Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Mit der falschen Überwachung in der falschen Staatskrise

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Die Attentatsserie in Paris war noch nicht vorbei, da gab es schon die ersten Wortmeldungen, man dürfte das Grauen auf keinen Fall „missbrauchen“, um gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen. Das ist eine durchaus korrekte Aussage. Eine nicht minder durchaus korrekte Aussage ist aber auch, dass Deutschland illegale Einwanderung stoppen sollte – das ist nicht nur ein Gebot des Anstands, sondern tatsächlich auch per Gesetz so geregelt, und wird ohne Zweifel von der grossen Mehrheit in diesem Lande so gesehen – sonst würden die Gesetze anders lauten. Diese Aussage in Zusammenhang mit den Anschlägen hat der bayerische Finanzminister Söder getätigt, und obwohl der Hinweis auf eine geltende Gesetzeslage nun mal das Normalste ist – wünschen wir uns nicht alle Politiker, die sich an Gesetze halten? – erntete er dafür einen Shitstorm. Der „Missbrauch“ der Anschläge beginnt für die Anhänger der Willkommenskultur nun mal sehr früh, hier eben: Beim Hinweis auf die rechtlichen Grundlagen des Staates.

Daran hat sich bisher auch nichts verändert. In Paris wurde der Pass eines syrischen Flüchtlings bei einem Attentäter gefunden, und ein „Nahostexperte“ des Spiegels weist gleich darauf hin, dass das zur Strategie des IS gehören könnte, Flüchtlinge in Verruf zu bringen. Das ist inzwischen im Netz so etwas wie der allgemeine Tenor, und die Ableitung ist auch schon klar: Wer über den Zusammenhang zwischen der Balkanroute und dem Terror reden will, unterstützt nur das Kalkül des Islamischen Staates. In den Augen dieser Leute sitze ich, der ich mich vor meiner Zeit bei der FAZ sehr lange mit Judentum, Israel und Terror beschäftigt habe, jetzt also in die Rolle des Collaborateurs des Terrors und seiner gewieften Medienstrategie – während es völlig in Ordnung ist, in solchen Tweets den Zusammenhang von Terror und Kritik an der ungesteuerten Migration herzustellen:

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Da ist dann auch die Gleichsetzung zwischen Terroristen und mir, weil ich beispielsweise gern in Jaffa am Strand liege. Jede halbe Stunde fliegt dort, gut sichtbar, ein Aufklärungsflugzeug, um jede Infiltration von Seeseite her abzufangen. Das ist nötig, weil Israel bereits mehrmals mit Angriffen von Seeseite aus zu tun hatte – Angriffe, deren Struktur durchaus dem ähnelt, was gerade in Frankreich passierte. Kleine Gruppen, die wegen der Grenzbefestigungen zu Land nie nach Israel hätten einreisen können, mogelten sich mit kleinen Schlauchbooten über das Meer an Land und brachten wahllos Menschen um, bis sie auf die israelische Art gestoppt wurden. Natürlich hat Israel zu den besetzten Gebieten eine Mauer und hält auch Hilfsbedürftige ab. Weil man dort erlebt hat, dass sich unter diese Leute auch die Terroristen mischten. Das war lange Zeit eine beliebte Strategie. Es gibt keine absolute Sicherheit, aber man kann trotzdem etwas tun.

Am Strand von Jaffa© AP Photo/Ariel SchalitAm Strand von Jaffa

Gegen die Annahme, so etwas könnte bei uns auch passieren, stehen aber die eindeutigen Aussagen der Geheimdienste, Sicherheitskräfte und des Bundesinnenministers, die unisono behaupteten, es gäbe keine Erkenntnisse über das Einschleusen von Terroristen. Auf der einen Seite steht also der Beitrag eines „ARD-Terrorismus-Experten“, der unter Bezug auf den Verfassungsschutzpräsidenten Schindler sagt:

Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) oder anderer islamistischer Terrororganisationen sind gar nicht darauf angewiesen, diese beschwerlichen, langwierigen und gefahrvollen Routen auf sich zu nehmen – sie steigen einfach in ein normales Flugzeug.

Und auf der anderen Seite der inzwischen bestätigte Bericht der österreichischen Presse, dass zumindest einer der Attentäter, überführt durch Fingerabdrücke, als Flüchtling getarnt kam.

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Es lohnt sich wirklich, diesen unsentimentalen und propagandafreien Beitrag aus Wien zu lesen – nicht nur, weil darin die Einschätzung der deutschen Behörden widerlegt wird. Der Inhalt ist enorm peinlich für die Deutschen, weil man gestern schon wusste, wann der Mann in Griechenland angekommen ist, welche Fähre er nahm, durch welchen Metalldetektor er in Serbien gehen musste, und wann er sich in Kroatien aufgehalten hat.Das war nach der ungarischen Grenzschliessung zu Serbien, als Kroatien die Ankommenden möglichst schnell über die noch offene Grenze nach Ungarn brachte. Ungarn – europaweit gescholten wegen seiner Versuche, Flüchtlinge nach Recht und Gesetz zu registrieren – leitete damals die Flüchtlinge direkt und unregistriert nach Österreich Richtung Deutschland weiter, wo es keine Obergrenzen für das Asylrecht gibt und das die Kanzlerin nicht mehr für ihr Land hält, wenn man nicht mehr ein freundliches Gesicht zeigen darf. Der Mann kam zur Wahl in Wien an, bei der ein Rechtsruck für die FPÖ befürchtet wurde, und die Österreicher brachten damals aus Angst vor steigenden Asylzahlen so viele Leute zur Grenze, dass unser eigenes System weitgehend zusammenbrach. Wer dort war – und ich war dort – der weiss, dass man die Leute oft unregistriert weiter geschickt hat. In München, in Rosenheim, überall traf man Flüchtlinge, teilweise verloren gegangen, ausgestiegen oder auf eigene Faust reisend und desorientiert. Es ist wenig überraschend, dass man angesichts des Staatsversagens über den Weg des Attentäters in Deutschland noch nichts weiss – im Gegensatz zu den Balkanländern, die von deutschen Politikern und Medien wegen der entsetzlichen Zustände und Inkompetenz gerügt wurden. Niemand weiss, wie viele Flüchtlinge sich in Deutschland aufhalten, und wie viele in andere Länder weiter gereist sind – aber einer davon sprengte sich in Paris in die Luft. Und stieg nicht einfach vorher in ein Flugzeug.

Warum? Vielleicht, weil Grundrechte in Europa angesichts des Staatsversagens nicht mehr für alle, sondern nur noch für manche gelten. Man kann entlang der Flüchtlingsroute aus Syrien ohne Visum in den Schengenraum einreisen – das geht am Flughafen, mit dem Auto oder am Hafen nicht. Wer mit dem Flugzeug kommt, wird überprüft. Das führte dazu, dass zwei der letzten Attentäter beinahe von ihren Taten abgehalten wurden. Mehdi Nemmouche, der mutmasslich den Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel verübte, reiste zwar verdeckt – und keinesfalls „einfach“ – über Malaysia, Thailand, Singapur und Frankfurt in Europa ein, wurde aber in Deutschland als Gefährder identifiziert, und konnte den Anschlag nur wegen einer Behördenpanne ausführen. Auch Ayoub El Kahzani, der Attentäter des Thalyszuges, wurde frühzeitig identifiziert, und die spanischen Behörden gaben ihr Wissen an die Franzosen weiter. Dass beide Anschläge stattfinden konnten, lag nicht an der funktionierenden Grenzkontrolle, sondern am Behördenversagen im nächsten Schritt. Seitdem wurden die Kontrollen verschärft, und es gibt Erfolge bei der Jagd nach IS-Terroristen, wenn sie mit dem Flugzeug ankommen. Wer mit dem Flugzeug reist, wird vielfältig registriert, während des Fluges überwacht, trifft allein an der Grenze auf den gut ausgerüsteten Sicherheitsapparat der Flughäfen, und wird dort sehr genau geprüft.

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Völlig unabhängig davon, ob Terroristen mit diesem gefundenen Pass etwas demonstrieren und die Bevölkerung in die Irre führen wollen: Der Weg über die Balkanroute ist erprobt, es gibt dafür in der arabischen Vorstellung eine Einladung aus Deutschland, alle Länder bringen die Flüchtlinge schnell weiter, und scharfe Sicherheitskontrollen gibt es weder bei der Einreise, noch bei der Ankunft. Für seine Terrorismusbefürchtung wurde Viktor Orban dagegen als Hetzer beschimpft. Wer als Flüchtling aussteigt, seine Unterkunft verlässt und weiterfährt, wird in Deutschland nicht behindert. Keine elektronische Überwachung, keine Vorratsdatenspeicherung greift hier: Es sind hunderttausende aus arabischen Ländern mit Prepaidkarten in Deutschland unterwegs. Die Werkzeuge, mit denen man jedem einheimischen Seriensauger eine Killerdrohne schicken könnte, greifen dort nicht. Die Grundrechtseinschränkungen in Deutschland und Frankreich treffen jene, die brav daheim am Rechner mit einer stationären IP sitzen, oder ein identifizierbares Handy haben, aber nicht jene, die bei jedem Grenzübertritt eine neue Simkarte kaufen und dann letztlich von Belgien aus zum Attentat nach Frankreich fahren.

Die Bundeskanzlerin hat eindeutig verkündet, wir könnten eine dreitausend Kilometer lange Grenze nicht schützen – während allgemein bekannt ist, dass wir Flughäfen und die Bewegung im Internet sehr wohl und mit grossem Aufwand überwachen können. Der Islamische Staat will offensichtlich seine Leute nach Europa bringen, und wie die Attentäter von Mumbai muss er dazu eine Grenze überwinden. Beim vergleichbaren Anschlag von Mumbai nahmen sie ein Boot, um unentdeckt eindringen zu können, und warum sollten sie im Mittelmeer anders agieren? Gleichzeitig weigert sich die deutsche Regierung mit der SPD, an den Grenzen Transitzonen einzurichten, um zumindest das Chaos etwas zu regulieren und zu wissen, wer in das Land kommt. Terroristen versuchen immer, ein möglichst niedriges Profil zu haben – bis zum letzten Moment. Gegen dieses niedrige Profil richtet sich die Überwachung, soweit sie das eben kann. Dass die Überwachung beim Missbrauch der Flüchtlingskrise für dieses niedrige Profil versagte, wissen wir jetzt. Es gibt diesen Anschlag, den syrischen Pass, die Fingerabdrücke und jemanden, dessen Spur sich in Kroatien verliert, bis er in Frankreich auftaucht. Dazwischen sind wir mit unserer brandneuen, nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo ohne Rücksicht auf die Verfassung eingeführten Vorratsdatenspeicherung. Und was hat es uns gebracht?

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Wir haben die falsche Überwachung für eine Situation, der hier keiner gewachsen ist, und an der kein echter Flüchtling ursächlich schuld ist, weil der Staat selbst die Kontrolle über sie im vollen Bewusstsein aufgegeben hat. „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“, sagte Frau Merkel kurz vor den Anschlägen. Ein Attentäter kam an diesem Abend trotzdem von Griechenland nach Paris. Die Flüchtlinge geraten unter Verdacht, weil die deutsche Einschätzung falsch war und niemand weiss, wie sehr der IS dieses Versagen ausgenutzt hat. Wir haben die Vorratsdatenspeicherung und keine Erkenntnisse über Terroristen. Das ist alles, was wir wissen.

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168 Lesermeinungen

  1. Wer verantwortet dieses
    Staatsversagen?
    M.A.Titz

    • Anscheinend muss man die Mehrheit der Deutschen regelmässig daran erinnern...
      Wenn ich mich rtecht erinnere ist DEutschland einen Demokratie? Und die Staatsführung ist demokratisch gewählt und legimiert?

      Ich betrachte es als meine Lebensaufgabe der grossen Mehrheit der Schwätzer immer wieder zu erklären, dass SIE, DAS VOLK es sind, die die Verantwortung dafür tragen.

      Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!

    • Wo tdv Recht hat,
      hat er Recht. Ich (ja – ich) bin mitverantwortlich – ich habe der Verrückten im Kanzleramt noch bei der letzten Wahl meine Stimme gegeben. Schon mit Bauchschmerzen, wegen der vergeigten Euroschuldenkrise, aber gegeben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  2. Danke
    Den Nagel punktgenau auf den Kopf getroffen.
    Diese Frau Merkel war, ist und bleibt einfach unfähig auf der ganzen Linie.

  3. Beten ist keine politische Option
    Die Moderatoren der Öffentlichen Meinung von Links-Grün bemühen sich gerade emsig, eine Trennungslinie zwischen der Flüchtlingskrise und den Anschlägen zu ziehen, während die Kanzlerin nur weinen und beten will. Damit bleiben beide weit hinter den Realitäten zurück und immer noch in der Parteien- und Wahltaktik verhaftet, wo ganz anderes Not tut. Natürlich gibt es zwei Verbindungen zwischen den beiden Ereignissen: Ein Staat der seine Grenzen nicht schützen will und Hundertausende unregistriert ins Land lässt, öffnet auch Terroristen die Tür. Da ist es nur eine rethorische Volte zu sagen, dass die Flüchtlinge genau vor diesen Terroristen fliehen. Zweitens, wir lassen mit Assylanten islamischen Glaubens, auch Vertreter einer militanten Religion ins Land, die ganz andere politische und soziale Vorstellungen vom Zusammenleben haben, als wir im Westen uns in dreihundert Jahren schwer erkämpften. Die Trennung zwischen Religion und Politik (Islam als Religion ist gut, Islamismus als Ideologie böse) ist schwierig, weil der Islam diese Trennung ja gar nicht vorsieht. Er ist eben noch in dem Stadium in dem das Christentum Jahrhunderte vor der Aufklärung verharrte. Das macht Sätze wie „der Islam gehört zu Deutschland“ höchst verdächtig, weil ein Islam der die Trennung von Kirche und Staat nicht akzeptiert, nicht zu Deutschland gehören kann. Drittens, wir werden schwer lernen müssen, dass es keine Freiheit gibt, ohne sie aktiv zu verteidigen. Die Verteidigung beginnt an den europäischen Aussengrenzen und setzt europäische Solidarität voraus, die auch und gerade Deutschland lernen muss. Wir können nicht andere dafür bezahlen, dass sie die Drecksarbeit machen und uns dann in einem billigen Moralismus sonnen. Diese Verteidigung wird auch bedeuten die Grenzen Europas militärisch zu schützen. Viertens, unsere Politiker sollten im Sinne von Helmut Schmidt klar sprechen und klar handeln. Autoritäre Regime wie die Saudis müssen begreifen, dass sie nicht islamische Terroristen unterstützen können und wir dabei ruhig zusehen. Die USA müssen endlich ihre Russophobie aufgeben und erkennen, dass der islamischen Terror das weit größere Problem ist. Alle, die sich in die Phalanx der Gegner des IS einreihen, sind willkommen. Ohne die Unterstützung durch das Geld der Saudis und mit klarem, auch militärischem Vorgehen, wird es ein Leichtes die selbsternannten neuen Kalifen zu bezwingen. Hierzu muss auch Deutschland seinen militärischen Beitrag leisten. Denn Beten und schönes Reden hilft nicht, Handeln tut Not.

    • BRavo....
      Wollt ihr den totalen Krieg?

      Oder wollt ihr anfangen an den Ursachen etwas zu ändern?
      Nein? na denn auf zum munteren Schiessen!

    • @ TDV
      Ich habe hier in der FAZ schon so oft etwas zu den Ursachen des weltweiten Terrorismus geschrieben. Natürlich muss man zweigleisig vorgehen, das heißt sowohl die Ursachen angehen, als auch sich gegen Terroristen wehren. Leider ziehen sich viele nur auf eine Position zurück. Die Ursachen sind die Ausbeutung der Welt durch den Westen, die ineffektive Entwicklungshilfe in die Taschen von Diktatoren, die falsche Politik der USA im Nahen Osten, etc. Nur, dagegen kann man anschreiben und anschreien, es wird sich nur mittelfristig etwas ändern. Diese Terroristen des IS sind jedoch von ganz anderem Schlag als zB palästinensische, sie wollen ein Kalifat nach den strengen Gesetzen des Islam errichten und die Ungläubigen im Westen zur Unterwerfung zwingen. Haben wir im Westen etwa dreihundert Jahre gekämpft und gelitten, um von solchen Leuten ins Mittelalter zurückgebombt zu werden? Dagegen müssen wir uns wehren, mit Augenmaß und Standhaftigkeit.

    • Ich kann das nur umterschreiben
      Herr Zorn, das. war. große. Klasse, genau. meine. Meinung!

  4. Als wäre der Terror importiert
    Ich verstehe das nicht. Was, welchen Anschlag, welche Gewalttat hätte es verhindert, wenn unsere (die europäischen, französischen, deutschen) Grenzen seit Jahren dicht wären, das Asylrecht abgeschafft, keiner reinkäme? Warum – auch hier – diese falsche Verknüpfug mit der Flüchtlingskrise?

    • Wenn jemand mit den Flüchtlingen kommt, muss man darüber halt reden, wie bei jedem Behördenversagen.

    • Einiges/vieles davon muss importiert werden (@Klaus)
      Der Autor hat auf Ihren Einwand (der m.E. für die unüberlegten Beschwichtigungen in der deutschen Diskussion repräsentativ ist) hier nur unzulänglich geantwortet. Allerdings hat er noch ein privates Blog, es heißt „Rebellen ohne Markt“. Obwohl ich es ansonsten nicht lese (man muss sich dort fürs Kommentieren auch auf einer Blogplatform registrieren), stieß ich gestern auf einen interessanten spekulativen Eintrag. Da finden sich ein paar Gedanken zur aufwändigen Ausbildung und Vorbereitung eines solchen Anschlags, die von FR/BEL alleine aus wohl eher nicht hätten stattfinden können. Man hat da Erfahrungswerte aus der Geschichte des nahöstlichen Terrors und des Israel-Palästina-Konflikts. Ich denke, D.A.’s Gedanken gehen da in eine sehr überlegenswerte Richtung.

      Der grundlegende Bezug ist doch ganz einfach. Djihadistische Selbstmord-Attentäter für Europa müssen ausgebildet und ausgesiebt werden. Das werden sie beim IS im Nahen Osten. Nicht bei uns in Westeuropa. Ausgebildete, selektierte Attentäter müssen dann aber erstmal wieder zu ihren Zielen nach Europa kommen, ohne aufzufallen. Und das geht z.B. per Flugzeug eben nicht so leicht, wenn bei Passkontrollen Abgleiche mit Listen von europäischen Djihadisten geführt werden.

      Per Balkanroute und dank Merkels Freundliches-Gesicht-über-alles-Politik kann das aber ganz prima gehen.

    • Gesetze der Logik
      Sie verstehen die Argumentationsfigur nicht: Es wird behauptet, die Terroristen brauchen die offenen Grenzen nicht, um zu uns zu kommen, also können wir die Grenzen offen lassen. Das ist erstens nicht bewiesen, denn schon ein einziger Terrorist, der sich als Flüchtling tarnte, könnte diese Behauptung widerlegen. Anscheinend gibt es bereits einen solchen Fall. Es ist umgekehrt sogar wahrscheinlich, dass unter Hunderttausend nicht kontrollierten Flüchtlingen sich auch Terroristen verstecken. Zweitens, ist die Frage der offene Grenzen nicht nur ein Problem für die Sicherheit eines Landes. Auch ohne das Problem des Terrorismus, muss ein Staat aus anderen Gründen in der Lage sein, seine Grenzen zu schützen. Vor allem muss er wissen wer da kommt. Wer jetzt, wie die Befürworter der Willkommenskultur sagt, man darf beide Themen nicht miteinander vermengen, setzt darauf, dass die Bevölkerung einem geistigen Kurzschluss folgt, der da heißt, nicht jeder Flüchtling ist ein Terrorist. Das jedoch behauptet niemand.

    • Schwarz-Weiss
      Aber wieso denn „Grenzen zu“ und „Asylrecht abgeschafft“? Es würde doch reichen, wenn man Leute registriert und weiss, wer kommt und wohin. Das ist nichts, was schon mit der jetztigen Gesetzeslage nicht ginge. Im Gegenteil. Ich verstehe nicht, wieso man ständig entweder ganz zu oder ganz auf entgenesetzt, als ob es sonst nichts gäbe. Man kann den Chaos doch mindestens ein Wenig organisieren, damit nicht so viele untertauchen und unkontroliert ohne Papiere herumwandern. IS wäre total blöd, wenn er so eine super Gelegenheit nicht ausnützte, das muss von Anfang an jeder der zurechnungsfähig ist sehen! Man kann es ja auch hinnehmen und trotzdem helfen, aber dafür sollte man über die Kommenden Überblick behalten. Sonst hilft man überhaupt keinem und am Wenigsten den Bedürftigen.

    • Der Gedanke von Don ist richtig
      denn die Menschen, die jetzt, aus welchen Gründen auch immer kommen, werden auf Dauer zumeist hier keine Chance haben.
      Keine Chance auf einen Deutschkurs, keine Chance auf Bildung, auf Wohnung, auf eine Arbeitsstelle.
      Sie werden lange, viel zu lange in Massenunterkünften bleiben müssen, begleitet von wahrscheinlich immer weniger Freiwilligen und sie werden mit den geringen finanziellen Leistungen, die sie erhalten, nicht wirklich am Leben in D teilnehmen können.
      Darin liegt die Brisanz – und damit das weitere Wachsen der gefürchteten Parallelgesellschaft.
      Das ist, was die Möglichkeit von Integration (was beinhaltet das eigentlich und was heißt dieses Wort aus der Kanzlerin Mund) komplett verhindern wird.
      Bisher schon hier lebende Muslime finde ich nur in geringer Anzahl im Theater, der Oper – auch im Kino, den Museen, in klassischen Konzerten oder gar in den Oberstufen der Gymnasien.
      Woran es liegt hat die Politik bisher wenig interessiert.

  5. Terror - als ob das so neu wäre...
    Mine Fru hat im Sommer von einem Israelbesuch, der ihr sehr gefallen hat, eine Fahne mitgebracht, die jetzt in unserem Giardino flattert. Aber ist es auch interessant einmal nachzusehen, was am 22. Juli 1946 im Jerusalemer Hotel „King David“ passierte.

  6. Thanks, Don. Ich wiederhole mich noch einmal:
    Jede Regierung, die ihrer Bevölkerung hochoffiziell mitteilt, sie könne die Grenzen nicht mehr sichern, fordert sie de facto dazu auf, sich zu bewaffnen. Pronto. Denn es gibt überhaupt nur eines, was das Gewaltmonopol des Staates rechtfertigt – die Garantie weitgehender innerer und äusserer Sicherheit.

    Irgendwann so in 10 bis 50 Jahren wird Zeithistorikern vermutlich auffallen, dass der beabsichtigte Kontrollverlust einer verrückt gewordenen Bundeskanzlerin mehr zu dem Untergang eines einstmals ziemlich fortschrittlichen Asyl- und Kriegsflüchtlingsrechtes beigetragen hat, als alle anderen Elemente zusammengenommen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Guten Morgen, THorHa
      Ich hätte mal eine Frage…

      Wenn die Lage wirklich so ist, wie sie sie beschreiben (und ich will das hier keineswegs bestreiten), wäre es dann nicht sinnvoll seine Koffer zu packen?

      Was glauben sie denn, was passieren wird, wenn man Muslims massenhaft bombardiert und sonstwie umbringt?
      Glauben sie etwa, man wird jetzt ganz sorgfältig damit anfangen nur ISIS Leute killen?
      Stellen sie sich vor, sie seien ein ganz normaler Muslim, kein Fundamentalist, aber gläubig. Und dann sehen sie, dass man das mit dem Krieg nur gegen die Bösen, also gegen die von den USA geschaffenen ISIS Leute, wiefder mal nur so sagt, in Wirklichkeit aber, wie in US Kriegen üblich die „Kollaterlaschäden“ mal wieder weitaus höher als die Zahl der toten Terroristen ist…. Oder wie unsere amerikanischen Freunde gerne sagen, sind ja nur „Sand-Nigger“

      Wie sicher werden sie denn dann sein? In einem Land mit derzeit bereits 800.000 unregistrierten Flüchtlingen?

      Es ist faszinierend dem Land der Dichter und „Denken“ von weit weg zuzusehen, wie man immer weiter in die Sch…. reinreitet.

    • Wer A sagt, der muss auch B sagen
      Vorneweg, Herr Haupts, ich bin da ganz bei Ihnen. Es gibt bestimmte Entscheidungen, die – will man eine gewisse Größe konstant halten – eine oder mehrere weitere Handlungen erforderlich machen. Sie nennen dazu ein Beispiel. Man will Demokratie und Wohlstand erhalten und muss sich dann bei offenen Grenzen und bei fehlendem Polizeischutz folglich selbst bewaffnen. Ein weiteres Beispiel ist Sozialstaat und offene Grenzen. Will man den Staat und die Wirtschaft langfristig am Leben erhalten, so muss man sich entscheiden zwischen offenen Grenzen und Sozialstaat. Die USA war einmal ein Land mit offenen Grenzen und ohne Sozialstaat. Das hat funktioniert. Europa hatte geschlossene Grenzen und einen Sozialstaat. Auch das hat geklappt.

      Ich fordere schon seit laner Zeit, dass der Staat sein Gewaltmonopol auch anwenden muss. Der Staat hat uns entwaffnet mit dem Versprechen besser für unsere Sicherheit zu sorgen. Mittlerweile wird man bei der Polizei abgewiesen, wenn die Wohnung aufgebrochen wurde. Sogar bei Gewaltverbrechen winken die Polizisten schon ab und wollen gar keine Anzeigen mehr aufnehmen (beides mehrmals im Familien- und Bekanntenkreis passiert). Ich sage dann immer zu Bekannten, dass man sich dann eigentlich bewaffnen müsste, weil der Staat wiederholt seine Pflichten nicht erfüllt, die er bei unserer Entwaffnung übernommen hatte. Ich ernte natürlich nur irre Blicke und Entrüstung. Man hat ja schließlich Michael Moores Filme gesehen. Und der ist einer der Guten.

      Nun entsprechen wir beide eben nicht mehr dem Zeitgeist. Wir denken logisch, wohingegen sich seit geraumer Zeit ein naiv-kindliches Denken ausgebreitet hat, welches A sagt, C konstant halten will (oder es vorgibt), aber B absolut ablehnt. Es geht sogar soweit, dass jeder der B als Konsequenz fordert bekämpft wird. Man kann den neuen westlichen Zeitgeist nur als die totale Lebensmüdigkeit begreifen.

    • Titel eingeben
      Herr Haupts, ich lese diesen Blog schon länger in aller Stille mit. Heute möchte ich Ihnen gerne sagen, dass ich Ihre Beiträge sehr schätze. In mancher recht dunklen Stunde haben sie sogar mir ein schiefes Lächeln beschert. Danke dafür.

    • kdm@posteo.de
      „…fordert sie de facto dazu auf, sich zu bewaffnen.“
      …was ja prima dazu passt, dass die deutsche Bevölkerung bisher jeden Schmarrn aus den USA nachäffte.

    • Richtig!
      Volle Unterstützung für diese Sichtweise.

      In der Tat ist die Entwaffnung der Bürger ja Voraussetzung für Verbrechen der Regierung. Das ist ein simpler Zusammenhang der von den praktischen Problemen übertriebenen Waffenbesitzes nicht aufgehoben werden kann.

      Die Schweiz ist, wie üblich, klüger: Der Soldat nimmt seine Waffe mit nach Hause und übt auch regelmäßig damit.

      Risiko des Staatsversagens dramatisch reduziert, keine Teilnahme an 1. u. 2. WK, EU, Euro, etc.

      Sollten die Nachbarn nicht darüber nachdenken beizutreten?
      Bestes Kosten-Nutzen-Verhältnis von Steuerleistung zu Staatsleistung in 3 Sprachen wird geboten (sagt ein Österreicher, der die Mehrheit der Deutschschweizer nicht unbeding persönlich sympathisch empfindet…)

  7. Hallo Don
    Ich denke über Gesetze wie Jesus:
    Die Gesetze sind/sollten für die Menschen gemacht/sein
    und nicht die Menschen für die Gesetze.

    Aber so ist das, Übertreibung und Verharmlosung…relativieren
    und absolutieren, jeder wie er’s braucht oder möchte…
    nur humane Vernunft, die kann man mit der Lupe suchen.

    Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
    Aldous Huxley

    Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
    Albert Einstein…humanes Vernunftdenken?

    Der „Krieg-Lärm-Pegel“, der „Menschenlärm-Pegel“ insgesamt
    in der Welt, ist umgekehrt proportional dem humanen
    „Vernunftbildungs-Pegel“.

  8. Danke
    Danke Don,
    Für diesen Beitrag.
    Mich umtreiben auch so einige Fragen. Sie haben diese mehr als gut formuliert.

    • Titel eingeben
      Ich hänge diesen Auszug einmal hier an, auch um einmal darauf hinzuweisen, das so Stereotype, wie wer wäre Schuld einfach nicht greifen. Das sind lähmende Diskussionen, helfen dann wem ?

      Zitat:
      Ich bin, ehrlich gesagt, nicht überrascht. Die Islamisten sind dabei, sich in Europa einzurichten. Am Freitag haben sie in Paris zugeschlagen, morgen wird es woanders sein. Sie werden nicht aufhören. Die Strategie der Anschläge weist dabei auf ein Ziel hin, das man benennen muss: Es geht ihnen um die Eroberung der Welt. Und dieser Krieg wird längst nicht nur über Gewalt geführt. Die Islamisten nutzen für ihre Mission die verschiedensten Mittel, sie wirken politisch, sie predigen in Moscheen, sie kommunizieren über das Internet und lassen ihre Publikationen weltweit zirkulieren. Das halte ich für das Wesentliche. Mit den Attentaten wollen sie uns terrorisieren, aber die Arbeit im Hintergrund ist mindestens so wichtig.
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/boualem-sansal-im-interview-zu-den-anschlaegen-in-paris-13917703.html

  9. This is the way the fucking world ends! Not with a bang, bu
    132 Tote.
    Und es ändert sich nix.
    Weil die Moral ist wichtiger als Menschenleben.
    Für uns Gutmenschen.

    • Über 32.000 Tote durch Terroristen im letzten Jahr
      Haben Sie gewusst, dass im letzten Jahr über 32.000 Menschen durch Terroristen getötet wurden? Wahrscheinlich nicht und gekümmert hat es Sie dann auch nicht. Aber 132 Tote vor unserer Haustür sind natürlich ein grösserer Aufreger als das dreihundertfache irgendwo anders auf der Welt. Wobei die Zahl der getöteten im Irak übrigens die höchste seit vielen Jahren ist. Der Einsatz der Amerikaner dort hat also offenbar die Probleme nicht gelöst aber den IS erst geschaffen. Selektive Entrüstung unterstützt Terrorismus ebenso wie die Verweigerung wissen zu wollen wer ins Land einreist.

    • @Nachdenklich
      Wenn sich Müller , Meier, Schulze entrüsten ändert es vllt.
      hier etwas, keineswegs dort wo Ihre 32 000 Menschen umgekommen
      sind.
      Weder Ich noch Sie sind deren Vormund.
      Beide wurden wir von den Akteuren nicht um unsere Meinung oder Einverständnis gefragt.

  10. Man könnte verzweifeln...
    … ob des kompletten Realitätsverlustes unserer Regierung und der Leitmedien. Tatsachen werden einfach so lange verdreht, bis sie in das eigene Weltbild passen. Erst heisst es, Flüchtlinge sind vor Assads Fassbomben geflüchtet, nun heisst es, Flüchtlinge sind vor dem IS geflüchtet.

    Erst hiess es, wer die unkontrollierte unbegrenzte Einwanderung kritisiert, ist rechtsradikal und unterstützt Pegida in dem Bestreben, die Flüchtlinge zu diskreditieren. Nun heisst es, wer die unkontrollierte unbegrenzte Einwanderung kritisiert, unterstützt den IS in seinem Bestreben, die Flüchtlinge zu diskreditieren.

    Ich könnte schreien – und sitze doch nur zu Hause am Notebook und sage und schreibe nichts außer diesem einen Beitrag. Was können wir tun, um den totalen Zusammenbruch unseres Staatswesens noch aufzuhalten? Ich fürchte, selbst wenn in D ein islamistischer Terroranschlag passieren würde, würde sich an der Politik der unbegrenzten Aufnahmen nichts ändern, denn dann hätte man Grund zu sagen „Wenn wir die Grenzen schließen, spielen wir nur den Rechten und dem IS in die Karten.“

    Wie lange soll dieser Zustand noch andauern?

    Vielleicht würde nun noch ein Rausschmiss Deutschlands aus der EU und der Nato helfen, ich weiss einfach nicht mehr weiter.

  11. Hilft alles nichts.
    Alles richtig und schön formuliert. Leider werden aber auch diese Wahnsinnstaten in Paris keinerlei Änderungen der aktuellen Politik der Kanzlerin nach sich ziehen. Es wird einfach so weitergehen, bis Unruhen ausbrechen.
    Niemand kann diese Kanzlerin stoppen bis Ende 2017. Seehofer war die letzte Chance, aber er hat versagt.

  12. Danke
    Danke für die gute Zusammenfassung der Situation. Hätte zwar nie gedacht, dass ich mal mit Herrn Söder einer Meinung bin, aber die Zeiten ändern sich anscheinend.

    Ansonsten kann ich zur weiteren Information das Blog von John Schindler sehr empfehlen http://20committee.com/ – man muss ihn nicht mögen und auch seine Schlüsse nicht immer teilen, aber vom Balken und Terrorismus hat er Ahnung.

  13. Titel eingeben
    oops Balkan, nicht Balken

  14. Ach lieber Don
    denk an Troja! Nur ich habs ihnen damals gesagt…

  15. Zweierlei Maß
    Wieder ein ganz hervorragender Artikel mit einigen besonders interessanten Beobachtungen (z.B., dass die gescholtenen Balkanstaaten die Route rekonstruieren können, Deutschland hingegen nicht).

    Was in letzter Zeit passiert ist, macht mich vor allem auch deshalb so wütend, weil die Spielregeln der Demokratie gebrochen wurden. Man kann in einer Demokratie ja über alles unterschiedlicher Meinung sein. Manches scheitert dann am Grundgesetz. Vieles scheitert daran, dass sich schlicht keine Mehrheit dafür findet. Als guter Demokrat muss man das dann so akzeptieren. Aber diesmal ist etwas anderes passiert: Begleitet von einer unsäglichen medialen Propaganda und unter massiver Einschüchterung Andersdenkender wurde das geltende Recht in einem „Sommerkampagne“ außer Kraft gesetzt. Dublin III, Art. 16a GG, das Asylverfahren- und Aufenthaltsgesetz – all das wurde von Merkel und ihren willfährigen Helfern über Bord geworfen. Statt sich an das zu halten, was im demokratischen Rahmen beschlossen worden war, wurde den Bürgern selbstgerecht erklärt, sie müssten sich damit abfinden, dass Deutschland sich „verändern“ werde. Die „Aufgabe“, vor die die Bürger von den Herrschenden gestellt wurden, nach eigenem Bekunden größer als die deutsche Wiedervereinigung, sei eben „alternativlos“. „Unsere Werte“ geböten zwingend, so zu handeln, log man. Doch überall in Europa sah man die naheliegende „Alternative“ und zog sie dem deutschen Sonderweg vor.

    Wie sehr inzwischen mit zweierlei Maß gemessen wird, sieht man in der Tat gut daran, dass jeder Deutsche, genauso übrigens z.B. jeder türkische Geschäftsmann, am Flughafen den Pass vorzeigen muss, wenn er von außerhalb der EU einreist, gleichzeitig aber jeden Tag Tausende an der deutsch-österreichischen Grenze praktisch unkontrolliert ins Land strömen und dann im Land untertauchen. Keiner weiß, wer sie sind, wo sie sind, was sie hier wollen. Das alles stellt das Fundament des Staates infrage: Was nützt mir ein Staat, der nicht einmal imstande ist, die eine Aufgabe zu erfüllen, für die er einmal geschaffen wurde: die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten? Im Grunde ist es noch schlimmer: Im Moment untergräbt dieser Staat auf Geheiß Merkels systematisch die öffentliche Sicherheit.

    Irgendwann stellt sich dann auch die Frage, warum man sich noch selbst an irgendein Gesetz halten sollte. Wir haben eine Regierung, die nach Gutdünken das Recht außer Kraft setzt und der dabei nicht nur völlig gleichgültig ist, dass ihr Volk das so nicht will, sondern die dabei auch keinerlei Rücksicht auf dessen Sicherheit oder die Sicherheit anderer europäischer Bürger nimmt.

    Selbst nach diesen Ereignissen ist bei Merkel und Co. keinerlei Einsicht zu erkennen. Es mag sein, dass die Deutschen das Messen mit zweierlei Maß im Vergleich wirklich sehr lange hinnehmen. Aber irgendwann ist auch hier das Maß voll.

    • Dafür haben wir in Deutschland Medien, die darüber trefflich schweigen könnnen – sonst müsste man politishe Konsequenzen fordern.

    • Gestern gelesen
      Was ist aktuell der größte Witz in Deutschland? Die Passkontrolle am Frankfurter Flughafen…!

    • Ja, dann...
      „Als guter Demokrat muss man das dann so akzeptieren. “

      Nun… dann machen sie mal. Merkel wurde vom Volk gewählt, sogar wiedergewählt… und auf einmal wars keiner.

      „Aber irgendwann ist auch hier das Maß voll.“

      Lassen sie mich raten….. wenn Gefahr droht, dass SIE Verluiste irgendwelcher Art hinnehmen müssten?

      Ich kenne etliche Leute die das vor noch gar nicht so langer Zeit ganz, ganz toll fand, wie Merkel die Gesetze ignorierte, der Deutschen Bank 17 Milliarden Verluste ersparte, um eben diesen Leuten den Absturz ihrer DB Aktien zu ersparen.

    • Gewollt
      Dieses ganze sog. „Staatsversagen“ ist keines, denn es ist von ganz oben so gewollt. Schließlich kennt dieses Staatsfragment BRD keine Grenzen, da das deutsche Reich sozusagen noch drunter liegt. Außerdem herrscht bis zum heutigen Tage Besatzungsrecht. Damit ist auch klar wer die „Flüchtlinge“ zu uns geschickt hat um „Verbündete“ zu entlasten.

    • Keine Aktien der Merkel AG
      Liebe(r) TDV,

      Ihre doch auffallend unverständigen Kommentare zu Beiträgen, die ich hier schreibe, fangen allmählich an, mich doch etwas zu nerven. Deshalb sei Ihnen an dieser Stelle einmal gesagt: Ich habe von Merkel wirtschaftlich meines Wissens nie profitiert, habe überhaupt keine Aktien und fand Merkels nicht erst seit gestern zu Tage getretenen „Regierungsstil“ schon lange eine Zumutung. Vielleicht sehen Sie mir aber nach, dass ich erst dieser Tage die Annahme, Merkel habe für das Land, seine Bürger und die demokratische Ordnung sehr großen Schaden verursacht, für völlig unabweisbar halte?

      Und zum Thema „guter Demokrat“: Merkel ist ganz sicher nicht gewählt worden, diese als „Flüchtlingspolitik“ verbrämte Staatsaufgabe zu betreiben. Ich kann mich an das Programm, mit dem die Union 2013 antrat, noch gut erinnern, Sie auch? Da stand nicht drin: „Wir wollen alle reinlassen“ oder „Grenzen sind Geschichte“. Eher stand da das exakte Gegenteil drin. Das haben viele CDU-Funktionäre vergessen, die es für unproblematisch halten, wenn sie jetzt halt mal „grün“ sind, ich jedoch nicht.

      Abgesehen davon bezweifelt inzwischen wohl niemand mehr ernsthaft, dass Merkel ihre Befugnisse in rechtlicher Hinsicht – erneut – weit überschritten hat. Sie steigert sich von Mal zu Mal. Ich frage mich schon, was als Nächstes kommt. Nur gibt es im Moment halt auch keinen Bundestag, der diesen Namen verdienen würde. Deshalb kann Merkel bis auf weiteres als Quasi-Monarchin weiterwurschteln. Als „guter Demokrat“ muss einem das nicht gefallen.

      Ich verstehe übrigens überhaupt nicht, wie Sie zum wiederholten Male auf die Idee kommen, mir gehe es um irgendwelche materiellen Einbußen („Verluste“), die ich selbst gegebenenfalls erleiden müsste, aber nicht hinnehmen wollte, und ich lehnte Merkel und ihren Wahnwitz allein deshalb ab. Da blüht bei Ihnen, wodurch auch immer angeregt, die Phantasie. Wenn es hier nur um Geld ginge, wäre es halb so wild. Bei Schreckgestalten für unartige Kinder ist hierzulande sowieso nicht so viel zu holen. Aber leider geht es um weit mehr. Das, was Merkel da tut, rührt an den Fundamenten der Bundesrepublik. Und ich gebe ja zu: Die fand ich als Staat und Ordnungsgebilde ganz gut, und ich hätte sie auf jeden Fall gerne behalten. Irgendwie war mir auch so, dass das im Grundgesetz selbst verbürgt wird.

    • Zur Deutschen Bank
      Ich bin der letzte, der Merkel verteidigt, aber so war’s ja nicht lieber TDV. Die Deutsche Bank hatte bei der AIG, einer Art Rückversicherung in den USA, eine solche über 11 Mrd Euro abgeschlossen für all ihre riskanten und durchaus hirnlosen Geschäfte. Das hatten auch andere Banken getan. Der amerikanische Staat musste die AIG deshalb retten und die DB bekam die 11 Mrd. erstattet. Nur deshalb konnte sich Ackermann vor die Kameras stellen und sagen, die DB braucht keine staatliche Hilfe. Aber wie Sie sehen, kommt Hochmut immer noch vor dem Fall, die DB steckt heute tiefer in der Schei… denn je.

  16. Genau so ist es!
    „Die Grundrechtseinschränkungen in Deutschland und Frankreich treffen jene, die brav daheim am Rechner mit einer stationären IP sitzen, oder ein identifizierbares Handy haben, aber nicht jene, die bei jedem Grenzübertritt eine neue Simkarte kaufen und dann letztlich von Belgien aus zum Attentat nach Frankreich fahren“

    … und da hat der Staat versagt, nicht nur der deutsche.

    • Versagt?
      Ich frage mich aktuell, wo denn hier der Staat (wer ist das ?) versagt hat.
      Diesen Staat, den Ich soweit Ich diesen kenne, wird nett von Lobbyisten beeinflusst, und ist, ab dem Zeitpunkt wo mit Scheinen gelockt wird gerne in der Stimmung dieser „Kognitiven Dissonanz“
      Es kontrolliert in seiner Eurozentrik die Massen und verkauft. Wo hat also dieser Staat, wer immer das auch sein mag, versagt?
      Es ist nicht so lange her, da hieß z.b. eine Frage:
      „Wem gehören meine Daten.“
      Ich erspare mir den Rest

  17. Goethe, der Osterspaziergang, 2.Bürger
    „was kümmerts mich, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen?“ An diese Meinung hätte man sich halten können.

    Im ganzen Musel-Belt zwischen Marokko über Bosnien bis Bangladesh mit Ausnahme Türkei ist man nicht in der Lage, ein modernes Auto oder eine Waffe herzustellen, kein Geschoß oder einen wirksamen Sprengstoff, kein ernsthaftes Medikament, keine anspruchsvolle Chemikalie. keinen Röntgenapparat und keinen PC und wahrscheinlich nicht einmal einen ordentlichen Fitting. Die industrialisierte Welt könnte die Region am ausgestreckten Arm disziplinieren.

    Ist es das Öl? Um es pazifistisch zu formulieren, ohne Fachwissen aus den Industrieländern wäre man schnell am Ende. Stattdessen fungieren wir als Ventil für die Scheichs, nehmen diese Leute bei uns auf und lassen sie Grenzen von Gesellschaft und Sozialsystemen testen. Wir sind die Deppen, Je suis Charlie, ich gehöre zum Pack.

    • Der Islam ist die Religion der Lethargie.
      Einfache Antwort: der Islam-Belt ist Exportweltmeister perspektivloser Babies. Es ist einfach die schiere Zahl. Dagegen sind wir chancenlos.

      Zum wirtschaftlichen Rückstand: Islam ist bestenfalls die Religion des Friedens. Genaugenommen muß das ein Übersetzungsfehler sein. Die genaue Übersetzung lautet: Der Islam ist die Religion der Lethargie. Da, wo er friedlich bleibt, heißt Islam nämlich: Fünfmal am Tag ausführliche rituelle Waschungen, Beten, dann einen Monat pro Jahr Fasten und In-den-Tag-Dahindämmern. V.S. Naipaul hat darauf hingewiesen, daß es mit der wirtschaftlichen Entwicklung nichts werden kann, allein aufgrund der haarkleinen Vorschriften, die jeden westlichen Unternehmer in den Wahnsinn treiben würden. Nur da, wo Einzelne ihre Bequemlichkeit überwinden und sich unter seinem grünen Banner zu aktivem Tun versammeln, wird aus der Religion der Lethargie schnell der Seelentrost der Perspektivlosen, der Monster gebiert.

  18. Unfähige Eliten halten am erprobten Narrativ fest
    Ich bin wirklich fassungslos, wie die Debatte in Deutschland immer noch läuft (mal abgesehen von einigen Printmedien, die jetzt doch kritische Beiträge bringen)…unbelehrbar halten Politik, Kirchen und Staatsfunk an den eingefahrenen Mustern fest und sehen ihre Hauptaufgabe im Warnen vor einem „Generalverdacht“ gegen Muslime und Flüchtlinge. Ich glaube ihnen aber nicht, dass sie das vorrangig aus Angst vor Gewalt gegen Flüchtlinge tun…nein, es geht darum, dass sie nicht in der Lage sind, Fehler einzugestehen und trotz ihrer offenkundigen Inkompetenz an ihren schönen Posten kleben wollen. Ihr Warnen vor der rechten Gefahr ist reiner Selbstschutz. Erschütternd, aber ich fürchte, auch damit kommen sie durch und Merkel bleibt bis in alle Ewigkeit Kanzlerin. An diesem Land kann man wirklich verzweifeln.

    • Ich wäre nicht überrascht, wenn die Jungs, die das zum Umdenken bringen, schon da sind.

    • @Don Alphonso
      @Don Alphonso

      Das ist sicherlich gut denkbar, dass auch in Deutschland bald Anschläge geschehen. Deutschland war ja bereits bei den Paris-Attentaten wohl mitgemeint als Ziel, was nur durch das Verhindern der Explosionen im Stadion etwas verschleiert wurde. Aber auch Deutschland wurde ja im Bekennerschreiben als „Kreuzfahrernation“ bezeichnet.
      Ich wage aber nicht mir vorzustellen, was im Falle solcher Anschläge in Deutschland passieren würde…vielleicht knallen die Deutschen dann völlig durch und auf einmal kippt alles ins andere Extrem? Jedenfalls glaube ich, dass diese Gesellschaft in ihrer Sattheit und Behäbigkeit für sowas psychologisch viel schlechter vorbereitet ist als z.B. Briten und Franzosen. Außer den paar Dutzend RAF-Spinnern (die eigentlich ein Witz waren verglichen mit der IRA oder auch den Brigate rosse), über die damals die ganze BRD hysterisch wurde, gibts ja wenig Erfahrungen mit Terrorismus…das könnte ein ganz böses Erwachen geben, auf das diese Gesellschaft nicht vorbereitet ist.

  19. Unterdessen sagt man, der Pass sei gefälscht,
    was das Staatsversagen nicht besser macht. Nun redet Merkel von Kontingenten, die von der EU zusammen mit der Türkei u.a. festgelegt werden sollen.

    Sie sagte in Belek: „Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir die illegale Migration möglichst beenden und dann muss man mit der Türkei darüber sprechen, über die Lastenteilung welche finanziellen Hilfen, welche Zahl von Flüchtlingen kann man aufnehmen und dann europaweit verteilen.“ Sie fügte hinzu: „Aber es ist ganz, ganz wichtig, dass wir dann keine illegale Migration mehr haben. Solange wir die haben können wir nicht über weitere Dinge reden.“ (aus FAZ heute)

    Was soll man nun daraus schließen, die illegale Einwanderung geht tagtäglich munter weiter, aber man kann nicht drüber reden? Die Frau ist von Sinnen, Kontingente gut und schön, nur wann soll das bitteschön alles in die Tat umgesetzt werden. Wann sichert die EU die Außengrenzen, wann weiß de Maizière endlich, wie viele Leute bei uns überhaupt unterwegs sind?

    Zustände wie in Frankreich oder Schweden sind auch bei uns möglich, man schaue nur die vierteilige Doku der Israelis Zvi Yehezkeli und David Deryi auf youtube,
    https://www.youtube.com/watch?v=GayNmzSHDvw

    Inzwischen baut Österreich ein Zäunchen (so lästert die NZZ heute darüber) zu Slowenien. Es ist nicht mehr zu fassen, welche Versager in der Politik tätig sind. Da wird Orban wüst beschimpft, anstatt sich z.B. bezüglich Zaunbaus bei ihm Rat zu holen. Da wird jeder bei uns, der die illegale Masseneinwanderung kritisiert, in die rechte Ecke gestellt. Gleichzeitig rufen nun viele nach Krieg gegen den IS, auch Frankenberger und man möchte ihn fragen, was er gegen die Taliban in Afghanistan oder Boko Haram in Afrika machen will.

    Es wird völlig übersehen, dass die Christen sich längst in der Minderheit befinden und wohl nirgendwo eine Resi und Unterschlupf finden wird.

    • Au ja! Klasse!
      Eine israelische Doku! Haben sie es noch ein Nummer objektiver?

    • TDV
      schauen Sie doch erst einmal rein, Banlieus in Paris, Interview mit einer jungen Bürgermeisterin dort mit Migrataionshintergrund, mit versch. bekannten Leuten, auch aus Dänemark. Schweden, Malmö mit seinen entsetzlichen Stadtteilen, ich habe im ersten Teil nichts Unobjektives gesehen. Die anderen drei Teile stehen bei mir noch aus.

  20. DANKE!
    Frei nach der Norwegendebatte vom 07. und 08.05.1940 im britischen Unterhaus:
    Frau Merkl! Herr Faymann!
    Sie sind hier zu lange geblieben für das Gute, das Sie getan haben. Gehen Sie, sage ich Ihnen! In Gottes Namen, gehen Sie!“

  21. "rattenhafte wut"
    ich bin masslos enttäuscht, das hier diese brutale instrumentalisierung fortgesetzt wird und wir nicht über „vergebung und barmherzigkeit“ reden, die wir den attentätern entgegenbringen sollten. dazu wird in anderen presseorganen sogar der theologe Karl Barth herangezogen -oder soll ich sagen instrumentalisiert, nur um in der wortwahl konform zu bleiben.

    aber selbst Karl Barth wird verdreht, denn seine botschaft gilt nicht uns, sondern den attentätern. soviel ehrlichkeit sollte sein.

    wir lesen hier im beitrag viel über behördenversagen und der figaro berichtet wohl, dass es mindestens seit 2008 drohungen gegen das bataclan gegeben hat………

    sollen mann und frau denn H.Böll und M. Walser (ja, die halbe familie vom see trifft sich hier) zitieren oder ist das noch nicht angemessen ?

    dennoch der versuch:
    „dort wo der staat gewesen sein könnte oder sein sollte, erblicke ich nur noch einige verfaulende reste von macht, und diese offenbar kostbaren rudimente von fäulnis werden mit rattenhafter wut verteidigt“

    sagt Heinrich Böll als er zusammen mit dem sprachfabulierer vom überlinger see interviewt wird.

    eines aber stimmt nicht, von „rattenhafter wut“ können wir derzeit nichts sehen………..eher von überforderung, fassungslosigkeit, untätigkeit, faulheit, schlamperei und manipulation.

  22. Fehlendes europäisches Verteidigungskonzept
    Heute stand folgendes in der FAZ:
    .
    „In einem seiner wenigen Pressegespräche warnte er“ – der französische Generalstaatsanwalt in der Zeitschrift ‚L’Express“ – „kürzlich davor, dass die Justiz aufgrund des Gebrauchs von Smartphones der neusten Generation durch die Terroristen ‚blind‘ geworden sei. Die Anbieter Apple and Google hätten die Betriebssysteme seit September 2014 so geschützt, dass es der Justiz nicht mehr gelinge, die Smartphones auszuwerten.“
    .
    „Molin sprach den Fall des Thaly-Attentäter an, dessen Smartphone aufgrund der von Apple eingerichteten Blockaden nicht habe ausgewertet können. Lediglich die über die Vorratsspeicherung erfassen Gesprächdaten hätten der Justiz zur Verfügung gestanden.“
    .
    Auslandsausgabe, Seite 11
    .
    Daraus wird dann geschlossen, dass die Schuld bei Google und Apple liegt. Aber warum haben die Franzosen (und die EU) kein Gesetz (Direktive) erlassen, demzufolge die Apples und Googles im Ernstfall den Verschlüsslungsalgorithmus freizugeben müssen? So nach dem Motto, wenn ihr bei uns in Frankreich (oder in Europa) Eure Geräte verkaufen wollt, habt ihr uns in Gefahrsituation zu helfen und außerdem an unsere Gesetze zu halten. Das zu unterlassen ist genauso fahrlässig, wie ungehindert jedermann ins Land zu lassen.

    • Das lenkt nur davon ab, dass sih die Franzosen einfach nicht um den Mann gekümmert haben.

    • Warten sie mal ab....
      Solche Ausreden sind nun mal das, was man an Stelle von Politik macht.
      Weltweit… weil man damit durchkommt.
      Als nächstes wird die uneingeschränkte Total Überwachung kommen. Wenn daran anschliessend wieder etwas passiert, werden natürlich wieder all diese Linken und Grünen Schuld sein, weil man wegen denen aauch die Verschlüsselung nicht gesetzlich verbieten konnte.

      Ich befürchte die einzige „Lösung“ bestünde darin sich zur Abwechslung mal eine kompetente Regierung zu wählen, und ich befürchte noch viel mehr, genau das wird nicht möglich sein….

  23. Flüchtlinge und Terrorismus
    Die ‚Warnung‘ unserer Welcome-People, bloß jetzt nicht Flüchtlinge als potentielle Terroristen zu diffamieren, ist reine Ablenkung von zwei handfesten Gefährdungen: dass der IS die unkontrollierte Einwanderung logistisch massiv ausnutzt – und dass er die mehr oder weniger dauerhaft zu erwartende prekäre Lage der Mehrzahl der Flüchtlinge sehr wohl als Radikalisierungs- und Rekrutierungszone für seine Ideologie sieht. Eine dritte Gefährdung, nämlich die Radikalisierung auf dem rechten Rand der einheimischen Bevölkerung, könnte sich als noch schwerwiegender herausstellen.

  24. KaBalz denkt, die Hinweise auf die israelische Schutzmauer,
    die zwar Schutzbedürftige abhält aber vor Terror schützt ist fast gemein. Zwar nur ein bildhafte Darstellung (denn wer würde schon von der „bösen“ Seite dort Schutz suchen ?) aber für sämtliche realitätsverweigernden Teebeutelschwinger in etwa nachvollziehbar. Es wird sie sprachlos zurücklassen. Übrigens, bis gestern Abend wusste ich nicht was den medialen Zwergenaufstand gegen Söder ausgelöst hatte, bis ich den Heshtag in den Nachrichten sah. Und was nun ganz genau hat der Mann falsches gesagt (was nicht ohnehin bis Anfang Dezember umgesetzt sein wird? Dafür werden die Freunde „outre Rhin“ sorgen.

  25. Emotiokratie
    In der Emotiokratie wird viel mitgefühlt und mitgelitten mit angenommenem Leid, aber keiner weiß so genau, wer hier alles das Land durchstreift. Oder sich gegebenenfalls auch mal für ein Gaststudium an der TU Hamburg-Harburg einschreibt.

    Aus eben diesem Stadtstaat HH kommt auch der folgende, deprimierende Bericht von Joachim Steinhöfel. Er beweist, wie von höchster Stelle Rechtsbeugung betrieben wird:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_fisch_stinkt_vom_kopfe_her2

    Kurz gesagt: in HH werden Polizisten per Dienstanweisung dazu verpflichtet, bestimmte Gesetzesverstöße nicht mehr zu verfolgen. Die Kernaussage der Dienstanweisung:

    „Die aus Ungarn über Österreich eingereisten Flüchtlinge sind mit Wissen und Billigung der Bundesregierung und der Länder eingereist. Eine solche pauschal erlaubte Einreise ist im Gesetz zwar nicht vorgesehen; die eingereisten Flüchtlinge verfügen auch nicht über das eigentlich erforderliche Visum. Gleichwohl ist die Billigung durch die Bundesregierung eine Erlaubnis sui generis, die das Tatbestandsmerkmal der unerlaubten Einreise ausschließt.“

    Aber in der Emotiokratie bleibt das für die direkt und politisch Verantwortlichen ohne Folgen.

    Deutlicher kann sich Staatsversagen nicht manifestieren.

    • Titel eingeben
      Links zu bestimmten Seiten und Medien sollten sich – bei klarem Verstand – verbieten. Ja, ich meine Broders Blog.

    • In dem Fall habe ich eine einmalige Ausnahme gemacht – weil die Info stimmt -aber einen Link zu RT deutsch habe ich gerade gelöscht.

    • @Don Alphonso (und @kdm)
      Das verstehe ich nicht. Da ist sicher auch viel Mist dabei (ich lese das AchGut-Blog generell auch nicht), aber vieles ist doch richtig (und gut geschrieben) und exakt auf derselben Linie wie hier.

      Ein anderes Beispiel wäre „Tichys Einblick“ z.B. – da gibt es auch gute Artikel neben bspw. irre polternden, mies geschriebenen Abhandlungen von Bettina Röhl. Wenn Sie generell gegen Links in den Kommentaren vorgehen, dann verstehe ich es, aber sonst? Außerdem müsste bei so einer Link-Politik im hiesigen Blog ja Spiegel Online genauso pauschal gesperrt werden, angesichts all dessen, was dort schon veröffentlicht wurde.

  26. Überwachung fehlt an ganz anderer Stelle, nämlich da, wo die Listen
    für die Wahlkreise und die Listenplätze zustande kommen. Solange die Bürger den Spieß nicht umdrehen und kontrollieren, wer sich da, und vor allem mit welchen Absichten, zur Wahl stellt, wird sich nichts ändern. Und schon gar nicht, solange es keine Volksentscheide gibt. Damit nötigenfalls Wahlversprechen auch gegen den Willen der Versprecher eingelöst werden.

  27. Die Verschickung macht ein Stab des Kanzleramtes und nicht Bayern. Bayern hat getan, was es konnte, mehr war wirklih nicht möglich.

    Diese Flüchtlingshelferin, die das angedeutet hat, hatte erkennbar keine Ahnung, wie dieVerschickung funktioniert. Bayern nimmt seinen Anteil, den Rest bestimmt der Bund. Das Problem liegt in Berlin und Wien.

  28. lStaatsversagen oder Globalisierungsversagen?
    ln den letzten Wochen habe ich gelernt, dass sowohl die
    Flüchtlingsströme als auch der IS- Zulauf europ. muslimischen Jugend
    einen gemeinsamen Grund haben: PERSPEKTIVLOSIGKEIT

    Man sollte daher erwarten, dass die Anhänger der Globalisierung
    nochmal ihre Prämissen überdenken.
    Ein Staat auch die EU wird das auch mit dem größten therapeutischen/
    pädagogischen Aufwand nicht richten können.

    Und Vorratsdatenspeicherung naja …wers braucht!

    • Danke für ihren Mut
      und ihren Realitätssinn.

    • Witzig....
      Mal wieder im Lande des Wunschdenkens unterwegs?

      „Man sollte daher erwarten, dass die Anhänger der Globalisierung
      nochmal ihre Prämissen überdenken.“

      Köstlich!
      Wer ist man? Und wieso sollten „man“ ein Interesse daran haben? Und selbst wenn „man“ ein Interesse daran hätte, haben sie denn einen Vorschlag wie „man“ da was rückgängig machen könnte, ohne zB das WWW komplett abzuschalten?

    • Wer ist 'man'
      werter tdv, es gibt nicht nur die Perspektivlosigkeit der
      ‚Globalisierungsverlierer‘ in den muslimischen Ländern.

      Es gibt auch die Perspektivlosigkeit des global angehäuften
      Kapitals, gern als Anlagenotstand beschrieben.
      Der ist mindestens genau so gefährlich und bis jetzt ist nicht
      ausgemacht, wer sich schneller kannibalisiert.

    • Natürlich....
      NUr, was sollte das bewirken?

      Meinen sie ernsthaft wenn „die Anhänger der Globalisierung
      nochmal ihre Prämissen überdenken“, dann werden sie anschliessend in sich gehen und n

      Sie werde weiterhin das tun, was sie bisher auh getan haben. In profitable Dinge investieren, Kriege, Rüstung, Moinsanto oder weiss der Geier, und sich aus nicht länger profitablen Märkten zurückziehen?

      Wo haben sie denn den Gedanken her, da könne sich was ändern?

  29. Danke für Ihren Mut
    Vielen Dank für Ihren Mut und Ihre Offenheit.

  30. Blogger
    Kleine Argumentationsergänzung:

    Es ist übrigens völlig unwesentlich, ob der syrische Pass gefälscht ist, ob der Inhaber tatsächlich Syrer war oder EU-Staatsbürger, der aus Syrien zurückgekommen ist. Er hat ein offenes Scheunentor vorgefunden.

    • ...hmmm,...
      Dazu im tagesanzeiger.ch unter der Überschrift: Liberale im Krieg

      Eine der Nebenfolge grosser Attentate, sind die Leute, die sofort danach.
      zum Kulturkampf aufrufen.

      Teils sind es ältere Herren, die sich am Gewehrfeuer die Hände wärmen,
      teils sind es echte Radikale, die darauf ihr Blutsüppchen kochen.

      gemünzt ist das auf zwei Leitartikel in der NZZ.

  31. wie treffend
    lese gerade in einer überregionalen zeitung den regionalteil:

    das geht so:

    „DAS BESTE AUS BERLIN: flüchtlinge bespucken und treten polizisten“

    wo sind wir ?

  32. Paris und Grenzkontrollen - Kein Bezug zur Flüchtlingsthematik?
    Das Thema scheinen eine zunehmende Anzahl von Bundesstaaten in den USA wohl anders zu sehen. Die gehen doch tatsächlich noch einen Schritt weiter und erlauben sich sogar, *präventiv* Obamas Wunsch nach Aufnahme syrischer Flüchtlinge abzulehnen. Das Risiko sei zu groß.
    Der Gouverneur von Michigan sagt dazu „Michigan is a welcoming state and we are proud of our rich history of immigration. But our first priority is protecting the safety of our residents.“ Und Alabama schliesst sich an „I will not place Alabamians at even the slightest, possible risk of an attack on our people“. [http://abcnews.go.com/US/states-refuse-accept-syrian-refugees-wake/story?id=35231800].

    Ich mag mir gar nicht die Größe und Wucht des Shitstorms plus der massiven Empörung der üblichen Verdächtigen in Politik, Medien und Kultur vorstellen, den solche Äußerungen – kämen sie denn sinngemäß von deutscher Seite – entfachen würde. Dagegen ist ja Söders Mahnung für die Wiedereinführung gesetzlicher Mindeststandards in Punkto Grenzsicherung wirklich nur ein laues Lüftchen.

    Unser Problem ist halt, dass Deutschland sich schon in der Diskussion um Selbstverständlichkeiten verschleisst, und so kaum noch Atem bleibt für die wirklich wichtigen, anzugehenden Maßnahmen. Daher denke ich, wir werden all die Probleme der Flüchtlingskrise – hervorgerufen durch die schiere Anzahl und das Tempo in dem Schutzsuchende bei uns eintreffen (mit Frau Merkel als Turbo) – wohl ausbaden müssen – bis zum bitteren Ende. Und dabei hoffe ich inständig, das das bittere Ende nicht so aussieht, wie am Wochenende in Paris – im allerschlimmsten Fall dann noch begünstigt durch nachweislich mangelhafte Kontrolle von Einreisenden.

    Wie sagte der Gouvernbeur von Texas: „Given the tragic attacks in Paris and the threats we have already seen, Texas cannot participate in any program that will result in Syrian refugees — any one of whom could be connected to terrorism — being resettled in Texas.“

    Da wagt sich also tatsächlich jemand einen Zusammenhang zwischen IS Terror in Paris, syrischen Flüchtlingen und der Sicherheit der eigenen Staatsbürger herzustellen. Ich kann es immer noch nicht fassen. Shame on him!

  33. Wer Übernimmt die Verantwortung?
    Meine Frage ist einfach,
    Alle Mächte der Welt, Deutschland America, Russland und alle anderen auch,
    Verkaufen verantwortungslos aus Wirschaftsgründen Waffen egal wohin!
    Wie sonst könnten diese Waffen an Terroristen im Schwarzmarkt gelangen?
    Wie sonst kann der IS und alle anderen Terrororganisationen an Waffen und Sprengstoffe bis hin zu Raketen usw. kommen?
    Der Schwarzmarkt alle Kriegsobjete die von Terroristen und sogenannte Kampfeinheiten zur Verfügung stehen werden nicht von der z.B. der IS selbst gebaut, sondern mit Sicherheit von den Großmächten gekauft, wenn auch die wege Verschleiert werden und verschleiert über den sogenannten Schwarzmarkt denen Verkauft werden!
    Also ist meine Frage, welche der Großmächte liefern über unseriöse Zwischenhändlern den Terroristen die Waffen, daß die Terroristen in der Lage sind solche Anschläge durchführen zu können?

    Ich denke, daß all die Waffen die über den Schwarzmarkt Verkauft werden nicht Gestohlen wurden sondern direkt durch die Regierungen vieler Länder denen für diese Zwecke des Terrors aus Wirschaftlichen Gründen verkauft wurden!!!!

    • Titel eingeben
      Ich finde diese Fragen, die Sie stellen mehr wie interessant.

      Sie könnten ja z.b. damit anfangen und untersuchen welche Waffen, wo eingesetzt werden.
      Z.b. ist die meist gebaute Waffe die Kalashnikov, also die Waffe, die nun z.b. auch in Paris eingesetzt wurd.

      (Gibt es eigentlich Statistiken, die sozusagen Illegales Milieu berücksichtigt ?
      Ich stelle mir das wirklich schwer vor, je mach Studie, und dann Statistik, auch illegale Einflüsse wirklich berücksichtigen zu wollen)

  34. Titel eingeben
    Danke! In diesen Zeiten gibt es wenig, was noch Hoffnung macht, dass Demokratie und Rechtsstaat doch noch irgendeine Chance haben.
    Immerhin gibt es nun einen offenen Brief von Herrn Dr. Gauweiler an Herrn Lammert, dass nicht Frau Merkel, sondern der Bundestag über Notstands-Entscheidungen, mit denen gesetzliche Einreiseverbote außer Kraft gesetzt werden, zu entscheiden hat.
    Zu lesen in der Welt.

  35. Hoppla
    Drei Viertel der Amerikaner sind gegen einen Einsatz von Bodentruppen
    in Syrien oder dem Irak (SPON).

    Jezt alle vom Mars zur Venus konvertiert?

  36. Zuerst die gute Nachricht
    Keiner der Attentäter war offizieller Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes.

    • Titel eingeben
      Oder etwa gar Chef des thüringischen. Denn von den Pariser Jungs war wohl nie einer so besoffen, dass er sich nicht mehr hätte erinnern können, wer ihm die Bestallungsurkunde abends in die Bar gebracht hat.

    • Oberdeck
      Der Hessische Verfassungsschutz sitzt doch ganz bestimmt nicht auf dem Oberdeck. Wenn doch viele Etagen tiefer. Evtl. darf mal jemand Eisberg rauströten. Die Oberklasse aber spekuliert wenn über den Wirren Eisbergbeschreiber.
      Wem dieser Eisberg gehört, das weiß dann nur der Wind, oder irgend eine Pass Kontrollierende Flugbegleitung

  37. Wie lange sind labile Gleichgewichte stabil?
    Hielt man die CDU/CSU bisher für eine Art “Normalitätsresultante” bei der Beurteilung und Handhabung der deutschen Nachkriegslage, steht man nun mit offenem Maul vor dem “Flasche leer”. Die Union freut sich, dass sie nun endlich von allen – außer den bösen “Populisten” und ein paar Bloggern (Roland Tichy, Achse des Guten….) – geliebt wird.
    Bündnispolitisch und inhaltlich setzt sie total auf die “Grünen”. Ansonsten kämen ja, so die maßlose Überschätzung von “Spin-Politik” und Demaskopengläubigkeit eine Art Republikaner wie damals zu Kauders Zeiten in BaWü wieder. Selbst Seehofer, der Angela Merkel wochenlang um ein “Gegen-Selfie” (vor vollem Flüchtlingslager) anbettelte, unter Zwang setzte, schwenkte jetzt auf >Grün< um (Flughafen München, keine neue Startbahn). Konsequenterweise ist er nun auch für Angela Merkel als Bundeskanzlerin; denn sie wird ihn gegen den “Putsch” der Pro-Startbahn-Hubers schützen. Freilich, um Flüchtlinge und Europa geht es dabei schon gar nicht mehr; denn wir lieben uns doch alle und die labilen Gleichgewichte in der CDU/CSU scheinen noch der gesellschaftlichen Lage zu entsprechen. Wie lange?

  38. etwas gefunden:
    ich habe gerade noch etwas interessantes gefunden:
    feministische journalistin schreibt einen fiesen fake, der im zuge der anschläge verbreitet wurde, den miesen gamergate-aktivisten zu:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/paris-anschlag-per-photoshop-vom-journalisten-zum-paris-attentaeter-a-1063090.html
    schön einfach mal von spiegel als tatsache hingesprotzt.

  39. Allmachtsphantasien...
    … als ob ‚der Staat‘ dieses weltumspannende Problem lösen könnte wie die Verabschiedung eines bayerischen Flächennutzungsplans. Woher dieses Heilsversprechen der sauber organisierten Völkerwanderung? Alle Abschottung wird in absehbarer Zeit in noch mehr Gewalt münden.

    • Wie gerne würde ich Ihnen glauben
      werter el hell, ich habe allerdings wenig Vertrauen in die Vordenker
      der Willkommenskultur.
      Im Gegenteil, ich befürchte sie sind die ersten die sich vom Acker machen.
      Und denen das nicht gelingt, können dann die Zäune nicht hoch genug sein.

      Wenn die ach so dummen Bürger, diese Angsthasen mal wieder vorgeführt
      werden, muß ich immer an Oscar Wilde denken und die Geschichte vom
      brennenden Theater.

    • wie bereits geschehen
      Al Gore, der grosse Klima-und Weltenretter, hat noch in der Nacht des
      Attentats seine Teilnahme am Klimagipfel, der in zwei Wochen in Paris
      stattfinden soll, abgesagt.

  40. Ah jetzt ja
    4 der Mörder waren Franzosen. Interessant, dass sich hier jetzt alle auf diesen einen Eingereisten stürzen, von dem man lediglich die Fingerabdrücke kennt, da der Pass offensichtlich mehrfach im Umlauf ist (Bericht). Warum redet niemand davon, dass es hier bereits im Land befindliche 4 Franzosen gab, die sich soweit radikalisiert haben, dass sie ohne Bedenken „Ungläubige“ töten?

    • Weil man nicht sehen will
      dass es auch hier schon diese Ghettos gibt und Menschen, nicht nur Muslime, erkennen, dass sie chancenlos in dieser Gesellschaft sind – nicht gesehen, nicht gefördert – alleine auf sich gestellt.
      Die waren schon da, bevor die Türen geöffnet wurden – und bleiben weiter vergessen, da ja das Augenmerk jetzt auf die „neuen“ mit ihren ebenfalls unverwirklichbaren Träumen, Wünschen und Illusionen gerichtet wird – auch hier wieder, ohne Lösungsansätze aufzuzeigen oder bis zum Ende zu denken.

    • Titel eingeben
      Die Annahme, das diejenigen, die in dieser Gesellschaft als Verlierer gelten, blöde wären kam hinzu. Wer mag von diesen Pisa Studien halten was wer will, deutlich waren diese. Eine Durchlässigkeit im System ist … ? (genau, nicht vorgesehen)
      .
      Nun zu denken, das alle geistig so degeneriert sind, und nicht mehr verstehen, was hier geschieht, ist ein Armutszeugnis derer, die sich hier als ( „Bildung“ ) Elite aufspielt.
      Und genau das wird mit dazu führen, das sich die Situationen radikalisieren.
      Ich selber nutze diesen Begriff „Lügenpresse“ nicht. Sie lügen ja nicht, sie lassen einfach nur aus. Fragmentiertes hin und wegschauen, das Konzept.

      Sorry, aber Ich möchte Bildung’s – „technisch“ aber auch damit nicht aufwachsen wollen. Da wird der Spuk schon gleich in die Wiege gelegt, und ab eine Punkt dürfen anschließend Medien Psychologische „Kompetenzen“ das Ergebnis in ein Konzept gießen wollen. Das geschieht seit Jahren, ohne Zweifel, Menschenrechte hin oder her.
      (Über welche reden wir aktuell?)
      .
      Die waren schon da, bevor die Türen geöffnet wurden – und bleiben weiter vergessen, da ja das Augenmerk jetzt auf die „neuen“ mit ihren ebenfalls unverwirklichbaren Träumen, Wünschen und Illusionen gerichtet wird –

  41. Mir kamen die selben Gedanken bei dem Beitrag
    Es ist so wohltuend inmitten all der kognitiven Dissonanz zwischen den Leitmedien und meiner Familie einen Artikel eines Menschen zu lesen, der unabhängig von mir sofort die selben Gedanken hat. Der Terrorexperte hatte in dem Interview noch nichtmal seinen Satz beendet, da musste ich schon laut einwenden, dass man im Flugzeug durch die Sicherheitsprüfung geht und nicht einfach von Pakistan nach Paris fahren kann ohne auch nur einmal überprüft zu werden. Die werden doch durchgewunken. Der Typ aus Montenegro, den sie bei Rosenheim geschnappt haben mit TNT und AKs wurde auch nur bei einem Zugriff im Rahmen der Schleierfahndung gefasst (verdachtsunabhängige Zugriffe). Was der Kerl da von sich gibt, das glaubt er doch selber nicht. Einem Terrorist ist es egal, ob es drei Stunden oder drei Tage dauert Waffen und Sprengstoff nach Europa zu bringen. Ob er auf dem Weg einen Ausweis braucht und durch einen Scanner gehen muss interessiert da schon eher. Die wundern sich noch warum so mancher von den Lügenmedien spricht. Da haben sie einen der Gründe!

    Etwas anderes noch: Ich habe gerade eine populärwissenschaftliche Sendung über den Homo Sapiens gesehen. Seitdem das Erbgut einiger frühen Menschen entschlüsselt wurde ist bekannt, dass alle derzeitigen Menschen, ausser den Afrikanern und ein paar anderen Völkern, ein paar Prozent Neandertaler DNA oder DNA anderer archaischer Menschen aufweisen. Die Europäer entstanden durch die Neandertaler in Europa und Homo Sapiens, die sich im Nahen Osten trafen und vermischten. Darauf folgten Welle um Welle Sapiens und vermischten sich mit den Mischlingen. Deshalb haben wir nur noch 1-4 % Neandertaler DNA heute. Übrigens, die Menschen kamen damals schon über die Balkanroute nach Europa. Es ist aufgrund der Berge und der Donau eben der logische Weg. Ich musste schon etwas schmunzeln, als ich die Landkarte sah, auf der der angenommene Weg unserer Vorfahren angezeigt war. Ein faszinierendes Forschungsgebiet, auf dem sich durch moderne Sequenzierungsmaschinen in den letzten paar Jahren wahnsinnige Fortschritte erziehlen ließen.

  42. Zusammenhänge und Auseinanderhänge
    „Wer über den Zusammenhang zwischen der Balkanroute und dem Terror reden will, unterstützt nur das Kalkül des Islamischen Staates. In den Augen dieser Leute sitze ich, der ich mich vor meiner Zeit bei der FAZ sehr lange mit Judentum, Israel und Terror beschäftigt habe, jetzt also in die Rolle des Colaborateurs des Terrors und seiner gewieften Medienstrategie“

    Genau bei dieser Stelle dachte ich es mir erneut und ich dachte es schon gestern: mit so einer Einstellung („XYZ hat mit Allem nichts zu tun“) hätte eine Jüdin wie Hannah Arendt niemals ihr weltbekanntes Werk verfassen können, weil sie andauernd in die Apologie auf die „eigenen Leute“ verfallen wäre und deswegen deren schrecklich-tragischen Anteil nicht erblicken hätte können; woraus folgt, daß ihr ganzes Werk nicht entstanden oder aber voller Fehler gewesen wäre, weil sie sich wegen Pettitesse hätte den Mund verbieten lassen (und die Frau hatte ein nicht ungezogenes Mundwerk! Man schaue ihr Interview mit dem Gaus an!). Hätte die also so nutzlos sich andauernd ums Aussprechen unbequemer Ansichten gedrückt, wären wir geistig weit ärmer.

    Zu dem Übrigen Ihres Textes, Mr. Don, möchte ich ein Erlebnis von heute schildern: die übelste Hippie-Person, verhuschter Blumenmensch, „Neo-68″iger, schlumpig, eine Kollegin von mir. Ganz weit links. Der erzählte ich dann heute von der letzten frohen Kunde des BAMF (Registrierung = Ankreuzen + Ja-sagen lassen) und von der Rede Merkels am Freitag (meine Kollegin ist politisch nicht so informiert…), wie wir das schaffen werden usw.. Und da sagte dann selbst diese Hippie-Husche mir, sowas ginge doch wohl nicht, wo solle das hinführen, ihr Herz klopfe sehr dolle, wenn sie das hört und es sei wohl irre, was gerade alles geschehe.

    Und ich dachte mir – 2 Monate, nachdem meine linksgrün wählende Lesben-Kollegin was über den Unterschied von „Flüchtlingen“ und Wirtschaftsflüchtlingen erzählte und meinte, da müsse man schon gucken – ich dachte mir also: alter Vatter, selbst den verstrahltesten Hippies verzieht es langsam das gechillte Gesicht und das ganz schön ordentlich! Merkel schafft es also tatsächlich, Hippies UND CSU gegen sich zu vereinen und dafür muss man ihr doch Respekt zollen.

    Vielen Dank auch für den Hinweis auf das aus Mitleidigkeit gezeugte Terroristen-Schleppertum gewisser Nachbarländer (was kein Anpatzen sein soll, sondern ein weiterer Hinweis, warum es so wie jetzt offenbar kaum weitergehen kann). Die Erleuchtung, daß Österreich womöglich einen oder zwei staatsfinanziert durchgeschleppt hat, ist ja kein kleines Nümmerchen. Genau genommen müsste man eine Diskurs starten, warum Österreich mit all dem nichts zu tun hat…

    „Wir haben die Vorratsdatenspeicherung und keine Erkenntnisse über Terroristen. Das ist alles, was wir wissen.“
    Den würde ich anzweifeln. Wir haben durchaus Kenntnisse über solcherlei Gruppierungen, wenn auch nicht über diese direkt. Gleichwohl sind auch das keine Übermenschen und sie folgen den psychologischen Regeln, denen wir alle folgen. Und eben von da aus könnte man wohl manch Gedankengang anstellen, der weit sinniger wäre als die elektronische Überwachung von Leuten, die über die PS4 oder Brieftauben kommunizieren. In der DDR hieß das „operative Zersetzung“. Finde heraus, wer in welchen fundamentalreligiösen Netzwerken ist und erzähle dann einfach einer Hälfte, die andere sei hart schwul und es gäbe auch Bilder davon. Plus eine Fotomontage, wie der eine die Mutter des anderen … Puff, sind die Feinde. Und ja, sowas funktioniert bei jedem und seit Menschengedenken…

    PS: Merkel wird es überleben und keiner wird verstehen, warum. Das Gefecht um diese Frau ist beendet, das halte ich für ausgemacht. Die Leute wurden in die Lethargie hineingeschockt und werden nun andauernd besudelt, wie es nicht alles ihre Pflicht wäre, was Merkel will, effektive Gegensprache läuft nicht, „wir müssen jetzt“, no way back. Die Reihen sind geschlossen. Wer sich nun noch gegen sie stellt, instrumentalisiert den IS für seine braunen Nazi-Zwecke aus billigstem Fremdenhass. Und wir alle dürfen uns auf das Ende dieses diskursiven Spiels freuen. Das Einzige, was wir wissen, ist: es hat alles weder mit Flüchtlingen noch mit Islam zu tun.

    PPS: Für mich ist es wurscht, ob die Flüchtlinge vom IS sind, wiewohl keiner bei Verstand behaupten kann, der IS würde das Tor nicht nutzen.
    Dies Land hier aber kann nicht die Welt versorgen und eben deswegen auch nicht unbegrenzt einwandern lassen. Auf mediale Präsenz geiler Terror ist zweitrangig, wenn die Zukunft nach „Menschengruppe prügelte sich wegen Brotresten zu Tode“ aussieht. Weil die Leute (wie die Resi) sich dann fragen müssen, des Dräuen welchen Terrors sie mehr berührt: der Terror einer anomischen, verarmten Anarcho-Gesellschaft oder der IS-Terror.

    PPPS: dass Lennons Imagine als Lied für Paris zusammen mit dem „Pray for“ gewählt wurde, fand ich besonders putzig. Ist doch für Lennons „one world“ eine Voraussetzung: „and no religion, too.“

    • Oper
      ak(t)ive Psychologie nannte sich das wohl, oder nennt es sich heute noch so?
      Seit dem mir nun seit geraumer Zeit versucht wird klar zu machen, das die Mauer gebaut wurde, um den s.g. Feind aus dem Westen aufzuhalten, welcher gern über die Mauer hüpfte um dahinter dann von z.b. Selbstschussanlagen begrüsst zu werden glaube Ich auch an Zitronenfalter

    • Titel eingeben
      „… Lennons Imagine als Lied für Paris …“
      Es geht dabei doch nur um Kitsch. „Putzig“ ist also tatsächlich der passende Adjektiv.

    • Putzig
      So putzig find Ich das gar nicht.

      „Es tut mir leid, dass ich diese Art von Schmerz verursache“, beteuerte er. „Es tut mir leid, dass ich so ein Idiot war und den falschen Weg zum Ruhm gesucht habe.“ Chapman hatte am 8. Dezember 1980 fünf Schüsse auf Lennon vor dessen Apartment in Manhattan abgegeben und den Friedensaktivisten damit getötet. „Viele Menschen haben ihn geliebt“, sagte er über sein Opfer. „Er war ein großer und talentierter Mann.“
      http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_70793266/moerder-von-john-lennon-bereut-ich-war-ein-idiot-.html

    • Mal nebenbei
      Mich nervt als Lesbe, dass wir immer kollektiv als links-grüne Sozial-Hippie-Huschen oder realitätsentrückte extremistische Gendertanten dargestellt werden. Ich kann weder mit dem einen noch dem anderen was anfangen, meine Partnerin und ich sind konservativ. Meiner Erfahrung nach ist auch unter Lesben das politische Spektrum ebenso wie in der Gesamtbevölkerung breit gefächert, nur weil die Spinnerinnen lauter krakeelen, sind wir nicht alle so durchgeknallt.

  43. Österr. Bundeskanzler und Vizekanzler
    heute in langer Talkshow. 1. Es wollen eh alle nach Deutschland. 2. Es bleiben natürlich viele, also eigentlich immer mehr, also schon sehr, sehr viele. 3. Asyl auf Zeit – es müssen eh alle wieder zurück. 4. Nachhaltige Integration oberste Priorität. 5. Dafür haben wir kein Geld, keine Arbeitsplätze, keine Wohnungen. 6. Die Zivilgesellschaft! 7. Österreich baut keinen Zaun. 8. Wieso baut Slowenien keinen Zaun. 9. Es wollen eh alle nach Deutschland. 10. Der Rest will nach Schweden.
    Möchte nur sagen: das ist nicht meine Regierung, ich habe das alles nicht gewollt und ich kann absolut nichts dagegen tun.

  44. Das trojanische Pferd steht mitten in Deutschland
    und keiner sieht nach.
    Viel mehr ist genau hinschauen nicht erwünscht.
    Und drumherum werden Nebelkerzen angezündet.

  45. Facebook Fund
    Sulaiman Daud

    Ishinomaki

    · 14. November um 05:32 · Singapur · Bearbeitet ·

    I want to thank well-meaning non-Muslims who, in the wake of these attacks, have emphasised that they have been carried out by a small, twisted minority. A terrorist’s goal is to sow hatred and discord, and by not giving in, you are defeating their plans.

    But I want to say that as a Muslim, I wish that we weren’t so quick to emphasise that this has nothing to do with us. While I personally have never killed anyone and none of my friends and family have ever resorted to violence, radicalism has everything to do with Islam. And the failure to address that out of a well-intentioned commitment to tolerance is making the problem worse.

    ISIS is a Muslim organisation, and it is an Islamic problem. Let me say it again to be perfectly clear. ISIS is a Muslim organisation, and they are a cancer at the heart of Islam. And the problem will not go away until Muslims confront that.

    ISIS attackers scream ‚Allah hu’akbar‘ during their attacks.
    ISIS recruits cite Qur’anic verses as justification for the rape and enslavement of women.
    ISIS soldiers kill archaeologists, gay men and women, and people who refuse to convert to Islam because they are blasphemers.

    There are no Christians in ISIS. There are no Buddhists, Jews, Pagans, Taoists, Houngans, Catholics, Wiccans, Hindus or even Scientologists in ISIS. ISIS is a Muslim organisation and they kill in the name of Islam.

    So don’t say that ISIS aren’t ‚true Muslims‘ or that they are ’not really Muslims‘. Like any large organisation, ISIS exists in a spectrum. You have the aimless, restless teenager who never amounted to anything in his life and traveled to Syria because he can’t find a job and doesn’t know if the Qur’an is to be read from left to right or right to left. But you also have pious professionals, businessmen, and academics who read their Qur’an cover to cover, pray every day, were seduced into radicalism, and truly believe that the Islamic State’s goal of conquest is a noble one. The so-called ‚Caliph‘ Abu Bakr Al-Baghdadi has a doctorate in Islamic studies.

    So if you feel that Muslims are being oppressed or killed in Muslim countries, I expect you to also be just as outraged by ISIS. Because they have killed more Muslims in Iraq, Syria and Jordan than the entire US army. They have done more damage to the name and reputation of Islam than any Western nation. ISIS is Islam’s biggest enemy, not the US, not Israel or France or Germany or the Russians.

    We have to own the problem. We have to admit that this is a religious problem, and we need to renew our commitment to a secular country which treats all religions equally. I have believed in the importance of secularism all my life, and with every day that passes that belief grows stronger. Religion is no way to govern a nation. Not any religion, and not any nation.

    ISIS is not America’s problem, nor the British, nor the French. ISIS is not Syria or Iraq’s problem. ISIS is a problem for Muslims. And if you can’t admit that, you’re not really a good Muslim either.

    Diesem Artikel kann ich nur vollinhaltlich zustimmen, insbesondere bei diesem Spiegel Zitat von Markus Feldkirchen:
    „Es ist richtig, dass unter den Flüchtlingen viele junge Männer aus dem Irak und Syrien sind, die meisten Familienväter, die vorauseilten, um ihren Frauen und Kindern die Mühen der Balkanroute zu ersparen. Das würde jeder Mann so machen, der mit seiner Familie in einem Bürgerkrieg festsitzt und dort dieselben Barbaren fürchtet, die nun in Paris gewütet haben.“

  46. Nur die extreme Spitze
    terroristen sind nur die letzte extreme Spitze des Eisbergs. Die aktuelle Situation vollkommen unkontrollierten Zuganges nach Deutschland und nahezu freier Bewegung innnerhalb Deutschlands machen sich auch osteuropäische und südosteuropäische Einbrecherbanden zu Nutze. Taschendiebe. Drogendealer.

    Nicht bedrohlich, doch äußerst unangenehm sind die organisierten Bettlerbanden in allen Innenstädten.
    Ich erinnere an die New Yorker Erfahrungen mit Verwahrlosung und mit der Politik der Zero Tolerance. Ein Nährboden, ein bekanntes Umfeld läßt Verbrechen gedeihen. Kompromißlose Verfolgung mindert alle Vergehen.
    Wer sich gruseln möge lese im daily mirror oder über Page&Brin noch mal die gut bebilderte Story über das Ausrauben (mugging) einer Touristin am Geldautomaten in Paris. Keine Hilfe, keine Aufklärung des Vorganges. Eindeutig fahrendes Volk, weiblich, teilweise minderjährig wenn nicht sogar strafbefreiend minderjährig.

  47. Das Dilemma....
    liegt darin das es keine wählbaren Alternativen gibt.
    Manchmal glaube ich das es eine bewusste Strategie ist, Radikale in neu aufkommende Parteien zu schleusen, damit diese keine ernsthafte Konkurrenz werden.
    Vielleicht fahren die Radikalen auch von allein Trittbrett und okkupieren neue Bewegungen. Bei Pergida ist es besonders gut gelungen, allerdings unter tatkräftiger Mithilfe Linksradikaler, die merkwürdigerweise zwar brutaler und gewalttätiger vorgehen, aber kaum in der Presse Beachtung finden.
    Die Presse betätigt sich auch noch als Steigbügelhalter solcher medialer Gleichschaltung.
    Um mich herum nimmt die Wut zu, und damit auch die Bedenken AfD oder Pergida zu unterstützen ab, weil sich immer mehr Menschen fragen, ob die nicht das kleinere Übel am Ende sein könnten.
    Ich halte sie nicht für das kleinere Übel, aber nur noch in der Form unterscheidbar etablierten Parteien, deren politisches Gefahrenpotential ich mittlerweile genauso hoch einschätze.

    • Alternative
      Ich schreibe und bitte gerade jene Volksvertreter, die mit gegen den emotionalen mainstream und Wahnsinn gerichteten vernünftigen Aussagen auffallen, gemeinsam eine neue Partei zu gründen…

    • Ein Anfang wäre, irgendeine Splitterpartei zu wählen,...
      …von der relativ sicher anzunehmen ist, daß sie es nicht über die 5-%-Hürde schafft. Wählten die fast 50 % Nichtwähler in dieser Weise, würden ihre Stimmen gezählt und unter Sonstige gewertet. Die sog. „Großen“ könnten sich dann nicht mehr damit herausreden, daß sie doch 40 % oder 25 % der Wahlbürger vertreten. Sie müßten erklären, warum sie „plötzlich“ nur noch 20 % oder 13 % Zustimmung haben. Gefahr für eine Radikalisierung oder Unregierbarkeit besteht dennoch nicht, da bei der Sitzverteilung ja nur die Parteien berücksichtigt werden, die die Hürde schaffen. Da deswegen alle kleinen „Großen“, die es bisher immer so gerade eben geschafft haben, draußen blieben, ergäbe sich eine komfortable Mehrheit für entweder CDU oder SPD. Und damit jede Möglichkeit, entsprechend dem nunmehr klaren Willen des Volkes zu entscheiden, daß sich etwas ändern müsse, die bisherige Politik keinerlei Zukunft habe.

  48. Dem Eisenhauer Ernst vom 16.11. 2015 um 20:30
    sei gesagt dass man sich mal die Serien-Nummer der Awtomat Kalaschnikowa, vulgo AK 47 (und Nachfolgemodelle ) mit denen der IS um sich ballert ganz genau anschauen sollte/könnte. Wenn man wollte (auf offizielle Anfrage werden die Übergabelisten der Bw an TR gewiss geschreddert sein) könnte man einen gewissen Bezug von der NVA über die kampflos übernehmende „Siegerarmee“ zur Türkei herstellen. Die Türkei war aber schon mit lizenzproduzierten und verschenkten H&K G3 reichlich versorgt-was sollte man da mit den überschüssigen Ak´s und RPG´s noch machen. Evtl. im Tauschhandel mit Rohöl………? Ist nur so ein Gedanke im Familienkreis.

    • Frau Balzuweit,
      man könnte die Awtomat Kalaschnikowa in die Hände des Volkes zurückgeben, so man noch hat. Kein unfrommer Wunsch in ländlichen Gebieten. In den großen Städten ist es eh schon wurscht.

  49. ...
    Erst Totaler Krieg, bis zum letzten Mann,
    jetzt Totale Humanität, bis zum letzten Flüchtling!

    • ...
      Ja – das kam mir auch schon in den Sinn. Und ob Hannah Ahrends Gedanke von der Banalität des Bösen hier auch anwendbar ist.

  50. Flüchtlingskrise->Gesellschaftskrise->Staatskrise->?
    Krisen wo man auch hinschaut, so weit das Auge reicht. Gibt es eigentlich auch noch positive Nachrichten?

    Ich ertappe mich schon dabei, daß ich jeden Morgen den deutschen, österreichischen und schweizerischen Medienwald zum Thema Flüchtlingskrise durchforste auf der Suche nach der einen, erlösenden Nachricht, dass sich irgend etwas SUBSTANTIELLES geändert hätte, quasi über Nacht. Doch Fehlanzeige. Das einzig Neue ist der täglich wechselnde Hintergrundbildschirm von BING-Desktop. Und selbst der wechselt nicht mal mehr zuverlässig. Vielleicht eine Softwarekrise?

    Die Kanzlerin, heißt es, strebe jetzt einen „Kurswechsel“ mit Kontingenten an. Und sogar Sigmar Gabriel spricht von einem „Neustart“ und dem Ende einer „chaotischen Zuwanderung“. Schaut man jedoch genauer hin, dann wird wieder einmal nur Verantwortung delegiert, weggeschoben, von Deutschland weg Richtung EU, Türkei, andere Staaten, also ins Nirwana. Das ist auch ein Teil der von Don beschriebenen Staatskrise. Unsere Regierung nimmt das Heft des Handelns nicht wirklich in die eigene Hand sondern „verlässt sich“ auf Dritte. Das ist nicht wirklich ein Zeichen von Stärke, die es gerade jetzt, in dieser Terror-geladenen Situation besonders bräuchte.

    Ein weiteres Zeichen der Staatskrise (übrigens auch von der WELT letzte Woche schon treffend charakterisiert in „Herbst der Kanzlerin. Geschichte eines Staatsversagens“) sind Erscheinung und Auftreten der obersten Regentin, der Regierungschefin selbst. Als ich mir das Video von Ihrem Auftritt kurz vor dem Pariser Terroranschlag im ZDF angeschaut habe, ist mir im Nachhinein erst so richtig klargeworden, dass sie tatsächlich doch erste Anzeichen von Unsicherheit und Schwäche zeigt. In ihrer Argumentation ist das zwar schon länger festzustellen, aber auch „körperlich“, in Erscheinung und Auftreten, konnte man ihr das regelrecht ansehen.
    Überrascht hat mich in dem Zusammenhang lediglich, dass das alles sogar Heribert Prantl aufffiel. Er sagte im Deutschlandfunk vor 3 Tagen auf die Frage der Journalistin Heuer:

    Heuer: Hält sie die Zügel noch in der Hand?
    Prantl: Ach Gott, man kann die Zügel in der Hand halten und am anderen Ende ist nichts mehr. Ihre Richtlinien führt niemand aus. […]
    Man nimmt die Fakten nicht zur Kenntnis und der Gesamtauftritt war so eine Art Selbstbeschwörung.

    Da muß ich dem Innenressort-Chef der Prantlhausener Zeitung ausnahmsweise mal zustimmen. Und hat wenigstens er eine positive Botschaft, vielleicht sogar die von einem bevorstehenden Putsch? Leider nein, denn angesprochen auf mögliche Nachfolger: „Keine wirkliche Alternative zu Angela Merkel“, dann vielleicht wenigstens eine positive Prognose für die Zukunft, im Sinne von „Wir schaffen das“?

    Prantl: Ich kann bloß sagen, ich hoffe, dass es gut ausgeht im Sinne des inneren Friedens im Lande.

    Na das ist doch mal was. Auch die SZ sorgt sich um den inneren Frieden im Land, also um die drohende Gesellschaftskrise. Wer hätte das gedacht. Aber fairerweise muß man goutieren, dass die SZ sogar mittlerweile ein Leser-Forum betreibt mit dem vielversprechenden Titel „Wie lässt sich sachlich über Flüchtlingspolitik diskutieren?“ Wurde aber auch Zeit.
    Und mit ZEIT, SZ, ÖR. etc. sind wir schon bei der nächsten Krise, der Medienkrise. Auch darüber hatte Don ja schon berichtet.

    Bleibt noch die Parteienkrise, denn faktisch haben wir ja keine parlamentarische Opposition mehr beim Flüchtlings-Bewältigungsthema. So gesehen regiert derzeit schon Rot-Rot-Grün-Schwarz zusammen mit Faymann als Mega-Koalition. Bleibem dem „besorgten Bürger“ wirklich nur noch AfD und FDP(?) zusammen mit Orban als APO?

    Und Seehofer? Auch der ist leider Teil der Parteienkrise. „Horst Seehofer ist als bayerischer Löwe gesprungen, und nicht mal als Bettvorleger gelandet“ beschreibt Roland Tichy treffend die Lage der CSU.

    Und Schäuble? Zu alt? Nicht mutig genug, oder auch schon auf dem Sprung, weg von der „Lawine“ oder doch mittenrein? Müssten Germanisten analysieren und bewerten, diese „Formulierungskrise“, denn „Lawine“ hätte Schüble nun wirklich nicht sagen dürfen. Genausowenig wie Söder den Terrorismus mit Migration verknüpfen durfte. Vielleicht sind uns aber auch nur all diese Krisen auf’s Sehzentrum geschlagen und trüben unseren Blick, wie die FAZ heute schreibt. Aber gegen trüben Blick hilft bekanntlich die richtige Brille. Das ist doch vielleicht endlich mal eine positive Botschaft und damit schließt sich wieder der Kreis zur Flüchtlingskrise.

    So, jetzt muß ich aber aufhören, sonst krieg ich noch die Sinnkrise…

  51. Titel eingeben
    Wenn man den wahren Worten des Autors noch etwas hinzufügen mag – was an sich nicht geboten ist – so die erschütternde Konzentration der deutschen Debatte auf den Bauchnabel (vornehmlich west-)deutscher Befindlichkeiten. Die Sicht des Auslands auf die irrlichternde deutsche Politik, die gerade in Frankreich zum Teil in Verachtung für die bizarre Kombination aus Realitäts- und Hilfsverweigerung einerseits und Krokodilstränen andererseits resultiert, wird nicht zur Kenntnis genommen. Warum auch, es genügt ja, wenn die Franzosen (oder wie immer die USA) die Drecksarbeit machen, wir sind nun einmal die Guten.

    • Titel eingeben
      Die „Drecksarbeit“ der USA war und ist es doch, die den Nahen Osten zerstört(e) und unter anderem die Flüchtlingsmassen erzeugte.

  52. Kopf einschalten
    … und scharfe Sicherheitskontrollen gibt es weder bei der Einreise, noch bei der Ankunft.“

    weder … noch hat nur ein Komma zwischen vollständigen Sätzen.

  53. Titel eingeben
    Richtig!

  54. Alle in 12er Reiher "Willkommen"
    Aber hat sich schon mal einer von unseren Leitenden in Berlin Gedanken gemacht wo die Leute alle wohnen und arbeiten sollen??
    Wir schaffen was ? Dumme Frage , was schaffen wir eigentlich, die Leute unkontrolliert in irgendwelche Lagerhallen oder Schuppen zu verfrachten.
    Nein deshalb sind sie ja nicht gekommen,und es soll jetzt ja keiner sagen wegen der Fassbomben. In der Türkei in Jordanien oder dem Libanon werden ja keine Faßbomben abgeworfen. Und was Bomben anbetrifft, so kann ich da im Gegensatz zu den meisten Gutmenschen mitreden. Ich habe als Kind in Luftschutzkellern die Bombenteooiche und Luftminen ertragen müssen und wegen des Luftdrucks die Hände an die Ohren gepresst und den Mund aufgesperrt. Ja ich weiß noch heute wie das war 44/45. Und danach gabs viele Jahre fast nicht zu essen,geschweige denn eine Banane oder Orange. Und ich habe den Krieg nicht angefangen und mich hat auch niemand bedauert höchstens meine Mutter und die konnte mir ja nichts geben.
    Daher fühle ich mich heute mit meiner kleinen Rente auch nicht für irgend welche Kriegsflüchtlinge verantwortlich die über 7 Länder in denen kein Bürgerkrieg herrscht zu uns einwandern , weil sie ein besseres Leben wollen und nicht wegen der Fassbomben wie unsere Gutmenschen uns immer einreden wollen.

    • Die Frage wird nicht beantwortet
      Nein – denn wenn ein Vernünftiger danach fragt, erwidern GrünInnen, LinkInnen und alle anderen GrenzöffnungsfanatikerInnen nur: wollt ihr Tote an den Grenzen.
      Auch das Argument, dass es bei Orban ja auch ohne Leichen abging, fruchtet nicht (gestern in ZIB 2, 22:00 Uhr, 3Sat)
      Sie weigern sich weiter zu denken als bis zum Bettenlager in der Kaserne

      -das was danach kommen soll, insbesondere „Integration“ von Millionen von Menschen, ist nicht durchdacht
      -aber Merkel hat ja einen Plan (welchen auch immer) und sie schafft das!

    • Doch - einer hats getan!
      Boris Palmer versucht Realpolitik – und keine/r lässt sich darauf ein:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/gastbeitrag-von-boris-palmer-sieben-leitlinien-fuer-die-fluechtlingskrise-13902762.html

    • Titel eingeben
      Als 45 Geborener sind mir all die Schilderungen über Bombardements noch in Erinnerung, die perversen Spätzünder wenn die Hilfskräfte eintrafen. Engländer, die Deutschland im letzten Kriegsjahr kulturell zerstören wollten. Da, wo keine Gegenwehr mehr zu erwarten war, am ärgsten wüteten. Genau diese Nation zusammen mit Frankreich ist für die Zerstückelung des Osmanischen Reichs ohne Berücksichtigung ethnischer und sunnitischen und wahbitisch orientierten Muslimen nach dem 1. Weltkrieg verantwortlich. Dann die US Unterstützung des Ajatollah Khomeini zur Destabilisierung der kaukasischen Sowjetrepubliken, Unterstützung Sadam Husseins gegen Teheran, des Bin Laden gegen Sowijets in Afganistan …..
      Diese Nationen sind für die Situation im Nahen Osten, an Afrika und die dortigen idiotischen Grenzziehungen, Belgien ist insbesondere wegen der menschenverachtenden handabhackenden Strafen im Kongo einzubeziehen, mag ich nur erinnern, mehr als verantwortlich. Die Königshäuser schöpften ihren imensen Reichtum aus der Ausbeutung dieser Nationen. Das Englische aus dem Opiumhandel in China. Da wäre es mehr als notwendig, diese Nationen an ihre ureigenste Verantwortung aus ihrer Kolonialhistorie zu mahnen.

  55. Nicht nur die Merkel, die gesamten Blockparteien zeigen sich unlogisch bzw. unehrlich.
    Dem Don Dank (whew, welche Wortkette!) für seinen Beitrag. Eigentlich darf er den ja gar nicht mehr so schreiben, denn er unterstützt damit ja die Partei des gesunden Menschenverstandes. Das was seit Sonntag so über die Bildschirme flimmert und was in den Zeitungen so geschreiben steht ist ja unter dem Motto formuliert: Ja nichts sagen/schreiben was den (bleden) Bürger ängstigen könnte.

    Situationstechnisch stelle ich mir das analog zu der Szene im Film Titanic vor, in der die Musik noch spielt, als schon klar ist daß das Schiff auf einen Eisberg gefahren ist.

    Ich pflege das immer als „denial of reality“ zu bezeichnen.

    Die sperrangelweit offenen Grenzen, die Nichtbeachtung der Maastricht und Schengen-Regelungen und Dublin III sind eben ein weitere Hinweise darauf, daß die EU ein Traumkonstrukt ist, fernab von jeder Realität, ebenso wie die Finanzkrise, die Griechenland-Krise, die Krise der Jugendarbeitslosigkeit in Gr, P, ES whatnot.
    Die EU ist ein pipe-dream, Paris ein Kollateralschaden, der den Syrienkrieg verschärfen wird und damit die Flüchtlingsproblematik antreiben wird.

    Das gegenwärtige Problem kann nur von Politikern gelöst werden, die frei sind von ideologischen Scheuklappen und wieder ausschliesslich den Einwohnern dieses Landes, die sie wählen und bezahlen, verpflichtet sind. Dies schliesst also die GroKotzIsten und auch die ggw. Opposition quantitativ aus.

    • Gerade kam die Nachricht, dass man bei einem früher bekannten Attentäter nicht weiss. wie er nach Hause kam – also, mit dem Flugzeug zumindest nicht. Das wird noch scheusslich.

    • Like
      Ab und an wünsche Ich mir hier, das Ich Sternchen für Kommentare vergeben könnte. So wie in diesen Social Media, Ich mit „Gefällt mir“ agieren kann. ;)

  56. Ach naja, dass Sie weniger Flüchtlinge wollen wissen wir ja zur Genüge
    Da muss dann schon mal eine Verknüpfung von Terrorismus und Flüchtlingskrise herhalten. Die meisten Terroristen radikalisieren sich in unseren Ländern, daran wird sich wenig ändern, auch wenn jeder Flüchtling mit dem Mikroskop begutachtet wird. Ansonsten schüren Sie lediglich Vorurteile a la Pegida, AfD und Co.

    • Schön, wenn man so eine einfache Weltsicht hat.

    • Ich für mich
      kann das Wort „Flüchtling“ im Zusammenhang mit dieser Krise nicht mehr hören.
      Nach WWII kamen Flücchtlinge aus dem Osten – und das waren FRAUEN mit KINDERN und ein paar Männer, die nicht zum Kriegsdienst taugten. Wird im Taumel auch bisher nicht so aufgeführt, wenn es als Vergleich gewählt wird.

      Bei dieser Einwandererwelle kommen zu 80% Männer mit islamistischem Hintergrund.
      Und ich bin gerade dabei mir zu erarbeiten, was HIDSCHRA bedeutet – vielleicht hilft mir jemand.

    • Titel eingeben
      Hidschra als Pflicht für Muslime[Bearbeiten]
      Innerhalb der islamischen Jurisprudenz hat sich schon früh eine Theorie entwickelt, nach der die Welt grundsätzlich in zwei Zonen aufgeteilt ist: das islamische Herrschaftsgebiet (Dār al-Islām), in dem die Normen der Scharia gelten, und das von Nicht-Muslimen beherrschte „Haus des Krieges“ (Dār al-Harb), das als feindlich und einer legitimen Rechtsordnung entbehrend aufgefasst wird. Menschen, die auf nicht-islamischem Territorium zum Islam übergetreten sind, sollten nach dieser Theorie dem Vorbild der Hidschra Mohammeds folgen und möglichst bald das Dār al-Harb verlassen. Einige Gelehrte meinten sogar, dass Muslime grundsätzlich nicht im Dār al-Harb leben dürften.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hidschra

  57. Titel eingeben
    Nur eine kurze Anmerkung dazu, dass Terroristen angeblich diese
    `gefährliche´Route übers Mittelmeer nicht wählen würden. Müssen sie auch gar nicht, ich habe Freunde in Serbien die mir sagen, dass ein kleiner aber nicht unerheblicher Teil den Landweg über Bulgarien nimmt, oft werden Grenzbeamte bestochen oder Einheimische als Schlepper über die grüne Grenze bezahlt. An der Türkisch-Bulgarischen Grenze sollen eine Vielzahl von Western-Union Filialen eröffnet haben um die Bargeldversorgung der Durchreisenden sicherzustellen. Ich war nicht selber vor Ort, aber vielleicht möchte das ja mal jemand recherchieren.

  58. Wahrheit
    Leider traue ich mich nicht mehr in Deutschland das zu sagen, was ich für die Wahrheit halte.

    • Titel eingeben
      mir geht es auch so. Diese Frau ist doch krank. Sieht das niemand der Politiker-Kollegen? Man muß nur die Fingernägel anschauen. Diesen Hinweis las ich vor einigen Wochen in diesem Block.

    • Feigling
      Dann geh doch nach Syrien und frag um Asyl

  59. Wirklich wach sein....
    muss der Staat. Aber Europa müsste es zusammen machen – nicht wie Wiktor Orban, die Leute einfach zu schicken – nicht wie Österreich – durchwinken. Nicht wie einige Staaten im Osten – wir machen nichts wir wollen keine Flüchtlinge, schon gar keine Moslems. Hier sind die Ansätze, ja, wir müssen auf „flache Profile“ achten – wir müssen mehr Hintergründe kennen – alles richtig. Europa muss aber auch am „Brennpunkt“ arbeiten, genauer, die Konfliktgebiete müssen befriedet werden. Das funktioniert nicht ohne in robustes Mandat, ohne Bodentruppen schon gar nicht…..
    Die Terrorristen sind nicht so dumm all ihre Absichten im Netz zu verbreiten – die Komunikation wird „flach gehalten“ – anderenfalls hätten die Geheimdienste sicher mehr gewußt.
    Es läuft alles darauf hinaus, an der Quelle des Übels ist die meißte Arbeit zu leisten. Solange es Europa das nicht schafft – je mehr Zeit vergeht ohne wirkliche Erfolge – je näher rückt das Auseinanderbrechen Europas….

    • Patentrezepte
      Und mit “boots on the ground” wird es erst recht nicht funktionieren. Es gibt da ein schönes Wort von Maximilien de Robespierre: Die Völker mögen keine bewaffneten Missionare. Syrien und Irak haben zusammen 57 Millionen Einwohner. Für einen – in Jahren! – siegreichen Krieg gegen eine Guerilla rechnet man mit einer notwendigen Überlegenheitsquote von 10:1 (Reguläre gegen Irreguläre). Allein dem islamischen Staat werden mindestens 100.000 Kämpfer zugeschrieben, wenn dann noch die Kreuzzügler ins Land kommen, werden das gewiss noch ein paar mehr. Man sollte auch nie übersehen, wie dumm der Feind ist: er glaubt, wir seien der Feind – dabei ist doch er es. (Pierre Desproges)

      Hoffen wir also, dass – sagen wir mal – der Iran doch heimlich Nuklearwaffen entwickelt, damit unsere allzeit Abenteuerlustigen hier im Abendland irgendwann etwas weniger kühn werden. Wir könnten dem Iran ja dann langreichweitige Trägersysteme dazu schenken, damit bei zu großer hegemonialer Unternehmungslust auch die den Segen abbekommen, die dem Orient die Bluttaufe auf die sogenannte Freiheit gespendet haben. Einem gewissen Nichtmitglied der Sperrvertrags schenkt man ja auch Träger, entgegen dessen Festlegungen, es wäre also wohl völkerrechtlich gar kein Problem. (Unsereins hat es ja so sehr mit dem Völkerrecht, wie man weiß.)

      Good fences make good neighbours.

  60. Sind unsere falschen Instrumente niccht vielmehr ein Zeichen der Krise unserer Republik?
    Welcher Staat hat hier eigentlich versagt? Ungarn? Österreich? Deutschland? Oder war es das hier so gerne zitierte Recht, was wohl vor allem das gar nicht sogerne direkt erwähnte Dublin III Abkommen meint?
    Ich stimme der Analyse zu, dass wir uns falsche Instrumente zulegten und uns zulegen um einer Gefahr des Terrorismus, der in Unionseuropa dieses Jahr schon 150 Opfer forderte endlich zu begegnen.
    Über was reden wir hier eigentlich wenn wir Staatsversagen gerne sagen aber festellen das „Krieg gegen den Terror“, „präzise Drohnenangriffe“, Dublin III und RegimeChange allesamt nicht fruchtet, sondern vor allem mehr Gewalt säht und Despoten immer fester in ihren Stühlen sitzen lässt. Wenn das Ressentiment sich frei fühlt, jegliche konstruktive Disskusion mit einer Melange zwischen Verschwörung und Staatsversagen zunichte zu machen.
    Ich höhre nichts außer Mauern bauern, die Gefahr die vom muslimischen -sich nicht immer pazifistischen- Mann ausgeht (wo sind sind hier eigentlich unsere Pazifisten geblieben) oder „wir können dass nicht schaffen“. Ich stimme auch zu, dass Moritaten in der politischen Diskussion wenig zu suchen haben, aber wer nimmt sie nicht alles in den Mund? Warum kann ich aus all den Bekundungen sovieler besorgter Bürger vor allem nur Ablehnung von so ziemlich allen erkennen aber keine Idee? Weshalb gibt es kaum eine Artikulation darüber wie wir irgendeinem Problem begegen können, bei denen uns nun auch keine Mutti mehr schützen kann. 10 Jahre haben ja wohl gereicht.
    Weshalb muss man diese Republik so unheimlich infantil in Ihrer politischen Diskussion erleben, wenn wir doch genau wissen, in welchen Konflikten wir seit Jahrzehnten eine agierende oder eben nur dazugehördene Partei sind. Weshalb ist diese sich so gerne schulmeisterische gebende „Mitte“ dieses Landes, welche sogern mit Stolz geschwellter Brust den Erfolg deutscher Nationaltugenden beschwört, denn immer gleich so plötzlich verzagt, wenn man einfach einmal etwas neues wagen will? Was ist in einem Rohstoff armen Land oder Kontinent so falsch, mal mit Verve die Energie die hier bei uns vorhanden ist zu nutzen. Was ist so falsch zumindest die vor Terror und Verfolgung fliehenden Menschen aufzunehmen, wenn wir erkennen müssen, dass unsere Verteidigung am Hindukisch gescheitert ist und all unsere Bekenntnisse und Forderung nach demokratischen Ordnungen im Maghreb und der Levante nicht nur nicht wirkten sondern in der letzten Dekade vor allem in Terror und Bürgerkrieg mündeten. Ist es nicht das passivste, aber mindeste was wir unseren damaligen Versprechen und Taten folgen lassen können um nicht sämtliche Selbstachtung zu verlieren?

    Ich habe das Gefühl, dass wir gar nicht merken wie wir derzeit, dem eben vor allem medialen Terror des IS genauso auf den Leim gehen, wie die Washingtoner Falken 2001 Bin Laden. Positionen wie wir diesem „Weltgewühle“ hier bei uns mit Kraft und Ruhe begegnen können erkenne ich in dieser medialen Aufgeregt kaum noch. Ein ziemlich deutliches Zeichen unserer Unsicherheit und Ratlosigkeit, wie ich finde.

    Vielleicht einmal bürgerliche Tugenden wie Besonnenheit und Gastfreundschaft haben in dieser herbstlichen Medienschlacht nur wenig Platz – leider gerade auch hier.

    • Die Geschichte vom starken Auto und seinem guten Fahrer
      Werter Hr. Reimann,
      ich glaube nicht, dass es den meisten hier an Gastfreundschaft mangelt und mehr Besonnenheit können wir sicher alle gut vertragen. Gastreundschaft ist gut und notwendig, meint aber auch, dass es sich bei den Ankommenden um nur „kurz“ verweilende ‚Gäste‘ handeln würde, die dann entweder weitereisen oder sich wieder auf die Heimreise aufmachen. Beides wird in großem Umfang wohl nicht geschehen. Integration wird statt dessen notwendig sein. Und genau da setzt der Zweifel an, ob auch dies in großem Umfang gelingen kann – bei allem guten Willen (hoffentlich von beiden Seiten der an diesem Prozeß Beteiligten).

      Ich bin heute auf eine nette ‚Geschichte vom starken Auto und seinem guten Fahrer Tim‘ gestoßen, die diesen Spagat zwischen „Gutes Wollen“ und „auch die möglichen Folgen bedenken“ verdeutlicht. Sie geht so:

      „Stolz fährt Tim bei strahlendem Sonnenschein mit seinem Auto ins Grüne. Unterwegs wedelt ein herrenloser Hund mit dem Schwanz und Tim nimmt ihn mit. Am nächsten Gewässer stoppt er, weil er einen zahmen Storch, vielleicht flügellahm, einlädt. Bald ist sein Auto voll und fährt nur noch mühsam auf platten Reifen. Denn auch der Bär, der sich vor dem Regen fürchtet, und die Schweinemama mit ihren süßen, aber müden Kindern steigen ein. Das Fahrzeug ächzt unter der Last und wird immer langsamer. Plötzlich steht ein entlaufener Elefant auf der Straße. Als Tim dessen große, runde Kulleraugen sieht, denkt er nicht mehr an sein Auto und seine Insassen. Der Elefant steigt auf und das Auto zerbricht. Alle Mitfahrer rennen weg, der Storch fliegt pfeilschnell in die Weite. Tim steht ganz klein, allein und verdattert und ratlos zwischen den Resten seines zerborstenen Autos.“ (frei erzählt nach „Nimm mich mit“ von Thomas Schleusing).

  61. Dankeschön!
    Vielen Dank an den Autor, der genau diesen offensichtlichen Widerspruch zwischen einer fehlgeleiteten Überwachungspolitik mit Vorratsdatenspeicherung usw. gegen die Weigerung des Staatswesen stellt, unsere Grenzen zu sichern und genau zu wissen, wer sich innerhalb unserer Grenzen aufhält! Transitzonen machen uns sicherer, ohne dass sie eine Aufgabe des Asylrechts bedeuten würden. Wenn die SPD sich so sehr gegen Transitzonen an den Aussengrenzen stört, warum schafft setzt sie sich dann nicht auch konsequenterweise für die Abschaffung von bestehenden Transitzonen an Flughäfen ein? Die Weigerung der SPD ist auch mitverantwortlich für den Verlust durch Menschenleben in Paris.

  62. So ist das sachlich und korrekt, Danke
    Was sie schreiben, lieber Don Alphonso, sollte eigentlich als das Normalste von der Welt gelten. Aber man muss sich bereits, wie Sie es in diesem langen Artikel machen, selbst dafür schon rechtfertigen und regelrecht entschuldigen.

    Beste Grüße mal wieder, Ihr mawu

  63. United fette Kohle
    nmM bastelt Frau Merkel – mit dem ihr eigenen Machtinstinkt-
    an zwei offenen Image-Flanken für einen hübschen Platz in der Geschichte.
    1. Durch Zurschaustellung von weichen Emotionen zeigt sie sich nicht mehr hart, sondern als barmherzig edler Mensch –
    2. kann sie gleichzeitig davon ablenken, dass sie all die Jahre mit korrupten Freunden der Ukraine, aus dem Bankster-Kreis, mit betrügerischen Autobauern, FIFA-Kerlen und etlichen Steuerbetrügern gekuschelt hat.
    .
    Oder sie ist krank.
    .
    Real ist sie die Mutter der Geld-Elite,
    welche im Chaos die allerbesten Geschäfte machen kann.
    Folgt der Spur des Geldes!

  64. Schrecken ohne Ende
    Wenn die Rechte ihr Süppchen auf den Toten von Paris kocht, frag ich mich, was Polizei und Überwachungsapologeten machen. Wieder mal im Polizei- und Schnüffelfrankreich KRACHEND gescheitert? Mehr Überwachung! Terroristen WAREN polizeibekannt und als gefährlich markiert. Nur die Mediengeilheit der islam. Mörder hat zahllose Fussballfans überleben lassen: Die wollten live vor TV-Kameras morden.

    Vorratsspeicherung ist eine ABM-Maßnahme für hilflose Polizisten, die sich nicht mehr in Islam-Exklaven anspucken lassen wollen. Wenn Hollande den islam. Terror bekämpfen will, muss er Pariser Vorstädte bombardieren.

    Stattdessen: Die üblichen Verdächtigen zelebrieren ab 10 Toten eine tränenfeuchte Fußwaschung, dann mit Panzerlimousinen zurück in die Hochsicherheitspaläste. Den Terror hat der kleine Mann zum Nachbarn. Polizei und Bürger sind nur Kanonenfutter für Merkels hohe Moral.

  65. @ ExExpat 16. November 2015 um 23:30 Uhr, sagt:
    „( … ) Wir denken logisch, wohingegen sich seit geraumer Zeit ein naiv-kindliches Denken ausgebreitet hat, welches A sagt, C konstant halten will (oder es vorgibt), aber B absolut ablehnt. Es geht sogar soweit, dass jeder der B als Konsequenz fordert bekämpft wird. Man kann den neuen westlichen Zeitgeist nur als die totale Lebensmüdigkeit begreifen.“

    Lieber ExExpat, Ihrer Beobachtung, es habe sich seit geraumer Zeit ein naiv-kindliches Denken ausgebreitet, stimme ich in vollem Umfang zu. Mir fällt das seit Mitte der 90er Jahre auf. Das naiv-kindliche Denken hat m. M. n jedoch in den letzten Jahren deutlich zugenommen; sagen wir mal kess seit Beginn der Eurokrise. Nach einigem Hin-und Her-Überlegen und zwischenzeitlichem Verwerfen der These denke ich, dass diese Art des reduzierten Denkens durch den langjährigen Konsum von mit unlogischen Handlungssequenzen gespickten Fernseh- und Kinofilmen zumindest mitverursacht wird. Diese logischen Brüche sind oft subtil oder scheinbar relativ geringfügig. Da ich jedoch wie der werte Don seit den 80er Jahren keinen Fernseher mehr habe und nur gelegentlich zum Zeitvertreib beim Radeln im Sportstudio reinschaue, fallen einem kleinere Ungereimtheiten umso stärker auf. Dauergucker werden an geschwächte oder sogar ganz aufgehobene Kausalzusammenhänge „gewöhnt“ und übertragen das in ihren Denkansätzen unmerklich auf den Umgang mit der Realität außerhalb des Fernsehens, die es ja nunbequemer Weise auch noch gibt. Außerdem soll es ja seriöse Studien geben, die eine statistisch signifikante Korrelation zwischen überdurchschnittlichem TV-Konsum und Alzheimer entdeckt haben wollen. Das bedeutet natürlich noch nicht den empirisch gesicherten Nachweis eines direkten Wirkungszusammenhangs, wäre aber im gegebenen Kontext nicht uninteressant.

    @ Dieter Zorn sagt, 16. November 2015 um 22:03 Uhr: „Gestern gelesen
    Was ist aktuell der größte Witz in Deutschland? Die Passkontrolle am Frankfurter Flughafen…!“ Ich stimme Ihnen zu; habe diese Prozedur letzte Woche in FaM über mich ergehen lassen müssen und fühlte mich dabei wie unfreiwillig in die Inszenierung eines absurden Theaterstücks eingebaut (sorry, abgegriffener Vergleich). Ich bemerkte, dass die beiden Grepos, die ich bei ihrem jammervollen Treiben beobachten konnte, zumindest ansatzweise spüren, was ihr Arbeitgeber gerade mit ihnen (und leider auch mit mir) macht … . Wenn ich gut drauf bin, mache ich bei der leider unvermeidbaren Rück-Einreise (dann ohne Termindruck im Nacken) den „Syrer“, mal gucken, was dann so abgeht. Wie gesagt – wenn ich gut drauf bin.

    @ Don generell: Sie sind in Top-Form, great job. Weiter so. Ohne Sie, Tichy, AchGut und viele, viele kluge Mit-Foristen wären diese überaus unerhörten Begebenheiten kaum noch auf die Reihe zu kriegen.

    • Fernsehen und Ausland
      Das ist bestimmt kein Zufall. Ich war etwa acht Jahre lang im Ausland und habe seit 2005 keinen Fernseher mehr. Ich wette, dass das Fernsehen einen entscheidenden Beitrag zur Steuerung der Massen hat. Das ist ja eine Binsenweisheit, aber es fällt schon auf, dass gerade Menschen die nicht das deutsche Fernsehen konsumieren hier ähnliche Beobachtungen machen. Zusätzlich führt ein längerer Auslandsaufenthalt dazu, dass man aus der eigenen Kultur gerissen wird und nicht mehr täglich mit den Dingen konfrontiert ist, die einfach stillschweigend von jedermann hingenommen werden. Man hinterfragt die Grundlagen der eigenen Kultur nach der Rückkehr umso stärker. Ich vertreibe mir nun meine Zeit lieber mit PC, Büchern, Musik, sowie mit Hanteln und Laufsport.

  66. Über allen Gipfeln war Ruh´...
    bevor ich nach 10 Tagen einsamen Hüttendaseins als „alter Narr“ wieder in die Niederungen des Alltags und des „Medienwahnsinns“ eingetaucht bin. In den Gazetten an meinem Zeitungskiosk herrscht jetzt „Krieg“ und aus dem Radio erschallt die Propaganda der Betroffenheit. Da war es für mich wohltuend, ihren ausgezeichneten Text zu lesen, werter Don.

    Nach den täglichen, sonnigen Herbstwanderungen bei traumhaften
    Herbstwetter, habe ich die Ruhe und die herrlichen Sonnenuntergänge genossen und bei einem Glas Rotwein in den Klassikern der Hüttenbibliothek gelesen. Hiermit möchte ich Ihnen, werter Don und den
    aufgeklärten Mitgliedern dieses Blogs, zwei Zitate aus meiner Lesewoche
    kundtun.

    Cicero merkte einst an: „Oh diese GRENZENLOS törichte ANGST,
    sich gerade vor dem, was man befürchtet, so zu hüten, dass man es,
    obwohl man es hätte VERMEIDEN können, noch obendrein heranholt und herbeizieht.“

    Und zu unser „Regentin in Berlin“ notierte ich den Spruch aus Shakespeares König Lear. „Wahrheit ist ein Hund, der ins Loch muss und hinausgepeitscht wird, während Madame Schoßhündin, die grossmäulige Petze, am Feuer stehn und stinken darf.“

    Soeben höre ich noch die Nachricht, dass es eine Anhörung zum „Gesetz
    für intelligentes Heizkostensystem“, auch genannt „Smartmeter“ gegeben hat. Das Gesetz soll im Dezember verabschiedet werden, damit ab 2017 in jedem Haushalt ein digitaler Stromzähler zu Pflicht werden soll. Da wird den Stromversorgern Tür und Tor geöffnet und sie können mit unseren Daten so richtig Geld scheffeln. Ich werde das meinen Mietern nicht zumuten und sowas kommt mir nicht ins Haus. So wird die falsche Überwachung weiterhin ausgebaut und der Bürger weiter entmündigt, zum Nutzen der Konzerne. Ja, ja, wir Deutschen retten das Klima – einfach lächerlich. Der Ablasshandel feiert seine Auferstehung.

    Ach, schon zum Xten-Male wird heute im Radio über das „Problemviertel“ Molenbeek gesprochen. Wie einseitig unsere Journaille doch ist, denn mit
    dem deutschen Problemviertel – dem „Regierungsviertel in Berlin“ – wird weiterhin beschönigend umgegangen, obwohl dort seit Jahren auch das Chaos herrscht.

    Ich hoffe, Sie haben im bayrischen Oberland die wunderbaren Herbsttage mit entspannten Radtouren genossen, denn ohne Genuss ist das Leben
    einfach nur Verdruss. Der alte „Fool on the Hill“ wünscht Ihnen eine schöne stade Zeit und weiterhin gute Denkanstösse.

    • Sprachregulierung
      Wir können uns problemlos darauf verständigen, den BND auszutricksen und in den Don-Blogs statt Berlin oder Reichshauptslum immer Molenbeek zu sagen. Die Kanzlerin arbeitet nicht nur in Molenbeek, sondern wohnt da sogar. Martin Schulz und JC Juncker auch?
      LG K

  67. Versäumnisse und bürgerliche Scheinheiligkeiten
    Es ist versäumt worden – von SÄMTLICHEN Regierungen – zu erkennen, dass bei dieser Form des Terrors von den Terrorpaten der IS gezielt die sogenannten „Kleinen“ in die vorderste Front per Hass hin-manipuliert werden.

    Sie, die „Kleinen“ sind es, die dann Allah sei Dank vorher noch ein wenig herumballern und sich dann in die Luft sprengen „dürfen“.

    Was den angeblich mutigen, in Wirklichkeit aber feigen Drahtziehern aus dem syrischen Hinterland ja für sich selbst nicht im Traum einfiele, sich vor einem Fußballstadion einfach mal so nutzloserweise wegsprengen, auch wenn man NICHT hineinkam.

    Und wen trifft dieser Terror?
    Auch wieder nicht die „Großen“, auch wieder nur die anderen „Kleinen“, normale Bürger (denen es – noch – materiell ein wenig besser geht, die „Glück“ gehabt hatten, weder orientalisch auszusehen noch arbeitslos zu sein) am Freitag, die ein wenig eating out an‘ getting drunk wollten.

    Den Boden entziehen

    Es wird ständig von Scharfmachern und betroffenen Regierungen übersehen, dass man, wenn man diese Form von Terror WIRKLICH beenden wollte, man ihm seinen BODEN entziehen muss.

    Der Boden ist: Wie verzweifelt, wie auf Hass hingezüchtet manipulierbar diese „Kleinen“ sind, diese eben mal erwachsen gewordene Jungs. Die meisten oder viele aus der Banlieue, den hoffnungslosen Vorstädten von Paris und zum Teil auch aus gut integrierten Familien, die behaupten, sie hätten das nicht kommen sehen.

    Man muss an den Ursachen ansetzen, also gegen den Hass aktiv werden.
    Das funktioniert nur, wenn man ihnen einen Perspektive gibt.

    Zur Zeit gibt nur die ISIS ihnen einen Perspektive. Und zwar eine zweifelhafte, mörderische.

    TV und Presse:
    Ich habe bis jetzt in keiner dieser teilweise hochemotionalen, hysterischen Talksendungen wahrgenommen, dass man an die Ursachen will.

    Nein, abwechselnd faseln bürgerliche Talkgäste entweder von Elite-Einsätzen da unten, mal von Flüchtlingsstrom kontrollieren, oder wieviele Kerzen sie, diese Heuchler, anzünden.

    Nicht dass es keine schlechte Idee ist, mal zu schauen, wer da alles ins Land will. Sehr gut! Was? Noch nicht? Dann aber man tau.

    Diese Form des Terrors hat, die Terrorpaten haben – neben der wunderbaren Hass-Manipulierbarkeit junger Männer – auch folgerichtig von DOS-Hackern gelernt und erkannt:

    Da wo es Löcher gibt, kann man hineinschlüpfen!

    Wie Script Kiddies, die eine DOS-Attack fahren („Denial of Service Attack“= überfluten mit haufenweise sinnlosen belastenden Server-Anfragen, bis die Server und damit ihre Schutzmechanismen zusammenklappen und man reinkann, weil man vorher nicht reinkonnte).

    Dass die Mengen an Flüchtlingen, schlecht überprüft, kaum registriert, eine wunderbares, DOS-artiges Hackerloch darstellen, verwundert nicht. (Außer einen Politiker, der nicht einmal das Wort „Browser“ richtig schreiben kann und der in seinem jämmerlichen Drohnen-Dasein nie kapieren wird, was das Dark Net ist.)

    Mit ein bisschen überzogener Paranoia könnte man den weiteren Gedanken konstruieren, dass man aus ISIS-Kreisen bewusst erst Flüchtlingströme erzeugte, um dann mit ihnen hineinschlüpfen zu können. Aber das führt ein wenig zu weit, aber was weiß man.

    Es gibt also 2 Stellen, an denen man ansetzen muss, und zwar sofort:

    1. Den Boden entziehen!
    Dazu müssten die Gesellschaften, vor allem die Pariser Gesellschaft, die sehr arrogant sein kann, Algeriern und Zuwanderern gegenüber absolut taub ist + inzwischen schon einen Hass-Graben auf Gegenseitigkeit errichtet hat, allen ihren jungen Leuten eine existenzielle Perspektive und vor allem Arbeit geben, von der man leben kann. Leider sind auch in Europa gut ausgebildete junge Leute mit einer Arbeitslosigkeit von 20 % bis zu 50% geplagt. Auch ein wachsender Teil der unteren Mittelschicht muss sich mit schlecht bezahlten Jobs, mit Demütigungen der Ämter herumplagen. Das erzeugt riesigen Hass, der sich entleeren wird.

    2. Denken, wie ein moderner Terrorist denkt! Um schneller zu sein als sie und nicht langsamer.
    (Und nicht wie ein bräsiger Hollande denkt. Nicht wie Leute denken, die diese furchtbaren Unglücke mit scheinheiligem Pathos, mit „Großen Gesten“ abarbeiten wollen, aber nicht an die Ursachen gehen.)

    Wie denkt ein moderner Terrorist?
    Effektiv, gnadenlos, Löcher nutzend, den modernen HASS der Verlierer nutzend, die sozialen Medien nutzend, die Geheimdienste digital verarschend. Bei letzterem Punkt gibt es jede Menge, die es noch zu erschließen gilt. Z. B. Playstation 4, auf der man wunderbar verschlüsselt, kaum knackbar, textfrei aber dennoch exakt kommunizieren kann. Oder von mir aus mit Brieftauben. Zeit ist nicht deren Problem.

    Dass Don es sich antut, den Bösen zu spielen und Scheinheiligen die gelöcherten Köpfe zu waschen, wunderbar.

    Aber sollte man nicht einen Schritt weitergehen und erkennen, dass unsere wunderbare, neoliberale Globalisierung samt reichen wahabitischen Saudis, die die IS anschubfinanzierten, samt einem Obama, der es zuließ, dass in einem von den US geschlagenen Land die ehemalige Soldatenelite sich in die ISIS hineinformierte, dieses Monster erst erschaffen hat?

    Man kann gern der Merkel eins drüberbraten aka über bei Rosenheim Erwischte reden, die entspannt über den Balkan fuhren und die Waffen lässig nach Paris karren wollten. Man kann gern über den von der IS eingespannten Syrer reden, der als Flüchtling den Weg über die Registrierungen ging (komische Idee übrigens …). Es gibt jedoch auch in Frankreich selbst genügend – ja mehr – aus der Banlieue selbst und genügend aus diesem Belgien-Schlupfloch. Seit Charlie Hebdo bekannt. Gehe also mit Nils Minkmar d’accord, dass vor allem Frankreich selbst versagt habe.

    Das Wichtigste, dass unsere Eliten, unsere Gesellschaft gesamt es mit aller gebotenen Scheinheiligkeit immer noch zulassen, dass junge wütende Männer auf SINNSUCHE zu tickenden Zeitbomben werden; und sich weigern, endlich daran zu arbeiten,

    • Wenn der radikale Islam in die Firma kommt
      wie ich dem o.g. Artikel entnehmen konnte, war einer der Terroristen Busfahrer, hätte also Perspektiven gehabt. Und wie ich weiter lese, gibt es zunehmend Konflikte wegen radikal-islamischen Vorstellungen, die sich mit der modernen Arbeitswelt nicht vereinbaren lassen (z.B. keine Anweisungen vor vorgesetzten Frauen aktzeptieren, keinen Bus übernehmen, den vorher eine Frau gefahren hat) und daher erfolgt logischerweise die Entlassung – und schon wieder ist der schwarze Peter bei der „integrationsverweigernden Gesellschaft“. Was schlagen Sie nun vor?

    • Was ich vorschlage?
      Nun, 1 von 7 Terroristen macht nach Adam Riese ein Siebtel.

      Gut, der eine ist also als Busfahrer angeblich integriert.
      Wenn ein prekärer, schlecht bezahlter Schicht-Beruf dazu schon reicht, bitte sehr, von mir aus.
      Und der Rest?

      Empfehle, um sich dem Rest der Jungs zu nähern, den Film „Tee im Harem des Archimedes“, Schauplatz: die Banlieues bei Paris. Der Film ist von 1986, wenn ich mich nicht irre, so lange geht das schon in Frankreich so, und es ist schlimmer geworden.

      Wer als Gesellschafts-Loser, Wenigverdiener, Ausgegrenzter – von mir aus auch als Busfahrer) von der ISIS angeworben wird, dem werden Geld, großartig Autos versprochen, Sinn und ein Leben in Gemeinschaft. Wenn sie dann da unten sind, gibt es kaum Geld, Auto eh nicht.

      Und was ich noch vorschlage?
      Nun, die arabische Männer-Arroganz, aus angeblich religiösen Gründen Frauen nicht einmal die Hand geben zu wollen und das auch hier in Europa im Beruf durchziehen zu wollen, nervt mich ebenfalls. Was soll das für eine Integration sein. Sie sollen sich schon an unsere Kultur anpassen nicht wir an ihre, sonst one-way-Ticket nach Hause.

    • Hm
      @GAST
      bei manchen reicht es halt intellektuell nur für den Busfahrer (nichts gegen Busfahrer, die haben auch ihr Päckchen). Aber egal, hier ein Link von TDV aus dem Rebellmarkt (danke dafür):
      http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/03/what-isis-really-wants/384980/

      Glaube nicht, dass es um so profane Dinge wie Autos und Geld geht, eher um ein geschlossenes Weltbild, Reinheit, Gotteswerkzeug sein und Herrenmenschentum. Die hören nicht auf, egal ob es Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauert, bis zum Endsieg. Was wollen Sie als Alternative anbieten, eine läppische Integration bei den „Ungläubigen“, und Sie glauben die wollen das? Die lachen sich schlapp.

      Nein, sowas ist nicht zu integrieren. Ich seh finstere Zeiten kommen.

  68. "Unsere Lebensart"
    „Das Land, in dem es jeden Tag schauerliche Hinrichtungen gibt“ ist Saudi-Arabien (Michael Hanfeld in faz-net). Von dort hört man in den NATO-Ländern nicht auf, Öl zu kaufen. IS-Öl für westlich orientierte Länder und die Sponsoren aus Saudi-Arabien sind die materielle Basis des IS. Der IS kämpft gegen den säkularen Assad, die Saudis (und der Westen) lassen kämpfen. Entscheidender Unterschied: Der IS kämpft auch gegen die Lebensart des Westens, unsere Freunde, die Saudis, sichern sie materiell. Ein Boykott von Saudi-Öl würde die Lebensart des Westens um einiges verteuern. Keine Frage, wie das Abwägen dieser Kosten und des Risikos, von einer IS-Bombe getötet zu werden, ausfällt. Wir fahren lieber weiter im SUV. Trauer und Empörung sind kostenlos.
    Martin Vetter, Ökozentrist.

  69. Ein einziger Terrorist stellt also humanitäres Handeln infrage?
    Mal ganz davon abgesehen, daß es sich bei den Flüchtlingen nicht um illegale Einwanderer sondern Asylanten handelt, Lager für hunderttausende Menschen ein absolutes Absurdum sind, Asylverfahren nach rechtsstaatlichen Normen Monate dauern können, sind einzig der Hinweis auf die Überforderung der Bürokratie angesichts der Menge an Flüchtlingen und auf die – allerdings generell – fast sinnlose Kommunikationsüberwachung nicht von der Hand zu weisen.

    Tja, wer hätte das gedacht, da kommen doch tatsächlich auch Kriminelle und immer noch vermutlich ein Terrorist mit den Flüchtlingen zu uns. Ich kann mich nicht erinnern, daß diese Möglichkeit jemals ernsthaft bestritten wurde. Der Hinweis auf andere Möglichkeiten für die Terroristen ändert daran nichts. Ansonsten steht mittlerweile aber doch wohl fest, wenn ich mich nicht irre, daß bis auf diesen Einen alle anderen Terroristen aus Frankreich bzw. Belgien stammten, keine Flüchtlinge waren. Und, war es bislang nicht fast immer ganz genauso?

    Aber selbst wenn mit den Flüchtlingen Horden von Terroristen zu uns kämen, so sicherlich nicht solche, die als Terrorist problemlos zu erkennen wären. Soviel Intelligenz sollte man dem IS schon zutrauen. Anders ausgedrückt, ein Einsickern von Terroristen auf diesem Wege läßt sich überhaupt nicht zuverlässig verhindern, selbst wenn alle Registrierungs- und Überprüfungsmaßnahmen funktionierten. Daher ist das auch kein zielführendes Thema. Es sei denn, es geht am Ende doch nur um das Ziel, mit Hilfe solcher Argumentation den Flüchtlingsstrom einzugrenzen.

    Das aber würde inhumanem Handeln gleichkommen, denn dann käme es wieder zu sehr unschönen Szenen an den Grenzen und am Ende würde genau das Europa endgültig spalten, uns Europa um die Ohren fliegen lassen. Denn der Flüchtlingsstrom wird so nicht gestoppt.

    Letztlich setze zumindest ich die Autoren solcher Beiträge nicht mit Terroristen gleich, teile aber deren Schlußfolgerungen nicht. Vielmehr sehe ich es so, daß weder der Staat, noch Don Alphonso und auch nicht ich selbst eine Lösung für die unstreitige Problematik haben, die unter humanitären Gesichtspunkten vertretbar wäre und noch dazu die Freiheit nicht der Sicherheit opfern würde.

    Was Israel betrifft, so sind die Schlauchboote weniger über das Meer, denn mit einem Schlenker entlang der Küste gefahren, wenn ich mich nicht irre, oder?

  70. Sir Karl Popper
    ein grosser geistiger lichtblick in der deutschen presse aus frankfurt heute:

    ein beitrag über K.P., längst überfällig………….aber er wird leider von denen, die Hannah Arendt schlicht das „böse“ nennt nicht verstanden werden

    • Vorausschau
      Es wird dort behauptet, Popper sei nach Neuseeland gezogen, um weitestmöglich von Europa wegzukommen. Meiner Lektüre nach aber war das Hauptmotiv, dass er dort wenigstens eine Stelle in Aussicht hatte. Also war der Artikel etwas zu sehr journalistisch gerundet auf Hagiographie hin.

      Im übrigen, Hans Albert lebt wohl noch rüstig im Lande, den könnte man durchaus auch mal ins Blatt bringen. Er hat aber keinen katholischen Stallgeruch, noch ist er ein zureichend Schonung gewährender Religionsindifferenter. Wenigstens ein die äußere Form wahrendes Bekenntnis, „religiös unmusikalisch“ zu sein, also defizitär, wollte man wohl schon haben.

  71. Ich folge normalerweise keinen Verschwörungstheorien
    Meist reicht die Annahme von Dummheit und Fahrlässigkeit als Ursache für Regierungsversagen.

    Inzwischen aber bin ich in’s Grübeln gekommen. Die Flüchtlingskrise (nennen wir sie mal so) läuft so konsequent gegen die Interessen das Normalbürgers, und es gibt inhaltlich so auffallend viel Übereinstimmung in der Beurteilung der Vorgänge durch Politik und Medien (das letzte Beispiel war die vielstimmige Warnung, doch auf keinen Fall „Flüchtlinge“ und „Terrorismus“ miteinander zu verbinden)… Und dann die „plötzlich“ überall in Politik und Medien auftauchende Beschimpfungskategorie der „Hetzer“ – ein in der DDR gerne eingesetzer Straftatbestand. Und schließlich die komplette Verweigerung von Politik und Medien, Analysen über die Entwicklung der Zahl der Muslime (besonders mit arabischen Wurzeln) zu veröffentlichen oder gar die Folgen abzuschätzen.

    Mir ist das als Zufall ein bißchen zu viel. Aber wer kann ein Interesse an der Entwicklung haben? Wer ist so dumm zu glauben, aus der Flüchtlingswelle entstehe Gutes für Deutschland?

  72. Übrigens: die CDU/CSU-Fraktion ist schuld, nicht Frau Merkel!
    Das lag mir noch am Herzen.
    Dass Frau Merkel politisch nichts mehr steuert, weiß man. Man kann sie dafür kritisieren. Aber die wirkliche Schuld liegt bei der Bundestagsfraktion von CDU/CSU: dies sind frei gewählte Abgeordnete, die für eine an den Interessen der Staatsbürger orientierte Politik der Regierung sorgen müssten.
    Tun sie aber nicht.
    Daher ist die CDU/CSU – die ich im Wechsel mit der FDP immer gewählt habe – für mich nicht mehr tragbar (die FDP ohnehin nicht).

  73. Kasperltheater
    Die Regierungskrise zieht weiter Kreise. Der Text den Frau Dr. Merkel nach dem Treffen von Belek absonderte, gibt weiteren Vermutungen über ihre geistige Gesundheit Raum. Auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten sagte sie „Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir die illegale Migration möglichst beenden und dann muss man mit der Türkei darüber sprechen, über die Lastenteilung welche finanziellen Hilfen, welche Zahl von Flüchtlingen kann man aufnehmen und dann europaweit verteilen.“ Sie fügte hinzu: „Aber es ist ganz, ganz wichtig, dass wir dann keine illegale Migration mehr haben. Solange wir die haben können wir nicht über weitere Dinge reden.“ Was will uns die Kanzlerin damit sagen? Können wir erst über Kontingente reden, wenn alle anderen Probleme gelöst sind? Oder will sie die illegale Migration stoppen und dann über Kontingente reden, oder diese gleich auf den Weg bringen?
    Wir hören, der Prozess, der zu einer Kontingentierung führe, müsse „Zug um Zug mit der Türkei und der EU“ verabredet werden. „Da liegt sicher noch eine große Zahl von Diskussion innerhalb der Europäischen Union vor uns.“ Und weiter: „Das ist der Weg, den wir den Flüchtlingen schuldig sind, das ist die Form von Lastenteilung, die wir der Türkei schuldig sind in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und es ist die beste Art und Weise, mit dem Problem umzugehen.“ Aha, ich verstehe nur Bahnhof! Schon klar, was mit diesem Geschwurbel bezweckt wird, es soll Handlungsfähigkeit vorgetäuscht werden, wo keine ist. Aber wann hätte es ein Bundeskanzler je gewagt, seinen Bürgern mit so einem unintelligenten Text zu kommen?

  74. O-Ton eines Flüchtlings nach sechs Jahren
    http://www.refugee-report.de/post/164901091

    In sechs Jahren gibt von sochen Existenzen ein paar hunderttausend mehr. Manche von Ihnen werden dann versuchen Konsequenzen zu ziehen. Es ist wie es ist. Wer jetzt hier ist wird auch dann noch hier sein. Besser wir kümmern uns.

  75. Registrierung bedeutet nicht viel
    Seltsamerweise sind hier viele der Meinung, eine „gesteuerte“ Einreise mit Registrierung an der Grenze verhindere jegliche Straf- und Terrortaten.

    Dabei hatte doch jener Terrorist, der laut seinem mitgeführten Pass (dessen Echtheit/Funktion umstritten ist) über Griechenland die Balkanroute nahm, sogar DREI Registrierungen in diesem Pass stehen. Eine „ordentliche“ Einreise würde also nicht unbedingt etwas an der Gefahrenlage ändern.

    Als Flüchtling einzureisen ist gewiss auch nur eine unter mehreren Möglichkeiten. Mit einem fingierten Geschäftskontakt bekommt man leicht ein Schengen-Visum, was für den IS mit seinen schier unendlichen Reichtümern kein Problem sein dürfte.

    Insofern halte ich die „Vermischung“ der Flüchtlingsfrage mit der Terrorgefahr für unsinnig. Sie wird tatsächlich „missbraucht“, wenn es denjenigen eigentlich darum geht, Flüchtlinge draußen zu halten, egal mit welchen Argumenten.

    Das aber wird nicht gehen, denn jetzt, mit dem neuen „War on Terror“ werden sich noch mehr Syrer aus verständlichen Gründen auf den Weg machen. Oder würdet Ihr in einem Gebiet bleiben, in dem der IS seine Terrorherrschauft ausübt und zudem die vereinigte Weltgemeinschaft die kriegerischen Handlungen extrem ausweitet?

  76. Der Terrorismusexperte der ARD
    Verehrter Don,

    die haben noch einen weiteren Experten, der ab und an auftaucht:

    http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/panikmache-mit-terrorangst-100.html – Monitor vom 15.10.2015

    „Es gibt nicht einen einzigen Hinweis, einen belegten Hinweis darauf, dass sich ein IS-Sympathisant nach Europa eingeschmuggelt hätte. Und es gibt noch weniger Hinweise darauf, dass dies eine aktive Strategie des Islamischen Staates gewesen sei. Und es ist auch wichtig, dass Politiker hier keine Stimmungsmache betreiben und die Ängste der Bevölkerung noch verstärken.“

    Weiter (http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Monitor-vom-15-10-2015/Das-Erste/Video?documentId=31127712&bcastId=438224 – ab Min. 5) stellt der diese mögliche Strategie des IS dann u.a. mit der Begründung als abwegig dar, der IS habe in Videobotschaften von seinen Kämpfern verlangt, im Kriegsland zu bleiben und bislang keine anderslautenden Videos veröffentlicht.

    Obwohl ich Monitor sehr schätze, war ich damals einigermaßen verblüfft und saß kopfschüttelnd vor dem TV. Wenn ich als IS-Stratege auch die EU im Visier habe (nochmal das Todenhöfer-Interview ansehen), ja dann lasse ich doch gerade jetzt ein paar intelligente, selbstlose junge Männer im Flüchtlingsstrom mitschwimmen. Gefahrloser und einfacher wird’s nie mehr, die EU zu infiltrieren.

    Und ja ist doch prima, wenn die das auch noch offen ankündigen. Dann schau‘ ich mir deren Videobotschaften an und kann angemessen und rechtzeitig reagieren. Sind das die Forschungsmethoden -quellen dieses Professors?

    Das alles war sicher gut gemeint, um die Bevölkerung zu beruhigen. Leider, leider muss nun die Realität das Gegenteil beweisen – wieder mal.

    Es gibt noch soviel zu diesen bekannten Propagandamechanismen zu sagen aber das geschah ja hier bereits. Mal sehen, ob man klüger wird und was da noch kommt.

    Beste Grüße

  77. Ich bin dann mal weg...
    Es ist, denke ich, fast alles gesagt – und ich verabschiede mich für eine Auszeit von der digitalen Logorrhoe… Was ich nebenan im Rebellmarkt/Fahrradkeller postete, passt auch sehr gut unter diesen Thread, und ist als mein Fazit für die Nur-Leser dieses Blogs gedacht. Bis demnächts!

    Die grosse Flut an neuen Mitdiskutanten zeigte, wie sehr der Kanonenschlag im Hühnerstall gezündet hat.

    Neues kommt wenig, meistens ist man im Widerspruch gefangen, den eigenen gewohnten Komfort nicht aufgeben zu wollen, und sich (billige) Abhilfe für die anderen Regionen zu wünschen, in denen man nicht leben muss, in deren Mythen man nicht sozialisiert wurde.

    Die plausibelste Antwort scheint mir Pragmatismus und die Schaffung von leidlich ernst gemeinten Perspektiven für die ruinierten Regionen zu sein.

    100 Mia. für griechische Banken, und 1,8 Mia. für Afrika, die trotzdem nicht zusammenkommen – das sagt m.E. viel.
    Dem Argument, das versickert sowieso auf Diktatorenkonten in der Schweiz, dem könnte man vorbauen, indem man die Verteilung dezentral über UN, IWF oder sonst wie supranational organisiert.

    Ich fand den ganzen Ukraine-Konflikt sowieso künstlich – was haben wir damals Gorbatschew versprochen – und wo steht die Nato heute?

    Russians love their children, too – wir sollten wirklich aufwachen, wie viel näher uns die russische Mentalität – bei allen „Demokratie-Defiziten etc.“ ist, als der gesamte nahe und mittlere Osten; und selbst Iraner sind ein gutes Stück Wohlleben gewohnt und als Menge kompromissbereiter, weil sie auch von ihrer diesseitigen Existenz etwas Freude erwarten.

    Kann sein, dass unsere Medien Assad wie alle anderen Diktatoren extra dämonisiert haben, um den verständlichen russischen Vorschlag, ihr Einflussgebiet in der Region, und ihren Mittelmeerhafen, nicht verlieren zu wollen, als Ursache nehmen zu können, das Land hoch gehen zu lassen.

    Da gab es nirgendwo Stimmen der Vernunft, weil man so beschäftigt war, den Oligarchen in der Ukraine das Fell zu retten vor den russischen Oligarchen; die im Prinzip auch nicht gerade moralisch überlegen sind als so mancher Finanzaristokrat, der vor allem über subtilere Waffen verfügt.

    Bestimmt nicht alles war Goldman Sachs und Haliburton; auch allein in Deutschland bekäme man eine ganze Liste von Akteuren mit gleicher Interessenlage wie oben genannte zusammen.

    It’s corporate capitalism, Ihr Tierleid vermeidenden Gemüse-Massakrierer!

    Auch ein Salatkopf hätte lieber gelebt, als mit Essig und Öl zermalmt zu werden.

    Freedom is just another word for nothing left to loose – und das muss nicht zwingend heissen, dass man sich für Sex and Drugs and RocknRoll begeistert, sondern kann auch bedeuten, dass man endlich einmal eine Welt haben möchte ohne diese ganzen verdammten Widersprüche der Scheinheiligkeit, in der es eine klare Ansage gibt, und in der die Erlösung wirklich erst da stattfindet, wo sie die Menschheit für viele Hunderte von Jahren zu erwarten glaubte, NACH dem Tod.

    Und nicht vollgekokst und champagnerbesoffen nackig am Swimmingpool einer Hundert-Meter-Yacht…

    Mal schauen, wie lange ich meinen weiteren Senf bei mir behalten kann – geteilte erbaulich putzige Entrüstung macht Spass und macht süchtig!

    Aber ändert sie was, ausser dass sie einem die Zeit frisst?

    • Titel eingeben
      Weise Entscheidung, TGA. Einfach mal pausieren. Die beklagte grosse Flut an neuen Mitdiskutanten beim Don ist lediglich dem Maulverbot des Mutterhauses geschuldet. Dabei rief doch der Bundespastor dazu auf das Maul aufzumachen, was im Mutterhaus allerdings nur bedingt zündete und auch scheinbar nur ausgesiebtem Personal die Ventilfunktion zugestanden wird. Ich versicherte den wachestehenden Volontären in der Maulkorb-Abteilung, dass ich Seite ohnehin nur noch öffnen würde um zum Don-Blog zu gelangen. Man behilft sich dort übrigens mit Ausweichzielen wie kürzlich mit dem Bau von Trockenmauern-oder ganz frisch-den Vor-und Nachteilen von Kartoffelpüree aus der Tüte. Nett, aber in diesen bewegten Zeiten wirklich tiefgründige Themen für eine „große“ überregionale Zeitung.

    • Ganz meine Gedanken TGA...
      Es war UNSERE Politik, die die Probleme und Konsequenzen erzeugt haben. Es war UNSERE Wahl solche Figuren zu Kanzlern zu wählen und jetzt kommt halt die Antwort auf deren Politik. Die Folgen haben sie schön beschrieben:

      „Die plausibelste Antwort scheint mir Pragmatismus und die Schaffung von leidlich ernst gemeinten Perspektiven für die ruinierten Regionen zu sein.“

      Nur… plausibel ist nicht gerade ein populäres Wort in diesen Zeiten. Da ist es populär mit dem Finger auf andere zu zeigen und sich selber für völlig unschuldig zu halten und mal gerne zu Krieg und Gewalt aufzurufen, als wäre das nicht die Ursache des Ganzen.
      Die Kommentare hier und im Rebellmarkt zeugen davon wie der Wille zu denken mehr und mehr verschwindet.
      Unter Meditierern nennt man es Synchronicity, wenn zwei Leute gleichzeitig dassselbe tun Auch ich werde von nun an „meinen weiteren Senf bei mir behalten“.
      Ich hab dies kommen sehen, aber doch gehofft, dass es Zivilisiertheit noch eine Weile länger vorhält, aber letztlich macht es keinen Unterschied. Ich werd mal wieder ein paar Details zum Massen-Verstand bei Canetti nachlesen… Lassen sie es sich gut gehen, TGA

  78. Man möchte nur noch laut schreien
    Da kommen 1 Mio. Leute, von denen niemand weiss, wer die wirklich sind, aber zu 90% aus einer Gruppe (jung, männlich, muslimisch, gering gebildet), die bereits Anschläge verübt hat, noch dazu viele unmittelbar aus Bürgerkriegen, also militärisch erfahren, viele mit gefälschten Papieren oder ohne diese, aber die Kanzlerin und die Leitmedien tun so, als komme da eine Truppe heiterer Waldorf-Schüler, die schon bei Jugend-forscht mitgemacht haben und Patente mitbringen und lauter christliche und jüdische Brieffreunde haben.

    Das ist keine Realitätsverkennung mehr, sondern eine totalitäre Realitätsverweigerung à la Führerbunker. Und das wird genauso enden, nämlich mit der Zerstörung sozialer Strukturen und unendlichen materiellen und immateriellen Schäden.

    • Ja, so sieht es aus....
      Mit den Fingern auf andere zeigen, wie alles gekommen ist, und was wir dazu beigetragen haben, das verschwindet.

      Selbstgerechtigkeit, Heuchelei und Dummheit….

  79. Dem Nickmohren vom 17. November 2015 um 15:19 Uhr zur Antwort
    Meine Güte, erstens wie denn, wenn ehemaliges Volks-und Armeeeigentum bereits gewinnbringend dem Feind in die Hände gefallen? Wie Ihnen sicher bekannt legt unser Rechtssystem (auch das, was von ihm übrig geblieben ist) großen Wert auf sein Gewaltmonopol, wenn es sich nicht gerade um rechtsfreie Bereiche in einigen deutschen kunterbunt-Quartieren handelt. Ich werde Sie nicht daran erinnern müssen, dass nach der StPO die falsche Abstufung des Gegenmittels bei Notwehr (der ausgeschlagene Zahn darf keinesfalls mit dem gleichen Schaden in doppelter Weise geahndet werden, dem Dolche sei der Besenstil ebenbürtig, aber nie der Baseballschläger…)
    Kurz, ein feuchter Traum, das mit der Bewaffnung. Was man so aus der ehemaligen Ostmark/Pannonien hört ist man dort schon etwas weiter mit der Volksbewaffnung.

  80. Titel eingeben
    Es gibt noch einen positiven Aspekt der unkontrollierten Einwanderung, ausser der längst überfälligen Faust der Erkenntnis im Gesicht aller Merkelwähler: die devote Schranzenpresse mit ihrer ungesunden Neigung, Grundsätze für Wirtschafts-, Innen und Aussenpolitik einfach aus dem Parteiprogramm der Tea Party abzuschreiben, fährt wohlverdient mit in den Orkus und macht Platz für was Besseres.
    Das aktuelle kognitionsfreie Kriegsgeschrei à la George W. ist ihr Klimakterium.

  81. Man muss es einfach mal sagen
    Deutschland braucht erst seinen eigenen Anschlag mit vielen Opfern, um zur Vernunft zurückzukehren. Vielleicht ist es das, was wir verdienen für unsere Sorglosigkeit im Umgang mit unbekannten Menschen, die/ denen wir vor ihrer mörderischen Tat in Paris beklatscht, Essen, Bett und „Schutz“ (vor was eigentlich?) gegeben haben. Wobei das ja niemand wirklich weis in Deutschland. Das wird totgeschwiegen und das ist der eigentlich Skandal!

  82. Flüchtlingskrise, Grenzen, Staatskrise: Es ist alles gesagt
    „Es ist, denke ich, fast alles gesagt…“ meinen wohl nicht nur TGA und TDV. Wohl war.

    Die „Argumente“ pro und contra mehr Einwanderung sind weitgehend „ausgetauscht“. Wobei es bei so einem hoch emotionalen und erst langfristig Wirkung zeigenden Thema schwierig ist, das alles rein rational auf Basis von Rede und Gegenrede, These, Antithese -> Synthese? im demokratisch unaufgeregten Zustand zu „verhandeln“. Dabei geht es in diesem Blog ja kommentarmäßig noch sehr zivil und gemäßigt zu. Das wahre Ausmaß der unterschiedlichen Ansichten/Wünsche/Hoffnungen/Befürchtungen/Ängste sieht man erst beim Lesen von (noch kommentar-offenen anderen) Zeitungen und Blogs. Selbst die Auseinandersetzung in österreichischen und Schweizer Medien zeigt, dass es wohl bei diesem Thema keinen Kompromiss und keinerlei wirkliches, gegenseitiges Verständnis mehr geben wird und vielleicht auch nicht geben kann. Zu unterschiedlich sind die Grundeinstellungen und daraus resultierenden Erwartungen an die nahe und fernere Zukunft.

    Wer Menschen ermuntere, nach Europa zu fliehen, handele verantwortungslos, hatte Orban am 2.9. in einem Gastbeitrag zur FAZ geschrieben, oder anders ausgedrückt „Wer überrannt wird, kann niemanden aufnehmen“. Dagegen steht die Politik der Regierung — und JA, viele von uns haben sie gewählt und sind vielleicht damit auch teilweise „selbst schuld“. Dagegen steht aber auch immer noch fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung, inklusive der Kirchen und mit ihnen die „Gute Moral Das sollten wir nicht vergessen, auch nicht, wenn es sich in diesem Blog in der Anzahl der PRO-Unbeschränktem-Asyl-Beiträge nicht widerspiegelt! Es ist im Grunde auch der wortreiche „Kampf“ von Gesinnungsethik gegen Verantwortungsethik (die Dinge auch vom Ende her denken) — ein Kampf, der der allerdings in der Politik schon entschieden ist, oder nie richtig stattgefunden hat.

    Interessanterweise hört man sogar von der Fraktion ‚Alle Grenzen offen – inklusive der Aufnahmegrenzen‘ immer wieder mal die Aussage: „Ja, stimmt schon, ALLE können wir nicht aufnehmen“. Doch niemand definiert was „ALLE“ quantitativ bedeuten soll. Wann will man den Strom stoppen, bei 3, 10, 30 Millionen und dann mit welchen Mitteln, wenn der Tanker erst mal Fahrt aufgenommen hat und die Lawine über Deutschland immer weiter gen Tal „wandert“. Ich denke, dass die uneingeschränkten Befürworter der gegenwärtigen Lage vielleicht klammheimlich die Hoffnung hegen, dass es sooo schlimm nun wirklich nicht kommen wird (oder gar „kommen möge“? – aber das dürfte man dann ja wiederum nicht zugeben).
    Denen sei gesagt: Habt ihr nicht auch gedacht, die herbstlich rauer werdende See oder der nahende Winter würden den Flüchtlingsstrom auf „natürliche Weise“ abebben lassen, so dass man sich mit den Konsequenzen praktischerweise dann nicht so auseinandersetzen muss? Davon hatte auch Jakob Augstein in Maischberger’s Talk über die „Migration nach Deutschland“ Anfang Oktober wohl geträumt, als er noch sagte: „So viele sind es ja nicht, die da kommen.“

    Wir sind — ob wir es wollen oder nicht — Teil eines großen Merkel’schen Bereicherungs-Experimentes, das es so und so extrem wohl nur in Deutschland geben kann. Wem dies nicht passt, der muss entweder die Grenzen schließen, und dann die Mittel und Folgen auch benennen, es still (?) erdulden, hoffend, dass es wohl doch alles nicht so schlimm werden wird, oder schlicht auswandern. Ironie der Geschichte, auch diese Auswanderer werden dann zu Flüchtlingen und Migranten. Also ich persönlich glaube nicht, dass eine Mehrheit unserer Gesellschaft auf absehbare Zeit ungarische Bilder von Zäunen, Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern (gerade im Licht des neuen Stuttgart’21 Urteils) wird ertragen können oder wollen.

    Heiko Maas warnt gerade mal wieder davor die Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht zu stellen. Aber welche politisch bedeutsame Stimme warnt eigentlich auch davor, nicht gleich jeden der „Obergrenze“ sagt, unter einen anderen Generalverdacht zu stellen: „rechts, rassistisch, unmenschlich, unchristlich, Pegida-freundlich, islamophob, …“???

    Also, alles gesagt, bis auf das obligatorische Schlusswort:

    Das hat nichts mit dem Islam zu tun.
    Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun.
    Das hat nichts mit ethnisch-kulturellen Prägungen zu tun.
    Das hat nichts mit der Ausländerpolitik der Bundesrepublik zu tun.
    Das hat nichts mit den offenen Grenzen zu tun.
    Das hat nichts mit Frau Merkel zu tun.
    Das hat nichts mit der EU zu tun.

    Das hat auf keinen Fall etwas mit mir zu tun!

    Aus: http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

  83. Mein Bürokratenherz
    Was mich maßlos ärgert ist die bemühte Vermischung der Themen Flucht und Terror. Ja, wer momentan ungehindert nach Europa will, der kann dies (unter reichlich Gefahr und Unbill) über das Mittelmeer und den Balkan tun. Auch wenn er unter normalen Umständen überhaupt kein Visum bekommen würde. Das macht uns alle, die wir so gerne geordnete Verfahren haben mißtrauisch. Und dann könnten sich darunter auch noch Islamisten verstecken. Ui, wie gefährlich das doch ist. Besser dann die Grenze dicht machen.
    Merken wir da eigentlich etwas nicht? Wir wiederholen so ziemlich die gleichen Argumente, die z.B. die USA vor Kriegseintritt gegenüber europäischen Juden gebraucht haben. Die hat man meistens aus Spionageangst nicht in die USA gelassen. Später war es dann irgendwie zu spät. Und nach dem japanischen Angriff sind die japanischstämmigen Staatsbürger für den Rest des Krieges hinter Stacheldraht verschwunden. Hätten ja die Agenten des Tenno darunter sein können.
    Das man damit zumeist nur sehr wenige wirkliche Feinde getroffen hatte, aber dafür hunderttausende Unschuldige war dann eher egal.

    Also: Da gibt es also einen Flüchtlingsstrom, auf dem auch Terroristen gekommen sein werden. Der Terrorist ist aber auf diese Flüchtlingsströme nicht angewiesen.Er kann auf diversen anderen Wegen nach Europa kommen. Fliegen und Zugfahren ist dabei voraussichtlich nicht die erste Wahl. Die Grenzem sind so durchlässig für ein paar Entschlossene, da muss man nicht bis Lesbos paddeln.

    Aber die Menschen fliehen nicht um den Terroristen Deckung zu geben.
    Es gibt dafür Gründe, die wie Europäer nur sehr mittelbar abstellen können oder wollen.

    Wichtiger erscheint es mir aber, dass es in Europa offenbar bereits reichlich „selbstgebaute“ Terroristen gibt. Und die Waffen dazu liefert die örtliche Organisierte Kriminalität. Die Herkunft der meisten Attentäter von Pais ist ja nicht Raqqa, sondern Brüssel. Die sind also schon lange da und nicht erst mit den Flüchtlingen gekommen.

    Daher ist die Vermischung der beiden Themen unsinnig. Unser Sicherheitsapperat hat in Frankreich schon kläglich dabei versagt die eigenen Terrorverdächtigen vorab im Auge zu behalten. Und bei den Flüchtlingen ist dies plötzlich so irrwitzig wichtig, dass besser alle draußen bleiben? Naja.

    Kurz: Die Flüchtlingskrise ist ein zu lösendes Problem, aber sicherlich nicht daran schuld, dass in Paris Menschen gestorben sind.

    Wie man beide Probleme löst, darüber kann und muss man diskutieren, aber sicherlich nicht so, wie es momentan gemacht wird.

    • Fakten
      Herr Berendts, lassen Sie die „europäischen Juden“ des zweiten Weltkrieges raus und nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass inzwischen für 3! Attentäter die Balkanroute im Verlauf der letzten 2 Monate als belegt gilt.
      Im Übrigen warne ich vor Fehletikettierungen: „Flüchtling“ ist nicht jemand, der A.Merkel-Selfies sieht und denkt, da isśes besser. „Flüchtling“ ist auch nicht jemand, der -aus Syrien fliehend- inzwischen in der Türkey ansässig und arbeitend mit Familie lebte, dann aber wegen einer teuren Zahnbehandlung den Entschluss fasst, das gibts in Europa billiger (und dabei kommt eines seiner Kinder um und geht als anrührendes Bild eines angespülten Kindes um die Welt).

      Was wir haben ist eine „STAATS“- und „RECHTS“-krise, deren Symptom eine Asylkrise ist.
      Konkret müsste man also erstmal Merkels Selfie Show konterkarrieren und das Programm wechseln: die Grenze ist zu – und wir schaffen das, 150 km Grenze zu kontrollieren!

      Sie sehen, mit den Begriffen ändert sich die Aufgabenstellung und plötzlich stimmt jenes „wir schaffen das“.

  84. @ Klaus Seilberger
    Nix Theorie, Retrodemokratie:
    Regierung wählt Volk ab.

    Klar herrscht in Deutschland Faktenverbot. Richtig oder falsch wird ideologisch passend sortiert, was stört, tabuisiert. Das nennt man landläufig Gottesstaat/Faschismus und kriecht nicht nur aus braunen Löchern.

    Praxis: Gestern Albaner, heute dt. Pass, morgen dt. Krimineller. Die amtl. Reports zu Kriminalität, Arbeitslosigkeit & Sozialleistungen hängen bei mir auf dem Klo. Was Diskriminierungsverbot und § 130 StGB an Fakten übrig lassen, wird von den Mätressen der roten Landesfürsten in den Funkhäusern platt gemacht.

    Nichts Schlechtes ohne Gutes: Merkel und die roten Flintenweiber verschwinden ohne Aufsehen unter der Burka. Bei geschlechtsunklaren GrünInnen entscheidet der Stricktest.

  85. wird so nichts, soll wohl auch nicht
    Ich habe vor langer Zeit einmal ein Fernsehinterview mit Ephraim Kishon gesehen. Er, der Jude – der gerade so den Nazis entronnen und dann schon wieder ins Arbeitslager geschickt wurde – wurde gefragt, was für ihn den Nazis seien. Er antwortete mit einer Geschichte: In Ungarn, seiner ehemaligen Heimat, gab es einmal eine Ausstellung mit Briefen, die normalen und braven Bürger (keine ausgewiesenen Parteimitglieder) an die Behörden geschrieben hatten. In diesen Briefen hatten sie – ohne jeweils klar erkennbaren Grund – ihre Mitmenschen gemeldet; dieser und jener sei Jude oder verstecke solche. Ob das nun stimmte oder man etwas davon hatte oder sich überhaupt nur über die Folgen Rechenschaft ablegte … Die Ausstellung musste wohl schnell wieder schließen; die braven Bürger hatten protestiert. Das war also Kishons Begriff davon.

    Selbstverständlich habe ich keine annähernd so schlimmen Dinge erlebt wie Herr Kishon; ich bin kein Jude und ich war damals noch nicht auf der Welt. Aber ich verstehe gefühlsmäßig, was er meint, denn wie er selber auch in seinen Büchern beschreibt, war auch das Leben im Ostblock unterschwellig von der Furcht vor Denunziation bestimmt; zu vage die Straftatsbestände (z. B. staatsfeindliche Hetze), zu hart die möglichen Konsequenzen! Und völlig egal, was von die zahlreichen Maulhelden heute schlau über die Wendezeit zu berichten wissen: Die DDR´ler selber waren dieser ständigen Bespitzelung und Bevormundung jedenfalls überdrüssig; das zu wissen, braucht man keine Studie. Mit IM´s und Stasis mochte der gemeine DDR-Bürger schlichtweg nichts zu schaffen haben. Entsprechend stellen immer noch Tausende jedes Jahr Akteneinsichtsgesuche bei der BStU und versuchen, ihre Familiengeschichten nachzuvollziehen.

    Vor diesem Hintergrund ist die Annahme, das gros der DDR-Bevölkerung habe sich ausgerechnet mit Leuten assoziieren wollen, unter denen es als völlig normales, ja sogar als ausgesprochen gesellschaftsfähiges Anliegen gilt, andere zu bevormunden und über ihre angenommene Gesinnung zu richten, schlicht – absurd.

    Aber was passiert? Nach vielen, vielen Monaten der bösen Hatz auf Ostdeutsche als „Pack“ und was weiß ich nicht noch alles kommt nun die finale Keule: Jaja, die Anhänger der (rechtsradikalen) AfD sind – ostdeutsch! Na, darauf hat die Welt gewartet. Zwar sind nur 28% der Anhänger (und selbst das halte ich noch für übertrieben) ostdeutsch. Aber wer sich wiederum mit denen assoziiert ist also …

    Natürlich wird keine Statistik daneben gestellt, woher denn eigentlich die Parteimitglieder der AfD kommen, wir sind doch nicht doof! Die sind nämlich, so habe ich mir mal erzählen lassen so pi x Daumen Westdeutsche! Björn Höcke, der „Thüringer“ kommt selbstverständlich auch von „drüben“. Wären diese Verhältnisse allen ostdeutschen angeblichen „Anhängern“ bewusst und würden sie sich nicht von Frau Petry blenden lassen, kämen ihnen infolge der praktischen Erfahrungen aus den letzten 25 Jahren vielleicht im stillen Kämmerlein doch Zweifel, ob die AfD wohl im Ernst ihre Interessen vertreten wird. Warum auf einmal Westler anfangen sollten, sich beispielsweise für die Grenzkriminalität an der östlichen Grenze zu interessieren, wo sie doch so gut damit gefahren sind, dass die westlichen Grenzen geöffnet wurden? Naja, sagen wir mal – sie sind bis ungefähr gestern gut bis super gut damit gefahren. Heute sieht´s nämlich ein bißchen anders aus. Weshalb die AfD auch erstarken wird, denn der gute Westler lässt sich doch von „rechtsradikal“ doch sowieso nicht schrecken (72% Anhänger aus dem Westen belegen das ja), das ist doch gar nicht auf ihn anwendbar! Er reagiert bestenfalls beleidigt, so wie einst Herr Lucke, der dem Herrn Friedmann aus dem Studio rannte. Den Auffassungen eines Ephraim Kishon, der besser wusste als er je wissen wollte, wovon er sprach, wird er sich vermutlich eher nicht anschließen. Denn rechtsradikal meint heute offenbar: ostdeutsch! Das kann der Westdeutsche für sich ausschließen. – Ob das nun stimmt oder nicht; es ist ja nur ein Eindruck. Aber die gesellschaftlichen Folgen werden uns im Zweifel nicht erspart bleiben; das lehrt die Geschichte.

  86. Imagine there's no borders
    Zur Halluzination der hart-männlichen Grenzabschottung, die Mutti nicht leisten kann, und vielen anderen unangenehmen „Wahrheiten“ kann der weltläufige Don, der sicherlich auch des Englischen mächtig ist, hier etwas nachlesen:
    https://foreignpolicy.com/2015/11/20/the-threat-is-already-inside-uncomfortable-truths-terrorism-isis/?utm_content=buffer85b72&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer

  87. Mogelpackung Soko 'Asyl' Braunschweig
    Die neue Soko soll für eine ’neue Offenheit‘ in der Asyldebatte sorgen, um den unterstellten Verbrecherimport in Form von Flüchtlingen Fakten entgegenzusetzen. Der ‚ehrliche Umgang mit dem Thema Kriminalität von Flüchtlingen‘ sieht dann so aus:

    „Gibt jemand [Opfer] an, der Täter sah südländisch aus, tun wir, die Soko, nichts. Das prüfen dann Kollegen anderer Dezernate.“ (Soko-Vize Memenga)

    Das erwünschte Ergebnis wird gleich mitgeliefert:

    „Nur ein sehr geringer Teil der Flüchtlinge wirdstraffällig… Wir richten unsere Arbeit nach Fakten aus und nicht nach dem, was die Leute glauben.“

    Über den tatsächlichen „signifikanten Anstieg“ der Kriminalität um Asylheime rum, also die FAKTEN, schweigt sich die Polizei aus, ‚weil sie kaum Aussagekraft hätten‘.

    Dann doch Fakten: Zwei Straßen- und ein Handtaschenräuber in zwei Jahren konnten unter den Asylanten ermittelt und verurteilt werden. Bravo! So soll es sein. Ne, ne, „die falsche Überwachung“, lieber D.A., ist schon die richtige: Rotschweig statt Braunschweig ohne Grenzen.

    Quelle: http://www.welt.de/Die-Soko-die-nicht-Asyl-heissen-durfte

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