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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Jung, naiv und öffentlich ausgepeitscht

| 75 Lesermeinungen

Eine Frau reicht einem Mann die Hand und läuft zum Meeresstrand. Der Mann lässt sie los, hebt einen Fuss und tritt sie in den Rücken. Die Frau strauchelt, stürzt, und fällt ins Wasser. Das alles wurde aus der Sicht des Mannes mit vier Photos aufgenommen und zusammengestellt. Und ein Mann ist es auch, der es mit der offensichtlich provokativ gemeinten Überschrift „Women’s Day“ bei Instagram veröffentlicht. Die Geschichte ist alles andere als schön, menschlich höchst unerfreulich, und zugleich etwas, das im Internet des Revenge Porn, der Gehässigkeiten über Topmodelle und der allgemeinen mangelnden Rücksichtnahme an der Tagesordnung ist. Auch am Tag der Frau.

junga

Allerdings ist der Mann, der die Bilder verbreitet und dabei von ein paar Dutzend Personen unterstützt wird, nicht irgendwer. Sein Name ist Tilo Jung, und er hat für sein Webvideoformat „Jung und Naiv“ immerhin den Grimme Online Award bekommen. Es ist nicht das erste Mal, dass Jung abseits dessen liegt, was man als Mainstream bezeichnet: Früher beschwerte er sich über den Unterleib von Frauen, die Kinder auf die Welt gebracht hatten, seine Haltung zu Israel ist kaum mehr als „ambivalent“ zu umschreiben, und in den letzten Wochen zog er Kritik in der Bundespressekonferenz auf sich, weil er schlecht vorbereitet Regierungsmitglieder befragte – oder, je nach Standpunkt, trollte.

Ausgesprochen schlecht kam das bei manchen Unterstützern des Projekts Krautreporter an, wo Jung seine Video für gutes Geld zur Verfügung stellt. Dass Jung das tun würde, war im Vorfeld schon bekannt – dass er das Portal, das nach Eigenaussage zur Rettung des „kaputten Onlinejournalismus“ angetreten ist, als Autor mit den meisten Beiträgen dominieren würde, war in dieser Form nicht bekannt. Manche der vorab in Personality-Videos vorgestellten Autoren schreiben nur sehr selten, aber Jung liefert. Beständig und konsequent. Er ist gleichzeitig Großverdiener unter den Autoren und nicht zwingend das, was sich viele von Krautreporter in Sachen Qualitätsjournalismus gewünscht hätten. Eine kontroverse Figur. Was ja nicht schlecht sein muss, kontroverse Autoren könnte das bislang doch etwas biedere Projekt durchaus brauchen.

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Solange sie nicht Bilderserien verbreiten, auf denen eine Frau getreten wird, als wäre es der Instagramaccount der Taliban oder der iranischen Revolutionswächter. Natürlich wurde das Bild ein viraler Hit, aber in genau der Art, wie man sich das als Verursacher kaum wünschen kann: Die Empörung war allgemein und nicht nur auf Feministinnen begrenzt. Beteiligt waren auch etliche Geldgeber für Krautreporter – und damit diejenigen, die dem Verursacher sein junges und naives Treiben finanzieren. Krautreporter selbst definiert sich nach aussen über den besonders guten Dialog mit seinen Mitgliedern und Autoren, die mal um Rat gefragt werden und mal als Testimonials herhalten – aktuell mit Theresa Bäuerlein eine bekannte Feministin. Sie schreibt gerne, weil sie weiss, „dass wir nicht verkaufen müssen, sondern überzeugen.“ Am Überzeugen haperte es letzthin mehrfach, es gab deutliche Kritik, und nun eben auch noch den Tritt in den Rücken der Frau. Und eine sehr späte Entschuldigung des Verursachers.

Und bislang kein Wort von Krautreporter über das Treiben ihres, man darf das wohl so sagen, eifrigsten Aushängeschildes. Normalerweise würde man in den Medien die typische Petzerei von Lesern bei den leitenden Mitarbeitern und Aufforderungen, einen Autor zu feuern, nicht sonderlich zur Kenntnis nehmen: Das ist heute normal, egal ob man über Pegida, Extremfeminismus. BVB oder Bitcoin schreibt, immer ist jemand der Meinung, solche Verfasser gehörten zum Verhungern in die Gosse. Bei Krautreporter liegt die Sache anders – da will man den Dialog mit den Mitgliedern. Und man möchte bald die nächste Fundingrunde einläuten. Schliesslich war die immer noch ruckelnde und unübersichtliche Webseite, gebaut von den Kooperationspartnern, auf Dauer recht teuer, die festen Mitarbeiter verdienen dem Vernehmen nach nicht schlecht, ein Büro wurde gemietet, und man kann davon ausgehen, dass Gründer Esser nicht als derjenige in die Geschichte eingehen will, der das bestfinanzierte Crowdfundingprojekt des deutschen Journalismus dank einiger Großspender erschaffen konnte- und dann mangels Interesse der Leser einstellen musste.

jungc

Erste harte und wenig rücksichtsvoll kommunizierte Schnitte auf dem Weg zur Sustainability hat es schon gegeben, auch unter Hinweis auf angeblich unzufriedene Mitglieder. Bei Tilo Jung ist das anders – die sonst so schnellen Twitteraccounts von Krautreporter, Esser und dem fehlersuchenden Niggi haben in der Causa nichts zu sagen, und auch selbstausgewiesene Neofeministinnen an Bord des Projekts haben sich bislang ncht zu Wort gemeldet, wie sie sich nun die Rettung des Onlinejournalismus vor Tritten in Frauenrücken so vorstellen. Die Situation ist vertrackt: Natürlich könnte man nach dieser Eskapade Tilo Jung hochkant rauswerfen und so dem Verlangen vieler Mitglieder nachgeben. Dann aber entstünde der Eindruck, die Rettung des Onlinejournalismus würde vor einem wütenden Mob einknicken. Krautreporter könnte sich aber auch auf den formal korrekten Standpunkt zurückziehen, dass es nicht ihre Sache ist, was freie Mitarbeiter auf Instragram tun. Wäre man nicht gerade dabei, im Zeichen schwindender Mittel die nächste Imagekampagne als unverzichtbare Onlinestimme zu starten, wäre das vielleicht auch eine mögliche Haltung – allein, die Schnittmenge zwischen denen, die Rückentritte gut finden und denen, die es super finden, wenn sie unangekündigt die nicht minder umstrittene Bloggerabschreiberin Helene Hegemann als Autorin finanzieren, ist nach meiner bescheidenen Meinung nicht allzu groß.

Krautreporter haben ein Paket vorgestellt, das es zu finanzieren galt: Hochwertigen Journalismus, den es woanders nicht gibt, von Autoren, die man kennt. Geliefert wurde durchwachsene Qualität ohne Linie, die überall stehen könnte, viele Links auf andere Medien, ziemlich viel Berlin und enorm viel Israel, auch angesichts von Charlie Hebdo keine Aktualität, und genau ein Autor, der die Marke wie kein anderer dominiert: Eben Tilo Jung. Jung macht es nach den Vorstellungen der neuen Medienwelt richtig, er exponiert sich, wird zur auffälligen Marke, hat seine Alleinstellungsmerkmale, und dazu gehört es auch, ab und zu anzuecken und zu provozieren. Diesmal im falschen Moment beim falschen Publikum, diesmal einmal zu oft: Manche kommen auch damit durch, denn auf der anderen Seite der Gewaltgutfinder ist die ebenfalls grimmeausgepreiste Aufschrei-Feministin Anne Wizorek, und die sitzt in Talkshows und wird Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle, obwohl sie einen linksradikalen Anschlag zum gleichen Weltfrauentag des letzten Jahrs auf eine Apotheke beklatscht hat. Tilo Jung kommt nicht durch, und das kommt für seinen Arbeitgeber zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

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Mancher im kreischenden Mob – darunter auch die stets zur Empörung aufgelegte Gefolgschaft von Wizorek – weiss das vermutlich auch zu gut – Offenlegung: Die verlinkte Person war vor zehn Jahren Autorin in einem von mir herausgegebenen Buch. Und so, wie der Journalist als Marke seine Schattenseiten hat, hat auch das Crowdfunding gravierende Nachteile, wenn die Crowd nicht nur konsumieren will. Bei einem Telefon oder einem Kartenspiel mag es egal sein, was ein Entwickler in seiner Freizeit macht, aber bei einem Medium geht es auch um Standpunkte, Politik und Beeinflussung von Meinung, es geht um Macht, und diese Macht des „Tu was wir fordern oder verhungere“, dieser alte Traum der Mobs, diese Unfähigkeit, mit Dummheit, Fehlern, oder auch nur anderen Meinungen zu leben, bekommt Krautreporter jetzt zu spüren. Natürlich ist Tilo Jung teilweise das Ventil, durch das sich der Druck der generellen Unzufriedenheit entlädt, der Funken in der Pulverkammer, er ist das ideale Beispiel dessen, was man bezahlt, aber nicht bestellt hat. Dafür wird dann gleich das Projekt an sich abgelehnt.

Das wäre die Stunde der gekonnten Onlinedebatte über Dummheit, Verantwortung, Satire, ihre Grenzen und enthemmte Angriffe gewesen. Aber die einen toben und treten die anderen schweigen und ducken sich weg. Es ist ein undankbarer Job, den Krautreporter da gestern zu tun gehabt hätte, aber eine glänzende Gelegenheit zu zeigen, dass sie den Onlinejournalismus tatsächlich retten können. Vor seinen riskanten und provokativen Marken, die eine gewisse Freiheit brauchen und vielleicht auch missbrauchen, und vor der Niedertracht des nach einem Opfer schreienden Mobs.

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75 Lesermeinungen

  1. Wer soll das auch alles lesen
    Danke, wieder mal ein wenig Zeit für andere Themen gespart.

  2. Früher schrieb man Dünnpfiff in Flugblätter, die nach dem Mensaessen in der Mülltonne
    landeten. Und machte Unsinn mit und gegen Freunde, deren nur manchmal existierenden belege in analogen Papierabzügen man 20 Jahre später schamvoll still entsorgte. Heute postet man jeden Müll auf twitter oder facebook und stellt „gelungene“ Photos oder Videos auf tumblr oder instagram ein. Damit die eigenen Ergüsse, die eigenen Dummheiten, die groben Scherze oder Übergriffe auch ja für die Eigkeit öffentlich bleiben.

    Kann mal irgendwer diesen mehr oder weniger jungen Erwachsenen mitteilen, worin genau der Unterschied zwischen ihrem Freundeskreis und ihren „Social Media“ Plattformen besteht? Und zwar am besten rechtzeitig und in ganz jungem Alter, bevor sie sich und ihre Projekte selbst ruinieren?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Online-Geplärre
      Meine Rede, Herr Haupts. Das infantile Hinauströten und Zwitschern über chinesische Reissäcke, die partout nicht umkippen wollen, werden keine (feministische) Weltrevolution auslösen. Vielmehr sind diese ganzen Spielereien mit Smartphone-Tools auch eine willkommene Ablenkung vom eigenen, aktiven Handeln im täglichen Alltag (ein Piraten-Leerstück).

      Soziale Medien können für gleichgesinnte Nutzer sicher eine nette Spielwiese sein, auch sinnvoll für zielgerichtetes Arbeiten, ansonsten werden sie zum überquellenden e-Papierkorb der Nation.

      „Das wäre die Stunde der gekonnten Onlinedebatte über Dummheit, Verantwortung, Satire, ihre Grenzen und enthemmte Angriffe gewesen.“

      Dies, werter Don, wird beim lauten Online-Geplärre der Besserwisser, Durchblicker und Nörgler sicher nicht stattfinden.

  3. Einfach nur unappetitlich
    Trotzdem gut, wenn wenigstens einer gegen die allgegenwärtige Verrohung im www anschreibt…

  4. kdm@posteo.de
    WAS?!
    Die unsägliche Hegemann schreibt bei Krautreporter (oder lässt schreiben? oder schreibt ab?) …
    Ich dachte, die wäre verschämt in sich gegangen und hätte sich einen vernünftigen Beruf (ohne oder mit Vaterhilfe) gesucht.

  5. Wo ist die Meldung?
    „Twitter regt sich auf“ ist in meinen Augen keine Story.

    TK

    • Titel eingeben
      „Twitter regt sich nicht auf“ wäre mal eine Meldung, eine die wir aber wahrscheinlich nicht erleben werden. Fürchterlich was sich daraus ergibt jedem 140 Zeichen zum meckern zu lassen. Da bleibt kaum Platz für was gutes.

  6. Nichts Lesenswertes in Bloggs
    Ich lese nur selten in Bloggs. Bisher hat es sich NIE gelohnt. Das war auch eben so. Wer braucht Bloggs?

  7. Wird hier getestet wie weit man mit dem Leser gehen kann ?

    Der Autor, ehemals bekannt seiner Gabe Historisches mit der Gegenwart zu verbinden und dies mit seinem persönlichen Esprit zu würzen geht wohl neue Wege.

    Hier, zu diesem Thema, wird der das geistvolle Wort suchende Leser mit all dem schwachsinnigen, sittlichen Unflat beworfen, den der Autor und die öffentliche Meinung nur in der Eile zustandebringen kann.

    Weder der Leser noch die FAZ haben dies verdient.

  8. Pingback: Naivität des Tages | sinusfunktion

  9. Schmerz
    Die sich von Skandalisierung ernährende Empöreria entblödet sich mal wieder beißreflexartig selbst und kann wesensbedingt nicht umhin vermehrt auf ihre herdengetriebene Überflüssigkeit hinzuweisen. Die vier Bilder sind doch !inszeniert!. Dann !selbst! geposted. !Am Weltfrauentag!. Wie kommen die Schaumschläger umhin so zu tun als ob das das neueste große Leak zu Gewalt gegen Frauen wäre? Ach ja, steht im ersten Satz.

  10. Krautreporter hat mich enttäuscht
    Ich war zunächst angetan von Krautreporter. Doch schon Ende November 2014 habe ich mich enttäuscht abgewendet. Kollege Gutjahr hatte eine tendenziöse Geschichte über Blogger geschrieben, die die bayerische Ministerin Haderthauer zu Fall brachten. Sämtliche Kommentatoren und auch der Autor selbst erkannten nicht den manipulativen Charakter der Story und (bis auf einen Kommentator) nicht die Bedenklichkeit der Laienrecherche. Ich sah mich alleinstehend mit meinen Werten der Fairness und Ausgewogenheit im Journalismus. Die Geschichte hätte wegen Einseitigkeit nicht bei Krautreporter erscheinen dürfen. Ich dachte, KR würde auf genau das achten, tat es aber nicht.

  11. "Anecken und Provozieren"??
    Was soll das ganze selbstreferentielle Gerede über Krautreporter und wer innerhalb irgendeiner Community wann was gesagt oder nicht gesagt hat?! Im Zweifelfall sind es Staftaten, um die es hier geht. Heute morgen in der Druckausgabe gelesen (Herrn Meyer seltsamerweise offenbar nicht bekannt): zwei junge Spanier machen sich durch das Treten einer Frau einen Namen im Netz. Wenn der Begriff nicht so verbraucht wäre, würde man sagen, hier grassiert der tägliche Faschismus.

    • Ich bin nun mal Internet. Idioten, die ihre Taten filmen und veröffentlichen, gibt es immer wieder und andere, die es weiterverbreiten, auch. Aber die Strafbarkeit sollte man wirklich den Gerichten überlassen. Wenn Sie jeden einkasten würden, der ein Hinrichtungsvideo verbreitet, hätten Sie viel zu tun.

  12. Oh FAZ, wo gehst du hin ?
    Wäre der Name »Meyer« nicht ein Sammelname, wahrlich, dieser Artikel würde ihm in jener Subkultur, über die er hier schreibt, zu unverwüstlicher Popularität verhelfen.

  13. Viele verwechseln...
    … weiterhin das Internet mit der Realität bzw. bekommen irgendwann Probleme, die zwei Bereiche auseinander zu halten. Das Internet ist voll von (vordergründig witzig gemeinten) rassistischen, schwulenfeindlichen, frauenfeindlichen usw. usf. „Gags“ in Form von .gif Animationen usw., die – häufig – im verwendeten Kontext wirklich nicht sonderlich aggressiv bzw. verletzend wirken, schon allein durch ihre schiere Masse.

    Zu direkten Konflikten kommt es, wenn diese surreale Internet-Troll-Welt (wo der Maschinenbau-Professor [anonym, versteht sich] bei facebook mit „bitch, please“ kommentieren kann und Frau Heinze von der ALDI Kasse ihre Zustimmung zu einem Beitrag mit einem .gif mit Obama und dem Satz „Give that Nigger a chicken“ darunter ausdrücken kann) und ihre Auswüchse dann plötzlich als Reaktionen realer Personen erkannt werden, die im Moment des Postens vielleicht selber gar nicht mehr zwischen den zwei Existenzen unterscheiden konnten. Oder eben zu hybriden Existenzen irgendwo dazwischen, also Instagramm Accounts usw. (echter Name und Profil gepaart mit typischen Internet Habitus à la „liken“, „kommentieren“, „posten“, „trollen“ usw.). Ich bin für eine strickte Trennung: Internet ist für mich Trollzone (und ja, auch beim Trollen gibt es durchaus Regeln und Grenzen), Offline ist die „echte“ Welt.

    Deshalb, liebe Kinder, verwechselt das Internet bitte nicht mit der Realität dort draußen.

    • Ja, absolut.

    • Sie Experte, Sie
      Normalerweise hat die Satire aber eine gewisse Substanz, z.B. etwas Hintergründiges, Karikierendes, usw.
      Und, was wollte der Urheber damit karikieren? Gewalt gegen Frauen? Ist leider immer noch traurige Realität und nicht wirklich lustig oder cool.
      Warum sieht man eigentlich nicht mal als Satire-Einlage, wie deutsche Männer anderen deutschen Männern mal kräftig in die Weichteile treten und brüllen: „Bow down, bitch!“?
      Machen Sie doch mal, Nasenbärchen, da würde ich mitlachen.

    • Uh là là
      Liebe Frau Pistorius,

      ich fühle mich hier leicht missverstanden, da ich keinesfalls eine Apologie dieser strunzdummen Bilderreihe oder genannter Obama .gifs etc. betreiben wollte. Sie sind das, was sie sind: weder Satire noch irgendetwas anderes Tiefgründiges, sondern schlicht Humor für Idioten, die auch über „Ups, die Pannenshow“ lachen. Und davon gibt es eine ganze Menge – im und außerhalb des Internet.

      Ich bin allerdings der Meinung, dass – so doof das klingt – dieser Primatenhumor und das Teilen (! Erstellung ist nochmal eine andere Kategorie) solcher Inhalte nicht überbewertet werden sollte (das geht halt heutzutage manchmal einfach viel zu schnell und – schwupps – ist es passiert). Bzw. wenn jemand damit in Zusammenhang gebracht wird, gleich eine Hetze à la „Frauenfeind“, „Nazi“ etc. m.E. entsteht bzw. dies nur angebracht ist, wenn es auch andere Hinweise auf eine solche Einstellung gibt, die über einmaliges brain-afk (ja, schlagen Sie den Begriff gerne im örtlichen „Google“ nach) Verhalten hinausgehen.

      Es ist wie mit Counterstrike Spielen: Ein ziemlich unnützer Zeitvertreib, der keinen wirklichen „Mehrwert“ bringt (außer primitiver Gefühlswallungen à la „yeah, headshot!“), aber auch nicht dazu führt, dass das Abendland gleich (mal wieder) untergeht oder entsprechende Person zum realen Terroristen oder Waffennarr mutiert.

    • @Nasenbaerchen: Dem schliesse ich mich an.
      Zur Zeit sind wir auf dem Trip, uns dafür entschuldigen zu sollen, Menschen zu sein – es gibt KEINE menschliche Handlung und KEIN menschliches Reden, was man mit oder ohne Kontext nicht skandalisieren könnte (je nach Zeitgeist anderes). Und darüber hinaus scheinen junge Leut ihren bisher existierenden Jugendbonus zu verlieren, der Ältere früher seufzen liess „Ach, das renkt sich schon wieder ein“. Beides nicht gut.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  14. Nichts mit unfreiwillig oder naiv
    sondern ganz kalkuliert provoziert. Dann muss man auch mit den Reaktionen leben können.

  15. Die Kirche im Dorf lassen
    Gibt schlimmeres als das. Ich bezweifle, dass die Dame dabei schwer verletzt wurde oder sonstige Traumata mit nimmt. Kleiner Chauvinistenwitz zum Weltfrauentag – dumm nur, dass heutzutage der empörte Mob alles mitbekommt.
    Dumm nur, dass der empörte Mob sich lieber über so eine kleine Albernheit empört, als über die ganzen Missstände in unserer Gesellschaft. Aber die Sau „Tilo Jung“ treibt sich leichter durchs Dorf als manch andere.

  16. "Likes" auf Währung in der heutigen Zeit?
    Wird da nicht ein wenig das Wohlwollen der Community überberwertet? Solche „Massenhysterie“ verschwindet sehr schnell, dann kommt wieder ein anders Thema vor hin.
    .
    „Sche…. schmeckt, Millionen Fliegen können sich nicht irren!“ Der alte Spruch fällt mit immer wieder dann ein, wenn ich solche „Storys“ höre. ;-))
    .
    Gruss Sikasuu
    (der sich oft fragt, wann mal wieder Inhalte und nicht das Wohwollen, dei Gefühle der Masse, die auch noch massiv selektiert ist, wenn man die Nutzergruppen der „a“sozialen“ Medien so überschaut, für eine Einschätzung wichtig werden)
    .
    Ps. Ok, Katzen, KiPo… und im Augenblick als Modethema „geknechtete“ Frauen zieht immer ;.((

  17. Unvorbereitet in der Bundespressekonferenz?
    Die Herren Jung und Wiegold lassen Regierungssprecher regelmäßig auflaufen und sind so ziemlich die einzigen, die fachbezogene Fragen stellen. Im Gegensatz zu den „großen Fischen“ im Medienzirkus, die schlicht Hofberichterstattung betreiben und völlig verallgemeinerte Fragen zu unbedeutenden Randerscheinungen stellen.

    Was natürlich in erster Linie daran liegt, dass man keine fachbezogenen Fragen stellen kann, wenn man sich selbst nicht mit der Thematik auseinandersetzt und Recherche als ein zeitraubendes Relikt der Vergangenheit betrachtet.

  18. Mich würde mal interessierten
    Was wäre, wenn Freund und Freundin für die gestellte Szene die Rollen getauscht hätten? Was? Dann wäre nicht der selbe Aufschrei gekommen? Wow, was sind wir nur für eine geschlechtsspezifisch diskriminierende Gesellschaft!

  19. Titel eingeben
    1) Wäre die Reaktion wohl genauso ausgefallen, wenn eine Frau dieses Foto am Weltfrauentag veröffentlicht hätte?

    2) Was sagt eigentlich die abgebildete Frau zu diesem Foto? Die hat sich ja immerhin für die Inszenierung hergegeben.

    3) Tilo Jung darf zwar auf Krautreporter die Hamas als „Meine Freunde“ vorstellen, wird dann aber wegen eines solchen Fotos gefeuert? Gehts noch?

  20. Provokation für Feiglinge
    Das Hauptthema ist hier doch gar nicht eine „mediale Lawine“, die losgetreten wurde, und meiner bescheidenen Meinung auch nicht schwerwiegend genug um eine „Onlinedebatte über Dummheit, Verantwortung, Satire, ihre Grenzen und enthemmte Angriffe“ nach sich zu ziehen.
    Ein Schwachmatt wollte cool, rebellisch und edgy sein. Sein Einfall hierzu: Einfach mal einen Schwächeren treten. Und da man keine Minderheiten treten soll, einfach mal eine Frau, damit sich die Feministenweiber wieder mal empören.
    Hätte er sich das bei einer Minderheit getraut? Oder einem schwächeren Mann? Geschweige denn, bei einem, der größer ist? Aber mit den Weibern kann mans ja machen, die können sich ja uncool aufregen.
    Das Hauptthema hier ist Geschmacklosigkeit und eine Verrohung der Sitten, nicht nur im Web.
    Und zwar in Deutschland. Kann man sich so etwas in irgendeinem anderen europäischen Land vorstellen?

    • War Ihr vorheriger Post mit "in die Weichteile treten" ernst gemeint?
      Wenn ja sollten Sie mal einfach die üblichen billigen Privatfernseh Filme anschauen, der Tritt in die Weichteile des Mannes ist eine oft angewendete humoristische Szene über die sich niemand aufregt. Das ist einfach so üblich nen Kerl der einen ausgewischt verdient auf die Art zu zu setzen. Das ist so prägnant, dass es schwer fällt den Post oben ernst zu nehmen, vielleicht sehen Sie aber auch nur das was Sie sehen wollen. Und Übliche Gewalt gegen Männer in Filmen spiegelt halt nur das reale primitive Bild des Mannes wieder gell =)

  21. Wozu dieser Bericht aus der Gosse ?
    Sehr geehrter Herr Meyer,

    ich räume freimütig ein… ich verstehe nicht was Sie mir sagen wollen.

    Sollte dieser Schmutz den feinsinnigen Leser der FAZ tatsächlich beschäftigen ?

    Ihr wohl ernsthaftes Bemühen sich mit Kloakenfreaks und deren Abartigkeiten auseinanderzusetzen in Ehren, doch die hierfür vergeudete Kapazität an anderer Stelle investiert ……betrachtete ich als Kulturbereicherung.

    Mit freundlichem Gruß

    B.klingenberger

  22. Die Zeit zu schade. Schon weil Zeit Geld ist - oder Freizeit.
    „Kann mal irgendwer diesen mehr oder weniger jungen Erwachsenen mitteilen, …“

    Nein, kann nicht. Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen. Und Ende der Durchsage.

    (… man sollte die alle mal für ein Voluntariat bei den Marines oder Navy Seals vorschlagen, aber das wäre auch vertane Zeit, und vergebliche Liebesmüh. Der Seals. Und hochgradig politisch unkorrekt. „Denn keine/r darf gegen seinen Willen Veränderung erfahren. Wäre ja bei manchen im unterbewusstsein schon fast Schwandgerschaft. Also diese verhasste, autoaggressive Form der erfahrenen Weiterentwicklung, „welche auch noch einfach vorfindlich, aber nicht schwierig genauso selbst gemacht“. „Weiter so“ ist die einzig relevante Form der Selbstgestaltung. Und somit vor allem ein allgm. Fräuleinproblem. Insofern allgemein alle Fräuleins wären. Also weiter ungehemmt und ungehindert aufwärts ohne Persönlichkeitsentwicklung und ohne eigenes Leiden, aber von Erfolg zu Erfolg. Neue Einrichtungen braucht das Land.)

    Ein zweitklassiges Fräuleinproblem, um genau zu sein. Eigentlich nicht westvierteltauglich. Genaugenommen überhaupt nicht. Die kommen nicht bis zu uns. Nichtmal durch Heirat. kein bißchen.

    So, jetzt erst mal nach Bali fliegen. Oder also bis mindestens erstmal soweit, bis es endlich auch keine FAZ mehr gäbe. Denn wer wollte die schon noch? Und auch kein Neues Deutschland. Neues, Junges Deutschland.

  23. Nebenher
    … immer gut, dass man sich über diese anscheinend vollkommen nutzlosen Weiterentwicklungen bei diesen Jungwelten trotzdem informiert sähe. Das durchaus wichtig.

  24. Titel eingeben
    Die Privataccounts von anderen Leuten stalken um zu sehen, ob sie von der öffentlichen verordneten Mehrheitsmeinung abweichen. Das muss dieser kritische Journalismus sein von dem sie alle reden.

  25. Holzauge, sei wachsam,
    das ist für mich die Aussage dieser Bider von Tilo Jung.
    Anders ausgedrückt: Gutgläubigkeit schützt nicht vor einem Tritt ins Kreuz.
    Stimmt doch, oder?
    Daher verstehe ich die Aufregung nicht.

  26. Was für eine Energieverschwendung
    EIn weiteres Beispiel einer sinnlosen Aktion, weder besonders ironisch oder witzig, die nur die internettale Entropie vergrössert.
    Manchmal tut es gut, ein paar Tage frei von der rauschenden Datenspülung zu nehmen, um zu sehen, wieviel Lärm um nichts gemacht wird.
    Und ich meine damit zuerst diese alberne Idee, die nichts zeigt ausser massiver Unhöflichkeit, die an den Turboschwachsinn „Happy Slapping“ erinnert, der ein einziges mal theoretisch ganz komisch gewesen sein könnte, und es überhaupt nicht mehr ist, wenn einem selbst irgendeiner dieser „geilen Typen“ grundlos eine scheuert.

    Und wenn in den Rücken treten cool wird: Prost Mahlzeit!
    Warum nicht gleich Katzenwäsche bei 60 Grad und Schleudergang…

  27. Titel eingeben
    Ich wundere mich grade, bin ich der einziger der das ursprünglich gepostete Bild vorher schon kannte?
    ok, ein relativ obskures Meme, aber ernsthaft?

  28. Überzeugendes Werk
    „Es sind schreckliche, traurige Bilder, die uns hier erreichen. Man möchte gar nicht hinsehen, unweigerlich tut man es doch: Es sind Bilder, wie wir sie fast täglich auf unseren Straßen, an unseren Stränden sehen, auf den Magazincovern. Wollen wir wirklich weiter wegsehen?“

    So und ähnlich lauten die Phrasen, mit denen tagtäglich die Bilder im Fernsehen und in Print und Internet angepriesen werden, bei denen man am Ende dann doch immer hinsehen will und soll, denn das Wegsehen war noch nie das Geschäft dieser Branchen. Es ist aber gerade nicht das Wegschauen, das uns bei Jung zum Komplizen werden lässt:

    Dem Künstler ist hier eine höchst feinsinnige Arbeit gelungen. Geschickt jongliert er mit unseren Erwartungen, dem, was wir zu sehen GLAUBEN, den Klischees über andere Menschen, die wir immer schon in unseren Köpfen tragen, noch bevor wir ein Bild betrachten, oder wie in Jungs Fall, eine ganze Bildserie.

    Was haben wir gesehen? Wie interpretieren wir Bilder? Zeigt ein Bild die Realität? Oder spiegelt es uns nur wieder, was wir zu sehen bereit sind und mitbringen? Zeigt es, was war? Aber was war es denn dann eigentlich, was uns hier nun so erregt? Wissen wir es denn nun wirklich, nach Betrachtung der Bildserie?

    Mancher mag nun kritisieren, die vorhersehbare hochtourige Empörung sei nur Teil einer geschickten medialen Strategie Jungs, Aufmerksamkeit für sich zu erzeugen, ein eingeübtes Reiz-Reaktionsschema.

    Aber Jung setzt sich hier ja bewusst dem „Shitstorm“ aus, also dem Netz-Analogon des Pöbels mit den Mistgabeln und Dreschflegeln, der selbstgerecht heulend und rasend Jagd auf den Sündenbock macht, der Hetzmeute, die Canetti so eindrücklich beschrieb.

    Insofern ist es nicht nur einfach eine Technik der Provokation, die hier wirkt, sondern zugleich lenkt Jung mit seiner Inszenierung den Blick auf eben jene „issues“, die ihm, etwas naiv, vom rasenden Mob umgekehrt ja erst angekreidet werden (und für die, die etwas schwer von Begriff sind, tut er das an welchem Tag? Ja eben!).

    Er selbst verwickelt so seine „Kritiker“ in einen vielbeachtet medialen Affentanz, bei dem am Ende SIE zunächst gewinnen (und er selbst nur verlieren kann). Zugleich führt er sie aber auch vor, als einen wütenden Mob aus einfältigen Moralapposteln. Und er führt uns unseren eigenen voreingenommenen Blick vor. Genau in dieser ambivalenten Doppelrolle und den Risiken, die Jung dabei auf sich nimmt, liegt aber auch die besondere Kraft der Arbeit.

    (ga)

  29. Ja klar.
    Vor ein paar Wochen hiess es noch „Satire darf alles – Je suis Charlie“ und jetzt wird bei ein paar Bildern, bei denen ich mir in dem Kontext beim besten Willen keinen ernstgemeinten Sexismus vorstellen kann, eine Hexenjagd veranstaltet.

    Daran messend, welche Beiträge Herr Jung bisher so geliefert hat, kann ich nur feststellen, dass man inhaltlich offensichtlich nicht viel für Schmähkritik gefunden hat und sich stattdessen an Trivialitäten hochzieht.

    Wo wir gerade beim Thema sind, was soll eigentlich dieser Seitenhieb auf Israel? Ist Herr Jung nun Antisemit? Vielleicht ein halber Ken Jebsen? Oder ist es einfach nicht schick sich hier und da kritisch zu Israel zu äussern obwohl selbst deren eigener Geheimdienst durchblicken lässt, dass Netanyahu dem Ansehen seines Landes schadet?

    Ich finde es ja höchstpeinlich, dass die alteingesessene Journalistenriege in der Bundespressekonferenz sitzt, eine Weichspülfrage nach der anderen stellt und am Ende noch handgreiflich wird, wenn andere es nicht haargenauso machen.

    Da kann ich nur sagen: Weiterhin viel Erfolg Herr Jung und mögen andere es Ihnen gleichtun!

  30. Beschämend
    was für ein kannibalistisches Haifischbecken Journalismus heute ist.

  31. @Don Alphonso
    „[…] viel Berlin und enorm viel Israel […]“
    „seine [Thilo Jungs] Haltung zu Israel ist kaum mehr als „ambivalent“ zu umschreiben“

    Erläutern Sie das noch oder werfen Sie nur mit Dreck?

    • Ich kann ja gern etwas dazu verlinken, aber das ist, denke ich, wenn man seine Tätigkeit kennt, doch recht deutlich.

  32. Wieso sieht man nciht mal...
    „Warum sieht man eigentlich nicht mal als Satire-Einlage, wie deutsche Männer anderen deutschen Männern mal kräftig in die Weichteile treten und brüllen: “Bow down, bitch!”?“

    Gewalt gegen Männer ist weit häufiger Gegenstand von Witzen nur dass sich darüber keiner Aufregt, das ist normal.
    Da lachen alle nur (wie du ja auch).

  33. Titel eingeben
    Öhm, das gepostete Bild von Jung ist einfach eine satirische Abwandlung von „Followmeto“: https://instagram.com/muradosmann/

    Man kann das ja gerne geschmacklos, unlustig oder was auch immer finden, aber wegen so eine Lappalie solch ein Fass aufzumachen… Typisch Twitter.

  34. Satire nicht erkannt
    Die Bilder sind offensichtlich eine Satire auf eine sehr bekannte Instagramm Fotoserie. *facepalm

    • In der form war es aber erkennbar auch etwas anderes.

    • Titel eingeben
      Tja, offenbar darf Satire doch nicht alles. Auf mehr oder weniger geschmacklose Weise Themen verbinden, die nichts miteinander zu tun haben und sich damit eine Menge Feinde zu machen, ist ja sonst Job der Titanic. Aber die ist ja etabliert.
      Wer ist hier Charlie?

  35. Mal ehrlich
    Das angesprochene Bild ist eine satirische Antwort auf eine Bilderserie von einer Frau, die überall in der Welt Urlaub macht und dabei ihren Freund hinter sich herzieht. Daraus irgend einen Feminismusquatsch abzuleiten ist so typsich wie auch falsch.
    Und genau deswegen ist das Bild so toll. Weil es genau das aufzeigt, was online das fundamentale Problem ist. Man sieht etwas und erstmal muss man auf sämtlichen Kanälen alles mit seiner Empörung zu kleistern ohne auch nur einmal das Hirn einzuschalten. Die Aufmerksamkeitsökonomie ist ja alles was zählt.
    Somit, gut gemacht, Don. Bischen Aufmerksamkeit gewonnen, aber auch wieder ein gutes Maß an Achtung verloren.

    • Es war aus dem Kontext, in dem es Satire sein könnte, gelöst und mit einem neuen Kontext versehen. Das ist nur so mittelklug und das wurde auch verstanden. Wenn Sie sich empören wollen, gehen Sie zu den Blutkreischern bei der Welt und bei der taz, die schreiben, um eine Entlasung herbeizuführen. Ich erkläre nur, was passiert und was die Leute antreibt.

  36. huch?
    “seine [Thilo Jungs] Haltung zu Israel ist kaum mehr als „ambivalent“ zu umschreiben”
    .
    Das ist in Deutschland ein ziemlicher Vorwurfsbrocken. Meint das nur das übliche à la Broder: wer die Politik Israels kritisiert, ist Antisemit ? (also inzwischen auch der Mossad)
    Oder ist die Aussage fundierter?
    In dem, was ich bisher bei Jung & naiv gesehen und gehört habe, war da nix.

    • Sie können ja gern mal googeln, die einlasungen zum Thema gehen auch Jahre zurück und waren schon früher Anlass zu diverser Kritik.

      Ansonsten habe ich hier ein halbes Dutzend Kommentare gelöscht, die mir zu doof waren. Das hier ist nicht die ehemalige refefe-Community, so sehr ich fefe auch schätze.

  37. Dorfklatsch
    Trotz besten Willens komm ich nicht mehr ganz mit.
    .
    Ob Krautreporter jetzt besser ist als Fatz-Tatz-Spon könnte man ja auch die Leser entscheiden lassen. Die Frage, was der Jung da für einen Clip hatte und ob man sich darüber empören muss ist ja hochrelevant, aber natürlich noch nicht ganz so entscheidend wie die nächste, nämlich ob die Doppelmoral derjenigen, die sich gestern über A mit der Intensität X empört haben und heute über Jung nur X/5 fluchen, uns nicht dazu bringen sollte, unsere Weltbilder und Loyalitäten neu zu ordnen …
    .
    Unter dieser Überschrift hätte ich eher einen Beitrag der Gastautorin erwartet. Was denkt Frau Despina eigentlich über Zwangsgebühren und die Vierte Gewalt?

  38. Private Fehden und Rachefeldzüge haben für Aussenstehende so was Abtörnendes
    Niemand kann immer nur 10-vor-8 bäschen.
    .
    Trotzdem interessiert mich das nicht so, ob die bei Krautreporter alle blöd sind und die, die das ja von Anfang an gewusst haben, brauchen dafür ja wohl nicht wirklich so dringend meine nachträgliche Bestätigung.
    .
    Sollte man nicht zur Abwechslung mal den Gumpert auseinandernehmen?

  39. Finte?
    Nach intensivem Nachdenken über die Vorwürfe finde ich riecht das ziemlich nach irgendeiner persönlichen Abneigung, die endlich mal an die frische Luft gelassen wurde. Der Post als satirische Antwort auf Followmeto war überaus deutlich, mich würde ja interessieren, ob er die Reaktionen bewusst geplant hat – wie man Social Media spielt weiß er ja. Im Endeffekt hat er dann seine Kritiker, wie Sie Herr Don, sich wunderbar selbst bloßstellen lassen.

  40. Die Welt wird beherrscht von Milliarden von Oberlehrern
    Wer (und sei es nur als Kleinkind) noch die 70er-Jahre mitbekommen hat, fasst es nicht, dass sich die Menschheit derart verpießert und veroberlehrerhaftet hat. So viel Backlash war nie. Vermutlich müssen die Adenauer-Jahre nach dem Kriesch in der Art gewesen sein – nur ohne die heutige „soziale“ Vernetztheit. Die Leute sind so dämlich geworden, die verstehen alles nur noch eins zu eins – kein Humor, keine Satire und Iro-sowieso-nie.

  41. Titel eingeben
    erst recherchieren, dann anprangern…

  42. Medien
    Man schießt sich ein.

  43. Titel eingeben
    „…eine Haltung zu Israel ist kaum mehr als „ambivalent“ zu umschreiben“.

    Ist die Kritik an Israel immer noch nicht möglich im Jahr 2015? Oder wie meinen Sie das?

    • Natürlich ist sie möglich – und durchaus auch in nicht ambivalenter form. Nur finden das manche halt überzogen und reagieren kritisch.

      Haben Sie deshalb ein Problem?

  44. Gumpert mobben!
    Gott bin ich weit weg von allem.
    .
    Aber wenn ich den Gumpert mobben soll — Anruf genügt.

  45. Titel eingeben
    Das Internet ist in weiten Teilen längst zu einer Ochlokratie verkommen, das weiß man und verhält sich dementsprechend. Es gibt einfach Zustände, mit denen möchte man sich nicht befassen, und diese absurde Sache gehört definitiv dazu. Man muß dem virtuellen Mob weder beim Schreien zuhören noch muß man zusehen, wie das Pack im Netz seine Mistgabeln schwingt. Davon abgesehen ist der Karren auch in der Realität ja längst an die Wand gefahren, das Netz zeigt das nur heillos überzeichnet schon vor und man kann nurmehr, soweit es eben möglich ist dafür sorgen, daß man von dem täglich zunehmenden, totalbekloppten Irrsinn so wenig wie möglich persönlich ertragen muß, wenn es dann soweit ist, daß auch auf den Straßen der Pöbel kreischt und tobt.

    Ich fände ja Silberkännchen, Poussiertüchlein und Strudel mal wieder hübsch. Es ist thematisch inzwischen oft so trist hier, man kommt sich zuweilen vor, als sei man von übellaunigen, revoltierenden Gartenzwergen aus irgendeiner gelangweilten Speckgürtelsiedlung auf den braunverdorrten Reichsbetonacker an der Spree drüben in Berlin zwangsteleportiert worden.

  46. Titel eingeben
    Don Alphonso, stelle verdattert fest: Ich bin anscheinend verwirrt, ich werde alt, es geht alsbaldig dem Ende zu. Ich wähnte mich in den Stützen. Ich realisierte ja nicht, daß es mich ins Gottsmaschinderl verschlagen hatte. Mei.

    Mich also in den Stützen wähnend schrub ich darob dieses:

    Ich fände ja Silberkännchen, Poussiertüchlein und Strudel mal wieder hübsch. Es ist thematisch inzwischen oft so trist hier, man kommt sich zuweilen vor, als sei man von übellaunigen, revoltierenden Gartenzwergen aus irgendeiner gelangweilten Speckgürtelsiedlung auf den braunverdorrten Reichsbetonacker an der Spree drüben in Berlin zwangsteleportiert worden.

    Gerade nun fand ich nun frische Kännchen drüben bei den Stützen. Sehr schön! Ich schweige dann jetzt allhier und suche nach der Flasche Galama, die noch irgendwo im Basement herumstehen müßte. Vielleicht hilfts.

  47. Pingback: x-12 oder: Besuch vom Spaßaffen | porquesoychingona

  48. Ich meine, der gschätzte Don sollte zukünftig beser nur noch das Pseudonym Despina verwenden!
    Die Themen wären dann interessanter :O

    • Nochmal, ich kann ihnen gerne mal die IPs von Despina und mir zeigen. Langsam wird das albern, und wer unbedingt im Spamordner den Chinamann kennenlernen will, soll ruhig weiter sowas schreiben.

  49. Pingback: Both stubborn & pissed – ein Sittengemälde : Burks' Blog

  50. Sturm im Teepot ?
    Fast jeder Tag ist „Woman’s Day“ sagen Freunde. Die wissen wovon sie redden. Manche sind resigniert, haben sich entschlossen der Besseren Haelftes Wuenschen soweit wie moeglich zu folgen. Soll das Leben einfacher machen.
    Ich hab die Photos angeschaut und sehe nur wie ein Fuss (maennlich?) der weiblichen Person auf die Schulter tritt. Nicht auf das Derrier, oder Gluteus Maximus. Ein schlecht gezielter Tritt. Kaum einer wie man von einem erfahrenen „Treter“ erwartet haeete. Ein schlecht gelungener Versuch. Sicherlich mit minimaler Kraft. Solche gymnastische Leistungen unter jungen Menschen sind nicht unbekannt an den Straenden. Es handelt sich wohl um „The young and beautiful at play.“ So warum soviel Wind um sehr wenig? Und wer weiss ob es an dem Woman’s Day passierte? Ich bin noch nicht ueberzeugt. Was hat die „Getretene“ dazu gesagt?
    Pax vobiscum

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