Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Hassprediger sind immer die anderen

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Natürlich kann man Anhänger und Politiker der AfD als Hassprediger bezeichnen, man muss es nur in den Computer eintippen. Technisch kein Problem. Aber was bringt es?

Diese Personengruppe hat im Internet ihr Medium gefunden, und vieles, was mir tagtäglich beim Recherchieren unterkommt, klingt gerade sehr aufgeputscht, hysterisch und übelmeinend, vulgo Hass. Allerdings glaube ich persönlich nicht, dass man irgendetwas gewinnt, wenn man sich nun medienöffentlich hinstellt, auf diese Leute mit dem Finger zeigt und „Hassprediger“ sagt. Oder Andersdenkende gleich als “intellektuelles Freikorps“ bezeichnet, wie Hans Hütt das gerade bei Zeit Online gemacht hat. Es gibt, wenn wir schon über hysterischen und übelmeinenden Hass reden wollen, nämlich durchaus Unterschiede zwischen paramilitärischen Gruppierungen, die bestialisch Menschen umgebracht haben, und Autoren, die angesichts der aktuellen Migrationspolitik Zweifel vortragen. Und dieser unsägliche Vergleich kommt mit Hütt von einem, der sich erkennbar zu den moralisch “Guten“ und nicht zu den Hasspredigern rechnet. Wie die AfD-Aktivisten im Netz auch.

hasspa

Diese Schimpfworte – es gibt da auch noch Volksverhetzer, Rassisten, Nazis, Rattenfänger, Faschisten – bräuchten, sollten sie wirklich treffen, dagegen so etwas wie eine rationale, argumentative Basis. Man müsste Leuten, die Bilder wie das Obige bringen, in ihre Geisteswelt nach kriechen, wie das Historiker bei Nationalsozialisten jahrzehntelang und mit guten Ergebnissen gemacht haben. Das war einfach, denn mit dem Wissen um Weltkrieg und Genozid ist von den Verursachern keine oder nur schwache Gegenwehr zu erwarten. NS-Forschung widmet sich einem Kadaver, AfD-Analyse einem höchst lebendigen und bei Hinterfragung ausgesprochen wütenden Soziotop, das nach all der miserablen Presse, den Skandalen und unsäglichen Vertretern momentan die dritstärkste Partei im Lande geworden ist. Die Piraten wurden von einer Welle der medialen Sympathie auf ein ähnliches Niveau getragen. Die AfD hat das trotz Selbstzerfleischung, Flügelkämpfen und massiver Gegenwehr geschafft. Schlichtes Abtun als “Hassprediger“ scheint mir angesichts des fraglos erfolgreichen Phänomens gefährlich unterkomplex zu sein.

Dazu gehört bei mir ein nicht sehr schöner Lernvorgang. Im Sommer erzählte mir eine Verkäuferin am Tegernsee, dass sich die Beschwerden über sehr forsch auf Frauen zugehende Asylbewerber häuften. Sie sagte das mit anderen, weniger freundlichen Worten, aber im Kern lief es darauf hinaus, dass sie in Strandnähe oft wenig erbauliche Geschichten hörte. Damals hatte es wegen einer deutlich übertriebenen Anzeige in Holzkirchen lokale Aufregung und bundesweites Aufsehen gegeben, und natürlich schreibt man solche Gerüchte nicht brühwarm auf. Man zieht diskrete Erkundigungen ein. Die Antwort mitten in der Badesaison von denen, die es wissen sollten, lautete: Alles nur Gerüchte, da ist nichts dran. Jetzt, im Winter, die Touristen sind fern der Strände, wird hier auch offiziell zugegeben, dass es durchaus schwierige Szenen gab und man deutlich erklären musste, „dass vieles, auch wenn es nett gemeint ist, hier nicht erwünscht ist“. Sage noch einer, Bayern könnten sich nicht höflich und gesittet ausdrücken, wenn es kompliziert wird.

hasspc

Vor einem halben Jahr hätte ich meine Quelle nach den medial gängigen Kriterien der Migrationsdebatte als Hasspredigerin bezeichnen können. Wer solche haltlosen Gerüchte bei Facebook verbreitet, kann bei uns durchaus Probleme mit Polizei und Justiz bekommen – gerade jetzt wird das beispielsweise im Kontext mit einer Unterkunft in Grünwald bei München explizit von staatlicher Seite betont. Damals hörte ich Gerüchte, die laut kompetenten Stellen falsch waren. Heute weiss ich, dass es aus legitimen Gründen kein Interesse an einer öffentlichen Darstellung gab, und man versuchte, die Probleme diskret zu lösen. Ich weiss aber vor allem, dass die Verkäuferin keine Hasspredigerin war. Sie hat mir Informationen zugesteckt – im Wissen, dass ich Journalist bin – die ich damals nicht bestätigen konnte und für eine Nachwirkung der Holzkirchner Unruhen hielt. Sie hatte recht. Nach Köln ist es übrigens auch bei uns vorbei mit der Zurückhaltung, selbst wenn es überregional bekannte Feste betrifft.

Die AfD-Anhänger, die ich im Internet erlebe, halten sich für so etwas wie meine Verkäuferin. Sie mögen nicht fundiert über die realen Vorgänge Bescheid wissen, und vieles war vor einem halben Jahr noch wüste Unterstellung. Hätte sich aber ein Journalist im Oktober hingestellt und behauptet, es käme an Silvester zu Massensexübergriffen ais einer Gruppe tausend Flüchtlinge heraus, die die Polizei nicht stoppen kann, davor würden sich schon Terroristen von der Balkanroute in Paris in die Luft sprengen, ein Attentäter würde dort erschossen werden, der mit sieben Identitäten und einem üppigen Vorstrafenregister als Schutzsuchender in Deutschland lebte, die Hälfte der Bewohner einer Notunterkunft hätte mehrere Ausweise, um sich Leistungen zu erschleichen, die Polizei in Kiel verzichtete auf die Verfolgung mancher Straftaten, und in Heimen würde eine Zelle ein Attentat auf Berliner Besuchermagnete planen – der Journalist wäre seine Stelle los gewesen. Man hätte ihn im Oktober als Hassprediger verjagt, er hätte nie mehr eine Stelle bekommen. Heute sind wir deutlich schlauer. Diejenigen, die im Oktober tatsächlich solche Horrorszenarien im Internet gegen die schönen Geschichten vom integrationswillige Facharbeiter setzten, fühlen sich nicht als Hassprediger. Sie denken, dass sie mit ihren Befürchtungen recht hatten. Sie haben nicht den Eindruck, dass wir Journalisten ihnen noch etwas erzählen können. Sie sind überzeugt, dass sie die Realität vor uns erkannt haben.

hasspb

Und sie sind überzeugt, dass sie auch weiterhin recht bekommen werden. In der Euphorie, der sich manche Medien und Anstalten hingaben, wurden Erwartungen geweckt, die jetzt schon erkennbar nicht eintreten werden: Dass es keine Steuererhöhungen gibt, dass es ein Gewinngeschäft wird, dass die Flüchtlinge besser ausgebildet als die Deutschen seien, dass es kein Risiko gäbe und sich alles schon irgendwie fügen werde – die Versprechungen klangen ähnlich gut wie die Verheissungen der Atomkraft in der frühen Bundesrepublik. Auch damals gab es welche, die es anders sahen, und die ihre Gesundheit riskierten, um Atomkraftwerke zu verhindern. An dem Tag, als Fukushima explodierte, sass ich als Wackersdorfveteran vor dem Bildschirm und dachte höhnisch zurück an meine Lehrer, die uns auf Staatsbefehl eintrichterten, so etwas würde in den nächsten zehntausend Jahren garantiert nie passieren. Linken Aktivisten ist dieser „Wir haben es Euch ja schon immer gesagt“-Hass auf Institutionen und Medien durchaus nicht fremd. Diese Form der wütenden Selbstgerechtigkeit las man auch bei der Finanzkrise und dem NSA-Skandal. In dieser Stimmung – die richtige Einschätzung gegen alle Nebelkerzen von Medien und Politik verteidigt zu haben – sind die AfD-Anhänger. Sie sehen sich zuerst einmal als Künder der Wahrheit. Sie haben es in den sozialen Netzwerken schon gesagt, als andere noch von Rentenzahlern sprachen.

hasspd

Und aus dem Gefühl heraus, dass ihre Wahrheit bis aufs Messer bekämpft wird und man sie als – beliebige Beleidigung – bezeichnet, reagieren sie mit Hass. Sie reagieren nur. Sie agieren nach ihrem Empfinden nicht. In ihren Augen haben Medien und Politik versucht, sie auszugrenzen und als Verschwörungstheoretiker hinzustellen. Tatsächlich berichten diverse grosse Medien auffallend oft über Fälle wie “Lisa“, oder lassen lieber das „Partnerblog“ der Kölnrelativiererin Anne Wizorek zu Wort kommen, als dass sie sich mit der Frage beschäftigen, ob nicht doch etwas dran ist an der Unsicherheit, die inzwischen weite Teile der Bevölkerung ergreift. Eine Unsicherheit, die auch entsteht, wenn wie hier in der Süddeutschen Zeitung nach Übergriffen in der Münchner U-Bahn versucht wird, sofort Zweifel an den Taten anzubringen, und vor der Instrumentalisierung durch Rechte zu warnen.

hasspe

Das ist wieder so ein Fall, der der AfD auf ganzer Linie in die Hände spielt. Die SZ bringt den Fall erst, als er international in den Medien ist, bezweifelt den Beweis und lässt sich von der Polizei, wie wir inzwischen wissen, nicht zutreffend informieren. Und die Bevölkerung muss nachher aus der Lokalpresse erfahren, dass die mutmasslichen Täter – zwei davon bereits abgelehnte Asylbewerber – nicht verhört wurden, und inzwischen untergetaucht sind. Unter normalen Bedingungen wäre das ein Anlass für ein „Mea culpa“ von betont flüchtlingsfreundlich berichtenden Medien, um Vertrauen aufzubauen und zu einer realistischen Einschätzung zu gelangen. Aber das würde ja den Rechten in die Hände arbeiten. Also beisst man die Zähne zusammen und ignoriert die Kritik, die dann von der „Wir haben es ja gleich gesagt“-AfD aufgegriffen wird.

Ich denke aber, dass jeder, der die Lage und Stimmung vor Ort auf dem flachen Land in den Gasthäusern oder Turnhallen kennt, genau weiss, dass die Lage auf vielen Ebenen, unter Asylbewerbern und Einheimischen. ausser Kontrolle geraten ist. Die Politik ist so gescheitert, dass eine zerstrittene und unerfahrene Truppe in der Gunst des Souveräns unaufhaltsam durchmarschieren kann. Sie als Hassprediger zu bezeichnen und zu erwarten, dass sie verschwinden, funktioniert nicht. Sie bei Facebook und Twitter zu löschen funktioniert auch nicht. Die Ursache ist nicht, dass die AfD gerissen agiert, im Netz ihre eigenen Medien und Filterblasen hat, und mit Memes und Katzenbildern umgehen kann. Die Ursache ist, dass die Politik der Bundeskanzlerin und die Agenda der sie stützenden Medien angesichts der erlebten Realität der Menschen bei vielen noch schlechter als die AfD ankommt.

hasspf

Dass die AfD trotzdem nur zwölf Prozent wählen wollen, ist ein gutes Zeichen für die Zivilisation eines Landes, das im Streit um eine wichtige Frage erheblich zivilisiertere Argumente als wirkungslose Hassprediger- und Freikorpsvorwürfe verdient hat.

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  1. In...
    In Onlineumfragen mit sehr großer Datenbreite kommt die AfD regelmässig auf 65-80%. Wenn die AfD es schafft, einen Beobachter in jedes Wahllokal zu bekommen, wird das Ergebnis deutlich anders als die öffentlich bezahlten Meinungsgleichschaltungsinstrumente behaupten.

    • Natürlich
      sind Onlineumfragen mehr als repräsentativ und sollten,solange mir das Ergbniss passt, Wahlen ersetzen.

    • Bremen lässt grüssen
      Aufgrund der gerichtlichen AfD-Intervention, mussten in Bremerhaven die Stimmen neu ausgezählt werden. Für die AfD bedeutet es, einen Sitz mehr im Parlament.
      Die SPD muss einen Sitz abgeben und wehrt sich dagegen.

    • Onlineumfrage
      Sehr geehrter Gereon

      Ist Ihnen das Literary Digest Disaster ein Begriff? Es gilt als klassisches Beispiel dafür, dass ihre Aussage ausgemachter Blödsinn ist.

    • @Gereon
      Das ist aber auch eine Verschwörungstheorie, genau sowas macht es leicht, alle AfDler als Spinner abzutun.
      Es gefällt mir ja auch nicht, aber Frau Merkels Kurs hat wohl leider doch beträchtliche Unterstützung, immer noch, in der Bevölkerung.

    • Der Wille des Volkes ist den etablierten Parteien egal!!!
      Gegenwärtig ist die AFD vermutlich die am meisten demokratische Partei Deutschlands. In Anlehnung an die „Europäische Bürgerinitiative“ setzt sie sich bspw. dafür ein, dass die Bürger direkt über wichtige Fragestellungen entscheiden sollen.
      Die etablierten Parteien dagegen ignorieren komplett den Willen des Volkes. Die kochen in ihrer Parallelgesellschaft ihr eigenes Süppchen. Schön wäre es, wenn die etablierten Parteien ein bisschen mehr „populistischer“ wären. Übrigens: Das Wort populistisch hat ihren Ursprung im lateinischen Wort „populus“ und bedeutet soviel wie Volk. Schön wäre es, wenn die etablierten Parteien, deren Vertreter in Villenvierteln leben, mehr auf das Volk hören würden.

    • Das sagt ihr schon seit 2,5 Jahren
      Ich war bereits 2013 Wahlhelfer, und da war das Ergebnis völlig korrekt.
      Auch das Stimmverhältnis war absolut keine Überraschung.

      Ihr schreit doch schon ewig „Wahlbetrug“ und konntet es nie belegen. Meine Güte.

  2. ^Probleme erzwingen Sachdiskussionen- normaliter
    WAS ABER wenn die Probleme eigentlich erst entstehen, weil die Sachdiskussion demagogisiert und jeder Mahner diffamiert wird?

    Sehr geehrter Don,

    da ich um Ihr Kolik-getragenes Verhältnis zur AfD weiß, rechne ich es Ihnen besonders an, dass Sie hier gegen eine Diffamierung der AfD eintreten!
    Dass Sie in der SAche anders denken als AfD-Anhänger betonen Sie zwar immer wieder, doch ich kenne einige AfD-Leute, die genauso denken, wie Sie.
    Insgesamt ist die AfD nicht so monolithisch und schon gar nicht ideologisch, sondern konstituiert sich aus verschiedenen konservativen Lagern über liberal-national bis christlich. Auch Linke finden Sie dort, langjährige ehem.SPD-Mitglieder und Lokalpolitiker sogar in größerem Anteil.

    Was all diese MEnschen eint, ist die ERkenntnis (schon lange VOR der sogen.“Flüchtlings“krise), dass in der deutschen Politik seit einiger Zeit Einiges schief läuft. Man kann dies festmachen an der sogen.euro-„Rettung“, die letztlich eine neoliberale Umverteilung aus den Sozialstaaten in die Kassen weniger Tausend bedeutet,- oder an der Genderideologie, also der Aufweichung konkreter sexueller Identitäten, – ebenso wie der Negierung deutscher oder abendländischer oder christlicher Identität. Auf Werteebene ist es ein gesellschaftlicher Werterelativismus, den Viele als ein Gründübel ausmachen.
    Die Beweggründe und das Spektrum sind also weit gestreut.
    In der Zusammensetzung finden Sie überdurchschnittlich viele Akademiker (im Vergl.) und Selbstständige als Mitglieder und überdurchschnittlich viele Junge u. Mittelalte als Wähler.

    • Wir sind noch niemals so schlecht regiert worden.
      merkel versagt, seit sie im Amt ist und mit ihr die versammelten Nieten in den 17 brD-Kabinetten.

      1. Vermurkste Energiewende. Nur in Dänemark ist Strom teuerer. Das ist eine echte volkswirtschaftliche Hypothek.

      2. Totales Versagen in der Staatsschuldenkrise. Der EUR wäre schon längst Geschichte und der Club Med hätte uns gegenüber kein Erpressungspotential mehr.

      3. Die Regierungen Merkels zehren von Schröders Agenda 2010. Doch anstatt den Wirtschaftsaufschwung zu nutzen und die Infrastruktur instand zu setzen, ließ man es zu, dass sich Schäuble an seiner „schwarzen Null“ aufgeilen konnte – als ob das ein Wert sei. Jetzt bröckelt der Putz von den Decken der Schulen, und im Ruhrgebiet sind zwei von drei Autobahn-Rheinbrücken auf Jahre nicht mehr befahrbar. Von der „Schwarzen Null“ ist keine Rede mehr, obwohl immer noch im Amt, und zusätzliche 25 Mrd. Eur für 2015 werden nicht investiert, sondern rausgeballert für die Bedürftigen in aller Welt. 2016 werden es 50 Mrd. Euro sein. (50.000.000.000 Euro).
      Derweil ist man froh, dass die Bundeswehr von 90 Jets 30 in die Luft bekommt, und die Polizei in Köln und anderswo im Lande zumindest zugucken kann, wie deutsche Frauen und Mädchen massenhaft belästigt und vergewaltigt werden. Wie war das noch gleich mit der „gesamten Härte des Rechtsstaates“?

      Ach ja. Der nächste Anschlag auf unsere Freiheit: Die Abschaffung des Bargeldes.

      Es hilft nichts. Wir brauchen eine politische Alternative – sowohl inhaltlich als auch personell. Noch niemals seit 1949 war eine Oppositionspartei in der brD so wichtig wie heute. Hoffen wir, dass die AfD kurz- und mittelfristig auf 30, 40 oder 50 Prozent der Stimmen kommen wird. Die merkel sucht sich dann ein anderes Volk und ein anderes Land. Die teuerste Frau Deutschlands.

    • die politische Lücke
      gleich dem verehrten Don Alphonso gibt es immer mehr, die die Lücke wahrnehmen zwischen den ihre Ratlosigkeit immer weniger verbergen könnenden Altparteien und den – sicher großenteils fälschlich – als Hassprediger diffamierten rechten und rechtspopulistischen Anhängern der AfD.

      Diese Lücke klafft immer breiter. Sie ist der Platz für Vernunft, Besonnenheit, Rechtsstaatlichkeit, Ideologiefreiheit, aber auch Toleranz und Respekt.

      Ich persönlich werbe hier dafür, in dieser Lücke das zarte Pflänzchen der ALFA, der von Bernd Lucke gegründeten „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ wahrzunehmen. ALFA ist noch weitgehend unbekannt, wird aber nach meiner Einschätzung und meiner Hoffnung sowohl bei den Landtagswaheln dreier Bundesländer als auch bei den Kommunalwahlen in Hessen ihr überraschendes Debüt geben.

    • Herr Ilsen
      alfa wählen? wozu?
      lucke und henkel beantworten nicht eine gesellschaftl. relevante frage! bei den hethern ist henkel ganz vorne mit dabei! alle im europaparlament sitzenden haben zudem FÜR TTIP gestimmt (gegen ihr mandat, das damals noch afd war!)

      dann doch besser gleich fdp.

  3. You are not a wolf, and this is a land of wolves now.
    Die AFD ist 6 Wochen nach Sylvester bei 12 Prozent!
    6 Wochen!!

    Mal sehen was in 6 Monaten ist.

    Die Öffnung der Grenzen war der Todesstoß für diese Gesellschaft.
    Der Deutsche glaubte in seinem Anflug an Wahnsinn, er könne die ganze Welt retten, so wie seine Großväter die ganze Welt zerstören wollten.
    Die ganze Welt wird jetzt wieder Deutschland zerstören.

    Und so sehr hier auch noch alle glauben, das ließe sich wieder einfangen, der Rechtsstaat sei stark genug, wir könnten wieder zurück,…..so sehr muss ich leider in die Welt rufen:
    Zu spät.
    Deutschland wird nie wieder das sein, was es in den letzten 60 Jahren war:
    Ein Paradies auf Erden.

    • Ein Paradies auf Erden
      nicht so laut werter Goodnight, die Migranten hören mit.

      das Paradies aus dem alle vertrieben werden, war wohl eher
      die eigene Jugend.

    • no country for old men
      Geehrter Binvonhier,

      jeder, der einmal in seinem Leben die 5 Sterne Hotel-Anlage verlassen hat und sich nur wenige Meter in das Landesinnere jede x-beliebigen Landes außerhalb von Deutschland (+Schweiz) bewegte, der sollte beobachtet haben, was meine Augen beobachteten: Alt werden will man dort nicht.

      Hier begreift noch keiner, dass wir uns dem Ruhestand nähern, und dass der Import von Millionen junger Männer anderer Kulturen unweigerlich dazu führt, dass diese in naher Zukunft die Macht übernehmen. Denn junge Männer sind immer die Zukunft. Folglich sollten wir uns genau überlegen wem wir unsere Zukunft übergeben. Denn es ist auch unsere Zukunft.

    • Titel eingeben
      Silvester, lieber goodnight, Silvester -sorry, ich weiß, es ist deutsch-kleinkariert, und Rechtschreibung gehört hochwahrscheinlich auch zu den Relikten „paradiesischer“ Zeiten (in denen noch „gebimst“ wurde), die uns in der globalen Moderne abhanden kommen, aber…. Sie sind übrigens nicht allein mit Ihrer Schreibweise, heute las ich auch in der SZ (gleich 2x) Sylvester. Aber Sie und der Don haben ja recht, eine Allparteienkoalition hat die Geister gerufen, die sie nun nicht mehr los wird, man hat auch schon vor Silvester alles dafür getan, AfD (die im Juni/Juli lt. Umfrage bei ca. 2,3% stand) in die Hände zu spielen, und Köln war dann das Tüpfelchen auf den i u. hat die bisherige Strategie, AfD als Hetzer auszugrenzen, sehr viel schwerer gemacht. Das Schlimmste ist, für ihre 10 oder 15% müssen diese Typen nicht mal was tun, das erledigen alles die „Etablierten“ für sie, heute z.B. Gabriel bzw. die SPD, die sich schon wieder von de Maiziere über den Tisch gezogen sehen, mit dem sog. Asylpaket II nicht zufrieden sind u. einfach noch mehr Familiennachzug durchsetzen wollen als in der Vereinbarung sowieso (weiterhin) erlaubt.

    • .
      wo sylvester ist, ist auch tweeter nicht weit.

    • Don't call me stupid.
      Ich wünschte, die Deutschen würden ihren Rechtsstaat jemals so verteidigen wie ihre Rechtschreibung.

      BTW: Globish ist eine anerkannte Sprache…wenigstens bei mir in der Firma.

    • Tja,
      da machen die Integrationsseligen wohl einen grßen Fehler,
      wenn sie meinen die Migranten müßten den deutschen Rechtsstaat
      lernen, dabei geht es immer um die deutsche Rechtschreibung.

    • @goodnight: war nicht so gemeint; nicht beleidigt sein.
      Wenn schon die Sprache (inkl. der Rechtschreibung) aufgegeben werden, wie sollten dann Staatsgebiet u. Rechtsstaat verteidigt werden?

      Die Grünen sind übrigens auch auf dem Gebiet der Unterminierung der Sprache höchst aktiv unterwegs.
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kuehn_und_ahnungslos_die_gruene_kampagne_fuer_leichte_sprache

  4. Die AfD ist eine respektable Partei!
    Das derzeitige Hauptanliegen der AfD ist berechtigt. Es ergibt keinen Sinn, Millionen Menschen aus Asien und Afrika nach Deutschland umzusiedeln.

    Ich bin gerne bereit, eine Lanze für die AfD zu brechen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph
    Regensburg

  5. Nichtwähler
    Gegenwärtig steht die AFD bei >10%. Wenn man bedenkt, das in Deutschland ca. 30% der Bürger garnicht bei der Bundestagswahl teilnehmen, ist da leider noch viel Potential für die AFD. Das war 1933 auch nicht anders.

    • Wirklich?
      Wenn sie unter ausgerechnet *diesen* Artikel schreiben, dass das 1933 auch nicht anders war muss ich mich doch fragen ob Sie den obigen Artikel überhaupt gelesen haben.

      Will die AfD etwa eine Rasse von menschen durch Genozid auslöschen? Schickt die AfD sich an, das Parlament zu entmachten und politische gegner physisch zu eliminieren? Nein? Dann liegt ihr Vergleich wohl daran, dass sie in Ihrer Hysterie den Kontakt zur Realität verlieren…

    • Titel eingeben
      @3epnm: Ihr 1933-Vergleich ist schwer daneben. Sie haben nix von dem verstanden, was der Don schreibt.

  6. Zu positiver Schlussgedanke
    Sehr verehrter Don!
    Wie immer ist Ihr Artikel sehr interessant. Ihren Schlussgedanken halte ich allerdings für zu positiv. Zwar würden zur Zeit nur 12% der Deutschen AFD wählen, aber
    (1) Es ist keine überzeugende Lösung in Sicht. Im Gegenteil, gleich nachdem sich die GroKO auf ein neues Asylgesetz geeinigt hat, kommt Kritik UND GABRIEL BEHAUPTET: “Den Familiennachzug für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auszusetzen, sei mit ihm nicht verabredet gewesen”. Macht sich der werte Vizeminister eigentlich klar, wie so eine Aussage vom Normalbürger beurteilt wird – unabhängig von der Frage, um die es geht?
    (2) Man muss das AfD Abschneiden im Zusammenhang damit sehen, wie viele Deutsche gar nicht erst zur Wahl gingen, weil sie sich von den anderen Parteien nicht verstanden und vertreten fühlen. Wenn es der AfD gelingt, die meisten ihrer Anhänger zu mobilisieren, die traditionellen CDU/SPD/FDP Wähler aber verunsichert zu Hause bleiben, kann das Ergebnis sehr viel “Hass” freundlicher ausfallen.
    Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen und Ihren Kollegen
    L.H.

  7. Hass
    Lieber Don,

    Sie beleuchten nur eine Seite- den Hass der defamierten AfDler auf das Establishment. Es war der preemptive Hass der linken Gutmenschen, der sich zuerst Bahn brach, schon bei kleinstem Anlass. Es ist ja nun kein Geheimnis, dass vielen Deutschen so manches deutsche laestig ist, z.B. Ordnungswahn, Rechthaberei, Humorlosigkeit usw., allerdings haette ich dann Briten oder Italiener zur Masseneinwanderung aufgefordert, um jene Uebel quasi genetisch auszuduennen. Jetzt schwant denen langsam auch, dass sowohl Zahl als auch Qualitaet der Zuwnderer nicht das geweunschte Ergebnis haben werden. Aber Reue und schnelles Handeln sind auch nicht gerade deutsche Tugenden.

    • Der Haß, wo ist der wohl eher angesiedelt?
      Aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 4. Februar

      „Sorgen machen sich die Gewerkschafter wegen steigender Umfragewerte der AfD. „Die sogenannte Alternative für Deutschland driftet immer mehr an den rechten Rand“, warnte Frenzer-Wolf. AfD-Politiker seien „Dumpfbatzen“ und „Vollidioten“, die in der Flüchtlingsdebatte Ängste schürten, sagte IG-Metaller Zitzelsberger. Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt sei zu bewältigen….“ Das ganze verbunden mit einer Wahlempfehlung für Rot-Grün.
      .
      Der Gewerkschaftshirsch da oben, auf die Wirkung seiner Ausdrücke auf den noch unentschlossenen Wähler angesprochen meinte nur, dass damit nur die Exponenten der AfD gemeint seien.

  8. Hintrgruende
    Alles sehr richtig. Ich habe vor einigen Wochen auf Abgeordneten Watch Frau Hendriks und Herrn Lachet die Frage gestellt was sie persönlich und Partei-intern dagegen .zu tun gedenken, dass auch „Normalbuerger“ die Medien zunehmend als Luegenpresse empfinden. Die Antwort von Frau Hendriks kann ich gut meinend nur als laecherlich bezeichnen. Von Herrn Lachet bisher nichts. Soweit zu Ihrem Beitrag.
    Was mich allerdings ebenfalls in dieser Richtung bestaetigt ist die auffallende Zurueckhaltung der Medien ueber die politischen Hintergruende der Fluchtursachen offen zu diskutieren. Die staendige Einmischung fremder Staaten in die inneren Angelegeheiten anderer Staaten. Dabei meine ich natuerlich die USA und deren Instutionen CIA NSA etca. Allerdings beileibe nicht nur die USA. Mit candelestiner Unterstuetzung genehmer Regimekritiker bis hin zur Bewaffnung werden Konflikte geschuert und Menschen zur Flucht getrieben. Diese Hinteregruende und Machenschaften gehoeren an den Pranger nach dem Motto “ cui bono“
    Die mediale Begleitung der Arabella Revolution war nebenbei ebenfalls recht einfallslos. Jetzt will Frau von der Leyen uns im Libanon egagieren.
    Auch noch bedenkenswert: Wieso sind eigentlich andersdenkende Ukrainer, die lieber zu Russland gehören wollen keine Freiheitskaempfer?

    Kurz, meine Meinung: Lügenprese ist zwar polemisch, aber ……
    Machen Sie weiter so. Es gibt nochweitaus mehr Themen zur Verbesserung umfassender Aufklaerung durch die Medien.
    mfg

  9. FPÖ und AfD
    Also aus österr. Sicht verstehe ich die Aufregung bei Euch im Norden nicht. Bereits seit den 1990er-Jahren (Haider) kennen wir dies.

    Dir lieber Don meinen Dank für die treffend einfache Analyse für den Erfolg rechter Parteien. Es kommt nämlich nicht auf den Tabubruch an, Frau Petry, Herr Strache und Mr. Trump können dies übrigens hervorragend, oder darauf, wie die Medien darauf reagieren, sondern wie die Lebensrealitäten der Menschen vor Ort sind.

  10. 12%?
    12% sind es, die bereit sind, bei einer ner Umfrage Face-to-Face, sich zur AfD zu bekennen. Dazu kommen noch einige, die das in der Einsamkeit der Wahlkabine tun werden, aber sich die komischen Blicke vorher ersparen wollen.
    Nach meiner Meinung ist der Hauptzweck der AfD in den kommenden Wahlen, durch Mandatsgewinne zu Mandatsverlusten bei den Selbstzerstörungsparteien zu sorgen. Diese Verluste werden Karrieren unsanft abbrechen und das wird eine gehörige Unruhe in die Parteien bringen. Und erst dies, der Verlust an Gefolgschaft, ist der einzige Schmerz, den Parteien spüren. Der ganze Rest, das Gemeinwohl, Volkes Meinung, die Zukunft, ist alles unwichtig in deren Blase.

  11. Die Zukunft der AfD
    Natürlich wird die AfD von ihren Gegner unterwandert, Personen eingeschleust, die Dinge von sich geben, mit denen man die Partei öffentlich bloßstellen und unmöglich machen kann.
    So ist es auch den Grünen passiert – bis zur Linientreue.

    Es wird spannend sein zu beobachten, wie dieses Gemetzel bei der AfD sich abspielen wird.

  12. 1991 bis 1993 reloaded.
    Wer damals dabei war, weiss, wie das ausgehen wird. Ganz egal, was eine ganze Brigade lebensunerfahrener Journalisten über gesellschaftliche „Weiterentwicklung“ schwadroniert hat, in den letzten Wochen.

    Die Unterschiede zu 1993? Es wird diesmal schneller gehen. Man hat eine rechtspopulistische Partei dauerhaft etabliert, Schengen geschleift, alle europäischen Partnerländer nachhaltig verstört, das gesellschaftliche, vorher offene und relativ friedliche, Klima Deutschlands nachhaltig verändert. Und Zuwanderer als internationale Zahlunsgseinheit etabliert (Du Deutschland zahlst, oder …).

    Das muss man auch erst mal hinkriegen, das schafft nicht jede/r. Meinen Glückwunsch an die Merkelkratie und Prantlhausen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  13. Treffen wir uns in 5 Jahren im Café de Flore
    Lieber Don Alphonso,

    Jemanden als Intellektuellen anzusehen ist ja schließlich keine Beschimpfung. Intellekt ( lat. intellectus = Erkenntnisvermögen ) scheint mir keine schlechte Eigenschaft, wenn auch das „Freikorps“ überzogen scheint, so wäre ein solches „intellektuelles Freikorps“ doch eine feine Sache und für ein Land der Dichter und Denker, eigentlich wünschenswert.

    In Deutschland ziehen seit Monaten, unter dem verharmlosenden Überbegriff „Flüchtlinge“ als unkontrollierbare Massen ein, gerufen von einer befremdlichen Person. Eine sich mehr und mehr offenbarende Besatzungsflut.

    Zu einer unrühmlichen Zeit, in welcher die Deutschen die Besatzer waren, schrieb Satre am 09.September 1944 in den „Lettres françaises“:“Niemals waren wir freier als unter der deutschen Besatzung.“

    Unter dieser Freiheit verstand Satre, daß die Menschen unter der Bedrohung der deutschen Besatzer zu dem Bewußtsein gelangt sind, daß die bisher geltende Ordnung keine Gültigkeit mehr besaß, jeder Einzelne auf sich selbst zurückgeworfen war, die Menschen unfreiwillig zur Kenntnis nehmen mußten, ihre Eigenverantwortlichkeit wahrzunehmen und hierin auch wieder ihre persönliche Freiheit erkennen konnten.

    Wenn Satre auch eine andere Situation beschrieb, so könnte sein Gedanke dennoch hilfreich sein. Würde sich in dieser Erkenntnis „intellektuelle Freikorps“ bilden, könnte dies für das Land nur von Gewinn sein. Eine geistige Résistance gegen den gegenwärtig vorherrschenden Schwachsinn gegen das „Vichy Regime“ von ZEIT & SZ.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

  14. Es fehlte noch der Gutmensch.
    Der Erfolg der AfD resultiert einzig aus dem Umstand, daß die Bürger von Parteien und Politiker/inne/n ignoriert werden. Nicht nur in der Flüchtlingsfrage. Wäre das anders, es gäbe die AfD höchstens als Randnotiz.

    Dieser Zustand ist Folge mangelnder Demokratie. Die parlamentarische Demokratie ähnelt denn auch eher einer Monarchie, Clans ;-) bestimmen die Zukunft des Landes, Seilschaften und Vetternwirtschaft bestimmen das Bild. Es mangelt an echter Mitbestimmung der Bürger, an direkter Demokratie. Aber Plebiszite sind ja Teufelszeug in den Augen unserer politischen „Elite“. Was würde ich für ein imperatives Mandat geben, das würde Politiker sehr schnell auf den Boden der Realität zurückbringen. Vielleicht war die Räterepublik ja doch keine so schlechte Idee, heute wäre sie verwirklichbar.

    Was die Flüchtlinge betrifft, so stehe ich nach wie vor hinter unserer Bundeskanzlerin, auch wenn sie nach und nach vor ihren politischen Freund/inn/en einknickt. Selbstverständlich ist da einiges schiefgelaufen, Politik und Bürokratie haben jedenfalls versagt, was den unkontrollierten Zustrom von Menschen betrifft. Andererseits betrachte ich mich als Humanisten und fühle mich auch bei zurückgewiesenen Wirtschaftsflüchtlingen nicht richtig wohl. Aber da muß auch ich mittlerweile Prioritäten setzen, denn es macht überhaupt keinen Sinn, sich selbst zu schaden, den verbliebenen Rest gesellschaftlicher Solidarität zu zerstören. Noch ist das Boot zwar nicht voll, aber es ist absehbar, daß in diesem Jahr die Belastungsgrenze erreicht werden wird, insbesondere mangels europäischer Solidarität. Dennoch bin ich froh, daß Deutschland sich einmal von seiner besten Seite zeigt, auch wenn es uns noch einiges kosten wird.

    Was die unschönen Begleitumstände betrifft, so sollten diese nicht überbewertet werden. Die Medien scheinen sich zumindest in diesem Punkt sehr vorsichtig der Realität anzunähern, der anfängliche politische Druck ist aus Gründen politischer Uneinigkeit gewichen. Flüchtlinge werden nicht mehr vorbehaltlos bemuttert, sondern es wird von ihnen Anpassung an unsere gesellschaftlichen Normen verlangt. Daß Flüchtlinge keine Heiligen sind, hat sich gezeigt, der Weg zurück zur Normalität im Umgang mit ihnen ist eingeschlagen. Und das ist auch gut so. Warten wir einfach mal ganz relaxt ab, wie sich die Dinge in den nächsten zwei bis drei Monaten entwickeln. Ich denke, dann sehen wir Licht am Ende des Tunnels.

    Helau

    • Helau????
      Also bis zum Helau hatte ich fast den Eindruck sie meinen das ernst, was sie da geschrieben haben….

      „Dieser Zustand ist Folge mangelnder Demokratie.“

      Deutschland war nie demokratischer als zur Zeit.
      Nicht mal Kohl oder Schröder haben das linke und rechte Spiessertum des dumpfen deutschen Mittelmasses so perfekt repräsentiert, wie das Merkel den Urnenpöbel.

      Das Problem das sich bei Don andeutet, scheint ihre Auffassungsgabe nach wie vor völlig zu übersteigen.

      Das Problem ist die nach wie vor grosse Mehrheit, die aus Angst vor den Alternativen die derzeit regierende Bagage der „Volks“parteien auch künftig unterstützen wird.
      Angesichts der kommenden Probleme kann man es allerdings niemandem übel nehmen, wenn er sich weigert zu sehen was da kommt.

      OBwohl sie es nicht wissen, haben sie also zumindest damit Recht.

      Helau…. aber sicher doch.

    • "Deutschland war nie demokratischer als zur Zeit."
      Selbstverständlich meine ich, TDV, was ich schreibe. Daß es Abstufungen von Demokratie gäbe, ist mir allerdings nicht bekannt. Spießer und Urnenpöbel sind denn auch ebenso Bezeichnungen, die ich nicht nachvollziehen kann, wie das Problem des Don.

      Denn es ist kaum anzunehmen, daß irgendjemand in Deutschland die Probleme nicht sieht, die sich durch die Flüchtlinge ergeben. Die Frage ist eben, wie man damit umgeht. Und da gibt es für mich keinen Zweifel, da stehe ich zu Merkel, auch wenn auch mir nicht gefällt, wie mit dem Flüchtlingsproblem umgegangen wird. Ich bleibe Mensch.

      Daher hatte ich zu relaxtem Umgang aufgefordert, worauf sich das Helau bezieht. Etwas positiveres Denken tut wirklich Not in dieser Zeit.

    • Nun ja, NN, es muss auch simpel gestrickte Leute geben
      Bevor ich sie gänzlich überfordere, da sie ja laut eigener Aussage bereits bei „Spießer und Urnenpöbel“ überfordert isnd, lkleiner Tip, ganz kostenlos…

      Hören sie auf all den Kinderkram zu glauben, den man ihnen eingetrichtert hat und fangen sie an zu lernen, am besten hier. Damit sie noícht gleihc wieder über ihre eigenen Vorurteile stolpern, es handelt sich um die Universität Cambridge. Ein dortiger Professr hat 2006 ein Buch herausgegeben, das sie unbedingt mal aus-checken sollten:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie

    • Entweder, TDV, Sie lesen nicht, was ich schreibe, oder Sie verstehen es nicht.
      Was die Postdemokratie betrifft, so nenne ich das in der Regel „Scheindemokratie“, da mir demokratische Staaten ebenso unbekannt sind wie kommunistische. Die Doppelsinnigkeit der Scheindemokratie ist übrigens nicht beabsichtigt, aber ein netter Nebeneffekt.

      Ansonsten bevorzuge ich die Bezeichnung Untertan (Heinrich Mann), um Obrigkeitshörigkeit und Opportunismus auszudrücken. Auch die „Eliten“ nenne ich gern.

      Was das Simple betrifft, so hat es zwar nicht zum Simplicissimus gereicht, aber besser simple als abgehoben, oder? Auch Ihre Beiträge würden viel gewinnen, wenn sie etwas zurückhaltender wären – wenn ich das mal so anmerken darf.

  15. Wann befreien sich Merkbefreite von Merkel (Merkel-befreit).
    Wenn es mehrere Regierungen seit Schröder (oder gar früher) und diese erst recht hintereinander in Folge zulassen, dass immer mehr Menschen erst fröhlich prekarisiert, dann ausgegrenzt werden und keine Perspektive mehr glauben zu haben – während Wohlstand bis satter Reichtum sich laufend konzentriert auf einige Wenige:
    Solange das so sein wird, solange wird eine Gesellschaft von innen ausgehöhlt, der gefühlte Zusammenhalt zerrissen. Die Aggressivität steigt.

    Wen wundert das denn noch? Also bitte!

    Dann braucht es nur noch so etwas wie Flüchtlinge, schon bricht sich aggressives Schäferhund- und Jägerzaun-Ressentiment auch physisch Bahn (brennende Flüchtlingsheime, agitatorische Redner).

    Diese AfD reitet genau auf dieser Welle.

    Sie ist mir hoch unsympathisch (schon vor der Spaltung). Ihre Gallionsfiguren sind rhetorisch geschickte Taktiker, schlaue, kaltzüngige, ekelhafte Rattenfänger mit eisigem Dauerlächeln in Talkshows. Man muss Medikamentenmissbrauch betreiben (braucht Tranquilizer) und braucht trotzdem noch einen Kotzeimer in der Nähe, wenn man beruflich gezwungen ist, eine solche elende Quak-Show, wo die eingeladen sind, bis ans Ende durchzuhalten.

    Die innere Entfernung zu der Idee und dem griffigen Wort „Hassprediger“ ist dann auch bei mir nicht mehr allzu groß.

    Natürlich sind schief-griffige Wörter auch schnell dies: abgegriffen.

    Ich kann es jedoch nachvollziehen, wenn man sie zornig so tituliert. Sie lösen bei mir ebenfalls Wut aus. Mir platzt der Kragen ebenfalls zuhause – noch nur am Küchentisch. Allerdings plärre ich meinen Zorn nicht faktenarm in Sch …-Ventilatoren wie diesem Zwitscher ins Netz.

    Unsere Regierung(en) hat/haben die AfD-Agitatoren und Mikro-Satzbaukünstler (ein bisschen zurückrudern, auf Kinder und Mütter schießen dann doch nicht so … so arg … nur ein bisschen; das muss man doch sagen dürfen …) erst indirekt hochgebracht.

    Die Twitterer, die verprügelten ‚SZ’s, alle Medien, die ‚merkel‘-gesteuerten? ‚Verharmloser‘ der Flüchtlingskrise, alle die meinungsstark aber faktenfrei mit Wutwörtern gegen die AfD losgehen: das lediglich sichtbare Sahnehäubchen eines Regierungsversagens, das seine Hauptmasse wie ein Eisberg unterm Wasserspiegel hat.

    Auch:
    Die hier immer mal wieder gern verprügelte SZ, die nicht sofort alles bringt: Ist es nicht gemeinhin ein eher gutes Zeichen, wenn eine Zeitung nicht sofort mit reißerischen Artikeln loslegt, bevor einige Dinge noch nicht geklärt sind?

    Dass im Artikel Fehler sind, ja, nein, vielleicht, stattgegeben, warum dann nicht drin steht, dass diese 3 Figuren unauffindbar abgehauen sind, keine Ahnung. Möglicherweise passiert, nachdem der Artikel schon fertig war. Man weiß es nicht. Man hat keinen Maulwurf in der Redaktion, auch keinen in der Polizei. Disclosure: Nein, ich schalte keine Werbung dort, haben kein SZ-Abo, ich gehöre auch nicht zur gescholtenen Redaktion.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will die Berichterstattung einer SZ nicht in allen Dingen verteidigen.

    Nicht nur die öffentlichen Sender, auch die FAZ erscheint einem gelegentlich wie Merkel-Hofberichterstattung (ekelhaft permanentes Lobpreisen der Konjunktur, Dauer-Relativierung der Arbeitslosenzahlen, die statistisch stark geschönt sind, Lobhudel an die Industrie; schlimm der Wirtschaftsteil, schlimm einige Wirtschaftsjournalisten).

    Wie kann man da nicht paranoid werden.

    Ob die AfD jedoch weniger Mitglieder- und Wählerzulauf kriegt, wenn man in den Medien aufhöre, sie als Hassprediger zu bezeichnen, um die Spirale nicht noch mehr anzustacheln, weiß ich nicht.

    Ich denke eher, das Kind ist längst in den Brunnen gefallen.

    Jahrelang Abgehängte oder sich ausgegrenzt Fühlende suchten sich einen Sündenbock für ihre schlechten Gefühle, das ist der Flüchtling – zusätzlich sind viele Flüchtlinge tatsächlich richtige A …krapfen, surprise. Sündenbock 2 die Medien. Da kocht die Volksseele.

    Da macht eine echte oder gefühlte Journalistenentgleisung gegen die pöse AfD das Kraut des Hasses gegen Medien auch nicht mehr fett. Ob die AfD jetzt 14% kriegt oder 16%. Die Hauptursache liegt wie beschrieben deutlich woanders.

    Von der überregionalen Presse zu erwarten, sie würde nach all den Mergel-Jahren plötzlich super-investigativ, Merkel-kritisch und aufklärend berichten, wäre naiv, wo sie doch seit Jahren gegen Personalabbau kämpft und Merkel ihr Verlags-Ladies-Netzwerk on top sitzen hat (Friede Springer, Liz Mohn). Die Sender, bei denen Leute wie Söder und Seehofer anrufen und anrufen lassen, um Einfluss geltend zu machen, was gesendet werden darf udn was nicht! Wo soll journalistische Sorgfalt herkommen, wenn die am Bändel hängen. Die totgesagte aber doch sehr lebendig scheinende regionale Presse hat da manchmal die Nase vorn, wen wunderts.

    Alles relativ oder was.

    Ich baue nach all dem Schlamassel vorsichtig drauf, dass die AfD – wie alle Extremen intern krawallig, dauerstreitsüchtig – dereinst zerbröselt = einen Abgang machen wird wie die REPs auch damals.

    Was war das mit denen für ein übles Geschrei, auch wegen der Ausländer. Doch nachdem Schönhuber weg war, sind die streitsüchtigen REP bis zur Unkenntlichkeit zerbröselt. Das haben Extreme so an sich, dass sie es nicht allzulange schaffen, zusammenzuhalten. Die AfD hat sich doch auch schon gespalten in die „Volksfront von Judäa“ und die „scheiß Judäische Volksfront.“ (O-ton Wikipedia). Uff!

    • Gut gebrüllt, daG
      Der Hinweis auf die entsolidarisierte Gesellschaft ist zutreffend. Aber die Einschätzung der AfD-Spitze teile ich nicht. Die Damen und Herren erscheinen mir intellektuell doch eher unterbelichtet zu sein. Was das mit Blick auf ihre Gefolgschaft bedeutet, liegt da ebenso nahe, wie die Nähe zu Pegida und Co. Nur, unterschätzen sollte man die AfD auch nicht, das gab es schon einmal.

    • Nicht intellektuell ...
      … sondern pseudo-intellektuelle Bauernschläue.
      Das ist ja das Schlimme.

    • Lesen Sie den Artikel noch einmal
      Langer Text, um Ihren Widerwillen zu beschreiben. Aber auch Ihnen ist wohl nicht gegeben zu sehen, dass sich die Dinge nicht eben günstig etwickeln. Es heißt nicht umsonst Flüchtlingskrise, Mittel sind endlich und es kommen tatsächlich in relativ großer Zeit erhebliche Mengen und weitere Belastungen, wobei nicht klar ist, wie das händelbar bleibt. Nun auf die angeblich zurückgebliebenen und – pfui! – prekären Verlierer zu zeigen, löst rein gar nichts vom Genannten. Übrigens auch nicht bei der weiter schwärenden Euro-Krise, die ein wesentliche Grund für die Entstehung der AfD ist.

      Haben Sie den Artikel nicht gelesen? Es ist eben nicht alles nur Hetze von Hetzern, sondern das sind gewaltige, handfeste Probleme, die sich keiner der AfDler ausgedacht hat, aber andere stetig wegreden wollen.
      Ihre Replik ist nicht nur viel zu lang, sondern ein Beleg dafür, dass man Don Alphonso ein weiteres Mal zustimmen muss.

      Fände es inzwischen angebracht genau zu definieren, was als so Kostbar gilt, dass es nicht zur Disposition stehen kann. Die Freiheit in der wir hier leben. Frei von der Relgementierung von Religionsführern leben und handeln zu können (so nicht Allianzen mancher Entscheidungsträger und Meinungsmacher bereits ähnlich handeln). Die Freiheit hier lebenden Frauen und Mädchen und aller anderen vor Übergriffen. Und die Freiheit der Rede und des Diskurses. Man wird den genannten Problemen nicht mit Zensur und Repression gegen jene, die sie benennen und diskutieren, begegnen können (es wird zudem nicht nur die AfD angegriffen, sondern auch andere, von welchen, die sich offenbar auf die Position stellen wollen, es könne nicht sein, was nicht sein darf – und wenn es unbequem ist, dann müsse man eben nur die Kritiker bekämpfen, als seien dann alles Bestens).

      Und auch diese Themen haben sich die meisten hier wohl nicht gewünscht, sie sind aber präsent:
      http://www.tagesschau.de/kultur/houellebecq-unterwerfung-hamburg-101.html

      http://www.bild.de/politik/inland/iran/kommt-die-deutsche-muslim-partei-41376260.bild.html

      Es werden, so nichts passiert, in kürzester Zeit sehr viele Mneschen kommen, und es ist keineswegs klar, dass dies nicht zu Szenen und langwierigen gewaltigen Problematiken führt, die es zu verhindern gälte, wenn man die hiesigen Umstände nur halbwegs schätzt.

      Aber klar, dass ist alles, wie die Verwerfungen in der Eurokrise, gar nicht wahr… Alles nur überdrehte Rede, für die jedoch, mit Verlaub und bei allem Respekt, Ihre Zuschrift leider ein trauriges Beispiel ist.

    • Typisch....
      Ihr zwei habt euch gesucht und gefunden. Wunschdenken und keinerlei Versuch die tatsächliche Realität mal zu sehen und sich dann für die Lösung statt das Problem zu halten.

      „Anderer Gast“, oben jammern sie über die Politik der Regierungen, ignorieren aber, dass es die weit von der AfD entfernten Gut-Menschen waren die soviel Inkompetenz seit 30 Jahren permanent an die Macht wählt.

      Niemand repräsentiert den durchscnittlichen deutschen Spiessbürger so perfekt, wie Merkel.

      Versuchen sie doch einfach mal sich mit der Realität auseinander zu setzen, ja?

    • @ azur
      Was soll das?
      Ihre Replik ist für den wirklich dünnen Inhalt viel zu lang. Auch und gerade die AfD hat null Lösungen! Aber geifert nur rum. Für so etwas soll ich Verständnis haben?

      (Meine Tante vemietet wengistens an Flüchtlinge – trotzdem sie Merkels Politik nicht teilt. Warum? Sie kann zwischen leerem Gerülpse und Lösungsansätzen unterscheiden.)

      Das einzige, was die AfD geschafft hat und schafft ist, geistige Mülleimer anzuzünden.

      Wo sind denn deren Lösungen?

      Leute an der Grenze niederzuschießen? Zu behaupten, wenn jemand über die Grenze will, das wäre ein Akt von Aggression und dann dürfe man doch schießen?

      Was ist das für ein krudes, dummes Lösungs-, ja was ist das für ein Rechtsverständnis?

      Hör doch auf!
      Für so etwas fehlt mir jedes Einfühlen und jedes Verständnis! Jedes.

      Der Don wird es später mal merken, genau wie er den Ägyptischen Frühlung zu optimistisch bejubelt hat, genauso hat er jetzt zu viel Verständnis für Ressentiment- und Bauchgesteuerte, die ihr Gehirn permanent im Nachtkästchen gelassen haben, damit zieht er sich falsche Freunde. Was ihm noch einmal sehr lästig sein wird.

    • an TDV
      Wenn CDU-CSU-Anhänger Gutmenschen sein sollen,
      dann ist der Papst evangelisch.

      Tut mir leid.

      Kann ja alles ncht wahr sein, was Sie daherbrummeln. Jetzt sollen Merkels olle Wähler auch noch Gutmenschen sein.

      Wissen Sie, wie ich Merkel-Wähler erlebe? (und ich kenne leider viele, zu viel davon):

      Sie sind höchst-materiell unterwegs, ihr persönlicher Vorteil gilt ihnen am meisten, sie dumpen bei Aufträgen Konkurrenz gnadenlos weg, am liebsten machen sie aber Mauschelgeschäfte, sie bescheißen ihre Mitarbeiter, sie bescheißen den Staat um Steuern, sie bunkern Schwarzgeld, sie halten ihre Geliebte über 10 Jahre am Bändel, versprechen tun sie ihr und jedem alles, halten tun sie wenig, sie jammern, dass es ihnen schlecht geht dass man dicke Tränen mit ihnen mitweinen soll, aber am Wochenende haben sie gerade keine Zeit für dich, da müssen sie leider nach x-burg, um ihren neuen Wagen vom Werk abzuholen und vom Autokonzern 2 Tage Luxushotel spendiert zu kriegen, das kann man sich ja nicht entgehen lassen …, und beim Tennis und am Golfplatz gut ausssehen, das ist wichtig.

      DAS sollen Gutmenschen sein?

      Ich bitte Sie!

      Wo waren Sie die letzten 20 Jahre?

      Sicher nicht in Deutschland.

    • Pseudolösungen und Unterstellungen
      sind, was ich hier überwiegend lese. Außer die Grenzen zu schließen und notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen sowie Wählerbeschimpfungen, lese ich hier nichts Substantielles mehr. Das ist doch arm.

    • Kann es sein, dass sie es noch nicht gemerkt haben?
      Der Ausdruck Gut-Mensch bezeichnet nicht Leute die gute Menschen sind, sondern mangels Durchblick, was das eigene Selbst und den Rest der Welt betrifft, es sind Leute die sich selber ganu ernsthaft für solche halten. Im Gegensatz zB zum Zyniker der die Realität als solche zur Kenntnis nimmt, bevor er mit dem Denken anfängt und der versucht sich nicht zum Wunschdenken verleiten zu lassen.

      M.a.W.: also ganz genau solche, wie Merkel Wähler und CSU/CDU Fans…. wobei ja auch Grüne und SPD Wähler letztlich Merkel Wähler sind, falls ihnen das noch nicht aufgefallen sein sollte…

    • @NN
      NN sagt: 8. Februar 2016 um 17:31 Uhr

      „Pseudolösungen und Unterstellungen
      sind, was ich hier überwiegend lese. Außer die Grenzen zu schließen und notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen sowie Wählerbeschimpfungen, lese ich hier nichts Substantielles mehr. Das ist doch arm.“

      Das liegt daran dass wie üblich eine Meinung haben ohne zu wissen worüber sie sprechen. In diesem Blog war das Thema bereits vor einem Jahr akut. Und es allen damals hier vorhandenen Foristen klar, dass man gegen die URSACHEN angehen müsste, sonst
      werde es eine solche Flüchtlingswelle geben.

      Aber die vom Urnenpöbel gewählte Regierung (beginnen sie jetzt zu erahnen was mit dem Wort hgemeint sein könnte?) blieb lieber tatenlos, weil jede eigene Meinung zu Stimmverlusten führen würde.

      Jetzt wo die gesammelte Blödheit der Massen und einer Regierung aus ihresgleichen, für ein Desaster gesorgt hat, von anderen eine Lösung zu verlangen, das ist ein wenig albern… selbst für jemanden wie sie es sind.

    • TDV, Sie hätten meine Aussage nicht auch noch bestätigen müssen.
      Denn mehr als heiße Luft haben Sie ja auch mal wieder nicht abgesondert. Das erinnert mich in erschreckender Deutlichkeit an die Phrasen unserer Polithansel. Wen interessiert, was Sie irgendwann mal mitzuteilen hatten? Jetzt scheint das jedenfalls nicht mehr viel zu sein. Oder schätzen Sie sich selbst tatsächlich als derart wichtig ein, daß ich das wissen müßte?

  16. Umfragen ???
    Wir hatten das in Ö. In Umfragen vor der Wahl haben sich nur die Hälfte zur FPÖ bekannt, gewählt haben sie diese dann aber sehr wohl..
    In Umfragen 12% = 25 % an der Urne.

    • Es mag sein, dass as hier auch droht. Aber die FPÖ war eine Partei mit Vorgeschichte, während die AfD halt auch so eine Art Katze im Sack ist.

  17. Zivilisatorische Ignoranz
    Lieber Don,

    ich erkenne an, dass Sie um eine differenzierte Auseinandersetzung mit der AfD und ihrer „Anhängerschaft“ bemüht sind (und der Beitrag ist natürlich, wie immer, sehr gut geschrieben). Ob ich selbst zu diesen „Anhängern“ zähle, weiß ich nicht so recht. Ich würde sie im Moment wählen und empfehle das auch privat mir nahe stehenden Menschen. Die Partei als solche gefällt mir allerdings nicht. Unter normalen Umständen würde sie nicht wählen. Gleichwohl möchte ich einige Ergänzungen und Einwände vorbringen:

    Die AfD wird nicht erst seit der „Flüchtlingskrise“ angefeindet. 2013 handelte es sich nach meiner Wahrnehmung noch ganz eindeutig um eine im Kern liberale Partei, die einige „heiße Eisen“ anpackte: Eurokrise im Besonderen, Merkelismus im Allgemeinen, Migration lediglich am Rande (Letztere hat in Deutschland mangels Steuerung nie wirklich gut funktioniert). Dennoch wurde die Partei sofort massiv angefeindet, so dass viele Leute sich nicht trauten, sich zu ihr zu bekennen. Tätliche Übergriffe gibt es auch schon seit 2013.

    Im Sommer 2015 wurde dann die neoliberale Spitze aus der Partei vertrieben. Unglücklicherweise ereignete sich alles Weitere erst später. Man kann mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass es zur Spaltung der AfD nicht gekommen wäre, wenn die Politik der „offenen Grenzen“ früher eingesetzt hätte. Vermutlich hätten Leute wie Lucke dann zähneknirschend erst einmal zurückgesteckt, weil ihnen bewusst gewesen wäre, welche Auswirkungen dies auf Jahre hinaus auf die Umfrage- und Wahlergebnisse der AfD haben würde.

    Ich habe vor kurzem hier im Blog die Einschätzung der CSU-nahen „Hanns-Seidel-Stiftung“ erwähnt, die (Anfang 2016) zu dem Ergebnis kam, die AfD sei (nach ihrem Rechtsschwenk…) im Links-Rechts-Koordinatensystem im Wesentlichen mit der CDU von 1998 zu vergleichen. Da ich die „alte“ CDU zwar nicht als Wähler, aber aus leidvoller familiärer Erfahrung kenne, kann ich dies bestätigen. Diese CDU, die u.a. dafür eintrat, das grundgesetzliche Asylrecht ganz abzuschaffen, war keine verfassungs- und im eigentlichen Sinne auch keine fremdenfeindliche Partei. Sie war reaktionär, häufig auch bigott, aber sie hatte einen guten Sinn: Sie trat für Recht und Ordnung ein, auch und gerade gegenüber Linksextremen, und wusste den Nationalstaat zu schätzen (auch wenn sie die Weichen zum heutigen in vielerlei Hinsicht zu kritisierenden Gebilde „EU“ gestellt hat).

    In den letzten Tagen ist die AfD gezielt heftig unter Feuer geraten wegen der Äußerungen zum Schusswaffengebrauch an der Grenze. Man hat so getan, als müsse jeder „Demokrat“ eine Partei, deren Vertreter sich so äußern, ächten. Die Wahrheit ist aber: Unter vergleichbaren Umständen hätte sich das Personal der CDU von 1998 wohl noch drastischer geäußert. Man muss sich doch nur die Debatte um den Asylkompromiss von 1993 in Erinnerung rufen. Die Ausgangslage war damals allerdings eine ganz andere: Es kamen eben nur ein paar Hunderttausend Menschen, nicht Millionen, und Phänomene wie den IS gab es nicht.

    All das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man über den medialen Umgang mit der AfD und die Haltung ihrer „Anhängerschaft“ nachdenkt. Ich habe das immer als Hexenjagd empfunden, die nun ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat mit (rechtlich eindeutig nicht haltbaren) Vorschlägen, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen, sowie tatsächlichen Schüssen aus scharfen Waffen *auf* die AfD.

    Die Missstände, die von der AfD und ihren Wählern beklagt werden, sind auch nicht neu. Sie sind durch die wahnwitzige Politik Merkels nun nur so groß geworden, dass man sie auch vor der breiten Masse nicht mehr verstecken kann. Genau das ist vorher in der angeblich „liberalen Demokratie“, in der wir leben, geschehen. 2014 kam Pegida auf. Schauen Sie sich mal an, was diese Leute forderten – und was davon inzwischen alles umgesetzt worden ist, nachdem sie zuvor auf das Übelste beschimpft und verleumdet worden sind. Schon seit 2013 konnte niemand im Sicherheitsapparat das Problem mit den „Nafris“ noch ignorieren, aber trotzdem hat man den Menschen nicht die Wahrheit gesagt, sondern so getan, als handele es sich auch dabei um (reine) Wahnvorstellungen ostdeutscher Rentner bzw. „Rassisten“.

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass selbst die AfD noch eine vergleichsweise verhaltene Reaktion auf das ist, was seit Sommer 2015 geschehen ist: Unter medialer Propaganda, die einem totalitären Staat angemessen ist, aber nicht einer „liberalen Demokratie“, wurden alle Tore für eine Zuwanderung geöffnet, die die Mehrheit nicht will und niemals wollte. Seither hat man den Jahrgängen zwischen 15 und 30 Jahren einfach so 1,1 Millionen (registrierte) Zuwanderer aufgebürdet, was in etwa 10% dieser Gruppe entspricht. Der größte Teil dieser Zuwanderer besteht aus jungen Männern, was zusätzlich höchst bedenkliche Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis hat. Über nennenswerte Qualifikationen verfügt kaum ein Zuwanderer. Dass diejenigen, die nicht schutzberechtigt sind, wieder gehen müssen und auch die anderen irgendwann in der Mehrzahl wieder gehen werden, ist ein Märchen, das niemand glauben kann, der sich auch nur ein bisschen auskennt.

    Ich sage Ihnen: Wenn mehr Menschen wüssten, *was* hier geschieht, sähen die Zahlen für die AfD ganz anders aus. Angesichts der Dramatik der Entwicklungen ist das, was Sie in Ihrem letzten Absatz als „Zivilisation“ identifizieren, m.E. auch eher eine Schimäre. Läge die AfD in Umfragen bereits bei 20 oder 30% (was den Werten rechtspopulistischer bzw. islamfeindlicher Bewegungen aus vielen anderen europäischen Ländern entspräche), würde diese wahnwitzige Politik ein Ende finden. Weil es nicht so ist, geht sie weiter. Die Situation, die entsteht, wird immer dramatischer, die Aussicht, sie innerhalb der Parameter eines bürgerlichen Staates bewältigen zu können, immer geringer. Was wird geschehen, wenn erst di

    • Meine private Meinung ist, dass die Politik sich in den letzten 20 Jahren viel stärker als das Land verändert hat. Das liegt am Neoloiberalismus, dem man alles unterordnete, wodurch dann auch Verschiebungen der Moralvorstellungen möglich wurden. Das heisst aber nicht, dasss die Menschen folgten. Martenstein etwa sagt über sich, dass er das selbe wie immer sage, und in der Meinung vieler Aussenstehender vom Kommunisten inzwischen zum Rechtsraikalen wurde. Das sehe ich anders – Berlin hat sich zwar durchaus so verändert, aber nicht das flache Land. Das Problem – oder das Gute – an der AfD ist, dass sie versucht, in diesem Spektrum auch die Extremisten mitzunehmen So wie die Piraten am Feminismus und am BGE scheiterten. wird die AfD an ihrer Familienpolitik und anderen bizarren Positionen scheitern. Ob das allerdings den unbeliebten Altparteien hilft, weiss ich auch nicht. Der eigentliche Wahlsieger werden die Nichtwähler sein.

    • Nachtrag
      Der letzte Satz ist wohl der Zeichenbegrenzung zum Opfer gefallen (Sorry für die Länge des Kommentares), deshalb sei er noch nachgetragen:

      Was wird geschehen, wenn erst die große Desillusionierung einsetzt, was im Falle eines (wahrscheinlichen) Anschlages?

    • @Krampus
      Gehen Sie mal kurz auf Youtube, und suchen Sie „Franz Josef Strauss Rot Grün“. Das war noch eine seiner harmloseren Reden.

    • ... dass die Politik sich in den letzten 20 Jahren viel stärker als das Land verändert hat.
      Das kann man wirklich nur hoffen, die Stammtische lassen das aber nicht wirklich erkennen, oder? Der Neoliberalismus, das ist wohl wahr.

    • Die letzten 20 Jahre
      In den letzten 20 Jahren hat sich das Land stark verändert, aber dafür soll der Neoliberalismus verantwortlich sein? Wie das? Ich sehe einen deutlichen Linksruck in diesem Zeitraum, gesellschaftlich, politisch. Das war doch eher der linke Marsch durch die Institutionen, der seine volle Wirkung entfaltet hatte. Und dieser Linksschwenk, den Angela Merkel ihrerseits Partei verordnet hat, hat diese Entwicklung vollendet.

      Ich sehe nicht, was im Zusammenhang mit den 2 politischen Grossthemen unserer Zeit – Flüchtlinge und dauerhafte Alimentierung der Süd-EU – der Neoliberalismus da groß angerichtet hat. Ich meine, das bisschen Deregulierung in den 90ern und die Sozialreformen
      Schröders machen aus unserem Land keines, das von Neoliberalismus geprägt war.
      (Off topic, weil das tippen dieses Kommentars mich so wütend gemacht hat: kann es sein, dass die Autokorrektur von iOS mit jeder AktualisIerung eine noch schlimmere Pest wird?)

    • Das weiss ich nicht, ich arbeite immer am Rechner.

    • "Familienpolitik und andere bizzare Positionen"
      in Ba-Wü sind die „Demos für Alle“ doch recht erfolgreich; allerdings kenne ich die familienpolitischen Positionen der CDU zu wenig. In Österreich war es so, daß das Kinderbetreuungsgeld von Haider, als er Landeshauptmann im strukturschwachen Kärnten war, für Kärnten eingeführt und dann aber für ganz Österreich übernommen wurde, wo es bedenkliche generative Anreize setzt. Die – von Konservativen und Wohlhabenden präferierten – Steuerreduktionsmodelle (die Grundlage
      demographischer Erfolge in Frankreich) werden von Linken abgelehnt.

      .
      Es ist klug, daß Sie das Thema offensiv und offen angegangen sind.
      Über andere „bizzare Positionen“ (Außenpolitik) die auch von der FPÖ geteilt werden, ein ander Mal…

    • Natürlich bringt die AfD gegen die Genderschulreform auf die Strasse, aber wäre es so auch bei dem Verbot der Abtreibung, beim Weiterbetrieb der Kernkraftwerke oder der Kritik am Klimawandel? Es ist gerade in Deutschland immer leicht, Leute gegen etwas zu mobilisieren. Aber für etwas, das peinlich, vorgestrig und verhasst ist? Glaube ich nicht.

    • marginalisierte Positionen
      wie Verbot der Abtreibung (auf Einführung einer anonym geführten Statistik und besserer Aufklärung statt der in Ba-Wü eingeführten Genderei herunterbrechbar) und Lobbyismus für die Atomwirtschaft haben bei der AfD sozusagen Unterschlupf gefunden.
      Sobald Mandate errungen und Gelder für Demoskopie vorhanden sein werden, wird es da auch Gewichtungen geben…

    • Titel eingeben
      Die AfD ist zur Zeit ein Wackelpudding, der sich noch nicht verfestigt hat. Unterschiedlichste Leute strömen hinein, weil es der einzige verbliebene Hoffnungsträger (man könnte auch „Dampfdruckventil“ sagen) in der vermonopolisierten Parteienlandschaft ist.
      Ob da nach den Wahlen mehr als ein Chaoshaufen rauskommt, wer weiß das schon. Aber inzwischen ist selbst ein Chaoshaufen weniger schlimm als der von allen Parteien strikt befolgte Kurs frontal gegen die Wand.

  18. Titel eingeben
    Eine durchdachte, genial formulierte Kolumne, vielen Dank. Dabei erinnere ich mich an ein anderes Thema, bei welchem Don Alphonso neulich die Kriminalstatistik als falsch entlarvte, aufgrund der Vergleichsgruppe, welche nicht die Gesamtbevölkerung, sondern die hier lebenden Migranten repräsentierte.
    Daran musste ich neulich denken, als ein Vertreter der Kripo aus Niedersachen in einer Talkshow lang und breit erklärte, dass es eindeutig nachgewiesen sei, dass die Kriminalitätsrate bei den Flüchtlingen nicht größer sei als in der Gesamtbevölkerung. Daraufhin erklärte er, dass die meisten Taten nicht erfasst werden, weil die Täter keine Papiere hätten. Also keine Papiere = keine Anklage = keine statistische Erfassung. Oops, dachte ich nur: Wessen Logik spinnt? Meine oder seine? Der gute Kriminalbeamte hat seine eigene Statistik ad absurdum geführt, aber erwartet, dass der Zuschauer das nicht mitbekommt.

    In einer weiteren Sendung erklärte ein anderer Kriminalbeamter aus Niedersachsen (dort sind offenbar die genialsten Kriminalstatistiker beheimatet) ähnlich überzeugend: Nach der Flüchtlingsschwemme gäbe es keine Anzeichen für steigende Kriminalität! Daraufhin berichtete ein Polizeibeamter aus seinem Team über unzählige Fälle, die vorher so noch nie beobachtet wurden: Ladendiebstähle, Diebstähle in den Häusern in der Nachbarschaft einer Unterkunft (in einem EFH wurde kurz hintereinander viermal eingebrochen. Nach jedes Mal Stärkung der Schwachstelle, durch welche die Täter hereinkamen, fanden sie ein neues Schlupfloch, zuletzt durchs Dach.) In der gleichen Sendung hieß es auch, dass die Polizei im letzten Moment eine schon nackt ausgezogene verheiratete Inderin in der Nähe einer Unterkunft vor der Vergewaltigung rettete. Dann hieß es: Man könne nichts dagegen unternehmen, die Täter hätten ja keine Papiere. Die Logik auch hier: keine Papiere, keine Straftaten.

    Na ja, die Krönung waren die neulich im III Programm ausgestrahlten Aufnahmen beim Verkaufspersonal einer Drogerie, einer sympathischen Dame um die 40. Sie wirkte ziemlich frustriert, weil die Diebe, wie sie sagte, einfach hineinmarschierten, um sich zu bedienten. Sie fragte sich, ob Deutschland noch ein Rechtsstaat sei oder eher eine Zweiklassengesellschaft, in welcher eine bestimmte Personengruppe wiederholt Straftaten begeht, ungestraft davon kommt und somit über dem Gesetz steht.

    Tja, es ist ruhig geworden in den Medien. Mein Verdacht ist, dass nun versucht wird, die Sache wieder tot zu schweigen. Es wird nicht mehr vom Thema geredet, sondern z.B. auf SPON von der Spaltung des Landes. Der Autor analysiert die gegensätzlichen Gesichtspunkte der zwei Lager, als seien sie gleich stark. Wenn aber mindestens 70-80% der Bevölkerung die Politik ablehnen, kann doch von einer gleichmäßigen Spaltung keine Rede mehr sein.

    Vom Thema ablenken, schweigen, aussitzen, hat ja bisher jedes Mal prima geklappt. Aber die Buskonvois kann Mutti nicht wegzaubern, die rollen weiter, in Richtung Germany.

    • Das sind halt politische Vorgaben. die Politik weiss schon, warum sie dieLageberichte nict veröfentlicht, und wenn sie doch durchgestochen werden, ist das Geschrei gross. Und mal ehrlich: Wenn das ales Lämmer wären. bräuchten wir keine neuen Polizisten.

    • Titel eingeben
      „Tja, es ist ruhig geworden in den Medien. Mein Verdacht ist, dass nun versucht wird, die Sache wieder tot zu schweigen.“

      Dafür gibt es leider viele Anhaltspunkte.

      Für mich ist dieser Fall hier ein beredtes Beispiel:

      http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/schwarzfahrer-sticht-zugbegleiter-nieder-1.1284632#comments

      Des Täters „Identität konnte zunächst nicht geklärt werden.“
      Sie scheint imnmer noch ein Rätsel zu sein. Oder auch nicht – alles klar, denkt sich mancher, denn wäre es ein Deutscher gewesen, hätte die Identitätsklärung kaum Probleme bereitet.
      Ich habe trotz der Schwere des Verbrechens bis heute in keiner Online-Zeitung etwas Aufklärendes dazu lesen können.

  19. die REPs
    Die REPs? Ziemlicher AfD-Charakter.

    Das REP-Profil (Auszug aus Wikipedia):

    „Das Leitmotiv einer „deutschen Kulturnation“ in Abgrenzung zur multikulturellen Gesellschaft durchzieht das Programm. Es beklagt immer wieder ein von massenhafter Zuwanderung, Parteienmonopol, multinationalen Konzernen und Medien-Indoktrination gefährdetes oder beschädigtes Deutschland, in dem es keine echte Demokratie gebe“

    Das war: 2002.

    „massenhafte Zuwanderung“ (interessant, was sie 2002 als massenhaft empfanden)
    „Medien-Indoktrination“ (klar)
    „keine echte Demokratie mehr“

    Da war Schröder an der Macht.

  20. Titel eingeben
    Der deutsche Untertan hat zu lange selbstzufrieden an den scheinbar nicht limitierten Wohlstand geglaubt und „dummgut“ seine Rechte als Souveraen an die Politik delegiert – ohne ausreichend zu hinterfragen und ohne wirklich zu kontollieren.

    Dabei haben die Menschen verpasst, dass es eine weitreichende Gleichschaltung der Medien gab, die sonst in einer gesunden Gesellschaft der Gewaltenteilung einen Grossteil der demokratischen Kontrolle ausueben.

    Was wir jetzt bei den Wachgeruettelten sehen ist m.E. mehr enttaeuschte Wut als tiefer, ideologischer Hass. Die empfundene Verzweiflung, gegen den eigenen Willen in ein riesiges soziales Experiment mit unsicherem Ausgang gezwungen worden zu sein, fuehrt zur Flucht zu unbelasteten Kraeften.

    Die Vertrauenskrise gegen alle Parteien im Bundestag wird durch die ungeschickten Diffamierungsversuche gegen die neue, jetzt rechte, ausserparlamentarische Oppostion nicht verbessert. Die Ironie ist, dass die frueheren links-liberalen APO-Vertreter, jetzt dasselbe in ihren Aemtern und Medienjobs machen, was sie frueher bekaempft haben.

    Viele Menschen in Deutschland sind (potentielle) AfD-Waehler als Protest. Wandelt sich die Berliner Republik nicht, wird aus dem Protest eine Ueberzuegung, und aus Mitlaeufern potentielle Taeter.

    Es ist bedauerlich, aber der Vergleich mit der Weimarer Republik wird immer zwingender, da die Weltwirschaft und Finanzmaerkte auch neue/alte extreme Szenarien moeglich erscheinen lassen.

    Wenn zu der bereits bestehenden gesellschaflichen Situation eine schwere Rezession dazukommt, moeglicherweise sogar mit starker Inflation, haben wir den „perfekten Sturm“.

    Politik und Medien muessen Glaubwuerdigkeit wiederherstellen: das Richtige tun, proaktiv und transparent (und wahrhaftig) informieren. Dann wird die Lunte des Pulverfasses geloescht werden koennen und Deutschland kann sich als Gesellschaft und Gemeinschaft auf die Stuerme vorbereiten, die aus aller Welt auf uns einwirken.

    • Ich denke, es ist vor allem die Unsicherheit in Kombination mit dem Fegühl, sie nicht äussern zu dürfen. Es ist ja vorhersehbar, was man nachgesagt bekommt, wenn man solche Texte schreibt:

      https://twitter.com/martinlindner/status/695917186003681280

      Auf Konflikte mit solchen Leuten auf so einem Niveau haben die wenigsten Moderaten Lust – auf der anderen Seite ist das übrigens oft auch nicht besser. Aber so staut sich eben etwas auf, was bei den Wahlen für Überraschungen sorgen könnte. Insoern halte ich diese Form der Bekämpfung für sehr gefährlich. So hat man in Österreich auch die FPÖ gross gemacht.

  21. Sehr lesenswerter Blog
    Zugegeben, ich bin Mitglied der AfD. Meine Beweggründe hierfür möchte ich nicht näher erläutern. Da ich mich selbst aber nicht als rechtsradikal verorte und pauschale Menschenfeindlichkeit ablehne, empfinde ich eine unaufgeregte und gerne auch kritische Auseinandersetzung mit der Thematik, wie hier in dem Blog, als sehr wohltuend und konstruktiv.
    Es ist gut, der AfD auf’s Maul und die Finger zu schauen. Wer etwas taugt, wird einer kritischen Analyse standhalten. Ob es die AfD kann, muß sich weisen.

    • Nun, die wenigstens AD-Mitglieder halten sich für rechts, sondern für Mitte. Die Dame, der ich die Einblike vor allem verdanke, ist eine junge Dame aus Leipzig, mit Vorliebe für Mangas. Es ist also alles nicht so leicht, wie viele glauben möchten.

      Witog erscheint mir vor allem, dass man sich bewiusst macht, dass die AfD nicht einfach so passiert, sondern ihren Ursprung in dem hat, was andere tun oder unterlassen.

    • Wahl-o-mat
      Werter Don Alphonso,
      mich würde interessieren, welcher Partei Sie vor der Bundestagswahl 2013 durch den linksdrallverdächtigen Wahl-o-maten zugeschlagen wurden. Oder fanden Sie einen solchen Test (bzw. seine Programmierer) witzlos?

    • Ich nehme an, es wäre die PDS gewesen.

  22. Umgekehrte Anarchie
    Die Deutschen hatten sich angewöhnt wenigstens so zu verhalten, als wären sie staatsgläubig und sind nun fassungslos, dass dieser sich von ihnen zurückzieht, wie in einer umgekehrt anarchistischen Bewegung. Nicht die Bevölkerung versucht sich von staatlichen Repressalien zu lösen um ihr eigenes Ding zu machen, sondern der Staat löst sich von der Bevölkerung, um einerseits als humanitäre (N)GO, andererseits als supra-staatliche Eurokratie fortzuexistieren. Man könnte da auch PEGIDA umkehren und sagen, dass man sich so wohl die objektive Tendenz des Christlichen Abendlandes im 21-ten Jahrhundert vorstellen muss ohne alle sentimentalen Vorbehalte hinsichtlich dessen Kultur, die von der permanenten moralischen Revolution abgesehen, kaum dass sie existiert, schon zu einem machtvollen Fetisch geworden ist mit dem sich die Leute identifizieren. Wenn es sich unterwegs in ein Muslimisches Morgenland verwandelt, so wäre das bloß eine weitere Ironie der Geschichte, allerdings eine, bei der man lieber verwunderter Zeuge, denn Teilnehmer sein möchte.

    Die AfD und ähnliche Formationen stehen für einen Restaurationsversuch und ich bin sicher dass er auch kommen wird, etwa so wie der Abbruch einer spekulativen Übertreibung an den Märkten.

    • Was mich am meisten erstaunt ist, dass der zuusammenbruh des Vertrauens in den Staat durch die Unuion kommt. Das ist die eigentliche IIronie: Die Leute wählen CDU und bekommen eine asylsozialistische Nation per Putsch gegen die Verfasung.

    • Ein deutsches Schicksal
      Ja, es ist schon eine Travestie. Man erinnere sich, die aktuelle Flüchtlingspolitik wurde mit einer Analogie zu Kriegsheimkehrern in den 1940-50er Jahren begründet. Was man damals schaffte, das schaffen wir jetzt erst recht. Die Bevölkerung wurde nicht vor die Wahl gestellt, ob sie das überhaupt schaffen wolle, sie muss das eine wie das andere damals, als Selbstverständlichkeit akzeptieren, etwas das der politischen Entscheidung und der Wahl vorausgeht.

      Ich bin es schon lange gewohnt, dass kaum mehr öffentlich debattiert wird, aber das geschieht oder geschah im Rahmen eines virtuellen Konsens, wie etwa bei der Energiewende, die auch ganz plötzlich eine beschlossene Sache war. Nun hatte der Ausstieg aus der Nutzung der Kernkraft einen nahezu 30-jährigen Vorlauf, in dem diese Debatten durchaus geführt wurden, wieder abflauten und Merkel nutzte dann nur noch das Momentum von Fukushima. Ich fand das damals taktisch sehr geschickt von ihr. Bei der Massenimmigration von Muslimen und Afrikanern ist das vollkommen anders, weil die Debatte selbst tabuisiert ist. Man kann in Deutschland nicht über das Für- und Wider von Menschen anderer Kultur, Hautfarbe, Religion usw. und ihren Nutzen für die deutsche Gesellschaft streiten. Die einzige Differenzierungsmöglichkeit in Fragen der Immigration war diejenige der Technokraten, die sich um den Brain Drain aus wirtschaftlich schwächeren Regionen der Welt bemühten, die die Besten abschöpfen wollten. Dort hätte ich bis zum Spätsommer den virtuellen Konsens der Deutschen vermutet, so wie auch die Position der CDU/CSU. Dann kam alles anders.

    • asylsozialistische Nation per Putsch gegen die Verfasung
      Es sollten die Unterschiede beachtet werden, soviel Zeit muß sein.

      Ich empfehle einen Blick in das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951“, in das „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 31. Januar 1967“ sowie in das Aufenthaltsgesetz usw. Die Vorrangigkeit des Rechts ist insbesondere mit Blick auf Art. 16a GG zu beachten. Dann kann von Putsch gegen die Verfassung etc. nicht mehr die Rede sein.

      Sehr informativ: http://www.nds-fluerat.org/leitfaden/1-der-beginn-des-asylverfahrens/

      Da bleiben keine Fragen mehr offen, da endet jede Polemik.

    • Pardon, aber es gibt nun mal die Drittstaatenregelung und es gibt auch die Regel, dass Leute, die aus UNHCR-Lagern fliehen, nicht überall einfach antanzen und nach Belieben woanders Flüchtig sein können. Wir hatten früher andere Regeln al heute, ohne dass ein Gesetz geändert worden wäre, Das ist offensichtlich.

    • @NaNa
      Sie haben Artikel 16GG nicht richtig gelesen und auch in der Genfer Flüchtlingskonvention steht nichts davon, dass Krieg oder wirtschaftliche Missverhältnisse Flucht- oder Asylgründe sind. Es geht immer um politisch Verfolgte, die bei den z.Z. hier angekommenen Migranten allenfalls einen Anteil von 0,7% ausmachen.
      http://www.unhcr.de/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html?L=0

    • Sorry, Don, aber das ist so nicht ganz richtig.
      Die auch von Deutschland unterzeichnete Genfer Flüchtlingskonvention ist höherrangiges Recht. Das bedeutet, daß nicht einmal Art. 16a GG darüber steht. Dementsprechend wurden nicht nur Art. 16a GG, sondern auch das Aufenthaltsgesetz usw. nicht als absolutes Recht formuliert.

      Daher dringt die Bundesregierung ja auch so sehr darauf, daß Flüchtlinge bereits an den Grenzen der EU registriert werden und möglichst auch noch dort einen unnötigen Asylantrag stellen. Denn nur dann ist es rechtlich möglich, sie in die Länder der HotSpots, oder wie die Lager heißen sollen, zurückzuschicken.

      De facto hat aber schon das Dublin-Abkommen nicht funktioniert, mit dem sich Deutschland aus der Verantwortung stehlen wollte. So wird es auch mit den HotSpots kommen. Schon jetzt lassen sich Flüchtlinge nur selten in Ländern registrieren, in denen sie nicht bleiben wollen, stellen dort keine Asylanträge. Die wissen bestens über die rechtliche Situation Bescheid. Die wissen auch, daß man sie dort nicht zur Registrierung zwingen kann. Eine erzwungene Registrierung in einem Land, in dem der Flüchtling nicht bleiben will, kann rechtlich nämlich auch keinen Bestand haben. Und wenn die Erstaufnahmeländer erst mal begriffen haben, was HotSpots für sie bedeuten, sollte Deutschland dann die Flüchtlinge zurückschicken oder nicht mehr übernehmen, hat der Spaß ganz sicher ein abruptes Ende. Der Schaden für Deutschland, wird dieser neue Versuch, die Verantwortung auf Dritte abzuschieben, erkannt, dürfte immens sein.

      Leider wird immer noch nicht sauber zwischen Asylanten, Flüchtlingen und Migranten unterschieden. Insbesondere nicht in rechtlicher Hinsicht. Das liegt wohl daran, daß die Gesetze für juristische Laien zu vielfältig, schwer verständlich und von unterschiedlichem Rang sind, was juristisch belastete Politiker ganz besonders freut. Denn so kann man mit ungenauen Formulierungen ganz einfach und risikolos die Meinungsfabriken bedienen. Dagegen hilft wie immer nur, sich selbst zu informieren, einen Link hatte ich ja eingefügt.

      Es sollte aber zu denken geben, daß jeder Mensch, setzt er seinen Fuß in den deutschen Rechtsstaat, das Recht auf rechtliches Gehör hat. Anders ausgedrückt, bei Flüchtlingen gibt es keine Schnellverfahren. Noch anders ausgedrückt, wenn man die Flüchtlinge in den HotSpots nicht einsperrt, ist mit HotSpots nichts gewonnen. Daher bleibt am Ende wohl nur der Weg, die Türkei dafür zu belohnen, daß sie das Problem mit Gewalt an ihren Grenzen für uns löst. Wie man das wohl in Europa den Bürgern vermitteln will?

      Was die „sicheren Drittstaaten“ betrifft, so wollen die ihre Bürger doch oft nicht zurück. Ich wüßte nicht, wie man sie, insbesondere bei unklarer Herkunft der Menschen, dazu zwingen können sollte. Rechtlich wäre das zwar möglich, praktisch kann aber auch das Jahre dauern.

      Wie verlautete, will Österreich seine Grenzen ja nun durch das Bundesheer „schützen“. Logischerweise kann das nicht friedlich abgehen. Gibt es da eigentlich eine AfÖ? Wie sieht es eigentlich an den bereits installierten Grenzzäunen aus? Man hört so recht nichts mehr.

      Letztlich gibt es wohl nur eine funktionierende Lösung. Die Menschen müssen in ihrer Heimat frei, sicher und menschenwürdig leben können. Und sieh mal einer an, das ist doch tatsächlich auch unser Problem, wollen wir die Flüchtlingsbewegungen stoppen. Und was das bedeutet, darüber möchte ich in diesem Leben eigentlich nicht mehr nachdenken müssen. Aber, es wird sich wohl nicht vermeiden lassen.

    • Paron, wenn sie „frei, sicher und menschenwürdig“ als Grundlage nehmen, können wir das Land hier auch verschenken. UUngarn hat einen eigenen Umgang mit asylbewerber und totzdem ist es auf dem Boen er Menschenrchte. Die Schweiz auch Es gibt keinen Grund anzunehmen, warum das bei uns anders sein sollte,

    • @D.A.
      „Paron, wenn sie „frei, sicher und menschenwürdig“ als Grundlage nehmen, können wir das Land hier auch verschenken.“

      Davon ausgehend, dass Deutschland nicht souverän ist (sagt der Bundesfinanzminister) und jetzt auch noch TTIP kommen soll, scheint diese Idee auch nicht mehr ganz so verrückt, wie sie klingt; wenigstens könnten wir uns auf diese Weise den Beschenkten aussuchen. Und im übrigen will Ungarn auch was erreichen; nur dass sich unsere Interessen (oder in dem Fall wohl die Interessen von Ungarn und Österreich) gegenseitig im Wege stehen.

    • @ NaNa 7. Februar 2016 um 01:28 Uhr:
      Nach einem längeren Ausflug in das Blog des Journalisten F. Luebberding gibt es wohl viele, die die Rechtslage so sehen, wie Sie sie darstellen.

      Danach ist Massenzuwanderung TINA und es gibt kein rechtsstaatliches Mittel, mit dem Deutschland die jährliche Zuwanderung von 2, 5 oder 10 Millionen Menschen verhindern könnte. Wir müssten dann nach Flüchtlingskonvention oder Artikel 16 jede/n ins Land lassen. Und wer einmal hier ist, dürfte mit 90% Sicherheit bleiben, unabhängig davon, ob Asyl- und Schutzgründe vorliegen.

      Ich würde mein Geld nicht darauf setzen, dass eine Nation freiwillig in den Untergang geht, nur weil die spezifische Menschenrechtsinterpretation seiner politischen und journalistischen Elite das verlangt. Das ist aber exakt das, was die TINA Apologeten verlangen.

      Ich war schon 1993 der Auffassung, dass die Änderung des Asylrechtes mit 16a halbherzig und kurzsichtig war. Nun, sie hat uns immerhin 20 Jahre lang Ruhe beschert, bis August 2015. Jetzt fällt uns diese Kurzsichtigkeit mit grosser Wucht auf die Füsse – in der heutigen Welt ist ein unbegrenztes Asylrecht in Verbindung mit Einzelfallprüfungspflicht und Nichtabschiebemöglichkeit für einen im internationalen Vergleich wohlhabenden Staat schlicht nationaler Selbstmord.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Durch ständige Wiederholung wird das...
      @NaNa

      „Die auch von Deutschland unterzeichnete Genfer Flüchtlingskonvention ist höherrangiges Recht. Das bedeutet, daß nicht einmal Art. 16a GG darüber steht.“

      … auch nicht richtiger.

      Das hat mit dem Grundgesetz, namentlich dessen Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht, nicht im Entferntesten etwas zu tun, sondern ist nur ein Hirngespinst migrationspolitischer Lobbygruppen und ihrer publizistischen Büchsenspanner.

      Vor allen Dingen handelt es sich bei den angesprochenen Verträgen nicht um „allgemeine Regeln des Völkerrechts“ im Sinne des Art. 25 GG. Völkervertragsrecht – wie eben die genannten Konventionen, bis hin zur Europäischen Menschenrechtskonvention oder der Menschenrechtscharta der UN – fällt darunter nicht.

      Doch selbst solche allgemeine Regeln können nicht das Grundgesetz außer Kraft setzen. Art. 25 GG selbst spricht davon, diese Regeln „gehen den Gesetzen vor“ – aber eben dem Grundgesetz selbst. Deshalb kann man sie nicht gegen Art. 16a GG ausspielen.

    • @NaNa
      „Die auch von Deutschland unterzeichnete Genfer Flüchtlingskonvention ist höherrangiges Recht.“

      Die auch von Deutschland unterzeichnete Genfer Flüchtlingskonvention ist im Verhältnis zum Grundgesetz natürlich kein „höherrangiges Recht“. An sich erzeugt sie übrigens gar kein individuelles Recht auf Schutz und wird vom allergrößten Teilen ihrer Unterzeichnerstaaten realiter ignoriert. Für Deutschland wichtig ist vor allem, dass die Qualifkationsrichtline als europäisches Sekundärrecht der Umsetzung der GFK dient und sich hieraus bestimmte Individualrechte ergeben. Aber auch die GFK verpflichtet niemanden, Leute aus sicheren Gebieten einreisen zu lassen. Deutschland hätte ohne weiteres die (rechtliche) Möglichkeit, an seinen Landesgrenzen erst einmal jeden Asylsuchenden abzuweisen.

      Zudem gilt die GFK, was viele in der Tat nicht wissen, in Wahrheit ohnehin nur für einen kleinen Teilen der Flüchtlinge weltweit. Vom BAMF wurden bislang viel zu viele Personen einfach ohne nähere Prüfung als Flüchtlinge i.S.d. GFK anerkannt. An sich ist nämlich eine individuelle Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen der politischen Überzeugung erforderlich. Das ist zum Beispiel zu bejahen, wenn der IS Jagd auf Jesiden macht. Auf „schlichte“ Bürgerkriegsflüchtlinge, die „nur“ vor irgendjemandes Bomben oder Kugeln fliehen, trifft das jedoch nicht zu. Aber es erleichtert natürlich die Arbeit der Behörden.

      Auch ansonsten ist das, was Sie schreiben, sorry, ziemlicher Unfug. Formal gilt Dublin III noch immer, und deswegen wäre der erste Mitgliedstaat, in dem ein Asylsuchender den Boden der europäischen Union betritt, sehr wohl verpflichtet, eine Registrierung durchzuführen, und könnte das auch mit den erforderlichen Zwangsmitteln durchsetzen. Dass es realiter nicht passiert und Deutschland sich bereitwillig den Schwarzen Peter zuschieben lässt, ist eine ganz andere Frage.

      Ihr Kommentar ist aber immerhin ein schönes Beispiel dafür, wie Menschen sich auf kaum verlässlichem Wege (hier durch die Pro-Asyl-Lobby) über das angeblich geltende Recht informieren, dieses falsch verstehen/wiedergeben und dann auch noch mit ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen „anreichern“ bzw. „ausbessern“. Besonders merkwürdig ist, dass Ihnen offenbar selbst die Inkonsistenz nicht auffällt, die darin liegt, einerseits auf (angebliches) Recht zu bestehen, dieses andererseits aber einfach beiseite zu schieben, wenn Sie meinen, es sei unpraktikabel (Dublin III). Aber gut: Die Bundesregierung macht das bislang im Grunde auch so. Dass die Konsequenz Ihrer „Einschätzung“ jeder Verlust von demokratischer Selbstbestimmung ist, wird auch gar nicht erst reflektiert.

    • Lesen
      „Nach einem längeren Ausflug in das Blog des Journalisten F. Luebberding gibt es wohl viele, die die Rechtslage so sehen, wie Sie sie darstellen.“

      Dann ist dort eben dieselbe Pro-Asyl-Lobby unterwegs, die Unfug verbreitet. Lest doch einfach mal, was in Art. 33 der GFK steht. Natürlich kann Deutschland zurückweisen.

      „Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit. seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung bedroht sein würde.

      Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen, der aus schwerwiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet, weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde.“

    • "das Land verschenken"
      So würde ich das nicht formulieren, obwohl das Ende der Nationalstaaten unausweichlich ist, auch wenn es noch etwas dauert, Don.

      Nein, ich möchte nicht zum nationalen Suizid aufrufen, aber ich möchte auch kein ungarisches Deutschland. Und was die Schweiz betrifft, so gibt es dort zumindest demokratische Entscheidungen, mit denen ich ja nicht übereinstimmen muß. Ob sie mit den Menschenrechten übereinstimmen, ist fraglich. In Deutschland sind wir von solcher Demokratie jedenfalls noch weit entfernt.

      Was die rechtliche Seite betrifft, so staune ich über all die Juristen hier. Es macht wenig Sinn, darauf näher einzugehen, da unübersehbar ist, daß sich die Juristen selbst nicht einig sind. Daher nur noch das: Ob es nun die Genfer Flüchtlingskonvention oder die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist, die Unterzeichner haben sich dazu verpflichtet, sie in die nationale Gesetzgebung einfließen zu lassen. Das ist in Deutschland weitestgehend geschehen. Und von einem Staat, der sich selbst als Rechtsstaat bezeichnet, was ja auch ein Wert an sich ist, erwarte ich, daß er sich dann auch so verhält.

      Ich bleibe dabei, das einzige Problem ist der Kontrollverlust, das Versagen der Bürokratie. Und dieses Problem kann und muß beseitigt werden.

  23. wecker
    Ach, wie hatten wir es so schön bequem! Der Souverän, besser, Teile davon, folgten alle vier Jahre dem pavlovschen Reflex, kreuzten meist unfallfrei zwei Kringel auf dem Stimmzettel an und ließen sich dann ermattet ins Polster sinken ob ihrer soeben entledigten demokratischen Aufgabe.
    Wir konnten sodann wieder die Wahlversprechen unseren politischen Realitäten anpassen und darauf bauen, dass der teutsche Michel ein der gemeinen Stubenfliege ähnliches Gedächtnis sein eigen nennt.
    Und dann dieser schrille Wecker Typ AfD ohne Ausschalter! Nicht einmal Ohropax oder Weghören haben bisher geholfen. Wir haben es gar mit einem kollektiven „IGITT!“ aller sich selbst als allein demokratisch gesinnten Parteien versucht. Zwecklos. Und nun hört dieser AfD nicht auf mit seiner Kakophonie. Was sollen wir bloß tun? Mit Hilfe welcher EU-Regel – wir wollen ja keine Alleingänge unternehmen – kann man den Wecker loswerden? Der klingelt noch so lange, bis auch der Knilch von der letzten Bank aufgewacht ist und uns wegläuft, weil er uns unfairerweise als bräsig, lobbyhörig und gar eidbrüchig gegenüber dem Souverän empfindet. Nee, so nicht. Wir machen so weiter wie bisher und schicken erstmal Gabriel vor und den Verfassungsschutz in die Spur.

  24. Was tun?
    Was aber tun, lieber Don, gegen die tatsächlich statt findende Instrumentalisierung von Rechtsaußen? Den AfD-Followern scheint es egal zu sein, dass Neonazis und Hooligans gerne mitmitschen – und dass z.B. ein Höcke tatsächlich Reden hält, die anmuten wie jene von Göbbels und Hitler in den alten Dokus der 3.Programme?

    „Besorgt sein“ ist das eine, jegliche Differenzierungen aufgeben und klar rassistische Forderungen vertreten das andere, m.E. nicht Hinzunehmende.

    • Nun, ich bin kein Politiker. Die besten Fehler sind die, die est gar nicht passieren. Diesmal ist es passiert, und jede Lösung wird nicht nur hässloh, sie wir auch am Problem der AfD so schnell nichts ändern. Wer will, dass wir uns an ungebremste Migration gewöhnen, muss sich auch an solche Parteien gewöhnen.

      Mir gefällt das auch nicht. Aber so ist es nun mal-

    • na - aushalten,
      Text eingeben

    • Logisch
      Natürlich ist das vielen AFD Wählern egal. Die AFD ist Mittel zum Zweck um eine politische Kurskorrektur zu veranlassen. In der Schweiz würde man dann einfach bei einer entsprechenden Themenabstimmung entgegen der Meinung seiner sonst unterstützten Partei wählen.
      Da das in Deutschland nicht geht und alle anderen grossen Parteien bei dem Thema nahezu die gleiche Meinung haben, bleibt nur die Proteststimme. Ob da dann auch irgendwelche Nazis mitmischen ist letztendlich egal, schliesslich rechnet niemand damit dass Höcke nun Bundeskanzler wird.

    • Unsinn, Don...
      „Die besten Fehler sind die, die erst gar nicht passieren. Diesmal ist es passiert….“

      Dsa istv geheuchelt, etwas das ich so gar nicht mag. Diesmal ist es halt ein Fehler der auch für Sie Konsequenzen hat, sie haben es ja beschrieben, dass die heile Welt in Rottach Egern Unerhörtes erleben muss, und deshalb ist es diesmal auch in ihren Augen ein Fehler.

      Ist der EURO kein Fehler gewsen?
      War Bankenrettung ohne tatsächlich folgende Regulierung kein Fehler?
      War die Art und Weise der Wiedervereinigung kein Fehler?
      War die Zusammenarbeit mit den USA bei der Überwachung kein Fehler?
      War der Kriegseinsatz in Afghanistan kein Fehler?

      Soll ich weitermachen?

    • Die Gruenen - frueher ein Schreckgespenst
      In der APO Zeit vor ‚vielen‘ Jahren waren die Gruenen so bunt gemischt, wie heute die AfD. Aus Steinewerfern wurden Aussenminister…Die AfD besetzt die Luecke rechts von der CDU, die sich zu einer Hybridpartei links von der MItte gemacht hat.

      Falls die AfD bestehen bleibt, wird eine Selbstreinigung stattfinden, und die rechtsradikalen Extremisten werden ausgesondert (und evtl eine neue Partei gruenden).

      Die AfD wird dann irgendwann eine parlamentarsche Opposition werden, die den Berliner-Reichstag-Gleichschritt aus dem Tritt bringt. Die CSU seit Jahren gibt vor, diese Funktion zu erfuellen, doch auf Bundesebene sind und bleiben sie „Papiertiger“.

  25. Vielen Dank
    Vielen Dank für diese Differenzierte Lagebeurteilung, leider ziemlich selten geworden. Der Text spiegelt meine momentane Gefühlslage sehr treffend wieder.

    • Gern geschehen. Im Netz meinte grad einer, der Text sei eine „Recjts-Apologetik“ und ich sei „hinterfotzig“. Shooting the messenger halt.

  26. Meinungsfreiheit
    Eines der Probleme ist offensichtlich dass man mit bestimmten Meinungen Anderer nicht umgehen kann. Zudem hat man sich durch political correctness und andere tolle Dinge dazu verdonnert die Wahrheit nicht mehr sagen zu dürfen oder wollen. Am Kommentarbereich der FAZ sieht man dieses Muster ebenfalls. Kommentare werden unterdrückt oder gekürzt. Dann bitte gleich ganz die Funktion abschalten… Im übrigen ist das Problem mit den wirklich wenigen Migranten die sich nicht benehmen können schon über 20 Jahre alt und wurde totgeschwiegen. Asylbetrug, Mehrfachmeldungen, Kriminalität waren der Polizei und den Nachbarn gewisser Heime bekannt, schaften es aber nie in die Medien. Journalisten sind schon eine sehr interessante Berufsgruppe, denen es heutzutage scheinbar ab uns zu an einer Grundvoraussetzung fehlt: klare Objektivität…

    • Hier wird nur „unterdrückt“, wer über die Stränge schlägt. Oder unlesbares Zeug reinklatscht. ansonsten geht das meiste durch, weit über 90 Prozent.

    • P. C. / Bildung / Universität / Deutungshoheit / Konformismus / "Gewissensmelker" / alternativlos
      Entdeckte vor zwei Tagen auf youtube einen Vortrag von Norbert Bolz hierzu. (Es ist ein Audiobeitrag.) YOUTUBE NORBERT BOLZ DANKESREDE.
      Gruss!
      Geht los ab 30:00 mins

  27. Alles so erwartbar
    Das Schlimme ist, dass alles so sinnlos erwartbar war ( wenn auch natürlich nicht die Form). Dass das alles nicht sonderlich gut gehen würde, wusste ich eine Woche nach den Jubelarien auf dem Münchner Bahnhof. Denn weder sind die Deutschen Engel, noch sind es wegen ihrer Armut notwendigerweise alle Bewohner von Dritte- Welt- Staaten. Wie auch? Engel gibt es im Himmel, man erkennt sie an ihren Flügeln. Mit Teufeln ist es einfacher, da reichen Taten. Ich bin immer ein großer Anhänger der Maxime gewesen, dass man die Rechten nicht aufwerten solle. Mir wurde allerdings seit Jahren immer mal wieder mulmig, wenn ich mitbekam, welche Unaufrichtigen Verrenkungen dazu angeblich nötig waren. Die Prantl- SZ hätte unendlich viel tun können, um die Rechten nicht aufzuwerten: Sie hätte eine Politik hinterfragen können, die zu einem Rechtsruck führen musste, so wie Benzin im Feuer zu einem unerfreulichem Grillerlebnis. Man bekämpft rechte Idioten dadurch, dass man sie widerlegt. Nicht dadurch, dass man eine Situation schafft, in der sie keine Idioten mehr sind, sondern eine Art Propheten. Gerade das hätte unbedingt (!) vermieden werden müssen. Wieso wusste das früher jeder gute Journalist, während es heute fast keiner mehr weiß?

    • .
      „Nicht dadurch, dass man eine Situation schafft, in der sie keine Idioten mehr sind, sondern eine Art Propheten.“

      das, lieber Candidesgarten, haben sie schön und treffend zugleich formuliert.

    • Candide
      „Wieso wusste das früher jeder gute Journalist, während es heute fast keiner mehr weiß?“

      Haben sie den Blog nicht genau genug gelesen? Es steht doch deutlich drin: Ein Journalist der solche Wahrheiten schreibt, ist seinen Job los.
      Das meiste in den BLättern sind heutzutage sowieso gleichlautende Agenturmeldungn, vielleicht von einem Volontär ein wenig umgeschrieben. Jobs für Journalisten sind Raritäten geworden und heldenhaft Wahrheitsliebende sind heutzutage arbeitslos.
      Und warum sollen die Medienkonzerne in ihren Produkten nicht das schreiben lassen, was ihren Profiten dient?

      Das Problem sind nicht solche Journalisten oder solche Konzerne… das Problem ist ein Volk mit dem man das alles machen kann.
      Das erst wie jetzt anfängt überhaupt zu reagieren, jetzt wo es zu spät ist, wo das Land unaufhaltsam bereits dabei ist sich zu verändern.

      Wenn man es also genau bedenkt, dann hat das alles sogar seine Ordnung, in dieser der besten aller Welten?

  28. Geschätzter Don, wieder ein gelungener Artikel - zwei Dinge sehe ich anders.
    Die Risiken bei der Nutzung der Kernkraft und der GAU in Fukuschima sind nicht vergleichbar mit der Fahrt in den Abgrund infolge der Migranten- oder Flüchtlingschwemme. Bei der Nutzung der Kernkraft gab es etwas zu gewinnen: nämlich billige Energie und als Folge davon Industrie und Arbeitsplätze, also Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Und der Gau fand in Japan statt. Tsunamis kommen bei uns nicht vor.

    Bei der Massenimmigration oder Flüchtlingslawine, die vermutlich noch so lange anhalten wird, bis die Sozen aus den Ämtern gejagt wurden oder bis es hier endlich drunter und drüber geht – dann braucht die Bundespolizei an der Grenze niemanden mehr zu begrüßen – sind Wohlstandsverlust, der Verlust unserer Freiheiten und Lebensweise die Folge. Die Gefahr is also nicht abstrakt. Die Konsequenzen unseres saudummen Handelns ertragen wir hier und heute. Und morgen wird es noch schlimmer werden. Eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund ist es erschreckend, dass ca. 85 Prozent der Deutschen zu Merkel und ihren Sozen sagen: Weiter so.
    Das ist alles andere „als ein gutes Zeichen für die Zivilisation unseres Landes“, sondern eher ein Zeichen dafür, wie weit die Gehirnwäsche unseres Volkes schon vorrangeschritten ist. Das geschieht bei uns, und nicht in Japan.

    • Japan
      Das Beispiel Japan ist auch interessant in anderer Weise: Asylanten werden dort kaum anerkannt, i.d.R. über Jahre hinweg eingesperrt; Das auch in Japan geltende jus sanguinis macht die Chancen auf Einbürgerung gering, wenn die denn doch genehmigt wird, muss der Betreffende ein Examen bestehen, die urspruenglische Staatsbürgerschaft ablegen und eine Japanischen Namen annehmen. Auch wenn Japaner extrem (und weit mehr als Deutsche) gastfreundlich sind, so sind sie sich doch mehr order weniger alle einig, dass Einwanderung unerwünscht ist, egal wie die Geburtenrate ausschaut. Noch erstaunlicher ist, dass sie dafür kaum jemand kritisiert – vielleicht zollen halt vernünftige Leute einer konsequenten, selbstsicheren Haltung mehr Respekt als einer chaotischen, aus chronischer Unsicherheit geborenen.

      Der Onkel

    • Flüchtlinge auf Insel Nauru
      @ Onkel
      Sogar die lockeren, geselligen Aussies sind knallhart in ihrer Flüchtlingspolitik. Sie kasernieren illegal über den Seeweg eingereiste Flüchtlinge, auch Kinder, auf der benachbarten armen Insel Nauru. Das hat sich herumgesprochen, die Abschreckung funktioniert. Sollte aber sicher kein Vorbild für Europa sein.

    • @Tamarisque
      „Sollte aber sicher kein Vorbild für Europa sein.“

      Wieso nicht? Meiner Meinung nach ist der „australische Weg“ perspektivisch das einzig gangbare und unter humanitären Gesichtspunkten noch am besten vertretbare Vorgehen. In Österreich ist man jetzt anscheinend auch auf diesen Kurs eingeschwenkt:

      „Den bisher spektakulärsten Vorstoß setzte der Kanzler höchstpersönlich aber in den auflagenstärksten Blättern Krone und Österreich. Am liebsten würde Faymann an der griechischen EU-Außengrenze von der Grenzschutzagentur Frontex aufgegriffene Flüchtlinge direkt in die Türkei zurückschicken. Mikl-Leitner bestätigt dem STANDARD die neu akkordierte Regierungslinie: ‚Ich sage seit einem Jahr, dass im Mittelmeer an erster Stelle natürlich das Retten stehen muss. An zweiter Stelle darf aber nicht die automatische Einreise in die EU stehen. Die Menschen müssen zurück in die Türkei gebracht werden.‘

      All das gemahnt stark an das australische Modell unter dem Slogan ‚Stop the Boats‘, das FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seit geraumer Zeit für Europa einfordert. Denn seit die australische Marine selbst Flüchtlinge auf nicht mehr seetauglichen Booten einfach in Rettungsboote steckt und kurzerhand zurückschickt, hat es 2014 und 2015 kaum mehr ein Schiff mit illegalen Einwanderern auf den Kontinent geschafft.“

      http://derstandard.at/2000030539122/Vorbereitungen-fuer-Faymanns-Plan-B

  29. Es geht nicht um die AFD
    Ja, sie beleuchten zwei Probleme: das politische und mediale Trommelfeuer auf alles und jeden, was sich der Einheitsmeinung (nicht nur in der Flüchtlingsfrage) widersetzt, und die unsägliche Selbstgerechtigkeit einer sogenannten Linken, die in Wirklichkeit nichts ist als eine ideologisch komplett verkrustete Truppe von Realitätsverweigerern. Die haben aber das Sagen. Merkel weiss genau, dass die AFD oder sonstwer niemals genug Stimmen sammeln kann, um an entscheidener Stelle mitzubestimmen. Sie kann sich ihre Haltung leisten. Und wenn es eng wird, muss es eben der Verfassungsschutz per Kriminalisierung richten. Es geht gar nicht um die Afd, es geht um die Unterwerfung jeglicher Opposition. Und eine Menge Leute, die bestimmt nichts mit der AFD am Hut haben, spüren das ganz genau.

    • So wie es aussieht, wird diese Linke aber brutal verlieren. Die Grünen waren die ängste Zit auf dem Weg zur Volkspartei, die SPD verschwindet als Arbeiterpartei. Unter diesen Vorzeichen wird auch die Dominanz in den Medien nicht ganz einfach, würde ich denken.

  30. Titel eingeben
    Vielen Dank für den Beitrag. Ich fühle mich verstanden. Und ich stehe eher links als rechts. Die AfD ist eine Partei, der ich in „normalen“ Zeiten nicht wählen würde, aber die aktuelle Situation lässt mir keine andere Möglichkeit. Niemals hätte ich gedacht, dass ich diese Diskrepanz zwischen „offizieller Wahrheit“ der Medien und der gefühlten und erlebten Realität noch einmal so erleben würde, wie es in der DDR alltäglich war.

    • Ja, es ist schwierig. Aber manche überbrücken das, indem sie einfach über etwas schreibe, das sie nicht kennen. Ich schaue mir das alles ja irekt an, und es passt so gar nict zu dem, was ich darüber in den Medien lese.

    • Sie
      sprechen mir aus dem Herzen. Jetzt hilft nur noch der berühmte „Schuss vor´s Bug“. Und, Prisenkommando nach Berlin. Wenn der nicht hilft müssen die Torpedos her. Aber wollen wir das bisher so schöne Schiff wirklich opfern für die Menschen vom Ganges?

  31. Diejenigen, die
    im Oktober 2015 unschöne Erlebnisse der „integrationswilligen Facharbeiter“ öffentlich gemacht haben, wurden als Pack oder Ausländerhasser von höchster politischer Ebene beschimpft. Damals durfte das nicht wahr sein und jetzt, nach Köln und vor Landttagswahlen ist es oportun von „kein idealisiertes Bild von Flüchtlingen zeichnen“ o.Ton Palmer, zu fabulieren.
    Das Vertrauen in politisches Handeln hat schwer gelitten, denn allzuviele Bürger müssen, anders als die Politiker, hautnah mit der Willkommensrealität leben. Keine guten Aussichten für ein friedliches Zusammenleben von Deutschen und wirklich integrationswilligen Immigranten.

  32. Rückblick und Danke
    Danke an den Verfasser. Mir aus dem Herzen gesprochen und sehr gut auf den Punkt gebracht. Betrachte ich die gegenwärtige Medienlandschaft fühle ich mich ansonsten in meine Jugend zurück versetzt (bin in Ostberlin groß geworden). Nie hätte ich gedacht, das die Propaganda Maschine der untergegangenen DDR Auferstehung feiert. Und nicht nur die. Die Ausgrenzung Andersdenkender ebenso. Vielleicht erinnert sich manch einer noch an den launigen Spruch Erich Honneckers: den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf … Merkels Mantra: wir schaffen das.. hat glaube ich die gleiche Qualität. Damals wie heute haben die Medien die unangenehme Realität verschwiegen. Aber Artikel wie Ihrer geben mir Mut, das die Zeiten sich doch geändert haben. Und in der Summe der gegenwärtigen Ereignisse ist es mehr verwunderlich, das man sich über den Zulauf zur AfD wundert.

    • Nichts zu anken, gern geschehen. Mein Eindruck ist auch, dass man die AfD mit dem Gekeife meh fördert enn schädigt. Das war früher bei den Grünen übrigens auch nicht anders.

  33. Demokratische Notwehr
    Ich werde AFD waehlen – was bleibt mir anderes uebrig? Wie eine Schriftstellerin sagte – egal was man waehlt man bekommt Merkel. Dann wenigstens eine echte Opposition. Ja, viele Positionen der AFD sind fragwuerdig aber wenn die Vizepraesidentin des Parlaments hinter Plakaten wie „Deutschland du Stueck Sch…“ laeuft und damit ihre Verachtung fuer ganz normale Familien, die hier leben und Steuern zahlen zum Ausdruck bringt, dann verdient die AFD mindestens ebenso einen Platz im Parteienspektrum.

    • Diese Aktion der Dame wird den Grünen noch teuer zu stehen kommen.

      Mir ist Wählen nicht so wichtig, ich wirde mehr direkt in der APO.

    • APO
      TEGIDA?

    • Eine demokratische Partei kenne ich noch
      Warum wird die FDP nicht stärker vom Wähler berücksichtigt? Die FDP wurde auch mit ziemlich irrationalen bis lächerlichen Argumenten weggemobbt: Boy Group, „Sexismus“-Debatte um Brüderle, Hoteliersteuer (Kann die USt eigentlich jemanden reich machen?) als Klientelpolitik. Letzteres ist das allerlächerlichste Argument. Bedient die SPD etwa keine Klientel (Gewerkschaften) oder die Grünen (Naturschutzlobby, Klimalobby, Biobauernlobby, Vegetarierlobby)? Was die FDP dagegen auszeichnet ist das Bemühen, ganz normalen Leuten die Freiheit zu lassen, selbst zu entscheiden, wie sie leben möchten. Und die Freiheit fängt beim eigenen Geldbeutel an. Bei allem, was hier allein finanziell angerichtet wird, wird mir ganz schwindelig. Damit auch niemand den Regierenden entkommt, soll nun auch noch das Bargeld abgeschafft werden. Eine weitere Knebelung, so dass der Sparer nicht nur durch die Nullzinspolitik schleichend enteignet wird, sondern auch durch Negativzinsen oder gleich durch einen Währungsschnitt, wenn nichts mehr geht.

    • @ D. A.
      Das bleibt zu hoffen, dann hatte die „Dame“ wenigstens den Nutzen. Furchtbare Frau.

  34. Dipl.-Ing
    Habe schon lange in den Medien keinen so ausgewogenen und vom Inhalt her zutreffenden, Beitrag mehr zu sehen bekommen, wie den Ihren. Beim Plasberg war mal eine Sendung mit dem Titel „Woher kommt der Hass?“ Und er kommt daher, dass, wenn man Kritik an den Maschthabenrn äußert, sofort und andauernd nur als, Rattenfänger, Nazi, Fremdenfeind, Schwachkopf, Pack, Gesindel u.s.w. beschimpft wird, und dann sollte man sich nicht wundern, wenn auch dem Friedfertigsten langsam der Kamm schwillt

  35. Titel eingeben
    Guter Text, wohltuend, wie fast immer. Ich bin immer mehr überraschr , wie sich Houellebequs Vision in,,Submission,, der Realität anpasst. Aber selbst bei 30% Wahlerfolg für die AFD steht doch die GroKo , egal wer da koaliert, wie ne eins an der Macht.
    Und wehe die Rechten merken das einmal, das sie demokratisch niemals an die Macht gelangen. Wer würde mit denen jemals ein Bündniss eingehen, nicht in Deutschland. Erstaunlich auch das völlige Abtauchen der FDP trotz Lindners ,, Aufschrei,,.
    Viel Hoffnung, das hier irgendwann jemand mal mit Realitätsbezug die Weichen stellt, habe ich nicht. Und Merkel hat sich eine Rückkehr selbst zu abwartender Politik selbst verstellt.
    Keine Alternative, nirgends.

    • "...wehe die Rechten merken das einmal, das sie demokratisch niemals an die Macht gelangen"
      „Niemals“ soll man niemals sagen. 2017 ist es sicher noch nicht soweit. Aber wenn die GroKo mit Merkel, was ich nicht glaube, eher ohne sie, in evtl. erweiterter Form auch 2017 keine Kehrtwendung macht, sondern „weiter so“, dann ist schon vorstellbar, dass die dann einzige echte Opposition in Form der AfD soweit recht behält und gestärkt wird, dass bei der Wahl DANACH das von Ihnen für unmöglich Gehaltene doch passiert…

      Ansonsten bedanke auch ich als AfD-Anhänger mich ganz herzlich für einen Text, bei dem man sich bei aller Differenz dennoch einmal verstanden fühlt, woran man kaum noch geglaubt hätte im stromlinienförmigen Journalismus von heute – differenziertes Denken ist so selten geworden!

  36. Die vierte Gewalt
    Ich oute mich hier als AfD Wähler und obwohl die Partei im Rausch ihres eigenen Erfolges unlängst in Richtungen abdriftet in denen sie nicht mehr meine politische Heimat vertritt, werde ich sie wohl notgedrungener Weise auch weiterhin wählen. Der Grund war einmal eine vom politischen Mainstream abweichende Meinung in der Waehrungspolitik und Außenpolitik. Mittlerweile ist noch die Sorge hinzugekommen, dass mit den Medien im Lande etwas außerordentlich falsch laueft und mit einer dysfunktionalen vierten Gewalt auch die demokratische Partizipation gefährdet ist. Wie Noam Chomsky es ausdrueckte: „Die Propaganda ist in der Demokratie, was der Polizeiknueppel in der Diktatur ist“.

    Wahrheit ist ein sprachlich volatiles Gut, selbst ein simpler Nachrichten Artikel stellt bereits eine Wertung dar durch die Art wie er mehrere Tatsachen miteinander in Kontext setzt welche Bilder er auswaehlt etc. Zu dieser eher subtilen Wertung kommen in der deutschen Presse dann noch selbst in nicht Meinungsartikeln, propagandistische Kampfbegriffe hinzu wie Schlaechter Assad, etc. Erschreckend wird es wenn derartige Kontexte immer den selben Unterton haben, sozusagen unisono in Oberlehrermanier Meinung oktroyieren. Ein Journalist mit einer Meinung? Akzeptiert und interessant. Die gesamten deutschen Leitmedien mit einer Meinung? Da liegt das L-Wort nicht fern.

    Die Fluechtlingsbereichterstattung hat hier das Fass nur zum Überlaufen gebracht, auch zuvor ist die Kritik zu Bereichen wie der Ukraineberichterstattung oder arabische Konflikte bereits gewachsen, dokumentiert durch das Entstehen von Institutionen wie der ständigen Publikumskonferenz des öffentlichen Rundfunks oder Webblogs wie der Propagandaschau in den letzten Jahren.

    In den Hofmedien wurde man als Kritiker diffamiert, vom Verschwörungstheoretiker, rechte Idioten, bis zu ‚Von Putin bezahlte Trolle‘ (FAZ) gab es hier alles. Wen verwundert es da, wenn auch in Internet blogs und sozialen Netzwerken, die für viele zu Ersatzmedien geworden sind, der Ton immer rauer wird. In der Tat: „Hetze? Das sind immer die Anderen“.

    • Mir geht es ähnlich
      Mir geht es wie Ihnen, mein Vertrauen in die AfD ist begrenzt, deren Personal möchte ich nicht an der Regierung sehen. Jedoch, wer verbietet es, sie solange zu wählen bis bei den Altparteien der Groschen gefallen ist? Das ist risikoreich, ja. Wir verlieren im Moment möglicherweise ein Parteiensystem, das Jahrzehnte gut funktionierte. Wäre schade um die CDU, schade um die SPD. Aber es kann doch nicht sein, dass der Wähler vernünftig ist, und die Altparteien schnappen über? Wenn das Ergebnis der ( berechtigten) Erziehung gegen Rechtsradikalismus die Narrenfreiheit von Leuten wie Roth, Siggi Gabriel und nun auch Merkel ( die wurde wg. ihrer rationalen Kälte gewählt, nicht wegen emotionaler Unberechenbarkeit) mitsamt der Aufgabe jeder Risikoanalyse im Vorfeld ist, dann ist irgendetwas fürchterlich schiefgelaufen. Wenn die Union wirklich so dumm ist, dass sie Prügel braucht, um zu begreifen dass 2 +2 immer noch 4 ergibt, ist das unfassbar,- aber bitte, die Prügel sollen sie haben.

    • @Tom Broich
      Noam Chomsky sagte auch, willst du Gewalt über ein Volk, versetze es in Angst. Merkel ist also auf gutem Weg, alles zu erreichen, was sie vorhat. Man beachte Schäubles Vorstöße zu einer europäischen Benzinsteuer, denke an seine Aussage beim EBC zu unserer nicht vorhandenen Souveränität, UvdL’s Verbündung des Heeres mit den Niederländern, das in nicht allzu weiter Ferne dräuende Bargeldverbot… ich denke, es läuft alles nach Plan.

      Vielleicht kann der Don als Historiker mal über Coudenhove-Kalergi und Paneuropa schreiben, dessen Name bei uns leider viel zu unbekannt ist. Mir jedenfalls gehen der Name und die damit verbundenen Thesen seit Monaten nicht mehr aus dem Kopf.

    • Warum zur AfD?
      Ich les und les und les… und nirgends einer der begreift, dass es offensichtlich sinnlos ist sich Illusionen zu machen.
      Die Idee mit wählen irgendetwas in eine richtige Richtung zu steuern ist dermassen albern…. War dies nicht genau das was das Problem erst möglich gemacht hat?
      Sie, Candide, suchen den Fehler immer noch bei anderen: „…dann ist irgendetwas fürchterlich schiefgelaufen“, statt bei sich selbst und er Realität….
      Sie scheinen das mit dem halben-hinterteil-essen im Flüchtlingsboot für eine witzige Phantasie zu halten?

    • sehe ich ähnlich
      @Tom Broich

  37. Hass, Feindschaft, Phobie etc.
    Die ganze Debatte krankte von Anfang an, dass man auf Sachargumente (Parallelgesellschaften, grundgesetzwidrige islamische Regelungen etc.) nicht sachlich argumentierte. Fehlen etwa sachliche Argumente? Stattdessen ist jeder, der mit dem Grundgesetz unvereinbare Regelungen, wie sie im Islam praktiziert werden und wie sie zum Teil auch im Koran kodifiziert sind, als Islamhasser, Islamfeind oder islamophob bezeichnet. Eine Phobie ist eine psychische Störung, ein Feind wird (bis zur Vernichtung) bekämpft und ein Hasser ist blind und handelt irrational. Dieses Urteil für alle Kritiker, die ihre Kritik rational begründen, wird von keinem „Prediger“ rational begründet. Ziemlich arm, wie ich finde. Ich finde, man muss sogar gegen alle grundgesetzwidrigen Tendenzen in einer Gesellschaft vorgehen, ganz ohne Hass und ganz rational. Und es geht auch nicht darum, „Ängste“ ernst zu nehmen. Auch „Angste“ sind ja etwas Unbestimmtes und in gewisser Weise Irrationales. Vielmehr haben viele denkende Bürger konkrete Befürchtungen, die bisweilen noch von der Realität, wenn sie herauskommt, übertroffen werden. Am Schlimmsten ist aber, dass die Bürger merken, dass die Kanzlerin diese Krise ohne Einsatz von Verstand hervorgerufen hat (sofern man ihr wohlmeinendes Handeln unterstellt), sie müssen jetzt mitansehen, dass die Regierung, auf sich alleingestellt, nichts zuwege bringt. Im November Asylpaket II.1 beschlossen und binnen 1 Tag wieder verworfen. 5 Wochen nach Silvester Asylpaket II.2 im Kabinett beschlossen, am gleichen Tag wird von Oppermann dagegen opponiert und nun gibt auch noch der Vizekanzler den Beckenbauer (er hat nur zugestimmt, aber nicht gelesen). Wer auf die Ratio verzichtet, dem bleibt offenbar nur, dumpfbackig „Hass“, „Phobie“ und „Feindschaft“ blöken.

  38. Proximity to power deludes some into thinking they wield it
    Zum Demokratieverständnis:

    Man wählt nicht die AFD, weil man die AFD in der Regierung haben will.

    Man wählt die AFD um die Regierungsparteien dazu zu zwingen, ihre Politik zu ändern.

    Denn Politiker ändern erst ihre Politik, wenn Machtverlust droht.

    So funktioniert Demokratie.

    • Machtverlust
      Genauso funktioniert es in Schweden. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten sind inzwischen die zweitgrößte Partei. Die etablierten Parteien versuchen, sie politisch zu isolieren, haben aber die Richtung ihrer Flüchtlingspolitik aus Angst davor, dass die Partei noch stärker wird, komplett geändert. In Finnland, regieren die Basisfinnen, ebenfalls die zweitgrößte Partei, bereits mit vier Ministern mit. Dänemarks rechtslastige Regierung setzt derzeit absolute Hardliner-Positionen durch, die zT in den internationalen Medien scharf kritisiert werden…

      Das Groteske an der politischen Lage von Merkel ist ja, dass die Minderzahl Bürger, die sie laut Umfragen noch unterstützen, vermutlich mehrheitlich aus Linken, Grünen und Teilen der SPD bestehen und kaum noch aus der eigenen Klientel.

  39. anti-neoliberal
    könnte dann heissen: Turnschuhe aus heimischen Rohstoffen, hergestellt in Herzogenaurach.

    • Turnschuhe wurden in Herzogenaurach
      auch zu Zeiten der sozialen Marktwirtschaft hergestellt.

      Welch ein Wunder!

  40. Keine Linksradikale Politik mehr Frau Merkel
    Was ist nur in unserem Land los? Warum regiert eine Frau aus sozialistisch-christlichem Elternhaus und setzt linksradikale Positionen wie offene Grenzen und „kein Mensch ist illegal“ um. Wo ist die angeblich so freie und offene Presse? Wieso ist diese „Demokratie“ zu schwach, etwas zu änderen? Wenn persönliche Gespräch als Seimograph für die Stimmung Glauben herhalten können – in diesem Land wollen 75% der Menschen eine andere Politik und ein sofortiges Schließen der Grenze. Frau Merkel, die Grünen, die Kirche sowie die Sozialisten von SPD und Linke interessiert das nicht. Und dann werden all diejenigen mit einer anderen Meinung als Hassprediger diffamiert – so ähnlich war das im Nationalsozialismus.

  41. Mediengewiesel
    Interessant auch, wie sich zur Zeit die Frontlinien in den ‚Leitmedien‘ von Woche zu Woche verschieben. Nachdem der ‚Spiegel‘ nach Köln auch mal Bedenken artikulierte, geht es in der aktuellen Ausgabe mal wieder voll gegen ‚ältere weiße Männer‘ (mittlerweile fühle ich mich vom ‚Spiegel‘ rassistisch verunglimpft).

    Die ‚Zeit‘ hingegen marschiert seit ein paar Wochen eher Richtung FAZ. In der aktuellen Ausgabe gibt es auf Seite Zwei einen sehr zu empfehlenden Artikel, für den der Redakteur im Herbst gefeuert worden wäre (bzw. er wäre schlicht nicht erschienen).

    Die ‚Prantlhausener Zeitung‘ scheint ja laut Don immer noch voll auf Linie zu liegen. Als Tageszeitung haben sie auch eine andere Kundschaft als der ‚Spiegel‘. Und so ein standfester Heroismus ist schon ein Alleinstellungsmerkmal – mal sehen, wie sich die Auflage in den nächsten Monaten entwickelt.

    • Ich habe reagiert
      Na ja, ich zumindest habe meinen Mann zum Jahresende überredet, unser Abo für die immer unerträglichere Prantlhausener Postille zu kündigen.

    • Mediengewiesel
      Die Rechnung der deutschen Medien ist nicht aufgegangen.

      Sie sahen sich wohl als „Speerspitze“ der intern. Medien.
      Das Problem, dass Merkel auch hat.

  42. Politische Romantik
    Danke für diese Analyse, und für andere zu verwandten Themen zuvor.

    Der harte völkische Kern der AfD dürfte klein sein, und die jetzigen Umfrageergebnisse dürften trivialerweise auf der Ablehnung der jetzigen Migrantenpolitik basieren. Es gibt ja für den Wahlbürger in dieser Hinsicht keine programmatische Alternative. Egal was man wählt, geht es so weiter, oder der Zustrom soll noch stärker werden. Ich kenne Leute, die AfD wählen, aber rein gar nichts mit dem völkischen Brimborium am Hut haben (es ist ein Jude darunter). Die Alternative lautet Wahlenthaltung.

    Es ist kurios, wenn die AfD als Wiedergängerin des typisch deutschen Nationalismus dämonisiert wird. Schließlich gibt es ähnliche, teils radikalere Bewegungen in den meisten europäischen Ländern schon länger. Der deutsche Exzeptionalismus zeigt sich gerade in der Regierungspolitik und der Propaganda. Hier ist man Außenseiter in der Tradition der deutschen politischen Romantik. Dass D. wieder Vorbildfunktion habe, war ja vielfach zu vernehmen, siehe den monstranzförmigen Begriff der „Willkommenskultur“. Bemerkenswert ist in der politischen Kaste die Abwesenheit jeden Gefühls dafür, dass große Teile der Bevölkerung ihre künftige wirtschaftliche Ausplünderung sowie dauerhafte, gravierende soziale und kulturelle Verwerfungen fürchten und dass es für diese Befürchtungen objektive, auf Erfahrungen beruhende Gründe gibt. Das interessiert den deutschen moralischen Okkupanten aber offenbar nicht, so wenig wie früher. Stattdessen wird beispielsweise die Sorge um die Sicherheit des öffentlichen Raums auf King-Kong-Niveau lächerlich gemacht (dunkler Mann – weiße Frau).

    Das einzige, was mich an der Rhetorik noch interessiert, ist das Entstehen von Dolchstoßlegenden, denn natürlich schwant den politischen Romantikern, dass Unheil im Anmarsch ist. Da gilt es zu konstatieren, dass das deutsche Volk nicht genug gegeben habe, dass es sich nicht als der historischen Herausforderung wert erwiesen habe, oder bei komplett Delusionären, dass wieder einmal die Revolution abgewürgt worden sei (die internationale Migrantenklasse als Substitut der internationale Arbeiterklasse, die versagt hat), usw.

    • romantischer Antinationalismus
      Geehrter RAJ,
      ich halte Ihre Erwägungen für grundlegend, insbesondere wo sie die demolierte National-Asthenie der Deutschen thematisieren.

      Sowohl was Fragen des (demokratisch nicht legitimierten) EU-Zentralismus mit seiner Gartenzwerg-Idyll-Regulierungswut betrifft, wie auch die Frage des (demokratisch nie legitimierten) Euro mit allen folgenden Corollarien wie „Rettung“ und neoliberale soziale Umschichtung etc. .
      Wie der Frage des Schengen-Raumes mit der Folge der Aufgabe der Staatsgrenze.
      In allen diesen Fragen bestimmt ein romantischer Supranationalismus das Denken der meisten Deutschen (bis vor einem Monat ungefähr).
      Der Hinweis, dass die Deutschen damit in EU allein stünden, irritierte bisher kaum jemanden.

      Dem zugrunde liegt ein National-Nihilismus, der ebenfalls nicht anders als ein romantischer anti-Ismus zu begreifen ist, denn die Abscheu des Nationalen liegt der Verherrlichung eben dieses Nationalen näher als einem gesunden Nationalwert-Empfinden.
      Was fehlt ist eine positive Rekonstruktion eines Nationalselbstwertgefühles!
      Es ist eine Platitüde, dass, wer andere lieben will, sich erst selbst lieben lernen müsse. Aber jede Lebens- und Selbsterfahrung attestiert genau die Richtigkeit dieser „Paltitüde“.

      Dass die Trennschärfe der Begrifflichkeiten zwischen Nationalgefühl, Nationalismus und schließlich Chauvinismus verloren gegangen ist, ist aus den Verlautbarungen unserer Politikerclique evident erfahrbar.
      Dass auch andere Begriffstrennungen von Figuren der SPD (Stegner, Maas, Oppermann, Gabriel pp.) und der Grünen längst aufgegeben wurden zum allseits verwendeten Nazianwurf macht die Sache nicht besser. Konsekutiv stirbt mit dem politischen Dialog, lt.Merkel ein alternativloser Monolog, auch Rechtsstaat und Staatsverständnis insgesamt. Und so kommen wir dort heraus, wo wir derzeit stehen: Aufgabe der Finanzhoheit, Aufgabe der Staatsgrenzen, Aufgabe der Sicherung des sozialen Friedens, Aufgabe der Verteidigung der Bürgerrechte durch den Staat.

      Wie jede Partei ist die AfD eine Antwort auf Fragestellungen der Zeit und der Gesellschaft. Dies diskreditiert sie in keiner Weise, im Gegenteil!
      An den BlockParteien (ich nehme mir einfach mal die Freiheit der Einfachheit halber und falsch ist der Begriff leider in keiner Weise) kann man sehen, wie pervers apolitisch und gleichzeitig ademokratisch Politik wird, wenn sie die gesellschaftlichen Fragen nicht nur nicht aufgreift, sondern die Fragenden diffamiert und ein Volk sich permanent selbst verdächtig zu machen sucht, ja die Denunziation an die Stelle des offenen Dialogs setzt (Maas wäre wieder zu nennen).
      Es ist nicht, dass Demokratie nicht funktionieren würde, sondern sie funktioniert nicht, wenn man das Volk an den Pranger stellt und alle Prinzipien der Gewaltenteilung wie auch den Rechtsstaat mit der Gleichheit vor dem Recht ausser Kraft setzt.

      Dass es die AfD braucht, um eine Diskussion um ein positives nationales Selbstwertgefühl anzustoßen ist ein Armutsurteil für unser Land!
      Wer dem Volk das Recht auf ein positives Selbstwertgefühl abspricht, der kann kein Demokrat sein- und ich denke da sowohl an Merkel (noch immer cdu), an Gabriel et al(spd) und die Grünen /Linken insgesamt.

  43. Lehrstück
    Viele erkennen mit Entsetzen, dass parlamentarische Demokratie (Artikel 21) nicht funktioniert. Es gibt keine juristische Handhabe für den Fall, dass eine Partei (insbesondere CDU) das Gegenteil davon macht, wofür sie um Stimmen geworben hat.

    Soviel als Input für die nächste verfassungsgebende Versammlung.

    • Mehr Demokratie wagen
      Wenn Prof. Schachtschneiders neueste Initiative (wiederum) scheitern sollte, wäre das die Bestätigung für Ihren zweiten Satz; sein Erfolg wäre eine paradoxe Bestätigung für die bisherige Verfasstheit.

      Unabhängig davon ist es Zeit, die repräsentative Demokratie zu öffnen in Richtung der Basisdemokratie mit stark erweiterten plebiszitären Elementen nach Schweizer Vorbild – mehr Demokratie wagen!

      Linke Parteien täten das wohl prinzipiell auch gern wollen, trauen sich aber nicht richtig, weil sie dem Volk nicht trauen.

      So hat sich das die AfD zum Programmpunkt machen dürfen und müssen, denn es ist an der Zeit, sich auf den Willen des Volks zu besinnen, das einmal erwachsen werden muss.

    • @Gast - Prof. Schachtschneider
      Ich fürchte, er wird wieder scheitern. Vosskuhle hat sich bewundernd zur Merkelschen Flüchtlingspolitik geäußert, bügelte ja schon die Gutachten von Papier und di Fabrio ab… anstatt unparteiisch die Klappe zu halten. Es ist langsam nicht mehr zu fassen, in welcher Verfassung Legislative und Judikative sind.

  44. AFD, die einzig glaubwürdige Opposition.
    Die Regierungsparteien CDU-CSU und SPD
    und die sogenannten „Oppositionsparteien“
    und deren Helfershelfer in den Medien
    haben noch immer nicht realisiert,
    dass es nicht so einfach ist
    ein neues Volk zu erschaffen.
    Vor allen Dingen hat sich keiner ernsthaft
    um die Entsorgung des alten gekümmert.
    .
    Mein Umfeld besteht aus Ingenieuren, Akademikern,
    Arbeitern, Facharbeitern, Selbstständigen,
    aber auch Arbeitslosen und Prekariat.
    Und ich rede mit jeder dieser Personen.
    Ich frage nach.
    Beim Bäcker. Beim Theater. Beim Baumarkt.
    Beim Steuerberater. Beim Arzt. In der Kneipe.
    e.t.c.
    Und ich glaube nicht an 12%.
    Eher an das Doppelte.
    Leider wäre auch damit
    immer noch die GroKo möglich.
    .
    Eine sehr merkwürdige bleierne Zeit.

  45. ad D.A. 16:50 Uhr
    Ihre Hoffnung auf Änderung der Mediendominanz – gebe Gott, Teufel oder wer auch immer, dass es besser wird. Ich sehe und lese überall nur zwei Schritte vor – weil es anders nicht mehr geht – und sofort wieder einen zurück. Trotz täglicher Überbietung schlimmster Befürchtungen.

  46. Auf den Punkt
    In der Tat, der SPIEGEL hat daneben gegriffen diese Woche und lässt sich von einer beleidigten Melanie Amann einspannen.
    Das Heft war ein Ladenhüter, kaum verkaufte heftchen in unserem edeka..

    • Titel eingeben
      Die Leserbriefe sind auch erschütternd…gibt bestimmt drei oder vier, die Donald Trump allen Ernstes mit Hitler vergleichen.
      Und diese Leute halten sich auch noch für besonders gut informiert und intelligent.

  47. Titel eingeben
    Werter Don,
    Vielen Dank, für den interessanten Text.
    Anfang Feburar sahen sich auch die Autoren der Sciencefiles genötigt die AFD zu verteidigen, deren Text möchte ich an dieser Stelle empfehlen:
    http://sciencefiles.org/2016/02/05/meinungs-manipulations-feldzug-gegen-die-afd/.
    Und falls sich jemand über die Ergebnisse von „repräsentativen“ Wahlumfragen wundert, der findet hier Erkenntnis, das Zauberwort heißt „Gewichtung“:
    http://sciencefiles.org/?s=gewichtung

  48. Amtliche Gegenmaßnahmen
    Es ist doch in dieser Woche von Berlin und der nachgeordneten Presse die Ablenkungsrakete ‚Abschaffung des Bargeldes‘ gestartet worden, warum will die partout nicht ihren Zweck erfüllen? Mal sehen, was nächste Woche kommt: Schäuble schlägt eine Halbierung der Renten vor und Gabriel protestiert dagegen, weil er nicht vorab informiert worden ist? Oder die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen wird auf 30 km/h begrenzt? Da wäre Gabriel dafür, aber Lindner könnte seine Stimme erheben? Im Überlebensinteresse der GroKo muß jedenfalls schnell ein anderes Thema her, sonst frißt die Wirklichkeit sich durch, mit oder ohne AfD!
    Gruß K

    • Vielleicht wird Gabriel auch einfach abgesetzt und bekommt davon nichts mit.

    • Immer vorsichtig sein, mit dem was man sich wünscht
      Ich fürchte der Wunsch der Regierenden nach einer Ablenkung sich leicht
      erfüllen läßt.
      Zum 1933er Szenario fehlt doch vor allem ein riesiger Aktiencrash
      und/oder eine Weltwirtschaftskrise. Beides durchaus aktuell.

  49. Mit Grippe
    hat man viel Zeit, nur ein kurzer Nachtrag:
    Die zitierten Hardcore-Twitterer sind unglaublich mutig und begabt, ihre apokalyptische Szenarien keine Phantastereien und die Sperren ein beispielloser angstmachender Skandal. Trotzdem: ihre Krassheit spricht nur einen winzigen Teil an. Ich fürchte diese extreme Form beschädigt mehr den dramatisch dringlichen Protest.

    • Ja, da entsteht dann wieder so eine Filterbubble. Das hier im letzten Bild gezeigte Beispiel ist eher integrativ.

  50. Pfründe-Demokraten unter sich
    „Das gibt der AfD Futter“ (Frömmlich, Grüne) als Argument, Ausländerverbrecher nicht zu benennen, also der aufgeflogene Maulkorb für Polizei und Medien, ist Gleichschaltung. Demokratische Kontrolle und Willensbildung werden per Wahrheitsunterdrückung ausgeschaltet, um Schaden von ‚unserer‘ Demokratie abzuwenden.

    Welche Logik! Um Schaden von der Nomenklatura abzuwenden ist logisch – und die Diäten der Qualitätsparlamentarier zu sichern, die durch Abnicken&Einknicken erworben wurden.

    Wen von ALLEN Genannten interessiert der kleine Mann, hell- oder dunkeldeutsch? Schön, wenn sich D.A. eine aristokrat. Parallelwelt schreiben kann. Die Luft ist klar, gute Fernsicht zum staatsresistenten Italien. Man weiss ja nie!

    • Ja, das it prima und ich habe nie behauptet, dass alle da Gleiche haben können. Es gibt immer Verlierer von Umwälzungen, und meist sind es viele. Das muss man ganz klar sehen.

  51. Titel eingeben
    „bräuchten, sollten sie wirklich treffen, dagegen so etwas wie eine rationale, argumentative Basis“

    Aber es gibt keine rationalen Argumente für die gegenwärtige Massenmigration…deren Befürwortung und der damit verbundene „Antirassismus“ ist im Grunde auch ein Glaubenssystem, das alle negativen Erfahrungen der vergangenen 40 Jahre bzgl. Migration komplett ausblendet und sich jeder Diskussion und jedem Kompromiss verweigert, stattdessen voll auf Ächtung, Ausgrenzung und sozialer Vernichtung von „Rassisten“ setzt. Was früher Gottlose und Ungläubige waren, das sind heute „Rechte“ und „Rassisten“…sie beschwören zwar nicht mehr göttlichen Zorn, sondern nur das Scheitern der von allen Guten getragenen Willkommenskultur hinauf…aber die Sündenbockfunktion ist dieselbe.
    Diese Tendenz durchzieht, bei allen richtigen Beobachtungen, für mich ehrlich gesagt auch Ihren obigen Kommentar. Sie schreiben, die AfD-Anhänger fuhlten sich im Recht, fühlten sich bestätigt durch die Ereignisse der vergangenen Monate – mit dem erkennbaren Unterton „Aber nein, sie sind nicht im Recht, auch diesmal nicht!“. Es darf einfach nicht sein, dass die dummen, faschistoiden Kleinbürger einen realistischeren Blick auf Probleme und Risiken der aktuellen Lage haben als so ziemlich das gesamte deutsche Establishment.
    Im Grunde gibt es da eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen; Leute wie ich müssen eben damit leben, dass die politisch-medialen Eliten in Deutschland uns ächten (so wie es in anderen Ländern ja auch geschieht, z.B. mit UKIP-Leuten in Großbritannien)…aber das Gefühl beruht ja auch auf Gegenseitigkeit.

    • Doch. Sie haben in einigen Punkten durchaus rect, das ist nicht zu bestreiten. Es gibt Terroristen unter den Flüchtlingen, keine Frage. Viele vollen sich nicht integrieren, auch das stimmt. Das gesamte Weltbild der AfD ist trotzdem nach meiner Vorstellung zum Davonlaufen. Und dass man bei einzelnen Punktn recht hat, bedeutet noch lange nicht, dass die eigenen Überzeugungen, dem Land ausgedrückt, funktionieren würden.

      Marx hat auch in vielen Details recht. Sie sehen ja, was daraus wurde.

    • @DonAlphonso
      „Das gesamte Weltbild der AfD ist trotzdem nach meiner Vorstellung zum Davonlaufen.“

      Aber was meinen Sie damit konkret? Klar, wenn Petry von „3 Kindern pro Frau“ redet, dann erinnert auch mich das eher an autoritäre Gestalten wie Erdogan, also an eher Fragwürdiges…auch die Haltung von Frau Storch zu Homosexualität würde ich so eher nicht teilen. Nur: Alle anderen Parteien befürworten im Grunde eine nie endende Massenmigration (und ähnlich ist die Lage ja auch in anderen europäischen Ländern…ich habe vor einiger Zeit schon mal drauf verlinkt, tue es aber hier nochmal, über die Lage in GB: http://www.theamericanconservative.com/articles/unmaking-england/ ), die in Westeuropa in einigen Jahrzehnten dazu führen wird, dass Europäer in ihren ehemaligen Nationalstaaten zu Minderheiten werden. Ich kann dieser Entwicklung rein gar nichts Positives abgewinnen und finde auch nicht, dass sie hinreichend politisch diskutiert, geschweige denn demokratisch legitimiert wurde…die Risiken werden kleingeredet, es wird vom Establishment massiv auf Ächtung migrationskritischer Meinungen gesetzt; die veröffentlichte Debatte geht völlig am Empfinden nicht unerheblicher Bevölkerungskreise vorbei. Zugegeben, ich persönlich stehe auch tatsächlich eher „rechts“, für mich sind Nationalstaaten, bei aller ja durchaus berechtigten Kritik an ihren Ausgrenzungstendenzen, nichts grundsätzlich Schlechtes, sondern oft der beste Rahmen für eine demokratische Ordnung. Aber auch Leuten, die liberaler als ich sind, muss doch zumindest die massive Rückkehr einer teils recht aggressiven Religiosität in ein säkularisiertes Europa als Folge der Massenmigration Sorge bereiten…ich finde die Diskussion dazu in Deutschland immer noch weitgehend realitätsfremd und verharmlosend.
      Und dass die AfD die Regierung in Deutschland stellen wird, das glauben doch nicht einmal ihre Anhänger…zumindest ich nicht. Aber anders ist dieser vermeintliche Konsens zu allen wesentlichen Fragen ja gar nicht mehr aufzubrechen.

    • "das Weltbild der AfD"
      Don, ich verstehe Sie nicht, WO können Sie „das Weltbild der AfD“ auffinden?- Sie reden immer davon. Ich, als jemand, der dort aktiv war, habe mit Leuten verschiedenster Richtungen zu tun gehabt. Mit einigen habe ich etwas zu tun gehabt, mit anderen (die wie Lucke immer nur von Geld redeten) wenig bis nichts. Es ist eine Partei, ein Kompromiss zwischen verschiedenen Weltsichten und Charakteren, – KEINE IDEOLOGIE! Gäbe es jetzt die AfD als Partei nicht, hätten wir überhaupt keine Opposition! Was für eine Demokratie!

      Es gibt KEIN „Weltbild der AfD“- das ist ein Strohmannargument (wenn man es als Argument ansehen will).

      Wenn Sie sagen, der Herr Höcke vertritt das und das und das ist mir aus diesen… Gründen nicht geheuer… o.ä. . Dann würde ich bspw. sagen: Höcke ist ein typisches Beispiel, warum man sich an die Primärquelle halten und darnach urteilen sollte. Was die Presse über ihn schreibt, hat mit seinen Reden nichts zu tun.
      Andererseits möchte ich die Diskussion aber nicht parteipolitisch führen oder Ihren Blog dazu missbrauchen.
      Ich habe Achtung davor, dass Sie mit Ihrem Widerwillen zur AfD so einen Blog hier schreiben!

    • @P. Feldmann
      „Was die Presse über ihn schreibt, hat mit seinen Reden nichts zu tun.“

      Höcke ist aber schon ein Nationalist (was ich nicht verurteilend meine, das ist einfach eine Feststellung)…was er in dem Vortrag, der so kritisiert wurde, über r- und k-Strategien erzählt hat, scheint auch Unfug zu sein…er bezieht sich da schon auf Diskurse und Personen wie Philipp Rushton, die man sogar in nicht-verurteilendem Sinne als „rassistisch“ bezeichnen kann. Nur ist die Kritik an Höcke (genauso wie schon bei Sarrazins Genetik-Thesen) größtenteils auch einfach nur dumm.
      Was ich an dem Vortrag (habe ihn mir ganz angehört) übrigens schlimmer fand, war Höckes Äußerung, die AfD sei der „letzte Versuch, auf friedlichem Weg zu einer Lösung zu kommen“ (sinngemäß zitiert) – was schon impliziert, dass auch bereits nicht-friedliche Wege angedacht sind. Andererseits: Dass diese Bürgerkriegsmentalität nicht mehr ganz irre erscheint, daran trägt das deutsche Establishment die Schuld.

    • @tommy
      …dass Europäer in ihren ehemaligen Nationalstaaten zu Minderheiten werden…
      genau das ist gewollt. Der Migrationsbeauftragte der UN Sutherland hat in 2012 der BBC ein Interview gegeben und gefordert, Europa/die EU müsse ihre Homogenität aufgeben und plädierte für eine größere Einwanderung. Die Migranten müssten sich die Länder aussuchen dürfen und nicht die Länder die Migranten. http://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395
      Der UN-Flüchtlingskommissar findet Merkel mutig, http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/un-fluechtlingskommissar-angela-merkel-ist-sehr-mutig-14040224.html

      Friedman und Barnett sehen das ähnlich, Sie kennen vielleicht die Aussage von Barnett, „Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde. Sie soll durch die Vermischung der Rassen herbeigeführt werden. Mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa. Hierfür sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten.“. Siehe sein Buch „Blueprint for Action“ oder https://publikumskonferenz.de/blog/2015/09/14/offener-brief/

      Und der Vollständigkeit halber:
      Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi war der Gründer der Paneuropa-Union und wird als der Vordenker und Wegbereiter der „Europäischen Union“ angesehen. Sein Programm sah eine nie dagewesene Einwanderung nach Europa vor, um Europa lenkbar zu machen. 1925 schrieb er in seinem Buch „Praktischer Idealismus“:

      „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.“ Im selben Buch freute sich Coudenhove-Kalergi über die Charaktereigenschaften der Mischlinge, da diese vielfach mit gewissen Eigenschaften behaftet wären, welche sie für die Zwecke des künftigen Europas besonders qualifizierten: „Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit“.
      https://archive.org/stream/PraktischerIdealismus1925/PraktischerIdealismus#page/n0/mode/1up

    • Nation- Nationalismus- Chauvinismus und "letzte friedliche Versuch" @Tommy
      Tommy,
      wir stimmen ja in vielen Punkten überein, ich möchte dennoch mal 2 Punkte, die Sie ansprechen vertiefen:
      a)Ihre Feststellung „Höcke ist aber schon ein Nationalist“
      b)die wohl von Höcke gemachte Formulierung, dass die „AfD der letzte friedliche Versuch“ wäre

      a)Ich sehe, wie o.g., die Unterscheidung zwischen einem natürlichen Nationalbewusstsein (so in etwa, dass sich ein Kölner von einem Düsseldorfer absetzt und stolz darauf ist, „Kölner zu sein“, weil er sich in seiner Stadt wohl und zu Hause fühlt. Das Ganze vice versa!), einer Ideologiebildung des Nationalen („Nationalismus“) und einem hysterischen Verhältnis einer Nationalideologie („Chauvinismus“).
      Deutschland versteht sich bis heute „postnational“, was eher ein romantisches Konstrukt ist und was gar nicht so neutral ist wie es scheint, denn ideologisch korrespondiert es eher mit einer aggressiven Nationalideologie unter umgekehrtem Vorzeichen als mit einem natürlichen Nationalgefühl!

      Höcke bezieht als stud.Historiker, der nicht ganz blöd ist und sowohl von Schülern wie von Kollegen wohl sehr geschätzt wurde( also von beiden!), dazu pointiert Stellung. Dabei changiert er zwischen einem natürlichen Nationalgefühl, das ich für unabdingbar für den Frieden in Europa und für die Konstitution eines dauerhaften Deutschland halte, und Anklängen eines Nationalismus. Diese Anklänge halte ich jedoch der Verbogenheit der gesamten Debatte für geschuldet.
      Ich mag Höcke nicht besonders, aber ich habe mir die letzten seiner Reden im livestream angehört und war erstaunt: er ist KEIN Nationalist. Er vermag es ein rel.hohes Niveau bei Demonstrations-Ansprachen zu erzeugen und zu halten (der „Dumpfbackenanwurf“ landet eindeutig bei denen, die gegen ihn und die Demonstranten hetzen) und er erreicht trotzdem die Menschen in ihrer alltäglichen Erlebenswelt!

      ad b) Als ich 2013 erstmalig in eine Partei eintrat -bei der AfD- und im Verlauf des Wahlkampfes mitbekam, wie einerseits die Stimmung in der Bevölkerung ist, wie andererseits die demokratischen Mechanismen von den Etablierten (ua.mit Hetze gg. die AfD) zunehmend gestresst und ausgehebelt wurden, kam ich nach ca 3/4 Jahr zu eben dem Selben Schluss: Wenn es die AfD nicht mehr schafft, demokratisch eine Veränderung herbeizuführen, dann ist damit der letzte parlamentarische Versuch gescheitert, die Politik in diesem Land demokratisch zu ändern. Die Situation ist seit 2013/14 zunehmend eskaliert und die Reaktionen auf Pegida mit zunehmender Suppression der freien öffentlichen Meinung (Maas) mit zunehmenden Anschlägen auf Polizeiiwachen, mit irregulärer Straßenmobrandale (sämtlich linke Grupp.) mit Farb- u.Brandanschlägen auf AfD Geschäftsstellen und private Wohng., körperl.Angriffen und zuletzt mehrmals Schüssen auf Menschen von der AfD etc.,- spricht leider genau in die gen.Richtung!

      Ich sehe den Rechtsstaat instrumentalisiert und tlws. demontiert durch die GroKo Merkel u. die Blockparteien, die ihn als Opposition eigentlich schützen sollten. Tlws. wird der Schutz der Gewaltentrennung offen aufgehoben und seit Merkels widerholtem Putschen (1.euro-Rettg., 2.Grenzaufgabe) ist dies wohl auch für die meisten evident. Ich sehe zudem die Tendenz, den polit.Gegner zunehmend zu entmenschlichen (lesenswert der Artikel von W.Röhl, Die Liebe in zeiten der Pegida). Vorliegender Artikel von Don versucht ja in dieser Richtung zu mahnen (Danke!).

      Wenn Höcke „extrem“ erscheint, dann v.a. weil das sonstige gesamte Parteienspektrum derart in den linken Korridor verrückt ist, dass ehem. linksextreme Parolen jetzt schon ohne Widerspruch als „Mitte Merkels“ verkauft werden .

      mfG
      PF
      Verzeihg. wg. der wiederholten Länge- mache ich auf Dauer nicht!-versprochen

    • Coudenhove-Kalergi
      liebe Frau Simon,
      hier ein link
      http://www.neue-ordnung.at/index.php?id=233
      zu einer sehr konservativen Publikation, die C-Ks verstreute Äußerungen wohl richtig als einfach nur „erstaunlich biologistisch“ einordnet.
      C-Ks japanische Mutter wurde schon früh Witwe, mit (wenn ich mich recht erinnere sieben Kindern) und er erlebte dadurch wohl auch etwas ungesicherte Verhältnisse und unübliche soziale Begegnungen, die er wohl mit solchen Beschreibungen für sich zu verarbeiten suchte.
      .
      Aus diesen Äußerungen ein verstecktes Programm machen zu wollen ist einfach dümmliche post mortem Dämonisierung (und die Kehrseite von Idealisierung).
      Es gibt eine, allerdings eher politische (wieder: wenn ich mich recht erinnere), Biographie C-Ks aus dem Czernin-Verlag, die vielleicht noch erhältlich ist und Sie interessieren könnte.
      Lieben Gruß!

    • @Foersterliesel
      Coudenhove-Kalergi wurde von Rothschild mit 60.000 Goldmark unterstützt, der Kalergis Theorien in den 20er Jahren aufmerksam nach den Vorträgen Kalergis in den USA verfolgte. Ich hänge keiner Verschwörungstheorie an, berücksichtige nur, dass zu seiner Zeit Männer wie Thomas Mann, Otto von Habsburg oder auch Churchill und viele andere die Thesen von Kalergi stützten bzw. in der Paneuropa-Union organisiert waren. Kalergi war 1950 der erste Karlspreisträger in Aachen.
      Von Adenauer bis Merkel und Juncker tragen viele Politiker den Europa-Orden der Paneuropa-Union.

      Die Nichte Kalergis, Barbara Coudenhove-Kalergi, in Österreich die Grand Dame des Journalismus, sagte am 7.1.2015 im Standard: Europa bekommt ein neues Gesicht, ob es den Alteingesessenen passt oder nicht. Wann eine Ära zu Ende ist und eine neue beginnt, weiß man immer erst im Nachhinein. Das lange 19. Jahrhundert begann, wie der britische Historiker Eric Hobsbawm schrieb, 1789 und endete 1914, das kurze 20. dauerte vom Ersten Weltkrieg bis zum Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums 1989. Wann ist der nächste Einschnitt fällig? Exakte Daten haben meist nur symbolischen Charakter. Aber was jetzt anbricht, könnte man wohl eine Epoche der Völkerwanderung nennen, die die Bevölkerungsstruktur Europas noch gehörig durcheinanderbringen wird. – derstandard.at/2000010102927/Eine-Voelkerwanderung

      Die von Ihnen erwähnte Seite kenne ich natürlich, ich habe vor einem halben Jahr angefangen, nach Kalergi im Netz zu suchen, nachdem ein NZZ-Leser diesen Namen erwähnte und fragte, ob man nicht darüber mal recherchieren könne, er fände nichts.
      Wie auch immer, Kalergis Thesen passen zu den Aussagen von Friedman, Barnett, Sutherland und anderen und für mich reimt sich manches zusammen.

      Von dümmlicher post mortem Dämonisierung zu sprechen, ist nicht zielführend, denn, wenn ich mich schon im Denken beschränke, werde ich nie etwas verstehen. Nur, weil Sie sich manches evtl. nicht vorstellen können oder mögen, wird es womöglich doch zutreffend sein. Man muss sich mit allem auseinander setzen, abwägen und für sich Schlüsse ziehen und abwarten, mehr können wir leider nicht tun.

      Wie sagte Horst Seehofer etwas resigniert am 20.5.2010 bei Pelzig: Wer gewählt ist, hat nichts zu entscheiden, die, die entscheiden, wurden nicht gewählt.

    • @Renate Simon
      Ob das sinnvoll ist, sich auf das Zitat von Coudenhove-Kalergi zu beziehen, da habe ich gewisse Zweifel…man driftet da schnell in trübe, teils recht verschwörungstheoretische Gewässer ab. Ich denke auch, dass die Gefahr nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass es angesichts der gegenwärtigen Migrationskrise zu wirklich extremen, nicht wünschenswerten Gegenreaktionen kommt (vielleicht sogar einer Renaissance des klassichen, rechten Antisemitismus…ich weiß nicht, wie oft ich schon in Kommentarspalten, auch z.B. in der WELT, Verweise auf das yotube-Video mit Barbara Spectre gesehen habe…solche Welterklärungen, die ja durchaus fatale Folgen haben können, kommen offenkundig in Krisenzeiten wieder hoch).
      Aber klar, es gibt in der gesamten westlichen Welt im Establishment im Grunde einen Konsens, dass Masseneinwanderung im Grunde gut und wünschenswert ist…m.E. ist das ein irrationaler Irrglaube. Ich hoffe, dass die Realität diesen Traum zerschlagen wird, bevor noch mehr Schaden angerichtet wird.

    • @Patrick Feldmann
      Ich stimme wiederum Ihnen da auch in vielen Punkten zu; ich finde es auch erschütternd, wie wenig an gesamtgesellschaftlicher Verurteilung der Gewaltaktionen der Antifa gegen die AfD es gibt…von einer wirklichen demokratischen Kultur, die auch politischen Gegnern ihre Rechte zugesteht, merke ich in Deutschland nichts. Dass die Lage immer weiter eskaliert, daran tragen wahrlich nicht nur die „Hetzer“ von rechts Schuld, wie das in den Medien größtenteils dargestellt wird, sondern auch die politisch-medialen Eliten, denen außer allerlei krummen Tricks, um die AfD kleinzuhalten, und sonstigen Ausgrenzungsstrategien nichts einfällt. Es wäre aber besser, wenn AfD-Politiker sich auf dieses Spiel nicht einlassen würden…Höcke mit seinen verbal drastischen Auftritten befeuert die Eskalation auch noch zusätzlich. Allerdings bin ich mir über die angemessene Vorgehensweise angesichts der aktuellen Lage auch selbst sehr unsicher.

    • Das ist linke Folklore, da lacht der beim NDR angestellte Autonome.

      https://twitter.com/Fatonimusik/status/696119581803442176

    • @Don Alphonso
      Solange solche unschönen Dinge nur in Berlin passieren, ist es aber eigentlich ja nicht so schlimm :-)
      Wie ich auf Twitter gesehen habe, finden Sie ja die Kommentare zu diesem Beitrag besonders spannend…das ist ja erfreulich; ich bekomme ja zuweilen schon Sorge oder fast auch ein schlechtes Gewissen, dass die Sichtung all dieser Kommentare, die ja oft auch Ihren eigenen Ansichten entgegenlaufen, für sie eher unangenehm sein könnte.
      Jedenfalls danke für Ihr Blog, Ihre Beiträge und dafür, dass Leser hier noch kommentieren dürfen.

    • Ich bin Historiker, da liest man praktisch nichts, was der eigenen Weltsicht entspricht. Es passt schon.

    • @tommy - Renaissance des klassischen, rechten Antisemitismus
      eine durchaus berechtigte Befürchtung, die auch schon Imre Kertész in seinen Tagebüchern hatte. In Letzte Einkehr beklagte er Anfang der 2000er Jahre schon die Migration durch Muslime:
      Seite 190
      Europa wird bald zugrunde gehen an seinem einstigen Liberalismus, der sich als naiv und selbstmörderisch erwiesen hat. Europa hat Hitler hervorgebracht, und nach Hitler waren keine Argumente mehr geblieben: Dem Islam taten sich alle Tore auf, man wagte nicht mehr, über Rasse und Religion zu sprechen, während der Islam anscheinend fremden Rassen und Religionen gegenüber keine andere Sprache mehr kennt als die Sprache des Hasses.

      Seite 248
      „Ich sehe eine mörderische Welt anbrechen, Nationalismus, Rassismus; Europa beginnt zu erkennen, wohin seine liberale Einwanderungspolitik geführt hat. Plötzlich wird man gewahr, dass es solche Fabelwesen wie eine multikulturelle Gesellschaft gar nicht gibt. Eine interessante, paradoxe Sackgasse: Während die Europäische Union erweitert wird, schnüren sich die einzelnen Unionsländer enger zu. Die zu erwartenden Gesetze stehen im Widerspruch zur Verfassung der Union, doch wer wollte ihre grundlegende Bedeutung leugnen.
      Das Übel ist, dass man nicht differenziert: etwa durch gesonderte Gesetze für die einheimischen Bürger und andere, die auf die Muslime bezogen sind. Aber das wäre Ausgrenzungspolitik. Hingegen ist es unmöglich, sich vorzustellen, dass, sagen wir, Frankreich in zwei bis drei Generationen ein muslimisches Land sein wird. Politiker, die von unten kommen und ergriffen sind von den durch die allgemeine Angst und Hysterie entfesselten Emotionen, werden die Situation eher zur Erhaltung ihrer eigenen Macht nutzen wollen, als sich die Köpfe über wirkliche Lösungen zu zerbrechen. Direkt gesagt: Es tut sich die Möglichkeit neuer Diktaturen auf, die unter dem Vorwand drohender Gefahren in erster Linie die eigenen Staatsbürger in Gefahr bringen.“
      ——————
      Kertész hat vieles kommen sehen, was nun auf uns zukommen mag. Was er bezüglich Frankreich und Islam sagte, bin ich nicht so optimistisch, sondern denke, die alltägliche Unterwerfung ist in einem Maße zugange, dass alles möglich ist, zumindest sehe ich es so.

      Noch zu Kalergi, ich bin wie erwähnt, über einen User der NZZ drauf gestoßen, finde den Zusammenhang nicht ganz abwegig, denn mir kann niemand erzählen, dass Merkel keinen Plan hat.
      Sie wollte nie die BRD, sie wollte den Sozialismus, den Gorbatschow mit Glasnost anstrebte und ich meine, sie ist hier nie angekommen, kommt ihrem Ziel hier aber wohl immer näher. Und das mit Unterstützung sämtlicher im BT vertretenen Parteien. Womit ich hier nicht für die AfD plädieren möchte, wenn ich sie auch 2013 gewählt habe. Ich habe für mich beschlossen, gar nicht mehr wählen zu gehen.

      PS: Barbara Spectre sagt mir nichts

    • @Foersterliesel
      Danke Ihnen für den Link über den angeblichen „Kalergi-Plan“, das bestätigt mich in meiner Skepsis. Dieses Konstrukt scheint aber ja schon längere Zeit im Netz herumzugeistern (ebenso wie der angebliche „Hooton-Plan“)…irgendwie auch bedenklich, dass sowas jetzt Konjunktur hat.

  52. Gefährliche Gegensätze
    Wie Sie richtiger weise anmerken tragen die Menschen auf dem Land die Hauptlast der Flüchtlingskrise. Dort erlebt man jeden Tag aufs neue was die Aufnahme der Flüchtlinge bedeutet. Entsprechend schlecht ist die Stimmung.
    Das wird bewußt unter den Teppich gekehrt, zu Wort kommen in den Medien die wenigen positiv eingestellten Helfer.
    Die linksliberalen Eliten in den Städten müssen ihren Alltag und ihr direktes Umfeld nicht mit den Flüchtlingen teilen, sie können ohne weiteres an ihrer Realitätsferne festhalten und berechtigte Beschwerden als „Nazitum“ diffamieren.
    Dieser gefährliche Gegensatz nimmt täglich an Schärfe zu.
    In ihrer Weltfremdheit erinnern die intellektuellen Vorreiter und Unterstützer der massenhaften Migration an die Protagonisten der Räterepublik. Vielleicht hat Prantl ja Kurt Eisner als heimliches Vorbild?
    Scherz beiseite, das Thema ist zu Ernst, hier steht die Integrität des ganzen Landes auf dem Spiel.
    Und wird durch völliges Ignorieren zukünftiger Entwicklungen in größte Bedrängniss gebracht.
    Die Mehrheit der Menschen hier lebt in den Dörfern und kleinen Städten, sie träumen nicht von einer veränderten Republik.
    Was passiert, wenn ihnen der Geduldsfaden reisst, zeigen eben jene zitierten Freikorps und das Ende das die Räterepublik nahm.

    Zum dritten Mal in hundert Jahren steht Deutschland unter der Herrschaft eines politischen Wahns, der keine Kritik zulassen will, nur richtet sich diesmal die Aggression nach innen.
    Wir werden in nächster Zeit Dinge erleben, die niemand noch für möglich gehalten hätte.

    P.S. Zum Thema keine Informationen mehr zurück halten, fragen sie einen beliebigen bayrischen(so und nicht anders) Polizisten was es mit dem so genannten „Presseverbot“ auf sich hat, oder wie sein eigener Kenntnisstand zur Flüchtlingskriminalität aussieht.

    • Di linksliberalen sehen im Flüchtling oft einfach den Sprengsatz für ein Deutschland, das sie nicht mögen. Es ist ihnen ein Vergnpgen, wenn sie die Überforderung sehen. Das entnehme ich zumindest den Aussagen einiger Leute auf Twitter.

    • "linksliberal"
      Der Begriff „linksliberal“ ist auch so ein oft gebrauchtes Oxymoron, eine propagandistische Blendgranate, die von der Wirklichkeit fulminant konterkariert wird!
      Gerade bei den Linken findet man eine Staatsgläubigkeit, die zum Himmel schreit. Dass das dann in der Praxis – wie derzeit ersichtlich- auf einen (Rechts)-Staatsnihilismus hinausläuft, ist ja eher der eigenen Dummheit als liberal-kritischer Überzeugung zu verdanken.

    • Re, Gefährliche Gegensätze
      „Wie Sie richtiger weise anmerken tragen die Menschen auf dem Land die Hauptlast der Flüchtlingskrise. Dort erlebt man jeden Tag aufs neue was die Aufnahme der Flüchtlinge bedeutet. Entsprechend schlecht ist die Stimmung.“

      Das extremste Beispiel war für mich ein 600-Seelen Dorf in Schleswig-Holstein, der 3.000 Flüchtlinge aufnehmen muss, in nahe liegenden leeren Kasernen. Der Bürgermeister war den Tränen nahe, beschwerte sich bei einer Kommunalpolitikerin. Lapidar meinte diese dazu: Auch wir werden nicht gefragt, sondern müssen nehmen, was uns zugeteilt wird.

  53. Zum Glück wandelt sich die anfänglich grenzenlose Willkommenskultur...
    … ja zumindest auf dem Papier in eine „Gastgeberrolle auf Zeit“. Schön auch zu sehen, dass die Welt um Europa herum plötzlich immer sicherer wird.
    .
    Nur einer schiesst noch quer, obwohl er doch wissen müsste, dass „garantierter Familiennachzug“ dazu führen wird, dass dann auch die jungen Kerls auf den Weg ins gelobte Muttiland geschickt werden, die eigentlich lieber daheim bei ihrer leiblichen Mutti bleiben wollen.

  54. Es geht in Wahrheit doch gar nicht um Flüchtlinge!
    Flüchtlinge, also Asylbewerber sind nur der vorgeschobene Vorwand, um mittellosen Einwanderer Sozialleistungen zahlen zu können, ohne das dadurch ein allgemeiner Rechtsanspruch für alle mittellosen Ausländer, die bei uns einreisen, entsteht! Denn sonst würde die gesamte europaische Unterschicht nach Deutschland einreisen, weil sie hier Sozialleistungen beantragen könnten! Und darum müssen mittellose Einwanderer Flüchtlinge sein und es auch bleiben, weil Asylbewerber die einzigen Ausländer sind, die Sozialleistungen nicht wegen ihrer Mittellosigkeit, sondern wegen ihres Status als Asylbewerber erhalten!

    Und weil die Politik dieses Problem mit den Sozialleistungen nicht lösen konnte, hat sie im Jahre 2014 beschlossen, vorsätzlich eine Massenmigrationkampagne zur Abmilderung der Folgen des demographischen Wandels durchzuführen!

    Ja, diese kuriose Willkommenskultur, war niemals etwas Anderes als eine vorsätzlich herbeigeführte Massenmigrationkampagne, die jedoch später außer Kontrolle geraten ist!

    Glauben Sie denn ernsthaft, das fast alle 2.488 Abgeordneten der Parlamente des Bundes und der Länder gleichzeitig an einen akuten Helfersyndrom erkrankt sind, und es wirklich um Flüchtlinge ging?

    Nein, natürlich nicht, es ging immer um uns, der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland!

    Was wir jetzt erleben war niemals etwas anderes als eine vorsätzlich herbeigeführte Massenmigrationkampagne!

    Ob diese Massenmigrationkampagne illegal ist?

    Selbstverständlich ist sie illegal, weil Menschen in betrügerischer Absicht als Flüchtlinge ausgegeben werden, die gar keine Flüchtlinge sind!

    Es gibt kein demokratisches Recht zur Begehung von Straftaten!

    Wir haben es also mit Betrug nach 263 StGB und Bildung einer kriminellen Vereinigung nach 129 StGB zu tun!

    Und deshalb geht den beteiligten Politiker auch der Ar… auf Grundeis! Darauf stehen bis zu fünf Jahre Gefängnis?

    Und das Alles nur wegen des ungelösten Problems der Sozialleistungen für mittellose Einwanderer!

    Ist das nicht erstaunlich!

  55. Hiermit trete ich ins ununiformierte, waffenlose, intellektuelle Freikorps ein!
    Der Blog gibt gelungen auf ausführliche und vielfältige Weise die derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Probleme wieder. Jedoch sollte man sich um verbale Abrüstung bemühen und stets seine Wortwahl und die damit verbundene Bedeutung bedenken.

    In der letzten Woche war in einem Artikel in der FAZ zu lesen, dass 50 % der Deutschen nur 1 % des Vermögens besitzen. Also besitzen die anderen 50 % Prozent 99 % des Vermögens. Eine weitere Woche zuvor wurde bekannt, dass nur 62 Personen etwa die Hälfte des Weltvermögens besitzen.

    Inzwischen sind wir von der Schuld- und Sühnenation zu einer der führenden Weltwirtschaftsnationen geworden, unter anderem mit einer florierenden Waffenindustrie.
    Wir sind Weltmeister bei der Versorgung mit sog. Kleinwaffen, wie Anti-Personen-Minen, Pistolen und Maschinengewehren. Vermutlich sind die Käufer dieser Waffen, die wir in Deutschland eher nicht finden dürften, alles anständige Bürger ihres jeweiligen Landes und schließen ihre „Made in Germany“ produzierten Waffen abends nach dem Gang in den Schützenverein in den dafür vorgesehenen Waffentresor. Durch eine deutsche Waffe wird schon kein Mensch sterben, oder vielleicht doch?

    Vermutlich dürften die Gewinne, die Deutsche durch den Waffenhandel verdienen, eher im oberen gesellschaftlichen Drittel ankommen. Der durch die Waffen entstehende Schaden wird aber mal wieder vergesellschaftet. Wir alle dürfen für die Flüchtlingskrise zahlen, die Armen etwas mehr, wie man an den schon von „Flüchtlingen“ überlaufenen Tafeln feststellen kann. Es gibt inzwischen für Teile der autochtonen deutschen Bevölkerung keine Nahrung mehr und auch kein Dach über dem Kopf. (Offiz. ca. 500 000 Personen)

    Es wäre schön, wenn das obere Drittel der Gesellschaft vielleicht etwas mehr Solidarität mit den Armen vor Ort zeigen könnte. Die Einwanderer in unser Land sind in gewisser Weise auch Opfer deutscher Waffenpolitik. Da wir die drittgrößte Waffenschmiede der Welt sind, sind wir faktisch an allen Kriegszuständen in dieser Welt beteiligt, gerade als Kleinwaffenproduzenten. Es kommen also eigentlich sehr wenige Flüchtlinge zu uns, wenn wir den tatsächlichen humanen Kollateralschaden – verursacht durch unsere Waffenexporte – betrachten. Dann müssten jährlich 10 Millionen Flüchtlinge in unser Land kommen.

    Es wäre also an der Zeit, die Waffenproduzenten mit einer „Flüchtlingsabgabe“ zu belasten. Diese könnte man für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge nutzen. Es muss ja nicht immer H4 gekürzt werden oder der kleine Michel die Zeche zahlen. Wagen wir uns doch mal an die Leute, die das Unglück verursacht haben.

    Vielleicht sollte man allmählich auch mal anfangen, über die Völkerfreundschaft zu den USA nachzudenken. Ob TTIP den europäischen Staaten zu mehr Einigkeit, ökologischen und wirtschaftlichen Gedeihen verhelfen wird, wage ich zu bezweifeln. Der Umgang mit Julian Assange und Edward Snowden seitens der deutschen Regierung sollte eigentlich zur Abschaffung des Asylrechtes in seiner derzeitigen Form führen. Es hat sich anhand dieser beiden höchst verfolgten Personen gezeigt, dass wirkliche politische Verfolgung kein Grund für Asyl in Deutschland ist. Wer aber einfach so nach Deutschland kommen möchte, beantragt politisches Asyl, auch wenn noch nicht mal 1 % der Antragsteller als politisch verfolgt gelten darf.

    Aber eigentlich wollte ich etwas zu den Hasspredigern schreiben. Der Begriff ist für muslimische Imame reserviert, die sich in ihrer Wortwahl nicht beherrschen können und in der „westlichen Lebensweise und Bildung“ Sünde zu erkennen glauben. Diese Leute predigen in Moscheen in Deutschland, teilweise aus dem Ausland bezahlt. Dies dient der Unterminierung des deutschen Staates und der Weltmission des Islam, verbunden mit der Unterdrückung der Ungläubigen.

    Schlimm, dass ich es an dieser Stelle floskelhaft schreiben muss: Nicht alle Imame sind Hassprediger und nicht alle Muslime haben ein Weltbild, dass Nicht-Islam-Gläubige als Untermenschen definiert. Vermutlich ist sogar eine deutliche Mehrheit der hier lebenden Muslime mit dem Staatssystem und der allgemeinen Religionsfreiheit sehr zufrieden und will gar niemanden missionieren. Vielen ist Religion – wie den meisten anderen Deutschen – vermutlich schlicht egal, außer an hohen Feiertagen.

    Frau Petry und Frau von Storch predigen keinen Hass. Der Einsatz von Schußwaffen an Grenzen kann durchaus erfolgen, sollte aber nicht, nur im Notfall. Wer etwas anderes behauptet, lügt. Jeder Bundesgrenzschützer trägt, genau wie die Kollegen von der Polizei, eine geladene Schußwaffe im Dienst mit sich herum, die meisten wohl in der Hoffnung, diese niemals einsetzen zu müssen. Aber alle diese Ordnungshüter werden an der Schußwaffe ausgebildet, damit sie diese eben benutzen könnten, im Notfall, oder wenn es ein Vorgesetzter befiehlt. Kein normaler Mensch würde auf Kinder schießen, außer wenn diese, wie z.B. in afrikanischen Staaten, selbst mit Schußwaffen bewaffnet sind. Vielleicht kommen uns solche Kinder demnächst auch mal besuchen und fordern dann auch Familiennachzug, aber mit bleiernen Argumenten.

    Es müssen die Gründe für die Kriege, welche die Flüchtlingsströme verursachen, beseitigt werden, und vielleicht sollten wir damit mal bald anfangen. Man könnte ein generelles Waffenproduktionsverbot in Deutschland verhängen. Die Weltwirtschaft gehört umgebaut, aber das kann ich tausendmal schreiben, es wird weiter CDU, SPD und vielleicht auch wieder FDP gewählt. Solange sich in dem Bereich nichts ändert, werden weiter Volksmassen zu uns strömen und monetär partizipieren wollen. Wer kann es ihnen verdenken?

    Daher: Der Zaun muss her! Verschieben wir das Problem in Richtung Süden oder wohin auch immer! Probleme verschieben sind wir ja schon gewohnt.

    Wir fallen in alte Schuld- und Sühnemuster zurück, wenn wir uns nicht wie eine geistesstarke Industrienation verhalten, die

    • Hallo Gnadenbrotler
      Ihre Beiträge sind erfrischend reaktant! Danke.

    • Bewaffnung - Kurt Gnadenbrotler
      Auch die Zollbeamten sind bewaffnet, inkl. der Zollbeamten, die die Durchsetzung des Mindestlohnes kontrollieren. Insofern ist das Geschrei der etablierten Parteien ob der sehr unglücklichen Äußerungen von Petry und Storch ziemlich albern.

  56. Die Flüchtlingskrise ist keine Frage von links oder rechts.
    Vielmehr gibt es in der Frage des Umgangs mit der Situation keine homogenen Lager. Es ist Unsinn, Linken oder Rechten eine einheitliche Meinung zuzuordnen. Das Auftreten der politischen Parteien kann auch nicht als Maßstab genommen werden, das wäre ja mal ganz was Neues.

    Aber die Flüchtlingskrise stellt die oft zitierten Werte, ethische und moralische Überzeugungen, Humanismus und Kultur auf eine harte Probe. Ob unsere entsolidarisierte Gesellschaft das halbwegs unbeschadet übersteht, bleibt abzuwarten.

  57. Aus einem deutschen Leben.....
    anspruchsvollem Journalismus mit Tiefgang bedanken, der zudem sehr oft auch noch höchst amüsant ist.

    Zu diesem Thema:
    Ich frage mich manchmal, ob dieses verstorbene Gebilde Nachkriegs BRD für ihre Jugend keine Zukunft schaffen wollte oder konnte und erinnere mich an viele stolzen Geschäftsleute der Nachkriegszeit, die alles mit ihrer eigenen Hände Arbeit erschaffen haben wollen, was sie auch ihren Kindern als guten Rat auf den Weg gaben – Querverweis zum: “auf eigenen Füßen stehen“…. – um dann mit hochgezogener Augenbraue das sogenannte Scheitern derselben, welches wohl auch Trotz war…mit deren totaler Unfähigkeit zu begründen. Und ich habe Sätze in Erinnerung, wie „Deutschland führt keine Kriege mehr, wir kaufen jetzt die anderen“……., oder „die aus dem Osten wollen wenigstens arbeiten im Gegensatz zu unseren Hippie-Kindern“…… Der Nazi-Opa landete im „politisch korrekten“ Geschichtsbuch oder führte in Hollywood-Filmen als abstraktes Monster eine Art schillerndes Geisterleben fort. Irgendetwas haben wir nicht aufgearbeitet: Das Böse sind immer die Anderen. Hassen oder „Hass predigen“ tun auch nur die Anderen. Sagte nicht Opa irgendwie was Ähnliches? Ach, da hab ich bestimmt was verdreht…wir sind doch nun die geläuterten Guten, die allen nur helfen wollen 
    PS: Ich war übrigens nie Hippie – da war ein – nun ja versuchter Erklärungsversuch-, warum in Deutschland diese Links – und Rechtsextremen Meinungen derart kantig aufeinanderprallen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und ja diese linken Kinder hassten ihre Väter. Die Väter die Opas..usw….

    und by the way…das Weltbild der Afd…ist schon wieder ein kruder Verschnitt aus Nietzsche Versatzstücken, seltsamen Zurechtbiegungen der Evolution und noch ein paar anderen Zutaten aus bekannten verschworenen Giftmischerküchen, wobei natürlich das Weibe dem Manne zu unterstehen hat..dem Herren..dem Herrenm…….verschluck…

  58. @Don
    Ihre Lernfähigkeit ist erfreulich, aber zu begrenzt.
    Was sollen diese Beschönigungen? Da beschreiben sie was passiert ist:

    „Hätte sich aber ein Journalist im Oktober hingestellt und behauptet, es käme an Silvester zu Massensexübergriffen ais einer Gruppe tausend Flüchtlinge heraus, die die Polizei nicht stoppen kann, davor würden sich schon Terroristen von der Balkanroute in Paris in die Luft sprengen, ein Attentäter würde dort erschossen werden, der mit sieben Identitäten und einem üppigen Vorstrafenregister als Schutzsuchender in Deutschland lebte, die Hälfte der Bewohner einer Notunterkunft hätte mehrere Ausweise, um sich Leistungen zu erschleichen, die Polizei in Kiel verzichtete auf die Verfolgung mancher Straftaten, und in Heimen würde eine Zelle ein Attentat auf Berliner Besuchermagnete planen – der Journalist wäre seine Stelle los gewesen. Man hätte ihn im Oktober als Hassprediger verjagt, er hätte nie mehr eine Stelle bekommen. Heute sind wir deutlich schlauer.”

    „Heute sind wir deutlich schlauer.” ???????

    Ach ja? Wirklich?

    Leider nein, denn Sie weigern sich nach wie vor das eigentliche Problem zur Kenntnis zu nehmen.

    In einer Demokratie haben IMMER die Blöden die Mehrheit, und die hat die Angewohnheit seinesgleichen zu Kanzlern zu wählen. Bevor die Medien anfingen mit ihren Lügen, Halbwahrheiten oder ihrem Verschweigen von Fakten um die Menschen zu Manipulieren und Meinungsmache zu betreiben, gab es wenigstens noch Kohl und Schröder. Und der von diesen beiden angerichtete Schaden hielt sich, abgesehen von den Katastrophen des Euro und dem unfassbar inkompetenten Ablauf der DDR Übernahme, einigermassen in Grenzen. Aber danach stieg man mit einer peinlich primitiven Ossie-Opportunistin auf ein Niveau herab, dessen Konsequenzen nun anfangen der denkenden Minderheit aufzugehen!

    Mangels politischen Willens ist die Banken- und Schulden-Blase nun so gross, dass in nicht allzu ferner Zukunft nur mehr reines Computergeld statt Bargeld den totalen Kollaps wenigstens kruzfristig noch aufhalten wird.
    Als wäre das unverschämterweise sogenannte Safe Harbour Abkommnen mit den verbrecherischen Kriegstreibern jenseits des Atlantik noch nicht genug der Möglichkeiten zur Total-Überwachung, bedeutet die Bargeld Abschaffung einen weiteren enormen Sprung Richtung eines Obrigkeitsstaates mit absoluter Macht über den Bürger.
    Der sich ausweitende Einsatz der Bundeswehr, wird, von den ungehuerlichen Kosten mal abgesehen, mithelfen die Flüchtlingszahlen in derzeit noch unvorstellbare Höhen zu schrauben.

    Würde dies heute jemand schreiben, lassen sie mich von oben zitieren: „….der Journalist wäre seine Stelle los…. Man würde ihn …… als Hassprediger verjagen, er würde nie mehr eine Stelle bekommen.“

    Denn damit haben sie unrecht:
    „Heute sind wir deutlich schlauer.”

    Nein, die Dummheit ist keineswegs weniger geworden und sie wird es auch nicht!

    • Spreche aus Anerkennung
      Aber schreibt man Ossi(e) wirklich mit „-ie“?
      .
      Man möge mir verzeihen, ostwärts Elbe und Thüringer Wald, aber dieser personelle Beitrag (und noch einer) für das gemeinsame Staatswesen ist (sind) wirklich langfristig nicht zielführend. Im Übrigen scheint diese Erkenntnis im Beitrittsgebiet eher verinnerlicht als in den westlichen Provinzen. Man hatte „drüben“ immer schon ein Gespür für Überläufer. Und nicht grämen bitte, es war ja der Pfälzer der uns das eingebrockt-und viele, viele eigenartige Zufälle und ein Dossier, dass man aus den noch nicht geschredderten und verbrannten volkseigenen Archiven gekonnt über den Atlantik entführte.

    • hypopcrisie
      Da unsere Abneigung gegen Heuchelei uns wohl eint, kurz die Erklärung des Missverständnisses. Ich halte im Westen 90% für Vollpfosten, im Osten 98%. Was ich vom Fettsack aus Oggersheim halte, das steht ja anderswo nachzulesen. Und beim -ie, da mischen sich die diversen Sprachen die ich täglich benutzen muss. Wenns um Rechtschreibung geht, dann interessieren mich Regeln (wie überall) recht wenig. Die einzige Rechtschreib Regel von Bedeutung lautet: Man schreibe so, dass der Sinn einfach und unmissverständlich mitgeteilt wird.

  59. Subjektives Erleben
    „Die Ursache ist, dass die Politik der Bundeskanzlerin und die Agenda der sie stützenden Medien angesichts der erlebten Realität der Menschen bei vielen noch schlechter als die AfD ankommt.“

    Erlebte Realität ist so eine Sache, die auch eine subjektive Komponente enthält. Ich zweifle negative Berichte von Menschen, die sich tatsächlich für Flüchtlinge engagieren, in der Regel nicht an. Nur verbreiten sich Gerüchte (die sich im Nachhinein mitunter als falsch erweisen), sehr weit und sehr schnell auch in den Teilen der Bevölkerung, die mit Flüchtlingen kaum Kontakt haben. Die Unfähigkeit, dabei einen klaren Kopf zu behalten, zwischen berechtigter Sorge und diffusen Ängsten unterscheiden zu lernen, treibt die Menschen der AfD – die scheinbar eine Lösung anbietet- in die Arme. Es liegt also nicht im Interesse der AfD, dass Ängste abgebaut werden, im Gegenteil.

    • Nein, natürlich nicht. Die Frage wäre ann aber, wie man am besten ie angst bekä,pft. Momentan brüllt man ja nur abweichler an.

  60. Merkels Unstetigkeit
    Ich kann mich noch an ein Interview mit der Kanzlerin erinnern, dass sie kurz nach dem vorläufigen Ende der Griechenland-Krise gegeben hatte ( Tsipras hatte das Memorandum der Euro-Gruppe durchs Parlament bekommen ). Sie war in auffallend guter Stimmung und gar nicht so phrasenhaft-dröge, wie man es sonst von ihr gewohnt ist. Am Ende des Interviews sprach sie davon, das war damals noch gar kein Thema in den Medien, wie das Flüchtlingsproblem eine noch viel größere Herausforderung für Europa werden würde, als dasjenige Griechenlands. Sie ahnte nicht, dass Europa, mit Ausnahme Deutschlands, auf diese Herausforderung durch Schutz der Grenzen reagieren würde, statt sich in ein neues, noch größeres und schwierigeres Projekt mit Millionen von Migranten zu wagen. Daher auch die Empörung gegen die Regierung Orban in Ungarn, der man aber rechtlich nichts vorwerfen konnte, denn Merkel war es, die die Regeln verletzte. Das war klug von Orban, auf die Seitenlinie zu gehen und die mal machen zu lassen, die glauben, sie würden es schaffen. Die Times Person-des-Jahres 2015 hatte sich überschätzt. Mittlerweile, so meinte ein Bekannter zu mir, habe sie wegen der Flüchtlingspolitik in China das Gesicht verloren. Sie wird nicht mehr wirklich ernst genommen.

    • China
      Ich war einen Monat in China zum Jahreswechsel. Meine Frau ist Chinesin und wir leben in Deutschland. In China ist man entsetzt über Deutschland und seine Schwäche. China selber wurde von Europäern und Japanern überrannt im letzten Jahrhundert und verteidigt seine Grenzen zu teilweise sehr aggressiven Nachbarstaaten (Afghanistan, Pakistan, Nordkorea etc.). China hält Deutschland für ein großartiges Land und versteht nicht, warum wir ohne jede Prüfung junge ungebildete Männer aus den rückständigsten Gebieten aufnehmen, die uns dann im eigenen Land das Leben zur Hölle machen. Meine Frau selber kommt schlecht zurecht mit aufdringlichen Migranten, da sie dieses Verhalten von China nicht gewohnt ist. Wir bleiben derzeit in Deutschland und schauen was passiert. Die Lage hat sich seit September massiv verschärft und irgendwann muss es eine Gegenreaktion geben im Lande. Wenn nicht, dann nimmt mich meine Frau mit nach China.

    • Dreamtimer, stimmt, ich erinnere mich auch
      und meine, dass Merkel auch im Sommerinterview mit B. Schausten davon sprach, dass Griechenland nicht solch ein Thema sei, wie es die Flüchtlingskrise würde. Nun muss man ja konstatieren, dass die Dramen in Lampedusa auch nicht erst drei Tage vorher anfingen.
      Allerdings scheint es so, dass viele Merkel nicht richtig zuhören… und dann ist das Erwachen immer böse.

    • Titel eingeben
      Lampedusa war der Sündenfall. Man hätte die dort Angelandeten allesamt an der libyschen Küste absetzen sollen. Dann riß Merkel das Loch auf. Es käme darauf an, daß man Merkel ZWINGT, sich medial hinzustellen und zu sagen, mit arabischen, urdu und afrikanischen Untertiteln, daß man keinen mehr reinläßt, sondern alle rausschmeißt. Je länger man damit wartet, desto alltäglicher und längerdauernder die „unhöflichen Herren im Bankschalter“ und was da sonst noch meint, völlig losgelöst jederzeit über sämtliche Stränge schlagen zu können, weil ihnen alles durchgelassen wird.

  61. Trotzdem: Besser als "Lügenpresse" wäre "Desinformation"
    Es ist erstens nicht allein und vor allem nicht primär die Presse, es gibt ja heute noch andere Medien. Zweitens ist es ein Naziwort. Drittens sind „Lügen“ explizit falsche Aussagen, aber wirksamer als klar widerlegbare Lügen sind die un- und halb ausgesprochenen, kommunikativ versteckten, nur partiell zutreffenden Fehlinformationen („Sollen wir die Menschen abweisen, die vor Bomben fliehen?“). Es ist eine dumpfe Stimmungsmache, die Deutschland in die Situation gebracht hat, dass eine törichte Kanzlerin letztlich alternativlos ist. Denn Rot-Rot-Grün würde die Politik der Kanzlerin ja noch überbieten.

    • rot-rot-grün
      „Zweitens ist es ein Naziwort.“

      So wie Betreuung und Autobahn. Das erschreckt heute niemanden mehr. Das Journalisten in Bezug auf „Lügenpresse“ empfindlich sind, kann ich verstehen, aber dafür gibt es eine prinzipielle Abhilfe: sie arbeiten als Journalisten und machen den Job, der ihnen bei den Lesern Anerkennung bringt. Für staatstragende Meinungsführer gibt es ja Politiker und wenn die gelegentlich selbst mal etwas schrieben, so wäre das auch nicht grundverkehrt. Es versteht ja kaum einer, warum keiner von denen sein will wie Churchill oder Mitterand. Also ich würde so sein wollen, als Politiker. Mindestens.

      „Denn Rot-Rot-Grün würde die Politik der Kanzlerin ja noch überbieten.“

      Wenn man an rot-grün zurückdenkt, so war das die Zeit in der Deutschland wieder in den Krieg zog, Hartz IV eingeführt wurde, die New Economy bis zum Totalabsturz gefeiert wurde und die neoliberale Revolution auch in Deutschland in Gang kam. Schröder war der Kanzler, der Kohl nicht sein konnte. Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, was passiert, wenn man noch ein „rot“ davorhängt.

      Es zeugt nicht von allzu viel Lernfähigkeit, wenn man sich unverdrossen an den ideologischen Schein der Parteien hält und von ihrer historischen Performanz gänzlich absieht. Politik passiert dort wo der Widerstand gering ist, wo einen der politische Gegner gewähren lässt und das ist in der Regel auf dessen eigenem Feld. Das Gespür dafür konnte man bei Merkel durchaus beobachten, aber nun hat sie es überzogen.

    • Rot-Rot-Grün würde die Politik der Kanzlerin. noch überbieten
      Wollen schon, aber können nicht. Die müßten die Kohlen unter den
      Augen einer Unions Opposition und einer Oppositionsführerin frau Merkel
      aus dem Feuer holen.
      Und wenn sich das abzeichnet ist Frau Merkel auch schon wieder Kanzlerin
      und alle sind zufrieden.

  62. Ausgemachter Blödsinn ...
    … war die Debatte leider von Anfang an, weil die Sachdiskussion dogmatisiert und jeder Kritiker diffamiert wurde. Der Staat und rot-grüne Propaganda Medien nutzten ihre Vormachtstellung schamlos aus, um jeden unmöglich zu machen, der es auch nur am Rande wagte, ihre Friede, Freude, Eierkuchen Politik in Frage zu stellen. Anstatt sachlich zu reagieren kam und kommt man sich vor, wie in der DDR. Nur das der Grad der Gesinnungsschnüffelei weit übertroffen wird. Und die Konsequenzen von strafrechtlicher Verfolgung bis hin zur Schikane am Arbeitsplatz und dem Verlust der Arbeit reicht. Dass die Realität Politik und Medien schneller einholte, als diese gedacht hätten, gibt natürlich denen Futter, die orakelt haben. Doch oft musste man ja gar nicht orakeln. Denn viele Meinungen beruhten bereits auf Erfahrungen mit ganz normalen Bevölkerungsteilen mit Migrationshintergrund. Denn Integration ist ein schwieriger Prozess, wie sich hier zeigte. Den Kulturen gleichen sich nur langsam und über Generationen an. Auch wenn viele von uns Migranten und ihre Kinder als Freunde haben, die wirklich gut integriert sind und Bilderbuch Deutsche, so gibt es auch sehr viele Negativbeispiele. Die nicht zuletzt auf Integrationsunwillen der Eltern zurückzuführen sind. Ähnliche Probleme, nur in anderen Dimensionen stehen nun mit der Flüchtlingskrise an. Und hätte die Regierung und die Medien, nicht so einen gewaltigen Keil in die Gesellschaft getrieben, wäre der Merkel Satz „Wir schaffen dass.“ Eine Hoffnung gewesen, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen um anstehende Probleme zu bewältigen. Doch Rechtsbeugung, Amtsmissbrauch und Volksfeindliche Hetze aus den etablierten Parteien, hat den AfD erst möglich gemacht. Und die unzähligen Rechtsbrüche der Regierung, haben aus einer kontrollierbaren Krisensituation eine unkontrolliertes Chaos gemacht, so dass die innere Sicherheit und auch den gesellschaftlichen Frieden gefährdet ist. Wenn man von offiziellen Stellen vernehmen muss, das bis zu 600.000 so genannter Flüchtlinge, schlicht ohne Kontrolle sind und ihr Aufenthalt unbekannt, stärkt dies nicht das Vertrauen des Bürgers. Andere Probleme die der Artikel bereits aufzählte, brauche ich hier nicht nochmal zu erwähnen. Merkels Regentschaft wird ein moralisches und verwaltungstechnisches Trümmerfeld in Deutschland hinterlassen. Das Vertrauen in die etablierten Parteien ist weg und die Alternativen sind vorsichtlich formuliert gruselig. Und sollte der AfD tatsächlich so stark Punkten können, wird sich auch hier zeigen, dass die Schäden, die angerichtet wurden, kaum mehr gut zumachen sind. Die parlamentarische Demokratie hat auf ganzer Linie versagt und diese Erfahrung steckt bereits in vielen Köpfen der nächsten Generation, nicht nur denen der jetzigen Wählerschaft. Volksfeindliche Hetzer wir Gabriel, Maas, Gauck & Co haben das Klima in Deutschland so vergiftet, das man sich kaum noch traut zu erwähnen, was noch möglich wäre. Ein anderer Punkt ist, das unser ganzer guter Gedanke des Grundgesetzes heute ad absurdum geführt wird, dank Merkel. Denn den echten Kriegsflüchtling, dem unser Asyl Schutz bieten sollte, der ist heute in Deutschland faktisch schutzlos zwischen afrikanischen und anderen Wirtschaftsflüchtlingen. Seine Interessen zu waren, ist in der Masse von Zuwanderung aus verschiedensten Interessen kaum mehr möglich. Die sexuelle Gewalt und religiös motivierten Übergriffe in Heimen ist kaum kontrollierbar. Und die leitenden Mitarbeiter machen die Situation durch Vertuschung noch schlimmer. Erst kürzlich wurde bei uns in Eisenhüttenstadt bekannt, zu wie vielen sexuellen Übergriffen es bereits kam. Ein besonders schlimmer Fall, eine Afrikanerin (40), wurde in der Nacht mehrfach von jungen Arabern vergewaltigt. Als sie den Vorfall dann einem leitenden Mitarbeiter meldete, wurde ihr gesagt. Sonntags arbeiten in Deutschland keine Behörden. Erst am nächsten Tag, vertraute sie sich einem anderen Mitarbeiter an, der dann 110 wählte. Traurige Realität, wohl nicht nur in Eisenhüttenstadt. Armes Deutschland.

    • Absätze helfen-

    • stimme Ihrem Beitrag zu @lästerbacke, aber bitte keine generelle Demokratieskepsis!
      „Die parlamentarische Demokratie hat auf ganzer Linie versagt“- dem stimme ich nicht zu.
      Demokratieskepsis ist aber falsch. Die Regulationsmechanismen der Gewaltenteilugn u. der Volksvertretung wurden von Merkel und Grokos dreist und tlws dumm, ja böswillig, ausgehebelt! Versagt hat der Bundestag- in Eurokrise wie jetzt auch in der Staatskrise!

      Die parlam.Demokratie hat nicht an sich versagt, die Parteien haben diesen Staat gekapert und die Bürger haben nicht früh genug gegen gesteuert.
      Unsere Demokratie hat nun eine enorme Schlagseite, aber es gibt kein angemesseneres Regierungssystem für uns Deutsche als europäisches Volk als die Demokratie!

  63. DA:
    Die AfD ist transparenter als jede der Altparteien. Die Zusammensetzung der Mitgliedschaft aus Altparteilern und Neulingen ist im Netz zu finden. NPD/ler werden im Gegensatz zur cDU nicht aufgenommen. Die Landtagswahlprogramme wurden von Fachausschüssen formuliert, von Mitgliedern netzabgestimmt und von Parteitagen beschlossen. Das Bundes-(Wahl-)Programm wird nach gleichem Prozedere im April verabschiedet werden. Wer diese Beschlüsse in Quasselrunden durch „persönliche“ Meinungen aufweicht, bekommt Druck von der Basis und wird wie Parteigründer Lucke enden. Insofern sind wir eine Partei „neuen Typs“, die heute basisdemokratischer als die Grünen ist.

  64. Der Hass!
    „Allerdings glaube ich persönlich nicht, dass man irgendetwas gewinnt, wenn man sich nun medienöffentlich hinstellt, auf diese Leute mit dem Finger zeigt und „Hassprediger“ sagt.“

    Nein, das glaube ich allerdings auch nicht. Ich gehe sogar noch etwas weiter und erinnere daran, dass es nie das Privileg von Kreti und Pleti war, noch es jemals sein wird, über die Gefühle anderer Menschen zu richten. Das ist vielmehr anmaßendes Benehmen; bringt das den Menschen heute keiner mehr bei? Wo sie doch alle so lange bei Mutti zu Haus geblieben sind, wegen der frühkindlichen Bildung? Gefühle anderer, konkreter Personen (soweit sie einen selber oder Nahestehende nicht betreffen) rundheraus als schädlich zu bewerten, ist bestimmten Berufsgruppen vorbehalten, die sämtlich unter Schweigepflicht stehen, und das hat auch einen guten Grund. Aber heute ist ungenierte Distanzlosigkeit (nicht ohne Grund ein Kennzeichnen von Schwachsinnigen!) offenbar ein entscheidendes Qualifikationsmerkmal!

    Im übrigen habe ich aus Ihrer Schilderung nicht den Eindruck gewonnen, die Dame habe Ihnen gepredigt? Oder hat sie sich eine Autorität angemaßt und blinden Glauben verlangt? Im Gegenteil – Sie sagten, sie habe Sie als Journalisten angesprochen! Dann ist sie wohl schlicht davon ausgegangen, dass Sie Ihre Arbeit tun und recherchieren werden; so denkt sich dass das einfache Volk nämlich, müssen Sie wissen. Sie hingegen schildern, dass Sie zur Polizei gegangen und sich brav haben nach weißen Sand schicken lassen. Das passiert, aber es man kann es ja fairer Weise keinem vorwerfen, wenn er versehentlich doch eine bessere Meinung von einem hat. Kurz und gut – diese Schilderung ist etwas zu einfach gestrickt. Sie wären kein Journalist, wenn man Sie gar so einfach zum Narren halten könnte, und es war mutmaßlich auch kein herablassender Großmut, die Sie veranlasst hat, auf die Anprangerung dieser Frau als „Hasspredigerin“ zu verzichten, sondern womöglich doch etwas – Besseres. Aber wie dem auch sei – Sie haben wohl Ihre Gründe und Motive und ich werde gewiss nicht darin rumstochern.

  65. Thinking out of the box
    Es wird, auch hier wieder, viel darüber gestritten, ob die herrschende Praxis und Lage völker- und europa- und menschenrechtlich legal, wenn nicht gar geboten ist. Mich interessiert mindestens ebensosehr die Frage: Falls die aktuelle Praxis völker-, europa-, menschenrechtlich oder grundgesetzlich geboten sein sollte – wie kann die Bundesrepublik Deutschland die sie bindenden Rechtspflichten verändern und so lockern, dass wir nicht immer weiter The German Open spielen müssen? Welche Flüchtlingskonventionen etc. lassen sich mit welcher Frist kündigen, welche Mindeststandards sind unkündbar? Prüft das in der Bundesregierung jemand? Ist einem der politischen Repräsentanten schon der Gedanke gekommen, dass der Grundsatz der Selbstpräferenz es gebieten kann, sich völkerrechtlicher etc. Pflichten zu entledigen?

    • Titel eingeben
      Bravo – genau diese Fragen sind zu stellen und darüber zu diskutieren. Das wird aber niemals nicht passieren, denn dann würde sich DE ja wieder ganz, ganz pöse verhalten …

    • Tja naja - ganz offensichtlich arbeitet
      man daran! Man führt das Ganze ad absurdum, auf dass der Boden der Tatsachen wieder an Attraktivität und das Land wieder an Souveränität gewinnen möge. Oder – darauf läuft es wenigstens hinaus; selbst wenn man Trost dabei findet, dem Kabinett die wildesten Dinge zu unterstellen (ich finde den Gedanken ja eher furchterregend; aber das ist wohl Temperamentssache). Das wird noch einen harten Aufschlag geben, fürchte ich. Die Geschichten aus der Nachkriegszeit könnten uns dagegen noch wie Märchen aus der guten alten Zeit vorkommen. Aber das Schwerste wird wohl sein, wieder eine Perspektive für eine Gemeinschaft zu entwickeln.

  66. @ NN und ihr Kommentar vom 6. Februar 2016 um 19:25 Uhr
    „…..Der Hinweis auf die entsolidarisierte Gesellschaft ist zutreffend. Aber die Einschätzung der AfD-Spitze teile ich nicht. Die Damen und Herren erscheinen mir intellektuell doch eher unterbelichtet zu sein. Was das mit Blick auf ihre Gefolgschaft bedeutet, liegt da ebenso nahe, wie die Nähe zu Pegida und Co. Nur, unterschätzen sollte man die AfD auch nicht, das gab es schon einmal.“
    .
    Noch besser gebrüllt, Normalnull. Das ist der Stoff aus dem AfD-Stimmen entstehen.

    • NN = nomen nominandum :-)
      Nun, Sortie vers l ´hypocrisie, in einer Zeit, in der alle nach der Wahrheit verlangen, habe ich mich dazu hinreißen lassen, sie zu formulieren. Daß die Wahrheit immer nur angenehme Folgen hat, hat niemand behauptet. Das ist wie mit der Demokratie.

  67. Die Wahrheit ist
    Die Wahrheit ist: Lüge, Halbwahrheit und Wahrheit existieren nebeneinander. Und es ist nicht so, dass der typische AfD-Anhänger in dieser Gemengelage rund um die Flüchtlings/Einwanderungsproblematik grundsätzlich zu guten Entscheidungen neigt.

    Das hat er übrigens gemein mit dem von ihm äußerst verhassten Gegenüberstück von der linksbürgerlichen Seite, bzw. in seinem angestammten und überaus gut trainierten Jargon, den „linksgrünversifften Gutmenschen“.

    Auch dort sucht man sich die Wahrnehmung der Realität (bzw. der Meldungen über diese) so zusammen, dass es ins eigene Weltbild passt.

    Pardon: Genau das ist das Problem. Da mag man sich noch so sehr über Journalisten aus dem linksbürgerlichen Bereich ärgern, welche einen Hang für radikalfeministische Autorinnen haben oder die dazu neigen, die Verhältnisse schön zu schreiben. Ja, all das mag etwas ärgerlich sein, aber bei Lichte betrachtet ist es um den Journalismus in unserem Land nicht so schrecklich übel beschaffen.

    Das Geheule von Pegida-Anhänger/innen über die angebliche „Lügenpresse“, wann kommt das eigentlich genau? Ganz vorhersehbar immer genau dann, wenn eine Meinung und Meldung nicht der eigenen Weltsicht entspricht. Die fortschreitende Infantilisierung des radikaleren Teils von rechtsbürgerlich eingestellten Menschen zeigt sich genau darin:

    Nicht ertragen zu können, wenn jemand anders denkt, anders urteilt als man selbst – oder schlimmer noch: wenn ein „Lügenpresse“-Journalist eines der vielen zahlreichen Lügengerüchte aus dem rechten und radikal rechtsbürgerlichen Lager widerlegt.

    Das erträgt der typische AfD-Anhänger nicht. Sein Ideal eines „Abendlandes“ besteht in einem Journalismus, der an jeder Stelle sein Weltbild bestätigt. Und wehe, wenn nicht.

    Nein: Dafür habe ich keinen Respekt. Genauso wenig übrigens wie für die Weltsicht und Atitüde der meisten von denjenigen, welche sich in „autonomen Zusammenhängen“ bewegen und pünktlich zum 1. Mai die „Weltrevolution“ auf die Straße bringen, dergestalt, dass sie Mülltonnen anzünden und randalieren.

    Mülltonnen anzünden und randalieren: Was der Großteil der AfD-Anhänger in den sozialen Medien betreibt, das ist das exakte Gegenstück dazu. Das sind eher nur selten gesittete Menschen, welche ihre Meinung genau abwägen, sorgfältig prüfen etc. Nein, der typische AfD-Anhänger, der „informiert“ sich z.B. in Blogs wie „pi-news“ und teilt die Weltsicht, die dort verbreitet wird.

    Und ja, es gibt auch noch ein paar Leute in der Anhängerschaft, die etwas vernünftiger sind. Aber es wäre eine ausgesprochene Fehlbeobachtung, diese in der innerparteilichen Mehrheit zu sehen.

    Aber, so deutlich hier meine Distanz gegenüber dem „typischen“ AfD-Anhänger deutlich wird, das Problem löst sich nicht von allein. Solange dieser Flüchtlingsstrom in unser Land rollt, und das wird er vermutlich noch den ganzen Sommer über, mit anwachsenden Umfang, solange wird es wenig Früchte bringen, sich über die Dummköpfe in unserem Land aufzuregen, deren wesentlicher, ja fast sogar einziger (!) politischer Inhalt das Ressentiment ist.

    • Tja,
      John Dean – wenn Ihnen nichts Besseres einfällt, als Ihre ressentiments gegen die „Dummköpfe in unserem Land“ zu bekräftigen, dann hätten Sie besser innegehalten. Manchmal, wenn man nichts Gutes zu sagen weiß, sollte man schweigen. Dass Sie nicht unterscheiden können zwischen dem Respekt vor einer Einstellung und dem Respekt vor einem Menschen (den Sie ohnehin jedem verweigern, den Sie für dümmer halten) ist aber deutlich geworden.

    • Danke!
      Text eingeben

    • Danke!
      Danke John Dean!
      Besser kann man es kaum sagen.

  68. Daher kommt der Hass!
    Es gibt eine Un-Kultur in Deutschland (und nicht nur hier), einen Andersdenkenden mit Polemik zum Schweigen zu bringen.

    Wer beispielsweise die Höhe des menschgemachten Anteiles am Klimawandel in Frage stellt, ist ein Klimaleugner. Atomkraft ist komplett indiskutabel (Kohle und Öl auch), industrieelle Erzeugung von Lebensmitteln gleicht einer Chlorhühnchenkiftküche und Gentechnik gehört auch verboten, weil da ja nur schlechtes bei rauskommt.

    Sachargumente werden gar nicht erst näher betrachtet. Im Gegenteil, wer versucht, zu argumentieren, wird wahlweise als Ignorant, Lobbyist oder Fschist beschimft, manchmal auch in Kombination.

    Diese Art der undifferenzierten Rechthaberei ist für mich echtes Gutmenschentum – Diese Mitbürger wissen genau, was gut für uns alle ist. Diskutieren geht nicht, denn sobald die Argumente ausgehen, wird eben auf Polemik und Schlagworte zurückgegriffen.

    Die Un-Kultur der Meinungsmacher wurde und wird von einer Medienlandschaft gefördert, die dem gleichen links/grünen Spektrum zugeneigt ist, wie die meisten Menschen, die gegen die oben angesprochenen Themen auf die Strasse gehen.

    Diese Technik wird jetzt eben auch im Bezug auf den Islam und die Flüchlinge eingesetzt (vom anderen politischen Spektrum), und ebenso gegen die Menschen, die sich dagegen nun wieder zur Wehr setzen wollen.

    Deshalb ist der Artikel von Don so wertvoll – es ist ja ein Aufruf zum besonnenen Umgang mit den Argumenten der AFD, und eben nicht ein allgemeines ‚Bashing‘.

    Diesen Hass auszumerzen wird nur gelingen, wenn sich alle Seiten mit den Argumenten der Anderen beschäftigen und sie ernst nehmen. Das setzt allerdings den Willen voraus, auch zuzuhören und diskutieren zu wollen.

    • @ Gast Gorny
      „… Un-Kultur in Deutschland (und nicht nur hier), einen Andersdenkenden mit Polemik zum Schweigen zu bringen. “
      (Den Rest lese ich später)

      Das ist nicht Un-Kultur. Was haben Sie für verzärteltes Verständnis von Debatte? Polemik (Übertreibung, Überspitzung) gehört zu den rhetorischen Figuren und ist völlig normal, i. O..

      Nur: Wer da dann schweigt, der hat, ist das Problem. Warum schweigt er? Ist er beleidigt? Narzisstisch gekränkt? Nicht debattenfähig? Wünscht er kindlich Dauerharmonie?

      Letzteres, und die, die sich, obwohl sie gute* Argumente haben vorschnell zum Schweigen bringen Lassen (Warmduscher) sind für mich das Problem. Die sind zu viele. Keine Kultur.

      Was ich jedoch nicht gutheiße, sind persönliche Angriffe. Am schlimmsten die süffisanten Angriffe und die unter der Gürtellinie und die, die nicht einmal einen Hauch mit dem Thema zu tun haben.

      Dann muss , darf man nicht schweigen, sondern genau das zum Thema machen, weshalb der andere nichts zur Debatte beiträgt, sondern lieber persönlich und fies wird. (Meistens, weil er keine Idee mehr hat, weil ihm die Torpedos ausgehen, wird er fies, last exit.)

      *gute: nicht Bauchgedöns oder pauschale Angriffe.

  69. Wandel
    Die Diskussion hier erinnert mich an die um den Klimawandel:
    1) Ursachenforschung und moralistische Schuldzuweisung werden miteinander verquickt, un die eigene, oftmals wirre Agenda zu propagieren
    2) Prognosen und Lösungsvorschläge werden im wesentlichen ohne zuverlaeesige oder nachvollziehbare Zahlenspiele veröffentlicht.

    Im Fall des Klimawandels sollte es ziemlich klar sein, dass niemand, auch nicht die etwa 2,6 Milliarden Chinesen und Inder als Beispiel, ihr Streben nach europäisch/amerikanischem Lebensstil, und implizit den damit einhergehenden Energieverbrauch, aufzugeben bereit sind. Also: denkt lieber über die Vorbereitung auf die Konsequenzen nach, als mit weitgehend inkonsequenten Gesten (elektrische Autos, Windräder etc) in einem fast quasireligioesen Zeremoniell herumzufuchteln.

    Im Fall der gegenwärtigen Völkerwanderung nach Deutschland und GB (und fast nur dahin), selbiges: viele (nicht alle) Leute kommen, weil sie westlichen Wohlstand geniessen wollen (siehe Klimawandel) OHNE ihre ethnische, kulturelle Identität aufgeben zu wollen. Die Parallelgesellschaft ist unvermeidbar, schon weil die Zahl der „Neubürger/innen“ so gross sein wird. Integration im Sinne einer kurzfristigen (=1-2 Generationen) „Germanisierung“ = Saekularisierung/Religion „light“, Akzeptanz spezifisch-deutscher Verhaltensnormen, Erlernen der Sprache über Grundschulniveau usw., wird es es kaum geben, v.a. wenn sich vermehrt ethnische Enklaven bilden (werden). Die Frage stellt sich daher eher: wie will Deutschland („Elite“, der gemeine Mann/Frau) damit umgehen wollen? Keine der politischen Gruppierungen hat das auf dem Tapet, obwohl als Frage im Hintergrund schon vieler Diskussionen, und es ist dieser Umstand, der so viele sehr wütend macht – der Merkelsche Fatalismus ist eben alles andere als kompatibel mit Intelligenz der meisten.

    Cheers,
    Der Onkel

  70. Titel eingeben
    @sortie… 14:14 ja unterbelichtet aber das sind ja die asylanten auch die sind eben mit der neuesten technik hierhergekommen und jetzt muß man ihnen unsere werte das ethische moralisch humanistische unserer kultur erklären wie es N.N. schon fordert

    schließlich sind ja auch viele in länder auf urlaub geflogen wo eben dieses unterbelichtete gerade gefallen hat aber halt nur für die dauer von 2-3 wochen da nannte man es folklore und wenn sie jetzt hierherkommen ist man schlichtweg überfordert ja klar den jungen männern muß man gleich sagen wo es hier langgeht sonst ausweisung aber knallhart und nicht auf lange ausreden das geht nicht wegen der gesetzeslage dann lernen die übrigen männer auch gleich

    und bei den kindern muß man den lehrplan genauso einhalten wie gehabt halt mit längeren zeiten

    • @ Inge reisinger vom 7. Februar 2016 um 15:51 Uhr
      Verehrte Frau Reisinger, sind Sie sicher dass Sie meinen Satz so verstanden haben wie ich ihn gemeint habe?
      .
      Nur das noch: Wenn wir früher in Urlaub waren (z.B. Marokko) und uns die „Folklore“, also den Umgang der Folkloredarsteller miteinander, ihr permanentes Antanzverhalten und Fallenstellerei, die ständig ausgestreckten Pfoten, die Qualität der handwerklichen Ausführung in ihren „Luxusressort“, die geheuchelte Freundlichkeit des Bakschischs wegen so „genossen“ waren wir uns einig, dass dieser Raspailsche Romanstoff niemals massenhaft zu uns gelangen darf. Auch vermittels Integrationskursen nicht.

    • Unterbelichtete Asylanten?
      Wo habe ich das geschrieben, Frau Reisinger? Asylanten oder Flüchtlinge oder Menschen aus islamisch geprägten Kulturen haben nunmal in vielerlei Hinsicht eine andere Sicht der Dinge. Ihnen die kulturelle Andersartigkeit Deutschland näherzubringen ist unverzichtbar, um „Mißverständnisse“ zu vermeiden.

      Ansonsten haben Sie mit der Folklore durchaus recht. Mir sind im Ausland viele Deutsche sehr unangenehm aufgefallen, die sich nicht anzupassen und zu benehmen wissen.

  71. Lieber John Dean, haben Sie in den bundesdeutschen Medien jemals
    in den letzten 6 Monaten gelesen, dass jede/r, der die deutsche Grenze erreicht, nach herrschender Lesart deutschen Rechtes nicht abgewiesen werden darf und, ist er einmal in Deutschland, praktisch sicher bleiben darf, solanger er/sie möchte? Rein den Zahlen nach?

    Oder dass ein gutes Drittel bis die Hälfte der Leute, die 2015 Deutschland erreichten, nicht vor einem Krieg flohen, sondern vor für sie schlechteren Verhältnissen in europäischen Nachbarländern oder ihren Heimatländern?

    Finden kann man die Informationen in den deutschen Medien schon. Aber danach muss man aktiv suchen. Denn nach wie vor werden wir täglich mit emotionalen Apellen zugesch*, doch bitte alle Gequälten dieser Erde aufzunehmen. Und bis heute einschliesslich hat sich der reale Einwanderungsdruck auf Deutschland überhaupt nicht verändert, eher im Gegenteil – in immer mehr Ländern weltweit brechen immer mehr Leute auf Richtung Alemannia.

    Angesichts dieser Lage wäre es ein echtes menschliches Wunder, würde die Anhängerschaft von AfD und PI nicht täglich wachsen. Und sie wird solange weiter wachsen, wie nach allen Luftbuchungen, Absichtsbekundungen und Placebos der Politik die harte Realität unverändert ist und bleibt, dass Millionen nach Deutschland drängen und hieningelassen werden.

    Wie der Don völlig korrekt schrieb – für das Szenario der letzten 6 Monate wären Sie vor einem Jahr ausgelacht worden. Dabei war es – nach der dümmlichen Entscheidung für bedingungslose und unkontrollierte Grenzöffnung – noch fast bis in die letzte Verästelung hinein sicher vorhersagbar.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • ThorHa
      Ich gebe ihnen natürlich Recht, nur— was mich so richtig erstaunt, und ich bin sicher einer der Letzten, die die Dummheit der herrschenden Regierung unterschätzt….Selbst jetzt, am 8.Februar 2016 lässt sich nach wie vor sich nichts erkennen, das wenigstens mal damit anfangen würde, den angerichteten Schaden anzugehen… nichts.

      Es sei denn, man meint mit sowas den Bundeswehr Einsatz in Syrien, wobei ich doch meine Zweifel habe, ob das den Durchschnitts Syrer dazu bewegt, einen baldigen Frieden zu erwarten.
      Oder die Milliarden Euro an Herrn Erdogan… Ich befürchte, sie mussten die Blutdruck Senker Dosis erhöhen? Oder haben sie es geschafft wenigsten über soviel Blödheit nur mehr zu lachen?
      Ich hoffe es….

    • "Finden kann man die Informationen in den deutschen Medien schon. Aber danach muss man aktiv suchen
      Ach, werden sie nicht jeden Tag von der FAZ angerufen und bekommen dort die Informationen, die sie hören wollen? So was aber auch!

    • Ja: Es ist sogar leicht.
      @ T. Haupts
      Ja, finden kann man die Informationen in den deutschen Medien schon. Es ist sogar leicht. Ich nehme dafür einfach die Unterrubrik des ach-so-furchtbar-einseitig-berichtenden SPON, wähle hier ganz einfach nachrichten–Politik–Ausland–Flüchtlinge:

      Und erhalte so ganz einfach einen Nachrichtenstrom, bei dem ich tatsächlich fast alle relevanten Informationen erhalte. Filtern muss ich natürlich selber. Aber ich habe kein Problem damit, wenn hier und da mal ein Artikel steht, den ich für schlecht recherchiert halte oder eine Meinung, die ich selbst nicht vertreten würde.

      Ich lese sogar gelegentlich das „Migazin“, das ja eher für eine radikalfeministisch geprägte pro-refugee-Haltung steht. Und was erfahre ich dort über minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge? Dass die Mehrheit dieser Jugendlichen eine Art Vorhut ihrer Familie darstellen, wo die ganze Familie zusammenlegt.

      Mit anderen Worten: Es ist das Eine, sich über bestimmte Färbungen in der Berichterstattung zu ärgern. Das andere aber ist, diesen Ärger allzu groß werden zu lasse und dabei zu vergessen, welche durchaus guten Informationsmöglichkeiten uns unsere Presse ermöglicht.

      Werten, abwägen und filtern: Das müssen wir schon alleine. Ein mundgerechtes Infotainment, das genau den eigenen Standpunkt repräsentiert (quasi die Wunschwelt des rechten Flügels der AfD), und darüber hinaus nichts anderes:

      Das wäre für mich schlimmer noch als alle Oberflächlichkeiten und Berichterstattung über das Dschungelcamp zusammen…

      ;-)

    • @john Dean
      Danke, etwas Erheiterung am Morgen, das ist nett. Ich gestehe sowas sehe ich zwar bei 90% der Masse, aber zugeben, wie sie das tut, das hab ich noch nie gelesen. Respekt, für so viel Mut. OBwohl… wahrscheinlich ist es ja so, das sie s selber noicht merken, was sie da von soich geben????

      „Ja, finden kann man die Informationen in den deutschen Medien schon. Es ist sogar leicht. Ich nehme dafür einfach die Unterrubrik des ach-so-furchtbar-einseitig-berichtenden SPON, wähle hier ganz einfach nachrichten–Politik–Ausland–Flüchtlinge:

      Und erhalte so ganz einfach einen Nachrichtenstrom, bei dem ich tatsächlich fast alle relevanten Informationen erhalte. Filtern muss ich natürlich selber. Aber ich habe kein Problem damit, wenn hier und da mal ein Artikel steht, den ich für schlecht recherchiert halte oder eine Meinung, die ich selbst nicht vertreten würde. “

      Als erstes nehmen sie als den SPON, wegen seiner journalistischen Qualität nehme ich an, und was von dem übrig bleibt, das entscheiden sie auf Grund ihres grossen Durchblickes….?

      Ich weiss nicht, vielleicht sind sie ja ein ganz grosser Schlingel und schreiben sowas Lächerliches um zu testen ob hier jemand ist, der glaubt, so viel Dummheit auf einem Haufen sei in einem einzelnen Menschen möglich?

      Hand aufs Herz… sie wollen uns tetsten, gell?

  72. 12% für eine konservative Partei: Gut für die Demokratie
    Wir sollten uns keine Sorgen machen, dass in Deutschland eine rechte Partei 12% Zustimmung erfährt. Soll denn alles links sein? Wenn nur Linkssein und ein bisschen Mitte erlaubt wäre – die Linksdrift wie wir sie in den letzten 10 Jahren bei der CDU erlebt haben (sie hat nahezu alle konservativen Positionen aufgegeben), ginge immer weiter.

    Nein, damit die politische Mitte wirklich „Mitte“ bleibt, d.h. ein Kurs, der gesamtgesellschaftlichen Ausgleich ermöglicht, und soetwas wie das Maximum der Vernunft darstellt, muss es ein rechtes, oder sagen wir freundlicher, konservatives Korrektiv geben. Ohne ein solches Korrektiv wäre das bundesdeutsche Parteiensystem pathologisch, mit der AfD aber hat das Land die Chance eine funktionierende Demokratie zu bleiben.

    Dazu ist allerdings nötig, dass die anderen Parteien – und auch die Medienöffentlichkeit – die AfD als normalen Diskussionspartner akzeptieren und nicht permanent diffamieren.

  73. Vorbild: Milton Friedman
    Habe vor etwa zehn Jahren einen Artikel gelesen, der mir bis heute in Erinnerung haften geblieben ist (genauso ein Interview mit Frau Merkel vor ihrer ersten Amtszeit, in der sie ihre großen Vorbilder nannte: Margaret Thatcher, Katarina die Große und Milton Friedman – da wusste ich schon Bescheid). Es war ein Interview mit dem ehemaligen Bundesbank-Präsidenten Karl Otto Pöhl. Laut Pöhl sei Frau Merkel eine Katastrophe für Deutschland, weil sie in einem System aufgewachsen sei, das keine Demokratie, sondern eine Diktatur war. So habe sie nie gelernt, was Demokratie bedeutet und wie sie funktioniert. Im Laufe der Jahre habe ich oft gedacht, wie Recht Pöhl hatte. Dieses Land ist Kapitalismus mit starken staatlich gestützten Strukturen und keine freie Marktwirtschaft. Debatten werden abgewürgt. Die Medien lenken die Meinungsbildung, wirken eher kontrolliert als frei, Kritiker werden würdelos verjagt. Gertrud Höhler wurde als Verräterin abgestempelt und verschwand aus der Öffentlichkeit.

    Nun ist es vorbei mit Muttis Magic. Sie hat diesmal kein Mittel mehr, außer der Hoffnung, dass die Wogen sich noch glätten werden. Es wird nicht geschehen. Die Buskonvois stehen in der Warteschlange.

    ****
    Letzte Nacht sah ich auf ABC News Teile einer Debatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Vor dem Lokal hatten sich Hunderte, wenn nicht sogar ein paar Tausend Demonstranten versammelt, die in ziemlich aufgebrachter Stimmung Banner mit $ 15,– in die Luft schwenkten, begleitet von Rufchören, die voller Wut klangen: „Fifteen! Fifteen!“ Es lag so viel Entschlossenheit, so viel Energie und Kraft in der Luft in den Protesten für den Mindestlohn, und ich fragte mich, was mit dem deutschen Volk los ist, warum es sich alles gefallen lässt. Hier wären die Demonstranten nicht einmal in die Nähe des Lokals gekommen und selbst wenn, so wäre der Platz augenblicklich geräumt worden. Warum scheint die Demokratie sogar in den USA besser zu funktionieren?

    • @Tamarisque
      „Laut Pöhl sei Frau Merkel eine Katastrophe für Deutschland, weil sie in einem System aufgewachsen sei, das keine Demokratie, sondern eine Diktatur war. So habe sie nie gelernt, was Demokratie bedeutet und wie sie funktioniert. Im Laufe der Jahre habe ich oft gedacht, wie Recht Pöhl hatte.“

      Und ich denke oft darüber nach, was für eine Katastrophe für Deutschland Leute darstellen, die kein Respekt vor einer demokratischen Mehrheitsentscheidung und keinen vor den höchsten politischen Ämtern haben. Vermutlich haben das einige in der Bundesrepublik nie gelernt, weil sie aufgrund des amerikanischen Hippieeinflusses antiautoritär erzogen wurden und nie begriffen haben, was Verantwortung bedeutet. Und jeder neue Tag und jede solcher Äußerungen gibt mir wieder recht!

    • antiautoritäre Hippies
      @GnM
      Ich kann Sie beruhigen. Ich habe das nicht „in der Bundesrepublik nicht gelernt“, sondern in einem Land, wo Obrigkeitshörigkeit eher selten vorkommt, wo Kritik an den höchsten politischen Ämtern als keine Majestätsbeleidigung gilt. Und als Mutter von zwei inzwischen erwachsenen, gut geratenen Töchtern habe ich meine Verantwortung sehr wohl wahrgenommen, wie auch sonst in meinem Leben. Auch war meine Erziehung sehr konservativ und streng. Aber man schafft es, sich davon zu befreien, auch ohne amerikanische Hippies, aus eigener Kraft. Versuchen Sie es, es ist nie zu spät!

    • @Tamarisque
      Sie meinen – Australien, das kam beim googlen raus? Sonst sagen Sie mal … Tja, und als ich dort lebte, gingen mitunter häßliche Geschichten durch die Nachrichten – in Bezug auf die detention center und dass da mitunter – nun ja. Ich hatte immer brav meinen Pass dabei, auf das man mich nicht zur Strafe nach sonstwo ausfliegen kann. Außerdem habe ich mich benommen, aus Prinzip und der Erziehung geschuldet. Und ich glaube, das war auch besser so, mit Hippietum und Badelatschen kommt man da ja nicht mal in ein Restaurant (jedenfalls in WA nicht).

      Aber natürlich hinkt auch dieser Vergleich, und zwar gewaltig. Australien war in den letzten Jahrzehnten keinem solchen Druck ausgesetzt wie Deutschland heute (und macht sich dennoch bereit für kommende Stürme). Migranten können aber nur aus der Luft oder übers Meer kommen und die Aborigines sind, soweit ich das beobachten konnte, nicht aggressiv; die sind offenbar schon froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden – und Platz ist ja nun wirklich genug. Also ein wenig unfair, der Vergleich. Man kann diese Verhältnisse nicht einfach so übertragen und sagen: macht es doch so, dann ist es richtig.

    • Titel eingeben
      @GnM: oh dochdoch, das ginge schon nach australischer Art. Europa ist eine Halbinsel, und die Landübergänge zum russischen Bereich sind einigermaßen dicht (so dicht, daß aus der Ukraine, obwohl es dort sicher zum Davonlaufen ist, kaum einer hier ankommt). Menorca war z.B. mal Quarantäneinsel. Es gibt weitere Inseln im Mittelmeer, wo man in Nicht-Schwimm-Entfernung die Leute absetzen könnte, bis sie sich freiwillig für eine Fahrt nach Timbuktu, Liberia oder sonstwohin entscheiden.

    • Ach, T......
      “Laut Pöhl sei Frau Merkel eine Katastrophe für Deutschland, weil sie in einem System aufgewachsen sei, das keine Demokratie, sondern eine Diktatur war. So habe sie nie gelernt, was Demokratie bedeutet und wie sie funktioniert. Im Laufe der Jahre habe ich oft gedacht, wie Recht Pöhl hatte.”

      Irgendwie haben sie stets die gleiche Problem sich ganz einfache Einsichten zu merken, die man ihnen antwortet:

      Frau Merkel hat sich nicht an die Macht geputscht, sie ist freiwillig und legitim in völlig demokratischen Wahlen vom Urnenpöbel an die Macht gewählt worden… Könnte es sein dass in dieser Feststellung die Ursache „unseres“ Problems deutlich zu lesen ist?

      „Warum scheint die Demokratie sogar in den USA besser zu funktionieren?“

      Ich hoffe für sie, dass das sarkastisch gemeint ist… Ein Land in dem ein absurdes Panoptikum geistig Gestörter, grösstenteils christlicher Fundamentisten die eine Hälfte des Volkes darstellt, und die andere sich von einer Frau repräsentieren lassen will, die für all das steht, was die USA zu einem der erbärmlichsten Länder der Welt macht. Und dazu ein alter Mann, der tatsächlich eine Alternative wäre, was aber nur heisst, dass er, sollte er tatsächlich gewählt werden, den Tag der Inauguration nicht mehr lebend erreichen wird.
      Sie wissen schon, dass wir hier von einem Volk reden, das einen Georg W nicht nur gewählt, sondern sogar wiedergewählt hat und dann auf einen Lawyer aus Chicago reingefallen ist, der „Yes we can!“ kreischte, und die United Stupids of America nahmen doch tatsächlich an, mit dem „we“ hätte er sie gemeint.
      Es ist schwer ein dümmeres Volk als die Amis zu finden, glauben sie es mir…

    • Aussie Hippies mit Badelatschen
      @ GnM
      Auf CNN werden derzeit hässliche Bilder aus Nauru gezeigt.

      Mein Post sollte kein Vergleich sein, sondern bezog sich auf den Vorpost, in welchem von Japan die Rede war. Wie käme ich auf die absurde Idee, Deutschland mit Australien zu vergleichen?

      Die Aborigines sind natürlich keine Migranten wie die Briten, welche sich dort erst im 18. Jh. ansiedelten. Dass Sie die Aborigines in diesem Zusammenhang erwähnen, erschließt sich mir nicht. Und ja, ich nenne die Australier Aussies, dazu brauche ich keinen google. Habe mir das im Zuge meiner langjährigen Asien-Aufenthalte so angewöhnt, der Ausdruck ist üblich bei den Angelsachsen, mit welchen wir befreundet waren. Aber das waren ganz sicher keine Badelatschen-Hippies.

  74. Richtig (zu #comment-31986): Absätze helfen, aber nicht all denen,
    die gerne auch etwas ausführlicher werden und dann wie http://blogs.faz.net/deus/2016/02/06/die-relativitaetstheorie-der-afd-hasspredigten-3128/#comment-31968 sich sorgen müssen von der Fünftausendzeichenplustausendwörterzwischenräumegrenze verstümmelt zu werden, weil sie keinen Zähler (https://www.google.li/search?num=100&newwindow=1&q=%22character+counter+online%22) zur Hand haben.

    Vorschlag: Rechts oben neben jedem Artikel könnten Hinweise auf ein Zählwerk und die maximale Titelzeile- und Kommentarlänge stehen.

    Ähem: http://blogs.faz.net/deus/2016/02/06/die-relativitaetstheorie-der-afd-hasspredigten-3128 versus „Hassprediger sind immer die anderen“: Besonderer Grund für die Unterschiede vorhanden?

  75. Risiken und Nebenwirkungen von offenen Räumen
    Kein Thema dominiert die letzten Monate so wie die „sog.“ Flüchtlingskrise. Und kein Thema emotionalisiert uns so. „Hasspredigten“ sind wohl extremer Ausdruck extremer Emotionen. Manchmal werden sie allerdings auch „kalt serviert“ und taktisch wohl kalkuliert gestreut.
    Wie auch immer: Alle Appelle „verbal abzurüsten“ betreffen i.d.R. leider auch immer nur „die anderen“. Und wie bei der Medikamenteneinnahme ist man selbst von den negativen „unerwünschten Wirkungen“, den sog. Nebenwirkungen, nicht betroffen. Betroffen sind immer nur die anderen.

    Viel Hoffnung, dass sich die Lagerbildung (Hell/Dunkel-Deutschland, Gutmenschen/Vernunftmenschen, Hassprediger/dieAnderen, etc.) doch noch in absehbarer Zeit versöhnlich auflöst, hab ich eigentlich nicht mehr. Zu tief sind die Gräben.
    Dunja Hayali schaffte bei der Verleihung der Goldenen Kamera diesbezüglich einen längeren emotionalen Moment, indem sie zugesteht, dass jeder seine Sorgen äußern darf, ohne gleich in die Nazi-Ecke gestellt zu werden. Aber, sagt sie dann sofort ausgleichend: „Wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie verdammt noch mal ein Rassist. Fertig.“ „Und das müssen Sie auch ertragen können.“ Will heißen: Dann ist Widerrede wohl nicht mehr erlaubt und man muss tapfer sein Stigma tragen. So weit so klar.

    Das Problem ist nur: WER bestimmt, was eine rassistische Äußerung ist und was nur „Ausdruck von Sorgen“. Das ist ja alles keine mathematisch exakte Wissenschaft, und sogar politische Mandatsträger wie Ralf Stegner und Heiko Maas schaffen nicht immer die gewünschte Fairness, differenzieren zu jedem Thema sauber und halten den Ball flach.

    In der ganzen Diskussion sind einfach zu viel Herzblut, Weltsicht, Ideologie, etc. enthalten, ist zu viel „Dampf im Kessel“. Doch wie bekommt man den Druck reduziert? Die Kanzlerin hat mir ihrer Allparteien-Koalition letzten Herbst hier ein gesellschaftlich/politisch/ökonomisches Experiment angestoßen, von dem man wohl glaubte, die „Risiken und Nebenwirken“ entweder zu kennen, oder zumindest doch zu beherrschen, und, wenn es denn gar nicht mehr anders geht, im Sinne eines „höheren Gutes“ zu erdulden. Alles um den vermeintlichen Vorteil der „Heilung“ der deutschen Nation vom Nazi-Virus, von den unmenschlichen Krankheiten der Vergangenheit, letztendlich vielleicht sogar vom „Deutschsein“ als solches.

    Und wie schaut es mit den „Nebenwirkungen“ der „No Borders – No Nations“ – Politik derzeit aus?

    ‚Sehr häufige Nebenwirkungen‘ sind laut Beipackzettel bei mehr als zehn Prozent der Anwender – sprich der (befragten) Bevölkerung – feststellbar. Das betrifft wohl das oft geäußerte allgemeine „Unwohlsein“, das „Unbehagen“, die „Sorgen“ in der Gegenwart und für die Zukunft. So etwa in der Richtung „Vier unhöfliche Männer…“, weil, es war ja – auch dem Don – noch nichts passiert. Schlicht eine „abstrakte(!)“ Gefahr oder eine abstrakte Gefährdungslage, würde unser Innenminister sagen.

    ‚Seltene Begleiterscheinungen‘ lassen sich bei einem von tausend bis zehntausend Patienten beobachten; das könnte sich also um wirklich Betroffene handeln, aber hierbei nur im Rahmen von sog. ‚Bagatelldelikten‘, wie sie z.B. im Zusammenhang mit der Kieler Polizei oder vereinzelt auch im Tegernseer Fasching beschrieben wurden.

    ‚Sehr seltene Nebenwirkungen‘ werden bei weniger als einem von zehntausend beobachtet. Das betrifft dann allerdings auch meist die wirklich unangenehmen Schattenseiten des uneingeschränkten Migrations-Medikaments, also z.B. die Erfahrungen, die Betroffene in Köln, Hamburg, etc. während der Silvesternacht sammeln durften.

    Also insgesamt spricht wohl immer noch nicht genug dafür, das Medikament „vom Markt zu nehmen“, sprich diese Migrationswelle NATIONAL, mit EIGENEN Maßnahmen wirkungsvoll und zeitnah zu stoppen bevor der Patient Deutschland schwerwiegende Schäden erleidet. Es sind schlichtweg immer noch nicht genug Bürger wirklich von „unerwünschten Wirkungen“ betroffen und die Pharmalobby ist ja bekanntlich recht stark. Daran werden zweistellige AfD-Ergebnisse bei den kommenden Landtagswahlen oder Nicht-Wählen auch nichts ändern.

    Fazit:
    Kein Absetzen der „Medizin“ sondern Durchhalten, auf die gewünschte Heilwirkung hoffen und dabei weiterhin den „Nutzen des Volkes mehren“ sowie „Schaden von ihm wenden“, wie es die Kanzlerin in ihrem Amtseid geschworen hat. Da bleibt nur noch ein Faschings-zeitgemäßes „Deutschland Alaaf“…

    • @ Sputnik vom 7. Februar 2016 um 17:30 Uhr Self-dependent cure
      Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie das Wahlprogramm der AfD un verbleiben bei der Auszählung mit Stift und Papier im Wahllokal.
      .
      Das fiel mir im Net in die Hände:
      „Wie du es auch drehst und wendest, du hast die Heilung deiner Krankheit in der Hand. Du kannst dir medizinische und spirituelle Unterstützung holen, doch für eine dauerhafte Lösung musst du zu den eigenen auslösenden Wurzeln gelangen.“

  76. liebe Frau Simon,
    Coudenhove-Kalergi war – da ohne Vermögen – auf Unterstützer angewiesen; die Paneuropa Union habe ich als sehr konservative Angelegenheit in Erinnerung …
    .
    Es mag so scheinen als verträten seine Nichte (und „Der Standard“)
    Positionen die sich quasi organisch aus den Seinen ergäben; das halte ich für falsch. Um Frau Coudenhove – Kalergi besser zu verstehen empfehle ich die Lektüre ihrer Autobiographie.
    .
    Insgesamt, trotz all der von Ihnen ja auch angeführten Ehrungen halte ich C-K für politisch nicht so bedeutend und einflußreich; es sind auch ein bißchen gesellschaftliche Erfolge …

    • liebe Foersterliesel,
      Kalergi hatte immerhin soviel Einfluss, dass er die Flagge der EU entworfen hat, mit den 12 Sternen/Stämmen Israels und einem roten Kreuz, wie es die Paneuropa heute noch hat. Das Kreuz missfiel der Türkei, also nahm man es raus. Auf seinen Vorschlag hin wurde 1955 die Ode an die Freude zur EU-Hymne.
      Churchill hielt 1947 eine von Kalergie geschriebene Rede vor Studenten in Zürich, in der das vereinte Europa Thema war.
      Also von politisch unbedeutend kann keineswegs die Rede sein, dazu hatte er zu viele prominente Anhänger. Anscheinend wird seine Rolle von vielen unterschätzt, etliche kennen den Namen nicht.

      Die Paneuropa gibt es noch heute und einige neue Freimaurerlogen sind stolz, sich auf Kalergi berufen zu können. http://1051.acgl.eu/index.php/traktate-aus-der-loge/coudenhove-kalergi-als-freimaurer

      Seine Idee des vereinten Europa lebte mit Monnet u.a. fort und heute haben wir den Salat. Übrigens bekam Juncker den Europa-Orden ganz kurz vor seiner „Wahl“ zum Kommissionspräsidenten, Zufälle gibt’s…

    • @Renate Simon
      „Churchill hielt 1947 eine von Kalergie geschriebene Rede vor Studenten in Zürich, in der das vereinte Europa Thema war.“

      Churchill war übrigens nach heutigen Maßstäben (teilweise auch schon nach damaligen) ein Rassist und hätte in den 1950ern gerne mit dem Slogan „Keep Britain white“ den Wahlkampf bestritten (das hielten aber andere Konservative für keine gute Idee, wenngleich sie vermutlich innerlich zustimmten).
      Ich halte den Ansatz, die heutigen Ereignisse mit einer weit zurückreichenden Verschwörung erklären zu wollen, für verfehlt. Es ist eher so, dass sich eben in den letzten Jahrzehnten eine zunehmend fragwürdige Kultur des „Antirassismus“ etabliert hat…die ursprünglich als Reaktion auf die NS-Vernichtungspolitik, aber auch auf Kolonialverbrechen oder die Rassendiskriminierung in den USA und Südafrika auch durchaus eine erhebliche Berechtigung hatte, das muss man auch sehen…nur nimmt sie heute eben immer destruktivere Formen an und führt zu einem falschen Blick auf die Probleme und Herausforderungen.

    • @tommy
      mag sein, dass das weit hergeholt ist, das schließe ich ja nicht aus. Ich versuche nur Erklärungen für das Unbeschreibliche zu finden, wobei das wohl gar nicht zu beschreiben bzw. zu erklären ist.

      Merkel begrüßt in Ankara die Ehrenformation auf türkisch… und das bei dem „Sturm“ heute, der anscheinend überall ist, nur nicht in Düsseldorf (hier windet es wirklich nur ein bisschen), Köln und sonstigen Jeckenhochburgen. Die Politik hat kein anderes Mittel mehr, als nun Rosenmontagszüge abzusagen, die Unterwerfung klappt perfekt.

  77. Deutschland, Nation, Volk sind Auslaufmodelle.
    Wir lernen jetzt alle, dass Deutschland sich verändern muss.
    Jeder, der dagegen an Traditionen festhält und diese in Form einer „Leitkultur“ bewahrt wissen will, wird von Vertreter_*innen der links(liberalen) Mainstreampresse als „Kulturrassist_*in“ eingeordnet und kann sich gleich aus der Diskussion, die keine mehr ist, verabschieden.

    Ich glaube, noch mehr Menschen in Deutschland werden unruhig werden, wenn Ihnen klar wird, dass hier nicht nur eine Flucht auf deutsches Staatsgebiet, sondern auch eine Flucht in das deutsche Sozialsystem stattfindet. Lustig ist, dass weder die Politiker_*innen, die über den Fortbestand dieses Systems zu entscheiden haben, noch die Journalist_*nnen, die die Politik beobachten und darüber berichten sollen, selbst Teil dieses Sozialsystems sind. Während die Politiker_*innen staatlich alimentierte Pensionen bekommen, erhalten die Journalist_*innen Rentenbezüge aus ihren eigenen Renten(zusatz)versorgungssystemen. Ach, und die Jurist_*innen dieser neuen Willkommensgesellschaft haben sich jetzt auch ALLE endgültig aus dem Sozialsystem verabschiedet, denn seit dem 01.01.2016 kann auch der letzte Unternehmensjurist nun Mitglied im Anwaltsversorgungswerk werden, wo seine Anwaltskolleg_*innen schon sind. Richter_*innen und beamtete Jurist_*innen sind ja eh schon – wie die Politiker_*innen – raus aus dem Sozialsystem. So, bleibt also der einfache Bürger, der dann allein über die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung sein Portemonnaie öffnen kann. Denn eins ist sicher: STEUERerhöhungen wird es mit Frau Merkel 2016 nicht geben. Da bin ich aber froh!

    Deutschland, Adieu! Jetzt kommt endlich etwas Neues, Großartiges! Wir können die Welt verändern! Wir schaffen das! Am deutschen Wesen wird die Welt genesen. In fünfundzwanzig Jahren sind wir alle stolz, daran teilgehabt zu haben.

  78. Steinmetz
    « …wieder so ein Fall, der der AfD auf ganzer Linie in die Hände spielt …
    Die Politik ist so gescheitert, dass eine zerstrittene und unerfahrene Truppe in der Gunst des Souveräns unaufhaltsam durchmarschieren kann …
    Die Ursache ist, dass die Politik der Bundeskanzlerin und die Agenda der sie stützenden Medien angesichts der erlebten Realität der Menschen bei vielen noch schlechter als die AfD ankommt.
    Dass die AfD trotzdem nur zwölf Prozent wählen wollen, ist ein gutes Zeichen für die Zivilisation eines Landes, das im Streit um eine wichtige Frage erheblich zivilisiertere Argumente als wirkungslose Hassprediger- und Freikorpsvorwürfe verdient hat.»

    Diese Sätze bitte in Stein meißeln !

  79. Wandlungen
    Don Alphonso hört heimlich Landser!
    scnr

    Es las sich vor Jahren hier anders. Sie und andere Journalisten kommen mir vor wie die Wehrmacht nach Stalingrad „Vorwärts Kameraden es geht zurück!“

    Okee kleene Scherze schaden nicht.

    Ok ernst:
    Bisher mochte mir noch niemand sagen warum andere Länder (USA, Kanada, Frankreich, Australien, GB und Polen wesentlich weniger als Deutschland alleine
    aufnimmt und zwar so exorbitant das nur eine Handlung richtig sein kann.

    Vergleich Bevölkerungszahl:
    Deutschland: rd. 82 Millionen
    Obige 6 Länder: gut 530 Millionen

    Vergleich Fläche:
    Deutschland knapp 360.000
    Diese 6 Länder: Ohauerha..ähmm gut 28.000.000 (28 Millionen) km²
    (allein die USA sind 27 x größer als D.)

    Vergleich Wirtschaftskraft:
    Das Bsp. / Kopf dürfte im Schnitt ähnlich sein
    Zusammengelegt wird Deutschland natürlich weit abgehängt.
    Wir in Deutschland nehmen alleine rd. die 5 fache Zahl
    auf welche diese Länder alle zusammen aufnehmen.

    Wir haben für 2015 ca. 1,1 Millionen ohne Familiennachzug- alle diese
    Länder zusammen nehmen ca. 220.000 auf.

    Es ist egal wie die Gesetze lauten oder ausgelegt werden. Schaden die Gesetze sind sie falsch. Schließlich sind seit Hammurabi Gesetze schon 1-2 mal geändert worden. ;-)

    Dazu: Die typische Klientel (der Durchschnitt) die kommt sind nirgends als Integrationsfanatiker aufgefallen.

    • Es ist ganz einfach: Wenn 20k Flüchtlige kommen, kann man die vergleichsweise leicht einglieern, weil die Mehrheitsgesellschaft für sie unumgänglich ist. Wenn eine Million kommt, passiert das, was ich bei all meinen Begegnungen erlebe: Dass die Mehrheitsgesellschaft keine Rolle mehr spielt. Manchmal mag es trotzdem gut gehen, aber was aktuell geschieht, ist eine Invasion ohne Rücksicht auf das, was das Asylrecht eigentlich ist. Und wenn so etwas passiert, muss man erstens kritisch überlegen, was das bedeutet und zweitens darüber reden. Oder sich mit einer Art „Notstandspolitik“ wie unter Brüning abfinden.

    • Muslime - nein, danke
      Das ist die Antwort – selbst unsere „linksliberalen“ (hier in the USA „Demokraten“ gennant“) wollen die nicht. Will nur keiner so Recht zugeben (ausser Donald T), aber die Volksumfragen („Stimmungstests“) sind wohl eindeutig (aber nicht publik), ebenso die Kommentare in linken Postillen wie z.B. in der New York Times. Selbiges in Kanada, man muss nur mal die Leserzuschriften in überregionalen Zeitungen wie der Globe & Mail lesen. Ich bin New Yorker, was 9/11 dort – ich habe denen auch nie vergeben, v.a. wg. der unverhohlenen Schadenfreude, die sich in diesen Zirkeln breitmachte. Punktum.

      Der Onkel

    • 1 Million? Schaffen wir. Aber...
      Ich denke, wenn es bei 1 Million bleiben würde, dann wäre das Ganze eigentlich kein großes Problem. Das schaffen wir schon. Irgendie. Klar, an manchen Ecken wird es knattern, nicht alles wird gelingen – und es wird eine Anstrengung sein, die sich mit allen Nebenfolgen in Teilen sogar über 20 Jahre hinziehen wird. Aber 1 Million: Das schaffen wir schon.

      Möglicherweise war dieser Gedanke – an sich nicht falsch – einer der Gründe, welcher zur falschen Entscheidung Merkels beitrug, die EU-Gesetze zu brechen und eine Politik der offenen Grenzen offensiv zu betreiben, bis dahin, dass sie sich auf Selfies mit Flüchtlingen verewigen ließ. Eine durchaus bemerkenswerte Geste, die bei Ihr in Zusammenhang mit Langzeitarbeitslosen vormals nicht gesehen wurde. Überhaupt, das Merkelsche soziale Mitgefühl, dem ich die Authentizität nicht komplett abstreiten würde, das scheint mir etwas selektiv zu sein. Vorher war sie eher bekannt für neoliberale Härte, für eiskaltes Ignorieren sozialer Problemlagen, ganz so wie ihr leuchtendes Vorbild Thatcher und wie ihr persönlicher Freund Tusk.

      Was war es genau, das sie zur Freundin offener Grenzen werden ließ, zu einer Kanzlerin des „Kommt-alle-hierher“? Gut, die Flüchtlingskatastrophe in Ungarn: Da hätte man für 10.000 bis 30.000 Menschen eine Ausnahme machen können, nein müssen: Indem man dann in Ungarn die Menschen versorgt, wenn das die Ungarn aus Fremdenhass heraus schon nicht wollen. Gut. Man hätte auch die oben genannte Zahl einreisen lassen können, so wie sich Merkel eben entschieden hat. Durchaus verständlich. Aber dann gleich das Signal offener Grenzen über Monate hinweg gehen und damit einen riesen Marsch der Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten auslösen, mit mehreren Millionen von Menschen und zahlreichen Elend, das diese Menschen auf der beschwerlichen Reise und nicht zuletzt danach erleben?

      Wenn es dabei nur bei einer Million Menschen bliebe. Das schaffen wir schon irgendwie. Für diese Menschen wird das zu weit über 50 Prozent aber in einer Art persönlichen Katastrophe enden, denn unsere Gesellschaft und unsere Arbeitsmärkte sind nicht so integrativ, wie es nötig wäre. Bei weitem nicht. Der größere Teil der Arbeitsmigranten und Flüchtlinge wird bei uns scheitern, und mit jedem Monat länger, den sie in unserem Land verbringen, das Zerplatzen ihrer (oftmals unrealistisch aufgeblasenen) persönlichen Träume erleben müssen. Wie fühlt sich ein Mensch, der sich im Land seiner Träume als nutzlos und ökonomisch wertlos erleben muss, gestrandet und gescheitert an einer Gesellschaft, die er kaum versteht, die ihn nicht gebrauchen kann?

      Das sind vielhunderttausendfache persönliche Katastrophen, die von Jahr zu Jahr schlimmer werden. Aber, wie Merkel schon sagte: Das schaffen wir schon. Irgendwie. Wir werden dieses persönliche Elend schon wegignorieren, so, wie dies bislang auch so ungemein typisch war für die „Sozialpolitik“ (LOL) von Merkel, welche einen weiten Bogen um die Schwächsten machte, um die Abgeschlagenen und Chancenlosen.

      Ja, das würden wir schon schaffen. Wenngleich es ein wenig knirschen wird. Nur: Es bleibt ja dank Merkels Politik nicht bei einer Million. Die Kriege in Syrien und Libyen gehen weiter, der irre türkische Kalif steigert seinen Krieg gegen die Kurden, die Waffenexporte (von Kleinwaffen u.a.) gehen unvermindert weiter und die Grenzen bekommen wir nicht dicht, nicht zuletzt auch, weil die osteuropäischen Staaten – und Griechenland übrigens auch nicht – an den entscheidenden Stellen nicht kooperieren, sondern knallhart darauf setzen, dass die Deutschen irgendwann einmal prächtig zahlen werden.

      Europa ist am Ende. Und wer hats gemacht? Merkel war es. Es wird nicht bei einer Million bleiben (ich rechner eher auf 2,5 Mio in der Summe – und dass unser Land damit dann wirklich überfordert ist) und die Zeiten, jedenfalls für Europa und die Freiheiten seiner Bürger, die werden nicht besser werden.

      Sondern schlechter.

      Aber die Angst der Wirtschaft vor steigenden Löhnen im Prekariat

  80. Titel eingeben
    Lieber Don,

    machen Sie weiter mit der kritischen Analyse der diffizilen politischen Situation. Ich selber bin als Jugendpsychiater tätig, verfolge die Politik seit 3/4 a sehr intensiv, weil ich die Indolenz vieler unser (Mit)Regierenden angesichts der aktuellen Herausforderungen sehr bedenklich finde.

    Auf der anderen Seite habe ich auch Einblicke aus meiner täglichen Praxis, massive Verunsicherung und Ängste bei Teilen der Bevölkerung, andere versuchen die Probleme noch irgendwie auszublenden (nach Köln gelingt das kaum noch).

    Die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge, die ich sehe, stehen unter massivem Druck der Herkunftsfamilie: die ganze Familie hat Geld zusammengelegt und erwartet nun, dass das Geld zurückfließt/ bzw dass die Familie nachgeholt wird. Deutschen Eltern hätte man das Sorgerecht entzogen, diese Eltern belohnt man durch Nachzug???

    Unglaublich finde ich, dass es dem merkelschen Beamtenapparat (wenn schon Merkel selbst nicht) nicht gelingt eine Analyse zu angemessener Kommunikation zu entwerfen (nämlich nach außen hin Härte zu signalisieren). „Die Zwischentöne dringen zu uns nicht durch, hier kommt nur das freundliche Gesicht der Kanzlerin an“ sagte schon im Herbst 2015 (dem Sinn nach) ein arabischer Journalist. Es kann natürlich auch die Sturheit, emotionale Abgestumpftheit und die Machtbesoffenheit der Kanzlerin sein, die entsprechende Strategien verwirft. Sie will unschöne Bilder vermeiden und opfert die Sicherheit unseres Landes und gefährdet Menschen die mit falschen Hoffnungen nach D kommen indem sie sie geradezu zur Flucht animierte.

  81. liebe Frau Simon,
    es gibt zwei wiki-Seiten über R.C-K im Internet, eine herkömmliche und eine, die sich „Metapaedia“ nennt. Armer K-C……

  82. @ P.Feldmann sagte am 7. Februar 2016 um 09:11 Uhr "linksliberal"
    „Der Begriff „linksliberal“ ist auch so ein oft gebrauchtes Oxymoron, eine propagandistische Blendgranate, die von der Wirklichkeit fulminant konterkariert wird!“
    .
    Dann sollten wir dieses Oxymoron doch mal hurtig sprachlich bearbeiten in „Linke mit Resthirn“. Die gibt es ohne Zweifel wie die warnenden Aussagen verschiedener Stadt-Väter_Innen (schon wieder ein Oxymoron) mit Verantwortung unter dem stetigen Druck der Willkommenskultur erkennen lassen. Und die Statements und Argumente der hochgesteckten Dame aus dem trist-grauen Eckgebäude in Berlin sind nicht samt und sonders zu verneinen.

    • Resthirn-Problematik
      Ich behaupte nicht, dass „Linke kein Hirn haben“, sondern eher, dass sie ideologisch Probleme haben es wirklich zu klarem Denken zu nutzen!
      Ich bin als , sagen wir mal, „Katholischer Anarchist“ im Ruhrgebiet unter tlws Linksextremen aufgewachsen und habe denen die Brötchen hart ausgegeben wie auch zurückbekommen. Natürlich gab es da viele gewandte Leutchen, aber sie waren im Besten nur groß in sophistischem Begriffsdröseln und ideolog.Scholastik, klares freies Denken findet man unter denen nicht.

      Insofern empfinde ich auch die , suggestiv genutzte, Verbindung „Links-Intellektuell“ als performativ tragischen Widerspruch.

  83. @ tommy sagte am 7. Februar 2016 um 22:22 Uhr
    „@Don Alphonso…….ich bekomme ja zuweilen schon Sorge oder fast auch ein schlechtes Gewissen, dass die Sichtung all dieser Kommentare, die ja oft auch Ihren eigenen Ansichten entgegenlaufen, für sie eher unangenehm sein könnte.“
    .
    Mein erster Gedanke auch, nach Sichtung der ersten 5-6 Kommentare. Dons Gedankengänge sind m.E. zu diesem Sachverhalt ja nicht immer konsistent, eher indifferent.
    Aber seine Antwort auf Tommys Einwurf ist aller erste Sahne. G´lernt ich halt g´lernt.

  84. alles Lügen
    wer den aufstieg der AfD oder vergleichsweise anderer protestparteien – getrieben von der obergrenzenlosen frustration des wahlvolkes – erklärvbar machen will, der schaue sich deutsche kanzlerpolitik seit 1990 an:

    wiedervereinigung:
    „die DDR ist eine führende industrienation, vergleichbar etwa spanien“
    „wir schaffen blühende landschaften“

    wahlkampf 2005/2006
    „wir erhöhen die MWSt. um 2 %“
    frau dr. A.M. erhöht dann aber um 3 %

    sog. energiewende:
    „durch die energiewende werden die kosten für den stromverbraucher kaum steigen, sie finanziert sich in etwa selbst und schafft 100.000tausende arbeitsplätze“

    einwanderungschaos
    „wir schaffen das““
    „die bundeskanzlerin hat die lage im griff“ (frau dr. A.M. über frau dr. A.M.)

    der schiessbefehl hat ja tradition in DDR und BRD, im bundestag sitzt ja bereits eine partei, deren ausgesuchtes führungspersonal ihn ja beharrlich leugnet und mancher aus den aktuellen regierungspartein/kanzlerinnenwahlvereinen hat den schiessbefehlserteilern ja freudig erregt die hand geschüttelt und in die kamera gelächelt.

  85. Konservatives Erstaunen...
    ..ob der maßvollen, gemäßigten Analyse zur Diskussion um die AfD.
    Wäre er Kaffetrinker müsste dem Salonsozialisten doch derselber hektoliterweise wieder hochkommen, angesichts der AfD- Erfolge.
    KLAR, Fukoshima brachte 30.000 Tote, (es war der Tsunami, die größte Wählerverarsche mag man sich noch nicht eingestehen), auch die Kommentatoren schaffen es nicht alle zu unterscheiden zwischen Ursache (Leugnung des spezifisch (!) Muslimischen Problems der massenhaften Immigration) und dem Erfolg der AfD. Hier „spielen Entwicklungen in die Hände“, wo nackte Borniertheit zur Katastrophe führt-
    Aber geschenkt: Statt „klammheimlicher Freude“ heute wieder: Wer „rechts“ sitzt, grinst.

  86. Faust?
    Die deutsche EU-Spardiktatorin beging einen strategischen Fehler,infolge dessen alle Sparbeschlüsse obsolet geworden sind. Um der realwirtschaftlichen EU-Sackgasse zu entkommen,
    hat die Protestantin uns dem Islamfanatiker Erdogan ausgeliefert.
    In der Umkehrung der Ergebnisse von dem was sie predigte,
    liegt nmM etwas Faustisches:
    Merkel sieht sich selbst als „ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“. Sie meint, dass auch aus Unfällen, Irrtümern und sogar böswilligen Taten etwas Gutes entstehen kann.
    Merkel inzeniert eine „Unterwerfung“ unter dem Deckmantel einer humanistischen Demokratie.
    Die Qualitätsmedien unterwerfen sich ihrerseits einem Tabu, darüber zu diskutieren.
    >So schufen sie Pegida.
    P.: Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber.
    M.: Das ist noch lange nicht vorüber.

  87. und als Hassprediger
    empfinde ich definitiv auch die Google-Routinen, die unseren Gestaltungswillen zu vermessen und zu unterwerfen gedenken! Liebe (also zu etwas anderem, eben nicht dem ewig gleichen) ist da jedenfalls nicht im Spiel. Wollte gerade antworten, hatte das hübsch formuliert – da wars dann aber doch zu spät. Ich bin halt etwas langsam im Kopfe, mea culpa.

  88. Kunstfigur
    Lieber Don Alphonso:
    Angesichts der Hexenjagd auf alle, die sich der Willkommenskultur verweigern oder gar widersetzen, muss ich Ihnen raten: Behalten Sie um Himmels Willen Ihren selbst gewählten Status als „Kunstfigur“ bei; eine solche schemenhafte Kreatur bietet den „guten“ Hasspredigern eindeutig ein schwerer zu treffendes Ziel als ein Journalist aus Fleisch und Blut. Dann bleiben Sie uns hoffentlich noch eine Weile erhalten! (Danke auch!!)

    • Ach, der Druck kommt auch son rein, keine Sorge, Nur werde ich mir nicht von Ariern sagen lassen, was ich hier zu denken habe. Egal wie er Nazi lackiert ist.

  89. Inkriminierung von Karnevalswagen
    Wie oben schon jemand schrieb, das Klima allgemeiner gesellschaftlicher Aufhetzung (ich meine die Wortwahl führender Politiker der Blockflöten und Journalisten wie Jörgen bei A.Will, der tatsächlich das Chaos der Regierung als subversive, geplante Taktik verkaufen will!) also jene Ausflüsse neuer Hatz und Blockwartsgeistes, bzw. auch allgemeiner Verdummung, treffen jetzt sogar schon Karnevalswagen. In 2 Fällen erfolgte Anzeige wegen „Volksverhetzung“- zu Karneval !!!
    Schon die Narrenfreiheit einmal im Jahr scheint nicht mehr geduldet zu werden!
    Vielleicht gilt den Zensurbehörden aber auch das allgemeine Maß der Narrenfreiheit durch die derzeitige Regierung (Regime?) schon deutlich überschritten.

    Narrenrepublik- ohne Grenze, aber nach hartem moralistischen Maß.
    Wenn die Narren das dulden, sind sie Idioten und müssen künftig quergestreift umhergehen.

  90. Unterschied Wahlprognosen und Internet Umfrage
    Der Eine oder Andere wundert sich, das es so große Unterschiede bei den Prognosen und den online Umfrage gibt. z.B gab es eine Umfrage bei der sehr beliebten Webseite von T-Online die auch schnell gelöscht wurde mit 180.000 Stimmabgaben wovon die AFD 111.000 gerundet auf sich vereinnahmte. Der Grund ist, das es noch sehr viele Menschen gibt, die ihre politische Bildung nur von den öffentlich rechtlichen Sendern bekommen. Diese stimmen im Internet nicht mit ab, gehen aber zur Wahl und wählen das was sie sollen. Das ist aber eine aussterbende Art. Darum wird eine Partei wie die AFD die jung dynamisch antritt, wenn sie sich nicht selbst zerstört keine Eintagsfliege sein. Die AFD ist viel mehr als nur eine Partei die die Flüchtlingspolitik verurteilt, nein sie ist die eiserne Faust des Volkes. Furchtlos tritt sie gegen die SED ( CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP und die Presse ) an. Sie hat keine Furcht auch im Verhältnis 6 gegen 1. Wer glaubt das man so eine Partei mit 3 x Nazi rufen besiegen kann, wird in Zukunft noch viel lernen.

  91. Schön geschrieben,
    werter Don Alphonso!

    Der bräsige Kohl, der frivole Schröder und die phrasische Merkel haben mir nie gefallen. Die neuen Oppositionsdarsteller Lucke, Höcke, Petry und von Storch warnen schon von Ferne mit ihren befremdlichen Visitenkarten, i.e. Gesichtern.

    Es ist mit ihnen ähnlich wie mit den Vampiren, denn sie sind eben Politiker, und die haben „es“ im Blut und wollen Adepten erzeugen. –

    Was tun? Lebe im Verborgenen und bewundere nichts, außer dieser Maxime selbst!

  92. Erosion durch Rechthaberei
    Mein Eindruck ist, die politischen Parteien in D haben den Bezug zum GG verloren, und das aufgrund der Präambel des GG, die alles und nichts gestattet, also eine Erosion des Rechts bewirkt. Um die Geltung des GG zu eroieren, ist es angeblich erforderlich ein umfangreiches Staatsvertragswerk, einen Wust von rechtlichen Entscheidungen und deren angemessene Interpretation zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund wird zudem bürgerliches Recht durch öffentliches Recht und Sozialgesetzgebung in die Knie gezwungen. Die Folge: rechtlich ist heute alles möglich, keine Partei sieht sich genötigt, eine traditionelle Rechtsstellung zu beachten (GEZ). Das postmoderne Rechtsverständnis bildet sich relativistisch und ad hoc an neuen Problemen. Es neigt dazu alternativlos aktionistische, kurzlebige Lösungsansätze zu generieren, die zudem einen meist in jüngster Vergangenheit generierten Unfug prolongieren müssen. Selbst grundlegendste rechtliche Vorstellungen werden heute durch öffentliches Recht oder EU-Verträge beiseite gewischt, bestenfalls Bestandsschutz ausgesprochen. Es dominiert im Grunde eine Form permananter politischer Selbstermächtigung, die darauf vertraut, dass rechtliche Fragen aufgrund ihrer Intransparenz (explizit ausgelagerte Sachverhalte, die nicht allgemein bekannt sind, zB TTIP) u ihrer Komplexität nur ausnahmsweise verhandelt werden, parteipolitisch aber bereits mit prästabilisierter Harmonie versehen sind (Präambel) u so keinen Grund für rechtliche Unkorrektheit, Besorgnis darstellen. Die CDU konnte bis zu den jüdischen Vermächtnissen auf diese politische Prästabilität vertrauen, danach erfolgte ein Linksrutsch, den Merkel begleitete. Diesen Linksrutsch kennzeichnet ein besonderes Verhältnis zur Pragmatik, die durch soziologischen Scientizismus herbeigeredet wurde, die das politische Mittel Selbstermächtigung ermächtigt. Konservativen, die von einer Rechtslage ausgehen, wird der Boden unter den Füßen entzogen. Das Paradigma juristischer Souveränität beförderte zunehmend einen wirtschaftspolitischen Aktionismus, der seit Schröder verstärkt ganze Märkte ergreift, als ob diese nur juristischer Beliebigkeit gehorchten, und nicht primär praktische Vernunft beinhaltete, die sich im Lauf der Erfahrungen herausbildete um unvermeidbare Skaleneffekte zu begreifen und zu bändigen. Zur Bändigung gehörte auch ein Vertragsrecht, das aber durch staatliche Eingriffe immer weiter beschädigt wurde, bestes Beispiel die allgemeine Krankenversicherungspflicht, die den Zwang formuliert einen Vertrag abzuschließen, private Willensbestimmung negiert und Vertrag paradox bestimmt. Die Dominanz des sozialen Gedankens, wie er sich auch im politischen Selbstverständnis einiger EU-Prälaten verfestigte, gepaart mit den unverstandenen Absichten und impliziten Konsequenzen einer scharf vorgetragenen Liberalisierung der Märkte, forcierte die einsetzende Entmündigung des klassischen Bürgers durch EU-Recht, geheime Verträge, die politisch gewollte Finanzrevolution iVm Euro und die Etablierung einer Kreditwirtschaft die praktisch nur die Staatsfinanzierung des Euroraums im Blick hat. In diesem Stadium bewirkte das berechtigte Nachdenken wirtschaftlicher Kompetenz in D das Auftreten der AfD unter Lucke. Eine libertäre FDP war nicht mehr in der Lage die in großem Maßstab einsetzenden Fehlentwicklungen im Bereich der Wirtschaft zu übersehen. Die Liberalisierung der Märkte hatte Schutzmechanismen gegen die Risiken eines global organisierten Casinobetriebs zerstört. Mit der Finanzkrise 2007 wurde ein Strudel von Notsituationen in der durch antinationale Milchmädchenstimmungen erschaffenen EU-Schönwetterkonjuktur zum allgemeinen Albtraum. Die Einsicht, dass sich Rechtssystem und Wirtschaftssystem wechselseitig bedingen und dass ein einmal bewirkter Aktionismus im Recht oder in der Marktverfassung zu völlig unübersehbarer Panik führen könnte, herrschte entweder nicht vor oder wurde instrumentalisiert um die Staatsgebilde in Europa zu zwingen, ein Einheitseuropa für Globalplayer zu generieren. Dass die Verwicklungen und erzwungenen Veränderungen quasi exponetiell zunehmen und einem guten politischen Willen entgleiten könnten und den globalen Konzernen neue Optionen (TTIP) liefern würden, hat sich für die wenigen bewahrheitet, die die Verwahrlosung des Rechts spätestens seit Kohl mitanschauen mussten. Merkel verstand mit ihrer DDR-Vita natürlich wenig von Marktordnung, weshalb sie auch unbewusst zur Erfüllungsgehilfin einer auf globale Marktbeherrschung orientierten Industriepolitik wurde, die korrumpierte Gewerkschaftsseilschaften und ihr politisches Personal ebenso mit im Boot hat.
    Das aktuelle politische Personal der AfD ist mit dieser Kompexität sicherlich ebenso überfordert wie Merkel. Durch Zufall entging es nach der Spaltung im Sommer der absehbaren Bedeutungslosigkeit. Die Flüchtlingskrise begann, weil die Gier nach Wachstum neue Nahrung erhielt und Merkel die Chancen, die eine theoretische Betrachtung der Zuwanderung erlauben, für bare Münze nahm und nicht beurteilen konnte, was Möglichkeit und pragmatische Zulässigkeit trennt.

    Die Kernthemen Familie und Selbstbestimmung, die die C-Parteien ebenso wie die AfD für sich beanspruchen, wurden mit einem Mal an Silvester einer neuen Realität ausgesetzt und haben dann eine Virulenz gewonnen, die so schnell nicht abnehmen kann. Welche Partei die misstrauisch gewordenen Wähler überzeugen wird, ist nicht absehbar. Die Etablierten werden an Schengen und dem Wachstumswahn ihrer Thinktanks festhalten während die AfD, wenn überhaupt, nur wirr mit dem Thema Migration hantiert. Die etablierte Politik kann die versprochenen Werte nicht ohne Revision einlösen. Da sie dazu nicht bereit ist, ist zu befürchten dass außenpolitische Konflikte geschürt werden um von den Widersprüchen und Verantwortlichkeiten des EU-Debakels und seinen Folgen abzulenken. Der EU-Starrsinn gewinnt mit Bargeldlimit und sukz

  93. Offenbar will man vorbauen
    Hier in Sachsen-Anhalt steht die AfD in Umfragen ja bei 15%. Am 11.3. will das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt jetzt Probewahlen für ausländische Mitbürger (betrifft 60.000 Menschen) durchführen. Natürlich zählt das Ergebnis (noch) nicht, aber wer weiß, vielleicht werden die bei Wohlverhalten alle ganz schnell eingebürgert und schwupps ist die AfD bei der nächsten Wahl gedrückt. Nicht falsch verstehen, ich würde nie einen derart reaktionären Haufen wie die AfD wählen, aber die Suche nach Alternativen gestaltet sich in diesem Parteieneinheitsbrei wahrlich schwierig, wenn man mit der Einwanderungspolitik (und die ist es de fakto) unzufrieden ist.

  94. Die wahre Machtelite
    Die Neue Weltordnung als parlamentarische Staatsdiktatur.

    Die politische und mediale Gleichschaltung eines ehemals als Republik bezeichneter Nachfolgestaates – oder die virtuelle Zustandsdefinition als Wahrnehmungsblase postdemokratischer Strukturen als Schutzschild der parlamentarischen Lügenmafia.

    Seit 1949 hält sich eine stetig wucherndes Krebsgewächs aus 2 Parteien (CDU und SPD) mit austauschbaren Vasalen an der Macht. Es entstand ein Staat im Staat. Frei von Kontrolle durch Justiz und Bürger.

    Deckorganisation auf übergreifender Ebene ist das sogenannte europäische Parlament mit über 500 schwarzer Kassen.

    Neu erscheinende Parteien wie Die Linke oder die AfD werden als Feinde der Demokratie oder als kommunistische Nachfolger eines Unrechtsstaates mit übler Nachrede und Lügen überzogen.
    Es darf nur eine einzige Macht herrschen – die der Banken- und Firmenkartelle.

    2015 zwängt sich diese gesellschaftsfeindliche Oranisation endgültig aus seiner Puppe. Ganz offen erklärt es die Unabhängigkeit von demokratischer Kontrolle und Gesetz.

    Jetzt kehrt sich Aufgabe der Parteien zur politischen Meinungsbildung zum parlamentarischen Absolutismus – zur einer merkelkantischen Diktatur.

    Falls es noch einen Weg zurück gibt kann der nur heißen:
    „Kehrt zurück zur Wahrheit“

    • Aktuelle Asyldebatte
      Wer bräuchte jetzt noch eine weitere Bestätigung. Wir werden von Leuten regiert bei deren Aufnahme-Musterung jeder Kindergartentante (so hießen die früher, die ohne Pädagogik-Studium) der kalte Schweiß auf die Stirne treten würde.
      .
      Alles was jetzt noch hülfe, quasi als Notwehrmaßnahme, die zu Neuwahlen führten könnten nur noch massive Demonstrationen sein. Aber das ist nur ein feuchter Traum in diesem Lande der Gartenzwergkultur. Versuchen wir es in den drei Provinzen am 13.März wenigsten ein Fanal zu setzen.

  95. maciste grüßt den don
    nun, edler don, schwerlich hätte die weimarer republik ohne die später vielgeschmähten freikorps das frühjahr 1919 überdauert. ebert und noske wußten diese tatsache zähneknirschend zu würdigen; keine liebesheirat, aber eine erfolgreiche zweckehe – übrigens auch bei der abwehr fremder invasoren…
    ich denke indes, daß unsere zukünftigen freikorps gerade ungehindert ins land einreisen – und diese energieentfaltung könnte ungemein interessant werden. die pazifisten- und friedensparty für deutschland und europa neigt sich dem historisch verdienten ende. sie war durchaus angenehm, aber nun heißt es umdenken, don.
    battle on. maciste

  96. "Die AFD ist ... die eiserne Faust des Volkes."
    Das passt zu ihrem Vorstandspersonal. Das ist der Arsch Gottes.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • "Arsch Gottes" (Haupts)
      Was meinen Sie, wo Sie mit diesen Äußerungen und deren Ton in Bezug auf die Intention des Artikels stehen, Hr.Haupts?

    • Titel eingeben
      @ T. Haupts
      Gut gegeben!

    • ;-)
      Passt wie die Faust aufs Auge.

    • Titel eingeben
      Du sollst den Namen des Herren nicht unnötig brauchen.
      Der Mensch ist ein Bildnis des Herrn. Von diesem Bild können Sie Cullus und Anus ableiten. Müssen Sie aber nicht.
      Wird von der Bedeutung einer Petry von Oldenburg bei weitem nicht gedeckt.

  97. @ Don Alphonso, 8. Februar 2016 um 11:28 Uhr
    Es freut mich zu lesen, dass Sie reflektiert und richtigerweise den Begriff „Invasion“ verwenden. Sie schreiben auch, dass „man erstens kritisch überlegen, was das bedeutet und zweitens darüber reden (muss)“. Beides verweigern die Blockparteien – tut mir leid, der Begriff passt immer besser – mit einer geradezu närrischen Besessenheit (Bosbach/Willsch/Schuster/Seehofer halte ich mittlerweile für üble Fakes).

    Die Partei, die bei aller berechtigten Kritik im Detail, versucht „kritisch zu überlegen und darüber zu reden“ (und auch hadeln möchte), wird mit einer konzertierten Diffamierungskampagne ohne Gleichen durch nahezu alle Medien überzogen, die in einer Weise das gesamtgesellschaftliche Klima vergiftet, die wohl kaum noch zu reparieren ist. Dagegen waren die Kampagnen der etablierten Parteien gegen die Grünen ‚laue Lüftchen‘; ich erinnere mich noch sehr genau daran.

    Dazu noch eine Figur im Schloss Bellevue, deren durch und durch inkompetente Parteilichkeit jeder Beschreibung spottet, und die nichts, aber wirklich nichts dazu beiträgt, das Klima zu entschärfen. Schlimm.

  98. Was ist denn überhaupt geschehen?
    Menschen sind vor Krieg geflohen. Menschen sind aus Flüchtlingslagern vor Hunger, Durst usw. geflohen. Menschen sind nach Europa geflohen und wurden an europäischen Grenzen ihrem Schicksal überlassen. Italien, Griechenland und zuletzt Ungarn wurden mit dem Problem alleingelassen (Dublin Abkommen). Deutschland zog angesichts der sich anbahnenden humanitären Katastrophe die Notbremse. Auch Deutschland wurde dann alleingelassen. Ca. 400 von 160.000 Flüchtlingen wurden bislang auf Europas Nationen verteilt.

    Was ist das eigentliche Problem?

    Nach anfänglich unvermeidbaren chaotischen Zuständen kam es zu einem durchaus vermeidbaren Kontrollverlust bezüglich der Herkunft der Menschen, die seitdem nach Europa strömen. Dieser Kontrollverlust hält weiter an, niemand weiß noch wirklich, wer sich mittlerweile alles in Deutschland aufhält. Es kam zu Versagen der Sicherheitsstrukturen. Hysterie brach aus. Diese Zustände halten an.

    Wie könnte das Problem gelöst werden?

    Angesichts der Millionen von Kriegsflüchtlingen müßte die weiter Hilfe auf diese beschränkt werden. Menschen, denen keine Gefahr für Leib oder Leben droht, die weder einen Asyl- noch einen anderen Anspruch auf ein Bleiberecht haben, müßten in ihre Heimatländer zurückgeführt werden.

    Warum wird das nicht funktionieren?

    Zunächst einmal wurden viele Menschen überhaupt nicht registriert. Auch dauert der Rechtsweg einfach zu lange. Es mangelt an Personal. Dann sind viele Menschen in die Anonymität abgetaucht, nicht auffindbar. Zum Teil verweigern die Herkunftsländer die Rücknahme ihrer Bürger. Offene Grenzen lassen sich kaum kontrollieren, geschlossene Grenzen sind nicht gewünscht und auch kaum realisierbar.

    Wie lautet das Fazit?

    Die Größe des Problems erfordert eine europäische Lösung. Die kann in der Beseitigung der Fluchtursachen und zwischenzeitlichen Aufnahme der Flüchtlinge oder in der Abschottung Europas liegen. Letzteres dürfte nur mit Gewalt und vielen Opfern möglich sein, scheint aber die bevorzugte Lösung von immer mehr europäischen Bürgern zu sein. Persönlich halte ich das für die wirkliche Katastrophe. Denn was können wir noch erwarten, wenn diese Lösung sich durchsetzen sollte?

  99. Alles schön und gut.
    Don Alphonso legt ja immer eloquent den Finger in die (inzwischen klaffende und an den Rändern schon eiternde) Wunde. Das ist ehrenwert in dieser Zeit, wo bereits geschmacklose Faschingswägen den Staatsschutz aktivieren können.
    Am Rande der Texte kommt dann immer brav die Abgrenzung zur AfD, denn diese ist gemäß Konsens unwählbar. Diese Meinung sei dem Autor unbenommen, aber an diesen Unwählbarkeitskonsens wollen sich laut Wahlumfragen ca. 12% der Wahlberechtigten (einige Millionen Bürger) einfach nicht mehr halten.
    Was kann folgen? Die harte Ausgrenzung (z.B. Augsburg) und fortwährende Ehrabschneidung (Talkshows, diverse Artikel ZON, SPON, SZ und ganz aktuell Merkur.de) wird die Gewalt gegen die AfD (siehe auch ZON Artikel von heute) weiter anheizen. Wenn die AfD bzw. die AfD-Helfer nicht aufgeben, dann wird mit dem V-Schutz nicht nur gedroht werden (u.a. Vizekanzler), sondern es wird wohl ein Verbotsverfahren angeleiert.
    Soweit das IST und der mögliche Verlauf in der Wahrnehmung eines Nichtwählers, der keinen aktuellen Politiker für wählbar hält. Was mich aber über die Möglichkeit AfD zu wählen nachdenken lässt, ist dieses „Alle gegen Einen“, das ich schon in der Schule vor 30 Jahren wie die Pest gehasst habe (ist meine Lesermeinung jetzt ein Hassposting?). Keine Ahnung, ob vielen anderen Nichtwählern dieses Schmierentheater, das vor unseren Augen abläuft, noch dermaßen gegen den Strich geht?

  100. Berliner...
    … das haben sie recht realistisch zusammengefasst, aber sie dann haben sie einfach aufgehört.

    Was sollte man denn jetzt machen? Da sieht es denn doch sehr duster aus, oder? Noch dazu mit der „inkompetenz“ im Bellevue (und drum herum ebenfalls). Leider sehen das die „Flüchtlinge“ ganz anders und werdem weiter strömen, was also nun?

    Man muss sich nur mal selber eingestehen, dass kein halbwegs intelligenter Mensche heute wagen würde eine Aussage dazu zu machen wie es in DE in 6 Monaten aussieht.

    • @TDV, 9. Februar 2016 um 05:29 Uhr
      Erstmal Danke. Warum ich einfach aufgehört habe? Weil ich aufgrund der never-ending Staatskrise sehr, sehr müde bin. Das senkt die intellektuelle Leistungsfähigkeit. —

      Vor allem die Angriffe des „Justizministers“ auf Papier/de Fabio haben mich schockiert. Und das fortwährende bösartige, hartnäckige „Missverstehen“ des Petry-Interviews im Mannheimer Morgen, dieser widerwärtigen Provinzpostille. Was Ihre Aussage bezüglich der Lage in D. in sechs Monaten betrifft – ich stimme Ihnen zu.

      @ Ein Zweifler, 8. Februar 2016 um 20:54 Uhr – „Alle gegen Einen“ – Sie stehen mit Ihrer Einschätzung, glaube ich, nicht alleine da. Die Kampagne gegen die AfD ist so erschreckend primitiv und feige.

      Die Lage der AfD ähnelt zusehends der der KPD im Januar/Februar 1933.

  101. Rechtliche Vorstellungen
    @Dijmb
    „Selbst grundlegendste rechtliche Vorstellungen werden heute durch öffentliches Recht oder EU-Verträge beiseite gewischt, bestenfalls Bestandsschutz ausgesprochen.“

    Dies wird jedoch von Fall zu Fall selektiv gemacht. Soziale Mindeststandards der EU werden – trotz wiederholter Rügen –unterschritten. Entscheidungen des EuGH werden nicht umgesetzt, Stichwort Whistleblower. Was umgesetzt wird, ist willkürlich, je nach Eigeninteresse.

    „Es dominiert im Grunde eine Form permananter politischer Selbstermächti-gung, die darauf vertraut, dass rechtliche Fragen aufgrund ihrer Intransparenz (explizit ausgelagerte Sachverhalte, die nicht allgemein bekannt sind, zB TTIP) u ihrer Komplexität nur ausnahmsweise verhandelt werden, parteipolitisch aber bereits mit prästabilisierter Harmonie versehen sind (Präambel) u so keinen Grund für rechtliche Unkorrektheit, Besorgnis darstellen.“

    So auch bei einem Vertragswerk wie dem ESM, der nichts anderes ist als ein Dauer-Bankenrettungsmechanismus, dessen Aktivitäten strikter Geheimhaltung unterliegen. Deutschland ist mit einem Kapital-Einsatz von ca. 200 Milliarden € dabei; € 80 Mrd. sind schon geflossen. Der Vertrag ist unbefristet, unwiderruflich und unkündbar. Finanziell schwache Länder unterwerfen sich im Fall der Fälle automatischen Sparmaßnahmen, während das Limit der einzusetzenden Finanzmittel möglichst beliebig erhöht werden sollten. Habe sei-nerzeit die Analyse von Rolf von Hohenhau von European Tapayers‘ Association gelesen, welche vernichtend ausfiel.

    „die Etablierung einer Kreditwirtschaft die praktisch nur die Staatsfinanzierung des Euroraums im Blick hat.“

    Die EU Länder sind qua Vertrag verpflichtet, sich auf den freien Märkten zu finanzieren. Staatliche Finanzierung ist nur im Notfall zugelassen. Als Irland in ihrer Krise dies einmal versuchte, wurde es dafür von einer großen TBF-Banken angegriffen (wenn ich mich richtig erinnere der Citi-Group).
    Dank ESM gestaltet sich die Finanzierung der Euro-Staaten für die TBF-Banken relativ risikolos, während sie zugunsten ihrer milliardenschwere Klientel weiterhin am liebsten in „innovative Finanzprodukte“ investieren.

  102. Putsch oder demokratische Wahl - das ist die Frage!
    @ TDV
    „Irgendwie haben sie stets die gleiche Problem sich ganz einfache Einsichten zu merken, die man ihnen antwortet:
    Frau Merkel hat sich nicht an die Macht geputscht, sie ist freiwillig und legitim in völlig demokratischen Wahlen vom Urnenpöbel an die Macht gewählt wor-den… Könnte es sein dass in dieser Feststellung die Ursache „unseres“ Prob-lems deutlich zu lesen ist?“

    Ach, TDV,
    den oberlehrerhaften Ton können Sie sich schenken. Warum erwarten Sie eigentlich, dass jeder Schreiber *jedes Mal* diese Selbstverständlichkeiten über Merkel wiederholt?

    Und auch die politischen Infos über die USA sind mir als politisch interessierte Bürgerin hinlänglich bekannt, Wenn ich einen bestimmten Fall beschreibe (ein anderer aktueller Einzelfall wäre der Erfolg von Bernie Sanders), dann sollten Sie nicht unbedingt die jüngere US Geschichte bemühen, um mir zu widersprechen.

  103. Single point of failure: disconnected denglicisms
    Da sollte – wenn schon, denn schon – bitte schön „Cultural-Awareness-Training“ stehen. Es ist nämlich in deutschen Landen üblich durchzusperren – un mir mengs goa ned, wann von dera Braißn durchnedregiad wiad. Sonst basst’s scho.

  104. [Falsch eingestellter Kommentar]
    Der Kommentar „Single point of failure: Disconnected denglicisms“ sollte natürlich in den Beitrag „A Modest Proposal …“ vom heutigen Tage rein. Bitte entsprechend verschieben.

  105. Nur 12%
    Wenn die AfD es schafft sich vor der Bundestagswahl zu professionalisieren, sich im Parteiensprektrum wie die CSU unter FJS zu positionieren, die extremen Wirrköpfe in der Partei unter kontrolle hält dazu die Groko die Probleme nicht unter kontrolle bekommt hat die AfD gute Chancen 18% und mehr zu erhalten.

  106. Hat man Ihnen die "Stützen der Gesellschaft" weggezogen?
    Oder warum findet man Ihre Artikel dazu nicht mehr auf und dafür dann so ein Weibchen wie Nocun als Stütze?

    Das täte mir leid! Ihre und ganz wenige andere Beiträge habe ich in der FAZ noch gelesen. Das wäre dann noch eine Zeitung weniger.

  107. Dossier des LKA / 2014 /
    Polizei kapituliert vor kriminellen Flüchtlingskindern

    Ausländerrechtliche Erkenntnisse:

    Rund ein Viertel der 115 bekannten schwerkriminellen jugendlichen Intensivtäter in Hamburg sind unbegleitete junge Flüchtlinge. Ein LKA-Dossier zeigt die Hilflosigkeit der Ordnungshüter.

    Man geht davon aus, dass in diesem Jahr mehr als 1000 junge unbegleitete Flüchtlinge nach Hamburg gekommen sind – Hunderte von ihnen lassen sich weder registrieren noch staatlich betreuen und leben an unbekannten Orten.

    „Jugendliche werden von Hamburg nicht abgeschoben. Der fragliche Personenkreis verweigert in den meisten Fällen eine ausländerrechtliche Erfassung oder Mitarbeit.

    Asylanträge werden oft nur zur Vermeidung von Inhaftierungen wegen Straftaten gestellt.

    Da sich in diesen Fällen die Hamburger Ausländerbehörde als nicht mehr zuständig ansieht verbleiben die Jugendlichen in einem ungeklärten Aufenthaltsstatus.

    (…) Aufgrund der erheblichen Kapazitätsprobleme der Ausländerbehörde und der Unmöglichkeit sie abzuschieben, stuft man die Jugendlichen als nicht vordringlich ein.

    (…) Als Problem stellt sich immer wieder die Verweigerungshaltung der Jugendlichen dar, sich ausländerrechtlich überhaupt registrieren zu lassen.

    Ferner befolgen sie Meldeauflagen eigentlich nie. Sie verbleiben bewusst im illegalen Aufenthalt. Die Androhung von Maßnahmen deutscher Ausländerbehörden ignorieren sie weitgehend. Zwangsweise Maßnahmen zur Durchsetzung von Meldeauflagen erfolgen nicht.“

    Allgemeine Situationsbeschreibung:

    „Aufgrund der an den Polizeikommissariaten gemachten Erfahrungen lässt sich zunächst generell feststellen, dass die MUFL (minderjährige unbegleitete Flüchtlinge) bei polizeilichen Einsätzen in und außerhalb der Unterkünfte regelhaft ein nicht normengerechtes Verhalten auf alltägliche Situationen an den Tag legen.“

    Insbesondere führen kleinste Anlässe kontroverser Sachverhalte, auch untereinander, schnell zu aggressiv geführtem Angriffs- und Verteidigungsverhalten, wobei sich die betroffenen Jugendlichen zu Gruppierungen zusammenfinden und gegenseitig unterstützen oder auseinandersetzen.

    „In vielen Fällen werden die Jugendlichen ziemlich schnell sehr und sehr häufig auffällig, hauptsächlich im Bereich des Taschendiebstahls („Antanzen“) oder des Straßenraubs.“

    Reglementierende Eingriffe finden wenig Akzeptanz. Der Umgang mit anderen Menschen ist häufig respektlos und geprägt von fehlender Anerkennung hiesiger Werte und Normen.

    Eine Abschiebung der Kinder und Jugendlichen in ihre Heimatländer wird als „unmöglich“ eingestuft.

    Zitiert aus Regionales (welt.de) vom 30.11.2014

  108. @ Dottore strano,
    in der deutschen Behördensprache klingen die schrecklichsten Vorgänge wie reinste Poesie. Wie lange werden wir wohl die MUFL´s unserer „Kultur“ zu unterwerfen haben bis sie sich eines ähnlich geschliffenen Sprachstiels erfreuen dürfen ?

  109. Falls es noch jemanden interessiert:
    Ganz aktuell zur rechtlichen Situation ein analoges Urteil des BVerfG:
    http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-009.html

  110. Pingback: Die Globalisierung wird zur Tribalisierung

  111. Werter Don - Was ist hier los?
    Trifft es zu dass Herold Binsack hier geblockt wird?

    http://blog.herold-binsack.eu/2016/02/die-globalisierung-wird-zur-tribalisierung/

    Ich finde seine Kommentare substantiell, auch wenn man es manchmal anders sieht.

  112. In Sachen Herold Binsack
    Falls Herold Binsack tatsächlich geblockt sein sollte, dann wahrscheinlich nicht von Don Alphonso. Ich schalte in dessen Abwesenheit ab und zu auch frei, und nicht freigeschaltete oder gar gelöschte Kommentare von Herrn Binsack müsste ich im System normalerweise sehen können. Ich habe danach neulich schon mal geguckt, als er sich beschwerte, da habe ich den fraglichen Kommentar von ihm nicht im System finden können und auch keinen Hinweis auf eine Löschung gefunden. Im Normalfall ist das im System prokolliert.

    Falls da also blockiert wird, dann im Vorfeld und mit einem Verfahren. das mir unbekannt ist – und mit dem der Kollege Don Alphonso wahrscheinlich auch nichts zu tun hat.

  113. Account gesperrt
    Hallo, liebe Freunde, bedauerlicherweise, kann ich mich nur als Gast melden, denn mein Account scheint manipuliert. Ich habe es von verschiedenen Endgeräten aus probiert. Immer dasselbe.
    Doch wer hat Zugriff auf meinen Account? Doch nur die FAZ-Redaktion.
    Mit freundlichen Grüßen Herold Binsack

    • Davon weiss ich nichts, ich frage aber gern nach – eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen, das muss ein Defekt sein..

  114. Einige FAZ-Zensoren lieben das Blockieren von Leserkonten.
    Mein Konto wurde ebenfalls zuerst geblockt und dann gelöscht, so dass alle früheren Kommentare im politischen Teil verschwunden sind.

    Die grosse FAZ verhält sich dort wie ein unterbelichtetes Provinzblatt…

    Als Schweizer kann ich mich noch bei genug anderen deutschen Publikationen informieren.

  115. Geblockt oder Nicht-geblockt, das ist die Frage?
    @Don Alphonso: Auf das Ergebnis Ihrer Recherche bin ich gespannt. Da ich aber von mehreren Endgeräten aus zu senden versucht habe, auch heute musste ich mich erst wieder abmelden!, kann der „technische Fehler“ nur beim Empfänger liegen.

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