Deus ex Machina

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Hatespeech: Feine westliche Zensur, die türkische Despoten neidisch macht

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Alternde Rockstars mussten Hotelzimmer verwüsten, wenn sie mediale Aufmerksamkeit wollten. Das war kraftraubendes, ehrliches Handwerk. Alternde Kulturschaffende, deren Werke in der Publikumsgunst fallen, haben es heute leichter: Es reicht, einen Social Media Kanal mit Verweis auf erlittene Hatespeech zu schliessen, um Öffentlichkeit für das eigen Sein und Produkt zu bekommen. Ausserdem kann  man dafür andere verantwortlich machen.

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Zwei Frauen, deren öffentliche Einlassungen selbst alles andere als höflich und zurückhaltend sind, haben das in den letzten Tagen erfolgreich durchgeführt: Zuerst warf die Schauspielerin Leslie Jones die Brocken in einem Konflikt über den eher bescheiden laufenden Film “Ghost Busters“ hin – zu ihrer Show in Las Vegas war sie dann aber wieder da. Kurz darauf nahm die Guardian-Kolumnistin Jessica Valenti, bekannt durch die unverbrüchliche Unterstützung der Vergewaltigungserfinderin “Jackie“, eine Auszeit von Twitter, nachdem sie sich noch kurz zuvor als Bestseller-Autorin der New York Times gefeiert hatte. Ihre neue Autobiographie der lebenslangen sexuellen Objektifizierung steht auf Platz 8 der monatlichen Unterliste zum Thema Love & Romance – da passt das natürlich.

Andere Abgänge sind dagegen unfreiwillig. Der britische Journalist und konserative Exzentriker Milo Yiannopoulos galt Twitter als einer der Verantwortlichen des Beschimpfungen, mit denen Ghost Busters zu kämpfen hatte. Obwohl er selbst zwar gestichelt, aber im Gegensatz zu anderen nichts rechtlich Fragwürdiges gesagt hatte, wurde er unter Verweis auf die Twitterrichtlinien dauerhaft gesperrt. Offensichtlich wollte das Netzwerk, das finanziell und moralisch unter hohem Druck steht, ein Exempel statuieren. Dass Twitter nicht in der Lage ist, nach allgemein gültigen Kriterien vorzugehen, zeigt sich später auch beim Fall der amerikanischen Autorin Kassy Dillon, die von Twitter wegen heftiger Wortmeldungen suspendiert wurde:

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Der Witz an der Sache: Dillon, die wie Yiannopoulos dem konservativen Bereich zuzuordnen ist, hat dabei nur wörtlich das geschrieben, was die Schauspielerin Leslie Jones anderen schon zugemutet hatte – ohne dass sie deshalb von Twitter Konsequenzen erfahren musste. Dadurch erhielt die Debatte um die Ausgewogenheit der sozialen Netzwerke, die schon seit dem Skandal um die redaktionellen Eingriffe bei Facebook tobt, neue Nahrung. Und ich selbst sehe mich leider veranlasst zu bekunden, dass es mit meinem Vertrauen zu Twitter auch nicht weit her ist. Denn vor kurzem schrieb ich über eine Kampagne von Journalisten von Zeit und Tagesspiegel, die offensichtlich der Amadeu Antonio Stiftung der Ex-Stasi-IM Anetta Kahane zuarbeiteten. In der folgenden Nacht erfand jemand den Hashtag #amadeuantoniofilme. Das ist harmlose, allgemein übliche Spötterei, bei der bekannte Filmtitel so umgedichtet werden, dass ihre Handlung auch auf den Gegenstand passt. “Für eine Handvoll Fördermittel“ etwa spielt nicht nur auf einen Italowestern von Sergio Leone an, sondern auch auf das Finanzgebaren der Stiftung, deren neuer Vertrag in Thüringen gerade Thema beim Rechnungshof und bei einer Ermittlung wird.

#amadeuantoniofilme wurde – was einiges über das öffentliche Ansehen der Stiftung aussagt – ein grosser Erfolg und schaffte es bis zum Morgen des nächsten Tages auf die Liste der öffentlich angezeigten Trending Topics. Und während man sich noch amüsierte, verschwand der Hashtag schnell wieder aus den Topics. Gleichzeitig änderte sich noch etwas anderes: Normalerweise gibt es bei beliebten Themen ein “Autocomplete“. Man gibt die ersten paar Buchstaben ein, und dann erscheint darunter das ganze Wort. Mit dem Hashtag verschwand auch das Autocomplete schlagartig.

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Ich habe dann bei Twitter nachgefragt, warum das nicht mehr geht. Und bekam keine Antwort. Ich stellte die Frage bei Twitter öffentlich nochmal, und bekam wieder keine Antwort. Ich packte die Screenshots in eine weitere Mail und belästigte Twitter nochmal in meiner zuvorkommenden “Ich gehe Euch so lange auf die Nerven bis ich eine Antwort bekomme“-Art. Dann kam – schlagartig – das Autocomplete wieder.

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Und Twitter schickte mir diese Antwort mit dem Inhalt, dass sie ausser einem allgemeinen Verweis auf ihre Richtlinien nichts zu sagen haben.

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Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, dass sie eventuell zugeben würden, am Morgen den Hashtag gelöscht zu haben, der eine Stiftung der Lächerlichkeit preisgibt, die in ihrem vom Bundesjustizministerium verantworteten Kontrollgremium sitzt. Ich weiss nicht, ob das ein technischer Zufall oder eine Art stille Hilfe für Frau Kahane war, deren Stasiverstrickung ausgiebig belacht wurde. Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass ich mit ein und demselben Rechner und IP am gleichen Ort und dem offenen Browser das Autocomplete erst wieder bekam, als ich denen auf die Füsse gestiegen bin. Es ist keine Zensur, sondern “nur“ die Begrenzung einer Eingabehilfe und, wenn es wie beim Fall Tim Hunt hart auf hart kommt, eines Brandbeschleunigers. Es mag nachvollziehbare Gründe geben, einen nicht genehmen Hashtag die Förderung zu entziehen. Aber bei derartigen Antworten bleibt ein schales “Der grosse Bruder“-Gefühl. Das passiert einfach so, und eine Erklärung gibt es nicht. Ich habe das seitdem mehrfach bei anderen populären Hashtags versucht, und nicht mehr erlebt. Aber beim verschwundenen Hashtag #DNCleaks zu den peinlichen Mails der US-Demokraten erlebten Nutzer und besonders Unterstützer von Bernie Sanders etwas ganz ähnliches. „Stealth-“ oder „Shadowbanning“ heisst das Phänomen in den USA.

Während Twitter in den USA auf die erheblich grössere Meinungsfreiheit bauen kann, steht es in Europa unter heftigem Druck – viel heftiger als Facebook, das mit enormen finanziellen Mitteln und als soziale Infrastruktur erheblich selbstbewusster auftreten kann, wenn Politiker Beschneidungen der Meinungsfreiheit über den Graubereich der Hatespeech verlangen. Wie das aussieht, zeigte letzte Woche die Social Media Abteilung des Bundesinnenministeriums im Rahmen der Kampagne nohatespeech, als es befragt wurde, was denn nun zulässige Meinungsäusserung sei:

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Das sagt das Innenministerium der BRD, nicht der DDR, wohlgemerkt. Offensichtlich ist die Beschaffung des Staatstrojaners dort wichtiger als Grundkurse in Sachen Grundgesetz. Es passt aber bestens zu den leisen Bestrebungen auf Ebene der EU, wo soziale Netzwerke auch im Schnellverfahren auf schwammige Hatespeech-Richtlinien eingenordet werden: Als gäbe es keinen Brexit und keinen Ansehensverlust bei den Bürgern, wurden Vertreter der betroffenen Nutzer so ausgebremst, dass sie sich aus Protest zurückzogen. Was an Meinungsäusserung verbreitet werden kann und was nicht, bestimmen nicht mehr Recht und Gerichte, sondern informelle Absprachen zwischen in der Kritik stehenden Politikern, Gruppierungen, die für mehr politisch motivierte Netzzensur stehen, und Firmen, die mit der Androhung von rechtlichen Konsequenzen unter Druck gesetzt werden, die Kontrolle der Inhalte zu privatisieren. Eine Klage gegen eine Accountsperrung ist ohnehin schwer möglich, und wie auf die vierte Gewalt reagiert wird, sofern sie nicht Medienpartnerschaften mit einem Kontrollvereinen hat, habe ich selbst erlebt. Gleichzeitig ist es für Twitter aber scheinbar völlig In Ordnung, wenn Alexander Nabert,  Journalist und ehemaliger Beisitzer im Bundesvorstand der Grünen Jugend, mit Amadeu-Antonio-Unterstützer Matthias Meisner vom Tagesspiegel unter Verweis auf ähnliche Attacken gegen Beatrix von Storch und Sarah Wagenknecht einen Tortenanschlag auf Philipp Lengsfeld MdB abspricht, und Meisner das auch noch retweetet:

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Auch von Aktionen gegen die Accounts von Freunden der Rigaer Strasse 94, die Gewalt gegen den Staat offen befürworten, ist nichts bekannt. Es gibt keinerlei nachvollziehbare Kriterien, was an Äusserungen unter welcher beteiligten Organisation akzeptabel ist. EU, deutsche Ministerien und von ihnen begünstigte Organisationen erschaffen gezielt ein Klima der ausserdemokratischen Unsicherheit, das Denunziation Tür und Tor öffnet, ohne dass die Folgen für die Nutzer erkennbar wären.

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Der altmodische Herr Erdogan, der in der Türkei noch mühsam eine Beleidigung nach der nächsten vor Gerichte bringt, über die er noch keine totale Kontrolle hat, ist im direkten Vergleich ein Stümper. Allerdings wird es sicher nicht lange dauern, bis sozialen Netzwerken auch in Ankara türkische Zwänge auferlegt werden: Unser Menschenrechtspartner Erdogan lernt schnell, und begründete auch den Ausnahmezustand schon mit seinen europäischen Vorbildern.

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253 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    weil der algorithm noch so klein ist, wird halt ab und zu nachgeholfen, determined versteht sich

  2. Die Lage ist bedrohlich
    Ich verfolge das ganze still und leise, lese die Hashtags und auch mal die Antworten, die beim BMI, NoHateSpeech und der Stiftung (ich nenne sie Die Stiftung, angelehnt an Die Mannschaft) eingehen.
    Da wird relativiert, schwammig geantwortet, einer verweist auf den anderen und immer wieder den unsäglichen Leitfaden, Vergleiche mit Orwell oder Stasi werden gleich als populistisch hingestellt.

    So fängt es also an. Ich lese viele Geschichtsbücher, Biographien und historische Romane und fragte mich dabei früher, in der „alten BRD“, oft wie es wohl gewesen sein mochte, in diesen fernen Zeiten voller Wandel und Umbrüchen zu leben. Jetzt bekomme ich das Gefühl dafür. So fängt es an. Und viele bejubeln solche Aktionen auch noch. Das erklärt die andere Frage, „warum haben die damals nicht…?“

    Nach einem tiefen Seufzer denke ich, werde ich nochmal die #amadeuantoniofilme nachlesen. Ich brauche jetzt dringend Aufheiterung, und da waren echte Perlen dabei.

    Wünsche allen einen angenehmen Sonntagabend, Ihre Samsara.

    • Ja, die Zeiten, wo man beim FJS und beim Kanter wusste, woran man war, sind vorbei. Heute kommt das Totalitäre mit toten Opfern im Namen und mit linksbizarren Hilfstruppen daher.

    • Wie Sie ganz richtig sagen,
      ist das verstörendste, der Jubel den es bekommt
      und von welcher Seite.
      Ich habe in meinem Bekanntenkreis viel Dissens
      ausgehalten seit September ´15.
      Zerbrochen sind nun einige Kontakte auf Social-Media , weil die
      Auseinandersetzungen so hart wurden, nicht mehr von der
      moralisch/persönlichen auf die sachliche Ebene zu bringen
      waren, dass ich zuletzt befürchtete denunziert zu werden.
      Völlig verrückt. Ich habe tatsächlich letzte Woche drei
      Kontakte blockiert, mit denen mich auch eine Bekanntschaft
      in der wirklichen Welt verband, weil ich Sorge hatte,
      durch eine Sperre meine Stimme in der digitalen Sphäre zu
      verlieren.

    • Das Problem für viele ist, dass sie ideologisch halt nicht zurück können und daher versuchen, alles irgendwie in ihr System einzubauen. Köln war schwierig, aber da hatte man die Oktoberfestlüge, Terror wird nochmal schwieriger. Allerdings frage ich mich schon, wo die zustimmungsquoten für Merkel herkommen. Befürworter kenne ich nur noch aus dem Netz und aus den Medien, privat… puh.

    • Zustimmungswerte
      Don Alphonso,

      „Allerdings frage ich mich schon, wo die zustimmungsquoten für Merkel herkommen.“
      Die Frage stellt sich, die Antwort kommt orthogonal: Es handelt sich in den meisten Fällen nicht um ein Einverständnis à priori mit ihr. Da kenne ich nur ganz, ganz wenige.
      Weiter kommt man eher mit Weiterfragen. „Wen würdest du nächsten Sonntag wählen?“ und dann gibt es doch ganz viele mit indirekter Unterstützung für Frau Merkel.

      Noch bin ich nie gefragt worden, vielleicht wird ja auch nach den 3 gefragt, die derzeit am geeignetsten wären, BK zu sein. Wenn ich mir dann die Clowns ansehe, könnte sogar ich der Meinung sein, die Mehrzahl der anderen wäre nur noch schlimmer.
      „Könnten Sie sich einen anderen Politiker als Frau Dr. Merkel als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland vorstellen?“ Auch bei dieser Frage wäre wohl ziemlich Fehlanzeige.

      Zusätzlich sind für eine große Mehrheit der Deutschen Linke und AfD unwählbar. Da braucht es nicht viel Grips, um die Prozente der Einheitsparteien aufzuaddieren, und am Ende kommt jeweils AM als Bundeskanzler heraus.

      Mir scheint deshalb Ihre Wortwahl „Zustimmung“ nicht ganz treffend. Es ist m.E. eher so, dass die Mehrheit der Deutschen Merkel als geringste Gefahr für ihren Status und ihre Privilegien für ansieht.
      Also das kleinste gemeinsame Übel. Und das alternativlos.

    • Liebe Frau Märsch,
      Mir geht es teilweise auch so. Mein Freundeskreis liest viel, wir treffen uns auch öfters und sprechen über Bücher, eine kleine literarische Runde mit Büchertausch. Letzten September brachte eine Freundin „Deutschland im Blaulicht“ mit. Sie hatte es sich gekauft weil sie nach eigenen unangenehmen Erfahrungen darauf aufmerksam wurde.

      Das passte so gar nicht in die spätsommerliche Willkommenseuphorie, und gab eine heftige Kontroverse bis zum Rassismusvorwurf. Es folgten halbherzige Entschuldigungen, doch hintenrum wird immer noch gerufmordet.

      Seit Silvester lagen dann die Ereignisse in Köln in der Luft, keiner sprach es an. Und jetzt wo immer mehr passiert, ist das einst schöne gemütliche Zusammensitzen in einen Eiertanz ausgeartet. Bloß nichts falsches sagen, bloß nichts falsches sagen, alles vermeiden was einen Brückenschlag ermöglicht…

      Diese Treffen bedeuteten mir immer sehr, sehr viel. Das ist jetzt alles ruiniert.

    • Bei spwas ennt man die toleranten Menschen erst richtig kennen – da habe ich auch meine Erfahrungen mit gemacht. so von der „Das hätte ich mir nie vorstellen können“-Art.

    • Die Zustimmung im Bekanntenkreis
      galt und gilt nicht Merkel.
      Ich komme aus einem Links/Grünen Umfeld.
      Die Zustimmung galt Merkels open borders Politik
      und jetzt der Hatespeech- und Schnüffel-Kampagne.
      Daran zerbricht es jetzt und liebe Samsara,
      die Diskussionen über Übergriffe und allgemeine Kriminalität
      waren auch nicht schön, aber von allen Seiten noch auszuhalten.

      Jetzt, wie der Don schon sagt, bei Terror hört´s halt auf,
      auf beiden Seiten. Das Werben für Verständnis für die Täter
      (ausgegrenzt + verzweifelt, usw) war mir dann zuviel.
      Und wie gesagt, die Sorge denunziert zu werden.

    • Merkelfan
      Ich hatte am Wochenende das tatsächlich das Vergnügen einen weiblichen Merkelfan zu treffen.
      Eine Musiklehrerin im öffentlichen Dienst, die Partnerin eines alten Jugendfreundes.
      Richtig lustig wurde es, als er meiner Meinung zustimmte. Hehe.

    • Zersetzungsrichtlinie der Haltet-den-Dieb-Gesellschaft
      … und wenn ich mich an die Zeit unter Schröder erinnere, habe ich keine Probleme, mir darüber klar zu werden, woher die Merkel-Hasser kommen; das ist eben – inkompatibel.

      Er hat die Wahl, wie das bei seiner Partei eben Tradition ist, damit gewonnen, dass er soziale Versprechungen gemacht hat; wir halten die Arbeitgeber und -nehmerbeiträge in der Waage, nicht so wie die böse CDU! Und wie immer sahen sich die Menschen betrogen: Der Preis dafür, mit dem er erst später herausgerückt ist, war Hartz4, ersonnen von jemandem, der sich den Puff hat auf Gewerkschaftskosten bezahlen ließ, wie es hieß? Wer so etwas unterstützt hat, kann die Kanzlerin nur schlimm finden, das ist doch klar: Es ging nämlich vor allem die mentale Einstellung dahinter, die propagiert wurde: Finde es gut und richtig, für einen Euro arbeiten zu gehen! Übernimm selber die Verantwortung dafür! Und nicht: „Das müssen wir aushalten“ wie die Kanzlerin das im Zweifel formuliert hätte, hätte man sie selber darauf angesprochen. Die Zersetzungsrichtlinie der Stasi sah Angriffe auf die geistige Gesundheit (wer sich am Ende noch selber einredet, an ihm sei eine höhere Gerechtigkeit praktiziert worden, während er für einen Euro den Park harkt, selbst darum noch bangt und deshalb unbedacht auf Asylbewerber schimpft, dessen Selbstbewusstsein und Menschlichkeit wurde konsequent zersetzt) „nur“ für Dissidenten vor. Davon muss man eben mit aller Macht ablenken, indem man ständig woanders „Stasi“ brüllt und auch noch ein Verfassungsorgan damit in Verbindung bringt.

      Es gäbe noch viele andere Beispiele; aber der Kern ist: Gerhard Schröder hat immer einen Kult aus Notwendigkeiten gemacht, er war nie zufrieden damit, zu tun, was ihm alternativlos schien – er wollte, dass die Leute das auch noch gut finden, auch wenn es auf ihre Kosten geht und seine Maschmeyers dicken Gewinn schlagen. Er hat alles für sich verwertet: Ein Migrant verübt einen Anschlag auf eine Synagoge – Gerhard Schröder schlägt Kapital draus, indem er die Staatsdemo wieder einführt und erklärt sich selber zum anständigen Aufständigen! Und um denen das Maul zu stopfen, die darin mit Befremden Honeckers Winkeparaden wiedererkennen wird ein Kübel an Hass und Dreck ausgegossen über die, die man wissenschaftlich als Handelsware deklariert hat. Man frage mal in Sebnitz nach!

      Diese Einstellung demonstrierte der Altkanzler dann zum Nachmachen für alle, als er die Wahl, die er selber vorgezwungen hatte, verlor und – einmalig in der Geschichte der BRD – öffentlich und vor laufender Kamera gegen seine Nachfolgerin ausfällig wurde. Das, ganz genau das die Hypothek, unter der das Land jetzt leidet:

      Denn das fanden einige seiner neoliberalen, demokratiefeindlichen Anhänger offenbar nicht nur richtig gut – sie dachten nun auch, das sei anständiges Benehmen; schließlich war er ja der Oberanständige. Und die sind es jetzt auch, die – völlig unabhängig von den Interessen Deutschlands – ihre Antipathie auf die Kanzlerin ausleben.

  3. Meinungsfreiheit versus Freiheit der Rede
    Ich mag die USA nicht besonders. Ich mag auch Linksradikale nicht besonders. Was ich jedoch an den USA mag, ist die Freiheit der Rede. Und ich mag Noam Chomsky. Amerikaner, Anarchist und linksradikaler Sprachwissenschaftler. Seit mehr als dreißig Jahren solidarisiert sich Chomsky mit Robert Faurisson, der die Gaskammern für eine Erfindung des internationalen Zionismus hält. Der Linguist begründete seine Unterstützung als Kampf für die Freiheit der Rede, die im Sinne Voltaires auch für Andersdenkende gelte. Keine Sprach- und Denkverbote. Gesetze, die die Leugnung des Holocaust unter Strafe stellen, beschreibt er zum Beispiel wie folgt.

    „It seems to me something of a scandal that it is even necessary to debate these issues two centuries after Voltaire defended the right of free expression for views he detested. It is a poor service to the memory of the victims of the holocaust to adopt a central doctrine of their murderers.“

    Ein Satz, dem kein bekannter Politiker, Kultur- oder Medienschaffender in Deutschland zustimmen würde. Nicht einmal von ganz Rechts oder ganz Links. Deutsche Politiker und ihre assoziierten Gesinnungswächter haben inzwischen ein Problem selbst mit der Meinungsfreiheit. Und amerikanische Firmen wie Twitter lassen sich einspannen. Wie armselig. Ich vertraue lieber wie die Amerikaner darauf, dass sich im öffentlichen Diskurs, und sei er noch so krass, die „vernünftigen Ideen“ durchsetzen. Ach so, und bevor ich es vergesse. Ich mag auch keine Holocaustleugner.

    • Wie man im Beitrag ja sieht: Es trifft durchaus auch Linke wie Bernie Sanders oder, was ein anderes Thema wäre, in Deutschland nicht linientreue Feministinnen. Es wird gerh Milo vorgezeigr, um eine Begründung zu haben. Aber im Kern trifft es alle ausser natürlich jenen WeicheinerInnn, die sich jeden verfolgt fühlen wollen.

    • Freie Rede versus MaaSi
      @Ernst Wilhelm

      Das sehe ich auch so.

      Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut.
      Wozu brauchen wir spezielle Gesetze, immer wieder in Richtung Drittes Reich. Man schaue sich die Diskussion um „Mein Kampf“ an. Nur weil irgendwelche Idioten das vielleicht missbräuchlich verwenden könnten, stand es quasi auf dem Index.
      Ich habe es zwar noch nicht in den Händen gehabt, weder ein Original, noch die jetzt erschienene wissenschaftlich kommentierte Fassung. Ich bin jedoch der Meinung, niemand braucht in einer Demokratie Denkverbote oder einen Index verbotener Schriften. Um bei diesem Beispiel zu bleiben, es würde mit Sicherheit für sich selbst sprechen. Interessant ist auch, sobald von diesem Buch die Rede ist, wer alles mit Schaum vorm Mund weiß, was das für ein Machwerk ist. In der Regel kommt immer „Hetzschrift“ und dergleichen. Gelesen hat es vermutlich aber keiner der „Kenner“.
      Noch ein Beispiel in diese Richtung. Einmal beim durchzappen stieß ich auf einem englischen TV-Kanal auf Hitler. Er muß vor seiner Machtergreifung -oder besser seiner 12 lange Jahre andauernden diktatorischen Dauer-Vergewaltigung Deutschlands- damals recht modernen Wahlkampf geführt haben. Er ist per Flieger durch Deutschland (gedüst) propellert und hat an vielen Orten Wahlkampfreden gehalten, zu Teil mehrere täglich. Davon gibt es Filmaufzeichnungen. Unglaubliche Zeitdokumente. Kann man offenbar nur mit englischen Untertiteln im britischen TV sehen. Wir dürfen dagegen nur immer wieder dieselben bunten dämlichen Stummfilm Propaganda Aufnahmen von diesem Obersalzberg, bei diesem selbstgefälligen ZDF-History-Papst, ansehen.
      H. Frauen, H. Generäle, H. xxx. Das kann man einfach nicht ansehen. So habe ich jedenfalls für mich entschieden.
      Aber die jungen Generationen haben nur das und glauben vielleicht noch gut informiert zu sein über “ Rechts“ und „Nazi“. Ich habe nanchmal den Eindruck, so sehr viel wissen die gar nicht. Außer vielleicht, daß es absolut negativ besetzt ist.

      Und jetzt bin ich wieder im Kreis rum. Es gibt allerorten Denkverbote und keinen Diskurs. Deutschland fängt an geistig zu verblöden. Es fing harmlos mit dem einen oder anderen “ verbotenen „Wort und zieht immer größere Kreise. So, wie auch vom Don thematisiert, bei Facbook und Konsorten. Und das bei amerikanischen Konzernen, die die Freien Rede, als US-amerikanischem heiligem Gut, mehr verpflichtet sind als unser Land es jemals war. Das diese staatlich subventionierten und gewollten Zensurbestrebungen nicht zu einem Aufschei führen. Unglaublich.

    • Was die junge Generation noch nicht so ganz begriffen hat: Die NSDAP war eine Partei der überwiegend jungen, karriereorientierten Männer. Das könnte einem durchaus eine Warnung sein.

    • @ Don Alphonso 1. August 2016 um 09:05 Uhr
      Was die ältere Generation heute noch nicht begriffen hat: Sie hat nichts gelernt, aber auch wiklich überhaupt nichts. Stattdessen hat sie sich weithin der trügerischen Illusion hingegeben, Aufarbeitung bedeute Verbote zu erlassen, die Beteiligten zu mystifizieren und einen quasi-religiösen Schuldkult zu betreiben.*

      Wie schrieb Michael Klonovsky so passend in diesem Zusammenhang „Bevor der Nationalsozialismus ehrlich aufgearbeitet werden kann, muss es ersteinmal seine Bewältiger dahinraffen.“ (sinngemäß)

      *auffälligerweise lassen sich mit diesem Verhaltensmuster eine Menge der politischen Lösungsansätze für aktuelle Probleme beschreiben: Verbot, Mystifizierung und statt rationaler Auseinandersetzung der Betrieb eines quasi-religiösen Zeitgeistkultes, bei dem man als Zwangsmitglied besser nicht zu den Häretikern gehört.

      Und exakt dieses Verhalten kann man auch zu Zeiten des Nationalsozialismus beobachten (im Kaiserreich übrigens auch). Damit schließt sich der Kreis zur eingangs gemachten und nun begründeten Behauptung, die ältere Generation hat entgegen ihrem eigenen Verständnis nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts gelernt.
      Und nein, ich bin ganz und gar nicht davon überzeugt, dass meine Generation nicht auch an der Aufarbeitung scheitern wird.

    • Modernismus
      „Was die junge Generation noch nicht so ganz begriffen hat: Die NSDAP war eine Partei der überwiegend jungen, karriereorientierten Männer. Das könnte einem durchaus eine Warnung sein.“

      Das ist z.T. richtig. Das waren junge Leute. Goebbels, Himmler, Heydrich, Göring waren zwischen 30 und Mitte 40, als sie an die Macht kamen. Und als sie loslegten, also die meisten ab 1919, waren sie in ihren 20ern. Alles Typ à la Heiko Maas, Grüne Jugend, Piraten usw. Aufs Moderne, Haltlose und Entgrenzte ausgerichtet und mit Kontroll- und Vorschriftenwahn, Vulgärsozialismus, „Zivilgesellschaft“ und zT paganer und zusammengestoppelter Quasireligion und Elitenbewußtsein hinterlegt.

      Aber es ist auch falsch, weil der jungen Generation halt ein „Narrativ“ vorgesetzt wird, wonach das alte Herren waren, hinterhältige ewiggestrige grauhaarige Trachtler mit Bauchansatz, während die internationale Jugend voller Weisheit sei und die Krönung der Menschheit und Zukunftspotential der Welt schlechthin der Minderjährige „Flüchtling“, der deshalb königlich zu umsorgen ist.

      Es ist auch falsch, dass die NSDAP eine Partei der „karriereorientierten“ Leute gewesen sei. Die sind immerhin anfänglich mit der gleichen Verve und denselben miesen Methoden behandelt worden von den Altparteien wie die AfD (so viel zum Thema: „Aus der Geschichte lernen“). Wer Karriere in der Verwaltung machen wollte, ging bis 1933 woanders hin.

  4. Titel eingeben
    Was die Beeinflussung von Suchvorschlägen angeht, dürfen Sie sich zumindest zum Teil auch beim Bundesgerichtshof bedanken. Denn der hatte vor einiger Zeit, glaube so um 2012, 2013 rum, entschieden, dass bestimmte Suchwortvorschläge eben weniger gleich sind als andere, und somit solche Suchenden, die sich mit Hilfe von Google über (selbstverständlich!) Gerüchte über „Jugendsünden“ der damaligen und jetzt wieder Gattin des Ex-Bundespräsidenten erkundigen wollten, sich die Ausdrücke schon selber ausdenken durften.

    Seither sind Anbieter von Angeboten mit Suchfunktionen die über Stichwortvorschläge verfügen, gut beraten, diese mit einer Blacklist oder einem Löschmechanismus o.ä. für Suchbegriffe auszustatten. Ich wäre überrascht, wenn Twitter diese Mechanismen nicht aufgebaut hätte.

    Freilich ist es eine ganz andere Frage, was auf diese Blacklists wandert, wer Zugriff darauf hat, und warum.

    Der Gedanke liegt nahe, dass diese Organisation, die meiner Ansicht nach rechtswidrig finanziert wird, kein Interesse daran hat, dass man sich zu ihr und ihrem ebenfalls meiner Ansicht nach verfassungswidrigen und demokratiefeindlichem weil meinungsunterdrückendem Tun, äußert, ist aber naheliegend. Vielleicht ist es auch nur ein Test, wie weit man gehen kann, weil man sich ja unter dem Schutzschirm des Herrn BM Maas befindet.

    • Prinziiell finde ich eingriffe nicht falsch – aber bei Tim hunt hat man beispielsweise gar nichts unternommen, obwohl es da wirklich angebracht gewesen wäre. Wir können ja nochmal einen Versuch machen und einen Kahane-Hashtag starten.

    • Kahane-Hashtag
      Ja bitte!

    • "Kahane-Hashtag"? - Das Problem sitzt doch viel tiefer
      Lasst doch unsre ex-IM in Ruhe.
      Was soll sie denn sonst anderes machen?
      Hat sie denn was anderes gelernt?

      A.K. interessiert doch nur als extreme Repräsentantin eines Typus, und keinesfalls als Individuum.

      A.K. wäre doch überhaupt kein Problem, wenn sie still und leise sektiererische Plakate „gegen rechts“ malen und ein paar obskure hashtags setzen würde. Und manche ihrer Mitarbeiterinnen hatten nur qua „Gnade der späten Geburt“ keine Chance, als richtige IM tätig zu werden.

      Das Problem sind doch vielmehr die Leute, welche solche Menschen in alle möglichen einflußreichen Positionen manövrieren, damit sie die Drecksarbeit machen, während ihre Auftraggeber sich die Hände in Unschuld waschen.

      Anders ausgedrückt: es sind nicht die Kettenhunde, sondern ihre „Herrchen“, die „faß!“ rufen.

      Das wirkliche Problem ist der Aufruf zur Teufelsaustreibung mit fast allen Mitteln, der sich in der Parole vom „Kampf gegen Rechts“ ausdrückt. Natürlich kann man im Rahmen der Gesetze zum „Kampf“ gegen alles mögliche (z.B. gegen Chlorhühnchen, oder gegen Rigaer 94) aufrufen, also auch zum Kampf „gegen Rechts“ – ungehörig ist es aber, zu verabsolutieren und diesen politischen Kampf als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bzw. als Ausbeißerei zu betreiben.

      Dabei sind die schlimmsten nicht die Fanatiker und die dummen Aktivistinnen, sondern die opportunistischen Profipolitiker (und ihre Medienfreunde), die versuchen, auf dieser ideologischen Welle zu reiten, oder sich selber vormachen, an ihren gerechten Kampf zu glauben. Morgen benutzen sie dann das einmal installierte Instrumentarium für ganz andere Zwecke … .

      Also bitte, wenn schon, dann einen anderen Hashtag, damit die Diskussion nicht völlig aufs falsche Gleis gerät.

    • Wie wäre es mit #Maaasarbeit?

    • Titel eingeben
      „#MaasiStasi“. Obwohl, das klingt schon wieder zu niedlich.

    • Vielleicht
      #MetaStasi

  5. Titel eingeben
    Werter Don,

    herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Warum nehmen sich nicht die überregionalen Tageszeitungen mit Nachdruck des Themas an? Vielleicht wäre auch eine Unterlassungsklage gegen die Bundesrepublik und hier das Justizministerium die richtige Antwort. Es ist doch eine recht durchsichtige Konstruktion, die verdecken soll, dass der Staat – noch dazu auf der Grundlage unklarer Kriterien – auf Meinungsäußerungen in sozialen Medien Einfluss nimmt. Das alles ohne gesetzliche Grundlage vorbei am Parlament und damit ohne Billigung des Souveräns – das alles ekelt einen an.

    • Gern geschehen.

      weil es nur ein paar Dutzend Leute gibt, die die nötige Erfahrung mitbringen und die von Zeit, SPON, Tagesspiegel und taz das nicht machen würden. Es hängt immer davon ab, ob sich jemand wirklich mit den Giftspritzen in diesem Bereich anlegen will, da kommt nämlich schnell der Antisemitsmusvorwurf, und zwar ganz oben. Die reden nicht mit dem Autor, sondern mit den Chefs. Bei mir ist das anders, weil ich hier a) schon ganz andere politische Mordversuche überlebt habe und b) sicher keiner Lust hat, mit mir Veteranen der Zwangsarbeiterdebatte etc. über Halache und Jüdischkeit zu debattieren. Das wissen die.

  6. Titel eingeben
    Ich danke Ihnen vielmals, dass sie immer wieder ihre Finger in diese Wunden legen! Erschütternd und empörend nenne ich solche Vorgänge. Weitere Gedanken dazu könnte ich wohl nur mit vielen *** versehen niederschreiben.

  7. Wenn ich die taz hier richtig verstehe...
    Wenn ich die taz hier richtig verstehe, sind Sie Teil eines rechtsextremen Netzwerkes, das einen Propagandafeldzug gegen eine unschuldige Stiftung edler Menschen betreibt, die stets das Gute will und stets das, äh…, nun ja, lassen wir das…
    http://www.taz.de/!5321974/

    • Ja klar, mit meiner Vorgeschichte beim linksalternativen Bürgerradio, in Wackersdorf und meinem gerade mal 2 Jahre alten SPD-Parteiaustritt, weil mir die SPD zu rechts ist, und als Wähler der Linken im Bund und der Grünen im Landkreis bin ich das Idealbild des Rechtsextremisten, schon klar.

      Für den grünvölkischen Beobachter.

    • Ist ja toll:
      Da tut sich frisch berufener Verfassungsschutz mit altgedienter Stasi zusammen – sauber! Man könnte sagen: Da wächst was zusammen.

    • @werner
      Egal, wo die Arbeiter im Kampf gegen Rechtsextremismus derzeit hinkommen, ihre Feinde lauern überall.

      Arbeiter, ja klar! Machen so ganz einfache, ehrliche Arbeit. Wahrscheinlich noch mit den Händen.

      Ich bin ganz sicher, die können nicht mal einen Knopf annähen.

      Und hier noch ein Video, bei dem ich dachte, wie gut, dass das nicht meine Freundin ist. Macht den Eindruck, sie wär die psychopathische Schwester von Norman Bates, nur eben als Plappermaul.
      https://www.facebook.com/julia.u.schramm/videos/vb.100005787933791/505498532986407/?type=2&theater

    • Es ist halt die nackte Wahrheit. So ist sie ungefiltert.

      Ich stand in FFM auf der Buchmesse mal vor ihr, weil ich in dieser Halle war. Ich habe sie erst beim zweiten Mal erkannt, und das auch erst später. Das Profilbild ist halt stark bearbeitet. Wenn die im Beruf auch so ist… naja.

    • Proper Gander
      Ein toller thread, das hier!

      @P: Der letzte Satz. Ist unvollständig. Aus Antagonisten vor 1989 eine wunderbare Synthese der vorhandenen personellen Kompetenzen. Der organisationale Schirm aus dem Westen mit der Ideologie aus dem Osten.
      Hegel würde sich freuen.

      @Gast: Hätte er sie gehabt, müsste man sie wahrscheinlich auch aus dem Tümpel ziehen.
      ‚Die Forderung Deutschland abzuschaffen ist ein Bekenntnis zur Europäischen Integration‘ – ‚Killing your adulterous mother and her lover adds to the traditional family values‘. Anything goes.

      @werner: „Neonazis und ein rechtes Spektrum ist ein und dieselbe Soße“ schreibt Akula unter den Artikel von Martin Kaul.
      Wärest du geschwiegen, hätte ich vermuten wollen, du, Akula, seiest nicht strohdumm.

    • Titel eingeben
      Naja, die Haare hätte sie sich waschen können für ein Video-Statement. Aber ansonsten gibt es doch von jedem sowohl gute als auch weniger vorteilhafte Bilder.

    • Schminke
      Das nennt sich Schminke, wird direkt auf’s Gesicht aufgetragen. Auch bei euren Freundinnen.

  8. !
    Ich vermute, daß ist nur der erste Schritt.
    Man wird sicher versuchen, auch das StGB entsprechend zu ändern und passende Normen einzuführen.
    Zum Reichsjustizminister Memel haben bekannte Kreise ja schon sehr gute Verbindungen. Und wenn diese Frau Kahane tatsächlich für Mielke tätig war, kennt sie sich ja mit Unterwanderung bestens aus.

    • Mein Verdacht ist, dass man wartet, bis die lausigen Kampagnen krachend gescheitert sind, um dann sagen zu können, man habe es ja im Guten versucht. Dazu wollte ich eh noch schreiben.

    • Österreich - so glücklich?
      Ich bin keine Jurist, und heute Abend auch noch faul, habe aber irgendwo aufgeschnappt, dass unsere Nachbarn da schon einen Schritt weiter gegangen sind, und Leute wegen hatespeech verknasten können.

      Es würde mich allerdings freuen, korrigiert zu werden, und wenn nur aus egoistischem Grund: Damit DE nicht alternativlos ist.


    • um dann sagen zu können, man habe es ja im Guten versucht.
      Meinungsäußerungen abwürgen ist schwer im Trend, und es wird ja schon seit längerem angekündigt, man wolle „das Internet regulieren“.

  9. Manipuliertes soziales Netzwerk in Privatbesitz
    Ob Hashtags bei Twitter auch gepusht werden, weil gerade erwünscht, kann ich nicht beurteilen. Dass scheinbar von den Eignern unerwünschte Hashtags in den Top10-Listen plötzlich nicht mehr auftauchen, obwohl zugleich massenweise weiter dazu getwittert wird, habe ich selber sogar schon mehrfach gesehen, zuletzt bei #DNCDisaster. Es ist ja auch ihr gutes Recht, da zu manipulieren, es gibt keinen rechtlichen Anspruch darauf, dass sie es nicht tun. Die politische Linie der Eigner bewegt sich dabei wohl irgendwo zwischen US-Demokraten-Establishment (Hillary), Merkel, SPD und Grünen. Sehr viel rechter (oder auch linker) sollte man also nicht twittern, dann gibts auch überhaupt keine Probleme.

    Bis vor kurzem konnte man die Twittersuche ohne Account nutzen, nun kommen da scheinbar nur noch immer die selben vom Algorithmus angeordnete Ergebnisse, wo das, was der Promi oder das Ministerium vor 4 Stunden schrieb, immer noch ganz „wichtig“ für mich ist und immer oben angeklebt bleibt, und auch das, was sonst vor Stunden häufig geliket wurde (applausheischende Sinnsprüche, flache Witze, etc.). Die aktuellsten Ergebnisse der letzten Minuten, also das weshalb man oft überhaupt erst bei Twitter sucht, sind nun größtenteils auch ausgeblendet, bis auf ein zwei scheinbar zufällige Stichproben der letzten Minuten. Damit ist natürlich wenig anzufangen, und erst recht ist man nicht motiviert, sich da auch anzumelden. Macht ja scheinbar auch Verluste, der Laden, wie man liest. Vielleicht wird er ja auch von einem Algorithmus gemanaged.

    • Teitter ist klar auf dem absteigenden Ast. Auf der anderen Seite ist FB wirklich schlimm und weitaus weniger kommunikativ.

  10. Probleme eines "entkräfteten Greisenvolks"
    Bei der Lektüre kam mir sofort Michael Klonovsky in den Sinn, der in seiner acta diurna über Erregung im digitalen „Raum“ so trefflich plauderte: „Ich unterstelle, dies hängt vor allem damit zusammen, dass für den durchschnittlichen Angehörigen unseres entkräfteten Greisenvolkes die Tat selber und die reale Straße als Ort der Auseinandersetzung nicht mehr in Frage kommen, in dieser Sphäre dominieren längst die virilen und robusten Willkommenen, der brave Deutsche ficht seine finalen politischen Kämpfe mit heiligem Ernst im Netz aus, und deswegen bedeutet ihm, was dort „gepostet“ wird, am Ende mehr als das, was in der Realität passiert. “
    Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn ein Schriftsteller die Grundlagen des Konsensbetriebs der Deutschland-GmbH massiv und bewußt und beständig und bösartig auch noch angreift. Dann ist gleich ganz Schluss mit lustig, dann sperrt Facebook für Wochen, dann gehen Schriftsätze von de Strafverfolgungsbehörden ein, dann verschwinden Bücher aus den Regalen der Bibliotheken und von den Hitlisten der Bestseller, dann geht es an die Existenz. Ob das Beispiel im Sinne „einer hier wünschenswerten gepflegten Diskussionskultur“ die hier versammelte Öffentlichkeit erreichen darf oder nicht, entscheidet unser liebenswerter Unterhalter Don Alphonso. Noch verschwinden unliebsame Autoren nicht auf „Nimmerwiedersehen“, auch hier bedient sich der „Repressionsapparat“ modernster kafkaesker Methoden, die Betroffene „monströs“ empfinden, während Gegner in „klammheimlicher Freude“ über das „Kartell-der-Mundtotmacher“ die Korken knallen lassen, dass ein Mitbewerber mehr um die Öffentliche Aufmerksamkeit in der „Versenkung verschwandt“:
    [Edit: Link entfernt. Vielleicht sollte ich das auch begründen, aber im Kern nervt diese Linkschleuderei. Ich muss jedesmal haufenweise Müll lesen, und darauf habe ich keine Lust. Don.]

  11. Hier geht es zwar vorwiegend um des Erdogans Türkei und das Netzgeschwurbel,
    aber am Morgen hatte ich auf das Geseiere des Mutterschiffs©, wie schwierig es denn doch sei, in Deutschland ein Burka/Niqab-Verbot durchzusetzen, auf den Pragmatismus unserer westlichen Freunde mit ihrem „LOI n° 2010-1192 du 11 octobre 2010 interdisant la dissimulation du visage dans l’espace public“ mit einem Post hingewiesen. Unsere „spitzfindigen Regierungsjuristen(F.A.Z.-Annahme=hatespeech?) bräuchten an der französischen Vorlage doch nur noch etwas herumzufeilen, da doch der deutsche Verfassungsersatz ja nun der Französischen Verfassung ja wohl doch nicht soooo überlegen sei (F.A.Z.-Annahme=hatespeech?).
    .
    Mir ist zwar klar, dass die RF das auch nicht durchgehend durchsetzen kann aber eine Übertretung ist immerhin mit bis zu 150 € und im Wiederholungsfalle drohen ein Kurs in Staatsbürgerkunde+amende 150€. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte das Burka-Verbot im vergangenen Sommer bestätigt. Es sei keine Diskriminierung, es verstoße nicht gegen den Schutz des Privatlebens und auch nicht gegen die Meinungs- und Religionsfreiheit.
    .
    Der Kommentar wurde von irgendeinem dieser Lausbuben der Zensur erst gar nicht in die Warteschleife gelegt. Ich hoffe, dass unserer servilenunierten Presse spätestens in diesem Herbst die Augen aufgehen werden.

    • Sonntag, da ist das meistens so.

      Es ist ein komplexes Theme. Ich meide es nicht zufällig, selbst wenn der Tegernsee einer der wichtigsten Konfliktherde in diesem Land ist.

    • Mutterschiff!
      1. Steigert es meinen Blutdruck, wenn jetzt schon jemand frecherweise ein (C)opyright hinter einen geklauten Ausdruck setzt! Pfui, denken Sie an meine Gesundheit!

      2. [Nun zum Inhaltlichen:] Also, mich persönlich hat in demselben [Mutterschiff] noch mehr dieser Artikel hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/frankreich-fuer-immer-notstand-14354358.html aufgeregt.
      Es hat mich vor vielen Jahren zwar von meiner zweiten Heimat sehr entfremdet, dass man dort einen Blaukreuzler zum Präsidenten wählen konnte, aber Zeilen wie diese im Mutterschiff:
      „Der frühere Präsident Nicolas Sarkozy forderte, muslimische Gebetsstätten und Moscheen endlich besser zu überwachen und radikale Prediger auszuweisen“ von einer moralischen Empore als … unfranzösisch(?) zu implizieren?

      Man muss schon weit runterscrollen, zweite Seite, vorletzter Satz, um zu finden, was eigentlich einer Meldung wert gewesen wäre:
      „81 Prozent der Franzosen sind laut jüngster Umfrage zu weiteren Einschränkungen ihrer bürgerlichen Freiheiten bereit, wenn es dem Kampf gegen die Terroristen diene“. Das wäre die Meldung gewesen; und noch immer neige d’antan, weil es schon immer so ähnlich war bei den Umfragen.

      Sciences Po, Harvard. Und nun einigermaßen auf den Hund gekommen, oder sehe ich das falsch?

  12. Daß die männlichsten Männer herrschen, ist in der Ordnung.
    Jetzt mal ganz sachlich:

    Nach einem Jahrhundert Emanzipation, haben alle begriffen, dass Frauen das mit der Politik nicht können.

    Alle, außer Deutschland. Wir brauchen immer etwas länger.

    Whatever, Putin, Erdogan und Trump werden jetzt das unter sich ausmachen.

    Falls wir noch mitspielen wollen, müssen wir schnell einen Mann finden.

    • Sieht so aus, ja, Der wähler will wohl wieder mehr Macho.

      (Ich bin immer noch Bill-Clinton-Fan.)

    • Maybe a little blind and reckless at times... but courageous beyond all doubt.
      Führung bedeutet, aus Differenzen Einheiten zu bilden.

      Beobachten Sie die gegenwärtige Regierung:
      Sie erzeugt unendliche Differenzen, unendliche Paradoxien, und damit unendliches Schreibmaterial für Dons.

      Schauen Sie drüber in den USA in das Lachen von Frau Clinton: So sehr sie auch schafft, ihre Augen zum Strahlen zu bringen, so erzeugt all das doch nur ein Fratze. Weil ihre Persönlichkeit im Wege steht. Und jeder kann es sehen.
      Folglich bedarf es einer gewaltigen Show, die nur damit beschäftigt ist, diese offensichtliche Persönlichkeit zu überspielen, zu verdecken. Mr Clintons Rede von der liebenden Ehefrau und Mutter, etc.

      Bei Trump sieht man ein Arschloch, dass keine Sekunde versucht das Arschloch zu verdecken. Er ist so echt wie kein amerikanischer Politiker zuvor. (Außer vielleicht Roosevelt ,Th. und der war ausgesprochen erfolgreich), und damit auf Augenhöhe mit Erdogan etc.

      Folglich haben die Amerikaner die Wahl zwischen einer Schlange und einem Bär.

      Ich wünschte wir hätten auch wieder einen Bar, so nen vom Typ Strauß, den würde ich wählen. Auch wenn er Bayer wäre.

    • Machismo ...
      Text eingeben

    • Na los, sagen Sie's schon ... !
      Gabriel?
      Schäuble?
      Gauland?
      Maas?
      vdLeyhen?
      Höcke?
      Gauck?
      Beck?
      Altmeier?
      Mich???

    • Mich???
      Ja. Machen Sie es, Herr Dippel.

    • Nein, nicht Sie Herr Dippel
      Es geht doch um ein A…loch, von dem jeder weiss, dass er eines ist.

      Naja, soweit weg von den Verhältnissen in den USA sind wir doch nicht.
      Wir haben als BK eine Geisterfahrerin, von der jeder weiss, dass sie eine ist.

  13. SPORTPALAST-AHMOSPÄHRE
    werter DON, gehen sie doch am ende ihres beitrages nicht mit dem ausgewählten lieblingspartner der lieben frau so hart um, er hat das nicht verdient, er rettet dem kanzlerInnenwahlverein vielleicht doch die wiederwahl und das sollten wir würdigen und schätzen !

    und ich liebe SPORTPALAST-ATMOSHÄRE, ob in Berlin oder Köln ist für mich egal ! beides wird (wurde) ja geduldet, ja sogar unterstützt !

    oder von wem kommen diese gepanzerten limosinen heute, damals waren die jedoch überflüssig, da konnten die redner noch offen mit einem MB 540 K davonfahren.

    • Wieso? Ich zeige doch auf, dass er bisher mehr Rechtsstaat als Maas und Co. zugelassen hat.

  14. Kontakt zu Twitter
    Als ich im Urlaub von der Sperrung von Milo Y., den ich vorher nicht kannte, gehört habe, habe ich mich wegen der offensichtlichen Parteilichkeit von Twitter geärgert.

    Deshalb wollte ich einen Brief schreiben, aber das war gar nicht so einfach. Ein Impressum gibt es bei Twitter nicht. Es gibt nur ein Kontaktformular, eine passende Rubrik fehlt bereits. Und eine deutsche oder wenigstens europäische Adresse fehlt auch. Eine Anfrage über das Kontaktformular nach einer deutschen Adresse bliebe erfolglos.

    Ich habe dann bei DENIC nachgesehen, wer twitter.de angemeldet hat. Dort findet sich aber nur eine c/o-Adresse in Berlin „Am Kupfergraben 6“. Als ich die Adresse gegoogelt habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen, da wohnt die Kanzlerin.

    Bei genauerem Nachsehen fand sich unter gleicher Adresse dann noch eine Anwaltskanzlei, die mit der c/o-Adresse gemeint war.

    Über das Unternehmensregister.de findet man schließlich eine deutsche Adresse von Twitter Germany GmbH (Torstraße 138, 10119 Berlin).

    Den Brief muß ich noch einwerfen.

    • Twitter behandelt Deurtschland aus guten Gründen wie Ausland, es gibt auch hier hochtoxische Ereignisse.

  15. Nordkorea lässt grüßen
    Wir bekommen die DDR2.0 und kaum einer kriegt’s mit. Viele, so auch ich, sind nicht bei Twitter oder Facebook und gäbe es nicht hier den Hausherrn oder Danisch oder Achgut und Tichy, ich stürbe in Dummheit. Ein Rundgang auf der Bundestrollseite für gegen digitalen Hass ( das ist deren Deutsch) zeigte, dass es keinerlei gesetzliche Handhabe gibt, so ehrlich ist man wenigstens, aber das hindert ja niemanden, alles, was rechts gedeutet wird, aus dem Rennen zu nehmen.
    Linke Gewalt interessiert nicht, schon gar nicht eine Schwesig, die die Antifa und andere merkwürdige Vereinigungen auch noch finanziell unterstützt, aber wehe, man schreibt gegen die Regierung oder Zustände und weiß der Teufel auch immer, schon ist man Pack und gehört aussortiert. Der kleine Mann von der Saar, seinem Vorgänger in schlimmer Zeit auch äußerlich immer ähnlicher, droht, lässt sich von Stasidamen die Welt erklären und gefällt sich auch noch in dieser erbärmlichen Rolle. Und gemeinsam beruft man sich auf den Koalitionsvertrag.

    Die Kanzlerin schwafelte in der BPK von Zersetzung und kündigte so ganz nebenbei eine Sonderbehörde für Internetkriminalität an. Das fiel nur aufmerksamen Zuhörern auf, so wie Vera Lengsfeld
    http://www.achgut.com/artikel/pressekonferenz_der_bundeskanzlerin_der_starsinn_und_das_nichts und auch ich stolperte, hä, was hat die grad gesagt, aber da ja mal wieder alles in diesem gnadenlos einschläfernden Ton vorgetragen wurde, haben die anwesenden Journalisten wohl nicht nur in dem Moment abgeschaltet oder sind mental längst da angekommen, wo ich nicht hinwill.

    Es wurde viel über den 9minütigen Applaus auf dem CDU-Parteitag geschrieben, vergessend, dass der Applaus im Jahr davor 8 Minuten anhielt. Kim jong-un müsste da doch neidisch werden, bei ihm muss geklatscht werden, bei uns applaudiert man freiwillig zum eigenen Untergang.

    • Bislang machen sie damit ja nur den Tichy und den Danisch und Fefe und Netzpolitik gross. Ich glaube auch nicht, dass dieser minderwertige Neulandistenkomplex in der Lage ist, alles zu kontrollieren.

    • Nordkorea
      Schwesig ist SPD, warum sollte sie Linke bekämpfen? Das durch Merkel aus den Angeln gehobene Parteiengleichgewicht ist das zentrale Problem.

      Was Nordkorea betrifft, so sieht man die Leute bei offiziell genehmigten Aufnahmen – andere gibt es nicht – ständig klatschen. Es scheint eine ihrer Hauptbeschäftigungen zu sein. Sobald Kim Jong Un ins Bild tritt, sieht man klatschende Leute. Ansonsten hatte Nordkorea m.W. schon lange keine Parteitage mehr. Als es sie noch gab, spielte man Tonbandaufnahmen des Staatsgründers Kim Il Sung ab. Es ist nicht unser Land, man muss das nicht verstehen.

    • Allerdings denkt sie, dass wir ihr Land sind, auch wenn wir das nicht verstehen wollen.

    • Nicht ihr Land
      und nebenan erklärt man, Nicht nur eine Frage des Stils. Kommentarfunktion mittendrin abgeschaltet.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/seehofers-aerger-ueber-merkels-aussagen-zur-asylpolitik-14365937.html?printPagedArticle=true#lesermeinungen

      Ja das macht doch keine Freude mehr, da wird vom Pragmatismus der Kanzlerin gefaselt, die nicht die klaren Worte eines dM oder Seehofers finden könne und man darf wieder nix dazu sagen…

      Raddatz fragte 2013 im Stern: Für wie dumm hält Frau Merkel ihr Volk? Die Worte der Kanzlerin sind linkisch, hilflos und fahrlässig http://www.stern.de/politik/deutschland/rhetorikanalyse-fuer-wie-dumm-haelt-frau-merkel-ihr-volk–3917014.html

      Ich fürchte, Merkel hält uns für so dumm, wie wir tatsächlich sind. Wie sonst ließe sich das alles erklären, mit ihrer rhetorischen Akrobatik wohl nicht oder doch?

    • Für Freunde der Union, die lange unverbrüchlich waren, sind das schlimme Zeiten. Ich würde das auch nicht in ein System pressen können.

    • Freunde der Union
      hatte doch vor Tagen erwähnt, dass ich Bosbach wegen Kahane usw. angeschrieben habe. Nach der BPK ist mir dann endgültig der Kragen geplatzt, Bosbach fand die 9 Punkte ganz hervorragend, es fehle allerdings als 10., dass niemand mehr ohne Pass einreisen dürfe…

      Ich habe ihm dann geschrieben, er würde sich nur noch lächerlich machen, denn ohne Pass kommt jeder rein, zur Not über Polen. Eine Antwort erwarte ich nun nicht mehr, auch egal, ich wähle die CDU ja eh nicht.

      Finden die sich selbst nicht langsam albern? Auch der Seehofer Horst gestern im Sommerinterview, da wird rumgeeiert und lamentiert und steht trotz allem geschlossen hinter der Frau Bundeskanzlerin.

      Neue Männer braucht das Land.

    • Parteitag in Pyonyang
      @ Dreamtimer
      Im Mai hielt Nordkorea den ersten Parteitag seit 36 Jahren.
      http://www.nytimes.com/2016/05/06/world/asia/north-korea-congress.html
      Viele westliche Journalisten waren nach Pyonyang eingeladen, doch niemand erhielt eine Genehmigung, vom Parteitag zu berichten. Die Einladung galt eher für Sightseeing und Propaganda.

    • @renate simon
      Yeah Babe, wenn die Moral die Oberhand gewinnt. Ist die Vernunft im Arsch!
      Wie sagt man hier: you made my day!
      Wieso haben eigentlich unsere türkischen Freunde in Ihrer Heimat nach über 80 Jahren der Atatürkischen Republik mit Hang zu moderner! westlicher Lebensart und jeder Menge Wirtschaftswachstum (noch) so eine Freude an ein immer mehr religiös geprägtes Staatswesen, einem Erkek mit dicken Eiern in der Hose und einer neuartigen MEINUNGSBILDUNG, deren Entwicklung unserer in nichts nachsteht?

      Puh, das war jetzt aber ein langer Satz mit vielen Wörtern. Das schwächt ja richtig. Also ich finde Hass gar nicht schlecht, wenn er einen intellektuellen Hintergrund hat. Das ist doch etwas sehr befreiendes.

      Herzlichen Dank an den Don und Foristen

    • Gern geschehen.

  16. über die Unmöglichkeit verteilte Datenbanken konsistent zu halten
    Unabhängig davon, dass ich immer wieder erstaunt bin, mit welcher Ungestümtheit der Autor, der sich gerne für Stil und Handwerk öffentlich begeistert, hier mal über die Rechtschreibung (die korrekte) hinwegbügelt…

    Nicht Alles was nicht funktioniert, funktioniert absichtlich nicht.
    Ja, ich gehe davon aus, das es manuelle Interaktion mit der Datenbank bei Twitter gibt, um Hashtags oder andere wasweisich Worte rein oder raus zunehmen.
    Man kann aber aus dem Verhalten der Datenbank auf der Teilnehmerseite keine Schlüsse ziehen, wie die Datenbank aussieht.

    • Das ist mir schon bewusst, aber die Art des Abwürgens und die Ähznlichkeit bei DNCleaks spricht Bände.


  17. Yeah, echte Beobachtungen, wie das so läuft. Danke dafür, auch fürs Auf-die-Zehen-Treten. Noch funktioniert das ja „ein bißchen“, wer weiß wie lange noch.

  18. Noch keiner da?
    So, ganz alá Böhmermann probiere ich zum Kommentar des BMI

    „wir sprechen uns gegen Hatespeech aus, egal ob strafbar oder nicht.“ (Och wie süß. Und die Kevin-Luise gibt dem Vanessa-Marvin das Schippchen zurück. Aber sofort (bitte)).

    „Jeder darf seine Meinung äüßern“ (GG in der alten Fassung) „aber sachlich und ohne Angriffe.“ Das muss wohl ein ganz druckfrischer Zusatz sein,der in der Eile der sich überstürzenden Ereignisse mal soeben von einem Referenten der Twitterstelle des BMI via amtlicher Twitter-Bekanntmachung veröffentlicht wurde. Hat diesen Zusatz des GG das BMI auch mal zwischendurch mit dem Gesetzgeber abgesprochen?

    • Ganz sachlich und ohne Angriffe: Ich wüsste ma gern, aus welcher Berliner HU-Sonderschul-Gosse eigentlich so ein Mitarbeitermaterial in die ministerien einschimmelt. Wird Zeit, denen mal auf die Gierlöffel zu hauen und die Fazialpickel zu kurieren.

    • Don Alphonso, ich weiß nicht ob Sie da richtig liegen?
      Mitläufertum.
      Das hat nicht mit Bildung zu tun. 1000 Jahre aka 12 Jahre haben das deutlich gezeigt.
      Sonderschule oder PhD, wenn man die richtige Mentalität trifft, und a weng bestätigt, gibt es Tausende, was sage ich, Millionen Blockwarte, Stasi-Mitarbeiter, Folterknechte, ÖR-Journalisten, die das sichere Gefühl haben, ‚das Richtige‘ zu tun, und der Menschheit einen Gefallen tun.

      Worauf ich hinaus will: Das hat wenig mit Bildungsniveau zu tun, und alles mit der Umgebung. Offenbar wehen debile Winde durchs Wahrheitsministerium, die den einen oder anderen Mitarbeiter um den gesunden Menschenverstand bringen. A fish rots from the head.

  19. Fäulnisdemokratie
    Mich würde interessieren, wie viele unter den derzeit 630 MDBs Ihren Text verstehen und richtig einordnen könnten. Schätzungen?

    Was darf man von den Leuten erwarten, die an Volkes Stelle dessen Rechte und Interessen parlamentarisch vertreten? Eine angeblich zwingend gebotene Vertretung, weil das Volk in Sachfragen überfordert wäre, wie von lupenreinen Demokraten immer wieder versichert wird …

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article156918760/Das-Volk-ist-unfaehig-zu-komplexen-Entscheidungen.html

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-07/demokratie-krisen-europa-joachim-gauck

    Dass ausgerechnet die Parlamentarier über die erforderliche Kompetenz in Sachfragen verfügen, zählt zu den unausrottbaren Legenden des obrigkeitsgläubigen Gottvertrauens, wie es speziell deutschen Wählern eigen ist. Dass sie, die Parlamentarier, darüber hinaus Demokraten seien, wäre im Einzelfall zu prüfen.

    Die EU z. B. ist – mit der Billigung der nationalen Parlamente und notdürftig kaschiert durch die Straßburger Schwatzbude – keine Demokratie. Das wird oft beklagt, aber wohl nie geändert, weil – Sie wissen schon – die EU alternativlos ist und wegen dem Frieden und der Kriegsschuld und der Solidarität und der Jugend und den Staubsaugern und der freien Fahrt vom Polarkreis bis Sizilien.

    In dieser argumentativen Wabbersuppe und den schlammigen Biotopen des Berufsparlamentarismus gedeihen erstaunliche, oft staatlich geförderte, demokratieferne Organismen, die zunehmend verclustern und im Verbund mit den Bürokratien totalitäre Tendenzen entwickeln, klammheimlich und möglicherweise irreversibel.

    Aber zurück zum Eingangsthema: können die Internet? Begreift da irgendeiner, was abgeht in den von ein paar gigantischen Unternehmen dominierten Social Media?
    halbwegs Durchblick? Irgendwelche Pläne?
    Pustekuchen. Es bleibt einem nur fassungslos zuzusehen, wie die angeblichen Eliten den Kontinent und die Republik immer weiter in den Schlamassel reiten.

    Gut und äußerst verdankenswert, dass Sie regelmäßig den Finger drauflegen, auch wenn’s nix hilft und Sie sich eben diesen Finger irgendwann verbrennen werden.

    • Da hilft halt nur APO und Druck. Es gibt welche, die sind Spezialisten, und das finde ich auch in Ordnung, weil, was verstehe ich von Ackerbau oder Luftfahrt? Da, wo es hinkommen soll, kommt es mt der FAZ hin. Die Amadeu Antonio Stiftung muss schon Sympathiebekundungen retweeten, und Julia Schramm macht ein weinerliches Video. Es wirkt.

    • Hier die Antiwerbung zu Schramm
      https://www.facebook.com/julia.u.schramm/videos/vb.100005787933791/505498532986407/?type=2&theater

      Sprachlich behindert und eingeschränkt, voll krass.

      Danisch hatte gewarnt, ich habe mir das trotzdem angetan und frage mich nun, was lernt man in 10 Semestern eigentlich? Politikwissenschaftlerin… redet von Verwaltungseinheiten ohne Nationalstaaten, also voll auf Linie der jungen Grünen.
      Ach ja, Mitarbeiterin der AA-Stiftung, die können stolz auf ihr Personal sein.

    • Das ist ein ‚Versuch, jetzt unter Druck die eigene Vergangenheit los zu werden und in einen Kontext zu stellen. Ich sag mal: Das wird nichts, Es gibt genug jüngeres Material der gleichen ausrichtung. Das „Ulrike“ als Zweitnamen hat sie später ja nicht ohne Grund so herausgestellt. Da war sie dann etwas Meinhof-nostalgisch.

    • @ Don
      Gut, da mag es hin und wieder kleine Erfolgserlebnisse geben, die aber kaum zu Hoffnungen berechtigen.

      Wo z. B. bleiben die eitlen, eben zum Zweck der Rechtswahrung bestellten Großlautsprecher und ZEITlichen Nebenerwerbskolumnisten in der Frage des uferlos wachsenden Speckgürtels parastaatlicher Organisationen rund um Parlamente und Ministerien?

      Politik und Bürokratie generieren und füttern ihre Zwecke längst nach Belieben.
      Irgendwo jemand, der diesem Treiben Einhalt gebietet?
      Nö, profitieren doch alle ganz gut davon.
      Bescheuert, wer da nicht mitmacht.

    • Die denken vielleicht an die Zukunft, da man weniger journalisten braucht? Ich habe mal eine Aufstellung gesehen, was es alles für Frauenförderung gibt. Alle Achtung.

    • Journalistendemokratiedefizite
      Erdo legt doch grad vor in der Frage, wie wenig Journis es zur Rettung der Demokratie wirklich braucht.
      Die Antwort wird – wieder mal – kurz vor Wien stehen, während weit und breit kein Jonas Sobieskis zu sichten ist. Prüfen Sie mal die Porträts der polnischen Damen auf evtl. Verwandtschaften.

      Frauenförderung: irgendwas mit Kultur/Medien, um namhafte Vertreterinnen der Zivilgesellschaft und des Gender Mainstreams in Öl zu konservieren. Die Sammler des 23. Jh werden sich wundern

    • Naja, wien ist ja schon wieder ein Pfropfen geworden, und ganz Osteuropa stellt sich gegen Merkel quer.

    • Kleines Fundstück
      Für Frau Simon, Don, und alle anderen

      Hier habe ich ein kleines Juwel aufgetan. Am besten schnell ansehen, bevor es weg ist. Es wird sich wohl wiederholen, was mit Achim Winter passiert ist nach seiner Kritik an der Stiftung (man hat mit ihm „eingehend gesprochen“, er musste seine Tweets löschen, Beschwerde beim Rundfunkrat)

      https://twitter.com/MORGENGAGAZIN/status/759697709632671745

    • #teamjulia wird noch lustig.

    • Tja, wenn man ...
      … keinen Begriff von Demokratie hat, erscheint einem eben alles undemokratisch. Aber schön, dass man sich in D auch über Dinge äußern kann, von denen der Sprecher offensichtlich keine Ahnung hat.

    • Danke Samsara,
      bin etwas spät heute und dann das. Der kleine Weihnachtsmann ist ja richtig putzig, seine Halterin sieht aus wie das personifizierte Böse.

    • Schlechte Noten für Demokraten
      So wie sie sich über die Abgeordneten im deutschen Parlament äußern, stellen Sie denjenigen, die diese Abgeordneten gewählt haben, ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Versehen? Denn wenn es Absicht wäre, hätten sie gerade mal die Demokratie da absurdum geführt. Erinnern sie sich bitte an Dieter Hildebrand und seinem berühmten Satz: „…und die dürfen alle wählen!“

    • Gesamtpaket No-Poo
      @ Renate Simon
      Dank für den Link. Das Gelaber konnte ich nicht hören. Aber mir ist dies gleich aufgefallen: Warum läuft eine junge Frau mit nassen oder fettigen Haaren durch die Gegend?
      Leben ohne Chemie, heißt No-Poo, ist Paleo und voll im Trend. Gehört halt alles ins Gesamtpaket.
      ;-)

    • @Wackermann
      Was haben die Wähler (außerhalb Bayerns :–) denn für Alternativen? Irgendwo so etwas wie eine wählbare (!) Opposition in Sicht? Oder wünschen sich die meisten eine GroKoa auf Dauer?
      Sie möchten die Wähler – die gerade mal alle 4 Jahre ihre Kreuzchen auf die Wahllisten malen dürfen – für die Fehlleistungen von Parlament und Regierung verantwortlich machen? Netter Versuch, aber wen bitte sollen die nächstes Jahr wählen, um eine spürbare Änderung in der Politik herbeizuführen?
      Ja, die dürften alle wählen, tun sie aber nicht. Die Zahl der Nichtwähler steigt, nicht weil die alle zu doof und zu gleichgültig sind, um ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen, sondern weil viele unter ihnen resigniert haben. Schwung in den Laden brächte eine anteilige und zwangsweise Verteilung von Direktmandaten unter den Nichtwählern. Prickelnde Vorstellung.

  20. Lieber Don...
    …mir gehen die aktuellen, kriterienfreien, Zensurbemühungen auch gewaltig auf den Senkel. Aber wir dürfen den Humor nicht verlieren. Der Tweet von Nabert ist keine Aufforderung zu Straftaten, sondern ein (imho) gar nicht mal so schlechter Witz…

    Viel bedenklicher ist, was Nabert eben gerade bezüglich Bomber-Harris getwittert hat – das hat schon eher rechtsrelevanten Charakter. Aber was soll man von jemandem erwarten, der als Karikatur seiner selbst herumläuft…

    • Ich finde diese Tortensache wirklich widerlich, und wenn Journaille sowas relativiert, dann soll sie halt ihren Referentenposten bei einer Stiftung annehmen, abwe nicht mehr meinen Stand mit seiner Anwesenheit verschmutzen.

    • Der will doch nur spielen
      „Ich bin Alexander Nabert und ich arbeite als Journalist in Berlin.“

      Priceless. Ein paar Gesinnungsaufsätzchen für Vice oder die Jungle World. Das ist doch keine Journaille. Deshalb kann der ruhig solche Witzchen machen.

  21. Die Weinerlichkeit der Macht
    Unangenehm bis peinlich berührend war das Lamento der staatskneteempfangenden Propagandisten über „Hetzkampagnen“, kaum dass ihr Geschäftsmodell publiziert wurde.
    Solche Lappen wollen uns erziehen. Danke, kein Bedarf.

    • Schlimmer finde ich ja noch die Politiker, die nichts mehr aushalten. Heute werden die Höllenmaschinen an Weinlokalbesucher outgesourced, und der Politiker weint, wenn man ihn für ein verweichlichtes Subjekt hält, und schreit herum, andere seien Pack.

  22. Titel eingeben
    Gut, dass es den Don gibt.
    Man muss auf den geistigen Unrat, den diese Leutchen verbreiten, zumindest hinweisen.

  23. BMI Index
    Da macht der Body Mass Index doch mehr Sinn als das Bundes Ministerium für Inneres.

    Letzteres soll ja demnächst in „Wahrheitsministerium“ umbenannt werden.

    • Das Wahrheitsministerium ist schon Justiz Das hier wird das Ministerium des goldenen Zeitalters.

  24. The enemy is inside us.
    Wenn man gerade glaubt, es geht nicht noch ein Stockwerk mehr abwärts, dann kommt SPOn:

    „Großdemonstration in Köln: Für Frieden und Erdogan“

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/koeln-erdogan-anhaenger-und-gegendemonstranten-auf-dem-heimweg-a-1105552.html

    Muss man nicht mehr kommentieren, diese Vertreter der Pressefreiheit.
    Ich wette der SPOn wird uns auch noch die Todesstrafe als sinnvolles Mittel gegen hatespeech verkaufen. Wahrscheinlich mittels Bento, wo der Henker dann ausführlich beschreibt, wie sein Liebesleben unter den Todesschreien der Opfer leidet.

  25. Juhuu, die fünfziger sind zurück.
    Mich als alten Reaktionär freut das, auch wenn das Jahrhundert dann noch immer falsch ist. Menschen können ohne politische und sexuelle Zensur nicht leben – mein Reden seit anno tobak.

    Wäre ich allerdings alter Liberaler oder Linker, noch in den siebzigern beim Eintreten für Meinungsfreiheit, sexuelle Freiheit und Kunstfreiheit wasserwerfergeduscht – hmmm, ich könnte schon ins Grübeln kommen. Mein ureigenstes Kind, die regressive Kulturliberale, will Zensur, Verbote und Staat? Donnerwetter :-).

    Ansonsten ist twitter jetzt voraussichtlich ziemlich bald tot. Ein Geschäftsmodell für die Firma gibt es nicht (ironischerweise umso weniger, je mehr sie sich zum Instrument von Kulturkämpfern machen lässt). Und die Aktienkursentwicklung war eher zum Zahnschmerzenkriegen, die nicht vorhandenen Zuwachsraten bei den Nutzern sowieso.

    Womit ich mit Milos unsterblichen Worten schliesse: Feminism is Cancer. Von seiner Sorte rücksichtsloser, charmanter, egomanischer, grössenwahnsinniger und furchtloser SJW-Verspottung bräuchten wir ca. ein Dutzend öffentlich sichtbar. Mut vor Königsthronen ist allerdings bei der Rechten noch seltener, als bei den Linken.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  26. Die bunte Republik fliegt uns um die Ohren
    In Köln demonstriert massenhaft die Parallelgesellschaft.

    Merkel schafft das ganz alleine.

    Eine ZDF-Journalisten, die einst behauptete, Freunden 150€ für die Übernachtung in Rechnung zu stellen (Causa Wulff), stellt einem ernsthaft antwortenden Ministerpräsidenten inquisitorische Fragen („Liegen Sie noch voll im Trend, Herr Ministerpräsident, sülzen Sie noch mit?“)
    „http://www.heute.de/csu-chef-horst-seehofer-schliesst-im-zdf-sommerinterview-spitzenkandidat“

    Und Mr. Pink und seine IM-internet-Squad finden, dass die EU-Richtlinien noch zu lasch sind …

  27. Recht und Moral
    Eine Aussage wie die des BMI „Wir sprechen uns gegen Hatespeech aus, egal ob strafbar oder nicht. Jeder darf seine Meinung äußern, aber sachlich & ohne Angriffe“ ist absolut bemerkenswert.

    Erstens gibt es in liberalen Gesellschaften einen guten Grund, sich an Strafbarkeit und nicht eine irgendwie geartete informelle Verhaltensvorgabe zu halten. Hier muss die Toleranz weit gespannt sein, unabhängig von Fragen des Geschmacks. Darin äußert sich letztlich die Trennung zwischen Recht und Moral, die nur totalitäre religiöse oder quasi-religiöse Ideologien aufzuheben trachten. In dieser Hinsicht ist die Affinität zwischen Neostalinismus und Islam offensichtlich.

    Zweitens mag man sich behördlich-politisch gegen etwas aussprechen, muss aber deshalb nicht administrativ verfolgen und unterdrücken. Das ist DDR-Stil und führt zu Punkt 1 zurück.

    Drittens pflegt Kritik nicht selten die Form eines Angriffs anzunehmen, und in den Augen mancher Kritisierter immer. Vor allem im Islam gilt jede Kritik als „Beleidigung“ und Angriff. Führt man sich Kritik vor Augen, wie sie Lessing, Voltaire oder Schopenhauer äußerten: alles Angriffe, die heute verboten gehören. Umgekehrt sollte man daran denken, mit welchem Vokabular das Stasetta-Schwesig-Maahane-Milieu Andersmeinende angreift. Da liegt oft blanker Hass zutage.

    Das alles ist so ungeheuerlich, dass ich mich frage, warum man dagegen nicht rechtlich vorgehen kann. Großen Dank an Sie, dass Sie an diesen und anderen Themen unbeirrt dran bleiben.

    • Sagen wir es, wie es ist: Da ist irgendein Praktikant wie bei der AfD München auf der Maus ausgerutscht. Hoffe, das BMI rasiert ihr kugelrund. Wenn nicht, helfe ich nach.

  28. Nicht nur in den neuen digitalen Medien, Don Alphonso!
    Vor 20, 30, Jahren – oder in einer Zeit echten Journalismus – wäre die korrekte Meldung heute gewesen:
    „Bis zu 40000 meist rechtsradikale Demonstranten haben heute in Köln friedlich für den türkischen Diktator Erdogan demonstriert“.
    Weil, das ist, was wenigstens ich denke, das es heute geschehen ist.

    Allerdings waren die Meldungen anders, die Polizei habe eine Demonstration von nicht einmal 150 Rechtsradikalen aufgelöst.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/besuch-auf-der-pro-erdogan-demonstration-in-koeln-14366279.html
    Wenigstens um eins beneide ich diese Deutschen/Türken: sie haben keine Probleme mit einer Grüne-n oder Linke-n Partei, die auf Knien bettelt, keine [deutschen] Fahnen zu schwenken. Nicht nur das: Wenn man das Interview mit dem Studenten liest, badet er türkischen Nationalismus in höchsten Tönen.
    Man stelle sich das nur vor „Solidarisch zum türkischen Volk und zur Regierung in Ankara!“ mit s/türkisch/deutschen/ und s/Ankara/Berlin/.
    Da könnten CR und KGE heute Nacht kein Auge zutun; bei soviel Nationalismus.
    Es wird skandiert „Wir wollen die Todesstrafe“. Und nun sollten wir nicht vergessen, wie viele Menschen im Gefängnis sitzen, mittlerweile zehntausende politische Gefangene, 15000 entlassene Staatsdiener, tausende Lehrer, Schulleiter, Hochschullehrer. Und Bomben auf die Kurden.

    Bei Licht besehen, würden auch Stegner oder Oppermann in Schnappatmung verfallen, ginge es um Deutschland. Bei der Türkei können sie offenbar ganz ruhig durchatmen, wieso eigentlich?
    Den Journalisten scheint es – wie bei der Pressekonferenz dieser Tage – hauptsächlich darum zu gehen, Berichte zu verfassen, die dem Kanzleramt gefällig sein dürften.

    http://www.tagesschau.de/inland/aussenministerium-ausnahmezustand-tuerkei-101.html
    Zumindest bei mir kann die tagesschau mit dem letzten Satz punkten, indem sie ihre journalistische Sorgfaltspflicht nicht beim Kanzleramt abgibt.

    Angela Merkel wird weiterhin regelmäßig mit Erdogan telephonieren, ihn freundlich an Rechtsstaatlichkeit erinnern, um dann in Zusammenarbeit mit Junckers zum Jahresende hin die Visafreiheit für Türken einzuführen.

    • Dann fliegt die EU auseinande, und die CCSU greift zum Dolch.


    • Dann fliegt die EU auseinande, und die CCSU greift zum Dolch.

      Jemand erinnerte daran, daß die Ex-UdSSR-Staaten nicht aus der UdSSR austreten mußten, weil die UdSSR einfach zusammenkrachte.
      So vielleicht?

      Aber so zäh wie das in meinen Augen immer noch abläuft, halte ich die Türkei-Visa ehrlich gesagt durchaus (und zwar „lange“ vor dem Zusammenbruch der EU bzw. BRD) für möglich, ähnlich kurzschlußmäßig per ordre de Mufti wie die Grenzöffnung letztes Jahr.
      Ich traue Merkel+Co inzwischen auch das zu, denn sie sind nach wie vor völlig auf dem „wer ko, der ko“-Trip.
      Und was sie können, ist Ausverkauf.

    • Wenn die Visafreiheit wirklich zum Okrober droht, wählen sie in Österreich den Hofer und dann kommt das Referendum über die EU, gefolgt von Frankreich. Danach gibt es keine EU mehr, wie wir sie kennnen.

    • Dolch, Don Alphonso
      Da sind Sie meines Erachtens auf dem Holzweg, Don Alphonso.
      Den Dolch wird die CSU immer im Gewand versteckt halten. Die CSU geht durch Dick und Doof im Fraktionsverband mit. Zur Not auch die letzte Klippe gemeinsam runter wie bei den Lemmingen.
      Deshalb wird es auch keine Sezession geben, so wie Sie hier manchmal träumen. Und wo auch andere nichts dagegen hätten.
      Wahrscheinlich sind schon viel zu viele junge Spunde in der CSU wegen der Posten und Pöstchen; also alimentiert aufgrund ihrer CSU-Zugehörigkeit. Überzeugung? Ich denke das ist die Minderheit der aktuellen Posteninhaber.
      Don’t rock the boat!

      Und ‚den Hofer‘ wählen sie sowieso, und es wird ab nächstem Jahr Abstimmungen über Nexit und Frexit geben. Nutzt DE aber nichts, weil dann die Türken eh scho do san, und niemand muss zurück. Dann kann man halt *noch* weniger verteilen, macht aber nichts, weil wir das schaffen.

      Ich wünschte mir das alles – aber nur beinahe – und wenn nur, um zu zeigen, dass in allen Fällen nächsten Herbst Raute gewählt werden würde. Nicht umsonst haben die Deutschen bis zum Tode des Führers an den Endsieg geglaubt, und nicht umsonst gibt es das notorische Sprichwort von der Sau und der Eiche. In seiner protestantischen Form heißt der Spruch dann „Hier stehe ich und kann nicht anders“.

    • Wie gesagt – wir werden es sehen. Ich kenne auch ein paar CSUler und die Stimmung dort. Es ist doch klar, dass hier ein importierter Megakonflikt droht. Niemand kann hier ernsthaft freie Einreise für Graue Wölfe wollen.

    • @colorcraze
      … Sie haben sich verschrieben – oder doch nicht?
      Dann haben sie ein großes bonmot verschenkt:
      „par ordre de Mutti“ – f und t liegen leider ziemlich ähnlich beieinander …


    • @Werner Albrecht: ich habe noch nie und ich werde auch nie Merkel als „Mutti“ bezeichnen. Ich habe das schon immer für eine unzulässige Verharmlosung gehalten. Davon abgesehen hat sie so viele Kinder wie ich, nämlich keine, und qualifiziert schon deswegen nicht als „Mutti“.
      Merkel hat einen Machtinstinkt, mit dem sie bisher alle in die Tasche gesteckt hat. Und je länger sie BK ist, desto selbstherrlicher wird sie damit (was allerdings bisher bei allen BKn mit mehr als 2 Amtszeiten der Fall war).

  29. Titel eingeben
    Vergessen wir Twitter und Facebook. Holen wir unsere alte Funkgeräte raus und gehen in den Untergrund. Ist das die Alternative bzw. die Zukunft?

    • Bloghoster in Venezuela oder Ecuador, Email mit Posteo.

    • Titel eingeben
      Hinter anderen Büchern in der 2. Reihe stehen bei mir die Deutschlandberichte der SPD unter AH. Gab es mal beim Verlag 2000. Es hatte mich interessiert. Wie einfallsreich waren die Sozen doch damals im Gegensatz zu heute.

      Leider habe ich meine elek. Olympia verschenkt. Ich hätte auf den alten Allgäuer hören sollen, der sagt: Man solle „alls nur wegluine“ und nichts wegwerfen. Es gibt aber noch eine Kugelhackmaschine von dort als Museumsstück, man braucht nicht mal Strom.

      Meine Frizt!Box spinnt, ich bin froh,jetzt im Netz sein zu können. Heute soll Hilfe nahen.

  30. „Wir machen betreutes Denken in einer Demokratie, einer gelenkten.“
    Don, ist der von Ihnen? Wollen wir einen NDW-Song daraus machen, mit Ihrer Zeile als Refrain?

    Ich frag mal die Humpe-Sisters oder DÖF, ob sie nicht mitsingen wollen…

  31. .....
    Es ist beängstigend was hier geschieht, man kann es aber schon seit einer Weile beobachten, die Tendenz eine neue Linie einzuziehen um die Meinungsfreiheit (grösstenteils nur die rechts der Mitte) zu beschneiden.
    Oft sieht man das auch wenn irgendwer aufgrund von Aussagen „nicht tragbar“ ist und daher Probleme bei der Jobsuche und ähnliches kriegt.

    Prinzipiell ists nicht verboten aber man baut Druck auf um Aussagen aus der Öffentlichkeit zu verbannen obwohl so gesetzlich nicht verboten sind und das ist sehr gefährlich für eine Demokratie.

    • Das wird auch links passieren, wenn es dem Mainstram nicht passt. auch links sind genug, die man dann ausbremsen wird, wenn sich ein konsens dafür findet. Ein paar Vorzeigeleute dürfen dann systemkonform Oppositionssimulation machen.

  32. sachlich & ohne Angriffe
    In the time of monkeys. God bless them. OK
    Oskar Kokoschka

  33. Hate versus Freedom and Love
    Lieber Don Alphonso, Sie verdienen eine Hommage anlässlich Ihres unermüdlichen Einsatzes für die Meinungsfreiheit und offene Kommunikation. Herzlichen Dank auch diesmal.

    Den ersten Abschnitt verstehe ich jedoch nicht recht.
    Der Fall Valenti ist mE schon ernst, wenn er denn nicht gefaked ist, was wohl niemand wissen kann.
    Zitat aus dem Tweet von Jessica Valenti
    „This morning I woke up to a rape and death threat directed at my 5 year old daughter. That this is part of my work life is unacceptable.“

    Daraufhin hat sie ihre social media accounts gelöscht, laut NYT.
    Als Mutter würde ich solch eine Drohung gegen meine kleine Tochter auf jeden Fall ernst nehmen. Ich kenne den Background nicht, aber solche Drohungen sind widerwärtig und unentschuldbar, können und sollten angezeigt werden. Kinder sind auf jeden Fall off-limits. Da ist ein Gegner von ihr tatsächlich zu weit gegangen und sollte in Rechenschaft gezogen werden.

    Die Privatisierung der Kontrolle der social media durch Löschung aka Zensur ist das größte Übel, denn weder die beauftragten Organisationen noch die social media müssen sich am verfassungsrechtlich geschützten Recht auf Meinungsfreiheit Rücksicht nehmen, unter Berufung auf ihr Hausrecht. Geschickt eingefädelt, die neo-orwellsche Medienordnung, gelle.

    Dass Facebook bei der „Moderation“ kooperiert, wurde von der Kanzlerin anlässlich ihrer US Reise initiiert. Das Video in diesem Link ist sehens- bzw. hörenswert:
    http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-09-26/merkel-confronts-facebook-s-zuckerberg-over-policing-hate-posts

    Der Erstkontakt wurde also auf höchster Ebene eingefädelt, daraufhin wurde ein von Maas verfasstes Schreiben an FB geschickt „demanding cooperation“.

    Dass die mit der Kontrolle beauftragte Organisation im Sinne der Regierungspolitik agiert, ist für mich naheliegend.

    Hier noch ein paar Links zu weiteren Quellen auf der Suche nach Wahrheit:
    http://vera-lengsfeld.de/2016/07/25/die-ungereimtheiten-von-muenchen/#more-383
    Ihr Account sollte geschlossen worden sein, doch den Link fand ich auf ihrem FB-Konto. Lesenswert.

    http://www.achgut.com/artikel/romantisches_aus_reutlingen
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/26176

    • Valwnti war eine der bekanntesten Treiberinnen hinter dem UVAhoax. Da gibg es nicht nur um ein paar Hatemails, wie sie jeder kriegt, sondern um eine ganz reale Hetzjagd auf die Mitglieder eienr Fraternity mit eingeschlagegen Fenstern und öffentlichen Namenslisten. Und das ist nur ein Fall. Natürlich sind Hatemails eklig. Natürlich gibt es da miese Figuren. Und nichts an Valentisw Verhalten rechtfertigt solche Mails.

      Trotzdem bin ich da nicht bereit, nur ein Opfer inmitten von bösen Tätern zu sehen.

    • Ja, es ist schlimm
      Stalking und Doxing sind absolut verwerflich, ebenso Bedrohung von Familienangehörigen. Leider nehmen sich auch da beide Seiten nichts.

      Was viele wohl immer noch unterschätzen ist die eigene Reichweite und deren Folgen. Manches schaukelt sich über längere Zeit langsam hoch, und plötzlich kommt ein massiver Gegenschlag. Dazunkommt,mdaß das Internet nichts vergisst, auch wenn man meint es gelöscht zu haben.

      „Alte Sünden werfen lange Schatten“, dieser Spruch war nie wahrer als heute.

    • Man muss halt damit leben. Was glauben sie, was ich alles über mich lesen darf. Ändert aber nichts daran, das es mir gut geht. Wichtig ist die Trennung Netz/Reales Leben.

    • Wenn alle "Wahrheiten" von der Qualität der Lengsfeldschen Vermutungen sind...
      ….dann weiß ich, wo ich künftig nicht mehr nachlesen muß. Ich habe nach einer halben Webseite sinnloser Spekulationen wegen beginnender Übelkeit aufhören müssen zu lesen, weil in Konjunktiv gekleidete Fragen vollkommen unter Ausschaltung jeglicher Vernunft als suggestive Wahrheit verramscht werden. Wenn Leute mit derart niedriger Fragerqualität auch noch im Bundestag sitzen, dann braucht einen die aktuelle Malaise nicht zu wundern. Was mich übrigens wieder einmal davon überzeugt, daß unser Flüchtlingsproblem nicht das dämonische Werk einer unfähigen Bundeskanzlerin ist, sondern der gesammelten Unvernunft wirklichkeitsentrückter Abnicker, Pöstchensitzer und Politikverkäufer zu verdanken ist. Nicht daß ich ihr nicht auch was anzukreiden hätte, aber die Grundvoraussetzungen dessen, was uns derzeit massive Probleme bereitet, hat sie ganz bestimmt nicht alleine herbeigestimmt. Aber das nur am Rande.

  34. Wundert es wirklich ...
    … das das Bundesinnemministerium eine solche Aussage macht?

    Ja, natürlich, denn es ist unsäglich.

    Aber nein, denn werden doch Ministern (ich mag kein genderkonformes /innen) dieser Koalition wie Maas und Schwesig häufig vorgehalten, Freiheit einschränken zu wollen und dazu Leute dubioser Herkunft bzw. dubiosen Leumunds zu finanzieren.

    So weit ist es also mit den Ressorts Justiz und Innen – es kommt nicht mehr auf Rechtsstaatlichkeit an, es lebe der Pranger. Ohne jegliches Urteil soll ein jeder fürchten, an den Pranger des Internets gestellt zu werden, der seine Meinung äußert und sei diese Meinungsäußerung noch so sehr vom Grundgesetz gedeckt.

    Es wird Menschen geben, denen das egal ist. Doch es wird sehr viel mehr geben, am Anfang, in der Mitte ihres sozialen und beruflichen Lebens, die noch einiges vorhaben und bei denen das Wirkung zeigen könnte.

    Herr De Maiziere sollte schon auch mal ein Auge auf die Aktivitäten seines Hauses haben (Ich wollte, dass auch dieser Name mal genannt wird).

    Nun ja, dieser Blog wird von recht vielen potentiellen Hatespeechern kommentiert. In was für eine Gesellschaft bin ich da nur geraten.

    Und nicht einmal eine große Osteuropäerin kann mich da trösten, hat mich Don Alphonso doch an seine Erben verwiesen.

    Seis drum, wie sagen wir Kölschen gern – Et hätt noch immer jot jejange – so hoffe ich, auch hinsichtlich dieses Themas und freue ich mich weiter auf renitente Beiträge und Kommentare.

    • Ich habe noch nie den Eindruck gehabt, hier jeden Kommentar unterschreiben zu müssen (auch nicht, als während OXI viele meinten, ich wäre ein geführlicher Linksextremist). Gemässigte Sprache würde ich auch deutlich bevorzugen, das sage ich ganz offen. Aber ich verabscheue Zensur und lasse hier viel. sehr viel auf eigenes Risiko zu. Ich weiss auch, dass die FAZ selbst vermutlich jeden 5. Kommentar nicht bringen würde. Aber man kann ja auch anders reden.

    • noch nicht abzusehen
      Die Frage steht natürlich, welchem Zweck solche „Handlungsgrundlagen“, unter die man alles und nichts subsumieren kann, dienen sollen. Der Regelzweck ist die Willkür; mithin das „Gesetz des Dschungels“. Die Ausnahme – und auch die hat es schon gegeben – ist das Löschen des Feuers mit Benzin, damit der Spuk bald vorbei ist und man einen neuen Standard setzen kann, fast schon egal auf welchem Niveau; Hauptsache verlässlich. Gewöhnlich verbrennt man dabei gesellschaftliches Vertrauen. Fraglich, also, wie breit die Gesellschaft hinterher noch ist, wen sie noch trägt. Aber das ist überall die Frage und hinterher geht es wieder nur darum, wer relativ betrachtet die besten Startbedingungen hat. Passen Sie auf sich auf und gehen Sie in Deckung, denn – da schmeißt wer mit Lehm! Der sollte sich was schäm´ …

  35. Haben Venezuelaner(innen) ....
    …. bei Euch auch einen Asylanspruch ?
    .
    Die wären zumindest ohne Grundsatzdiskussion, Faltblätter, Verbotstafeln, Nachschulung im Benehmen oder Strafprozesse FKK- und freibadtauglich. Damit wäre der erste Integrationsschritt auch schon geschafft …
    .
    Falls das bereits sexistische Hatespeech ist werter Don, dann brauchts nicht gepostet zu werden, dann seh ich aber auch noch etwas klarer, wie es um Euer DE-Land bestellt ist.

    • Kohl hätte das aufenthaltsrecht sicher erteilt, um dem Ostblock zu schaden. aber heute ist Venezuela doch ein Paradies der Werktätigen.

    • Paradies der Werktätigen, hihi ....
      …. Don, der war echt gut – dazu die Welt:
      .
      *Hunger in Venezuela: Morgens nichts, mittags Maisfladen, abends Saft*
      .
      „Schlange stehen“ fehlt noch für „Täterä reloaded“.

    • es wird Stalinismus mit Banenen.

    • Die Tendenzen in DE können schon beunruhigen ...
      … das Neusprech beschränkt die Freiheit und der Italiener im Osten Frankfurts führt den Sozialismus durch die Hintertür ein und nennt das „unkonventionelle Massnahmen“.
      .
      Die Umverteilung hin zu den hochverschuldeten Habenichtsen ist leider EURO-systemimmanent.

  36. Altparteien und Altmedien: Eine Interessengemeinschaft
    Warum ist der Widerstand bei CDU, FAZ und Co. eigentlich so lau? Warum so beißgehemmt?
    .
    Mein böser Verdacht: Angesichts fortwährend fallender Auflagezahlen geht den klassischen Printmedien der A. auf Grundeis und, und darum sind sehen sie in diesem Zensurmodell auch eine feine Existenzgrundlage für sich selber!
    .
    Je strenger Internet, das ihnen ja auch so furchtbar zu schaffen macht, zensiert und kontrolliert und kriminalisiert wird, umso mehr erhalten sie von ihrer klassischen Gate-Keeper-Funktion zurück.
    .
    Wo nicht mehr jeder Bürger selber einfach so ins Netz reinschreiben darf, was er will, braucht er eben einen Vormund, einen Bürgen, einen Blockwart, die das Privatmeinungen so redigiert, dass ihre Äusserung kein öffentliches Ärgernis auslöst.
    .
    Etwa so sehe ich das Berufsbild des Journalisten in naher Zukunft: Irgendwas zwischen Partei-Instruktur, Briefsteller und Abschnittsbevollmächtigen. Es gäbe dann auch einen Vorwand, die Print-KLassiker über GEZ zu finanzieren.
    .
    Etwa so könnte es an Muttis Witwenkränzchen beklatscht werden.

    • nicht abwegig
      „Etwa so sehe ich das Berufsbild des Journalisten in naher Zukunft: Irgendwas zwischen Partei-Instruktur, Briefsteller und Abschnittsbevollmächtigen. Es gäbe dann auch einen Vorwand, die Print-KLassiker über GEZ zu finanzieren.“

      Natürlich funktioniert so ein System nur, wenn möglichst viele einbezogen werden. Die DDR hielt sich unter anderem deshalb so lange, weil die Partei auch ein sehr großer Arbeitgeber war.
      Die GEZ-Gelder teilweise in Privatmedien umzuleiten ist auch keine grundsätzlich neue Idee, werden doch schon jetzt reichlich Gelder an „Produktionsfirmen“ ausgezahlt, um auf dem Papier die Personalkosten klein zu halten. Es gibt auch keinen Skandal zu befürchten, die Sender können da völlig ohne Hemmungen agieren.
      So wurde in der FAZ einmal berichtet dass die GEZ jetzt regelmäßig Gelder an die Verbraucherzentralen überweise, die offizielle Begründung war, dass die Verbraucherzentralen dafür die Bürger über GEZ-Angelegenheiten informieren sollten.
      Kurz danach ließen die Verbraucherzentralen verlauten dass es eminent wichtig für die Verbraucher sei, dass die GEZ-Sender sich auch im Internet breit machen.
      Das ganze spielte sich ab, während auf Initiative der SPD die GEZ-Gebühr auf EDV allgemein erweitert wurde und die Sender Rieseninvestitionen tätigten um im Netz präsenter zu werden.

      Also, man darf ruhig annehmen dass die Sender den Zeitungen irgendwann einfach einen großen Haufen Geld überweisen und sich das per GEZ als „Finanzbedarf“ erstatten lassen, ohne dass es deshalb irgendwelchen Ärger gibt. Es sind immerhin schwierige Zeiten und da ist es besonders wichtig, die Bürger objektiv zu informieren. So ähnlich wird uns das dann verkauft werden.
      Diese Bequemlichkeit ist erst vorbei, wenn das Geld so knapp wird dass die Bande sich untereinander darum schlagen muss. Bis dahin sind aber bereits wieder Bettelscheine eingeführt.

    • deutsche Medien
      Ich finde es schon seltsam, dass man die faktenreichsten Berichte über die „Terrorwoche“ in ausländischen Medien las.
      Auch hatten diese Medien einen halben Tag Vorsprung, als man in Deutschland noch von nichts wusste.
      Was haben die für sagenhafte Quellen und eine perfekte Vernetzung, dass sie in Deutschland deutsche Medien alt aussehen lassen konnten?
      Ich hoffe es trifft nicht zu, dass die hiesigen Medien langsamer waren, weil sie erst eine schadensminimierende Sprache finden mussten…

      Denn das wäre ein Rückfall in finsterste Zeiten.

      Wenn man wieder „Feindfunk“ hören muss, um zu wissen,was wirklich passiert ist.

    • In Deutschland gab es dafür den #ISbekenntsich-Hashtag, das war sehr lustig.

      (Wir sind da in einer Lernphase.)

    • Titel eingeben
      Absolut, ich denke das ist die hinter dem breiten und auffallend lauten Schweigen stehende Logik oder zumindest ein sehr wichtiger Faktor. Die ersten Schritte in Richtung GEZ-Finanzierung privater Medien sind ja schon gemacht, bspw. durch diesen Rechercheverbund in dem unter anderem die SZ mit dem NDR kooperiert.

  37. Pingback: Heiko Maas hetzt gegen freie Meinung: DDR 2.0? - Tichys Einblick

  38. Twitter ist ein Geschwür
    Man kann es nicht oft genug zitieren, was Erwin Pelzig schon kurz am Anfang dieses Jahrtausends prognostizierte:

    Noch niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte konnten so viele Idioten so viel Unsinn so schnell so weit verbreiten. Idioten hat’s zwar schon immer gegeben in der Menschheitsgeschichte. Aber die wußten wenigstens nix voneinander. Heute können die sich sofort kennenlernen. http://www.globaler-volldepp.de oder noch schlimmer http://www.terror.com.

    https://books.google.de/books?id=PdJTDAAAQBAJ&pg=PT64&lpg=PT64&dq=pelzig+globaler+volldepp&source=bl&ots=3EilsZtIpV&sig=Wtwc-TnJRF16koaQm_U2gLK6dnY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwifisvmlYfOAhVEhSwKHdaRCeEQ6AEIFDAA

  39. Traurig
    Dank des umfassenden Versagens der politischen Elite wird es einen rechten Backlash geben. Zeigt sich ja jetzt schon am Erstarken der AfD – in meinen Augen eine reine Troll-Partei.

    Ich mag unsere freie Gesellschaft mit weitgehender Gleichberechtigung. Die Links- und Feminismustrolle mit ihrer eingebildeten Opferrolle (hört man ihnen zu, fühlt man sich nach 1952 versetzt!) werden dafür sorgen, dass wir tatsächlich weniger frei werden.

    Ich sage immer gerne: Die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Grundgesetzes steht von allen Seiten unter Beschuss – oben (Regierung & deren Femtrolle), rechts (AfD und schlimmer), links (…) und unten (Islam).
    Als Vertreter der gemäßigten Mitte ist man hier leider immer und für alle der Arsch – den linken zu rechts, den rechten zu links, den Moslems zu islamfeindlich, allen anderen zu „Gutmensch“.

    Danke Don, dass Sie Die Stimme sind – dass Sie sich frei Äußern können, obwohl Sie gar nicht unkündbarer Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof sind.

    • aber ich mache das mit Vergnügen.

    • Titel eingeben
      Kann es vielleicht sein, dass die durchgehend schlechte Meinung zu AfD einzig darauf beruht, dass die meisten Menschen ihre Meinung allein durch Konsum von Tagesschau & ARD/ZDF generell, Tagessspiegel, Spiegel, Zeit, FAZ, SZ (und all die schlimmeren) gebildet haben?
      (Bin weder Mitglied noch Mit- oder Hinterherläufer dieser Partei. Es fällt mir nur auf…)
      Oder war das damals in den Anfänger der Grünen ganz genauso? (ich glaube mich zu erinnern: ja)

    • @kdm und Don Alphonso
      Es gab von Malte Fischer im Februar einen Artikel auf „Fisch und Fleisch“.
      Als ich den link weiterempfehlen wollte, war er plötzlich tot.

      Hier noch ein Hinweis darauf, dass es ihn mal gegeben hat.
      http://www.wertewandelblog.de/viele-gegner-der-afd-verhalten-sich-nazimaessiger-als-die-afd-von-malte-fischer-fischfleisch/

      Wertewandelblog war mir bisher kein Begriff, aber ich freue mich zumindest, dass ich dort noch eine Spur des verschwundenen Malte-Fischer-Artikels gefunden habe.

      Ich wüsste gern, was passiert ist, dass er auf „Fisch und Fleisch“ plötzlich verschwunden war, besonders, da diese Plattform in der Unterzeile das Wort „Meinungsfreiheit“ stehen hat…
      https://www.fischundfleisch.com/

      Lieber Don,
      haben Sie vielleicht mit Ihren besonderen Kenntnissen, eine Möglichkeit, das herauszufinden?

    • Ich habe mal mitbekommen, dass eine Autorin einen migrationskritischen Beitrag selbst gelöscht hat.

  40. Hilfe! Es gibt jetzt sogar "Stammtischkämpfer"- aäh "innen"...
    Mir wird ganz schlecht…Antifa bietet Workshops an….
    https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/

    „Ein wesentliches Idee unseres Bündnis ist die „Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung. Wir erleben, dass rassistische Argumente immer weiter um sich greifen und RassistInnen immer mehr Gehör finden. Unsere Seite reagiert auf diese veränderte Stimmungslage oft mit Verunsicherung und Rückzug. Das wollen wir ändern. Wir wollen als lokale und regionale Kernaktivität des Bündnisses eine Stammtischkämpfer*innen-Ausbildung aufbauen. Dazu stellen wir uns vor, dass lokal Aktive aus unterschiedlichen Zusammenhängen z.b. an einem Samstag zusammenkommen und in 4 Stunden sich selbst befähigen, Argumente von AfD und co auseinandernehmen und wichtige eigene Argumentationsmuster entwickeln. In diesem Workshop wollen wir die Grundzüge der Kamapagne entwickeln.“

    • Die gobt es schon länger und ich habe noch nie einen von denen gesehen. Schräge Idee. wenn es nicht mal selbst für ein paar Bierdimpfl reicht, sollte man es bleiben lassen.


    • Ist das jetzt sowas wie die Diplom-Unternehmer zu Ich-AG-Zeiten, in „politisch“?

    • Titel eingeben
      Die sind schon lange in vielen anderen Medien unterwegs und die dort eingeübten Phrasen werden nur noch als Todschlagargumente gebetsmühlenartig wiedergekaeut. Normaler Austausch ist da schon lange nicht mehr möglich.

      Auch mein Dank geht an DA für seine Blogs. Und an alle Kommentatoren- und innen die diese so lesenswert machen.

    • Gern geschehen.

    • Ich hatte mit denen auch kurz zu tun, nachdem ich schrieb, dass das, was sie
      posten, mit meiner Lebenswirklichkeit nichts zu tun hätte, war Ruhe.
      Allein das beschriebene „Kämpfen“ gegen oder „Bekämpfen“ von Menschen, die anders denken.
      Es schüttelt mich, wenn ich daran denke.
      Aber kein offener Blick in die linke Gewaltszene oder gar Richtung Neueingänge, wo ja heftig viele Ressentiments, wenn nicht gar Gewaltbereitschaft, zu erkennen sind.

      Das Erwachen, wenn solches Denken als „Irrtum“ erkannt wird, wird grausam, weshalb ja alle möglichen Abwehrstrategien, die Realität zu vernebeln, eingesetzt werden.

      Kann diese Schnüffelkampagne auch andere Sprachen als Deutsch? Das hab ich mich schon gefragt, gerade wegen des Terrors und der Vorgänge in der Türkei. Und wie geht man mit Fremdsprachlichen um, die vielleicht nicht nur hate an andere posten?

  41. Konfrontation mit Twitter
    Milo Yiannopoulos geht aufs Ganze. Schon beim Parteitag (als Breitbart zufällig genau ggü. von Twitter seinen Stand hatte), hat er die Mitarbeiter wiederholt zu ihrer Meinung zur Redefreiheit befragt und dabei gefilmt. Inzwischen die Anfrage zur Herausgabe von Informationen zu seiner Person, die er notfalls juristisch durchsetzt (Irland, EU).
    Ich denke, es wird klappen: Entweder komplette Redefreiheit für alle inklusive Beleidigungen oder strenge Regeln für alle. Oder Twitter kann dichtmachen. In D. gibt es mittlerweile eine Petition.
    Es reicht!

    • You're not an asshole, Mark. You're just trying so hard to be.
      Yep, man muss Personen wie Maas nur laufen lassen und sie anfeuern. Sie werden sich, und alle die ihnen folgen, blindlings ins Schwert stürzen. Nichts ist so berechenbar wie Dummheit.

      Wie sich Konzerne wie Facebook und Twitter mit Regierungen ins Bett legen können, das ist eine dieser Dummheiten….Aber ich kenne ja die Berater dieser Konzerne.

      Maas wird dann doch noch einen Eintrag in die Geschichtsbücher bekommen:
      Der, der Twitter und Facebook liquidierte

  42. wie früher
    Habe als Kind/Jugendlicher die DDR live miterleben dürfen, vieles erinnert mich nun wieder an diese Zeit. Umso mehr ein System in Bedrängnis kommt, umso schärfer geht es gegen seine Kritiker vor. Ich glaube, die wachsende Aggressivität in der politischen Auseinandersetzung rührt genau von daher, die Linke hat ihr Scheitern vor Augen, will dies aber nicht war haben und klammert sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln an die Macht.

    • Titel eingeben
      „die Linke hat ihr Scheitern vor Augen, will dies aber nicht war haben und klammert sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln an die Macht.“
      Und dafür schleift sie neben dem gesellschaftlichen Minimalkonsens über Grundfragen auch alles, was mal zum Schutz der freien Rede mühsam etabliert wurde. Das wird die noch teuer zu stehen kommen, und dieser Gedanke verschafft mir nicht die kleinste Genugtuung.
      Zumal die unangenehmsten Vertreter sich unter jedem Regime einrichten können, wie man gerade sieht.

  43. Titel eingeben
    Lieber Don, sie schreiben hier über ein Prvatunternehmen, laut Statut und sogar Gesetz der Gewinnmaximierung verpflichtet. Twitter kann auf der Plattform machen, was das Management für richtig hält. Oder sehe ich da etwas falsch? Und Twitter jetzt irgendeine Manipulation der Inhalte vorzuwerfen – so what? Das ist DEREN Seite und gemäß der Freiheit der Meinungsäußerung kann Twitter da äußern, was auch immer Twitter will – oder gilt das Recht auf Meinungsfreiheit nur für genehme Positionen?

    • Das ist natürlich richtig, aber so ein Unternehmen lebt von seinen Nutzern, und da ist eine gewisse Verlässlichkeit der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe nichts gegen Regulierung, wenn ich weiss, woran ich bin. Dann kann ich mich frei entscheiden. aber so wie jetzt geht das einfach nicht.

    • Schön wärs
      „Lieber Don, sie schreiben hier über ein Prvatunternehmen, laut Statut und sogar Gesetz der Gewinnmaximierung verpflichtet. Twitter kann auf der Plattform machen, was das Management für richtig hält. Oder sehe ich da etwas falsch? Und Twitter jetzt irgendeine Manipulation der Inhalte vorzuwerfen – so what? “

      Sagen sie das mal Frau Merkel und Herrn Maas, die haben ganz andere Auffassungen darüber wozu Privatunternehmen verpflichtet sind.
      Und setzen sich damit ja auch durch.

    • Ich halte diese ...
      oft gehörte Argumentation letztlich nicht für stichhaltig. Es ist richtig, Twitter und Facebook sind Privatunternehmen mit den Freiheiten, die Privatunternehmen beanspruchen dürfen. Wer aber ein kommerzielles Angebot im öffentlichen Raum an die Allgemeinheit, im Prinzip an alle tätigt, der hat einige Regeln zu beachten. Insbesondere darf er sein an die Allgemeinheit gerichtetes Angebot nicht willkürlich aus sachfremden Erwägungen einschränken.
      Um zu verdeutlichen: Aldi ist zweifellos ein Privatunternehmen, das ein Angebot an die Allgemeinheit, im öffentlichen Raum richtet. Es ist liegt nicht in ihrem Ermessen, Menschen ihr Angebot willkürlich vorzuenthalten, es sei denn, sie hätten stichhaltige sachbezogene Gründe, die eine solche Beschränkung rechtfertigen.

  44. Zaun
    Früher sagte man: Wenn es dir hier nicht gefällt und da so besser ist („Der altmodische Herr Erdogan, der in der Türkei noch mühsam eine Beleidigung nach der nächsten vor Gerichte bringt, über die er noch keine totale Kontrolle hat, ist im direkten Vergleich ein Stümper.“), dann geh doch rüber. Immerhin, lieber Bruder im Don-sein, droht ja hier dann wohl auch die Verhaftung undsoweiter. Armer Don.

  45. Klarstellung
    Angesichts der grausigen Vorgeschichte unsrer Demokratie ist es selbstverständlich, dass der Staat gewisse Grundrechte dann einschränken kann, wenn sie missbraucht werden, um eine – auch teilweise – Rückkkehr zum NS-Staat oder seiner Ideologie zu propagieren. Unsere Demokratie hat ein Recht darauf, sich gegen einen Rückfall in die NS-Barbarei zu schützen, und überdies hat Deutschland eine Verpflichtung gegenüber den anderen Nationen, insbesondere gegenüber Israel und den ehemals von deutscher Besatzung betroffenen Staaten. Diese Verpflichtung betrifft aber nur Deutschland, evtl. auch Österreich.

    Übrigens: auch wenn die DDR ein Unrechtsstaat war, ist eine Gleichsetzung mit dem maßlosen NS-Terror keinesfalls gerechtfertigt, der Vergleich einzelner Erscheinungen („Totalitarismus-Debatte“) dagegen schon. Die Grenze ist also nicht leicht zu ziehen – umso wichtiger ist es, auf dieser Unterscheidung zu bestehen.

    Ob die dabei getroffenen Entscheidungen im einzelnen sinnvoll oder gerechtfertigt sind, muss selbstverständlich diskutiert werden.

    Die Gefahr auch bei gerechtfertigten Grundrechtseinschränkungen – hier der Meinungsfreiheit – ist aber, dass man sich daran gewöhnt, dass ihr Anwendungsbereich sich schrittweise verbreitert auf andere Gebiete. („Ca fait tache d’huile“ – „wie ein Ölfleck“). Die Unterdrückung von NS-Parolen wird dann als Vorbild gesetzt im Kampf „gegen Rechts“, im Kampf gegen XYZ-„Phobien“, gegen „Sexistische Werbung“, allgemein „gegen Hass“ (und der Staat oder die IMs bestimmen, was „Hass“ ist, und was nicht.

    Wir haben solche Auswüchse während des kalten Krieges in den 50er und frühen 60er Jahren bei der Bekämpfung kommunistischer Bewegungen erlebt (sozusagen ein „Kampf gegen Links“, umgekehrt in der DDR ein „Kampf für den Frieden“).

    Es ist diese Grenzverwischung, die das ganze gefährlich macht. Langfristig könnte diese Entwicklung zur Etablierung von allerdings privaten (NGO etc) Institutionen a la „Minitrue“ (1984) führen, die von der Regierung an der langen Leine geführt werden. Eine Art Firma „Minitrue Inc.“, oder ein ganzer Konzern.

    Fazit: es muss immer wieder darauf bestanden werden, dass Deutschland eine besondere konkrete historische Verpflichtung hat, ein Wiederaufleben der NS-Ideologie zu verhindern, dass aber davon abgesehen die Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt werden darf – selbstverständlich stehen Aufrufe zu Mord und Gewalt, Beleidigungen oder auch der sprichwörtliche Versuch, mit dem Ruf „Feuer!“ in einer vollbesetzten Veranstaltungshalle eine Panik auszulösen, nicht unter dem Schutz der Meinungsfreiheit.

    Versuche, den „Schutz“ irgendwelcher anderen heutigen Interessengruppen zu privilegieren durch falsche Gleichsetzung mit den Verfolgten des NS-Regimes widersprechen den demokratischen Grundsätzen unserer Verfassung.

    • Es sieht ja durchaus so aus, als gäbe es langsam ein Begreifen dessen, was da droht. Hatespeech ist das neue Kinderpornographie.

    • Englisch, von allen Blendern und Etikettenschwindlern bevorzugt
      Ich empfinde es als eine Dreistigkeit, dass man für etwas, das für bedeutsam ausgegeben wird, sich nicht einmal müht, eine landessprachliche Vokabel zu finden. Unsere Sprache ist nun wirklich reichhaltig genug; man müsste sie natürlich beherrschen und nicht nur die Werbesprache des „Angesagten“, das man also wohl nur als Multiplikator der Gedankenlosigkeit beflissen nachplappert. Und wenn man dann auch noch den Begriffen mehr oder weniger strafrechtliche Relevanz zumessen will, ist es der Gipfel an Hohn.

      Hate Speech, Gender Mainstreaming, Outsorcing, Imact und Outcome … die diversen „-phobien“, die gegen den Sinn der Wurzel im Griechischen konstruiert sind, passen da auch hinein.

      Notabene, ich habe nichts gegen das Englische selbst. Was für schöne und ausnehmend klare Sätze es doch bei Shakespeare gibt: “The first thing we do, let’s kill all the lawyers.” Klar und verständlich, auch noch, wenn man statt “lawyers” das Wort “marketeers” einsetzte. Als Programm gewiss nicht realisierbar, schon allein, weil es zu wenige Altruisten und zu wenige gute Tauchermesser gibt, von gewissen – bei einer entsprechenden Unterstützerkulisse vor allem oben allerdings regelmäßig unschwer überwindbaren – moralischen Einwänden einmal ganz abgesehen.

    • Hysterie
      Das mit der Kinderpornographie hat sich auch in den Köpfen festgesetzt. Das hat man deutlich an argwöhnischen Blicken gesehen, wenn jemand -insbesondere natürlich Männer- zu Kindrn einfach nett war. Und ist. Es blibt ja was hängen!

      (Off Topic: schon gelesen? Nick Denton von Gawker hat Privatinsolvenz angemeldet)

    • Ja. Hihi.

    • @ Pérégrinateur
      Lieber Pérégrinateur,

      Ihrem Shakespear stelle ich gerne unseren Goethes Faust I gegenüber:

      „Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt,
      Und lispeln englisch, wenn sie lügen.“

      Eine wohl durchaus bemerkenswerte Weitsicht des Herrn Geheimrat, gibt sie doch Selbstverständnis und Tätigkeit der Maasschen Sprachhygieniker gut wieder…

    • @D.A.
      Der neue Kindesmissbrauch, wollten Sie wohl schreiben? Denn der ist vom Tisch, nicht wahr. Sonst würden die Grünen nämlich nicht gewählt, zur Erinnerung:
      http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/missbrauch-bei-den-berliner-gruenen-paedophilie-in-kreuzberg-es-wollte-keiner-hoeren/11823438.html.

      Daraufhin ist gar nichts erfolgt, oder habe ich etwas überlesen? Interessiert ja auch keinen! Dafür haben wir gestern einen Teppich im Garten gereinigt; mit dem Nasstaubsauger. Weshalb man den Mottenschutz gerochen hat, mit dem der Teppich behandelt ist; wenn auch dezent, aber so ist das nunmal. Kam eins von den **** vorbei (Geschlecht wage ich nicht zu bestimmen, denn ich könnte jemanden diskriminieren) und äußerte laut, so gehässig und unbeherrscht, wie man es früher allenfalls alten Damen kurz vor der Grube nachgesehen hätte (hier waren öffentliche spitze Bemerkungen über einen anwesenden Dritten eigentlich nie en vogue sondern galten schon immer als ganz ekelhafte Charakterschwäche): „Das ist aber nicht gut für die Umwelt – so wie das stinkt!“

      Das Schlimme daran ist – *** meinte das offensichtlich auch noch ernst. und die Begleitung hatte keine Zwangsjacke dabei. Das ist wirklich das Niveau derjenigen, die uns vertreten möchten, die denken ernsthaft, sie könnten das leisten. Sozial schwache Kinder „trösten“ ist offenbar auch ok – solange es nicht die Priester tun. Hauptsache, die Menschen haben keine sauberen Teppiche.

  46. Twitter, Facebook, Freie Meinung
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die amerikanischen Mutterkonzerne nicht wissen, wer da was und warum im fernen Deutschland löscht. Ich bin mir weiter ziemlich sicher, wenn in Amerika jemand gegen die deutschen Zensierer klagen würde, dass „Die Stiftung“ und ähnliche recht schnell weg vom Fenster wären.

    Daher: #freedomofspeech statt #nohatespeech

    • die konzerne äusssern sich dazu so selten wie nur irgend möglich. Es ist keine gute Sache, wenn die so intransparent sind.

    • Titel eingeben
      @W.Niedermeier: Das sprechen Sie so nebenbei einen ganz wichtigen Punkt an, nämlich den des Rechtswegs und des Rechtsschutzes. Ich kann mich, zähneknirschend, noch damit abfinden, wenn Dinge passieren, die ich nicht gut finde. Fair enough, in einer Demokratie passiert es eben, dass eine Mehrheit anders denkt als man selber.
      Aber: ich habe in der Regel einen Rechtsschutz, wenn ich zielgerichtet von Maßnahmen betroffen bin, die staatliches Handeln sind oder die auf staatliches Handeln zurückgehen. Wie etwa der staatlich veranlassten oder zumindest geförderten Zensur, die hier stattfindet. Und ich kann, bei genügend langem Atem zugegebenermaßen, dieses staatliche Handeln vor den Gerichten überprüfen lassen. Weil es einen Grundsatz der Bindung der Verwaltung an Recht und Gesetz gibt, und eine Rechtsweggarantie.

      All dies gibt es bei dem Stiftungsmodell nicht. Das BMI macht in bester Mafiaboss-Manier „Angebote“, „Vorschläge“, gibt „Einladungen“, und jedem ist klar dass diese nicht abgelehnt werden dürfen. Es sind Akteure am Tisch, die weit überwiegend aus staatlichen Mitteln finanziert werden. Die eben aus diesem Ministerium und/oder dem Familienministerium kommen, dem finanziellen Dopingarzt für Gedöns. Die Gelder werden natürlich ohne Ausschreibung verteilt. Und die öffentlich finanzierten Mitarbeiter der öffentlich finanzierten Stiftung setzen dann den öffentlich erwünschten politischen Kurs durch, indem sie bei Privaten bestimmen, was zulässige Inhalte sind und was nicht.

      Der Private hat aber dagegen kein Rechtsmittel, er bekommt keinen Bescheid, ihm sagt noch nicht mal einer Bescheid, Begründet wird erst recht nichts, und was „verboten“ ist und was nicht wird sowieso höchst subjektiv und in eigener Machtvollkommenheit von Leuten entschieden, deren öffentlich lesbare und anschaubare Äußerungen bei Twitter, Youtube und co. mich kleinen Hobbypsychologen spontan an Psychopathen mit narzistischer Persönlichkeitstörung denken lassen.

      Der Private wird kaum gegen den privaten Plattformbetreiber klagen können, warum auch. Der Plattformbetreiber kann letztlich selbst bestimmen, was auf seiner Plattform steht. Es wäre eher der Plattformbetreiber selbst, der gegen die staatliche Einflussnahme vorgehen müsste. Aber natürlich beißt die Plattform nicht die Hand, die sie füttert, oder nur dann, wenn sie, wie im Fall Microsoft wegen der Datenherausgabe, ihr Geschäftsmodell (cloud) im Kern gefährdet sieht.

      Und so kommt es, dass ein FJS wegen der rechtswidrigen und schikanösen Durchsuchung einer Redaktion zurücktreten musste, während heute die Presse einem Zensurfinanzierer auch noch applaudiert.

      Und die Leute wundern sich, warum die breite Bevölkerung immer mehr in den „etzlangts“ Modus geht.

  47. Publizistische Inzucht!
    Eine Twitter-Nutzerbefragung ganz zu Beginn des Social Media-Zeitalters ergab einmal, dass der überwiegende Teil der Twitterer der Kommunikationsbranche entstammt. Daran dürfte sich bis heute nicht viel verändert haben. Das legt den Verdacht nahe, dass hier publizistische Inzucht betrieben wird: Die populärsten Hashtags ever wie z. B. #Shirtgate oder #aufschrei wurden ja bezeichnenderweise auch von Irgendwas-mit-Medien-Mädels in die Welt gesetzt. Das ist kein Zufall, erreicht man doch mit lediglich 140 Zeichen die eigentliche Zielgruppe, nämlich Medienschaffende (Multiplikatoren), praktisch ohne jeden Streuverlust- was den Verdacht der publizistischen Inzucht zusätzlich untermauert. Mir als Leser entlocken Hashtags deswegen nur noch ein müdes Lächeln, wenn überhaupt. Bis zur Dekotierung von Twitter von der Nasdaq (und allen anderen Börsenplätzen) dürfte nicht mehr viel Zeit vergehen. Auch eine Übernahme ist nicht ausgeschlossen. Oder gleich die Schliessung des ganzen Ladens…

    • Twitter ist sicher nicht dauerhaft. Aber es hat ein enormes Gewicht, übrigens auch bei konservativen Autoren.

  48. Auch wenn's leider wieder ein Link ist, lieber D. A.,
    hier ein wirklich guter (und erstaunlich neutraler!) Artikel aus Nachbars Garten:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/afd-in-mecklenburg-vorpommern-so-denken-schueler-und-jungwaehler-a-1104572.html

    Die jungen Leute machen Hoffnung – denn das Interessanteste: Sie sind daran interessiert, selber zu denken und sich unbehelligt von fürsorglichem halbstaatlichen Nannytum eine Meinung zu bilden.

    Auch (und gerade!) nicht AfD-geneigte Schüler finden es doch sonderbar, wenn in Meckpomm bei zu erwartenden 19% (…the elephant in the room…) von den versammelten Saubermännern und Sauberfrauen kein Vertreter des politischen Gegners zum diskursiven Infight eingeladen wird, weil:

    „In der AfD-Spitze sitzen stark rechte Arschlöcher. Erst wenn sie ins Parlament kommen, müssen wir weitergucken“, meint Herr Hackbarth, Vertreter der Jusos.

    Ja, da scheint die Basis leider auch kein ausgereifteres Konzept zu haben als ihr oberster Chef, dessen Aufmerksamkeit allerdings gerade mit der Fusion dieser ganzen undurchschaubaren Discounter anderweitig stark in Anspruch genommen zu sein scheint…

    • Dann gibt es halt eine supergrosse Koalition im Parlament und irgendwann heftige Probleme auf den Strassen.

  49. @ Uwe Dippel hob am 31. Juli 2016 um 22:30 Uhr an zu beanstanden
    „Mutterschiff!
    1. Steigert es meinen Blutdruck, wenn jetzt schon jemand frecherweise ein (C)opyright hinter einen geklauten Ausdruck setzt! Pfui, denken Sie an meine Gesundheit!“
    .
    Ähämmmm, erst beansprucht ER diesen Ausdruck erfunden zu haben. Ich schreibe IHM, noch unter anderem Tarnnamen, dass ich dann ein © anfügen würde. Es reicht IHM nicht. Was soll ICH tun, man ist ja rücksichtsvoll, vor allem dann wenn gesundheitliche Gründe ins Feld geführt werden. Würde IHM evtl. © Dippel (verflixt Strg+# ne marche pas) sonst würde ich das Töpfle (schwäbische Entsprechung) analog einer chemischen Formel tiefer stellen.
    .
    Inzwischen bezeichne ich, ohne dem jeweils einen schriftlichen Ausdruck zu geben, das tranige Walfangschiff vom Main als medialen Flottentender im direkten und ausschließlichen Liniendienst zum Versorgungshafen am Spreeufer. Ahoi
    .
    Finalmente, den Sarko ordne ins gleiche Ablagefach ein wie den starkstirnrunzelbesorgten Horst. Immerhin hat der erstere uns ein neues französisches Verb hinterlassen, das stark an einen deutsche Firma für Druckreinigungsgeräte angelehnt ist. Es hier erscheinen zu lassen wäre aber nun wirklich menschenverachtender #.

    • .
      alora, meine herren, darf man daran erinnern, dass es einst unter wordpress einen weissen salon gab, den zu beehren man die ehre noch hatte:
      und dorten im herbste 2014 erlaubte man, also moi, sich diese fade wendung – die doch so geschützt ist, wie das unhübsche wörtchen von eitlen fazke daselbst.

      hipster!
      (und ewig hängt die nudel im barte…
      mon dieu, wo und was denn sonst.)

    • Irgendwann kommen die Bärte auch wieder runter.

    • Mea culpa maxima!
      Je demande pardon, donna laura,

      und bitte vielmals um Vergebung, und bestätige hier und heute und unwiderruflich dass ich fürderhin nie wieder ein Recht Geistigen Eigentums zu beantragen mir anmassen werde betreffs der von Ihnen zeitlich vor mir erfundenen und von Ihnen als ‚fade‘ eingestuften Wendung.

      Es konnte nur reine Eitelkeit von meiner ansonsten bescheidenen Art sein, diesen Ausdruck den ich fälschlicherweise als von mir als passend assoziiert entwickelt, auch noch unfade zu finden.

      Auch wenn ich jetzt untertänigst um Vergebung bitte, bleibt uns allen ein Problem: Welche anderweitige und nicht geschützte und unfade Wendung denn sonst zu finden wäre?
      Déjà de l´autre coté de la[n?] lune, leider, nein. Einfach zu lang.
      Wie wäre es mit Magazin Um Tausend Tägliche Einzelheiten in Reihen und Spalten Hochformatig Im Freihandel Freizubieten (MUTTERSCHIFF)?

  50. Pingback: S/M des tages | Schwerdtfegr (beta)

  51. @ Samsara / R. Simon
    „Kleines Fundstück“. Nicht den un-wicht-igen Wichtelmann meine ich. Mit seiner Neuerwerbung hat Dons Maßstäbe gesetzt. Wer möchte die da noch in Öl auf Leinwand ? Ein digitales Foto ist schon mögliche Perlen auf dem Speicher belegt…auch wenn da fotoshoptechnisch noch was zu machen wäre. Wenn Blicke töten könnten.

    • ddlacdll, Tamarisque, Samsara usw., ne, ist schon klar, ich habe auch den Artikel gelesen
      feine Satire. Und eben habe ich mir #teamjulia https://twitter.com/hashtag/teamjulia?src=hash&lang=de zu Gemüte geführt, was eigentlich schmerzensgeldpflichtig sein müsste. Die Gudste jammert über den Kapitalismus, der sie zwingt, sich so oder so zu kleiden, dabei ist sie doch Marxistin und als solche wird sie auch noch gezwungen, eine MCM-Tasche für 540 Eurotaler zu tragen. Die Dinger mit den vielen Logos fand ich in den 70er Jahren schon grauenhaft.

      Schön in der Twitterei die Gegenüberstellung Profilbild und Standfoto aus dem Video. Warum sich junge Frauen so ungepflegt zeigen, ist mir ein Rätsel. Ich wäre nie ungeschminkt aus dem Haus gegangen und erst heute im Alter, immer leicht gebräunt, gehe ich so, aber etwas Rouge muss sein und wenn ich Laune habe, auch noch Mascara.

      Erschreckend ist allerdings das merkwürdige Geschichtsverständnis:

      Das hat nicht einmal mehr Kindergartenniveau, das ist nur noch unterirdisch. Also Sprache, Geschichte usw. 6 = ungenügend.

      Der Kahane möchte ich nicht im Mondschein begegnen, die Frau macht einem ja Angst und erinnert an Grenzwächterinnen in Helmstedt. Aber natürlich abgespeichert, klar doch, solche Zeitzeugnisse muss man sich aufheben, wie AM oder den kleinen Mann von der Saar, von dem es auch seltsame Fotos gibt, der guckt immer so, als hätte er was ausgefressen…

  52. Willkür
    „Es gibt keinerlei nachvollziehbare Kriterien, was an Äusserungen unter welcher beteiligten Organisation akzeptabel ist. EU, deutsche Ministerien und von ihnen begünstigte Organisationen erschaffen gezielt ein Klima der ausserdemokratischen Unsicherheit, das Denunziation Tür und Tor öffnet, ohne dass die Folgen für die Nutzer erkennbar wären.“

    Was Sie da nebenbei erwähnen, erfüllt den Tatbestand der Willkür.
    Das Durchsetzen von Regeln samt Bestrafung, ohne dass der Bestrafte im Voraus darüber Kenntnis besitzen kann, welche Regeln überhaupt gelten.
    Oder umgekehrt formuliert: Das Erfinden von Straftatbeständen zur Bestrafung.

    „Ausländer scheiße!“ = wahrscheinlich Straftat.
    „Nazis scheiße!“ = wahrscheinlich keine Straftat.
    „Ausländische Nazis / nationalsozialistische Ausländer scheiße“ = wer weiß.
    „Linksfaschistische Regierung scheiße“ = wahrscheinlich Straftat.
    Was davon Straftat ist wird in erster Instanz von inoffiziellen Behörden wie der IB AA-Stiftung samt IMs bestimmt und in zweiter Instanz ggf. von Richtern.
    Bananenrepublik Deutschland!

    Ich weiß nicht was trauriger ist. Dass unser wertes Justizministerlein samt Vorgesetzter bzw. Inhaberin des zweithöchsten Amtes der BRD Willkür forcieren oder dass das mal wieder schlafwandelnd und in bester Tradition stehend weithin überhaupt nicht realisiert wird und sich die hiesigen Schäfchen ihre Schlächter voller Selbstgerechtigkeit andauernd wiederwählen.

    • Troy, do you remember when we could tell the good guys from the bad guys?
      Das Faszinierende an der ganzen Entwicklung ist doch allein schon die Tatsache, dass das alles möglich ist.
      Wer hätte noch 2014 geglaubt, dass eine Bundeskanzlerin im Alleingang die Grenzen abschaffen kann, über Nacht, ohne irgend ein Parlament zu befragen.
      Dass die vierte Macht im Staat, die weltweit anerkannte deutsche Presse, über Nacht, alles über Bord wirft, was ihre Qualität begründete und nun nur noch als Lügenpresse im Gleichschritt mit der Regierung marschiert.
      Dass die Vorreiter der neuen freien und alternativen Internetwelt sich, ohne nur eine Sekunde zu zögern, dem Diktat einer staatlichen Zensurbehörde unterwerfen.
      Dass der deutsche Rechtsstaat nicht mehr Säule sondern nur noch Endlager wirrer Gesetzentwürfe zu sein scheint.
      Dass das deutsche Volk jeden Tag in allen Blogs und in allen Gesprächen und in allen Kommentaren laut schreit, aber sich nicht traut, heimlich ein Kreuz bei der Alternative zu setzen.

      Die ganze Moderne war nur eine Illusion.
      Dieses Land ist immer noch im Kern eine einzige Hierarchie.

    • Naja, nicht alle Medien, es gab schon Ausnahmen. Aber das war schon eine Art Ermächtigungsgesetzlosigkeit der besonderen Art. Da kann einem angst und Bange werden. Speziell bei ARD und ZDF.

    • @Goodnight
      Naja, überraschend finde ich das nicht. Ich denke in zyklisch wiederkehrenden Anfällen des kollektiven Dachschadens dieser Nation mit unterschiedlicher Intensität. Leichte Anfälle, die zumindest mich immer wieder stutzig gemacht haben, ließen sich auch desöfteren in der Vergangenheit beobachten. Bspw. diese von perfekter Irrationalität geprägten öffentlichen Prozesse gegen Einzelpersonen oder am subtilen sprachlichen Wandel wie dem ständigen Wortwechseln für „Ausländer“ oder der moralischen Aufladung und Zweckentfremdung von Begriffen wie Diskriminierung und Toleranz.

      Ein mittelschwerer Anfall bzw. auch mein Hallo-Wach-Erlebnis war Anfang 2006 und läuft begrifflich unter „Karrikaturenstreit“. In meiner Wahrnehmung läuft dasselbe begrifflich eher unter „Stalingrad der Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit“. Egal, der Punkt davon ist eh nur, dass ich vollständig aus dem ausgetreten bin, was mir damals als politischer und medialer Konsens verkauft / eingetrichtert werden sollte, weil er in meiner Wahrnehmung feiger Schwachsinn war. Ein Phänomen, dass glaube ich begrifflich mit „politischer Emigration“ beschrieben wird.
      Interessant daran, sobald man außerhalb dieses Konsens / Zeitgeistes / dieser Staatsdoktrin (wie auch immer man das nennen will) landet, fällt einem zunehmend auf, dass sich Ähnliches andauernd wiederholt, nur eben mit variabler Intensität.

      Das 4. Quartal 2015 war ein besonders schwerer Anfall und dementsprechend viele Menschen hatten ihr persönliches Hallo-Wach-Erlebnis und können einfach überhaupt nichts mehr mit dem politischen und medialen Konsens anfangen (im Sinne von „Hä!? Bin ich im falschen Film!?“).

      Ein anderes Beispiel dafür war Sarrazin. Man musste nichts über ihn oder sein Buch wissen, um darüber zu stolpern, dass da durch die Bank weg ein Buch sowie sein Autor verurteilt und beleidigt wird und praktisch alle aussagten, dass sie das Buch noch nichteinmal gelesen hätten.
      Kaum jemand wusste also, was eigentlich genau drin steht aber alle wussten sehr genau, wie sie es zu finden haben – nämlich schlecht und nicht lesenswert. -> Hä!?

      Die Eurokrise ist auch ein Beispiel dafür. Und es ist zugleich die ursprüngliche Motivation für die Gründung der AfD.
      „Scheitert der Euro, scheitert Europa, daher müssen wir maßgebliche Verträge brechen und das ist alles alternativlos.“ -> Hä!?
      Das waren offenbar genügend Hallo-Wach-Erlebnisse um eine gänzlich neue Partei zu gründen.
      Wer im Verlauf der Jahre auf seinen Stimmzetteln etwas tiefer geschaut hat, dem ist eventuell auch aufgefallen, dass sich andauernd neue Parteien gründeten, die man definitiv nicht dem linken Spektrum zuordnen kann (Pro-Deutschland, Die Freiheit, Die Rechte, etc.), obwohl das klassisch rechte Spektrum von NPD und Republikanern abgedeckt wird. Das halte ich nicht für einen Zufall. Auch nicht die Rechtsverschiebung im letzten Sommer innerhalb der AfD. Da sind zwischen 2013 und 2015 jede Menge Leute von sonstwoher eingetreten und haben die Partei dementsprechend weitestgehend übernommen. Nur woher kamen sie? Es sind exakt die Menschen, die im Verlauf der Zeit außerhalb des Konsens gelandet sind. Logische Konsequenz von dieser Art Mitgliederzustrom ist das inhaltliche Wirrwarr innerhalb der AfD sowie ihre Fundamentalopposition in praktisch allen Themengebieten. Entsprechend ist sie auch Sammelbecken fast aller „politischen Emigranten“.

      Entscheidender Nebeneffekt dieser ganzen Entwicklung ist, dass das was einem hier als Konsens aufgequatscht wird, mittlerweile zu großen Teilen sachlich nicht mehr haltbarer Nonsens bzw. pure Ideologie ist und diese dementsprechend kaum rational verteidigt werden kann, aber trotzdem von seinen Anhängern verteidigt wird. Entsprechend absurd fallen die Begründungen und Methoden aus – zunehmend.
      Akt. Beispiel: „Wir schützen den Rechtsstaat und Minderheiten indem wir willkürlich Meinungsverbrechen zensieren und bestrafen.“
      Nicht mehr „Hä!?“ sondern: passt schon.
      Denn welche Reaktion wird wohl beim zensierten und / oder bestraften Facebook- oder Twitternutzer hervorgerufen? Don Alphonso bzw. der Blogeintrag hier ist ein Beispiel. Ärger und Ablehnung.

  53. Was soll's
    Ich kann zu diesem Thema nur eines sagen, ich habe mich zu DDR-Zeiten nicht von irgendwelchen Vollpfosten einschüchtern lassen und die entsprechenden Konsequenzen getragen, aber ich mache niemandem diesbezüglich irgendwelche Vorwürfe, eine liberale Lebenshaltung hat halt ihren Preis.
    Und jetzt bin ich einfach zu alt und auch zum Glück zu unabhängig, um mich von solch hirnverbranntem Schwachköpfen wie Maas & Kahane irgendwie beeindrucken oder gar erpressen zu lassen.
    Daher rufe ich Maas und Konsorten nur ein lachendes „Götz von Berlichingen“ zu,
    vor allem auch deswegen, weil ich weiß, wie es enden wird, alles schon einmal erlebt.
    Deja vu, ist irgendwie komisch, lachhaft, seltsam, absurd, ……., tja, aber eigentlich nur traurig.

  54. Geschwister Scholl und Ehepaar Hampel
    Nachdem ich hier von meiner Isla Bonita aus eine Reihe von Internet-Foren über Jahre verfolgt habe, auch Ihres, werter Don Alphonso, möchte ich einen vorläufigen Vergleich – noch keine Gleichsetzung – bringen zu anderen deutschen Zeiten.

    Er greift zurück in die Zeit von vor über siebzig Jahren. Damals haben sehr mutige Menschen geglaubt, mit in den Lichthof einer Universität geworfenen Flugblättern oder mit in Hausfluren ablegten handgeschriebenen Protestkarten gegen ein Regime aufbegehren und Wirkung haben zu können. Die Bekanntesten waren wohl das Geschwisterpaar Scholl in München sowie das Berliner Ehepaar Otto und Elise Hampel – später bei Fallada zu den Romanfiguren Otto und Anna Quangel geworden. Stauffenberg und Elser bedürfen einer anderen Einordnung, weil sie nicht mit Papier gearbeitet haben.

    Andere Zeiten, andere Sitten, im Kern jedoch die gleichen Mechanismen, Meinungen abzuwürgen und wenn möglich unsichtbar zu machen. Noch sieht man von oben leicht amüsiert zu, wer sich da unten wie artikuliert, aber man stellt schon so manches ab, registriert jedoch alles, und die Machthaber versichern sich im Volk bereits der ideologischen Mitarbeit von Denunzianten und bauen dafür Deckorganisationen auf.

    „Laßt hundert Blumen blühen, laßt hundert Schulen wetteifern“ hieß es hinterhältig bei Mao, um denen, die sich dann gutgläubig mit Kritik hervortaten, die Köpfchen abzuschneiden. Auf einmal war zulässige Kritik nur noch die, die den Sozialismus voranbrachte…

    Regimes auf dem Pfad ins Unrecht können nun einmal nicht mit gefinkelten (Silberkännchen, Gemälde, Oldtimer und Rennräder) Forumseinträgen im Internet, diesen modernen Flugblättern und Karten, wirksam bekämpft werden. Auch wenn sich der Blogwart und seine Gefolgschaft noch so sehr loben und ermutigend auf die Schultern klopfen. Jo mei, und dann die immer wieder angesprochenen „Wahlen“, egal ob in den USA oder in Europa, ich wiederhole hier very old and busted: Wenn sie etwas änderten, wären sie verboten.

  55. "Meinungsfreiheit" heißt, man darf nicht dafür "hoheitlich bestraft" werden
    Wohl nicht ganz von ungefähr bezeichnet „TWIT“ als Substantiv den „Schwachkopf“, bzw. als Verb das einander „höhnische Aufziehen“. Solange freilich die „Schwachköpfe“ sich nicht für „die Mehrheit“ halten, oder diese „beeinflussen“, könnte mir das #egal sein.

    Mir ist #Niemand der angesprochenen Damen und Herren bekannt, ich bin aber auch nicht besonders scharf darauf. Möglicherweise muss ich sogar befürchten, #ZuAltFuerDiesenScheiss zu sein. Vielleicht hat das alles aber auch #Reingarnichts damit zu tun.

    Bekanntlich handelt #Jeder, der #DenSatz („Yes, we can“ ..“it“ …Sie wissen doch sicherlich, „was“ man da können soll) nicht blind #Unterschreiben will, sowieso wider die #Doktrin – und er (oder sie) muss umgehend subtil #aufLinie gebracht werden.

    Phänomene wie #Mobbing #Zensur und #Hate liegt dabei #inDerNaturDerSache. Von den konservativen #Exzentrikern habe ich zwar gelesen, es blieb aber unklar, ob die einfach einen #Knall haben, oder ob die mehr oder weniger gekonnte #Provokateure sind.

    ———-
    PS: Vor etlichen Jahren habe ich mal was über „2ndLife“ lesen dürfen -vielleicht verwechsle ich da was. Es kam jedenfalls dabei raus, dass die „anderen“ auch alle „irgendwelche Journalisten“ gewesen seien, immerhin hätte man ja „virtuellen Sex“ haben können -wie immer der konkret ausgesehen haben mag- #LeHerdentrieb – Es ist doch eh alles ein Wahnsinn !

  56. Titel eingeben
    @samsara 13:37 ja das ist auch gut so dass das internet nichts vergißt
    das ist wie bei medikamententests dauert jahre oder jahrzehnte vieles wird verworfen und plötzlich steht das rezept da

    ich gehe zu hr. nethanjahu und sara nicht alleine habe meine testperson bei der es sofort gewirkt hat über generationen, mitdabei das wird ein wunderbares geschäftsessen

  57. Einer lügt
    Wer lügt denn hier?
    Sie oder Kathleen Hildebrand?

    http://www.sueddeutsche.de/medien/online-drohungen-es-ist-zu-viel-1.3102061

    • Hildebrandt verschweigt den Kontext. Valenti ist selbst eine Giftspritze und Hasszündlerin, die ihre ganze Karriere auf diese Art aufgebaut und dann als Troll beim Guardian auch noch ein Forum bekommen hat. Schauen Sie sich ihre Beteiligung an den Rape Hoxes an, wo es dann auf Kosten von Unschuldigen ging: Sie hat wirklich alles getan, dass sie zur meistgehassten Autorin dort wurde. Das rechtfertigt gar nichts, aber auf der anderen Seite würde ich so einer Person auch nichts abkaufen: Es gibt eine Kampagne, auch in den USA, Twitter gefügig zu machen. Dafür braucht man spektakuläre Fälle. Die macht man sich selbst.

      Schramm und Banaszczuk haben auch schon mal flennend und „Hate“-brüllend den Stecker gezogen, und waren bald wieder da. Sie sind halt gern leidende Opfer. Die SZ will nicht darauf reinfallen, die SZ ist Teil der Kampagne und liebt das, was Valenti macht.

    • Danke für das ausführliche Statement
      Ich empfinde es aber als befremdlich, dass so eine Klarstellung hier als Antwort auf einen Kommentar kommt und sich andere „Journalisten“ nicht in eigenen Kommentaren oder Glossen auf solch einen manipulativen Kampagnenstil einschiessen.

      Wieso kann man heute ohne Gegenrede (von blogs und sm abgesehen) solche verzerrten (und dümmlichen!!) Auswürfe veröffentlichen?
      Qualitätsmanagement im eigenen Blatt nicht mehr vorhanden und die Kollegen halten lieber *ihre Schnauzen* als so offensichtlich verdrehten und verlogenen Versuchen, einen Narrativ durchzusetzen, die Realität vorzuhalten?

      Sowas verschwindet doch nicht mehr, einer Fr. Hildebrand müssten doch Ihr Leben lang diese Verdrehungen und Lügen vorgehalten werden – wieso kriegt so jemand ausserhalb von taz und nd überhaupt noch Aufträge?

      Ich check es nicht mehr… nach begründeten Prognosen sind diese „Zeitungen“ in ein paar Jahren mangels Einnahmen eh weg vom Fenster; empfindet man das als Narrenfreiheit zur Manipulation in selbstgefällige Richtungen oder läßt die Hoffnungslosigkeit sämtliche Schranken zur ideologistischen Manipulation schwinden?
      (vt): Oder erhofft man sich so die Einführung einer GEZ für treue Presseorgane – quasi um Qualitätsstandards im „Journalismus“ zu halten (hrhr..find ich gar nicht mehr so abwegig).

      Sry für die vielen Fragen.

    • Titel eingeben
      Wenn Sie sich die zehn Personen mal ansehen und ihre Artikel bzw. di Überschriften durchsehen, werdn Sie feststellen daß es sich meist um freudofeministisches Getrolle bis zum Männerhass und „Social Justice“ Geschwurbel handelt. Oder sinnloses pseudopolitisches Gebrabbel.

      Daß es auf Artikel wie die Forderung, Geheimagent 007 solle in Zukunft eine Lesbe in einem emissionsarmen Kleinwagen sein, heftige Reaktionen gibt, ist natürlich Hate Speech.

      Eine kleine Sammlung gibt es unter https://twitter.com/somuchguardian?lang=de

  58. Fischer-Kontroverse. (Beleidigen ist was für Loser)
    Offtopic?: Die Fischer-Kontroverse geht in die nächste Runde. Die Politik-FAZ (Zastrow) beleidigt lustvoll ihren Intimfeind.
    .
    Also da möchte ich doch meinen Ekel äussern.
    .
    Mir geht dieser Scharfrichter Fischer ja auch extrem auf die Nerven.
    .
    Aber was die FAZ da jetzt abzieht, ist pure Schande.
    .
    Bei der Gelegenheit möchte ich mal grundlegend loswerden: Die Begeisterung, die eine gewisse Rebellenfraktion des Feuilleton seit einiger Zeit fürs das Beleidigen aufbringt, macht mir Angst.
    .
    Beleidigungen sind immer Armutszeugnisse, sie richten sich immer auch gegen den, der sie ausspricht. Beleidigen ist was für Loser. (Bei anderen Losern kriegen sie dafür viel Anerkannung).
    .
    Nach politischen Masstäben bedeutet das Beleidigen eine Absage an die friedliche Konfliktlösung. Wer das Beleidigen als politische Strategie empfiehlt, der treibt im Grunde schon zum Bürgerkrieg.
    .
    Satire immer ausgenommen! Aber Satire ist nie rechthaberisch, und rechthaberische Texte sind eben keine Satire.
    .
    Die Verbindung aus Rechthaberei und Beleidigungsstreben ist aber das Übelst überhaupt:der Stoff, aus dem die Tyranneien und Bürgrekriege gebacken werden…

    • Ich verstehe auch nicht, ws das soll. zumal es ja ein Versuch ist, jemanden zum schweigen zu verdonnern. was soll das bringen?

    • Zastrow...
      hat mal einen tollen grundlegenden Text geschrieben, den ich nach 10 (!) Jahren immer noch in den Grundzügen im Gedächtnis habe:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-politische-geschlechtsumwandlung-1327841.html

      Damals war das alles gänzlich neu, zumindest für den noch nicht so höchstgradig misstrauischen Staatsbürger, der ich heute bin und zu dessen Entstehen dieser Text nicht unwesentlich beigetragen hat.

      Aber gegenwärtig ist er auf persönlichem Rachefeldzug unterwegs, und das macht brutta figura.

      Schade.

    • Das ist aber nicht der erste Fall
      @HansMeier555
      Denken Sie an den Limburger Bischof, den Dekkers mehrfach filetierte. Auch der neue Papst kommt bei ihm nicht gut weg. Mir kann es wurscht sein, ich bin völlig ungläubig, aber einigen Foristen stieg er damit schon gewaltig auf die Füße. Unabhängige Presse ist das nicht, sondern reine Polemik.

    • Titel eingeben
      Was mich außerdem stört, ist die Selbstverständlichkeit, mit der einige FAZ-Redakteure ungeniert ihre Artikel einleiten. Als ein Beitrag über Gabriel mit dem Satz „Läuft bei dir, kann man dem Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzenden dieser Tage nicht hinterherrufen“ (der so ähnlich) eingeleitet wurde, habe ich schon aufgehört zu lesen, mir war einfach klar, dass da nichts gehaltvolles mehr folgen konnte. Auch von der FAZ erwarte ich, dass sie sich zumindest ein wenig um Neutralität bemüht und sich nicht im dämlichen Schulhofton hämisch über ihre gerade nicht gut dastehenden Gegner auslässt.

  59. Merkel
    Tolle Arbeit, danke für Ihren Mut! Sie schrieben im Kommentar, Sie kennen keine Merkel-Befürworter. Ich kenne viele, und man darf keine Illusionen haben: wer die Chancen nicht nutzt, die das www bietet, wer Tagesspiegel, Zeit und ZDF als Medien hat – warum sollte der sich von Merkel abwenden? Und dann die vielen Senioren, die aus Tradition wählen und sagen, das haben wir dich immer schon so gemacht… Und jede Ahnung aus Angst vor der Wahrheit verdrängen. Da kommt dann schon was zusammen.

  60. Was unsere Freiheit bedroht, ist nicht die Tyrannis eines wilden Diktators
    auch nicht der Stalinismus im Orwellschen Gewand von 1984, sondern die ganz aktuelle und reale Herrschaft der Quallen. Diese Leute sind doch nicht alle gläubige Ideologen oder Überzeugungstäter – sie laufen einfach mit, wenn etwas angesagt ist, und versuchen, ihre Mitmenschen zur Konformität zu zwingen, bis alle nicht etwa Ionescus „Nashörner“ sind, sondern merkelnde Quallen.

    Warum diese Medusen trotz ihrer Weichheit so stur an irrealen Konzepten festhalten? Weil sie Angst vor Entscheidungen zwischen Alternativen, vor offenen Diskussionen, vor sachbezogenen Argumenten haben. Denn wenn der scharfe Wind der Debatte weht, müßte man ja Position beziehen, und das könnte sich hinterher als Fehlentscheidung herausstellen. Deshalb zieht man sich in die wohlige Wärme zurück, welche der Ruch der „Alternativlosigkeit“ umweht, wo man für seine Position nicht kämpfen muss, weil denunzieren für die gute Sache ausreicht. Dass weder die Anwendung der Gesetze noch die Finanzen stimmen – egal, solange man die Moral auf seiner Seite hat. Mit den Folgen müssen dann eben später andere fertigwerden.

  61. "The Lonely Crowd": Den dominanten Verhaltenstyp im Zeitalter der Massenmedien
    hat David Riesman in seinem Buch „The Lonely Crowd“ bereits 1950 (dt.: „Die einsame Masse“,1956) überzeugend dargestellt.

    Zitate (Wikipedia):“Die wenig dynamischen, ‚postindustriellen‘ Wohlstandsgesellschaften mit sinkender Geburten- und gleich bleibender Sterberate ersetzen diesen [„innengeleiteten“] Typus [der vorhergehenden „Periode hohen Bevölkerungswachstums“] durch den der *konformistischen Außenlenkung*: Das Verhalten der Anderen wird maßgeblich für das eigene Verhalten; von anderen akzeptiert und für voll genommen zu werden, wird zentraler Wert. Abweichungen werden mit Gefühlen von Angst sanktioniert.“
    „Dabei sieht Riesman diesen dritten Typus in den modernen Dienstleistungsgesellschaften auf dem Vormarsch, besonders bei den jüngeren Repräsentanten des Mittelstands.“
    Aus „https://de.wikipedia.org/wiki/David_Riesman“,
    *Hervorhebungen* und „[Ergänzungen]“ von mir.

    • Wo soll man Soziologenüberschuss auch sonst hinstecken?

      Mal was ganz anderes: Wie geht es eigentlich der Promition von Schramm?

    • Der Familienzusammenhalt fehlt mehr und mehr - da will man bei der
      peergroup halt auf Teufel komm raus „geliebt“ werden. Und passt sich an?
      Auf Dauer geht so was immer schief!

    • @Don Alphonso 2. August 2016 um 07:28 Uhr: Mal was ganz anderes...
      Wo soll man Soziologenüberschuss auch sonst hinstecken?

      Weiß ich?

      Mal was ganz anderes: Wie geht es eigentlich der Promition von Schramm?

      Im Ernst: keine Ahnung, ich bin auch kein Soziologe, sondern mehr Richtung MINT. Aber man interessiert sich halt für seine Umwelt.

      Vielleicht betreibt Madame Schramm empirische Sozialforschung, und ihre dumme Twitterei ist nur ein Sozialexperiment, um in den Antworten selbst erhobenes empirisches Material zu finden?

  62. Titel eingeben
    Als Ü65 habe ich Schwierigkeiten zu begreifen, was eigentlich Sache ist in der Reichsmüllstadt. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind Fb und Tw die heutigen Ausdrücksformen dessen, was ich vor rund 45 Jahren in den Seminaren am Otto-Suhr-Institut erlebte. Wenn der Dozent irgendetwas thematisches äußerte, brüllten immer mindestens gleich zwei häkelnde Pol. Wiss. im Nebenfach studierende Germanistinnen: „Das müssen wir jetzt politisch diskutieren.“ Politisch diskutieren war de facto vor sich hin plappern. „Ich hab´gehört, der Marx soll gesagt haben, dass …“ Gegenempfehlung: „Lies ihn doch mal.“ Pures Entsetzen. Wenn ich es recht erinnere, waren in den Büchereien Asterix&Obelix-Hefte der Renner, Marx-Engels-Werke vom Dietz-Verlag eher nicht.
    Also bitte keine Schelte zum Niveau der Diskussion heute. Das war früher nicht besser. Nur sind die Verbreitungstechniken heute tausendfach besser.
    Dass man diesen Umstand instrumentalisieren kann, ist mir auch klar. Ich nutze Fb und Tw nicht. Einer meiner Neffen hat mir einen Whats App Zugang eingerichtet, wo ich die Entwicklung meiner Großnichten mir ansehen kann. Das finde ich praktisch. Mehr brauche ich von dem Zeug aber nicht.
    Anders gesagt: als ich 1973 in der Reichsmüllstadt zum Diplompolitologen gekürt wurde (Beisitzerin die spätere Prof. Dr. Gesine Schwan), waren laut Arbeitsamt damals 200 Diplompolitologen arbeitslos. Wieviel sind es heute? 10.000 oder 20.000? Und wo plappern die alle?

  63. Schön waren die Zeiten, als man noch um Inhalte stritt
    Ich hab die Zeit noch erlebt,
    als man in der Politik über
    Inhalte
    stritt, und das alle für völlig
    normal hielten.
    .
    Und als sich noch nicht ALLES
    um irgendeinen pseudosymbolischen,
    rechthaberischen, kulturkämpferischen
    Idäntitäätskwatsch drehte.
    .
    Um den letzten Tweet von X.
    .
    Als die Frage,
    Wer wen wie weit beleidigen
    durfte musste sollte und wer
    wann aber „wirklich zu weit“
    ging,
    noch nicht die EINZIGE war.
    .
    Was für eine üble Kotzbrühe
    heute
    täglich auf uns niederregnet.
    .
    Ich geben den Qualitätsmedien die schuld.
    Statt diesem Kotz-Karusell etwas
    Seriöses entgegenzusetzen, fahren
    sei begeistert Trittbrett.
    .
    Establishment heute:
    Ein bibelfanatische TV-Prediger,
    der nebenbei einen schwulen Puff betreibt.

  64. Es gibt da noch den ergänzenden Hashtag #nohatespeechfilme
    Beiträge:
    „Vier Macheten für ein Allahu Akhbar“ (Vier Fäuste für ein Halleluja)
    Lizenz zum Spitzeln
    Der Tag, an dem die freie Rede verschwand
    Das Schächten der Lämmer #NoHateSpeechFilme
    Die Wanze auf dem heißen Blechdach #NoHateSpeechFilme
    Liebling, ich habe die Demokratie geschrumpft! #NoHateSpeechFilme
    Denunziantenreport: Was selbst Honecker nicht für möglich hielt!
    Ali Baba und die 40 Fachkräfte. #NoHateSpeechFilme
    Angst essen Twitter auf #NoHateSpeechFilme
    Breaking Grundgesetz – Bis(s) zum Ende der Meinungsfreiheit
    Wenn’s beim Posting zweimal klingelt
    Und täglich grüßt der Einzelfall #NoHateSpeechFilme
    Dr. Kahane oder: Wie ich lernte, die sogenannten Flüchtlinge zu lieben
    Die Sieben Gleichstellungsbeauftragt_Innen #NoHateSpeechFilme
    Merkels Werk und Göring-Eckardts Beitrag #NoHateSpeechFilme
    Liebling ich habe das Internet zensiert. #NoHateSpeechFilme
    Spiel mir das Lied von der Willkommenskultur #NoHateSpeechFilme
    Social Workers of The Caribbean #NoHateSpeechFilme
    The Silence of the Germans #NoHateSpeechFilme

    • Titel eingeben
      ich hab heut im moma gelernt, dass der hashtag grillfilme ja besonders viral wäre. bsp: männer, die auf kohlen starren.
      dachte direkt an die hatespeechfilme und wunderte mich anschliessend, dass heute keine taz-aktivisten zur presseschau eingeladen war…

    • Mrs. Strangelove
      An der Rolle von Dr. Kahane wäre selbst Peter Seller gescheitert.

    • Abgeordnete Strangelove
      Petra Hinz – Das Phantom des Bundestags

      ~~~

      (@2. August 2016 um 20:38 Uhr: und Peter Sellers nur echt mit dem „s“.)

  65. Pingback: Zur Statistik der NoHateSpeech-Kampagne | stefanolix

  66. @Philomena, bitte den Kontext normalisieren
    Empfehle molto moderato, das ist nun wirklich ein viel zu heißes Eisen. Die Berufung auf Artikel 21/4 GG funktioniert nicht. Insbesondere, weil die dort erwähnte „Abhilfe“ durchaus möglich und auch in Arbeit ist. Beispiel dieser Blog.

    Maaß und seine Orwell-Crew sind immerhin so schlau, Repressionsaufgaben an Externe auszulagern, ob das dubiose Stiftungen sind oder die EU-Kommission. Das ist übel, hat aber nichts damit zu tun, dass der Vergleich mit 1933 inhaltlich zu weit geht.

    Formal erinnert manche Konstellation durchaus an Kriegs- oder ähnliche Krisensituationen. Z.B. an die Stimmungmache in den USA vor dem Irakkrieg. Regierungsmaßnahmen wurden mit Angstmacherei und Lügen unterfüttert, die parlamentarische Kontrolle versagte vollständig und die Presse betete nahezu unisono die absurde Propaganda der Regierung nach. Als das Scheitern von „mission accomplished“ erkennbar wurde, wurde die Privatisierung des Krieges eingeleitet, um die Personenschäden der eigenen Seite zu verschleiern.

    So wie heute externe Wadenbeißer dazugebeten werden, um die Rechtswidrigkeit von Aktivitäten zu verschleiern.

    Die Gemeinsamkeit zwischen solchen Ereignissen ist, dass Demokratie leider von Zeit zu Zeit dazu neigt, sich selbst abzuschaffen. Insbesondere, wenn Administrationen über die Laune und Geschick verfügen, Extremsituationen anzusteuern und mit massiver Agitation die „Massen“ in ihrem Sinne zu mobilisieren. In Deutschland ist das grundsätzlich nicht wirklich anders als in der Türkei oder in Russland.

    Aber die Maßstäbe sind andere, das sollte man nicht übersehen. Zumindest noch. Glücklicherweise. Und auch die US-Demokratie hat den Irakkrieg überstanden.

    • @Antesde,
      … würden Sie mir bitte verraten, auf welchen Kommentar von mir Sie hier eingehen?Danke.

  67. Zu dem Thma passt dieser Link:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-08/bundesverfassungsgericht-schmaehkritik-beleidigung-huerde

    Gerichte werden und dürfen wohl nicht mitspielen, wo es um beleidigende Kritik geht.

    Deshalb ist es völlig nachvollziehbar, dass man versucht, das Unterbinden des Unerwünschten – aber nicht strafbaren – ins Vorfeld zu verlagern. Natürlich fänden Feministinnen und Refugee Welcomer es fein, wenn man Kritik im den „sozialen“ Medien nicht mehr äussern kann, ohne gesperrt zu werden. Aber wenn Bundesministerien dabei Schützenhilfe leisten, stinkt das nach Orwell.

    Ganz nebenbei – nach den auf twitter gängigen HateSpeech „Definitionen“ fallen Rassist, Nazi, Sexist oder Frauenhasser natürlich nicht unter HateSpeech. Logisch, niemand von uns versteht die Titulierung als paranoider, judenhassender Massenmörder (aka Nazi) als Beleidigung, nicht wahr?

    Die Kinderchen lernen auch noch, dass gesetzliche Regeln und Geschäftsordnungen Minderheitenschutz darstellen. Nein, nicht mit dem Verstand. Sie werden es fühlen, wenn die Populisten jeglicher Couleur europaweit gewonnen haben. Anders geht´s wohl nicht mehr.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  68. "Law enforcement needs to get their shit together..."
    Der Text enthält ja eigentlich alles: Selber austeilen in der Pöbelsprache eines Vierjährigen, der im Kindergarten gerade lustvoll die ganzen schönen neuen Schimpfwörter entdeckt hat (Frl. Schramm ist da auch ein exzellentes Beispiel) und gleichzeitig nach dem starken, aber willfährigen Staat rufen, damit der den Gegnern machtvoll das Maul stopfe – während man selber das allerfeinste Opfermäntelchen zur Schau trägt.

    Aber Zensur ist ja sowieso gerade mächtig „in“:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/google-loescht-den-kuenstler-blog-von-dennis-cooper-14367067.html

    Und im Mutterschiff krakeelen zwei Erzliberale der Kohl-Ära lauthals nach dem Verbot eines Theaterstücks, da es die Leute auf falsche Gedanken bringen könne: „Die Zuschauer würden quasi aufgefordert, über das Grundgesetz abzustimmen, sagte Baum…“.

    Gleichzeitig (wenn’s nämlich um die für Deutschland momentan doch ungewohnte neue Erfahrung geht, beim Gassigehen unversehends eine Axt in den Schädel oder ein Dönermesser zwischen die Rippen zu bekommen, sinniert man über die Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit:

    „Sicherheit darf nicht zum beherrschenden Leitwert werden. Leitwert ist die Freiheit.“

    Und, was natürlich nie fehlen darf: „Es ist schändlich, wie jetzt Einzeltaten wieder gegen Fremde und den Islam politisch instrumentalisiert werden.“

    Aber auf fremder Leute A…. war schon immer gut durch Feuer reiten, da sind sich solche Figuren und das Kanzleramt einig.

  69. Eigentlich wollte ich arbeiten,
    aber die obige, spannende und sehr ausführliche Unterhaltung über maaslose Schnüffelei hat mich davon abgehalten. Es gibt viele selbständig denkende Zeitgenossen, die was zu sagen haben und sich die Zeit nehmen, das hier zu tun. #hatespeech war nicht dabei. Hat sich gelohnt zu lesen.

  70. ".... die SZ ist Teil der Kampagne und liebt das...."
    ZITAT SZ jetzt:
    „Und weil man ja nicht einfach einen Stuhl nehmen und ihnen sechs Sorten Scheiße aus dem Leib prügeln darf, weiß ich auch nicht, was man mit oder wegen denen tun kann.“
    http://www.jetzt.de/maedchenfrage/jungs-wann-fuehlt-ihr-euch-kastriert
    .
    Tja, werter Don,
    Nachwuchs-Qualitätsjournalismus.

  71. Christoph Sydow
    preist auf Spon die Islamisten von Aleppo,
    als letzte Helden, letzte Rettung.
    Ich fasse es nicht.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-die-islamisten-sind-aleppos-letzte-hoffnung-a-1105806.html

  72. ?
    Goodnight sagt:
    31. Juli 2016 um 22:40 Uhr
    „Ich wünschte wir hätten auch wieder einen Bar, so nen vom Typ Strauß, den würde ich wählen. Auch wenn er Bayer wäre.“
    Uwe Dippel sagt:
    31. Juli 2016 um 23:05 Uhr
    Na los, sagen Sie’s schon … !
    Gabriel?
    Schäuble?
    Gauland?
    Maas?
    vdLeyhen?
    Höcke?
    Gauck?
    Beck?
    Altmeier?
    Mich???
    .
    vdL???
    Ist da inzwischen auch ein Zipfelchen gewachsen?

    • Zwei mögliche Antworten, mediensegler
      1. Geht Macho nicht auch ohne, wenn nur die Frisur steif ist?

      2. Eigentlich hatte ich beim Schreiben der Antwort sogar Google zu Hilfe genommen, ‚deutsche Politiker‘ gesucht, und da kommt dann oben quer eine lange Reihe von Bildern; um den notwendigen Charismatiker mit Polterpotential zu finden. Also eine Art Strauss- oder Wehner-Typ.

      Nachdem ich die Liste dann durch hatte, bis rechts durchgescrollt, und alle prinzipiellen Kandidaten aufgelistet hatte, zunächst mit Fragezeichen, weil keiner dem entsprach, schien mir vdL potentiell härtest.
      Nachdem alles irgendwie Pfeifen in der gesuchten Kategorie schienen, hatte ich zum Schluss die spontane Idee, ‚Ja, wenn diese Typen irgendwie mögliche Antworten sein müssen, warum dann nicht auch ich?‘


    • Das nicht, aber Sie ist sozusagen die westdeutsche Ausgabe von Hillary Clinton, was Machtbewußtsein und -umgang angeht. Verglichen mit vdL halte ich Merkel für vergleichsweise „konsensual orientiert“ – und das will was heißen, bei dem was sie tat und tut.

    • >>Ist da inzwischen auch ein Zipfelchen gewachsen?
      Bei UvdL reicht die bärige Stimme.

  73. Ein Schuss ins Knie
    Wenn nur noch Rechte (Demagogen) befähigt sind auszusprechen, was ein politisch korrektes Establishment nicht Willens ist zu sagen und gar unterdrückt, dann werden es eben Rechte sein die an Macht gewählt werden.

    Das gilt heute in erster Linie für die USA. Und doch sind bereits in der EU direkte Nachbarn dabei aufzuholen. Die Grün-Linke Ideologie wird das mE hierzulande nicht aufhalten.

  74. Allahu Akbar aus Tausenden Kehlen in Köln, nicht aber in den ÖR-Medien
    Am Sonntag gab es ja die große türkische Machtdemonstration in Köln. Angeblich für Demokratie und gegen den Putsch. Man könnte jetzt fragen, welchen Putsch, aber lassen wir das.

    Auf jeden Fall aber für Erdugan.

    Es gab ein unglaublich großes Meer an Fahnen und roten Halbmonden.

    Es gab Rufe

    „Wir sind Deutschland“.

    „Allahu Akbar“-Rufe

    nach Todesstrafe in der Türkei

    Es gab die Deutsche Nationalhymne, es gab aber einzelne Pfiffe dazu im Abgesang.

    Es gab Scharfschützen auf einem der Pylone der Rheinbrücke.

    Es gab Minister aus der Türkei am Rednerpult.

    Es gab türkische Abgeordnete der AKP.

    Die Menge war aufgepeischt.

    Wieviel Demonstranten es waren, man weiß es nicht. Bei der Pegida wird ja immer korrekt nachgezählt. Die Zahlen schwanken jedenfalls von 20.000 über 40.0000 bis zu 50.000.

    Wer am 31.07.2016 sich wie folgt informiert hat:

    20:00 Uhr Tagesschau
    Tagesthemen
    WDR Sondersendung „Aktuell“ 16:45
    Phönix

    wurde in Bild und Ton desinformiert.

    Auf Phönix gab es nur Bilder aus „Bühnensicht“ und zwar nur in die unmittelbare Zuschauermenge. Der Slogan des Senders lautet doch „Die ganze Sicht“. Genau die fehlte aber.

    In den anderen Sendungen vermied man im Wesentlichen die Totale und lieferte Bild und Ton, welche den Zuschauer im Dunklen über die tatsächlichen Ereignisse ließen.

    Wer mehr wissen wollte, auf YouTube beim russischen Staatssender RT gibt es die komplette Demonstration ungekürzt und unkommentiert:

    https://youtu.be/jxZirUXa118

    Leider recht lang. Ich bin nur mal “ diagonal „durchgezappt“.

    Was mich empört, ich muß mich bei so einem Sender über Ereignisse in Deutschland informieren!

    Einzelne Fotos gibt es hier:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3716963/50-000-demonstrators-march-streets-Cologne-support-Turkish-President-Tayyip-Erdogan.html

    Also bei der britischen Presse.

    Da kann man immer mal schauen, wenn in Deutschland was los ist. Man schert sich dort nicht um den deutschen Zensurkodex bzw. den sogenannten „Pressekodex“.

    http://www.dailymail.co.uk/news/germany/index.html

    Alles in Allem finde ich die Situation beängstigend. Das finden die ÖR-Medien wohl auch und wollen uns sicher nicht beunruhigen.

    In Österreich gab es zu Demonstrationen in Wien vor einigen Tagen im ORF (ZIB2) eine ausführliche Befassung mit diesem Thema und klare Meinungsäußerungen. Bei uns? Geschönte Bilder.

    • deutsche Berichterstattung
      @ Don Magnifico

      Ihre Beschreibung passt auch gut zu der Berichterstattung über die Demonstrationen gegen TTIP. Und ähnlich hatten die deutschen Medien über die Massendemonstrationen, welche vor einigen Jahren in Spanien und in Italien stattfanden und wo praktisch das ganze Land in mehreren Städten zu Hunderttausenden demonstrierte, so gut wie gar nicht berichtet. Auch erfuhr der Bürger, der sich nicht die Mühe macht, sich im Ausland zu informieren, nichts von den neuen spanischen Gesetzen, die einen Teilnehmer an solchen Demonstrationen zum Staatsfeind und somit quasi zum Terroristen macht und das Hochladen von Videos über Polizeigewalt unter hohe Strafen stellt. So läuft Demokratie in der EU, dem Hüter der hehren westlichen Werte.

      Ähnlich mangelhaft ist die Berichterstattung über die bisherigen Attentate, bei welchen es laut manchen off Mainstream Quellen zu glatter Desinformation kommt. Während in den USA ähnliche Taten von den Medien akribisch unter die Lupe genommen werden, zu jedem Detail entsprechende Experten und Zeugen befragt werden, verschwinden diese Straftaten möglichst schnell aus den Medien, mit kaum belastbaren Erkenntnissen.

      Auch werden etliche islamistisch motivierte Taten gar nicht als Attentat mitgezählt. So sollte das Axtattentat der erste islamistisch motivierte Anschlag in Deutschland gewesen sein, dem ist nicht so, es gab vorher schon drei Taten, bei welchen der Täter Allahu Akhbar gerufen hatte, mit zwei Toten und einem verletzten Polizisten. Der an einer Frau in ihrem Zuhause verübte grausame Mord in Bad Friedrichshall, der eindeutig islamistisch motiviert war, wird gar nicht erwähnt. Das wären dann schon vier gewesen, offiziell wird keine Tat berücksichtigt.

      Wenn natürlich alle Attentate nur Einzelfälle sind (was denn sonst?), die Täter allesamt psychisch gestört, so zählen sie nicht, obwohl ISIS seine Anhänger im Internet explizit zu eben jenen Einzeltaten aufruft. In den archaischen islamischen Gesellschaften ist Blutrache außerdem keine psychische Störung, sondern eine gesellschaftlich akzeptierte Intervention.

      Hier ein Link zu Kommentaren von Vera Lengsfeld zum Amoklauf in München.
      http://vera-lengsfeld.de/2016/07/25/die-ungereimtheiten-von-muenchen/#more-383

      Ich hätte da noch ein paar zusätzliche Beobachtungen, die mich beschäftigen:
      Der Mitschnitt einer Zeugenaussage einer Frau, die den Täter beobachtete, als er in MacDonald‘s Kinder erschoss und dabei Allahu Akhbar rief, ist nie mehr aufgetaucht. Dieser Mitschnitt wurde auf CNN ausgestrahlt, hier in Deutschland gibt es keine Hinweise für diese Zeugin bzw. ob sie vernommen wurde.

      Der Mann, der sich auf dem Parkdeck aufhielt und mit dem Anwohner redete, hatte eine wesentlich ältere Stimme als 18 Jahre alt, er redete nicht wie ein Schüler, sondern wie ein Erwachsener. Der verstorbene Amok-Läufer kam außerdem aus keinem Hartz-IV-Milieu, wie dieser Mann es formuliert hatte, sondern sein Vater sei ein erfolgreicher Taxi-Unternehmer, die Familie wohne im „Luxuswohnbunker“, so die Lokalzeitungen.

      Wenn die Tat rassistisch motiviert gewesen sein soll, warum hat der Täter denn gezielt europäische Muslime getötet, nämlich Kosovaren? Kosovaren sind Sunniten, während der Täter als ursprünglicher Iraner ein Shiite war. Sunniten gelten im Iran als Muslime zweiter Klasse.

      Auch passt es überhaupt nicht zum Tatprofil eines Amok-Läufers, dass er, statt zu flüchten, sich auf einem Parkdeck ganz in Ruhe derartigen Plaudereien hingibt, um sich dann anschließend selbst hinzurichten.

      Auch bleibt beim Fall in Reutlingen bis heute noch offen, ob der Täter zu dem Opfer eine Beziehung hatte. Polnische Medien stellen das anders dar.

      Während so Vieles noch unklar ist, verschwinden die Berichte aus den Medien.

      Es ist unerträglich, wie die Medien ihre Pflicht, den Bürger zu informieren, auf solch eine grobe Art verletzen. Deutschland mutiert sich immer mehr zu einem totalitären System.

    • Lücken Presse: Ohne Original Ton
      Beim CSU Parteitag im letzten Herbst wurden ebenfalls die „Merkel muss weg“ Rufe im deutschen Fernsehen herausgefiltert. Im ungarischen Fernsehen konnte man sie hören.

  75. Alle ekeln sich vor Trump
    Sicher nicht zu Unrecht.
    .
    Aber was ist mit der Clinton?
    .
    Diese Person hatte ja keine Hemmungen, den Heldenruhm der Soldaten für Wahlkampfzwecke auszuschlachten, die in einem Krieg gefallen waren, den sie selbst damals vehement befürwortet hat.
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    Ohne Politiker(innen) wie Hillary Clinton wäre Sohn Khan noch am Leben.
    .
    Bush hatte diesen Krieg damals einen „Kreuzzug“ genannt. Aber heute regen sich alle Ärmchenheber(innen) über die Islamophobie von Trump auf .
    .
    Schon der Hohn und Spott über den dummen W. Bush war so billig, so wohlfeil, so verlogen. Das Problem sind nicht die Bush-Dödel dieser ERde, sondern diese supersmarten, aufgeklärten, eloquenten, vernünftigen Blairs, Clintons und Merkels. Die sind zurechnungs- und darum auch schuldfähig.


    • Wenn Clinton Präsidentin wird, dann Gnade uns Gott.
      Sie wird alles tun, um Assad zu stürzen, und Polen/Ukraine/evt. auch Baltikum als US-Kettenhunde gegen D und RUS zu hetzen.

    • Zusatz
      George W. Bush ist ganz sicher alles, nur nicht dumm.
      Dass Sie den Auslöser des Irak-Krieges in Schutz nehmen, ist absurd. Als ob der Mann nicht schuldfähig sei. Sorry, das ist lächerlich. Er und seine Falken haben genau gewusst, was sie da taten und warum.

  76. Die Eliten wollen es koste es was es wolle
    UN Migrationsbeauftragter der auch bei Goldmann Sachs und den Bilderbergern dabei ist meinte vor vier(!) Jahren bereits: EU muss Homogentität seiner Mitgliedsländer zerstören und die Grenzen für jeden aufmachen, der rein will: http://inselpresse.blogspot.com/2016/08/bbc-die-eu-sollte-die-nationale.html

  77. Der gute Pacifist
    Erstens war Trump anfangs auch *für* den Irak-Krieg, was in den USA anhand Video-Aufnahmen über Trumps eigene Aussage und durch anderer Medienberichte von damals hinlänglich belegt ist. Trump verbiegt gern, und so auch hier die Wahrheit zu seinen Gunsten. Er hatte erst später seine Meinung geändert, als viele andere auch schon Bedenken gegen den Krieg hegten.

    Trump beklagte sich damals vor allem, dass die USA Iraks Öl nicht „genommen“ hatten. Das fand er ausgesprochen dumm. Er hat mehrmals im Laufe der Vorwahlkampagne großartig getönt, dass er den ISIS ausbomben würde (to bomb the hell out of ISIS) und dann das Öl „nehmen“ würde (take the oil), für wel-ches dann Exxon Sorge tragen würde (these guys are great, they’ll come and fix it . they would rebuild them so fast your head will spin … you ever see how fast they put up rigs? These guys are unbelievable“. Quelle, die liberale Publikation Vox, 27.5.16

    Er liebt diese Idee so sehr, dass er das auch in Libyen realisieren möchte „telling Bill O’Reilly in April [2016] that he’d even send in US ground troops („as few as possible“) to fight off ISIS and secure the country’s oil deposits.“ Vox, 27.5.16

    Friedliebend ist anders. Trump will das Öl jener Länder klauen. Das nennt sich Kolonialismus.

    Ich verstehe nicht, wie man diesem Lügner und Betrüger etwas Positives andichten kann. Selbst wenn Hillary Clinton noch so übel ist, ist Trump ganz bestimmt nicht besser, sondern psychisch labil, egozentrisch und aus dem Grund völlig unberechenbar. Wer wie Trump sich lobend über Diktatoren wie Kim Jong Un, Putin, Erdogan und Saddam Hussein äußert, wer das Tiananmen Square-Massaker als konsequente Politik lobt, hat nicht alle Tassen im Schrank.

  78. Mal ein paar Bilder....
    …die in Deutschland nicht publiziert werden:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3721211/Refugees-rampage-Shocking-moment-asylum-seekers-including-woman-Muslim-clothing-start-brutal-brawl-German-migrant-centre.html
    .
    Das eigentliche Wunder: diese Alltagsbilder aus Dortmund werden in anderen Ländern als „shocking“ erlebt.

  79. Aber aber
    Wiedermal ein Volltreffer, Don. Allerdings muss ich sagen, dass es sehr wohl eindeutige Kriterien für hatespeech gibt. Jede Meinungsäußerung eines heterosexuellen, weißen Mannes der nicht Sozialist ist, ist potentiell hatespeech, so einfach ist das. Manchmal auch Äußerungen von Homosexuellen oder von Frauen, kommt drauf an wie sie zu Trump stehen. Das Kriterium passt immer. Wir leben ja im 21. Jhdt, da ist man intersectional! Kevin Roberts muss jetzt gehen, weil er gesagt hat, dass Frauen andere Ziele haben als Männer, haha. Das wird immer bunter. Sogar in der Werbebranche. Egal was man als Mann sagt, es kann immer hatespeech sein. Man muss nur Frau oder Migrant sagen und man ist schon mit einem Fuß im Knast. Das ist das eindeutige Kriterium. Was hatespeech ist, entscheiden wir.

  80. Langsam wird es gefährlich
    Vielen Dank für diese Recherche. Es kursieren bereits seit längerem Gerüchte, daß alleine die kritische Erwähnung der Amadeu Antonio Stiftung bei Twitter zur postwendenden Accountlöschung führen kann. Wobei ich nun hier erfahre, daß ebenjene Stiftung auch in der „Task Force“ des Justizministeriums sitzt, die auch konkret die Zensur umsetzt.
    Tja, wie heisst es „Wenn ein neuer Faschismus entsteht, wird er sich Anti-Faschismus nennen.“ – Wir sollten hier alle ganz unabhängig von persönlicher politischer Präferenz SEHR wachsam bleiben, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, staatlich installierte Kontroll- und Zensurinstanzen betreffen uns alle.

  81. Von Meinungsfreiheit, Demokratie und Zensur
    „Was an Meinungsäusserung verbreitet werden kann und was nicht, bestimmen nicht mehr Recht und Gerichte, sondern informelle Absprachen zwischen in der Kritik stehenden Politikern, Gruppierungen, die für mehr politisch motivierte Netzzensur stehen, und Firmen, die mit der Androhung von rechtlichen Konsequenzen unter Druck gesetzt werden, die Kontrolle der Inhalte zu privatisieren.“
    — Und das ist eine erhebliche Gefahr für Meinungsfreiheit und dne demokraischen öffentlichen Raum. Danke für den Beitrag!
    http://www.heise.de/tp/artikel/48/48916/1.html

  82. Titel eingeben
    JEDES Internet-Unternehmen kann und wird vom Staat „bei Bedarf“ dazu gezwungen, Zensur durchzuführen und/oder Nutzer überwachbar zu machen. Mit „vertrauen zum Unternehmen“ hat das alles reichlich wwenig zu tun.

    Das heutige Internetnutzer fast durchweg nur noch Plattformen kommerzieller / einzelner Anbieter (statt zB offene Standards und Protokolle) nutzen, kommt den zensoren natürlich sehr entgegen, denn so haben sie leicht einen zentralen Ansprechpartner, dem man mit der nächsten betriebsprüfung oder „Reguleirung auf EU Ebne“ wirksam drohen kann. Solange die User das nicht begreifen und facebook wie Twitter für eine Art echten Internetstandard halten, ändert sich daran wenig zum besseren…

  83. Rechte Hetze
    Mal wieder etwas neues thematisch passendes vom Zeit Online-Partner: http://ze.tt/rechte-hetzer-reagieren-mit-rechter-hetze-auf-anti-hetz-broschuere/?utm_campaign=zonteaser&utm_medium=teaser&utm_source=zon

    Jetzt komme ich ernsthaft ins Grübeln. I kenn mi nimma aus. Don, bist du vielleicht auch so ein Hetzer? Ist die FAZ wohlmöglich ja doch so ein rechtes Meinungsmedium? Ich bin unsicher. Ich würde mich da viel wohler fühlen, wenn Tilman Steffen zur Orientierung Halal/Koscher-Sticker auf hass- und hetzefreie Webseiten kleben würde. Dann könnte das Internet endlich wieder ein vergnüglicher Ort so ganz ohne Angst und Hass werden.

    • also, Arier bin ich im Gegensatz zu den anderen erwähnten Trejflingen mehr so nur als VegetArier.

  84. Pingback: Wer nicht für uns ist, ist Hass - Sententia

  85. Preußen, Vorbild für Recep Tayyip Erdoğan ?
    Es gibt Zeitgenossen, die behaupten die Preußen hätten sich aufgeführt, wie das heute der Pascha in Ankara tut, ein kräftiger, gesunder Mann, wie kürzlich auch in der Darstellung in der Titanic zu sehen, die den Mainzer unwillkürlich an sein Leibgericht mit den drei „W´s“ denken ließ. Worschd, Weck un Woi.
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    Er sorgt für sein Volk, wie man hört, geht aber auf ihre Launen nicht ein. Und der Prophet hätte ihm vier Frauen frei.
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    In Preußen, die erste, die Rhenania, nahm man sich 1815 zur Gunst der Stunde. Spannungsgeladen, aber glücklich. Vor allem trauten sich die Welchen nicht mehr an den demnächst festungsbewehrten Rhein, eine Vernunftehe, das champagnerselige Wien als Trauzeuge. Wenn man so will, eine orientalische Eheanbahnung, weil der Preußen-Pascha sich lieber die Saxonia genommen hätte. Wegen der charakterlich größeren Nähe, der gleichen religiösen Weltanschauung , gleichem Fleiß und Ordnungssinn. Aber für das tanzende Wien kein geignet Weib.
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    Die Ehe mit der Rhenania hatte den Preußen-Pascha übermütig gemacht und sah er sich derweil mal nach einer Jüngeren um. Ihm stach die nordische Schleswiga-Holda in sein monokelbewertes Auge. Diese kokettierte aber mit dem Wesir in Wien. Es kam zum Streite-die Preußen schossen dank ihrer vorgefertigten Papierpatronen schneller als die Soldaten aus Bayern, Bohemia und Pannonien mit ihren urtümlichen Vorderladern. Die Holda zierte sich noch einige Jahre weil der Pascha sie auch nicht gut behandelte und sie spüren ließ, dass die Rhenania ihm immer noch näher beiliege. Aber er versorgte sie mit einem Kanal, einem Wasserspielplatz, damals noch nicht zu ahnen, für den letzten in der Reihe der Preußenherrscher, sogar mit dem Attribut „Hansestadt“. An eine Scheidung war nicht zu denken. Und hundert Jahre später dachte die Dame aus Kiel nur noch mit angenehmen Erinnerungen an die Ehe mit dem Pascha zurück.
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    Als nächstes ehelichte der Pascha die Hannovera, jahrzehntelang eine Furie, sich aber der häuslichen Gewalt beugend. Immerhin achtete sie auf ihre Tugend. Viel mehr als die vierte Frau im Harem des Paschas, die er zugleich mit der zweiten und dritten geehelicht hatte. Es war die zarte Hassia, ein zierlich Mädchen mit Frankfurt in der Aussteuertruhe, neigte aber wie die dritte Frau zum Zieren. Aber sie gab Ruhe.
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    Bis hierher ist die Geschichte vom Pascha und den Frauen jugendfrei, vier rechtmäßige Frauen, wie der Prophet erlaubt. Der Pascha hatte jedoch noch manche Affären mehr.
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    Die nächste Verbindung mit der stark mit Muskeln bepackten Dame namens Bavaria, eine wahre Walküre überschüttete den Pascha jahrelang mit Spott und Hohn. Angeblich weil er sie nie begehrt hatte. Den Wesir aus Wien mochte sie aber auch nicht. Der Zustand des Spott und Hohn Ausschüttens, so hört man, sollte bis in unsere Tage anhalten, obwohl die preußische Dynastie längst zerbrochen. Die Gründe sind nicht geklärt, aber man vermutet, dass die Bavaria, eine der ersten Damen der Weltgeschichte, vom Ehrgeiz zerfressen es dem P-Pascha gleich zu tun, aber an den eigenen Fehlern scheiterte.

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