Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Der Todeswunsch als beliebtes Mittel des politischen Diskurses

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Dieser Beitrag widerlegt durch sein Erscheinen eine Verschwörungstheorie des jüngst verstorbenen Autors Udo Ulfkotte:

Am Mittwoch gab es (laut Buschtrommeln) ein Treffen von einigen Verlegern im Frankfurter Hof zu dem Buch, bei dem ein gemeinsames Vorgehen abgesprochen werden sollte. Ergebnis: Journalisten, die darüber berichten (egal wie) werden von einigen Medienchefs als nächste auf die Entlassungslisten gesetzt. Manche Journalisten ahnen das offenkundig und mailten mir, dass sie nicht über den Inhalt des Buches (auch OHNE Erwähnung des Autors oder Titels) berichten könnten

Es geht um seinen Bestseller “Gekaufte Journalisten”, in dem Udo Ulfkotte den Journalismus im Allgemeinen und die FAZ im Besonderen kritisiert – an meinem früheren Chef Frank Schirrmacher arbeitete sich Ulkotte besonders gern ab, und nun müsste ich, hätte er recht gehabt, eigentlich entlassen werden. Wenn ich Ulkottes kryptische Andeutungen in dem verlinkten Forum, in dem er unter “udo” schreibt, richtig verstehe, ging es ihm in zumindest einem Fall auch um meine Texte zum Bundespräsidenten a.D. Christian Wulff.

hochfd

Zu sagen, dass Ulfkotte kontrovers war, wäre eine deutliche Untertreibung. Es gibt tatsächlich etwas, das ich als inneren Ulfkotte bezeichnen würde, einen Drang in vielen Journalisten, die sich von der Schlüssigkeit hingebogener und sorgsam ausgewählter Indizien überzeugen lassen, und alles, was ihnen widerspricht, ausblenden – den muss man bekämpfen. Ulfkotte hat ihm freuen Lauf gelassen und oft nur gesehen, was er sehen wollte. Er hatte schon eine Filterblase, als es den Begriff und soziale Medien noch gar nicht gab, er sah dauernd dunkle Mächte am Werk. Die Prozesse, Streitereien, Konflikte und Demonstrationen um sein Werk bestätigten ihn. Zwischentöne sucht man vergeblich – Ulfkotte sieht sich, wenn man ihn ungefiltert im gelben Forum liest, wie ein Mann, der wirklich glaubt, er riskiere mit seinem Tun sein Schicksal und das seiner Familie. Wer so weit ist, wer sich so mit dem Rücken gegen die Wand fühlt, der scheidet nur noch in Freunde, die ihn unterstützen, und den Rest. Die einen erkennen die Wahrheit, seine Wahrheit, die anderen nicht. Und dann gibt es natürlich noch seine Erzfeinde, die sich verschworen haben, ihn aufzuhalten. Jetzt ist er mit 56 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Viel zu früh, sagt man da in Bayern.

Man sagt bei uns nie “gerade rechtzeitig” oder “deutlich zu spät”. Im schlimmsten Fall sagt man, dass jemand nun seine Ruhe habe. Bei Ulfkotte, der fraglos eine einflussreiche Person im Lager des den Islam vehement ablehnenden, rechten Lagers gewesen ist, lauteten die Wortmeldungen im Internet häufig anders: Da war durchaus die ein oder andere Stimme zu vernehmen, die seinen Tod sarkastisch kommentierte, sich über ihn lustig machte oder den Tod gleich feiern wollte. Ulfkotte war sicher ein Fanatiker, aber sonderlich gelassen erscheinen auch jene nicht, die seinen Tod begrüssten. Ich würde zwar auch sagen, dass es jenseits von Vertretern anderer und oft auch radikaler Meinung wirklich verbrecherische Menschen gibt, deren Ende die Welt objektiv betrachtet nicht hässlicher macht. Aber gestern wurde ich sowohl von Anhängern von Björn Höcke als auch von Fans von Andrej Holm als Lügenpresse bezeichnet: Die tiefer reichenden Ursachen, die einem Ulfkotte seinen Sensationserfolg und der geschichtsvergessenen Linken einen Helden bescherten, sind sicher nicht ausgestorben. Ulfkotte baute seinen Erfolg auf einer Glaubwürdigkeitskrise und Verachtung für Eliten auf, die ungeachtet seines Todes fortbestehen und nun von seinen Nachfolgern weiter bespielt werden.

hochb

All diese Willkommensgrüsse an den Tod, die auch die inzwischen üblichen Drohungen mit Mord und Gewalt beinhalten, sind vermutlich dem Medium Internet und der Veränderung der Lebensrealität geschuldet: Es gibt viele, die wirklich im Netz leben. Die eigentümliche Konstruktion dieses Kommunikationsraumes, in dem Existenz ausschließlich durch Teilnahme definiert wird, degradiert den Tod vom absoluten Ereignis zu einer unter vielen Möglichkeiten, warum jemand nicht mehr online ist. Junge Menschen haben heute gar keine andere Wahl mehr, als dauernd zu kommunizieren, wenn sie im Bewusstsein der anderen existieren wollen. Bei Gegnern gibt es dagegen so eine “Hauptsache weg”-Mentalität, bei der es einfach darum geht, dass sie den Kommunikationsraum nicht mehr betreten können. Um hier nicht wieder darüber zu schreiben, wer mich in Sachen Holm gern entlassen sehen würde: Bei der grünen Böll-Stiftung zum Beispiel schlugen Feministinnen vor, dass sie gern ein Verbandsklagerecht gegen das “rassistische Patriarchat” haben möchten, mit dem Ziel, Kritikern zwei Jahre Internetverbot zu verpassen, weil sie angeblich “digitale Gewalt” erleiden. Es sind die Netzfeministinnen, die in aller Regel keinen Wort des Bedauerns in die Tastatur bekommen, wenn der Täter bei einer Sexualstraftat kein Angehöriger der Kategorie weisser, privilegierter Mann ist. Die Aktivistinnen sind so in ihrer privilegierten Filterblase gefangen, dass sie tatsächlich die digitale Gewalt als ein Problem ansehen, das mit extrem weitrechenden Eingriffen in die Grundrechte bekämpft werden muss. Für Journalisten, die sie kritisierten, würde das einem Berufsverbot gleichkommen. Das sind nicht Themen der Saufabende von Neonazis bei Rechtsrock im Thüringer Wald, das war eine offizielle Veranstaltung der parteinahen Stiftung einer Partei, die ab September in Deutschland gern regieren möchte.

Bezeichnenderweise kamen einige der härtesten Ansagen zum Tod von Ulfkotte aus dem erweiterten journalistischen Umfeld dieser Kreise. Eine Beteiligte entschuldigte sich danach, indem sie erklärte, sie hätte sich von Ulfkotte und seinen Schriften und Thesen bedroht gefühlt. Es geht nach dem Ausnüchtern der Autorin im Kern gar nicht darum, dass der betreffende Gegner wirklich physisch tot ist, sondern einem und der eigenen Wahrnehmung nicht mehr zur Last fällt. Das wiederum zeugt von einem sehr gefestigten Weltbild, und was man für inakzeptabel hält, damit es Bestand haben kann: Andere Meinungen, andere Ansichten, andere Personen, andere Lebewesen, das alles ist nur noch ein Nick, ein Avatar, eine Zeichenabfolge im Internet, die irgendwie weg muss. Ich glaube nicht, dass die, die mich in Kommentaren bedrohen, es ernsthaft versuchen würden, wenn sie mich beim Holzhacken sehen würden. Sie sehen in Ulfkotte auch nicht den vermutlich Verzweifelten, der glaubt, die ganze Welt habe sich gegen ihn verschworen, und der hinter jeder legitimen und methodischen Hinterfragung sofort einen Angriff Eurabiens vermutet. Sie sehen in Ulfkotte eine Gefahr, eine Bedrohung, und die ist jetzt weg. Dass es sein Tod ist, wird teils billigend, teils zustimmend in Kauf genommen.

hochfa

Die Bilder weiter oben sind von einem Ort, von dem ich weiss, dass manche dieser Personen ihn nie sehen werden – mit manchen war ich früher bekannt. Sie haben kein Interesse am Bergsteigen, und schon gar nicht dort, wo ich war, am Pfitscher Joch. Der Tod ist dort oben am Alpenhauptkamm nie weit weg. Fünf Wochen nach meinem Bild wurden am Hochferner vier Kletterer von einer Eislawine erschlagen, vor zwei Wochen stürzte dann eine Frau dort drüben 150 Meter in den Tod. Die Tafel, die die Eltern eines “Wolfi” aufgestellt haben, ist schon voll mit den Namen anderer Verunglückter. Gehalten habe ich an dieser Stelle auf 1900 Metern Höhe, weil meine Felgen vom Bremsen heißgelaufen waren, und hinter dem Ortlermassiv war schon die Sonne untergegangen. Es geht da sehr steil bergab, ein Meter weiter rechts, eine Sekunde zu spät gebremst, und man bricht sich alle Knochen und erfriert allein in der Bergnacht. Ich bin nicht mehr der Jüngste, in meinem Alter hat man schon recht viele Beerdigungen besucht, die Einschläge kommen näher und das “er war doch noch gar nicht so alt” sagt man viel öfters, als einem lieb sein kann. Das Internet ist ein Ort, an dem man schlimmstenfalls vom Sofa fallen kann, an Chips erstickt oder auf der Maus ausrutscht – wer hier oben ausrutscht, rutscht 700 Höhenmeter bis in den Talgrund. Im Internet ist man alterslos und zumeist frei von Gebrechen, aber die anderen Erfahrungen mit der Endlichkeit, die kommen schon noch.

Natürlich gab es Shitstorms gegen jene, die Ulfkottes Tod bejubelten, aber mir würde außer dem Vorwurf der Pietätlosigkeit noch etwas anderes in den Sinn kommen: 56 Jahre, das ist tatsächlich früh. Das ist eigentlich zu kurz, um ein Leben so gehetzt auf Foren und Webseiten zuzubringen, wie es Ulfkotte offensichtlich gemacht hat, oder bei Prozessen und Anwälten. Diese dauernde Erregung bei zu wenig Bewegung und Entspannung, das ist einfach nicht gesund. Ulfkotte war nicht nur in seiner Filterblase so gefangen wie andere, die seinen Tod begrüssten, er war auch genau so getrieben und rastlos. Lässt man einmal die politische Ausrichtung beiseite, ist der Tonfall, der Geltungsdrang und die Selbstgewissheit, aus der heraus die Wahrheit verkündet wird, überall recht ähnlich. Dem menschlichen Körper ist es egal, ob der Kopf rechts- oder linksextrem denkt: Er macht einfach nicht alles mit, und wer schon so unentspannt und hassgetrieben ist, dass er den Tod anderer befürwortet, sollte nicht nur einen Psychiater aufsuchen, sondern auch einen Ernährungsberater, einen Kardiologen und öfters mal auf den Alpenhauptkamm, zwengs Nichtinternet, Grenzerfahrung und Sport. Da kann man zwar auch sterben, aber der wirklich schlimme, vorzeitige Killer ist exakt das affektgetriebene und unstete Leben, das die Internetempörten so führen. Es wachsen für jeden Toten genug Verschwörungstheoretiker nach, von Antisemitismus über Globuli bis Gender, von Echsenmenschen über Chemtrails bis Fat Acceptance. Aber um zu gewinnen, muss man zuerst einmal überleben.

hochfc
Früher, als der Tod nicht aus dem Internet weggeklickt werden konnte, gab es eine ganze Industrie des schlechten Gewissens, die den Menschen in solchen Fällen warnend einredete, dass man sich selbst jetzt noch bekehren könnte. Heute, auch das haben die letzten Woche gezeigt, ist das anders, wird jede Woche lieber ein neuer Ketzer verbrannt, das alles wird als richtig betrachtet, zumal das Opfer weit weg hinter einem Kabel ist, und man die Folgen kaum mitbekommt. Danach kommt das nächste Opfer gesucht. Ulfkotte war ein bekanntes und aufgrund seines Todes ein besonders leichtes Opfer.

Und seine Anhänger wissen jetzt, mit wie viel Toleranz, Mitgefühl und Nachsicht sie in Zukunft rechnen dürfen. 2017 wird hässlich.

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238 Lesermeinungen

  1. Dankeschön
    Ja, einfach Danke.

  2. Titel eingeben
    Bitte auch an die Kinder von Aleppo denken. Ganz wichtig!

    • Tja, schon erhellend...
      …wie schnell die tief gefühlte Empathie, die herzzerreißenden Aufrufe und das Pathos vom Verrat westlicher Werte der Aufmerksamkeit für die nächste durchs Dorf getriebenen Sau gewichen sind…

    • Danke Bernd....
      Wie richtig sie da doch liegen… Darf das ergänzen, was sie wohl in der Eile vergessen haben:

      Man sollte hingegen die Kinder die in Mossul starben unter keinen Umständen erwähnen, denn das waren weder der Putin noch der Assad.

    • Auch das ein Beispiel
      tiefempfundener Empathie von Bernd…

    • Mosul
      Auf CNN gibt es immer wieder Berichte aus Mosul. Anfangs sind die Reporter sogar in die Kampfgebiete mitgegangen. Das war Tage lang ein rund-um-die Uhr Programm. Irgendwann ist es zu gefährlich geworden, nachdem die Kämpfe in der inneren Stadt anfingen, wo der Zugang sehr eingeschränkt ist.
      Mosul: in US Google News über 3 Mio. Einträge. Die neuesten News sind nur einige Stunden alt.
      Über Kinder gibt es auch extra Berichte.
      Und ja, Assad und Putin sind beide grausame menschenverachtende Diktatoren. Ändert das jetzt etwas?

      Jedenfalls wird das Thema in den englischsprachigen Medien nicht gemieden. Aber auch in Deutschland gibt es zahlreiche Berichte unter Google News, auch über die Kinder.

      Die Kinder von Aleppo sind momentan auch nicht mehr öfter in den News.

      Leider sind die Aufmerksamkeits-, Empathie- und Hilfsbereitschaftsspanne der Menschen generell nicht besonders ausdauernd. „Wir“ können nicht die ganze Zeit die ganze Welt retten und nicht die ganze Zeit an jedes Elend der Welt denken. Die Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen kommt quasi in Schüben auf, anders geht es auch nicht.

    • @Tamarisque
      Da sie mal wieder grössere Problem haben die eigentlich gemeinten Zusammenhange zu erkennen.
      Recherchieren sie doch mal wie oft die unsere, die amerikanischen Medien die armen russische Terroropfer-Kinder erwähnt haben und wie oft diejenigen von Aleppo.

      Aber ich gehe mal vorsichtshalber davon aus, sowas interessiert sie keineswegs?

  3. Titel eingeben
    „Die tiefer reichenden Ursachen, die einem Ulfkotte seinen Sensationserfolg und der geschichtsvergessenen Linken ( …? fehlt hier was?) bescherten, …“

    • Ja,...
      … „die Korrektur des zweiten Lesens“ :) Kommt bestimmt noch.
      Siehe ebenso die Überschrift :D

  4. Schön,...
    … dass zumindest Sie, werter Don, ein paar Zeilen über Ulfkotte verfassen, während in der übrigen, blogfernen Welt der FAZ sein Ableben und nicht gerade uninteressantes, wenn auch in der Tat diskussionswürdiges Wirken keinerlei Erwähnung erfährt. Und dies als langjähriger Autor derselben. War der Diskurs so fruchtlos mit ihm?

    • Titel eingeben
      Da war halt ein Problem…. er hatte etwas begriffen und daher nicht länger zu manipulieren oder auf Linie zu halten. Damals war man halt noch ganz unpopulär und „Verschwörungstheoretiker“ wenn man das Wort von der Lügenpresse benutzte. Wie sich die Zeiten doch ändern.

      Recherchieren sie einfach mal ein paar Jahre zurück, was Don Alphonso über ihn schrieb, als Ulfkotte hier zum ersten Male ein Thema wurde und, lesen sie sich mal dessen 16 Thesen durch und sagen sie uns, wie viele sie davon unterschreiben würden! Ich kam damals glaube ich auf acht… hier im Blog? Kein einziges Wort davon.

      Einfach mal ein wenig recherchieren… immer gut.

    • Moment – werden Sie mir vor, dass ich ein recht beliebiges RThema nicht gemacht habe? Oh. Das passiert öfters.

    • Ach hören sie doch auf....
      Sie HABEN das Thema mehrmals gemacht, aber sich stets geweigert ehrlich zu antworten!

  5. Grober Klotz
    … und grober Keil! Toleranz & Mitgefühl gerne, aber nicht
    gegenüber jedermann! Und schon gar nicht, ich wiederhole mich gerne, gegenüber solchen ****** wie Abdrej H.
    (Jetzt will er tatsächlich Klage gegen seine gestern erfolgte HU-Ausschaffung einreichen, um weiterhin als staatlich alimentierter Berufsrevolutionär wirken zu können! Er will
    „die Politik vor sich hertreiben“ , um die Mieterprofitinteressenten voranzubringen – dh wenig bis gar nichts zahlen für das, was die Vermieter überlassen).

    • Der gute Mann sollte lieber die Füße still halten
      die Kündigung wird zum 30.6.2017 wirksam, wurde also sehr freundlich ausgesprochen.
      Wenn Holm nun die Aktivitäten seiner „Sympathisanten“ vollends zu Kopfe steigen, ist ihm wahrlich nicht mehr zu helfen.

    • Und was hat der Kollege von der Humpenbold-Universität mit diesem Thema hier zu tun?
      Für dessen Betrachtung wirklich ausdrücklich zu danken ist. Das sind sehr wichtige Gedanken und Beobachtungen, die ich hiermit ganz dick unterstreichen möchte.

    • @ Beobachter
      Es geht ums geschlossene Weltbild….

    • @Tenerifo
      „Toleranz & Mitgefühl gerne, aber nicht
      gegenüber jedermann! Und schon gar nicht, ich wiederhole mich gerne, gegenüber solchen ****** wie Abdrej H.“

      Nein, natürlich nicht. Es gibt sehr viele Menschen wie Sie, die üben stattdessen lieber gegenüber solchen Beamten Toleranz:

      http://www.taz.de/!5059153/
      http://www.tagesspiegel.de/berlin/ungewoehnliche-karriere-in-berlin-revierwechsel-von-der-gang-zur-polizei/10665942.html

      Davon, dass man solche Zustände erregend findet – man hat sie ja verantwortet, das macht die Freiheit – wird abgelenkt. Todeswunsch eben! Von Holm wäre weniger Aggression zu erwarten gewesen und das disqualifiziert ihn in Ihren Augen. – Ich finde, Sie haben da die Ausrede „Stasi“ doch gar nicht nötig, Sie sind doch hier unter sich.

  6. Meinen Sie,
    Hating Jews könnte auch früh sterben, wenn sie so weiter hasst?

    • Schauen Sie sich den Mund
      bzw die Mundpartie an.

      Daran erkennt man einiges.

      Gern auch den bzw. die von Don, war ja kürzlich zu sehen :)

    • Vielleicht hilft hier Grimassen schneiden macht schöner!
      gofemin:Legen Sie die Zeigefinger an die Mundwinkel, damit sich dort keine Falten bilden. Dann die Lippen aufeinanderpressen und die Mundwinkel weit auseinander ziehen. Spüren Sie, wie der Lachmuskel sich zusammenzieht. Schließen Sie nun den Mund, als ob Sie pfeifen würden. Pressen Sie die Lippen fest gegeneinander und nehmen Sie die Anspannung im Ringmuskel des Mundes wahr.

  7. Die armen Dinger
    Irgendwann werden auch die von der Realität eingeholt, der Tod bleibt nicht ewig nur ein verstummender Social Media Account.
    Ich sah als kleines Kind schon meinen Opa aufgebahrt, und wie es in einer guten katholischen Familie so ist, waren auch die Kinder – sprich ich – auf Beerdigungen mit dabei.
    „Mitten im Leben, sind wir doch vom Tode umgeben…“. Das merkt man sich irgendwann. Eben komme ich von einem Krankenbesuch zurück; schwere Krankheit, ungewisser Ausgang, viele Umarmungen, etliche Tränen. Ich wurde früh abgehärtet, für manche Schneeflöckchen wird es ein böses Erwachen, Vergänglichkeit tatsächlich zu erleben.

  8. Mitten im Leben......sind wir vom Tod umfangen.
    Werter Don,

    da muss ich Ihnen Recht geben, ich glaube auch, dass 2017 sehr hässlich wird, einen ersten Vorgeschmack oder sogar den vorläufigen Höhepunkt dürfte morgen Trumps Vereidigung bilden. Geleakte Pläne zu Randalen von Seiten der Wahlverlierer, ca. 45000 Veteranen auf Harleys rollen an, um die Veranstaltung zusammen mit 10000 Sicherheitskräften zu bewachen, RT erhält auf facebook eine Sperre für Videos und Texte…………….womit rechnen die bitte? Nur Warschau 2016 ( Parlamentsproteste ) oder Jitzak Rabin 1995 (Ermordung des Regierungschefs vor laufender Kamera) ?

    Aber womit Ulfkottes Anhänger rechnen dürfen, das – mit Verlaub – haben sie die letzten Jahre schon zur genüge erfahren. Verleumdung, Tortenwürde, Versuche, die bürgerliche Existenz zu vernichten bis hin zu offener Gewalt oder gefilmten Wohnungseinbrüchen von Antifanten. Die neueste Masche besteht darin, youtube-Kanäle unter Copyright-Claims schliessen zu lassen.

    Und nach Höckes Rede in Dresden dürfte es nicht besser werden für die Gesundheit sowohl der „Ulfkotte-Anhänger“ einerseits, als auch für unsere Debattenkultur, die ohnehin schon anämisch in den Seilen hängt.
    Dabei gäbe es an unserer Erinnerungskultur durchaus einiges zu verbessern und Aspekte die etwas unter den Tisch fallen.

    Allein: Die Kritik daran ist bei Jemandem, der so wenig Mühe erkennen lässt, jegliche Doppeldeutigkeiten zu erkennen und sie eindeutig einzuordnen/aufzulösen, wie Herr Höcke, sicher nicht in besten Händen.

    Abschliessend noch zu Herrn Ulfkotte und seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ sei gesagt : Man suche und lese, was man zum Stichwort „Operation Mockingbird“ findet, und urteile selbst, ob es die von Ihm erhobenen Vorwürfe nicht zumindest plausibel erscheinen lässt, womit in seinem konkreten Fall natürlich nichts bewiesen ist, was hier auch ausdrücklich nicht behauptet wird.

    Auf Wiedaschaun.

    • @ dietermeier
      Ein angenehmer Kommentar, Danke…. aber mit einem kleinen Fehler.

      Sie sprechen von Debatten-Kultur. Der „Sinn“ von Debatten ist die so total als mögliche Durchsetzung der eigenen Interessen.
      Heutzutage muss das Interesse der Kultur dabei schon mal zurücktreten.

      Zur Unterhaltung, nicht nur für sie, sondern empfohlen an alle die noch so altmodisch sind und verstehen wollen sei dies Gespräch zwischen Ulfkotte und einem anderen Journalisten, der ebenfalls die Schnauze von der widerwärtigen Realität der „Qualitätsmedien“ voll hatte:

      https://kenfm.de/udo-ulfkotte/

    • Menschliches, Allzumenschliches
      Das eigentlich Wirksame am Verschwörungstheoretiker besteht ja darin, daß ein bestimmter Prozentsatz dessen, was er sagt und denkt, durchaus der Realität entspricht. Der Verschwörungstheoretiker ist kein Geisteskranker, sondern vielleicht eher jemand, der die Ausfahrt zur kritischen Selbstreflektion verpasst, und dadurch die Grenzen zwischen Fakten und Spekulation, zwischen Realität und interessanten Indizienzusammenhängen immer mehr verwischt.

      Wobei das Thema „Höcke“ vielleicht auch in anderer Hinsicht interessant ist, da es doch zeigt, wie anfällig der Mensch generell für solche subjektiven Filterblasen ist. Denn so diskussionswürdig diese seine Rede neulich auch gewesen sein mag, so haben auf der anderen Seite dann die FAZ und andere Medien es tatsächlich geschafft, seine Rede noch dergestalt zu entstellen und falsch zu verstehen, daß man ihm nun Antisemitismus vorwirft. Wobei ich mich nun natürlich frage, ob die verantwortlichen Redakteure das TATSÄCHLICH aus seiner Rede herausgehört haben, oder ob sie die Entstellung mutwillig vorgenommen haben, um die AfD zu diskreditieren. In beiden Fällen aber zeigt sich, wie leicht Fakten ausgeblendet und beliebig verbogen werden, wenn es darum geht, eine kohärente, übergeordnete Erzählung zu konstruieren.

      (Man muss natürlich der Fairness halber auch Höcke selbst nennen. Dem in einer Zeit, da Deutschland quasi an allen politischen Ecken brennt, nichts besseres einzufallen scheint, als eine Diskussion über den Bombenangriff von Dresden und der Holocaust-Gedenkkultur in Deutschland zu beginnen. Beeindruckender politischer Instinkt, der zeigt, daß Höcke von der Welt da draußen offenbar auch nur gelegentlich Notiz nimmt, wenn er nicht gerade den Briefwechsel zwischen Bismarck und Moltke studiert.)

      Wir alle leben in unseren Filterblasen. Aber wie dieser Text in einigen Passagen andeutet, und diese Passagen finde ich hochinteressant, ändert sich durch das Internet gerade unser Sozialverhalten auf eine grundlegende Weise, wodurch das sichtbar wird, was der Filterblasenhersteller ja in der Regel vermeiden will: die Bruchstellen, die Widersprüche, das Aufeinandertreffen grundlegender Dissonanzen. (Ähnliches ja auch in der materiellen Welt durch die Globalisierung.) Daß die Reaktion auf solche Belästigungen der eigenen Wohlfühlzone in der Regel Brutalität und Aggression sind, kann mit Blick auf die Geschichte dann eigentlich nicht verwundern.

    • @GnM
      Ach so, das ist auch gut zu wissen. Wenn etwas „nicht in besten Händen ist“ darf es von anderen Personen wohl nicht angesprochen werden.
      Ich finde, das Ansprechen muss doch möglich, was soll denn schlimm daran sein?
      Aber wenn Augstein und Martin Walser das Gleiche sagen, dann ist es in Ordnung.
      Mich ärgern diese Doppelstandards.

    • @TDV, @Martin Venator
      @TDV
      Mit Debattenkultur meine ich tatsächlich ein Set von hauptsächlich ungeschriebenen Regeln, die die Grenzen für den allgemeinen demokratischen Diskurs abstecken, die ihn „kultivieren“. Ich finde, es ist kaum zu bestreiten, dass eine Wiederbelebung in Zeiten von „alternativlos“ und narzisstischer, konfrontativer Rechthaberei nötiger denn je ist.
      Offenbar haben wir es in diesem Land verlernt, dass offenkundig werdende Widersprüche in der Sache begründet liegen können und der vortragende Redner sie nicht notwendigerweise immer inszenieren muss. Sicher, das haben die einfachen Menschen von der Politik gelernt, dass es eh alles nur Show ist und es letzten Endes nur darauf ankommt, Recht zu behalten, egal wie windig und verlogen die Mittel dazu letzten Endes sind.
      Wenn mir mein Gegenüber also widerspricht oder auch nur andere Aspekte betont, um meine Perspektive zu erweitern , kann der das gar nicht ernst meinen, sondern inszeniert es nur, um mich zu provozieren.

      Ich kenne das Interview und beide kontroverse Personen, gegen beide habe ich unterschiedliche Vorbehalte, aber keiner macht die diskutierten Themen a priori unwahr. Dazu müssten Fakten auf den Tisch, bis jetzt bleiben uns nur Indizien, von denen wir auf Plausibilität schliessen können.
      Dazu sei hier nochmal auf das Thema „Operation Mockingbird“ verwiesen.

      @TDV@Martin Venator, Demokratie:
      Dabei ist Demokratie auch und vor allem ein Forum für den Meinungsaustausch, nicht als Selbstzweck, sondern um gerade in der Konfrontation divergenter Positionen, die von jeweils vollkommen legitimen Annahmen ausgehen, die bestmögliche Lösung für ein Problem zu finden.
      „Filterblase“ beschreibt ein Problem, das Kant in seinen 3 Kritiken (reine Vernunft, praktische Vernunft, Urteilskraft ) ausgelotet hat: Jeder Mensch
      hat nur limitierte Fähigkeiten der Wahrnehmung und kann deshalb auch nur einen Standpunkt in den Diskurs einbringen, der nicht die ganze Wahrheit aufzeigt und es erfordert, dass er sich mit anderen verständigt.
      Man kann das alles sehr schön am Gleichnis mit den blinden und dem weissen Elefanten aufzeigen.
      Rund um einen weissen Elefanten stehen an verschiedenen Körperteilen des Tiers Blinde, ertasten was sie vor sich haben und beschreiben es einander.
      Wählen sie den konfrontativen Ansatz, wird jeder auf seiner exklusiven Wahrheit beharren und sie als die einzig wahre durchsetzen wollen….mit dem kuriosen ergebnis, dass ein und das selbe wahlweise ein Rüssel, Ohren, Beine oder sonst was sein kann.
      Beim kooperativen Ansatz beschreibt man sich gegenseitig, was man vorfindet und sucht nach der Erklärung, die alle Aspekte am besten in einander vereint. Was natürlich voraussetzt, dass sich die Diskutanten bewusst sind, dass
      (a) Ihre Wahrnehmung beschränkt ist und
      (b) trotzdem jeder von richtigen Voraussetzungen ausgeht, also wahrhaftig argumentiert.
      Im besten Fall werden sie sich einig, dass das, was sie vor sich haben, ein Elefant sein muss. Die weisse Hautfarbe ist deshalb wichtig, weil sie einen Aspekt darstellt, den keiner erfassen kann, der aber faktisch vorhanden ist.
      Was im Ergebnis heisst, kooperativ-diskursiv (=demokratisch ) gefundene Lösungen sind immer Näherungslösungen und nie die ganze Wahrheit, kommen ihr jedoch sehr nahe.

    • @Moritzburger
      „Mich ärgern diese Doppelstandards.“

      Das sind aber doch gar keine Doppelstandards. Das ist das Fehlen jeglicher Standards:

      Es wird ein polizeibekannter Intensivtäter eben wegen dieser Eigenschaft verbeamtet (obwohl das ein legaler Hinderunggrund ist). Die Menschen, die Kinder aus sozial schwächeren Familien an Päderasten vermittelt haben, haben diese mutmaßlichen Straftaten ebenfalls im Rahmen ihrer Amtstätigkeit begangen; damals arbeiteten in Berlin ja nur Beamte in den Senatsverwaltungen.

      Aus diesen Vorgängen wurden keine Konsequenzen gezogen.

      Aber: Dass sich jemand mit 14 für die Stasi verpflichtet und mit 19 Wehrdienst bei Feliks Dzierzynski geleistet hat – daraus wurden Konsequenzen gezogen, da gibts auch kein Amt!

      Für diese Konsequenzen sorgen genau die Menschen, die so gewöhnt an Verhältnisse sind, die zu den o. g. Verbeamtungen führten, dass sie die die Kanzlerin (die, zum Ärger des Ostens, stets tat, was man im Westen von ihr verlangte) wegen ihrer Herkunft aus der Uckermark unter Dauerverdacht stellen, daran irgendetwas ändern zu wollen – schauen Sie doch mal bei Frau Simon!

      Und jetzt mal ganz logisch gedacht: Wenn in Deutschland also kein Standard mehr gehalten wird, so ist das allein auf die letztgenannten Menschen zurückzuführen. Rein faktisch: Sie sorgen faktisch für die Besetzung der Ämter (=Einflussmöglichkeiten) – völlig ungehindert von sachlichen Kriterien – allein nach ihrem Geschmack und Bedürfnis. W.z.b.w.

    • @Moritzburger
      Wie Sie aus meinem Kommentar oben vllt. entnehmen können, stimme ich Ihnen und Herrn Höcke in manchem zu, auch ich finde vieles verbesserungswürdig.
      Mich stören wie gesagt die Doppeldeutigkeiten, die erst nachträglich aufgelöst wurden, wenn überhaupt. Und von Jemandem der sich öffentlich äussert erwarte ich, dass er sich vorher überlegt, was und wie er es sagt, dass er unmissverständlich darlegt, wie er es meint und wie er es zu verbessern gedenkt, gerade bei diesem Thema.

      In Herrn Höckes Händen finde ich es deshalb nicht in besten Händen, weil er die fatale Neigung hat, Stimmungen im Publikum zu erspüren, sie zu bedienen und sich von Ihnen tragen zu lassen….und darüber hat er die notwendige Differenzierung vergessen. Das mag keine Absicht gewesen sein, aber es ist in diesem Kontext fatal und potentiell gefährlich, weil es die Wagenburgmentalität auf beiden Seiten stärkt. Eventuell führt es sogar erst recht zum Erstarken eines Revisionismus, der sich zunehmend militant Gehör verschaffen will.
      Und wenn es erst so weit sein sollte, ist es zu spät. Dann sind die Fronten so verhärtet, dass sich alle nur noch anschreien oder Schlimmeres, teilweise sind wir ja heute schon so weit.
      Dann wird sich niemand mehr erinnern, um was es ursprünglich ging, auch wenn es absolut legitim gewesen sein mag, und wer den Diskurs mit Diffamierungen oder anderen Unredlichkeiten beendet oder vergiftet hat.
      Höcke muss klar gewesen sein, dass in unserem veröffentlichten Diskurs schon lange nicht mehr Argumente ausgetauscht werden, egal, um was es geht, Stattdessen wird nur darauf gewartet , bei der kleinsten Kontroverse zur Diffamierung überzugehen, und damit gerät auch jede legitime Kritik sofort aus den Augen, weil alle damit beschäftigt sind, den Überbringer zu steinigen.
      Wer Kritik übt, gerade an unserem heutigen Umgang mit dem Nationalsozialismus, muss also glasklar darlegen, was ihn stört, warum, und wie er es zu verbessern gedenkt, sonst wirft er sich selbst den Diffamierern zum Frass vor und lässt zu, dass die Debatte und ihr Gegenstand zum Tabu erklärt werden und als abgehakt gelten.

      Und sicher hat Höcke wie alle das legitime Recht, alles anzusprechen, auch wenn er als Person kontrovers sein mag.
      Das spricht ihm auch niemand ab, warum das gerade im Jahre 2017 eben äusserst heikel werden kann, habe ich versucht, oben darzulegen.

      Auf Wiedaschaun.

    • dietermeiner
      Lassen sie mich ehrlich sein…

      Was sie schreiben ist reines Wunschdemnken, dass mit der real existierenden Welt oder den real existierenden Demokratien nichts zu tun hat. Sie sollten mal drüber nachdenken ob Gut-Menschen wie sie, die so kindische Vortsellungen von der Welt haben nicht genau diejenigen, sind, die in ihrer Eigenschaft als nützliche Idioten den ganze Saustall erst ermöglichen….

  9. Das Netz ist surreal
    Danke für Ihre mäßigenden Worten zum Tod von Udo Ulfkotte. Und für Ihre Betrachtungen zum Kommunikationsraum Internet, die aufzeigen, wie surreal das Leben gerade junger Menschen geworden ist.

  10. Das sind klare Worte, und wirklich sitzen wir zu lange
    vor den Bildschirmen. Wandern tut not, radeln auch. Ich bitte die gewogene Leserschaft, von besonders geeigneten Strecken zu schwärmen.
    Als Radelanfänger (Opas Colnago muss es tun) kann ich nur dazu lernen…

    • Rennrad muss Spaß machen
      Liebe(r) E.R.Langen,
      geeignete Strecken kann ich Ihnen nicht empfehlen, da ich Ihren Wohnort nicht kenne, aber nach dreißig Jahren Rennrad-Erfahrung (in einer Amateur-Gruppe allerdings) möchte ich Ihnen raten, nicht dem Mantra von Udo Bölts „Quäl dich du Sau“ zu folgen. Fahren Sie erstmal ein paar flache Runden in Ihrer Umgebung und genießen Sie die große Reichweite, die Sie mit einem Rennrad haben. Später wird es Sie reizen, auch mal einen Berg hochzufahren. Auch das macht Freude, da man spürt, wie Herz, Lunge und Beine im Rhythmus arbeiten. Es ist das Gefühl, noch zu leben, und die Endorphine tun ihr Übriges dazu. Wer sich dafür aber quälen muss, stellt das Rennrad bald wieder in die Ecke, das habe ich zu oft beobachtet. Man muss in der Fitness eine gewisse Schwelle überschreiten, damit auch Berge Spaß machen. Also immer doucement…

      P.S.: Passen Sie auf Opas Rennrad auf, Stahlrahmen von Colgnago sind gerade wieder sehr beliebt :-)

    • Colnago
      Versuchen Sie es doch mal hier :)

      http://www.veloica.de

    • Danke!
      @ Ulrich: Ihren klugen Rat habe ich – als ersten Kommentar überhaupt – ausgedruckt. Der kommt über den Schreibtisch/an den Fahrradständer.

      @ Eidel: Veloica-Odenwald klingt klasse, vielleicht mache ich die Einsteigertour. Aber ohne Tweet (den Stoff meine ich).

    • @Veloica:
      Die 75er-Runde würde ich Einsteigern nicht empfehlen, die Waldweg-Passagen sollen es ziemlich in sich gehabt haben. Zeitgleich zur Veloica gab es 2016 auch im Kraichgau eine Klassiker-Veranstaltung, falls die auch wieder aufgelegt wird, könnte das eine interessante Alternative sein.

    • Marco Settembrini
      Ich prüfe das gern. Es war dort z.B. ein Radsonntag im September, soweit erste „Recherche“, dessen Tour reizvoll gewesen sein dürfte.

  11. Ulfkotte, Schirrmacher, Augstein, et al. -
    mir ist eigentlich jeder recht! Der Sarg macht den Buckligen gerade (russ.).

    • Titel eingeben
      Ja… genau so sieht sie aus, die Intelligenzia, die jetzt hier das sagen hat. Woran das wohl liegen mag????

    • ein Schritt weiter
      genau!
      Früher gaben wir uns noch damit zufrieden, den mit der unerträglichen Meinung nur „mundtot“ zu machen.
      Heute sind wir endlich einen bedeutenden Schritt weiter!
      Die Debattenkultur entwickelt sich unaufhaltsam weiter.

  12. Ja, das Internet
    vielen Dank wiedereinmal für den schönen Artikel.
    Was mich immer wieder wundert: das manche das Internet als Bestandteil der Wirklichkeit ansehen. Dabei gibt es das Internet doch gar nicht.
    Würde ich nun einen Backbone abschalten und aus dem Fenster schauen:
    Es würde sich nichts ändern. Gar nichts.
    Der trübe Himmel bekäme nicht einen Hauch von Zwanghaftigkeit.

    gruß aus Schrottrheinwestfalen

    • Stimmt schon!
      Mit oder ohne Internet, wir kriegen, was wir uns wählen.
      Mit oder ohne Internet, ab Mai Kraft und Jäger et al – oder Laschet et al.

      Oh, f***, what a change and what a perspective!

    • Stimmen aus der besetzten Zone
      Freiheit für das Sauerland! Ernsthaft: Das Wahlrecht, was in den USA dafür sorgt, dass die kleinen Staaten der Förderation nicht übergangen werden, dass wünsche ich mir für NRW auch. Die sauer- und siegerländische Industrie mit ihren Familienunternehmen darf arbeiten, und Frau Kraft versenkt das Geld dann.

    • @ PzDiv Atatürk
      Naja, bei der letzten Landtagswahl in NRW hat auch in den von Ihnen erwähnten Regionen Frau Kraft am besten abgeschnitten (außer Wahlkreise HSK I, II und Olpe). Also nicht jammern – zahlen!

      Ansonsten begrüße ich den Vorstoß zu einer autonomen Region Sauerland ausdrücklich. Ein Zweitwohnsitz im dann quasi Ausland ist ja nie schlecht in diesen Zeiten.

  13. Poesie und hoffentlich keine Prophetie
    Immerhin: zwei „Lügenpresse“ von Holm- und Höcke-Fanclubs toppen doch einen Grimme-Hattrick in der Journalismus-Galaxie. Herzlichen Glückwunsch!

  14. We're gonna transcend them.
    Bemerkenswerter Text, Don.

    Sie haben gerade in den Abgrund der modernen Kommunikation geschaut. Einer Welt, in der der Mensch nicht mehr an Familie oder Nachbarn oder Kollegen gebunden ist.

    Strukturell entkoppelt.

    Etwas völlig Neues.

    Eine Gesellschaft die nur noch an die monatliche Überweisung von Arge und den Likes von Avatars gekoppelt ist.

    Kein Bezug mehr zu Gewalt, Sex, Romantik, Leistung, Respekt, Vertrauen, etc. Völlig ohne Kompass. Nicht zu berechnen, instabil, ständig auf der Suche. Größenwahnsinnig und unreif.

    Unsere Zukunft.

    Vielleicht kam die Öffnung der Glasschiebtür zur rechten Zeit.

    • "monatliche Überweisung von Arge"
      Stimme Ihrem Text weitestgehend zu, o.g. Passage allerdings nicht.
      Diese HaSS-Tweeter sitzen oft in staatlich gepamperten „irgendwas-mit-Medien“-Agenturen/Stiftungen/… und kämen mit dem Regelsatz sicher nicht zurecht! Womit wollen die Ihre trendige vegane Ernährung oder ihr neues Ei-Phone finanzieren?

      Oft sind auch „Studierende“ (nicht Studenten!!) der „Geistes“!?-Wissenschaften an irgendeiner Ruhr-/“Nicht mehr ‚Ernst-Moritz-Arndt‘-“ oder Humboldt-Uni fließig mit dabei; in Doppelfunktion bei irgendeiner antideutschen scheinlinken Jugendorganisation wie Solid, Falken, Jusos etc.

      Vom Schreibtisch aus riskolos die Welt verändern – der Traum eines jeden Berufsrevolutionärs…

      Ob die Glasschiebtür zur rechten Zeit geöffnet wurde?
      Da wir immer wieder gesellschaftliche Verhältnisse der USA nach-ahmen/-holen, denke ich, wir haben die Rubikon noch nicht überschritten. Man schaue sich das Verhalten der SJW an den amerik. Unis an, bei „Mikroaggressionen“ der anderen Seite -wie Augenrollen, Grinsen, Wegschauen oder gar widersprechen- jammern, „Safe spaces“ mit Malbüchern und Einhörnen für sich fordernd, selbst aber massiven Druck bis zu handfester Gewalt ausüben. Magdeburg letzte Woche war da nur ein Vorgeschmack.
      Siehe auch Hadmut Danisch zu diesem Thema.

  15. Um es sinngemäß mit Mankell zu sagen
    Egal, ob man sich aufregt oder ruhig bleibt, im Netz Blödsinn oder Schlaues absondert, Empathie zeigt oder nicht, auf dem Sofa lümmelt oder sich mit dem Rad abstrampelt, man kommt aus der Sache, die sich Leben nennt, wirklich nicht lebend raus.

    Das ist die einzige, mir bekannte Gerechtigkeit, denn es trifft alle, ausnahmslos. Und manch einem wünschte man dann solche „Nachrufe“, wie sie Ulfkotte bekam.

    Der Tod wird heute völlig ausgeblendet, er trifft allenfalls die anderen, aber doch nicht einen selbst. Aber auch die, die sich so wichtig finden, für unsterblich und unabkömmlich halten, wird es eines Tages, früher oder später, plötzlich oder nach langer, schwerer Krankheit treffen.

    Ich gehe davon aus, dass die, die sich heute über den Tod eines Ulfkotte lustig machen, dann diejenigen sind, die im Fall des Falles den meisten Beistand brauchen. Möge er ihnen, von #wem und #was auch immer gewährt werden, vielleicht verhilft er zu verspäteter, aber dann völlig vergeblicher Einsicht, denn siehe oben.

  16. Herzlichen Dank...
    …für diesen einsichtsvollen Text, der die mediale Dauerempörung ins rechte Licht rückt.

  17. FAZ Timeline
    Lieber Don,
    wieder mal ein Thema, welches aufmerken läßt. Aber warum werden ca. 16 Jahre seiner Tätigkeit bei FAZ nicht erwähnt? Auch im Mutterschiff finde ich keine Zeile über seinen Tod. ( mag ich auch überlesen haben, dann sorry )Das finde ich bedauerlich und weder seiner journalistischen Arbeit noch der FAZ würdig. Schämt sich da wer? Er fuhr sicher nicht in den „richtigen“ Gleisen und hat über die Jahre die Balance im Job verloren. Und jeder Tod in frühen Jahren oder zu früh ist einfach schade, da haben Sie schon recht.

  18. Schöner Nachruf...
    Mich gerade irgendwie ein wenig erinnernd an den Nachruf von Erich Fried auf Siegfried Buback, wenn auch gänzlich anders…

    Bei den hübschen Bildern vom Pfitscher Joch frage ich mich auch heute wieder, warum um Himmelswillen, sind Sie nicht die Nacht oben geblieben in der Schutzhütte, was zog Sie so zurück ins Tal?

    Mal gucken, ob es mir vergönnt sein wird, kommenden Sommer diese Querung auch einmal in Angriff zu nehmen, dann aber nicht, ohne oben zu bleiben, um den Abstand vom Irdischen auch im Schlaf zu genießen…

    • Das ist so in mir drin. In Wirklichkeit kann ich extrem verbissen sein.

    • Verbissen?
      Mal auf einer MTB-Tour im Zillertal vor einer halben Ewigkeit auf der Rastkoglhütte eine Mondfinsternis erleben dürfen.

      Wenn es nicht gerade ungemütlich große Schlaflager sind,
      würde ich die Nacht auf der Hütte kombiniert mit einem Frühstück im Tal vorziehen…

      Aber am Ende eines anstrengenden Tourentages ist natürlich eine richtige Dusche und ein richtiges Bett auch was Feines…

  19. Brillante Durchschau...
    … ergänzend ließe sich hinzufügen, dass sich das Netz gleichzeitig als Rückzugsort und Gefechtsstation für die anbietet, die sich in der wirklichen Welt zu kurz gekommen fühlen. Schulter an Schulter mit Gleichdeformierten (gleichartige Hysterie, Paranoia oder simple Minderwertigkeitskomplexe schaffen hier Uniformität) können Machterfahrungen ausgelebt werden, die in einer oft eher prekären Realität nicht annähernd erreicht werden.

    Insofern sind die Patienten auch nicht kurierbar, weil der reale Kommunikationsraum jener Protagonisten viel zu mager bestückt ist und daher von diesen am liebsten verlassen werden will.

    Eins von einigen krankhaften Symptomen, die aus dieser Dissonanz entstehen, ist Empathielosigkeit, dazu noch ein spezifisch deutsches, denn viele deutsche Wesen halten ihren aus Sentimentalität und Pathos angemixten Kopfbrei tatsächlich für gefühlsecht.

    Dieser ist allerdings für Opfer vorgesehen, nicht für Opferopfer (also die vom Berliner Weihnachtsmarkt) und schon gar nicht für „Täter“ wie Ulfkotte oder andere, deren Gesinnung (ein rechter Spruch reicht schon) jedes Mitleid verbietet.

    Was soll man tun? Es wird düster für Denkende in Deutschland. Nicht schön. Zwar sind wir viele, aber längst nicht so viele, wie wir denken.

    • Sehr treffend!
      Wir sind vielleicht doch weniger als wir denken … .

      Und die Welle ist eine hohe, und kräftige.

      Vor 3 Tagen mit einem alten Freund telephoniert. Er war ganz aufgewühlt: Heribert Prantl hatte ihn im Fernsehen (ARD) überzeugen können, dass alles Menschenmögliche gegen Fake News unternommen werden müsse, weil die unsere Demokratie sonst gefährdeten.
      [Nein, ich weiß nicht ob Prantl das gesagt hat. Ich tue mir aber auch diesen Typen nicht an, um das herauszufinden.]

      Nun gut, eine über 40 Jahre alte Freundschaft ist nicht dahin, aber ein über 40 Jahre altes gemeinsames Verständnis.

      Wie schade! Noch einer, der eingefangen werden konnte.

    • Someone will come along.
      @Dippel

      90% aller Rentner sind verloren. Die schauen nur ARD, ZDF und Dritte. Die sind völlig indoktriniert. Jeder Tatort ist ja gegenwärtig eine WelcomeRefugeeShow.

      Die, die noch Tageszeitung lesen sind ebenso gleichgeschaltet.

      Daher macht sich die Regierung ja auch nur Sorgen ums Internet, denn nur im Internet ist noch Widerstand.

      Wir haben über 20 Mio. Rentner, das sind ca. 40% aller realmöglichen Wähler, das sind die, die die CDU weiterhin bei über 30% stabilisieren. Und das wird sich nicht ändern, weil alte Menschen sich nicht so schnell ändern.

      Die wirklich Bedrohung sind die Nichtwähler. Wenn die AFD diese aktivieren kann, dann wird es für Merkels Gesangsverein ungemütlich. Und genau das wird versucht zu verhindern. Mit allen Mitteln.

    • Die Rentner sind schuld?
      Ich weiß ja nicht, in was für Kreisen der Goodnight verkehrt, aber meine Erfahrung ist eher, dass die Frauen, und da eher die mittelalten und jungen, vorzugsweise aus bürgerlichen Verhältnissen, Merkels System stabilisieren.

      Außerdem spielt es für Merkel keine Rolle, ob die CDU über 30% ( die sie ja nicht einmal hat; ohne CSU liegt die CDU unter 30 %) stabilisiert wird; das Problem ist, dass Merkel schwache und willige Koalitionäre zur Verfügung hat. Die SPD verliert permanent Stimmenanteile, mittlerweile ebenso die Grünen wie auch die Linken. Und spätestens, wenn die Exportmaschine ins Stottern kommt, wird auch die CSU in den Umfragen verlieren. Wie will denn irgendeine Partei durch bedingungslose Unterstützung der Regierungspolitik Merkel Stimmen abnehmen?

      Solange Merkel keine Politik betreibt, die die Eigentumsrechte in Frage stellt, wird die CDU stärkste politische Kraft bleiben. Nur Eigentümer können konservativ sein, und am konservativsten sind Eigentümer, wenn es um den Schutz der Eigentumsrechte geht. Mit dem Halali gegen einen Staatssekretär Holm hat das Bürgertum – der Don sei mein Kronzeuge! – gezeigt, wo die rote Linie ist. Solange diese rote Linie nicht überschritten wird, ist Merkel auf der sicheren Seite.

    • The world is not the same as it was, Charles.
      @Derschonimmerwusste

      Tja, wäre ein feuchter Traum der CDU, wenn junge Frauen CDU wählen würden. Leider nicht der Fall, sorry. Einfach mal nachforschen, wo die CDU die Stimmen holt: Alt + Dorf.

      Und das mit den Eigentumsrechten ist auch so ne Sache, die hier und dort noch viele und alle nicht begriffen haben: Kapitalismus ist nicht mehr die dominante Kraft, die er nie war,. Vielmehr geht seit 2008 alles zurück zum Staat. Das sollte man doch langsam beobachten können, überall, von Putin über Erdogan über Trump bis DDR 2.0.
      Kapitalismus hat gerade Pause. Eigentumsrechte auch.

    • Junge Frauen wählen CDU, selbst wenn sie es nicht tun!
      Oder sieht der Goodnight noch nennenswerte Unterschiede anderer im BT vertretener Parteien zur CDU? Merkel reicht es, wenn die Inhaber der Eigentumsrechte – und die haben in den Dörfern die Mehrheit – wegen der Eigentumsrechte ihr Kreuz bei der CDU machen. Der größte Teil Deutschlands gehört übrigens den Landwirten, die sind CDU-Stammwähler und haben den Generationswechsel schon immer nahezu erbschaftssteuerfrei geschafft. Die restlichen Stimmen, die zur Mehrheit nötig sind, steuern die Blockparteien bei.

      Dass die Eigentumsrechte seit 2008 zurück zum Staat gehen, wollen Sie doch wohl nicht ernsthaft behaupten, oder? Einzig die Zahlungsströme, die zur Erhaltung und Mehrung des Wertes der Eigentumsrechte notwendig sind, übernimmt mehr und mehr der Staat. Die Immobilien- und Aktienvermögen sind jedenfalls weiterhin im Aufschwung, was man von reinen Geldvermögen – und selbst da regt sich langsam in D der Widerstand gegen die EZB – und Einkommen aus abhängiger Beschäftigung nicht gerade behaupten kann.

      Den Eigentümern im Kapitalismus – und der war schon immer auf die Hilfe des Staates angewiesen – ist es egal, ob dieser staatlich oder privat in Gang gehalten wird. In Deutschland gab es in 150 Jahren 5 mal einen Staatswechsel, aber die Eigentumsrechte haben alle überdauert. Selbst der kleine Ausrutscher DDR war nur durch eine äußere Macht erzwungen und wurde nach dem Zusammenbruch dieser Macht ganz schnell korrigiert.

    • I own you.
      @derschonimmmer…

      Sie haben nicht verstanden. Der Kapitalismus war 2008 pleite. Und wurde vom Staat gerettet, d.h. übernommen, d.h. GEKAUFT.
      Der Kapitalismus gehört jetzt dem Staat.
      Und der Staat begreift langsam.

    • Nichteigentümer haben keine Chance, Eigentum zu verstehen!
      Da macht auch ein Goodnight keine Ausnahme.

      Mitnichten war 2008 der Kapitalismus pleite. Pleite waren die politischen Versprechungen, dass der Staat die Nichteigentümer vor den Auswirkungen ihrer Eigentumslosigkeit bewahren könne. Den angeblich jetzt vom Staat übernommenen Kapitalismus suche ich, mangels funktionierender Wirtschaft, in den europäischen Zusammenbruchsregionen vergeblich. Vielmehr muss dort mittels Garantien, Aufkaufprogrammen und Nullzins mühsam die Illusion von Staatlichkeit aufrecht erhalten werden.

      Wie wenig der Staat Eigentümer des Kapitalismus ist, wird schon daraus ersichtlich, wie unfähig der Staat ist, sein eigenes Kapital in Form seiner Infrastruktur zu erhalten, geschweige denn zu vermehren. Der Staat verhält sich eher wie ein Überfeudalherr, der, neben den privaten Eigentümern, große Teile des von den Erwerbstätigen erzeugten Mehrwertes abschöpft. Der Staat und die Eigentümer des Kapitalismus sind Komplizen, aber ganz bestimmt ist der Staat nicht selbst der Eigentümer des Kapitalismus. Wo er das versucht, geht er gemeinsam mit dem Kapitalismus unter.

      Hätte man 2008 die Finanzindustrie pleite gehen lassen, hätte es bestimmt große Wirren gegeben, in deren Folge die politischen Machtverhältnisse sich massiv verändert hätten, aber nach ein paar Jahren hätte sich die Wirtschaft stabilisiert, ohne dass sich an den Eigentumsverhältnissen nennenswert etwas verändert hätte.

      Der deutsche Staat hat der deutschen Wirtschaft mit dem Euro erst die Möglichkeit zum Lohndumping gegeben. Auf den daraus resultierenden Handelsüberschüssen beruht die ganze Macht des deutschen Staates. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, ist es vorbei mit Lohndumping. Deshalb müssen Menschen importiert werden, koste es, was es wolle. Notfalls unbegrenzt, wenn der Anteil der wirtschaftlich einsetzbaren so gering ist, wie jetzt ersichtlich. Sozialleistungen kann man kürzen. Das mit den neuen Rentenzahlern ist nur Vorwand. Um die Rente geht es garantiert nicht. Dann schon eher um die Beamtenpensionen. Und natürlich um die Kapitalrenditen. Sie wissen ja: das Reh ist scheu!

    • Das ÖR Erziehungs-Gesamtpaket
      @ Goodnight
      „Jeder Tatort ist ja gegenwärtig eine WelcomeRefugeeShow.“

      Das Albernste ist das neue Phänomen, in welchem nun ein Krimi, wie z.B. Tatort, nach der Sendung in einer Talkshow zum Thema gemacht wird. Also Unterhaltung und Volksbelehrung in einem Erziehungsgesamtpaket. Das Szenario und der Plot sind sicher in gewünschte Richtung manipuliert. Das hat Maischberger gemacht, neulich auch Anne Will. Das habe ich zufällig mitbekommen, so etwas tue ich mir nicht an.

      Das Staatsfernsehen hat das Volk erziehrisch voll im Griff. Gruselig.

    • Ich habe zum Glück keinen Fernseher.

    • Wir sind weniger, als wir denken
      @Uwe Dippel:
      „Wir sind vielleicht doch weniger als wir denken … .“

      Definitiv.

      @Goodnight:
      „90% aller Rentner sind verloren. Die schauen nur ARD, ZDF und Dritte. Die sind völlig indoktriniert. Jeder Tatort ist ja gegenwärtig eine WelcomeRefugeeShow.

      Die, die noch Tageszeitung lesen sind ebenso gleichgeschaltet.“

      Exakt.

      Die folgenden Bevölkerungsgruppen, die gegen diese Propaganda immun sind, fehlen uns hier in Deutschland fast vollständig:

      1. Evangelikale, für die alles anti-christliche, durchgegenderte, multikulti-Käßmann-pseudokirchliche grundsätzlich ein rotes Tuch ist. Muss man nicht mögen, aber in den USA sind die eine auch zahlenmäßig relevante Gruppe.

      2. Traditionelle und konservative Landbevölkerung. Dürfte außerhalb des Tegernsees in Buntland rar geworden sein.

      3. Politisch interessierte und zu selbständigem Denken fähige Menschen, weltweit eine verfolgte Minderheit.

      4. Dauerarbeitslose und prekär Beschäftigte außerhalb der Medienindustrien, deren Lebensstandard seit Jahrzehnten sinkt und die die Lügen von Wohlstand und Aufschwung nicht mehr glauben, weil sie den Abschwung am eigenen Leib erfahren. Sind in Südeuropa, UK, USA und den meisten deindustrialisierten Ländern des Westens eine große Bevölkerungsgruppe.

      5. Opfer von Pöbeleien, Grapschen, Vergewaltigungen, Diebstählen, Mordversuchen und Morden durch bereichernde Gruppen von Kriminellen. Sind noch eine kleine, wenn auch wachsende Bevölkerungsgruppe.

      @Goodnight:
      „Die wirklich Bedrohung sind die Nichtwähler.“

      Sehe ich nicht so. Die sind meiner Meinung nach nur politisch noch desinteressierter als die wählende Bevölkerung.

      Ich denke, es gibt nur zwei Ereignisse, die die 80%-Merkel-ist-toll Mehrheit zum Kippen bringen kann:

      Entweder ein Crash des Finanzsystems, nur schlimmer als 2008, damit wir in Buntland endlich auch eine allgemeine Arbeitslosigkeit von 20% + x und Jugendarbeitslosigkeit von 50% + x genießen können. Dann könnte die 4. Gruppe der „Globalisierungsverlierer“ so groß werden, dass der Protest wie in Italien oder Frankreich anschwillt.

      Oder massiv zunehmender islamistischer Terror, der die 5. Gruppe der Opfer so weit wachsen lässt, dass auch die Propaganda der Medien den Knall nicht mehr verhindern kann.

      Ich weiß nicht, was passieren wird. Es wird gewaltig krachen, nur weiß ich nicht, wie und wann. Deutschland wird als letzte Land sein, das kippt. Und es wird am Gründlichsten kippen. Wie immer.

      Und in einem muss ich mittlerweile TDV recht geben: egal, was passieren wird, egal, wie schlimm es wird, die breite Masse hat es vollumfänglich verdient und verdient kein Mitleid.

    • Logan, you still have time.
      @Derschonimmer…

      Yep. Sie haben den Kapitalismus verstanden. Weil Sie Eigentümer sind.

      Ich bin immer wieder begeistert von der Qualität mancher Beiträge hier. Als hätte es niemals so etwas wie Abitur und Hochschulen gegeben. Und dabei bin ich hier bei der FAZ!
      Grandios.

      @Realist

      Der Deutsche ist wie kaum ein anderer an Hierarchien ausgerichtet. Das macht ihn so leistungsfähig, aber auch so dumm. Der Witz an der Sache ist aber, dass er der AFD genauso gehorchen wird wie jetzt den Linken unter Merkel. Weil er immer dem gehorcht, der ihn führt. Eigenständigkeit ist da nicht gegeben. Sie sehen ja hier, wie selbst der Hausherr nicht aus der Struktur Grüne/SPD rauskommt. Demokratie als Macht zu begreifen, und zwar als Macht des Volkes, das ist da nicht reinzukriegen in den deutschen Schädel. Er hat nie Demokratie gelernt.

    • Realist, wie ich sehe, sehen Sie die Lage wie ich
      Dazu dürfte es 6. noch die EU zerreißen, unsere Nachbarn, da momentan besonders Italien, brauchen uns allenfalls noch zum Melken, die Flüchtlingskrise werden wir allein ausbaden dürfen. Wir haben 2.000 an andere Länder verteilt und dafür im Gegenzug 12.000 bekommen, tolles Geschäft.

      7. sollte Trump das bisschen Regulierung der Märkte zurücknehmen, bei uns hat sich ja nach 2008 keiner rangetraut, dürfte das Karussell noch schneller (durch)drehen und der Crash brächte dann alles zum Erliegen.

      8. Vielleicht ist das gewollt und wird beabsichtigt, man kann wieder bei Null anfangen und dem Wachstum huldigen.

      Heute auf Spon einen interessanten Beitrag zur Wirtschaftslage bzw. unserem Export gelesen, dem im Inland mangels Masse beim Volk der Import nicht ausreichend gegenübersteht.
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-gefaehrdet-das-deutsche-exportmodell-kolumne-a-1130804.html

  20. Man vergisst zu leicht, wie wenig Zeit man hat
    Lieber Don Alphonso,

    ich habe mir die letzten Tage bereits eine weitgehende Internet-Abstinenz verordnet. Ich finde die Situation hier in Deutschland so schlimm, dass ich mich schon selbst dabei beobachtet habe, wie ich mich permanent darüber aufrege (Diskreditierung bestimmter Meinungen, zumindest gefühlter Anstieg der Kriminalität, gestiegenes Risiko von Terroranschlägen).

    Ich habe mir vorgenommen, Ihre Beiträge regelmäßig zu lesen und ansonsten die Nachrichten nur noch zu überfliegen. Es treibt mir sonst zu sehr den Blutdruck hoch. Ich bin keine 20 (und auch keine 30) mehr, und sobald es etwas wärmer wird, bringe ich meinen Drahtesel wieder zum Laufen und verbringe meine freie Zeit draußen, so lange wie möglich und jeden Tag. Kein Thema ist es Wert, dafür auch nur einen Tag früher zu sterben als die Götter es vorgesehen haben.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Titel eingeben
      Ich hatte mir ’ne Radio-Nachrichten-Abstinenz verordnet, schon vor zig Monaten. TV sowieso schon länger nicht, überhaupt nicht.
      Mir fehlt nix.

    • Ergänzung...
      Lieber Don Alphonso,

      sehen Sie, wie ich zwischen zwei Meinungen schwanke: wenn ich jetzt mein Posting von vorhin durchlese, denke ich: oh je, was ich da schreibe, ist viel zu brav. Das ist doch letztlich genau die Haltung, die „die da oben“ von mir erwarten: Rückzug ins Private, sich bloß nicht aufregen, keine Kritik üben.
      Ich bin da sehr zwiegespalten und versuche ein Gleichgewicht zu finden. Ich bin in dem (sehr naiven) Glauben aufgewachsen, dass es etwas bringt, wenn man seine Meinung sagt. Und jetzt muss ich feststellen, dass es eben doch nichts bringt. Das ist gelinde gesagt sehr enttäuschend.

      Nochmals liebe Grüße,

      Die Kleine Waldhexe

    • .
      liebe kleine waldhexe, schön, sie wiederzulesen. das menschliche herz im konflikt mit sich selbst schreibt die interessantesten geschichten.

      nur legitim ist es, sich zu überlegen, wie man verfahren möchte, wenn eine tätigkeit im wahrsten wortsinne frustrierend wird, und für die nerven ist es tatsächlich nicht das schlechteste, die mediennutzungszeit in toto deutlich einzugrenzen und sich auszuwählen (man hat ja die wahl), womit man seine zeit zubringen möchte – und in sich zu gehen, aus welchen gründen man etwas anstrebt.
      wie ihnen vielleicht nicht aufgefallen sein dürfte, kommentiere auch ich kaum noch, scanne aber hin und wieder die auslagen.

      die strahlkraft dieses blogs hier ist m.e. nicht zu unterschätzen; kaum glaublich, wer hier alles sichtet; keine vt, fragen sie prince Matecki.
      dies hier ist noch ein vernünftig moderiertes aquarium mit vielen teilweise kuriosen fischen, die sich so mancher – und mea parvitas geht es nicht anders – anschauen mag, um sich über meinungen und argumentationsweisen zu orientieren. dies generiert einen echten erkenntnisgewinn – immerhin begegnete man einander nie im echten leben.

      und auch deswegen hat sich das klima hier geändert, da dies auch andere – z.t. – organisationen und berufene ahnen. so mancher versucht die debatte über masse und penetranz zu lenken – vermutlich funktioniert dies in etwa so gut wie mittels der gescholtenen presse (also nicht).

      und auch deswegen kehren diejenigen zurück, die mehrfach schon mit lärmendem getöse ankündigten, fernbleiben zu wollen (ach, täten sie’s nur):
      aufmerksamkeit ist das gut hier im netz.

  21. Empathie
    @Don
    Ihr Beitrag ist einmal mehr klasse.
    Jene Thematik der Grautöne, die wenige in (ihrer) Verbohrtheit sehen wollen, betrifft aber wohl wieder alle.

    Psychiater sehe Ich z.b. nur als bedingtes Hilfsmittel, da jene fast wieder wie Schwarz/Weiß wären.
    In jenen Institutionen findet kaum ein Wandel statt, trotzdem es offensichtlich nötig wäre. Details erspare Ich mir, da jene, denen es interessiert sich selber auf die Suche machen.
    ..
    Ich finde es klasse, das Sie nun z.b. bestimmte Accounts, die bezüglich Ulfkotte ihr Fensterblick rausgehauen haben, nun hier nicht namentlich erwähnen. Immer in der Hoffnung, das miteinander geredet wird, und nicht übereinander, und schlimm, wirklich, aus ein Ideologischen Tunnel heraus argumentiert wird, wo jenes Internet, bezüglich Ideologie gleich Kriegsbeführworter eben, wegen ihrer Ideologie bloß stellt.
    Jene Almacht, es besser zu wissen, nicht mehr in ein Dialog zu treten, ist eine Kampfansage in sich.
    Für mich unterscheiden sich da linke und rechte nicht, da sie jeweilig nicht um Aufklärung bemüht sind, sondern, nur um das Sture eintreten ihrer jeweils eigenen Ideologie.
    Ulfkotte könnte genau so gut wie ein Mahnmal wirken, bei dem was Sie beschreiben. Jeweilig mit guten, oder eben mit schlechten Vorzeichen.
    Lernen, werd Ich niemals von jenen, die mit ihrer Ideologie daran hindern wollen.
    Respekt hab Ich vor Menschen, die nicht anders können, nicht anders können, weil sie es nicht anders gelernt haben.
    Sie wäre wenn jene, die man auf ein solch Berg schickt, ohne jeglicher Sicherung, und die die verschicken, auf ihn Sofa sitzend, noch darüber lachen.
    Mir wird dabei einfach nur schlecht.

    • Einfach mal recherchieren...
      Schauen sie einfach mal in Don Alphonsos Texte, die er damals als Ulfkotte seine 16 Thesen veröffentlichte, hier brachte.

      Ach.. ich vergas… ihnen ist ja schon schlecht.

    • Darf ich erfahren. was Sie meinen?

    • Gerne....
      .. ich habe das damals zweimal kommentiert.

      Es war zu Beginn von Ulfkotte, Pegida, und AfD. Sie haben die drei halb-korrekt in einen Sack gepackt und drauf geknüppelt.
      Ich habe mir damals deswegen mal die 16 Thesen des Ulfkotte angeschaut, und dann hier zweimal erklärt, dass die Hälfte von diesen auf tatsächlich existierende Skandale hinweisen und, dass sie jeder halbwegs normale Mensch sofort unterschreiben würde.
      Sie haben beides zwar nicht zensiert, sind aber NIEMALS mit auch nur einer Silbe darauf eingegangen.

      Dies ist ihr Blog, und wenn sie seine Aufgabe seit einiger Zeit darin sehen ihre Privilegien zu verteidigen, so ist das ihr gutes Recht.
      Die Dummheit der Masse auszunützen um die eigenen Vorteile zu beschützen ist nun mal das Normale an einer Demokratie und wenn Medien und Volk das mit sich machen lassen,wäre man dumm um es nicht auszunützen… Also missverstehen sie mich bitte nicht.

  22. ehh, Herr Blog-Direktor - der Abschnitt da übers Internet und den Tod trifft voll ins Schwarze!
    „All diese Willkommensgrüsse an den Tod, die auch die inzwischen üblichen Drohungen mit Mord und Gewalt beinhalten, sind vermutlich dem Medium Internet und der Veränderung der Lebensrealität geschuldet: Es gibt viele, die wirklich im Netz leben. Die eigentümliche Konstruktion dieses Kommunikationsraumes, in dem Existenz ausschließlich durch Teilnahme definiert wird, degradiert den Tod vom absoluten Ereignis zu einer unter vielen Möglichkeiten, warum jemand nicht mehr online ist.“

    – Das würde sich auch eignen für einen Lehrbuch über das Internet oder in einer soziologischen Gegenwartsanalyse.

    (Ich würde es auch gern in einem Best-of DA gedruckt sehen. Ich glaub nicht , dass das so schnell verschwinden wird. Aber sowas schreibt keiner jeden Tag (keine/r). Auf solche Perlen sollte man ein bissl schauen, dass sie so ca. beieinander bleiben, mein‘ ich. Die sinds schon wert).

    • Nature made me a freak. Man made me a weapon. And God made it last too long.
      Yep, und wir sollten vielleicht diesen Moment nutzen, um nachzuhaken.
      Denn hier eröffnet sich Raum für Analyse und Antworten auf das , was wir seit 2015 beobachten, in der Kommunikation. Diesen Moment der Zeit, bevor wir wieder alle aufeinander einschlagen.

      Die Moderne ist geprägt von struktureller Entkopplung des Individuums und zugleich vielfältiger strukturellen Kopplung der Person. Wobei Individuum und Person der gleiche „Mensch“ sind. Nur anders betrachtet, d.h. unterschieden.

      Die Erzeugung des Individuum ermöglicht dabei erst, dass die Person vielfältig in Strukturen eingebunden werden kann, um so die funktionale Ausdifferenzierung der Strukturen, d.h. die Moderne, zu ermöglichen.

      Die IS operiert übrigens genau umgekehrt. Deshalb ist IS die Revolution in der Moderne, sie ist die einzig aktuelle Form einer Revolution.

      Whatever, das bedeutet, dass die Gendertröten viel moderner als der DON, d.h. der DON aus deren Sicht eher wie IS, wir alle diesbezüglich eher hilflos, auf der Suche nach einer „Mitte“, die uns von dem einen und dem anderen Übel irgendwie doch bitte schützen will soll muss. Am Ende werden wir unsere Form einer Alternative zur Moderne ins Feld führen müssen, die von Rechts kommend, an DAVOS vorbei, die Person wieder an das Individuum heranführen wird bzw. vice versa.

      Am Ende werden wir alle wieder ein bisschen mehr Mensch sein.
      Tod oder lebendig.

    • Von sechs, sieben, acht...
      … Texten, die ich hier las, ist dies der einzige, der eine gewisse Stabilität der Gedankenführung aufweist, in Teilen wirklich nachdenkenswert ist und einen eigenen, originell-intelligenten Satz enthält. Sie haben ihn in Ihrem Kommentar zitiert: „Die eigentümliche Kommunikation…“ Darüber hinaus: Ist Ihnen aufgefallen, dass der Autor über weite Strecken des Textes sich selbst, sein eigenes Tun, seine Haltung und die seiner Gemeinde reflektiert? Und ist ihm selbst das wohl bewusst?

    • ... na ja...
      … die Passage fände ich für ein „Best of“ wirklich nicht gelungen, weil an der unter Netzgestalten beliebten Legende gehäkelt wird, als hebe sich das Internet von anderen Kommunikationsräumen grundsätzlich ab, wo es doch nur andere Kommikationsräume und -arten eröffnet. Ich verstehe das schon. Ganze Existenzen, darunter fragwürdige wie der Lobo, sind ja ökonomisch auf das Marketing des Erlösungs-, Verheißungs- und Gefahrensortes Internet gegründet

      Die soziale Existenz wird immer durch Kommunikationsteilnahme begründet und aufrechterhalten. Wie oft ist es im Geschäftskontakt so, dass man lange Zeit nichts mehr von einem Kunden hört und dann erfährt, das es ihn nicht mehr gibt und auch das kann diverse Möglichkeiten haben und die Betroffenheit ist eine Frage des Einzelfalls.

    • Der Irrgkaube war lange, dass „die anderen“ zu doof sind, das Medium zu bespielen. Speziell bei Leuten wie Lobo, Spreeblick, Netzpolitik etc., die wirklich dachten, sie wären ganz vor dran. Inzwischen ist Bild vor SPON und Seiten wie Tichys Einblick, die vor zwei Jahren noch nicht mal ignoriert wurden, müssen mit Kampagnen überzogen werden. Das war so nicht vorgesehen und aus der Warte dieser Gruppe eigentlich auch nicht denkbar. Was wir momentan erleben, ist der Versuch, das Seiende zurück in die Erwartungshaltung zu bringen. Das ist natürlich legitim, das versuchen viele, aber mein eindruck ist: Es wird so nicht laufen.

    • Someone HAS come along.
      Das Internet ist wie der Buchdruck.
      Es verändert die Kommunikation. Vollständig.

      Für Regierungen ist das Internet ein Kommunikationsbereich, welches bisher noch nicht politisch kontrolliert werden konnte. Aber Politik wäre nicht Politik wenn sie sich nicht daran abarbeiten würde. Jede Regierung auf ihre Art: Die eine schaltet einfach ab, die andere blendend aus, die andere sendet eigene Trolls, die andere gründet Stiftungen.

      Whatever, das Traurige daran ist nur, dass all die Internetnerds, die Jahrelang für die Netzfreiheit kämpfen, jetzt alle die Schnauze halten bzw. die Politik beim Kampf gegen die Freiheit im Netzt unterstützen, man denke nur an diesen Herrn mit dem seltsamen Haarschnitt.

      Die, die die Freiheit verteidigen, das sind die Bürgerlichen. Wie immer, in der Geschichte.

  23. Danke, Don,
    dass Sie sich des Themas angenommen haben. Schade nur, dass die sonst großzügig gestreuten Links, die ich meist auch nutze, diesmal an den entscheidenden Stellen ausgefallen sind. Auch ein Hinweis auf den eigenartigen Twitternamen der Protagonistin, der ausgesprochen wie das Eingeständniss eigenen Judenhasses klingt, wäre angesichts dessen nicht verkehrt gewesen. Und die andere Frau, die für die öffentlich-rechtlichen läuft, sollte eigentlich nicht unerwähnt bleiben. Ich habe erlebt, dass Journalisten für weit weniger den Laufpass bekamen. Ich finde sie sollten wenigstens gebrandmarkt werden…

  24. Ach Don, ach Holzhackabua
    Passen Sie auf sich auf. Ich habe auch von dem Veteranen gelesen, der seine Frau vor sechs Fremden beschützte.
    Haben Sie die Axt bei sich? Eine Stichschutzweste zum Fahrradhelm? Nein.

    Vor einem Jahr waren Sie noch bescheidener und klug.

    Sie sind nicht in die Bank zu den vier unhöflichen Männern, die nichts mit dem Islam zu tun hatten.

    Viele Hunde sind des Bären tot, nicht nur des Hasen.

    So mit herzlichen Bärengrüssen take care, Don Alphonso

  25. Titel eingeben
    Ist es Hatespeech wenn man den Tod eines anderen Menschen beklatscht?

    • XXL-Unfein
      Sonderlich fein ist es nicht, eher XXL-unfein. Müsste reichen.*
      Es zeigt, wie so jemand drauf ist: hämisch bis zum letzten misstönenden Akkord.

      * Warum in aller Welt wollen viele jetzt eine akkurate Definition was Hatespeech sei? Um in diesen Grenzen dann straffrei heurmzupöbeln?
      Auch unfen.

    • Ja,
      aber das werden die nie begreifen!!

    • das ganze @hatespeech-Gequatsche ist selbst schon wieder hatespeech
      -nur eben in Form struktureller Gewalt.
      Wer anfängt Gefühle, und mögen Sie noch so unfein sein, per Gesetz unterdrücken zu wollen, der sollte sagen, worum es ihm eigentlich geht: um ungestörte Macht !
      Ungestörte Macht ist aber letztlich nur ein anderer Begriff für @totalitäre Herrschaft.

      @Fragender: natürlich wäre es hatespeech, was die linken Combatanten derzeit in Masse abliefern (statt politischem Diskurs), aber sie selbst bewerten das natürlich nicht so und andere wie ich scheuen diesen Begriffsmüll!
      Um das zu demaskieren, was diese Figuren tun, muß man argumentativ schon etwas tiefer ansetzen, so wie es der Autor hier ja auch macht: Angriff der virtuellen Realien.

  26. Hmmm... das ist jetzt schwer .
    Den Ulfkotte nahm ich zeitlebens nur marginal wahr.

    Dass wir Islamisierung erleben, die wir nicht wollen können, finde ich auch.

    Zu Geheimdiensten kann ich wenig sagen, da verweise ich auf meinen Folder bei der NSA, die kennen mich besser, als ich.

    Dass man bei intensiver Beschäftigung mit diesen Themen, über die staatlicherseits nur gelogen wird, die Merklischerseits nur gefördert werden, und die man Maasscherseits unbedingt gutheißen muß, über den Rand rutschen kann, insbesonders, wenn das linke Netzgschwearl einen ständig anstänkert bis bedroht, verstehe ich.

    Andererseits finde ich, dass paranoide Übertreibung der Sache schadet.

    Man besorgt also das Geschäft der Islamschönreder, Beschwichtiger, Lügner und Besonneheitsbesoffenen , wenn man hinter jeden Tür einen Killer, in jedem Nachbarfenster einen Agenten, vermutet.

    Hier gilt, was auch für die ganzen FeminärrInnen gilt:
    Spökenkiekerei ist nicht sexy.

    Und vor allem – alles andere als seriös und ernstzunehmen.

    Ein Engagement bei Pegida für sich spricht eher für Mut und die Einsicht, dass die etablierte Politik komplett spinnt, wenn sie nicht gerade sehr effizient ihren eigenen, oft finanziellen, Vorteil fördert .

    Ein neuromedizinisches Bild kann ich mir von dem Mann nicht machen, weil nicht fachkundig und ihn nicht gekannt, schon gar nicht ausreichend.

    Menschlich wirkt er wie ein mutiger Mann mit einer Menge Wissen, der irgendwann das Schnittmuster für ein Sommerkleid als Karte verwendet hat.

    Jedenfalls ruhe er in Frieden, und es ist zu befürchten, dass auch sein Tod am Todeswunsch für Andersdenkende bei hilflosen DeppInnen an Internetschaltstellen und staatlich bezahlten Blogs nichts ändern wird.

    Argumentativ kann das Dingens nichts, also muß der überlegene Gegner sterben.

    Internetverbot für IdiotInnen wäre überlegenswert, aber mit Zensur und Grundrechtsverletzungen hab‘ ich es nicht recht.

    Das besorgt ja Merkels Nichtrepublik.

  27. "kohlenstoffbasierte Entitäten"
    … nannte die S., in ihrem Erstling „Klick mich“, andere Personen, jenseits des definierten Nahbereichs.

    Das ist ein Buch, dass man sicherlich nur wegen der – amüsanten – Amazon Rezensionen lesen sollte, das aber die Welt der Internet-Gören erklärt: Ein Ulfkotte war nur „rechte Entität“, zum Abschuss frei gegeben, keine Person mit eigener Würde, und wenn der Hausherr wegen eines geplatzten Reifens in einen Abgrund segeln würde, gäbe es sicher quer durch Berlin ein befriedigendes Gegrunze.

    Ganz anders ist es bei Personen aus dem politischen oder sozialen Nahbereich, die hysterisch in den Bernstein des Internet eingeschlossen werden und sei die Lieblingskatze, der eine Homepage gebastelt wird .

    Der Todeswunsch für die einen ist halt nur die Kehrseite des Größenwahns („Wir schaffen das“) der anderen.

    • 2017 ist bereits jetzt hässlich.
      Don Alphonso: „… 2017 wird hässlich.“
      https://www.uploadarea.de/files/eu1/c0bd3781D-Die-2017-real-existierende-Aesthetik-des-Widerstands.jpg (Sowas „auf Augenhöhe“ von Schulkindern.)

    • Bodenkontaktverlust @sirisee
      „Der Todeswunsch für die einen ist halt nur die Kehrseite des Größenwahns“
      Die Neigung zur Entmenschlichung (oder De-Sexualisierung des genderschen Multi-Sex… ad libitum) der Anderen geht mit einem Verlust der Wahrnehmung eigener Menschlichkeit einher. Stattdessen: hochgeschraubte Phrasen und Pseudos, Gerechtigkeit als Alibi. Menschenrecht als Erstschlagwaffe,- ohne jedoch darüber nachzudenken, WAS DENN EIN MENSCH IST (bzw. noch nicht einmal den Willen dazu zu haben).
      Stattdessen totalitäre Wahnphantasien der Vereinheitlichung! „In hundert Jahren gibt es keine Männer und Frauen mehr“ sagte mir dieser Tage verheißungsvoll eine Frau als ich vor einem Genderkongress-Plakat etwas die verbale Fassung verlor.
      Die Menschen haben derweil den Bodenkontakt immer mehr verloren und diletieren nun im cyber. Bis auf @digital, das diesmal die Phrase für Abschied von der Wirklichkeit ist, ist es wie immer wenn Realität totalitärer Ideologie weicht.
      Man möchte fast rufen @macht Computer zu Pflugscharen!

    • ... ja das stimmt ...
      das ist idR irgendein „Neuer Mensch“ der entstehen soll, sei es bei den Internetgören oder den Erlösung-durch-Analphabeten-Schwaflern, immer irgendwas besseres jedenfalls als der „alte weiße Mann“, der Projektionsfläche für Hass.

      Ab und zu triumphiert der alte weiße Mann noch, wie zB heute bei Trump, und da steigert es sich dann in ein kollektives Geheule der Medien und Frontberichterstattungs-Sondersendungen zur Lage und sogar die FAZ lässt sich treiben und heult mit.

      Wer den Irrsinn der Sozialismen des 20. JH verstehen will, dieses für uns Nachgeborene unverständliche Gleichgeschalte und diese Dauerhysterie, hatte in den letzten Jahren viel Anschauungsmaterial, eigentlich geht das seit der Sarrazin-Hysterie (2009/2010) so. Das war mE ein wirklicher Kulturbruch, seither sind die Dämme gebrochen.

    • Ich meine mich erinnern zu können, mehrfach sehr neutral über Trump hier geschrieben zu haben. Dass Trump kritisch zu sehen ist, gehört einfach zum Beruf dazu, und er hat sich ja auch bewusst angreifbar gemacht.

    • @ DA
      „Ich meine mich erinnern zu können, mehrfach sehr neutral über Trump hier geschrieben zu haben.“

      In der Tat, aber – hat das jemand hier im thread in Frage gestellt?
      Oder habe ich da etwas überlesen?

    • Weiter oben beschwerte sich jemand über die generelle Linie bei der FAZ.

    • nö..
      … mir fällt nur auf, dass sich auch die FAZ sprachlich und inhaltlich von der Hysterie treiben lässt; mit der Sie in einem Beitrag („Der Trump in mir ist stark“) ein wenig gespielt haben.

      Diese kampagnenartig medial angefachte Hysterie nervt, weil man – so sehr man sich bemüht – von dieser Nerverei irgendwann unwillkürlich erfaßt wird , ähnlich wie bei der Berichterstattung über das „Jahr 2000“ Problem oder irgendwelche Grippearten.

      Man muss sich bei solchen Kampagnen immer nur daran erinnern, wie die Schlagzeilen bei Obama waren und wie sie bei Clinton gewesen wären. Aber allein die Perspektive dass das jetzt unverdrossen so weiter geht, weil die Fanatiker ja in den Medienhäusern nicht frustriert aufgeben werden, ist nicht erheiternd. 2017 wird nervig.

  28. “Gekaufte Journalisten” doch nicht. Dieses Buch
    war wohl eher der schreibenden Zunft und deren Auftraggebern
    (Stichwort OM oder Oberländer: „Bestelljournalismus“) ein Dorn im Auge. Der noch Erste Mann im Staate mahnte gestern die andere Seite der Medaille, daß die Politik kein „Bestellwarenhaus“ sei an. Aha, aber die Presse aber als Dienstleister für Legislative und Exekutive, das geht? Ulfkotte schrieb voller Ahnung noch zu prä-„Lügenpresse-Zeiten“.
    .
    Ich schätze aber, der richtige Aufreger war Ulfkottes „Kein Schwarz, kein Rot, kein Gold“. Aufreger vor allem für die Nutznießer der derzeit am schnellsten wachsende „Industrie“ im Lande“ und ihre ebenfalls abschöpfenden Handlanger in den Kirchen und bei den NGO´s. Alles geschrieben 5 Jahre vor der Invasion der nur in Gold Aufzuwiegenden. Vor der Lektüre Baldrian oder Herztropfen nicht vergessen, wie Frau @ Simon auf Anraten Dritter angeraten hatte.
    (DdH)

    • Ich werde mich lektüremäßig auf einiges gefasst machen
      das Buch ist heute angekommen und ich werde mich sputen müssen, will ich den Stapel bis zur BT-Wahl gelesen haben. Sind noch mehr Aufreger dazwischen, Baldrian fehlt mir noch. Wenn das Herz aussetzen sollte, nun ja, dann war’s das halt. That’s life.

    • @Renate
      Falls sie das noch nicht kennen:

      https://kenfm.de/udo-ulfkotte/

    • Danke Tyler, bisher habe ich Ulfkotte nicht zur Kenntnis genommen
      zwar von ihm gehört, aber nichts von ihm gelesen. Der polnische Bekannte will mich immer mal zum Elsässer schicken, aber einmal hat mir gereicht. Dafür bekommt er von mir pausenlos Links gemailt. Die Zeiten sind aufregend, wir sind dabei und können doch nur zuschauen.

      Ich komme den ganzen Tag kaum zu etwas anderem, den Blätterwald inkl. Bild täglich durchforsten, XY bei Twitter, hier genannte Linkverweise abklappern…

      Dann noch mindestens einen halben Meter Bücher, die ich teils angefangen habe, lese immer mehrere parallel, bin also etwas im Stress. Malen wollte ich auch mal wieder, Farben und Pinsel liegen schon bereit, warte nur auf Keilrahmen, gekaufte Bilder reinigen und neu rahmen und dann wird wieder umgehängt…

      Zwischendurch etwas kochen und einmal pro Woche Apfelkuchen backen.

      Dazu seit 75 Tagen die Vendée Globe, Armel Cléac’h ist nach 74 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten und 49 Sekunden gestern gegen 16:30 in les Sables d’Olonne angekommen, nachher gegen 9 wird Alex Thomson erwartet. Ich werde wieder das ganze Rennen bis zum Ende verfolgen, bis auch der letzte Segler zuhause ist, was noch ca. 2-3 Wochen dauern kann.

      Den Ulfkotte mit Kenfm kriege ich auch noch dazwischen.

      Wie sagten wir früher immer, Halbtagskräfte und Rentner haben nie Zeit.

      Ob Damen wie z.B. Julia Schramm und andere solch ein Programm dauerhaft durchhalten würden? Ist zwar alles irgendwie mit Medien, aber die meinen wohl was anderes.

    • Tun sie das Renate...
      „Zwischendurch etwas kochen und einmal pro Woche Apfelkuchen backen.“

      Das ganze gibts ja in mp3 Format, kann man also auf allem abspielen und nichts geht gegen gute UNterhaltung während des Apfelkuchen Backens. Ich vermisse meine Boskop, hier gibts ja nur diese perfekt aussehen Äpfel voller Kunstdünger und Pestizide… Wer meint die Deutschen seien oberflächlich, der möge mal nach Japan kommen.
      Ach ja… und am Ende des Sommer kostet so ein Apfel schon mal drei bis vier Euro.

      (Als wir den Ulfkotte hier mal ganz kurz hatten, da gab es sie hier noch nicht)

  29. Ulfkotte, verfolgte Paranoiker, paranoide Verfolger, die FAZ, die Öffentlichkeit - sowie der Tod
    Ulfkotte war, bzw. ist immer noch ein interessanter Fall, weil er eine Stelle besetzte auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit.

    Es gibt tausende wie ihn, aber nur wenige sind so artikuliert. Das Typische am Fall Ulfkotte haben Sie in dem Aspekt Getriebensein angesprochen. Ich weiß, dass Sie gar nicht anstrebten, vollständig zu sein. Ich will nur sagen: Da wäre noch mehr interessanter Stoff – durchaus auch für Sozialpsychologinnen usw.

    Dann noch was Grundsätzliches: Wir wissen nicht, woran Ulfkotte starb. Kann sein, er starb auch, weil er so ein gehetzes Dasein fristete. Kann aber auch alles Mögliche sonst sein. Tatsache ist, dei wirkliche Todesursache kennen wir nicht.

    Naja, und dann gibt es bei Ihnen noch einen Subtext, und das ist die FAZ.

    Dazu kurz zweierlei: Es war so, dass Ulfkotte bereits in seiner Zeit als FAZ-Redakteur – ich sag mal: Auffällige Verhaltensweisen zeigte. Die Zeitung äußerte sich öffentlich nicht zu seinem Fall, obwohl Ulfkotte eine öffentliche Figur war.
    Ich weiß, dass es im Zweifel besser ist, nichts zu sagen, wenn Mitarbeiter abdriften in Richtung Unzurechnungsfähigkeit. Ich meine allerdings, dass man aus diesem Grund nicht zwingend schweigen müsse.
    Vielleicht sollte das Thema ggf. auch besser jemand von ausserhalb der FAZ bearbeiten.

    Tja und der zweite Konnex in Sachen FAZ – Berg, Tod, Stress usw. sei, meine ich, von Ihnen – ebenfalls im Hochgebirge, – im Sommer explizit angesprochen worden.
    Mir fiel dazu wieder ein, was Martin Walser im Falle dieses schmerzlich frühen Todes gesagt hat. Es ging in die Richtung, man soll auf heiße Felgen achten, wenn man auf dem Höhenkamm herumräubert – so wie Sie das taten.
    Ihnen allzeit gute Fahrt!

  30. Angemessen
    Abgehoben von der politischen Ebene (die hier ja auch im Hintergrund blieb) wirklich interessante Gedankengänge. Sicher dem „Fall“ angemessen. Ein zweiwöchiger Netzausfall würde dem politischen Klima in dem Land sicher gut tun und zeigen, wovon Twitterblasen und Co. zuhauf bewohnt werden: einer mickrig kleinen selbsternannten digitalen Boheme, die aber weder hipp noch Boheme ist, sondern nur eine laute Masse von pickligen Reallife Losern ist, denen unangemessen viel Gehör geschenkt wird.

    • My Red'
      „Ein zweiwöchiger Netzausfall würde dem politischen Klima in dem Land sicher gut tun …“

      Mei Red‘ seit 2001

    • Urlaub
      für alle in den Abbruzzen. Kein Strom zur Zeit.

    • Ermagehrd
      Ein zweiwöchiger Netzausfall würde vor allem zu einer monströsen Selbstmordversuchsrate von Aktivist*innen_x?§$ und Netzfeministinnen vor den überfüllten Wartezimmern der Psychotherapiepraxen führen.

  31. Vielen herzlichen Dank
    fuer diesen wunderschoenen Beitrag. Tatsaechlich, sind „great men (and women) of history“ so selten, dass der Tod eines einzelnen politisch und historisch selten relevant ist. Es gibt genug Islamophobe und linksradikale Genderfeministinnen, weshalb der Tod eines/einer einzelnen nicht wirklich ins Gewicht faellt – ausser natuerlich fuer die Familie und die Freunde fuer die der Tote eben nicht nur ein Nick ist.

    Leider hat das Internet viele Menschen nicht nur radikalisiert, sondern auch entmenschlicht – und Andersdenkende zu digitalen Chimaeren gemacht, die man als strahlender Held erledigen muss…

  32. Titel eingeben
    Ich dachte jetzt, dass Sie wenigstens ein paar Beispiele für Ulfkottes „Fanatismus“ nennen aber leider kam da nichts mehr. Und dass die FAZ den Verkauf von „Gekaufte Journalisten“ nicht verboten hat, obwohl so etwas still und einfach möglich gewesen wäre, wenn dort Lügen verbreitet worden wären, zeigt gut auf, dass Ulfkotte, mit dem was er dort niedergeschrieben hat, Recht hatte.

    Aber auch das haben Sie leider vergessen zu erwähnen.

    Schade!

    • Warum muss man ijmmer klagen?

    • Titel eingeben
      Es ist ganz normal, dass man gegen ein Buch, das die Unwahrheit verbreitet und verleumdet, rechtlich vorgeht. Das würde JEDER machen, besonders eine Zeitung, bei der sich ein Glaubwürdigkeitsverlust extrem geschäftschädigend auswirkt.

      Die FAZ hat das aber NICHT getan und ich kann Ihnen sagen warum die FAZ nicht geklagt hat: Weil das, was in dem Buch steht, stimmt.

    • Viel Feind viel Ehr
      Kontroverse Thesen werden nur dann besprochen, wenn sie ernstgenommen werden. Niemand rezensiert ein Buch, wenn er sich nicht entweder persönlich angegriffen fühlt oder eine breite Leserschaft darauf aufmerksam machen möchte.

      Ulfkotte war am Ende nur noch eine Randfigur – zu unwichtig, um sich an ihm abzuarbeiten, eine journalistische NPD wenn Sie wollen.

      Es gibt durchaus radikale Islamkritiker, über die ausführlich berichtet wird. Die haben aber i.d.R. wirklich etwas zu sagen haben, das über dumpfes oder hysterisches Ressentiment hinaus geht.

    • Matthias...
      Ja, so ist das halt. Die Herren der Zeit, Joffe & Co, haben letzte Woche ihren Prozess gegen „Die Anstalt“ auch verloren.

      Man muss vom Thema ABLENKEN! Nicht es in die Schlagzeieln hieven!

      Sie verwechseln da was… es gibt kaum Leute, und in den Medien schon gar nicht, die an der Publikation von Wahrheiten oder Fakten interessiert sind. Man ist einzig und allein am eigenen Standpunkt interressiert. Man dafür bezahlt die Interesse der Konzerne und Verleger zu vertreten… oder man fliegt. Das hat Ulfkotte beschrieben und auch warum es bei ALLEN Journalisten, also auch bei ihm, so lange dauert bis man das glaubt. Denn man will sich ja für einen redlichen Menschen halten.
      Nehmen sie nur den Prantl… wie angesehen war der mal.. und heute? Ein nützlicher Narr, sonst nichts.

    • Tyler und andere
      lesen Sie doch mal die Bachelor-Arbeit vom
      10. Oktober 2012 von Dunque 18. Januar 2017 um 16:47 Uhr, verlinkt von ihr bei den Stützen „Holm geht…“
      https://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf

      Darin wird sehr anschaulich erklärt, wie von der Presse manipuliert wird.

    • @ Renate Danke... für den Link
      Ja, guter Text, das konnte man auch 2012 schon erkennen, leider ebenso banal wie wahr, wie unwirksam und folgenlos,…
      Und was tat seiner Zeit „unsere“ Presse? Impfte den Blöden lieber ein Resistenz-Mittelchen ein, und erfand das Wort vom Putin-Versteher. Und da wundern sich die Bürger wenn sie am Ende eine Regierung haben die genau so blöd ist, wie sie selber… und die sie auch nach der nächsten Wahl behalten werden.

  33. Titel eingeben
    Da hat sich wohl was geändert seit „ding-dong the witch is dead“.

  34. Chapeau
    Text eingeben

  35. Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen...
    Feindesliebe wäre zuviel verlangt gegenüber einem wie Udo Ulfkotte, der als „umstritten“ galt. Ist doch „umstritten“ ein inflationär verwendetes Glimpfwort für „ich scheue den Diskurs“. Man redet lieber über, als mit den Meinungsgegnern.
    Neuestes Mitglied im Club der Diskursverweigerer: EKD-Chef Heinrich Bedford-Strohm. Wurde von ihm früher noch ein Plan zur Rückführung der Bootsflüchtlinge nach Nordafrika, eine ursprüngliche AfD-Idee, gutgeheißen, ist nun erstmal Schluss mit der protestantischen Toleranz: Er will nicht mehr mit der AfD sprechen.
    Die ersten Journalist*innen jubeln schon:
    https://twitter.com/new_reads/status/822090250264739840

    Wie wahr, 2017 wird hässlich. Viel Spass beim Zusammensetzen des zerdepperten gesellschaftlichen Porzellans. Soviel Kitt gibt´s gar nicht.

  36. Titel eingeben
    Zu Ihrem Stichwort „andauernde Erregung“: tatsächlich habe ich mir vor rund drei Wochen den Spaß gemacht, Ulfkotte bei Twitter zu folgen. Absoluter Irrsinn, wie sich dieser Mann in seine Verschwörungstheorien hineinsteigerte. Im Halbstunden-Takt neue Tweets, und Facebook wird er ja vermutlich ebenfalls in dieser Taktung bespielt haben. Die Nachricht von seinem Tod hat mich in Anbetracht dessen nur kurz überrascht. Ulfkotte war wohl ein Getriebener seiner eigenen Dämonen; die zynische Gelassenheit eines Henryk M. Broder wäre ihm besser bekommen.

  37. Umseits, in den Unterhaltungs-und Rätselseiten (vorm.FAZ) ,
    Wird Merkel als Maß der Mitte verortet.

    Verliert der Herr von und zu Gutsherrenjournalismus den Kampf gegen seinen inneren Ulfkotte, oder ist es Bestellpresse, und fordert Verständnis, weil auch Kleinadelige Kaviar essen müssen ?

    Wünsche wohl zu speisen, Euer Hochgeboren, von den Brosamen vom Tisch der Mächtigen !

  38. schmale Grate
    haben auch tiefe Abgründe, abgründige Tiefen, aber auch himmlische Freuden

  39. 1984, leuchtend grün
    Lieber Don, wann spendiert Ihnen einer Ihrer doch wahrscheinlich sehr glücklichen Mieter endlich ein Rechtschreibprogramm! – Für heute aber sei Ihnen und Ihren danebentreffenden Fingern verziehen, denn Sie haben nicht nur das Holm-Verdienst errungen, sondern heute auch das Gunda-Werner-Verdienst. Danke. Bis ich das las, war mir nicht bewusst, dass „1984“ auch grün sein könnte. Mir graust. Es gibt eine Hydra, die das klarapfelfreundliche Gesicht von Anne Wizorek trägt.

  40. Titel eingeben
    Sehr geehrter Don,
    Danke für die Mischung aus trockenem Nachruf und wesentlichem Hinweis auf die Unsinnigkeit des Internets. Nur Leben zählt.
    Grüße aus Nordrhein Vandalen

  41. Internetverbot
    Ich kann dieses Vorhaben nur begrüßen. Denn ich bin gegen Gewalt und finde Hass ganz fürchterlich. Ich glaube aber, dass die, die da vorpreschen, ihr eigenes Verbot organisieren. Denn die digitale Gewalt hat viele Gesichter. Nicht nur die eine Gruppe schießt auf die andere. Sondern es wird gleichermaßen zurückgeschossen. Wenn daher die eine Gruppierung versucht, ein Instrument zu schaffen, mit dem sie die andere ausschalten kann, dann steht dieses Instrument natürlich auch der anderen Gruppierung zur Verfügung. Man wird sich also an seinen eigenen Maßstäben messen lassen müssen. Es gibt keinen guten oder schlechten Hass. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Daran werden die Selbstgerechten beider Seiten scheitern.

  42. Titel eingeben
    Interessanter Kommentar, danke. Ich persönlich finde das Internet an und für sich ja eine tolle Sache, es gibt wirklich tolle Möglichkeiten z.B. bezüglich des kulturellen Erbes, auch viele interessante Blogs zu allen möglichen Themen. Ich persönlich fand auch manche Gespräche im Netz mit allerlei Leuten, die mir sonst nie begegnet wären, zumindest interessant, da war zwar viel Schräges dabei, aber manches war doch perspektiverweiternd. Aber Twitter, das ist wirklich teils nur die Gosse…und in ähnlichen Formaten (die ich nicht nutze), ist es wohl ähnlich. Ich glaube auch, dass das zur Polarisierung und Radikalisierung beiträgt…vielen Leuten kommt der Bezug auf das echte Leben abhanden, und ein Bewusstsein von Verhältnismäßigkeit und der eigenen Sterblichkeit haben sie nicht.
    Alles erschreckend…aber vielleicht waren die Leute ja auch schon immer so, und es wird durch das Netz nur deutlich gemacht?

  43. Etwas mehr Butter bei die Fische?
    Da haben Sie zwar völlig Recht, Don, mit dem Abschalten durch Sport oder Berge.

    Wenn aber der Ulfkotte eine völlig kaputte Lunge hatte, wie es heißt, als Folge eines Giftgasangriffs im Irak, den er miterlebte, dann mag er an einer Rechtsherzinsuffizienz gestorben sein. Das geht etwa so: Die linke Herzkammer pumpt das Blut in die Hauptschlagader, die alle Organe versorgt. Von dort geht es über die Venen in das rechte Herz und von dort in die Lunge, wo es gegen neues sauerstoffreiches Blut ausgetauscht wird. In etwa. Bei Lungenerkrankungen, die chronisch sind, wird die Lunge starr. Sie nimmt somit an diesem Prozess nicht mehr teil, wie sie sollte, was zuerst zu einem Rückstau in das rechte Herz führt, das pumpt und pumpt. Usw. Das kann man ja nachlesen.

    Nichts hätte dann Abhilfe gebracht, nichts, außer einer Herz-Lungen-Transplantation. Ein Aufenthalt in Höhenlagen hätte den Zustand gar verschlimmert. Er wäre also ein Opfer von Saddam Hussein. Leider hört man nichts darüber. Und deshalb sind Medien heutzutage nicht so gut angesehen. Die Bevölkerung hat (jawohl, durch das Netz) im Durchschnitt mehr Bildung, wird aber mit Oberflächlichkeiten abgespeist. Beispiel: Die Animosität gegen Trumps heute in einer Bildbeschreibung in der FAZ, wo man nicht davor zurückscheut, einem schüchternen Jungen, der anscheinend Phototermine hasst, jetzt schon künftigen Drogenkonsum zu attestieren. Geschmackloser und hohler geht’s kaum. Dass man sich nicht schämt – der kleine Junge. Die kleine Sasha schien eine Weile auch Phototermine zu hassen, übrigens, das ist nichts Besonderes. Daneben ein Interview mit der noblen Clintonanhängerin N. Portman.

    Hohl und oberfälächlich, zu wenig für den Durchschnittsleser heute. Dabei panische Angst, daneben zu liegen oder gefeuert zu werden (wie Sie oben belegen).

    Hatte der Mann also ein kaputtes Herz-Lungen-System als Folge von Giftgas oder nicht? Man sollte darüber unterrichten und dabei nicht auslassen, dass er das offenbar „versehentlich“ auf die FAZ geschoben hat statt auf S.Hussein.

    Wie Sie das da oben machen, ist das auch zu dünn. Immerhin machen Sie es. Und die Photos sind irre. Diese Einsamkeit da oben.

    • Bildung?
      Einbildung – so sagte man dereinst scherzhaft – ist auch eine Bildung. Sie meinen wohl eher die Post-Bildung, irgendwas mit Internet.

  44. Digitaler Klatsch, Tratsch und das absurde Theater inflationärer Kommunikation
    Wer jemals „la cantatrice chauve“ (die kahle Sängerin) von Eugène Ionesco gelesen oder gesehen hat kann nicht umhin, Parallelen zur zeitgenössischen Internetkommunikation festzustellen. Durch die Flut von nicht moderierter Information ist es für den einzelnen kaum noch möglich, diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Kommunikation verliert damit ihren Sinn, denn sie basiert auf gewissen Konventionen, die im Internet zunehmend außer Acht gelassen werden.
    Dadurch wurde eine Kultur der Oberflächlichkeit und Verantwortungslosigkeit geschaffen, die noch verstärkt wird, indem jugendliche Nutzer sich den älteren in jedem Fall überlegen fühlen. Klatsch und Tratsch bekommt durch die Verknüpfung mit der Internettechnologie so quasi eine seriöse Basis. Früher konnte man Tratsch als (überwiegend weibliche) Klatschsucht abtun. Heute entgegnen die jugendlichen Tratschtanten jeder Kritik mit Äußerungen wie „die alten Knacker haben eben keine Ahnung von Technologie“. Als ob Internet (eine Weiterentwicklung des Telefons) oder soziale Medien viel mit Technologie zu tun hätten. ich antworte dann immer mit „kannst du mit deinem handy auf den Mond fliegen? Nee? Siehste!“

    Ein Mensch mit fundierter Bildung und Lebenserfahrung wird angesichts der Überschüttung mit oft vollkommen inhaltslosen posts/tweets/etc. (die nicht selten eine orthographische und stilistische Bankrotterklärung sind und das Weiterbestehen der Bildungskrise unterstreichen) eher die Schulter zucken. Ich nehme den ganzen Müll einfach nicht mehr war. Sollte irgend jemand Fotos (Recht am eigenen Bild) oder Äußerungen (Recht am eigenen Wort) von mir im Internet ohne meine Einwilligung veröffentlichen werde ich bei Kenntnisnahme Anzeige erstatten. So einfach ist das. Ansonsten lässt mich der ganze präpotent-halbstarke Wortabfall eher kalt.

    Man sollte allerdings konsequent gegen Internet-Hetze vorgehen. Hier müsste strafrechtlich härter durchgegriffen werden, allerdings setzt das voraus, dass die sich Leser dann auch zur Wehr setzen und es melden.

    Was Udo Ulfkotte angeht, so weiß ich wenig über seine Vita. Es mag sein, dass er ehemals selbst hyperliberal war und, als er merkte, dass dies eine Sackgasse war in das etwas andere Extrem abgedriftet ist (nach dem Motto „die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“). Aber das ist reine Spekulation. Ob er wirklich so fanatisch war kann ich nicht beurteilen, dazu wusste ich nicht genug über ihn. Ich habe Videos einiger Vorträge von ihm gesehen. Was er dort vorbrachte war in der Substanz nicht unzutreffend, immer mit jeder Menge statistischem Material unterfüttert (dessen Richtigkeit ich nicht überprüfen konnte) und wirkte eigentlich seriös. Und genau da sind wir beim Punkt. Ich finde, man sollte unbedingt zurück zu einer sachlichen Diskussionskultur. Es wäre das beste Mittel gegen Oberflächlichkeit und Hetze. Wenn jemand das was Ulfkotte vorbrachte nicht passte, dann gab es zwei Möglichkeiten: die von ihm vorgelegten Zahlen und Fakten überprüfen und entweder ihre Unrichtigkeit publik machen-oder, im Falle ihrer Richtigkeit, sie als Argument zu akzeptieren.

    Manche als seriös erachtete Medien (ich nenne jetzt hier bewusst keine Namen, ähem) haben unter Umständen dadurch gelitten, dass viele ihrer Redakteure selbst relativ jung und somit durch die zeitgenössische Internetkommunikationskultur geprägt wurden. Andererseits haben sie auch keine Vergleichsmöglichkeit zur Kommunikation früherer Tage.

    Ich muss sagen, dass ich mich beim Verfassen von Lesermeinungen zu Redaktionsbeiträgen immer über 2 Dinge freue: Wenn ich von den FAZ-Redakteuren KEINE grünen Punkte oder Sterne bekomme und dass es immer vorhersehbar dieselben sind, die sich über meine Beiträge ärgern (und dann versuchen mich zu belehren/bekehren-allerdings ohne den Hauch einer Chance mich ändern zu können).

    Wenn ich mir wegen dem ganzen Krampf auch noch permanent Stress machen würde-wo käme ich da hin. Mir geht der ganze Tratschgiftmüll also ziemlich am A……vorbei. Ich sage mir immer „Idioten gibt’s nun mal auf der Welt“. Ist eher ein Grund zum Lachen.

  45. Beim Fußball nennt man sowas Ausputzer (oder: Mein Diener Alfons)
    Was keiner machen will, geben sie dem treuen Diener Alfons.

    Dabei ist es so schwer nicht, wenn man Fleischhauers Ausführungen zugrunde legt. Wenn einer eine kaputte Lunge hat und schiebt das auf die FAZ und geht gleichzeitig nicht zum Arzt, weil er Ärzte auch paranoid betrachtet, stirbt er. Vielleicht sind alle nur rücksichtsvoll in Wirklichkeit.

    Ein typischer Ulfkotte wäre wohl gewesen, zu behaupten, die Ärzte würden ihm sowieso kein Transplantat geben.
    Aber mit manchen Dingen hatte er auch Recht. Vielleicht können Intelligente abgleiten, wenn man sie in den Dingen, wo sie Recht haben, nicht hört.

  46. 2017
    um schlimmer als 2016 zu werden muss sich 2017 aber einiges einfallen lassen

    • Kränkungen tun Menschen nicht gut - und Paranoiker gibt es in doof genau wie in schlau
      Naja – und gerade, weil Kränkungen Menschen nicht gut tun, ist es ein zivilisatorischer Fortschritt, dass man sich einigermaßen beherrscht, wenn man mit anderen (z. B. auf Blogs…) ins Benehmen tritt.

      – Das ist übrigens eine, vielleicht sogar die Pointe des imposanten Werks des Mittelalter-Historikers Arno Borst: Religion als Teil der mittelalterlichen „Lebensform“ (Borst) – und als imponierender Teil des Zivilisationsprozesses überhaupt (cf. Th. Mann et. al., Philipp Melanchthon, Johannes Brenz „Wie sich prediger und Leyen halten sollen, so der Turck das deutsche Land uberfallen werde“, Erich Fromm).

      Ich nenn‘ mal eines von Arno Borsts eher unterschätzten Büchern: „Mönche am Bodensee“. Zuletzt in einer sehr schönen Ausgabe beim Libelle Verlag.

      Noch Nachtrag zu gestern – Marx und Bohème: Das da oben (Religion und so, das Mittelalter auch) hat Marx vollkommen falsch verstanden (= total unterschätzt). Dabei, seufz, das ist schon wieder tricky, nicht einmal vollkommen falsch eingeschätzt, hie und da – z. B. in seiner berühmten Formulierung, Religion sei wie Opium für das Volk.

      Ehe – wahrscheinlich verstand Marx auch von Opium nichts. Ich glaube, darin liegt der Hauptfehler in dieser berühmten Formulierung. Dazu enthält sie auch noch Nebenfehler. Aber es ist wie so oft: Wenn die Fehler interessant sind, kann man was damit anfangen (sind sie anregend… – oder produktiv).

    • 2017 ...
      … begann ein paar Tage früher. Am 19.12.2016. Auf dem Breitscheidplatz.

      Die Brutalität des Umgangs der „Regierung“ mit den indigenen Ermordeten spottet im internationalen Vergleich jeder Beschreibung.

      Die weitgehend gleichgeschalteten Medien verhöhnen die Ermordeten, die Verletzten und deren Angehörigen ein weiteres Mal durch Verschweigen.

      So begann 2017. Glückverheißend und voller Mitgefühl.

      Merkel muss weg.

    • Pruefer sagt
      Ich hätte da so einige Ideen – und die sind ganz einfach umzusetzen.
      MfG
      Haas

  47. Wolfgang Amadeus Mozart am 4. April 1787 an seine Vater:
    „… da der tod /:genau zu nehmen./ der wahre Entzweck unseres lebens ist, so habe ich mich mich seit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein bild alleine nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! – und ich danke meinem gott daß er mir das glück gegönnt hat mir die gelegenheit /: sie verstehen mich./ zu verschaffen, ihn als den schlüssel zu unserer wahren glückseeligkeit kennen zu lernen. – ich lege mich nie zu bette ohne zu bedenken daß ich vielleicht /: so Jung als ich bin:/ den anderen tag nicht mehr seyn werde – und es wird doch kein Mensch von allen die mich kennen sagn können daß ich im umgange Mürrisch oder traurig wäre – und für diese glückseeligkeit danke ich alle tage meinem Schöpfer, und wünsche sie von Herzem Jedem meiner Mitmenschen. -“

    Danke für Ihren wunderbaren Beitrag. Die Berge machen halt demütig vor dem Herrn. So ein bisschen Erdung, Geschichtsbewusstsein und Rückbesinnung auf die Altvorderen würde diesen twitternden Snowflakes in ihren Filterblasen ganz gut tun.

  48. honorig
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    nun drängt es mich doch zu einem kleinen Kommentar, auch wenn ich sonst Ihre Beiträge nur (mit Vergnügen) lese.
    Danke, daß Sie (anscheinend alleine) einen „Nachruf“ auf einen Zunftkollegen verfassen! Von Herrn Ulfkotte habe ich nichts gelesen, verstehe aber, daß er in Ihrem Umfeld nicht wohlgelitten war.
    Umso honoriger, daß Sie die „damnatio memoriae“ durchbrechen, die auch ich generell für unangemessen halte.

  49. Titel eingeben
    eine laute Masse von pickligen Reallife Losern ist, denen unangemessen viel Gehör geschenkt wird. Genial !

  50. Eine Art Persönlichkeitswechsel (Nonnenmacher über Ulfkotte). Isolation.
    Es ist doch so:
    Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – isoliert fühlt auf dieser Welt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu neigen, Dinge fehl zu beurteilen: Es fehlt ihm das Korrektiv des echten Gegenübers.

    Das ihn wertschätzt und korrigiert. Vielleicht fühlte sich Ulfkotte isoliert oder war isoliert. Eine mittlere Depression/Burnout reicht dazu schon, um sich zu versteigen.

    Das Internet als Faktenlieferant, um die Welt zu verstehen.

    Netter Versuch, es ist kein echtes Gegenüber. Man spiegelt sich im Teich Internet nur insoweit, so man sich darin gut findet. Normal für den Normaluser. Diese Schwäche nutzt das Marketing natürlich weidlich aus.

    Vorab, bin kein Journalist, nur Normaluser und Gelegenheitsblogger. Das Internet hielt ich lange für ein Korrektiv, das die eigene Meinung mit neuen, bis dato unbekannten Fakten zurechtstutzt. Viele Informationen, die man finden und auswerten kann, hach, was ein Paradies.

    Leider gibt es Flach- und Falsch-Fakten, leider gibt es die eigene Faulheit und Eitelkeit. Leider gibt es das – auch bei mir – menschliche Grundbedürfnis, Kausalitäten unbedingt – heute noch! – verstehen zu wollen. Und am liebsten sind Mono-Kausalitäten, denen sich alle Funde unterzuordnen haben.

    Bereits ein Normaluserblogger mit einem Minipost im Monat und gerade ein Hobby-Kriminalkommissar, diese beiden ahnen schon, dass man polizeilich auch im echten Leben so auf keinen Fall arbeiten kann ohne richtig kapitale Böcke zu schießen …. ein Journalist sollte im Netz diesen Alarmknopf ebenfalls haben und ihn als hässlichen Haufen Nato-Draht auf seinen Schreibtisch tackern.

    Bei Depression geht der innere Alarmknopf jedoch abhanden, er verschwindet einfach. Isolation. Ich denke, sehr viele in den Medien haben eine unbehandelte Depression (Symptome u.a. Aggression oder Eigen-Aggression) und fühlen sich isoliert.

    Diese Isolation und diese Künstlichkeit im Netz – ohne je den echten Tod je gesehen und verarbeitet zu haben – bringt isolierte Leute dazu, in einer Art Persönlichkeitswechsel rüber ins Virtuelle leichtfertig mit den Worten „Tod/Mord“ zu drohen und leichtfertig mit Beleidigungen und Hasswörten zu hantieren.

    Weil sie dem Tod und der Todesangst außer in ein paar Halloween-B-Movies in echt nie begegnet sind.

    Er ist nicht einmal als Herzinfarkt schön & schnell. Würdevoll schon gar nicht. Habe meinen eigenen Vater verröcheln sehen (und andere). Der Tod hat überhaupt keine Würde, das stellt man sich nur immer nur so vor. Er ist immer ein langes, optisch höchst unschönes Verröcheln außer als blutiger Matsch bei einem Verkehrsunfall.

    Man sollte Netz-Morddrohern zu ihrer Menschwerdung anbedingen, in einem Hospiz Sterbebegleitung zu machen. Wenn das zeitlich nicht geht, empfehle ich ihnen das Blog des Hospizpflegers mit dem Kunstnamen Ferdinand Bardamu „Ostblog“. Einfach zu finden mit den Keywörtern „Ostblog“ und „WordPress“. Die Berichte über die Sterbenden, die er nachts auf ihrem letzten Weg begleitet, sind in strenger japanischer Schlichtheit, gleichzeitig herzzereißend und erschreckend. Dazwischen leicht-schwere Aperçus und total depressive Fotos aufgerissener, vernarbter Landschaften mit und ohne Bagger.

    Beim Don habe ich oft das Gefühl, dass er die Grenzen solcher derart isolierten Leute nur allzu gerne ausreizt und dass es ihm nicht immer, aber manchmal, gefällt, sie bis zum letzten, bis zu Morddrohnungen getrieben zu haben. Muss das? Wenn es so ist, dann ist er ein Teil des Problems und nicht die Lösung.

    • Ich würde von aussen niemanden psychologisieren, aber was mich betrifft – wie etwa der zitierte Satz – stimmt das einfach nicht. Ich habe mir überlegt, etwas zu dem Buch zu machen, aber dann kam der BNiggemeierbeitrag und es war einfach obsolet. Ich weiss nicht, on Ulfkotte diese Mails erfunden hat, ob es ihm um das Marketing ging oder ob ihn jemand aufziehen wollte.Aber ich habe dieses Memo nicht bekommen und wenn das auch nur ansatzweise füe alles andere steht, dann lebte er einfach in seiner eigenen Welt, und mit der Zeit ist er da immer tiefer reingerutscht. Er war sicher nicht „dumm“, er hatte durchaus Talent und Gefühl für die Krisen, die wir gerade haben. Aber Leute wie Ulfkotte und Broder sind auch mit dafür verantwortlich, dass die Debatte um Migration so verbittert ist.

    • Die ewige Konkurrenz
      Broder sagt nichts gegen Migranten und ist mit einem davon befreundet. Er sagt was gegen schlechte Politik, schlechte Stadtführung (vor sich hin dümpelnde vergessene Orte), miese Beamte und Kriminelle, damit erschöpft es sich. Da schlechte Politik sehr viel heutzutage mit Laissez-Faire gegenüber Kriminellen zu tun hat und mit mangelnder Tatkraft bei Rückführungen, kommen indirekt einige dran. Im Gegensatz zu Ihnen gehen Broder sexuelle Übergriffe auf den Senkel. Bewiesene, versteht sich. Und da sich hier einige aus dem islamischen Umfeld stärker bemühen, sind sie auch mal dran. Aber spitze Feder war früher. Er ist eher lammfromm geworden, schließlich wird man älter.

      Sie haben was gemeinsam: Feinde. Meistens Idioten.

  51. Wirklich kluger Artikel
    mit eittlichen tiefen Gedanken: „….dem Medium Internet und der Veränderung der Lebensrealität geschuldet: …usf.“ Als ich ca 1990 das erste Mal in einem Kunstkatalog von §virtual reality hörte, schwante mir, daß das wenig gutes Ethos bringt. Die Verdrängung der Realien durch das Eingebildete hat aber dann doch in einer Weise zu bigottem Moralisieren der Gesellschaft geführt, die mich überrascht hat.
    „…Konstruktion dieses Kommunikationsraumes, in dem Existenz ausschließlich durch Teilnahme definiert wird, degradiert den Tod …“ und läßt vom Leben kaum mehr etwas übrig als informierten Wahn.

    Der digitale Pruritus ist eine hässliche Sache.

  52. Udo Ulfkotte war ein Warner, der unerwünschte Informationen und Analysen publizierte.
    Ulfkotte wurde das Verbreiten von Verschwörungstheorien, Ausländerfeindlichkeit, Rechtslastigkeit etc. vorgeworfen, er wurde diffamiert, es wurde gegen ihn prozessiert – das ganze Programm, was gegen derartige unerwünschte investigative Journalisten und Publizisten zu Einsatz kommt.

    Seine Warnungen und Befunde erwiesen sich im Nachhinein in der Tendenz als zutreffend, auch wenn es Übertreibungen und Alarmismus gab.

    Zutreffend vor allem seine Kritik an den Medien und an den Journalisten, die sich als lohnabhängige und bezahlte Dienstleister objektiv in einer Rolle von „Meinungssöldnern“ und „Medienhuren“ befinden, zugleich embededded in die medialen Strukturen des US-NATO-Imperialismus. Mitgliedschaft in meinungsprägenden pro-atlantischen Institutionen und Seilschaften fördert die Karriere.

    Udo Ulfkotte wurde von einer Medienmeute gehetzt und war ständigem Stress ausgesetzt. Es erscheint naheliegend, dass sein früher Tod eine Folge damit in Zusammenhang steht.

    Anders als einem Wilhelm Tell wird man ihm kein Denkmal setzen.

    • Ich kann Ihnen hier garantieren, dass mwine Wulff-Beiträge aus eigeninitiuative kamen und bei Schirrmacher für hochgezogene Augenbrauen sorgten. Was Ulfkotte zu dem Thema sagte – und er muss mich gemeint haben, denn ich war da der grosse Ausleger – entbehrt einfach jeder Grundlage. Und so war er in vielen: Völlig unkritisch, wenn er dachte, eine Geschichgte wird schon stimmen.

      Und nein, gekauft bin ich auch nicht.

  53. Memento Mori
    Danke für diesen einfühlsamen nachdenklichen Text und die passenden Bilder.

    Carpe Diem und Vanitas – Nutze den Tag und sei dir dabei deiner Vergänglichkeit bewusst. Das vergessen doch so viele und leben so, als ob alles ewig so weitergeht.

    Ein würdevoller Nachruf für einen Andersdenkenden. Das wirkt jetzt fast schon aus der Zeit gefallen.

    Mich hat’s gefreut.

  54. Chapeau...
    …sage auch ich.Bei aller Meinungsverschiedenheit sollte es selbstvetständlich sein, sich nicht über den doch frühen Tod eines Menschen zu freuen, wie es im Netz geschah.Das ist pietätlos und ich frage mich, welch Kinderstube ein Mensch hatte , der sowas schreibt und auch noch darauf einen trinken will.Es ist ja nicht nur die Schule, die für eine Erziehung verantwortlich, sondern primär das Elternhaus.

    Dass der Tod nicht mal auf Faz.net erwähnt wurde,zeigt auch keine Größe.
    Ich schrieb, dass es hier in den Dörfern heißt:Durch den Tod ist alles aufgehoben und meine, schön, dass Sie auch ein Bergler sind.

    Bisher habe ich eher etwas über, als von Ulfkotte gelesen.Das ganze „Netzwesen“ habe ich erst kennengelernt, seit ich hier lese und vermisse diese Art überhaupt nicht.Bei diesem schönen Winterwetter ist es doch sinnvoller, auf die Loipe beim Haus zu gehen…hold the line, möglichst.

  55. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Gib Gas, Entropie!

    • This is what life looks like: people love each other. You should take a moment...
      Naja, guter Mann, es sieht doch gerade alles eher nach Negentropie aus.

    • ?
      Naja, Herr Meier555, ich denke halt, ich kann ja alles essen – muss aber nicht immer alles wissen.

  56. Gerade läuft auf Servus TV Talk im Hangar.
    Dort schenkt der Publizist Rene Zeyer den Bestellmedien richtig schön ein.

    Den Namen kann man sich merken, und er wirkt keinesfalls VT-gefährdet odgl.
    Thema ist Trump der Schröckchlüchöö.

    Vielleicht gibt es das auch in einer Mediathek.

    In der Runde noch ein FPÖ-Politiker Mölzer , dem Trump taugt, ein Industriellenheini, der TTIP nachweint, eine weibliche Politschranze, die den Pampemedien die Stange hält, und so eine Irgendwasmitmedien ,Wissenschaftlerin‘, die Überraschung…eben.

    Dann noch ein Ami, der sehr gut deutsch spricht, aber Demokrat.

    So eine Sendung gibt es in unserem ÖR nicht.
    wir haben Anne Will, weil Merkel und Gauck und Holm noch nicht genug SED sind.

  57. Ein sehr guter Text, finde ich...
    Ich glaube eigentlich nicht, dass die Gesellschaft durchs Internet schlechter, empathieloser, schamloser oder sonstwie geworden wäre. Die inneren Widersprüche (der verschiedenen Milieus, ideologischen Apparate, Interessensgruppen usw.) treten halt sehr deutlich hervor heute.

    Angesichts der Dynamik der Entwicklung: Wo bleibt eigentlich die große Offlinerbewegung?

    • Privatfernsehen
      Ich vermute auch, dass das offentliche Klima schon vor dem Internetzeitalter durch das Privatfernsehen „empathieloser, schamloser oder sonstwie geworden“ ist. Mich hat damals schon gewundert, warum diese Richtung von konservativen Kreisen, bis hinein in die katholische Bischofskonferenz, begünstigt worden ist. Bloß weil man dem als „links“ geltenden öffentlichen Fernsehen (Panorama etc.) etwas entgegensetzen wollte?

    • Rinks
      Die Offlinerbewegung ist doch längst da. Ob groß? Nun ja, denke, sie wird unvermeidlich wachsen.
      Es liegt in der Natur der Sache, dass Sie die nicht online finden werden. Dazu müssen Sie offline gehen.

      Z.B. finden Sie einige hier:
      https://www.dhamma.org/de/schedules/schdvara
      Die steigen mit der Vipassana-Medition für 10 Tage völlig aus. Nicht nur aus dem Internet. Die sprechen sogar 10 Tage absolut nicht. Muss man sich aber auch erstmal trauen, sich seinem EIGENEN Kopfkino auszusetzen. 10 Tage ohne Gegner und Feind. Kein Linker, Rechter, keine Feministin, keine Drogen, kein Handy, kein Internet etc. Das ist nicht so einfach.

      Ich für meinen Teil denke übrigens, die steigen eher ein! „Gutmenschen“ eben.

  58. ...
    Manchmal, wenn man wieder bei bestem Wetter in einem nicht enden wollenden Meeting sitzt und irgendwelche hühnerbrüstigen PowerPoint Fetischisten einen nicht enden wollenden Vortrag zu einem Thema von eher zweifelhafter Wichtigkeit darbieten…und darin aufgehen!

    Manchmal, wenn wieder eine neue 5.000 seitige Konzernrichtlinie verschickt wird, die bis ins kleinste Detail genau regelt und vorschreibt, wie auch der allerletzte Kindergeburtstag zu regeln ist und irgendwelche weltfremden Oberbürokraten (die in einem Survival Camp schon den ersten Tag nicht überstehen würden) sich dafür feiern.

    Manchmal, wenn man den Siggi, das Altmaier oder die Merkel (beim Langlaufen) sieht…und erkennen muss, dass hier die Elite des Landes am Start ist.

    Ja, manchmal, da wünscht man sich so ein ganz kleines bisschen, aber auch nur so ein ganz ganz kleines bisschen … mehr Sparta!

  59. Titel eingeben
    „…gestern wurde ich sowohl von Anhängern von Björn Höcke als auch von Fans von Andrej Holm als Lügenpresse bezeichnet”

    Nun… ich kann mich nicht erinneren, dass sie es je zuvor für nötig gehalten haben über einen ex Stasi Mitarbeiter zu äussern. Da fällt natürlich auf, dass das dann ausgerechnet bei Holm stattfindet, der explizit gegen ihre finanziellen Interessen Politik machen will.
    Wie sie wissen, halte ich ihr vorgehen natürlich für völlig legitim, aber den Lesern die wahren Gründe für ihren Protest gegen Holm zu verschweigen ist eigentlich Teil der Definition der Methoden Leser zu manipulieren und zu beeinflussen, also Teil dessen was man Lügenpresse nennt.

    Der Beifall den sie hier mittlerweile bekommen zeigt ja auch deutlich, dass die meisten nur daran interessiert sind, dass es gegen Die Linke geht. An der Abwesenheit vieler Kommentatoren sehen sie ja selber, dass da was in eine ihnen weniger liebsame Richtung rollt?
    Ehrlich wäre zB wenn sie uns verraten würden, welche Bedingungen ihnen der neue Vertrag mit der FAZ aufzwingt, aber ich gehe davon aus, dass deren Nicht-Veröffentlichungen ja selber ein Bestandteil Teil jener ist?

    „Ulfkotte baute seinen Erfolg auf einer Glaubwürdigkeitskrise und Verachtung für Eliten auf, die ungeachtet seines Todes fortbestehen und nun von seinen Nachfolgern weiter bespielt werden.”

    Die werden bespielt? Und in Wahrheit existieren diese gar nicht? Und ohne Ulfkotte wäre da keiner draufgekommen, und der Begriff der Lügenpresse würde also ohne ihn gar nicht existieren?
    Angesichts der mittlerweile hier versammelten Kommentatoren, wundert es mich auch nicht mal mehr sonderlich, dass sie Ulfkottes Kritik, die sie hier übrigens von Anfang an ausschliesslich verdreht und falsch dargestellt haben, dann auch noch auf eine Stufe mit der dümmlicher „Netzfeministinnen” stellen wollen, als sei das alles eine Sosse.

    Werden sie uns im nächsten Blog mit dem nahe liegenden Vorschlag an die Politik und die Rest-Medien, für eine Zensur beglücken, die allem was ihren Interessen und denen der restlichen Mitgliedern ihrer Klasse widerspricht?
    Denn so ganz perfekt läuft das ja alles noch nicht, und so muss jeder tun was er kann um gegen rrg vorzubauen wo immer es sein hässliches Haupt zu erheben droht. Sie wissen schon, dass das eine r für die SPD steht? Das g gar für die Özdemir Grünen und das zweite r für die Nicht-Wagenknecht Linke?

    Wer sich eine Meinung zu Ulfkotte bilden will, der sollte sich erst mal Ziet nehmen und sich hinsetzen und aus seinem Mund hören, was er tatsächlich meint. Also nochmal:

    https://kenfm.de/udo-ulfkotte/

    • Was ist mit Kahane? Und habe ich nicht deutlich bgesagt, dass ich als Miethai meine eigene Sicht der Dinge habe?

    • Noch nie war ein Link so wertvoll,
      @ TDV. Der Mann wirkt auf mich völlig klar und war durch seine Selbstkritik für mich auch integer.
      Wer schaut schon gern in den Spiegel? Es ist schlimmer, als geahnt.Einem Bankangestellten fiel bei so einem gutbezahlten Vortrag vor Jahren schon auf, dass der Vortragende vor hohen Beamten ganz anders sprach, als vor mittleren.
      Dass Journalisten mit ihrem Ausweis viele Privilegien haben, ist allgemein bekannt und es wird auch alles getan, um eine gute Presse zu bekommen.Leider checken das viele Leser nicht.Was soll man auch erwarten von Leuten, die nie was gegen Drückerkolonnen hatten, um an Leser zu kommen. Das war schon schräg genug.

      Seehofer: Die gewählt werden, haben nichts zu sagen und die etwas zu sagen haben, werden nicht gewählt…

      Die Frage ist jetzt, was passieren würde, wenn die AfD 50% bekäme…Welche Konsequenzen hätte das für die Kolonie D.?

    • Sie werden lachen: Ich habe noch nicht mal einen Presseausweis.

    • Bitte, diesen Schuh nicht anziehen.
      Don, Sie habe ich auch nicht gemeint.Wenn Sie mal schöne Christbaumkugeln empfehlen, ein Gasthaus oder eine Torte, zählt das nicht für mich.Ihre Bilder wären übrigens für jedes Sterbebild geeignet, das man in Oberbayern sicher auch kennt?

    • Ah ja. Danke.

    • Titel eingeben
      Es ging mir darum, dass sie Ulfkotte damals in einen Topf mit Pegida und AfD geworfen haben und die Details zu ihm verschwiegen hatten.
      Früher als mich Politik noch interessiert hat, hätte ich meinen Lernprozess zum Thema Ulfkotte zum Anlass genommen, weiter zu recherchieren….

      „Was ist mit Kahane? Und habe ich nicht deutlich gesagt, dass ich als Miethai meine eigene Sicht der Dinge habe?“

      Haben Sie, keine Frage. Aber gerade sie muss man ja wohl kaum daran erinnern, dass sich das Klima in DE geändert hat. Der Protektionismus ist weltweit und unaufhaltsam auf dem Vormarsch. DE wird das wohl als letztes Land begreifen und die Rechnungen die dann kommen… da könnte man alle Flüchtlinge und Hausbesetzer bequem mit versorgen.
      Falls ihnen das nicht ohnedies klar ist, finde ich, dass ihr Widerstand gegen einen Holm schon allein instiktiv richtig ist.
      Sollte man es in DE nicht schaffen eine halbwegs kompetente Regierung zu finden, die die nötigen Änderungen angeht, wird es für alle unangenehm… die Ungleichheit steigt wie sie wissen weiter an und sie sind Teil davon.
      Ein paar lächerliche SED Fuzzis abzusägen reicht da nicht.

    • "Ich habe noch nicht mal einen Presseausweis."
      Kaum einer hier käme auf die Idee, sie mit einem FAZ Journalisten zu verwechseln…

  60. Wie und Wann starb Frank?
    Sehr geehrter Don,

    dieser Artikel begiestert in Vielem. Schon allein die Betrachtungen zum Leben im Netz (das kann man auch wunderbare Bildungsreisen unternehmen oder lustige Dinge anschauen – man muss sich ja nicht nur fertig machen / lustig meint jetzt nicht…).

    Eines verstört. Die Ferndiagnose. Eine noch dazu ganz unnötige.

    Wie viele Leute sind in diesem Alter an dieser Krankheit gestorben, ohne dass wir die genauen Lebensweisen und Hintergründe, wie Erbkrankheiten (da ich mit einigen unheilbaren geschlagen bin – und ich kenne weitere) kennen.

    Sie konstruieren eine Welt, die sie kennen? Waren sie bei Udo z. B. auf dem Dorf mit z. B. Entengehegen? Ich nicht, aber das hörte sich nicht gerade nach ungesundem Leben an. Viele mehr nehme ich an, dass er wie viele Weltverbesserer schon auf gesunde Luft und gesunde Betätigung wert legte. Und nicht mit Kippen und Cola/Bier vor der Glotze fett wird.

    Wozu? VT macht krank?

    Sicher ist die Alarmgans-Sache so eine Sache – und der BIAS (Lt. Buddha leiden wird alle daran: Verblendung – kann man was gegen machen). Und sicher hat der sehr rotiert. Bei all den Veröffentlichungen, von denen ich nicht eine in der Hand hatte (dass man das überhaupt erwähnen muss – überall so ein nerviges ex culpieren und bestätigen, dass man ja zur richten Seite neige; wie durch Nutzung dieser „linken“ Codierungen, die auf Irrtümern basieren, wie weiland der Eisengehalt von Spinat: Eskimo und Squaw wären böse, böse – das beschert den jeweiligen Wiki-Artikeln immer schöne Absätze, und einem schele Blicke! Echt, mehrfach erlebt). Der war aktiv und wild wie Frank Schirrmacher.

    Zum Ende noch eine Hoffnung: wie oft las ich in den vergangenen Tagen von hässlichen Verhältnissen (sogar von bleierner Zeit, die vor uns läge – dazu lohnt natürlich unbeding Hölderlin, vom dem berichtet wird:

    „Heimat“ ist ein Schlüsselwort von Hölderlins Weltverständnis – darin stimmen die Interpreten, so Wolfgang Binder, Martin Anderle, Walter Jens, Rüdiger Görner und Gunvor Meling überein (siehe Literatur). „Nie ist in der deutschen Literatur Heimat als das große Voraus: als künftige Herberge und als utopischer Besitz, wenn die Zeit sich erfüllt hätte, mit jener Inständigkeit beschworen worden wie in Hölderlins Gedichten,“ schreibt Walter Jens.[10] Die „Heimath“ im Titel tragen, sieht man von der Elegie Heimkunft ab, zwei weitere Gedichte, Rükkehr in die Heimath und Heimat.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Heimath_(H%C3%B6lderlin)#R.C3.BCkkehr_in_die_Heimath „Heimat“-Gedichte Hölderlins “

    Die Art und Weise der Debatte ist beängstigend. Es stimmt nur zu recht, und das leider nicht mehr nur für den virtuellen Raum: Es geht darum andere auszumerzen. Weil diese Träger von gefährlichen Äußerungen und Gedanken seien. Das geht schon ein Weile so, und ist historisch sicher keinerlei Besonderheit, aber macht schon Sorge.

    Vielleicht kann man sich besinnen auf das was anständig ist und am Grab eines ungeliebten Konkurrenten darauf besinnen, dass auch mal Schluss sein muss.

    Stimme Ihnen ausdrücklich zu: Dem wären, wie jedem, noch viele, viele schöne Jahre auf dieser immer auch schönen Welt zu wünschen gewesen, und es ist vor allem zu kondolieren. Es ist tief traurig und bedauerlich. Herzliches Beileid liebe Angehörige.

    Als Frank Sch. starb, gab es in einem Forum einen kleinen Aufstand. Denn es fanden sich gleich welche, die mehr als Kritikaster waren. Sie hatten „eine Sache“ mit Frank Sch. laufen und ließen ihrer Wut freiem Lauf. Auch das gibt es unter den menschfreundlichen und kritischen alternativen Freigeister, wie sie sich sehen und beschreiben. Spielt es ein Rolle was Frank Sch. vermochte und zustandegebracht hat? Ein Werk, dass nicht vielen zu schaffen vergönnt war. Was sich objektiv durch Veröffentlichungen und mehr zeigt, in denen er übrigens neue und heiße Themen anrührte, auch wenn die Themen nicht eben als sexy galten (und ja sicher auch einigen Verdruss bedeutet haben dürfen: Denn unbequme Themen, unbequemens Leben, also ungesund – was zu beweisen war).

    Bleiben wir bitte einfach interessiert und anständig. Das wäre schon einmal was.

    In der Wende war es das groé Gebot: Keine Gewalt. So etwas hört man kaum. Es werden Autos und Lokale beschädigt; es werden Arbeitgeber und mehr informiert, Anzeigen ergehen… „es handelt“ aus dem Internet ins reale Leben. Da wo noch richtig gestorben wird.

    Alles, alles Gute aus dem Reichshauptslum (mit Holzfussboden und groß ist das schon einigermaßen nett)

  61. Titel eingeben
    Darf ich mal um Mäßigung bitten? Einen sonstwie vor 25 Jahren anheuernden Schüler als Beleg für die DDR 2.0 anzuführen, ist doch recht abseitig. Natürlich hätte die Linke einen solchen Mitarbeiter, dessen wissenschaftliche Qualifikation ich gar nicht abstreiten mag, nicht in die vorderste Linie stellen dürfen. Das macht die Bertelsmann-Stiftung ja auch nicht.
    Anders gesagt: die Aufregung um Holm ist Reichshauptstadt-Intern-Schleim.
    Wie geht es eigentlich den 50 Schwerverletzten vom Amri-Attentat?- Wurde schon etwas veröffentlicht?

    • Selfies mit Siegern, ...
      … nicht mit Opfern erwünscht. Letztere hatten neuerdings eh Gehirnblutungen (ein neues Godesberger Programm).

  62. Blase Berlin
    Nicht vergessen beim Berliner Milieu: bis die aus Kreuzberg oder Neukölln raus sind in die Natur vergehen Stunden.

    Das bubbelt es wohl leichter vor sich hin als wenn die Berge direkt in Reichweite.

    Das soll es nicht entschuldigen, aber kann es evtl erklären.

  63. Was ich nicht verstanden habe
    Sind die Todesglückwünsche der UlfKotte-Feindfraktion nun Hatespeech oder nicht? Kann man dazu vielleicht das Wahrheitsministerium anrufen? Hat jemand die Telefonnummer? Oder ist es mehr dafür zuständig, Störer zu maßregeln, die nicht mit Verlautbarungen von Regierung und ÖR-Funk übereinstimmen? Web2.0 ist für Laien schon ziemlich kompliziert. Vielleicht sollte man vom Wahrheitsminister gesponserte mehrstufige Kurse an den VHS anregen.

  64. Apropos: Geschlossenes Weltbild
    haben Ralf Stegner, Björn Höcke, Diether Dehm usw. als Protagonisten des neuesten NAZI-Aufruhrs sicher ..sind die – oder einer von denen – irgendwem sympathisch?

  65. Titel eingeben
    Gast sagt:
    20. Januar 2017 um 01:00 Uhr

    Wie und Wann starb Frank?
    Sehr geehrter Don,…..

    …Wie viele Leute sind in diesem Alter an dieser Krankheit gestorben, ohne dass wir die genauen Lebensweisen und Hintergründe, wie Erbkrankheiten (da ich mit einigen unheilbaren geschlagen bin – und ich kenne weitere) kennen.

    Herr Gast,
    sie haben absolut Recht,
    es kommt auf die Gene an, mehr als 9ß%,es fallen auch welche in jungen Jahren vom Rad, trotz gesunder Lebensweise.

    Mal schnell noch etwas zum Schmunzeln für Dons Poesiealbum.

    Warren Buffett ( damals 83 Jahre jung) wurde mal nach seiner in manchen Augen ungesunden Ernährung gefragt.
    Eis und Coca Cola.
    Warren antwortete:
    „Die niedrigsten Sterberaten gibt es unter Sechsjährigen. Also habe ich entschieden, mich wie einer zu ernähren“
    Hi, hi
    … bin schon wieder weg ;)

  66. Satire
    Die FAZ überhöht sich moralisch über Trump, indem sie einen Betrüger zu Wort kommen lässt. Ich dachte erst: wie dumm ist das denn? aber das ist natürlich Satire. Die FAZ hält allen moralisch Superguten die Gesellschaft vor, in der sie sich befinden: Betrüger, Lumpen.
    .
    Was die FAZ uns sagen will: der Hass auf Trump ist immer nur die narzisstische Kränkung der Ähnlichkeit.

    • Nun, er hat ab heute die Macht und ab dann wird man sehen, wie er wirklich ist. Dass es Befürchtungen gibt, halte ich für nachvollziehbar.

  67. @DA
    Aber zur Wahrheit gehört auch: wenn es kein Internet gäbe, würde ihnen Don im Mutterschiff so viel Platz eingeräumt werden?
    Gäbe es diesen interessanten Gedankenaustausch hier?
    Ist doch auch was wert, bei aller berechtigten Kritik.

    • Bei allem Respekt für die gedruckte Zeitung: Dort ist der Platz einfach beschränkt. Die Zwänge dort haben nichts mit Wollen oder Nichtwollen zu tun, sondern einfach mit den typischen Abläufen. SSchirrmacher wollte einmal eine Kolumnenserie über Italien im Blatt, und zwar wöchentlich: Es hat sich gezeigt, dass es mit den Abläufen und dem Platzbedarf kaum durchzuhalten ist. Da ist das Internet einfach flexibler.

    • Titel eingeben
      Als Kind lernte ich: „Wenn das Wörtchen WENN nicht wär…“

  68. 2017
    Wird sicher genauso hässlich wie die letzten 50000 Jahre. Das Elend begann irgendwie mit Kain und Abel. Und nichts wurde seit dem besser. Kann man so sehen. Aber dann entstanden die Pyramiden, Salomons Tempel und die Alpen. Menschen wie Aristoteles, Da Vinci, Michelangelo, Goethe, Beethoven und Don Alfonso wurden geboren. Das ist nicht viel, Im Kontext mit dem menschlichen Versagen in der Welt, aber immerhin. Das viel dummes Zeug im Internet jetzt größere Publizität erreicht, mag man bedauern. Gegeben hat es die Dummheit schon immer. Hitler wurde ohne Internet mächtig. Ich tröste mich damit, dass die schiere Menge der Desinformation das Ganze auf ein unmelodisches Rauschen reduziert. Und das rauscht an den meisten Menschen vorbei. Tausende Foristen schreiben täglich dass Merkel weg muss. Und die Dame regiert relativ unbeeindruckt weiter. Frauen sind ihre Klamotten wichtig, Männer wünschen sich Sixpacks und große Autos. Trotzdem Don, dies ist ein richtig guter Artikel. Er handelt davon, dass Maß und Mitte eine hohen Wert für das Zusammenleben hat. Was in einer kleiner werdenden Welt immer wichtiger wird

  69. Die Fakten, die Toten und die gegenseitige Achtung
    Mal wieder Klärung der Gedanken, danke dafür Don Alphonso.

    Zu Ulfkotte:
    Wie viele Journalisten hat er Fakten zu dem zusammengereimt, was seiner Theorie entsprach. Die Fakten waren wohl nicht angreifbar. Doch sie allein beweisen eben nicht seine Theorie. Man kann auch Daten missinterpretieren. Das nennt man dann Studie.Aber dagegen sind eben alle Journalisten nicht immun. Im Gegenteil: Die eigene Meinung zählt, alles andere wird eben ausgeblendet. Nicht die Meinungsbildung des Lesers steht im Vordergrund, sondern die Meinungsmissionierung.

    Zum Toten:
    Dem ist es wurscht, wer über ihn herzieht. Aber die Angehörigen, Freunde und „Jünger“ werden dadurch noch verbitterter. Und schlimmstenfalls in Ihrer Meinung bestätigt. Das ist traurig und überflüssig.

    Zur gegenseitigen Achtung:
    Nein, ich muss Vollidioten nicht respektieren. Respekt zolle ich nur Leistung und Taten,nicht aber Gedanken und Taten. Aber eine menschliche Achtung bringe ich gegenüber jedem Menschen auf. Alles waren mal kleine Kinder und also solche wahrscheinlich und hoffentlich auch einmal liebenswürdig. Und wenn ich schon debattiere, dann höre ich mir auch die Meinung anderer an, prüfe seine Fakten und seinen Stand und erwidere erst dann. Wer schreit, hat Unrecht – das gilt leider auch im Internet.

  70. @ Renate Simon sagt am 19. Januar 2017 um 19:40 Uhr
    „Ich werde mich lektüremäßig auf einiges gefasst machen
    das Buch ist heute angekommen und ich werde mich sputen müssen, will ich den Stapel bis zur BT-Wahl gelesen haben. Sind noch mehr Aufreger dazwischen, Baldrian fehlt mir noch. Wenn das Herz aussetzen sollte, nun ja, dann war’s das halt. That’s life.“
    .
    Werte Renate, denken Sie an Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim. Ich z.B. mutete mir als bekömmliche Dosis immer nur 2 Unterkapitel zu. Ich habe schließlich als Nichtraucher und nicht allzu Übergewichtiger schon 4 Bypässe nachrüsten lassen, nachdem sich im bergigen Korsika, die Enkelin auf den Schultern, schon mal der Draht in der Mütze gelöst hatte. Manchmal muß auch ein Unterkapitel reichen, z.B. wenn in Serie Kosten für den Wahnsinn genannt werden.
    .
    Tun Sie sich auch das Video aus TDV´s Link an.
    .
    Übrigens, heute hat am Landgericht Heilbronn der Prozeß begonnen gegen einer dieser nur in Gold Aufzuwiegenden (1. Identität: angeblich Pakistani) aus der ulF-Transaktion vom September 2015 begonnen. Sie wissen noch, auch Don hatte das damals aufgegriffen, die Rentnerin aus Bad Friedrichshall-Untergriesheim .
    (DdH)

    • Mord in Bad Friedrichshall
      Bin mal gespannt, was sich da ergibt, bisher wurde dieser Fall von den Medien ja weitgehend ignoriert, trotz der brisanten religiösen Bezüge.
      Von dem Messermord in Hamburg, der vom IS beansprucht wurde, hört man auch nichts mehr.

    • "Er ist überzeugt, dass er es nicht war"
      der wird recht glaubwürdig auf plemplem machen, traumatisiert usw., mal schauen, wie das Urteil ausfällt.

      Parallel läuft gerade das Video Ulfkotte, ein neuer Beitrag vom Don ist auch schon wieder da, Alex Thomson kam heut früh gegen 6h an, da hatte ich gerade 2 Stunden Schlaf, nee nicht unterbrochen, Zeitungen noch nicht alle durch, die Vendée war wichtiger und was mein Herzelein angeht, so habe ich vor 8 Jahren einmal einen Kardiologen gesehen, dann den Befund gelesen, das muss reichen.
      Bypässe kämen mir nicht ins Gewölbe, so wie meine drei Aneurysmen nicht rauskommen. Ich bin da Fatalist oder eher Glücksspieler, ich weiß, was ich habe und kann sehr gut damit leben, so lange wie’s halt gut geht. Schaun wir mal.

      Übrigens, wenn ich lese und der Stoff fesselt mich, vergesse ich Zeit und Raum. Einzelne Kapitel lesen geht nicht, ich kann mittendrin aufhören und auch nach Wochen genau an der Stelle weiterlesen. Mache ich mit manchen Büchern so, bin sofort wieder im Thema. Meinem Mann und anderen war es immer ein Rätsel, wie das geht, bis ich anfing, das gelesene Buch haarklein zu erzählen, es faszinierte jedesmal. Nun ja, ein Talent muss ich ja auch haben, breitgrins.

  71. Geschätzter Don,...
    welcher Schlaukopf beim Mutterschiff hat denn die Blogs in die Unsichtbarkeit verbannt? Auf der Hauptseite rechts findet sich der gewohnte Kasten nicht mehr, lediglich der graue winzige Text „BLOGS“ steht weiterhin oben unterhalb des Titels, und auf den dürfte kaum einer spontan drücken, ohne zu wissen, was dahinter zu finden ist.

    So hochwichtiger Kram wie „Quelle: Internet“ mit Zeugs, das einem sowieso aus allen Timelines entgegenquillt, wurde hingegen belassen.

  72. ?
    Kann ein rational denkender Mensch in eine Situation kommen, in der er nicht glauben kann, dass er konsistent denkt, ohne dadurch zugleich seine Konsistenz zu verlieren?

  73. dann ist er nur ein weiteres Opfer Merkels
    Wenn ich diesen Text lese, bleiben bei mir eine handvoll Dinge hängen:
    Don Alphonso ist ein sehr priviligierter Mensch.
    Ich denke die meisten wären zufrieden damit wenn sie bergsteigen könnten und „ihr Leben geniessen“. Aber viele fühlen sich nunmal durch Merkels Politik, und durch ihre Lakaien genötigt etwas zu unternehmen. Sie können gar nicht anders als rastlos sein. Darin nur einen Geltungsdrang zu sehen ist etwas obszön.

    • Man kann das immer so oder so tun, und Ulfkotte war da ganz, ganz exztem weit draussen aus dem Konsens. Wenn hier alle so wie er argumentieren würden, hätten wir wirklich einen Krieg in unseren Städten. Ich glaube aber daran, dass Debatten möglich sind, ohne im anderen gleich die Weltverschwörung zu sehen.

    • "...einen Krieg in unseren Städten..."
      Wenn uns Trumps Wahlsieg nur eines lehrt, dann doch, dass sich die Menschen mehren, die die Schnauze voll haben von politics as usual und dafür bereit alles mögliche in Kauf zu nehmen?

      Und genau darum geht es doch mittlerweile weltweit, oder? Man kann nicht mehr übersehen, dass die Völker in den westlichen Demokratien nicht in der Lage sind sich kompetente Regierungen zu wählen. Ich bin für die Manipulation und die Lügen in den Medien nicht empfänglich, abre auch ich erschrecke, wenn ich sehen muss, dass ausgerechnet in Russland und China die kompetentesten Politiker an der Macht sind….

  74. Danke für Ihren einfühlsamen Artikel, der Achtung vor schwierigen Menschen zeigt
    Ulfkotte starb wahrscheinlich später als er selbst dachte, denn sicher ist, er war vielfältig angeschlagen.

    Begriffe wie Alarmismus, Getriebensein, Selbstreferentialität und Einsamkeit, Unverstandenfühlen erscheinen mir als Außenstehendem plausibel, wenn es um seine Verfasstheit geht. Mit dieser Annahme kann ich seine Besorgnis als glaubwürdig interpretieren. Doch spannend ist für mich etwas anderes.

    Er war ein Nestbeschmutzer, ein Illoyaler gegenüber seiner langjährigen Heimat. Also etwas, das @Don als einer alten Familie unwürdig und verurteilenswert erscheint und was auch ich für schwierig erachte, weil es Vertrauensbeziehungen zerschneidet, die lange gewachsen sind.

    Whistleblower zu sein ist immer zweischneidig, weil es immer auch Illoyalität zeigt. Unsere Arbeitsgerichte sind im Zweifel sehr streng gegenüber Illoyalen, die Firmengeheimnisse ausplaudern, auch wenn die sich einem gesellschaftlich übergeordneten Wert verpflichtet sehen.

    Denunziantentum haben wir hier auch als eine schlimme Sache behandelt, es bezieht sich aber auf Andere, Fremde, nicht Eigene.

    Dass sich einer, der von innen heraus, als Ex Teil einer korrumpierten Gruppe*, zu einem Kritiker aufschwingt, ist also etwas, das in JEDEM Fall den eigenen Ruf ankratzt. Das gilt auch für Snowden, Manning et al.

    Ich finde das tragisch. Und doch lebt die Gesellschaft von solchen Stacheln im Fleisch. Die sind wichtig, auch wenn sie sich in gewisser Weise selbst zum Opfer geben.

    Auch Sie, werter Don, sind in gewisser Weise ein solcher Repräsentant, der aus dem eigenen Kreis für ihre Überzeugungsarbeit zum Schmutzfink oder Nestbeschmutzer gemacht werden könnten. (z. B. wenn sich andere „Miethaie“ über Ihre Stimmungsveröffentlichung beschweren würden, die diese entzaubern oder einfach offen legt, wie Leute in gewissen Kreisen tatsächlich ticken.)

    Das Schönste ist bei alledem, wenn Sie und andere, die den Beruf des Journalisten als Berufung mit Ehrenkodex verstehen, mit den schwierigen Leuten in Kontakt bleiben.

    Noch besser ist dann, wenn es um sachliche Auseinandersetzungen geht, also Thesen dahinter geprüft werden, und „das Gute“ und Richtige behalten und genutzt wird – und nicht – wie heute immer Üblicher geworden, auch EKD-Ratsvorsitz hat es schon mit Sprechverboten (superpeinlich!) – ein Falsches, ein Übertriebenes, ein Ungeschicktes – als Ausrede genommen wird, um die Auseinandersetzung zu beenden.

    Diskurs, wenn sich beide dem Diskurs stellen wollen, ist das, was eine Demokratie ausmacht, ausmachen muss, auch eine gesunde Familie ausmacht. Tabus und Ausgrenzung führt zu Sprachlosigkeit und ja, Hass, der sich in sich selbst vergräbt und – krank macht.

    Blum

    *ja, natürlich gibt es unter allen korrumpierten Gruppenmitgliedern solche, die positiv „aus dem Rahmen der Kritiker“ fallen, bei allen Parteien und bei Journalisten und überhaupt. Beppo war ein Beispiel, für manche ist Wagenknecht oder Bosbach ein Beispiel (aber eben immer nur für manche!). Das macht es für den Kritiker, der übertreibt, bis zum Zurechtbiegen zugunsten einer knackigen Formulierung, umso schwieriger, in einen Diskurs einzusteigen.

    • Die Sache ist halt, dass ich mir um mein ansehen bei Leuten aus dem Netz nichts mache, da habe ich einfach zu viel erlebt. Ich habe ein intaktes, privates und netzfreies Umfeld aus toleranten Menschen, das nicht gleich durchdreht, wenn man mal Unsinn sagt.

  75. To face or not to face a book
    Face Book wurde im noblen Frankfurter Hof von mehreren Verlegern diskutiert? Finde ich eine Höchst interessante Nachricht. Ich jedenfalls war nicht unter den Teilnehmern obwohl ich auch ein dickes Buch facen lassen könnte.

    • Titel eingeben
      Kann man doch verstehen, schliesslich ist freie, gar unkontrollierte Meinungsäusserung dem Status Quo immer abträglich.
      Von den Aktienkursen der Medien Konzerne gar nicht erst anzufangen…

  76. Ein paar Links zu Whistleblowern europäischen Ursprungs - und was gegen sie unternommen wird
    https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_van_Buitenen

    http://www.anstageslicht.de/themen/arglist-und-betrug/eu-guido-strack-olaf/ueberblick-guido-stracks-ganzer-fall/

    http://www.fr-online.de/steuerfahnder-affaere/1477340,1477340.html

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/luxemburg-leaks-prozess-enthueller-auf-der-anklagebank-a-1089370.html

    https://www.amazon.de/Rotten-Heart-Europe-Dirty-Europes/dp/0571301746

    Diese Nestbeschmutzer haben alle starke Argumente, und die davon, die richtig sind, sollten unterdrückt werden, sie werden vergessen, ausgegrenzt oder durch eine hier eisenstarke Justiz niedergeknüppelt.

    Strategie bei peinlich wahren Fakten Nummer eins ist vor allem: Schweigen.

    Das sind alles gefundene Fressen für starke Journalisten. Die guten, dramatischen Geschichten liegen zuhauf vor unseren Augen.

    Bestraft werden praktisch alle Whistleblower, alle Nestbeschmutzer. Frei bleiben oft die eigentlichen Verbrecher, weil sie von ihren Arbeitgebern und einer starken Justiz und findigen, sehr guten, sehr teuren Anwälten geschützt werden als Repräsentanten eines Systems, das teilweise eben Verräter härter bestraft als Täter, um das System am Laufen zu halten. Zu viele sind darin. Tragisch, aber damit ist für alle zu rechnen, die angreifen, was ihre Heimat war.

    Arbeit der Politik am Verhindern der Arbeit von echten Journalisten:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europaeische-union-richtlinie-behindert-whistleblower-a-1086137.html

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Transparency-International-Whistleblower-Schutz-in-Europa-unzureichend-2041155.html

    http://www.whistleblower-net.de/blog/2012/06/15/bundestag-lobt-whistleblower-aber-gesetzlicher-schutz-bleibt-aus/

  77. Schöner Text
    Werter Don,

    vielen Dank für den schönen Text. Und offenbar der einzige Nachruf auf Hr. Ulfkotte in den „Qualitätsmedien“. Traurig das.
    Einschränkend muss ich sagen, dass ich die Ferndiagnose Hr. Ulfkottes nicht nur nicht teilen möchte sondern ich diese als unpassend empfinde. Ebenfalls aus Pietätsgründen.
    Apropos Gründe für sozialverträgliches Frühablebens hier unten: Anbei ein Beitrag des MDR zu dem Wahnsinn, dem man sich als lanjährig Steuerzahlender alter weisser Mann gefallen lassen muss.
    http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-24832.html
    Sicher ein Extremfall, aber kommt abgeschwächt öfters vor als man denkt. Gerade auch im Osten der Republik. Asozialstaat Deutschland, denkt man da.
    Wundert es jemanden, wenn solche Menschen – wenn sie gleichzeitig sehen, was Alles für Geld für Bankenrettungen, Griechenlandrettungen und Flüchtlingsrettungen da ist – verzweiflen und nach
    Wahlalternativen suchen?
    Nebenbei bemerkt, auch eine interssante Parallele zu ihrer Kritik, werter Don. Denn hier sind es Schreibtischtäter, welche nur über schriftliche Fernkommunikation mit ihrem „Opfer“ in Kontakt traten und sich nur ein Bild anhand der Aktenlage machen (dürfen?)…

    Ja, 2017 wird schlimm. Aber nur für die „Eliten“. Hoffentlich. Hier unten ists schon lange schlimm, da wünscht man sich regelrecht, dass es die Verursacher mal ebenso erwischt. Weswegen es höchste Zeit wird, dass die politische Kaste aus dem Pensionssystem ausscheidet und in die normale Rentenversicherung überführt wird…

    • Und danach?
      „Weswegen es höchste Zeit wird, dass die politische Kaste aus dem Pensionssystem ausscheidet und in die normale Rentenversicherung überführt wird…“

      Schön. Und dann? Pispers hat es mal ähnlich ausgedrückt wie ich hier: Sie fahren in die Sackgasse, und wer geradeaus fahren darf, den kann man wechseln.

      Fakt ist doch:

      1. Die Erde produziert fast doppelt so viele Lebensmittel wie gebraucht werden die gesamte Weltbevölkerung gut zu ernähren.

      2. Der Kapitalismus braucht ‚Steigerungen‘ von Produktion, Inflation, Konsumption. Es ist ein Nullsummenspiel, denn wer soll das alles kaufen?
      2.a. 2 Prozent Steigerung über 50 Jahren sind *nicht* 100 Prozent sondern 270 Prozent. Wer soll alle die Hosen, Kleider, Strümpfe kaufen, und wer alle die Autos fahren?

      3. Der Neoliberalismus hatte uns in Europa sehr nette Zeiten beschert. Repetitive, harte Arbeit wurde ausgesourcet während die qualifizierte Arbeit im Lande blieb. Als Konsequenz werden Ihnen T-shirts (Bangladesh, Mindestlohn € 64 p.m.) nachgeworfen; Ingenieursarbeit macht halbwegs reich. -> Der Ingenieur kann viele, viele T-shirts kaufen.
      Zunächst war der Lohndruck in der Fabrikarbeit, mittlerweile hat der Lohndruck auch Akademiker erreicht.

      4. AI und IT drängen in Bälde noch mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit durch selbstfahrende Maschinen, Fabrikroboter, automatische Entwicklungs- und Gesundheitssysteme.

      Es wird nicht reichen, diejenigen auszutauschen, denen wir temporäre carte blanche geben, unsere gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen zu bestimmen.
      Es wird sich mehr ändern müssen.

    • Ich sehe das alles nicht ganz so negativ (wie es klingt)
      Ein grosser Fortschritt fällt nämlich immer unter den Tisch:

      Nur die Betroffenen selber kämen mittlerweile noch auf die Idee zu behaupten „die Lügenpresse“ gäbe es nicht.

      Die anderen beginnen, wie hier ja auch, darüber zu reden wie man damit umgeht um zumindest aus dieser einen „Einbahnstrassen“ herauszufinden.

      Wer kann schon sagen ob es eine Möglichkeit gibt oder nicht…
      Denn wenn alles erst kollabiert, kann man seinen letzten Cent darauf wetten, dass es ganz genauso wieder aufgebaut wird.

      Wenn man verstanden hat was Evolution eigentlich wäre, hat man allerdings kaum Hoffnung.

  78. Für freies Rumholzen
    Früher war es das Privileg von meinungsstarken Politiker auf der öffentlichen Bühne rumzuholzen. Unvergessen hier der in Bayern selig gesprochene FJS. Nun macht die Demokratisierung des Meinungsbildungsprozesses durch das Internet auch hier nicht halt und heute darf halt jeder rumholzen. Die Frage aber bleibt, welche Auswirkung das hat. Ich denke nur eine geringe. Die meisten lesen ohnehin nur Sites auf denen sie ihre eigene Meinung bestätigt bekommen. Auswirkung hat das nur auf die Umsätze der staatsnahen Presse. Diese war aber noch nie wirklich frei. Wer in einem kapitalistischen System glaubt, eine freie Presse zu finden, irrt (Marxismus Grundkurs erstes Semester). Lückenpresse gab es deshalb schon immer. Ulkotte und andere haben das nur aufgearbeitet. Insofern alles kein Grund sich aufzuregen, schon gar nicht jedemand anderen den Tod zu wünschen.

    • @MFK, Wer das eine nicht glaubt,
      glaubt vermutlich das andere, nämlich dass es in sozialistischen Systemen eine freie Presse gibt. Es gibt sie tatsächlich, als strafbare und für die Herausgeber äußerst riskante Untergrundliteratur: Z.B. „Samisdat“ in der SU.

      Hier dagegen können alte SEDler Nonsens der Art verbreiten, dass Gegenmeinungen deswegen nicht frei publiziert werden könnten, weil sie von der Regierung nicht finanziell gefördert würden. Das ist allerdings nur das alte Problem und Haupt-Missverständnis des Sozialismus und der Sozialisten: Sie fordern unablässig Subventionen, weil sie sonst nicht funktionieren können. Oder höchstens so wie in Nordkorea.

    • Sehen sie antesde, und darf ich das mal deutlich aussprechen...
      … es solch unverschämter Schwachsinn der klar macht, dass Hoffnung auf Fortschritt albern wäre.

      „Wer das eine nicht glaubt, glaubt vermutlich das andere, nämlich dass es in sozialistischen Systemen eine freie Presse gibt.“

      Das mögen ja Leute mit einem „BILDS-Verstand“ wie ihrem glauben, der Rest der Menschheit tut das nicht.

      Es kotzt mich einfach an immer denselben Mist lesen zu müssen, von Deppen, die alles was links ist für ein Poblem halten, und dann auch alles was ein Problem ist für links….

  79. Im Menschen liegt Komik und Tragik zugleich - etwas zum Freuen
    Alle wollen glücklich sein, aber die wenigsten trauen sich.

    http://www.ted.com/talks/shawn_achor_the_happy_secret_to_better_work#t-239925

    Das passt schon hierher, weil alle K(r)ämpfe um Deutung und Aufmerksamkeit haben etwas mit der Sehnsucht nach Glück zu tun. Die einen erreichen es durch stilles Ignorieren und das eigene Ding machen, die anderen durch Dramatisieren oder unangenehme Wahrheiten kolportieren, die Nächsten durch Gewaltandrohung gegen unangenehme andere Weltenvertreter, dieser Kampf um Gut und Böse ist ein Kampf um das eigene Glücklichsein.

    Wie das gehen kann? Hier wird es kurz und knackig gesagt, mit Seitenhiebe auf den Umgang mit Wahrheit in Wissenschaft, Forschung und zwischen kleinen Kindern.

    Phantasie ist eine große Kraft, sie kann sehr nützlich sein.

    Blum wünscht ein schönes Wochenende und ein gutes 2017, das uns mit vielen positiven Überraschungen des Jetzt viele Freuden macht.

  80. ....
    Einfach Danke.
    Ein hervorragender Text.

  81. Udo Ulfkotte - Die 16 Argumente ...
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/16-argumente-um-fuer-pegida-auf-die-strasse-zu-gehen.html;jsessionid=8AA9F385967D8E5D8212C69CB5E97139

    Als Sammlung vieler Mißstände und Themen der letzten Jahre durchaus zu gebrauchen. Den Schlußfolgerungen und der Ursachenforschung muß und sollte man jedoch nicht unbedingt folgen.

    Andererseits sollten Politik und Medien sich bezüglich Ulfkotte nicht so weit aus dem Fenster lehnen, denn was die Glaubwürdigkeit ihrer Beiträge zur Meinungsbildung betrifft, sehe ich kaum einen Unterschied.

    Im Grunde stelle ich jedoch eine insgesamt positive Entwicklung bei den Bürgern fest. Sie stehen Politik und Medien nicht mehr so kritiklos gegenüber, wie das früher einmal der Fall war. Daher sind sie auch nicht mehr ganz so leicht zu manipulieren. Denn das Scheitern der Manipulation der Massen bewirkt ja gerade ein entsprechendes Verhalten bei Politik und Medien, die dem durch noch mehr Gleichschaltung entgegenwirken wollen, was sich immer stärker als kontraproduktiv erweist.

    Noch schweigt die Mehrheit, aber ich bin mal sehr gespannt, wie sie im Wahljahr handeln wird.

    • Sie wird ganz sicher nicht und zum Glück so handeln, wie es Ulfkotte gefallen würde. Missstände erkennt auch die Emma bei Netzfeministinnen, das ist ganz leicht – aber das Richtige tun ist das eigentliche Problem.


    • Das denke ich zwar auch, aber die Fortsetzung der großen Koalition auf unabsehbare Zeit kann ja wirklich auch nicht die Lösung sein. Schade, daß Ulfkotte so derart nach rechts gedriftet war. Vermutlich auch ein Ergebnis der Unfähigkeit der Linken, sich mit Problemen ohne ideologische Betrachtung zu beschäftigen.

  82. Ich gehe jetzt spazieren
    Da ich stramm auf die 60 zugehe, führe ich ein schönes und ausgefülltes Offline-Leben. Seit ich diesen Blog zu meinem großen Vergnügen entdeckt habe, stolpere ich jedoch immer mal wieder über Internet-Phänomene, die mich sprachlos zurück lassen. Angeregt durch den Text und einen Kommentar dazu, habe ich mal gegoogelt nach „Hatin.Juce“. Meine Güte! Fällt das eigentlich nicht unter Volksverhetzung oder Hatespeech? Wo bleibt denn hier unser Maasmännchen und sein Wahrheitsministerum? Ich muss jetzt dringend an die Luft.

  83. Kenne den von Ihnen Beschriebenen nicht,
    aber es ist eine unendlich traurige Geschichte.

  84. Hat Don Alfonso Angst, doch nicht so fest im Sattel zu sitzen
    und seinen BLOG bei FAz.Net zu verlieren? Keine Ahnung, ob er Grund dazu hat, aber er scheint das mit einem Trick verhindern zu wollen:
    „Dieser Beitrag widerlegt durch sein Erscheinen eine Verschwörungstheorie des jüngst verstorbenen Autors Udo Ulfkotte“.

    DIe FAZ soll ihn also halten, damit diese Verschwörungstheorie nicht bestätigt wird (dass bestraft wird, der dessen Buch „Gekaufte Journalisten“ bespricht).

    • Das ist jetzt die VT eine Runde weiter gedreht.

      Nein, ernsthaft, ich habe mein Abkommen mit der FAZ letzten Dezember turnusgemäss verlängert. Damit niemand etwas macht, das er nicht will, biete ich jedes Jahr meine Kündigung an und bekunde aber mein Interesse, weiter zu machen, das dann auch – bislang gern – akzeptiert wird. Bloggen ist etwas anderes als herkömmlicher Journalismus, das kann sich auch totlaufen, und da ist es gut, wenn es Exitoptionen gibt, die beide Seiten kennen.

  85. Abonnent
    Es gibt viel zu wenig Zeitungen die ich abonniert habe, ich bin Mitglied von viel zu wenig Parteien, viel zu wenigen Religionsgemeinschaften, zu wenig Vereinen.

    Damit entgeht mir die Möglichkeit, meinen Protest durch Kündigung oder Austritt zu implementieren.
    Bei der FAZ wäre es mal wieder so weit, geht nur eben leider nicht. Ulfkotte hat 16 Jahre für die FAZ geschrieben, im Nachhinein wenig Gutes über die FAZ zu sagen gehabt; außer ‚Lügenpresse‘.

    Dennoch, es ist mehr als unanständig, seinen Tod nicht vermeldet zu haben. Auch wenn die derzeitigen Herausgeber auf ihn sauer sind, sogar wenn sie finden dass er ein Phantast ist; er hat 16 Jahre anständig für die FAZ gearbeitet, aus verschiedenen Orten berichtet. Wäre sein Journalismus schlecht gewesen, hätte das sicher nicht so lange angedauert.
    Nun, da er zu früh gestorben ist, wäre es allemal an der Zeit gewesen, die verschiedenen Anschauungen ad acta zu legen, und ihm ein angemessenes Requiem zu schreiben.

    Vielen Dank, Don Alphonso, und auch an die Mitforisten, ihm dennoch einen würdigen Übergang gestaltet zu haben.

  86. Apropos Verschwörungstheorie
    Warum finde ich nach Don Alphonso suchend nicht Ihre neueste BLOG-Ausgabe, die sich mit der Twittererei der islamistischen republik Iran beschäftigt?
    Abgesehen davon, dass ich da in vielem zustimme: Ich stimme Ihnen eben auch zu in Bezug auf die totale Erfolglosigkeit dieser Propaganda. Und da irritiert dann, kein Wort zu der Internet-Aktivität eines anderen staatlichen Akteurs zu lesen, der mit dem Iran verbündet ist und mindestens im vergleich wesentlich wirkungsvoller agiert und agitiert.

    Wenn man sich länger mit den Leserbeiträgen bei FAZ.Net (exemplarisch, anderswo auch) befasst, erkennt man auch die teilweise grob plumpen teils auch geschickteren Versuche dieses Akteurs, den schiitischen Islam und den Iran als grundsätzlich aufgeklärter und harmloser darzustellen.

  87. Hallo Tyler,
    ich mach mal hier unten weiter, man findet sich ja kaum wieder.

    Also, Ulfkotte zwischendrin gehört und vernünftige Argumente vernommen. Dann das Buch noch angefangen, allein das Inhaltsverzeichnis entlockte mir ein glucksendes Lachen, ich kam bis Seite 17 und auch da beim Lesen zwischendrin immer mal wieder lautes Auflachen. Die Schreibe ist flott, was erzählt wird, allerdings von großem Übel, dabei schon 2010 erschienen und heute ist es genau so und schlimmer.

    Wundern Sie sich nicht über mein Lachen, ich bin froh, das noch zu haben, hoffentlich vergeht’s mir nicht.

    Später noch das Video Billy Six über MH17 gesehen, zwischendrin die Trump-Show, mich über seine Rede amüsiert, die allen Umstehenden das Gesicht gefrieren ließ.
    Und heute geht der Weltschmerz in der Presse weiter, Horrorszenarien werden beschworen, ach die Welt ist so böse…. Und Trump noch viel schlimmer, glaubte man nun der Presse. Also ganz großes Kino.

    Es wird ein aufregendes Jahr und Merkel lächelt in den letzten Tagen immer so merkwürdig, irgendwie süffisant, als wollte sie sagen, ihr werdet schon sehen…

    ..
    Zum Apfelkuchen; ich habe das Glück, 1 kg Boskop im Bauernladen für 99 Cent zu bekommen, in den Kuchen kommen unterdessen an die 2kg und er wird immer besser. Ich teste aus, wieviel Äpfel ich reinpacken kann, ehe das Verhältnis kippt, im Rezept waren magere 500g angegeben, die man im Kuchen suchen musste. Bislang keine Apfelmengenbegrenzung festzustellen.

    • Der amerikanische Sonnenkönig
      Liebe Renate Simon, ich klinke mich hier mal ein, bei meinem Lieblingsthema. ;-)
      Mich amüsiert bei Trump, dass er seit gestern dauernd beim Beten ist. Gestern im Gottesdienst, dann bei der Inauguration. Sogar in seiner Rede faselte er vom Gott und christlicher Religion. Heute mache ich CNN an, und siehe da, schon wieder sitzt der fromme Donald in der Kirche.

      Seine Rede fand ist so düster und so negativ, dass ich ausschalten musste. In den etwa 18 Monaten seit der Vorwahl, in welchen ich den Zirkus verfolgt habe, habe ich vielmals fast identische Reden von ihm gehört. Das war Wahlkampf-Neuauflage, weiter nichts. Weil seine Zustimmungswerte historisch tief sind, muss er wenigstens versuchen, seine Fans zufriedenzustellen und alle anderen schlecht zu machen.

      Hier eine knackige Meinung zu Trump, von der bösen Lügenpresse, die den Armen immerzu so schlecht macht. ;-)
      http://www.rollingstone.com/politics/features/welcome-to-donald-trumps-ignorant-america-w462019

      Es hieß ja bisher immer, Trump sei gut für die Weltpolitik. Mag sein, wenn man Putin für einen friedliebenden Boy-Scout hält. Was aber jedem denkenden Menschen Sorgen machen sollte ist, was er mit Israel und Iran vorhat. Und ausgerechnet er träumt noch davon, einen Friedensprozess anzustoßen, den er, und nur er schaffen wird. The dirty work überlässt er allerdings seinem Schiwegersohn Jared Kushner…

    • Trump....
      Das eigentliche Problem mit Trump ist derzeit, dass die weltweit gleichgeschaltete Presse versucht (wohl erfolgreich) allen Mernschen ein bestimmtes Urteil über ihn einzupflanzen, anstatt seine Amtshandlungen abzuwarten, und alle zum selber Nachdenken einzuladen.
      Aber letzteres tun „un´sere“ Medien ja schon länger nicht mehr.

      Trump scheint kein bösartiger, aber ein halbwegs primitiver Mensch zu sein, was natürlich Vorraussetzung ist um ein erfolgreicher Businessman zu sein. Wer andere Interessen hat als Habgier, der wird es da oben wo Trump ist, nicht weit bringen. Georg W zum Vergleich lebte von/durch seinen Vater und dessen Geld und musste die wohl mit Sicherheit in Yale erlebten Demütigungen, wegen seiner mangelnden Intelligenz kompensieren, das war weit schlimmer. Bei Trump weiss man nicht mal wieviel er tatsächlich besitzt, falls überhaupt….

      Wer bei den Nachrichten und den unzähligen Diskussion, die seit Freitag nicht über, sondern gegen Trump auf allen Sendern und in allen Printmedien stattfinden genau aufpasste, der konnte die beginnenden positiven Zwischentöne nicht überthöhen.
      Ich sage also mal voraus: Er wird ein grosser Präsident sein… wenn auch nicht für uns. Ich meine in der Welt in der auch die Reagan Thatcher und Kohl (oder gar der peinliche Witz Obama) grosse Staatsmänner waren.
      Er wird mit Sicherheit einen wirtschaftlichen Aufschwung in den USA bringen, und das wird ihm recht bald ein ganz anderes Standing bringen. Es wird die psychologische Einschätzung der Amis von sich selber ändern.
      Er, Putin und XI sind unseren Zeiten angemessene Politiker!
      Wer meint, das sei absurd, sollte nochmal nachdenken: man sehe sich verglichen mit diesemn dreien mal die versammelten Hanswursten, und Wurstinnen, die gerade Europa ruinieren an.

      Das heisst nicht, dass alles besser wir. Es heisst aber, dass im Gegensatz zu den ausschliesslich alles aussitzenden Opportunisten, wie zB Merkel, Bewegung in die Welt kommt. Auf das Thema Iran/Israel muss man allerdings schon genauer aufpassen.
      Aber sonst, einfach erst mal abwarten, natürlich ist der Mann ein Desaster, aber das waren andere vor ihm auch. In einer Welt in der mehr Wohlstand geschaffen wird, ist es üblicherweise friedlich. Oder findet jemand die Richtung in der sich die Welt seit einigen Jahren entwickelt als etwas Wünschenswertes?

  88. Monsieur Don Alphonso,
    danke dass Sie Udo Ulfkotte diese Reverenz erweisen.

  89. Trump und die Politik
    Was der Rollingstone schreibt, so ich es in der immer wieder seltsamen Google-Übersetzung lesen kann, erheitert mich mehr, als es mich sorgt. Trump liest keine Bücher… so what, Bush hat gelesen und trotzdem Krieg geführt, was also soll ich nun daraus schließen?

    Zu Israel und Palästina hat Trump gemahnt, man solle zu einer Übereinkunft kommen. Nun haben sich an dieser Übereinkunft schon ganz andere Präsidenten versucht, stets ohne Erfolg. Sie wird m.E. mit Israel so nie möglich sein, das Siedlungsprogramm und damit die Vertreibung der Palästinenser finde ich unerträglich. Es wurde ja schon gefordert, war es von Trump(?), sich auf die Grenzen von 1967 zurückzuziehen, was m.E. völlig richtig wäre.
    Ich weise an dieser Stelle explizit darauf hin, dass ich die Politik des Staates Israel anprangere, was mit Antisemitismus nichts zu tun hat.

    Zum Iran; m.E. nahm das ganze Drama um den islamischen Staat mit Khomeini 1979 erst richtig Fahrt auf und ich habe Scholl-Latour nicht verstanden, der Khomeini seinerzeit auf dem Flug begleitete und dessen Papiere bei sich trug.

    Ende 79 ging es dann in Afghanistan los und ein Ende ist in der ganzen Region nicht in Sicht. Allerdings stehe ich auf dem Standpunkt, dass Syrien ohne Assad ein failed Staat würde wie Ägypten, Libyen und all jene, die dem sogen. arabischen Frühling zum Opfer fielen.

    Die teils berechtigten Vorwürfe an Assad, er brächte sein eigenes Volk um, haben ihre Ursache im unregulierten Wachstum desselben. Das mag man zynisch finden, aber solange wachstumsstarke Länder die Geburtenrate nicht geregelt bekommen, wird es Kriege und Massenfluchten geben. Dank an dieser Stelle an Bill Gates, der zwar die Säuglingssterblichkeit in Afrika bekämpfte, sich aber um die Folgen nicht weiter kümmert.

    Der schiitisch regierte Iran (die Mehrheit im Land ist wohl sunnitisch) wird sich nicht mit sunnitisch geprägten Staaten einigen, obwohl die ganze Region überwiegend sunnitisch ist.
    Insofern ist auch die Entwicklung in der Türkei besorgniserregend, Erdogan als Sunnit würde am liebsten Syrien, Irak u.a. annektieren, das sunnitisch geprägte Osmanische Reich ausrufen.
    https://www.welt.de/politik/ausland/article133481387/Tuerkei-sieht-sich-im-Zentrum-des-neuen-Machtgefueges.html

    Der gemeinsame Feind aller ist dabei Israel, das immense eigene Öl- und Gasvorkommen hat und das dürfte die eigentliche Crux in dem gnadenlosen Spiel sein.

    Netanjahu, dem eine Neuverhandlung des Irandeals nicht recht sein kann, abgesehen davon, dass Teheran gar nicht darüber verhandeln will, wandte sich in einer „Friedensbotschaft“ an das iranische Volk und will mit Trump über den Iran sprechen.
    http://derstandard.at/2000051285217/Netanjahu-will-mit-Trump-ueber-Iran-sprechen

    Mal abgesehen von den Hauptgründen der Kriege, Ressourcen und Geostrategie, sind es Glaubensfragen, die uns absolut nichts angehen, die wir auch nicht klären können. Demokratie ist in diesen Staaten völlig fehl am Platze, das Denken erfolgt analog Afrika in Clan-Strukturen, denen wir nichts entgegen zu setzen haben und stattdessen in unserem Lande die Clanbildungen beobachten und nicht stoppen.

    Trumps Ankündigung, den islamischen Staat (sunnitisch) komplett vernichten zu wollen, wäre wohl auch eine Kampfansage an den Iran. Andererseits will er keine Kriege führen, meine ich jedenfalls irgendwann von ihm vernommen zu haben (kann es sein, dass ich UvdL schon mit den Füßen scharren höre?).

    Was Trump wirklich will, wird er selbst oder seine Berater sortieren müssen, den blinden Aktivismus, den er schon an den Tag legte, sollte man ihm ausreden. Auch die Ankündigung, die Regulierung der Märkte zurücknehmen zu wollen, wäre eine Kampfansage, die er hoffentlich nicht ernst meint. Sie wäre ein weltweites Desaster, das 2008 gnadenlos in den Schatten stellen würde, Trump aber Gelegenheit gäbe, make America great again.


    Das sind meine unmaßgeblichen Gedanken, die völlig falsch liegen können. Da ich kein auswärts kann, bin ich auf für mich zugängliche Quellen und mein kleines Hirnskastl angewiesen. Wer andere Argumente hat, die mich eines Besseren belehren, ist herzlich aufgefordert, mein Bewusstsein zu erweitern.

    • Das war als Antwort auf Tamarisque gedacht
      @ Tamarisque sagt:
      21. Januar 2017 um 18:08 Uhr

      Der amerikanische Sonnenkönig


    • Liebe Renate Simon, vielen Dank für Ihre Antwort.
      Zitat Renate Simon: „Was der Rollingstone schreibt, so ich es in der immer wie-der seltsamen Google-Übersetzung lesen kann, erheitert mich mehr, als es mich sorgt. Trump liest keine Bücher… so what, Bush hat gelesen und trotzdem Krieg geführt, was also soll ich nun daraus schließen?“

      Na ja, der Autor will damit mitteilen, dass Trump wenig Sinn für Kunst, Kultur und Geisteswissenschaften besitzt. Er will nämlich die Mittel für deren Förderung streichen. Der Autor beschreibt, wie geschmacklos er Trumps New Yorker Apartment findet, dass Trump dort einen Fake Renoir hängen hat, dass seine Anzüge nicht sitzen und seine Haarpracht „stupid“ sei. Der Artikel ist bösartig, geschrieben von einem, der sich liberal-elitär nennt und sich dafür nicht schämt, sondern dazu steht. Die wollen nämlich genauso wenig diskriminiert werden, oder. ;-)

      Bzgl. Israel: Trump will die Hauptstadt nach Jerusalem verlegen und die Israelis unbegrenzt neue Siedlungen bauen lassen. Das ist ein unglaublicher Affront gegenüber den Palästinensern.

      Was Iran betrifft, so will er den Atomdeal rückgängig machen oder zumindest neu verhandeln. Er hatte im Wahlkampf wiederholt damit gedroht, dass er auf iranische Schiffe sofort schießen ließe, wenn die sich, in der Nähe der oder in den eigenen iranischen Gewässern einem Schiff der US Marine nähern sollten.

      Trump will also die ganze Politik, ob mit China, ob mit Israel und Palästina, aufmischen bzw. die Karten neu mischen.

      „Mal abgesehen von den Hauptgründen der Kriege, Ressourcen und Geostrate-gie, sind es Glaubensfragen, die uns absolut nichts angehen, die wir auch nicht klären können. Demokratie ist in diesen Staaten völlig fehl am Platze, das Den-ken erfolgt analog Afrika in Clan-Strukturen, denen wir nichts entgegen zu set-zen haben und stattdessen in unserem Lande die Clanbildungen beobachten und nicht stoppen.“

      Tja, die Regierung von ulF zeigt doch am Deutlichsten, wozu es kommt, wenn man die archaischen Clanstrukturen gewähren lässt. Diese Menschen werden hier nicht lernen müssen, das Grundgesetz zu respektieren, sondern können unbehelligt in ihren Parallelwelten leben, im quasi rechtfreiem Raum. Wenn wir im eigenen Land keinerlei Forderungen stellen, wieso sollen denn die Ursprungsländer jemals etwas ändern wollen?

      „Auch die Ankündigung, die Regulierung der Märkte zurücknehmen zu wollen, wäre eine Kampfansage, die er hoffentlich nicht ernst meint.“

      Natürlich meint er das ernst. Er wird eine neoliberale Trickle-Down-Ökonomie einführen, die sich selbst GWB & die Neocons nie zugetraut hätten. Wozu hat er denn sonst Wallstreet-Banker ex Goldman Sachs und einen mächtigen Hedge Fonds-Inhaber in sein Kabinett geholt? (Auf die er im Wahlkampf als seine Feinde schimpfte, gegen die er kämpfen wollte?) Oder zwei designierte Minister, die sich in der Krise als Spekulanten oder Banker den Nicknamen „foreclosure machine“ verdient hatten? Die als „Zwangsversteigerungsmaschinen“ Menschen aus ihren Heimen besonders brutal herausgeklagt haben? Ausgerechnet die sollen jetzt für den kleinen Mann kämpfen?

      Seine ganze Agenda ist ein Rückschritt in die 60er Jahre. Es gibt keinerlei Visionen bzw. Unterstützung für Innovationen. Ein mit den Silicon Valley IT-Unternehmern gehaltenes Meeting war aus deren Sicht ein Flop, bei welchem es an jeglichem Professionalismus mangelte.

    • Renate
      „Zum Iran; m.E. nahm das ganze Drama um den islamischen Staat mit Khomeini 1979 erst richtig Fahrt auf und ich habe Scholl-Latour nicht verstanden, der Khomeini seinerzeit auf dem Flug begleitete und dessen Papiere bei sich trug.”

      Das ist einfach falsch.
      Das Drama begann spätestens mit Sykes/Picot und Khomeini war die späte Antwort auf den Mord der Amerikaner an Mossadegh. Bei Scholl Latour konnte man immer davon ausgehen, dass er wusste wovon er sprach. Wenn sie ihn 79 gefragt hätten ob er wisse wie das ausgehe wird, hätte er zugegen „Nein“. Ich habe den Dezember 78 in Teheran verbracht und hab die Entwicklung der Stimmung mit eigenen Augen gesehen.

      Dem Rest stimme ich zu. Auch wenn es Don Alphonso nicht gefällt, mehr und mehr Menschen weigern sich das eigentliche Problem dort nicht ganz offensichtlich in den USA und Israel zu sehen. Trumps Isolationismus wird zu einer solchen Entwicklung auch im Rest der Welt führen werden und das Meinungsmonopol der NATO/USA/EU, wer denn die Guten und wer die Bösen sind, das wird dann in Frage gestellt werden.

      Verlierer der neuen Entwicklung werden wohl die Europäer sein, denn nirgends kann man dort auch nur einen Politiker sehen, der in der Lage sein könnte sein Land in der neuen Weltlage angemessen führen zu können. Gerade die Deutschen, jenes Volk von nahezu ausschliesslich rechten und linken Spiessern, für die alles nur der Erhaltung des eigenen Wohlstandes, zu welchem Preis auch immer, zu dienen hat, werden ein böses Erwachen erleben, wenn EU und Euro auch gegen ihren Willen zerfallen.

    • Tam, Tyler, danke für die Antworten
      Clanstrukturen gibt es in den Ländern seit Urzeiten, warum sollten die sich ändern, weil wir das wollen, weil die Kolonialmächte ohne jede Rücksicht auf diese Strukturen die Gebiete unter sich verteilten? Man mag sie rückständig finden, die Problematik der in diesen Clans herrschenden Inzucht, ändern werden wir das nicht. Man schaue sich Afghanistan an, die USA haben mit den Clans ganz gut gelebt und deren Drogengeschäfte noch gefördert. Heute ist Afghanistan einer der größten Lieferanten.

      Ändern können sich diese Länder und Clans nur von innen heraus. Wir können unseren Entwicklungsstand nicht auf Afrika u.a. projizieren, der Unterschied misst sich nicht in Jahren, wohl eher in Jahrhunderten. Der Besitz eines Smartphones stellt ja noch keine technische oder fortschrittliche Entwicklung dar, es könnte aber für diese Entwicklung sorgen, so man vor Ort die richtigen Schlüsse zöge. Sich auf den Weg machen, um an dem teilzuhaben, was man im Netz gesehen hat, ist kein Fortschritt.

      Wenn unsere Kanzlerin die Herkunft und tradierten Eigenschaften der Migranten ignoriert, diese Menschen ungefiltert, unkontrolliert ins Land lässt, kann man den Menschen, die kommen, keine Vorwürfe machen, sondern allenfalls unserer unfähigen Regierung.

      Zu Trump hatte das Mutterschiff gestern Thomas Mayer mit einer beachtenswerten Analyse,
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-ein-macher-im-weissen-haus-14717258.html

      Wenn es Trump gelingt, den Genderwahnsinn zu stoppen, auch mittels Kürzung der Mittel für die sogen. Künste, soll es mir recht sein.
      Ihm den falschen Renoir vorzuwerfen, kann man machen, halte ich aber für etwas daneben. Er hat keinen Geschmack, den haben bei uns auch etliche nicht, ich denke grad an die Kanzlerin… der mal jemand nachsagte, ihre Wohnung in Berlin sähe aus wie eine Studentenbude. Wenn ich mir die Frau ansehe, halte ich das für durchaus möglich.

      @Tyler,
      Stimmt, ich habe das Sykes/Picot-Abkommen gestern bei meinen Überlegungen vergessen, dumm von mir. Das damit entstandene so genannte „Palästina“ ist der Dreh- und Angelpunkt aller daraus folgenden und immer noch anhaltenden Konflikte.

      Ich habe Scholl-Latour wirklich nicht verstanden, war damals absolut kein Fan von ihm. Nachdem ich Berichte über Khomeini gesehen hatte, auch gesehen hatte, was in Persien abging, ging mein Verständnis gen Null. Er hätte das m.E. voraussehen können und müssen, Khomeini hatte 1943 schon vom Islamischen Staat, vom absoluten Gottesstaat geschrieben. Khomeini war immer ein Hardliner, das zu ignorieren war ein fataler Fehler.

      Ansonsten bin ich mit Ihnen d’accord.

    • @TDV
      Amen!

      Heben Sie diesen Beitrag gut auf. Sie werden ihn wiederverwenden können.

      Vom Mord des demokratisch gewählten Präsidenten der Republik Iran zieht sich eine Schnur durch bis auf den Breitscheidplatz.
      Ohne diesen Mord kein Khomeini, ohne Khomeini kein erstarkender Islam(ismus) in der Welt.
      Ich kann das aus malaysischer Perspektive voll unterschreiben. Von da an ging es bergab. Mit den US-finanzierten Taliban als sprichwörtliche Böcke zum Gärtner in Afghanistan. Anfang vom Ende.
      Und Obama steht am Ende. Drei Kreuze. Er wollte wenigstens nicht auch noch in Syrien Bomben werfen, während Clinton nur darauf wartete.
      Drei Kreuze. Seit dem Amtsantritt Trumps schlafe wenigstens ich ruhiger. Ich habe ja nicht das Privileg in Japan wohnen zu können.

    • Titel eingeben
      Renate
      Sie wissen ja, dass ich alles andere als ein Freund der monotheistischen Religionen bin, und auf der Liste steht der Islam ganz unten, und Leute wie Khomeini sind einer Diskussion unwürdig (was auch auf die Ratzingers und Franziskusse der Welt zutrifft).
      Aber Khomeini war nun mal die Möglichkeit diesen unfassbaren Verbrecher in Teheran aus dem Land zu jagen. Welch ein Schwein war das denn! Und wie zu erwarten, auf amerikanischer (und deutscher!) Seite!
      Ich hab Weihnachten 78 Demonstrationen mit einer Million Fanatikern gesehen… vorne weg hunderte von Blut überströmten Flagellanten, dann die Männer, dann die Priester und getrennt von den Männern hinten die Frauen.
      Der Vietnamkrieg war noch nicht lange zu Ende und mein Teil der 68er, zu Hippies transmutierte Generation sah keinen Sinn mehr auf Verbesserung durch Politik zu hoffen, es war deutlich, nur Gewalt ändert etwas. Aber in den beiden Alternativen zur damaligen Politik, dem Terrorismus oder den Realo Grünen, traf man auf dieselben Idioten… also lieber wieder auf nach Indien und das Leben feiern.
      „Khomeini war immer ein Hardliner, das zu ignorieren war ein fataler Fehler.” Ja, aber es ist DEREN Land, es ist DEREN Aufgabe da rauszufinden. Der Iran und seine Menschen warne völlig anders als alle anderen islamischen Staaten die ich besucht habe. Die schaffen das… wenn man sie lässt.

      Uwe,
      ich war, allerdings vor 2006 als ich ein paar Jahre auf Koh Samui lebte, mehrere Male in Malaysia, in Langkawie und in Penang fürs neue Thai Visum, und ich stets angenehm überrascht, wie auch schon 1972, bei ersten Besuch. Wie machen sie das denn Visa mässig, damals gab es immer nur jeweils 14 Tage…?

    • Visum
      Seit 5 Jahren bin ich nach 15 Jahren in MY wieder in D.
      Lange Geschichte, tut nichts zur Sache.
      Visum ist aber ziemlich problemlos. Es gibt immer für 3 Monate Touristenvisum, man muss dann alle 3 Monate nach Thailand oder Singapur. Das funktionierte für viele über 10, 20 Jahre lang ohne Unterbrechung. Ich hatte eine richtige Aufenthaltserlaubnis; also ohne die vierteljährlichen Singapur-Trips.

  90. Pingback: Warum Rechts und Links nichts mit Gut und Böse zu tun haben - Red Pill Berlin

  91. Rechnung ohne die sunnitischen Ölscheichs gemacht?
    Uwe Dippel – 22. Januar 2017 um 15:09 Uh …, ohne Khomeini kein erstarkender Islam(ismus) in der Welt. …

    https://de.wikipedia.org/wiki/Saudi-Arabien#Geschichte_nach_1945

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Vereinigten_Arabischen_Emirate#Grenzziehung

    • Externet, was Sie nicht alles finden ...!
      In ‚meiner‘ Welt, also Asien, gab es keinen Wahhabismus. Erst durch, mit und nach Khomeini gab es den großen religiösen, islamischen Aufschwung östlich vom Iran. Egal was in Wikipedia steht.
      Nein, das war natürlich ein Witz!
      Natürlich stimmt das in der Wikipedia. Allerdings nur für westlich vom Irak. Da gab es kaum Einfluss in Indonesien, dem islamischen Land mit der grössten Bevölkerungszahl. Glauben Sie mir, ich war da. Die vermeintliche Erweckung war die Feststellung, dass eine Religionsfigur einen friedlichen Machtwechsel hinbekommt. Die Asiaten hatten es – schon von der Kultur her – nie mit den strikten Saudis.

  92. Red Pill Berlin
    Lesenswert für konservative Linke.

  93. Obama hat 80 IS´ler als letzte Tat in den Tod bomben lassen? Fake News?
    Also egal was er die anderen 8 Jahre gemacht hat, dafür danke aus BERLIN!

  94. Trump twittert die Beziehungen mit Mexiko innerhalb von Sekunden zu Tode...
    morgen macht er die Botschaft in Jerusalem auf???

  95. Udo Ulfkotte
    Ich habe seine Bücher gern gelesen (und gekauft).
    Er verrannte sich regelmäßig, wenn er versuchte „Lösungen“ zu bieten.
    Aber er hat das gemacht, was einen guten Journalisten ausmacht. Er hat gesucht, gewühlt und Fragen gestellt – dort, wo es weh tut.
    MfG
    Haas

    • Titel eingeben
      Sie haben vollkommen recht. Ich bedaure sehr, dass er nicht mehr unter uns ist. EHRLICH UND GRADLINIG!!!

  96. Werter Don
    täuscht mich mein Gefühl, oder haben Sie hier wieder mehr geantwortet als sonst? (ich meine hier nicht „Gern geschehen“.)
    Geht Ihnen dieser Tod doch nahe?
    Die Zahl von Journalisten in Deutschland (nicht Tschurnalisten) nimmt ständig ab und Deutschland verliert damit – ob man deren Meinung mag oder nicht. Ich empfinde es als echten Verlust.
    Halten Sie die Ehre der Hasen hoch – die Ohren steif!
    Haas

  97. Titel eingeben
    Sehr geherter Don,

    ich muss Ihnen leider deutlich widersprechen. Es gibt keine Heinrich-Böll-Stiftung. Die Rechtsform der Stiftung ist im BGB sehr deutlich beschrieben und zeichnet sich vor allem durch ein Eigenkapital aus, mit dem die Arbeit finanziert ist.
    Die von Ihnen angeführte Organisation ist die Heinrich-Böll-Stiftung e.V., wobei der Stiftungsteil mehr Name als Bezeichnung ist. Bezeichnenderweise erhält dieser Verein der Grünen großzügige finanzielle Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt. Mit diesen Steuermitteln finanzieren die Grünen ihren Nachwuchs (Stipendien) und versuchen die Bevölkerung mit Fake-Studien zu verwirren, also die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Diese Aufgaben wurden outsourct, weil die direkte Verwendung für Steuergeldern von diese Zwecke verfassungswidrig ist.

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