Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Fake News und Penetranz als Medienstrategie

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Donald Trump hat zwei eher ungewöhnliche Dinge getan. Zuerst hat er die führenden TV-Journalisten und Senderchefs zu sich eingeladen, und ihnen, die vermutlich auf einen guten Zugang hofften, eine Standpauke gehalten. Es folgte ein Aufschrei, wie er es wagen könnte, mit den Spitzenverdienern des Mediengeschäfts so umzugehen. Dann ist er zur New York Times gefahren und hat dort einiges gesagt, was die Times einen Tag in den Mittelpunkt des globalen Interesses stellte. Der Times geht es gerade nicht sonderlich gut, und wenn wir einmal auf jene hektischen Tage des November 2016 zurückblicken werden, sehen wir vielleicht Ansätze einer gewieften Medienstrategie von Zuckerbrot und Peitsche. Der Kandidat hatte im Wahlkampf noch gedroht, er werde die Times verklagen, und die Times hat sich Trumps Steuerunterlagen beschafft und veröffentlicht – und nun zeigt der gewählte Präsident Verständnis für die Times und sagt, man werde hoffentlich mit einander auskommen.

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Charles M. Blow, einer der einflussreichen Leitartikelautoren der Times, der bei dem Treffen nicht anwesend war, schrieb dann einen weit im Internet verbreiteten Beitrag des Inhalts, er werde nicht mit dem gewählten Präsidenten auskommen. Er hielt ihm nochmal seine Wahlkampfrhetorik vor, um sich selbst zum Träger des Lichts der Wahrheit aufzuschwingen. Bei Blow und Konsorten lohnt sich immer ein Blick zu Wikileaks und den Podesta-Emails: Als Blow 2014 ein Buch bei der Ford Foundation vorstellte, wurde auch Clintons Chefstratege John Podesta vom Stiftungspräsidenten persönlich eingeladen. Da arrangiert also eine schwerreiche Stiftung ein Treffen eines Meinungsmachers und des Strippenzieher, der bald darauf etwas für die Ford Foundation macht… man muss kein Freund von Trump sein, um zu sehen, dass die gut vernetzten Freunde der Demokraten in den Medien mit genau der Dämonisierung weiter machen, die schon im Wahlkampf Trump nicht verhindern konnte.

Am äussersten Rand der Mediengalaxie, in deren Zentrum die New York Times eitel um sich selbst kreist, sind regionale Anzeigenblättchen, und eines für den Berliner Bezirk Kreuzberg heisst “taz“. Dort gibt es ein Blog, das sich mit Medien beschäftigt, und einen ebenfalls weit verbreiteten Beitrag brachte: Medienhäuser sollten die Paywalls einreissen, denn die Lüge und der Hass und der “Faschismus“ seien grenzenlos und umsonst, aber wir würden unsere klugen Analysen in einem Zeitalter des wiedererstarkenden Rechtsklientels den Lesern vorenthalten, weil wir schnöden Mammon wollen. Der Autor hat vergessen, Frauke Petry vorzuwerfen, dass sie laut Antifa vermutlich Katzenbabies grillt, aber ansonsten ist alles dabei, was man für einen Aufschrei braucht.

trumpnb

Ich zitiere die beiden Beiträge, weil sie exemplarisch für zwei Lösungsansätze der Entwicklungen stehen, die die Autoren als bedrohlich empfinden: Es muss konsequent auf die absolute Richtigkeit der eigenen Ansichten gesetzt werden, denn alles andere hilft nur der Finsternis. Und es muss mehr davon werden, es muss besser erklärt werden, die eigene Richtigkeit soll überall stehen und allen verfügbar sein. Die Medien hatten die richtige Einstellung, die Medien sind die Wahrer des Lichts, nichts ist falsch an den Medien, und wenn man noch mehr sagt, werden es alle hören und richtig finden. Weil: Aufklärung! Ich habe hier einige Klassiker der Aufklärung im Original, und die lesen sich sehr viel ambivalenter und charmanter. Das mag daran liegen, dass Diderot, Voltaire und viele andere gerade einer Epoche entkommen wollten, in der es nur eine einzige, absolut wahre Wahrheit gab, nämlich die katholische Kirche, die mit allen Mitteln radikal durchgesetzt wurde: Voltaire musste selbst noch erleben, dass ein Leser seines philosophischen Wörterbuchs hingerichtet wurde. Ich möchte die modernen Autoren mit ihrem absoluten Wahrheitsanspruch nicht in der Tradition dieser Aufklärung verorten.

Das Problem ist ein anderes: Es gab eine fast einstimmige Verdammung von Trump, was man gegen ihn vorbringen konnte, wurde vorgebracht, und was aus dem Kontext gerissen wurde und sich als Unterstellung erwies, wurde auch vorgebracht. Alle Medien, auch die deutschen Medien, waren voll davon. Skandale von Hillary Clinton wurden eher summarisch abgehandelt. Das, was die taz und die Times fordern, wurde schon in einer in der neueren Geschichte beispiellosen Konsequenz getan. Es hat nicht funktioniert. Die eigentlich bedrohliche Frage für den Berufsstand wird vermieden: Kann es sein, dass die Wähler das alles wissen, verstehen, durchdringen und dennoch anders entscheiden, weil sie ihrem freien Willen Ausdruck verleihen, der in der Gewaltenteilung nicht von der Vierten Gewalt kommen sollte? Kann es sein, dass die Wähler aufgeklärter als Journalisten sind und sagen: Sire, ich verstehe Ihre Meinung, aber ich teile sie nicht?

trumpnd

Wir Journalisten, die wir uns jahrelang darüber aufgeregt haben, als “Lügenpresse“ oder “Lückenpresse“ bezeichnet zu werden, sehen das anders, weil wir die Wahrheit künden. Um die Überlegenheit zu begründen, argumentieren wir jetzt mit “Fake News“ und nehmen dafür auch Zahlen aus einer fragwürdigen Quelle. Wir recherchieren zu oft gar nicht, wer diese Fake News eigentlich für wen macht und was die Ursachen sind– wir beschuldigen mit dem Schlagwort Facebook und das Internet, an der Verbreitung solcher Informationen schuld zu sein. Ist man selbst die Wahrheit, muss alles andere Lüge sein. Mit Fake News lässt sich eine Niederlage erklären, ohne dass man sich selbst und die eigene Rolle hinterfragen müsste. Facebook soll die Leser nicht mehr zu den Fake News schicken, was freundlicher klingt als die damit implizierte Aufforderung, dass es uns und unserer Wahrheit die Leser schicken soll. Es ist ein guter Zweck. Politik und Medien sind sich einig, dass sie wissen, welche Nachrichten gut und richtig sind, und welche das Volk besser nicht erfahren sollte. Parteiübergreifend von der CDU bis zu den Grünen.

Das Internet ist schon fies. Deshalb machen die Grünen – ich nehme an, abgestimmt mit ihren Freunden von der taz, die den Neusprechbegriff “digitale Gewalt“ für das Wahrheitsministerium prägen  – zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auch solche Flyer für soziale Netzwerke. Ein Tschetschene wirft seine Frau aus dem Fenster und ersticht sie danach, ein Kurde schleift seine Frau 250 Meter am Auto durch die Stadt, auf 1200 Anzeigen am Kölner Dom kommen 6 Urteile – für die Grünen jedoch kommt die Gefahr aus dem Netz. Als es noch gegen Zensursula und die Netzsperren für Kinderpornographie ging, wurde von Bürgerrechtlern sehr offen kommuniziert, dass das Internet beim Thema Missbrauch keine grosse Rolle spielt. Bei der realen Gewalt passen die schockierenden Nachrichten der letzten Wochen aber nicht zur eigenen Wahrheit der Migrationsbefürworter. Also sucht man die Probleme lieber im bösen Internet. “Du wirst doch nicht wollen, dass Trump gewählt wird und Frauen gestalked werden“ ist das neue “Du willst doch nicht, dass Kinder missbraucht werden“.

trumpnc

Ich halte diese Strategie für brandgefährlich und verblendet. Unsere moralische Überlegenheit ist da draussen bei vielen so glaubwürdig und beliebt wie der angebohrte Sportauspuff am BMW 316 eines Berliner Ampelrasers. Und wer mal die Artikel praktisch aller Medien des sommermärchenerfüllten Novembers 2015 sucht, der wird feststellen, dass wir demzufolge heute in einem neuen, multikulturell erfüllten Wirtschaftswunder leben müssten, in dem Flüchtlinge unsere Rente bezahlen, die demographischen Fehler korrigieren und weder auf der Domplatte noch beim Bombenbau anzutreffen sind. Obama sagte “Yes we can“, das wurde zweimal bejubelt und gekauft, und jetzt eben nicht mehr. Merkel sagte “Wir schaffen das“, Medien haben das bejubelt, aber heute zerbricht die EU an dieser Frage, Erdogan bedroht den Kontinent mit weiteren Flüchtlingen, und die AfD ist auf Rekordwerten. Wenn nun alarmierte Töne kommen, die Nutzer könnten Fake News von echten Nachrichten kaum unterscheiden und wir müssten noch mehr und besser aufklären –

dann sollten Journalisten vielleicht einmal darüber nachdenken, ob das nicht eventuell auch etwas mit der auf allen Seiten gern genutzten Penetranz zu tun hat, mit der sehr selektive Echtwahrheiten im jeweiligen Namen der richtgen Vernunft verbreitet werden. Und sich dann ändern. Aus jenem ureigensten Interesse, das im Journalismus, so hört man gerüchteweise, neben Wahrheit auch ab und zu eine gewisse Rolle spielen soll.

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392 Lesermeinungen

  1. Tätige Reue oder
    gewiefte Taktik? Die derzeitige Chefin im BMVg verkündet in der FAZ, daß die P.C. überzogen worden sei.
    [http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/von-der-leyen-political-correctness-ist-ueberzogen-worden-14546106.html]
    Hinreichende Ausrüstung für die gewachsenen Aufgaben hat die Bw zwar immer noch nicht, aber Flachbildschirme in Kasernen und Arbeitszeitregelungen, an die sich hoffentlich alle Konfliktparteien halten, verbesern die Stimmung. Denn es darf nicht mehr vor 0600 zurückgeschossen werden, die Nachtruhe wird heilig.
    Aus der früheren Volkspartei, deren Spitzenkräfte gerne mal den Mittelfinger recken und sich über Wählerschwund wundern, hörte man dieser Tage etwas von Wahlrecht für Wirtschaftsflüchtlinge (hier in der FAZ, ich fand die Quelle nicht mehr.)
    Dem Despoten im Südosten gegenüber will Seehofer unnachgiebig auf Menschenrechte pochen und bei den Grünen soll es einen gewählten Bürgermeister geben, der sich nicht an die Sprachregelung der Partei hält.
    Ist das alles nur eine Positionierung, um noch weitere 4 Jahre Ministergehälter beziehen und Pensionsrechte ersitzen zu können (vulgo Nebelkerzen)? Oder findet da eine Umorientierung statt?
    In jedem Fall muß man fragen, ob diese Äußerungen etwas mit
    a) den nächsten BT-Wahlen und
    b) etwas mit den Umfragezahlen der Schmuddelpartei
    zu tun haben.
    Es ist der FAZ anzurechnen, diese Berichte überhaupt zu bringen. Vielleicht wiederersteht aus der Asche des Staatsversagens 2015 ein Phönix der 4. Gewalt 2017? Es wäre schön.
    M.A.Titz

    • Das sind halt Beruhigungsversuche – aber was ist, wenn Erdogan wirklich 10000 an die bulgarische Grenze bringt, oder Renzi 100.000 über den Brenner schickt?

    • 10.000 oder 100.000?
      Ist doch klar: Wir schaffen das!

      (Wer hier Zynik oder Sarkasmus findet, darf ihn behalten…)

    • Brenner
      Don, deine geliebten Italiener hüten sich den Brenner stürmen zu lassen, dann wird er nähmlich Dicht gemacht, von der Bevölkerung, da hat Wien oder Brüssel nichts zu melden.

      (ab Verona/Trient werden die Züge kontrolliert die Ankündigung es sonst am Brenner zu machen reichte für diese Grenzsicherung, an der CH Grenze das gleiche)

    • Ach, die Pläne für die Mauer liegen garantiert immer noch wo rum
      Wohl im gleichen Fach wie die für die Selbstschussanlagen.

      Und vlt. gibt es ja noch Bestände der britischen nuklear Tretminen die man borgen kann (Obwohl man da vieleicht gegen das Käfighaltungsgesetz für Hühner verstößt).

      Das kommt dann so plötzlich wie der Atomausstieg – Merkel will ja nochmal 4 Woch.. Jahre da braucht es Begeisterung.

    • Man kann sein Medium auch subtil schädigen
      Darm mit Charme? Die Bedeutung, die unser Bauch für unsere Gesundheit hat, ist enorm…
      Es kommt ein interessanter Text, die Auflösung des Rätsels kommt am Ende.
      Die Autorin hat ihr eignes Buch vorgestellt.
      Darm mit Charme, lautet der Titel eines sehr erfolgreichen Buches einer Medizinstudentin.

      In einem anderen Artikel geht es um die Familie Porsche.
      Am Ende des Textes findet sich der Hinweis auf das Buch des Autors.

      Ich würde erwarten das man solche Texte mit dem Hinweis: Anzeige kennzeichnet. (Ich hoffe der Verfasser der Kunstfigur Don macht das dann in etwa so: Ich stelle euch heute mal mein neues Buch vor, so das man gleich weis woran man ist.)

      Es ist schon schwierig für einige Autoren den Bericht vom Kommentar zu trennen, hier ist der Inhalt auch gleich die Werbung.

      ggf ist das aber gar nicht so selten womit wir beim Thema Zensur wären.

      Ich vermute das mehr in der Welt passiert als in diese Zeitung passt.
      Die Auswahl der Themen und die Art der Berichterstattung ist m.E. Willkürlich. Die wichtigsten Zensoren wären demnach Autor und (Chef)Redakteur.

      Wenn ich der heutigen Onlineausgabe glauben soll, wurde heute Nacht niemand in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in keiner Notaufnahme ist ein Patient verstorben, es gab keine tödlichen Verkehrsunfälle und keine Suizide auf den Streckennetz der deutschen Bahn. Das ist ziemlich unwahrscheinlich. Es steht aber nichts darüber in der Zeitung und somit hat es nicht stattgefunden.
      Dafür steht da eine ganze Menge belangloses Zeug mit dem das Publikum unterhalten wird.
      Würde man de Zeitung in die Tonne werfen und nur diesen Blog lesen hätte man nichts wesentliches versäumt.

      Erdogans „Drohszenario“ wird immer noch nicht so dargestellt wie es „richtig“ wäre. Eigentlich müsste es heißen:
      Die Türkei schränkt noch die Reisetätigkeit syrischer Touristen ein die in Berlin einkaufen wollen.

      Tear down this Wall, open this Gate würde Ronald Reagan den Griechen und den Türken sagen. Genscher würde natürlich Reisefreiheit fordern.

      Das sind natürlich nur verschiedene Sichtweisen auf die Dinge und natürlich geht es Frau vdL nicht um political correctnes sondern um Wahlergebnisse. Der Text wird aber nicht unter der Rubrik :Anzeige/politischer Parteien gedruckt sondern als Journalismus verkauft.

      Ich vermute es ist wie bei einer Depression: Es muss erst schlimmer werden bevor es besser werden kann.

      Hoffen wird das Beste.

    • Titel eingeben
      Könnte das ein zaghafter Griff nach der Kanzlerinnenkrone sein?

  2. Nur zur Klarstellung:
    „ein Kurde schleift seine Frau 250 Meter“ – ein Kurdenverband hat in einer Pressemitteilung bestritten, dass es sich bei dem Täter um einen Kurden handele. Nichts für ungut!

    • Ein Deutscher mit kurdischen Wurzeln, ist das besser?

    • Titel eingeben
      Das sind lediglich Einzelfälle. Bei denen ist die Integration gescheitert.

    • "Deutscher mit kurdischen Wurzeln"
      also einer „der schon länger bei uns ist“.
      Bestimmt keiner, „der erst kurz bei uns ist“! Damit ist die Sau vom Eis…

    • Kurdische Wurzeln
      Es geht wohl darum, dass bei den Mhallarme-Kurden nicht ganz klar ist, ob es Kurden sind. Ähnlich wie die Frage ob die Karäer echte Juden sind oder nicht. Da es keine klare Definition vom Kurdentum gibt muss die Frage wohl offenbleiben. Dass Kurden sich von dem Täter gerne abgrenzen wollen ist nur zu verständlich, ändert aber natürlich nichts daran, dass auch hochproblematische Identitäten einwandern, was durchaus beunruhigen kann und auch sollte.

    • Falsche Kurden
      Der Verband der Kurden in D hat tatsächlich eine Meldung rausgegeben, dass es sich nicht um einen Kurden gehandelt habe, sondern um einen Clan einer arabischen Minderheit aus dem Lebanon, die sich regelmässig als staatenlose Kurden ausgeben, um hier einfacher einen Aufenthalts-Status zu bekommen. Doppelter Asyl-Schwindel quasi.

    • Verwirrung durch Distanzierung von *Falschen* Meldungsdetails..
      Nochmal (wdh. http://blogs.faz.net/deus/2016/11/21/bunga-bunga-mit-donald-trump-3922/#comment-47382) :

      https://kurdische-gemeinde.de/abscheuliches-verbrechen-in-hameln/

      Der *Verband* bestreitet (spätestens in der korr. Fassung) nicht, dass es sich beim Täter um einen Kurden handelt, sondern die Zugehörigkeit der als *M-Kurden* (http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Tumulte-mit-M-Kurden-verunsichern-Hameln) bezeichneten Gruppe zur Ethnie der Kurden. Da zuerst von M-Kurden die Rede war, folgte daraus für diesen Verband zumindest die Vermutung, dass nicht wirklich (ethnische) Kurden beteiligt waren.
      Polizeilicherseits wurde danach! (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/hameln-hintergrund-der-tat-sorgerechtsstreit-14539678.html) die Feststellung getroffen, dass es sich nicht wie zuvor verlautbart um M-Kurden als Beteiligte handelte, sondern tatsächlich um (türkische) Kurden.

      Im Ergebnis: Ein trauriges Beispiel für Info-Kakophonie, an dem verständlich wird, weshalb der gegensätzlich voreingenommene (seinerseits schnappatmungsreflexiv migrationsverherrlichende) politische Gegner den Kritikern gern -und zu oft richtig- *Schaum vorm Mund* andichtet:
      Anna Märsch behauptet (wider besseren Wissen-Könnens, siehe link) die Unwahrheit; von dieser Unwahrheit die Hälfte, weil nur die *anfängliche* Hälfte (M-Kurde als Täter) der Wahrheit, Johann B. ; über die andere Hälfte (welche den Verband auch/dennoch belastet, weil Detail ohne Kontext) , lässt sich Candidesgarten mit Unterstellungen aus. Ganz streng genommen sind, jedenfalls wenn sie unter bewusstem Verschweigen der anderen Hälfte geäußert werden, halbe Wahrheiten Lügen. Oder Fake-opinions.
      Sollte -selbst wenn man damit durchkäme (Trump:*We won*) – unsere Methode hier nicht sein.

    • Distanzierungsversuche
      wie dieser sind nur die Spitze des Eisberges, was unter „Kurden“ so an Othering gärt. Die heutige Welt macht es einem sehr einfach, in ihnen immer die jeweils Verfolgten und Unterdrückten zu sehen, die vom jeweiligen Landesdiktator (Erdogan, Saddam…) Gegenwind und Gewalt erfahren. Die traurige und unterberichtete Wahrheit ist, dass viele Interventionen in ihren Herkunftsländern nicht aus dem Nichts kamen und nicht nur in der Mordlust des lokalen Potentaten zu verorten sind. Die vom IS verfolgten Jesiden z.B. sind vor der dadurch neugewonnenen Opferrolle z.B. hierzulande recht prominent beim Thema „Ehrenmord“ aufgefallen. Die ersten Amtshandlungen der Mhallami-Kurden im Libanon bestanden darin, erst mal „rechtsfreie Räume“ zu etablieren. In einer Geschichtsschreibung, die nur gut und böse kennt, liest man sie sich natürlich mit „Vertreibung durch christliche Milizen“ alternativlos in eine Rolle der verfolgten Opfer.
      Aber ein schöner kleiner Vorausblick auf das, was man so zu erwarten hättte, sollte es jemals zu einer kurdischen „Republik“ kommen. Da wird man dann vor lauter Distanzierungen voneinander die Bevölkerung vor lauter Partikulargruppen nicht mehr erkennen können und MSF kann schon mal eine Dauerfiliale einrichten, um ca. 75% genitalverstümmelter Frauen unter den „irakischen Kurden“ zu versorgen.

    • Please don't let them kill me. I... I promise I won't be Tutsi anymore.
      Ihr merkt schon, was Ihr da gerade macht?

      Stabilität in Identität in Differenzierung finden.

      Klassischerweise über Nationalität.
      Was schwer sein wird.
      Und zur Religion überleitet.

      Whatever: Am Ende landen wir alle dort, wo wir nie hin wollten.

    • @ naphthalin : interessant, das ändert die Lage natürlich vollkommen. Damit ist der #gute Mann als
      @Türke!
      Für mich ist das in etwa so als wolle man sich als damaliger Deutscher aus der Mit-Schuld für das 3.Reich mit der Begründung herausreden, daß man Wiesbadener sei.

      Der eher springende Punkt bei dieser schlechten Nachricht ist doch eher, daß selbst bei schon lange hier Lebenden, so sie aus bestimmten KULTURKREISEN stammen, alles Reden über Integration nur zu einem Ergebnis führt: es ist und bleibt eine Luftnummer!

      Dafür brauche ich jetzt nicht mal eine Pinzette!
      mfG

    • Nebelkerzen - Trolls
      Das ist meines Erachtens eine Diskussion zugunsten ‚der anderen‘, und zuungunsten der Diskutanten, und zwar in jedem Falle.

      Es gibt Argumentstränge die man einfach umschiffen muss, um nicht gegen die nächste Wand zu fahren, und dieser scheint mir ein solcher. „Don’t feed the trolls!“

      Das Stereotype sollte bei solchen Fällen ganz an der Seite liegengelassen werden. Statt über M-Kurden, X-Kurden oder kurdische Deutsche oder Deutsche kurdischen Ursprungs (und in vielen Fällen ohne den tieferen Hintergrund zu kennen), lässt man wohl besser einfach Fakten sprechen. Und die reichen – wenigstens in diesem Falle – vollkommen aus.

      Offenbar hat ein noch nicht ganz so lange bei uns lebender Mensch eine Frau an der Anhängerkupplung durch Hameln geschleift.

      Ich finde, das reicht aus. Ob der nun einen deutschen Pass hat, aus Istanbul, Kirkuk oder Marrakesch stammt, oder welcher Religion er nachhängt; ganz zu schweigen davon, ob irgendwelche ethnischen Vereine darüber diskutieren, als irgendwelche Ethnie er durchgehen kann, erscheint mir vollkommen unbedeutend.

      Also, ein zu uns gekommener schleift vorsätzlich ein Frau an der Anhängerkupplung durch die Kleinstadt.
      Das hätte auch dem einen oder anderen seit Generationen in diesem unserem Lande Ansässigen einfallen können.
      Die logische Konsequenz daraus kann nur sein, dass wir dann auf gar keinen Fall noch mehr Leute bei uns einziehen lassen sollten, die (auch) so eine Idee entwickeln. Punkt.

      Das einzige weiterhin zu Diskutierende ist dann:
      – Hat er keine deutsche Staatsangehörigkeit: Raus!
      – Hat er die deutsche Staatsangehörigkeit: Pech gehabt, und dafür Sorge tragen, dass zukünftig solchen Aspiranten die Staatsangehörigkeit nach Möglichkeit verweigert wird.

    • @Naphtalin
      Wo bitte habe ich “ Unterstellungen“ gebraucht? Und wo “ Lügen“? Wie Sie selbst anführen, ist die Informationslage widersprüchlich. Dafür kann kein Leser etwas. Daraus dann “ Fake Opinions“ zu konstruieren und anderen unterzuschieben ist abstrus. Seien Sie vorsichtiger mit Ihrem Wortgebrauch.

    • An Goodnight...I won't be Tutsi anymore.
      Die Unterscheidung von Hutu und Tutsi war gar nicht so einfach.
      Deswegen hatten die Belgier die Idee die Zugehörigkeit im Pass zu dokumentieren.

      Kluge Leute werfen auch heute noch gerne Ihre Pässe weg da sie auf diesem Wege ggf Nachteile vermeiden können.

      Zur Erinnerung Vom 7. April 1994 bis Mitte Juli wurden rund 500.000 bis 1.000.000 Tutsi und moderate Hutu ermordet.

      Hauptmordwaffe war wohl die Machete. Eine Methode bestand darin die im Durchschnitt größeren Tutsis den Hutu abzupassen.
      Man hackte den Leuten zunächst die Füße ab.
      Ob die Grünen damals ein Exportverbot für Gartengeräte gefordert hatten weis ich aber nicht mehr.

      Ein pflegerischer Kollege war später für ein paar Monate in Ruanda.
      Mit dem armen Kerl konnte man danach nicht mehr viel anfangen.
      Er konnte die Leiden unserer Patienten kaum noch ernst nehmen und kündigte dann irgendwann.

      PS: Ganz vergessen
      Wir sollten es mit der Menge der Daten in den Ausweisen nicht übertreiben. s.o.
      Der Hinweis der Inhaber sei Deutscher ist m.E. schon sehr heikel.
      Das man zum Personal der Bundesrepublik gehört (deswegen Personalausweis) ist auch nicht so gut.

    • When people ask me, why do I hate all the Tutsi, I say: Read our history
      @Keller

      Ruanda 1994, Jugoslavien 1991-, Kambodscha 1976, Deutschland 1939-, China 1966-, Russland 1936-, Irak/Syrien 2014-, etc. etc.

      Es ist immer die gleiche Geschichte: Am Ende muss der Sinn eine Differenz finden, und die ist immer nur entlang von Nationalität, Religion, Rasse oder Klasse.

      Und dieser Sinn wird keine Rücksicht auf Moral und Anstand und Gefühle und Liebe nehmen. Er bricht seinen Weg, auch durch ein hochzivilisiertes Deutschland.
      Innerhalb von kürzester Zeit.
      Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben.
      Der Firnis der Zivilisation ist dünn.
      Der hält nicht lang.

    • Mal wieder göttliche Kommentare
      Naphtalin
      Wunderbare Argumentation… wir haben also jetzt alle die Pflicht solche Details zu recherchieren?
      Ich bin ein Freund des kurdischen Freiheitskampfes, aber ich sehe ehrlich gesgat keinerlei Anzeichen, dass ein kurdischer auch nur einen Furz zivilisierter sein würde als der Türkische oder Iraqische. Es interssiert mich auch nicht im geringsten ob dies ein M-Kurde oder eine xy-Kurde war. Ich will nicht mit noch mehr solch primitiver Barbaren zusammenleben, von der Sorte haben die Deutschen selber schon genug!

      Gstarbeiter
      „Das sind lediglich Einzelfälle.“
      Naja, dann ist ja alles gut…. soll ich mich darüber freuen?

    • Und... Goodnight....
      Nein, wissen sie sicher nicht….
      Ist es nicht schön, solche Entwicklungen, die man ja eigentlich nur aus Geschichtsbüchern kennt, mal live beobachten zu können? Also ich finds toll!

    • Ach, KK...
      Man sollte das mit der Million in Ruanda nicht gar so eng sehen… Schliesslich haben neuere UN Zählungen ergeben, dass unsere amerikanischen Freunde in ihrem Bemühen dem un-amerikanischem = un-zivilierten Rest der Menschheit, nach 45, die Segnungen der Demokratie zu bringen zwischen 20 und 30 Millionen um ein paar Füsse oder einen Kopf kürzer gemacht.
      Angesichts solcher Zahlen muss sogar dem Idi Amin seine Oma lange stricken bis der Kleine so weit kommt.

      Mord ist und war bei Menschen immer schon eine normale Angelegenheit.
      Beim Begriff „Mord“ fällt mir gerade ein:

      „Deutsche Drohnen: Milliarden-Kosten ohne Transparenz
      Das deutsche Kampf-Drohnen-Programm gerät außer Kontrolle. Die Bundesregierung verweigert dem Bundestag die Auskunft. Die Drohnen werden im Nahen Osten stationiert.
      Bislang werden die Ausgaben für die Beschaffung von fünf Drohnen des Typs „Heron TP“ auf 600 Millionen Euro geschätzt“

      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/26/deutsche-drohnen-milliarden-kosten-ohne-transparenz/

    • Nur teilweise die Wahrheit
      Die Kurden haben sich distanziert und gleichzeitig eine Verurteilung ohne kulturellen Rabatt gefordert. Der mutmaßliche Täter gehört zu einem Araber-Clan, der sich unter falschen Angaben Asyl in D erschlichen hat.Wie so viele, echt traurig, aber wahr !Wir reiten sehendes Auges in den Untergang, das Römische Reich läßt grüßen.

  3. Apropos Medienstrategie
    Vor einer Minute lese ich in FAZ.net in einer Titelzeile“ Im Wahlkampf versprach Donald Trump, sich als Präsident vor allem für die „kleinen Leute“ einsetzen zu wollen. Jetzt holt er viele Superreiche in sein Team. Ein Widerspruch?“

    Demnach ist das Versprechen gleichbedeutend mit: Die kleinen Leute in seine Regierung holen, oder? Da wollen die kleinen Leute vermutlich auch gar nicht hin. Hat er ihnen auch nicht versprochen. Es muss also auf Teufel komm raus ein Artikel gegen Trump geschrieben werden, egal welcher Mist dabei rauskommt. Hoffnungslos.

    • Offen gesagt,
      sind mir Superreiche in einer Regierung lieber als „Spitzenpolitiker“ (wobei ich bei der SPD wohl vergeblich nach solchen suchen müsste), die ihre „wertvolle“ Zeit damit verbringen, Lobbyisten ihr Ohr zu vermieten.

    • Sie sagen es!
      Hoffnungslos; und wie!

      Parallel dazu natürlich berichtenswert: die Freude von Zweidrittel der mit mir in diesem Lande lebenden Wahlberechtigten, dass AM weitermachen will.
      Und die Cleverness, der Deutschen Demokratischen einheitspaRtei, einen Gau(land) zu verhindern.

      „Wir stolze Menschenkinder
      sind eitel arme Sünder
      und wissen gar nicht viel;
      wir spinnen Luftgespinste
      und suchen viele Künste
      und kommen weiter von dem Ziel.“
      (Matthias Claudius, 1740 – 1815)

    • Mein Lieblingsvers des Liedes ist der:
      Seht ihr den Mond dort stehen?
      Er ist nur halb zu sehen,
      Und ist doch rund und schön!
      So sind wohl manche Sachen,
      Die wir getrost belachen,
      Weil unsre Augen sie nicht sehn.

      Und danke, für den Hinweis darauf Herr Dippel – da gibt es viele durchdachte Verse, an die zu halten in heutiger Zeit Trost spendet:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Abendlied_(Matthias_Claudius)

    • Kleine Erinnerung....
      Meldungen zu bringen und sie mit einem Fragezeichen zu versehen galt bis vor kurzer Zeit noch als BILD Niveau.
      Mit der Methode kann man natürlich alles schreiben….

      Schön, dass FAZ Leser auch langsam merken für was sie da ihr Geld ausgeben.

  4. Danke
    Danke für diese Zeilen!! …und sie machen weiter wie immer, denn wer keine Fehler macht braucht sich auch nicht zu ändern…

  5. Mitleser
    Guter Beitrag! Viele Dinge mit spitzer Feder auf den Punkt gebracht.

    Ich denke die deutschen Medien sind in einer Art „Sinnkrise“ und werden wie der Spiegel und selbst Bild noch viel mehr Leser verlieren. Sie können einfach nicht über ihren Schatten springen, Fehler und massive Unzulänglichkeiten, ja Verfehlungen der letzten Monate zuzugeben und eine Korrektur wagen. Dazu der ständige Missionseifer die Leser fürsorglich zum korrekten Leben und zur idealen Einstellung zu erziehen. Das weckt bei mir schon Aversionen, bzw. bewirkt fast das Gegenteil. Ich habe früher selten die FAZ gelesen, später dann u.a wegen Schirrmacher öfters. Mehrere Frank Schirrmachers wären heute dringend notwendig.

    • Ja, er hätte auch abweichende Meinungen gefördert.

    • Titel eingeben
      Hatte das eigentlich in der deutschen Presse mit „Ukraine“ angefangen, oder war das schon immer so?
      Als Karl Kraus-Kenner sag‘ ich: schon immer. Bei und seit „Ukraine“ sind aber mehr als sonst aufgewacht.

    • Klaus, wenn ich die Veränderungen an die Kommentarfunktion koppel,
      dann ging es mit der Ukraine los. Seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war und wenn ich meine alten Kommentare nebenan lese, weiß ich, die bekäme ich heute nicht mehr durch.

    • Ja, Klaus...
      Die Ukraine war der Wendepunkt, danach war der Begriff Lügenpresse zwar populär, aber bei fast allen Leuten waren Lügen selbstverständlich auch dann nur diejenigen Meldungen/Meinungen, die der eigenen Vorstellung von der Welt widersprachen.

      Durch das Internet war für die Medien ein grosses, ein unlösbares Problem entstanden: Warum soll ich für ein Printmedium Geld ausgeben, und dann darin manchmal Sachen finden die mir missfallen, also unwahr sind, wenn ich im Internet kostenlos genau das lesen kann, was meiner Meinung entspricht?

      Man kann den Zynismus des SPON da zumindest machvollziehen. Die sagten sich ab einem gewissen Zeitpunkt ganz konsequent, das was mal Qualitätsjournalismus war, mit Recherche, Fakten und der strikten Trennung von Information und der Meinung dazu, das ist angesichts der real existierenden Konsumenten auf dem Markt ein Geschäftsmodell, das keinen Sinn mehr ergibt.
      Spon beschloss das grösstmögliche Segment des Marktes an Land zu ziehen. Wie dumm, wie falsch, wie manipulativ, wie verlogen spielte keine Rolle mehr, solange es der Zielgruppe gefällt. Dies allein war der Masstab.
      Erfunden hatte das System ein gewisser Axel Springer und damit schon vor vielen Jahrzehnten Bild zum bestverkaufte Medienproidukt gemacht, denn von nichts gibt es mehr, als von den Blöden.

      Wenn man das mal verstanden hat, dann sieht man, dass das eigentliche Problem wohl ist, dass es da keinen Weg mehr gibt, auf dem man aus dieser Falle wieder rauskonnt. Nach der US Wahl zB, gab es ein zwei Tage lang Fragen warum man wie bveim Brexit schon nur so falsch liegen konnte. Aber anstatt der Frage nachzugehen, und die schon immer verschwiegenen Interessen blosszustellen die sowas verursachen, verschwand die Frage wieder völlig. Trump ist der grosse Gott-sei-uns, und Hilary der bessere Mensch, weil eine Frau!

      Der Grossteil der Bürger hält die jeweils gegnerische Presse bei allen Themen für die Lügenpresse, die kleine Minderheit der Distanzierteren versucht mit möglichst wenig Heuchelei und Selbstverarsche, die eigene Zeitung positiv zu finden, so lange es irgend geht.

      Rechnen sie sich selbst aus wie das weitergehen wird und spekulieren sie mal die Konsequenzen die das haben kann (wird).

    • Also gestern in der FAZ
      …lag der Zeitung wieder das „Magazin“ bei. Eher desinteressiert blätterte ich auf, Seite 2 schlägt ein Herr Bernd Steinle den kurzen Bogen von Restaurant- zu AfD-Kritik indem er beschreibt , wie er im Lieblingsrestaurant seine gute Stimmung verlor, weil sich im Lokal ein „grummeliger älterer“ AfD-Funktionär „im blassgrünen Landhaus-Sakko“ aufhielt. Plötzlich war ihm, Bernd Steinle, alles schal und befremdlich.

      Man stelle sich vor, Bernd Steinle hätte nach Inaugenscheinnahme einer indigenen Kongolesin im Baströckchen ähnlich geschrieben. Unvorstellbar, Rassismus, erhebliche Zweifel an der Steinleschen Kinderstube, kein Essen für Nazis.

      Ich klappte das Magazin wieder zu. Wäre ich dort zahlender Anzeigen-Kunde, würde ich dem Verlag die Rechnung erheblich kürzen.

    • Das Magazin ist eine ganz eigene Ecke.

    • an Gamskampler
      ggf war es der Ex Bundeswehroffizier der Abschiebungen nach Afghanistan ablehnt da die Situation dort noch zu gefährlich sei.
      -Die Welt (?) hatte berichtet

      Wahrscheinlich besonders für Leute die vorher u.a. für die Bundeswehr tätig waren.

      Als Hobbykabarettist würde ich jetzt annehmen das sich der Autor ärgert das er jetzt länger afghanischen Kellner aushalten muss, schreibt das aber nicht sondern regt sich pauschalisierend über die AfD auf.

  6. ohne worte
    Demo am Kölner Hauptbahnhof Hunderte Luftballons gegen Gewalt an Mädchen und Frauen – Quelle: http://www.ksta.de/25171258 ©2016

    • Luftballons helfen - da bin ich ganz sicher!
      …und was wirklich wirksames gegen diese Art von männlicher Gewalt fällt niemandem ein?
      Mich wurmt das: ein „Deutscher“ mit kurdischen Wurzeln von weiter oben, Don. Mir stinkt gewaltig, dass solche grausamen Taten wie die in Hameln mit dem Begriff „Deutsch“ in Verbindung gebracht werden. Noch mehr stinkt mir, dass das, was da in Hameln geschehen ist, durch Medien und Politik nur sparsam unter den Begriff eingeordnet wird, unter den es gehört:
      http://www.ehrenmord.de
      Immer noch denke ich, dass wir es die letzten Jahrzehnten glücklicherweise immerhin so weit gebracht haben, Konflikte weniger blutig zu regeln. Und darauf bin ich stolz.
      Was da jetzt über offene Grenzen an anderen Konfliktlösungsmöglichkeiten in die Mitte der Gesellschaft getragen wird ist ein furchtbarer, nicht wieder gut zu machender Rückschritt in archaische Zeiten.

    • Das Igitt der Mitte
      Bin nicht sicher @Personalberater, ob die importierte Subzivilität so sehr die/ Ihre *Mitte der Gesellschaft* (weder die *besseren Viertel* noch den Arbeitsalltag in DaxKonzernen oder sonst größeren Unternehmen, die sich einer P-Beratung für bedürftig halten) trifft; vielmehr zuerst deren Rand oder die daran Gedrängten. Und deren Protest war ja nun lang genug *bäh*, n-est-ce pas? Will sagen: wenn die Mitte weniger nach oben buckelte, nach unten träte … funktionierte der Eliten *divide et impera* auch nicht gar so geschmiert. Medien&Märkte, Kapital&Gosse -diesen Bündnissen sieht *die Mitte* (Marke pluralistisches Liberalla) doch lange schon zu -und zwar nicht ganz tatenlos: leider nur für Erwerb tätig…

    • Süß, so eine Demo,
      und dabei sind schon nach 11 Monaten sechs Täter verurteilt worden- auf Bewährung natürlich und werden weiterhin von der Sozialfürsorge des Staates durchgefüttert.
      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/thema/uebergriffe-in-koeln
      Ich stelle mir vor, wie die Polizei hätte regieren müssen, wenn in der Silvesternacht 1000 Autos auf der Domplatte falsch geparkt wären.

  7. Wow die Stimme der Vernunft
    Fettgedruckt auf der Titelseite rechts oben. Fortsetzung dann ggf später. So stellte ich mir diesen Artikel in der FAZ vor. Wird wohl nichts, aber der Don hat ja auch so genug… ;-)

  8. 2017 wird "lustig"
    Das „Postfaktische“ und die „fake news“ sind erst der Anfang. Es gibt halt nun mal eine Seite, die für das Gute steht und eine andere für die Finsternis. Die weißen (sorry!) Ritter der Wahrheit und des Lichts haben zwar die mächtige Waffe der konventionellen Medien in ihrer Hand aber sie müssen erkennen, dass die Orks ihre schmutzige Wühlarbeit in den sozialen Netzwerken betreiben. Dem gilt es Einhalt zu gebieten! Da hirnlose Orks nicht zu überzeugen sind, muss man sie auf andere Weise stoppen. Vom Sultan können wir lernen, wie das geht.

    • Wenn Erdogan schlau ist, verbietet er auch mit dem Fakenewsvorwurf. Beim War on Terror war das auch schon akzeptabel.

  9. Titel eingeben
    Danke Don, um im Tegernbild zu bleiben: Sie führen das Gasthaus zur grünen Au in dieser Zeitung, die selbst die grünste Au in dieser grünlinks vermerkelschleierten Medienlandschaft ist.

    Danke sehr für die Kommentare, die zu Lesen Ihre Mühe und Ihr Mut ermöglicht.

  10. Alles gut und klar
    Text eingeben

  11. "Kann es sein, dass die Wähler aufgeklärter als Journalisten sind"
    Yes Sir, of course!
    Und für solch Geschreibsel zahl ich nicht. Eher verzichte ich aufs Lesen.
    Stattdessen ein guter Capu mit ein paar Freunden in einem Kaffeehaus und ein rasches Durchblättern der ausgelegten Tageszeitungen. Selten ein Artikel, der zum intensiveren Lesen auffordert – eher andere, die meinungsbildend verstimmen s/w-ollen.

    Informationen und Hintergründe bei Ihnen und an ein paar Stellen anderswo im Netz.

    Mir ist seit mehr als einem Jahr unklar, weshalb kein „Journalist“ bei keinem Interview die Frau in Berlin bisher dazu bringen konnte, konkrete Antworten auf Fragen nach dem warum und weshalb der ganzen Chose seit September 2015 zu geben.
    Und bis das nicht einer schafft, halt ich die alle für ihren Job höchst ungeeignet – und niemals nicht als eine 4. Gewalt.
    Zumal sie zu oft das von den Lippen der Politiker abgelesene schreiben und in vorauseilendem Gehorsam sparsam mit Alternativen und Kritik sind, zusätzlich mit einem außerordentlichen Mut zu großen Lücken in der Berichterstattung bis hin zu Verfälschungen – was der Leser nicht weiß, macht ihn nicht heiß.
    Nur selten hab ich ein Gewerbe beobachtet, dass sich selbst so den Teppich unter den Füßen wegzieht wie die Medien.
    Und statt wieder guten Journalismus zu machen versteifen sie sich auf ein „mehr des selben“ – bis es dann wirklich jeder Hansel gemerkt hat, weil die eigene Umgebungsrealität nicht mehr mit dem in der Zeitung vorgefundenem übereinstimmt.
    Denn echte Zahlen, Daten oder gar Fakten, insbesondere über (permanent weiter) Einreisende, deren Verbleib oder „Integrationsstatus“ und die dadurch entstehenden Kosten werden uns fern gehalten – es würde ja auch vermutlich über Gebühr „beunruhigen“.
    Sind sie also in diesen Zeiten der großen Veränderungen zu „Ruhigstellern“ auserkoren – die Medien?

    • Das zeigt,
      dass Politik und Medienzirkus zu sehr miteinander verwoben sind, ein Geflecht, dass man nur schwer zerreissen kann…

      Warum?

      Weil jeder gegen jeden etwas in der Hand hat.

      Und so ist es leider keine echte 4te Gewalt – Chance vertan…

      Und ein Don, so sehr ich ihn auch schätze, ist für ein Grossmedium nur ein Feigenblatt.

  12. Die freie Presse
    war immer schon eine Kampfpresse und zwar seit der amerikanischen und der französischen Revolution. Das ist in Deutschland lange nicht mehr aufgefallen, weil die letzten vierzig Jahre ein historisch einzigartiger politischer Konsenses herrschte. Politische Unterschiede zwischen FAZ, SZ, Welt und Zeit fielen da im Vergleich zu den wichtigsten Zeitungen der ausländischen Presse nie wirklich ins Gewicht (man vergleiche da nur mal den Daily Telegraph und den Guardian).

    Nachdem dieser Konsens 2015 zerbrochen ist, werden neu politisierte Gruppen nicht mehr von den alten Medien repräsentiert und organisieren sich eben über’s Internet. Vielleicht wird der geplante Berliner Breitbart-Ableger die Stimme der neuen Rechten, aber es ist auch denkbar, dass sich etablierte Zeitungen politisch schärfer profilieren.

    • Das glaube ich nicht. Warum auch? die allermeisten haben die Migrationspolitik gestützt. Wenn jetzt der Chef der Innenministerkonferenz die Überprüfung der Syrer fordert, fällt das einfach unter den Tisch. Als Seehofer das tat, war es noch eine unmenschliche Vorverurteilung.

    • "neue Rechte"
      @ Humanist
      Ich will weder als „Gruppe“ noch als „neue Rechte“ oder „Linke“ oder Individuum eine Stimme, und ganz sicher nicht ein Schreiblatt wie Breitbart. Sondern nur, daß die Medien für mein Geld arbeiten. Also recherchieren und informativ aufbereiten. Gerne auch Meinung in Kommentaren, aber getrennt von Berichten.
      Zur Erinnerung für die mitlesende Journaille: Berichte sind verständlich formulierte Zusammenfassungen von Herausgefundenem, und nicht umformulierte Presemitteilungen oder dpa-Meldungen wie derzeit.
      Und diese Trennung fehlt seit einigen Jahren – nahezu alle Berichte der überregionalen Presse sind verkappte Meinungen. Weil das Menschen merken kaufen diese Menschen keine Medien mehr – und verabscheuen das politische Oktroy der öffentlich-rechtlichen Kanäle. Die Selbstgleichschaltung erübrigt eine Bundesschrifttumskammer, wie sie in diesem Blog auch schon mal angeführt wurde.
      Den Printmedien sind schon die Anzeigen durch die Internet-Börsen weggebrochen – nun brechen auch die Leser weg, weil es nichts mehr zu lesen gibt.
      M. A. Titz

    • Da ändert sich was
      Ja, die alte Ordnung bricht auf. Die etablierten Medien spüren, dass sie an Einfluss verlieren werden die me daher die Wut und die Ablenkungsmanöver wie Fake News und Hass im Internet.

      Statt einer der deutschen Breitbart wäre mir eine deutsche National Review viel lieber. Aber es wird auf jeden Fall mehr Vielfalt geben.

      Würde uns ja versprochen, gelle?

  13. Ausgezeichnete Selbstreflektion des journalistischen Berufsstandes!
    Wegen solcher Texte wie Ihrem heutigen Blog werde ich nicht aufhören Sie zu lesen, sehr geehrter Don.

    Die Wahrheit ist – so diese überhaupt existiert – eben immer sehr relativ, und wenn man es schafft, so wie Sie, diese Relativität nicht auszublenden, sondern diese als Kulminationspunkt des eigenen Schaffens mit Gespür zu begreifen und die Leser nicht als bloße Aufnahmeroboter eigener, unausgegorener Gedankensuppen zu sehen und zu mißbrauchen, sondern die Leser als fühlende und vielleicht mit Verstand begabte Wesen zu begreifen, dann geschiet etwas wunderbares zwischen Autor und Leser.
    Der Leser fühlt sich geistig berührt, ernstgenommen und verstanden. Und das zahlen wir Leser mit Treue zurück, wohlwissend, dass nicht jeder Ihr Talent hat, die thematisierten Dinge so klar zu erkennen und zu benennen.

    Und wenn uns zwischendurch mal ein Blog nicht so sehr gefällt, dann begreifen wir dies als Aufforderung zur Selbstreflektion oder als Diskussionsgrundlage für den von Ihnen dankenswerterweise wohlgepflegten Kommentarbereiches Ihres Blogs, der meistens mit interessanten und lustigen, hin und wieder aber auch erschütternden Auswüchsen aufwarten kann.
    Das nenne ich gelebte Liberalität in positivem Sinne, auch wenn mir so manche Meinung nicht gefällt. Aber andere Leser werden beim Lesen meiner Meinung vielleicht ähnlich empfinden.

    Außerdem wissen wir, dass der nächste Blog kommen wird, der uns in seiner Tiefgründigkeit, manchmal auch Abgründigkeit, Wortbeherrschung und Gedankenklarheit wieder ansprechen, faszinieren oder irritieren wird.

    Zum wiederholten Mal sei Ihnen hiermit mein herzlichster Dank für Ihren Blog übermittelt.

  14. Ein wohlgezielter Stoß mit kurzem Atem
    Lieber Don Alphonso,

    man möchte Ihnen Ihre eigenen Worte vorhalten:

    „… was man gegen ihn vorbringen konnte, wurde vorgebracht, und was aus dem Kontext gerissen wurde und sich als Unterstellung erwies, wurde auch vorgebracht.“

    Ich habe mir die Mühe gemacht, dem Link in die taz zu folgen. Das verschaffte mir die Lektüre eines überraschend langen Textes, der – wenn sein Fokus überhaupt irgendwo die gesamte deutsche Medienlandschaft war – an der Stelle sehr gegen Ende, die Sie zitieren, längst über viele Assoziationen weitergeschweift war zum Thema „Hatespeech“. Und eben hierhin gehört der von Ihnen hervorgehobene Satz.

    Für die Grünen kommt die Gefahr aus dem Internet? Von Ihnen implizierter Nachsatz: „…und Sie scheren sich einen Kehrricht um patriarchale Verhältnisse und wollen immer mehr und mehr Einwanderer.“ Wie ist das zu beweisen? Habe ich nicht den Grünen Kretschmann nach den Exzessen in Köln sagen hören, die Täter seien unbedingt zur Rechenschaft zu ziehen, man könne dies nicht mit kulturellen Missverständnissen entschuldigen? Und ist nicht der Grüne Özdemir in Deutschland einer der deutlichsten Kritiker der Diktatur Erdogans? Und ist es nicht richtig, dass in Marokko Homosexuelle verfolgt werden? Wenn nein, dann ist der Standpunkt der Grünen zu Abschiebungen dorthin wohl ideologisch. Allein, es ist richtig. Ein Kretschmann, ein Özdemir, ein Bodo Ramelow („Auch Björn Höcke hat Rechte!“) – und, last but not least, ein Boris Palmer? Sind das jetzt nur belanglose Ausnahmen in einem angeblichen Universum der Heuchelei und Deutschenfeindlichkeit? So wie ein Björn Höcke, den ein Alexander Gauland heuer mit der Begründung, er vertrete „einen großen Teil“ der Partei, als Kanzlerkandidaten der AfD vorschlug? Wo ist da die viel gehörte Beschwichtigung geblieben, dies seien um der Meinungsvielfalt willen nicht zu vermeidende Randständige?

    Nein, ich will Sie gar nicht zerpflücken: Ein großes Mehr an Gelassenheit und einige deutliche Versuche, die Wähler Trumps zu verstehen (und hätte man sie auch nur als unbedingte Nicht-Wähler Clintons begriffen) hätte der deutschen Presselandschaft in den letzten Monaten gut getan. Und ja – Gott sei Dank, wir leben in einer Demokratie, und der Wähler schafft die Fakten. Er kann auch eine AfD-Regierung bekommen, wenn er das Gefühl hat, sie tue ihm gut. Und ich verspreche Ihnen, Sie werden mich nicht unter den Spendern zu einer eventuellen Anfechtungskampagne finden. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, die Zustimmungswerte der AfD möchten noch dramatischer steigen, um die Kurden, Tschetschenen und Marokkaner endlich auf der To-do-Liste der Etablierten nach oben rücken zu lassen. Aber kann ich Ihnen deshalb vollumfänglich zustimmen? Nein.

    Sie haben das Verdienst, einer der Menschen zu sein, die die Stimmung im Land vortrefflich artikulieren, und scheuen sich nicht, sich dem Fäkalsturm verbaler Brandblasen auszusetzen. Und heute sind Sie in ihrem Beitrag mal wieder ganz ohne sprachliche Anlehnung an die ausgekommen, die ihnen an den Hals möchten. Ich verurteile Letztere. Aber ich kann auch heute nur beschließen: Die Reflexion, die Sie von Anderen verlangen, die keinesfalls in den Blasen leben, mit denen Sie sie künstlich umzimmern, und die Konsequenz, nicht ständig ein Problem gegen ein anders aufrechnen zu wollen, die wünsche Ich mir auch von Ihnen.

    Sie sagen ja selbst: Sie sind nur ein Pseudonym, aber der Mensch dahinter ist ihm gar nicht so unähnlich. Und so kommen auch „die Probleme“ für niemanden aus dem Internet, sondern zeigen sich im Internet. „Nuttendestroyer“ und „Die Flüchtlinge sind unser Unglück“ sind den Menschen, die sich so vorstellen, gar nicht so unähnlich. Und das ist das Problem.

    • Wenn Sie glauben, dass beim Thema Gewalt bei uns draussen gerade „wie mache ich Mobbing zur Stradftat“ die Frage ist, sollten Sie mal mit einem Waffenhändler der Region reden. Aktuelles Thema dazu ist die versuchte Vergewaltigung einer Taxifahrerin. Natürlich kann man auch andere Schwerpunkte setzen, das sei den Grünen unbenommen. Nur geht das offensichtlich am Sicherheitsempfinden vieler Menschen vorbei.

    • Welche Beweise?
      Willi Seitz, Sie schreiben: „Für die Grünen kommt die Gefahr aus dem Internet? Von Ihnen implizierter Nachsatz: „…und Sie scheren sich einen Kehrricht um patriarchale Verhältnisse und wollen immer mehr und mehr Einwanderer.“

      Und dann fragen Sie, Herr Seitz: „Wie ist das zu beweisen?“

      Die Antwort gibt die Web-Seite der Grünen: https://www.gruene.de/themen/soziale-gerechtigkeit/einwanderung-integration-und-asylpolitik.html

      Dort fordern die Grünen: „Wir setzen uns für ein neues Einwanderungsgesetz ein, das mehr Menschen die Möglichkeit gibt einzuwandern…“

      Machen Sie sich doch erst einmal sachkundig, bevor sie hier großspurig “Beweise” abverlangen.

    • Titel eingeben
      @Don Alphonso

      […]….sollten Sie mal mit einem Waffenhändler der Region reden.
      […]

      Würde mich mal interessieren, was bei Waffenhändlern in Deutschland bzw. der Region so abgeht? Warum bin ich mir nur so sicher, dass sich die dortigen Aussagen nicht mit den Vorstellungen der schreibenden Zunft (wo rüber der Artikel hier schreibt) decken werden?

      Btw. als jemand aus De. kommend, der hier in der Schweiz nun auch einen C-Ausweis hat und damit auch waffenrechtlich dem Bürger in der Schweiz gleichgestellt ist liebäugle ich mit der Beantragung einer WES:
      https://www.gunfactory.ch/div/erwerb.htm
      z.B. für eine Beretta 92 M9 A3 Art. 36987 https://www.gunfactory.ch/faustfw/ber9.htm und eventuell auch noch was anderes und das alles ohne Bedürfnis und Vereinszwang*. Einschränkungen machen da auch weniger Sinn, weil bei den meisten Schweizer Bürgern die Militärdienst abgeleistet haben, daheim eh ein Vollautomat herumsteht (meist in der Besenkammer), zudem die Schweizer weniger Probleme mit expliziten Verboten haben vgl. https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/sicherheit/waffen/besonderes/ausnahme.html

      bombjack

      *= bei mir in der Nähe gibt es einen Schießplatz, dem dortigen Verein werde ich mich anschließen um u.a. die Fachkunde zu erlernen und je nach Lust und Laune auch zu schießen.

  15. Die Hohepriester einer Zivilreligion
    Dennoch wird man der bei der NYT oder der WaPo eine größere Bandbreite an veröffentlichten Meinungen finden, als das bei ihren Nachahmern auf der anderen Seite des Atlantiks der Fall ist – beim „Guardian“ sieht es bereits ganz anders aus, ebenso beim Telegraph auf der anderen Seite des Spektrums. Eine politische Tendenz zu haben kann man auf der anderen Seite den Zeitungen für sich gesehen nicht vorwerfen. Ich würde auch nicht erwarten, dass das die Franfurter Rotschau oder das Neue Deutschland auf einmal beginnen, die Vorzüge christsozialer Politik anzupreisen. (NB: Wo das in die Berichterstattung übergreift und z. B. zur bewussten Unterdrückung von Tatsachen führt, sieht es anders aus.)

    Ein Blick (bzw. Hinhören) in elektronische Medien zeigt allerdings auch, dass das, was sich da in der Publizistik abspielt, schon deutliche (zivil-)religiöse Züge trägt, als deren Hohepriester sich gewisse Skribenten anscheinend sehen: Es werden unbedingte, nicht zu hinterfragende Lehrsätze formuliert, weiterhin eine klare Grenzen zwischen Gut und Böse gezogen und das Ganze schließlich mit einem – diesseitigen – Heilsversprechen verbunden. Und im Namen der heiligen Sache sind natürlich auch selektive Wahrnehmungen und Geschichtsklitterungen sehr erwünscht.

  16. Titel eingeben
    Früher gab’s den Stammtisch. Dann kam die Zeitung, dann Funk- und Fernsehen. Heute das Internet. Anonymität nimmt zu und Reichweite ebenfalls. Tiefe und Verantwortung nehmen tendenziell ab. Es gibt schon gewisse Eigenschaften des Mediums Internet, die es problematisch machen. Letzte Verantwortung liegt letztlich beim Nachfrager – egal ob Internethatespeech, Kinderporno oder „Mein Kampf“. Es wird letzten Endes wahrscheinlich eine Frage der Ressourcen sein, das Internet zu zensieren.

    Freiwillige Selbstkontrolle ist erheblich kostengünstiger. Das System arbeitet da erstaunlich effizient. Und deshalb Danke für Ihre Systemkritik Don! Das ganze ist halt autopoetisch im Luhmannschen Sinne. Und die Transaktionskosten sind sehr gering bis marginal, weshalb es nur noch eine Mainstreammeinung gibt. Beispiel: Beim Stammtisch musste man noch mit seinem Gegenüber streiten und sich beim Bier mit seinem Gegenüber vertragen/einigen. Im Internet und in den Medien geht alles heute viel schneller. Ein falscher Beitrag kann den Job kosten.

  17. Einst Segen, nun Fluch?
    Beim „Arabischen Frühling“ ab 2010 hat man Facebook und Twitter noch gefeiert. Und war nicht Barack Obama der Sieg 2008 und 2012 gerade auch wegen Twitter gelungen?
    Nun Trump und ich lese in meinem Lokalblatt mit DDVG-Hintergrund die Meinung eines Medienexperten: „Wir müssten deshalb schon Schülern früh beibringen, was eine gute und eine schlechte Meldung ist.“ Als würde das nicht bereits schon prächtig laufen.
    Schmölln, Mittweida, Sebnitz, „Der erste Pegida-Tote“ und vieles mehr; präfaktische Berichterstattung und nun ein Seriositäts-und Wahrheitsanspruch?
    Ich frage mich schon lange, wie man die bösen, die dummen und unmündigen Menschen in die Irre leitenden Algorithmen der Global Player bei der Unzahl der Tweets und Facebook-Posts bekämpfen möchte, ohne andere, eigene, natürlich bessere Algorithmen zum Ansatz zu bringen.

    • Die Zeiten, da es Parteien um bürgerliche Freiheiten ging, sind längst vorbei.

    • Stimmt zwar, Don.....
      … aber das wäre ja kein Problem wenn die Masse nicht zu dumm wäre das endlich mal zu begreifen.

      Das war ja wohl spätestens ab Kohl so. Bei Schröder wars schon unübersehbar und bei Merkel… naja lassen wir das nähere bei der Dame lieber.
      Ich kann mich noch gut an einen Blog erinnern, da haben sie sich bei den 99% bedankt, dass sie an der Urne für die Interessen des 1% bedankt haben.
      Damals war das noch neu, heute weiss es jeder…
      ausser den 99% Betroffenen. Wer da nicht in Lachen ausbricht…

      Man sollte aber gerade bei diesem wahrlich grundsätzlichem Thema Ursache und Folge nicht verwechseln!

    • Kinder und Medienkompetenz
      Das Zitat des „Medienexperten“ hört sich dämlich an, Kinder wissen, was eine gute Meldung („Schule fällt aus“) und was eine schlechte Meldung ist („Kein Schnee zu Weihnachten!“). Sie sollten unterscheiden können, was Fake ist und was nicht. Wenigstens die simplen, leicht zu checkenden Fälle. Seit alle 11jährigen durchgehend im Internet sind, haben ja auch die Fake-Kettenbriefe, nun über WhatsApp, etc. eine Renaissance erlebt. Da tauchen wieder Dinger auf, die ich aus den 90ern kenne. Und die Kleinen sind so edel, hilfreich und gut, das weiterzugeben in ihren Klassen-Chats – und sich Sorgen zu machen, z.B. über das angekündigte bundesweite Horrorclownmassaker am 30.10. – oder auch den Atomkrieg direkt nach Trumps Inauguration („Wofür haben wire die teuren Dinger denn überhaupt?!“). Anyway, Medienkompetenz wäre schon ein passendes Schulthema, denn die flächendeckende Smartphonisierung der Kinder hat ja wohl eine neue kulturelle Situation geschaffen. Das merkt man spätestens, wenn der Wunschzettel nur noch „YouTuber“-Merchandise enthält. Auch kleine Jungs sind noch nie zuvor in der Geschichte so einfach an Hardcore-Pornos gekommen (einfach „Blowjob“ o.ä. googeln, das reicht), das wird sicher auch Folgen haben. Aber in der Schule spielt sich da m.W. kaum was ab, abgesehen von der HateSpeech-Identifikation natürlich.

  18. Unterkomplex
    Die Wahl Trumps wird nicht angenehmer weil seine Gegner selbstgerecht und sich moralisch überlegen fühlen.

    Don Alfonso, sie sollten in ihren Kommentaren bedenken, das die Gefahr von Trump nicht in seinem schlechtem Geschmack, seinem Sexismus oder seinem Rassismus liegt. Die Gefahr für die globale Wirtschaftsentwicklung sind seine unterkomplexen Lösungen für höchst komplexe Probleme. Freihandel und Globalisierung waren schon immer Lieblingshassobjekte für Linke, Rechte und Nationalisten.
    Gerade Freihandel und Globalisierung sind die Quelle unseres Wohlstands, aber statt die Opfer zu unterstützen soll der Nationalismus triumphieren. Die Folgen dieser Entscheidung, Z.B. Kaufkraftverluste und verringertes Warenangebot werden dann den bösen, profitgierigen Konzernen zugeschrieben.
    Der billige, unbedachte Antikapitalismus ist nichts anderes als aufgeputzter Antisemitismus.

    • Das mag alles sein, und ich befürchte auch, dass Leute wie Mike Pompeo ein Problem werden. Aber dazu hätte ich gern kluge Beiträge und nicht Wut von Leuten, die das machen, weil sie es halt immer machen würden. So etwas nimmt doch keiner ernst.

    • jokobe ! "Antikapitalismus ist nichts anderes als Antisemitismus"
      Ich würde mal sagen, diese Aussage entspricht selbst antisemitischen Stereotypen
      Oder?

    • Pompeo ein Problem?
      Michael Hayden, Leon Panetta, und vorallem Michael Morell und dann Patraeus waren kein Problem? Sie sind alle ein Problem, wenn penetrierte Länder das nicht als Problem empfinden.

    • Hmmmm
      Jokobe,
      wenn sie sich die Charta der Vereinten Nationen mal anschauen, dann werden sie feststellen, dass nach dieser Charta sowohl Obama als auch Hilary KRIEGSVERBRECHER sind.
      Ich bin mir sicher, dass die meisten Menschen, sollten sie denn tatsächlich mal darüber nachdenken, in einem Tittengrapscher ein kleineres Übel als in einer Kriegsverbrecherin sehen. Weder sie noch ich wissen, was Trump machen wird, was wir aber wissen ist, dass Hilary den Militärhaushalt von $600.000.000 weiter erhöhen würde und neue Kriege zwecks Regimechange beginnen. Zu diesem Zweck haben die üblichen Verdächtigen Unmengen von $$$$ in ihren Wahlkampf und ihre Foundation investiert (NICHT gespendet!)

      Die derzeitige Wirtschaftskrise ist das Problem, da haben sie Recht, und die Entwicklung wird Richtung Protektionismus und Isolationismus gehen. Egal ob Trump oder Hilary, es gibt nämlich mangels Wachstum keine anderen Möglichkeiten.

      Ich bezweifle aber, dass sie dies verstehen, denn „Gerade Freihandel und Globalisierung sind die Quelle unseres Wohlstands…“ das lässt tief blicken. Es gibt, und gab auch NIEMALS Freihandel, es gibt Machtverhältnisse, die jeglichen Handel verzerren! Und wenn sie verzeihen will ich ihre Erinnerung gerne auffrischen, aber die Gründe die gerade die Trumpwähler für ihre Entscheidung anführen waren ja offensichtlich, dass eben nicht die Bürger, von Angestellten und Arbeitern bis rauf zur Mittelklasse, irgendwelchen „Reichtum“ in den letzten Jahren aufbauen konnten, sondern nahezu ausschliesslich die Finanzinstitute und die Finanzwirtschaft an sich, sowie Konzerne die sich mit Steuerbetrügereinen um die Unkosten gedrückt haben die „normale Sterbliche“ vom Aufstehen bis zum zu Bett Gehen bezahlen!
      Sie sind also entweder blind und verstehen nicht wirklich was seit 2008 abläuft, oder sie gehören zu den Gewinnern und…. heucheln.

    • The sins of the father are to be laid upon the children
      Jesus, Antisemitismus in Verbindung mit Antikapitalismus?

      Die strukturelle Kopplung von jüdischen Volk und Kapitalismus ist allerspätestens seit 2008 nicht wirklich mehr von globaler Relevanz.

      Ist mir daher nicht ganz zugänglich, welcher Generation man angehören muss, um im Judentum noch eine kapitalistische Weltherrschaft zu sehen meinen zu wollen.

      Folglich desavouiert sich so etwas von alleine, selbst der Oettinger sieht ja die kapitalistische Bedrohung eher bei den von ihm so genannten „Schlitzaugen“.

      Wahrscheinlich wurde der Kapitalismus in China erfunden und die USA ist nur der verlängerte Arm …wenn man genau hinschaut, dann sieht man, dass der Trump ganz schmale, schlitzige Augen hat…

    • Weltsheriff
      Don, was erwarten Sie, was Pompeo anders machen wird als Clapper oder dessen Vorgänger?

      Auf Pompeos Twitter Stream dreht es sich v.a. um folgende Themen: Baseball, US-Wahlen, Iran, Kriegsveteranen, Clinton, Kansas, Iran, Obama, Iran …

      Er ist vom Typ her US Weltsheriff, der überall das Böse vernichten will und das v.a. mit markigen Sprüchen und ohne erkennbaren Plan. Viel Testosteron für wenig Hirn. Einer, der fürs Leben gerne herumpoltert, soll nun Chef der CIA werden, einem sinisteren Geheimdienst, der ständig seine eigenen künftigen Gegner finanziert, was die einen dazu bringt die CIA für eine gefährliche Tölpel-Organisation zu halten, die anderen gerade in der Aufrüstung von US Feinden ihren verschlagenen Geschäftssinn erkennen. Ob Pompeo mehr der Welt oder mehr der CIA schadet und wie er Trump dabei nützen soll, der ja vergleichbar einfach gestrickt ist, ist für mich noch nicht ausgemacht. In jedem Falle erscheint Pompeo wie ein alter Bekannter, nicht wie jemand, der irgendeine neue Qualität aufweist.

      Man darf gespannt sein, was passiert, wenn die neue US Führung auf einen erfahrenen geopolitischen Schachspieler wie Putin trifft, der ja kein Problem damit hat, sich mit Assad und dem Iran gut zu stellen oder auf Xi Jinping mit dem sich wirtschaftliche Konflikte abzeichnen. Bleibt noch unsere Bundestpastorentochter, die versuchen wird Trump mit Humanismus und der Erinnerung an unsere gemeinsamen westliche Werte zu kommen, mit der in int. Beziehungen gepflegten politischen Korrektheit. Trump wird sich noch manches Mal fragen, wozu er sich den ganzen Scheiß eigentlich antut.

    • "Antikapitalismus ist Antisemitismus"
      bzw. „Der teure, bedachte Antikapitalismus ist nichts anderes als ungeschminkter Antisemitismus.“ Vielleicht Satire? Aber ich habe auch mal gelesen, Antiamerikanismus sei letztlich Antisemitismus. Die ökonomischste Formulierung wäre: Wer nicht meine Wertungen teilt, ist Antisemit.

    • Ich empfehle das Buch - 23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen -
      „Unterkomplexe“ Lösungen gibt es nicht, weil eine Lösung immer einen quantifizierbaren Erfolgswert hat.

      Viele Grundsatzfragen werden genau nicht gestellt:
      Eine ist das positive Dogma des Exportweltmeisters – Können alle Staaten Exportweltmeister sein ? Ja – aber nicht alle Staaten können eine positive Handelsbilanz haben.

      Grundlogiken – wie im magischen Viereck (i.d.F. aussenwirtschaftliches Gleichgewicht) gehen in einer Kakophonie von Scheinkomplexität unter, die nur dazu dient die Grundlogiken und ihr Primat zu verdecken.

      Wie lange war das System DDR (privileg und Billy-Regal) eine win-win-Situation in der die DDR-Bevölkerung Arbeit + der Staat Devisen generierte und die BRD-Bevölkerung Wohlstand durch günstige Gebrauchsgüter hatte ? Solange bis die Industrieabwanderung die Konsumfähigkeit beschränkte und die Billiglöhner den gleichen Lebensstandard wie die Hochlohnländer nachsuchten.

      Der klassische indische Busfahrer steht in Leistung seinem skandinavischen Berufskollegen in nichts nach, lebt jedoch geringer entgolten auf niedrigerem Existenzniveau. Eine plausible These ist, dass Kapitalismus nur dann funktioniert, wenn die Waren „fliessen“, die Menschen, aber protektionistisch fern gehalten werden.

      Ob der Fleisch-„Freihandel“ der EU für die afrikanische Viehwirtschaft ein Wohlstandsgewinn ist, darf angezweifelt werden.

      Lustigerweise fragt niemand – bei unterschiedlich entwickelten Volkswirtschaften – welche Ethik es rechtfertigen soll einen exklusiven Club zu schaffen, der sich vermutlich handelsfördernde Freizügigkeiten gewährt.

      Ihre Schlussfolgerung Trumps Freihandelsabsage argumentativ in Antikapitalismus münden zu lassen, ist – bei allem Respekt – hanebüchen.

      Die Nazi-Keule dann auch noch zu ziehen, ist … gattungs-typisch.

    • Ja, Patrick...
      Allerdings wäre die ganze Wahrheit, dass nahezu alles „aufgeputzter Antisemitismus“ ist.

      Oder wie Hagen Winter anmerken will: Die USA haben keine Armee und die war auch nie im Ausland, es ist alles nur der freie Warenfluss der Amerikaner.
      Banken, oder gar eine Wall Street haben die auch keine…. das sind alles NGOs, wie man je erst vor ein paar Wochen herausgefunden hat… das N bedeutet nämlich nicht „non“, sondern „nebenbei“

    • @ tdv Ich hab die antisemitismuskeule nicht rausgeholt
      – das mache ich nie, da das für mich kein brauchbares Argument ist. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß das ein Instrument ist, das sich meist implizit gegen die Rausholer wendet.

    • Ihre Meinung
      und der immer noch andauernde Verriss durch die deutschen Medien geht den amerikanischen Wählern sowas von am A**** vorbei.
      Diese wollten endlich Veränderung nach 16 Jahren einer Politik, die das Land „in die falsche Richtung“ geführt haben und liessen sich nicht von den MSM einreden, dass diese Richtung alternativlos ist.
      Dass dies Reaktion sich vielleicht auch hier zur Nachahmung empfehlen könnte erklärt die Panik der Meinungsmacher.
      Albert Einstein definierte Insanity als „Doing the same thing over and over again and expecting different results.“ Eine Mehrheit der Amerikaner vertraute Einstein mehr als der NYT, MSNBC und der WaPo.
      Wenn zwei Drittel der Deutschen jetzt eine vierte Amtszeit der Kanzlerin wollen kann das nur heissen dass sie mit den „Results“ zufrieden sind, es sei denn dass sie auch hier, wie offenkundig in Amerika geschehen, den Meinungsforschern einen Bären aufbinden.
      Wenn Sie sagen dass „Freihandel und Globalisierung die Quelle unseres Wohlstands sind“ haben sie zwar Recht aber sie ignorieren dass dies nicht in dieser Form für die Mittelschicht der USA zutrifft. Daran ist Nichts „unterkomplex“ und diese Mittelschicht hat ihr Wahlrecht dazu benutzt eine Richtungsänderung einzuleiten.
      Wie genau diese aussehen wird werden wir zu gegebener Zeit erfahren und dann auf Veränderung reagieren. Der Status Quo ist nicht so gut dass Veränderung ihn nicht verbessern könnte.

  19. Die vierte Säule einer Diktatur
    Ich kann dem Beitrag nur zustimmen. Es lohnt nicht mehr, sich über eine Presse und ihre Politiker zu unterhalten, die meinen, sie hätten die Wahrheit und ihr Scheitern an der Realität (die zugegebenerweise ja irgendetwas mit der Wahrheit zu tun haben müßte) wäre ein Erläuterungsproblem!

    „In freiheitlichen Demokratien gilt: Niemand „besitzt“ die Wahrheit, sie ist immer umstritten, weshalb jeder seine eigene Version öffentlich verkünden darf, ohne dafür bestraft zu werden. In unterdrückerischen Diktaturen dagegen gibt es eine Instanz, welche die „Wahrheit“ festlegt. Wessen öffentliche Kundgebungen dieser Wahrheit nicht entsprechen, spürt die Knute.“ (Heckel)

    Parallel zu diesem Artikel bringt Alexander Grau im Cicero einen Artikel, der sich mit dem vermeintlichen „Ende des Liberalismus“ beschäftigt unter dem Titel Epochenwende.
    Das tertium comparationis all dieser Texte ist die Erkenntnis, daß der Staat, statt sich auf seine Kernaufgabe zu konzentrieren, nämlich die Freiheit jedes einzelnen zu schützen und zu garantieren, eine Regelungs-und Dressurwut entfaltet, da er sich für das Glück der Menschen zuständig fühlt. Politische Freiheit kann man garantieren, das Glück jedes Einzelnen ist das Ergebnis seiner Sinnsuche und- gebung.
    Die Absurdität dieses paternalistischen Ansatzes wird klar, wenn man überlegt, was das Glück eines Menschen ist und ob man darüber in 3.Person urteilen kann, geschweige denn, WER es verwirklichen könne.

    Dieser Ansatz, der einer der Rechthaberei und der Bevormundung/ Entmündigung ist, scheint aber der Horde der (heute v.a. linken) Sozialutopiker tragfähig zu sein. Merkels metaphysisches Politikverständnis, das vllt. auf eine Pastorenkanzel passen wollte (wenn man es sich denn mit seinem Gott verderben will), ist hier nur paradigmatisch.

    Die gleichen Menschen, die sonst alles relativieren, die davon ausgehen, daß es keine Wahrheit gebe, ziehen nun gegenüber dem wehrlosen Individuum mit Fahnen der Wahrheit zu Felde. Man fragt sich, WOHER sie diese Wahrheit haben. Eine Wahrheit, die (außer dem Islam- mit offensichtlichen Folgen) noch nicht einmal die Offenbarungsreligionen HABEN. Im NT sagt Christus nicht „Ich weiß die Wahrheit, hier ist sie, ihr seid jetzt die Einzigen, die es wissen!“, sondern “ Ich BIN die Wahrheit, der Weg und das Leben. Wer in der Wahrheit ist, höre meine Stimme und folge mir nach…“ Das Dumme am christlichen Wahrheitsbegriff ist, daß er sich nicht politisch verwursten läßt. Es wurde ja reichlich versucht und derzeit versucht man es von Seiten der Amtskirche mit moralischen Imperativen pro welcome etc., die sich im Ansatz nicht von jenem deus vult der Glaubenskriege unterscheiden.

    Demokratie ist, wenn man über Wahrheit streiten muß. Der Staat hat als eine seiner Zentralaufgaben die Freiheit dazu zu garantieren.

    • Das Beste, was man über einen fremden Text sagen kann, ist, dass man sich
      wünscht, ihn selber geschrieben zu haben.
      Das ist so ein Beispiel, Herr Feldmann.
      Passiert mir öfter in diesem Blog.

    • Danke, Herr Moser
      für das Kompliment, das ich allein deshalb schätze, weil es auf gegenseitiger Wertschätzung gründet!

    • Dankeschön, Herr Feldmann,
      Freut mich, dass Ihnen auch meine Beiträge, obwohl manchmal ein wenig gröber, gefallen !

      Auf ein laufendes Wiederlesen.

      P.S. Der Beitrag von ,Gast‘ v.wg. Zähmung hat ganz schön Wind in den Karton gebracht.

    • @Zähmung d.Menschen
      Was ist das auch für ein Menschenbild, Herr Moser, das den Menschen primär als Gefahr begreift?!
      Außerdem ist @Zähmung ein antiintellektueller Ansatz, der sich in seiner Hierarchie nicht begründen kann (wer darf wen zähmen?) und der keine Perspektive bietet.
      Ich finde es wesentlich ertragreicher, den Menschen in der christlich jüdischen Tradition als Vernunft begabt und Einsichten zugänglich anzusehen , jedenfalls prinzipiell (denn de facto klappt das in der Praxis nicht immer und dann muß doch ein Strafsystem- als NOTLÖSUNG!- her).
      Außerdem stellt sich die Frage gegenseitiger Achtung. Für eine Sicht, in der der Andere, das Andere, Teil der Vernunft /des Logos ist (als Übersetzung des @Ebenbild Gottes Diktums), ist der Begriff unveräußerlicher Würde zwingend.*

      Diese Begründung will ich erstmal in anderen Systemen durchdekliniert sehen.

      Das, was Gast da etwas unbedacht äußerte ist schlicht das vermeintliche #Recht# des Stärkeren in der law and order Version.
      Praktisch ist es das, was aber viele POLITIKER wie Kauder Maas Schwesig Merkel Schauble pp. auch wollen. Und kurios berufen sie sich dabei auf @ein christliches Menschenbild oder auf Demokratie…

      * ich höre an dieser Stelle schon die Einwürfe von Zynikern wie tdv. Wäre gespannt, wie sich Würde und Achtung in einem zynischen Menschenbild und absurden Universum darstellen lässt (anders als hohles Pathos der Selbstermächtigung wie bspw. bei Satre…)

      mfG

  20. Danke
    Danke für Ihre gute Artikel, fast alle, und sicher dieses, die ich von Ihnen lese.
    Kennen Sie Ingrid Riocreux aus Frankreich und Ihr Buch: La langue des médias?

  21. Gute Besserung
    Und falls dann die Wahrheitspolizei vor der Tür steht und bemängelt, dass der Artikel nicht zur vorgeschriebenen Meinung passe: Fieberwahn vortäuschen und ab ins Exil. Es ist in Italien noch etwas wärmer, auch ohne Fieber und Grippe. Oder den Freistaat für unabhängig erklären. Wir würden dann ggf. als Kulturflüchtlinge Asyl beantragen, auch wenn die Hauspreise doch deutlich höher sind als im Norden.

  22. Wirklich schlimm, die Missverhältnisse und Unzulänglichkeiten dieser Welt und der Menschheit
    Sie lassen den etablierten deutschen Journalisten ratlos zurück. Und soweit er diese Missverhältnisse und Unzulänglichkeiten überhaupt anerkennt, so sieht er den Fehler immer auf der Seite des Geschehenen aber nie auf der eigenen. Die Welt hat gefälligst so zu sein oder sollte so sein, wie der etablierte deutsche Journalist sie sieht. Deshalb argumentieren diese Damen und Herren auch nicht mehr aus einer Perspektive sondern vom Olymp der Moral und Wahrheit. Man kann dies als Pippilangstrumpfisierung bezeichnen. „2 x 3 macht 4 widdewiddewitt und Drei macht Neune! Ich mach‘ mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt…“.

    • Ja, der Journalist ist Schuld....
      Nicht nur verschuldet er und nicht das Internet die wirtschaftliche Lage, sondern die Journalistien waren es auch die die Ursache für die meisten unserer Probleme, eine Merkel, als Kanzlerin etabliert haben. Das Volk der Nicht-Journalisten würde sowas niemal wählen!

    • Nein, er ist nicht schuld
      Er versteht nur nicht mehr, was vor sich geht. Vielleicht sollte er sich einen anderen Beruf suchen?

  23. Erdogan bedroht den Kontinent mit weiteren Flüchtlingen
    Ist das nun auch eine Zeile aus den Fake-News oder nur eine bestimmte Perspektive?
    Ich versuche es mit einer anderen Zeile:
    Erdogan behindert vergewaltigte Frauen aus Syrien bei der Reise zu einer Abtreibungsklinik in Deutschland aufgrund eines nicht veröffentlichen Beihilfeersuchens aus Berlin.

    Ich finde den o.g. Satz sehr interessant und würde gerne wissen mit welchem Interesse er ausgesprochen wurde.

    In der (Kabarettisten)Schule könnte man den Schüler sagen:
    Bilden sie eigene Sätze im Zusammenhang mit Flüchtlingen, Erdogan, Merkel und EU bei der die genannten unterschiedlich gut weg kommen(Also von hosianna bis kreuzige ihn/sie/alle).
    Am besten so das in jedem Satz ein wenig Wirklichkeit enthalten ist.

    PS was noch fehlt ist ggf eine kleine Geschichte der Fake-News
    vgl Hexenverbrennung oder sonst irgend etwas.

    PSS Zu Kindesmissbrauch und Internet: natürlich ist der tausch oder kauf von Bildern oder Videos nur ein Anbahnungsdelikt. vgl auch sonstige pornografische Darstellungen. Selbständiges Handwerk mit Hilfe von Vorlagen ist den meißten auf die Dauer zu wenig.

    Zu den möglichen Kontrollen:
    Vor einigen Jahren erhielt ich Post von der Vontobel-Stiftung aus der Schweiz.
    Auf dem Umschlag war eine Stempelaufdruck:
    Geprüft vom Zollamt xyz.
    ggf kann man das im Internet auch so machen.
    Kontrollen nur mit Hinweis auf den Kontrollör.

    Ich hoffe auf eine angeregte Debatte.

    • KK
      Und woher genau haben sie diese Weisheit: „Selbständiges Handwerk mit Hilfe von Vorlagen ist den meißten auf die Dauer zu wenig.“
      Worin also besteht der Unterschied der Logik eines Erdogan von der ihren?

  24. @ Willi Seitz:
    Wenn Sie Kretschmann, Özdemir und Palmer ansprechen – das sind bei den Grünen in der Tat Außenseiter, die dort nur deshalb akzeptiert werden, weil und solange sie gute Wahlergebnisse sicherstellen und es zu ihnen keine vorzeigbaren Alternativen gibt. Inhaltlich strebt deren Einfluss stark gegen Null, erst recht außerhalb der Stadt- und Landesgrenzen.

  25. Das Problem der vierten Gewalt...
    …besteht leider auch darin, dass sie in puncto Wahrheit mittlerweile mit der Legislative im Bett liegt. Siehe Maas und Kauder: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159606823/Wenn-das-Netz-weiter-luegt-ist-mit-Freiheit-Schluss.html

    • Erschreckend wird es erst ganz zum Schluss
      Kauder hat m. E. völlig recht, mit dem, was er hinter dem Link vorträgt: „Seit langer Zeit ist die Bundesregierung im Dialog mit den Plattformbetreibern. Worum geht es dabei, fragt man sich. Und man wagt es kaum auszusprechen: um nichts anderes als die Einhaltung des Rechts! Es ist der fatale Eindruck entstanden, als diskutiere der Bundesjustizminister mit Facebook, YouTube und Co. darüber, ob sie die Güte hätten, dem Telemediengesetz nachzukommen. Einen solchen Eindruck darf jedoch kein Rechtsstaat aufkommen lassen. Sollen die Behörden künftig auch mit großen Restaurantketten darüber verhandeln, ob diese bitte schön bereit wären, das Lebensmittelrecht einzuhalten?“

      Jeder kleine Betreiber eines Internetforums muss darauf achten, strafrechtlich relevante Äußerungen zu löschen. Es ist tatsächlich nicht einzusehen, wenn sich große Internetunternehmen hierzu nur mangelhaft imstande sehen.

      Ganz zum Schluss seines Artikels aber verlangt Kauder, es müsse darüber diskutiert werden, ob die Betreiber der Plattformen nicht mehr tun müssten, um das Netz nicht nur von rechtswidrigen Inhalten frei zu halten, sondern von Lügen generell gerade in der politischen Debatte. Er verlangt also, beispielsweise Facebook müsse darüber entscheiden, was die Wahrheit sei. Und bei diesem Gedanken kann einem übel werden.

  26. „Es war wie ein verdammtes Erschießungskommando“
    Sehr geehrter Don,

    warum kann man solche Analysen nicht vielen anderen bekommen? Das muss doch möglich sein, und die beschrieben Dinge springen ja auch ins Auge. Drängen sich gerade zu auf.

    Statt dessen dieser FAZ-Artikel vom „Erschießungskommando“. So ein Unfug, die Mehrheit der Beteiligten standen ja sozusagen auf einer Seite. Ein Kommando, das füseliert, besteht in aller Regel aus mehreren, wohingegen die Opfer meist in der Minderheit sind usw.

    Und wer ist nun tot?

    Diese Übertreibungen… Solche Runden haben übrigens auch schon andere abgehalten, in den US aber auch hier. Ist im Artikel nur indirekt zu lesen.

    Finden sicher viele gut, dass die selbstgefällig wahrgenommenen Medienmogule mal die Meinung gegegeigt bekommen.

    Denkt man an Themen wie Russland, Syrien oder Flüchtlingskrise, wo ja der Chefred. vom Tsp. zugab, wie einseitig…

    Syrien und der angebliche Giftgasanschlag Assads – da hatte sogar der Pulitzerpreisträge Hersh eindeutig herausgefunden, dass die offizielle Variante nicht stimmen kann: http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-seymour-hersh-macht-tuerkei-fuer-giftgasangriff-verantwortlich-a-963286.html

    Aber überall wird auf der ihnen passenden Annahme herumgeritten, wie auch in dem Wikiartikel zum ‚Giftgasangriffe von Ghuta“. Man siehe allein wie dort Hersh rubriziert wird! Fast hätte es deswegen noch größeren Krieg gegeben und Frau Clinton wollte auf Grund dessen das Vorgehen wie in Jugoslawien, dem Irak und Libyen wählen: Flugverbotszonen und dann mehr (in unmittelbarer Nähe zu wem? Dirk Müller, ehemals Mr. Dax der ARD: “
    „Die Amerikaner spielen mit dem Feuer. Aber sie spielen in unserem Wald!“ – über google schon nicht mehr leicht zu finden, denn dort herrscht auch zunehmend eine andere Ordnung. Sondern bei You Tube, wo man dann aber gleich noch den entsprechenden Filmausschnitt sehen kann.).

    In Ihrer Auflistung wohl (noch?) nicht enthalten ist das Beispiel das Fefe heute zum Thema bringt (jetzt hat er sich gerade noch einmal zu Fake-News geäußert): Wie große Blätter einer unüberprüften Meldung aufsaßen.

    Wie ist das eigentlich mit gebrochenen Versprechen der Parteien? Sind die eigentlich nun Fake-verdächtig. D. h. wenn z. B. gesagt wird, es sei doch versprochen, dass nie für andere Staaten gezahlt werden können, weil es ja Mastricht gäbe usw. Was sich ja dann als unrichtig herausstellte. Sind die dann schon Fake?

    Die taz arbeitet nun gegen pay-Walls, um angeblich Licht ins Dunkel zu bringen (viele Nutzer werden wohl auch einfach zu Konkurrenz schalten, wenn Geld abverlangt wird oder Adblocker moniert werden – da die Meldungen in zig Blättern nahezu unveränderte z. B. dpa-Meldungen sind, ist das ohnehin kein Problem, bei dem Google-News recht gut hilft). Da wird es nicht mehr lang dauern, und es wird offen davon gesprochen werden, dass auch andere Medien von einer „Demokratieabgabe“ (copyright Jörg Schönenborn) profitieren müssten. Entsprechende Vorhaben werden ja immer mal wieder erwähnt, und es gibt da wohl auch schon Praktiken in einzelnen Staaten…

    Fake oder nicht: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gchq-manipuliert-laut-greenwald-internet-inhalte-a-981030.html

    Das stammt aus einer dieser leicht irren Diskussionen zu der hartnäckig verteidigten Hoffnung Clinton würde doch noch durchsetzbar sein (und endlich wieder TTIP und Konfliktfelder mit den Russen aufleben lassen – Juchu!). Früher galt ja mal so etwas wie Respekt vor „Einmischung in innere Angelegenheiten“ (außer z. B. für Ami- und Willige-Militärjets), aber nun wird ja gern so getan, als sei das unser Präsident (wer übrigens die Wahlmännerpraktik, dessen Namen merkwürdigerweise noch nicht so recht kritisiert wird, für merkwürdig hält, der schaue mal auf das Wahlgremium für den deutschen Bundesprädidenten) oder wir quasi der 51 Bundesstaat wären. Dort wird dann gern so argumentiert, dass uns alles anginge. Man hätte schließlich das Gefühl des Beteiligtseins am Schicksal von Hungernden und Armen in Afrika und Indien (mehrfach in Leserdebatten gehörtes Narrativ). Wohin das führt, kann man sehr gut in den herausragenden Gastbeitrag Palmer ist der FAZ lesen, der gehörig aus dem Nähkästchen spricht. Kann man nur sehr empfehlen, wie diese hervorragenden Artikel von Don Alphoso (hatte hier erst den Namen des klasse Journalisten hinter DA stehen)!

    Das gibt Hoffnung auf nüchterne Betrachtungen, da lernt man hinzu!

    Danke sehr und einen schönen Advent!

    • „Erschiessungskommendo“ war ein Zitat, und so etwas wird wegen der Drastik auch gern übernomen. So ist das halt.

    • Demokratieabgabe
      „Da wird es nicht mehr lang dauern, und es wird offen davon gesprochen werden, dass auch andere Medien von einer „Demokratieabgabe“ (copyright Jörg Schönenborn) profitieren müssten.…“

      Gestern sah ich in der online-WELT ein Werbevideo des ZDF für die Mediathek. Sicherlich zu einem stattlichen Preis geschaltet.
      So macht man das.

    • Meinte auch das Zitierte, und nicht das Zitat
      Sehr geehrter Don,

      meinte auch das, wovon die FAZ, natürlich unter Zuhilfenahme des Zitates, berichtete. Sozusagen die im OTon geäußerte Einschätzung des Treffens.

      Viele freundliche Grüße in die südlichen Gefilde

  27. nur kurz
    Wieder sehr gut mit prägnanten Beispielen, herrliche Recherche bezüglich NYT.
    Danke und gute Besserung!

  28. Es ist was faul...
    Wenn 90% der Journalisten der Politik der Regierung positiv gegenüberstehen, müsste ihnen das doch zu denken geben, oder?

  29. Nachfrage an den Autor
    Ist intern eigentlich in der Medienwelt – Faz nehme ich aus- eine gewisse Unsicherheit gegenüber der eigenen Rolle wenigstens spürbar? Wenn man sowieso weiß, was im SPIEGEL steht, warum soll ich ihn dann noch kaufen? Linker und rechter Journalismus wird in dem Moment unerträglich, da eine inhaltliche Integrität nicht mehr spürbar ist und alles nach dem Freund-Feind-Schema abläuft, hier wir, dort die, und die Recherche bedient allein das festgefügte Weltbild. So eklatant wie das seit 2015 scheitert, führt das nicht zu Nachfragen? Sei es das alte Redakteure aus dem Ruhestand sich einmischen, sei es dass die Volontäre rätseln? Das kann doch nicht sein, dass man sich nur weiter verhärtet?

    • Dass wir auf einem abschüssigen Pfad sind, ist klar, aber dass er so abschüssig wie beim Brexit ist, hat wohl niemand so erwartet. Natürlich haben viele Leute Angst. Zurecht, würde ich sagen.

    • Neulich zB am Mittwoch beim dLF
      Eine Diskussionssendung, in der der Moderator R. Burkhard beteuerte, der DLF diskutiere selbstkritisch über die eigene Berichterstattung und seine Rolle wegen der Hörerkritik, die er sich ausdrücklich erbat.

      Nun ist das Hörerfeedback à la wir nehmen das Ernst das eine, die grundlegende Änderung der Praxis das andere und letzteres lässt auf sich warten.

      Die Berichte zu den Folgekosten der Merkelei sind z. B. ganz auf ferner liefen gesetzt worden, obwohl jedes Jahr mind. 25 Mrd Euro mind. verbrannt werden und das eines der größten Haushaltsrisiken ist.

      Ganz zu schweigen von der ungeklärten Frage der politischen Verantwortung für das Desaster, die aus Sicht des Auslandes zwar klar ist, aber hierzulande sehr zurückhaltend behandelt wird.

    • Nun ja, Sirisee...
      Stellen sie sich vor, sie hätten so einen Job. Sie wissen unter welchen Bedingungen sie den bekamen, bzw behalten durften.
      Medienkonzerne haben legitime Interessen und sie müssen Profite erwirtschaften. Entweder sie drucken das, was die eigene Kundschaft lesen will, oder sie wendet sich einem anderen Produkt zu. Durch das Internet findet auch noch der allerletzte Depp seine eigene Meinung bestätigt

      Wenn also in so einer Sendung Leute sitzen, die tatsächlich hinschauen wollen, das was sie dann sehen wird ihnen zu Recht nicht gefallen.
      Oder haben sie eine Lösung für das Dilemma eines „ehrlichen“ Journalisten. Gerade wir hier wissen doch ganz genau in welch unfassbar privilegierter Situation dieser Blog ist!
      Was hätten sie den Leuten in der Sendung denn vorgeschlagen?

      Ich zB wäre lieber auf HartzIV als mich für sowas herzugeben, aber wenn jemand Frau und zwei Kinder hat? Und Kredite von Auto und Haus abzuzahlen?

      Das Schlimme ist doch, dass da kein Silberstreif am Horizont zu sehen ist. Brexit, Trump, le Pen oder AfD sind nur ein lautes NEIN, keine postitiven Vorschläge.

    • ... ja ...
      Sie haben Recht. Es gibt eine klare Erwartungshaltung der Geldgeber, die bedient werden will.

      Ich glaube auch, dass der Don A. derartige Erwartungen erfüllt (aber das macht er gut)

      Für den einzelnen Journalisten ist es eine Gewissensfrage, wie für jeden.

  30. Gefühlte Meinungsfreiheit...
    Tja, beim „Don“ findet das umherirrende Prekariat des Freigeistes immer noch einen wärmenden Ofen.

    • Ich bin nun mal kein Freund des Löschens. Ich bin aber auch nicht die Meinung von Kommentatoren.

    • Nicht nur das Prekariat,
      wie bei Trump auch, sondern eine breite gebildete, wohlhabende Mittelschicht, kann die die von allen 4 Mächten im Staat getragene mainstreampolitik nicht mehr ertragen, weil sie kilometerweit am realen Leben vorbei geht. Es gibt sie noch, die guten(seßhaften) Freigeister. Das Gesundbeten von Krankheiten wirkt nur selten, das Leugnen von Wahrheiten noch seltener. Ich bete trotzdem, dass der Don genesen und noch lange seine immer hervorragend analysierenden blogs veröffentlichen kann(darf).
      Grüße vom Freigeist mit wärmenden Ofen.

  31. Perlen vor die...
    In den letzten Wochen betrübt es mich schon mitzuerleben, wie Ihre eleganten Texte – die Sie manchmal „hingeschmiert“ nennen – nur noch als Folie für hammerharte Kommentare dienen. Heute haben Sie sich mit den „regionale Anzeigenblättchen, und eines für den Berliner Bezirk Kreuzberg heisst ‚taz'“ selbst übertroffen, und damit haben Sie mir in all‘ dem momentanen Dumpf- und Stumpfsinn einen herzhaften Lacher beschert – für welchselben ich herzlich danke.

    • Gern geschehen.

    • Die Anzeigenblättchen berichten häufig Details,
      die bei den Edelfedern gern in der „Lücke“ verschwinden. Wer Hintergründe erfahren will, findet sie häufig dort oder im Presseportal im Bereich „Blaulicht“ – oder man gibt bei Google pol- sowie das Kfz-Kennzeichen ein. Es fällt auf, dass bestimmte Angaben zwar von der Polizei veröffentlicht werden, aber wegen der PC nicht in der Presse erscheinen. Insofern ist der Begriff „Lückenpresse“ dann schon zutreffend.

  32. Grippezeit
    Gute Besserung! Viel Tee trinken, Füße warm halten, damit Sie bald wieder fit sind.
    Nach langjährigen Abos, die ich aufgegeben habe, weil die dort geschilderte Welt nicht kompatibel mit meiner Sicht der Dinge ist, bin ich Ihnen sehr dankbar, dass Sie mit Ihrem Blog einen Platz bieten, an dem ich mich wohl fühle und der lebendigen Austausch zulässt.

  33. Agitation und Propaganda oder gelernt ist gelernt
    War die Frage, ob oder ob nicht UlvF wieder antreten mag, schon längst lächerlich, bei der Beantwortung eben dieser Frage zur Inthronisation entging den meisten der sogen. Journalisten dabei die wichtigste Verkündigung, Steuerung der veröffentlichten Meinung.

    Denen, die schon länger hier leben und sehr aufmerksam der Verkündigung lauschten, so wie sie der UlvF vorsichtshalber immer genau zuhören, erlebten einen innerlichen Aufschrei, was hat die UlvF da gerade gesagt, wollten ihren Ohren kaum trauen.

    Es gibt in diesem unserem Lande erfreulicherweise aber noch mehr aufmerksame Menschen, nicht unbedingt Journalisten, denen erst einmal nichts wichtiger war, als die Bestätigung der eigenen Meinung bzw. die erneute Kandidatur der UlvF. Es waren Bloggerinnen und Blogger, die Schnappatmung bekamen, weil sie ebenfalls aufmerksam zugehört hatten und sofort ihren Unmut über das gehörte Unerhörte in die Welt schrieben.

    Dann kläffte auch noch der Fraktionsvorsitzende die Aussage insbesondere seiner und unser aller lvF verstärkend, man müsse und werde und überhaupt ginge es ja ganz und gar nicht an, dass sich im Netz Hass und anderes übles Zeug weiterhin verbreite, dem müsse und werde man Einhalt gebieten…

    Nicht nur ich frage mich seit Tagen, was eigentlich mit dem auffällig schweigsamen Julian Assange ist, dem man wegen unliebsamer Veröffentlichungen der Podesta-Mails kurzerhand das Internet kappte, dabei übersehend, dass Assange diese Veröffentlichungen niemals allein betrieb. Aber soweit reichte der Verstand von Kerry u.a. in dem Moment wohl nicht aus, man setzte ein Zeichen und war auch noch stolz drauf.

    Dieses Zeichen schwebt wohl auch dem kläffenden Fraktionsvorsitzenden der UlvF vor, wenn ihr da draußen nicht kapiert und pariert, setzt es Internetverbot.

    Dazu bedient man sich vieler Instrumente, z.B. das Facebookverbot. Anabel Schunkes Zugang wurde nun zum dritten Mal gesperrt, nicht gesperrt wurde derjenige, der ihr einen Kanakenschwanz wünschte, der sie mal ordentlich penetrieren solle. Was unseren Politkaspern noch immer nicht klar ist, ist Ursache und Wirkung.

    Da hilft es wenig, wenn der Justizminister Einbrüche nun härter, d.h. mit mindestens einem halben Jahr bestrafen lassen will (wer findet die Täter?), dass UvdL verschämt gesteht, mit der PC habe man es vielleicht doch etwas übertrieben und es sei eben doch nicht alles alternativlos…
    Dabei überlegte ich, bringt sie sich schon mal in Position, die sie zu dem macht, was grad die alte/neue Kandidatin/Amtsinhaberin für sich reklamiert?
    Es hilft auch nicht, dass ein Bouillon syrische Migranten nachträglich kontrollieren lassen will, wenn alle anderen das für unnötig halten.
    Diese zaghaften und verschämten Versuche, uns oder sich selbst in zweifelhafter Sicherheit zu wiegen, wiegen alles andere nicht auf.

    Da wird Wirkung bekämpft, aber die Ursachen bleiben. Und darüber sollten wir uns das Maul nicht verbieten lassen, benennen und beschreiben wir die Ursachen unserer Wut, man kann nicht alle von uns (ein)sperren, mundtot machen.
    Lassen wir uns schon lange für blöd erklären, als Pack bezeichnen, sollten wir gerade drum weiterhin das Maul aufmachen. Von der Presse erhoffe ich keine Hilfe, sie ergeht sich weiterhin in Hofberichterstattung, die Übel unserer Zeit werden nicht oder allenfalls in kleinen Regionalzeitungen benannt.

    Mal schaun, ob es denen da oben gelingt, bei uns nordkoreanische Verhältnisse zu schaffen.

    Danke für den Beitrag Don, Ihnen gute Besserung.

    • UvdL wird Merkel2.0, falls es zu Jamaika gerade noch reichen sollte.

    • Was sollte unter UlvF auch anderes entstehen?
      Ja ich würde sogar so weit gehen und meinen, UvdL wäre noch schlimmer. Was ihr wohl erhalten bliebe, wäre ihre grundsätzliche Unfähigkeit. An Beliebtheit innert der CDU dürfte sie mit Merkel z.Z. auf einem Level sein.

      Jamaika mit der Einmannpartei Lindner wäre nun wirklich komplett lächerlich. Laschet rechnet ja bei uns schon mal aus, was möglich wäre und das lange vor der Wahl. Ich denke, er verrechnet sich und dürfte sich nach der NRW-Wahl arg wundern.

      Ich tippe im Bund auf die GroKo aller im BT Etablierten gegen die AfD. Hauptsache an den Futtertrögen der Macht, alles andere interessiert doch nicht.

    • Gibt schon Unterschiede
      Nein. Ich halte sie für intelligenter. Sie wäre anders.
      Mit ihr würde es vielleicht für Jamaika reichen, mit Merkel auf keinem Fall. Die Leser unter dem Text im link sind ohnehin der Meinung, dass die FDP sich mit einem zu breiten Angebot verzockt. Mich stört vor allem das Angebot an Grün.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fdp-offen-fuer-buendnis-mit-cdu-und-gruenen-14545215.html

    • 6 Monate Knast...
      …werden die 85% der Diebe, die nicht geschnappt werden, seehr beeindrucken.

      U.vdL: Ich sehe, wie versucht wird,in unsere offenen Gesellschaften das Gift der Zersetzung zu träufeln.(träufeln, tropf, tropf)
      Nun wird es für den Nachwuchs wohl ungemütlicher, in die USA oder UK zu gehen,um sich zu bilden? Da gehen deren Kinder ja meistens hin.

      Gute Besserung, Don. Meine Empfehlung wäre ja Hühnersuppe mit Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch und Karotten. Als Vegetarier halt dann Vitamin C und Zink und einen Arm voll Brusttee.;)

    • Seit längerem plagt mich...
      …die von Ihnen hochverehrte Frau Simon Abkürzung UlvF. Zu beschränkt meine Phantasie, selbst herauszufinden, wofür diese steht. Dass Angela Merkel gemeint ist, ist mir klar, aber was heißt es denn nun ausgeschrieben?

      Würden Sie mir gelegentlich auf die Sprünge helfen? Danke schon im voraus.

    • UvdL ist geistig wendiger als Merkel
      insofern ist da schon ein Unterschied. Während Merkel völlig unelastisch und teflonbeschichtet auf allem beharrt, was sie selbst nicht einmal erklären kann, ist UvdL das reine Wetterfähnchen. Immer schön im Wind.

      Ich halte UvdL für gefährlicher als Merkel, ihre Verbindungen und Vernetzungen aufgrund familiärer Bande, eigene und angeheiratete, sind sehr weitreichend. Und sie ist Papas Tochter, das hat sie mit Merkel gemein, der Ehrgeiz, zu erreichen, was dem Vater versagt blieb, treibt wohl beide um. Da könnte einem UvdL tatsächlich lieber sein.

      Zur FDP, Lindner will sich erst in den Landtag wählen lassen, um dann den Sprung nach Berlin zu schaffen, da er seine Zukunft in der Bundespolitik sieht…

      Glaubt Lindner denn wirklich, dass zuviel Ehrgeiz und etwas Rhetorik ausreicht und der Wähler sich so verkaspern lässt? Programmatisch ist doch nicht viel, aber möglich wäre es bei der Verzweiflung derer, die nicht die AfD wählen wollen.
      FDP geht m.E. gar nicht, in welcher Verbindung auch immer. Liberal wäre was anderes und das fehlt hier.

    • Aber natürlich werden Sie geholfen
      @Iannis70

      UlvF heißt: Unsere liebe verantwortliche Führerin

      Das V nahm ich nach Röttgens Ankündigung, Merkel werde natürlich als verantwortliche Führerin wieder kandidieren, in die Kürzelei ulF auf.

      Ja, es ist wieder so weit.


    • Sie meinen, UvdL würde Merkel reingrätschen bei einer sehr breiten GroKo? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen.
      Was ich mir als möglich vorstelle: falls CDU+AfD auf Mehrheit kämen, und die CDU mehr als die AfD hätte, daß dann Seehofer vielleicht doch noch das Messer gewetzt bekommt, Merkel absägt und das macht.
      Wenn er bis dahin noch auf dem Damm ist.
      Aber für UvdL sehe ich keine Möglichkeit, weil Merkel alles außer AfD und Linken staubsaugermäßig abdeckt.

  34. "Da fettn Sau an Oasch schmian“
    Als Wahlbayer lernt man das Idiom der Eingeborenen, um sich anzupassen. Im zarten Alter von 24 Jahren begeisterten mich als Tiroler Almsenner dort die Menschen. Wer mit Mist- und Heugabel hantiert, mit Kälbern und Ziegen in einer Almhütte haust, wer Jahrzehnte später als Rentner Monate lang von Camp zu Camp fährt, wer in einer Weihnachtsmarkthütte hilft, der lebt mit dem Volk, versteht dessen Sorgen, Freuden und Nöte.
    http://n0by.blogspot.de/2016/11/da-fettn-sau-oasch-schmian.html
    Dass der Libertin vom Tegernsee das Volk versteht, ehrt und adelt ihn.

  35. Gibt es noch ein größeres Unternehmen,
    dass sich ernsthaft um seine Stammkunden bemüht? Bestes Beispiel VW: deren amerikanische Neukunden werden entschädigt, aber die europäischen Stammkunden werden barsch abgefertigt. Anscheinend verlässt man sich darauf, dass Stammkunden immer und unter allen Umständen Kunden bleiben.

    Dito die Medien. Um Stammleser muss man sich nicht bemühen, die sind schließlich Stamm. Lieber wirbt man, selbst bei ehemals konservativen Medien, um Neuleser links der Mitte.

    In der Politik gibt es eben auch Stammwähler. Und solange die Union keine Konkurrenz im konservativen Bereich hatte – die FDP hat sich immerhin brav selbst erledigt – ist es doch folgerichtig, dass Merkel links der Mitte um Neuwähler geworben hat. Schließlich muss die Union nur stärker sein als alle Parteien links von ihr. Durch das Abwerben der Wähler aus dem linken Lager wird ja auch verhindert, dass links der Union eine eigene Mehrheit entsteht. Auf die Weigerung der Bundes-SPD, mit den Linken zu koalieren, ist Verlass.

    Solange die enttäuschten Stammwähler nur zu den Nichtwählern abgewandert sind, ging die Rechnung immer auf. Medien, die den Linksschwenk nicht hätten mitmachen wollen, hätten das Problem gehabt, dass gar keine konservative politische Kraft vorhanden gewesen wäre, für die man sich ins Zeug hätte legen können. Mit der AfD wäre zwar jetzt eine Alternative vorhanden, aber welche Medien sollten denn jetzt noch dass Risiko eines Rechtsschwenkes eingehen. Die würden doch damit nur den letzten Rest ihrer Glaubwürdigkeit verlieren. So werden dann eben Medien, die nicht zwangsfinanziert werden, vom Markt verschwinden.

    Ebenso haben auch Parteien keinen Ewigkeitsstatus. Aber beim Kampf ums Überleben wird halt bis zur letzten Patrone gekämpft.

    • Man könnte auch sagen...
      Das die Entschädigungsummen in den US deppert hoch sein können und VW halt vermeiden will wie Tabakkonzerne dauerhaft ausgenommen zu werden, durch den großzügigen Erstschlag.

      Fieser noch, könnte man sagen, das VW nicht damit rechnet politische Rückendeckung zu haben falls ein US Staatsanwalt auf die Idee kommen sollte die US Werke VW im Rahmen dieser Vorkommnisse zu enteignen – man muss sagen das unter Clinton dies wahrscheinlicher wäre, weil ein Faktor in dieser Möglichkeit ist das die US Gewerkschaften die deutschen Autowerke hassen weil in der Regel in gewerkschaftsfreien Bundestaaten angesiedelt – und deshalb so den Rücken krumm macht.

    • Diese Amerikaner
      Man kann auch sagen das es deppert sein könnte Handelsabkommen mit den USA grundsätzlich abzulehnen und herumzumaulen wenn man in Deutschland nicht nach amerikanischen Handelsregeln entschädigt wird.

      Beschweren sollten sich die Kunden von VW nicht beim mutmaßlichen Täter sondern bei dem Gesetzgeber der in Deutschland für das Haftungsrecht zuständig ist. Für Kunden aus Niedersachsen gilt zusätzlich:
      Das Bundesland ist zu 20% „Mittäter“ ;-)

      Die Vertreter des Landes im Aufsichtsrat wissen natürlich von nichts und haben Anzeige gegen unbekannt erstattet oder doch nicht.

  36. Are we gonna air it? Of course not. Why? Because he is telling the truth.
    Hier liegt ein Missverständnis vor:

    Journalismus hat nix mit Wahrheit zu tun. Im Journalismus geht es ausschließlich um Informationen, die vermittelt werden, an den Leser.

    Das Problem beging dann, wenn Journalisten Wahrheiten verkünden wollen. Wozu Sie nicht in der Lage sind.
    Weil sie keine entsprechende Ausbildung besitzen.

    So einfach und doch so schwer zu verstehen.

    Die moderne Welt ist voll mit Spezialisten. Spezialisten für Wahrheit, Spezialisten für Politik, Spezialisten für Kunst, Spezialisten für Technik, etc. Da ist ein Journalist immer nur ein Beobachter. Und folglich sollte er auch entsprechend operieren. Denn sobald er den Spezialisten die Wahrheit verkünden möchte, so wird er immer in der Lüge enden, denn er hat keine Wahrheit, weil keine Ahnung.

    Der originäre Job des Journalisten ist das Schreiben. Das kann er, das ist seine Spezialisierung. Aber die Inhalte, die sollte er anderen überlassen. Er sollte sich aufs Übermitteln beschränken.

    Aber wenn der Individualismus die Funktionalisierung frisst, dann endet es, wie es gerade endet.

  37. gefakte "Fake-News"
    Ich „reblogge“ (dass ich so etwas einmal tun würde, hat mir meine Oma an der Wiege nicht gesungen) mal einen Kommentar aus dem Blog von Oliver Janisch zum Thema „Assange – ermordet? verhaftet?“

    „Der Begriff „postfaktisch“ ist ja schon ein kleines Weilchen unterwegs. Passt aber trotzdem irgendwie zum neuen Märchen von den „fake news“. Und das ist ja noch nicht so alt.
    Könnte sein, daß man sich jetzt damit wieder Deutungshoheit verschaffen will, nachdem man – angenommenerweise – Wikileaks unter Kontrolle gebracht hat.
    Die tumbe Masse hat großteils sowieso nichts von den Wikileaks mitbekommen, weil nichts in den MSM davon stand. Und falls doch, kann man die Masse bestimmt durch ein paar wirklich gefakte news druch Wikileaks davon „überzeugen“, daß alles, was Wikileaks in der Vergangenheit natürlich auch nur „erfunden“ war.
    So könnten die MSM ganz stolz berichten, daß sie ja schon immer wußten, daß Pizzagate und Emailgate alles erfundene Geschichten waren und sie deshalb nicht darüber berichtet haben.
    Zumindest ist auffällig, daß (erst) jetzt Stimmen laut werden, die dem DNC raten, die Auszählung zumindest in einigen Staaten anzufechten.
    Jedenfalls ist der zeitliche Zusammenhang schon verdächtig mit aufkommender US-Wahl-Stimmenauszählungsskepsis auf Demokraten-Seite, Wikileaks-Verstummen und Auftauchen des Vorgehens gegen „fake news“.
    Wenn solche Begriffe dann auch noch zeitgleich im Bundestag ankommen, fühle ich mich schon erinnert an den Spruch von Roosewelt: „In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war!“
    Ggf. läßt sich die „Reichsbürger-Story“ auch noch unter die „fake news“-Story subsummieren.
    Jedenfalls geben sich die Machteliten im Hintergrund nicht so leicht geschlagen, sondern schalten im Gegenteil noch einen Gang rauf.
    Trumps post-election-Verhalten ist auch etwas merkwürdig, kann momentan aber zumindest noch mit dem Vermerk erklärt werden, daß er bis zum Wahltag bzw. zum Amtseinführungstag auf jeden Fall noch überleben will. Danach gibt’s aber dann keine Ausreden mehr. Dann wird man sehen, ob er vom deep state „eingewiesen“ wurde oder den deep state ins Nirwana schickt.“

    • mal links angeschaut zu pizzagate
      Ich habe mir mal links angeschaut zum Thema „Pizzagate“ und „Assanges Verschwinden“ und dem angeblichen zeitgleichen Aufkommen des Begriffes „Fake news“.
      Es scheint top aktuell zu sein und hochzukochen.

      Wie ich die Geschichte persönlich einschätzen soll, keine Ahnung.

      Von „alles erlogen“ bis zu „ein Netzwerk von pädophilen Teufelsanbetern berherrscht die Welt“ reichen ja die Meinungen.

      Im Extremfall ist der links/rechts Konflikt nur vorgetäuscht und es geht um das uralte „Gut“ gegen „Böse“. ;)

    • Bitte keine aberwitzigen VTs auf meinem Blog.

    • aberwitzige VT, Don Alphonso
      Auch eine aberwitzige VT?:http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/paedophilen-ring-in-norwegen-ausgehoben-14539381.html

      VT= alles was die eigene Phantasie (oftmals Gott sei Dank) für unvorstellbar hält?

      Schon mal die Bücher von Andrew Vachss gelesen?

    • Nochgmal, duiesev ganzen Pädophantasien rund um Podesta sind Hirngespinste ubd sogas -breitbart zu doof.

  38. Apropos Waffenhändler
    Der WaHä meines Vertrauens teilt mir mit: Diejenigen, die sich heute mit kleinen Waffenscheinen eindecken, „die essen alle kein Schweinefleisch.“
    Manchmal denke ich, Don Alph. ist der Don Trump des hiesigen Journalismus. Wie jener vor allzu drastischen Konsequenzen geschützt von seinem Nichtangewiesensein auf Geld von einem Chef, traut er sich, politisch unkorrekte Sachen in den Mund zu nehmen und zu sagen, wie’s ist. Die Unverstelltheit ist erfrischend. Carry on, sir. You’re needed.

  39. Nur mal so
    Danke! Ich lese seit langem mit, schreibe sehr wenig. Ich kann mich sprachlich weniger gut ausdrücken, bin weniger gebildet als ausgebildet- ein Mintler eben, dem der „Typ“ von der „Sparkassenakademie“ sagt, was er zu arbeiten hat.

    Dem zusätzlich seit seit längerem „die Medien“ nahelegen, was ist, was er zu denken hat über richtig und falsch, so dass der Widerspruch meiner „erlebten“ Realität mit deren „gefühlter“ Realität immer weniger Ausgleich findet.

    Der es leid ist, das riesige „fake-news“ Angebot zu durchforsten, nur um dem Anspruch gerecht werden zu können et audiātur altera pars. Sie und ihre Leser ersparen mir viel Mühe. Mein Dank gilt allen.

    Vielleicht hat die Krise der Medienwelt damit zu tun, dass das Wichtigste die nächste Nachricht, die nächste Kampagne ist. Genauigkeit, Reflexion und Rückschau als zu langweilig, die Aufmerksamkeitsspanne überstrapazierend, überfordernd angesehen wird. Die Frage wäre allerdings: Für wen?

    • Ich denke, dass man vielleicht Medien etwas überhöht – für den Autor ist es ja doch nur eine Art sich schnell versendende Serienproduktion.

  40. Es kann nicht sein, was nicht sein darf
    Irgendwie erinnert mich das an Margot Honecker, die ihre DDR bis zum bitteren Ende als das höchste Glück auf Erden gepriesen hatte. Einsicht in die Realität hätte ihrem Leben den Sinn genommen. Die meisten der von Don angesprochenen Journalisten dürften Bestandteil des Systems geworden zu sein. Ein Blick in die Praxis zeigt doch, dass der direkte Zugang zu Abgeordneten in den oberen Führungsebenen über die Karriere entscheidet. Wer aber mit Liebesentzug bestraft wird, der ist raus und kommt auch nicht mehr in die Kreise, die sich abends in Berliner Locations treffen. Und genau das verbindet. Das heisst, überwiegend entsteht so die „Hofberichterstattung“. Investigatives kommt von da kaum, es sei denn, die Opposition reicht Informelles durch, was dann eher in Blättern erscheint, die ihr am nächsten stehen und das Thema auch ins eigene Weltbild passt. Dem Vernehmen nach… usw. heisst es dann. So bleibt der journalistische Verstand mit dem Hut am Flurständer und aus dem Haus herau kommt später ein „Lautsprecher des Systems“. Dass es dem Journalismus dann an Bodenhaftung fehlt, ist kein Wunder, denn sie befinden sich mit den Abgeordneten, auch den Lobbyisten, den Ministerialen in einer Blase. Dass von dort leichte Panikanzeichen kommen, weil sich die Realität in und ausserhalb der EU massiv geändert hat und jetzt voll auf uns durchschlägt, will man nicht wahrhaben, während die Bevölkerung längst die Konsequenzen auf sich zukommen sieht. Dafür wird sie auch aus der Blase heraus beschimpft und belehrt, dass doch alles ganz anders sei. Und so ist es: Erdogan verwandelt die Türkei in ein Sultanat, in dem die Scharia gilt, die demokratischen Türken beantragen in der EU Asyl und die in der Türkei lebenden Flucht-Syrer wandern in Richtung EU-Aussengrenzen. Und dann? Die in der Blase haben nicht den Mut, den Dingen ins Auge zu sehen – die Grenzen bleiben geschlossen und verteidigt? – Niemals! Kommen nach der BTW 2017 wieder hunderttausende nach Deutschland, haben wir in 2-3 bürgerkriegsähnliche Zustände. Dazu muss man kein Anhänger und Wähler der AfD sein, um dieses Szenario für realistisch zu halten. Dazu kommen noch Österreich (Hofer) und Frankreich (Le Pen) sowie Renzis Referendum (Vorbild Cameron). Geht das alles für die Nationalen aus, dann werden in der EU und in Deutschland die Karten ganz neu gemischt. Ganz neu.

    • Meistenteils ...
      Meistensteils kann ich mit Ihnen übereinstimmen.

      Verfolgen Sie mal die ausländischen Nachrichten aus dem – oder im – Ausland. Vielleicht haben Sie dann einen ähnlichen Eindruck wie ich: Nämlich dass die AfD mit deutscher Gründlichkeit an den Pranger gestellt wird.
      Gehen Sie in die Mediathek des ORF, wenn Sie wollen, und dann finden Sie dort die Diskussion zwischen dem Kanzler Kern und dem FPÖ-Mann Strache. Im Grunde ist für den ausländischen Beobachter egal was beide sagen. erstaunt kann man sein, wie freundlich da diskutiert wird; und ähnlich wie Trump, betont und akzeptiert wird, dass was immer man macht, es zum Wohle Österreichs tue.
      Schauen Sie die Nachrichten, und stellen Sie fest, dass manche Mitglieder der Regierung(sparteien) für sich in Anspruch nehmen, nächsten Sonntag Hofer zu wählen. Und da gibt es dann nicht einmal einen Funken der Empörung.
      Und nun stellen Sie sich das in Berlin vor. Was passierte wohl, erklärte CDU-Minister XYZ, er fände Gauland (und nur als Alterspräsident) angemessen. Eine Riesenschüssel s*** würde über ihm ausgegossen.

      Schauen Sie nach Frankreich: Fillon ist ein Europäer wie er im Buche steht. Er findet allerdings, da müsse einiges neu verhandelt werden.

      Man könnte womöglich die ganze Spitze aus der Konfrontation herausnehmen, wenn man Angela Merkel und Juncker mit ihren starken Positionen aus der Gleichung herausnehmen würde; um ohne die (und ohne Schulz, aber das passiert ja eh), einfach mal die anderen zu Wort kommen zu lassen. Und statt ‚Augen zu und durch‘ mal ein ‚Growses Committee‘ einzuberufen, in der die anderen endlich mal zu Wort kommen, und ihre SWAT-Diskussionen durchzuführen; der EU wieder eine gemeinsame, und vor allem gemeinsam vertretene und gemeinsam vertretbare Position auszuarbeiten.
      Dann hätte schon die Brexit-Entscheidung anders ausfallen können.

  41. ...les ich keine (Zeitung) mehr...
    Beim Buchlesen vor zwei Tagen ist mir dies zugefallen:
    „Von jeher und noch mehr seit einigen Jahren überzeugt, dass die Zeitungen eigentlich nur da sind, um die Menge hinzuhalten und über den Augenblick zu verblenden, es sei nun, dass den Redakteur eine äußere Gewalt hindere, das Wahre zu sagen, oder dass ein innerer Parteisinn ihm dasselbe verbiete, les ich keine mehr.“
    (Goethe, 1808)

  42. Pingback: Fake News und Penetranz als Medienstrate | XY-Einzelfall

  43. Das Problem
    beim „performativen Journalismus“, d.h. eines Journalismus der politischen Zwecke, ist der ihm inhärente Widerspruch. Dieser wird zur Systemkrise wenn die Wirklichkeit (zB analphabetischer integrationsunfähiger „Antänzer“ aus Marokko) mit dem intendierten Zweck der Berichterstattung (werbung für eine „weltoffenere“ Gesellschaft mit Fachkräften aus Syrien) nach keiner Betrachtungsweise mehr zusammenpasst.

    Zum anderen ist es eine schlichte Anmaßung, der gerade Zeitungen wie der FAZ schlecht ansteht, die damit werben, dass sie kluge Leser haben. Es verstimmt den Leser einfach nur, wenn ihn Halbgebildete und Praktikanten in oft schlechtem Deutsch und plump bekehren wollen. Das geht nicht und das hatte Schirrmacher verstanden.

    • Betrachten Sie andere Standpunkte einfach als das, was sie sind: Andere Standpunkte. Und wenn sie nicht gut sind, dann ist es halt so.

    • Das ist sicher eine kluge Maxime ...
      … aber ein Standpunkt der Alternativlosigkeiten ist keiner, und ihn vorzubringen empfinde ich eher als eine Predigt.

      (Ich kann die Erkältungstrunks von Klosterfrau mit Vitamin C & Zink empfehlen).

  44. Und sie lügen doch!
    Lieber Don,

    ein grandioser Artikel, wirklich ganz ausgezeichnet! Vor allem dieser Satz:

    „Am äussersten Rand der Mediengalaxie, in deren Zentrum die New York Times eitel um sich selbst kreist, sind regionale Anzeigenblättchen, und eines für den Berliner Bezirk Kreuzberg heisst ‚taz'“.

    Man sollte ihn in Stein meißeln.

    Ich gebe zu: Auch ich hatte und habe meine Zweifel an Donald Trump. Vor allem die Trump-Tapes haben mir gar nicht gefallen. Aber als ich las, was er vor kurzem mit jenen Verkündern der einzigen Wahrheit gemacht hat, die wohl meinten, er werde sich ihnen nun zu Füßen werfen, als er sie in seinen „Tower“ lud, habe ich ihn endgültig in mein Herz geschlossen: Ja, viele Journalisten sind heutzutage Lügner, und sie haben es verdient, dass man es ihnen sagt.

    Sie sind Lügner, weil sie die Welt, die sie wahrnehmen, absichtlich entstellen, die Dinge zurechtrücken, das, was ihnen nicht ins Konzept passt, willfährig verschweigen oder kleinreden, damit schließlich das „Wahrheit“ werde, was nach ihrem Willen wahr sein *soll*.

    Es ist banal, dass jeder eine andere Sicht auf die Welt hat und die Dinge und Personen, die wir darin vorfinden, in je anderem Lichte sieht. Aber das ist nicht das Problem bei der „Lügenpresse“. Es fehlt nicht dem Publikum, das sich immer lauter beklagt, an Wissen, gutem Willen oder auch nur Ambiguitätstoleranz. Das Problem ist: Man merkt die Absicht, immer und überall, und ist verstimmt.

    Aber letztlich blicken wir hier ja nur auf den vorläufigen Höhepunkt einer jahrelangen Entwicklung, die immer monströs geworden ist. Mir scheint: Was einst beim Guardian und anderen mit dem Verbreiten einseitiger Propaganda gegen Israel begann, sich dann zum Hass auf alles „Weiße“ und „Männliche“ steigerte, ist nun im beispiellosen „Krieg“ gegen Trump und jene, die ihn gewählt haben (oder wählen könnten), endgültig zu sich selbst gekommen. Es nimmt nicht Wunder, dass denn auch „Spiegel Online“ die (von Brandstiftern verursachten) Feuer in Israel nur insofern einen Bericht wert waren, als man sich empören konnte, „Rechte“ in Israel würden die Hassbotschaften, die Muslime aus aller Welt, freudig erregt, im Netz hinterlassen, für ihre Zwecke „missbrauchen“. Merken diese Leute denn noch irgendetwas?!

    Es wäre ja noch erträglich, wenn diese so genannten „Journalisten“ wenigstens zu ihrer Interessengeleitetheit stünden; wenn sie zugeben würden, dass sie Ideologen sind, die Ideologie betreiben. Aber sie inszenieren sich selbst tatsächlich als diejenigen, die frei von jedem unsachlichen Interesse die „Wahrheit“ sagen. Es ist diese Doppelmoral, die das alles wirklich unerträglich macht, die in einem die Wut kochen lässt, wenn man es als Gerechtigkeit liebender Mensch an sich herankommen lässt.

    Letztlich bleibt einem als Trost und Erkenntnis wohl nur, dass all die Ideologen, die sich dieser Tage „Journalisten“ und „Aufklärer“ nennen (denen aber die wahren Aufklärer ins Gesicht gespuckt hätten…), nichts anderes schlechte Menschen sind. Und wie alle schlechten Menschen, die anderen Leid zufügen, müssen sie für ihre Niedertracht büßen.

    Glücklich ein Land, in dem man sich einen Racheengel wie Donald Trump zum Präsidenten wählen kann. In Deutschland muss man einstweilen noch Vorlieb mit der AfD nehmen. Doch dabei wird es nicht bleiben.

    Vielsagend ist übrigens auch die unheilige Allianz, die der „gute Journalismus“ mit den Kirchen eingegangen ist, die er vor wenigen Jahren nicht selten noch befehdete. Wie weiland ist man nun vereint im Kampf gegen jene, die es wagen, selbst zu denken, und die die Herrschaft derer von Gottes Gnaden anzweifeln. Was früher die „Preßfreiheit“ war, die man um jeden Preis unterdrücken muss, ist heute das Internet. Und wo heute von „Fakes News“ die Rede ist, da hätte man früher wohl nicht selten von „Demagogie“ gesprochen. Mit ihrem Bemühen um Zensur werden sie ebenso scheitern.

    • Sagen wir mal so: Es ist nicht gerade die beste Zeit, um „weiter so“ für die beste Art der Berichterstattung zu halten. Ich finde es richtig, dass Trump hart rangenomen wurde, nur trägt das nun mal auch dazu bei, dass man sagen kann: Sie wussten, wen sie da wählten. So ist das in einer Demokratie.

    • A great civilization is not conquered from without until it has destroyed itself from within.
      Wir sind einfach nur im klassischen Modus:

      Einheit zerfällt in Differenzen, Differenzen schlagen sich die Köpfe ein, bis der Bürgerkrieg durch eine neue Einheit gelöst, was aber nur gelingt, wenn eine Differenz zu anderen erzeugt, und dann…dann erfolgt der Völkermord.

      Und keiner ist in der Lage das aufzuhalten.
      Wir können alle nur beobachten, beschreiben und klagen.

    • In dem Kontext wär mal interessant
      Wie sieht eigentlich der Medienkonsum in den Flyover Staaten aus ? Ich hab da so den Verdacht das eine feurige NeverTrump Kolummne in der NYT dort den gleichen Impact hat wie ein „Seehofer ist der neue Hitler“ in der TAZ auf das Wahlergebnis in Niedebayern.

    • An den "Hesse"
      Dort liest man
      http://sundancetimes.com/county-sees-heavy-election-turnout/
      (Crooke Cty, Wyo; man beachte die Auszählungsergebnisse)
      oder
      https://www.facebook.com/theluskherald
      (Niobrara Cty, Wyo)
      oder
      http://www.pinedaleroundup.com/v2_news_articles.php?heading=0&story_id=4961&page=72
      (Sublette Cty, Wyo)
      @D.A., falls zuviele Links drin sind ist es verständlich, wenn Sie den Post nicht durchlassen.
      M.A.Titz

    • Ach ja die Kirchen...
      Mich als gelernten Ossi verblüfft weniger die Staatshörigkeit der Medien. Das kenne ich zur Genüge. Da wird halt die Zeitung von hinten gelesen: Sport, Leserbriefe und Lokales. Die Meldungen auf den ersten beiden Seiten überfliege ich nur. Früher standen da immer die Parteitagsmeldungen und welche Brigade mal wieder den Plan übererfüllt hatte. Heute stehen da Verlautbarungen unserer Kanzlergetreuen (aktuell Strobl und UvdL) und Lobpreisungen von ehrenamtlichen Flüchtlingsprojekten. Business as usual.

      Wichtige Meldungen, wie dieses grausame „Frau an Strick hinter dem Auto hergezerrt“ werden zwar nicht verschwiegen, aber als kleiner Zehnzeiler irgendwo weiter hinten versteckt. Und dann nie wieder erwähnt. Wenn man sich nur über die MSM informiert, dann ist man mittlerweile wirklich desinformiert (und damit williges Stimmvieh).

      Was mich aber wirklich beunruhigt: es fehlt das halböffentliche Korrektiv. Zu DDR-Zeiten gab es die Kirche als oppositionelle Nische und aufmüpfige, regimekritische Künstler. Wo sind die? Auf Sätzen wie „die, die schon länger hier sind“ und der Empfehlung, Blockflöte zu spielen, ausgerechnet von der Chefin der Ex-Blockflötenpartei CDU – da hätte man früher ganze Kabarettprogramme aufgebaut. Und Bütten-Reden und tolle Karikaturen.

      Statt dessen Flüchtlingsbesoffenheit, billige Trump-Bildchen und Sachsen-Bashing. Noch vor zwei Jahren haben sich Sendungen wie „Die Anstalt“ an der unbeholfenen Rhetorik der Kanzlerin abgearbeitet. Jetzt ist sie langsam in den Stand einer Heiligen erhoben. Kritik taucht nur noch in Leserkommentaren im Internet auf. Und das soll jetzt dem mündigen Bürger mit Hasskampagnen verleidet werden. Wir sind auf dem Marsch in die DDR 2.0.

      Lieber Don, ohne Ihren (in normalen Zeiten eigentlich normal kritischen) Blog und die vielen zugelassen Leserkommentaren würde ich manchmal verzweifeln. Das ist mir eine fast schon moralische Stütze im grauen November.

      Großen Dank an Sie und einen schönen ersten Advent!

  45. Auf der Suche nach der Wahrheit
    Geschätzter Don, ich freue mich immer wieder, dass wenigstens Einer journalistische Sorgfalt pflegt, recherchiert und den Dingen auf den Grund geht.
    Um einmal ein anderes Hype-Thema aufzugreifen Türkei. Ich sehe auch hier – bei aller berechtigter Kritik – einige Dinge im schiefen Licht präsentiert. Auch hier wird in einem Partei- und Gesinnungs-(Meinungs)-Diktat Wahr und Falsch vermischt mit der Intention Schlagzeilen und politisches Kleingeld zu machen.
    Beispiel kurdische Oppositionsführer verhaftet, „die ganze Welt“ protestiert. Was aber wenn die Anschuldigungen stimmen? Warum fragt man nicht nach Beweisen? Keine Beweise – erst dann Sanktionen bitte! Nur weil Jemand gewählt wird bedeutet das ja nicht, dass er unschuldig ist.
    Oder, die „Armenier Frage“, vor ca. 12 Jahren habe ich (offiziell als Journalist) das entsprechende Institut in Ankara besucht und zu meinem Erstaunen erklärte man mir dort: „Die Türkei ist bereit die Ergebnisse einer Internationalen Forschergruppe vorbehaltslos anzuerkennen, auch wenn das Ergebnis nicht erfreulich sein sollte. Armenien blockiert eine solche Kommission und ist nur bereit einer solchen zuzustimmen – falls die Türkei VOR Untersuchungsbeginn die Schuld zugibt!“
    Ich glaube wir sollten auf eine korrektere Art der Berichterstattung pochen, auch um nicht der Sensationslust willen oder des billigen „Hau drauf“ auf den bösen Mann 70 Millionen Türken (damit) berechtigte Asylgründe zu liefern.

    Mit besten Grüßen!

  46. Abwarten...
    Während in Berlin noch streng lokal teutonisch kochende Fusselhipster durch simples Kleben eines Anti-AFD-Stickers die Rechtgläubigen unter denen,“die schon länger hier sind“ zu Beifallsstürmen treiben, werden im Hoferträchtigen Nachbarland bereits „amicale Gespräche“ geführt.

    Und zur Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit der Presse: Warum verschwindet folgende Meldung gleichzeitig fein versteckt im Lokalteil?

    http://www.focus.de/regional/berlin/eklat-am-berliner-alexanderplatz-restaurant-affront-mitten-in-berlin-ich-bediene-keine-juden_id_6091597.html

  47. .
    Mit diesem Beitrag sind Sie Schirrmacher nahe gekommen.

  48. "Vierte Gewalt"
    Schon alleine, sich selbst als „Vierte Gewalt“ zu titulieren, zeugt von Anmaßung und Größenwahn.

    Man sieht sich also neben Legislative, Exekutive und rechtsprechender Gewalt als vierte Staatsgewalt.

    Im Grundgesetz steht davon nichts.

    Medien wird dort keinerlei Herrschaftsmacht im staatlichen Sinne verliehen.

    Artikel 5 garantiert lediglich die Pressefreiheit, also gerade den Schutz vor Interventionen der Staatsgewalt. Und nun wollen uns Journalisten erzählen, sie selbst seien (auch) Staatsgewalt.

    Der Staat ist eine Form, über die sich eine Gesellschaft organisiert. Gesellschaft wirkt in einem demokratischen System idealerweise über Parteien, über Meinungsbildung in den Staat hinein, aber der Staat sollte über den rechtsförmigen Output hinaus nicht willkürlich in die Gesellschaft hineinwirken dürfen.

    Staatliche Parteienfinanzierung, Rundfunkabgabe, Gemeinnützigkeitsprivileg oder gar direkte staatliche Subventionierung politischer Vorfeldorganisationen können da schon problematisch sein.

    In der guten Absicht eingeführt, dem Problem entgegenzuwirken, dass finanziell Reiche auch die politisch Einflussreichen sind. Aber zugleich mit der Gefahr verbunden staatliche Mittel zu missbrauchen, um gesellschaftliche Aushandlungsprozesse zu manipulieren.

    • Es gibt diese Macht halt, auch wenn sie nicht im Grundgesetz steht, und manchmal, wenn ich schreibe, merke ich sie auch.

  49. Nettes Ansinnen von der taz,
    das Zeug, was da geschrieben wird, wenigstens kostenfrei unter
    die zu Bekehrenden zu bringen zu wollen. Allein, es wird nichts nützen.
    Die Menschen wollen es noch nicht mal geschenkt.

    Unwohl ist mir dabei, dass die Fake News Kampagne, wie Sie es ganz
    richtig nennen quasi zeitgleich in den USA und auch hier losgetreten wurde. Mir schwant nichts Gutes.
    Dass alle Parteien dass gut finden, macht es nicht eben besser.

    Dieser Beitrag und auch der davor sind beide eine wahre Freude.
    Gute Besserung für die Grippe.

  50. Schöngeistkatzenhirn
    Das ist so typisch, mein beschränktes Hirn, das nur das wahrnimmt, was es sehen will und ihm in den Kram passt, kann sich nur an „Frauke Petry grillt Katzenbabies“ erinnern. Das bleibt hängen und prägt jetzt mein Bild von der Frau. Leute wie mich kann man nicht aufklären…Trotzdem vielen Dank für Ihre Mühe. Die NYtimes ist so eine schöne Zeitung, auch wenn sie nicht die Wahrheit schreibt, viel schöner als Breitbart…

  51. Wenn eine Zeitung fast nur noch aus Feuilleton und Wirtschaft besteht
    Journalismus dieser Tage ist schon deprimierend. Die Auslandsausgabe der FAZ hatte heute:
    4 ½ Seiten Politik
    2 ½ Seiten Todesanzeigen
    1 Seite Deutschland und die Welt (meine Mutter sagte seinerzeit: das ist die Seite fürs Hauspersonal)
    1 Seite Gegenwart
    Natürlich gibt es auch Feuilleton, Wirtschaft und Finanzen, außerdem Beruf und Chance und eine Beilage über Bücher und ein Magazin.
    Aber, wenn man eine Zeitung kauft, um politisch auf dem Laufenden zu bleiben, dann hat man unterm Strich 3.80 Euro für fünf 1/2 Seiten politische Nachrichten bezahlt.

    • Irgendwas findet sich immer
      Frau Heuse, bisher waren Ihre Kommentare für mich erkenntnisreich.
      Aber dieser hier … Sie hauen Qualität und Quantität in eine Tonne und bilden daraus – ironisch gesagt – die Quersumme. Was lernen wir denn daraus? Eine unabhängige Presse kostet nun mal was.
      Noch einmal ironisch gesprochen: Für mich sieht es so aus, als wären Sie, Frau Heuse, und ich hier die einzigen „Zahler“. Die Zahl der bekennenden Nichtkäufer scheint deutlich größer zu sein.

    • ein guter pro Tag tut's auch
      Ich kaufe die Zeitungen inzwischen am KIosk, weil ich wechseln kann, und schaue vorher, was drinsteht. Als ich noch abonniert hatte, sagte ich gelegentlich nach einem wirklich guten Text: „Der ist sein Geld wert“ und hob ihn eine Weile auf. Einer manchmal! Wirklich gute Texte können einen mehrere Stunden beschäftigen. Insofern, Lisbeth, muss ich Ihrem Kritiker beipflichten. Wie ist denn so der Hollandmedienwald?

  52. Selbstgerechtigkeit, Kleinkariertheit, Überheblichkeit
    das sind einige der Markenzeichen mancher Medienvertreter von heute. Mir kommt dabei ein sehenswerter Film mit Gary Cooper aus den 40-er Jahren in den Sinn, der Titel: „The Fountainhead“. Dort kämpft Howard Roarke, ein außergewöhnlicher Architekt, für seine Visionen von großartigen, sich von der Massenarchitektur abhebenden Bauten, die für die Menschheit einen echten Fortschritt darstellen sollen.
    Ein auf Roarkes innere Kraft eifersüchtiger, verbiestert-niederträchtiger Zeitungsmogul setzt alles daran ihn klein zu kriegen, seine Visionen scheitern zu lassen, sie unter dem Vorwand des sozialistisch-gewerkschaftlichen Nutzens dem Massengeschmack unterzuordnen. Roarke gibt nicht auf, verliert seine Aufträge, arbeitet lieber im Steinbruch als sich zu beugen, setzt sich am Ende aber durch. Hier ein paar Zitate aus dem Film: “ there were men who took first steps down new roads armed with nothing but their own vision; the great thinkers and […] inventors, they stood alone against against the men of their time […] the creator went ahead, whether others agreed with him or not, with his integrity as his only banner […] the mind is an attribute of the individual, there is no such thing as a collective brain […] the world is perishing from an orgy of self-sacrificing.“
    Vor allem der letzte Satz „die Welt geht unter in einer Orgie von Selbstaufopferung“ passt wie der Punkt aufs i zu unserer Zeit. Das Thema des Films ist hochaktuell: wer sind die verbiesterten Massenmenschen, die in der (Selbst-)Aufopferung das höchste Ziel sehen? Es sind die Gutmenschen (do-gooders) unserer Tage, jene spießigen Heilspredigertypen, die von den Medien immer wieder gestützt und emporgehoben werden. Die sich immer wieder in einem Meer falscher Bescheidenheit baden und selbst beweihräuchern. Verlogene Pharisäer, die vorgeben der Menschheit einen Dienst erweisen zu wollen, in Wirklichkeit geht es ihnen nur um ihr eigene Profilierung. Leute, die sich nur in der Masse stark fühlen, die keine Individualität haben, die bequem und denkfaul sind, die immer den Weg des geringsten Widerstands gehen, Dünnbrettbohrer eben. Diese ganze Spießermischpoke stellt einen klebrig-unappetitlichen, aber auf eine absurde Weise funktionierenden Filz dar.
    Wer fällt einem zu Howard Roarke, diesem Sinnbild eines kreativen Individualisten, der sich gegen die ganze Presse- und Medienmeute stellt und sich am Ende durchsetzt, ein? Na, na? Bingo!
    Kein geringerer als DONALD TRUMP. Der Film ist ihm auf den Leib geschnitten, er ist die fleischgewordene Roman-/Filmfigur Howard Roarke, auch er hat sich verspotten lassen müssen, er wurde angefeindet, diffamiert, beleidigt, man hat Unwahrheiten über ihn verbreitet, die Spießer aller Länder haben gegen sich gegen ihn verschworen.
    Aber: wie Howard Roarke hat er sich durchgesetzt (hoffentlich, auch wenn satanische Kräfte selbst jetzt immer noch seine Präsidentschaft zu verhindern suchen) und damit allen anderen Individualisten Hoffnung geben können.

    Donald Trump hat sein Auge auf das innere Licht unserer Zeit gerichtet, hat sich nicht beirren lassen in seiner Suche nach dem Wahren und Guten und hat genau erkannt woran unsere Zeit krankt: an Kleinlichkeit, Verbiestertheit, der inneren Versklavung des Menschen durch angeblich humanitäre „Fortschritte“ wie „political correctness“ und „gender“, dem bevorstehenden Untergang der Menschheit im Meer der Selbstaufopferung.
    Die amerikanischen Bürger, all jene, die so lange im Dunkel standen, deren Probleme niemand interessierten weil alle „do-gooders“ sich nur durch die Aufopferung für (oft vermeintliche) Minderheiteninteressen profilieren wollten, all diese lange Benachteiligten haben sich jetzt gemeldet (bevor jetzt wieder Gebrüll kommt: ja, sie stellen die schweigende Mehrheit dar, aber auch unter ihnen finden sich Vertreter von Minderheiten, die klug genug sind zu sehen, dass Trump auch ihre Interessen letztendlich besser vertritt) und sehen in Trump ihren Retter.
    Warten wir ab was er für uns tun kann, aber wenigstens darf man jetzt wieder hoffen.

    • Titel eingeben
      Ich befürchte sie sind da irgendwo falsch abgebogen..
      Ayn Rand wäre die Letzte die an Hilfe für Andere denkt…

    • Das ist eine Fehinterpretation
      @TDV

      Der libertäre Ansatz und speziell Ayn Rand werden von der Linken logischerweise gern mit Narzissmus und ‚Selfishness‘ gleich gesetzt. Das ist jedoch falsch: Es geht Rand um die Freiwilligkeit von solidarischen Akten im Sinne einer negativen Freiheit von gesellschaftlichen Zwängen.

      Um das zu verstehen, muss man Rand allerdings erst einmal lesen, was zugegebenermaßen nicht leicht fällt, da sie eine wirklich miese Schriftstellerin ist…

    • Nein, Gast, es ist nicht falsch.
      Ich habe nicht nur Fountainhead und Atlas shrugged gelesen sondern auch etliche ihrer Videos gesehen.
      Es geht darum „Narzissmus und ‚Selfishness“ hinter einer Fassade von „Freiwilligkeit von solidarischen Akten im Sinne einer negativen Freiheit von gesellschaftlichen Zwängen“.

      Falls sie sich mal die Mühe machen würden sich das reale Leben in den USA anzuschauen, wüssten sie, warum sich als zivilisiert geltende Staaten, zu denen die USA nun mal nie gehört haben, zumindst früher mal eine soziale Marktwirtschaft, ein kostenloses Bildungssystem, subventionierte Gesundheitswesen und staatlich subventionierte Kultur leisten!
      Es ist die neo-liberale Pervertierung menschlichen Lebens die meint alles müsse sich rechnen. So wie sich die Förderung der US Kultur durch die Ayn Rands auch rechnet.
      Trump ist nicht vom Himmel gefallen!

    • So isses!
      Ihr letzter Satz trifft zu. Vielleicht wird Hope und Change diesmal realisiert. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    • Frage an "Harry Charles".
      Sind Sie identisch mit jener Person namens „Harry Her(r)man(n)“, die im FAZ.net-Mutterschiff in den Leserkommentaren stets ellenlange Lobeshymnen auf Trump verfasst? Wenn ja (oder auch falls nicht), würden Sie hier an dieser Stelle bitte erläutern, was Trumps geniale Pionierleistungen sind, von dem die ganze Menschheit profitiert? Und glauben Sie ernsthaft daran, Trump würde lieber den Luxus seines Trump-Towers verlassen und im Steinbruch arbeiten als sich mit dem politischen Establishment einzulassen?

  53. Es ist die Ideologie, die das Land vernichtet
    Das Problem mit der deutschen Presse ( Lateinamerikanische und US-Presse lass ich außen vor) liegt, denke ich, nicht bei den Journalisten, weil sie Journalisten sind. Sondern die Ursache liegt tiefer. Sie begann bereits nach dem 2. Weltkrieg, als es zum „guten Ton“ gehörte , kein böses Wort über unsere US-Freunde zu verlieren, die uns „befreit“ haben vor dem, was „wir“ eifrig mitgemacht hatten. Alles was sie taten und sagten war gut. Das habe ich selber miterlebt. Und jeder, der es wagte Kritik zu üben, galt als Spätnazi. Diese Einstellung übernahm die Jugend wie ich, die geschockt war von den grauenhaften Taten im Hitlerfaschismus. Ich entsinne mich der massiven Proteste meiner 68er Zeit, in der jeder ein Faschist war, eine „Charaktermaske“, ein Buettel des Staates und des Kapitals, der anders dachte als links. Und diese Leute, mit dieser Einstellung, ergriffen die Berufe. Sie schrieben Bücher (aus jener Zeit gibt es fast nur linke Autoren, von Engelmann zu Stiller und Ney, andere wie Hans Habe waren verpönt und verrufen, die fasste man nicht mal mit der Kneifzange an, egal wie hochgebildet sie waren) oder als freie Autoren im Rundfunk, oder gingen in eine Journalistenschule. Und immer sollte man links stehen, also gegen Faschismus, für den Westen, für die USA, gegen Russland. Schaut euch die alten Wahlplakate der CDU an und dann wisst, ihr woher der Russenhass heute kommt.

    Diese gleichen Menschen wurden führende Journalisten und sie denken noch immer wie damals, geprägt durch den Hitlerfaschismus, auch wenn er heute nicht mehr so zur Sprache kommt. Und schon damals war jegliche Kritik faschistoid, Kritik half dem Faschisten, Kritik schwächte die Revolution, und heute schwächt Kritik die Demokratie oder zumindest linkes, feministisches, genderistisches, antichristliches Gedankengut. Lieber eine widerliche Stasi-Spitzel zum weiter spitzeln bezahlen, als unangenehme Wirklichkeiten anschauen. Das wurde aus Deutschland.

    Nun schauen wir uns heute die deutsche Presse an. Alle schreiben das gleiche. Zumindest tendenziös das gleiche. Einer wie Trump, der muss Faschist sein, der muss Sexist sein, der muss die Welt vernichten wollen. Eine wie Sturmhauben-Ursula spürt, woher der Wind weht und wechselt schnell das Fähnchen und sagt, PC ist nicht immer gut. Vorher tönte sie komplett anders. Nach der Wahl Trumps, also vor 3 Wochen, war sie geschockt und entsetzt. Das war PC in reinformat. Und schon hat sie ihre „Ansicht“ wieder gewechselt, wie das Wetter so wechselt.

    Es ist also eine Ideologie eingerissen, die unterschwellig sämtliche Errungenschaften unserer Demokratie zerstören. Freiheit, Freiheit des Wortes, Demokratie, Duldung andere Meinung.

    Ein Pastor, wie der zum Präsident gekürte Mann, darf über die eigenen aber andersdenkenden Landsleute „Dunkeldeutsche“ sagen, sie zutiefst verunglimpfen, worin eine verächtliche Meinung zu Ausdruck kommt, aber ich darf nicht sagen „die “ Ausländer und „ich Deutscher“, das ist rassistisch. Zweierlei Maß, zweierlei Menschen. Eine wie C.Roth läuft unter dem Banner „Deutschland du Stück Scheiße“ aber die Journalisten empören sich, dass man Roth oder den Pastor nicht „in Würde“ empfängt.

    Nun, lassen diese Personen den Andersdenkenden, von dessen Gelder sie verdammt gut leben, ihre Würde in dem sie sich wüst beschimpfen und verachten?

    Das Ergebnis: Eine schleichenden Tendenz hin zur Radikalität, unterschwellige Gehirnwäsche, Abschaffung deutscher und/oder christlicher Werte, Verachtung von Traditionen – ich meine, das ist nicht „die“ Presse, das ist eine Struktur in Deutschland, die ihren Ausgang direkt nach dem letzten Krieg fand. Und wer so schreibt wie diese – ja doch, gleichgeschaltete Presse, der ist fanatisiert und wird es nicht aufgeben können. Das ist eingefressene Ideologie. Gleichgeschaltet nicht als Verschwoerung, sondern gleich in der Ideologie. Die Aufgabe des Journalisten ist nicht mehr zu berichten, sondern zu belehren. Agitprop, der nicht ganz plumpen Art.

    Gibt es eine Lösung, das Ruder umzuwerfen? Ich fürchte nein. Und ja, ich fürchte um die Zukunft des Landes, das mal meine Heimat war, deren Sprache ich liebe, deren Geschichte hochspannend ist und aus 2000 Jahren stammt (und nicht nur zwischen 1939 und 1945 stattfand) und deren Menschen fleißig, zuverlässig, und gute Wertarbeiter waren. In Zukunft habt ihr wohl eher den algerischen Fachmann in der Mikrotechnik, da er den Schraubenschlüssel zu drehen weiß. Alles Spezialisten , sagte Merkel.

    Adieu Deutschland, es lebe der Linksfaschismus. Sie werden euch alles zerschlagen und jubeln „wir bekommen Menschen geschenkt“ (wer erkennt die Verachtung, die hinter diesen Worten der Grünenvorsitzenden steckt? Menschen sind keine „Geschenke“, sondern Lebewesen mit eigener Ansicht und Empfindungen, die nicht verschenkt werden sollen und wollen). Aber weil es grüne Menschenverachtung ist, ist es gute Menschenverachtung.

    • Ein Teppich
      Praktischer Idealismus und dann
      https://www.youtube.com/watch?v=Bk62Qx9oa_Y, lesen, ansehen-
      kann es sein daß 70Jahre Frieden unaussprechliche gegenseitige Abhängigkeiten geschaffen heben. Ander ist der verzweifelte Kampf der
      „Eliten“ nicht zu erklären!

    • Kampf gegen Nazis als Dauerphänomen
      Ich habe mal in einem Kommentar den schönen Satz gelesen:

      Je länger Hitler tot ist, desto stärker wird der Widerstand gegen das dritte Reich.

    • Erstaunlich, dass UvdL Merkel indirekt kritisiert
      Da beide Damen zur Zeit wohl ungefähr das gleiche Beliebtheitslevel in der Partei genießen dürften, frage ich mich, was hat Flintenuschi vor? Macht sie sich bereit für höhere Aufgaben oder was soll das plötzlich. Merkel will keine Mäkelpartei, es mäkeln aber alle intern und teils auch lauter und da sich ja mal wieder kein Mann findet, der Kerls genug wäre, in Gegenkandidatur zu Merkel auf dem Parteitag anzutreten, überlege ich, hat UvdL den internen Putsch vor oder was treibt sie um. Überraschen tät mich nix mehr.

    • «Das Heerlager der Heiligen»
      Señor Tico! Oder sagt man Don Tico? „Das Problem mit der deutschen Presse“ gleicht gespenstisch vielen anderen, vor allem dem Problem der französischen Medien, das bereits Anfang der 1970-er Jahre beschrieben wurde, was die „Lust, die eigene Kultur auszulöschen“ angeht.

      „Hunderttausende von Nordafrikanern könnten demnächst an die Tür Europas klopfen. Einer hat es vorausgeahnt: Jean Raspail schrieb schon 1973 den visionären Roman einer Flüchtlings-Armada. … Für die Unfähigkeit zum Widerstand und die Blindheit des Westens macht Raspail die höchste Ethik des Christentums, dessen Zivilisation er gleichzeitig verteidigen will, verantwortlich. …“
      vgl.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/flucht-aus-nordafrika-das-ende-der-europaeischen-welt-1451.html
      und
      http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-40/literatur-lust-die-eigene-kultur-auszuloeschen-die-weltwoche-ausgabe-402015.html
      sowie
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/das-schlechte-gewissen-koennen-wir-kaufen-1294555.html

    • Extrenet....
      Ich kenne das Buch, habe es aber nicht gelesen, ich weiss also nicht in wie weit Raspail dabei auf die Realität Rücksicht nimmt…

      Anegsichts der ungeheuerlichen Verbrechen deren sich der französische Staat in Nord Afrika schuldig gemacht hat, kann ich kein Problem in irgend etwas sehen, das die Nordafrikaner in Bezug auf Frankreich anstellen könnten.
      De Gaulle & seine Erben haben sich das alles redlich verdient, ich freue mich auf le Pen, das wird ein schöner Film!

      Ich bin ja hier auch belehrt worden, dass sich die Deutschen einen Dreck um ihren Anteil an den Ursachen der Flüchtlingswelle scheren sollten, und 3 Milliarden an Erdogan für angemesen hielten, und nun doch bald wieder etliche hunderttausend weitere bestens ausgebildete Nachwuchs-Facharbeiter, die die Rentenkasse der Nation retten werden, in Empfang nehmen dürfen. Und das alles als hätte es all die Leute nie gegeben, die vom allerersten Tag an gesagt haben, das die Türkei nichts, aber auch gar nichts, in Europa zu suchen hat.
      Aber wo ein Markt ist auf dem der deutsche Entrepreneur was verdienen kann, ist das einzige, das was zählt.

      Ich wünsche ein frohes 2017 allerseits. Ihr schafft das!

    • @ Tico, Hans Habe.....schon die Erwähnung...
      rührt mich alten Sack fast zu Tränen.

      “ Daß du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbe.
      Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen“. Psalm 91, 5-7
      .
      „Wenn die Versuchung, ein Volk kollektiv zu verurteilen, nie an mich herangetreten ist, so ist es sein Verdienst (Walter Mechtel, 1940 Unteroffizier, später Journalist, der in Aden einem Attentat zum Opfer fiel) und des Gefreiten Josef Berger aus Nürnberg…..)“ So der Journalist und Jude aus Wien 1973, unvergessen.
      (DdH)

    • 100% Zustimmung Tico
      Es kommt leider noch hinzu, dass – zumindest nach meiner Beobachtung – die nachfolgenden Generationen nicht mehr gegen die Eltern rebellieren und schließlich eine Änderung der Politik herbeiführen. Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein. Es besteht also wenig Hoffnung, dass der fortschreitende Multikulti-Öko-Femi-Sozialismus aus biologischen Gründen enden wird. Wir haben dazu beigetragen, das Alles auf die Bahn zu bringen …

    • Ist schon Neujahr,
      TDV?

    • Die Aussicht darauf, Oberländer, die Aussicht....
      Wenn ich diese absurd irrealen Fantasien zu einem angeblichen Linksfaschismus lesen muss, dann denke ich daran wie ich zum ersten mal die Story dieses Sch…..kurden mit der Frau am Auto lesen musste. Das hat mich daran erinnert, dass dies eine in den Südstaaten der USA äusserst beliebte Methode war um sich eines Niggers zu entledigen.
      Man band eines seiner Beine hintendran und schleifte ihn mit nicht zu geringer Geschwindigkeit ein paar Km hinter sich her, bis sich der Kopf vom Rumpf getrennt hatte!
      Nun stellen sie sich mal vor, wie sich der Betreffende anfühlt dessen halber Körper sich in eine kilometerlange Schleifspur über das Strassenpflaster verteilt hat.
      Nicht einmal in meinem Leben habe ich dazu in irgendeiner Zeitung etwas zum Thema USA gesehen.

      In DE stehen sich zwei extremer werdende Seiten, lösungsunfähig gegenüber, und es ist zwar noch nicht Neujahr… aber die Aussicht darauf Oberländer, die Aussicht….

  54. Woher nehmen?
    Ok, ist ja schön und gut. Aber wie kommen wir zum idealtypischen Journalismus zurück? Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster, es gibt gar nicht mehr genug Journalisten die den Unterschied zwischen neutraler Recherche und selektiver Bestätigung des eigenen Weltbildes noch kennen. Und jene die einen Vordergründig seriösen Eindruck machen stolpern über das Induktionsproblem, verwechseln Korrelationen mit Kausalitäten und halten Brandt für Adenauer.

    Die Krise des Journalismus hat ihren Ursprung an den Universitäten. Was dort schief lief werden wir nicht so schnell korrigieren können…

    • ...idealtypischen Journalismus...
      Ihr erster Fehler ist schon mal, dass sie annehmen sowas habe es tatsächlich mal gegeben, während es doch in Wahrheit nur so war, dass sie das Problem jetzt erst wahrgenommen haben, oder?

      Und ich befürchte, so wenig je wieder Pferdekutschen zum normalen Fortbewegungsmittel gehören werden, so wenig werde die Menschen jemals wieder bedrucktem Papier trauen. Selbst wenn es „unseren“ Politikern gelingt, was es wohl wird, das Internet zum Einsturz zu bringen.

      Aber ich sehe sie sind ein Komiker: „Die Krise des Journalismus hat ihren Ursprung an den Universitäten.“
      Ich befürchte wie so ziemlich alles hat auch die Krise des Journalismus im neo-liberalen, globalisierten Kapitalismus, dessen Lebenselixir, dem Profit sich ALLES unterzuordnen hat.

      Tja, so ist das halt, wenn diese Kohl, Schröder und Merkel sich nicht an Stefan Fischer um Rat wenden…

  55. Zum Thema: Wirtschaft warnt vor „Schreckgespenst“ Schwarz-Grün“ (FAZ heute)
    Werter Don,
    ich wünsche Ihnen gute Besserung und hoffe, daß Ihre Krankheit kein letztes Aufbäumen gegen alle möglichen Anfeindungen ist. Ihr Artikel ist wieder einmal großartig. Der Hinweis eines anderen Foristen auf Schirrmacher erscheint mir völlig gerechtfertigt. – Ein Beispiel aus der heutigen FAZ oben. Richtig und dem Inhalt zu entnehmen ist die Ablehnung der Wirtschaft von Schwarz-Grün. Das „Schreckgespenst“ wurde von einem Schreiber der FAZ hinzugefügt. Es verfälscht den Sinn, weil es in solchem Zusammenhang eher irreführend wahrgenommen wird. Kurz: Irreführender Titel. Passt – zu meinem großen Bedauern – in die Schublade „Lücken- Hetz und Lügenpresse. — Nicht nur selbstlos: Bleiben Sie uns erhalten, und zwar baldmöglich wieder gesund!

    • Danke, ich musste mit beginnenden Symptomen nochmal aufs Rad für einen Weg, für den die meisten das Auto genomen hätten – ich bin also selbst schuld.

    • Homöopathie
      Werter Don,
      ich komme spät aber doch zum Lesen der Kommentare.
      Ich denke, Sie haben den Infekt hinter sich. Sollte sich der nächste ankündigen (nicht da sein!), empfehle ich ein homöoapathisches Arzneimittel aus dem Granitgürtel (Bayerischer-/Oberpfälzer Wald und Fichtelgebirge – für Nichtbayern, Nordost-Rand Oberfrankens), den Bärwurz -der ätzt alle Bazillen und manche Viren weg.
      Sollten allerdings irgendwelche Exportbeschränkungen bestehen, kann im Münchner Speckgürtel (Oberbayern) auch auf den Enzian zurückgegriffen werden.
      Meine Erfahrungen zeigen, daß man damit nur alle 10 Jahre niedergestreckt wird.
      Alles Gute Don
      MfG Haas

  56. Soziale Netzwerke
    Lieber Don Alphonso,

    Ja, „Das Internet ist schon fies.“

    Ihre Zeilen gleichen ja schon fast Rousseaus „Discours sur les Sciences et les Arts“, der ihn 1750 zu einer Berühmtheit machte. Aber was soll´s, berühmt ist Don Alphonso ja schon.

    Als Rousseau unter dem Baume niedersank in seiner Linken den „Mercure de France“ haltend mit der Preisfrage: „Hat das Wiederaufblühen der Wissenschaften und Künste zur Läuterung der Sitten beigetragen?“ kommt von Rousseau ein klares NEIN.

    Würde es heute jemand wagen die Frage zu stellen, ob die sogn. sozialen Netzwerke, als Produkt der Wissenschaften zur Läuterung der Sitten beigetragen, so würde Rousseaus Antwort wohl wieder ein klares NEIN sein, vielleicht unter weniger Tränen wie damals, denn soviel Wasser gibt kein Mensch her.

    ( Wobei das“sozial“ dieser Netzwerke wohl nur als Hohn, wie Spott zu verstehen ist, denn bei Wikipedia lese ich unter „sozial“ : „von französisch social und lateinisch socialis, ist ein Synonym zu „gesellschaftlich“ und im erweiterten Sinn zu „gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig““)

    Und so resümierte Rousseau weiter:

    „Wozu sollen wir unser Glück in der Meinung eines anderen suchen, wenn wir es in uns selbst finden können?“

    Seien Sie herzlich gegrüßt
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  57. Tschetschenische Wurfspezialisten. Kurdische Abschlepp-Profis. Und die Antanz-Grabsch-Experten am Do
    Es muß hier erst noch viel schlechter werden, bevor es (vielleicht!) wieder besser wird. Und das wird dauern. Und das mir, eh schon mit null Geduldsgenen gesegnet.
    Die bösen Jungs kriegen wir in den Griff, zur Not müssen eben alle, die schon mal ein G3 in der Hand hatten, mithelfen. Okay, wenn nochmal in kurzer Zeitspanne Heere in Millionenstärke der Twentysomethings einfallen heisst es nur: rette sich wer kann (ich kann nicht weg!).

    Was mir viel mehr Sorgen bereitet ist, daß die nützlichen Idioten der unzähligen NGO’s, also die vielen „Das Boot ist nie voll“-Knalltüten en masse die Entscheiderstellen in den Kommunalverwaltungen, in den Stadträten, in den Regierungspräsidien usw. usf. etc. pp. besetzen (ja, die sitzen dort). Bis das rauswächst… ohje, gute Nacht Germoney.
    Und das Rauswachsen beginnt erst an dem Tag, an dem wieder „vernünftig“ gewählt oder ebensolche Politik gemacht wird. Und soweit sind wir noch nicht. Leider.

    Und in USA wollen die partiell neu auszählen (lassen)? Mir schwant Böses, sind die wirklich auf einen 1861-Relaunch aus? Schöne Zukunft, meine Fresse.

  58. Fake, Fake, Fake
    Sehr geschätzter Don,
    ich muss Ihnen schon wieder voll zustimmen, obwohl ich weiß, dass es ermüdend ist.
    Es gibt Fake News in Massen, aber eben nicht nur dort, wo allein sie von den Guten vermutet werden. Wenige bestreiten, dass Ulfkotte Fakes produziert. Das ist natürlich Schrott. Aber derselbe Autor weiß zu berichten, dass über den armen Akif Pirinci unglaubliche Fake News berichtet wurden. Trotzdem begrüßt er seinen Ausschluss aus dem öffentlichen Diskurs: Kein Verlust!
    Niemand wird erwarten, dass Fake News wie über Pirinci jemals im Netz gesperrt werden. Das sind eben gute Fakes. Gute Fakes wurden auch schon in Niggemeiers Übermedien veröffentlicht:
    https://hintermbusch.wordpress.com/2016/08/12/im-sozial-schwierigen-bezirk/
    Es kann für mich da gar keinen Zweifel geben, denn ich habe es mit großem Aufwand recherchiert. Der Fake ist vom Titel bis in den Schlusssatz hinein das Grundgerüst des Interviews, ein Fake gegen Nachrichten, die Gute für Fakes halten.
    Und was die TAZ angeht, möchte ich auf die Kommentare eines Lesers verweisen, der die Zeitung nach eigenen Angaben 25 Jahre lang gelesen hat. Ich habe seine Kommentare 2 Jahre lang regelmäßig verfolgt, weil sie (wie heutzutage so oft) um Klassen besser waren als die Kommentare der Zeitung:
    https://www.taz.de/!ku1347/
    Der Mann ist ein in der Wolle gefärbter Linker, intelligent und konsequent in seinen Ansichten, lässt sich dabei nicht mit billigen Nazivorwürfen hinters Licht führen. Man lese seine Kommentare, um zu verstehen, warum die TAZ vollständig auf den Hund gekommen ist. Und dass es dabei eben nicht um links und rechts geht, sondern um die Stützung von Fakes als Kotau vor staatlicher Macht, wie sie nun einmal ist. Das Beispiel zeigt gleichzeitig sehr schön, wie dumm es von Rechten ist, Linke grundsätzlich zu verdammen und mit der „Lügenpresse“ gleichzusetzen. Mit Links und Rechts hat das nichts zu tun. Es geht um geistige Korruption. Und die wird ein Ulfkotte bestimmt nicht heilen.

    • Das Problem der taz war zuuerst die Frau, die inzwischen Staatskente abgreift, und jetzt kommt leitendes Personal von der Missy. Das ist so, als würde sich SPON eine Chefin aus der Rigaer Strasse beschaffen. Links ist heute alles mögliche, was sich gegen Rechts absetzen will.

  59. Wo sind denn die Socken?
    Verehrter Don, Sie schreiben… regionales Anzeigenblättchen… ? Anzeigen? Ich habe so eine Postille schon lange nicht mehr in der Hand gehabt, aber ich muss dann immer an die TITANIC denken. Wegen der vielen Anzeigen. Und rechnen können die auch nicht. Immer so schrammel an der Wand lang.
    …und frage mich dann: Ist das schon die demografische Entwicklung? Wo ist eigentlich der Protest der Leute ab achtzehn und aufwärts, die einen eigenen Kopf haben. Gibt’s da was? Links? Das Pferd ist schon lange tot.
    Was interessiert mich die TAZ? Einen R…. Viel wichtiger ist die Frage, ob nicht bald Ausschau nach einen Safespace in außereuropäischen Ländern Sinn macht. Justiziabel und exekutiv grenzt das hier an Bananenstaat. Und legislativ war das schon immer ein Jammertal und mit der EU ist Luzifers Heimstatt geradezu mollig. Hatten manche Menschen einen Blick dafür in den dreissigern, als sie ! D ! verließen bzw. ! Die !, die sichon länger da waren?
    Oder konnten die nur besser rechnen, also 1 und 1 zusammenzählen?

    Jeder, der rechnen kann, weiß, diese Politik wird uns das Genick brechen. Nicht das Internet, auch nicht die TAZ, auch nicht Maas. Selbst ein Umsteuern von heute auf morgen (sämtliche Sozialfuzzies, Traumatherapeuten etc. ab morgen zur Betreuung von Opfern antreten, aber zackig) geht nicht. Bringt das ganze System nur früher zum Kollabieren. Das ist eine ohne Verstand losgetretene Kostenlawine, die uns mit all ihren unschönen Begleiterscheinungen ins Verderben reißen wird. Unumkehrbar. Wer hier noch meint, etwas retten zu können, bitteschön.

    Die Alternative ist und kann nur sein: verschieben. Und wenn möglich auf den Sanktnimmerleinstag und die Meinungshohheit behalten.
    Nahles und ihr Rentenkonzept. Haha. Jedes Rentenkonzept war bis jetzt Stuss. Und kann es auch nur sein. Es sei, man kann rechnen. Allein dafür die Rente wird es nicht reichen. Oder die liebevolle Geschichte vom Wirtschaftswunder. Der Ofen ist aus.

    Alles andere würde offenbaren, wohin die Zustände sich entwickeln. Dritte Welt läßt grüßen. In fast jedem Land Europas gibt es schwerwiegende Probleme und die Geschenke machen den Turbo in Problemo. Mit oder ohne Hass, gesperrten Accounts oder was auch immer …der süßen schreibenden Maus wiederholt gerade den Hahn abgedreht – oder soll ich doch besser nachschauen, ob das eine Fakemeldung war.
    Da ja hier wohl nicht zu erwarten ist, das Schicksal bestimmen zu wollen oder zu können und schon mal gar nicht mit Tastaturen und jeder Menge digitalsch….
    Segel setzen. Auf zu neuen Ufern. Weg hier. Koffer packen. Wo sind denn nun die Socken?

    • Anzeige ist ironisch. Und die taz muss einen interessieren, schliesslich beziehen Medien dort ihre führenden Hetzer_Innen.

  60. A propos @Don Alphonso 26. November 2016, 18:51 Uhr: „Überprüfung der Syrer“
    Hat der werte Blogwart (der endlich wieder zur alten *****Form aufläuft) oder einer der geschätzten Mitglieder des hiesigen high-end Kommentariats zufällig gehört, was aus den Leipziger Kandidaten für das Bundesverdienstkreuz geworden ist? Ein totaler Black-out zu diesem Thema, verdächtig. (Ok., ich gebe zu, habe jetzt nicht tagelang in den Tiefen der Internet-Auftritte der sächsischen Presse geforscht.)

    • Wen meinen Sie?

    • Bundesverdienstkreuz, wo bleibst du?
      Herr Broflovski, gute Frage, wirklich!

      Das von Ihnen dankenswerterweise erinnerte Schweigen der Lämmer trat meines Erachtens ein, als die Fragen hochkochten,

      1) wieso der Herr, der dann später verschnürt wurde, gerade in der Wohnung der künftigen Herren Bundesverdienstkreuzträger Unterschlupf gesucht und gefunden habe und ob daraus womöglich eine bereits früher bestehende Verbindung zwischen besagtem Herrn und besagten Herren herzuleiten sei

      und

      2) ob die Verschnürung jenes Herrn statt als bundesverdienstkreuz-begründende Heldentat nicht vielmehr als strafbewehrte Freiheitsberaubung anzusehen sei, da ihr sämtliche Voraussetzungen für eine Vorläufige Festnahme nach § 127 StPO abgingen.

  61. Titel eingeben
    „Linksfaschismus“? Ich lache mich schlapp. Nichts dergleichen hat hierzulande etwas zu melden, von Kreuzberg vielleicht abgesehen. Es ist aber nur der abgehängte Teil des akademischen Prekariats. Dafür haben wir rechts mehr den abgehängten Proll.
    Wir haben seit 1982 die Rückabwicklung des Sozialstaats (Lambsdorff-Papier) und alle bürgerlichen Parteien sind darauf angesprungen. Dann bekamen wie 1989 gut 12 Millionen Erwerbsfähige dazu und diese „industrielle Reservearmee“ bewirkte die Erosion bei Löhnen und Arbeitsbedingungen. Die SPD hat mit H4 das dann gesetzlich geregelt, was wirtschaftlich sowieso schon zugange war.
    Nun haben wir die Situation, dass unsere Nachbarn mit hoher Arbeitslosigkeit um´s Verrecken bei uns nicht arbeiten kommen wollen, weil unsere Sozialstandards im Keller sind. Da findet 2015 die Bertelsmann-Stiftung das „Erwebspersonenpotential“ aus Drittstaaten und ermittelt daraus, dass 530.000 Erwerbspersonen jährlich in D´land einwandern müssen, damit wir den Level von 55 Millionen Erwerbspersonen halten können. Dass sich bei uns 2,5 Millionen Arbeitslose um 500.000 freie Stellen kloppen, ist ja nicht so wichtig.
    Wir haben das „Potential“ für zwei Jahre schon hier, durch den Familiennachzug werden noch ein paar Millionen kommen. Die Folgen hat Herr K. Marx im Kapitel 8 des ersten Bands vom Kapital 1867 ausführlich beschrieben. Es geht um Ausbeutung. Um möglichst wohlfeile Dienste geschickter Hände und Köpfe. Um sich dem Schicksal zu entziehen, verhält sich die Mehrheit der Journalisten nach der Devise „wes Brot ich ess´des Lied ich sing.“ Gern auch schon vorauseilend gehorsam. In dieser Welt der Koofmichse, die sich um die Hunderte „Medienpreise“ balgen, welche Industrie und Dienstleister jährlich ausloben, kann man nur seriös bleiben, wenn der Chefredakteur weiß, dass der Journalist sein Geld auch woanders verdienen kann als bei der Zeitung.

    • Huch! Der Folker mal wieder... wie altmodisch!
      Sie dürfen sich ihre Zahlen gerne hinstecken wo sie wollen. Wir leben in post-faktischen Zeiten.
      Wahr sind nicht Fakten, sondern das, was die meisten Klicks hat!
      Und wenn die Mehrheit meint Merkel&Co seien links, dann wird das schon wahr sein!

    • Der Sozialstaat ist seit 1982 massiv
      Ausgebaut worden, was Sie an den absoluten Zahlen und der Quote an den Staatsausgaben sehen könnten. Es ist nur so, dass immer mehr Leistungen erhalten (u.a. ist H4 de facto in hohem Maß eine Ausländerfinanzierung).

      Der Transfer ins Ausland hat ebenfalls zugenommen. U.a. haben die GriechInnen Transfers (von D und anderen EU-Staaten) in Höhe von 30-40 Marshallplänen erhalten.

      Ohne eine vernünftige Ordnungspolitik führt das alles aber nur dazu, dass immer mehr Forderungen entstehen.

  62. Der Charme des Totalitarismus
    …liegt vor allem für Jüngere in der Aussicht, nicht nur für den Augenblick, sondern für alle Zeiten Recht zu haben und auf der Seite der Guten zu stehen. Zusätzlich ermutigen neu zu verteilende Macht und umzuverteilende Güter. Alte (nicht nur weiße) Männer und Frauen haben im Glücksfall eine Biographie voller Irrtümer und Umwege, den zur lichten Zukunft Drängenden ist so etwas lächerliche Zeitverschwendung, wo doch alles klar auf der Hand liegt, Feindbilder scharf gezeichnet sind, der politische Stempelkasten locker zu handhaben ist. Das déjà vu ist eine Generation nach dem Ende der DäDäÄrr nicht frei von Ironie: Der Westen hat den Untergang des Sozialismus noch vor sich.

  63. Titel eingeben
    Na, der Versuch, die (ideologische) Indoktrination als „die rechte (also linksliberale) Lehre“ zu kaschieren, ist doch bereits voll im Gange.

    Was Du zu glauben und fürwahr zu halten hast, dass bläuen wir Dir im Unterricht schon ein …..

    Ich erinnere an den Vorfall eines 15-jährigen Schülers in „Südwestfalen“, der im Spätherbst 2015 zum Rektor einbestellt wurde, der ihn in Gegenwart eines Beamten vom Staatsschutz zum Gespräch erwartete und ihn mit der Verwarnung aus selbigem entließ, gewisse Aussagen nicht zu wiederholen. „Delikt“: Besagter Schüler hatte im Unterricht geschildert, wie seine gleichaltrige (blonde) girl-friend von Neo-Migranten (vorrangig schwarzafrikanischen „Geflüchteten“) sexistisch auf dem Marktplatz beleidigt und seine (circa siebzigjährige) Großmutter von derselben Klientel ebendort als „Nazi“ angepöbelt wurde, obwohl sie nicht mal den Mund aufgemacht hatte ….. Problem: Er zog das Fazit, dass ein solches Verhalten doch nicht angemessen sei.

    Solche Lehrer und solche Landesregierungen substituieren Stasi und Kahanestiftung doch ganz wunderbar.

    Den Anfang der massiven Sprachregelung und Sprachpolizei ist eine perverse sozialkonstruktivistische Sichtweise …..

    Mir geht immer noch so der Hype um das Plagiat der Hegemann nach …. als dann auch gestandene RezensentInnen plötzlich beichteten, welche Lobhudeleien sie für schmalen Zeilenlohn zu produzieren bereit seien …..

  64. Vorausschauen und Erinnern
    Den Fakenews-Verbreitern und der „digitalen Gewalt“ ist der Kampf bzw. die Zensur angesagt.

    Mal sehen, was und wer da alles unter die Guillotine geraten wird. Die bisherigen Erfahrungen mit FB in Sachen Löschungen sind nicht eben ermutigend.

    Wie auch immer die Praxis sich gestalten wird, AM ist da möglicherweise schon um Schritte weiter, sie will keine „Mäklerpartei“ …

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/angela-merkel-will-von-der-cdu-mehr-loesungen-sehen-14545599.html

    Viel zu tun für Maas, Kahane & Co., sollte jetzt auch noch das Mäkeln auf den Index geraten. Mit welchen Folgen? Mundtot machen durch Entzug des FB-Accounts? Geld- und Haftstrafen? Psychiatrisierung?
    Zwangweises SZ-Vorlesen und ÖR-Konsum unter Androhung von Beugehaft?

    Unter welchen Titeln auch immer solche Maßnahmen künftig daherkommen mögen – noch ist es nicht soweit, und exakt deshalb soll hier an historische Vorbilder zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Deutschland erinnert werden …

    Das „Heimtückegesetz“ (1933), gedacht zur Abwehr „heimtückischer Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutz der Parteiuniform“, sah vor, dass jeder, der „öffentlich gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen“ über die NSDAP, den Staat oder Hitler machte, mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden konnte.

    Die DDR leistete sich den § 106 StGB, mit dem sich beinahe alles verfolgen ließ, was staatlicherseits als abweichende Meinung betrachtet werden konnte.

    Den Schutz der bürgerlichen Freiheiteiten – DA hat es weiter oben in einem Kommentar erwähnt – stellt keine der im Bundestag vertretenen Parteien ins Zentrum ihres Programms, als gäbe es da nichts zu verlieren. Freiheit ist gerade nicht en vogue, auch bei den ehrpusselig auf ihren Ruf als „4. Gewalt“ bedachten Medien nicht.

    • Die CDU wird halt stramm ausgerichtet, die Ostmitglieder kennen das ja. Ansonsten gibt es gelenkte Demokratie.

  65. So ist es...
    ein exzellenter Kommentar!
    Während man Trump wo immer es geht diskreditiert, wurde Clinton geschont – egal ob es um den sexuellen Missbrauch durch ihren Mann geht (er hat es getan, nicht davon gesprochen), den sie deckte oder ihre Geschäfte (Umweg-Rentabilität ihrer Funktion als Ministerin für die „Foundation“) – alles négligable…
    Analog die Präsentation der politischen Situation in Europa, komplett einseitig – wo wären wir mit „offener Balkanroute“?
    Und dann wundert man sich wehleidig, wenn von „Lügenpresse“ die Rede ist…

    • He used to say that artists use lies to tell the truth, while politicians use them to cover
      In der Politik geht es immer nur um Macht.
      Wer in der Politik von Wahrheit redet, der lügt.
      Per definitionem.

      In den Medien geht es immer nur um Informationen.
      Wer….

  66. Diese Mischung aus Wahrhaftigkeit, Geradheit, und Hinterfotzigkeit
    zeichnet Sie, lieber Don, als bayerischen Landsmann aus .
    A Maunsbuid hoid.
    Der Grippe wegen gute Besserung, nix fader, als krank sein.
    Paracetamol, wenn Sie es vertragen, Zwiebel-Erdäpfel-oder Topfenwickel, Tee, Bettruhe, vl. Meersalzspülungen durch die Nase.
    Arzt fragen, mein Doktorat ist aus Jura.

    Auf der Rückseite dieses Blogs gab es früher ein recht gute Zeitung.
    Dann wurde sue grottenschlecht, die Leser zerrissen das Geschwafel der Journalisten, besonders seit der Majdan ,Berichterstattung‘ .
    Dann wurden die Kommentarfunktionen massiv eingeschränkt, man wollte vom Leser ungestört weitermasturbieren.
    Jaahaha, viel Spaß und a scheens Wetter dazu, ich lese außer diesem Blog nur die Überschriften und die Kommentare, selten einmal die Artikel.
    Bei den ,eitrigen‘ Themen kaum.
    Ich bin nicht jedermanns Fall, aber ich bin kein Depp, und werde unglaublich böse, wenn jemand mich so behandelt, erst recht, wenn derjenige an Geist und Charakter nicht einmal Mittelmaß erreicht. Dummdreist, oder naßforsch, nennt man das wohl.
    Außer einer Fernsehzeitschrift, um mit ihrer Hilfe mit der Pinzette die paar brauchbaren Sendungen aus dem dummen Wust herauszuzupfen, habe ich seit glaublich zehn Jahren kein Printmedium mehr gekauft.

    Für Propaganda zahle ich den Zwangsbeitrag , gebe also meine Demokratie ab, aber damit hammas a schoo..

    Die hoilüchö Kürchö dör Wohrhoit , sprich, die Medienlandschaft Marke Pampe, hat nichts mehr zu bieten.
    Wie hat Mitforist M.A. Titz geschrieben ? Nicht einmal umsonst will man es.
    Die ganze gutmenschliche Hofberichterstattung kotzt nur mehr an, wozu den Tag eintrüben ?
    Die Politik der Einheitspampe schwänzt ihre Aufgaben, die Medien sowieso, das Beste wäre eine absolute Mehrheit für die AfD (Auweh, das mag der Don nicht !), DANN ginge der Herzog’sche Ruck durch das
    Land !
    Dann könnten die Eunuchen und Laberprinzen auswandern, nicht einmal den Hof dürften sie mehr fegen.
    Hunderte Intendanten und Vize-und Quasiintendanten, tausende Dschornalisten – bleischwer und unvermittelbar in den Regalen der Bundesanstalt für Arbeit.
    Vom Wähler abgewatscht, der ganze Einheitsbrei in Berlin, kauend auf dem harten Brot der unbeachteten Opposition.
    Herrlich !
    Man muß die AfD nicht mögen, aber so, wie die Dinge liegen, wäre dieses Szenario der einzige Weg, uns den Bürgerkrieg oder ähnliche Unruhen zu ersparen.
    Das meine ich nicht als Scherz, davor habe ich reale Angst.

    Wenn man dann arrogante Ansagen aus NYT und taz liest, kann man nur mehr lachen.
    Sub aquam, sub aquam, maledicere temptant.

    Wemen wollen die noch imponieren ? Den linken Deppen, die sie eh nicht zu überzeugen brauchen ?
    Die andere reale Gefahr die ich sehe, ist die heraufziehende Internetzensur.
    Das blöde Gerede um ,Hass‘, gemeint ist regierungsabweichende Meinung, während der Hass der Islamisten, der Kahanes, der Linken, fröhlich weiterblühen darf, ist ein schmutziges Feigenblatt.
    DDR 2.0 .
    Merkel muß weg.
    Von Rotzlöffeln, die dumm und laut sind, sich ein Leben lang alimentieren lassen von unseren abgepressten Steuern, keinen Strich gearbeitet haben in ihrer jämmerlichen Existenz, von Gabriels, Merkels, Gaucks und wie sie alle heissen, die Figuren, lasse ich mich nicht als Pack bezeichnen.
    Selber Pack, selber elende Schmarotzer, die dem Land unendlich schaden.
    Ja, 2017 wird spannend, aber es kann in einer grauslich bleiernen Zeit enden .
    Wir sollten Bayern abspalten. Das wäre locker lebensfähig, wir treten aus der Sch..oko-EU aus, und machen eine Steueroase aus unserm Bayernland. Wirtschaftlich sind wir ohnedies gut beisammen, und zahlen dann eben keine Parallelkulturen, Elbphilharmonien und BERs mehr.

    • Dons Erkrankung, Bayern kann es besser allein
      (1) Dons Erkrankung: Am besten ist es natürlich, präventiv einen Krankheitsausbruch zu vermeiden. Dazu ist für alle ab Alter 50-60 jährlich eine Influenza-Impfung sinnvoll (in diesem Jahr sind die Stämme gut getroffen, möglichst den 4-valenten), und gegen den Streptococcus Pneumoniae Prevnar13 (hält 5-10 Jahre vor). NICHT den anderen Impfstoff aus dem Jahre 1977 (!), weil die Auffrischungen nicht funktionieren (hyporesponsiveness). Vertiefungsmöglichkeiten unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed .
      (2) Bayern allein stünde viel, viel besser dar und könnte sich ähnlich wie die Schweiz entwickeln. Aus bayerischer Sicht sind viele der aktuellen Fragestellungen – auch in diesem Blog – wie von einem anderen Stern. Die Diskrepanz dürfte sich weiter vergrößern. U.a. wegen der wesentlich höheren Aufwendungen für Forschung&Entwicklung. Ferner die ab ca. 2019 heraufziehende Krise des Automobilbaus, die Deu durchschütteln wird, wenn Elektro und self driving in der Breite kommen. S. z.B. https://www.tesla.com/videos/autopilot-self-driving-hardware-neighborhood-long . Vielleicht sollte man Herrn Scharnagel um eine Aktualisierung von „Bayern kann es auch allein“ bitten.

  67. Nervender politischer Aktivismus
    „Natürlich brauchen JournalistInnen Geld. LeserInnen müssen zahlen, wenn sie wollen, dass es eine starke, unabhängige und objektive vierte Gewalt gibt. Damit diese Gewalt aber wirklich Kraft entwickelt, sollten alle, die bereit sind zu zahlen, ihren Beitrag an eine Bedingung knüpfen: Dass nämlich der Content unter gar keinen Umständen exklusiv sein darf, dass er gerade allen zur Verfügung gestellt werden muss. Kostenlos. Auf allen Kanälen. Auch auf Facebook. Gerade auf Facebook. Denn nur so gibt es Hoffnung, dass in der unendlichen publizistischen Jauchegrube des Hasses und Terrors auch Stimmen der Vernunft, der Wirklichkeit und Wahrheit zu finden sind.“ taz blog

    Dieses Zitat ist ein wunderbares Beispiel dafür, warum Worte wie Lügenpresse und Ähnliches ihren Weg in unsere Sprache (wieder)gefunden haben. Hier wird sehr direkt das eigene Selbstverständnis des Autoren als politische Kraft / „Gewalt“ geäußert, welcher das dumme Social-Media Volk mit seinen Weisheiten zu bereichern hat, damit die Welt eine bessere wird, statt im Höllenfeuer der Dummen zu vergehen.

    Politischer Aktivismus und Lobbyismus statt Information und im Falle von politischen Streithemen neutrale Betrachtung mehrerer gegensätzlicher Perspektiven.
    Je einseitiger die Berichterstattung aber ist, desto eher wird sie bemerkt und abgelehnt. Und je mehr sie abgelehnt wird, desto einseitiger scheint sie zu werden. Ein Teufelskreis in dem dann irgendwann auch die Kommentare abgeschaltet werden – wurden. Und irgendwann die Leser und Zuschauer beleidigt werden – wurden. Und sich irgendwann Leser und Zuschauer genervt und vorsätzlich verdummt vorkommen – und sich einfach von diesen Medien abwenden.

    Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
    Faz.net ist ab und zu ebenfalls eine Tortur. Wenn ich schon die Namen Bender, Hütt oder Küpper lese, bin ich schon genervt, weil ich weiß, was ich gleich lesen werde… Aber es gibt hier wenigstens noch die Herausgeber, von Altenbockum, Hank, Lübberding und nicht zu vergessen den Herrn Meyer.

    • Die Herren Frankenberger und Georgi haben Sie in der ersten Gruppe vergessen,
      Hernn Müller in der zweiten

    • @Tommy
      Herr Georgi, natürlich, wie konnte ich nur meinen Lieblingspolitikredakteur zu US-Themen vergessen. Asche über mein Haupt.
      Müller und Frankenberger sind mir weder positiv noch negativ in Erinnerung.

      Und auch heute wieder das übliche Bild auf faz.net.

      Hank’s „Kennen Sie vielleicht einen Abgehängten? “
      Hui.

      Wehner’s „Wie sieht der Schlachtplan gegen Merkel aus?“ bzw. die Glaubwürdigkeitsprobleme der SPD und den personellen Mangel vollkommen ausklammernden Artikel.
      Pfui.

      Auch grübel ich schon wieder darüber, gegen welche Richtlinie mein gelöschter Kommentar verstoßen hat oder ob er einfach mal wieder nicht zur inhaltlichen Tendenz des Artikels passte.

      „SPD-Kanzlerkandidat Schulz

      Ist der SPD bewusst, dass sie mit Schulz als Kanzlerkandidaten exakt denselben Fehler begehen würde, wie die Demokraten in den USA? Schulz repräsentiert alles Verachtenswerte an Berufspolitikern und an der EU, genauso wie H. Clinton. Dem Wähler genau das zur Auswahl zu stellen, was er verachtet, wird absehbar (wieder) nach hinten losgehen. Hatte nicht Petry angemerkt, dass sich die AfD über die CDU und SPD Kanzlerkandidaten Merkel und Schulz freuen würde? Warum ist das wohl so…“
      Wer weiß.

      Aber zum Abschluss noch eine sehr erfreuliche Interpretation von Goethe, die sich im Kommentarbereich des Hank Artikels findet:

      „Ein Abgehängter outet sich: Habe nun, ach, in der dunklen Stadt Dresden studiert, mit heissem Bemühn,

      wollte gern gen Westen gern ziehen, heisse Akademiker, heisse Doktor gar, war tätig fast in aller Welt, als Abgehängter heut`ich gelt. Beschimpft werd ich den ganzen Tag, Mischpoke, Schande, dröhnts im Land. Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen, bin nicht bereit, was Linkes zu lehren, doch ständig will man mir was erklären, dass Diskurs heisst zu schweigen, auf Merkel vertrauen, ne Energiewende für Tsunamis am Bodensee bauen, diffuse Ängste und kalter Schweiss, die kämen vom Lesen und Denken, drum meint die Elite, man soll es sich schenken, sie täte es besser an meiner statt, besonders, weil ich aus Dunkelstadt. Und träfe ich jemand der abgehängt, vielleicht gar ne deutsche Fahne schwenkt, an ihrer Spitze `ne wilde Frau, dann müsse man rennen, denn das sind Populisten, ruf Pack ihnen zu, aber hör nicht auf sie. Sie sind nicht das Volk, daher der Name Populist, doch nur wir haben die Antwort, was immer auch die Frage ist. Und wer das nicht glaubt, gilt als abgehängt.“
      Detlef Symietz 27.11.2016 17:07

  68. "Sire, ich verstehe Ihre Meinung, aber ich teile sie nicht?"
    An dieser Stelle im Text stellt sich die Frage: Ob das andersherum ebenfalls der Fall ist?
    Ich würde mal behaupten, dass ich durchaus argumentativ nachvollziehen kann, was vielen Medienschaffenden denken, warum sie das denken bzw. auf welchen Prämissen der Gedanke oder das Argument basiert und welches Wissen vorhanden sowie anscheinend nicht vorhanden ist.
    Aber wenn ich dann sehe und lese, was sich Medienschaffende ausdenken, wenn irgendetwas geäußert oder getan wird, was den selbsternannten Intellektuellen nicht passt…

    In diesem Kontext muss ich immer lachen, wenn ich vom „postfaktischen Zeitalter“ und „Echokammern“ lese oder höre. Begriffliche Diagnose könnte richtig sein, nur die Rollen von Patient und Doktor könnten falsch verteilt sein.
    Diesen Gedanken lässt die Hybris der selbsternannten Intellektuellen aber nicht zu.

  69. Ist doch egal
    der Buergerkrieg kommt so oder so.

    • Wohl eher
      … Auseinandersetzung auf Merkelisch zwischen denen, „die schon länger da sind“, denen, „die jetzt auch da sind“, denen, die noch kommen werden, denen, die das alles bezahlen sollen und denen, die anständig ausbeuten…. Daran sieht man schon, dass es zu unübersichtlich für einen anständigen Bürgerkrieg ist ..,

    • viel schlimmer
      Ich befürchte es wird nicht bei einem „simplen“ Bürgerkrieg bleiben.
      In mittlerer bis ferner Zukunft wird es in Deutschland einen erneuten Genozid geben.
      Wobei nach meiner Meinung nur noch nicht erkennbar ist,
      welche Gruppen sich durchsetzen und welche ausgelöscht werden.
      Flüchten, verkriechen oder rechtzeitiges Ableben sind die einzigen Optionen, die einem als Einzelperson bleiben.
      Ausser man ist der letzte Dreck und beteiligt sich am morden.

    • Bürgerkrieg ist immer
      Es kommt nur darauf an in welcher Art und Weise er ausgetragen wird.

      Die Alternative zum Krieg der Bürger ist der Krieg der Hasen oder Rehe oder der Krieg der Bäume und der Büsche.

      Die Regeln des Krieges sind ein wenig absurd.
      So heißt es im Kriegsvölkerrecht das man Zivilisten nicht umbringen darf. Das ist natürlich die Idee von Politikern die idR die Kriege anzetteln und später mit dem Hinweis das sie Zivilisten seien nicht erschossen werden wollen.

      Das ist völlig unsinnig wenn sie mich fragen.
      Natürlich wäre das wichtigste Ziel eines Freiheitskämpfers in Form eines Suizidbombers nicht ein Schützenpanzer der Bundeswehr in Afghanistan sondern das Reichstagsgebäude in Berlin oder das Hauptgebäude des Bundeskanzleramtes.

      PS zu den Staatsbürgern in Uniform:
      Der Umgang der Politik mit diesen Personen zeigt wie jene die Bürger haben wollen. Natürlich darf sich ein Bundeswehrsoldat nicht politisch äußern. Im Range eines Generals könnte man so einen Staatsbürger in Uniform sofort ohne Angaben von Gründen entlassen wenn er etwas sagt was der Zivilistin an der Spitze der Behörde nicht in den Kram passt.

      Maulkorberlass nannte man das früher.
      Der Begriff taucht gar nicht mehr in den Medien auf, der Erlass funktioniert aber noch ausgezeichnet.

  70. Gehirnwäsche - Teil 1
    Gehirnwäsche …

    … funktioniert ja tatsächlich, wenn man die Parameter beachtet und entsprechend beeinflussen kann.

    Experimente haben hinreichend gezeigt, dass solchem Ausgesetzte dann tatsächlich, ist er z.B. alleine in einer größeren Gruppe, also ein Schüler einer Klasse beispielsweise, einen blauen Pullover für rot hielten.

    Ich komme am Ende darauf zurück.

    Missionieren wollen ist halt vielen Medien und Politikern in diesen Tagen zu eigen.

    Die Verächter der Kanzelpredigten wollen nach der Erstürmung gern selbst predigen und erwarten Folgsamkeit den himmlischen Erkenntnissen gegenüber.

    Huch, schrieb ich grad himmlisch? Keine Bange, ich betreibe keine Gotteslästerung denjenigen gegenüber, die gläubig sind.

    Ich verachte einfach nur die moralintriefenden, sich selbst überschätzenden Hüter der „Wahrheit“ dieser Tage.

    Diese widerlichen Belehrungen grad heute, dass Castro ein Held und Freiheitskämpfer war und dessen Diktatur nicht im selben Abschnitt erwähnen, sind auf den ersten Blick schon als entweder Ausgeburt von Siphilis zu erkennen – entschuldigen Sie bitte – oder aber als allzu plumper Versuch, einer Diktatur den Weg zu ebnen.

    Die Menschen haben einfach die Prediger satt, die Keuschheit fordern und unter jeden Rock wollen, nein, schauen – die Wasser predigen und Wein saufen – die Anpassung an die Umstände vom „einfachen“ Bürger erwarten, selber aber angesichts ihrer staatlichen Versorgung aus dem Grinsen nicht rauskommen – die Rent a Sozi trotz heftigster Kritik vor einigen Jahren treiben, wohl wissend, dass die Medien das anders als bei Rüttgers nicht zum täglichen Thema machen – die hinter Sicherheitsschlössern sagen, wir schaffen das und dann die Oma allein lassen, die einer Straftat zum Opfer gefallen ist – die zulassen, dass Deutsche als Täter benannt werden, die Benennung eines möglicherweise anderen kulturellen Hintergrundes als Todsünde ansehen -, die tolerant sind gegenüber einem … Funktionär, der Deutsche als Köter bezeichnet, aber gleichzeitig verlangen, solchen Abartigkeiten mit Respekt zu begegnen – die behaupten, unser öffentliches Schulsystem sei gut, es sei noch mehr zu fördern, die eigenen Kinder aber auf Privatschulen schicken – die sich betroffen geben, aber z.B. wie Ministerpräsidentin Kraft die zur Aufklärung gewünschten Telefondaten nicht herausgeben, obwohl Vorratsdatenspeicherung ja auch gewünscht wird – die zulassen, dass eine bedürftige, alleinerziehende Mutter ohne Fernsehen wegen Nichtzahlung von GEZ-Gebühren in den Knast wandert, aber von Resozialisierungsgedanken im Sinne von denen sprechen, die in kürzester Zeit nach der 40. Straftat vom Haftrichter auf freien Fuß gesetzt werden – die aus Menschlichkeit Zuwanderern alle medizinischen Möglichkeiten eröffnet, diese aber älteren Deutschen verwehrt – die aus Gerechtigkeitsgründen Zugewanderten unmittelbar den Zugang ins Sozialsystem gewährt, auf einem Niveau, auf das ein Deutscher nach vierzig Jahren Arbeit in Arbeitslosigkeit fallend auf eben der Höhe gerät- die keine Gleichberechtigung fordern sondern Privilegisierung wie z.B. von Feministinnen et.al. – die Jubelarien wie zu Kaisers Zeiten fordern, wenn einmal ein Wort gesprochen wurde – die Seehofer für Meinungen abkanzelten, die heute selbst von politischen Gegnern gefordert werden, dazu aber schweigen – die eine Werbung verurteilen, in der ein uraltes Gesellschaftsspiel gespielt wird und das halt das Zusammensein einer Familie zeigen soll, weils ja faschistische Aussagen träfe und dem Bild der „neuen Rechten“ – grad hier im Blog von besonderer Bedeutung – entspräche, aber kein Wort zu Ehrenmorden, Kinderehen, Polygamie und dergleichen mehr verlieren usw. usf.

    So viele Politiker rufen begeistert, was für ein Glück diese Zuwanderung ist.

    Vor einiger Zeit gab es im Deutschlandfunk das Ergebnis einer Untersuchung eines studentischen Verbandes in Deutschland, der ausländische Studenten befragte, ob diese gern hierblieben oder nach ihrem Studium woanders hin wollten. Über 75% würden gern hierbleiben, aber viele dieser fühlten sich von den bürokratischen Hürden überfordert.

    Da werden also an deutschen Universitäten Menschen aus anderen Ländern qualifiziert, sprechen dementsprechend die hiesige Sprache, kennen hiesige Gewohnheiten, sind also integriert und ausgebildet und denen werden bürokratische Hürden in den Weg gelegt.

    Statt dessen werden z.B. maghrebinisch Abstämmigen, die vermutlich der Umstände wegen kriminell wurden, der rote Teppich ausgerollt, damit diese sich doch bitte erbarmen möchten, unser Land mit dieser Kultur auch weiterhin zu bereichern.

    Vermutlich werden auch islamische Friedensrichter und die mittlerweile stark angewachsene Zustimmung von islamischen Zuwanderern zur Scharia vor deutschen Gesetzen als Möglichkeit gesehen, unser Rechtssystem weiter zu entwickeln.

    • Wunderbar!
      „Diese widerlichen Belehrungen grad heute, dass Castro ein Held und Freiheitskämpfer war und dessen Diktatur nicht im selben Abschnitt erwähnen, sind auf den ersten Blick schon als entweder Ausgeburt von Siphilis zu erkennen – entschuldigen Sie bitte – oder aber als allzu plumper Versuch, einer Diktatur den Weg zu ebnen.“

      Wunderbar, welche Poesie, welcher Wohlklang, welche Weisheit, ich beuge mein Haupt.

    • Apropos Castro
      Da sagen Sie was. Gestern ein paar Mal in die Nachrichten gezippt (ARD), es hat gar nicht mehr aufgehört mit der Betroffenheit bezüglich Castros Tod und Lobhudelungen wegen seines Wirkens. Ban Ki Moon sagt dies, andere Politiker würdigen das, und Interviews mit Kubanern, wie traurig sie doch sind. Jedesmal wenn ich wieder reingezippt habe, ging es weiter, ich dachte nur, es muss doch mal aufhören, es gibt doch sicher noch andere Themen. Aber nein, prozentual war der Tod Castros das Hauptthema. Da fühle ich mich manipuliert. Wäre Castro vor 20 Jahren schon gestorben, wäre da auch so ein endloses Gewese darum gemacht worden? Das frage ich mich ernsthaft, und man sieht wohin die Reise geht …

    • Trump und die Wahrheit
      Bei zitierten Zetungskommentaren zu Castros Tod befand Spon als getreues Pflichtblatt des sozialistischen Populismus: „Am meisten irritiert der neu gewählte US-Präsident Trump“. Laut Spon bezeichnete Trump Castro als „brutalen Diktator, der sein eigenes Volk fast sechzig Jahre lang unterdrückt hat“.

      Absolut korrekt. Ein wirklich dummes Missgeschick von Trump, es überraschend und so explizit mit der Wahrheit zu versuchen. Das muss zwangsläufig irritieren.

      Für alle anderen ist verblüffend, wie schlecht die Wahrheit bei linken PC-Bigotten ankommt.

  71. Gehirnwäsche - Teil 2
    Gehirnwäsche funktioniert, ich habs leider erleben müssen und einige wenige male erfolgreich dagegen agieren können.

    Man sollte die Augen nicht vor diesen Möglichkeiten verschließen – machen Sie das bitte auch nicht.

    Milieu-, Informationskontrolle usw. können tatsächlich dazu führen, dass diejenigen, die wissen, dass der Pullover blauer Farbe ist, diesen als einen roten Pullover bezeichnen.

    Gehirnwäsche funktioniert schon ganz gut, wenn man um die Mechanismen weiß und diese umsetzt.

    Daraus leitet sich manch derzeitig zu Beobachtendes ab:

    Die Leute lassen sich ihre Beobachtungen und täglichen Erfahrungen nicht einfach so ausreden, da sich eben andere finden, die ähnliches erlebt haben und dieses miteinander teilen.

    Hatespeech, schon mal gehört?

    Einfach der zielgerichtete Versuch, genau diese nötige Informationskontrolle und -hoheit zu bekommen.

    Mit der Milieuhoheit und -kontrolle ist das schon etwas schwieriger. Aber meine werten Damen und Herren, der Staat hat viele Instrumente, um einen Menschen auch dieser noch recht freien Tage zu drangsalieren und einzunorden.

    Alle, und leider muß ich es ganz bewußt sagen, alle, die auf der Welle von Hatespeech agieren, wollen nichts anderes als die Bevölkerung einschüchtern, mundtot und willfährig machen.

    Ganz zufällig bezog sich eine Meldung über eine neue Zensursoftware von Facebook auf China. Ja klar, China :) Nein, Sie werden doch wohl nicht ungläubig sein und daran zweifeln, dass es möglicherweise für den westlichen Markt bestimmt sein könnte.

    Und gibt es schon Erkenntnisse, was Google so alles ausfiltert, damit wir nur ja nicht auf den Gedanken kämen, unsere Regierenden würden vielleicht doch den falschen Weg oder nicht so ganz richtigen einschlagen?

    Ich bedaure sehr, dass der Seeheimer Kreis kaum noch zur Geltung kommt, dass der konservative, oder gar liberale? Flügel der CDU namens Bosbach, März usw. abserviert wurden.

    Was ich nun gar nicht verstehe ist, dass die FDP nicht sehr viel lauter den Geist der Freiheit beruft, lauter und lauter und in vielen Bereichen.

    Ich verachte die AfD, aber die bietet leider derzeit anscheindend als einzige beachtete Alternative einen Widerspruch zum derzeitigen Diskurskatechismus.

    Ich vermute, es läuft grade ein Großversuch, um die Grenzen dessen zu testen, was durchgeht und was nicht.

    Und gnade uns allen Gott, es geht zuviel durch.

    • Super
      @Thomas Cgn
      Wirklich hervorragende Zusammenfassung der Undinge welche in unserem Land stattfinden.

      Mal eine Frage so ganz nebenbei.
      Es wird ja gerade gross schwadroniert, Iraker, Afghanen, Syrer, Nordafrikaner und Balkanesen so schnell es geht wieder nach Hause zu schicken.
      Was ist denn eigentlich mit den ganzen Schwarzafrikanern, welche per freundlicher Unterstützung von Frontex jede Woche zu tausenden übers Meer expediert werden?
      Bedeutet Grenzsicherung durch Frontex Fährdienste übers Mittelmeer?
      Sieht doch ganz so aus.
      Es war bisher noch so gar nix zu hören was mit diesen denn geschehen soll.
      Haben eritreische Wehrdienstverweigerer bei uns nun auch Anspruch auf lebenslänglich H4?
      Oder wie geht das weiter.
      Ich habe jedenfalls nichts darüber gefunden, das die auch wieder zurückgeschickt werden sollen.
      Hier in Ba-Wü, in unserem 100.000 EW Dorf sind auffällig viele auf der Strasse zu sehen.
      Wird mir schon langsam mulmig.
      Fussgängerzone meide ich schon länger ab mittags.
      Da sieht es dann eher aus wie in Beirut, als wie in Württemberg.
      Und in Italien scheint es zum Teil etwas ruppig zuzugehen, wegen diesen Neubürgern.

    • FDP und der Geist der Freiheit?
      Es waren doch immer nur einige wenige innert der Partei, die diesem Anspruch gerecht wurden.
      Ein Lindner versprüht diesen Geist jedenfalls nicht.

    • Abschiebungen. Da legt sich grad der Strobl grad mächtig
      ins Zeug.

      http://www.krone.at/welt/cdu-geheimplan-haerter-und-schneller-abschieben-abkehr-von-merkel-story-541257
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article159785793/Drastische-CDU-Plaene-zur-Abschiebung-von-Fluechtlingen.html

      Das ist reiner Wahlpopulismus. Glaubt denn der Schäuble-Schwiegersohn ernsthaft, dass Ägypten sich eine halbe Million Menschen schenken oder wohl doch eher verkaufen lässt? Und dass die dann alle dort bleiben? Mal abgesehen von der Logistik, die alle dorthin zu schaffen.

      Was Frontex, Triton, Sophia und wie die EU-Programme alle heißen, angeht, um Migranten aus dem Mittelmeer zu fischen, so sind das für mich die größten Schleuserprogramme überhaupt.
      Jeder, der sich registrieren lässt, hat Anspruch auf H4 und alle sonstigen Segnungen des Sozialstaates, auch Deserteure. Die nicht registrierten wissen ihren Lebensunterhalt anderweitig zu bestreiten.

    • Vielen Dank dafür.
      Sehr geehrter Thomas Cgn,
      nachdem Sie einleuchtend dargelegt haben, was derzeit an Verachtenswertem von Regierung und Cons. in diesem Land geplant bzw. schon durchgepeitscht worden ist, würde mich interessieren, was genau Sie an der AfD verachtenswert finden, der Sie immerhin Widerspruch zum „Mainstream“ bescheinigen.

      Bin zufälligerweise hier gelandet und genieße den tiefgründigen, treffsicheren und humorvollen Informationsaustausch und vor allem den durchgängig respektvollen Umgangston, der hier vorherrscht.
      Es wird hart werden, zur Eintönigkeit der regionalen und überregionalen Anzeigenblättchen zurückzukehren, aber zum Glück verfüge ich über einen gesunden Masochismus. Außerdem könnte es doch sein, dass man in Kürze auch dort die Leinen los lässt (s. Palmer nearby – oder war das ein taktisches fake?).
      Danke für eine Antwort und besten Gruß
      Johanna

    • JoJo
      Nur ganz kurz angerissen:

      Ich verachte z.B., wenn Ängste geschürt werden, um dadurch etwas zu erreichen, ich verachte, wenn Ressentiments gegen Migranten ungeachtet deren Wesens und Verhaltens geschürt werden wie im Fall Boateng, ich verachte nachdrücklich, wenn durch Gerede vom 1.000 jährigen Deutschland durch Höcke eine Nähe zum Nationalsozialismus geäußert wird.

      Das muß leider jetzt in der Kürze genügen.

  72. Faktenverschleierung ist antiaufklärerisch
    Es wird von Seiten der zeitgenössischen Linken immer so getan, als stehe sie allein in der Tradition der Aufklärung und als habe sie einen Anspruch auf alleinige Wahrheit. Aber genau mit Letzterem widerspricht sie sich und enthüllt ihren antiaufklärerischen Charakter. Sie steht eher in der Tradition eines selbstinstallierten, jahrzehntelangen Feudalismus, den man berechtigterweise als intellektuellen Absolutismus bezeichnen könnte. Die geistige Tyrannei, die von der Linken in den letzten Jahrzehnten errichtet wurde und die sich in Formen wie der politischen Korrektheit und des Genderwahns äußert, muss mit aufklärerischen Mitteln, also durch Einsatz des Verstandes, bekämpft werden.
    Die Linken (hierzulande also mittlerweile fast alle und Opposition versucht man politisch zu verhindern) sehen sich selbst als unfehlbar und als Herren des Denkverbots. Sie behaupten gegen besseres Wissen Dinge, die einer Situation vergleichbar sind, in der die Kirche einst behauptete, die Erde sei eine Scheibe und jeden Wissenschaftler (wie etwa Galileo Galilei) bekämpfte, der anderes äußerte. Sie setzen die Presse zur Zensur, zur Unterdrückung andersartiger Meinungen und zur Beeinflussung, Manipulation und Verdummung ein. Versuche aufklärerisch zu wirken und das Volk auf diese Dinge hinzuweisen werden von ihnen als Populismus (was etwas völlig anderes ist) diffamiert. Mit solch perfiden Mitteln versucht die absolutistische Linke sich gegen jede Kritik zu immunisieren.
    Ein neues Mittel der Aufklärung sind soziale Medien, wo mehr oder weniger frei Meinungen kursieren und diskutiert werden dürfen. Die totalitaristische Beeinflussung wie sie gerade heutzutage durch Teile der Medien praktiziert wird steht dabei in der Tradition der Bücherverbrennung oder Gleichschaltung der Nazis oder des Stalinschen Wegretuschierens von Fakten in Enzyklopädien. Ein Beispiel: im Zuge der Asylkrise wäre es in der besten rationalistischen Tradition gewesen, für die Betroffenen eine optimale Lösung zu finden. Im Falle syrischer Flüchtlinge hätte von Verstandesseite her viel dafür gesprochen, unter Mithilfe der UN sichere Schutzzonen in nahe Syrien gelegenen (noch dazu sehr reichen) Ländern wie Saudi-Arabien oder Katar einzurichten. Im Sinne der Gegenaufklärung war es, dass solche Ideen in den Medien gar nicht erst diskutiert werden durften.

    Ein anderes Beispiel für das irrational-antirationalistische Verhalten in Zusammenhang mit dem Genderabsolutismus: dieser vergewaltigt Sprache, denn er untergräbt die Prinzipien der sog. Sprachökonomie. Französisch war die Sprache von Voltaire, Rousseau und Diderot. Bei sehr genauer, also pharisäerhafter, Betrachtung, ist sie in keinster Weise gendergerecht. Beispiel: für eine gemischte Gruppe, der nur ein einziges männliches Mitglied angehört (unabhängig davon wie viele weibliche Mitglieder es gibt) verwendet man das Pluralpersonalpronomen „ils“. Die Differenzierung in männlich und weiblich bei zweiendigen Adjektiven durch Markieren der weiblichen Form mittels „e“ kann bei pharisäerhafter Auslegung als diskriminierend ausgelegt werden. Ebenso die generelle Existenz unterschiedlicher männlicher und weiblicher Formen („le, la“/un, une“). Bei anderen romanischen Sprachen wie dem Spanischen oder Italienischen verhält es sich ähnlich.
    Das Französische gendergerecht zu machen ähnelt einer Aufgabe, die dem Austrinken eines Ozeans gleichkommt. Der Material- und Mittelaufwand würde gigantische, kaum zu beziffernde zeitliche und materielle Ressourcen verschlingen. Wer nur etwas Verstand hat wird sehen wie irrational dieser Versuch wäre. Abgesehen davon, dass sich die Franzosen mit Zähnen und Klauen gegen diese Vergewaltigung ihrer Sprache wehren würden (ich bin studierter Anglist/Romanist mit viel Auslandserfahrung, grenznah zu Frankreich aufgewachsen und kann dies beurteilen).
    Und: die französische Nationalhymne ist genau betrachtet ein Aufruf zur Gewalt. Es finden sich dort Passagen wie „…qu’un sang impur abreuve nos sillons [damit ein unreines Blut unsere Ackerfurchen tränkt]“. Bei Anlegen zeitgenössischer „political correctness“-Maßstäbe müsste man sie daher verbieten.
    Damit dürfte der Beweis erbracht sein, dass die pharisäerhafte Verstiegenheit der „political correctness“- und Genderapologeten eben gerade nicht in der Tradition der Aufklärung steht-im Gegenteil.

  73. Fortschritt
    Es gibt doch noch Fortschritt. Gegen die versammelte Medienmacht wurde ein Präsident gewählt, der diese Medien beschimpfte.
    Dabei kommt er aus dem selben Verbrecher-Klan, allerdings aus einer andere Familie. WIr haben es also mit einem Machtkampf verschiedener ehrenwerter Familien zu tun. Trump ist ein Aufsteiger, ein Neuankommer, der alte Interessen gegen sich hat.
    Immerhin hat er ein paar vernünftige Ansichten was die Zusammenarbeit mit Putin anbelangt. Das kann uns ein paar Jahre Frieden schenken.
    Hoffen wir das….

    • Ich glaub ja nicht, dass wir für einen Krieg hier Putin oder Trump brauchen.
      Inzwischen kriegen wir das ganz alleine hin – mit denen, die da beständig anlanden. Oder glaubt etwa noch einer, dass das auf Dauer zu einem friedlichen Miteinander werden kann? Da sind die Ansichten denn doch zu verschieden.
      Eine Seite wird dabei drauf gehen.

  74. Mutters Weisheit
    Bei uns hieß es früher manchmal: „Der lügt wie gedruckt.“ – es scheint also keine Erscheinung zu sein, die erst seit kurzem feststellbar ist. (Bei meiner Anmerkung am Anfang des Blogs wollte ich eigentlich nur nachfragen, ob jemand etwas genaueres weiß.)

  75. Wutjournalisten
    Der Artikel liest sich wie ein wütendes Pamphlet eines wütenden Journalisten.
    Auch wenn durchaus nachvollziehbar macht der Autor hier doch ebenfalls die Fehler, die er im Artikel – zu recht – kritisiert: Er polarisiert und nutzt nur Argumente/Fakten, die seinen Artikel und der dort vorgestellten Meinung dienlich ist, nämlich dass Fake-Meldungen nur deshalb als Fake bezeichnet werden, weil sie der „Medienmeinung“ widerspricht.
    Der Autor verkennt nämlich, dass auch Meinungen (wie seine eigene) mit Fakten nichts zu tun haben müssen. Es ist also eben kein Quatsch, von Post-faktisch zu reden, denn selbst die Medien halten immer weniger von der Verbreitung von Fakten und schlagen sich immer mehr auf die – weil mehr Gewinn versprechende – Seite der Empörung und des Skandaljournalismus.
    Atürlich liest sich auch mein Kommentar als der eines wütenden Bürgers, nur nehme ich für mich auch nicht in Anspruch, neutral zu sein.

  76. @Don Alphonso, 27. November 2016, 05:11 Uhr: "Wen meinen Sie?"
    Ich beziehe mich auf die Syrer, die in Leipzig ihren mutmaßlich ein Attentat planenden Landsmann der Polizei übergaben, der dann in U-Haft tot aufgefunden wurde.

    Aufgrund des Todes in U-Haft erreichte das rassistische Sachsen-Bashing in den MSM einen neuen Höhepunkt. Diese Syrer wurden von Politikern gefeiert und u. a. für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

    Es hieß dann später in WON, diese Syrer seien in Polizeigewahrsam genommen worden, um sie vor eventuellen Racheakten zu schützen. Danach war, soweit mir bekannt, komplett Schluss mit der Berichterstattung.

    • und es ging noch weiter -
      denn der Bruder des Toten wollte sich doch auch noch auf die ihm gewohnte Art in den Fall einmischen, wurde in Schlagzeilen vermeldet.
      Scheint so, als hätte der sich wenigstens beruhigt – oder hat dazu jemand neue Erkenntnisse?

  77. Die Avantarde des Postfaktischen
    Vielen Dank für die kluge Analyse. Aber wird nicht die Quelle des Postfaktischen verhehlt. Waren es nicht gerade die Grünen, die die systematische Nutzung von Fake News zur Vorbereitung ihrer Agenda genutzt hatten? Man nur aus neuesten Zeiten denke man an: Der Tsunami 2011 in Japan habe 16000 Menschen in Japan getötet, Kernkraftwerke seien eine besonders unsichere Technik (einfach einmal Death per Terwatt googeln, sogar für Solarenergie sieht es schlechter aus), Tritons Aussage zur Zigarettensteuer, die sogar Bütikofer und andere als postfaktisch einordnen mußten. Sicherlich wurde auch schon vorher häufig mit Fake News etc. operiert. Aber mich würde einmal interessieren, ob nicht gerade die Grünen, diese so systematisch wie keine andere Partei in die Politik der Bundesrepublik eingebracht haben und die AfD, sofern sie es überhaupt tut und es nicht nur unterstellt wird, Früchte erntet (für Trump dürfte das natürlich keine Bedeutung spielen).
    Interessant in dem Zusammenhang auch die Heute-Show von vorgestern: Dort wurde zum Trumpismus in der AfD ein Interview mit Herrn Höcke herangezogen, wo er – statistisch völlig korrekt – auf hohe Ausländeranteile in bei einigen Straftaten hinwies, aber offensichtlich mangels Wissen sich bei der Frage wand, ob dies auch für Vergewaltigungen gelte. Trump hätte sicherlich – fast nie um knappe und prägnante Antworten verlegen – einfach mit ja geantwortet und laut Wikipedia im Übrigen auch noch ins Schwarze getroffen. Es sind 2013 (also vor Köln und Flüchtlingen 28% gewesen, und Köln legt nahe, das es sich eher jetzt schlechter gestaltet). Hier wird eine besondere Ehrlichkeit mit Daten und Fakten zum Vorwurf, wenn auch innerhalb einer Satiresendung gestaltet.

  78. Der Ursprung des Postfaktischen
    Vielen Dank für die präzise Analyse. Mich würde aber auch interessieren, wer tatsächlich das Postfaktische, bzw. die FakeNews besonders popularisiert hat. Und ist bei mir seit langem das Gefühl entstanden, daß es sich um die Grünen handeln muß und die AfD hier, wenn überhaupt, die von den Grünen gesäten Früchte sammelt. Man denke nur in letzter Zeit an 2011 Claudia Roth: 16000 Tote durch Fukushima (wenn es inzwischen überhaupt einen gibt, bewegt sich die Zahl im einstelligen Bereich) aber die Bundesregierung genierte sich nicht in ihrem Facebookaccount dieses Jahr diese Fake News selbst zu übernehmen, Kernkraftwerke sind eine besonders unsichere Technik (pro Terawattstunde haben Kernkraftwerke laut Statistik weniger Todesopfer verursacht als Solaranlagen sic!) und ganz zuletzt Trittins Behauptung zur Zigarettensteuer.
    Interessant in dem Zusammenhang auch die Heute Show von vorgestern:
    Hier will man AfD und Trump mithilfe eines Interviews mit Bernd Höcke gleichstellen: Höcke hat korrekt dargelegt, daß Ausländer bei Kriminalitätsstatistiken in manchen Bereichen überproportional häufig in Erscheinung treten. Die Interviewerin will nun wissen, ob dies auch bei Vergewaltigungen der Fall ist. Höcke weicht der Frage aus, offensichtlich, weil er die korrekte Antwort nicht weiß. Dies wird ihm zum Vorwurf und zur Verbreitung von FakeNews im Trumpstil gemacht. Dabei wäre die Antwort laut Wikipedia ja gewesen. Aber Höcke blieb ja sogar so ehrlich die Frage nicht einmal zu beantworten. Meine Vermutung wäre, daß Trump mit ja geantwortet hätte und dabei auch noch (wie nicht immer) die Wahrheit getroffen hätte.

    • Ja, sehe ich auch so...
      …. Es gibt einen mE lesenswerten, überspitzten Artikel von A. Pirincci, Die Lügenpartei, im Netz zu finden, der den postfaktischen Kern der GrünInnen treffend herausarbeitet…

    • Bernd Zeller: "Die Merkelsche HAndhaltung ist postquadratisch"
      s.353 in zellerzeitung.de

      Er hat das wiedermal erschöpfender behandelt als es mir möglich war…

  79. Aporopos "Lügenpresse"
    Lese gerade die (sehr gute!) Neuübersetzung von George Sand „Winter auf Mallorca“, geschrieben vor fast 200 Jahren. Darin schreibt die renommierte Autorin, die nun völlig unverdächtig sein dürfte, mit der späteren PEGIDA irgendetwas gemein zu haben, über den Journalismus: „Diese Stimme der Menschheit, die uns nun jeden Morgen beim Erwachen mitteilt, wie die Menschen den Vortag verbracht haben, dabei mal große Wahrheiten, mal schlimme Lügen verbreitet ….“ So neu ist das offensichtlich nicht, dass Journalisten gelegentlich auch mal lügen.

    • Nein. Beschaffen Sie sich mal eine Biographie von Pietro Aretino, dem Begründer des modernen Journalismus – das waren noch Zeiten. Der hatte noch Anstand und erpresste nur ein paar Prominente, aber seitdem geht es abwärts.

    • "So neu ist das offensichtlich nicht, dass Journalisten gelegentlich auch mal lügen."
      Nein – ich glaub auch, dass das nicht neu ist – und dass hinter einer Zeitung immer ein kluger Kopf sitzen musste, zum selber denken.
      Nur dass gerade alle in die gleiche Richtung „lügen“ und dass nur noch eine Meinung gültig sein soll – das kommt bei mir so falsch an.
      In der Politik – und bei den Medien.
      Mich hat es anfänglich verunsichert – dass ich so gänzlich anderer Ansicht war. Dass ich z.B. schon damals in Budapest keine „Schutz suchenden“ erkennen konnte.
      Ich begann zu suchen, zu hinterfragen, zu überprüfen…
      Und habe nicht nur im Netz andere gefunden, die das auch tun.
      Aber natürlich weiter viele, die im sogenannten „mainstream“ mit schwimmen.
      Und ich bin sehr gespannt, wie das alles weiter geht…

  80. Ein Märchen gegen Medienmärchen
    http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/willkommnistan-ein-maerchen-aus-der-spiegelwelt/

    Der Ausgang ist bisher noch einigermaßen offen. Wie lange noch? Wer weiß?

  81. @Ursprung des Postfaktischen
    Gute Frage!

    Die nächste Frage wäre, wozu dieser Begriff taugen könnte, außer um ihn als Schlagstock gg. Andersdenkende zu benutzen.
    Mir fällt da eigentlich weder philosophisch noch soziologisch auch nur irgendwas ein.

    Für mich ist es ein mieser Mode“begriff“ zur vornehmlichen Verwendung durch Pseudointellektuelle gedacht.
    Also doch noch ein Zweck dieses Begriffes: er ist weniger ein Analytischer Begriff für Realien als mehr Ausweis, wen man da vor sich hat.

    • Schlagstock, postfaktisch
      Ihre beiläufige Definition ist, sozusagen, zweihändig schlagend; denn man hat es mit DemagogInnen zu tun.

    • Lichtenberg, wir wissen aber alle, wer diesen Begriff nun auf die große polit.Bühne gehoben hat
      und mit diesem Namen jener Frau fülle ich das von Ihnen Gesagte

  82. überhöht
    Lieber Autor, es hätte völlig ausgereicht, wenn Sie ein Rundschreiben an die verehrten Kollegen geschickt hätten.Die Selbstbeweiräucherung, veröffentlicht zu werden, belästigt nur den Leser. MfG

    • Ich hoffe, Sie nehmen meine demütige Entschuldigung huldvoll an.

    • mfG
      Entschuldigen Sie den Autor bitte, dass er sie zum Lesen provozierte.

    • SW!
      Ich wusste es! Und Ihre Einsendung ist der ultimative Beweis.

      Dieser Don hält im Domestikenflügel eines seiner Anwesen Menschen gefangen, die ihm – vermutlich unter dem Einfluss von Drogen wie Erdinger Weißbier o.ä. – widersprechen müssen.

      Damit will er von der verdächtigen Tatsache ablenken, dass seine Leserschaft ihm in einem Umfang zustimmt, den wir sonst nur aus der Volkskammer kannten.

      Sollen wir Sie befreien?

  83. "Kann es sein, dass die Wähler aufgeklärter als Journalisten sind"
    Sicher bestimmen die Wähler wer gewählt wird und es stimmt auch, dass einige Medien Ihre glaubwürdigkeit verlieren, weil sie zu positioniert sind.
    Aber den Medien im Allgemeinen widersprechen zu wollen (!) ist auch nicht ungefährlich.
    Außerdem hat der Wähler nicht immer recht. Hatten die Wähler z.B. 1932 recht?
    Das Beispiel ist zwar schon ziemlich ausgelutscht aber es ist nun mal eins.
    Ich finde, dass man dem Wähler zumuten kann, dass er sich Gedanken machen muss, wohin diese Richtung führen kann.

    • Ts, ts, ts
      Immer diese neumodischen Ideen….

      „Ich finde, dass man dem Wähler zumuten kann, dass er sich Gedanken machen muss, wohin diese Richtung führen kann.“

      Nein, nein, das Volk wird das auch künftig stets genauso machen wie immer schon!

      Da könnte ja jeder kommen!

    • Ach so.
      Sie sprechen dem Wähler scheinbar aus dem hohlen Bauch heraus sowohl die Fähigkeit als auch den Willen ab sich seine Gedanken zu machen nur weil er nicht den Leitmedien folgt?

      Es ist ein gefährliches Demokratieverständnis, wenn das Wahlrecht unterschwellig mit Political Correctness relativiert wird und wenn „der Wähler“ abgekanzelt wird wenn er sich nicht an die Richtungsvorgabe gehalten hat. Der Wähler ist frei in seiner Entscheidung und ob er richtig oder falsch entschieden hat wissen wir grundsätzlich erst in der Zukunft.

      Die „Zukunft“ ist eine schwierig und komplex und es ist unmöglich den richtigen Kurs im Detail vorab zu kennen. In funktionierenden Demokratien sind deshalb periodische Kurskorrekturen durch Term Limits für Schlüsselpositionen zwingend vorgesehen. Dass eine Kanzlerin zum vierten Mal antreten kann ist in den USA unmöglich.

  84. Eher friert die Hölle zu,...
    als dass die Deutschen, die gerade von der NYT zum letzten Bollwerk der Demokratie ausgerufen wurden und sich damit endlich einmal auf der richtigen Seite der Geschichte wiederfinden, ausgerechnet jetzt ins Grübeln kämen.

    Da werden lieber Pimpfe und Volkssturm Seit‘ an Seit‘ in die hastig am Dorfrand geschaufelten Panzergräben abkommandiert, um zumindest das Sichtbarwerden des leibhaftigen Gottseibeiuns noch zu verhindern:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/nichtegal-nichteuerernst-youtuber-fuer-respekt-im-netz-14449642.html

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundestagswahl-2017-stroebele-soll-afd-gauland-als-alterspraesident-verhindern-14547327.html

    Derweil auf der anderen Seite des Flusses das Werben der Etablierten um die Gunst derer, die noch gestern die Schmuddelkinder aus der Unterstadt waren, bereits begonnen hat:

    http://www.krone.at/oesterreich/fpoe-chef-strache-beendet-rot-blaue-fantasien-nach-kuschelshow-story-541198

    • Zu nichtegal und dem Problemen von Google an den Schulen habe ich aber auch was geschrieben.

    • "Stroebele soll AfD-Gauland als Alterspräsident verhindern"
      Ich erinnere an die Verenkungen im Bundestag um 2005 die Wahl von Lothar Bisky zum sechsten Vizepräsidenten zu verhindern.
      „Die Union habe verstanden, daß diese Art der Ablehung Biskys die Linkspartei unbeabsichtigt stärke. In der Umfrage „Deutschlandtrend“ der ARD hat sie tatsächlich gegenüber dem Wahlergebnis von 8,7 Prozent leicht gewonnen. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Raab sagte dagegen der Zeitung „Freie Presse“, es sei voherrschende Ansicht in der Union, einem früheren Kommunisten nicht die Stimme zu geben.“ FAZ am 21.10.2005

      Der Versuch, neue Parteien erstmal wegzubeissen, gehört offenbar zum normalen Procedere.

  85. @Claassen/Heuse
    Das mit dem Zahler ist so eine Sache. Ich habe über Jahrzehnte die FAZ im Abo bezogen, im Ausland, ind Deutschland, später als Teil eines Firmenabos, noch später wieder selbst bezahlt.
    Da gibt es Tage, da fehlt die Zeit zum Lesen, manchmal reicht es nicht mal für die Schlagzeilen, an anderen Tagen reicht es sogar für das ganze Blatt. Der Preis ist happig, aber für die letzte Zeitung des Landes, die Information und Meinung trennt und verschiedene Meinungen nebeneinander zu Wort kommen lässt, angemessen.
    Und dann merken Sie, wie sich schleichend etwas verändert. Zuerst war es der Wirtschaftteil, der vermehrt aus nachgedruckten Pressemitteilungen von Unternehmen bestand, nicht einmal paraphrasiert, sondern wörtlich die PR Mitteilung oder dpa.
    Dann besteht der Finanzteil immer noch aus seitenweise Billigmaterial, kein Mensch benötigt im Internetzeitalter über viele Seiten Kurse von Fonds oder Aktien, die sind nur einen Klick away. Inhaltlich sind die Artikel dünnbrüstig und für jemanden, der Finanzen lebt und beherrscht oft schwer erträglich. Artikel über die eigene Branche in der Regel falsch, dünn und schlecht recherchiert, was zu Schlussfolgerungen verleitet, was die Inhalte über andere Branchen und unbekanntere Unternehmen im Wirtschaftteil angeht. Den Abgang der Kolumne von Volker Loomann habe ich als Verlust empfunden und den Ersatz als zu banal.

    Todesanzeigen sind mir egal, das Feuilleton ist mir oft auch egal.

    Der Sportteil ist unverändert gut und vielseitig, aber ehrlicherweise so nebensächlich, dass ein gutes Buch oder selbst Sport treiben sinnvollere Beschäftigungen sind.

    Politik war mal das Aushängeschild und richtig gut, vielseitig, hintergründig und allein das Geld wert. Das hat sich aber über die letzten Jahre so verschlechtert, dass wir unser Abo gekündigt haben, eine Zeitung die nach 5 Minuten im Altpapier landet, brauchen wir nicht. Die Artikel sind flach, inhaltlich einheitsbreiig, ohne Meinungsvielfalt und mit einseitiger Informationsselektion. Simpel das Geld nicht mehr wert.

    Persönlich finde ich das schade, Spiegel war schon vor 30 Jahren ein Kampfblatt mit Zielgruppe Lehrer, die taz schon immer die Bildzeitung für Alternative, die Süddeutsche für einen Norddeutschen zu sehr Münchner Lokalblatt, Welt das CDU Verkündungsblatt, insofern war die FAZ die natürliche Wahl, aber die Altpapiertonne bekommen wir auch ohne voll.

    Ich finde aber auch international geht der Trend nicht in Richtung Qualität, sondern in die Gegenrichtung. Economist, FT, CNN, etc sind schwächer geworden, CNN ganz eklatant, Times, Newsweek, WP oder NYT oder WSJ, alles dünner und oberflächlicher.

    Ich denke schon, es gäbe einem Markt für Qualitätsjournalismus, vielleicht sogar auf Deutsch, aber dieser Markt wird im Moment nicht bedient. Vielleicht ist aber die Zeit der Printmedien einfach bald zuende.

    Um zurück zum Ausgangspunkt zu kommen: Ja, Sie sind als Leser und Käufer der FAZ in der Minderheit, aber dafür gibt es Gründe und ich glaube schon, dass andere „Nichtmehrabonnenten“ auch ihre Gründe haben.

    • Bürger und Käufer
      @Bürger, ich teile weitgehend Ihre Erfahrungen und auch einige Ihrer Einschätzungen.
      Aber mit Ihrer Vermutung „Ich denke schon, es gäbe einem Markt für Qualitätsjournalismus, vielleicht sogar auf Deutsch, aber dieser Markt wird im Moment nicht bedient. Vielleicht ist aber die Zeit der Printmedien einfach bald zuende.“ kann ich nichts mehr anfangen.
      Ein von Ihnen (aus akzeptablen Gründen) immer weniger goutiertes Printmedium (die FAZ) stellt ein Blog zur Verfügung und bedient so den Markt mit Qualitätsjournalismus – so könnte man es doch sehen. Zudem zahlt die FAZ dem Don dafür hoffentlich ein Silberkännchen- und Rokokogemälde-gerechtes Salär, investiert also, und da fände ich einen Hauch weniger FAZ-Bashing (ich meine nicht Sie) und einen Hauch mehr Ermunterung, gar Anerkennung schon angemessen.

    • Titel eingeben
      „Artikel über die eigene Branche in der Regel falsch, dünn und schlecht recherchiert“
      .
      Das kann ich für die Musikbranche bestätigen.
      (ich arbeite darin sei 46 Jahren und las auch Zeitungen/Magazine: traurig)

    • Loomann schreibt in der FAZ immer noch Mittwochs -
      ja – und obwohl er Verhältnisse als problematisch beschreibt, die ich nur ehrfürchtig bewundern kann, lese ich ihn gerne wie Sie!

    • "Journalisten haben keine Ahnung, aber eine Haltung"
      Das ist noch verständlich. Aber wenn es dann keine intellektuelle Handwerkerehre mehr gibt und gleichzeitig die Zeit für auch nur die allerkleinste Recherche fehlt, dann springen einen eben die Syntaxfehler schon im Vorspann an.

      Wer soll’s ändern? Die kleinen Prinzen der Generation Y sicher nicht.

      Also nur noch Bücher lesen und hoffen …

    • Wegen Don schon muss man in die Verteidigung springen
      Sehe ich auch so, Herr Claassen. Dons Präsenz hält mich davon ab, in das Bashing einzustimmen.
      Wer im Finanz- und Wirtschaftswesen orientiert sein möchte, kommt um die FT nicht herum.

      Eine Frage wird nie aufgeworfen, und zwar die nach Henne und Ei: Könnte es sein, dass die Masse heute ungebildeter und oberflächlicher ist als früher, dass also sehr tiefgehende Zeitungen sich über eine abnehmende Menge an gründlich interessierten Lesern nicht mehr finanzieren können?

    • FAZ
      Meine volle Zustimmung. Nicht nur der Politikteil ist mMn irreparabel beschädigt („Zerfall und Verwesung“, wohin man schaut – das Grauen hat einen Namen – jbe), das einst exzellente Feuilleton ist nach Schirrmachers Tod ebenfalls auf dem Weg downhill.

      Zustimmung auch zu Ihrer Einschätzung des Finanzteils: Der war in den späten 90er/ frühen 00er Jahren richtig gut – aber nur im deutschen Kontext, wohlgemerkt.

      Zur FT: leider ebenfalls im Abstieg begriffen. Jeder Bericht von Wagstyl über die AfD ist faktisch falsch. Ich behalte zähneknirschend die online-subscription, weil ich durch die FT die Informationen zu Asien und commodities bekomme, die ich für meinen Job brauche.

      (Handelsblatt btw: nicht satisfaktionsfähig.)

    • @Bürger: Ja, aber dennoch (zumindest vorläufig) Abo
      Mit geht es mit dem FAZ-Abo in gewisser Weise ähnlich, wie Sie das beschreiben. Einerseits ist der zu entrichtende Abopreis (incl. FAS) schon ein Hub, und die schwäbische Ehefrau verlangt bei der Aufstellung des Jahresbudgets halbwegs wetterfeste Begründungen für den Posten ….

      Andererseits bekommt man in der Print-Ausgabe und generell in der FAZ immer noch einiges geboten, das es lohnt, finanziert zu werden. Ich denke dabei jetzt weniger an den werten Don, der wird überall ein Plätzchen finden, wo er uns mit seinem stimulierenden Gedanken- und Erfahrungsmix erreicht.

      Ich denke z.B. an * Rainer Herrmann, der sich in Geschichte, Kultur, und Politik Vorderasiens gut auskennt, * Michael Martens (ab jetzt nur kurz: Türkei, Balkan), * Holger Steltzner (Kommentare zur Politik und Wirtschaft), * Rainer Hank (Marktwirtschaft), * Kerstin Holm (Russland), * Gina Thomas (UK), * Michael Hanfeld (Medien), * Mechthild Küpper (RHS), * Heike Schmoll (Bildung). *** Frank Schirrmacher war natürlich ein großer Verlust, und * Jürgen Kaube ist durch seinen Wechsel in die Herausgeberschaft weniger mit eigenen Beiträgen im Blatt präsent. [Jetzt habe ich auch einmal Sternchen an die Redaktion vergeben dürfen – btw eine unsägliche Praxis der Online-Redaktion, erwachsenen Menschen Lehrer-Sternchen für ihre Leserkommentare zu vergeben, ich habe mir das zwei-drei Mal verbeten, dann habe ich keine mehr bekommen, naja vielleicht auch keine mehr verdient.]

      Bei der Sport-Redaktion fällt mir auf: Früher wurde schon bei einem Unentschieden der Eintracht eine volle Seite verballert! Heute (FAS) nach einem Sieg und Platz 3 in der Tabelle gerade einmal eine halbe Seite. Was ist da los? Rekrutierungsfehler bei Einstellung der Sport-Redakteure? Keine Eintracht-Fans mehr in der Radaktion?

      Aber insgesamt beschreiben Sie die Tendenz schon richtig. Immer mehr fremd eingekaufte Agentur-Massenware, deren Inhalte öfter anscheinend nicht mehr überprüft und kritisch durchdacht, zunehmend austauschbar. Mal sehen, wie das weitergeht.

    • Bürger
      „Ich denke schon, es gäbe einem Markt für Qualitätsjournalismus,…“

      Ein Markt, bzw ein Marktsegment muss um Überlebensfähig zu sein eine Mindestgrösse haben, und die gibts in diesem Falle eben nicht.
      Man mag über den Begriff des post-faktischen Zeitalter spotten, aber das ist ein gefährlicher Fehler.

      Wenn die allermeisten Menschen heutzutage überhaupt mal etwas lesen, so soll es kurz sein, (twitter-mässig!!!) und den eigenen Standpunkt bestätigen. Das wird gern konsumiert!
      Und, das bekommt man im Net kostenlos….

      Dazu kommt dann noch, dass es unter der selber denkenden Minderheit ja auch noch die verschiedensten Standpunkte gibt, was das Marktsegment weiter aufsplittert.

      Wieviele Leute glauben sie, gibt es in DE die sowohl Cicero, als auch Titanic lesen? Die Gräben sind zu tief und so hat man als Kategorie einzig noch die Quantität, die Zahl der Wähler, der Leser, derjenigen die dies oder halt das Gegenteil für die unumstössliche letzte Wahrheit halten.

      Dieses post-faktische Zeitalter beginnt gerade erst.
      Als Erstes hat man eine Meinung, dann „informiert“ man sich und zwar mit allem was die eigene Überzeugung bestätigt.
      Sogar in diesem Blog können sie das deutlich sehen….

  86. Titel eingeben
    „erpresste ein paar Prominente“
    … da möchte ich (erneut) an Karl Kraus erinnern und sein: „Hinaus aus Wien mit dem Schuft“.

  87. Wir haben mit dem Internet eine neue Situation in der öffentlichen Meinungsbildung, wir haben es -
    um mit Habermas zu sprechen – mit einem Strukturwandel der Öffentlichkeit zu tun. Die führenden Parteien und die Medien können nicht als gatekeeper des Internet fungieren. Diktatoren haben das schon realisiert und gehen dagegen vor: Erdogan läßt teilweise das Internet abschalten, China unternimmt umfangreiche Lösch- und Sperraktionen, Putin hat eine Troll-Armee aufgestellt, Nord-Korea … Soweit werden die regierenden Parteien nicht gehen können, aber daß Herr Maas an einer organisierten Internet-Zensur über die Seitenbetreiber und über spezielle Vereine, die in den Lücken der Rechtstaatlichkeit arbeiten sollen, arbeitet, ist bekannt.
    Wir haben allerdings das leidliche Problem, daß mit dem Internet plötzlich in der Öffentlichkeit ist, was „am Stammtisch“ durchaus schnell mal und drastisch gesagt und angebracht ist – und dann eben war es das damit. Allenfalls sagt man da dann, „na so kann/sollte man das aber nicht sagen“, und damit ist so manche schnelle Bemerkung vergessen. Das Internet aber vergißt nichts. Natürlich hat wie jeder Kneiper das Recht hat, zu sagen, das will ich in meinen Räumen nicht hören, auch jeder Internet-Seitenbetreiber hat das Recht, zu entscheiden, was auf seinen Seiten zu lesen ist. Aber kann man Seitenbetreiber dafür haftbar machen, wenn sie etwas nicht gelöscht haben? Was erlaubt und tolieriert ist, und was nicht, obliegt gewöhnlich dem Urteil der öffentlchen Meinung (Das BGB nennt das „die guten Sitten“. Was verboten ist, kann in einem Rechtsstaat nur ein Gericht aufgrund von Gesetzen entscheiden.). Im Internet wäre das also die Reaktion der Internet-Community selbst (Bei WIKIPEDIA klappt das eigentlich summa summarum ganz gut.). Damit haben wir aber ein Problem: Nicht umsonst heißt es, man soll Trolle nicht füttern, denn dann blasen sie sich immer mehr auf.

  88. Ich bin so mutlos, hoffnungslos...
    Lieber Don Alphonso,

    wieder einmal großes Kompliment für Ihren Artikel, für Ihren Schreibstil, der so wunderbar unaufgeregt den Finger in die Wunde legt.

    Ich bin mittlerweile einer hoffentlich vorübergehenden Mutlosigkeit anheimgefallen (ich hoffe es ist nur eine Phase). Es gab einen kurzen Hoffnungsschimmer, nachdem die Wahlen in den USA so ganz anders gelaufen sind, als es vom linken Establishment und von einer breiten Mehrheit (auch) deutscher Journalisten gewünscht war.

    Aber mittlerweile habe ich den Eindruck: die Gräben zwischen denen, die sich im alleinigen Besitz der „Wahrheit“ wähnen, und denen, die den Begriff „Wahrheit“ ganz generell zu hinterfragen wagen – diese Gräben sind eher tiefer geworden.

    Beim Durchlesen der deutschen Zeitungen bin ich immer wieder erschrocken, wie sehr sich dort die Autoren auf der „richtigen“ Seite wähnen. Ich fürchte, gegen so viel Überzeugtheit kommt man auf die Dauer nicht an – oder täusche ich mich da? Hoffentlich.

    Ich habe in der Schule jedenfalls das Zweifeln und das Fragen gelernt, nicht das Überzeugt-Sein. Ich habe gelernt: „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“. Heute bin ich eine „Andersdenkende“, und ich muss feststellen: Freiheit ist die Freiheit der Mächtigen.

    In Berlin soll es ein Restaurant geben, dass AfD-Leute (Mitglieder oder auch schon bloße Sympathisanten?) vom Restaurantbesuch ausschließen will. Als ich das gelesen habe, bin ich wirklich erschrocken. Ich wähnte mich im Mittelalter, wo wir kurz davor sind, dass wieder ein Pranger auf jedem Marktplatz aufgestellt wird.

    Ich bleibe Ihnen als Leserin treu, weil Sie so mutig sind. Weil Sie Fragen stellen. Es ist ein großer Trost, bei Ihnen zu lesen!

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Mut- und Hoffnungslosigkeit
      Sehr verehrte Kleine Waldhexe,

      wunderbarer Beitrag, danke. Möge Ihre Mutlosigkeit nur vorübergehend sein.

      Dies (also unser, um das mal klarzustellen) Land hat Stürme überstanden, gegenüber denen die Polit-Irrungen der Gegenwart nicht einmal die Bezeichnung „Lüftchen“ verdienen.

      Eine kleine Auswahl?

      451.
      782.
      899 – 955.
      1241.
      1254 – 1273.
      1525.
      1618 – 1648.
      1756 – 1763.
      1806.
      1813 – 1815.
      1844.
      1848.
      1864.
      1866.
      1870 – 1871.
      1914 – 1918.
      1929.
      1939 – 1945.
      1945 – 1989.

      Im Vergleich zu jenen Herausforderungen ist, was uns derzeit serviert wird, nur ein Scherz. Und der jetzt so dräuend wirkenden Zukunft können wir mit unserer zweitausendjährigen Erfahrung entgegenrufen: Komm doch! Du wärst die erste Zukunft, die wir nicht unter Kontrolle kriegen.

  89. News flakes statt fake news
    .
    Zur Gemütsaufhellung an einem trüben November-Sonntag hier ein paar launig notierte „sehr selektive Echtwahrheiten“ …

    http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/blackbox/blackbox-kw-47-fuer-peanuts-heiko-macht-den-affen

    Besonders bemerkenswert, der Titelheld mit seinen 80 Gesetzesentwürfen in 35 Monaten Amtszeit.
    Respekt, von titanischer Hand entstehen hier …

    a) Arbeitsplätze für Leute, die sich den Härten des Arbeitsmarkts wohl eher nicht nicht ausliefern möchten

    b) legislatorische Fakten, die zu ändern, selbst eine alleinregierende CSU-Mehrheit im Parlament kaum je schaffen dürfte

    Na also, es gibt doch noch Licht in der Düsternis

  90. Wunderbares Beispiel für die Verlogenheit der Grünen
    Es geht überhaupt nicht mehr um Sachpolitik, sondern nur noch um die eigene verlogene Ideologie. In der SPD sieht es zudem keinen Deut besser aus, siehe Maas und Schwesig. Trotzdem werden sie auf 2017 wieder zusammen ein Drittel der Stimmen bekommen. Wer wählt die denn nur???

  91. Gutes Beispiel für Fake News
    Auf http://MakeWeatherGreatAgain.com kann jetzt sogar schon jeder Internetnutzer Fake News erstellen… wie weit soll dass noch gehen!? ;)

  92. Die linksgrünen politisch korrekten Gutmenschen füllen die Machtlücke der katholischen Kirche
    Ich habe schon immer die politisch korrekten linksgrünen Gutmenschen mit den Klerikern der katholischen Kirche verglichen. Seitdem die Macht der katholischen Kirche am Schwinden ist, füllen sie diese moralische Machtlücke. Mit ähnlichem Unfehlbarkeitsanspruch und gleichzeitig ähnlicher Heuchelei. Sie propagieren die guten Werke, die dann aber bitte schön andere, der Steuerzahler oder wer auch immer tun sollen. Bei gleichzeitiger Alimentierung durch den Staat. Das Geben predigen und selber nur nehmen. Das alte „Weihwasser predigen, aber selber Messwein saufen“.

  93. Die Armen? Zweifel angebracht
    an Otto Moser:
    „Auf der Rückseite dieses Blogs gab es früher ein recht gute Zeitung.
    Dann wurde sue grottenschlecht, die Leser zerrissen das Geschwafel der Journalisten, besonders seit der Majdan ,Berichterstattung‘ .
    Dann wurden die Kommentarfunktionen massiv eingeschränkt, man wollte vom Leser ungestört weitermasturbieren.“

    Sehe ich anders, Stichwort Majdan, wo sich, in trauter Bipartisanship, sowohl Nuland als auch McCain tummelten, dieselben, die zusammen mit Clinton im Falle Snowdon als erste „Rübe ab“ schrieen, möglicherweise im Falle Assange zwei schwedische Damen angespitzt haben und, als MH 17 herunterkam, sofort wussten, dass es die Russen waren, die es wohl wirklich waren, aber nach gründlicher Untersuchung ist doch alles anders als spontan.
    Las ich gestern ein Interview mit dem Chef der Münchener Sicherheitskonferenz und guckte mir danach seine Biographie mal wieder an. Das Bild, das „Die Welt“ dazu präsentierte, sah ernsthaft gefährlich aus.

    Wenn man über die Schubkräfte hinter den Entwicklungen nachdenkt, fragt man sich, wieviel Freiraum Verlage und Journalisten noch haben und ob partielles Duckmäusertum nicht eher verständlich ist. Außerdem fragt man sich, wieso die Sahra, eine recht aufrichtige Person, nicht mehr Stimmen holen kann. Nicht, dass ich RRG will, aber ob nun die ganzen Fehlentwicklungen mit Absprachen, industriellen Wünschen bezüglich Fachbilligarbeitern, Umerziehungsprogrammen usw. als links bezeichnet werden können, muss ich doch ernsthaft bezweifeln. Die Grünenpartei würde ich näher an Faschismus als an links ansiedeln und muss daran erinnern, dass der Don, uns allen doch recht clever erscheinend, für Bernie Sanders war.
    Wie viel bleibt Verlagen also an Möglichkeiten? Dieser Zweifel hält mich davon ab, die FAZ oder auch die Welt einfach verbal in die Tonne zu treten. Partikulare Missstände stehen im Lokalblatt, und an sich war das schon immer so.

    • Titel eingeben
      Ein kluger Beitrag Oberländer…
      Nur, verraten sie uns doch warum sie FAZ und Welt nicht in die Tonne treten wollen? Das Internet hat die Welt nun mal unumkehrbar verändert. Es gibt da kein zurück mehr…

    • "Die Grünenpartei würde ich näher an Faschismus als an links ansiedeln"
      Sie sehen da einen Unterschied? Und Sie haben schon von Ulbricht, Stalin, Pol Pot oder Kim Jong Un gehört? Aber vielleicht sollte man zugunsten der Differenzierung die Bezeichnung „Faschismus“ tatsächlich für die historischen europäischen Spielarten des Totalitarismus(*) reservieren.

      (*) Wikipedia: Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen.

      Das trifft es doch gut, oder?

  94. Noch viel zu tun
    Nackenhaare aufgestellt hat es mir vor kurzem
    SPD-Frau im Bundestag beim Interview: „Wir wollen doch alle weniger Auto fahren, ich habe schon 3 Fahrräder“!

    Dann bitte ich Sie Don Alphonso einer unglaublichen Indoktrination bayerischer Schulkinder nachzugehen.
    In der 7. Klasse Realschule in Bayern wird den Kindern tatsächlich im Geografie-Schulbuch Kopftuchtragen als gesittetes Beispiel erzählt. Religiös bedingt! Es wird der Orient unterrichtet und da sind wohl auch diverse Kultureigenheiten beschrieben die es zu unterrichten gibt.
    Ich halte es für grenzwertig, wenn das Kopftuch oder der Mundschutz in einer Wüstenregion aus klimagünstig getragen einen neuen religiös bezogenen Grund in bayerischen Schulbüchern findet.

    Wenn ich nun im Bayerischen Kultusministerium recherchiere komme ich zu einem Institut was für die Gestaltung und Ziele des Schulunterrichts den Auftrag hat. Schaue ich mich dort um, finde ich Verantwortliche, die auf die Bertelsmann-Stiftung hinweisen. Sehr mysteriös!

  95. Titel eingeben
    An den Kommentaren Ihrer Leser können Sie selbst am besten sehen, wie es sich mit den Neuen Medien verhält: Unter den Hunderen von Zuschriften findet sich nicht eine einzige Stimme, die Ihrem Beitrag kritisch gegenübersteht. Warum ist das so? Weil sich jene Leser, die mit Ihren Gesellschaftsanalysen nicht einverstanden sind, längst von Ihrem Blog verabschiedet haben. Diese haben sich einfach nur anderen Meinungsplattformen zugewandt oder schweigen halt. Darin sehe ich eine Gefahr des Internets für die Gesellschaft. Es verleiht dem Einzelnen eine Stimme und macht diese für alle hörbar. Da ich mich aber zunehmend nur noch mit Gleichgesinnten verabrede, erschaffe ich mir auf diese Weise eine Wohlfühloase des Informationellen, die mich von einer kritischen, unliebsamen Auseinandersetzung mit Andersdenkenden, mit Fakten, „erlöst“. Diese Entwicklung läuft aber unserem Demokratieverständnis zuwider und befördert unweigerlich eine ungezähmte Stammtischpolitik. Der Mensch aber hat offenbar nach wie vor eine Zähmung nötig, und die sog. „Leitmedien“ haben diese Aufgabe eigentlich zu erfüllen. Bedauerlicherweise erreichen diese den Einzelnen aber aus oben genannten Geünden immer weniger. Ich fürchte, dass die Entwicklung am Ende darauf hinaus laufen wird, dass man das Internet unter staatliche Kontrolle bringen wird. Der gute Schirrmacher wusste das, und wenn er, wie Sie es eben andeuteten, ein Vorbild ist, denken Sie noch einmal darüber nach.

    • Nun, einerseits sind die gewählten Beispiele nicht so, dass man sie verteidigen möchte, und andererseits ist offensichtlich, dass die Strategie jetzt zweimal versagt hat, und kommendes Wochenende in Italien und Österreich nur mit viel Glück funktioniert. Insofern ist der Beitrag jetzt nicht soooo kontrovers.

      Alerdings gab es auch vier kristische Kommentare, wenn Sie alles gelesen haben sollten.

    • Der Mensch hat eine Zähmung nötig ?????? Na, da danke ich !
      Die etablierte Pampe aus 08/15 Politik und ebensolchen ,,,,Leitmedien““
      hat Zähmung nötig, und zwar mit dem Hoamtreiwa (größerer Stock zum Viehtreiben) !
      Die Zähmung wird ja schon ausgeübt durch Unberufene , wie einen lächerlichen ,Maas‘ , oder seine Kahane-Kohorten .
      Und durch die AntiFa-SA Schlägertruppen. Und politisch-korrekte Shitstorms von Shitbrains.
      Und die Zensur kommt, auch im net, ganz ohne Erdogan. IM Muddi macht das, gelernt ist gelernt.
      Und so etwas, lieber Gast, reden Sie das Wort ?

      Nein, Einspruch. Schweizer Demokratie sofort. Dann können die Gutties und Weltverbesserer langsam verwelken.
      Zähmung..hat man sowas außerhalb von Diktaturbefürwortern schon gehört ?
      Aber, immerhin, kontrovers ist Ihr geschätzter Beitrag.

    • Dieses Plädoyer für Diktatur und Totalitarismus ist schon mehr als bedenklich, Gast!
      Normalerweise nennt man den Prozess der Menschwerdung des Menschen Kultur und nicht Zähmung!
      In unserer Kultur gelten dabei Selbstverantwortung /Freiheit und Menschenwürde als erste Zwischenziele bzw. selbstreferentiell als Grundlegung eines Rahmens der Humanität.

      Wer dagegen Dressur und Methoden der Unterdrückung wählen will, muß erklären können, woher die Fähigkeiten der Usurpatoren hin zum Menschen kommen sollen, wenn sie IHRESGLEICHEN UNGLEICH BEHANDELN.

      Die Presse hat nachweislich noch nicht einmal Berichterstattungsqualität und der Größteil ist einfache Lohnschreiberin (dh. die tun für Geld alles)! Diese Leute nun zu Moralwächtern, also zu einer Art Wächterrat, machen zu wollen ist absurd und realitätsfern.

      Wir müssen nicht das Rad neu erfinden. Wir fangen nicht bei null an. Welche Prinzipien haben unsere Gesellschaft für 70 Jahre stark gemacht, was steht im Grundgesetz an elementaren Werten?
      Es würde reichen, wenn sich Politik und ihre Medien daran halten würden, dann sind auch wieder die Bürger darauf verpflichtbar!
      Solange aber gerade Politik und Bedarfsschreiber Entourage diese Grundwerte unterminieren und sich Macht anmaßen, sind die anderen Gewalten zur Begrenzung der Usurpation aufgerufen!

    • Mäßigen Sie sich gefälligst
      Der arroganteste Kommentar seit der Schlacht im Teutoburger Wald.

      „Der Mensch … hat … eine Zähmung nötig, und die … ‚Leitmedien‘ haben diese Aufgabe … zu erfüllen.“

      Nicht zu fassen.

      Zu welcher Seite zählen denn Sie sich, Gast? Zu den Menschen oder den Leitmedien?

      Aha, dachte ich mir. Schämen Sie sich nicht?

    • Der Mensch aber hat offenbar nach wie vor eine Zähmung nötig
      Freuen Sie sich, Sie sind auf der Seite der Sieger. Einfach zurücklehnen und genießen. (Es ist aber nicht 100%ig auszuschließen, dass Täter und ihre Helfer auch nach Jahrzehnten noch zur Rechenschaft gezogen werden.)

  96. "Postfaktisches Zeitalter"
    Ich habe schon mein ganzes Leben mit diesen „Postfaktischen“ Sachverhalt zu tun, so wie fast alle Menschen, ob sie es wissen oder nicht. Der einzige Unterschied ist, dass man von medialen Halbwahrheiten zu Behauptungen übergelaufen ist, wo auch die Grenze zwischen beiden relativ schmal ist. Wenn die Medien etwa von einen Deutschland im Aufschwung berichten, die Abgehängten aber kaum erwähnt werden denen es heute nicht besser geht, dann ist das auch nicht viel besser als nur von den „bösen Muslimen“ zu reden und die „guten Muslime“ nicht zu thematisieren. Während die Medien versuchen, Intoleranz und Vorurteile (die übrigens immer auf „postfaktischer“ Basis beruhen, verbal zu bekämpfen, so machen sie sich nicht mal die Mühe ein wenig Interesse für diejenigen zu heucheln, denen es in Deutschland schlecht geht. Ganz im Gegenteil, werden viele soziale Fortschritte frühzeitig medial nieder gemacht, womit dieser Hass noch weiter ausufert. Die gleiche Dummheit und Ignoranz, die Merkel an die Macht gebracht hat, wendet sich nun gegen sie. Sie selbst hat davon gelebt, dass die Probleme der Deutschen beispielsweise die Griechen oder Spanier gewesen sein sollten, dass man glaubt soziale kälte hätte seine Richtigkeit (Neoliberale Politik). Wie wollte man eigentlich in einer unsolidarischen und kapitalistischen Gesellschaft, die keine Lust hat Steuern für irgendjemanden zu zahlen, eigentlich erwarten, dass irgendwelche Menschen aus einen Land XY jetzt von allen mit Großzügigkeit und offenen Armen empfangen wird? Diejenigen, welche jetzt nicht mehr das tun was die Medien wollen werden jetzt als unwissend und dumm bezeichnet, waren sie es doch schon voher, nur eben neoliberal, heute neoliberal und intolerant.

  97. Die NYT, das Dunkle und das Helle
    Don, Ihnen und den Damen und Herren Foristen großen Dank, mal wieder.

    Sie erwähnten oben die New York Times und deren Leitartikler Charles M. Blow.

    Nun, ich gehöre einer Generation an, der in der aufstrebenden Bundesrepublik Deutschland eingebläut wurde, es gebe auf diesem Erdenrund drei Säulen der Wahrheit: Die (Londoner) Times, die BBC und eben die New York Times.

    Ein gutes halbes Jahrhundert später ist offenkundig, dass dies hinsichtlich der zwei erstgenannten eine Lüge war. Und dass die NYT, genau wie Deutschland gemäß offizieller Verlautbarung seines Staatsoberhaupts auch, aus Hell und Dunkel besteht.

    Bei der Frage, was an der NYT wohl das Dunkle sein könne, fällt der Blick nicht nur auf den von Ihnen kritisierten Charles M. Blow, sondern besonders auf Paul Krugman.

    Natürlich weiß ich, dass mich sogar in diesem gediegenen Forum hier ein shitstorm hinwegfegen würde, wagte ich etwa Kritik zu äußern an diesem weltweit gefeierten Lehrstuhlinhaber in Princeton und London, Preisträger eines Wirtschaftspreises, den manche für einen Nobelpreis halten, und einflussreichsten Kolumnisten der einflussreichsten Zeitung der Welt.

    Deswegen äußere ich mich nur vorsichtig, ganz kühl und völlig zurückhaltend: Krugman ist ein stramm anti-europäischer und besonders von Deutschenhass erfüllter Tendenzschreiber.

    Auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise trieb er es wochenlang dermaßen, dass unsere Tochter, die eigentlich in mancherlei Hinsicht seiner Meinung ist, sich mittels diverser Kommentare an die NYT Luft verschaffte. Ende des dunklen Teils.

    Jetzt der helle: Alle (!) diese gegen Kolumnen in der NYT gerichteten Kommentare wurden von der NYT umstandslos und ungekürzt veröffentlicht.

    Da könnte manch ein hiesiges Publikationsorgan sich doch mal ’ne Scheibe von abschneiden, oder?

    Ceterum censeo Europam esse construendam.

  98. Eins fehlt noch
    Bei so einer schonungslosen Abrechnung fehlt mir noch ein wichtiger Gesichtspunkt: die Klärung der Frage, inwieweit, auch und gerade in den Tagen sich etablierender Bezahlschranken bei den Online-Medien, die Notwendigkeit zu verkaufen, Klicks und Abos zu generieren, einen Einfluss auf die Tendenz der Berichterstattung haben könnte.

    Achja, und „Wahrheitsministerium“ war wirklich ungezogen. Man kann wohl nicht in netter Weise auf jemanden einprügeln, aber muss man es so bösartig tun?

    • Ja. Weil der Begriff eine ganz üble Entgrenzung und eine Beleidigung echter Gewaltopfer ist. Weitergedacht müsste man fordern, dass der Staat dann auch gegen Aussagen im Internet massiv vorgeht. Und es gibt ja genig Aktivistinnen, die sich wegen banaler Kritik schon PTSD diagnostizieren.

  99. Wahrheit
    Es ist Wahrheit in der Medienkritik. Die Kritiker diskreditieren sich aber, wenn sie sich auf die Seite der Rüpel mit null Respekt vor jedweder Wahrheit stellen.

    • da haben sie sich vertippt...?
      Das zeichnet einen Rüpel halt aus, dass er genau wie Sie halt nur Respekt vor dem hat, was er persönlich selber für die Wahrheit hält!

      Ist ihnen noch gar nicht gekommn, die Idee, gell?

  100. Produktionsbedingungen
    ‚Die Journalisten‘? Den Berufsstand gibt es nicht mehr. Das ist ein Heer schlecht bezahlter prekär berufsfremd beschäftigter. Sichtbar ist nur das Promille der sehr guten, sehr geschickten oder auch nur glücklichen Edelfedern. Wer, wenn er schon fünf Richtige im Lotto gezogen hat, wird seine Berufung, seinen Job, seine wirtschaftliche Existenz aufgeben, um ‚mal zu sagen, wie es wirklich ist‘? Solange Verleger Redaktionen immer gleich um mehrere Dutzend verkleinern, wenn die Rendite mal unter 2,5% fällt, wird es nur schlimmer werden.

    Und Blogger? Man merkt ihnen an, daß sie zuhause allein vor der Tastatur sitzen. Etwas Selbst-, Eingangs- und Qualitätskontrolle täte not. Freiheit von kollegialer Kritik tut dem Produkt nicht gut. Für Langsame: Dieser Blog ist für mich ein Gegenbeispiel, eben.

    So hoffe ich nur, daß irgend jemandem doch mal eine schlaue Idee zum kostenpflichtigen Journalismus einfällt. Wo Produktion und Distribution schon kostenlos und Traditionen bedeutungslos sind, stünden die Chancen gut.

  101. Was macht eigentlich der Bundestag?
    Vor lauter politischer Lesererziehung versäumen es die großen Zeitungen, uns darüber zu informieren, was in der Politik tatsächlich geschieht. Mit „tatsächlich geschieht“ meine ich nicht, das neueste Bellen von Seehofer gegen Merkel oder all die Statements, die einzelne Politiker vom Stapel lassen, um mal wieder etwas über sich in der Zeitung zu lesen. Ich meine zum Beispiel, was konkret im Bundestag geschieht, was dort diskutiert und beschlossen wird.

    Vergleichen Sie doch einmal ein paar Tage lang, was man in der FAZ lesen kann und was man vom Bundestag auf dessen Seiten erfährt:

    http://www.bundestag.de/

    In den Nachrichten des Bundestages werden die Meinungen der verschiedenen Parteien aufgeführt. Man findet dort keineswegs eine Hofberichterstattung. Stattdessen erfährt man über die unterschiedlichen Positionen der Parteien zu den einzelnen Themen wesentlich mehr als (leider) in der Zeitungspresse. Ich persönlich bin immer wieder überrascht darüber, wie viele interessante Themen in unserer Politik behandelt werden, seit ich mich an der Quelle informiere und nicht mehr in der Zeitung.

    Das geschieht z. B. in diesen Tagen im Bundestag:

    https://www.bundestag.de/blueprint/servlet/service/de/14154/asFeed/index.rss

    Wussten Sie, dass es aktuell 5 Untersuchungsausschüsse gibt und dass sich dort teils sehr spannende Dinge tun? Sie finden Informationen zu den 5 Untersuchungsausschüssen unter „Politikfelder“, indem Sie im Kontextmenü nach unten scrollen.

    In der FAZ lese ich Trump, Trump, Trump und Trump. Außerdem fast jeden Tag einen oder zwei Artikel über die AfD – gerade so, als sei sie mindestens die zweitwichtigste Partei Deutschlands. Dann gerne noch das Neueste von Seehofer. Ach ja, und natürlich der tägliche Artikel über Erdogan. Ab und zu noch Putin. Gibt es sonst noch etwas, was der Leser wissen müsste? Nö, eigentlich nicht, oder?

    Haben Sie sich auf der Seite des Bundestags etwas genauer umgesehen? Dann ist hier zum Vergleich die entsprechende Seite der FAZ. Da passen alle Meldungen des letzten halben Jahres locker untereinander – darunter Artikel, die sich mit Dingen von der Wichtigkeit des Juckens am sechsten Fuß einer Stubenfliege befassen, wie z. B. der Meinung einzelner Personen aus einer den Bundestag besichtigenden AfD-Gruppe über den Mantel von Petra Roth:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/thema/bundestag

    Es ist kein Wunder, dass die Wähler die Politik immer mehr verachten, wenn sie kaum erfahren, womit sich ihr Parlament befasst.

    M. E. war die FAZ früher anders. Ich bin mit der FAZ aufgewachsen und seit einiger Zeit enorm enttäuscht.

    • @Leserin: Der Hinweis ist gut und
      kann ergänzt werden durch den Blick in die amtlichen Verkündungsorgane. Liest man die aufmerksam entdeckt man häufig, wie in unauffällig oder vermeintlich fachspezifisch übertitelten Artikelgesetzen ganz versteckt, weit hinten, still und leise Vorschriften geändert werden mit Bedeutung für das Zusammenleben. Leider bekommt die dt. Presse so etwas nicht mehr mit – das Umformulieren von Presseorientierungen der Ministerien ist ja viel bequemer.
      Ein Beispiel: die Straffreistellung staatlicher Hehlerei von Steuer-CD, im Frühjahr 2016 (Investigative Journalisten können ja mal graben, wo das versteckt war! Ein Tip: FN A hilft.)
      Das gleiche gilt für das EU-Recht, dort erscheint nur noch mehr.
      Gruß
      M. A. Titz

  102. Sinnesweide
    ich bin entzückt über das, was man hier lesen darf und der Erkenntnis, dass Vieles durchschaut wird. Gleichwohl beschleicht mich die Befürchtung, dass der eingeschlagene Weg der sogenannten ‚Eliten‘ weiter verfolgt, das Tempo gar noch zunehmen wird, das (lästige) Plebs zu steuern, bevormunden, auszubeuten und zu missachten. Die mit dem Durchblick, was in unserem Land sowie in der EU und mit der Globalisierung abgeht, machen vermutlich höchstens 5% aus. Und sie wissen, wie ohnmächtig sie sind. Laut kürzlicher ‚Umfrage‘ wünschen sich zwei Drittel der Deutschen die Fortsetzung der Amtsgeschäfte der derzeitigen Amtsinhaberin. Da muss man ja heute schon verzweifeln. Es ist allerdings auch klar erkennbar, dass die Dame mit den vielen Blazern das Programm nicht allein entwickelt hat, dem sie folgt und mit ihr alle Parteibuchgänger/innen aller politischen Vereine. Hier sind übergeordnete Stellen am W(M)erkeln. Wer finanziert eigentlich die Medien, wenn die Zielgruppe deren Produkte nicht mehr kauft? Werden sie dann von den Parteien finanziert, die sich das Geld beim Wähler/Nichtwähler wieder abholen? Praktisch eine GEZ Print?

    • @Renata:GEZ Print?
      Gibt es doch ansatzweise schon im „Rechercheverbund SZ, WDR und NDR“ wobei der NDR in letzter Zeit nicht mehr gelistet wird (da ist mir was entgangen oder es ist einfach nur Schlamperei). Man(n) und Frau könnte ob der Hofberichterstattungen (ja es gibt Varianzen, aber nur marginal) fast aller Printmedien meinen, daß die SZ hier neidisch beäugt wird und man sich in Stellung für weitere Rechercheverbündete bringen will (ist natürlich nur so eine Verschwörungstheorie von mir). Und zu dem 2-Drittel-Mehrheitswahlumfrageergebnis hinsichtlich der Kanzlette: in einem Land in dem das am Kioskständer immer oben aufliegende aber hinsichtlich Niveau ganz unten einzuordnende Schmierblatt mit den 4! (nicht 3) Buchstaben millionenfach gekauft und multiplikatorisch abermillionenfach auf den Scheißhäusern der Republik „gelesen“ wird, in diesem Land ist bzgl. „Meinungsbildung“ Hopfen und Malz verloren. Es ist sinnlos.

  103. @Walter Claassen
    Zweiter Versuch, den ersten Kommentar schrieb ich angeblich zu schnell:
    .
    Vielleicht haben Sie recht. Aber nur mal so zum Vergleich: Was man zumindest früher den Hauptteil der FAZ nannte, sind 10 Seiten, davon zwei ½ Seiten ausschließlich gefüllt mit Todesanzeigen, was ich in der Konzentration ehrlich gesagt deprimierend finde.
    .
    Wir kriegen auch noch die vergleichbare niederländische Zeitung, die NRC. Deren Hauptteil hatte gestern 36 Seiten (einschließlich zwischen geschaltete Werbung).
    .
    Direkt vergleichen kann ich die Qualität der beiden Zeitungen nicht, denn die NRC enthält niederländische Politik. Aber ich konnte mich des Gefühls nicht erwehren, dass mich die FAZ nicht umfassend informiert. Dass ich mich mit meiner Bemerkung beim Mutterschiff nicht beliebt mache, ist mir natürlich auch klar.

    • Es geht immer noch um Qualität vs Quantität
      und Sie, Frau Heuse, legen offenbar mehr Wert auf Quantität. Das dürfen Sie. ich bevorzuge 5 Seiten in guter (bester) Qualität gegenüber 30 Seiten gemischter Qualität, wo ich mir die besten Stücke heraussuchen muss. Qualität bedeutet für mich also nicht nur „gute Artikel“, sondern auch möglichst wenig Zeitaufwand für das Durcharbeiten der Zeitung.
      Es irritiert mich, dass Sie FAZ und Nieuwe Rotterdamsche Courant nicht vergleichen wollen und sich dennoch von der FAZ schlechter informiert fühlen; das ist wohl so eine Sache mit den Gefühlen…
      Und warum stört Sie der Gedanke, dass Sie sich beim „Mutterschiff“ nicht beliebt machen? Klingt für mich ein wenig nach Koketterie…

  104. Das ist DIE Mediendiskussion, die jetzt geführt werden muss.
    In Ansätzen stellt man ja gerade fest, dass viele Medienvertreterinnen und -vertreter anfangen, Kreide zu fressen. Der WDR startet z. B. in kleinen Schritten, den Kontakt mit seinen Beitragszahlerinnen und -zahlern zu suchen. Trotzdem glaube ich, dass das Verhältnis Medien und Bürgerschaft noch lange zu einem großen Teil vergiftet und von Mißtrauen begleitet sein wird.
    .
    Einen großen Vorteil sehe ich ja in den Ereignissen vom September 2015: Viele, darunter auch ich, sind kritischer geworden. Mediale Berichterstattung und politische Statements werden nicht mehr einfach so entgegengenommen. Ich habe den Eindruck, dass mit der Bürgerschaft 2015 ein schlafender Riese geweckt worden ist.
    .
    Das Problem ist nur, dass durch die erneute Kandidatur Merkels dieser Riese wieder zum Schlafen gebracht werden soll. Das wird auch gelingen, weil die AfD es nicht schaffen wird, ihre Themen vernünftig, halbwegs sachlich und angstfrei zu präsentieren. Stattdessen werden dort seltsame Figuren, brauene Begriffe und Befindlichkeiten immer mehr die Oberhand gewinnen. Wenn das so eintritt, dann wird die Bürgerschaft das Kreuzchen wieder bei Mutti machen. Und genau so wird es kommen, weil wir doch alle wollen, dass es so dämmernd weitergeht wie bisher. Allerdings sollte ein Blick nach Italien reichen, um in Panik zu geraten ……………………

    • Titel eingeben
      So ganz verstehe ich das aber nicht.

      Natürlich richtet sich die frisch topf-ondulierte Charmeoffensive mit freundlichem Gesicht, viel Lächeln, neuen Sprechblasen nicht nur an die Wählerinnen von Bündnis 90/Die Grünen, sondern auch an die senile und vergeßliche Stammwählerschaft von CDU/CSU.

      Aber diese Merkel ist doch so sehr Meisterin der Lügen und Fake-News, wie sie selbst das Kunstprodukt von Medienberaterinnen und Kommunikationsstrateginnen ist.

      Behauptet A (z.B. „Multikulturalismus ist gescheitert“), meint B (“ …. die schon länger hier Lebenden ….“) und tut entwder XYZ oder aber gar nix. Und die Parteidelegiertinnen applaudieren ergeben …. Weil sie tatsächlich so doof sind? Weil sie EURO-Rettung und Hochverschuldung, die Wendehalsmanöver von Fukushima bis forcierter Migrationskrise, die politische Apathie gegenüber Erdogans AKP-Menschenverachtung großartig finden?

      Die Konsequenz kann doch nicht sein, diese Lügnerin mit ihrer verheerenden (kopflosen) Agitation und Propaganda für weitere Legislaturperioden zu iterieren oder gar auf Lebenszeit mitsamt ihrem Marionetten-Kabinett zu perpetuieren …..

      Die CDU ist nicht das kleinere Übel …. die CDU unter Merkel ist der Inbegriff und die Ausgeburt des postdemokratischen Übels.

  105. Die NYT, das Dunkle und das Helle
    (Sorry; bin unsicher, ob das beim ersten Versuch raus gegangen ist.)

    Don, Ihnen und den Damen und Herren Foristen großen Dank, mal wieder.

    Sie erwähnten oben die New York Times und deren Leitartikler Charles M. Blow.

    Nun, ich gehöre einer Generation an, der in der aufstrebenden Bundesrepublik Deutschland eingebläut wurde, es gebe auf diesem Erdenrund drei Säulen der Wahrheit: Die (Londoner) Times, die BBC und eben die New York Times.

    Ein gutes halbes Jahrhundert später ist offenkundig, dass dies hinsichtlich der zwei erstgenannten eine Lüge war. Und dass die NYT, genau wie Deutschland gemäß offizieller Verlautbarung seines Staatsoberhaupts auch, aus Hell und Dunkel besteht.

    Bei der Frage, was an der NYT wohl das Dunkle sein könne, fällt der Blick nicht nur auf den von Ihnen kritisierten Charles M. Blow, sondern besonders auf Paul Krugman.

    Natürlich weiß ich, dass mich sogar in diesem gediegenen Forum hier ein shitstorm hinwegfegen würde, wagte ich etwa Kritik zu äußern an diesem weltweit gefeierten Lehrstuhlinhaber in Princeton und London, Preisträger eines Wirtschaftspreises, den manche für einen Nobelpreis halten, und einflussreichsten Kolumnisten der einflussreichsten Zeitung der Welt.

    Deswegen äußere ich mich nur vorsichtig, ganz kühl und völlig zurückhaltend: Krugman ist ein stramm anti-europäischer und besonders von Deutschenhass erfüllter Tendenzschreiber.

    Auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise trieb er es wochenlang dermaßen, dass unsere Tochter, die eigentlich in mancherlei Hinsicht seiner Meinung ist, sich mittels diverser Kommentare an die NYT Luft verschaffte. Ende des dunklen Teils.

    Jetzt der helle: Alle (!) diese gegen Kolumnen in der NYT gerichteten Kommentare wurden von der NYT umstandslos und ungekürzt veröffentlicht.

    Da könnte manch ein hiesiges Publikationsorgan sich doch mal ’ne Scheibe von abschneiden, oder?

    Ceterum censeo Europam esse construendam.

  106. Bresciani; Privatfernsehen; WSJ
    Zunächst gute Besserung. Ersetzen Sie die Kaschmirqualitäten von Bresciani durch die aus Yakwolle, solange Sie sich keinen ultramontanen Winter gönnen – seither hatte ich keine Grippe mehr.

    Ihre sehr gut recherchierten Zusammenhänge erinnern mich an die frühen 1980er – damals bekämpften die Roten mit ähnlichen Argumenten das Privatfernsehen. Es sendet angeblich noch immer. Den Rotfunk schauen nur noch Rentner.

    Die FAZ schrieb, dass das WSJ sehr viel besser und schneller über Clintons Scheitern berichtete als die NYT – im Vorwahlkampf des Jahres 2008. Wem gab The Honourable sein erstes Interview? Dem Journal. Der Spectator schrieb schon vor dem Brexit, Trump habe bei der Wahl gute Chancen – und vermeldet eine Rekordauflage. Hierzulande vermeldet ein noch weiter rechts stehendes Blättchen ebenfalls Verkaufshöchststände – während die Alte Unfreiheit Subventionen fordert. Prognose: Die Times wird von den Republikanern unterstützt – sobald sie wegen zu vieler Fake News der Kategorie „Clinton muss und wird gewinnen“ (was ja schon 2008 nicht klappte) Murdoch gehört und der Lokalteil des WSJ ist. Und in Deutschland wird ab 2017 die schwarzgelbblaue Mehrheit eine Lösung finden wie die FDP für die Hotels – wovon dann Tichy & Co stärker profitieren werden als die taz.

  107. Die ernsthafte Beschäftigung mit Politik ...
    … ist nicht erwünscht, werte Leserin. Lieber lenken die Medien die Aufmerksamkeit auf Surrogate … Melanie Trumps Frisur, Claudia Roths Garderobe, Müllers Dienstwagen, Seehofers Freizeitbeschäftigung etc.

    Das ist auch folgerichtig und notwendig in einer Alibidemokratie, in der die Bürger gerade mal alle 4 Jahre etwas zu räuspern haben, in der übrigen Zeit aber von allem ferngehalten werden, was irgendwie in politische Anteil- oder gar Einflussnahme ausufern könnte.
    Wäre ja noch schöner, wenn die Regierten sich des Regierens selber annähmen. Dafür haben die doch weder die Kompetenz, noch das passend geneigte Ohr am Lobbyisten-Mund.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gauck-fuer-entschleunigung-nicht-jeder-fuehlt-sich-als-weltbuerger-14547312.html

    Hmmmh, Heiko der unerschrockene Erzdemokrat? Oder eher Heiko, der populistische Wahlkämpfer?

    Den Bayern z. B. mag man das Instrument der Volksbefragung nicht zumuten, weder in der eben vor dem Verfassungsgericht (zu recht) gescheiterten top-down-Version, noch in der Form von Volksbegehren, deren theoretisch denkbares Zustandekommen an den prohibitiven Hürden scheitert.

    Überwinden Sie Ihre Enttäuschung und erfreuen Sie sich an der zunehmenden Exklusivität Ihres inzwischen etwas antiquierten Hobbies. Es ist zwar völlig folgenlos, aber bestimmt spannender als die Beschäftigung mit Modelleisenbahnen.

  108. Distinktionsgebahren
    Ich vermute mal, dass es eine Sehnsucht der sich überlegen
    fühlenden Autoren gibt, der (doofen) Masse die eigene
    besondere Intellektualität an den Kopf werfen zu wollen,
    um dadurch die fatale Neigung zur Abgrenzung auszuleben.

    Man will alle Ignoranten am liebsten mundtot machen.
    „Ich bin evangelisch und deshalb liebe ich alle Fremden“
    So oder so ähnliche Statements wie eine Monstranz vor
    sich herzutragen, ist schon schräg.
    .
    Ich weiß nicht, ob es allgemein bekannt ist, dieses
    „Manifest der 93“ ?
    >Alles Geistesgrößen, die sich auf der „richtigen“ Seite wähnten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_der_93
    Das Grauen und auch Furcht steigt in einem hoch
    … daher Vorsicht! In jeder Hinsicht.

    • nur (!) 93
      Da haben ’ne Menge meiner kulturellen Ideale aus dieser Zeit NICHT unterschrieben. Und das ist – zum Glück – gut so.

  109. Versuch einer Exegese
    von Don Gide „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“ (Motto im vorigen Blog) und Don Alphonsos Praxis hier in „Fake-news …“:
    1. FAKTEN SIND HEILIG, ihre Darbietung nicht. Empirie wird zum Faktum, wenn die Mehrheit der Diskutanten ihrer Interpretation, Verallgemeinerung und Darbietung zustimmt. Es ist die Mehrheit in einer, auch schmutzigen, Diskussion ohne Widersprüchlichkeiten und Wertungen. Natürlich ist es nicht die Mehrheit oder der Konsens in einem herrschaftsfreien Diskurs. Den gibt es nur in Schulklassen (Ironie). Zitate, z.B. in Blogs von tortenessenden Italienfreunden, sind ebenfalls Fakten. Die empirisch gestützte Faktengewinnung geschieht in der Regel unter den vom Kapital und der politischen Macht gesetzten Bedingungen. Diese müssen, wenn man verborgene Fakten ans Tageslicht und zur Mehrheit bringen will, ggf. geändert werden. Sprich: Fakten (Wahrheit) brauchen angemessene Institutionen.
    2. WERTE SIND SO LANGE GÜLTIG, WIE DIE MEHRHEIT DAS EXPLIZIT WILL. Weder gute noch böse Herrscher, intellektuelle oder kapitale Oligarchien, oder das Wissen von Priestern bestimmen die Werte einer Gruppe. Eine Mehrheit kann (vorläufig) an die Universalität der Menschenrechte glauben oder nicht, aber nicht mit TNT etc. einer anderen Mehrheit aufzwingen. Eine Mehrheit kann Minderheiten tolerieren oder drangsalieren. Eine Mehrheit kann an den Islam oder die Menschenrechte glauben, aber nicht mit TNT etc. einer anderen Mehrheit aufzwingen.
    Werte gelten in der Gruppe für jeden und sind explizit zu machen. Wenn man also sagt „Die Freiheit ist das oberste Gut“, dann ist man umso freier, je mehr man sich durchsetzen kann, und man darf dann sagen, dass der Veggie-Day die Freiheit einschränkt. Man darf das aber nicht sagen, wenn die liberale Mehrheitsmeinung in Deutschland gilt, dass die Freiheit des einen bei der Freiheit der anderen endet. Dann muss nämlich festgestellt werden, ob die Mehrheit den Veggie-Day haben will, und dafür muss das zur Diskussion gestellt werden können. Unbeschränkte Einwanderung dito. Dann ist es legitim, darüber zu diskutieren und illegitim zu sagen, wer keine Einwanderung will, ist Faschist.
    Und der Don: Hält sich im Prinzip an die Heiligkeit der Fakten und verstößt nicht gegen die Gültigkeit der Mehrheitsmeinung, soweit erkennbar. Deren Offenlegung und die Diskussion dazu wird verhindert, die Diskussion z.B. durch Vorwegnahme von Wertfeststellungen wie in „Der Veggie-Day zerstört unsere Freiheit“ oder „Wer gegen Einwanderung ist, der ist böse“. Das hört man des öfteren in verschiedenen Versionen, ist aber nicht legitim.

  110. Welpenschutz für Trump?
    Warum soll man Trump nicht kritisieren dürfen, während dies bei Clinton, die heute gar nicht mehr zählt, sehr gut aufgenommen würde?

    Ich nehme mir die Freiheit.
    Trump hat seine Vorwahlkampagne damit angefangen, gegen die Hedge Fonds zu schimpfen, und er versprach damals, diese deutlich höher zu versteuern.
    Davon ist heute keine Rede mehr – im Gegenteil, am Meisten sinkt er die Steuern der Reichsten der Reichen, der Konzerne und der Millionenerben.
    Das sind keine Fake News, sondern Fakten.

    Außerdem war es sein Wahlversprechen, den Washingtoner Sumpf trocken zu legen: „Drain the swamp“ hieß seine Wahlparole. Öffentlich verkündete er neulich, dass er die Lobbyisten zum Teufel jagt. Stattdessen hat er es den Lobbyisten leichter gemacht, bei ihm einzusteigen.
    Tja, für solche Artikel hasst Trump die NYT.
    Donald Trump’s Swamp Gets Murkier
    http://www.nytimes.com/2016/11/21/opinion/donald-trumps-swamp-gets-murkier.html?_r=0

    Außerdem braucht er keine Lobbyisten, denn auf seiner Liste der Anwärter für seine Ministerposten stehen Milliarden schwere Kandidaten, die so mächtig sind, dass Trump gar keine Lobbyisten mehr braucht. Das sind Wallstreet-Insider, Hedge Fund-Eigner, Öl-Manager, Investoren und Bauentwickler.

    Trump ersetzt das alte Establishment mit *seinem eigenen Establishment*, als eine Art Billionaire-Buddy Club. Es sieht so aus, als ob er aus seinem Land ein Big Business Venture macht, das er als CEO managen will. Tja, dafür wurde er ja auch gewählt. lol

    Politik zu Gunsten des kleinen Mannes? Nach allem, was er bisher an Maßnahmen verkündet hat, sieht es nicht danach aus, feststellbar z.B. durch seine Wahl der Bildungsministerin, einer Milliardärin, die sich für die Privatisierung der staatlichen und kommunalen Schulen einsetzt und das säkulare Bildungssystem durch ein religiöses ersetzen möchte. Sie will also am Liebsten das public schooling komplett abschaffen.

    Und warum soll man Trump nicht kritisieren? So hört sich das beinahe schon an. *Das* ist nämlich der Grund, warum er sich mit den Medien anlegen will: Er erträgt keine Kritik.

    Ich habe den Wahlkampf seit Anfang der Vorwahlen Frühjahr 2015 in den US Medien regelmäßig verfolgt. Ich kenne keinen einzigen Fall, in welchem die MSM Lügengeschichten über Trump verbreitet hätten.

    Fakt ist, dass Trump selbst dafür sorgte, dass die Medien immer wieder neuen Stoff bekamen, über ihn zu berichten, und er hatte die Medien damit täglich geradezu gefüttert, auch mit abstrusesten VT’s, wie z.B. mit der Behauptung, dass der Vater seines damals größten Rivalen Ted Cruz etwas mit der Ermordung von John F. Kennedy zu tun gehabt hätte.
    Hätten die Medien solch einen Schwachsinn etwa verschweigen sollen?

    Wenn ich hier als eine der Handvoll Mitschreiber Trump mit Fakten kritisiere, bekomme ich idR Antworten, die sich auf der emotionalen Ebene bewegen. Das geht so weit, dass ich laienpsychologisch „analysiert“ werde, als geistig Verwirrte oder Größenwahnsinnige. Als ob ich mich für mein Interesse an der ameri-kanischen Politik irgendwie rechtfertigen müsste. Sachliche Gegenargumente: Fehlanzeige.

    Auf der anderen Seite werden über Hillary Clinton die widerlichsten VT’s aus den dubiosesten Quellen verbreitet, und Dons Community klatscht begeistert die Hände für jeden noch so absurden Dreck.

    Es reicht auch nicht, wenn ich sage, dass ich nicht Fan von HRC bin. Nein, ich müsste sie abgrundtief hassen, dann erst wäre ich „in“.

    Trump ist kein Opfer. Und es gibt kein Verbot für politisch interessierte Menschen wie mich, diesen Mann zu kritisieren, denn durch seine eigenen Taten gibt es auch jetzt fast täglich Anlass dazu.

    • Doch, natürlich darf man auf ihm rumprügeln. Nur ist halt die Frage, ob man das als Journalist macht oder als jemand, der ihn hasst und eine Plattform hat.

    • Schelte
      Er ist aber noch nicht Inthronisiert, oder? Ab wann darf er den handeln?

    • Tamarisque, manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass Trump nur ihre zweite Wahl
      wird, und Sie den gar nicht SOO bewundern.

      Upps , jetzt ist der Trump schon gewählt, und Sie waren nicht einmal wahlberechtigt .

      Pfooo, so eine Enttäuschung.
      Na, macht nix, machen Sie es wie die (HARRHARR) ,Qualitätsmedien‘ , und nutzen Sie Ihre unwiederbringliche Lebenszeit während der gesamten Präsidentschaft, um irgendwo was auszugraben, was keinen mehr interessiert.

      Und TRÄUMEN Sie von PräsidentIn Clitton, die, weil Frau, natürlich gut wäre.
      Sowieso.


    • Also meines Wissens ist er noch mit Personalsuche beschäftigt und mit Übertragung seiner Firma auf die Kinder (dauert, weil Immobilien). Im Amt kann er frühestens am 20. Jan. nächsten Jahres sein. Erst muß er noch endgültig vom Wahlmännerkollegium gewählt werden, Mitte Dezember.
      Man kann natürlich über jede Personalentscheidung schonmal spekulieren, aber wie das mit dem Durchdringen bzw. der Durchsetzungsmacht einzelner Personen sein wird, ist zusätzlich auch noch ein Faktor.
      Er muß erstmal im Weißen Haus ankommen. Ihn jetzt schon für das Brechen von Wahlversprechen oder seine Amtsführung kritisieren zu wollen, ist ein bißchen arg voreilig und würde, wenn es von Zeitungen käme, zu recht als feindlicher Akt ausgelegt.

    • Eine Korrektur
      @ Österreich
      Sie haben Recht, und ich habe meinen Post zT falsch formuliert. Es hätte natür-lich z.B. heißen sollen: Am Meisten *will* er die Steuern der Reichsten der Rei-chen senken“ – Pardon, ein Lapsus.

      Auch sind seine Minister-Posten natürlich erst einmal nur designiert oder nur vorgeschlagen worden, aber daran kann man einen Trend erkennen, und der spricht für eine neoliberale Trickle-Down-Ökonomie, wie sie von Ronald Rea-gan initiiert und von den nachfolgenden Präsidenten übernommen wurde. Auch will Trump die von Obama eingeführten Wallstreet Einschränkungen rückgängig machen. Also mehr von der altbewährten bitteren Pille, welche zum Crash von 2008 führte, und keine Heilung in Sicht.
      Aber bitte, ist nur my humble opinion. ;-)

    • Die am besten funktioniert hat
      „aber daran kann man einen Trend erkennen, und der spricht für eine neoliberale Trickle-Down-Ökonomie, wie sie von Ronald Rea-gan initiiert und von den nachfolgenden Präsidenten übernommen wurde.“

      Zum Tod des Staatschefs eines heruntergewirtschafteten Landes mit Meinungsunterdrückung fand er passende Worte, während der Papa, ein in der Wolle gefärbter Befreiungstheologe, ein bisschen übertrieben hat. Die Kubaner in Miami sollen sich gefreut haben über den Umzug besagten Staatschefs.

  111. Wahrheit vs.Information
    Mein Erstaunen wächst von Woche zu Woche, wenn ich die Beiträge und Meinungen hier lese. Ergeben sich da völlig neue Konstellationen?

    Nur – die Verwendung der Richtungsweiser für lechts und rings stimmen zu 80 % überhaupt nicht. So wird das einfach nichts.

    Da hilft ein wenig der Vergleich zu diesem Beitrag (man beachte freundlichst die Quelle):
    http://www.titanic-magazin.de/news/gaertners-kritisches-sonntagsfruehstueck-ein-bisschen-frieden-8503/

    • Hihi
      Das ist richtig gut. Dummes Zeug einer Frau Emke oder so in Häppchen belacht. Klasse!

    • lechts und rings?
      Die Lösung des Rätsels (auch die Ursachen natürlich) veranschaulichte Professor Mark Blyth, der an der Brown University lehrt und im Übrigen sowohl den Brexit als auch Trumps Wahlsieg vorrausagte. Mark Blyth – Global Trumpism auf Youtube erklärt einiges- zeigt auch auf was Trump verändern könnte- wenig bis nichts … Ähnliches erfährt man auch von Snowden leider auch nur Youtube [Snowden + Trump]:
      „He is just a president“, auf den Bürger käme es an …

      Mark Blyth empfahl seinen Studenten die Webseiten von FN mit denen von Syriza zu vergleichen, die links zu Immigration auszulassen und siehe bei beiden: Renationalisierung der Märkte, anti Austernität, anti Globalisierung, anti Handelseuro.

      Leider nur Videos, keine Texte, das dauert halt; aber beides interessanter als NYT Zitate, die ich hier lesen durfte.

    • Titel eingeben
      „He is just a president“
      Ja, eben. Wie viel „Traktion“ er entfalten kann, wird man sehen – evt. bleibt er ähnlich außen vor wie Obama. ME muß er sich erst einen Machtapparat „bauen“, das ist schwierig. Clinton hätte mE auf alle Fälle von Anfang an viel mehr Durchdringungskraft gehabt, weil Fleisch vom Fleische des Apparats. Ich sehe also noch ziemliche Hürden für Trump, die er erst noch nehmen muß.

  112. Habe gehört, es soll Rückführungs-Stationen in Nordafrika geben ...
    …. das ist doch wirklich eine schöne Idee, denn da will ja sonst keiner mehr Urlaub machen.
    .
    Die ganzen ehemals angeblichen cinque stelle Luxushotels brauchen doch auch Auslastung. Mithin win win … wenn das von DE – Land auch noch bezahlt wird.
    .
    Oder ist das nur fake news aus Bayern ?

  113. @ TDV sagt 27. November 2016 um 08:23 Uhr
    „Ich kenne das Buch, habe es aber nicht gelesen, ich weiss also nicht in wie weit Raspail dabei auf die Realität Rücksicht nimmt…“=> „Angesichts der ungeheuerlichen Verbrechen deren sich der französische Staat in Nord Afrika schuldig gemacht hat, kann ich kein Problem in irgend etwas sehen, das die Nordafrikaner in Bezug auf Frankreich anstellen könnten…..“
    .
    Natürlich kennen Sie das Buch, wurde hier schon oft genug angeführt.
    Aber, Fehlgriff! Nix, Nordafrika. Es sei denn, Raspail wollte seinen Franzosen ein schlechtes Gewissen einreden. Da wäre vermutlich ein vergebenes Unterfangen gewesen wenn ich mir die heutigen französischen Aktivitäten in der Sahara und Westafrika so betrachte. Wird in F vermutlich sogar an den Schulen als hehres patrimoine national. Der Algerienkrieg wird nur sehr zaghaft angegangen. Warum auch, wenn man seine regelmäßigen commémorations feiern kann.
    Wir haben allerdings keinerlei Anlaß, mit dem Finger nach F zu zeigen.
    .
    Raspail nennt die Flüchtlinge auf der Elendsarmada „Menschen vom Ganges“. Also aus einer Gegend, der man lange Zeit Aufmerksamkeit zeigte. Nicht auszudenken wenn….
    .
    Sie sollten das Buch asap lesen. Es werden Ihnen die Parallelitäten mit heutigem Politikerhandeln in Europa wie Schuppen von den Haaren fallen.
    .
    Ach, bevor ich´s vergesse: „le Pen, + Fillon (angeblich mit AfD-Programm) das wird ein schöner Film“, wird von Trump ablenken.
    (DdH)

    • Stimmt
      Im Heerlager der Heiligen findet man fast alle Figuren von heute wieder und die linksgrüne Presse gleich dazu.
      Erschreckend die Parallelen des Buches und der heutigen Realität.

      „Wer Kalkutta aufnimmt, hilft nicht Kalkutta, sondern wird Kalkutta“
      Wird PSL zugeschrieben, bin mir aber nicht sicher ob das stimmt.
      Richtig ist der Satz auf jeden Fall.

    • Titel eingeben
      Ich lese lieber Houellebecq, der hat mehr mit mir zu tun.
      Sie vergessen, es mir recht egal was bei euch passiert, so weit bin ich weg von DE. In Sicherheit, sowohl vor Merkel, als auch ihren Wähler.

      Wie schon das Jahr Trump, empfinde ich auch das Jahr le Pen/Fillon oder die erneute Merkel Wahl als einen Film. Ich habe ja schon vorhergesagt, dass mit ein klein wenig Unterstützung durch Erdogans Politik, die AfD stärkste Partei werden kann, aber die GröKo aus allen anderen, sogar einer Linken ohne Wagenknecht, die Mehrheit hätte.

      Ich kann die diversen Stellngsnahmen der deutschen Qualitätsmedien zu solcher Regierung kaum erwarten.

      PS „Wir haben allerdings keinerlei Anlaß, mit dem Finger nach F zu zeigen.“ Da kann ich ihnen allerdings nicht zustimmen. Sehen sie tatsächlich Ähnlichkeit zwischen dem Umgang der Franzosen mit den in Frankreich lebenden Nordafrikanern und dem Verhalten der Deutschen gegenüber den in DE lebenden Juden???????
      Rassismus ist, wie so vieles andere auch, nur dann ein Problem wenn man einen Krieg verloren hat! Meine Geschichtskenntnisse erklären zwar nicht warum, aber die Franzosen halten sich für die Sieger im WW2… ;-)

    • Houellebecq ist literarisch eindeutig die bessere Wahl!
      Raspaille trifft zwar die derzeitige Lage recht visionär, aber das eigentlich Interessante wäre doch die Frage, von welchen Grundlegungen her er schreibt und die heutigen Gründe der Entwicklung mit diesen zu vergleichen.

      Die Bilder bei R. sind apokalyptisch* (nicht umsonst der Titel des Buches), aber in ihrer Dramatik hysterisch und in der Sprache kaum überzeugend. Ich habe vor 3 Jahren aufgehört das Buch zu lesen und nur 40 Seiten geschafft.
      Bei H. habe ich alles gelesen, was ich bekommen konnte- das passiert mir selten.

    • Raspail
      Tyler, Herr Feldmann, ich würde an Ihrer Stelle das Buch lesen.

      Die beschriebenen Heerscharen landen zwar in Südfrankreich an, ziehen aber Anlandungen weltweit mit und nach sich.

      Es ist (mit)reißerisch geschrieben, bei der geschilderten Begeisterung anfangs in Frankreich sieht man buchstäblich die Bärchen durch die Luft fliegen, aber nicht nur das Entsetzen gewinnt die Oberhand.
      Es gibt kein Entrinnen und wenn Strobl nun von 500.000 schwadroniert, die abgeschoben werden müssen, Erdogan mit Grenzöffnung droht usw., entfleucht mir nur noch ein müdes Glucksen.

  114. War Ukraine der Anfang…
    … wie es hier von vielen Teilnehmern behauptet wird? Ich meine: Nein. Die Medienverlogenheit fing mMn mit der Einführung von Hartz-IV an und ging einher mit der z.B. auf SPON zunehmend eingesetzten Zensur.

    Ich schrieb dort seit 2006, und die SPON-Forum-Community hat damals schon versucht, den Spiegel-Verlag wegen der Zensur anzusprechen, doch ohne jeden Erfolg. Im Laufe der Zeit wurde die Zensur immer schlimme, der Höhepunkt wurde mit der Ukraine-Krise erreicht.

    Die Meinungsmanipulation blühte also seit 2005-2006, z.B. in den Talkshows, zu welchen nur noch neoliberale Ökonomen als Experten eingeladen wurden. Mit vereinten Kräften wurden sozial kompetente, empathische Teilnehmer zum Schweigen gebracht – ganz ähnlich wie in den Flüchtlingsdebatten. Hartz-IV Empfänger wurden in nahezu allen MSM bzw. im Privat-TV als faul, inkompetent, asozial etc. diffamiert.

    Die Ukraine-Krise war nichts als eine Wiederholung. Ich war damals auf der Seite der Rebellen. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, sondern glaube vielmehr, dass Russland sich dort von Anfang an stark engagiert hatte. Nicht nur durch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, für welche ich damals auch volles Verständnis hatte, sondern auch durch eine aktive Unterstützung der Rebellen, an welcher ich damals zweifelte. Ich habe meine Meinung revidiert, denn ich muss realistisch genug sein und mir die Frage stellen, wie denn die armen Ostukrainer es sonst jemals geschafft hätten, zwei Jahre lang solch einen schweren militärischen Konflikt durchzuhalten. Nein, ohne eine direkte Intervention seitens der Russen hätten die Ostukrainer weder die finanziellen, noch die militärischen Mittel noch andere Ressourcen gehabt, my2cents.

    Wie Putin in Syrien mit seinen Bombardements von Zivilisten und Krankenhäusern wüstet, ist für mich ein Signal, alle ihn betreffenden Illusionen aufzugeben und ihn so zu erkennen, wie er ist: ein professionell und knallhart geschulter ex KGB-Offizier, der an Verlogenheit und Machtgier anderen Despoten im Nichts nachbleibt.

    Eine illustrative Beschreibung des Zustandes von Teilen Russlands bietet die wunderbare Sendung „Von Sibirien nach Japan“ 1-2, 3Sat, durch welche augenscheinlich wird, in welchem Elend Russen in den fernöstlichen Teilen des Landes leben: wie in einem der armen Entwicklungsländer.
    Wenn der führende Politiker des Landes das nicht sieht und nichts tut, um die Verhältnisse der Menschen dort zu verbessern, sondern stattdessen in einem Land wie Syrien einen Krieg führt, ist er für mich nichts als ein Schurke. Der direkte Vergleich in der Sendung durch die Ankunft in Japan mit den dortigen Verhältnissen ist so gewaltig, als sei man aus der Jahrhundertwende 1800/1900 in einer anderen Welt angekommen – eine niederschmetternde Beobachtung, welche jede Illusion über Putins Oligarchen-Russland zerstören sollte.

    • Titel eingeben
      „dass Russland sich dort von Anfang an stark engagiert hatte. Nicht nur durch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim“

      Auch Sie velwechsern das was: das mit der Krim war hinterher. Russland hat reagiert, nicht agiert.
      Also erst, nachdem der (von den USA, nicht von Russland geförderte) Putsch eine USA-freundliche Regierung (und Nazis) an die Macht brachte.

  115. Sarrazin schreibt in der FAS über Trump - und nicht schlecht
    Er spricht die beiden Kernbereiche an, um die es Trump geht: Der Immigration Einhalt zu gebieten und den Freihandel einzuschränken.

    Saarrazin versteht, dass beides enorm wichtige Stellschrauben sind. Und an beide wollen Krugmann und Hillary Clinton (und die NYT) überhaupt nicht rühren.

    Die FAS hat Sarrazins wie so oft staubtrockenen, aber in der Sache sehr profunden Artikel leider nicht online gestellt, dafür die achse des guten
    http://www.achgut.com/artikel/die_kehrseite_der_globalisierung_was_uns_der_erfolg_von_donald_trump_lehrt


    • @ Dieter Kief
      Vielen Dank für den Link.

      Sarrazin hat zum Großteil Recht, aber er sollte bedenken, dass die US Einwanderung mit Deutschlands Politik der offenen Grenzen nicht vergleichbar ist. Die US Einwanderung ist strikt geregelt; die Einwanderer werden auf Nieren geprüft (vetted), sodass die Prüfungsprozedur bei Syrern z.B. jetzt schon ein paar Jahre dauert, und zwar vor Ort und vor der Einreise. Sie nehmen von dort nur die „Besten“, das ist reine Rosinenpickerei im Gegensatz zu Deutschland, wo von einem geregelten Vorgang in 2015-2016 keine Rede mehr sein konnte, sondern eher vom Chaos, in welchem Menschen hier angekommen sind, deren Personalien bzw. Staatsangehörigkeit nicht einmal festgestellt werden konnte.

      Für die Syrer hatten die Amerikaner eine Quote von 60.000 Menschen festgelegt; Hillary Clinton wollte das auf ca. 100.000 erhöhen (immer noch sehr wenig für das Riesenland bzw. im Vergleich zu Deutschlands Zahlen), jedoch auch nur unter dem gleichen strengen „vetting“ Prozedur, wie bisher. Und auch diese ausgewählten Personen reisen nicht auf einmal in Massen in die USA, wie es hier geschehen ist, sondern auf eine längere Periode verteilt.

      Dass Trump die kopflose Politik von Merkel völlig irre nannte („insane“), ist eine seiner wenigen Aussagen, zu welcher sogar ich zustimmen konnte.

      Dennoch, die USA hätte die größte Verpflichtung von allen, Flüchtlinge aus jenen Gebieten aufzunehmen, in welchen die von ihnen verursachten Kriege bzw. deren Folgen das Leben der Menschen zerstört hat. Dass sie sich weigern, sorry, daran kann ich nichts Positives erkennen, außer der Weigerung, die Verantwortung für die eigenen Taten bzw. deren Folgen zu tragen. *Das* wäre ein Punkt gewesen, wofür die EU bzw. die Kanzlerin hätten bestehen bzw. wenigs-tens kämpfen sollen, aber ihnen fehlt das Selbstbewusstsein und der Mut. Sie haben es nicht einmal versucht…

      Fazit: Ich kann daran für Europa kein Vorteil erkennen, wenn die USA sich noch mehr aus der bisher schon nicht vorhandenen Verantwortung stehlen wird, wenn es voraussehbar ist, dass die Flüchtlinge nicht aufhören zu versuchen, in großer Anzahl nach Europa zu kommen, während die Amerikaner schon allein wegen der geographischen Lage von dieser Schwemme an Einreisewilligen nicht betroffen sind. Ihr größtes Problem besteht nämlich aus den illegalen Me-xikanern und nicht aus Staatsangehörigen des Mittleren Ostens oder Afrikas.

      Mit seiner Schlussfolgerung hat Sarrazin 100% Recht:
      „Ohne eine eindeutige, nachhaltig wirksame Revision der Flüchtlings- und Ein-wanderungspolitik können Minderheiten schnell zu Mehrheiten werden. Die europäischen Staaten und insbesondere Deutschland sind deshalb gut beraten, wenn sie das amerikanische Wahlergebnis als Warnsignal zu später Stunde interpretieren und entsprechend handeln.“

    • @ Tamarisque - Flüchtlinge und Immigration in USA // Sarrazin u Heinsohn - in der FAS bzw. FAZ
      Sarrazin und Heinsohn – zwei alte Männer – halten Kurs – – erstaunlich, nicht? Noch erstaunlicher: Beide neuerdings wieder in der FAS bzw. FAZ – hoffentlich bleibt das so.

      Heinsohn hat nur an einer Stelle hinter dem Berg gehalten: Sein Hinweis auf die 4000 Toten durch Schiessereien in Chicago (2600 Tote mehr als Kriegstote der USA im gleichen Zeitraum – allein in Chicago…) – dieser Hinweis hätte sich noch präzisieren lassen, weil die Personengruppe, auf die der Löwenanteil der tödlichen Schiessereien in Chicago zurückgeht, Gunnar Heinsohn sehr wohl bekannt sein dürfte. Deren Nennung aber hat er sich in der FAZ verkniffen… Und nein: Es handelt sich bei der Gruppe n i c h t um die Polizei, oder um von der Polizei geschädigte.

      Wie Sie sagen – was die Syrischen Flüchtlinge betrifft, gibt es zwischen Trump und Clinton nur einen marginalen Unterschied. Beide verhalten sich – milde gesagt: kritikwürdig, einverstanden.

      Der große Unterschied zwischen den beiden besteht bei der Immigration – und darauf bezog sich Thilo Sarrazin.

      Es ist das gleiche wie beim Brexit – es gibt via Citizenship eine Konkurrenz um die (in den USA: besonders) knappen sozialstaatlichen Ressourcen: Die massenhafte Immigration in die USA (und in die Sozialsysteme) war von Hillary und der Wall St. gewollt – und Trump hat die (Stichwort „Zaun“) abgelehnt.

      Bleibt der Freihandel. Man muss beim Freihandel verstehen, dass der für die Funktionseliten attraktiv ist, weil die an diesem Betrieb auf vielfältige Weise verdienen – die Wall St. und das Silikon Valley sind mit ganz wenigen Ausnahmen (Thiel) pro Freihandel…
      Der US-Arbeiter hat aber wenig davon, wenn die GM-Fabrik per Nafta nach Mexico wandert, weil aus dieser Dynamik für ihn keine Jobs kommen – nur billige Autos, die er sich aber (sozusagen: trotzdem…) nicht leisten kann.
      Das war Stephen Millers (einer von Trumps Schlauköpfen) genialer Claim für Trumps Wahlkampfabschluss in Flint (!! – Michael Moores Hauptquartier!!). Der Claim lautete leider vollkommen zutreffend: Früher war das Trinkwasser in Mexico schlecht, und in Flint wurden Autos gebaut – – jetzt ist es umgekehrt! – – Die Zuhörerinnen haben GETOBT!, als Trump das (ziemlich treffsicher, rhetorisch gesehen) raushaute.

  116. Interessant
    Googeln Sie mal z. B. „Die verlogenste Pressemeldung“

    Unter der Liste erscheint eine Mitteilung von Google:

    „Als Reaktion auf ein rechtliches Ersuchen, das an Google gestellt wurde, haben wir 2 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über das Ersuchen finden Sie unter LumenDatabase.org“

    Der Link führt auf diese Adresse …

    https://www.lumendatabase.org/notices/9415#

    Dort steht im Titel …

    „German regulatory body reported illegal material“

    und …

    „Ihre Suche hätte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den
    wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zuständigen Stelle in
    Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtmäßig ist“

    Über Lumen …

    https://en.wikipedia.org/wiki/Lumen_%28website%29

    Auch interessant (google search, search suggestions, ungoogleable) …

    https://en.wikipedia.org/wiki/Censorship_by_Google

    Aber zurück zum Eingang:

    Unrechtmäßige URL?

    „German regulatory body“
    Ist damit die deutsche Domain-Registrierungsbehörde gemeint?

    Weiß jemand, wer/was hinter diesen Meldungen steckt?

  117. Titel eingeben
    Überall kommen tauchen nun pseudo-selbstkritische Artikel über den Journalismus auf. Die Branche ist verunsichert.
    Greifen wir mal einen heraus, der wohl diese Denk- und Herangehensweise sehr gut widerspiegelt: http://uebermedien.de/9812/dies-ist-nicht-das-ende-sondern-der-anfang-des-journalismus/
    Der Kazenjammer ist nach den jüngsten Ereignis groß und wird höchstwahrscheinlich noch viel größer werden, wenn das Wahlvolk nicht so will, wie der vermeintlich „progressive“ Teil der Gesellschaft. Stolz wird der Tweet präsentiert indem er einen „anderen Journalismus“ fordert weil der das in Amerika passiert ist, nicht in einem Jahr nochmal erleben will. Wie paradox dieser Tweet mit dieser Mischung aus Politaktivismus und Pseudokritik seiner eigenen Kaste ist, merkt er anscheinend nicht. Aber hey, über 1000 Likes können doch nicht Lügen! Teilweise analysiert Herr Karig sehr selbstkritisch was bei ihm und seinen Kollegen schiefläuft. Andererseits teilt er dann genauso in die „linken Journalisten und rechten Idioten“ ein. Letztendlich ist das auch der Tenor des ganzen Textes, er kann halt nicht aus seiner (Aktivisten-)Haut. In seinen 19 Thesen zum Journalismus greift er durchaus einige wichtige Punkte auf. Aber einen Wichtigen, wie z.B. faire und kritische Abwägung nach guter Recherche findet man nicht. Wozu auch abwägen wenn das Feindbild klar ist? Das Ziel wird auch schon ausgegeben: „20, 30 % AFD verhindern“. Der Journalist als Missionar. Mal sehen wie erfolgreich er sein wird. Der „Journalist“, der nach eigenen Angaben eine „fröhliche Mixtur aus u.a Medienwissenschaften, Soziologie, Politik und VWL studiert [hat]. [Und] Währenddessen und danach […] als Zukunftsforscher, strategischer Planer, Journalist, Pferdeflüsterer, Gastronom und DJ gearbeitet [hat]“ , nun auch auf der Nachwuchsrekrutierungsstation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „Funk“ zu sehen sein. Ein Schelm wer böses dabei denkt…

  118. Es ist nicht eine Frage von Qualität gegen Quantität
    Sehr geehrter Herr Classeen!
    Was ich ausdrücken will, ist nicht ein Gegensatz von Qualität und Quantität. Die Artikel der NRC sind nicht von minderer Qualität als die der FAZ. Worauf ich mich beziehe ist die Frage der Auswahl. Wenn man nur 7.5 Seiten für Politik zur Verfügung hat, dann muss man stärker auswählen, als wenn man fast vier mal so viel Platz bereitzustellen gewillt ist. Als ich gestern den dünnen Hauptteil sah, kam mir folgender Gedanke: Die FAZ Journalisten ziehen sich aus der Verantwortung zurück, Sie schreiben so wenig wie möglich. Denn schmaler als 10 Seiten, in die man auch noch 2.5 Seiten Todesanzeigen stopft, kann man den politischen Teil einer überregionalen Tageszeitung nicht machen.
    Was verschweigen die mir als politisch interessierte Leserin?
    .
    Wenn Sie jetzt argumentieren, dass 3.80 Euro halt nur für eine sehr dünne Auslandsausgabe reichen, dann argumentiere ich zurück, dann sollen sie zuerst einmal das beigelegte Magazin über Essen streichen. Denn wenn ich ein Magazin über Essen will, dann kaufe ich ein entsprechendes Magazin. Von der FAZ erwarte ich in erster Linie einen guten Überblick über deutsche Politik, und europäische und globale Politik aus deutscher Sicht. Das ist innerhalb von 7.5 Seiten nicht zu machen.
    Hochachtungsvoll
    Lisbeth Heuse

    • Platz wäre für neue Zeitung von Politikedelfedern mit Mut und Meinung
      Mit dem Essen haben Sie vollkommen Recht. Der Bereich Icon bei Weit oder Dons Lieblingsjournal bento braucht auch keiner gebündelt mit Erwachsenennews.

    • Ihre letzte Frage spricht das eigentliche Thema an
      @Lisbeth Heuse „Was verschweigen die mir als politisch interessierter Leserin?“ Und dazu Ihr Gedanke: „Die FAZ Journalisten ziehen sich aus der Verantwortung zurück, Sie schreiben so wenig wie möglich.“
      Zeitungen verschweigen nichts – sie wählen aus und sie lassen weg, denn es gibt immer (immer!) mehr Nachrichten, als auf 7 oder 10 oder 30 Seiten Platz haben.
      Ich bezahle die FAZ dafür, dass sie intelligent auswählt und kommentiert. Dabei erwarte ich ausdrücklich nicht, dass die FAZ neutral ist – das war sie im Übrigen nie, und das würde ihr vermutlich auch nicht gut bekommen.
      Wenn ich möglichst viele politische Nachrichten oder Meinungen lesen will, gehe ich ins Web – das ist überwiegend kostenlos, kostet aber meine Zeit.

  119. @Walter Claassen
    Der Absatz bezieht sich auf Qualitätsjournalismus im Sinne einer Printpublikation, also quasi als Gesamtkunstwerk.

    DA lese ich mit grosser Freude, inklusive vieler kluger und mancher kontoverser Kommentare. Und teile Ihren Wunsch, dass dies gut bezahlt werden mag und freue mich auch, dass die FAZ dies möglich macht.

    Dennoch bin ich wehmütig, da es vor einigen Jahren noch eine Zeitung gab, in der die hier gebotene Qualität und die Anstösse zum selber denken in fast jeder Ausgabe an mehreren Stellen vorkamen.

    Die Frage, ob der blog Leser für jeden Artikeln zur Kasse gebeten wird, stellt sich sicherlich auch irgendwann. Warum auch nicht, der Don erbringt ja eine Leistung, die wir zur Zeit für lau und sogar werbungsfrei konsumieren.

    @kdn: bei mir ist es die maritime Wirtschaft. Politikern fallen dort Werften ein, Steuerberatern Tonnagesteuer und Anlegern grosse Verluste. Zeitungen fällt dort ganz wenig ein.

    @Gast: ich meinte die Kolumne Vermögensfrage von Loomann, gefühlt kam das an einem Tag, an dem ich Zeit zu lesen habe, was mittwochs weniger der Fall ist.

  120. Pingback: Was Donald Trump für uns bedeutet | Ceiberweiber

  121. Yet another Verschwörungstheorie
    Einige Kommentatoren werden gewiß noch
    „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ – Novelle von Robert Louis Stevenson
    oder „Der Gute Mensch von Sezuan“ von Bert Brecht kennen –

    wo gezeigt wird, wie „gute“ Menschen nur existieren können, wenn sie gelegentlich ihrem „schlechten“ alter ego vorübergehend platz machen.

    Dazu kam mir heute ein fürchterlicher Verdacht:
    was, wenn Dr. Angela Merkel ein solches Alter ego hätte bzw. wäre?
    Wer käme denn da als Partner in Frage, wenn nicht Claudia Roth?

    Da erfaßte mich eine gewisse Unruhe, denn mir wurde einiges klar …

    (Wer Satire findet, darf sie behalten)

  122. Stallzwang
    Hat da tatsächlich eine ordinäre S-Bahn-Influenza den vegan und sportlich bewegten Alpenüberquerer erwischt, oder ist für einen der schrägsten Vögel des deutschen Föijetongs wg. H5N1 oder H7N9 vorübergehend Stallzwang angeordnet?

    Kunstfiguren gelten für gewöhnlich als gefeit gegen die Bewirtung pathogener Organismen. Wenn ihre Schöpfer allerdings eine derartige Steigerung der Pace vorlegen, wie Sie sie hier seit ungefähr 14 Tagen an den Tag legen …

    Für die Infektion wird doch wohl keiner der Kommentatoren – „das Virus dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Munds und der Augen in den Körper ein“ – gesorgt haben?!? Nicht auszudenken, wenn die Viren sich über Glasfaserkabel, W-Lan und Router verbreiten ließen. Virtuelle Kontakt-, Speichel-, Kot oder Schmierinfektion? Ausgeschlossen!

    Und jetzt? Zauberberg am Tegernsee? Florence Nightingale in der Nähe? Sanfte, pflegende Hände? Erzwungene oder hingenommene Infantilisierung? Wohlige Fieberphantasien? Metaphysisches Frösteln?

    AUFGEPASST! Es droht die bakterielle Sekundärinfektion: Spitäler, Ärzte, Kitas und Willkommenskulturzentren weiträumig umfahren!
    Ingwertee grundsätzlich indiziert, Kartoffelwickel bei verschleimten Atemwegen, Essigumschläge um die Beine zur Fiebersenkung. Für die laufende Nase Meerrettich, gerieben und eingeatmet zwischen Taschentüchern.

    Gute Besserung!
    Sie werden hier noch gebraucht.

  123. "Hatten die Wähler z.B. 1932 recht?"
    Auch ein Spartakus-Student hat mir seinerzeit diese Wahlen vorgehalten, um die Ablehnung der Demokratie zu begründen. Aber Hitler hatte vor den von den Bürgerlichen unterstützten Ermächtigungsgesetzen nie die absolute Mehrheit, geschweige den 80%. Die hat er erst NACH den Ermächtigungsgesetzen bekommen. Mit denen konnte er SPD und KPD zerschlagen (die Nov. 1932 mehr Stimmen bekommen hatten als die NSDAP), um erst dann mit SA und Göbbels-Radio Richtung 100% zu marschieren. Wikipedia ist besser als progressive Latrinenparolen.
    Was wird eigentlich in den Schulen gelehrt? Dass Volksbefragungen gefährlich sind und Wähler erzogen werden müssen?

  124. Die Reinkarnation des Rentenversprechers ....
    … gefragt ob der Vater (mutmasslich Maurermeister) denn bis 63 gearbeitet habe, entfuhr es der Mütterbeglückerin „Natürlich nicht!“ …. um dann noch kleinlaut nachzuschieben „Aber viele seiner Kollegen schon“.
    .
    Da liegt Drückebergertum scheinbar in der Familie.
    .
    Mir tut es echt leid für Euch, dass ihr Euch von solchem Personal regieren lasst und der auch noch Eure Rentenansprüche anvertraut.

  125. Lokal-Abo gekündigt
    Geschätzter D.A., Foristen aller Coleur, da ich am WE an der Front war und mich, erneut intensiv, mit unseren Neumitbürgern beschäftigten durfte ( @TDV, mir wäre es auch lieber, es ist nicht die Realität, sondern Fiktion.), kann ich mich nun erst an der wahren Demokratie beteiligen. Einige haben wieder richtig Gas gegeben(@Otto Moser), andere waren nicht so leidenschaftlich.
    @ StandYour Ground, habe heute das Abo meiner Lokalzeitung (LeipzigerLinkszeitung) gekündigt, da wie sie schön beschrieben haben, keine Unterschied mehr zu vor 89 besteht. Um das Porto effektiv einzusetzen, konnte ich noch 2 weitere zur Kündigung animieren.
    Sind ja eh nicht darauf angewiesen (Demokratieabgabe)!
    Sehr geehrter Don, steht die Lobhudelei im Cicero, auf die Herren Steinmeier sowie Maas in demselben Kontext ??? Sie, als ausgewiesener Fachmann, können vllt. antworten? Es erschließt sich mir absolut nicht, wie diese Anbiederung zu begründen ist, da die Artikel von F.A. Meyer und anderen, weiterhin in der Tradition des kritischen Journalismus stehen.
    Grüsse aus Dunkel D, wo gerade herrlich die Sonne scheint !

    • Titel eingeben
      WE
      ?
      am WE an der Front
      ?
      .
      Ist es zu viel verlangt, verständlich zu schreiben?

    • Zitate @Klaus
      https://de.wikipedia.org/wiki/WE
      und dann
      https://de.wikipedia.org/wiki/Wochenende
      zum Beispiel:
      … Die als fortschrittlich geltende Fachzeitschrift für Autofahrer Der Herrenfahrer betitelte in ihrer ersten Ausgabe 1924 einen Reisebericht mit „Weekend um Berlin“:
      „Weekend – bleiben wir bei dem englischen Wort: der Engländer hat es, der Deutsche muß es erst lernen – bedeutet lebendiges Ausruhen. Erholung nicht durch Untätigkeit, die ein negatives Vorzeichen hat und für den, der das Leben bejaht, der Langeweile gleichzusetzen ist, sondern durch Ausübung einer anderen Tätigkeit, als die Werktage verlangen.
      Werktagsarbeit ist gebunde Tätigkeit zur Erzielung wirtschaftlichen Nutzens, Weekendruhe ist freie Tätigkeit, die von jedem wirtschaftlichen Nutzeffekt bewußt absieht, und auf die Erfüllung der Muße mit reinen Lebenswerten gerichtet ist. Wundervollstes Instrument zur Weekendfreude ist das Automobil. Es bedeutet das sanfte, reibungsfreie Sichloslösen von der Wochenpflicht.“

      Einige Staaten wie der Iran kennen bisher kein Wochenende, mit Ausnahme des Freitags wird voll gearbeitet. …

    • Für Klaus und Externet
      Wochenend und Sonnenschein
      und dann mit dir im Wald allein,
      weiter brauch ich nichts zum Glücklichsein,
      Wochenend und Sonnenschein.

      Über uns die Lerche zieht,
      sie singt genau wie wir ein Lied.
      Alle Vögel stimmen fröhlich ein.
      Wochenend und Sonnenschein.

      Kein Auto, keien Chausee
      und niemand in uns’rer Näh‘.

      Tief im Wald nur ich und du,
      der Herrgott drückt ein Auge zu,
      denn er schenkt uns ja zum Glücklichsein
      Wochenend und Sonnenschein.

  126. ...
    Sollten es nicht eigentlich so sein, dass man Politiker zur Auswahl hat, die verkünden wofür sie stehen, eine Überzeugung haben und diese auch umsetzten wollen…. als Wähler könnte man sich dann sagen, na gut, bei 2-3 Punkten denke ich zwar anders, aber bei den 5-7 Punkten stimme ich überein und dann passt dass schon….der Politiker hat Ecken und Kanten und in Summe kann ich den unterstützen.

    Aber bei den heutigen Politikern der GroKo hat man das Gefühl, die haben keine Meinung (und erst Recht keine Ecken und Kanten), sondern bilden die erst, nach dem Umfragen ihnen gezeigt haben, welche Meinung zu haben ganz nützlich sein könnte…. also erst nicht festlegen, dann Umfrage, dann Tendenz in die Richtung mit Hintertüre offen…. da könnte man dann eigentlich auch einen Affen oder Politik-Darsteller hernehmen… der könnte das dann auch.

    • Titel eingeben
      Gab’s das nicht bereits? Zumindest im Kino, mit Peter Sellers als alter Gärtner, der es mit aus dem TV aufgeschnappten Sprüchen zum USA-Präsidenten schaffte…
      SciFi und Satire erweist sich machmal (nicht selten? immer öfter?) als spätere Realität.

    • Ja: Welcome Mr. Chance!
      @kdm: Sie erinnern an den Richtigen! Unvergessen sein Versuch, die böse Wirklichkeit außerhalb seines geliebten Gartens mit einer TV-Bedienung umzuschalten.

  127. Don,
    ich fände es ungeheuer interessant, wenn Sie mit Ihrem Recherche- und Erklärungstalent sich mal hiermit auseinandersetzen würden:
    https://www.welt.de/wirtschaft/article159791364/Bundesregierung-zahlte-Millionen-an-Clinton-Stiftung.html

  128. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung...
    hatte per Umfrage das Ohr mal wieder vermeintlich am Puls der Zeit (über die Methodik könnte man jetzt auch mal grübeln: „Die Studie basiert auf einer telefonisch durchgeführten repräsentativen Umfrage.“ Würden Sie in heutigen Zeiten irgend einem beliebigen Telefonanrufer freiweg Ihr Herz ausschütten? Nein? Na eben).

    Das kann man jetzt so übertiteln:

    „40 Prozent glauben, dass der Islam Deutschland unterwandert“

    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/umfrage-40-prozent-aller-bundesbuerger-glauben-dass-der-islam-deutschland-unterwandert-aid-1.6410488

    Man kann aber die gleiche Anzahl der Befragten schon im Titel gleich mal alle als mindestens rechtsradikal abqualifizieren:

    „Neue Rechte rückt in die Mitte der Gesellschaft“

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-11/politische-einstellung-rechtsruck-deutschland-friedrich-ebert-stiftung

    Und damit die geneigte Presse auch ohne größeren eigenen Aufwand einen Text übernehmen kann, liefert man den seitens der Verfasser gleich mal mit:

    „Insgesamt deutet den Ergebnissen zufolge alles darauf hin, dass neurechte Ansichten den offenen Rechtsextremismus ablösen.

    Zugleich hängen die Einstellungen teilweise stark miteinander zusammen. Die Neue Rechte sei daher nicht minder bedrohlich für die Demokratie, weil die Gruppe im Kern weiterhin von Menschenfeindlichkeit zusammengehalten werde.

    „Wir sollten der lauten Minderheit der Fremdenfeinde in den gesellschaftlichen Debatten nicht so viel Raum geben, sondern der demokratisch gesinnten Mehrheit mehr Aufmerksamkeit schenken“, sagt Co-Autorin Beate Küpper.“

    Noch Fragen?

  129. "Kann es sein, dass die Wähler aufgeklärter als Journalisten sind ...?" Nein!
    Es gab mal eine Zeit, vermute ich rückblickend jedenfalls, in der die Mehrheit der Journalisten noch die Freiheit hatte, weitestgehend unbehelligt von äußerlichen Umständen wie Auflagenzahlen und Inserenteninteressen zu arbeiten. Heute gilt da wohl eher: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing. So mancher „aufgeklärte“ Journalist sieht sich daher geradezu dazu gezwungen, will er nicht wie viele seiner Kollegen enden, seine Überzeugungen zu verleugnen. Die Freiheit der Medien ist ohne Zweifel den finanziellen Interessen zum Opfer gefallen. An den Journalisten liegt das eher weniger, die sind die Letzten in der Reihe, können bis auf ganz wenige Ausnahmen kuschen oder weichen, sind zu Lieferanten inhaltlich fest umrissener Auftragsarbeiten verkommen.

    Eigentlich wurde das Thema ja schon mehrfach hier behandelt und es gibt kaum Neues dazu zu schreiben. Früher gab es neben dem Bildzeitungsniveau noch Journalismus mit einem gewissen Anspruch, heute gibt es nur noch Bildzeitungsniveau. Es mangelt an der kritischen Auseinandersetzung mit den Themen der Zeit, mit den wirklich für die Bürger wichtigen Themen, es mangelt an substantieller politischer Kritik, es mangelt an Hartnäckigkeit bei der Behandlung von Dauerthemen, die die Gesellschaft nachhaltig verändern. Stattdessen nur noch Schlagzeilen zu ständig wechselnden Unwichtigkeiten, die das Leben der Bürger meist nur am Rande, wenn überhaupt, betreffen.

    Im wahren Leben spielen für die Mehrheit der Bürger weder Börsenkurse, Feminismus, Flüchtlinge, Hate Speech, fake-news etc. pp. auch nur irgendeine Rolle. Da geht es um viel banalere Dinge, die fast ausnahmslos mit sozialen Fragen, Einkommen, Steuern etc. pp. zu tun haben. Aber Altersarmut, Pflegenotstand, Hartz-IV usw. sind ja nicht so wichtig, als daß man sich als Medien mal wirklich ausdauernd mit solch „komplexer Materie“ auseinandersetzen müßte. Das wäre ja populistisch.

    Kein Wunder, daß die Bürger sich von Politik und Medien weiter und weiter entfernen, im Internet mehr und mehr ausrasten.

    • Journalismus in Zeiten der aufgeklärten Bürger?
      @Otto Meier: Kann es sein, dass Sie auch in einer „Filterblase“ sitzen und von den Journalisten etwas Unmögliches verlangen?
      Sie geben vor zu wissen, was im wahren Leben der Mehrheit der Bürger eine Rolle spielt und was nicht. Ich bezweifle, dass das so einfach ist, sonst könnte (und würde) eine gute Zeitung das „erledigen“ und könnte sich damit auch finanzieren.
      Und Sie beklagen, dass bestimmte „komplexe“ Themen von den Medien nicht mit der nötigen Ausdauer behandelt würden. Solche „Langstrecken“ will doch heute keiner mehr lesen! Geschweige denn dafür bezahlen!
      Und das ist das wirklich Verstörende an Ihrem Beitrag: „Die Freiheit der Medien ist ohne Zweifel den finanziellen Interessen zum Opfer gefallen.“ Ist das eine Verschwörungstheorie oder ist das einfach naiv?
      „Irgendwie“ müssen sich die guten (wie die schlechten) Zeitungen auch in Zeiten des Internet finanzieren, und das blenden Sie offenbar aus.
      Wenn man den GEZ-Medien ein paar Milliarden wegnähme und damit Zeitungen finanziert, wäre ich – als Feind der GEZ – sehr einverstanden.


    • Nun, Herr Claassen, jeder sitzt wohl mehr oder weniger in seiner eigenen Filterblase. Und ja, ich bilde mir ein, von den Bürgern, mit denen ich spreche, auf die Mehrheit und deren Interessen schließen zu können. Und die beziehen sich nunmal auf ganz banale und alltägliche Sorgen und Probleme und haben nichts mit irgendwelchen pseudoelitären Ergüssen zu tun.

      Ob sich eine „gute Zeitung“ heute noch damit finanzieren könnte, das ist eine gute Frage. Vermutlich nicht, da für eine „gute Zeitung“, aber auch für eine „schlechte Zeitung“ kaum noch Geld ausgegeben wird, sieht man von der BILD-Zeitung einmal ab. Und da stellt sich doch die Frage, ob das nur am Preis liegt, oder ob die behandelten Themen nicht mehr von mehrheitlichem Interesse sind, ob die Behandlung der Themen, die Aussagen zu den Themen, mehrheitlich nicht mehr akzeptiert wird. Vielleicht auch, weil Redaktionen aus Kostengründen minimiert und gleichgeschaltet wurden?

      Die „Langstrecken“ sind real existierende „Langstrecken“ und sollten auch abseits leerer Worthülsen ihren Niederschlag finden, sich nicht in vorgefertigten Presseerklärungen und geschönten Statistiken erschöpfen. Wozu sonst sind Medien denn gut? Dann können wir uns ja gleich auf die Hofberichterstattung im ÖR beschränken. Und, nur steter Tropfen höhlt den Stein.

      Ob Zeitungen als Bezahlmodell im „kostenlosen“ Internet überhaupt noch eine Zukunft haben, hängt doch ganz davon ab, ob sie noch einen Mehrwert bieten oder nur Wiederkäuer sind. Ein Mehrwert läge eben in der von mir angesprochenen dauerhaften substantiellen Kritik, in der Erarbeitung von Alternativen, im Vordenken und Nachdenken. Das reine Kommentieren nach Art des Hauses erfüllt heute wie gestern nicht den Anspruch an eine „gute Zeitung“.

      Die GEZ gibt es schon lange nicht mehr. Rundfunkgebühren habe ich bislang auch noch nicht gezahlt und meine zwei anhängigen Klagen harren noch eines Termines. Davon mal ganz abgesehen bin ich gegen jede Art der Zwangsfinanzierung von Meinungsbildung. Was unterscheidet uns denn dann noch von der Türkei? Sorry, aber freiwillig zahle ich keinen Cent für den ÖR und auch sonst nicht für Medien, die es in meinen Augen nicht verdient haben. Soviel Meinungsfreiheit, Entscheidungsfreiheit und informelle Selbstbestimmung muß schon noch sein – in einer „Demokratie“.

    • @Walter Claassen:
      Den Staatsrundfunk haben wir schon jetzt im Übermaß (und die Privaten konnte man von Anbeginn ignorieren).
      „Wenn man den GEZ-Medien ein paar Milliarden wegnähme und damit Zeitungen finanziert, wäre ich – als Feind der GEZ – sehr einverstanden.“
      Wenn auch noch die Staatspresse dazukäme – was, glauben Sie, stünde dann darin? Etwas anderes als im Staatsrundfunk? Warum denn? Aus plötzlich erwachtem Qualitätsbewußtsein – das jetzt schon beim Staatsrundfunk durch anstrengungslose Einkommensmilliarden verhindert wird?
      Nein, es hieße nur noch mehr Berieselung mit demselben Beruhigungsmittel.
      Was wir brauchen sind Pleiten bei all den Zeitschriften, die keine journalistische Arbeit mehr leisten. Die unsichtbare Hand des Marktes. Die NZZ würde davon profitieren, die Agenturen auch und hiesige Provinzblätter, deren Leser die Inhalte an ihrer Erfahrung messen können. Propaganda brauche ich nicht mehr.
      M. A. Titz

    • "Diese Zeit...
      …in der die Mehrheit der Journalisten noch die Freiheit hatte, weitestgehend unbehelligt von äußerlichen Umständen wie Auflagenzahlen und Inserenteninteressen zu arbeiten.“

      Diese Zeit gab es noch nie, das hat der New Yorker Journalist John Swinton schon 1880 erkannt und etwas grob aber durchaus korrekt ausgedrückt bei seiner Rede auf einem Bankett zu seinen Ehren.


    • Im Vergleich zu heute, Iannis70, hatten Journalisten vor 50 Jahren noch deutlich mehr Freiheiten. Richtig ist allerdings, ganz frei waren sie selbstverständlich nie. Andererseits machte es das im Vergleich zu heute geringere Angebot an Journalisten noch leichter möglich, auch einmal den Arbeitgeber zu wechseln, ohne gleich die Existenz zu gefährden. Denn heute ist das Medienangebot zwar deutlich größer, auch die Zahl der Journalisten, die Zahl der potentiellen Arbeitgeber, auch unter thematischem Bezug, aber nicht. Und, die Unabhängigkeit eines „Don Alphonso“ ist nunmal eher die Ausnahme, denn die Regel.

      Was Swinton betrifft, mußte ich da erst mal nachlesen. So wie ich das verstehe, konnte er sich seine Unabhängigkeit nicht leisten und lehnte jede finanzielle Unterstützung ab, so daß er seine durch ihn selbst hoch subventionierte Zeitung nicht halten konnte, als es zu einem Boykott durch die Knights of Labor kam, die sich später aber auch auflösten. An den Inhalten lag es jedenfalls wohl nicht, eher an seiner Radikalität, was die Ablehnung durchaus vorhandener Gönner und Förderer betraf. So gesehen ist Swinton eher ein Beispiel für das klassische Eigentor eines Eigenbrötlers, denn für die Unmöglichkeit einer freien Presse. Und das scheint mir doch durchaus nachvollziehbar, da es keine homogenen Gesellschaften gibt und es somit auch keine homogene Presse geben muß.

      Daß, politisch betrachtet, eine Zeitung eher rechts oder links einzuordnen ist, von rechts oder links mehr oder weniger unterstützt und beeinflußt wird, nicht neutral ist, steht der Unabhängigkeit der Presse in der Gesamtschau nicht entgegen, solange es diese Unterschiede gibt.

  130. Wir sind das Licht, ihr seid die Dunkelheit - und der Laden hier gehört uns
    Das funktioniert halt schlicht nicht in einer offenen Gesellschaft. Wer das nicht glaubt, kann ja mal die katholische Kirche fragen.

    Schon gar nicht funktioniert das, wenn man sich zu fein ist für die Kandidatin des eigenen Lagers und deswegen nicht zur Wahl geht. Daran scheint ja Trumps Erfolg auch zu liegen.

    Vielleicht zeigt die Wahl von Trump ja nur, dass Demokratie und offene Gesellschaft funktionieren – ehemalige Nichtwähler gehen wählen, es gibt nach acht Jahren mit einer Partei an der Macht einen Wechsel. Big whoop…

    Obwohl natürlich äußerst wünschenswert wäre, dass nun auch der Gewählte die Verantwortung zu übernehmen in der Lage ist, die mit dem Amt zusammen hängt.

  131. Eremitage
    Werter Don Alphonso,

    heute habe ich wieder einmal bei Ihnen gelesen und mich durchaus über Ihre wie üblich gut pointierten Gedanken gefreut. – Allerdings ist mir dabei auch wieder bewußt geworden, wie schön es ist, sich nur um das kommende Wetter mit seinen möglichen Auswirkungen auf das Anwesen, sowie um die treuen Fellnasen zu kümmern und gutes Essen und Trinken auf den Tisch zu bringen.

    Jo mei, alleweil die AfD und der Trump und die Clinton und die deutsche Hohe Frau mit ihren Koniferen rauf und runter oder auch die m.E. etwas zu kurz geratenen Rückgriffe auf Frank Schirrmacher oder die Krim. Joachim Fest +2006 und das seit 1974 von der Türkei besetzte Nordzypern sind schon ganz vergessen? (Es spricht eher für die Lauterkeit von Joachim Fest, daß er sich vom ausgepichten Speer Albert damals hat so reinlegen lassen.)

    Ubi bene, ibi patria. Oder wie man derb im Norden sagt, wenn man sich nicht alles Elend der Welt auf die Seele laden will: Freten, sloopen, supen, langsam goan und p****.

  132. Die Schwierigkeit in Zeiten wie diesen
    In Zeiten wie diesen, in denen einerseits wesentliche Umwälzungen geschehen, diese aber andererseits nicht mehr verlässlich journalistisch und im öffentlichen Diskurs abgebildet werden, fällt es jemandem wie mir, der nicht wie Don im web auf dem Vulkan tanzt, tlws. schwer, eine echte Meldung von einer falschen zu unterscheiden.

    Weshalb ich das schreibe? Eben bin ich auf einen Artikel in einer österreich.Zeitung/Gazette gestoßen, der von bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Turin berichtet (mit italien.Quellenangabe).
    Niemand anders berichtet darüber, was schlicht dem Fakt geschuldet sein kann, daß Ereignisse wie diese ein Menetekel der welcome-Furie sind, das unerwünscht ist, weil es zeigt, wohin die Reise geht.
    Ich kenne die Zeitung nicht(deren Aufmachung einen Verdacht bei mir keimen läßt), der Ton u.Stil ist nicht reißerisch (was die Sache wieder glaubwürdiger macht), usf.
    Wie soll ich als nichtwasmitmedien da mit GERINGEM Zeitaufwand da einen Realitätscheck machen?

    hier der link, mag jeder selbst sehen:
    https://www.wochenblick.at/gewalt-explodiert-asylwerber-wueten-in-turin/

    • Titel eingeben
      Naja, ….clandestini, illegali. Es gab wohl einige gegenseitige Provokationen und dann „Lektionen“ von Ultras gegen die mehrheitlich schwarzafrikanischen Jungmigranten. Dabei wird im Art. des „Libero Quot.“ der religiös unterfütterte Haß singulärer Individuen etwas zu sehr in den Vordergrund geschoben …. um auf die Gefahr eines fundamentalistischen Radikalisierungspotenzials hinzuweisen.

      http://www.liberoquotidiano.it/news/italia/12027625/torino-rivolta-immigrati-moi-allah-vendetta-banlieue-bataclan-islam-isis-.html

      http://www.lastampa.it/2016/11/24/cronaca/esplosioni-al-moi-notte-di-tensioni-z0nFS5MAN3wbFyHI8JaiSN/pagina.html

      Die Herren wissen nicht, welche wunderbare 24h-Rundumversorgung mit Catering, Reinigungskraft, ChauffeurIn, neuem Zahnersatz ….. sie in der BRD als „Geflüchtete“ haben könnten. Seltsam, bei soviel digitaler Kompetenz und Netzwerken …..

      Vielleicht sollte man auch nicht zu deutlich darauf hinweisen? Ganz klar, dass „die Gesellschaft“ schuld ist …. und die koloniale Vergangenheit „Europas“ (inklusive Schweiz und Österreich und Ungarn und Tschechien und Polen und Schweden und Norwegen und überhaupt diese kolonialistischen Finnen und und, ….. pfui ….natürlich!). Ahimè!

      Wollte Sr. Katrine Göring-Eckehardinis (oder war sie mit Simone unterwegs?) nicht auch „Ausfliegen“ und „Mittel-locker-machen“, als sie auf ihrer romantischen Nostalgietour auf den Spuren der „Geflüchteten“ bereits auf dem Balkan „so viel Armut“ ausmachte?

      Ich wundere mich bei Besuchen in dt. Großstädten immer, weshalb es bei solch rührender Herz-Jesu-Mystik aus PolitikerInnenmund in der BRD überhaupt noch „Pflegenotstand“, Butterwegges Kinder- und Altersarmut, …. und so verdammt viele (autochthone) Wohnungslose (also nicht die professionellen SchnorrerInnen!) auf den Straßen gibt ….
      Die Palais der kath. Oberhirten wären doch auch noch zu erobern …..

      Allerdings berichten PolizistInnen „unter der Hand“ auch weiterhin davon, dass die in deutschen „Flüchtlingsunterkünften“ versammelten Ethnien zum großen Teil ein kulturelles Niveau mitbringen, das freundlich als rural-tribalistisch bezeichnet werden kann ….. wesentliche westliche Zivilisationsschritte sind da so gut wie unbekannt, der Griff zu Waffe oder waffentauglichem Utensil ist die bevorzugte Option, um im bewaffneten Kampf eine Lösung von Konflikten herbeizuführen.

      So richtig männlich halt, nicht so was (spieß)Bürgerliches. (-; Und das sind nicht (einmal) Schwarzafrikaner, sondern primär Araber oder Tschetschenen und andere „Kaukasier“, die weiterhin ungemindert „ankommen“ …..

      Dafür hat sich die Frau Bundeskanzlerin ja auch eingesetzt. Und der Finanzminister ebenso; Inzest und so.

    • @ Patrick Feldmann
      „… Wie soll ich als nichtwasmitmedien da mit GERINGEM Zeitaufwand da einen Realitätscheck machen? …“
      – ichauchnixmitmedien suchte nach Torino & Migranti bei
      NEWS.GOOGLE.IT –
      https://www.google.it/search?q=torino+migranti&tbm=nws&hl=it&gl=it&gbv=1&num=100
      – oder bei der Konkurrenz BING.IT/NEWS –
      http://www.bing.com/news/search?q=torino+migranti&go=Search&qs=ds&form=QBNT

    • @ externet Vermutlich muß man es so machen, aber dann wird jede Information zur Eigenarbeit
      Ich will mal ehrlich sein, externet, es war eine mehr rhetorische Frage, denn einerseits kann ich mir wirklich vieles zusammensuchen (und das würde ich dann z.B. so machen, wie Sie es bschreiben) und andererseits kann ich Quellen -kritisch arbeiten.

      Was ich meinte war aber, daß dann jede Information erst durch Eigenrecherche validiert werden kann (und das ist dann doch sehr Zeit-aufwendig). Im normalen sozialen Leben läuft es doch komplexer und kürzer: Ich treffe den Alphonso, den kenne ich, den schätze ich (obwohl der manchmal Ansichten hat, die ich …ist egal), der sagt etwas. Und weil DER das sagt, denke ich, da ist was dran… . Ich verlasse mich dabei auf seine Gründlichkeit. So wie ich auch eine BauchOP an mir nicht supervisoŕisch beaufsichtigen würde.
      Vertrauenswürdige Medien waren einmal Medien, die den relevanten gesellschaftlichen Diskurs so abbildeten, daß ich davon ausgehen konnte, daß da jemand seine Arbeit lege artis für mich gemacht hat. Das war früher bspw. bei der FAZ so. Heute ist das nicht mehr so!
      Ich kann natürlich alle Menschen um mich herum ersetzen, den Bäcker, den Schneider, den Mechatroniker, den Arzt, den Journalismus, usf. ….. SO FUNKTIONIERT Gesellschaft aber nicht mehr.

      Der nicht-rhetorische Anteil meiner Frage war: welche Quellen taugen für den SCHNELLcheck?

  133. Goethes Eindruck von Twitter
    Ich wusste bislang nicht, dass Goethe etwas über Twitter geschrieben hat:

    »Mich ängstigt das Verfängliche
    Im widrigen Geschwätz,
    Wo nichts verharre, alles flieht,
    Wo schon verschwunden, was man sieht;
    Und mich umfängt das bängliche,
    Das graugestrickte Netz.« –
    Getrost! Das Unvergängliche,
    Es ist das ewige Gesetz,
    Wonach die Ros und Lilie blüht.


  134. @ Otto Moser
    Sie haben meinen Post nicht gelesen. Ich habe geschrieben, ich bin NICHT ihr Fan. Ich fand Bernie Sanders am Besten.

    Und dass ich Frauen per se besser finden würde, ist nichts als eine boshafte Unterstellung. Das machen vielleicht irgendwelche Frauen, die dumm im Kopf sind, ich nicht. Lassen Sie bitte diese boshaften Untestellungen, bei einer wildfremden Person, die Sie gar nicht kennen. Wie kommen Sie zu diesem Schmarrn?
    *Niemand* kennt mich hier, und ich habe das Bedüfnis, mich hier dauernd rechtfertigen zu müssen, allmählich etwas lästig.

    • Liebe Tamarisque, nichts liegt mir ferner, als Mitforisten zu beleidigen.
      Weder von Ihrer Krankheit, noch davon, dass ausgerechnet die US-Wahl Ihr Hobby ist, habe ich gewußt.

      Und dass der Don Ihnen, mir und allen anderen, oft kontroversiellen Schreibern Luft läßt, dafür bin ich dankbar.

      Aber…seien Sie kurz in meinen zu großen Schuhen, und betrachten Sie DANN Ihre Beiträge, als wären es fremde :
      Halten Sie es für ausgeschlossen, dass ein unvoreingenommener Mitforist den Eindruck kriegt, da hänge jemand in einer idee fixe fest,
      überhaupt vor dem Hintergrund der einseitig-negativen Berichterstattung zum nunmehr immerhin President elect ?
      Gut, mit einem Bernie Sanders hätte ich weniger gut gekonnt, als mit dem Donald, und ich glaube ehrlich nicht, dass Sanders von der Mehrheit der Amis gewählt worden wäre.
      Der ist für da drüben einfach zu links.

      Und Trump traue ich durchaus zu, eine für Europa und das Überleben von uns Menschen in Europa, bessere Politik zu machen, als Clinton.
      Da ist echt eine Katastrophe an uns vorbeigewählt worden.
      Vielleicht bleiben uns so auch massiv antidemokratische Erscheinungen, wie etwa TTIP, erspart.
      Kangaroo Courts für Konzerne, um Staaten zu lähmen.
      Das hab‘ ich mir schon IMMER gewünscht.

      Meine Intention bei meinen stichligen Kommentaren zu Ihren war, einen Anstoß gegen dieses Om mani padme hum zu geben, darauf hinzuweisen, dass Ihre Beiträge mehr und mehr einer hängengebliebenen Schallplatte seligen Gedenkens ähneln.
      Es war ein Aufruf : Raus aus der Tretmühle !
      Mit dem Hintergrund, den Sie jetzt geliefert haben, sehe ich keine Veranlassung, weiter zu Ihrem Hobby Stellung zu nehmen.

      Sorry, dass Sie mich in den falschen Hals bekommen haben.

  135. Nachtrag
    @ Otto Moser
    „Pfooo, so eine Enttäuschung.
    Na, macht nix, machen Sie es wie die (HARRHARR) ,Qualitätsmedien‘ , und nutzen Sie Ihre unwiederbringliche Lebenszeit während der gesamten Präsidentschaft, um irgendwo was auszugraben, was keinen mehr interessiert.“

    Ich verbringe meine Zeit mit meinem Hobby US Wahl, die ich seit vielen Jahren verfolge, und habe wegen meiner chronischen Krankheit mehr Zeit als die meisten Menschen. Und Don Alphonso lässt es zu, dass meine Posts veröffentlicht werden, wofür ich sehr dankbar bin.

    Was habe ich Ihnen angetan, dass Sie so negativ und so bösartig mit mir umgehen? Ich kann mich nicht daran erinnern, Sie hier jemals beleidgt zu haben.

    Eben, Sie antworten auf einer rein emotionaler Ebene, genauso, wie ich das schrieb, ohne jedes Sachargument und werden obendrein noch persönlich gegenüber einer Person, die Ihnen wildfremd ist.
    q.e.d.

    • @ Tamarisque
      Ich hab3 das jetzt nicht genau mitverfolgt, aber ich denke, Sie sollten sich das nicht so zu Herzen nehmen.
      Selbst wenn da im Verlauf der Ton manchmal etwas ungestüm werden mag, ist das im Normalfall eher situative Ungeschicklichkeit (es fehlt ja alles, was ein persönliches Gespräch im wirklichen Leben ausmacht und da geht etliches an Gespür mitunter verloren).


    • Lieber Patrick Feldmann, vielen lieben Dank für Ihre freundlichen Worte.

      Ich schrieb seit 2006 in SPON-Forum, heute nur noch selten, und dort gab es Jahre lang eine Ignore-Liste, auf welche man Foristen setzen konnte, die wiederholt beleidigend wurden. Das teilte man denjenigen dann mit, damit er oder sie sich danach richten konnte. In den ganzen Jahren waren es nur eine Handvoll Teilnehmer, die ich auf meine Ignore-Liste setzte, aber die Einrichtung fand ich gut. Das mache ich hier genauso, wenn Worte nichts nützen, und teile das denjenigen auch mit. Dann lese ich deren Posts nicht mehr und antworte nicht. Aktuell sind in Dons Blogs zwei Herren auf dieser Liste, Herr Moser nicht. ;-)

      Jeder kann sich mal am Ton vergreifen, das ist nicht schlimm. Vielleicht tue ich das auch, obwohl ich mich bemühe, sachlich zu bleiben. Aber im Fall der Fälle fände ich es fairer, wenn man es auch mir direkt mitteilen würde.

      Für mich gibt es eine deutliche Grenze, welche, wie ich meine, nicht überschritten werden darf. Wenn der Respekt vor der Meinungsfreiheit fehlt, wenn statt sachlich zu argumentieren wider besseres Wissen unwahre Behauptungen über die Person oder ihre Lebensverhältnisse angestellt werden, so beende ich irgendwann die Kommunikation und habe meine Ruhe. Für mich ist das wichtig, weil ich Dons Blogs sehr mag und hier gerne schreibe. Dauernd veräppeln lasse ich mich nicht, soviel Selbstrespekt muss sein. ;-)

  136. Tamariske, die Norwood (voriger post)
    hat über Alkoholiker und von ihnen Abhängige geschrieben, daher muss man die im Grunde da raushalten. Wir hatten das Buch auch und Erfahrung in der Generation drüber, die, weltkriegbeschädigt und voller Schuldkomplexe, ihr Heil auch in der bottle suchte. Wir fanden das Buch gar nicht verkehrt.
    Wir hatten mal eine Putzhilfe, die öfter heulend ankam und auch mal unentschuldigt gar nicht. Sie erzählte uns einiges über die Schläge. Nach zwei Tagen hatte sie ihm verziehen. Kinder hatten sie auch.


    • Stimmt nicht. Es waren zum Teil auch Alkoholiker, aber nicht nur.

      Warum haben Sie solche Probleme, meinen Nick korrekt zu schreiben?
      Sorry, aber ab jetzt nenne ich Sie Überlander. ;-)

    • Tamarisque, ach ja
      Sorry, hab nie richtig auf die Schreibweise geschaut. Seien Sie nicht so empfindlich.
      Jedenfalls hat die Norwood uns was beigebracht, was nach Buchlektüren selten ist. Unter anderem, nicht große Abendessen mit einem Apero zu beginnen und mit einem Schnapserl abzuschließen. Was bei Kubrick am Anfang von „Eyes wide shut“ passiert, ist der Klassiker. Ich kann mir das immer wieder asehen: Wie ganz plötzlich die Stimmung kippt.
      In Vino Veritas. Das verträgt keine Ehe. Das Verzeihen ist sogar vor Gericht eingebaut, mildernde Umstände.

  137. Hollywoods Weichei-Feministen
    Entsetzlich, all jene feministischen Warmduscher, die Hillary Clinton unterstützt haben, wie z.B.
    Robert De Nero, Leonardo diCaprio, Sean Penn, Michael Douglas, Harvey Keitet, Carlos Santana, und erst recht dieser Loser, der auch jetzt noch auswandern will, der Feigling:

    Snoop Dogg recently revealed that he is considering relocating to Canada following Trump’s win. The rapper posted a photo of Toronto on his Instagram and reached out to Drake for advice on resettling in the city.
    http://www.nme.com

    Sicher doch, alle diese uncoolen Typen halten Frauen für die besseren Menschen, unterdrückte Waschlappen, welche sie sind. Die haben eben keine eigene Meinung, keinen eigenen Willen, sondern sind nur korrupt, gelle. Wetten, dass Crooked Hillary den allen Geld gegeben hat, um deren kärgliches Einkommen aufzustocken?

    Aber hey, vielleicht sind das nur moderne Männer, welche die Frauen nicht für *schlechtere* Menschen halten, gell.

    Und ja, auch ich bin kein Fan von HRC, kann aber gewisse stupide Dinge, die mir hier dauernd unterstellt werden, nicht mehr lesen.

    Btw. Robert Redford hatte mehrmals erklärt, dass er Trump *nicht* unterstützt, wie hier noch vor ein paar Tagen stolz behauptet wurde.

  138. Achse
    Bei der Achse geht ganz schön zur Sache.
    http://www.achgut.com/artikel/der_grosse_luemmel
    Da würden einige Schreiber gut hier dazu passen.
    Es gärt schon ganz gewaltig im Volke, äh, bei „den schon länger hier Steuerzahlenden“

  139. @Klaus
    Kein Problem, WE=Wochenende !!! Wir verteidigen das Land (Unser Land gibt es nicht mehr) auch an Sonn- und Feiertagen, also Frohes Fest, Herr Klaus, werde an der Front an Sie, auch an Weihnacht, denken !

  140. Titel eingeben
    Am ende waren es alles Phrasen..neu und abgedroschen!wenn niemand eine lösung weiß..redet mann sich die köpfe heiß..bis es kracht!…und dann??

  141. Pingback: Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  142. Das Unschuldslamm hat geblökt
    Naja geht so. Der Pädophile-Pizza-Satanismus Clintons war schon ein Blog-Absurdistan der Rightwings, was Seinesgleichen sucht.

  143. Keine Angst
    Vielleicht schaffen es unserer Führer der Demokratur bis zur nächsten Wahl Ordnung in das Chaos des Packs zu bringen.

    Zitat aus https://twitter.com/PhilipPlickert/status/803324524305518592

    Wir werden grundlegendere Schritte ergreifen müssen.
    Wenn das neue Problem der Aufklärung nicht mehr zu wenig, sondern zu viel, zu isoliertes und zu fehlerhaftes Wissen und Meinen ist, muss politische Partizipation an ein Mindestmaß korrekter Bildung geknüpft werden.
    Wir brauchen eine „Gnosikratie“.
    Wer wählen will, soll politische Kompetenz beweisen. Warum nicht so?
    Die Bundeszentale für Politische Bildung gibt Zweiseiter für jeden politischen Bereich aus – Außen, Innen, Umwelt, Wirtschaft, Soziales, Erziehung – mit anerkannten Fakten, mit bewusster Konfrontation von Lügen und Verschwörungen und mit Positionen.
    Dazu muss vor der Wahlkabine ein variierender Multiple-Choise-Test mit einer einfachen Frage aus jedem Bereich ausgefüllt werden.
    Wer besteht, darf wählen. Wer aber die Grundlagen seiner eigenen Gesellschaft nicht kennt oder nicht kennen will, darf auch nicht über deren Zukunft entscheiden.

    Aufgrund seiner Expertise wird Dr. Sandro Gaycken international geschätzt, von global operierenden Unternehmen im gleichen Maße wie von Ministerien, dem Bundestag, der NATO oder der G8. Mit seinem Fachwissen und seinen scharfsinnigen Analysen überzeugt er auch als Experte in diversen Beiträgen auf N24, Al Jazeera sowie in der Tagesschau, der ZEIT und dem Spiegel. (Anmerkung: und vielen, vielen anderen Qualitätsmedien)

    http://www.referentenagentur-bertelsmann.de/agentur/redner/432633/Sandro_Gaycken.html

  144. Multiple Patriotismen
    Danke für den Verweis oben auf den Sarrazin-Artikel, auf den ich nochmal zurückkommen will.

    Kürzlich berichtete hier ein Forist darüber, welche Schwierigkeiten er als Fünfzigjähriger gehabt habe, in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, während Zuwanderer sofort Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen könnten.

    Thilo Sarrazin bringt das so auf den Punkt: *„Verständlicherweise fragen sich immer mehr Menschen, aus welchem Grund und mit welcher Berechtigung der Staat die Bewohner der ganzen Welt mit den eigenen Bürgern gleichstellt, sobald sie die deutsche Grenze überschritten haben.“ *

    http://www.achgut.com/artikel/die_kehrseite_der_globalisierung_was_uns_der_erfolg_von_donald_trump_lehrt

    Bezogen auf den Fall oben, müsste es heißen, *besser als die eigenen Bürger stellt*, sobald sie die deutsche Grenze überschritten haben.

    *Bei „Anne Will“ teilte Merkel die deutsche Bevölkerung in „die, die vor Kurzem zu uns gekommen sind,“und die, „die schon länger bei uns leben“. Im Bundestag ließ sie sich mit dem abgründigen Satz vernehmen, der Terror sei „Teil des Alltags unserer Städte“. Beides gehört zusammen. Vor dem islamistischen Terror sind wir alle gleich, die einen, die früher Deutsche hießen, und die anderen, die man früher Ausländer nannte. Der „internationale Terrorismus“ (Merkel) ist der große Gleichmacher, er sorgt für eine Äquidistanz des Schreckens und erschafft Deutschland neu als Schicksalsgemeinschaft der Bedrohten, jenseits von Kultur, Geschichte, Verfassung.*, so sieht Alexander Kissler .

    http://cicero.de/berliner-republik/angela-merkel-die-mikadokanzlerin

    Ein rationales Konstrukt wie Verfassungspatriotismus i.S. von Sternberger, Habermas, Dahrendorf konnte in einer monokulturellen Gesellschaft ein national-emotional gefärbtes Staats- und Gesellschaftsverständnis ablösen und ersetzen.

    Verfassungspatriotismus wird und kann nicht mehr Staats- und Gesellschaftsparadigma in einer gewollt multiethnischen und sich neu formenden multikulturellen Gesellschaft sein. Massenzuwanderung hat keine respektierte Verfassung im Rucksack.

    Angst aller vor Terror kann auch kein Staatsparadigma sein.

    Wenn heiße Bürgerkriege vermieden werden sollen, dann müssen wir konstatieren, dass es multiple Patriotismen der kulturell-ethnischen Milieus geben wird. Die Staatskunst wird darin bestehen, die Verteilungs- und Machtkonflikte zwischen diesen Milieus zu unterdrücken und zu bändigen, dass es nicht zu heißen, blutigen Auseinandersetzungen kommt. Als Anschauungsobjekt fällt mir dazu der Postjugo-Balkan ein.

    edSE

  145. @M. A. Titz 28. November 2016 um 19:42 Uhr
    „Was wir brauchen sind Pleiten bei all den Zeitschriften, die keine journalistische Arbeit mehr leisten. Die unsichtbare Hand des Marktes.“
    Das hört sich hübsch an, aber die „Berieselung“ durch die GEZ-Medien würde doch weitergehen. Und vermutlich – Achtung: Ironie – wird es bald „Notstandsgesetze“ gegen die olympische „Nichtberieselung“ durch ARD & ZDF geben.

    • Berieselung
      @W. Claassen, 1605
      Daß die Berieselung weiterginge bezweifle ich nicht, aber es stünde eine unabhängige Presse dagegen. Wie es beispielsweise der ‚Spiegel‘ in den 60ern und bis zum Tode Augsteins oft war. Was die Machthaber zum Sportfernsehen machen ist mir egal, aber daß Printmedien sich Gedanken über Stütze machen nicht. Denn: wer zahlt, schafft an. Zusammen mit Gedanken zur Unterbindung des „Mäkelns“ (siehe oben ‚Asbach‘) ist das eine Entwicklung zur Undemokratie. Oder, wie D.A. es benannte, gelenkte Demokratie.
      Ich setze auf die Zensurfreiheit im Netz und boykottiere Gutsprech.
      M. A. Titz

  146. Lese gerade einen Beitrag von Paul Craig Roberts bei Mr. Dax
    zum Krieg des Westens gegen die Wahrheit

    http://m.cashkurs.com/kategorie/wirtschaftsfacts/beitrag/die-washington-post-liste-der-krieg-des-westens-gegen-die-wahrheit/

  147. Pingback: Die „Fake News“-Hysterie und der neue „vormundschaftliche Staat“. Von Paul Schreyer. | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  148. Pingback: Die „Fake News“-Hysterie und der neue „vormundschaftliche Staat“ | Paul Schreyer


  149. @ Otto Moser
    Vielen Dank für Ihre freundliche Antwort, worüber ich mich freue, welche jedoch eigentlich beweist, dass Sie ziemlich voreingenommen auf meine Posts eingegangen sind. Schwamm drüber. Das liegt vermutlich an der Unsitte der Stereotypisierung der Menschen, die sich im Internet mitteilen, in Foren und Blogs, und besonders ausgeprägt ist das bekanntlich in den social Media. Also wenn eine Person A sagt, unterstellt man ihr zwangsläufig, dass sie auch B und C sagt. Das ist jedoch kein Naturgesetz. ;-) Und sich für die US Wahlkampagne zu interessieren, ist nicht mehr oder weniger sinnvoll als sich z.B. für Fußball zu interessieren, und was mich störte ist, dass mein Interesse hier als eine Art Kuriosität wahrgenommen wird, nicht nur von Ihnen. Aber nur, wenn ich Trump kritisiere. Würde ich lange Lobhudelungen über ihn schreiben, wäre mein Interesse doch okay, nicht wahr?

    Ich wäre die Erste, die sich freuen würde, wenn Trump sinnvolle Politik machen würde, welche den Amerikanern nützt. Dann würde ich meine Meinung sofort revidieren, damit habe ich kein Problem. Ich habe in Asien und hier am Nordpol einige Jahre mit Amerikanern eng zusammen gearbeitet und schätze sie sehr. Daher wünsche ich den Amerikanern einen anständigen, kompetenten Präsidenten, ob Mann oder Frau, ob Dem oder GOP, das ist deren eigene Wahl. Bei Trump habe ich eben meine Zweifel, welche einstweilen von Millionen Amerikanern geteilt werden. Das schließt natürlich nicht zwangsläufig aus, dass er in seinem Amt scheitern wird. Immerhin scheint er bei Carrier an die 1.000 Jobs gerettet zu haben. Das ist schon mal nicht schlecht, besonders, weil er noch nicht einmal in sein Amt inauguriert wurde.

  150. David Holmes: This film's crap let's slash the seats.
    Das AFD-Motto.
    Back to the 50s with better WiFi.

    Die zivilisierte Variante der Pegida-Lügenpresse ist die „Lückenpresse“. Der Gatekeeper ist dort Kurator der öffentlichen Meinung, die edel, hilfreich und gut sein soll. Let’s not dwell on ze häßlichen „Einzelfälle“, Comrade!
    #BullshittingZEIT
    #FuckbaitingSPON
    #WantingtoeatthecakebutkeepittooFAZ
    Workaround: Content is king. Make up your own religion. Eat fresh. Make sex to consenting strangers. DON’T USE ALL CAPS!

  151. Dieser Beitrag bringt die Arroganz der "Qualitätsmedien" auf den Punkt
    es ist ziemlich kurios, dass man Kritik an den herrschenden Zuständen in der Medienlandschaft inzwischen des Öfteren in konservativen Publikationen findet. Obiger Beitrag bringt die Arroganz der „Qualitätsmedien“ nicht nur in den USA auf den Punkt. Unter amerikanische und deutsche „Qualitätsjournalisten“ war ausgemacht, dass Clinton zu Präsidentin der Vereinigten Staaten gewählt wird. Nun ist die Empörung groß, wie es die Wähler nur wagen konnten gegen den weisen Ratschlag der „Qualitätsmedien“ zu entscheiden. Auch die Schlussfolgerung des „Qualitätsjournalismus“ daraus, karikiert der Beitrag treffend, man muss dem „Pöbel“ die Wahrheit einfach noch lauter und intensiver einbläuen. Von Selbstkritik ist dabei nicht einmal ansatzweise etwas zu spüren. Ebenso treffend der Hinweis, dass jene, welche für sich beanspruchen im Sinne der Aufklärung zu handeln, dieser hohnsprechen und in ihrem totalitären Wahrheitsanspruch eher an die katholische Kirche oder andere Glaubensgemeinschaften erinnern. Quelle Nachdenkseiten

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