Deus ex Machina

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Über Gott und die WWWelt

Das Lügeninternet am Valentinstag

| 358 Lesermeinungen

Es ist der 14. Februar 2017. Und ich lese online in der Süddeutschen Zeitung, dass man den Valentinstag doch in Sextag umbenennen sollte, denn darum ginge es doch. Das stimmt nicht, mir geht es um Akte der Zuneigung und Höflichkeit, und da erwartert man nichts, es ist schließlich kein Geschäft. In der Zeit steht online ein Beitrag, demzufolge man wegen Trump und diverser Paarrituale, etwa in Restaurants, die die Autorin ablehnt, den Tag ganz boykottieren sollte. Es kann natürlich sein, dass manche lieber allein Gummibärchen und Tiefkühlpizza essen. Dass ich den Titel “Pralinen, Rosen, Küsschen, Prügel: Nein, danke!” im Neuen Deutschland lesen würde, hat mich nicht sonderlich überrascht, denn die Leute dort sehen mir nicht so aus, als könnten sie eine Praline vom ehem. kgl. bayer. Hoflieferanten essen, ohne innerlich den Genossen Lenin um ein Tschekisten-Erschiessungskommendo anzuflehen. Aber auch die Stuttgarter Nachrichten aus dem grün regierten Schwaben- und Badenland verweisen auf das Elend der Rosenzucht in Afrika, ohne auch nur ein einziges Mal auf das Elend der viel gängigeren Gemüsezucht für Deutschland zu verweisen. Es ist Valentinstag. Und jede Redaktion hat jemanden, der den Lesern sagt, wie falsch das alles ist.

Das setzt sich in den sozialen Netzwerken fort. Ich sehe keinerlei Trophäenbilder von Frauen, die zeigen, was sie an Blumen bekommen haben. Ich sehe Zynismus, Ablehnung und Verachtung. Ich lese, dass Liebe letztlich nur auf drei Chemikalien beruht. Ich lese von cisheteronormativer Unterdrückung. Ich lese davon, dass Hunde eh viel bessere Partner sind. Und dass Herzhüpfen auch eine Folge von Würmern sein kann. Nehme ich das Internet als Basis meiner Betrachtungen, hassen alle den Valentinstag, und dass ich vorab die jungen Töchter einer Freundin mit einer Packung Pralinen in die Welt der Ritterlichkeit und Komplimente der Grossen eingeführt habe, war vermutlich ein Verbrechen an der einzig möglichen Einstellung: Bloss. Kein. Valentínstag.

Es ist nicht gerade neu für mich, denn solche Wellen des Missbehagens, auf denen sich Onlinemedien und Nutzer mit Ablehnung und Verachtung gegenseitig überbieten, hat man auch zu Weihnachten. Da wurde erklärt, wie man das Fest mit Self Care überlebt und der Naziverwandtschaft sagen darf, dass man sie sehr wohl schrecklich findet. Es gab bei der Zeit extra dafür einen anonymen Pranger, an dem sich Festgeschädigte übergeben konnten. Geselligkeit, Friede, Freude, Zusammensein – das alles muss eine tiefneurotische Wurzel haben, die im Internet viele zu spüren in der Lage sind. In der Minderheit sind jene, die das alles toll finden und es zusammen leben, in der grossen Mehrheit jene, die nicht müde werden, ihre Ablehnung an solchen Tagen wortreich zu begründen.

Ich hatte gestern bei meinem Beitrag über 250 Kommentare zu editieren, da läuft das Internet so nebenher und nur ganz, ganz wenig Liebe ist da zu spüren. Aber unendlich viel Ironie und Zynismus. Wer schreibt den politisch korrektesten Boykotttext, wer regt sich am lautesten über die generellen Fehler der überkommenen Paarbeziehung auf, wer reisst dem System am brutalsten die Maske der Heuchelei vom Gesicht, wer erhebt sich am höchsten über Leute, die auf so einen Marketingtrick von Pralinenherstellern und Floristen der Wahl hereinfallen. Aber ich habe eine Bekannte, von der ich weiss, dass sie an diesem Tag vermutlich keine Blumen bekommt, und sie hat mir gesagt, dass es auch wirklich nicht nötig ist, sie habe schon welche. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Die eine ist, dass sie ebenfalls zu den Ablehnenden gehört. Die andere ist der Grund, warum ich um vier Uhr auf das Rad steige und losfahre.

Ich setze mich also auf meine Carbonschleuder und fahre durch die milde Luft gen Westen, im Schein der frühlingshaft leuchtenden Sonne. Ich habe kein Mobilgerät dabei, ich radle so dahin und bin unter anderen Menschen, die nichts in ihre Mobilgeräte tippen. Ich sehe viele Paare, Männlein und Weiblein, zusammen spazieren gehen. Manchmal sind sie steinalt, manchmal haben sie ihre Kinder dabei. Ich höre kein böses Wort. Nirgends. Keiner schreit, keiner veröffentlicht Statements, wie man sich an diesem Tage zu verhalten hat, niemand wirft Pralinen empört zu Boden. Ich sehe Menschen. Sie scheinen sich zu mögen. Sie geniessen das Wetter und die Zweisamkeit. Das sieht alles sehr unaufgeregt aus. Ich fahre entlang der alten Apfelbaumallee, der Sonne entgegen, und vielleicht bemitleiden mich auch welche, weil ich wirklich, auffällig, allein unterwegs bin, an diesem Tag. Am Ende der Strasse leuchtet etwas Rotes im Wald.

Jemand hat herzförmige Luftballons aufgeblasen, die aus Kunststoff und daher sicher umweltschädigend und nicht nachhaltig sind. ´Sie haben im Wald nichts verloren. Ausserdem sind das keine echten Herzen wie das blutüberströmte echte Organ, das mir im Internet in den Weg gespült wurde. Es handelt sich also um eine kitschige Inszenierung, ohne Rücksicht darauf, was man mit Aufblasen und Hinfahren und Reduplikation von patriarchalischer Herrschaft gesellschaftlich so alles anrichtet. Ich komme näher, und da sitzen unter den Herzen zwei an einem Bach, machen Picknick, und auf der Decke steht noch nicht einmal “Save the World” oder “All men must die.” Sie sitzen da, kuscheln sich aneinander und sind ganz ohne Internet und der Möglichkeit, über ihr Fehlverhalten zu reflektieren – glücklich.

Wie ganz viele andere Menschen., die ich sehe. Es mag sein, dass es mitunter auch Stress ist, aber es sieht wirklich nicht so aus – sie geben sich dann eben Mühe. Um den anderen. Aus Sympathie, die man im Internet allenfalls für Katzen, Pinguine, Füchse, Migranten und Eulen empfinden darf, damit es politisch zulässig und kein Anlass zum Hohn ist. Menschliche Nähe ohne bissige Bemerkungen und garstiges Verhalten scheint den Menschen hier draußen mindestens so gut zu gefallen, wie anderen Gift und Galle im Internet. Natürlich würde ich auch nicht mit Leuten spazieren gehen wollen, die wegen Trump den Valentinstag abschaffen wollen. Ich will offen gesagt gar nicht wissen, wie es ist, mit Leuten zu schlafen, die daheim Schreine für Stalin und alle Werke des intersektionellen Feminismus haben. Und ganz ehrlich, wer sich an so einem Tag mehr Gedanken über das Schicksal ostafrikanischer Landarbeiter als über das Strahlen in den Augen seiner Liebsten macht – der ist vermutlich Single und verwest irgendwann allein und vergessen vor einem Fernseher des Wahrheitsministeriums, der die neuesten Fakten vom Team Gina-Lisa und der besonderen Ungefährlichkeit der Migranten im Vergleich zum Oktoberfest verkündet, sowie das Verbot der Farbe Pink ausser für Männerröcke.

Genpoolreduktion durch Onlinejournalisten, Facebook und Twitter wäre mal ein gutes Thema, aber ich muss schnell zurück in die Stadt, um beim Floristen meiner Wahl noch etwas zu besorgen, und ich muss auf all die Paare aufpassen, die noch unterwegs sind. Vollgeparkt ist es vor dem alten Biergarten, im Salettl ist offensichtlich eine Hochzeit – wie passend! – und etwas abgehetzt komme ich dann im Blumenladen an. Es sind noch viele Nelken da. Und ganz viele leere, weisse Kübel. Und 4 rosa und 8 gelbrote Rosen. Gleich nach mir betritt noch jemand den Laden, und ich fühle Blicke im Rücken. Blicke, die morden könnten, aus Not. Ich erkläre mein Anliegen – einen Strauss als Erklärung grösster Sympathie, aber nicht als blumengewordene Aufforderung zur Vereinigung – und lasse mir einen Nelkenstrauss machen. “Alle Rosen, die noch da sind”, sagt der Mann hinter mir, als ich meinen Strauss nehme und zur Überprüfung meiner These schreite: Nämlich, dass die Ansage, es sei überhaupt wirklich rein gar nicht nötig, nicht doch eine klitzekleine Erwartungshaltung mit sich bringen könnte, die so aber nach allem, was ich im Internet lesen musste, nicht wirklich zu erwarten war.

Ich habe es gewagt und möchte Sie wissen lassen: Es ist ein Lügeninternet!

Abschliessend möchte ich sagen, dass das Internet eine Filterblase ist, in der sich Menschen offensichtlich viel gefühlskälter, unromantischer und sexuntauglicher benehmen, als es der Rest in der Realität ist. Ich will das nicht weiter beurteilen, vielleicht gibt es einfach eine Schweigespirale, die die Romantischen zum Verstummen bringt, oder manchen schmeckt Toffifee wirklich besser als das, was der Lengmüller kann. Möglicherweise bezahlen Onlinejournalistinnen stolz ihre Kakteen und das geliebte Plankton selbst und planen schon einen Betrag, wie abscheulich Ostern ist, und das Geheuchel zu einem Fest, an das eh keiner mehr glaubt. Viele Möglichkeiten sind so, dass ich sie hier nicht niederschreiben kann, aber was ich wirklich glaube, ist noch nicht mal eine Beleidigung.

Sondern Mitleid mit einsamen, verzweifelten Figuren, die das bekommen, was sie einbringen. Immer an das Gegenteil von dem halten, was in den sozialen Medien steht. Dann wird alles gut.

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358 Lesermeinungen

  1. Haram
    Sehr geehrter D.A.,
    sicher ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass nach islamischer Überzeugung Feiern zum Valentinstag unislamisch sind und gegen die pakistanische Kultur und Religion verstoßen (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/pakistanisches-gericht-verbietet-feiern-zum-valentinstag-14875931.html) Man kann nicht früh genug anfangen, sich an kommende Gepflogenheiten anzupassen!

    Und dass das Dekorieren von Bäumen und Sträuchern zu gewissen Problemen führen kann, sah ich am Sonntag bei einem Waldspaziergang: die Weihnachtskugeln hängen immer noch am Christbaum, obwohl die Heiligen Drei Könige schon längst wieder in ihrer Heimat sind.

    Zum Radfahren ist es mir noch nicht mild genug, an manchen Ecken stößt man noch auf Schneereste.

    mfG!

    • Man sollte den Valentinstag zum verpflichtenden Kulturbestandteil machen, den Migranten ausführen müssen – wer das nicht macht, bitte in einen anderen Kulturkreis. Von Pakistan lernen heisst da Siegen lernen.

    • Kronplatz
      Text eingeben

  2. Der schönste Beitrag im Internet.........
    den ich seit Jahren gelesen habe.
    Danke dafür👍
    Danke 🌷🌷🌷🌷

  3. Auch dagegen
    Also, ich bin auch gegen den
    Valentinstag (der hier auf Teneriffa schon heftige Ausmaße annimmt), aber nicht , weil die Gendertröt****innen geschlossen dagegen sind, sondern weils mir a bisserl zu kommerzialisiert ist. Aber: Chacun a son gout, und wenn mir keiner auf den Schlips tritt, solls mir recht sein! Und außerdem esse ich auch gerne
    Pralinen…😱

  4. Wer knutscht, twittert nicht
    Es ist wie damals in der Schule, als all die, die noch keine Partner(innen) hatten, sich die ganze Zeit da Maul zerrissen…
    Wer jemanden hat, den er da in den Arm nehmen kann, der muß nicht unbedingt das Internet, ob Twitter oder SPON, vollkotzen. Der kann seinen Gefühlen ganz einfach offline freien Lauf lassen – und hat in aller Regel auch keinen Grund, damit dann hausieren zu gehen.

    • Ich denke, die meisten dieser Tweets werden von einsamen Frauen auf dem Bahnsteig im Nirgendwo verfasst, während nebenan geküsst wird. Der letzte Tweet stammt übrigens von einer aus eine Clique, in der Küssen als Belästigung betrachtet wird.

    • Hat ja auch ne tollen, toleranten Usernamen
      Shehadistan

      Also erstmal: Kulturelle Aneignung durch Verballhornung des Wortes Jihad. Dann auch noch die implizierte Kreation eines desselben gewidmeten Landes.

      Dann natürlich das Statement des Namen selbst: Die Dame gehört dem radikalfemistischen Flügel der Keyboard Krieger (Motto: Wir bewegen uns keinen Meter) an? Nehme ich jetzt mal so an.

      Böshaft wäre es jetzt Spekulation über die Körperfülle der Nutzerin zu treiben den wär sich selbst als Land bezeichnet…

    • In Asien und Afrika keine romantische Liebe?
      Also da fallen mir sofort unwiderlegbare Gegenargumente ein. Man denke nur einmal an Bollywood-Filme (Indien, Pakistan) und TV soap operas im arabisch-islamischen Kulturraum. Oder an Hafis und Rumi und 1001 Nacht…
      Vielleicht mal wieder Goethe lesen? Den West-Östlichen Divan? Das Hohe Lied im Alten Testament?
      Nein, die Liebe und ihr Lob – auch in volksnahen Formen – war und ist universell. Und das ist gut so. Und das bleibt hoffentlich auch so.

  5. There are no more barriers to cross.
    Don,

    die romantische Liebe ist ein symbolisch generiertes Kommunikationsmedium.
    Erfunden im 17. Jahrhundert.

    Es diente dem Konstrukt des Individuums als Inklusion in eine ausdifferenzierte Gesellschaft.

    300 Jahre hat das ganz gut hier im Westen funktioniert (In Asien und Afrika existiert diese romantische Liebe überhaupt nicht!), in der aktuellen Ausprägung der Moderne kann sie aber die angestrebte Leistung nicht mehr erfüllen. Daher suchen junge Menschen alternative Konzepte, die sie im Internet kommunizieren. Bisher noch ohne Erfolg.

    Whatever, kein Grund den jungen Menschen Vorwürfe zu machen.

    Genießen wir Glücklichen den Luxus der romantischen Liebe, solange sie noch existiert. Und bewundern die jungen Menschen, die sich auf die Suche nach einer Alternative begeben, einsam, traurig, aber mit festen Willen.

    • Die romantische Liebe gibt es immer und überall, sie ist halt nicht immer gegeben und bei uns nun mal leichter zu machen als woanders. Also, zumindest war es mal so. Stichwort Ahaus.

    • Goodnight, Sie eisenharter Managerknochen,
      Geschichte ist nicht Ihre Stärke, lassen Sie besser die Finger davon :-).

      „(In Asien und Afrika existiert diese romantische Liebe überhaupt nicht!)“

      Pruuuust. Weiterführende Informationen:
      (Fehlendes w oder h bitte ergänzen)
      ww.history-of-emotions.mpg.de/en/texte/the-meaning-of-love-insights-from-medieval-south-asia
      ttp://scholarworks.gvsu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1135&context=orpc
      ttp://britishacademy.universitypressscholarship.com/view/10.5871/bacad/9780197264775.001.0001/upso-9780197264775-chapter-1

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Never tell the truth to people who are not worthy of it.
      Herr von und zu Haupts,

      Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und „ich war mal an der Uni und hab nen Diplom“.

      Sie werfen einfach mal ein paar Links rein, bei denen „Uni“ draufsteht und glauben damit wissenschaftlich argumentieren zu können.
      Schon mal was von wissenschaftlicher Reputation gehört?

      Da fehlen einfach Grundlagen. Bei Ihnen.

      Was soll ich dazu noch sagen? Dass erst die Moderne die romantische Liebe benötigte? Dass vorher die Familie diese Rolle übernahm? Dass Kinderehen gerade deswegen in Asien noch so verbreitet?

      Das Problem bei den oben angeführten Links ist: Da ist keine Theorie . Kein Modell einer Gesellschaft. Das ist dann so gehaltvoll wie die Meinung von der Susi bei Lidl an der Kasse.

      Das kann ich wissen ohne einen der Links geöffnet zu haben. Weil ich mich auskenne in dem Gebiet. Und daher weiß, ich wie viele Theorien der Gesellschaft existieren. Es ist genau eine Einzige.

    • Lieber Goodnight, ohne Sie würde mir hier etwas fehlen.
      Ich nehme also von heute mit: Wissenschaft ist, was Goodnight dazu erklärt. Und es existiert genau eine Theorie der Gesellschaft, von der er etwas weiss.

      Danke für die Erläuterung :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @Goodnight
      Und wie erklären Sie sich die Existenz des Taj Mahal?

      Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) erbauen.

    • Goodnight verwechselt Hochzeiten aus Not oder Clan-Erwägungen heraus
      mit der Unbekanntheit von romantischer Liebe. Passiert schon mal, wenn man nur eine Gesellschaftstheorie hat :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • This class will be a waste of your - and what is infinitely worse - my time.
      @Haupts

      Na, dann zeigen Sie mir mal all die Gesellschaftstheorien. Sie werden da doch welche finden, in Ihrem Bücherregal.

      @Krächzit

      Bitte um die Übersetzung von „romantische Liebe“ ins Indische. Mit Bedeutungserklärung.

      Mal unter uns: 99% der Anwesenden können nicht zwischen Liebe und romantische Liebe unterscheiden. Und jetzt kommen Sie und wollen mir die gegenwärtige westliche Interpretation indischer Architektur aus dem 17 Jhd. als Wahrheit verkaufen? Haben Sie eine Ahnung von Wissenschaft? Eine Ahnung davon, was es bedeutet, von Architektur auf eine zwischenmenschliche Beziehung in einer völlig anderen Kultur in weiter Vergangenheit zu schließen? Yeah, Wissenschaft als lego-Spiel? Wunderbar!

    • You are the only reason I am. You are all my reasons.
      BTW:
      Romantische Liebe ist der Wille, genau das zu erschaffen, was keinen Sinn macht.
      Genau das ist der Grund seiner Großartigkeit: Sinnlosigkeit ist möglich!

    • Goodnight
      Sie existiert ÜBERALL, die Frage ist nur in welchem Ausmass.
      Es ist einzig und allein eine Frage des Geldes und der nötigen Dummheit, ob man den Jugendlichen in den sich da ein anderer Jugendlicher verliebt hat, auch heiratet.
      Ich habe in den 30 Jahren die ich in Asien, vom ärmsten zum reichsten Land gelebt habe, überall genau diese Regel befolgt gesehen.
      Im Westen ist es natürlich nicht anders, nur, dort kommt man halt leichter aus dem angerichteten Schlamassel wieder raus. Als Frau in Asien haben sie den Salat…

      Das mit dem Internet, das Können sie in Japan in Ausmassen beobachten, die sie sich gar nicht vorstellen können. Ein knappes Drittel der jungen Männer zieht eine virtuelle Freundin, die nur im Net existiert, real existierenden Frauen vor… und das ganz offen!

    • Who, being loved, is poor?
      @TDY

      Nun gut, Sie haben wenigstens ein Gesellschaftsmodell, auch wenn es nur der olle Marx ist. Dabei wissen wir doch schon lange, dass Gesellschaft doch viel mehr als Geld …egal.
      Wenn Sie dem Geld folgen so finden sie die romantische Liebe, da liegen Sie dann doch richtig, denn die romantische Liebe ist immer nur dort möglich, wo die Moderne schon angeklopft. Also auch beim Wohlstand in Asien, der sich dort in den letzten 20 Jahren ausbreitet, mit einer immensen Flut an Dailysoaps die insbesondere die zerstörerische Wirkung der neuen romanischen Liebe für die bestehenden Clan- bzw. Herrschaftsstrukturen tagtäglich aufarbeiten.

      Denn vor der romantischen Liebe war der Clan! Und der Clan ist immer noch in der Mehrheit. In der Welt. Weil die Moderne noch nicht und vielleicht bald weniger…

    • Titel eingeben
      Nicht zu vergessen: Gutenacht kann sogar ein, zwei Sätze Englisch, die er hier stolz vorführt.

    • Never tell the truth to people who are not worthy of it.
      Mein wahrlich humanistisch hochgebildeter Dresdener Lateinlehrer pflegte dann ganz schlicht und einfach zu sagen: „Perlen vor die Säue.“ In der Lutherbibel heißt es: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.“ (Matthäus 7,6 LUT).
      Hat mich allerdings nicht sonderlich beeindruckt, ich war aus ideologischen und tiefenpsychologischen Motiven (Wissenschaftlich: isolierte Phobien; nach ICD-10 F40.2) an Latein nicht interessiert (zu faul!): Lingua latina phobia!

  6. Schämen Sie sich!
    Den Blumenstrauß für die Liebste besorgt man doch schon am Tag vorher! Sieht bei selbiger auch besser aus und hilft auch bedürftigen Mitmenschen, die in wahrer Not wirklich erst am 14. Februar etwas für ihre Angetraute besorgen können und ansonsten unter arger Verknappung des Blumenangebots leiden müssen.

    Sei es einerlei, werter Don – ich hoffe, Sie hatten tatsächlich einen wunderbaren Tag in Zweisamkeit. Immerhin hat das Wetter ja mitgespielt im Oberland, wie man hört.

  7. Chapeau!
    Werter Don, Chapeau! Mit einem einfachen Test mal wieder einen klaren Sieg der Empirie über die Aussagen in den sozialen Medien herbei geführt.
    So, aber jetzt schnell noch den Blumenstrauß nehmen und die bessere Hälfte von der Arbeit abholen und zum Essen ausführen!!! Muss sein!

  8. Antonio an Olalla
    Ja, du liebst mich, und ich weiß es,
    Wenn dein Mund auch schweigsam bliebe,
    Deine Augen selbst nie sprachen,
    Stumme Zungen sie der Liebe.

    Da ich weiß, du bist verständig,
    MUSST du wahrlich mich erkiesen,
    Denn wenn Liebe recht erkannt wird,
    Wird sie nie zurückgewiesen.

    Manchmal hast du zwar, Olalla,
    Mir gezeigt so rauhe Mienen,
    Daß von Stein dein weißer Busen,
    Und die Seel aus Erz erschienen.

    Doch in deinem spröden Zürnen,
    Das als Tugend wird gepriesen,
    Hat gar manchmal mir die Hoffnung
    Ihres Mantels Saum gewiesen.

    Deinem Lockton fliegt mein Herz nach,
    Dessen Glut nie konnte sinken,
    Wenn du zürntest, und nie steigen,
    Wenn Erhöhung schien zu winken.

    Doch wenn holde Miene lieb ist,
    Dann schließ ich aus deinen Mienen,
    Daß mein Hoffen an das Ziel kommt,
    Das als Traumbild mir erschienen.

    Und wenn treue Dienste helfen
    Spröder Herzen Gunst erringen,
    Muß gar manches, das ich tat,
    Meiner Sache Hilfe bringen.

    Oft ja sahst du, wenn Beachtung
    Meinem Tun du hast geliehen,
    Daß ich montags trug, was sonst mich
    Freut‘ am Sonntag anzuziehen.

    Weil sich Lieb und schmucke Kleidung
    Immer gut zusammen schicken,
    Wollt ich stets, daß deine Augen
    Mich in feiner Tracht erblicken.

    Wie ich tanzte dir zuliebe,
    Kam, um Ständchen dir zu bringen,
    Rühm ich nicht; du hörtest nachts oft
    Bis zum Hahnenschrei mein Singen.

    Nicht sag ich, wie deiner Schönheit
    Ich manch Loblied angestimmet,
    Daß, obwohl ich Wahrheit sprach,
    Manche Maid mir drob ergrimmet.

    Die aus Berrocal, Teresa,
    Sprach, als ich dich jüngst gepriesen:
    „Manch Verliebter sieht als Engel,
    Was sich bald als Aff erwiesen.

    Das kommt von erborgten Haaren
    Und den Flittern, Bändern, Ringen
    Und von den erlognen Reizen
    Die selbst Amor hintergingen.“

    Gleich straft ich sie Lügen; kam ihr
    Vetter gleich, ihr beizuspringen,
    Bot mir Kampf; du weißt, was ER da
    Und was ICH vermocht im Ringen.

    Nicht lieb ich so oberflächlich,
    Nicht auch wag ich dich zu minnen
    Von gemeiner Lüste wegen;
    Tugendsamer ist mein Sinnen.

    Seidne Bande hat die Kirche,
    Gut, um sich darein zu schmiegen;
    Unters Joch leg deinen Nacken,
    Werd ich meinen drunter biegen.

    Sonst, beim größten Heilgen schwör ich,
    Wenn du deinem treuen Diener
    Absagst, zieh ich vom Gebirge
    Fort und werd ein Kapuziner.

    • an Röschen
      Komm hervor aus deinem weichen Moose,
      Wahrlich bist erkiest zu schönem Loose!
      Röschen könnt ich heut dein Los erwählen,
      Würd ich wahrlich mich zu Göttern zählen.

      Röschen, sollst an Tonios Busen beben,
      Sage Röschen, kannst du schöner leben?
      Sollst dein Haupt an Tonios Busen senken,
      Röschen, kannst du schönern Tod dir denken?

    • Commedia degli equivoci
      Hihi!

  9. Die Liebe
    ist, glaube ich, ein sehr schwieriges Thema, Sarkasmus die Waffe der Verzweifelten, und nicht alles, was im Internet zu glänzen scheint, trägt das Gold der Wahrheit in sich.

  10. Janus
    Wäre es nicht denkbar, dass ein nicht allzu kleiner Prozentsatz der Querulanten zugleich zweisam auf den Straßen unterwegs ist? Dass man sich dann ein paar uneingestandene, weil regressive Gefühle gönnt? Schließlich weiß man sich durch den demonstrativen Zynismus auf der sicheren Seite vermeintlicher Progressivität. Ein wenig schizophren, aber wir sind selten widerspruchsfrei.

  11. Also, ich habe an Valentinstag nichts zu tun gehabt,
    was mit dem Tag selbst zu tun hat.
    Da ist halt niemand, Mutter verstarb im Frühjahr, bei uns war der Valentinstag so eine Art zweiter Muttertag.
    Aber ich wußte, dass Valentinstag ist, und es wäre mir im Traum nicht eingefallen, darüber schlecht zu denken, oder jemandem den Tag zu mißgönnen.
    In social media bin ich nicht, also fuhr die Giftspritzerei, von der der Don hier berichtet , unter meinem Radar durch.
    Nachträglich allen, die ihn gut gefeiert haben, einen schönen Valentinstag.

    Das Internet scheint, folgt man dem Don, so eine Art Misthaufen zu sein, also, die Quakquakmedien darin, auf die sich die ganzen Kranken und kaputten, die Genderinnen und Quotinen und aggressiven Lesbinnen, Blunzinnen, Tramplinnen, und ihre,hahah ,,männlichen“ Pendants, selber schmeißen, bis politische Ratten sie als Dünger für Shitstorms brauchen.

    Von solchem Müll soll man sich in keiner Weise beeinflußen lassen , und schon gar nicht schöne Gefühle, oder sonst was Schönes im Leben, vergiften lassen.

    Mögen sie an ihrer Krankheit und Bosheit verdorren.

    Mein Mitleid ist recht selektiv, man kann nicht die Welt retten, deshalb bin ich auch gegen jede Aufnahme unnützer Personen aus fremden Gestaden bei uns, und sehe den mauerblümeranten Lautplärrerinnen ungerührt beim Sterben zu.

    Den anderen, die vernünftigerweise ihr Glück empfinden, beim Schopf packen (doucement !) , und genießen, wünsche ich alles Gute, zu jedem beliebigen Tag.
    Macht’s was draus, und will euch wer in ein Gespräch über seine eitrigen Füß‘ verwickeln, setzt’s euch woanders hin.

    • Das Internet ist toll, man muss es halt hin und wieder durchschütteln und den Parasiten das Leben schwer machen.

    • otto...
      „Also, ich habe an Valentinstag nichts zu tun gehabt,
      was mit dem Tag selbst zu tun hat. Da ist halt niemand…“

      Obwohl ihre Kommentare genau so ein Leben nahelegen, so empfinde ich trotzdem keine Schadenfreude…
      … wenn sie nach diesem Geständnis nicht genau so unbelehrbar weiter Unsinn verzapfen würden.

      Der Gedanke, dass irgendwas in ihrem Leben an IHNEN liegen könnte und nicht an den bösen Anderen, der ist ihnen noch nie gekommen, gell? (Das war keine Frage!)

    • Der TDV als Psycholog .
      Ich eigne mich nicht so für Beziehungen, schon gar nicht ernsthafte.
      Heutzutage bin ich als älterer Mann mit Bauch auch kaum ein recht marktgängiges Modell.
      Da mache ich also weder mir, noch den anderen Marktteilnehmerinnen den geringsten Vorwurf.
      Was Sie als ,Unsinn“ bezeichnen in meinen Beiträgen, weiß ich nicht.
      Sie sind ja der aggressive Zen-Buddhist, der, in sich ruhend, Gift und Galle auf jeden spuckt, nicht ich.
      Ich bekämpfe Verlogenheit, damit das Linke, aber auch verlogene Konzerne, Transatlantiklügner, Gutmenschenlügner, etc.
      Ich bekämpfe aber nicht meine unmittelbare Umgebung, wie Sie das unterstellen.
      Aber gut, das wird das viele Zen sein, dass Sie konsumieren.

  12. Titel eingeben
    Schön. Schöner Text. Schöne Haltung. Schönes Bild – Carbon im Sonnenaufgang. Schönes Denken. Sloterdijk – der ja auch Rennrad fährt halt mal einen Vortrag über die Schönheit der Philosophie gehalten, per Zufall heute früh um fünf gelesen. So berührt sich – und mich – was.

  13. Vielen Dank
    für diese Darstellung.
    Balsam für meine Seele.

  14. Die Blumen des Digitalen
    Bei manchen hört die jungendliche Trotzphase, in der die Eltern peinlich, Traditionen komisch und Mehrheitsverhalten uncool sind, eben nie auf. An der Uni wird das dann zu einem kritischen Bewusstsein geadelt, das alles hinterfragen muss und soll, obwohl keiner außerhalb der Uni darum bittet. Und von der Uni fallen diese Leute dann ins Internet und geben immer noch Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat. Dafür gibt es dann ein paar Likes von Gleichgesinnten, die Blumen des Digitalen, die dann doch das Herz erwärmen.

  15. Mir schenke der Ahl e paar Blömcher….
    ..enää, mache mer schun lang nimmi. Die Gattin zog es am strahlenden Valentinstag bei 11 Grad in ihren Blumengarten, zum Saubermachen. Abgestorbene Pflanzenteile, dürre Gräser, schimpfend die ersten Schnecken ausgegraben und die Katzensch…der Überüber-Nachbarn entsorgt. Sie war abends glücklich, daß ich den Rosenpavillon, der sich mit einem 5 m hohen Rosenstrauch per 3 cm dicke Ranken innigst verbunden hatte auseinander geflext hatte. Leider mußte ein Teil des Strauches auch dran glauben. Statt tausend Rosenblüten dann in diesem Juni vielleicht nur dreihundert.
    .
    „One Billion Rising Revolution- Disrupt! Connect! “ fiel dann flach, wegen schmerzender Glieder, aber schon mit einem leichten Sonnenbrand im Gesicht.
    .
    An Frau Simon (und andere Interessierte): Sonntag 19. Feb., Schwäbisch Hall, Hallia Venezia, evtl. SWR Fernsehen schauen. Meine Schwiegertochter hat 3 Monate am Kostüm der Enkelin genäht.
    (DdH)

  16. Von Herzen
    …möge Ihr beherzter Text wieder zu Herzen gehen – Danke lieber Don. Hier bricht gerade der Frühling aus, wer seine Sinne beisammen hat, freut sich wie immer an den natürlichen Ritualen wie an denen der Zweisamkeit, freut sich mit Freunden, Nachbarn, Zufallsbekanntschaften…und überlässt es den „verzweifelten Figuren“, „so lange d’r Kopf iber d’Supp ze schittle, bisses Hoar drin gfunne henn.“

  17. Titel eingeben
    …. und wie ist es ausgegangen? Wurde die Botschaft dechiffriert? Das ist nämlich komplizierter, als es aussieht. Wer kennt schon Floristencodes! Was soll die Lachsfarbe bedeuten und – waren es denn Gartennelken mit Duft? Dann hätten sie auch rot sein dürfen. Aber nicht, dass das dann wieder an den Arbeiterkampftag … und Sie wundern sich über Stress am Valentinstag, Herr Journalist.

    • Ich nahm halt, was da war. Ich habe Heuschnupfen. Ich lasse mich beraten und mir geben, was Floristen sagen.

    • Sie nehmen, was da ist?
      Sehen Sie, halten Sie sich besser fern von Floristen. Schenkte mir jemand Gartennelken, würde ich glatt denken, ihm läge was an mir und er wüsste, was meine Lieblingsblumen sind.

    • Mir liegt etwas an dieser Person, aber wir wissen beide, wie es gemeint ist.

    • Titel eingeben
      „…aber wir wissen beide, wie es gemeint ist.“ Also – fast hätten Sie den Ball im Korb gehabt…. Erfreulicher Weise haben wir aber alle beide Heuschnupfen, puh. Und so entsann ich mich beim Niesen Ihrer Lieblingsserie: https://www.youtube.com/watch?v=-_bk0SGwBFI – Hab ich nachgeholt; die kam nämlich immer beim Pioniernachmittag.

      Aber das ist nur Spielerei. Professionell kocht der Macher des Don eigentlich mit diesem Grundrezept: https://www.youtube.com/watch?v=O2kZiiib1lA. Nagetierfrei, deshalb …

  18. Annecy 14.2.2000
    Mir hat mal in Annecy am 14.2. jemand eine rote Rose in der Fußgängerzone geschenkt. Die hatte einen riesigen Strauß und hat die einfach verteilt.

    Ich denke jeden 14.2. an die Dame.

    Mann, wieder 17 Jahre her…

  19. Das macht fast weinen! :-(
    Vielleicht sind wir Menschen doch nur die nächste Generation Lemminge; nur mit einem noch stärkeren Drang zur Selbstzerstörung?

  20. Titel eingeben
    „Dass ich den Titel “Pralinen, Rosen, Küsschen, Prügel: Nein, danke!” im Neuen Deutschland lesen würde, hat mich nicht sonderlich überrascht, denn die Leute dort sehen mir nicht so aus, als könnten sie eine Praline vom ehem. kgl. bayer. Hoflieferanten essen, ohne nicht innerlich den Genossen Lenin um ein Tschetnik-Erschiessungskommendo anzuflehen.“

    pardon, sie sehen aus als wenn sie die Tschetnik’s nicht von der Tscheka unterscheiden könnten

    • Ist das ein Wunder? Ich geben mich halt nicht mit Unterschichten ab.

    • D.A.
      Wir wissen das. Da schicken Sie lieber einen schwarzen Mann.

    • Titel eingeben
      „Gast sagt:
      15. Februar 2017 um 20:36 Uhr

      „Dass ich den Titel “Pralinen, Rosen, Küsschen, Prügel: Nein, danke!” im Neuen Deutschland lesen würde, hat mich nicht sonderlich überrascht, denn die Leute dort sehen mir nicht so aus, als könnten sie eine Praline vom ehem. kgl. bayer. Hoflieferanten essen, ohne nicht innerlich den Genossen Lenin um ein Tschetnik-Erschiessungskommendo anzuflehen.“

      pardon, sie sehen aus als wenn sie die Tschetnik’s nicht von der Tscheka unterscheiden könnten

      Don Alphonso sagt:
      16. Februar 2017 um 10:20 Uhr

      Ist das ein Wunder? Ich geben mich halt nicht mit Unterschichten ab.“

      Wenn die Männer mit Gewehren erst mal kommen dann ist jeder Unterschicht der keines hat. Und die werden doch so gewitzt sein das sie dort plündern wo etwas zu holen ist?

  21. Genau so,
    Neulich war ich beruflich in einer Fachklinik für Psychiatrie. Riesige Ausmaße, ich war überrascht. Na, als ich an das Internet dachte, nicht mehr wirklich.

    Ich muss mit denen mal über Ihren Internetzugang reden…

  22. Gott sei Dank
    … dass sich noch jemand traut, gegen diese ganze Gegen-Alles-Fraktion anzuschreiben. Ich bin auch nicht der Romantiker vor dem Herrn, aber natürlich habe ich meiner Liebsten gestern Rosen geschenkt und sie zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. Wir hatten einen wunderschönen Abend, und ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen.
    Ich lese Ihre Kolumne immer gern, lieber Don, bitte weiter so.

  23. Titel eingeben
    Wie wahr! Vielen Dank!

  24. Lügen + Googeln = Güügeln
    GOOGLE behauptet, unter dem Stichwort „Valentinstag“ 21 700 000 Treffer zu finden. Bei 10 angezeigten Treffern pro Seite erscheint der erste negative Kommentar auf Seite 6 (Stuttgarter Zeitung), der zweite auf Seite 13 (Bayerischer Rundfunk) und der Dritte auf Seite 23 (Stuttgarter Zeitung). Ab Seite 26 reduziert GOOGLE die Zahl der angeblich gefundenen Treffer auf 254 und ist auch, wenn man sich die Suche unter Berücksichtigung der angeblich übersprungenen Treffer nocheinmal anzeigen lässt, nicht willens oder in der Lage, mehr als 260 Treffer herauszurücken.
    Daraus folgt: GOOGLE ist entweder böswillig oder GOOGLE lügt. Eine Differenz von 21 699 740 Textstellen zwischen vorgeblich Gefundenen und tatsächlich anzeigbaren Treffern kann jedenfalls nicht als „marginal“ bezeichnet werden. Es handelt sich hier offensichtlich um einen echten „Grossmaul-Bot“.

    Nimmt man diese Zahl aber ernst, ergibt sich aus 3/ 260 x 21 700 000 = 250 383 als Zahl der Negativen und 21 449 617 als Zahl der positiven Kommentare, das sind 1,16% negative Kommentare zum Valentinstag.

    Kein Grund zur Betrübnis also, das ist nur eine vorübergehende Filterblasenentzündung.

  25. etwas Don
    mit einem Hauch Franz Josef W.

    Es sind schöne Tage zum Radeln, ja.
    Danke für die Blumen, stellvertretend.

  26. Karten zum Valentinstag
    Ich versteh das auch nicht. Liebe Menschen werden am Valentinstag zu Zynikern. Freuen sich aber dann doch, wenn ich ihnen – Ohne Hintergedanken- selbstgestaltete Karten zum Tag schicke. Altmodisch mit der Post.
    Kriegt ja niemand ihrer Facebookfreunde mit.

  27. Athen - Rom - Jerusalem
    Merci für den Text !

    Valentin war im 3. Jahrhundert n. Chr. der Bischof der italienischen Stadt Terni (damals Interamna).
    Er hatte laut dieser Sage einige Verliebte christlich getraut,
    darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten.
    Zudem hat er der Sage nach den frisch verheirateten Paaren
    Blumen aus seinem Garten geschenkt.
    Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269
    wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

    Eine Erweiterung der Sage bringt den Todestag Valentins mit dem römischen Fest Lupercalia zusammen,
    das auf den 14. Februar fiel.
    Es war der Feiertag der röm. Göttin Juno (gr.: Hera), der Frau des Jupiter (gr.: Zeus) und Schutzpatronin der Ehe.
    Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel,
    um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen.

    Junge Männer aus dem einfachen Volk zogen an diesem Tag Lose,
    auf denen die Namen der noch ledigen Frauen standen.
    Die so gelosten Pärchen gingen miteinander aus
    und manche sollen sich so ineinander verliebt haben.
    Ehemänner schenkten ihren Frauen an diesem Tag Blumen.

    So kam es, dass sich dieses ältere römische Brauchtum
    mit der Geschichte des christlichen Märtyrers mischte
    und in die spätere Gesellschaft einsickerte.

    Quelle: wikipedia.de

  28. Kompromiss
    Blumen zum Weltfrauentag! Geht auch ohne Internet.

  29. Don, glauben Sie wirklich, irgend jemand würde mit den Valentinstagshassern
    überhaupt noch reden? Die reden nach meiner Beobachtung nur noch untereinander, unterbrochen von regelmässigen Ausschlüssen nach Säuberungsritualen, die mich jetzt endlich den Stalinismus besser verstehen lassen.

    Niemand redet mit einem Mob von Giftnattern. Was dazu führt, dass sich der Mob erst selbst für die Mehrheit hält, dann halten ihn die Medien (aus dem ein Teil des Mobs stammt) auch dafür und dann haben wir … Trump.

    Danke für diesen neuen Nachweis, dass intersektionaler antirassistischer Feminismus die Nachfolge des antiimperialistischen Marxismus angetreten hat – das war in meinen jüngeren Jahren der Giftnatternblock. Man weiss ja, was aus den Marxisten geworden ist, ich übertrage das ziemlich zuversichtlich auf den neuen Mob. Von Bevölkerungsmehrheiten sind die neuen Giftnattern genauso weit entfernt, wie die alten – nur sind die neuen bekannter, weil qua Netz sichtbarer. Und rufen daher weit schnellere und stärkere Ekelreaktionen hervor :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nein, natürlich ist das ein Schlangennest. Aber man kann ja mal über es und seine Abarten in den Medien reden. Es zieht ja durchaus Kreise, einfach weil Journalismus vielerorts von Leuten in ähnlich schlimmen Lebensumständen betrieben wird.

    • Die Bolschewiki waren zahlenmäßig auch nur Menschwiki gewesen
      … und was hatten sie daraus gemacht? Nur ein schauspielerischer US-Präsident verdarb den Sieg der Weltrevolution.

      Eine Schande ist übrigens die minutenlange stehende Ovation, die von den deutschen Führer*innen der Bundesgroßkoalitionären neuerdings zunehmend genossen wird. Diktator Mao hätte die Papier-Stalinisten genannt. Mir dreht sich der Magen um, wenn ich an jene und diese denke.

    • Bolschewiki, wörtlich: Mehrheitler sowie Menschewiki, wörtlich: Minderheitler
      Mensch, wiki (hab‘ mich vorhin vertippt) zeigt doch den leuchtenden Pfad zur Lösung aller Fragen. Wäre ich hierzulande Schüler, würde ich auch g’schwind an Wikipedia denken. Nun denn.
      Vgl.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Bolschewiki (Mehrheitler in Minderzahl)
      und
      https://de.wikipedia.org/wiki/Menschewiki (Minderheitler in Überzahl)
      Kein Wunder,
      dass nichts G’scheites dabei herauskam, aber Blut, Schweiß und Tränen.

  30. Was passt zu mir?
    Die selbstvergessenen Paare in der Natur sind ein schönes Bild.
    Blumen zum Hochzeitstag, zum Geburtstag oder „einfach mal so“ machen beiden Seiten immer Freude.
    Beim Valentinstag geht mir es so wie mit Halloween, das wurde aus den USA importiert und von der Werbeindustrie hier reingedrückt. Ein gewachsenes Brauchtum ist es hier nicht.
    Wenn Sie lieber AD eine Antenne und ein Gefühl dafür haben, womit Sie Freude bereiten können, ist das die beste Richtschnur, da brauchts kein Internet oder offizielle Gedenktage.
    Grüße Uli

    • Jetzt ist es nun mal da, da kann man es auch machen. Es ist nett. Das kann man vom Feminismus nicht sagen.

    • Und doch, Uli 49,
      werde ich den Eindruck nicht los, daß die beiden an der funktionslos aussehenden Stellfalle an irgend einem Nebenzufluß der Alten Donau doch auf ein Display schauen. Es könnte natürlich auch sein, daß ein Reißverschluß klemmt.
      (DdH)

    • Titel eingeben
      Der Valentinstag mag nach Deutschland über die USA gekommen sein, den gibt es in anderen europäischen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich aber schon seit langem, und nicht aus Amerika importiert. Halloween ist aber in der Tat ein reines USA-Import, die Pervertierung des keltisch-katholischen Allerseelen der irischen Einwanderer. Ich boykottiere tatsächlich Halloween, indem ich die Klingel ausschalte, aber am St. Valentin mache ich es genau wie Sie, Don: es waren diesmal auch Nelken dabei, aber fuchsia… Ich bekomme aber durch Don Alphonsos Expeditionen in die unendliche Idiotie dessen, was sich im Internet so tümmelt, jedes Mal Gänsehaut!

    • Man sollte wissen, was passiert, und es dann anders machen.

  31. So weit ist es jetzt also gekommen
    der Feminismus zeigt sein wahres Gesicht. Ich habe mal eine Frau gefragt: „Warum sind Frauen so kompliziert?“ Antwort: „Sie haben Angst, verlassen zu werden.“ Mein Verdacht: es ist vor allem die Verlustangst bzw. zuvor noch der Frust keinen abbekommen zu haben, der das Hauptmotiv feministischer Hetze und Hasskultur ist. Klar, das was man nicht haben kann, das hasst man logischerweise. Würde man das Gegenteil zugeben wäre das ein emotionaler Offenbarungseid. Ich denke, dass dieser Ansatz realistischer ist als der Wunsch gleichberechtigt zu sein. Die meisten Frauen wollen geheiratet und beachtet werden-sonst nichts. Ist irgend jemand schon mal aufgefallen, dass selbst die durchgedrehtesten Genderzicken noch nie einen Versuch gemacht haben daran zu rütteln, dass die Frau im Falle der Heirat den Namen des Mannes annimmt? Bei Lehrerehepaaren führt die Frau vielleicht den Doppelnamen, aber noch nie wurde ein Versuch gemacht, auch den Mann zur Führung desselben zu zwingen. Das ist aber nicht gendergerecht!
    Und überhaupt, Gleichberechtigung. Nur mal so: im Buch Leviticus, dem 3. Buch des Alten Testaments und ein zentrales Element der jüdischen Tora (die, soweit ich weiß, aus den ersten 5 Büchern des Alten Testaments, dem sog. Pentateuch, besteht), gibt es Verhaltensregeln für Frau und Mann mit, wenn man so will, einer Benachteiligung der Frau. Bei den Regeln zu „rein“ und „unrein“ heißt es: ein Mann muss sich nach einem Samenerguss baden und ist unrein bis zum Abend. Eine Frau muss sich nach Beendigung ihrer Monatsblutung ebenfalls wachen und ist dann noch eine ganze Woche unrein. Bis heute hat sich (wieder so weit ich weiß) an diesen Regeln, zumindest im orthodoxen Teil des Judentums, nicht das Geringste geändert. Das Judentum also frauenfeindlich? Es wäre noch so vieles frauenfeindlich wenn man nur mal genau hinsehen würde. Aber darüber regen Frauen sich nicht auf. Nein, sie (korrigiere: einige, nicht alle, hoffentlich) sind militante Valentintagshasserinnen weil sie damit ihre Verlustangst kompensieren wollen. Und in diesem Zusammenhang passt auch das Bukowski-Zitat, das ich hier schon so oft gebracht habe (aber hier doch nochmal, jetzt erst recht): „der Feminismus wurde von hässlichen Frauen erfunden um sich mit seiner Hilfe in die Gesellschaft zu integrieren.“ Und gerade hässliche Frauen werden wohl besonders unter Verlustangst leiden, oder? Wohl seit es Menschen gibt auf der Welt gibt es auch Galanterie von Männern Frauen gegenüber (siehe beispielsweise die Ritterzeit). Natürlich fällt es einem als Mann leichter, einer hübschen Frau gegenüber galant zu sein. Aber Hässlichkeit ist ja nicht in allen Fällen eine Gottesfügung. Es steht Frauen jederzeit frei an sich arbeiten (Rousseau: „es ist die Pflicht der Frau, dem Mann zu gefallen!“). Zumindest übergewichtig muss keine sein-wofür gibt es denn Fitnesszentner, pardon -center (kleines gehässiges Wortspiel, heh, heh!)? Aber wenn die Damen ihre Bequemlichkeit lieber haben-bitte, bleiben sie eben ohne Mann. Aber dann einen auf männerhassende Amazone machen-grow up, phatasses!

    Wir Männer sollten dem Irrsinn offener entgegen treten. Ich rufe alle Geschlechtsgenossen dazu auf Widerstand zu leisten. Besonders jene, die sich schon zum Gartenzwerg, Lindenstraßengucker, Pantoffelheld bzw. Waschlappen haben machen lassen. Geht in euch und revitalisiert eure Männlichkeit Ganz einfach mal ein paar Trump-Videos gucken-und ihr lebt auf! Geht für eure Rechte auf die Barrikaden und kämpft für eure Virilität! Sonst kommt ihr unter die Räder! Lasst nicht locker bis alle Frauen so aussehen wie Elke Sommer in den 60-ern. Bis sie sich uns gegenüber alle verhalten wie Stewardessen (und auch so aussehen): nett zuvorkommend, höflich! Tut etwas für den Fortschritt in der Welt!

    • Titel eingeben
      Natürlich ist das radikale Judentum frauenfeindlich, genau wie der Islam.
      Das gesamte Krebsgeschwür der Religion sollte mit seinen zahllosen Auswüchsen vom Angesicht des Planeten getilgt werden.

      Ihre übrigen Ansichten sind bedeutungslos.
      Sie sind schon älter und werden in absehbarer Zeit sterben.

    • "Hässliche Feministinnen"
      Kommt immer drauf an – die Geschmäcker sind verschieden, und auf jeden Pott passt ein Deckel…nehmen wir einfach mal die hier:

      http://www.zeit.de/campus/2016-07/feminismus-vorwuerfe-jung-und-links

      Kein Model, aber auch keine Alice Schwarzer/Andrea Dwokin, eher ein Charaktertyp, und es gibt eine Menge Männer, auch ich, die stehen genau darauf. Wenn man dann allerdings liest, was hinter diesem Gesicht für Gedanken hausen:

      „Zerstören wir die Idee, dass Hässlichkeit das S c h l e c h t e s t e ist, was von Frauen zu erwarten ist. (…) Lasst uns nicht zeigen, dass Feministinnen schön sind. Lasst uns stattdessen hinarbeiten auf den Tag, an dem sie sich w ü n s c h t e n, wir wären bloß h ä s s l i c h.“ (Hervorhebung von mir).

      Naja. Böse Gedanken machen in der Tat häßlich, und mit dieser Einstellung blickt sie in einen 50 Jahre langen, sehr einsamen Korridor.

      (Überflüssig zu erwähnen, daß meine seinerzeitige Nachfrage im Kommentarbereich, was mich als Mann denn g e n a u e r an besagtem Tag erwartet, mit Zensur und Accountsperrung beantwortet wurde.)

    • Es ist ja nicht nur das Aussehen. Die schönste Frau wird scheusslich, wenn sie wie die Familienministerin letzthin auf Twitter dreinschaut. Wer will denn sowas beschenken?

    • @ killjoy
      auch Sie werden irgendwann sterben, wozu die Hybris? Wenn die Menschheit so weiter wirtschaftet wie bisher, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem kollektiven Sterben größten Ausmaßes kommt. Zu dem was in der Bibel als Sintflut bezeichnet wird. Der Teufel steckt im Detail-und dann will ich Sie mal sehen wie sich hinstellen und sagen „bitte verschone mich, ich war immer überzeugte Feministin (oder sind Sie ein Mann, doch wohl eher nicht, oder?)“. Denn ich glaube, die holt er zuerst.
      Der Feminismus sowie der ganze überdrehte gender-crap sind nur möglich in einer Gesellschaft, die einen exorbitant hohen Energieverzehr hat. In einer naturnah orientierten Gesellschaft kein Thema, nicht im Ansatz. Und genau dieser von menschlicher Selbstüberschätzung getragene Frevel an der Natur wird irgendwann bestraft werden. Nicht von mir, sondern (ich werde mal etwas pathetisch, meine es aber bluternst) vom KOSMOS. Irgendein Gefühl sagt mir: der sieht sich das infernalische Treiben nicht mehr lang an-wollen wir wetten?

    • @ Harry Charles
      Wie wäre es mit einem zünftigen Schweinebraten?

      Dann müssten Sie sich -nach ihrer eigenen Theorie- gar nicht mehr soviel über „die Frauen“ grämen und könnten Ihr Interesse mehr auf Ihr eigenes Geschlecht richten.

      Und es gibt soviele attraktive Saftschubser.

    • @krächzit
      Bitte wie meinen? Alles etwas kryptisch was Sie schreiben, wäre schön gewesen wenn Sie etwas (nicht zu sehr!) elaboriert hätten. Ich antworte mal auf das was ich rausgelesen habe:
      1. Ich bin ein mittelalter, weißer Heteromann, und das ist gut so!
      2. Als Sportpilot kenne ich den Begriff „Saftschubser“ nicht, wohl aber den der „Saftschubse“ (Stewardess=mein Frauenideal, ich nenne sie auf English immer „juice-pusher“, hört sich noch geiler an als auf deutsch).
      3. Ich esse der Gesundheit und Männlichkeit wegen (ich bin kein Muslim, sondern überzeugter, fanatischer Trump-Anhänger) kein Schwein. Aber was hat das bitte alles damit zu tun was ich oben geschrieben habe?

    • @Harry Charles
      Ich beziehe mich auf einen Beitrag von Ihnen zu einem früheren Blogthema von Don Alphonso.

      Sie befürchteten damals, durch den Genuss von Schweinefleisch schwul zu werden.

      Das erschien mir so bizarr, dass ich es mir problemlos merken konnte.

    • Nicht vergessen
      viele Essens-und Reinigungsvorschriften sind Hygienegesetze.

    • Alle Männer sollen...
      so werden wie Trump?

      Und dann?

      Kaufen die sich dann auch alle eine Ehefrau???

    • @Sabine
      der Status eines Mannes spielt eigentlich bei fast jeder Partnerschaft eine Rolle, nicht nur bei superreichen Männern. Wenn man mal genau hinsieht: auch (und vielleicht gerade) bei kleinbürgerlichen Ehen kommt es der Frau eher darauf an, dass sie gut versorgt ist, als darauf einen attraktiven Mann zu haben. In manchen Fällen fragt man sich „wie kann es sein, dass dieser Kümmerling überhaupt eine abbekommen hat“? Für weniger anspruchsvolle Frauen reicht dann schon eine „gesicherte“ Existenz in irgendeinem mickrig bezahlten Job. Männer, die Risiken eingehen sind vielen Frauen eher suspekt (anders als im Film, wo es oft einzelgängerische Helden sind), sie finden Sicherheit in der Masse. Aus dem Grund werden sie auch immer angepasste Pantoffelheldentypen bevorzugen, denn Männer, die sich auch mal gegen die Masse stellen werden als schwach beurteilt. Natürlich fälschlicherweise, denn gerade diese Männer sind es, die viel bewegen.
      Donald Trump jedenfalls ist kein Spießer, sondern einer, der auch mal Risiken einging, sich am Ende aber durchgesetzt hat. Und in dem Fall würde ich sagen: nicht die spießige Enge kleinbürgerlicher Sicherheit, sondern das Reüssieren eines Mutigen, der erfolgreich gegen den Strom schwimmt macht sexy.
      Wenn ich Frau wäre würde ich jedenfalls Trump attraktiver finden als einen Finanzbeamten im mittleren Dienst (nichts gegen Finanzbeamte).
      Wenn unter Männern viele noble Charaktere untergehen so ist das nicht die Schuld von Leuten wie Donald Trump. Er würde ihnen eher eine Chance geben als eine statussüchtige Schnepfe ohne Empathie und Sensibilität. Das schöne Märchen vom Froschkönig, wo eine Frau einen ungeschliffenen Diamanten (den Frosch) küsst und ihm damit dazu verhilft ein Prinz zu werden (sich zu entfalten) ist zwar Männerwunschtraum, bleibt aber eben doch nur ein Märchen. Es scheitert wie gesagt an dem Mangel an Sensibilität und Einfühlungsvermögen der Frau, die nur auf den Status sieht und sich ins gemachte Nest setzen will. Und das liegt am Charakter der Frau, es ist nicht die Schuld von Leuten wie Donald Trump.

    • @DON
      ach ja, übrigens, wertester Großmeister, ich habe mir erlaubt inzwischen etwas zu recherchieren um herauszufinden, wer hinter der Kunstfigur steckt. Und dabei herausgefunden, dass Sie Kunstgeschichte studiert haben, ein sehr ehrenwertes Metier. Nun habe ich in irgendeinem anderen Blog vor kurzem ein Bismarck-Zitat gebracht. Bedeutet nicht, dass ich das auch so sehe, auch mit Kunstgeschichte kann man sich so rum oder so rum befassen. Also, nichts für ungut und nicht persönlich/nicht übel nehmen.

    • Das bei Wikipedia ist ein Fehler, der mir aber sehr recht ist. Ich habe KG gehört, aber nie offiziell gemacht, sondern ähnliche Fächer studiert.

    • Zickenalarm, (Zicke landschaftlich scherzhaft veraltend) Bergmannskuh
      @Harry Charles sagt: Ich habe mal eine Frau gefragt: „Warum sind Frauen so kompliziert?“ Antwort: „Sie haben Angst, verlassen zu werden.“ Mein Verdacht: es ist vor allem die Verlustangst! Borderlinerpersönlichkeiten erleiden immer wieder starke Angstattacken von ihren Bezugspersonen verlassen zu werden. Diese Angst sorgt dafür, dass der Betroffene verzweifelt versucht dieses Verlassen werden zu verhindern. Sobald der Wert der bislang idealisierten Bezugsperson in den Augen der Borderline-Persönlichkeit ins Bodenlose stürzt, schlägt Liebe und Vertraulichkeit ins Gegenteil (Giftspritzen [giffdschbrizzn]) um. Der Borderliner steigert sich in solchen Situationen voll in eine Angst, eine Art Todesangst, die aber eigentlich eine grauenvolle Angst vor dem Verlassenwerden und der nachfolgenden Leere ist. Dann rette sich wer kann!
      Borderline ist eine rezidivierende psychische Störung vor allem von Frauen!
      Auch hier kann der coole Oscar mit lebensnahen Erkenntnissen weiterhelfen: „Männer können analysiert werden, Frauen nur angebetet“ oder noch treffender „Frauen sind Sphinxe ohne Rätsel“.

  32. Titel eingeben
    nicht zum veröffentlichen: Tschekist nicht Tschetnik. ansonsten vielen herzlichen dank für all die wunderbaren Artikel

  33. Profit geht anders
    Leider ist Valentinstag ein ONS der Herzen. Notorische Blumenversorger legen ihre Sträusse so, dass der regulär nächste nach Valentin fällt. Antizyklisch kaufen verspricht den höchsten Profit. Wenn sogar der Taxifahrer vom Aktienkaufen redet, sollte man verkaufen, oder wie war das?

    I see the silver lining: „Immer an das Gegenteil von dem halten, was in den sozialen Medien steht. Dann wird alles gut.“ Könnte von Kostolany sein. Geht doch.

  34. Schrei nach Liebe.
    „da läuft das Internet so nebenher und nur ganz, ganz wenig Liebe ist da zu spüren. Aber unendlich viel Ironie und Zynismus. Wer schreibt den politisch korrektesten Boykotttext, wer regt sich am lautesten über die generellen Fehler der überkommenen Paarbeziehung auf, wer reisst dem System am brutalsten die Maske der Heuchelei vom Gesicht, wer erhebt sich am höchsten über Leute, die auf so einen Marketingtrick von “

    Wie ging der Text von den Ärzten? Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe oder so. Und das ist wohl das Gleiche nur halt in Textform.
    Alle die „versorgt“ sind haben halt Besseres an dem Tag zu tun als sich im Netz auszukotzen.

    Im Prinzip sind das alles Böhmermänner, die sich über einen Silbereisen Lustigmachen , während selbiger gerade auf Sendung ist und das 20-30 fache der eigenen Quote einfährt. Mein Mitleid haben sie!

    • Natürlich ist das so, aber bei vielen ist da wie bei den echten Nazis auch Hopfen und Malz verloren. Twitter ist da so eine Art Zwischenlösung zwischen den Psychiatern.

  35. Neid
    Man muss nicht alles Gut finden. Aber man sollte auch nicht alles verurteilen. Vor allem, wenn eindeutig Neid im Spiele ist.

    Und vielen müsste man diesen Text in das Gedächtnis rufen:

    “ Wem der große Wurf gelungen eines Freundes Freund zu sein.
    Wer ein holdes Weib errungen mische seinen Jubel ein!
    Ja wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund!
    Und wers nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Rund!“

    Viele Grüße an DA und das Forum!

  36. Man kann den Namen ja auch einfach mal a weng anners
    prononcieren und dabei Karl „F“alentins gedenken…

  37. Valentinsgrüße
    Vielen Dank, lieber Herr Alphonso, für Ihre Einschätzung.
    Ich müchte ergänzend vermuten, dass sich an einem solchen erwartungsbeladenen Tag der Frust jener Leute entlädt, die den in der Werbung vorgezeigten Liebes- und -lebensstandards selbst nicht zu entsprechen glauben. Vielleicht sollte man testweise einmal jegliche Werbung verbieten, die mit Emotionen oder „Image“ zu tun hat, anstatt mit reiner Produktinformation.

    Man kann jedenfalls, will ich sagen, auch ohne pinkes Internet oder Fernsehen ganz zufrieden sein. Das ganze Jahr lang. Und öfter mal Blumen kaufen oder an die frische Luft gehen.

    • Das sind ganz einfach Giftspritzen, die immer etwas finden würden und hier halt was gefunden haben, wo sie alle zusammen kreischen können.

      Diese Zeit-Autoroin behauptet übrigens, sie hätte einen Partner. Ich kann es auch verstehen, wenn man mal den Valentinstag ausfallen lässt, manche Frauen sind keine Primel wert.

  38. .... dass Herzhüpfen auch eine Folge von Würmern sein kann ...
    … wie schon Fredl Fesl feststellte:
    Es kant á a Blähung gweng sei.
    Abá i hab auf ole Fälle was g’spiat.

  39. wer sich an so einem Tag Gedanken über das Schicksal ostafrikanischer Landarbeiter macht ...
    … sollte halt einfach eigenes Geld investieren und denen bessere Beschäftigungsalternativen bieten.

  40. Ex-Zeitleser
    Schöner hintersinniger Beitrag, den man auch als Zeichen und Signal einordnen kann. Erinnert mich durchaus ein wenig an meine Eindrücke, als ich einen meiner ersten „großen“ Schirrmacherbeiträge gelesen habe.

  41. Und nun zu etwas ganz anderem...
    Glückwunsch! Ihre Anregung vor vierzehn (?) Tagen wurde gehört: Holm ist Berater der Linken. Nach den Sumpfblasen in Berlin kann man die Uhr stellen.

    • Ich finde es gut, wenn die Linke offen zeigt, dass mit ihr die STASI wieder ein gutes Auskommen hat.

    • Es gibt
      etwas Hoffnung, wenn so ein trauriger Verein kein Schild und kein Schwert mehr braucht, sondern Berater.
      .
      Guter Rat ist teuer.
      (Volksmund)
      .
      Wer es kann der machts, wer es nicht kann, sagt anderen, wie sie es machen sollen.

  42. Titel eingeben
    Und wieder einmal herzlichen Dank für die Erinnerung daran, dass sich zwischen wortloser Fassungslosigkeit und Krypto-Touretteanfällen auch ein hübsches Capriccio verstecken kann.
    Ich frag mich aber schon ernsthaft, wie lang es noch dauern kann, bis diese menschen-, genuss- und kulturfeindlichen RüpelInnen auch von der Masse als solche erkannt und behandelt werden.

    • Ich denke, das ist eine abgeschlossene Blase, die vielen Menschen gar nicht mehr auffällt, und in den Lokalblättern schreibt man sowas eher nicht. Das ist das Privileg der Grossen, die ohne Privatanzeigen und Floristenbeilage vor die Hunde gehen.

  43. Lebenswirklichkeiten
    Toll, wie Sie die Lebenswirklichkeit rehabilitieren (feiern?) und ihr die erbärmliche Daseinsform netzbasierter, virtueller Schattenexistenzen gegenüberstellen.

    So müsste sich doch auch irgendwie Wahlkampf machen lassen … mit einer Partei der erlebten, erradelten Sonnenaufgänge, der Blumen und Apfelbaumalleen, der Konditorei-Pralinen und menschlichen Begegnungen.

    Klasse Bilder außerdem (von den Screenshots mal abgesehen :–)

  44. Es gab Zeiten,
    und zwar bis in die 70er Jahre, dass der Valentinstag hier keine Rolle spielte, ergo man sich auch nichts schenkte. Als das dann so allmählich in Mode kam, waren wir zum einen von der Werbung für all die fürchterlichen Süßigkeiten genervt und zum anderen war mir jeder andere Tag, an dem mein lieber Lothar mit ein paar Blümchen ankam, ebenso lieb. Im Gegenzug bekam der liebe Lothar dann immer mal wieder ein Wägelchen für seine Eisenbahn oder einen Cartoonband, von dem ich wusste, er würde ihn erfreuen.

    Außerdem waren wir beide rechte Süßschnäbel, die feine Trüffel oder andere leckere Pralinen zu keiner Zeit verschmähten. Hätte es die nur am Valentinstag gegeben, was für ein Elend wäre das denn gewesen.
    Wir haben also den Valentinstag einfach ignoriert, hatten uns lieb und sagten uns das auch.

    Dass nun die armen Mädel den Valentinstag ganz furchtbar finden, kann nur daher rühren, dass sie niemanden haben, den sie übers Jahr lieben und knuddeln können. Hätten sie so jemanden, bräuchten sie nicht den Valentinstag, um demonstrativ ihren Hass in die Welt zu pusten oder ist denen allen nur nichts für den Freund und/oder Mann eingefallen? Es sind immer die kleinen unverhofften Dinge, die größte Freude machen, wissen die das überhaupt?

    Lieber Don, mit den Pralinen und/oder Nelken hätten Sie hier durchaus längs kommen können, es wäre mir eine Freude gewesen, alldieweil immerfort allein zu Haus, kein Lothar, keine geschenkten Blumen zwischendurch. Das wurde mir aber erst nach Lesen Ihres Beitrags so recht bewusst; nein es hat mich nicht traurig gemacht, es ist einfach so.
    Der polnische Bekannte, der im Eilschritt heute rein kam und gleich wieder weiter zog, hat an seine Geschäfte gedacht, aber nicht an den Valentinstag, nicht für seine Frau, geschweige denn für mich oder ich nehme das alte Schleifpapier, das er mir brachte, als nette Gabe zum heutigen Tag.


    • „Dass nun die armen Mädel den Valentinstag ganz furchtbar finden, kann nur daher rühren, dass sie niemanden haben, den sie übers Jahr lieben und knuddeln können.“

      Damit haben Sie, Frau Simon, den Nagel wohl auf den Kopf getroffen. Vielleicht kommt das ja auch daher, daß die armen Mädels selbst nie so richtig geknuddelt wurden, als es noch darauf ankam. Nun scheint es bei vielen endgültig zu spät zu sein.

    • Heute ist man wohl eher verpartnert
      Herr Meier, was auch immer das bedeuten mag. Herzensbindung scheint da nicht vorhanden zu sein. Wenn man sich die Damen so anschaut, verwundert einen nichts, alle etwas verbiestert aussehend, wer will sich als Mann so etwas antun? Zumal Mann bei denen ja eher auch wieder ein Hassobjekt ist, die paar Chancen, die diese Damen evtl. mal gehabt hätten, sind damit vertan. Also viele Töpfe, auf die kein Deckel mehr passen mag.

      Die warten auf den Prinzen, den andere längst wachküssten und der hustet denen was. Wie sagte der Don, küssen ist neuerdings auch völlig daneben… Mann kann also machen, was er will, den Damen passt reineweg nix, aber jammern können sie gut. Wenn Dummheit weh täte, wäre das Geschrei nicht auszuhalten. Jemand müsste den Mädels mal Ursache und Wirkung erklären, das haben die noch immer nicht kapiert.


    • Verpartnert, ja, so kann man es wohl ausdrücken. Es fehlt an echten Gefühlen, alles ist oft nur noch oberflächlich und auf Äußerlichkeiten beschränkt. Selbst nichtigste Anlässe reichen für eine Trennung schon aus, von echten Problemen mal ganz zu schweigen. Es scheint, als seien die Ausnahmen früherer Zeiten die Regel geworden zu sein. Im Laufe der Jahrzehnte habe ich da Entwicklungen beobachten dürfen, die würde niemand glauben, würde ich die erzählen. Und das ist nicht auf die Frauen beschränkt.

      Da fällt mir doch der Schiller ein: „Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet“. Und dann noch der Giesinger, der fragt, „wie hast du mich gefunden? Einer von 80 Millionen“.

      Na ja, für meinen Teil bin ich glücklich, wahre Liebe erfahren haben zu dürfen. Das würde ich allen Menschen wünschen, die Welt sähe anders, besser aus.


  45. All die hochtrabende Kritik am Valentinstag ist mehr ein Zeugnis der überbordenden eigenen Eitelkeit, denn des aufgeklärten Geistes. Man ist versucht, dieses pfauenhafte Gehabe in Bausch und Bogen zu verdammen, wäre der 14. Februar nicht, neben dem Gedenktag eines (fiktiven?) Heiligen in christlicher Zeit, ein Feiertag der Juno gewesen, die Pfauen ja bekanntlich schätzte. Auch an lärmenden Gänsen soll sie ihre Freude gehabt haben.
    In diesem Sinne: Lasst die Leut‘ doch schnattern.

    • Gänse schnattern und dafür wird ihnen ab und zu auch mal der Hals umgedreht, oder die Leber gestopft.

  46. Nun einer meiner anspornenden Kommentare.
    Direkt aus meinen kalten Knochenfingern in Ihr Herz der Finsternis. Finden Sie nicht auch, daß die Kinder dieser großartigen Nation etwas besser verdient haben? Sehen Sie sich doch um! Überall nur Fußbollschewismus!

    Reduplowasbittschee? Also doch nur wieder die längste Praline der Welt. Meinetwegen, aber tut es nicht manchmal auch der kleine Hanuta Harry hinter der nächsten zwielichtigen Ecke? Der ganze Gram manch blauhäuptiger Chromosomenfragwürdigkeit legt lediglich Zeugnis ab. Zeugnis einer jämmerlichen Quasiexistenz am Rande eines Billabong der eigenen Freudlosigkeit, die der Parole „OMNIA PECCATUM EST“ folgt. Beutetiere sind da rar und scheu. Die kümmerlichen Rudimente einer vermeintlich einstmals vorhandenen Persönlichkeit degeneriert zu einem Automaten der Trübsal und Mißgunst. So paaren sich lediglich Minderwertigkeitskomplex und Projektion und brüten so fleißig neue Spaßbremsen aus, daß der Therapeut auf Dekaden hinaus Planungssicherheit geniesst. Es reicht bei jenen an Romantik gerade noch für ein speißedogmenkonformes YES-Törtchen im faden LED-Schein auf dem Lieblingsbahnhofsklo. Dafür haben die dann übersaisonal politisches Hüftbarock, welches die Elendsdaseinserwartung unüberschaubar und dennoch verkürzt gestaltet. Heinz Sielmann hätte sich mit Schaudern abgewandt.

    Ich fordere die unverzügliche Abschiebung des Gender Jerry aus meinem Obstgarten!

    Merci

  47. Muß man Feste feiern?
    Keine Ahnung, was die sozialen Netzwerke so dazu sagen, da ich außer ab & zu bei diaspora (& nur mit einem sehr begrenzten Interessenfeld) in keinem aktiv bin.
    Aber den Valentinstag kann man auch ablehnen, ohne SJW oder Feminist zu sein. Wer spezielle Tage braucht, um seinem Partner seine Zuneigung zu zeigen, der ist doch oft genug genauso arm dran wie die im Text erwähnten „einsamen, verzweifelten Figuren“.

    Habe den Sinn solcher „Fest“tage (von Geburtstag bis Weihnachten) noch nie verstanden. Habe aber auch nie versucht, andere davon abzuhalten, diese zu feiern. Jedem das Seine.

    • Manche brauchen und wollen halt Rituale, und wenn es so ist, sollte man es ihnen nicht schlecht machen.

  48. Titel eingeben
    Wie immer sehr gut beobachtet und auf den Punkt gebracht, werter Don Alphonso!
    Valentinstag hin oder her: Ritterlichkeit, die gute „alte Schule“ und ein Mindestmaß an Höflichkeit vermisse ich – als grundsätzlich „links-liberal“ sozialisierte Frau – tatsächlich schmerzlich bei beiderlei Geschlecht, ohne es ganz offen zuzugeben zu wagen. Groß wäre das Gelächter und Unverständnis unter Meinesgleichen! Meistens vermute ich eine mangelhafte Kinderstube dahinter, die den natürlichen Umgang mit höflicher Aufmerksamkeit nie wirklich vermittelt bzw. als Angriff auf eine selbstbestimmte Weiblichkeit fehlinterpretiert hat. (Den warnenden Hinweis, sich vor berechnender Gefühlsduselei durch „Womanizer“ zu hüten, inbegriffen!) Man täuscht sich jedoch schwer zu glauben, dieses Phänomen beträfe lediglich die Kaste der ehem „Schweinehirten“ – es zieht sich wie ein roter Faden spätestens durch die Generation Ü40 und jünger.
    Übrigens: Was der Chocolatier vom Tegernsee kann, vermag ich nicht zu beurteilen, allerdings verfüge ich über einen kleinen Vorrat der guten „Elly Seidl“-Pralinen, die ich mir bei meinen gelegentlichen Abstechern nach M. kaufe… Sehr empfehlenswert! Da blamiert man sich sicher nicht, sie auch ohne Valentinstag und einfach aus bedingungsloser Zuneigung einem netten Menschen zu schenken!

    • Doch, probieren Sie ruhig mal den Lengmüller in Tegernsee und den Wagner in Gmund, da geht es wirklich schön zu.

      Ich glaube auch nicht, dass die alte Schule ausgestorben ist. Das ist nur eine Illusion, befeuert durch den moralischen und psychischen Niedergang der Medien zur gesellschaftlichen Unterschicht, sie glauben gar nicht, was da in der taz alles so rumrennt und dann in andere Medien reindiffundiert.

    • .
      in waakirchen soll es ebenfalls eine pralinenmanufaktur geben, höchst bedauerlicherweise ist der name aber komplett entfallen.

      ausgestorben ist die unintentionale galanterie sicherlich nicht, aber ein wenig seltener wird sie hin und wieder schon. in unserer gegend kann man sich aber nicht wirklich beschweren.

      gab ich bereits zum besten, wie ich einst vor einer restauranttür stand und dort auch stehenblieb, nachdem ich leicht zur seite trat?
      zwar war man ganz knapp nur die erste an der tür, aber der freund, der miteintreten wollte, musste aus völlig unerfindlichen gründen angenommen haben, ich würde die tür öffnen – nun, wieso sollte einem mann die möglichkeit zur höflichkeit nehmen, denn dies wäre nun wirklich unhöflich, ganz abgesehen davon, dass man natürlich nicht als erste einen gastraum betritt.

    • eybel. Der Name ist eybel.

      https://www.trueffel.de/

    • .
      danke, die meinte ich!

      da wird mal wieder eine heimsuchung fällig werden, im sommer.

  49. Heute las ich meinen Kindern
    Aus Tom Sawyer vor. Eine Stelle über die Abschlussprüfung in der Schule. Es geht um die Aufsätze der Mädchen.
    „… Und eine Besonderheit, die sie kennzeichnete und verunstaltet, war die unvermeidliche und schwer zu ertragende Moralpredigt, die am Ende eines jeden Aufsatzes mit ihrem verkrüppelten Schwanz wedelte.

    Es gibt keine Schule in unserem Land, wo die jungen Damen sich nicht genötigt sehen, ihre Aufsätze mit einer Moralpredigt abzuschließen. Und man wird feststellen, dass die Moral des leichtfertigsten und an wenigsten frommen Mädchens an der Schule stets die längste und frömmlerischste ist.“

    Heute geht es auch in 140 Zeichen. Aber im Kern ist es wie vor 140 Jahren. Die dümmsten Krähen krächzen am lautesten.

    Hemingway sagte zum vorliegenden Buch: „Davor gab es nichts und seither hat es nichts so Gutes gegeben.“

    Und er hat womöglich recht…

    • Mit Moral lässt sich gefühlte Armut gut aufwerten, daher ist sie so beliebt. Ich bin nicht arm, ich lasse es krachen.

    • vorsicht mit Mark Twain, DA & Booooster - - es - - Sie unterschätzen den exzellenten Mann
      – die zitierte Stelle ist doch klar: Mark Twain sagt, die Moral ist überhaupt ein zweischneidiges Schwert, sobald man – wie die jungen Mädchen, in einen Wettbewerb genötigt wird, wer die bessere Moral hat.

      Dann aber entkoppelt Mark Twain die sozusagen offizielle Bigotterie, der die Mädchen unterworfen (!) sind, von seiner Moral indem er zeigt: Einige Mädchen, nämlich die „leichtfertigsten“ – schreiben lang – und leben unter diesem Schutzschild der ausführlichsten Pseudomoral – – frech und munter!

      Mark Tain sagt, kurz gerafft: Bravee Mädchen kommen in den Himmel, raffinierte Mädchen – – kommen überall hin (haben Spaß!).

      Uff – uff – Vielen Dank ans Sie beide, dass Sie mir hier Gelegenheit gegeben haben, etwas Positives über einen Journalisten und Spaßmacher und – Volksschriftsteller (!) von höchsten Graden zu sagen, obwohl er überhaupt nicht PC ist, der Mark Twain – oder: Deshalb…

      LONG LIVE ROCK ‚N‘ ROLL!

    • Lesen Sie von Mark Twain 'Life on the River'
      Es ist die Geschichte der Leidenschaft seines Lebens.

      Als Kind hat er sich immer gewünscht, pilot on a riverboat zu werden, das war der allmächtige Rudergänger, der nur an Land dem Kapitän untergeordnet war.
      Als Erwachsener hat er das umgesetzt und verwirklicht, den Beruf erlernt und ausgeübt.
      Seinen Bruder hat er dazu überredet, ebenfalls pilot zu werden, und als dieser bei einer Kesselexplosion umkam, war das das erste tiefe Trauma für ihn.
      Dann kam der idiotische Bürgerkrieg, und damit war es vorbei.
      Vielleicht hätte Mark Twain nicht viel geschrieben, hätte er seinen Traum weiterleben können.

      So verworren ist das Leben.

      Aber als Kind einen Traum zu haben, und den dann zu verwirklichen, zählt wohl zu den erhabensten Lebenserrungenschaften, die möglich sind.

    • Herr Moser,
      Twain war Journalist und auch sonst ein Lügner. Er hat nicht nur seine Kindheit und seine Kinderträume fingiert, sondern beträchtliche weitere Teile seines Lebens und seiner vorgeblichen Reiseerlebnisse.

    • „Twain war Journalist und auch sonst ein Lügner"
      … was die Lektüre seiner Bücher automatisch entwertet oder gar überflüssig macht?!

      Moral vs. Literatur: das Bemühen der Spießer, ihre Unbelesenheit oder ihr funktionales Analphabetentum hinter einem nach Ehrenhaftigkeit heischenden Dispens zu verbergen.

      Homer war (vermutlich) ein Lügner, Platon riet zur Lüge, Cervantes, Shakespeare, Thomas Mann, Brecht …

      Alle verbrennen? Lektüre verbieten? Wenn’s doch in Wahrheit bloß darum geht, sich die Lektüre zu ersparen …

      https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/188/255

    • Platons Apologie der Lüge für den guten (Staats-)Zweck
      Danke für den link zu Literatur und Lüge, Kerndt.
      „Im Staat gibt Platon den Politikern überdies sogar ausdrücklich das Recht zu lügen, denn die Lüge ist in den Händen des Herrschers ein pharmakon, ein Medikament, dessen er sich aus Gründen der Staatsraison bedienen kann und sogar muss. Für den einfachen Bürger hingegen gilt, dass ihm das Lügen verboten ist (Platon 1988b, 91).“
      Die Frage ist nun nur noch, wo Platon die Dichter in seinem idealen Staatswesen einordnet: zu den Herrschern oder zu den „einfachen“ Bürgern…
      So alt also ist schon der Gedanke, dass jedes Mittel recht und heilig sei, wenn es nur den Mächtigen zum natürlich lupenrein guten Zweck dient…
      Was selbst eine hehre Lüge zum guten Zweck sein dürfte.
      Aber man muss ja nicht alles glauben, und käme es auch selbst von Platon höchstpersönlich.

  50. Herzlich nachgesonnen
    Tja, wie Sie richtig erkannt haben: Viele, die sich an etwas stoßen, nehmen es doch noch wichtig genug, um diese Abneigung bei Gelegenheit öffentlichkeitswirksam kundzutun.

    Ich habe zum Valentinstag meine Liebste ganz klassisch beschenkt, und sie ist auch sehr froh darüber gewesen, und es war alles sehr schön. Und wir sind auch echt emanzipiert, nämlich, sie schenkt mir auch was. Recht geben muss ich Ihnen in dem Punkt, dass die, für die „das alles hormonell“ oder „eh nicht mehr zeitgemäß“ ist, vielleicht nach genau dieser kitschigen, romantischen Erfahrung hungern, die sich hartnäckig zu halten weiß.

    Ihr Beitrag hätte diesmal auch ohne die in Richtung des politischen Gegners sorgsam aufgepflanzten Sukkulenten als Gesellschaftskritik auskommen können; allein, sie sind in gewohnter Dichte gesät worden. Immerhin haben Sie auch diesmal nicht vergessen, ein Anekdötchen Ihrer selbst als Rosenkavalier einzuweben. Es ist also alles wie gewohnt beim Don, Brot und Disteln, und auch wenn ich beim Lesen erst einmal tief einatme – mir ist bisweilen, als röche es verdächtig nach verbalen Stilblüten ganz besonders dorniger Züchtung – haben Sie mir doch wieder ein paar nette Nachdenkereien beschert.

    Und das muss man ja neidlos anerkennen: Ich lerne immer gerne noch was. Und wenn mir der streitbare Spross im Lustgarten der deutschen Bloglandschaft, der so selbstbewusst die Flasche Unkrautvernichter – über einer roten und einer grünen Rose schwebend – im Wappen führt, wenn dieser Platzhirsch im Rosenbeet der politischen Unschuld, mir das geben kann, warum denn nicht? Manchmal bin ich auch versucht, wenn die beeindruckende Kreuzung aus Absolutheit, Kratzbürstigkeit, Verschwörungsidee, Heucheleivorwurf wieder zu bunt blüht, ein Gemisch derselben darüber auszugießen; doch warum eigentlich? Schließlich halten Sie mir doch den Spiegel meiner eigenen Abgehobenheit vor, ich stimme Ihnen deshalb nicht zu, aber ich sehe Sie gern erhalten.-

    • Oh, ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit, und wir lernen ja alle dazu. (Ich dachte beim Durchlesen dieses Textes erst, ne, den kannste nicht bringen, der Beitrag ist zu doof.)

    • .
      es sind ja die simplen dinge, die das leben schön gestalten, und vielleicht hilft es, sich vor augen zu halten, was man darüber am ende seines lebens denken würde.

      kann man wirklich zuviele blumen verschenken? kann man wirklich zu nett und zu zuvorkommend sein zu dem menschen, der sein leben mit einem verbringen möchte? kann man es sich da wirklich entsagen, pralinen und herzförmige schokolade zu verschenken, wenn einem gerade danach ist?

      da nimmt man doch auch einen valentinstag – der bei uns stets tradition war – als eine weitere günstige gelegenheit wie so viele kleine tausend andere gelegenheiten.
      wenn es geht, wieso nicht.

      vermutlich geht es bei einigen anderen aus verschiedenen gründen nicht – dann sollen die trauben eben sauer sein. nun denn.

    • Donna Laura
      Nur mal so áls Beispiel ihre Frage: „kann man wirklich zuviele blumen verschenken?“

      Gibt es ihnen denn gar nicht zu denken, dass man dafür einen eigenen Tag einführt?
      Würden sie mit einem Menschen in einer Beziehung leben,
      der für Blumen einen Valentinstag nötig hat?

  51. Titel eingeben
    Es heisst vielleicht nicht umsonst Weh, Weh, Weh

    Die Diskrepanz zwischen Internet und meiner Realität wird bei mir auch als immer größer empfunden. Abonnierte Beiträge von FB Freunden mussten beendet werden oder ich hätte auf Dauer ein Herzkaschperl erlebt…

    Für nicht mehr produzierte Fahrradkomponenten oder wirklich gute Duschvorhänge (lach, aber so ist es) komme ich jedoch nicht ums Internet herum…

  52. Warum nicht?
    Habe diesen Tag bislang unbedacht, nur ein wenig grinsend-vielleicht überheblich?-
    passieren lassen. Solch ein anmutiger Text lãßt mich doch nachdenklich werden. Warum sollte ich nicht dazulernen? Dank für die Anregung.
    Zufãllig hatte ich wunderbare Ballettkarten für diesen Tag für meinen Partner und mich, ohne nachzudenken. Wer glaubt schon an Zufãlle?

  53. Ach, wissen Sie, lieber Don,
    die ZEIT gewichtet ihre Interessen eben ganz anders: Valentinstag, Romantik für Weiße – vor allem für Deutsche und erst recht für Trump – ist ja ganz iiihh, ganz ekelhaft. Wichtig, wirklich wichtig ist für die ZEIT und ihre Leser*innen, dass die lieben „Geflüchteten“ endlich lernen, mit Frauen über Sex und Penis zu sprechen und Kondome zu benutzen, möglichst so schnell, dass die ins Auge gefasste „Partnerin“ nicht flüchten kann.

  54. Nicht hassen, nein, aber...
    Aber leider bedeuten mir weder Valentinstag noch Halloween etwas. An Bedeutung gewann der Valentinstag in Deutschland durch intensive Werbung der Blumenhändler und Süßwarenhersteller. Bis vor 25 Jahren war mir dieser Tag völlig unbekannt. Ich habe ihn während eines Studienaufenthalts in den USA kennengelernt. Was die Deutschen jetzt daraus machen, bitte schön. Aber ohne mich. Und meine Frau muß damit leben.

    Was Sie, lieber Don, nun beschreiben, ist aber keine Schweigespirale, die die Romantischen zum Verstummen bringt. Es ist das genaue Gegenteil. Es ist der Ausdruck einer streng destruktiven Moral, die es einer selbsternannten Onlineelite verbietet, etwas nicht niederzumachen und nicht zu tadeln, dass einem angenommenen nichtprogressiven Teil der Deutschen wichtig ist.

    Die Moral deutscher Onlinejournalisten hat weithin Züge eines aggressiven, negativen Ichideals, zu dem die kollektive Selbstverurteilung gehört. Nur leider sehen sich die, die verurteilt werden, gar nicht als Teil des Kollektivs. Auf neudeutsch also Filterblase. Kontemplation ohne verbale Ejaculatio praecox im Netz ist für Onlinejournalisten keine Option.

    Ach übrigens, ich kann derzeit angemeldet keine Kommentare abschicken. Statt dessen die folgenden Meldung: „Die Seite blogs.faz.net funktioniert nicht blogs.faz.net kann diese Anfrage momentan nicht verarbeiten. HTTP ERROR 500“. Oder liegt es daran, dass ich aus Indien poste?

    • Ich weiss es nicht, aber hier kam jede Menge an.

      Es gab aber vor Kurzem ein Update, das muss sich wohl noch setzen.

      Ich kannte den Valentinstag – schon immer -uns wurde das als Kindern schon eingestrichtert.

    • @Ernst Wilhelm
      Ja, immer noch. Hat mit Indien nichts zu tun, sondern mit WordPress, und noch mehr mit einer durchaus laxen Haltung der IT-Abteilung.
      [Um mal nicht an Inkompetenz zu denken, obwohl, ….]
      Einfach abmelden und dann wieder anmelden.

    • Anstatt Pralinen, noch ein Kommputer Typp
      HTTP-Client Cache und Cookies löschen, im Browser. Hilft manchmal, aber nicht immer. 500er sind Server Errors, siehe U.Dippel.

    • HTTP ERROR 500: Cache löschen! Manchmal hilft es! Gott vergelts!
      Wie leere ich den Cache meines Webbrowsers Internet Explorer, Firefox, Chrome?
      https://www.java.com/de/download/help/webcache.xml

  55. make war not peace
    Ein durchaus beeindruckender Text. Hat mich mehr als nur mitgenommen. Wo sind wir gelandet? Man sieht hasserfüllte Gesichter, hysterisch schreiende Gestalten, die zu mehr Freiheit, Gleichheit, blabla, etc. aufrufen. Und gleichzeitig ihrem Nachbarn das Auto anzünden, wenn er eine andere Meinung vertritt. Die Gesellschaft hat „Snowflakes“ geschaffen. Diese sind zwar empfindlich ggü. den ganzen globalen Bedrohungen, scheitern aber bei den einfachsten menschlichen Interaktionen. Was muss geschehen, dass diese Gesellschaft die einfachsten Regeln des Zusammenlebens wieder respektiert? Ist eventuell die „Digitalisierung“ mehr Fluch als Segen? Sollte man, anstelle vom Unterstützen lächerlichen Organisationen wie Amadeo, BMFSFJ, etc., nicht besser Aktionen starten, die den Menschen klar machen, dass das Leben auch vor dem Haus stattfinden könnte? Mit echten Menschen? Die Gefühle haben? Die nicht nur Hass und Frust mit sich herumtragen?

  56. Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein....
    Meine sicher geringe Erfahrung mit dem Internet, respektive diverse Foren – wie etwa über Mittelamerika, Spanien, Kirche, aber auch sogenannte Schreibforen- lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Die Menschheit ist verdorben, verlogen, gehässig und Gnadenlos. Es scheint, als würde die Anonymität endlich das freisetzen, was schon immer in einem gärte: Rassenhass, Männerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit. Menschenverachtung. Was man im persönlichen Gespräch nie zu sagen wagt, hier darf mans. Ironisch könnte man sich an den Osterspaziergang anlehnen: Und lauthals jubelt groß und klein, im Net bin ich Mensch, hier darf ichs sein.

    Und zum Internet gehört die Seuche Handy. Auch bei uns. Noch vor 5 Jahren saß man im Bus und hat sich miteinander unterhalten, ob fremd oder nicht. Heute kauert fast jeder über sein Handy und tippt und kreist und sucht und spielt und isoliert sich selber.

    Das dollste aber war bei meinem Besuch in Berlin. U-Bahn, Bank. Rechts auf der Bank ein junger Mann. Links auf der gleichen Bank eine junge Frau. Beide im ähnlichen Alter. Und beide kauerten vor dem Handy und tippten und kreisten auf dem Ding herum und schauten nicht rechts und nicht links. Und ich stand da und schaute mir den Jungen und das Mädchen an und dachte nur: Mensch, du Idiot, mach die Augen auf, da neben dir sitzt sie, du brauchst nur zuzugreifen du Depp. (Entschuldigung, das dachte ich wirklich).

    • Ja, das ist öfters so. Letztes Jahr war ich in einem Cafe am See mit grandiosem Sonnenuntergang, und den Tisch ganz vorn hatten 6 junge Leute, die nicht sprachen und nur auf ihre Telephone starrten und auf Reaktionen auf die verschickten Sonnenuntergangsbilder warteten.

    • Don Tico, das ungefähr dachten die Nafris in Köln ...
      … und anderswo auch. SCNR – so ergeht es einem, wenn man „authentisch“ ist.

  57. Genau, genau - - helau, helau - - Überall ist es hässlicher, wo wir nicht sind - - -
    „Immer an das Gegenteil von dem halten, was in den sozialen Medien steht. Dann wird alles gut.“

    Ok – ein wenig kaltes Wasser in die warme Rede – halt erst noch: Rad-Foto mit Sonne: Doll (will gar nicht daran denken, wie das wieder entstanden ist – – auf jeden Fall: Es ist geglückt – das Gruppenportrait der roten Zuckergusstörtchen auch!).

    Jetzt das kalte Wasser: Nicht die schrecklichen sozialen Medien anderswo beherzigen, sondern nur hier!! – Dann wird alles gut…

  58. Tabubrüche ständig vonnöten...
    Sehr geehrter Don,

    danke, wie herrlich wieder auf das Schöne, Gute und Wahre hingewiesen zu werden. Das ist einer der Gründe Ihre wunderbaren Artikel zu lesen. Zumal ja leider einiges nur zu wahr ist, was sie da beschreiben, aber eben auch schön und gut.

    Es ist wirklich eine merkwürdige Sache, was da viele heute so von sich geben, wobei es schon immer jugendliches Verhalten war, zu verballhornen. Man will ja darüber stehen… Und wo nun so viele im „for ever young“-Dream leben wollen…

    Es geht doch schon seit Jahre so, und Southpark usw. Habe meinen Kindern natürlich über die Schulter geschaut und viel dabei entdecken könne – selbst gruselige Dinge können lehrreich sein. Dafür haben sie auch, wie sie heute sagen, die guten Filme gesehen. Und es ist ja auch Kulturgeschichte, gelebte.

    Alles muss „gebrochen“ und aus Distanz betrachtet werden, wobei man sich als natürlich an vielen Stellen als „coolest“ betrachtet, wenn man besonders weit im Tabubruch geht. Die Tabubrecher Werbung/PR Medien und Kunst sind dabei (derzeit gibt es Spinner, die mit Fingern als Pommes, ein abgehackter Finger zubereitet wie eine Currywurst werben, ohne das ein Werberat gerufen wird, – es soll, passend zum Thema, auch ein Herzorgan als Burger geben, sagte mir unser ca. 10jähriges Kind, die mich fragte, was mir davon ab besten gefiele… Nichts, mein Kind, gar nichts … und dann gab es was über Tabus und Aufmerksamkeit erregend erklärt). So bekommt man die immer knappere Aufmerksamkeit (alles über 2, 3, 5 Minuten ist doch schon lang – viele leben wie in den Bond, wo alle halbe sec. ein Schnitt erfolgte, was ungemein anstrengend ist, wie alle bestätigen).

    Was wird in TV, Filmen und Games als cool und schlau gehandelt? Tarantino ist da nur das obere Level. So wie sie es beschreiben, hatte heute die meisten in Ihrer Gegenwart keinen Kontakt zu Leuten, die ihre Aufmerksamkeit erheischen wollen, wofür täglich viele Milliarden ausgeben werden. Der Tabubruch beschleunigt Erosion von Bestehendem, aber garantiert Aufmerksamkeit. Pay per view – das ist mit YT noch brutaler. Zumal die Filmwirtschaft unter Druck gerät, da TV immer weniger erreicht… Auch wenn sie höchst flexibel mit internetdiensten, Pay-TV-Kanälen bis hin zu Merchandising (die letzten Enterprisefilme – alle sehenswert, auch wenn man die USA verstehen lernen will, und wirklich klasse gemacht, mit phantastischen Leuten, Idee und Bildern) arbeitet, denn es ist ja gleich wer es bezahlt: Die Medienlandschaft ändert sich. Da wird quasi brutal zugegriffen: Es gibt kaum noch ein Tabu, etliche der wirklich schwierig entstandenen Selbstverpflichtungen Hollywoods (durchgesetzt von den Einkäufern, die sich der Verwertung sicher sein wollten – und auch dort wurden die niedrigsten Instinkte genutzt, um Tabus zu errichten) sind gefallen… In The Knick werden OPs gezeigt, an vielen Stellen läuft’s unter der Gürtellinie (hat sich schon immer prima verkauft)…

    Komme nicht nur aus einer Zeit, sondern auch aus einer Gegend, wo bis vor nicht ferner Zeit kein Halloween begangen wird (toll, an der Prenzlauer Berger Kulturbrauerei lang zu laufen, und alle Sprößlinge der Gegend kommen einem entgegen angetan als mit viel Aufwand verunstaltete Gespenster und Zombies – und zwar hunderte: Da fragt man sich, wie sich das nur so verändern konnte, und sagt sich, dass sich soetwas eben stetig ändere. Nur das Obszöne derzeit, aber wo fast kein staatliches Kinder-TV existiert, dass mal nicht irgend eine menschliche Ausscheidung verarbeitet, weil das ja wohl so lustig, kindergerecht-freiheitlich und locker sein soll. Nicht gut, denn das verändert die Vorstellung vom Schönen, Wahrem und Guten). Aber die Kunst ist zum Glück frei.

    Wir kannten früher auch nicht den Valentines-Tag, dessen Konzept eben vielen gefällt. Ordentlich beworben wird er ja. Insofern ein Erfolgsmodell, wie der Muttertag, dessen Erfinderin dann nicht umsonst für dessen Abschaffung kämpfte: https://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag#Ursprung_in_den_Vereinigten_Staaten

    Bei Deutschland steht dann, wie die Werbung… Und wer will das schon zurückstehen, wo wir doch alle so global US-Serien verputzen, wie nix, und gelernt haben, dass es da etwas zu zelebrieren ist (was durchaus auch andere Kulturen erreichten). An sich schön. Für sich auch.

    Man kann nur zuschauen. Und sich nicht ärgern, sondern wundern.

    Viele Tabubrüche haben übrigens auch mir gefallen. Eigentlich sehr viele.

    Vielen Dank für den guttuenden und klugen Artikel. Alles Gute und viele freundliche Grüße

    PS: Sagen Sie mal, wegen der „Hurtig-Sache“: Ob die da Buch führen, wer da kommt und wer nicht? Und nun in allen Verlagen überlegt wird, wer da nun der Richtige sei. Einer oder besser alle Volontaire. Denn schließlich: Warum sollte sich der Matthias Meißner das anhören müssen. Das weiß so einer doch natürlich. Noch kann man ja sagen, dass man das nicht nötig habe. Eines Tages braucht es Zertifizierungen, mit Weiterbildungen, wie bei Technikern und Medizinern. Aber das ist schon Dystrophie, deren Lied seit Jahren überall unters Volk kommt. Verkauft sich schlicht super, so dass man schon hoffen kann, dass eine: Schön-auf-dieser-Welt-auch-ohne-Glammer-Welle erhofft werden kann (aber ganz cool! – in Wirklichkeit gibt es aber auch überall die Predigt, dass das Gute über das Böse siege, und man sich nur entscheiden müsse. Vegan zu sein ist – und bitte das ist auf niemanden bezogen – schon mal nicht schlecht, im weniger schlechtes Gewissen haben. Selbst schon wenn man fleischärmer lebt, stellt sich das ein. Am Ende sollte man das ohnehin alles locker sehen und jeden machen lassen. Internet ist auch so bissken weißes Rauschen. Und ich muss wohl ein etwas andres haben, denn bei mir gibt es schöne Konzerte, Filme, Musik, Informatives usw. Watchdog-Bias von dem wir profitieren (und das nicht zu knapp – danke sehr!)? Bitte beachten. Wer in den Abgrund schaut, aus dem schaut er

    • Diese Pest kam mit den „coolen“ Leuten in den grossen Stä´dten und der Idee der Intersektionalität, die in allem eine Unterdrückung und einen Fehler finden will – getragen von Leuten, die in solchen System keinen Platz finden, weil sie entweder nicht wollen oder verbiestert sind oder Anpassungsprobleme haben. Das alles ist ja nicht immer falsch, aber es nimmt überhand, und zielt darauf ab, wirklich alles für schlecht und falsch zu erklären. Mich erinnert das an die Sicht des Völkischen Beobachters auf die Weimarer Republik, und in dieses Fahrwasser will ich nicht gelangen.

    • gut beobachtet, Don
      Diverse Internetz-Schreckschraubinnen (Genderistinnen) sind vermutlich diploid gekreuzte Erbinnen der Inquisition und des Völkischen Beobachters.

    • 1 Nummero kleiner hätten Sie's nicht vielleicht auch, bitte? Muss es wirklich Hitler sein?
      „Mich erinnert das an die Sicht des Völkischen Beobachters auf die Weimarer Republik, und in dieses Fahrwasser will ich nicht gelangen.“

      Es wäre vielleicht auch deswegen gut, ein klein wenig zurückhaltender zu räsonnieren, weil die Weimarer Republik in ihrer ganzen Zerrissenheit noch immer nicht verstanden ist.

      Ich habe letzten Sommer Münzners Buch über Kurt Hiller gelesen – wogegen der Hiller als u. a. Weltbühnen-Autor alles war – und wieviel er eindeutig missverstanden hat – dito. wird man sagen müssen – – Kurt Tucholsky.

      Nun gab es über Tucholsky von immerhin Zwerenz und Raddatz Bücher – aber es müsste – wahrscheinlich noch zehn gewichtige Bücher mehr geben, damit das alles ins Lot käme, wie ich meine.

      Klar ist, einfach so wie Tucholsky das gemacht hat: politisch ist, wenn man der SPD und dem (von Tucholsky ziemlich unterschätzten Zentrum) vor den Latz knallt – das war aus heutiger Sicht – – – zu dick aufgetragen (s. o. – seufz). Und viel zu sehr orientiert an der USPD – und an der KPD.

      Eh – um auch das noch zu sagen – ich liebe Mark Twain, ok, – aber ich liebe auch Tucholsky. – Wenn auch haargenau nicht wegen seiner Fehleinschätzungen.

      PS wenn ich schon dabei bin, lieber DA – was soll eigentlich der Ausdruck Intersektionalität – es waren die (auch in der FAZ, ich sag keine Namen) über Jahrzehnte hochgehaltenen Denkschuen des Poststrukturalismus und Dekonstruktivismus, die die ganzen infiniten Regresse ins nur immer noch Differenziertere (= noch emanzipiertere) Gebiet propagierten, und die noch immer virulent sind, auch in der Internet und Bento- und und und Crowd – Kahane usw.

      Die Interektionalität ist so gesehen eine abgeleitete Größe, will mir scheinen.

    • Muss es wirklich immer Hitler sein?
      Aber sicher, ja wer denn sonst! Und wenn es den Schicklgruber nicht gegeben hätte, würden die über Jahrzehnte hochgehaltenen Denkschulen ihn erfinden, fantasieren, ausschwitzen.
      In­ter­sek­ti­on ist die Durchschnittsmenge zweier Mengen, deren Elemente in beiden Mengen vorkommen (z. B. bilden die Mengen »Frauen« und »Feministen« die Intersektion » Die Rolle des Mannes neu zu verhandeln«)

  59. Titel eingeben
    Für einen echten Junggesellen ist natürlich schwer vorstellbar, aber ich weiss aus erster Hand, dass es Paare gibt, die weder die Kreativen der Pralinen-, noch die der Blumen Industrie mit ihren Aufrufen zum Konsum brauchen, um mit kleinen Geschenken„das Strahlen in den Augen ihrer Liebsten“ anzuzünden…. Lassen sie sich also von jemandem, der mittlerweile in einer 25jährigen Beziehung lebt darauf hinweisen, dass es nicht nur nicht illegal ist an jedem Tag, an dem man sich danach fühlt, ein Produkt von Leisieffer oder auch aus dem Blumenladen mit nach Hause zu bringen.
    Ich habe den Text verwundert bis zum Ende gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass man anscheinend versäumt hat ihnen den eigentlichen Grund für die Abneigung gegen diese „tolle“ Neuerungen zu erklären. Die Idee dazu hatten nämlich nicht irgendwelche Liebes- oder Beziehungs-Fachleute, sondern die Werbe Fritzen.
    Lassen sie mich raten… vom „White Day“, den es seit ein paar Jahren erst gibt, haben sie noch nie gehört? Der ist einen Monat nach dem Valentin(s) Tag und an dem sollen die Damen dann den männlichen Herzallerliebsten mit einem Geschenk beglücken…

    Wenn also jemand behauptet, der „Valentinstag….. ist schließlich kein Geschäft“, dann kann man zu dieser Lüge in der Tat „innerlich den Genossen Lenin um ein Tschetnik-Erschiessungskommendo anzuflehen.“

    • Ich denke, Menschen brauchen einfach ofrt Rituale, und das hier ist schöner als eine Militärparade oder der internationale FrauenmitpussykostumaufdieStrassegeh-Tag. Es entpflchtet einen sonst ja auch nicht, es ist einfach eine Erinnung, dass Zuneigung nicht einfach so passiert.

      Und ich liebe Pralinengeschenke an Frauen.

    • .
      aus der umgekehrten richtung betrachtet kann ich das nur unterschreiben: ich liebe pralinenpräsente.

    • TDV, die Frau, die mit Ihnen 25 Jahre aushält, war wohl bei Navy Seals und Co,
      oder ist 2 Meter zehn groß, und schenkt Ihnen ein, wenn Sie’s brauchen (jeden Tag).

      Sie sind ja wahrlich ein Fall, den man in den Boulevardblättern unter
      nach 25jährigem Martyrium-Frau griff zum Hammer – liest.

      Sorry, aber das MUSSTE sein !

      Grüße an die Frau Gattin von unbekannt .

    • @ Moser
      Mei Moser, was für ein Beitrag zum Valentinstag (bayerisch: Falentin)!

      Ihre Spekulationen – womöglich ist die Dame zierlich, mandeläugig und sanft – laden geradezu ein, Vermutungen über die Dame an IHRER Seite anzustellen.

      Nein, von der Ferlacher Bockbüchsflinte soll hier nicht die Rede sein, auch wenn Sie zu der womöglich das allerinnigste Verhältnis pflegen – ohne ihr deshalb am 14.2. Blumen zu widmen.
      Auch auf die zweifellos geliebte, speckige und dornengeprüfte Lederhos sollen Sie sich hier nicht rausreden dürfen (eben so wenig wie auf die in Ehren gealterte Lodenjacke, das Ballistol-Pflegeset oder die Trophäensammlung).

      Freiraus bitte: welches weibliche Wesen wusste (oder könnte) Ihr Herz in einer Weise berühren, die zumindest ein gelegentliches Blumengeschenk nicht ganz absurd erscheinen lässt?

      Damit’s nicht zu persönlich wird: eine allgemeine Typenbeschreibung reicht selbstverständlich.

    • @Otto Moser
      Des hams fei jetz schee gsagt.

    • Also , Garmer, unwillkommene, durch den besonderen Tag quasi als
      romantisch gestempelte , Geschenke wollen Frauen auch nicht.
      Wenn Sie jetzt eine Frau kennen, aber beide wissen, dass Sie im Leben nicht derjenige welche, sondern halt nur ein Bekannter verschiedener Schattierung, sind, dann ist so ein Valentinsgeschenk einfach eine Belästigung, und eine Belastung der Bekanntschaft.
      Einer völlig Unbekannten, die Ihnen nicht irgendwie scheene Augn gmochd hod, brauchen Sie in der heutigen Zeit überhaupts, gleich gar nix schenga.
      Die is Ihna nur bees deswegn.
      Vor vielen Jahren habe ich einer, von der ich wußte, dass sie als Prostituierte arbeitet (nein, in der Eigenschaft hatte ich diese nie aufgesucht), einen ganzen Buschen Rosen geschenkt, in einer Bar.
      Jahre später hat sie mir noch davon geredet, und was für eine Freud‘ sie daran gehabt hat.
      Seither weiß ich immerhin, dass Blumen für Frauen mehr bedeuten, als für uns.
      Gut investierte Hunderter.
      Mei, und der TDV ist dahoam wahrscheinlich a bravs Mauserl, seine Frau weiß gar nicht, was für einen Kernigen der da im Forum spuid, und denkt, der is eh ganz nett.

    • @ Moser
      Gut haben Sie das gemacht mit dem Buschen Rosen!
      Bei einer festen Verbindung wäre die Floristenrechnung über die Jahre deutlich höher ausgefallen, die Wirkung aber möglicherweise geringer.

      Falls der Don im Sommer tatsächlich ein Trachtenfest durchführt, kauen wir das Thema und alle anderen bei einer Maß Bier mal richtig durch.
      Ich freue mich darauf.
      Beiben wie Sie sind und gsund vor allem!

    • @O. Moser
      „2 Meter zehn groß“
      Möglicherweise ist sie ja taub. Oder sie tut so.

      Sie kann aber auch Japanerin sein.
      Unter japanischen Frauen gibt es dieses Sprichwort:
      „Gut ist,
      wenn der Mann gesund . . .

      und so wenig wie möglich zu Hause ist.“

  60. Nun wagen sie es also nicht, zu wünschen, dass sie sich das Gegenteil von dem ...
    Ja, wie verschroben ist die harte Welt der Anonymität:

    Akte der Zuneigung und Höflichkeit werden vielleicht nur deshalb vergällt, weil die eigene Leere nur durch Ablehnung menschlicher Regungungen gefüllt werden kann, weil die Entfremdung von lebenswerter Freude schon weit gediehen ist, ein Krebs aus der Kälte in die verbildeten Einpeitscher der Politschranzen mit einfältigem Geklatsche eingeladen wurde. Der Schranzen bestes Volk ist doch ein manipulierbares, eigen-sinnarmes, das beherrscht von hohlen Parolen, sich selbst nicht spürend, als Geldbeutel und Sklave der Industrie sich freiwillig versklavend und berechenbar gestaltet, selbstoptimiert-überwachbar macht und dabei natürlich tiefe Traurigkeit verspürte, wäre nicht das stetig-laute virtuell-cloudverbundene Gesumme und Gegackere präsent und benebelte der flache Schirm der 2-D-Wirklichkeit den Blick ins Eigen-Innere-Geheimnis-Nicht-Aussprechen nicht wirksam. Ein Polster, das von der wahren Welt ganz sauber trennen hilft.
    Deshalb das Lob dem Land mit Edge oder ganz ohne, das Lob der Freiheit von technisch-kühler Verbindungsbacksteinitis, das Lob der Pflanze, das Lob dem Symbol zum Fassen, das Lob dem schönem Glück und süßer Traurigkeit, verbinde sich das Lob der Freiheit mit dem Wachauf, dem Ruf zum ungeschminkten Leben.

  61. Zum Valentinstag
    hätten Sie doch auch mal was zu den angenehmen Seiten des Internets schreiben können. Mit online Aktivisten und ihren Blogs ist es doch wie mit Hundehaufen. Es ist völlig müßig, sich darüber aufzuregen, dass asoziale Idioten ihren Beziehungsersatz dazu missbrauchen, ihren zufriedenen oder sogar glücklichen Mitmenschen ein bisschen Ärger zu machen. Das wissen wir nun schon seit langem und vielleicht wäre es an der Zeit, sich nicht mehr an Filterblasen und gescheiterten Existenzen in Berlin abzuarbeiten.

  62. Titel eingeben
    Ich bin ein großer Fan des Internet.
    Online Diskussionen hasse ich allerdings wie die Pest.
    Das Internet hat einige wirklich großartige Vorteile. Man kann Menschen kennenlernen denen man im real life niemals über den Weg laufen würde.
    Gläubige Juden auf Heiratssuche. Moslems die einem erklären warum Gott selbst ihnen befohlen hat sich den Hodensack zu rasieren.
    Bspw. hier:
    http://www.muslim-markt-forum.de/t1348f2-Wann-wird-Deutschland-endlich-islamisch-Teil-Toilettenintegration-und-Schambehaarung.html

    (Der Autor ist übrigens der Bruder der aktuell amtierenden Integrationsministerin.)
    Man findet nüchtern argumentierende Arabisch-Kenner die einem fundiert erklären warum Aisha unmöglich mit acht Jahren den Propheten geheiratet haben kann. Genauso wie man selbsterklärte Pro-Amerikaner findet die einem wortreich das exakte Gegenteil versichern.
    Ich habe persönlich große finanzielle Verluste vermieden weil ich rechtzeitig den „Herdentrieb“ (ein Blog bei Zeit online) gelesen habe und entsprechend den Ratschlägen handelte.
    Ich sehe Neocons wie Henryk M. Broder die ihre letzten Felle davon schwimmen sehen und nun Trump toll finden. Auf dass nicht die letzte transatlantische Brücke wegbricht. Und ich sehe klassische europäische Rechtspopulisten die eben diese Einigkeit mit Trump beschwören. Und Vertreter des Likud die angekrochen kommen.

    Ich sehe meine Küche, während sie verfällt. Und ich sehe mich googeln nach den besten Handwerkern oder überhaupt nach dem Grund des Problems.
    Das alles gab es vor 20 Jahren nicht.

    Das Internet ist also m.M.n. eine wirklich glorreiche Sache.
    Sofern man es richtig benutzt.
    Ich lese mir schon seit geraumer Zeit nicht mehr die Leserkommentare durch die unter einem Artikel auf SPON, ZON, der FAZ oder von mir aus der Welt stehen. Ich habe festgestellt, dass das nur meinen Hass befördert. Ansonsten aber keinen Gewinn bringt.

    Um zurück zu kommen zu Ihrem Artikel. Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten. Man kann diese Macht positiv nutzen (wie Luke Skywalker) oder negativ (wie Darth Vader). Daran vorbei kommt man so und so nicht.
    Medienkompetenz ist hier das Stichwort. Dazu benötigt man eine vernünftige Schulpolitik. Keine „Hand an der Hosennaht“ Politik und auch keine de Voss „Privatisierung ist alles“ Politik.
    Sondern Medienkompetenz.

    Ich persönlich habe wenig gegen Ironie und Sarkasmus. Was soll daran schlimm sein?
    Natürlich kann man den hochheiligen Tagen dieser Gesellschaft auch mal mit einem gehörigen Maß an Sarkasmus begegnen.
    Ich kann da Bsp. nennen.
    Wie wäre es zum Bsp. mit der Addams Family und ihrer Verhohnepipelung des Disney Konzerns:
    https://www.youtube.com/watch?v=5Nkzbr-JaJU

    Oder das Thanksgiving Fest:

    https://www.youtube.com/watch?v=2VbYZDohsHk

    Also ich persönlich finde das richtig toll. Sogar grandios.
    Nicht um eine Feindschaft zu hegen. Sondern um meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

    Ist das nun so schlecht?
    In den Neunzigerjahren gab es die Roseanne Serie. Die war ähnlich gelagert. Man hat viele Witze gemacht über alltägliche Themen.
    Aber eben auf eine sozialdemokratische Art und Weise.
    Ohne Häme. Ohne Feindschaft.
    Aber mit viel, viel Ironie und (verdientem) Spott.
    Zum Bsp.:
    https://www.youtube.com/watch?v=EAOJS-JM6CE

    In diesem Blog scheint es darum zu gehen einen mitfühlenden Konservatismus zu präsentieren.
    Ich stamme nun selbst aus der Unterschicht. Deshalb darf ich vielleicht ein wenig skeptisch sein.
    Ich bin Ironie und Sarkasmus gegenüber nicht abgeneigt.

    Das Internet neigt leider natürlich eher zu Defätismus und Dystopie.

    • Es gibt natürlich eine klug-süffisante Art, damit umzugehen, aber diese dauerironische Verachtung innerlich völlig gefühlskalter Menschen, die wollen, dass sich andere schlecht fühlen, muss ich nicht haben.

    • Gefühlskälte
      Ich weiß ja nicht, Herr Alphonso. Ist Gefühlskälte nicht vielleicht erst das Ergebnis der ganzen Psychologisiererei? Wenn ich immer einzelne, nicht-funktionierende Aspekte herauspicke und die analysiere, wo komme ich denn da raus? Da sitze ich anschließend im Kalten, denn das kostet etwas, das geht immer auf Kosten der Gefühlstiefe. Und dann kommt der Don und garniert es mit Stalin und sonstwem und irgendwann wacht man auf und ist ein wie-heißt-das-noch-gleich, ach sagen wir besser: ein Mammut aus dem Permafrostboden. https://www.amazon.de/Auf-den-Spuren-Goldenen-Polos/dp/B0021ISKGU. Ausgebuddelt auf der Suche nach Bodenschätzen, tadellos erhalten und dann von Hunden angefressen, das Fleisch ist ja noch ok.

      Das war übrigens kein Zynismus. Eher Verzweiflung. Aber wie soll man das erklären, ohne Gartennelken?

    • Ich habe halt keine Lustr, mich von diesen Muffeln zum Schweigen bringen zu lassen. Jede Missyautorin sol wissen, dass am Ende dieses Weges der Sozialfall steht.

  63. Gestern am Nachmittag
    Gestern am Nachmittag hatte ich die starke Empfindung der Liebenswürdigkeit und realen Gegenwart ihrer Person nach dem einfachen Satz, dass auch hier die Sonne scheine.
    Herzlichste Grüße PvK

    Wollt ihr das totale Engineering?
    Von Botho Strauss (und einem Gedicht von PvK)

    „Das Technische scheint seine Endlichkeit selbst zu ermessen, sonst würde es nicht derart überstürzt das Reservoir des Möglichen plündern und erschöpfen.

    ………

    In einer Wissensgesellschaft kann es den Antityp, der auf die schädlichen Folgen des Fortschritts verweist, nicht geben, wie ihn der Intellektuelle in der Industriegesellschaft vorstellte. Hier wäre der Außenseiter oder Widersacher schnell als ein Zukurzgekommener angesehen, einer, dem mit zu wissen nicht gelang. Gegen das Können hilft kein Könnenverweigern. Sondern einzig die Novalis-Schlegelsche Divination, das große freie und poetische Abirren im Wissentlichen selbst.

    ……….

    Das hermetische Wissen befindet sich im Spinnpunkt, in der unerforschlichen Gewebemitte all der 6000 heute ausgeübten Fachdisziplinen.

    ………

    Unversehens stand ich im Jurtezelt der Kirgisen. Das trügerische Wohlgefühl für alles, das bei sich belassen erscheint. Aus seinem Zelt nicht vertreibbar. Aber das Gefühl ist nicht frei von Gegenpropaganda.

    ……..

    Die amusische Intelligenz hat seit je einen großen Bedarf an Fremdbestimmung.
    Auf den vormals ideologischen Sündenfall wird nun ihr szentistischer folgen.

    ……

    Leopold Ziegler: Die Schwebe zwischen Himmel und Erde – die Schaukel ist der eigentliche Ort des existierenden Menschen.

    Fortschritte im Religiösen kann man so wenig machen wie das Unendliche vermehren. Auch kann es keine neue Einsamkeit geben.

    ……

    Als Fulgurist hingegen glaube ich an den Blitz, der uns irgendwann dazwischenfährt, das heilig Unvorhersehbare. Das ist wohl eine Verbindung zum Mythos…………:

    Ereignis und Armut (Uroboros)

    Dieses, daß da in einer zum Anfang
    gekehrten Sekunde ist ein Welttod,
    im Gedicht die Größe eines schwankenden
    Bergs, der in seine Höhlen zurückerschüttert
    den Blitz,

    wie er seinen Heilsschrecken in langen
    Maßen ausleuchtet über die Spitzen hinaus,
    um wieder das eingesogene Nachtauge
    der Höhlenlichtung zu sehen, die erneute
    Kindheit

    dicht mit dem Sterben und der Verzweiflung,
    versammelt im Auswegslos der rotunden Gebürtig-
    keit den Spannapfel des Lichts zu greifen
    im Ausmaß der Vergegnung einer anfänglichen
    Welt,

    gibt keine Rede wieder, denn Gesang
    und ohne Wörter das Spinale, den Asthmus
    des Gedichts einnehmend, fraktal gebärend
    X Ordnungen, die unkontrollierbar ein Fatum,

    aber als Eingesichtung die Wege,
    die bei sich selbst entzückt
    nicht greifender Hand
    dem Apfel das Blut geben.

    PvK

    http://www.zeit.de/2000/52/Wollt_ihr_das_totale_Engineering_/komplettansicht

  64. Lied vergessen
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    dieses Lied hatte ich leider vergessen:

    https://www.youtube.com/watch?v=i3U3jw_wYSY

    Liebe Grüße PvK

  65. "kritisch"
    Das Lied wird von Genderisten besonders „kritisch“
    beäugt.

  66. Tscheka
    „ohne nicht innerlich den Genossen Lenin um ein Tschetnik-Erschiessungskommendo anzuflehen. “

    Was hat denn Lenin mit Tschetniks zu tun, die m.W. doch nach Serbien gehören? Sie meinen wohl Tscheka, verehrter Don Alphonso.

  67. Titel eingeben
    Neues zum Qualitätsjournalismus zB im Spiegel und SZ, und zu Alice Schwarzer von Fischer…

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-02/journalismus-recht-im-land-der-dichter-und-deuter-fischer-im-recht/komplettansicht

  68. Recht so! Immer rein in die Wunden.
    Das bringt den (meisten) verbiesterten Einsam*innen zwar keine Einsichten, aber uns große Freude.

  69. Wohl dem der noch innehalten und reflektieren kann
    Das Jahr 2017 mag ein hässliches werden, wir werden es, so oder so, nolens volens, wohl erleben.
    Umso wohltuender die Möglichkeit einer Insel, für die man sich nach Ausflügen ins Internet in diesen unseren Zeitläufen mit täglich zunehmender Begeisterung Beschleunigung reif und bereitgemacht fühlt.
    Wo Wüste ist, gibt es, so Allah gnädig ist, auch Oasen, wo die Hitz und Hatz sich guten Tag sagen, gibt es auch Schatten und Tee, und so gibt es gottlob auch hier bei der FAZ die Blogs des Don, um sich von den allerlei Geschenken und Heimsuchungen der Globalisierung in ihrem Lauf zu erholen, die überhitzten Seelen zu kühlen und zu erfrischen.
    2017 verspricht, blogmäßig hier ein guter Jahrgang zu werden, dieses hier ist nur eines von mehreren besonderen Glanzstücken, die mich in letzter Zeit erfreut haben und für die Dank zu sagen längst überfällig ist.
    Überschüttet mit gutmeinenden guten Inhalten und noch besseren Nachrichten, mit denen man heutzutage eben so gesegnet ist (wenn man das sagen darf), bemerkt man oft gar nicht mehr, welchen Einfluss die alltägliche Negativität um uns herum auf einen hat.
    Und so brachte dieser Text hier mir ein – notwendiges – wohltuendes Innehalten und nicht weniger nötiges heilsames Erschrecken angesichts all des Heillosen und für das persönliche Glück wenig Hilfreichen, um nicht zu sagen Unnützen, ja Schädlichen.
    Danke dafür.

    • Danke für das Lob. Man kann natürlich bei so viel Genöle auch sauer werden, aber ich dachte, ich wandle das um in einen Beitrag.

  70. Naiv und sentimental
    Ein desto lächerlicheres Schauspiel ist es aber, wenn diese rohen Naturen, die es mit aller peinlichen Arbeit an sich selbst höchstens zu Ausbildung einer einzelnen Fertigkeit bringen, ihr dürftiges Individuum zum Repräsentanten des allgemeinen Gefühls aufstellen und im Schweiß ihres Angesichts – über das Schöne richten.

  71. Korinthe
    mE nicht Tschetnik, sondern TscheKa

  72. Titel eingeben
    Soll hinter Lenin wirklich Tschetnik stehen oder, in meinen Augen passender, Tschekist?

  73. Valentinstag
    Lieber Don Alphonso,
    herzlichen Dank für den schönen Text.
    Offensichtlich haben manche Leute keine echten Probleme mehr.
    Wieso regen sie sich sonst über Valentinstage,Ostern oder Weih-
    nachten auf?
    Sehr schön fand ich Ihren Beitrag über unser Essen bzw. was manche
    Menschen dafür halten.
    Da habe ich es wirklich schön: Wir leben auf dem Land,wecken unsere
    Gurken und rote Beete selbst ein,haben kein Handy und nutzen das
    Internet um Don Alphonso zu lesen.
    Ich freue mich sehr auf weitere Beiträge.

  74. Das Bild mit dem Paar und den Luftballons
    gefällt mir sehr! Weil ich mich für die beiden freue! Danke für diesen gelungenen Text!

    Gestern hatte ich ein Buch von Joachim Fest in der Hand, der sich darin auf Dostojewski bezog und ausführte, dass, während früher mal die Kirche Staat sein wollte, heute der Staat Kirche sein will. Vielleicht das Merkmal aller totalitären Systeme. Im Unterschied zu Diktaturen, welche sich damit begnügten, die Unterwerfung der Bürger einzufordern, erwarteten die Totalitären die Identifikation der Menschen, wollten den Menschen ganz, einschließlich der Seele. Der mündige Bürger kommt bei den Totalitären nicht vor.

    Die Leute, die am Valentinstag ihre vermeintlich bessere Moral den anderen entgegenschreien, passen gut in das Raster der Totalitären, Katastrophenprediger, die sie sind, irrationale Ängste verbreitend. Zerrissen, aber mit unerschütterlichem Glauben an die eigene Mission, exakt die Probleme erzeugend, die es ohne sie nicht gäbe. Das, was sie predigen, macht mir keine Angst, der totalitäre Anspruch und das militante Gebaren aber schon.

    • Diessr letzte Tweet stammt von einer Missyautorin, und ich frage mich schon, warum man sich in Deutschland von Extremistinnen mit gescheitertem Integrationshintergrund auf der Nase herumtanzen lässt, denn wir haben genug eigene Spinner. Betrifft auch diverse taz- und Zeit-Autorinnen, die es ja mal mit ihrer Art im Iran oder in Kurdistan versuchen sollen.

  75. Es wird höchste Zeit
    die Posttraumatische Verbitterungsstörung als Krankheit anzuerkennen. Bemühungen dahingehend gibt es ja bereits. Zitat:

    „Sie kann nach außergewöhnlichen, jedoch lebensüblichen Belastungen (Kündigung, Partnerschaftsprobleme, zwischenmenschliche Konflikte, Verlusterlebnisse) entstehen, wenn diese als ungerecht, kränkend oder herabwürdigend erlebt werden. Es treten chronische Verbitterung in Verbindung mit Selbst- oder Fremdaggression auf.“

    Das passt doch. Hass auf die ganze Welt durch lebensübliche Belastungen“.
    Ich selbst habe gestern heteronormative Blümchen bekommen, und wurde zum Essen ausgeführt. Das ist zwar nichts das ich nicht auch das ganze Jahr über sporadisch bekomme, aber eine nette Geste ist es eben doch.

    • Oh. Wo kommt dieses Zitat denn her?

    • Zitat
      Deutsches Ärzteblatt und Wikipedia

      https://www.aerzteblatt.de/archiv/47241

    • @ Samsra - Schneeflöckle und Verbitterungsstörung - das ist die Gegenwart in einer Nußschale!!
      – Michael Linden – der wissenschaftliche Entdecker dieser Störung, ist ein wirklicher Pionier und Wellen- und Eisbrecher. Es freut mich sehr, von dem hier – und in diesem Kontext zu lesen!
      Er macht nicht geringeres, als Jean Paul (Katzenberger!) und Kleist (Michael Kohlhas…Prinz von Homburg) und und und (Moliere – Der eingebildete Kranke, Tschechow, Onkel Wanja…) sozusagen ins medizinisch-psychiatrische zu übersetzen – und halt methodisch und handwerklich einwandfrei, soviel ich sah, abzusichern.

      Es gibt zwei große sozialmedizinische Entdeckungen in grob gesagt diesem Jahrhundert, die beide noch lange gültig sein werden und die Standards auf ihrem Gebiet setzen: Gerd Gigerenzer über Risiken und – Michael Linden über Verbitterungsstörungen.

      Um auf einer positiven Note zu enden: Michael Lindens Zeit wird noch kommen — und bei Gigerenzer hat man manchmal hie und da den Eindruck, sie sei fast schon da!

  76. bravo!
    Lieber Don, bravo für den klasse Text! Es wurde mal wieder alles gesagt und auf den Punkt gebracht, was es zu diesem Thema und zu diesen Menschen zu sagen gibt!

    Danke.

  77. Titel eingeben
    Naja, den Valentinstag im Speziellen halte ich auch für überflüssig. Wenn man sich gegenseitig etwas Gutes tun will, dann macht man das einfach.

    Aber Ihnen geht es ja um etwas anderes. Das Internet ist neben einer Hysterie- und Aufregungsmaschine vor allem auch eine Ich-Maschine geworden, die Selbstoptimierung predigt (eigentlich ist das Ganze ja ein lustiges „Möhre-Esel-Spiel“ – aber was solls): jeder will ein Star sein, cool und unnahbar über den Kitsch und die Ahnungslosigkeit in der Welt feixend. Alles besser könnend und wissend. Dabei ist man selbst zumeist erschreckend ignorant und ahnungslos – und mit der realen Welt hat vieles auch nicht zu tun.

    Das Problem, was sich aus diesem ganzen Sozialmatsch ergibt, ist propagierte Vereinzelung, mit der wir uns auch noch alle gut fühlen sollen, weil wir dann ja endlich frei sind (oh, how we laughed).

    Das ist aber eine Schönwetterveranstaltung wie jeder sehen kann, der Single-Freunde hat, die mal ernsthafter krank werden. Dann rücken wir mit selbstgekochtem Essen an und betüddeln den Aspiranten. Der Rest der Internet-Meute und der ganzen „guten Freunde“ ist dann nicht mehr zu sehen.

    Und die Smartphone-Manie? Heute erkennt man einfach, dass man sich mit den Freunden und Bekannten eh nur sinnlosen Bullshit erzählen würde, der einen im Kern sowieso nicht interessiert, solange man sich nicht selbst produzieren kann. Insofern ist die Schweigerunde zu Smart-Phones nur konsequent. Oder wieviele Menschen kennen sie, die wirklich mal was zu sagen haben?

    • Ganz verräterisch ist es, wenn solche Figuren anfangen, von Polyamorie und offenen Beziehungen zu reden. Ich würde darauf wetten, dass die weder Sex haben noch wissen, wie genau das laufen soll. Ganz zu schweigen von einer stabilen Beziehung. Erst vorgestern war wieder so ein Unbeschlafbarenbeitrag bei SPON.

    • Titel eingeben
      So einen Fall, eine Frau, habe ich im Bekanntenkreis, wobei da sexuell auch ernsthaft was geht.

      Aber: nach kurzer Ehe glücklich geschieden. Der Mann habe ein Problem mit offenen Beziehungen gehabt. Dann: offene, schnell wechselnde Beziehungen. Seit neuestem polyamorös. Ansonsten: ich, ich und ich! Rettet die Thunfische! etc. Ausbreitung des eigenen, eigentlich egalen Lebens bei Facebook bis zur Schmerzgrenze.

      Ich kenne Männer, ich bin ja selbst einer. Wo wird das enden, wenn sie älter wird, mal krank ist, sonst Hilfe braucht? (Stalking hatte sie auch schon.)

      Aber dafür gibt es wohl Suizidforen. Da bin ich lieber ganz langweilig und spießig. Alles total irre…

    • Nothing's ever for sure, John. That's the only sure thing I do know.
      Gottchen.
      Wisst ihr noch wie lächerlich Ihr gewesen seid, als ihr als junger Mensch händchenhaltend, alle Welt um Euch herum vergessend, Euch nur um Eure Liebe gedreht habt?

      Heute ist die Liebe halt Selbstliebe. So what. Wer will das nach welchen Kriterien vergleichen und bewerten können? Von der Horde zur Familie zum Päärchen zum Single… so what?

      Jesus, unendliche Einfältigkeit hier. Besitzt hier irgend einer einen Horizont, der über die eigen Erziehung und Lebenspanne hinausreicht?

    • Teetrinker,
      Suizidforen?
      .
      Den Teufel auch, was sich da welche ausdenken, um die Rente sicher zu machen.

    • Selbst, wenn nicht, ...
      Mr. GuteNacht, justieren Sie heute Ihren Drehzahl-Regler mit uns als Test-Personen?

    • Ach Goodnight, tun Sie nicht so weit weg,
      wenn Sie selbst so nah dran sind. Wie war das mit dem Traumauto, das Ihre Frau partout nicht in ihrer Nähe haben will oder die Autofahrt, bei der Sie meckerten und Ihre Frau mit sicher wohlbegründetem Rausschmiss drohte?
      Gehen Sie mit ihr spazieren, halten ihre Hand und versuchen Sie die Erinnerung an den 7. Himmel wiederzubeleben, in dem auch Sie damals waren, damals in den Anfängen mit Ihrer Frau. Lächerlich? Ach was.

      Wahrscheinlich sitzen Sie heute noch auf Wolke 7, sind froh, dass Ihre Frau Sie noch immer erträgt und lästern nur über Normalsterbliche und meinen die Gendertrötenpseudofeministinnen ;-)

    • To love oneself is the beginning of a lifelong romance
      @Simon

      Sie missverstehen: Ich habe meine romantische Liebe gefunden.

      Ich hatte zuvor aber auch Phasen der Selbstliebe. :-)

      Wer jetzt wie der Don und all die Kommentatoren hier das, was schon vor langer Zeit bei Dorian Gray beobachtet wurde, als das Böse beschreibet, nur weil es den eigenen Lebenshorizont widerspricht und daher als Bedrohung der eigenen Biografie erfasst wird, der operiert emotional. Was vielleicht romantisch aber auch nicht wirklich intelligent.

      Lasst die jungen Leute doch einfach ihren Weg suchen. So what? Und natürlich müssen die sich dabei von unserem Weg differenzieren. Anders geht es nicht. Aber das sollten wir aushalten können ohne zu schreien, zu jammern und zu weinen.

    • Gut, dann sind wir ja schon mindestens zu zweit
      @ Goodnight

      die die romantische Liebe erfahren haben. Dass die Jugend andere Wege sucht war noch nie anders. Auch wir haben versucht, uns von unseren Eltern und ihrem Gebaren abzugrenzen, wir wollten ganz anders sein als sie, um dann irgendwann zu merken, dass der Apfel doch nicht so weit vom Stamm fällt.

      Diese Einsicht vermisse ich bei den vom Don immer mal erwähnten Damen, die auch noch mit über 30 plärren, als wären sie nicht mal aus der Pubertät. Man muss ja nicht unbedingt „erwachsen“ werden, da ist bei mir auch Hopfen und Malz verloren und Gott bewahre mir mein kindliches Gemüt, aber den Ernst des Lebens, wie die Eltern das nannten, sollte man in dem Alter zumindest am Horizont sehen und danach handeln. So wirkt das Theater einfach nur lächerlich und erzeugt eine gewisse Abneigung. Oder ist es eben der Ernst des Lebens, der diese Damen solch hysterische Anfälle bekommen lässt, weil sie die Liebe nicht finden? Die Damen handeln kontraproduktiv und wissen es nicht.

  78. Bei mir ist Valentin, wenn etwas herunterfällt,
    dann frage ich nämlich, ist heut‘ Valentin?

    Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich mit Halloween z. B. auch nichts anfangen kann.Muttertagsblumen habe ich mir auch verbeten, schon allein deswegen, weil meine Kinder das ganze Jahr lieb und aufmerksam sind. Sie lassen sich wirklich viel einfallen, um mir eine Freude zu machen. Oft bin ich echt gerührt.
    Die schönsten Blumen, die mein Mann mir brachte, waren Bergblumen und Sie ahnen es, Edelweiß.Einige habe ich noch, verpackt, wie es sich gehört, zwischen Pappe mit Loch, damit die Mitte nicht platt wird.

    https://m.youtube.com/watch?v=0FAD5gaAwEw

    Etwas Kitsch muss nun sein, obwohl ich gängige Volksmusik nicht mag.

    Wichtig ist, sich immer mit gegenseitigem Respekt zu begegnen, freundlich und auch großzügig zu sein mit kleinen Geschenken oder auch Trinkgeld.Ich muss keinen Handwerker im IT suchen, bei uns kamen schon deren Väter.Es ist auch Usus, ihren Leuten immer einen Kaffee mit Kuchen zu offerieren, was gern angenommen wird;aber wohl seltener ist.

    Natürlich mach ich manchen Schmarren mit, muss man ja, wenn’s Geschäft laufen soll. Die Leute möchten immer etwas geschenkt und für Stammgäste lasse ich mir auch was einfallen.

  79. ?
    Was soll man zu so armen Weiblein oder Männlein sagen, die aus Angst vor Enttäuschung abblocken. Lässt sich doch damit gleichzeitig auch Verachtung und Ablehnung der (sonst so geschätzten) Flitter- und Kaufwelt bestens demontrieren.
    Und zugegeben, das hat auch etwas Gutes. Die Qual der Wahl zwischen Vuitton-, Gucci-, Chanel- oder Tiffany-Rosen bleibt dem Kavalier von Schule (bis jetzt) erspart.

  80. Pralinen
    Unabhängig vom Datum freue ich mich immer über Pralinen, noch mehr aber über Ihre Gedanken, die auch immer wie Pralinen daherkommen: ganz unterschiedlich, mit überraschenden Inhalt, außen herb, mit Biss oder auch zartschmelzend. Danke dafür!

  81. Titel eingeben
    Da man unter „sozial“ bislang noch etwas positives vermutet, ist „soziale Medien“ für Twitter und Facebook meiner Meinung nach euphemistisch.

  82. My Funny VALENTINE
    mein Valentinstag war toll…………endlich gross im bild wie sich drei liebestolle demütige und unterwürfige frauen aus dem sozialistischen musterland Schweden einem stramm stehenden verzückten mullah ehrfürchtig nähern, der schon ein machohaftes lustvolles grinsen aufgesetzt hat. nähern sich ihm doch 3 verhüllte schwedenhappen !

    Frank-Walter sei dank, dass er dieses land zusammen mit dem radfahrer John Kerry in die welt- und wertgemeinschaft des westens zurückgeführt hat. John Kerry – ja wenn der in Genf schokolade für den Valentinstag einkaufen geht…….da werden ganze strassenzüge vor dem schokogeschäft gesperrt denke ich, wie am 2. mai 2016, als er mit Frank-Walter zusammen die – wie wir inzwischen wissen – erfolgreiche rettung von Aleppo verhandelte.

    i love it ! da hilft nur Chet Baker weiter ! kann nicht singen, aber trompete spielen !

    https://www.youtube.com/watch?v=UOEIQKczRPY

    • Feminismus in Reinkultur. Sie nenen es Höflichkeit. Mir deutscht, in wirklichkeit wollen sie es eigentlich genau so. Daher auch die ganzen Pali-Antisemitinnen in ihren Reihen.

  83. Don schauen Sie mal nach,
    da müßte noch was im Patronenlager stecken.

  84. Titel eingeben
    Dieter Kief sagt:
    16. Februar 2017 um 01:08 Uhr

    Rad-Foto mit Sonne: Doll (will gar nicht daran denken, wie das wieder entstanden ist – – auf jeden Fall: Es ist geglückt

    Don Alphonso sagt:
    16. Februar 2017 um 08:06 Uhr

    Selbstauslöser auf 10 sec, und dann langsam losrollen in den Sonnenuntergang.

    Ups….. hätt `ne Dose lauwarme Coca Cola gewettet, dass der kleine Maulwurf das Bild gemacht hat.
    https://www.youtube.com/watch?v=UPcJluiXPPM

  85. Auch wenn...
    … ich den Tag ansich ablehne (weil es sich um amerikanisches Kulturgut handelt und nicht unseres und wir eigene Kulturtage haben) und weil ich denke das man seine Liebe nicht nur symbolisch an einem Tag im Jahr präsentieren sollte, sonder lieber mal häufiger (siehe auch -> Muttertag), bin ich geneigt aus Protest gegen diese elende „Protestkultur“ der Linken, dem Tag doch noch was abzugewinnen. Nur um jemanden zu triggern. Ich pfeiffe auch heimlich das Star-spangled Banner aber befürchte, die meisten die Amerika mit oder ohne Trump evil finden, erkennen das nicht mal. Danke für die Studie

  86. Fluch und Segen des Internets
    Ein Fluch das man(n) sich tatsächlich kaum Quengelei der Valentinstaghasser auf den üblich besuchten Seiten entziehen kann.
    Ein Segen das ein Alleinstehender solche Zeilen schreibt.
    Der Blick in die Augen meiner Frau, der ich am Abend Ihren Blumenstrauß überreichte, sagte mir das Valentinstag „hassende“ Menschen sehr, sehr traurig sein müssen.

    PS. Vielen Dank für die Schreibweise Badens und Württembergs, damit haben Sie mir nachträglich ein „Schächtele“ Pralinen geschenkt.

    • Gern geschehen, aber Sie werden lachen – so gern ich Pralinen verschenke – ich selbst mag sie überhaupt nicht.

    • "ich selbst mag sie überhaupt nicht."
      Vielleicht gibt es ja auch bald welche für Wegetharier? – Aus Tofu.

  87. Bin doch fast versöhnt mit der FAZ...
    …aber nur wegen der warmherzigen Zeilen hier oben.

    • Schön!

    • @Arabella
      Diese Warmherzigkeit kennzeichnet die Faz und ehemalige Bundesverfassungsrichter. Neulich habe ich in der Faz-online ein Plädoyer eines solchen gelesen, den Bürgern die Liebe zur EU nahezubringen. Nehmen Sie sich ein Beispiel!

    • „den Bürgern die Liebe zur EU nahezubringen"?
      Möchten Sie hier nach einem derart heiteren und blumigen Beitrag ernsthaft der Nekrophilie das Wort reden?

  88. Woher kommt der Hass ...
    …. gegen Gegner des kommerziellen „Tag der Liebe“?

  89. "Far from the Madding Crowd "
    Das hat was! Im nah an Thomas Hardy angelehnten Film schickt Bathsheba („Die Herrin von Thornhill“) mehr oder weniger aus Langeweile eine Valentinskarte an ihren schüchternen Nachbarn -William, wenn mich dieErinnerung nicht täuscht- und dieser verliebt sich in sie. Das dazwischen ist uninteressant, nach zwei Fehlschlägen findet sie zu ihm.

    Internet ist toll. Für mich fing es mit eBay an, echte Sammlerstücke konnte man vor einigen Jahren noch for a pity erwerben. Ansonsten nur geschäftlich für Angebote und Anfragen genutzt.
    Jetzt hat es mein beschränktes Wissen in ungeahnte Dimensionen ausgedehnt. Es gibt Internet archives, neueste Forschung als urn oder pdf. Und dieses Blog…sogar welche zu Vintage Fashion.

    Schallend lachen muss ich über Kuppel- Kennenlern…? Wie nennt man das?
    Nichts gegen in der Vergangenheit gekannte oder gar lieb gewonnene Menschen, die übers Netz plötzlich aus der Vergessenheit auftauchen.
    Dass wie in vergangenen Zeiten anstelle der Eltern, sozialem Umfeld, Kirche etc. jetzt die asozialen Medien die Partnerwahl beeinflussen, crazy…die Suchmaschine war schuld.

  90. Jeder Tag ist Valentinstag - für Liebende
    Grundsätzlich spricht selbstverständlich nichts gegen einen besonderen Feiertag, aber was ist mit den restlichen Tagen des Jahres? Manchmal beschleicht mich das Gefühl, daß der Valentinstag für manche eher ein Buß- und Bettag ist. Ähnlich wie der Muttertag oder auch der Hochzeitstag.

    Erst wenn solche Tage einmal vergessen werden, zeigen die Reaktionen, wie es um die Liebe wirklich bestellt ist. Dafür sind sie wirklich gut geeignet. Ansonsten, eine kleine Aufmerksamkeit ab und an ist sicherlich mehr wert als all diese Tage zusammen.

    Heute braucht es oft etwas ganz anderes, als Geschenke und Festtage, es braucht Zeit. Zeit, die abseits von Medien und Kommunikationsmitteln gemeinsam verbracht wird, in gemeinsamer und ungestörter Kommunikation. Wenn das nicht mehr stattfindet, nicht mehr möglich ist, dann hilft auch kein Valentinstag mehr.

    • Naja, aber so ein Tag, wo sich beide zusammenreissen und sich Mühe geben, kann auch schon mal helfen, in einer Beziehung.


    • Möglich, aber, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Gute Vorsätze allein, wie zu Silvester, reichen meist denn doch nicht aus.

    • Höhö
      Habe in der Hast gelesen „Ein Schwabe macht noch keinen Sommer“ und wollte protestieren. Aber so…

    • Fernstenliebe muss ja nicht sein
      Als organisiertes „Weihnachtsfest für die Beziehung“ finde ich den Valentinstag auch nett, ich freue mich immer, ein bisschen zu feiern, dass ich nicht allein bin.

      Bei allen Verpflichtungen, denen der bewusst lebende und entscheidungsverpflichtete Staatsbürger heute unterworfen ist, ist es eine nette Geste, sich eben mal über den Menschen zu freuen, der einem am nächsten ist.
      Und ich mag auch Pralinen.


    • Wenn das nicht mehr stattfindet, nicht mehr möglich ist, dann hilft auch kein Valentinstag mehr.
      Ach doch, so eine gewisse Förmlichkeit (Valentinstag muß nicht unbedingt sein, wenn man verheiratet ist, denn man hat ja Hochzeitstag) ist schon sinnvoll. Einfach als Erinnerung daran, daß schon wieder ein Jahr um ist und es mal wieder Zeit wäre für eine kleine Aufmerksamkeit. Es schlappt sich sonst zu alltäglich dahin. So ein kleiner Piekser „denk mal wieder an deine Beziehung“ ist schon in Ordnung.

    • Förmlichkeiten?
      Mein Beitrag, colorcraze, ist ja keine Kritik am Valentinstag. Aber wenn es schon Förmlichkeiten bezüglich der Kommunikation bedarf …

      Selbstverständlich ist jede Beziehung ständig in Gefahr, in Gewohnheit abzugleiten. Aber dessen sollte man sich eben immer bewußt sein, nicht nur an entsprechenden Tagen. Eine glückliche Beziehung fällt nicht vom Himmel, es muß permanent daran „gearbeitet“ werden.

      Doch ich möchte das Thema nicht überstrapazieren. Menschen, die sich am Valentinstag stören, die kann man nur bedauern, die können nicht wirklich glücklich sein.

  91. Nach Jahrzehnten vorgestern mal wieder Faust II: Philemon und Baucis gelesen
    den Gegenentwurf für den Gewalt-Menschen Faust. Lange hatte ich mit Herrn von G. gehadert, wegen seines Opern-Überschwangs in der Schluss-Szene.
    Und erst jetzt entdeckt, dass im kleinen Bauernhaus und dem Glück zu Zweit die eigentliche Größe symbolisiert ist. Der Beitrag atmet den gleichen Geist. Vielen Dank.

  92. Fake-News
    Sie sehen das völlig falsch, Don, das mit dem Lügeninternet. Das täuscht. Nur weil Sie jetzt rein zufällig ein paar Valentinstagsverwirrte knutschend im real life beobachten konnten, ändert das doch nichts daran, dass statistischen Daten zufolge die Zustimmung zum Valentinstag in hiesigen Landen seit Jahren stark rückläufig ist. Das, was Sie da gesehen haben, war nur gefühlte Realität, die aber mit der wirklichen, echten wirklich überhaupt gar nichts zu tun hat. (Sarkasmus Off. -Die Parallele ist dem Lokalblatt meiner Eltern entliehen, das sich nicht entblödete, kürzlich auf der überregionalen Seite fröhlich den statistisch stetigen Rückgang der Einbruchskriminalität in NRW zu feiern, während sich auf den Lokalseiten zwei Seiten später eine Einbruchsmeldung neben der nächsten stapelte. Entschuldigung, das war jetzt etwas Off topic).
    Es ist doch offensichtlich, dass es den aktiven Miesmachern schlicht an Gelegenheit mangelt. Dem Fuchs in der Fabel waren die Trauben auch viel zu sauer… In politisch unkorrekten Zeiten nannte man bei uns auf dem katholischen Lande derartige Damen „Zölibatsverstärker“. Natürlich nur hinter vorgehaltener Hand. Als Frau erlaube ich mir schmunzelnd, diesen Chauvispruch zu wiederholen.

  93. Es könnte so einfach sein
    Muss man den Valentinstag feiern? Nein!
    Darf man? Ja!

    • @R. Wadel: So isses
      Obwohl ich Blumen und alle anderen Zeichen der Huldigung doch immer gerne entgegennehme.

  94. Titel eingeben
    mikefromffm sagt:
    16. Februar 2017 um 12:06 Uhr

    Woher kommt der Hass …
    …. gegen Gegner des kommerziellen „Tag der Liebe“?

    Herr mikefromffm,
    haben Sie heute schon ihr Päckchen von Amazon bekommen,
    wieviele Iphones hat`s in Ihrer Familie, Freundeskreis usw.?

    Die Damen und Herren über die Don schreibt, wären ohne die ganzen Produkte, die aus den USA hier auf den Markt kommen, überhaupt nicht wahrnehm bar, sind auf all diese Güter angeweisen, ihr Sozialismus produziert ja nichts.

    Bin nun wirklich keiner, der bedingungslos konsumiert, auch noch nie bei Amazon und Co. eingekauft.
    Wir bevorzugem regionale, Geschäfte am Ort, die man noch betreten kann.

    Aber eines mache ich nicht:
    Anderen vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben.

    In diesem Sinne, denken Sie noch einmal darüber nach.

    • Titel eingeben
      …. aber eines mache ich gerne, mich an Firmen beteiligen, die auch an diesen Damen und Herren verdienen.

  95. Apropos Nelken,...
    Nelkenzucht kann in den Ruin führen, Kaninchenzucht ginge gerade so.

    Glauben Sie nicht? Na dann lesen Sie mal Marcel Pagnols L’Eau des Collines – Jean de Florette und Manon des Sources.
    (DdH)

  96. Titel eingeben
    Ich hoffe, Sie haben auch ein Paar Blumen bekommen Don Alfonso.

  97. Küssen kann man nicht alleine ...
    Ich komm ja vor lauter lesen wieder mal gar nicht zum Kommentieren …

    Kleiner Zwischenruf, weil’s so schön passt. Max Raabe. Video. Küssen kann man nicht alleine. Herrliches Lied. :-)

    https://www.youtube.com/watch?v=8PFXH8LFhlk

    • Lieber Thorsten K., doch, man kann ...
      … fragt sich nur, was, vergnügtschmunzel …

  98. Schokolade
    Hm, wer hat den dem Don Alphonso Blumen und Pralinen zum Valentinstag gebracht? „Geben ist seeliger als Nehmen“ hat meine Großmutter seelig gerne bemerkt, – und das ist wohl der Grund dafür, dass manche mit dem Beschenktwerden Probleme hat.

  99. Entsetzlich, diese Geschmacklosigkeit
    Nun stellen Sie sich mal vor. Die britischen Vickers-Werke stellten so um den Beginn von WK II einen „Infantry Tank Mk III“ her. Sie nannten ihn „Valentine“. http://www.panzer-archiv.de/kampfpanzer/england/valentine/valentine.htm
    (DdH)

  100. Projektionen
    Ich bin kein Familienmensch, und so ein richtiges Heimatgefühl hat sich bei mir auch nie eingestellt. Das hat durchaus gute Gründe, aber das sind meine ganz eigenen. Ich würde niemanden suggerieren wollen, dass mein Lebensmodell jetzt irgendwie cooler oder ganz & gar überlegen sei. Im Gegenteil: Ich weise darauf hin, dass so eine latente Entwurzelung gravierende Nachteile mitsich bringt.

    Deshalb verstehe ich Leute nicht, die permanent ihrer Umwelt den hehren Pfad der Tugend predigen wollen. Zwei Beispiele: Menschen, die es nicht schaffen eine Beziehung wenigstens so lange aufrecht zu erhalten, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, loben die Patchwork-Familie als modern und alternativ – und stellen sie der spießigen normalen Familie als überlegen dar. Dass Kinder durchaus feste Strukturen brauchen, Personen, die über eine längere Zeit einen Bezug bilden, wird dabei ausgeblendet. Die Buntheit & Abwechslung wird als Rechtfertigung für die eigene Bindungsschwäche missbraucht.

    Zweites Beispiel: Die 24/7-Kita, die jetzt überall gefordert wird. Ich entscheide mich für ein Kind, aber sehe nicht ein, dass sich mein Leben dadurch ändern soll. Ich gehe zum Angriff über und behaupte, dass Kinder sowieso nur in der Kita sozialisiert werden können. In einer Spießer-Familie verkümmern sie nur (auch hier projiziert man wieder die eigene Unfähigkeit soziale Kontakte mal einfach so in der Nachbarschaft zu knüpfen). Deswegen mülle ich die Kita-Leitung mit unausgegorenen Forderungen auf frühkindliche Förderung zu. Ich will das als Argument dahingehend einsetzen, dass ich mein Kind vernachlässige, damit es ihm besser geht.

    All das läuft m. E. auf einen ungesunden Ich-Bezug hinaus. Den kann man ja haben – siehe ich, siehe oben -, aber mir geht es gehörig auf den Keks, wenn Hedonisten sich ihre eigene kleine Welt basteln, in der sie den altmodischen Normalos in allen Belangen überlegen sind … weil so modern und unglaublich freigeistig.

    • Ich verstehe, was Sie meinen.
      Dieses Überlegenheitsgefühl kenne ich eher von der Nichthedonistenseite:
      In meinem Umfeld bin ich derjenige, der von Art und Lebenslauf nicht in dieses geruhsame Konservative passt, der Freigeist. Also auch. Ich sach auch nix. Pech für mich ist nur, dass sie die mehran san …

      Die mich bei bietenden Gelegenheiten gern maßregeln.

      Die Spießerregel gilt für beide Seiten:
      Es kommt darauf an, ob die die mehran san, ob man jetzt unter ihnen leiden muss, sie einen ständig moralisch gängeln oder ob sie einen in Ruhe und gelten lassen.

      Diesen „mindset“, anderen pausenlos meinen Lebenswandel aufzudrängen, den finde ich nicht in mir. Leider ist die konservative Seite, so wie ich sie kennenlernte, keinen Deut besser als die von Ihnen geschildete Patchwork-Seite. Eher noch schlimmer. Zumindest die, die ich kennenlernen durfte. Es gab Zeiten, da überlegte ich mir ernsthaft, endlich ein Schriftstück zu verfassen und notariell zu hinterlegen, dass ich auf keinen Fall in deren Gruft beerdigt werden möchte. Auf keinen Fall. Wenn ich mich arg über ihre Impertinenz ärgere, dann poppt dieser Gedanke in schwarzen Stunden wieder hoch …

    • Und da ist, um es klar zu sagen, das "Überlegenheitsgefühl"
      samt dessen verbales Ausleben genauso falsch. Schlechte Erziehung in Verbindung mit Minderwertigkeitskomplexen – „wer sich nicht für meinen Lebensentwurf entscheidet, hat wahrscheinlich was gegen mich“.

      Ich hatte in den späten achtzigern die Hoffnung, das würde sich mit der Zeit erledigen. Die war wohl vergeblich – Menschen sind, wie sie sind. Hätte nur wirklich nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet der ganze Fünfzigerjahremuff bei den so modernen „Millenials“ auf der genau entgegengesetzten Seite des politischen Spektrums wieder auftauchen würde.

      Bäh, kleinkarierte überall.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • @ Herr Haupts: Schön, dass es doch mehrere gibt, die das nicht abkönnen ...
      Ich erkenne in Ihren Postings aber auch jemanden, der durchaus in den spöttischen Combat zieht, wenn ein anderer Ihren wortreichen und engagierten Ausführungen nicht ganz folgen kann oder will.

      Jeder ist halt auch nur ein Mensch.

    • Die sauren Trauben
      Wenn man sieht, wer die Berufe wählt, in denen die Kinder bis zum -sagen wir mal – Ende der Grundschule betreut werden, kommt man zu dem nicht pc Schluss, dass es nicht die hellsten Kerzen am Christbaum sind. Wenn dann noch Personalmangel dazukommt, ist es mir ein absolutes Rätsel, warum man eigene Kinder diesen Verwahranstalten aussetzt.

      Ist es eigene Überforderung, eigenes medial eingebläutes Standard-Lebens-Setup oder schlichtweg Faulheit oder Geldmangel?

  101. Nicht mein Cerveza, um ehrlich zu sein
    Ich hab heut zwei phantastische Bücher gekauft, identisch, denn als ich das erste hatte, wurde mir klar, dass beide jüngeren Kinder sich darum kloppen würden. Es ist nicht Valentin. Sowas war mir immer egal. Geschenke für Partner, Eltern und Kinder, wenn sie einen anspringen. Aufheben bis zum Geburtstag oder Weihnachten oder gleich rausrücken. Ich hab nichts gegen Valentinstag, aber brauch ihn so dringend wie einen Kropf, sieben Wochen nach einem nicht knauserigen Weihnachten. Die Bücher, ca. 70 Euro jedes, werde ich gleich rausrücken, Spannung nicht auszuhalten. Bildbände, versteht sich.

    • Geschenke gleich rausrücken...
      sehr gut, dann bin ich mit dieser Marotte doch nicht allein. Wenn ich ein Geschenk hatte, war es mir einfach nicht möglich, es nicht sofort voller Freude und Spannung meinem Mann zu geben. Was war Weihnachten manchmal teuer…
      Meine Mutter hingegen sammelte die Weihnachtsgeschenke schon im Frühsommer im Kleiderschrank.

      Ich hatte als knapp fünfjährige ein Flohspiel im offenen Schrank gesehen, welche Freude, im Kindergarten hatten wir auch so etwas und ich habe glückselig gespielt. Bis meine Mutter ins Schlafzimmer kam und mich anfauchte, dass ich das nun nicht zu Weihnachten bekäme, sondern mein Bruder, damals noch ein Windelkacker.
      Das Spiel tauchte nie wieder auf, Weihnachtsgeschenke im Schrank oder sonstwo interessierten mich nicht, das hatte gesessen. Dabei bin ich meiner Lebtag nicht neugierig gewesen, Mütter…

      Vielleicht konnte ich deshalb keine Geschenke aufbewahren.

  102. Verschwörung!
    Gibt es hier eine schwarze Liste oder warum muss ich seit Tagen unter falschen Identitäten posten?

  103. Sadist!
    Die Bilder in Ihrem vorigen Stück sind überaus hinterhältig, weil wir verreist waren und vorher den Kühlschrank leergegessen haben, wie sich das gehört, kein Käse, nichts da, nicht einmal Eier. Nur Pasta. Man kann sich Knappheit damit vorstellen. Jetzt gibt’s Spaghetti al burro. Wollten um drei zurück sein, aber bei solch einem Wetter hält man sich dann länger auf, wo’s schön ist. Hätten mal einkaufen sollen. Völlig vergessen in der Sonne. Schnell weg von Ihren Photo-Köstlichkeiten. Bücher gekauft. Typisch. Waren aber nicht in Oberitalien, dort wird immer eingekauft.
    Wenn Sie alte Kleidung machen, machen Sie doch auch mal Möbel. Will keiner. Wollen alles neu und klagen über Preise.

  104. Die Filterblase als Kontraindikator...
    …sehr schön! Lieber Don, ich lese seit Jahren still und mit großer Freude mit. Und das als AfDler, strafverschärfend auch noch aus Sachsen. Dieser Text gehört m.E. mit zu ihren besten, ich freue mich auf das Buch!

  105. True Lies - Wahre Lügen - war eine Neuverfilmung der französischen Komödie La Totale
    Die inzwischen totalen Herrscher der Welt verkünden die Zukunft, und seit 16.02.2017 – 13:10 Uhr gibt es kein einziger Kommentar dazu auf „heise online“, nein, nicht aus technischen Gründen.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen in 100 Jahren eine erste Stadt auf dem Mars gründen. … Das Projekt namens „Mars 2117“ soll anfangs erst einmal aus den notwendigen Forschungsbemühungen bestehen und gleichzeitig künftige Politiker inspirieren. Zuerst solle etwa das Schulsystem darauf vorbereitet werden, die für dieses ambitionierte Unterfangen nötigen Wissenschaftler auszubilden. Später wollen die Emirate ihre gesammelten Erkenntnisse auch weitergeben und damit der Menschheit dienen.
    https://heise.de/-3628567
    Seit einigen Jahren engagieren sich die Emirate verstärkt im Bereich Raumfahrt, 2014 wurde die United Arab Emirates Space Agency (…) gegründet. Deren erstes großes Ziel ist gegenwärtig ein Orbiter, der den Mars im Jahr 2021 erreichen soll, 50 Jahre nach der Gründung der Vereinigten Arabischen Emirate. Wie realistisch dieses Unterfangen ist, muss sich erst noch zeigen, …

    Kein Kommentar dazu auf „heise online“, wo nicht selten Hunderte, ja Tausende Leser-Kommentare einzelnen Artikeln folgen. Kein Wort. Nirgends.

    Die inzwischen wahren Respekt-Personen sind nämlich nur noch die Ölscheichs. Ayatollahs lachen die Iraner*innen aus. Wir machen uns über jeden russischen oder US-amerikanischen Präsidenten, über jeden Papst (auch noch immer nicht weiblich!) lustig, selbst Angelika die Kleine scheint nicht mehr alternativlos zu sein. Nur Ölscheichs finden wir nicht lustig, wir schweigen zu deren Treiben.

  106. Gemeinsam Eins
    Heute im Schnellbus. Ein Pärchen stieg ein, beide so um die höchstens 18, fast entdeckte ich die Eierschalen. Komplett verliebt. Und suchten verzweifelt einen Sitzplatz nebeneinander. Alles besetzt, nur Einzelplätze noch frei. Da erhob sich eine junge Frau und setzte sich um. Dadurch konnten sich die beiden gemeinsam hinsetzen und aneinander schmiegen. Sie haben sich glücklich angelächelt. Wunderschön. Da geht das Herz auf.

    Braucht es da den Valentinstag?

    Oder andersrum: St. Valentin hätte ihnen den Segen gegeben.

  107. Titel eingeben
    Schade, habe erst heute Zeit gefunden hier vorbei zu schauen. Das ist ja mal ein schöner Text, so außerhalb der aktuellen Themen.

    Aber lieber Don, daß negativreden des Valentin Tages gibt es doch nicht erst seit kurzem und unter der von Ihnen angesprochenen Klientel. Schon mein ex Ehemann hat mir die vielen Jahre unserer Ehe klargemacht, daß dieser Tag nur der Geschäftemacherei dient und er das auf gar keinen Fall unterstützen wird. Somit fand dieser Tag für mich nicht statt.

    Doch nach der Scheidung ist das für mich immer ein ganz besonderer Tag, an dem ich mich und meine Freunde feiere. Ich kaufe mir jetzt immer meine Rosen und Naschereien und versende kitschige und romantische Grüße an alle.

    Auch bei mir hat sich in der realen Welt noch keiner beschwert und alle freuen sich über die kleinen Aufmerksamkeiten.

    Also Feste feiern wie sie fallen!

  108. Titel eingeben
    Lieber Don Alphonso,

    ein paar Tage verspätet, aber never too late, zum Valentingstag, für unverbesserliche Romantiker
    https://www.youtube.com/watch?v=Are-c0BLyIg

  109. Jubel am Valentinstag
    Don, bei aller Zustimmung, aber die Formulierung „…Sympathie…für Katzen, Pinguine, Füchse, Migranten und Eulen…“ ist eine Verharmlosung.

    Sie verschleiert, wer hierzulande der wahre Sympathieträger ist: Der aus den weiten Räumen des Ostens in unsere Kulturlandschaft eindringende Wolf, ein im Rudel auftretendes Raubtier.

    Sein Erscheinen löst Jubelstürme aus, die Liebe aller Guten und der Schutz des Gesetzes sind ihm gewiss, Sonderbeauftragte auf eilig eingerichteten Planstellen überwachen sein Wohl und werten seinen Kot aus.

    Das Rehkitz und das Osterlämmchen haben Pech gehabt. Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Ihnen gelten keine Tränen – schon gar nicht die von Veganerinnen.

    Wölfilein sei doch auch früher hier gewesen, ruft dort hinten jemand. Ein abwegiger Einwand, der beispielsweise auch auf die Pest zuträfe.

    Wie groß mag sie sein, die Schnittmenge zwischen coolen Valentinstaghasserinnen und empathievollen Wolfsjublerinnen?

    Schätze: Verdammt groß.

  110. Schön, aber
    WoisnderTrump ?

  111. Zu meiner Jugendzeit feierte kein Mensch den Valentinstag,
    auch nicht in katholischen Gegenden.
    Abgesehen von den Ländern Italien und evtl. Spanien (echter Heiligenbezug wie eine Foristin schrieb) erscheint mir dieses Fest in seiner US-herkömmlichen rosafarbigen Entfaltung eher als Kind des Handels, speziell der Floristen und Blumenzüchter und Gemeinderat-Bedränger zur Ausrichtung von obsoleten Gartenschauen.
    .
    Im Jahresverlauf eher ein marginales Ereignis, zudem tief traurig, daß es eines fixen Datums bedarf um seinem Partner eine gewisse Aufmerksamkeit zu schenken. Übrigens, derartige Themen wie zuletzt auf SdG finde ich persönlich reizvoller, aber lieber Don, schalten und walten Sie nach Ihrem Gusto.
    .
    Jetzt mal im Unernst: Mein Urgroßvater Röttger von Ommas Josephines Seite, (Jahrgang 1894), den ich noch als 9-jähriger kennen lernte, war stolzer Ulan im Ulanen-Regiment Ostpreußisches Nr. 8 (ab 1889 „Graf zu Dohna“). „Jedient“ in Deutsch Eylau und Gumbinnen. Obwohl kein Sedan-Veteran war (Jg. 1860) feierte er als mit mir der Regimentsehre gemäß den 2. September. „Jungsche , heite jibbt et watt zu feyern…“. Mein erster Korn, im Stadtwald, Baldeneysee. „Jungsche, aber nur eynen janz kleynen un dat du die Fienchen nüscht sächst“. Er mußte, den Erzählungen nach, 1923 bei der Ruhrbesetzung, als er zum ersten Mal französische Kolonialneger auf Essener Pflaster sah, vollkommen ausgeflippt sein. Er wurde 100 Jahre alt. Ostpreußische Qualitätsware halt. Sedanstag, heute undenkbar, wo wir doch alle Freunde sind. Deshalb fordere ich Don auch nicht auf einmal darüber zu schreiben. Obwohl seine Landsleute unter General Freiherr Ludwig Samson Heinrich Arthur von und zu der Tann maßgeblich beteiligt waren.
    .
    Und entschuldigen Sie, sollte ich Sie gelangweilt haben.
    (DdH)

    • Sieg oder Tod...
      …steht auf dem Reservistenkrug aus dem WKI mit Zinndeckel meines Schwiegervaters, den wir in Ehren halten.
      Kgl.bay.1.schw.Reit.Regt…Prinz Karl v. Bay.4. Esk.1916/19 München läuft um den oberen Rand.Dann noch: Wenn schwarze Reiter attakiren (ohne e),
      muss der stärkste Feind verlieren. Mannomann. Er hat uns immer erzählt, dass er mit seinen Pferden bis zur Krim kam…Ist der Krug geleert, erscheint im Porzellan eine Abschiedsszene von der Liebsten.

    • @ DdH
      ..immer daran denken, nie davon sprechen!

    • Das ist ja lustig.
      Mein Urgroßvater (Jahrgang 1873) war auch bei den 8. Ulanen in Lyck und Gumbinnen (3. Eskadron). Ich schau mir gerade ein paar alte Fotos an. Eines ist von 1897 und eines von 1910. Ein Schaufenster in eine vergangene Epoche.
      Der Urgroßvater war allerdings schon zwölf Jahre tot, als ich geboren wurde. Die Verwandten behaupteten, er hätte seine Besucher in erster Linie nach ihrer Trinkfestigkeit beurteilt.

  112. Frauke Amgelin sagt 17. Februar 2017 um 09:21 Uhr
    „… es gibt ja auch welche, die die Sümpfe gerne zurück hätten…“.
    .
    Aber Feuchtgebiete weckten doch in noch nicht allzu ferner Zeit das Interesse der Deutschen. Jetzt fragen Sie mich nicht, ob ich das Zeug auch gelesen hätte. Mir reichte die recensio von diesem Denis Scheck (ich hätte gerne R.R. dazu gehört, das wäre sicher auch eine feuchte Angelegenheit geworden. „Dieses Buch ist ein…..“)
    .
    Jetzt sollten wir uns als nächstes um das schicksalsschwere Ende des Pinguins außem Monnemer Luisepark kimmere (hatte der eigentlich keinen Taufnamen?). Ma sagd, d´Figgs hädde däm de Kopp abgebisse….Alla, bis donn demnägschd.
    (DdH)

    • ...de Kopp abgebisse, weil sie darin wohl die wichtigste PIN des Guins vermuteten.
      Aber wegen bloß eines Guins ohne seine PIN lüpfen wir doch keine Augenbraue. Das Interesse der Deutschen an den Vorgängen und deren Folgen in Auchneuerenpolarfeuchtgebieten kanalisieren wir allemal besser dadurch, dass wir im Rahmeneinesgroßexperiments die Eisbären dorthin umsiedeln, wo es

      1.) noch Eis satt

      und

      2.) Guine mit PIN in Massen

      gibt: Neuschwabenland!

      Den durch Hiesigepollengeplagtenkunstfigurenschöpfer schicken wir als Vorgeschobenenbeobachter mit – man sagt, dass es in der Mounterebusumgebung auch Ganzhübschevelogemelpässe ( http://www.velogemel.ch/ ) geben soll…und Geeistetorten sowieso.

  113. Titel eingeben
    Spark your dream, part two.

    Siebenjährige schreibt an Google Boss.

    Ob sie weiß, dass im Kapitalismus alle Arbeiter ausgepeitscht werden ?

    Womöglich wird sie später auch noch LIBERAL , also nee, nee, nee.
    In ihrer Erziehung muss irgendwas falsch gelaufen sein.

    http://edition.cnn.com/2017/02/16/tech/google-letter-7-yr-old-application-trnd/

  114. Aus unser aller Lieblingszeitung (nur Freunde werden kritisiert)
    Das ist jetzt mal richtig gut:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/sicherheitskonferenz/als-moralapostel-droht-deutschland-zu-zerreissen-14880255.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Viele kleine Absurditäten wie moralinsauer herumhacken auf Leuten, die den Valentinstag wahrnehmen, oder auf solchen, denen mal ein falsches Wort rausrutscht, werden dadurch verstärkt, dass wir uns eine oberste Moralapostelin zugelegt haben, zusammen mit einer V-Ministerin und Vorgängern, die’s einfach auf Grundeis fahren.

    • VALENTIN zur befriedigung der eigenen moralinsäure ablehnen !
      @Oberländer

      werter freund, vergessen sie doch auch bitte nicht zu erwähnen, das J.F. durch die einsätze für mohnanbauer, mohnanbaufinanzierer, mohnanbauverarbeiter, mohananbauhändler und mohnanbaubeschützer im fernen gebirge ein „neues Ausschwitz“ allein schon durch brunnenbohren verhindert hat, ja dass er mithalf es im Kosovo einfach mal wegzubombardieren, das neue Ausschwitz natürlich………er tat da ja immerhin etwas, was den bomberverbänden von Mr. Harris trotz reichweite und treffsicherheit (chirurgische präzision) verwehrt blieb.

      aber betrachten wir bei dem von ihnen zitierten artikel aus dem mutterkutter auch bitte die vorderste linie der demonstrantInnen, dann wir einem vieles klar ! ob die wohl den Valentinstag lieben ?

      so können wir in anlehnung an dieses schöne schriftstück aus der zeitung doch schliessen, rosengeschenke werden primär nicht abgelehnt weil es um die arbeitsbedingungen der rosengärtner und -pflücker in Afrika geht, nein eher um das eigene moralüberlegenheitsgefühl zu stärken.

      denn denken wir mal (rein modellplatonisch wie alles am V-day!!), wir alle boykottieren einfach die rosen die im Jumbo zu uns fliegen………….rein arbeitsökonomisch betrachtet, steigt oder fällt der wohlstand gemessen an breiten wohlstandsindikatoren dann am warmen see in Afrika ?

  115. Moral-Moralismus-Gewalt
    „Weil einige hundert Menschen seine Ansichten nicht hören wollten, und eine konstruktive Debatte mit einem angriffslustigen rechten Aktivisten für sie ganz offensichtlich die Apokalypse herbeiführt, schlugen sie Scheiben ein, zündeten Holzpaletten an, warfen Molotowcocktails, stürmten Gebäude. Milo musste evakuiert werden, Trump stellte daraufhin die öffentlichen Gelder der Uni Berkeley in Frage. Die New York Times twitterte gross die Schlagzeile: „Präsident Trump empört, dass Berkeley die Rede des rechten Yiannopoulos absagte.“ Die Ausschreitungen waren ihr eine kleine Erwähnung darunter wert.“
    http://www.achgut.com/artikel/der_scheinheilige_maulkorb_fuer_milo_yiannopoulos

  116. Beziehungspflege oder Freiheit
    https://www.tz.de/muenchen/region/blutiges-beziehungsdrama-meine-frau-war-boese-und-frech-7410590.html

    In diesem Artikel aufs Wesentliche reduziert ein Zuwanderer-und Familienschicksal.

    der letzte Satz entaschädigt für das Drama:

    „Mit seinem Leben in Haft ist Cong P. sehr zufrieden. „Ich führe ein freies Leben“, sagt er. Er treibe Sport, seine Mithäftlinge seien wie Brüder.“

  117. Ich halte es für sehr gefährlich...
    ..die starke kriminelle Energie des Herrn Schulz und seiner Komplizen zu unterschätzen.
    .
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-verhalf-markus-engels-zu-dauerdienstreise-a-1135053.html
    .
    Als Kanzler würde dieser Mann verheerende politische und soziale Schäden anrichten und – nicht einmal nebenher, sondern wie bisher vorrangig – sich und die Seinen bis zum Erbrechen bereichern.

    • Mart und Engels
      Hübsch, weil man das Mart und Engels nennen kann. Aber nur deswegen. Der Spiegel deutet an, dass da noch mehr Fälle sind.

    • Ein Bilderbuchsozi, und Bilderberger-EUler halt.
      Den Hype um den abdrehten Teifl hab ich nie verstanden, aber auch die Merkel-Wähler nicht.

      Bayern muß sich von Restdeutschland trennen.

      Es ist wirklich soweit.

      Pfiad Eich !

    • Wie geht das
      Eigentlich mit den Umfragen? Ist das nur den SPDBeteiligungen an Verlagen geschuldet oder gibt es tatsächlich Leute, die einem anderen den Rücken kehren und sich dem Martin zuwenden?
      Habe zu Studienzeiten in einem „Marktforschungsinstitut“ gearbeitet, das an eine Werbeagentur angeschlossen war. Seitdem gebe ich mich keinen Illusionen mehr hin. Fake Hilfsausdruck. Nachdem ich wusste, wie die Ergebnisse auszusehen hatten, ging die Arbeit leichter von der Hand, nämlich am Chinaturm sitzend bei einer Mass.

  118. @quelque fois.... moi aussi
    Von der Entstehung des Baldeneysees habe ich noch Fotos aus dem Album meines Vaters. Wegen häufiger Überschwemmungen baute man ein Stauwehr, um den Fluss zu regulieren. Vorher setzte man mit einem Fährmann über, wie auch lange Zeit vom Staadt nach Oefte. Was man zum Valentinstag hätte brauchen können, gibt es nicht mehr, Berliner Brot von Overbeck, ein Buch von Baedeker.

  119. Don, das mit der hier im Blog erwähnten arabischen Marsmission
    sollten Sie unbedingt mal aufgreifen und von uns bearbeiten lassen. Werd´ mich schon mal in den Stoff einarbeiten. Wir könnten uns mit diesem Plan einige Probleme von Hals schaffen. Eine Holländische Mission, die auch angedacht ist, geht nämlich davon aus , daß die Marsflieger nicht mehr zur Erde zurückkommen.
    (DdH)

    • Früher
      Schoss man die Nervigen nur auf den Mond…. Aber sicher ist sicher.

    • die Anzahl muselmännischer Nobelpreisträger wird allgemein unterschätzt
      und zusätzlich die Erfindung des fliegenden Teppichs als Märchen abgetan. Dann – auch ich kann den Hinweis nicht ersparen – werden gerne von fremdenfeindlichen Rechtspopulisten das hinduarabische Zahlensystem, die Astrologie, die Medizin zur Zeit Friedrichs des Hypochonders, die Baukunst und die Entdeckung Amerikas nicht genug als wichtige Meilensteine gewürdigt. Sicher, man kann heute im Orient noch keine 6er Inbusschraube herstellen – aber wird es dieses aufstrebende Volk daran hindern, den Mars zu erobern?

    • Der da oben, wir da unten
      In der Sure 2 Al-Baqara 23-32 steht: „O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, damit ihr gottesfürchtig sein möget. Der Euch die Erde zu einer Ruhestätte und den Himmel zu einem Bau gemacht hat und vom Himmel Wasser herniedersandte, und dadurch Früchte als Gabe für euch hervorbrachte…Und wenn ihr es aber nicht tut…so fürchtet das Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, es ist für die Ungläubigen vorbereitet“. Zitat Ende. Daraus folgt: Allah wohnt da oben. Und wenn man schon nichtmal eine Zeichnung von dem machen darf, werden die Araber kaum mit einer Rakete an seine Tür klopfen dürfen, um ein Familienfoto zu machen. Ich glaube, daraus wird nix. Eher warten die, bis irgendeiner die Erde in eine marsähnliche Wüste verwandelt. Wenn ICH aber zum Mars fliegen wollte, würde ich Coca-Cola fragen, ob sie mich sponsern, wenn ich „Coca-Cola“ auf den roten Planeten schreiben würde, so dass man es von der Erde aus lesen kann.

  120. Titel eingeben
    In meinen Timelines gab es keinen Valentins-Hass. Kenne wohl die richtigen Leute.

    PS: Ich war mal so frei. Donny Doomsday: http://imgur.com/a/KN8M1

  121. Falsch, falscher, Maas
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/heiko-maas-haelt-im-bundestag-die-falsche-rede-14882787.html
    .
    Übrigens ist unser Stasi-Schusselchen auch der falsche Mann im Ministeramt.

  122. Trigger-Warnung
    Das garstigste Bild, das im Soziale-Medien-Umfeld verlinkt wurde, war eine Photomontage von Hühner?herzen und blutbeschmierten Kätzchen. *summt leise „Icy Blue Heart“ von John Hyatt*

  123. noch resthormone vom V-Day !
    lese gerade mit genuss, dass ein minister im bundestag die falsche rede gestartet hat…………der war wohl noch benommen vom V-Day im oberen Filstal denke ich, unter hormonschüben. bei unterzuckerung oder bei unterhopfung können solche kleine fehlerchen leicht mal vorkommen.

    er begann wohl mit ausführungen zur erotischen fussfessel……….klar, dass da sofort zwischenrufe von den verklemmten und vernächlässigten kommen !

  124. @ Philomena sagt am 17. Februar 2017 um 10:52 Uhr
    „Sieg oder Tod…“, Reservistenkrug, Philomena durchaus möglich..
    Ich stehe im „hab´ Acht“, Großvater bei der Schweren Reiterei (Cuirassiere), Edelregiment, haben mit der Schlacht bei Beaumont am 30. August 1870 die Nappi III-Franzosen zum Einigeln in Sedan gezwungen. Esk. bedeutet Eskadron (Schwadron), obwohl der Krieg 1918 zu Ende war, steht auf dem Krug 1919, da der Truppenteil erst nach der Internierung und Rückkehr aufgelöst wurde (siehe auch unten)
    .
    Oh ja, bis zur Krim. Nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk wurde nach der Oktoberrevolution 1917 mit dem inzwischen zu Sowjetrussland transformierten und zerfallenden ehemaligen Zarenreich nach längeren Verhandlungen am 3. März 1918 in Brest-Litowsk ein Vertrag mit den Mittelmächten, dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn unterzeichnet. Den Ergebnissen vorgreifend hatte eine Delegation der ukrainischen Zentralna Rada einen Friedensvertrag mit den Mittelmächten unterzeichnet (9. Februar), durch den das Land de facto aus dem russischen Staatsverband austrat. Die abgefallene Ukraine ersuchte die Mittelmächte zu intervenieren und das zu diesem Zeitpunkt von den Bolschewiki kontrollierte Kiew zu besetzen. Zwischen Februar und April übernahmen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen allerdings die Kontrolle über die gesamte „unabhängige“ Ukraine.
    .
    Das sind Dinge, die in unseren Schulen nicht gelehrt werden.
    Der Großvater meiner Ehefrau, Bäckermeister und im 1. WK eingezogen in unserem Heilbronner Landwehrregiment 121, 4 Jahre Vogesenfront, dann Rußland, Ukraine, Krim. Abenteuerlich das alles, vor allem weil die Soldaten nach dem Waffenstillstand am 11.11.1918 im Westen am Schwarzen Meer förmlich in der Luft hingen und z.B. nach Persien interniert werden mußten und erst 1919 per Schiff über das ebenfalls besiegte und unruhige Osmanenreich in die Heimat zurückgebracht wurden (Philomena, versuchen Sie mal an eine Regimentsgeschichte heranzukommen, da gehen Ihnen die Augen über)
    .
    @ TDV, brüchige Plastikwasserrohre in einem Gebiet, das äußerst selten von Erdbeben heimgesucht wird wie die japanische Inselwelt. Ich dachte Japan sei Hightech Land. Den bei uns vor 30 Jahren vertriebenen Rohren aus Rußlandkupfer mit eingearbeiteten Korrosionskeimen mißtrauend ließ ich in unseren Neubau im Jahre 1992 quasi unkaputtbare Rohr-in-Rohr-Wasserleitungen installieren. Kostet bißchen was aber- dann is eine Ruh´. Daß die Landsleute Ihrer Wahlheimat seltsam sind weiß ich von meinem Sohn, der jeden Tag mit ihnen zusammenarbeitet. Excel-Gehirne, keine Freidenker. Was natürlich nicht bedeuten soll, daß ich keine Empathie für die leidgeprüften Menschen von Fukushima hätte.
    (DdH)

    • Es steht natürlich auch der Name ...
      …des Schwiegervaters dort und es gibt noch ein großes,eingerahmtes, fotoartiges Bild mit Reiterregiment, indem sein Konterfei „eingearbeitet“ wurde, fotoshop gabs noch nicht…


    • ein großes,eingerahmtes, fotoartiges Bild
      Ist das so eine Mischung aus Farbgemälde und ausgeschnittener Schwarzweißphotographie? So ein Bild in Hauensteiner Tracht soll es von einem Ururgroßonkel o. dergl. mal gegeben haben, Entstehungszeit frühes Kaiserreich oder so… ist Ihres auch in der Machart?

    • Eine Kunstanstalt aus Ulm...
      .. hat es hergestellt, es ist ein Druck, coloriert und romantisiert mit Bäumen und Hügeln im Hintergrund. Opa allein vorn, das Regiment hinter ihm. Alle führen ein langes Bajonett (?),die hinteren Reiter strecken es hoch.Ich frage mich, ob die ihren Feind noch abstechen mussten? Grüseg.

      Ich denke, das Original wurde mal gemalt.Oben steht: Weltkrieg 1914/17.
      Mein Schwiegervater war Jahrgang 1896 und wurde eingezogen.


    • Ich frage mich, ob die ihren Feind noch abstechen mussten?
      Äh, ja. Mein Großvater (ähnlicher Jahrgang) hatte davon bis an sein Lebensende Albträume.


    • ein Druck, coloriert
      Das ist dann schon die nachfolgende Serienproduktion, mutmaßlich aus der Zeit, in der die Lithographie schwer im Schwange war (auf die Steine konnte man spiegelverkehrt malen, dann viele Gemälde drucken), deren Erfinder (oder Entdecker*) Hr. Senefelder die Lithographen in Berlin ein Denkmal setzten, aus selber zusammengelegtem Geld, in Dankbarkeit, daß seine Erfindung so viele in Lohn und Brot gebracht hatte. Wenn da 1914-17 steht, und es aussieht wie ein gedrucktes Gemälde, wird es wohl Lithographie sein.
      Das Bild von meinem eher Urur ist älter, das ist von Hand gezeichnet und gemalt, nur der Kopf ist ein Foto. Ganz offensichtlich fand man die fehlende Farbigkeit der Fotografie störend, so daß man zu einer solchen Zwischenlösung schritt. Es dürfte sich um eine Anfertigung durch ein herumziehendes Photoatelier, das auch noch einen Zeichner beschäftigte, gehandelt haben. Das dürfte vor 1900 entstanden sein.

      * seine Mutter benutzte wohl eine Solnhofer Kalkplatte als Waschbrett, und da gab es so ein Problem mit den Fettflecken, die kaum wegzubringen waren, was Sohn Senefelder auf die Idee brachte, man könne so auch drucken.


    • Wobei, da fällt mir ein, der Vater meiner längst verstorbenen Patentante, zeitlebens Bauer außer in den Weltkriegen – im 2. entkam er wohl von Stalingrad, und lief von Rumänien aus zu Fuß nach Hause, war dann lange sehr krank, danach aber bis in seine hohen 70er wieder in vollem Umfang als Bauer tätig – also der hatte so einen Stich mit paradierendem Militär, ob coloriert oder nicht, weiß ich nicht mehr, aber es war ein Stich, mit einer Unterschrift von einem Regiment drunter. Das muß wohl das Regiment gewesen sein, in das er als Wehrpflichtiger im Kaiserreich eintrat. Dürfte so von zwischen 1900 und 1914 gewesen sein.
      Anscheinend gab es damals statt Klassenphoto solche „Regimentsbilder“ als käuflich zu erwerbende Andenken.

    • Und später waren handcolorierte SW-Fotos groß in Mode
      Meine Mutter hatte Anfang der 50er Jahre eine ganze Sammlung großformatiger Aufnahmen gerahmt an der Wand, Renate mit Pony und wegen der kurzen, aber sehr vollen Mähne obendrauf noch ne eingerollte Tolle bei Muttern auf dem Schoß, ach es gab Mutter und Tochter in mehreren Variationen. Der Drogist gegenüber machte diese Fotos und colorierte sie auch selbst. Als dann mein Bruder älter wurde, kamen die Fotos von der Wand. Ich habe sie später zerrissen, weil ich an meine Mutter kein Andenken wollte und mir das verkrampft brave Lächeln der 3-4jährigen Renate die Nackenhaare kräuselte.

      Von meinem Vater habe ich eine handcolorierte Aufnahme aus den Kriegsjahren und auch die Hochzeitsfotos meiner Eltern von 1943 sind handcoloriert.

  125. der V-Day in zahlen ! postfaktisch, denn der V-Day ist ja vorbei, oder ?
    das WSJ (ob nun in dDT – worten eine beauty wie BBC oder CNN oder nicht ?) meldet gerade mit verweis auf eine internet – geschenke – plattform (Loop Commerce):

    frauen kaufen häufiger mit einem anteil von 54 %, männer aber geben mehr aus, 63 % mehr als weibliche einkäufer zum V-Day.

    gott sei dank, da stimmen doch die „alten“ rollenmuster wieder und was DON uns da aus dem internet oder dieser sumpflandschaft im nordosten erzählt ist alles FAKE NEWS oder F… News !

    dank an den mutterkutter für die tollen dDT – videos……….you made my day ! ich finde, pressekonferenzen werden zunehmend besser, so erinnere ich mich noch gerne an die geldscheinwerfende nackte frau in den sonst todlangweiligen ritualen mit Mr. BazookaDraghi !

    wann kommt bei ulF mal stimmung auf ? oder beim Obama vom linken Niederrhein ?

  126. Am Rande bemerkt
    Merkel sieht kein Problem darin, CETA durch Bundestag und Bundesrat zu bringen.

    Schulz wird langsam sturmreif geschossen. Was hat der im EU Parlament nur getrieben?

    Ob die Türken in Deutschland Yildrim wohl zeigen, daß sie Demokraten sind und den Rechtsstaat schätzen?

  127. Liebe in Zeiten des Internet
    Wäre ich zynisch, so würde ich sagen, das Pärchen mit Picknickkorb am Weiher, spielt gerade mit dem Handy herum. Ist ja auch viel erotischer, mit der halben Menschheit über Facebook verbunden zu sein, sich Youtube-Videos oder Fotos zu zeigen, als auf stille Wasser zu blicken: verbunden durch gemeinsame Zerstreuungen.

    Während die Menschheit sich von der Erde abwendet und geistig im Internet auflöst, scheint sie materiell in der Tiefsee angekommen zu sein. Als Fatalist versetzt mich das zwar nicht in moralischen Aufruhr, aber die Gefühle sind dennoch verwirrt und ich glaube nicht, dass sie so bald wieder zur Ruhe kommen.

  128. die VAR auf dem MARS
    liebe VAR-ler (nicht zu verwechslen mit VorAlpenRegioexpress), dann hört auch vorher mal lieber Joni Mitchell an oder gleich David B.:

    https://www.youtube.com/watch?v=7VUQLUT1oyA

    https://www.youtube.com/watch?v=v–IqqusnNQ

    bunter war David nie, und er stellt die richtigen fragen, „is there life on Mars?“ bei solchen depressionen in musik ist klar, warum das ein flug ohne wiederkehr ist, wie schon DdH schreibt !

    nur einer kennt die antwort: dDT !

  129. OT: Bilanztricks bei AAS?
    http://www.achgut.com/artikel/kampf_gegen_rechts_gewinne_bilanztricks_und_buergschaften
    und auch Frau Schwesig hat wieder 100 Millionen, um sie weitgehend sinnfrei auszugeben.
    http://www.achgut.com/artikel/demokratie_leben_1045_millionen_fuer_komplexe_lebenslagen

    Wenn man ein bisschen im Netz sucht, findet man auch, wohin die 6 Haushalts-Überschussmilliarden aus 2016 hin gewandert sind.
    Anfang der Woche konnten sich die GROKO Mitglieder SPD und CDU nicht einigen – die einen wollten Investitionen tätigen und die anderen Schulden zurück zahlen.
    Schwupp die wupp, da kein Konsens möglich:
    das Geld landet in dem Topf „Flüchtlingsrücklage“.
    Und was ist da schon drin?
    Überraschung!
    Der Haushaltsüberschuss aus 2015!
    Insgesamt also jetzt so ca. 20.000.000.000,00 Euro.
    Steuergelder.
    Übrige.
    Flüchtlingsrücklage.

    Da zahlt doch jeder gerne weiter seine Steuer – oder?

  130. Titel eingeben
    Man sollte denen, die einsam sein wollen, das auch zugestehen, so wie man sicherlich zugestehen muss, dass man an einem Valentinstag einen schönen, ungezwungenen Abend verbringen kann. — Was mir ein wenig suspekt ist, ist die Erwartungshaltung, dass das unbedingt an diesem Tag sein muss, was ich schon erlebt habe (die kollektive Begründung dafür ist mir ein bisschen dürftig).

  131. unser täglich Alphonso gib uns heute ...
    Amen.

  132. Einsame Herzen, leere Hirnschalen, nicht einmal hohle Versprechungen.
    So sind die bekannten Einheitsparteien zur BTW aufgestellt.

    Klar, bis zur Wahl ist noch lang hin, und keiner verschießt sein Pulver gleich am Anfang,

    aber so GAR nix zur Orientierung (nicht, dass das jemand bei Verstand glaubte..) ,so GAR keine Behauptung,
    nur Phrasen, wie Gerechtigkeit, also höhere Steuern für alle außer Hartz4,oder schnellere Abschiebungen, die aber die rot-grünen Länder nicht machen, da kann die Union im Quadrat springen, mehr ist nicht.

    Schulz kriegt inzwischen seine Biographie in Teilen um die abstehenden Ohren gedroschen , Merkel wird von den Systemmedien geschont, wo nur geht, die GrünInnen überlegen sich stur heil noch ein paar Verbote, um nicht zu viele Wähler zu haben (löblich!!), die FDP muß wohl noch mehrfach von der Bestellpresse ins Leben zurückgeschrieben werden, aus dem Bereich EU kommen Signale, dass Deutschland alle und jeden nehmen muß, der hustet , hilft ungemein, und am Ende weiß jeder-
    wenn sie nicht endlich an vergifteten Pralinen oder am Badewannenrand scheitert, gibt es weiter Honeckers Rache bis zum Koterbrechen.

    Inklusive lustiger einsamer Entscheidungen, die man früher weder SPD noch Grünen zugetraut hätte.

    Realitätsresistent nennt man das wohl, und auch das Wählerverhalten, Merkelschulz wiederzuwählen.

    Weil auch dieses Grokodil weiß, dass es, angereichert um den einen oder anderen opportunistischen Steigbügel, im Herbst weitereitern wird, hält sich der Wahlkampflärm in Grenzen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich noch spannender wird.

    Vielleicht bringt die AfD, und der unbedingte Krampf gegen räääächts seitens des Einheitsbreis, noch frischen Wind.

    Wenn irgendeine Assistentin dem halbhellen Licht Justizzwerglein noch die Reden bunt numeriert, passiert dem auch weniger, und er kann weiterzensieren , und
    irgendwann im Herbst haben wir vor uns, was wir hinter uns haben.
    So geht Demokratie, kann sich USA und Trump ne Scheibe abschneiden von.

    Ich fühle mich von einer Aschewolke bedeckt, wie nach einem Vulkanausbruch, oder einer illegalen Müllverbrennung.

    • Aschgrau
      „Ich fühle mich von einer Aschewolke bedeckt, wie nach einem Vulkanausbruch, oder einer illegalen Müllverbrennung“

      Bis Aschermittwoch ist noch eine Weile hin, aber aschgrau, evtl. mit mittigem „r“ geschrieben, präsentiert sich die politische Landschaft schon, da haben Sie Recht.

      Dennoch, Sie werden doch nicht etwa trübsinnig wegen der ganzen Bagasch? Lohnt sich nicht und ändern wird’s a nix. Und weil si nix ändert, nehmen Sie am besten Abstand zu den Sümpfen und ihren Bewohnern.

      Inzwischen schon mal erfreulich, dass der medial aufgeblasene, rote Kanzlerkandidatenballon bereits leckt. Sie wissen ja, wie das ausschaut und wie sich das anhört, wenn bei einem Ballon die Luft rasch entweicht.
      Mal sehen, wo`sn hintreibt.

      Wir sollten also noch „Den Sand nicht in den Kopf stecken“ (© Lothar „Loddar“ Matthäus).

      Fahren Sie in die Berge, über den Nebel hinaus, lüften Sie den Kopf, dann kommt der Appetit wieder, der aufs Leben und der aufs Schnitzel.
      Was der Herbst bringt, werden wir sehen.

      Ihnen ein frohes Wochenende vom Würmsee drüben

    • "So geht Demokratie, kann sich USA und Trump ne Scheibe abschneiden von"
      Trump dürfte gerade ganz andere Sorgen haben. Kugeln: —> „HUGE Exclusive Interview With DHS Insider!“ Mich würde mal interessieren, was die Kommentatoren davon halten. Fake-News?

    • @Bux T. Hude Was ich mit dem Schlenkerer sagen wollte,
      ist, dass Trump gemäß der Verfassung der USA von den Stimmberechtigten gewählt wurde.
      Während bei uns der Präsident hintergezimmert wird, und dann kommt Gauck oder Steinmeier raus.
      Auch das verfassungsgemäß, aber das ließe sich ändern. Sogar die bösen Österreicher dürfen ihren Präsidenten direkt wählen, und das Ergebnis beim Nachbarn passt mir gar nicht- aber das Volk dort hat den gewählt, und ich zweifle nicht an der Rechtmäßigkeit.

      Und meine Bemerkung sollte in noch ein Nest stechen-

      in den USA ging es um etwas bei der Wahl, ob Hillary oder Trump, macht(e) einen Unterschied.

      Bei uns ist doch nur gebrauchte Schokolade zur Wahl, ob Schulzel oder Merk, alles Einheitsbrei, alles noch mehr EU und noch weniger Deutschland und noch mehr Zuwanderung Ungeeigneter und noch mehr bleiberecht trotz Abschiebungspflicht, und noch weniger Weihnachten, Ostern, deutsch sprechen, als vorher.
      Und mehr Steuern für den ganzen Wahnsinn.

      Mit Ausnahme der Paria-Partei steht im Herbst NICHTS zur Wahl, ein A. oder die andere A .
      Und welche Kaspertruppe die Koalition der Billigen, Schäbigen, bildet.
      Gegen uns.

      Und Ihnen fällt nix anders ein, Herr Hude , als ein wenig Trump zu bashen, weil zuhause ja alles beste Butter.

    • Statt Rants auf sprachlichem Müllniveau liesse sich dagegen was tun:
      Engagieren, selber eine Partei gründen oder Ihr beitreten. Sich einer NGPO anschliessen. Etc.

      Nein, ersparen sie mir die halbgaren Begründungen, warum SIE das natürlich niemals nicht tun können. Ich nehme Ihr unbedingtes Bedürfnis zur Kenntnis, sich über die Welt auszukotzen, alles Nazis ausser Papi.

      Geht´s Ihnen jetzt wenigstens besser?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • "...Während bei uns ... hintergezimmert wird"
      @ Otto Moser: Dieser Unterschied, den sie da sehen. Gibt es den tatsächlich? Wie gesagt: Ich empfehle den geposteten Titel zu kugeln, statt mir ein Bashing anzudichten.

  133. Kampf der Geschlechter
    Ausstellung. Städel. Frankfurt a.M . Ansehen!

    • Städel
      Ja, hat mir gefallen. Wie sich das Frauenbild über die Jhd. gewandelt hat, ist schon interessant. Und wieder stellen sich Männer als die armen Opfer dar (wenn auch nicht der ungehemmten Fleischeslust des Weibes). Zugegeben, vor manchen meiner Geschlechtsgenossinnen kann man sich schon fürchten…


  134. Lieber Don Alphonso und Fans,

    einige Tage verspätet, aber never too late, und nicht nur zum Valentinstag:
    https://www.youtube.com/watch?v=Are-c0BLyIg

    Liebe Grüße an alle!

  135. Titel eingeben
    Wunderschöner Text! Ich freue mich, dass offenbar der alte Don Alphons zurück ist, wie ich ihn vor Jahren schätzen gelernt habe. Bitte mehr davon.

    In den ZEIT-Text hab ich übrigens mal kurz reingeguckt und kann nur nur sagen: Das kommt davon, wenn einem die USA immer noch das überbehütende Elternhaus sind, auf das man in pubertärer Wut fixiert ist. Dann will man plötzlich den Valentinstag boykottieren, weil man den Papa für einen „gefährlichen Clown“ hält. Besonders erwachsen ist diese Haltung nicht. Aber man muss sie auch nicht besonders ernst nehmen.

  136. Die Seriosität der guten Menschen im Lande...
    …erkennen wir heute: Morddrohungen gegen die AFD und dröhnendes Schweigen zu Yildirim. Soviel Gutmenschenmut ist begesiternd, man sieht: die moralisch Hochstehenden sind für Demokratie.
    (Text ist sarkastisch zu verstehen. Die gesamte Linke ist abgetaucht.)

    • Die ganze Linke?
      Dagdalen hat sich eigentlich deutlicher als jede/r andere zu diesem unsäglichen Auftritt geäußert.

  137. Die Einheitswippe soll das Volk verschaukeln...
    …heißt es hier und da. Das ist zu kurz gegriffen und wird dem Feinsinn des „Denkmals“ nicht gerecht. Die Wippe soll vielmehr vorführen, wie sich das Volk selbst verschaukelt. Das ist klasse!
    .
    Grobe Figuren wie dieser Gabriel nennen das Volk „Pack“. Das ist ungeschickt. Die Wippe verachtet das Volk viel subtiler.

  138. Eine interessante Entdeckung
    Staunend sehe ich, dass das schönste Blümlein sehr oft aufgerufen wurde. Hätte ich nicht gedacht. Als ich den Link einstellte,zeigten die letzten drei Zahlen 062 und z.Zt.steht da 419. Wow, sind das nun alle Dons Leser?

  139. Oh je!
    Die FAZ ist auch nicht mehr das, was sie nie war:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/einem-youtube-star-wird-antisemitismus-vorgeworfen-14883305.html
    Kleiner Tipp: nicht nachplappern. nicht nachäffen. auch wenn man die Lügner bei den tollen Blättern bewundert. Selber denken und – ja wirklich – selber recherchieren wäre eine feine, neue Sache.
    Für eine gute Zeitung. Eines Tages…

    • @Leser: Oh je!
      Oh je sage ich auch, Leser. Die Print-FAZ hat einen längeren Artikel, der Ihnen offenbar nicht gefällt. Sie sagen aber mit keiner Silbe, warum das so ist. Danke für dieses äußerst dünne Süppchen.

    • Huchili und Tüdelidüü ! Schneeflocken muß man tüchtig auskochen,
      sonst bleiben sie einem bleischwer im Magen liegen.

      Dass das Wallstreet Journal überall Antisemitismus wittert, wie der Rest der von Trump Staatsfeinde gescholtenen Publikationen, wundert nicht.

      Wer Antisemitismus sucht, sollte bei der Religion des Friedens tatsächlicher fündig werden.

      Aber das ist ja wieder politisch nicht korrekt.

      Trump hat schon recht, und bei uns leben sie von der Lücke im Gehirn, die Kritzler.
      Und demnächst von Zwangsbeiträgen, weil den ganzen korrekten Kot nur mehr Trottel freiwillig lesen.
      Dschornalisten.
      Mögen sie in ihren möblierten Zimmern von der Wirtin sauber schikaniert werden.
      (Nein, Herrenbesuch geht gar nicht, Herr von Schwuchtelbock !)

    • Und das Kommentariat ist auch nicht mehr, was es war,
      Der fragliche YouTube Star HAT sich antisemitischen Drecks bedient. Ob man ihm die Begründung abnimmt, er hätte das lediglich zu satirischen Zwecken getan, ist eine reine Ansichts- und Bewertungsfrage.

      Und genau das hat der FAZ Artikel referiert.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  140. Was sagt eigentlich der Karl Valentin zu diesem merkwürdigen Valentinstag?
    Womöglich ist das seine allerletzte Chance an etwas Geld zu kommen. Tantiemen und so.

  141. sollen kaufen müssen plus knutschzwang
    Oh sorry, Don bei allem Respekt, aber dieser ist der langweiligste, seit ich das Blog kenne. Überhaupt ist Valentinstag für mich deswegen langweilig, weil man etwas tun soll. Mit Weihnachten konnte ich mich irgendwie arrangieren, aber noch mehr Tage, nein. Als verfehlter Bohemien ziehe ich die Spontaneität vor.
    Das Stück hier muss etwas haben – jemand lobt es oben – nur leider, ich seh’s nicht.
    Trotzdem ging mir auf, warum bestimmte KreisInnen den Tag ablehnen: Zu viel pink. Diese Kreise überlappen mit Pinkstinks, schätze ich.

    @ Tamarisque
    Die NYT ist die Zeitung bridgespielender Gattinnen und die von Golfern beim Mittagessen. Die Zeitung arrivierter – wie man das nennt – Kreise. Sind Sie das? Arriviert?
    Ich finde ernsthaft, man muss sie nicht lesen. Für Info tut’s die WaPo, für Meinung gibt’s jede Menge, für Finanzen braucht der New Yorker das WSJ.
    Wussten Sie, dass ein Autor der Times über den Holodomor krass gelogen hat damals? Er behauptete einfach, es gäbe keinen Holodomor, nach Landesvisite, versteht sich.
    Ein weiterer, näher an unserer Zeit, schwärmte in ihr vor einigen Jahren über iranische Toleranz. Das war wohl zu der Zeit, als sie dort anfingen, Leute nicht mehr zu steinigen, sondern an Baukränen aufzuhängen. Das war Thomas Friedman. Aber der ist noch besser zu verkraften als Maureen Dowd. Die weiß alles besser.
    Jetzt wie weiter? Haben Sie auch annehmbare links?

  142. Nachtrag zum Valentinstag
    Ehrlicherweise …
    wollen doch alle zum Valentinstag nur das …

    http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.2755432.1448532558!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900×600/image.jpg

  143. Pardon wird nicht gegeben...@Otto Moser um sechs Uhr vierzehn
    Im echten Leben? Reden Sie da auch so einen Unflat? Da hält nur Breitschwert gegen…ach Quatsch, ich wechsle wieder die Straßenseite. Sie haben Unterhaltungswert!

    • LOL, ist der Dichter versucht zu sagen.....
      das, was ich hier schreibe, ist alles abgekocht für den Verzehr durch Kindlein, in lauwarmer Milch gedünstet, gezuckert, mit Rahm fett abgeschmeckt, und schnullerfähig püriert.
      In der richtigen Gesellschaft, wenn ich in Fahrt bin, gibt es Rohkost,
      Fleischfetzen, die auf den Tisch geschlunzt werden, Innereien, die durch die Luft fliegen, frühneuzeitliches Strafrecht und indigene Menschenkonservierungstechniken (Zanza, z.B. ,der liebe Schrumpfkopf) en detail.
      Ja, ja, die haben den Magen dazu.
      Natürlich muß man sich oft verstellen, Grüß gott, Frau Kommerzienrat, Exzellenz, meine Verehrung,

      und da Deifi soi eich olle hoin, aufgstöde Mausdregg, dreggade .

  144. Mit etwas Verspätung...
    …alles Liebe für Sie noch zum Valentinstag. Wir, mein Mann und ich, sind Ossis. Und wir hatten es mit dem Tag nie so…aber trotzdem ist das einfach schön. Wie das Paarleben auch.

    Und seien Sie froh, dass es diesen, meinen Mann gibt. Ich hätte sonst schon versucht, Ihnen aufzulauern. Einfach um Sie mal in echt kennenzulernen….und Ihnen Ihre These, ich meine in dem Küchenmaschinen-Text, dass schon Ihre Oma wusste, dass nie eine Frau bei Ihnen bleiben wird, auszureden. Ich bin mir sicher, dass es diese Frau noch geben wird. Sie sind sicher anstrengend als Partner – aber Sie haben Herz durch und durch. Mein Mann ist eigentlich auch nicht zum Aushalten, ich auch nicht. Wir sind beide für andere zu anstrengend – haben uns aber zusammengerauft. Haben diese Überanstrengung für andere thematisiert und gehen bestens damit um. Und wir sind in Ihrem Alter. Ist nie zu spät. Sie finden noch die Richtige. Ganz sicher!

  145. Wieder einmal typisch Don,
    anfangs am Rande der Volksverhetzung balancierend, selbstherrliche Betrachtungen von Standpunkt eines Bajuwaren aus, auf die Facetten des Alltags in Deutschland, jede Gelegenheit nutzend sich im Stil treudeutschen Übermenschentum darzustellen.Bayern liefert eben die Grundlagen für die deutsche Leidkultur.
    Bevor sich der Don davon hingerissen, etwas gefunden zu haben, in der Suhle der Rechtschreibfehler wälzt, sein angemerkt, das -d- in Leitkultur ist im vollem Bewußtsein verwendet worden.

  146. Es ist sehr einfach
    Es ist sehr einfach und klingt kalt: Zeitökonomie. Die Menschen mit sozialer Ader oder in Beziehungen verwenden ihre Zeit darauf, sie mit den anderen zu verbringen. Diejenigen, die niemanden haben oder das nicht mögen, die verwenden ihre Zeit eben zum Posten von Sachen.

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