Home
Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Leben und Untergang ohne Internet

| 131 Lesermeinungen

Vermutlich kennen Sie alle diese “Ich habe eine Woche mit dem Internet/Facebook/Twitter aufgehört und habe es geschafft“-Texte, mit denen Medien sporadisch aufwarten. Es gibt zu diesem Thema heldenhafte Autoren und clever vermarktete Bücher, denn als Buch macht so ein Versuch finanziell Sinn, wohingegen der Internettext vermutlich kostenlos und mit Werbung aufgewertet von Drückebergern mit Ad-Blockern raubmordgelesen wird. Tatsächlich findet man in den Medien auch Leute, die früher dachten, das Internet gehe schon wieder weg. Und diese Leute glauben heute, dass mit Snapchat das normale Internet vergessen wird, und die Renaissance der Leser ansteht.

naba

Für solche mittelalterlichen Ansichten lebe ich gerade vorbildlich in der Nähe von Siena. Ich habe ein grosses Apartment mit dicken Festungsmauern, wegen denen mehrere wichtige Mails an die Organisatoren der l’Eroica verschollen sind – es ist einfach unerklärlich. Ich weiss, das es technisch nicht sein kann, aber trotzdem, es ist so. Wir sind den ganzen Tag unterwegs, gestern San Gimignano und Volterra, und während sich die anderen mit Blicken auf ihre Wetter-Apps verunsichern, die für Sonntag schwere Gewitter ansagen, blinzle ich einfach in die Sonne. Ich sitze da und sage mir, dass es auch nicht schlimmer als letzten Herbst werden kann, denn am Sonntag fahre ich 105 Kilometer und 105 Kilometer hat es auch im letzten Herbst geschüttet und gewittert. So schön ist das Leben ohne Internet.

nabb

Ich habe sogar mein Mobiltelephon vergessen, und was soll ich sagen – die noch fehlenden Recken, die über die Schweiz zu uns reisten, brauchten in mir keine ständige Nanny, der sie sagen können, wo sie sind. Irgendwann am Abend, als wir beim zweiten Gang über volle Bäuche stöhnten, kamen die Nachzügler ins Restaurant, denn denn die Festungsherrin hatte ihnen gesagt, wo wir sind. So ist das halt mit Männern, zumal, wenn sie noch vor der digitalen Revolution geboren sind. Sie sterben nicht sofort, wenn man ihnen das Mobiltelephon wegnimmt. Und deshalb bin ich sehr dafür, dass man dem Jugendlichen in der Schule die Flimmerkisten abnimmt. Die sind da so zum Lernen, wie ich für den Genuss in Italien sind. Das Netz braucht da wirklich niemand, und vom chatten, liebe Kinder, wird meine Rente auch nicht bezahlt. Und auch keine Bodenampel, die man baut, damit Handyglotzer unverdienterweise dem segensreichen Wirken der Evolution der Arten entgehen.

nabc

Aber. Vorgestern Nacht habe ich mich auch mit Technik beschäftigt. Mit einer Hinterradnabe des italienischen Hestellers Campagnolo. Campagnolo ist so etwas wie das Apple unter den Fahrradkomponenten, und damit wurden früher Radrennen gewonnen, wie heute Berliner Hipster mit Apple das Vermögen ihrer Eltern in Projekten durchbrennen. Ich fahre gern Campagnolo, ich mag die bombensichere Konstruktion. Campagnolo funktionierte früher technisch schlecht und hält dafür bis heute alles aus, und das ist der Grund, warum wir auch heute noch diese alten Kisten über Schotter heizen und zu Bergsiegen treten können. Manchmal wackelt vielleicht ein Lager, dann kann man es nachstellen. Gestern wollte ich das bei der Hinterradnabe machen, setzte mit zwei Schaubenschlüssel an, und dann bewegten sich die Muttern. Leider jede mit einem Teil der gebrochenen Achse.

nabd

Die Achse ist vermutlich über 40 Jahre alt und eines der Teile am Rad, die die grösste Belastung ertragen. Das passiert hin und wieder. Daheim würde ich das Rad in den Speicher stellen und eines meiner anderen Räder nehmen. Am Abend würde ich dann in Kisten nach einer alten Nabe suchen, die ein verwertbares Ersatzteil enthält. So wäre das daheim. Aber in der Toskana habe ich aufgrund der Transportkapazitäten nur ein einziges Rad dabei. Und morgen ist das Rennen, von dem zwei Auftraggeber Texte haben wollen. Ohne Achse kann ich nicht fahren, und ohne Internet wäre das keine gute Situation. Man kann nicht einfach in einen Radladen gehen und sagen, dass man eine Hinterradnabe braucht, die seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr gebaut wird. Kurz, ich stehe effektiv vor einem Debakel, aber ich habe Internet.

nabe

Es gibt im Internet eine Plattform für alten Plunder – hier in Italien heisst sie Subito. Ich öffne den Rechner, gehe auf die Seite, suche nach Rennrädern in der Region Siena – und siehe da, in Poggibonsi, sieben Kilometer von hier, steht ein altes Rennrad komplett mit genau den Naben, die ich auch habe. Ein weiteres Rad findet sich in Monteriggione, ebenfalls in der Nachbarschaft. Es gibt kostenlose Übersetzungsangebote im Netz, in denen ich den Verkäufern meine Wünsche verdeutlichen kann. Ich muss nicht mein letztes Hemd verkaufen, um bei nach langer Suche bei einem Fachhändler vielleicht doch eine Nabe für Sammler zu Mondpreisen kaufen zu dürfen, ich kann mir einfach ein Rad holen, die Achse umschrauben, und das neue Rad später in Deutschland, wenn auch hier das Hinterrad repariert ist, an andere Freunde der Selbstfolterung abgeben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Denn in Deutschland habe ich in jenem oft geschmähten Internet viele Leser, und die Erfahrung zeigt auch, dass hinter dem Ah und Oh, das aus Damentastaturen bei alten, polierten Stahlrennern kommt, auch ein reales Interesse steht. Ich kann mich mit dem Internet nicht nur aus einer misslichen Notlage befreien, ich kann auch zusätzlich andere Menschen erfreuen. Denn dem Publikum ist es egal, ob seine Wünsche nach Nostalgie und Vergangenheit nun mit dem Fund im Internet befriedigt werden, oder, wie bei diesem hübschen Damenrad klassisch, durch Jagen und Sammeln bei den Containern der Schrottannahme. Beides ist möglich. Mir macht der Schrottcontainer auch mehr Spass, aber hier nun rettet mich allein das Internet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Was ich damit sagen möchte: Wir alle ärgern uns über die Nebenkostenabrechnung beim Wohnen, aber wir gehen selbstverständlich davon aus, dass Wasser aus den Leitungen fliesst. Wir alle regen uns über die Tricks der Landwirtschaft auf, aber genug von uns verlangen nach Qualitätsessen zum Schlachtabfallpreis. Wir sehen im Netz, dass es eine Heimat für alle Irren wurde, und werden überall angeplärrt und dreist angelogen – aber gäbe es das Netz nicht, so könnte ich morgen nicht bei der l’Eroica starten, weil ich kein Rad hätte. Aber mit dem Netz bin ich, ist jeder problemlos in der Lage, ein höchst ausgefallenes Teil einfach zu finden. Früher wäre alles vorbei gewesen. Heute machen wir den Rechner auf und haben eine Lösung. Das ist so phantastisch wie fliessendes Wasser. Also richtig, richtig gut, trotz all der Lügen.

nabh

Apropos Lügen: Natürlich habe ich es dann ganz anders gemacht, denn in Buonconvento gibt es auch einen Teilemarkt, und dort habe ich für 20 Euro eine passende Nabe gekauft, zerlegt und die Achse verbaut. Aber die im Gegensatz zu einem Radkauf gesparten Euro habe ich dann in ein Rennrad von Colnago investiert, das ich beim Suchen ebenfalls entdeckt habe. Das ist ebenso schön wie fliessendes Wasser, hätte aber nicht ganz so gut in den dramatischen Kontext der Geschichte gepasst, und musste daher einem anderen und schöneren Narrativ weichen: Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden, sagen die Italiener, und es ändert auch nichts daran, dass das Netz meine Rettung hätte sein können, und es gut wie fliessendes Wasser ist. Wir vergessen das mitunter. Wir sollten öfters daran denken.

nabi

Denken Sie ein wenig an mich, wenn ich mich dann morgen durch echten Dreck wühle und nicht nur Tweets von Genderistinnen, um Sie dann digital zu unterhalten

42

131 Lesermeinungen

  1. Wie schön das Leben doch ist!
    Im Internet finden sich mehr als Fahrradersatzteile: es lassen sich Bekanntschaften knüpfen, die die ESO-Szene als „Seelenbekanntschaften“ qualifizieren würde. Es lassen sich Verbindungen knüpfen mit Menschen, die man nie gesehen hat und vermutlich nie treffen wird, doch denen man sich nahe und vielleicht näher fühlt als dem eigenen Bruder, den man schon seit Geburt mehr als sechs Jahrzehnte unverstanden mit sich schleppt. Im Internet lässt sich plaudern – und ja oh Wunder – selbst Totgeglaubte lassen sich wieder finden, wie es meinen Klassenkameraden unlängst gelang. Aber das ist eine lange Geschichte:
    http://n0by.blogspot.de/2016/04/nazis-keulen-afd-pegida-geist-und-gute.html
    Und überhaupt: Wer sich stundenlang selbst auf dem halbwegs angenehmen Brooks-Sattel durch den Englischen Garten in das blühende Maienmünchen gestrampelt, ja ehrlich gesagt gequält hat, wie genießt der den heimischen Schwingsessel mit dem Laptop auf dem Schoß – wo auch sonst? – und verbindet sich im Internet mit wem, wann und wie auch immer! Wie schön das Leben doch ist!

  2. Nützt und erfreut
    und bereichert den Sonntag.

  3. "DAS INTERNET IST FÜR UNS ALLE NEULAND"
    sagte jemand, der sich für „uns alle“ hält, aber spass beiseite:DON radelt heute bei 14 Grad plus durch die lande (er nennt es durch den dreck wühlen ?) und hier am see entgehen wir knapp dem nachtfrost.

    auch sonst gibt es unterschiede: der eine kauft von seinem eigenen geld eine neue achse in Buonconvento (das klingt schon mal gut und friedlich), der andere kauft von seinen steuerfinanzierten einkünften giftiges zeug am Nollendorfer Platz.

  4. Hals- und Beinbruch oder was auch immer
    man heroischen Radfahrern wünscht. Viel Erfolg bei hoffentlich erträglichem Wetter.

    Das Internet… was wäre ich ohne, völlig aufgeschmissen, denn ich müsste wegen jeder Kleinigkeit vors Haus, egal ob Klamottenkauf ansteht oder etwas für meinen Haushalt. Unterdessen kaufe ich so ziemlich alles online, auch weil ich noch nie Lust verspürte, z.B. einen Schaufensterbummel, möglichst auch noch auf der Kö, zu machen. Denn warum soll ich mir Sachen anschauen, die ich mir ohnehin nicht leisten kann. Das empfinde ich als ziemlichen Blödsinn, also habe ich es in diesem Leben bislang gelassen.

    Dank Internet habe ich einer Bekannten bei der Suche ihrer Vorfahren geholfen. Es fing vor bald 20 Jahren damit an, sie haben doch einen Computer, ja. Tja und dann hatte ich gleich bei meiner ersten Google-Suche einen Treffer, ein Schloss in Frankreich, das zu einem Teil der Familie gehörte und von der Bekannten später besucht wurde. Heute sind davon kaum noch Bilder im Netz, der neue Besitzer hat löschen lassen.

    Ich habe tausende Seiten Familienbücher online durchgeackert, welche Schicksale über die Jahrhunderte sich einem da offenbaren, ist erstaunlich und lässt die Mühen des Suchens und Lesens handgeschriebener Seiten vergessen.

    Die Bekannte hat unterdessen die Familie fast komplett, da hilft nun kein Internet mehr, um den einen aus dem 17. Jahrhundert noch zu finden, der in ihrer Sammlung fehlt. Sie recherchiert persönlich an allen infrage kommenden Orten und manchmal sind die Pfarrer ziemlich garstig, die nicht digitalisieren wollen und lieber die Hand aufhalten, um alte Familienbücher preiszugeben.

    Und nun mache ich mich ans Zeitunglesen, schauen, was in der Welt so los ist, natürlich online.

  5. Viel Erfolg und sichere Fahrt!
    Verehrter Don,

    Ich wuensche Ihnen sichere Fahrt! Auf dass Material und Mensch halten moegen. Ich trainiere gerade wieder Berglaufe. Vielleicht bin ich ja fit im Herbst fuer den Cannonball run in Kobe oder den Mount Chop in Kyoto.

    Fuer mich sind die Freuden dabei zweierlei. Erstens kaempft man gegen sich selbst und spuehrt innere Befriedigung durch Willenskraft. Zweitens schweisst das Erlebte eine Gruppe sehr stark zusammen, so dass man auch den Segen der Gemeinschaft erfahren kann.

    Ich freue mich schon auf Ihren Bericht. Der letzte war legendaer! Besseres Wetter wuensche ich Ihnen schon, auch wenn ich weiss, dass Sie in jedem Wetter Ihren Mann stehen.

  6. Medienkompetenz
    Ich bin sehr froh, dass es das Internet gibt. Z.B. kann ich nun auf der ganzen Welt auf Fachartikel zugreifen, die Multitasking als Unsinn entlarven:

    http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=buy.optionToBuy&id=2013-00033-001

    und mit dem Mythos des multi-medialen Lernens aufräumen:

    http://www.oecd.org/edu/students-computers-and-learning-9789264239555-en.htm

    Es ist auch klasse, dass mein Nachwuchs mit den weit entfernt lebenden Grosseltern über Skype kommunizieren kann, ich ausser dem New Yorker keine Zeitschrift mehr zu abonnieren brauche (sorry FAZ), und ich nicht mehr – wie zu Studienzeiten – zum Kitzinger für ein seltenes antiquarisches Buch rennen muss.

    Kurzum, das Internet ist für mich ein Riesengewinn, aber vielleicht gerade deshalb weil ich ein „early adopter“ bin und meine Medienkompetenz noch aus dem analogen Zeitalter stammt. Dennoch bin ich ganz zuversichtlich, dass das auch der jungen Generation gelingen wird, denn die sind auch nicht blöde. Es ist mit den Internet nur eben leichter geworden, den Müll zu finden, der auch bento und anderswo abgesondert wird. Aber man muss ihn ja nicht lesen.

  7. Don, wenn Sie das lesen hatte ich an Sie gedacht,
    und gleich zum Mittagessen am 1. Mai im Mare e Monti denken wir gemeinsam an Sie. Wie, Sie fahren den percorso de L’Eroica nur zur Hälfte? Was sollen denn da die „Eingängigen“ Modell 1905 denken?

    Zum Beispiel die aus (2015)http://velonews.competitor.com/2015/10/news/road/gallery-2015-leroica-gaiole-vintage-bike-event_387190. Besonders Bild 26.
    .
    Nein, das soll kein Spott werden, because with only one gear, it isn’t a matter of if you’ll push, but a matter of when you’ll push. Ich würde angesichts der Strecke wohl die Hälfte mit Schieben verbringen, ich meine nicht die 209 km. Meinen Respekt haben Sie auch bei der Hälfte.

  8. Maximale Erfolge
    bei Ihren sonntäglichen Unternehmungen. Kommen Sie wohlbehalten ins Ziel getreu dem Motto „Dabeisein ist alles“.

  9. oben und unten frei
    Lieber Don Alphonso,

    wenn ich auch Ihre Freude an dieser eigenwilligen Sportart nicht teile, so erweckt Ihre sportliche Betätigung zumindest Hoffnung auf zukünftige geistvolle Beiträge von Ihnen.

    Wie Nietzsche schon meinte, soll man „keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung – in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern.“

    Jetzt treten Sie halt mal kräftig in die Pedale, damit oben wieder Geistvolles entspringt und achten Sie auf Ihr Gemächt. ( So ein brooks Sattel , so reizvoll er für mich ist, kann für einen Mann mörderisch sein)

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

  10. Ja, das Internet ist schon ein tolles Hilfsmittel
    für die Suche nach allen (un)möglichen Infos und Dingen dieser Welt. Leider schalten Smartphone-Nutzer viel zu selten in den Flugmodus, um unbehelligt bei den eigenen Aktivitäten und Geschäften zu sein.

    Nichts nervt mehr, als wenn bei Stammtisch-Runden ständig auf das Display geschaut wird. Es sollte online wirklich nur als Werkzeug gehandhabt werden, und nicht als Statussymbol. Wünsche ihnen eine erfolgreiche l’Eroica!

  11. Titel eingeben
    Wie bitte? Einen Schaden an einer Achse mit Altteilen selber reparieren? Das geht gar nicht. Wo soll denn noch das Wachstum herkommen, wenn das jeder so macht. Das Fahrrad gehört in einen Full-Service-Leasingvertrag. Im Schadensfall wird der Mechaniker samt Neuteil eingeflogen. Ich beispielsweise habe in der vergangenen Woche 2000 Euro für eine Kupplungsdruckplatte einem deutschen Automobilkonzern überlassen. Wenn jetzt noch 14000 VW-Besitzer es mir gleich tun würden, könnte der Bonus des Herrn W. aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden. So geht Betriebswirtschaft.

  12. Titel eingeben
    Eine schöne Sonntagslektüre, mit elegantem Schlenker zur Bodenampel, die ich erst für einen Aprilscherz gehalten habe, bis ein offiziöses WDR-Filmchen mich eines Besseren belehrte. Wünsche gutes Gelingen gehabt zu haben für Rennen und Reportagen.

    • Völliger Wahnsinn, oder? Warumj sollte man solche Leuten einen sicheren Weg ebnen? Die wollen doch gar nicht leben.

    • Titel eingeben
      „…Die wollen doch gar nicht leben.“

      Denk ich auch, wenn ich in einer überlebenden nordrheinwestfälischen Klein-Gastronomie sitze und da sind sechs andere Leute und alle wuschen und witschen über ihre Händies. ;-)

    • Das erlebte ich mal am Tegernsee: acht junge touristen an einer der schönsten Stellen und alle gafften eine halbe Stunde lang auf ihre Geräte.

    • Das Schlimme ist, diese Leute wischen nicht nur,
      die haben auch noch die Ohren dicht. Also völlig abgeschottet von dieser Welt stehen sie an Haltestellen, sitzen so in Bussen und Straßenbahnen, trotten vor einem auf dem Bürgersteig und man fragt sich schon, was haben die davon? Völlig losgelöst von der Erde vor den nächsten Laternenpfahl.

  13. ein sehr witzig geschriebener artikel
    hallo leute + leutinnen,
    der artikel hat mir ausnehmend gut gefallen !!!
    sincerely
    MKultra (cybersecurity professional und universalgenie …)

  14. Bene bene
    Kann mithalten, mein Renner ist älter als mein Abiturzeugnis, meine Naben sind von gleicher Manufaktur, mein Sattel noch Orginal, made in GB. Qualtät lebt lange und hält viel aus. Wünsche Euch guten Ritt und Spaß

  15. Das klingt zynisch ...
    „Es gibt zu diesem Thema heldenhafte Autoren und clever vermarktete Bücher, denn als Buch macht so ein Versuch finanziell Sinn, wohingegen der Internettext vermutlich kostenlos und mit Werbung aufgewertet von Drückebergern mit Ad-Blockern raubmordgelesen wird. Tatsächlich findet man in den Medien auch Leute, die früher dachten, das Internet gehe schon wieder weg.“

    Nun gilt nicht jeder Autor als Held, den ein Verlag clever vermarkten möchte. Das Fehlen des Stallgeruchs war den Raubmördern indessen schon immer Einladung genug. Aber muss man sich darüber lustig machen? Ist ein bißchen unsportlich.

    • Ganz ehrlich, ich finde diese „Leben ohne Internet“-Texte wie „Leben ohne Aspirin“ oder „Leben ohne Ölprodukte“ lächerlich und ihre Autoren peinlich. Generell möglich, aber zumeist auch nichts anderes als „virtue signaling“, was eh sowas wie der neue Winselfaschismus ist. Bewusster Umgang ist etwas anderes als demonstrative Kasteiung.

    • „virtue signaling“
      Besonders peinlich finde ich die Leute, die sich brüsten, keinen Fernseher zu haben, aber jeden gesendeten Schmarrn kennen und irgendwann zugeben, alles über ihren Computer anzuschauen.

    • Ja, auch. Ich habe es einfach nicht mit audiovisuellen Medien.

    • @D.A.
      Also, dann ist mir die zarte Ironie des „heldenhaft“ entgangen. Vermutlich, weil ich zu sehr auf das „macht finanziell Sinn“ als Gegenmodell der raubmordgelesenen Texte fixiert war. Die lieben Vorurteile … Ja, im Grundsatz schrammen Selbsterfahrungsbücher immer hart an der Grenze der Lächerlichkeit, denn die Zeit der Weltentdecker ist eigentlich aus und vorbei. Wer noch Abenteuer erleben will, muss wohl einen anderen Ton finden. Aber das wissen und beherzigen Sie ja.

    • Sie bekommen heute noch einen echten Selbst-Er-Fahr-ungs-text von mir aus der Toskana.


    • „…„virtue signaling“, was eh sowas wie der neue Winselfaschismus ist“
      Im Zuge unserer zunehmenden Mittelalterlichkeit könnte man es vielleicht die neuen Bettelorden nennen.

  16. Schön,
    und viel Erfolg!

  17. Titel eingeben
    schön

  18. Fehlkonstruktion
    Über diese Naben habe ich mich schon vor fast 40 Jahren geärgert. Die Konuslager sind einfach eine Fehlkonstruktion. Das Gewinde auf der Achse hat eine riesige Kerbwirkung, und da die Achse schwingend belastet wir, ist ein Bruch unausweichlich. Leider haben sich die Konstruktionen in der vergangenen Zeit nicht wirklich verbessert. Es gibt zwar inzwischen Naben mit richtigen Kugellagern und ungekröpften Speichen, aber durchgesetzt haben die sich nicht. Gescheite Dichtungen gibt es auch immer noch nicht. Ich empfinde es als große Schmach, daß ich meine Ideen zur Verbesserung nicht umgesetzt habe. Dafür gibt es jetzt die Elektroantriebe, die die Leute zu Geschwindigkeiten befähigen, die sie nicht beherrschen. Und Alurahmen, die auch nicht dauerschwingfest sind.

    • Das Problem damals war auch die ungleiche Lastenverteilung, und das hat hier auch eine wichtige ‚Rolle gespielt. Allerdings habe ich diese Nabe an einem halben Dutzend Räder, und da tut sie klaglos ihren Dienst. Schlimmer als Konen sind übrigens schlechte Rillenkugellager,

    • Historische Achsen
      Der Konus sieht aber auch nicht mehr wirklich gesund aus (bei Campa wohl eher Folge der fehlenden Dichtung als Materialfehler).
      Die lang überstehende Achse bei Schraubkränzen ist aber tatsächlich einigermaßen ungeschickt, das hat sich vermutlich historisch so ergeben, als immer mehr Kränze dazukamen und keiner etwas an der Grundkonstruktion ändern wollte.
      Das geköpfte linke Ausfallende der Mittendorfs sollte da vielleicht ein klein wenig Linderung bringen: es reduziert nicht nur die Speichenspannung rechts, sondern schiebt auch die Radmitte etwas weiter in Richtung linkes Lager – dafür kann man keine fertigen Räder kaufen.
      Aber auf jeden Fall ist es besser, die Achse bricht beim Montieren als auf der Straße!

    • Das Problem war, dass die Achse doch etwas zu kurz war und ich den grössten Gang nicht schalten konnte. Überlebt habe ich trotzdem.

  19. The Internet is for porn.
    Das Internet kann man als kompliziertes Werkzeug betrachten. Manche verstehen es überhaupt nicht. Manche benutzen es nur immer wie einen Hammer(digital). Und für Wenige ist es die pure Wucht in Tüten. Ach, und für uns alle hätte ein vollständiger Internet-Blackout übrigens apokalyptische Konsequenzen. Das ist auch nicht allen klar.

    • Ja, dann würde einiges nicht mehr gehen, aber mein Rennrad ist mechanisch und das ist auch gut so. Und ich kenne Bauern persönlich.

    • Fernsteuerung
      Was sich viele Menschen auch nicht klar machen, durch die Vermischung des Internets mit Lokalen Steuerungssystem könnte man viel Unheil anrichten.
      Ich arbeite im Moment in einen Hochhaus von 2010, da kann theoretisch von jedem Punkt der Erde aus jemand die Jalousien betätigen, die Temperatur für einzelnen Büros ermitteln bzw. verändern und noch viel mehr Schabernack betreiben über die Hausleittechnik.
      Das ist nur ein Bürogebäude, was ist mit ganzen Industrieanlagen, Kraftwerken oder Firmen?

    • Ja. Das wird ein dauerndes Beschäftigungsprogramm, aber solche Häuser werden ja noch 50 Jahren abgerissen. Ich weiss schon, warum mein einziges vernetztes Gerät der Rechner ist. Alles andere finde ich enorm unheimlich.

    • Lieber Thomas Meyer, bei bestimmten Industrieanlagen kann
      die Fremdbestimmungsundsteuerungsmöglichkeit durchaus ein Segen sein:

      https://www.google.li/search?num=100&newwindow=1&site=&source=hp&q=iranian+centrifuges+stuxnet

  20. Die Dualität der Dinge: Sex, Lügen und Internet - und Nadeln im Heuhaufen
    „Wir sehen im Netz, dass es eine Heimat für alle Irren wurde, und werden überall angeplärrt und dreist angelogen – aber gäbe es das Netz nicht, so könnte ich morgen nicht bei der l’Eroica starten, weil ich kein Rad hätte.“

    Aber hey: Nur die richtig Dummen setzten allein aufs Internet der Bekloppten und Bescheuerten (Twitter).

    Der Kluge weiß, dessen ursprüngliche Vorteile zu nutzen und verzichtet auf den Rest (Twitter). Das verlangt allerdings ziemliche Disziplin. Wohl dem, der sie noch gelernt hat. Der Rest geht unter im Blahblah-Sumpf der Lügen.

  21. Titel eingeben
    Der letzte Satz ist unvollständig. Was sollen „Tweets von Genderistinnen“ sein und was soll mit denen passieren? Ihr Text ist wirr und nicht klar, was zum Schluß ausgesagt werden soll. Wenn Sie Nachhilfe in Sachen Gender und den Sinn dahinter brauchen empfehle ich Ihnen dringend die Bücher undVorlesungen von Frau Prof. Dr. Sylka Scholz. Schönen Tag noch.

    • Und über Kommunusmus in den Reden von Erich Honecker? Sie haben vorstellungen.

    • Prof. Dr. Sylka Scholz ...
      Zitat:
      … studierte Kulturwissenschaft und Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin. Von 1996-2002 arbeitete sie am Lehrstuhl für Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Potsdam, an der sie 2003 mit der biographischen Studie „Männlichkeit erzählen. Identitätskonstruktionen ostdeutscher Männer“ promoviert wurde. Nach einer Gastprofessur an der Universität Hildesheim war sie an der Technischen Universität (TU) Dresden tätig, an der sie sich 2009 mit einer Arbeit zum Thema „Diversifizierung und Delegitimierung männlicher Herrschaft. Studien aus den sozialen Feldern Arbeit, Militär und Politik“ habilitierte. Seit 2014 ist sie Professorin für Qualitative Methoden und Mikrosoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
      Zitat Ende.

      Es bleibt exakt zwei Fragen:
      1. Was könnte „Mikrosoziologie“ sein? Die Soziologie sehr kleiner Gesellschaften? Die hieße aber doch eigentlich traditionell „Psychologie“.
      2. Ist der Hirntod wirklich gnädiger als der klassische Herztod?

    • Studuerte in Berlin.

      Naja, es gibt auch welche, die waren an der Haut6schule Altötting.

    • Sylka Scholz, wirklich?
      Die Frau hat keine internationale Erfahrung, publiziert auf Deutsch und lehrt in Jena. Unbedeutender geht’s nicht. Wenn D. A. wissen wollte, was gute Genderforschung ist, sollte er Gender and Society lesen.

      http://gas.sagepub.com

    • Wieso glauben hi9er eigentlich alle, ich könnte lesen?

      Im ernst, mein Leben ist viel zu kurz für dergleichen.

    • MODERNISIERUNGSTHEORETISCHE KONZEPTE meines ICHs
      ja, ich z.b. beschäftige mich täglich mit dem sinn männlicher identitätskonstruktionen im männlich codierten politischen feld, vor allem vor dem hintergrund meiner militarisierten männlichkeit und der subjektivierung meiner erwerbstätigkeit, das wiederum vor dem dem noch grösseren hintergrund der zunehmenden partizipation von frauen an den sozialen eliten

    • Na ja
      bevor man sich über eine ganzen Wissensschaftszweig lustig macht, könnte man sich ja mal kurz die wichtigste Zeitschrift in diesem Fach anschauen, um zu sehen, ob das wirklich alles Quatsch ist. Sonst begibt man sich schnell auf das Niveau der AfD, die ja nun sogar darauf besteht, Germanistik nur noch von Deutschen machen zu lassen. Da hat sich wohl einer geärgert, dass der wichtigste lebende Germanist der Amerikaner David Wellberry ist.

    • Welche Wissenschaft?

    • Na ja
      @Thorstein Veblen
      Wenn man David Wellbery für den wichtigsten lebenden Germanisten hält (will ich jetzt nicht werten), sollte man vielleicht wenigstens seinen Namen korrekt schreiben können.

    • kdm
      Gender? = Danisch.de

  22. Ein Werkzeug eben!
    Die Chinesen sagen “ To somebody with a hammer everything else looks like a nail“, natuerlich im Originalton in Manadarin. Diese alte Weisheit trifft auch fuer das Werkzeug „Internet“ zu. Es ist, genauso wie der Hammer an sich nicht schlecht. Aber in einer Hand, die nicht „den Nagel auf den Kopf“ sondern „einen Kopf ohne Nagel“ treffen will, werden sowohl Hammer als auch Internet schnell zum Teufelszeug. Das teuflischste dabei ist die schleichende Verdummung der Menschheit durch den Verlust der analogen Fähigkeiten und des tieferen Verstehens. Keine guten Aussichten.
    Geniessen Sie die Radtour!

  23. N4506
    Mitte der Siebziger kaufte ich mir, gerade frisch konfirmiert, ein gebrauchtes Spulentonbandgerät eines bekannten europäischen Elektrokonzerns, von dem ich auch einen Elektronik-Experimentierkasten besass. Das Tonbandgerät hatte aber nach einem halben Jahr ein Defekt, den ich aus Kostengründen selber reparieren wollte. Mangels Internet und Schaltplan schrieb meine Mutter für mich mit ihrer Schreibmaschine an besagten Hersteller einen Brief in dem ich um Zusendung eines Schaltplanes bat.
    Zwei Wochen später lag ein komplettes Service-Manual in der Post. Wow! Es dauerten dann noch mehrere Wochen, die Transistoren zu beschaffen und das Gerät zu reparieren.

    Vor ein paar Jahren wollte ich ein baugleiches Gerät mit demselben Fehler restaurieren – das Service-Manual existiert längst nicht mehr.
    Dank Internet fand ich es quasi sofort und die Reparatur war nach 4 (!) Stunden erledigt.

    Das Internet hat unser Leben beschleunigt wie keine andere Erfindeung der Menschheit zuvor.

    • Ich werde demnächst mal was aus eine Katalog von 1981 zitieren, der wie nue als pdf im Nrtz ist. Und früher nicht zu bekommen war.

  24. Titel eingeben
    Technische Frage: mein Kommentar vom Nachmittag, ist der nicht übergekommen?

  25. Titel eingeben
    “….denn als Buch macht so ein Versuch finanziell Sinn, wohingegen der Internettext vermutlich kostenlos und mit Werbung aufgewertet von Drückebergern mit Ad-Blockern raubmordgelesen wird.“

    Ach, göttlich… in meinem Leben würde etwas fehlen, wenn ich nicht morgens solche Sätze lesen könnte, die mich erst mal zu lautem Lachen bringen.

  26. Da haben Sie mal wieder recht - und prima geschrieben
    Viel, viel Erfolg und gute Fahrt!

    Stimmt schon, wir sehen oft vorwiegend den Ärger und die Probleme, und können die Vorteile oft nicht nur nicht würdigen, sondern häufig gar nicht wahrnehmen.

    Es ist eben nicht immer ’nur‘ alles schlechter geworden…

    (Der Kommentar zum Genderthema ist ‚lustig‘. Ihrer Gemeinde ist sicher klar, worauf Sie anspielen.)

    Immer wieder eine Wohltat, so ein Text – schon weil er so geschrieben ist, wie er es ist.

    Kommen Sie bitte heil durch. Viele freundliche Grüße!

    • Danke.

      Natürlich gibt es einen menschlichen Fortschritt – wobei ich froh bin, gestern kein Netz gehabt zu haben. Wirklich Null. Toll war es.

  27. Ja, das Internet...
    da findet sich doch tatsächlich mit zwei Mausklicks noch das legendäre „Bicycle Race“-Cover von Queen, das in den seligen Achtzigern von Brügelmann in Postergröße geordert werden konnte… heute würden sie dafür gesteinigt, keine Ahnung, wann es aus dem Katalog verbannt wurde…

    Zitat Wikipedia: „The group rented the stadium and several dozen bikes for one day for filming the scene; however, when the renting company became aware of the way their bikes were used, they requested that the group purchase all the bicycle seats.“

    Und schon wieder was gänzlich Nutzloses, aber höchst Amüsantes gelernt.

    • Ich kann ja mal das Poster der L’Eroica im 20er-Jahre Design zeigen – hier im Netz.

    • Titel eingeben
      Hab’s gefunden. Nur: Da muss man sich extra bei Google anmelden, wenn man’s sehen möchte.
      Xhamster ist einfacher. Wenn man sowas mag.

  28. Das Netz als wahrer Segen
    Klasse Beitrag, danke!

    Während die meisten User der Generation 60+ noch AOL für DEN UNVERMEIDLICHEN Internetzugang hielt/hält, blamiert sich die Mehrzahl der Jüngeren auf ihre Weise, indem sie sich eine Netzwelt außerhalb der sozialen Netzwerke, Facebook, Twitter, Flickr, Xing, Pinterest, Vimeo, Youtube etc., weder vorstellen mag, noch deren Angebote zu nutzen weiß. Davon ist allenfalls die copy/paste-Erledigung praxisferner Schularbeiten ausgenommen.

    Bei einem ernsthaften und länger anhaltenden Netzausfall blieben nicht bloß Fahrräder stehen. Dasselbe gälte für den überwiegenden Teil der nicht mehr vernetzten Gehirne, die an einfachsten Fragen scheitern müssten, weil die „Community“ keine Antworten mehr liefert …

    http://de.wikihow.com/Wasser-kochen

    • Herrlich....
      Ich dachte sie wollen uns nur verars…… und wollte nicht drauf reinfallen. Aber da ich ja meine Meinung was die Intelligenz der meisten Menschen angeht für korrekt halte, konnte ich mich nicht drücken und….die Seite gibt es tatsächlich.

      Danke…..

    • Die Seite hätte meinem Vater wohl auch nicht geholfen,
      der ließ buchstäblich auch noch das Wasser anbrennen. Aber interessant ist es schon, dass frag Mutti, nee nicht die, die im Netz und andere Seiten so gefragt sind. Man könnte es Lebenshilfe nennen, ich nenne es Pampern, aber ob es grundsätzlich hilft, in der Realität zurecht zu kommen?

  29. HR-Achsen
    waren früher Verschleißteile. So wie ich mich erinnere gab es zwischen den Herstellern keine Unterschiede im Gewundedurchmesser und Steigung. Selbst Kassettennaben kann man kanibalisieren und die Achslänge mit ner Eisensäge anpassen.
    Da wäre eine kurze Recherche im Netz tatsächlich Sinnvoll, könnte die doch unnütze Lauferei nach einem Originalersatzteil ersparen.
    Wie lief denn die Heroische? War wenigstens das Wetter angenehm?

    • Ja, sicher, aber ich bin, was Originalität angeht, ein Überzeugungstäter, speziell bei dieser Veranstaltung.

  30. Wäscheleinen über dem Lenker
    Lieber Don,

    ich hoffe, Sie haben die l’Eroica gut überstanden. Obwohl ich noch nicht reif genug bin, zu verstehen, warum man mit einem alten Rennrad über Schotterpisten fahren muss, glaube ich wohl, dass es eine schöne Erfahrung sein könnte. Zumindest für den Fahrer. Das alte Stahlgestell sieht dies wahrscheinlich anders und fragt sich, warum sich der Fahrer nicht am Automobilsport ein Beispiel nimmt. Schließlich kenne ich keine Matschepamperalley für Oldtimerschätze. Der Wert des Gestühls mag eine Rolle dabei spielen. Wie auch immer, ich beglückwünsche Sie auch zu Ihrem neuen Colnago-Renner und das, obwohl ich mich grundsätzlich als Stahlmuffennazi bezeichnen würde. Darüber hinaus scheinen Sie jetzt auch eine anständige Gruppe (Dura-Ace) an Bord zu haben ;-)

    Viele Grüße
    Henning

    Vielleicht sehen wir uns einmal auf der Mecklenburger Seenrunde! Dieses Jahr am 28. Mai!

    • Danke.

      Es ist so: Vorher kann man sich das selten vorstellen – bei mir hat es auch länger gedauert, bis ich nochmal gefahren bin, weil die erste Erfahrung unglücklich war. Aber jetzt weiss ich, wie es wirklich ist und freue mich schon auf den Herbst.

    • Pampe für Alle!
      Aber sischer gibt es Matschepamperallyes! Es geht doch nichts über artgerechte Haltung: http://slowlysideways.com/de/galerie
      Das ist natürlich nichts für gewisse Oldtimer-„Liebhaber“, die eher an der Rendite als an der Technik interessiert sind und ihr Schätzchen auch zu einer Ausstellung nur im geschlossenen Hänger fahren.
      Selbst habe ich auf der Fähre von Felixstowe zum Kontinent vor vielen Jahren mal zwei Engländer gesehen, die zu einer Oldtimer-Veranstaltung auf eigener Achse anreisten – mit einem offenen Alfa 8C aus den 1930ern! (Natürlich ohne Verdeck und ähnlichen Firlefanz…)

  31. Titel eingeben
    „Es gibt zu diesem Thema heldenhafte Autoren und clever vermarktete Bücher, denn als Buch macht so ein Versuch finanziell Sinn, wohingegen der Internettext vermutlich kostenlos und mit Werbung aufgewertet von Drückebergern mit Ad-Blockern raubmordgelesen wird.“

    Also dann, lieber Don – vom „Sinn“ blieb also nur „finanziell“ und wenn nicht das, dann halt – gar nicht. Nicht zum Zwecke der Kommunikation (möglichst freiwilliger) – bloß zu dem Zweck, sich zu präsentieren, Macht auszuüben, Geld zu verdienen. Alle anderen sind – selbst dran schuld und voll verantwortlich.

    Das ist genau die Botschaft des Westens. Den Stecker ziehen hilft da gar nicht, hab ich gelernt. Aber wenn es Sie noch glücklicher macht …

    • Es gibt eine lange Tradition der „Tartuffes“ in Europa, die gern den Wein der anderen saufen und ihnen dann das verseuchte Wasser hinstellen. Da würde ich auch die Kollegen einsortieren.

    • @ D. A.
      „Es gibt eine lange Tradition der „Tartuffes“ in Europa, die gern den Wein der anderen saufen und ihnen dann das verseuchte Wasser hinstellen.“

      Zweifellos. Schön für Sie, dass Sie das Problem nicht haben. Nur was soll der Rest tun, für den kein Don zuständig ist? Sich drum bewerben, selber ein Tartuffe zu werden – oder den Mund halten?

    • Schreien, treten, draufhauen. Lesen sie nach bei Margarete von Navarra, wie man sowas rundschlägt.

    • @D.A.
      Ach, Don. Eigentlich lese ich bei Ihnen, um meine Neigung zu Tobsuchtsanfällen einigermaßen im Zaume zu halten. Es mag Ihnen nichts bedeuten, aber – das klappt sogar meistens! Sie mopsen sich nämlich so offensichtlich, das demoralisiert einfach jeden Wutausbruch, falls Sie verstehen, was ich damit meine. – Und jetzt sagen ausgerechnet Sie mir, ich solle doch mal ordentlich „schreien und treten“? Wie soll das denn gehen – außer durch Internetkomplettentzug? Sein Sie mal nicht so grausam zu unbekannten Leuten und machen Sie einen besseren Vorschlag. Sonst kommt noch ein Selbsterfahrungsbuch dabei heraus.

    • Wie wäre es mit einem saftigen Berg? Danach hat man keine Luft mehr, sowas zu tun.

    • @D.A.
      „Wie wäre es mit einem saftigen Berg?“

      Ja – leider … Ich bin nämlich unter „Im zu verkaufenden Reichshauptstadtslum ohne Berge, um dort Kinder auswildern zu können, befindliche menschliche Dreingabe an die Russen“ einzuordnen. Aber Danke für den netten Tip.

  32. Ohne Internet?? - Doch!
    Es meine Überzeugung, dass ein Leben, mit oder ohne Kronleuchter, sozial verträglich oder nicht, mit oder ohne Torten, auf jeden Fall aber ohne Internet auch möglich ist.

    Schon manchmal habe ich mir vorgestellt, wie (schön?) es sein könnte nach dem Ende meines Arbeitslebens das Kabel durchzuschneiden.

    Das einzige Problem wäre wahrscheinlich das Geld, das nicht nur bargeldlos sondern zukünftig auch schalterlos abgehandelt werden wird.
    Rechnungen kommen zunehmend nur noch ausserhalb frankierter Umschläge auf den Tisch, oder besser über Kabel und über die letzten Meter drahtlos als Assortiment von Pixeln auf den Schirm. Was für ein überkommener Ausdruck, ‚Schirm‘! Das war zu Urzeiten als Elektronen aus einer Kathode auf einen Schirm mit Leuchtstoffen flogen … .

    Derzeit ist ein Ausstieg allerdings nicht möglich, solange man noch im Arbeitsleben ist. Dabei würde ich mir jede Menge Frust sparen und auch für den Blutdruck könnte es deutlich besser sein.

    Nicht nur ist es dem Mutterschiff seit 2 Tagen noch nicht gelungen, eine normale journalistische Ausarbeitung des AfD-Bundeskongresses abzuliefern, trotz eines guten Dutzends von Versuchen.
    Auch eine fachgerechte Ausarbeitung der Demonstrationen der AntiFa in Stuttgart – und wie üblich ‚Heraus zum 1. Mai!‘ in Berlin, Hamburg und Bremen hat die Redaktionstische bisher nicht verlassen.
    In den letzten 20 Jahren war die Welt aber auch wirklich einfacher, würden doch alljährlich linksradikale leichtbewaffnete Vermummte erheblichen Sach- und Personenschaden am Tag nach der Walpurgisnacht anrichten, mit brennenden Autos und verletzten Polizisten. Die dann in Videos gezeigt wurden und für die der jeweilige Innenminister bzw. -senator seine Sympathie aussprechen konnte.

    Dieses Jahr ist alles verwickelter. Diese selben Leute stellten sich zwar am gleichen Tag auf, agierten jedoch zum Schutze der Demokratie. Deshalb war ja auch schon frühzeitig und auch in diesem Kanal zu lesen, dass die ganze Sache ziemlich einwandfrei abgelaufen war. Ähnlich wie zum Jahreswechsel auf der Domplatte zu Köln.
    Von welchem englischsprachigen Schriftsteller waren noch die Tierfabeln, zum Beispiel die mit dem ‚proper gander‘? Wenn ich jetzt einen Internetzugang hätte, könnte ich nachsehen. So muss ich warten, bis ich heute Abend an das Bücherregal komme.

    Alles nur Frust, wenn die koordinierte eindimensionale Meinungsmache orthogonal zu meiner eigenen Meinung steht … .
    Und was gab es im Figaro, der mir manchmal gute, aber wenigstens andere Nachrichten bringt? Die französische AntiFa hat Finkielkraut von einem öffentlichen Platz in Paris vertrieben. Der wollte nicht mal sprechen, es hat gereicht ihn zu erkennen, und dann hat man ihn beschimpft und bespuckt. Beschimpft wurde er mit dem Schimpfwort, das derzeit en vogue ist, nämlich – wer hätte es ahnen können! – ‚Rassist!‘, womit die französische ‚Linke‘ (das geht für mich als Linken nur in Anführungsstrichen) sich einen Platz im intellektuellen Pantheon gesichert hat.

    Eine Welt, in der innerhalb weniger Monate aus einer Gruppe, bei der man Ermittlungen wegen krimineller Vereinigung erwägt, eine Kampftruppe zur Verteidigung der Demokratie wird, mit dieser Welt muss ich nicht unbedingt zu tun haben.
    Haben Sie das auch bemerkt, dass sowohl in der tagesschau als auch im Mutterschiff bei fast jeder Meldung zum AfD-Parteitag Bilder dieser Demonstranten eingewebt waren? Erst genaueres Hinsehen und Hinlesen ergab dann, dass es sich bei den Anti-Demokraten um diejenigen auf dem Podium handelte.

    Nicht vermeldet und nirgends gezeigt jedoch das YouTube-Video mit dem von der Menge im Laufschritt ins sichernde Auto vertriebene Heiko Maas.
    Demokratie, wie sie leibt und lebt. ‚Nie wieder!‘ hat man mir zu Schulzeiten zugerufen; und nie wieder könne auch nur Ähnliches passieren, so wurde uns in den sechzigern und siebzigern versichert.

    Vielleicht habe ich ja die Möglichkeit, früher mit dem Arbeiten aufzuhören. Da ich nichts geerbt habe, bliebe dann das Problem des Cashflow. Und den gibt es dann womöglich sowieso nicht mehr, siehe oben.

    Vielleicht besteht dann ein Bedarf, den ich – gegen Naturalien? – als selbstständiger Helpdesk leisten könnte, so wie hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=pQHX-SjgQvQ

    • Nicht wirklich schöne Szenen.

    • Man hat immer die Wahl...
      „Wenn ich jetzt einen Internetzugang hätte, könnte ich nachsehen. So muss ich warten, bis ich heute Abend an das Bücherregal komme.“ – Äh, Verzeihung, und wie reichen Sie Ihre Beiträge hier ein, ruckedigu per Brieftaube, wo wir schon bei Tieren in Märchen sind? – Wählen Sie doch aus den Möglichkeiten einfach ohne groß zu klagen das aus, was Ihnen zusagt. Ich schlage mit miner Fru einen großen Bogen z.B. um „Heute“ und die „Tagesschau“ mit ihren Metastasen, all „Die großen Straßen der Volksmusik“, in denen der Hahn den Kuckuck lobt, weil der Kuckuck den Hahn lobt, sowie die ähnlich selbstbezüglichen Talk- und Quizshows. Auch wird keine Zeitung mehr gehalten. Wahrlich, wahrlich, ich sage Ihnen: Wenn man endlich ein entsprechendes Alter erreicht hat, dann wandert der beruhigt-heitere Blick auch weniger zur Venus als zu Bacchus. Last but not least – Erbe oder nicht, im Ruhestand wird das Leben billiger.

    • James Thurber
      „75 Fabeln für Zeitgenossen“
      Meinten Sie das?

    • ins sichernde auto: HEIKO MAAS
      aber doch habe ich das gesehen, er war entrüstet und dann kam er gleich mit seiner schauspielerin auf die titelseite der bild……..und mir fiel sofort der „gelenkte mann“ ein……….

      er hätte mit DON radfahren sollen, das hätte ihn mal auf neue gedanken gebracht oder mit minister Bode einen erfahrungsaustausch machen können im ländle über den 1. mai hinweg.

    • Heiko Maas wird hier noch Stammgast.

    • @ ...
      @Renate Simon:
      Ja, bestimmt stand das irgendwo. Im Mutterschiff habe ich das allerdings nicht gesehen. Meine bessere Hälfte, das ist diejenige Hälfte von uns, die derzeit noch in der Lage ist, tagesschau zu sehen, hat mir unterdessen berichtet, dort wäre das auch gewesen.

      @Johannes Streck:
      Wahrscheinlich komme ich an das Alter heran, und habe deshalb ja auch davon gesprochen, dass ich ernsthaft darüber nachdenke, das Kabel durchzuknipsen. Ruhestand wird billiger, aber wenn die Rente dreistellig wird, ist es doch speng.
      Die Sache mit dem Internetzugang ist offenbar über Sie hin ge’whoosh’ed. :-(

      @ Don Aldduck:
      Ja, danke. War zwischendurch am Bücherregal. Keine Ahnung wie das auf Deutsch funktioniert, aber hier ist es im Original:

      „Not so very long ago there was a very fine gander. He was strong and smooth and beautiful and he spent most of his time singing to his wife and children. One day somebody who saw him strutting up and down in his yard and singing remarked, „There is a very proper gander.“ An old hen overheard this and told her husband about it that night in the roost. „They said something about propaganda,“ she said. „I have always suspected that,“ said the rooster, and he went around the barnyard next day telling everybody that the very fine gander was a dangerous bird, more than likely a hawk in gander’s clothing. A small brown hen remembered a time when at a great distance she had seen the gander talking with some hawks in the forest. „They were up to no good,“ she said. A duck remembered that the gander had once told him he did not believe in anything. „He said to hell with the flag, too,“ said the duck. A guinea hen recalled that she had once seen somebody who looked very much like the gander throw something that looked a great deal like a bomb. Finally everybody snatched up sticks and stones and descended on the gander’s house. He was strutting in his front yard, singing to his children and his wife. „There he is!“ everybody cried. „Hawk-lover! Unbeliever! Flag-hater! Bomb-thrower!“ So they set upon him and drove him out of the country.
      Moral: Anybody who you or your wife thinks is going to overthrow the government by violence must be driven out of the country.“

      @ Don Alphonso:
      Ich will nie Mitglied eines Clubs sein, der Heiko Maas als Stammgast aufnehmen würde.

  33. Titel eingeben
    Von so einem famosen Colnago – Chapeau! – habe ich auch mal (vergeblich) geträumt, jetzt ist es „nur“ ein Casati aus 1991 geworden – das aber einen ähnlichen Fehler hat: Dura Ace an italienischem Stahl ist zwar praktisch und funktional, aber ästhetisch doch irgendwie fragwürdig…

    • Ach, Dura Ace geht eigentlich immer. Ich habe auch ein Colnago Dream mit 7800er, das ist grandios.

  34. Domestikenaufstockung
    @Uwe
    Ich erwäge die Anschaffung eines Ziereremiten für meine Latifundien, wenn sich dann auch noch Talente zur Zierziegenkäseherstellung finden liessen, vielleicht auch noch davon ein paar wohlgeratene Exemplare…..
    @Don
    Vielleicht konveniert ein kleiner Abstecher zum bosco della ragnaia?

    • Unterwegs kam ich an einigen Kapellen und Ziegenzuchten vorbei…

    • Latifundien klingt vielversprechend,
      Domestiken nicht.

      Bei Buche de Chèvre und Frais du Chèvre kenne ich mich besser aus.

      Schade.

  35. Le Strade Bianche e Primavera !
    Man kann -wenn man Glück hat- durchaus „in einen Radladen gehen und sagen, dass man eine Hinterradnabe braucht, die seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr gebaut wird“, doch meiner Kenntnis nach wurde die 126mm Einbauweite sogar bis etwa 1986 verwendet, also mindestens bis Mitte der 80er. Meist gibt es allerdings selbst in der Einöde wohl keinerlei Lagerhaltung mehr.

    Mir ist jedenfalls mit einem antiken Hinterrad mal die HR Achse gebrochen, unterwegs. Ich fand dann aber schon in einem der nächsten Dörfer den besagten Laden. Der hatte eine passende, auch damals schon Jahrzehnte alte Campa Achse als Ersatzteil, und ich konnte meine Ausfahrt fortsetzen. Früher war vielleicht nicht alles besser, aber wenigstens war man noch kompatibel.

    Schön wäre es freilich auch, wenn man schon in grauer Vorzeit 130mm verwendet hätte, denn man wäre es noch immer, ‚kompatibel‘ nämlich. Fraglich bleibt indes, wie viele der -durchaus guten, aber halt sauteuren- elektronischen Schaltungen es bei Ihrer ‚Antikräder‘ Veranstaltung so ab 2080 wohl geben mag. Die Einbauweite dürfte -hochgerechnet- dann bei etwa ‚5.45 inches‘ liegen.

    P.S.: Viel Spaß auf der Runde, die ich selber natürlich auch sehr gerne mitführe.

    • Danke. Ich persönlich glaube nicht, dass der Elektroklimbim dann noch fährt – Carbon löst sich halt doch nach 40 Jahren auf, wenn Wasser in die Strukturen kommt, ich ich das jüngst bei einem 6 Jahre alten Cannondale sah. Und der Aufwand, die elektronik zu warten, wird auch keine Gaudi. Man sieht das schon jetzt bei den E-bikes. Daher kaufe ich alles bis 10-fach-Mechanik, und dann ist Schluss.

  36. Titel eingeben
    a propos internet:
    Könnten Sie mal im „rebellmarkt“ aufräumen, da war wieder der perfekte dran.

  37. Viel Erfolg
    Na dann, viel Erfolg beim Rennen, und viele schöne Eindrücke!

    Zum Internet, ich finde es wichtig das man auch mal ne Woche ohne Internet überleben kann, das man es auch mal schafft sich beim ersten Rdv mit seinem Gegenüber zu unterhalten, anstatt kurz ne Nachricht an seine 564 engsten Freundinnen zu verschicken, das man auch mal am Lagerfeuer mit nem Buch sitzen kann und nicht unbedingt auf youtube nen Film sehen muss…
    Aber ich bin ja auch die Vorinternetgeneration…

    • Ich habe untwrwegs nicht mal Handy gehabt und das war auch kein Problem. Was das Netz fördert, sind elende Pendlerwege mit freudlosen Aussichten, wie etwa Frankfurt am Main, aber mein Weg sah so aus:

      Und es war traumhaft.

  38. Den Mächtigen dieser Welt würde der Untergang des Internets sicher das Leben versüßen.
    Welche Ruhe würde da in deren immer beschwerlicher werdenden Alltag einkehren, keine lästigen Blogger und Whistleblower mehr, die in Echtzeit die ganze Menschheit erreichen können, kein lästiges Gezwitscher mehr, endlich könnte man seine Geschäfte wieder ganz ungestört im Verborgenen abwickeln, politischer und medialer Unterstützung gewiß. Selbst die Beschwörung der Alternativlosigkeit wäre unnötig, da ja keines der lästigen Völker mehr merkt, was geschieht, bevor es zu spät ist.

    Der stationäre Einzelhandel würde ein Ende des Internets sicher auch begrüßen, würde es dann doch keine potentiellen Kunden mehr geben, die sich auf der Suche nach einem der Milliarden von Dingen zum weltweit günstigsten Preis noch in kleine Lädchen verirren, um diese kurz danach mit hochrotem Kopf wieder zu verlassen.

    Und überhaupt, lebt es sich weitestgehend unwissend nicht doch am besten? All die Aufregung über Flüchtlinge, TTIP, Rundfunkgebühren, AfD oder was es sonst noch alles an täglichen Aufregern gibt, all das fiele mehr oder weniger weg. Es würde sicherlich auch nicht mehr jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Echten Problemen würde sich wieder längerfristig gewidmet. Dann vielleicht sogar mit mehr Erfolg. Gut Ding will Weile haben, oder nicht?

    Das Fahradfahren kann aber auch recht hilfreich dabei sein, die Gedanken zu klären – Mens sana in corpore sano. Es muß ja nicht beim Radfahren enden. Nun, diesbezüglich habe ich beim Don jedoch keine Sorgen und wünsche ihm viel Spaß bei möglichst wenig elektrischem Smog.

    • Ich glaube, das würde sich dann einfach andere Wege suchen. Ich weiss von Iranern, die sich einfach nicht aufhalten lassen wollen. Das Internet erleichtert die Sache ungemein, und zum Glück ist es gar nicht so leicht, den Menschen lieb gewonnene Freiheiten wegzunehmen, selbst wenn das aktuelle Regime genau das gern hätte.

      Man muss schon Flüchtling sein, um keine Angst vor Netzkontrolle zu haben: Offene WLANs in den Heimen + fremde Sprache, und Überwachung scheitert.

    • Internet und Freiheit?
      Wieviel Freiheit bietet eine Gummizelle? Dazu unten mehr.

      Angst vor Netzkontrolle durch den Staat habe ich eigentlich recht wenig. Allerdings neige ich auch nicht zum gewalttätigen Extremismus, sieht man mal vom doch eher gemäßigten Wort als Waffe ab, welches dann, lobenswerter Weise hier nicht, auch gerne mal zensiert wird. Auf größtmögliche Anonymität gegenüber den Mitstreitern lege ich nach einschlägigen Erfahrungen dennoch großen Wert, die Trennung zwischen virtuellem und realem Leben scheint mir unverzichtbar, ausgenommen es läßt sich nicht vermeiden, da beides zumindest berufsbedingt zusammenfällt.

      Ob Flüchtlinge wegen der Sprache weniger Angst vor Kontrolle haben müssen, scheint mir zweifelhaft. Schließlich findet nur die Endkontrolle durch Menschen statt, die grobe und generelle Kontrolle übernimmt ja längst Kollege Computer. Auch offene Netze bieten wenig Schutz, da bei Benutzung immer derselben Hardware diese jedenfalls zu identifizieren ist, nicht erst seit Windows 10. Und über die Hardware läßt sich dann auch der Benutzer verfolgen, lokalisieren und identifizieren.

  39. Liebe Morgenzeitung, Ade!
    Eine schöne Kolumne von Don Alphonso, die mich an die Zeit erinnert, als mein Mann noch ein Radsportfan war. Der Markenname Campagnolo ist für mich noch ein Begriff. In Asien traf er sich jeden Sonntag-Morgen mit seinen Buddies zum Radtörn; am deutschen Nordpol fuhr er später jeden Tag 40-50 km. Er schenkte mir eine Art Damen-Rennrad, an welches ich mich nie wirklich gewöhnte, aber ich habe mich meistens am Wochenende geopfert und bin mit ihm mitgefahren. Das ging ganz gut, nur bei höheren Hügeln musste er auf mich warten. Am schönsten waren die Radtouren mit den Kindern in den schönen Polarkreis Wäldern.

    ****
    Hand aufs Herz: Wer möchte noch mit Faxen kommunizieren? Obwohl, es gab viele Menschen, die sich lange weigerten, sich mit Emails vertraut zu machen, mein Mann z.B. Bis es irgendwann für ihn beruflich allmählich peinlich wurde…

    Den ersten Computer bekam ich in 1990, ein robustes, unkaputtbares Gerät. In 1999 musste das alte Ding wegen Internetzugang ersetzt werden. Ich war sofort ein Riesenfan von Internet. Damals machte ich Recherche für ein Projekt und konnte das Glück kaum fassen, dass ich weltweiten Zugang zu Quellen hatte, die ich sonst vermutlich nicht einmal entdeckt hätte. Zu jener Zeit waren die meisten Online Datenbanken noch frei zugänglich. Das Internet war spannend und bunt, eine neue wunderbar aufregende Welt. Heute ist das Alltag.
    Dass ich mein geliebtes Morgenritual Zeitungslesen jemals aufgeben würde, schien mir einst ausgeschlossen…

    • Das kann man ja auch ins Netz verlagern und mit Gleichgesinnten lesen – das ist übrigens so ein Grund, warum ich die Kommentare NIE schliessen würde.

  40. Titel eingeben
    34 Jahre ist es her, dass ich mit einem Radio Shack – Rechner angefangen habe und einem Kassettenrekorder als Massenspeicher. Die Netzverbindung war eine Telefonhörer-Ablage und es gab Bildschirmtext zu lesen. Noch in den 90er Jahren habe ich Texte auf dem 3,5er Floppydisc mit Farbbildern vom Film eingetütet und zu den Verlagen geschickt. Was ich heute mache, ginge ohne Internet überhaupt nicht. Ich besaß mal 13 Meter Regallänge mit technischen Unterlagen. Die sind heute auf zwei externen Speichern von je 1 TB versammelt. Meine Unterlagen sammle ich online. Ein Rechner zum Suchen, einer zum Schreiben. Wer sich mal die verwurstete Datenmenge ansehen möchte: http://www.trailer-journal.com und dort ebook. Da sind Herstellerlisten, die könnte ich analog gar nicht erfassen. Es sei denn, ich würde zweimal pro Jahr um die Welt reisen, um auf diversen Messen die Zettel mit den technischen Unterlagen einzusammeln.
    Der D.A, hat mit seiner Achse auf eine Sache verwiesen, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte: das ist die technische Dokumentation alter Dinge. Ein Kumpel von mir, Oldtimersammler, brauchte mal die Reparaturanleitungen eines Zwölfzylinder-Detroit-Diesel-Zweitakters und seines Allison-Getriebeautomaten. Beide aus den 70er Jahren. Das ist heute kein Problem mehr, wobei die gedruckten Werkstatthandbücher längst nicht mehr zu bekommen sind. Es gibt aber Leute, die sich um die alten Sachen kümmern. In den USA übrigens mehr als bei uns. Beleg: http://www.carriagemuseumlibrary.org . Da müssen wir Europäer uns noch anstrengen.

    • Das ändert sich gerade, in Sachen Rad kann man sich recdht gut über die 60er und 70er Jahre informieren, weil einige Sammler ihr Wissen teilen.

  41. trek!
    Grosse Kunst.

  42. oldtimer
    < Schließlich kenne ich keine Matschepamperalley für Oldtimerschätze.

    Aber es gibt welche:

    http://www.mgcc.co.uk/articles/south-west-centre-kimber-classic-trial/

    (Zumindest in UK.)

    GH

  43. Mit Johannes Gensfleisch, alias Gutenberg, und Martin Luther
    gab es, mit Blick auf Kommunikation und Information, ja schon einmal so etwas wie das Internet. Buchdruck mit beweglichen Lettern und gemeinsames Hochdeutsch sorgten seinerzeit für Licht in der Dunkelheit des allgemeinen Wissens. Auch das war, wie das heutige Internet, nicht nur positiv, auch wenn die positiven Aspekte seinerzeit sicherlich überwogen.

    Ein wesentlicher Unterschied scheint mir zu sein, das die Quantität der Informationen extrem zugenommen hat, die Qualität dabei aber auf der Strecke blieb und die Geschwindigkeit, mit der immer neue Informationen auf uns einprasseln, kaum noch zu handhaben ist. Der Zeitaufwand, will man sich umfassend informieren, ist geradezu explodiert.

    Das Ergebnis ist eine gewisse Oberflächlichkeit der Informationsverarbeitung sowie die Beschränkung auf das persönlich als wesentlich Betrachtete. Ich fühle mich manchmal wirklich wie im Hamsterrad und bedaure es mittlerweile sehr, der Aktualität derart hinterher hecheln zu müssen. Offline zu sein, das hatte eben auch seine Vorzüge, ist heute aber wohl en vogue, nicht mehr zeitgemäß.

    Ob diese Umdrehungszahlen der Welt auf Dauer gut bekommen können, halte ich für zweifelhaft. Die andauernde Relativierung von Überzeugungen und Werten, das Fehlen längerfristig verbindlicher Aussagen, all das macht Orientierung und resultierendes Handeln zunehmend schwieriger. Es scheint mir, als ob die Reizüberflutung zur Abstumpfung führt, als ob der Klassenkampf nur noch virtuell geführt wird, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Verlagerung auf die virtuelle Ebene macht Herrschaft aber deutlich leichter, als das bei realer Auseinandersetzung der Fall wäre. Mir deucht, das Internet ist eine moderne Form von Brot und Spiele.

  44. Uwe Dippel sagte u. a. am 2. Mai 2016 um 11:41 Uhr, als Don noch
    mit der muskulären Übersäuerung kämpfte ( die ich in Saturnia oder Rapolano Terme bekämpft hätte)
    ….. „Erst genaueres Hinsehen und Hinlesen ergab dann, dass es sich bei den Anti-Demokraten um diejenigen auf dem Podium handelte.“
    .
    Übrigens, exzellenter Artikel!
    .
    Wir werden wohl demnächst Zeitzeugen werden wie auch Dons Wirtstier und die restlichen Qualitätswirtstiere so langsam peu à peu auf einen moderateren Ton umschwenken, nachdem die große Lenkerin erneut eine Kehre hinlegte, die ihresgleichen am Grand Galibier sucht.
    Übrigens, wurde vorgestern im Staatsfunk ein bundesweiter AfD-Pegel von 14% gemeldet, so ist die Flut per heute 13 Uhr (SWR 1) auf 10% abgeflossen.
    .
    Auf jeden Fall sollten wir uns entspannt zurücklegen und dem Treiben zuschauen. Es wird ja nicht allzu lange dauern bis Stegner, CR/KGE oder die Rothaarige dazu etwas zu vermelden haben.
    .
    An Don: wäre es vermessen einem passionierten Kartenleser die ungefähren Koordinaten beim Schnappschuss mitzuteilen ? (z.B. Straße zw. Montisi und Trequanda).

    • Ich denke, es gibt längst einen unbändigen Hass auf das Establishment, den kriegt keiner mehr unter Kontrolle. Das steht nur nicht in den grossen Medien. Aber hier in der Toskana, Aussenbezirk Siena, krieht man durchaus mit, was da noch auf Deutschland zukommt, das aus „Clandestini“ Asylbewerber macht.

    • "Hass auf das Establishment"
      Ich bin sicher, „you ain’t seen nothing yet“… sollte das Merkel das TTIP durchziehen. Da werden einige mehr Feuer und Flamme für diesen Staat sein, als das noch bei der EZB Eröffnung war. Viele werden dazugelernt haben

      (Jetzt muss ich schnell in Küche und in eine Zitrone beissen, sonst bekomme ich das freudige Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht!)

  45. Internet at its best!
    Ich hatte zwar gerade keine Radnabe zu reparieren, aber unbewusst vielleicht meinen arg ramponierten Glauben an den Verstand der deutschen Medien und politischen Eliten – und ich hatte etwas Zeit und den erforderlichen, unverzichtbaren Internetzugang, worauf ich das hier fand …

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048.html

    Brilliant, gute alte FAZ, wenn auch von einem sachkundigen Gast in den Sattel gehoben. Die überfällige Standpauke! Hoffentlich verhallt ihr Klang nicht ungehört.

    Viel Spaß noch, Don, vielleicht freuen Sie sich nach der Lektüre von Streecks fulminanter Widerrede gegen den Zeitgeist ein klein wenig mehr auf die Heimkehr.

    • Eine durchaus zutreffende, wenn auch polemische Analyse,
      deren einzelnen (unausgesprochenen) Bewertungen zwar sicherlich nicht jeder folgen muß oder kann, die auch durchaus nicht auf Merkel beschränkt werden muß, die aber ohne ernsthafte Aussicht auf Besserung endet. Das wäre denn auch wohl zu blauäugig gewesen. Was nocht fehlt, der sich abzeichnende Richtungswechsel Merkels in Richtung AfD. Soll da eine Koalition mit der AfD salonfähig gemacht werden? Wäre ja angesichts der Entwicklung der SPD durchaus verständlich, unter machtpolitischem Aspekt.

    • M.A.Chiavelli,
      was auch immer Sie bezwecken mögen entsprechend Ihrem Pseudonym – zunächst einmal: Schön, dass Sie den Text mit „brilliant“ beschreiben; in der Faz habe ich immer öfter „brillant“ gelesen, aber das ist dann wohl eher eine neue Entwicklung oder ein interner Gag.

      Streeck redet, wie Ihnen aufgefallen sein dürfte, mitnichten wider den Zeitgeist. Er badet vielmehr gerade seine Hände darin, würde Frau Tilly ihm bescheiden. Vor allem, wenn er von Dingen schreibt, mit denen leider jeder Dummkopf, wurde er er nur zufällig hinter der Mauer geboren, mehr praktische Erfahrungen gesammelt hat als er: „Einheitsparteilicher Konformitätsdruck“ beherrsche das Land! A-ha. Vermutlich gackerte also auch Lorenz besser als die Gänse selber, weil – bewusster. Und noch so ein zeitgeistiges Bonmot: An allem ist Frau Merkel schuld! Na, wenn das mal nicht mehrheitsfähig ist … und eine gute deutsche Tradition bedient!

      Mich plagt allerdings zunehmend die Sorge, es könne sich vielleicht doch anders herum verhalten. Dass also nicht die Masse der Bundeskanzlerin folgt, sondern die Bundeskanzlerin der Masse auf den Fersen ist. Bin nur gespannt, wen es wohl zuerst aus der Kurve tragen wird.

    • Der Inhalt dieser Standpauke...
      ..ist doch der, dass Standpauken bei Frau Merkel schon lange ungehört verhallen. Wie also könnte diese Standpauke nun anders als verhallen? (Zudem ists ja keine echte Standpauke, sondern bestenfalls eine arg verspätete Zusammenfassung altbekannten Politversagens.)
      .
      Übrigens zeigt der Artikel vor allem eins: was weiblicher Regierungsstil bedeutet. Die Kosten (Milliarden für den Atomausstieg, Abermilliarden für Einwanderer, Millarden für den Gebieter Merkels usw.) sind bis heute unabschätzbar – ein irrwitziger Schaden für das Land, das Merkel und ihre Schranzen doch eidlich vor Schaden bewahren sollten.

    • Lieber Gast namens Müller, die FAZ ist keine englische Zeitung.
      Deshalb brillant:

      http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/brilliant.shtml

      http://www.duden.de/rechtschreibung/brillant

    • Ist doch nicht so wichtig… niemand muss besser schreiben als der brilliante Chef.

    • Klar doch, muss nicht. Und da wir alle so prima English können,
      übersetzen wir „muss nicht“ ironisch locker mit „must not“ – was dann allerdings darauf hinausläuft, dass bald korrekterweise „darf nicht“ angesagt ist – d. h., wer’s wagt besser zu sein als der Chef, fliegt… fiesgrinsundöhrchenzupf

    • diverse
      Liebe Frauke Amgelin, richtig, ich hab mich versprungen, ich werde mich also zukünftig disziplinieren.

      Lieber E.R. Langen, so wenig ich die Verengung der politischen Verantwortung auf eine Person für sinnvoll halte, so wenig halte ich leider davon, gleich die halbe Menschheit in Sippenhaft zu nehmen. – Aber ich muss zugeben: Wäre ich auf die Idee verfallen, jemand könnte darin die einzige mögliche Alternative erblicken, hätte ich gleich ganz an mich gehalten. Was schon mit einer brillanten Fehlvorstellung beginnt, kann einfach nur im Desaster enden.

      Lieber Don Alphonso, ich hoffe, ich konnte mit diesen Beiträgen darstellen, dass man auch ohne Villa in der Toskana oder die Aussicht darauf den Unmut im Netz dämpfen kann. Gebe mir jedenfalls alle Mühe und bin selbstkritisch! Viele Grüße an einen höchst begabten Innenarchitekten des digitalen Wohnzimmers.

    • Hier kann bekanntlich jeder, wie er will.

    • @D.A.
      „Hier kann bekanntlich jeder, wie er will.“

      Was – ist denn mit Ihnen los? Wieso kommentieren Sie überhaupt heute, ist doch Herrentag? Haben Sie vielleicht Geburtstag und deshalb schlechte Laune oder sowas? Soll ich Ihnen ein Ständchen singen, damit Sie wieder besserer Stimmung sind?

    • Alles bestens. Et in Arcadia ego.

    • Ich bin zwar nicht in Arkadien,
      aber wenn Ihnen so daran liegt, teuerster Don, werde ich mir selbstverständlich alle Mühe geben. Vielleicht ist Frau Simon so nett und gibt mir was von ihrem Cocktail ab, dann krieg ich´s auch nicht so mit.

  46. Die Möglichkeiten, die das Internet bietet
    sind eine Errungenschaft für sich. Noch bewerten wir sie positiv. Eben nachgeschaut, ob gemischte Bereifung (am Auto nicht an der bicicletta) zulässig ist, nachdem der Reifenservicemann (wider die Händlerseele) mir beim Auftrag zwei neue Sommerreifen für vorne aufzuziehen erklärt hatte, dass man mit diesen Reifen in Afrika nochmals 40 TKm fahren könne und ich mich entschlossen habe, die 1,5 mm über Grenzwert liegenden Winterreifen hinten noch etwas abzulutschen.
    .
    Aber das nur nebenbei. Gibt es hier Spezialisten die uns erklären können, was mit uns allen passieren wird wenn die inzwischen komplett vernetzte Industrie und anhängende Logistik d.h. Kraftwerke, Wasserwerke, Telekommunikation, Krankenhäuser…..durch irgend ein Ereignis außer Betrieb genommen werden. Wenn dann die Heizung nicht mehr funktioniert, irgendwann kein Wasser mehr läuft weil die Pumpen für die Hochbehälter nicht mehr laufen, im Krankenhaus mit Notstrom operiert werden muß, Verkehrsregelanlagen ausfallen und der gesamte Schienen- und Flugverkehr zusammenbricht und, und, und. Ich meine ja, dass wir auf Anne Will, eine Neujahrsrede und notfalls auch auf die Reise zum Ballermann verzichten könnten. Aber das andere, auch nur kurzzeitig, sagen wir eine Woche? Die Apokalypse für die ganzen Facebooker und Zwitscherer und wie der ganze Krempel heißt.
    .
    Was sagen die Experten. Sind wir da auf der sicheren Seite oder müßten wir evtl. eines Tages auf die scharfsinnigen Artikel von Don und Herrn Kohler verzichten?

    • Marc Elsberg, Blackout
      gibt einen netten Vorgeschmack, wie die Welt dann aussieht.

  47. ja, die neuen kleider im KANZLERINNENWAHLVEREIN
    @M.A. Chiavelli………

    danke für diesen tipp für eine wirklich lohnend zubettgehlektüre,
    was Wolfgang Streeck da schreibt ist hohe kunst in inhalt und form, mehr ist dazu kaum zu kommentieren !!

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048.html

    seine zukunftsszenarien für die zeit nach der nächsten bu-tags-wahl sind erschütternd was personen und politikstil angeht. aber die kirchen, die muslimverbände und der BDI werden applaudieren. Maas wird dann hier nicht mehr dauergast sein können, schon sein kleidungsstil wird hoffnungslos OUT sein.

    da wir von neuen kleidern reden: trachten im stil von Bonde, Dibelius oder Kerstin Lamparter als zugehörigkeitscodes werden zur volksmode aufsteigen, da ist das nationalkonservative jackett von Alexander Eberhardt Gauland bestenfalls noch geschäftliche alltagskleidung.

    wann wieder fantasieuniformen von deutschen politikern getragen werden steht noch nicht fest, bisher schloss ich das völlig aus, heute ist alles wieder denkbar.

  48. Merkel/Mensch/Maschine/Welt/Wahrnehmung oder die Sackgasse der NPWO
    Merkle tut das was sie immer tut.
    Theoreme definieren. Aus dem Nichts und ohne wissenschaftlichen oder inhaltlichen Ansatz einer ursächlichen Beziehung zur Welt oder zumindest einem gewissen Bezug zur realen Welt und der Abbildung von Vorgängen oder dem Mensch/Bürger in Wechselbeziehung Mensch/Maschine/Welt/Wahrnehmung.

    Sie schiebt IMMER die Verantwortung ab. IMMER.
    Ob es das Zwischen-Endlager Asse, die EURO-Krise oder die Massenzuwanderung ohne Kontrolle ist.
    Andere müssen dafür sorgen, dass ihre alternativlosen Hirngespinste umgesetzt werden.

    Dies rückhaltlos und erbärmlich zu nennen ist pure Untertreibung.
    Sie lebt in ihrer eigenen Traumwelt.

Kommentare sind deaktiviert.