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Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Die rote Tea Party

| 468 Lesermeinungen

Ende November feiern die US-Amerikaner Thanksgiving, und wer eine Familie hat, besucht sie und versucht, die bei solchen Anlässen üblichen Streitereien zu vermeiden. Tellerwerfen gilt als unfein, auch Schusswaffengebrauch gegen Anverwandte wird kritisch gesehen. Ungezählt sind die Hollywoodfilme, die sich an Thanksgivingdesastern delektieren, aber die Mehrheit ist guten Willens, sich mit allen ins Benehmen zu setzen, Konflikte zu bereinigen und Familie als Kernzelle des Staates bewusst und positiv zu leben. Vielleicht ist die Präsidentenwahl deshalb auch Anfang November – man weiss, dass sich alle bald wieder zusammen setzen müssen, und dann beim Truthahn die politischen Differenzen beigelegt haben sollten. Die Wochen nach der Wahl, so hässlich der Kampf davor auch gewesen sein mag, sind daher vom Versucht dominiert, die Gräben zu verfüllen, sich die Hand zu reichen und zu schauen, wie man klar kommt. Das ist aus ideologisch-reiner Sicht nicht immer schön, aber Trumps erbittertste Gegner (nach den Journalisten) haben inzwischen verstanden, was kommen wird, und sind mit fliegenden Fahnen übergelaufen: Die wichtigsten Internetkonzerne haben dem President Elect gratuliert und gebeten, ihre Wünsche wohlmeinend aufzunehmen.

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In einem offenen Brief. Damit es alle sehen. Aus europäischer Sicht sieht dieses Zusammenraufen zur Erhaltung der eigenen Vorteile immer rektalrobbend etwas schäbig und prinzipienlos aus, aber die USA werden von zwei gleich grossen Parteien dominiert, deren Anhänger dauernd miteinander auskommen müssen, soll das Land wirklich “God’s own country“ bleiben. Ist die Wahl vorbei, akzeptieren alle schnell den Ausgang, rotten sich hinter dem Präsidenten zusammen und ändern ihren Ton. Das kann verheerende Konsequenzen haben, wie beispielsweise bei George W. Bush, seinen gescheiterten Kriegen in Afghanistan und im Irak, und eingebetteten Medien, die sich zum Werkzeug der staatlichen Propaganda machten. Auf der anderen Seite sorgt das System für stabile Verhältnisse: Die meisten Präsidenten werden wiedergewählt und können das Land weitgehend unangefochten führen. Bürger, Firmen und Organisationen wissen dauerhaft, woran sie sind, und arrangieren sich damit. Der Umstand, dass die USA föderal sind, ist da sehr hilfreich: Das Leben in ländlichen Pennsylvania und im städtischen Boston kann und darf sehr unterschiedlich sein. Wie man sich arrangiert, ohne sich zu unterwerfen, zeigt momentan die New York Times mit Beiträgen wie diesem:

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Er stammt vom moderat konservativen Kolumnisten Ross Douthat und ist mit seinem Mark-Twain-Humor in bester amerikanischer Tradition. Douthat behauptet, der Beitrag werde erst in vier Jahren geschrieben und sei durch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum jetzt bei ihm gelandet. Darin entwirft der zukünftige Autor eine Rückschau dessen, was Amerika in den letzten Jahren an Gutem und weniger Gutem erlebt hat, und warum die Amerikaner sich weitgehend an Trump gewöhnt haben werden, der nun vor seiner Wiederwahl steht. Es ist eine willkommene Abwechslung zu vielem, was man sonst so lesen muss: Nicht umsonst muss Rabbi Michael Lerner in der New York Times auffordern, die Linke sollte das Beleidigen der Trumpwähler beenden – und der progressive Lerner selbst wäre der Letzte, dem man unterstellen könnte, er würde mit Trump kooperieren.

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So war das früher. Heute gibt es Internetpublikationen wie Slate, die zur Washington Post gehört, die wiederum dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört. Bei Slate schreibt der politische Chefreporter Jamelle Bouie als Antwort auf Lerner, es gäbe schlichtweg keine gutem Trumpwähler: Der Beitrag, der pauschal immerhin einem Viertel der amerikanischen Wahlberechtigten abspricht, dass sie für ihre Entscheidung moralisch akzeptable Gründe haben, steht in einer Reihe mit Beiträgen, die Bouie vor der Wahl verfasste, und die meist von Vorwürfen des Rassismus geprägt sind. Der Verfasser ist ein Beispiel für eine Journalistengeneration, die mit dem Internet und seiner verkürzten, scharfen Kommunikation gross wurde, und im manichäischen Denken verhaftet ist: Wenn jemand eine andere Meinung hat, muss sie falsch, verwerflich und amoralisch sein. Die Linie wird von Slate nicht nur geduldet, sondern getragen: Der Twitteraccount des Projekts fragt die Leser, ob sie Geschichten kennen, in denen Trump Abtreibungen bezahlt habe:

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Derartige obszöne Aufrufe zur Denunziation eines Mannes, den die Demokraten schon vor der Wahl vermutlich nach allen Regeln der Kunst ausgeforscht haben, sind im normalen Journalismus unüblich. Der Niedergang der Sitten wird nur verständlich, wenn man die andere Seite betrachtet: Die Tea Party und mit ihr verbündete Schmuddelmedien hatten nach der Wahl von Obama mit ähnlich schäbigen Methoden versucht, den Präsidenten mit der Suche nach seiner kenianischen Abstammung oder islamischen Religion zu diskreditieren. Die Saat des Hasses ging offensichtlich auch bei der Huffington Post auf, die sich offen auf Clintons Seite stellt und nun den “media acivist“ Cathy Renna zu einem Grundrecht der Demokratie erklären lässt, dass Stimmen für Trump ein Hassverbrechen ist:

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Renna versteht sich als PR-Guru der homosexuellen Szene, die er mit seinem Beitrag aufrütteln will, gegen das “Regime“ von Trump zu kämpfen. Damit ist er bei der Huffington Post nicht allein. Dort befindet sich die Redaktion offensichtlich immer noch im unbarmherzigen Wahlkampfmodus.

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Bei den Jüngeren hat die Huffington Post die New York Times als Leitmedium abgelöst. Während die Grey Lady erkennbar versucht, Ursachen für die Niederlage Clintons zu erforschen und Trumps Weg ins Weisse Haus kritisch zu begleiten, sucht die Huffington Post nach allem, was zur Schlagzeile taugt: Demonstrationen. Übergriffe, Trumps Familie, die falsche Einstellung seiner Wähler, sogar Republikaner, die nicht auf Seiten Trumps sind: Wer seine Informationen bei nur Ariana Huffington bezieht, könnte sich kurz vor dem Ausbruch einer Diktatur und eines Bürgerkriegs wähnen.

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Dabei schwinden alle Grenzen zwischen Aktivismus und Journalismus. Egal ob Vice, Buzzfeed oder Jezebel: Was an Medien im Internet, urban und jung sein will, wird nicht müde zu betonen, dass der Kampf jetzt erst richtig beginnt. Ursachenforschung oder Verständigung über die Gräben hinweg passt nicht in die Agenda von jungen Medien, die, ähnlich den Zuhörern radikaler Radioprediger im Mittelwesten, ihre eigene Filterbubble behalten wollen. In dieser Welt ist man vom gestohlenen Sieg für Clinton so überzeugt, wie man bei FOX vor vier Jahren nicht glauben konnte, dass Obama zum zweiten Mal gewonnen hat. Das progressive, angeblich liberale Amerika an den Küsten will und bekommt im Internet einen Safe Space der absoluten Deutungshoheit, den es nur verlässt, um sich zu beschweren und zu verlangen, dass sich die Realität ihren Wünschen anzupassen hat.

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Dieser Aufruf der Fat-Acceptance-Aktivistin Lindy West an ihre Follower, Druck in den Parlamenten zu machen, ist auf den ersten Blick vollkommen sinnlos: Der allseits kritisierte Steve Bannon, Chef von Breitbart und zukünftiger Chefstratege im Weissen Haus, wird allein vom Präsidenten berufen. Er muss nicht von demokratischen Abgeordneten bestätigt werden. Aber Lindy West ist mehr als nur eine Aktivistin: Beim Guardian, wo sie als Kolumnistin regelmässig schreibt, darf sie in dieser Sache geich noch einmal nachlegen und erklären: Wer in den Parlamenten nicht für ihren Kampf gegen Trump ist, ist gegen sie.

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Für den linksliberalen Guardian ist die US-Wahl nach dem Brexit und der für Labour verlorenen Wahl in England die dritte schwere Niederlage in Folge – und diesmal ist es mehr als nur eine Wahl, bei der sich das Blatt für die Verliererseite aussprach. In den USA versuchte der Guardian mit einer grossen Onlineredaktion Fuss zu fassen. Lindy West ist nur ein Beispiel für eine Mannschaft, die herkömmliche Zeitungen deutlich links überholte und genau dort Schwerpunkte setzte, wo auch Clintons Kampagne Erfolg haben wollte: Bei den jungen, gebildeten, städtischen und gut verdienenden Wählern, die zwar von der Globalisierung und dem Aufschwung profitieren, sich selbst aber auf Seiten der sozialen Gerechtigkeit verorten. Clintons Sieg hätte den Guardian in die erste Reihe der Medien katapultiert, denen die neue Präsidentin – nach dem Debakel mit den Botschaftsleaks – viel zu verdanken hat. Der Guardian hätte sich möglicherweise über eine Vielzahl von Online-Abos freuen können, und über exklusiven Zugang zu Zirkeln, die die Politik des Landes entscheiden. Jetzt ist der Guardian in einem republikanisch dominierten Land ein überambitioniertes Onlineprojekt einer darbenden britischen Zeitung, die in den USA ein Drittel der Mitarbeiter feuern musste. Er hat nichts mehr zu verlieren, wenn die Feministin und Clintonunterstützerin Jessica Valenti noch einmal “Monster“ in Richtung von Trump ruft.

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Während sich die echte Tea Party immer über die Unterstützung durch ebenso vermögende wie abseitige Gönner freuen konnte, wendet sich der Guardian mit flammenden Appellen an die Leser, das Projekt mit Abos oder Spenden zu unterstützen. Der Guardian positioniert sich als Watchdog gegen Trump und weist auf die prekäre Situation der Medien hin, deren Werbegeschäft leidet. Das Blatt will von eben jener aufgebrachten Stimmung und Angst vor Trump profitieren, die sie selbst miterschaffen hat:

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Tatsächlich gibt es in den USA sogenannte “Snowflakes“, ängstliche, traumatisierte, sozial gerechte Wesen, die sich für alle Minderheiten einsetzen und sich als die Verfolgten von Hass und Ausgrenzung begreifen, und deshalb stets bereit sind, die gnadenlose Entlassung von Professoren zu fordern, deren Lehrinhalte nicht mit Triggerwarnungen versehen werden. Diese Szene hat ihre publizistische Heldinnen, und sie wird von Onlinemedien dauernd dazu aufgerufen, jetzt auf keinen Fall mit Monstern, Neofaschisten, Nazis, Antisemiten, KKK-Anhängern, Rechtsextremisten, Vergewaltigern, zukünftigen KZ-Erbauern etc. pp., – was immer Medien gerade einfällt, um möglichst drastisch zu klingen – Frieden zu machen. Wer sich nur auf diesen Seiten bewegt, muss überzeugt sein, dass das Vierte Reich gerade entsteht, so wie die Tea Party überzeugt war, dass Obama die USA an die Russen, Chinesen und Muslime verrät. Angst lässt Menschen auf die Strassen gehen, und Angst öffnet ihre Geldbeutel.

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Es ist völlig unklar, wohin nach diesem Wahlausgang die für Onlinemedien entscheidenden Werbebudgets gehen. Möglicherweise schalten Firmen schnell auf konservative Leitbilder um, und vielleicht kommt es zu einer inneramerikanischen Umverteilung zu Trumps Anhängern, die die Bewohner der liberalen Küsten bezahlen werden. Die rituelle Unterwerfung der Internetkonzerne deutet darauf hin, dass nicht alle im heldenhaften Kampf gegen eine unabänderliche Präsidentschaft stehen möchten, und ob sich politisch bewegte Studenten noch ihre Empfindlichkeiten leisten können, wenn sie ins Berufsleben wechseln, muss sich auch noch zeigen. Je mehr Amerikaner sich mit Trump abfinden, desto schwieriger wird die Lage für Medien, die von der Spaltung der Gesellschaft profitieren wollen. Und möglicherweise deutet die niedrige Wahlbeteiligung auch darauf hin, dass die Forderungen der linken Tea Party bei der grossen Mehrheit weitaus weniger gut ankommen, als es momentan in den progressiven und sozialen Medien dargestellt wird. Es wäre nach Clintons Nichtwahl nicht die erste platzende Medienblase.

Falls Sie aber glauben, Sie wären von deutschen Medien besser  informiert, ist hier noch ein Text der Feministin, Aktivistin und ehemaligen deutschen Buzzfed-Chefin Juliane Leopold, die öffentlich mit einem Freund wegen seiner Wahlentscheidung Schluss macht. Heute ist sie strategische Beraterin bei Tagesschau.de.

Trauen Sie keinem. Denken Sie selbst.

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468 Lesermeinungen

  1. Snowflake
    Klingt wie eine Schneeflocke, die Juliane Leopold. Passt zur ARD

    • Juliane Leopold
      „Nein, Dir steht keine Meinungsfreiheit zu.Wenn Du nicht absolut das SELBE denkst und tust wie ich, dann mag ich Dich nicht mehr.“ Einfach nur bekloppt und bodenlos intolerant.

    • Titel eingeben
      Hat die in ihrem Text Roland Tichy sexuelle Belästigung vorgeworfen? Oder hab ich den Abchnitt „SEXISMUS MAG ALLTAG SEIN, ABER ER IST NICHT NORMAL“ falsch verstanden?

    • Ich gehe davon aus, aber ich kann es nicht sagen.

  2. Störfeuer
    Das mediale Störfeuer gegen Trump kommt auch bei uns nicht zum erliegen.
    Egal welche Medien man sich ansieht, Trump hat dies, Trump hat das, Trump hat einen Pup gelassen, wenn Trump dies oder das macht dann…
    Es wird langsam echt albern.
    Und was diese Obama Abschiedstournee bezwecken soll, ist mir gerade unklar.
    Sucht der gerade einen neuen Job?
    UN Sekretär?
    Und versucht Angie von dieser Idee abzuhalten?

    Wir warten einfach mal ab, bis Trump tatsächlich im Amt ist.
    Ängie wird sich schon mit ihm abfinden, dafür hasst sie Putin viel zu sehr, um dem mal die Hand zu reichen.
    Und der Rest der versammelten Politik und Medienbande ist eh so a**lfixiert, die werden auch noch Schlange stehen, beim Donald.
    (Wo kann man Aktien von Gleitgelherstellern kaufen)
    Da wird dann sicher mal wieder von Sachzwängen die Rede sein.
    Wir schaffen das?
    Was war da eigentlich noch zu schaffen??
    Schon fast vergessen vor lauter US Wahlkrampf.

    • nee, nee
      Obamas Reise nach Athen und Berlin war vor der Wahl geplant und sollte ja eigentlich eine Jubeltour werden. Watten Ärjer aba nu ooch.
      Der UN Generalsekretärsposten ooch schon verjeben manoman…und da hat Bama nun grad die Schuhe im Adlon von sich geworfen da stürmt die Ängii ganz uffjelöst und in rosa die Suite….
      Um das mal ganz klar zu sagen, Ängiii hat mal wieder gewartet bis die Volksmeinung dank der Medien feststand, hat die vdLeyen und den Steinmeier sich blamieren lassen um dann ein Statement Richtung Trump loszulassen welches an Albernheit nicht zu überbieten war.
      Mein Vater hatte einen Spruch für Situationen wie die von ihnen angesprochene parat:
      Es ist so schön im Frühling wohl zu riechen, dieweil ich sonst kein solcher Lüstling bin…
      Ich wollte meinem Herren Präsidenten in den Hintern kriechen, doch leider waren schon ein Dutzend andre drin…
      Nebenbei, man darf sich wieder freuen, der Retter der Fernsehwelt naht, grade die Werbung von Schwarzenegger auf einem schönen Schimmel gesehen…the aprentice lebt mit ihm wieder auf….herrlich, wo sind die Zeiten hin als man in Kalifornien nach Schwarzenegger for President rief ??
      Egal, Europa geht mal sicher schwierigen Zeiten entgegen aber die Kanzlerin wird noch in 50 und in 100…. ach nee, sorry das war ja der….


    • Wir warten einfach mal ab, bis Trump tatsächlich im Amt ist.
      sowieso.
      Ängie wird sich schon mit ihm abfinden
      Das wird ihr so schwer fallen wie gegenüber Putin. Im Ernst, ich denke, sie kann mit ihm garnicht.

  3. „Falls Sie aber glauben, Sie wären von deutschen Medien besser informiert ..."
    Tja, wer solche strategischen Beraterinnen einstellt, muss entweder vollkommen ratlos oder beratungsresistent sein.
    Dafür zahlen die Zuschauer GEZ?

    Es gibt weitere Nachrichten, mit denen sich deutsche Medien offenbar nicht befassen mögen …

    http://www.achgut.com/artikel/wir_lassen_uns_die_erderwaermung_von_trump_nicht_kaputtmachen

    Wenn die Trump-Administration das durchzieht, müssen sich die europäischen Industriellen (und ihre Lohnabhängigen) warm anziehen.
    Billige Energie hat der Welt Wohlstand gebracht und kann dafür in den USA erneut sorgen.

    Die Abgehängten werden sich dann diesseits des Atlantiks finden im Elend ihrer gescheiterten Energiewende, in den Jammertälern massiv überteuerter Energiepreise und in den korrupten Sümpfen von Nutznießern, die angeblich nichts weniger als die Welt retten wollen, vorher aber erst mal ihr Scherflein ins Trockene bringen.


    • entweder vollkommen ratlos oder beratungsresistent
      Nein, das ist viel zu kurz gesprungen. Es geht um willentliche Affektmassage. Wie einer zu nudelnden Gans wird dem Leser Affekt eingetrichtert, mit einer eingedickten Portion Meme und Bambikulleraugenbildern, auf das er von eigenen Begrifflichkeiten lasse.

    • Verstehe ich nicht,
      wieso ratlos? Die Beraterin ist doch für eine Metastase der althergebrachten Propagandakanäle ins Internet bestens geeignet, oder?

      „Dafür zahlen die Zuschauer GEZ?“

      Die Frage wofür ALLE (nicht nur die Zuschauer) zahlen, stellt sich nicht. Wer nicht zahlt (auch ohne etwas bestellt zu haben) geht ins Gefängnis – Ende der Diskussion.

  4. Die rote tea party
    ist ja nun auch hierzulande voll im Geschäft.Sie heisst nur anders : Tagesschau….Heute Journal…Moma…Alles unter dem Dach der ARD/ZDF…..und natürlich den Papiermedien nebSt Internet/online Portalen
    und auch hier kein Ende abzusehen.Ich befürchte, daß es auch leider so bleiben wird mit dieser verabreichten täglichen Medizin die da auf uns einprasselt : begleitetes Denken in dieser gelenkten Demokratie. ..Unwahrheiten…Nein. ..Nur das was wir hören und sehen dürfen….Ansonsten stimme ich dem Wort * Lückenpresse* zu – obwohl hier und da doch schon der ein oder andere kritische Artikel zu lesen ist.
    Was mir aber auffällt ist ,es wird gar nichts mehr über Flüchtlinge/Migranten also Umvolkung geschrieben ( hier in D )…In der ausländischen Presse sieht es anders aus : NZZ von heute : D fliegt die Menschen mit Flugzeugen ein- oder Kronenzeitung : Sie kommen aus Italien über Österreich mit dem Flixbus (Eritrea )…wohl ausgestattet mit „Papieren“….Auch Trump kommt dort deutlich besser weg als hier.
    Was hat diese Raute nur aus unserem Land in so kurzer Zeit gemacht?
    Mit Hilfe fast aller Medien?
    Traue keinem,denke selbst und INFORMIERE DICH UMFASSEND!!!
    …..Ich fühle mich einsam und verlassen. …Mit meinen Gedanken und Gefühlen…oder ich bin ein alter,weißer Mann….Bald tot….und mache Platz für die nächste Generation alter,weißer Männer

    • ..., aber Juliane Leopold sagt...
      Juliane Leopold schreibt in dem Text:

      „Amerikanische Ureinwohner, die von weißen Siedlern ihres Landes beraubt wurden, kolonialisiert und in Reservate gezwängt. War das die Zeit, in der Amerika „großartig“ war?“

      Vielleicht, würde ich sagen. Nur wäre Amerika ohne diese Kolonisation nicht das, was es heute ist. Die erste Welt. Wäre Amerika vom osmanischen Reich kolonialisiert worden, wie Nordafrika und Arabien, (wobei es im osmanischen Reich verbreitet Sklavenhandel gab), wo wäre es wohl dann?

      Darf man derartiges, wie das Zitat s.o., eigentlich heute noch öffentlich sagen? Dass Ureinwohner gerne selbst darüber entscheiden, wer kommt und bleibt? Darf das auch ein Ruhrpott-Bewohner sagen, der immer mehr No-Go-Areas um sich hat, wo er und insbesondere sein Nachwuchs nur als „Opfer“ bezeichnet wird und das Gesetz der Straße herrscht? Wilder Westen in Deutschland sozusagen…?

    • Verantwortlichkeiten
      Eine ausgewogene mediale Information aller Bürger ist wirklich erstrebenswert.
      Aber dazu gehört nicht nur eine verantwortungsbewusste Presse, sondern es ist tatsächlich jeder gefordert, seine Internetaktivitäten zu hinterfragen, denn Meinungsmache geschieht heute genau da. Durch die im Netz verbreiteten Posts. Jeder Nutzer sollte sich gut überlegen, welche Inhalte und welches Vokabular er verwendet. Es ist nämlich unsere gemeinsame Verantwortung, in den Dialog zu treten und nicht in den Streit. Nicht in die Eskalation. Es klingt nur kurz im Artikel an, die rechtspopulistische Meinungsmache funktioniert in gleicher Weise wie die linkspopulistische.
      Meiner Meinung nach bedarf es hier auch der Aufklärung und das bereits in der Kindheit und Jugend. Ein kritisches Hinterfragen aller Nachrichten ist eine Schlüsselkompetenz für die Demokratie. Alle Publikationen sind von Natur aus tendenziös.
      Es bleibt noch zu fragen, ob nicht auch Medien ihre Finanzkonzepte überarbeiten müssen, um unabhängig von solcher Art Vereinnahmung durch ihre versehentlich radikalisierten Leser zu werden. Das öffentlich Rechtliche Angebot ist hier doch eine gute Alternative. Auch, wenn es nicht immer perfekt funktioniert.

    • Umvolkung?
      Was soll denn der Begriff „Umvolkung“ bedeuten?

    • @ Seltener Gast
      Streit ist ein Wesensmerkmal der Demokratie.
      „Das öffentlich Rechtliche Angebot“ ist diesem notwendigen Streit, zumal unter den herrschenden Blockflötenpartei-Verhältnissen, nicht wirklich zuträglich und lässt ihn nur in knapp dosierten Spuren aufscheinen. Zum Schaden der Demokratie, die im Konsens der angeblichen „Zivilgesellschaft“ erstickt.

      Der ÖR „eine gute Alternative“?
      Sie belieben zu scherzen. Eine Alternative wozu?

    • Der Begriff @Umvolkung ist ein ungeliebter
      Und es ist nicht ganz klar, ob dies daher, weil er recht genau fasst, was seit einiger Zeit mit Deutschland von Seiten der Regierung vorgenommen wird (beschleunigt seit 1 A), oder ob er einfach nur das postfaktische Gebaren eben dieser Regierung stört.
      Über das, was in den Ballungsräumen Deutschlands passiert, müssen wir nicht sprechen, denn das lesen Sie einfach mal in lokales Medien nach, Gast.
      Was für die ländlichen Räume geplant ist, können Sie im von Landwirtschaftsminister SchmidtCSU Mittwoch in einem 70-seitigen „Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume“ nachlesen.
      Da steht im Rahmen eines Strukturplanes mit Versprechung von Mitteln u.a.
      #dass viele ländliche Regionen gute Potenziale, wie günstigen Wohnraum und hohes zivilgesellschaftliches Engagement, für die „Integration von Migranten“ böten. Die Bundesregierung wolle die ländlichen Kommunen bei der Eingliederung von „Flüchtlingen“ unterstützen, auch bei Angeboten von Integrations- und Deutschkursen.#

      Hilft das bei der Frage, was @Umvolkung meinen könnte?

      Im Übrigen zeigt das, wie sehr vieles bei der CSU Nebelkerzenpolitik ist. Die CSU ist nicht per Zufall und wider Willen Teil dieser Bundesregierung, sondern sie treibt den Prozess aktiv voran.
      Das sollten ihre potenziellen Wähler wissen!

    • @Meinereiner
      Die britischen Ureinwohner haben so einiges über die Verwandlung ihrer Städte durch Immigration zu sagen, wie Peter Hitchens schon 2013 in der „Mail on Sunday“ schrieb:

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-2301743/How-invasion-immigrants-corner-England-mockery-PMs-promise-close-door.html#ixzz2P6hVAMwL

  5. Gottilein, was müssen diese gebüldötön, urboonnön, jungöön
    Lünköön für ausgewiesene TROTTEL sein, um solchen sowjet-ideologischen
    Sch… ähh, Gebrauchtschokolade, zu glauben, zu unterstützen, sich öffentlich dazu zu bekennen und dafür zu bezahlen .
    Man hört von einer ganzen Reihe tätlicher Angriffe auf mögliche Trump-Wähler, von Sturmabteilungen junger ,Aktivisten‘, die durchs Land gekarrt werden, um Terror zu verbreiten.
    Unter den tatsächlichen oder präsumptiven Trump-Anhängern befinden sich aber erhebliche Gruppen, die an Thanksgiving nicht so niggelig sind mit Tellerschmeißen, wenn’s denn paßt, und, in einem Land mit liberalen Waffengesetzen, kann auch am Festagstische, oder zur Zeit der Einkehr, ein recht flotter, um das &$$%&$_Wort ,proaktiv‘ eben NICHT zu verwenden, Schußwaffengebrauch, bis hin zu Vollautomaten, auch gerne über größere Faustwaffenkaliber hinaus, sprich mit Gewehrmunition, zum bon ton gehören.
    Karrte nun jemand diese Wahrer einer etwas naturverbundenen Contenance lustig durch die großen Lande, müßte wohl die National Guard auf die Strasse, um den offenen Bürgerkrieg zu vermeiden.

    Den linksverblödeten Zündlern am Computer, und den Depperln auf der Strasse, die dort in Antifa-Manier ältere Herrschaften ,aufmischen‘, ist das sicher wurscht, außer es trifft sie der eine oder andere Stahlmantelbatzen.
    Wie traut ist‘ doch da in Dummland, niemandes Mutter und Deutschlands Lieblings-IM läßt sich, beklatscht von dr vereinigten Linken, von CSU bis Antifa, wiederwählen, nimmt den allseits gescheiterten, und ebenso beliebten, Buchhändler aus Würselen zum Koalitionsgespons, reicht das nicht, dann das GrünInne dazu, Steigbügelhalter jeder antideutschen Aktion, und schafft die Partei, die noch weniger für IRGENDWAS steht, als der Rest der Meschpoche die berühmte Hürde, darf sie auch hintertreiben, was die Deutschen wollen.
    Der Brei regiert, die Kommentarfunktionen bleiben off, die paar Demos werden von Maasens antifaschistischer Schutzstaffel vertrieben….

    Friede in Dummland 2017. Und immerdar.
    Dieweilen, an den ehemaligen Grenzen……geschenkte Menschen.

    • Erheiternd...
      Es wird zwar langsam immer langweiliger, aber das Klischee denkunfähiger rechter Spiesser wenns an „links“ geht, ist immer noch erheiternd.

      Jeder normale Mensch der sich unsere Parteien anschaut wird feststellen, dass ausser (Teilen!) Der Linken, nichts als kleinbürgerliches Spiessertum von links und rechts die Landschaft beherrscht. Alles was einem missfällt wird von Politikkennern wie ihnen schlicht und einfach als „links“ bezeichnet…. und das heile Welt-Bild ist noch mal gerettet.
      Das steht übrigens intelligenmässig auf genau der Stufe, die Don in diesem Blog beklagt. Es ist das dumpfe liberale Spiessertrum, das es sich in der globalisierten, digitalisiserten West- und Nordost Küsten Kultur bequem gemacht hat und einen Tesla zum Lebenziel erklärt, egal wie die dafür nötige elektrische Energie auch hergestellt wird.
      Es sind die ewigen Stammtisch Verklemmten, die ihr Leben lang von Kohl bis Merkel und Kretschmann, noch jeden Hans Wurst gewählt haben, den ihnen die „christlichen“ und „sozialdemokratischen“ und „grünen“ Parteien mitsamt der Lügenpresse aufgeschwatzt haben.
      Und jetzt wo sich eine Reaktion darauf abzeichnet, dass es so kaum mehr lange weitergeht, denn viele merken zumindest, dass „the shit hits the fan“, da sehen die Geistesgrössen, also die Mehrheit auf der Welt, das Problem im zu viel „links“.

      Erheiternd, indeed….

    • Schönen Dank für den ,denkunfähigen Spiesser', lieber TDV ,
      aber eine Politik, die den deutschen Wohlstand innerhalb der EU, wenn nicht der ganzen Welt, großzügig verteilt, die ungefragt Riesenmengen leistungs-und anpassungsunwilliger Fremder ungeprüft ins Land läßt, und mit denen dann ,Teilhabe‘ diskutiert, die den tragenden Mittelstand immer mehr ausplündert, um Wahlbonbons an nichttragende Teile zu verteilen, ist links.
      Eine Politik, die sich in stalinistischer Manier Gegenstimmen verbittet, sie diffamiert, ist links.
      Vielleicht verbinden Sie, aus unnachvollziehbarem Grunde, ,links‘ mit Romantik.
      Ich nicht.
      Vielleicht wollen Sie ,links‘ deshalb schützen.
      Ich nicht.
      Kennen Sie die Schlümpfe ?
      Wissen Sie, warum Schlaumi-Schlumpf nie gewählt würde ?
      Weil er ein Klugscheisser ist.

    • Alles pöse = "links" ?
      TCV, auch mir fällt immer wieder auf, dass jeder Scheiß, den die Politik, die Verwaltungen, die Presse verzapft, heute als „links“ bezeichnet wird. Auch und gerade, wenn die Partei, die tatsächlich so heißt, nix damit zu tun hat, sondern, in dieser Reihenfolge: Grüne, SPD, CDU. „Spießer“ oder Kontrollfreaks oder ein Blick in Orwells 1984 trifft’s wirklich besser.
      .
      Wollen sich da ehemalige „Rechte“ (in jüngeren Jahren ex RCDS & dann meist noch Bundeswehrausbildung) an den alten „Gegnern“ abarbeiten, quasi rächen dafür, dass der SDS ihnen in der Studentenzeit die schärfsten Mädels weggeschnappt hat und sowieso die geilere Musik hatte…?
      Der Danisch bietet sich als Musterbeispiel dafür an; alles was ihm – meist sogar zu Recht – nicht gefällt: sofort fällt die Formel: Links! Auch wenn’s ein Berliner strammer CDU-Mann verbockt hat.

    • @ TDV 18. November 2016 um 00:36 Uhr
      Sie scheinen sich ja auszukennen. Könnten Sie mir je *einen* zentralen, im allgemeinen Verständnis positiv besetzten Wert für die politischen Richtungen „Links“ und „Rechts“ nennen?
      Aber bitte keine langen Abhandlungen, die Kunst/Kenntnis würde sich hier in der Nennung von zwei Begriffen zeigen.

    • @ kdm 18. November 2016 um 10:18 Uhr
      Würden Sie sagen, dass zB die NationalSOZIALISTISCHEARBEITERPartei „rechts“ war?
      Falls ja, was waren die Merkmale ihrer rechten Politik?

  6. Ja, aber
    es fehlt mir noch dreierlich:

    Mein Eindruck ist, dass der Hass und die rumpelstielzchenhafte Wut der Wahlverlierer auch deshalb fortwabert, weil sie sich sicher waren, dass es garnicht anders hätte ausgehen dürfen, maW, es stellt sich die Machtfrage oder so formuliert: Die sind schwer frustriert, weil sie „uns“ noch so nicht vollständig geschluckt haben, dass sie den Sack zumachen können, und wir ihnen angerostete Blechkannen noch nicht debil jubelnd als Silberkannen abkaufen.

    Das zweite ist: Wie kommen solche Leute überhaupt dazu, uns für so debil zu halten, dass wir nicht merken, was die Clinton oder die Merkelei bedeutet? Ist das lässige Gewissheit, dass die Bildungskatastrophe rationales Denkvermögen vernichtet hat? Dass wir nicht mehr 1 und 1 addieren können? Oder tatsächlich die Überzeugung, dass wir von den ausgerufenen „zivilgesellschaftlichen“ Projekten so begeistert sein müssen, und den Schrott glücklich lächelnd als Silberware abnehmen.

    Das dritte ist: Woher hat man die schlechten Manieren, ein ablehnendes Wollen nicht als eine Ablehnung hinzunehmen und schreiend und drohend mit dem Plunder hinterherzulaufen? Das ist doch, Entschuldigung, einfach nur zutiefst unkultiviert. Sogar ein hartnäckiger Basarverkäufer hat doch mehr Stil.

    • The Popular Vote
      Fakt ist, dass Hillary Clinton deutlich mehr Wählerstimmen bekam als Donald Trump.
      “ Verlierer“ ist also relativ. Man könnte eher von einem antiquierten Wahlsystem sprechen.

    • Dann hätten die Demokraten es beizeiten ändern sollen.

  7. .
    https://pjmedia.com/rogerlsimon/2016/11/15/who-pays-for-the-anti-trump-demonstrationsriots/

    ZITAT (ungefähr) aus o.a. Link: „Die operativen Fragen
    sind jedoch, wer zahlt für dieses Chaos – und was wollen
    diese Geldgeber.
    Asra Nomani hat eine Liste von 100 Unterstützern der
    Trump-Proteste auf Twitter veröffentlicht. Sie werden viele Namen erkennen. Und 33 der 100 erhalten Geld von einem Mann, den der Link in der richtigen Twitter-Syntax als
    @georgesoros bezeichnet.

    George Soros und andere reiche Liberale, die zig Millionen Dollar ausgaben um Hillary Clinton zu wählen, versammeln sich in Washington für eine dreitägige, geschlossene Sitzung.
    Um das Geld zu retten- kämpfen sie gegen Donald Trump.
    .
    Der Artikel auf derselben website:
    „Why the Big Lie About Steve Bannon?“
    weißt auf weitere Tiefschläge hin…

    • nanu,
      da hatten die Nasen von der Futschen Bank mit ihrem Investment für The Donald den richtigen Tipp.

    • Super Frage
      Wer zahlt für die selbsternannten Aktivisten?

      Und Hass wird, wenn er von der angeblich richtigen Seite kommt hoffähig!

      Und das macht mir Angst! Gewalt erzeugt immer Gegengewalt!

      Wo bleiben die Ideale des bürgerlichen Humanismus!

      Lg an das Forum

    • Wer zahlt
      Nicht wer zahlt ist die Frage, denn das ist schon seit Jahren bekannt. Die Frage ist warum. Es geht auch nicht darum das Geld zu retten. Es geht darum die Ziele zu erreichen und das um jeden Preis.

  8. Titel eingeben
    Dank und Respekt für diesen Text, Don. Sie haben viel gesagt, ich meine viel Wahres und viel Weises.

  9. Frau Leopold...
    … An den Ende des Beitrages zu setzen, so als finalen Schocken, dass es in Deutschland genauso bizarr ist, das wäre einem Da Ponte’schem Libretto würdig.

  10. Internet safe space
    Lieber Don,
    genaaaaaausoooo wie Sie beschreiben, lebt unsere amerikanisch sozialisierte Famile: wir freuen uns, wie jedes Jahr, auf das Thanksgiving Fest. Ich freue mich sogar auf’s „extreme cooking“: die „Gravy“ ist nach Jahren perfektioniert Die Küche nach der Schlacht ein Graus…

    Aber davon kann ich in „Deus ex Machina“ schlecht berichten.
    So greife ich Ihre Beobachtung auf, wie auffällig junge, von der Globalisierung profitierende Menschen, die sich sozial verorten, doch in Punkto Demokratieverständnis ausgeprägte blinde Flecken besitzen. Wie beim Brexit hat das USA Wahlergebnis bei uns Familienzerüttungspotential. Ich komme mir vor, als müßte ich ins Altenteil (hallo, ich arbeite noch und zahle Steuern? Darf ich dann noch wählen? ist dann meine letzte Frage.).
    Insgeheim frage ich mich, wo sich unser junger Student denn informiert, nämlich, eben über für ihn attraktive Internetseiten. Diese mediale Macht war vor einigen Jahrzehnten noch nicht vorhanden.

    Wenn nun die Jugend unserer Generation vorwirft, Angstwähler zu sein, die der Jugend die Globalisierung vermiest (als Beispiel), dürfen wir auch mal unkritischen Medienkonsum und mangelndes Demokratieverständnis vorwefen.

    Allerdings sind wir auch die Generation, die für die Bildung der jüngeren Generation zuständig waren…. Dazu äußere ich mich weiter nicht, sondern teile nur noch meinen Vorsatz mit, ein besonders heimeliges Thanksgiving zu veranstalten. Liebe geht bekanntlich über den Magen. Und Familie ist ein unzerstörbarer Wert.

    • Naja, ich denke, dass die Arbeitswelt und die Konfrontation mit Steuern etc. manches einschleift. Das gehört zu den Privilegien der Jugend, und es hat sich ja auch nicht durchgesetzt.

  11. Alleingelassene Meinungsmacher
    Seit vielen Monaten erklären uns die Meinungsmacher jetzt, dass die Wähler, die ihren Vorgaben nicht mehr folgen wollen, dumm, abgehängt, hoffnungslos, alt, ungebildet, weiss, voller Abstiegsangst, aus Dunkel-Deutschland (Fly-over States) usw. sind. – Vollkommen unabhängig von den soziologischen Untersuchungen.
    Aber sind sie es nicht selbst, die immer schriller schreien, weil sie sich alleingelassen fühlen, weil ihre Felle wegschwimmen, weil sie um die Daseinsberechtigung fürchten, denn man folgt ihnen immer weniger.
    Genauso passt der Vorwurf, sich nur in den eigenen Informationsblasen bei Facebook zu informieren, fiel besser auf die WaPo, NYT, Cnn, MSNBC, HuffPo, Prandlhauser Zeitung und SPON Leser und Schreiber.
    Post-Faktisch (post truth) wird gerade von den Engländern zum internationalen Wort des Jahres erklärt, und auch hier muss man fragen, ob dies nicht viel eher auf die Alleingelassenen zutrifft.
    Den unsinnigsten Anwurf hörte ich vor einer Stunde: „Undemokratische Populisten“. Die Grünen sind ja bekanntlich nur solange für Basisdemokratie, wie sie ich nicht gegen die eigenen Projekt richtet. Andernfalls müssen Verbote her, Geheimverträge und einseitige Einschränkungen der Meinungsfreiheit.
    Das Establishment (auch die globalen/urbanen Eliten, ähnlich wie vor 250 Jahren die adligen Edlen) habe es noch nicht in ihrem Vorderhirnrealisiert, aber sie fürchten breits die Macht des Volkes, die sie wegspülen könnte und arbeiten daher mit denjenigen, die den Menschen die Welt erklären wollen (damals hiess das Klerus) zusammen, mit durchaus ähnlichen Mitteln.

  12. Werter Don
    So geht es nicht. Ich habe noch nicht einmal die Lesermeinungen des vorletzten Blogs gelesen und jetzt ist schon wieder einer da!
    Ich verdiene meine Brötchen nicht mit dem Lesen der Blogs. Und nehmen Sie sich ein Beispiel an Ihren Blogkollegen – die haben meist überhaupt keine Lesermeinung, da ist man schnell durch.
    Aber danke für Ihren Tip mit einer Brauerei in NRW, die ihre Kessel zum Aufbrühen von Rasenschnitt verleiht. Diese Brauerei habe ich ausgelistet, will aber sagen, es gibt hervorragendes Bier von Privatbrauereien in NRW, bei denen man sich auch als Bayer die Lippen leckt.

    • Ich kann nichts für die vielen kommentare, die kommen einfach so.

    • @Alfred Haas
      „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – oder kann alle Beiträge über die Tage verteilt lesen, wenn er immer mal ‚reinschaut. Die Artikel sind meine medialen Highlights der Woche und die ungefähren Erscheinungstermine fest im Hinterstübchen markiert.

    • Interessanter Hinweis
      ich versuche einmal ihre Anmerkung zu verallgemeinern.
      Es gibt Leute die etwas anderes zu tun haben als sich ständig um politische Details zu kümmern und denen einfach die Zeit fehlt ständig Fragebögen der Meinungsforscher auszufüllen.

      ggf liegen die dann deswegen manchmal falsch ;-)

    • An meinereiner: Der frühe Vogel fängt den Wurm
      Der frühe Wurm wird vom Vogel gefressen.

      Ob man Wurm oder Vogel ist weis man oft erst am Abend.
      Ich bleibe deswegen lieber länger im (Wurm)nest und stehe erst gegen 08.30 auf, aber auch danach muss ich noch mit Vögeln rechnen.
      Ich habe auch schon beobachtet das Vögel Vögel fressen.
      Besonders widerwertig bei Nesträubern.
      Das Würmer Würmer fressen habe ich noch nie gehört kann es aber nicht ausschließen.

  13. Soso
    Juliane Leopold ist jetzt also eine Kollegin von Anna-Mareike Krause bei Tagesschau.de.

    Na, das passt ja.

  14. Zirkus ohne Äffchen
    Wenn die gegebene Sachlage nicht derart ernst wäre, fände ich das oben herrlich umschriebene Gehabe beinahe schon lustig unterhaltsam.

    Es ist einfach in keinster weise daraus gelernt worden.
    Man warnt vor gewaltsamen Ausschreitungen nach der Wahl Trumps und veranstaltet sie kurzerhand selbst.
    Man denunziert und beleidigt weiter über zwei Jahre lang einen Großteil der Bevölkerung und ist dann ganz aus dem Häuschen, wenn diese gegen einen Wählen.

    Ganz im Gegenteil. Statt aus diesem Dämpfer etwas zu lernen scheint man nun besessener denn je von der Idee, dieses dreckige Spektakel auch noch zu übertreffen.

    Wie z.B. in einem meiner derzeitigen Lieblingsartikel der Tatz (https://t.co/T8fo4GDpY8), der an Realitätsverlust nur noch sehr schwer zu überbieten ist.

    Oder aber eine Sitzung der Grünen, in der angedacht wurde, evtl. doch ein wenig zurückhaltender mit der „political Correctness“ umzugehen, gefolgt von einem Kommentar, der direkt aus der Feder der feministischen Galionsfigur Anita Sarkeesian stammen könnte:
    „Everything is sexist, everything is racist, everything is homophobic, and you have to point it all out“.

    Ich wünschte mir wirklich, diese Clowns hätten weniger Einfluss auf diverse Staatsorgane, dann wäre diese ganze, und man möge mir diesen Ausdruck verzeihen, „Shitshow“ um einiges unterhaltsamer.

    Alles in allem ist es das Ende, welches diverse Publikationen verkündet haben.
    Allerdings nicht das Ende der Welt (Wie wir sie kennen), sondern viel mehr das Ende des gesunden Menschenverstandes.

    Demnach; Prosit auf den Untergang. Es war eine Ehre sie gekannt zu haben Gentleman !

    • wir werden es überleben und die anderen auch. Der taz-Beitrag ist wirklich hinreissend. Genau das richtoge Niveau für unsere Zeit.

    • Titel eingeben
      Man möge aber bitte doch eines nicht vergessen. Auslöser für dieses „Niveau“ sind ein paar Jahrzehnte der neo-liberalen Globalisierung, die zu einer weltweiten Kultur bestehend aus Habgier, Geiz und Profit Maximierung geführt.
      Es ist halt die Reaktion der Gut-Menschen die von Jahr zu Jahr ein grösseres Problem mit ihrem Glauben an „das Gute im Menschen“ bekommen.
      Versuchen sie sich doch mal auszumalen was da los sein wird, wenn die Wahlen in Österreich, Frankreich und Deutschland ausgehen wie die amerikanischen….

      Schauen sie sich einfach mal die absurd beschränkte Rasselbande der derzeitigen „Herrscher“ in der westlichen Welt an. Amerika, England Deutschland, Frankreich, Italien (den Rest dazudenken) und dann schauen sie sich nur mal…. sorry…. Putin und Xie an.
      Sehe sie mal vor oihrem geistigen Auge, Kretschmann, Seehofer und Steinmeier… wird ihnen jetzt schlecht?

  15. Schema F
    „Die niederen Massen sind meistens viel primitiver als wir denken. Das Wesen der Propaganda ist deshalb unentwegt die Einfachheit und die Wiederholung. Es kann also keiner sagen eure Propaganda ist zu roh, zu gemein oder zu brutal. Sie soll gar nicht anständig sein. Sie soll zu einem Erfolge führen“

    Das hat ein bekannter Israelkritiker mal gesagt und damit offensichtlich Maßstäbe für regierungsnahe Berichterstattung gesetzt.

  16. The Show must go on.
    Ob jetzt bald wieder Ruhe einkehrt?
    .
    Ich sehe da jemanden, der das verhindern wird. Schon weil er auf seine Show nicht verzichten will. Aber es ist kein „Linker“.
    .
    (Obwohl man ihn hinterher für einen solchen erklären wird…)

  17. Die kleinteilige Kritikform hier verstehe ich zwar, aber da haben andere einen
    größeren Löffel. Warum im kleinen Karo nörgeln, wenn man gleich die Welt untergehen lassen kann?

    „Alle reden von Rechtspopulismus. Das ist eine Verharmlosung. Wir erleben die Rückkehr des Faschismus. Trump ist ein Faschist! Die Demokratie hat die Gefahr verschlafen. Jetzt ist es zu spät!!!“
    ruft uns der Spiegel zu. Und schreit regelrecht, dass das Ende unmittelbar bevorsteht. Unausweichlich sogar! Man kann nichts mehr tun!!! Sagt er. Der Spiegel.

    (Nur ökonomisch kapier ich den als Gewissheit verbreiteten Untergangsalarm nicht: Warum soll man da noch einen Spiegel kaufen?)

    • Um zu wissen, was kommt natürlich.

      ernsthaft, ich habe auch massive Probleme mit Trump, aber wenn ich sehe, was für EVP-Leute in Brüssel mit spanischer Herkunft sitzen, frage ich mich schon, warum man Trump als Faschisten bezeichnet und die Leute in direkter Linie von Francos nicht.

    • "Dürfen dürfen dürfen"
      Immer diese Obsession mit „dürfen“. („Bezeichnen-dürfen“).
      .
      Trump hat leider ein paar verdammte 10er Potenzen mehr Macht als diese „spanischen EVP-Mandatsträger mit Franco-Vergangenheit…“
      .
      Die Frage ist doch nicht, wie man Trump „nennen darf“.
      Sondern was er ist, als was er sich entpuppt.
      .
      Und so weit ich sehen kann, ist eine Rückkehr zum „normalen Politikbetrieb“ nicht angestrebt. Das ist kein „Populist“, der jetzt ein bissel übertrieben heftig getrommelt hat, um jetzt irgendwann „seriöse Politik“ zu probieren, „mit Hilfe der Demokraten“ oder so.
      .
      Der will seine Gaudi fortsetzen, der will auf der Bühne stehen bleiben und Krawall machen. Und auch sein Publikum will, dass es weitergeht.
      .
      Mein Gefühl ist: Der hat dem Mob POGROME versprochen, und solange da nicht irgendwo ein Blutbad gegeben hat, gehen die Leute nicht nach Hause.
      .
      Hoffentlich täusche ich mich.
      .
      Aber bitte: Ich will niemanden dabei stören, das Gendertrötenunwesen weiter zu bekämpfen. Das kann ja auch nicht schaden.

    • Ich habe schon ein gewisses Grundvertrauen in die amerikanische Zivilisation. Bei aller Kritik, aber es würde mich überraschen, täuschte ich mich.

      Mir ist schon klar, dass es ein gewisses Risiko gibt, aber ich bin nun mal thematisch festgelegt auf Netzphänomene.

    • Trump Faschist - aber hallo! FAZ von letzter Woche nochmal angucken: II: Tump Faschist!:II
      – und es ist ja auch logisch: Er ist Deutscher Abstammung…Und irgendwie blond….und ? blauäugig am Ende grad auch noch…

    • @Don: wer wie was, wieso weshalb warum
      allmählich komme selbst ich als geneigter „Dauerleser“ oder „Dauergast“ durcheinander, auch mal „irgendwer“ oder „rastlos“, wer hier kommentiert. „HansMeier555“ ist ja bereits als Name belegt, der dürfte sonst meist „Sikassuu“ heißen, das bekommt man über die Jahre ja mit. Der Schlingel…

    • Der Seher
      Sieh an. HansMeier555 weiß bereits, was kommt.
      Ob es aber über Oberammergau, oder…

    • Die Gefahr des Faschismus
      sehe ich durchaus auch. Man sieht ja nun auch, mit welcher Garde sich Trump umgeben will.

      Seine Tochter Ivanka macht derweil weiter mit einer Propaganda- Maschinerie, die mich doch sehr an Magda Goebbels erinnert. Auf ihrer Facebook- Seite sind haufenweise süsse Bildchen ihrer drei Kleinen zu finden. Sie gibt sich das Image der „Working Woman“( kann sich Nannies und Housekeeper sowie Privatjet leisten ganz nach Belieben und Bedarf, also soooo typische Voraussetzungen für die geplagte amerikanische Mittel- und Unterschicht- Mom). Bloss den Trick, neben der Propanga für das Trump- Kushner- Imperium noch ihre zweitklassigen Modeprodukte zu verkaufen( via FB- Seite), den hat sie Magda Goebbels voraus. Die hatte halt damals noch nicht diieesse Möglichkeiten.

      Ich finde sie auch SCARY, die Ivanka.


    • @Tyska: Es sind Leute wie Sie, die das Wort „Faschismus“ für jegliche Analyse unbrauchbar und zum völlig beliebigen Bapperl machen, weil sie es manisch überall anbringen müssen, wo es nicht paßt.

    • freindly fascism
      @ colorcraze 20. November 2016 um 11:10 Uhr

      Vielleicht sollte man, gerade bei der Trump-Konstellation, deutlicher von „friendly fascism“ reden.

  18. Titel eingeben
    immer wieder interessant, ihre durch sorgfältige recherche untermauerten bp zu lesen.

    allerdings springt mir dann oft eine Diskrepanz in der Qualität verschiedener Veröffentlichungen auf FAZ.net ins Auge.

    Diesmal: http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/beleidigungen-auf-twitter-was-trolle-zum-verstummen-bringt-14532344.html
    (eine gefühlte Aneinanderreihung unbelegter Äußerungen die in den Schlusssatz gipfelt “
    Dass die radikale Rechte in Amerika sich nun im Aufwind fühlt und ihre Trolle von der Leine lässt, ist für Twitter ein echtes Imageproblem. Schon im Spätsommer soll Disney sich für eine Übernahme interessiert, dann aber abgewunken haben, um ihr Ansehen als familienfreundlichen Konzern nicht zu beschädigen.“)

    Steckt da eine Absicht hinter?

    • Das wird ja als „Purge“ bezeichnet und teilweise bejubelt – meines Erachtens geht es Twitter darum, genau zum richtigen Zeitpunkt eine umstrittene Gruppe zu killen, zwecks Publicity. Der Chef der KKK hat seinen Account noch, aber der ist nicht alt right.

    • Titel eingeben
      also geht es nicht gegen den gemeinen und geliebten twittertroll (sjw, islamiker, gamer und agenturmitarbeiter) sondern ein bestimmtes politisches klientel, das nicht rechtsradikal (wie im artikel behauptet) ist?

      ich hege den verdacht, dass solche texte zeitlich abgestimmt veröffentlicht werden, um dem *nazi fonzi* (…) die richtige begleitung zu stellen.
      (allerdings niemals (!) mit genutztem kommentarbereich; entweder keine kommentare zugelassen oder alles bis auf 2,3 jubelperser wird nicht freigeschaltet.)

      vielleicht schon zu sehr vt, aber ich traue den neuen deutschen medienh..schaffenden mittlerweile alles zu. -.-

    • Bitte keine VTs, der Beitrag hier hätte schon am Dienstag kommen sollen und es wusste keiner, was Twitter machen würde.

  19. Jeff Bezos hat einen guten Grund sich über Trump aufzuregen
    …Heute gibt es Internetpublikationen wie Slate, die zur Washington Post gehört, die wiederum dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört. Bei Slate schreibt der politische Chefreporter Jamelle Bouie als Antwort auf Lerner, es gäbe schlichtweg keine gutem Trumpwähler:

    Trump meinte u.a. es könne nicht sein das der Buchhändler vor Ort Umsatzsteuer zahlt und Amazon nicht.

    – Ich Frage mich ob der gelernte Buchhändler Schulz, der Kanzlerkandidat werden will, das auch weis und nun künftig Donald T. loben wird.

    PS Zum Truthahn
    Zum Ritual des friedvollen, hauptgesenkten Thanksgiving gehört der Mord an einem eigentlich unbeteiligten dritten.
    idR ist das der Truthahn.
    Das ist keine nette Grundhaltung.
    Die Idee ist aber nicht schlecht. In Berlin soll man sich schon gewundert haben warum Obama seinen Nachfolger nicht schlecht redet.
    ggf ahnt man schon das man demnächst selbst im Kochtopf landet wenn man nicht brav ist. Zum Truthahn sei noch gesagt das der idR die Leute die ihn füttern für brave Leute hält, das ändert sich erst wenn es zu spät ist. Trotzdem ist es natürlich günstiger ein Federvieh zu rupfen als die Verwandtschaft.

    • Ich glaube, dass Trump Obama und die Demokraten noch auf die eine oder andere Art brauchen wird, weil das republikanische Establishment nicht gerade nett ist. Obama ist nicht so doof, dass er gleich die Tür zuschlägt, das kann man ihm nicht verdenken.

    • Bird is the word
      Traditionelle Familien in den USA schlachten Truthähne zu Thanksgiving.

      Traditionelle Familien in Berlin schlachten Schwäne, während sie im Tiergarten campen.

      In den USA wird dadurch der Landnahme durch die Pilgerväter gedacht.

  20. Titel eingeben
    Die Realität hat den Bezug zu den neuen Medien verloren.

    • Man sollte ihr das verbieten!

    • Alles wegen Trump!
      Hier ein paar Zeilen aus einem alten Lied

      Now I’m losing touch with reality and I’m almost out of blow. It’s such a fine line I hate to see it go. Cocaine, runnin‘ all ‚round my brain

      Jackson Browne

  21. Gruppenweinen mit Play-Doh, Malbuch und Kaba
    Rotzgören mit gewaltiger Fallhöhe, falls es mal mit richtige Arbeit klappt:
    http://nypost.com/2016/11/11/scenes-from-the-liberal-meltdown/

    Deutsche Universitäten sollten vorbereitet sein.

    • Cry-in ist nicht genug. Gender rules! Shit-in!
      Grad beim Danisch gefunden:
      http://www.campusreform.org/?ID=8409
      Genderismus als Ersatzreligion.
      Meiner Meinung nach auch Entwicklungen, die vielen Leuten nur noch Unverständnis und Abscheu entlocken. Bis zum Spit-in an der Wahlurne.

    • Oh. Das kannte ich noch gar nicht. Naja.

    • @DerekButter 8:20 Uhr Cry-in ist nicht genug...
      Die gehören einfach mal alle zwei Monate ans Band, damit sie wieder normal werden.

      Ich war, weiß Gott, nie ein Fan von Guido Westerwelle, aber der Spruch mit der „spätrömischen Dekadenz“ trifft es schon sehr genau.

  22. Aufgehende Saat der Drachenzähne
    Von Dons letztem Beitrag darauf aufmerksam gemacht, habe ich diesen Mitschnitt eines Interview-Versuchs mit dem schwulen Breitbart-Dandy Milo Yiannopoulos gefunden. Ein BBC-Reporter versucht, ihm Statements aus der Nase zu ziehen, die sich irgendwie als Skandalaussage verwerten lassen („er hat ‚Jehovah“ gesagt!“), aber Yiannopoulos ist ihm völlig überlegen. Ein Genuß, wenn man so will:

    https://www.youtube.com/watch?v=Q3K1pGN-O8I

    Und weil man ja immer beide Seiten zu Wort kommen lassen soll, erzählt hier die Gegenseite, die Genderaktivistin Laurie Penny, wie der amoralische Zyniker Yiannopoulos sie aus Spaß zum Republican National Congress mitnimmt, wo sie angewidert auf alle Bäh-Gestalten der verachteten, rassistofaschistosexistischen Haßelite trifft – sogar den (Anti-)Europäer Geert Wilders, hinter dessen leerem Blick sie brennende Mülltonnen vermutet:

    https://medium.com/welcome-to-the-scream-room/im-with-the-banned-8d1b6e0b2932

    Zwei Seiten, die einander ferner nicht sein könnten. Truthahn hin oder her, ich kann nicht erkennen, wie sie je wieder zu einander finden sollen. Aber sie müssen es vielleicht auch gar nicht. Es reicht, wenn eine Seite die Macht an sich zieht und einfach handelt. Das war bisher schon so, und jetzt unter umgekehrtem Vorzeichen. Dann gehen wir eben ein Stück des Wegs in die neue Richtung, bevor das Pendel wieder umschlägt.

    Man sollte nie vergessen, Ursache für den Umschwung des Pendels waren die linken Medien mit ihrer permanent selektiv erzählten Nanny-Wahrheit, mit ihrem Überlegenheitsdünkel über die dummen, urteilsunfähigen Massen, die man zu ihrem eigenen Wohl vor dem latent drohenden Abdriften in „Haß“ bewahren müsse. Sie selbst waren es, die die Drachenzähne in die Ackerfurchen gesät haben, aus denen jetzt „postfaktische“ Krieger unterschiedlicher Radikalität springen. Viele dieser Krieger freuen sich über die neugewonnene Freiheit, und scheren sich nicht mehr darum, was für ein Bild sie in den Augen der selbsternannten Elite abgeben.

    Das Beste am Text oben ist der Schlußsatz – das ist, worauf es wirklich ankommt. Dazu gehört auch ein gewisses Grundvertrauen in die Denk- und Urteilsfähigkeit einer breiten Mehrheit, die im besten Fall sogar die Mächtigen selbst umfasst. Die pauschale Verteufelung unzähliger Menschen führt nicht weiter. Nina Ruges Schlußsatz lautete ja immer, „alles wird gut“. Hoffen wir es.

    • Penny und Yiannopoulos sind beides Trolle, auf ihre Art, aber Penny hatte ihre grosse Zeit und jetzt ist, wie das mal so schön bei Twitter stand „America is acrually run by your blocklist“. Ich weiss nicht, ob es da eine gute Idee ist, jeden Abweichenden als Nazi zu bezeichnen.

    • ...
      „Ein BBC-Reporter versucht, ihm Statements…., aber Yiannopoulos
      ist ihm völlig überlegen.“
      Das lässt sich immer dann beobachten, wenn der Interviewte besser
      weiß wen er vor sich hat, als der Interviewer.
      Kann man auch beim österr. Aussenminister sehen.

    • Titel eingeben
      „Die pauschale Verteufelung unzähliger Menschen führt nicht weiter.“
      .
      Richtig. Also vermeiden Sie besser, sämtliche Unbill, die Sie zu bemerken glauben, immer den „LInken“ in die Schuhe zu schieben, wenn’s doch ganz verschiedene Leute & Institutionen mit ganz verschiedenen Gründen sind.
      Nur weil Sie offenbar „Rechts“ sind, muss die pöse Welt da draußen, die nicht Ihren Vorstellungen entspricht, „Links“ sein?

    • Auch unterschiedliche Ansichten können fundiert sein, keine Frage.

  23. Guckst du, voll krass
    Vor Trump und Brexit fiel mir bei den einschlägigen, hier oft beschriebenen Kreisen auf, dass da oft nicht viel mehr hinter steht als dümmliches Aufplustern ohne Substanz und Korrektiv, verstärkt durch Gruppendynamik.

    Wirkliche Auseinandersetzung sowohl mit Thema in seiner Theorie als auch mit der Umsetzung in der Praxis gibt es da nicht – Guckst du, voll krass, das reicht schon völlig.

    Also, so schien es mir bei den Themen, die ich zumindest etwas kenne (Jura und Steuern).

    Höchstes Lob während meiner Ausbildung in diesen Bereichen war oft „nicht ganz falsch.“ Es macht auf mich den Eindruck, als fehlte das schlicht Manchem, den der werte Don beschreibt.

    Überspitzt gesagt scheinen Viele der hier Kritisierten aus Bereichen zu kommen, wo es für jeden Schrott Kreativpunkte gibt. Wo Auftreten wie der Rotz am Ärmal als „stark und frei“ gilt.

    Ich frage mich daher, ob Viele schlicht nicht gelernt haben, sich selbst zu hinterfragen.

    Tja. Wie gesagt, wie werden ja sehen, wo wir alle in 40 Jahren stehen. Das hier ist erst der Anfang.

    • Ich glaube, es wird in den USA einen massiven Rollback geben. Es gibt einfach ein massives Überangebot an solchen Projekten, und wie man an -Breitbart sieht, einen grossen Markt für die andere Seite. Und dazu jetzt sicher auch jede Menge offene oder verdeckte Förderung.

    • Big Bang
      Ich glaube: wer sich nicht hinterfragt, muss sich im Kleinen den Dingen nicht stellen. Aber zu dem Preis, dass es dann irgendwann umso größer knallt.

      Wie soll denn ein Kritiker gegen eine Truppe anrennen, die glaubt, sie hätte „die Demokratie“, „Menschenrechte“ oder „wir haben als Gesellschaft doch Folgendes überwunden…“ für die eigene Bewegung gepachtet? Transfergelder für die eigenen Leute inklusive?

      Da muss man doch auftreten wie Breitbart. Welche andere Chance hat man denn, als zum Rassisten und zum Neo-Nazi zu werden?

      Das wirklich Interessante für mich: die Leute kaufen das. Schluss mit „wir wollen alle hübsch fein artig sein“.

      Übrigens: das mit dem Post-Faktischen fing auch an, als Lena Dunham für das eigene Buch was erfand – und es ihr nicht sichtbar schadete.

    • Ja, es ist schwierig, da noch einen Platz zu finden, an dem man seine Ruhe hat. Zumal man ja schon darauf warten kann, dass jede nichtsteigerung der Zuwendung als Gleichschaltung bezeichnet werden wird. da kommt also noch einiges auf uns zu.

    • Team Futtertrog
      … „Gerecht ist, wenn die Anderen zahlen.“

  24. LTI
    „Medien, die von der Spaltung der Gesellschaft profitieren wollen.“
    .
    Das ist LTI.

  25. Verkehrte Welt: unerklärlicher Linksrutsch in westlichen Gesellschaften
    Wie kann es nur sein, dass ausgerechnet in den USA eine linke Monokultur im Bereich der Medien entstanden ist, in einem Land, dass seinerzeit den Kommunismus so vehement (und zunächst auch erfolgreich) bekämpft hat? Was ist bei uns in Deutschland passiert, wo ein Mann wie der ehemalige SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt vermutlich als rechtsradikal eingestuft würde? Und wo eine Partei wie die AfD, die eher noch links von dem ist, was die CSU unter Franz Josef Strauß lange Jahre mal war, fortwährend als rechtsradikal diffamiert wird?
    Ist es uns in den westlichen Kulturen zu lange zu gut gegangen? Ist es Folge eines schon seit etwa 3 Jahrzehnten kultivierten „virtue signaling“ (das man zutreffenderweise mit „Tugendprahlerei“ übersetzen könnte), das zu einer Art Neokarrierismus wurde und wo jeder mit beinharten Mitteln versucht sich hervorzutun (was die unglaubliche Ellbogenmentalität dieser ansonsten so glatt und geschniegelt auftretenden Humanismus-Yuppietypen erklären würde). Das Problem ist keineswegs neu: es fällt einem unwillkürlich eine Passage aus Shakespeares „Timon von Athen“ (eines seiner weniger bekannten aber wie ich finde besten Stücke) ein: Timon, der zuerst seine „Freunde“ so lange reich beschenkt bis er selbst nichts mehr hat, zieht sich verbittert in die Einöde zurück nachdem er erfolglos an deren Hilfsbereitschaft appelliert hat. Dort grollt er verbittert dem Rest der Welt und sinnt auf Rache – vor allem in Bezug auf die den heutigen virtue signaling-Strebern psychogrammatisch ähnlichen falschen Freunde. Es gibt nur eine Ausnahme: den General Alkibiades, der als einziger treu zu ihm gehalten hat, auch nach seinem Bankrott. Über diesen sagt er (ich übersetze hier mal frei): „wie kann es sein, dass sein blutig‘ Handwerk ihn nicht verderbt, und andere, die so zahm sich geben, mit ihm verglichen wilde Tiere sind?“
    Die zahm sich gebenden wilden Tiere, das ist genau die linksliberale Journaille, die so gern auf Donald Trump (für mich der Robin Hood der Moderne) eindrischt, weil sie sich damit einerseits profilieren kann, und andererseits als intellektuell kaschierte niedere Instinkte der Glitterati und ihrer Anhänger bedient. Ein insgesamt ziemlich verlogener, brechreizerregender Zirkus.
    In unserer linksverrutschten Gesellschaft hierzulande: dito. Weichmacherüberschwemmung aber nicht nur in der Politik: oft schreibe ich in Lesermeinungen hier Verrisse des modernen Tatorts, der für mich „unwatchable“ ist. Im Vergleich zu kernigen Typen wie Trimmel oder Haferkamp wirken moderne Tatortkommissare wie die reinsten Eunuchen-wie Typen, die man auf dem Grünenparteitag vergessen hat und die nach dem Lindenstraßengucken eifrig ihre linken Phraseologismen auswendig lernen.
    Das ganze verlogene Getue, die streberhaft-präpotente und kontur- sowie gesichtslose linke Einheitsbrühe ist höchst unappetitlich.
    Man hofft allerdings, dass ein begnadeter Spaßranger wie Donald Trump, der so ziemlich das genaue Gegenteil all dieser linksalternativen Spießer sein dürfte, neue Akzente setzen kann.

    • Es gibt einen bestimmten Menschenschlag, der das mit dem Journalismus unter sich ausmacht. Bürgerkinder. Und linke Seiteneinsteiger. Man kriegt fast nichts anderes mehr. und das alles dann in einem urbanen kontext. Dazu das Gefühl, zu den Guten gehören zu wollen. Ich schreibe morgen mal, wie die Sicht auf die Welt verzogen ist.

    • Dreamers must dream on as long as the nightmare wakes them up
      Die Zeit des kalten Kriegs, geschützt von der US Army hinter einer dicken Mauer.
      Das war das Paradies.
      Auf Erden.
      Es gab niemals zuvor eine solch friedliche und wohlhabende Zeit für so viele Bürger.
      Es gab nie zuvor eine Zeit, in der „Kindheit“ und „Jugend“ in dieser Form existierten.

      Nie zuvor war es möglich, sich völlig von der Realität zu entkoppeln.

      Und einige haben diese Chance genutzt.

      Die schreiben jetzt Leitartikel, moderieren Talkshows und regieren in Berlin.

    • Titel eingeben
      Ach goodnight…

      Die Zeit des Kalten Krieges… links sein bedeutete damals und heute 1953 Mossadegh, dann Lumumba, dann Vietnam, dann etliche Staaten Mittel und Süd-Amerikas, nicht zuletzt der US Mord am demokratisch gewählten Allende.

      Stecken sie sich ihre Meinung was in ihrem lächerlichen Weltbild links ist, dorthin wo die Sonne nie hinscheint….


    • Es gibt einen bestimmten Menschenschlag, der das mit dem Journalismus unter sich ausmacht. Bürgerkinder. Und linke Seiteneinsteiger.
      Oh yeah, eine Insiderreportage aus dem Inneren der Medienkaste, das wäre durchaus interessant.

    • Bad Boys
      Sie haben ja so recht. Was vermisse ich die Bad Boys der Achziger. J.R. erscheint mir heute als reiner weißer Engel…*g* Und Donald hat ja ein bissl was Denver-Clan mässiges. Alles, nur keine Gutmenschen mehr – ja auch mir ist jeder Rüpel langsam lieber. Aber natürlich ist auch dieses Schwarz-Weiß-Denken. Aber ein extremer Standpunkt, ruft halt einen anderen extremen Standpunkt hervor, fast schon wie ein Reflex.
      Ansonsten mache ich mir große Sorgen um Europa. Es wird immer unerträglicher. Dem Autor dieses Blogs danke ich für seinen unermüdlichen Einsatz. Viele Stimmen der Vernunft gibet es ja nicht mehr….

    • Why don't you go on back to that faggot first platoon
      @TDV

      Yep, Ihr habt es der USA ja mal wirklich so richtig gezeigt, damals als ihr die Revolution ausgerufen und dem Allende zur Hilfe geeilt seid….oder so ähnlich, also, eher weniger geeilt und weniger Hilfe und auch nicht so wirklich Revolution, eher ganz viel diskutieren und Demos und Happenings und kiffen und frei Liebe und irgendwann habt ihr dann den guten alten Allende einfach nen toten Allende sein lassen, und habt den Beamtenjob angenommen und mitgeholfen die USA zu finanzieren.

      Helden wie Euch gab es nicht viele in der Geschichte.

    • @TDV 1:01 Goodnight und "Links sein"
      Haben Sie eigentlich jemals in einem linken System gelebt oder vielleicht wenigstens Solschenizyns „Der Archipel GULAG“ gelesen? Wenn Linke an die Macht kommen, dann sind sie genauso faschistisch und inhuman wie Rechte. Gerade weil sie so überheblich glauben, dass sie die Wahrheit gepachtet haben.

      Der Don hat schon recht: immer selber denken!

    • Titel eingeben
      Cliche olé

  26. Titel eingeben
    Oh weih!
    Liegt da ein leichter Verwesungsgeruch in der Luft?
    Oder ist das Angsschweiß!
    Bisher hat ja sein Rat keinem geholfen, das wird er ja wissen.
    Und sie hat mit ihrem tapferen Hereinholen all dieser wertvollen Neubürger den Brexit und wohl auch die US Wahl mit beeinflusst.
    Und er hat mit seiner indifferenzierten Haltung zur Irakkrise die Wanderbewegung mit ausgelöst.
    So sehen Sieger (nicht)aus!
    Zu spät! für beide!
    Aber sie wird nach der nächsten Wahl dann als Caddy mit ihm über den
    Golfplatz spazieren dürfen.
    Da richtet sie dann wenigstens nicht noch mehr Schaden an.
    Denn: Was da kommt in Italien und Frankreich kann sie sich auch anrechnen lassen – die Bilder der Völkerwanderung sind immer noch present! Da hilft auch die Lobhudelei der Staatsmedien nichts mehr.
    Wie sagte Gorbatschow so schön? Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

  27. Meine Güte
    Frau Leopold ist also 33 Jahre alt? In dem Alter hatte uns früher, nach allem jugendlichen Idealismus, dann doch ein gewisser Pragmatismus erfasst. Käme heute ein Dreigespann wie Thatcher, Kohl und Reagan an die Macht, könnten die polytraumatisierten Snowflakes wohl das Haus nicht mehr verlassen.

    • So schlimm wir es ja hoffentlich doch nicht. Aber ich war auch überrascht, als ich dieses Statement las.

    • Und wenn doch?
      Vielleicht wird es aber doch so schlimm.
      Und dann?

    • Ich gaube, viele Linke lesen gerade „It can’t happen here“ von Sinclair Lewis, was übrigens ein sehr gutes Buch ist. Das geht so in die Richtung.

      ich denke aber, es wird eher so eine Berlusconiepoche.

    • Titel eingeben
      Ich weiss nicht…

      Berlusconi weiss ja, dass er die Leute verarscht. Trump und die seinen meinen das alles ernst.
      So dumm wie die Amis sind Europäer nun mal nicht….

    • Titel eingeben
      A propos „Berlusconiepoche“.
      .
      Erinnert sich hier noch jemand daran, wie Berlusconi den (damals noch unbekannten) deutschen EU-Abgeordneten SCHULZ heftig zur Sau machte? Und wie hier alle empört waren?
      Und heute?

  28. Schlechte Verlierer
    „In dieser Welt ist man vom gestohlenen Sieg für Clinton so überzeugt, wie man bei FOX vor vier Jahren nicht glauben konnte, dass Obama zum zweiten Mal gewonnen hat.
    […]
    Wer sich nur auf diesen Seiten bewegt, muss überzeugt sein, dass das Vierte Reich gerade entsteht, so wie die Tea Party überzeugt war, dass Obama die USA an die Russen, Chinesen und Muslime verrät. Angst lässt Menschen auf die Strassen gehen, und Angst öffnet ihre Geldbeutel.“

    Lieber Don Alphonso, ich finde es sehr schön, wie Sie diesen Vergleich machen. Leider ist der Vergleich zutreffend – ein Nachweis für die Radikalisierung von Teilen der linksliberalen Medien. Die Bezeichnung Red Tea Party ist eine gelungene Bezeichnung.

    In diesem Zusammenhang muss ich an den konservativen TV & Radio-Kommentator Glenn Beck denken, der sich daran erinnert, wie er Teil der republikanischen Medien-Szene war, die nach der Obama-Wahl ebenfalls in eine Art Hysterie geriet. Er redete darüber neulich mit Anderson Cooper auf CNN und erklärte sich schuldig einer regelrechten Hetze von damals, die er heute bereue. Diese Art Einsicht ist rar.

    „Wer seine Informationen bei nur Ariana Huffington bezieht, könnte sich kurz vor dem Ausbruch einer Diktatur und eines Bürgerkriegs wähnen.“

    Ariana Huffington hat sich meines Wissens von der HuffPost zurückgezogen, um sich um eine neues Projekt zu kümmern, in Health & Fitness.

    Hier, eine interessante Beschreibung über die Gründung von HuffPost, an welcher der vor vier Jahren verstorbene Andrew Breitbart beteiligt gewesen war.
    https://www.buzzfeed.com/buzzfeedpolitics/how-andrew-breitbart-helped-launch-huffington-post?utm_term=.wt86VLje1#.okLm4GYqk

    • Ich habe den Eindruck, dass der politische kompass ohnehin kaum mehr in eine Rictung schreibt. Ich hatte mal auf eher mittelerfreuliche Weise mit David Frum „an and to evil“ zu tun. Das war damals einer, dem man selbstverständlich das Nuken zugetraut hätte. Heute ist er pro Hillary. Haben die alle etwas gelernt? Oder sind sie nur schlau geworden, weil sie Trump nicht ausstehen können?

  29. Kleiner Fehler
    Slate gehört nicht zu Bezos. Richtig ist, dass Slate 2004 von der Washington Post gekauft wurde. Als die Post-Eignerfamilie Graham aber die Post an Bezos verkauften, behielten sie Slate und besitzen es bis heute.

  30. LTI
    Lingua tertii imperii!

    • :/

    • Aber Don!
      Wenn etwas Deutschkand retten wird, so ist das Bildungsbürgertum mit seinen lateinischen Phrasen…

      Ich muss aber mal nachfragen. Als ich Red Tea Party las, dachte ich : Genau so ist es! Denn auch das Original waren ja keine eigentlich bewussten Konservative, die die Politik durchdacht hatten, sondern right-wing-lunatic-fringe. Also ging ich davon aus, dass sie diese Leute als left-wing-lunatic-fringe einordnen, also nicht als eigentlich Linke.

      Die gewachsene Popularität des Blogs hat nun eine grosse Zahl mit den Überzeugungen einer deutschen Tea Party, gäbe es sie denn, angezogen.

      Sie brauchen natürlich nicht zu antworten, denn keine Antwort ist ja auch eine…

      PS Das Ende des Guardian kam für mich, einen längjährigen Leser, bereits bei der Glenn Greenwald Story. Die war zu entlarvend….

    • latine! dicisne?
      vendi laus amoris
      paxe
      trixe
      caputisse!

    • TDV sagt, wie es ist : Echte Linke sind gut, weil in der Judäischen Befreiungsfront,
      die aus der Befreiungsfront für Judäa sind pöhse.

      1968 ist vorbei, Gott sei’s getrommelt, und irgendwann im Leben ist es Zeit, seinen Stadl aufzuräumen, und sich auf den Besuch des Schnitters vorzubereiten.
      Ein Leben lang in der Spätpubertät zu verharren, auf hohem Roß, das von vornherein ein totes Pferd war, einherzureiten, und sich gut vorzukommen, weil man das wahre Linke gepachtet hat, ist jämmerlich.

    • LTI
      Und der Anhang in Orwells „1984“ =“Newspeak“.

    • Titel eingeben
      Das sind keine lateinischen Phrasen, TDV, LTI ist der Titel eines zu Recht berühmten und wichtigen Buches.

    • Ach, otto....
      Sie klingen wie der typische zu kurz gekomme RCDSler. Rigide, starre Menschen… kann mich dann später noch an den Slogan erinnern: „Unser Idol, Helmut Kohl.“ Was haben wir herzlich gelacht….

      Glauben sie ernsthaft, dass echte 68er Politik heutzutage noch für wichtig halten? Es ging „uns“ damals wie heute einzig und allein ums gute Leben, meinen sie wirklich, dass das Thema irgendwas mit Politik zu tun hat… Kleiner Tip: Die einen streiten für die Legalissierung von Pot, die anderen haben es einfach im Schrank mit einer Infrarot Lampe angebaut. Und die Methode können sie auf jedes andere Gebiet des Lebens anwenden.
      Die 68er die heute in Politik, waren das vielleicht früher mal. Der Begriff „68er“ dient Reaktionären perfekt als Feindbild, wie immer: völlig losgelöst von der Realität.

      Glauben sie mir, gerade das kann uns nur Recht sein. In unserem Alter schaffen wir die letzte Etappe auch noch ohne dass die linken und rechten Spiesser irgendwas merken.

      Danke, KLAUS, aber ich kenne Klemperer natürlich. Wie sie den vorangegangenen Sätzen vielleicht entnommen haben, gehöre ich zu den Menschen, die keine Möglichkeit sehen die Hitlers zu verhindern, und deshalb einfach emigrieren… Sie sehen doch selber angesichts der mittlerweile in den Demokratien regierenden „Kapazitäten“, dass auch „das von all politischen Systemen am wenigsten schlechte“ nicht mehr in der Lage ist zu verhindern, dass die Dummheit an der Macht ist. Trump, Merkel, Hollande, May, Renzi usw.usw.
      Was sagt es uns denn, dass ganz offensichtlich ausgrechnet Russland und China die fähigsten Regierungschefs hat?
      Und da gibts Leute die Bücher, die heutzutage Bücher über den Sprachgebrauch/Missbrauch für bedeutend halten?

    • An TDV: zu den Phrasen
      Sprache ist interessant.

      Ich versuche es mit einer aktuellen Variante des LTI die zunächst harmlos daherkommt.

      Sie haben sicherlich schon davon gehört das es in Krankenhäusern xyz Betten gibt und so und so viele davon abgebaut werden sollen.
      Das klingt zunächst harmlos.

      Es natürlich klar das in Krankenhäusern keine Betten behandelt werden sondern Menschen die krank sind so das man wenigstens von stationären Behandlungsplätzen für so und so viel Patienten reden müsste. Manche Fachleute machen das auch.
      Es gibt dann auch noch zB ambulante und teilstationäre Behandlungsplätze (Eine Tagesklinik für psychisch Kranke zB)

      Manche LTI-Nutzer reden auch von Patientengut als ob Menschen Sachen wären.

      Man könnte sich jetzt noch fragen welche Berufsgruppen welche Begriffe verwenden.

      Achten sie mal darauf. Es sind halt manchmal die Details.
      Wäre ich Lehrer würde ich sagen: Finden sie eigne Beispiele.

      ggf ist der Begriff Burkhaverbot auch schon LTI weil es gar nicht um die Frauen geht sondern darum das man eine bestimmte politische Haltung demonstrieren will. Zur Ergänzung: Sich in die Luft sprengende Frauen sind eher selten. Motorradfahrer mit Sturmhaube und Helm kann man auch nicht erkennen. Lange Rede kurzer Sinn: Was steckt hinter einer bestimmten Begriffsverwendung.

    • Titel eingeben
      Natürlich KK, aber sie brauchen keine offenen Türen einrennen. Klingen meine Beiträge mittlerweile wirklich so, als wüsste ich sowas nicht?
      Was meinen sie wohl, wo meine Abneigung gegen eine neo-liberale Politik herkommt, wo sich sogar Krankenhäuser Pflegheime und Universitäten rechnen?
      Ich habe nichts gegen Kopftücher zum „privaten Gebrauch“. Ich bin für Religionsfreiheit = Freiheit von Religion. Da die grosse Mehrheit der Menschen zu dumm ist úm ohne einen unsichtbaren Freund im Himmel leben zu können, wäre es sinnlos irgendws mit dem Verbot des Kopftuches erreichen zu wollen. In einem säkularen Land sollte allerdings niemand der eine verdummende Religion so zur Schau stellt in Positionen gelangen in denen er andere beeinflusst. zB schulen.

      Muss ich hinzufügen, dass das auch für professionelle Fans der christlichen Religion gilt? Wenn sie einen Satz von mir lesen, denken sie immer daran, dass ich Anarchist bin, das erklärt dann das meiste.

  31. Titel eingeben
    Dieser Hass auf Trump der Linken ist wirklich witzig. Fast möchte man ihnen nur „Mimimimi“ zurufen, dann wäre man niveaumäßig auf Augenhöhe. Wäre ich Amerikaner, wäre mir ein Präsident mit der Devise „America first“ bedeutend lieber als mir als Deutscher eine stellvertretende Bundestagspräsidentin ist, die auf einer Demo hinter einem großen Banner mit „Deutschland, Du Stück Scheiße“ friedlich hinterher trottet. Wo bleibt eigentlich der Weltuntergang, den uns Medien nach der Wahl Trumps angedroht haben? Selbst die Börsen sind stattdessen auf Rekordjagd. Schön fand ich diese Woche die neue Studie, die gezeigt hat, dass die meisten Deutschen Trump für doof und böse halten. Kein Wunder, die hiesigen Meiden haben das den Leuten lang und breit in den Kopf gehämmert. Die Studie taugt daher eher als Anschauungsobjekt der Medienwirksamkeitsforschung. Jaja, und die Amis erst, wählen so einen. Wie doof die Amis aus Sicht der Linken doch sind, haben die es mit Ach und Krach gerade mal zur politischen, militärischen und technologischen Weltvormacht und bis auf den Mond gebracht, während man in Russland, China, Kuba und anderen sozialistischen Bruderstaaten auf dem Land den Acker noch mit der Hand umgräbt. In diesem Sinne: Welcome, Donald, auf ein paar gute Jahre!

    • @L3x: unvollständiges Zitat!
      Sie haben „mieses“ vergessen: „…Du mieses Stück…“! „Mieses“ gehört da unbedingt rein, schon aus stilistischen Gründen. Zu besagter Dame: daß sie von ihrer eigenen Partei deswegen nicht umgehend zu Distanzierung oder Rücktritt gedrängt wurde, sagt eine Menge über den Zustand unserer Demokratie aus.

      Zu Trump: abwarten, was kommt. Ich bin da eher skeptisch. Wir wissen nicht, wer für ihn arbeitet, wer hinter ihm steht, wer die Strippen zieht, was er noch anstellen wird usw. Vielleicht weiß er es auch noch nicht. Für diesen Job braucht es mehr als einen Selbstdarsteller, Sprücheklopfer und Provokateur mit einem aufgeblasenen Ego.

      Mal sehen, was daraus wird.

    • Sehr bedenklich
      finde ich, dass ein Teil seiner Wähler Trump als eine Art Messias zu sehen scheint. Diese Leute scheinen ihn ihm eine Art Gott zu sehen:“ Trump, mache Amerika wieder gross“. „Trump wird uns in Amerika vor allem Übel bewahren“.
      Wenn demnächst behauptet wird, er könne Wasser in Wein verwandeln, würde es mich auch nicht wundern.

      Diese Art von Realitätsverlust halte ich wirklich für gefährlich.

    • @tyska - Wasser in Wein verwandeln usw.
      Was wird, wenn ihn sein Fußvolk schließlich auffordert, auf dem Wasser zu wandeln?

      Trotz „postfaktisch“ existiert die Realität ja doch noch irgendwie. Und die schlägt zurück, wenn man sie zu „dekonstruieren“ versucht.

      Wahrscheinlich beruhigt sich das aber wieder. Ziemlich erschreckend finde ich jedoch die Polarisierung und die Mobilisierung des allgemeinen Hasses auf allen Seiten. In diesen turbulenten Zeiten brauchten wir eigentlich mehr Stabilität und Gleichgewicht, anstatt Massenhysterie.

    • @Thomsen
      Wie sollte ihre eigene Partei eine Distanzierung oder sogar den Rücktritt von Claudia Roth fordern, wenn doch mit großer Wahrscheinlichkeit Teile der grünen Jugend selbst die Transparente getragen haben?

  32. Unsere linksverrutschten Gesellschaften-ein Erklärungsversuch
    Wie konnte es ausgerechnet in einem Land wie den USA nur dazu kommen, dass sich dort eine regelrechte linke Monokultur im medialen Bereich ausgebildet hat? In einem Land, das einst so vehement (und zunächst auch erfolgreich) den Kommunismus bekämpft hat und in dem „Commie“ so etwas wie ein Standardschimpfwort war? Hat das wirklich mit den neuen Medien zu tun? Ist es erziehungsbedingt? Gibt es zu viele Weichmacher in der Umwelt (soll heißen wohlstandsbedingt zu viele östrogenhaltige Substanzen, die auch viele Männer immer „weiblicher“ machen)? Ist es Folge eines über jetzt schon fast seit Jahrzehnten auf Teufel (no pun intended!) komm raus praktizierten „virtue signaling“? Einer „Tugendprahlerei“, die man als postkarrieristisch beschreiben könnte, wo sich die oft jugendlichen, weltfremden Streber darin überbieten, wer am plakativsten humanitär auftritt? Wo eine regelrechte Ellbogenkultur des Humanitären entstanden ist, die alle Andersdenkenden wegboxt nach dem Motto „und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“. Wo einem folgender Spruch von Harald Schmidt einfällt: „Humanismus ist der Trick gegen den Karriereknick“.
    Vor allem hierzulande wurden die 68-er oft genau von ähnlichen Karrieremotiven geleitet: man versuchte den braunen Flecken in der Familienchronik (die ja der Karriere im Weg stehen konnten) dadurch zu entkommen, dass man sich dem ideologischen Gegner der Braunen, den Kommunisten, an den Hals warf. Dabei hat man eine Kleinigkeit übersehen: die haben nämlich im Rahmen der Stalin’schen Säuberungen den bisher größten registrierten Genozid begangen (über 20 Millionen Opfer).
    Die ganze unappetitliche linke Kamarilla (die pseudohumanitäre Glitteratimischpoke) ist kein neues Phänomen: Psychogrammatisch gleicht sie Charakteren wie sie sich beispielsweise in Shakespeares Stück „Timon von Athen“ finden. Timon, der die bei ihm herumschmarotzenden „Freunde“ so lange reich beschenkt bis er selbst nichts mehr hat zieht sich verbittert in die Einöde zurück als er nach seinem Bankrott vergeblich an deren Hilfsbereitschaft appelliert hat. Dort verflucht er die ganze Welt und sinnt auf Rache. Nur einer ist davon ausgenommen: der General Alkibiades, über den er bemerkenswerterweise sagt (hier eine freie Übersetzung): „wie kann es sein, dass sein blutig Handwerk ihn nicht verderbt, und andere, die so zahm sich geben, mit ihm verglichen wilde Tiere sind?“ Diese wilden Tiere-da fallen einem doch unweigerlich die urbanen, glatt-geschniegelten Hillary-Anhänger ein, die sich überall so plakativ in den Dienst dessen stellen wollten, was sie für Fortschritt halten.
    Auch beim Zustand unserer Gesellschaft kann man nur noch den Kopf schütteln: die Tugendprahler würden jemand wie den ehemaligen SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt wohl glatt als Rechtsradikalen hinstellen. Weichmachertendenzen allerorten: ich schreibe ja hier öfter leidenschaftlich (!) gern Verrisse des modernen Tatort: im Vergleich zu kernigen Typen wie Trimmel oder Haferkamp (alte Tatorts) wirken die halbstarken Streberbubis des modernen Abklatschs wie die reinsten Eunuchen. Wie Typen, die man auf dem Grünenparteitag vergessen hat und die nach dem Lindenstraßengucken eifrig ihre alternativspießigen Phraseologismen auswendig lernen. Die ganze linke Pharisäer- und Spießerkultur hat mittlerweile Dimensionen einer kollektiven Paranoia angenommen.
    Man hofft auf Donald Trump (für mich der Robin Hood der Moderne), diesen begnadeten Spaßranger, der in diesem trüben Einheitsmischmasch neue Akzente setzen kann.

    • Geht’s auch zwei Nummern zivilisierter? Bitte.

    • und bitte
      ….ohne Versatzstücke und Wiederholungen. Wenigstens nicht aus der Diskussion zum selben Blogbeitrag. Wir wissen jetzt, dass Sie Kommissar Haferschleim gaaaanz toll fanden … ;0)

    • Mal unter Männern
      Don, Sie sind hier der Hausherr, und ich verstehe völlig Ihre Verantwortung, das Blog in geordneten Bahnen zu halten. Aber dieser Beitrag von H.C. kommt frank und frei rüber und ist damit zivilisierter als die verklemmten Versuche eines Dr. Claus Kleber, uns seine Privatmeinungen als Nachrichten unterzujubeln.

      Noch einen schönen Sonntag, für weitere Ausführungen reicht die Zeit nicht, denn ich muss ja schon wieder Ihr nächstes Blog lesen…

  33. Geld regiert ......
    Liebe Mitforisten,

    Wir werden heute mit den “ Forschngsergebnissen“ von ICCT belehrt!

    Diese “ Umweltingenieure“ stehen auf den Gehaltlisten einer Organisation im US Bundesstaat Delaware!

    Und unsere Industrie wird mit Bekanntem erneut schlecht geredet.

    Wem nützt es!?

    Genau so geht es mit den Forschern des Klimawandel und unseren Gutmenschen! Wem nutzt diese Unterdrückung des gesunden Menschenverstandes!

    Danke an Don

  34. Journalism of the righteous
    Christiane Amanpour, neulich auf CNN:
    „I insist on being truthful, not neutral.“

    Christiane Amanpour, die einen Unterstützer von Brexit vor der laufenden Kamera so stark angriff und mundtot schimpfte, dass der arme Mann gar nicht erst zum Reden kam.

    Den Gegner nieder zu kreischen, das konnten die weiblichen TV-Surrogates von Trump genauso gut wie die liberale Amanpour.

    Der neue Journalismus, the journalism of the righteous.
    Ob links, ob rechts, bedeutet das eine Tyrannei der Eiferer.

    • „Einen guten Journalisten erkennt man daran...
      Hajo Friedrichs Leitsatz für die Journalistenausbildung:

      „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“

      versus

      Christiane Amanpour „I insist on being truthful, not neutral.“

      Journalisten machen nicht mehr ihren eigentlichen Job Berichterstattung, sondern fluten uns inflationär mit ihrer persönlichen Meinung. Eine Meinung möchte ich mir aber, auf der Basis sachlicher Informationen, gerne selber bilden.

      Wenn Journalisten (und Politiker!) aufhören würden, ihre Leser, Hörer, Zuschauer und Wähler wie unmündige Kinder zu behandeln, denen man die eigenen Positionen nur besser erklären muss, damit sie endlich das richtige Kreuz machen, dann hört auch der Vorwurf der Lügenpresse auf. Dann würden die mündigen Bürger auch wieder Geld für Zeitungen ausgeben.

  35. Das haben die Gegner von Breitbart bestimmt nur vergessen:
    Der schrille Ton, die „Hit Pieces“, die Halbinformationen, der Schluss von einem singulären Satz oder Tatsache auf alle und alles – das hat auf der linken Seite in den USA eine genauso schmutzig arbeitende Gegenseite. Von Mother Jones über Vice bis HuffPo, kein substantieller Unterschied. Die gleiche Mentalität, die gleichen Methoden. Das passt also schon, in den USA

    Wird weniger lustig, wenn das auch nach Deutschland kommt. Hier haben wir es (im wesentlichen und grosso modo) weder links noch rechts. Bis heute haben der auf twitter und facebook freidrehenden Schlammschlachten kein reichweitenstarkes Medienorgan (weder links noch rechts – soviel Fairness muss auch gegenüber den häufig kritisierten deutschen Medien sein).

    Ich habe mit dem US-breitbart kein Problem, seitdem ich regelmässig Streifzüge auch über die linken Gegenstücke mache. Da schreibt sich halt auf beiden Seiten der Pöbel die Finger wund und ruft zum heiligen Krieg auf, ISIS lässt grüssen. Es wird nicht zu verhindern sein, dass die in den USA als verbaler Krieg ausgetragene Diskussion um die Grundlagen westlicher Zivilisation sich auch hier dahin verändert. Bisher haben wir ja aus den USA mit Verspätung fast alles übernommen – und mit einem Blick auf PI, die Mädchenmannschaft oder Indymedia gibt´s ja auch in Deutschland schon Vorläufer. Mit bisher begrenztem Echo …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Die deutschen Spinner haben nicht genug Impact und ich glaube auch nicht, dass es dafür ernsthaft ausreichend Publikum gibt.

    • Ich untersage Ihnen, wie jedem anderen Truppenführer, die Kapitulation.
      Nope.

      Deutschland ist die Mutter von Links versus Rechts.
      Weil keine Einheit als Nation die bindet.

      Amerika demnach andersherum.

      Aber ich will sie nicht mit PostDiplomWissen überfordern.

      Was aber noch anzumerken wäre:

      Deutschland ist immer spät dran, dann aber radikal.
      Wir sind halt Perfektionisten.
      Auch beim Wahnsinn.

    • Mother Jones ist ein seriöses Reportage-Journal - - viele gute Leute schreiben dort - haben dort
      geschrieben, sei’s Julia Witty, sei’s Babara Ehrenreich, sei‘ Ellen Willis.

      Was ich einräume: Die Meinungs-Stücke online sind nicht immer prickelnd (das ist wie bei mir, hehe).

      Aber die großen Reportagen: Über das Gefängnissystem, über Fracking, über – ok, das ist nix für Vegetarier – die US Fleischindustrie, über die absaufenden Ozeane – und auch viele erstklassige Foto-Essays – (das ist wieder etwas für DA – -) – also das ist schon sehr gut.

    • Ich untersage Ihnen, wie jedem anderen Truppenführer, die Kapitulation... nicht
      Es geht oft um die Details.

      …. bis zur letzten Patrone. (zb WWI)
      …. bis zum letzten Mann.(zb WWII)

      der Unterschied wird klar wenn man sich bewusst macht das es nicht sinnvoll ist ohne Munition weiterzuschießen. Dem Gegner die Maschinenpistole nur noch entgegenwerfen zu können ist ein blöde Situation.

      GFM Paulus hatte in Stalingrad kapituliert als er nichts mehr zum schießen hatte. Adolf soll sich geärgert haben das der GFM sich dann gefangen nehmen lies. Nur blöd waren die Herren Offiziere dann auch nicht. Er beriet später die NVA der DDR.

      Man könnte also fragen:
      Hat die Opposition noch Munition?

  36. Ach ich würde mir so sehr wünschen, dass die arme traumatisierte Schneeflocke
    Leopold (und die anderen) mal lesen würden, wie sich ihre angebetete souveräne untadelige Hillary Clinton nach der Wahl aufgeführt hat:

    http://www.infowars.com/report-hillary-became-physically-violent-after-she-realized-she-had-lost-the-election/
    http://n8waechter.info/2016/11/hillary-clinton-gewalttaetige-wutausbrueche-in-der-wahlnacht/

  37. He's a reed. You push him and... and he bends.
    Yep, die normave Kraft des Faktischen.

    Ganz besonders in deutschen Bürokratien zu finden.

    Wie der ARD und des ZDF.

    Wir werden uns noch die Augen reiben, wenn die Hardcore Linksliberalen in Reih und Glied die Nation hochjubeln und die Grenzen wiederauferstehen lassen.

    Menschen sind zu 99,9% Schilf, die wandern mit dem Wind.
    Der Rest wandern sehr schnell unter die Erde.

  38. Die Blähungen Deutschlands
    Saludos Don Alphonso!
    Als Bürger des amerikanischen Kontinents, wenn auch nicht der USA, habe ich vorsorglich meine Bekannten in Deutschland gebeten sich schwer zu bewaffnen, denn es steht in Deutschland wohl kurz vor Ausbruch eines faschistischen Zuschlages, ganz Deutschland wird gewarnt, sogar der gerade noch amtierende US-Präsident, der bei seinem Besuch bei euch Warnungen ausstößt (vielleicht weil er seinem Amt schlicht hinterher weint und es nicht aushält bald nichts zu sagen zu haben?) überall also lese ich in deutschen Dingens da, na wie sagt man, Zeitungen, ach ja, lese ich also grauenhaftes über die Zustände , die uns in Amerika jetzt, direkt jetzt, in den nächsten Tagen, ach was, Stunden vielleicht, überrollen und überschwemmen. Da, gerade hat es an der Tür geklopft, ich stehe angstvoll auf um zu oeffnen….moment, meine Pistole….man weiss ja nicht ob da nicht ein Blondschopf…Sie verstehen?

    Uff, Glück gehabt, der Nachbar hat mich nur begrüßt, ein Neger übrigens, der unverschämte Fröhlichkeit ausstrahlt, gehört verboten sowas, der weiss wohl nicht wen die in den USA bald als Chef haben…doch, er weiss es, ja wie kann der da lachen? Ist wohl nicht bei Sinnen der arme Mann.

    Aber es hätte ja, jawohl, durchaus möglich, dieser Kerl sein können, der „Nennt-ihn-nicht-beim-Namen“, der „Gott-steh-uns-bei“ den sie gerade gewählt haben, das alles entnehme ich der Presse.

    Insbesondere bei, wie heißt dieses Blatt? Ach ja, Spiegel, richtig, Spiegel. Ich lese die Schlagzeilen von Spiegel-Online von heute (seltsam, das Internet funktioniert noch, hat er es also noch nicht abgestellt, damit wir alle schwach und hilflos sind, wenn er zuschlägt…) und bibbere um meine Freunde in Deutschland. Ist es also schon wieder so weit.

    Was ich aber seltsam finde, ist die scheinbar völlige Gleichmütigkeit meiner Mitlebewesen hier auf dem amerikanischen Kontinent. Die haben gar keine Angst vor Trump. Die schauen sich die Demos der jungen, feministischen durchgegenderten Studenten an, die alle Fabrikneue und bunte Schilder tragen, sie fragen, wer das bezahlt und wer Interesse hat, soviel Terror, umgekippte Autos, brennende Geschäfte, eingeschlagene Scheiben auf die Straßen der USA zu bringen, und ich erkläre dann hinter vorgehaltener Hand (man weiß ja nie!): Das sind die friedliebenden Linken, die wir auch in Deutschland haben, die für eine bessere Gesellschaft alles tun. Zerstören, zerschlagen, anstecken, Hass, Verachtung, Wut, verbreiten, also Kindergebaren, und dafür wollen sie behandelt werden wie Kinder.

    Die Hetze, die ich beim Onlinespiegel finde, schaudert mich. Abgrundtief. Bah, was für ein verkommenes Blatt ist das nur geworden, das mal aufklärerisch war und heute die linke Sau austreibt. Für Salonkommunisten wie Augstein (dem Sohn) dämmert der Faschismus heran. Da, nun ham wirs….nun steht er vor der Tür, hätten wir doch nur die Hillary gewählt, dann hätten wir wenigstens nur die Möglichkeit auf anständige saubere neue Kriege, aber jetzt….mit Trump…au Backe das tut weh…

    Stimmt.

    Das was da an Pressearbeit gemacht wird, ist Hetze in althergebrachtem Stil, und die Trumpkarrikaturen, na ja, ich will nicht gleich zum Stürmer greifen, aber so ein bisschen doch.

    Wie gesagt, bei uns in Lateinamerika, die wir zuerst von der US Politik betroffen sind als direkte Nachbarn, herrscht keine große Aufregung. Bei euch,9000 km entfernt aber schon.

    Und jetzt, lieber Don Alphonso, frage ich Sie: Was also stimmt mit euch nicht?

    Saludos y un buen dia por todos.

  39. Ach Jule.
    Da möchte man der larmoyanten und leider auch ein wenig selbstgerechten Jule zurufen: Dann heul doch! Wobei sie das im Grunde ja schon macht und daher keines ermunternden Zuspruchs Dritter bedarf. Wann hat diese nach eigenem Verständnis so reflektierte Frau denn verlernt, die Welt mit offenen Augen zu sehen?


  40. Dabei schwinden alle Grenzen zwischen Aktivismus und Journalismus.
    Anscheinend erleben wir die Wiederkehr des Gesinnungsblättles.
    Kampfgeist, Marketing, PR werden offenbar inzwischen als wichtiger angesehen als Beobachtung, Analyse.
    Ob man sich von dem „Wahlkampfmodus“ nochmal erholt?
    Jedenfalls sind da manche grundsätzlich schief gewickelt, wenn sie meinen „der Kampf beginnt jetzt“. Die Mehrheit wird sich nach Ohropax gegen das Geplärr umsehen.

    • Was mich erstaunt ist, wie weit das schon gediehen ist. M,an merkt es erst, wenn so etwas wie diese Wahl passiert.


    • Solche Stücke wie den verlinkten Artikel finde ich schwer zu lesen, weil sie fast nur aus Affekt bestehen, und alles diesem unterordnen.
      Hat auf mich einen Effekt wie eine Zahnarzthelferin, die mich am Arm fassen will: ich muß mich extrem beherrschen, ihr keine runterzuhauen.

    • Mich erstaunt Ihr Erstaunen ...
      Mann, wenn ich an die achtziger/frühen neunziger zurückdenke – echte politische Auseinandersetzungen um Waldsterben, Atomkraft, NATO-Nachrüstung, innere Sicherheit, Asylrecht, deutsche Vereinigung. Neue soziale Bewegungen versus Unions-Hardliner. Und die publizistischen Unterstützer auf beiden Seiten (WELT/FAZ gegen FR/SZ/ZEIT/taz).

      Dagegen wirken die Medien in den letzten etwa 15 Jahren derartig eng und kleingeistig. Kommt das Elektroauto jetzt oder erst in 5 Jahren – das ist die heutige „politische Auseinandersetzung“. Medien- wie Politeliten haben sich auf eine Weltsicht geeinigt und verstehen tatsächlich nicht mehr, wie man eine andere haben kann. Wahlweise „dumm“ oder „Nazi“ lautet das als Erklärung getarnte dumme Geschwätz von Leuten, die sich im linksliberalen Biedermeier bequem eingerichtet haben.

      Gas allerlustigste ist – sie haben nicht einmal gemerkt, wie weit sich ihr Konsens von guten Teilen der Bevölkerung entfernt hat. Und sind jetzt entsetzt, dass überall in Europa ihre fürsorgliche Bevormundung nicht mehr geduldet wird.

      Na, das konnte man kommen sehen. Hass und pseudoreligiöser Eifer bestimmter Gruppen (links wie rechts) haben sich schon vor jahren ausgeprägt, offenbar haben weite Bevölkerungsteile wieder Lust auf Glaubenskämpfe (damit haben wir ja historisch gute Erfahrungen). Denn man los :-). Popcorn anyone?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  41. Titel eingeben
    Da hat doch die hatespeech Polizei auch was gutes. Nie würden so herrliche Wortkreationen wie „rektalrobbend“ in unseren Sprachgebrauch eingehen. Immer wieder schön.

    Ach ja, die finanziellen Probleme der linken Medien sind auch bei uns schon gravierend. Hat es in Berlin nicht schon Entlassungen gegeben. Vielleicht hätte auch hier ein Unterstützungsaufruf bei den treuen Anhängern Abhilfe schaffen können.

    Ich bin für einen DA-Duden mit all den schönen (gesrichenen) neuen Wortschöpfungen.

    • Ich bin mal gespannt, wann es bei der SZ online kracht.

    • Titel eingeben
      Ich weiß ja nicht, ob da Gelder aus dem Staatssäckel fließen. Doch selbst wenn nicht, glaube ich nicht daran, dass die dortige Politik auf ihr Medium verzichten wird. Da werden sich dann sicher Sponsoren finden lassen.

    • @ Don Alphonso
      Wie hat man sich so ein Krachen im weitesten Sinne vorzustellen?

  42. Nachtrag-end
    Macht es doch wie wir. Wir haben die US-Boys kurzerhand in die Schranken verwiesen, beim Fussball, 4 : 0 fuer uns natuerlich. Wegen weil die diesen Blonden gewaehlt haben. Bei Hillary waere es wohl 6 : 0 gewesen…..mindestens.
    Schoenen Abend noch

  43. Juliane Leopold und der Guardian usw. - Die Schweiz und TAGI und NZZ als leuchtende Gegenbeispiele
    Der Guardian hatte eine 1 Milliarde Euro schwere Spende auf der hohen Kante. Damit sollte die Welt online publizistisch erobert werden. Jetzt sind 2/3 der Riesenspende weg – und die Welt liegt dem Guardian immer noch nicht zu Füssen. – Vielleicht ist die Welt ja gar nicht käuflich. – Can’t buy me love!…sangen die Beatles einst so schön.

    Mein Tipp ist – die Leser einer seriösen Publikation wollen interessante – und das heisst: Durchdachte, seriöse Information. Keine vorgekauten Meinungshäppchen – keine Babykost für Erwachsene.

    Das Musterbeispiel ist für mich Zürich. Umfangmässig einer der kleineren Stadtteile von New York City und gleich zwei seriöse Tageszeitungen und sonstige – teure und billige – publizistische Angebote noch und noch. Im Weltmasstab gesehen ein Wunder. Funktioniert aber. Heute wurde der neue schweizerische Medienreport bekanntgegeben: Höchstes Vertrauen der Medienkonsumenten in ihre Informationsquellen weltweit. – Das ist perfekt. Übrigens können sich da in CH auch die ÖR absolut sehen lassen.

    Ernst gemeinter Gedanke: Wenn ich Verlegerpräses oder Zeitungsrepräsentant in D-Land wäre, ich würde mich sehr für Elemente direkter Demokratie einsetzen: Diese treiben in der Schweiz das Medieninteresse – und die direkte Demokratie bindet die Medien immer wieder zurück an die wirklichen Stimmungen und Bedürfnisse in der Bevölkerung.

    Diese Juliane Leopold gibt es. Da muss ich Ihnen recht geben. Strategische Beraterin für die Tagesschau – wenn ich sowas lese, denke ich immer: Nur ruhig Blut. Was soll’s. Es kann nicht überall von superfitten Leuten wimmeln.

    Was man an Sachen wie dem von Ihnen verlinkten Leopold-Artikel – das erste und letzte, was ich von der Dame zu lesen beabsichtige – sehen kann, ist, wie sich da a) Leute nach der Decke strecken und b) schlicht und ergreifend um Anerkennung kämpfen, ohne viel mehr als Sitzfleisch zu bieten zu haben.

    Die Kasse im Copy-Shop als nächste Karrierestation immer fest im Blick. Oder halt Festanstellung im öffentlichen Rundfunk – …: Hop oder Top.

    • Titel eingeben
      „Strategische Beraterin für die Tagesschau“
      Frühstücksdirektor, so hieß das früher.
      Oder: Sesselpupser.
      .
      Heute: SesselpupserIn.
      .
      Nunja, „wir“ alle zahlen ja gezwungenermaßen reichlich für solche…

      Und, ich schrieb es schon oft woanders: Nicht mal Propagandaminister G. vor circa 80 Jahren hatte die Chuzpe, solch Zwangsabgabe zum Propaganda-Radiohören einzuführen.

    • es geht wohl darum, die Tagesschau viral in die Netze zu bringen. Keine Ahnung, wie das zum Status der Öffis passt.

    • Laurie Penny als Luther-Gen-Erbin ist auch nett
      Die EKD inszeniert die Guardian-Genderikone grad als quasi direkte Nachfahrin des Reformators, in ihrem Jubiläumsthemenheft und der „Doku“ Luther-Code (oder so), die bei arte lief und von der Evangelischen Publiztik finanziert wurde. Obwohl Frau Penny mehr als deutlich erklärt, dass sie weder an Gott noch an Religionen glaube. Aber vielleicht ist ihr täglich Brot beim Guardian ja in Gefahr und das mit dem Antisemitismus kommt hin.

  44. Hab ich ganz vergessen ...
    … Frau Schwesig klagte vor einiger Zeit, dass sie immer wieder verbal sexistisch angegriffen wird. So wird sie beispielsweise als weinerlich dargestellt. Habe entsprechend „weinerlich“ in mein persönliches Schwarzbuch des Sexismus aufgenommen. Müsste ich da nicht im vorauseilenden Gehorsam auch „larmoyant“ als eine Spielart von weinerlich hinzufügen? Wobei noch zu klären wäre, ob das Attribut weinerlich nur bei Frauen oder auch bei Männern (wahlweise nur homosexuellen Männern) als sexistisch einzustufen ist.

    Wenn man im iPhone auf das Wort Schwesig tippt, kommt als Korrekturvorschlag Schwedin oder Schweig – ich weiß jetzt nicht, was ich schlimmer finden soll.

    • Das ist kein Sexismus, also larmoyant
      Da 90% der so angeredeten keinen Schimmer haben werden was das Wort heißt wird seine Verwendung eher unter Rassismus fallen.

      Warum?

      Solche Worte gebraucht der Bildungsbürger, der Bildungsbürger ist weiß* (und männlich also vlt. sexismus), um seine geistige Überlegenheit darszustellen.

      *es ist allgemein bekannt das Schulen in der Eingangshalle ne daueraktive Spinkleranlage haben welche mit Alpina-Weiß betankt ist.

      Wenn das obige ernst genommen wird krieg ich nen Schreikrampf.

    • Frau Schwesig
      … war Finanzbeamtin, immerhin, arbeitete dort schon nur in der Öffentlichkeitabteilung, trat mit Ende 20 in die SPD ein und machte einen kometenhaften Aufstieg, weil sie (a) Frau ist, (b) jung, (c) optisch präsentabel, (d) Ossi.

      Von jemandem dessen Karriere auf positiv ausgenutztem Sexismus und Vorurteilen (blond) beruht, Sexismusvorwürfe auch nur zu hören, ist so als wenn sich ein Politiker darüber beklagt, dass er gewählt worden sei.

  45. Crying Wolf
    Es gibt auch Lichtblicke der Selbsterkenntnis wie diesen schönen Artikel http://slatestarcodex.com/2016/11/16/you-are-still-crying-wolf/
    Ich hoffe inständig, dass sich das verbreitet und die Linke zur Vernunft kommt.
    Ansonsten kann man aus der Ferne den meltdown der snowflakes und die Panik der Medien genießen (Breaking News: Trump goes out to dinner – ernsthaft bei CNN, MSNBC).

  46. Ist schon putzig...
    Dieselben Typen, die Trump noch nicht mal auf dem Schirm hatten, erklären uns jetzt haarklein, was wir alles von ihm erwarten dürfen.

    Die müssen wirklich alle anderen für Trottel halten.

  47. WARUM DENN IN DIE FERNE SCHWEIFEN, SIEH DAS GUTE LIEGT SO NAH
    in anlehnung an den grossen frauenhelden und wandersfreund JWG…………..werter DON, was schweifen sie nach übersee……….unser freund, der kaum besteuerte NAMENSERBE zitiert heute Mussolini und Marx in einem absatz, ja beide beginnen mit einem M ihre nachnamen, so kann mann auch ähnlichkeiten feststellen und dazudichten.

    und dann folgt der 360-grad-rundumschlag gegen die, die er unter dem kennwort FASCHISTEN pauschal subsumiert, beginnend mit dem führungspersonal des sog. europäischen populismus bis unterschwellig hin zu den ca. 50 % wahlberechtigten in den USA.

    ja, so reden und handeln bitter entäuschte wenn der irrglaube zusammenbricht und die realität auftaucht, laut dem NAMENSERBEN übrigens wie ein gespenst (hat er das von Marx oder hat er „Das Buschgespenst“ von K.May gelesen??, beide ja auch mit M am anfang.

    wir lernen das in der sozialpsychologie unter dem motto IF PROPHECY FAILS und von freund FESTINGER, dessen vortrag ich im Mannheimer Audimax leider verfehlte (wichtige dinge, entweder rudern oder ein dreibuchstabenwort das mit S anfängt lenkten mich ab).

    nichts kann schmerzhafter sein als kognitive dissonanzen und das lerne ich als psychologischer trittbrettfahrer: die psyche setzt sich immer durch ! beachten wir also, wer bald zu somatisieren beginnt. erste bilder aus den USA zeigen erschreckende nahaufnahmen.

    HC beispielsweise neigte nach presseberichten erneut im rahmen von motorischer abfuhr der ihr angetanen enttäuschungen zu gewaltmassnahmen gegen den guten Bill, dem meine mutter auch in jedem skandal vor dem fernseher die treue hielt (i mog den kerle!), HC setzt die wählerbeschimpfung fort und der NAMENSERBE sieht den Armageddon für sich am horizont und hat messerscharf erkannt, dass sümpfe bedrohlicherweise auch trockengelegt werden können, was bedeutet:

    er weiss, dass es sümpfe in der deutschen politik gibt.

    das trockenlegen habe ich ja schon 1991 in Berlin für Berlin vorgeschlagen, wir fluten die alten braunkohletagebaue der ruhmreichen DDR und in Berlin sinkt der grundwasserspiegel wegen fehlendem nachlaufenden wasser um 2 meter.

    kommen wir zum politikprofessor Dr. Namenserbe zurück:

    jetzt wissen wir endlich was faschismus ist, das war ja lange in der politologie nicht so ganz klar, faschist ist wer „DRAIN THE SWAMP“ ruft.

    dabei höre ich doch SWAMP MUSIC so gerne, siehe hörprobe nur als beispiel:

    https://www.youtube.com/watch?v=sHgD8dwIWLs

  48. Bei so vielen Fliegen meint man, es wäre Frühling und der Misthaufen nicht fern.
    Als jemand, der sich nicht so aufwändig mit Quellstrukturen der Medien wie Sie auseinandersetzt, habe ich inzwischen ein generelles Vertrauensproblem zu den allermeisten Medien. Und das wird nicht besser wenn ich bei Klonovsky folgendes lese: (wobei mir v.a. die Tatsache aufstößt, daß man nicht darüber berichten wollte)
    „Hillary Clinton, die von den Saudis und von Soros gesponserte Madonna der Demokratie, die Friedensfalkin, die erste Frau als Kandidation für die Spitze der Nahrungskette und letzte Hoffnung der westlichen Zivilisation, unsere Hillary soll in der Wahlnacht, nachdem sie von ihrer Niederlage erfahren hatte, Mitarbeiter ihres Wahlkampfteams tätlich angegriffen haben. Das berichten zumindest zwei amerikanische Journalisten (nachzulesen hier oder hier). CNN habe sich geweigert, heißt es, die Story zu veröffentlichen (es war ja nicht Trump)…“

    Nachrichten, daß Soros erheblich die #spontanen# anti-Trump Proteste finanziell und logistisch lanciert, verbessern meine Stimmung dabei auch kaum…

    Wenn ich vor diesem Hintergrund das Merkel spd Gekungel um Pöstchen wie den Präsidentenschemel oder Frontalansagen eines Herrn Schulz, der #Bundeskanzler werden will#, 9kennt den jemand?), aus dem Augenwinkel höre, dann formen sich Stimmen in meinem Kopf, die @Babylon und @Armagedon lispeln.
    Ich kann mit psychisch Kranken umgehen, aber nicht wenn es so viele sind.

    • Wie war das dunnemals?
      „Die Bevölkerung ist dem Aufruf zur spontanen Beflaggung in überwältigender Weise nachgekommen.“

    • Nachdem Merkel jetzt erklärt hat, daß D die Weltordnung herstellen werde
      frage ich mich wirklich, wie nah sie Soros und Mitkomödianten schon gekommen ist!

      Derweil muß VW die Fahnen streichen, weil es (wie andere deutsche Unternehmen ) im Wirtschaftskrieg mit den USA von der Merkel Gabriel Regierung allein gelassen wurde.

      Und heute wäre ja auch keine svastica auf der Flagge, sondern ein dezentes @Heil TTIP. Oder habe ich da die letzten Stützen der Menschheit Merkel-Obama falsch verstanden? Jetzt muß man doch dafür sein, weil der böse Trump (der zwar nicht obszön sein Wahlkampfteam und seine Wähler beleidigt und mit Gegenständen bewirft) auch dagegen ist. Mir scheint, der gordische Knoten war ein li ker.

    • Über Klonovskys Beitrag mit Verlinkung habe ich mich auch köstlich amüsiert
      Dann kam die gestrige Berichterstattung über Hillary und ich dachte, wie kann sich eine Frau nur in solch desolatem Zustand der Öffentlichkeit präsentieren.
      Wohl noch immer im Jammertal steckend, das sehe ich ja ein, trotzdem ich wäre nie so ungeschminkt und unfrisiert aus dem Haus gegangen, um anderen zu demonstrieren, wie beschissen es mir geht. Das geht doch gar nicht.
      http://www.krone.at/welt/nach-niederlage-was-ist-mit-hillary-clinton-los-ohne-make-up-story-539651

      Nun bleibt für mich die Frage, wie lange hält Hyaluron im Gesicht? Denn das war’s doch wohl, was sie frisch gehalten hat oder was plustert so auf? Nicht, dass ich dafür Geld ausgeben könnte, es wäre m.E. auch gar nicht nötig, aber das sind doch die wahren Fragen und Probleme.

      Was Trump macht oder machen wird… kommt Zeit, kommt Rat.

      Was Schulz will, Juncker drohte mit Rücktritt, Schulz sollte Brüssel also schleunigst verlassen, aber bitte nicht hier in Amt und Würden kommen. Wir haben genug „Elite“, mehr braucht’s doch wirklich nicht.

    • Ich glaube nicht, daß man Kollagen so schnell abbaut, Frau Simon
      Mir scheint vielmehr, daß Clinton eine soziopathische Persönlichkeit ist, bei der Willenskraft v.a. die Kraft zur Verstellung ist!

      Was in ihrem Cocktail alles falsch ist (zuviel Ehrgeiz, zuwenig Menschenachtung, Oberschichtneurose, Hörigkeit gegenüber Geld und Macht usf.), ist mir letztlich schnurz. Biochemie wäre eine schlechte Entschuldigung.

    • Patrick feldmann
      Da passt kein Löschblatt mehr zwischen. Die schweben auf einer Wellenlänge.

    • Die Frage wäre eigentlich wurscht, Herr Feldmann
      aber zwischen den beiden Fotos im Standard liegen ca. 3 Wochen, der Unterschied ist erschreckend und das neuere Foto erinnert an den Kollaps am Ground Zero.

      Zu verlieren ist nicht schön, sich aber dann dem Gegner so zu zeigen ist zum einen äußerst unklug und Mitleid auch von der eigenen Seite grauenhaft. Wer so abbaut und das auch noch offen zeigt, hat so oder so verloren.

      Ansonsten sind wir uns in der Beurteilung von Clinton einig, die Frau strahlt alles aus, aber ganz sicher keine Empathie o.ä.. Sie erinnert eher an eine Kampfmaschine, die wohl nur der Ehrgeiz und Wille zur Macht aufrecht gehalten hat und nun ist ihr der Dampf ausgegangen.

      Haben Sie heute Vormittag nebenan die Meldung gelesen, dass Merkel auf den Datenschutz nicht so viel Wert gelegt wissen will? Nicht, dass das neu für mich wäre, aber solche Meldungen immer so nebenbei und recht klein aufgemacht, zeigen, dass man noch immer nichts gelernt hat. In anderen Blättern las ich gar nichts dazu.
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/angela-merkel-warnt-auf-it-gipfel-vor-zu-strengem-datenschutz-14532201.html

    • Titel eingeben
      Patrick
      Bin erfreut, dass sie sich meiner Meinung anschliessen: „Ich kann mit psychisch Kranken umgehen, aber nicht wenn es so viele sind.“
      Allerdings ist Biochemie eben keine Entschuldigung, sondern die schlichte Wahrheit. Dantes Satz über dem Eingangstor IST wahr.

      Renate,
      ich versteh ihre Wünsche ja, zB Schulz, aber schauen sie sich doch um, beiden Medien und den Konsumenten. Es wird sich NICHTS ändern.
      Die sind die Mehrheit und werden es immer sein….
      Ich bin sicher, dass ist der Grund warum Don Radfahren, Silberkannen und die Reanaissance bevorzugt. Recht hat er!

    • personaler ground zero
      stimmt vermutlich, Frau Simon,-treffende Formulierung.
      Vor Merkel gruselt mich übrigens in ähnlicher Weise. Wobei die Frau weniger autoaggressiv, sondern eher moralisierend heteroaggressiv ist: mit der Folge, daß ground zero überall liegen wird- nur nicht in ihrem Gesicht!

    • Ich kann mit psychisch Kranken umgehen, aber nicht wenn es so viele sind.
      Die Zahl ist nicht das größte Problem.
      Es sind Kriterien wie
      -schwere der Einschränkung
      -Art der Krankheitseinsicht ( versteht der Patient etwas von seiner Krankheit und den Notwendigkeiten (um die Not zu wenden) die sich daraus ergeben)
      -Werden ihre Hilfsangebote angenommen (es könnte auch sein das ihre Hilfsangebote vernünftiger Weise von den Patienten abgelehnt werden. Das ist oft so :-)

      Was natürlich noch fehlt ist die Definition:
      Man könnte sagen:
      Psychisch Krank ist wer in Bezug auf sich und andere Verfehlt handelt.
      Da fragt man sich natürlich sofort ob es Menschen geben kann die überhaupt nicht in irgend einer Weise psychisch Krank sind.
      Das ist dann wieder eine Frage des Ausmaßes. Wenn man gute Psychiater/Ärzte fragt müssten die eigentlich immer sagen:

      Gesund ist der, der nicht ausreichend untersucht wurde.

      Zurück zu den politischen Fragen bei Demokraten und Republikanern oder SPD, CDU, CSU, FDP, Grüne, Linke, AfD.
      Es handelt sich bei Ihnen m.E. nicht um die Frage wie der Patient (Volkskörper) zu behandeln ist sondern es sind verschiedene Selbsthilfegruppen die ohne Fachärztliche Betreuung versuchen ihre Probleme zu lösen.

      Andere leiden an diesen Problemen zum Teil gar nicht.
      Klimawandelbeschwerden hat zB nicht jeder.
      Trump, Putin oder Merkelphobie (also die Furcht vor bestimmten Mitpatienten) haben mache Leute gar nicht.

      Ich vermute ich konnte ihnen gar nicht weiterhelfen habe aber ggf ihre Verunsicherung steigern können.

      – PS Ich muss die Depression erst vertiefen bevor ich mich von ihr befreien kann. Bildlich gesprochen müssen ich tatsächlich am Boden angekommen sein wo es tiefer nicht mehr geht.
      Von da kann ich dann herauswachsen.

      Wir fallen noch. (Ich war schon ganz unten, glaube ich zu wissen)
      Da meine Stimmungskurve von Unten kommt habe ich einen anderen Blick auf die Welt als jene die sich unfreiwillig im Sinkflug befinden.

      Ich Wünsche allen die guten Willens sind gute Besserung;-)

    • Herr Keller
      Der Satz zu psych.Kranken war polemisch gemeint, im Sinne von paraNoia (pseudoDenken).
      MetaNoia (also nicht methNoia! Man muß das für die Becks dieser Welt dazusagen)-Umdenken wäre hier die Heilung.
      Die Merkels dieser Welt lassen leiden, sie tun es nicht selbst (das positive Gegenbeispiel war Vaclav Havel ).

      Medizin definiert Krankheit ja immer als Defizit des Lebens, das als Defizit Leiden verursacht. Wenn derjenige selbst dabei nicht leidet, versagt die medizinische Begrifflichkeit.

      Den idealistisch totalen (unbrauchbaren, weil metaphysich religiösen) Begriff von Gesundheit vertritt die WHO.
      Ich sehe das im medizin. Kontext so wie Sie, Gesundheit-Krankheit sind praktische Begriffe.

      Etwas anderes ist das Heil des Menschen, da bin ich ganz Katholik. Und als solcher warne ich vor Leuten, die das Heil politisch abhandeln wollen. Auch deshalb meine Abscheu vor Moralisten und WeltVerbesserern!

      Wenn es auch Wahnsinn ist, so hat es doch Methode…

    • An p feldmann sagt... 19. November 2016 um 09:16 Uhr
      Sie waren nur der Impulsgeber.

      Ich habe den Verdacht das unser lieber Don als Psychoanalytiker arbeitet und uns zum freien Assoziieren einlädt. Er sitzt dann ggf zu hause , der Laptop liegt auf der Couch und ein Programm liest den Text vor.

      Interessant ist aber, was nicht ungewöhnlich ist, das er hin und wieder auf unsere Einfälle eingeht. ggf nachhakt oder Erläuterungen gibt.
      Da Don mehrere Patienten gleichzeitig behandelt könnte man es auch Gruppentherapie nennen.

      Mir tut das sehr gut und meine Neigung irgendwelchen Leuten den Schädel einzuschlagen die ich nicht kenne hat sehr nach gelassen.

      Ich versuche auch eher mal jemanden zu loben.

      PS Mein Grundsatz lautet:

      Das Universum ist ein Irrenhaus und die Erde ist die geschlossene Abteilung die keiner verlässt.

      Ich kann aber dazu sagen:
      Es ist nicht so das man nicht auch hin und wieder Spass haben kann.
      Jede Psychiatrie ist ein Lern und Übungsfeld, auch dieser Planet.

    • Tyler, ich weiß ja, dass sich nichts ändern wird, aaaaber
      so sehr ich ansonsten auch Pessimist bin denke ich, wenn nur genügend meckern und ihre Wut äußern, könnte sich evtl., ggf., u.U. und mit ebbes Glück vielleicht doch eine Änderung ergeben. Lasset fahren alle Hoffnung dahin mache ich dann nach der BTwahl. Bis dahin schimpfe ich und rege mich auf. Sollte ich verstummen, bin ich wohl auf Reisen in der Nordsee.

    • Titel eingeben
      KK, ihre Überlegung ist so falsch nicht…. Wenn sie sich mit einem buddhistischen Meister auseinandersetzen (müssen), dann wird ihnen dieser ihre Einsicht als grundsätzliche Banalität verklickern. Es sind in der Tat alle geistig krank oder geschädigt, ganz selten schafft es einer aus diesem Kreislauf und wird zum Buddha. Man sagt, Jesus sei einer gewesen. Wenn sie eine Zeit ihres Leben so jemandem verbringen, können sie an diesem Zustand kaum mehr zweifeln.

      Viel Spass beim Reisen Renate, Nordsee? Im Winter?

  49. Den Teufel spürt das Völkchen nie
    „Medien, die von der Spaltung der Gesellschaft profitieren wollen.“
    .
    Statt in dieser großen Zeit Gemeinschaft zu stiften…

  50. Danke! (Und ich hoffe, Sie werden Ihren Job beim FAZ behalten)
    Dieser wunderbare Kommentar macht mich sehr neugierig, was Ihre Meinung ist über die Aufregung, die es auch in Deutschland, ja sogar in der Berichterstattung der FAZ gibt, über die Anstellung von Steve Bannon, wegen dessen unterstellten Racismus und anti-Semitismus. Zumal da meine eigene Lesermeinung, die ich zu dem Artikel ‚Biedermann und Brandstifter‘ (14.11) hinterlassen habe, ohne Begründung gelöscht wurde. Ich habe dort darauf hingewiesen, dass es der FAZ m.E. unwürdig sei, sich so kritiklos der, vor allem von The Times vertetenen, heufig zitierten aber kaum hinterfragten Andeutungen anzuschliessen, und das es überzeugende Belege dafür gibt, dass diese Andeutungen völlig aus der Luft gegriffen sind. Zu meinem Erstaunen wurde meine Meinung erst veröffentlicht, dann jedoch nach einige Minuten entfernt. Ich kann es kaum glauben, aber es scheint, dass mein Kommentar dem Verfasser bzw. Redakteur des Artikels nicht gefallen hat. Ich empfinde die ganze Diskussion um Bannon usw. gerade deswegen als tragi-komisch, weil viele Medien jetzt den sozialen Medien als ‚post-faktisch‘ beschreiben. Von wegen! Aber das reicht wahrscheinlich für einen ganz neuen Blog-Eintrag…

    • Oh, dann ist Ihr Beitrag einem anderen User sauer aufgestoßen
      @Johan Adriaansens

      und hat den als Verstoß gemeldet, das hat dann die gleiche Wirkung. Ist mir auch schon passiert, hatte über 800 Empfehlungklicks und plötzlich war mein Geschreibsel wech.
      Büße zur Zeit übrigens auf einen veröffentlichten Kommentar mindestens zwei ein, über die der Mod. lange, bis zu 18 Stunden, hirnt, um sie dann doch zu löschen.
      Konnte mir doch am Dienstag nicht die Frage auf den Bericht von Röttgen über Merkel verkneifen, die er als „verantwortliche Führerin“ bezeichnete, ob wir schon wieder so weit seien. Hat einen Tag gedauert, dann war das aus der Warteschleife gelöscht.

    • Liebe Renate Simon
      Das ist mir auch übel aufgestoßen. Aber den Vergleich hatte auch ich, wie wahrscheinlich jeder, gleich. Eigentlich hätte diese Aussage von Röttgen zensiert gehört. Aber es werden ja immer Unterschiede gemacht wer hier was sagen darf.Wenn zwei das gleiche sagen, ist es halt nicht das selbe.

    • Titel eingeben
      Johan,
      ich habe die FAZ wegen der Zensur und zu vieler verlogener Artikel schon von zwei Jahren aufgegeben und bin dort unter mehreren Namen gesperrt. Wer widerspricht wird zensiert, wer zu oft widerspricht, fliegt raus. Ich nehm an die haben da eine Strichliste im Computer, die sich das Zensieren merkt.

      Mein Firefox hat mit MorningCoffee ein add-on, das einem alle Seiten die man morgens als erstes durchcheckt auf einmal öffnet. Früher waren FAZ, Spiegel und SZ da ganz vorne, alle drei sind schon länger nicht mehr auf der Liste.

      Das Erstaunliche ist ja für mich, dass ancheinend alle Medien der Ersten Welt nach wie vor völlig unbeeindruckt mit ihrer Propaganda weitermachen. Anscheinend haben die alle angesichts der wirtschaftlichen Lage der alteingesessenen Medienkonzerne die Hosen bis oben voll.

    • Hier nicht, keine Ahnung, wer sowas macht.

    • Verantwortliche Führerin
      @Nur ein leser

      Ich habe schon überlegt, ob wir das Kürzel ulF nicht in ulvF ändern sollten. Schließlich will sie als unsere Bundeskanzlerin ja nicht nur uns, sondern ganz Europa dienen, wenn ich das gestern richtig verstanden habe.

      Kann sein, dass der Link hier schon auftaucht, aber er ist zu schön, vor allem die Kommentare dazu
      https://twitter.com/ZDFheute/status/799298897093001216

  51. Weltbild in Gefahr
    Mir kommt es vor als ob die Hysterie sehr ausgeglichen auf allen Seiten verteilt ist, wenn ich manche Kommentare lese. Ich sehe keine Seite im Vorteil ….Dass die Medien heute mehr nach links tendieren ist ja nicht besonders erstaunlich, vor hundert Jahren war es andersrum. Wenn es eine überzeugende konservative Gegenkultur gibt, ändert sich das vielleicht wieder. Wäre auch spannend, sehe ich aber im Augenblick noch nicht…

    • Re: Überzeugende konservative Gegenkultur
      Was hat wohl zu Trumps Sieg geführt, was meinen Sie? Trump hat auch in South Park gewonnen. Auch in D. sind viele sind der Lügen müde. Warten sie es ab.

    • Witzig....
      Darf ich kurz korrigieren?

      „Dass die Medien heute mehr nach links tendieren ist ja nicht besonders erstaunlich…“

      Richtig wäre: Dass die Medien dorthin tendieren, wo SIE links vermuten

  52. Rufmordversuch?
    Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem es auffällt, aber offensichtlich versucht Leopold, Roland Tichy eine sexuelle Belästigung anzuhängen. Das macht sie ziemlich perfide: Sie nennt keinen Namen, aber jeder der sich etwas auskennt weiß, wer gemeint ist.

    Bin mal gespannt, ob Tichy reagiert…

  53. Titel eingeben
    Der Tag geht schlimm(er) zuende. Zuerst animiert mich der Text vom D.A., dieses Geschreibsel der Frau L. zu lesen. Zumindest habe ich es versucht. Eindruck: Besinnungs(loser)aufsatz in Gemeinschaftskunde 10. Klasse: Was schreibe ich meinem Freund, der eine andere Partei gewählt hat? Furchtbare Plappersoziologie der eigenen Befindlichkeit.
    Dann erschien mir hier in Düsseldorf-Flingern eine Stimme, die sagte: „Lächle, denn es könnte schlimmer kommen.“ Und ich lächelte und bekam eine Email von meiner Gewerkschaft Ver.di, Abteilung 8-Medien. Ich sollte mich an einer Umfrage der Uni Bielefeld beteiligen. Es kam also schlimmer. Die Umfrage stammt von der Forschungsgruppe HateSpeech (Schreibweise im Original, F.B.) Ob wir in unserem redaktionellen Alltag mit hs zu tun hätten und was wir dagegen täten und ob uns unsere Cheffes uns gegen hs unterstützten. Und wie wir uns persönlich/mental/psychosozial gegen hs zur Wehr setzten. Noch nie habe ich bei einer Umfrage so oft „trifft gar nicht zu“ angekreuzt.
    Die Forschungsgruppe kennt keinen redaktionellen Alltag und auch nicht, wie erwachsene Menschen mit Brüll- und Laberköppen umgehen. Bei uns in der Redaktion wirken ein Kraftfahrzeugmeister und ein Kraftverkehrsmeister. Beide mit IHK-Ausbildereignung. Also nix da … mit Medien. Und wenn auch hochmögende Benzokraten jammern, wenn die Anordnung ihrer Schalterprioritäten im neuen Actros zu Protest geht: das ist wurscht. Oder, wie ich das kürzlich hatte, vier von sieben Schiebedach-Endlaufwagen funktionieren nicht richtig. Das kommt genau so in die Zeitung. Wir veröffentlichen keine Meinungen sondern Tatsachen. Und wem das nicht passt, hat das Recht zur Gegendarstellung. Und darf uns gern einen Fehler nachweisen. Macht die Zeitung interessant. Und gibt uns die Möglichkeit, nochmal dranzugehen.
    Aber diese Plappergeschichten aus dem universitären-mediellen Komplex wie Frau L. und Uni Bieledorf? Ich hatte gehofft, der sozialdemokratische Argumentationsbrei sei auf die gleichnamige Partei beschränkt. Er ist aber ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Menschen, die nicht gelernt haben, eine definierte Arbeitsleistung in einem messbaren Zeitraum zu erbringen, weil weder Schule noch Uni jemals das von ihnen verlangt haben, die reden und die fragen so.
    Irgendwann wird in D´land die Schei$$e in den Toiletten stehen, weil wir keine Sanitär-Installateure mehr haben für die Abflüsse. Aber die Verstopfung „anproblematisieren“, können dann vermutlich viele.

    • oh ja
      Volle Zustimmung. Ich arbeite im Hochschulbereich. Man ist fassungslos, wie sich das in den letzten Jahren geändert hat und eifrig von allen Seiten jede noch so unsinnige Latrinenparole wichtigtuerisch nachgeplappert wird. Ganz gewöhnliche Alltagstätigkeiten werden als „Kompetenzen“ hochgejazzt und mit ECTS versehen, ich denke da z.B. an das Fach „Probleme lösen“. Wahrscheinlich gibt es demnächst für Led-Birnchen tauschen auch noch Leistungspunkte, ist ja auch ’ne Kompetenz. Dafür verrotten Räume und Gebäude, aber was soll’s. Hauptsache, man kann irgendwelche seltsamen „Projekte“ erfinden, die dann öffentlich oder über Drittmittel gefördert werden und die zusätzliches Personal erfordern, was den ganzen Bereich immer weiter aufbläht. Gibt dann halt wieder Pöstchen für so gewisse Leute.

      Aus verdi bin ich übrigens schon seit ein paar Jahren ausgetreten. Ich hab die nicht mehr ertragen.

    • In the middle of the journey of our life I found myself within a dark woods...
      @Braun

      Gottchen, wer Mitglied bei Verdi ist, der hat den Schmerz zu akzeptieren.
      Er sollte dann einfach mal Hirschmann, A.O. lesen.

      @Zenzi

      Sie haben Hirschmann gelesen und verstanden. Vorbildlich.
      Zum Hochschulbereich muss ich Ihnen aber mitteilen, dass vor langer, langer Zeit die Finanzierung auch schon völlig dysfunktional an den eigentlichen Leistungsträgern vorbei operierte. Wie hier der von und zu Haupts immer und immer und immer noch und wieder berichtet, konnte der Verwaltungsbereich der Universität schon recht früh im kalten Krieg von den NichtLeistungsträgern des Wissenschaftssystems besetzt und wird bis heute erfolgreich verteidigt werden.

      Als ich noch jung und schön war, da habe ich meine Zähne dabei ruiniert, während Haushaltsausschusssitzungen in Tischkanten zu beißen. Die vehemente Unterstützung von notgeilen Profs. bezüglich Verteilung von Drittmittel an besonders junge und besonders weibliche Forschungsgruppen war auch da schon der Normalfall. Die Wissenschaft lebte auch da nur noch von den Krümmel, die das Sexleben der Parasiten im System überließen.

      Das Ding war und ist im Kern verrottet. Eine Folge der Bildungsexpansion, in der unendliche Summen unendlich unkontrolliert hineingeworfen und von denen, die an Geld und Party und nicht an Wahrheit orientiert waren, unmittelbar und endgültig an sich gerissen wurde.
      Mit der Folge, dass die eigentliche Forschung und Wissenschaft ausgewandert ist bzw. in Instituten versteckt wird.

      Das ist nicht anders als unser Gesundheitssystem oder Rentensystem oder all die anderen staatlich finanzierten Systeme.

  54. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!
    Neues vom Reichspropagandaministerium.

    Scheint kein Witz zu sein.

    https://twitter.com/ZDFheute/status/799298897093001216

    Merkel: Deutschland hat von den USA viel Hilfe bekommen. Jetzt ist Deutschland in der Lage, die Ordnung der Welt aufrecht zu halten.

    Fehlt nur noch die Fanfare.

    Man achte auf die Kommentare.

    • ???
      Die Frau ist größenwahnsinnig. Das jedenfalls konnte man schon kürzlich im Spiegel lesen, weil sie ernsthaft meint, auch Afrika befrieden zu können und diesen (großen) Kontinent mit seiner Überbevölkerung mit der DDR verglich.D a s muß man sich sich mal geben, um zu begreifen, wie weltfremd Merkel ist.Halleluja.

    • Die Aufrechterhaltung des Rechtsstaates in Deutschland ist ihr vllt. zu wenig?
      Der Weltrettungsmodus ist die finale Pleiteerklärung aller Moralisten. Im Übrigen schlicht eine andere Art des @am deutschen Wesen soll die Welt genesen.


    • Vor vielen Jahren, ich meine es war nach der überstandenen langen Kohl-Amtszeit, äußerte mal jemand, daß Kanzler in der 3. Amtszeit einfach selbstherrlich werden, und in der 4. keinerlei Bodenberührung mehr haben.
      Offenbar ist es soweit.

    • colorcraze....
      Wie es aussieht, wird sie mangels Konkurrenz wohl wiedergewählt, oder?

      Frage:

      Wessen Schuld ist das? Merkels?

    • na ja,
      das Problem von Kanzlern (oder Ministerpräsidenten, da klappts noch besser) ab der dritten Amtszeit ist, dass dann welche Kellner Koch sein wollen.

  55. Seifenblasen
    Man kann diese Entwicklung auch als eine natürliche Gegenreaktion betrachten.

    Wie Sie ja selbst formulieren, ist am Morgen des 9. November eine Medienblase geplatzt. Diese Blase ist ja nicht von einem Moment auf den anderen in Existenz gekommen, sondern wurde lange und sorgfältig aufgepumpt (mit argumentativer Leere und Selbstgerechtigkeit, wenigstens über einen Zeitraum von acht Jahren).
    Genau dasselbe kann man jetzt wieder beobachten, nur dass das Aufpumpen eiliger und entsprechend hysterischer erfolgt. Die Realität muss sozusagen schnellstens wieder so angepasst werden, dass sie zur geliebten Ideologie passt, nach der man selbst der Gute ist, der das Böse bekämpft und alle anderen die Bösen sind. Infantil und dichotom – und menschlich.

    Entsprechend wird sich verstärkt abgeschottet.
    Das wird mehrere absehbare Konsequenzen haben: Die alten Medien werden weiter Auflage, Zugriffe und Zuschauer verlieren. Neue Medien werden entsprechend profitieren. Der Ton in den Medien wird demgemäß schriller, was wiederum die Polarisierung auch in Deutschland anfeuert.
    Oder es kommt alles anders als man denkt. :-P

    • ????
      „Wie Sie ja selbst formulieren, ist am Morgen des 9. November eine Medienblase geplatzt.“

      Wie kommen sie denn darauf? Die Medien bestehen auf dem was sie vor dem 8.11. gesagt haben. Nur weil eine Wahl anders ausgegangen ist, als die es wünschten, ändert man soch seine Grundüberzeugungen nicht…

      Solange in DE kein Trump auftaucht muss man das auch gar nicht.

    • @TDV
      Wie ich darauf komme dass einige Seifenblase geplatzt sind? Der beobachtebare Schock in Medien und Politik, die vielen öffentlichen Tränen die flossen, die vollkommene Unvorbereitheit auf einen möglichen Präsidenten Donald Trump innerhalb der Politik und die in der Wahlnacht live zu beobachtende Realitätsverweigerung einiger Medienschaffender.

      Natürlich hat da keiner seine Grundüberzeugungen geändert. Informationen, die überhaupt die Möglichkeit einer Änderungen öffnen, werden ja mit Nachdruck abgeblockt – und stattdessen wird wieder dem alten Erklärungsschema gefolgt, dass ökonomisch abgehängte, ungebildete, weiße Männer für den Ausgang der Wahl verantwortlich sind. Der Lieblingsnarrativ der Linken, der Selbstkritik im Keim erstickt.
      „Die geplatzte Seifenblase wird mit Nachdruck wieder aufgepumpt.“

    • Gut...
      … wenn mir früher ein Luftballon geplatzt ist, so hat sich die ganze Welt verändert, aber so wie sie das sehen, bin ich natürlich auch der Meinung dass die Blase geplatzt ist. Für mich schliesst so ein Vorgang halt auch immer einen Lernprozess ein, zunächts mal, dass es halt nur eine BLse war, in erster Linie: hohl und leer, oder: halt das Feuer nicht zu nahe an den Ballen, versuch nicht ihn auf einer Nadel zu blancieren…

      Was den Rest, also ihr Hobby angeht, so muss ich wiederspreche. Ich bin ganz bestimmt ein Linker, aber ich käme niemals auf die Idee ökonomisch abgehängte, ungebildete, weiße Männer für den Ausgang der Wahl verantwortlich zu machen.

      Den Wahlausgang kann man an zwei Dingen festmachen, wenn es denn will. Erstens hatte Trump, wenn man denn so will, mit Hilary zwar tatsächlich einen alten weissen Mann als Gegner, aber der war der einzige in ganz Amerika, gegen den sogar ein Trump gewinnen konnte.

      Der zweite Grund ist die abgrundtiefe Enttäuschung über den verlogensten und heuchlerischsten Verarscher der je in den USA 8 Jahre Präsident war.

      Es wird mir wohl bis ans Ende meines Lebens ein Rätsel bleiben, wie gebildete Menschen so unfassbar dämlich sein können, wenn eines ihrer früheren Politik Idole irgendwas Schwachsinniges macht einfach zu behaupten, das sei jetzt links.
      Ich verstehe ja, dass es ärgerlich ist, wenn man eine dümmlich mittelmässige Opportunistin ein Jahrzehnt lang für ganz, ganz toll hält, und dann wegen EINER Entscheidung plötzlich sieht…. „Hm… die scheint ja doch so dumm zu sein, wie die Linken es immer behauptet haben“!
      Gut, bei ihresgleichen am Metzger Stammtisch mag es angehen den Grund für den ideologischen Gesinnungswandel in einer Regression in Zeiten frühkindlicher sozialistischer Glücksgefühle zu sehen, aber ich muss sie enttäuschen:

      Linke sind der Meinung, dass eine Obergrenze bei der Zuwanderung eine der banalsten Bedingungen überhaupt ist.

      Wenn sie das ganze Gesindel im Bundestag zu Linken erklären wollen, weil sie etwas tun, das ihnen missfällt, so geht das wie gesagt im vertrauten Kreise, aber nicht hier….

      Wenn eine Person, oder eine Entscheidung dumm sind, dann sind sie nicht links, sondern einfach nur dumm. Ob die Person Merkel oder Dunham oder Kohl oder Beckenbauer heisst ist egal.

      Sehen Sie? So schwer ist das gar nicht zu verstehen, gell?

  56. Ich brauche mal Unterstützung
    Was ist an dem Beitrag der Juliane Leopold falsch, also völlig daneben? Also nicht hinnehmbar?
    Sie ist enttäuscht, wütend, traurig. Gut. Und trennt sich von einer Kunstfigur namens „alter Freund“. Solche Trennungen sollen ja auch im richtigen Leben des öfteren vorkommen.

    Trump ist noch keinen Tag im Amt. Warum eigentlich dieser Orkan an Meinungen, Urteilen, Verurteilungen, Besserwissereien, Zuschreibungen? Auf allen Seiten? DAS ist doch das äußerst Merkwürdige.
    Der Mann hat wesentliche Teile seines Wahlkampfes mit den schäbigsten Äußerungen bestritten, die man sich so vorstellen kann. Sachliche Falschaussagen dürften wohl auch zu finden sein. Allein über das so oft unterirdische Niveau seiner Aussagen sollte doch vielleicht auch mal geredet werden. Warum findet das in bestimmten Kreisen nicht statt? Wird das doch als zu heikel empfunden?

    Nächstes Jahr im Sommer wissen wir alle mehr. Auf die (Leser-)Kommentare bin ich (ein wenig) gespannt. M.E. kann er nicht liefern. Und dann, aber sehr wahrscheinlich schon lange vorher, wird es in den USA und anderenorts Reaktionen geben. Nicht zuletzt von seinen Wählern.

    • Titel eingeben
      Was ist das ominöse „M.E.“, das „er“ nicht liefern kann?


    • m.E. = meines Erachtens

    • @ Gast
      Was an dem Beitrag von Juliane Leopld völlig daneben ist, lässt sich in wenigen Worten schreiben:

      Die Dame hat viel Meinung, aber keine Ahnung.

      Sie begründen das sogar selbst in Ihren beiden letzten Absätzen. Man weiss nicht, was kommt. Und der Wahlkampf war nicht schön (Ergänzung von mir: auf beiden Seiten).

      Und die persönlichen Befindlichkeiten von Journalisten/Journalistinnen sind nicht von öffentlichem Interesse. In der Rangfolge weit hinter Katzenvideos.

    • @Don Aldduck
      „nicht schön“ war der Wahlkampf? Denke, dass man den aus den bekannten Gründen gänzlich anders beschreiben muss. Mir jedenfalls, und sicher noch vielen anderen, fallen da andere Vokabeln ein.

      Und warum sollten Journalisten keine Meinungen haben? Sind jetzt Kommentare verboten? Wäre mir neu. Und dann schaue ich mir gelegentlich die Leserkommentare so an….

  57. Nicht nur der Artikel des Don, sondern auch manche Kommentare
    der Mitforisten sind diesmal einfach brilliant !
    Man merkt, dass Interesse an Diskussion ohne Knüppel besteht. Dem konterkarriert die normale Presse durch Einschränkung der Kommentarfunktion.
    Die Äfflein wollen nur sich selber lesen, der Leser ist Pfui.
    Und die Zeitung bald insolvent.

    Aber, sagt selbst- ist Rede-Schreib-Denkfreiheit nicht etwas Herrliches ?

    Wollen wir uns das nehmen lassen ?

    Schon wieder, nach Hitler und der DDR jetzt von Merkels zusammengepampten Koalitionszirkus, durch einen kleinen Clown wie Heiko passt in keinen Maasanzug ?

    Ich kenne persönlich niemanden, der Merkels Politik unterstützt, oder das SPD-Gepiesel.
    Es stimmt wohl-nicht ,wer wählt, sondern wer die Stimmen zählt,ist wichtig.

    • Auszählung beaufsichtigen !
      Leider wird von diesem Recht zu wenig Gebrauch gemacht ! Ich habe es in diesem Jahr das erste Mal gemacht und live erlebt, wie einfach Manipulationen sind. Es war eine BM- Wahl in unserer Gemeinde und wer jetzt wieder irgendwelchen Blödsinn schreibt, es ist wirklich relativ einfach, zu manipulieren. Geht hin und schaut den Wahlhelfern auf die Finger, die ierden staunen. Bin selbst in der Kommunalpolitik, da muss ich mich einmal im Monat den Bürgern stellen, so verliert man nicht die Bodenhaftung.@ wahre Hetzer, jeder ist irgendwann ein Neuling und muss sich beweisen, ob in der Politik, Beruf oder Kindererziehung, also Schnauze halten und abwarten. Genial war gestern der WDR mit Böttinger, da haben die Ruhrpottler den Laschekk (Laschet) richtig Mass genommen, mit so einem Wahrheitsorkan hatte b.trifft nicht gerechnet.Würde dem Maas auch mal gut tun.

  58. Titel eingeben
    Haben Sie mal beim NewYorker gelesen, der ist auch ziemlich auf KRawall gebürstet. Eigentlich garnicht passend, dafür dass es so ein Qualitätsmedium ist.

    BG

    • Titel eingeben
      Ja, traurig… Eigentlich mein Lieblings Magazin.. Ich hab mal nachgefragt, aber keine Antwort bekommen, wie sonst eigentlich immer von denen. Ich hoffe das ändert sich bald, sonst gibst bald ausser Büchern gar nichts mehr zu Lesen. Hab gerade den von 21.11. bekommen. Mal sehen da gibts nämlich:
      DISPATCHES, Page 48, Aftermath,
      Sixteen writers respond to the election of Donald J. Trump.

      Ich musste lange grübeln warum ich mich auf einmal mit Wälzern über römische Geschichte beschäftige… jetzt weiss ich es…. Medien sind durch die Bank ungeniessbar geworden.

  59. Titel eingeben
    Großartiger Artikel, der mich ein wenig verstört zurück lässt. In erster Linie allerdings, weil ich auf Ihren Link geklickt und mich durch den Text von Juliane Leopold gequält habe… Sie deutet dort eine sexuelle Belästigung/Vergewaltigung/Nötigung (es war sehr vieldeutig formuliert) eines Kollegen an, die ihr vor ein paar Jahren zugefügt worden sei. Dieser Kollege mache nun ein neues Magazin, in dem er Zuwanderung, Islam, Feminismus und Gender-Fragen bekämpfe.
    Habe ich das richtig verstanden?
    Das lässt viel Raum für Spekulationen.
    Ich bin extrem irritiert.
    Wenn man so etwas in einen Text stellt, interessiert sich kein Mensch mehr für den Rest. Das ist doch kein Witz, das ist doch eine massive Anschuldigung.
    Ist das der politische Kampf, der auf allen Ebenen und mit harten Bandagen geführt wird?
    Oder nicht?

  60. „Gräben zu verfüllen, sich die Hand zu reichen"
    Die Aufforderung an Lena Dunham – „… please don’t go!“ erfolgt zweifellos ganz im Sinn dieser Versöhnungsbemühungen …

    http://www.americanthinker.com/blog/2016/11/lena_dunham_please_dont_go.html

    Wer wissen möchte, wie die USA außerhalb der roten Tea-Party ticken, sollte sich regelmäßig bei „American Thinker“ umschauen. In den deutschen Medien erfährt er es jedenfalls nicht.
    Auch auf sog. „Denkerseiten“ gilt ausnahmslos die Empfehlung des Blogherrn … TSKDSS („Trauen Sie keinem. Denken Sie selbst“).

    Jede Gesellschaft hat die Medien, die sie verdient.
    In Deutschland scheint die Bildungsmisere, die seit Jahren betriebene Senkung der schulischen Anforderungs- und Leistungsniveaus plus Wühltisch-Abitur, längst auch an zentralen Stellen wie z. B. in den Medienredaktionen ihre Wirkung zu entfalten.
    Die Reaktionen auf den Brexit und die US-Wahlen wecken unwillkürlich Erinnerungen an den von ungläubigem Entsetzen begleiteten Untergang anderer, quasi religiöser Glaubens- oder Wahnsysteme vor 71 und vor 27 Jahren.

    Themawechsel: Als FAZ-Leser wünscht man sich, das Blatt werde nach anhaltendem Schlingerkurs irgendwie die Kurve kriegen und die schwarz/grüne Traumtänzerei als Verlust abschreiben. Mit einer Sottise: Lieber arm dran als Arm ab.
    Der Leserzuspruch hängt an einem dünner werdenden Schnürlein, gedreht u. a. aus den reißfesten Fäden dieses Blogs und ein paar wenigen anderen in verschiedenen Fachressorts.

  61. "ihre eigene Filterbubble erhalten"
    das ist doch, was allenthalben seitens der globalen Elite ™ zu lesen ist.

    „sich selbst aber auf der Seite der sozialen Gerechtigkeit verorten“

    Auch das schrieb Don Alphonso.

    Treffend skizziert und die Skizzierten entlarvend.

    Es ist schon erstaunlich, was für Horrorszenarien an die Wand gemalt werden.

    Mein Eindruck ist, die „Filterbubblejünger, -innen“ fürchten um ihre Töpfe, die rein aus Gesinnung gefüllt werden.

    Unter Diktatur geht es da ja kaum noch (siehe den verwirrten und eher inkonsistenten Beitrag der Freitagstellvertretendenchefredakteurin zufolge).

    Die Zeit für Minderheiten-Minderheiten-Minderheiten-Minderheiten-…-ansprüche könnte vorbei sein, da einfach diejenigen, die sich als ganz einfache und staatstragende Bürger verstehen, solche Schmarotzer auf Staatskassen nicht mehr finanzieren wollen, weil jene vermeintlich die richtige Gesinnung haben.

    Ich habe rein gar nichts gegen Minderheitenrechte, doch man mag doch bitte bei allem nicht die Rechte der Mehrheiten vergessen.

    Ich verfolge feministe Twittereien ja nur arg selektiv, um überhaupt einen gewissen Eindruck gewinnen zu können, was sich in dem politischen Spektrum abspielt.

    Zweierlei war interessant – @MarthaDear war ausfallend wie selten zuvor in der Massivität gesehen und @Lasersushi hat zur Vereinigung von Antifa und Feminismus aufgerufen

    Schaun wir mal, was sich zum einen in den USA entwickeln und zeigen wird und andererseits, was sich in unserem Land so alles wie äussert.

    Mir scheint, die linke Sonderrechteeinfordernde Gruppe wird nur noch Nachzugsgefechte führen, es sei denn, Rot-rot-grün wird erfolgreich.

    Dann gehts erstmal allen außer den Funktionären und auf Almosen angewiesenen Schreiberlingen und Anhängern schlechter, aber der Windwechsel wird diese um so heftiger treffen.

    Lauter sind die Fleißigen, die schaffen, nicht agitieren.

    • Nachzugsgefechte
      Ich denke nicht. Die rüsten gerade auf. Unsere Migrationsbeauftrage ist gerade dabei ihren Artikel 20b Einwanderungsrecht unter unseren Ewigkeits-Artikel 20 zu mogeln natürlich noch mit ein paar Highlights.

  62. Traumvorstellungen
    Träumen Sie weiter, Herr Kief.

    Der TAGI ist ein eher linkes Allerweltsblatt mit arg verengter Weltsicht, und die Tante NZZ, in vielerlei Hinsicht der FAZ vergleichbar, glänzt nur noch sporadisch und dank ein paar weniger, unbeirrter Leuchten.

    Die Schweiz und die direkte Demokratie?
    … sind gerade dabei, sich unter tatkräftiger Sterbehilfe durch die EU, selbst abzuschaffen.

    Haben Sie in letzter Zeit irgend etwas zur Umsetzung der viel beachteten Massseneinwanderungsinitiative gelesen oder trägt Sie die begeisternde Vorstellung von so was wie dem letzten unbeugsamen, gallischen Dorf einfach fort und hinweg?

    • Die SchweizerInnen haben angegeben, sie haben allergrößtes Vertrauen in ihre Medien -
      Text eingeben

    • Die SchweizerInnen haben angegeben, sie haben allergrößtes Vertrauen in ihre Medien
      Da haben Sie’s!
      Echt beunruhigend, bei den gebotenen journalistischen Leistungen.

      Eine kleine Ausnahme mögen Berichte über Deutschland und die EU bilden. Da zeigt man sich gelegentlich, z. B. in der NZZ, hellsichtiger als beim Blick auf die Verhältnisse im eigenen Land.

  63. "Denken Sie selbst"
    Werter Don,

    Sie haben das Problem erkannt: „Denken Sie selbst“.

    Wie soll das funktionieren, wenn in Schulen und Universitäten das „Denken Sie selbst“ systematisch von der Politik abgeschafft wurde und wird?

    • Die SchweizerInnen haben angegeben, sie haben allergrößtes Vertrauen in ihre Medien -
      – @ Roux – das wurde gestern veröffentlicht – und hat mich nachdenklich gestimmt. Es ist der weltweit höchste gemessene Zustimmungswert. Also: Die SchweizerInnen haben das höchste Vertrauen weltweit in ihre Medien – und dieses Vertrauen selbst ist ebenfalls sehr hoch. Beide Befunde sind aussagekräftig.

      Ich söiba bin kein Schweizer. Ich hätte es werden können, aber ich wollte nicht.

      Es gibt in der Untersuchung übrigens einen kleinen, interessanten Knicks. Der betrifft die Jungen – also die, die anteilsmässig weniger traditionelle Medien, und dafür mehr neue Medien konsumieren.

      Das Folgende ist hypothetisch: Aber ich skizziere mal eine optimistische Deutung des eben Erwähnten Umstandes. Die ginge dann so: Die Schweizerischen Qualitätsmedien könnten die in der Untersuchung festgestellte erhöhte Unzufriedenheit der jungen Konsumenten der neuen Medien als Wasser ansehen, das mit einigem Geschick auf ihre Mühlen zu leiten wäre.

      Ansonsten: – Bis auf Ihre Reaktion hier: Schweigen im deutschen Blätterwald über diese einschlägige Untersuchung. – Angst, Ignoranz, vielleicht sogar mangelnde Klasse bei den etablierten Medien – das alles könnte eine Rolle spielen.

      Einer der Hobby-Medienmacher – oder wenn das mit einer Heinrich Böllschen Kautele zu nachlässig formuliert sein sollte – – : Einer der Internet-Medienmacher nicht aus pekuniärem, sondern absolut aus bürgerschaftlichem Interesse, ist der amerikanische Netzzeitungs-Betreiber Ron Unz. Ron Unz, der – ebenfalls ohne wirtschaftliche Notwendigkeit, weil er ohnehin Millionenerbe ist, – einfach so im Hightechsektor die schwindelerregende Summe von 300 Millionen Dollar verdient hat, sagte kürzlich: Dem traditionellen Journalismus gehe es auch deswegen schlecht, weil dort, anders als im Tech-Sektor, kaum erstklassige Leute seien. Das ist schräg, aber, wie ich finde, ebenfalls interessant.

      Ich meiane beim Spiegel z. B. sei die Qualität der MitarbeiterInnen im letzten Jahrzehnt spürbar gesunken. Vielleicht ist es aber vorwiegend eine Mentalitätsfrage. Zu viele Schneeflocken, zu wenig wache, erfahrene, urteilssichere Schaffer.

    • @Kief, CH
      Die Schweiz ist nunmal sehr anders als Deutschland. In St.Gallen stehen noch Häuser, die nach dem letzten Stadtbrand von 1459 oder so ähnlich errichtet wurden. Was ich damit sagen will: solche brutalen Umbrüche wie Deutschland – 30jähriger Krieg, Napoleon, Ende des HRR und preußisch-österreichischer Bruch, Kaiserreich und Gründerzeit, 2 Weltkriege, zerbombte Städte, Wirtschaftswunder, Mauerfall – hat die Schweiz nie erlebt. In die Schweiz zogen das Geld und die begüterten Exilanten. Politisch hielt sie sich immer schön raus, und sah zu, daß sie im Auge des Sturms blieb. Was nicht immer gelingt, siehe den Druck von EU und USA.

  64. Und seien Sie skeptisch.
    Der Westen wird dann wirklich untergehen, wenn aller Skeptizismus dem Neuen, Guten und Richtigen geopfert wurde. Ob von links oder rechts. Wobei immer zu bedenken ist, dass die Verteiler der Werbebudgets es nicht unbedingt goutieren, wenn Zweifel zum Prinzip des Denkens erhoben wird oder die Möglichkeit einer Erkenntnis von Wahrheit angezweifelt wird.

  65. Bürger fordern
    Peer Steinbrück hat das Zeug zum Kanzler. Peer Steinbrück sollte kandidieren. Peer Steinbrück wird Kanzler!

  66. Den jubelden Trumpwählern
    aus der Mittelschicht wird das Freude vergehen, auch ganz ohne böse linke Presse, vergehen, wenn sie sehen, dass weder die republikanische Partei, und gleich gar nicht Trump ihr Wohl im Sinn hat und sie wirtschaftlich weiter abrutschen. Eigentlich sollten ihnen jetzt schon Bedenken kommen, wenn sie sich nur genau anschauen würden, welche Lobbyisten da so auf’s Trump Team gehoben werden. Aber das tun sie nicht, aus Glück darüber, dass ‚man endlich wieder sagen darf, was man denkt‘, und bald hart durchgegriffen wird!

    • Genau so ist es
      Liebe Frau Mertens,

      als vor acht Jahren der vermeintliche Messias gewählt wurde und alle dachten, jetzt bricht das Himmelreich auf Erden an, da hat doch auch keiner seine Verheißungen kritisch hinterfragt. Nein, er wurde sogar noch mit dem Nobelpreis für Frieden bedacht (das ist so, als ob Günter Mittag den Wirtschaftsnobelpreis bekommen hätte). Also warum sollen die Leute sich da drüben nicht auch mal freuen dürfen?

    • Als Historiker weiss man, wie schwer es ist, ausagen über die Zukunft zu treffen. schauen Sie sich die Deregulierung unter clinton an und bedenken sie, was die folgen waren: Da unterscheiden sich die ergebnisse fundamental von den Erwartungen.

    • Das haben Sie sehr schön heraugearbeitet
      Es geht also um den Kampf der Lobbys.
      Mit Clinton wäre die Welt nur noch rosa und himmelblau.
      Auch für die „Erbärmlichen“.

    • Potz auch!
      Immer wieder schwer beeindruckend wieviele Foristen so einen klaren Blick in die Zukunft.
      Muss wohl ein genetischer Defekt meinerseits sein, dass ich der Einzige bin der das nicht kann….

      Mir scheint es eher so zu sein, dass anscheinend nahezu alle Menschen einfach das Nachplappern, was ihnen die Lügenpresse vorgaukelt.
      Don Alphonsos Aufforderung zeigt keine Folgen… „Selber Denken?“ Wozu denn? Um danach zu einer Minderheoit zu gehören? Um Beziehungen und Freundschaften aufs Spiel zu setzen?

  67. Fluoridation is the most monstrously conceived .. plot we have ever had to face
    WTF is „Community-Leiterin“?

    Jetzt habe ich doch wirklich den Fehler begannen, auf all die Links in einem DON Beitrag zu klicken.
    Jesus, Maria, heilige Jungfrau, … ich habe erst gar nicht erkannt, ob das Frauen oder Männer sind… und dann habe ich auch noch angefangen zu lesen, was da so von sich gegeben zu sein scheint.

    Überlege gerade ob ich den Don wegen schwerer Körperverletzung verklagen sollte. Er muss sich ja was dabei gedacht haben, uns auf diese Internetseiten zu verlinken. Ist das eigentlich legal? Muss da nicht vorher ein Hinweis stehen, wie: „Wenn Sie diesen Bereich des Internets betreten, sollten sie alle Hoffnungen auf Schönheit, Kultur und Intelligenz weit hinter sich gelassen…“

    Whatever, früher in der guten alten Zeit, da hat man Frauen noch anschauen können… und musste Ihnen nicht zuhören.

    • Sie könnten ja eine sammelklage in den USA versuchen ;)

    • Difference between lawyer and hooker? A hooker'll stop screwing you when you're dead.
      Mein Anwalt sagt, eine nette Aufforderung auf Unterlassung, inkl. Zahlungsaufforderung, ist immer gut.

      Hiermit fordere ich Sie, Don Alphonso, dazu auf,
      ab sofort und generell immer und in aller Ewigkeit, zu unterlassen,
      dem Goodnight
      in irgendeiner Form jegliche Art von Links zu unterbreiten, darauf hinzuweisen, dahin zu locken, zu erwähnen, unterzuschieben, anzudeuten oder überhaupt zu thematisieren, die folgende Inhalte darstellen:

      – Bilder bzw. Videos unattraktiver Frauen
      – Verbale oder schriftliche Äußerungen nichtintelligenter Frauen
      – Frauen, die trotz fehlender Attraktivität und/oder Intelligenz eine wie auch immer genannte Karriere gemacht haben

      Im Falle eines schuldhaften Verletzung des Unterlassungsversprechen ist eine Zahlung in Höhe von 10 bildlichen Darstellungen wohlgeformter Frauenkörper geltend zu machen.

    • Goodnight... bitte!
      Nun lassen sie dem Don doch sein Hobby. Sie sehen doch oft genug was für Bilder er zu Hause rumhängen hat, da freut er sich halt wenn er auch im Net sowas findet. Und….

      „Difference between lawyer and hooker? A hooker’ll stop screwing you when you’re dead.“

      Jeeesus…that is the whole difference? Your lawyer gives you blowjobs? How big is your retainer?

  68. Faschistoide Dynamik
    Leider ist die Dynamik der Situation tatsächlich faschistoid.
    .
    Trumpel ist nicht Hitler — aber er kokettiert mit der Aura eines Räuberhauptmanns, und genau das finden viele so toll.
    .
    Wie sich da so eine Hetzmasse zusammenrottet, aus Versagern und Feiglingen, die jetzt in Trumpel das ultimative Rudeltier gefunden haben, dem sie bedingungslos folgen wollen.
    .
    Das ist beängstigend, und Hinweise, die Feministischen Studenten an den Unis „seien doch genauso schlimm“ sind entweder zynisch oder idiotisch.

    • Uuuuuuh, Don ! Fakten ! Gaaanz pöhse !
      Wenn die Realität nicht mit der Ideologie in Einklang ist…Pech für die Realität.

      Jetzt haben wir das soo lange geübt !

    • "Fakten gefällig"?!
      Schaut her, Trump ist in Wirklichkeit gar kein Rassist!
      Alles nur eine Erfindung der linken Lügenpresse…
      .
      Warten Sie nur ab. Wenn sich bald rausstellt, was wir jetzt schon wissen — dass er eben doch ein Rassist ist — dann werden genau dieselben Leute behaupten „man hätte es vorher nicht wissen können“.

    • Ich bin dann liebend gern bereit, das auch zu sagen. Aber das heisst nicht, dass ich jetzt ungeprüft das weiter verbreite, was andere, die Clinton nahe stehen, verbreiten.

    • Sehe ich ähnlich
      Warten wir mal die berühmten ersten 100 Tage im Amt ab.
      Für das Lesen von Tröten-aller-Art-Links fehlt mir momentan die Zeit, und die Lust sowieso.

    • Zu Meier5
      Es gibt drei Arten von Rassisten
      a. Aktive Rassisten: Sie verprügeln Farbige und keine Weißen, zünden deren Wohnstätten und nicht die von Weißen.
      b. Verbale Rassisten
      c. Menschen, die weder a. noch b. sind, aber so genannt werden.
      Trump wurde bisher nicht bei Handlungen von a-Typ erwischt, und wenn die Zitate von DAs Link echt sind, dann ist Trump definitiv kein b-Rassist. Hätte Meier5 Gegenzitate von Trump gebracht, dann würde ich den auch als Rassisten klassifizieren. Aber Meier5 hat nur gesagt: „Wenn sich bald rausstellt, was wir jetzt schon wissen — dass er eben doch ein Rassist ist…“
      Fazit: Es ist gut, dass DA nicht löschen kann und den Meier5 nicht löscht. Dann weiß man, was Leute wie er für Argumente haben. Meine Einschätzung von Trumps Minderheiten-Liebe: Es sagt, dass er das Lumpenproletariat zu echtem Proletariat machen will. Mit solchen Versprechungen hat schon mancher Wahlen oder Massen gewonnen. Das Lumpenproletariat riskiert Trump, weil es glaubt, dass H. Clinton und die Linksliberalen die armen Leute nur mit Worten streicheln und noch nicht mal SAGEN, dass, geschweige denn wie ihnen geholfen werden soll.

    • Männer (Grönemeyer), schon als Babies blau, nehmen alles ganz-ganz genau
      @ DA – Alexander beschreibt keine Fakten, sondern Hypothesen. – Seine Punkte beziehen sich auf die Zukunft. Er bietet eine Wette darauf an – um echte Dollars.

      Bernie Sanders geht aber bei Colbert im Fernsehen auch in diese Richtung – nämlich Trump nicht wie die FAZ (oh! und der Spiegel und, und, und…) zu dämonisieren.

      Sanders sagte diese Woche wörtlich über Trump: „He is no (NO! – dk) ideologue.“ – Er fuhr dann ein wenig nuschelig fort: His mind is all over the place and he deserves, that we try and talk to him, loud and clearly. – Er will also, dass man sich mit politischen Forderungen und Thesen an Trump und das Trump-Lager wendet, eindeutig. Und Sanders will, dass die Verächtlichmachung aufhört. Er sieht wie Alexander darin ein süsses und letzlich – – – – – e n t p o l i t i s i e re n d e s – öh: Gift.
      Außerdem hält er es wohl für unredlich.

    • Don !
      Sie wollen einfach die grosse Gefahr für die Gesellschaft nicht sehen!

      Gerade auf BBC, Trump: „Wouldn’t think it an advantage, if we could get along with Russia and Putin?“

      Dieser Mann denkt nun mal nicht an all die Militaristen, Faschisten und NATO-Fans, von den armen Investoren in die Rüstungsindustrie ganz zu schweigen!

      Was hindert Sie denn daran auch mal in Zukunft sehen zu können, wo das doch anscheinend fast alle anderen können?

      Nur Merkel hat die Fähigkeit uns noch zu retten! Sie weiss das und hat deswegen auch die Bundeswehr an die russische Grenze geschickt!

      Allerdings hat HM555 recht. Ohne Trump gäbe es keinen Rassismus in den USA! Vielleicht sollten die mal einen Schwarzen wählen?
      Sie Schlaumeier, es war Obama der die Privatisierung der Gefängnisse massiv ausgeweitet hat um all die Schwarzen, die zum dritten Mal mit einem Joint in der Hand erwischt worden, ihre Mindeststrafe von 5 Jahren Knast absitzen und für die Besitzer Profite erarbeiten.
      Rechechieren sie doch mal die Zahlen… Wieveile Schwarze vor und anch Obama. Welche % an Schwarzen vor und anch OBama?

      Mann oh Mann… immer öfter glaubt man hier im (alten) Titannic zu sein!

  69. Susanne Leopolds Text -- ich finde den gut
    Habe jetzt erst diesen „Brief an einen Trump-Wähler“ gelesen.
    .
    Und ich muss zugeben, ich finde ihren Text der
    Situation weitaus angemessener als diesen Blogbeitrag hier.
    .
    Ich darf zitieren“.
    .
    „Es gab mal eine Zeit, da konnten wir uns über unsere unterschiedlichen Überzeugungen unterhalten. Waffengesetze, zum Beispiel. Wir hatten unterschiedliche Meinungen, aber wir sahen die Perspektive des Anderen. Wir versuchten, eine Brücke zu bauen. Das ist für mich die Essenz wirkungsvollen politischen Handelns. Einander nicht anzubrüllen und zu bedrohen. Einen Mittelweg zu finden. Einen Weg zu finden, der nicht im Krieg endet. Nicht Faustrecht mit Demokratie zu verwechseln. Es gab eine Zeit, da hattest du die Fähigkeit, diese Brücken zu bauen. Gestern hast du sie angezündet.“
    .
    Das bringt es auf den Punkt.
    Trump verkörpert die Absage an den zivilisatorischen Grundkonsens, und genau das finden viele seiner Wähler so toll an dem. „Wir bilden einen Mob und lassen die Sau raus! Das wird geil!“
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    Auch wer sich 100 Mal auf „Meinungsfreiheit“ beruft: Das Trump-Lager will die ja gerade abschaffen, jedenfalls für die Gegenseite.
    .
    Das macht in der Tat Angst. Wer Trump wählt, bringt dadurch seine Ablehnung gegenüber der offenen Gesellschaft zum Ausdruck. Diese Analyse halte ich für richtig.
    .
    Nein, bei Kohl, Thatcher oder Reagan gab es definitiv nichts Vergleichbares — nicht einmal bei Franz Josef Strauss. Dieses Moment der physischen Bedrohung, diesen kollektiven Spaß an der Einschüchterung Schwächerer — da muss man schon in die Weimarer Repbulik zurückgscrollen …

    • Wenn es so wäre mit der Meinungsfreiheit – was übrigens in den USA kaum jemand so sieht – dann bitte ich um Belege. Dito zivilisatorischer Grundkonsens, sofern wir da unter Drohnenmorden und Chelsea Manning im Knast das gleiche meinen.

      Ist ja nicht so, dass ich das nicht kritisieren würde, wenn es passiert. Aber bislang fehlen mir da die Beweise.

    • Yep, den Spass kenne ich irgendwoher ...
      Ich wurde beim Plakatekleben und beim Flugblattverteilen dreimal vom Mob gewalttätig bedroht (einmal artete es in Gewaltanwendung aus). Von … linksradikalen Studenten an westdeutschen Hochschulen in den späten achtzigern/frühen neunzigern.

      Und ich kann versichern – weder in den Flugis noch auf den Plakaten wurde zum dritten Weltkrieg oder zur Widerholung des Holocaust aufgerufen.

      Ich habe den Mob also wirklich persönlich gesehen. Er kam nicht von rechts.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Einschüchterung
      In den USA läuft der Angriff auf die Meinungsfreiheit nicht auf dem preussischen Gesetzgebungsweg (Bismarcks Sozialistengesetze), sondern über die Drohung mit dem Mob, den Anwälten und der Medienhetze. Halt mit dieser Lynchjustiz-Tradition, die man in vielen amerikanischen Gegenden wohl mit „Ordnung“ und „Meinungsfreiheit“ einfach gleichsetzt.
      .
      Wenn Trump auf der Bühne einen Behinderten nachäffte, dann eben um diesen mundtot zu machen. Die Botschaft lautet: Wer nicht will, dass ich ihn vor Millionenpublikum unter dem Jubel meines Mobs verhöhne und verleumde, der soll mich lieber nicht kritisieren!
      .
      So macht man das dort. Unter US Verhältnissen ist das ernst zu nehmen. Der Mann hat Macht und keine Hemmungen, sie zu mißbrauchen. Und er hat einen Mob, der für ihn bellt und beisst. Auch gegen Kinder und Angehörige.
      .
      Und alle, die ihn bejubeln und ihn wählen — die ermöglichen das. (Aus dem altbekannten Grund: Anschluss an den Rudelführer / Identifikation mit dem Täter / Kompensation für die eigene Deplorabilität im wirklichen Leben….)
      .
      Das Netz ist voll von Berichten von „Latinos“, die angepöbelt werden — weil sie im Supermarkt spanisch statt englisch reden beispiesweise! Das ist auch ein Angriff auf die persönliche Freiheit.
      .
      Was Sie über Drohnenmorde sagen und Chelsae Manning — da rennen Sie bei mir offene Türen ein.
      Aber nur bei mir. fragen Sie doch das übrige Publikum hier, wie die das sehen? Und wie die coolen Jungs von Breitbart wohl darüber denken?
      .
      Und Sie wissen auch, was Trump über Folter gesagt hat. Und Sie wissen, dass Trump jetzt neue Richter an den Supreme Court berufen wird. Sie ahnen, was das für Richter sein werden, und was das für Leute wie Chelsea Manning in Zukunft bedeuten kann.
      .
      Kann man für Demokratie und Menschenrechte sein und sich trotzdem über den Wahlsieg von Trump freuen? Manche hier scheinen das zu glauben. Aber damit befinden sie sich wohl in ihrer eigenen „Filter-Blase“ oder wie Fefe das nennt.

    • Ich freue mich nicht. Ich versuche nur bei den Fakten zu bleiben. Ich vermute, dass Trump letztendlich einen moderaten Kurs fahren wird, aber ich kann mich auch irren. Dass er ein nicht wirklich sympathischer Mensch ist, sehe ich auch. Aber das „Monster“ ist in der Gesamtschau noch nicht belegbar.

    • Einreiseverbot für Moslems?
      Glaube auch nicht, das so etwas kommt: ein Einreiseverbot für Moslems.
      .
      Aber mit so was hat er Wahlkampf gemacht und das hat ihm Stimmen gebracht. Und jetzt ist er Präsident. Schon alleine das verändert die Situation.
      .
      Und er kann ja nichts anderes. Hetze ist sein Alleinstellungsmerkmal, damit ist er an die Macht gekommen.
      .
      Was liegt näher als die Vermutung, dass er auch künftig immer dann, wenn er Probleme bekommt, wieder zum bewährten Mittel greifen wird? Hezten, Brüllen, Beleidigen, Beleidigen, Bedrohen, und sich eben dafür vom Mob bejubeln zu lassen.
      Das ist das, was er kann, und alle anderen (die „Versager“ im Kongress und an den Gerichten) eben nicht (oder nicht so gut).
      Das ist die Ressource, die er hat — und zwar die einzige.
      .
      Er hat NICHTS konstruktives, worauf er aufbauen kann.
      Keine praktikablen Programme, keine seriösen Leute.
      Nur Schreihälse und Geschäftemacher. Und einen Schwiegersohn mit einem vorbestraften Papa.
      .
      Gibt es irgendeinen Grund zur Annahme, dass dieser Anhang in der Präsidentschaft was anderes sehen wird als die Möglichkeit, sich die Taschen zu füllen? Wie damals Cheneys Mannshcaft, nur eben noch schamloser? Der Präsident hat ja die Möglichkeit, alle seine Freunde zu amnestieren. Glaubt irgendjemand, dass Trumpels Familie so was nicht jetzt schon ihr Kalkül mit einbaut?
      .
      Sie warten jetzt auf den seriösen, ausgleichenden, staatsmännischen Trump. Da können Sie lange warten. Der Typ ist 70 und man weiss alles über ihn.

    • Der Schuh passt sowohl rechts als auch links
      Der links provozierte Shitstorm, das regelmässige bewusste Ignorieren des schwarzen und anderen nichtweißen Konservativen (oer was man dafür hält) – siehe Clarence Thomas, Richter am Supreme Court – oder auch die BLM Proteste… man könnt ewig und drei Tage aufzählen wie denn auch links Meinungsfreiheit mit den Füßen tritt wenn es denn die falsche ist.

      Die offene Gesellschaft wird eben nicht also solche gesehen – In Oregon wurde jetzt einem Provinzpolitiker zum Verhängnis das er vor nicht allzu langer Zeit einen dieser „Christlicher Laden weigert sich Schwule zu bebacken – vernichtet sie*“ Fälle begeistertund erfolgreich vorangetrieben hat – weil sie für eben alles offen ist außer den kulturellen Themen die das Land umtreibt.
      Aufm Land ist es halt verständlich das einem Laden nicht verboten werden soll mit wem er Geschäfte macht – Alk und Waffen mal aussen vor – aber vorzuschreiben das man gezwungen ist ? Das ist ein ganz anderes Blatt für Landvolk. Davon hat niemand was gesagt.
      Ist für die meisten Städter ganz ungwohntes Konzept, weil denen könnte man das Personal beim Einkauf auch mit schlechtgemachten Robotern ersetzen so ungebunden ist deren Einkaufsverhalten. Ein Laden ist ein Laden in der Stadt. Aufm Land ist der Laden eine Person, ein Familie die man man kennt. Da heißt es ned „ALDI muss jetzt Fahrradketten auch an Schwangere abgeben“ sondern „Den Karl-Heinz den ham se ruiniert weil -hier kommt das perfide der 2010er Jahre, das die Stimmung richtig kochen lässt- son Städter ihn erst beleidigt hat und als der Karl-Heinz ihn vor die Tür gesetzt hat er ihn verklagt. Den Städter hat hier noch nie jemand zuvor gesehen.“.
      So wird die Öffnung der Gesellschaft auf dem Land gesehen – kein friedlicher Prozess sondern erst kommt ein Arsch und tritt die die Tür ein und will dann noch Schadensersatz weil er sich die Schuhe dabei ruiniert hat. Und sowas soll akzeptiert werden?

      Ein Kommentar den ich neulich gelesen habe (nicht hier), besagt das Trump durch einen von links geschaffen weißen Rassismus getragen wurde. Danach ist der Trend der letzten Jahre jeden Weißen unter White Privilege Generalverdacht zu stellen dafür verantwortlich das die Mehrheit der weißen Amerikaner jetzt erstmals seit ca. 30 Jahren als sich über seine Rassenzugehörigkeit definiert, als Abwehreaktion. Und dann wurde halt der Kandidat gewählt der nicht von den anderen Minderheitenstimmen (La Raza, BLM) präferiert wurde.

      Dann wäre das Problem also selbst gezüchtet. Also eigentlich voll ökö… deswegen wieder ok?

      *wo es dem Vernehmen auch nach auch erst mehrere Backstuben gebraucht hat bis man eine gefunden hat die nicht Facebook liest und deshalb keine Ahnung hatte das der Lynchmob auf Opfersuche war.


    • @ HansMeier555
      „Wenn Trump auf der Bühne einen Behinderten nachäffte, dann eben um die-sen mundtot zu machen. Die Botschaft lautet: Wer nicht will, dass ich ihn vor Millionenpublikum unter dem Jubel meines Mobs verhöhne und verleumde, der soll mich lieber nicht kritisieren!“

      Die Szene war menschenverachtend und ekelhaft.

      Schlimmer noch war sein Feldzug gegen Megyn Kelly, eine Star-Moderatorin bei Fox News, die bei der ersten Debatte gewagt hatte, Trump unangenehme Fragen zu stellen.
      Der Sender stand zu Kelly, aber sie bekam so heftige Todesdrohungen, dass für sie ein Jahr lang Personenschutz beauftragt werden musste.

      Tja, Trump will ja weiterhin auf ähnlichen Veranstaltungen auftreten, wie während der Wahlkampagne, vor vollen Arenen. Soll da etwa ein Personenkult aufgebaut werden? Das erinnert mich an Bilder aus vergangenen Zeiten, an etwas, was ich nicht aussprechen will. Trump ist auch der einzige Politiker, den ich kenne, der dauernd und gerne Babys in seine Arme nimmt. Alles schon da gewesen. Die Bilder kennt man ja. Just saying.

      Und twittern tut er auch noch weiterhin gerne und lügt dabei wie gedruckt. Nothing new.
      http://www.latimes.com/nation/politics/trailguide/la-na-trailguide-updates-donald-trump-versus-the-new-york-1479311632-htmlstory.html

      Das ist ein typisches Beispiel für Trump, wenn er Unsinn twittert.

      NYT hatte ihren Lesern einen Brief geschrieben, Topic: Fehleinschätzung über Trumps Siegeschancen.

      Trump verdreht das, und er lügt, wenn er behauptet, NYT hätte sich entschuldigt.

      So ist das dauernd. Seine Fans hängen an seinen Lippen [Tweets], glauben alles, prüfen nichts nach. Weil: Trump sagt natürlich die Wahrheit, während die „Lügenpresse“ lügt, ist doch logisch, gelle.

      Und so wird es weiter gehen, mit Twittern, mit Lügen, Verdrehen von Worten und Krieg gegen kritische Medien und einzelne Journalisten (mit noch neuen vereinfachten Libel Laws, die Trump einführen will). Ein 70-jähriger Mann wird sie nicht ändern, im Gegenteil, das Amt gibt ihm die Macht, seine bisherigen Drohungen umzusetzen. Just my2cents.

    • Natürlich wird er weiterlügen
      Text eingeben

    • Zustimmung
      Ich sehe da leider auch Parallelen. Es scheint, als ob sich dort drüben zwei Blöcke gegenüber stehen, die es kaum mehr fertig bringen, zivilisiert und gelassen miteinander zu kommunizieren.
      Ich frage mich, wie unter solchen Bedingungen das Projekt:“ We will make America great again“ gelingen soll(friedlich, ohne Gräueltaten).


    • Auch wer sich 100 Mal auf „Meinungsfreiheit“ beruft: Das Trump-Lager will die ja gerade abschaffen, jedenfalls für die Gegenseite.
      Welche Gegenseite denn? Die Clintonites? Die haben bei der Wahl verloren und kein Erbrecht am Weißen Haus. Die NYT? Die Fernsehsender? Die wird er kaum umpolen können.

      Davon abgesehen frage ich mich, ob Sie noch der gleiche HansMeier555 wie vor ein paar Jahren sind, der den Feudalismus befürwortete.
      Schauen Sie doch mal hin: Borgiamäßige Familienbande, Kampf gegen universitär verweichlichtes Großbürgertum, liebreizende Damen als optische Dreingabe: das müßte Sie doch eigentlich, so wie ich Sie von früher kannte, entzücken und zu Lobgesängen hinreißen!
      Und nun weinen Sie sich die Augen aus, weil halt nicht jede Favoritin werden kann.
      Also ich finde Ihren Meinungsschwenk schon beachtlich; woran er liegen mag, wissen die Götter, ich bin nur ein Mensch, mir fällt er nur auf.

    • @colorcraze
      Feudalismus, ja — das war Satire.
      Trump ist leider real. Und er hat nicht so viel Geschmack wie die Medici.
      .
      Aber Sie haben recht, leider.

    • Armseliges Gekeife der linken Gutmenschen
      @ Colorcraze
      Ihr Vergleich mit Borgia – herrlich.
      Und weil die Damen moderne Borgias sind, spielt das eigene Engagement im Business natürlich eine große Rolle. So begleiten Ivanka und ihr Mann, ein Milli-arden schwerer Immobilien Devoloper als Trumps wichtigsten Business Associates ihn schon mal zum ersten Treffen mit Japans Premier Abe. Nepotismus, a conflict of interest – doch nicht bei den patriotischen, idealistischen Trumps, gelle.

      So hat die geschäftstüchtige Ivanka ihr Kleid, das sie zu einer Debatte ihres Va-ters getragen hatte, sowie einen Armreifen zu $ 10k, den sie in einer TV-Show getragen hatte, sogleich im Netz zum Verkauf angeboten. Aber Hand aufs Herz: Würden wir alle das nicht genauso machen, wenn wir könnten? Ich meine ja. Nur die linken Neider nicht.;-)
      http://www.nytimes.com/2016/11/15/fashion/ivanka-trump-bracelet-60-minutes-conflict-of-interest.html?_r=0
      Das ist so schön volksnah, solch ein direktes, persönliches Verkaufsangebot, gelle.

      Es gibt wunderbare Vorbilder für das geschäftliche Engagement der Ehefrauen und Töchter von Staatsoberhäuptern aus der jüngeren Geschichte. Das Einbinden der Gattin quasi als „Strohfrau“ in der Vermögensbildung der Despoten hat z.B. in Asien eine lange Tradition. Aber die Töchter können das auch, jedenfalls in Indonesien und in Spanien.

      z.B. Imelda Marcos, die Gattin des abgedankten, verstorbenen Philippinischen Diktators Marcos (mit den > 1.000 paar Schuhen), die vollbehängt mit kostba-ren Juwelen die Slums besuchte, damit die ärmsten von den Armen ein Vorbild hätten [laut eigener Aussage].

      Die Familie des verstorbenen indonesischen Diktators Suharto hatte sich die Schlüsselindustrien gesichert. Die Präsidentengattin hieß im Volksmund Ibu Ten Percent (Ibu = Madame). Suharto wurde in 1998 nach schweren Unruhen gestürzt, wurde in 2000 unter Hausarrest gestellt. Die Familie hatte ein Vermögen von mindestens 15 Milliarden Dollar zusammengescharrt. Na ja, später wurden die Söhne auch mal inhaftiert, aber alles in allem hatte sich das Familiengeschäft langfristig gelohnt. ;-)

      Tja, und das europäische Vorbild: das spanische Königshaus, die Tochter des Königspaars und der Schwiegersohn, also die gleiche Konstellation wie bei Trump (aber wer würde im Ernst solch einen hässlichen Vergleich machen. Pfui, das wäre ja Blasphemie.)

      Aber der altruistische Trump, (der seit 2008 keinen Cent in seine Stiftung einge-zahlt hat, sondern fremde Spendengelder für seine privaten Zwecke missbraucht, der Schelm!) wird seine Position natürlich niiiie ausnutzen, das würden nur böse linke Eiferer, so welche wie ich, die vom Business null Ahnung haben, behaupten wollen.

      But don’t worry: Durch sein international verflochtenes Imperium von insgesamt 500 Unternehmen, von welchen das Volk keinerlei Information besitzt, wird Trump sicher Wege finden, damit er nicht erwischt wird, you bet.

    • Brücken anzünden...
      Deplorable, Pack, Dunkeldeutsche…
      Manche müssen Brücken gar nicht anzünden, weil sie deren Existenz schon von vornherein ablehnen. Oder: keine Brücke darf von der stetig nach links driftenden Insel CDU zur Realität führen.
      Zu unterstellen, Konservative hätten hüben oder drüben Brücken des Dialogs angezündet, nennt man das Fixierung?

      Allgemein möchte ich anmerken, daß hier die Linke hüben wie drüben als liberal bezeichnet wird, was nicht korrekt ist. Dann hätte sich dieser Murks wie gender ja ganz von selbst entwickelt, und bräuchte nicht so viel Schubs und Geld von oben, von den gängelnden Medien ganz zu schweigen. Diese Art von Einflußnahme ist nicht liberal, sie ist progressiv, sehr teuer für den Steuerzahler, und es muß nicht immer gut sein, wenn man bei der Blockflöte die Mißtöne geflissentlich überhört.

    • Was soll das ???
      Einschüchtern, bedrohen, beleidigen, Spaß Frauen zu grabbben, in unserem schönen Land, ja wer macht es ? Nicht die bböööösen Rechten( No Nazis), sondern unsere Neumitbürger, die geschenkten Menschen, sind es. Wachen sie endlich auf oder kommen sie vorbei, ich zeige Ihnen die Realität.


    • @Tamarisque: je nun, Clinton mit ihrer Stiftung, die die Tochter führt, sammelte das Geld hingegen gleich von Staatsoberhäuptern ein, nicht über irgendwelche Immobilien und dergleichen. Das soll besser sein?
      Daß man für einen US-Wahlkampf einen großen Sack Geld braucht, ist doch jetzt wirklich nichts Neues.

  70. der fluch der bösen fee
    Nachdem ich den „offenen Brief “ von Juliane gelesen habe, geht’s mir richtig schlecht. Hatespeech im sanften Gewand. Das Gift der bösen Fee wirkt. Einziges Gegenmittel: hier schreiben, wie sehr ich aufrechte Leute wie Don schätze. Puh…

  71. Ad Absurdum
    Lieber Don,

    vielen Dank für diesen und die vielen Artikel davor. Es macht Spaß diese zu lesen und es ist eine Art kritischen Journalismus, die nur noch schwer zu finden ist.

    Wenn ich über Trigger-Warnungen etc. und deren Ausmaß und Einfluß auf die Mehrheit lese, dann frage ich mich, ob das Wunderbare an einer demokratischen Gesellschaft, nämlich der Schutz von Minderheiten, nicht immer mehr zu einer Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit wird.
    Das Gute wird dann durch immer schrillere Auswüchse ad absurdum geführt.

    Dabei muss doch die Minderheit erkennen, dass sie der Grund für die Mehrheit ist, laut Gerhard Polt.

    Viele Grüße

    SOFORT

  72. Zweischneidig:
    „Trauen Sie keinem. Denken Sie selbst“. Gegenüber Politik und Medien machen das bereits viele seit geraumer Zeit. Ist offenbar aber auch wieder nicht recht, weil damit die political correctness gefährdet ist.

  73. GIVE me a T.....!
    ja, kampf der HATESPEECH, die gar nicht weinerliche frau Schwesig will jetzt auch den song

    „GIVE me a TRUMP……………….“

    auf den index setzen………..

    äh sorry, es geht ja gar nicht um Trump, es geht ja um Texas und Tennessee…..aber 38 und 11 wahlmänner(oder -frauen) stimmen für ihn………….also weg damit sagt sie.

    habe sie nun angerufen und erklärt, der song sei von Jimmy Rogers, der war schwarz wie die nacht und kannte dDT gar nicht, da er 1997 leider verstarb.

    https://www.youtube.com/watch?v=VBeS5ThMnyA

    frau Schwesig überlegt stattdessen nun, den song „GIVE me a F…..“ auf der ministerien-website hochzuladen, der ist fünf jahre älter als sie und strahlt reife und ruhe aus………

    https://www.youtube.com/watch?v=dATyZBEeDJ4

  74. Ästhetische Selbsthervorbringung als Selbstdenker
    Sehr geehrter Verfasser,

    ich frage mich nach der Lektüre Ihres Textes, was genau Sie mit diesem Text eigentlich aussagen wollen? Sie plädieren für einen kritischen Umgang mit der Medienberichterstattung über Trump und rufen: Sapere aude! Selbstdenken! Aber ihre Auswahl und Reihung der Artikel ist tendentiös und macht sich über die Ängste von Minderheiten und Menschen, über die Snowflakes und über die Bürger, die Trump nicht gewählt haben auf eine Weise lustig, die ich bedenklich finde. Bedenklich deswegen, weil Sie hier, als Teil der FAZ, in eine Schmähung der Presse einstimmen, die auf rechter Seite in dem Vorwurf der „Lügenpresse“ echot. Wenn ich mir einige der Kommentare hier durchlese, dann machen mir Aussagen wie: „Whatever, früher in der guten alten Zeit, da hat man Frauen noch anschauen können… und musste Ihnen nicht zuhören“, „Ich kenne persönlich niemanden, der Merkels Politik unterstützt, oder das SPD-Gepiesel“ oder „Die Zeit für Minderheiten-Minderheiten-Minderheiten-Minderheiten-…-ansprüche könnte vorbei sein, da einfach diejenigen, die sich als ganz einfache und staatstragende Bürger verstehen, solche Schmarotzer auf Staatskassen nicht mehr finanzieren wollen, weil jene vermeintlich die richtige Gesinnung haben. Ich habe rein gar nichts gegen Minderheitenrechte, doch man mag doch bitte bei allem nicht die Rechte der Mehrheiten vergessen.“ wirklich Sorgen. Nicht nur wegen der Inhalte, sondern auch wegen des emotionalen, wütenden, aufgebrachten Stils.
    Eine intellektuelle, Argumente abwägende, ruhige und sachliche Diskussion ist so doch gar nicht möglich. Ihnen als Meister der argutia und des concetto ist vermutlich auch nicht daran gelegen. Aber um zu verstehn, was in Amerika passiert ist (ich denke, dass wir das heute noch nicht können), hilft es wenig, im binären Schema immer eine jeweilige politische Richtung zu diffamieren.
    Trump ist als Präsident gewählt worden, obwohl er rassistische und frauenfeindliche Aussagen gemacht hat. Er ist nicht von dummen Rassisten gewählt worden, aber doch von Menschen, die kein Vertrauen mehr in die vorherrschenden Strukturen haben und deren Verzweiflung oder Lust an der Krise so groß ist, dass sie TROTZ aller Aussagen Trumps (die man weder schönreden, noch für besonders schlau halten muss) genau diesen Trump gewählt haben.
    Für mich gilt mein Mitgefühl erst einmal allen, die von Trump beleidigt wurden und nun mit sehr realen Ängsten leben müssen – auch den von Ihnen verspotteten Studenten. Zu sensibel kann man meiner Meinung in diesen Zeiten gat nicht sein – dahinter mag ich keine linke Verschwörung erkennen. Aber auch die Trump-Wähler zu verdammen, finde ich illegitim: Die USA sind schliesslch eine Demoktratie. Eine Demokratie, die es aber anscheinend verpasst hat, auf viele Menschen zuzugehen und dort zu fragen, wie eine gerechte Politik aussehen könnte. Die Washingtoner Eliten-Kritik hat sicher ihre Berechtigung.
    Aber ich habe wirklich nicht verstanden, worauf der Text hinausläuft. Sie unterlaufen mit so einem Text ja genau das, was Sie von den amerikanischen Medien einfordern. Und Ihre Kommentatoren, die sich wünschen, dass die FAZ „nach anhaltendem Schlingerkurs irgendwie die Kurve kriegen und die schwarz/grüne Traumtänzerei als Verlust abschreiben“ werde, lesen die Botschaft so heraus, dass sie auch diese Zeitung wieder auf Linie gebracht sehen wollen. Der Text bringt mit sprchlichen Mitteln also genau das hervor, vor dem sie in Bezug auf die Tagesschau etc. warnen. Denn von sehr viel hinterfragen und selbstdenken (denkt man nicht immer selbst?) ist in dem Kommentar-Bereich wenig zu lesen. Ist ein „ja, genau!“ schon selbst gedacht? Auch hier versammeln sich Stimmen in einer Meinungsblase, die sich gegenseitig bestätigen.
    Ich würde mir (aber das ist für einer satirischen Glosse eine etwas schiefe Erwartung) durchaus wünschen, dass man ohne rhetorischen Aufwand und bellizistischen Redeschmuck mit interessanten und digressiven Informationen versorgt wird, die dazu anregen, seine Meinung zu überdenken und mit anderen Menschen in ein Gespräch zu kommen, anstatt immer nur die Gräben zu zementieren.

    Herzliche Grüße

    Julia

    • Sie können das natürlich anzweifeln und anders sehen. Ich bin zu alt, um noch einen Sinn darin zu sehen, andere zu überzeugen. Aber ich kann auch nicht alles verlinken, was meine These stützen würde.

      Verkneifen Sie sich solche Lügenpresse-Verdächtigungen, ich stehe für das, was ich schreibe, sonst nichts.
      Und Absätze helfen Ihnen.

    • Danke, Julia
      Sie haben es schön auf den Punkt gebracht.
      .
      Auch Trump-Gegner(innen) haben ein Recht auf Meinungsfreiheit sowie das Recht, Trump-Wählern ihre persönliche Sympathie zu entziehen.
      .
      Komisch, dass man so was extra sagen muss.

    • Warum? Die Medien sind doch voll damit. Nicht mal FOX stand voll hinter Trump.

    • Danke
      Für diesen ausgewogenen Beitrag.

    • Bitte, gern geschehen.

    • @HansMeier555
      Nachdem das „Denken“ abgeschafft wurde und mit dieser Aufforderung nur noch kokettiert wird, kam indessen die Meinungsfreiheit dran, Herr Meier. Die gibt es nicht für potentielle „Hau-ab-Rufer“. Nun sind wir, wie bei den Tieren, beim Appellieren an die niederen Instinkte – oder auch: die hehren Gefühle! – angekommen. Und Julia macht da ganz offensichtlich alles richtig. Und wen sie nicht einsammelt (ich finde sie unsympathisch), den fängt der Don; nicht minder virtuos. Das ewige Leben wurde gefunden.

    • "Auch Trump-Gegner(innen) haben ein Recht auf Meinungsfreiheit" war wirklich gut.
      Nach einem Blick in 99,5% der amerikanischen Medienlandschaft (ausnahmlos alle ausser breitbart) allerdings unfreiwillig komisch.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Nach 'sapere aude' mahnte Kant:
      Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen….
      .
      Genau darauf weißt der Don doch immer auch hin.

    • Lob der Empathie
      Empathie ist doch etwas Schönes, herzliche Julia. Also, wenn Sie die (sehr realen) Ängste der besorgten, amerikanischen Bürger angesichts einer von Willkür, Dilettantismus und Selbstgefälligkeit geprägten Regierung nachvollziehen können – dann wissen Sie jetzt mittels Ihrer ausgeprägten sozialen und emotionalen Intelligenz womöglich, wie ich mich in Deutschland unter Merkel fühle.
      Im Grunde haben wir doch alle die gleichen Probleme. Schön, daß wir diesen Graben jetzt zugeschüttet haben.

    • Jule, ick hör dir trapsen.
      Liebe Julia, vielleicht haben Sie ja schon einmal von der Diktatur der Mehrheit (von Alexis de Tocqueville), einer kritischen Abhandlung über die amerikanische Demokratie Mitte des 19. Jhr. gehört. Entgegen dem Titel wird dort beschrieben, wie ein demokratisches Gemeinwesen so funktioniert, dass es nicht in die o.g. Diktatur pervertiert. Und vielleicht hat ein signifikanter Teil der Gesellschaft sich aus diesem Grund für Trump und gegen eine Diktatur der Minderheiten entschieden.

    • Danke
      Für diesen sehr guten Beitrag.

    • If she looks back, it means she's interested. Come on, give me a look back now.
      Geehrte Julia,

      tief bewegt von den Ihrerseits geäußerten Bedenken hinsichtlich meiner Äußerungen bezüglich Erinnerungen an eine schöne alte Welt, bin ich
      letztlich dann doch, ohne jegliche Spur von Bedauern, zu der finalen Meinung gelangt, Ihnen Folgendes mitzuteilen:

      Gräben sind die Voraussetzung für Meinungen.

      Ohne Meinungen keine Differenzen.

      Ohne Differenzen kein zivilisatorischer Druck zur Einheit.

      Ohne Einheit keine Grundlage für neue Gräben.

      Ohne neue Gräben kein Fortschritt.

      Ergo: Trump ist Fortschritt

      Ja, all das ist Ihrem kognitiven System jetzt und für immer nicht zugänglich.
      Trotzdem wollte ich den Moment nutzen, es einmal vorgeführt bzw. die Chance ermöglicht zu haben.

      Whatever, Sie brauchen nicht thematisch zu antworten.
      Schicken Sie einfach ein Selfie.

    • Goodnight
      Sie sehen die Dialektik der Foristen nicht. Was sie geschrieben hat, hält sie für eine grundsätzliche, nicht zur Diskussion stehende Grundlage, auf der die ganze menschliuche Zivilisation aufbaut. Kommentare die das bestreiten sind nicht satisfaktionsfähig und jede Anwort wäre Zeitverschwendung.

      Die herrschende Überzeugung, dass eine Meinung und Einstellung deswegen korrekt sein müsse, weil sie von der Mehrheit geteilt wird, ist wohl die gefährlichste Entwicklung überhaupt. Und sie schreitet voran.
      Denn im Grunde sind alle dieser Überzeugung, denn falsch ist sie ja nur dann, wenn die andere Seite sich auf die Mehrheit berufen kann!

      Auch in den Medien begreift immer noch niemand, dass die Trumpwähler paradoxerweise eben genau dieses Demokratie Verständnis verworfen haben, weil man jener politischen Korrektheit, also des Mittelmasses der politischen Führung, mehr als überdrüssig sind. Trumps Trumpcard, ohne die er niemals gewonnen hätte, war halt, dass sein Gegner Hilary war.

      Ihr Schluss ist richtig:

      „Ergo: Trump ist Fortschritt
      Ja, all das ist Ihrem [=Julia] kognitiven System jetzt und für immer nicht zugänglich.“

    • 'm pretty sure there's a lot more to life than being really, really, ridiculously good looking
      @TDV

      Dialektik?

      Jesus, ich erwarte eine Selfie.

      Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

    • Tja, geht halt nicht
      Der einzige der hier selfies veröffentlichen darf ist Don.

      Und ich danke dem lieben Gott dafür so sehr, dass es keine Rolle spielt ob es den gibt…

  75. In der Schule aufgepasst
    Viele dieser jungen Schreiber haben in der Schule gute Noten bekommen, weil sie „Stellung nehmen und die eigene Meinung begründen“ gelernt haben. Das gilt in vielen Lehrplänen als die höchste Kompetenz, die man erreichen kann. Auf Wissen kann man da getrost verzichten.

    • Ja die Lehrpläne - Kompetenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten...
      Hundert Prozent Zustimmung! Das ist das Grundübel der heutigen Schul- und Hochschulausbildungen. Ich kann dieses unselige Gefasel von Fähigkeiten und Kompetenzen* mittlerweile nicht mehr hören. Da wird mir inzwischen körperlich übel. Ein Bekannter hat mal gesagt: „Soft skills, soft skills, immer diese soft skills. Es muss doch auch Hard Skills geben!“

      Wenn man kein Wissen hat, dann muss man sich auf seine Befindlichkeiten und Meinungen zurückziehen und schreibt schlechte Zeitungsartikel. Und dann wundern sich die jungen Journalist_*Innen (und ihre Verleger), dass die anders sozialisierten (=alten, weißen) Leser die Zeitungen nicht mehr kaufen.

      (*Diese Sprechblase kam letztes Jahr im Rahmen der Flüchtlingskrise auch ganz schnell, als es um die Förder- und Integrationskurse ging. Da leben ganze Didaktikbereiche in ihrer eigenen Echokammer.)

  76. DRAIN THE SWAMP
    noch ein nachtrag zum telefonat mit frau Schwesig:

    am ganzen oberrhein soll ein grosses strassenumbenennungsprogramm initiert werden, denn fast in jeder stadt zwischen Mainz und Lörrach gibt es eine Tullastrasse, erinnernd an den vorläufer der DRAIN THE SWAMP-Bewegung.

    Johann Gottfried Tulla legte durch seine rheinbegradigung (ein verbrechen in den augen von frau S. !) die sümpfe trocken und erlöste das niedere volk von stechmücken, malaria, gelbfieber und was auch sonst noch.

    das dem NAMENSERBEN zum trost, es wird also schon agiert. und auch das noch an den NAMENSERBEN: einmal im jahr, wenn in der ebene der bodennebel wabert breche ich nach Todtnauberg auf und wandere die route von Augstein, Heidegger und Barbara Klemm, Barbara (viel für die FAZ unterwegs) hat das auf mit den besten scharz-weiss bildern festgegehalten, die ich kenne.

    Heidegger (der pumphosenspiesser, sagt Th.B.) ganz im gebirgler-outfit, Augstein im anzug, mit slippern und kleinem süssen aktentäschlein…………

    wo ist der geist dieser dame und der beiden herren in der heutigen freudlosen diskussion geblieben, vielleicht täte dem einen oder anderen mal eine solche tour mit ausflüglein zum feldberg in frischer höhenluft und dann eine einkehr im Göcklehof bei einer schwarzwälder kirschtorte tut. fernab der sümpfe, hochdroben, wo der horizont sicht weitet bis zu den alpen und den vogesen.

    was schon Hannah Ardendt sicher auch erfreute.

    vielleicht sollte der Namenserbe mal am H.Ardendt-Insitut für Totalitarismusforschung in Dresden ein semester belegen, nein nicht als dozent, als student !

    • @django - Tulla Schwesig usw.
      A propos Tullastraßenumbennenung – wer macht denn sowas, oder ist das gar ne Ente? Der Grünen Jugend – with a little help from their friends of Jusos & Linksjugend – würde ich sowas schon zutrauen, aber erwachsene Menschen? Und was hat bitteschön die unvorteilhafte Frau S. bitteschön damit zu tun? Die kommt doch von der entgegengesetzten Ecke unserer schönen Republik?

      Ich war mal ne Zeitlang in Karlsruhe an der TU – jetzt KIT – beschäftigt, daher mein Interesse.

  77. Journalistisches Unwort
    Sehr interessanter Beitrag.

    Trotzdem: Bitte verbannen Sie das journalistische Unwort „möglicherweise“, es entsteht der Eindruck eines ungenauen, spekulativen Dahingeplappers … leider sehr verbreitete journalistische Unart.

  78. Financial PC
    Political correctness beinhaltet extremes Aggressionspotential. Die Anwort der Trumpisten ist ebenso aggressiv. Beide Seiten unterstellen sich gegenseitig – wie könnte es anders sein – hohes Aggressionspotential. Eigentlich ein Fall für den Psychotherapeuten, um Sublimation und Projektion auf Ursachen zurückzuführen.

    Wie der kürzlich zitierte Breitbart-Artikel demonstriert hat, ist bei Trumpisten die Kenntnis grundlegendster VWL-Zusammenhänge nahe null. Wer nichts weiß (oder nichts wissen will), weiß auch nicht, was er riskiert. Wie ein Anfänger-Elektriker, der 110 Volt Wechselstrom für harmlos hält.

    Auf der anderen Seite das dominierende Finanzsystem mit seinem Überschuldungs-Ponzi-Schema und der eingebauten Umverteilungsfunktion per Vermögenspreisblasen. Ganz ähnlich zur gesellschaftlichen PC-Doktrin basiert es auf einem starren Alternativlosigkeits-Dogma.

    Trumps persönliche Geschichte zeigt, dass er als großer Jongleur zwischendurch gerne mal Mega-Defaults hinlegt. So eine Rückschau könnte daher einen ganz anderen Tenor haben. Spannend zu lesen wäre sie allemal.

    • Ich habe ja schon vorgeschlagen, die FAZ sollte ein Blog machen: Das wilde, wilde Trumpistan – telegraphische Notizen aus der neuen Weltunordnung.

    • Die besten Themen liegen auf der Straße, ...
      … es muss sich nur jemand bücken – and the winner gains it all. Oder so: Kein ergiebigeres Thema vorstellbar. Aber mit hohen professionellen Anforderungen, um nicht auf dem Kontrast zwischen sinnvollen Vorstellungen und Situationskomik auszurutschen. Mit bequemen Selbstverständlichkeiten ist es jedenfalls vorbei.

    • @D.A. : Trumpistan
      Da würde sich doch der Titel „Durchs wilde Trumpistan“ für eine SPIEGEL-Serie anbieten …

  79. Real Steel and True Grit
    Die Parallelen zwischen der Trump Hysterie und der Hysterie die ein Reagan ausgelöst hat sind für mich unübersehbar. Facebook und Twitter wirken heute jedoch eindeutig als Brandbeschleuniger.

    In der Schulklasse meines Kindes schreiben sich die Schüler hin und her „wie schrecklich (dies ist eine geschönte Ausdrucksweise)“ Trump ist. Hatespeach in Reinkultur.
    Ein unreflektiertes Wiederkäuen von Worthülsen. Na ja, sind ja auch Kinder. Als Vater sag ich, jetzt ist aber mal fertig mit twittern.

    Was die Meinungsmacher und selbsternannten Meinungsmacher angeht sind das aber keine Kinder.

    Vielleicht ist unsere Meinung zu Menschen die „was mit Medien“ machen zu sehr von der Unschuldsvermutung geprägt. Vor allem der Vermutung einer gefestigten Psyche – versus gefestigte Psychose.

    Allein mit dem schreiben für eine bestimmte Klientel um deren Weltbild noch mehr aufzublasen lässt sich das nicht erklären.
    Eigentlich haben solche Leute nichts in ARD und ZDF zu suchen, sollen sie sich doch auf ZON und Bento ihre Filterblase neu tapezieren.

    Trump wirkt hier wie Atropin bei einer Vergiftung mit Nervengas – Es befreit die blockierten Rezeptoren.

    • ... das ist richtig...
      … die Haltung der Medienschaffenden ist: Wir SOLLEN die Clinton (Merkel) wählen und weil wir das nicht WOLLEN, ist aus deren Sicht Nachsitzen in Form von geduldigen Erklärungen wie gegenüber Kindern / Prügelstrafe / Karzer geboten …

    • Es müsste halt geglaubt werden. Aber ich folge zu Testzwecken ein paar Republikanern und AfD-Leuten und die haben eine ganz eigene Welt. Gestern wurde mir ein Rild aus Rom mit Müll als Berlin verkauft.

    • @Sirisee
      Sie charakterisierien die Medienschaffenden ganz richtig.
      .
      Aber Sie sollten bedenken, dass sie -genau wie die autoritären Lehrer damals – hin und wieder trotzdem recht haben können.


    • Gestern wurde mir ein Rild aus Rom mit Müll als Berlin verkauft.
      Ich habe den Eindruck, daß mit Bildern generell viel Unfug fabriziert wird. Kommt wieder so eine Welle?
      Wenn man an die Fakten kommen will, muß man graben, graben – weil das meiste inzwischen nur noch Spin ist, ob von Links (bis hin zu fast flächendeckend) oder neuerdings auch ein wenig von Rechts, ob von Regierung (Änderung der Statistikmodi) oder „Medienmachern“ – aber so ist das halt, wenn alle im Kampfmodus sind.
      Nur berichten will keiner, da seien Geschluchze und Kulleraugen vor.

    • @HansMeier555
      … selbst wenn das so wäre, würde es die Übergriffigkeiten nicht rechtfertigen und auch nicht entschuldigen. Aufgabe und Kompetenz eines Journalisten besteht nun einmal in der Ermittlung, Aufbereitung und Darstellung von Fakten und nicht primär in der Vermittlung seiner Haltung dazu (à la Reschke) oder im Hinwirken darauf, dass sich der Leser seiner Haltung anschließen möge (weinender Kleber). Ich weiss, ich bin altmodisch …

      Außerdem liegen die halt jedenfalls bei der Zuwanderungskatastrophe daneben.

  80. Prognosen sind schwierig, sofern sie die ZUKUNFT betreffen !
    @Cornelia Mertens
    @Florian Altklug
    @DON

    ja mit prognosen was der nächste präsident bringt ist das immer so eine sache, denn:

    prognosen sind schwierig, wenn sie die zukunft betreffen. nein, werden wir ernst und lesen sie das lieber nochmals nach bei

    Paul K. Feyerabend, dem elefanten im Popperschen Porzelladen und seinen Bozener Vorlesungen „Widerstreit und Harmonie“

  81. vorrevolutonäres Aufschaukeln bis zum Epochenwende-Szenario
    Trump und seine Wähler folgen der hegelschen ‚List der Geschichte‘. Die Systemabsturzkrise der entwickelten Industriegesellschaften braucht solche Aufschaukelungsschübe, um dem Exodusszenario aus dem absolut herrschenden 2%Wachstumszwang-Kapitalismus näher zu kommen. Trump hat, ohne es zu wissen, die Machtfrage an die Spitzen des 2%Kapitalismus gestellt.

    Die Evolutionsmacht des KREATIVEN, die Hegels im Begriff der Synthese versteckt hat, benutzt die Konfliktkämpfer und -ausbeuter des Entwicklungskonfliktkampfs zw. Kapitalmachterhalt und menschlicher Vervollkommnung für den revoutionären Übergang unter die Ordnung des öko-kreativen Evolutionsfades. Christlich gesprochen ist das der Übergang unter die Ordnung des ‚Reich Gottes auf Erden‘.

    Angela Merkel muss nur die evolutionslogisch zu Ende gedachte, sog. ökologische Umfinanzierung als Ansatz zur Beendigung der Systemkrise bringen, und dann sind alle in einem Boot – Trump, Putin, Xi, Franziskus, u.a… Das hat Angela sicherlichl auch schon Barack Obama mitgeteilt. Deshalb ist er wohl von ihr so begeistert. Die Welt ist für Informierte schon in trockenen Tüchern.

  82. Die Linken/Linksliberalen beweisen eindrucksvoll....
    ….daß sie ganz tolle Demokraten sind, und daß das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft genau so eine weltfremde Utopie ist, wie es der real existierende Sozialismus war. Sollen sie schäumen, ihre Zeit ist abgelaufen.

  83. "Denke selbst"
    ist ein wesentlicher Grundsatz, der jedoch die Bereitschaft voraussetzt, sich allseitig zu informieren und Dinge zu denken, die den eigenen vorgefassten Meinungen entgegenstehen. Anstrengend.
    Viele Menschen halten jedoch den Umstand, dass sie ein Gefühl haben und es äussern können bereits für einen Gedanken. Oder schlimmer noch – für das Resultat intensives Nachdenkens.
    Andere wieder glauben, dass übernommene -ismen das Ergebnis ihrer eigenen Gedankenanstrengung sind.
    Da das Denken diesen Menschen so einfach scheint, haben sie auch einfache Lösungen.
    Nach einiger Zeit zeigen sich dann die Nebenwirkungen – die man nicht erfühlen konnte und nicht bedacht hat.
    Diese Menschen truffet man bei Gruppierungen, Partien und Individuen aller Couleur und Observanz.
    Es ist wichtig, ihrem Einfluss entgegezutreten.

    • 'Denke selbst' im Labyrinth - mit oder ohne Evolutionsprozess- und Chaosphysik
      Wir ‚denken selbst‘ in hochkomplexen, dynamischen Systemen. Von dieser Realität müssen wir ausgehen, wenn wir Trump und alle anderen Überraschungen und die Zukunftsoptionen auf die Reihe bekommen wollen.

      Meine These ist: Solange wir, die Weltinnen- und Wirtschaftspolitik und der wissenschaftliche wie gesellschaftlicher Diskurs ohne die geistige Grundlage einer operationalen Evolutionsprozess- und Chaosphysik auskommen müssen, haben die Machtspitzen und -spieler immer die Oberhand, d.h. sie beherrschen die Zukunfts-/Wachstumstrends und agieren übermächtig als zur Macht gekommenes Rumpelstilzchen mit ihrem geheimen Steuerungswissen. Und der Öffentlichkeit wird die Existenz dieser Rumpelstilzchenherrschaft verschleiert – selbst nach dem wiederholten Absturz kennt niemand das verursachende Machtsystems. Die Trumpwähler sind auch nur Ahnende.

      Wenn dies wahr ist, dann ist die Aufforderung ‚Denke selbst‘ wohl mit dem Zusatz zu versehen ‚Verschaffe Dir die wahr oder zumindest die jeweils beste aller Theoriegrundlagen‘.

      Die Hürden dafür sind aber sehr hoch. Denn man muss davon ausgehen, dass die heutige Macht- und Wirtschaftselite die Entdeckungsgefahr für ihr Geheim- und Systemsteuerungswissen kennen, und dass sie alles getan haben werden, und noch tun, um den Zugang zu ihrem Wissen für andere zu verbauen. Eine Theorie- und Medienmauer schützt wohl diese Rumpelstilzchen-Elite.

      Einen Einstieg hinter die Mauer, hinter der das Beste-Theorie-Wissen eingekerkert ist, bietet der Diskurs über die Ziel- oder Zufallsorganisiertheit von Evolution. Denn jedermann ist ja klar: wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden. In einem dynamischen System muss dieser Unwissende sich und die seinen, die er führen soll, nur immer wieder ins Unglück stürzen.

      Ich hoffe, dass ichdie Aufforderung ‚Denke selbst‘ damit etwas weitergedacht habe.

      Fazit: Denke selbst – aber bitte vom wahren, operational beschriebenen/modellierten Evolutionsprozessziel her, das alles organisiert.

  84. Der Ton in den Kommentaren
    zu DA wird immer schärfer und ungehobelter, auf Kosten des Inhalts. Schade, gepflegte Diskussionen sind noch gar nicht lange her. Ungepflegt waren damals eher die Don-Gegner, jetzt sind es die Trump-Liebhaber. Zeit für eine Radtour am Berg.

    • Ich denke, das legt sich wieder. Der Ton ist ja gerenell recht scharf. Soll ich lieber schweigen? Nicht mehr freischalten?


    • Ich denke, das legt sich wieder.
      Fragt sich nur, wann – es stehen ja noch diverse Wahlen ins Haus, nach denen gewiß ähnliches Schnatterbedürfnis herrscht.

    • BTW17 wird grausam, da kommt sicher auch was wegen Hatespeech von Zensurminister Maas.

    • Schweigen wäre sehr schade
      ich denke auch, dass sich das legt. In der Zwischenzeit vielleicht andere Themen? Die Extremen links und (in den Nebensätzen) auch rechts der Vernunft haben erstmal ihr Fett abgekriegt. Gut zu wissen, was und wer da so alles auf extrem linksliberalen Bahnen läuft, man liest das Zeug ja nicht selbst, so wenig wie das auf der Gegenbahn. Auf die linksliberale Hysterie muss man in der Tat gerade genauer gucken, weil da die politische Macht und die Mehrheiten liegen.

    • theoretisch ja, praktisch heisst schweigen aber unterwerfen.

    • So ist es
      Aber in der Haut des Don wollte ich aktuell auch nicht stecken. Es ist schwerer denn je, den Wald in den ganzen Bäumen zu erkennen. Es ehrt den Don, dass er es zumindest weiter versucht.
      Die Leichtigkeit, das lustige Geplauder von einst – ich hoffe, es ist nicht ganz perdu.

      Schönes Wochenende allerseits!

    • Nein, ich schreibe da gerade was Nettes.

    • Der Ton wirf schärfer .!?
      Lassen wir denn Ton schärfer werden.

      Ich habe vor ein paar Monaten meinem Psychiater gesagt das ich mich nur noch angemessen aufregen will. Ich habe ihn zum ersten mal richtig lachen sehen.
      Seine Gegenfrage was das sein soll oder wie das gehen soll konnte ich damals nicht beantworten.

      Heute ist meine Antwort: Ich will mich beim aufregen noch wohlfühlen können.

      Mein Eindruck ist das es vielen so geht die das angemessene Aufregen noch üben müssen. Wenn im weiteren Verlauf die Mord.- Totschlag.- und Suizidrate sinkt haben wir (wer immer das ist) viel erreicht.

      ggf entwickeln wir ja eine neue Streitkultur.

      PS: Ich habe gehört das dies hier die beste aller Welten sein soll und wir müssten halt unseren Beitrag leisten das sie besser wird.

      Ein Astrophysiker (aus Österreich?) schrieb ein Buch mit dem schönen Titel: Das Universum ist eine Scheißgegend.
      – Womit er recht hat.
      Versuchen sie mal auf dem Mond an einen Baum zu pinkeln bevor die Blase alles unkontrolliert raus lässt. Gut letzteres entspricht auch nicht der political Correctnes das ist aber kein Grund alle Rehe, Hirsche, Hase, Wildschweine etc zu erschießen die sich im Wald oder in der Stadt nicht daran halten. vgl auch Berichte über die Tötung von Schwarzwild in Berlin.

    • @KK
      Gut gedacht: „Heute ist meine Antwort: Ich will mich beim aufregen noch wohlfühlen können.“ Ja, das wäre der Trick. Leider merkt man aber erst hinterher, wenn man genau dabei versagt hat, oder?

      PS: Sehen sie es positiv, auf dem Mond können auch einen 100 Meter entfernten Baum anpinkeln. Gut Zielen können vorrausgesetzt. Und sie können ihrem Urologen Wunderdinge über ihre Prostata erzählen…

    • (ungehobelt)
      So schlimm empfinden Sie das? Ich nicht.

    • Titel eingeben
      KK
      Ich hab mir vor sehr langer Zeit abgewöhnt etwas für schlimm zu halten, wenn es entweder gar nicht in mein Leben eingreift, oder wenn es eine Möglichkeit für mich gibt, mich dem zu entziehen.
      Ich kann weder die Arbeitslager in China, noch Guantanamo, noch nicht mal die Notwendigkeit mancher ledigen Mutter in drei Jobs zu arbeiten abschaffen, und habe ich es auch nicht mehr nötig mich zu belügen, ich arbeite genau daran.

      Soll ich mich etwa aufregen wenn ich mal wieder den üblichen Mist eines Foristen lese, der meint, all die rechts- oder links-aussen hätten abgwirtschaftet, aber im Grunde müsse man bei den bösen, bösen Linken natürlich sehr viel genauer hinschauen. Der Clou des Ganzen ist natürlich, dass er damit Merkel&Co mit meint.

      Wenn sie wie ich in Vancouver, Brisbane oder Tokyo leben würden, könnten sie über sowas lachen. Wenn ich noch in München leben würde, hätte ich längst anfangen alles was ich besitze zu Geld zu machen und mich in Büchereien über ferne Länder zu informieren.

  85. Demografischer Wandel
    Ihr Beitrag ist sehr gut recherchiert, grenzt aber fast schon an Makroagression.

    Vielleicht wird man sowohl den Niedergang traditioneller Medien als auch die Wahl Trumps irgendwann auch als Teil des demografischen Wandels begreifen.

    George Bernard Shaw meinte einst: „Wer mit zwanzig nicht Kommunist ist, hat kein Herz; wer es mit vierzig immer noch ist, keinen Grips.“

    Der Anteil der über 40-Jährigen an den Wahlberechtigen stieg von 2008 bis 2013 (neuere Zahlen liegen nicht vor) von 62 auf 65 Prozent. Traditionell haben sich die älteren Wähler eher für die Republikaner entschieden. Die Alterung der Gesellschaft gleicht aus GOP-Sicht den steigenden Anteil von Minderheiten (die eher die Demokraten wählen) aus. Hinzu kommt, dass Trump gerade bei den Minderheiten erstaunlich erfolgreich war.

    Allein die veränderte Altersstruktur macht – ein konstantes Wahlverhalten innerhalb der Altergruppen unterstellt – ein Plus von anderthalb Prozent für die Republikaner aus. Trump hat gegenüber 2008 zwei Prozentpunkte gutgemacht, pardon: schlechtgemacht, denn es war ja Trump.

    Wenn die jungen Leute ihre Nachrichten eher online lesen, ihr Bevölkerungsanteil aber sinkt, sollten die Zeitungen eigentlich steigende oder zumindest stagnierende Auflagen vermelden.

    Die linken Medien – und nicht nur diese – haben aber zwei Fehler gemacht:
    Sie haben auf eine Generation gesetzt, deren Bevölkerungsanteil abnimmt – und die für Werbetreibende selbst dann nicht übertrieben interessant wäre, wenn das Gegenteil der Fall wäre. Zu kaufkraftlos.
    Und sie haben übersehen, dass die Menschen im Lauf des Lebens konservativer werden. Weshalb der demografische Wandel dazu führt, dass die gesamte Gesellschaft konservativer wird.

    Das könnte ein Grund sein für den gewaltigen Unterschied zwischen der Ausrichtung von Print- und Onlineausgaben sein, der sich ja auch bei FAZ und NZZ beobachten lässt und auch von den Lesern dieses Blogs mehrfach bemängelt wurde:
    Online wendet man sich an die Leute, die sich nicht mal ein Zeitungsabo, wohl aber eine jugendliche Gesinnung leisten könnten („globale Elite“).
    Die Druckausgabe wendet sich an die Leute, die sich die in den dortigen Anzeigen beworbenen Produkte auch leisten können. Das passt nicht zusammen. Eigentlich müsste Murdoch den Grumpian herausgeben – die Times of London ist eh nur noch für Abonnenten online, weshalb man sich auf dem Anzeigenmarkt nicht in die Quere käme.

    Am Main hätte es entsprechend heißen können: Die FAZIT-Stiftung kauft die „Frankfurter Rundschau“ und stellt deren Printausgabe ein. Für die Jungsozialisten gäbe es dann „FR“-Online. Und zwar nur online. Die Marke FAZ könnte ein konsistentes, bürgerliches Gesamtbild abgeben (während aktuell faz.net kaum von „Abiturienten-Bild“ –
    http://www.spiegel.de – zu unterscheiden ist.)

    Der Leser müsste sich nicht mehr fragen, warum inhaltlich nicht von der Berichterstattung vor der Wahl zu unterscheidende Artikel (etwa bei nzz.ch) nunmehr als Glosse gekennzeichnet werden – was den Leser mit der Frage konfrontiert, ob er vor der Wahl ein Satiremagazin gelesen hat.

    Die wegen der linken Ausrichtung fehlenden Anzeigenerlöse haben aber eine paradoxe Folge:
    Der einzelne Redakteur schreibt erst recht links, weil abweichende Meinungen aktiven Leserprotest erzeugen könnten. Konforme Meinungen führen zu passivem Leserprotest: Die Leute lesen einfach andere Zeitungen oder Internetseiten.

    Die Gesellschaft wird älter und rechter – die Medien immer linker. Vielleicht sollten bürgerliche Blätter das Internet einfach den Menschen mit Herz überlassen.

    • Danke. Ganz kurz zur FR: Ich ann mir nicht vorstellen, dass die sich wirklich lohnt. Online wirklich ganz schwach und schreckliche Leute.

    • Auffällig
      ist, dass die deutschen Bildungsbürger sich gegenseitig die eigenen Fehler
      vorwerfen. Von der jeweiligen Gegenseite wird bei Kritik immer
      ein Masterplan zur Rettung der Welt eingefordert bzw einen auf
      den man selbst nicht kommt, in dieser ach so verworrenen Welt –
      mit ihren komplexen Problemen.

      Ein Trauerspiel, das seinesgleichen sucht.

      Auf zum endgültigen Endsieg!!!

  86. Millionen Fliegen können nicht irren
    »Bei Slate („There’s No Such Thing as a Good Trump Voter“) schreibt der politische Chefreporter Jamelle Bouie als Antwort auf Lerner, es gäbe schlichtweg keine gutem Trumpwähler: Der Beitrag, der pauschal immerhin einem Viertel der amerikanischen Wahlberechtigten abspricht, dass sie für ihre Entscheidung moralisch akzeptable Gründe haben, steht in einer Reihe mit Beiträgen … « So lese ich in obigem Blog-Eintrag. Interessant. Wenn dieser Satz irgendeinen logischen Sinn besitzt, kann er nur meinen: Weil die Trump-Wähler so viele sind, können sie doch nicht irren. Wieso eine Zahl, also eine Quantität, an und für sich schon eine Qualität sein soll, bleibt dabei geheimnisvoll. Man kann auch entgegnen: Mit dieser Argumentation, lieber Don, sind sie hautnah bei jenen, die (bis vor ein paar Monaten) immer noch mit der Intelligenz des Schwarms argumentierten. Und gegen diesen internetgeborenen Quatsch waren Sie doch auch, wenn ich mich recht erinnere. »Trauen Sie keinem. Denken Sie selbst.« Oh ja. Trauen Sie vor allem nicht dem eigenen, gierigen Wunsch danach, zu gedanklichem Ergebnis zu kommen, bevor Sie ordentlich gedacht haben. Mein lieber, Sie wollen immer was beweisen, das ist Ihr Stolperstein. Und, wie man an der Qualität Ihrer „Lesermeinungen“ sieht, lassen Sie immer mehr vor lauter Besorgtheit kraus im Kopf gewordener Bürger hinter sich herfallen.

    • Nein, was der Beitrag sagem soll ist: Wenn man so eine grosse Gruppe pauschal abschreibt, sollte man seinen moralischen Kompass überprüfen. Sonst landet man nämlich genz schnell beim undifferenzierten Totalverdammen. Und wie das ausgeht, wissen wir in Deutschland, denke ich. Ich will keinen Trumpwähler entschuldigen, aber ich glaube nicht, dass jeder Wähler schlecht ist.

  87. also bitte...
    …große gesellschaftliche Veränderungen finden selten im Rahmen eines geselligen Mikadoabends mit seichter Konversation statt.

    Die Globalisierung (Finanzimperialismus) war doch wirklich mit allen Rattenschwänzen im Schlepptau am Anschlag.

    Sollte das Pendel jetzt zurückschlagen gibts eben ordentlich Fahrtwind. Sowas kindisches wie PC wird da einfach niedergewalzt.

    Vielleicht war es ja auch ein Fehlalarm…aber spannend ist es schon…haha

  88. Absätze
    Lieber Verfasser,

    ja, das stimmt. Es war eine Bleiwüste. Entschuldigung.

    Was ich an dieser Diskussion so interessant finde, ist, dass viele Kommentatoren und auch Sie als Verfasser den linken Medien emotionale Meinungsmache und ein zuviel an Emotion und Affekt attestieren. Und nur das meinte ich, dass solche Mischungen schlimmstenfalls als Ausruf „Lügenpresse“ zurückschallen.

    Aber, das allein war mein Punkt: Sie verhalten sich genauso und diese Diskussion hier zeigt sehr schön, wie Meinungen und Emotionen sich gegenseitig stabilisieren, ja untrennbar miteinander verbunden sind.

    Und es ist für mich sehr erstaunlich, wie hier über Schüler und Studenten geschimpft wird, auf der anderen Seite aber auch nur immer wieder Kanon (Heidegger, Arendt, Hegel, Löwith, Blumenberg) anzitiert wird, um sich von den „Unwissenden“ zu unterscheiden. So versteht man die jüngere Generation aber auch nicht. Denn auch wir kennen unseren klassisch-humanistischen Kanon.

    Fragen Sie uns doch einmal, ob wir in der Schule nur ZITAT „gute Noten bekommen, weil sie „Stellung nehmen und die eigene Meinung begründen“ gelernt haben. Das gilt in vielen Lehrplänen als die höchste Kompetenz, die man erreichen kann. Auf Wissen kann man da getrost verzichten.“ ZITAT ENDE

    Was in den Lehrplänen steht und was in unseren Schulen und Universitäten unterrichtet und besprochen wird, sind immer noch zwei verschiedene Sachen. Und natürlich muss man sich Wissen, im Sinne von historischem Kontext und ästhetischer Tiefenschärfe, ohne Unterlass und neugierig aneignen. Dazu aber gehört meiner Meinung nach auch unbedingt das Zulassen anderer Stimmen und anderer Meinungen. Man muss nicht mit jedem Übereinstimmen, aber: „Spiele nicht mit
    den Tiefen des Andern“, es ist doch egal ob es Schüler, Schneeflocken, Rentner, Kellner, linke Hipster, Tagesschau-Beraterinnen, Studenten, Schreiner oder Blogger der FAZ sind.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julia

    • Es ghet nicht um deutsche Studenten, sondern um eine bestimmte Klasse der amerikanischen Studenten. Das sind Leute, für die Heidegger next best thing to a Nazi ist und schon mal die Fenster einwerfen, wenn eine Fraternity unter falschen Verdacht gerät. Leute, die die Call Out Culture betreiben. Wie gesagt, halten Sie sich bitte an das, was ich sage und nicht das, was Sie reinlesen wollen.

    • Antwort an Julia
      Dass man „nur“ damit gute Noten bekommt, habe ich nicht geschrieben.
      Aber ein Beispiel (gestern Abend; Deutschlandfunk):
      Der Kommentator suggerierte, dass Trump auch Kinder von illegal Eingewanderten, die in den USA geboren wurden, ausweisen wolle. Dem steht aber der 14. Zusatzartikel zur Verfassung, Abschnitt 1. („Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und ihrer Gesetzeshoheit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten“) entgegen.
      So etwas sollte man natürlich wissen, wenn man beim DLF politische Sendungen moderieren darf.

    • ... wenn ich das ergänzen darf....
      … ist es ein besonderes Charakteristikum der Neuen Medien, dass immer gerne etwas in etwas hineingelesen wird, das dem selbstgewählten Spin entspricht. Man kann es „Filterbubble“ oder auch Hysteriespirale nennen. Denken wir nur an Sarrazin („Kopftuchmädchen“) oder die „Schießbefehl“-Hysterie (Palmer, Petry uzw.).

      Das ist ansich nichts Neues, der bekannteste Extremfall waren in den 70er Jahren zB die RAF & die Unterstützerszene. In diesselbe Radikal-Feministinnen, die aus jeder harmlosen Äußerung einen traumatisierenden *Aufkreisch machten; oder v.a. in den USA oder auch bei uns die „Race“-AktivistInnen, für die „Negerkuß“ oder „Zigeunerschnitzel“ Teufelszeug sind. Das hat sich in den letzten Jahren nur radikalisiert und Teile der Jugend speziell scheinen davon durchzogen bzw. vollständig konditioniert zu sein.

    • @Julia: 18. 11. 11:39: Absätze
      „Dazu aber gehört meiner Meinung nach auch unbedingt das Zulassen anderer Stimmen und anderer Meinungen.“

      Wieso, werden hier irgendwelche anderen Meinungen nicht zugelassen? Daß der Autor eines Blogs pointiert und manchmal satirisch überspritzt seine Meinung ausdrückt (man weiß ja nicht, ob er manchmal absichtlich überzeichnet, sozusagen als Köder für die Leserschaft), ist doch richtig – für andere Autoren-Meinungen gibts andere Blogs, sowie die gesamte übrige Medienwelt. Das Meinungsbild, das sich bei den Kommentaren dadurch ergibt, daß sich hier eine bestimmte Leserklientel sammelt, kann man doch durch eigene Beiträge beeinflussen.

      Ich muß allerdings zugeben, daß mir (als altem weißen Mann) auch manchmal der Kragen platzt, wenn ich sehe, was jugendliche Aktivisten, angeführt von gar nicht mehr so jungen IdeologInnen, für Sprach- und Verhaltensreformen fordern, z.B. in der Politik und im Bildungswesen. Und wie ihnen mediale und politische Opportunisten hinterherlaufen.

    • Erbsenprinzessinnenweltuntergänge
      Die Sorte Lärm, die da in die beschauliche Idylle eines nach Ausgewogenheit dürstenden Geistes dringt, muss sich für sensible Ohren schrill und unvertraut anhören. Vielleicht ist Frau Julia auch nur taub auf dem einen Ohr und hat die Lärmquelle bisher nicht wahrgenommen oder ausgeblendet.

      Wie immer bei revolutionären Ereignissen – und dafür darf man den Brexit und die US-Wahlen durchaus halten – machen sich zunächst Leute bemerkbar, die nicht an die Tür klopfen, bevor sie eintreten, Einstürzler, Niederreißer, respektlose Grobiane und Konventionenbrecher ohne betuliche Manieren und falsche Rücksichtnahme. Sie sorgen erstmal für Durchzug und grelles Licht in den vermufften Dämmerzonen der vorherrschenden „grünlinksliberalen“ Spießerkultur.

      Ihnen folgen keineswegs nur Nazis, Rassisten, Frauenhasser etc., sondern haptsächlich Leute, die im Mief der PC und des real existierenden Genderismus zu ersticken glaubten. Leute, denen in den vergangenen Jahren eine schleichende, teilweise offene Entwicklung hin zu einer neuen Form von Totalitarismus aufgefallen ist, eine weltanschauliche, „alternativlose“ Nivellierung, eine gewisse Gleichtaktung der Medien, verbunden mit lückenhafter Berichterstattung und herablassenden Belehrungskommentaren an die Adresse der „Zurückgebliebenen“, des „Packs“, der „Abgehängten“ und „Globalisierungsverlierer“.

      Kurz, die Art von Belehrungsübungen, die gleichzeitig der Selbstvergewisserung der „Zivilgesellschaft“ dienen soll, einer Gesellschaft, die unangenehm berührt den kleinen Finger wegspreizt, wenn gewisse Themen zur Sprache gelangen.

      Eine „Zivilgesellschaft“ übrigens, die sich der deutschen Vergangenheit oder der Verantwortung dafür, sie nicht zu vergessen, durch den der DDR abgeguckten Kunstgriff entledigt, auf einmal überall Nazis zu sehen und sich ganz dem Antifa-Kampf zu verschreiben. Die allzu oft nur eingebildeten, das eigene Gewissen entlastenden Sündenböcke werden mit einer Obsession bekämpft, die schon deshalb Zweifel an der Aufrichtigkeit der Bemühungen weckt, weil gleichzeitig das Treiben von roten Faschisten am anderen Ende des politischen Spektrums geflissentlich übersehen wird.

      Weiter zu beobachten, die wachsende Entfernung der Eliten bzw. jenen, die sich dafür halten, von den Bürgern und von deren Anliegen, die zunehmende Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten, zwischen Stadt und Land usw. usf.

      Von alledem ist Frau Julia nichts aufgefallen? Was für ein beneidenswertes Leben auf einer Insel der Seligen. Nun allerdings gefährdet … der Lärm von der Straße, die unvertrauten Gesichter auf einmal, ihre unsäglichen Forderungen, die raue Sprache.

      „Spiele nicht mit den Tiefen des Andern“ oder „Spiele nicht mit
      den Schmuddelkindern“?

  89. Martin Schulz oder der 9te Grad eines NWO-EU-Priesters
    Das beste was DDR 2.0 (ehemals bekannt als BRD/Deutschland) passieren kann ist Martin Schulz als SPD-kanzlerkandidat.

    Dieser NWO-EU-Priester des Globalisierungsfanatismus, Fachrichtung
    „Profit Over People“, könnte diese überflüssige Partei unter 10% drücken.

    Ständig droht er dem ungehorsamen Volk was mit denen passiert die nicht für Globalisierung, EU-Filz, Parteiensumpf, schwarze Kassen sind – Fegefeuer, Exkommunikation und Verstoß aus der allein seligmachenden Matrix.

    Mit ihm hatte man wieder ein Feindbild oder wenn und Aber.

    Vorwärts nimmer – Rückwärts immer.

    • @Dr. Seltsam: Martin Schulz
      Wenn die SPD den Schulz als Kanzlerkandidaten aufstellt, dann kann sie sich endgültig zu den „sonstigen kleinen Parteien“ gesellen.

      Da fällt mir aber ein: es gäbe noch schlimmeres, die SPD könnte nämlich mit dem Duo Schwesig/Stegner an der Spitze auf Stimmenfang gehen.

  90. Raus aus der inneren anti-hs-Igelstellung
    -vorne am atlantikzugewandten Anti-Trumpwall wird jetzt verteidigt!
    Gähn, den Schwesigs-Lobos-Maas´-Kahanes hatespeech-Abwehrgeschützen werden neue Ziele zugewiesen. Also, Kanoniere und Kanonier*Innen, in die Räder! Für den Kampf gegen die rechtspopulistische Fünfte-Kolonne im Inneren müssen jetzt der ÖR und Pressehäuser als eine Art Heimatschutz und *****-Sturm gewährleisten. Nachdem Angela, wie Röttgen ja schon mal die neue V-Strategie gegenüber dem neugewählten PONTUS*-Godzilla (führte genmanipuliertes Haarwaschmittel, klandestin beigefügte radioaktive Elemente in der dreistöckigen Kaskade des Trump-Towers oder austretende Nebenprodukte von Fracking zu der Leningrad-Cowboy-Mutation?) durchgestochen hatte, wird wohl uLF das Kommandement der Festung Europa gegen diese unholy evil-USA übernehmen müssen. Aktuell sonnt sie sich, verlegen lächelnd wie eine unvorbereitete Primanerin, deren Papa nackisch aus der Dusche steigt, ja noch in den verlogenen Elogen des Lauschers an der Wand.
    .
    Man kann nur hoffen, daß man sich im Laufe des Tages obamamäßig wieder einkriegt. Ich hatte versucht an die Lobeshymne eines dieser Stiefelknechte von SWR 1 in der Sendung von 12 bis 13 Uhr „Aktuell um zwölf“ von gestern heranzukommen, aber vergeblich. Da erklärte so eine Pappnase uLF doch tatsächlich zur „leuchtenden Fackel von Europa“, welche in der Lage sei, die wichtigsten Kommandanten der Vorwerke, äääh Regierungschefs in der Festungskommandantur zum winke-winke-machen antreten zu lassen. Irgendeiner hier im Forum führt doch die Kladde mit den nicht pc-gerechten Wörtern. Er solle mal bei „Fackel“, „Fackelschein“, Fackelaufmarsch“ nachschauen.
    .
    Also Verteidigung gegen den transatlantischen Hatespeech ist auf dem Nato-Meldezettel. In den Schreibstuben der schreibenden Organisation Todt in Hamburg, Berlin und Frankfurt werden die Rommelspargel angespitzt, bei Will, Maischberger, Plasberg die Verlegepläne für Anti-hate-Minen geknüpft und Natodraht gestapelt…..Don, Zeit für einen neuen Festungsartikel.

    PS: *PONTUS: zuerst konnte ich nichts mit dem Zeichenfolge anfangen und versuchte ihm einen französischen Sinn zu geben: Pourrait oublier toutes les usances sages-könnte alle weisen Gepflogenheiten vergessen.
    (DdH)

    • In den Nacht da brannte der Himmel oder nicht schon wieder.
      Die Merkel und ihre Getreuen verteidigen bis zur letzten Patronenhülse.
      Nicht weichen, nicht wanken bis Deutschland und Europa brennt.

      Diese Gesinnung hatten wir schon mal so vor 71 Jahren.
      Damals träumten sie vom Endsieg.

    • Aaaaaaahh.....
      wie ich Ihn liebe, den Klang des antifaschistischen Stechschritts – auf allen Kanälen

      Verlegepläne – nun wenn wir die hätten könnten, wir die Minen ja wiederaufnehmen.

      Es handelt sich vielmehr um Steumineneinsatz, um dem Gegner dauerhafte Geländegewinne zu verwehren, wahrscheinlich vom Typ R2G-17

    • meinen sie,
      POTUS.

  91. .
    u.a. ad Julia/18.11., 9.14 u.

    zunächst einmal ist der aufruf zum selbstdenken nicht sonderlich neu, aber stets unterstützenswert.

    das fällt m.e. zumeist schwerer als man: denkt, denn oftmals wird man im reflex gedacht. es gibt schon lange bestehende denkbilder, es werden neue hinzugefügt, und diese bereiten denkbahnen, die das denken erleichtern.
    merken sie etwas? das ist nicht ein denken, es sind denkenähnliche gedanken.
    das aber macht den unterschied aus, und diesen unterschied gilt es zu erkennen.

    mich delektieren erkenntnisse über jene gedankenschleifen, wenn ich sie beobachten darf, weswegen ich die don alphonso-blogs ganz gerne frequentiere.
    sie bereichern mich, indem sie mir erkenntnisse über die orientierung anderer verschaffen.
    dass der ton generell ein wenig sehr viel schärfer als vor fünfzehn jahren geworden ist, liegt m.e. daran dass der erregungspegel in den öffentlichen verlautbarungen sich nicht mehr wirklich absenkt (cf. klotz-keil-syndrom[1]). es ist doch ein wenig so, wie bei manchen italienischen familles: die erwachsenen unterhalten sich, weswegen die kinder den fernseher lauter stellen, und weil der fernseher so laut ist, erheben die erwachsenen die stimmen, weswegen die kinder die lautstärke des fernsehers-

    dies ist nun zwar unglücklicherweise auch ein erst rezent sich verstärkendes bild aus den medialen verlautbarungen, welches nun als nächstes in den medien kolportiert werden wird, aber gänzlich unpassend, so scheint es, ist die annahme dennoch nicht:
    die stressresitenz derjenigen um die dreissig lässt etwas zu wünschen übrig.
    dieses hängt sicherlich mit der tiefen verunsicherung zusammen, wie es für sie im leben, das ohnehin so viele bunte möglichkeiten des erfolgs und des scheiterns und allem dazwischen bietet, weitergehen mag. wenn man zuhört, wird eine für das selbstbestimmt teilhabende leben ausreichende rentenhöhe stark angezweifelt, und meiner wenigkeit geht es hinsichtlich der hoffentlich zu erwartenden auszahlungen nicht ganz anders; gerade in zeiten um den nullzins herum, wenn man an institutionelle anleger denkt, und gerade, wenn man sich überlegt, was mit den volkswirtschaften geschieht, sowie die zinsen wieder ansteigen. kurz, die latente verzweiflung macht offensichtlich empfindlich.

    andererseits ist es doch so: wenn man möchte, dass etwas funktioniert in menschlichen gesellschaften (man redet eindeutig nicht von technik oder naturwissenschaft, also gesetze, die man nicht selbst in der hand hat), dann sollte man voraussetzen, dass es funktioniert [2] – was aber zwingend impliziert, dass man sich an die lösung heranwagt. und diese wortwahl ist absolut bewusst getroffen.

    mich scheut ein wenig der gedanke, wenn so wenig reale handlung außer sprechhandlung erfolgt und so viele erregbarkeiten der fall zu sein scheinen, dass viel zu wenige menschen jener generation handlungsfähig bleiben werden. das ist nun nicht mehr die jugend. jugend geht bis 25 (definition der un).

    ceterum, zu den baby boomers [3] gehört mea parvitas nicht, und man kennt den eindruck, der sich auftut, dass alle interessanten positionen von genau denen über einen schon besetzt sind, und weil es so viele sind, auch besetzt bleiben werden.

    raus aus irgendwelcher lamoryanz muss man dann aber trotzdem, um handlungsfähig zu werden.

    es hilft ja nichts.

    en garde!

    (pardon für den langen beitrag, für einen kürzeren hatte ich keine zeit.)
    – – – – –
    [1] nach den forschern hans klotz und peter keil.
    [2] dies gilt sowohl für sex auch für weihnachtsfeierlichkeiten.
    [3] das ‚no future‘-lätzchen, welches sich etliche wohlstandspunks umbanden, entbehrte nicht einer gewissen ironie.

  92. Warum
    hat Trump sich um die Präsidentschaft beworben? Ich frage mich immer mehr, ob er damit nicht in erster Linie seinen Kindern und diesem Schwiegersohn den Weg bereiten wollte. Insbesondere seine älteste Tochter und deren Mann scheinen extrem machtgierig zu sein, bei den Beiden läuft es mir kalt den Rücken herunter.

    • ‚Ich glaube, das liegt einfach in seinem Charakter. Warum konnte FJ Strauss nicht in Rente?

    • Stimmen
      Es gibt ja Stimmen, die behaupten, er als guter (ex)Freund der Clintons wäre nur angetreten um den Sieg von Hillary zu sichern.

      Danach hätte er entweder Blut gerochen, oder es einfach versaut, weil
      ein grosser Teil der Bevölkerung wider erwarten ihn ernst genommen hat.

      Wenn man so die Bilder ansieht vom Besuch bei Obama, wo er vollkommen eingeschüchtert im weissen Haus sitzt, könnte man überzeugt werden, das nicht als VT abzutun.

      Dieses Szenario weiter gesponnen, wird Trump sein Amt nicht antreten.

    • die Bilder sind herausgesucht und vermutlich war er nach der Wahl einfach platt.

    • maciste grüßt den thomas meyer
      „wenn du die zähne des löwen siehst, glaube nicht daß er lächelt.“
      battle on.

    • Weißhaus-Fotos
      Zu diesen ausgesuchten, hochglänzenden Souza-Aufnahmen, die zumindest deutsche Medien immer begierig verwenden (natürlich nicht direkt, sondern über ihren dpa-Bezug), gab es von US-Journalisten auch schon den Kommentar, das sei TASS.

      Werde nach dem 20. Januar tatsächlich mal schauen, wo der Hausfotograf (immerhin sogar mit deutschem Wikipedia-Artikel, wie ich gerade sehe) dann so tätig sein wird. Eine Übernahme in den Trump-Stab kann ich mir nicht so recht vorstellen, kann mich da aber natürlich auch völlig irren.

  93. der Anfang zumindest wirkt wieder einmal sprachlich wie
    intellektuell extrem schwach.

    ‚hollywoodfilme, die sich an thanksgivingdesastern delektiert, aber die Mehrheit ist guten willens sich mit allen ins benehmen zu setzen.‘

    man sieht förmlich wie sie sich ins benehmen setzen mit breitem Gesäß. ob es sich aber um die Mehrheit der Desaster oder der Filme handelt, die sich setzt , ist hier völlig offen.

    ‚Familie als Kernzelle des Staates‘ – Obst hat Kerne, aber der Staat? Kommt aus dem Recht bestenfalls. ‚Keimzelle der Gesellschaft‘ wohl eher. Verbiegungen als Literatur müssen a. passen und b. ironisch oder witzig sein. So enttarnte sich aber nur der, der von Familie keine Ahnung hätte? Auch nicht schlecht. Aber die Familie, die aus dem Staat käme, könnte es auch geben, in Minderheit. Und seid ca. 200 Jahren schon. ‚Gesellschaft‘ für uns also, denn ‚Staat‘ ist lediglich Teil ihrer? (Wofür auch unsere FAZ stünde.)

    Eigentlich kann er es ja besser – wie wohl das die Masse der Mitkommentatoren solches hier diesmal anscheinend nicht nachfragten.

    • Ich muss nicht immer jedem gefallen. Manchmal bin ich auch richtig mies. Kommt vor.

    • Ja, der Duktus wirkt in manchem Beitrag etwas gehetzt.
      Das aber macht ja gerade den Charme des Blogs aus. Wer es besser weiß, kann es ja in Gedanken korrigieren: Schlangenlinie darunter und an den Rand mit roter Tinte „Stil!“. Dann wird die Stirn in Falten gelegt und wissend der rechte Zeigefinger erhoben. Der Genießer kann schließlich noch ein wenig im Gefühl der intellektuellen Überlegenheit baden, bevor er weiterließt. Schon ist die Verstimmung gelöst und wieder Zufriedenheit hergestellt.
      Viele Leser merken schon, wo es im Text hakt, wo es skizzenhaft bleibt und sich nicht zum harmonischen Ganzen fügt. Die meisten sehen aber mit großzügiger Höflichkeit darüber hinweg.
      Also für zügig heruntergeschriebene Denkanstöße, finde ich die sprachliche Qualität hier recht gut: Nicht ganz makellose Perlen eben, deren kleine Macken ihnen einen eigenwilligen Charakter verleihen.

  94. Freischalten oder nicht freischalten, dass ist hier die Frage
    Verehrter Don,
    @11:19,
    genau in diese Alternative will man Sie doch drängen, wenn Sie schweigen, verbucht man es als Sieg, wenn Sie nicht mehr freischalten, verbucht man es als (Ihre) Niedertracht.
    Man könnte es auch no win Situation nennen.
    Schreiben Sie wieder über Rennräder, und lesen Sie wieder Enzensberger, vielleicht stand das auch in Ihrem Lesebuch:
    lies keine oden1, mein sohn, lies die fahrpläne:
    sie sind genauer. roll die seekarten auf,
    eh es zu spät ist. sei wachsam, sing nicht.
    der tag kommt, wo sie wieder listen ans tor
    schlagen und malen den neinsagern auf die brust
    zinken2. lern unerkannt gehn, lern mehr als ich:
    das viertel wechseln, den paß, das gesicht.
    versteh dich auf den kleinen verrat,
    die tägliche schmutzige rettung.
    nützlich sind die enzykliken3 zum feueranzünden,
    die manifeste4: butter einzuwickeln und salz
    für die wehrlosen. wut und geduld sind nötig,
    in die lungen der macht zu blasen
    den feinen tödlichen staub, gemahlen
    von denen, die viel gelernt haben,
    die genau sind, von dir.

    Auf viele weitere schöne Blog- Einträge.

    • Nein, ernsthaft, ich bin, was Meinungsfreiheit angeht, jenseits der üblichen Regeln und kriege Magengeschwüre, wenn ich löschen muss. Im grossen und ganzen geht es ja ganz gut.

    • Naja, Herr Kaptein
      zum Glück ist ja zwischen dem Stil, z.B. der taz- und Dons Schreibe noch jede Menge freie See bei bestem Tiefgang. Hans Magnus Enzensberger übrigens empfiehlt den „Perspektivenwechsel als Erkenntnisinstrument.“
      DdH

    • Beim Himmel - wie freu' ich mich, von was hier die Rede ist - Enzensberger, Hans Magnus
      Da will ich nicht hintanstehen, und loben den Band, der immer griffbereit neben mir liegt, den ich grad wieder zum verschenken gekauft habe:

      Versuche über den Unfrieden –

      suhrkamp taschenbuch 12 Euro – 1 schöner, verregneter langer Nachmittag – – und man weiß besser bescheid über Frieden, Bürgerkrieg, Migration, Religion, Terrorismus

      Empfehle ich sehr.

      Noch wg. löschen: Finde ich auch: DA, Sie machen das in unnachahmlicher und zugleich hocheffizienter Weise, hier für die notwendige Ordnung zu sorgen und doch viele sprechen zu lassen!

  95. Die faschistoide Radikalität mancher Trump-Gegner passt zu ihrer
    extremen Empfindlichkeit gegen jede Kritik oder nur Abweichung.
    Kennt man auch hierorts von links, inklusive die sogenannte CDU.

    Dementsprechend wird sich von dort gerne aufgeregt über alles, was anders ist, oder denkt.
    Am besten : Verbieten. S. Maas, s. Kahane. Und ihre Antifa-SA.

    Dass Trump gewinnen konnte, macht ihnen angst. Wahlen stehen auch in Europa an, und nicht überall geht sich dann eine fünf-oder mehr Parteienkoalition im Kaaampf gägään rääächts aus.
    Da regiert dann rechts.

    Der Stillstand und die Handlungsunfähigkeit solcher Monsterkoalitionen ist aber nicht tröstlich. Sie können nichts Gutes tun, aber alternativlose Alleinritte, etwa einer Merkel, wären nach wie vor möglich.
    Gnade uns Gott !

    Wird spannend, 2017.

    • Dass
      Trump gewinnen konnte, macht auch mir Angst. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er und seine machtgierige Sippe nur die Vorhut ist. Dass sich hinter ihm noch etwas Schlimmeres aufbaut. Eine Assoziation superreicher und extrem machthungriger Potentaten, für welche 99 Prozent der Weltbevölkerung nur lästiges Beiwerk ist. Die es anstreben, die totale Kontrolle über diesen Planeten zu bekommen, mit dem Ziel, am Ende unter sich zu sein, d.h. diese Superreichen und eine Gruppe von Günstlingen, die noch ein Gnadenbrot für nützliche Dienste bekommen. Schöne neue Welt also.

    • Titel eingeben
      Otto,
      selten so gelacht: „Die faschistoide Radikalität mancher Trump-Gegner passt zu ihrer extremen Empfindlichkeit gegen jede Kritik oder nur Abweichung. Kennt man auch hierorts von links, inklusive die sogenannte CDU. Dementsprechend wird sich von dort gerne aufgeregt über alles, was anders ist, oder denkt.“

      Mal ein Musterbeispiel für diese Art zu Denken gefällig? Sie interessieren sich einen Dreck dafür was denn rechts oder links ist. „Alles was ihnen missfällt ist links.“ Das ist ihre ganze Weisheit…. was eben genau das ist, was Sie den anderen vorwerfen, und so weigert sich auch IHRE ideologische Seite der Gesellschaft, genau wie Trump Gegner, nur wenigstens einmal den Popper zu machen und den Versuch zu wagen, ob man diese eigene Überzeugung denn vielleicht nicht doch auch eindeutig falsifizieren könne…
      Merkel ist links, die SPD ist links, sogar die Grossverdiener der etablierten Grünen sind links… aber ja doch… sicher doch… deswegen lieben sie ja Wagenknecht so sehr!
      Warum müsen sich Reaktionäre eigentlich immer so lächerlich machen?

      Tyska,
      was sie da anbieten ist leeres Geschwätz. Das was sie befürchten ist doch längst Realität! In was für einer Welt leben sie denn? Trump kann dies bestenfalls schädigen, weil jetzt auch die Blinden merken was da seit Jahrzehnten läuft. Sie sind das beste Beispiel genau dafür!
      „There is a war going between the rich and the poor, and my side is winning!“ Georg Soros. Nie gehört?

    • Titel eingeben
      Tyska: Diese von Ihnen geschilderte Welt ist doch nicht „neu“ oder die Zukunft wegen Trump.
      Die ist doch – leider – schon da, speziell in Trumps Own Country: superreiche und extrem machthungrige Potentaten; totale Kontrolle über diesen Planeten; …

  96. Frau Kahane
    passt hierher zwar nicht ganz genau – aber irgendwie dann doch eigentlich scho‘ … Nämlich Dame bekam nämlich vom „Bund deutscher Kriminalbeamter“ (dass es das noch geben darf!) die Auszeichnung „Bul le Merite“ (wie originell), u.a. mit der Begründung des Vorsitzenden:

    „Aufgrund ihrer Aktivitäten stand und steht die Stiftung und ihre Mitarbeiter im Fokus der rechten Szene und war und ist massiven Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt. Durch eine in diesem Jahr großangelegte und perfide Schmutzkampagne rechter Aktivisten wurde und wird versucht, die Arbeit der Stiftung gezielt zu diskreditieren. Ein Grund mehr für uns, sie heute auszuzeichnen“.

    Don, Sie KÖNNEN einfach kein guter Mensch sein … ich glaub‘ ich setz mich wieder zu meinem Stuhlkreis …

    Habe die Ehre!

    http://m.focus.de/regional/berlin/polizei-berlin-bdk-kriminalistenverband-setzt-zeichen-gegen-rechte-gewalt-verleihung-des-ehrenordens-des-bund-deutscher-kriminalbeamter-an-die-amadeu-antonio-stiftung_id_6219537.html

  97. Teaser für eine ruhigere Betrachtung
    Beispiele aus einer wichtigen Quelle für Hintergrundinformationen:

    „Große Talente und große Leidenschaften halten sich in der Regel von der Macht fern, um zu Reichtum zu kommen; und oft belädt man sich nur mit der Leitung der Staatsgeschäfte, wenn man sich unfähig fühlt, die eigenen zu bewältigen.“

    „Die reichen Bürger… wissen, daß die Reichen in der Demokratie immer die Armen brauchen und daß man in demokratischen Zeiten die Armen mehr durch die Gesamteinstellung gewinnt als durch Wohltaten. Wohltaten reizen heimlich ihre Empfänger auf, weil sie die Verschiedenheit der Verhältnisse offenbaren; die schlichte Haltung hingegen übt einen fast unwiderstehlichen Zauber aus: ihre Vertraulichkeit wirkt anziehend und selbst ihre Plumpheit mißfällt nicht immer.“

    „Was mir in den Vereinigten Staaten auffiel, ist die Mühe, die es kostet, um eine Mehrheit von einer einmal gefaßten Vorstellung abzubringen und sie von einem Menschen, der sie vertritt, zu lösen. Weder Schriften noch Reden bringen es fertig; einzig der Erfahrung gelingt es; und manchmal muß sie sich noch wiederholen.“

    Alexis de Toqueville, „Über die Demokratie in Amerika“, Paris 1835….

    • Immer noch das interessanteste Werk über Demokratie im allgemeinen
      und die amerikanische um besonderen, das ich kenne.

      Wenn jemand was aktuelleres hat, das in der gleichen Liga spielt – her mit dem Buchtip, bitte :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Buchempfehlung
      Noam Chomsky: Wer beherrscht die Welt.
      ..und immer wieder:
      David Hume: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. :-)

    • Danke. Mit Chomsky konnte ich nichts anfangen und Hume habe ich
      selbstverständlich schon im Bücherschrank.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • Toqueville erklärt einiges an dem Kulturschock, den man als Europäer erlebt, wenn man das erste Mal in den USA unter Amerikanern lebt, und sei es auch nur 2 Wochen. Und auch einiges über die interne Funktionsweise. Aber so wie er mit seiner Prognose, die könnten sich nicht auf einen Bundesstaat einigen, die europäischen Monarchien könnten das viel leichter, völlig danebenlag, so hat er doch wohl die innersten Antriebskräfte (oder, den eigentlichen „tiefen Staat“, wie die Türken sagen) nicht erblickt.
      Sein Stil ist allerdings sehr angenehm, und es ist gut zu lesen.

  98. Heul-Jule
    Ich muss ein sehr, sehr schlechter Mensch sein. Bei der Lektüre dieses Ergusses musste ich lächeln und konnte ein Gefühl von Schadenfreude nicht unterdrücken. Armes Schneeflöckchen – nicht so gelaufen wie du es gewünscht hast? Tja, der Zusammenstoß mit der Realität kann sehr wehtun. Heile, heile Gänschen…

  99. Leopold - WAZ - Multiminoritäre Gesellschaft - 68er
    Zu Juliane Leopold: Wenn man im ÖD arbeiten will, muss man einige Gesetze beachten. Wenn man dann in das Schema dieser Gesetze passt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, den Job zu bekommen. Wenn man dann auch noch Teil eines bestimmten Netzwerkes ist, ist die Wahrscheinlichkeit noch höher. Man sollte sich daher einfach mal die Seilschaften/Netzwerke in den ö.-r. Medienanstalten anschauen. Dann verwundert es einen vielleicht gar nicht mehr, wer da jetzt so ist.

    Meinereiner sagt in seinem Kommentar vom 17. November 2016 um 22:59 Uhr: „Darf das auch ein Ruhrpott-Bewohner sagen, der immer mehr No-Go-Areas um sich hat, wo er und insbesondere sein Nachwuchs nur als „Opfer“ bezeichnet wird und das Gesetz der Straße herrscht? Wilder Westen in Deutschland sozusagen…?“ – Dazu möchte ich nur bemerken, dass man von der WAZ als ‚herzlos‘ bezeichnet wird, wenn man in einem Text für ein Buch schreibt, dass man heulen könne, wenn man einen bestimmten Stadtteil einer bestimmten Stadt des Ruhrgebiets sieht, weil (und das impliziert der Text) es die Person traurig macht, was aus diesem Stadtteil/aus dem Ruhrgebiet geworden ist. So wird man dann zum Nestbeschmutzer.

    Ein wirklich interessanter Text gibt es auf Tichys Einblick zu finden, der eine schöne Antwort dafür hat, warum sich die Leopolds dieser Welt jetzt so über den Erfolg von Trump aufregen. Sie sehen es nicht gerne, wenn die von ihnen in den Medien marginalisierten alten, weißen Männer für ihre Gruppe die gleichen Rechte beanspruchen wie die Leopolds dieser Welt für ihre jeweilieg Minderheiten-Gruppe. Aber wenn eben eine Gesellschaft sich nur noch aus Minderheiten zusammensetzt, warum darf dann nicht auch die Minderheit der alten, weißen Männer die gleichen Ansprüche habe wie jede andere Minderheit auch? Der Autor des Textes auf Tichys Einblick schreibt übrigens auch für die NZZ. Hier der Link: http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/die-stammesgesellschaft-der-minderheiten-hat-verloren/

    Tichys Einblick hat auch einen Text zu bieten, der TDVs Position, was das ‚Linkssein heute‘ betrifft, unterstützt. Ich muss sagen, dass ich das genau so sehe, wie TDV. Aber hier der Link: http://www.tichyseinblick.de/meinungen/anything-goes-und-unvorstellbare-dinge/

    • Titel eingeben
      „Aber wenn eben eine Gesellschaft sich nur noch aus Minderheiten zusammensetzt, warum darf dann nicht auch die Minderheit der alten, weißen Männer die gleichen Ansprüche habe wie jede andere Minderheit auch?“
      Die Ansprüche dürften die ja gerne haben, was stört ist, dass sie diese auch durchsetzen, bzw wegen des Geldes das sie besitzen auch durchsetzen können!
      Und da muss man diesen Leuten schon zugestehen, dass sie selbst banalste Ansprüche, wie Gleichberechtigung von Frauen, oder die Abschaffung des Rassismus, oder doch wenigstens die Morde weisser US polizisten an Schwarzen, nicht durchsetzen können!
      Man sollte die tatsächlichen Ursachen/Wirkungen nicht ignorieren!

      Danke für den Tichy Link. Ich bin tatsächlich dieser Auffassung und wunderte mich lange, was so viele andere (gerade hier in diesem Blog) wohl daran hindern könnte, das zu verstehen. Wie weiter oben ja ziemlich unhöflich geschrieben habe, weiss ich mittlerweile, was da läuft.

      Ich bin auch überrascht, denn wenn ich die hier erscheinenden Tichy-links sonst lese, bin ich regelmässig enttäuscht.
      Da sie da wohl öfters zu Hause sind: Wie entfernt man denn diese social-Media-links auf der linken Seite, die den Text so schwer lesbar machen?

    • Tyler, die bekommt man evtl. durch Änderung
      der Schriftgröße bzw. Monitoreinstellung weg.
      Die Dinger sind ätzend und hinderten bis zur Umstellung auf Disqus am Kommentieren, weil diese blöden Links natürlich aktiv sind und man sich den Wolf scrollen konnte, um aus deren Gehege zu kommen.

      Müsste man Fritz Goergen mal fragen, der sich in der Regel auch um die Kommentare kümmert, ob das nicht an anderer Stelle rumhängen kann. Schreiben Sie einfach in einem Kommentar mal was dazu oder über Kontakt, Goergen antwortet dann schon.

      Und ansonsten ist bei Tichy immer etwas Lesenswertes dabei, wenn ich auch Tichys eigene Beiträge meist ignoriere bzw. nur überfliege.

    • Bin ich der einzige, der Tichys Plattform zu vorhersehbar findet?

    • Don, man muss halt schauen, was man da lesen will
      Ansari, Held, Köster schreiben ganz hervorragende Artikel. Tichy ist so vorhersehbar wie Schunke, die mit ihrer Meinung meist immer das bestätigt, was man selbst denkt.

      Denken Sie an Ihren Spruch, alles lesen, alles hinterfragen, allem misstrauen und bitte selbst denken. Das geht aber nur, wenn man halt auch andere Kommentare auf anderen Plattformen liest. Dazu gehören für mich auch achgut, JF, DWN, Klonovsky, Lengsfeld, Berger, epochtimes usw., so wie Cicero, Welt, FAZ, die österreichischen und Schweizer Blätter, fefe und Danisch ebenso.
      Mag sein, dass der Tenor bei einigen ziemlich gleich gelagert ist, ich bin auch nicht immer einverstanden, umso besser.
      Zeit, Spiegel, SZ, Tagesspiegel, Focus nur eingeschränkt und mit Magenschmerzen.

    • Zu Don, gestern 17.33 Uhr
      Nein, mich begeistert er auch nicht.

      Der Eindruck ist allerdings auch vom Wissen darum geprägt, daß der, der da heute einen auf alternatives Medium macht, damals als Aktentaschenträger von Mühlfenzl selbst die Ordnung wieder hergestellt hatte. Wenn ihm der noch zu ernennende Internetbeauftragte seine eigene Einrichtung abwickeln wird, dann weiß er immerhin schon, wie das so ist.

  100. Hihi, es geht doch!
    Hier hat es ein selbstkritischer Text in den Spiegel geschafft. Man staunt. Das eigentliche Wunder aber: es ist feministische Selbstkritik. Ja, wirklich! Ok, nur gaaanz wenig davon, aber immerhin, das gab es noch nie:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-und-feminismus-die-ungerechte-gerechtigkeit-a-1121317.html

    Dadrin wird als Identifikationsfigur eine Frau Dunham genannt, die ziemlich borniert zu sein scheint. Aber es gibt doch andernorts erste Fragenstellerinnen.

    • Dann sollte sich SPON mal überlegen, warum er mit Stokowski jemand bezahlt, die die Petry erst attraktiv macht.

  101. HansMeier555 kann falsche Behauptungen nicht lassen
    Ein HansMeier555 behauptet unter dem Schlagwort
    „Einschüchterung“ unter anderem :

    „Das Netz ist voll von Berichten von „Latinos“, die angepöbelt werden — weil sie im Supermarkt spanisch statt englisch reden beispiesweise! Das ist auch ein Angriff auf die persönliche Freiheit.“

    Dann soll er das mal belegen.
    Das wird er nicht können.

    Aber bevor er aus dem p.c. Deutschland heraus solche Dinge behauptet, sollte er sich in der großen Welt umsehen und nicht nur Merkels Alternativlosigkeit betrachten und auf dieses schauderhafte deutsche Gedankengut auf andere Völker projizieren.

    Für die USA bin ich kein Spezialist. Aber für Lateinamerika. Und mich empört HansMeiers555 breitgeklopfte falsche Behauptung, die keinerlei Basis besitzt. Im Gegenteil.
    Gegen Sie mal nach Lateinamerika, aber nicht als deutscher Tourist, der sich die Busen der hübschen Mädels betrachten will (das machen ja alle Deutsche so, wie die Fülle von Berichten im Netz bestätigen), um mal des Hansens Stil aufzugreifen, sondern um dort zu leben, zu arbeiten, zu lieben und all das mitzumachen, was in anderen Ländern an anderen Sitten und Kulturen besteht.

    Und dann werden sie schnell mitbekommen, dass die Latinos, wohlweislich nicht alle, aber einige, sie als Gringo verachten und dies Verachtung zeigen, dass sie auch mal angepöbelt werden, wenn sie nicht spanisch sprechen, weil, der Unterschied zwischen Hispania und Deutschland ist: Diese Menschen lieben ihr Land und somit auch ihre Sprache. Die USA lieben ihr Land und somit auch ihre Sprache. Bei vielen in Deutschland habe ich das Empfinden, sie hassen ihr Land und verstehen deshalb nicht, wie man fordern kann, dass man in der Heimat (USA oder Lateinamerika) dessen Sprache zu sprechen hat.

    Und wenn ich mir nur diesen einen Auszug vom Hans anschaue, die völlige Verzerrung der Wirklichkeit, dann sollte jeder wissen, wie der Beitrag von HansMeier555 einzuordnen ist. Dreiste Aggitation, ohne Ahnung von Wirklichkeiten.

    Um es nochmals zu sagen: Die Latinos pöbeln auch Gringos an, weil diese nicht spanisch sprechen oder weil sie einfach Gringos sind. Auch ich wurde bereits angepöbelt, weil ich nicht in jenem landestypischen Dialekt spreche, wie man es hier von Kindesbeinen an lernt.

    Nach des Hans Meiers Denkform muss man also fragen: Sind alle Latinos Faschisten? eil sie nicht denken und handeln wie HansMeier555 meint dass es richtig sei?

    Oder ist HansMeier555 ein Agitator mit falschen Behauptungen?

    Ich lebe mehr als 20 Jahre in Lateinamerika und weiß daher: Falsche Behauptung, Herr HansMeier555, voellig falsch.

    Wenn ich aber so einen Satz von HansMeier555 lese „Kompensation für die eigene Deplorabilität im wirklichen Leben….)“ dann weiß ich wer hier Menschenverachtendes redet. Vom grünen Hügel der Ueberheblichkeit herab auf das niedere Volk blicken….

    Daher: Wischen Sie sich den Mund wieder sauber (früher sagte ich meinen Kindern , lass die bösen Wörter und das Lügen, sonst muss ich dir den Mund mit Seife auswaschen…)

    Muss man das auch bei ihnen sagen?
    Ich glaube Ja.

    • Bitte, andere Sichtweisen sind nicht gleich Lügen.

    • @Tico
      Relativ deftige Sprache, aber inhaltlich völlig OK.

      Alles, was Sie über Lateinamerika, HansMeiser und Deutschland schreiben, trifft im Grundsatz auch
      auf Fernost (für mich Japan) zu.
      Das schreibe ich sehr wohl im Wissen, dass es hier einen alt gestandenen ‚Japankenner‘ (TDV)
      gibt, der erzählt, in Japan seit xx zu wohnen.
      Ich lebe in Japan – und das ist etwas ganz anderes als da nur zu wohnen.

      Eine solche Erfahrung könnte auch einem Kommentator HansMeiser sowie allen linksgestrickten
      ‚Besserwissern‘ nur sehr zu gute kommen. – Es bleibt aber aus.

      Und genau aus diesem Grunde wäre Schweigen angesagt – Schweigen, einfach nur
      Schweigen. <– für jeden. Keine Ausnahme.

      Vielen Dank

    • Titel eingeben
      Es gibt ja das schöne deutsche Sprichwort:
      „Die grössten Kritiker der Elche sind doch meistens selber welche.“

    • @tico Auch in Lateinamerika sind die Länder unterschiedlich
      Ich kenne Argentinien (etwas) als „Einwohner“, @Gringo spielt dort keine Rolle.
      Mein Spanisch ist sehr interessengeleitet und im Akzent deutschmitausrufezeichen. Ich sehe aus, wie man sich einen Deutschen (oder Engländer)vorstellt….usf.. Niemand hat mich dort je angepöbelt. Man hat versucht mich auszunehmen, ja.
      Es gibt ein großes Inferioritätsgefühl gegenüber Europa und dieses äußert sich gelegentlich paradox.
      Nun gelten die Argentinier dem Rest Südamerikas selbst wohl als Gringos… Chile ist wieder anders…

      Ihre Zentralaussage unterschreibe ich allerdings. Wenn man dort LEBT erfährt man schnell, wie natürlich dort Patriotismus und Stolz auf das eigene Land ist. Man begreift wie untypisch und irgendwie unlogisch die Affektlosigkeit der Deutschen gg. ihr Vaterland ist und wirkt.
      Ich habe dort erst begriffen, daß ich @Deutscher bin. Das Pusteblümchenfeld, eingehegt mit einem kleinen Jägerzaun, das Supranationale Phantasma,… zeigt sich als das, was es vermutlich allein ist: die Harmonieerwartung von Traumatisierten.

      @NiewiederDeutschland ist faschistische Romantik. Und den Rest der Welt als @Flüchtlingsdarsteller zu nutzen wäre so etwas wie ein sekundärer Krankheitsgewinn. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, die einen chinesischen Touristen nicht als solchen erkennen, sondern ihn in ein sogen. Flüchtlingsheim sperren. Letztlich widerholt man hier das Trauma des Kulturbruchs, das die Lager im nationalen Sozialismus darstellten.
      Mir wäre es lieber, die Deutschen begriffen endlich, dass sie keine @höheren Wesen, sondern schlicht Deutsche sind.

    • Titel eingeben
      Erna, schauen Sie doch mal nach, wie Ihr verhunztes Elche-Sprichwort tatsächlich und richtig heißt.

  102. Das Volk
    So ganz überraschend finde ich den Sieg von Trump nicht.
    Warum?
    In meinem Umfeld, möchten eigentlich alle nur in Frieden leben und nicht dauernd mit irgendwelchem PC, Gender, Minderheiten Scheiss sich rumärgern müssen.
    Ausreichendes Einkommen, schicke Bude, ein paar Annehmlichkeiten.

    Nun rücken uns seit Jahren die Politik auf die Pelle, mit irgend welchem Kram.
    Mal ist es die Erderwärmung, mal die Energiewende, mal die Probleme des dritten Geschlechts, zusätzlich noch die Flüchtlingswelle.
    Und jedes mal wieder, kann der doofe Michel den Geldbeutel aufmachen und wieder was abgeben für irgend einen Kram der ihn überhaupt nicht interessiert.
    Das scheint in den USA genau so zu sein.
    Der ganze Minderheiten Genderkram findet hauptsächlich in den Metropolen der Ost und Westküste statt.
    Den ländlichen Teil der USA interessiert das einfach nicht oder kaum.
    Wenn man sich eine Karte anschaut mit dem Wahlergebnis, wird das auch klar:
    http://www.uswahl2016.at/wp-content/uploads/2015/04/REP-2012.jpg
    Ist doch bei uns so ähnlich.
    Wo fahren LinksGrüne ihre Prozente ein?
    In den Städten.
    Dann noch der Kreislauf, Klassenzimmer- Hörsaal – Klassenzimmer.
    Da wird unsere Jugend schon weichgeklopft mit PC, Genderismus, Minderheitenproblemen usw.
    Alleine wenn ich das Theater um die Minderjährigen Ehe schon sehe.
    Gruselig, wirklich.

  103. Jaja, unsere Studenten....und die sachlichen Pressemeldungen
    Um das mal auf sachlichen Boden zu bringen, liebe Dame Julia, will ich korrigieren:

    1)Trump hat niemals gedroht, alle Latinos rauszuschmeißen. Er drohte aber die Kriminellen, die Illegalen, rauszuschmeißen. Die deutsche Presse aber berichtet falsch.
    Das tun wir in Lateinamerika, wo ich lebe, ebenso! Wir wollen keine Kriminellen. Gerade heute hat die Einwanderungsbehörde gemeinsam mit Polizei Razzien in einschlägigen Kneipen, Bars, Orte durchgeführt, um kriminelle Ausländer aufzustöbern und aus unserem Land zu schmeißen.

    Sind wir nun alles Rassisten und Faschisten, weil wir keine kriminellen Ausländer dulden? Ich meine, ihr in Deutschland duldet sie, okay. Wir aber nicht. Bitte bewerten Sie also nicht die Dinge aus deutscher Sicht, sondern aus Sicht der jeweils betroffenen Ländern. Danke.

    Die USA bestehen aus etwa 320 Millionen (!) Menschen. Nun wurde ein Fall herausgepickt, von dem man nicht einmal weiß, ob es stimmt, denn die Behauptung wurde durch die deutsche Presse gefiltert und, wie sooft, falsch übersetzt. Angeblich sei eine Muslimin mit ihrem Kopftuch gewürgt worden. Wurde sie von einem Trump-Anhänger gewürgt? Oder von ihrem Ehemann, Freund, Räuber? Eine Frau, bei 320 Millionen Menschen. Was also will man uns weiß machen?

    Schuld hat Trump.
    Unter Obama haben mehrere Massenmörder ihre „Arbeit“ begonnen.
    Schuld hat Obama.

    Letzte Nacht wurden wieder in US-Staedten mehrere sogenannte Demonstranten verhaftet. Sie alle haben friedlich ihr Recht auf Demonstration gegen Trump wahr genommen und plötzlich standen Autos in Flammen, splitterten Glasscheiben , flogen Steine durch die Luft. Wie kann das geschehen? Nur durch Wunder.

    In einigen der Universitäten der USA geschehen weitere Wunder. Die Studenten, die allesamt später zur Elite der USA gehören wollen, haben sich von heute auf morgen zu Kleinkindern zurück entwickelt und müssen gewickelt werden, mit Spielsachen beruhigt werden:

    .The University of Michigan offered its traumatized students coloring books and Play-Doh to calm them. (Are its students in college or kindergarten?)

    .The University of Kansas reminded its stressed-out kids that therapy dogs, a regular campus feature, were available.

    .Cornell University, an Ivy League school, held a campus-wide “cry-in,” with officials handing out tissues and hot chocolate.

    .Tufts University offered its devastated students arts and crafts sessions. (OK, not kindergarten — more like summer camp.)

    .At campuses from elite Yale to Connecticut to Iowa and beyond, professors canceled classes and/or exams — either because students asked or because instructors were too distraught to teach.

    Soviel zur studierenden Landeselite, die man doch, bitteschön, respektieren soll, denn sie befinden sich ja noch in der Lernphase….

  104. Clintondale?
    @ Don: Die aktuelle FR kann sich wohl nicht rechnen, wird aber auch von der FR GmbH verlegt, nicht von der Fazit Stiftung. Aber die „Marke“ war etabliert und galt neben SZ, Welt und FAZ als eine der vier überregionalen Zeitungen. Theoretisch hätte Fazit also eine reine Online-FR als Konkurrenz zu SZ positionieren können, mit einer hohen Gewichtung feuilletonistisch-linksliberaler Themen. Die Rechtschreibfehler hätte man ihr auch austreiben können, wenn man Artikel der FAZ übernommen hätte. Mittlerweile ist die Marke FR aber wohl verdorben.
    Oder man macht’s wie Springer und bringt für den Tag des Herrn – mit hohen Anzeigenpreisen – eine konservative Printausgabe, deren Artikel sich hinter der Paywall verschanzen (wo auch die Auflage geschützt ist), während werktags black-green first gilt. Aber auf Dauer lässt sich der Online-Opel nicht als Cadillac verkaufen (wobei mir hinsichtlich Ihres Stützenradartikels über Cannondale der Hinweis erlaubt sei, dass in Bayern durchaus diejenigen Nachfahren der ländlichen Besitzklassen Opel oder Ford fahren, deren als Bauland ausgewiesene Wiesen oder für die Industrie interessanten Äcker einen sieben- bis achtstelligen Wert haben. Die Neureichen sorgen hingegen dafür, dass die kleine Stadt an der Donau die dicksten Kartoffeln hat. Clintons Anhänger würden vermutlicht schon rein deshalb nicht Cannondale kaufen, weil es eine amerikanische Marke ist – völlig unabhängig von der Qualität. Wie der Volvo-Studienrat oder der Saab-Architekt einen schwedischen Linkslenker braucht, gilt dem linken Amerikaner alles Europäische kraft der Herkunft als hochwertig und gut).
    Schönes Wochenende!

  105. R2g und Tagesspiegel
    Ist das

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/co-eltern-familien-in-berlin-kinder-mit-freunden-ohne-sex-und-beziehung/14811690.html

    nicht ein wunderschönes Beispiel, wie man sich als stinknormaler Mensch durch die Lektüre des Berlin- Teils (nicht irgendeine queer-Beilage) ein wenig abgehängt vorkommt?

    Über klassische Familien und Ihre Probleme liest man in dieser Publikation recht wenig. Die Leserkommentare sind auch aufschlussreich.

    • Titel eingeben
      Ich finde das auch exotisch, aber die Spezies wird deswegen nicht untergehen, und hängt auch normale Familien nicht ab, wird sicher nicht die Regel werden….

  106. Tea Party
    …ja werter Don,lesen bildet….auch Meinungen werden dadurch gebildet
    Jetzt hat das auch die schwedische Regierung “ gemerkt “ und wollen ihre Bürger entsprechend “ bilden “ und zwar mit der “ richtigen MeinungDenke,damit das Volk versteht…so steht es heute in der Kronen Zeitung aus Österreich TITEL : Schweden baut sich neuen staatlichen Medienkonzern(künftig mehr “ richtige „Meinung“….sehr schlau,oder?
    Haben die wohl von der SPD gelernt,oder von ARD/ZDF -Staatsfunk.
    Und noch was,in Indien wurde gerade das Bargeld abgeschafft,zumindest die großen Scheine ( Wert c. € 15,- LOL )also alle über 15 € …nur noch Konto und Karte möglich.
    Was hat das wohl für die armen Leute für Auswirkungen?
    Schweden folgt…Finnland…Deutschland…
    Jetzt Bürgerversicherung…scheint rapide abwärts zu gehen mit den Finanzen hierzulande…wurde und wird ja auch alles teuer,noch teurer..zu teuer!!
    Und jetzt wird per Flugzeug aus Italien und Griechenland und der Türkei eingeflogen,manche viele kommen auch günstiger hier an per Flixbus.
    Ist gar nicht schön,wenn man aufgefordert wird zu “ denken “ und “ keinem “ zu trauen,oder?
    Eine Antwort wäre toll,dann denke ich vielleicht richtiger,danke!

  107. tea
    @ seltener Gast
    Umvolkung ist das deutsche Wort für Replacement migration
    das ist ein Programm der UN,welches hier gerade umgesetzt wird.
    können Sie googeln…dann wissen Sie,was hier gerade abläuft

    • Was Konnotationen manchmal anrichten
      Ich bin sehr dafür, deutsche Wortalternativen zu pflegen. Aber das Wort
      ‚Umvolkung‘ verbreitet nun einmal einen solchen giftigen geschichtlichen Konnotationsnebel, dass der gemeinte aktuell historische Vorgang für viele dahinter sofort verschwindet und auch von dessen Betreibern leicht zum Verschwinden gebracht werden kann, indem sie die Konnotationen skandalisieren.
      Ich schlage deshalb vor, ihn nicht zu benutzen und durch so was wie ‚ethnische Umstrukturierung‘ zu ersetzen. Darüber lässt sich wahrscheinlich eher reden.


    • @FrankEberhardt: jaja, alles Autobahn, und 100 Geisterfahrer.

    • Titel eingeben
      Bitte nicht auf (positive) Euphemismus-Versuche umschalten, drauf reinfallen und sich daran gewöhnen. Eine Müllplatz bleibt ein Müllplatz, auch wenn man ihn „Entsorgungspark“ nennt.

      Umvolkung klingt zwar seltsam, trifft’s aber.
      „Ersatz durch Völkerwanderung“ wäre die korrekte Übersetung des UN-Programms, kurz: Umvolkung. Passt.
      „Ethnische Umstrukturierung“ klingt so (gewollt) geschönt wie der „Entsorgungspark“, um beim Beispiel zu bleiben.

    • Bitte die eigentlichen Bedenken von Frank Eberhard nicht übersehen:
      „… von dessen Betreibern leicht zum Verschwinden gebracht werden kann, indem sie die Konnotationen skandalisieren.“

  108. scheinbar Schutz schwedischer Schneeflocken
    vor zuviel Selbstdenken angedacht. Weiß jemand aus dem hohen Norden mehr?

  109. The lying media reversed
    Hier eine typische NYT-Meldung, bei welcher DT vermutlich vor Wut Schnappatmung bekommt, draufhin nächtens drei vier Wut-Posts twittert, *tränchen*, weil die Presse wieder mal gemeine Lgengeschichten über ihn verbreitet. Dann droht er das xte Mal, die NYT zu verklagen (was er bisher nie tat, aber wenn er erst einmal inthronisiert wurde und plangemäß die Pressegesetze ändert, klappt’s sicher auch mit der Klage… ;-)
    http://www.nytimes.com/2016/11/18/us/politics/donald-trump-takes-credit-for-helping-to-save-a-ford-plant-that-wasnt-closing.html?_r=0

  110. Vielen Dank mal wieder
    für Ihren Artikel – ist inzwischen zu meiner Pflichtlektüre geworden!

    Vor allem der Schlusssatz sollte mal in der breiteren Öffentlichkeit Verwendung finden…

    Sehr interessant, die Zusammenhänge in den USA komprimiert von jemanden zur Verfügung gestellt zu bekommen, der sich auch damit auskennt.

    (Und ich mein jetzt nicht den Klaus Kleber…)

    Beste Grüsse aus München

  111. Warum
    Warum wurde zu den Obama-Abschiedsfeierlichkeiten kein Vertreter der Visegrad-Staaten eingeladen? Finde ich sehr unklug, gerade wenn die sog Werte sonst immer rauf- und runterdekliniert werden.


    • Weil sich die dort getroffen Habenden über die Weiterführung der Vision Merkels vom Herbst 2015 austauschen wollten, nehme ich an?

    • An Nona: Haben die Visegrad-Staaten zu Feierlichkeiten eingeladen?
      Ich gebe zu ich weis gar nicht wer das ist und wessen Feierlichkeiten gemeint sind. Ich finde es aber lustig wenn man sich über Berlin beschwert und sich gleichzeitig von Berlin abhängig macht.

      PS Ich vermute es geht um Berlin und Osteuropäische Staaten.
      oder anders es ist m.E. idiotisch sich von Berlin alles mögliche vorschreiben zu lassen und dann auch noch deutsche Rüstungsgüter zu kaufen.

      Wenn ich in Osteuropa leben würde hätte ich den Präsidenten der USA gebeten doch bitte Truppen in meinem Land zu stationieren.

      Deutschland plant gerade eine weitere Gaspipeline durch die Ostsee und interessiert sich in keiner Weise für die Befindlichkeiten dort.
      vgl aktuelles Interview bei NZZ Standpunkte.

      vgl auch der Versuch Steinmeiers zw der Ukraine und Russland zu vermitteln anstatt sich klar an der Seite der Ukraine zu positionieren.
      Vermitteln könnte ggf Südafrika oder Marokko.
      Diese Bundesregierung ist m.E. für niemanden ein verlässlicher Partner.

  112. Wir alten weissen Männer
    Wir alten weissen Männer
    Müssen keinen Trump
    Aushalten,
    Sondern
    Feministische Furien
    Die 1000 Mal schlimmeren!
    .
    Trotzdem fangen wir nicht an
    Wie diese zu
    Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln
    .
    Nein!
    Wir doch nicht! Das überlassen wir den Heulsusen:
    Das Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln
    .
    Dafür darf man sich dann auch einmal selber loben
    ausnahmsweise
    fünf mal die Woche.
    .
    Damit auch jeder merkt, dass wir,
    im Gegensatz zu denen, die, im
    Gegensatz zu uns, keinen Grund
    dazu haben, nicht
    Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln Winseln …

  113. Diese Rumgetrumpe hier: Am besten von dem gar nichts erwarten.
    „Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“

    Ich will es gegenüber Trump und anderen Hässlichkeiten mit Kazantzakis halten. Denn keiner weiß wirklich, was kommen wird.

    Und auch diejenigen, die die ‚Unrealistischen‘ nicht müde werden zu beleidigen: Sind sie denn selbst realistisch?

    Das darf ich in aller Ruhe fragen.

    Nämlich dann, wenn ich höre, dass hier von sich selbst als ‚Realos‘ Einschätzenden so lustige Aussagen getroffen werden wie:

    „In meinem Umfeld, möchten eigentlich alle nur in Frieden leben und nicht dauernd mit irgendwelchem PC, Gender, Minderheiten Scheiss sich rumärgern müssen. Ausreichendes Einkommen, schicke Bude, ein paar Annehmlichkeiten.“
    (Das war Arminius)

    Das ist erst abgehoben.
    Mein lieber Schollie.

    Frieden. Ausreichendes Einkommen. Schicke Bude. Annehmlichkeiten. Mannmann.

    Das fällt nicht vom Himmel. Und es bleibt auch nicht, wenn man nichts dafür tut.

    Es wäre gut, wenn Arminius und seine Denk- und Gefühlsgenossen endlich verstehen, dass sie ihre Augen über ihren Tellerrand erheben müssen, wenn sie wollen, dass es ihnen weiter – oder endlich wieder – gut geht.

    Dass sie dafür in die Bütt gehen müssen. Statt sich wortreich über PC-Idioten und PC-Idiotie und Refugees Welcome aufzuregen.

    Sonst war es dann mit ihrem schicken Einkommen und der friedlichen Bude. Denn es gibt Gruppierungen in unserer Demokratie, die sind deutlich unangenehmer als eine schrille Gendertröte oder ein fehlgeleiteter polyamorer Ersatz-Christus je sein wird.

    Ich habe echt allmählich den Eindruck, es wird die wahre Gefahr nicht erkannt.

    Es werden stattdessen auf grob intellektuellenfeindliche Art (wie gehabt in gewissen Kreisen) vernebelte, schräge Leute bekämpft, die nicht allzuviel Einfluss haben dürften. Auch wenn Don Einfluss suggerieren will. Wo ist der denn. (Z. B. Kahana-Stiftung. Diese Gesinnungs-Stiftung ist im Vergleich zu echten Hässlich- und Übelkeiten wie Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nur ein jämmerlich blöder Versuch.)

    Die wirkliche Gefahr ist nicht so weltfremd wie die. Sie ist verdammt wach. Sie hat das Geld. Und du hast keins.

    Sie kann dir morgen schon deine Bude nehmen, dich einfach so arbeitslos machen, deine Existenz nehmen. Und dafür sind nicht ‚die Ausländer schuld‘. Sondern du, weil du nicht aufgepasst hast, dass die Gesetze von Anwaltskanzleien und Lobbyisten gemacht werdfen. Und schon lagen nicht mehr vom Gesetzgeber, deinem MdB.

    Wenn du Unternehmer bist, kann diese unangenehme Macht dir einfach morgen die Kreditlinien kürzen, dass du deine Leute entlassen musst, weil du die Löhne nicht mehr zahlen kannst. Du solltest dafür kämpfen, dass genau diese ‚Freundchen‘ in ihre Schranken verwiesen werden.

    Sie heißen Big Data, Agenda 2010, sie heißen Ackermann und Fitschen, Basel III und ff, sie heißen System-relevante Banken, sie heißen Putin-Schröder, sie heißen Steuersparinsel-Juncker, sie heißen Korrupt-Lobby-EU-Apparatschik. Vor diesen Wänsten sollte man Angst haben.

    Statt sich an Stokowski (zugegebenermaßen seltsame Dame, schlechte Fotos, mokanter Zug um den Mund) und irgendwelchen Julias und Schwesigs abzuarbeiten. Seit wann hat eine blonde Familienministerin Macht und was zu sagen. Das hat es noch nie gegeben und das wird auch nicht sein. Deswegen wird so ein Posten doch an Frauen vergeben, die das glauben, mannmann.

    Also wer was ändern will, der hackt zur Zeit auf den falschen Leuten rum.

    Die richtigen Leute lachen sich einen Ast.
    Was für Zeiten!

    Sorry Don für den Rant. Doch das musste raus. Ich glaubs ja sonst nicht, was ich hier lese.

  114. Das war ja mal ein interessanter Einblick in die Medienwelt der USA.
    Noch interessanter aber finde ich, wie sich das alles auch in den Antworten hier wiederspiegelt. Von der Zunahme der Ordnungsrufe des Autors einmal abgesehen, ist mir kaum ein Unterschied aufgefallen. Auffällig aber ist, daß die Ruhe nach den Wahlerfolgen der AfD beendet zu sein scheint. Es ist schon auffällig, daß vorgeblich alles Schlechte „links“ ist, daß alle Probleme der Welt von „Linken“ verursacht werden, obwohl das Linke und die Linken weder national, noch global aktuell von gestaltender Bedeutung sind.

    Die nationalen und globalen Probleme sind doch nicht von Linken oder Rechten verursacht worden, sondern von entfesselten Kapitalisten, die die Mitte von der Leine ließ.

    Irgendwie gewinnt der Begriff des Post-Faktischen tatsächlich an Bedeutung, nicht nur durch Juliane Leopold, sondern durch die stetige Verlagerung von der Sachorientierung auf das Emotionale. So ganz lag Merkel wohl doch nicht daneben, als sie die Gefühle ins Spiel brachte.

    Macht es wirklich Sinn, sich mit Lautmalerei zu beschäftigen, statt mit möglichen und mehrheitsfähigen Lösungen der anstehenden und andauernden Probleme? Worum geht es eigentlich noch, um den Kampf von Ideologien? Den kann man sich doch schenken, mehr als Pyrrhussiege werden nicht dabei herauskommen. Der Sieger steht doch längst fest: Das Kapital.

    Die Schlacht an der amerikanischen Medienfront und auch im Netz hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, ist aber ansonsten nicht von Bedeutung. Die Rückzugsgefechte haben bereits begonnen und nur Verlierer hinterlassen, die versuchen, möglichst gesichtswahrend zum Business as usual zurückzukehren. Falls es stimmt, wovon ich angesichts der letzten Jahre ausgehe, daß letztlich das globale Kapital die nationale Politik bestimmt, dann wird sich kaum etwas an der groben Richtung ändern, ganz egal wie Wahlen ausgehen. Warum sich also den Schädel einschlagen, wenn die Probleme so doch nicht zu lösen sind. Nicht von Linken, nicht von Rechten und auch nicht von der Mitte. Und national schon dreimal nicht.

    Das ist doch der Grund, warum alle „Erklärungsversuche“ fehlschlagen und sich die Verantwortlichen hinter einer Mauer selbst geschaffener künstlicher Komplexität verschanzen, um nicht zugeben zu müssen, daß sie Fehler gemacht haben, die sie nicht mehr reparieren können oder wollen. Das ist der Grund, warum alle Seiten mehr und mehr auf Sündenböcke zurückgreifen, statt sich der Realität zu stellen, daß sie die Kontrolle über das „System“ schon längst verloren haben. Und wenn schon nicht die Sündenböcke, dann sind es die imaginären „Märkte“, auf denen man zwar nicht wie auf Sündenböcken herumtrampelt, mit denen man aber im gemeinsamen warmen Bettchen kuschelt, was im Ergebnis ja kaum einen Unterschied macht.

    Einen Punkt am Ausgangsbeitrag habe ich allerdings nicht so ganz verstanden. Solange die amerikanische Gesellschaft derart gespalten ist, kann es für die Medien doch nur positiv sein, sich eindeutig zu positionieren. So ist der Pool der potentiell zahlenden Kundschaft doch am größten. Die Grundeinstellung vieler Menschen bleibt doch stabil, auch wenn sie sich oberflächlich anders darstellen, die Spaltung temporär überwunden zu sein scheint. Medien, die sich kaum noch unterscheiden, müssen sich dagegen viel weniger potentielle Kunden teilen. Und überhaupt, wo bliebe denn dann die Funktion der Medien als vierte Säule der Demokratie? Ist es nicht so, daß sich nur aus der Vielfalt der Informationen ein möglichst objektives Bild ergibt, wenn man denn will? Würde das sinnlose Grundrauschen ausgeblendet bzw. das Wesentliche daraus destilliert, was gäbe es abseits von Selbstdarstellung und Profilneurose doch für Raum und Zeit, sich mit wichtigen und sinnvollen Themen ernsthaft und vor allem ausdauernd zu beschäftigen. Vielleicht käme man dann sogar zu mehrheitsfähigen und somit tragfähigen Ergebnissen. Vielleicht sogar zu Erkenntnissen.

    • Titel eingeben
      „Die Schlacht an der amerikanischen Medienfront und auch im Netz hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, ist aber ansonsten nicht von Bedeutung. Die Rückzugsgefechte haben bereits begonnen und nur Verlierer hinterlassen, die versuchen, möglichst gesichtswahrend zum Business as usual zurückzukehren.”

      Es gab keine Schlacht an der amerikanischen Medienfront, sogar Fox stand auf Kriegsfuss mit Trump!
      Und auch Rückzugsgefechte gibt es keine, die westliche Medien sind nach wie vor damit beschäftigt auch noch den kleinsten Anlass aufzubauschen um Trump ans Bein zu pinkeln.
      Falls sie das missverstehen: ich bin KEIN Trump Fan….
      Ich mag nur die meinungsmachende und manipulierende Lügenpresse nicht (in 4 Sprachen)

  115. wir haben hier so viel Geld, dass wir sogar hrc etwas davon schicken können!
    http://www.achgut.com/artikel/hat_die_bundesrepublik_hillarys_wahlkampf_mitfinanziert
    irgend etwas zwischen 1 und 5 mio. $ wurden unter leitung einer meiner lieblingspolitiker von der cdu tanja gönner (wer erinnert sich an sie w/ s21?) wohl an die stiftung in usa transferiert.
    und jetzt isses dennoch donald.
    es gibt presse, die noch funktioniert – auch, wenn man sie suchen muss.
    danke euch allen dafür.

  116. Titel eingeben
    Trump scheint übrigens eines seiner Wahlversprechen einlösen zu wollen („drain the swamp“) und von jedem für seine zukünftige Administration einzustellenden Amtsträger eine Verpflichtung zu fordern, wonach dieser bis zu 5 Jahre nach Ausscheiden aus dem Amt keine bezahlte Lobbyismus-Tätigkeit annehmen dürfe. (Unter Obama gab es offensichtlich einen z.T. vergleichbaren 2-Jahres-Bann, allerdings mit jeder Menge „Schlupflöcher“ etc.): http://edition.cnn.com/2016/11/16/politics/lobbying-donald-trump-washington-swamp-transition/index.html
    Dies nachzulesen im Trump nicht überaus freundlich zugeneigten CNN, natürlich unter deutlichem Hinweis auf die Trumps‘ Team zahlreich umgebenden „DC-Insider“ – aber anyway .: Ansätze, die auch der hiesigen politischen Ethik wie Glaubwürdigkeit (Pofalla, Schröder, usw.) nicht unbedingt a priori schaden würden.
    Im Qualitätsblatt SPON/Spiegel muss ich diese Meldung bisher irgendwie übersehen haben — aber halt: mit „Faschist“ Trump (Augstein) geht es doch stante pede in die Apokalypse, o.k.? Man komme einem da doch bitte nicht mit solchen Petitessen…

  117. @Tamarisque: Trump ist übrigens LINKS, wussten Sie das?
    Schon befremdlich, wie manche hier ihren inneren Reichspar… äh, ihre innere Tea Party Rally erleben.
    .
    Tea Party Rallies sind ja für sich genommen was feines, wo sie doch die Meinungsfreiheit verkörpern.
    .
    Aber falls jemand Tea Parties nicht so toll findet, drehen wir den Spieß vorsorglich um und sagen: Schaut her, die Linken sind auch nicht besser! Statt Trumpel zu umarmen und ihm „eine faire Chance zu geben“, äußern sie weiter ihre ehrliche Meinung über seine Wahl! Trotz Thanksgiving stänkern Sie weiter. Weil sie „von der Spaltung der Gesellschaft profitieren“ wollen! Wie infam!
    .
    Trumpel würden wir für so was auch verurteilen — aber ob er die Gesellscahft wirklich spalten will, kann im Moment ja noch keiner wissen, stimmt’s?
    .
    Und überhaupt, wissen Sie was: Trump ist doch links. Zwar nicht ganz so links wie Hitler, aber fast. Also was regen sich die linksgrünen Schreihälse eigentlich auf….


    • @ HansMeier555

      Ja, es ist erstaunlich, dass nachdem über die Tea Party und GWB, jedenfalls in SPON-Forum, mit vereinten Kräften Häme gegossen wurde, ein großer Anteil inzwischen auch dort für jemanden schwärmt, der mehr rechts außen ist als jeder amerikanischer Politiker seit Barry Goldwater.

      Trump und links. rofl Ich kann mich an eine Talkshow erinnern, in welcher Lafontaine seinen neuen linken Genossen Trump mit seiner links-intellektuellen Überheblichkeit und schon mit gewissem Fanatismus verteidigte. Ich habe nur gedacht: Wie verblendet kann ein Linker noch werden.

      Inzwischen müsste es jedem, der sich nicht auf Infowars, Breitbart, DredgeReport, Zerohedge, RT oder den Fake FB-News informiert, klar sein, dass sein Programm Eines ist, nur nicht im Sinne der wütenden 50% der Amerikaner. Allein die Besetzung der Schlüsselpositionen im Sicherheitsbereich durch absolute Hardliner bzw. Wallstreet-Insider als Minister-Anwärter spricht Bände über die künftige Richtung der Politik. Dagegen war die Tea Party mit ihren Sarah Palin und Michelle Bachmann harmlos wie ein Damenkränzchen und auch nicht weniger irre.

    • Das erleben viele linke Medien: Die Leser ticken ganz anders.

  118. Wie unausgewogen!
    Fast alle Medien halten die Erde eine Kugel. Wie gleichgeschaltet, wie unausgewogen!
    .
    Oder beim Klimawandel, der Evolutionstheorie, der Mondlandung: Genau dasselbe! Da sind alle immer so festgelegt auf eine einseitige Sicht.
    .
    Grad so in der Politik: Niemand, der Obamas Geburtsurkund prüfen wollte…
    .
    Ist es denn da ein Wunder, wenn es jetzt überall von Reichsbürgern und Trump-Wählern wimmelt? Ist das nicht eine ganz natürliche Gegenreaktion???

    • Non sequitur
      Die Grundsätze redlicher logischer Argumentation sind nicht jedem bekannt. Kann man nichts machen. Ist im Internet eben die „Diskussionskultur“.

  119. @all
    Verstehen Sie doch mal: Es spricht nicht gegen, sondern für die Presse, wenn sie zu 98 Prozent gegen Trumpel war.
    .
    Genau das macht ja Hoffnung.

    • Das wird auch weitgehend so bleiben. Kritische Kontrolle ist gut. Nur Facebook und Co. werden kriechen.

  120. Denver und Dallas - die Klischee-Rechten der Achziger
    Ich erinnere mich, wie J.R. Ewing – der ewige Badboy – damals als Kontrapunkt zur 68-ziger Generation wie ein Elefant im Porzellanladen erschien.
    Irgendwann kam dann die gegenderte Generation der „Gutmenschen“, vermutlich erneut als eine Art Reflex auf so viel Narzissmus.
    So bemerke ich auch an mir, dass mir der damalige Bösewicht J.R. heute gelegentlich wie ein Engel erscheint. So schnell tappt man ins Schwarz-Weiß-Denken – wenn man nur genervt genug ist.

    Und Trump mit seinem Ambiente erinnert an einen vergoldeten Denver-Clan. Vieles ist eben auch Reflex-Denken. Leider müssen die Dinge immer von einem Extrem ins andere fallen. Auch das Links-Rechts-Denken findet allzu oft nur in Klischee-Schubladen statt. Also wenn ich nun J.R. Ewing als „Engel“ bezeichne, wird das hoffentlich als Satire verstanden. Im Gegensatz zum Klischee-Linken ist er halt der Klischee-Rechte. Lachen kann man über beides.

  121. Shame on us!
    Was man bei alldem nicht vergessen darf: so wie es die primitive blaue Teaparty gibt und daneben aber durchaus auch einen argumentativ ernstzunehmenden Konservatismus, so gibt es diese primitive rote Teaparty, und daneben natürlich auch weiterhin argumentativ ernstzunehmende progressive Ideen diverser Art, und natürlich auch ernstzunehmende Feministinnen, die solche vertreten. Man sollte da nicht Opfer der eigenen Klischees werden, eben habe ich zum Beispiel wieder ein sehr kluges und charmantes Exemplar gesprochen. Das hat viel Freude gemacht und war Welten entfernt von diesem ganzen Twitter-Krampf und Safespace-Safespeech-Kram, auch wenn wir uns über so etwas wie #Aufschrei wohl nicht einig würden. Es ist aber auch nicht nötig. Man sollte schon schauen, dass man keine Karikaturen auseinander macht, Medien wie Twitter provozieren das wohl leider. Privat sind vielleicht viele sogar ganz nett oder witzig, die Fatshaming-Frau, die Frau Merkel, die Frau von Storch, das ist ja nicht der Punkt. Es geht um unterschiedliche Vorstellungen und rationale logische Argumente dafür oder dagegen, und das kann man auch höflich und rational und bisweilen in einer angemessenen Schärfe diskutieren, denn man teilt ja auch immer irgendwelche Werte, wahrscheinlich auch Donalphonso mit der Fatshamingfrau oder die Fatshamingfrau mit Donalphonso, oder die Frau Merkel und die Frau von Storch. Die zwei sogar ganz sicher.

  122. Trump, Obama, Merkel und die Prantlhausener....
    Verkehrte Welt – ein Wochenrückblick auf Obamas Besuch, Merkel als „Die Anführerin der freien Welt?“

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35898

    Albrecht Müller zitiert darin einen der Artikel Schirrmachers… der einigen bei der FAZ sicher noch heute unangenehm ist.

    • Tyler, nach Schirrmachers Tod hatte ich den Eindruck,
      dass rundum in allen anderen Zeitungen wirklich getrauert wird, aber am wenigsten in der FAZ. Die Nachrufe im Spiegel und anderswo waren teils herzzerreißend, während die FAZ anscheinend nicht so recht wusste, was sie von sich geben soll. Ist mir sehr unangenehm aufgefallen und ich hatte den Eindruck, man ist froh, dass er weg ist.

      Der Don könnte, so er wollte, unabhängig von seinem persönlichen Verlust, seinen Eindruck wiedergeben und sagen, ob ich mit meiner Einschätzung völlig falsch liege…

    • Titel eingeben
      Was soll man als mittelmässiger Journalist denn machen, wenn der kollege ein Schirrmacher ist? Selber denkende Menschen sind das was das Mittelmass abgrundtief hasst!
      Es gab auch zu seiner Zeit bereits unfassbar dummes Zeug, ausser dem Gumpprecht hab ich (erfreulicherweise) die Autoren vergessen, da die FAZ spätestens seit der Ukraine Verlogenheit von meinem Computer verschwunden bleibt…
      Schirrmacher war zwar nicht zu ersetzen, aber man hatte denn doch wenigstens die Lovenstein erwartet…

  123. Was ist mit den Republikanern, den konservativen Amerikanern?
    Daß eine ungefähre Mehrheit, vor die Alternative „Trump oder Clinton“ gestellt, den Trump bevorzugt hat, war mir anfangs unbegreiflich – inzwischen habe ich die Motivation ein bißchen verstanden, ohne sie zu teilen. Was mich viel mehr interessiert ist: wie konnte es zu dieser Alternative kommen? Daß die Demokraten auf Hillary Clinton gesetzt haben, ist logisch: hinter ihr stand wohl der Parteiapparat.

    Aber Trump? Es gab doch auf Seiten der Republikaner auch konservative, christliche, traditionelle, sozusagen normale Kandidaten, welche die USA wahrsscheinlich auf einen leicht konservativeren, aber zuverlässigen Kurs gebracht hätten. Mit Eisenhower, Nixon, Ford, Reagan, den Bushs ist die Welt auch zurechtgekommen. Das politische Kräftefeld ist doch meistens viel stärker, als die individuellen Macken einiger Poltiker. Aber jetzt so ein Großmaul und Chaot, der sich auf seine alten Tage eine Präsidentschaft leistet? Was ist mit den Republikanern, mit dem konservativen Amerikanern los? Hat sich die republikanische Partei faktisch zerlegt?

    Breitbart usw. (die „fringe“) interessiert mich wenig. Viel mehr, was mit dem „Heartland“ los ist. Sind die alle verrückt geworden? Oder womöglich durch alle die irren gesellschaftlichen Reformversuche der „Progressiven“ bei gleichzeitigen wirtschaftlichen Verschlechterungen verrückt gemacht worden?

    Da fällt mir ein: die frz. Regierung Hollande hat als einzige große gesellschaftliche Reform die „Ehe für Alle“ durchgeboxt, und dadurch Millionen konservativer Franzosen unnötigerweise gegen sich aufgebracht. Auf dem Gebiet der Wirtschaft hat sie wenig bis gar nichts zustandegebracht, obwohl Frankreich das bitter nötig hätte. Da werden sich einige Leute auch verar..t fühlen. Vermutlich werden viele Wähler der Sozialisten auch gleich zu Le Pen wechseln, weil sie anscheinend bei den französischen Konservativen – die sich noch problemlos als „rechts“/“la droite“ bezeichnen lassen – kein überzeugendes Angebot finden.

    In Deutschland machen solche Effekte die AfD groß, aber wir werden uns wohl, falls nichts unvorhergesehenes passiert, auch durch die nächste Legislaturperiode irgendwie durchmerkeln („auf Sicht“). Die Bundeskassen sind, trotz Schuldenbergs, einfach noch zu gut gefüllt.

    • Titel eingeben
      Was ihnen so missfällt, und was sie deshalb so schwer verstehen ist, dass diese Leute weder rechts noch links sind, sondern schlicht und einfach die Schnauze von politics as usual voll haben. Und da scheren diese Leute sich natürlich eines Tages halt nicht mehr um die Konsequenzen für alle anderen.

      Trump hat kurz vor der wahl in MIchigan gesagt, früher seien in Flint Autos gebaut worden und das Wasser in Mexico war untrinkbar. Heute werden die Autos in Mexico gebaut und das wassre in Flint ist untrinkbar.
      Ich hab es gestern in US Medien gelesen, und heute in DE bestätigt gefunden, dass Trump mit Ford gesprochen hat und diese den fest eingeplanten Umzug der Kentucky nach Mexico storniert hat.

      Ich war gegen Hilary, weil sie meiner Meinung nach schlechter für Europa gewesen wäre als Trump. Dass Trump irgendwann unter dem Strich schlechter für sein Land sein wird, ist mir völlig egal. Wenn es nun für etliche Leute positiv ist, so soll mir das natürlich recht sein.

  124. Es geht um nicht weniger als unser aller Meinungsfreiheit.
    Man muß recht weit zurückgehen, um auf guten – intelligenten und verläßlichen – Journalismus zu stoßen, z.B. Mark Twain, Alistair Cooke oder Walter Henkels. Heute hingegen haben wir zwar ein Übermaß an Informationen, aber wie der Schlußsatz (leider) zutreffend feststellt: „Traue keinem“. — Die Tendenz von der Qualität zur Masse ist ein allgemeines Phänomen unserer Zeit. Von allem gibt es bei stark rückläufiger Qualität reichlich. Z.B. lockt an jeder Straßenecke eine Backstube zur Befriedigung einer besonders intimen Form der Aneignung: etwas Süßes in sich hineinzustopfen. Viele Menschen können mit dem reichlichen Angebot aber nicht umgehen – indem sie sich beherrschen, bewährte Regeln beachten, respektvolles Verhalten an den Tag legen. Ohne die Notsituationen der Vergangenheit zu beschönigen, ist Fettleibigkeit vielleicht groß aber nicht großartig. — Das Internet ist nur ein besonders krasser Fall von „Demokratisierung“, weil jeder Depp kostenlos Botschaften erzeugen kann. Natürlich werden dabei die weniger edlen, also niederen Triebe bevorzugt angesprochen. Nicht zufällig beherrscht Sex das Internet. Verschärft wird die Problematik durch das Versagen der Eliten. Also im konkreten Fall der (früheren) Qualitätspresse. Der wesentlichste Unterschied zur Informationssituation im Nazideutschland ist, daß damals offiziell Parteilichkeit herrschte (Gleichschaltung, Reichsschriftgutkammer usw.), während uns heute vorgemacht wird, daß wir eine objektive Berichterstattung genössen. In Wahrheit sind die ÖR-Sender im weiteren Sinne gekauft (durch überhöhte Bezüge der Intendanten und das politische Hinterzimmergekungel), die privaten Sender versinken im Dschungeldreck, und die Presse muß sparen. Ist die Bezahlung der Redakteure schlecht, bekommt man schlechte Redakteure. Und für deren Auslassungen findet man keine zahlenden Kunden – und schon dreht sich die Abwärtsspirale. Und wir Konsumenten sehen von der im Strudel versinkenden FAZ nur noch den Schwanz… — Glaubt man intelligenten Leuten wie Elon Musk oder Bill Gates, ist noch eine Steigerung zu befürchten. Es wird in nicht zu ferner Zukunft artificial intelligence geben, mit welcher sich die (scheinbare) Meinungsbildung im Internet steuern läßt. Offen ist wohl nur, wer diese Programme als erster entwickelt und einsetzt. Um zu verhindern, daß das Internet von Google oder Amazon (J. Bezos) beherrscht und zu deren (ökonomischen, aber auch politischen) Zwecken eingesetzt wird, wurde daher eine Open Source Bewegung gegründet, die es ermöglichen soll, einem zukünftigen Meinungsdiktator gegenzuhalten. Es lohnt sich, diese Entwicklungen zu verfolgen: es geht um nicht weniger als unser aller Meinungsfreiheit.

    • Titel eingeben
      Ich lese neuerdings vermehrt Science Fiction-Bücher (zum Teil die gleichen, die ich schon vor 40 Jahren mal las) und bin erstaunt, wie hellsichtig so manche (amerikanische!) Autoren waren. Manches, was mir vor 40 Jahren fantastisch vorkam, ist heute Realität. Und das sind immer nur negative Dinge.

  125. @D.A. gratuliere
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/beatrix-von-storch-spd-entschuldigt-sich-fuer-fotomontage-a-1122079.html

    Hater mit Eigentor. Bemerkenswert, wie versessen die SPD Schiffchen Versenken mit sich spielt. Ihre zukünftigen Reste könnten früher oder später im SED-Revival-Verein aufgehen. Programmatisch und methodisch ist schon jetzt nur noch in den Nachkommastellen vom Mindestlohn ein Unterschied feststellbar. Die Merkel-CDU als Neo-SPD, Anhängsel in Grün-Genderstan und Drittwelt-Immigrationspusher ist anstrengend genug.

    So gesehen verständlich, dass die Amerikaner wünschen, dass jemand mit einer Augias action performen möge. Leider sind sie mit der aktuellen Installation übers Ziel hinausgeschossen. So ist es leider häufig. Von einem Extrem ins nächste.

  126. Mangel an Patriotismus
    Was mich an diesen Mega-Rudelbildungen am meisten bedrückt, ist dieser vollkommene Mangel an dem, was man altmodisch-wertkonservativ als „Patriotismus“ oder gar „Vaterlandsliebe“ bezeichnen könnte.
    .
    In Situationen wie vor dem Irak-Krieg 2003 und erst recht jetzt müsste doch für jeden klugen Konservativen (stellen wir ihn uns vor als gediegenen älteren Herrn von Leistung, Bildung und Erfahrung) doch vollkommen klar sein, dass das solch unseriöse Politik den Vereinigten Staaten von Amerika immensen Schaden bereitet. Riesige Ausagaben, moralische Belastungen, und am Ende ein deutlicher Verlust an internationaler Bedeutung. Man muss nur mal zurückdenken, wie stark und angesehen die USA noch in den 90er Jahren und mit dem vergleichen, was sie jetzt sind.
    .
    So gesehen ist es völlig logisch, dass Putin über Trumps Wahl jubelt. Putin denkt strategisch, langfristig und imperial. Und er kalkuliert richtig.
    .
    Das schreibe ich als jemand, der die USA in der Vergangneheit äusserst heftig kritisiert hat. Ich bin definitiv kein „Transatlantiker“. Aber so sehr hasse ich die USA dann auch wieder nicht, dass ich ihnen noch einmal jemanden wie W. Bush oder jetzt das Trumpel an den Hals gewünscht hätte. Ganz ohne USA wird die Welt nicht auskommen, und ihre Verrottung zu einem grundkorrupten Schwellenland läge zweifellos nicht in Europas Interesse.
    .
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  127. NEHME ALLES ZURÜCK; BEHAUPTE DAS GEGENTEIL !!
    @
    Don Alduck
    recht so, das war der falsche Rogers, gratuliere !

    @
    number 15: ja, Tanja Gönner, die handkante und das sprechende maschinengewehr aus württemberg, muss mann kennen, besuchen sie in notfall das GKM in mannheim, dort ihr händeabdruck im grundstein des neuen Block 9. sieht sexy aus !

  128. Puhuu - - heute FAZ lesen - Feuilleton, Gunnar Heinsohn - Trump ist doch kein Rassist -
    ausserdem sagt er, es gebe keine harten Beweise dafür, dass Trump ein Antisemit sei.
    Überschrift: Der weiße Arbeiter wählte Donald Trump – und Heinsohn sagt – und erklärt weshalb- die weiße Arbeiterin und der weiße Arbeiter taten das durchaus im wohlverstndenen Eigeninteresse. Und das ist eben k e i n Rassismus.

    Der Artikel ist sehr gut, wenn auch schreiberisches Graubrot: Immer und dann und dann – man muss sich durchbeissen, wird aber belohnt. EXTREM GUTER ARTIKEL!

    Die Lektüre ersetzt – ok, geschätzt – fünf, nein fünzehn Talkshows – der beseeren Sorte. Und man ist in zehn Minuten durch! Es lebe die Zeitung!

  129. kanonische Korrektheit
    die Rede. Manchmal wäre die Annäherung an den Kerninhalt einer Äußerung einfacher, wenn die jeweils zutreffende Todsünde im Sinne des Kirchenrechts verwendet würde, also z.B. Neid, Habgier (oder bei Gründepressiven Verzichtgier) usw.

    Nehmen wir den Begriff Niedrigenergiepolitiker. Dieser Neologismus stammt von Trump. Zu Zeiten des alten Augstein hätte man sofort erkannt: Das ist die „Sprache des ‚Spiegel'“ (Enzensberger), die rechte Politiker verächtlich macht. Trump hat das gemacht, was eigentlich Sache der linken Presse im Wahlkampf Clinton gegen Jeb Bush gewesen wäre. Ist aber erfolgreich damit. Trump hat gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge erkannt und in einfache, für alle verständliche Worte gefasst – genau das war mal die Aufgabe von Journalisten, bevor sie Hirten ohne Herde wurden. „Da schreibt der pure Neid.“ Im Länderbericht USA steht, dass das Vertrauen in Kongress und Regierung nach der ersten Amtszeit von Bush jr. stark gesunken ist. Das Buch sollte jeder Amerikanist gelesen haben. Trump sagt, dass das Staatsvolk kein Vertrauen mehr in Washington hat. Das ist der aktuelle Forschungsstand den Journalisten kennen sollten. Stattdessen werfen sie Trump vor, er untergrabe das Vertrauen ins System. Trump ist einfach ein guter Reporter.

    Zurück zum Artikelinhalt: Früher setzten die Demokraten auf Arbeiter und/oder Gewerkschafter, heute auf Frauen und Minderheiten. Trump setzte bei dieser Wahl auf Arbeiter und/oder Gewerkschafter – ich bin gespannt auf die Reaktion der Demokraten, falls die Republikaner irgendwann eine Frau aufstellen, die einer religiösen Minderheit angehört – Trumps Tochter. Zusammen mit einem hispanischen oder afroamerikanischen Vize würde die Dame der „linken“ Ständegesellschaft den Spiegel vorhalten. Die erste weibliche Regierungschefin der USA werden vermutlich die Konservativen stellen – wie andernorts auch. Es sei denn, die „Linken“ besinnen sich wieder auf die Werte der Französischen Revolution.

  130. wichtige Dinge
    Wenn man die Seite der FAZ anschaut, sehe ich massenhaft Artikel, die Bezug zu Trump haben.
    Trump hier, Trump da.
    Ein psychologisches Problem der Redakteure?

    Wirklich wichtige Sachen liest man nicht, man muss auf ausländische Quellen zugreifen:

    –Es wurden in Ägypten zwei koptische Priester vom IS enthauptet.
    –Es wurde in Frankreich in einer Garage ein Versteck mit Kriegswaffen ausgehoben, darunter Raketenwerfer!

    Was ist nur mit der deutschen Presse los?

    Quellen:
    http://www.krone.at/welt/spione-is-enthauptet-zwei-priester-in-aegypten-brutale-hinrichtung-story-539925
    http://www.krone.at/welt/riesiges-waffenversteck-nahe-paris-entdeckt-in-privater-garage-story-539979

    • Ich bin nur Feuilleton…

    • @ Thomas Meyer, stören Sie die kontemplativ-begeisterte Stimmung....
      am Tage der Verkündung nicht! „Die Mehrheit will, dass Merkel weitermacht“ meldet der Mutterkutter.
      „Kanzlerin auf dünnem Eis“ schreibt JvA, sogar mit Kommentierpermission. Zum Beispiel mit solchen Ereignissen, die in uLF-Land auch schon gang und gäbe sind aber von Schreckensszenarien wie Ausübung von Hausrecht bei der AfD couvriert werden.
      .
      „Une lance-roquette de fabrication russe et des gilets pare-balles militaires ont été découverts, vendredi 18 novembre, dans le box d’un parking souterrain d’Evry, dans l’Essonne, rapporte Le Parisien.
      Le parking, mal sécurisé et géré pas (müßte heißen : »par ») plusieurs bailleurs sociaux, est connu pour être au cœur de trafics de drogues. „Tout le monde le sait, ce parking est un véritable gruyère, explique une habitante, citée par Le Parisien. Trouver des armes dans un box de ce parking , ce n’est pas étonnant.“
      .
      „Ein Raketenwerfer (vermutlich ein Panzerfaust) russischer Produktion und kugelsichere Schutzwesten am 18 Nov. In einer Tiefgarage in Evry (Dept. Essonne) entdeckt, berichtet Le Parisien.
      Die schlecht gesicherte, von mehreren Trägern verwaltete Garage ist für den Drogenumschlag bekannt. „Jeder weiß, diese Tiefgarage ist ein wahrhaftes Rattenloch, erklärt eine Anwohnerin. Waffen in einer Abstellbox dieser Tiefgarage zu finden ist nicht erstaunlich…..“
      (DdH)

  131. Schuldig!
    Hoch interessanter Beitrag, Kommentare dito. Danke! An einer Stelle des Blogs sind Sie, Don, m.E. jedoch einem Schaumschläger auf den Leim gegangen. Tut mir leid, aber zur Erläuterung muss ich zwei Zitate bringen.

    Sie schreiben: „Nicht umsonst muss Rabbi Lerner in der NYT auffordern, die Linke solle das Beleidigen der Trumpwähler beenden…“

    Im entsprechenden Link findet man von besagtem Herrn, der als Chairman of the Network of Spiritual Progressives vorgestellt wird (wow! Hut ab!) u.a. folgenden Erguss:

    „We need to reach out to Trump voters in a spirit of empathy and contrition. Only then can we help working people understand that they do not live in a meritocracy, that their intuition that the system is rigged is correct (…) and that their pain and rage is legitimate.“

    Es ist genau dies hochnäsige Ammen-Geschwätz, welches ()Trump-, ()LePen-, ()Grillo-, ()Petry-, ()Wilders-, ()Orban-, ()Kaczynski*-Wähler überhaupt erst entstehen lässt. Arroganzler, die Derartiges von sich geben, treiben den frei denkenden Wähler exakt in die Richtung, die sie selbst fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

    Dieser „Chairman“ da oben hat vor den arbeitenden, steuerzahlenden und häufig mit Hochschulabschluss ausgestatteten Menschen im ländlichen Pennsylvania offenbar keine Achtung. Nur so ist die affektierte Herablassung zu erklären, die er ihnen gegenüber an den Tag legt. Wir dagegen haben in einer PA-Kleinstadt jahrelang gewohnt und wagen daher abzuschätzen, was er mit seiner Attitüde erreichen wird; der Ärmste.

    ()* check as appropriate

    • Lerner ist wirlich ganz grosse klasse und absolut nicht arrogant.

    • @ Civilitas - - - Lerner sagt by and large dasselbe wie - - Trump - -
      will aber, dass die Leute nun Demokraten wählen.

      (Alles, was in ihrem Zitat von lerner steht, hat Trump wiederholt gesagt – – er sprach ausdrücklich gegen die Eliten des Freihandels und die Funktionselite von Davos… und klar sagte er, dass die Wählerinnen und Wähler zu recht sauer sind).

      Die ganze Geschichte und schon sehr verwickelt, wenn man sie aus diesem Blickwinkel aus betrachtet.

      Im übrigen schließe ich mich DA an – Lerner ist eines nicht: Arrogant.
      Aber er steht in einem riesigen Durcheinander von Widersprüchen und tut so, als ob er im Gegensatz zu Trump wüsste, wo’s langgeht. Ich würde es komisch nennen.

    • Lerner ist, wenn sie mal mit Tikkun und seinem progressiven Judentum zu tun haben, ausgesprochen undogmatisch. Wie viele, aus deren Tradition er kommt. Es gint da eine ganze jüdische Denkschule dazu.

  132. Rote "Tea Party"?
    Mir scheint, der Don ist mit der TP nicht ganz so vertraut wie es wünschenswert wäre. Die Intoleranzlinge der Clintonpresse haben nicht viel mit dem Wesen der TP zu tun, so daß ein Vergleich durchaus unangebracht ist. Sie ist die konservative Gegenbewegung (vergleichbar etwa mit der CSU), die aufgrund von Obamas Vorbeilegislieren am Kongreß entstand, als dieser mit pen and phone, Präsidialerlassen und guidance letters statt via Parlament Recht setzte und so seinen von der Verfassung vorgegebenen Rahmen sprengte. Die waren auf ihren Demonstrationen, etwa auf der Mall, so ordentlich und harmlos, daß sie sogar brav ihren Müll einsammelten. Der TP lag der Vorrang der Verfassung vor präsidialem Gusto am Herzen, daher auch der Name.

    • Schimmlige Teebeutel
      Gekauft, gesteuert und gesponsort von den Kochbrothers, aberwitzige Verschwörungstheorien, „Birth Certificate!“, die irre Westborough-„Gemeinde“ bei den Soldatenbegräbnissen, religiöse bigotte Frömmler, Waffenfetischisten, rassistische Obamakarikaturen, paramilitärische Militias, ölige Schwiegersöhne, Handelsvertreter und Schlangenölverkäufer im Kongress, die ihnen allen erst nach dem Mund redeten, und sie dann für ihre eigene Agenda benutzten… hab ich was vergessen? Was sind denn eigentlich so die Erfolge der Teaparty?

  133. An G.Duld, 18.11., 1h20
    Ironisch gemeint, Ihr Link :
    http://www.americanthinker.com/blog/2016/11/lena_dunham_please_dont_go.html

    Let’s hope not, because Lena Dunham probably did more to elect Donald Trump than any of the celebrities Hillary Clinton gathered around her.

    Beispiek:
    Still, Dunham’s gross and Godless existence oozed onto Hillary and reminded us of who Hillary Clinton is. For example, Lena’s showmanship about the fun side of abortion, such as her abortionist Halloween costume, clicked with Hillary Clinton’s extreme views on late-term abortion, which amount to infanticide.

    Lena and Hillary both believe that whatever the cares or concerns of the American people, their struggles and needs will always take a back seat to sodomitical rights. The kid sister Dunham molested grew up to be homosexual. No surprise there. Dunham’s writing emphasizes „gay“ rights, which fit Hillary Clinton’s self-destructive fixation on that issue. Poor Robbie Mook was far out of his depth, but he was the right sexuality for Hillary’s front man.

    „Run“, dachten einige.

    • @ Oberländer
      „Ironie“?

      Die Welt an sich ist Ironie oder Satire, ein Echoraum für das Gelächter der Götter, die sie geschaffen haben und die wir erfahren, wie sie nun mal ist.

      Man kann ihm – dem Gelächter – nicht entkommen, zum Thema „Run“ deshalb die Frage, wohin bitte?
      Gilt doch für Empfindlichkeiten gerade Schlussverkauf, während die Kurse für Empörung halten oder steigen.

      Empfehlung: Bandagen ablegen und kämpfen, woran immer Sie glauben und worum immer Sie den Kampf für lohnend halten, auch
      wenn die „Anderen“ dagegen halten.

      Einzige Regel in der Auseinandersetzung, egal unter welchen Titeln, mundtot machen gilt nicht. Man muss aushalten und erwidern, was einem entgegenschallt/-weht/-tritt, sonst ist die eigentliche Sache verloren: dem divinen Gelächter mit einem Lachen zu antworten.

  134. 'Für die, die noch hintergründigen Humor lieben (obwohl Clinton die Wahl verloren hat!)
    ein Hinweis auf die Zeller-Zeitung, Seite 350: „Nichtwahl Hillary Clintons bedeutet Riss im Kontinuum…“
    http://www.zellerzeitung.de/

    • Titel eingeben
      „…im Kontinuum…“

      Sie sind doch Chirurg, können sie das nicht wieder zusammennähmen?

    • ich will Ihnen jetzt nicht die Hoffnung nehmen, tdv
      für die Chirurgie, die ich gerne gemacht hätte, war ich nicht paramilitärisch genug.
      So blieb mir nur die liberalere Innere Medizin.

      Aber nähen kann ich natürlich Clinton oder sonstwen, jedoch nicht Risse im RaumZeitKontinuum. Auch bei Wurmlöchern hilft mir die Kenntnis der Parasitologie nur wenig- , gar nicht.
      Ich bekenne, ich bin nicht qualifiziert

  135. Arroganz der Medien
    Wenn man meint, man habe schon alles gelesen und arroganter geht es nicht mehr, dann gibt es immer noch Deutschlandradio Kultur:
    http://www.deutschlandradiokultur.de/politikwissenschaftler-herfried-muenkler-grosse-teile-des.990.de.html?dram:article_id=371845

    Das Interview mit Herfried Münkler trägt den Titel „Große Teile des Volkes sind dumm“ und das meinen die wirklich ernst! D.h. wir bezahlen mit unsern Rundfunkgebühren dafür, daß wir als „dumm“ beschimpft werden! Wer da noch seine Gebühren bezahlt ist wohl wirklich dumm (ich schließe mich da selbst mit ein).
    Grüße Uli

    • Sagen Sie mir, wie ich der GEZ -Erpressung entgehen kann, ich bin dabei!
      Ich höre fast kein Radio mehr, weil ich 80% der Beiträge selbst bei Kultursendern derart indoktrinär und nudging finde, daß ich das Zuhören nicht ertrage. Und ich habe früher viel Radio bei der Arbeit gehört. Heute dann doch lieber hygienische Stille.

      Und Fernsehen findet seit fast 2 Jahren nicht mehr statt. Die Nachrichten wurden schon einige Jahre vorher gestrichen.

      Also, ich bezahle nicht nur und werde dafür von Leuten, die keines meiner Studien abgeschlossen haben, bzw. erst gar nicht zugelassen wurden, der Dummheit bezichtigt (weil ich denke und sie halt nur Bedarfs-gesteuert plappern, was die Clique der Machtjunkies gerne hört), sondern ich höre nicht einmal hin- und habe trotzdem bei Androhung von Beugehaft keine Möglichkeit der Stornierung der „Dummheit“, die mich belästigt.

    • Ich grüße dich, Elite
      „Elite“ kenne ich jetzt eher aus der Nazizeit. „Die Elite des Deutschen Volkes!“ (Hitlerstimme). Heute wollen nun plötzlich auch wieder alle möglichen Leute die Elite des deutschen Volkes sein. Aber warum nur?! Weil „Connections“ nicht so glamourös klingt? Und wie benimmt man sich gegenüber der Elite, wie grüßt man sie, wie redet man sie an? Darf man das überhaupt? Oder soll man lieber warten, bis die jeweilige Elite selbst das Wort ergreift? Da ist noch viel Erklärungsbedarf.

    • Titel eingeben
      Hm…. ich versteh nicht ganz… was hat er denn sonst noch gesagt, dass sie so erregt? Ich mag ihn ja auch nicht, aber diese banale Wahrheit kanns ja kaum gewesen sein, oder gehören sie vielleicht…. besser: vergessen sie es einfach.

    • Wer sich erhöht,. ...
      Zu den Dummen gehört bekanntlich einer mehr, als er denkt

  136. Heulsuse oder Tyrann?
    Da wurde Vizepräsident Pence in New York im Theater öffentlich begrüsst.
    .
    Aber schon das war ihm zu viel „Belästigung“, und sein Boss fordert öffentliche Entschuldigung.
    .
    Nachdem das Vizetrumpel unfähig war, das alles als Chance für einen lockeren Auftritt zu nutzen. Wie jeder halbwegs schlagfertige Provinzpolitiker das doch aus dem Stehgreif gekonnt hätte.
    .
    Wie soll man das jetzt beurteilen? Ist das die Wehleidigkeit von Heulsusen oder die Überempflindlichkeit von Tyrannen?
    .
    Würde mich schon interessieren, wie die Verfechter der offenen, harten Auseinandersetzung, der Meinungsfreiheit, jaja, der „gepflegten Beleidigung“ hier im Blog so sehen.

    • Ich glaube, Trump ist schlau genug, das zu machen, damit sich alle darüber aufregen und nicht mitbekommen, wen er als CIA-Direktor beruft. Alle reden über Hamilton, niemand über Waterboarding.

    • Aufregung über Gender-Tröten taugt doch viel besser zur Ablenkung.
      Wenn das so ist, lieber Don Alphonso, dann frage ich mich, ob IHre Dauerhysterie über feministische Kolumnistinnen („die-uns-die-Freheit-nehmen-uns-uns-alle-kastrieren-wollen“) den selben Effekt nicht viel wirksamer erfüllt. Zumindest in der deutschen Aufmerksamkeitslandschaft hier.
      .
      Aber schön, dass Sie Waterboarding ansprechen.
      Kommt das für Sie überraschend?
      .
      Trump hat im Wahlkampf damit angegeben, dass er Waterboarding anwenden wird, und seine Wähler haben vor Begeisterung gejohlt.
      .
      Aber Julia Schramm hat es nicht betwittert und darum ist es Ihnen wohl entgangen.
      .
      Mit dieser CIA-Personalie erfüllt er ganz einfach sein Wahlversprechen.
      .
      Wer sollte sich nach Ihrer Meinung nach jetzt darüber aufregen?
      Die toughen Schwuchtel von Breitbart vielleicht, von denen „manche hier“ so begeistert sind?

  137. Große Teile des Volkes bestehen aus nicht zu unterschätzenden Teilen des männlichen und weibliche
    Medien- und Lehrkörpers.
    Professor Münkler hat recht. Und der Deutschlandfunk hat auch recht.

  138. Assimilation trumps Integration
    Zweifellos hat Trump einen – wie sagt man so schön – Migrationshintergrund, so wie fast alle US-Amerikaner, wenn man nur lange genug sucht. (s. z.B. Rumsfeld, Haldeman, Ehrlichman, erinnert sich wer?). Dieser „Hintergrund“ ist in seinem Falle deutsch, während Vor- und Nachname auf eine gelungene Assimilation der Vorfahren an die US-Mehrheitskultur schließen lassen.
    Eben keine „Integration“ als „Minderheit“ in eine kulturelle „Vielfalt“, sondern Anpassung an die Mehrheit. Das hat sich für ihn gelohnt:

    Als bewußtes Minderheitenmitglied mit Namen „Fritz Trumpf“ zum Beispiel wäre er wohl nicht einmal über die ersten Vorwahlen hinausgekommen!

    Darüber könnten unsere Integrationspolitikern mit den schwer auszusprechenden Namen doch mal nachdenken … Ich meine, wenn man schon eine multikulturelle Gesellschaft propagiert …

  139. Glotze
    „The Grand Tour“ with Jeremy Clarkson and the other loonies is available….

    • Das ist übrigens auch so eine Sache – mit der BBC und ihren Regeln, die jetzt halt eine lausige, aber politisch korrekte Sendung hat, der die Zuschauer davonlaufen.

    • ...the problem is the location of that engine.
      Yep, Clarkson, der einzige unter der Sonne, der meine Meinung zum Porsche Carrera teilt.

  140. Titel eingeben
    So Unrecht hat doch der Herr Münkler nicht, wenn er sagt, dass eine große Masse an Menschen leider nur „dem Schein“ folgt und zudem nicht sehr gut informiert ist. Und es geht in dem Interview vor allem um die USA-Wahl.

    Und wieso ist der Sender schuld, wenn ein Interviewter etwas im Interview sagt, was einem Hörer nicht gefällt ?

    • Ich würde das nicht unbedingt so sehen – die Menschen informieren sich schon, nur halt nicht so, wie es wünschenswert erscheint.

  141. Nachrichten, die nicht gebracht werden...
    Unter dem Motto @Ihr habt unsere Frauen längst vergessen!
    besetzten gestern wohl Mitglieder der identitären Bewegung die Parteizentrale der Grünen in Berlin.

    „Heute Nachmittag gegen 15 Uhr haben Aktivisten der Identitären Bewegung die Balkone der Partei „Die Grünen“ in Berlin besetzt. Mit einem Banner unter dem Leitspruch „Ihr habt unsere Frauen längst vergessen“ wiesen die Aktivisten auf den Widerspruch der grünen Multikultis hin, dass ihr vorgeblicher Einsatz für Frauenrechte sich mit den Folgen von Multikulti und der Masseneinwanderung nicht vereinen lässt und prangern ihre Heuchelei an.“

    Solche Nachricht hört man vllt. noch in der Nachbarschaft oder liest sie im Lokalteil, oder halt irgendwo im web…
    Stattdessen warnt man in der Welt mit Kauder : “ Wenn das Netz weiter lügt, ist mit der Freiheit schluss!“

    Freiheit also- von Politikers Gnaden. Dann stimmt das also doch mit den eigentlich ^liberalen Diktatoren^, die in infamer Weise durch die Postfaktizität der Bürger gezwungen sind, die Demokraten vor der Demokratie zu schützen…oder umgekehrt, auf jeden Fall das eine vom anderen zu isolieren. Das senkt den Energieverbrauch- in der ökologischsten aller Welten!

    • Das ist ähnlich sinnvoll wie Besetzungen anderer Parteien, also gar nicht.

    • Das sehe ich deutlich anders, Don!
      Die Grünen sind Hauptstichwortgeber des Feminismus und Gendermainstream. Bei denen für die Folgen an die Tür zu klopfen halte ich nicht nur für legitim (im Übrigen werden die Aktivisten vermutlich extremer bestraft als Gewalttäter der Linken- wenn Letztere denn überhaupt!), sondern geradezu für zwingend.

      Es ist immer gut, die Realität mit den Sprüchen und Parteiprogrammen rückzukoppeln. Dafür gibt es symbolische Orte.

      Was nicht in Ordnung ist (weil es den Rahmen unserer Zivilgesellschaft und ihrer Rituale sprengt) Gewalt gegen Menschen und Dinge!
      Insofern habe ich KEIN Verständnis für die Verwüstung von Parteizentralen und Anschläge auf Häuser, Autos und Personen. Von all dem ist im Übrigen die AfD quasi im Dauerzustand betroffen, ohne daß das irgendwie rechtsstaatlich sanktioniert wird. Und die Täter… kennen Sie wie ich und alle anderen.

      Was die Effektivität dieser Aktion angeht,- es gibt Bilder, die sind so einfach und eindrucksvoll, – die prägen sich ein! Brandenburger Tor, wie jetzt Parteizentrale der Bunten.
      Wäre ich Werbefachmann, ich würde den Identitären genau so etwas empfehlen.

      Und bitte, ich habe mit all dem NICHT bekundet, wie ich zu den Identitären stehe. Das wäre eine ganz andere Diskussion!

    • Titel eingeben
      Man sollte dem was Kauder sagt mehr Aufmerksamkeit schenken.

      Alle Regierungen der Welt haben dasselbe Problem und dasselbe Interesse: Völlige Kontrolle über das Internet. Das ist einerseits eine Zensur, deren Grenzen diese Regierungen selber setzen und andereseits, die Möglichkeit, bei „Gefahr im Verzuge“, das Ding komplett abzustellen!
      Alles natürlich nur zu unserem Schutz.

      Preisfrage: In welchem Jahr wird man das gesetzlich verabschieden? Und welche Parteien werden in DE an der „Macht“ sein?

  142. "Von der Spaltung der Gesellschaft profitieren"
    Trump hat auf seinen T-Party-Rallies die Folter angekündigt und der Mob hat vor Begeisterung gejohlt.
    .
    Und jetzt ist er gewählt und setzt das um.
    .
    Und was tut Don Alphonso? Er fordert die (linken) Medien auf, jetzt Thanksgiving zu feiern, und sich mit den Wählern, die solche Vorschläge bejubelt haben, wieder zu versöhnen, weil es die demokratische Kultur so verlangt. Und malt sich schadenfreudig aus, wie es sein wird, wenn die linken Medien jetzt Trumpel in den Hintern kriechen müssen.
    .
    Das kann man natürlich ganz toll finden.

  143. Trump wird Merkelianer werden
    Aus der Tea Party wird dann eine Creative Party. Systemkrisen und er anschließende weltkulturelle Übergangs löst die konfliktkämpferisch herangewachsenen Widersprüche bekanntlich auf.

    Die Hauptrolle wird Trump spielen. Trump ist maximalistischer Pragmatiker, was in meiner Sprache ’subjektiver Maximalist heißt. Ein solcher sucht nach den maximal-nützlichen Kooperationspartnern. Und das ist heute die Evolutionsmacht des KREATIVEN. Sillicon Valley funktioniert danach. Trump wird sich in der drängenden Systemübergangskrise der Industriestaaten also nicht mit der Evolutionsmacht des KREATIVEN anlegen, sondern mit ihr koalieren wollen, wenn er denn einen Zugang zu dieser Übermacht findet – und Merkel wird Trump informieren, wie das geht. Ich weiß aus erster Hand, dass Putin seit 2000 mit dieser koaliert ist. Das macht beide so überlegen !!!

    Trump wird erkennen, dass der Übergang unter die Ordnung des KREATIVEN Evolutionspfades und deren Implementierung der leichteste Job für ihn ist. und einzig erfolgversprechende Politik für a l l e Regierungen in den Industriestaaten. Er wird allllle Amerikaner hinter sich versammeln können und wahrscheinlich die Creators Party of America gründen.

    Die Creators Party of America wird America wieder greater machen.

    (Der Verfasser ist der Gründungsinitiator und Bundesvorsitzender der
    DIE KREATIVEN,
    1. evolutionsprojekt- und goethe-politische Partei der Welt, gegr. 1985 in Erlangen … )


  144. @ colorcraze
    Bzgl. Clinton, nicht besser, doch sie und Bill Clinton hätten sich 100% von der Stiftung getrennt und hätten sie vollständig in fremde Hände abgegeben.

    Finden Sie denn Nepotismus okay? Sonst kennt man das nur aus asiatischen und afrikanischen Diktaturen.

    Und warum immer die Vergleiche mit Clinton? Sie ist jetz Vergangenheit, zählt nicht, weg vom Fenster. Ich war außerdem nie ihr Fan. Also verstehe nicht. Gibt es irgendein Automatismus: Mag ich Trump nicht, muss ich automatisch Clinton mögen. Was ist das für eine Logik?

    @ Schumi

    Ich habe diese Zustände nie schön geredet, wie kommen Sie denn dazu? Das Gegenteil ist der Fall.

    Aber toll, dass Sie den künftigen US Präsidenten mit denen vergleichen. Na, klingelt da etwas, hmm…?

    Woher kommt diese Automation der Denkart: T. findet Trump nicht gut, also muss sie zwangsläufig die widerlichen nordafrikanischen Frauenbelästiger, Grapscher und Vergewaltiger gut finden,
    Wie entsteht solch eine simple Logik?


    • warum immer die Vergleiche mit Clinton
      Weil nur die 2 zur Auswahl standen, deshalb. Soweit ich weiß, ist die Clinton-Stiftung auf die Tochter überschrieben, bleibt also auch in der Familie.

  145. Falschmeldungen Ford Kentucky
    Ford wollte die Fabrik in Kentucky NIE schließen. *Kein einziger Job* sollte dort verloren gehen, das war die Planung von vornherein. Das ist seit September bekannt. Genau das hat der CEO von US Ford auf CNN bestätigt, ich habe das mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört, im September, bei Richard Quest, CNN.

    Das hatte mit Trump *nicht das Geringste* zu tun. Diese Entscheidung war von vornherein gemacht: Keine Stellen in Kentucky zu streichen, weil dort zwei neue Ford-Modelle entstehen und gebaut werden sollten.
    http://www.freep.com/story/money/cars/ford/2016/09/15/ford-ceo-fields-fires-back-trump-zero-jobs-lost-mexico/90424974/
    http://money.cnn.com/2016/09/15/news/companies/donald-trump-ford-ceo-mark-fields/
    https://www.rawstory.com/2016/11/don-lemon-hammers-trump-surrogate-over-fake-ford-story-youre-saying-the-truth-doesnt-matter/

    Immer noch gibt Trump nicht auf, zu insistieren, dass das sein Verdienst sei. Das ist eine glatte Lüge, und das weiß er. Das ist einfach nur dreist und nur noch peinlich. Und noch peinlicher ist es, dass diejenigen, die die US News im September nicht regelmäßig verfolgt haben und die Sachlage nicht kennen, diese Falschmeldung auch noch weiter zirkulieren.

  146. Mad Dog: Impressive Candidate…
    Fürs Amt des Verteidigungsministers.
    „The retired four-star general, who was known as „Mad Dog,“ was lauded for his leadership of Marines in the 2004 Battle of Falluja in Iraq — one of the bloo-diest of the war.“

    http://edition.cnn.com/2016/11/19/politics/donald-trump-james-mattis-defense-secretary/index.html

    Und die gleichen Leute, welche die USA für ihre Militanz hassen, die gleichen, die sich über „Wallstreet-Nähe“ aufregen, bejubeln einen Mann, der Hardliner, Kriegstreiber und Wallstreet-Größen in sein Kabinett/Administration berufen will.

    Was ist seine Magie? Das kommt mir wie ein Kult vor, in welchem der Guru gefeiert wird, egal wie absurd er handelt.

    Hauptsache, er verträgt sich mit Putin.

    Ich möchte mir das Blutbad nicht ausmalen, welches die Beiden gegen ISIS veranstalten, ohne jede Rücksicht auf Zivilisten, Krankenhäuser usw. Putin zeigt es ja schon in Syrien, wie das geht…

    Fehlt nur noch, dass Trump Erdogan hofieren geht, den er ja auch schon fürs harte Durchgreifen gelobt hat. Mich würde das nicht wundern, nachdem er das Tiananmen-Massaker in Beijing als Zeichen der Führungsstärke der Chinesen lobte.

    We should give him the benefit of doubt… Haha, wo er diese Chance jetzt schon Tag für Tag vermasselt, s. seine Lügengeschichten bzgl. NYT und Ford-Fabrik in Kentucky (s. mein Post von heute).

  147. Ein paar Daten und Zahlen MPS
    Ich nehme mal an Don verschweigt uns bei seinen gelegentlichen Schilderungen der italienischen Vorzüge, dass er sein Geld dort ganz sicher nicht untergestellt hat?

    Ich habe gerade endlich mal einen Artikel zur Monte Paschi gefunden, der deren Probleme und vor allem: deren Entstehung ein wenig genauer beschreibt, in einem Interview mit Giacomo Giannarelli dem Vorsitzenden der Untersuchungskommission zum Skandal um die MPS.

    Seiner Einschätzuing nach geht es anscheinend bei diesen Betrügereien die übrigens der Rettung der Bank Santander dienten, um über €50.000.000.000, also ungefähr das, was auch bei den Brothers Lehman anfiel.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/20/monte-dei-paschi-ist-der-groesste-banken-skandal-europas/

    Leider wird „uns“ ja stets sehr schnell wieder verschweigen, dass bei allen dieser Sauereien die Verluste IMMER sozialisiert werden.

  148. Die Ratte in uns
    Sehr guter Artikel im SPON: „Die Ratte in uns“
    .
    „Es wirkt auf Menschen belohnend, auf andere herabzublicken. Das ist kein schöner Wesenszug, aber in bestimmten, klar umgrenzten Bereichen ein durchaus zielführender: In meine Strohhütte regnet es nicht hinein, in deine schon. Auf meinem Feld wächst mehr Weizen, meine Kühe sind fetter als deine – das waren viele Jahrtausende lang durchaus sinnvolle Kriterien für Erfolg. Und sinnvolle Motivatoren für die Unterlegenen, doch endlich mal das Dach zu flicken oder vielleicht vor der Aussaat doch auch mal das Feld zu pflügen. …
    Unglücklicherweise brauchen wir aber fürs Abwärtsvergleichen gar keine realen, handfesten Begründungen. Es kann schon reichen, jemand anderen einfach nur um des eigenen Wohlbefindens willen blöd zu finden.“
    .
    Das halte ich für unmittelbar einleuchtend.
    .
    Wer als Blogtextschreiber viele Leser haben will, muss ihnen halt oft genug Gelegenheit geben, Abwärtsvergleiche zu ziehen.
    .
    Es gibt da ein Beispiel, an dem man das empirisch belegen könnte.

  149. Themenverfehlung, setzen!
    Alphonso, Ihre Irritiertheit im Bezug auf Feministinnen lässt Sie auf ein Niveau sinken, dass ich nicht von Ihnen erwartet hätte.
    Was Sie hier machen ist ein klassischer Fall von falscher Äquivalenz. Es ist ein Unterschied, ob etwas von der Islamzugehörigkeit und Nicht-Staatsbürgerschaft und durch nichts zu belegenden autoritären Tendenzen Obamas daherphantasiert wird, wie von seiten der Tea Party, oder ob jemand vor laufenden Kameras bewusst behauptet, alle Mexikaner wären Vergewaltiger, sich damit brüstet, Frauen jederzeit an den Genitalien zerren zu können, weil er reich ist, und der politischen Gegnerin mit dem Einsperren droht, nachdem ihm der Chef des FBI durch geschicktes Briefeschreiben Wahlkampfhilfe geleistet hat.
    Der Wahlkampf fusste auf andauernden rassistischen Tiraden und Drohungen gegen alles was nicht weiß und männlich ist.
    Demgegenüber kann man sich natürlich auf die Position stellen, dass es schon nicht so schlimm wird, war ja nur Wahlkampf, er meint das ja alles nicht so, er will ja nur spielen…
    Es bleibt aber die Frage: Ist die Behauptung, alle Mexikaner wären Vergewaltiger rassistisch? Und jemand, der so jemanden dann wählt, unterstützt der einen Rassisten oder nicht?
    Im Unterschied zur Tea Party, deren „Argumente“ alle frei erfunden waren (Birtherism, „Hands off my Medicare“ und so weiter) geht es hier um tatsächlich getätigte Aussagen. Das Gleichsetzen von jemandem, der die Wählerschaft eines Rassisten als Rassisten bezeichnet, mit durchgeknallten Rechtsextremisten, nur weil diese am anderen Ende des politischen Spektrums stehen, ist schlicht und einfach unzulässig, und beleidigt irgendwo auch die Intelligenz der Leserschft.

    Wobei, die will sich – aus den Kommentaren hier zu schließen – auch nur im Gefühl suhlen, dass die ganzen bösen, gemeinen Feministinnen endlich eins ausgewischt bekommen von den armen unterdrückten weißen Männern.
    Insofern muss ich vielleicht meine Überschrift revidieren: War wohl keine Themenverfehlung, sondern genau das Befeuern der Affektmaschiene, dass dafür sorgt, dass der Ärger der Abgehängten in Bahnen gelenkt wird, die zwar für die Demokratie gefährlich sind, aber garantiert nicht dafür sorgen werden, dass sich irgendetwas ändert.
    Sie, Alphonso, hätt ich für g’scheiter, oder zumindest integrer gehalten. aber andererseits: Es geht im Endeffekt um Besitzstandswahrung, und da war dem Bügertum und seinen Medien immer schon jedes Mittel recht.

    • "Naja sagte" am 21. November 2016 um 22:11 Uhr
      „Es bleibt aber die Frage: Ist die Behauptung, alle Mexikaner wären Vergewaltiger rassistisch? Und jemand, der so jemanden dann wählt, unterstützt der einen Rassisten oder nicht?“ (Naja)
      – Ich diene Ihnen die Antwort an, dass so eine Behauptung im Wahlkampf, „alle Mexikaner sind Vergewaltiger“, dermaßen blöd ist, dass sich kein Mensch darüber aufregen dürfte. Wäre ich ein mexikanischer Bilderbuch-Macho, würde mich so eine Behauptung vermutlich amüsieren.
      Und nein, wer so jemanden dann – wie auch immer – wählt, unterstützt eher https://en.wikipedia.org/wiki/Jared_Kushner – Early life and education – als irgendwelche „Rassisten“. Es sei denn, auch das Ehepaar Kushner betrachten Sie als „Rassisten“, wie leider anscheinend alle Trump-Wähler / Frau-Clinton-Abwähler.

  150. Das ist aber schon ein bissche nübertrieben...
    … dass sich das ganze Land hinter Obama versamelt hätte – oder?
    Er hatte praktisch immer mit republikanischen Mehrheiten zu tun…

    Was aber zunehmend zur Belastung für alle demokratischen Systeme zu werden scheint, ist die Unversöhnlichkeit beider Seiten: es wird nie versucht, den Kompromiss auszuloten, der für beide oder zumindest die meisten Seiten erträglich ist.
    Das Wahlsieger sich so verhalten – und damit auch ein Trump – ist nachvollziehbar. Aber wenn man heutzutage Zeuge von Diskussionen an „Stammtischen“ welcher Art auch immer (derzeit halt v.a. Facebook…), da graust es einen schon, was da abgeht: Entweder sind alle damit beschäftigt, sich gegenseitig die Richtigkeit ihrer Meinungen zu bestätigen, oder dem Gegenüber jeglichen Kontakt aufzukündigen.
    Gibt es dazwischen nichts anderes mehr?

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