonsos Beiträge als „kalt“ zu bezeichnen?

    Ich weiß ja nicht…., ich komme ja auch hin und wieder in die Situation meinen Freundeskreis zu überdenken.

    Sie schreiben von den Herren, die da am Donnerstag in Berlin zusammensaßen.

    Der Herr Seehofer hat mich ja schon ein wenig an den König Ludwig erinnert. Zur Reichsgründung war der Bayerische König ja auch plötzlich sehr wichtig geworden für den Herrn Bismarck, so als Vertreter der ältesten, regierenden deutschen Dynastie.

    Und der bayerische König sollte nun ja die Kaiserkrone an Wilhelm I. herantragen.
    „Nein“, hat unser Ludwig damals gesagt, ich mache euch nicht den Deppen, und ist nicht nach Versailles gefahren.

    Der Herr Seehofer ist dem Ruf nach Berlin ja jetzt gleich gefolgt. Denn er wußte von unserem Ludwig, daß dieser damals ja doch eingeknickt ist und den von Bismarck vorformulierten Kaiserbrief durch Prinz Luitpold von Bayern in Versailles am 3.12.1870 an Wilhelm I. übergeben hat. (Böse Zungen behaupten ja noch immer, daß unser König dafür Geld genommen hätte.)

    Der Herr Seehofer dachte wohl, diesen saudummen Fehler mache ich nicht, ich verhandle mal so richtig mit meinem Kaiser, also Kanzler.
    So gut war er aber wohl nicht, denn man hat sich wohl darauf beschränkt, manchen Dingen lediglich einen anderen Namen zu geben, womit wir wieder bei Ihnen, lieber Don Alphonso, am Tegernsee wären.

    Wie ich hörte sollen diese Leute, die Ihren Sportwagen bewundern, in Zukunft in Ihrem Landkreis eine „Residenzpflicht“ – so haben die es wohl in Berlin neu benannt. Das ist natürlich für all jene, die bisher am Tegernsee „nur“ wohnten bitter.

    Wer jedoch eine „Residenzpflicht“ hat, der residiert !

    Und Herr Seehofer war auch mit an der anderen Wortschöpfung beteiligt.
    „Aufnahme-Einrichtungen“ – na ja, damit ist ja dem letzten klar, es geht nicht mehr um eine Begrenzung oder gar ein Zurückschicken. Wer schon eine „Residenzpflicht“ von so ganz oben verordnet bekommt, will ja auch ganz sicher nicht mehr weg.

    Ich habe ja so das Gefühl dem Herrn Seehofer ist es so gegangen, wie damals unserem König Ludwig. Bleibt nur zu hoffen, daß der Herr Seehofer vor lauter Kummer nicht auch ins Wasser geht. Und um beim Wasser zu bleiben, so wird Bayern wohl auch in den kommenden Monaten überschwemmt werden, weil ihm, dem Seehofer, der Mut fehlte das durchzusetzen, was er ursprünglich angekündigt hatte. (Oder hat er Geld bekommen, wie man es unserem König Ludwig nachsagt?)

    Er hat wohl mehr die Arschkarte gezogen, der bayerische Löwe, in dem neuen Gesellschaftsspiel, das da heißt: wie übertreffen wir uns in gegenseitiger Verdummung? Hierzu einige Zeilen auf meinem Blog: http://objectbe.blogspot.ch/

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe

    • Seehofer hat etwas von einer tragischen Figur, weil er sowohl die CSU reformiet als auch Bayern – das muss man offen zugeben – zu einem besseren Land gemacht hat, und nun ist es eine Ostdeutshe, die das alles ohne Rücksprache ruiniert.

      Aber: Seehofer haben schon enorm viele abgeschrieben, auch Angela Merkel hat es schon ei9nmal getan, und er ist immer noch da. Diese Kraft muss man auch sehen. Obwohl er bei der CSU ist, muss ich sagen, dass ich ihn für den effektivsten Politiker des Landes halte.

    • Seehofer
      Inwiefern hat Seehofer genau die CSU reformiert? In einem Laden, in dem ein Markus Soeder noch spielend als der kompetenteste der Nachwuchsgarde durchgeht, kann es mit der Reform nicht so weit her sein, deucht mich. Und was Bayern angeht, da sollte doch das groesste Lob an Stoiber gehen, der ausserhalb Bayerns ob seiner, nun ja, ungelenken Rhetorik wohl zu Unrecht zur Witzfigur gemacht wurde, was uns nicht zuletzt eine vor Untaetigkeit strotzende rosteiserne Kanzlerin eingebracht hat.

      Die Seehofer’sche Politik der letzten Jahre hat sich fuer mich eher so dargestellt, dass ein groessenwahnsinniger Provinzfuerst in Antizipation des gleichartigen Groessenwahns der Bewohner seiner Provinz eklatant alberne Konfrontationskurse wider jede Vernunft in den unsinnigsten Fragen gefahren ist. Beispiele: Wir suchen UEBERALL nach einem Atommuellendlager… ausser in Bayern. Wir brauchen Stromleitungen, um die Energieversorgen des Suedens zu garantieren und um das nord-ost-europaeische Gemeinschaftsnetz nicht mit Windstrom zu zerschiessen… aber nicht durch Bayern. Wir schaffen eine kostenneutrale Autobahnmaut. Ha!
      Mal im Ernst: Haette Seehofer sich nicht durch zu viele solcher Aktionen als Quartalswahnsinniger der bundesdeutschen Innenpolitik aufgestellt, wie viel mehr Gewicht haette seine Position jetzt. Dabei muss man ihm durchaus zu gute halten, dass von den anderen Ministerpraesident(inn)en nicht viel konstruktives zu hoeren ist und man Seehofer ganz schoen im Regen stehen laesst.

  9. Realpolitik
    Werter DA,
    Willkommen zurück aus der Matrix. —

    Tja, jetzt würde eigentlich nur noch Realpolitik helfen und Realpolitik ist selten schön, aber oft richtig. Ich benutze den conjunctivus irrealis, weil ich nach dem – leider vorhersehbaren Versagen Seehofers – nicht mehr viel politische Gestaltung in Bezug auf eine dringend festzulegende und weltweit intensivst zu kommunizierende Obergrenze für Migranten erwarte. Trotz der offenkundigen Tatsache, dass D. in dieser von der Merkel-Regierung herbeigeführten Hochrisiko-Situation an seine Kapazitäten stößt – administrativ, kulturell, fiskalisch – kann man von der Bundeskanzlerin bis auf weiteres nichts weiter erwarten als ein herzliches „wtf do I care“ vis-à-vis der Mehrheit der deutschen Bevölkerung.

    Die Existenz realpolitischer Rest-Rationalität in der EU vorausgesetzt (eine Annahme auf schwachem Fundament heutzutags), liegt jetzt der Ball bei Hollande/Cameron/Rajoy/Rienzi. Nach dem Auskosten einer durchaus nachvollziehbaren Schadenfreude – jeder freut sich, wenn der (zum Teil selbsternannte) Musterschüler endlich mal kräftig auf die Schnauze fällt – müssten sie jetzt aus purem Selbstinteresse Merkel und ihren Lakaien klarmachen, dass sie eine Obergrenze plus Schließung der deutschen Grenzen erwarten. Alles was jetzt kommt, wird in der politischen Arena fast schon unvermeidbar ästhetisch sehr defizitär sein müssen.

    Slightly OT: Sehr interessantes Interview heute mit Safranski –– in der NZZ (wo anders in diesen Zeiten – http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ruediger-safranski-interview-die-deutschen-sind-in-der-pubertaet-ld.2940#kommentare)

    • Nun, einerseits waren die Italiener schon länger der Überzeugung, dass die Europäer einen an der Klatsche haben – namentlich beim Fall Gadhafis haben sie ja schon, und wie man heute sieht nicht ohne gute Gründe – einen an der Klatsche haben. Die sin generell sehr pragmatisch und halten auch jetzt keinen auf.

      Allerdings stellt sich gerade Schäuble hinter De Maiziere, und gegen die Kanzlerin. as wird spannen.

    • auf den punkt: Herr Safranski
      das interview erscheint in zürich, war er den deutschen gutmensch-medien zu ehrlich und zu direkt ?????????
      auch das ist zensur: ausgrenzung

      und er sagt: der protestantismus ist die halbe wegstrecke zum nihilismus……………..

      ja, durch den beitritt der DDR wurde deutschland eben vollends protestantisch…………..in welcher kirche arbeitet frau G.-E. ?

    • @fragen...
      Vielen Dank für den Link auf das NZZ-Interview mit Safranski. Das ist wirklich ausgezeichnet, voller exzellent beobachteter kultureller Diagnosen!

  10. Archetyp der Maria
    Mir hat Ihr Artikel sehr gut gefallen – vor allem der Hinweis auf diese weichgezeichneten Bilder „Mutter mit Kind“. Ich kann mir diese Bilder nicht gut ansehen, da ich bei deren Anblick nicht daran denken kann, dass Politik etwas mit Kontrolle und Grenzen zu tun hat, dass es neben dem Asylrecht auch ein Recht der hier Geborenen und Aufgewachsenen gibt. Das Marienbild ist so tief in unserer Kultur verwurzelt, dass es einfach unmenschlich erscheint, Maria nicht zu helfen.

    Es ist einfach beschämend, wie die Presse in einer irrational-emotionalen Weise ein Thema, bei dem es letztlich um die Existenz Europas geht, auflädt, so dass ein rationales Nachdenken nicht mehr möglich ist. Das Nachdenken wird dann – siehe Ihren Nachtrag – bereits als nicht empathisch angesehen. Frage: Haben diese Menschen eigentlich verstanden, was Empathie ist? Seit wann löse ich eine Mathematikaufgabe mit Empathie? Begeisterung an der Sache ist auch hier hilfreich, aber Empathie ist immer das Sich-Einfühlen in die Gefühlswelt eines anderen Menschen – und nicht in eine abstrakte Sache. Und auch in der Politik ist es hilfreich, wenn man der Verstand einsetzen würde, ohne sich immer gleich das Denken durch eine emotionalisierte Gesinnungideologie vernebeln zu lassen.

    Mutter Maria ist ein Archetypus unserer Kultur und das Eintreten für Menschlichkeit ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Aber diese Kultur wird gerade auf dem Altar einer falsch verstandenen Globalisierung geopfert. Und das macht mich ganz, ganz traurig.

    Dass viele der Flüchtlinge nicht aus politischen Gründen fliehen, sondern weil sie einfach ein besseres Leben wollen, wird in der Presse überhaupt nicht reflektiert. Nein, die Flüchtlinge in der Presse sind alle traumatisiert – und wenn dann irgendwelche Straftaten passieren, dass darf dies auch nicht thematisiert werden, denn man weiss ja aus der Traumaforschung, dass Menschen mit einem Trauma nicht vollumfänglich straffähig sind, da sie aufgrund ihrer psychischen Befindlichkeit Defizite in ihrer Selbstwahrnehmung etc. haben.

    Ich glaube langsam wirklich, dass manche Journalisten und Politiker den Verstand verloren haben. An die Zukunft von DE wird überhaupt nicht mehr gedacht. Dabei sollte gerade den Politikern eigentlich klar sein, dass DE sich dieses Sommermärchen nur leisten kann, weil es der Wirtschaft (noch) gut geht. Themen wie die Digitalisierung großer Teile der Wirtschaft werden gar nicht wahrgenommen.

    Digitalisierung ist für die meisten nur das Smartphone und dass man damit Bilder am Tegernsee aufnehmen kann und umgehend sind sie schon in Afrika oder Syrien. Dies führt dazu, dass völlig falsche Vorstellungen in den Köpfen der Adressaten erzeugt werden- aber diese Vorstellungen müssen ja richtig sein, denn das Foto ist ein Beweis erster Güte. Es stammt nicht von einem Journalisten, den man nicht kennt, sondern in der Regel von einem Familienmitglied, dem man ja vertrauen kann.

    Digitalisierung ist aber viel mehr. Es wird viele Prozesse der Wirtschaft und das Arbeitsleben von vielen Arbeitnehmern verändern, Branchengrenzen werden verschwinden und das alles in einer Geschwindigkeit, an die viele noch gar nicht denken. Aber wozu auch. Wir haben ja zur Zeit etwas anderes zu tun.

    • Nun, fairerweise muss man sagen, dass auch das christentum den Typus nur geklaut hat – und ausserdem könnte man bei den Vater-Kind-Bilder auch auf Hermes mit dem Dionysosknaben von Praxiteles verweisen. Ändert aber nichts daran, dass Koinderaugen für ein Phänomen stehen, das von jungen Männern klar dominiert wird.

    • Etwas daneben... wenn sie gestatten?
      “Es ist einfach beschämend, wie die Presse in einer irrational-emotionalen Weise ein Thema, bei dem es letztlich um die Existenz Europas geht, auflädt, so dass ein rationales Nachdenken nicht mehr möglich ist.”

      Sie nennen das „beschämend“? Ein ganzes Land wird seit dem Ukraine Putsch von einer Lügenpresse manipuliert, und es wird Meinungsmache bis zum geht-nicht-mehr betrieben… und sie finden das lediglich „beschämend“?

      „Und das macht mich ganz, ganz traurig.“

      Und sie finden ebenfalls „traurig“ sei in solcher Situation die angemessene Emotion?

      „Dass viele der Flüchtlinge nicht aus politischen Gründen fliehen, sondern weil sie einfach ein besseres Leben wollen, wird in der Presse überhaupt nicht reflektiert.”

      Nicht nur nicht in der Presse, sondern vor allem bei Foristen wie ihnen, die einen auf christlich und heilig machen, aber in Wahrheit nur Angst haben, es könne ihnen irgendwo an den eigenen Geldbeutel gehen.
      Die typische, deutsche Heuchelei halt…

      Wo glauben sie denn liegt die Ursache dafür, dass diese Leute auf einmal die Unverschämtheit besitzen „einfach ein besseres Leben wollen“?
      Könnte es was mit der deutschen/EU Wirtschaftspolitik zu tun haben? Mit dem Umstand, dass DE Export Weltmeister ist? Dass DE unsere amerikanischen Freunde auch militärisch unterstützen, obwohl die nachweislich vorsätzliche Massenmorde an Zivilisten begehen? Nicht nur im MSF Krankenhaus in Kundus? Und mit dieser „Politik“ mittlerweile aus VIER halbwegs funktionierenden Ländern tatsächlich „failed states“ gemacht haben? Und die Masse der Flüchtlinge ausgerechnet aus diesen Ländern kommen?

      In einer solchen Welt „einfach ein besseres Leben wollen“, das steht ihnen zu, aber doch nicht denen?

      Und nach all diesen Fragen beantworten sie uns noch eines: Welche der 5 Einheitsparteien haben sie bei der letzten Wahl gewählt? Und die jetzige Regierung, die dieses ganze Desaster eigenhändig verschuldet hat, damit legitimiert????

  11. Falls man ein Bonmot provokant formulieren wollte, evtl. auch sachlich nicht so ganz zutreffend,
    die Notiz dazu in unseren Tagesunterlagen reichte bereits auf den 12.10.15 zurück, dann evtl. so:

    „Die Masse der Staatsdiener und Journalisten taugt nicht einmal als Vernunftreserve – ist ihre Zeit unvernünftig, sind sie es auch.“

    Und: „Durch diesen verpatzten Generationenwechsel wird alles nur noch schlimmer.“

  12. Ob die Staatsmedien das so bringen?
    Manchmal ist das Delta etwas kleiner:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/illegale-einreise-in-italien-terrorist-nutzte-fluechtlingsboot-als-tarnung-13900640.html
    Oder ist die F.A.Z. jetzt eine rechte Hetzerin?
    Michael Titz

  13. Aussitzen
    Ich versuche schon länger, zum Thema qualifizierte Meinungen und Artikel zu finden – leider sind die rar. Es zeigt sich jedoch deutlich, dass es genügend schlaue Äußerungen gibt und gab, die aber nicht gehört wurden. Vielleicht auch nicht gehört werden wollten und immer aktueller: nicht gehört werden sollen bzw. nicht gehört werden dürfen.

    Es lohnt sich nicht mehr, den Fernseher wegen einer Nachrichtensendung einzuschalten. Dass diese jedoch als Basis dienen für hektisches Nichtstun, wie es in Berlin hingebungsvoll und narzisstisch praktiziert wird, ist erschreckend.

    • Titel eingeben
      Inzwischen: ich schalte mein Radio immer um die volle Stunde aus, wenn die offiziellen Regierungsmeinungen verkündet werden.

  14. Änderung der Bestimmungen für Schengenvisa ab dem 14.09.2015
    Während täglich Tausenden Menschen aus dem Nahost und Afrika, über deren Hintergrund nur wenig bis gar nichts bekannt ist, Einreise nach Deutschland gewährt wird, müssen andere zusätzliche Schwierigkeiten in Kauf nehmen, wenn sie ein Schengenvisum beantragen wollen. Seit dem 14.09.2015 gelten nämlich neuen verschärfte Bestummungen, die (ganz zufällig versteht sich) insbesondere rusdische Bürger treffen. So wie meine Mutter, eine fast siebzigjährige Rentnerin aus dem Südural, die ab jetzt einen 1500 km langen Weg nach Moskau auf sich nehmen muss, um dort die für das Visum benötigten Fingerabdrücke abzugeben. Klingt zunächst nicht so dramatisch, wenn man nicht weiß, dass eine solche Reise gerade für ältere Menschen finanziell und gesundheitlich nur schwer zu verkraften ist. „Die neue Maßnahme zielt darauf, den gesamten Prozess sicherer zu machen“. Ausnahmen für ältere Bürger oder wenigstens die Möglichkeit, die Abdrücke bei der Ausländerbehôrde hier in Deutschland abzugeben, gibt es nicht. Theoretisch würde das bedeuten, dass man auch mit 100 Jahren (etwas illusorisch bei der kurzen Lebenserwartung in Russland, ich weiß) noch nach Moskau reisen müsste, um die Abdrücke erfassen zu lassen.

    http://www.germania.diplo.de/Vertretung/russland/de/01-konsular/7-visa/vis-faq.html

    Ich frage mich, welche Gefahr wohl von den russischen Rentnern ausgeht, die offenbar als größer empfunden wird, als die Terrorgefahr durch möglicherweise als Flüchtlige eingereiste IS-Anhänger. Ich bin fassungslos, wobei in der Presse nicht einmal eine kleine Notiz über die Verschärfung der Visabestimmungen zu finden war. Alle waren viel zu beschäftigt damit, die Vorteile der Zuwanderung anzupreisen.

    • Verschärfung der Visabestimmungen
      Sehr geehrter Yolkaigolka, danke für die Information, dass die Visabestimmungen verschäft wurden, war mir bislang nicht bekannt. Aber ganz ehrlich gesagt, begrüße ich diese. Ich denke, die Gründe für diese Verschärfung sind klar – es wird befürchtet, dass auch Rentner aus Russland, oder anderen Ländern, die Idee kommen könnte, in DE zu bleiben und unsere Gesundheits- und andere Leistungen in Anspruch nehmen wollten. Was ich nicht verstehe ist – wenn die Reise nach Moskau zu beschwerlich und lang ist, wie kann der Reisende dann die noch längere Reise nach Europa unternehmen?

  15. Titel eingeben
    Die Existenz Europas, Athene? Ist das nicht etwas zu hoch gegriffen? Sprachen verändern sich, Lebensweisen, Ländergrenzen – wir können nicht erwarten, dass die kleine Welt, in der wir es uns ziemlich behaglich eingerichtet haben, so bleibt, wie sie ist. Andere wollen ihr Stück vom Kuchen, und eigentlich sollte man daran arbeiten, dass der Kuchen weltweit gerechter verteilt wird. Ja, Europa wird sich verändern, aber nicht aufhören zu existieren.

    Von Einwanderern (und ich benutze absichtlich diesen sehr vagen Begriff) mehr zu erwarten als von uns selbst, riecht nach Heuchelei. Zu leugnen, dass wir uns in der selben Situation anderes verhalten würden, als Syrer, Afghanen, Eritreer etc. ebenfalls. Vorurteile schüren und fördern hilft nicht weiter, im Gegenteil. Übrigens meinte meine Urgroßmutter, die in ihren Lehr- und Wanderjahren eine Zeitlang „Mamsell“ in Bayern war, bis an ihr Lebensende, die Bayern seien generell ein unmoralisches Volk. Das war ungefähr so undurchdacht wie anklingen zu lassen, Flüchtlinge seien auf Grund ihrer Herkunft überwiegend potentielle Sexualstraftäter. (Ich weiß, Sie haben das nicht anklingen lassen, Don Alphonso, aber Teile Ihres Publikums scheinen das so zu verstehen.)

    • Titel eingeben
      Doch, die Existenz Europas jenseits der bloßen geographischen Bezeichnung. Wir haben in Europa, besonders im Süden, eine Jugendarbeitslosigkeit von bis zu 60%. Die Einheimischen sind völlig perspektivlos. Die Staatsverschuldung ist exorbitant. Und da propft unsere politische Klasse (jetzt will Merkel schon wieder in Afrika für Einwanderung werben) zusätzlich 20% nichtintegrierbare Fremdsprachige, Kulturfremde, aus aller Welt Zusammengelaufene auf die eh schon bröckligen Strukturen auf, damit die, die den Laden noch notdürftig am Laufen halten, auch noch wahnsinnig werden und nicht mehr können? Ohne Notwendigkeit wird ein neues 45 angerichtet, und den jüngeren Generationen brasilianische Zustände zugemutet.

  16. Seehofer tut was er kann
    Rot-rot-grün mit nicht geringen Teilen der CDU ginge sich bei weitem aus.
    Merkel sucht ja alle Jahre die Salzburger Festspiele heim (wo sie vor ihrer zweiten Ehe niemals gesichtet wurde) und ich konnte schon mehrfach ein Applausdefilee beobachten.
    Dachte bis vor kurzem, sie wird doch demnächst mit nassen Fetzen – wie wir Westbalkanesen sagen – davongejagt und kann sich für den Rest ihres Lebens verkriechen. Immerhin hat dann auch Bayreuth eine Peinlichkeit weniger. Nichts davon scheint einzutreffen. Die CSU kämpft tapfer, aber auf sehr dünnen Eis.

  17. Das mit der Empathie
    nagt auch an mir, und, zugegeben, ich habe keine gute Idee. Zunächst aber, ich lese Ihre Artikel mit großem Gewinn :-)

    Auf der einen Seite der Zwickmühle steht, dass mitnichten einem der Migranten ein Vorwurf zu machen ist. Ich sehe das überdehnte Heilsversprechen, welches Politik und Proponenten der Helferindustrie gleichermaßen kommunizieren und welches durch ineffiziente Verwaltungsvorgänge faktisch vervielfacht wird. Auf der anderen Seite ist offensichtlich, dass demokratische Grundwerte wie ein säkulares Staatsverständnis, gut funktionale Solidarsysteme etwa bei Bildung und Gesundheit oder auch eine nationale Bevölkerungsentwicklung (ich denke etwa an die Diskussionen, die 3-4 Mrd. Euro Elterngeld bedeutet haben) geschliffen werden.

    Egal was ich mache, empathietechnisch verliere ich immer:
    Empathie mit den Migranten, die diese überdehnten Heilsversprechen nicht zu vertreten haben, macht mich kalt gegenüber dem Schleifen demokratischer Grundwerte. Eintreten für demokratische Grundwerte, geht zulasten der Empathie mit den Migranten, die diese überdehnten Heilsversprechen nicht zu vertreten haben.

    Das Zusammengehen, dass das derzeitige Geschehen am Ende demokratische Strukturen erhält oder sogar stärkt, kriege ich nicht zusammen, eher sehe ich derzeit, dass Extrempositionen weiter verhärten und darunter beide Anliegen Schäden erfahren.

  18. Schleierhaftes deutsches Wesen
    Ich war zwar mal Deutsche, aber mir sind die Deutschen mittlerweile total schleierhaft.
    .
    In den frühen siebziger Jahren habe ich vier ½ Jahre in Wien studiert. Jedes Jahr musste ich ein Visum beantragen und bestätigen, dass ich dem österreichischen Staat nicht zur Last fallen werde, weil meine Eltern das Studium bezahlen.
    .
    1976 bin ich nach Kanada ausgewandert, nachdem ich beweisen konnte, dass der Job, der mir in Vancouver angeboten worden war, von keinem einheimischen Bewohner ausgeführt werden konnte. Die Kanadier haben immer noch eine strenge Kontrolle. Mit der Regierungserklärung letzte Woche hat Trudeau erklärt, dass bis zum Jahresende 25 000 weiteren Flüchtlingen aus Syrien in Kanada ein Refugium geboten wird (zusätzlich zu den 10 000 die unter Harper schon reingelassen wurden). Das entspricht gerade mal dem Strom nach Deutschland von weniger als einer Woche.
    .
    In den achtziger Jahren habe ich mal für meine kanadische Firma in der Schweiz gearbeitet. Es war eine kurzfristig organisierte Notlösung, weil unsere Firma sonst einen Termin nicht hätte einhalten können. Der Beamte vom lokalen Bürgermeisteramt hat mir sehr klargemacht, dass ich mit meiner Familie nach genau drei Monate minus einem Tag das Land zu verlassen habe.
    .
    Jetzt wohne ich in den Niederlanden als Europäer und höre die Kommentare meiner Landesgenossen über Frau Merkels Einwanderungspolitik – freundlich sind die nicht.

    • Ich bin einen ähnlichen Weg gegangen...
      … und habe in den Ländern in denen ich gelebt habe ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn auch die Einwanderung nach Australien damals noch genau entgegengesetzt gehandhabt wurd… man bezahlte sogar das Flug-Ticket!

      Aber dem muss ich widersprechen, bzw, etwas hinzufügen:
      „Jetzt wohne ich in den Niederlanden als Europäer und höre die Kommentare meiner Landesgenossen über Frau Merkels Einwanderungspolitik – freundlich sind die nicht.“
      Auch ich habe dort Freunde die ich gelegentlich besuche und ich weiss von denen, da sie ehrlich sind, sie sind zunächst mal nur deshalb gegen Merkel, weil sie wissen wie leicht es ist von DE nach NL gelangen!

  19. Anmerkungen
    „In Freising hat man einen mutmasslichen Serienvergewaltiger auf frischer Tat erwischt“

    „Serienvergewaltiger“ ist aber auch eine unpräzise Formulierung, da es den Presseberichten zufolge in keinem der Fälle zu einer vollzogenen Vergewaltigung kam.
    Aber abgesehen davon, natürlich zutreffende Beobachtungen, aber einen Ansatz für eine Lösung kann ich nicht finden. Im Übrigen muss ich auch sagen, ich denke, schon, dass ein Teil der Flüchtlinge ein Problem ist bzw. es sein wird, wenn es zu einer dauerhaften Ansiedlung in Millionengröße kommt. Die Vorstellungen, die man in Deutschland hat, „Ach das wird schon, bei den Gastarbeitern hats doch geklappt“ sind m.E. völlig irre. Wer Zeit hat, sollte sich mal die Ergebnisse von Umfragen des PEW-Instituts in islamischen Ländern anschauen:
    http://www.pewforum.org/files/2013/04/worlds-muslims-religion-politics-society-full-report.pdf
    Die „gute“ Nachricht: Es gibt Regionen, in denen der Islam tatsächlich relativ moderat gelebt wird, v.a. Zentralasien und der Balkan (kommunistische Systeme hatten eben doch auch gute Erfolge zu verzeichnen), auch die Türkei ist trotz ihrer schlechten Entwicklung in den letzten Jahren eher gemäßigt. Die „schlechte“ Nachricht: In den arabischen Staaten und in Afghanistan/Pakistan leben die Muslime mit den radikalsten Ansichten, da vertreten teils deutlich über 50% der Muslime Ansichten wie „Todesstrafe ist für Apostaten angemessen“ oder „Frauen sollten nicht selbst entscheiden dürfen, ob sie Schleier tragen oder nicht“.
    Und genau aus diesen Regionen kommt gegenwärtig die Masse der Flüchtlinge. In Deutschland glaubt man bisher, das wird alles schon, wenn wir nur fest genug ans Grundgesetz glauben und Leute wie Julia Klöckner ein bißchen rumstampfen und Symbolpolitik wie Burka-Verbot betreiben. Diese Gesellschaft ist in ihrer Realitätsverweigerung nur noch als infantil zu bezeichnen.

    • @tommy
      Mich macht’s auch nur fassungs- und verständnislos. All die Schreihälse, die selbstverständliche Bedenken über den massenhaften Import eines konservativen Islam als paranoid, „angst“beladen und „rechts“ verschreien, sind doch gleichzeitig diejenigen, die auch am eifrigsten vermeintliche Benachteiligungen emanzipierter Frauen innerhalb unserer Gesellschaft und Arbeitswelt anprangern.

      Wir importieren hier gerade massenhaft einen konservativen Islam und die gebildeten Schichten sind dermaßen staatspolitisch degeneriert, dass sie überhaupt gar nicht mal den Gedanken verstehen, ein Staat müsse seine Interessen vertreten.

      Jeder Asylbewerber, der aus einem sicheren Drittstaat einreist, wird gesetzeswidrig und aus reiner Kulanz ins Land gelassen. Wenigstens bei diesen hätte man doch klar kommunizierte weltanschauliche Auswahlkriterien anwenden können.

      Aber es wurde nix geplant, nix kontrolliert. Obwohl man ––wie jetzt immer klarer wird–– schon lange vorher absehen konnte, dass mal die große Welle losbricht. Dass sie erst 2015 kam, ist eigentlich schon fast überraschend.

    • Titel eingeben
      @m.o.

      Den Leuten, gerade auch den vermeintlich gebildeten, fehlts m.E. teils einfach an Vorstellungskraft. Man glaubt anscheinend, das behagliche bürgerliche Leben im (noch) vergleichweise sicheren Deutschland sei der natürliche Zustand, nicht historische Ausnahme, und man glaubt auch, jede Form von Zuwanderung, egal welcher Größenordnung und welcher Zusammensetzung, sei gleich und grundsätzlich positiv zu bewerten, und ein „reiches“ Land wie Deutschland schaffe das doch sowieso. Dabei sollte es eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein, dass dieses Land aus den Angeln gehoben wird, wenn tatsächlich innerhalb von fünf Jahren 10 Millionen vorwiegend islamische Einwanderer kommen und dauerhaft bleiben, wie das ja teilweise geschätzt oder sogar ersehnt wird. Alles egal, Hauptsache, man ist gegen „rechts“, denn das ist im Grunde der einzige Wert im politischen Diskurs in Deutschland.

    • zu Anmerkung
      Ich sehe das auch so, aber wo ist die Lösung ?

  20. "Empathie" und Empathie
    Der Beitrag ist – wie immer – große Klasse. Zu dem Vorwurf der „Empathielosigkeit“ möchte ich noch ein paar Worte verlieren, weil das so oft zu lesen und zu hören ist und ich es wirklich nicht mehr lesen und hören kann: Was ist schon „Empathie“? In wen soll man sich denn alles hineinversetzen und bis zu welchem Grad? Tut das eigentlich auch „die Gegenseite“?

    Es gibt auf der Welt nahezu unbegrenztes tatsächliches Elend. Wenn Deutschland wollte, könnte es jedes Jahr Millionen echter Flüchtlinge haben, solange bis hier wirklich gar nichts mehr geht. Gerade braut sich in Burundi wieder ein Völkermord zusammen. So ist die Welt. Gerade deshalb ist es mit „Empathie“, d.h. gesinnungsethischem Kitsch, eben nicht getan. Man muss sich immer auch und vor allem *rational* überlegen, was ein Land leisten kann und leisten sollte. Was Deutschland im Moment tut, ist, nicht nur realpolitisch betrachtet, in jeder Hinsicht jenseits von „Gut“ und Böse“ (die von Ihnen geschilderten Zusammenhänge im Blick auf die Türkei sind ein sehr gutes Beispiel für den Wahnsinn der Marke „Merkel“). Deswegen will es auch niemand mehr genauso machen, nicht einmal Schweden.

    Was mich in diesem Kontext auch immer wieder stört, von Tag zu Tag mehr, ist die Behauptung, die auch von Kirchenseite so gerne zu hören ist, es gehe doch für „uns“ nur darum, etwas zurückzustecken in Sachen „Wohlstand“, der ja in Deutschland ach so groß sei. Es gibt auch in Deutschland, erst recht im Rest Europas, viele Menschen, bei denen man von „Wohlstand“ redlicherweise kaum sprechen kann, die aber am meisten den Folgen der Massenzuwanderung ausgesetzt sein werden. Versetzen sich diejenigen, die „Empathie“ fordern, denn auch ausreichend in diese Menschen hinein? Versuchen sie wirklich, nachzuempfinden, was in Leuten vorgeht, denen man immer und immer wieder gesagt hat: „Wir haben nicht mehr Geld für euch“ und die jetzt erleben (müssen), wie für die „Flüchtlinge“ die Scheckbücher gezückt werden, als gebe es kein Limit, die jetzt gemeinsam mit ihnen an den Tafeln im Land anstehen müssen? Unter den gerade ins Land kommenden Menschen sind sicherlich auch viele Leute, für die man Sympathie haben kann, haben sollte, aber eben auch Berufskriminelle aus Marokko, die jetzt die Chance gekommen sehen, sich nach Deutschland aufzumachen. Und auch Sympathie ist nicht gleichzusetzen mit uneingeschränkter Solidarität.

    Versetzen sich diejenigen, die „Empathie“ verlangen, ausreichend in Mitbürger hinein, die im Grunde nichts gegen eine angemessene (vorübergehende) Aufnahme von Flüchtlingen haben, aber mit Entsetzen beobachten, wie die Grenzen gerade überrannt werden, das staatliche Gewaltmonopol außer Kraft gesetzt wird und der Staat nicht nur zuschaut, sondern gewissermaßen „Beihilfe“ zu alledem leistet?

    Alles hat seine Grenzen. Das gilt für den Staat, für die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten, für Solidarität innerhalb von Gemeinschaften. Es gilt natürlich auch für Empathie, aufrichtige wie unaufrichtige, und zwar aus gutem Grund. Man könnte z.B. auch jeden Tag die gesamte Zeit damit verbringen, über die Gräuel des IS nachzudenken. Wenn man nicht vorbehaltlos „Refugees welcome!“ skandiert, kann das durchaus auch den Grund haben, dass man keinesfalls ein empathieloser, kalter Mensch ist, sondern dass man ein sehr empathischer Mensch ist, der aber eben seine Aufmerksamkeit auf andere Menschen und Umstände fokussiert – vielleicht sogar solche, die allzu lange nicht beachtet worden sind.

    • Typisch.....
      Phrasen und Ausreden… typisch Spiessbürger!

      Was sie uns verschweigen, weil sie es weder wissen wollen, noch akzeptieren wollen, ist der Umstand, dass die Politik des Westens zwar nicht der alleinige Grund für das ungeheure Elend weltweit ist, aber der wesentlichste der Gründe! Gerade in diesem Fall muss man schon extrem dumm oder verlogen sein, um nicht die USA als eindeutig erste aller Ursachen zu verstehen.
      Das pervers habgierige, egoistische Wahlverhalten in den Ländern der ersten Welt ist es auch, das nicht nur dort sondern eben auch bei uns für Verhältnisse sorgt, die auch Deutsche, und zwar in Millionenzahl, dazu zwingt in einem reichen Land wie DE in menschenunwürdigen Umständen zu lesen.

      Nur Dummköpfe und Brachial-Egoisten können etwas dagegen haben, und sich weigern in solchen Situiationen wenigstens ETWAS von ihrem Wohlstand abzugeben.
      Das mag nicht nett sein, ist aber normal, und verzeihlich.

      Nur bitte, verschonen sie andere mit ihren Heucheleien, Ausreden und Rationalisierungen!
      Ja, sie haben ihr Leben an Arbeit und möglicherweise sogar Illegalitäten verschwendet, anstatt es zu leben, und nun wollen sie das Zusammengeraffte nicht mrt anderen teilen, nur damit es denen nicht ganz so dreckig geht!

    • Die Ursache sind nicht die USA ...
      @TDV

      Nur weil es in diesen Diskussionen von verschiedenen Leuten immer wieder wiederholt wird, wird es nicht wahrer. Ja, die USA haben viel Mist gebaut, aber die USA sind nicht die Ursache der Flüchtlingswelle!

      Mittlerweile wird schon gefordert, Klimaflüchtlinge aufzunehmen, was potentiell so ziemlich jeden Menschen auf diesem Planeten einschliesst. Und Merkel hat in Afrika für noch mehr Einwanderer geworben. Merken Sie was?

      Selbst wenn die USA in den letzten 50 Jahren keine einzige Bombe geworfen hätten, würden jetzt Millionen kommen. Zwar kaum welche aus Syrien, aber aus Eritrea (kommen eh schon), Bangladesh, Ghana oder sonst woher, wo gerade eine Flutkatastrophe, ein Erdbeben oder sonst irgendwie Armut herrscht.

    • @ TDV
      Ich würde ja etwas mehr zu Ihrem Kommentar schreiben, wäre er nicht offensichtlich so gaga.

  21. Filterblasen zerschellen immer an der Realität, die Frage ist nur, wann und
    zu welchem Preis. Diese hier früh und zu einem hohen Preis.

    Bittere, einfache und bisher nirgendwo jemals widerlegte Realität ist: Kein Land der Erde verträgt monatlich 200.000 bis 300.000 Erstzuwanderer plus etwas später 600.000 bis 1.000.000 Familiennachzügler – monatlich – als zu integrierende Einwanderer (!) über einen längeren Zeitraum. Keines. Nirgendwo. Nirgendwann.

    Mehr muss man nicht wissen. Wenn sich dabei ganz nebenbei die „Lügenpresse“ verfestigt und vergrössert, sich eine neue Rechtsradikalenpartei etabliert, die politische „Elite“ von der eigenen Bevölkerung für verrückt gehalten wird und potentiell der über Jahrzehnte mühselig aufgebaute europäische Staatenbund erodiert, dann gehört das zum Preis. Bon.

    Ich nehme zur Kenntnis, dass man in der medialen wie der politischen Elite Deutschlands all das offenbar entweder verdrängt oder bewusst in Kauf nimmt, damit das Selbstbild keinen Schaden nimmt. Diese Art von kollektiver Eliten-Verrücktheit selbst zu erleben hilft ungemein beim Verständnis der Geschichte des eigenen Landes.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Encore!
      Kurz, präzise, zutreffend. Ich habe den Eindruck, Ihr Schlusssatz beschreibt exakt den Kenntniszugewinn, welchen jüngere Historiker augenblicklich erfahren. Die Balance ist hin, und wer dieses erkennt und nicht alarmiert ist, dem wird die Zeitläufte unweigerlich eine vorhersehbare Rechnung präsentieren, die so vieles mühsam Errungene radikal zur Disposition stellt – für alle. Danke für Ihren Kommentar!

    • Herrlich !
      Dass ich sowas noch erleben darf, dass unter solchen Inhalt TH steht….

  22. Affrikaner und Elefanten
    Hat jemand schonmal einen Affrikaner auf einem Elefanten reiten sehen? Die Jungs in Asien kriegen es hin, die Elefanten als Arbeitstiere zu nutzen. Und die Affrikaner? Sammeln deren Mist, um ihn anzustecken und vielleicht ihr Süppchen drüber zu kochen. Für solche ist sogar ein FIAT ein echter Sportwagen. Und dessen Reiter ein Held!

    • Gruß aus Abidjan
      Ich habe mich schon öfter über dieses Thema unterhalten.
      Es gibt Leute die den Unterschied auf die Elefanten abwälzen, was mich allerdings nie ganz überzeugt hat.

      Wer weiß welche Elefanten Hannibal hatte?

      PS: Es gibt ja in Thailand auch eine Schule, die Affen zum Kokosnußpflücken ausbiledt. Habe ich hier auch noch nicht gesehen.
      Vielleicht sind auch die Affen andere…

  23. Die Omissionslüge
    Ich. will. nicht. ständig belogen werden! Und man kann sich nicht damit herausreden, daß die Lüge durch Weglassen eine edlere Form der Lüge sei.

    Kleines Beispiel gefällig, von dieser Woche? Ein Artikel vom 4.11. im lokalen Boulevardblatt berichtet über eine Serie von Handydiebstählen in der Münchner U-Bahn, im wesentlichen Straßenraub aus der Hand des Besitzers. Wenn das smarte Phone 700 EUR gekostet hat, ist das ja nicht ganz so lustig, ganz abgesehen von dem schlechten Gefühl, daß man sich hat austricksen lassen. In der Zeitung steht also: „[…] An verschiedenen U-Bahnstationen griff sich ein Unbekannter jeweils kurz vor der Schließung der Türen die Handys von Fahrgästen, die in der Nähe der Tür standen. Bis die Opfer reagieren konnten, war die Tür geschlossen und der Tatverdächtige über alle Berge. Am Montag kam es erneut zu einem ähnlichen Fall. […]“ Einer der Serienräuber war nun von Passanten festgehalten und also erwischt worden, ein anderer entkam.

    Die zugrunde liegende Meldung aus dem Polizeibericht, die der „Journalist“ konform mit Ziffer 12.1 des Kodex des Deutschen Presserats paraphrasiert hat, enthält aber eine kleine Zusatzinformation: „Bei dem Mann handelt es sich um einen 22-jährigen Afghanen aus München.“ Offensichtlich beschränkte sich die Rolle des „Journalisten“ also auf die des Zensors im Metternichschen Sinn, der seine Brötchen damit verdient, aus Polizeiberichten bedenkliche Passagen herauszuschnippeln, die zwar wahr sind, aber im Verdacht stehen könnten, zu Ressentiments gegenüber bedingungslos zu schützenden Bevölkerungsgruppen zu führen.

    Heute habe ich mal das lokale Werbeblättchen aufgeschlagen. Dort wurde indirekt zum Boykott einer bestimmten Gaststätte aufgerufen. Eine Gruppe asylkritischer Bürger hatte zuvor versucht, sich in einem Wirtshaus im Münchner Stadtteil Laim zu treffen, war aber vom politisch interessierten Wirt ostentativ im hohen Bogen hinausgeworfen worden. Dies war im Sinne von „München ist bunt“ von der Presse einhellig beklatscht worden. Nun hatte die von der Stadt München bezahlte, mit der Antifa verbandelte „Beobachtungsstelle“ für rechtsextreme Umtriebe offenbar spitz gekriegt, daß sich dieselben Leute in einer anderen Gaststätte erneut getroffen hatten. Prompt landete also das Bild dieser Gaststätte in der Postille, um die entsprechende „Gegenöffentlichkeit“ zu erzeugen und auch dort etwaige Treffen zu verhindern. Ich kenne weder die Bürgerinitiative, noch die eine oder die andere Gaststätte. Aber das alles ruft bei mir ein mulmiges Gefühl hevor, das eher an die Weimarer als an die Bonner Republik erinnert.

  24. Christentum und Multikulti
    Da gebe ich Ihnen recht – Madonna mit Kind ist geklaut. Gab es schon in der Antike als Demeter mit Persephone. Aber auch fast alles andere: Ostern, Weihnachten, Auferstehung etc.

    Aber der Klau – noch dazu aus unterschiedlichen Kulturen – ist doch gut gemacht und bis heute erfolgreich.

    Das Christentum ist also eine Plagiats- bzw. eine Multikulti-Religion. Nun, dann kann man ja auch noch den Halbmond integrieren – und im übrigen gibt es den auch schon bei vielen Madonnendarstellungen (eigentlich ist der Mond ja ein Symbol der Artemis – schon wieder ein Klau). Ich hoffe nur, dass die Übernahme nicht feindlich ist – aber dies gibt es glaube ich nur in der Wirtschaft ….

  25. Nichtnur Mutter mit Kind
    Nach meiner Lebenserfahrung kann ich nicht nachvollziehen
    wie auch Hundertjährige im Rollstuhl und Kleinkinder so eine
    beschwerliche Reise überhaupt schaffen.

    Naja, die schaffen das.

  26. Selfie-Fotos mit Merkel
    Wenn jetzt vor Ort die Beschreibung des Geschehens zugunsten einer persönlichen Sicht aufgegeben wird, dann entsteht ein Gesinnungsjournalismus mit Realitätsverlust. Das für mich zutiefst Befremdende dabei ist das Verschwinden einer sorgfältig recherchierenden Journalistenzunft.

    Und natürlich, ein Smartphone-Bild, gesendet an Gesellschaften mit oraler Tradition, bewirkt mehr als tausend Worte. Mir scheint, als hätten viele Entscheidungsträger bei uns noch nicht begriffen, welche Sogwirkung Selfie-Fotos mit Merkel auch in den entlegensten Zeltlagern erzeugen können. Schriftunkundige Nutzer sehen Bilder aus einem vermeintlichen Paradies mit Mutter Merkel und machen sich auf den beschwerlichen Weg, denn das Kleingedruckte hat nun mal keinen Platz in der bunten Social-Media-Welt.

    Ein Gesichtsverlust ist nicht nur für Flüchtlingen vor heiler Tegernsee-Kulisse ein Problem, auch im Kanzleramt mag keiner mehr zurückrudern. Und wenn die schrillen Töne in den Blogs und Medien weiter anschwellen, bleibt dann das vernunftbestimmte Abwägen bei uns auf der Strecke?

  27. Titel eingeben
    Müsst ihr euch mit dem Filter quälen, denkt: das kommt vom Merkelwählen.

  28. Junge Männer
    @ Don, 8. November 2015 um 19:01 Uhr: „für ein Phänomen stehen, das von jungen Männern klar dominiert wird“

    Was durch den Verbot eines Familiennachzuges, wie von de Maizière für Syrer vorgeschlagen, nur verstärkt würde.

    (Ansonsten kann ich der Argumentation zustimmen, dass Bürgerkrieg einen Schutzgrund, aber keinen Asylgrund darstellt. Politische Verfolgung trifft einen Einzelnen aufgrund seiner Einstellung, nicht aufgrund seiner Gefährdung, die unabhängig von der Auffassung des Betroffenen ist. Auch ein Assad-Freund hat das Recht, vor Bürgerkrieg Zuflucht zu suchen, aber kein Asylrecht.)

  29. Kaltblütig
    sollte man immer sein, wenn man sich in einer wichtigen Sache entscheidet. Und jede Ethik, die sich nicht jemand nur privat und in nur eigener Sache leistet, muss notwendig konsequentialistisch sein. Also muss man realistisch das Für und das Wider wägen, die Kosten hier und die Kosten da – und sich erst dann in Kenntnis der Umstände entscheiden. Die unzähligen Sklaven ihres „Bauchgefühls“ sind nur verantwortungslose Narren. Viele vertreten allerdings energisch, in die Richtung marschieren zu sollen, in die sie ihr spontaner emotionaler Impuls drängt, die gelieferten Argumente dafür sind dann aber meist nur Rationalisierungen. Man kann das prüfen, wenn man einen wesentlichen tragenden Grund des vorgetragenen Schlusses widerlegen kann – meist ist prompt schon wieder ein anderer da, notfalls sogar der Gegengrund zum vorigen.

    Übrigens wird die Hälfte der heute zumeist aus Neigung geschlossenen Ehen geschieden – soviel dazu, wie hilfreich emotional gefärbtes Agieren ist.

    Erst die Fakten feststellen, dann rechnen, dann entscheiden. Wie’s „innen drin“ aussieht, hat keinen zu interessieren, am wenigsten den, der entscheiden muss. Gerade in außerordentlichen Situation führt die Emotion am sichersten auf falsche Wege, weil hierfür kein sinnreich leitendes Gefühl im Sinne einer unbewussten Kompetenz durch viele vorangehende Erfahrungen erworben werden konnte. Also soll man doch gefälligst das Großhirn bemühen, auch wenn dies allzu vielen den größten Schmerz bereitet. (Wieso denn eigentlich? – Das große Rätsel des Lebens!)

    Also nie Entschuldigung für Kaltblütigkeit erbitten. Damit gibt man nämlich ein schlechtes Vorbild.

    • Kaltblutnazi,
      dunkeldeutscher! Don, ich fordere einen safe space gegen solch triggernde hate Speech, die enorme Auswirkungen auf meine Befindlichkeit hat.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  30. Titel eingeben
    Woanders wird gehandelt, per „Notregime“:
    http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/zahl-der-fluechtlinge-steigt-sprunghaft-1.18643105

    Der nächste Anwärter für den Index Romanus aus Prantlhausen stellt sich vor:
    http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ruediger-safranski-interview-die-deutschen-sind-in-der-pubertaet-ld.2940

  31. Auch mich berührt Ihr Satz von der Mutter, die der Maria ähnelt, zutiefst
    Selten habe ich bei Ihnen einen so schönen Satz gefunden:“…Aber wer nur die weich gezeichneten Bilder syrischer Mütter mit Ihren Kindern kennt, die ikonographisch die christliche Marienverehrung zitieren,…“. Was für ein Satz! Ich schließe mich hier vorbehaltlos der Erklärung von Mitforistin „Athene“ an, die den Zusammenhang zwischen christlichem Verehrungsbildnis und der daraus entstehenden psychologischen Wirkung beim Betrachter von leidender Mutter mit Kind präzis erfasst und erklärt hat.

    Insgesamt stelle ich inzwischen fest, dass ich immer apathischer auf Flüchtlingsbilder in den Medien reagiere. Was mich allerdings immer mehr aufregt, ist die Realitätsverweigerung unserer Staatsführung.

    Zudem erstaunt mich, dass – zumindest meiner Kenntnis nach noch niemand einen Vergleich, bzw. ein literarisches Vorbild zu Merkels absurdem Verhalten in Bertolt Brechts Theaterstück: „Der gute Mensch von Sezuan“ finden konnte. Vielleicht hat die DDR-Erziehung wirklich zu diesen kruden Gedanken von Staatslenkung geführt.

    Im übrigen möchte ich uns geborene Westler aber auch nicht entlasten, schließlich wäre es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass endlich ein Ende in diese Kanzlerinnenhörigkeit einkehrt. Warum kein Misstrauensvotum? Es wird Zeit für Neuwahlen, wir gefährden mit der isolierten Kanzlerin, die in Manier Ludwig XIV. erklärt, dass dieses Land bei Wiedereinführung rationaler Politik nicht mehr ihr Land sei, unser über Jahrzehnte aufgebautes Vertrauen in Europa, in den englischsprachigen Ländern wird inzwischen offen von Zeitungskommentatoren am Verstand unserer Kanzlerin gezweifelt.

    Machen wir der Kanzlerin endlich klar, dass es tatsächlich nicht ihr Land ist, sondern unser aller Land, und dass wir es so lieben, wie es ist und auch der Meinung sind, dass es eine Willkommenskultur geben sollte, aber eben für die Menschen, die wir eingeladen haben, so wie es alle anderen erfolgreichen Industriestaaten uns vorleben. Statt des deutschen Sonderweges, der unter Kanzler Schröder der EU schon den griechischen Staat beschert hat, sollte es nun wieder zur Einigkeit mit der restlichen EU kommen und man sollte sich in Deutschland den übrigen 23 Ländern anpassen, was die Aufnahme von Flüchtlingen angeht. Ich halte es für eine gefährliche Illusion zu glauben, dass irgendwann schon eine europäische Lösung für das Flüchtlingsproblem kommen wird, dies erinnert mich sehr an das Hoffen auf den wiederkehrenden Heiland. Bösartig formuliert, nehmen wir Flüchtlinge auf „bis zum Endsieg“, die Heilserwartung wird einfach in die Zukunft projiziert, zwischendurch wird die Bevölkerung häppchenweise mit der Wahrheit konfrontiert: 80% der ankommenden Flüchtlinge können weder lesen noch schreiben und haben weder Beruf noch Universitätsabschluss. Es sind doch mehr Flüchtlinge krank als erwartet. Die Wirtschaft gibt zu, doch nicht so viele Facharbeiter integrieren zu können, irgendwie sprechen die hier Ankommenden alle kein Deutsch.

    Die Kanzlerin bleibt stoisch bei ihrer Haltung, die – wäre man Ausländer und könnte sich den deutschen Sonderweg in der Flüchtlingsfrage in Ruhe von außen betrachten – einen eigentlich nur noch zum Lachen reizen kann. Mir ist das Lachen längst vergangen, und auch alle Empathie.

    Empathieverlust. Das kann schon mal passieren. Ein(e) Kanzler(in) schwört in ihrem Amtseid, dass sie/er allen Schaden vom deutschen Volk abwende. Ich denke, schon die Erklärung, dass der Islam zu Deutschland gehöre, schadete dem deutschen Volk schon mehr, als es ihm nützte. Die von der Kanzlerin propagierte Devise „Macht auf das Tor, die Tür macht breit“ muss endlich öffentlichen Widerstand finden.

    Wer Deutsch gelernt hat, einen in Deutschland gesuchten Beruf aufweisen kann, gerne hier arbeitet und sich keiner kriminellen Vergehen schuldig macht, ist mir auf das herzlichste Willkommen.

    Ich vermute, dass die meisten „Flüchtlinge“ lediglich Wirtschaftsimmigranten sind, denen noch gar nicht klar ist, dass die deutsche Sprache hier durchaus noch gesprochen wird. Und wo sie in Deutschland nicht gesprochen wird, dürfte so etwas wie eine Parallelgesellschaft existieren, die vermutlich die Mehrheit hier gar nicht haben möchte. So sollte das Hauptkriterium bei der Einreise die Deutschkenntnis sein. Dies ist Dreh- und Angelpunkt allen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Man kann sich auf einen Auslandsaufenthalt immer vorbereiten, daran kann man den tatsächlichen Willen zur Mitarbeit in dem Zielland ablesen. Der Rest gehe woanders hin, oder werde woanders hingebracht.

    Hauptproblem ist ein zu starkes Nachgeben gegenüber Ausländer- und Flüchtlingsverbänden. Der deutsche Pass hätte niemals an Ausländer oder Auslandsstämmige vergeben werden dürfen. Auch sollten Ausweisungen viel schneller, also schon bei einmaligen, kleinen Gesetzesübertretungen stattfinden. Wir hätten uns die Hierherkommenden erziehen müssen, stattdessen sind bei uns Dinge (Burka, Moscheebau, Gebetsräume, Ehrenrettungen) gestattet, die uns alle zu lächerlichen Clowns eines niedergehenden Staatswesens degradiert. Es wundert mich gar nicht, wenn sich immer mehr Menschen inzwischen einen starken Mann an die Staatsspitze zurückwünschen.

    Ein fremder Staatsmann (Erdogan) darf in einer deutschen Veranstaltungshalle auf seiner Wahlveranstaltung verkünden, dass die Teilnehmer sich nicht integrieren (assimilieren) sollen. Das wäre der beste Zeitpunkt gewesen, ein Gesetz zu schaffen, das fremdländische Wahlpropaganda in Deutschland verbietet. Und ein Assimilierungsgesetz zu schaffen, dass die Unterwerfung unter das deutsche Staatswesen für hier bleibende Ausländer fordert. Wir haben uns aller Handhabe gegen ausländische Staatsfeinde im eigenen Land beraubt. Es wird uns ergehen, wie den Indianern, wenn nicht bald deutliche, starke Zeichen aus der Politik kommen und harte Maßnahmen. Macht die Kanzlerin endlich zur Pensionärin, ich fordere Empathie mit dem stammdeut

  32. Die Macht der vernetzten Bilder...
    …verdeckt schnell, dass es einen Unterschied zwischen Empathie und Sentimentalität gibt. Empathisch regiert man unmittelbar in der zwischenmenschlichen Situation.

    Sentimentalität hingegen ist ein weites Feld, dass auch narzisstisch geprägtes Gutmenschentum einschließt.

    Leider sind beide Begriffe mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit miteinander verschmiert. Wer keine ‚Empathie‘ zeigt – das weiß der halbintellektuelle Verwaltungsangestellte des juste millieus aus der Küchenpsychologie – der borderlined an den Soziopathen. So etwas will keiner sein!

    Und warum hat Merkel wohl einen derartigen Schwenk bei einem gefühlsbeladenen Thema vollzogen?

    Ihre pragmatische Tour (‚es können nicht alle bleiben‘) hat der Kanzlerin einen Shitstorm und einen ‚Stern-Titel‘ mit der Bezeichnung ‚Eisprinzessin‘ eingebracht. Das ist im gefühligen Deutschland fast ein politisches Todesurteil – jedenfalls wenn man so öffentlichkeitsnervös wie Merkel re(a)giert (siehe etwa Atomausstieg). Insofern war das Staatsversagen der Kanzlerin abzusehen – und letztlich will es die Masse der Bevölkerung ja immer noch so, streng dem Pfadfindermotto verpflichtet.

    Was die Bereitstellung eines wertigen Selfiehintergrunds angeht, lieber Don: Das ist wohl weder Sentimentalität noch Empathie. Aber entscheiden Sie selbst.

  33. Friedes Wortwahl
    welt.de/politik/ausland/article148596220/Obwohl-die-Rechte-gewinnt-droht-kein-zweites-Ungarn.html

    Wie wahr, BILD & WELT droht in Thüringen kein Verbot (noch). Dass den Leuten dann nur noch die unziemliche Bezeichnung LINKSDREHENDE LÜGENPRESSE einfällt, ist wohl „der drohende Rechtsradikalismus“.

  34. Filterblase - oder sagen wir es genauer: Ignoranz
    Werter Don, zwei Dinge:

    Erstens, bitte unterlassen Sie es, für ihre priviliegierte Situation uns um Entschuldigung zu bitten. Ich denke, die meisten von uns akzeptieren, dass Sie in dieser Weise Ihr Leben gestalten können, und sie gönnen es Ihnen auch. Zumal ja einiges an Reflexionsleistung – quasi als Gegenwert für uns – rüberkommt. Aber ich sage Ihnen offen, in den Umständen, unter denen Sie arbeiten, würde ich gerne mal Urlaub machen.

    Zweitens zur Filterblase. Ich sehe das Problem vor allem darin begründet, dass sich in den letzten 50 Jahren in Deutschland (vor allem in der alten BRD) ein Gefühl aufgebaut hat, viel besser über die Welt informiert zu sein, als es alle anderen sind. Und dass die eigene Sicht-, Denk- und Bewertungsweise der poltiisch, ethisch und moralisch richtige Maßstab wäre. Dass dieselben Dinge, Vorgänge oder Ereignisse woanders ganz anderes gesehen werden, kommt in der Vorstellungsweise der hiesigen politischen und medialen Eliten dummerweise nicht vor.

    Beispiele?
    Die Kinder Ungarns lernen in der Schule, dass ihre Nationwerdung über die „Landnahme“ geschah. Erst nachdem Otto I. den Magyaren auf dem Lechfeld (955) gezeigt hatte, dass das mit den Plünderungen nicht so weitergeht aber sie sich in Pannonien niederlassen können, haben sie das dann auch unter Stephan I im Jahr 1000 formell getan. So weiß jedes ungarische Kind, dass und wie „Landnahme“ funktioniert – und dass man aufpassen muss, dass nicht andere das mit einem selbst machen. So donnert die ungarische Luftwaffe mit ihren paar Kampfjets im Sommer im Tiefflug über den Balaton, was militärisch wohl ziemlich sinnlos ist. Der deutsche Urlauber ist genervt, aber das ungarische Ehepaar sagt: „Prima, dass unsere Armee ihre Kampfbereitschaft zeigt.“

    Und die Polen, Tschechen, Slowaken, Balten usw. wollen nach Jahrzehnten sowjetischer Beherrschung und Entmündigung jetzt einmal für eine längere Zeit ihre Souveränität ausleben. Und sie verbitten sich, nach 20-25 Jahren Unabhängigkeit von anderen Hegemonen gesagt zu bekommen, wen und wieviele Fremde sie in ihr Land aufzunehmen haben. Die Drohung gegenüber diesen Ländern mit Kürzung der Zahlungen aus den EU-Kohäsionsfonds bei Verweigerung einer Quotenregelung (heute in in ARD titel-thesen-temperamente von Cohn-Bendit geäußert) wird dort übelst vermerkt werden und „Europa“ sicherlich nicht beliebter machen.

    Das Entstehen der von Ihnen, werter Don, so bezeichnete „Filterblase“ beruht m.E. also auf der Unfähigkeit hiesiger Eliten, sich in die Sicht-, Denk-, Werte- und Anspruchsmuster anderer Akteure außerhalb des eigenen Medienfeldes hineinzuversetzen; wobei man diese anderen Akteure dann einmal „verstehen“ müsste – ich weiß: in heutigen Zeiten ein ganz schwieriger Begriff! Wie war das so schön, als man der Hermeneutik oder Luhmannscher Systemtheorie des Beobachtens noch freien Lauf lassen konnte!

    Aber heute muss jeder Reporter, Redakteur, Moderator ziemlich aufpassen, ob er vielleicht in den Geruch geraten könnte, ein Wen-auch-immer-Versteher zu sein. Diese Tendenz, die man z.B. in England so nicht kennt, ist letztlich politisch dysfunktional und für die Allgemeinheit schädlich.

    P.S. Heute bei einer kurzen Radtour aus dem ostdeutschen Oberzentrum in die nächste Kreisstadt mehreren Asylbewerbern begegnet, die auf durchaus guten Bikes unterwegs waren.

  35. Die Austreibung des hässlichen Deutschen
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, was im deutschen Internet in den Nullerjahren los war, wenn der israelisch-palästinensische Konflikt wieder einmal eskalierte. Nichts konnte in Gaza so schlimm sein, wie das unfassbare und unstillbare Leid deutscher Kommentatoren an der Welt und an sich selbst. Jeden Augenblick, so schien es, konnte es zur entscheidenden Schlacht im verbalen, deutschen Bürgerkrieg kommen, zwischen verfeindeten Fraktionen, die es sich hinter der Tastatur gemütlich gemacht hatten.

    Ich gebe zu, dass ich ihr Leid nicht so recht ernst nahm und mit Zynismus quittierte. Dabei ahnte ich noch nicht, wie wirkungsmächtig es einmal werden sollte, wie es die Innenpolitik infizierte und wie schnell die CDU/CSU kapitulieren würde sobald sie Gefahr läuft als „rechts“ bezeichnet zu werden obwohl sie das noch nie irgendwelche Wählerstimmen gekostet hatte. Dabei ist die Gefahr, sich unbeliebt zu machen, als nicht genug mitfühlend dargestellt zu werden, durchaus real und bevor das Flüchtlingsproblem hier explodierte, dominierte Schäuble und seine harte Haltung zu Griechenlands Kreditwürde monatelang die Medien. Die Sehnsucht danach den hässlichen Deutschen, wo immer er auftaucht, in sich auszutreiben und gegen einen christlich-sekularen Jesus zu ersetzen, bestimmt nun wieder seine Handlungen.

    Michel Houellebecq malte sich eine Gesellschaft aus, in der sich die liberalen, französischen Eliten dem fundamentalistischen Islam unterwerfen, um den Front National aufzuhalten und verwies in Interviews auf das Paradox, dass der Islamismus sich eigentlich gut mit der politischen Rechten vertragen müsste, da er, bis auf den Islam selbst, dessen Werte teilt. Sie sind evil twins und man bekommt geradezu Lust auf ein Scenario, in dem sie ihre Feindschaft überwinden und sich zur Kannibalenmalzeit treffen, um die Gehirne von Linksgrünen Politikern bis hin zu denen mitfühlender Konservativer auszulöffeln.

  36. Treffend
    Ein herrlicher Artikel.

    Nicht kalt, treffend.

    Pet.

  37. Realitätsflucht der Politik
    Natürlich meidet die Politik die Realität. Rechnet man die Zahlen mal auf die Alterskohorten um, dann ist bereits dieses Jahr eine Männerüberschuß von mehr als 10% für die Jahrgänge meiner Kinder entstanden. Weiterhin ist jedem klar, dass sich die Erwartungen der jungen Herren nicht erfüllen werden. Wenn man jetzt aber die daraus resultierenden Szenarien zu Ende denkt, dann ist bei sehr unschönen Szenen, wenn diese verhindern will, kommt man auch zu sehr unschönen Szenen, also wird dieses Denken verboten, auch für sich selbst.
    Da die Bevölkerung auch denken kann, kommt es zu einem Auseinanderdriften zwischen Regierung und Bevölkerung und in Österreich wird zudem aufgerüstet, da die Bevölkerung die unschönen Szenen als erste ertragen muss.

  38. Ach -
    wie peinlich, daß Ihnen da 200 hergelaufene Fremde in die Comfortzone einquartiert worden sind und unkontrolliert Fotos in aller Welt verbreiten, die den Eindruck erwecken könnten, daß Sie da jeden Tag sitzen. – Das Mitgefühl ist ganz bei Ihnen.
    Mein Vorschlag: weiterleiten nach Hamburg, wo die Leute auch im Winter in Zelten untergebracht werden sollen oder zu uns nach Tempelhof; hier sind sie wenigstens willkommen und draußen auf dem Feld ist noch reichlich Platz, wenn der Hangar mit den Karnickelställen überfüllt ist.
    Allerdings glaube ich weder, daß die Fotos, die dann von hier verbreitet werden, den Syrern, Somaliern und Eritreern die „Illusionen hart und schnell nehmen“ werden, – weil sie die unterwegs schon längst verloren haben – noch, daß mit guter Aufklärung über die wahren deutschen Verhältnisse irgendein Mensch aufzuhalten ist, der
    sein Leben retten will vor Bomben oder Hunger.
    Es werden noch mehr kommen und meine Empfehlung:
    Sorgen Sie dafür, daß genug billige Klappstühle auf der Terrasse
    zur Verfügung stehen und der Tee kostenlos ausgeschenkt wird.

    • kostenlos
      mein freund, der tee wird immer kosten, die frage ist nur wer die kosten trägt…………und müssen wir bei der um-bestuhlung auf klapp- oder plastikstühle das „race to the bottom“ was terassenkultur angeht unbedingt mitmachen ?
      ich sehe niveauverluste aller orten !

    • Ich habe damit kein Problem, es ist ja mein Arbeitsthema.

  39. Es wird alles gut
    Die deutsche Presse und die öffenlich-rechtlichen Sender nutzen leider vor allem Weichzeichner (Filter) bei ihren Aufnahmen zur Lage an den Grenzen und innerorts. Das führt zu einer inzenierten Willkommenskultur-Berichterstattung und macht sogar vor Kleinauflagen wie unserer örtlichen Orts- und Gästezeitung nicht halt. Wenn sie über die Bürgerversammlung zur „Information“ über die lokale Flüchtlingsunterbringung in Containern berichtet, sagen uns Bürgermeister und Landrat uniso: „Alles wird gut, wir schaffen das“. Der Titel des Artikels heißt, wie sollte es auch anders sein, „Flüchtlinge sind willkommen“.

    Man hat offensichtlich alles im Griff. Auch die Sicherheitslage: „In den meisten Flüchtlingsunterkünften ist es friedlicher als in Studentenwohnheimen“ (OT). Und soll man etwa (für Geld der Gemeinde! nicht des Landes) a priori einen Sicherheitsdienst engagieren? Braucht man nicht, denn die Strategie heißt (OT): „Miteinander reden, sich kennenlernen, teilhaben am Leben. Dann stellt sich wahrscheinlich bald keine Sicherheitsfrage mehr“.

    Unter diesem Hintergrund verstehe ich nicht, dass der Bund Deutscher Kriminalbeamter jetzt laut FAZ warnt: „Zehn Prozent der Flüchtlinge werden straffällig“. Muß die FAZ mit solchen Meldungen Angst in der Bevölkerung schüren? Könnte man das nicht auch berichten ohne explizit zu sagen, dass es sich hierbei um „Flüchtlinge“ handelt?

    Dennoch, langsam scheint sich der Informationsnebel etwas zu lichten und die Rolle der Presse bei diesem wichtigen Thema wird sogar in deutschen Medien hinterfragt. Schweizer Artikel, wie das oben schon erwähnte sehr gute Interview mit Rüdiger Safranski in der NZZ oder der Gastkommentar des Chefredakteurs der Basler Zeitung Markus Somm [http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_fluechtlingskrise_oeffnet_den_buergern_die_augen_fuer_die_deformationen] malen ein klareres, weil deutlich differentierteres Bild.

    Vielleicht besteht ja sogar bei ARD/ZDF/SAT1/RTL.. noch Hoffung auf Abkehr von den doch recht einseitigen Reportagen und Meldungen zum Thema „Flüchtlinge“. Aber wenn, das wird das noch wahrscheinlich so lange dauern, bis der Karren wirklich vor die Wand gefahren ist…

  40. Mann sieht klarer?
    Krisen haben auch etwas Gutes, man sieht einfach klarer. Ohne die Flüchtlingskrise wüsste ich zum Beispiel nicht, dass alle meine Freunde und Bekannten so denken wie ich. Das ist doch schön zu wissen. Eine Mehrheit glaubt auch dass Merkel den Verstand verloren hat. Im Übrigen wird auch die Rangliste der vertrauenswürdigen Personen bestätigt, dort rangieren Politiker und Journalisten immer am untersten Ende. Dass die Regierung keinen Plan hat, kommt auch für die meisten nicht überraschend, sie hatten nichts anderes erwartet. Und hat jemand von den Grünen tatsächlich gedacht, dass sie sich dagegen aussprechen jedem Asyl zu gewähren, der das Wort aussprechen kann? Oder von den Sozialdemokraten, deren heimliches Vorbild schon immer die Internationale war? Oder die Kirchen, die immer wenn es nichts kostet gern ihre Moralität betonen. Und darüber vergessen, man sieht zwar mit dem Herzen gut, kann aber nicht damit denken. Nein, nur die Konservativen erleben jetzt eine unheimliche Überraschung, deshalb giften sie in den alternativen Medien auch am dollsten. Sie überschlagen sich geradezu, der Kanzlerin alles zu unterstellen von Dummheit über Feigheit bis Geisteskrankheit. Aber wo waren sie, als Merkel die Energiewende, besser die Dekarbonisierung des Industriestandortes Deutschland, über Nacht und per Order de Mutti einleitete? Och, sorry, sie war es garnicht, es waren die Länder, weshalb ihr jetzt sogar Cicero-Schwennicke Feigheit vorwirft. Wo waren sie als Merkel die Eurorettung zur Staatsraison erklärte und Deutschland mit 1 Billion dafür in Haft nahm? Okay, es gab Abweichler, die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hielten. Aber die Mehrheit der Parteisoldaten interessierte doch nur eins, ihr Platz im Parlament. Und deshalb könnte es nun für die Kanzlerin ganz schnell eng werden, Schäuble scharrt schon mit dem Rollstuhl. Und das Volk das Merkel dreimal gewählt hat, weil es seine Ruhe wollte, die es unter Kohl schon sechzehn Jahre hatte, raunt nun, wen haben wir uns denn da unterschieben lassen? Ist die noch bei Verstand? Ja, was soll man dazu sagen? Man bekommt selten das was man verdient, aber immer das was man wählt? Gut, das Volk kann die Folgen der Energiewende und der Eurorettung schlecht einschätzen, sie liegen in der Zukunft. Aber Flüchtlinge sind konkret, weshalb sie sich nicht so einfach verdrängen lassen. Während sie Teilen der Grünen, der SPD und der Reformierten als neuer Erlösungsfetisch von allen Deutschen Übeln dienen, muckt das gemeine Volk rechts und links der Mitte auf, es will keine Erlösung, schon gar keine von oben befohlene. Und schon gar nicht von einer eher links-grünen Kanzlerin mit Pathosgesten, die sich wohl doch nur in die falsche Partei verirrt hat. Nun können die wahren Liberal-Konservativen in der C-Partei mal zeigen, wozu sie fähig sind, Kanzlerdämmerung oder weiter durchwursteln? Schäuble an die Macht!

    • Titel eingeben
      Nach meiner Beobachtung sind die Mitglieder und Anhänger der C-Parteien, insbesondere außerhalb Bayerns, mindestens genauso gut im Leben der Filterblase, wie es hier den SJWs vorgeworfen wird. Realitätsverweigerung und Nibelungentreue, „Hohoho“ und „Weiter So!“, das habe ich schon unter Kohl in den 80ern und frühen 90ern erlebt, wo eigentlich jedem klar war, dass der schlicht Glück hatte, dass die Wiedervereinigung die Leute beschäftigt hielt und das fortlaufende Versagen der konservativ-liberalen Regierung überdeckte, weil man halt mit was anderem beschäftigt war.
      Und heute halt die Flüchtlinge. Ist doch eine prima Ablenkung, da fragt dann keiner mehr nach so unangenehmen Themen wie Bankenrettung, Niedrigzinsen, Überwachungsangriffe der USA auf Bundesregierung, vermutlich auch Bundestag, und die Bevölkerung insgesamt sowieso. Warum es den Soli immer noch gibt. Wie das eigentlich so genau ist mit den ganzen Rüstungsprojekten, den abstürzenden Hubschraubern, den angeblich schlecht schießenden Gewehren, den nicht lieferbaren Frachtflugzeugen, die aber alle irre viel Geld kosten, welches angeblich nicht da ist. Warum immer noch wahnsinnig viel Unterricht ausfällt und die Lernmittelfreiheit im Geschichtsunterricht behandelt werden kann, wo doch die immer weiter sinkende Zahl an Kindern demnächst unser Bruttosozialprodukt erwirtschaften soll, wohlgemerkt mit Burnout-Abitor und SchmalspurBätchlor-Ausbildung – Studium kann man es nicht mehr nennen. Warum die Infrastruktur dieses Landes immer mehr verrottet, während doch angeblich so viel Steuern eingenommen werden. Warum die Verschuldung trotz Minizinsen und steigender Mittel nicht sinkt? Warum dieser Staat gleichzeitig den HartzIVlern ins Gesicht kotzt und sie teils bis aufs Messer quält, während für Banken und Flüchtlinge genug Geld da zu sein scheint.

      All diese Fragen müssen nicht beantwortet werden, wenn wir gut fühlen dürfen, weil die Medien Bilder von glücklichen Flüchtlingskindern zeigen. Praktisch, nicht wahr.

      Und erst langsam, unendlich langsam, bleibt den C-Parteilern das Hurraa! im trockener werdenden Halse stecken.

  41. Filterblasen bei der Polizei
    Heute lässt sich der ziemlich politisch korrekte Bund Deutscher Kriminalbeamter in der FAZ sogar mal damit zitieren, „zehn Prozent der Flüchtlinge“ würden „straffällig“ und es gebe eine nicht unerhebliche Zahl an Personen, die bereits in ihren Herkunftsländern sehr auffällig gewesen seien. Natürlich wird die relativierende Deutung wieder stärker betont als die nun kolportierten Zahlen: Deutschen würde es unter solchen Umständen „genauso ergehen“. „Religion und Herkunft“ spielten „eine untergeordnete Rolle“:

    http://www.faz.net/aktuell/kriminalitaet-zehn-prozent-der-fluechtlinge-werden-straffaellig-13901561.html

    Das mag so sein. Vielleicht spielen Religion und Herkunft vor allem durch ein anderes Rechts- und Gesellschaftsverständnis aber auch eine weit größere Rolle. Jedenfalls ist diese Debatte nie wirklich geführt worden, und vor kurzem schrieb der BDK-Vorsitzende in der Welt noch einen hyperventilierenden Gastbeitrag, in dem er sehr scharf gegen Rainer Wendt schoss, weil der recht freimütig sagt, was er so denkt. In dem Gastbeitrag hieß es damals sogar: Würde man Oberbayern und Franken genauso unterbringen wie derzeit Asylsuchende, wäre das Ergebnis „dasselbe“ wie das, was man seit einigen Monaten in den Lagern landauf, landab sehen kann und was auch immer stärker Gegenstand der Berichterstattung geworden ist. Ich selbst habe ja gewisse Zweifel, ob die religiösen und ethnischen Gräben bei Oberbayern und Franken wirklich genauso tief sind wie z.B. im Blick auf den Nahen Osten und ob vor allem auch das „Solidarisierungspotential“ entlang dieser Gräben genauso groß wäre.

    Wie auch immer: Nimmt man die Zahlen des BDK einfach mal so hin, bedeutet das, dass man dieses Jahr mit ca. 150.000 zusätzlichen Straftätern zu rechnen hat, denen keine entsprechend ausgestattete Polizei und Justiz gegenüberstehen. Das sind Größenordnungen, die absehbar auch das Verschweigen, wie es in der (Regional-)Presse häufig anzutreffen ist, völlig ad absurdum führen werden. Irgendwann wird der Widerspruch zwischen medialer Behauptung und persönlichem Erleben für jeden zu groß.

  42. Illusionen,
    neudeutsch Gedankenviren allerorten. Unterm Strich in 5 Jahren: Die migrantischen Blasen sind hinsichtlich Teilhabe am Reichtum hierzulande geplatzt, werden aber mittels religiöser Aggression mit neuer Luft befüllt. Wie wird es mit der deutschen Blase? Schwer vorherzusagen. Ich rechne mit stillem Verschwinden, die wirklichen Intelligenzeliten( Naturwissenschaftler) haben sich schon zum größeren Teil ins Ausland( Schweiz, USA) abgesetzt. Der deutsche Normalo zieht sich noch stärker als jetzt schon ins Private zurück, die etwas Reicheren leisten sich gated communities. Richtig hart wird es unten, denn da kommen die Folgen des #refugeeswelcome derart ungefiltert an, daß “ wir schaffen das“ sich nicht aufrechterhalten läßt: Schulchaos, Lohnsenkung, Kriminalität lassen dort keine Privatblasen zu, hier rechne ich mit ohnmächtigen 20 % für die AFD. In 30 Jahren dann ist Deutschland auf dem Verfallsniveau Westroms im 5.Jahrhundert. Mit einem Unterschied: das Wissen der Welt bleibt erhalten wegen der Mobilität( Daten und Menschen betreffend) der wirklichen Eliten.

    • Ja, das dürfte es treffen....
      Aber sie vergessen, dass das Ganze ohnedies in einer stetig wachsenden Welt-Wirtschaftskrise abläuft, was prinzipeill keinen Unterschied macht, aber ein Brandbeschleuniger mehr sein wird.
      Man wird bald so tun, als sei man eifrig am Abschieben und die genauen Zahlen beschönigen. Aber es wird nichts helfen, es werden wohl tatsächlich Parallel Gesellschaften entstehen. mit all den Konsequenzen, die man in London zB sehen kann.
      Weder die Welt, noch DE werden davon untergehen, aber die Lebensqualität wird sinken. Und die verbliebenen Gut-Menschen werden sich dafür auf die eigene Schulter klopfen.

      Der Klimawandel wird sich zu den Zuständen ändern, sehr interessant werden bereits die Konsequenzen des 2015/16 El Nino Effektes werden…

      Wir leben in interessanten Teiten… Was will man mehr?

  43. Zauberlehrlings Filterblase
    „Ich weiss aber, dass ich in manchen linken Berliner Kreisen ohne SS-Uniform gar nicht mehr angedacht werde.“ (D.A.)

    Mit den linksnotorischen SS-Montagen werden ausschließlich die eigenen Hunde konditioniert. Den Speichelfluss beim Nazi-Glöckchen gibts sonst nur noch theoretisch, d.h., in den Qualitätsmedien.

    Weil Auschwitz schon angedacht wird, wenn es um Hühnerärsche in Legebatterien geht, haben die rotgrünen Denkärzte eine Resistenz gegen das Breitbandantibiotikum ‚NaziRaus.forte‘ bewirkt. Jeden Montag in Dresden zu sehen.

    Rechtsruck? Nazi-Revival mit linkem Management – cool!

    • Zauberlehrling =
      nur Merkel merkt nix – oder ganz Deutschland?

      Wie ging der Spruch mit Unrecht und Recht, Widerstand und Pflicht?

  44. wie auch immer
    Frau Merkels Entscheidung in der Flüchtlingskrise, sich an die Spitze einer
    Bewegung zu setzen, war ein Kardinalfehler.
    Es hat sie unendlich Ansehen
    gekostet. Es hat gezeigt, dass sie nicht mehr und vermutlich nie mehr auf
    eine reibungslose politische Unterstützung in den eigenen Reihen zählen kann.

    Zukünftig dürfte sie Entscheidungen, die einen Unmut in der Bevölkerung
    hervorrufen ähnlich der Ukraine Krise, nicht mehr fällen können.
    Nicht nur die Bürger, auch Frau Merkel hat keine Bewegungfreiheit mehr.

    Die Lobhudeleien ausl. Medien, die sie immer noch als mächtige Frau sehen
    wollen.
    Vergessen.

    • Ts, ts,ts.....
      Sie müssen aber auch immer alles positiv sehen…

      Ich seh das eher als so eine Bestechung die man einem Hund vor dem Kastrieren fürs auch künftige Wohlverhalten gibt…

      Ich seh schon, das wird wie in den USA als man bei den vorletzten Wahlen: „Alles ist besser als Bush!“ kreischte und dann ganz, ganz tief in die Kacke getreten ist.
      Warum sollte das hier besser werden? Wen hätten sie denn als geeigneten Kanzler vorzuschlagen? Und selbst wenn… sie wissen schon, das ein bis zwei Millionen oder sogar mehr Abzuschiebende, eine ziemliche Aufgabe sei werden, noch dazu unter den Protesten der ja nicht auf einmal mit Merkel vom Erdboden verschwindenden Gut-Menschen…,

      Trotzdem endlich Merkel los zu sein wird mein liebstes Weihnachtsgeschenk… nur, glauben werd ich das erst wenn ich es sehe.

    • @ E.R.
      Hm, mein Kommentar dazu ist im Orkus verschwunden. Sie haben zwar recht. Aber ich denke, der Fehler war ein wenig zu absehbar, als dass ihn sich die Kanzlerin auf die Stulle schmieren lassen wird; das war ja bisher nicht ihre Art. Das wäre ja ein echter politischer Anfängerfehler und dafür ist sie einfach zu lange dabei. Sie hat doch schon gedroht, die Brocken dann eben hinzuschmeißen, wenn jemand eigene Wege geht – und das wird sie im Zweifel auch im entscheidenden Augenblick tun; ich glaub nicht, dass man der Frau eine Lektion zweimal erteilen kann, da bin ich entspannt.

  45. Terrasse
    Ja, wir wollen uns alle gut darstellen und wenn es zur Terrasse am See nicht reicht, dann muss eben ein Coupé mit Stern her. Geht ja! Zum Filter: ich erinnere mich da an ein Stück zur Häuserspekulation in Ffm, in dem ein Akteur ausdrücklich als Jude bezeichnet war. Ein Kommentator meinte damals, man solle dann aber bitte auch die anderen zB als Christen oder was sie sonst sind bezeichnen. Entsprechend wären also, wenn man zB von pakistanischen Übeltätern spricht, auch die deutschen als solche zu bezeichnen. Dann würden wir wahrscheinlich ins Staunen kommen. Die Crux ist das selektive Vorgehen.

  46. Ich hätte auch gerne einen Duesenberg und eine Netzkarte 1. Klasse von Lufthansa
    Es gibt viel, was man sich wünschen kann, das, was am meisten enttäuscht, ist das, was man nur ganz knapp nicht bekommen konnte.

    Gerade im Radio das Geschwätz von einer Pastorin anhören müssen, die quasi beklagte, dass ein obdachloser Ägypter mit Hepatitis C in Kaiserslautern nicht sofort nach Grosshadern zur Lebertransplantation geflogen wurde.

    Die Masslosigkeit unserer Erwartungen ist oft der Königsweg für ein unglückliches Leben, und der Turbo für alle möglichen Ersatzbefriedigungen, die Kaufrausch und Statusposing auslösen, mit verheerenden Folgen für Umwelt und vor allem Wirtschaftspolitik.

    Alles ist eine Frage des Bezugssystems. Wenn ich in einem Handwerksbetrieb ein geschätzter Mitarbeiter bin, der von Chef und Kunden gute Rückmeldungen erfährt, werde ich mich glücklicher fühlen, als wenn ich auf dem zweiten Bildungsweg schliesslich meinen Fachingenieur gemacht habe: Wenn ich dann als Sachbearbeiter von einem digitalkompetent promovierten Jungchen durch die Gegend gescheucht werde und als Sündenbock herhalten muss, weil Jungchen nicht die Vorgaben der Chefetage erfüllen kann, und sich deshalb um so mehr ärgert, dass ich über meine Verwurzelung in der Praxis ihn immer darauf hinweise, dass am Ende der Verzehr der Beweis des Puddings ist.

    Entfremdung. Das grösste Elend dabei ist, dass wie bei dem Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“ die Stühle noch schneller weggezogen werden, als ich das nach den Spielregeln hätte erwarten können.

    Ich fürchte, wir werden alle erleben, dass die Verheissungen der Doris-Day-Filme aus den Fünfzigern nicht für alle gelten werden.

    Und eine grosse Menge eigentlich netter, gastfreundlicher, durchschnittlich empathisch und intelligenter Menschen werden erst sehr enttäuscht und dann sehr wütend werden.
    Womöglich scharen sie sich dann hinter ein paar rhetorisch begabten Psychopathen: „I have an Alptraum!“

    Im Rückspiegel war es sicher einer der grössten Fehler der Geschichte, dem demokratischen Sozialismus so sehr seine wirtschaftspolitische Mangelkompetenz um die Ohren zu dreschen.
    Wer hat die Sowjetunion nach 1989 ernst genommen ob ihres Vertrauensvorschusses?

    Der Sozialismus war immer die Mahnung an den Kapitalismus, es nicht zu übertreiben.
    Ein leidlich funktionierender Kommunismus, mit allen Fehlern (WER hat die nicht) – wer würde heute nicht davon träumen, wenn Afghanistan oder der Irak sozialistische Diktaturen wären, die vielleicht nur moderat grausam wären, wie – ich nenne jetzt besser keine Ländernamen.

    Kuba und China sind jedenfalls evolutionierte Kommunismen, die man sicher nicht als Horror-Regime bezeichnen kann.

    Und Indonesien zeigt, dass auch ein islamisches Land durchaus diplomatie-kompatibel sein kann.

    Wir haben uns viel zu lange, viel zu sehr eingebildet, dass das Leben sich so entwickeln müsste, wie wir es als Kinder in Entenhausen kennenlernten.

    Immerhin: Uncle Scrooges Geldgier war von Disney nicht unterschlagen worden.

    Globalisierung ist wahrscheinlich der grösste Fehler, der einem unterlaufen konnte, wenn man nicht in einer Oligarchie der Grosskonzerne leben wollte, weil sie keinen Platz für zweite Sieger oder ein pluralistisches Nebeneinander verschiedener Bezugssysteme lässt.

    Tja – und dann könnte am Ende mit grosser Verspätung der alte Marx doch recht behalten, wenn (fast) alle so verelendet sind, dass eine weltweite „Arabellion“ ausbricht.

    Aber davor ist sicher noch ein längeres Zeitalter von Nation, Moral und Glauben, dass weiter für gute wirtschaftliche Eckdaten, Rüstungsexporte und Stellvertreterkriege sorgt.

    Und mit den ganzen Notstandsgesetzen werden wir ja schon klarkommen

    • Wunderbar, TGA!
      “…digitalkompetent promovierten Jungchen…”

      Wie können sie es wagen? Die werden unsere Zukunft gestalten! (Ob wir wollen oder nicht…)

      „wer würde heute nicht davon träumen, wenn Afghanistan oder der Irak sozialistische Diktaturen wären, die vielleicht nur moderat grausam wären”

      311 9 von 312 Millionen Amerikaner, und eine Milliarde Anteilseigner der Rüstungskonzerne?

      Haben sie einen Vorschlag wie man das ändern könnte, bzw, verhindern, dass es von solchen Staaten bald noch etliche mehr geben wird? Die andere Seite hat ja noch gar nicht angefangen, wenn in mit uns befreundeten Rechtsstaaten wie Saudi A. oder den Emiraten die Guten von den Bösen aus der Herrschaft verdrängen? Diese den falschen Gott anbetenden Leute haben dann womöglich ganz anderes als unsere Interessen im Sinn????

      Haben sie mal nachgeschaut, wer da für das Amt des nächsten US Präsidenten regiert? Und sehen Sie in Berlin auch NUR EINEN Politiker, der sich als Kanzler nicht sofort auf den Weg in dessen Enddarm machen würde?

      Hiermit allerdings haben sie zu 100% recht: „Globalisierung ist wahrscheinlich der grösste Fehler, der einem unterlaufen konnte…“
      Mal abgesehen davon, dass da nicht etwas „unterlaufen ist“, sondern man auf Grund der Digitalisierung nicht das Geringste dagegen hätte tun können. Und wenn sie ganz genau hinschauen, werden sie sogar erkennen, dass diese Entwicklung noch so ziemlich am Anfang ist….
      Wer sucht, der findet in kleineren Medien tagtäglich Meldungen zum „Fortschritt“. Die Kompetenzen von Geheimdiensten bis zur Dorfpolizei werden erweitert und die Bemühungen eine staatlich nicht zugängige Verschlüsselung, per Gesetz zu verbieten, schreiten munter und zwar WELTWEIT voran.
      Der Klimawandel hat sich auch entschieden gegen Merkel zu handeln und sich auf 2% zu beschränken… der grösste aller El Ninos droht in dieser Saison… usw usw Das mit dem „Wir schaffen das!“ scheint so ganz und gar nicht mehr hinhauen zu wollen…

      Wer hätte gedacht, dass es zu unseren Lebzeiten noch mal so interessant werden würde?

    • Danke für dieses wahren Satz:
      „Der Sozialismus war immer die Mahnung an den Kapitalismus, es nicht zu übertreiben.“

      A propos Entenhausen: Die Politiker & Polizisten waren immer Hunde und Schweine. Oder?

  47. balabal hin blabla her
    Werter Don Alphonso,

    imponieren würde mir wenn Sie eines Ihrer Domiziele, z. B. das „ehemalige Jesuitenkolleg“ für Flüchtlinge öffneten, ganz nach Ihrem Vermögen und Ihren Möglichkeiten.
    Das würde mir imponieren.
    Alles andere halte ich für schöne Plauderei, die Sie so gerne mögen, oder eben Geschwätz, bla bla, …, wie auch immer.
    Salute, Don Alphonso!

    • Das ist allein schon wegen der Brandschutzverordnung nicht möglich un ich würde es auch nicht tun. Das muss die Politik auslöffeln. Man kann in der Hinsict nämlich nur einmal helfen und danach ist man ausgebucht.

      Un hören Sie mit den Syrern auf, die wären gar nicht das Problem. Das Proble,m sind die Goldgräber aus der gesamten arabiachen und afrikanischen Welt, die kommen, weil die Grenzen offen sind.

    • Wasser predigen...
      Wieso soll nun ausgerechnet jemand Flüchtlinge unterbringen, der der ganzen Aktion von Anfang an kritisch gegenüberstand? Fragen Sie doch mal Frau Merkel (bin leider, leider nicht immer zu Hause) oder Herrn Schweiger oder Frau Göring-Eckart – und wie viele hat Herr Grass aufgenommen, der genau dies von anderen forderte? Das sind alles Leute, die schon auch den einen oder anderen qm entbehren könnten.

  48. Was ist an der Untätigkeit der kraftgebenden Ruhe so spannend?
    @Don – gestern 19:05 und T. Gutschler gestern (In der Ruhe liegt die Kraft, Kommentare waren zu seinem Artikel nicht zugelassen) — Spannend ist das wirklich nicht. Frau Merkel hat sich jetzt ja auch hinter Herrn de Maiziere gestellt. Das macht die Angelogenheit noch unglaubwürdiger. Wenn Frau Merkel ein echter Manager wäre, würde sie entweder Herrn de Maiziere oder Herrn Altmaier oder beide rauswerfen. Ist der Kanzlerin eigentlich klar, dass sie mit ihrem Madonna Gehabe und ihrer Untätigkeit nicht nur den inneren Frieden in Deutschland, sondern in ganz Europa aufs Spiel setzt? Hier handelt es sich nicht um ein Shakespeare Drama auf der Berliner Schaubühne für lokales Publikum, sondern um ein Thema, das letztendlich ganz Europa betrifft einschließlich einem Politiker, von dem die FAZ gestern abwertend schrieb: “Verwaltungsfachmann. Aber wenn es politisch wird, fehlt ihm der Instinkt.”
    .
    Übrigens, an der rechten Seite dieses Blogs werden ein paar Buchstaben abgeschnitten – jedenfalls an meinem Mac.

  49. Die Welt hat heute einen sehr lesenswerten Artikel
    über die Chronik eines angekündigten Versagens (man möchte an GGM denken)

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148588383/Herbst-der-Kanzlerin-Geschichte-eines-Staatsversagens.html

    Vorausgegangen waren gestern Artikel wie diese:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148595201/De-Maiziere-probt-den-Aufstand-als-Hardliner.html

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148596004/So-absurd-laeuft-die-Kommunikation-in-der-Regierung.html

    Es braut sich was zusammen, von dem man hoffen möchte, dass es die Ära Merkel schnellstens beendet.

    • Flüchtlings-Reportage auf WeltN24
      Ich habe auch öfters dieses „Wunschdenken“, dass sich was zusammenbrauen möge, das die Ära Merkel beendet. Doch ich fürchte, was wir an Plänen lesen, wird meist an der Umsetzung scheitern. Das fängt ja beim Thema Abschiebung als *Ländersache* schon an. Mir ist auch aufgefallen, dass sich die ‚Welt‘ journalistisch zunehmend beim Flüchtlingsthema kritisch bis skeptisch positioniert, wobei die Berichterstattung aber auch die Willkommenkultur noch würdigt. Und das ist gut so. Sonst wär’s ja nur wieder einseitig, diesmal aus der anderen Perspektive heraus.

      Bin gestern auf einen Video-Beitrag von WeltN24 gestoßen, der mir zeigt, dass es in Deutschland doch noch guten Qualitätsjournalismus in Bild und Ton gibt: „24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise“ von Stefan Aust und Helmar Büchel. Sowas werden wir in ARD & ZDF (Tagesthemen/Journal) wohl nie zu sehen bekommen. Nüchtern wird hier das Thema „An der Grenze“ beleuchtet, wobei Flüchtlinge, Polizisten, Helfer, österreichische Busfahrer, Passanten, Demonstranten (sogar welche von der AfD!) etc. zu Wort kommen, aber WIE! Der Film hat mir richtig Gänsehaut gemacht, und am Ende bleibt bei mir der Eindruck:

      „Mama Merkel“, wie sie die Flüchtlinge liebevoll nennen, hat quasi die ganze Welt zum Exodus nach Deutschland eingeladen, und alles wird so weiter gehen wie gehabt, offenbar bis zum bitteren Ende. Was wir von der Regierung als „Maßnahmen“ lesen, sind nur Nebelkerzen und Beruhigungspillen. Und das Tollste: Es ist immer noch eine Steigerung möglich:

      Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagt:

      „Derzeit ist es leider so, dass jemand, der aus Klimagründen zu uns kommt, von vielen als sogenannter Wirtschaftsflüchtling denunziert wird. Dabei hat er seine Lebensgrundlage verloren.“

      Deshalb forderte sie letzte Woche eine Anerkennung von *Klimaflüchtlingen* [http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-46-2015-bundesumweltministerin-barbara-hendricks-warnt-vor-millionen-neuer-klima-fluechtlinge_id_5067202.html].
      Und jetzt raten Sie mal, wo die dann wohl alle hinwollen: Nach Deutschland! :-)

  50. Aus dem Herzen....
    gesprochen, so könnte man diesen Beitrag nennen.
    Persönlich halte ich die Protagonisten der Willkommenskultur für die Hauptverantwortlichen des Desasters. Weil sie sich weigern etwas anderes als ihre Wohlstandsidylle zur Kenntnis zu nehmen, und wenn doch nur mit dem Duktus, das das natürlich jedem zustehe.
    Dabei sitzen wir viel tiefer im Dreck, als alles Willkommen Gegenteiliges suggerieren könnte.
    Das meine ich nicht materiell, aber sehr wohl ideologisch weltanschaulich.
    Tatsächlich steht unsere christliche Ethik kurz vor dem totalen Bankrott, weil wir das Dilemma zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht auflösen können. Die Willkommenshippies stecken einfach den Kopf in den Sand, während die Ausländerfeinde sich der moralischen Implikationen verweigern.
    Und in der Tat scheint der christliche Anspruch sich im Widerspruch mit der unbegrenzten Aufnahmewilligkeit zu befinden, jedenfalls unter gleichzeitiger Bewahrung von Ethik und gesellschaftlichen Normen ebenso wie den Wohlstandstandards.
    Bei wie vielen Flüchtlingen das Fass überläuft ist kaum vorhersehbar, die Politik weigert sich hier zu Stellung zu nehmen ebenso wie sie sich weigert überhaupt eine Überforderung der gesellschaftlichen Schichten von unten nach oben für möglich zu halten, die nicht den Syrer als Doktorkollegen kennengelernt haben, sondern eher als das Pendant des heimischen Prolos und aufgrund seiner Situation mit weit weniger Skrupeln belastet.
    Besonders deutsche Eliten flüchten mit Verweis auf die Geschichte vor der Verantwortung jenseits der geschriebene Moral, je Linker desto schneller.
    Was als private Initiative immer löblich wäre, zeigt sich im staatlichen Kontext als St. Florians Prinzip bei der Verantwortung. Denn die Moral des Staates, kann nicht durch seine Repräsentanten bestimmt werden, sondern nur ausgeführt.
    Hier wird zu häufig versucht persönliche Moral durch Sozialisierung über das Gemeinwesen zu betreiben, was letztlich die Moral / Ethik des Gemeinwesens untergräbt und auch nicht von echtem ethischem Verhalten zeugt, wenn keine persönliche Opfer damit verbunden ist
    Dann ist es nur die pharisäische Moral des Heuchlers!

  51. große Filterblasen ...
    … sind solche, in denen die meisten Einheimischen leben, die glaubten, dass Syrien und sein Bürgerkrieg in einer ganz anderen Filterblase stattfindet.
    Ausnahmen: z.B. Junge Ärzte/innen, die tatsächlch ihren ganzen Urlaub opfern und in der Türkei nahe der syrischen Grenze in einem Flüchtlingslager ohne irgendeine Vergütung die Leute behandeln.
    Solche Personen gibt es tatsächlich. Ob denen das für ihre Karriere hilft?

    • Titel eingeben
      Syrien ist eine ganze Ecke weg, die Ukraine ist durchaus näher.
      Es ist niemand der Hiesigen zu verdenken, daß sie mit Nahost nicht viel am Hut haben.

  52. Wer wird von den Medien noch erreicht?
    Der Beitrag von Don Alphonso ist – wie immer – sehr lesenswert. Vielleicht sollte in den TV-Sendungen, die im Ausland empfangen werden können, auch einmal über die steigende Anzahl von Bettlern in den Innenstädten, über die Schlangen in den Arbeitsagenturen und über die Rentner, die keine prall gefüllten Einkaufskörbe davon tragen können, berichtet werden. Ich konnte ca. 30 Länder privat und dienstlich bereisen. Das Deutschlandbild ist fast überall so wie auf dem Foto von Don Alphonso. Aus diesem Grund gibt es auch nach Ankunft im gelobten Land sehr konkrete Vorstellungen, wie es weitergehen soll. Nicht alle Ankommenden sind dankbar für die ausgestreckte Hand und den Schutz. Auch tauchen sofort Helferinnen und Helfer auf, die exakt erklären, wie man an die unterschiedlichen Töpfe gelangen kann. Ist man erst einmal da, ist die Bereitschaft zur Rückkehr gering. Es gibt auch vielfältige Möglichkeiten, diese Rückkehr vermeiden zu können. Auch dafür gibt es Spezialisten, die helfend zur Hand gehen. Es ist nicht die finanzielle Belastung des Gastgeberlandes, die das wichtigste zu lösende Problem ist, sondern die zum Teil umfassende Ablehnung der Kultur der neuen eigentlich ersehnten Heimat. Es soll so weitergehen wie bisher, nur eben unter besseren Bedingungen. Leider partizipieren die Frauen nicht gleichberechtigt, sondern bleiben im Hintergrund oder werden noch weiter nach hinten geschoben. Das kann man alles nur wissen, wenn man nicht ständig auf den See blickt, sondern oft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt und Augen und Ohren offen hält.

  53. Das mit der Empathie
    Es scheint jetzt Mode zu werden, allen, die beim Anblick der Bilder aus Spielberg und Freilassing etwas anderes äußern als Jubelnde Zustimmung, Empathielosigkeit zu unterstellen. Empathie und deren Logsigkeit machen gerade Karriere. Ich prophezeie hier schon mal das nächste Wort oder Unwort des Jahres. Je nach dem.
    Gerade unterste mir der Freund eines Freundes Enpathielosigkeit unterstellt, als ich nicht laut genug den den Bemitleidungschor eingestimmt hatte. Auch mein Hinweis, dass ich – obgleich nicht wohlhabend und Vater von vier Kindern – seit Jahren den Schulbesuch eines Jungen in Kenia finanziere und meine Frage, ob er dergleichen auch tue, halfen da nichts. Er konnte zwar nichts dergleichen von sich berichten, aber beim Lesen von Zeit- und SZ-Artikeln empfindet er ganz dolle Empathie. Nun denn.

    • Richtig beobachtet
      Der Begriff „Empathie“ verkommt wirklich zusehend zum Schlagwort, vielleicht weil er das Parade-Wort der (selbst)mitleidigen Moralin-Kranken geworden ist; auch ich habe ihn ein wenig strapaziert – weil er das Befremdetsein, das nicht-ok-sein der Zustände evoziert.

      In erster Linie haben wir alle Glück gehabt, hier geboren zu sein, und die einen mehr, die anderen weniger.

      Ungleichheit wird es immer geben, das markante an unserer Epoche ist die zunehmende relative Verarmung des unteren Mittelstands (daher die Schnäppchenjägerei) und das exponentielle Wachstum der obersten Hyperklasse ( die über einen Zahnarzt noch grinsen, weil der arbeiten muss und sein Frühstück noch selber machen).

      Das klappt nicht. Und selbstgeisselnde Aufgabe der eigenen Immobilie
      kann locker damit enden, dass man selbst vom Kuckuck aus dem eigenen Nest geworfen wird. Schliesslich „gehört“ einem ja noch das Haus, in dem dann andere ohne Miete wohnen….

      Lösungen? Nur über Superkredite, Solidaritätssteuern und Beschäftigungsprogramme für Produkte, die auch jemand haben will.

      Klingt „sehr naheliegend“. Gewalt klingt plausibler.

  54. Ein Beitrag zur Diskussion über Empathiedefizite
    Ein kleiner Beitrag zur Diskussion über das DA unterstellte „Empathie-Defizit“ und auch zum Thema „Empathie und ihre mentalen Asymmetrien“ schlechthin. Das „Empathie-Defizit“ ist, wie man wohl mit Fug und Recht behaupten kann, zu allererst ein innerdeutsches Defizit, sozusagen ein „Defizit im Bestand.“ Letzteres hat Zeitforist „realist63“ in ZON am 24.09.2015 scharf und treffend karikiert. Nachfolgend der Beitrag von „realist63“ unbearbeitet in voller Länge:

    „Man hört in den Nachrichten nur noch Flüchtlinge – Asyl – Zuwanderung … .
    Stellen wir uns einfach mal vor … Kindergärten würden im selben atemberaubenden Tempo wie Asylheime aus dem Boden schießen. Neugeborene erhalten 2.500,00 EUR Willkommensgeld. Der Staat zahlt für jedes Kind 33.- EUR/Tag für dessen Unterbringung. Das Kindergeld wird auf das Harz 4- Niveau erhöht samt Wohnkosten. Hunderte Gutmenschen stehen mit Blumensträußen vor der Entbindungsklinik. Öffentliche Verkehrsmittel sind für Kinder kostenlos. Genau wie Tageseinrichtungen, Sportvereine und Universitäten. Kinderfeindlichkeit wird als Volksverhetzung geahndet. Die Versorgung mit Mittagessen wird übernommen. Gutherzige Bürger spendieren das erste Fahrrad und Arbeitslose reparieren diese. Bei Lernschwachen erfolgt kostenlose Nachhilfe. Wenn Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen, stehen die Linken und Grünen mit „Fressbeuteln“ bereits im Schulhof. Arme, hyperintelligente „Wunderkinder“ müssen nicht mehr als Fabrikarbeiter malochen, weil der Staat ihr Potential erkennt und die vollen Kosten ihrer Ausbildung übernimmt! Dumme müssten nicht mehr in die Politik, weil auch für sie ein menschenwürdiges Dasein gesichert ist, ohne größeren Schaden anzurichten. Und die Gefängnisse wären leer, weil wir nicht mehr unser Augenmerk auf die Integration ausländischer Krimineller richten müssten, sondern auf die natürliche Integration unserer Kinder in eine solidarische Gesellschaft!“

    (Zitat Ende)

  55. Statistik vs. Bilder
    Von 331.226 Flüchtlingen zwischen 1.1. und 31.10.2015 sind 39.032 Mädchen bis unter 16 Jahren. Das sind 11,8 Prozent. Jetzt schauen wir mal Tagesschau und andere Fernsehnachrichten und rechnen die Sendedauer von Bildern kleiner Mädchen an Grenzübergängen, Bahnhöfen und Unterkünften aus. Erkennen Sie die Diskrepanz?

    Deshalb wird Presse zurzeit öfters mit dem L-Wort ergänzt.

    Don Alphonso sei für diesen und viele andere Texte herzlichst gedankt.

    https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/statistik-anlage-teil-4-aktuelle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

  56. Titel eingeben
    Ihre Nüchternheit bzw. Distanz zeichnet Sie, bei diesem Thema besonders aus. Ich bin froh, dass jemand in der Lage ist, dieses Thema ohne erkennbare Wut – sachlich zu diskutieren bzw. zu kommentieren.
    Mir selbst fällt das schwer, was meine Argumente nicht gerade stärkt oder glaubwürdiger macht.

  57. ("Aber weiss man das in Somalia?")
    Werter Don, ich hatte hier im Leserforum in der Vergangenheit ja selbst schon mehrfach wegen Ihrer durchaus Begehrlichkeiten weckenden, um nicht zu sagen fast aufdringlich reiseberichtsmäßig formulierten und urlaubsmäßig illustrierten Blog-Beiträge nachgehakt. Aber an Flüchtlinge hatte ich dabei bislang weniger gedacht, eher an das überaus attraktiv scheinende Job-Ambiente, das der FAZ-Verlag seinen redaktionellen Mitarbeitern so bietet. Jetzt darf ich Sie aber beruhigen: Flüchtlinge aus Somalia lesen keine FAZ und auch kein FAZ.NET; allenfalls verirrt sich mal einer zufällig dorthin. Wenn schon, und wenn die Somalier des Deutschen mächtig sein sollten, lesen sie zu ihrer eigenen Erbauung und dankbar für die zahlreichen Zuwanderungs-Ermutigungen und die praktischen Anspruchs-Durchsetzungs-Tipps … „Süddeutsche“, notfalls „Die Zeit“. Also: Entwarnung!

    • Na endlich mal eine gute Replik!
      Ooops! Nein, wohl doch nicht…

      Sehen sie, es ging darum, dass solche Flüchtlinge ihre Bilder per mail nach Hause schicken und nicht, dass stapelweise FAZs nach dort exportiert werden.

      Wussten sie übrigens, dass die wenigsten Somalier deutsch verstehen?
      Ist doch mal ein intereesanter Fakt, nicht?

      Fragen sie einfach wenn sie was wissen wollen, wir helfen gerne. In ihrer Umgebung wissen wohl alle auch nicht viel mehr als sie selber… da bringt das Fragen nicht viel.

  58. Mensch Alphonso!
    Mensch bleiben und trotzdem vernünftig. Es geht also, lieber Don! Einmal mehr. Und doch die große Ausnahme im ideologieverhedderten deutschen Journalistendschungel.

    Ich finde den Text extrem empathisch. Den Migranten kann man – außer fehlender Bildung und Erfahrung, dass der Wohlstand nicht auf Bäumen wächst – nichts vorwerfen. Den Politiker schon, wenn sie wissentlich handeln. Ihre Naivität kann man ihnen auch nicht vorwerfen. Wenn solche Politiker allerdings naiv, überheblich und an der Macht gleichzeitig sind, dann ist das das Rezept, um Wutbürger zum kochen zu bringen. Und wenn obendrauf noch Medien die Wahrheit vergutmenscheln, dann ist eben die Lügenpresse da und der Spaß hat ein Loch. Gottseidank gibt es einen Weg dazwischen, der mit der Fahrradspur vom Don markiert ist.

  59. Ratten, deren Fänger und die Menschenachtung lt. GG
    Nun denn, Don Alphoso, diese Zeilen müssen sein ! :

    Für das Niveau als Vorbild dieses FAZ-Blogs fordere ich den rechtlich unanfechtbaren (strafrechtlich unbedenklich) Sprachgebrauch.

    Ungeziefer-, Schädlingsnamen des Tierreichs für Menschen zu verwenden i s t im dt. Staat nach Nazi-Dt. ein absolutes Tabu – staatsräsonähnlich wie anderes… (!).

    Von der FAZ muß verlangt werden, daß sie den dt. Qualitäts-und Leit-Journalismus prägt.

    In Krisen- und Umbruch-Zeiten nach „Dekonstruktions“-Muster ist der Erhalt des Wertekanons unserer Verfassung Teil der Informationspflicht nach Art. 5 Abs. 1 GG.

    mit nachdenklichem Gruß
    ein Gast und mündig-kritischer Staats-/Wahlbürger

  60. Das tatsächliche Problem
    wurde im Artikel schön niedergeschrieben. Es sind nicht die Migranten, sondern ein politischer Mainstream, der sich von der Realität entfernt und versucht eine Wahrheit zu programmieren.
    Äußert man andere Ansichten und Möglichkeiten, wird mit Nazivergleichen gedroht und mit Hetze. Absichtlich wird ein Beigeschmack der möglichen Anklage in den Raum gelegt.

    Damit begibt sich vor allem die Politik auf einen Pfad weit jenseits der politischen Idee unserer Gesellschaft und umkreist vergangene Praktiken machtpolitischer Christenvertreter.
    Obendrein gibt es im gesamten Bundestag noch nicht einmal Gegenwind. Nein, alle Abgeordneten egal welcher Partei, klammern am Stuhl und benutzen sich einfügende „Klaviaturen“.
    Einzig und allein der Innenminister versucht, trotz Mundverbot, wenn auch schwerfällig sein Unbehagen preiszugeben.
    Er hat dadurch mehr Unterstützung, als in der Presse vorgegeben.
    Da stimme ich dem Autor zu, dass diese Politik nicht gut enden wird, weder für die Migranten, noch für die Heimischen, noch für die europäischen Mitgliedsstaaten.

    • Demokratie
      Leider muss ich dem zustimmen und frage wo ist unsere vielgelobte Demokratie ? Ich wurde nie gefragt,aber nach jeder Wahl wird gekungelt, gibst Du mir die Maut, gebe ich Dir Rente mit 63. Welche Partei hat noch Charakterköpfe, die eine eigene Meinung und die auch vor der Wahl verkünden, dabei bleiben und sich nicht kaufen lassen ? Egal wen man wählt, es kommt nur Gekungel dabei raus.

  61. Das mit dem Weichzeichner
    Ist noch nicht alles, es ist ja quasi eine Heiligsprechung dieser Leute. Sie kämen um uns zu erlösen von der Demographie und anderen Problemen (Rente!), heißt es aus Prantlhausen, und von der Geschichtsschuld. Und so müssen wir nur, wie auf den schönen Reliefs den Sozialismen Hand-in-Hand-miteinander schreiten, der Sonne (neues Wirtschaftswunder!) entgegen.

    Dass Leute in großer Zahl in erster Linie als Glücksritter kommen, was auch legitim ist, wenn man es denn zulässt, und mehr kosten als sie nutzen, wird in der Filterblase nicht wahrgenommen oder weggeblinzelt. Diese zivilreligöse Stimmung, die gern ja auch ins Totalitäre-Maaslose abkippt , hat mit der „Empathie“ ihren Weihrauch gefunden, in den von den GrünInnen beherrschten Kirchen ihre zeitgemäßen Verkünder und in Bildern von kleinen Erlösern mit Kulleraugen ihre Ikonographie. Deshalb spielen die Kohorten junger Männer auch keine Rolle, sie werden zuverlässig ausgeblendet.

    Wir brauchen dringend eine Phase der Säkularisation, wenn wir nicht untergehen wollen, d. h. dieser Erlösungskram sollte ausgemistet werden.

    • Titel eingeben
      Die ästhetische Politik der Sentimentalität, die derzeit aggressiv auf allen offiziellen Kanälen durchgesetzt wird, haben sie treffend skizziert.
      Ich selbst nenne das „das Sterntaler-Syndrom“ (sein letztes Hemd hergeben und erwarten, daß einen der Goldregen trifft)

  62. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk startet Glaubwürdigkeitsoffensive
    Heute bin ich überrascht gewesen, als beim durchblättern der Onlineausgaben der Qualitätsmedien, ständig ein Werbespot mit den Nachrichtenmoderatoren der Öffentlich-rechtlichen lief. Bei so viel Halbwahrheiten glaubt ihnen jetzt keiner mehr. Es kann auch sein, dass mit den Spots einfach eine Beihilfe für die eingeschlagene Printmedien gemacht wird. Geld haben die ohne Ende. Es gibt jetzt alternativen Nachrichten. Ich weiß eins, dass ich nichts weiß und alles kann gefälscht und manipuliert werden. Ich frage mich, ob die Zustimmung für Merkel immer noch zweistellig ist. Alle Umfragen können manipuliert sein. Es wäre nicht das erste Mal (Landtagswahl in Baden-Württemberg 1996). Fast alle Kommentare im Netz sind negativ. Wenn die Umfragen stimmen, dann ist der repräsentative Wähler bei den Kommentaren im Netz nicht vertreten. Ist der repräsentative Wähler wirklich ein vergreiste Gutmensch? Wird es nächsten Wahlen wieder für schwarz-rot reichen?

  63. Handschuhe
    Wie zu erwarten war, haben sich in Dresden nun zwei Mitarbeiterinnen des Sozialamtes mit TBC angesteckt, weitere werden folgen. Ich trage schon seit einiger Zeit stets Handschuhe, wenn ich mich im öffentlichem Raum bewege. Jetzt im November gucken die anderen Menschen auch nicht mehr so komisch, wenn sie es bemerken. Mich erinnert diese Handbekleidung an die 20er Jahre, als sie zum guten Ton gehörte, genau wie ein Hut. Es stimmt mich nostalgisch und leise fröhlich in dieser düsteren Zeit. http://www.radiodresden.de/nachrichten/lokalnachrichten/mitarbeiterinnen-des-sozialamtes-an-tbc-erkrankt-1177924/

  64. JA!
    Gerade Diez und Augstein auf SPON runtergewürgt, und jetzt das. Als Angehöriger des Subproletariats hätte ich natürlich die Verpflichtung, Sie zu beschimpfen. Geht aber nicht. Der Beitrag ist befreiend. Sie schreiben, was ich leider nur stottern könnte. DANKE!

  65. Fassen wir zusammen
    Besonders wichtig erscheint Ihnen in einem Artikel über Flüchtlinge also zu erwähnen, dass manche von Ihnen Sexualstraftäter sind und die böse linke Presse das verschweigt.
    Dazu kommt, dass die Flüchtlinge in Wahrheit in erster Linie hier her kommen, weil man hier Mercedes fahren kann und nicht so sehr, weil es ihnen wirklich schlecht geht.
    Vielleicht machen Sie mal einen Schritt zurück und fragen sich, wie das klingt, wenn man mal einen Moment seine Empörung über die fiese Politik zurückdrängt und neutral Ihren Artikel begutachtet. Oder ist das schon gehetzt?

    • Besonders wichtig ist es mir zu erwähnen, dass die gesamte Dimension es Vorgangs nur teilweise verstanden wird, und zwas aus voller Absicht von jenen, die sonst jederzeit plärren.

  66. Titel eingeben
    Zu dem Beitrag kann man nur DANKE sagen.

  67. Die entscheidende Frage ist eigentlich recht simpel
    Ihre Antwort aber umso weniger.

    Sind Sie, bin ich bereit, für andere (sog. „Flüchtlinge“) auf unseren Wohlstand zu verzichten? Auch nur teilweise?
    Oder sind Sie, bin ich, dafür zu egoistisch? Ich fürchte, ich bin leider zu egoistisch. Das ist ein hässlicher Satz, aber die Wahrheit. Ich will nicht mit 3 Leuten in einem Zimmer wohnen. Geschweige denn 10.

    Dieses Jahr kommen angeblich eine Million, manche rennen um ihr Leben, die meisten wollen „nur“ einen Lebensstandard wie wir ihn haben. Auto statt rostigem Moped, Kaffee aus der Tasse am Tegernsee statt am staubigen Straßenrand des Slums. Diese Leute sind genauso egoistisch wie wir, sicher. Aber vielleicht ist Ihr Anliegen berechtigter. Sicherheit, Gesundheit, ein Mindestmaß an Lebensqualität. Wir haben soviel mehr. Noch.

    Der Migrationsstrom nach Europa wird erst versiegen, wenn die Lebensqualität hier so schlecht ist wie in den Herkunftsländern. Simple Marktwirtschaft. Gibt es eine Lösung, die den Migranten eine menschenwürdiges Dasein hier oder in ihren Ländern ermöglicht, ohne unseren Wohlstand zu beschneiden? Ich fürchte nicht.

    • Stimmt.
      Dieser Kernaspekt von Globalisierung und Neoliberalismus bleibt in der ganzen Diskussion um 1 oder 3 Jahre oder allein oder mit Familie aussen vor.
      Das ganze aktuelle Gedöns sind doch nur Versuchsballons, bis die Menge wieder „Hoch lebe Mutti“ schreit.

      War da was in Griechenland übrigens? Oder in den Schwellenländern, wenn die Dollarzinsen steigen?

  68. Spezialangebote
    Bis jetzt ist es ja immer noch erstaunlich, wie tapfer Viele versuchen, die Situation in den Griff zu bekommen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 bekam ein Schwesterunternehmen der Bayrischen Oberlandbahn den Zuschlag für die Bedienung der Strecke München-Salzburg. Die hätten sich gewiß damals nicht träumen lassen, wie heute ihre Serviceseite auf dem Internet aussieht (http://www.der-meridian.de/service/fragen-und-antworten-faq): da gibt es die Grundregeln für das Verhalten im Zug und auf dem Bahnhof ausführlich in den folgenden Sprachen: Albanisch, Amharisch, Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Pashtun, Serbisch und Tigrinisch…

  69. Herr Bollmann rettet die Königin
    Wann auch immer der Regierungssprecher eine mediale Unterstützung abseits der Staatssender braucht, dann kann er auf die FAZ vertrauen. So auch im aktuellen Artikel von Herrn Bollmann heute im Blatt. Hier wird der Dissenz zwischen breiten Teilen der liberal konservativen Wählern und der Kanzlerin in allen wesentlichen Politikpunkten, von der Eurorettung über den Atomausstieg bis zur Flüchtlingskrise zum Programm verklärt. Trauriger Höhepunkt des Traktats: Frau Merkel hat also immer gegen ihre eigenen Überzeugungen gehandelt, um DEN Deutschen ihre heilige Ruhe vor den Unruhen der Welt zu verschaffen, nur jetzt geht es nicht mehr. Sie kann aus ihrem Herzen keine Mördergrube mehr machen. Sie muss ihren Überzeugungen folgen. Was er nicht sagt, dass sie sich dazu ein weiteres Mal über Recht und Gesetz erheben muss. Dass siecsich ein weiteres Mal gegen die Überzeugungen der restlichen Europäer erheben muss. Dass sie doch ein ganz einfaches Mittel gehabt hätte immer zu ihren Überzeugungen stehen zu können, sich nur wählen lassen, bei den Grünen antreten oder einfach zurücktreten. Ach ja, da jedes Rührstück eine einigermaßen plausible Begründung braucht, kommt das Beste zum Schluss: Alkein sie und Obama wüssten wie es auf der Welt zugeht, die Deutschen eben nicht. Deshalb telefoniere er auch so oft mit ihr, der Königin. DAS nenne ich eine journalistische Filterblase ersten Ranges. Und mir ist nun auch klar, warum man die Kommentsrfunktion schließen musste. Bei soviel Schmäh würde sie überlaufen.

    • Sorry für die Tippfehler...
      der Text war rechts abgeschnitten und ich hatte keine Möglichkeit der Korrektur. Es muss heissen … sich nicht wählen zu lassen ….

    • Herr Zorn, es gibt tatsächlich noch immer Aufrechte
      in der FAZ, es ist nicht nur Bollmann, die sich beeilen, ihre Unterwürfigkeit gen Berlin zu signalisieren. Ich hoffe für die Herren, dass sie nicht auf ihrer eigenen Schleimspur ausrutschen.

      Da ist die WELT momentan auf ganz anderer Spur, erstaunlicherweise. Dass ich der Zeitung grad den Vorzug gebe, hätte ich auch nie gedacht, man darf dort kommentieren, wenn auch nicht jeder Kommentar veröffentlicht wird.

      Der heutige Leitartikel, Link habe ich oben in meinem Beitrag, ist eine Chronik, die zu lesen lohnt und das ganze Ausmaß des Versagens der Politik schildert.

    • Die FAZ war und ist immer geprägt von vielen Ansichten. Ich lee ja auch die SZ und die Zeit und denke nach.

    • Hallo Frau Simon,
      Hallo Frau Simon, ich lese auch was Sie in der Welt und Cicero schreiben…-:) Gestern wollte ich in Cicero einen Gruß an Sie schicken, bin jedoch am schrecklichen Kommentiersystem, der Buchstabensuppe, gescheitert! Ob Schwennicke eigentlich weiß, warum unter den Artikeln nur max. zehn Kommentare stehen? Na gut, so kann man auch seinen Aufwand klein halten. Und, ja die WELT zieht jetzt vom Leder in Sachen Flüchtlinge, während die FAZ noch immer nur mitschwimmt, ohne wirklich Kontur zu zeigen, ihr geht es nur um den Machterhalt und solange Merkel dafür gut ist, soll sie es sein. Und immer wichtig ist für die FAZ natürlich die Haltung der Wirtschaft. Solange der BDI hinter der Kanzlerin steht, und nicht zu viel Kritik aus den einzelnen Verbänden kommt, ändert sich hier nichts an der Linie. Die Einzigen, die hier noch Flagge zeigen sind JvA und der Don. Voll auf Kurs sind auch die Achse und Tichy. Als Gegenstück zu den Links-Grünen Hofnarren Diez-Lobo-Augstein. Beste Grüße, Dieter Zorn

    • Lieber Don, breit gefächert lese ich auch
      und bin heute ganz erstaunt, auch in der SZ einen kritischen Artikel zu Merkel zu lesen. Den Safranski-Artikel in der NZZ haben wohl schon andere erwähnt.

      Es ist in der FAZ nur auffallend, dass Altenbockum sich teils weit rauslehnt und dann immer schnell ein Kommentar erscheint, der das wohl wieder einzufangen versucht. Nun haben wir Zeiten, in denen man zwar noch mehr geteilter Meinung sein kann, es fällt nur in diesen Zeiten besonders auf.

  70. Das neue Mitläufertum entzieht sich einer sachlichen Diskussion
    Die Bemerkung Ihres Bekannten („Ein Freund, dessen Meinung ich sehr schätze, meint, dass ich keine Empathie zeige, und meine Beiträge seien kalt.“) zeigt mir nur wie die Diskussionskultur inzwischen verkommen ist. Eigene Gedanken werden nicht mehr formuliert. Seine Einlassung ist unschwer auf den EKD-Ratspräsidenten zurückzuführen, dessen Zitat lautet: „Das Erschreckendste am Rechtsradikalismus und seinen rechtspopulistischen Vorstufen ist für mich seine menschliche Kälte.“ Die menschliche Kälte wird in den nächsten Tagen und Wochen also die Begleitmusik zur Wir-Schaffen-Das-Kampagne der Regierung werden. Ihr Bekannte pfeift nur mit. Andere werden folgen.

    Mich irritiert daran am meisten, dass das Mitläufertum vor drei Jahrzehnten noch als die Basis der nationalsozialistischen Herrschaft (auch des Regimes in der DDR) identifiziert wurde. Und heute wird schon wieder im Chor gesungen – die Regierung muss nur (wie früher) den richtigen Gegner ausgeben. Und so können selbst diejenigen, die Rechtsreue üben und verlangen, von übel sein, weil sie meinen, die Bürgerin Merkel steht nicht über dem Gesetz, weil sie wissen, es handelt sich nicht um Flüchtlinge (den Begriff erfüllen die Besucher in der Regel nämlich nicht), sondern um Illegale (illegale Einwanderer). Wenn ihnen aber mit Argumenten nicht beizukommen ist – denn sie stellen das sachlich zutreffend dar – werden sie mit dem Gefühlsleben der Mitbürger konfrontiert, das nun wirklich kein Diskussionsgrundlage bietet. Das ist eine radikalsubjektive Haltung, die weder verifiziert noch falsifiziert werden kann und damit unangreifbar ist. Ein Basta der anderen Art. Nur der gesellschaftliche Konflikt bleibt so natürlich ungelöst.

    • Seinen Rassismus als ....
      … als mutiges und „kritisches“ gegen-den-Mainstream-schwimmen zu verkaufen ist mit Chuzpe nur unzutreffend zu beschreiben.

    • Empathie
      „Eigene Gedanken werden nicht mehr formuliert.“

      Sie werden zuerst auf ihren Gefühlswert hin geprüft. Macht ein Gedanke/eine Betrachtung, dass man sich hinterher besser oder schlechter fühlt; verletzt sie vielleicht jemanden? Der Beziehungswert dominiert.

      Es gibt dieses lustige Phänomen auch in der Wirtschaft, wo Ingenieure heute mit Helfersprache angeworben werden: sie sollen (Systeme) betreuen, pflegen und das Team unterstützen, am besten in Eigenverantwortung. Es dauert wohl nicht mehr lange und auch aus Ärzten werden Betreuer, Pfleger und Unterstützer und man fragt sich was dann die professionellen Krankenpfleger wohl so machen?

      Das alles ist so eine neue „Bürgerliche Ideologie“, eine Sprache, die nicht mehr an die Phänomene oder die sozialen Verhältnisse heranreicht, sondern sie durch humantitäre Absichten, durch „Philanthropie“, wie man früher gesagt hätte, verschleiert.

      Dabei will ich aber nicht bestreiten, dass das Gutmenschentum auch seine positiven Seiten hat und nicht bloß eine Form sanfter Verrücktheit ist. Der Einsatz gegen Elektroschocks in der Psychiatrie oder gegen die Todesstrafe, gegen Sex mit Kindern, für humanen Strafvollzug oder gegen Tierquälerei lässt sich nicht einfach sachlich begründen. Da religiöse oder metaphysische Begründungen weitgehend entfallen sind, erlangt Empathie die Rolle einer Letztbegründung auf die sich die westlichen Gesellschaften hin konditionieren. Daher auch die zentrale Figur des Opfers von Gewalt, Unrecht, Unterdrückung, Diskriminierung, Verfolgung usw. Dass sich in dieser Rolle auch gut leben lässt und man den Opferstatus profitabel machen kann, ist eine Erkenntnis, die kritische Geister wie der Don mit US-amerikanischen Rechtsanwälten teilt. Dass man damit auch eine ganze Zivilisation zerstören kann, dürfte die Angst derer sein, die die Willkommenskultur nicht durch die rose Brille betrachten.

  71. Welche Absicht steckt hinter der Politik?
    Ich möchte gerne einen Link beisteuern, ich habe diesen vor einer Weile in einem Leserkommentar auf der NZZ gefunden:

    http://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395

    Peter Sutherland, UN-Sonderbeauftragter für Migration, hat die EU aufgefordert, „ihr Bestes zu tun“, die „kulturelle und religiöse Homogenität“ der Mitgliedsstaaten zu „untergraben“. Er meint, der Wohlstand vieler EU Staaten ist nur dadurch zu sichern, dass diese multikulti werden.

    Sutherland ist unter anderem Mitglied der Bilderberg-Konferenz, der Trilateralen Kommission und des European Round Table. Gibt es da einen Link zu Entscheidungsträgern in der EU und der dt. Regierung/Politik? Für mich sieht es so aus. Merkel hat ja schon eine neue Weltordnung erwähnt, wo Menschen Rechte abgeben werden müssen. Ich glaube, es geht aber nicht nur darum, Wohlstand zu erhalten, sondern vor allem darum, dass die zukünftigen Bürger sich nicht als Deutsche, Italiener, Belgier etc. fühlen. Es wird dann einfacher, die Vereinigten Staaten Europas durchzusetzen.

    • Naja, Diversity im Job ist momentan so ein Modethema und es gibt auch gute Beispiele. Die Logistik bei Amazon wir von Italienern geprägt, weil die besser organisieren können und flexibel sind. Ich kenne die Vertriebstrukturen einer Autofirma im Mittleren Osten – da sin kaum Deutsche, da hat man die Leute extern zugkauft, weil die das bessere Gefühl für Märkte haben.

  72. Filterblasen für Gegenöffentlichkeit
    Es mag leider ein Irrtum sein, dass sich ausschliesslich Neonazis offen gegen Verbrechen stellen, die unter dem Kontext der Migranten geschehen.

    Doch wenn Zeitungen wie im obigen Fall einseitig berichten oder öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten den Rundfunkstaatsvertrag brechen, in dem sie die Ausgewogenheit der Berichterstattung vermissen lassen, entstehen im Privaten entsprechende Gegenöffentlichkeiten, die diese Versäumnissen ausgleichen zu versuchen.

    Ein Beispiel wäre
    https://www.facebook.com/wirschaffendasganzbestimmt

    Ausschließlich seriöse Links aus Tageszeitungen, regionaler Medien, Pressemitteilungen von Polizeidienststeellen sind dort gesammelt ohne Bezug auf Parteien oder zweifelhafter Veranstaltungen.

    Ist es rechts, wenn man vor Verbrechen nicht wegschaut und somit auch hinterher nicht behaupten zu können, man hätte von nichts gewusst?

  73. Wird das Geheimnis der Wattestäbchen gelüftet?
    @BertholdIV – Vielleicht werden wir dann endlich erfahren, wer hinter den albernen Wattestäbchen steckt, die angeblich im Zeitraum der NSU Verbrechen an 40 Tatorten gefunden wurden (soweit ich mich erinnern kann, auch beim Mord der Polizistin, wegen dem Frau Zschäpe vor Gericht steht) und die angeblich von der selben Frau stammen. Angeblich kam schließlich heraus, dass zwei Taten gleichzeitig geschahen, so dass die selbe Frau unmöglich an beiden gleichzeitig gewesen sein konnte, man angeblich dann erst feststellte, dass es sich um verschmutzte Wattestäbchen für die DNA Proben handelte, die angeblich von einer Frau in der Wattestäbchenfabrik mit Schnupfen und durch Niesen verunreinigt worden waren.… und dass angeblich bisher immer noch niemand weiß, um wenn und warum es sich so ergab.

    • #Zaepsche und die Struktur der BRD
      Aussage wurde schon verschoben. Würde mich sehr wundern, wenn es noch zu einer Aussage kommt.
      Nur die Italiener halten das aus solche Wahrheiten zu erfahren. In der BRD geht das nicht.
      Heute ist Namenstag von Leo I und Helmut Schmidt gestorben.
      Möge er in Frieden ruhen.

  74. Krieg und Nachkriegeszeit
    Meine Großeltern haben Dresden knapp überlebt.
    Mein Vater kam 1943 mit 18 Jahren an die Front, bis zum Heimatschuss.
    Meine (anderen) Großeltern haben nach dem Krieg über Jahre hunderte Flüchtlinge (von den 12 Millionen aus dem Osten) privat versorgt.

    Ich will hier nicht in den Diskurs einstimmen, ob und wieviel die BRD auf Dauer von den Flüchtlingen profitiert (Motto: Wer zahlt ihre Rente dereinst?)
    Ich bin absolut dafür, Probleme der Unterbringung oder aktuelle Risiken wie Kriminalität etc. in realen Dimensionen nicht zu verschweigen.

    Aber das Gejammer und Gezeter über die Flüchtlinge derzeit versteh ich überhaupt nicht. Sind wir eine Angsthasen-Nation (Hilfe Tiervergleich) geworden?
    Apropos „Willkommenskultur“: Deutschland hat einen sehr guten Ruf in der Welt. Deshalb haben die Flüchtlinge es sich als Ziel auserkoren. Welcher Hornochs (Hilfe Tiervergleich) glaubt wirklich, sie kommen nur deshalb, weil Merkel zunächst Aufnahmebereitschaft signalisiert hat.

    • Titel eingeben
      Nichts für ungut, aber dieser Vergleich mit den Flüchtlingen 1945 hinkt und wird durch Wiederholung nicht besser. Zum einen kamen die Menschen damals in ein zerstörtes Land, das ihnen wirklich nicht viel zu bieten hatte. Zum anderen kamen sie oft nicht freiwillig, die Sudetendeutschen etwa wurden zwangsevakuiert. Zum dritten sollte man doch beachten: die Flüchtlinge und Vetriebenen von damals waren Menschen, deren Muttersprache meist deutsch war, die oft eine hohe – deutsche – Schulbildung hatten, die kulturell an Deutschland gebunden waren und deren Heimat in den meisten Fällen – zumindest zeitweise – zu Deutschland gehörte, ob das nun ein gutes oder ein böses Deutschland war. Sie mussten nach dem Krieg in jenen Teil des Landes gehen, der von Deutschland noch übrig war und haben sich dort mühselig wieder hochgearbeitet: den Standard in der alten Heimat als Ziel vor Augen und meist ohne besondere Unterstützung seitens des damals noch eher armen deutschen Staates.

    • Titel eingeben
      „…von den Flüchtlingen profitiert (Motto: Wer zahlt ihre Rente dereinst?)“
      .
      Sie meinen allen Ernstes, diese Flüchtlinge retten unser Rentensystem, weil sie alle jahrelang in die deutsche Rentenkasse einzahlen werden?

    • Im Originalton ..
      … gestern auf NTV:

      Flüchtling in Deutsch:

      Wir kommen alle wegen Angela Merkel.
      Wir wählen Sie.

  75. unschöne Bilder
    Von unschönen Bildern war hier mehrfach die Rede.

    Noch haben wir eine Wahl. Wir produzieren jetzt ein paar unschöne Bilder (à la Ungarn ) – und retten unser Gemeinwesen.

    Oder die nachfolgende Generation wird das ausfechten (müssen) – selbst wenn es den Einheimischen gelingen sollte, ihr Heimatrecht zu erstreiten. Es wird zu sehr schlimmen Bildern kommen.

    Im Kampf um Selbstbehauptung wird alles Barbarei. Was Gesinnungsethik und deutsche Gründlichkeit anrichten können, hat die Welt schon einmal durchlitten.

    Noch haben wir die Wahl …
    zwischen
    Gesinnungsethik oder Selbst-Verantwortungsethik

  76. Titel eingeben
    Don Alphonso: haben Sie sich mit einigen der Flüchtlinge unterhalten können, was sie auf den Weg nach Deutschland gebracht hat?
    Ich selber komme zwar auf meinem täglichen Fahradweg an zwei Flüchtlingshallen vorbei, aber ich bin nicht kontaktfreudig genug, um da ins Gespräch zu kommen.
    Es würde mich aber wirklich interessieren, wie dann der Entschluss gefallen ist, hierher zu kommen, und was die Vorstellungen waren, und auch was die Eindrücke und Pläne jetzt sind.

  77. Seinen Rassismus als ....
    … mutiges und „kritisches“ gegen-den-Mainstream-schwimmen zu verkaufen, ist mit „Chuzpe“ wohl nicht annähernd genau beschrieben.

    • Der Don hat irgendwo jemals behauptet, die Gruppe X sei wegen ihrer Hautfarbe
      weniger wert, als die Gruppe Y und müsse deshalb (beliebige Diskriminierung einsetzen) werden? Send pics, please. Denn das wäre Rassismus. Und nur das.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  78. Emotional besetzt!
    Ich beschäftige mich seit längerem notgedrungen mit diesem Thema, habe im Alltag und auch beruflich öfters mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun.
    Eins vorweg, den typischen Migrant gibt es nicht.
    Nun zu den Filterblasen, leider findet hier oft keine rationale Auseinandersetzung und Berichterstattung statt, vieles wird emotional eingefärbt und führt zu einer einseitigen Darstellung und Wahrnehmung. Die Bilder von Ungarn als Frau Merkel die Grenzen geöffnet hat waren zum Teil Bilder die auf mich sehr emotional gewirkt haben. Zu dem Zeitpunkt rational zu sein fiel auch mir schwer.
    Was seit dem Zeitpunkt in der Berichterstattung (Ukraine war auch schon stark gefärbt) stattfindet ist aber schon sehr bedenklich.
    Die meisten Bilder haben am Anfang nur kleine Kinder und Familien gezeigt und es wird eindeutig versucht diese Emotionalität in der Berichterstattung zu erhalten.
    Die Auseinandersetzung mit Gegnern findet auch auf dieser Ebene statt, hier werden Personen oder Gruppen gleich in die rechte Ecke gedrängt und mit den dementsprechenden Adjektiven belegt.
    Frau Merkel agiert ähnlich, zwischen pampig beleidigt sein und regelrecht kurz angebunden zumeist aber nur ihr Mantra wiederholend oder drohend wie die Befürchtung das kriegerische Auseinandersetzungen auf dem Balkan möglich sind. Leider vermisse ich gänzlich eine rationale Sichtweise die auch nur im Ansatz lösungsorientiert ist. Die Bedenken einer Frau hinsichtlich der gegenwärtigen Situation mit dem Statement „Sie solle doch in die Kirche gehen und beten“ zu beantworten ist auch nicht hilfreich, eher zynisch angesichts der Tatsache das es den verfolgten Christen in Syrien auch nicht geholfen hat.
    Das die Presse gegenwärtig in ihrer Berichterstattung aus Rücksicht viele Details weglässt oder zum Teil Informationen erst gar nicht veröffentlicht ist mehr als bedenklich. Wie südländische Europäer es finden wenn zunehmend bei Täterbeschreibung auf dem Begriff südländisch als beschreibendes Adjektiv zurückgegriffen wird lasse ich mal dahingestellt.
    Im Bekanntenkreis erlebe ich ab und zu auch diese emotionale Reaktion, zumeist dann wenn auf Fakten keine rationale Fakten zur Verfügung stehen.
    Bedenken habe ich auch was die Zukunft mit sich bringen wird, eine Lösung ist nicht in Sicht und umso länger der gegenwärtige Zustand anhält um so schwieriger wird es da die Mittel die nötig werden um ein Zeichen zu setzen wohl immer radikaler werden müssen. Fakt ist in meinen Augen, ohne Regeln und Grenzen die akzeptiert werden stellt sich Europa als Einheit selbst in Frage.
    Wenn Deutschland sich anschickt von den anderen europäischen Mitgliedstatten eine unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen zu fordern ist das nicht durch Humanismus oder andere Begriffe zu rechtfertigen. Was den deutschen Fachkräftemangel angeht könnte sich der Rest Europas auch irgendwann fragen was denn mit den vielen arbeits- und perspektivlosen gut ausgebildeten jungen Europäern ist, sind die für den deutschen Arbeitsmarkt nicht gut genug.
    Was Verfolgte angeht, was ist mit den Christen die weltweit verfolgt werden, sollte diesen nicht unsere Aufmerksamkeit gelten und ein besonderer Status zugesprochen werden.
    Persönlich fühle ich mich von einem allahu akbar bedroht, zumal wenn es in meiner Umwelt von martialisch auftretenden Jugendlichen als Begrüßungsformel verwendet wird. Ein Vater unser wäre mir lieber und würde bei weitem nicht soviele Befremdlichkeiten auslösen.
    In diesem Sinn fühle ich mich bedroht von Sätzen wie der „Der Islam gehört zu Deutschland“, frage ich mich doch ob ich die letzten 54 Jahre die bestehenden Strukturen in Deutschland ganz falsch wahrgenommen habe.
    Dazu gesellt sich meine Wahrnehmung von der zunehmenden Radikalisierung des Nahen Osten, wo, obwohl es viele friedliebenden Gläubige gibt diese jene Veränderungen nicht verhindern konnten.

    • Emotional besetzt
      hat Recht ! Überwiegend Mitläufer in Presse und Politik zu Muttis: Wie schaffen das!
      Was Mitläufer in der Nazizeit angerichtet haben wissen wir.
      Was heutige Mitläufer anrichten werden wir sehr bald wissen.

  79. Nazi Import
    Besonders lustig ist wenn vor Deutschen Nazis gewarnt wird aber übersehen wird das Hitler ein Held in der Muslimischen Welt ist und Mein Kampf ein Bestseller ist,selbst in Luxus Shopping Centern wird für das Buch Werbung gemacht.
    Die Protokolle der Weisen von Zion laufen in der Arabischen Welt zu Ramadan als Familiensendung!

    Die Baath Partei Syriens wurde massgeblich vom Nationalsozialismus beeinflusst(was die Linken Jahrzehntelang nicht störte).
    Die Moslembrüder arbeiteten mit den Nazis zusammen.
    Der Hitlergruß wird dort Shiiten udn Sunniten benutzt.

    Auf einer Jubiläaumsfeier der Fatah(strategischer Partner sder SPD)rief der Mufti zur Ermordung aller Juden auf.

    • Naja, man muss das schon ifferenziert betrachten. Antijudaismus ist in vielen Ländern teilweise nur eine Folklore und oft nicht ernster als die Stichelei von Bayern gegen Preussen. die meisten Länder der Region haben sich faktisch mit Israel abgefunden.

      Die Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten sind da sicher das grössere Problem. Oder der innermuslimische Rassismus gegen Subsaharastaaten.

  80. Herbst der Kanzlerin
    Ich habe den Eindruck, dass die Kanzlerdämmerung nun langsam voranschreitet. Der Artikel „Herbst der Kanzlerin“ in der Welt ist doch die detaillierte Zusammenfassung einer verfehlten Politik der letzten Monate in DE.

    Zitat: „Wenn es November wird in Deutschland, irrt Germania öfter mal im Nebel umher.“

    Es wird nun mystisch – Nebelschwaden schwirren über das Land, es wird wagnerisch-romantisch in Deutschland. Aber die Nibelungen haben habe noch nie etwas Gutes verheißen. Denn dort haben am Ende alle verloren: Krimhild und Siegfried, Hagen von Tronje und auch König Etzel, der König der Hunnen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass DE die Götterdämmerung erspart bleibt und dem ganzen Spuk der Unvernunft bald ein Ende gemacht wird. Wozu gibt es ein Misstrauensvotum?

  81. Vielleicht hat die SZ im Vergleich zu manchem Journalisten verstanden,
    dass Journalismus auch mit Verantwortung einhergeht. Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass man sich dort jedes Mal zusammenfindet, wenn in Ihrem Blog wieder über die Süddeutsche berichtet wird. Ihre Beiträge – da bin ich mir recht sicher – werden dort regelmäßig Gelächter auslösen. Man wird es, nicht zu unrecht, als journalistische Auszeichnung verstehen, wenn Sie sich mal wieder über die Süddeutsche empören müssen.

    • Ich empöre mich nicht, ich zeige nur auf, wie alte Gewissheiten neu verhandelt werden. Ich weiss aber, dass mich drei Autoren massiv unter Beobachtung haben, und es gab hier auch schon Kommentare mit einer verräterischen IP, als ich über eine falsche Graphik der SZ berichtete. Ob das Lachen ist, weiss ich nicht.

  82. Blog-Kommentarleiste (rechter Hand)
    …Don A, könnten Sie die hier nicht auch (wie bei den „Stützen“) anschalten? Sonst verliert man bei den Kommentaren fast vollends den Überblick.

  83. Sonnenuntergänge
    Der Winter wird dieses Jahr ganz besonders kalt werden, nicht nur am Tegernsee. Haben Sie schon einmal an den Begriff Völkerwanderung gedacht, werther Don? Richtig, das ist dieses Phänomen, dass sich quer durch die gesamte Menschheitsgeschichte zieht. Und auf das noch nie irgend jemand vorbereitet war, zu keiner Zeit, nirgendwo. Denken Sie wirklich, eine Handvoll Frontex-Soldaten hätte gegen Hunderttausende von Flüchtenden auch nur den geringsten Hauch einer Chance..? Geschlossene Grenzen? Soll man die denn mit einem Vorhängeschloss abschliessen? Nicht dass ich dem naiven, weltfremden Wir-schaffen-das-Credo von Angela Merkel sehr viel abgewinnen könnte- und auch der genau so blind zelebrierten Willkommenskultur der Gutmenschenmedien nicht, ganz im Gegenteil: Hier werden vollkommen falsche Anreize geschaffen, die dann ihre Fortsetzung in erwähnten Smartphone-Bildchen vom Tegernsee finden, mit romantischem Sonnenuntergang natürlich.

    Aber wir sollten den Tatsachen ins Auge blicken, auch wenn’s einem zugegebenermassen langsam unheimlich wird.

  84. Denk ich an D in der Nacht....
    Unglaublich was sich M erlaubt.
    Dieses ganze Spektakel was sich hier abspielt ist nur
    der Anfang.
    Als junger Mann bin damals ohne lange Überlegung,
    freiwillig zur BW und habe mein Wehrdienst abgeleistet.
    Dies habe ich getan weil ich bereit war,UND BIN, für die
    Freiheitlich Demokratische Grundordnung in D zu kämpfen.
    Hätte jemand mir in den 80gern erzählt das er die Grenzen
    abschaffen, 100Tsnde und demnächst Mio menschen
    unkontrolliert ins Land lassen will, ohne einen blassen Schimmer
    wieviele evtl Terroristen sind hätte ich sofort mit dem BND Tel.
    Lieber Don heb dir noch a bisserl Empathie auf, man weis ja nie;

    Aber ich habe immer ganz hinten im Schädel so eine
    eigenartige Verknüpfung gehabt, es gibt kein Staat dem
    man vertrauen kann.Und plötzlich wird die Grundhaltung
    der NRA verständlich.
    Auch meine Kinder werden den Umgang mit Waffen lernen
    müssen.
    So wie Paps, Opi, Uropi, und UrUropi, werden Sie vielleicht
    ihr Vaterland verteidigen müssen.
    Die grösste Gefahr für D sind Terroristen.
    Wenn die in D bomben wars das.
    Die Gesellschaft wird sich
    spalten, die Ökonomischen folgen heftig sein.
    Dann ist hier schluss mit lustig.
    Schade
    Ist es bald wieder so weit
    Schwarzes Hemd
    Roter Kragen
    Goldene Knöpfe?

  85. Exegese
    Empathie warum tun wir uns das an? Auch filtern wir unsere Geschichte, sie schwimmt, lang weg.

    Ich bin im Nordosten Geboren; habe für Vietnam, Griechenland, Chile, Angola; Kuba gespendet ohne Empathie ging es nicht; und glauben sie mir; war in keiner Partei, weder eine Roten Socke, noch der Wendehals; ich sah Westfernsehn, somit in besseren Lage zu entscheiden, was mir Achtung verdient. War kein Flüchtling, der vor beginnende Ignoranz durch Schlagbaum floh; noch übersah ich, was im Staate beider Republiken geschah; wie der eine sich aufgab und den anderen alles Übergab; so die Macht des Volkes, für beide Seiten verkam. Die einen hatten das Geld die anderen, nun die D- Mark.

    Ich sah dass das Leben in Deutschland keine D- Mark mehr wert war; Betriebe wurden von eigner Hand zerstört, so anderen Ideologien dem Land ausgeliefert, sie feierten mit der Heldenposse; dann wachten ein Volk auf, Millionen Arbeitslos; Millionen in Vorruhestand geschickt, alles aus Empathie.

    Noch zu Bayern aus der Sicht, ich vertrete mich, mein Standpunkt der liegt nun mal in Mecklenburg.
    Jedes Jahr kommen tausende in den Norden und ich bin froh, ihre Autokennzeichen zu sehen; denn so lange das geschieht geht es den Bayern gut und das tut nun mal, auch mir Mecklenburger gut; ich mein den Mut des Grußes und der Freude, nachgefragt zu bekommen; es ist herrlich den Strand die Ostsee, auch auf Steinen einfach langzugehen; das alles sei keine Empathie? Gut aus München waren viele Autos; ohne Schleim noch eine kleine Anekdote.

    Ich war am Strand und im Wasser, hatte mich satt gesehen was an Lebendigkeit vorzufinden sei; dann komme ich nach Hause, und sage zu meiner Frau: Nein, heute war die Welt nicht schlecht!

    Es reicht mir ein Gruß oder diebisch grinsen, könnte ich meinen; Gesichter bringen Übel Laune zum Scheitern; wenn Freude selbst aufstrahlt; kam vom Strand. Neben mein Auto stand ein Rotes. Nach kleiner Pause, hatte den Parkschein in der Hand und sah ins Nachbars Auto, das Arme Sch …! Gut, Politessen waren noch nicht da; auf mein waren noch anderthalb Stunden zum Parken möglich, ich Tat was immer tat, steckte ein den Schein unter, oder fragte ankommende nach bleibe Zeit; zum ab parken. Nicht aus Empathie nein weil es mir eine Freude ist; und obwohl die Welt schlecht ist; wenn dann nicht für diesen Tag; das rote Auto kam aus Nürnberg; ich weiss wie Vertreter Autos aussehen.

    „Es ist zu verlockend als das man einen nicht hinterher redet“.

    Danke

  86. @ Don Alphonso:
    Eine am Rande nachgetragene Frage zur folgenden Bemerkung im Text: „Kurz, Sie kennen den Kontext des Bildes und wissen, dass selbst ich nicht dauernd so lebe.“

    Ehrlich gesagt, das hätte ich nicht zu wissen behauptet…
    Besteht denn eine Hauptpointe dieses Blogs nicht gerade im heftigen Flirt mit dem Image, dass Sie eben doch mehr oder weniger permanent so leben?

    • Ja doch, natürlich, die Flüchtlinge wollen doch auch nur das, was ich will: eine Klassengesellschaft mit Clanstrukturen, die einen selbst bevorzugen. Ich kann damit umgehen.

  87. Wo ist die Empathie ?
    mit :
    – rentenlosen Trümmerfrauen
    – turbogetrimmten Gymnasiasten
    – frühsexualisierten Kindergartenkindern
    – gentrifizierten Mietern
    – bandscheibengeschädigten Malochern
    – müllsuchenden Senioren
    – wegrationalisierten Arbeitslosen
    – umgangsrechtslosen Vätern
    – fehlernährten Nudelhipstern
    – untermotorisierten Opelfahrern
    – niveaulosen Kommentarschreibern ..

  88. @ djangohat…
    Wer den Tee bezahlen soll?
    Sie könnten doch Spenden sammeln bei den Gutmenschen, die geben gern für einen guten Zweck!

    @ D.A.

    Sie befürchten wohl Brandanschläge wenn Flüchtlinge in Ihrem Haus wohnen.
    Nein, Schuld ist die Politik, soll doch die das ausbaden…

    Der Hauptfehler dieser „Asyldebatte“ ist, daß sie stattfindet anstelle
    einer pragmatischen Diskussion über Probleme der Unterbringung, Versorgung, Beschäftigung und Integration von Millionen Flüchtlingen in den „Europäischen Ländern“ wie Bayern, BaWü, Bremen, Berlin…

    D.A.´s Antwort auf die Zumutung, in seinem Haus Flüchtlinge unterzubringen, scheint mir symptomatisch für die egozentrische deutsche Möchtegern-Elite. Mutti ist Schuld, wenn´s jetzt auf der Terrasse enger wird, nicht wahr?
    Das ist politischer Infantilismus in der Trotzphase

    • Ich war ja gestern auf einem Bürgergespräch und kann Ihnen daraus gern vortragen, wie es am Boden aussieht. Wie viele Flüchtlinge haben Sie eigentlich untergebracht?

    • Private Aufname von Flüchtlingen?
      Zu dem Thema hat Wolfgang Kubicki in einem Interview der WELT wie ich finde eine treffende Antwort gegeben:

      Die Welt: Die private Aufnahme von Flüchtlingen wäre doch eine effiziente Integrationsmaßnahme.

      Kubicki: Dann müsste ich aber auch darüber nachdenken, Obdachlose in mein Haus aufzunehmen. Hier geht es nicht um mitmenschliche Individualleistungen, sondern um eine Kollektivleistung. Und da sehe ich als dringlichste Aufgabe, den Flüchtlingsstrom abebben zu lassen. Wenn uns das nicht gelingt, verlieren die Menschen das Vertrauen in die demokratischen Institutionen. Das wäre dann eine Demokratiekrise.

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article147659755/Dann-wird-man-Angela-Merkel-stuerzen.html

    • An ihren Ideen wirst du sie erkennen.
      @ Don A.: Bürgergespräche sind gut um den Boden der Realität nicht zu verlassen. Der Politikwissenschaftler Gerd Mielke sollte vielleicht auch ab und zu Bürgergespräche aufsuchen, damit er in seinem Politikwissenschaftler-Elfenbeinturm nicht noch brutalere behandlungsbedürftige Gewaltphantasien entwickelt.
      Hier eine seiner Ideen: „Im Gegenteil, man sollte auf eine konsequente Einschüchterung des „Packs“ durch eine konsequente Kriminalisierung setzen, eine Strategie, die zumindest die AfD und die Pegida von ihren autoritären Mitläufermassen trennen würde. These: Wenn sich die Mengen von rechtsaffinen Kleinbürgern in Dresden in einem dreistündigen Polizeikessel erst alle mal in die Hose gepinkelt haben und abschließend mit Wasserwerfern traktiert wurden, dann haben sie für eine geraume Weile genug vom Demonstrieren.“
      http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/interview-mit-mainzer-politikwissenschaftler-mielke-afd-ist-speerspitze-der-pegida-subkultur/-/id=1682/did=16440736/nid=1682/1f3r3i9/index.html

    • Titel eingeben
      Den „Elite“-Don anpinkeln und dazu ein Accentzeichen setzen anstatt des – natürlich ebenso falschen – Auslassungszeichen, dat ham wa jerne.
      Von unten nach oben pinkeln: da macht man sich selbst nass.

    • Wie siehts am Boden wirklich aus?
      @D.A.

      „Ich war ja gestern auf einem Bürgergespräch und kann Ihnen daraus gern vortragen, wie es am Boden aussieht.“

      Könnten Sie bitte bitte bitte etwas darüber berichten? Wie es da draußen im Lande aussieht?

      Ich hatte in den letzten Tagen ein Gespräch mit einem Bekannten, der sich nach eigenen Angaben außer mit seinen Eltern noch mit niemandem über das Thema zu sprechen getraut hat, obwohl er gut informiert war.
      Es ist (zumindest in meinen Kreisen) immer noch ein Tabu-Thema.

  89. Prinzipielle Frage...
    Was mich immer wieder wundert: wieso stört sich eigentlich kaum jemand an der immer wiederkehrenden bornierten und undemokratischen Floskel unserer Kanzlerin, irgendetwas sei „alternativlos“? Da war ja ihr Vorgänger noch ehrlicher mit seinem „Basta“ – im Sinne von: ich habe halt so entschieden, mault doch!
    Selbstverständlich gibt es zu jedem Vorgang eine Alternative, meistens sogar mehrere andere Möglichkeiten und daß davon nur genau eine realisierbar sei, ist bei der Komplexität der üblichen Probleme ein Widerspruch in sich.
    „Alternativlos“ suggeriert ja auch, daß man gar nicht entscheiden müsse, weil ja ohnehin alles schon festgelegt sei – was nun wiederum gut zur tatsächlichen „Tätigkeit“ der Berliner „Elite“ paßt.
    Wollte man nun noch einen Schritt weiterspinnen – im Sinne Houellebecqs – könnte man sie als Vorstufe eines Inschallah auffassen…

  90. Hui, was fliegt denn da so braun und schlecht riechend von den Ventilatorflügeln?
    Ein wirklich konstruktiver Artikel in dem ganzen Gedöns, das man so allmählich fast nicht mehr hören mag, steht heute von Boris Palmer auf der FAZ-Seite. Was wollen wir geben? Was können die anderen erwarten?

    Was uns zu begreifen gut täte, wäre, dass unser Kapitalismus nicht nur das Patentrezept ist, wie man einen Laserdrucker/Kopierer/Fax-Kombigerät für 149 € kaufen kann, oder zehn Paar Socken für 99 Cent.

    Wem fällt auf, dass heute Betroffenheit von der Schlechtigkeit der Welt (fast) nicht zu Forderungen einer Veränderung des Systems (wie 1968) führt, sondern zu Verzehr von ei- und glutenfreien Bio-Nudeln?

    Neonationalismus und Religiosismus sind nur Verzweiflungsideologien, sich einer noch höheren Legitimation als die weltlichen Sachzwänge der Finanzoligarchie zu sichern. Im Prinzip nichts als Gartenzäune um das Territorium, was man von seinem Dorfkirchturm, Dorfminarett, etc. noch überblicken kann.

    Das Niederreissen aller Zäune, die definierten, wo einer Hausherr und der andere Gast war, hat nur den multinationalen Grosskonzernen wirklich geholfen, die ihre Milliarden in Hedge Clouds parken konnten, damit ihre Häuptlinge ihre Kummerwurzeln auf Bunga Bunga Parties in neuschweinsteinischen Schlössern lutschen lassen können.

    Für den Rest der Bevölkerung wird sexuelle Frustration verordnet, in dem man fleissig die arme Jugend vor jeder nackten Tatsache schützt; ausser sie lässt sich für einträgliche P0nrokanäle registrieren.

    Der weibliche Geifer wird mit schlechten Erfahrungen und Verachtung neutralisiert und auf das Märchen vom standhaften Prinz im weissen Bentley eingedampft, der dann als Sachbearbeiter im grauen Golf Cabrio gerade noch rechtzeitig vorfährt, dass man die Anzahlung für eine eigene Wohnung gerade noch sinnvoll in einer Befruchtungsklinik verjubeln kann. Dann ist das Leben mit den Zwillingen oder den tiefen Verletzungen und Enttäuschungen eh ein ganz anderes, als dass man über Politik noch nachdenken wollte.

    Wer sexuell nicht frustriert ist, kommt noch darauf, dass er/sie eigentlich gar nicht so viel Schreiss kaufen muss, um glücklich zu sein.

    Tyler, ich gebe Ihnen recht, wir leben in spannenden Zeiten. Die Situation heute ist dermassen fragil, dass sie in alle Richtungen kippen kann.

    Meine Leuchttürme sind Liebe und Freundschaft zu den Menschen in meiner nächsten Umgebung.

  91. Die Frage nach dem Fabrikat
    Werter Don,

    nun beim zweiten Lesen doch ein Störgefühl: der Hinweis auf den Zweisitzer, soweit bekannt, aber im Folgesatz ist plötzlich von einem Mercedes die Rede (und gar von einem „Sportwagen“).

    Muss man dem entnehmen, dass die Barchetta Historie ist, oder misinterpretiere ich da?

    Gelegentliche Aufklärung (ggf. auch im Parallelblog) wäre willkommen…

  92. Fahrkarten-Automat außer Betrieb!
    „In Deutschland wird diese Filterblase von enigen Leitmedien inzwischen nur noch dicht gehalten, indem man fast schon täglich einen Bürgermeister, einen Landrat, einen Innenminister oder einen Philologenverband als „Hetzer“ vorführt und damit signalisiert, was als intolerabel gilt. Es werden darüber klare Vorstellungen formuliert, wie man denken sollte.“

    Seltsam, werter Don. All das und noch viel mehr lesen wir täglich, weil die Strippenzieher im Hintergrund mittels Filterblase nichts mehr wollen als „Dichthalten“?

    Da kann ich nicht ganz folgen. Ich halte diese teils geradezu hysterisch formulierten Gesinnungsbotschaften von Hoheitsträgern in Reaktion auf scheinbare „Leaks“ von ebenfalls Hoheitsträgern samt Leitmedien-Verhackstückelung beider Seiten eher für sich täglich steigernde Bettelbriefe einer höchst dilletantisch agierenden Krisenmanagement-Agentur.

    Oder um Rolf Hochhuth’s „Es geht nicht um die Krim.“ aus meiner Sicht fortzuschreiben: Es geht auch nicht um „Flüchtlinge“. Es geht nach meiner Meinung – als relevantes Zwischenziel bis zu dem von Rolf Hochhuth ausgemachten – um das einzige, was noch zwischen uns und der Schulden-Union steht. Selbstredend mit der feministischen Spitzenbesetzung einer Zentralstaat-Rätin, deren Staatsfrauliche Qualitäten zumindest von Forbes so ausdauernd wie nicht nachvollziehbar seit Jahren herbeigeschrieben wurden.

    Ob die EU nun also unsere Ewigkeits-Artikel oder unsere Ewigkeits-Artikel die EU überdauern werden, ist aus meiner Sicht die eigentliche Frage auf der politischen Agenda. Und wie es aussieht, liegt der Ausgang dieser Geschichte ganz allein bei uns. Ein einziges und letztes Mal sind wir tatsächlich einmal der alles entscheidende „Souverän“. Daran kommt auch die Ober-Feministin dieses Landes nicht vorbei. Sie braucht uns. Dringend! Es eilt!

    Insofern können mir die um Nato-Pappis Gunst sich seit Jahr und Tag prügelnden Herren Egoman und Tzirtaki noch so viel Kessel Buntes vor die Haustür setzen. Ich werde den Teufel tun und in Reaktion auf die tägliche Portion Apo-Kalüpse, die man mir aus allen verfügbaren Rohren angedeihen läßt, eine der vielen mir entgegengehaltenen Fahrkarten aus dem Lenin’schen Fahrkarten-Automaten für Deutsche Möchtegern-Revolutionäre ziehen. Pfefferspray und ein paar andere Defensivwaffen tun’s auch für den Fall der Fälle. Dazu brauche ich weder Frau Schwarzer noch eine Julia Klöckner und schon gar nicht eine LaufburschIN zwischen den Erzfeinden Putin und Obama.

    Und falls die dieses Jahr extrem früh in ihr Winterquartier gezogenen Zwergschwäne tatsächlich wieder für einen Extremwinter stehen sollten wie schon einmal in 1963, dann werde ich ein Schild an meine Hütte nageln, daß ich nicht gedenke, mich als staatlich verordneter Kriegsgewinnler an der Aufteilung von menschlicher Kriegsbeute zu beteiligen. Erst einmal soll der General-Bundesanwalt sein Urteil fällen in Sachen Mitwisserschaft und Ramstein. Dann sehen wir deutlich klarer in Fragen von tatsächlicher „Empathie“ in diesem Land.

    Apropos „Empathie“: Man stelle sich vor, all die Plüschtier- und Altkleider-Herbeiholer würden sich mit demselben medialen Begleit-Aufwand um die tatsächlich Ärmsten und Schwächsten in diesem Land kümmern. Und die Millionen Angehörigen entlasten, die sie zuhause bis zur eigenen Total-Erschöpfung pflegen. Unter freiwilliger Entlastung dieses trotz alledem zusammenbrechenden Kranken- und Pflegesystems. Diesen Menschen mit im Allgemeinen stark geschwächtem Immunsystem die Einschleusung von Migranten ohne jeden Impfschutz bis in allerletzte hintere Dorf zuzumuten, ist aus meiner Sicht das genaue Gegenteil von „Empathie“ oder „Humanismus“. Ich nenne das – mindestens – fahrlässige Körperverletzung.

    Vielleicht drücken Sie also Ihren Kritikern vor diesem für viele von uns alltäglichen Lebenshintergrund also einfach mal einen Ausdruck in die Hand, wie die tatsächliche Geisteshaltung eines selbsternannten Gutmenschen-Stellvertreters in diesem Land wie z.B. „Augstein junior“ aussieht. Am mehr als entlarvenden Beispiel der letzten 20 Zeilen folgenden Artikels zum Beispiel (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ohne-zuwanderung-wird-deutschland-alt-und-muede-augstein-kolumne-a-1056185.html).

    Empathie oder gar gesellschaftliches Verantwortungsbewußtsein gegenüber denen, die in der schwächsten Phase ihres Lebens unsere Solidarität und vor allem gesundheitlichen Schutz bräuchten? Keine Spur. Weder dort noch anderswo ist diese schutzbedürftige, relevante gesellschaftliche Gruppe, auf deren Rücken das Migrantenthema mehr oder minder verächtlich ausgetragen wird, derzeit Thema. Obwohl oder weil die Wut der Rentner ein Tagesordnungspunkt beim letzten Bilderberger-Treffen war?

  93. Bolschoi Theater
    Neulich habe ich die Diagnose gelesen, daß die größte Leistung von Frau Merkel darin bestand, so viele Jahre ihre Unfähigkeit zu verheimlichen.

    Hier will ich einmal ein Bild von weiter herholen, was zur Kanzlerdämmerung Frau Merkels Claqueure und Parteigänger machen werden: In den 80er Jahren gab es im praktisch immer ausverkauften Moskauer „Bolschoi“ zur großen Pause im Foyer Platten mit Kaviarschnittchen (rot, schwarz, ja!) und Batterien von Krimsektflaschen, präsentiert von adretten Kellnerinnen. Kein Paradies ohne Schlange, d.h. die Menschen stellten sich jeweils an und hielten ihr Geld bereit. Aber dann wurde bald dem realistischen Betrachter klar, daß die verbliebenen Brötchen überhaupt nicht mehr der Zahl der Wartenden entsprach – die Menschen blieben dennoch in der langen Schlange stehen, bis das letzte Brötchen – Platte geputzt – verkauft war. Und dann gingen sie alle wortlos auseinander, wie wenn überhaupt nix gewesen wäre.

  94. Dank an die NZZ, die noch bringt, was...
    …kein deutsches Qualitätsblatt mehr bringen mag:

    „Der politische Islam, wie er sich in der Mehrzahl der Staaten des Nahen Ostens manifestiert, ist eine einzige Katastrophe. … Diesen politischen Islam tragen viele mit sich, und damit wird in Deutschland zum Beispiel der Antisemitismus, und zwar der islamische Antisemitismus, mächtig werden. In Frankreich ist das schon zu spüren, da fühlen sich Juden nicht mehr sicher. Viele der Muslime wissen nicht, was es heisst, eine andere Religion zu respektieren. Man hat vergessen, dass auf den Flüchtlingsbooten Christen ins Wasser geworfen wurden. In den Flüchtlingslagern bekämpfen sich die ethnischen und religiösen Gruppen, sie sind also schon dabei, ihre Verfeindungen, die Ursache ihrer eigenen Flucht, in unser Land einzuschleppen. Die Trennung zwischen Religion und Staat ist ihnen verständlicherweise unbekannt. Die jungen Männer bringen ihr Machogehabe mit, bringen die Gewalt mit, was für alle schlimm ist, besonders aber für die Frauen…“

    (Interview mit Rüdiger Safranski, der mit diesen Aussagen hierzulande wohl als `Rechtsextremer´ alle bürgerliche Reputation verlöre.)

  95. @Johannes Müller: SZ & Journalismus
    Journalismus & Verantwortung? Falsche Kombination für die SZ . Die SZ ist ihrem Sendungsauftrag verpflichtet wie die Amtskirchen, will heißen, Hexenjagd, Unterschlagung, Ammenmärchen, Lügen für die höhere Wahrheit, deren exklusive Verweser sie sind.

    Keine Annahme, sondern Naherfahrung. Ich gehe davon aus, dass Prantl zwischenzeitlich nicht zum Santl entleuchtet wurde.

    Alter Ego Paulus war verbohrt und intolerant. Das findet man oft bei Evangelisten – denkwürdige Kirchen- und Gutmenschenfundamente.

  96. Der letzte Kanzler ist tot.
    Er hätte gehandelt, so oder so.
    http://www.deutschlandfunk.de/helmut-schmidt-ist-tot-moderner-staatsmann-und-eiserner.2562.de.html?dram:article_id=329966
    Ein guter Offizier muß sich sofort entscheiden können.
    (H. Wouk).
    M.A.Titz

  97. Das ist nicht Gottes Plan ...
    Seehofer ist nur Souffleur im Reichsfestspieltheater in Berlin.

    Der Staffelstab wird von Angela Merkel an Ursula von der Leyen weitergegeben.

    Beschlossen am Bilderberger-Treffen, 11. Juni 2015 im Interalpen-Hotel Tyrol im österreichischen Telfs-Buchen.

    Das weiß Angela Merkel.
    Das weiß Wolfgang Schäuble.

    Falls Ihr es nicht glaubt fragt doch bei Wolfgang nach (Seine Augen verraten Ihn noch).

    Was bei Angela Merkel nicht mehr passiert.
    Für sie besteht zwischen Wahrheit und Lüge keinen Unterschied mehr.

  98. wie sieht es mit der Verantwortung aus
    für das Schicksal der Flüchtlinge wie für das Land?

    Ich finde nicht, dass Agitation in den Filterblasen und Propaganda der Pastorinnen
    unter den Tisch fallen sollten, wenn sich das bewahrheitet was kritische Zeitgenossen
    befürchten, und wofür Frau Merkel keinesfalls eine Verantwortung tragen wird.

    Die Sache ist derart medial dokumentiert, dass die individuelle Schuld leicht beweisbar ist.
    Die Flucht in die Kollektivschuld ist verbaut.
    Die „Wir“ tun gut daran alles in ihrer Macht stehende zu tun, dass diese Krise, die sie selbst
    herauf beschworen haben „gut“ ausgeht.
    Dazu wird es nicht reichen andere an den Pranger zu stellen und Empathie einzufordern.

    Sie sollten schon beweisen, dass die Quadratur des Kreises gelingt.
    Es tatsächlich die benötigten Fachkräfte sind, die die Renten der BabyBoomer sichern.

    Es ist ihre letzte Chance, ihrem Typus die Existenz zu sichern.

    PS. heute mit der Bahn Richtung Norden gefahren, wie erwartet probevoll mit Migranten. Familien mit
    Kindern, viele Jungmänner, trotzdem eine angenehme und entspannte Reise..
    …wenn man sich nix
    aus Verspätungen macht.

  99. Mein Eindruck
    Die Migranten möchten von den Filterblasen genauso in Ruhe gelassen
    werden wie die Einheimischen und sie gehen das größere Risiko ein.

  100. Nochmal
    ich bin diese Bahnstrecke schon oft gefahren. In der Vergangenheit waren die Reisenden meistens
    Europäer, wenige Migrantenfamilien mit selbstbewusster Austrahlung. Man kam sich klein vor.

    Jetzt mit nur zwei Deutschen und einer älteren konfusen Dänin im ganzen Wagon, war die
    Stimmung verhalten, beobachtend und um freundliche Zustimmung bemüht.

  101. Ja, dann lassen sie ...
    … uns doch mal an ihren Erlebnissen teilhaben. Wie sieht es denn „am Boden“ aus?

  102. Hanna in der Filterblase
    Eine Hanna schreibt hier, dass sie es schon erwartet hätte, dass sich Menschen mit Tbc anstecken. Diese Frau steckt für mich in einer Filterblase, der mit Vernunft und Argumenten nicht mehr beizukommen ist. Offensichtlich hofft man in bestimmten Kreisen darauf, dass sich die Flüchtlinge selbst diskreditieren: Mit Schlägereien, mit kriminellen Taten, mit Krankheiten. Dann kann man schön scheinheilig und schöner rechthaberisch sagen: Ich hab’s ja schon immer gewusst. Aber vielleicht hilft dieser Hanna hier ja ein kleiner Vergleich: Auf der diesjährigen Wies’n, dem so urbayerischen Volksfest, gab es in 16 Tagen knapp 400 Körperverletzungen, davon einige lebensbedrohliche. Während und nach der Wies’n hatte es München wieder mit einer Grippewelle zu tun, außerdem wurden deutlich vermehrt Tripper- und Herpes-Fälle behandelt. Und wenn ihr das noch nicht reicht, kann Hanna ja mal einem Bundesligaderby beiwohnen, in denen sich die guten deutschen Hooligans herausnehmen, ganze Züge zu verwüsten. Aber wie gesagt: Manchen ist aus ihren Filterblasen nicht mehr herauszuhelfen.

  103. Titel eingeben
    Boris Palmer: Wer Hilfe für Flüchtlinge weiterhin für moralisch geboten und in einer reichen Gesellschaft für leistbar hält, wird mindestens als Heuchler oder Gutmensch beschimpft und gefragt, wie viele Flüchtlinge man schon in der eigenen Wohnung aufgenommen habe.

  104. Rentner
    Flüchtlingszuzug aus Syrien begrenzen
    Kurden – auch PKK, die keine Terrororganisation ist- endlich mit
    Flugabwehrraketen beliefern, damit sie die türkischen und russischen
    Bomber abchießen können.
    Diese bomben rücksichtslos zahllose Zivilisten!
    Das könnte den Krieg in Syrien schneller beenden!

  105. Rentner
    Flüchtlinge in Europa besser verteilen

    Wenn etliche der europäischen Staaten sich nicht angemessen an der
    Aufnahme der Flüchtlinge beteiligen, sollte ab sofort aus Deutschland
    kein Geld mehr nach Brüssel fließen.
    Das müßte endlich die deutsche Regierung klarmachen!!

  106. Danke für diesen Beitrag!
    Nachdem der tägliche Blick in die Zeitungen mich manchmal an den Rand der Verzweiflung bringt, hat mich dieser Beitrag, wie auch Ihre anderen, unglaublich erleichtert. Ehemals in der grünen Politik engagiert, habe ich mich nach Diskussionen im Freundes- und Familienkreis schon manches Mal gefragt, was in Deutschland gerade passiert. Oft genug hatte ich bereits in meiner früheren kommunalpolitischen Arbeit den gesunden Menschenverstand vermisst. Inzwischen fühle ich mich allerdings politisch völlig heimatlos und es tut gut, ab und zu wenigstens einen differenzierten Artikel, bzw. Blogbeitrag wie Ihren lesen zu können!

  107. Es wird beklagt,
    das auch Sie noch ein Leben haben, und nicht im Stundenrhythmus Kommentare freischalten.
    Ich stelle mir erst einmal Wasser für ein Tee auf. bevor meine Teekanne Zensur schreit

  108. @ D.A.
    Mit „am Boden“ meinen Sie wohl was Ähnliches wie das was Sozis
    „an der Basis“ nennen, und wie es da „aussieht“ soll wohl heißen, „was die
    Leute sagen“ – in der Bürgerversammlung am Teegernsee.
    Wohlan; tragen Sie mir vor, was die besorgten Bürger nachts nicht schlafen
    lässt angesichts der Flüchtlinge in ihrer Gemeindeturnhalle.
    Kennt man Sie da eigentlich als Don Alphonso oder treten Sie in dieser Subkategorie von Öffentlichkeit unter dem Pseudonym Ihres bürgerlichen Namens auf? Werden Sie den besorgten Mitbürgern auch erklären, daß Sie kein Problem damit haben, daß die Flüchtlinge auch nur das, was sie selbst wollen: eine Klassengesellschaft mit Clanstrukturen, die einen selbst bevorzugen?- Und daß nicht die Syrer das Problem sind, sondern „die Goldgräber aus der gesamten arabischen und afrikanischen Welt, die kommen, weil die Grenzen offen sind?“

  109. Lokales bleibt unterm Deckel
    Werter Don Alphonso, ein konkretes Beispiel.
    Der bayerische Finanzminister spricht zu Landräten – die Presse berichtet [http://www.kreisbote.de/lokales/landsberg/minister-soeders-heimatkonferenz-bringt-neue-erkenntnisse-5842063.html] (untere Hälfte des Artikels). Was die Landräte antworten blieb der Presse verborgen, laut Artikel; die Gerüchte sollen hier nicht kolportiert werden. Ein Link jedoch zum „Gesetzesbruch“ durch die Kanzlerdarstellerin [http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Wir-koennen-nicht-jeden-aufnehmen-id36047362.html].
    Meine Frage: wie war das Bürgergespräch am Lago Bonzo?
    Gruß
    Michael A.Titz

  110. maciste grüßt den don
    empathie ist nunmal kein expliziter begriff der staatspolitik. eine der großen fehlentwicklungen der postheroischen/postmodernen europäischen medial gesteuerten konformitätsgesellschaft ist die erhebung subjektiver befindlichkeiten und emotionen zu gesellschaftspolitischer objektivierung, generalisierung und verallgemeinerung – dies ist indes eine logische historische folge der selbstermächtigung des bürgerlichen individuums und der daraus abgeleiteten proklamation und universalisierung sogenannter „menschenrechte“. schon hegel erkannte, daß das subjektive moralempfinden, wo es zur allgemeinen sittlichkeit gesteigert, in die nackte tyrannis und in die politische erschöpfung mündet. im speziellen deutschen falle kommt m.e. erschwerend noch eine politisch lange gepflegte feminine pazifizierung bis zur wehrlosigkeit hinzu, welcher der begriff der „staatsgewalt“ vollkommen abhanden gekommen ist. in konfrontation mit spontanen oder gewaltbereiten kräften sind politik und gesellschaft in deutschland schnell heillos überfordert und neigen ihrerseits zur fatalistischen ausflucht in die scheinbar friedenspendende kapitulation – indes öffnet der „liberalismus“ nach ernst jünger durchaus „seinem mörder die tür“.
    die nähere zukunft wird wohl auch niederlagen und verluste bringen und gerade deshalb setze ich persönlich große hoffnungen in die kommenden flüchtlingsströme, könnten diese doch die derzeitige bürgerliche zivilgesellschaft wirksam in ihrem bornierten selbstbildnis und in ihren politischen grundfesten erschüttern.
    sie, don, sollten weiterhin empathielos formulieren, was unbedingt gesehen und gesagt werden muß. battle on.

  111. Widerlich
    Zu so einem widerlichen rassistischen Text finde ich keine Worte. Wie man mit solch einer Arroganz von oben herab die Abgründe unserer Gesellschaft belächelt und stützt, ist einfach nur eklig. Die FAZ sollte sich schämen solch einen möchte-gern Journalisten zu beschäftigen. Obwohl sonst hält sie ja auch nicht viel von Rassismuskritik. Passt also. Dank solchen Artikel brennen Nacht für Nacht Unterkünfte für geflüchtete MENSCHEN! Das lässt mich immer wieder fassungslos zurück

    • Sie sehen, ich schalte so etwas frei – aus dem einfachen Grund, weil ich glaube, dass nur eine offene und unverstellte Debatte helfen kann, die Zuspitzung auf beiden Seiten zu verhindern. Ich wäre froh, wenn Sie auch Argumente in die Debatte einbringen könnten. Zu glauben, dass wegen so einem Text jeman zum Brandstifter wird, verlangt zumindest nach einer gelungenen Erklärung. Dass ich moderat kritisch bin, weil ich die Lage aus eigener ansicht kenne, gebe ich gerne zu.

  112. Zukunftsangst
    Merkels `wir schaffen das `ist jetzt schon beängstigend ohne die Folgen der unbegrenzten Einreise der Migranten zu kennen, man ahnt sie nur. Wer davor Angst hat und nicht Welkome Refugees schreit ist Nazi oder Pack. Früher nannte man so etwas diktatorische Strukturen, heute Demokratie. Was in den Flüchtlingslagern los ist, erfährt man nicht aus der Presse, sondern von Leuten die dort helfen und ist entsetzt. Und dann kommt von den Gutmenschen der Hinweis auf die Flüchtlinge von 1945. Aber diese damaligen Flüchtlinge haben nicht das angebotene Essen weggeschmissen, die sanitären Anlagen zertrümmert und den Handschlag der helfenden Hand verweigert. Heute kommen überwiegend Muslime, Menschen aus Kulturen in denen Demokratie und Toleranz unbekannt sind. Viele sind Analphabeten , ohne Schulbildung und haben nur Gewalt und Hass kennengelernt und bringen das nun nach Deutschland.
    Wo bleiben offene Berichte über die täglichen Situationen in den Lagern, über die Menschen die zu uns kommen, wie werden sie schon in den Lagern auf unsere Sitten und Gebräuche hingewiesen ? Wer dem Volk die Tatsachen verschweigt, kann auch keine offenen Diskussionen zu Lösungen bekommen und dann gelingt auch keine Integration. Die letzte Integration der Gastarbeiter ist gescheitert und diese wird es auch, weil unsere Politiker nicht lernfähig sind. Da wird der Asylant gegen den Wirtschaftsflüchtling, der Hartz 4ler gegen Leiharbeiter, Rentner gegen Jugend, Moslem gegen Christ, Männer gegen Frauen ausgespielt und so hofft unsere Politikerriege das Volk zu beschäftigen.
    Nun kommt auch noch der IS Terror zu uns und man bekommt nur noch Angst. Frau Merkel rennt wie ein aufgescheuchtes Huhn von hier nach da und redet viel aber sagt nichts. Sie hat einen Plan ,den wir aber nicht erfahren dürfen und das macht mir noch mehr Angst. Auch der Innenminister Lothar die Misere will uns nicht beängstigen und sagt uns deshalb nicht was los ist.
    Bitte Frau Merkel, erklären Sie mir einmal ganz genau worin hier die viel zitierte Bereicherung liegt ! Bin ja nur Pack mit Zukunftsangst.

  113. Kompliment, d.Alphonso!
    Sehr angenehm zu lesen (also nicht mit diesem Gefühl, gerade einen Stacheldrahtzaun verdauen zu müssen wie es mir in den msm seit mehr als einem Jahr inzwischen geht) im Ton philanthropisch- ohne Wahrheit und Intellekt zu verraten.

    Mit diesen Prädikaten stehen Sie inzwischen mit Menschen wie Bettina Röhl et al leider sowohl im intellektuellen wie im journalistischen Milieu herausragend allein.
    In dem Sinne macht mich mein Lob und Dank an Sie noch trauriger!

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