Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Digitale Erziehungsrevolte auf dem Biedermeiersofa

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Ich brauchte nur etwas Stoff für ein Kissen – und wurde Zeuge eines Erziehungsdebakels. Denn beim Raumausstatter M., der in der dummen, kleinen Stadt an der Donau die bayerische Ohd Foläh mit den letzten Schreien der Inneneinrichtungsmode versorgt und daher als Kulturbringer gelten kann, steht ein grosses Biedermeiersofa am Schaufenster, mit vielen Kissen. Und darauf lümmelten zwei Mädchen und starrten in ihre Mobiltelefone. Und dahinter, am Schalter, legte der M. Stoffbahnen aus und machte den Eltern Vorschläge. Es ging um nicht weniger als das komplette Wohnzimmer, um die Abstimmung von Tapeten und Textilien, und während ich mich ein wenig unter den rotsamtenen Brokatstoffen umsah, rief die Mutter, die Töchter sollten doch jetzt auch endlich mal herschauen und mitreden. Man mache das ja auch wegen ihnen.

Ich wollte etwas sagen, aber das wäre erstens nicht höflich gewesen und zweitens ist mir eingefallen, dass ich daraus ein Geschäft machen kann, wenn ich dort den Mund halte und das, was ich sagen wollte, nicht nur zwei Eltern sage, denen meine Weisheit als alter, weisser Mann auch nicht weiterhilft. Und statt dessen hier niederschreibe und so den Brokatstoff – der laufende Meter, halten Sie sich fest. 230 Euro – refinanziere. Weil, prinzipiell ist es doch so: Solange junge Menschen früher die Füsse unter den Tisch ihrer Eltern streckten, durften sie gar nicht mitreden, sondern nur sprechen, wenn sie gefragt wurden. Die absonderliche Idee, man müsste Menschen vor Erreichen der Volljährigkeit in alle Entscheidungen des Lebens mit einbeziehen, ist relativ neu. Ich war vermutlich die erste Generation, die wirklich schon im Kindesalter bei Urlaub, Möbeln und Auto mitreden durfte. Und ich und meine Schwester, wir haben da wirklich verhängnisvolle Fehlentscheidungen getroffen.

Zum Beispiel, dass mein Vater jahrelang zu todseriösen Geschäftstreffen in einem signalgrünen Audi 100 fahren musste. Das haben wir verbrochen. Der Deal war, dass meine Eltern das Modell aussuchen und wir die Farbe. Es gibt heute wieder Porsche 911, die zu Rennzwecken in Signalgrün lackiert werden. Damals war es die mit grossem Abstand ungewöhnlichste Farbe im Repertoire, und ebenso geschmacklos und zielsicher steuerten wir darauf zu und machten Terror und Gezeter, bis unsere Eltern nachgaben. Der Umstand, dass sie ihre Kinder hatten entscheiden lassen, war keine gute Ausrede für die unerfreuliche Folge, dass auf das stilistisch beeindruckende, silberblaue BMW Coupe, das leider nicht sehr kindertauglich war, nun das giftgrüne Monster folgte.

Genauso ungut war die kindliche Entscheidung zu ebenso teuren wie unförmigen Polstermöbeln aus leuchtgrünem Samt, die es wirklich nur damals gab und die heute wieder kommen, weil unsere Gesellschaft nun mal dazu verdammt ist, Fehler zu wiederholen. In der Zeit der Sitzsäcke jedenfalls, die bald platzen und jede Ecke des Hauses mit kleinen Styroporkugeln verschmutzten, entschieden wir Kinder. Deshalb wurden zu einem Preis, zu dem man damals auch alles in echten Rokokomöbeln oder vier mal in Biedermeier einrichten konnte, Dinge erworben, die man heute wohl nur noch in Berliner Werbeagenturen schön finden würde. Es dauerte nicht lange, und die Möbel bekamen wir Kinder, während meine Eltern zum L. gingen und sich Kirschholzsessel fertigen ließen, die heute noch wie neu aussehen. Wie Kinder fanden sie damals hässlich. Heute wundere ich mich, warum meine durch die Museen Europas kulturbeflissenen Eltern ausgerechnet auf die Idee kamen, ihr Leben von Unmündigen beeinflussen zu lassen, deren Kulturverständnis Tom und Jerry eben gerade mal so erreichte.

Eltern jener heute fern scheinenden Epoche wurde damals von Erziehungsforschern geraten, den Nachwuchs von den Verlockungen neuer Medien wie Fernsehen und Langspielplatten fern zu halten, und sie anderweitig zu motivieren, am echten Leben teilzunehmen. Da wirkten wohl ein wenig die 68er mit hinein, die gesehen hatten, zu welchen Untaten alte, weisse Männer fähig waren, wenn man sie auf die Welt losliesss, und dachten, Kinder ohne Geist, Geschmack, strategisches Denken und Impulskontrolle würden irgendetwas besser machen, wenn man ihnen nur die Gelegenheit gibt. Das Debakel in Signalgrün hätte verhindert werden können, wenn man uns vor die Wahl gestellt hätte, ob wir mitfahren wollen, die Autofarbe herauszusuchen, oder daheim vor dem Fernseher liegen bleiben möchten. Meine Eltern dachten, das Signalgrün wäre eben der Preis dafür, dass Kinder auch noch etwas anderes sehen. Dass ich auch so zu einem Snob werden würde, der Fernsehserienbetrachter zutiefst verachtet und Freunden von Dr. Who unterstellt, sie hätten ihr Leben nicht unter Kontrolle, wusste damals kein Erziehungsforscher.

Ich denke, Kinder melden sich schon, wenn ihnen etwas wichtig ist – und zwar lauter und schneller, als es einem lieb sein kann. Wir wären nie auf die Idee gekommen, eine Fahrzeugfarbe zu wählen, wenn man uns das nicht gesagt hätte. Man hat uns eine Unterhaltungsmöglichkeit mit dem TV genommen und eine andere auf Kosten unserer Eltern gegeben. Heute haben Kinder ihre Mobiltelefone immer dabei, füllen ihre Whatsapp-Gruppen und wollen viel lieber über die neuen Kleider ihrer Freundinnen herziehen, als ihren Eltern bei der farblichen Gestaltung der Sofas einreden. Niemand trifft schlechtere Entscheidungen als ein passiv-aggressives Kind, das viel lieber Mitschüler online mobben möchte.

Das ist eben so. Kaum verlassen sie die Schule, zücken sie die Mobeiltelefone. Sie schweigen nicht am Tisch, weil sie zum Schweigen gezwungen werden, sondern weil sie nebenbei weiter texten. Das ist natürlich unhöflich. Aber vermutlich wächst sich das genauso aus wie beim TV-Konsum. Ich bin mir absolut sicher, dass in 40 Jahren Blogeinträge erscheinen werden, in denen sich mittelalte Autorinnen über die katastrophale Inneneinrichtung ihrer Eltern aufregen werden, die nur passieren konnte, weil sie selbst mit dem Handy in der Hand auf einem Sofa nicht genug motiviert wurden, sich an den Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Denn schuld sind bekanntlich immer die Eltern, egal wie es ausgeht, und daher ist es vermutlich klüger, einfach selbst zu entscheiden und genauso rücksichtslos zu sein. Kinder müssen lernen, Prioritäten zu setzen und sich Freiräume selbst zu erobern. Wenn sie lieber vor dem Handy hängen und texten, entscheiden eben andere. Dann brauchen sie sich nachher nicht beschweren. Auch das ist eine Form von Erziehung.

“Es ist selten ein Schaden, wo kein Nutzen dabei ist”, sagte meine Grossmutter immer, und sie hatte natürlich wie immer recht. Es gibt ständig erhebliche neue Konflikte zwischen Eltern und Kindern, so wie beim Aufkommen von TV, Radio oder Lyrik von Heinrich Heine. Trotz der stets befürchteten Abhängigkeit der Jugend ist es aber vielmehr so, dass die angebotenen Medien in schöner Regelmässigkeit altern, ihren Reiz verlieren und durch andere ersetzt werden – kaum zu glauben, dass manche einmal bei StudiVZ oder AOLChat gewesen sind. Irgendwann setzt die Ernüchterung ein, die Interessen werden auf neue Aspekte des Lebens gelenkt, nicht ganz umsonst werden Malbücher gerade wieder populär. Da lernt man auch den Umgang mit Farben. Und versteht, dass Signalgrün jetzt nicht ganz stilsicher ist. Vielleicht brauchen Kinder einfach den Rückzugsraum auf dem Handy, um den diversen Zumutungen der Erwachsenenwelt zu entgehen, bis sie irgendwann daran Gefallen finden, heiraten, selbst Kinder bekommen und sich auch wieder beschweren, dass die borniert dreinschauenden Töchter jetzt nicht sofort, hört ihr, sofort herkommen und mitreden, denn für wen macht man das denn hier, wo der Stoff so teuer ist? (Es war ein echtes Drama und hat so lang gedauert, dass ich gesagt habe, ich müsste noch dringend etwas schreiben und käme am Montag noch mal vorbei.)

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  1. Titel eingeben
    Don hat den Ueberschmaeh

    Und wenn ihm fad ist jettet er auf..

  2. Montag?
    Feierts keinen Rosenmontag dorten?

    • Bei uns wurde Ex-Strasi-Im-Anetta und den fetten SED-Bonzen im Bundestag in Dietfurt kolonialrassistisch gezeigt, dass sie in Baywern unerwünscht sind. http://www.chinesenfasching.info/

    • Arbeitstag, der Montag
      Da wir Genussmenschen sind, war’s bei uns immer mehr der Dienstag, da gibt’s Krapfen und ab Mittag ist alles zu. Dann ist noch der Mittwoch wichtig, da wird die Fastenzeit mit Fischessen eingeleitet. Der Rosenmontag gehört dem Rhein.
      Schulfrei ist das ganze Wochenende. Die Holländer gehen in Ferien, am Kreisverkehr ins Zillertal kommt’s dann zum Infarkt, an den Liften bis zu einer halben Stunde Wartezeit. Wer die Kinder aus der Schule oder noch nicht drin hat, bleibt daheim.

  3. Kein Link dieses Mal. Das ist das Ende.
    http://theendofinternet.com/

  4. Titel eingeben
    Doctor Who schauen doch nur noch Leute auf Twitter.

  5. Mit einem Wort:
    Wie man’s macht, ist es verkehrt… Aber ich hätte mich als Kind gefreut, wenn ich dann und wann mitreden hätte dürfen!

    • Ja, aber man sollte das Desaster möglichst billig halten.

    • Wir wollten auch aber durften nicht
      Stein des Anstoßes: Papas neue Büroeinrichtung sowie wie (todschick!) ausklappbare Palette an Probefarben auf Plastik zwecks Kundenwahl.

      Was wir wollten: rettungswagengrelles Gelb oder Rot – das hatten die echt im Sortiment für eine Bürocouch.

      So – durften wir? Beileibe nicht, das Ganze war dann Schwarz. Laaaaaaaangweilig.

      Zehn, Fünzehn Jahre später war ich dann auch bei StudiVZ.

  6. Titel eingeben
    „Immer verspottet den Zopf, den baumelnden alten, die Jugend.
    Dreht sich nichts ahnend und keck, rasch einen neuen dazu.“

    1902, E. von Monsterberg

  7. Hahaha
    So grüne Polstermöbel hatten wir auch einmal. Was soll ich sagen? Es war einfach der Zeit geschuldet. Dazu übrigens eine Tapete in Brauntönen mit Gold. Sündhaft teuer, das ganze Zeug, und als es da stand wurde mir erst bewußt, was wir da verbrochen hatten.
    Gott sei’s gedankt, damals war es auch gerade IN eine indirekte Beleuchtung hinter einer monströsen Vorhangschiene zu installieren, und wer noch mehr Geld hinlegte, konnte einen klobigen Aufputzdimmer für die Deckenleuchte erwerben. Der dernier cri im 70er Wohnambiente. Damit sahen die Polstermöbel immerhin eher flaschengrün aus.

    Sie sehen, lieber Don, man brauchte keine Kinder dazu. Und überhaupt wäre es mir im Traum nicht eingefallen, die Kinder da mitreden zu lassen. Die kleinen sind, heutiger Meinung zum Trotz, eben nicht „kleine Erwachsene“, sondern kleine Tyrannen, wenn man ihnen die Macht dazu gibt. Aber heute werden ja schon Dreijährige gefragt, was sie essen möchten, und das täglich. Ich bekomme das bei Nachbarn gut mit. Die gehen tatsächlich täglich einkaufen, und täglich wird darüber diskutiert. Womit wir wieder bei einam anderen Thema wären, der Ernährung.

    Bei uns gab es halt einen Tag Pellkartoffeln, am nächsten Tag Bratkartoffeln aus dem Rest, und am übernächsten Tag Haschee aus dem Fleisch das es zu den Bratkartoffeln gab. Aber wer macht das noch? Wer schützt die allseits überforderten Eltern vor den Entscheidungen der Kinder? Und wer schützt die Kinder vor Eltern, die schon einem Vierjährigen erklären daß bald die Welt untergeht, weil ein böser weißer Mann Präsident der USA ist?

    • Ich habe gesten Nacht wieder Semmelknödel gemacht! 7 Stück!!!!!

      Stimmt, die indirekte Beleuchtung, die war damals schick, schreckliche Sache. Kein Wunder, dass bei mir überall Kronleuchter hängen als Protest.

    • unsäglich
      @samsara Zu ihrem letzten Satz, einer der unsäglichsten Fortsetzungsratgeber auf FAZ-Online ist die Serie „Wie erkläre ich es meinem Kind“

    • Semmignedln ohne Schweinsbrodn-
      des is daun a a so a Manna, des wosd seiba safa mogsd !

      A Lingal dazua, wenigsdns ! Oda…öha, jezd hob is

      Schwammaln ! Eiaschwammaln in Rahmsoß, mid Kimmi und Zwievin und oin !

      Koa Fleisch, und drozdem bessa, wiar a drickana Gnaedl !


    • Ach, im 70er-Jahre-Wohnzimmer meiner Eltern gab es indirekte Beleuchtung UND Kronleuchter…

  8. Digitale Erziehungsrevolte auf dem Biedermeiersofa
    Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.

    Mark Twain

    P.S. Angemeldet keine Kommentare möglich Don. Schon seit 3 Tagen…
    zur Info.

    • Das wird sich, fürchte ich, auch nicht so schnell ändern, wegen Fasching. Ich frage aber nach.


    • Ich frage aber nach.
      Ja, ich glaube, das ist nötig, denn einen Automatismus („wenn wordpress-Update, dann Login-Brücken-Programmierung“) hat man immer noch nicht eingerichtet.

  9. Dr. Wer ?
    Ja wie jetzt, lieber Don, wirklich keinen Draht zu dem schön schräg verdrehten britischen Humor in der am längsten laufenden Sci-Fi Serie auf diesem Planeten ????

    • Nein, überhaupt nicht. Das läuft doch nur so lange, weil Deprinerds damit jahrelang vor der Glotze liegen und witze machen können, die ihr Losertum erklären. Die Jogginghose unter den TV-Serien.

    • Titel eingeben
      Ähm… ich finde die Serie eigentlich auch recht witzig. Wie Dr. House auf LSD.

      Aber zugegeben – ich mag auch Katzenbilder.

  10. Generation Weichei
    Die „Generation Y“ ist das Produkt ihrer Eltern, „Ohd Foläh“ oder net, koi Underschied.

    • Da gibt es auch solche und solche, ich kenne beispielsweise eine phantastische Mutter, deren Kinder ich gern verziehe, weil sie m.E. etwas zu kurzu gehalten werden (ich wäre ein schrecklicher Vater).

    • Bei ,,Ohd Foläh' , geschreiben, habe sogar ich gerätselt,
      was das sein soll.

      Und dann hab‘ ich mich fast eingenäßt !

      Sehr starker Punkt für Sie, Don !

  11. "Gebt den Kindern das Kommando"
    Lustige Geschichte mit unzähligen Variationen. Karl Valentin hat mal gesagt: „Kinder kann man nicht erziehen. Sie werden sowieso wie ihre Eltern.“ Aber sich jederzeit möglichst nach Lust und Laune verhalten zu können, erscheint vielen wünschenswert und entspricht kindlichen Vorstellungen von „Freiheit“. „Keine Macht für niemand“ oder „Gebt den Kindern das Kommando“, so wird gesungen und skandiert. Es sind Despotenträume.
    Leben besteht öfter aus Paradoxen. „Beherrsche mich!!!“ fordert der Masochist von der Domina. Eventuell tut sie ’s nur für Geld, häufiger sind echte Abhängigkeiten. Sogar Liebe kommt vor. Unsere Nachbarn prügelten ihren Kindern die Seele aus dem Leib, diese geschundenen Wesen hingen gleichwohl an ihren Eltern, denn ab und zu wurden sie gelobt, beschenkt, gegen uns, die bösen Hausbesitzer, verteidigt. Denk er sich was dabei.

  12. Der Wahn war kurz, die Reue lang?
    Als ich daran ging, unserem Haus den Innenanstrich zu verpassen (drei Zimmer, Saal, Bad, Küche, Diele, Vorgarten, Hintergarten, Ceramiczimmer meiner Frau, Tippzimmer fuer den Kerl) trafen meine Frau und ich die Farb-Auswahl. Bei den Gärten gab es kein Problem, die färbten sich von selber und die Kolibris kamen von alleine.

    Nur ein Zimmer blieb von uns verschont. Das der Mädchen. Wir überließen ihnen die Farbwahl, denn sie mussten darin leben.

    Es kam, wie es kommen musste und man sich denken kann: Knallbonbonrosa, und zwar alles. Auch der Schrank. Zuckerwattenstil.

    Das hatte den Vorteil für die chicas, man konnte gleich sehen, wenn das erdfarbene Krokodil die Schnauze unter dem Schrank vorstreckte, um gellend aufzuschreien, oder die gelbe Schlange sich um den Stuhl schlängelte. Tukans durften bleiben, Kröten waren verpönt.

    Der zweite Vorteil war, dass man durch den Pferdetrittähnliche Hufschlag in den Magen beim öffnen der Tür, die restlichen Zimmer in erholsamen, wohltuenden, psychologisch beruhigenden und Erwachsenenpädagogisch wertvollen Farben neu genießen konnte.

    Denn alles, was Kinder brauchen, sind nicht das Eingebundensein in die Einheit der Familienentscheidung, sondern, außer Liebe, die Sicherheit Stabilität zu finden und Grenzen gezeigt zu bekommen, so, als würden sie sie selber entdecken, um so Vertrauen in das Leben zu erhalten.

    Insofern erlaube ich mir eine sachte aber freundliche Kritik an ihren Eltern, die es nur gut mit ihnen meinten, aber wohl verwirrend anfingen. Ich könnte mir vorstellen, dass der giftgrüne Audi zähneknirschend akzeptiert wurde, doch so manches offene Reuegespräch die Abende ihrer Eltern bewegte.

    • Angeblich ist diese Neigung zu Rosa ja ein soziales Konstrukt (was ich nicht glaube, aber ich bin ja auch keine staatlich geschmierte Genderistin, die nichts anderes zusammenbringt, als der Gesellschaft zur Last zu fallen)

    • Titel eingeben
      Dass das mit den ganz bestimmten Vorlieben von kleinen Mädchen und kleinen Buben KEIN Konstrukt ist, und die Gender-Trullas nur unbewiesene Theorie verbreiten, sie also völlig daneben liegen…
      …hat Harald Eia in einem aufklärenden Film für das norwegische TV nachweisen können. Daraufhin hat Norwegen die staatliche Unterstützung für „Gender“ abgestellt.
      Man muss immer wieder auf diesen wunderbaren Film (bei Youtube) hinweisen.

    • Aber man kann Söhne so unter Druck setzen, dass sie Röcke anziehen und sagen, dass sie das gern tun, damit Mama und Papa sagen können, ihr Kind sei eben viel aufgeklärter.

      Das werden dann vermutlich die Jungs mit dem Seitenscheitel und dem Uniformfetisch.

    • Wie gesagt, an die Franzosen als Kolonie abtreten.

    • Thema Indentität
      Sie liegen bzgl eines Teils der Fälle richtig: ich habe gerade einen solchen Fall: 9 jähriger, Mutter ist fest davon überzeugt, dass er ein Mädchen sein will und der Junge kommt diesem Wunsch der Mutter im Alltag nach. Denn er ist recht sensibel, steht als wenig schlaues Kind immer im Schatten seines etwas älteren Bruders (Eltern loben die Schlauheit des älteren Kindes überschwänglich, bemitleiden das beeinträchtigte jüngere Kind). Der Junge kleidet sich teilweise in Mädchenkleidern, nennt sich teilweise beim Mädchennamen. Aber: in freien Spielsituation in der Psychotherapie blüht er auf. Ganz ohne Vorgabe greift er zu Schwertern, kämpft liebend gern etc. Und äußert nicht den Wunsch ein Mädchen zu sein. Zur Ausbildung einer sicheren Identität braucht es am besten selbstsichere Eltern/und stabile Bezugspersonen,Vorbilder, guten Anschluss an gleichaltrige Kameraden. Hier in meinem Fall war jeder Punkt gestört. In Wirklichkeit ist eine massiv unsichere Identität ein großes Leid (Gender-Leute, die meist selbst in der eine oder anderen Weise selbst betroffen sind versuchen dieses Leid oft durch Aktionismus, auch politischer Art zu überspielen).

    • @ Don "... man kann Söhne so unter Druck setzen, dass sie Röcke anziehen..."
      Unser Sohn wollte im holden Alter von etwa 5 unbedingt seinen liebsten Kindergartenfreund heiraten. „Doch das geht!“ erklärte er uns. Wir haben ihm dann geantwortet, dass sie sich dann aber entscheiden müssten, wer von ihnen beiden das Hochzeitskleid trägt. Damit war die Diskussion durch.

      Ansonsten empfehle ich Gelassenheit. Vieles regelt sich mit der Zeit von selbst (jetzt, zehn Jahre später sind Mädels viel interessanter).

      Wobei, bei stickigen, unaufgeräumten Jugendzimmern oder vier-Tage-alten Brotdosen in der Schultasche kriege ich dann doch regelmäßig einen Schreianfall :)

    • Alles angeboren
      Unser 2ter ist ein Fußfetischist. Schon als Baby war er begeistert, wenn er die Füße meiner Frau sah, zwischenzeitlich kaute er der Puppe seiner kleinen Schwester die Füße ab, im Schwimmbad redet er über sie, bei Hunden untersucht er die Pfoten und bei Clash of clans zoomt er auf die Füße der Riesen. Jetzt ist er 10 – ich bin gespannt, wie es weitergeht. Von sozialen Konstrukten braucht mir keiner was erzählen.

    • Gendokratie
      Es würde mich interessieren, wieviel ein 9-jähriger von Sexualität und dem anderen Geschlecht versteht, dass in ihm der ernstzunehmende Wunsch heranreifen könnte, ein Mädchen zu sein.

      Zusätzlich würde mich interessieren, wie gendergestörte Kampffeministinnen sich das „Wunder der Geburt“ vorstellen (nicht das in der 8. Woche, das man „Abtreibung“ nennt, das Echte).

      Da kommt also so ein krähender Neutrino auf die Welt und die Hebamme fragt die stolzen Elter1 und Elter2: „Wollen Sie ein vom Patriarchat unterdrücktes, von Rape Kultur bedrohtes, vom Glass Ceiling Effekt eingeschränktes, vom Sexismus zerstörtes, vom 23%-igen Gender.Pay-Gap diskriminiertes, neurotisch selbstbewusstseinamputiertes Wesen, das später mal bulämische Anorexie entwickeln wird, dann ziehe ich dem Ding was Rosanes an, oder wollen Sie einen Helden, einen Sieger, einen späteren Wirtschaftskapitän und/oder Nobelpreisträger, dann kriegt er was Hellblaues“?

      Oder dass der Vorstandsvorsitzende von VW auf der Hauptaktionärsversammlung sagt: „Weil wir nur Männer einstellen, die zwar auch nur soviel Arbeit machen, wie die Frauen, denen wir dafür aber 23% mehr Gehalt bezahlen müssen, beträgt der genderpaygapbereinigte zusätzliche Jahresverlust bei 85 000 männlichen Angestellten, einem Bruttolohn von Euro 50/h (für Frauen, Männer € 61,50/h), 220 Arbeitstagen pro Jahr und 8 Stunden täglicher Arbeitszeit 2 Milliarden 19 Millionen 600 000 Euro. Das bisschen Kleingeld sollte uns der Spaß des Sexismus doch allemal wert sein, finden Sie nicht auch“?

    • Rock anziehen war gestern
      Jetzt werden Kinder schon vor der Pubertät einer Hormontherapie unterzogen.

      http://www.washingtontimes.com/news/2016/mar/12/looking-at-suppressing-puberty-for-transgender-kid/

      Warum das nicht als Kindsmissbrauch gilt… ich weiß es nicht.

    • Amerika halt.

    • Titel eingeben
      Rosa als soziales Konstrukt? Das kann durchaus sein. Angeblich soll rosa bis zu Willi Zwo die Jungen- und blau die Mädchenfarbe gewesen sein. Müßte man mal recherchieren.

    • Pink
      Harte Jungs trugen bis 1940 als Babies „Pink“ und die Mädchen Hellblau. Dann drehte es sich um. Kleine Jungs trugen damals auch Röckchen (man beachte das Bild von F.D. Roosevelt, 1884). Wann das aufhörte, weiß ich nicht.
      https://is.gd/P7W4Gt

  13. Gewalt ist das neue Signalgrün
    Sorry Don, aber leider ganz mieses Timing :-(

    Die Medien haben langsam das Problem, dass sie nur noch über Trump Wut- und/oder Islamistische Gewaltausbrüche berichten können.

    Weil diese beiden Entwicklungen gerade die sog. Realität bestimmen.
    Nun gut, demnächst können sie auch über Wilders und Le Pen berichten. Aber am Ende läuft alles auf Westen versus Islam in Form von Konflikt, von Gewalt.

    Aber vielleicht brauchen Journalisten einfach einen Rückzugsraum, um den Zumutungen der Erwachsenenwelt zu entgehen..

    • Ich mache bald wieder etwas über Räder und Silberkannen, und ausserdem verreise ich.

    • To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that is all
      Gestern Mittag beim Italiener saßen zwei junge Menschen (Er+Sie), am Nachbartisch und unterhielten sich über all ihre Erlebnisse in den letzten Monaten, also über das Praktikum bei der Investmentbude in London, zusammen mit dem Kumpel, der 150 Mio. schwer ist (Er), dem Praktikum in Canada, mit all den arroganten Franzosen (Sie), dem Studium an der Businesssschool bei Boston, dem vielen sinnlosen Sex auf all den vielen Parties, dem maßlosen Alkohol- und Drogenkonsum der amerikanischen Kommilitonen(Er), der Untreue all der reichen Sprösslinge und dem netten Geschenk der Eltern zum Bachelor (eine 45000 € Halskette) (Sie).
      Sie schwenke dabei ihre Jaeger-LeCoultre Deep Sea Chronograph Cermet mit Links während sie rechts die Gabel in einem Vorspeisensalat vertiefte, der als Hauptspeise diente, da sie ihr Anorexie noch solange durchhalten muss, bis Sie endlich einen treuen 150 Mio. € Partner gefunden haben wird.
      (Er hingegen trug nur ne durchschnittliche Patek Philippe, litt aber auch nicht an Adipositas.). Es wurde viel geredet, nicht ein einziges Mal über Lernstress oder Leistungsdruck oder Karriereerwartungen und nicht einmal auf das Handy geschaut.

      Es fällt in diesen Moment nicht leicht, keine Sympathie zu entwicklen, für Gendertröten aus Arbeiterfamilien, die verzweifelt versuchen sich einen Weg nach oben zu beißen. Natürlich sind ihre Entscheidungen in der Regel völlig abwegig, gerade weil sie nur über Abwegigkeit ihre Aufmerksamkeit erzielen können. Natürlich ist das dann Grellgrün, natürlich ist das nicht schön, natürlich ist das Revolte.

      Aber es ist Bewegung. Es ist Leistung. Es ist Fortschritt, in welcher Form auch immer.

      Es ist alles, aber wenigstens nicht ein Leben ausschließlich im Konsum, ohne Herausforderung, ohne eigene Leistung, ohne Ziel, ohne Sinn, ohne eigene Bedeutung. Ein Leben in den Bahnen der Eltern. Ein Leben das einem nicht selbst gehört, man ist nur Platzhalter, für den Erben der Pate Philippe…

    • Momomomomoment, wir sind nicht alle so zielstrebig und erfolgsversessen, die meisten sind zufrieden, dekadent und haben keine echten Ziele, und schon gar nicht solche. Letzte woche stand ich neben einem bekannten Milliardär am Tegernsee am Fischstand, der ass im Stehen eine Lachssemmel und fuhr mit dem Käfer Cabrio danach nach Hause.

    • @Goodnight am 25. Februar 2017 um 23:21
      Sie schreiben, „Sorry Don, aber leider ganz mieses Timing :-(“

      Ich bin überrascht, dass gerade Sie, Goodnight, den unglaublich aktuellen und direkten Bezug der Anmerkungen von DA zu Ihrem Thema gewaltsam ausgetragener Konflikte übersehen.

      Es ist doch einfach so, dass eine Gesellschaft, in der sich sogar die Eltern dem Erwachsenwerden und Erwachsensein entziehen, in solchen Konflikten benachteiligt ist. Denn entscheidend sind nicht in erster Linie die verfügbaren Waffen, sondern stets und vor allem die Entschlossenheit, sich auch wirksam wehren zu wollen.

      Und deswegen muss unser Gemeinwesen wieder lernen, „einfach selbst zu entscheiden und genauso rücksichtslos zu sein, Prioritäten zu setzen und sich Freiräume selbst zu erobern“.

      Wir brauchen den Mut, unsere Feigheit zu überwinden.

      So verstehe ich die heutige Metapher von Don Alphonso.

      Gruß
      DR

    • @Goodnight: "Platzhalter"
      Meinen Sie nicht, dass auch so ein Stellvertreterleben auf Kosten der Elterngeneration zur Übergabe an die fogende Enkelgeneration, was Sie mit „Platzhalter“ bezeichnen, nicht auch irgendwie ganz schön sein kann?

      Vielleicht fallen dann ein paar lästige Probleme weg, mit denen sich der Normalbürger (gibt es den überhaupt noch?) jeden Tag und im Monats- und Jahresrhythmus herumplagen muss, und seien es auch nur defekte Fahrkartenautomaten eines großen Eisenbahnunternehmens?

      Ganz ohne Sozialneid angemerkt, aber ich säße gerne öfter mal mit einer sehr vornehmen, qualitätsvollen und teuren Uhr am Handgelenk bekleidet in Gegenwart einer aus vornehmem Haushalt stammenden Dame, die sich auch nicht so viele Sorgen um Strom, Wasser und Miete sowie Nebenkosten machen muss.

      Ich denke, so ein Leben hat auch seine angenehmen Seiten!

    • Warum auch nicht?
      „Letzte woche stand ich neben einem bekannten Milliardär am Tegernsee am Fischstand, der ass im Stehen eine Lachssemmel und fuhr mit dem Käfer Cabrio danach nach Hause.“

      Wahrer Reichtum ist ja auch, machen zu können, was man will und sich nicht durch andere dabei stören oder beeinflussen zu lassen.

      Ich verstehe den Mann. Ein gepflegtes Käfer-Cabrio ist ein Schätzchen.

    • Ein neues Käfer Cabrio, kein Altes. Aber das ist hier halt so.

    • Treffen am Fischstand
      „Letzte Woche stand ich neben einem bekannten Milliardär am Tegernsee am Fischstand, der ass im Stehen eine Lachssemmel und fuhr mit dem Käfer Cabrio danach nach Hause“

      Herrschaftszeiten, SIE waren das!?
      Ich dachte noch, den kenne ich doch, wusste aber nicht wo ich Sie unterbringen solle. Deus ex Machina ging mir da nicht durch den Kopf.

      Schade, beim nächsten Mal offeriere ich eine Fischsemmel und dann tauschen wir ein wenig Klatsch aus über die Tegernseer Ohd Foläh. Gibt da so einiges, was ich Ihnen erzählen könnte, vertraulich selbstverständlich, nicht zur beruflichen Verwendung.

      Gorbi ist ja nun weg und in der Gruabm fordern sie negative Zinsen, da steck ich mein Geld lieber in ein neues Cabrio. Man muss sehen, wo man bleibt in diesen Zeiten.

      Tolle Begleitung übrigens, gratuliere!

    • Whenever people agree with me I always feel I must be wrong.
      @Rosenberg

      Die aktuellen Geschehnisse da draußen sind nunmal gravierend und zunehmend und die Kommunikation bestimmend. Da bleibt auch dem Don kaum noch Zeit eigene Themenschwerpunkte zu setzen. Er kämpft alleine mit der Schreibfeder gegen ganz viele mit Messern, Mietwagen, etc.
      Heute schon wieder ein Massaker in Euskirchen und der Einbruch mit Mehrfachmord in Bayern und das Motorsägenmassaker in….

      @Gnadenbrotler

      Als ich jung und schön war, da eröffnete sich mir die konkrete Chance in das Leben der Reichen einzuheiraten. Ich habe abgelehnt, weil das ein Leben ohne Freiheit und ohne Abenteuer ist. Eine 15.000 € Uhr ist bedeutungslos, wenn man sie sich nicht selbst erarbeitet hat.

      @Don

      Ein NEUES Golf Cabrio????? WTF!!! Und ich dachte Sie wären der einzige Reiche, der sein Geld für Gedöns verprasst. :-)

    • @Goodnight: Danke für die Antwort!
      Jedoch reizt mich Ihre freundliche Antwort zum Widerspruch: Recht gebe ich Ihnen, dass ein Leben ohne Freiheit kein Leben ist, und man bei dem Tausch „Heirat gegen freies Leben“ auf jeden Fall das freie Leben bevorzugen sollte. Freiheit ist ein unveräußerliches, auch in meinem Leben ein hohes Gut und steht somit nicht zur Diskussion.

      Eine Ehebindung, welche die persönliche Freiheit einschränkt, würde ich auch niemals anstreben. Der berühmte „goldene Käfig“ ist eben immer noch ein Käfig, ähnlich wie die Armut auch ein Käfig sein kann, aber nicht zwangsläufig sein muss.

      Wie man allerdings, wenn man z.B. die Gelegenheit hat, in eine reiche Familie einheiraten zu können, so wie Sie einst, auf Abenteuer verzichten muss, erschließt sich mir nicht.
      Ich vermute man erlebt mit einem gesicherten finanziellen Hintergrund wesentlich mehr Abenteuer als in dem „Normalo“-Leben.
      Man kann sich an viel aufregendere Orte bewegen, wenn die Gattin nicht völlig paranoid ist und dort auch einiges Erleben, was dem Normalbürger so nicht möglich ist.

      Sicher ist es in erster Linie eine Frage des Charakters und der persönlichen Einschätzung, was man in der heutigen Zeit noch als Abenteuer ansieht, und auch ob man überhaupt an Abenteuern interessiert ist, oder es sich einfach nur gerne mal etwas gut gehen lassen möchte.

      Doch nun zur Armbanduhr, deren in erster Linie einziger Zweck es ist, die Zeit möglichst richtig anzuzeigen.

      Sie haben recht, dazu benötigt man keinen teuren Edelchronometer, auch wenn dieser in 180 Jahren nur eine Sekunde von der Normalzeit abweicht, ohne dass man alles halbe Jahr eine Batterie wechseln muss. Man spricht hier von Qualität.

      Die Zeit wird auch von einer sehr preiswerten Uhr vom Grabbeltisch aus dem nächsten Kaufhaus richtig angezeigt.
      Aber gerade der Blick auf die Uhr gleicht – wie alle äußere Erscheinung – einem Blick in den Spiegel und ist somit als Accessoire ständig auch ein Instrument der Selbstvergewisserung. Schaue ich ständig auf eine sehr, sehr preiswerte Uhr, nervt das vielleicht irgendwann, da diese in Ästhetik und Qualität möglicherweise meinen inneren Ansprüchen nicht genügt.

      Und dann haben Sie recht, wenn Sie sagen, die Uhr ist besonders schön, wenn sie selbst erarbeitet wurde.
      Aber auch eine nicht im Schweiße des Angesichts erarbeitete Uhr aus dem Luxussegment kann beständig schön sein!

      Es gibt viele Menschen, die keinen Finger rühren, und die trotzdem diese teuren Uhren tragen.
      Sie leben von Zinsen, Aktiendividenden oder lassen ihr Vermögen anderweitig für sich arbeiten, was man als ungerecht kritisieren kann, letztlich aber nicht eine Frage der Moral sein muss. Auch die in reichen Kreisen angeheiratete Ehefrau kann für so eine schöne Uhr als Geschenk sorgen, oder der eigene Vater oder…, oder…, oder… .

      Warum so eine Uhr nur Freude machen soll, wenn man sie sich selbst erarbeitet hat, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
      Der Uhr können Sie nicht ansehen, ob Sie sich dafür besonders angestrengt haben, ob Sie diese vielleicht geerbt haben, oder ob es sich um eine nett gemeinte Liebesgabe handelt.
      Es ist nur Ihr eigenes Gefühl, der von Ihnen erlebte Selbstwert, der Ihnen suggeriert, nur die eigene Arbeit macht sie zum glücklichen Besitzer einer Uhr.
      Das kann man so empfinden, muss man aber nicht.

    • Life is never fair, and perhaps it is a good thing for most of us that it is not.
      @Gnadenbrotler

      Leider nur kurz, weil ich gleich wieder Abenteuer d.h. arbeiten muss.

      Die Abenteuer der Reichen sind keine Abenteuer, weil da niemals Risiko.
      Am Ende kauft einen Papi immer raus, übernimmt Personal die Drecksarbeit etc.

      Uhren sind entweder Funktionstools oder Schmuck. Letzteres sollte Mann nicht tragen. D.h. meine Rolexe verstauben im Schließfach während ich durchgehend meine Quarzuhr trage (areospace) Die Mudmaster ist leider nicht zu Hemden und meinen Handgelenken kompatibel, die können nur echte Kerle wie group de combat de Genie du…tragen. Und Handgelenke wie Baumstämme kann man sich auch mit allen Geld der Welt nicht kaufen :-)

    • Fahren Sie mal allein mit dem Rad über die Alpen, da geht es ganz schnell in den Grenzbereich.

    • Allein mit dem Rad über die Alpen
      Und dafür muss man reich sein?

    • @Goodnight
      Ich habe zum Beispiel ein Faible für präzise Mechanik und das beinhaltet Uhren, Waffen und alte Autos.
      Das kommt daher, dass ich niemals fähig wäre, irgendetwas auf den Zehntel Millimeter genau zu arbeiten und für soetwas habe ich absolute Hochachtung.
      Mechanische Uhren, wenn es keine Kopien aus Russland sind (In Moskau habe ich in einem ganz normalen Uhrenladen die 1:1 Kopie einer „Panerei Luminor Regatta“ für € 100.- gesehen), sind einfach nicht billig, das verstehe ich auch (aber € 16 700.- für eine Uhr, die ich vermutlich irgendwann im Umkleideraum des Fitnesstudios liegen lassen werde, sind mir ein wenig zu viel).
      Das hat weniger mit „selbst erarbeitet“ als mehr mit „selbst gearbeitet“ zu tun, jedenfalls keine gepresseten Leuchtkristalle mit TFT-Display-drumrum.

      https://is.gd/lvTFzq

    • Über Uhren und renitente Mädchen
      Mein Mann hat mir im Laufe der Jahre mehrere Uhren geschenkt. Die Art und die Marken möchte ich für mich behalten, damit es nicht heißt: de gibt aber damit an. Ich hatte das Geld ja auch nicht selbst verdient. ;-)

      Bei meinem Mann ist es ja etwas Anderes. Seine Lieblingsmarke heißt Audemars Piguet. Davon kaufte er sich gleich zwei: in Weiß- und Gelbgold, beide mit Brillis, der Angeber. ;-) Und eine sportliche Chopard gönnte er sich auch noch, ein eitler gutaussehender Mann wie er in den jungen Jahren war. Und dann sammelte er Breitlinge. Hatte aber das Geld selber verdient, und nicht mal als Angestellter, sondern ganz aus eigener Kraft.

      Mich persönlich interessiert nicht im Geringsten, was andere Menschen an Uhren tragen/besitzen und wie sie die gezahlt haben. Meinetwegen kann das Geld selbst verdient, geerbt, gestohlen, gezockt oder gepumpt sein. Egal. Eine schöne Uhr ist eine schöne Uhr, und entweder hat man Freude daran oder man hat keine Freude daran. Wenn man damit nur angeben will, soll man das lieber lassen.

      Und von Pucci besaß ich nur einen Badeanzug. Den hatte ich nicht einmal selbst gekauft, sondern bekam ihn von meiner damaligen besten Freundin aus Wien geschenkt, nachdem ich schwanger wurde. Sie besaß in Wien einen Klamottenladen.

      Und meine ältere Tochter liebte Rosa, und beide durften mit Barbie spielen.

      Aber weil ich Trump nicht mag, bin ich ja eh eine böse Frau. ;-) Ich war schon als Backfisch bzw. in der Präpubertät ein renitentes, sehr lebhaftes Wesen und musste als einziges Mädchen immer mal in der Schule in der Ecke stehen oder flog die restliche Stunde aus dem Unterricht. Die Schule langweilte mich, und einmal, als ich in der Klasse herumlief, seufzte der gutmütige, sanfte Religionslehrer auf und sagte: Was mach ich bloß mit xy!

      Dann veränderten die Hormone mein Wesen komplett, und ich verhielt mich in der Schule schüchtern und zurückhaltend. Und lernte wie eine Blöde und war ganz brav. Jetzt, wo ich älter geworden bin, bin ich back to my old tricks, und ich lasse mich hier von niemandem ver…..en. ;-) lol Zuhause habe ich einen starken Mann, der mein Temperament mit Humor nimmt. Aber er beleidigt mich auch nicht am laufenden Band.

    • "...Ein Leben das einem nicht selbst gehört,..."
      @goodnight: So sorry, aber wer sich selbst gehört, der läuft nicht für Soros & Co. auf diesem Pussyhats-March. Zum Beispiel.

      Normalerweise betrifft mich das Thema ja nicht und ganz allgemein kann bei mir eh jeder seinem Piepmatz nach Herzenslust Wasser geben. Solange er mich nicht bevormundet bzw. meint, mir was vom Pferd erzählen zu müssen. Wenn aber z.B. Dons ganz besondere Freundin schwesterliche Kritik zu einer „undemokratisch“en Haltung umdeutet (s. unten), dann hat auch eine RumprobiererIN mit einer offenbar besonders sentimentalen Beziehung zu Bushaltestellen ihren „Welpenstatus“ bei mir verspielt. Und ist eben NICHT lernfähig, denn Presse dazu gab’s genug. Dazu kommt ein Gespräch, das ich hier neulich mit einem Handwerker hatte. Er wäre ja nun pro Flüchtlinge und Veganer und überhaupt. Als ich dann aber nachfragte, ob das alles nicht reichlich verlogen sei, wenn wir vorne auf Mutter Theresa machen und hintenrum Ramstein mindestens dulden, stand nur noch ein großes fettes Fragezeichen in seinem Gesicht. Denn bitte. Wo sind sie denn alle, die gegen die Fluchtursachen kämpfen wollen. Sehen Sie irgendeinen halbwegs intelligenten Aktionismus rund um dieses Thema, der sich von der Straße aus guten Gründen fernhält? Eben. Nein, sorry, die meisten heutzutage pustet man einmal vorsichtig an und dann brechen sie schon zusammen.

      So auch neulich, um mal wieder zurück zum eigentlichen Themenstrauß von Don zu kommen, als ich dem von der Helicopter-Mama mit deren Fliwatüt von Haustür zu Haustür kutschierten Gör den regulären Wegverlauf zugunsten meiner Pflanzungen nahebringen wollte, das regelmäßig durch meinen Vorgarten latschte, um Werbefrischmüll loszuwerden. Na, den empörten Blick hin zu Mama hätten sie sehen sollen. Das arme Kind war kurz davor, in Tränen auszubrechen. Wie konnte ich auch nur die leiseste Kritik wagen nach JAHREN ungehinderten Zertrampelns fremder Pflanzen.

      Wenn mich also etwas abnervt, dann diese permanente Übergriffigkeit bei gleichzeitiger Ablehnung jeglicher Verantwortung. Den Unterschied zwischen Mein und Dein? Nie gehört. So gut wie jedes Aufreger-Thema krankt im Grunde genau an diesen beiden Punkten. Energie, Bewegung, Fortschritt? Gibt es entsprechend nur noch beim aufwändigen Verschleiern von Kontext in Bezug auf Entscheider/Mitläufer und deren jeweiliger Interessenlage, um Verantwortung einmal mehr auf Unbeteiligte abwälzen zu können. Und die Deppen der verschiedensten Lager brüsten sich auf deren Leimspur auch noch. „Fortschritt“ geht bei mir anders, so sorry.

      Aber warten wir ab, wenn demnächst die Wehrpflicht wieder eingeführt wird. Und in einem weiteren Schritt jede Menge Frauen und Alte/Kranke allein zu Haus bleiben müssen. Das wird noch alles andere als lustig hier werden.

      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kolumne-von-margarete-stokowski-protestiert-egal-wie-a-1132451.html

      PS. Neulich hat hier jemand empfohlen, sich – vergleichsweise – mal bei den Chinesen umzutun. Da kann ich nur beipflichten.

      https://www.youtube.com/watch?v=JW6UJ1IKoGg

    • A man's face is his autobiography. A woman's face is her work of fiction
      Uhren? Ok:

      Zu Audemar Piguet hat Herr von Geissens schon mal alles gesagt (nicht irritieren lassen, die von RTL haben null Ahnung, es ist keine Qualitätsuhr wie Rolex, es ist ne olle AP):

      http://www.rtl2.de/sendung/die-geissens-eine-schrecklich-glamouroese-familie/video/2629-die-geissens-outtakes/12265-outtakes-rolex-tauchen/

      AP ist die Hublot der Menschen mit Bachelor. Die Dinger sind anfällig, nie wasserdicht und die Reparatur ist oft teurer als die Uhr. (einfachste Revision nicht unter nen 1000er). Zudem sind sie eher unschön, so rein von der Ästhetik. Also die Uhren selbst, das Armband der Royal Oak ist hingegen wohl das schönste Stahlarmband ever. Und damit sind die berühmt geworden, mit Armbändern. AP ist eigentlich ein Armbandhersteller, der irgendeine Uhr dranhängen musste und folglich dessen Design und Qualität vernachlässigte.

      Whatever, die schönsten und zuverlässigsten Uhren sind Rolex Sporties, und zwar Vintage, d.h. Submariner und GMT (die Armbänder sind hingegen Klapperkisten). Die männlichsten Uhren sind eigentlich Sinn Uhren. Die laufen seltsamerweise ganz doll in Japan. Panerai ist auch noch, aber die Qualität geht runter und die Ideen fehlen. Patek Phillips sind außer Nautulus durchgehend Augenkrebs. Bei Omega ist auch nur die Speedi. IWC ist Einschaler ohne wirkliche Highlight, Breitling find ich nur Aerospace, die aber wirklich, weil erste Applewatch ever, auch wenn nicht unbedingt Beautyqueen. Hublot…ist das, was ne goldene Rolex mal war.

      Hab ich wen vergessen? Glaube nicht.

      Übrigens: Gold- und Weißgold sind extrem schwer, extrem empfindlich und extrem teuer. Da kann „Mann“ auch direkt Handtasche tragen. Sollte er nicht, weil Männer ihre Hände noch benutzen können sollten, deswegen sind Sie Männer.

    • Reich und Qualität?
      Show-Off ordnet sich bei mir eher Neureich zu.

      Reich im eigentlichen Sinne ist eher wie Mx schrieb; wenigstens soweit ich da gelegentlich Einblicke hatte. Also einen guten Geschmack, und ein gutes Gefühl und Verhältnis zu Dingen die man als ‚gediegen‘ bezeichnen könnte.
      Also das komplette Gegenteil von Geissens.

      Marken sind mir vollkommen egal, aber auch ich bin bereit, gutes Geld für Dinge zu bezahlen, die in guter Handarbeit entstanden sind.
      Da wir hier ein wenig beim ‚Angeben‘ sind: Mein in diesem Sinne wertvollstes Stück war eine Garderobe aus Teakholz. Der Handwerker wohnte und arbeitete im Busch, in Sri Lanka, hatte keinen Stromanschluss, und alles vom Fällen des Baumes aus dem das gute Stück nach meinen Zeichnungen entstand, dem Zusägen, bis zur endgültigen Fertigstellung hat er selbst getan, rein mechanisch. Das dauerte alles zusammen einige Monate, während derer ich ihm und seiner Familie den Lebensunterhalt finanzierte.
      Neid wäre unnötig, denn das gute Stück gefiel irgend jemandem und verschwand schon ein Jahr danach, in 1985, auf dem Transport von Trincomalee nach Berlin.

      Nein, ich hätte nichts dagegen, reich genug zu sein, um mich mit schönen, handgefertigten Einzelstücken umgeben zu können.

    • Because he is telling the truth. That's why we're not going to air it.
      Don,

      wo ist mein Fachbeitrag zu Uhren von AP geblieben? Endlich liefere ich mal Qualitätsjournalismus…und dann wird das nicht gesendet…

    • Es ist alles freigeschaltet, Können Sie es überprüfen?

    • I can see! I have...I have legs. I have... Oh shit, look at this. Legs! I can walk.
      Endlich erhob sich der Don aus seinem 800 Jahre alten Ohrensessel, bewegte sich zu seinem 600 Jahre alten Schreibtisch, öffnete sein 20 Jahre altes Notebook….und es wurde Licht.

      DANKE!

    • Lachssemmelhoax am Fakern-See
      Frage: Gibt es im Tegernsee keine einheimischen Fische und sollte man die nicht lieber im Sitzen essen, wo doch heute alles entschleunigt?

      Die Tatsache, dass im Tegernsee keine Lachse schwimmen, gibt Anlass zu der Vermutung, dass der „Milliardär“, der neben Don Alphonso stehend in einen Lachssemmel biss, dieses tat, weil er sich 1. keinen Sitzplatz mehr leisten kann und 2. Lachsersatz von ALDI sogar billiger ist als frittierte Hühnerabfallpresslinge von MacDonalds.

      Mit dem VW Cabrio ist es dann so, wie mit den Yachten, Zweitwohnungen, Porsches und Bentleys der Milliardäre, die ICH kenne: die wurden noch rechtzeitig, bevor der Kuckuck auch da drauf klebte, auf Frau/Freundin/Kinder/Putzfrau oder Wauwau umgemeldet. Das Benzin kommt jetzt von Hartz IV oder scheint auf mysteriöse Weise in der Schweiz aus den Wasserhähnen zu kommen (An Steuerfahndungs- und Strafverfolgungsbehörden: weitere Details unterliegen meiner beruflichen Schweigepflicht, an die ich mich zu halten gedenke).

      Sollte das alles Verschwörungstheorie sein, so bitte ich um Entschuldigung. Das Bild eines am Tegernsee stehend in einen Lachssemmel beissenden Milliardärs war einfach zu verlockend, um nicht auf solche Gedanken zu kommen.

    • Der ideologische Kampf der Uhrenmarken
      @ Goodnight
      Jetzt sollte ich noch über die Uhrenmarken meines Mannes mit Ihnen streiten. rofl So weit geht es noch.

      Ich verlasse mich vollends auf die fachkundige Meinung von Mr. Geißen von RTL, so sehr, dass ich nicht einmal den Link öffnen muss. :-> lol
      Die Sendung sehe ich nie, ist nicht meine Welt.

      Sorry, wer solche Vergleiche nötig hat… Das überlasse ich den Geißens dieser Welt.


    • er hat blancpain vergessen.

      einerlei ist dies aber, da er ohnehin nur auf die marketingbestrebungen einschlägiger magazine rekurriert. sie sind das wiki des so called lifestyle.
      nun denn.

    • Five hundred dollars for a 1993 Rolex Daytona? I'll do it!
      @donna laura

      Blancpain ist die fifty fathoms. Nicht mehr und nicht weniger.

      Uhrenmarken sind „Marken“, d.h. Marketing, welches ausschließlich dazu dient, Profit zu erzeugen.

      Wer sich dann fünfstellige Beträge ums Handgelenk hängt, die nicht als Marke zu erkennen sind, dem ist nicht zu helfen. Da kann er sich noch so sehr als Experte bezeichnen.

  14. Alles grün oder was
    Meine Mutter war ein Grünfan, Sessel und Polsterung der Stühle waren grün, der Läufer im Flur und im zartgrün mit was auch immer für Blümchen tapezierten Treppenhaus war grün, ja sogar das Haus außen war in zartgrün gestrichen, ich fand das alles nur furchtbar. Ich mag Grün nicht und tragen kann ich es allenfalls als Tannengrün oder Khaki, ansonsten geht Grün gar nicht.

    Dagegen zu intervenieren, weil mir das viele Grün auf den Keks ging, habe ich gar nicht erst versucht, denn dann wäre der Spruch mit den Füßen unterm Tisch gekommen.

    In den späteren 60er Jahre durfte ich mein Zimmer nach meinen Vorstellungen streichen und wenn ich es richtig erinnere, habe ich eine Wand dunkelbraun gestrichen. Viel zu duster, also zurück zu Weiß. Meine Mutter, das habe ich doch gleich gesagt… dass sie mir nicht zu Grün riet, habe ich dankbar zur Kenntnis genommen.

    Ja so war das damals, als ich Kind bei den Eltern war und man ist immer Kind, egal, wie alt man selbst oder die Eltern werden. Ich hatte mir dann angewöhnt, zur Farbgestaltung oder Einrichtung keinen Kommentar mehr abzugeben, obwohl ich fast alles ganz schrecklich fand. Mein Vater hatte kein Mitspracherecht, davon versteht er doch sowieso nichts… er durfte nur arbeiten und zahlen. So wie ich, die ich lange die Füße unterm Tisch hatte.

    Und wie es der Zufall doch so will, lese ich gerade nebenan einen netten Artikel über Eltern und Kinder, Selber Duzi-Duzi!
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/was-macht-eigentlich-ein-nerviges-elternpaar-aus-14882847.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Eine nette Ergänzung zum heutigen Blogeintrag, über den ich mich köstlich, auch wegen Mangel an eigenen Kindern, amüsiert und mich meiner frühen Jahre erinnert habe.

    • Autos, Farben und überhaupt
      Dass dann mein erstes Auto grün war, verdankte ich meinem Vater, der mir einen BMW700 besorgte. Wer sich an die Modelle noch erinnert weiß, dass es ein grauenhafter Farbton war.
      Mir war jede Farbe recht, das Auto auch, es zog wie Hechtsuppe durchs Handschuhfach, so dass eine Freundin meinte, hier drinne kannste ja Wäsche trocknen… Ich habe sie nie wieder mitgenommen, wozu ich eh nicht lange Gelegenheit gehabt habe, anderthalb Monate und der Traum war aus. Ein Linksabbieger mit einem schreiend hellblauen Opel und ich mit meinem lindgrünen BMW ergaben zwei Totalschäden.

      Ende der 70er zogen mein Mann und ich um, die Wohnung wurde vorher gestrichen und ich rannte mit dem Farbton Nutria 5, ein rosabraunbeige, eigentlich nicht zu beschreiben, durch die Gegend, um Vorhangstoffe usw. passend zu kaufen.

      Ich wollte schauen, wie weit der Maler ist, er stand gerade auf der Leiter im Wohnzimmer, die Abendsonne schien auf die rosafeuchte Wand, es sah aus wie im Puff und er fragte mich fies grienend, ob ich das wirklich so haben wolle. Ich habe tapfer ja gesagt, aber sicher doch.
      Später, nachdem auch die Heizkörper in einem etwas dunkleren Ton gestrichen wurden, erzählte er beiläufig, er habe sich die Farbe für seine Wohnung gekauft.

      Kinder, die mir da hätten reinreden können, hatten wir nicht und ich hätte wohl auch nicht auf ihr Gemecker gehört. Jedenfalls hat allen unsere Wohnung mit diesem sonderbaren Farbton gefallen, auch den anfangs skeptischen Hausleuten gefiel es.

      Zu Kindern kann ich nur auf die direkte Nachbarschaft verweisen, sie finden meine Wohnung sehr schön, die eigene ist etwas schmucklos, was wohl auch der prekären Situation geschuldet ist.

      Dieser Tage brauchte ich abends Knoblauch für meinen Kartoffelgratin. Ich überwand mich und klingelte nebenan. Die 10jährige Tochter überreichte mir dann Knofel mit den Worten, ich sei ja eine ganz Liebe, würde immer aushelfen, wenn etwas fehle und wer Gutes tut, bekomme Gutes zurück. Ich habe das Kind verdattert angesehen und fühlte mich wie in der Kirche.

      Und jetzt werde ich mich um meine Semmelknödel kümmern, mal schaun, wie sie diesmal werden. Ich bin versucht, den teuren Pecorino und Greyerzer reinzutun, die liegen hier gerade rum.


    • Ich mag Grün nicht
      Ich schon, aber ich bin noch nie so dermaßen damit vollgeballert worden.
      Das ist wahrscheinlich der Unterschied.
      Für Häuser finde ich grün auch nicht wirklich eine Farbe.
      Vorhänge, Teppichböden evt. schon (na gut, meiner ist „entfernt rot“), die Couchgarnitur meiner Eltern in grün gefiel mir sehr gut.
      Aber wenns zuviel wird, wirds zuviel…

  15. Betrachtungen zu edlen Stöffchen und ein Gedanke zur Gleichheit
    Lieber Don Alphonso,

    vor etwa einer Stunde kam ich aus Mailand zurück und es war eine anstrengende, wie ebenso schöne Woche.

    Es ist Modewoche – Milano Moda Donna. Gucci, Moschino, Fendi und Armani.
    Auch, wenn stets wenig Zeit zwischen den Terminen ist, so versuche ich doch jedes Mal wieder Zeit zu finden, um mich ein wenig im Modemuseum von Giorgio Armani – Armani Silos – zu entspannen.

    In den jeweiligen shows wird ja jedes Modell hundertfach mit den Handys abgelichtet und sofort an die jeweiligen Redaktionen geschickt. Ich persönlich bin ja nur dort, da es dort schöne Kleidung zu sehen gibt und, von den hektischen Journalisten abgesehen, man meist kultivierten Menschen begegnet, wie auch Informationen ausgetauscht werden, die man sonst nicht so erhält.

    Ich selbst habe ja kein Handy, und wenn ich mal ins Internet schauen will gehe ich eben mal dort in meine Wohnung, wo ich schnell mal einen Blick auf die News der Presse oder Ihren Blog werfen kann.

    Jennifer Wiebking schrieb gestern unter der phantasievollen Überschrift „Ciao Milano“ für die FAZ:

    „Die Kollektionen der New Yorker und Londoner Designer waren mit politischen Botschaften gespickt. Auch die Italiener haben hier und da etwas zu sagen – und nebenbei gute Mode zu zeigen.“

    Beim Lesen Ihrer heutigen Gedanken und die Szene vor dem geistigen Auge lebendig werden lassend, wie die auf das Handy starrenden Gören auf dem Sofa sitzen, dachte ich mir, gute Güte, das könnte auch die FAZ Autorin von „Ciao Milano“ sein.

    Obwohl nur schwer vorstellbar, würde ich nicht vollkommen ausschließen, daß New Yorker Designer auf die Idee kämen ihre dortige Modewoche „mit politischen Botschaften“ zu spicken wie Fr. Wiebking zu meinen glaubt, wie eben auch, daß „die Italiener … hier und da (auch) etwas zu sagen“ hätten und „nebenbei gute Mode … zeigen.“

    Ganz sicher werden in Mailand keine politische Botschaften verkauft. Die FAZ könnte ja Frau Wiebking ebenso schreiben lassen, daß die Italiener neben den Amerikanern und Briten ihre Pasta auch ein wenig „mit politischen Botschaften gespickt“ hätten und „nebenbei gute“ Pasta zubereiten könnten. Wer Giorgio Armani kennt, weiß, daß er nicht nebenbei Mode macht, wie die Mama nicht nebenbei ihre Pasta zubereitet. Die Italiener mögen zwar große Probleme haben. Doch Mode und Pasta werden dort nicht nebenbei erledigt.

    So scheint sich in der Redaktion der FAZ im Großen zu wiederholen was Sie im Kleinen bei ihrem Raumausstatter M, in Ihrer Heimat erlebt haben.

    Kinder sitzen, auf ihre Handys starrend und klickend, um Beachtung zu erhaschen, auf Sofas herum und haben keinen Blick mehr für das Schöne, was es beim Raumausstatter M. zu sehen gäbe wie auch in Mailand.

    Dummes Geklicke, dumme, naive Nachrichten von Kindern.

    Es wird doch kein Mensch ernsthaft glauben, daß man in dieser Woche nach Mailand fährt und tausende von Euros ausgibt für politische Botschaften in fashionshows.

    Wir haben offensichtlich einen höchst unterschiedlichen Zugang zu edlen Stoffen. Ich trage sie gerne und lasse mich darin gerne bewundern. Sie hingegen, suchen edle Stoffe, um ein Kissen zu beziehen, vermutlich, um darauf wieder etwas auszusitzen ?

    Mit 230 Euro könnte ich keine Woche Mailand refinanzieren; bei Ihrem Erklärungsmodell für Refinanzierung darf man jedoch nicht außer Acht lassen, daß das nur möglich ist, wenn Ihr heiterer Blog Beachtung findet und zahlreiche Leser sich veranlaßt fühlen diesen mit Kommentaren zu bereichern. ( Wir dürfen doch alle vermuten, daß Sie darüberhinaus für jeden Kommentarschreiber ein weiteres salaire erhalten.) Was wäre Ihr Blog ohne Kommentare? Es wäre quasi wie in dem Film, mit dem aussagekräftigen Titel, “ The Don is dead“ / USA 1973.

    Als Verfechter des Guten in allen Lebenslagen, wäre es doch nur gerecht, wenn Sie Ihre getreuen Leser an Ihrem Gewinn teilhaben ließen in diesen Zeiten der propagierten Gleichheit.

    Hierzu noch ein weiterer Filmtip „Fahrenheit 451“, hier sagt Cyril Cusack, der Chef von Montag zu jenem:

    „Es gibt nur eine Möglichkeit glücklich zu sein, daß wir alle gleich sind.“

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Nein, ich glaube auch nicht, dass jemand ernsthaft noch Interesse an den üblichen Bekundungen hat. Das ist auch nicht politisch, sondern abgeschmackt.

    • Was mich jetzt ein wenig wundert,
      ist, dass Sie Pucci mit keinem Wort erwähnen. Immerhin hat man da ganz eigene Farben kreiert, exlusiv für die Kollektionen.Ich allerdings habe nur einige Tücher von denen.

    • Ihre Frau Wiebking kommt ganz schön rum....
      Gestern noch Milano, natürlich mit politischem Statement, heute schon New York-
      eine ‚Class‘ wird dort zelebriert, junge Frauen können ihren Frust, natürlich auch über D.Trump, wegschwitzen.

      Alles in ‚lululemon‘ what the f. ever that may be,

      Also-
      falls Sie auch dort eine Wohnung haben…..

    • Irgendwas mit Feminismus
      Ich muss ja gestehen, dass ich den „Ciao Milano“ Artikel extra angeklickt hatte, um zu sehen, wie Modedesigner jetzt gegen Trump, gegen rechts, gegen Le Pen, für Schulzens EU usw. Kleider nähen.

      Im Artikel selbst fand ich dazu nichts, nur ein paar Bemerkungen zur aktuellen Tribble-Mode

      http://star-trek-tafelrunde.blogspot.de/2015/01/tribbles-zuchten-leicht-gemacht.html

      von Prada, Flokati Moonboots, die aussahen, wie irgendwas mit Fetisch, aber irgendwas mit Feminismus sein sollten.

      Politik als Clickköder, die Redakteure wissen, wie man Leser gewinnt.

    • A cynic is a man who knows the price of everything, and the value of nothing.
      Geehrtes Object,

      niemanden gönne ich all das Geld mehr als Ihnen. Denn Sie verdienen es sich täglich mit harter Arbeit, die ich nicht erledigen möchte.
      Auch dem Don gönne ich all das Geld, weil der Don es für Gedöns ausgibt, das ich niemals besitzen möchte.

      Dons Freizeit mit Ihrem geschmackvollen Konsumverhalten würde jedoch vielleicht Neid bei mir erwecken, aber zum Glück sind Sie nicht Don und Don nicht Sie.

      Die Ordnung der Dinge sorgt immer wieder dafür, dass niemals einer alles besitzt, denn alles hat seinen Preis. Der eine zahlt mit harter Arbeit, der andere mit dem Verlust von Sinn in der Dekadenz.

      Maximale Ungleichheit ist daher die maximale Gleichheit:
      Alle sind bestraft.

    • Na na, Herr Be
      Fahrenheit 451 ist in erster Linie ein Buchtipp. Den Film, der auch nicht schlecht ist, kann man sich danach irgendwann ansehen.

    • @Don Alphonso
      Ach, wie haben Sie doch wieder das richtige Wort getroffen vor allem, wenn man Ihren Gedanken im Stillen fortführt.

      Die Zeit und die Mode sind wechselhaft. Zu Männern im Allgemeinen, wie Ihnen im Besonderen scheinen nach all der Zeit noch immer Friedrich Theodor Vischers Worte zuzutreffen:

      „Das männliche Kleid soll überhaupt nicht für sich schon etwas sagen, nur der Mann selbst, der darin steckt, mag durch seine Züge, Haltung, Gesicht, Worte und Taten seine Persönlichkeit geltend machen.“

      Obwohl in den Sommermonaten Ihre Selfis in Radlerhosen, hin und wieder Zweifel erwecken.

      Vielleicht sind Ihre Bilder aber auch nur eine historische Entlehnung an die Zeit Kaiser Karls V. eine Reminiszenz, als Mann von Welt noch stilvoll Bein zeigte.

      Heute glaubt ja Mann in seinen sans culottes von „Mammut“ gut gekleidet zu sein.

      Mit herzlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Ma Signora O.B.
      „Mit 230 Euro könnte ich keine Woche Mailand refinanzieren“.
      .
      Willkommen in unserer Jugendherberge … Die Jugendherberge Piero Rotta liegt in der Nähe von der Messe Mailand-und auf der Fiera waren Sie doch, nehme ich an?
      .
      Mehrbettzimmer Damen, 22 €/Nacht und Person, con prima collazione.
      Insomma für 7 Tage = 154 €, verbleiben 76 € per vettovagliamento = 10,85 €/Tag. Wenn Sie beim Frühstück was in die Vuitton „wegpacken“ und das Gucci-Tuch drüberlegen bleibt noch was übrig für ein oder zwei ómbre in einer Bar.
      (DdH)

  16. Farbwahl
    Der Audi in grün war eine richtige Entscheidung. Ich habe 1978 meinen ersten Neuwagen bestellt. Einen Golf Diesel, Ausstattung LD mit rechtem Außenspiegel, Heckwischer und Scheinwerfer-Reinigungsanlage. Und das Auto wollte ich in grüner Farbe haben. Der VW-Verkäufer erklärte mir, ein grünes Auto wäre als Gebrauchter nicht zu verkaufen. Also wählte ich weiß.
    Damals gab es noch keine Leiharbeiter, deswegen hatte das Auto eine Lieferzeit von 12 Monaten, weil Bosch nicht genügend Verteiler-Einspritzpumpen herstellen konnte.
    Jedenfalls im Oktober 1979 kam das Auto. Ein Jahr später hatte es die ersten Roststellen, am Dach hinter der Heckklappe und an der Verschraubung zwischen Kotflügel und Radhaus. Die Kotflügel konnte ich nicht abschrauben, weil VW die Radhäuser vollgekleistert hatte mit einem Zeug, das heute kaum einer noch kennt: Mampe. Ein halbelastischer Kunststoff, der millimeterdick den Rost unter ihm verdeckte.
    Ein Lack-Experte erklärte mir später, dass weiße Farbe die geringsten Pigmentanteile besitzt, grün und orangerot dagegen sehr viele.

    Insofern: die Entscheidung grün war – auch ohne Sachkenntnis – richtig.

    • Gerostet hat der Wagen trotzdem, und zwar recht stark. Ausserdem ist mal bergab beu Bozen die Lenkung ausgefallen. Aber das lag nicht an der Farbe.

    • Mit unserem Kasimir...
      … in etwas dunklerem Grün, fiel auch plötzlich die Lenkung aus und ich bin sofort zu Haberstock’s Michel in die Werkstadt, die am Weg lag.Der erklärte mir den Ernst der Lage.
      Das Auto war mit Geranien für die Balkonbepflanzung beladen.Als ich dann sagte: Die Blumen hätte ich ja schon dabei gehabt, hat der Michel mich in den Senkel gestellt, das wäre nix zum Spaßen, ich solle an Mann und Kinder denken. Recht hatte er.

    • Bei uns war das vermutlich einfach die Überlastung bei der, wie soll ich sagen, sportlichen Kurventechnik meines Vaters in Zusammenarbeit mit dem noch nicht ganz ausgereiften Frontantrieb.

    • Mein Vater kaufte einen ... in dunkelbeesch. Es fuhr ihm ein Anderer hinein, er habe den Wagen
      nicht gesehen. Neues Auto, selbes Modell, Farbe gediegenweinrot, es fuhr einer hinein, er habe den Wagen nicht gesehen. Dritter Versuch, selbes Modell, signalgrün. Kein Unfall, mein Vater fuhr das Ding ewig, bis es kein Bleibenzin mehr gab und die Steuern für Katalysatornichtnachrüstbare drastisch angehoben wurden…

    • Liebe Frauke, mein Auto war grün,
      wenn auch so ein putziges Lindgrün und mich hat ein linksabbiegenwollender, gleichaltriger junger Mann in einem wirklich schreiend hellblauen Opel nicht gesehen. Den anthrazitfarbenen Wagen vor mir hat er vorbei gelassen, bei mir machte er dann auf meiner Spur eine Vollbremsung und ich kam trotz kräftig nach links steuern nicht mehr um ihn rum. Zwei Totalschäden.

    • Es gilt immer noch
      Grün wählen die intelligenten – aber nur als Autofarbe (fahre natürlich britisch Racing-Green :-;).

    • Ich glaube, das Ding...
      …hieß Zugseil, das gerissen war, sagte die Werkstatt.Ist fast 40 Jahre her.
      Bremsversagen stelle ich mir noch schlimmer vor.

    • @Philomena
      Zugseile für die Lenkung hatten früher die Seifenkisten. Echte Autos hatten schon immer Zahnräder mit oder „Schneckengetriebe“ als Lenkung.
      Zugseile gab es aber früher für die Bremsen.
      Ich habe mal von einem Bauern einen 57er Käfer geschenkt bekommen, „unter der Bedingung, dass ich ihn gleich aus seiner Scheune hole, wo er schon 30 Jahre lang steht“.
      Der sprang erstens noch an und kam „ohne Mängel“ durch den TÜV und dabei wurde ich noch gelobt, weil das 57er Modell „VW 1200 Export“ schon hydraulische Bremsen hatte, der 57er „VW 1200 Standard“ hatte noch Seilzugbremsen.
      Das beste Original-Ersatzteil war ein Holzstab mit Kerben, den man in den Tank stecken konnte, um den Füllstand zu prüfen. Da stand sogar noch die VW-Teilenummer drauf´. Damit habe ich mir oftmals den Spass erlaubt, bei VW einen neuen zu verlangen.
      Den gab es aber nicht mehr. Im Notfall hätte ich mir einfach einen neuen geschnitzt.
      Dafür wollte ich mal „einen Satz Bremsleitungen“ und als der Verkäufer mit 3 aus dem Lager kam, sagte ich: „Das sind glaube ich zuwenig“. Da ging er nochmal nach hinten und kam zurück mit 2 weiteren Schläuchen.

    • Ich bin doch technisch unbegabt,
      @ Mx, es war halt so, dass das Lenkrad sich im „Leerlauf“ befand. Eine Seifenkiste fuhr ich nicht.;) Besser ist wohl, dass ich mich zu Technischem nicht äußere?
      Ich kann aber bei Rasenmähern und Schneefräsen die Zündkerzen tauschen oder reinigen und wenn bei Letzterer die Schneckenbolzen mal abbrechen, kann ich sie ersetzen.Das hat mir der Simon von der Baywa alles erklärt, damit ich mir auch mal schnell selbst helfen kann.Batterie laden beim Aufsitzmäher ist auch kein Problem…

    • @Philomena
      Das war überhaupt keine Kritik. Ich wollte bloss vermeiden, das morgen auf SPON steht, in den 70ern währen wir noch mit Seilzügen am Lenker herumgefahren.

      Was man den Kindern heute über die jüngste Geschichte erzählt, nur um ihnen zu vermitteln, dass Rot-Grün und der Feminismus diese Welt quasi vor dem Untergang gerettet hätten, ist nämlich wirklich abartig.

      Beispiel 1: „Frauen durften bis 1974 nur mit Erlaubnis ihrer Ehemänner einer bezahlten Arbeit nachgehen“. Meine Mutter tat das seit 1963 und wenn sie meinen Vater hätte fragen müssen, hätte der ihr was gehustet.

      Beispiel 2: „Vergewaltigung in der Ehe ist erst seit 1997 strafbar“, es gibt deshalb junge Frauen, die glauben, es wäre davor an der Tagesordnung gewesen.
      Tatsächlich enthielt der § 177 des Strafgesetzbuches bis 1997 die Strafbarkeit „ausserehelicher“ Vergewaltigung. Das Wort „ausserehelich“ wurde 1997 gestrichen. Innerehelich war Vergewaltigung bis dahin als Nötigung und Körperverletzung strafbar, wurde aber nur auf Anzeige verfolgt, während dieser Tatbestand ab 1997 zum Offizialdelikt wurde, der Staatsanwalt also ermitteln muss, ob das Opfer das will oder nicht.
      Ob das besser ist, weiss ich nicht, unter anderem hatte Jürgen Trittin damals gegen diese Änderung, die einen Eingriff des Staates in die Privatsphäre des Menschen ist, gestimmt.
      Vor kurzem (d.h. vor 5 Jahren) wurde das in der Zeitschrift BRIGITTE aber so dargestellt, als hätten alle, die dagengestimmt hatten, Vergewaltigung in der Ehe befürwortet. Daran sieht man, wie mit Fake-News Propaganda gemacht wird und schon immer gemacht wurde.

      https://is.gd/ajN7q4

    • Wenn es so ist, dass Don an jedem Kommentar verdient...
      … schreibe ich glatt noch einen,@ Mx.
      Ich habe wohl großes Glück gehabt,weil mich das alles nicht tangiert hat. Seit 1964 bin ich, bis heute selbständig, anfangs mit meinem Mann zusammen.Ich sage immer, dass wir beide emanzipiert waren.

      2.)Was in Ehebetten los ist, wissen doch immer nur zwei. Wie will ein Richter da Beweise sammeln?

    • Liebe Philomena, tja, Ehebetten, aber nicht nur dort spielt(e) sich Solchervollzug ab.
      Obendrein kann/darf/soll/muss beispielsweise die Nachbarschaft auch Möglicherweiseungewolltakustischzeuge werden und damit könnten Richter durchaus was anfangen, fiesgrins…

    • Grün, Rot, Ausfall
      An Dons Dads grünem Audi fiel einstmals die Lenkung aus?

      Nun, an meinem roten fiel sie jüngst ebenfalls aus.

      Wer Sicherheit will, sollte unbedingt andere Farben wählen!

  17. vieles verwächst sich - aber nicht alles
    früher haben wir heimlich suchtartig Comics unter der Bettdecke gelesen, heute eben Smartphone und PC?

    Zum Teil sind diese Formen der Ablenkung wirklich vergleichbar. Zum Teil jedoch auch nicht.

    Ein Problem besteht immer dann, wenn eine anhaltende Flucht aus der Realität vorliegt, man ständig magisch vom Smartphone oder PC Spiel angezogen wird und nicht widerstehen kann. Ein Jugendlicher sagte mir mal: „glücklich fühle ich mich nur, wenn ich Computer spiele“, und hier geht’s gefährlich auf die PC Sucht zu. Ein Student erklärte seinen Eltern 7 Jahre lang er würde sein Studium absolvieren, er absolvierte jedoch nur die nächsten Level der Online Spiele, von Studium keine Rede.

    Und so ist das Problem vieler sozialer und PC Medien, dass sie uns dauernd positiv verstärken. Wir trainieren uns damit nicht gerade eine gute Konzentrationsausdauer an und wir haben auch zunehmend ein Problem Langeweile auszuhalten (als Quelle auch der Kreativität).

    Ob es wirklich zu Suchttendenzen kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Bei sozial isolierten, sozial ängstlichen und tendenziell depressiven Menschen sind die Medien eher eine Gefahr als für andere, die noch ein „normales“ Leben führen. Auch Menschen, die sowieso schon eher ungeduldig, impulsiv, konzentrationsgestört sind, sind wahrscheinlich stärker gefährdet. Auch weil diese Menschen Langeweile oft als verdammt quälend erleben und man Langeweile gut mit Smartphone etc vertreiben kann.

    Was immer hilft: Karenz von Smartphone u Co zumindest regelmäßig für einige Stunden. Z B Flugmodus. Wenn man der magischen Anziehung nicht widerstehen kann: z B große Metallkiste anschaffen, in die alle Elektronik reinkommt, zuschliessen und Schlüssel ins Auto oder einen anderen etwas entfernteren Ort. Dann gewöhnt man sich wieder ab, sich von den Dingern fremdbestimmen zu lassen.

    • Naja, zum Glück mache icg beruflich so viel davon. dass ich nicht mal ein Habdy mitnehme, wenn ich draussen bin. wirklich, ich weiss noch, wie süchtig Italiener von 20 Jahren nach dem Handy waren und wie schräg das heute wirkt.

    • Titel eingeben
      Unerbetener Rad-schlag:
      Kunstfigur kann alles. Realer RM sofern er alleine kraxelt und rast, moege besser ein Telephon mitfuehren, even ein Satphone.
      Kleine Stuerze koennen in den Bergen zum langsamen, harten und unnoetigen fruehen Tod fuehren.
      Gefahr des schnellen Bergtodes ist in ausreichendem Mass vorhanden.
      Oder Kram793 soll mitfahren und aufpassen.

    • Das Telefonino
      War anscheinend in Italien eher erschwinglich als bei uns. Als erstes nutzten es die Italienerinnen am Strand, notevole disinvolto. Diese kleine Wendung habe ich bei der Beschreibung einheimischen Federviehs, genauer: der Amsel, entdeckt.

  18. Make Neuschwanstein great again!
    Ich weiß. Das hat nun absolut nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun.
    Das ist sozusagen off topic. Aber es brennt mir doch auf der Seele.
    Vielleicht könnte man es also doch freischalten.
    Denn irgendwo beschäftigt es uns alle.

    Donald Trump hat das Korrespondenten-Dinner abgesagt.
    Muss einem das als Bayer nicht in der Seele weh tun?
    Frage ich jetzt als Franke. Eine Frage die an einen Mann geht der schon Sätze rausgehauen hat wie „Der Trump in mir ist stark“.
    Aber das Korrespondenten-Dinner? Abgesagt?

    Man stelle sich mal vor Horst Seehofer würde den Nockherberg absagen.
    Was wäre da in Bayern los. Selbst ich als Franke muss zugestehen, dass der Nockherberg ein Höhepunkt ist im politischen Leben Bayerns, Frankens und auch Deutschlands.

    Die Bayern sind ja gerade nicht berühmt für viele Dinge die ihnen hier in diesem Blog nach gesagt werden.
    Die Bayern sind eher berühmt für ihr Rebellentum, für typisch bayerische Anarchie. Für ihr gutes Bier und ihre eher laxe Arbeitsmoral.
    Dafür dass sie gerade nicht stramm stehen mit „der Hand am Hosenbund“. Sondern für ihr Plädoyer, den Herrgott mal einen guten Mann sein zu lassen.
    Das ist das sympathische, alte Bayern. Ein Haufen wilder Anarchos die einfach nur sie selbst sein wollen. Und ein gutes bayerisches Bier trinken.

    Das moderne Bayern ist preussischer als jeder Preuße. Pünktlich bei der Arbeit. Folgsam den Regeln des globalen Kapitalismus. Überzeugt von der eigenen Großartigkeit und immer „die Hand am Hosenbund“. Stramm stehend. Bier gibt es nur noch wenn die Arbeit zufrieden stellend erledigt wurde. Ziemlich langweilig.

    Dann das Genöle über Berlin (oder über Franken, denn wir Franken sind sozusagen die Faulenzer in Bayern, höhere Arbeitslosenquote, schlechtere Infrastruktur, abhängig von Geldern aus dem Münchner Umland…).
    Ziemlich uncool.
    Erstens war das Münchner Umland (und wir reden hier eher über München, als über Bayern) privilegiert durch die deutsche Teilung.
    Ohne die dt. Teilung hätten sich deutlich mehr Unternehmen in Berlin angesiedelt als im Münchner Umland. Ich denke das ist Fakt.
    Desweiteren hat natürlich Bayern jahrzehntelang glorreich profitiert vom Länderfinanzausgleich. Auch das ist wohl Fakt.
    Nur hat gerade die CSU Regierung dafür gesorgt, dass all der Geldsegen im Großraum München gelandet ist.
    Wir hier in Franken sehen jedenfalls eher wenig davon. Unser bayerischer Ministerpräsident fährt jedenfalls lieber nach Ungarn oder nach Russland als sich um die Industrie in Schweinfurt zu kümmern.
    Und auch unser bayerischer Finanzminister Söder lässt sich lieber vor der Skyline von Manhattan ablichten, als die fränkische Wirtschaft zu unterstützen.
    So sind wir als Franken verdammt zum Schicksal des Bittstellers.
    Unsere Wirtschaft boomt nicht so wie der Großraum München? Woran wird es liegen? Sicher nicht an der Unfähigkeit der CSU.
    Natürlich liegt es an unserer Faulheit!

    Die wirklich coolen Typen gehen heute nach Berlin. Denn dort herrscht heute genau der Anarcho Geist der (Alt-) Bayern womöglich einmal groß gemacht hat.
    Im Großraum München (von „Bayern“ kann hier wirklich nicht die Rede sein) herrscht nur stromlinienförmige Angepasstheit.
    Rebellentum ade.

    Im Großraum München lebt das moderne Preußentum auf.
    Man kann gerne schimpfen über das ach so schlimme Berlin. Nur warum schimpft mal als Bewohner des Großraums München nicht genauso über uns Franken?
    Sind wir nicht ebenso faul? Ist die Arbeitslosenqoute hier nicht etwa mindestens ebenso hoch (verglichen mit der Boomregion München) wie etwa in Hessen oder Südthüringen?
    Verdienen die Franken das überhaupt? Diese Unterstützung aus der Boomregion München?
    Wahrscheinlich liegt es daran, dass in Franken so viele Feministinnen leben.
    Das wird es wohl sein. Die ziehen uns alle runter.

    Scherz und Ironie mal beiseite.
    Ich mag (Alt) Bayern. Ich mag euch Typen da.
    Aber euer Größenwahn ist schon ziemlich weird.

    Der Nockherberg ist aber wohl tatsächlich klassisch bayerisch. Schöne Veranstaltung.

    Donald Trump (kein Bayer) hat eine ähnliche Veranstaltung in den USA nun abgesagt.
    Muss das einem (wirklichen) Bayer (keinem preußisch weichgespülten Bayer) nicht in der Seele wehtun?
    So wenig Sinn für Humor?

    Ich würde mir wirklich wünschen, dass dieser Beitrag freigeschaltet wird. Ich habe ein wenig getippt und so ganz schlecht ist der Beitrag wahrscheinlich auch nicht.

    Als Leckerli zum Abschluss noch ein Song vom Nockherberg:

    https://www.youtube.com/watch?v=eHdjYLBzX4Q

    • Freischalten ja, antworten eher nicht, ich kann damit nichts anfangen. Was soll das sein?

    • Ja, mein Lieber...
      … und Neuschwanstein liegt im Allgäu.
      Franken hatte Grundig,Seltmann Weiden, Arzberg etc. Soo vernachlässigt wart ihr nicht.Hier ist Ergee und Seidensticker auch perdu, was nun Tec-Betriebe beherbergt.

      Was den LFA betrifft: Insgesamt hat Bayern bereinigt 4 Mrd.€ erhalten und zahlt seit Längerem über 5 Mrd. jährlich.

      Übrigens waren wir hier nie gefördertes Zonenrandgebiet. Schließlich sind wir nur von Vorarlberg und dann der Schweiz umzingelt.Und sind Sie mal ehrlich, im TV und Radio habt Ihr die Vormachtstellung bis zum Abwinken.

    • Titel eingeben
      Donald T hat seine Teilnahme an diesem Derbleckn abgesagt, nicht das Dinner. Er hat allen einen schoenen Abend gewuenscht.
      Infos gibt es auf Twtr und gab
      GEZ und SZ sind „obsolete“

    • Trump ein Bayer?
      „Donald Trump (kein Bayer) hat…“

      Kallstadt, Heimat von Trumps Vorfahr Friedrich, war zur Zeit der Ausreise bayrisch. Friedrich wollte sich u.a. vor dem bayrischen Miltitärdienst drücken.
      Trump hat also zumindest bayrische Eltern.
      ….
      Brief des Bezirksamtes Dürkheim an das Bürgermeisteramt in Kallstadt vom 27. Februar 1905:

      „Dem derzeit in Kallstadt befindlichen amerikanischen Bürger und Rentner Friedrich Trump ist eröffnen zu lassen, dass er längstens bis zum 1. Mai lfd. Jrs. das bayerische Staatsgebiet zu verlassen, andernfalls aber seine Ausweisung zu gewärtigen habe.“

      http://www.swr.de/swraktuell/rp/kaiserslautern/wie-donald-trumps-grossvater-bordellbetreiber-wurde/-/id=1632/did=17872442/nid=1632/ve9e7k/index.html

    • Solange
      der Hausherr die Franken hat, haben die Schwaben Ruhe.

    • Make Karl den Großen great again!
      @ Philomena

      „Ja, mein Lieber…
      … und Neuschwanstein liegt im Allgäu.“

      Das ist mir durchaus bewusst. Ganz so unwissend bin ich nicht.
      Das war nur eine launige Polemik zu später Stunde.

      Nur wenn man von Bayern redet, dann sollte man halt auch nicht nur die „Ostküste“ betrachten sondern auch die „Flyover states“ oder den Rust Belt Bayerns.
      Auch in Bayern ist halt nicht alles Gold was glänzt.

      Man macht sich hier Gedanken darüber warum Menschen im Mittleren Westen Trump gewählt haben. Und führt als Grund an die Deindustralisierung, den Wegzug von Menschen und das Gefühl sich grundsätzlich nicht wahrgenommen zu fühlen von der Schickeria der Ostküste.
      Dazu wollte ich einfach eine launige Polemik schreiben.
      Denn als Franke kann man durchaus ähnliche Gefühle hegen. Und das aus ebenfalls guten Gründen.
      Was nutzt es mir als Bürger des Bundeslandes Bayern wenn mir erklärt wird wie gut es Bayern doch geht? Und dass das mit diesen oder jenen Gründen zusammen hängen würde? Wenn ich diese Erfahrung so per se nicht teilen kann?
      Berlin geht es heute finanziell deutlich schlechter als dem Großraum München weil es die deutsche Teilung gab und weil viele Firmen bereits in anderen westdeutschen Städten Standorte unterhalten.
      Das hat meiner Meinung nach wirklich nichts damit zu tun, dass in Berlin nun die Sozis regieren oder die Linkspartei. Die Linkspartei würde es ohne die dt. Teilung jedenfalls in dieser Stärke heute kaum geben.
      Hamburg oder Frankfurt am Main würden ohne die dt. Teilung heute ebenfalls kaum diese Stärke besitzen.
      Das hat mit Politik wenig zu tun. Die wirtschaftliche Stärke Münchens ist eher das Ergebnis bestimmter historischer Ereignisse als das Ergebnis toller CSU Politik.
      Jedenfalls nicht so wie es hier teilweise dargestellt wird.

      Da muss ich einfach sagen: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Auch in Altbayern.

      Ich habe auch nix gegen die Bayern. Ich mag nur eben eher diese alte romantische Vorstellung. Die Bayern als ein gemütliches Anarcho Völkchen, das den Piefkes aus Berlin ihre ziemlich unkapitalistische Gemütlichkeit entgegen setzt.
      Thomas Mann hat sich nicht umsonst in München nieder gelassen. Heute würde er vielleicht eher nach Berlin ziehen.
      Und auch in den Buddenbrooks gibt es diesen netten kauzigen Permaneder der sich recht wenig schert um hanseatische Gepflogenheiten.
      Die Gefühlswelt Frankens ist dann eher Thema im Dr. Faustus mit Adrian Leverkühn usw.
      Ich lese diesen Blog erst seit recht kurzer Zeit und habe mich deshalb (@ Blogherr) zu dieser launigen Polemik hinreissen lassen.

      Noch nagen wir in Franken nicht am Hungertuch.

    • Trump ein Bayer?
      Vielleicht ist der Trump-Narrativ aus Kallstadt ja nichts als Fake-News. Der bei der Immigration von den amerikanischen Behörden von der Passagierliste seines Schiffes übernommene Name des Grossvaters lautet nämlich „Friedrich Trumpf aus Kallstadt/Germany“ und weil das auf Englisch zufällig „Trump“ heisst, klingt das viel logischer als ein Bayer aus Kallstadt, der einen amerikanischen Namen hat, der auf Deutsch nichts bedeutet.

    • Von einem der auszog hinter jedem Busch Fake News zu finden
      @ Mx

      „Schon sein Vater Fred hatte es womöglich nicht so mit der Heimattreue: Über Jahrzehnte hielt sich das von der Familie selbst gestreute Gerücht, die Trumps hätten schwedische Vorfahren. Das sollte in den Jahren nach dem Krieg, als die Deutschen in Verruf geraten waren, die Geschäfte am Laufen halten. Erst als der schwedische Ort Karlstadt stolz ein Museum errichten wollte, kam heraus: Nein, Opa Friedrich war 1885 aus Deutschland ausgewandert. Und er hieß auch schon immer Trump, nie Drumpf, auch wenn sich diese Falschinformation hartnäckig hält.“

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article145558110/Donald-Trump-King-of-Kallstadt.html

      Die Fake News hat also Trump selbst verbreitet.

    • @Bleistift
      Hier der Link zum Origional US-Immigration Document der mit dem Dampfer EDER am 19. Oktober 1885 über New York eingereisten Passagiere. Zeile 16: „Friedr. Trumpf, Germany“.

      Der Immigration Officer mag sich ja verschrieben haben (wobei Immigration Officers in den USA eher Englische aus deutschen Namen machen und nicht umgekehrt), dann bliebe noch zu fragen, warum Friedrich Trump ihn nicht korrigiert, des Lesen und Schreibens war er ja zweifellos mächtig. Egal wie, „Fake News“ ist das keineswegs.

      Beweisen SIE, dass die Trumps aus Kallstadt, oder wer immer dort behauptet, Trumps Vorfahren zu sein, das auch tatsächlich sind oder ob dort 1885 nicht auch eine Familie Trumpf lebte. Bitte mit Primärquellen*, wie ich es gemacht habe.

      Die Verwechslung von Kallstadt in Deutschland mit Karlstadt in Schweden stammt übrigens von einem US Magazin, ich glaube es war „Vanity Fair“. Wenn Sie DAFÜR die Primärquelle brauchen: die finde ich auch wieder.

      https://is.gd/LDyBTu

      *: Ich weiss, das „WikiPedia keine gute Primärquelle ist, aber wenn sie Kopien von Originaldokumenten zeigen, können sie eigentlich nichts kaputtmachen.

    • Korrektur
      Das ist Zeile 19, nicht 16, obwohl „16“ danebensteht. Nicht, dass Sie wieder sagen, das wäre „Fake News“.

    • Sie sind da einer ganz großen Sache auf der Spur
      @ Mx

      Jetzt bin ich echt mal beeindruckt. Unglaublich was für ein Gewese man machen kann wegen eines einzigen Buchstabens.
      Ich werde Ihnen gar nichts beweisen. Das kann ich auch gar nicht. Denn offensichtlich sind Sie leicht paranoid.
      Mal ernsthaft: Nennen Sie mir doch einen einzigen vernünftigen Grund für Ihre Verschwörungstheorie.
      Wieso sollte die Herkunft Trumps ein solches Mysterium sein? Glauben Sie etwas sein Opa war der Göttervater Zeus persönlich?

      Also beweisen kann ich Ihnen das nicht. Denn Verschwörungstheoretikern kann man nichts beweisen. Das ist Glaubenssache.

      In dem von mir verlinkten Artikel steht aber folgendes:

      „Fritz Geissel beispielsweise, Großcousin von Donald Trump. „Ein paar Bilder und Urkunden sind schon noch da. Aber einen Kontakt zur New Yorker Clique gab es nie.“ Etwas reger war der Austausch mit einem Cousin von Donald, dem einst in Heidelberg stationierten Amerikaner John Walter. John war vor ein paar Jahren mal zu Besuch in Kallstadt und hat das Haus seines Großvaters fotografiert. „Aber über Donald haben wir bei der Gelegenheit nicht gesprochen“, sagt Geissel.

      Simone Wendel ist Filmemacherin, und keiner kennt sich in der skurrilen Geschichte um Kallstadt und Trump besser aus als sie. Denn die gebürtige Kallstadterin, die heute in Mannheim lebt, hat sogar einen Kinofilm gedreht über ihr Dörfchen an der Weinstraße, aus dem zwei der berühmtesten amerikanischen Selfmade-Millionäre abstammen. Wie viele Kallstadter ist die fröhliche Kreative mit Trump verwandt, über zig Ecken und Kanten. Vor allem aber: Sie ist die Einzige im 1200-Seelen-Ort, die Donald Trump tatsächlich schon selbst getroffen und gesprochen hat.

      Für ihr Filmprojekt „Kings of Kallstadt“, das im vergangenen September Premiere hatte, empfing sie der 69-Jährige in seinem Trump-Tower, zunächst nur zögerlich und distanziert. Und auch für die vereinbarten zehn Minuten war einiges Zureden durch Cousin John Walter nötig. Aber offenbar erwischten die Wein- und Kuchengrüße aus der Heimat, die Simone Wendel nach Manhattan schleppte, all die Bilder vom Trump-Haus, die Fotos vom Großvater und seiner schönen Gattin Elizabeth den Tycoon an einer weichen Stelle. Der zunächst so geschäftsmäßige Magnat habe nicht nur zu lächeln begonnen, erinnert sich Wendel, er verlängerte die Audienz sogar auf 45 Minuten. Und sagte schließlich ganz brav in die Kamera: „Ich bin stolz, dieses deutsche Blut zu haben. Keine Frage. Tolle Sache!“

      Er wolle den Ort sogar besuchen, sollte es ihn nach Deutschland verschlagen, versprach er in die Kamera. Dann müsste er sich aber an einiges gewöhnen, zum Beispiel daran, dass man „Trump“ hier spricht, wie man’s eben schreibt: mit U, nicht wie „Tramp“. Und dass ihm jeder versuchen wird, ein Schöppchen Wein in die Hand zu drücken. Ohne Wein geht nichts in Kallstadt. Aber Donald trinkt nicht, keinen Wein und überhaupt keinen Alkohol, so beschied er Simone Wendel. Auch die Linzer Torte, die eingeflogen worden war zum erhofften Familienkaffeeklatsch, machte ihn nicht schwach. Das Gebäck bekamen die Sekretärinnen.“

      Wissen Sie, mir persönlich genügt das. Aber wer natürlich an die ganz große Weltverschwörung glauben will, dem kann man ohnehin nur schwer helfen.

      Ich bin aber echt beeindruckt. Wegen eines einzigen Buchstabens ein solches Theater. Nicht schlecht. Sie haben es in die Top Ten meiner Lieblingsverschwörungstheoretiker gebracht.

    • Titel eingeben
      @ Mx

      „Das ist Zeile 19, nicht 16, obwohl „16“ danebensteht.“

      In diesem Dokument steht wörtlich „Friedr. Trumpf“.
      Das lässt darauf schließen, dass da ein Name aus einem vorhandenen Dokument übernommen wurde.
      Denn die Einreisebeamten sprechen naturgemäß eher selten Deutsch und wissen deshalb nicht wie ein Name korrekt abgekürzt wird.
      Trump selbst dürfte bei seiner Übersiedlung ebenfalls nicht ein Wort Englisch gesprochen haben so dass er dem Einreisebeamten gar nicht klarmachen konnte wie er heißt.
      Die Schreibweise deutet darauf hin, dass hier ein vorliegendes Dokument einfach nur übernommen wurde.
      Ihr Einwand Trump hätte das korrigieren können scheitert an den vermutlich vorhandenen Sprachbarrieren.

      Der Fehler wurde also vermutlich schon in Europa gemacht wo Trump ein fehlerhaftes Dokument ausgestellt wurde.

      Für deutsche Ohren klingt der Name Trumpf nun mal wahrscheinlicher als der Name Trump. Darauf haben Sie selbst hingewiesen. Obwohl Ihnen ein einfacher Blick auf die Homepage des Telefonbuchs reichen müsste. Es gibt in Dtl. tatsächlich Menschen die Trump heißen.

      Ich denke das ist alles.

      Oder wollen Sie ernsthaft behaupten es hätte einen Friedrich Trumpf gegeben und einen Friedrich Trump? Beide sind in die USA ausgereist? Wahrscheinlich noch im gleichen Jahr?
      Und die Journalisten stellen nun eine fehlerhafte Verbindung her.
      Friedrich Trump statt Friedrich Trumpf?

      Da müssten Sie mir schon erklären was an diesem Friedrich Trumpf so geheimnisvoll war, dass man seine Verwandtschaft mit dem heute existierenden Donald Trump zu verheimlichen sucht.

      Das macht für mich absolut keinen Sinn.

    • Grau ist die Theorie, heiter die Kunst
      Ziemlich viel Theorie, was Sie da haben. Das dürfen Sie natürlich auch. Sie müssen nur den anderen zugestehen, ebenfalls Theorien zu äußern, die mit der Ihrigen nicht übereinstimmen.
      Das mit: „Von einem, der auszog hinter jedem Busch Fake News zu vermuten“ und so zu tun, als sei man im Besitz des Steines der Weisen, ist nicht nur schlechter Stil, sondern auch einfach nur lächerlich, wenn man nichts davon belegen kann.
      Ich kenne den Film „Kings of Kallstadt“. Allerdings werden auf YouTube auch Außerirdische, Seeungeheuer, der Geist von Adolf Hitler auf einem Hochzeitsphoto und viele andere übersinnliche Erscheinungen „bewiesen“.
      Meine Meinung: Mit Filmen oder Videos kann man garnichts beweisen. Schauen Sie sich doch mal alte Propagandawochenschauen an, was da alles „bewiesen“ wird. Dagegen sind die heutigen Tricktechniken nahezu perfekt. Da kann man noch mehr beweisen.

      Zum Rest: Im Telefonbuch der Stadt Köln gibt es 6 „Trumps“ und 5 „Trumpfs“. Für Berlin ist das Verhältnis 5 : 5. Das ein Vorfahre der „Trumpfs“ mit einem der „Trumps“ verwechselt wurde, halte ich deshalb für möglich.
      Wenn mir jemand erzählen würde, ich hätte einen Milliardär als Onkel, würde ich nämlich auch nicht „nein“ sagen.
      Meine Vorfahren hiessen „Bartels“, „Gutemä genannt Bartels“, „Jellinek“, „Marx“ und „Huster“. Einer der Husters wanderte nach Batavia aus und heisst jetzt angeblich „Heesters““. Meinen Sie, da können keine Verwechslungen vorkommen?

    • Lieber Bleistift
      der bereits erwähnte Verwandte „Wilhelm Gutemä genannt Bartels“ wollte um 1820 seinen Namen in „Bartels“ ändern. Dazu benötigte er die Erlaubnis der katholischen Kirche und des Königs von Sachsen. Diese bekam er auch. Im Genehmigungsschreiben wurde festgehalten, dass es den bereits verheirateten Kindern von Wilhelm Gutemä genannt Bartels freigestellt sei, sich ebenfalls in Bartels umzubenennen oder den alten Namen weiter zu führen.
      Das 70 Jahre später ein Herr Trump mit einem echten deutschen Reisedokument unterwegs ist, auf dem sein Name falsch buchstabiert wird, halte ich für völlig ausgeschlossen, alle anderen Theorien (auch die Ihre, mit eben dieser Ausnahme) bis zum Beweis des Gegenteils für möglich.

    • Titel eingeben
      @ Mx

      „Das 70 Jahre später ein Herr Trump mit einem echten deutschen Reisedokument unterwegs ist, auf dem sein Name falsch buchstabiert wird, halte ich für völlig ausgeschlossen…“

      Der Name wird auf der Liste die Sie verlinkt haben abgekürzt. „Friedr. Trumpf“. Das legt nahe, dass Herr Trump oder Herr Trumpf kein offizielles Papier vorgelegt hat. Denn auf einem offiziellen (von den Behörden ausgestelltem) Papier wäre der Name ausgeschrieben worden. Jedenfalls wenn man heutige Maßstäbe anlegt.
      Da niemand genau weiß unter welchen Umständen das damals abgelaufen ist kann man nur wild spekulieren.
      Gut möglich, dass der Schiffskapitän dem Einreisebeamten eine Passagierliste vorgelegt hat und der die dann nur abgeschrieben hat. Und ein Schiffskapitän kann sich sehr wohl mal vertippen.

      Weiter oben haben Sie noch behauptet der Name Trump sei ein amerikanischer Name und würde auf Deutsch nichts bedeuten.

      Ich finde Ihre Vergleiche mit der Reichspropagandaschau auch schon ziemlich an den Haaren herbei gezogen.
      Offensichtlich glauben Sie rein gar nichts von dem was die Medien berichten. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich erschreckend.

      Denn was soll an diesem Donald Trump denn so toll sein, dass man seine Herkunft bewusst verschweigt? Warum sollten die Medien ganz bewusst eine falsche Fährte legen?
      Glauben Sie der „wirkliche“ Vorfahr von D.T. war ein Heiliger? Oder ein Halbgott? Ein Alien gar?

      Bilden Sie sich ein Donald T. sei eine gottgleiche Gestalt die aus den Höhen des Götterberges Trump Tower herab gestiegen sei zu uns armen Erdlingen um uns die Erleuchtung zu bringen?
      Ihre Weigerung Donald T. eine menschlich allzumenschliche Herkunft zuzubilligen erinnert mich an den Führerkult in Staaten wie Nordkorea.
      Auch dort wird die Herkunft der Führerfamilie bewusst im Dunkeln gelassen Und wenn mal was veröffentlicht wird sind es göttergleiche Fabeln.

      Der Trumpismus erinnert tatsächlich in vielen Bereichen eher an sozialistische Verhältnisse als an liberal-rechtsstaatliche. Ich fühle mich da wirklich stark an Venezuela erinnert.
      Diese Kritik via Twitter an einzelnen Unternehmen. Die Bezeichnung von Medien als „Feinde des Volkes“. Den Versuch die heimische Wirtschaft durch gezielte Maßnahmen vor unliebsamer Konkurrenz zu schützen usw.
      Wenn man das mal zu Ende denkt, dann werden die Amis früher oder später alle nur noch Trabi fahren.

      Sorry, Donald T. ist ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und er hat ganz irdische Vorfahren. Die Medien sind nicht die Feinde des Volkes sondern sie sichern das Funktionieren der Gewaltenteilung und sie verhindern Korruption und Vetternwirtschaft.

      Donald T. ist nicht Hitler. Aber vielleicht Göring?
      Ein aus Würzburg stammender erklärter Nicht-Deutscher und Neu-Amerikaner der in Stanford lehrt legt das jedenfalls nahe.

      Hier der Link:
      http://blogs.faz.net/digital/2017/02/25/hermann-goering-inbegriff-des-faschismus-und-die-unmoeglichkeit-geschichtlicher-wiederkehr-1180/

  19. Der Weg von Kindern
    Leider ist es so, dass die Beteiligung bei WhatsApp und dergleichen mehr auf ewige Zeiten gespeichert und mit der Person verbunden sein wird. Nichts mehr mit lässlichen Jugendsünden.

    Zu Äusserungen und der Verknüpfung der Daten gabs übrigens schon Ende der Neunziger einen warnenden Beitrag in „Bilder und Zeiten“ der Samstags-FAZ. Damals in Bezug auf Recherchierbares in NewsGroups.

    Also neu ist das alles nicht, wenn auch die datenauswertenden und – verknüpfenden Methoden neuerer Herkunft sind.

    —–

    Meine AOL-Chat-Erfahrungen können Sie mir nicht madig machen, im City-Talk-Köln gings vergnügt, ernsthaft und meist gesittet zu. Ins Reale haben wir es oft genug geführt. Die Zeit und die Möglichkeit abendlicher Entspannung im Kreise überwiegend Fröhlicher vermisse ich nun wirklich.

    • Ich will keinem etwas madig machen, sondern nur auf die Moden der Zeiten hinweisen.

    • Signal
      Gehens auf Signal werter cgn und waehlen verschwindende Nachrichten. Signal ist Zuckerfrei und lt Faz von Snowden empfholen.
      Lets leave whatsapp

    • Danke
      Madig machen war wohl der falsche Begriff, entschuldigen Sie bitte, ich weiß ja, dass Sie ein kritischer Chronist sind.

      Meine Erfahrungen bei und mit AOL waren halt äusserst gut :)

      —–

      Danke für den Hinweis auf Signal. Ich selber habe bisher zwar kein WhatsApp und dergleichen, aber ich werde mich einmal damit auseinandersetzen. Manchmal möchte man ja doch einen raschen Gruß senden.

  20. Ich habe als älteres Kind , als die Comic-Phase am ablaufen war,
    mein Zimmer mit zerschnittenen Comic-Geschichten tapeziert. Meine Eltern waren darob eher ratlos, und dem Ergebnis gegenüber negativ eingestellt.

    Später bekam ich eine giftgrün-orange Jugendzimmereinrichtung, ja, so waren die Siebziger und die Eltern darin .
    Die habe ich erst vor kurzem entsorgt, OBWOHL sie einer jungen Frau gefallen hätte, zum Entsetzen ihres Gatten und ihrer Eltern.

    Das Zeug stand jahrzehntelang in einem Kellerraum, um darin Plunder zu lagern.

    Gottseidank war die Garnitur nicht gut zu zerlegen, und so (Uff!) wurde entsorgt, und nicht wiederverwendet.

    Mir hat die Einrichtung damals gefallen, aber ich war auch dreizehn,vierzehn, und in den Siebzigern.
    Was meine Eltern geritten hat ?

    Wohl die Konzession an den damaligen Zeitgeschmack.

    Heute habe ich die dänische Systemwand meiner Eltern aus 1963 in Gebrauch, Vollholz, da trägt ein Brett so viel, wie 40cm Ikea.
    Und schaut im Prinzip aus wie neu.

    Und immer wieder kommt der Zeitgeschmack vorbei, wie das Wirtshaus im Lied vom Fredl Fesl, und mag das Zeug.

    Dann wieder nicht, usw.

    Mit richtigen Antiquitäten kann ich nicht prunken, das hatten wir nie, und so wollte ich auch nie wohnen.

    In so etwas muß man aufgewachsen sein, oder es wird künstlich.

    Ich bin ja kein Museumswärter.

    Es gibt viele schöne, alte Stücke, und ich bin SEHR für deren Bewahrung und Pflege, je kenntnisreicher, umso gut, aber ich mag die Arbeit nicht machen, und nicht dauernd auf Unwiederbringliches ,,aufpassen“ müssen, wie ein Kind, das so ein Trumm oktroyiert kriegt (und sei vursichtig damit, und pass fei jo schee auf drauf, dass‘ koane Pecka kriagd!)
    Dann lieber grün-orange durch die Siebziger mit Anschlußverwendung und nachmaliger Entsorgung.

    • Ich bin in so etwas aufgewachsen, meine Grossmutter hatte sehr viel davon und ich habe darum gekämpft, dass das alles erhalten bleibt. Mit dem Ergebnis, dass ich für den Tegernsee nur einen einzigen Schrank neu kaufen musste.

    • „giftgrün-orange Jugendzimmereinrichtung"
      ?

      Tja, wenn Sie in so was aufgewachsen sind, dann allerdings sind Sie auf alle Zeiten von jeglicher Verantwortung freizusprechen für die gelegentlichen Tourette-Attacken :–)

      Dass Kinder sich so was aussuchen, mag noch angehen, aber ihnen die Zimmer so einzurichten. Mei, die Siebziger …

    • Ja, es ist , wie mit der Landwirtschaft- man muß damit aufgewachsen sein, um
      es sich anzutun.

      Mia mochn des aso-

      I Friß des Schweinane und des aunda Fleisch, und Sie passn aufs oide Zeig auf !

    • Eines muss man allerdigs...
      …auch sagen,Don, wenn ihre Großmutter diese Sachen weitergeben konnte, hatte sie auch das Glück, nie ausgebomt oder vertrieben worden zu sein.Das gehört meiner Meinung nach zur Betrachtung dazu.
      Nix für ungut.

  21. Grün
    Mal wieder ein feiner Genuss, dieser Text.
    Aber eines muss ich schon sagen: bei unserem dunkelgrünen Renault 16 Bj. 74, in dem die Familie gelegentlich zu 8 unterwegs war, ist nie die Lenkung ausgefallen!

    • Der Audi war ein montagsauto, aber wir Kinder fanden die Abfahrt spannend und verstanden nicht, wieso wir dann in den langweiligen Zug umsteigen mussten.

    • Die Lenkung nicht, aber dafür die Bremse
      Jedenfalls fiel die beim R16 meines Vaters innerhalb weniger Jahre gleich 2x aus. Die Kisten aus den 70ern hatten alle ihre Macken, und nicht wenig. Opel war recht haltbar, sowie Toyota und Nissan, wenn man vom allgegenwärtigen Rost mal absah. Deren Dauerhaftigkeit läßt sich heute noch in Griechenland bestaunen.

  22. Wo hat Don nur diese Fotos gemacht?
    Als ich den Kissenbezug sah, mußte ich an Claudias „Jacke von Dresden“ denken, gut, die hatte sie auch schon in jenen Labermöchtegernvolkserziehungssendungen an (hui, da ist aber ein langer roter Fingerzeig drunter). Aber, Don, die räumliche Nähe der ursprünglich claudiaschen Herkunft zu Ihrem Polsterer mag diese Möglichkeit durchaus eröffnen.
    .
    Aber was nun gar nicht in Verbündung mit Biedermeier geht, ist dieser wahrnehmungspsychologisch grenzwertige Sitzbankbezug (von Sofa kann keine Rede sein), den der Polster hier hoffentlich nur zur Anschauung aufgelegt hatte. Dieser Stoffbezug auf einem Biedermeiermöbel würden die Herren Ottomeyer und Dobler von Kunst & Krempel sicher zu Schnappatmung veranlassen.
    .
    Ach ja, die Farben. In den Mitsiebzigern fand ich die Camping-VW-Busse in Taigagrün als erstrebenswert (heute würde man das g-Wort benutzen, was damals noch ausschließlich einem zielgerichteten Erregungszustand zugeordnet war). Die Farbe „Taigagrün“ ist wohl eine Wortschöpfung von xxxxx-wagen, den sie ist nicht RAL-gelistet. Wir wollten mit unserer angemessen großen Kinderschar reisen, nach Benelux und Norden zog es uns, zuvor nur im maisgelben Fiat 128, der, im Gegensatz zum VW-Bus, schon beim 2. TÜV-Termin in Ulm unangenehm auffiel. Immer mit Zwischenstation bei Omma und Oppa in Essen. VW-Busse auf dem Gebrauchtmarkt waren übrigens in Zeiten der christusbehaarten und dürren Indien-Afghanistan-Goa-Reisenden sehr rar.
    .
    Einen Neuen in dieser g-Farbe konnten wir uns nicht leisten. Was blieb, war ein Gebrauchtmodell der Bundeswehr, über die Verwertungsgesellschaft des Staates, bei dem man nach 1989 auch die Einrichtung von Erich und Margots Seelower Atombunkerausstattung erwerben konnte. „Pkw 8 Sitze“, so hieß der bei der Bundeswehr,
    VW T1 RAL 6014, Gelboliv, aber schon das Nachfolgemodel, T2 glaube ich, also mit ohne geteilte Frontscheibe. Ein ehemaliger Funkwagen voller Befestigungsschienen für Funkgerödel und Waffenhalterungen. Nach und nach mit Eigenmittel und Bauteilen von Westfalia zu einem veritablen (na ja, man war damals nicht verwöhnt und noch jung) „Fahr-und Schlafmobil“ umgerüstet. Nach jedem zweiten Unterwegstag wurde aus Gründen der Hygiene ein Campingplatz angefahren. Alles noch ohne Handy und Navi, nur mit einem jener faltbaren Geographiehilfen. Mangels Equipment und Zeit blieb das olivfarbene Pobelgrün bis zur Weiterveräußerung nach 8 Jahren in 1985. Meine Frau konnte sich fast nicht trennen. Er war ihr durch die Fahrdienst-Herumkutscherei von bis zu 15 Kindern aus dem Freundeskreis unserer Kinder zu Geburtstagen oder in den Europapark sehr ans Herz gewachsen.
    .
    Entschuldigung für die Abschweifung.
    (DdH)

    • Schon ok.

      So ist das, in der Jugend suhlt man sich im Schlamm und im Alter regt man sich über einen gewagten Bezug des Biedermeiersofas auf.

    • Eine ehrliche Meinung
      Der auf den Fotos sichtbare, sich gerade in Bearbeitung befindende Sitzbezug für das Biedermeiersofa darf nicht mehr als „grenzwertig“ durchgehen! Es handelt sich um eine klare Geschmacksverirrung und muss auch als solche benannt werden dürfen, da würde mir selbst der Freiherr von Knigge recht geben!

      Ich empfehle dringend die Lektüre von Adolf Loos: „Ornament und Verbrechen“ aus dem Jahre 1908 oder 1910. Seit dieser intelligenten Schrift darf als bewiesen gelten, dass Biedermeiermöbel mit geradlienigen oder quadratisch-rechtecktigen Ornament- oder Musterapplikationsbezügen das gebildete und allgemein-bürgerliche Geschmacksempfinden nur enervieren kann.

      Vielleicht sollte man den Raumausstatter vorsichtig befragen, ob das wirklich sein ernst sei, und wenn es sich nicht um einen solitären, beratungsresistenten Kundenwunsch handelt, schleunigst den Raumausstatter wechseln. Toleranz hin oder her, aber das geht wirklich gar nicht!

    • Sofabezüge
      Herr Gnadenbrotler, Sie haben ja so recht. Ich hatte ein Biedermeiersofa aus Mahagoni gekauft und wählte einen dunkelroten Stoff mit güldenen Elementen, weil sich der Polsterer weigerte, einen schwarzen, in sich gestreiften Stoff zu nehmen. Das Sofa war sehr schön und fürchterlich unbequem, ich habe es recht schnell wieder verkauft.

    • @Frau Simon
      „Wollen wir nach oben gehen? Oder bevorzugen Sie dieses, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, höllisch unbequeme Sofa?“
      (Vicomte de Valmont in Gefährliche Liebschaften)

      Stilmöbel halt. Die waren schon zu ihrer Zeit nicht bequemer.

    • Samsara, auf den Dingern konnte man wohl nur
      mit Korsettstangen halbwegs sitzen. Das Sofa zwang zu einer aufrechten Haltung auf nicht allzu tiefer Sitzfläche, also nichts, um gemütlich zu lümmeln.
      Es gibt sehr feine Biedermeiersofas, aber sie sind alle so unwirtlich.

    • VW Bus
      Ich hatte mitte der 70er in Ulm einen VW T1 von der Post gekauft, VW-Bus mit 1200er Käfer Motor, 34 PS, geteilter Frontscheibe und bei Gegenwind nicht in den 4. Gang (DM 600.-).
      Die Inneneinrichtung hatten wir uns aus selbst auf einer Baustelle geklauten Schaltafeln zusammengesägt und die Polsterbezüge waren einzigartig: gefertigt aus der geklauten Deutschlandflagge des II. Korps der Deutschen Bundeswehr (Ulm, Kienlesbergkaserne).
      Das gab bei den Kontrollen, die während der Schleyer-Entführung ziemlich häufig waren und denen wir offensichtlich durch gezieltes „Racial Profiling“ regelmässig zum Opfer fielen, immer grosses Hallo und viele Fragen, auf die wir wie immer keine Antwort wussten.
      Der Liter Benzin kostete damals 50 D-Pfennige und wenn ich heute noch alte Bilder oder Filme aus dieser Hippie-Zeit sehe, dann scheint die ganze Welt damals nur aus Haaren bestanden zu haben. Haare waren überall drauf und überall drin, es ist mir völlig unerklärlich, wie wir das damals überlebt haben.
      Ich trauere dieser Zeit in keinster Weise nach. Nur eines hat sich zum Negativen entwickelt: die sogenannte „Weiblichkeit“. Die Mädels sind heute dermassen unter der Fuchtel der Kampfemanzen, das ihnen jegliche Weiblichkeit abhanden gekommen ist.
      Das irgendwann irgendjemand den traditionellen Lebensentwurf des Mannes (Buckeln bis zum Umfallen, 8 Stunden pro Tag, 5 Tage die Woche, 50 Jahre des Lebens) zur Quelle jeglicher Glückseligkeit erklärt und noch schlimmer: jemand diesen Quatsch glaubt, hätte ich mir nie träumen lassen. Ich jedenfalls hätte gerne darauf verzichten können. Leider fehlte mir dazu das Startkapital oder die kriminelle Energie. „Weiblichkeit“ ist das einzige, das ich in der neuen Zeit vermisse, aber ich bin halt nur ein alter weisser Mann und habe keine Ahnung von sowas-

      In untenstehendem YouTube Clip einer Modevorführung sollten Sie bitte auf den Gesichtsausdruck und den Gang der jungen Frauendarstellerinnen achten. Soetwas bezeichnet man heute als „weiblich“ (und wir haben über „Tank Girl“ früher noch gelacht).

      https://is.gd/AVVVKT

    • Lieber Mx, da wird Cameltoe dann endlich gesellschaftsfähig, breitestschmunzel:
      http://www.yourepeat.com/watch/?v=-z-TsVOz53Y&start_at=60&end_at=63

  23. Ich entschuldige mich vorab
    Aber ich muss ein politisches Ding aus diesem Thema machen. Es ist mir nämlich ein Rätsel, warum es erwachsene Menschen gibt, die ernsthaft glauben, es würde alles besser, wenn man nur Kindern „die Macht“ für Regierungshandeln anvertrauen würde, lieber Don. Bevor nun dieses, als eher theoretisches Phänomen klassifiziert wird, mag ich als leidgeprüfter Bürger von NRW anmerken, dass hiesigen rotgrünen Entscheidern das Wahlalter von achtzehn Jahren ein Dorn im Auge ist.

    Sechzehn Jahre sollten bitte ausreichen verlangen diese Kreise, nachdem Wahlforscher herausgefunden haben, dass der Anteil dieser Parteien steigen könnte, zöge man das durch. Indes, diesem Lager nahestehende Journalisten, ich bin fast geneigt den Begriff in Anführungszeichen zu setzen lieber Don, fordern neuerdings immer mal wieder, dem „alten weißen Mann“, der möglicherweise anders wählt als er das in den Augen dieser Medienschaffenden soll, das Wahlrecht zu entziehen. Soweit so gut.

    Neuste Idee aus diesen Kreisen: Ausländer (nicht näher präzisiert) sollten ohne Vorbedingungen das Wahlrecht erhalten, denn das fördere die Integration. Nun, wer aus gescheiterten Staaten bei uns vorbeigereist kommt, eine Kultur mitbringt die mir bestenfalls archaisch erscheint (Exkurs – ich weiß als treuer Leser, dass der Begriff „Kultur“ an dieser Stelle problematisch ist, setze ihn aber trotzdem), der sollte hier dringend als erstes Einfluss auf den weiteren Weg dieses Landes bekommen. Ja nee, ist klar. Nun Don, ich bin seit längerer Zeit der Überzeugung, dass die Gesellschaft sich wie die Gauß’sche Normalverteilung verhält. Am liebsten in der Mitte. Zieht man das Pendel welches sich dort befindet, nun genügend lang und genügend fest, in eine Richtung, dann wird es, einmal aus der Hand gerutscht, nicht in der Mitte stehen bleiben.

    Was werter Don würden Sie sagen, wie lange es wohl noch dauern mag, bis dieser Rückschwung einsetzt? Bis dahin werter Don, bedanke ich mich für diesen Artikel. Er hat mich angestiftet, dem Sonntag gleich zu Beginn ein Lächeln zu schenken.

    Mit freundlichem Gruß

    Subjektor

    • Bei uns ist der Rückschwung schon voll da, in NRW ist es halt so, dass man dort stellenweise einfach überrannt wird, und das Ergebnis ist halt nicht so schön. Aber da ist es m.E. einfach zu spät. Zum Glück gibt es ja noch das Grundgesetz. Und die NRW wurde jüngst auch die Frauenbevorzugung gerichtlich gestoppt. Sie kommen also nicht immer durch.

    • Das Übel ist Staatssekretärin
      … und „Integrationsbeauftragte“. Die stellt die ganze Zeit solche Thesen auf, die nicht nur mir massiv gegen den Strich gehen. Tief blicken ließ ihre Antwort auf die Frage, ob wir so Dinge wie Paralleljustiz, Ehrenmorde, Kinderehen, etc. pp. als Gesellschaft dulden müssten. Jeder rechtschaffene Vertreter der Rechtsstaates hätte geantwortet: Auf keinen Fall. Die Integrationsbeauftragtendarstellerin hingegen sagte „Da gibt es schon Dinge, die man dagegen machen kann […allerdings präzisierte sie hier nicht…], die kosten allerdings Geld…“. Mit anderen Worten: Ja, das müssen wir als Gesellschaft dulden.

      Quelle: „Ein Staat, zwei Gesellschaften“ auf YouTube.

    • Be careful what you wish for...
      @ Subjektor:

      Sehen wir für einen Moment mal davon ab, ob so eine Erweiterung des Wahlrechts noch mit dem Grundgesetz vereinbar wäre (irgendeinen zauseligen Professor, der das so sieht, wird man zur Not schon finden):

      Die Verfechter solcher Ideen könnten sich damit selbst in den Fuß schießen. Denn dann würde die Wählerschaft schlagartig um eine bedeutende Anzahl an Menschen erweitert, die gesellschaftspolitisch – konservative bis reaktionäre Positionen vertreten und sich entsprechend durch Forderungen nach Gendertoiletten, Freigabe harter Drogen und Verbrecherschutz nicht begeistern lassen. Pointiert gesagt: wenn es eine CDU gibt – warum nicht auch eine „Islamisch-Demokratische Union“?

    • Die Kanzlerin hat klargestellt,
      „DAS VOLK IST JEDER, DER IN DIESEM LANDE LEBT“

      und nun fragt sich die Bild, wie sie das gemeint hat.

      http://www.bild.de/politik/inland/angela-merkel/aufregung-um-merkel-zitat-volk-ist-wer-hier-lebt-50606620.bild.html

    • Man nennt das Verfassungsbruch.

    • Die Frau weiß doch gar nicht, was das ist
      sie setzt ihre politische Agenda, gebildet in den Endphasen der 80er Jahre, knallhart durch. Es lebe die Perestroika.

    • @ Frau Simon,
      inzwischen habe ich den Eindruck, sie stellt sich zwar zur Verfügung – will aber gar nicht wiedergewählt werden ( oder von den Falschen).Vielleicht kommt sie dann in der erneuerten EU unter, um ihr Unwesen zu treiben.

    • Umkehrschluss
      Zitat:
      ´Die Kanzlerin hat klargestellt,
      „DAS VOLK IST JEDER, DER IN DIESEM LANDE LEBT“´

      Bedeutet das dann im Umkehrschluss:

      Wenn man geschäftlichlich bedingt, oder als Rentner im Ausland lebt, dass man nicht mehr Staatsbürger ist, sondern automatisch staatenlos wird?
      Seeehr dünnes Eis Frau Merkel!

    • Philomena, meinen Sie nicht, sie strebt zu höheren Weihen?
      Juncker will zwar nicht wieder antreten, aber das wäre doch ein Kinkerlitzchenposten in einer EU, die den Begriff Union längst ad absurdum geführt hat.

      Vor Jahren hat schon mal jemand, ich habe vergessen wer, eine EU mit „verschiedenen Geschwindigkeiten“ gefordert. Das hat Merkel damals abgelehnt, um es heute gemeinsam mit Juncker zu propagieren. Das wäre dann eine Nord- und Südunion und womöglich noch andere Himmelsrichtungen, also der Anfang vom Ende. Das Ende könnte man auch einfacher haben, einfach laufen lassen, erledigt sich von selbst. Denn so pleite, wie die Südländer inkl. Frankreich sind, wird das nichts mehr.

      Ob Merkel nicht wieder gewählt werden will weiß ich nicht. Dann dürfte man aber fragen, warum ist sie überhaupt angetreten, denn dass der Schulz nen neuen Job sucht, war seit Jahr und Tag bekannt.

      Aber wie ich die Wähler einschätze, machen die ihr Kreuz wieder bei der CDU, da weiß man, was man hat, der Rest wird Schulz wählen und es wird so oder so ein Elend werden. Oder von nun an ging’s bergab…


    • http://vera-lengsfeld.de/2017/02/23/wahlrecht-fuer-alle-es-geht-schon-los/
      http://cicero.de/berliner-republik/leitbild-der-friedrichebertstiftung-der-umbau-von-deutschland#comments-add

      Das heißt, bei den NRW-Wahlen geht es demnächst zu wie beim Goldrausch, werimmer will oder geschickt wird, meldet sich 8 Wochen vorher unter beliebigen Identitäten mit Briefkasten an und wählt dann mit…
      Fehlen dann nur noch die Eckensteher, die für 10EUR die Briefwahlunterlagen ankaufen, aber das kommt gewiß auch noch.

    • Unsere Liebe Frau
      definierte ja schon öfter quasi ex Cathedra was richtig und falsch ist und ließ Gesetze, insbesondere das Grundgesetz links liegen. Ich bin nur erstaunt, dass keiner aus den eigenen Reihen aufsteht und auf den Tatbestand der Gestzesverletzung hinweist.

    • Auslandswahlrecht
      @Thomas Meyer: Wer seinen gewoehnlichen Wohnsitz im Ausland hat. muss nach Ablauf von gar nicht mal so vielen Jahren beim Antrag auf Briefwahl begruenden, in welcher Form er noch einen dauerhaften Bezug zu Deutschland hat. Staatsangehoerigkeit allein reicht da nicht aus – Immobilienbesitz, regelmaessige Familienbesuche oder sonstwie Teilnahme am oeffentlichen Leben sind von Vorteil. Insoweit ist das Wahlvolk auch jetzt bereits nicht deckungsgleich mit der Menge aller Staatsangehoerigen. Das ist auch voellig nachvollziehbar und legitim. Dass es sich in NRW vor allem um den recht durchsichtigen Versuch handelt, angesichts der AfD neues Wahlerpotential aus den Kreisen der neulich Eingeladenen zu erschliessen – geschenkt.

      Da die Unterlagen gewoehnlich zu spaet kommen um sie noch fristgerecht einzureichen, stellt sich fuer uns dieses Jahr die Frage – why should we bother? An einer andauernden Identifikation der Expats mit der eigenen Nation ist wohl keinem deutschen Politiker gelegen. Nicht umsonst gibt’s ‚my country, right or wrong‘ nicht im Deutschen. (Ueber die schizophrene Haltung der deutschen Plotik zur Frage der doppelten Staatsbuergerschaft mag ich mich immer weniger aufregen. Not my country, right or wrong.)

    • Ich las nur einen Artikel...
      …im Spiegel, Frau Simon, dass Merkel nun Afrika zur Chefsache machen will und D damit überfordert. Der letzte Satz lautete: Wäre sie doch UNO- Generalsekretärin geworden, dann hätte sie sich um die ganze Welt kümmern können…
      Nun ist ihr wohl Schulz in die Quere gekommen und sie muss sich kümmern.

    • Kümmern um was, Philomena?
      Sie lässt doch alles einfach schleifen, ob es die äußerst merkwürdigen Beziehungen zur Türkei sind, die eigene Grenzsicherung, die Belange derer, die schon länger hier leben oder sonstwas ist, sie hat sich sich noch nie gekümmert, sie reagiert, wenn es gar nicht mehr anders geht.
      Dass sie sich nun um Afrika kümmern will, kann sie machen, aber das wird ebenso erfolglos sein, wie alles andere, was sie bisher angepackt hat, es wird nur wie immer sehr teuer werden.

      Wollte man Afrika helfen, müsste man als erstes strikte Geburten- und Kapitalverkehrskontrolle einführen. Mugabe lässt sein Volk hungern und feiert teuer seinen Geburtstag und ist ja nicht der Erste, der sich die Fördermittel einsackt bzw. auf Schweizer Konten lagert. Wir könnten das Geld auch gleich in die Schweiz schicken, immer diese Umwege, die nix bringen. Oder Erdogan, auch da könnte man doch das Geld direkt woanders hinschicken, soll doch Mme. Erdogan einen Hang zu Luxus aus anderen Ländern haben. Vermutet man gar nicht, wenn man sie so eingepackt sieht.

      Im übrigen ist die Kümmerin vom Dienst bei uns in NRW, das Hannelörken. Die kümmert sich so, dass keiner was davon mitbekommt, nur das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer seit dem 16.2. hat sie auf Wunsch der Linken hingekriegt.
      Immer diese falschen Prioritäten überall.

  24. Verhaltensänderung
    Ich hatte vor drei Wochen auch so ein AHA Erlebnis.
    Mein Chef von Dienst bekam als Ersatz für sein defektes Handy ein Smartphone.
    Bis dahin las er immer in den Pausen, zwar nur gehobene Trivialliteratur, aber immerhin.
    Nun schaut er sich dümmliche Youtube Videos an.
    Das SMartphone bringt uns echt kulturell weiter.

  25. Erziehung und Zeitgeist
    es gab einmal eine Zeit in der Kinder erzogen wurden und dann eine, in der sie schlecht erzogen wurde. Heute werden sie gar nicht mehr erzogen. Das fängt beim freien Spiel im Kindergarten an und geht über immer mehr Verhaltensauffälligkeiten in der Grundschule bis hin zu Notenvergabe unter der Vorgabe von Androhungen mit Anwälten seitens der Eltern. alles Auswüchse einer falschen Toleranz. Das sind nur ein paar Beispiele.
    Erschreckend sind die hilflosen Diskussionen, die Eltern mit ihren diskussionsunfähigen Sprösslingen führen, anstatt in deren Sinne Entscheidungen zu treffen. Egal, ob dreijährige stundenlang den Eisstand blockieren, weil sie sich nicht für eine Sorte entscheiden können, oder an der Kasse am Supermarkt rumquengeln, oder später die Welt nur online wahrnehmen und simpelste Benimmregeln nicht kennen, geschweige denn einhalten.
    Zitat einer Mutter lt. Grundschullehrern: „Mein Sohn ist deswegen so aktiv (verhaltensgestört), weil er fehlende Geburtskanalerfahrung hat“.
    Was ich immer wieder erschreckend finde, wie wenig junge Eltern aushalten und sich nicht, meistens zum Wohle des Kindes, mit ihrer Entscheidung durchsetzen. Sie scheuen die Auseinandersetzung mit dem Kind.

    Aber ist wird ja auch allenthalben dafür geworben, dass Erziehung outgesourced werden muss. Kita und Schule ganztagesweise, politisch gefordert und gefördert, lösen das Erziehungsproblem schon. Die haben ja ausgebildete Pädagogen. Die Ergebnisse sind mangelnde Fähigkeiten in Wortfindung und Motorik bei der Einschulung, kaum vorhandene Leistungsbereitschaft, eine nicht vorhandene Frustrationstoleranz während der Schulzeit und eine erschreckend schlechte Allgemeinbildung bei Abiturienten. (Das Wahlalter müsste man auf 30 Jahre hoch setzen!)

    Gestern unterhielt ich mich einem Nachbarn, der sich über die 25 jährigen neuen Mitarbeiter beklagte. Die wollen alle von 9.oo-17.oo Uhr arbeiten, mit 26 heiraten, 2 Kinder haben und in die 4 Zimmer-Wohnung Innenstadt günstig einziehen. Die planen ihren Allgäu-Urlaub ein Jahr im voraus, die Tischreservierung für fünf Abende inclusive. Privatgespräche in Gegenwart von Kunden sind üblich (vorwiegend über die letzten Zalandobestellungen) und alle wollen erst mal für einfachste Erledigungen gelobt werden. Es wären alles Spießer. Und genauso sehen die Tagträume der politischen Jugend aus.
    Früher war Trampen, Kiffen und Rock`n Roll, heute Fernbus, Latte machiato und Helene Fischer. Tempora mutantur.

    • Bei Erziehung gibt es nur die Wahgl zwischen Unterdrückung, Erpressung oder Korruption. Alles ist von Übel, aber seitdem man Kinder nicht mehr in die Skalverei verkaufeh darf, ist es eben kompliziert geworden. Aber ich kenne auch andere Beispiele, die durchaus traditionell sind.

    • Nicht nur
      „Unterdrückung ,Erpressung und Korruption “ funktioniert NICHT nur in der Erziehung, sondern überall! Die „Erziehung“ der Kinder ist doch erst richtig in Schieflage geraten, als sich Eltern über ihre Kinder zu profilieren versuchten anstatt sie Kinder seien zu lassen, denen man auch mal Grenzen setzen muss!
      Es läuft nach dem Motto „das ist der Jeremy-Dustin ,der führt sich gerade auf wie bekloppt, aber das gehört so, er ist schließlich hochbegabt“ Aus diesem Grunde heraus erziehen heute die Kinder ihre Eltern, und es wird mit hochbegabten Dreijährigen darüber diskutiert ob sie sich anziehen sollen oder nicht.
      Alles wird quasi der PC geopfert keiner traut sich mehr NEIN zu sagen oder Dinge beim Namen zu nennen, deswegen heißt der Studiengang „Sozialpädagogik“ heute nicht mehr so, weil da Pädagogik drin steckt, also der Zeigefinger! Es heißt jetzt „Soziale Arbeit“ . Ich kann mir nicht helfen, für mich ist Arbeit immer noch anders konnotiert;)

    • @Bemaba - "Das Wahlalter müsste man auf 30 Jahre hoch setzen!"
      Ich würde die Berechtigung zur Teilnahme an einer Wahl nicht an ein höheres Alter binden wollen sondern die Wahlberechtigung vom Ausgang einer Prüfung (kein Multiple-Choice!) zur Staatsbürgerkunde (ich weiss, DDR) abhängig machen. Wer die Fragen sprachlich und/oder sachlich nicht beantworten kann, darf nicht an der Wahl teilnehmen. Mindestdurchfallquote wäre das 90-%-Quantil am schlechten Ende. Zu dieser Auffassung bin ich nicht zuletzt durch „den Umfragenhöhenflug“ der SPD nach der Präsentation eines neuen Kanzlerkandidaten gelangt.
      P.S.: Wer die Prüfung nicht schafft, darf auch nicht kandidieren.

    • Hausschwein, damit wäre Merkel schon
      als durchgefallen anzusehen. Trotz DDR-Schulung oder gerade deswegen, das lasse ich jetzt mal offen.

  26. Wählen und damit über Zukunft mit entscheiden dürfen ist komplett überbewertet.
    Das gehört in NRW künftig einfach zur Gastfreundschaft dazu. Wenn man der Landessprache nicht mächtig ist – was solls? So ein Kreuzchen wird doch dennoch möglich sein.
    Und wie weit ist der Weg zu einer, wie auch immer, religiös-rigiden Partei noch, die alle, außer sich selbst, eher als „Objekte“ betrachtet?
    http://www.wz.de/home/politik/nrw/auslaender-aus-drittstaaten-sollen-waehlen-duerfen-1.2382559
    Zumal wenn dann so was wie ein grellgrünes irgendetwas dabei heraus kommt, das auffällig anderes Leben erfordert als vordem. Und mit dem man dann halt fahren muss, auch wenn „seriös“ ganz anders anmutet.

    Herrlische Zeiten, in denen alles auf den Kopf gestellt scheint. Frage an Historiker: gab es so was schon einmal – und: wie ging es damals aus?

    http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/blackbox/blackbox-kw-8-fast-40-mio-halten-journalisten-fuer-dumm-wie/

  27. die geliebten Pubertiere...
    Danke für diesen Text – vielleicht sollte man die Brut tatsächlich viel häufiger schon im Jugendalter damit konfrontieren, daß sie nicht immer und überall gefragt wird – das bereitet auf das spätere Erwachsenenleben vor.

    Aber ebenfalls Dank dafür, daß Ihr Text mich wieder erinnert hat an diesen anderen, in meinen Augen grandiosen, über die Energier- und Interessenlosigkeit pubertierender Wohlstandskinder (andere, BTW, könnten sich das nie leisten, und auch das ist ja ein gewisser Trost)
    http://www.zeit.de/2012/40/Martenstein

  28. Signalgrün
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    an Ihrer Stelle würde ich mich der Weitsicht rühmen, offenbar schon als Kind einem extravaganten Stil gegenüber aufgeschlossen gewesen zu sein.

    Im Meer der silbernen Autos mit schwarzem Leder bzw. schwarzen Autos mit schwarzem Leder (oder, ganz revolutionär: braunem Leder) wäre das Signalgrün, bei Porsche, glaube ich, seinerzeit vipergrün genannt, ein netter Kontrapunkt.

    Es gibt Modesünden, die muss man nicht bereuen…. ;-)

  29. Sensationell!
    Ich habe soeben menschliches Leben bei Zeit.de entdeckt.
    Und es geht ums Wohnen.

    http://www.zeit.de/2017/06/besitz-minimalismus-dinge-erinnerungen-besitztum/komplettansicht

    Wer hätte das nach all den Monaten eisigen Getrulleres noch erwartet?

  30. Betrachtungen eines Unpolitischen?
    So webt man publizistische Stoffe und strickt Legenden, zu 230 Euro den Meter …

    Ein Kommentar zur „Konservativen Revolution“?

    Hätte nie gedacht, dass Sie für Thomas Mann was übrig haben.
    Und wozu bloß brauchen Sie ein neues Kissen!?

    ;–)

  31. Titel eingeben
    Don,
    Brokatstoffe werden jetzt aber nicht gerade am Tegernssee um`s Eck hergestellt, haha.
    Tja, der Welthandel, heute verächtlich als Globalisrueng diffamiert , hat schon Vorteile.
    Nicht auszudenken, wenn Don seine Kissen mit Sackleinen beziehen müsste, hihi.

  32. Grün
    Grün war der Teppichboden, den meine Eltern 1963 nach dem Tod meiner Großmutter, die bei uns wohnte, in der ganzen Wohnung flächendeckend verlegen ließen. Das Großmuttezimmer würde Kinderzimmer; mir fiel in der ersten Woche ein volles Tintenfass auf den neuen Teppich(es gab noch Füller!). Dann war es nicht mehr neu.

    • Grün war damals schrecklich in Mode
      auch bei meiner Mutter damals. Und in den 70er Jahren stellte ich in Düsseldorf fest, dass Hausbesitzer ein Faible für grüne Läufer hatten, wohin man kam, grüne Läufer im Treppenhaus.

      Der im Haus, in dem wir 1978 eine Wohnung bezogen, wurde erst vor einem Jahr vom neuen Hausbesitzer entsorgt, nach einer Nutzungsdauer von sage und schreibe über 50 Jahren.

    • grün...
      Ich finde, die Teppiche gingen noch. Der Super-GAU waren die grünen Bäder und Toiletten, incl. der Sanitärkeramik, am besten noch in Muschelform, mit farbig abgestimmten Vorhängen, Handtüchern und Teppichen…

    • Bäder, oh Hans_Nase, da erinnern Sie mich an was
      ich habe 1990 bei meiner Wohnungssuche wirklich tolle Sachen gesehen, schrillorange Fliesen und Schlimmeres und die Wohnung, die ich dann nahm, war komplett dunkelbraun gestrichen, außer der Küche, die war dunkelgrün und im Bad hing ein orange Spiegelschränkchen und es gab viele orange Häkchen. Dunkelbraun gestrichene Grastapete im engen Flur und ich habe dann da gestanden, gedacht, das alles in Weiß, das isses und so wurde es.

      In der ehelichen Wohnung war ein Bad mit altrosa melierten Fliesen, die waren auch kaum zu toppen, die Hauswirtin hatte die gleiche Fliese in grün. Grün muss ne Krankheit in den 60ern gewesen sein, na ja, manche leiden ja noch heute dran.

      Bei den Toiletten nicht die Pinkelvorlage und den Plüschbezug für die Brille zu vergessen, es gab und gibt schon grausige Sachen.

      Oder die neuen hängenden WCs, es gibt sie in Ausführungen, bei denen keiner mangels Bequemlichkeit eine längere Sitzung aushält. Sehr schmal und gerade geschnitten, da kommt keiner ins Träumen, sondern schnell wieder hoch.

      Da fallen mir die ersten Tiefspüler ein, die m.E. volksgesundheitlich idiotisch sind. Unsere Hauswirtin hatte sich sofort so ein Teil in ihrem Gäste-WC installieren lassen und dann plärrte sie, sie bekäme ja ständig einen nassen Hintern.

    • Haha, rosa Fliessen, die habe ich auch am Tegernsee und inzwischen finden sie viele Gäste wieder klasse -nach 45 Jahren.

    • @Renate Simon
      Oh ja, Plüsch-Pinkelvorlagen… Die sind heute ja grossteils verschwunden. Wäre sicher auch mal einen Beitrag vom Don wert. Der liebt ja altes Zeuch. So nach dem Motto, früher behalf sich die Frau mit der Pinkelvorlage, heute muss Mann sitzpinkeln. Der Mann im Wandel der Zeiten im Spiegel der Sanitärraumausstattung… Pinkelvorlagen als Barometer gesellschaftlicher Entwicklungen. Ob diese Dinger wohl wiederkommen? Die ganzen Neubürger, demnächst mit Wahlrecht, wären ja prädestiniert dafür. Obwohl – da sind es ja noch ein paar Schritte hin bis zur Wohnungseinrichtung im Stil des Nachkriegsbiedermeier… Apropos Neubürger. Die scheinen ja auch gerne über die Schweiz zu kommen (siehe bzonline.ch, Tram Nr. 8), wo sie interessanterweise nicht bleiben wollen. Ist das nicht Irrsinn? Nicht in einem der reichsten Länder der Erde bleiben zu wollen… Ob die da noch Pinkelvorlagen haben? Wahrscheinlich nicht. Die Schweizer lieben ja heutzutage Beton ohne jeglichen Schnickschnack. Schweizer Betonmoderne. Sieht sauber aus. Und wenn man sich nicht unterhält (der Hall in solche kahlen Räumen ist ja unerträglich) dann kann man es sogar aushalten ;)


    • Ja, die grüne Sanitärkeramik. Im Bad meiner Schwiegermutter noch original erhalten. So wie im Bad meiner Mutter die in original bahamabeige (ja, so hieß das), was auch so ein 70er-Jahre-Hit war.

  33. Nach einer bösen, alles vernichtenden Meldung- mit der Bitte um Aufklärung.....
    betreffs Literatur. Also Niveau über Lore-Roman, Perry Rhodan, Jerry Cotton…also Bastei, Feuilleton der FAZ oder schon Konsalik „Liebesnächte in der Taiga“ (schon wieder „Taiga“)? Und entschuldigen Sie Don, die vielen Flüchtigkeitsfehler im Vorkommentar-aber mit nur einem Espresso im Bauch….
    .
    Farbgestaltung von Wänden, speziell in Kinderzimmern. Unsere Tochter nahm „rosa“ nie an. Sie bat um ein lichtes grün an einer Wand. Die Mischung der Dispersionsfarben gerierte aber dann doch im getrockneten Zustand eher ins Suboptimale. Teilweise konnte das bleiben für ein Landschaftsgemälde à la „Löwensteiner Berge“, abgeguckt von Faller. Die Nachmieter wollten das unbedingt übernehmen.
    .
    OT-ok-aber „en goder dag starter her“, aber auch etwas mit Wohnkültür: Die Propagandaabteilung der evangelischen Kirche mit Sitz im Landfunk-SWR 1 im ehemaligen Stutengarten der Herzöge, seit Nappis Zeiten Könige- und Grablege der Wirtemberger, heute sechszylinderdaimlermäßig Feinstaub-Hauptstadt, informierte vorhin darüber, nein, dieses Mal nicht, daß wir unsere ganze Liebe und Zuwendung auf das geschenkte Gold richten sollten, sondern daß unser aller Preßspan (oder lieber 3 x s ?)-Möbelhaus, nach der Ersteinführung in Saudi-Barabien, nun auch im Gelobten Land einen Katalog ganz nach dem Geschmack der Lockenträger verlegt hat. Also ganz ohne Frauen bei der Wohnungseinrichtung. Was für ein Aufwand, jo, jo, denn wie man hört, sollen Familien mit Frauenanteilen dieser Katalog mit kompletten Familienansichten auch zugestellt werden. „So verlockend kann Ordnung sein….“
    https://www.youtube.com/watch?v=7Q0RCxxEag8
    .
    Übrigens, „Touch of Velvet“. Schauen Sie mal da rein: https://www.flickr.com/photos/143317621@N07/sets/72157678727387481/
    (DdH)

  34. Grün, Grün, Grün sind alle meine Kleider....
    Es gibt doch keine schrecklichen Farben, es gibt nur passende und unpassende! Das Frühstückszimmer zum Beispiel gehört in fröhliche, aufmunternde Gelb- und Orangetöne dekoriert, den Tag verbringe man in einer Umgebung mit schönen, klaren Grüntönen, gern kombiniert mit einem warmen Braunton oder kühlem Grau, je nach dem, und der Abend beginnt mit der blauen Stunde, wo man etwa den Tee in einem Salon gehalten in Blau und Purpurtönen genießen kann. Kluge Frauen (und Männer) wissen um die Macht der Farben.
    PS: Rosa oder Pink wird von junge Mädchen bevorzugt, die noch keine ausgereifte Sexualität besitzen. Rosa ist ein Mischmasch aus Weiß und Rot. Etwas skurril wirkt diese Farbe deshalb an erwachsenen Frauen, hingegen kann sie bei Männern, die ein zartroséfarbenes Hemd oder eine entsprechende Krawatte tragen, einen zugewandten und lebensbejahenden Eindruck erwecken.
    PS:PS: Aus den oben angeführten Erläuterungen ergibt sich offensichtlich, dass Kinder in Fragen der Gestaltung von Räumen völlig überfordert sind und sich zu Recht bockig aufführen, wenn sie zu Entscheidungen gedrängt werden, die zu treffen sie noch nicht in der Lage sind.

  35. Erinnert
    Meine Mutter wünschte sich ein neues Sofa fürs Wohnzimmer. Sie zog mit uns 3Töchtern in die Stadt, von Schaufenster zu Schaufenster, bis das schönste Sofa gefunden war. Als wir nach Hause kamen, hatte mein Vater kurzentschlossen eine ganze Sofa Garnitur aus dem Katalog eines Geschäftsführers bestellt.Sie war grau und hielt ewig.

  36. Data Overkill
    Was heute vor allem fehlt, ist das Bewusstsein, dass irgendwer, irgendetwas kostbar ist in unserem Leben – und nicht nur ein beliebiger Gimmick in einem Lebensabschnitt.

    Die Fähigkeit, zu erkennen, was wirklich relevant ist, möglicherweise ohne dass es im Mainstream-Diskurs verhandelt wird, ist eine Grundvorraussetzung, um ein wenig Gelassenheit zu entwickeln, das ganze schlechte VWL/Politik-Wetter an seinem Persönlichkeitskern abperlen zu lassen.

    Schicksal, wenn man davon okkupiert ist, vom Lieferheini in schwarzen Plastikschalen vor die Smartphone-Linse gestellte Sushi-Platten mit den von der Konkurrenz in transparenten Plastik angeschleppten und durch die Freundin photographierten Flutschi-Kaki-Makis zu vergleichen.

    Wem fällt eigentlich noch auf, wie weit Sexualität aus dem gesellschaftlichen offenen Diskurs verschwunden ist in im wesentlichen unappetitliche anmelde- und kostenpflichtige „Pornokanäle“?

    Jugendschutz, Geldgier, Moralzensur, um Frauen „vor der Ausbeutung zu schützen“ und notgeile Jungböcke aus fremden Gegenden nicht auf noch mehr dumme Gedanken kommen zu lassen, als ihnen ihre Kummerwurzel sowieso einflüstert?

    State of the art ist dann „50 shades of brown“-Schei§§ – wo es vor allem darum geht, dass eine „gute“ Frau sich ihre Lust einigermassen gesund und hygienisch von jemand anders zufügen lässt, statt selbst aktiv zu werden.

    Biedermeier mit Peitschchen. Katzenbilder und blödsinnige Motorradfahrer mit Helmkamera mit 180 im Altstadtring-Tunnel.

    Spannend wird es da, wo wir in Auseinandersetzung mit anderen an unseren eigenen emotionalen Grenzen kratzen, statt uns nur vorzumachen, mit irgendeinem Extremismus sowieso so krass und zweifellos und endgeil wie nur möglich nur wir selbst zu sein, immer gewesen zu sein.

    Es gibt so endlos viel Müll, für den man sich begeistern kann, dass ich vermute, es wird für die Generation Smartphone mal ein böses Erwachen geben, wenn die grosse Konsumsause mal unterbrochen werden sollte – und irgendwelche Feldwebel vor Oligarchens Gnaden den Takt vorgeben.

    Der Softporno der Untertanen-Gesellschaft läuft längst mit seinen ritualisierten Dafür/Dagegen-Pupsen – und ich hoffe, noch lange, da man sich ihm noch ganz gut entziehen kann.

    Hardcore-Rechtskonservativ mit nationalsozialer Kümmer-Komponente als lokale Kasperle-Regimes der wirklich grossen Global Player wäre wahrscheinlich weit weniger lustig und konfliktträchtiger.

    Es gibt keine bessere Entschuldigung für eine Währungs- und Schuldenreform als einen einigermassen ernst zu nehmenden Krieg; man vergisst schnell, dass man die Stabilität des Bretton-Woods Systems wegen der Kosten des Vietnam-Kriegs wegkegelte.

    Und viele haben das Männchen oder Weibchen machen schon prima heruntergeladen…

  37. Ohd Foläh in Oberbayern?
    +++Ich war vermutlich die erste Generation, die wirklich schon im Kindesalter bei Urlaub, Möbeln und Auto mitreden durfte. +++

    Diese Vermutung kann man auch nur stehen lassen, weil die Kombination von Möbeln mit Urlaub und Auto in eine ziemlich späte und relativ überschaubare Periode menschlicher Wahrnehmung fallen.

    Ich vermute allerdings, wenn es um allgemein sichere (vielleicht sogar klassische) Geschmacksurteile ginge, könnten Urlaub und Autos auch außen vor bleiben, und Personen, die außer wegen eines Bezugs für ein Kissen beim Polsterer vorbeischauen, beim Innenarchitekten besser aufgehoben wären, also Leuten, die alternative Entwürfe und Vorstellungen aufbereiten zu vermögen und etwas von Ihrem Fach verstehen, wenn sie Angebote zusammenstellen. Eine Auswahl muss bei näherem Ansinnen für eigentlich jeden Laien eine gewisse Überforderung darstellen, die auch Jahre später, nicht geringer ausfallen muss.

    Wieso sich aber über die vermutlich recht harmlosen Gören „echauffieren“ (?), wenn die Hautevolee absehbar nicht so vornehm ist, wie sie gerne vorzugeben, gewillt ist. Sind Vokabeln wie „digitale Erziehungsrevolte“ genauso abschüssig oder spannend wie fehlerhafte Audi-Lenkgestänge? Man möchte den jungen Damen, nachdem man ihnen vermutlich frühzeitig mit Barbiepuppen den Blick für die menschliche Gestalt verstellt hat, nur eine Möglichkeit zur Rehabilitation anbieten? Vom Motiv her nicht verkehrt, und wohl auch vertretbar, wenn man die Erziehung mit Barbie und Ken für erfolgreich abgeschlossen betrachtet, und nun in die Phase des selbstverantwortlichen Lebens hinüber leiten will (Smartphone bedienen können sie ja auch bereits.)?

    „Bei Erziehung gibt es nur die Wahl zwischen Unterdrückung, Erpressung oder Korruption.“ Wo sollte man nun das wohlgemeinte Ansinnen der Dame mit zwei Töchtern einordnen (, wenn zudem immer noch gilt, der Apfel rollt nicht weit vom Stamm)? Alternative 3 schiene denkbar, aber nur unter Hinzufügung weiterer Prämissen. Vielleicht vervollständigen Sie noch bitte Ihre Ausführungen? Ein schlechter Mensch, der Böses dabei denkt. Und nicht vergessen: Fasching ist.

    (… und Absatz machen, nicht vergessen.)

    Trotzdem, eine allemal ganz unterhaltsame und gehaltvolle Glosse , wenn man bedenkt, dass intelligente Unterhaltung in deutschen Qualitätsmedien viel zu kurz kommt. Freundlichst jb.

  38. Grüner Audi
    Silbergrauer BMW – wie gewöhnlich! Sie waren eben schon als Kind ein Snob.

  39. Der Blumenstrauß - zum Fasching
    Selbst schon verblüht, und nah am Welken
    Bieth ich der Welt den Blumenstrauß
    Ihr findet Rosen, Lilien, Nelken,
    Sucht euch die liebsten Blumen aus

    Levkojen, Veilchen, Sonnewenden,
    Hier Tulpen, Münz‘ und Rosmarin:
    Kurzum aus allen Welten Enden
    Von einem bis zum andern hin.

    Nicht Blumen nur, auch Blatt und Kräuter,
    Verschieden an Geruch, Gestalt;
    Kurzum ich war ein freyer Beuter,
    Ihr findet Blumen frisch und alt.

    Bald Blümchen, kindlich mir gewogen,
    Die ich gesäet und beschnitt:
    Dann andre, die ich bloß gepflogen,
    Selbst Unkraut läuft zuweilen mit.

    Die Bienen mögen drauf sich tummeln,
    Geehrt ist mir der Rezensent,
    Doch bitt ich Euch, erschlagt die Hummeln,
    Die man bloß Kritikaster nennt.

    Steckt diesen Strauß an Euern Busen,
    Wo nicht, wählt ein paar Blümchen draus:
    Begießen meine Beeten Musen
    So folgt ein neuer frischer Strauß.

    Joschi Perinet

  40. Titel eingeben
    Ich kenne mehr:
    Ehrlichkeit, Ernst nehmen, mit ihnen sprechen wie mit einem normalen Menschen (!), Dinge erklären, gegebene Versprechen einhalten (am besten keine machen: „wenn du nicht, dann…“).
    Das ging. Bei mir und ihm, dem Max (heute Informatiker und – leider- Heavy Metal-Hörer; meine Musik-Vorgaben haben leider nicht angeschlagen)

  41. Kein Fehlentscheidung
    Der signalgrüne Audi war eine sehr gute Entscheidung. Wie sehr sehne ich mich manchmal zurück, nach den pastell- oder quietsch-gelben/grünen/blauen Kadetts, Asconas, Sciroccos und Polos meiner Kindheit.

    Heute ist das Straßenbild ein Trauriges, nach Henry Ford haben 9 von 10 Autos nur noch eine Farbe, die heißt „dunkel“ in verschiedenen Nuancen der vornehmen rot/grün/blauen Unauffälligkeit, weshalb auch jeder selbst bei Sonnenschein das Licht einschalten muß, damit man ihn überhaupt noch sieht. Oder gleich ganz schwarz, am besten noch matt. Silbergrau erscheint schon fast als hedonistische Moderne. Bunte Farbtupfer sind selten und nur gegen Aufpreis zumeist bei Kleinwagen erhältlich.

    Lieber Don, nichts würde dem deutschen Straßenbild besser zu Gesicht stehen, als wenn Eltern gesetzlich zur Farbwahl ihrer Kinder verpflichtet würden.

  42. Wenn ich das so erkennen kann, ist es rum mit "freien" Entscheidungen
    https://www.merkur.de/lokales/dachau/markt-indersdorf-ort29033/eltern-von-inderdorfer-mittelschuelern-sind-fassungslos-7432298.html
    Da wurden Kinder in Bayern wieder nach Hause geschickt, weil sie sich für das Tragen von „Tracht“ entschieden haben.
    Ich glaube, es dauert nicht mehr lange, bis das Ende der Hutschnur erreicht ist…

    Aber vielleicht soll auch nur der Gleichheitsgrundsatz geachtet sein: es gibt viele, die halt keine Tracht ihr eigen nennen können, aber dennoch dazu gehören sollen.
    http://www.achgut.com/artikel/fundstueck_bundeskanzlerin_angela_merkel_das_volk_ist_jeder_der_in_diesem_l

  43. Alle Zöbel sind auch Böbel. Ist der vorliegende Bobel ein Zobel?
    Ich glaube nicht, dass „alle“ so sind. Bei uns herrschen bei aller überschäumender Liebe zu den kleinen Parasiten klare Regeln und das ist fast im ganzen Bekanntenkreis so. Da werden alle Kinder fürsorglich und relativ streng (nicht iSv Prügel, aber iSv Regeln und Grenzen durchsetzen) erzogen.
    Es gibt natürlich auch die nicht-erzogenen Kids. Aber über die rümpfen die anderen die Nase – das ist ein echter sozialer Nachteil.
    Natürlich gibt es an der Schule Eltern, die sich wie oben beschrieben verhalten. Dem Kind scheint dann die Sonne aus allen Poren und Körperöffnungen, er ist ja solo intelligent und nur die Förderung nicht richtig. Ohne Empfehlung aufs Gymnasium, weil er ja ein verkanntes Genie ist. Bei uns herrscht Wahlfreiheit der Eltern, es wird aber hart nach der 6. Klasse aussortiert. Der Sonnenschein war schon nach der 5. aus dem Gymnasium raus und auf der Gesamtschule.

    Ich kenne natürlich auch von überall Geschichten von Eltern, die mit ihrer Rolle als verantwortungsvolle Eltern überfordert sind. Aber die meisten kommen gut klar und geben den Kindern das nötige Rüstzeug mit. (Und beschweren sich über den YouTube-Konsum der Kinder.)

    • Smartphones helfen beim Umgang mit (Klein-)Kindern
      Auf der gerade laufenden „Mobile World“ wurde eine App zur Detektion der emotionalen Disposition vorgestellt, die besonders beim Umgang mit Kleinkindern helfen soll. Die App erkennt dann am gescannten Gesichtsausdruck ob die Windeln gewechselt werden sollen oder ob Fütterung ansteht.

  44. "We all need a splash of bad taste,
    …it’s hearty , it’s healthy, it’s physical. No taste is what I’m against“.
    Zitat endlich fertig, von Diana Vreeland.

    Vor langer, langer Zeit musste ich mal den alten Mercedes meines Vaters auffahren. Mein Buttermilch-Golf (auch von Papa gekauft) war nicht nur designmässig, sondern auch sicherheitstechnisch aus der Mode gekommen. Obwohl ursprünglich geschäftlich genutzt, hatte überlassener Mercedes die Farbe -ich nenne es mal Absinth-Grün- jedenfalls nicht Gelb, was noch etwas schmeichelhafter gewesen wäre.
    Dem H-Kennzeichen entkam er neben von mir eingeleiteter Verwahrlosung nur durch einen Fast-Totalschaden. Ebenfalls von mir verschuldet. Im Augenblick des Zusammenstosses lief im Radio Blacks „Everything’s Coming Up Roses“.
    Seitdem auch für Autos eigenverantwortlich. Für Kleidung und Einrichtung schon seit frühester Jugend.

    Was Eltern auf jeden Fall Kindern beibringen sollten, außer ihnen geschmacklose Autos zu schenken, ist: Qualität steht nicht auf dem Preisschild. Meistens hat sie ihren Preis, da mit aufwendiger Herstellung und kostbarem Material verbunden, muss aber nicht sein.
    Vintage -im Englischen mit pre-loved schöngeschrieben- und ausgefallene Vorlieben tun auch dem Konto gut.

    Daddeln, das zweite Thema des Blogs, hatte ich ganz vergessen. Als Mobilphone noch die Größe eines unterarmknochens hatten, hieß es: Nur Personal muss immer erreichbar sein.
    Hätte ich Kinder (zum Glück nicht), die mit Tablets, SMS-Versenden etc. Zusammenkünfte von Erwachsenen stören, könnte mir schon mal die Hand ausrutschen.
    Zu Spielen habe ich ein gespaltenes Verhältnis, ich verliere immer. Noch nie auf dem Computer versucht, nicht mal „Assassin’s Creed“.

  45. .
    Neulich beim Blog über das Essen (Tiere im Mixer) dachte
    ich daran, wie fies dekadent doch die Lebensmittelabteilung
    im Berliner KaDeWe sei und dass ich dort nie nie mehr mit
    Berlinbesuchern hingehen würde…

    Dabei gehe ich ab und zu – ohne moralische Bedenken –
    gern in die traumhaft schöne Möbelstoffabteilung und
    genieße den Anblick der sündhaft teuren Brokatbahnen und
    den Faltenwurf der changierenden Seidenstoffe, die immer wieder wunderbar in Ecken und an Säulen drapiert werden.

    Sich an gewobenen Illusionen aus Sternenstaub zu erfreuen,
    nun, das kann doch niemals vulgär sein.

    Direkt in so Läden wie „Tellaro“ in Charlottenburg zu gehen,
    trau‘ ich mich nicht. Ich will ja nichts kaufen und kann es
    auch nicht mehr. Dank der rotgrünen Rentenpolitik.

    Ich könnte mich auch bestimmt nicht entscheiden, welche
    der schönen Teppiche denn wirklich der allerschönste wäre,
    wenn …
    http://www.tellaro.de/index_02.htm

    Ich habe meinen Kindern (Zwillinge, m+w) in ihren Zimmern
    freie Hand gelassen. Jedes Jahr tauschten sie die Zimmer,
    weil das eine nur 10qm, das andere jedoch 16qm groß war!
    Möbel blieben stehen, nur die „Dekoration“ wanderte mit.
    Zwangsläufig wurde dann ja auch ordentlich geputzt.
    .
    Nach dem Auszug meiner Kinder stellte ich fest:
    1.Scheren verschwinden weiter einfach so.
    2.Schuhe stehen immer noch im Weg.

    • Bei mir verschwindet auch ständig irgendwas
      So suche ich seit Tagen mein Wiegemesser. Ich weiß, dass ich eines hatte, aber wo in der Küche. Anscheinend habe ich es wegen der Schärfe so gut weggepackt, dass ich es trotz Ausräumen der Schränke noch nicht wieder gefunden habe. Und das ist nur ein Teil, hier verschwinden wichtige Unterlagen auf Nimmerwiedersehen, Mal- oder andere Utensilien, die ich grad noch benutzt habe, einfach unbegreiflich.
      Eine größere Wohnung wäre die Lösung, aber das gibt meine Rente dann doch nicht her.
      Dafür stehen die Schuhe im Schlafzimmer, im Schuhschrank und davor, ich meine, sie wären noch vollzählig.

    • Verschwinden
      Dieses Phänomen kenne ich von der Arbeit her, dauernd suche ich Werkzeug, dass ich kurz vorher noch in der Hand hatte.
      Am besten wäre es, alles mit Schnüren an mir festzubinden, oder noch besser ein eigener Azubi, der nur die Aufgabe hat, auf das Werkzeug zu achten. ;)

    • Ab einem gewissen Alter,
      liebe Frau Simon, sollte immer alles seinen bestimmten Platz haben; dann findet sich alles wieder. Einmal kreativ ein anderes Örtchen zu wählen, rächt sich.
      Das Haus verliert nichts,sagen wir hier.Irgendwann taucht alles wieder auf.

    • Liebe Philomena, es liegt an der kleinen Wohnung
      was ich hier schon gesucht und nie wieder gefunden habe, würde sonstwas füllen. Wir hatten das Thema im letzten Jahr schon einmal und eine Schreiberin bestätigte mir dann dieses Dilemma. Sie hatte kürzlich eine große Wohnung bezogen und musste nichts mehr suchen.

      Immer alles an seinem Platz geht in der Enge nicht so, wie ich das von einer großen Wohnung gewohnt bin, da hatte ich das Problem nicht. Hier wird hin und her rangiert, wo sich grad ne freie Ecke findet und dann geht’s los.

      Ich denke immer, das brauchst du bald, tu es gut weg und dann isses weg, futsch, verschwunden, weiß der Teufel wo es ist. Man zweifelt an seinem Verstand, sucht wie blöd, um festzustellen, es findet sich nicht. So wie mein Wiegemesser, es ist weg und ich habe keine Ahnung wohin. Auf 50qm hat man ja nicht so viele Möglichkeiten und ein Wiegemesser halte ich in der Küche, aber da ist nix.
      Das heißt, ich muss die Petersilie mit dem großen Messer schneiden und da ich damit nicht so flott bin, wie man es bei Profis sieht, ist das schon ein Geschäft.

      Vielleicht wundert sich der polnische Bekannte dann mal, was er in welchen Ecken auch immer alles so findet.


      @Thomas Meyer
      Mit meinem Werkzeug geht’s mir anders, das halte ich beisammen und ja, es hat seinen festen Platz in einem Sideboard. Wenn ja mal ein Handwerker da ist und sich meiner feinen Sachen bedienen will, bleib ich dabei stehen, auf dass nix weg kommt. Der Handwerker seinerseits darf gern etwas bei mir vergessen, ich liebe Werkzeuge und stehe im Bauhaus mit großen Augen wie auf nem Kindergeburtstag und staune, was es alles gibt, denke, das machte sich in deiner Sammlung auch gut…


    • @Frau Simon: Ja, das ständige Umsetzen und -graben in kleinen Wohnungen ist suboptimal und führt zu ständigem Ortswechsel irgendwelchen Zeugs. – Die Begeisterung für exotische Werkzeuge in Baumärkten teile ich. Vor Jahren konnte ich nur mühsam an mich halten, mir nicht eine winzige englische Bohrmaschine anzuschaffen, für die es äußerst putzige winzige Bürstchen und Bohrerchen gab. Es sah so niedlich aus, und die Vorstellung, mit einem winzigen Bürstchen an den Türschlössern herumzupolieren, hatte was. Schließlich siegte aber doch die Vernunft in Gestalt der Einsicht, daß ich vor Dreck und Staub machen zurückschrecke und das Ding unbenutzt herumliegen wird, und so ließ ich es sein. Aber gefallen hat es mir sehr.

    • Ja, es gibt allerliebste Sachen, die auch mich reizen
      diese winzige Bohrmaschine kenne ich, besitze sie aber leider nicht. Mein kleiner Akkuschrauber ist dagegen ein grober Klotz. Aber ich habe eine wunderbare Sammlung von Schrauben, Nägeln, Schraubendrehern in allen Größen und Variationen, bekam ein Set auf Wunsch von einer Freundin zum Geburtstag geschenkt. Sie hielt mich für komplett durchgeknallt, weil ich mal kein Buch wollte. Mein Mann schenkte mir eine Box mit Paxschrauben in allen Größen, weil ich jeden noch brauchbaren Nagel und jede Schraube sammel, die irgendwo rumliegen und bei mir in einer großen flachen Box mit etlichen Fächern geordnet liegen. Wahre Schätze drunter.

      In meiner Handtasche trug ich früher eine Sammlung Inbusschlüssel und sie passten wunderbarerweise zu einem Stellwandsystem, das wir auf einer Messe aufbauen mussten. Der Lieferant hatte die Schlüssel vergessen, ein gezielter Griff in meine Handtasche brachte für jeden einen zu Tage, der anwesend war und mitschrauben sollte. Die Gesichter der Männer hätten Sie sehen müssen…

      Ich muss diese Woche noch ins Bauhaus und hoffe, ich kann an mich halten, brauche Fassadenfarbe, Schleifpapier und Malpinsel in einer bestimmten Größe… dann gibt’s auch noch Pflanzen zu mehreren in einer Tüte, die Versuchungen nehmen kein Ende.


  46. Über den leuchtgrünen (neongrünen, vermutlich) Samt mußte ich sehr lachen. Ja, das war eine DER Farben der 80er, die man unbedingt haben mußte.
    Leider muß ich sagen, daß mir die Stoffe gar nicht gefallen, nicht mal zum Angucken. Mag daran liegen, daß wir gerade einen Umbruch erleben, in dem nur noch Reste ausgebreitet werden, aber keinerlei „Lead“ zu erkennen ist, was sich in Nichtausprägung von Stil überträgt.

  47. Blickwinkel
    Die Kinder der anderen sind so gut wie immer nur verzogen.
    Die eigenen sind erzogen. Meistens: gut.

    • Das ist wie mit Bildung
      Man selber beherrscht den Kanon, die anderen haben unverzeihliche Lücken oder überflüssiges Spezialistenwissen.

    • anderer Blickwinkel
      Den Meinen wird von Anderen (z.B. wenn sie wo zu Besuch sind, von Lehrern etc.) immer bescheinigt, wie wohlerzogen sie sind. Zuhause merke ich davon nichts. Immer die selben Ermahungen… Wir verbuchen das immer unter: „Irgendwo muss man sich ja ausleben können, und das machen sie halt zuhause – wo sie wissen, dass sie Kind sein dürfen und Fehlverhaltens nicht in Liebesentzug mündet.“ Sprich, man kann das als Liebes- und (Ur)vertrauensbeweis sehen. Stellt sich die Frage, wie Kinder sich woanders benehmen, wenn sie sich zuhause wohlerzogen geben…

  48. Titel eingeben
    Ich weis ja nicht, wie die heutigen Mütter ihren Alltag bewältigen, wenn sie endlose Diskussionen mit Torben-Johannes und Elena-Sophie über Kleidungsfragen, Eissorte, Essensvorlieben und Inneneinrichtung führen.

    Ich hatte immer nur begrenzt Zeit und Nerven Entscheidungen langatmig zu erklären und zu begründen. Manche Dinge waren einfach notwendig und wurden mit dem richtigen Ton in der Stimme durchgesetzt.

    Natürlich gab es auch Situationen (auch ich hatte gute Tage), wo mein Kind Wünsche und Vorstellungen einbringen durfte. Der niederschmetterndste Kommentar meines damals 9. jährigen Kindes nach Erfüllung des Herzenswunsches: „Wie konntest du nur auf mich hören, ich bin doch erst 9.“

    Wenn heute Eltern Entscheidungen des täglichen Alltags, oder noch schlimmer wichtige Entscheidungen mit Folgen, Kindern überlassen und damit die verbundene Verantwortung übergeben, nehmen sie den Kindern die Unbeschwertheit und das Urvertrauen.

    Alles falsch scheine ich nicht gemacht zu haben. Nachdem ich aus meinem letzten Urlaub nach Haus kam, überraschte mich mein Kind mit einem total renovierten und neu eingerichteten Wohnzimmer. Und ….. tatata … in hell, beige und weiß. Puh, Glück gehabt.

    Allen noch einen schönen Sonntag!

  49. Titel eingeben
    Meine Mutter hatte ein echtes Biedermeiersofa und das wurde in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts wieder einmal bezogen – grün. Auf dieses Edelstück durften wir Kinder uns nur setzen, wenn wir keine verdreckten Hosen/Röcke anhatten und wenn meine Mutter mit uns eine Erziehungsmaßnahme vermitteln wollte. Deswegen war ich nur oberflächlich enttäuscht als ich das Edelstück nicht vererbt bekam. Wir hatten längst ein modernes Sofa aus Dänemark mit Leder bezogenen Polsterkissen. Auf eines davon streute unsere Tochter Blaubeeren als sie 1 ½ Jahre alt war. Böse darüber zu werden, hatte keinen Sinn. Es ist halt ihre Signatur, die bis heute drauf ist.
    .
    Im Moment bin ich in Los Alamos und fand im hiesigen Thriftshop einen Zeitungsständer aus den Sechzigern des letzten Jahrhunderts, perfekt passend zu unserem dänischen Sofa für 3 $ (das heißt weniger als ich in den Niederlanden für eine einzige PapierFAZ bezahle). Den Zeitungsständer werde ich mit nach Europa nehmen. Offensichtlich braucht im Lande des Präsidenten Trump keiner mehr Zeitungsständer. Gedrucktes ist out, man liest Mobil.

    • Dänische Möbel sind längst wieder enorm teuer.

    • Dänische Möbelz
      Das ist richtig, die Preise haben sich in den letzten knapp 15 Jahren fast verdoppelt. Man bekommt aber ein schönes Sideboard immer noch für um die 450,- Euro. Vor allem, wenn man sich nicht scheut, über Land zu fahren. Dafür nennt man dann aber auch ein Möbel sein eigen, in dem man sich später auch noch bestatten lassen kann. :-) Die Grabbeigaben dann bitte oben rechts in die Schublade, die traditionell mit grünem (!) Samt ausgeschlagen ist.

    • Meine sind inzwischen über 60 Jahre alt.

    • (dänische Möbel)
      @DA: ich bin erstaunt. Sowas Modernistisches hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut. Nach den Bildern, die Sie so einstellen, hätte ich gedacht, Sie seien konsequent in Erbstücken und Zugekauftem Typ „Braun, Stil“ eingerichtet. (Möbelhaus in den 80er bis 00er Jahren: „nein, braune Möbel haben wir gar nicht.“)

    • Es sind auch Erbstücke. Wunderbares Palisanderholz, pasen prima in alpine Umgebung. Und das Sofa kann man ausklappen. Kosteten in den 50ern ein Vermögen, haben sich aber voll rentiert.


    • @DA: Palisander? Oha. Ich dachte, das sei erst in den 60ern Mode geworden. – „Klappen“ – aaaach, was tut es mir leid, daß ich Mitte der 90er nicht die End-60er-Jahre-2m-Klappcouch abgegriffen habe – stammte irgendwann 70er/80er vom Sperrmüll, aber war einfach genial in ihrer Funktionalität, 2 Griffe und man hatte ein 1,20X200cm2-Bett. Das hatte die richtigen Gelenke, selten, daß man sowas findet. Ich bin ja sonst nicht so für Minimalismus, aber in dem Fall war er wirklich mal sehr gelungen.

    • Ich mache mal was drüber. Aber Palisander wurde auch schon in den 20er Jahren gern verwendet, zumindest im Luxussegment.

    • Die erste gemeinsame Wohnung 1972 war voller Palisander
      Massivholz von den Türen bis hin zu den Einbauschränken und Bücherregalen unter der Schräge und uns hat es sehr gut gefallen.

      Seltsamerweise hatten die Hausleute in der eigenen Wohnung nicht so feine Sachen und auch die kleine Wohnung über uns litt an Palisandermangel.

  50. @Goodnight
    Das ist so das Problem der Manager oder der, die sich dafür halten. Endlose Sitzungen, (gemietete) Wohnung in der Hafencity, Privatkindergarten, Trophäenfrau, Schweizer Uhr (evtl nur Imitat aus HongKong) usw. Ein Leben lang strampeln, um „es“ zu schaffen…
    Einfach mal loslassen, genießen und Freiheit spüren. Für gutes Essen, gutes Leben braucht es tatsächlich nur recht wenig: Ein bezahltes Haus, etwas Einkommen, ein paar Reserven. Vor allem aber auch eine intakte Gesundheit. Guter Geschmack ist nicht zwingend teuer, natürlich ist ein schönes Haus in guter Lage teurer als ein Wohnklo auf dem Kiez, aber echter Luxus ist nicht die Schweizer Uhr für ein paar 10k, sondern keine Uhr. Ein genussvolles Mittagessen ist mehr als ein durchgetakteter Tag mit Business Lunch und Abendempfang.

    BTW: das diese Freiheiten in Gefahr sind, ist das, was mich so wütend macht auf diese unkomische Frau aus der Uckermark, die nicht mal die Basics rafft. Z.B. den Unterschied zwischen Volk und Bevölkerung.

    Anyway, bei echten finanziell Unabhängigen lässt sich eine innere Gelassenheit beobachten…die ist unbezahlbar, für alles andere gibt es M…

    Bei Managern steht statt dessen oft eine Verbissenheit.

    In der Kindererziehung: gebe Deinem Kind die Sicherheit, etwas ganz besonders zu sein und die Gewissheit, dass die Familie extern hinter ihm steht. Intern wasche bei Fehlverhalten gehörig den Kopf. Dann kommen da ganz brauchbare Menschen dabei raus, mit eigener Meinung und Rückgrat. Evtl grosskonzernuntauglich, aber wer will schon (so) angestellt arbeiten…

    • All I am is what I'm going after.
      Besitzen ist langweilig. Nicht Besitzen auch.
      Dazwischen, da ist der Bereich, der das Leben ausmacht.

    • @Goodnight
      Wie im Film von Dieter Wedel: „Wenn meine Frau da ist, hasse ich sie, wenn sie weg ist, habe ich Sehnsucht.

    • Frau M. rafft...
      … die Basics und eröffnet den Wahlkampf um die migrantischen Stammwähler der SPD. Schauen wir mal, ob die sich einlullen lassen.

  51. Audi 100 (Coupe) in Signalgrün?
    Meinen herzlichen Glückwusch

    https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=uzeS6i2B&id=87FCD138008A01D7DBCBA5100EDE93F32F2E0D37&q=Audi+100+Signalgr%c3%bcn&simid=607989868074241554&selectedIndex=0&ajaxhist=0

    Die Farbe steigert aufgrund ihrer Auffälligkeit die Sicherheit der
    Insassen. Viel Fahrzeuge in Standartfarben werden leichter übersehen.

    Zum Text kann ich nur Beitragen,

    nach einem Ikea-Besuch landeten in unserem Wohnzimmer
    mit blauem Stoff bezogene Ballen die mit S Hacken verbunden werden konnten. Die später erworbenen Ratansessel wurden nach 30 Jahren entsorgt. Erstzt wurden sie durch ein sehr viel älteres Sofa.

    Natürlich soll man den lieben Kleinen nicht zu viele Freiheiten einräumen, sie haben zwar oft eine dezidierte Meinung aber
    ebenso so oft so gut wie keine Ahnung.

    Die Farbe des Audis war Sicherheitstechnisch aber
    ein Glückstreffer wenn sie mich Fragen und aus dem Sohn
    ist ja dann doch noch was ordentliches geworden.

    • Nein, es war der Viertürer – weil sich schon das BMW Coupe als kinderuntauglich erwiesen hat. Deshalb brauchte wir eine Familienkutsche. Der Vater eines Freundes hatte das Coupe in Silber.

  52. Schnöselmemory
    Ich musste als Kind die abgelegten Klamotten der Nachbarskinder auftragen und da waren auch welche dabei (z.B. Schuhe), deren Ex-Besitzer Besitzerinnen waren und obwohl man die mit schwarzer Lederfarbe schwarz angemalt hatte (die Schuhe, nicht die Mädels), sahen die Kinder der ersten Klasse Grundschule auf den ersten Blick, dass es sich um Mädchenschuhe handelte (die offensichtlich nachträglich schwarz angemalt worden waren). An die anderen Dinge will ich mich nicht erinnern oder sie hier nicht erwähnen.

    Ich weiß aber noch genau, in welchen Schlammpfützen ich damit herumgestiefelt bin, was ich damit zertrampelt habe, nicht um sie kaputtzukriegen, sondern um sie auszulatschen, damit sie wie „Männerschuhe“ aussehen. Andere Dinge habe ich in Stücke geschnitten, und die langen Unterhosen, die ausnahmsweise meine eigenen waren, habe ich auf der Schultoilette ausgezogen, sie im Müll entsorgt und daheim erzählt, ich hätte sie in der Umkleidekabine des Fußballvereines liegen lassen und jetzt wären sie weg.

    Seitdem bin ich der Überzeugung: Wer in einem Auto jeden Tag zur Arbeit fahren muss, in neuen Hosen dem Peer-Pressure seiner jeweiligen Bezugsgruppe ausgesetzt ist, wer sich in neuen Schuhen wohlfühlen und damit öffentlich herumlaufen soll, der hat auch ein Recht, maßgeblich mitzuentscheiden, wie das Produkt vom Designaspekt her ist. Da mögen andere beraten dürfen, entscheiden sollten die anderen das nicht.

    Eltern sollten sich auch angewöhnen, ihre eigenen Kinder nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn sie die sich selbst gesetzten Ziele, wie „Rauchen abgewöhnen“, „nicht mehr so viele Pillen zu schlucken“, „nicht zwanzig mal im Jahr das Sofa noch hässlicher zu gestalten“, nicht einhalten können. „Wenn es euch nicht gäbe, würde ich jetzt…könnte ich jetzt…hätte ich jetzt“ , 20 mal am Tag geäußert, vor und nach jeder Zigarette, beim Öffnen der Kontoauszüge, in der Apotheke, erzeugt am Ende tatsächlich Langeweile. Denn auch Kinder können in die Zukunft blicken und wissen, es kommt der Tag, wo sie dieser Nervensäge mit ihrem Affengeschmack ihr Frotteezeug in die Fre..e stopfen werden. Solange halten sie halt den Ball flach. Das sollte man nicht unterschätzen. Die sind klüger als man denkt. An das dachte ich, als ich die Szene in dem obigen Geschäft gelesen habe.

    Ansonsten kann man in Geschmacksfragen ruhig auch mal eine zweite Meinung einholen, und sei es die vom Kind. Die kennen sich manchmal erstaunlich gut mit Markenklamotten aus, viel besser jedenfalls als ihr Erzeuger, der seine Hosen allenfalls auf Amazon bestellen könnte, wüsste er nur die eigene Größe.

    Das bei einem grünen Auto entweder alle denken, man werde jeden Tag von der Polizei zur Schule gebracht, oder noch schlimmer, man sei der kleine Bruder von Kermit, dem Frosch, das verstehen sogar Kinder und denen eine grüne Farbe bezüglich des Autos auszureden, wäre die leichteste Übung, die ich mir vorstellen kann.

    ABER: ich mag Kinder und ich verstehe auch das Problem der Millenials (Alle großen Erfindungen sind schon gemacht, Kriege werden keine mehr gefochten, die Eltern sind bunt, vielfältig, vegan, hip, lesbisch und schwul, kurz: es gibt NICHTS, womit man sich von denen abheben, keine Moral, mit der man sich über die stellen kann und auch nichts, mit denen man sie provozieren kann, bis sie kotzen, kurz: das Selbstwertgefühl hängt stark von der Zahl der Clicks auf den Like-Button der eigenen Facebook-Seite ab), aber seit es bei denen üblich ist, dass sie mit einem reden und während des Gespräches anfangen zu telefonieren, vom Texten und dauernden WhatsApp-Benachrichtigungs-Gejingel ganz zu schweigen, haben sie bei mir versch…sen.
    Das ist so abartig dämlich (und unhöflich), das ich es tatsächlich nicht toleriere. Und wenn sie mir zehnmal vorwerfen, ein Faschist zu sein. Für so etwas habe ich Null Toleranz, da hört die Vielfalt bei mir auf und bunt mag ich sowieso nicht.

  53. Es gibt eine Filmszene mit Heiner Lauterbach
    wo er im Zug fährt und mit im Abteil ist eine Mutter mit ihrem Brägen. Der wirft dem Männlichkeitsidol doch glatt ein Stück Kuchen an den Kopf. Die Mutter daraufhin entschuldigend: „Wissen Sie, er ist antiautoritär erzogen.“ Lauterbach (man kennt seine zeitverzuglosen RETOURKUTSCHEN [vermutlich gilt er gerade deshalb als männlich]), nicht faul, nimmt den Kuchen und reibt ihn der kleinen Nervensäge durch die Fratze. Und antwortet lächelnd: „Wissen Sie, ich wurde auch antiautoritär erzogen!“ Naja, so viel Geistesgegenwart wie der Heiner hat ja nicht jeder, und die grünen Giftmischer haben schon dafür gesorgt, dass die Räume eng gemacht werden und so etwas heute schon als „Körperverletzung“ (oh Gottchen!) geahndet wird.
    Früher hätte schon ein wesentlich nichtigerer Anlass genügt um dem Fratz eine ordentliche Tracht Prügel zu verabreichen, so dass er zwei Tage nicht mehr hätte sitzen können. Jetzt hör ich sie schon wieder, die Heiner Geißler und Elke Heidenreich-Fans, wie sie mich als Stammtischredner beschimpfen. Weil in der Lindenstraße geht so was gar nicht.
    Mal im Ernst: ich hab mir als Schüler mehrfach eine (Backpfeife) gefangen. Na und? Tat 10 Minuten weh, man hat 1-2 Tage geschmollt-Schwamm drüber. Wenn die Prügel von Pappi kam gab es eh keine Widerrede, wenn’s ein Lehrer war hatte er zumeist recht. Wenn ich mich heute mit Ex-Mitschülern unterhalte kommen komischerweise die Pauker, die geprügelt haben immer gut weg-hart aber herzlich, so könnte man sie nennen. Traumatisiert wurde ich in der Schule schon, aber nicht durch die klare Ansage von Prügel, sondern von dem dämlichen Gewäsch der ersten 68-er Pauker (würg!), die damals Mitte 1970 in die Schulen strömten. Das schwappt bei mir bisher im Hirn umher ohne dass ich es einordnen kann (an meiner Blödheit kann’s nicht liegen, bei 2 akademischen Abschlüssen).
    Ich frage mich, ob die Leute wissen was sie Kindern damit antun, wenn sie sie derart verzärtelt „erziehen“. Was dabei herauskommt ist im günstigsten Fall ein knochenhart-rücksichtsloser Ellbogenegomane, im weniger günstigen Fall ein neurotisiertes Etwas, das dann später arbeitsunfähig dem Staat auf der Tasche liegt. Ich bin nicht unbedingt für Prügel (weil wenn Papi zu hart hinlangt kann schon mal was kaputt gehen), es kann auch anders gehen (die körperliche Züchtigung ist übrigens keine Erfindung der bösen Deutschen mit ihrer Nazi-Vergangenheit, es gibt sie in eigentlich allen Kulturen [zum Teil noch immer]; im Englischen gibt es das Sprichwort „spare the rod and spoil the child“ [zu deutsch in etwa: wenn du ihnen nicht ab und zu mit der Rute eins rüberziehst werden die kiddies nicht richtig erzogen]). Beispielsweise wenn es mehr (echte) Männer mit der Persönlichkeit, Durchsetzungsfähigkeit und intelligenten Autorität eines Heiner Lauterbach gäbe.
    Ach ja, übrigens: die Ellbogenfraktion unter den verzogenen Brägen (man erkennt sie daran, dass sie wie ein Parkinsonpatient mit gesenktem Kopf in der Fußgängerzone stehen und auf ein viereckiges Ding starren) meint sie hätte die Welt jetzt neu erfunden, nur weil es Handys gibt. Da zuck ich nur locker die Schultern und sage: „kann man mit dem Ding auf den Mond fliegen?“ Und: vor allem die weibliche Klatschsucht hat endlich ein Mittel gefunden, sich gegen jede Kritik zu immunisieren. Denn wozu wird der Handy-Fratzenkram denn genutzt? Wohl zu 95% für sinnlose Tratscherei. Weist ein Erwachsener sie darauf hin machen sie nur: „Pff, die alten Knacker haben eben keine Ahnung von Technik.“ Sie übersehen dabei allerdings, dass Handys, zumindest so wie sie genutzt werden, nicht allzu viel mit Technik zu tun haben, und dass sie zumeist von alten Knackern wie Jobs konstruiert wurden.

    • Na ja, wenn die Reaktion des H. Lauterbach
      eine Filmszene war, . . . dann war die sooo spontan wohl eher
      auch nicht.
      Denn dann stand das schon Wochen vorher so im Drehbuch.

      P.S.: Der Kuchen gehörte wohl auch eher der Mutter ins Gesicht gerieben.

    • Oha
      Ich habe das Glück ohne Prügel aufgewachsen zu sein. Bis auf eine Ohrfeige, die es in sich hatte und zu einer kleinen Miktion führte. Ich kann mir eigentlich nur Choleriker oder Sadisten als Prügler vorstellen – da Gewalt ohne Emotion außerhalb meines Vorstellungsvermögen ist. Falls es sie gibt, irgendwie noch schlimmer.

    • Titel eingeben
      Das war wohl eher das Resultat der mühsamen Arbeit am Schreibtisch des Drehbuchschreibers, als Herrn Lauterbachs „männliche Geistesgegenwart“.
      Schauspieler sind nämlich nicht so schlau, wie man annimmt, nur weil man Filme gesehen hat in denen sie „schlau“ spielen. Es soll auch Insider geben, die machen treffliche Witze über den tatsächlichen IQ dieser Kollegen.

    • In der einen Ecke: der Pappi, in der anderen: das Baby
      Ich kann viel von dem obigen Bejahen, aber körperliche Gewalt im Umgang mit Kindern ist und war bei mir immer ein „No-Go“, ein Tabu, ein Dogma.
      Schlichtweg, weil Kinder nicht Eigentum des sie produzierenden Erwachsenentums sind, sondern von der Natur nur vorübergehend ausgeliehen , damit sie einem Magengeschwüre machen, man endlich wieder öfters die Polizei im Hause hat, sich mit modernen Verhütungsmethoden auseinandersetzen muss, damit man in der Krabbelgruppe, wenn die Chai-Latte Generation der Soccer-Moms damit prahlen, wie toll ihr Duzi-Duzi schon Kaka machen kann und dabei nicht mal seinen/ihren Zwillingsneutrino (Gender legt man ja heute erst NACH der Pubertät fest, wenn überhaupt) bei den täglichen Chopin-Etüden stören, heimlich auf das eigene zu irgendwelcher Ordnung unfähige, an strengem Körpergeruch leidende, hebephren jeden Idioten anlächelnde, schon 3 mehrsilbige Wörter beherrschende („Volksfront, vögeln, Bauerndepp“, wenn ich den erwische, der das dem beigebracht hat), durch farbliches Elternversagen (pathologische Aversion gegen Hellblau UND Rosa) und genderdeterminierende Namensgebung (Sepp Max Tobias Franz) dem Schicksal des hegemonial cis-heteronormativen Patriarchatsverstehers entgegenstrebenden Bündels sich bewegenden Biomülls zu schielen und frei nach „Schuh des Manitou“ (den man schon auswendig kann, weil es keine anderes Werk in der Filmgeschichte dieses Planeten zu geben scheint und „König der Löwen“ ist das einzige Buch) zu denken: „Gibt es eigentlich irgendetwas, was du kannst?“.

      Wenn sie dann zum letzten Mal die Tür hinter sich zumachen und man glücklich und zufrieden in sein Biedermaiersofa sinkt, welches das einzige Möbelstück ist, das einem der Gerichtsvollzieher nach dem Privatkonkurs noch dagelassen hat (weil es dank eines jetzt nicht mehr hier arbeitenden Stylingratgebers mit einem so potthässlichen „Linen“ überzogen wurde, das man es nicht mal dem Roten Kreuz als Flüchtlingserstausstattung spenden könnte und dieser Topflappen war damals sehr teuer), kann man wenigstens voller Stolz zu sich selber sagen („Zu sich selbst“ mangels sozialer Kontakte und gepfändetem Computerequipment und Smartphone): „Wenigstens habe ich ihn nicht geschlagen“ und eine andere innere Stimme sagt zu einem: „Hättest du doch“.
      Aber ganz im Ernst: „Kleine-Kinder-zu-schlagen“ ist unehrenhaft, unmännlich, feige, Weiberkram und Weicheiprogramm.

      Der echte Mann legt sich mit was Stärkerem an, zum Beispiel mit der Drogenfahndung, die schon wieder vor der Tür steht, obwohl sie genau wissen, das man wie immer die Aussage verweigert. Diesmal stimmt man aber sogar der Hausdurchsuchung zu und zwar unter der Bedingung, dass sie nachgucken, ob der Stoff im Sofapolster versteckt ist (woanders kann man sowieso nichts mehr verstecken) und wenn sie ihn kaputtmachen, gibt es Schadensersatz.

      Dass es dieses extravagante Muster in seinen ausgefallenen Farben nicht mehr gibt, liegt daran, so wird einem gesagt, dass es LSD in der damaligen Stärke heute in München nicht mehr zu kaufen gibt, sie hätten aber was grünes im Angebot, „weil bayerische Polizeifahrzeuge muss man jetzt mit was blauem polstern“ und „“grün“ ist doch auch eine schöne Farbe“, „das müssten Sie doch wissen, sie sind ja schon oft genug bei uns draufgesessen“.

      Haha, denkt man, lach du nur. Auch du wirst mal Kinder haben, dann ist es damit vorbei.

      Das Allerschlimmste daran ist aber: ist das alles nicht mehr da, dann vermisst man es. Life isn’t meant to be easy. Das scheint zu stimmen.

    • @alle
      @nur mal so und kdm: na klar, weiß ich schon, Drehbuch und so, aber oft sind die Schauspieler gecastet für bestimmte Szenen, die gut zu ihnen passen und die war dem Lauterbach wohl auf den Leib geschrieben. Aber vielleicht hat er selbst ja auch am Drehbuch etwas mitgewirkt?
      @Nahuatl und mx: ich habe ja gesagt, ich bin auch nicht für Prügelstrafe, ich finde es gibt aber Schlimmeres als eine spontan abgesetzte Backpfeife (früher hat man da nicht lang drüber nachgedacht). Wie erklären Sie es sich, dass es zu meiner Zeit als Schüler so gut wie keine verhaltensgestörten kiddies gab und heute kommt man gar nicht mehr nach mit dem Finden von Bezeichnungen für neue Krankheiten, die oft in erster Linie Arbeitsbeschaffung für drittrangige Psychologen sind? Wie gesagt, Prügel ist Mottenkiste. Aber lindenstraßenguckende Weicheidaddys sind auch nicht der Burner.
      Und mx: von wegen schuh des manitu: zeigt mal wieder, dass Humor hierzulande eine ziemlich infantile Sache ist (ich sage nur Kerkeling, M. Barth oder heute Show). Das Schlimme daran: es ist für Erwachsene gedacht. Wenn Sie etwas Erholung und Humor für Erwachsene suchen, brauchen, ich empfehle ältere englische Filme (50-er bis 70-er Jahre), beispielsweise mit Peter Sellers oder so.

    • @Harry Charles
      Schwarz-Weiß-Filme, die ich empfehlen würde:

      1.: „1-2-3“ von Billy Wilder, ein einzigartiges Dokument Berlins vor dem Mauerbau, mit Horst Buchholz als jungem Gregor Gysi, Liselotte Pulver als deutschem Marilyn-Monroe-Verschnitt und James Cagney als kleiner Bruder Konrad Adenauers (ernsthaft: ein Generaldirektor (Cagney), seine Sekretärin (Pulver) und ein 150%iger Kommunist aus Ost-Berlin (Buchholz). Außerdem werden Westdeutsche, Ostdeutsche, Amerikaner und Russen in gleicher Weise durch den Kakao gezogen.
      Zum Thema passend: eine Verfolgungsjagd zwischen einem Adenauer-Mercedes und einem russischen 1960er Nasch, dem Vorgänger des Trabbis. Viele Anspielungen auf Mode, Kultur und Sitten der 60er Jahre (weil der Generaldirektor den Kommunisten innerhalb von 24 Stunden in einen kultivierten Kapitalisten verwandeln muss).
      2. Den amerikanischen Film „Freaks“ von 1932. Nicht nur weil dort fast nur Behinderte mitspielen, die heutzutage kein Mensch mehr zu Gesicht bekommt, weil diese Kinder heute abgetrieben werden, auch nicht, weil die meisten dieser „Freaks“ in diesem amerikanischen Tonfilm Deutsch sprechen, sondern wegen der Szene, in der sich ein Neger ohne Arme und Beine („The Torso“) mit dem Mund eine Zigarette dreht und diese sich selbst auch noch anzündet und raucht.
      3. Jacques Tati: Mon Oncle
      4. Leni Riefenstahl: Das Fest der Freude
      5. Alle Filme mit Margaret Rutherford

      farbige Filme:

      6. Peter Sellers: Der Partyschreck (The Party)
      7. Le Jour de Gloire / Jean Lefebvre 1976, (Weil man auch SO den harten Zeiten des zweiten Weltkrieges gedenken kann. Dieser Film wurde in Frankreich zum 8. Mai ausgestrahlt)
      8. OSS 117 „Le Caire, Nid d’espions“ (OSS 117 – der Spion, der sich liebte) und OSS 117 „Rio ne répond plus“ (OSS 117: Er ist sich selbst genug), weil ich es für eine gute Idee halte, als Fortsetzung einer James Bond Parodie voller anti-muslimischer Witze eine andere James Bond Parodie zu drehen – voller antisemitischer Witze.

    • @ mx
      die vorgeschlagenen Filme kenne ich fast alle. Außer Freaks (vom Hörensagen, würg!), nix für mich. Ich bin auch gegen Inklusion (lesen Sie mal im Buch Leviticus 21-23). Und ich finde, dass es in unserer Gesellschaft von heute schon zu viele Freaks der unterschiedlichsten Art gibt. Glauben Sie echt behinderte Föten würden heute abgetrieben? Ich glaube da würden die „Grünen“ aber einen Aufstand machen. Die setzen sich zwar vehement dafür ein, dass gesunde Föten abgetrieben werden dürfen, aber bei Behinderten sehen sie es sicher anders. Nur einer der Gründe warum ich die Grünen nicht ausstehen kann.

    • Spätabtreibungen
      Bei bestimmten Behinderungen darf sogar bis zur 22. Woche abgetrieben werden. Das sind lebende Kinder, die nur nicht versorgt werden und dann sterben. In der Haut dieser Eltern wollen aber weder Sie noch ich stecken. Das sind alles Eltern, die Kinder wollen und wo erst spät entdeckt wurde, wie das Kind sich entwickelt. Für die bricht eine Welt zusammen. Das ist kein Spaß. Das wird bei uns auf Intensivstationen gemacht und nennt sich „PG Einleitung“ (PG: Prostaglandin).
      In den USA sind Abtreibungen grundsätzlich bis zu diesem Termin zulässig, auch bei völlig gesunden Kindern.
      Dort wurde bis zum Jahre 2016 eine Technik angewandt, die es in den 60ern überall gab. Dabei wird nur der Kopf des Kindes durch den Muttermund herausgezogen oder intrauterin mit einer Zange zerquetscht und dann das Gehirn abgesaugt (wohlgemerkt: bei lebenden Kindern, die man heute aufziehen könnte).
      Das nennt sich deshalb (weil die Kinder „teilweise“ auf die Welt kommen): „Partial Birth Abortion“.
      Der US Supreme Court hat diesem letztes Jahr einen Riegel vorgeschoben und erklärt, das Kinder, bei denen nur der kleinste Teil auf die Welt kommt, als „lebend geboren“ zählen müssen und so wie alle anderen auf dieser Welt nicht getötet werden dürfen. „Planned Parenthood“ empfiehlt seitdem, diesen Kindern im Mutterleib Nikotin ins Herz zu spritzen, dann sterben sie intrauterin und man kommt um diese Hürde drumherum. Planned Parenthood empfiehlt auch, nach dem Tod ein paar Tage zu warten, bis man die Leiche auf die Welt bringt, weil der Verwesungsprozess die Kinder „so schön weich machen würde“, dann könnte man sie besser entwickeln.
      Dass diese Mütter ein paar Tage lang mit einem absichtlich getöteten lebensfähigen Kind durch die Gegend laufen, scheint nicht so wichtig zu sein.
      Diese Änderung im Procedere wurde schon von Obama durchgesetzt, der sich damit bei den Feministinnen nicht besonders beliebt gemacht hat.
      Weil Trump angekündigt und inzwischen durchgesetzt hat, dass auch die alternative Tötungsmethode zumindest nicht mehr staatlich unterstützt wird, gilt er weltweit als Frauenfeind Nummer 1, der laut unseren Qualitätsmedien den Frauen die Abtreibungen verbiete.

    • Titel eingeben
      Jetzt weiß ich etwas, nach dem ich nie recherchieren mochte. Etwas, das man, wie es so schön heißt, garnicht wissen will. Noch mehr Details mag ich dann auch tatsächlich nie in Erfahrung bringen.

      Aber dennoch uneingeschränkten Dank, denn jetzt brauche ich nicht mehr dumpf zu mutmaßen. Daß sog. Spätabtreibungen irgendwie in die geschilderte Richtung gehen müssen, kann man sich ja zwangsläufig schon denken.

  54. Die Variante dass die elterliche Ermahnung oder Beschwerde auch etwas
    genutzt hätte kommt im Text zwar nicht vor wäre aber rein theoretisch auch noch möglich.

    Und die durch die Museen kulturbeflissen (!) Eltern waren eben Aufsteiger, selber noch Suchende, weil Teil einer allgemeinen Fortschrittszeit damals noch, also konservativ auf eine etwas merkwürdige Art?

    Und den grünen Samt hatten damals auch viele-alle, eine Mode – am Ende wie eine Pest, sogar vollkommen unverschenkbar, nachdem die Wohnzimmer mit der Mode durchwaren.

    Aber man sei beruhigt, jeder regelmäßige Don Alphonso Konsument (Mahlzeit!) weiß, das ganz besonders der hochgeschätzte Herr Papa, Don Alphonso Vater, besonders mit intrinsischer Motivation gesegnet war.

    Und in der Tat, Farbe darf heute jeder immer und überall wie er will – ein Hoch auf die Postmoderne!

  55. Es hat übrigens mit digital nichts zu tun jede andere Form von
    Beschäftigung mit den Händen, kleinteilig-nahräumig, geschickt, ganz bei sich selbst, wie sie Frauen nahelit, Stricken oder Sudoku geht auch, hätte vermutlich denselben Effekt gehabt.

    Man soll sich wieder über die seelisch-psychologisch-spirituellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern freuen – Jungs hätten sich vermutlich gebalgt oder Löcher in die Polster gemacht oder mit harten Gegenständen geworfen oder die Schnitzmesser ausgepackt.

    Ein Lerneffekt für die Eltern ist es immer, fördert Leben, die Liebe und die Zuneigung auf Umwegen – und die Ermüdung und die Erschöpfung und die Abnutzung auch. Und von irgendwas muss man ja halt ramponierte Nerven haben, wenn man erst einmal 65 ist: Enkel? Immer gerne! Aber nie länger als zwei Stunden am Stück …. Hihi

  56. Generalisierung ist nahezu immer falsch...
    Ihre Einschätzung der TV Qualität ist natürlich im allgemeinen richtig, und man kann durchaus sagen, dass es zuviel Aufwand ist in dem Meer des Schwachsinns nach Qualität zu suchen…. dass es sie aber gibt, das ist trotzdem wahr.

    Nur ein Beipiel probieren sie es mal.

    Setzen sie ihr VPN auf England…. dann zum iPLayer… dann BBC 3 und dort suchen ssie nach Fleabag. (Oder natürlich torrent…)
    Die ganze Serie ist aus einem Theaterstück entstanden, und wird nicht nur von mir für das Beste aus 2016 gehalten.
    Es gibt nämlich auch intelligenten Feminismus…
    (Falls sie es mehr mit Computern haben, de erste Serie von MrRobot)

    • Mag sein, aber ehrlich, ich habe es nicht mit Bewegtbild. Habe es mal auf Reisen für einen Abend versucht: Geht nicht, Nicht mal nach einer anstrengenden Radtour.

    • Titel eingeben
      Fleabag Staffel 1
      „Fleabag, eine leicht chaotische junge Frau, ist anders als andere Frauen in ihrem Alter. Sie schaut mit Vorliebe Pornos, schläft mit jedem Typen der ihr auch nur zu nahe kommt, lehnt jegliche Hilfe im Alltag ab und pumpt sich regelmäßig Geld, ohne es zurückzuzahlen. Mit all ihren fragwürdigen Eigenschaften stößt sie im modernen Großstadtdschungel von London jedoch des Öfteren an ihre Grenzen …“
      Sogar in Deutsch, bei bs.to
      Die Beschreibung ist ja nicht so vielversprechend, Humor/Ironie scheint auch nicht dabei zu sein; also nicht mein Geschmack. Vielleicht werd‘ ich probeweise heut abend auf dem Monitor eine Folge ansehen; dauert ja nur 25 min. Viel versprech‘ ich mir nicht, lass mich aber gerne überraschen.

    • Mehr Bag als Flea?
      Klingt, als wäre dieser rallige Wonneproppen von Amy Schumer dargestellt worden, dem feuchten Traum schlafloser männlicher Nächte, jedenfalls denkt sie das von sich selbst. (Allein die Tatsache, dass das BENTO-Team auf die steht, sollte jeden davon abhalten, auch nur nachzuschauen, wer das ist).

      Weil die aber aus den Staaten ist und nur übergewichtig-rosafarbene Engländerinnen es fertigbringen, ein Kostüm in Hautfarben zu tragen, so dass es von weitem so aussieht, als wäre Miss Piggy jetzt bei den britischen Femen, befürchte ich, Flea Bag ist noch schlimmer, eine britische Schumer, der schönste Abturner, seit es Verhütungsmittel gibt (auf der Insel verhütete man früher mit der „Maggie-Thatcher-Methode“,kurz vor dem Höhepunkt versuchte man, ihr Bild aus dem Gedächtnis aufzurufen. Ich hätte da garantiert schon beim Einspringen versagt).

    • @Mx
      „(Allein die Tatsache, dass das BENTO-Team auf die steht, sollte jeden davon abhalten,
      auch nur nachzuschauen, wer das ist)“

      Oh – danke für die Warnung.

    • Titel eingeben
      Don, kann ich verstehen, aber das einfach mal rumzappen ist halt genau das was nicht funktioniert. Man muss muss schon suchen, aber man kann es natürlich auch sein lassen. Aber dann übersieht man halt auch kleine, qualitative Überraschungen, die tatsächlich kreativ sind. Auf arte kam vor ein paar Tagen eine „Inszenierung“ der La Boheme, aus Südfarika, gedreht in einem Township, die gleiche Musik aber völlig anders instrumentiert, Marimbas und ähnliches, und mit hervorregenden Sängern… Ein echtes Erlebnis… wens interssiert gibts auf arte+7

      Weniger überraschend ist natürlich, dass hier noch drei weitere Kommentare stehen die alle eines gemeinsam haben, keiner der drei redet über etwas das er kennt, aber eine Meinung hat man trotzdem.

  57. Signalgrün vs. Senflehmgelb
    Die übelste Autofarbe, die mir je unter die Augen gekommen ist, zierte einen Jaguar XJ12, ein an sich wunderschönes Auto, das aber von einer Art Senflehmgelb völlig verunstaltet wurde. Der Wagen stand in der hintersten Kellerecke einer offiziellen Vertretung und wurde mir von einem Verkäufer in einer Weise präsentiert, mit der man Dritten gegenüber besonders missratene Familienmitglieder vorstellt. Die mussten damals vom Generalimporteur übernehmen, was der anlieferte.

    Der Preis war massiv reduziert, aber ich verzichtete, weil meine Frau und die beiden Töchter sich weigerten, mit dem Auto auch nur eine Probefahrt zu absolvieren. Außerdem waren die Jaguar-Modelle dieser Epoche bekannt dafür, mehr Zeit in der Werkstatt zu verbringen als auf den Straßen.

    Den Wagen übernahm später ein Mechaniker, der die ständige Schrauberei britisch-sportlich nahm, aber den Wagen wegen der ständigen Frotzeleien nachtblau umspritzte. Reste des Senfgelbs blieben u. a. in den Türöffnungen sichtbar. Für Sammler war’s das dann, aber in der Originalfarbe würde der XJ12 heute bei Oldtimertreffen wohl bella figura machen.

    Chance verpasst – denn näher kam ich einem 12-Zylinder seither nie mehr – oder Respektbekundungen für den Geschmack der damals noch handyfreien Töchter?

    • Ich kenne die Farbe, das ist halt wirklich schlimmste 70er Jahre.

    • Alles erlitten
      Wenn ich mal die Familienautos meiner Kindheit vor meinen inneren Auge paradieren lasse, stelle ich erschreckt fest, dass es nur von solchen Geschmacklosigkeiten wimmelt.
      Ein signalroter Kadett C, als Coupe (schönes Auto, würde ich immer noch fahren),
      dann ein hellgrüner Ascona
      und schlieslich ein gelb, braun, beiger Commodore (schwerer Wagen mit nur 75 PS)

      Das prägte mich so, dass ich immer noch Opel treu geblieben bin und heute einen ASTRA fahre, auch wenn Don Alphonso jetzt beim lesen die Augen verdreht. ;)


    • Senflehmgelb sagt mir nichts als Autofarbe.
      Stelle ich mir allerdings nicht sehr überzeugend vor.
      Kenne sonst nur senffarbene Küchen- und Flursockel aus den 30er Jahren, in Kombination mit Rostrot.

    • colorcraze, hier isser in senfgelb
      https://s6.postimg.org/8toihro35/jaguar_XJ12.jpg

    • @ Renate Simon
      Genau, das isser!
      Toll, wie/dass Sie den ergoogelt haben. Danke!

      Fehlende BHs bildeten, wie man(n) sieht, auch Teil der geschmacklosesten Epoche aller Zeiten, den 70ern.

      Beides – Autofarben und weggelassene BHs – erwiesen sich nicht allen Fällen als vorteilhaft und stilbildend für kommende Dekaden.


    • na, die ablehnung des weglassens eines soutien-gorge ist aber äusserst verwunderlich.

      üblicherweise* löst dies grundlegende, tunlichst zu verbergende begeisterung aus, und sie, die holden männer, werden recht aufmerksam und handzahm.

      * gut, nicht jedes mal, es kommt ein wenig darauf an.

    • Nun ja, werte Donna, wenn ich mir so
      Alice Schwarzers seitwärts fallende Pretiosen anschaue… möcht man doch zu diesem Kleidungsstück raten.

    • @ Donna Laura
      „gut, nicht jedes mal, es kommt ein wenig darauf an“

      Ja, das hängt von einer Reihe hier nicht näher zu erläuternder Faktoren ab. War auch eher als Beobachtung gemeint und nicht als grundsätzliche Ablehnung. Latz- und Schlaghosen, Hotpants, Jumpsuits, Clogs und Plateau-Schuhe wären als optische Verbrechen weit eher zu erwähnen.

    • Titel eingeben
      @Frau Simon: ah! DIESE Farbe! Ich würde das eher „Dschungel-Beige“ nennen, nicht daß das mal so hieß, aber es erinnert mich an die Leopardenmäntel seinerzeit, die als Mobutu-Geschenke bei der Politprominenz auftauchten.
      Ich gebe zu, es ähnelt farblich sehr den dunklen Senfkörnern im Dijon-Senf. Das 30er-Jahre-Senfgelb ist heller und gelber, mehr wie handelsüblicher feingemahlener deutscher Senf.
      Das Kleid der Kühlerverzierung, uaah, sowas (allerdings in kürzer) hatte ich auch mal, zum Tanzstundenabschlußball… nämliche Farbe, nämliches Material, nämlicher Schnitt… echt 70er.

    • Colorcraze, dass die Farbe auf dem Foto noch harmlos aussieht,
      liegt an der geschickten Platzierung mitten in einer Landschaft, die diese Farbe auch inne hat. Es gibt auch Fotos Auto auf Straße, da kommt dieses wundersame Gelb noch mehr zur Geltung, aber die Fotos sind dann ohne Frau auf Kühler.

      Solch ein Kleid habe ich nie besessen, ich wäre etwas verkleidet damit gewesen. Ich hatte 1970 ein helles mit blauen und pink Blüten und Paspeln aus einem brokatähnlichen Stoff, sehr kurz, mit rundem Dekolleté und kurzen Ärmeln, in dem ich mit meinem Herzblatt Lothar durch die Lüneburger Heide gestiefelt bin, das mir dort in einem Café mit Blick in mein Dekolleté eine sehr große Portion Eis bescherte. Lothar hat dumm geschaut, weil ich viel mehr Eis als er bekam, ansonsten hat es ihn sehr amüsiert und ich glaube, er hat mit mir angegeben.
      Sogar meine Mutter hat sich stolz wie Bolle neben mir fotografieren lassen. Die Fotos habe ich allerdings längst entsorgt und heute denk ich grad, hättest ja doch einige mehr aufheben können.

      Übrigens hatte ich beim Tanzabschlussball ein hellblaues Kleid, bei dem die kurzen Ärmel separat dabei waren. Meine Mutter hat sie eingenäht und dann stand ich beim Einlass neben einer jungen Frau, die das gleiche Kleid trug, allerdings ohne Ärmel. Ich habe mich den ganzen Abend in ihrer Nähe aufgehalten, ich glaube, ihr war das peinlich, ich habe mich ob dieses Dilemmas köstlich amüsiert.

  58. Und natürlich ein großes Lob der Mutter sie hat selbstverständlich
    Instinktiv alles richtig gemacht, denn darauf wie es wirklich gewesen ist, kommt es ja nicht an. Sondern mehr so ‚auf den Effekt an sich‘, nämlich später einmal sagen zu können, im Brustton der Überzeugung, spätestens als Studentin mit Interesse an zukünftigen Kandidaten zwecks Vermählung – oder ‚zur Abwehr von Unterschichten‘, wie’s belieben – ‚aber selbstverständlich sind wir gerade auch mit unsere hoch geschmackvollen Mutter immer nur höchst ausführlich in die allerfeinsten Spezialgeschäfte gegangen – und haben nur die teuersten und kostbarsten Stoffe von Hand ausgesucht, da waren wir immer dabei! Schon von klein auf, wir kannten das überhaupt gar nicht anders!‘

    Also falls das noch keiner von den vor Kommentatoren so angemerkt hatte.

  59. Als textile addict (more textiles in my closet, than food in my kitchen)
    …glaube ich Stoffe von Designers Guild auf den Fotos des Beitrags zu erkennen.
    Lustig, Stoffe von Tricia Guild und Wandfarben von Little Green verschönern meine selten genutzte Küche.

  60. Grüner Audi
    Soweit ich mich erinnern kann, fuhr mein Vater Benz 180 Diesel (hellblaue), dann 190 D mit den Heckflossen (in Dunkelgrün). Getankt wurde in den Winterswijk für den Liter um 18 NL/cent. Nach zwei Benzinkutschen (Mini und R4) bin ich vor 41 Jahren auf Peugeot 204 Diesel gekommen. Dann habe ich 1978 mir einen Golf L-Diesel bestellt, dann nacheinander zwei GTD, dann einen Astra mit Isuzu-Turbointercooler, ein Citroen HDi und aktuell ein Caddy mit Pumpedüse und 280.000 km auf der Uhr.
    Wir haben in der Verwandschaft auch einen 190 D Babybenz mit 760.000 km. Anders gesagt: seitdem die Autoindustrie bandverzinkte Bleche verarbeitet, fault die Karosse nicht mehr vom Antriebsstrang ab.
    Und wenn mein VW die technischen Löffel abgibt, kaufe ich mir einen 30 Jahre alten W 124-Benz mit H-Kennzeichen und diesel weiter durch die Gegend. Mein Lieferwagen ist übrigens rot, der Yaris Verso meiner Chefin auch.

    • Rotes Auto...
      @Folkher Braun

      Ich bekam 1996 den ersten Firmenwagen und durfte mir den hier vor Ort selbst aussuchen. Testberichte gelesen usw. und preisbewusst einen Mazda 303 in leuchtend rot genommen. Einzig die Ladekantenhöhe hat mich dann geärgert.

      Meine Chefs in Stuttgart waren entsetzt, besonders der eine, Millionär und chronischer Porschefahrer, wie kann man nur ein rotes Auto fahren. Das durfte ich mir zwei Jahre lang anhören, bis die Leasingzeit endlich vorbei war und ich dann „standesgemäß“ ein schwarzes Auto bekam.

      Das Dilemma mit den heutigen Autos ist, sie sind alle schwarz, sehen alle gleich aus und man steht auf einem großen vollen Parkplatz und sucht sich den Wolf. Auf die Fernbedienung spricht mein Wagen nicht so gut an, trotz neuer Batterie, er will gesucht und gefunden werden, es ist ein Elend.

  61. »Instant Karma«
    Bitte werter Don, als »Montagsmaler« bei Ihrer nächsten Visite den »Tatortreiniger« nicht vergessen.

    Und bei Ihrem »Wünsch Dir was« (Raumausstatter M) könnten Sie vielleicht Angela Merkels neueste Fatwa in Ihr Kissen beißen lassen. Stellen Sie sich einmal vor – Ihr glööcklerisches »WhatsApp« Prankstück auf Ewigkeit verklauselt mit der sufischen Weisheit »Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt«.

    Dafür integrieren sich dann »Für Sie« gendergerechte Männer (mangels Geschlechterkampf) »Beim Barte des Propheten« und huldigen abrahamitisch der reinen Lehre von der Frauenarbeit. Um alsbald in der Kiswa-Fabrik (Mekka) exklusives schwarzes Brokatstofftuch mit hochreinen 999er-Gold und Silberdrähten zu verzieren. (Vorsicht! »Ado« mit der Kaabakante: Gold wird matt und dunkel, Silber oxidiert).

    In den guten alten Zeiten wurde die Kiswa ja noch in Ägypten geklöppelt. Ob die Verlegung nach Mekka aufgrund der bis heute andauernden Überstellungen von Terrorverdächtigen der CIA (in dortige Foltergefängnisse) erfolgte oder die 97-prozentige Frauenquote bei Genitalverstümmelungen den Ausschlag gab? Wer weiß? Globalisierung? Überall nur Fortschritt! (Aber die Qualität ist auf jeden fall religiöser.)

    – – – – – – ▾ – – – – – – – – – – – – ▾ – – – – – –
    Und für »Diejenigen, die schon länger hier leben«

    Ein Bett im Glücksklee oder die Milo von der Seine
    – – – – – – ▾ – – – – – – – – – – – – ▾ – – – – – –
    https://www.we-heart.com/2015/10/20/karl-lagerfelds-memphis-apartment/
    Karl Lagerfeld Memphis Apartment, Monaco 1980

    – – – – – – ▾ – – – – – – – – – – – – ▾ – – – – – –

    Im Nachfüllbeutel für Kindererziehung: »All together now«
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    • | »Instant Karma« snippet for »Comic Relief« | •

    Well we all shine on
    Like the moon and the stars and the sun
    Well we all shine on
    Ev’ryone come on

    – – – – – – ▾ – – – – – – – – – – – – ▾ – – – – – –
    P.S.: Alter Besitz als Leistungsungerechtigkeit

    (… Wo waren wir stehengeblieben … ach so … war ich noch im Wäschegeschäft wegen meiner Brokatkissen …

  62. Snobs unter sich....
    Also wenn eines meiner Kinder dem Heiner Lauterbach ein Stück Kuchen an den Kopf geworfen hätte, hätte ich das zweite Stück genommen und auch geworfen. Lauterbach halte ich eben nicht für Männlich oder einen Macho, sondern nur für einen proletischen Rüpel, dem die Souveränität eines echten Herren abgeht.

    Zu Rosa möchte ich noch bemerken, dass bei uns zur Weihnachtszeit die Läden voll sind mit Barbies und Kens und ähnlichem Gesindel, und alle Mädchen wollen sie haben, und selbstverständlich mit all dem rosa Zubehör, die es hat. Die Geburt eines Mädchen wird gefeiert, das Baby bekommt eine rosa Band um den Kopf und der Junge kriegt nix.

    Bei uns ist noch eine großes Feld für alle Genderisten, das es zu beackern gilt, das Feld, nicht die Damen der Genderirrung, behüte mich Gott davor.
    Und wenn sie dann Stier reiten müssen, werden sie auch behaupten: es ist alles nur Konstrukt.

    Ich liebe Rosa. Es erinnert mich an meine Mädchen, als sie noch Kinder waren, an junge Frauen, an Weiblichkeit, an die Hoffnung, dass es Normalität gibt.

    Nebenfrage: wer hier lebt ist das Volk? Und wo bleiben die Staatsangehörigen? Wandern aus?

    Don Alphonso, wissen Sie was versnobt ist? Wenn bei uns im Land der einzige Rolls-Royce, den wir haben, versucht seine Geschwindigkeit trotz Schlaglochstraßen aus Prinzip auszufahren.

    • Da fällt mir ein, ich habe noch einen rosanen Rahmen zum fertig aufbauen.

    • Apropo ROSA.
      Ich schätze Rosa von Praunheim. Sehr.
      Ein hübscher älterer Herr, dem ich viel Gesundheitheit
      wünsche. Seine Sexgeschichten tangieren mich nicht.
      Seine Reportagen sind ausgezeichnet.
      Mit ruhiger, sehr angenehmer Stimme bringt v.Praunheim
      die Leute zum Erzählen. Er wird nie peinlich oder schrill.
      .
      Zum Geburtstag habe ich mir seine alte Reportage
      „Wunderbares Wrodow“ auf DVD gewünscht.
      Geschichten aus einem (Künstler-)Dorf in der Uckermark.
      Ich hatte sie vor ~15 Jahren gesehen und nie vergessen.
      Die Geschichten sind heute noch frisch + interessant.

    • Fatherhood
      Bill Cosby, der im richtigen Leben 4 Töchter hat, hat mal ein Buch namens „Fatherhood“ geschrieben, in dem unter anderem eine Szene beschrieben wird, wie er sein nagelneues Auto, einen 5-Türer, vorführen will und die Damen so in Streit geraten, wer in welche Tür einsteigen darf (obwohl genug davon da wären), das ohne seine Intervention keinerlei Fortschritt stattgefunden hätte. Der Text endet mit der Bemerkung: „Der Hund war schon längst drin“.

  63. Geschmack und Farbzyklen
    Ich handele ja mit Tapeten seit geraumer Zeit und glauben Sie mir, da sieht man alles.

    Doch man lernt auch, tolerant zu sein. Denn das Gekaufte muß nicht mir gefallen, sondern den Käufern.

    Wenn es diesen gefällt, ist es gut, egal was ich davon halte. Diese sollen sich in ihrem Heim wohlfühlen.

    Vor kurzem sprach ich in einem Kommentar Don Alphonso auf einen Wandteppich an, seine Antwor war, so ich mich recht erinnere, dass ihm dieses von einem Onkel so nahegelegt worden wäre.

    Früher gabs das häufiger, heute kaum noch meines Wissens nach. Verurteilen Sie deshalb Don Alphonso ob seiner altbackenen, angenehmer formuliert, althergebrachten Neigung?

    —–

    Vor etwa fünf Jahren war ich mit einem Angestellten auf der Heimtextilmesse in Frankfurt. Bis auf ein Gespräch hatten wir alles erledigt, doch bis zu diesem terminierten Gespräch war noch etwa eine halbe Stunde Zeit. Beim Schlendern durch die Gänge sahen wir einen Messestand eines Unternehmens, mit dem wir nicht zusammen arbeiteten und der nicht sonderlich besucht war. Wir setzten uns an eine Art Tischregal, unten waren Tapetenbücher, oben konnte man diese gut durchblättern. Uns gefielen die Tapetenkollektionen ziemlich gut, war außergewöhnlich für Deutschland, aber unserer Einschätzung nach eine sehr gute Ergänzung. Dann kam ein Vertreter und sprach uns auf russisch an, das waren tatsächlich Tapeten, nicht für den Deutschen Markt gedacht, opulent mit viel Gold und dergleichen. Solches läuft derzeit in D nicht grad übel.

    ——

    Farbzyklen

    An meiner Kölner Uni stellte uns der Assistent eines Professors die Ergebnisse einer Studie im Auftrag von Villeroy u. Boch vor, da gings um Farbzyklen.

    Dieser Assistent hatte alle Einrichtungszeitschriften seit Urzeiten, alle Produktkataloge und was es sonst noch so gab, durchforstet.

    Das Ergebnis war, alle Farbneigungen folgen einander zyklisch, mehr oder weniger. Die Dauer wäre unterschiedlich, aber der Zyklus stünde.

    Ob das heute noch so ist, kann ich nicht sagen.

    Aber seitdem habe ich mir abgewöhnt, mich über Geschmack zu wundern oder den gar zu verurteilen. Als Händler ist mir das dann auch gelungen.

    —–

    Meinen Geschmack hab ich mir im Wesentlichen bewahrt, ihn verfeinert, aber auch erweitert.

    —–

    Seien Sie also bitte gnädig mit den geschmacklichen Vorlieben anderer :)

    • Natürlich es es eine überkommene Vorstellung, einen Teppich an die Wand zu hängen. Aber mir gefällt er, ich mag das Motiv und die Farben und das Flair. Ich mag ganz generell persische Teppiche, sehr sogar.


    • Der schönste Teppich, den wir jemals hatten, war ein alter Perser, der ausschließlich mit natürlichen Farben gefärbt war, welche wie Edelsteine im Sonnenlicht funkelten. Den haben wir restaurieren und als Wandteppich bearbeiten lassen. Als wir einige Sachen während des letzten Asien-Aufenthaltes auf dem Dachboden eines Freundes lagerten, der das EG als Ladenfläche vermietet hatte, sodass dieses Geschäft den Dachboden als Lager u.a. mit uns teilte, wurde der Teppich und ein sehr schöner Biedermeier Eckschrank geklaut. Darüber hinaus verschwand bei jedem Umzug etwas, als ob die Umzugsleute etwas für sich beanspruchen würden.


    • Diese farbzyklenstudie würde ich ja gerne mal lesen, könnten Sie da noch Namen und ungefähres Jahr preisgeben? Oder war das exklusiv für Villeroy&Boch, und nicht für die Öffentlichkeit? –
      In den frühen 80ern sah ich auch mal mit lebhaften Landschaftsgemälden (eins hatte sogar einen Vulkan) bedruckte Hemdenstoffe, die mich begeisterten. Da hieß es, die seien für den französischen Markt hergestellt worden und würden in Deutschland nicht verkauft.

    • Colorcraze
      Die Ergebnisse der Studie wurden uns um 1980 herum präsentiert. Das war am Lehrstuhl von Prof. Dr. Udo Koppelmann an der Universität zu Köln. Der Name des Assistenten, der die Studie gefertigt hatte, ist mir leider entfallen.

      Meines Wissens war diese exclusiv für Villeroy und Boch, da diese mittels der Ergebnisse besser künftige Nachfrage prognostizieren wollten.

      Aber versuchen Sie Ihr Glück und wenden sich doch einfach an den Lehrstuhl.

      Informieren Sie uns doch bitte über das Ergebnis Ihres Versuches. Danke

    • Liebe colorcraze, es gibt dazu etwas, ganz in Ihrer Nähe:
      (Die Verknüpfungen sind elendiglichlang, deshalb so:)

      https://v.gd/Eb1r4X

      https://v.gd/kiGWBa

      https://v.gd/b8a8VU


    • Vielen Dank an Thomas Cgn und Frauke Amgelin.

      In der unvollständigen Ablichtung des Buchs von 1997 von Herrn Koppelmann ist auf S. 377 eine Frau Darmstadt erwähnt als jemand, der Farbzyklen zwischen 1860 und 1980 untersucht habe, und dabei bei Gebäuden 4 aufeinanderfolgende, zwischen 15 und 25 Jahren dauernde Zyklen feststellte, die je 4 Phasen hatten:
      – starkbunte Phase (Regenbogenfarben)
      – schwachbunte Phase (gedämpfte Töne)
      – erdige Phase (Brauntöne)
      – Unbuntphase.
      Danach gehe es wieder mit starkbunt los.
      Weiters gab es wohl auch noch eine Untersuchung zu Produkten „in den oberen, modernen Marktsegmenten“ 1987 zusammen mit einer Person namens Küthen, wobei sich folgende Reihenfolge ergab:
      – Spektralfarben
      – abgedunkelte Farben
      – Braunbereich
      – Pastellfarben
      – Unbuntbereich
      – Violett-Bereich
      (-Spektralfarben)
      Hm.
      Bei Häusern sehe ich viel Grau und Beige, bei Kleidern viel Grau und ab und zu Violett, wobei ich das Grau aber als neuer wahrnehme als das violett.

    • Liebe colorcraze, in dem Buch ist noch eine Literaturseite greifbar:
      https://v.gd/zJ7BoP

      Die Deutsche Bauzeitung gibt’s auch in Berlin.

    • Lektüre
      Ich bin den Links von Frauke Amgelin gefolgt, beim ersten ging es, bei den beiden anderen gelang es mir nicht.

      Aber:

      Im ersten wurde ein Werk zitiert, in dem auch der Ersteller der Studie genannt wurde, dessen Namen ich vergessen hatte: Küthe

      Schauen Sie, Colorcraze, ob Sie das Buch von Koppelmann und Küthe bekommen, dort werden Sie vermutlich mehr erfahren als über die vermutlich eher trägen Hausfarbzyklen.

    • Liebe colorcraze, hier ist noch was:
      Koppelmann/Küthe sind in einer Fußnote einer Diplomarbeit zwar nicht als Buch, jedoch als Aufsatz, der Ihnen weiterhelfen könnte; zitiert:

      https://v.gd/tpIi5y

      Koppelmann, U./Küthe, E.: Mit Farbe, in: Forschung in Köln, Heft 1, 1989, S. 3

      Die Zeitschriftendatenbank ( http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=1.1/ ) zeigt zu „forschung in köln“:

      Ihre Aktion suchen [und] (Titel (Stichwort) [TIT]) forschung in köln

      Druckausgaben (und Verfilmungen)

      Titel:

      Forschung in Köln : Berichte aus d. Universität / Hrsg. Der Rektor der Universität zu Köln. – Köln : Univ. 1987 – 1991; 1996 – 2000,1; damit Ersch. eingest.

      ISSN:

      0931-9778

      Besitznachweise für das Jahr 1989

      [+] BAY München BSB
      Bibliothek: BAY München BSB
      Grundsignatur: 4 W 91.123
      Bestand: 1987; 1989 – 1990
      Fernleihe: ja

      [+] BAY München UB
      Bibliothek: BAY München UB
      Grundsignatur: 4 Z 88-44
      Standort: 0001
      Bestand: 1987,1; 1989,1; 1996,1-2; 1997,1; 1998,1
      Fernleihe: ja

      [+] NIE Hannover TIB
      Bibliothek: NIE Hannover TIB
      Grundsignatur: ZB 4800
      Standort: Haus2
      Bestand: 1989
      Fernleihe: ja

      [+] NRW Bochum UB
      Bibliothek: NRW Bochum UB
      Grundsignatur: ZGC 802
      Bestand: 1987 – 1991; 1996 – 2000
      Fernleihe: ja, nur Kopie

      [+] NRW Köln ZB MED
      Bibliothek: NRW Köln ZB MED
      Grundsignatur: Zs.B 3191
      Bestand: 1987 – 1991; 1996 – 1998,2
      Fernleihe: ja, nur Kopie

      [+] NRW Köln USB
      Bibliothek: NRW Köln USB
      Grundsignatur: XK2747
      Bestand: 1987 – 1991; 1996 – 1999,1; 2000,1
      Fernleihe: ja

      [+] NRW Köln Universitätsarchiv
      Bibliothek: NRW Köln Universitätsarchiv
      Grundsignatur: HL/Zh5
      Bestand: 1987,1; 1988,1; 1989,1; 1990; 1991; 1996,1; 1996,2; 1997,2; 2000,1
      Fernleihe: nein

      [+] NRW Duisburg, Duisburg-Essen UB
      Bibliothek: NRW Duisburg, Duisburg-Essen UB
      Grundsignatur: D 00/01 Z 714
      Bestand: 1987 – 1991; 1996 – 2000,1
      Fernleihe: ja, nur Kopie

      [+] NRW Bonn ULB
      Bibliothek: NRW Bonn ULB
      Grundsignatur: Z 97/197
      Bestand: 1987,1; 1988,1; 1989,1; 1990 – 1991; 1996,2; 1997 – 1998; 1999,1; 2000,1
      Fernleihe: ja, nur Kopie

      an.

  64. @ Renate Simon sagte am 26. Februar 2017 um 18:53 Uhr
    „Die Kanzlerin hat klargestellt,
    „DAS VOLK IST JEDER, DER IN DIESEM LANDE LEBT“.
    .
    Ich finde, die Dame wirkte, nicht nur bei der für heutige Zeiten nachlässigen Verwendung der maskulinen Form des Personalpronomen etwas fahrig (war da kein Aufschrei?) Sollte das etwas mit dem Auftauchen dieses stoppeligen Eierkopfes mit den wässerigen Augen zu tun haben?
    (DdH)

    • Man könnte solches vermuten
      und es wäre ihr anzuraten, doch besser die Klappe zu halten, anstatt die Bevölkerung derart zu verunsichern. Dass sie von geringem Intellekt und noch geringerem Sprachvermögen ist, hat sie ja hinlänglich bewiesen. Agitation und Propaganda sind doch eigentlich nicht mehr ihr Aufgabengebiet, aber sie kann es einfach nicht lassen oder gelernt ist gelernt, zeugt aber von wenig Aufnahmefähigkeit neuer Ansichten.

      Habe mir übrigens das Buch Merkels Maske bestellt, vielleicht erhellt es noch ein wenig ihre Entwicklung in den 80er Jahren, als sie dank Gorbis Perestroika anfing, vor Kollegen politisch zu agitieren, dem Demokratischen Aufbruch anzugehören und nach ihrem CDU-Beitritt 1990 sehr enttäuscht aus der Wäsche zu schauen. Denn die Wiedervereinigung war nicht vom Aufbruch nicht gewollt.
      https://s6.postimg.org/s7pchgfjl/cdu_beitritt_1990.jpg

      Was der stoppelige Eierkopp zukünftig noch von sich geben mag, lasse ich mal dahingestellt. Es ist noch lang hin bis zur Wahl, man wird ihm die Flügelchen gewiss noch stutzen. Momentan erscheint er manchem als Hoffnungsträger, die ewige Kanzlerin womöglich doch loszuwerden, allein mir fehlt der Glaube und nur, um ulF loszuwerden, mag ich die SPD nun auch nicht mehr wählen. Denn was hat der Buchhändler aus Würselen schon anzubieten außer wohlfeilen Sprüchen und viel Kauleiste.

  65. Grünes Auto,
    ich erinnere mich genau. Viperngrünmetallic nannten sie es. Damals war das eine Farbe, heute ist es eine innere Einstellung.

  66. Green book for old white men
    Sollte jemand anspruchsvolle Reiselektüre benötigen: Töpfern auf Kreta – Manfred Rebhandl.
    Leseprobe: Wir standen am Gürtel, eingehüllt in eine Wolke aus Abgasen, ausgespuckt von alten Mercedessen, die wiederum vollgepackt waren mit allem möglichen Zeugs, darunter viel Sperrmüll.

    • Töpfer
      Da Kreta eine Insel ist, kann es sich nur um einheimische Heizölkocher* handeln und was wir noch heute in südlichen Ländern oft für Sperrmüll halten, bedeutet für die Einheimischen Kunst. (Ich denke dabei auch an die geklöppelten Spitzendeckchen, mit denen man in arabischen Taxis die Fenster zuhängt).

      * Wer in dieser Zeit nach Kreta zum Töpfern fuhr, der durfte keinen Benz besitzen. Dem hätten sie in der Waldorfschule die Lamamützentrotteln langgezogen.

  67. BMW ART CARS
    Alexander Calder BMW 3.0 CSL,1975
    Frank Stella BMW 3.0 CSL, 1976
    Roy Lichtenstein BMW 320 Gruppe 5, 1977
    Andy Warhol BMW M1 Gruppe 4, 1979
    Ernst Fuchs BMW 635CSi, 1982
    M. J. Nelson BMW M3 Gruppe A, 1989
    Cesar Manrique BMW 730i, 1990
    A.R. Penck BMW Z1, 1991
    Jeff Koons BMW M3 GT2, 2010

    http://www.prototyp-hamburg.de/uber-uns/sonderausstellung/

    • da gibt' s nur eins
      @ Mx, die Pelzigen zum Klausentreiben hier

      und die Glitzernen auf den Mond oder Mars.

  68. Signalfarbe grün
    Ich stelle mal in den Raum, dass die Kinder, die schon früh von ihren Eltern in Entscheidungsprozesse eingebunden wurden, statt einfach Kind zu bleiben, niemals erwachsen geworden sind und dieses Verhalten einfach ins Erwachsenenalter übertragen haben.

    Auf wundersame Weise erklärt das, warum dermaßen viele Menschen sich in die Leben anderer Menschen einmischen, glauben sie und ihre kleine Geisteswelt wären der Nabel der Welt und massiv mit infantilem Verhalten auffallen. Ich spreche natürlich von Personen, deren politische Vertretung passenderweise die Grünen übernehmen.
    Nichts wissen, viel meinen, sich überall einmischen, ein nervtötender besserwisserischer Habitus sowie hochgradig infantil. Klingt in dieser Abfolge wie ein Anforderungsprofil für grüne Alt-68iger und deren Brut (soweit sie denn vorhanden ist).
    Dass diese auch immer stilsicher zerlumpt sowie heruntergekommen erscheinen und sich einfach nur geschmacklos kleiden, passt perfekt ins Bild.

    MfG
    Jemand, der vor Kurzem entsetzt feststellen musste, dass er qua Geburtsdatum zur Generation Y bzw. zu den Millennials gezählt wird.
    Die unerträgliche Schande…

    • Klamotten-Trauma
      Wundert Sie es, das die Menschen heutzutage auf der Strasse herumrennen, als hätte ein Krebsstation Sonntagsausgang?
      Schauen Sie sich mal eine zeitgenössische Modenschau an.
      Nach dem Ende der „Supermodels“ dürfen jetzt Crack-Abhängige Bahnhofstunten ihrer gesamten angestauten Frauenfeindlichkeit freien Lauf lassen, indem sie anorektische Suicidaspirantinnen sich wie T-Rexe in Zeitlupe über die sogenannten „Cat Walks“ schleppen lassen, „aufgelockert“ mal hin durch irgendeinen präpubertär latschenden Man-Bot, den man vermutlich in den USA dazu verknackt hat, entweder 15 Jahre in Guatanamo einzusitzen oder 2 mal für Versace zu laufen (99% wählen Guantanamo und haben Recht damit).
      Wenn ich Ihnen die aktuelle Kollektion eines italienischen Modehauses vorführen dürfte und wenn Sie dann ausnahmsweise mal den Blick nicht auf die zugetackerten Leidens-Christi Darstellerinnen werfen würden, sondern auf den Müll, den diese über die Bretter schleppen, dann braucht sich niemand zu wundern, dass niemand Frauen wirklich ernstnehmen kann.
      Stellen Sie sich diese (unfreiwillig) traurigen Comedia dell’Arte Clowns einfach mal auf einem Business-Meeting ihrer Firma oder politischen Kommentator bei der Bundespressekonferenz vor.

      Wenn aber schon das Aschauen den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt, wie muss es dann sein, diese Geschmacklosigkeiten zu tragen?
      Nichts und nemandem sollte man wünschen, so durch die Gegend laufen zu müssen und wenn die Alternative nur braune Trainingsanzüge mit 2 Streifen vom KiK-Markt sind: bitte Leute, kauft es und zieht es an!

      https://is.gd/M8j7yI

      Das Schlimmste daran: weil ich diese Fraggel-Show jetzt angeklickt habe, werde ich die nächsten drei Wochen lang „personalisierte“ Werbeeinblendungen für wandelnde Topflappen und Designverbrechen erhalten. Bestimmte Begriffe traut man sich heute garnicht mehr zu googeln. Eine echte Pest.

    • Titel eingeben
      @mx loeschen Sie ihre Chronik, ihren Verlauf. Stellen Sie Cookies Annahme nur von aktueller Seite ein und behalten bis Ende aktueller Sitzung. Dann verfolgt Sie kaum Werbung.

      Nachtie

    • @helarctos
      Danke für die freundlichen Tips. Ich habe auch „Better Privacy“ für meinen Firefox, das sogar die LSO-Cookies löscht. Aber manchmal geht es halt über GOOGLE, das den Browser-Fingerabdruck erkennt.
      Ansonsten wundert es mich, das dieses Mal wenig passiert ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Moment auf einem LINUX-Laptop schreibe. Gibt es für LINUX die gleichen Cookies, wie für Windows-Betriebssysteme?

  69. Wie lehrte ich meine Töchter Tischmanieren
    Lieber Don Alphonso, ein heiterer, amüsanter Beitrag von Ihnen, optimale Lektüre an am gestrigen bewölkten, nasskalten Sonntag-Nachmittag, herzlichen Dank.

    Zuerst zurück zur Vergangenheit: So lange ich mich erinnern kann, durfte ich den Stoff für meine Kleider aussuchen, die meine Mutter bei einer Schneiderin nach meinen eigenen Vorstellungen nähen ließ. Die Schneiderin hatte einen Fox-Terrier, der mich all die Jahre bei jeder Anprobe böse anknurrte. Später wollte mein Mann unbedingt einen Fox-Terrier haben, weil diese Rasse sich bei der Jagd seines Vaters angeblich todesmutig und heldenhaft „gearbeitet“ habe. Needless to say: Der Fox-Terrier war der einzige Hund von uns, den ich nie wirklich lieb gewann.

    Auch durfte ich als Schulmädchen mein Zimmer neu gestalten. Nach einem spontanen Einfall bestand ich darauf, dass ich alles ganz allein machen wollte, bis aufs Tapezieren. Malen hatte ich schon „gelernt“, nachdem ich mit acht Jahren beim Streichen unseres Hauses „mithelfen“ durfte. Also habe ich selbstständig die mir ins Zimmer gestellten Möbel: Bücherschrank, Kommode, Bücherregal, Schreibtisch und den dazu passenden Lehnstuhl weiß lackiert, die dunkle Lederbespannung aus der Schreibtischplatte entfernt und mit einem hellen neu überzogen, den Stuhl mit einem hübschen Stoff bespannt. Ich kaufte neue Gardinen und wählte die Tapete aus. Das war für mich ein schönes Erfolgserlebnis, und ich finde es sehr cool, dass meine Eltern mir das erlaubten.

    Ob unsere Töchter viel mitreden durften? Ich kann mich nicht erinnern, denn ich bin keine Anhängerin von „Alle Macht den Kindern.“

    Allerdings ließ ich meine Töchter manchmal gewähren, z.B., als ich mich bemühte, ihnen ordentliche Tischmanieren beizubringen. Davon hielten sie nämlich nicht so viel, sondern alberten herum, zwei lebhafte Kinder, die sie waren. Daraufhin schloss ich mit den beiden einen „Vertrag“, laut welchem sie die Freiheit hatten, jeden Mittwoch, also an einem Tag der Woche, beim Mittagessen zu schmatzen, die Ellenbogen auf den Tisch zu legen oder was ihnen beim Lernen zivilisierter Tischkultur sonst nicht gefallen hatte. An den anderen sechs Tagen hatten sie sich an den Regeln zu halten.

    Die beiden waren begeistert. Wir lebten damals in den Tropen und aßen zu Mittag auf unserer Terrasse. Mittwochs wurde also keine Tischdecke gedeckt, und die lieben Kleinen durften nach Herzenslust herumferkeln. Nur mit dem Essen durften sie nicht um sich schmeißen, das war das einzige Tabu.

    Sehr schnell wurde ihnen das Spiel langweilig, und sie merkten, dass all die Faxen und Spielereien gar nicht mehr so spannend waren, nachdem sie ihnen erlaubt wurden. Ihr Verhalten kam ihnen ziemlich schnell dumm vor, und so war das Problem ein für alle Mal gelöst. ;-)

    Zitat D.A.: „Kinder ohne Geist, Geschmack, strategisches Denken und Impulskontrolle würden irgendetwas besser machen, wenn man ihnen nur die Gelegenheit gibt.“

    In den 90er Jahren ist es mir aufgefallen, dass Kinder und Jugendliche als Meinungsautorität in den Talkshows der Nation zu ihrer Meinung zu den unterschiedlichsten Themen befragt wurden. Nicht nur, weil man meinte, dadurch frische und originelle Ideen zu erhalten, sondern auch, weil die Kids nach der damaligen Meinung irgendeine geheime Einsicht in die neue Computer-Welt zu besitzen schienen, deren Raffinessen für die Erwachsenen ein Geheimnis mit sieben Siegeln verblieben sei. Weil die Kids angeblich so viel talentierter am PC waren und die Erwachsenen die Deppen. Das sieht heute zum Glück anders aus, die Lücke ist längst geschlossen.

    Zitat D.A,: „Dass ich auch so zu einem Snob werden würde, der Fernsehserienbetrachter zutiefst verachtet und Freunden von Dr. Who unterstellt, sie hätten ihr Leben nicht unter Kontrolle, wusste damals kein Erziehungsforscher.“

    Ich bin ein bekennender Serienfan, außer der deutschen. Es gab neulich auf arte einen englischer Vierteiler, eine Drama-Serie, die so faszinierend und superb dargestellt war, dass ich die knapp vier Stunden wie gefesselt in meinem Sessel saß, während die Zeit wie im Flug verging…

    • Gern geschehen. Ich habe kein TV-Gerät und kann damit auch wirklich nichts anfangen.

    • Kinder und Computer
      liebe Tam, ich habe mich damals immer gewundert, wenn ich in der Mittagspause mal rüber zum Kaufhof ging und dort die Kinderhorden einfielen, um sich über die PCs herzumachen. Die Dinger liefen, so wie alles läuft, sobald ein Kind sich drüber hermacht.
      Wir überlegen und denken nach, wie was in Betrieb genommen wird, Kinder drehen eine Runde durch die Wohnung und sämtliche Lampen, Herd, Radio und was sonst noch so rumsteht, ist in Betrieb. Das hat mich auch immer wieder verblüfft.

      Zu arte, ich schaue bevorzugt diesen Sender, manchmal konzentriert, oft genug läuft es nebenbei und die kleinen Serien an einem Abend sehe ich auch gern. Heute Abend werde ich dort einen Blick in die Hölle tun, mich evtl. fesseln lassen und sonst läuft’s als Geräuschkulisse im Hintergrund.
      Da ich kein Radio höre, DF und WDR sind einfach nicht mehr zu ertragen, lasse ich abends ne Weile das TV ohne Nachrichten laufen, die gehn gar nicht und wenn’s mir zu dumm wird, schalte ich eben wieder aus.

    • Kids & Gadgets
      Liebe Renate, stimmt, Kids und Gadgets, das ist erstaunlich. Unsere jüngere Tochter, also diejenige, die als Kind Kaulquappen sammelte, beherrschte als Kind im Alter von etwa 11-14 Jahren die komplette Elektronik im Haus und konnte alle Geräte perfekt einstimmen und einprogrammieren. Sie ging völlig unvoreingenommen ans Werk und hatte keine Scheu vor nichts. Mag sein, dass es daran lag, dass viele Freunde von ihr Jungs waren, bei welchen sie das möglicherweise abgeguckt hatte.

      Heute, als junge Frau, ist sie ähnlich doof wie the rest of us. Ich bin nur in Einem fit: am IT/PC, und dies, obwohl die Töchter in der Schule Computer-Unterricht hatten (hatte ich im Studium iÜ auch, das hieß Computer Science, das war noch ein archaisches Niveau). Das hatte mich außer Unterricht vom Experten Stunden um Stunden an Übung per trial and error gekostet.

      Ich beobachtete früher manchmal, wie manche Eltern ihre noch viel zu kleinen Kinder mit allen möglichen elektronischen Sachen verwöhnten und fand das völlig übertrieben. Ich erlebte Kinderzimmer, in welchen die Walkmen und Gameboys auf dem Boden lagen, während die Kinder mit 4-5 Jahren achtlos herüberliefen, als ob das Schrott sei, und ich fand, dass jene Kinder auf diese Weise bestimmt keinen Respekt vor dem Besitz von solchen Geräten lernen würden. Unsere Töchter waren die letzten aus ihrem schulischen Umfeld bzw. aus dem Freundeskreis, bis sie endlich mit 16-17 Jahren jeweils ihr erstes eigenes TV bekamen. Unsere Töchter haben auch keinerlei Statusbewusstsein und keinen Sinn für teure Smartphones entwickelt und gieren nicht nach dem neuesten Modell iPhone. Es muss auch gar nicht iPhone sein, und das ist gut so.

      Ja, arte und zum Teil 3sat, seltener die Dritten, gehören zu den wenigen noch erträglichen Sendern. Ich bin ein Film-Fan, und selbst beim Montagskino auf ZDF, bei welchem früher noch auf Qualität geachtet wurde, werden inzwischen zumeist Hollywood-Filme ausgestrahlt, die bei den Privaten seit Jahren durch sind und dort schon wiederholt wurden. Oder es sind B oder C Filme, auch gerne aus der benachbarten EU, die unterirdisch schlecht sind.

      Das Fernsehen meines Mannes war kaputt und musste ausgetauscht werden, er hörte viel Deutsche Welle und war total entsetzt von der Propaganda für die Willkommenspolitik, die laut ihm dort rund um die Uhr läuft, quasi als Bürger-Bildungsprogramm.

      Btw. Wir schauen getrennt fern, weil mein Mann z.B. auf Phoenix oder DMAX Sachen schaut, mit denen ich nicht viel anfangen kann, während er meine Lieblingsfilme und Serien nicht mag. So herrscht Frieden in der Hütte. ;-)

    • Tam, das war ja das Konzept von Microsoft
      der User wird’s schon richten. Seit mindestens 25 Jahren ärgere ich mich damit rum, die Anfänge waren ganz fürchterlich, täglich mehrmals blue screen und heute sehe ich öfter „Keine Rückmeldung“.

      Übrigens nicht nur Kinder im Alter Ihrer Tochter, ich habe es bei den Kindern unserer ersten Mieter Anfang der 60er erlebt, der ältere von den beiden, grad 3 Jahre, kam rein, Backofen und sämtliche Herdplatten waren eingeschaltet, dann lief der Fernseher, das Radio, alles, wo der Knirps drankam.

      Die wurden übrigens schon antiautoritär nicht erzogen und als die Mutter mit dem dritten Kind schwanger war, ließ sie sich vom Ältesten auf der Treppe stehend munter in den Bauch treten, meinte dazu nur, immer diese fremden Knochen im Leib.
      Später haben die drei Jungens versucht, die Fertigholzhaussiedlung, in die man gezogen war, abzufackeln.

      Das TV-Programm ist keiner Rede mehr wert, gestern arte wieder abgeschaltet, war nicht meins. Für meinen Mann waren die Wiederholungen nicht ärgerlich, Film gucken, er schlief regelmäßig mehrmals ein und meinte dann, den Film kenne ich noch gar nicht. Ich riet auf die nächste Wiederholung zu warten, den nächsten Ausschnitt, den er dann mitbekam, irgendwann hätte er den Film auch komplett gehabt.

    • @Renate Simon - arte
      Andere Geschmäcker. Ich konnte mich nicht aus dem Sessel reißen, um Süßes aus der Küche zu holen, so zog es mich in den Fernseher.
      Claude Chabrol war einer der zwei Regisseure der Filmgeschichte, der die Kamera immer gleich am richtigen Ort stehen hatte.
      Am Schluss war es ja auch ’sans fin‘.

      Und in der zweiten Runde seine Ex-Frau, verglichen mit der von einem Mitforisten kürzlich zitierten Straps-Madam schwer gealtert, noch immer sehenswert als Schauspielerin; solange sie klare Anweisungen hat. Und nach so vielen Jahren mit Chabrol unter einer Decke, da konnte man sehen, dass ihre Rolle klar war.

      Und ich musste mich deshalb heute früh aus dem Bett kämpfen.

    • Herr Dippel, ich gebe zu, etwas abgelenkt gewesen zu sein
      ich habe mir das xte Video zwengs Acrylmalerei auf yt angesehen, beim polnischen Bekannten Sperrholzplatten in verschiedenen Größen und bei ebay feinsten Batist geordert. Und nebenbei noch Gedanken gemacht, wie ich das nächste Bild auf Karton denn nun hinkriege. Ist auf Karton alles nicht so einfach, morgen kommt ein anderer Retarder und ich hoffe, meine Farbe flutscht dann ein bisschen besser. Die Schatten malen sich so nämlich gar nicht gut.
      Tja, und dann konnte ich dem Film natürlich nicht so folgen…

    • Mit Microsoft…
      … ärgere ich mich auch dauernd herum. Wer Windows 10 herunterlädt, wird bevormundet, verliert die Kontrolle über die Abläufe. Die Suchfunktion ist schlecht. Man kann z.B. die exe files nicht mehr finden. Die Systemsteuerung zeigt nicht mehr alle Einstellungen, und ich las irgendwo neulich, dass mit dem nächsten Update die Systemsteuerung komplett verschwinden soll, dafür ver-bleiben die vereinfachten „Einstellungen“, die stark eingeschränkt und simpel sind.

      Ich benutze Google Chrome, und neulich ist Windows Explorer frech in meine Einstellungen eingedrungen und sich als Standardbrowser eingetragen. Wenn nun die Systemsteuerung weitgehend verschwinden sollte, können die mit ei-nem machen, was sie wollen.

      Tja, nichts gibt’s umsonst. Finde ich unseriös, aber irgendwo müssen die vielen Milliarden ja herkommen.

      Zu Ihrer Nachbarin: Das ist erschreckend. Von antiautoritärer Erziehung habe ich nie etwas gehalten. Aber von zu viel Strenge auch nicht, sondern habe versucht, den Mittelweg zu gehen und mit List bzw. besonderen Ideen auf die Kinder einzuwirken. Das hat dauerhaft besser geklappt als ewiges Mahnen und Schimpfen, jedenfalls bis zur Pubertät. ;-)

    • Ja liebe Tam, wenn Sie sich auch windoof 10 andrehen lassen
      dürfen Sie sich bitte nicht beschweren. Was haben die genervt, ständig poppte ein Fenster auf und man musste höllisch aufpassen, sich diesen Mist nicht reinzuziehen. Ich bleib bei windoof 7, nutze auch Chrome, den Explorer nur hin und wieder, grundsätzlich ist er überflüssig wie der berühmte Kropf und die Systemsteuerung ist mir heilig, da fummel ich allein drin rum.

      Ich habe auch die updates abgestellt, ach was haben die nach der Neuinstallation gedroht und eindringlich gewarnt. Ich habe aber keine Lust, mir jeden Mittwoch zig MBs hier reinzuziehen, nur weil die meinen, das müsste sein.
      Was soll’s, ich schaue hin und wieder bei dem Russen (Empfehlung von TDV), ob er was Neues hat, das wird geladen und gut ist’s.


    • Ich war mit Windows 7 vollauf zufrieden, musste mir aber ein neues Laptop zulegen, mit Windows 8. Windows 8 fand ich suboptimal und hoffte auf eine Besserung durch 10. Die ist auch durchaus vorhanden, allerdings mit den von mir beschriebenen Macken.

      Auf Windows 7 hätte ich auch nicht freiwillig verzichtet, weil ich die Software optimal fand.

    • Und warum beglücken Sie ihren Laptop dann nicht mit win7?
      Käme mir ein Gerät mit win10 ins Haus, wäre die erste Amtshandlung, den Blödsinn zu deinstallieren bzw. win7 aufzuspielen. Da funktioniert dann zwar der Defender nicht mehr, aber wozu gibt es Virenprogramme. Gut, die finden zwar auch alle nicht alles, etwas Risiko bleibt ohnehin immer.

      Ich habe hier win7 in 32 und 64Bit, kann aber nur die 32 aufspielen, alldieweil sonst mein Photoshop nicht mehr läuft und auch die Speicher-kapazität erhöht werden müsste. Win10 käme mir nur ins Haus, wenn es keinen Support mehr für 7 gäbe.

  70. Das 70er Trauma
    Etliche Kommentatoren erinnern sich offensichtlich mit Schrecken an das Styling der 70er Jahre. In der Tat hatte es etwas Schräges an sich, was weniger an den Farben lag, sondern eher an den Formen. Die Muster und Farbtiefen ließen immer an einen LSD-Trip denken…Auch ermöglichten die neuen Materialien aus Plastik der Möbelindustrie experimentelle Formen, die es vorher so nicht gab. So war vieles ungewöhnlich, aber es hatte trotzdem in der Regel einen freundlichen und fröhlichen Charakter, den auch ganz normale Bürger in einer kleinen Etagenwohnung anziehend fanden.
    Bei allgemeinen Geschmacksverirrungen ist daher wohl eher an die 80er Jahre zu denken. Da begann der Beton-Glas-Stahl-schwarzes Leder Horror. Eine eiskalte Zeit und diese Tempel stehen heute noch und wirken immer noch stilbildend. Was die heutige KLeidermode anbelangt, ist der heutige Tiefpunkt schwerlich zu toppen. Das Gros der Leute auf der Straße trägt verwaschene Schlammnuancen, (von Farbe kann keine Rede sein) gerne auch zerrissene Kleidung. Zerrissene Kleidung im Lumpenstil ist ein altbekanntes Zeichen für Schizophrenie. Allenfalls im Sportbereich knallen einem die Neonfarben entgegen. Offensichtlich sind den Designern die Maßstäbe völlig abhanden gekommen und die vielen „Individualisten“ sehen zumindest auf der Straße wie geklont aus. Das ist die heutige Massengesellschaft, die einem wirklich leid tun kann.

    • Ja, spätere Archäologen werden sich wundern, wie absoluter Reichtum so schäbig aussehen kann.

    • Das mit den Archäologen glaube ich weniger ...
      Die werden schon wissen, dass auch in unseren Gesellschaften nur 0,1% der Bevölkerung wirklich „reich“ ist und man nur bei denen ausgefallene Kleidung mit teuren Stoffen erwarten kann. Die sie natürlich auch nach wie vor tragen, zumindest der Teil davon, der im Showbiz ist und Designer mit Geschmack auswählt. Keine Ahnung, was Multimillionäre sonst so privat tragen.

      Der Grossteil der Bilder, die uns von früher überliefert wurde, stammt aus Fürstengeschlechtern und ihrem Anhang. Oder aus dem Grossbürgertum (Händler). Der Bauer von nebenan, 95% der Bevölkerung, trug auch nur bunt, wenn er zum Militär eingezogen wurde. Und da hat man bunt aus rein praktischen Gründen aussortiert (vor der Einführung von Repetier-Hinterladern war es wurscht, ob man gut sichtbar war).

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • Ja, spätere Archäologen werden sich wundern, wie absoluter Reichtum so schäbig aussehen kann.
      Hmpf, also ich denke, die Archäologen, also die, die sich mit übriggebliebenen Steinen und Metallgegenständen befassen, werden unsere Epoche für ein ziemlich fundleeres Zeitalter ansehen.

  71. Seidene Unterwäsche in der Farbe "maiden's blush"
    …trug Winston Churchill im Bett sitzend, während er seiner Sekretärin Briefe diktierte. So ein britischer Historiker. Das Buch habe ich verkramt, den Namen des Autors vergessen -das glaubt mir sowieso keiner.
    Er beschreibt den speziell britischen Farbgeschmack, die Farbsymbolik und das Farbempfinden mit ironischem Blick auf die Klassenzugehörigkeit.

    Für mich eins der kulturhistorisch faszinierendsten Themen überhaupt, wenn wir uns hier schon über die falsche Autofarbe aufregen können. Der oft beschworene „fremde Blick“ auf das Andersartige, der über den eigenen Kontext (fast) alles verrät.

    P.S. Beim Brokatsamt für das Kissen tippe ich auf Rubelli oder Fortuny, meine momentanen Lieblinge.

  72. Kollapsimperium der verstellten Du-Blicke
    Geschmacklose Leute vergeuden Zeit mit Nuancen ohne Stil, obwohl sie ihn bezahlen.

    Was soll werden, wenn Kinder im pränatalem Stadium bereits gesagt bekommen:
    du bist ganz toll und ein Genie, ich besorg dir schon jetzt einen Anwalt der deine Rechte beim Schulleiter XY regelt.

    Psychologen mit Couch wissen viel, aber meist nur die Hälfte, folglich entsteht häufig der Eindruck, sie seien viel zu teuer die Stunde.

    Über Narzißmus zu sprechen gibt man sich hier dennoch redlich Mühe:
    http://www.deutschlandfunk.de/kulturfragen.910.de.html

    Die Ich-Inszenierungen Deutscher Volksvertreter verdienen in dieser Hinsicht auch nochmal eine speziellere Aufmerksamkeit, nicht nur vom wissenschaftlich geschultem Personal.

  73. Farbiges
    Es wurde einfach Mode Ende der 60er Jahre einfach alles bunt anzumalen, z.B. den alten Wäscheschrank von Großmutter (Gründerjahre) knallblau, das ebenso alte Küchenbuffet russisch grün. Meine spätere Schwiegermutter traute sich sogar an orange, habe ich dann, der neuen Mode folgend, abgebeizt. Wir Mädchen wollten sogar unsere Kellertreppe samt Kellertür rot und blau anmalen, verloren aber mittendrin die Lust, so dass das Werk unvollständig blieb.

  74. Audi früher und heute
    Wir hatten den Käfer mit der geteilten Scheibe in grün. Ich wollte, ich hätte ihn noch. Dann ein Borgward-Coupé in flaschengrün. Ich wollte, ich hätte es noch. Ja, ich wollte, ich hätte eine Garage für 20 Autos.

    Bei Audi kann man heute nur alles richtig machen, damals aber alles falsch. Wir hatten mal einen Audi 80 in kackbraun-orange. Schrecklich. Nicht von uns Kindern ausgesucht, durften wir nicht. Wir durften aussuchen, wie unser Zimmer gestrichen wird, siehe Tico. Meins war dunkelgrün, voilà.

    Das Blau vom Audi RS6 ist genial wie auch das rot. Und der A-S7 in braun oder weiß – Juwelen. Gut auch der A5 in weiß oder rot. Und vor allem: Herrliche Motoren. Sie sind immer alle flotter als der Rest auf der Straße. Audi hat, wie man so schön sagt, irgendwann mal Hausaufgaben gemacht. Mein favorite, der RS8, in rot, soll sich nicht so gut verkaufen. Vielleicht ist er zu teuer im Vergleich zu Porsche. Der braucht neue Hausaufgaben.

    • Den Brezelkäfer hatten wir damals
      als erstes Auto, allerdings hatte der Vorbesitzer die Heckscheibe schon ausgetauscht. Die Farbe war, wenn ich es richtig erinnere, so ein graubeige, ganz merkwürdiger Tarnton. Getriebe nicht synchronisiert und mein Vater machte mit mir Fahrstunde… es hat gekracht, es hat geknirscht, Papa meinte, das hört man doch, wann man schalten muss. Ja gehört habe ich wohl, aber das Zwischengas immer vergessen. Das mit dem Zwischengas kam dann automatisch, wenn in anderen Wagen ein Gang mal etwas klemmte.

      Kennen Sie die Arabella von Borgward? War auch ein feines Auto.

      Audi lernte ich 1967 kennen, mein Chef fuhr einen 100er, bekam 1969 den neuen, parallel zu meinem späteren Mann und ich habe den Wagen sehr gern gefahren. Der Händler nahm den meines Mannes später zurück, weil er einen so schnellen Audi, er lief über 220, noch nicht gehabt hatte. Das nächste Auto war wieder ein Audi100 und wieder so flott unterwegs, war aber auch wie der erste gewissenhaft eingefahren worden.

      Könnt ich’s mir aussuchen, würde ich heute noch Audi fahren, aber so fahre ich in vier Wochen mit meinem alten Corolla E12 ohne Bedenken zum TÜV.

    • Vorsprung?
      Na ja, die besagte Firma scheint v.a. in Sachen Image Marketing einen guten Job gemacht zu haben, wenn ich Ihren Post so lese. Der Anspruch auf die flotteste Schüssel auf der Straße ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal, da gibt es alleine in D schon noch andere Kandidaten.

      Aber keine Sorge, ich fordere Sie jetzt nicht mit meinem 26m Coupe.

      Die Farbe dürfen Sie gerne raten :-)

  75. Streitgespräche und pinke Provokationen
    Vorhin hatte ich doch in diesem Blog etwas, wie „mein Mann schenkte mir“ und „unsere Töchter durften mit Barbie spielen“ geschrieben. Und dabei kam ich ins Grübeln.

    Denn de facto sind solche Sätze eine Provokation, für welche frau (und man) nicht nur von der „Emma“ sondern im SPON-Forum angegriffen wird. Es schreibt dort zu gewissen Themen immer eine Gruppe Feministinnen mit, man könnte sie auch getrost Kampffeministinnen nennen, und die greifen dann andere Frauen an, welche, wie ich, so etwas schreiben.

    Eine anständige feministische Frau lässt sich nichts Kostbares von einem Mann schenken. Das muss man wissen. Dafür sollte frau selbst aufkommen.
    Ja, warum denn nicht? Das ist doch natürlich, oder? Frau kann doch auch Geld verdienen, so ist das nicht. Habe ich auch schon getan in meinem Leben, Geld verdienen.

    Ich würde keine Frau nie dafür angreifen, dass sie Geld verdient und ihre kostbaren Sachen selber finanziert. Das ist doch fein.

    Mehr beschäftigt mich dabei eigentlich auch nur das Ansinnen, das Geschenktwerden etwas Anrüchiges und Verbotenes sein sollte. Ein No-Go sozusagen.

    Was will man uns alles noch verbieten?

    Na ja, und mit Barbie spielen ist ja auch so ein Reizthema, wo das Feministinnenherz höher schlägt, durch einen überschüssigen Adrenalin-Schub beim Gedanken allein. Bei Barbie geht es voll auf Angriff, bei Pink auch. Pink ist verboten, aber nur bei Mädchen und Frauen. Männer und Transsexuelle dürfen Pink tragen. Und ich möchte wetten, dass das Verbot nicht bei People of Color zwingend vorgeschrieben ist.

    Inzwischen scheint Pink allerdings einen ganz neuen Kampfstatus erreicht haben, in Form von pinken Pussy-Hats, dank Trump.

    Frau muss also genau wissen, an welcher Stelle Pink verboten, an welcher es zugelassen ist. Man stelle sich vor: Ich kaufe mir eine kuschelige pinke Strickmütze und werde für eine Kampfemanze gehalten, die einen Pussy-Hat trägt. Oder ich werde von selbstbewussten, modernen feministischen Frauen schief angeguckt und angefeindet? So genau weiß man wohl nichts Genaues mehr. Je nach dem. Zur Not könnte ich doch Stokowski fragen. Die kennt sich mit den aktuellen Trends aus. ;-)

    Darum schreibe ich im SPON-Forum nicht mehr, sondern quäle hier die Trump-Fans mit meinen bösen Posts. ;-) Und wenn mir das zu viel wird, gibt es ja noch ein Thema, bei welchem ich auf SPON nach Herzenslust streiten könnte, mit den wenigen tapferen DJT-Fans, die sich noch dorthin trauen. ;-)

    • Barbie ist Feministin
      Warum legt man einem kleinen Mädchen, selbst noch mit Babyspeck gepolstert, ausgerechnet eine Babypuppe in den Arm?
      Doch damit man es frühzeitig an die Mutterrolle gewöhnt wird. Eine Rolle, die es später vielleicht nicht übernehmen kann oder sogar vehement ablehnen wird.
      Im seltenen Glücksfall hat die Kleine ja eine Mutter, die in ihrer Tochter ihr eigenes Abbild in mini sieht und umgekehrt als Vorbild bewundert wird.
      Barbie wurde nicht als hilfloser Säugling konzipiert, sondern als junge Frau. Extrem idealisiert, unverkennbar selbstbewusst. Warum soll das so übel sein?
      Zumal in jüngster Vergangenheit in den Proportionen leicht korrigiert, der Kopf im Verhältnis zum Körper vergrößert. Dass die Entrepreneur Barbie 2015 sich nicht gut verkauft hat, schade.
      Ich habe von Zontians gehört, deren Töchter mit ihren Barbies die Meetings des Clubs nachgespielt haben.

      Verzeihen Sie, wenn das eine sehr persönliche Ansicht ist, die ich hier verallgemeinere.
      In einem Gespräch mit einer Ingeborg Bachmann Biographin gestand ich, dass die Schriftstellerin in meiner Jugend (50er, frühe 60er) allein schon wegen ihres motzigen Gesichts und ihrer gespielten Schüchternheit mein Vorbild war. So eine Frau gab es sonst nicht. Ich war völlig orientierungslos, wie ich selbst einmal werden wollte.

    • DJT
      Ach, Tamarisque,

      da dachte man Sie schon auf dem Weg der Besserung und nahm an, Sie wären über dem Berg und durch – aber klammheimlich mottet das weiter mit dem DJT und droht jederzeit wieder in helles Empörungsfeuer umzuschlagen.

      Widmen Sie sich doch bitte mal den Aufregern, die Sie sich zu Amtszeiten der nobelpreisbedachten Lichtgestalt hätten gönnen sollen, aus therapeutischen Gründen selbstverständlich …

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-pressefreiheit-obamas-regierung-schafft-ein-klima-der-angst-a-927001.html

      War aber da kein Thema damals, irgendwie, oder?!?

    • "Inzwischen scheint Pink allerdings einen ganz neuen Kampfstatus erreicht haben"
      @tamarisque
      Von mir aus können die sich auch Bananen auf’s Haupt packen. Wenn’s schee macht. Nichtsdestotrotz ist die Grundsäule des Feminismus die Selbstbestimmung. Insoweit kann die Gender-Lobby viel wollen, wenn der Tag lang ist. Everybody’s-Darling-Syndrom war gestern.

      Oder in der Hölderlin-Variante für höhere Töchter: „Ein jeder treibt das Seine, wirst du sagen, und ich sag es auch. Nur muß er es mit ganzer Seele treiben, muß nicht jede Kraft in sich ersticken, wenn sie nicht gerade sich zu seinem Titel paßt, muß nicht mit dieser kargen Angst, buchstäblich heuchlerisch das, was er heißt, nur sein, mit Ernst, mit Liebe muß er das sein, was er ist, so lebt ein Geist in seinem Tun, und ist er in ein Fach gedrückt, wo gar der Geist nicht leben darf, so stoß ers mit Verachtung weg und lerne pflügen!“

      ;-)

    • Kinderlose Kritikerinnen marginalisieren
      Ich erinnere mich, dass unsere Tochter, die mit einer bezaubernden kleinen Babypuppe glücklich war (ihr Bruder übrigens mit einem schwarzen Modell der gleichen Fa., das später von Autos ersetzt wurde, aha!), immer am Tisch saß und Pappkleider ausschnitt, mit denen sie Puppen aus Pappe bekleidete. Diese Puppen aus Pappe mussten irgendwann ersetzt werden durch Barbies, und es ging hauptsächlich um die Kleidung. Sie wollen denen verschiedene Kleider anziehen, und da hat Barbie sein Geschäftsmodell gefunden. Barbie wird hübsch angezogen wie die Mutter. Es geht weniger um die Puppen, die übrigens, wenn ich mich recht entsinne, nicht geliebt wurden, im Gegensatz zu den echten Babypuppen, denn um das Outfit, so wie auch in jungen Jahren mit Lego ganze Lebenswelten nachgestellt wurden. Unser Wohnzimmer war immer belegt von Siedlungen oder Schwimmbädern oder – der favorite – einem Zoo von Duplo. Repliken des Lebens, eine Auseinandersetzung mit den Dingen des Lebens, die auch gemalt wurden, eine Begrifflichkeit letztlich. Die Symbolhaftigkeit, die Kritikerinnen solchem Spielzeug zuschreiben, ist viel zu hoch gegriffen. Es sind oft Leute, die keine Ahnung von Kindern haben.
      Unser Ältester hatte Ninjas, und wir hassten die und dachten, das ginge vorbei. Es ging vorbei. Es sind spielerische Auseinandersetzungsprozesse, die einfacher sind als erst ein Tier aus einer Kastanie und Streichhölzern herstellen (der Waldorf-Ansatz, der zusätzlich gut sein kann). Die Kreativität wird gefördert. Diskussionen um solche haben etwas Verstörendes, Elemente feministischer Regulierungswut, und Bürokratie ist etwa das Gegenteil von Kreativität. Erklär denen das mal einer, die kapieren das nicht und sollten, kinderlos, kein Mitspracherecht über Kinder haben.


    • @ Marssen
      Se haben wohl kein einziges Wort davon verstanden, was ich geschrieben habe.

      Na ja,wenn man voreingenommen ist, ist es halt so.

      Wenn Sie meinen Post wirklich gelesen hätten, hätten Sie verstanden, dass ich mich über die Pussy-Hat-Trägerinnen lustig gemacht habe.

      Tja, für wen ist Trump hier wohl ein Reizwort? Offenbar für Sie. Schade.

    • Mütterrollen und Puppenspiele
      Wer kleine Mädchen arglos mit Puppen spielen lässt, ist einem hoffnungslos biologistischen und reaktionären Erziehungsmodell verhaftet.

      Inzwischen weiß doch jede 10-Jährige, dass Babies entweder im Labor gezeugt oder adoptiert werden, oft zwei, evtl. drei Väter und Mütter und acht Großeltern haben, in Kitas aufgezogen und – wenn sie mal den Eltern zur Last fallen – mit TV, Videogames, Tablets, Smartphones, Fastfood und Süßigkeiten ruhig gestellt werden.

      Barbies mögen ja noch angehen, da fehlt das gebärfreudige Becken, und die Figuren lassen sich mit einer Schere und einem wasserfesten Filzstift leicht in Femen- oder Netzaktivistinnen umwandeln.

      Rechtzeitig vermittelte Kenntnisse über Social Freezing, die Gründung steuerbegünstigter Organisationen, Fundraising und den Zugriff auf staatliche Subventionen, ggf. auch Infos zur plastischen Chirurgie, sollten ein verantwortungsvolles Erziehungshandeln unbedingt begleiten.

    • Re. Barbie ist Feministin
      @ Ingrid Biniok
      Ihre Theorie Babypuppe >< Barbie finde ich interessant. Aus dem Blickwinkel habe ich das noch gar nicht betrachtet.

      Barbie ist ein Produkt des größten Spielzeugproduzenten der Welt, dem amerikanischen Mattel Inc., welche die Puppe vor der Markteinführung sicher bei der Zielgruppe gründlich getestet hatte.

      Habe mir spaßeshalber mal die Barbie-Kollektion angeschaut. Optisch kann ich da keine Veränderungen erkennen, also muss sie minimal sein. Barbie ist ein kommerzielles Produkt, und produziert wird, was den Kunden gefällt, und das entscheiden nun mal Mädchen.

      Albern ist ja auch die Anfeindung gegen die Farbe Pink. Wenn ein Mädchen diese Farbe mag und ihr das ausgeredet wird, ist das nun nicht gerade förderlich beim Aufbau des Selbstbewusstseins.

      Die Gender-Bewegung/der neue Feminismus braucht halt immer neue Hassobjekte, davon lebt sie. Das hat den Beigeschmack von Bevormundung, welche sich gegen andere Frauen richtet, welche dadurch mE herabgewürdigt werden.

    • Barbiepappa
      Muss Barbie nicht auch schwul sein oder Transgender? Ich frage das aus aktuellem Anlass, damit ich die aktuellen Entwicklungen nicht verpasse. Ich habe nämlich 2 weibliche Patenkinder und da will ich nichts falsches sagen, wenn ich das nächste Mal zum Patenkindersitten eingeladen werde.

      Mein 4-jähriges (sich weiblich definierendes und auch als Weib auf die Welt gekommenes) Patenkind hat mir immer die Männerspielsachen gebracht, die sie von ihrer Mutter bekommen hat und (scheinheilig) gefragt, wie die Dinger funktionieren .
      Irgendwann habe ich gemerkt, dass die mich nur beschäftigen wollte, denn während ich an der Mechanik von Transformer-Spielzeug verzweifelte und lange Zeit vergeblich versuchte, herauszufinden, welche Knöpfe an elektronischen Musikinstrumenten dazu da sind, dass man Töne damit machen kann, konnte sie sich in Ruhe mit ihren Lillifee-Spielsachen beschäftigen, alles quietsche-rosa aber ihrer Meinung nach „total süß“. (Das war, als sie noch 4 war, jetzt ist sie 7, Lillifee ist out).

      Nicht, dass sie noch mit Barbies spielt, ich wollte nur wissen, was ich sagen muss, wenn ich gefragt werde. Schliesslich wird in den Schulen Baden-Württembergs, wie man so hört, sexueller Hard-Core-Unterricht eingeführt.

    • Rollenspiele und Miesmacher-Ökotanten
      @ Oberländer
      Vielen Dank für Ihre Antwort.
      Ich finde es toll, wie schön Sie als Vater die Spielpräferenzen Ihrer Kinder beschreiben und wie genau Sie das Spielverhalten beobachtet haben.

      Ich habe als Kind Papppuppen geliebt und hatte eine Riesenkollektion Puppen und Kleidung aller Art. Wegen des großen Altersunterschiedes zu meinem Bruder wuchs ich quasi als Einzelkind auf und konnte mich damit Stunden lang allein beschäftigen.

      Ja, es sind Rollenspiele, welche Sie so gut beschreiben, als Nachahmung der Realität. Dazu gibt es außer Puppen die Puppenküche, den Kaufmannslanden, später Schule spielen etc. etc. Dadurch wird man vertraut mit den Rollenmodellen der Erwachsenen.

      So erfüllen die Spiele, die sich im Laufe der Zeit bewährt haben, einen Zweck, der zu der Entwicklung des Kindes beiträgt.

      Als unsere Kinder in den ersten Klassen zur Schule gingen, gab es bei manchen Eltern eine große Aversion gegen Plastik. Nur Holzspielzeug wurde akzeptiert, und dies auch nur in Öko.

      Mein Mann war in der Spielzeugbranche tätig und brachte für die Töchter manchmal ganze Kartons voll abgelaufener Muster von Hello Kitty, My Melody und Little Twin Stars mit nach Hause. Unsere jüngere Tochter, eine Erstklässlerin, brachte ohne unser Wissen immer mal etwas davon mit in die Schule, um diese an ihre Klassenkameraden zu verschenken. Es gab eine Mutter, die deshalb einen Riesenwirbel machte. Nachdem ihre Tochter solch einen Teil mit nach Hause gebracht hatte, rief sie mich empört an und erklärte mir wütend, dass ihre Tochter noch nie Plastikspielzeug besaß, und es gefälligst auch so blei-ben sollte. Sie tat so, als ob unsere Tochter sie mit der Krätze angesteckt hätte.

      Die Klassenlehrerin rief mich danach an und teilte mir mit, dass sie wegen der Beschwerde es nicht zulassen könne, dass unsere Tochter solche Sachen mit in die Schule nimmt. Die Lehrerin fand das schade. Sie sagte, dass sie die Sachen niedlich fand und lobte unsere Tochter dafür, dass sie die Freude mit den anderen Kindern teilen wollte und bedauerte, dass sie unsere Tochter auf diese Weise enttäuschen musste. Sie war halt eine tolle Lehrerin.

      Also Miesmacher und Ökotanten, die sich überall einmischen, gibt’s nicht erst heute.

    • Transsexuelle Barbies und Genderpaten
      @ Marwendt
      Vielen Dank für Ihren Post. Köstlich, habe Tränen gelacht.

      @ Mx
      Auch Ihr Post hat mir sehr gut gefallen, auch dafür besten Dank.
      Ich merke, dass Sie als Patenonkel achtsam sind. Man kann gar nicht genug aufpassen, sonst landet man/frau/Kind auf der falschen Seite der roten Gender-Linie, ob bei pinkem Pussy-Hat, einer kuscheligen rosanen Strickmütze o-der einer heterosexuellen Barbie, die obligat transsexuell sein sollte.

      Es ist löblich, dass Sie als Patenonkel Ihre Patentochter gendergerecht begleiten wollen.
      Jedes Kind sollte einen Gender-Paten haben, und Sie gehen mit einem guten Beispiel voran.
      Kontaktieren Sie doch bitte die Gender-Beauftragte Ihrer Stadt oder Ihres Bundeslandes, da werden Sie geholfen.
      ;-) lol

  76. Schattierungen von Grau.
    Grau ist das neue Grün.
    Grauer Anzug, graue Dachziegel, graues Auto, graue Hausfassade, graue Bäder

    Dahinter versteckt es sich doch ziemlich gut.
    Grau(enhafter) Geschmack, graue Hirndenke, einheitsgraue Propaganda,
    Einheitsgrau-Partei

    Beton-Glas-Stahl-schwarzes Leder via Marcel Breuer, Walter Gropius, Wilhelm Wagenfeld, Eileen Gray … und dann die Farbe via Johannes Itten, Paul Klee, Franz Marc …
    und zum Schluss die Bauhauswiege in Gelb-Rot-Blau im Design eines Zeitungsständers.

    Mann/Frau umgibt sich, wenn man Reich oder wirklich Reich ist, mit Dingen die so richtig teuer sind. Der Sinn entzieht sich ganz dem Sinn. Das untere Zehntel umgibt sich mit dem, was es GLAUBT es sei geschmackvoll und angemessen. Der Rest nimmt was er kriegen kann.
    Vereint im Grau.

    Dass jedes Ding mit dem man sich umgibt, auch eine Wirkung hat – wird meist vergessen. Ursache – Wirkung. Das ist heute nicht mehr von Belang – eben post-faktisch.

    In Zeiten wo virtuelles Geld noch mehr virtuelles Geld erschafft, hat wie ein Object richtig erklärt: Mode nichts mit Politik im Sinn – und eben europäische Politik nichts mit Demokratie und Freiheit zur Selbstverwirklichung eines jeden Menschen. Alles IST nur zum Schein.
    Nur der Reichtum ist sich selber fein genug. Doch mit Farbe hat das nichts zu tun.

    Kein Schwarz, kein Weiß – nur Schattierungen von Grau.


    • Grau ist das neue Grün.
      Oh ja, sehr treffende Beobachtung. Grau, grau, grau überall – Kleider, Häuser, sogar Bäder und Badtücher!
      Die Wirklichkeit als depressiver Schwarzweißfilm.

    • "Alles IST nur zum Schein."
      Das verliert sich, wenn’s um’s SEIN geht. Auch Schumpeter hat alles Strampeln am Ende nicht geholfen.

      „Kein Schwarz, kein Weiß – nur Schattierungen von Grau.“

      Gerechte 256 an der Zahl. Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren RGB-Beauftragten ;-).

  77. Nebenbei
    ?

    Falls irgend jemand die Kurzversionen des Blogbeitrags durch HansMeierSchnapszahl555 vermisst: der scheint seit der SPD-Kandidatenkür verschollen. Er zählt offenbar nicht zum Schulz-Team oder muss erst neu gebrieft werden.

    Hat nur am Rand mit der „Erziehungsrevolte auf dem Biedermeiersofa“
    zu tun, eher mit dem Ersatz des Goslaer Barocks durch Würselener Louis Toujours oder Defunés.

    • "... erst auf der Polizeiwache hätten sie sich als Opfer gefühlt."
      HansMeier555 fehlt uns doch allen, trotz allem. Vielleicht ist er nur krank, dann: Gute Besserung und baldige Genesung!

      Dass er jetzt in die „sozialistische Tageszeitung neues deutschland“ (betont mit kleinem D) schreibt, ist eine bloße verschwörungstheoretische Annahme von mir. https://www.neues-deutschland.de/artikel/1043146.sexueller-uebergriff-in-koeln-waren-es-nordafrikaner.html – nicht doch, es wurde „… schließlich festgestellt, dass es also »Deutsche« gewesen seien“. Mensch, was sind wir jetzt wieder erleichtert!

    • @ Externet
      „verschwörungstheoretische Annahme“

      Ihr Link bringt einen ins Grübeln, weil man Sätze wie …

      „Wenn ihr Kerle gewesen wärt, hätten wir euch längst abgestochen!“

      … bisher nicht mit biokartoffeldeutschen Gepflogenheiten in Verbindung brachte, aber dieses Unvermögen mag der beschränkten, ethnozentristischen Perspektive eines Bayern geschuldet sein.

      Vielleicht ist in Berlin und NRW die Integration messerstechenden Brauchtums und militanter Streitkultur derart fortgeschritten, dass solche Sätze bei Journalisten und Lesern kaum mehr Aufsehen erregen und inzwischen glatt durchgehen. Da mag sich dann in der Forderung, dass „unser Zusammenleben täglich neu ausgehandelt werden“ müsse, nur der folgerichtige Pragmatismus spiegeln, der die Entwicklung auch im rückständigen Rest der Republik endlich in die richtigen Bahnen lenken wird.

    • Wunder gibt es immer wieder /Kölner Sex Attacke
      Vor 2 Jahren wurde eine Amerikanerin, die sich auf Weltreise befand, um Vorträge über sexuelle Belästigung zu halten, ausgerechnet in Südafrika vergewaltigt. Ihre „sofort-danach“-Bilder hat sie dann in die ganze Welt getwittert, genauso, wie ihre Empörung, dass der angebliche Vergewaltiger von der Polizei freigelassen wurde. Dass es sich um einen Fake-Rape gehandelt haben könnte, wurde natürlich niemals in Erwägung gezogen, jedenfalls nicht von ihren weltweiten Anhängerinnen.

      Ähnlich verhält es sich mit Iljana Groszinski, die in Köln Angegriffene, über die der Neue-Deutschland Artikel berichtet. Nicht nur, dass sie sich in ihrer eigenen Beschreibung des Überfalles auffällig oft auf subjektive Erinnerungen oder Erinnerungslücken beruft (falls vielleicht doch noch Zeugen oder Videomaterial von den Sicherheitskameras ans Tageslicht kommen), die Überfallene schreibt auf ihrer Facebook-Page nur im Monat Februar 2017 Dinge, wie:

      „Gut sind auch fremde Männer, die auf der Straße nach dem Weg fragen. Weils in fast 50% der Fälle eh gelogen ist und es bloß darum geht, Frauen zu belügen und zu manipulieren, damit Sex rausfällt wie aus einem Automaten“.

      oder

      Liebe Polizei NRW Köln,

      auf meiner Festplatte befindet sich ein Schreiben mit einem Plan zur Ermordung aller meiner Feinde. Dieses Schreiben ist aber nur intern. Und jede Herausgabe wäre sowieso unautorisiert. Ich hoffe, das beruhigt alle Ihre Sorgen.

      Beste Grüße!

      oder

      das Highlight ihrer postpubertären Facebook-Phantasie:

      Leute ich hab eine Idee, lasst uns doch Kinder frühstmöglich sexualisieren und geschlechtlich umerziehen, um den Sozialismus aufzubauen und den Volkstod herbeizuführen – wer wär dabei? Ich denke da so an einen Geheimbund, in dem Mitglieder monatliche Beiträge zahlen müssen, aber nur bar, es muss gegenüber den Steuerbehörden und der Polizei geheim bleiben. Alle unterschreiben eine Erklärung, dass sie sich der frühstmöglichen Sexualisierung von Kindern und deren geschlechtlicher Umerziehung zum jeweils anderen Geschlecht hin verpflichten. Also: Sexualaufklärung ab 3 Jahren, aber nur homosexueller Sex natürlich, und Masturbation. Dazu rosa Tütüs für Jungs und irgendwas ausschließlich männliches für Mädchen (mir fällt grad nix ein). Sitzungen des Bundes finden grundsätzlich bei gedämpfter Raumbeleuchtung statt und alle tragen so Kapuzen, die bis tief ins Gesicht gezogen werden. Mitglieder, die ein Amt innerhalb der Europäischen Union bekleiden, erhalten Rabatt auf ihren Beitrag. Auch Autor_innen von Pädagogik- und Kinderbüchern sowie Mitarbeiter_innen des KiKa sind äußerst willkommen im neuen Bund, sie werden mit Kusshand empfangen werden. Würde, anyone? Arbeitet hier in meiner Filter Bubble zufällig jemand für die EU?

      Zitat Ende (alle Zitate Februar 2017)

      Und ausgerechnet die wird während des Karnevals (um 09.00 Uhr morgens!) von 4 Typen angemacht und zusammengeschlagen. Würde mich interessieren, wer hier wen angemacht und angegriffen hat (siehe Ankündigung Nr. 2).

      Ich finde diese Zufälle reichlich merkwürdig. Mir passiert so etwas nie. Ich bin zum Beispiel gegen den Krieg, aber wo ich gehe und stehe bricht keiner aus. Ich bin gegen Mord und wurde noch nie ermordet.

      Warum passiert das immer nur feministischen Aktivistinnen, dass sie so angemacht werden?

      Hier ihre eigene Schilderung des Vorfalls (achten Sie auf Erinnerungslücken im Gegensatz zu dem, an was sie sich detailliert erinnert):

      https://is.gd/vmDqZK

      https://is.gd/vmDqZK

  78. @ Renate Simon sagte am 27. Februar 2017 um 16:24 Uhr
    „Man könnte solches vermuten und es wäre ihr anzuraten, doch besser
    die Klappe zu halten, anstatt die Bevölkerung derart zu verunsichern…..Habe mir übrigens das Buch Merkels Maske bestellt….“
    .
    Wollen Sie denn beim Karneval als Kanzlerin gehen? Vielleicht 2018, schon in chilenischer Tracht ?
    .
    Meine Kinder haben mir, dem glühenden Verehrer, vor Jahren ein Buch geschenkt. Miss Tschörmänie (Eichhorn-Verlag). Keine Biographie, eine Art Comic. Denn sie wissen, daß ich Politiker-Biographien wie von Kohl oder Genscher ungelesen in die Bücherwand lege. LEGE, nicht stelle, unterstes Fach, wo die Bücher hinkommen, die ich nicht lesen werde.
    .
    Ihre Anfrage zu Hallia Venezia Frau Simon: => ganz kurz bei 01:19=> http://www.swr.de/landesschau-bw/hallia-venezia-venezianische-masken-in-schwaebisch-hall/-/id=122182/did=19052450/nid=122182/o31f5v/index.html
    oder
    http://www.fotocommunity.de/spezial/hallia-venezia/4315?page=3 Foto 214
    (DdH)

    • Ich? Als ulF?
      um Gottes willen nein, auch nicht in chilenischer Tracht, so die Dame dorthin verschwinden wollte. Das Buch (gibt’s bei der JF) heißt so, weil uns Merkel in allem etwas vor macht, denn soviel Selbstverleugnung hat ja normalerweise kein Mensch, das ist antrainiert und das Frustventil sind halt die Fingernägel. Es wird versucht, die Lücken, die Lachmann ließ, zu füllen, bin gespannt, ob das halbwegs gelungen ist.

      Habe eine Seite mit Fotos gefunden (eines habe ich ja schon gepostet, hatte ich zwar längst, aber das enttäuschte Gesicht spricht ja Bände), AM im Laufe der Jahre https://www.buzzfeed.com/philippjahner/bundesmerkel?utm_term=.tvx1gGEB#.jlDkjKdA
      und eine, die auch noch Infos bringt, Die Stasi lebt
      http://linksfaschisten.blogspot.de/2015_08_01_archive.html
      Ob die koscher sind oder nicht, ist mir grad egal, was die schreiben ist interessant und war mir teils schon bekannt.

      Bücher, die ich anfange zu lesen, die aber nicht zusagen, liegen bei mir auch gestapelt ganz unten. Die Bücherkisten im Dorf sind übervoll, da kann ich nicht landen, warte auf besseres Wetter, dann kommen die Bücher auf den Papiercontainer.

      Mit der Fotonummer komme ich nicht zurecht, aber es dürfte die Kleine mit der weiß-grünen Maske sein? Die Schwiegertochter hat fein genäht, mein Kompliment zu Tochter und Kostüm.
      Die Gewänder und Masken sind wunderschön, schade, dass so etwas nicht überall Brauch ist. Hier im Rheinland ist ne rote Pappnas ja schon lustig, viel Lärm, viel Getröt und der Humor kommt auf Knopfdruck oder auch nicht. Ich meine, die Düsseldorfer hätten davon nicht allzu viel.

    • Kehraus für Agitation und Propaganda
      Danke, liebe Frau Simon, d a s hat mir noch gefehlt!Dass Merkel vor Havemanns Grundstück Wache schob, wusste ich, manch Anderes aber nicht so genau.

      Holen wir unsere langen Kleider aus dem Schrank…
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kehraus

      Hier wird gerade wieder alles weiß.

    • Ja die gute Frau hat einiges zu verbergen
      da hülfe ein langes Kleid auch nicht.

      Wettermäßig ist es wirklich unter aller Kanone, der Don fragt schon den Kachelmann, wann die nächste Alpenüberquerung möglich ist. Kachelmann wird das auch nicht wissen, er macht das Wetter ja nicht. Grundsätzlich reicht es jetzt mit Winter und überhaupt. Mir ist es zu kalt, ich will in die Sonne und die ist nicht da.
      Trüb und grau und nun regnet es, für Schnee ist es hier etwas zu warm, hat denn keiner einen Draht zu Petrus?

    • Liebe Renate, Sonne ist immer da:
      https://www.youtube-nocookie.com/v/TykcAhl3_Yw

      Temperatur noch zu niedrig? Na denn:

      https://www.youtube-nocookie.com/v/JtylWC3djVE

    • Liebe Frauke, das krieg ich nicht auf
      wird runtergeladen und dann? Mediaplayer kann das nicht, ich bin ratlos.

      Stimmt zwar, die Sonne ist immer da, ich hab sie auch im Herzen, noch lieber wäre mir allerdings, ich könnte sie draußen tagtäglich in der Loggia genießen, dabei lesen und auch noch etwas Farbe bekommen. Vor allem wäre mir dann endlich etwas wärmer, ich habe eiskalte Hände und friere mir den Wolf. Alles unter 25° ist bei mir Winter.

    • Liebe Renate, Draht? zu? Petrus?
      http://www.sothebys.com/content/dam/sothebys-pages/auction-sales-slides/2016/11/L16711_500_2.jpg

      Normalerweise braucht man keinen Draht, um Petrus wieder zuzumachen, grinsegrins…

      Und was die Höheretemperatur anbelangt: Geben Sie einfach

      JtylWC3djVE

      an Guugell zu Treuendiensten weiter und Sie bekommen Etwasabspielbares.

  79. Nachdem die Blogbeiträge fast mehrheitlich,
    ….wie ich finde, sich den Farben unserer Autos zuwenden (ja, ja, trotz der fortschreitenden Umgestaltung unserer Sprache, heißen auch die Lacke unserer Autos immer noch „Farben“) wundere ich mich dennoch angesichts des fruchtbaren Themas über die schleppende Vermehrung der Beiträge. Also dieses sei noch gesagt.
    .
    Wer von uns hatte sich vor dem Zerbröseln des Ostblocks nicht über die bescheidenen Farbpalette unserer östlichen Brüder und Schwestern gewundert? Grau- in der Art Restbestände Wehrmachtsgrau mit etwas Weiß aufgehellt, Schkopau-Wolfen-Weiß und jenes sagenhafte Blau, als Wessi würde ich sagen RAL 5012 = Lichtblau.
    .
    Dieses Blau, mit dem in Rußland (eifrige Gabriele Krone-Schmalz, Gerd Ruge und Sonia Mikich Rußlandreisenverfolger kennen das), Gartenzäune, Fensterläden, die GZA-651 und PAZ-651-Busse, Zil-LKW´s, Lokomotiven, in Georgien Marktkarren und auf dem Baikalsee die Schiffe gestrichen sind. Als gewohnheitsmäßiger Flugzeugspotter mußte ich auf dem Lechfeld bei einem Nato-Austausch feststellen, daß sogar vor polnischen und rumänischen Migs und Suchois untenherum dieser Farbe zur Bauchbepinselung nicht Halt macht.
    .
    In der DDR kamen dann für die volvobewegte „Nomenkladura“ noch ein kleines Segment der schwedischen Farbpalette (naja!) hinzu-und aus die Maus(grau). Lediglich mit der Farbgestaltung mancher der DDR-VW-Buss-Modelle Barkas hätte ich mich anfreunden können. Bis dann xxxxx-Wagen dieses sagenhafte „Taigagrün“ auf den Markt schmiß. Umso überaschter war ich dann, als unsere Brüder und Schwestern ihre Palette um eine leicht an Taigagrün erinnerndes Farbvariante erweiterten => siehe: http://www.autobild.de/klassik/bilder/die-bunte-pracht-die-deutschen-autos-der-70er-1298368.html#bild75,
    „Barkas“ Bild 11, Trabbi Bild 75).
    .
    Halt, eine Farbe fehlt noch, eher eine Nuance. Die wurde mir von unseren bretonischen Freunden, die bei ihrem Besuch der Tochter in Holland auf die Idee kamen, mal kurz in die gerade seit einigen Jahren gewendete DDR Richtung Magdeburg rüberzurutschen um die korsische Cousine, Ehefrau eines Freundes von uns, zu besuchen. Josette nannte als „merkwürdig“ an der ehem. DDR, neben den „Miradors“, wie sie die Wachtürme bei Helmstedt nannte, auch diese Farbe „gris-brunâtre“. Sie hätte diese überall festgestellt, an den Häusern, auf den Straßen, überall. Ich mußte ihr erklären, daß daran die Verschwelungsprozesse von minderwertiger Lignite und die massenhafte Verbrennung von Zweitakt-Kraftstoffen wesentlich beteiligt seien.
    .
    Und wenn wir schon bei Farben und Mustern sind, so sei noch auf die Gestaltung von Tapeten, in Frankreich fürnehm „papiers peints“ genannt. Wer von uns kennt da nicht die geschmacklichen Verirrungen ins psychedelische der 70er-Jahre? Diese Muster, bei denen man zuerst einmal mehrfach die Augen schnell schließen und wieder öffnen mußte um sich dann zu schüttel.
    .
    Auch hier muß ich wieder nach Osten schwenken. Wir kennen alle unsere Wessi-Amtsstuben. Gestrichen mit neutalen Dispersionsfarben, meistens weiß, ab und zu ein kleiner Schuß gelb mit drin. Farbänderungen erfolgten früher durch Nikotin. Bei Derrick erinnern wir uns auch noch an ein ganz helles Grau, nicht nur der Gesichter, sondern der Ölfarben an den Türen. Total erstaunt mußte ich feststellen, daß in der seit den 60-igern preußische Traditionen verpflichteten DDR sogar die Amtsstuben des Militärs tapeziert waren. So wähnte man sich als Frischling dort unmittelbar in ein westdeutsches Schlafzimmer verfrachtet (ohne Schutzengelbild, dafür mit Aufmerksamkeitshilfen für die Absicherung der Diensträume. Petschieren nannten die das (sächs. Bäddschieren). Das ist so eine Art versiegeln der Diensträume zum Feierabend. Schlafzimmergefühle mochten dort allerdings nicht aufkommen, obwohl die Mädels den WessiInnen in nichts nachstanden. Danke, keine weiteren Schilderungen, ich habe fertich.
    (DdH)


    • „gris-brunâtre“
      Ja, die DDR war gelblichbraungrau, das fiel auf, wenn man über die Grenze kam. Als ich das das erste Mal sah, fragte ich mich, warum es dort keine Wandfarbe gab. Denn dieses gelblichbraungrau war der Farbton, der sich durch den im 20.Jhdt. (und auch wohl schon im 19.) üblichen Dreck in der Luft (Hausbrand, Dieselruß, Industrieabgase) nach einiger Zeit stets von selbst einstellte, wenn man nicht alle 5-10 Jahre mittels Fassadenanstrich für Abhilfe sorgte.

    • Lieber DdH, es gab schon mal was zum Thema Grün:
      https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2014/03/26/gesellschaftlicher-mord-und-totschlag/

      (Kleineanmerkung zu Textilfarbenänderungen im Vorvergangenenjahrhundert: Ab 1834 gab es Möglichkeiten den Unbuntensteinkohlenteer zu zerlegen und daraus Anilinfarben herzustellen (wenig später auch zu synthetisieren).)

  80. Fake news
    Weiter oben schrieb jemand über „Goslaer Barock“, schon klar, aber beim Überfliegen assoziierte ich „Gelsenkirchener Barock“. Es gab selbstverständlich schon immer Zeiten mit ganz schlimmen Geschmacksverirrungen. Dazu gehört sicherlich der (wilhelminische) Historismus, dieser aufgeblasene Fakeversatz verschiedener Stilepochen, sichtbar im Berliner Dom und sein Wiedergänger im 20qm Wohnzimmer, eben jener als Gelsenkirchener Barock genannte Einrichtungsstil. Wenn sie sich was Gutes tun wollen, meiden sie diese Fakeorte.

    • Goslaer Barock
      Sie assoziieren zutreffend, gemeint war hier der Geburtsort des Stellvertreters der Bundeskanzlerin.
      Von einem Goslaer Einrichtungsstil ist mir nichts bekannt, aber als „barock“ könnte man die figürliche Erscheinung Gabriels bezeichnen. Die ist allerdings auch an anderen Kabinetts-Mitgliedern in den Varianten Ensdorfer, Hamburger, Kasseler, Klevener und Mendiger Barock zu beobachten.

    • Wilhelminischer Historismus at its best
      @ oide Ratschn 28. Februar 2017 um 09:55 Uhr

      […] Es gab selbstverständlich schon immer Zeiten mit ganz schlimmen Geschmacksverirrungen. Dazu gehört sicherlich der (wilhelminische) Historismus, dieser aufgeblasene Fakeversatz verschiedener Stilepochen, sichtbar im Berliner Dom […]

      … und locker getoppt von der Schlosskirche in Wittenberg.

      edSE


    • Dazu gehört sicherlich der (wilhelminische) Historismus, dieser aufgeblasene Fakeversatz verschiedener Stilepochen
      Würde ich nicht so benennen. Für mich ist das eher die Epoche der Katalogware, als man Stuck und Gitter meter-(bzw. fuß-)weise bekam.

  81. Der Mann der zu viel wusste oder Narren sagen die Wahrheit.
    Renate Simon sagt: 27. Februar 2017 um 22:15 Uhr

    Die Stasi lebt http://linksfaschisten.blogspot.de/2015_08_01_archive.html

    Die Maske ist fest verschraubt – die Akten geschreddert.

    Als ich mich mit einem Nachbarn über CDU/SPD/Merkel/Demokratieabbau/Macht der Eliten/ wer was darf und wer nicht, kam als Schlußsatz von ihm:

    Den Führerbunker brauchen wir nicht mehr verteidigen –
    die Russen sind schon in Berlin.

    • Haben Sie auch die Links alle abgeklappert?
      Zon hat „Die Stasi lebt“ ausführlich gebracht

      http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2015-01/ddr-stasi-akten-merkel-gauck-debatte

      http://www.zeit.de/feature/stasi-akten-akteneinsicht-biografien

    • "Der Mann der zu viel wusste oder Narren sagen die Wahrheit."
      Nette Narretei. Hat aber weniger mit den Russen als dem Kapitalismus zu tun, der sich zwangsläufig immer mal wieder aufraucht und zu Sozialismus mutiert (Schumpeter et al.). Die Entwicklung war lange absehbar. Es liegt also näher, daß die „Vorausschau“ des für Deutsche Parteien schon in der Vergangenheit zuständigen „Dienstes“ beizeiten für entsprechend geschultes Personal gesorgt hat. Seit längerem bereits Planwirtschaftliches Agieren diverser Finanz-Institutionen tun ihr übriges.

      Die Schredderei jedenfalls könnte die sog. Stasi-Schnippsel-Maschine rekonstruieren. Ich schrieb hier neulich schon mal, daß damit ursprünglich das BAMF beschäftigt war, das Personal aber abgezogen wurden zwengs dringlicherer Gäste-Betreuung. Also wurden die Schnippsel irgendwohin in den Osten geschippert, während parallel um Gelder für die weitere Erledigung gestritten wird.

      Wahr ist auch, daß heute verlautbart wurde, die CDU wolle den Erhalt von Bargeld in ihr Regierungsprogramm aufnehmen. Paßt hierzu …

      „Wie die DDR im Endstadium“: Crash-Prophet Max Otte warnt vor dem Krieg gegen das Bargeld
      http://www.businessinsider.de/wie-die-ddr-im-endstadium-crash-prophet-max-otte-warnt-vor-krieg-gegen-das-bargeld-2016-12

      Und dat mir jetzt keiner daraus ein Kreuzchen strickt, näch. Sonst werfe ich mit Wattebäuschen.

  82. Die Farbe des Geldes, oder schöner wohnen und besser leben ohne Euro
    Das niederländische Parlament (nicht Geert Wilders oder andere konservative PÖHSEWICHTE) führt derzeit eine beit gefächerte Untersuchung, samt Umfrage bei den Bürgern durch, über Nutzen und Schaden des Euro in NL.
    Ergebnisoffen, wird gesagt, d.h., ist der Euro im Endergebnis ein Schädling, gibt es
    ZACK
    Gulden !
    Dabei brennt den Niederländern der Euro gar nicht sooo in der Brieftasche, wie sie sich volle Souveränität bei der Immigration zurückwünschen.

    Wer kommt, wer darf bleiben, wer muß raus, sollen, unverschämterweise, die Niederländer bestimmen, nicht die unfähigen und kriminellen Gurkenspieler zu Brüssel .

    Da legst di nieda, und stehst nimma auf !
    Wer solches deutschlands auch nur denkt, ist automatisch ein Nazi, und wird von der Einheitspampe ostraziert .

    Nachzulesen in der Welt.

    Auf einmal richten sich die Nachbarn, gestützt durch ECHTES Geld, neu und luxuriös ein, während wir froh sind, eigene, abschließbare 4 Wände zu haben, auch gern mit NIX drin.

    Sobald der Gulden da ist, kaufe ich welche, und rieche daran, wuzle das Geld in den Fingern, und erfreue mich an seiner echten Farbe.

    • Ja, Herr Moser, näh!
      Da freue ich mich auch schon drauf! Wenn es denn kommt … .

      Ich hoffe darauf. Etwas überrascht war sogar ich, als einer der ihrigen hier im Blog.
      Entweder ist es nur Kosmetik, wegen Geert. Andererseits kenne ich meine Landsleute gut genug, und denke da wird auch schon nach dem Brexit geschielt. Wir haben höchste Aversionen gegen die Deutschen, und minimalste gegen die Engländer. Wir teilen ein Meer, sind beides Seefahrernationen. Keine unserer beiden Nationen hat irgendein Händchen für gute Küche. Das finge also schon prima an!
      Und wenn Hack auf Spitz kommt, machen wir einen schönen Freihandelsvertrag mit den Neuen Briten, die im Gegenzug mit den Trumpschen Yankees, und alles ist in Butter.
      Und die Koninklijke Marechaussee hält unsere Grenzen nach Deutschland schön dicht.

    • Ja aber das Ergebnis der Studie
      wird erst nach den Wahlen bekannt gegeben…

    • "Und die Koninklijke Marechaussee hält unsere Grenzen nach Deutschland schön dicht."
      „Vluchtelingen in Oisterwijk krijgen 10.000 euro shoptegoed (kaart)“
      Brabants Dagblatt, 26 mei 2016

      … also kein April-Scherz.

      http://www.bd.nl/regio/brabant/vluchtelingen-in-oisterwijk-krijgen-10-000-euro-shoptegoed-kaart-1.6047529

      Und irgendwann währenddessen haben versprengte Holländer in unseren Wäldern ohne Voransage und Genehmigung bewaffnet „Räuber und Gendarm“ gespielt und arme Wanderer zu Tode erschreckt.

      Und Ihr könnt also keine Deutschen leiden, Herr Dippel. Soso. Sehr beunruhigend zu wissen, wo die Niederländer doch gerade mit den Deutschen vonner Bundeswehr „fusionieren“. Des werd ich uns Uschi petzen. Pah!

    • Als meine Gäste sich abends kurz meldeten,
      dass sie gut angekommen sind, sagten sie mir, dass es auf der Gegenseite (A7) dicht war: Lauter Gelbe! Ich hatte es morgens schon gesehen. als ich in die Stadt fuhr. Die stehen hier überall vor den Häusern, glauben Sie mir. Soo groß kann die Abneigung nicht sein.🍊

    • @Bux T. Hude @Philomena
      Man darf doch mal träumen … , oder?

      Jedenfalls funktioniert das alles nicht unter einer Regierung des Rutte-Clowns. Der hatte uns allen 1000 € versprochen, falls wir ihn wählen. Haben wir dann; wer kann ein solches Angebot ausschlagen!
      Zwei Tage nach er Wahl ist ihm aufgefallen, dass die Staatskasse das nicht hergibt, und hat das Angebot zurückgezogen.
      „Geen Nederlands belastinggeld naar Griekenland“ stimmte auch nicht mehr, nachdem Merkel ihn informiert hatte, dass Hollande des nächtens bei ihr angerufen hatte, und sie überzeugen konnte, ihr Versprechen, kein deutsches Steuergeld mehr in halbgare Rettungsaktionen für Griechenlands Reiche zu verpulvern, in einer nächtlichen 180°-Drehung in den Papierkorb zu werfen.

      Und dass meine Landsleute, die mit einer höchsten Erhebung von gut 300 m über NN gesegnet sind (und auch das in einer Provinz, die eher zufällig zu den Niederlanden gehört), ein Faible für Landschaften haben, in denen die *Ebene* schon 500 m über NN liegt und die Berge bis 3000 m hoch gehen, ist ja wohl verständlich!
      Aus einem Faible für die Berge weitergehende Sympathien zu erschließen zu können glauben … naja, nicht immer gerechtfertigt.

    • Herr Dippel,
      gut, dass sie mich aufgeklärt haben.Außerdem bin ich enttäuscht, dass Sie sich so linken lassen. Dachte immer, nur bei uns ist man so blöd…🤑

  83. .
    @ Frau Simon, erstaunlich ist ja, dass es tatsächlich noch
    Links zu Merkel gibt.
    Der Frage von Georg Packer, warum sie immer wieder
    gewählt wurde, steht die Frage gegenüber, warum sie
    immer wieder aufgestellt wurde.
    Ich glaube dass dies aus reiner Überheblichkeit
    (und der Verlegenheit niemanden zu haben) geschah:

    >Was kann DIE schon anrichten, WIR haben alles im Griff.
    Sie haben sich getäuscht. Merkel hat sich alles gemerkelt.
    Das kann sie gut.
    Schwupps stolperten Kritiker und Konkurrenten über Fehler,
    oder verschwanden in der Industrie.

    Es spricht nmM von einer mentalen Schwäche der Frau,
    die nicht „Sauer“ heißen mag, dass sie immer auf der HUT ist.
    Sowas geht zu Lasten von intellektueller Schärfe.
    Wie sehr der lauernde Blick ihre Gesichtszüge geprägt hat.

    Sie ist unfähig, ihre Kopfgeburten VORHER zu durchdenken,
    um eventuelle negative Auswirkungen ihrer Entscheidungen
    zu minimieren.
    Sie kann nur Hüh und Hott.
    *Seufz*

  84. Ma signora Simon, non siete talmente scontento con Dusseledorfe !
    Der Herrgott hat doch diese Stadt bereits überreich benedeit mit dieser Landesregierung unter Hanni und Ralf, dem Internen, deren Opposition mit Lusched, den Geissens mit der größten Steckdose der Welt, der längsten Theke ever und den, glaubt man Fernsehberichten aus Malle, feierlustigsten, ergo erfolgreichsten Abiturienten unter Gottes Himmelszelt.
    .
    Ach, auf die Geissens bin ich gekommen weil gestern, beim Zappen nach der am wenigsten traurigen Fastnachtssendung (Frau sagte Köln wäre zum Aushalten gewesen. Mainz ist ohne Begge-Peter nicht zum einschlafen, wer einen Blick in das Publikum wirft kann auch die dauernden Knietritte aus Nippon verstehen), diese beim Yachtkauf in Taiwan in mein Blickfeld gerieten. Als sie dann bei diesem ostmärkischen Guru mit der kackbraunen Kutte aufkreuzten und die Geissine zum zweiten Mal einen dieser philosophiepreiswürdigen Kommentare raushaute, befahl die neben mir sitzende Gestrenge in bestimmter Tonlage, die keinen Widerspruch erlaubt……
    .
    In diesem Artikel von Don geht es ja auch irgendwie um Erziehung. Bei den Lendenerzeugnissen dieser besagten Familie fürchte ich um eine Potenzierung ins Unendliche zwischen dem dritten und vierten Quadranten downhill bis Erdmittelpunkt. Da wächst zumindest in dieser Familie eine neue erfolgreiche Abiturientengeneration nach. Somit relativiert sich auch andererseits der nun endlich nach vielen Studien nachgewiesene Bildungsrückstand der neu hinzukommenden Rentenkasseneinzahler zum eigenen Nachwuchs.
    .
    Zu Hallia Venezia. Nun Frau Simon, diese Veranstaltung ist ja keine schwäbische Brauchtumsveranstaltung wie in Rottweil, Elzach, Überlingen, Haslach (…in Haslach gräbt man Silbererz, z´Fribureg wächst der Wein, im Schwarzwald schöne Mägdelein – ein Bad´ner möchte ich sein…).
    Aber ich schätze die Idee ist vor zwanzig oder mehr Jahren geboren, weil der Besuch zu Karneval in Venedig aus Kapazitätsgründen quasi unmöglich geworden ist. In Hall alles sehr gediegen und ruhig, parliert wird mit den Kostümierten aus Prinzip nicht, allenfalls einmal ein barocker Hofknicks eingesprungen. Ich habe dort noch nie einen Betrunkenen gesehen. Unsere Enkelin (Sie haben´s getroffen!) und die Schwiegertochter sind beide scheinbar unheilbar infiziert. Man hat schon Entwürfe für das nächste Jahr durchgefunkt und ich habe im Antiquitätenlädle eine unwiderstehliche Nerzkappe mit Goldfasanen-und Auerhahnfeder erfuggert.
    .
    Geschrieben am Fasnedszichdig den 28. Februar 2017. „Narri-Narro“
    (DdH)

    • Ergebnisoffen
      habe ich gestern beim jährlichen Abstauben des Stuckes und der Kronleuchter im Hintergrunde die Umzüge mitlaufen lassen. Und parallel dazu eine Statistik gemacht, inwieweit ein Karnevalsumzug des Jahres siebzehn korreliert mit einem aus – sagen wir – einundsiebzig in der BRD und der DDR.

      In anderthalb Stunden gab es genau 6 Motivwagen, die ‚luuusdich‘ Politik auf die Schippe nehmen wollten/sollten(?).
      A) England auf einem untergehenden Schlauchboot hinter einer EU-Jacht
      B) Trumpeltier
      C) Erdogan im Mäherwahn
      D) In Rheinhesse habbe wir alle Gründ zum Feiern: wir feiern bunt (mit ca. 23 optisch Biodeutschen auf dem Wagen)
      E) Der grüne hessische Umweltmini, der FRAport offenbar von allen umweltlichen Auflagen ausgenommen hatte
      F) [Vergessen]

      Keine Raute, keine Obergrenze, keine KGE, kein Chulz, keine Märkel, kein ach-so-freundlich dreinblickender Stegner, keine kreuzlosen Bischöfe, kein ausufernder Altmeier.

      In a nutshell: Reduziert auf was das Propagandaministerium so zugelassen hatte. Entweder das in Berlin; oder das im eigenen Kopf.
      Als Ergebnis dieser wissenschaftlich korrekt durchgeführten Arbeit: DDR.
      Fast. Man hätte den grünen hessischen Umweltmini herauslassen sollen, dann wäre es gänzlich stimmig gewesen.

      Auch das Publikum war so uniform wie die Leute auf ihren Wägen:
      keine Indianer, keine Indios, keine Neger, keine Araber, keine Chinesen, keine LBGTs, keine Haremsdamen, keine Schornsteinfeger, keine Köche, keine Lehrer, keine Polizisten. Dafür tausende nicht identifizierbare Pappnasen.

      Luuusdiech!!

    • Die Geissens? Kenne ich nicht
      zumindest habe ich noch nicht eine Sendung mit denen gesehen. Das tue ich mir so wenig an wie alle anderen sogen. „Shows“ oder was auch immer bei den Privaten.

      Düsseldorf ist na ja, bleiben wir höflich, aber als ich gestern Abend den hauptamtlichen Zugbauer hörte, der nun wahnsinnige Angst hat, weil ein Trump rumwerkelt, habe ich nur gedacht, ach Tilly… wenn sonst nix is, isses ja juut.

      Die Züge habe ich mir nicht angesehen, mache ich schon sehr lange nicht mehr. Die Kommentatoren waren vor weit über 20 Jahren schon nicht zu ertragen, was sie heute von sich geben, kann ich mir lebhaft vorstellen, hören muss ich das nicht.

      Lustig ist am Karneval schon lang nichts mehr, früher, als es noch Mainz wie es singt und lacht gab, der Till Eulenspiegel seine Spitzen auf die Politik losließ, Fraa Babbich unn Fraa Struwwelich, der Bote vom Bundestag, Ernst Neger heile, heile Gänsche sang, konnte man sich das noch gut anschauen und lachen.
      Heute wissen die vor lauter PC nicht mehr, was sie noch sagen sollen und so ist es dann auch.

      Kein Wunder, dass unsere Kabarettisten allesamt verstummt sind und es nur noch hirnlose Comedy gibt.

      Dass Ihr venezianischer Karneval sehr ruhig und schweigsam verläuft, habe ich im Text des Senders gelesen. So bleibt die volle Konzentration bei den Kostümen und die sind es wirklich wert. Mir haben die Bilder/Kostüme sehr gut gefallen.

    • @Uwe Dippel
      Von wegen „Ergebnisoffen“. Die subtilsten Diskriminierungen und „Micro Aggressions“ haben Sie (mal wieder) nicht geschnallt:

      Hier für Sie zum Mitschreiben: Wer schunkelt, macht sich über die Seeleute lustig und wer Bier trinkt, über die Bayern. „Hellau“ ist die geheime Parole, nicht zu Dunkeldeutschland gehören zu wollen und „Mainz, wie es singt und lacht“, verherrlicht den Kapitalismus. Echte Kommunisten und Bahnhofsklatscher rufen: „Unseres, wie es singt und lacht“. Das der „Rhein“ ein rassistisches Symbol ist, und deshalb in „Bunt“ oder „Vielfalt“ umbenannt wird, gilt genauso für den Regen, den man in Zukunft „Renak Ire Mao R’Fa“ nennt (weil „Regen“ rückwärts „Neger“ heisst und „Renak Ire Mao R’Fa“: „Afroamerikaner“).
      Am allerschlimmsten aber sind die TWITTER-User. Mit ihren Hashtags (zum Beispiel: Hashtag Aufkreisch) beleidigen sie unsere hochverehrte Frau Chefin und spirituelle Leiterin, die ehrenrührige Bundeskanzlerin Frau Merkel.
      „Hashtag“ heisst auf Deutsch nämlich „Rautenzeichen“ und je nachdem, mit was man das kombiniert, kommt man schnell in den Bereich „Hatespeech“.


  85. @ Ingrid Biniok
    „We all need a splash of bad taste,
    …it’s hearty , it’s healthy, it’s physical. No taste is what I’m against“.
    Zitat endlich fertig, von Diana Vreeland.“

    Sehr richtig. Als unsere Töchter in der schlimmsten Phase der Pubertät waren, ließ ich ihnen freie Hand beim Aussuchen ihrer Kleidung. Mein Motto lautete: Jugendliche haben das Recht auf schlechten Geschmack, denn wenn ich ihnen meine Vorstellungen aufzwinge, werden sie ihren eigenen Geschmack nicht entwickeln. Also durften sie sich beliebig auffällig und provokativ anziehen, inmitten einer gehobenen Villengegend, aber das hat mich nicht im Geringsten gestört.

    Nachdem diese Phase vorbei war, hatten sie keinerlei Ambitionen mehr, auf diese Weise optisch auszufallen.

    „Hätte ich Kinder (zum Glück nicht), die mit Tablets, SMS-Versenden etc. Zusammenkünfte von Erwachsenen stören, könnte mir schon mal die Hand ausrutschen.“

    Unsere Töchter waren schon volljährig bzw. studierten, als das FB und Smartphone-Wahnsinn losging, welch ein Glück. Anyway, niemals würde ich ein Phone auf meinem Esstisch dulden.

    Allerdings kommuniziert mein engeres Umfeld heute nur noch per Whatsapp, und weil ich ein bekennender Handy-Muffel bin, bin ich davon ausgeschlossen. Never mind. Ich gehöre zu denjenigen, welche den ersten Email-Boom miterlebte und machte fleißig mit. Damals hatten wenige Deutsche ein Email-Account, und ich tauschte mich u.a. mit ehemaligen finnischen Freunden aus. Das hat meinen digitalen Kommunikationsbedarf ein für alle Mal gedeckt.

    Ich spiele Windows Mahjong. Die Software ist klassisch chinesisch und sehr schön. Es gibt vier Schwierigkeitsgrade: leicht, mittel, schwer und Experte, und das ist super Gehirn-Jogging.
    Btw. alle anderen Mahjong-Spiele, die man im Netz herunterladen kann, sind nicht empfehlenswert.


  86. @ Marssen, 27. Februar 2017 um 22:09 Uhr

    Ach, Marssen, habe Ihren Post vorhin nur flüchtig gelesen.

    Ich muss den verlinkten SPON Artikel gar nicht lesen, das ist mir hinlänglich bekannt.

    Sie können das ja nicht wissen, aber ich habe Obama für diese und für viele andere Sachen im SPON-Forum damals heftig kritisiert: Im Fall Snowden, für die Abschaffung des Schutzes der Whistle-Blower, nach welcher Glenn Greenwald nicht mehr wagte, in die USA einzureisen. Ich kritisierte auch seine neuen Bestimmungen, laut welchen ausländische Einreisende uU beliebig lange festgehalten werden können, ohne dass sie einen Anwalt zurate ziehen dürfen. Noch ein Objekt meiner Kritik: seine Drohnenmorde etc. etc.

    Ich weiß auch nicht, warum ich mich hier dauernd rechtfertigen sollte und frage mich, was es Sie angeht, wo, was und wie ich über Trump schreibe. So interessant kann ich doch nicht sein, oder.

    Wissen Sie, ich bin ein politisch interessierter Mensch, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Was veranlasst Sie zu diesen Unterstellungen? Ich finde das peinlich, und Ihr Post ist nur Eines: vollkommen überflüssig.

    • Empfindlichkeiten
      Mei, Tamarisque,

      nanana, man wird doch nicht gleich pampig, wenn jemand sich in lauterer Sorge über die beharrlich schwelenden Obsessionen Gedanken macht, von denen nicht nur Sie, sondern weite Teile der Medien heimgesucht scheinen.

      Das Verhältnis zwischen Regierungen, Medien und Volk („Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt“) wird hier und in den USA gerade Tag für Tag „neu ausgehandelt“, ganz den weisen Empfehlungen unserer höchsten Integrationsbeauftragten folgend.

      Kurz, ob der, „Der zu dem Volk spricht“, tatsächlich die Pressefreiheit bedroht, weil er die Teilnahme am traditionellen Dinner der Korrespondenten im Weißen Haus verweigert, oder ob dieser Pressefreiheit – außer einem privilegierten Zugang zum Präsidenten – nicht unverändert alle Rechte gewährt sind, wird man aufmerksam verfolgen. Immerhin stehen einer solchen Entwicklung zwei Parlamentskammern und die Gerichte entgegen.

      Neu und alarmierend, und darum ging es mir mit dem – zugegeben – völlig „überflüssigen Post“, ist dieses Katz- und Mausspiel zwischen Regierungen und Medien nicht. Der Verweis auf die eventuell vergessenen Praktiken der Obama-Administration, bloß ein Beispiel unter anderen, sollte die nicht enden wollende Aufregung über die angebliche Katastrophe Trump etwas dämpfen.

      War durchaus freundlich gemeint, ohne Unterstellungen oder gar das Ansinnen, Sie müssten sich rechtfertigen. Aber ich sehe, dass Sie das Thema empfindlich und mit ganz unfinnischem Temperament reagieren lässt und werde Sie nicht weiter behelligen.


    • @ Marssen
      Vielen Dank für Ihre freundliche Antwort.
      Ich habe kein typisch finnisches Temperament. Habe das wohl von meinem deutschstämmigen Papa geerbt.

      Was ich schrieb, war lustig gemeint. Daher auch die Smileys. Das hatten Sie wohl trotzdem falsch verstanden, und das hatte mich geärgert. Alles okay. ;-)

  87. Opulenz statt Biedermeier
    Grauslig greige Gendertröten,
    sollen bei Gournay erröten.
    Houles heulen,
    Iksel sehen.
    Auf Lelievres Samt und Seiden
    in die Kissen sinnlich sinken
    und nur noch von Zuber träumen
    in den eignen, weiten Räumen…

  88. Titel eingeben
    Diesen Beitrag hatte ich heute versehntlich im falschen Thema eingestellt.

    FJ45 sagt:
    28. Februar 2017 um 10:37 Uhr

    Titel eingeben
    Interessant ist, auch die Farbpalette diverser Hersteller mal anzuschauen.
    Bei „kleinen Italienerinnen“ denkt man ja, sie müssten Rot sein.
    Alfa Romeo aus den Fünfzigern.
    http://www.alfabb.com/bb/forums/giulietta-giulia-1954-65/204327-pics-giulietta-giulia-sprints-color-combos.html

    http://www.alfabb.com/bb/forums/giulietta-giulia-1954-65/188126-1957-giulietta-sv-colur-code.html

  89. Ein gutes Gewissen…
    …ist das beste Ruhekissen. Auch mit Marcus Ulpius Trajanus Crinitus
    Imperator Caesar Nerva Trajanus, ab 28. Jan. 98
    Imperator Caesar Nerva Trajanus Augustus auf dem Kissenbezug,
    sowie
    Titus Flavius Domitianus
    Imperator Caesar Domitianus Augustus, ab 83 n.Ch
    Imperator Caesar Domitianus Germanicus Augustus.
    . Das Schicksal des Zweiten lassen wir außen vor.
    (DdH)

  90. "Und ich und meine Schwester ..."
    Abgekämpft nach dem Lesen von 301 Antworten, nach Einrichtungsvorschlägen, Erziehungsratgebern, Automobilia Anekdoten, da bleibt nur noch, aus Höflichkeit meinen Titel nicht zu kommentieren. ;-)

    • Sie und Ihre Schwester
      „da bleibt nur noch, aus Höflichkeit meinen Titel nicht zu kommentieren“

      Der aufrichtige Dank der „Gemeinde“ für diesen selbstlosen Verzicht und den Widerstand gegen alle Anfechtungen der Logorrhoe ist Ihnen sicher. Man würde aber zu gern erfahren, wie Ihre Schwester heißt. Ich kannte mal einen, der hieß Otto und dem seine Schwester …

      ;–)


    • Die Gänsefüßchen sollten eigentlich anzeigen, daß es sich um ein Zitat aus dem Ausgangsbeitrag des Don handelt, Gerstl.

  91. Finden Sie's raus
    @ Marssen
    Jeder, aber auch jeder, der sie kritisiert, stößt auf das Gleiche: Eine überaus ausgeprägte Sensitivität aka Kritikempfindlichkeit. Falls sie kein Bot ist, hat sie einen ausgeprägten Perfektionsdrang. Ich bin keineswegs überzeugt, dass sie kein Bot ist.
    Ist doch toll: Bei HH, Vorfahren aus drei Ländern, mindestems sechs Sprachen inklusive Chinesisch und Indonesisch, wow, Ausgabe von Privatinfo wie niemand sonst, wow. Wenn sie ein Bot ist, dann ein chinesischer.
    Obsession mit The Donald plus Überempfindlichkeit Grundzüge.


    • Bösartig, einfach nur bösartig.
      Bringt es Spaß, mich zu verleumden? Oder sind Sie nur neidisch?
      Was ist daran falsch, seine Meinung zu verteidigen und Gefühle zu zeigen? Ist das verboten?
      Und dann noch hinter „Gast“ zu verstecken, wo Sie doch hier öfters mal lesen? Armselig und feige.

      Ich muss Sie ja gewaltig interessieren.
      Haben Sie eine Obsession mit mir?
      Ignore, ignore.

      Zum Glück sind Ihresgleichen eine winzige Minorität hier.

    • Bin ich ein Bot? rofl
      Lieber Don Alphonso, bei derlei Verleumdungsversuchen würde ich mir wünschen, dass Sie hier etwas mehr zensieren würden. Ich finde es unanständig, wenn ein offenbar regelmäßiger Leser sich hier hinter „Gast“ versteckt, um mich auf diese boshafte Weise anzugreifen.

      Ich kan gerne an eine vertrauliche E-Mail-Adresse Unterlagen mailen, u.a. von der Hong Kong University, damit dieser Unfug ein für alle Mal ein Ende findet. Und mein finnisches Abizeugnis, woran mein finnischer Vorname und mein schwedischer Nachname erscheinen, kann ich auch noch mailen, auch noch meinen Studienabschluss mit Übersetzung. Vielleicht noch Fotos aus Hong Kong und Indonesien?

      Ich bin allerdings jetzt schon beim Lachen, weil das so absurd und skurril ist. Aber mein Angebot steht.

      Herzlichst,
      Ihre
      Tamarisque

    • Um das klar zu stellen....
      Das ist NICHT von mir…

    • Hanebüchener Schwachsinn
      Ne, Gast, diesen paranoiden Fantasien mag man nicht folgen.
      Chinesischer Bot, meine Güte …

      @ Tamarisque: tut mir leid, es lag gewiss nicht in meiner Absicht, so was zu provozieren. Nehmen Sie’s mit Humor, gibt ja auch andere Reaktionen hier.

      Mitä tuuli kivelle mahtaa – tai – ei hullu hyvää tunne!

    • Onnelliset hullut ;-)
      Lieber Marssen, herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte, wobei ich mich über die finnischen Sprüche besonders freue.

      Nein, keine Sorge, Sie haben zu dem betreffenden Post durch nichts beigetragen, das liegt einzig allein an einem rätselhaften Groll, den der anonyme Gast gegen mich hegt.
      Kaikki hyvin!

  92. Die Welt ist ihnen nicht grün genug
    Hier mal alle 113 „Grüns“, mit denen man sich seit 1960 seinen 911er lackieren lassen konnte.
    Ich bin kein Grün-Fan und sollte mich vielleicht lieber enthalten, aber am absolut potthässlichsten finde ich die 22R: Mintgrün, dicht gefolgt von: 227: Hellgrün mit dem darüber, für das man eine Sonnenbrille braucht, nur um das Bild anzugucken.
    Das sollte ähnlich für die AUDIs sein. Man munkelt ja, die seien irgendwie miteinander verbunden.

    http://www.elferclassic.de/technik/farben/plack-gruen.php

  93. Davon reden, davon schreiben, davon träumen
    Musik sollte man hören.

    Farben sollte man sehen.

    Sex sollte man haben.

  94. "The Valkyrie Profiles"...@Tamarisque
    Diesen Roman von K.S. Daniels möchte ich Ihnen mal rüber reichen. Ich habe ihn 2015 in einem Rutsch auf meinen Bodenkissen ausgelesen.
    Jetzt wird‘ s auch hier spannend.

    Never complain, never explain! Das plumpe Kompliment des schlecht programmierten Roboters Gast einfach als Schmeichelei nehmen.

    • nl.linkedin.com/in/lisbeth-heuse-70958618/de
      Lieve vrouw Dr. Lisbeth Heuse, was sagen Sie bitte zu alledem?


    • Werte Ingrid Bionik, vielen lieben Dank.
      Sie haben Recht, und den Rat würde auch ich jedem anderen geben. Wenn man aber betroffen ist, ärgert man sich doch. Aber dann sollte man nicht sofort reagieren, wie ich es tat, sondern Gras drüber wachsen lassen, so lange, bis man darüber lachen kann.


    • @ Ingrid Biniok
      Hatte es vergessen, und weil ich ein höflicher Mensch bin, will ich es nachholen: Vielen Dank für den Buchtipp! Werde es mir merken.

  95. Pssssssssssst - Die Russen (Kommunisten) sind schon in Berlin.
    Tamarisque sagt: 28. Februar 2017 um 22:54 Uhr Bin ich ein Bot? rofl
    ….
    Liebe Frau Tamarisque,
    ich denke damit ist (zumindest) das mal klargestellt.

    @Renate Simon
    Aber es bleibt noch zu klären wieso die Staatsratvorsitzende (IM Erika) als Ex-Stasimitarbeiterin nicht vom Verfassungsschutz überwacht wird. Einfachste Erklärung wäre natürlich, dass die Stasi sich selbst nicht überwacht. Aber, da ja jeder jeden überwacht, bleibt eigentlich nur: alle überwachen alle, aber niemand die Chefin.

    Schreibt man eigentlich Stasi oder BND. Sind das jetzt zwei Organe zum Schutz des Bürgers oder wurden die zusammengelegt.


    • Lieber Dr. Seltsam, ja, klargestellt, und zwar endgültig, das hoffe ich sehr. Vielen Dank.

  96. verwertbare Idee
    Wenn Lisbeth Heuse eine Kunstfigur geschaffen hat, ist sie gelungen. Sie muss sich dann nicht selbst mit Trump-Kritik bekleckern.

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