Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Clintons Mitarbeiter und CNN make Trump great again

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Lange wurde Donald Trump ausgelacht, wenn er gegen Medien wetterte und behauptete, sie würden parteiisch für das Establishment und die Demokraten arbeiten. Der Höhepunkt war erreicht, als er ein Mikrophon für sein schlechtes Abschneiden verantwortlich machte. Seitdem ist das Lachen leiser geworden, denn tatsächlich war das Mikrophon nicht in Ordnung. Dann kam die Wikileaks-Veröffentlichung der Mails von Demokraten, die besprachen, wie sie bekannte Journalisten in einem Conference Call gegen den demokratischen Bewerber Bernie Sanders in Position bringen können. Beobachter fragten sich an dieser Stelle, was dann erst wohl gegen Trump unternommen wurde.

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Zuerst betrafen die Leaks aber die CNN-Journalistin Donna Brazile. Sie hatte offensichtlich Fragen, die Bürger an Clinton stellen würden, vor einem Townhall Meeting an die Demokraten weitergeleitet. Brazile, die inzwischen interimistisch das demokratische National Comittee leitet, wurde daraufhin von CNN gefeuert. CNN-Chef Jeff Zucker beklagte in einer Redaktionssitzung den Vorfall und nannte das Verhalten der Journalistin “abstossend“ und “unethisch“.

UPDATE: Wikileaks veröffentlichte gerade eine Mail, in der Brazile zwei weitere Fragen verrät, sowie eine Mail, in der ein Mitarbeiter einen Antwortvorschlag für Clinton formuliert. /UPDATE

Man darf gespannt sein, was Zucker heute zu Protokoll gibt, denn Wikileaks hat weitere Mails veröffentlicht. Auch diesmal erlauben sie Einblicke in die Kooperation von CNN-Mitarbeitern und Vertretern des Wahlkampfstabes von Hillary Clinton.

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Besonders gravierend ist eine Mail der Rechercheleiterin Lauren Dillon, die im April in Clintons Team die Aufforderung verbreitet, Fragen an Donald Trump vorzubereiten: Wolf Blitzer is interviewing Trump on Tues ahead of his foreign policy address on Wed. Please send me thoughts by 10:30 AM tomorrow.  Darauf reagieren die Mitarbeiter mit sehr komplizierten Fragen, die offensichtlich dazu geeignet sein sollen, den Befragten in die Enge zu treiben – etwa, wie viele Militärbasen die USA im Südostpazifik haben sollten. Es wird aus der Mail nicht ersichtlich, wie die Verbindung zwischen CNN und den Demokraten abläuft, und wer für die Kommunikation des Senders verantwortlich ist. Dillon jedenfalls ist über die Abläufe zwischen CNN und den Republikanern bestens informiert, denn sie antwortet erneut: CNN said the interview was cancelled as of now but will keep the questions for the next one

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Offensichtlich handelt es sich nicht um eine lose Verbindung, sondern um eine längerfristig angelegte Kooperation. Wolf Blitzer gilt als eines der Aushängeschilder von CNN, und hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Wahlen für den Sender präsentiert. Gegenüber Trump-Unterstützer Rudy Guiliani gab er sich erst vor kurzem als harter und unbestechlicher Nachfrager. Warum jemand im Sender meint, ein journalistisches Schwergewicht wie Blitzer würde die Hilfe der Demokraten zu brauchen, ist nur schwer erklärbar. Es handelt sich aber nicht um einen Einzelall, denn eine weitere Mail der Demokraten bringt auch den nicht minder populären CNN-Moderatot Jake Tepper in Schwierigkeiten.

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Jason Seher, einer der Autoren der Sendung, dankt darin einem Clintonmitarbeiter für die Überlassung eines Kollegen, der dem Sender hilft, die Republikaner in schlechtem Licht erscheinen zu lassen: Thanks for facilitating Luis coming on today, and bearing with us through a meelee of GOP nonsense and cancellations and all that. Any particular points he’ll want to make? We’re gonna stay Dem focused.  Und der Angeschriebene wendet sich in völliger Offenheit an seine Kollegen: Need to know asap if we want to offer Jake Tapper questions to ask us. Sprich, die Demokraten überlegen, ob sie Jake Tepper die Fragen anbieten wollen, die er ihnen in der Sendung stellen soll. CNN erscheint da auch bei freundlicher Betrachtung mehr wie eine PR-Agentur denn wie ein unabhängiger Sender, denn auch zum Republikaner Ted Cruz durften Fragen eingereicht werden

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Weniger erbaut sind Teammitglieder von Clinton, wenn Sendungen kritisch werden. Im MSNBC-Format Morning Joe, das der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Joe Scarborough  moderiert, war Kritik am politischen System in den USA laut geworden. Empört schreibt daraufhin der Kampagnenmanager Luis Miranda in Anspielung auf ein Slangwort, das Scarborough in einer Sendung verwendete: Fucking Joe claiming the system is rigged, party against him, we need to complain to their producer. Das ist nicht ohne Ironie, denn Miranda stürzte kurz darauf über die Wikileaks-Veröffentlichungen über die Bemühungen der Demokraten, Bernie Sanders zu verhindern  – und bewies damit, dass das System tatsächlich so “rigged“ ist, wie er das mit der beabsichtigten Vorsprache bei den Verantwortlichen der kritischen Sendung erneut belegte.

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Für das Lager von Trump sind die neuesten Enthüllungen natürlich ein Festmahl, das im Netz weidlich ausgeschlachtet wird. Neben Peinlichkeiten wie die Debatte darüber, ob “Bimbo“ nicht doch ein legitimer Begriff ist, tauchte auch eine Mail zum Thema des Privatlebens von Donald Trump auf. In einem Viralvideo versuchten die Demokraten im Mai, ihn als Frauenfeind darzustellen. Bei der Besprechung stellt ein Mitarbeiter die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem sie ihr Kompromat auspacken wollen: Are we doing anything with the allegations that he raped his ex-wife or are we saving that for another time? Dem stehen die Republikaner, die laut über exuelle Verfehlungen von Bill Clinton diskutieren, allerdings nicht nach.

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Manchmal liegen sie trotz des ergiebigen Materials auch daneben. So wird eine simple Spende  einer Clintonmitarbeiteruin an ein Medium in Texas gleich als Bestechung dargestellt. Und natürlich versuchen die Republikaner mit weiteren pikanten Details über den innerparteilichen Machtkampf der Demokraten, Anhänger von Bernie Sanders auf ihre Seite zu ziehen, oder zumindest Clintons Team bei ihnen unwählbar zu machen. Etwaige Absprachen der Republikaner mit Fox News oder klerikalen Eiferern im Talk Radio sind nicht Gegenstand der Wikileaks-Veröffentlichungen, Sichtbar werden nur die Strategien des Clintonlagers, auf das Julian Assange und seine Mitstreiter nach Jahren der Verfolgung durch Obama und Clinton denkbar schlecht zu sprechen sind.

Unabhängig davon werden die neuen Enthüllungen dazu beitragen, Trump bei seinen Anhängern glaubwürdig zu machen, wenn er die Korruption des Establishments kritisiert. Sein Hashtag #draintheswamp hat nun mit CNN ein Medium gefunden, an dem nachgewiesen werden kann, wie das Zusammenspiel von Politik und Medien funktioniert. Für Hillary Clinton, die versucht, Donald Trump als gefährlich und verantwortungslos darzustellen, kommen diese Enthüllungen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Demokraten und Medien sehen dabei nicht gut aus. Und CNN hat als Haussender der Demokraten nur einen Tag, die Kooperation zu erklären.

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288 Lesermeinungen

  1. DA - Sie sind schneller, als die Polizei erlaubt!
    Dass andere heiße Nachrichten nirgends hier aufscheinen – hier in EU – lässt an die Ruhe vor dem Sturm denken.

    Ob es stimmt, dass Clinton das Siegesfeuerwerk für die Wahlnacht abgesagt hat, wird man ja schon bald wissen.

    • Ich habe keine Ahnung, was ich denken soll. Zukunft kann nicht berichtet werden und irgendwo ist es mir auch egal.

    • "Ich habe keine Ahnung was ich denken soll."
      Das ist ok. Dass Sie sich von Ihrer weiter unten geäußerten Befürchtung, mit der Recherche zu spät zu kommen, n i c h t haben irritieren lassen, ist für mich der wichtigere Aspekt. Das ist jetzt ein wenig grundsätzlich – aber warum nicht: Wenn Sie nicht allein auf weiter Flur stünden mit der Geschichte, wäre sie immer noch gut.

      Diese Idee vom Spitzenjournalismus oder so ähnlich hat eigentlich keinen rechten demokratischen Sinn, wenn damit gemeint ist: Prinzipiell schneller und – naja – gescheiter als die anderen.

      Man kann auf dem Feld von Jean Paul , aber auch von Schiller und Goethe lernen.
      Die haben das alle drei klar gehabt.

      Oder die Brüder Grimm bedenken: Das Märchen vom Hasen und vom Igel.

    • Die Zensur ist gnadenlos,
      auch in bürgerlichen Zeitungen. Wer keine nicht-linken amerikanischen Medien liest, dem geht es wie dem Cottbuser vor 40 Jahren
      Auch ohne Wikileaks wusste man genug über Hillary.
      Die letzten E-mails (podesta-emails.mbox-2016-11-06.gz) sind 534 MB gross, Winterlektüre für Amerikakenner.

    • Was die zu spät kommende Recherche betrifft:
      Bei der regelrechten Hysterie in hiesigen Medien, bei deren engagiertem Einsatz für Hillary, fragte ich mich laufend, ob denen denn niemand ein kleines, aber nicht ganz unwesentliches Detail verraten hat: Deutsche dürfen nicht mitwählen. Wirklich nicht.

      Falls dazu nun irgendwer mit in Deutschland lebenden US-Bürgern um die Ecke gekommen wäre, so wäre mein Kommentar dazu schlicht: Größenwahn.

  2. Bob, listen, I think I've got something, I don't know what it is
    Erinnert das alles irgendwie an Watergate?
    Yep.
    Damals als das großartige Amerika seinen Glauben an das Gute und Reine und Wahre verlor.
    Und nie, nie, nie wieder einen solchen Präsidenten haben wollte.

    Nun haben sie eine Kandidatin, von der sie von vornherein wissen, dass sie Nixon in nichts nachsteht.

    Und? Wird sie mit Mistgabeln aus dem Plenum gejagt?

    Nein!

    Sie wird vielleicht sogar zur Präsidentin gewählt.

    Wer macht so etwas?

    Natürlich die, die am lautesten nach Moral und Anstand rufen:
    Die Linken, die Sozialen, die Minderheiten, die Liberalen, die Umweltfanatiker, und natürlich Hollywood.

    Warum? Sehen die nicht die Paradoxie?

    Falscher Ansatz:
    Clinton wird nicht gewählt obwohl sie korrupt ist.
    Clinton wird gewählt gerade weil sie korrupt ist.

    Denn die Korruption ist der Schutzmantel der Hippies, der Parasiten, der Träumer, der Blender. D.h. der Linken, der Sozialen, der liberalen und Hollywoods.

    Its the illusion, stupid.
    Sie muss geschützt werden, egal wie.

    • Gratuliere!
      „Denn die Korruption ist der Schutzmantel der Hippies, der Parasiten, der Träumer, der Blender. D.h. der Linken, der Sozialen, der liberalen und Hollywoods.“

      In all den Jahren die ich hier mitlese, der Dämlichste Kommentar bisher!

    • Clinton wäre ohne Trump ein Nichts
      Wenn die Republikaner einen guten Kandidaten hätten wäre Clinton schon lange aus dem Rennen. Wenn die Demokraten einen guten Kandidaten hätten wäre Trump schon lange aus dem Rennen. Clinton ist nicht gut, sie ist nur besser als Trump. The lesser evil.

      Falls sie gewählt wird wird Frau Clinton damit leben müssen, dass sie nur deshalb gewählt wurde.

      Zu schreiben, dass „Clinton gewählt wird gerade weil sie korrupt ist“ sagt im Kontext Ihrer chaotischen Linkenschelte mehr über Sie als Sie sich anscheinend bewusst sind.

    • @TDV...
      Danke, das erspart mir eine eigene Würdigung dieser Aussage.

    • When they look at me, they see what they are.
      Tja, man liegt immer richtig, wenn alle anfangen zu schreien.

      Bevor man schreit, sollte man sich erst einmal informieren, was das eigentlich ist, diese Korruption.

      Und wo sie stattfindet.

      Und welchen Zweck sie hat.

      Dann wird man vielleicht begreifen, dass Korruption immer innerhalb etablierten Strukturen entsteht, und letztlich diese etablierten Strukturen stabilisiert.

      Nixon war nur möglich, weil das untergehende konservative Establishment der Unterstützung seiner korrupten Handlungen bedarf.

      Dergleichen sind die Strukturen nun im demokratischen Lager, am Ende des 68er Zyklus. Man braucht die korrupte Clinton um sich mit aller Macht gegen die Revolution der weißen Mittelschicht zu schützen. Ein letztes Aufbäumen vor dem unvermeidlichen Untergang. Die Strukturen tragen schon nicht mehr, Trump steht vor der Tür, also schließt man die Augen und schickt eine Clinton ins Rennen, weil man weiß, dass sie jenseits der eigentlichen Strukturen operieren kann.

      Und wer genau hinschaut, der sieht, dass sich das Schauspiel hier in der BRD wiederholt. Keiner vertraut Merkel, aber alle wissen, dass ihr Netzwerk hinter den Kulissen die Macht der etablierten Linken stabilisiert.

      Und jetzt bitte wieder losschreien.

  3. Titel eingeben
    Da spielt die Pest der Cholera in die Hände. Der geneigte Betrachter fragt sich nur noch, was da so in unserem Ländle hint den Kulissen läuft. Die politisch correcten bei ARD/ZDF interessieren mich genauso, wie Mails der Parteien zur AfD, Kahane u.Ä. Ich vermute, da würde genauso viel (piep) herauskommen…
    Hätten Sie da nicht auch was?
    Ich weiß, ich bin unersättlich…

    • ARD und ZDF würden sich moralisch im Recht finden, wie immer.

    • Titel eingeben
      Moralisch im Recht,
      …das fühlen sich ganz sicher auch diese Politiker in God’s Own Country (allein schon diese Anmaßung – reicht das nicht?), die da mauscheln und tricksen. Moralisch im Recht fühlen sich solche Leute immer.

  4. Wir sind den Amis weit voraus
    Man mag über Trump oder Clinton denken, was man will, Pest oder Cholera, immerhin stehen da zwei Kandidaten zur Wahl. Bei uns sieht die Welt unterdessen doch so aus, dass wir nicht mal mehr Pest oder Cholera haben, es gibt nur noch die Pest.
    Opposition? Völlige Fehlanzeige. Ja es ist bei uns sogar so weit, dass die einzige Kandidatin nicht einmal mehr ihre Kandidatur erklären muss, sie wird als gottgegeben vorausgesetzt.

    Bei uns richten sich die Angriffe gegen die eigene Bevölkerung und da sind sich alle Parteien und auch die Medien wunderbar einig. Konnte man vor vier Jahren auch in der FAZ noch richtige Kritik zu Merkel lesen, so hat sich das unterdessen so geändert, dass zwischen Politik und Medien kein Blatt Papier mehr passt. Das dumme Volk muss auf Linie gebracht werden und wenn es getwittert von Maas und der Kahane-Stiftung oder dem öffentlich-rechtlichen TV ist, das täglich seine Indoktrination über die Häupter ausschüttet. Wer da den ganzen Tag schwer arbeitet, abends viel zu müde, um noch im Internet zu suchen, sondern einfach nur die Füße hochlegt und Nachrichten einschaltet, bekommt die einzig wahre Wahrheit dank Demokratieabgabe ins Haus geliefert. Widerspruch sinnlos, es wird gesendet, was die staatsbeaufsichtigten Sender hergeben. Die wenigen Lichtblicke im TV, wie die letzte Anstalt-Sendung, muss man mit der Lupe suchen und sie kommen zu einer Zeit, zu der viele schon wieder schlafen, um morgens pünktlich zur Arbeit zu kommen.

    Wir sollten uns also nicht so sehr über amerikanische Kandidaten und ihre Pressemitarbeiter aufregen, unsere sind nicht besser, nur anders schlimm, siehe Reschke, Kleber, Slomka, Hayali usw.. Schreiberlinge von nebenan lasse ich mal außen vor.

    Hätten wir eine echte Opposition, die AfD leidet längst, obwohl noch nie im Bundestag und überhaupt, hätten wir eine, würde bei uns ein ähnlicher Film wie in Amerika laufen, vielleicht etwas subtiler, dazu ist man ja bestens vernetzt und im Besitz der einzig richtigen Wahrheit.

    Nach den Erfahrungen des US-Wahlkampfes wird bei uns nun wohl noch mehr gesimst werden. Vielleicht kann uns Assange dazu Auskunft geben.

    • Fraktur
      So ganz stimmt das nicht. Lesen Sie Fraktur? Hier ist eine, die ich sehr treffend fand und über die ich sehr gelacht habe:
      http://www.faz.net/aktuell/politik/fraktur/fraktur-gaehnende-leere-14449635.html

    • Fraktur... B. Kohler nannte da Merkel vor 2 oder 3 Jahren
      auch noch Zonenwachtel, um aber in letzter Zeit doch in Kommentaren lieber das hohe Lied auf sie anzustimmen. Die Fraktur ist für ihn wohl das einzige Mittel, auch mal ebbes anders zu schreiben und klar, ich habe mich auch amüsiert. Nur vergeht einem das Lachen dann beim Weiterlesen des Blattes oft genug.

      Außer vom sich immer rarer machenden Steltzner liest man zu Merkel oder zur Politik allgemein sehr wenig halbwegs offene Kritik beim Mutterschiff. Das war in meinen Anfängen vor knapp 6 Jahren noch ganz anders.

      Bei den anderen Blättern ist es nicht anders, bringt die Welt einen kritischen Artikel, kann man sicher sein, in der gleichen Ausgabe auch noch drei Loblieder zu finden.

    • Deshalb steigt die Auflage der Jungen Freiheit in Deutschland und der Zugriff auf Breitbart in den USA. Was Kurzdenker mit Hass erklären.

    • Kurzdenker verwechseln da Wut und Hass
      Wütend sind unterdessen sehr viele Bürger und es fehlt das Ventil, diese Wut rauszulassen. Wenn man dann seine Stimmung z.B. bei der Jungen Freiheit bestätigt findet, bringt das ein wenig Erleichterung, weil man nicht allein so denkt.

      Die Unterscheidung in rechte oder linke Medien finde ich übrigens überflüssig, es gibt sone und sone und lesen sollte man sie alle. So blöd sind die Leute nicht, um da nicht doch halbwegs differenzieren zu können. Ich bin nur gespannt, wie lange sich die Wut noch stauen lässt, ehe sie sich Bahn bricht und das wird sie irgendwann.

      Hass ist ein viel zu großes Gefühl und setzt andererseits Liebe voraus. Darum nennen die das wohl auch hate und nicht Hass… Aber das schnallt der Justizminister nicht, selbst wenn die Bild seinen Murks auflistet.

    • Nachhilfe für "Linie" oder "Haltung" oder "Deutung" oder "mediale Reflexion"
      Davon kündet ganz offiziell die Seite des BMI:
      „Anfang 2017 wird ein Medienworkshop mit Chefredakteuren und Herausgebern überregionaler und regionaler Medien über die mediale Wahr-nehmung muslimischer Mitbürger stattfinden, zu dem der Bundesinnenminister einladen würde. Dies basiert auf dem bisherigen Austausch über die „Deutungshoheit“ muslimischer Werte und Perspektiven, der über Begriffsdebatten zu einer Sensibilisierung und Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses beigetragen hat. Hieraus hat sich v.a. das gemeinsame Anliegen entwickelt, die gesellschaftliche Teilhabe muslimischer Mitbürger und deren mediale Reflexion zu verbessern.“
      https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/10/treffen-mit-vertretern-muslimischer-verbaende.html

    • Bild über die Wahrnehmung der Muslime
      Das nenne ich gelungen, fragt sich der Minister auch, wie die autochthone Bevölkerung mit ihrer Wahrnehmung zurechtkommt? Wenn ich die täglichen Meldungen bei xyEinzelfall oder über merkwürdige Gerichtsurteile, die nichts verurteilen, lese, sollte doch auch unsere Wahrnehmung mal zum Thema gemacht werden. So ist das doch viel zu einseitig und nicht „zielführend“.

      Im übrigen sitzt der Zentralrat der Muslime mal wieder dick mit drin, ausgerechnet.

    • Wir sind den Amis weit voraus
      Völlig richtig. Pest und Cholera haben wenigstens noch etwas Menschliches an sich. Hillarys Waffen sind Schlag und Gegenschlag. Unfair, hinterhältig, brutal bekämpft sie Alles, was sich ihr entgegenstellt. Aber – sie bringt sich selbst ein.
      Merkel dagegen lässt kämpfen. Ihre Ergebenen ebenso, wie das Volk. Und ihre Gegner dürfen sich an einer Art Gummiwand abarbeiten.

    • Renate....
      „Man mag über Trump oder Clinton denken, was man will, Pest oder Cholera, immerhin stehen da zwei Kandidaten zur Wahl. Bei uns sieht die Welt unterdessen doch so aus, dass wir nicht mal mehr Pest oder Cholera haben, es gibt nur noch die Pest.“

      Da bin ich Ihnen weit voraus…

      Ich lebe in einem Land in dem alle Premier Minister (abgesehen von Hatoyama und Naoto Kan) immer Trump und Clinton in sich vereinen.

      Alle haben die Intelligenz eines Trump, vereint mit der ethischen Redlichkeit einer Hilary…

    • Toll. Da wird mir die CSU glatt sympathisch.

    • The point is, ladies and gentleman, that hate, for lack of a better word, is good.
      Jesus,

      alle guten Dinge beruhten auf Hass:

      Die Bauernkriege
      Die Glorious Revolution
      Die amerikanische Revolution.
      Die französische Revolution.
      Die russische Revolution.
      Selbst die 68er Revolution.

      Ihre Grundlage war immer und immer wieder:
      Hass auf das Establishment.

      Ergo:

      Hass ist ne verdammt gute Sache.

    • Gleichgewichte
      Ich für meinen Teil empfinde weder Wut noch Hass, bin aber auch erstaunt über den Wegfall der parlamentarischen Opposition, über das Verschwinden des binären Formats der deutschen Demokratie. Ich besitze keine große Leidenschaft für die Demokratie, glaube allerdings, dass es ein Gleichgewicht der Kräfte geben sollte, in dem die Presse eine wichtige Rolle spielt. Ich nenne das eine Meta-Überzeugung, der die jeweiligen Präferenzen folgen.

    • Frau Simon (afterburner, der Don läßt uns atemlos werden),
      im Stile von Rudi Carell: „Oh schage Sie das nicht“. Vor allem keine Opposition. Oh doch, wenn auch noch nicht formell unter der Salatschüssel.
      .
      Gerade vorhin, nebenbei beim Feuermachen und Espresso, aus dem staatlichen Belehrungsrechteck kommentiertertönt: Die aktuelle Rentendiskussion sei der AfD geschuldet, um dieser dieses Wahlkampfthema wegzuschnappen, bzw. obsolet zu machen. Muß zugeben, macht Sinn, wird aber nichts nutzen, da nur wieder eine hauchdünne Firnisschicht über das Thema gepinselt wird. Vor der Wahl 2021 wieder Thema.
      .
      Was mich gestern Abend bei Plasberg mal wieder fasziniert hatte, war die beharrliche Weigerung aller Teilnehmer bei Fragen der Mittelbereitstellung, z.B. für Zuschüsse für die von der Politik, besonders in den 80 iger bis Ende 90iger, geplünderten Rentenkassen zu reden.
      .
      Bei der aktuellen Lage muß sich doch jeder Fragen, wieso in Sachen „Flüchtlinge“ riesige Beträge von jetzt auf nachher freigemacht werden können. Bei den Mütterrenten z.B. werden Beträge von weniger als 7 Milliarden als „unbezahlbar“ dahergequengelt- wie hoch war noch gleich der geschätzte finanzielle Jahresbedarf für unsere „zukünftigen Rentenzahler“ ?
      (DdH)

    • Die Anstalt als ör Feigenblatt
      Die Sendung zum Syrienkrieg endete auch nur mit einem relativierenden Vergleich der Todesopfer von Ost und West. Einzige Quelle dazu im 30seitigen Faktencheck-pdf ist eine Soros-finanzierte „ngo“.
      Diese Art der Gewichtung macht die Anstalt zum systemstabilisierenden Hofnarren. „Alle haben Dreck am Stecken, also ist der Westen ganz normal.“ als propagandistische Dauerbotschaft.

    • @TDV,
      und da leben Sie ganz freiwillig und machen uns ( mir) dauernd Vorhaltungen wegen unseres Wahlverhaltens? Ich fasse es nicht. Am Sushi kann’s doch wohl nicht liegen.🍱

      Eben sagte ein Ami in Bezug auf Pest und Cholera:Es ist doch so, dass man auch mal essen muss, was man nicht mag und es kann einem trotzdem guttun…

    • Titel eingeben
      Ich bin inzwischen soweit, dass ich beim Radiohören immer abschalte, wenn „Nachrichten“ kommen.

    • Und nun?
      @Tyler, Ihre Wohnortentscheidung finde ich nun doch etwas makaber.

      Gummiwände, Teflon, passt alles und ich kriege regelmäßig beim Anblick der Kanzlerinergebenen meinen Seelenschmerz und frage mich, wie man sein eigenes Ich, Wissen und Gewissen, vorausgesetzt, diejenigen haben noch eins, in Einklang bringt, ohne bekloppt zu werden. Wie weit muss man sinken, um das mit sich machen zu lassen.

      Was leitet andere, sich so aufzugeben? Was macht den Kanzlerinnenkult, dem ja auch die Presse huldigt, möglich. Ist es die Sehnsucht nach Leithammel, Führer oder Göttin, was auch immer, um im Dunstkreis überleben zu können?

      Das verstehe, wer will, ich verstehe gar nichts mehr, auch nicht die Hysterie bei den US-Wahlveranstaltungen. Dort sehe ich nur Schafe, die dem einen oder anderen zujubeln. Ja, ja, ich kenne den Spruch von Einstein, aber ich weigere mich, ein Schaf zu sein, so wie es mir auch nie möglich gewesen wäre, beim Anblick eines Elvis oder weiß der Teufel wem auch immer aus meiner Zeit in Ohnmacht zu sinken. Sind die anderen normal und nur ich weiche von der Norm ab, die Möglichkeit erwäge ich wohl. Ich versuche zu verstehen, was nicht nur in unserem Land vor sich geht und komme zu keinem Ergebnis.

      Mangelnde Begeisterungsfähigkeit muss ich mir nicht vorwerfen, bis Ende Januar verfolge ich die 28 (ab heute Abend oder morgen früh wieder 29) Segler bei der Vendée Globe, aber das doch nicht völlig besinnungslos.

      @DdH, Plasberg habe ich mir geschenkt, wie unterdessen alle anderen Quasselrunden auch. Die Rente wäre sicher, würde man die gezahlten Beiträge dort belassen, wo sie hingehören. Und das unabhängig vom demografischen Faktor, denn auch uns hat man schon vor 50 Jahren vorgerechnet, wir müssten für xy Rentner zahlen. Nun bekamen wir ja schon 1989 Menschen geschenkt, die zwar alle irgendwie gearbeitet, aber nicht in unsere Rentenkasse eingezahlt haben. Man sollte den Linken mal die Kohle wegnehmen, denn einen Teil haben die doch immer noch.

      Wir haben immer wieder Politiker, denen der Griff in die Rentenkasse, in den Gesundheitsfond usw., also in all die Töpfe, die so nett gefüllt sind, zu verlockend erscheint, um ihn nicht zu tun. Allerdings wird dann regelmäßig vergessen, diese Töpfe bei nächster Gelegenheit wieder aufzufüllen und das Gejammer fängt an. Und die Leute lassen sich das Hirn vernebeln und jammern mit, fragen sich allerdings, wo das Geld für die neuerdings geschenkten Menschen nun herkommt. Ja woher wohl, kein allzu großes Rätsel und wenn’s endlich auch der Letzte kapiert hat, wird es böse.

      @Goodnight, ich stimme Ihnen zu, die Wut schlägt irgendwann in Hass um, der sich entladen wird, zum Schaden jedes Einzelnen. Diejenigen, die den Schaden anrichteten, werden wie immer heil aus der Sache rauskommen und ihren Gewinn längst in trockenen Tüchern haben. Was daran allerdings gut sein soll… ein Spiel in Endlosschleife.

    • You underestimate the power of the Dark Side.
      @R. Simon

      Aus Wut entsteht Hass, aus Hass entstehen Revolutionen und aus Revolutionen entsteht Fortschritt.

      Liebe ist Stillstand. Liebe will keinen Fortschritt, denn Liebe ist der Endzustand.

      Man muss sich im Leben entscheiden. Beides geht nicht.

    • Goodnight, liebesmäßig bin ich längst on the dark site of the moon
      https://www.youtube.com/watch?v=Me8ncfCgWOI

  5. bias
    „Etwaige Absprachen der Republikaner mit Fox News oder klerikalen Eiferern im Talk Radio sind nicht Gegenstand der Wikileaks-Veröffentlichungen, Sichtbar werden nur die Strategien des Clintonlagers, auf das Julian Assange und seine Mitstreiter nach Jahren der Verfolgung durch Obama und Clinton denkbar schlecht zu sprechen sind.“

    Warum – ist etwaiger Rachedurst von Assange und Co. ein hinreichender Grund für diese offensichtliche Einseitigkeit?

    Und – was ist mit dem Brief- (oder Post-)geheimnis? Was ist mit dem Datenschutz? Hat Wikileaks mehr Recht, in der Mail fremder Leute rumzustochern, als die NBA?

    Der ganze US-Wahlkampf ist bei seinem Wettlauf nach unten auf einem widerlichen Niveau angekommen. Fast hält man bei Sex&Crime (kam auch schon vor) …

    Dass es hinter den Kulissen nicht ganz sauber zugeht – geschenkt, das ist bei uns nicht anders (vgl. politischer bias unseres ÖR und vieler Medien). Dass manchmal unsauberes Geld fließt – gibts auch woanders. Aber dass nur noch mit Dreck geworfen wird, scheint mir neu zu sein und läßt für die zukunft nichts Gutes ahnen.

    • Die NYTimes hat auch nicht gefragt, woher die Steuerakten von Trump kamen, und das Locker-Room.Video wurde auch gegen die Gesetzeslage in Kalifornien geleakt. So ist das nun mal.

    • Geheimnisse
      Och – hierzulande werden gestohlene Daten ja sogar als Grundlage für das Wirken öffentlicher Stellen (Finanzämter) verwendet – mit ein wenig „Glück“ wird das dann nachträglich „erlaubt“…

    • NBA?
      Äh, was hat die National Basketball Ass. mit dem Brief-und Fernmeldegeheimnis in den USA zu tun ;-)

      Abgesehen von diesem kleinen Lapsus, E-Mails entsprechen, so nicht endverschlüsselt, einer Postkarte im Briefverkehr, die kann auch jeder lesen.

    • Titel eingeben
      Wikileaks kann nur das veröffentlichen was sie haben. Haben sie keine schmutzige Wäsche (Nixon-Tapes), dann können sie auch keine öffentlich machen.

  6. Transparenz...den Job machen Sie gut Don.
    Die Guete der Demokratie…eine humane Vernunft Bildungfrage…
    Status Quo…eklatanter humaner Vernunftbildungsmangel…weltweit.
    Trotz der Faehigkeit des humanen Vernunftdenkens.
    Was muss geschehen damit er ihn nutzt, diesen
    Trump…Trumpf😈😇

    • Ich glaube nicht, dass Trump etwas besser machen würde, selbst wenn er wollte. Sanders wäre da anders gewesen.

    • Man muss unterscheiden....
      Danke, Don, einer jener leider seltenen Artikel die eine eigentlich banale simple Wahrheit aussprechen.
      In den grossen deutschen Medien, sogar der Einzige?

      Die Frage die wir uns stellen sollten ist: Wer wäre für die USA besser, wer wäre für Europa und den Rest der Welt besser.

      Ich bleibe dabei, für „uns“ wäre Trump das kleinere Übel. Der hat andere Hobbies als Kriege….

      Ein Thema, das uns ab Mittwoch ins Haus stehen wird, werden die Computer Wahlautomaten sein. Jeder der sich mit Computern auskennt weiss: ALLES kann gehackt werden! Die Regierungen der grossen Staaten mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten sind alle dazu in der Lage. Die permanenten, gegenseitigen Schuldzuweisungen der Grossmächte sind einfach lächerlich und es ist mal wieder typisch für unsere „Lügenpresse“, dass NICHT EINES der deutschen Medien endlich ehrlich klarstellt, dass alle alles tun, was möglich ist!

      Die Wahlautomaten sind zwar getrennt, aber die Wahl wird in wenigen Swing-States entschieden, ich glaube es sind nur mehr vier übrig. Auch wenn man wohl niemals die Wahrheit herausfinden wird, die Möglichkeit wird immer im Raum stehen. Allein solche Automaten zuzulassen, in einigen Staaten werden die einzelnen Stimmen nicht mal gespeichert(!), legt den Verdacht der anstehenden Manipulation nahe.
      Bei Al Gores Niederlage damals wurde ja nachgewiesen, dass wegen eines „Programmierfehlers“ 20.000 seiner Stimmen in Palm Beach/Florida an einen anderen Kandidaten gegeben wurden.

    • Baja, die meisten haben sich ja auf Clinton eingeschossen und wer gibt da gern zu, dass sie jemanden unterstützen, der Medien manipuliert? Das sähe einfach schlecht aus.

  7. Medien
    “ Medien sehen dabei nicht gut aus. “

    Unsere Medien auch nicht, wenn man die letzten eineinhalb Jahre „Berichterstattung“ zur Wahl betrachtet. Oder wohl eher anstatt „Berichterstattung“ hierzulande „Wunschmitteilung“. Was sich da alles USA-Experte nannte und meilenweit daneben lag… Aber wer weiß, vielleicht werden ja Wünsche wahr.

    Ich wünsche mir zum Beispiel, dass Assange vor der nächsten Bundestagswahl noch einmal in seinen Archiven kramt. Vielleicht kann er ja etwas auf gleichem Gebiet zur Information und Diskussion beitragen – vielleicht auch nicht.

    • Selbst wenn: Assange ist persona non grata und die Podesta Mails werden nur mit Fingerspitzen in den Medien angefasst. Das wäre bei Tauber Mails auch nicht anders.

  8. Titel eingeben
    Hätte ich im Russischunterricht damals nur besser aufgepasst. :-)

  9. House of Cards
    Nun, die Amerikaner haben es in jedem Fall besser.

    Sie werden von House of Cards regiert, während unsere Bundesregierung ein Spin Off aus Stromberg ist.

    • Sehr schön gesagt.

    • Lieber anonymous_content, ein echtes Bonmot !
      Die MerkelGabriel-Deutschland-um-die-Wette-Wegfresser-Truppe als mittleres bis unteres Management einer drittklassigen Versicherung !
      Ein echtes Schmankerl !

    • Passt wie die inzwischen notwendige Faust aufs Auge:
      Stromberg !

    • ... ich dachte bei uns eigentlich immer eher ...
      … an einen RB oder WDR-Standardtatort: Selbstlose anständige kinderlose oder tapfer alleinerziehende Kommissarinnen im Kampf gegen das Böse , in Gestalt von Burschenschaftlern oder alten weißen Kapitalisten mit Nazigold, für solidarische UmFairteilung, unterstützt von besonders gesetzestreuen und sympatischen Mitgranten, gesetzesbegeistert wie die Stasi, aber auch gerne lax, wenn es der guten Sache dient.

    • Der Vergleich mit House of Cards ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen.
      Während Merkel & Gabriel durchaus genauso berechnend und skrupellos wie Frank & Claire Underwood sind, haben sie nicht einmal annäherend deren Intellekt, Charisma und Eloquenz.

  10. Der Film zur Wahl - und zur Ehre des Don - und zur Schande für...
    http://www.arte.tv/guide/de/006297-000-A/mr-smith-geht-nach-washington
    Frank Capra, gedreht 1939
    Sendetermine:
    ARTE: Dienstag, 8. November um 13.45 Uhr
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mr._Smith_geht_nach_Washington

    Ich denke, seit der Zeit hat sich alles weiter zugespitzt!
    Und ein Mr. Smith stellt sich weder dort noch hier zur Wahl.
    Nichtmal ein Schmittchen!

  11. Ein ganz guter Artikel zum US-Wahlkampf, und was er sichtbar macht.
    Vorschau auf zukünftige Entwicklungen auch in Deutschland?

    Im „Cicero“:

    „US-Wahl : Die Demokratie zerstört sich selbst
    von Alexander Grau“

    http://www.cicero.de/weltbuehne/uswahl-die-demokratie-zerstoert-sich-selbst

    • Immer nur diese Debatte über den Überbau
      Es ist doch keine Krise der Demokratie, sondern des Wirtschaftens, der Globalisierung. Man muss ja nicht gleich den Kommunismus fordern, oder an die Wand malen, sondern könnte über die Reformen, die Kontrollmechanismen, reden, die nach 2008 kolportiert wurden. Es ist die zunehmende Identität global organierter Finanzindustrien und dem Staat zu sein. Mit Blick zurück – da gab es mal die „Stamokap-Theorie“ – die wirtschaftlliche und politische Macht der damals sog. „Multinationalen Konzerne“, insbes. z.B. in Afrika, ist ein alter Hut. Was hat die „Politik“ erreicht? Sie hat sich mit ihnen im übertragenen Sinne verheiratet. Es herrscht Interessenidentität. Gesetzentwürfe schreiben die in die Ministerien abgeordneten Mitarbeiter gleich selber. Da sind die Parteispendenskandale peanuts, damals der Aufreger, Flick – die Gekaufte Republik. Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat nach seinem Amtsantritt noch rund 40 000 Euro Gehalt von seinem früheren Arbeitgeber RWE erhalten. In NRW bereicherte sich der rote Filz via WEST-LB und der NRW-Steuerzahler zahlt noch heute (man lese mal über portigon…) Ja und? Passiert ist (der SPD) doch nichts. Heute „rettet“ die Bundesregierung mit enormen Bürgschaften bzw. Haftungssummen auf den Bundeshaushalt irgendwelche Staatshaushalte und Banken, die Bankenunion der EU greift auf die deutschen Sicherungsgelder in den Fonds der Bankenverbände zurück. Und? Dass wir finanziell ausgeschlachtet werden – wen interessierts? Ich bin so weit gekommen, wieder auf die Grundsätze von Marx zurückzugreifen und stelle fest, ja, was wohl…..aber es interessiert sowieso kein Schwein. Ebend.

  12. Interessant das so sauber filettiert zu lesen
    Eigentlich muß ich über T. nichts wissen. Allein die Eintönige Meutenhatz gegen ihn in unseren Qualitätsmedien. Ich sehe da ja bspw.immer wieder Artikel – Überschriften, zu denen ich die Artikel dann vermeide zu lesen in der FAZ. … Kurz:wenn all die Leute, die sich blendend meinem Misstrauen empfohlen haben, zur gemeinsamen Treibjagd gg. T aufblasen, dann muß an dem Mann ja irgendwas dran sein.
    Ich hoffe nicht, daß zur Kanzlerwahl irgendjemand die sex Skandale von Gabriel oder Merkel ausgräbt .

    Angesichts des Wiederfindens einer Atombombe, die die USA in den 1950 Jahren vor Kanada @verloren haben, denke ich, es gibt Wichtigeres als porno.

    • Ja, das kann ich verstehen. Ich bin fast versucht, diverse deutsche Nqamen bei Wikileaks zu suchen, aber vermutlich machen die das einfach so und weil es alle machen. Als ich den Beitrag schrieb, dachte ich, ich bin einer der Letzten – aber das ist in D überhaupt kein Thema. Obwohl es eines ist.

    • @Don Alphonso
      Sie klingen überrascht.
      Nichtmal worum es in der Email-Affäre eigentlich geht, wird hier berichtet, nur dass sie existiert.
      Bengazi-Report? Kennt keiner.
      Clinton Foundation? Klingt nach Charity.
      Quintessenz allein dieser 3 Punkte: Hillary Clinton ist (entsprechend der Aufzählung) verlogen, hinterlistig, kriminell und korrupt – und wahrscheinlich übermorgen Präsidentin der USA.

    • Einfach mal lesen oder zuhören
      Man kann tausendfach die Ergüsse von Trump live verfolgen. Wenn man all seine Absurditäten, seinen Größenwahn, sein Unwissen, seine Lügen, seine niederträchtigen Schmähungen verfolgt, der kann sich doch selber sehen wie es um ein Land steht, in dem fast die Hälfte der Menschen diesem Menschen folgen.

      Häme über „Qualitätsmedien“ bringen hier nicht weiter. Ich empfehle: nachlesen, was ernsthafte und ehrliche Konservative oder Rechte in den USA über diese üblen Demagogen schreiben. Die sind verzweifelt, dass er die Republican Party gekapert hat.

    • uff
      Die Party von George Bush. Ja.

  13. Vermutlich
    …ist es bei uns nicht anders.
    Der Unterschied ist immer, dass es durch Belege bestätigt wird.

    Wikileaks hat sich vor Jahren auch mit dem Gebahren deutscher Politiker
    beschäftigt.
    Frau Merkels Kommentar: Ach, das wird doch auf jeder Party herum
    erzählt.
    Nur, für Otto Normalbürger, war das neu.
    Und mir selbst wäre es lieber gewesen, ich hätte es nicht erfahren.
    Oder als neidisches Geschwätz abtun konnen. Oder als Kabarett.

  14. Die DNC Leaks sind der zarte Anfang.
    Da ist noch mehr. Unsere Listen an Personen aus US und EU wachsen täglich. Und ich bin sicher, es rollen Köpfe und Leuten lösen sich in Luft auf…

    • Die Verzweiflung über die Eliten
      Ich würde an dieser Stelle gern auf einen sehr tragenden Beitrag von David Engels (belgischer Prof. für römische Geschichte) in der Novemberausgabe des Cicero hinweisen,@Der letzte Ritt-Untergang des Westens… . In der web Präsens kann man hineinriechen
      http://www.cicero.de/weltbuehne/cicero-im-november-abendland-im-abendrot
      Er beschreibt die Selbstaufgabe des Westens, die Selbstrelativierung der Werte, die ihn ausmachen (wie bspw. Religionsfreiheit), diskutiert die Wurzeln (bspw. – für mich in dieser Form neu- die Säkularisierung, die Reduktion der Religion auf @Privatsache) und kommt in einem Teilfacit zu folgender Aussage:
      „In diesem Zusammenhang ist auch der fast abgeschlossene Übergang von der bürgerlichen politischen Gesellschaft … zur akklamatorischen Elitentechnokratie zu nennen, die… zu einer zunehmenden Infantilisieru g und Entmachtung der Bürger geführt hat. … Der Westen hat den Glauben an sich und seine Zukunft verloren…“

      Der intellektuelle Bogen des Artikels greift allerdings viel weiter und verharrt nicht in Larmoyanz- also selbst lesen!

      Vor diesen Hintergründen (hier v.a. dem Versagen der FunktionsElitenträger) stellt sich die Forderung nach Volksabstimmungen und der Aspekt einer Person wie Trump, der all diesen pseudoEliten auf die Füße tritt,- warum sonst die {emunisono/em} Hatz auf ihn?-, etwas anders dar.
      Wie gesagt, ich sehe das wie tdv hier irgendwo (was bedeuten Trump oder Clinton für die Welt?), ich bin kein Fan irgendeines US Kandidaten, aber T ist die logische Antithese zur Eliten-Obstruktion.

  15. Vom leiser werdenden Lachen
    Die Demokratie hat fertig. Hier und in den USA.
    Die Medien, nur noch partiell mit unabhängiger, faktenbasierter Recherche beschäftigt, sondern weitgehend bestimmt von fixen, unverrückbaren Weltanschauungen oder ganz in der servilen Funktion als regierungsamtliche Lautsprecher aufgegangen, haben ihren Teil dazu beigetragen.

    Schön, dass Sie dafür vermutlich auch Lesern die Augen öffnen, die’s noch nicht glauben mögen. Ohne Ihre bewundernswerten Beiträge zu schmälern, helfen oder ändern wird das nichts, denn den größten Teil der Wähler erreichen Sie nicht, und Sie werden dazu auch kaum die Gelegenheit erhalten. Die Mehrheit lässt sich – wenn überhaupt – täglich vom ÖR ihr Soma einträufeln und hält sich für informiert, wenn sie mal bei Plasberg oder Maischberger reinschaut.

    Neu mögen die enthüllten Machenschaften nicht sein, nur erfährt man heute davon – sofern man will. Neu sind Umfang und Tiefe der gesellschaftlichen Manipulation, das offenbar völlig fehlende Unrechtbewusstsein der dafür verantwortlichen Protagonisten und das annähernd komplette Versagen von Parteien, Medien und Parlamenten.
    Die Verfassungsgeber, die über viel Klugheit geboten, hätten sich diese Entwicklung in ihren wüstesten Szenarien nicht ausdenken können. Sie, die sich über Partei- und Ideologiegrenzen hinweg zusammenrauften, konnten sich den gleichzeitigen Ausfall von Opposition und Medien schlicht nicht vorstellen.

    Interessant in diesem Zusammenhang z. B., wie schnell die aus unerfindlichen Gründen immer noch von einem rebellischen Nimbus zehrenden Grünen die Kurve in die Zentren der Macht und deren Gepflogenheiten gefunden haben, die sie doch angeblich so verachteten und für unfähig hielten.
    Nicht weniger interessant, das Erlöschen der innerparteilichen Opposition und Debatten in den sog. Volksparteien.
    Alles paletti? alle einer Meinung?

    Genug der schlechten Nachrichten?
    Nicht wirklich, denn wie heute von dem bisher kaum bekannten Mittelständler De-Cix zu erfahren ist, deckt die postdemokratische Verlogenheit ihre (noch) weichen Flanken durch zusätzliche Maßnahmen …

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/betreiber-von-internetknoten-warnt-vor-bnd-14516061.html

    • Das neue BND-Gesetz ist nicht einmal durch den Bundestag gegangen
      man hat das wohl beim letzten Hinterzimmertreffen bei Merkel mit ausgekungelt und beschlossen, das einfach durch den Bundesrat zu bringen. Die Länder haben die gewünschte Kohle von Schäuble zugesagt bekommen und allem zugestimmt; diesem Gesetz, der Privatisierung der BAB, bloß über die sogen. Rückführungen von Migranten hat man wohl nicht geredet, denn sonst könnte sich Berlin da nicht so eiskalt ausklinken.
      Und das nennt sich dann in diesem Land Demokratie.

    • Titel eingeben
      „Neu sind Umfang und Tiefe der gesellschaftlichen Manipulation….“

      Darf ich widersprechen, nein, neu ist nur, dass man dies zum ersten Male thematisiert. Im Prinzip läuft es hier nicht anders. Bestes Beispiel? Die Abspaltung Der Linke von der SPD! Wie ist es möglich, dass in einem Lande mit tatsächlicher Informationsfreiheit mehr als eine peinlich dumme Rest-Minderheit, trotzdem immer noch SPD wählte? Lesen sie einfach mal die bis heute noch unverschämt blöden Kommentare zu Lafos damaligem Rücktritt!

      Ich kann da keinen Unterschied zum jetzigen US Wahlkampf erkennen! Völlig gleichgeschaltete Lügen werden einem verblödeten Volk eingehämmert! Bis heute….

      Was das Internet angeht, so ist ihre Befürchtung natürlich korrekt. KEIN Establishment der Welt kann an einem freien Internet interessiert sein, diese ganze Energie, muss von den Wahrheiten getrennt werden und in die facebook und Twitter eingebunden werden. Man macht dabei grosse Fortschritte, und die Gefahr, dass Wahrheit um sich greifen könnte, ist wohl schon gebannt.
      Nicht umsonst spricht man bereits vom post-faktischen Zeitalter.

    • Postfaktisches Zeitalter
      Ja, was denn sonst.

      Passt bestens zu der Aussage: Wir sind mitten im Krieg, und
      wissen nicht wer Freund oder Feind ist.

    • D'ac­cord
      @Grumm

      Sie sprechen mir in wohl gesetzten Worten aus der Seele.
      Auch zum Thema drs Knoten in Frankfurt.

      @ Don Alphonso

      Dank für den hervorragenden Artikel.

    • Gern geschehen.

    • Den Begriff "Post-Faktisch"
      habe ich zum ersten mal von der LF gehört. Es klang mir so, als operierten Kritiker der Regierungspolitik im Post-Faktischen, d.h. sie kritisierten etwas, das es faktisch gar nicht gibt. Dieses Argumentieren über etwas, das es gar nicht gibt, spielt natürlich zum Teil in den Bereich der Geisteskrankheiten (Phobiker -> Xenophobie) hinüber.

      Ich empfehle da eine Säuberung. Wir haben das bei uns schon häufiger erfolgreich gemacht.

      Vorwärts bis zum Sieg!

    • Kein (k)rumm-er Beitrag
      Zitat:
      „Interessant in diesem Zusammenhang z. B., wie schnell die aus unerfindlichen Gründen immer noch von einem rebellischen Nimbus zehrenden Grünen die Kurve in die Zentren der Macht und deren Gepflogenheiten gefunden haben, die sie doch angeblich so verachteten und für unfähig hielten.“

      PS: https://pbs.twimg.com/media/CwSEPDEWAAA11re.jpg

  16. Jeder kann sich seine Medien und Informationen heute selbst aussuchen
    Auch wenn die Berichterstattung in Deutschland nicht annähernd so abgestimmt und aktiv beeinflusst sein wird, nachdem die Bewohner des hiesigen journalistischen Biotops das eher freiwillig und unkoordiniert machen, ist die Situation hier durchaus vergleichbar.

    In Deutschland fragt man sich bspw. selbstgerecht, warum Millionen Amis so doof sind Trump auf den Leim zu gehen und für ihn stimmen.
    Dass Trump überhaupt keine Ahnung von politischen Themen hat, darauf kommen nach der hiesigen Berichterstattung die meisten noch. Aber das er tatsächlich als das kleinere Übel betrachtet werden könnte, diese Idee ist hier vollkommen fremd.

    Passt überhaupt nicht in den Narrativ des deutschen journalistischen Biotops, das soweit wie ich mich zurückerinnere HClinton/Obama/Kerry/Gore/BClinton mit pro-demokratischer und/oder anti-republikanischer Berichterstattung auch in Deutschland unterstützte.

    Diesen Narrativ bemerkt man aber anscheinand nur, wenn man wenigstens einen anderen kennt und gehöriges Misstrauen gegenüber Medien an den Tag legt.

    Ich habe mir zu diesem Zweck bei Youtube jeweils einen Informationsstrom nach sowohl UK als auch in die USA eingerichtet, um dieser einseitigen Berichterstattung beizukommen.

    Douglas Murray (UK) und Ben Shapiro (USA).

    Beide sind relativ junge politische Kommentatoren ihres Landes. Beide sind sehr unangenehme Diskutanten für ihre linksliberalen Pendants, weil nicht auf den Kopf gefallen, rhetorisch begabt und mit Unmengen von wissenschaftlichen Fakten bewaffnet (können bei Bedarf ohne Ende Statistiken und Studien zitieren).
    Achja, und beide liberal-konservativ. In Deutschland existieren keine vergleichbaren Personen.

    Hier ein kleines Best of von Shapiro, dass eine ganze Reihe von Argumenten illustriert, die man in Deutschland niemals hört:
    https://www.youtube.com/watch?v=-RY4R3_O7RE

    • Douglas Murray, Ben Shapiro, James Delingpole
      Gestatten Sie die Erweiterung Ihrer Liste um einen weiteren Namen …

      http://www.breitbart.com/author/james-delingpole

      Guardian-Jünger hassen ihn inbrünstig, schon deshalb lese ich ihn täglich. Hat nicht immer recht, schreibt aber frisch von der Leber weg und kennt – hierzulande undenkbar – keine Rücksichten.
      A true pain in the a** für den linksliberalen Mainstream.

  17. The Trump Story: The New Regal Dynasty...
    …in pictures.

    Der junge Donald sieht sich bereits vor seinem geistigen Auge als den amerikanischen Sonnenkönig, auf einem vergoldeten Peacock-Prunksitz thronend:
    http://blog.sartle.com/post/150743360880/donald-trump-makes-art-great-again-parody

    Sein edler fürstlicher Geschmack konnte schon vor Jahren erkannt werden: vergoldete Replica mit üppigen Schnitzereien, grandios [kitschig].
    The White House wird dem Geschmack des neuen Herrschers angepasst und von Grund auf neu dekoriert. Damit sich auch sein Freund Putin dort wohl fühlen wird.
    Ein Blick ins Master Bedroom:
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3390812/Trump-likes-sleep-bed-cost-votes.html

    Trump wird sich Putin, Assad, Erdogan und schließlich auch Kim Jong Un politisch annähern, Diktatoren, die er bewundert und für viel smarter hält als Crooked Hillary. In Nordkorea könnten huuuge, amazing Business Deals gemacht werden – das Land muss doch endlich ordentlich aufgebaut werden. Trump, The Greatest Deal Maker on Earth ever, fädelt ebenso huuuge Deals mit den russischen Oligarchen ein. Die Projekte werden durch The Trump Family Business Imperium implementiert, you bet.

    Trump wird eine wahre Erbdynastie etablieren: Don Jr., der jetzt schon so gut lügen kann, wie sein Vater, wird Finanzminister, Ivanka Außenministerin und die engste Beraterin.

    Die ganze Sippe zieht ins Weiße Haus ein, ähnlich wie in „Dallas“, um vollen Überblick und totale Kontrolle aufzubauen und zu erhalten.
    http://republicbuzz.com/donald-trump-interview-at-home-with-trump-family-take-a-look-the-donalds-desk

    Statt wie einst in den Morning Papers beim Frühstück Cartoons zu lesen, schaut das amerikanische Volk fortan die Reality-Show „Trump’s Regal Rule“ direkt aus dem Weißen Haus. Das ist amazing, aufregend, glamourös, rührend menschlich und volksnah zugleich.

    Die First Lady bekommt ein Baby nach dem anderen, damit die Familiendynastie gestärkt wird, s. das 3. Bild:
    https://www.romper.com/p/photos-of-barron-trump-show-that-the-10-year-old-is-already-living-the-good-life-13456

    Daher wird der Kleine Baron jetzt schon auf die Rolle eines mächtigen Regenten vorbereitet. Ein Familienporträt, s. unter Campaign 2016:
    http://howdygram2.blogspot.de/2016/08/introducing-font-u-and-other-tuesday.html

    Danach wird das amerikanische Volk die Dynasty nicht wieder los: In mehreren Generationen regieren nun die Trumps in Achtjahreszyklen, bis die Verfassung entsprechend angepasst wird, mit 99% Mehrheit, aus Dankbarkeit gegenüber dem geliebten Führer.

    • Titel eingeben
      Trumps Geschmack entspricht dem der meisten Amis (und nicht nur der Amis).
      Trump macht’s nur noch etwas größer. Und damit deutlicher.

    • Junge, junge -
      da müssen Sie mal in die guten Stuben von Arabern oder Ägyptern gucken – dagegen ist es bei Trumps geradezu stilsicher bescheiden …

    • ulF hat bei Erdogan doch die schönsten Eindrücke gewinnen können,
      wie man im güldenen Pomp so vor sich hinregiert. Der Sessel war ebbes zu niedrig, nun ja, sie wird sich schon noch gewöhnen. Zumindest dürften unsere Fahnen in den USA etwas größer ausfallen.

    • Ich glaub, ich seh nicht recht
      Ich find, Ihr seid’s allesamt inzwischen schon geschmacklich deformiert und gewissermaßen auch Lügner, wenn Ihr dem Don brav Reverenz erweist für seine Sammlung, aber andererseits Louis XV verwerft, nur weil das dem Trump gehört. Diese Lounge in New York City ist edel, sehr edel, hat einen phantastischen Blick und ist überdies sehr gemütlich trotz der Vergoldungen.

      Das haben die Leute so, wenn sie schwer reich sind. Das sind überaus kostbare Antiquitäten. Wenn Trump mal umdekoriert und sie in einer Lotterie verlost und ich gewinne sie, nehme ich sie gerne, vorneweg den Kronleuchter, aber nur, wenn ich den nicht abholen muss.

      Manchmal haben diese Leute gleichzeitig noch eine Art Hütte in Colorado, Wyoming oder einem anderen Mountain State. Dort sieht es ganz anders aus. Das machen Designer.

      Und nebenbei, die Amerikaner haben einen unglaublich guten Geschmack, zu besichtigen in vielen Filmen und Hotels. Was ist das, Geschmack?: Verschieden, muss zueinander passen und cozy sein. Und cozy ist es dort oft. Ganz tolle Küchen. Der große GE, den haben die erfunden und nicht Euer übergeordnetes Geschmacksempfinden, das wohl bei Ikea geformt wurde.

      Was man hier sieht, ist ungeschminkter vorurteilsbeladener Antiamerikanismus, gratuliere.

      Und das Weiße Haus war immer schon tapeziert und mit Antiquitäten eingerichtet.

    • Keine Frage des Geldes, sondern des Stils
      @ Oberländer
      „Das haben die Leute so, wenn sie schwer reich sind. Das sind überaus kostbare Antiquitäten. Wenn Trump mal umdekoriert und sie in einer Lotterie verlost und ich gewinne sie, nehme ich sie gerne, vorneweg den Kronleuchter, aber nur, wenn ich den nicht abholen muss.“

      Ist das Satire oder meinen Sie das wirklich?
      Die Möbel sind Kopien, weiter nichts, und schön gemacht sind sie auch nicht. So etwas nennt sich neureicher Kitsch.

      Ich hatte mal ein Photo verlinkt, worauf man das auch sehr deutlich sehen konnte. Einer der Sessel war hinten mit großen Schrauben festgehalten. In echten Antiques gibt es weder Nägel noch Schrauben. Ich konnte das Foto leider nicht mehr finden.

      Und es ist auch nicht richtig, dass reiche Amerikaner solch einen kitschigen Geschmack haben.

      Schauen Sie hier, das hat Stil:
      http://www.architecturaldigest.com/story/buatta-article-022008
      http://www.townandcountrymag.com/leisure/arts-and-culture/news/a5860/southern-charm-patricia-altschul/

      Das New Yorker Apartment und das Haus in Charleston von Patricia Altschul, der Witwe eines der Partner bei Goldman Sachs. Sie gehört zum Ostküsten Old Money-Elite. Da ist nichts protzig oder kitschig, sondern geschmackvoll und wunderschön.

      Trump lebt wie osteuropäische Diktatoren, neureiche Chinesen oder afrikanische Diktatoren.

      Bei Trump ist [fast] alles Fake, sogar seine Haarpracht, you bet.


    • Okay, der Fairness halber: Auf dieser Seite sind die Kopien wesentlich besser gemacht als in manchen älteren Fotos, die ich gesehen hatte. Aber sie sind eben keine echten Antiquitäten, sondern nur „Louis XIV inspired“, wie es im Artikel auch beschrieben wird. Das Renoir in einem der Fotos ist eine Kopie, das Original hängt in der Courtald Gallery in London.

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-3303819/Inside-Donald-Trump-s-100m-penthouse-lots-marble-gold-rimmed-cups-son-s-toy-personalized-Mercedes-15-000-book-risqu-statues.html

      Ich beschäftige mich seit Jahrzenten mit Kunst und Antiquitäten, und solch einen Stil mag ich halt nicht. Für kein Geld der Welt möchte ich in solch einem Ambiente leben.


    • Habe etwas recherchiert.

      https://www.alibaba.com/product-detail/French-Louis-XV-Style-24K-Gilded_60239826694.html

      Ich finde das preiswert. ;-)

      Die Chinesen kopieren alles, und zwar perfekt.

      Ist auch nicht weiter wichtig, wie Trump wohnt, es sei denn, er will das wunderbare Weiße Haus diktatorenkonform verschandeln lassen.

  18. OK, EraserFS, den Shapiro werde ich mir öfter ,reinziehen' ,
    und den Murray sehe ich mir auch noch an, obwohl ich kein youtube-FanBoy bin.
    Aber diese Art der politischen Kommentierung, auf breiter Basis, fehlt bei uns völlig.
    Solche Leute würden bei uns nur zum Schlachten bei Anne die niemand Will ,vorgeführt‘ , aber allein die Diskussionskultur der bei Shapiro gezeigten Sendungen, wo alle, inklusive ihm selbst, AUSREDEN dürfen, ist bei uns unerhört.
    Wo kämen wir da hin, scheint der heimische, insbesonders ÖR, Medienstadl zu fragen, wenn man als linker pro-Merkel Aktivist nicht SOFORT dem pöhsen Feind ins Wort fiele ?!
    Ich halte die USA nicht wirklich für eine Kulturnation, Hegemonie hin oder her, und was man von ihren Medien halten kann, hat der Don oben schön dargestellt, aber die Tatsache, dass ein Widerborst wie Shapiro mit allen möglichen Gegnern auf allen möglichen Sendern diskutieren kann, ohne unterbrochen und niedergeschriien zu werden, wete ich hoch.
    Undenkbar in Dummland 2016.

  19. Trump behauptete, die Medien und der Wahlkampf wären ,rigged' .
    Wikileaks hat es bewiesen. Der seltsame Beschluß des FBI, in all den Machinationen betreffend Hillarys Mail-Gate keinen Straftatbestand zu erblicken, hat es bewiesen.
    Obamas geschmacklose Parteinahme hat es bewiesen.

    Klar wäre es schön zu wissen, welche politische Richtung Trump eigentlich einzuschlagen gedenkt, sollte er Präsident werden, und wofür er eigentlich steht, wenn es ans Tun geht.
    Aber dass Hillary NICHT Präsidentin werden darf, muß jeder klar erkennen, wenn er sich den medialen Hype, der in USA ferngesteuert über Hillarys Wahlkampfteam, und hierorts ferngesteuert durch die sattsam bekannte linksverdödelte Einheitspressemafia, zu Gemüte führt .
    Oder wenn er sich , erfordert ein bissl mehr Mühe, die Vita der goldenen Kandidatin ansieht.
    Nastiness piled 5foot 7 high. Thanks, Shapiro, you made my day.

    In Dummland wird man beim Wahlkampf natürlich auch twittern und geheime Steuerungsmails absetzen, aber man brauchte sie eigentlich nicht, man will nur modern und amörrikonisch wirken.
    2017 geht es um Einheitsbrei gegen Deutschland, mit dem einzigen Vertreter AfD für letztere .
    Denn Linke wählen, damit sie einen an einer künftigen Mauer ermorden, oder NPD, um endlich richtige Agenten des Verfassungsschutzes kennenzulernen, welch ein Bubentraum, kommt ja wohl nicht infrage.

    Nein, Merkels Politik zur Einäscherung Deutschlands durch Wegwerfen seines Wohlstands via EU und Euro, Griechenlandhilfe und Bankenunion und Sozialunion und Transfer, welch Namen immer habend, gepaart mit hemmungslosem Hereinlassen und Dalassen von am liebsten kulturfremden und uns eher feindlich gesonnenen Personen, wird als das neue Himmelreich gepriesen werden, obwohl es mit CDU so viel zu tun hat, wie Stacheldraht mit Süßspeise.
    Und zwar von den selben salonlinken Trotteln, die der radikale Islam als erstes erschlägt, sobald er stark genug ist.
    Falls sie denn Glück haben, diese Verbrecher gegen jede Intelligenz, es sind schon Leute lebend verbrannt worden vom IS .
    Liebe Kinder, bald ist Weihnachten, aber das ist geschenkt.
    2017 aber, nämliche liebe Kinder, geht es um die Wurst . EURE Wurst !

    Und das Schöne ist, dass bei uns kein Wikileaks notwendig ist, um das Zusammenspiel von Berliner Pampe mit Lügenpresse und Volkserziehungsfernsehen zu beweisen… es ist seit Jahren beobachtbare, unwiderlegliche, Folklore.
    Berliner Trachtenumzug, sozusagen.

    Der Don, der, wie ich vermute , AfD NICHT wählen wird, wird trotzdem viel zu tun, und wir, wohl hauptsächlich hier, und nicht in Reichspropagandamedien, viel zu lesen bekommen.
    Ich mache mir wenig Illusionen, generell, und auch, was den Ausgang UNSERER Wahl angeht, aber es wird eine wichtige Wahl gewesen sein, die der Michel verschlafen haben wird.
    Er wird sich wundern, in was für einem Land er aufwacht !

    Denken wir 5, 10, 15, 20 Jahre zurück, in Abstufungen.
    Die meisren, die hier lesen und kommentieren, waren da schon erwachsen.
    Hand aufs Herz, hättet ihr das, was heute in Deutschland abläuft, jeweils für möglich gehalten ?
    Und jetzt extrapolieren wir, auf selbiger Schiene, 5, 10,15, 20 Jahre in die Zukunft.
    Wollen wir das, was wir da sehen ?
    Ich nicht.

    • Kurzer Hinweis: Es findet sich in den Podesta-Mails kaum ein Hinweis der Beobachtung, geschweige denn der Verbindung mit deutschen Medien:

      https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/55591

      Ich glaube, die wissen eh, wie deutsche Medien schreiben. Mexiko und Canasa sind viel wichtiger.

    • Titel eingeben
      Don Alphonso sagt:
      8. November 2016 um 07:35 Uhr
      Kurzer Hinweis: Es findet sich in den Podesta-Mails kaum ein Hinweis der Beobachtung, geschweige denn der Verbindung mit deutschen Medien:

      Deutschen Medien sind a) für die US-Wahl ja nicht relevant (ich bin mir aber sicher das es eine vergleichbare Kooperation zwischen US-Regierung und deutschen Medien gibt wenn es um geostrategische Konflikte zwischen der USA/NATO und Russland oder Handelsverträge wie TTIP geht) und b) schreiben die Kollegen in Deutschland i. d. R. sowieso immer nur ab, was bereits in US-Leitmedien wie der NYT und der WaPo steht (Hand aufs Herz: wenn man die am Vorabend gelesen hat, dann muss man die Kommentare und Einschätzungen in der FAZ, auf SPON, SZ, ZON & Co. vom Folgetag eigentlich überhaupt nicht mehr lesen, weil man den Inhalt schon kennt!?). Aber dafür gibt es Witze über die Deutschen: „What’s the difference between a German and a shopping cart? A shopping cart has got a mind of its own!“ Haha!

      https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/1637

    • Würden Sie es mir abnehmen, Herr Moser...
      daß wir in unserer Region hier extrapoliert schon bei Ihrer dritten von Ihnen genannten Jahreszahl angezukunftelt sind? Sie glauben mir nicht? Dann empfehle ich hin und wieder einen Blick in die online-Ausgaben der Heilbronner Stimme, Ludwigsburger Zeitung, Rhein-Neckar Zeitung und Stuttgarter Zeitung zu werfen. Es ist sicher kein Zufall, daß das erste allgemein bekannt gewordene Opfer nach dem glückseligen September 2015 eine alte Frau in Bad Friedrichshall war (auch Don schrieb darüber).
      .
      Dank gebührt Ihnen allerdings für Ihren Folgeartikel, in dem Sie erklären, daß wir womöglich noch nicht alle Hoffnung fahren lassen müßten. Ebenso für den versteckten Hinweise an Don im letzten Abschnitt, ja nicht den angekündigten RHS-Roman, zgl. Drehbuch, aus dem Auge zu verlieren.

    • From:orca100@upcmail.nl
      ist ein Absender, den ich nicht zuordnen kann. Mal abgesehen von meinen mangelhaften Englischkenntnissen scheint mir aber der Schreiberling aus den Niederlanden eher ein Troll zu sein, der seine vier Mails am 21.2.16 absetzte. An eine Mailadresse von podesta, die ich bisher noch nicht gesehen habe.

      https://search.wikileaks.org/?query=%22orca100%40upcmail.nl%22&exact_phrase=&any_of=&exclude_words=&document_date_start=&document_date_end=&released_date_start=&released_date_end=&new_search=True&order_by=most_relevant#results

    • What’s the difference between a German and a shopping cart?
      Nun, das zeigt doch nur, daß Selbstverachtung irgendwann auch anerkannt wird!

  20. Ein'n hab' ich noch : weil manche meinen, diese Mieselsüchtigkeiten
    seien das Ende der Demokratie- nein, sind sie nicht, wenn der Wähler nicht völlig verblödet ist.
    Was Amerika angeht, schilderte Jules Verne schon, in Reise in 80 Tagen um die Welt von 1871/72, da hatte Frankreich gerade einen Krieg gegen Deutschland verloren, die Zustände , die die damals schon aktiven ‚political machines‘ im Lande mit sich brächten. Wie sich die Anhänger gegenseitig verprügelten am hellichten Tag .
    Seither gibt es nur zwei aussichtsreiche Parteien in der US-Politik, und jedes Amt erfordert von vielen Millionen bis Milliarden an Wahlkampfbudget, um eine Chance zu haben.
    Also sind die Hillary-Obama- zustände dort nur business as usual, und ob man die USA als echte Demokratie ansieht, ist halt Ansichtssache. Aber ansehen kann man sich’s .
    Bei uns wird man auch weitermachen, aber die plebiszitäre, und damit echte, Demokratie, ist im Kommen.
    Natürlich wehrt sich die Pampe wie verrückt, mit dummen Arikeln in sterbenden Zeitungen, Stasi-Stiftungen, dem neuen Bock von Babelsberg in seinen schlechten Maasanzügen, aber wenn schon die CSU damit zu punkten versucht, dann kann man die Zeichen an der Wand lesen.
    Sind wir erst einmal in einer verfassungsrechtlichen Situation, wie die Schweiz, kann das politische Establishment im Qudrat springen, RICHTIGEN, tödlichen, Mist, wie EU, Euro, Geldtransfer, und jederdarfkommenundbleibenundkassieren, bringen sie dann nicht mehr durch.
    Also, ein bissl Hoffnung bleibt, und sonst die Sensen und die Dreschflegel.
    Und danach der Laternenorden für verdiente StaatsmännerInnen.

  21. Letzter Nachtrag vor der wahl
    Ich habe gerade während meines Mittagessens wie immer BBC geglotzt, die einzige Zeit wenn der TV läuft. Als ich mich zu Lachs, Salat und Chardonnay aus Chile hinsetzte, schaltete man gerade live nach Grand Rapids, Michigan, wo Trump um 1.00 morgens zu einem vollen Stadium sprach. Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch niemals eine Wahlrede gehört. Für überzeugte Nicht Wähler spwieso uninteressant und ohnedies ist es ja: „Was interessiert mich mein Geschwätz von vor der Wahl?“
    Ich glaube kaum, dass es bei Trump anders läuft. Aber immerhin wurde er recht konkret, für einen angeblich ahnungslosen Deppen. Er zählte die verloren Jobs der Auto-Worker in Michigan auf, und kündigte an, dass im Falle seines Wahlsieges, die Kfz Fabriken von Mexiko nach Amerika zurückgeholt würden. Importierte, dort produzierte Autos würden künftig mit 35% Importb Tax besteuert.
    Ich würde so was als linke Politik bezeichnen.
    Die Realität war ja, dass jede Menge Leute arbeitslos wurden, weil die Konzerne ihre Produktion ins billigere Ausland verlagert hatten, etwas von dem auch in den USA ausschliesslich Anteilseigner profitieren. Sollte er gewinnen werde ich das Thema mal verfolgen, dann würde mich tatsächlich interessieren ob er nichts weiter als ein ganz normaler Politiker ist…

    Aufgefallen ist mir an seiner Rede ein Satz, den er bestimmt bei jeder Veranstaltung loslässt, der mir aber noch nie in einem der Medien, egal aus welchem Land, begegnet ist.
    „It used to be, that cars used to be produced in Flint, Michigan, and the water was undrinkable in Mexico. Now cars are produced in Mexico and the water is undrinkable in Flint.”
    Zwar ein Gag, aber immerhin die Wahrheit. Kein Grund ihn zu wählen, aber ich ziehe ihn immer noch der Konkurrenz vor, solange die aus Hilary besteht.

    Mein Tip, nach wie vor:
    Der nächste Potus heisst Hilary Clinton

    • Arbeitslose in den USA
      Ich habe gestern Abend einen Bericht gesehen, keine Ahnung mehr wo im TV, Wahlkampfhelfer von Clinton, Gewerkschaftsmitglieder, die von Haus zu Haus eilten, um auch noch die letzten Schwankenden zu überzeugen. Aber die Mehrheit, alles ehemalige Stahlarbeiter, will Trump, will, dass alles wieder so wird, wie es einmal war. Ein frommer Wunsch, der uns ja auch mehr oder weniger zueigen ist. Trump verspricht denen, dass sie ihre Arbeitsplätze zurückbekommen.

      Vom Elend der sogen. Unterschicht in den USA haben hier die wenigsten eine Vorstellung, Leben im Wohnwagen, zwei oder drei Jobs, ein Partner meist in einem anderen Staat, kaum Kontakt nach Hause, ein Leben, das man nicht führen möchte.

      Es lief vor ein oder zwei Jahren eine Doku über eine weiße Familie im Fernsehen, die so lebte, Frau mit Kindern im Wohnwagen und zwei Jobs an der Ostküste, Mann an der anderen, alle halben Jahre mal 2 oder 3 Tage zu Frau und Kindern. Und das Geld reicht für nix. Dagegen geht es uns Gold.

      Der Kampf ums Wasser, nicht nur in den USA, Nestlé kauft ganze Seen in Kanada und anderswo, ist noch ein ganz anderes Thema.

    • Ganz zufällig wurden heute Strafzölle gegen deutschen Stahl eingeführt.

    • Ach guck an, und das vor TTIP
      wobei es unseren Stahlwerkern ja auch schon mal besser ging.

    • Das sehen die Mexicaner gelassen
      Die Produktionskapazitaeten fuer Autos in Mexico koennten die Mexicaner locker selbst auslasten, dafuer muss noch nicht mal deren Lohn auf Gringoniveau gehoben werden. Ganz anders im Land des prosperierenden Betrugs, wer will- ausser mexicanischen Immigranten- fuer mexicanissche Loehne arbeiten? Kein Gringo! Mit 35% Import tax ist da kein Blumentopf in Flint zu gewinnen!
      Nicht umsonst hat crooked HRC an EPN (ENRIQUE PENA NIETO) einen Bettelbrief geschrieben und ihn um 2 Mio Dolores angeschnorrt! Natuerlich nur bar, klar doch!

  22. Objektivität
    Lt. LA Times liegt Trump fünf Prozentpunkte vor Clinton.
    43 Prozent der jungen Wähler, knapp 40 Prozent der Akademiker, 42 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Hispanics wollen ihn demnach wählen. Das sind Ergebnisse, die SPD und CDU bei Landtagswahlen bisweilen zusammen kaum erreichen.

    Clinton schneidet bei Afroamerikanern um zehn Prozentpunkte schlechter ab als Obama 2008. Zudem ist lt. New York Times die Wahlbeteiligung der Afroamerikaner stark gesunken, die der Weißen stark gestiegen. Die absolute Zahl der Afroamerikaner, die demokratisch wählen, dürfte demnach sehr stark sinken. Die der weißen Republikaner dürfte stark steigen.
    Bei keiner Umfrage liegt Clinton so weit vorn, dass sie außerhalb der statistischen Unschärfe liegt.

    Schlagzeile bei FAZ.net und NZZ.ch:
    Clinton fünf Prozent vor Trump [Quelle war das Wallstreet Journal, das eine Fehlermarge von 2 ¾ Prozent angab – weshalb selbst nach dieser Umfrage Trump gewinnen könnte.]
    Die Umfrage der LA Times wird komplett ignoriert, die „Four-way race“-Umfragen – bei denen Trump und Johnson gleichauf mit Clinton und Stein liegen – finden keinerlei Erwähnung.

    Von Trump kann man halten was man will. Das eigentliche Problem ist eher, dass er seine Gegner auf sein eigenes Niveau herabzieht – ohne das diesen das bewusst wäre.

    • Ungewöhnliche Umfrage
      Diese Umfrage von USC Dornsife/LA Times liegt schon immer „ganz weit draußen“ (outlier) und passt – mit ihrer ungewöhnlichen Methodologie – nicht so gut ins Gesamtbild. Sie wird bei den poll watchern in den USA öfters besprochen. Siehe z.B.

      http://www.nytimes.com/2016/10/13/upshot/how-one-19-year-old-illinois-man-is-distorting-national-polling-averages.html?_r=0

      Es gibt HUNDERTE Umfragen in den USA zu diesen Wahlen und da sollen deutsche oder schweizerische Zeitungen auf ALLE eingehen? Und wenn sie es nicht tun, dann sind sie nicht „objektiv“?

      Nein, Sie liegen ganz und gar falsch. In Europa wird sehr vielfältig und ausführlich über die US-Wahlen berichtet. Man gibt sich auch öfters große Mühe zu verstehen, wieso so viele US-Bürger Trump wählen; einen rechts-populistischen Hetzer, Vereinfacher und Lügner, der sich keinerlei Mühe macht irgendwie logisch oder konsistent zu reden/argumentieren.

      Es gibt fast keinen Politiker, weder in den USA noch in Europa, der auf seinem Niveau agiert.

  23. Glückwunsch!
    Zum ersten sachlichen Artikel seit fast einem Jahr, Herr Meyer!
    Wenn Sie so weitermachen, werden Sie eventuell sogar noch mal Journalist.
    Aber das ist in Ihrer Zielgruppe ja eher verpönt.

    • Hate speech
      Igitt, hate speech!
      Und gleich eine ganze (Ziel)Gruppe, mit diskriminieren.

      Stramme Leistung, Max, aber haben Sie auch inhaltlich irgend was von Relevanz beizutragen, oder bleibt es bei einem Rülpser jährlich?

  24. Alles richtig...
    … Ich will aber trotzdem, dass sie Präsidentin wird, nicht er.

    CNN ist mE mittlerweile auch allgemein bekannt als das Clinton News Network.

    Und Fox News auf der anderen Seite das Pendant – haben die nicht mit der Berichterstattung für die eigene Bubblegum angegangen?

  25. Unabweisbare Schlußfolgerung
    Reiche, Mächtige und Hilfseliten:
    .
    Sie alle müssen sich wieder auf HansMeiersche Werte besinnen.

  26. Quellenkritik
    Beim letzten Blog-Eintrag („10, 15, 30, 40 oder 50 Nazis in Bautzen“, 4.11.) ging es um eine journalistische Quelle: ein freier Journalist, der schon wieder eine Hetzmeute in Bautzen gesichtet haben wollte und dann nicht mehr zu fassen war. Sie kritisierten den unprofessionellen, unkritischen Umgang mit der Quelle seitens der „Zeit“ und gaben den – wahrscheinlichen – Grund an: Eine rechte Meute, die arme Flüchtlinge jagt, passt einfach zu gut ins (irgendwie linke) Weltbild. Ihr Fazit: „Wenn eine Geschichte zu gut klingt, ist daran etwas faul.“
    Alles richtig. Auch wenn man sehr darüber nachdenken könnte, ja müsste, ob die ganze Wahrheit eines Sachverhalts nicht mehr ist, als was man in Zahlen fassen kann. Zur Wahrheit gehören Beziehungen und Zusammenhänge, auch wenn, ohne Zweifel, die Fakten – in diesem Fall die Zahlen – stimmen müssen.
    Diesmal („Clintons Mitarbeiter und CNN make Trump great again“) geht es auch um eine journalistische Quelle, Ihre. Wikileaks. Und auf einmal stellt sich die Frage nach der Seriosität der Quelle für Sie nicht mehr. Dabei sind Wikileaks und Assenge, wenn man so will, nicht weniger ein freier Journalist, der dann nicht mehr zu fassen ist. Dabei hat Assenge durchaus eine eigene Agenda (erklärtermaßen ist er gegen Hillary Clinton). Dabei ist die Herkunft geleakter digitaler Dokumente ziemlich leicht zu verwischen. Ja, die Firma Clinton, sie und er und alle dahinter, ist geldgierig und gerissen; ich denke, das kann man so sagen. Aber darum geht es hier nicht, so wenig wie es Ihnen in Ihrem letzten Stück ums Reinwaschen Bautzener Neonazis ging. Sondern es geht um die professionelle Distanz, die für einen Journalisten Pflicht ist. Um die Skepsis. Deshalb erinnere ich Sie hier mal an Ihren eigenen, sehr richtigen Satz: „Wenn eine Geschichte zu gut klingt, ist daran etwas faul.“
    Zuletzt noch etwas Postskripturales: Ich finde, Sie tun sich und Ihren oft so richtigliegenden Texten und stringenten Gedanken keinen Gefallen, wenn Sie sie – verzeihen Sie – so hinschludern. Diese zahlreichen Tippfehler erwecken mindestens unterschwellig den Eindruck, hier sei jemand cum ira et studio unterwegs. Und das sollte doch besser nicht sein.

  27. Weitere Beispiele
    Ted Turner(Eigentümer von CNN) versucht Einfluss zu nehmen auf Obamas Kabinett:
    https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/3129#efmATPAVY

    Missliebige Journalisten werden ausgesperrt:
    https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/42010#efmAAGACL

  28. Titel eingeben
    Das kommt wirklich nicht überraschend, denn Blitzers Name taucht schon in Nick Merrills Memo vom Januar 2015 auf: https://theintercept.com/2016/10/09/exclusive-new-email-leak-reveals-clinton-campaigns-cozy-press-relationship/

    Und wissen Sie, was mich richtig wütend macht? Das die Medien Kritiker dann auch noch als „Verschwörungstheoretiker“ verspotten und die Moderatoren jeden Beitrag löschen, in dem (sachlich und fundiert!) auf diese Missstände hingewiesen wird! Aber die werden sich noch wundern, denn wenn das so weitergeht, fällt das Kartenhaus früher oder später sowieso in sich zusammen und dann fliegt uns der ganze Laden um die Ohren. Und das wird dann nicht die Schuld von Trump, der „Alternativen Rechten“ oder anderen bösen „Rechtspopulisten“ sein, sondern auch und gerade die der Medien, die sich zunehmen weigern ihrer Kontrollfunktion nachzukommen und sich stattdessen zu Erfüllungsgehilfen einer korrupten Elite machen.

  29. Früher einmal
    Schade Don, ich habe früher Ihre Kolumnen sehr gerne gelesen – einfallsreich, unbeirrt, konservativ aber unideologisch.

    Hier sehe ich nur noch wildes Wüten, aufgeregtes Aufbauschen, und das alles ohne wahres Ziel und ohne erkennbare Werte – früher Ihre Stärke. So geht das nun schon eine Weile, wenn Sie nicht gerade Radfahren sind.

    Waren Sie gerade wieder eine Zeitlang in Berlin, von wegem „fetter Hasser“? Oder freuen Sie sich über den regen Zuspruch Ihrer Freunde hier, putscht Sie das gemeinsame Beschwören des Übels der Linken dermaßen auf, dass Sie vergessen, worauf es im Leben wirklich ankommt?

    • #Werte
      „Hier sehe ich nur noch wildes Wüten, aufgeregtes Aufbauschen, und das alles ohne wahres Ziel und ohne erkennbare Werte“

      Jetzt, wo Sie’s sagen – ja, die fehlen hier irgendwie die Werte: das Weggucken, unter den Tisch kehren, die Lückenberichte, das Ignorieren, Leugnen und Schönreden, das Für-dumm-verkaufen und Kleinreden.

      De Ponte, etwas weiter unten, spricht Ihnen bestimmt aus dem Herzen: „Noch nie war die Presselandschaft (sowohl in den USA wie in D) so vielfältig und frei wie heute und zugleich leiden immer mehr Menschen unter einer Mediendiktatur“

      Da haben Sie’s: all diese Blogs und Tweets und das ganze Zeug braucht es in Wahrheit gar nicht, weiß doch ein „freier Bürger“ von seinen Spaziergängen in der „freien und vielfältigen Presselandschaft“, „worauf es im Leben wirklich ankommt“ – auf „Werte“ nämlich, „einfallsreich, unbeirrt, konservativ aber unideologisch“ – und sonst subito ab aufs Rad.

    • Danke
      …hatte einen langen, nett formulierten Beitrag fertig, den hat aber leider das System als „zu schnell geschrieben“ verschluckt.

      Sehe es genau wie Sie. Der Don kann das Muster „Schuld sind immer die Anderen“ in anderen Fällen messerscharf analysieren. Aber an Trump soll CNN schuld sein? Gespeist wird diese Dolchstoßlegende aus dem Wikileaks-Material, dass dem KGB gerade genehm ist.
      Wo wäre die demokratische, meinetwegen auch gerne konservative Begründung, den Trump-Irrsinn und die aufgehetzte Verblendung seiner Anhänger Anderen in die Schuhe schieben zu wollen?

      An den Lügen #Aufschrei ist ja auch nicht „das Patricharchat“ schuld, sondern die betreffenden Damen selber.

    • Lieber Freund Z.,
      da haben Sie etwas gründlich missverstanden. Durch die weite Welt des Internets und somit natürlich AUCH wegen der vielen Blogs, usw. ist die Presselandschaft so vielfältig und frei. Das wilde Wüten, insbesondere über ARD oder ZDF, finde ich amüsant und ziemlich irrelevant.

  30. Diese dummen, dummen...
    ungebildeten Redneck-Amerikanerr! Die haben einfach noch nicht verstanden, wie Demokratie geht! Wir sind da schon weiter, bei uns ist die Existenz zweier Kandidaten bereits eine „Kampfkandidatur“. Sollte dabei ein ausländischer Regierungschef gewählt werden, bestimmen Denkfabriken und Stiftungen in langen Sitzungen, ob es nun ein „Machthaber“ im „Regime“ oder „Präsident“ einer „Demokratie“ geworden ist. Das gefällt mir ganz gut, so weiß ich immer, was ich zu denken habe.

    • Demokratiekrämpfe
      „Kampfkandidatur“???

      Völlige Verharmlosung, Atatürk, das wäre blanker Hass und in der Konsequenz irgendwie demokratiefeindlich

  31. Der liebe Herr Assange
    Diese mails hatte wikileaks doch schon länger. Wieso publiziert wikileaks die erst jetzt? Und was bewiegt Assange, den selbsternannten Kämpfer gegen Staatswilkür und ausbeuterische Politik, gerade Trump zu unterstützen mit seiner Kampagne? Und was glaubt Assange wohl, was Fox News für Trump tat vor der ersten Debatte? Clinton nicht zu unterstüzten ist eine Sache, Trump, der mindestens genauso korrupt ist, aktiv gegen Clinton zu unterstützen ist etwas ganz anderes. Ich zumindest stelle mir heute ganz andere Fragen über Assanges skandinavisches Vorleben. An Objektivität leidet er auf jeden Fall nicht. Ehrlich ist er auch nicht, denn er hat noch nie erklärt, warum er Trump unterstützt. Und das, obwohl ihm die Botschaft eines Landes, das durch Trump viel verlieren würde, Asyl gibt. Assange ist nach den neuesten Erkenntnissen ein sehr subjektiver, nicht sehr demokratischer, anscheinend frauenfeindlicher Geschäftsmann in Sachen erpresserischer mails. Das kann weg.

  32. Welche alternative Nachrichten-Resourcen gibt es überhaupt noch?
    Sehr geehrter Don,
    Vielen Dank für diese Recherchen. Ich bekomme oft den Eindruck, dass es vielen Medien und Journalisten der Mut fehlt, kritisch über die ‚etablierten‘ politischen Lager zu berichtigen, weil sie Angst haben, bei dem ‚falschen‘ (sprich: populistischen, oder noch schlimmer, rechts-extremen) Lager eingeteilt zu werden (eine Angst die, wenn man die Kommentare an diejenigen, die über diese Enthüllungen schreiben liest, auch nicht ganz unberechtigt ist). Selbst der US-Korrespondent der FAZ konnte bei mir diesen Eindruck nicht entziehen, als er in Anbetracht der Auseinandersetzung zwischen Leslie Jones und Milo Yiannopoulos und der Aufhebung letzteren Twitter-Accounts Milo als Hassprediger darstellte – was mir einfach als zu einseitig erscheint. Auf Websiten wie Breitbart usw scheint mir jedoch wegen ihren Voreingenommenheit auch kein Verlass. Darf ich Sie fragen, welche Quellen, ausser Wikileaks selbst (?) Sie als glaubwürdig einstufen und empfehlen?

  33. Nachrichten und Meinung
    Ich frage mich immer häufiger, wann sich jemand ähnlicher Umtriebe in unseren Öffentlich-rechtlichen Medien, insbesondere bei Talkshows und bei DW und DPA annimmt, falls es die da auch geben sollte.

  34. "It's the economy, Stupid"
    Zitat Clintons bei der Präsidentenwahl 1992, die er gewann.

    Im aktuellen Wahlkampf ist außer Messern und Pistolen alles erlaubt. Clintons und Trumps Methoden sind in punkto Infamie und Rücksichtslosigkeit auf gleichem Niveau. Aber es spielt keine Rolle. Der Hintergrund wird von der wirtschaftlichen Situation geliefert. Alles andere dürften eher Begleitgeräusche sein.

    Die Erbitterung ist die Folge dessen, dass es zuviele Menschen in den mittleren und unteren Lohngruppen gibt, die durch stagnierende Einkommen ins Abseits gedrängt werden. Bei gleichzeitig grotesk steigenden Immobilien- und Mietpreisen, die einen wichtigen Teil der Lebenshaltungskosten darstellen. Diese Verlierer-Gruppe stellt dem Vernehmen nach einen großen Teil der Wähler Trumps.

    Sie hätten genausogut Wähler von Sanders werden können. Ähnlich wie in Deutschland, wo es erhebliche Wählerwanderungen zwischen SED-Nachfolger und AFD zu geben scheint.

    Erstaunlicherweise scheinen Trump-Anhänger nicht wirklich informiert zu sein zum geplanten ökonomischen Aktivismus Trumps. Ähnlich, wie die Griechen einmal glaubten, Tsipras würde die Dinge zum Guten wenden können, dürfte auch bei Trump-Anhängenr pure Illusion und Wunschdenken dominieren.

    Trump will iim Grunde nichts anderes, als die problematische Schuldenmacherei auf die Spitze treiben
    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/stelter-strategisch-trump-will-radikale-reflationierung/14781820-2.html
    http://time.com/4503404/donald-trump-national-debt-trillion/

    Damit würden aber die Immobilienpreise erst recht in die Höhe schießen. Wie in Hochinflationen üblich, ist bei Inflationen die Umverteilung von unten nach oben besonders gut mölglich und Gehälter bleiben erst recht hinter den Preisen zurück.

    Teilweise scheinen die Trump-Anhänger sogar ans Gegenteil zu glauben:
    „Wir können uns vier weitere Jahre Obama – und genau das hat Hillary uns ja angekündigt – schlicht nicht leisten. Vier weitere Jahre das höchste Haushaltsdefizit der amerikanischen Geschichte…“
    http://www.spiegel.de/spiegel/usa-kluft-zwischen-arm-und-reich-wird-tiefer-und-tiefer-a-1120075.html

    Die Erbitterung, die sich in diesen Wahl-Ringkämpfen im Schlamm äußert, dürfte in konstanter Abwesenheit von Lösungsansätzen, egal wer gewinnt, so oder so zunehmen.

  35. Danke für die Information!
    Echte Informationen über den US-Wahlkampf muss man ja leider mit der Stecknadel suchen und besonders die FAZ Online hat eine ganz offensichtliche Agenda im Hinblick auf die Unterstützung Clintons, die im Licht dieser E-Mails besonders pikant erscheint. Besonders verrückt scheint mir das, weil im Falle der Wahl einer kriegerischen Clinton unser aller Leben und die gesamte Umwelt in Europa in Gefahr ist. Deshalb frage ich mich – haben denn die FAZ-Journalisten keine Familie und Freunde, wenn ihnen schon offensichtlich nichts am eigenen Leben liegt? In der „Anstalt“ hat man es sinngemäß prägnant auf den Satz reduziert – Donald Trump habe 10 Frauen angegriffen, Hillary Clinton vier Länder! Wer ist also der geeignetere Kandidat?

  36. Pseudoskandale und naive Medienanalysen
    Die Washington Post bringt diesen Nicht-Skandal gut auf den Punkt:

    https://www.washingtonpost.com/blogs/erik-wemple/wp/2016/11/07/and-now-from-wikileaks-a-cnn-non-scandal/

    Hier im Blog und im Forum glaubt man leider an das Märchen vom objektiven Journalismus im luftleeren Raum. Da die realen Medien noch nie so funktioniert haben und auch nie so funktionieren werden, kann man sich dann immer schön einem Empörungstsunami über die Bosheit der Medien und der Welt im Allgemeinen hingeben.

    Es ist doch vollkommen egal, ob ein Interviewer seine Fragen vom lieben Gott, dem Nachbarn oder von einem anderen Politiker bekommen hat: Auf das Ergebnis kommt es an. Hat CNN gute, harte Fragen gestellt oder nicht? Das interessiert niemanden hier und wird nirgends thematisiert. Man erfreut sich statt dessen an der Fortführung der immer gleichen verschwörungstheoretischen Strickmuster.

    Der Vorteil einer freiheitlichen Demokratie mit seiner freien Presse ist es nicht, dass besonderes „objektiv bereichtet“ (oder gefragt) wird, sondern, dass der freie Bürger frei lesen, schreiben, auswählen und interpretieren kann. Noch nie war die Presselandschaft (sowohl in den USA wie in D) so vielfältig und frei wie heute und zugleich leiden immer mehr Menschen unter einer Mediendiktatur. Ein faszinierendes Paradoxon!

    • Krähentheorie und noch ein Paradoxon
      Die Washington Post (= deren Journalisten) findet es keinen Skandal, dass sich Journalisten ihre Frage soufflieren lassen: find ich jetzt nicht wirklich überraschend. Von wegen Krähen und Augen aushacken und so….

      Das Märchen vom objektiven Journalismus im luftleeren Raum wird von wem noch mal erzählt? In der Regel sind das…wer wohl: Journalisten.

      Wenn diese Journalisten (denen man eine eigene Meinung durchaus zugesteht und die man bei seiner eigenen Beurteilung ja berücksichtigt) dann aber nicht mal in der Lage sind, selbständig Fragen an die von ihnen interviewten Personen zu formulieren, bedeutet das schlicht: die können ihren Job nicht.

      Die Einfalt der Journalisten soll dann für die Vielfalt der Presselandschaft garantieren? Noch so`n Paradoxon….

    • Ich mache den Job jetzt seit 20 Jahren. So etwas ist einfach nicht üblich, egal was WaPo und CNN behaupten. Ausserdem ist es dumm und unnötig.

    • Titel eingeben
      Ja, und dass (private) Medien nun mal Tendenzunternehmen sind, was auch arbeitsrechtlich relevant ist, ist seit Urzeiten nun mal so. Querlesen bleibt Niemandem erspart, und ist erwünscht, so geht man auch Don Alphonso, der seinerseits das betreibt, das er anklagt, nicht auf den Leim.

    • Ich sage immer: Trauen Sie keinem, denken Sie selbst. Das schliesst natürlich mich mit ein.

    • Karsten de Ponte, darf ich fragen, wie alt Sie sind?
      Denn Ihre Bemerkung, Noch nie war die Presselandschaft (sowohl in den USA wie in D) so vielfältig und frei wie heute… erheitert mich doch sehr, die ich mich an wesentlich freiere Journalisten im TV erinnere. Journalisten, die fragten und bei blöden Antworten auch nachhakten. Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Frau Slomka, die jeden versucht niederzumachen, der nicht ins hauseigene ZDF-Schema passt.

      Vielfältige Presselandschaft, anscheinend lesen Sie nicht viel und wenn doch, sollte Ihnen auffallen, dass sich sehr viele Artikel in der Regel aufs Wort gleichen, weil von dpa-Meldungen einfach abgeschrieben. Die „vielfältige“ Presse hierzulande gehört 5 Familien/Unternehmen, soviel dazu. Dazu Pispers https://www.youtube.com/watch?v=uPvGtlYxv5U

      Vielfältiger und freier war einmal, ist schon länger her.

    • An alle: wo bleibt der Skandal?
      @ Don Aldduck

      Hier muss sich doch niemand irgendetwas „soufflieren lassen“. Menschen kennen einander und kommunizieren. Leute bei Fox News kennen mehr Leute bei den Republikanern als bei den Demokraten. Bei CNN ist es anders herum. Man tauscht sich privat aus; mal beim Bier, mal per Mail. Was ist skandalös daran, dass ein Journalist mit einem anderen politisch denkenden Menschen darüber redet/schreibt, was bei einer Debatte/Interview eine gute Fragen wäre?

      Wie die WP zu Recht schreibt: mit irgendwelchen Leuten darüber zu reden, was eine gute Frage sein könnte, hat schlicht NICHTS damit zu tun, dass man vor einer Debatte die Fragen einem Beteiligten schon verrät, dem anderen aber nicht. (Es wäre ja nicht schlimm, so lange alle Debattierenden vorher die Fragen bekommen.)

      Und ja, es gibt Journalisten, die das Märchen vom „objektiven Journalismus“ erzählen. Es bleibt aber ein naives Märchen, basierend auf einer naiven Vorstellung von Wahrheit und Objektivität.

      Und: Wenn ich mit anderen darüber rede, was eine gute Frage sein könnte, dann heißt das nicht, dass ich keine eigene Meinung habe. Im Gegenteil; es zeigt dass ich gut vernetzt bin und auch interessiert daran, was andere denken. Es stimmt schon, dass wenn ich als CNN-Reporter mich immer nur mit Demokraten austausche und nie mit Republikanern, dass ich dann wahrscheinlich nicht so gut durchblicken werde und wahrscheinlich tendenziös berichte. Dann soll man das kritisieren. Es fehlt aber schlicht der Skandal.

      Skandalös ist hier NUR der Diebstahl von privater Post.

      —————————–

      @ Don Alphonso:

      Es ist für Journalisten nicht üblich sich mit politisch denkenden Menschen auszutauschen? Darf man wenigstens mit seinem Ehemann oder seiner Ehefrau darüber reflektieren, was bei einem Interview eine gute Frage wäre? Mit einem Freund? Mit einem Bekannten? Leider gelingt es Ihnen hier nicht klarzumachen, wo überhaupt das Problem liegt; vom Skandal ganz zu schweigen.

      ———————————

      @ Renate Simon

      Ja, das dürfen Sie. Ich bin eher älterer Jahrgang; aufgewachsen in den USA und seit 35 Jahren in Deutschland. Ich fand das Fernsehen früher VIEL standardisierter, langweiliger und vorhersagbarer.

      Wir kommen so nicht weiter. Wir bleiben bei unseren gefühlten Meinungen stehen.

      Was aber nicht bestritten werden kann, ist dass man heutzutage wegen des Internets fast unendlich mehr Möglichkeiten hat sich zu informieren. Die Freiheit des Denkens, Publizierens und Austauschens ist wahrlich grenzenlos. Früher, mit ein paar öR Sendern und ein paar großen Zeitungen, da war man viel stärker „der herrschenden Meinung“ ausgeliefert. Man konnte auch schon früher allerlei zusätzliche Zeitschriften/Bücher durchstöbern, aber wer hatte die Zeit/Geld dafür?

      Hängen Sie ernsthaft beim ZDF fest und informieren Sie sich nur dort??!! Das macht doch fast keiner mehr! Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass man einzelne Presseorgane, wie z.B. das ZDF kritisiert, wenn sie nach einem Schema-F agieren. Das hat aber rein gar nichts mit der gesamten Presselandschaft zu tun. Sie ist WESENTLICH vielfältiger und durchlässiger geworden.

      Wie gesagt, gerade zu dem Zeitpunkt, wo das fast-Monopol der Fernseh-Sender und der großen Zeitungen vorbei ist, weil eine fast beliebige Vielfalt per Internet geliefert wird, da jaulen die Bürger auf und fühlen sich von den Mainstreammedien „unterdrückt“. Absurd. Skurril. Phantomschmerzen.

      ————

      @alle: Wo bleibt der Skandal? Bitte mal ganz konkret aufzeigen! Sie unterliegen alle der gleichen Skandalillusion, die Wikileaks ständig anheizt. Der Skandal ist Wikileaks selber, da sie vollkommen undifferenziert und mit null Durchblick geklaute private Kommunikation veröffentlichen.

    • Ach was, ich schaue keine Nachrichten im TV mehr
      @Karsten de Ponte

      so verblödet bin ich in meinem zarten Alter von 70 denn doch noch nicht, das wäre für mich schmerzensgeldpflichtig.
      Ich erwähnte heute schon in einem anderen Post, täglich so um die 40 Tabs offen zu haben, laufen automatisch beim Browserstart auf. Bis ich morgens da durch bin und alles zumindest einmal quergecheckt habe, das dauert.

      Presse würde ich aber differenzieren wollen, Blogs laufen außer Konkurrenz und sind im landläufigen Sinne nicht Presse, an der es einiges zu meckern gibt. Denn uns wird Meinung als Meldung angeboten, im TV wie in der Presse.

      Sicher haben wir heute viele Informationsmöglichkeiten, die zu nutzen aber nicht jeder die Zeit oder auch Lust hat. Ich bin da wohl eher ein Freak, aber auch mir entgehen etliche Dinge, die lesenswert wären. So bin ich aufgrund mangelhafter englischer Sprachkenntnisse auf Übersetzungen angewiesen, die zwar halbwegs den Sinn vermitteln, mich aber auch immer wieder erheitern.

      Aber nun ernsthaft, was nutzen uns all die vielen Infos? Der Blog vom Don bietet die Möglichkeit des Meinungsaustauschs, den ich anderswo nicht in dieser Form finde. Es tauschen sich immer dieselben aus, egal, wo man hinschaut, ob hier, bei Tichy, achgut oder sonstwo. War auch in der FAZ nicht anders, wobei früher die Diskussionen dort sehr interessant waren, heute durch immer dieselben Trolle und viele Löschungen witzlos sind.
      Ändern wir mit unseren vielen Infos auch nur irgendetwas am Zustand der Politik? Wir glauben mehr Durchblick zu haben, sind aber hilflos wie kleine Kinder und wundern uns, wenn unsere „Eliten“ das machen, was wir nicht wollen. Uns fehlt das Temperament der Franzosen und der schnelle Zorn der Polen, die alle längst auf der Straße wären.
      Das Bonmot mit der Bahnsteigkarte passt heute besser denn je. Wir haben noch nie so richtig aufbegehren können, wir werden es auch nicht mehr lernen.

    • Ja, was denn nun, Frau Simon,
      worüber wollen Sie sich denn nun beschweren? Dass früher die Medien ach so viel besser waren und heute alles gleichgeschaltet/tendenziös sei? Oder dass wir heute zu VIELE Informationsmöglichkeiten haben (was selbstverständlich auch Probleme mit sich bringt; das würde ich ja nicht bestreiten)?

      Da müssten Sie sich schon mal entscheiden.

      Es ist mir eigentlich egal, wie man „Presse“ genau definiert; meinetwegen gehören Blogs nicht dazu. Der Übergang von diversen neuen Informationskanälen bis hin zum Standardprogramm der Tagesschau ist aber fließend.

      Früher war auf jeden Fall alles eintöniger und dpa hat alles früher VIEL stärker dominiert. Man jammert auf immer höherem Niveau.

      Ist ja ganz lustig, dass Sie eigentlich Revolution machen wollen, aber das war hier eigentlich nicht das Thema. Ihnen, Herrn Aphonso und allen anderen ist es nicht gelungen mal konkret zu klären was denn nun die Datendiebe von Wikileaks Schlimmes oder auch nur Interessantes aufgedeckt haben.

      Ich muss sagen, dass ich mich sehr darüber wundere, dass bei den tausenden von geklauten Emails so wenig rausgekommen ist. Klar ist manches anrüchig; so war Politik aber schon IMMER.

    • @ del Ponte
      Herr del Ponte,
      es ist gar nichts dagegen zu sagen, dass sich Menschen miteinander unterhalten. Zu gutem Journalismus gehört aber meines Erachtens soviel professionelle Distanz, Fragen an einen Kandidaten nicht mit der gegnerischen Seite abzustimmen. Für die Medien, die sich ja gern als vierte Gewalt betrachten, wäre es ein Zeichen der eigenen Souveränität, solche Ansinnen zurückzuweisen. Es wäre auch im eigenen Interesse der Medien selbst, denn als Parteigänger einer Seite bieten sie keinerlei Mehrwert, den man zu bezahlen gewillt ist. Es liegt eben nicht nur am Internet als solchen, dass die Auflagen der Zeitungen sinken, sondern daran, dass auch die inhaltliche Qualität sinkt (und das betrifft jetzt nicht nur politische Einstellungen, sondern auch schlecht recherchierte Fakten, logische Brüche, sich aufdrängende aber nicht gestellte Fragen etc.).

      ImÜbrigen fällt mir auf, dass Sie in Ihrer Antwort mehrfach das Wort „Skandal“ verwenden, was ich gar nicht verwandt hatte (im Gegensatz zu den Medien, die – insoweit stimmen wie vielleicht sogar überein – zu viel skandalisieren). Dennoch empfinde ich das von mir beschriebene Verhalten der Medien als Mißstand.

    • @Don Aldduck
      Zunächst einmal ein eher unwichtiger Nebenpunkt: Doch, Sie haben den Ausdruck „Skandal“ verwendet:

      „Die Washington Post (= deren Journalisten) findet es keinen Skandal, dass sich Journalisten ihre Frage soufflieren lassen: find ich jetzt nicht wirklich überraschend. Von wegen Krähen und Augen aushacken und so….“

      Sie verwenden hier das Wort „Skandal“ also nicht nur, sondern Sie scheinen die Gegenposition zur Washington Post einzunehmen.

      Ich finde es wohltuend, dass Sie – anders als viele andere hier im Forum – gedanklich/sprachlich abrüsten und relativieren: „Missstand“ ist viel eher ein brauchbarer Ansatzpunkt, um ins Gespräch zu kommen. Also ab wann genau ist solch ein Verhalten von Journalisten ein Missstand? Ich habe ja selber schon geschrieben, dass es schlecht wäre, wenn CNN-Journalisten sich privat und halb-privat (socially, wie man in den USA sagen würde) nur mit Menschen umgeben, die einer politischen Richtung angehören. Das wäre für mich ein journalistischer Missstand.

      Im Washington Post – Artikel von Erik Wemple werden Knackpunkte genannt auf die keiner hier im Forum eingehen will:

      „If indeed it [CNN] makes similar efforts to generate questions to place before Democrats, there’s nothing approaching a scandal or ‚collusion‘ or anything improper here. It looks like a patented case of a private communication taking on a slimy sheen just because it’s now public.“

      „Fun as these particular emails are to read, they don’t matter. What does matter is the product: Did CNN place tough questions before both Democratic and Republican candidates when they managed to corral them at town hall events, debates and one-on-one interviews in the primary season?“

      Es ging um die Vorwahlen und wieso ist es anrüchig, wenn man vor einer Debatte zwischen den Kandidaten der Demokraten mal bei den Republikanern nachfragt, was denen für gute Fragen einfallen und vor einer Debatte unter den Republikanern entsprechend bei den Demokraten nachfragt?

      Sie scheinen immer noch den Kontext falsch zu verstehen, wenn Sie schreiben: „mit der gegnerischen Seite abzustimmen“. Darum ging es doch gar nicht. Man suchte nach Anregungen, wohl wissend, dass im Lager der (jeweils) anderen Partei gute Leute sitzen, die intensiv recherchieren. Wieso nicht mal bei denen nachfragen, ob ihnen etwas Gutes einfällt?

      Entscheidend ist und bleibt es also: Gab es letztlich gute und harte Fragen von CNN in den Debatten zwischen den Kandidaten der Republikaner (oder auch bei einzelnen Interviews) und waren sie genauso gut und hart bei den Demokraten? Nur dort zeigt sich journalistische Qualität oder stümperhafte Einseitigkeit.

      Auch ihre Behauptung „wäre es ein Zeichen der eigenen Souveränität, solche Ansinnen zurückzuweisen“ deutet darauf hin, dass Sie den Kontext missverstehen. Die MEDIEN haben hier angefragt und da hätten ja höchstens die Mitarbeiter bei den Demokraten „solche Ansinnen“ zurückweisen können.

      ——

      Aber natürlich kann man aus guten Gründen über journalistische Ethik unterschiedlicher Meinung sein: man könnte besonders streng sein und einen ‚Firewall‘ errichten und den Journalisten schlicht verbieten mit den Leuten in den Parteiapparaten so vertraulich zu sprechen. Das hätte gewisse Vorteile; aber auch Nachteile: man würde auf viel Expertise und Wissen verzichten.

      (Und nochmal: all das hier hat NICHTS zu tun mit der Frage, ob man vor einer Debatte nur einem der Kontrahenten die Fragen zuflüstert. Selbstverständlich wäre das ein Missstand; bzw. sogar ein Skandal.)

    • Ergänzend @Don Aldduck
      Und es wäre natürlich noch unmoralischer, wenn man die Fragen vor einer solchen Debatte nicht nur (an nur eine Seite) ausplaudert, sondern sogar noch die Fragen von einer Seite vorgesagt bekommt. Wie gesagt, darum geht es hier NICHT.

      ——

      Wäre es nicht schön, wenn die massive illegale Ausspähung durch Wikileaks und/oder russische Geheimdienstler dazu genützt würde, um rational über moralische Standards des Journalismus und der Politik zu reflektieren anstatt die Skandalisierungsmaschine anzuwerfen?

      Es wäre auch sinnvoll einen eher kühlen ’statistischen Blick‘ auf die Dinge zu werfen. Wenn man quasi den kompletten Schriftverkehr eines ranghohen politischen Apparatschicks klaut und ohne Sinn und Verstand und Analyse veröffentlicht, wie die amoralischen Leute bei Wikileaks es nun einmal tun, und dann kommen bei zehntausenden Emails einige Dutzend problematische heraus; was zeigt das?

      Wenn man plötzlich Zugang zur privaten Kommunikation von historischen Größen wie Adenauer, Brandt oder Kohl bekäme: wäre da dann auch SO WENIG Anstößiges darunter?

      Und was, wenn man Interna von Trump und seinen Freunden von der alt-right bekäme? Wäre das auch so relativ unspektakulär wie bei Podesta?

  37. Titel eingeben
    Der Bericht ist sehr aufschlussreich. Danke.
    Und ich weiß auch nicht, was ich denken soll. Beide Kandidaten wären für mich nicht wählbar.

  38. US-Wahlen
    Wenn ich mich nicht irre, wird auch der Congress gewählt. Eine Möglichkeit wäre H.C. Präsidentin und der Congress weiterhin republikanisch, ebenso umgekehrt. Dann gäbe es vielleicht eine Bremse.

  39. „Gleichschaltung“ oder wer aufmuckt ist ein Nazi. Die Reziproke Wahrheit der Blockparteien.
    Gast sagt:8. November 2016 um 01:22 Uhr Nachhilfe für „Linie“ oder „Haltung“ oder „Deutung“ oder „mediale Reflexion“ Davon kündet ganz offiziell die Seite des BMI:„Anfang 2017 wird ein Medienworkshop mit Chefredakteuren und Herausgebern überregionaler und regionaler Medien über die mediale Wahrnehmung muslimischer Mitbürger stattfinden …

    Lieber Gast,

    Nennen wir das Kind doch beim Namen: „Gleichschaltung“

    Mit der Gleichschaltung strebt man an, alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Kultur gemäß den Vorstellungen der Machtelite zu organisieren. Sie ist im Kern das Haupterkennungsmerkmal einer Post-Demokratie. Siehe auch das Ende der Weimarer Republik.

  40. Clinton & Trump
    Aus deutscher Sicht wäre Trump vielleicht sogar besser als Clinton: Ein Präsident Trump könnte dem Merkelregime die Protektion entziehen. Merkel würde dann wie eine Marionette agieren, deren Fäden durchtrennt wurden, denn Richtung Osten hat sie sich ja alle Wege verbaut. Eine Präsidentin Clinton hingegen würde Merkel zur US-Statthalterin in Deutschland auf Lebenszeit berufen.
    Ansonsten ist der wesentliche Unterschied zwischen Clinton und Trump, dass Clinton aus eiskalter Berechnung auf den roten Knopf drückt, während Trump auf den roten Knopf drückt, weil Putin sein Lieblingsschüppchen beim gemeinsamen Sandkastenspiel kaputt gemacht hat.

    Ceterum censeo Merkel esse removendam.

  41. Priester der NWO - Yes we can! Wir schaffen das!
    Folgt dem Geld!

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-eine-milliarde-dollar-landet-in-libanesischem-bunker-a-996763.html

    wie Hänsel und Gretel den Brotkrummen …

  42. Trump im Leistungsvergleich der Eliten !
    in den deutschen medien und bei den mittagstischen tobt sich die ablehnung gegen diesen „DUMMEN“ Trump lustvoll aus……….als hätten wir im land nicht genug beispiele erfolgloser, gefährlicher und kostspieliger politiker*Innen……………..

    einer, der die krisenherde in der Ost-Ukraine und in Syrien so herrlich meisterte und den Iran wieder in die Welt-Werte-Gemeinschaft integriert…. soll jetzt sogar Bundespräsident werden

    ein anderer fährt einen misserfolg nach dem anderen ein, wir erkennen langsam die immer verschwiegenen/vertuschten milliardenkosten seiner EEG-urgesetzte, die Chinesen hingegen sind clever und brüskieren ihn mal kurz, aber HappyHippo erschüttert nichts

    ulF bleibt alternativlos, da im Kanzlerinnenwahlverein nicht jeder nach vorne kommt, der klar denken UND klar reden kann… und wer dann noch da ist, wird von ulF entsorgt oder kaltgestellt. der rest bestellt Korvetten !

    der mit der Bazooka……….der geniesst unter dem deckmantel des scheinbar sachverständigen erfolgs-und wirkungslos narrenfreiheit, bis sich die waffe gegen uns alle richtet…..

    wirkung erzielen im mainstream nur noch kurze, die intelligenz keinesfalls überforderne statements, z.b.:

    „wir schaffen das“
    „whatever it takes“

    wirklich nach oben kommen mann oder frau wohl nur mit einem ticket von GoldmanSachs….auch wenn frau sich dies am frühstückstisch erkauft !

    da fällt mir nur der makabre witz ein: „they should have used goldman nails“ wurde mir von einem amerikanischen juden erzählt !

  43. Gut, dass ich auf social media nix gebe...
    …hier tummeln sich ja tatsächlich Menschen, die von der parlamentarischen Quasselbude so angeekelt sind, dass ihnen jede Alternative recht(s) ist.

    Es erschließt sich mir nicht, wie das Erkennen von Mißständen und Manipulationen in Medien und Politik dazu führen kann sich blanker Demagogie und Postfaktizität à la Breitbart oder FOX News zuzuwenden (deren Pendant eher Russia Today ist als CBS, CNN oder SZ), oder dem beliebten Realitätsverlust Putin-Russland und die Bundesrepublik bzw. die USA wären, was Demokratriedefizite und Gleichschaltung angeht, auf einer Ebene.

    Wesentlich interessanter als die allzu typischen Kommentare hier ist Zizeks Analyse von Trump und Clinton – „Trump ist abstoßend. Was ist noch abstoßender? Der wirtschaftshörige und aggressive Konsens, für den Hillary Clinton steht“ – (übrigens in dem Lügenpressenblatt DIE ZEIT veröffentlicht) das die problematische Allianz des neoliberalen Kapitals und der PC-Linken beleuchtet.

    • Mal sachte
      Noch einer dieser hessischen Hähne, die glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht.

      „Rechts“, Hessebub, bildet Teil des demokratischen, politischen Spektrums. So was mag sich in monoton quakenden Meinungsbiotopen nicht überall rumgesprochen haben, gilt aber in diesem Land vorderhand bei parlamentarischen Wahlen.

      „Blanke Demagogie und Postfaktizität“ … tja, davon ist freilich genug zu finden, gerade in dem von Ihnen bevorzugten Blatt und seinen Geschwistern im Geiste in GB und in den USA.

      Breitbart, in Teilen durchaus lesenswert, stellt eines der Gegengewicht dar. Ich bilde mir meine Meinung gerne NACH der Lektüre unterschiedlicher Standpunkte und nicht VORAB durch eine dünkelhafte Auswahl des Lesestoffes und eine entsprechende Verengung der Perspektive.

      Kleiner Tipp nebenbei: wenn Sie wieder mal etwas gelesen haben und das verständlicherweise gleich alle wissen lassen möchten, stellen Sie einfach den Link ein. Man wird Ihre Leseanstrengungen auch ohne Publikumsbeschimpfung zu würdigen wissen.

  44. Getroffene Hunde...
    Zitat: „…an dem nachgewiesen werden kann, wie das Zusammenspiel von Politik und Medien funktioniert.“

    „Zusammenspiel“ ist nachgerade ein Euphemismus, nimmt man den Plot von Frank Capras Hollywood-Klassiker „Mr. Smith geht nach Washington“ von 1939 zum Maßstab. Wie präzise dieser Film die Usancen in Gottes Eigenem Land widerspiegelte, belegen die wütenden Proteste aus den Reihen der Politik mit Senator Alben W. Barklay als demokratischer Mehrheitsführer in der Pool-Position. Joseph P. Kennedy, Chef des Familien-Clans und Vater des späteren Präsidenten, sah darin nichts weniger als eine kriegsbeschwörende Gefahr für das Ansehen der USA, wenn alle Welt glauben sollte, nicht nur die Presse, sondern auch die gesamte Politische Klasse werde am Nasenring des Big Business‘ an mehr oder weniger langer Leine durch die Arena im amerikanischen Politzirkus geführt. Zurecht wurde Frank Capra daraufhin kommunistischer Umtriebe verdächtigt und mit einer Wolke von FBI-IMs umgeben…

  45. Trump
    wäre für D wirklich ein Drama.
    Verständlich, wenn die über Generationen gepflegten und ererbten
    Netzwerke plötzlich outgesourced werden.
    Da ist nicht nur das System der USA gefährdet, auch das deutsche und europäische.

  46. Erfolgreich wie die Energiewende, Rückgrat wie ein Gartenschlauch, klug wie Kim Jong-Merkel
    Kompliment für diesen konsequent und mutig recherchierten Beitrag – und allgemein für Ihren Bienenfleiß! Dankbar bin ich auch den Foristen sowohl für ihre Kommentare als auch Anregungen (wie Nachrichten- und Meinungslinks). Bei dem Nachrichten genannten Meinungschor der zugelassenen Medien beschleicht mich manchmal der Zweifel, ob „ich spinne“, und dagegen hilft dies alles. – D.A., wenn Sie jetzt noch so freundlich wären, eine politische Partei, und sei es nur für Bayern, zu gründen, können Sie meiner Stimme gewiß sein. – Zu der Ratlosigkeit im hic&nunc gesellt sich die Sorge, wie sie Otto Moser (ich kann ihn geradezu als Hans Moser hören) ansprach, der Trendextrapolation in die Zukunft. Wann werden Blockwart, Luftschutzübungen und Quasi-Zwangsmitgliedschaften in bestimmten Parteien wieder eingeführt? Und zur Morgengymnastik alle zusammen: „Erfolgreich wie die Energiewende, Rückgrat wie ein Gartenschlauch, klug wie Kim Jong-Merkel“? Tja, wann…

    • Danke
      Auch mir helfen die sehr gut erarbeiteten Analysen und die guten Kommentare der Foristen, mich doch nicht allein zu fühlen!

      Danke an Don und die Foristen

    • Lieber Alliance, ich kenne zwar die Hans Moser Filme
      höre mich aber selber, da Bayer, und eher im Baßbariton angesiedelt, deutlich anders an, und, da nicht nuschelnd, deutlicher.
      Ansonsten- Kim Jong Merkel ist ein Treffer.
      Nebenfrage- warum ist DIESER spezifische DA Blog auf einmal so schwer zu finden ?

    • Herr Moser, neue Brille fällig?
      ich finde den Beitrag auf der Seite des Mutterschiffs links neben der platzenden Illusionsblase angesiedelt und sonst hilft, sich alle zu lesenden Medien, also auch die Blogbeiträge vom Don, als Startseiten festzulegen. Bei mir laufen täglich beim Browserstart so um die 40 Tabs auf, bis ich die alle durch habe… aber man gönnt sich ja sonst nix.

  47. Reagan 2.0?
    Bereinigt man die beiden aktuellsten (jeweils bis 7.11. durchgeführten) Telefonumfragen um den Prognosefehler der Reagan-Wahl, kommt man ziemlich genau auf die Werte der Onlineumfrage der LA Times vom 8.11.: Trump 47, Clinton 44 Prozent.

  48. Auch ohne Emails klar: Medien ergreifen immer mehr Partei
    Ich denke, es war und ist auch ohne Email-Lecks klar, daß die Medien Partei ergreifen. Es reicht doch, sich das Ergebnis anzusehen. Auch ohne Interna zu kennen ist offensichtlich, daß z.B. Zeit-Online tendenziös berichtet. Man braucht dazu nicht einmal eine Alternativ-Quelle.

    Das ist schade, aber vermutlich unaufhaltsam. Schon immer hat sich Unterhaltung besser verkauft als Informationen. Und die Dienstleistung, Informationen zu sammeln, aufzubereiten und zu analysieren, wird nicht mehr bezahlt, wenn sie denn je bezahlt wurde. Also muß das Publikum unterhalten werden, und unterhalten wird man am besten durch die eigene Meinung.

    Ein Klimaschützer liest ungern einen Artikel über die Schwächen der derzeitigen Klimamodelle, und ein Clinton-Fan liest ungern einen freundlichen Artikel über Trump.

    Wie sehr sich Leser und Journalisten dabei gegenseitig anfeuern, ist mir erst die Tage deutlich geworden. Die NY Times hat sich klar für Cllinton positioniert und am 5.11. nochmal eine Eloge an die Kandidatin veröffentlicht(http://nyti.ms/2ebylvU). Die Leser-Kommentare mit den meisten „Likes“ waren ganz derselben Meinung und übertrafen den Artikel noch in ihrer Bewunderung für Clinton.

    Entweder ist das manipuliert, oder es haben sich tatsächlich Leser und Journalisten gefunden, die sich gegenseitig in ihrer „Blase“ bestärken.

    Hier noch zwei besonders schöne Beispiele für solche Leserkommentare:

    1. „Hillary Rodham Clinton embodies as you say the idealism of the 1960s as well as its activism. Her dedication to girls and women is unrivaled in contemporary politics. Her proven record of tireless activism on behalf of minorities exceeds any of her rivals. Her brilliance as a world leader has garnered her respect among the majority of world leaders who now await our election with anxiety and incredulity. Her accomplishments will be acclaimed and historical if we are so lucky as to call her Madame President in a few short days. “

    2. “My decades-long affection & admiration for Hillary has transformed to a dedicated devotion over the last few years. She has a genius for listening. Indeed, The Listening Force Is With Her. It is her great gift. It’s How she gets granular on others‘ Lofty Thoughts.

    “Hillary walks the talk. She shines. She is sturdy upon the ground. No matter the storm, she perseveres. If I had done 1000th the good she has done, I would be so proud. When I cast my Mail Vote for her on 10.16.16, I was so relieved — I had not been run over by a bus — I got my Vote IN, whew! I then was and have been so elated. A wonderful, warm, kind, brilliant woman for President. I am so yearning with hope for that — that tough old buzzard I actually cry and have trouble breathing sometimes. It would be a freedom that we women can barely speak.”

    • Was ist denn das Problem genau?
      Sie verbreiten wortreich das übliche Märchen, dass alles immer schlimmer wird und früher, ja früher, das waren die Medien nie tendenziös.

      Auch tun Sie einfach so als wäre es absurd, von Hillary Clinton begeistert zu sein. Wieso dürfen die Leute das nicht in Leserbriefen schreiben, wenn Sie es so sehen? Clinton ist vielleicht (zu) gut vernetzt und dadurch auch korrumpiert und in dieser Hinsicht sind die Leserbriefe einseitig.

      Aber: sie treffen meiner Meinung nach auch einen richtigen Kern bzgl. der unglaublichen Stärken Clintons.

  49. SICK & PERVERTED ALWAYS APPEALS TO ME (Madonna)
    ich lese gerade erfreut, dass nun auch dr. Opportunistenmann von der sozialistischen splitterfraktion spät aber ergreifend für H.C. partei ergreift, da ihn, so meint er es wohl, nicht mal sein schniegelbutz mit dem DUMMEN TRUMP verbindet.

    das freut mich, dass dr.O. nun mit Madonna in einem lager ist, vielleicht rechnet er sich noch chancen aus, er ist ja noch jung und Madonna macht klare politische aussagen, die wir z.b. von ulF nicht so deutlich erwarten würden:

    „ich bevorzuge junge männer, sie wissen zwar nicht was sie tun, aber sie tun es die ganze nacht“

    „sie wissen nicht was sie tun“ ????? z.b. ein ganzes leben lang als politiker !

  50. Das Mutterschiff wählt immer so nette Bilder
    zu Leitartikeln aus. Ich amüsiere mich gerade über den wüst hasenzahnigen Trump, natürlich in meine umfangreiche Fotosammlung aufgenommen. Und nun lese ich mal, was Bannas zu sagen hat, es fängt zumindest schon mal lustig an, Die Bundesregierung und die Parteien in Berlin starren auf die Vereinigten Staaten.

    Jetzt überlege ich, von wo in Berlin man auf die Vereinigten Staaten starren kann, ich war noch nie in Berlin, kann mir mal jemand helfen? Von Düsseldorf aus habe ich jedenfalls keine Möglichkeit, dorthin zu starren, was für ein Elend.

    • blick nach USA
      habe sie keinen dDT-Tower ?
      oder von der Rheinterassen ?
      oder vom restaurant der WSVD an der nordbrücke ?

    • django, Sie bewegen sich in den Niederungen der Stadt
      wenn ich über die Straße gehe und den Buckel erklimme, rauf zur besten Gerresheimer Wohngegend, reicht der Blick bei guter Sicht bis zum Kölner Dom. Das mag entsprechend Konditionierte zum Herzrasen bringen, wie auch immer, Köln und der Dom sind nicht die USA. Werde also bing oder google maps bemühen und versuchen, von Düsseldorf nach Amerika zu starren.


      Übrigens wollen die Grünen zu Weihnachten keine toten Bäume mehr vorm Rathaus, die Norweger haben die kostenlose Lieferung/Spende in diesem Jahr einfach eingestellt. Die Stadt hat nun eine Tanne geordert und im nächsten Jahr darf man sich vor Weihnachten um eine noch zu pflanzende, dann geschmückte Tanne am Rheinufer versammeln. Der Wahnsinn nimmt bei uns wohl gerade erst so richtig Fahrt auf.

  51. Wir sind den Amis weit voraus
    Sehr geehrter Don Alphonso, ich habe den Gedanken von Renate Simon noch etwas dazugefügt. Es wurde eliminiert. War ich zu scharf ?

  52. diese Wahlprognose stimmt sicher !
    Zlatan I., der mal über PEP sagte „den philosophen brauchen wir hier nicht, der zwerg (Messi) und ich reichen“ kommentiert bereits den wahlausgang live im fernsehen von ManU und sagt:

    „zweiter werden ist wie letzter werden“

    da er nicht teilnehme, sondern nur dDT (derDUMMETRUMP) und HC lohne es sich sowieso nicht, auf das wahlergebnis zu warten, das im übrigen der DowJones gerade vorwegnimmt.

  53. Wenn Trump völlig durchdreht...
    … gibt es immer noch
    1) Impietschmänt
    2) Säknd Imändmänt ju nohw…

  54. Pingback: Pinscher mit gespaltener Zunge

  55. Wertvoll
    Jetzt habe ich endlich mal in einer deutschen Zeitung Informationen zu den Erkenntnissen in diesen Mails gefunden.

    Für diese Aufbereitung vielen Dank.

    Schade, dass das so gut versteckt ist. Wie viele deutsche Nachrichtenkonsumenten werden darüber stolpern, wie viele also etwas besser Trumps Erfolg bei zumindest fast der Hälfte der Wählenden verstehen können?

    Den Gegner besser verstehen bedeutet, ihn besser bekämpfen zu können. Gilt für Trump ebenso wie für Putin.

  56. Merkel hat mit zwei Kandidaten gesprochen...
    schreibt das Mutterschiff, grün, na wen wohl? KGE und Kretschmann, mit beiden soll sie geredet haben. Also wenn das so ist, will ich CR_OO, wenn schon denn schon.
    Die zweisemestrige Soschönbetroffenkünstlerin hat wohl noch nicht von geschenkten Menschen gesprochen, ist nicht aus dem Osten (nichts gegen den Osten, aber an der Spitze reicht’s mir nun mal), es könnte geradezu lustig werden.

    Welch ein Armutszeugnis sich ulF mit dieser absurden Kandidatensuche mal wieder ausstellt, ist schon bemerkenswert.

    • Frau Simon, Sie regen sich mal wieder ziemlich auf,
      aber ich kann nicht nachvollziehen, was denn nun genau ihre Kritik ist. Inhaltslose Empörung hilft nicht weiter.

      Bitte ganz konkret: wer hat hier mal wieder was Schlimmes gemacht? Welche Zeugnisse stellen Sie denn sonst noch so aus?

    • @Renate Simon: Kandidatensuche
      Wenn ich Sie richtig verstehe, versteckt sich hinter dem Kürzel CR_00 unsere allseits beliebte „mit alternativer Energie angetriebene Empörungsmaschine“ (H.M. Broder)?
      Das wärs doch. Wenn schon, dann mit Schmackes!

    • Ich danke Thomsen,
      für die Nachhilfe. Ich kenne die Sprache der Empörten noch nicht so gut. Und „Armutszeugnis“ auf jeden Fall: da wollen demokratisch gewählte Politiker miteinander darüber reden, wer Bundespräsident werden könnte. Echt bemerkenswert!

    • Was meine Kritik ist?
      Zum einen die völlig unmögliche Kungelei im Hinterzimmer der Kanzlerin um einen Bundespräsidenten, der Land und Leute vertreten soll, aber keine Parteien. Vor Merkel ging das anders, da bewarb man sich ganz offen um das Amt. Geht heute gar nicht. Die Wahl verkommt zu einem beliebigen Parteienspektakel, man sollte das Amt abschaffen.

      Zum anderen wäre eine Kathrin Göring-Eckardt die allerletzte Person, die ich als BuPrä sehen möchte. Was hat die Frau bisher geleistet, um solch ein Amt zu bekleiden? Außer reichlich dämlichen Sprüchen habe ich bisher nichts von ihr vernommen, aber insofern passt sie zu Grün.
      Kretschmann mag ich nicht, finde ihn ein wenig hinterfotzig. Ich mag auch Gauck seit Anbeginn seiner Westlaufbahn in der Stasibehörde nicht, der angebliche Freiheitskämpfer mit allen Privilegien.

      Ich beklage den Abbau der Demokratie, den Merkel ganz offen betreibt und niemand gebietet ihr Einhalt.

      Die Zeitläufte geben reichlichen Anlass zur Aufregung, also rege ich mich auf. Wenn ich das mal nicht mehr mache, bin ich wohl tot.

      @Thomsen
      Genau die, sie wäre doch wirklich die Krönung allen Übels, Broder hat völlig recht.

    • Nein, Frau Simon, das ist komplett und eindeutig falsch.
      So wurde schon immer der Bundespräsident gewählt: Absprache zwischen den Parteien. Man hat sich nie „ganz offen um das Amt beworben“. (Gerne könnte man diskutieren, ob man den BuPräs direkt wählen sollte, aber das ist ein anderes Thema.)

      Ich könnte jetzt gegen all Ihre Ab- oder Zuneigungen gegen diesen oder jenen Politiker meine eigenen setzen. Was bringt das?

      Bitte sagen Sie mal ganz konkret, wo Demokratie abgebaut wird. Das ist doch nur die selbe alte Leier von den Leuten, die nicht wahrhaben wollen, dass diese extrem populäre und erfolgreiche Bundeskanzlerin nicht das tut, was sie wollen.

    • Ausgetrollt
      Lassen Sie sich doch nicht an der Nase rumführen, Frau Simon, hier macht irgend ein Troll den Böhmermann.

      Von wegen „… diese extrem populäre und erfolgreiche Bundeskanzlerin“

    • Karsten de Ponte, thx, you made my night

    • @ Gowan
      Schon wieder einer, der Angst vor der Diskussion hat.

      Trauen Sie sich doch!

      Frau Simon hat etwas ganz und gar Falsches über das in Deutschland übliche Verfahren bei der Suche nach einem Bundespräsidenten gesagt. Es lässt sich nachweisen, dass sie sich da nicht auskennt. (Ich persönlich würde mir auch ein anderes Verfahren wünschen, aber so ist es nun einmal in unserer Verfassung.)

      Dazu fällt Ihnen nichts ein und deshalb kommt das ach so schlimme und durchschlagende Argument: Achtung ein Troll!

      Und Frau Simon selber? Will nicht zugeben, dass sie sich geirrt hat und verabschiedet sich amüsiert angesichts eines doofen Trolls, der doch ernsthaft dachte, dass hier jemand ein Argument vorbringen würde. Wie naiv von mir!

    • Karsten de Ponte, ich kenne mich nicht aus...
      gut, das ist Ihre Meinung und sie sei Ihnen unbenommen.

      Früher war es so, dass sich Kandidaten wie Rau, Scheel, Herzog, auch v.Weizsäcker frühzeitig in Stellung und ins Gespräch um eine Kandidatur brachten.

      Sehen Sie heute irgendwo jemanden, der sich freiwillig meldet und BuPrä werden will? Wenn ja, dann habe ich wohl sämtliche Scheuklappen auf, die man auftreiben kann.

      Es ist doch vielmehr so, dass Angela Merkel unbedingt ihren Kandidaten durchbringen möchte, nur Lammert will nicht, Vosskuhle hat auch schon wieder abgelehnt und so vertreiben sich die anderen Parteien die Zeit derweil damit, ihrerseits Leute wie Käßmann, Steinmeier usw. vorzuschieben, die aber Merkel wiederum nicht will. Sie wollte auch Gauck nicht, den hat ihr Rösler untergejubelt und sich dann damit bei Lanz zwischen alle Stühle gesetzt. Bisher war Merkel mit ihren Wunschkandidaten sehr glücklos, man denke nur an Wulff und Köhler.

      Ich schlage vor, Sie kämpfen mit Ihrem Stil weiter bei Dilger u.a., wo Sie ja auch nicht so recht mit anderen Foristen zurechtkamen oder aber Sie unterstellen hier nicht anderen Unkenntnis, wenn diese eindeutig bei Ihnen liegt.

    • @ Renate Simon
      Sie hatten geschrieben „Zum einen die völlig unmögliche Kungelei im Hinterzimmer der Kanzlerin (…) Vor Merkel ging das anders, da bewarb man sich ganz offen um das Amt. Geht heute gar nicht. Die Wahl verkommt zu einem beliebigen Parteienspektakel, man sollte das Amt abschaffen.“

      Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass bei früheren Bundespräsidentenwahlen nicht in Hinterzimmern gekungelt wurde? Das stimmt schlicht nicht. Das ganze Verfahren ist – absichtlich – in der Verfassung so geregelt, dass es den Parteien die Macht und Möglichkeit gibt untereinander vorher zu verhandeln: wer mit wem und für welchen Kandidaten.

      Was meinen Sie damit dass „Rau, Scheel, Herzog, auch v.Weizsäcker (sich) frühzeitig in Stellung und ins Gespräch um eine Kandidatur brachten“? Meinen Sie damit, dass diese Herren einfach so von sich aus in die Öffentlichkeit gegangen sind um ihre Kandidatur anzukündigen? Das stimmt doch nicht. Da gingen natürlich viele, viele Gespräche hinter verschlossenen Türen voraus. Ganz genauso wie es heute gemacht wird. Selbstverständlich und logischerweise spielt die stärkste Partei meistens eine zentrale Rolle. (Aber auch heute laufen hinter verschlossenen Türen bei/zwischen SPD, Grünen und der Linken einiges ab.)

      Also bitte: sagen Sie mir doch, wo ich falsch liege. Vielleicht habe ich ja irgendetwas über Rau usw. vergessen oder vielleicht gab es eine Verfassungsänderung, die ich nicht mitbekommen habe. Meine MEINUNG ist hier doch eher uninteressant. Wichtig wäre es doch erst einmal zu klären, wie der BuPrä laut Verfassung gewählt werden soll und faktisch in der realen Geschichte ausgewählt wurde.

    • Vielleicht hat Herr Bannas die richtige Antwort für Sie
      @Karsten de Ponte

      nachdem Sie mir hier dauernd quer kommen. Natürlich sind es letztlich Kandidaten der Parteien, aber lesen Sie Bannas, der erklärt es besser als ich.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahl-zum-bundespraesident-parteien-suchen-kandidaten-14466245.html

    • "quer kommen"
      heißt es also, wenn man ganz sachlich an einem Thema dran bleibt?

      Ich danke für den Link. Was hat Herrn Bannas da denn nun aufgedeckt?

      Herr Bannas schreibt, dass Scheel sich „regelrecht beworben hat“ und führt dann aber stattdessen ganz richtig an, dass Scheel einen Machtpoker betrieben hat: Wir (FDP) wählen Schmidt nur, wenn ich Bundespräsident werde. DAS soll keine Hinterzimmerpolitik sein? Ich bitte Sie!! Da hat einer ganz platt machtpolitisch um eigene Vorteile gepokert. Das finde ich nicht verwerflich, weil Politik nun einmal so funktioniert, aber was würden unsere politikverdrossenen Wutbürger heute sagen, wenn sich jemand trauen würde offen eine ganze Fraktion zu erpressen, nur um einen eigenen Vorteil (Posten) zu bekommen.

      Wenn Herr Bannas und Sie diesen Stil besser finden, dann fänden Sie es also z.B. gut, wenn Herr Steinmeier heute auf Grüne und Linke zugehen würde und sagte: Wenn ihr mich zum Bundespräsidenten wählt, dann wäre die SPD bereit einen Koalitionswechsel zu rot-rot-grün zu betreiben? Aufheulen würden die Wutbürger, „wie da um das hohe Amt geschachert wird; alles für die Karriere und das Volk bleibt außen vor“.

      Und: Wo genau ist denn der Unterschied zwischen Weizsäcker damals und Steinmeier heute? Weizsäcker ist auch nicht über die Plätze des Landes gezogen und hat beim Volk dafür geworben, dass er BuPrä werden will. Nein, er hat sich überhaupt nicht „ganz offen um das Amt beworben“ (wie Sie behaupten), sondern (wie Bannas zu Recht schreibt) „seine Ambitionen auf das protokollarisch höchste Amt im Staat nie verborgen“.

      Steinmeier verbirgt seine Ambitionen doch auch nicht mehr. Der Tonfall und der Stil hat sich tatsächlich etwas geändert. Das liegt aber doch nicht an Merkel und den Hinterzimmergesprächen (die es natürlich immer gab und gibt). Es liegt daran, dass es heute als eher unanständig gilt, wenn man zu offen nach dem Amt schielt und vielleicht sogar – wie Scheel – zum eigenen Vorteil ganz offen einen Deal fordert.

      Und Rau: die Hinterzimmerdeals zwischen Lafontaine, Schröder und Rau sollen so etwas wie eine offene Bewerbung gewesen sein? Rau, Lafontaine und Schröder ging es um Land und Leute und nicht um die Parteien und die persönliche Karriere?

      Das einzige, was Bannas letztlich (meiner Meinung nach zu Recht) kritisiert, ist das Merkels mit ihrer Hinterzimmerpolitik bei der Präsidentensuche nicht sehr erfolgreich war (Köhler und Wulff) und anscheinend auch im Moment nicht ist.

    • Ach Herr de Ponte
      ich erinnere mich an den singenden Scheel, der damals hoch auf dem gelben Wagen durch die Lande zog und wir natürlich lästerten, da war er noch gar nicht gewählt.

      Schon Heuss hat sich damals in Stellung gebracht und bis zum Auftauchen von Merkel machten das alle Kandidaten. Das Volk wusste, wer BuPrä werden will. Und ich erinnere mich an den Wahlsonntag 1995, als Herzog drei Wahlgänge brauchte, um BuPrä zu werden. Es war ein aufregender Tag.

      Sie sind wirklich zu jung im Gegensatz zu mir alten Frau, die sich immer noch lebhaft erinnert. Dass die Niederungen der Politik auch damals schon ihr Werk teils in Hinterstübchen verrichtete, streite ich nicht ab, grundsätzlich ging es aber demokratischer zu.

      Sie nennen v.Weizsäcker, schon zu seinen Zeiten in Berlin als Reg. Bürgermeister hatte er die Ambition, mal BuPrä zu werden. Rau hatte diese, als er MP von NRW war, das Amt war für ihn erklärtes Ziel. Dass Rau weder als MP noch als BuPrä weltbewegend war, nun ja.
      Aber man wusste halt, der will, der könnte es auch, der weniger, die Bundesversammlung wird’s richten.

      Heute wird nur hintenrum gekungelt, man liest dann, dass Lammert nicht will, weil er ein ganz anderes Bild des Amtes hat, als eine Merkel oder auch ein Gauck, dass Vosskuhle schon das zweite Mal abgelehnt hat, er wäre auch schön blöd, sich auf den Deal einzulassen.

      Es wird nicht mehr offen debattiert, wer das höchste zu vergebende Amt bekleiden könnte. Das laste ich Merkel an und das tut auch Bannas.

      Ich glaube, es hat keinen Zweck, hierüber weiter zu debattieren, Sie haben Ihren Standpunkt, ich meinen, gestützt durch Erinnerungen aus vielen Jahren.

      Das Alter kann manchmal von Vorteil sein, probieren Sie es selbst aus ;-)

    • Früher kämpfte man knallhart um eigene Vorteile; heute lehnt man das Amt verschämt nicht ab
      Nein, es geht nicht um Erinnerungen, sondern um harte historische Fakten. Sie haben wohl Recht, dass die heimlichen Bewerber früher weniger heimlich waren, sondern direkter und ehrlicher um die eigenen Vorteile gekämpft haben. Vor allem in den Hinterzimmern, aber vielleicht auch ab und an beim Volk (auf das es aber bei der BuPrä-Wahl auch damals nicht ankam).

      Sie verklären die Vergangenheit. Bannas bringt doch den Scheel-Deal klipp und klar auf den Punkt und dazu äußern Sie sich nicht:
      „Der damalige FDP-Vorsitzende und Bundesaußenminister [Scheel] bestand darauf, dass er (…) Bundespräsident werde. Die Wahl Helmut Schmidts (SPD) zum Nachfolger Brandts im Bundestag machte Scheel von seiner Wahl zum Präsidenten abhängig. Scheel wurde am 15. Mai 1974 gewählt. Schmidt einen Tag später.“

      So etwas könnte sich heute kein BuPrä-Bewerber mehr leisten. Die ach so hohe Moral des durchschnittlichen Wutbürgers würde jeden heutigen offenen Bewerber um dieses „höchste Amt“ hinwegfegen, wenn er so sehr um seine Karriere kämpfte. DESWEGEN muss man heute so tun, als würde man von sich aus eigentlich gar nichts wollen, sondern nur dann, wenn alle anderen einen auffordern.

      Fakt ist auf jeden Fall, dass es Kraft Verfassung bei der BuPrä-Wahl NICHT hauptsächlich um Volkes Willen, sondern um die Macht der Hinterzimmer geht. Frau Merkel hat nun einmal das mächtigste Hinterzimmer. Hätte die Linkspartei oder die AfD die stärkste Fraktion in der Bundesversammlung, dann wären ihre Hinterzimmer maßgeblich.

      (Ich sagte ja schon: WIE Merkel das macht, finde ich auch nicht gut. DASS sie es tut ist aber vollkommen normal. Will man das ändern, dann muss man zuerst die Verfassung ändern.)

  57. And Now for Something Completely Different*
    *(Entschuldigung, nach der re-Lektüre von Chestertons absurdem Krimi, lag es mir ein englischer Kommentar auf der Zunge, aber eine deutsche Version folgt unten):

    To gain yet another perspective on the matter, I suggest (re-)reading G.K. Chesterton’s
    „The man who knew too much, chapter 8:The Vengeance of the Statue“

    http://www.online-literature.com/chesterton/man_knew_much/8/

    Not for the rather absurd plot of the story, but for the thoughts behind it, and then to think again about Clinton versus Trump, about Fox News, Wikileaks, Putin, the Mexicans and the rest.

    I must admit that I’d prefer old-style government, perhaps slightly corrupted by political business, to the Trump revolution. Anyway, nobody seems to be interested to know: who is behind this obviously incompetent bugaboo coming out of the blue without – at the age of seventy – any political record so far?

    Of course, if I were to choose between Merkel and Höcke, gnashing my teeth I’d rather choose Merkel, regretting that there was no alternative.

    (*deutsche Version:)
    Für einen ganz anderen Blick auf diese Angelegenheit, schlage ich eine (erneute?) Lektüre von G.K. Chestertons „Der Mann der zuviel wußte, Kapitel 8: Die Rache der Statue“ vor.

    http://www.online-literature.com/chesterton/man_knew_much/8/
    Nicht wegen der ziemlich absurden Handlung der Geschichte, sondern wegen der zugrundeliegenden Überlegungen, und dann noch einmal nachzudenken über Clinton gegen Trump, Fox News, Wikileaks, Putin, die Mexikaner usw.

    Zugegebenermaßen würde ich eine herkömmliche Regierung, auch wenn sie etwas vom politischen Geschäft korrumpiert ist, einer Trump-Revolution vorziehen. Jedenfalls scheint niemand wissen zu wollen: was steht hinter dieser inkompetenten Vogelscheuche, die aus heiterem Himmel aufgetaucht ist, ohne – im Alter von 70 Jahren – irgendwelche politische Erfahrung?

    Wenn ich zwischen Merkel und Höcke wählen müßte, würde ich selbstverständlich zähneknirschend Merkel wählen, und die Alternativlosigkeit bedauern.

  58. ALLES, ja ALLES wird schlimmer
    @Karsten de Ponte

    ja sie haben ja recht, der Spiegel war schon immer tendenziös und die Bild ja auch, ebenso katholische hirtenbriefe vor den bundestagswahlen. und die Weltwoche wurde von frau Berg schon mit dem Stürmer (damit ist nicht Aubameyang gemeint) gleichgestellt. der Bayerkurier hat wenigstens noch eine folkloristische komponente, etwas was der sog. Zeit leider abgeht.
    der Kicker ist eher ein meinungsmonopolisierendes zentralorgan.

    und glauben wir den führern der Caritas und des Paritätischen Wohlfahrtverbandes und erst recht der Hans-Böckler-Stiftung in ihren pressemitteilungen, dann sind wir alle immer ärmer geworden.
    das wetter wird im November auch immer schlimmer denke ich und das wird bis zum 08. märz auch so anhalten.

    tragen wir es doch mit fassung und mit Oscar Wilde: alles ist schlechter geworden, das gute daran ist, auch die sitten sind schlechter geworden !

  59. Frisch zurück aus den USA ...
    Das Land ist tief gespalten und sogar im Silikon-Valley – einem funktionierenden melting pot und gleichzeitig einer Hochburg der Demokraten – ist allgemein bekannt, dass Clinton nur das kleinere Übel ist. Auf dem Land Utah, Arizona, Colorado gibt es ausschließlich Trump-Werbung. Die untere Mittelschicht fühlt sich (und wurde im letzten Jahrzehnt) abgehängt und von China bedrängt. Mitunter wurde sogar erklärt, wie ein Angriff der Chinesen auf Utah mittels lokaler Waffen- und Lebensmittellager zurückgeschlagen werden könne. Was wollen die Chinesen im Nirgendwo von Utah?, war meine Replik darauf. Fazit: Mit Trump hofft man auf Protektionismus und die Rückkehr der Produktion in die ländlichen Regionen, wo ganze Städte oftmals von einer Fabrik abhingen und mit deren Niedergang in die Armut abrutschten. Signifikantes Wirtschaftswachstum gibt es laut NY-Times nur in etwa 5 % der Counties, aber diese überkompensieren Niedergang und Stagnation der übrigen 95%. Wenn Trump die Wahl gewinnen sollte, dann nur durch massive Unterstützung der weißen Mittel- und Unterschicht, insb. in den ländlichen Gegenden.
    PS: Auf dem Lügenindex liegt Trump übrigens weit vorn: factcheck.org, zitiert von der NY-Times.

  60. Neither one
    Ich weiß noch, wie ich Schröder und die Grünen wählen sollte, weil der Kohl so unsozial ist und immer so komisch redet und das Land einen Neuanfang braucht und rotgrün… da geht was! Da ging dann auch was, aber ganz anders als man sich vorher vorgestellt hat. So schlimm war der Kohl jetzt eigentlich auch nicht. Im Vergleich, im Rückblick.

  61. "Donald statt Ronald"
    Donald statt Ronald!
    .
    In den 80ern fand man das witzig.

  62. Für uns deutsche Medienbetroffene ist das Ende der Wahl, wurscht,, wer
    gewinnt, ein warmer Frühlingsregen. Die ganze, hysterisch-aufgeregte Clinton-Helfen-Wollerei samt Trumphatz von linxgrünen Grifflern in sterbenden Zeitungen, und im hoffentlich bald toten ÖR, war ja keine Bereicherung des Lesestoffes.
    Gewinnt Trump, und danach schaut es im Moment aus, ist das eine zusätzliche Befriedigung.
    Jetzt haben sie SOOOO viel geschrieben, Clintons kleine Heinzelmännchen, und es war SOOO irrelevant – ganz verzweifelt werden sie sein !!
    HARHAR !
    Falls nicht, und die korrupte Hexe macht es, ist es zumindest auch vorbei.
    Dann können die ,Edelfedern(lach!)‘ doch Frauke Petry ans Bein schreiben (sic?-schreiben?) oder Martin Schulz hochloben, oder den Speichel der Gonslerin lecken.
    Oder mich sonstwo.
    Aber das pro-Clinton Gewinsel dieser Eunuchen (Hallooo, Deutschland wählt nicht mit!) hat a End‘ .
    Pfuuh.
    Gell, da schaust, Brückentroll.

    • Vor allem Brückentroll, alter ungarischer Adel
      den es zum Großteil nach Württemberg, jetzt sogar in die RHS verschlagen hat. Googeln Sie mal.
      .
      Autre Sujet. Bisher habe ich den Wahlzirkus in „god´s own land“ in-mich-hineinschmunzeld betrachtet und erfreut festgestellt, daß die Sitten bei uns ja doch noch nicht ganz auf US-Niveau angelangt sind. Aber nach einer Dokumentation auf ARTE am gestrigen Abend über die brutal fortschreitende Islamisierung im Nachbarland F, bin ich mir nicht sicher, ob der bisher zumindest oberflächlich gewahrte Anstand weiterhin gewährleistet ist. Auch bei uns werden, so fürchte ich, die wenigen sich neu angesiedelten Juden bald über die Auswanderung nach Israel nachdenken müssen.
      .
      Eines noch über das ich während des US-Wahlkampfes oft nachgedacht hatte- und Hand auf´s Herz. Wäre nach Ihrer Meinung ein gewisser Herr Hitler (der Name wurde stets vermieden) an die Macht gekommen, wenn er solche Sprüche wie Trump losgelassen hätte. Also Adel, Bildungsbürgertum, Kirchen und Industrielle hätten da bestimmt nicht mitgemacht.
      (DdH)

  63. This is a rebellion, isn't it?
    Immer wieder schön zu beobachten, wie Strukturen sich gegen Geschrei durchsetzen.

    Mal sehen wie laut nächstes Jahr die deutsche Presse gegen die Rebellion anschreien wird.

    Lets make Germany great again :-)

    • Yes.
      Freue mich auf das Gesicht von Steinmeier. Er sollte zurücktreten.

    • Sie wird ja nicht. Kommen. Die Rebellion.
      Die kommt vielleicht bei Österreichern (wow, schau, sogar unsere ehedem Heimgeholten haben diese aberwitzigen Ideen von ‚Macht für Mehrheiten‘), dann in Frongraisch, dann im Staat der Nederlanden.

      In Deutschland nicht. Da seien die Deutschen vor!
      https://www.amazon.de/Untertan-Roman-Heinrich-Mann/dp/3596136407/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1478684721&sr=8-1&keywords=der+untertan
      Für 8,95 als Taschenbuch, oder – für die Bernhard’schen Billigesser – 0,87 € aus zweiter Hand.
      Ein Deutscher macht keine Revolution. Out and Over.
      Ein Deutscher quengelt, nengert, räsoniert. Immer. Und am Ende ist er stegner’sch-anständig und wählt was das Establishment ihm ‚vorschlägt‘ zu wählen.

    • I sense something; a presence I've not felt since...
      @Dippel

      Brexit ist undenkbar.
      Trump ist unwählbar.
      Merkel ist nicht zu ersetzen.

      Tja.

  64. Was man nicht hat, muss man auch nicht preisgeben
    Westliche Werte z.B.

  65. Gottes Strafe
    — fürs die Unterstützung des Irak-Krieges 2003
    — für die Behandlung Bernie Sanders bei den Vorwahlen
    — für 30 Jahre prinzipienlose Machtgeilheit
    .
    Trotzdem kein Grund zur Schadenfreude: Ausbaden müssen werden es andere.
    .
    Die Trump von Wahl ist eine Katastrophe. Bloß keine Illusionen.

  66. Schaut, nach Pennysilvania , GUT aus für ein Merry TrumpMas !
    Man mißverstehe mich nicht, ein paar Jahre gute Schule und ein klitziger Benimmkurs (acceptable behavior 101) hätte ein kräftiger Kerl wie Trump überlebt .
    Ob man mit dem Knaben jeden Tag zusammenarbeiten will, weiß ich nicht.
    Betrifft mich nicht.
    Aber Hillary wäre unglaublich gefährlich gewesen für UNS. Und das betrifft mich schon.
    Ukraine, Russlandpolitik, Syrien, diese schreckliche Endlosschleife des Todes, you name it, you got a Clinton catastrophy .
    Und die ,liiieeben‘ Medien und die darin tätigen kleinen Zwurze – was haben sie nicht ihr Maul aufgerissen, auch der bekannte Diplomat Steinmeyer.
    Und jetzt ? BAMM, aufs Maul, das große.
    Meinungsumfragen sind der linxgrüne Brottrunk derjenigen, die keine Ahnung haben, und kein Handwerk beherrschen.
    Prösterchen auch !
    Jedenfalls macht so ein Erdrutsch gegen die Pampe aus Einheitspolitik für Linke und Konzerne und Lügenpresse statt 4. Gewalt, die so bitter nötig wäre, und so total geschwänzt wird-
    das macht Appetit auf 2017 in Deutschland.
    Klar, alles ist möglich, auch Michels Dauerschlaf bis die Bomben fallen,
    aber…
    Die Hoffnung stirbt zuletzt .
    R2G und Merkel, als Vertreter eigentlich derselben Agenda, sind keine Option.
    Da steht überall ,Deutschland schafft sich ab‘ drauf.
    Also..
    Schaumermal, nosegmasjo. (Abwarten und Tee trinken) .
    Jetzt ein Frühstück aus Kaffee, fetter Wurst, Eiern und gewundenen Schreibereien der Düpierten.
    Dschornalist, wenn man es nicht ernst nimmt, wie unser Don, sondern mit den Hühnern gackert, zählt, wie Politiker, zu den ,Berufen‘ ,für die man nix können muß.
    DAS sollte sich ändern.

  67. The Honourable
    Es stand in den Blogs dieser Zeitung:
    Clinton holt keine 90 Prozent bei den Schwarzen, verliert stark bei den Hispanics, Trump wird von über 40 Prozent der Frauen und College-Absolventen gewählt. Trump wird Präsident.

    Ergebnis aus deutscher Sicht: Trump wurde ausschließlich von alten, weißen, männlichen, ungebildeten Kukluxclan-Mitgliedern mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern und dem IQ von sowjetischem Katzenstreu gewählt.

    Ist es denn eigentlich keine Volksverhetzung, wenn Amerikaner als dumm bezeichnet werden? Oder läuft auch das nach dem Motto „Ich habe überhaupt nichts gegen Amerikaner, nur etwas gegen Amerika“?

    • Machen Sie's doch einfacher. Sich und uns allen.
      Wir haben es links und rechts um die Ohren gehauen bekommen:

      Nur der white trash wählt Trump.

      Ich überlasse es derselben Journaille, sich da herauszuwinden.

  68. Was für eine Nacht, was für eine Wahl
    Ich bin kurz nach 4 ins Bett, Trump lag gut in Führung, da liegt er immer noch, der Krimi ist gleich zu Ende.

    Wie frustriert müssen die Amerikaner sein, so zu wählen. Ein stundenlanges Kopf an Kopf-Rennen, das hat es so wohl noch nie gegeben.

    Eben hat Podesta gesprochen, Hillary schläft, sie will diese Nacht nichts mehr sagen. Was soll sie auch nach diesem Desaster von sich geben. Das Land ist gespalten, wortwörtlich.

    Ich hatte letzte Woche mit dem polnischen Bekannten gewettet, dass Trump gewinnt. Der polnische Bekannte ist nicht umsonst Pole, er hatte keine Meinung, sie hätte ihn ja 5 Euro kosten können.

    Ich hoffe, dass sich auch bei uns an der Politik etwas ändert, ein Weiter so kann es eigentlich nicht mehr geben.
    Warten wir es ab und ich werde jetzt einen Kaffee trinken und mir noch ne Mütze Schlaf genehmigen.

    Das muss sich erst einmal setzen…

    • Oh glücklich, wer sich diese Nacht gespart hat
      und zähle mich dazu.
      Hatte gestern Abend gesagt, Inschallah, schlafe ich diese Nacht wunderbar durch, und lese dann morgens um 7 wer gewonnen hat.
      Als ich wach wurde, war die Welt fast so schlau wie gestern: Der nächste US-Präsident war … noch unbekannt.

      Nun habe ich die letzte Nacht wunderbar durchgeschlafen, und dero jetzt die richtige Wachheit mir mit allergrößter (Schaden-)Freude das entsetzliche Rumgeeiere der deutschen Etablierten anzuschauen. Wie bestes Theater!
      Nun werden alle Narrative nochmal aus dem Keller geholt, um dann, langsam nährt sich das Einhorn, so ganz sacht, schon mal in eine andere Richtung orientiert zu werden. Versuchsweise, und anfänglich. Niemand will sich für die Amtszeit von Trump einfrieren lassen, also wird man, biegsam wie immer, auf einen kritischen Versöhnlichkeitskurs einschwenken.

      Und es macht unglaublich Spass, ähnlich wie die Beobachtung einer dritten Partei deren Autoräder gerade im Matsch oder Neuschnee durchdrehen, das ziemlich haltlose Rotieren der ein Jahr auf Trump-Bashing Eingestellten zu sehen und zu hören.

      Es ist in meinem Alter beruhigend zu wissen, dass mein Narrativ sich in den letzten knapp anderthalb Jahren beharrlich auf Kurs hat halten können, was Flüchtlinge, Brexit, und neuerdings Trump betrifft (oder auch Wahlergebnisse der AfD, oder der österreichischen Präsidentenwahlen); während fast alle um mich herum einen seemingly erratischen Kreisel- und Zickzackkurs fahren.

    • Ja das Alter hat doch gewisse Vorteile, Herr Dippel,
      und da ich ohnehin eine Nachteule bin, ist es fast wurscht, ob ich um drei oder vier ins Bett gehe. Aber irgendwas hat mich heut früh vor halb 8 aus dem Bett gescheucht, wahrscheinlich die Neugierde, wie das Theater nun ausgegangen sein könnte und siehe da, das Theater war noch zugange.

      Dann habe ich die Salbaderei von Steinmeier gehört und gesehen, eben die von Merkel, Tweets von Maas (der Mann ist wirklich zu schnell ;-), habe eben sogar gefrühstückt, den 4. oder 5. Kaffee und bin gerüstet für den Tag, wenn’s nur nicht so kalt wäre.

      Und ansonsten halte ich es wie Sie, eine Meinung haben, schauen, was so um einen rum passiert und sich nicht mehr wundern.

  69. First we take Manhattan, then we take Berlin.
    Danke für diese großartige Recherchearbeit!
    Schande über die FAZ diesen Blogbeitrag so schnell zu verstecken.
    Merkel muss auch weg!

  70. @ de Ponte
    Trump macht das Rennen. Sie haben sich in letzter Minute – im falschen Land und wohl auch im falschen Umfeld – ganz umsonst ins Zeug gelegt.

    Egal, in wessen Auftrag und für welche Agentur Sie arbeiten, oder ob Sie mit Hingabe und Sendungsbewusstsein Ihre ganz persönlichen Überzeugungen unters Volk bringen wollten: Die Performance muss besser werden.

    Die Kernbotschaften sind so weit verstanden – Hillary und Angela gut, Zustand Medien und Demokratie bestens / Assange, Leaks, Medien- und Demokratiekritik bäh – kommen aber zu holzschnittartig rüber.

    Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Kein Hersteller von Hopfen- und Malzgetränken bewirbt seine Produkte mit der lapidaren Behauptung „Bier ist gut“, um gleich noch anzufügen, dass Wein schlecht sei.

    So funktioniert das nicht. Sie müssen das subtiler hinkriegen, wenn Sie Ihre Meinung durchsetzen wollen. Am besten, indem Sie sie mit Fakten belegen, nicht aber, indem Sie Fakten, die Ihre Überzeugungen nicht stützen, kurzerhand als unbedeutend erklären und unter den Tisch wischen. Die Leute sind zwar dumm (® TDV), aber nicht bescheuert genug, um auf jeden Hütchentrick reinzufalllen.

    Von diesen eher kommunikationstechnischen Aspekten mal abgesehen: Sie befinden sich in einem Satire-Blog. Nehmen Sie nicht alles, was Sie hier lesen, für bare Münze – zahlen Sie aber unbedingt in der geltenden Währung zurück!

    • @ Regen
      Wenn man ganz konkret nachfragt, was denn nun der angebliche Skandal bei diesen neuen Emails ist: keine Reaktion.

      Wenn man darauf hinweist, dass die Medienlandschaft (natürlich inklusive neuer Informationsmöglichkeiten übers Internet) WESENTLICH vielfältiger ist als früher: keine Gegenargumente, sondern einfach die Behauptung, dass alle Medien immer einseitiger werden.

      Da habe ich mich tatsächlich umsonst ins Zeug gelegt, weil es schlicht zu diesen Themen (die nicht ich aufgebracht hatte) keine ernsthafte Diskussion gab. Ist mir schon kalr; das ist nun einmal der Normalfall, allemal im Internet.

      Jetzt scheinen Sie aber das Ganze so hindrehen zu wollen, dass ich es hier als meine Aufgabe ansah Trump zu verhindern!!??!! Noch schöner und noch typischer für Leute, die Diskussionen im Internet ausweichen: Sie unterstellen außerdem, dass ich für irgendetwas Dunkles, Verstecktes arbeite. Traurig, traurig. So verabschieden sich die Hasenfüße immer öfter in die vage Verschwörungstheorie.

      Wer im Internet diskutiert und meint, dass er seine „Meinung durchsetzen“ kann, der ist schon einmal ganz grundsätzlich auf verlorenem Posten. Ich habe diese Hoffnung ganz sicherlich nicht. Ich hatte nur gehofft, dass eine Diskussion zustande kommen könnte zu dem Thema, das Herr Alphonso aufgebracht hatte.

      —–

      Mal so ganz langweilig und so ganz nebenbei … Was meinen Sie denn dazu, oder haben auch Sie Angst vor einer Diskussion: Gibt es einen Unterschied zwischen

      a) der heimlich Übermittlung von bevorstehenden Fragen bei einer großen Fernsehdebatte an nur einen/eine der Beteiligten (was bei früheren Emails von Wikileaks rauskam und ganz klar ein Skandal war)

      und

      b) dem Gespräch mit anderen politisch Interessierten darüber, welche Fragen man am besten bei einem Interview stellen sollte (was bei diesen neuen Emails rauskam).

      Und: Wieso weigert sich Herr Alphonso und alle anderen hier mal nachzuschauen, ob CNN denn nun eigentlich hart und fair im Interview gefragt hat. Gab es bei dem dann durchgeführten Interview irgendwelche Anzeichen für Manipulation?

      Ich weiß schon, das interessiert keinen mehr, obwohl das mal angeblich das Thema war (siehe Originalbeitrag). Wir haben uns aber alle mal schön empört und das tut ja sicher irgendwie gut.

  71. Zeit für congrats
    Die Medien reden jetzt von Geldeinschmelzen. Es sind sie selbst, die dies zu verantworten haben, denn sie waren ja so sicher, dass Clinton gewinnt und so unausgewogen, egal was der sog. Brückentroll sagt. Hier geht es nicht um Blogs, sondern um große Medien, Blocks.

    Es wird besser, als mancher denkt. Erstmal abwarten, welches Team er zusammenstellt.

    Congrats, Mr.Trump. Wish you good decisions.

    Was daraus schon wieder gemacht wird, siehe R.Simon, ist die nächste Täuschung. Die Latinos und die Schwarzen waren längst nicht alle für die Clinton-machinery, man musste nur genau hinschauen.

    • Och - bis jetzt hält sich das alles noch in Grenzen -
      der DAX hält die Schwankungsbreite der letzten Wochen.
      Also warten wirs ab!
      Auch da wird sich zeigen: was ist Realität und was ist gewünschtes Geschreibsel.
      Wenn die Kurse nicht ins Bodenlose fallen ist der erste Grund, Trump nicht zu wählen, schon abgehakt!

    • Welcher Täuschung bin ich erlegen?
      Und wo rede ich von Latinos oder Schwarzen? Sie scheinen im Post verrutscht zu sein. Die von mir erwähnten Stahlwerker waren allesamt Weiße, zumindest in dem Bericht und sonst habe ich mich nicht so weit dem Fenster gelehnt wie manch andere. Im Gegenteil, ich habe damit gerechnet, dass Trump gewinnt und letzte Woche mit einem Bekannten gewettet. Ich habe hier nie pro Clinton geschrieben, Sie verwechseln mich vllt. mit Tamarisque o.a..

      Sie müssen sich doch nur hier im eigenen Land umschauen und den Frust der Leute wahrnehmen, der anderen Gründen entspringt und das Elend der Amerikaner sehen, die mit zwei Jobs und mehr nicht über die Runden kommen. Die Hautfarbe spielt dabei keine Rolle, wer unten ist, kommt aus seinem Elend nicht raus.

      Schaun wir mal, was sich nun aus der Wahl da wie hier ergibt, schade, dass wir die dummen Gesichter in Berlin nicht sehen können.

    • Aber noch eins, nicht nur die armen Weißen haben Trump gewählt
      aber weniger Latinos und Schwarze. Weiße Männer und Frauen waren es, 63/52% Stimmenanteil für Trump, Clinton hat da nur 31/43% bekommen. Siehe hier die Statistik
      https://twitter.com/MrAlexisPereira
      Pablo Slickasso

    • Zu viel Unverdauliches. Verguckt?
      Möglich. Sie sollten mal Heia machen. Ich selbst hab mich gemütlich um 11 Uhr hingelegt und hab um kurz nach sechs geschaut. Nix versäumt.
      Sie schrieben gestern, Sie hätten 40 FAZ-Artikel gelesen, wow. Was lesen Sie denn sonst noch? Ich warne vor Hämorrhoiden.
      Das wirkt nicht mehr souverän, sondern hat schwer rechte Schlagseite, wen Sie emotional aufheizen. Nehmen Sie den Brückentroll lieber ernst.

      Optimismus wäre, zu sagen: Er wird gut, besser als alle denken. Er wird die Produktion zurückbringen, wenn er kann. Er wird sich mit Putin einigen, wenn möglich. Für Polen, das Baltikum und uns selbst wäre das gut.
      Er wird automatisch eine oppositionelle Presse zurückbringen – das wird ganz von allein passieren, und es wird hoffentlich wieder diskutiert werden, überall.
      Also: Mehr Meinungsfreiheit hoffentlich. Keine Ausweitung der Kampfzonen hoffentlich. Vielleicht Handschellen für die FED. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall führte er in einem Ad Yellen, Blankfein und Soros gemeinsam auf. Ich halte das keineswegs für primär antisemitisch, da diese Stellen nicht absichtlich mit Juden besetzt wurden, sondern weil sie in der Ökonomie den größten und intelligentesten Kader stellen. Seine Einstellung wird sich an Israel messen lassen. Acht Jahre Obama haben Israel geschadet.

      An eine nordkoreanische A-Bombe auf Amerika glaube ich nicht. Die bauen das wegen China.

      PS: Ich habe Libyen und Benghazi nie verdaut und mich gewundert, dass Obama gegen Romney gewinnen konnte.

    • Oberländer, richtig und genau lesen hilft beim Verständnis
      ich schrieb, täglich ca. 40 Tabs auflaufen zu haben. 40 FAZ-Artikel schaffe ich nicht mal mehr in einem Monat, weil mir das Gesumse auf den Keks geht.
      Zeitungen, Blogs, alles mögliche von links nach rechts oder umgekehrt, man muss alles soweit möglich lesen und wie der Don immer sagt, dann bitte selber denken.

      Und dann sind wir doch sehr gut beieinander, ich glaube, dank Trump wird ein Ruck durch die Weltgeschichte gehen. Seine Polemisierei vor der Wahl musste man nicht so ernst nehmen, wichtig wird sein, was er an Taten folgen lässt. Während ich Clinton alles mögliche zutraute, wohl auch zu recht, denn auch mir ist Libyen noch in lebhafter Erinnerung, das Geschwätz vom Regime Change in Syrien usw. Der mit Clinton wohl auch durchgeführt worden wäre.

      Was Trump innenpolitisch durchsetzen kann, ich gehe davon aus, dass er die Mexikaner in Ruhe lässt. Kriminelle ausweisen zu wollen wäre ein Ansatz, den man hier auch verfolgen sollte, ob es mehr Jobs geben wird, muss man abwarten. Ich denke, da wird es schwierig werden, schaun wir mal.

      Also grundsätzlich Konsens mit Ihnen.

  72. Titel eingeben
    In einem US-forum fand ich eben dieses zu lesen:

    „So the b**ch turned her back on her people in the end and went to bed.“

    Und das, finde ich, sagt alles aus über diese Person, die, betrachtet man diesen extrem schlechten Stil, sich nicht zu zeigen, offensichtlich zurecht diese Wahl verloren hat.

    • Podesta hat sich an die wenigen noch im Saal verbliebenen Gäste
      gewandt und erklärt, Hillary würde erst mal schlafen. Und dann kam noch, sie wolle sich heute Abend nicht mehr äußern. Ihr war wohl früh klar, dass sie die Wahl verliert, der Liveticker im Mutterschiff hatte recht zeitig ein Foto von ihr mit einem Kind, da bedankte sie sich schon bei allen für den Wahlkampf. Von Florida war da noch gar nicht die Rede.

      Ich glaube, mit Bernie wäre es anders gelaufen, nützt den Demokraten aber nun auch nix mehr.

  73. Jetzt bin ich neugierig, wie Politiker und Journaille, die sich doch sehr sehr arg
    und über Gebühr aus dem Fenster gelehnt haben mit ihren Aussagen, gen Trump zu Kreuze kriechen.
    Es wird mir ein Vergnügen sein, die „Wende“ in den nächsten Tagen zu beobachten…

  74. Den Leuten die Trump wählen
    Trump-Wählern würde ich es ja irgendwie gönnen, wenn sie endlich einer zum Islam zwangsbekehren würde.
    .
    Dann hätten sie endlich was sie (insgeheim) doch immer schon wollten: einen Safe Space, wo sie nicht mehr Gefahr laufen, mit westlicher Aufklärung konfrontiert zu werden.
    .
    Dann könnten sie einem echten Propheten hudligen und nicht einer Billigkopie mit Perücke.
    .
    Dann wären die Moslems zufrieden, die Amis befriedet, und der Planet hätte seine Ruhe.
    .
    Inschahllah!

    • Perücke
      Ich hätte Toupet vermutet. Hat sich aber als echt herausgestellt.
      Mal sehen, mit was er uns noch so alles überrascht.

    • die Frisur
      Ja haben Sie die Hamsterlocke denn immer noch nicht verstanden? Der hat halt oben eine kahle Stelle, also läßt er am Haarkranz die Haare lang und kämmt sie drüber. So einfach!

  75. Don: Zensuralarm!
    dieser Beitrag ist kaum mehr zu finden. Möglich ist ein technisches Problem (hier scheint WordPress im obersten Leistungsbereich zu laufen), abe eher sieht es nach Zensur aus. Empfehle eine Überprüfung.

    • Was für ein Problem? Es sind von der Startseite aus zwei Klicks: Auf den aktuellen DeM-Beitrag von mir und dann oben rechts auf „nächster Beitrag“ – et voilà!

    • Wird durch beschränkte Auffindemöglichkeiten zensiert
      Überprüfen Sie einfach die verschiedenen Einstiege.

  76. Heute ist nicht alle Tage oder "The rise of the silversurfer"
    @Transatlantiker
    …IQ von sowjetischem Katzenstreu …

    Das sagen alle Arschkriecher, Speichellecker ohne Arsch in der Hose die meinen nur mit weichem Rückgrat und Jasagen ihr jämmerlichen Dasein fristen und leben zu können. Gummimenschen ohne Anstand ohne Benehmen. Die auch noch Omi, Opa und Schwiegermutter verkaufen, um auf der richtigen Seite zu sein. Bei den Gewinnern – so wie sie es verstehen.

    @ smaug
    … First we take Manhattan, then we take Berlin …

    Yes we can. Wir schaffen das!

    @ Renate Simon

    … ein großer Schritt für Amerika … und ein Schlag ins Gesicht der Mutti und ihrer Fraktion aus Grün, Rot, Schwarz, Rot, Gelb.

    Auch wenn es vielen nicht passt – die NWO-Priestern müssen erkennen, die Leute haben doch noch ein Herz und eine Seele. Nicht alle lassen sich kaufen und für dumm verkaufen. Jetzt wird hoffentlich aufgeräumt mit dem Lügensumpf aus Politik, Börse und Banken. So Gott will …

    • Ja, das ist ein Schlag ins Gesicht von Merkel & Co.
      ob sie nun ihre Kandidatur doch noch erklären wird? Ich hatte ja die Vermutung, sie wartet das Wahlergebnis ab.

      Wir können noch gar nicht absehen, welche Auswirkungen das haben wird. Es gäbe vieles aufzuräumen, zu Ihrer Aufzählung nenne ich noch den Genderwahnsinn, den verstehe wer will und ich will nicht.

      Nun denn, unsere Presse kaut noch und kommt nicht so recht in die Pötte, ach die Welt erklärt nun:
      „Donald Trumps Überraschungssieg ist auch ein Erfolg Putins. Angela Merkel könnte bald einem Deutschland vorstehen, das von Nationalisten und Populisten umgeben ist und dessen Exportmärkte zerfallen.“

      Bangemachen gilt nicht.

    • Bangemachen gilt schon
      Ich mach hier mal den TDV, der wegen Zeitzone womöglich schon selig ruht:

      Ist. Sind. Zerfallen. Deutschland ist grundsätzlich nur gross als Exportnation. Nicht nur VW hat seinen Anteil an einem Niedergang. Warum hat Deutschland-Deutschland-über-alles den Euro eingeführt? Aus Gnade? Warum auch in Griechenland? Doch wegen der Exporte!
      Wie war das zu Brexit-Zeiten? Wer hatte am meisten Angst davor? Die Deutschen. Wegen der Exporte. Und neulich, CETA (und TTIP). Alles wegen Angst um die Exporte. Ohne Exporte fällt mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung weg. Und was passiert, wenn die Hälfte der Arbeitsplätze gefährdet, die Einkommen auf die Hälfte … ??!

      Gott bewahre! Deshalb ja auch dieses unglaubliche Trump-Bashing aus vollen Rohren. Nicht, weil irgend jemand sich dafür interessiert dass Trump schlechter für die Yankees selbst wäre. Alles nur vorgeschoben.
      Trump durfte nicht, weil er kein neoliberaler Freihandelsjunkie ist.

      Und ohne den Freihandel, auf globaler Basis, mit EU. GB, USA geht die BRD steil den Abhang runter.
      Naja, natürlich nicht die herrschende Elite, aber alle nicht-Erben, Sie und ich.

    • Herr Dippel, es ist aber doch mit den Exporten auch so
      zumindest innert Europa, dass wir durch die Targetsalden ganz schön blöd aussehen. So blöd wie lange nicht

      Forderungen der Bundesbank aus TARGET2:
      Betrag: 708.028.767.389,86 Euro
      (Stand: 31. Oktober 2016)

      Ob und wie sich der Export in die USA usw. verändern wird, bleibt abzuwarten. Und sonst muss man nur Grün wählen, dann klappt’s auch mit dem Industrieabbau.

  77. Meine echte Sorge ist…
    … die Erfahrung aus jüngerer Vergangenheit in Ländern, in denen Populisten tatsächlich an die Macht gekommen sind: Sie mäßigen sich nicht, wenn sie einmal an der Macht sind. Stattdessen regieren rücksichtsloser durch als „normale“ Politiker. Ihre Wahlprogramme sind nicht „leere Versprechen“. Es sind Andeutungen dessen was kommt.
    Ein Blick auf die Türkei, Polen, Ungarn ist angebracht.
    Die USA hat ein erprobtes System von Checks & Balances. Hoffen wir, dass es halbwegs funktioniert.

  78. Ein Mann - ein Wort.
    Schluss mit Lügenpresse und Lügenpolitik.
    Schluss mit Gleichschaltung und alles ist gut.
    Was jetzt kommt, ist Katerstimmung bei allen die sich in ihrem Lügenleben geborgen fühlten und meinten die NWO sei von Gott gewollt.

    „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

    – Markus 10,25 EU

    Denn er war demütig und barmherzig, und seine Werke waren noch heiliger als seine Worte; der Pharisäer dagegen war nur mit Worten und nach außen hin gut, in seinem Inneren aber und mit seinem Hochmut und seiner Hartherzigkeit vollbrachte er Werke des Teufels, weshalb er Gott verhasst war.

    (Lukas 18, 10-14)

    ….

    • Mein lieber Namensvetter.
      Sicher ist es lustig, das verhasste Establishment mit Fäkalien zu bewerfen. Es hat aber zur Folge, dass man selbst über und über mit Scheiße besudelt ist.

    • das Eis bricht oder wo gehobelt wird da fallen Späne.
      Lieber Kollege,

      ich sage schon seit 15 Jahren, da liegt nur eine dünne Eisschicht über einem See von Scheiße. Die Klimaerwärmung lässt sich nicht aufhalten ….

  79. Spaltung?
    2012 hatten die Besserverdiener – wie stets – weit mehrheitlich Republikaner gewählt, während bei den Armen – wie zuvor fast immer – die Demokraten mit sehr großem Abstand vorn lagen.

    Bei dieser Wahl schnitten die Republikaner bei Besserverdienern gut ab, allerdings deutlich weniger gut als zuvor – während die Demokraten bei Armen gut abschnitten, allerdings deutlich weniger gut als zuvor.

    Das Wahlverhalten der Einkommensschichten hat sich also stark angenähert. Trump hat die GOP vom Country Club zur Volkspartei gemacht, die für alle wählbar ist (außer für Qualitätsjournalisten). Trump ist das Godesberg der Republikaner. Das ist die eigentliche Nachricht dieses Tages.

    Hat Trump also Amerika gespalten? Oder gibt es eine Spaltung zwischen Journalisten und armen Amerikanern?

  80. Unser Establishment sollte ganz genau auf dieses Wahlergebnis schauen.
    Vielleicht kann es daraus ja noch etwas lernen, vorausgesetzt es ist überhaupt noch Lernfähigkeit vorhanden.

    Im Gegensatz zu Obama kann Trump jetzt durchregieren, die Republikaner haben quasi die absolute Mehrheit, was die Besetzung der Machtpositionen in den USA betrifft. Ob sich für die USA und den Rest der Welt durch und mit Trump allerdings wirklich signifikant etwas ändern wird und kann, bleibt abzuwarten. Wer sich aber im Wahlkampf zu deutlich gegen Trump positioniert hat, ich denke da auch und besonders an deutsche Politiker, sollte mit der Rache des künftigen Präsidenten rechnen.

    Das amerikanische Volk hat entschieden, in freien und demokratischen Wahlen. Jede Kritik vor und nach der Wahl, insbesondere an der Wahl, fällt auf die Kritiker zurück. Clinton war Trump nicht gewachsen, so war es schon bei Obama. Clinton war eine schlechte Wahl.

    Diese Wahl hat deutlich gezeigt, daß der Vorwurf des Populismus bei den Wählern nicht verfängt. Mit Blick auf die AfD und unter Berücksichtigung der schweigenden Mehrheit sollten sich die ehemaligen deutschen Volksparteien so langsam ernsthafte Gedanken machen, ob mit Placeboreformen und Sozialstaatsabbau, mit Klientelpolitik und zwangsfinanziertem Propagandafunk, mit CETA und Ablehnung Direkter Demokratie, mit der Agenda 2010 und Hungerlöhnen wirklich noch Wahlen zu gewinnen sind. Die letzten Wahlergebnisse belegen das nicht.

  81. Schadenfreude ist mir ja durchaus nicht fremd
    Aber wenn ich mir diese Trump-Bewegung ansehe, dann läuft es mir trotzdem kalt den Rücken runter.
    .
    Diese Begeisterung über einen Typ, der mit seiner Brutalität angibt und Folter zur Bestrafung einsetzen will. Dieses orgiastische Gejohle, dieser Glücksrausch darüber, weil einer den zivilisatorischen Grundkonsens aufkündigt.
    .
    Das ist, sorry to say, faschistoid.
    .
    Und so infantil und regressiv. Weder der Kandidat selbst noch seine Groupies erinnern im entferntesten an reife, zurechnungsfähige Personen, die Probleme erkannt haben und sich mit denen auseinandersetzen.
    .
    Alles ist reines Gefühl, Rache, Schadenfreude, Besserwisserei, Geilheit über die eigene Macht, es dem Istäblischmänt „mal zu zeigen“, nirgendwo ein Rest von Besonnenheit, eine Ahnung vom Kater, der kommt.
    .
    Oder glaubt wirklich jemand, Trump könne all die zigtausend Industriejobs nach Ohio, Michigan und Pennsilvania zurübringen? Der Katzenjammer ist unausbleiblich und wenn es dann nicht zu Gewaltexzessen kommt, wird man von Glück reden können.

    • Ich finde das Gejohle der Trump-Fanboys auch beunruhigend.
      Ich gebe zu, ich kann mich der Schadenfreude über die krachende Niederlage des Polit-Establishments nicht erwehren.
      Aber beim triumphierenden Geheul der Trump-Anhänger wird mir etwas mulmig zu Mute. Es erinnert mich durchaus an die entfesselte Wut vieler deutscher Bürger, die nach dem 30. Januar 1933 ihrem Hass auf Kommunisten, Juden, Sozialdemokraten usw. endlich freien Lauf lassen konnten.

      Nur zur Erinnerung: Heute ist 78. Jahrestag der sogenannten „Reichskristallnacht“.

    • Natürlich wird sich da nicht viel ändern
      und die Enttäuschung groß sein. Woher sollen die Jobs denn kommen, hier wie dort? Trump will Schulden machen, das mag ein wenig ankurbeln, ob dauerhaft bleibt abzuwarten.

      Die allgemeine Wachstumspropaganda läuft doch längst ins Leere, ich frage mich seit langem, was eigentlich noch wohin wachsen soll. Die einen können sich den dafür erforderlichen Konsum nicht leisten und die anderen haben eh von allem mehr als genug.

  82. Wow, Heiko Maas droht
    Wahl von #Trump ist bittere Warnung. Müssen Ursachen für Angst,Hass u Abschottung noch entschlossener bekämpfen #gegenhalten #USElection2016
    https://twitter.com/heikomaas?lang=de

    Und: Die Welt wird nicht untergehen, sie wird nur noch verrückter, hm

    Ach du liebe Zeit, noch mehr Arbeit für Kahane & Co.

    • Frau Simon, falls Sie zeit haben
      http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/endstation-bataclan,57dfadb4f033af5c8b5e4e3a.html.
      .
      Eine erschütternde Dokumentation als Zukunftsaussicht auch für D.
      (DdH)

    • Danke DdH
      das ist mir gestern Abend völlig entgangen und ich habe mir den Film nun angesehen.

      Wirklich bedrückend, durch die unterdrückten Farben, durch die Aussagen der dort Lebenden, die aber nicht alle hoffnungslos sind. Wobei man dem Bürgermeister zustimmen kann, es wird Fisch verteilt, anstatt das Angeln zu lehren. Denn so läuft es auch bei uns, selbst für die, die schon immer hier leben, immer noch mehr Wahlkampfgeschenke und die Beschenkten übersehen, dass sie diese Geschenke bezahlen müssen.

      Welches Fazit ziehen Sie aus dem Film?
      Er zeigt m.E., dass dort ein friedliches Zusammenleben möglich war, sich das aber wohl immer mehr verschiebt und niemand weiß, wie diese Veränderung aufzuhalten wäre.

  83. great job,
    Julian!

    —–

    Jetzt Wien. Gabriels Statement: widerlich.

  84. Titel eingeben
    Ding Dong the Witch is Dead!
    https://youtu.be/T5ayK694PZI

    #MAGA
    ttps://pbs.twimg.com/media/CwzDFNiWgAAFWWv.jpg

  85. Sowjetisches Katzenstreu
    @ Dr. Seltsam:
    Ich hatte schon vor Monaten vorausgesagt, dass Trump Präsident wird.

    Die Aussage zum sowjetischen Katzenstreu sollte die Haltung der Qualitätsjournalisten dazu umschreiben.

    Es freut mich sehr, dass Sie Ironie erkennen.

  86. Was meint G.C. Lichtenberg (1742-99) zur Trump-Wahl?
    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
    – Georg Christoph Lichtenberg

    Im Rückblick scheint mir diese Rede des deutschstämmigen Peter Thiel von Interesse.
    https://www.youtube.com/watch?v=AfYLEPRiIyE

    • Nichts ist so wie es scheint oder zwischen den Zeilen lesen.
      „Wie geht’s, sagte ein Blinder zu einem Lahmen.
      Wie Sie sehen, antwortete der Lahme.“ (CGL)

      Jede Ähnlichkeit mit lebenden deutschen Politikern ist nicht zufällig.

    • Great!
      Spannende und interessante Rede.

      Ersetzt mir locker die (gefühlt) 9’900 bisher gelesenen Kommentare zu den US-Wahlen und Donald the Trump.

      Weshalb wird so was nicht mal von einer Auslands-Redaktion übersetzt und ins Blatt gehoben, anstelle des x-ten, völlig nutzlosen Kommentars von irgend einem überforderten Doppelnamen mit milieubedingter HC-Schlagseite.

      Danke für den Link!

  87. Einer geht noch
    Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen?

    (Georg Christoph Lichtenberg)

  88. Warum kein vernünftiger Kurswechsel?
    Die Frage ist doch, warum eine der ältesten und wichtigsten Demokratien (oder was man so nennt) nicht fähig ist, ihre Fehlentwicklungen und Misstände auf eine vernünftige Weise in den Griff zu bekommen.
    .
    Wenn sich rausstellt, dass die Linke recht hatte und der entfesselte Kapitalismus zu viele Verlierer produziert — warum wählt man dann keine Linken, sondern erst so Wischiwaschis wie Obama und dann einen Magensaftbeutel?
    .
    Im Deutschland der Weimarer Republik konnte man das mit einem angeblichen „deutschen Sonderweg“ begründen: War halt noch nicht „im Westen angekommen“ und wählte darum die Nazis statt die SPD.
    .
    Und jetzt die USA nach 240 Jahren Demokratie (oder was man so nennt). Obwohl es ja stimmt: Der äusserste Westen (Californien, Oregon) stimmt immer für die Demokraten.

  89. Blogaufruf
    @Settembrini, ich kann diesen Blog mit Firefox auch nicht aufrufen und mit Opera kann ich die FAZ überhaupt nicht aufrufen. Ich verwende Ubuntu.

    • Mit Linux kenne ich mich leider überhaupt nicht aus. Wie lautet denn die genaue Fehlermeldung?

    • Ubuntu
      Sehe ich keine Probleme mit.
      Benutze selbst Linux, seit fast 20 Jahren, und manchmal kommt der Blog nicht. Das hat aber mit der IT-Kompetenz am Mainufer zu tun, nicht mit dem Betriebssystem auf der Benutzerseite.

      Manchmal ist auch die FAZ selbst nicht zuverlässig aufzurufen.

      Messlatte sind immer andere Seiten. Machen Sie einfach einen weiteren Browsertab auf, gehen Sie zu einer anderen Seite, und wenn die gut rüberkommt, waschen Sie getrost Ihre Hände in Unschuld.
      Wenn es Ihnen dann hilft, Druck abzulassen, beschimpfen Sie die FAZ-IT lauthals. Auch wenn die das nicht hören. ;-)

  90. Die schönsten Beschreibungen der US-Gesellschaft
    hat immer noch Carl Barks (mit den congenialen Übersetzungen der Dr. Erika Fuchs) in seinen Comics geliefert. Wer sich daran orientiert hat, wundert sich überhaupt nicht über Trumps Sieg. „Entenhausen“ war schon in den fünfziger Jahren ein Spiegel der -tiefen- USA in einer Nußschale.

    Jemand hat Trump mit Dieter Bohlen verglichen, natürlich nach down-scaling auf die eher kleinkarierten deutschen Verhältnisse. Hätten wir ein solches politisches System wie die USA, und einen Dieter Bohlen o.ä. in der AfD – wer weiß … einerseits Bohlen, andererseits Merkel mit der zukünftigen Partnerin KGE … man mag sich das gar nicht vorstellen. (Nein, nicht Höcke, weil der anders als Trump ein Ideologe ist.)

    Nein, ich finde Trump nicht gut. Aber sein Erfolg hat mich wenig überrascht.

    Jetzt muß man abwarten.

    Wenn Merkel schlau ist, läßt sie sich schnell zur Bundespräsidentin wählen, und überläßt den kommenden Schlamassel ihre Nachfolgern, denen Sie dann mit salbungsvollen Reden die Leviten lesen kann. Allerdings braucht sie endlich einen guten Ghostwriter!

    • Reicht. Nicht.
      Schauen Sie sich ihre Rede zu Trump an. Zweieinhalb Minuten Erbarmungswürdigkeit. Alles. abgelesen. Wort für. Wort.

      Wahrscheinlich hatte sie die alternative Rede besser eingeübt, und die akute – eben nicht. Sondern zum ersten Male vor sich gehabt.

      Und, schauen Sie genau hin, zwischendurch schaut sie regelmäßig – Entschuldigung, aber so kam es mir vor – mongoloid auf einen fiktiven Punkt irgendwo oberhalb der Kamera.

      Merkel kann eben nicht BundeskanzlerIn Krisenzeiten. Aber BundespräsidentIn solchen Zeiten schon überhaupt nicht.

    • Herr Dippel, Merkel liest jede Rede Wort für Wort vom Zettel ab,
      wenn sie sich nicht in ihrem Sprachsumpf verheddern will. Wie der aussieht und welche Umwege der mit sich bringt, ohne zum Ziel zu führen, kennen wir ja.

      @Thomsen
      bitte nicht das auch noch, das wären ja dann wohl nochmal 10 Jahre. Lasst die jungen Leute doch auch mal andere, unverbrauchtere Leuten kennenlernen. Die kennen doch alle nur Kohl oder nur Merkel, an Schröder werden die sich kaum erinnern, macht zwar nicht viel, trotzdem.
      Ich mit meiner Sammlung aller Bundeskanzler und BuPräs im Gedächtnis krieg da nur das große Schaudern.

    • Vanessa M. in GB hat doch gut ausgedrückt, was ihr zur Wahl
      und dem neuen Mr. President und der künftigen Zusammenarbeit positives eingefallen ist. Sie hat ja auch im Vorhinein nicht so gestänkert wie die unsrigen – schon mal ein Vorteil für den jetzt folgenden näheren Umgang miteinander.
      Wahrscheinlich zahlt sich der Brexit jetzt auch richtig aus – man hat ja Resteuropa nicht an der Schleppe, wenn man in Verhandlungen zu Nutzen des eigenen Landes geht.
      Ja – hier ist nicht nur Merkel heute ein Bild des Elends. Es steht ihnen ja auch bevor, vieles in Frage zu stellen, was sie bisher als unumstößlich mit sich getragen haben. Wie das wohl aussehen wird – die Anpassungspirouetten lassen sich mit zunehmendem Alter und Körperfülle der Beteiligten ja nicht mehr so leicht ausführen und bieten auch ästhetisch auf allen Ebenen zumeist keinen schönen Anblick.
      Und die Aktienkurse tragen immer noch…

  91. Sieg und Kollaps
    MHN (Medizinisch-Holographisches Notfallprogramm):
    Bitte nennen Sie die Art des medizinischen Notfalls!

    HL (humanoide Lebensform):
    Mir ist schwindelig! Ich habe zu viel Wahlprogramm konsumiert. Mir ist speiübel und einschlafen kann ich auch nicht!

    MHN: Bitte versuchen Sie nicht meine ethischen Subroutinen auf die Probe zu stellen.

    HL: Es war so widerlich, wochenlange, visuellverbalprimitive Propaganda. Da, fühlen Sie mal meinen Puls, mir ist ganz elend – ich seh sogar Sie nur noch verschwommen.

    MHN: Bitte treiben Sie keine Spielchen mit meiner heuristischen Matrix, um eine Ebene-4-Speicherfragmentierung herbeizuführen.

    HL: Aber wo’s doch stimmt!

    MHN: Sie sind nicht krank, aber meine soziale Kompetenz hat Grenzen!

    HL: Bitte, bitte!, befreien Sie mich von den fiesen Bildern und Infomüll in meinem Kopf!

    MHN: Also gut. Eine Schüssel Müsli zum Frühstück, zwei, nein, drei Tassen starker Kaffee und eine dreiviertel Stunde Radfahren auf dem Holodeck im Alpenpanorama.
    Vorher und hinterher kalt und warm duschen! Sie stinken nach Mediengülle.

    HL: Das soll helfen heißen?

    MHN: Von mir aus nehmen Sie einen Fox-Terrier oder einen Dackel mit auf die Radtour.

    HL: Ich werde mich über Sie beschweren, man wird Sie in den Alpha-Quadranten schicken und dann werden Sie sehen was Informations-Überlagerungen sind.

    MHN: Ich geh in den Ruhezustand. Von mir gibts keine Drogen!
    MHN Ende!

  92. Punch and Judy show
    Viele Leute vergessen, dass demokratische Politiker von vielen Leuten hauptsächlich wegen ihres Unterhaltungswertes gewählt werden, und ihre Popularität in erster Linie der des Personals von Fernseh-Soap Operas vergleichbar sind. Im Kasperletheater zählen Krokodil und Teufel zu den populärsten Figuren. Ähnlich – wer erinnert sich? – J. R. Ewing in der TV-Serie „Dallas“. Auch die lange Zeit sehr große Popularität (auch als Bösewicht) von F. J. Strauß in Deutschland und Margaret Thatcher in Großbritannien läßt sich so erklären.

    Das Problem Trump im Vergleich zu letzteren Politikern ist jedoch, daß man weder weiß, wofür er steht, was er will, und wer hinter ihm steht.
    Die Soap Opera bleibt also spannend.

  93. Deutschland Gestern - Türkei heute. So schön kann die EU sein
    Deutschland 8. März 1933
    die von der KPD gewonnenen Reichstagsmandate werden dieser aberkannt;
    diese Parlamentssitze gelten als erloschen. Auf diese Weise wird zugleich die für das Ermächtigungsgesetz erforderliche Zweidrittelmehrheit gesichert).

    24. März 1933 – Ermächtigungsgesetz

    Art. 1. Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. Dies gilt auch für die in den Artikeln 85 Abs. 2 und 87 der Reichsverfassung bezeichneten Gesetze.

    Art. 2. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen, soweit sie nicht die Einrichtung des Reichstags und des Reichsrats als solche zum Gegenstand haben.

    Türkei 20. Mai 2016

    Das türkische Parlament hebt die Immunität von mehr als einem Viertel seiner Abgeordneten auf. Die Aufhebung der Immunität geschieht über eine befristete Verfassungsänderung.

    Um die Verfassung (GG) in Deutschland auszuhebeln braucht die „Unaussprechliche“ nicht mal das Parlament. Sie entscheidet das in Personalunion.

  94. Tja...
    Übrigens, man beachte die wahrhaft grandiosen Ausführungen der Frau Steinitz.

    Wer so blöd schreibt, verdient The Donald als Exfeminisator:

    http://www.stern.de/panorama/sylvia-margret-steinitz/hillary-clinton–keine-freundin-der-frauen–sondern-der-macht-7125546.html

  95. Ubuntu
    @Settembrini, es kommt keine Fehlermeldung sondern statt des Pfeiles ein ewiger Kreisel. Mit Firefox kann ich übrigens nur diesen einen Blog nicht finden. Ich kopiere dann eben die Adresse in die Adreßzeile.

  96. Universale Werte
    Das Wahlergebnis ist doch ein guter Anlass, mal Schluss zu machen mit dem blöden Gefasel von „westlichen Werten“.
    .
    Menschenrechte, Humanität, Demokratie, das sind universale Werte, die nicht mit irgendeiner Himmelsrichtung oder topographischen Bezeichunung belegt werden dürfen.
    .
    Sie gehören dem, der sie vertritt und sich für sie einsetzt.

  97. Medienereignis
    Die on-line Auftritte von „Welt“ und „Mutterkutter“ sind heute eine erfolgreiche Dauerwerbesendung für „niemals wieder eine Print-Ausgabe der beworbenen Produkte zu erwerben“.

    Und – aus gegebenem Anlaß – noch einen ganz besonders schönen Gruß aus South Park an den Vizekanzler ins Willy-Brandt-Haus.

  98. Reality Daily Soap
    @ Thomsen

    Doch, es gibt einige politische Ziele, die Trump wiederholt kundgetan hat. Er will
    1. die corporate taxes von 35% auf 15% reduzieren,
    2. die „estate tax“ abschaffen (die Erbschaftssteuer auf Millionenvermögen, die 5 Mio. $ übersteigen).
    3. das Militär massiv aufbauen
    4. das Schulsystem privatisieren
    5. Obama-Care abschaffen und durch ein privatwirtschaftliches Gesundheitssystem ersetzen
    6. die Förderung der erneuerbaren Energien stoppen und statt dessen die Ausbeutung der fossilne Energien massiv erhöhen.

    Hört sich alles nicht nach Politik für den kleinen Mann, but who cares.

    Außerdem will Trump die Infrastruktur erneuern, doch woher das Geld kommt, sagt er nicht. Hier könnte er aber große Geschäfte seiner Familie zuspielen. Der Schwiegersohn kommt z.B. aus einer schwer reichen New Yorker Construction Company.

    Tja, wer steckt hinter ihm?
    Wie Sie vielleicht wissen, so war Trump schon mal im Casino-Business, in welchem er allerdings pleite ging und kläglich scheiterte. Sein größter Sponsor ist der größte Casino-Besitzer der USA, Sheldon Adelsen, der mit einem Vermögen von 32 Milliarden $ zu den reichsten Männern der USA gehört. Ihm gehören die Sands Casinos und Resorts in Las Vegas, Macao und Singapore. Man kann sich mit etwas Phantasie gut vorstellen, welche Connections solche Leute ha-ben, auch zur OK, welche wohl mit die größte Geschäftsbranche der Welt ist.
    http://www.forbes.com/profile/sheldon-adelson/

    Nachdem die britische HSBC schon mal Gelder der südamerikanischen Kartelle in Höhe von 670 Milliarden Dollar gewaschen hatte, zeigt sich, dass es keine Berührungsängste gibt zwischen dem Mob und Wallstreet gibt, man darf sich nur nicht erwischen lassen. Irgendwoher muss das Geld ja kommen. ;-)
    http://www.bloomberg.com/news/articles/2013-07-02/hsbc-judge-approves-1-9b-drug-money-laundering-accord

    Außerdem hat Trump hohe Schulden bei den Chinesen und auch bei den Russen:
    Trumps älterer Sohn Don Jr. hatte schon in 2008 dem TIME Magazine gegenüber bestätigt: „Russians make up a pretty disproportionate cross-section of a lot of our assets. We see a lot of money pouring in from Russia.”
    „Donald Trump’s Many, Many, Many, Many Ties to Russia“, 11.8.16
    http://time.com/4433880/donald-trump-ties-to-russia/

    Also wird Trump maßgeblich von Russland finanziert.
    Das mag auch die russische Einmischung erklären.

    Hier als Ergänzung: „Trump’s Empire: A Maze of Debts and Opaque Tiles“ über die Verflechtung von Trumps Verschuldung. Gläubiger u.a.: Bank of China und Goldman Sachs im hohen dreistelligen Millionenbereich.
    http://www.nytimes.com/2016/08/21/us/politics/donald-trump-debt.html

    Es gibt da also gewisse finanzielle Abhängigkeiten, aber never mind.

    Kein Wunder, dass Trump seine Steuererklärungen nicht eingereicht hat, wie jeder Präsidentschaftskandidat seit 40 Jahren.

    Aber not to worry, nun haben die Amis ihre Reality Daily Soap.

    • @Tamarisque, 9.11. 17:25 -Danke für die Informationen
      Einiges davon kannte ich, anderes nicht. Mir stellt sich allerdings die Frage, warum unsere anti-Trump-Medien nicht diesen Dingen mehr Aufmerksamkeiten geschenkt haben, warum sie die geschäftlichen Verbindungen nicht intensiver untersucht und hinterfragt haben – besonders die Russland-Connection -, sondern sich auf blöde provozierende rassistische, sexistische usw. Sprüche konzentriert haben („Ih, das ist doch nicht politisch korrekt!“), und eine Empörung simuliert haben, die den meisten durchschnittlichen Menschen in Deutschland und Amerika am A… (Toches) vorbeigehen.

      Mit einem Wort, genau wie hier die Diskussionen geführt werden: man klopft provozierendes dummes Gerede darauf ab, wieviel Empörung man daraus gewinnen kann – und legt gewollt oder nicht, von den realen Fragen ab. Das kennen wir doch auch aus unserer Innen- und Europapolitik …

      Und dann beklagt man das absinken des allgemeinen Niveaus.
      Jedenfalls vermute ich, dass sich hinter Trump mindestens genausoviel Korruption verbirgt, wie möglicherweise hinter Hillary Clinton.


  99. Es wird immer wiederholt, dass die Clintons ihr Geld mit Reden verdient haben. Erstens waren es etwa 700 Reden in zehn Jahren, die meisten von Bill Clinton.
    Zweitens haben beide Bestseller veröffentlicht, welche in der ganzen Welt erschienen sind.

    Hillary Clinton hat bestimmt wenigr Dreck am Stecken als DT, but never mind.

    Als Außenministerin hatte sie höhe Zustimmungswerte. Dann wurde sie nur noch diffamiert, u.a. durch als falsch nachgwiesene Filme wie Clinton Cash und widerlchste VT.

  100. Proposal for America's first female President
    Ich gebe mal einen Langzeittipp:

    Die erste Frau, die die USA regieren wird, wird zwischen 35 und 50 Jahre alt sein. Das wird frühestens in 16 Jahren passieren. Die Leute werden sie sehr gut kennen, als Mädchen und als junge Dame. Sie werden wissen, dass sie aus gutem Hause ist, weil die Mutter sich um sie gekümmert hat und der Vater sie sichtlich liebt. Sie wird Malia Obama heißen.
    Vielleicht auch Sasha. Wenn eine von ihnen will.

    Vielleicht ist das auch eine Vision. Und Visionen können verkehrt sein. Auf jeden Fall ist es eine interessante Vision.
    Bis dahin könnte man sich ein Beispiel an Michelle nehmen und die Mütter wieder mehr fördern und loben. Und endlich einen Haufen Halbtagsstellen schaffen. Und die Chimäre aus dem Weg räumen, das Ganztagesbetreuung etwas Seligmachendes hat.

    Die Rente muss von Steuern geschultert werden. Wer Geld für offene Grenzen und jede Menge nicht fähige Wirtschaftsmigration hat, sollte auch Geld für Renten haben, ein Problem, das sich ohnehin in ca. 30 Jahren erschöpft haben wird durch Pillenknickfolgen.

    • Ivanka
      „Sie wird Malia Obama heißen. Vielleicht auch Sasha“

      Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.
      Ivanka wird das Rennen machen, locker, und endlich die Monarchie wieder einführen.
      Denn darin besteht die heimliche Sehnsucht der Amerikaner, allerdings auch ihr historisches Trauma und die Erbsünde, seinerzeit die natürliche Ordnung zerstört zu haben. Die Zeit heilt Wunden und diesem Fall wird sie für einmal auch eine gute Kosmetikerin sein.

    • Mein VisionsDampfer
      Bitte nicht drängeln, jeder kann an Board!

      Wir reformieren zuallererst unsere Staaten, lösen die EU-Krake auf und befrieden die angelsächsischen und amerikanischen Basen.
      In Deutschland müsste man sich nicht nur dem amerikanischen, jüdischen bzw. zionistischen(?) sondern auch dem islamischen Einfluss, der auf Regierungsebene viel zu viel Mitspracherecht besitzt, entledigen. DAS – ist unsere Chimäre.

      Wenn der Pluralismus natürlich nur von einer Clique bedient wird – und die Allgemeinheit(Das Volk=Der Souverän), den Schaden hat, bzw. diesen AUCH wieder beheben muss, obwohl sie keinerlei Mitbestimmung besaß, dann ist es wahrlich Zeit, dass ein Neuer Kapitän, dass Steuer übernimmt.

      http://www.yourepeat.com/watch/?v=tZLLTwuRsVc&start_at=1855&end_at=1906

      PS:https://deutsch.rt.com/kurzclips/42963-protest-usa-italien-clinton-trump-militar/

  101. Man hätte geglaubt, das Wahlergebnis hätte Quatsch-mit Sauce-Plappermäulern
    und Immer-denselben-Schmarrn-schreibenden Patschehändchen eine kurze Pause empfohlen.
    Weit gefehlt. Es plappert und patscht, ungestört von Hirntätigkeit oder Gewissen aus allen Rohren weiter.

    Und immer der gleiche Text. Trump böse, Weltuntergang, Amerika hat fertig, nur das gute linke Eurobba lebt noch, Hillary wäre so gut gewesen, weil Frau und Clinton und anständig und berechenbar und blablabla.
    Sondersendungen, jeder Redaktionsstoffel darf einen eigenen Artikel abkritzeln, nur keine Untätigkeit, nur kein Innehalten, LePen böse, AfD böse, Wähler böse, alle böse.
    Der Don ist mit dem Trump nicht happy, schrieb dazu aber nie Stumpfsinn.
    Vielleicht jetzt ein reinigendes Gewitter, um diese Nachkartler und immer schon alles gewußt Habenden zu zerstieben, wie einst jemand die schäbigen Wechsler im Tempel.

    Der willige Büttel des Majdan warnt noch immer, wahrscheinlich glaubt er ernsthaft, für ihn machen sie Neuwahlen.
    Und so was sollte BuPrä werden, nach dem unsagbaren Gauck, Fremder, den mit der Zeit keiner mehr mochte, und den man besser ausgewiesen hätte, zu seinen wahren Landsleuten, allen, nur nicht uns Deutschen. Privilegienritter der DDR geht saturiertem Wessi-Sozi-Dödel voran.

    Hauptsache, fette Pension und Vorträge für die korrupte Industrie, Steinbrück und Clintons konnten das ja auch.
    Und ich höre schon wieder Tastaturen klappern, leise, und Filzstifte quieksen, wieder ein Artikel für die Rundablage, bis der Insolvenzverwalter kommt.
    Klapperklapper, quiksquieks, wer bin ich ? Ein billiger Lohnschreiberling.
    Das hat dir der Teufel gesagt !!

  102. Trumps Triumph
    Hillary Clinton machte Fehler in der Kampagne.
    Nach der Meldung des FBI hat sie nur noch auf Trump geschimpft, statt sich auf ihre Politik zu konzentrieren.

    In der Zeit nutzte Trump die Möglichkeit, sein Programm vorzustellen, und das tat er ruhig und gelassen. Er wurde vermutlich von seinen Beratern angewiesen, sich beherrscht zu verhalten und vom Teleprompter abzulesen. Er schweifte nur selten vom Kurs ab, hörte also weitgehend auf zu hetzen und zu beleidigen. Offenbar hatte er die besseren Berater.

    Clinton konzentrierte sich während der ganzen Kampagne viel zu sehr auf die Minderheiten, auf die Latinos und Afroamerikaner. Die weiße Bevölkerung musste das Gefühl bekommen, dass sie von ihr übersehen wird. Immerhin sind [noch] 64% der Amerikaner „non-hispanic whites“. (German Americans sind iÜ die größte Gruppe.)

    Es hieß wiederholt, dass Clinton mit den Stimmen der Latinos und der Afroamerikaner gewinnen wird, während über die Stimmen der weißen Bevölkerung, außer Akademikern und besonders den Akademikerinnen, nie die Rede war. Aber diese sind auch nur eine Minderheit – es reichte also nicht.

    Nun haben diejenigen, die sich seit Jahren als vergessene, vernachlässigte Bevölkerungsgruppen verstehen und voller Wut waren, aus jedem Kaff des Bible Belt bzw. Midwest bzw. den Appalachen sich auf den Weg zum Wahllokal gemacht, darunter Menschen, die noch nie gewählt haben.

    Und ja, Clinton hatte zum Schluss mit den Auftritten der Stars übertrieben. Das stärkte noch das Gefühl, das sie vom Volk abgehoben sei und sich nur in den Kreisen der Eliten bewege, um so ihre Stimmen zu „kaufen“.

    Nun haben die USA den Präsidenten, den sie verdient haben.
    Für die „Deplorables“ würde ich mir wünschen, dass Trump deren Lebenssituation tatsächlich bessern will und kann. Doch der Glaube fehlt mir.

    • Ja, diese Stars
      Diesen sog. Celebrities gegenüber bin ich schadenfroh. Wer ist das schon, Miley Cyrus? Sie sollen ihren Job machen und sich aus der Politik raushalten. Sie hängen einem langsam aber sicher zum Hals raus. Es sind „Zeitgenossen“, haufenweise, die von Kästner. Das mit den kleinen Löchern kann man heutzutage nicht mehr wirklich sagen. Banal sind diese Leute, weil sie meinen, etwas Besseres zu sein und oft dummes Zeug reden.
      Und Kryptokommunismus zu fördern, wenn man Millionen in Hollywood verdient, ist im Grunde grotesk.
      Nur wenige dort in Hollywood lassen sich nicht anstecken, Eastwood, Jon Voight. Blieben bei ihrem alten Leisten, Lincoln’s Partei, ohne große Präsenz zu zeigen.

      Clinton’s concession speech ist gut. Trump’s speech gestern war auch gut.

    • Do we choose the times into which we're born? Or do we fit the times we are born into?
      Ja, genau, jetzt wissen wir alles besser. Jetzt haben es alle schon gewusst, geahnt, schon immer irgendwie, war doch klar, wie sollte es anders sein, etc.
      Der Mensch muss halt immer im Sinn sein, d.h. auch wenn er die ganze Zeit laut gegen Trump postete, so muss er sich jetzt doch der Realität, d.h., dem Sinn annähern.
      Also, weiter so geehrte Tamarisque, am Ende werden Sie gar noch Trump Groupie

      Whatever, die USA hat ihren Präsidenten gewählt und die USA weiß warum sie Trump gewählt hat und so sehr das auch einige Experten nicht verstehen, diese Sache mit der Demokratie und dass das Volk niemals irren kann, so sehr werden auch diese Experten einen Weg suchen, sich dem Sinn anzunähern. Weil auch die Experten nur Sklaven des Sinns sind. Sinn, der sich in Wahlen manifestiert.

    • @Tamrisque 9.11., 19:20
      Danke für eine klare Darstellung der Fehler der Clinton-Kampagne.
      Ich finde das alles gar nicht so unähnlich zu der Art, wie bei uns mit den Konservativen einerseits, den Demagogen in der AfD andererseits umgegangen wird. Das läßt schlechtes befürchten für den Wahlkampf in einem Jahr …

      Mir wäre, in D wie in USA, je eine demokratische und leicht konservative – nicht reaktionär-ideologische, sondern realistische Regierung am liebsten. So etwas hats mal gegeben, in D wie in US, aber das ist zur Zeit leider nicht im Angebot.

      Aber Merkel soll doch lern- und anpassungsfähig sein? Oh Graus, dann müßte man sie womöglich 2017 als kleineres Übel wählen? Ich befürchte, sie denkt schon angestrengt darüber nach, wie sie auch diese Kurve mit einer 180 Grad-Wende hinkriegt – wobei sich ihre Politik natürlich „gar nicht geändert“ hat – und den Spagat zwischen Trump einerseits und einem grünen Koalitionspartner andererseits schafft, den sie uns dann treuherzig als alternativlos verkaufen kann. Vielleicht schätzt sie schon die jeweiligen Wählerzahlen, schmeißt dann plötzlich die Karre um, und macht eiskalt eine alternativlose schwarz-blaue Koalition?

      Es wird spannend.

  103. Den besten Kommentar zu Trump hat m.E. Döpfner verfasst
    …“Warum aber war die Wahl Donald Trumps absehbar und naheliegend?

    1. Weil wir, die Medien, versagt haben. Trump wurde – oft und von vielen, aber natürlich nicht von allen, wir wollen ja nicht generalisieren – kampagnenhaft bekämpft, aber nicht wirklich klug gestellt. Im Kampf für die gute Sache blieb die Fairness auf der Strecke.

    Die Sorgen der Menschen, die das politische Establishment so sehr entfremdete, dass sie bei Trump Zuflucht suchen, wurden nicht ernst genommen, sondern lächerlich gemacht.

    Auf den Emporen des guten Geschmacks der veröffentlichten Meinung herrschte statt Verständnis und Empathie Publikumsbeschimpfung und Wählerverachtung. Das rächt sich. Das durchschauen die Menschen, und sie mögen es nicht….

    Das opportunistische Klein-Klein der parteigeografischen Klientelpolitik treibt die Leute zur Verzweiflung und an die extremen Ränder.

    Wenn Politik nur noch das tut, was im Augenblick politisch durchsetzbar scheint, aber zu selten einfach das, was richtig ist, wenn sie zu oft sagt, was politisch korrekt ist, aber zu selten das, was ist, dann verliert sie die Gefolgschaft.

    Vielleicht ist in diesem Sinne die Wahl Donald Trumps ein heilsamer Schock. Und tatsächlich eine Zeitenwende zum Besseren….“

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159376168/Mit-Donald-Trump-ist-alles-moeglich.html

    und wer sich noch ein wenig amüsieren möchte,
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article159381061/Kann-Merkel-Trump-wirklich-Bedingungen-stellen.html

    Übrigens hat Hillary Clinton heute mit ihrem Statement wesentlich mehr Größe bewiesen, als es einer Merkel möglich ist und je sein wird.

    • Der BDZV-Vorsitzende und die "extremen Ränder" ...
      @Renate Simon:
      „Das opportunistische Klein-Klein der parteigeografischen Klientelpolitik treibt die Leute zur Verzweiflung und an die extremen Ränder.“

      Äh … wer wen wohin schreibt, schaumermal genauer an. Heute morgen auf der Startseite desselben Herrn Döpfner:

      „Meinung Wahl-Sensation
      Warum Leute wie Trump US-Präsident werden können
      Donald Trump wird US-Präsident. Und alle so: Wie konnte das nur passieren? Doch ganz so überraschend ist das nicht.

      Wer für ihn gestimmt hat, würde unter anderen Umständen wohl auch zum IS gehen.

      Von Marko Milovanovic 09.11.2016 “ [welt]

      Und wir dann so: Ey Alder: Ist das jetzt schon Voksverhetzung oder ist der IS doch keine Terroristische Vereinigung, deretwegen ohne UN-Mandat dort seit fünf Jahren 129 Staaten und 16 internationale Organisationen die Vereinigten Staaten gegen Syrien unterstützen?

      Btw: Was für bemerkenswerte „Bedingungen“ hat die L.F. gerade noch an Trump gestellt? Man stelle sich mal die passende Retourkutsche vor an all jene gerichtet, die künftig CDU wählen.

    • Das Überwinden dieses Schocks dauert
      @Bux T. Hude

      insofern fand ich den gestrigen Kommentar von Döpfner bemerkenswert, denn hier nebenan grübelt man wohl immer noch. Selbst Poschardt hat heute selbstkritisch getitelt: Die deutschen Eliten brauchten diesen Trump-Schock.
      (Wobei das sich Hinzuzählen zur Elite schon bemerkenswert ist… Dabei sein ist alles.)

      Ein Blick in die Presse ringsum lässt einen wirklich am Verstand mancher Redakteure zweifeln, egal ob Prantlhausen, ZON oder SPON. Aber lassen wir ihnen die Zeit, die sie wohl brauchen, um sich von dem Schock, den ja auch UvdL, Merkel u.a. erlitten haben.
      Die Bedingungen von Merkel, das Gesicht dazu, na ja, ich halte mich mal zurück.

      Erst am 26.10. hatte das Mutterschiff einen „Regierungsbericht“ Angela Merkels Welt. Wonach die Eliten ja gar nicht mitbekommen können, was das Volk denkt und will und überhaupt.

      Wenn man, wie unsere sogen. Elite, sich mit Bodyguards und gepanzerten Limousinen durch die Lande bewegt, bekommt man natürlich vom Volk nichts mehr mit bzw. will das ja auch gar nicht. Es regiert sich doch viel schöner völlig unbeleckt vom alltäglichen Kleinkram des kleinen Bürgers, der eigentlich nur stört, mit dem man doch gar nichts zu tun haben will.

      Die Arroganz der Politik hat hoffentlich einen Dämpfer bekommen, vielleicht sogar einen heilsamen, warten wir’s ab.

  104. Own3d
    Dieter Troll wird der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Was einmal mit fiesen Kommentaren im Internet begann, findet nun seinen Höhepunkt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dabei begann alles noch mit einem irren Zufall: Troll, ein alleinstehender mäßig erfolgreicher Immobilienmakler aus München-Pasing, verbrachte seine Freizeit immer gerne in seiner PC-Nische, wo er bei einem Spezi und cholesterinreichen Chips völlig überzogene provokative und populistische Thesen in die Tasten und die Welt hämmerte, um so „Linksgrüne“ und „Feminazis“ auf die Palme zu bringen. Eines Abends geriet er durch ein Werbebanner versehentlich auf die Webseite der Republikanischen Partei, obwohl er eigentlich nur auf eine pornographische Datingplattform wollte, und trat dort via Internet sofort bei. Eine erstaunliche Karriere folgte bald, die ihn nun ins White House führen wird. Sein Pasinger Appartment mit der legendären PC-Nische steht schon bei Immonet, demnächst trollt er als Commander in Chief aus dem Oval Office. Die Kisten sind schon gepackt. Und auch die Damenwelt interessiert sich nun für Troll, wie er verschmitzt gesteht. Er wedelt mit einem Bündel amerikanischer Liebesbriefe: Der Mann hat es wirklich geschafft.

  105. Vielleicht macht er ja alles so, wie er es verspricht -
    und Amerika wird wirklich great again:
    https://www.youtube.com/watch?v=vST61W4bGm8

    Das, was sich unsere Medien heute mitsamt unseren „Volksvertretern“ geleistet haben widerspricht, milde gesagt, jeder diplomatischen Vorgehensweise.
    Zeitweise schien es gar wie ein Tollhaus mit bleichen Akteuren, nahe des Abgrunds.
    Wie werden die auf dieser Grundlage Arbeitsbeziehungen aufbauen wollen? Es ist doch klar, dass mit dieser Vorgehensweise nur der „Kürzere“ gezogen werden kann!

    • Und der Gewinner ist: Katrin Göring-Eckardt
      Katrin Göring-Eckardt, Vize bei den Schwarz-Grünen, war gestern für mich ein Glanzlicht an Anmassung und Selbstüberschätzung.
      Sie fasselte durch tatsächlich von Gesprächen/Verhandlungen mit Don. T. „Auf Augenhöhe“. Einen herzhaften Lacher konnte ich mir nicht verkneifen.

      Man hat schon Leute wegen weniger ausgeprägten Wahnvorstellungen in die Klappse gesteckt.

    • Decrescendo 1 und 2
      an Personalberater:

      1) Michael Klonovsky hatte schon die richtige Ahnung, als er am 22. Juli schrieb:

      „Als Napoleon am 1. März 1815 aus seiner Verbannung auf Elba floh, schrieb eine französische Gazette: „Der Menschenfresser hat seine Höhle verlassen.“ Am 2. März lautete die Schlagzeile: „Der korsische Werwolf ist bei Cap Juan gelandet.“ Am folgenden Tag: „Der Tiger ist zu Gap angelangt.“ Am 4. März: „Das Ungeheuer ist nach Grenoble entkommen.“ Tags darauf: „Der Tyrann verweilte in Lyon.“ Am 6. März: „Der Usurpator hat sich Paris auf 60 Meilen genähert.“ 8. März: „Napoleon wird morgen unter unseren Mauern sein.“ 9. März: „Der Kaiser ist zu Fontainebleau angelangt.“ Und einen Tag später: „Seine Kaiserliche Majestät hielten gestern Abend Ihren Einzug in Ihr Tuilerien-Schloss.“

      An dieses drollige (De-)Crescendo musste ich denken bei der Überlegung, wie wohl die hiesige Presse auf die Nachricht reagieren würde, dass Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird.“

      2) The New Yorker vom 26. September hat den Machtübergang in einem opulenten (21 PDF-Seiten) Artikel von Evan Osnos, „President Trump´s First Term“, mit einer visionären Fotomontage, incl. Schreibtischfotos auf den Schreibtisch des Regenten bereits abgehandelt.
      Noch mehr fasziniert, wie der sich bereits installierende Machtapparat sichtbar gemacht wird.


    • Der Evan Osnos im New Yorker ist sehr lesenswert. Endlich mal kein „Hosianna“-Geschrei und kein Geblödel, sondern nüchternes Durchgehen der Möglichkeiten, die ein Präsident hat und nicht hat.

  106. DdH, Charterflüge
    Ihre Frage bei VOIP beantwortet der Merkur
    http://www.merkur.de/politik/umsiedlungsverfahren-fluechtlinge-nun-per-charterflug-nach-deutschland-zr-6946918.html

    Die Augsburger ist etwas boshafter
    http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Fluechtlinge-kommen-jetzt-im-Flugzeug-nach-Deutschland-id39679597.html

    von 1000 ist nicht die Rede, aber von den 160.000, die schon vor Monaten zur Disposition standen und in der EU verteilt werden sollten. Diese Verteilung gestaltet sich ja immer als schlicht unmöglich, also gehen wir mal wieder voran, endlich die 27.000/unser Anteil aufzunehmen. Aufgrund der Lage in der Türkei ist das aber sicher wieder erst der Anfang vom offenen Ende und Italien hat mit sich selbst momentan mehr als genug zu tun.

    • Ach Frau Simon, von ulF (glaube © Django ?, nicht Ultraleichflieger !)
      erwarte ich keine „Größe“ mehr, auch nicht beim Abgang. Ich wünsche mir einfach nur noch das die Zw abgeht und ich mein Banner über den oberen Balkon hängen darf.
      .
      Also, wie Ihre Links beweisen, hatten andere, auch regionale Zeitungen, noch ein Plätzchen gefunden diesen eher klammheimlichen Vorgang zu melden. Doch es war von 1000 pro Monat die Rede, davon jeweils „nur 500“ nach Erding.
      .
      Was einen das an die Mostbirne greifen läßt ist der Umstand, daß man sich trotz hoppla-hopp-Aufnahme in 09/15 von fast 1 Mio (?) noch an diese Kontingentabsprachen hält. Völlig ohne Not und Sie werden sehen, was hinten rauskommt, wie der Saumagenfreund aus de Palz das ausdrückte. Wir werden auf den 1000 sitzen bleiben, weil man Erding ja wohl aus „historischen Gründen“ nicht zu einem hermetisch abgeschlossenen „Lager“ machen kann (siehe Dachau ist so nah).
      .
      Wie in Moma heute Morgen zu sehen, ist der blonde Tollenfuchs in den RHS-Hühnerhaufen geraten. Die Erklärungen mit den vielen „man muß nun….“ sind köstlich. Besonders Röttgen, der ja nach seiner Erlegung vollkommen schmerzfrei weiterhin auf seinem CDU-Jagdhorn weiterbläst und weiterwandelt („…ohne die äußeren Ränder zu bedienen…“). Dabei nicht einmal als incarnatio in Form einer Rohrdommel, Küchenschabe oder Beutelratte. Schönen Tag-und schade, daß dieser Blog zu Ende geht.
      (DdH)

    • Charterflüge oder wieso nichts zu teuer ist und das Beste gerade gut genug.
      Liebe Frau Simon,

      man kann den Gästen (von A.M. und ihren Helfershelfern) nicht die Anreise per Fuß oder Linienbus zumuten.

      Eine Schande das Ganze und krank.

      Wieso Frau A. M. noch nicht in die Geschlossene überführt wurde, kann nur bedeuten, dass sie viel Leidensgenossen hat und quasi den normalen Wahnsinn in Deutschland verkörpert. Die dysfunktionale Mehrheit eben.

    • Größe ist relativ
      ja selbst die Größe eines Kontingents scheint variabel, zumindest wohl in den Berechnungen einer gewissen Physikerin, der nicht nur das kleine Einmaleins abhanden gekommen scheint.

      Die EU hatte ja vor Monaten beschlossen, 160.000 umzuverteilen, davon hätten wir 27.000 nehmen sollen. In Ermangelung von anderen europäischen Schlafplätzen werden wir wohl alle aufnehmen. Aber das sagt uns natürlich auch wieder niemand.

      Die ulF will anderen partout vormachen, wie man sich an Brüsseler Regeln hält, die man weder verstehen noch akzeptieren muss.
      In der Klapse ist kein Zimmer mehr frei, werden alle für die ach so traumatisierten Täter gebraucht, die man mangels Gefängnisplätzen nirgendwo anders lassen kann. Man ahnt, warum die Polizei auf so hilflosem Posten steht oder?

      Ich mag Renzi nicht, aber was Italien derzeit an Problemen allein durch die Erdbeben hat, ist beklagenswert. Dass da für Migranti kein Mitgefühl übrig ist, ist verständlich. Warum aber müssen wir immer den Retter in der Not geben?

      Da faselt die ulF einerseits ständig von Abschiebungen, holt aber andererseits die Migranti per Flugzeug ab, in Griechenland sitzen ja auch noch zigtausende, es werden täglich mehr, man wird wohl einen Pendelverkehr einrichten müssen. Die Einrichtung eines solchen empfähle sich auch für das Mittelmeer, will man den Zustrom halbwegs stoppen. Oh ich höre schon Pro Asyl und all die NGOs protestieren…

      Was mich bei der ganzen Sache noch massiv stört ist, dass jeder Migrant die Klagemöglichkeit hat, die ja auch weidlich genutzt wird und sämtliche Verwaltungsgerichte lahmlegt.


      Die Aussagen unserer sogen. Elite waren köstlich, ach ich hatte solche Freude gestern, ich kann es gar nicht beschreiben. UvdL, KGE, Röttgen und wie sie alle heißen, auch Gauck suchte mal wieder den nächsten Fettnapf, da wurden schwere Schocks erlitten, ganze Weltbilder brachen zusammen und fügen sich auch heute noch nicht wieder zu einem klaren Bild.

      Man fragt sich nicht erst seit gestern, auf welcher Seite der Scheibe die eigentlich leben, aber der gestrige Tag brachte die Erkenntnis, die sind alle von der Kante gefallen.

  107. Dem arrogant-salonkommunistischen Trollywood
    kann man nur zurufen-
    Gehet hin, und liebet euch selbst körperlich !
    Ist doch bei uns derselbe Zirkus, nur halt schlechter und in klein.
    Von Staatsrundfunks wegen berühmt, von der Journaille bunter Heftchen, die halt qualitativ leider auch auf der Höhe der Qualitätszeitungen sind, hofiert, von einfach gestrickten ,Fans‘ umjubelt bis gestalked, verlieren sie nur zu gern die Bodenhaftung.
    Recht gescheit sind sie meist auch nicht, wenn die mal schlau erscheinen, war es ein geschickter Drehbuchautor, und da stehen sie dann, mit Teddybären bei der Invasion.
    Dann aber wird es gefährlich :
    Sie beginnen, ihr Publikum zu beschimpfen. Weil die Einheitsbreipolitik das ja auch macht, Volk und v.a. Wähler, beschimpfen.

    Für beide Berufsvermeidungsgruppen gilt aber – das kann einen Karriereknick geben.
    Doch nicht so schlau, trotz frühem Schulabgang oder 20 Semestern Theaterwissenschaften , oder Genderingstudies.
    Schau, schau !

  108. Nicht einmal ein Hauch von Selbstkritik ist erkennbar.
    Es heißt, der Wahlerfolg von Trump oder auch die Wahlerfolge der AfD hingen mit gefühlter Ungleichheit und Bildungsferne der Wähler zusammen. Es ist die Rede von alten weißen Männern. Die Menschen wollten sich wieder in Nationalismen zurückziehen. Man hätte den dummen Wählern die eigene Politik nicht richtig erklärt. Es sei doch alles wunderbar, es würde nur nicht richtig verstanden. Die Kritik sei doch völlig überzogen und entbehre jeder ernstzunehmenden Grundlage. Mit Trump gäbe es nur auf Grundlage „unserer Werte“ eine gute Zusammenarbeit. Es sei der Populismus, dem die Menschen zum Opfer fielen.

    Ja, so heißt es. Daß es weder um Gefühle noch um dumme Wähler, sondern um die eigene Politik geht, wenn Wähler sich anders entscheiden, das kommt unseren „Eliten“ scheinbar überhaupt nicht in den Sinn. Diese Arroganz und Ignoranz fernab jeglicher Selbstkritik ist es, die uns noch ein böses Erwachen bescheren könnte. Ja, uns, denn die Alternativen sind ja auch nicht besser.

    • Herr Meier, werfen Sie mal einen Blick rüber nach ZON
      wo eine Lauren Groff mir heute Morgen den ersten Lachanfall bescherte: In einem Anfall geistiger Umnachtung hat Amerika seine Werte weggeworfen.
      http://www.zeit.de/kultur/2016-11/praesidentschaftswahl-usa-donald-trump-werte-trauer

      Immer diese bösen alten weißen Männer…
      Man wünscht sich, dass der Knall aus den USA hier gehört würde. Ob das Wünschen helfen wird, bleibt abzuwarten. Ich sehe allerdings ulF schon wieder vor mir (immer dieses Kopfkino), wie seinerzeit bei Bush jr., mal schauen, wie weit sie kommt, trotz der gestrigen Bedingungen, die wohl dem ersten Schock zuzuschreiben sind und mit lächerlich noch harmlos beschrieben. Am deutschen Wesen wird niemand genesen, ob sie das noch erkennen kann?


    • So einen Unsinn lese ich normalerweise nicht, Frau Simon.

      „In einem Anfall geistiger Umnachtung hat Amerika seine Werte weggeworfen.“

      Das Fabulieren über generell nicht vorhandene Werte ist entweder dreist, dumm oder beides. Da das mit der Dummheit so eine Sache ist und ich es in der Regel lieber anderen überlasse, Menschen als dumm zu bezeichnen, bleibt nur dreist bzw. fernab jeglicher Realität. Da ist Trump jedenfalls ehrlicher, wenn er sich nicht auf nicht vorhandene Werte beruft.

      Überhaupt gehe ich davon aus, daß sich mit Trump nicht wirklich irgendetwas ändern wird. Auch der angeblich mächtigste Mensch der Welt, der/die amerikanische Präsident/in ist eben nichts anderes als eine Marionette des Kapitals. Und ein Kapitalist wie Trump, quasi ein Mitglied des angeblich doch so von ihm verhaßten Establishments, angeblich, weil er nicht hereingelassen wurde, wird seine Präsidentschaft jedenfalls dazu nutzen, seinen persönlichen Gewinn daraus zu ziehen und zu maximieren.

      Manche Trump-Wähler werden sich bald Obama zurück wünschen. Und manch ein Demokrat wird sich fragen, ob Sanders nicht die besseren Chancen gegen Trump gehabt hätte. Und 2021 würde es mich nicht wundern, falls Michelle Obama die erste Präsidentin der USA würde.

      In Deutschland bin ich auf die Wahl in NRW gespannt und frage mich, ob es bei der Bundestagswahl wohl noch zu einer „großen Koalition“ reichen wird. Vielleicht gibt es dann ja schwarz/schwarzbraun? Die „Werte“ stünden dem ja nicht entgegen, oder?

    • Herr Meier, ich habe den Artikel auch nur quergelesen
      Natürlich müssen wir abwarten, wie sich das entwickelt. Zur Erheiterung hier die Bundespressekonferenz von gestern
      https://www.youtube.com/watch?v=z5TZDcniboM&sns=em

      Die NRW-Wahl steht mir ja bevor. Laschet kann’s nicht sein, ein Weiterwurschteln des Chaos-Duos Kraft/Löhrmann auch nicht. Ich gehe davon aus, dass die AfD kräftig zulegen und in den Landtag einziehen wird und was dann wird, werden wir ja sehen.

      Die BT-Wahl ist noch ein ganz anderes Kaliber. Bis dahin werden wir noch sehr viel mehr Einwanderer haben, der Wähler wird seinen Unmut per Wahlkreuz kundtun.

      DdH hatte ja nach den per Flugzeug geholten Migranten aus Italien gefragt, 160.000 stehen lt. EU zur Disposition, Griechenland hat Zigtausende, auch die werden eher über kurz als lang bei uns sein und lassen wir Erdogan mal die Grenze nicht mehr so sichern, wie er es grad noch so macht, werden hier ganz lustige Zustände einkehren. Und vielleicht knallt es dann auch schon vor der Wahl.


    • Und 2021 würde es mich nicht wundern, falls Michelle Obama die erste Präsidentin der USA würde.
      Ich weiß nicht… die Ehefrau… in Indien und Pakistan waren es ja immer die Witwen, die groß rauskamen, Thatchers Ehemann und auch Merkels waren zuvor nicht im Politgeschäft… es wäre ein neues Modell.


    • Das „Vererben“ von Ämtern und Positionen, nicht nur in der Politik, ist ja nichts Neues, colorcraze. Auch Clinton wäre eine „Erbin“ geworden. In Deutschland kennt man sich diesbezüglich in Bayern ganz besonders gut mit solchen Erbhöfen aus, wenn ich mich nicht irre. Der Begriff der Familie ist dabei auch weit zu fassen, wie der Knappe bzw. die Knäppin zeigt.

      NRW, Frau Simon, ist ein ganz besonders prägnantes Beispiel für den Filz. Was sich dort abspielt, entzieht sich schon lange meinem Verständnis, nicht erst seit rot/grün. Was die Bundestagswahl betrifft, so gibt es weit mehr als nur die Flüchtlingsproblematik, was dort eine Rolle spielen wird. Man denke nur mal an die Millionen, die gerade in der Aufrüstung versenkt werden sollen, da frage ich mich zum Beispiel, was Deutschland mit Spionagesatteliten anfangen soll. Aber auch CETA, TTIP etc. sollten nicht unterschätzt werden. Und was den maroden Sozialstaat betrifft, wenn die AfD da zuschlägt, dann …

      Weder Populismus, jeder gute Politiker ist zwangsläufig ein Populist, noch Postfaktisches oder das Gerede von Komplexität und Alternativlosigkeit kann etwas daran ändern, daß die Bürger angesichts der Realität ihres eigenen Lebens jegliches Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der etablierten Parteien, Politiker und deren Politik verloren haben. Die Wahlbürger können halt nichts Positives mehr im politischen Wirken erkennen. Und das vollkommen zu Recht.

  109. Zunächst erst einmal:
    Herzlichen Glückwunsch an D. Trump,
    sein Wahlkampfteam und alle seine Wähler
    zum Sieg bei den US Präsidentschftswahlen.

    Wie im dümpelnden Mutterschiff zu lesen, ist die japanische Regierung der deutschen
    bereits wieder um einige Schritte voraus:
    [/Zitat]
    Liveticker:
    Japans Regierungschef Shinzo Abe und Donald Trump treffen sich kommende Woche in New York.
    Das teilte Regierungssprecher Koichi Hagiuda am Donnerstag laut dpa mit. In einem
    Telefongespräche habe Trump Abe zugesichert, die Beziehungen zu Japan stärken zu wollen.
    [/ZitatEnde]

  110. Trumpbellion
    1. Trumpbellion (zusammengesetzt aus dem Nachnamen des designierten US-Präsidenten und Rebellion) bzw. Trumpbullion (abgeleitete vom englischen Slangwort Rumbullion – von dem sich auf der Rum ableitet – für Aufstand) bezeichnet die Normalisierung des europäischen und amerikanischen Parteiwesens. Wie im 19. Jahrhundert verbinden sich Nationalliberale (im damaligen Sinne noch Teil der politischen Linken) mit den konservativen Eliten (damals wie heute die politische Rechte), um gemeinsam zu regieren. Die linken Parteien des 20. Jahrhunderts (in Amerika die Linksliberalen, in Europa etwa seit dem Ende des I. Weltkriegs die Sozialdemokraten, die dort an deren Stelle getreten waren) werden verdrängt. Eine große Rolle spielt dabei die in den 1970er Jahren erfolgte Verwandlung der linksliberalen bzw. sozialdemokratischen Parteien von Arbeiterparteien zu Klientelparteien bzw. Quasi-Gewerkschaften, die nahezu ausschließlich die Interessen von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – der Wählergruppe, die sie in den 1970er Jahren beim Ausbau des Staates selbst schufen – vertreten, weshalb privatwirtschaftliche Arbeiter vermehrt nationalliberale/konservative Parteien („Rechtspopulisten“) wählen – weil sie es ja sind, die durch hohe Steuern die Klientelpolitik der „Linken“ bezahlen müssen. Insgesamt ähnelt das Parteienspektrum damit wieder eher dem des 19. Jahrhunderts.

    2. Dem FAZ-Feuilleton wird hiermit die Verwendung des Begriffs „unlauterer Donaldismus“ inner- wie außerhalb Entenhausens zugestanden.

    3. Das Feuilleton schreibt zur Wahl Trumps: „Dieser intellektuelle Suprematismus könnte dazu führen, dass diejenigen, die das Medienbild bestimmen, von den vielen, die es konsumieren, nicht mehr ernst genommen werden.“ Das stimmt nicht ganz. Er führt einfach dazu, dass das Medienbild nicht mehr konsumiert wird.

    4. Holger Steltzner schreibt: „Niemand sah den Wahlsieg von Donald Trump kommen.“
    Ach so. In der Welt am Sonntag stand schon im Sommer, dass Trump die Wahl gewinnen wird. Im Economist auch. In der Los Angeles Times ebenfalls. Jeweils mit einer sehr umfangreichen, plausiblen und zutreffenden Begründung. Die im Vergleich zur Werktags-FAZ sehr linkslastige Sonntagszeitung verliert prozentual doppelt so stark an Auflage wie diese, während Springers Konkurrenzblatt am Tag des Herrn halbswegs stabil bleibt.
    Nebenbei bemerkt: Der frühere Nordamerika-Korrespondent der FAZ hatte die Präsidentschaft Obamas schon deutlich vorher vorausgesagt; die aktuellen Korrespondenten die Präsidentschaft Trump gar nicht.

    5. Schlagzeile WSJ: Donald Trump Transition Team Planning First Months in Office.
    Schlagzeile FAZ.net: Tausende protestieren gegen Trump.


    • Insgesamt ähnelt das Parteienspektrum damit wieder eher dem des 19. Jahrhunderts.
      Ein interessanter Aspekt. In diesem Sinne sollte man mal nach Hintergründen graben – wie das im 19.Jhdt so war.

  111. So weit, so gut
    Tja, die verkniffene Gratulation Merkels wie auch die Äußerungen von Gabriel und Steinmeier oder die Hybris von KGE wirken provinziell und werden mehr oder minder erstmal ignoriert werden. Jeder amerikanische Funktionsträger weiß, dass D keine balls hat (keine signifikante Armee), Technisches Hilfswerk schießt auf den gewählten Präsidenten, das ist schlichtweg lächerlich. Gratuliert haben zuerst Abe und Netanyahu, Kerry verspricht ausführliche Unterstützung beim Übergang.
    Beide Kammern sind republikanisch gebieben, der Stab wird erfahren sein. Es sieht gut aus, soweit. Die Börsenzocker werden sich erholen. Es sind genuin dumme Leute dort unterwegs. Sie sind für die Instabilität der Märkte verantwortlich und nicht etwa der President-Elect.
    Michelle trifft heute Melania, ohne Presse, schade, nichts für’s Auge.
    Es sieht gut aus, soweit. Einige Proteste auf den Straßen der Westküste und in NYC. Ich stelle die Basisfrage hierzu: Haben diese Leute keine Arbeit? Eben. Wer auf food stamps lebt, hat gar nicht oder HRC gewählt.


    • Dieses Sich-nicht-Einkriegen und Nicht-Gratulieren-Wollen erweckt bei mir den Eindruck, die meinen, sie kämen um eine Befassung mit Donald herum. Rechnen die mit einem Erdrutsch zugunsten der AfD, so daß sie sich das auf dem Altenteil anschauen können??

  112. So oder so ähnlich.
    Wie immer lag es an der falschen Kommuikation.
    Das Volk hat nicht verstanden, dass es gehorchen muss!

    Anweisung vom Propagandaministerium vom 09.11.2016 aus Berlin:

    Liebe Mitstreiter
    Im Kampf zum Sieg!

    Lasst nicht nach.
    Unter allen Umständen muss verhindert werden, dasss das dumme Wahlvolk auf die Idee kommt, uns – die von Gott gegebenen Vertreter der parlamentarischen Scheindemokratie, als austauschbar anzusehen.

    Presse, TV, bezahlte Prominente und Agenten, Politker-Darsteller wie Juncker, müssen mit Hochdruck daran arbeiten dem Fussvolk Angst einzubleuen.
    Angst machen, vor dem was ihnen blüht, sollten sie nicht für die EU-Sumpf, Globalisierung etc. sein.

    Wir müssen alle Reserven mobilisieren um Abweichler zu diskreditieren als Nazies, Russlandgesteuertes Katzenstreu, rechtsradikale Monster,
    Kinderschänder, ewig Gestrige, Agenten von Trump, Querulanten, Pack, Pegidamitläufer usw. – ihr wisst was gemeint ist.

    Wir vertrauen auf Euch, unsere verdienten Kader.

    Eure Vorsitzende

    Amt für Agitation und Propaganda
    (Berlin)

    Rückwärts immer – vorwärts nimmer.


  113. @ Goodnight
    Tja, die Wahl ist vorbei. Warum sollte ich noch gegen Trump schimpfen? Das wäre doch verschwendete Energie (das war es von Deutschland aus eh, aber die US Wahl ist halt seit vielen Jahren mein Hobbyhorse). Nun hat die Realität das Wort gesprochen, und er hat zwar the popular vote knapp verloren, hat aber wegen des Wahlsystems trotzdem gewonnen.

    Aber don’t worry, ich finde ihn genauso so Sch***e wie bisher.
    Nun muss er liefern, und dann komme ich ggf. wieder auf die Sache zurück. ;-)


    • Trump ist zwar unberechenbar, Tamarisque, aber es sollte mich nicht wundern, insbesondere angesichts seiner schlagartigen Zahmheit, nachdem er die Wahl gewonnen hatte, wenn sich sein Wahlkampfverhalten im Nachhinein nur als Mittel zum Zweck erweisen sollte, seinen ganz persönlichen Vorteil aus dem Amt zu ziehen und endlich zum Establishment zu gehören.

      Und das, das ließe ihn doch als deutlich cleverer erscheinen, als ihm das immer noch viele zuzutrauen bereit sind. Zumindest scheint er ja jetzt bereits den Adenauer zu machen und es eher mit Müntefering zu halten. Und nicht wenige geben ja auch schon jetzt die Nahles.

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