Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Hier sollte ein trumpfeindlicher Text stehen

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Es gibt viele Arten, sich mit Donald Trump auseinander zu setzen –  eine unter Deutschen beliebte Art ist es, jemanden zu zitieren, der vor seinem Seitenwechsel überzeugter Feind der Weimarer Republik und NSDAP-Wähler war, und sogar nach dem 2. Weltkrieg wenig Sympathie für Israel erkennen liess. Man kann die bewegte Lebensgeschichte dieses Mannes zwischen U-Booten, innerkirchlichem Widerstand, Haft in Konzentrationslagern und Schuldeingeständnis für die evangelische Kirche eigentlich im Internet nachlesen, sein Name ist Martin Niemöller. Trotzdem wird er jetzt gern im Internet zitiert, mit seinem Spruch, der damit beginnt, dass er nicht demonstrierte, als die Kommunisten geholt wurden, denn er war kein Kommunist, und der damit endet, dass niemand mehr zum demonstrieren da war, als er geholt wurde. Der Spruch ist geläufig, und passt zum aktuell beliebten Aufruf, den Anfängen zu wehren.

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Mindestens eben so oft wird mir der Link zu einem Beitrag der ZEIT dargeboten, in dem einige – heute rückblickend leicht erkennbare –   Fehleinschätzungen der Machtübernahme von Adolf Hitler und der NSDAP seitens Medien, Intellektueller und Politiker abgedruckt sind. In Kombination sollen der Niemöllertext und die Fehleinschätzungen von 1933 sagen, dass man sich bitte auch bei Trump und seiner Administration nicht täuschen lassen sollte, und wer nicht sofort etwas unternimmt und sich dem Abwehrkampf anschließt, wird es später bereuen. Als Krönung wird dazu noch ein Beitrag eines Googlemitarbeiters verbreitet, der Trump einen Staatsstreich unterstellt. Da muss man doch auch mithelfen, oder? Da darf man auf keinen Fall abseits stehen.

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Natürlich haben wir heute Internet, und natürlich wären Amerikaner in der Lage, sich ein Bild von den deutschen Bemühungen zu machen, die Welt vor diesem neuen, drohenden Totalitarismus zu warnen, während die Kanzlerin unserem Menschenrechtspartner Erdogan die Hand reicht. Die Zeit hat ihren Beitrag auch in englischer Übersetzung veröffentlicht. Es mag tatsächlich Intellektuelle geben, die die Meinung des Auslands mit in die umfassende Betrachtung der Trumpadministration einfliessen lassen, und natürlich finden sich in den USA viele Aktivisten, die Trump mit Hitler vergleichen, und gewisse Ähnlichkeiten beim Erringen der Macht mit populistischen Methoden sehen. Auch ist es ehrenhaft, aus der Geschichte lernen zu wollen. Nur besteht Geschichte aus mehr als ein paar eindrucksvollen, verlinkbaren Zitaten. Und zur Geschichte des Aufstiegs von Hitler gehört neben der schändlichen Rolle bürgerlich-reaktionärer Kräfte  und der Industriebosse vom Schlag eines Stinnes auch das Verhalten der von Stalin gesteuerten KPD, die unter dem Schlagwort “Sozialfaschismus” die SPD als Hauptfeind bekämpfte und die Weimarer Republik schwächte. Tiefpunkt sind neben Putschversuchen und Strassengewalt fraglos Anträge der KPD im Reichstag, die bewusst so gestaltet wurden, dass auch die NSDAP hätte zustimmen können.

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Das Risko bei derartigen Vergleichen von Gegenwart und Vergangenheit ist, dass jeder, der einen anderen mit der Geschichte diffamiert, sich dem Risiko aussetzt, im gleichen Kontext verglichen zu werden – und das kann mitunter schlecht ausgehen, egal ob als AfD-Funktionär bei den Türkenkriegen oder SPON-Autor beim Mauerbau. Und wer Trump partout mit Hitler vergleichen möchte, sollte sich auf der anderen Seite vielleicht auch anschauen, wie Progressive auf beiden Seiten des Atlantiks die Gesellschaften in Rechtgläubige ihrer Ideologie und den verdammenswerten Rest gespalten haben – Hillary Clinton hat die Verachtung mit ihrem abwertenden Spruch vom “basket of deplorables” über Trumpanhänger deutlich zum Ausdruck gebracht. Natürlich gibt es auch eine Mitte, die sich den manichäischen Politsekten und Lagerdenken verweigert. Sie bekommt es aber mit einem ausgesprochen intoleranten Linksradikalismus zu tun, der alles, was nicht seinen Maximalforderungen entspricht, als Abweichler brandmarkt und in die Ecke der Faschisten stellt.

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In Amerika bekamen einige dieser Bemühungen fast schon den Rang einer Staatsdoktrin. Obama erwähnte selbst fragwürdige, aber eingängige und populistische Zahlen zur sexuellen Belästigungen an Universitäten, ein erwiesen unschuldiger Student wurde öffentlich in den grossen Medien als “Rapist” vorgeführt, während die Frau, die ihm eine Vergewaltigung unterstellte, als Heldin, Künstlerin und Vorbild gefeiert wurde. Mit dem Title IX wurden Universitäten von Obama unter Druck gesetzt, in solchen Fällen die Beweise der Anklage stärker als die der Verteidigung zu gewichten, wenn sie öffentliche Gelder erhalten wollten. Auch eine spektakulär aufgeflogene Falschbeschuldigung an der University von Virginia änderte nichts an der Bewegung, die männliche Studenten in einer “Rape Culture” als Gefahr betrachtete, die mit Diversity- und Awareness-Kursen zu erziehen seien. Das Portal Breitbart und dessen Vordenker Milo Yiannopoulos musste die dergestalt bedrängten und diffamierten Studenten dann nur noch einsammeln.

Es gab in diesem harten politischen Klima, ebenfalls unterstützt von den Medien, Hexenjagden auf den Nobelpreisträger Tim Hunt wegen eines selbstironischen Scherzes, auf den Astrophysiker Matt Taylor wegen eines Hemdes, und auf den Evolutionsbiologen Richard Dawkins wegen eines Videos über Feministinnen und Islamisten. Das waren die Tiefpunkte einer Eskalation, die von sogenannten Social Justice Warriors getragen wurden: Nachwuchsakademikern, die von ihren Professoren Triggerwarnungen forderten, wenn Texte wie Shakespeare sie zu traumatisieren drohten, und Safe Spaces, wenn Feministinnen wie Christina Hoff Sommers auftraten, die nicht den neuen Forderungen der intersektionellen Genderideologiwe entsprachen. Free Speech und freie Lehre wurden durch Political Correctness bedroht. Es gibt daher im akademischen Betrieb durchaus namhafte Kreise, die sich nicht auf einer Seite mit den Protesten gegen Trump sehen, die von diesen Aktivisten getragen werden.

Es gab das Gamergate und staatlich massiv protegierte Personen wie Anita Sarkessian, die Nutzer von Videospielen alle nur erdenkbar schlechten Eigenschaften nachsagten und versuchten, die Spieleindustrie auf eine Linie mit den Vorstellungen von Sprachreglementierern und der Inklusion aller gesellschaftlichen Gruppen zu bringen – bei der Entwicklung der Spiele, in den Konzernen und idealerweise auch bei allen Tech Jobs. Obwohl Frauen in den USA – ähnlich wie in Deutschland – eher selten Informatik und mathematische Fächer studieren, wurden mit politischer Unterstützung Quoten und besondere Förderprogramme für alle außer weisse, heterosexuelle Männer gefordert. Letztere hätten nacxh der Epoche des Patriarchats bei den guten Jobs Rücksicht zu nehmen.

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Es gab die in liberalen Medien gefeierte Bewegung “Black Lives matter”, die sich kritisch mit Polizeigewalt gegen Afroamerikaner auseinander setzt. Progressive sehen darin gern einen Wiederaufstieg der Bürgerrechtsbewegung. Andere – und die sind nicht eben selten in den USA – verweisen auf die hohe Kriminalitätsrate unter Afroamerikanern und zitieren Texte von deren Aktivisten, die radikal gegen Weisse sind. Wer auf der Seite der Guten sein will, muss Black Lives matter gut finden. Das tun sehr viele Weisse und vom Antisemitismus abgestossene Juden, aber auch Angehörige anderer Minderheiten nicht, die Polizeipräsenz lieber als Ausschreitungen sehen.

Um auf der Seite der Guten zu sein, muss man vorbehaltlos vieles akzeptieren, und es reicht auch nicht, einfach nur Trump kritisch zu begleiten und wenig freundliche Texte über ihn zu schreiben. Diese Erfahrung musste gerade die Nachwuchsjournalistin Olivia Nuzzi machen, die aufgrund ihrer bissigen Reportagen über Trump gerade einen vorteilhaften Vertrag mit dem New York Magazin bekam. Der Radikalfeministin Jessica Valenti, die sich beim UVA-Hoax hinter die Falschbeschuldigerin stellte und auch sonst zum äusseren Flügel der Bewegung gehört. ist Nuzzi nicht links genug, und warf sie deshalb bei der frohen Nachricht des beruflichen Erfolges einer Frau ihrem Mob zum Frass vor:

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Valenti war auch führend am Women’s March in Washington beteiligt. Die Veranstalter stellten die palästinensischstämmige Islamaktivistin Linda Sorsour mit an die Spitze, und holten Angela Davis in den Beirat. Früher waren Amerikas Juden das Kernklientel der Demokraten, aber speziell Frau Sorsour ist der Grund, warum der sozialistisch-jüdische Forward innerhalb des jüdischen Spektrums recht einsam mit der Aufforderung ist, auch Juden sollten sich hinter ihr versammeln. Sorsour weigert sich, auch nur über den Staat Israel zu reden, steht nicht hinter den Opfern des Anschlags auf Charlie Hebdo und vertritt das orthodoxe Frauenbild des wahabitischen Islams. Wie Angela Davis vertritt sie Positionen, die man in Deutschland am ehesten als Antisemitismus und Judenhass bezeichnen würde. Das liberale jüdische Bürgertum an West- und Ostküste ist die Gruppierung, auf die sich die Demokraten meistens voll verlassen konnten. Für diese gut organisierte Gruppe, die zudem fast geschlossen wählen geht und daher ein grosses Gewicht hat, ist Trump mit seinen teilweise rechtsextremen Anhängern meist alles andere als ein Wunschpräsident. Aber die Proteste gegen Trump werden von Progressiven geführt, die sich bedenkenlos mit Islamistinnen einlassen. Hauptfeind ist und bleibt das weisse, heterosexuelle Patriarchat, und die Partner in diesem Kampf können nicht radikal genug sein.

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Zu diesem Zweck ist eines der zentralen Symbole der Bewegung eine muslimische Frau, die die amerikanische Flagge als islamisches Kopftuch trägt. Es ist möglicherweise als Zeichen der Inklusion gedacht, kommt aber bei manchen als Patronage an: Das Kopftuch möchten säkulare Anhängerinnen des Islams gerade nicht als Zeichen ihrer Überzeugungen sehen, und sie verweisen zurecht darauf, dass es der innerislamischen Diversität als alleiniges Erkennungsmerkmal Hohn spricht. Für die in Amerika nicht seltenen Muslime, die sich lieber in die säkulare Gesellschaft integrieren möchten, die ist Reduktion auf ein religiöses Symbol eine Belastung. Für islamkritische Aktivisten aus islamischen Kulturkreisen ist es ein Akt der Entsolidarisierung auf beiden Seiten der Gesellschaft: Für Trumps Anhänger sind sie wegen ihrer Herkunft pauschal Gefährder, für die Progressiven werden sie durch die Religiösen repräsentiert. Ein linkes Lager, das Männer pauschal als Geschlecht, Wissenschaftler, Juden, Studenten, Leute mit sorgen wegen der Kriminalität und gut verdienende Arbeitnehmer bekämpft, und obendrein die Muslime spaltet, hat nicht mehr allzu viele Freunde.

Gewonnen hat Trump. Und damit offensichtlich genau das, was Linke schon davor in der amerikanischen Gesellschaft dauernd erkennen wollten, wenn es um die Durchsetzung ihrer Ziele ging: Ein machtbewusstes Patriarchat, das sich mit reaktionären Männerbünden umgibt, Geisteswissenschaften benachteiligt und Minister wie Betsy DeVos ernennt, die vermutlich mit der harten Anwendung von Title IX und anderen Safe Spaces für Traumatisierte des Patriarchats aufräumen wird. Trump macht seine Wahlversprechen wahr, und Breitbart-Chef Steve Bannon weiss aufgrund des Erfolgs seiner Seite, wie gross in vielen Gruppen der Gesellschaft der Hass auf die Progressiven ist, die eigentlich mit Hillary Clinton gern zu den Siegern gehört hätten. Es wäre wenig überraschend, wenn die Trumpadministration nun tatsächlich beginnt, den Progressiven das Leben schwer zu machen. Nachdem Milo Yiannopoulos einen Vortrag der der Universität Berkely wegen gewaltsamer Ausschreitungen nicht halten konnte, drohte Trump – ganz im Stil von Obama bei Title IX – vermutlich in Unkenntnis der Lage vor Ort mit dem Entzug der staatlichen Förderung.valentitrumpd

Die Vernetzung der Progressiven in Amerika macht es möglich, einen Women’s March mit rosa Mützen in Windeseile zu organisieren. Der Kern ist eine kleine, radikale, überzeugte und fanatisierte Gruppe mit einem geschlossenen Weltbild, ähnlich wie die KPD in den 20er und frühen 30er Jahren. Und sie haben jahrelang mit ihrer Shitstormkultur allen Andersdenkenden deutlich gezeigt, was sie zu erwarten hätten, wenn diese Gruppe erst einmal an der Macht beteiligt wird. Das hat nicht unwesentlich zur Schwächung des demokratischen Lagers beigetragen, dem die weissen Wähler und auch weissen Frauen mehrheitlich abhanden kamen. Die ZEIT und viele Aktivisten auf beiden Seiten des Atlantiks wollen natürlich, dass man als Journalist allein die Augen auf Trump und seine Politik richtet und jeden Beitrag nutzt, um die Gefahren seiner Regierung zu verdeutlichen. Ich finde da auch vieles befremdlich, aber aller Voraussicht nach wird Trump mindestens 4 Jahre mit breiten Mehrheiten in beiden Parlamenten die Geschicke des Landes führen. Wer das nicht zwei Legislaturperioden lang erleben möchte, muss 2020 genug Wähler finden, die einen Wechsel wollen. So unbeliebt Trump vielleicht auch sein mag: Die Demokraten werden dabei auf die Deplorables zugehen müssen, und das wird nicht leicht, wenn sich ihre Aktivisten im Endkampf zwischen Gut und Böse wähnen. Wer so denkt, wer wirklich glaubt, dass in den USA der nächste Hitler an der Macht ist und das 4. Reich entsteht, sieht nur noch Feinde, wo früher einmal Partner waren. Die KPD gehört übrigens auch zu jenen, die die Lage 1933 völlig falsch eingeschätzt haben, und wer aus der Geschichte lernen will, sollte die verfügbaren Informationen so ideologiekritisch wie möglich betrachten.

Deshalb steht hier kein trumpfeindlicher Beitrag.

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606 Lesermeinungen

  1. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Die Feindin steht links

    • Knapp daneben...
      Die antisemitische Feindin steht links….

      Don ihre sture, alle Fakten ignorierende Israel-Gefolgschaft nimmt ihren Texten sehr viel ihrer Wirkung.

      Wrer Isarel kritisiert hat RECH, und ist KEIN Antisemit!

    • Israelkritik ist legitim, aber Hamasunterstützung? Naja.

    • Verehrter tdv, wer die Hamas unterstützt, applaudiert damit einer Bewegung,
      die Juden töten will. Ganz offen – steht in deren Satzung.

      Das hat mit Israelkritik nichts mehr zu tun, das ist angekündigter Genozid. Debatte beendet.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • ...und nicht vergessen,
      @ TDV, diese Regierung dort findet auch immer wieder ihre Wähler. Die Orthodoxen haben zuviel Macht, die ihnen die Verfassung schon einräumt und pervertierte. Ich war einigermaßen erstaunt, als ich las, wie verankert die sind. War anfangs gut gemeint, wurde zum Problem.
      Immer diese Religionen….

    • Eseleien
      @ HansMeier555
      Die Reduktion auf eine „Kurzfassung“ ist überaus leserfreundlich. In konsequenter Fortsetzung sollten Sie auf Titel und Inhalt ganz verzichten. Der Tag HM555 oder 555 reicht vollkommen als Duftmarke, wüsste man doch gleich, worum es geht.

      @ TDV
      Widerwärtiger Schwachsinn vom fernöstlichen Hochsitz. Der Wunsch, die Großväter zu rehabilitieren, muss oft übermächtig sein.
      Was, bitte, möchten Sie diesem Land anderes empfehlen als Israel-Gefolgschaft? Die von Ihnen und Ihresgleichen seit Jahrzehnten geübte Israelkritik hätte, umgesetzt in politisches Handeln, das Land schlicht von der Landkarte getilgt. Der Unterschied zu früheren, nicht 100% erfolgreichen Anläufen bestünde allein darin, dass Leute wie Sie ihre Hände diesmal in Unschuld und Selbstgerechtigkeit waschen möchten.

    • @Werendt
      HansMeier555 gehört zu diesem Blog, wie der Senf zur Bratwurst. Unverzichtbar.

    • Senf zur Bratwurst?
      Nett gemeint? Sicherlich nicht.

      Immerhin eine zuverlässig blogkritische Stimme im Dauerbeifallssturm.

    • We had to take it, because no one would ever give it to us.
      Facts of life:

      Schwache Menschen werden immer über die Starken und Mächtigen jammern und immer die Schwachen bzw. Opfer unterstützen. Alles verpackt mit „Moral“, der Sprache der Schwachen.

      Das ist ja der Witz an den Linken, sie warnen vor der Wiederkehr des Holocaust, wünschen aber dem modernen Israel die Niederlage.

      Warum? Weil die Juden im Dritten Reich die Opfer, und von da nicht mehr schwach und nie mehr Opfer.

      Es geht den Linken nicht um die Juden oder Wahrheit, es geht immer nur um Stark/Schwach.

    • Senf ist verzichtbar,
      Rosenberg. Wenn er zu scharf ist, schmeckt er dauerhaft nicht mehr und lähmt den Geschmackssinn.

    • Zu Thorsten Haupts, 5. Februar 2017 um 10:44 Uhr, @ tdv
      Volle Zustimmung zu Ihrer Einschätzung zu tdvs Beitrag. Roma locuta, causa finita.

      Und noch einen schönen Gruß an tdv, südpark-style.

    • Titel eingeben
      Man liest und man staunt…. und kann sich bei einigen das Lachen nicht verkneifen.

      Eine verbrecherische Regierung zu verurteilen hat nun mal leider nicht das geringste mit Anti-Semitismus zu tun, da könnt ihr keifen wie ihr wollt…

      Einerseits: Don und THorHa, hab ich irgendwo auch nur ein einziges Mal in den all den Jahren die Hamas erwähnt?

      Aber da sie das anschneiden, was schlage Sie den Leuten denn vor die gerade aus ihren Häusern vertrieben werden weil Bibi dort Siedlungen bauen lässt um seine Wähler zu bezahlen?

      Ja, Philomena, die drei absurd dummen monotheistischen Religionen waren schon immer das gösste der Probleme, aber sie passen halt zu den real existierenden Menschen. Auch an Trumps Vize werden wir deshalb noch viel Freude haben…

      Und Werendt, der „Klügste“ der Anwesenden… (ein Anarchist ist also Nazi?) während sie hier ihren BILD Mist absonderten, hab ich gestern den Briefwechsel zwischen der damalogen US Regierung und dem Königshaus Saudi Arabien von 45 gelesen, als letztere sich bis zuletzt weigerten den vertriebenen Juden das Gebiet Palästines zuzugestehen und, auch in meine Augen korrekt, den Verursachen des Problems, den Deutschen, Land wegzunehmen um es den Juden zur Verfügung zu stellen.

      Nach der wunderbaren Ruhe und Verschonung von Schwachsinnigem in den letzten drei Wochen in Dons BLogs hatte ich gehofft ihresgleichen wäre gemeinsam wieder an den Stammtisch und zur BILD zurückgekehrt… wär das nix für sie?

    • @HansMeier555
      Netter Versuch, aber daneben. Die Kurzfassung lautet: „Links ist sich für nichts zu doof und scheitert an sich selbst.“ Den Don sagt, was ist. Nicht mehr. Ihn in ein Freund/Feind-Schema zu pressen, ist billig. Nichts gegen Senf, aber auch da taugt das Mainstream-Zeugs nichts.

    • Titel eingeben
      @TDV: Ich kann ihnen da nur zustimmen, und finde es selbst zunehmend irritierend, wie salonfähig es in konservativen Kreisen es mittlerweile zu sein scheint, die im Grunde nur als rechtsradikal bezeichenbare Regierung von Netanjahu und Lieberman zu verteidigen.

      Und alle Kritik an der islamistischen Hamas kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß Netanjahu ein ähnliches niederträchtiges Spiel mit den Palästinensern treibt wie Erdogan mit den Kurden.

    • Mal ein paar unmissverständliche Klarstellungen….
      Don
      Ich bin Pazifist, aber ich bin auch der Meinung, dass das Recht auf Selbstverteidigung kompromisslos JEDEM zusteht. Ich unterstütze die Hamas keineswegs, aber ich bestehe darauf, dass dieses Recht auch diese Leute gilt.
      Ich schulde Israel NICHTS!

      Goodnight
      „Das ist ja der Witz an den Linken, sie warnen vor der Wiederkehr des Holocaust, wünschen aber dem modernen Israel die Niederlage.”
      Das einzige was an dem Witz zum Lachen ist, ist ihre Logik. Israel ist nun mal ein gewalttätiger, mörderischer Besatzer und das Widerstandsrecht gilt nun mal in jedem solcher Fälle, also auch wenn der Besetzer mal NICHT die Russen sind.
      Ich gehöre weder zu denen, die sich ja heutzutage in Deutschland eigenartigerweise selber gern als Linke bezeichnen, noch ganz sicher nicht zu denen, die Leute wie sie als Linke definieren. Ich gehöre zu den Linken für die die israelische Politik genau so verbrecherisch ist, wie die Politik eines jeden andere Landes, mit jeder anderen Religion.
      Jedes Land, das gewalttätig und gegen seinen Willen besetzt ist, hat das Recht sich mit ALLEN Mitteln gegen dieses Verbrechen zur Wehr zu setzen. Israel interessiert mich einen Dreck, ich interessiere mich für Menschen! Menschen, die in IHREN Ländern unter gewalttätigem Unrecht zu leiden haben!

      ThorHa
      „Verehrter tdv, wer die Hamas unterstützt, applaudiert damit einer Bewegung, die Juden töten will.”

      Die Einwohner eines gegen ihren Willen mit Gewalt besetzten, und von den Besetzern, trotz UN-Beschluss, mit Gewalt besetzten Landes haben JEDES Recht sich gegen solche Verbrechen zu werden. Und zwar mit allen Mitteln die SIE für richtig halten.
      Was ist denn das für ein reaktionärer Schwachsinn? Weil ein verblödetes Volk mal willig bei einem Holocaust mitgewirkt hat, hat jenes andere Volk 70 Jahre später das Recht sich über jedes Recht und Gesetz zu stellen, und wer immer ihm im Weg steht ähnlich zu behandeln, wie es selber behandelt worden ist? Ein Verbrecherstaat ist ein Verbrecherstaat, ist ein Verbrecherstaat. Wenn sie Schuldgefühle haben investieren sie in eine Therapie! Ich habe keine.

      Wer Israel kritisiert hat RECHT, und ist KEIN Antisemit!

    • Every civilization finds it necessary to negotiate compromises with its own values.
      @TDV

      „Israel interessiert mich einen Dreck, ich interessiere mich für Menschen! Menschen, die in IHREN Ländern unter gewalttätigem Unrecht zu leiden haben!“

      Q.E.D.

      Muss jetzt aber trotzdem etwas Komplexität in Ihr Oberstübchen bringen:

      Wenn die Menschen in Israel und Palästina einen Konflikt haben, bei dem beide Seiten Gewalt anwenden und internationales Recht brechen, nach welchen Kriterien entscheiden SIE sich dann für welche Menschen?

    • @TDV
      Sie schreiben hier was von „besetzem Land“ der Palästinenser. Es handelt sich aber um damals britisches Mandatsgebiet, und was die damit machen oder gemacht haben, soll doch deren Sache sein.
      Wäre genauso, als wenn ich sagen würde Schlesien oder Ostpreußen wären besetztes Land, sowas ist Geschichtsrevisionismus und führt nur zur weiteren Auseinandersetzungen und Terror und Krieg.
      Das führt zu nichts.

    • @Goodnight, gute Frage
      und wie beii guten Fragen üblich kaum zu beantworten.

      Außer mit Klugscheißerei und Glauben, der stark macht. Dazu lässt sich in der Galerie linker Revolutionszitate und Welterklärungen immer etwas finden. Konsequenterweise gibt es dort die wenigsten Probleme mit unwiderlegbaren Einstufungen und endgültigen Urteilen.

    • „Israel interessiert mich einen Dreck"
      Da kommt einer einfach nicht klar mit der narzisstischen Verletzung, die ihm die Juden mit dem Holocaust zugefügt haben.
      Die juckende Stelle muss weg, egal mit welchen Mitteln.

    • Titel eingeben
      Sie werden entschuldigen, wenn ich auf den Unsinn, den sie statt Argumenten oder Fakten anbringen nicht länger eingehe…

  2. Hitlerbärtchen
    Ich weiß wirklich nicht mehr, wieviele Politikerfotos bzw -pakate ich in meinem Leben schon gesehen habe, die nachträglich mit dem Hitlerbärtchen verziert wurden. Ich find das nach wie vor strunzblöde, es ist ein sehr schlichter Ersatz für Argumente, verwendet von solchen Leuten, die es nicht schaffen, aus ihrer Pubertät herauszukommen.

  3. Danke Don -
    für die alternativen Betrachtungen. Gegen all das überbordend Hysterische.
    Danke Ihnen.

    • Dem schließe ich mich an.
      Danke!

    • Gern geschehen.

    • "hysterisch"?
      Ob die Reaktionen auf die „Bannon-Regierung“ als Hysterie zu bewerten sind oder berechtigte Angst sind, genau das eben weiß noch keiner und jede Gewissheit ist nur Glauben. „The future’s not wours to see.“
      Der Beitrag handelt aber auch nicht davon, sondern von etwas anderem – vom Doktrinäertum. Von den politisch Gläubigen. Und von ihren sektiererischen Umgangsformen. Von der Herrschsucht der Doktrinäer.
      Die sich ihren Lebenssinn aus einem politischen Glauben herausziehen, die sind gefährlich für die Demokratie (deshalb in der Trump-Mannschaft viel mehr der Geschichtsideologe Steve Bannon als z.B. Tillerson.)
      Demokratie braucht die Bereitschaft, den eigenen Standpukt zu überdenken, aus der Perspektive anderer anzusehen. Am Verschwinden dieser Moralgrundlage jeder Diskussion arbeiten viele mit – viele Gutwillige, aber auch viele Böswillige. Es hilft dabei auch in diesem Fall der Sache rein gar nichts, wenn man irgendwelche Gruppen pauschal abwertet und den ziemlich dialektischen Artikel als „diese Hysterikerinnen!“ völlig falsch verkürzt. Es geht eben um mehr als um politische Präferenzen. Nach der Lektüre sollte sich jeder selbst an die Nase fassen – denn die Keime zur vermaledeiten Borniertheit und Intoleranz tragen wir alle in uns.

    • Zur Ergänzung - bei den Rechts-Doktrinären geht es nicht anders zu
      Charlie Sykes, geb 1954, ist konservativ seit früher Jugend, Journalist in Milwaukie, Wisconsin. Lange Jahre Moderator einer typisch konservativen Radio-Show. Hält sich was darauf zugute, Politiker wie Paul Ryan, Scott Walker oder Reince Priebus mit groß gezogen zu haben. Aber: Trump-Gegner. Er sieht Trump als Abrissbirne der konservativen Werte wie Freihandel, Sparsame Staatshaushalte, Charakter und Respekt für die Verafssung.
      Mit dieser Haltung geriet er 2016 immer mehr zwischen die Mühlsteine der Rechtsgläubigen. Auch langjährige Hörer seine Radioshow veränderten sich, wurden doktrinärer, agressiver, fingen immer mehr an, den letzten Blödsinn zu glauben. Ergebnis: Rüde Attacken der Rechts-Doktrinären gegen Sykes: „And then, there was social media. Unless you have experienced it, it’s difficult to describe the virulence of the Twitter storms that were unleashed on Trump skeptics. In my timelines, I found myself called a ‚cuckservative,‘ a favorite gibe of white nationalists; and someone Photoshopped my face into a gas chamber. Under the withering fire of the trolls, one conservative commentator and Republican political leader after another fell in line.“ Gegenwärtig schhreibt er ein Buch mit dem Titel“ Wie die Rechten ihren Verstand verloren“ (How the Right Lost Its Mind). Damit fasst er sich selbst an die Nase, denn er ist sich klar darüber, dass er mit der litaneihaften Kritik an allem, was nicht ins eigene Weltbild passte, mit zum Vernunftabbau beigetragen hat. Vielleicht sollte man das Thema weiter fassen: „Wie Extrem-Doktrinäre die Vernunft untergraben“

  4. Sinatra-Doktrin
    Danke für diesen Beitrag, Don, das Bilder-Text-Verhältnis bessert sich bei DEM! Es gefällt mir stets sehr gut, wenn Sie die Denkfehler der Linksradikalen – oder Radikal*innen, wenn’s mit Sowjetstern sein soll – aufzeigen.

    Leider fehlt es den meisten Journalisten heutzutage an Bildung, weshalb sie Trump selbst dann nicht richtig einschätzen könnten, wenn überhaupt mal der Wille dazu da wäre.

    Dazu ein Beispiel:
    Bei Trumps Amtseinführung wurde „I did it my way“ von Frank Sinatra gespielt. In allen Artikeln deutscher Zeitungen wurde dies dahingehend interpretiert, dass Trump nun mal macht, was er will – sogar die NZZ, auf deren Finanzseiten Trump zeitweise jede zweite Überschrift dominierte, erkannte nicht die Subtilität von Trumps Botschaft.

    Sinatras Song ist die Hymne zur Auflösung der Sowjetunion – Gorbatschow warf die Breschnew-Doktrin auf den Müllhaufen der Geschichte, indem er den Staaten des Warschauer Pakts die Möglichkeit gab, „their way“ zu beschreiten; kurz darauf erklärten die baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit von Moskau, die UdSSR schrumpfte zu Kleinrußland.

    In der volksverhetzenden Fehlannahme, Präsident Trump müsse sehr dumm sein, sei er doch Amerikaner, übersehen die Linken, dass er mit der musikalischen Auswahl bei seiner Amtseinführung ein subtiles, gleichwohl deutliches Signal an Putin sendete – was von den US-Korrespondenten und Auslandsredaktionen übersehen wurde, weshalb nun viele „Journalisten“ tatsächlich überrascht sind, dass der amerikanische Außenminister auf der Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine besteht.

    Was sonst soll die Sinatra-Doktrin denn bitte aussagen?

    Don, do it your way, dann kann man zumindest die Blogs der FAZ noch lesen!


    • @ Transatlantiker
      Das ist so nicht ganz richtig.
      Hier die Geschichte des Songs, der französischen Ursprungs ist und von Paul Anka in Paris entdeckt wurde, in 1967.
      Frank Sinatra hat den Song in 1968 das erste Mal aufgenommen, er wurde ein Jahr später veröffentlicht.
      https://en.wikipedia.org/wiki/My_Way

      Es gibt die sog. Sinatra-Doktrin, aber das ist etwas Anderes, bezieht sich nur auf den Text. Hier eine Beschreibung zum Ursprung der Doktrin:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sinatra-Doktrin

      Der Song ist also keine Hymne zur Auflösung der UdSSR, sondern lediglich der Satz „I did it my way“ wurde im Zusammenhang zum Auflösungsprozess der Ostblock-Länder von einem Teilnehmer der Verhandlungen benutzt, um zu beschreiben, wie die Polen und die Ungar den Weg in die Freiheit bewältigt hatten.

      Ob und inwieweit der Song in jenen Ländern als solch eine Hymne gilt, kann ich nicht sagen. Ich habe noch nie etwas davon gehört, auch nicht in meinem Ursprungsland Finnland, und kann es mir nicht vorstellen, dass das in den USA als solch eine Hymne bedeutungsvoll wäre.

    • Titel eingeben
      Transatlantiker, ich finde Ihre private Deutung des Songs reichlich abwegig.

    • @Transatlantiker
      „Kleinrussland“ – Der ist aber auch gut. Also wenn ich auf die Karte schaue… Für ein „Kleinrussland“ wird dieses Land aber sehr aufmerksam beobachtet. Und bekämpft!

    • My Way
      Vielleicht hätte die Version der Sex Pistols besser gepasst (ist auch bei Youtube):
      „You cunt, I’m not a queer
      I’ll state my case, of which I’m certain“

  5. Inquisition
    Lieber Don Alphonso! Tränen der Begeisterung schießen mir waagerecht aus den Augen, ich hoffe die Gesinnungspolizei lässt Sie noch lange unbehelligt und wir können Ihre Texte, die ich zu den besten in der Presselandschaft zähle, noch lange genießen. Das Geschilderte erinnert mich an südeuropäische inquisitorische Sportvereine vergangener Jahrhunderte, die im Namen des Guten, nein des einzig Guten, alle als abwegig Betrachteten, zündelnd ins Jenseits beförderten. Weiter so!!

  6. Gute Analyse
    Danke für die intelligente und sehr gute Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA. Ich sehe hier durchaus vergleichbare Parallelen zu
    den hiesigen Verhältnissen. Die Entwicklung bleibt spannend!

  7. Wenigstens Sie, lieber Don,
    behalten Angesichts des grassierenden Anti-Trump-Wahns die Contenance. Genau das hatte ich von Ihnen erwartet :)

  8. Vielleicht sollte hier ein ...
    …Erdogan-kritischer Beitrag stehen. Gerade heute, wo unsere Allergnädigste Hoheit ihre Auswartung macht. Da gäbe es genug zu schreiben. Dabei wollte die Türkei doch mal in die EU, wie sieht es denn da so mit der Gendergerechtigkeit aus? Und mit der Ehe für alle?

    Oder ein Schulz-kritischer Beitrag, der für 365 Tage im Jahr Sitzungsgelder in EP kassiert.

    Oder ein Merkel-kritische Beitrag, über deren Rolle in der DDR nie so richtig diskutiert wurde.

    Sehen Sie, lieber Don, es gäbe noch so viel zu schreiben. Warum immer in die Ferne schweifen?

    • Chulz
      „…ein Schulz-kritischer Beitrag, der für 365 Tage im Jahr Sitzungsgelder in EP kassiert.“
      Mein Traum: Auf jedem Riesenplakat mit seinem Konterfei ist in einigen Monaten ein kleiner kritischer Beitrag aus den Reihen des Urnenpöbels gut lesbar drauf: Für Gerechtigkeit: Sitzungsgelder für 365 Tage pro Jahr. SPD!

  9. Test Test Test
    geht es jetzt, nach beinahe 2 Tagen, zu posten?

  10. Wunderbar! Wieder auf Sendung!
    [Und endlich mal wieder eine Chance für mich, etwas beizutragen ohne von vorn herein OT zu sein! – Vielen Dank!]

    Wir leben offenbar in einer Zeit, auch durch die immer schnellere Informationsverbreitung, dass sich immer öfter und immer häufiger immer stärkere Überschwinger (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschwingen) in den gesellschaftlichen Regelkreisen einstellen. Also Reaktionen die weit über den Sollwert (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Sprungantwort_Regelkreis_mit_PT1-Glied_%2B_I-Glied.png) hinausgehen bevor sie sich auf den neuen Sollwert einpegeln.

    Natürlich soll die Gleichbehandlung von Männern und Frauen funktionieren, gleiche Rechte, gleiche Bezahlung. Natürlich sollen LBGTs nicht diskriminiert werden. Und so weiter.
    Unglücklicherweise ist der Momentanwert der gesellschaftlich so empfundenen Normalität weit über das Ziel hinausgeschossen. Etwa so wie die rote Kurve in dem oben zitierten Bild. Und vielleicht ist K sogar noch grösser.

    Die political correctness kann sich ja auch ins Gegenteil verkehren, und das haben wir derzeit; da wird sie ihr eigener Gegner und beschimpft was irgendwann Anno Dunnemals die Norm war: den weissen alten Mann. Selbst wenn der sich überhaupt nicht länger als Norm definiert, ist er dennoch à priori ‚out‘, weil das Pendel in die andere Richtung überdreht hat.
    Man kann es den Menschen auch nicht übelnehmen, wenn sie auf dieser Woge gemeinsamen Gefühls mitschwimmen, und sich mittragen lassen. Wir Menschen sind nun einmal beeinflussbar; und kollektive Wesen (politisch unkorrekt: Herdentiere).

    Überzeugt von einem tiefen moralischen Grund (und da beginnt es gefährlich zu werden) setzen wir uns ein für Dinge, die wir in jedem ’normalen Leben‘ links liegen lassen.
    Täglich sterben Tausende Kinder an Hunger; wir schreiben über ein achtjähriges Mädchen das im Jemen zu Tode kam. Und wir schreiben darüber, weil es durch einen US-Einsatz zu Tode kam. Wäre es das einzige Kind, und der einzige Mensch … . Glücklicherweise gibt es hier TDV, der uns regelmässig an die Verbrechen der USA erinnert. Wenn ich hier alles aufzähle von Vietnam über Nicaragua bis Libyen, und alles zwischendurch, dann haben die USA vielleicht nicht viel weniger Menschen auf dem Gewissen als ein gewisser Joseph Vissarionovich Stalin.
    Allein unter dem Friedensnobelpreisträger Obama gab es 3000+ Tote durch Drohneneinsätze. Ohne Gerichtsverhandlung, ohne völkerrechtliches Mandat.
    Jetzt ist Trump ‚dran‘, und plötzlich entdecken wir – allerdings katalysiert durch die Medien – die Menschenfreundlichkeit in uns. Wäre ja schön, wenn es so wäre, dann ginge ich sofort nach Hause und köpfte die beste Flasche Champagner die ich im Keller habe. Leider ist dem aber nicht so. Wir solidarisieren uns kollektiv mit allen den Menschen – und ausschließlich mit denen – die derzeit unter Trump leiden. Bis hin zu der armen Frau, die von ihm entlassen wurde – so eine Gemeinheit aber auch! – weil sie die Arbeit verweigerte.

    Und dafür schreiben die Journalisten auch schon mal Fake News, auch in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/aussenminister-sigmar-gabriel-besucht-die-usa-14828107.html. „Doch die Hand zur Trump-Regierung streckt Gabriel nur halb aus.“ steht da.
    In der ZIB des ORF wurde dagegen berichtet: „Er sei mit ausgestreckter Hand gekommen, so Sigmar Gabriel“ (http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-800/12288249/ZIB-800/13907970/Gabriel-trifft-US-Aussenminister-Tillerson/13970555).
    Ich glaube es wird Zeit, dass Heiko Maas mal an der Anlegestelle des Mutterkutter vorbeikommt, und den Kapitän ‚ a piece of his mind‘ gibt!

    Ähnlich, übrigens, und auch von mir schon einige Male erwähnt, die Hysterie mit der diejenigen, die auch Verlierer des Neoliberalismus sind, sich haben anstiften lassen, *für* den grenzenlosen Liberalismus zu schreien.
    Bei jüngeren Menschen, die nichts anderes als offene Grenzen kennen, mag das verständlich sein. Aber nicht bei denen, die *auch* schon ein ganz nettes (Konsum-)Leben führen konnten als Waren noch durch den Zoll kommen mussten.
    Und für diejenigen, die sich auf die Woge haben tragen lassen, im Zusammenhang mit Brexit und Trump, dass nun alles so gut wie zusammenbräche wenn es wieder Zollgrenzen gibt, weise ich gerne auf den Artikel „Bitte draußen bleiben!“ in der Januarausgabe 2017 des unverdächtigen Wirtschaftsmagazins Brand Eins hin (https://www.brandeins.de/archiv/2017/offenheit/ – muss man kaufen/abonnieren/auf Freischaltung warten).
    Da wird ganz aus wirtschaftlicher Sicht beschrieben, wieso ‚China First‘ (meine Verbalkonstruktion), also eine Abschottung von Strömen von außen, der Volksrepublik China einen unvergleichlichen Aufschwung beschert hat. Den werde ich ein paar Mal ausdrucken und dann zukünftig all denen in die Tasche stecken, die unqualifizierte Offenheit aller Märkte als ‚Klasse!‘ und teilabgeschlossene Märkte als ‚Selbstmord!‘ zu verkaufen versuchen.
    Die Hoffnung dass ein Wirtschaftsredakteur der FAZ sich das mal reinzieht, habe ich allerdings aufgegeben. Von da kommt nur noch kollektives Feel-Good für offene Märkte und Grenzenlosigkeit.

    • Titel eingeben
      Natürlich sollte man als Denkender auch mit einem Trump rational umgehen, egal wie extrem er selber dies auch dem Rest der Welt verweigert. Denn das Problem ist nun mal nicht Trump, das Problem sind Zustände die zu einem Trump geführt haben!
      Probleme, die für alle deutlich sichtbar sind. Alle, die dann trotzdem immer wieder aufs Neue die gleiche Inkompetenz, oder halt: die gleichen Gangster ins Weisse Haus oder ins Kanzleramt wählen.
      Von Obama und Merkel, oder von Bill Clinton und Schröder, haben sich ALLE gleichermassen irgendwelchen wirklichen Lösungsversuchen, ob zu Banken, Bomben oder Gleichberechtigung verweigert.

      So gerne ich ihnen da zustimmen würde: „Natürlich soll die Gleichbehandlung von Männern und Frauen funktionieren, gleiche Rechte, gleiche Bezahlung. Natürlich sollen LBGTs nicht diskriminiert werden. Und so weiter“, so muss man doch auch sehen, dass der mittlerweile ja schon viele Jahrzehnte andauernde Kampf zB gegen Diskriminierung von Frauen nicht wirklich erfolgreich war, oder?
      Und ihr „und so weiter“ sagt ja auch gleich dazu, dass die Gleichberechtigung bei weitem nicht das einzige, eigentlich ja ganz banale Thema ist, bei sich der Mangel an guten Willem gerade in der Politik immer wieder erweist.
      Beispiel der Woche dazu: Schäuble weiss seit Jahren von den Steuer-Betrügereien und bezahlt trotzdem jede Rechnungen noch obendrauf, die ihm diese System relevanten Banken vorlegen.
      Wenn es sein muss mit dem Geld der griechischen Rentner.
      Und die Reaktion? In Deutschland, wo man mit Export- und Geld Politik solche Probleme EU-weit schafft, da wählt man Leute die solche Politik betreiben! Immer wieder! Und jammert!

      Die Wahl Trumps hat nun gezeigt, dass mehr und mehr Bürger in Demokratien die Schnauze voll von einer Politik von, man kann es nicht anders nennen: Schweinen, haben und lieber „egal was da kommt“ wählt = Trump, le Pen, Grillo, Wilders oder auch AfD und andere.
      Alles—– aber nicht noch einmal Fortsetzuing dieses Saustalls!
      Diese Entscheidung ist weit weniger irrational als man auf den ersten Blick annehmen mag, wenn man sich die Alternativen zu jenen, also eine Hilary, oder bei uns einer Zukunft unter Merkel/Schulz entgegen sehen muss.

      „Die political correctness kann sich ja auch ins Gegenteil verkehren…“ möglich, aber nicht in diesem Fall. Ich sehe, dass Feministinnen, genau wie die Wähler, aus gutem Grund und völlig berechtigt, die Geduld verloren haben. Es ist der alte, falsche, nicht mehr angemessen Stil sich auf manche der Peinlichkeiten dieser Frauen zu stürzen und diese als lächerlich vorzuführen, weil man damit zeigt, dass einem deren tatsächliche Probleme am A…. vorbeigehen.
      Mag sein, dass die Dons in Medien und Politik diesen Kampf gewinnen, aber die Kluft wird dadurch nur tiefer gehen und die Radikalisierung nur extremer, denn die eigentlichen Probleme, die Ursachen, können nicht bestritten werden!
      Auch die (für mich natürlich unerträglichen) Stokowskis der Welt sehen seit langen Jahren, wie sie und ihre völlig rationalen Forderungen immer wieder aufs Neue verarscht worden sind.
      Einem Trump hier also Unvernunft zuzugestehen, dies aber den Neo-Feministen zu verweigern ist unredlich.
      Es gibt bei Konflikten immer einen point of no return, an dem alles erst mal weiter eskaliert.

      Es ist genau dieses Denken mit zweierlei Masstäben, Trump etwas zuzugestehen, dass man den Feministen und anderen „linksradikalen“ Umtrieben verweigert, dass auch den Vertrauensverlust in „unsere“ Politiker verursacht hat.
      Man sollte also nicht in dieselbe Falle tappen.
      (Ganz abgesehen davon, wie dumm muss man sein, um in den meisten dieser Themen „linksradikales“ zu sehen…)

      Aber vor allem: Bei aller Kritik an den Zuständen, angesichts der Mannschaft, die sich Trump da an den amerikanischen Gegenstücken zu niederbayrischen Stammtischen zusammensucht, könnte man, so man denn will, die eigentlichen Probleme die da kommen werden sehen…. und erschrecken!
      Verglichen damit sind irrationale Feministinnen oder die Rigaer und ihre Holms, nichts als Kindergarten- Streitereien.

    • „so muss man doch auch sehen, dass der mittlerweile ja schon viele Jahrzehnte andauernde Kampf zB gegen Diskriminierung von Frauen nicht wirklich erfolgreich war“

      dito Kampf gegen Rechts und Entwicklungspolitik. Es gibt einfach zu viele Bullshitjobs, die genau davon leben. Irgendwo war mal einer Liste aller Gruppen, die sich nur für Frauenförderung einsetzen. Entweder können die nichts oder sie leben einfach gut damit´, dass es so ist, wie es ist.

    • @uwe dippel
      Lanzebrechend für den Mutterkutter gestatte ich mir anzumerken, dass sich online- und Papierausgabe doch wesentlich unterscheiden. Keine Ahnung, warum das so ist. Es könnten mehrere Redaktionen sein mit abweichender Beglückungsstrategie. Ich finde mich als bekennender Rechtspopulist mit der Papierausgabe gut und ausgewogen informiert wogegen die online-Ausgabe des Öfteren eher prantlhauserisch daherkommt

    • Titel eingeben
      Zitat:
      „Unglücklicherweise ist der Momentanwert der gesellschaftlich so empfundenen Normalität weit über das Ziel hinausgeschossen.“

      Ich las neulich einen schönen Satz auf „Heise“.
      Es ging um den Film mit den drei schwarzen (ich hoffe ich bin PC) NASA Mathematikerinnen, der zeigte, wie PC mittlerweile pervertiert wurde:

      „Hat man bei STAR TREK Ingenieur Geordi La Forge, wenn er wieder mal die Lage gerettet hat, betont das er schwarz sei und nicht nur weisse Ingenieure das können?“

      Ich finde das trifft es genau.
      Ob das ewige Herumreiten auf Unterschieden und das nachfolgende sofortige Bekanntgeben, dass es einem egal sei, wirklich zielführend ist?
      Welche Gesellschaft war weiter, die der 90iger oder die jetzige?

    • >>Liste aller Gruppen
      Natürlich werden all diese ‚Gruppen‘ nichts (grundlegendes) ändern.
      Denn wären sie erfolgreich, dann wären sie auch nicht mehr nötig.
      Sie arbeiteten also für ihre eigene Abschaffung.

      Das ist wie bei einem Arzt.
      Er soll/will die Menschen gesund machen. Hat er aber nur Gesunde um sich herum,
      verhungert er.
      Hier beißt sich die ökonomische Notwendigkeit mit dem Anspruch auf’s Ziel.

    • Machen Sie es sich da nicht etwas arg einfach?
      „Entweder können die nichts oder sie leben einfach gut damit´, dass es so ist, wie es ist.“

      Mal davon abgesehen, dass es einige Erfolge gibt. Warum „vergessen“ Sie den starken Gegenwind, den viele dieser Initiativen hatten und immer haben werden?

      In RU haben Frauen(!) ein Gesetz auf den Weg gebracht, das häusliche Gewalt, die ja wohl in den meisten Fällen gegen Frauen gerichtet sein dürfte, in hohem Maße straffrei stellt. Das Gesetz ist fast schon durch. Man staunt.

      Oder ganz banal gefragt:Wer ist für das Böse in der Welt verantwortlich? Die Einen meinen, die „Linken“ wären es, die Anderen sehen die Verantwortung bei den „Rechten“. Dazwischen sitzen die „Guten“, die aber klar erkennbar auch erfolglos sind. Wovon leben die eigentlich?

    • Werter Gast...
      … es sind die Dummen, es ist die Masse.
      Und Dummheit ist neutral, nicht rechts oder links. Politiker wollen gewählt werden und schleimen sich bei der Klientel ein, bei der es dies erfolgreich machen kann, links wie rechts.
      In ihrer Verzweiflung an der Realität bezeichnen jene, die sich selbst für konservativ halten, jetzt Merkel einfach als links….
      Die Medien wollen verkaufen und verweigern journalistische Arbeit und bringen ausschliesslich was der Konsument lesen will um nicht ganz unterzugehen.
      Was aufgefallen sein sollte war allerdings, dass es nicht gelang die Flüchtlingsmassen im staatlich verordneten Bewusstsein der Bürger nach diesem Schema einzugliedern. Zu vielen war aufgefallen was da schief zu laufen droht.

      Und jetzt wird gleich ein Schulz, dessen Politik der Gabriels wie ein Ei dem anderen gleicht, in der Gunst des Urnenpöbels Merkel überholen?

      Toll!

  11. In Gedenken an Martin Niemöller
    Wehret den Anfängen in Zeiten von Maas und Kahane, dem Ministerium der Wahrheit, dem Kampf gegen Fake News und Hatespeech, der nur noch einen geduldeten, den Arbeitsplatz nicht aufs Spiel setzenden Meinung, könnte man auch so umschreiben:

    Als ’sie‘ die Nazis holten,
    habe ich geschwiegen;
    ich war ja kein Nazi.

    Als sie die Afd-ler einsperrten,
    habe ich geschwiegen;
    ich war ja keiner von der Afd.

    Als sie die Besitzenden holten,
    habe ich geschwiegen,
    von mir gab es ja auch nichts
    umzuverteilen.

    Als sie schließlich mich holten,
    gab es keinen mehr,
    der protestieren konnte.

    © ts

    • Rauchzeichen - Donald, kehre um! (Der aber acht Jahre die USA regieren wird.)
      Da fehlen nur noch außer https://de.wikipedia.org/wiki/Weissagung_der_Cree Waldsterben, Vogelgrippe, Rinderwahnsinn, Schweinepest und „Atomstrom“.

    • Erschreckend
      Allerdings nicht, weil ich Ihre Befürchtung, die Sie mit dieser Abwandlung zum Ausdruck bringen, teilen würde. Sondern eher, weil mir nicht bekannt wäre, dass irgendein AfD-Politiker / -Mitglied aufgrund missliebiger Ansichten eingesperrt worden wäre. Nicht einmal bei einem NPD-Mitglied, so in den letzten sechs, zwölf Monaten. Da wir ja – wie viele Zeitgenossen behaupten – die „linksgrüne Diktatur“ bereits hätten, wüsste ich nach dem Aufstieg der AfD und dem sich abzeichnenden Rechtsruck der CDU nicht, wann und wie sich derlei Zustände noch ergeben sollten. Aber natürlich können Sie mich gern an Ihrem Wissen teilhaben lassen.

  12. Pingback: Forderungen an eine bürgerliche Politik | stefanolix

  13. Safe Spaces für SPIEGEL-Redakteure?
    Das Cover des aktuellen Spiegel zeigt Trump als gesichtslosen Jihadi John mit blutigem, abgeschnittenem Kopf der Freiheitsstatue.
    Das „Sturmgeschütz der Demokratie“ beweist mit diesem kapitalen Rohrkrepierer, dass es in der Redaktion dort offenbar größte Probleme mit der Anerkenntnis von Ergebnissen demokratischer Wahlen gibt.
    Eine „Schaut her, dass sind die deutschen Qualitätsmedien des Establishments!“-Reaktion des Trump-Lagers auch hier ist mit den Händen zu greifen.
    Welche Steigerungsform von Ignoranz fällt einem dazu noch ein?

  14. Sensationell
    …dass ich sowas noch lesen darf… Danke, danke, danke…
    Wenn ich die Macht hätte müsste jeder über 16 diesen Text lesen…

    • Bitte, gern geschehen.

    • Gefährlich!
      das klingt etwas diktatorisch. Und viele Menschen haben eine Abneigung gegen Dinge, die diktatorisch daherkommen.

      Wobei das ‚uns‘ auch hilft, weil die derzeit über uns Herrschenden *auch* schon auf Ihre Idee gekommen sind, uns bestimmte Dinge zwangsweise in den Schlund schieben zu wollen; uns zu bestimmten Dingen *zwingen* zu wollen. Das gelang nicht einmal dem Schnauzbart in seinen immerhin tausend Jahren; auch Stalin und Mao ist das nicht geglückt.
      Markel, Schulz und Maas wird das ebenso wenig gelingen.
      Unglücklich ist lediglich die beinahe unbegrenzte Leidensfähigkeit des Deutschen, der nie eine Vision wählen wird, sondern mit einem ‚kleineren Übel‘ grundzufrieden zu stellen ist.

    • Die beinahe unbegrenzte Leidensfähigkeit des BRD-Michels: Realitätsverweigerung
      @Uwe Dippel
      Mit der Leidensfähigkeit des BRD-Michels aus zukommen ist nicht möglich ! Kleingeister, die eine Politik des Verachtens der Realität (also der Fakten) betreiben, Scheingefechte um Wortklaubereien führen, unfähig zur offenen Diskussion, und die beharrlich daran arbeiten, dass die länger hier Lebenden bloß nicht die Wirklichkeit benennen, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Die ewige deutsche Krankheit: Realitätsverweigerung mit pathologischem Charakter! Friedrich Nietzsche sagte: „Die Existenz-Bedingung der Guten ist die Lüge – anders ausgedrückt, das Nicht-sehn-wollen um jeden Preis, wie im Grunde die Realität beschaffen ist.“

    • Aber Peter...
      .. da gibts doch Methoden derer man sich bedient um das Leiden in Grenzen zu halten.

      Man stellt sich vor den Spiegel, im Badezimmer oder mit der Print Version in der Hand und schägt sich auf die eigene Schulter: „Ich bin ein Gut-Mensch!“ deklamierend, auf einem Trump Bild herumtarmpelnd.
      Emotionalen Dampf lässt man mittels Ereiferns ab.

      Man sollte dem sein Leben lang von einem Dorf zum anderen ziehenden armen Pfaffensohn Fritz aus Röcken (DDR!) nicht übelnehmen, dass er vorsätzliche Ignoranz für eine deutsche Krankheit hielt. Seine Auslandserfahrung war sehr beschränkt.

    • Das Problem, Ignoranz in ihrer teutonischen Prägung müffelt wie gebrauchte Turnschuhe!
      Aber sicher TDV.. es gibt Methoden derer man sich bedient um das Leiden in Grenzen zu halten.
      Nietzsche nahm Morphium, Sartre Amphetamine, Huxley Mescalin, Benjamin Haschisch. Die Philosophen von heute nehmen Schlafmittel.
      Wie sie aussieht, die „teutonische Ignoranz“? Schaut sie in den Spiegel und der spießige BRD-Michel heraus – dann passt es. Ganz einfach!

    • Titel eingeben
      Peter,

      wenn man auf so vielen Kontinenten, in so vielen Ländern gelebt hat wie ich, dann weiss man, dass Dummheit anderswo sicher andere Formen annehmen kann, aber meine traurige Erfahrung hat mich gelehrt, dass das bisschen an Kultur und Zivilisation zu dem unsere Spezies fähig ist, nirgends stärker verbreitet ist als in Mitteleuropa.

      Wie gesagt, ich finds ja selber traurig und ein wenig erschreckend…

  15. Titel eingeben
    Danke, Danke Don Alponso. Ein informativer fairer grossartiger Beitrag. Die Maizieres und Gaucks und Pfonolds, Gabriels und Kunickis sollten ihn zehnmal abschreiben.

  16. Aller Ehren wert, ...
    …diese Analyse. Aber wie wird die Entwicklung der politischen Landschaft hier in Deutschland angesichts Trump weitergehen? Müssen wir nicht damit rechnen, dass ein Großteil der aufrechten, anständigen, religionsfreundlichen deutschen Wählerschaft zu der Überzeugung kommt, der pöhse Trump müsste durch Helldeutschland in die Schranken gewiesen werden?

    Mich wundert zur Zeit, dass die Hype um Schulz sich tatsächlich in Unfrageergebnissen niederschlägt. Klar, die Hamburger Leitmedien haben sich offensichtlich entschlossen, R2G zum Erfolg zu schreiben.

    Aber warum gehen ihnen so viele auf den Leim? So wie es aussieht beschert uns Trump in Deutschland die Wiederauferstehung des Obamatums in Form von Martin Schulz.

    • Es ist noch lang hin zur Bundestagswahl. Und ich glaube, es ist eher Merkelmüdigkeit als Schulzbegeisterung.

    • Das wird nicht so leicht
      denn für über ein halbes Jahr Zweifrontenkrieg gegen Trump und für den Gerechtigkeitskämpfer und Steuerdrachentöter Schulz sind schon zuviel Resourcen in den Redaktionen abgebaut worden und dem Publikum so lange copy & paste von dpa bulletins vorzusetzen kann das Publikum nur vergrätzen.

    • Nur Nebelkerzen
      Es soll doch nur verschleiern, dass es mit der GroKo feste weiter geht.
      Und das wollen doch die wenigsten (unten).

    • Abwarten
      So sehr Schulz auch eine Alternative zu Merkel exemplifiziert, so weit ist doch der Weg zur Bundestagswahl.

      Wenn dann im März Frau Le Pen französische Staatspräsidentin wird, der niederländische Kandidat dessen Namen mir gerade entfallen ist, auf der rechten Seite die größte Fraktion bilden wird und in Italien vielleicht auch noch „Alternative“ in Regierungsverantwortung kommen, dann kann die EU schon in noch nicht mal einem halben Jahr samt Euro schon Geschichte sein.

      Aber vielleicht wird Merkel dann mit Litauen ein wahres Europabündnis schmieden, wer weis.

      Schulz ist dann entzaubert als ehemaliger Präsident eines Parlamentes, das dann vielleicht schon nicht mehr existiert, wenn dann in ein paar Monaten die Deutschen wählen werden.

    • Umfragen kann man doch vergessen
      also ich sehe den angeblichen Schulz-Hype gelassen. Wenn ein derart uncharismatischer Eurokrat hierzulande einen Hype auslösen sollte, so ist das nicht etwa ein Qualitätsbeweis, sondern nur eine politische Bankrotterklärung für die Republik. Die haben halt niemand sonst-nachdem man über Jahre immer nur in Richtung Talsohle gearbeitet hat statt politische Persönlichkeiten aufzubauen. Ich glaube, dass die Bundesbürger Schulz mehrheitlich so ätzend finden wie ich selbst. Im Rahmen einer Lesermeinung in der ich Schulz heftig kritisiert habe wurde ich von einem der Mitforisten gefragt warum ich denn nicht selbst kandidiere. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr empfinde ich eine Verpflichtung unser Land zu retten. Jetzt muss ich mir nur noch eine geeignete Partei suchen, dann trete ich an.

    • @Harry Charles
      Obwohl ich Ihre Beiträge sehr schätze, darf ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Entscheidung für die BTW zu kandidieren, etwas zu spät kommt. Die Listen zu dieser Wahl,und auch die Einzelkandidaten, stehen in den meisten Fällen bereits fest.
      Ich könnte Ihnen da zwar ne Partei empfehlen, möchte aber keine Werbung machen, es wäre bei Ihren Einstellungen aber sicher nicht die Linkspartei.

    • Unvermeidlich,
      dass ich den Deutschen erwähne, der entweder jemanden wählt, der einer Partei zugehörig ist; oder sich als Kandidat nur als Kandidat einer Partei sehen kann.

      En France sind seit gestern 3 Kandidaten im Wahlkampf, von denen 2 keiner Partei angehören, und die können nach den derzeitigen Umfragen etwa 37 Prozent der Wähler in der ersten Runde auf sich vereinigen. Und einer von denen hat (leider, finde ich) Chancen, sogar Präsident zu werden.
      Zur Freunde allerdings von Philomena, die dann eine Wette gewinnt.

    • Der Schulzzug wird entgleisen
      vermutlich wird er gar nicht bis zur BTW durchhalten. bisher hat sich keiner so schamlos bereichert wie St. Martin.

  17. medien@live.de
    Ideologiekritisch zu sein ist das Gebot der Stunde – Danke für den gescheiten, gut recherchierten Text samt Hinweis auf schon fast vergessene Tugenden der Wissenschaft. Was mich immer noch erschüttert: Wie unaufhaltsam kontrastierende Wahrnehmung („Dichotomie“), simple mechanische Kausalattribuierung („Sündenbock“) und das ewige „Wir sind die Guten“-Ritual dank jederzeit nachwachsender Einpeitscher aus Menschen blökende Aggressionsbündel machen. Da braucht einer viel Landschaft, Kunst und gute Gesellschaft, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Halten Sie die Ohren schön steif.

  18. Ich hätte es ja - trotz einschlägiger Erfahrungen - nicht geglaubt, aber jetzt
    ist es unübersehbar: Die Linksradikalen der USA stellen deren Bevölkerung tatsächlich vor die Wahl. Mit der totalitären regressiven Linken oder für Trump, tertium non datur.

    Viel Vergnügen :-). Meine bescheidenen, amateurhaften, Geschichtskenntnisse informieren mich darüber, wie das voraussichtlich ausgeht.

    Ich bin in meinem Leben ein paar mal ernsthaft mit Gewalt bedroht und einmal tatsächlich angegriffen worden. Die Mehrheit dieser Angriffe kam von Linken, wegen so massiver faschistischer Vergehen wie Verteilen von Flugblättern oder Kleben von Plakaten für eine christdemokratische Studentengruppe. Nein, ich sehe in Deutschland NICHT die akute Gefahr, dass man mich vor dieselbe Wahl stellt. Sollte das eines Tages doch passieren – f* you, Linke.

    Wenn Trump tatsächlich eine Legislaturperiode durchhält (ich nehme zur Zeit noch Wetten an, dass er das nicht schafft), dann nicht wegen der Kompetenz seiner Administration. Sondern wegen der grauenhaften Inkompetenz seiner Gegner, die den Schuss nicht gehört haben.

    Das schreibt in Deutschland nur ausser Ihnen praktisch niemand. Mit Blindheit geschlagen …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ich denke, Trump hat Wege, den Widerstand zu brechen, besonders an den Universitäten – denn dort braucht man nachher einen Beruf, und die Träger der Jobs, die die SJWs wollen, sind mehrheitlich staatlich finanziert. Macht man denen das Leben schwer, verschwinden auch Studienfächer. -und was die Medien angweht – man sieht da nur die Zeitungen an der Ostküste. Das ist aber nicht Amerika.

    • Titel eingeben
      Niemand?
      Doch. Ein Beispiel:
      „So weit ich mich erinnern kann, agitierte, wetterte und demonstrierte die Linke in Ost und West gegen „den militärisch-industriellen Komplex“ in den USA; nahezu der gesamte Antiamerikanismus der Linken und nahezu die komplette Amerikakritik der anderen deutschen Guten, ob nun bei der Friedensbewegung der 1980er oder den Protesten gegen den Golfkrieg, hatte mit diesem militärisch-industriellen Komplex und den auf dessen Geheiß angezettelten oder geplanten Kriegen zu tun.

      Mit Trump ist nun erstmals ein Präsident gewählt worden, der sich diesem militärisch-industriellen Komplex in den Weg stellt, dessen Mittel zu kürzen und die profitablen weltpolizeilichen Kampfeinsätze zu reduzieren verspricht, kurzum: der als Taube gegen lauter gefährliche Falken antritt (und damit mehr Courage zeigt, als alle seine Kritiker zusammen aufbringen). Ausgerechnet dieser Präsident ist nun das Hassobjekt der Linken hierzulande wie in Übersee geworden, in Berkeley schrieben linke Randalierer „Tötet Trump!“ an die Wände der Universität. Bedarf es eigentlich noch eines weiteren Beweises, dass wir es mit einem außergewöhnlich dummen, vom militärisch-industriellen Komplex längst schon indirekt gesponserten, durch bezahlte politische Prediger geheiligten und in seiner Verhetztheit hochgefährlichen Menschenschlag zu tun haben?“
      Michael-Klonovsky.de, am 4. Februar.

    • Titel eingeben
      ThorHa… muss das sein? Das tut ja weh!

      Die Clinton Bagage ist als links-radikal ???
      Sie kommen mir manchmal vor wie Nietzsches letzter Mensch der in die Sonne blinzelt und ganz erstaunt nicht verstehen will dass Kategorien wie links und rechts in der gegenwärtigen Politik nicht wirklich irgendwas zu suchen haben…. Hilary die einen Krieg zwischen Europa und Russland (allerdings zutreffend!) als letzte Rettung des amerikanischen Imperiums sieht, ist linksradikal?

      Kdm

      Ich wäre erst mal vorsichtig mit dem „sich diesem militärisch-industriellen Komplex in den Weg“ in den Weg zu stellen…
      Was Trump angeht sollte man einfach erst mal abwarten.

    • Falscher Adressat, verehrter tdv. Ich redete erkennbar nicht von Clinton :-).
      Sondern von der „Widerstands“bewegung gegen Trump. Zu der Clinton nicht gehört – die Clintons werden sich beizeiten der neuen Realität anpassen, so sie sich als halbwegs dauerhaft erweist.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  19. Zitieren wir Joseph Goebbels:
    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir deutsche Linke. Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende Besitzbürgerblock.“

    Ähnlichkeiten mit der linksfaschistischen SA dies- und jenseits des Atlantiks sind rein zufällig – NICHT.

    • psssssst, wer wird denn hier mit Originalquellen den Linken die Stimmung verderben?

      Am Ende weist noch jemand darauf hin, dass auch Mussolini als Kommunist begann.

    • Titel eingeben
      Freisler ist da ein noch besseres Beispiel.
      Passt auch eindeutiger zur Rhetorik der vollalimentierten Linksfaschisten heutzutage.

    • Merkwürdig nur...
      dass die NSDAP, glaubt man den heute tätigen Historikern, vorwiegend von Beamten und dem Besitzbürgertum gewählt wurde. Die „Abgehängten“ wählten eher KPD oder SPD oder eine der ihnen nahestehenden Splittergrupierungen.

      Natürlich gab es auch arme Naziwähler, aber insgesamt wurde der Wahlkampf der NSDAP vor allem von Großindustriellen und dem (nichtjüdischen) Finanzbürgertum finanziert.

      (Dass nach der Machtergreifung durchaus zunächst ärmere Bevölkerungsschichten (und auch die ganz Reichen) vom Machtwechsel profitierten, steht auf einem anderen Blatt und könnte als „Ausgleichszahlung“ für entgangene Mitbestimmungsrechte an die Abgehängten verstanden werden.)

      Man sollte Goebbel’sche Propagandaaussprüche nicht unbedingt als glaubwürdige, erste Quelle zitieren. Es könnte durchaus sein, dass der Mann gelogen hat.
      Das mit dem „Endsieg“ und der klaren Kriegsschuldfrage des „internationalen Finanzjudentums“ hat sich im nachhinein auch als Rohrkrepierer herausgestellt. Und: Waren „die Juden“ wirklich „unser Unglück“? Ich denke, wir sind heute schon ein bißchen weiter.

      Glaubhaftere Quellen als die Worte des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels hielte ich in dieser eigentlich niveauvollen Blogveranstaltung für angemessener.

      Zum Zusammenhang von Industrie und Großfinanz in Bezug zur Parteien- und späteren Staatsfinanzierung der NSDAP empfehle ich folgende Lektüre:
      Reinhard Opitz: „Faschismus und Neofaschismus.“ Frankf. a. M. 1984.

      In dem Buch wird der „sozialistische“ Ansatz der NSDAP ganz schnell und klar nachgewiesen ad absurdum geführt.

    • @gnadenbrotler
      ihre haltlose behauptung ist natürlich unsinning.
      die nsdap erreichte im märz 33 43%, überwiegend von der arbeiterschaft gewählt.
      beamte wählten zu annähernd gleichen teilen zentrum, spd und nsdap. das besitzbürgertum war zu der zeit relativ überschaubar und machte nicht einmal 5% der gesamten wähler aus.

      gehen sie mal mit der zeit und legen sie ihre fast 33jahre alte, tendenziöse quelle zur seite.

      lg

    • p.s.
      der don kommt doch dem „heute tätigen historiker“ schon ziemlich nahe, zumindest was die ausbildung betrifft.

    • Kurt Gnadenbrotler
      Das Eigenartige an „eigentlich“ rechten Bewegungen sind ja ihre sozialen (also linken) Taten. Schauen Sie nach Polen, die PiS-Partei hat das Rentenalter gesenkt und das Kindergeld verdreifacht. Die NSDAP-Regierung, so schreibt es Götz Aly, hat nach den Märzwahlen die Mietschulden der Arbeiterschaft gestrichen und als erste Regierung weltweit den (vom Arbeitgeber) bezahlten Urlaub eingeführt. Dazu kamen noch ganz andere Sozialleistungen, die offensichtlich das Budget stark belasteten. Insofern trifft das Goebbels-Zitat wohl zu, andererseits: von den Sozialleistungen ausgenommen waren Juden, Andersdenkende (und somit verhaftete oder ins Ausland gedrängte Bürger), Ausländer. Und das klingt nun gar nicht links.

    • Andersdenkende
      @Holger Jens Karlson
      „Und das klingt nun gar nicht links.“

      Ist nicht die Verfolgung Andersdenkender gerade ein „Markenzeichen“ linker/sozialistischer Systeme von Stalin bis Kim Jon-Un?

  20. Diesseits des großen Teiches
    Der Erklärungen, warum der US-Präsident gewählt wurde, bedarf es nun nicht mehr. Der „Mitleser“ wies schon auf Parallelen hierzulande hin, wo eine ähnliche Zweiteilung der Gesellschaft droht, mit wechselseitiger Sprachlosigkeit. Polarisierung dergestalt, daß in einer Berliner Tageszeitung eine Berkley-Wissenschaftlerin
    – unhinterfragt eine in deutschen Parlamenten vertretene Partei als Neo-Faschisten bezeichnet
    http://www.tagesspiegel.de/medien/sprachforscherin-elisabeth-wehling-wir-gehen-trump-immer-noch-auf-den-leim/19345710.html
    und
    – einen ehemaligen EU-Politiker „authentisch“ nennt der keine Historie in der deutschen Politik hat,
    ohne daß die Interviewer auch nur eine Frage nach Belegen stellen.
    – Wenn behauptet wird, Fakten haben keine objektive Bedeutung,
    so bereitet dies den Boden für rein ideologisch geprägte Polarisierung.
    Und das ist genau der Grund, warum ein kritischer Vergleich der heutigen Situation in D mit den Spätjahren der Weimarer Republik sehr wohl angebracht ist.
    Mit Trump müssen die US-Amerikaner zurechtkommen, sie haben ihn gewählt.
    Mit der derzeitigen deutschen Amtsverwalterschaft auf Bundesebene müssen die Wähler in Deutschland zurechtkommen, und dafür, geschätzter D.A., würde ich es wirklich begrüßen, wenn Sie den hiesigen „Eliten“ Merkel, Schulz, Seehofer und Petry ähnlich zugespitzte Analysen widmeten. Auf daß die Leser dieses Blogs sich eine faktische Meinung über die wahrscheinlich im nächsten BT vertretenen Parteien bilden können.
    Glückauf!
    M. A. Titz

    • Naja, der Tagesspiegel halt. http://wjpatzelt.de/?p=1253 Da ist man nichts anderes gewohnt, das ZK hätte immer noch seine helle Freude daran.

    • Naja, der Tagesspiegel halt.
      Dazu eine absonderliche Geschichte:
      In den Achtzigern hatten meine Frau und ich den westberliner „Tagespiegel“ abonniert und gerne gelesen.
      Dann kam die Einverleibung der DDR. Und plötzlich hat das Blatt ganz komisch gerochen. Ich vermutete, die hatten den Drucker gewechselt, das Papier war wohl jetzt im „Osten“ billiger zu bedrucken. Nur benutzte diese Druckerei eine andere (billigere) Druckerfarbe und die stank nun mal gewaltig. Das war so schlimm, dass wir das Abo gekündigt haben.

    • Wehling TSP
      Nee, aber dieses Interview ist ja nun wirklich mal lesenswert, so als Art abschreckendes Beispiel,wie man sich als Interviewte aber sowas von selbst desavouieren kann.
      Da muss dann schon die Fähigkeit der Selbstkritk in einer Weise verkümmert sein, oh Mann. Und solche Personen lehren an den Unis.

  21. Ich war sehr beunruhigt
    Geschätzter Don Alphonso,
    dürfen wir Leser erfahren warum der Beitrag 36 Stunden lang aus dem Blog-Angebot entfernt war?
    Können Sie in so einem Fall nicht wenigstens im Rebellenmarkt kurz andeuten dass Sie noch unter den Lebenden weilen? Danke.

    • Weilo ich eine 2-tägige Familienfeier grössten Ausmasses hatte und der Beitrag versehentlich online ging, als ich 100km vom Rechner entfernt war. Es gab einfach ein Problem bei der Ablaufabsprache.

  22. Eine Gemeinheit Trumps haben Sie vergessen
    werter Don.

    Der Schurke hat sich doch glatt jetzt schon bei der Wahlkommission eingetragen für die Wiederwahl 2020.

    Das ist gang fies und gemein weil, Amateurerklärung da kein Experte in US-Wahlrecht, gegen einen offiziell angemeldeten Kandidaten nicht von jeder x-beliebigen Nichtregierungs Organisation Stimmung gemacht werden darf. Das wäre dann nämlich (Anti)Wahlkampf und Geld dafür sollen nur bestimmte Organisationen in die Hand nehmen, der Rest risikiert den steuerfreien Status.

    Obwohl man sich fragt warum? Welcher Moderate blickt auf Berkely und denkt „Boah, jetzt will ich Demokraten wählen!“.

    Der Superbowlspot von Audi soll auch so eine Blamage sein – „Gekauft als sicher war das Hillary Presidäntin wird“, garniert mit liberalen Rassismus und Klassendenken.

    Es ist im Moment doch sehr erstaunlich wieviele Fettnäpfschen da drüben überm Teich in der Gegend stehen und wie zielsicher die Medien und AntiTrumper sie finden können.


  23. Trump kommt mir vor wie ein Klempner, der mit Hammer und schwerer Zange an einer Heizung die kaputten Heizkörper und Ventile repariert. Lärm und Dreck bleibt da nicht aus, und es ist viel Kraft nötig dafür.

  24. Donna Hylton, verurteilte Mörderin als Rednerin auf Women's March
    Eine Ergänzung gefällig:

    Eine der bejubelten Rednerinnen auf dem angesprochenen Women’s March war Donna Hylton, die 25 Jahre im Gefängnis saß, weil sie mit anderen einen Investmentbanker entführt, vergewaltigt und zwei Wochen lang grausam zu Tode gefoltert hatte:

    „Thomas Vigliarolo wurde ausgehungert, geschlagen, angezündet und gefoltert. Die Täter zerquetschten seine Hoden mit einer Zange und misshandelten ihn mit einem Stahlrohr. Donna Hylton und die anderen Frauen wechselten sich damit ab, auf den Mann aufzupassen. Nach etwa zwei Wochen Qual starb der Mann – erdrosselt.“

    http://www.huffingtonpost.de/2017/01/26/rednerin-mann-missbrauche_n_14392140.html

    https://www.psychologytoday.com/articles/199507/crime-and-punishment

    Mit dem Stahlrohr wurde das Opfer (weiß, männlich, Kapitalist) rektal penetriert.

    Mit solchen Kleinigkeiten wollten unsere Mainstreammedien die Jubelberichte über den Women’s March natürlich nicht verunzieren!

    • Oh, das wusste ich gar nicht.

    • Und wenn Sie nun noch die entsprechende männliche Gewalt gegen Frauen mit einigen sicher
      zu findenden adäquaten Beispielen daneben stellen würden, könnten Sie was beweisen?
      Dass weder bei den Frauen noch bei den Männern ausschließlich tolerante Humanisten unterwegs sind. Aber wusste man das nicht auch schon vorher?

    • Ah, noch wasWomen's March war von langer Hand vorbereitet, nicht ad hoc. Das wäre sonst wirklich
      ein Mobilisierungswunder gewesen.

    • Ein Bild ist auch das, was man weglässt
      Beim Lesen, dass alles eben deutlich vielschichtiger ist, als man in den jeweiligen Fan-Kurven des Politstadiums herum grölt, bin ich genauso erschrocken, dass so jemand noch Rederecht geniesst. Auf alle Fälle ruiniert so eine Stimme jede Reputation einer Bewegung gewaltig.

      Die ganz naive Empathiefähigkeit, bestimmte Handlungen so kategorisch wie nur möglich für ausgeschlossen zu halten, würde manche politische Weichenstellung viel simpler verhindern als lautes Krakeelen, dass manche Menschen ideologiegesteuert dennoch nicht mehr als „menschlich“ ansieht.

      Siehe Hexenjagden.

      Wie komplex und schwierig die Weltsituation einfach ist, sieht man daran, wie sehr die Lage der 40 türkischen Offiziere, die Asylantrag gestellt haben, selbst von Erdogans Truppe im Umfeld von Merkels Besuch kaum thematisiert wurde, und von den grossen deutschen Nachrichten erst recht nicht.

      Und ganz naiv gedacht, hätte jedes afrikanische Baby auch ein Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen.
      Das das ein Ding der Unmöglichkeit ist, ist genauso ein Faktum, wie jemand zu Tode foltern eine genauso absolut untolerierbare Extremhandlung ist.

      Die Komplexität unserer Welt mit wenigen Privilegierten und sehr vielen völlig Recht- und Mittellosen macht es unmöglich, dazwischen wirklich ein Engelsgewissen zu behalten.

      Ein solcher Konflikt, dem man nicht offen in die Augen sehen kann, kann (hoffentlich!) längere Zeit unter den Teppich gekehrt werden, oder er entlädt sich wie ein besonders fetter Eiterpickel in einem völlig aknezerfressenen Teenagergesicht eben einfach als erster.

      Wir ersäufen Afrikas junge Männer für das Recht, unsere dicken SUVs in die Tiefgaragen unserer Penthäuser am Altstadtring hineinzujonglieren.
      Genauso, wie man Kleinkredite zum Aufbau eines Geschäfts, einer Kleinfarm eher nur an Frauen gibt, weil sie arbeiten und nicht nur herumlungern wie sehr viele ihrer männlichen Altersgenossen, die auf ihrem Smartphone vom Glitz eines GangstaRappers oder Fussballstar träumen.

      Mehr in Dons Texten als in den Kommentaren lese ich, wie sehr die Welt nicht nur schwarz oder weiss ist, auch wenn ich in diesem Kommentar von k.A.J.Filser wieder eine besonders gruselige Facette der verpickelten Fresse von Frau Welt kennenlernen musste.

    • „Wir ersäufen Afrikas junge Männer für das Recht, unsere dicken SUVs in die Tiefgaragen unserer Penthäuser am Altstadtring hineinzujonglieren.“

      I beg to differ. Die Menschen sterben, weil wir antideutschen Rassisten erlauben, sie zu uns zu schleppen, und die die Toten dabei in Kauf nehmen. Sie sterben, weil Politkriminelle nicht entsprechend bekämpft werden.

    • Ich differenziere gerne
      aber Polemik gehört zur Rhetorik dazu.

      Es bleibt ein frommer Wunsch, dass die Schlepperkriminalität auszuschalten, das Problem lösen würde. Wo ein Markt ist, wird sich ein Anbieter finden. Wenn man sich mit Drogen auch nicht anders fühlen würde, als mit drei Bier, wäre Pablo Escobar nicht so reich geworden. Und in der Prohibitionszeit konnte man mit Moonshine zu Al Capone aufsteigen.

      Wie weit unser Verzicht auf „überflüssigen“ Luxus überhaupt etwas verbessern würde, würde ich genauso bezweifeln wie Sie, das ganze hat eine schicksalshafte Dimension, die vor allem davon befeuert wird, dass zu viele Menschen in Afrika geboren werden, dass selbst in einem Kleinkredit-Eldorado-Wolkenkuckucksheim linkester Idylle immer noch kein vernünftiges Auskommen für alle erzielt werden könnte, und in Zeiten globaler Medien das Wohlstandsgefälle immer brutal bleiben würde.

      Was tun? Angesichts der realen Wirtschafts- und Politik-Verhältnisse würde ich für einen halbwegs anständigen Umgang im unmittelbaren Nahbereich und die Fähigkeit zum Genuss seiner Möglichkeiten plädieren, bis es einmal knallt. Man kann sich eine etwas friedlichere Ecke aussuchen, und auf später hoffen – aber nicht zuletzt aus der Vielschichtigkeit der Problematik zweifele ich, ob es einen „guten“ Ausweg überhaupt geben kann.
      Man sollte versuchen, ohne radikale Ansätze auszukommen, weil sie am wenigsten elastisch sind, konkrete Hilfen zu gewähren oder Sanktionen zu implementieren, die zusammen zu einer mentalen Deeskalation beitragen können, zumindest in unseren Breiten ein „leben und leben lassen“ weiterhin zu ermöglichen.

    • Immer wieder dieses "wir" - erstaunlich.
      Wir ersäufen mitnichten diese jungen Männer. Sachlich betrachtet. Die steigen in die Boote (Wer stellt diese Schlauchboote nur alle her?), die dann z.T. untergehen. Bleibt die Frage, warum die für oft wohl sehr viel Geld in diese Boote steigen?

      Aber:
      Das westliche, angeblich so erfolgreiche System hat in vielen, beinah allen Teilen der Welt die Beziehungen zwischen Menschen schwerst zerstört. Der westliche Erfolg erzeugt eben Kosten. U.a. soziale. Es wäre endlich mal ernsthaft und verbindlich über die Hintergründe all dieser Fluchten zu reden. Das aber wird allenfalls mit jeweils eigenen machtpolitischen Absichten gemacht.

      Wem es gelingt, hinter diesen Fluchtbewegungen z.B. Putin als Verantwortlichen zu entdecken, der bekommt den großen Sonderpreis. Das alte Spiel:Es werden Schuldige benötigt. Dringend. Nur kann es jeder wissen, dass die Wahrheit sehr viel komplizierter ist. Und „wir“ sind noch nicht mal am Anfang bei der Klärung.

      Trump wird mit Sicherheit schon während der Diskussion Erkenntnisse mit dieser mexikanischen Mauer und anderem sammeln.

      „…weil Politkriminelle nicht entsprechend bekämpft werden.“
      Ist halt die Frage, wer diese Politkriminellen sind. Da wird es mit Sicherheit sehr verschieden Vorschläge geben. Mit dem Menschenrechtsverletzer Gaddafi konnte der Westen doch viele Jahre lang prima leben. Der sollte übrigens kurz vor seinem Sturz sogar noch ein frz. Atomkraftwerk bekommen.
      Und nun sollen Erdogan und Gaddafis Nachfolger dessen Flüchtlingsfestsetzungsaufgaben übernehmen. Eigentlich ist es doch gut, dass die Verlogenheit des Westens mal so sehr deutlich zu Tage tritt. Vielleicht kommt’s doch mal zu Erkenntnissen jenseits des Mainstreamgeredes.

    • Ja, genau: Immer dieses "wir"
      @Gast 5. Februar 2017 um 14:46 Uhr.

      Über dieses „wir der Westen“ würde ich, und wahrscheinlich viele andere, mit Ihnen gern in einen eingehenderen Dialog eintreten. Ich bitte Sie daher, sich einen Nicknamen zu geben, anhand dessen ich mich innerhalb des Blocks eindeutig Ihnen zuwenden, Ihre Beiträge zuordnen und lesen kann.

      Mich bewegen zum Beispiel die Fragen: Haben „wir der Westen“ Simbabwe, das frühere Rhodesien, in den letzten 30 Jahren runtergewirtschaftet? Und welchen Beitrag habe ich persönlich daran?

    • Man, you'd better get real.
      Gottchen, the great artiste möchte die Welt retten….

      In der Pubertät ganz lustig, solche Gedanken, danach eher traurig.

    • Wer war z.B. für die Kolonialisierung und deren verheerenden Folgen verantwortlich?
      Wie es heute so aussieht:Niemand. Müssen die betroffenen Länder selbst zusehen, wie sie weiterkommen.

      Kriegsverbrechen WKII, Vietnam, Irak, Afghanistan etc.? Immer dasselbe. Und die, die dort jeweils Hand angelegt haben, standen natürlich unter Befehlsnotstand.

      Logischer Schluss:Keine Verantwortung. Nirgends.

      Wenn allein all die unmittelbar Beteiligten und Verantwortlichen der aktuellen Kriege zur Verantwortung gezogen werden würden, käme es zu einem gewaltigen Prozessstau vor den Gerichten. Von den sehr berechtigten Reparationsforderungen ganz zu schweigen. Das wissen alle. Und deshalb wird es diese Prozesse auch niemals geben, solange „der Westen“ vor Gericht stehen müsste. Der Westen hat nicht nur die Macht. Er hat vor allem immer auch Recht. Das macht die Sache sehr einfach.

      Aber ist hier alles ot. Und insofern…

    • I agree a 100%!
      @ Don Alphonso, 5. Februar 2017 um 13:32 Uhr – I agree a 100%!

      Es ist ja für uns sehr mühsam gegen den Komplex Asyl/Flüchtlinge/Sozi-Staat sowie deren Helfershelfer und Günstlinge anzukämpfen. Um nicht abzudrehen helfe ich mir gelegentlich mit Ironie und Satire. Wenn dann in Gesprächen das Thema Asyl/Flüchtlinge/Mittelmeer aufkommt, dann hake ich ein und sage: Daß so viele Menschen im Mittelmeer absaufen, daran hat effektiv der ehem. Berliner Bürgermeister Wowereit schuld. Hätte er den Berliner Flughafen (BER) nicht verschlampt und immer wieder verzögert, dann bräuchten die dort nicht abzusaufen. Man hätte mit den größten aller großen A380 Airbussen diese Leute einfliegen können. Direkt aus Tunis, Tripolis, Kairo … So hätte man auch Airbus unterstützen können; haben die doch Probleme ihre schönen, neuen und großen Maschinen abzusetzen. Ganz klar: Der Wowereit ist schuld! Deshalb ist er auch zurückgetreten, diese Pfeife! So müssen diese armen Menschen weiterhin die 5.000 EUR für die Passage aufbringen nur um dann mit dem Schiff zu stranden; z.B. am Hauptbahnhof Dresden!

      http://www.sz-online.de/nachrichten/syrer-stranden-am-hauptbahnhof-3081242.html
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gipfel-in-malta-eu-beschliesst-neun-punkte-plan-gegen-migration-aus-nordafrika-14834180.html

    • Interessante DIskussion, teilweise...
      .. leider nur feststehende Meinungen auf beiden Seiten.
      Da verlor ich auch die Lust mich einzumischen, als dann auch noch der lächerlich ignorante Einwand mit Simbabe kam. Irgendwo gibts eine Grenze gegen Faktenresistente…

      Aber etwas ist mir denn doch noch aufgefallen. Die Geschichte mit den Hoden und Zange… Begeisterten Gebrauch dieser Art des UMgangs mit Gefangen begann in der Neuzeit der edle General Franco 1936, bei seinem Kampf für unser aller Freiheit gegen die gewählte pöhse spanische Regierung.
      Zigtausenden Gefangen wurden am Abend vor den morgendlichen Erschiessung diese Behandlung zu teil.

      Aber dann… das waren halt nur Anarchisten und keine Investmentbanker, die sich um das Menschenwohl verdient gemacht hatten….
      Wie ja auch die Zivilisiertheit unserer amerikanischen Freunde schon daran erkennbar ist, dass sie in Abu Graib keine Zangen, sondern nur Stromstösse an jenen Körperteilen benutzten.
      Gelernt hatten sie das von der CIA, die mit dieser nützlichen Anwendung von Strom aus von amerikanischen Firmen erbauten AKWs, die Feinde der Freiheit völlig zu Recht bestraften, die in Ländern wie Chile oder Argentinien in den 70ern die Falschen an die Macht gewählt hatten.
      Es war ihnen eine Lehre…

    • Ersäufen…
      1) Die Menschen verrecken aufs Jämmerlichste, weil sie die Bessergestellten in ziemlich hoffnungslosen Gesellschaften sind. Der Rest vegetiert dort, wo er ist oder in schlimmen Lagern nahebei. Vor allem, weil die Geburtenraten zu hoch sind. Es ist einfach Druck da. Bildung, Gesundheitsvorsorge und Geburtenkontrolle.
      2) Einfach mal vergleichen (quelle HW Sinn, Ifo; aber plausibel) Im westlichen Mittelmeer ersoffen 2015 eine dreistellige Anzahl Menschen. Im östlichen: Tausende. Im Westen schleppen die Marine die Schlauchboote zurück nach Afrika, im Osten nach Europa.

      Der Druck ist groß, die Tragödie auch. Aber im Kern ist es Bevölkerungswachstum ohne gesellschaftliche wirtschaftliche Chancen.

    • Die Welt retten?
      Das sich hier eine ganz spannende Teildiskussion entsponnen hat, ist das, was ich an diesem Blog mag – mehr, denke ich, kann man gar nicht erwarten. Und (auch teilweise) polemische Diskussion ist mehr als plattes Parolen predigen.

      Gestern abend lief übrigens ein recht niveauvolles Gespräch zwischen R.D.Precht und N.Blome über die Frage nach der Gesellschaft, auf die wir hin steuern. Oft war es auch das Schweigen, sich winden und erklären zu versuchen von Blome, warum der Status quo im grossen ganzen nicht so schlecht ist, was aufschlussreich war – von einem sicher sehr intelligenten, gut informierten und vernetztem Exponenten unserer medialen Wirklichkeit: „Utopien werden nicht nachgefragt.“ Kleinteilige, durchaus zähe Lösungsansätze sind konstituierend für die Demokratie, wie wir sie kennen – gegen das Bild einer Gesellschaft, in der durch ein von einer Industrie 4.0 erwirtschaftetes bedingungsloses Grundeinkommen der Mensch vom Leistungsdruck zur Existenzsicherung befreit ist.

      Welche Implikationen ein „Grundeinkommen“ in Europa auf die Migration hätte, muss man hier sowieso ausblenden – aber diese beiden Pole, ein sich durchwurstelnde, zankende Demokratie und ein sozialistischer Füllhorn-Staat ( wer steckt da nur wirklich immer neue Früchte rein??? Und wer kriegt sie??) sind denkbare Alternativen, wenn man den autoritären, sozialnationalen, umzäunten Flächenstaat mal aussen vor lässt – auch keine ganz von der Hand zu weisende Zukunftsperspektive.

      Empathiefähigkeit als Grundvoraussetzung statt ideologischer Abgestumpftheit war mein Ansatz, weswegen es mich so abstiess, wenn eine „freie“ Protestbewegung eine Foltermörderin sprechen liess – Fälle von staatlicher Folter, so grauenhaft sie sind, haben gerade diese „politisch entschuldigende“ Komponente, dass man „das“ einem Anarchisten, Juden, Terroristen, Investmentbanker antun kann – und über die wir nie hinauswachsen, wenn wir frei gewählten, unentschuldigten Sadismus erst recht nicht nicht ganz grundsätzlich aus der Gesellschaft verbannen.

      Dann sitzt der gesellschaftliche Zweifel viel tiefer, ob man auch als Militär etc. solche Methoden überhaupt anwenden darf. Wenn es normalerweise gar keine Entschuldigung dafür gibt, mich so fatal falsch zu entscheiden.

      Die Welt retten: nein. Aber Komponenten der Wirklichkeit ausmachen, die man definitiv aus der „gesellschaftlichen Norm“ ausgeschlossen haben will, ja. Sonst könnten wir uns ja auf das Anschauen von Katzenbildchen und Kätzchenbildern beschränken. Blofeld lässt (wieder) grüssen…

      PS: Booster, stimme Ihnen zu: Bevölkerungswachstum ohne Perspektive ist das Hauptproblem, das Wohlstandsverteilungsproblem folgt auf dem Fuss, Migration ist der dritte Schritt.

    • @ TGA
      Ja, da hatte er und da haben Sie Recht: „Utopien werden nicht nachgefragt.“

      Lösungen von aussen zu erwarten ist kindisch.
      Spätestens wenn die Bürger in Merkel „Mutti“ sehen, sollte es für die Minderheit der „normalen“ Menschen, eigentlich der letzte nötige Nachweis, für die Dummheit des Erwarten von Lösungen durch Staat oder Autorität sein. Entweder man schafft sich sein eigenes Utopia irgendwo auf dieser Welt und lebt es, oder man stirbt am Ende in dem Dreck in dem man gelebt hat. Egal wie viele Putzfrauen man mit dem durch „Leistung“ geraubten Geld bezahlt hat um diesen Dreck wegzuräumen….
      Und sie haben völlig Recht, ohne Individuation gibt es nichts was die Bezeichnung „Leben“ verdient und auch nicht ohne die eigene Verweigerung des „Leistungsdrucks zur Existenzsicherung“.
      Wer nicht das Privileg hat geerbt zu haben, hat von Ausnahmen mal abgesehen, nur die Wahl entweder seine Lebenszeit an Arbeit zu verschwenden, oder den Schwachsinn des Konsums zu durchschauen. Er kann das in dem er den Unterschied erkennt, zwischen dem was er selber will und braucht, und dem was ihm eine neo-liberale, anscheinend auf ihr Ende zutreibende spätkapitalistische Gesellschaft einredet.

      „Empathiefähigkeit als Grundvoraussetzung statt ideologischer Abgestumpftheit war mein Ansatz…”

      Die Frage ist dabei halt, ob man sich dies zum Lebensinhalt macht, oder ob man einsieht, dass die grosse Mehrheit der Menschen zu diesem Schritt wohl niemals in der Lage sein wird. „Märtyrer“ sollte kein Lebensziel sein.
      Die Welt kann nur so sein, wie sie ist….. dann kann man solche Masstäbe sinnvollerweise nur mehr an sich selber anwenden. Besitze ich Empathie… oder besitzt das Bedürfnis nach Empathie mich und leitet mein Leben.
      „Utopien werden nicht nachgefragt.“
      Das sollten sie auch nicht, wer 2017 immer noch hofft, „den Menschen“ „den Staat“ „ die Gesellschaft“ zum Besseren wenden zu können, der ist ein Dummkopf.
      Wer viel Glück hat, der hingegen kann sich selber ändern…

      Richtig: „Bevölkerungswachstum ohne Perspektive ist das Hauptproblem, das Wohlstandsverteilungsproblem folgt auf dem Fuss, Migration ist der dritte Schritt.“
      Wenn überhaupt, wird die Evolution diese Probleme lösen, und zwar keinesfalls kurzfristig.
      Wenn Menschen versuchen diese Problem zu lösen, so nennt man das Politik. Und wie die aussieht und wie deren Lösungen aussehen ist ihnen bekannt?

    • It doesn't take a genius to see that the world has problems.
      Freunde des Größenwahns:

      Ihr könnt noch nicht einmal Eure Frauen und Töchter an Sylvester schützen. Nicht im eigenen Land, nicht in Eurer Stadt, nicht einmal vor Eurer Haustür.

      Fangt an, Eure Familie und Euer Land zu retten. Danach können wir vielleicht mal irgendwann über die Weltrettung reden.

      Danke!

    • @Goodnight
      Ich habe auch ne Utopie:
      Den ganzen toleranten GrünLinken Fundamentalisten ein Stück Land zur Verfügung stellen, allen, die wollen, zwei Jahre Zeit geben dahin zu ziehen.
      Dann können die dort ihr sizialistisches Ding voll ausleben, ohne andere danit zu drangsalieren.
      Dort können sie alle aufnehmen, die „Menschenrechte“ und „Gerechtigkeit“ ausleben.
      Aber: Keiner darf zurück kommen, es gibt auch keine Transfergelder.
      Nach zehn Jahren ist Feierabend.
      Ach, wär das schön.

  25. Die Geschichte...
    …ist der beste Beweis dafür, dass sich aus ihr nichts lernen lässt. Wir sind ja nicht die erste Generation, die solches versucht. Und dennoch hat es nie geklappt. Die Germanen waren nicht wie die Karthager, die Hunnen nicht wie die Goten, die Seldschuken nicht wie die Sassaniden.

    Ergo: Trump ist nicht Hitler, und die aktuelle Antifa macht nicht die selben Fehler wie die KPD. Sie macht andere, vielleicht schlimmere, vielleicht weniger schlimme. Wer kann das wissen? Geschichtswissenschaftler, in zwanzig Jahren…

  26. Thälmann und Co.
    Das Warten auf Ihren Beitrag hat sich gelohnt! Vielen Dank, dass Sie all den „Wer hat uns verraten“-Rufern einmal darlegen, dass die KPD ein gemeinsames Vorgehen mit den gemäßigten politischen Kräften der Weimarer Republik gegen die NSDAP deshalb ablehnte, weil sie a) equivalent radikal und totalitär wie die Nazis war und b) fest vom Sieg der eigenen Ideologie über die Republik überzeugt war. Damit haben auch Thälmann und Co. ein Stück Republik und Demokratie auf dem Gewissen – sein tragisches Schicksal im 3. Reich ändert daran nichts und lenkt davon ab, was Deutschland unter den Stalinisten geblüht hätte.
    Leider ein vernachlässigtes Detail dt. Geschichte, zumal, wenn man aus dem Osten stammt. In der DDR-Schule (war Thälmann-Pionier) habe ich auch noch fröhlich geträllert: „Euer Kampf, Nicola und Bart, und auch dein Kampf Angela, dieser Kampf wird weitergehen, weil hinter euch Millionen stehen.“ Bezeichnend, dass Angela Davis heute wieder ausgegraben wird.
    Ich mag Trump auch nicht und vielleicht treffen all die schlimmen Prognosen auch wirklich ein, aber es macht die Demokratie nicht stärker, wenn die Demokraten totalitärer agieren, als ihr Feindbild.

    • Naja, die SEDPDSLINKE weiss schon, warum sie lieber die Gräber von Rosa und Karl besucht, als jene ihrer Nachfokger, bei denen man weitaus kritischere Fragen stellen müsste. Wobei man natürlich auch sehen muss, dass sich viele Zeitgenossen mit Sympathien für die KPD ebenso irrten, und das waren durchaus kluge Köpfe, die man nicht missen möchte.

    • Ich mag Trump
      Denn er setzt das um, was er angekuendigt hat!
      Wer kreischt denn in Mexico wegen der Mauer?
      Wer kassiert denn von JEDEM Illegalen 75000 Pesos?
      Wem brechen diese Einnahmen weg?
      Es sind vermutlich die selben Leute, die lange vor Trumps Sieg toenten, sie wuerden gar nicht mit ihm reden! EPN hat jetzt massiv politis

  27. Selbstzerlegend
    Dass Linke einen Hang zur Selbstzerlegung und heimtückisch paranoiden Demontage der eigenen wie fremder Leute haben, statt zusammen zu halten, ist leider so. (Grund: spezielle psychische Konstellation; dazu gibt es Literatur.) Von Rechten wird eher das Surrogat „Kameradschaft“ gepflegt, das auch nicht ganz ohne Grusel ist.

    Leider ist dieser ehemalige Kunststudent mit seinem kastrierten Schnauzer gerade den Linken auf der ganzen Welt in die Knochen gefahren – und so verdammt plakativ und ikonisch. Gleich nach Che Guevara, der in gewisser Hinsicht auch ein Monster war. So ikonisch, dass A. H. einem immer wieder als erstes einfällt, wenn man an ungeheuerliche, destruktive, machtergreifende Personen und Usurpatoren denkt. Man könnte doch auch an wiederauferstandene Saurier oder Gremlins denken (die nach Mitternacht nicht gefüttert werden dürfen). Ginge doch auch, aber nein.

    Nun mag ich aber auch Leute nicht, die vor der Wahl tönen, der Wallstreet-Elite den Garaus zu machen. Um hinterher einen von den Gangstas einzustellen. Und die Banken wieder zu deregulieren. Und die die Grenzen zumachen, um Muslime aus bestimmten Ländern auszusperren, aber Saudis reinlassen, die als finanziell kungelnde Wahabiten einen nicht zu unterschätzenden destruktiven Einfluss auf den ganzen Orient hatten und haben.

    Noch mag ich Leute, die bei ihrer Inauguration 10 Meter weit die Treppe hocheilen und dabei hinter sich ihre wunderschöne Gattin vergessen mitzunehmen. Was für ein Tropf! Fred Feuerstein hatte mehr Manieren.

    Daher erlaube ich mir Vergleiche dieser männlichen Person mit:
    Sauriern
    Gremlins
    Ernst Stavro Blofeld
    Putin

    Ein Linker

  28. Verständliche Reaktion, die aber auch Vorteile bietet
    In gewisser Weise sind sowohl Proteste und Ausschreitungen als auch hysterische Berichterstattung verständlich.

    Es mag wie eine Ewigkeit vorkommen aber ich erinnere daran, dass die Trump-Regierung gerademal seit 2 Wochen aktiv ist und in diesem Zeitraum fast täglich das Weltbild von linksgrünen Aktivisten und linksliberalen Schneeflöckchen in allen Gesellschaftsteilen nicht nur auf den Kopf gestellt hat, sondern in einer Tour darüber hinweggerollt ist – und darüberhinaus auch keinerlei Anstalten macht, damit in naher Zukunft aufzuhören.
    Ich nehme an, dass die letzten 2 Wochen für diese Menschen – sagen wir – ’schwierig‘ waren. Sie haben sozusagen in außergewöhnlich kurzen Abständen eine zu hohe Dosis an Politik erfahren, die sich ganz und gar gegen ihr Weltbild, ihre politischen Forderungen und das was sie für richtig halten stellt. Damit kommen sie nicht mehr klar. Deswegen drehen sie jetzt völlig frei.

    Ich schau mir das über deutsche Medien, einige Youtube Kanäle und Twitter an und ich muss sagen: Toll! (im wortwörtlichen sowie im übertragenen Sinne)
    Endlich lassen Sie ihre Maske fallen und zeigen allen Zweiflern ihr wahres gewaltätiges, freiheitsfeindliches, infantiles und von Dummheit, vollkommenen Realitätsverlust sowie Unwissen gezeichnetes Gesicht.

    Der SPIEGEL portraitiert Trump als IS-Kopfabschneider.
    Medien, die sich auf jede noch so irrelevante Nebensächlichkeit stürzen und damit dem Konsumenten teilweise auf den Keks gehen.
    Komikerin Sarah Silvermann ruft das Militär auf sich dem Widerstand anzuschließen und die Trump-Regierung zu stürzen.
    Madonna phantasiert darüber, das Weiße Haus in die Luft zu sprengen.
    Gewaltätige Ausschreitungen, um einen Vortrag an einer Universität zu verhindern.
    Frauen, die sich in ihrer Einfalt selbst auf ihr Geschlecht reduzieren, um gegen Sexismus zu ‚marschieren‘ und nebenher mit Islamistinnen und Mörderinnern verbünden (Donna Hylton, die haben Sie vergessen zu erwähnen DA. Saß im Gefängnis dafür einen Mann gefoltert und getötet zu haben und war Sprecherin beim Womens March).
    Eine ernsthafte, von jedem Zweifel und jeder Form von Selbstreflektion befreite Diskussion darüber ob politische Gewalt gegen Andersdenkende in Ordnung ist.
    Persönliche Attacken auf ein Kind bzw. einen von Trumps Söhnen.
    Das ganze Geschwafel um Nazi Trump.
    Antifa, die in US innenstädten randaliert.
    Und vieles, sehr vieles mehr…

    Toll! Und das waren nur die ersten 2 Wochen!

    Wenn die Trump-Regierung in dem Tempo damit weiter macht Aktivisten und Schneeflöckchen zur Selbstoffenbarung zu animieren, sind die in spätestens 2 Monaten nervlich vollkommen am Ende und vollkommen isoliert.

    Das einzige Problem, dass ich daran sehe ist, dass das über kurz oder lang zu Radikalisierung und damit auch zu Toten führen wird.
    Mir missfällt, auch dass die Trump-Regierung zu sehr auf Konfrontationskurs geht und sich übernehmen könnte.
    Aber an sowohl als auch kann ich nichts ändern, daher versuche ich die positiven Seiten zu sehen.

    • Was man über Trump sagen kann ist: Er fackelt nicht lange. Und er hat klare Vorstellungen, was er will.

      Die Gegenseitenwird dabei einfach weggeräumt und lernt nun auf die harte Tour, dass das alte, rassistische Patriarchat, gegen das sie unter Obama kämpften, nicht so schlimm war. Das bedarf aber eines Umdenkprozesses, den die Medien verhindern. Es wird also weiter gehen.

    • Titel eingeben
      War es nicht umgekehrt?
      Waren diese zwei Wochen lang nicht zuerst(!) und permanent(!) und sehr laut und radikal = die Schreier & Protestler, dazu fast die gesamte Presse mitsamt der Twitterdeppen, mithin die so plötzlich arg enttäuschten Clintonfans,
      …waren es nicht diese geschockten Hysteriker, die zwei Wochen lang Zeter und Mordio…
      ?

    • @kdm
      Denke Sie haben mich missverstanden.

      Trump setzt einfach nur sturr eine Mischung aus konservativer und nationalistischer Politik um.
      Damit stößt er aber auch hochfrequent linke Aktivisten vor den Kopf und reißt gleichzeitig selbsterrichtete Safe Spaces von linksliberalen Schneeflöckchen ein. Beide reagieren darauf entsprechend hysterisch und zetern lautstark rum.

    • Reaktion der Demokraten
      Erschreckend, würde ich sagen. Elizabeth Warren, Nancy Pelosi und vor allem Chuck Schumer. Keine Inhalte, Schlagworte, Medienzirkus und voller „Emotionen“, „This land is my land“ Singen, Tränen. Das ist, wie man am Beitrag des Dons sehen kann, wie Öl ins Feuer. Völlig vergessen die Politik der letzten 8 Jahre, gerade was moslemische Staaten betrifft.
      So ein Politikerverhalten ist unverantwortlich, wie es auch schon während der letzten Riots und Polizistenmorde war. Damals schwieg man sich zumeist aus, heute fördert man die Gewalt sogar noch, bestätigt diese fanatischen Gruppen gar noch darin, daß sie „das Böse“ bekämpfen. Da wird Leuten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, die sich einen Vortrag anhören wollen, einem Moslem die Limousine abgefackelt, und somit seine Existenz zerstört, und niemandem ist das peinlich. Da darf Shapiro nicht mehr an der Universität referieren, weil er „Gewalt auslöst“, also nicht diese Gruppen, die etwas gegen die freie Rede haben und dies mit Randale und Übergriffen ausdrücken. Verrückt!

    • Es gibt
      leider keine Selbstreflektion, wie in Ihrem Text gebraucht. Nur Selbstreflexion. Pardon, aber soviel Zeit muss sein.
      http://wortwuchs.net/schreibweise/reflektion-reflexion/

  29. Was soll das mit den Nazis
    Will man Goebbels rehabilitieren?

    Hatte er Recht in seiner Überzeugung: über uns werden sie
    noch Filme drehen.

    Und mehr als das, sie ( die Nazis) scheinen nicht nur der
    Bezugsrahmen deutscher Nachrichtenmagazine sondern auch
    der ehemaligen Alliierten zu sein.

    Sie haben die Menschheit geprägt.
    Hoffentlich gelingt das den heutigen Deutschen nicht.

  30. Gespür
    Vermutlich haben einfach viele Aktivisten und Aktivistinnen kein Gespür mehr dafür, was Menschen umtreibt.

    An sich wäre es ja leicht, man könnte sich ja mal mit diesem und jener unterhalten, ganz gleich, was die Herkunft, den Status, die Meinung angeht.

    Und auch zuhören und reflektieren.

    Das scheint nicht vielen jener Bewegungen gegeben zu sein, die hier beschrieben wurden.

    Ich erinnere noch einmal gern an die (damalige? heutige? ich kenn den Status nicht) Forderung von Yasmina B., unter Twitter als Lasersushi schreibend, die nach der Wahl von Trump den Zusammenschluß von Feministinnen und Antifa forderte. Zu dem Zeitpunkt noch Handelsblattmitarbeiterin.

    Das mag man sich auf der Zunge zergehen lassen.

    Wie die stets andere Anblaffende @marthadear usw. usf.

    Genauso unzivilisiert wie der unstete, dünnhäutige, eruptive Trump. Die unterscheidet nur wenig in ihrer Art.

    —–

    Ich „halte“ übrigens auch viel von Leuten wie Schulz, die die Tarifautonomie abschaffen wollen, die uns einbläuen wollen, dass Migranten in Deutschland wertvoller als Gold sind, die wollen, dass die Deutschen die Staatsschulden der keine wirksamen Reformen anpackenden Eurostaaten begleichen sollen, die Tagesgelder für Anwesenheit in Brüssel kassieren, obwohl sie auf Wahlkampf in Deutschland touren und dergleichen mehr.

    Mieses Pack bejubelt da grad die SPD-Anhängerschaft als künftigen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten der SPD.

    —–

    Auf die Dauer lassen sich die Menschen nichts mehr vormachen, da kann die Blase noch so strahlen und zustimmen.

    Wer die Bewegung des Grundwassers nicht im Blick hat, weiß nicht, wie die Natur agiert.

    • Ich habe gar nicht mitbekommen, dass das Gastspiel von Mina schon wieder vorbei ist. Naja. War absehbar.

    • I knew you had guts but I never figured you for brains.
      @Thomas Cgn

      „den Zusammenschluß von Feministinnen und Antifa forderte.“

      Tja, das war eigentlich klug, denn am Ende braucht Frau eventuell immer einen Mann, um in der Realität Fakten zu schaffen. :-)

    • Titel eingeben
      „Vermutlich haben einfach viele Aktivisten und Aktivistinnen kein Gespür mehr dafür, was Menschen umtreibt.“
      Für mich ist das die freundliche Umschreibung für: mein Gott, sind die ahnungslos & doof …und deshalb gefährlich.

    • Offene Fragen
      Was ist da passiert? »Redaktionsleitung Morning Briefing« und »Leitung und Koordination eines internationalen Teams auf drei Kontinenten« klingt ja eigentlich nicht nach Praktikum?
      https://de.linkedin.com/in/yasminabanaszczuk

    • Auf Deutsch heisst das „habe dem Steingart den Newsletter zusamengestöpselt und war bei der Wahl in den USA“.

    • An Thomas Cgn wegen Herrn Schulz
      Wörtlich sagte Martin Schulz laut Rhein-Neckar-Zeitung vom 11.06.2016 vor rund 400 Zuhörern in der Aula der Neuen Universität in Heidelberg zum Thema „Heimat, Flucht und Identität in Zeiten der Globalisierung“ neben vielem anderen folgendes:

      „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold“.

      Soweit die Fakten. Nun noch postfaktische gefühlsmäßige Anmerkungen meiner Wenigkeit. Soweit ich verstanden habe ist Populismus wenn man dem Volk nach dem Mund redet und komplexe Vorgänge vereinfacht darstellt. Wenn dem so ist, ist Herr Schulz mit seinen markigen Wahlkampf-Sprüchen an die Arbeitnehmer Populist in Höchstform.

      Das Gold das er in Form von Abgeordneten-Bezügen erhalten hat, hat er aus den Steuern, unter anderem von Deutschen Arbeitgebern, erhalten. Ich glaube nicht, dass Flüchtlinge bisher viel zu diesem Geldsegen beigetragen haben.
      Aber man muss Herrn Schulz auch nachsehen dass er im Juni 2016 noch nicht wissen konnte dass er seine bevorzugte Klientel, die Flüchtlinge, sieben Monate später gegen die Deutschen Arbeitgeber einwechseln würde.

    • Berichtigung meines Kommentars von 13.42 h
      Da war ein Freud’scher Verschreiber. Anstelle zweimal „Arbeitgeber“ soll stehen „Arbeitnehmer“.

  31. Das Ende vom Lied
    Die Presse bringt eine Analyse wie die Ihre nicht mehr zuwege. Die Lohnschreiber sind bei Trump westweit von Edelnutten auf den Autostrich runtergekommen. ‚All we are saying is give peace a chance‘ erweist sich linke Lüge und klassiche Gehirnwäsche, die den Verstand wegputzt.

    We’re only in it for the money. Streicher wurde mit dem ‚Stürmer‘ reich, bei Spiegel & Co sieht es trotz des Neuen Untermenschen T. eher düster aus. Weiter draufhauen, bitte – trotz Trump!

    • Doch, ich bin ja auch die Presse.

    • Niedergang des Journalismus als fünfte Gewalt
      Aber gute, „große“ Journalisten jenseits von Lagergrenzen gibt es wirklich kaum noch oder sie haben im Spätwerk den eigenen Mythos bereits nachhaltig zerstört wie Prantl. Es gibt nur noch diesen aufdringlichen, anbiedernd persönlichen, öligen Meinungs-, Haltungs- und Erziehungsjournalismus, der sich selbst mit gutem Journalismus verwechselt, weil er keine Kriterien mehr dafür hat, was guter Journalismus wäre, außer dass dieser irgendwie „spannend“ und „engagiert“ wäre. Aber guter Journalismus macht sich vor allem nicht mit einer Sache gemein, auch nicht mit einer guten. Er hält kritische Distanz. Immer. Daraus bezieht er dann nämlich auch seine Autorität. In dem Moment, wo man merkt, dass es nicht so ist, ist es vorbei mit der Autorität. Das haben die Dimpfl, die jetzt die Jobs ergattert haben, nie begriffen. Sie machen sich distanzlos mit allem gemein, was ihnen über den Weg lief, mit Regierungen und Mächtigen und Menschen, die wirklich Freiheit ablehnen, weil sie diese in hilfsbedürftigen Opferrollen sehen/halluzinieren. Sie wollen immer „helfen“ und biegen dafür auch mal an der Realität rum. Es liegt wohl nicht an Fake News, dass sich das Publikum zunehmend von ihnen abwendet.

    • Gestern im Autoradio, Bayern 2, Nachrichten
      begann die Sprecherin „Der amerikanische Präsident Donald Trampel…“, stockte kurz, ließ es aber unkorrigiert. So langsam gehts zu weit.

      Dass alle Medien gleichzeitig ein Thema mit gleichem Tenor aufgreifen, liegt doch auch am Vorkoster dpa, oder? Drum sind Österreicher oder Schweizer Medien oft so spannend. Dort kommt es mir manchmal vor, als ob ich eine fremde Welt beträte.

    • "Opinion Page" und "Journalismus"
      sind zwei unterschiedliche Stiefel, die in serioesen Medien gekennzeichnet sein sollten. Diese Unterscheidung ist heute weitestgehend verlorengegangen und als Folge wird dem Kunden „Meinung“ tagtaeglich als „Fakt“ verkauft. Dieser Etikettenschwindel ist es was „Fake News“ per Definition ist. „Meinung“ ist OK und waere Teil einer gesunden Medienwelt, solange diese ein weites Spektrum und keine Monokultur von Meinungen darstellt. Aber noch wichtiger waere der altmodische Journalist der neutral und umfassend Bericht erstattet, wie es zum Beispiel Peter Scholl-Latour ueber viele Jahre praktizierte. Leider gibt es nur noch Wenige, dies sich dieser Art des Journalismus verpflichtet fuehlen.

    • @Name abzugeben
      Das ist ein hoch achtungsvoller Kommentar. Man sollte jeden Medienschaffenden zum Auswendiglernen zwingen – so wie die Mediziner den Eid des Hippokrates aufsagen müssen.

  32. Sie sind wieder fromm geworden
    Trump ist seine eigene Presseagentur. Ein Tweet von ihm und der redundant ausgelegte journalistische, auf Zweitverwertung ausgelegte Apparat, der lauter bezahlte Kommentararbeiter beschäftigt ( warum, wo ist der Businesswert? ) , setzt sich in Bewegung. Einziger Bonus für den Zyniker, der diesem zwanghaften Treiben zusieht: sie können ihn alle nicht ausstehen.

    Den größten Nachteil, den ich in Trump sehe betrifft Leute, die ich früher einmal respektiert hatte. Statt die „Flucht vor den Linken“ ( Danisch ) anzutreten, bewegen sie sich auf sie zu. Trump und die neuen Reaktionäre sind in ihr Gehirn eingedrungen und sie sind nun mit nichts anderem beschäftigt, als die Punks im Weißen Haus wieder loszuwerden. Leute, die in der Obama Ära ihr politisches Profil klein hielten und eher mit Sticheleien gegen Occupy, SJWs und Hipster auffielen, treten nun die Flucht nach links an. In Anlehnung an Nietzsche könnte man einen Seufzer des Bedauerns ausstoßen: sie sind wieder progressiv ( = fromm ) geworden …

    • Es werden harte Zeiten, und die Verteufelung von Trump dient natürlich auch dazu, innenpolitisch hier Gegner fertig zu machen. Nur sehe ich nicht, dass das bei der breiten Bevölkerung wirklich ankommt.

    • in interessanten Zeiten leben
      Das ist der Sinn so eines Feinbildes wie Trump: die Wagenburg, die Reihen fest geschlossen, jetzt ist nicht die Zeit für Zweifel, Grautöne, leise Töne und Diskussionen, denn es geht jetzt um alles, bitte beachten Sie die offiziellen Durchsagen, ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch SJW. Und aus der Blase von jemandem, der die letzten Jahre im linksliberalen Neoliberalmainstream zwischen Obama, Hillary und Merkel, Grünen, taz, Zeit und Spon, Vice, Bentound diesem berührenden Video auf Youtube mitgeschwommen ist (und sich dabei selbst keineswegs als bequemer denkfauler Teil eines konsumierenden Mainstreams, sondern natürlich als progressiven Rebell sah), muss es wohl wirklich aussehen wie der Weltuntergang, so ähnlich wie auf den the-end-is-nigh-Titelblättern des besonnenen Zentralorgans Der Spiegel. Da kommt ein Trump-Asteroid und haut die Safe-Space-Welt kaputt. Da kommt der Trump-Jihadi-John und schndeidet der Freiheitsstatue den Kopf ab. So sinnfrei wie eine Grafik, auf der Angela Merkel das Brandenburger Tor in Schutt und Asche legt, sowas bescheuertes hat hier bisher nicht mal die Afd gebracht, aber die ist halt auch mehr auf den deutschen Geschmack zugeschnitten und kommt lieber so seriös daher wie eine weitere CDU, die CDU classic von früher. Die hatten ja auch den Hohmann und die ganzen alten Nazis dabei. Schwamm drüber!

    • Im Spiegel wird gerade gefordert, Deutschland müsste den Widerstand gegen Trump anführen. Alsa ob Merkel jemals versucht hätte, Obama zur Schliessung von Ramstein oder zur Auflösung des NSA zu überreden. Lustig.

    • "Als ob Merkel jemals versucht hätte, Obama zur Schliessung von Ramstein oder zur Auflösung des N
      zu überreden.“
      Von Ramstein aus werden nicht nur die Drohnenmorde betrieben. Und wenn ich mich jetzt richtig erinnere, haben genau das die Linken gefordert. Und wurden erwartungsgemäß von allen anderen abgeschmettert. Warum wohl? Man sollte schon bei den Fakten bleiben. Gerade in diesen Zeiten.

      Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern, als mit dem Zusammenbruch der SU den Amis der Feind Nr.1 abhanden gekommen war. Wurde dann aber relativ schnell ein neuer gefunden. Offensichtlich wird ein solcher für die je eigene Stabilität immer wieder gebraucht. Und ein idealer wurde ja nun auch gefunden. Terroristen wird es immer geben. IMMER!

    • Gast!
      Mit Verlaub….

      „Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen“ Peter Ustinov

    • Apropos "Schließung von Ramstein" und zur ganz aktuellen Diskussion wer als Mörder nennbar sei
      Ich weiß dass man zwischen „Mord“ (verwerflich) und „Tötung“ (eventuell begründet oder vom Kriegs- Völkerrecht gedeckt) unterscheiden muß. Es sei mir erlaubt hier auf eine geschätzte Zahl von Tötungen hinzuweisen, die mit Trump (noch) nichts zu tun hat:

      Das ZDF ist keine dubiose Quelle sondern ein öffentlich rechtliches Medium. Dort sind als geschätzte durch US-Drohnen getötete Personen nach 2001 genannt: Afghanistan : 13026, Jemen 685, Pakistan: 3976, Somalia: 105. Als Quellen sind genannt: auf Basis US Central Command CENTCOM und The Bureau of Investgative Journalism.

      http://webstory.zdf.de/drohnen/

    • Peter Ustinov
      hatte halt Leute wie Mohammed Atta nicht auf der Rechnung…

    • Tja, der Ustinov, der Depp, mal wieder...
      „Peter Ustinov hatte halt Leute wie Mohammed Atta nicht auf der Rechnung…“

      Und 3000 im WTC hatten Mohammed Atta nicht auf der Rechnung… wer war jetzt dümmer?

    • @TDV
      Muslimischer Terrorismus lässt sich nicht rein wirtschaftlich erklären,
      bei weitem nicht.

      Und dass Sie keinerlei Mitgefühl mit den Opfern im World Trade Center hatten, konnte ich schon an anderer Stelle lesen.

    • Titel eingeben
      Krächzit, sie sind mir ja ein echter Schlaumeier…

      Wie kommen sie denn auf die Idee ich würde „Muslimischer Terrorismus … rein wirtschaftlich erklären“? Sollte tatsächlich bin Laden das WTC veranstaltet haben, so weiss ich sogar ganz genau, dass es aus rein religiösen Gründen, und Widerstand gegen das Haus Saud geschah.
      Im Gegensatz zu ihnen lese ich Quellen, bevor ich mir eine Meinung zu Dingen bilde.

      Und ja, ich gestehe, ich bin ein schlechter Mensch: Angesichts 30 Millionen geschätzter Toter als Konsequenz der US Aussenpolitik nach 1945, hält sich mein Mitleid in Grenzen wenn man ihnen einen Dosis ihrer eigenen Medizin verabreicht.
      Sie wissen schon, dass die USA gerade 7 andere Länder bombardieren?

  33. Sehr gehaltvoll...
    … es ließe sich zum Thema ausufernde Polarisierung noch sagen, dass jeder neuer US-Präsident in gewisser Weise als Reaktion des Vorangegangenen zu verstehen ist. Bush jun. aggressive Politik wurde von der Defensivität Obamas abgelöst (man hatte die Faxen einfach dicke vom Kriegführen), der perfekte Stilist Obama wieder vom erklärten Antistilisten Trump. Gleich war den Trumpvorgängern, dass sie die Staatskasse ohne Ende plünderten. Bei ihm selbst wird es vermutlich anders aussehen.
    Demokraten stehen, so lässt es sich vielleicht sehen, in Amerika hauptsächlich für die „rechte Form“, Republikaner für „Aktion“. Zum besseren Verständnis von Trump lässt sich noch sagen, dass es in Amerika viel mehr üblich ist, zuerst zu handeln, und dann mögliche Fehler oder Schwächen, die sich daraus ergeben, im Nachhinein zu korrigieren. Wir Deutsche überlegen erst mal hundert Tage, bevor wir etwas tun. Mit der Folge, dass wir uns ökonomisch in einigen Branchen von den oft mäßigen amerikanischen Produkten überrollen ließen und jetzt tränenreich darüber jammern.

    Nichts anderes als eine Reaktion ist Trump aber vor allem auch auf die Vertreter sogenannter „institutioneller Werte“. Ein ähnlicher Prozess findet auch hier statt. Ganz gleich ob Frauenrechte, Arbeitnehmerrechte, Mieterrechte, Minderheitenrechte etc.: Vieler der (institutionellen) Vertreter dieser Werte und Rechte haben ihren Einsatz in den vergangenen Jahren vollkommen überreizt oder z. T. in eine vollkommen falsche Richtung gezogen. Die Folgen sind grotesk: Wir betreiben mittlerweile einen lächerlichen Genderismus, wir haben das TeamGinaLisa, wir haben erfolgreiches Mietnomadentum, wir pflegen einen sinnlosen Opferkult und führen Umweltvorschriften ein, die ihre ureigene Absicht lächerlich machen. Die Übergänge vom Sinnvollen um Grotesken vollziehen sich schleichend – und sind deshalb so schwierig auszumachen.

    Gerade auch unsere Politik besteht ja hauptsächlich aus solchen Vertretern, zu deren Selbstverständnis gehört, einzelne dieser Werte bzw. Rechte hochzuhalten (Man beachte beispielsweise, was eine Manuela Schwesig ohne das Thema Frauenpolitik noch darstellen würde). Ob sie von den Werten dann auch tatsächlich überzeugt sind, mag dahingestellt bleiben. In jedem Fall sind sie (und mit ihnen unsere Medien) der irrigen Ansicht, dass ein großer Teil der Bevölkerung diesen Weg mitgeht. Dem ist aber nich so, denn anders als die von der Realität weitgehend abgeschotteten Politiker (und ihr medialer Anhang) wird das gemeine Volk mit den realen Folgen dieser schleichenden Werteverzerrung konfrontiert und kann diese aus einer sehr realen Sicht beurteilen.

    Dieser Kampf tobt momentan heftig – und bald auch noch heftiger bei uns.

    • You're very good at a great many things, but thinking, hon', just simply isn't one of them.
      Sehr gute Beobachtungen.
      Obama war von Beginn an nur ein Schauspieler, ein leerer Anzug, eine Reinwaschung der amerikanischen Seele: ein farbiger Kennedy, mit arabischen Zweitnamen. Die Rolle hat er gut gespielt, bis zum Ende.
      Diesmal gab es sogar ein Happy End auf Virgin Island.

    • Titel eingeben
      Ich fürchte, „das gemeine Volk“ schaut zu 90% täglich ein paar Stunden TV und glaubt dieser permanenten Propaganda mehr als der „Realität“, vor der sie doch eher weglaufen (Alkohol, und nochmal: TV; hier die Abteilung Unterhaltung, Sport, Spiel, Spannung, Degeto…)

  34. Amen
    Wenn man heute die gleichgeschaltete deutsche Einheitspresse von SPON bis Welt liest (*), dann fühlt man unwillkürlich Erhabenheit und Triumphalität. Das dürfte so ergreifend ein, wie die erste Fahrt mit einem Trabi-Stinkemobil nachdem 5 Jahre Wartezeit bis zur Auslieferung vergangen sinid.

    Und so sprechen wir unser Gebet: „Oh Herr, gib uns unser täglich Trump-Bashing und verschone uns von Selbstunterschätzung. Denn wir sind die Verkünder der absoluten Wahrheit, amen.“

    (*) FAZ scheint sich weitgehend zurückzuhalten. Kluge Köpfe.

    • Wenn man mal das Geplärre weglässt, ist jetzt noch nicht so arg viel passiert. Jedenfalls nicht genugm, um solche Vergleiche zu ziehen, wie das aktuell gemacht wird, wenn wir selbst Partner von wirklich fragwürdigen Regimes sind.

    • Genau.
      Nichts ist passiert.

      Dass eine Exekutive rechtswidrige Verwaltungsakte erlässt, die im besten Fall von Gerichten kassiert werden, ist alltäglicher Standard. Überall. Das Recht, ein Land zu verlassen, ist ein Menschrecht. Den Anspruch auf Einreise stillschweigend dazu zu dichten, ist absurder Unsinn. Da können noch so viele Interviews mit beleidigten Syrern, Persern und Irakern abgedruckt werden, es bleibt Quatsch.

      Fragwürdige Wirtschaftspolitik? Bestes Beispiel für eine Anhäufung von schwerwiegenden und sogar methodischen Fehlentwicklungen ist die eitel-aufgeblasene EU. Ob die Trump-Administration es schafft, das zu unterbieten, ist eher zweifelhaft.

      Ergebnis: Wenn die Empfindlichkeiten derart durchgehen, sind sie zu groß geworden. Die Schrumpfkur ist fällig.

    • Je eben, wenn
      Text eingeben

    • Ja eben, wenn, wenn, wenn!
      „Если бы у бабушки были яйца, она была бы дедушкой!“ Also mal etwas norddeutsch angehaucht: „Wenn meine Großmutter Klöten hätte, wäre sie mein Großvater.“ So sagt der Russe. Abwarten kann natürlich heute niemand mehr. Wo kämen wir denn dahin? Ohne mediale Daueraufregung geht es nicht mehr. Die meisten Staaten dieser Welt sind und bleiben Diktaturen. Das haben alle amerikanischen Präsidenten seit 1945 kapiert. Was wird die nächsten vier Jahre passieren? Niemand weiß es. Der US-Chefankläger im Nürnberger Prozeß sagte einmal: „Nach dem gleichen Maß, mit dem wir die Angeklagten heute messen, werden auch wir morgen von der Geschichte gemessen.“ Ob mit Trump oder ohne. Es bleibt schwierig.

    • "Den Anspruch auf Einreise stillschweigend dazu zu dichten, ist absurder Unsinn."
      Aber doch nicht aus Sicht deutscher Presse und haute voleete!
      Nicht in diesen Zeiten allzeit offener Grenzen für jeden, der rein will!
      Wo kämen wir denn da hin, wenn wir das einfach so zulassen würden, dass ein amerikanischer, vom Volk legitimierter Präsident, das ganz anders sehen würde?
      Zumal Wahlen vor der Tür stehen!

  35. Die Apfelmännchen-Presse
    Selbstähnliches massenweise zu produzieren ist so neu nicht. Was seit ca 6 Monaten abläuft, hätte ich nicht für möglich gehalten. Das stereotype Putin-Bashing ist zwar lästig, aber evtl. auf das von ihm aufgekündigte Produktion sharing agreement, kurz PSA, zurückzuführen, das den USA ermöglichte, sich Russlands Bodenschätze anzueignen.
    Die Flüchtlingspolitik, bei der linke Phantasten und Profiteure, von Einheitmedien gelenkt, an einem Strang ziehen – war für mich ebenfalls unvorstellbar.
    Dass sich aber die Presse nicht entblödet, 9 von 10 Artikeln Trump zu widmen… da fehlen die Worte. Politik, familiäre Streitereien, Farbe der Krawatte, der Haare, der Unterwäsche- nichts ist zu banal, um nicht von einer Empörungmaschine verwurstet zu werden.

    • Aus unerklärlichen Gründen ist das allerdings eine deutsche Spezialität, in Italien gibt es ganz andere Themen auch noch.

      Möglicherweise will man verdecken, wie die Mittelmeerroute geschlossen wird.

    • große Pferdedecke
      Zitat:
      „Möglicherweise will man verdecken, wie die Mittelmeerroute geschlossen wird.“

      Und nicht zu vergessen, was in den Niederlanden in Sachen Wilders abgeht. Er steht kurz vor einem historischen Sieg.
      Hier berichtet man amscheinend lieber nicht darüber, obwohl es unser direktes Nachbarland ist. Lieber schaut die Presse in die Ferne.
      Naja, muss ich mich halt beim Revolverblatt „dailymail“ informieren.

    • Naja, Wilders ist halt ein Úmfragenmeister und Wahlverlierer, darauf hofft man auch diesmal.

    • Ich finde die Gründe, weshalb Trumpbashing in so vielen Artikeln zu finden ist,
      nicht unerklärlich. Der Mann macht doch alles, was u.a. der Grenzöffnungspolitik von ulF und allen Mitjublern diametral entgegen steht.
      Alleine das von Trump benutzte Wort „Mauer“ oder „Grenzschließung“ lässt doch die Alarmglocken in Politikerköpfen laut aufheulen.
      Damit ist er unseren, dem Beamtenmikado verfallenen und nicht zum Wohle des Volkes agierenden Politikern und einseitig berichtenden Journalisten doch wahrhaftig ein andauernd stechender Dorn im Auge.
      Und da bei uns bald gewählt wird und andere Mittel anscheinend nicht zur Verfügung stehen, wird hysterisch gebasht, so dass nicht soll sein, was nicht sein darf.
      Der Louvre Machetenträger soll ein eingereister „Tourist“ aus Ägypten gewesen sein – und so sieht es in NRW aus:
      „Während Politiker in Nordrhein-Westfalen darüber debattieren, ob es in Städten No-go-Areas gibt, müssen Polizisten in Hochrisikoeinsätzen ihren Kopf hinhalten. Kurdische Clans und Armutseinwanderer aus Südosteuropa beanspruchen ganze Straßenzüge als ihr Hoheitsgebiet und schrecken vor Gewalt nicht zurück. Polizeiarbeit wird da zum Spießrutenlauf. “
      http://plus.faz.net/evr-editions/2017-02-04/42462/316900.html

      Es kann doch nicht sein, dass eine bis September 2015 einigermaßen in Frieden lebende Bevölkerung dieses Landes so was hier weiter will und unterstützt?

    • Trump bashing
      Diese Eindreschen auf Trump ging bisher nach hinten los und wird sich noch verstärken. Selbst den politisch nicht Interessierten wird doch klar, das hier was nicht stimmen kann.
      Es ist zum Fremdschämen, was hier in der Presselandschaft (außer DA! schleim)ablaufen kann.
      Spannend, wie weit und wie lange die das mit dem Bashing treiben wolle, ohne dass von denen die für sie nachteiligen Konseqenzen erkannt werden…

    • @Thomas Meyer
      Stimmt nicht ganz. Es gab gestern den ersten kleiner Böller gegen Wilders: „Kann Wilders noch gestoppt werden?“

      Und dann studieren Sie mal die Kommentare. Naja, es reicht die Redaktionsempfehlungen zu sehen.

      Ach, brauchen Sie keine Zeit zu verplempern. Ich suchte Ihnen den Beitrag mit den 50 (fünf-zich!) Redaktionssternen raus, und füge ihn hier ein:
      „Was sollt ich beim Betrachten des wegen Diskriminierung verurteilten Herrn Wilders und dem Zustand der Niederlande über Demokratie lernen? Ich habe das große Glück in Deutschland zu leben, in einer funktionierenden Demokratie.“

      „Wunnebar“ könnte mein Landsmann Lou van Burg gesagt haben. Finden Sie nicht?

    • @Uwe Dippel
      Ich muss wohl auf den Knien nach Canossa kriechen.
      Nicht nur habe ich den Artikel auf „FAZ – Online“ übersehen, sondern auch der „Spiegel“ machte heute Morgen kurzzeitig mit Wilders auf, bevor man endlich wieder zu Trump zurückkehrte.
      Und danke für die Zusammenfassung, mir kommen die Tränen vor Glück, hier leben zu können in dieser Musterdemokratie.

    • @Thomas Meyer: Alles verziehen!
      Und kein Grund zum Gange nach Canossa.

      Sie brauchen, wenn Sie nicht wollen, noch immer nicht diesen Artikel herauszusuchen. Ich kann Ihnen also freiwillig mitteilen, dass oben drüber als erstes Bild – honi soit qui mal y pense – ein solches von Wilders platziert wurde, das ihn einen Filzschreiber abkauend zeigt. Oder so ähnlich. Das sollte ein Journalist aus den Niederlanden mal bei einem deutschen Politiker machen! Ausser natürlich bei der AfD, da gäbe es Extrapunkte.

      Froh kann ich mich schätzen, nicht beim Bundespropagandaministerium mich an Wilders abarbeiten zu müssen. Trump ist da ein glatteres Opfer.
      So sagt Wilders zum Beispiel dass es endlich wieder für homosexuelle Paare möglich sein muss, händchenhaltend durch die Stadt zu ziehen, ohne von Anfeindungen durch Muslime bedroht zu werden. Die amerikanische Homo-Community hat ihm mal einen dicken Empfang beschert.
      Wie lässt sich so etwas gut verbraten, wenn gleichzeitig mein Auftrag wäre, den Islam gesellschaftsfähig zu machen? Auch ist Wilders ein ausgesprochener Israel-Freund. Antisemitismus läuft ergo ebenso wenig. Höchstens zu viel Israel-Freundschaft?
      Krankheitsbehandlung ohne Zuzahlung? Könnte sich St. Martin noch eine Scheibe sozialer Gerechtigkeit abschneiden. Bloss nicht der deutschen Bevölkerung erzählen! Pflege ohne das persönliche Vermögen aufzuzehren. Besser keine Diskussion, Stillschweigen, immer nur den ‚Rechtspopulisten‘ ziehen, und gut ist.

      Wie Sie schon feststellten, reumütig, was kann man schon von *den* Niederländern lernen! Wo man sich doch glücklich schätzen kann, in einer funktionierenden Demokratie leben zu dürfen!

    • Herr Dippel, bei dem Zitat wusste ich sofort, von wem es ist
      Aber was erwarten Sie von dem Foristen, der unter Wallmann anscheinend etwas die Dachlatte abbekam und nun in der Schneeeifel hockt. Als ich ihm das letzte Mal widersprach, hatte er 18 Sternchen und war mächtig stolz drauf. Man möchte glauben, er bekommt Honorar für seine Kommentare.
      Ich mache schon lange einen großen Bogen um ihn bzw. schreibe nebenan nur noch sehr selten. Es fehlen der Thüringer und der Schweizer, die ihm intellektuell überlegen quer kamen, deren Meinung aber nebenan gern gelöscht wurde.

    • @Renate Simon
      Mir ist dieser Forist auch schon beim Querlesen von Kommentaren aufgefallen.
      Entweder ist sein Hobby Fleißsternchen zu sammeln, oder…
      *flüstert* … schreibt er für eine PR- Agentur?
      Ne, kann nicht sein, dass macht nur der Putin.

      Im Ernst, es gibt auch solche Schreiber bei „Welt- online“, wo man sich denkt: Kein Kontakt zur Realität, oder Profi.

    • Vulkaneifel, oder so
      Frau Simon,

      danke für den Grinser an dieser Stelle!
      Allerdings, mein Interesse gilt weniger diesem intellektuell offensichtlich etwas herausgeforderten Foristen.

      @Thomas Meyer, er muss ja wohl eine ziemliche Zahl von ‚followern‘ haben, dass er landauf landab bekannt ist!?

      Aber, und wie gesagt, mein eigentliches Interesse wäre, die andere Seite kennen zulernen. Also das intellektuelle Ni-wo? derjenigen, die ihn offenbar mit Sternen überhäufen, als offenbar führenden Denker des 21. Jahrhunderts ansehen. Vielleicht gibt es noch jemanden mit noch mehr Sternen? Gesehen hätte ich das allerdings bewusst bisher nicht.

      Als Gast weiss ich mich zu benehmen, und erspare dem Gastgeber meine Gedanken über diejenigen, die derartige Ovationen über einen Kommentator ausschütten. Die gehören immerhin irgendwie *auch* zur Familie, oder!?

      „You know how to whistle, do you? You put your lips together and then you …blow.“

    • Herr Meyer, ich habe es bei dem Mann aufgegeben,
      Contra zu geben. Egal, ob Demokratieabgabe, ö-r TV, die beste Bundesregierung aller Zeiten, er findet immer alles ganz wunderbar. Wie ich einem seiner Posts entnahm, arbeitete er unter Wallmann in der Landesregierung, müsste also stramm SPD sein oder halbstramm, so ganz lässt er sich nicht mehr zuordnen. Allerdings las ich vor zwei, drei Jahren mal im Netz eine Anmerkung, dass er bei der FAZ wohl Narrenfreiheit besitzt und so sind seine Kommentare. Ich glaube nicht, dass ihm je etwas gelöscht wurde.
      Aber was soll’s, soll er seine Sternchen sammeln, sie sind ihm nach eigenem Bekunden sehr wichtig und dementsprechend schreibt er. Er weiß, dass er provoziert, versucht’s mit Ironie, die aber Otto und Duncan viel besser drauf hatten.
      Ich selbst habe 12 Sterne und weiß nicht wieso, bei einem Kommentar habe ich es mal mitbekommen und war erstaunt und dachte, was dafür?.

      Er ist ungefähr in meinem Alter, vielleicht 2-3 Jahre jünger, nicht einer der Ärmsten, dürfte eine hübsche Pension haben, sie sei ihm gegönnt, aber seine Kommentare gehen mir auf den Keks und reizen zum Widerspruch, den ich mir aber schon länger verkneife. Nur seine Meckerei über die Teilnehmer der Vendée Globe konnte ich nicht unwidersprochen lassen, die noch immer nicht alle daheim sind. Das läuft seit über 91 Tagen und dauert noch an die 2 Wochen.
      Also völlig unvermintes Gelände, alles andere meide ich bei ihm.

    • @Simon / Dippel
      Die Vermutung, RR stünde auf der pay roll, liest man verschiedentlich — allein, wer derart eitel den ideellen Gesamtforisten mimt, der macht’s gratis. Und ich halte es für ausgeschlossen, dass das faz.net Meinungsprämien zahlt.

      Mehr Sterne hat übrigens m.W. Guido Wirtz, und der von Ihnen, liebe Renate Simon, vermisste Johann Otto schreibt jetzt unter Hubert Appenrodt. Der rätselhafte Doktor Duncan hingegen hat sich noch sehr sporadisch als „Don Albain” am Forum beteiligt.

      Ich persönlich bedauere besonders den Rückzug jener witzig-exzentrisch-hochgebildeten Fremdwörterfachfrau, die unter wechselnden Masken unterwegs war und sich zuletzt Grünwald nannte.

    • Nicht schlecht! - Verschwörungstheorie?
      Vulkan- oder Schneeeifel; also auch ich hätte nichts dagegen, wenn mich das Bundespropagandaministerium telearbeiten liesse, mit regierungskonformen Kommentaren die eingeschobenen Meldungen anzureichern (und parallel mein eigenes Portemonnaie).

      Wahrscheinlich ist die Blogsoftware dann auch so um ein Applet ergänzt, dass jeder Beitrag einer whitelist von Absendern durchkommt; und mit einem Zufallsgenerator jede fünfte Meldung mit einem Sternchen versehen wird.
      Denn – ich habe mir mehr Beiträge aus Spass angesehen – die Qualität ist auch in anderen seiner Beiträge nicht signifikant höher.

    • Herr Dippel, es gibt Foristen,
      die mehr Sternchen haben, schon lange als konstruktiv eingestuft sind. Wobei die Sternchenvergabe und Einstufungen durch die Mods merkwürdig und nicht nachvollziehbar sind, aber nun, was solls.
      Deren Beiträge man sehr gut lesen kann, ohne dass man ihnen immer zustimmt. Der Mann aus der Eifel ist einfach nur eitel, also ähnlich wie Schulz. Viel Geblubber, wenig Substanz.

    • Nee, Herr Schott, der Hubert Appenrodt
      war auch schon zu Zeiten von Otto da, kam aber sprachlich mit Otto nicht mit, Appenrodt ist ziemlich abgedreht. Duncan ist verschütt, ich meine nicht, dass er unter anderem Namen schreibt. Wirtz hat mehr Sternchen, vernünftige Argumente, aber meist wenig Zustimmung. Dann wäre da noch Gabriele Dankert, die ihren Namen frankophil umgestaltete, ich rede sie aber weiterhin mit dem deutschen Namen an, auch sie hat zig Sterne und reizt mich oft genug zum Widerspruch.

      Alte Kampfgenossen wie Helga Ziegler u.a. halten sich so wie ich sehr zurück, Ralf Vormbaum schreibt noch hin und wieder, mit ihm hatte ich vor Jahren mal einen kleinen Disput in Glaubensfragen, er ist Katholik, ich bin gar nix und wollte in keine Schublade von wegen Atheist usw., weil ich mir darüber nie Gedanken gemacht habe. Mein Gemeckere zu Gauck damals konnte er nicht nachvollziehen. Vor zwei Jahren erinnerte er mich daran und meinte, ich hätte ja so recht gehabt mit meiner Meinung zu diesem Mann, er teile sie unterdessen.

      Und dann die ewigen Trolle, die einen verfolgen und bei allem und jedem meckern, es sind immer dieselben, Kratel, Schnelle usw.

      Heute lese ich die Kommentare kaum noch, taucht ein bekannter Name auf, dann ja, bei RR grinse ich schon vorher, weiß ja, was kommt. Die Zeiten, in denen das Kommentieren nebenan Spaß machte, sind seit der Ukraine vorbei.

  36. Ex-Zeitleser
    Guter fundierter Beitrag! Insbesondere treffend finde ich die kritische Beleuchtung unserer Medien voran der Zeit. Die Zeit scheint m.E. inzwischen völlig in Gesinnungsjournalismus abgedriftet zu sein und will ihre Leser partout missionieren. Ich habe kürzlich mal wieder ins Zeitforum geschaut. Dort wurden schon immer Kommentare, deren Meinung nicht dem des Artikels entsprach eher sparsam „emfohlen“. Neuerdings werden, unabhängig von ihrer Qualität klar bevorzugt Kommentare empfohlen, deren „Weltsicht“ möglichst der des Autors entsprechen.

    Darüber hinaus sehe ich etliche Paralellen der US-Lage zu D. Auch bei uns gibt es Parteien, deren „Hauptfeind“, der weiße Mann an sich darstellt, zumindest ist er ein zu lösendes gesellschaftlich-politisches Problem. Auch Familien mit kleinen Kindern, die zeitweise arbeitseilig leben und deren Hauptverdiener dieses per se verdächtige Geschlechtsmerkmal aufweist, werden als Bremser hin zu einer modernen, gerechten progressiven Gesellschaft diffammiert. Mir fallen wirklich kaum Gründe ein, weshalb ich als Mann und Hauptverdiener eine solche Partei wählen sollte

    • Ein leitender Mitarbeiter hat ganz offen geschrieben, man werde Trump bekämpfen, und ein Gastautor hat auf einem Zeitaccount trump einen kleinen Penis nachgesagt. Ganz offensichtlich fühlt sich der ein oder andere Deutsche jetzt endlich mal moralisch überlegen und lässt es voll raus.

    • politischer Aktivismus
      Ja, der Anteil an emotionalisierenden Narrationselementen in Zeit Online Artikeln ist mittlerweile enorm hoch.

      Nach dem Trump Wahlsieg wurde mir dort auch plötzlich mein Account gesperrt, nach x Jahren, ohne daß ich gerade etwas besonders Grenzwertiges verfasst hätte.

      Zeit Online hat also scheinbar vom Journalismus zum politischen Aktivismus gewechselt. Muss man wohl einfach so akzeptieren. Durch die mangelnde Qualität der Beiträge wird aber langfristig der Ruf leiden – und was da gesamtgesellschaftlich nach Willkommenskultur-Kult, Brexit-Hasskampagne und und Trump-Hasskampagne sich in Sachen Medienrezeption in den nächsten Jahren verändern wird, ist die eigentlich interessante Frage, wenn die Glaubwürdigkeit der sich selbst als „Qualitätsmedien“ Bezeichnenden noch weiter sinkt.

      Jetzt ja schon wieder der nächste Hype: der Schulz-Kult, womit man einen wirklich in jeder Hinsicht blassen, mittelmässigen Kandidaten, der im Prinzip für alles steht, was an lobbyistenfreundlichem, volksfernem Postpolitiker-Managertum an der derzeitigen Politik kritisiert wird, als eine Art basis-sozialdemokratische Hoffnung inszenieren will. Und alle machen mit, und inszenieren ein sozialdemokratisches Profil, das es gar nicht gibt, inszenieren eine Opposition, die es gar nicht gibt, inszenieren eine Spannung und einen Wahlkampf, den es gar nicht gibt, und manipulieren und betrügen die Menschen da draußen also letztlich mit einem erschreckenden Enthusiasmus, weil nur noch so der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Als Show, und als Kriegs- und Bevormundungszustand gegenüber einer zunehmend als Gefahr wahrgenommenen Bevölkerung.

    • Die Social Media Abteilung bei der Zeit hat sich, seitdem Zeit Online in Berlin gemacht wird, enorm radikalisiert, da darf man sich über nichts mehr wundern. Ich merke das, weil doch recht viele Zeit-Leser langsam hier aufschlagen. Ich nehme sie natürlich gern auf.

    • Titel eingeben
      Ich bin einer der ZEIT-Flüchtlinge nach 25 Jahren Abonnement bis 12/16.

      Am Telefon wurde ich gefragt, ob ich Kritik habe.
      Als ich ansetzte, erklärte mir der (freundliche) Mann, dass er nur wissen wolle, ob mich inhaltliche oder organisatorische (Zustellung) Gründe zur Kündigung bewegt hatten.
      Ich weiß nicht, ob es sich um eine vorgeschriebene Abschiedsfloskel handelt: „Wir möchten, dass Sie sich wohl fühlen bei uns“, aber der Schlüsselbegriff ‚informiert‘ fehlt mir dort.

      Die Reaktion per EMail einige Tage später bestand in Bedauern+Einladung, mal im Shop vorbei zu schauen.

      Gestartet hatte ich mit einem Studenten-Abo. Daher wissen die auch, dass mich nicht Altersschwäche zum Beenden einer sehr langen Beziehung bewegt haben dürfte.
      Es gab keine Nachfrage, warum ein fast lebenslanger Abonnent kündigte.

      Der obige Artikel wäre eine Antwort auf diese nie gestellte Frage.

      Bzgl. Kommentare ZON:
      Die Häufung von Bewertungen hängt m.E. auch von den Überschriften/Thema ab. Bei reinen Moral-/Gender-/etc.-Artikeln schalten Menschen irgendwann ab und lesen sie…gar nicht mehr.
      Und umgekehrt.

      Bsp. Mexiko/paywall:
      http://www.zeit.de/2017/06/grenzausgleichsteuer-mauer-mexiko-usa-donald-trump-steuer-kosten
      Dies ist die Ebene, auf der ich es erwarte, angesprochen zu werden: entlang der Freizügigkeit auf den Achsen Waren, Güter, Menschen, Informationen (ist nur viel zu kurz).

      Die Kommentatoren sind dort andere (und auch die Zustimmungen anders verteilt) als bei den Moralartikeln.

    • Da Trump vor dem Gastautor mit Zeitaccount
      wohl kaum die Hose heruntergelassen hat, kann eigentlich nur die Partnerin des Gastautors gepetzt haben ;-)

  37. Gegen Die Zeit
    Als Ex-ZEIT-Abonnentin hatte ich neulich ein Exemplar derselben – natürlich nicht mehr finanziell von mir unterstützt – in der Hand: Ein durchaus interessanter Artikel, aber der Zeitpunkt seines Erscheinens (und es ist zu vermuten, auch seiner Abfassung) spricht wahrlich Bände! Danke, dass Sie auf der Hut sind, deshalb lese ich ja auch mittlerweile lieber Ihre kritischen Beiträge.

  38. Wie elitär sind unsere Eliten?
    „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.“ Die Rechten gewinnen immer erst, wenn alle anderen Mittel erschöpft sind. Das war während der Weimarer Republik so, und heute auch wieder.
    Natürlich mit dem Unterschied, daß die heutigen Rechten durchaus Demokraten sind. Es ist erstaunlich oder vielleicht auch bezeichnend, wie wenig Wissen in dem, was wir die „Elite“ nennen, und woraus sich die Gruppe der meisten Meinungsführer dieses Landes speist, über die tatsächlichen historischen Verhältnisse damals besteht.

    Hitler (oder auch Mussolini) haben ganz offen ihre Ablehnung demokratischer Ansätze ausgesprochen. Dahinter steckt eine ganze Weltanschauung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa verbreitet war, und die – von Hegel, Nietzsche, etc. beeinflusst – der Ansicht war, daß es nur EINZELNE, geniale Persönlichkeiten wären, die den Weltlauf nicht nur steuern, sondern geradezu verkörpern, quasi das Medium sind, worin der „Volkswille“ kanalisiert und ausgedrückt wird. Während man Demokratie bereits vom Ansatz her als Lächerlichkeit empfand, worin mittelmässige Existenzen über irgendeinen tristen gemeinsamen Nenner streiten. Die Realität der Weimarer Republik mit ihrer Regierungsunfähigkeit, ihrem fortwährenden, kleingeistigen Gestreite, hat dann auch leider diesen Skeptikern rechtgegeben.

    Über diesen Zeitgeist muss man Bescheid wissen, wenn man den Aufstieg des Faschismus analysiert. Weil erst dann deutlich wird, wie verschieden die Situation von der damaligen ist, wie verschieden auch das Programm eines Trump ist von dem der NSDAP, wie verschieden die Gesellschaft und seine Wähler. In keinster Weise wird aktuell in den USA die Demokratie als solche in Frage gestellt, oder die Meinungsfreiheit.

    Und es ist natürlich verständlich und legitim, daß die Gegner Trumps, und davon gibt es viele, ihn auch nach seinem Wahlsieg vehement bekämpfen. Aber wer ERNSTHAFT – also nicht auf eine polemisch-humoreske Weise – Trump und Hitler vergleicht, wer ernsthaft Trump irgendein Diktatorentum unterstellen will, für das es nicht den kleinsten konkreten Hinweis gibt, entblättert damit eigentlich nur sich selbst und die eigene Ahnungslosigkeit. Und ja, wenn ich mich dieser Tage so durch den deutschen Blätterwald lese, da will ich manchmal dann schon verzweifeln, weil ich es kaum vorstellbar halte, daß diese Herde von aggressiven und dabei in jeglicher Hinsicht vollkommen inkompetenten Schwätzern und Hetzern und Predigern auch nur ansatzweise imstande sein könnte, relevante Themen auf einem angemessenen Niveau zu diskutieren.

    • Hegels Napoleon ist nicht Hitlers Trump
      Text eingeben

    • Naja, in Frage gestellt wird die Demokratie schon...
      nur halt nicht von den ‚Richtigen‘.

      Sarah Silvermann, dem Vernehmen nach was Linksprominentes in den USA, hat sich jüngst einen Militärcoup* gegen Trump gewünscht.

      Und Berkely hatte ja neulich Besuch von den Schwarzhemden, ja ich weiß die nennen sich Antifa aber Taten wiegen mehr als Worte.

      Alles lupenreine Demokraten da.

      *Wo der herkommen soll – Trump Kabinett hat einige (ex)Generäle, von denen Mattis der beliebteste ist – ist mir schleiherhaft da a) Trumps Kabinett (siehen eben) und b) sind die sog. MilBlogs die ich kenne zwar jetzt nicht gerade Trumpfans aber erwecken keineswegs den Eindruck das sie die Idee mögen, eher gegenteilig.

    • linke Demokratiefeindlichkeit
      @Hesse:

      In der Tat: es ist Ranga Yogeshwar – und nicht Donald Trump – der sich neulich für eine Internetkontrolle nach chinesischem Vorbild ausgesprochen hat. Wie es ja auch diverse Stimmen in Deutschland gab, die nach dem Brexit ernsthaft die Demokratie als solche in Frage gestellt haben.

      (Und was die Regierung bereits in Sachen Meinungsmanipulation durch vermeintlich „zivilgesellschaftliche“ Stiftungen und Zensur bei Facebook unternimmt, war ja bereits desöfteren Thema hier. Was wirklich ernsthafte, d.h. strukturelle Angriffe gegen die Meinungsfreiheit betrifft, ist die Lage in Deutschland im Grunde bedenklicher als in den USA.)

      Ja, von all den Mordphantasien und der Gewaltbereitschaft, die gerade unter Trump Gegnern kursiert, bis hinein in die obersten Journalistenriegen – beispielsweise im Presseclub – ganz zu schweigen.

  39. balking dogs never bite
    Beobachten wir die westliche Welt wie ein Mann:

    Trump ist Präsident
    Putin ist Diktator
    Erdogan ist Sultan
    England ist raus aus dem Mädchenclub EU.
    Frankreich wird bald zur Front National.
    Niederlande geht demnächst an Wilders
    Ungarn gehört schon Urban
    Polen der Pis
    Italien, Österreich, Schweiz, Dänemark, etc. wandert nach rechts.

    Das ist das, was passiert. Das ist die Realität
    Das sind die FAKTEN

    Beobachten wir die Welt der Fake News, d.h. die westlichen Medien, so erleben wir eine völlig andere Welt:
    Schreiende, kreischende, weinende Mädchen, die sich als Vagina verkleiden, die jeden Tag an Hysterie zulegen, bis zum gegenwärtigen Titelbild des Spiegels und des oben erwähnten Hitlervergleichs.

    Eine Welt ohne Handlung, ohne Entscheidung, ohne Taten, ohne Fakten.
    Eine Welt, in der nur geredet, geschrien und geweint wird. Und all das Geschrei in der Welt der Fake-news wächst proportional zu den Entscheidungen in der Welt der Fakten.

    Aber alle Hysterie hat ein Ende. Die Mädchen beim Spiegel haben ihr Pulver verschossen. Mehr Vergleich als mit dem Teufel geht nicht mehr.
    Die Revolution erreicht ihren Höhepunkt.

    Ohne Wirkung.

    Die Realität, die Fakten laufen weiterhin nach rechts. Unbeirrt.

    Denn die Welt der Fakten ist eine Welt der Entscheidungen, der Handlungen, der Verantwortung, der Konsequenzen, der Konflikte.

    Eine Welt, die man bis ca. zum Jahre 1970 eine Welt ausschließlich als Männerwelt bezeichnete.

    Die Moderne erlaubt erst seit 40 Jahren den Frauen eine Teilnahme an dieser Welt. Und diese 40 Jahre werden jetzt gerade getilgt. Das kann die Geschichte, en passant, weil 40 Jahre sind nichts, für die Geschichte.

    Da hilft kein Schreien, keine Klagen, kein Weinen,

    Vielmehr sollte man fragen: Warum ist das so?

    Aber da sind wir nicht nicht.

    (PS: Männer/Frauen ist keine natürliche sondern eine soziale Differenzierung. Ansonsten gäbe es keine „echten Männer“ in der Kommunikation der Frauen. )

    • Die Welt hat sich halt deutlich verändert, teilweise auch dank Merkel. Allerdings glaube ich nicht, dass sich LePen oder die Regierung un Polen werden halten können.

    • Analyse
      Warum das so ist? Historische Schwäche einer abgehobenen, bequem, reaktionär und unattraktiv gewordenen Linken, deren Mainstream sich mit dem Neoliberalismus arrangiert, mit dessen Eliten verbündet, und darin eingerichtet hat, was er verbal noch halbherzig „bekämpft“. Da wirkt „rechts“ dann wohl plötzlich vergleichsweise ehrlicher, gerade in Werktätigen-Milieus, wo man auch eher die Folgen dieser Politik mit ausbadet und Heuchelei einfach nicht so gewohnt ist. Da es aber offenkundig nicht realistischer ist, dieses ganze unausgegorene Konglomerat angestaubter bis populistisch unrealistischer Vorstellungen, das dieser rechte „Realismus“ immer im Schlepptau hat, und da normalerweise ja die linken Ideen jeden überzeugen müssten, der nicht gerade Profiteur und Gewinner in der aktuellen Welt ist oder Psychopath, jeden der/die den aktuellen, größtenteils ja konservativen! Zuständen wenig abgewinnen kann, hat diese seichte Weichspül- und Wohlfühl-Linke einfach völlig versagt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, aber deren Stimmen gehen unter.

    • Die Schweiz wandert nach rechts? Die "Teilnahme der Frauen" an "dieser Welt" wird gerade getilgt
      Wann waren Sie zuletzt in der Schweiz?

      Was verstehen Sie unter „Frauen“, und was wäre eine „getilgte Teilnahme“ der Frauen in der Schweiz?

    • So long. Life ain't short, it's long. It's long, goddamn it.
      Mr Kief,

      Letzter Besuch in der Schweiz war vor ca. 8 Wochen, aber ich bevorzuge Fakten:

      „Die Nationalratwahlen (2015) waren von einem «Rechtsrutsch» geprägt: Die SVP gewann 11 Sitze und konnte ein neues Rekordergebnis erzielen“
      (wikipedia)

      Und der Witz an der ganzen Geschichte:

      Es sind die Frauen, die gegen die Macht der Frauen wählen.

      Weil Frauen mehrere Jahrtausende durch die Herrschaft des Mannes geprägt wurden. 40 Jahre Freiheit sind dagegen nichts…

      Man erkennt immer den Horizont eines Menschen, wenn er die Gegenwart als Entität betrachtet.

    • Oh ja in der SVP sind die Frauen auf dem Vormarsch - ganz aktuell - lt. BLICK! - -
      und wie Sie sagen – es ist wie in den USA – Frauen wählen die SVP.

      Also schließen Sie: Frauen vermehren ihren Einfluss durch „getilgte Teilnahme“. – Alles klar!

      Ansonsten mache jetzt ich eine haarfeine Unterscheidung: Die Schweiz rückt kein bisschen mehr nach rechts als – wie die Schweizerinnen sagen: Auch schon.
      Es geht alles seinen urschweizerischen liberalen Gang wie immer. Nichts irgendwie Besonderes oder auch nur Bemerkenswertes soweit das Auge reicht.

      Der letzte – kleine – Ruck liegt, wie Sie richtig sagen, fast zwei Jahre zurück.

      Allerdings – diese Schweizerische Normalität ist bewunderungswürdig – und auch sie geht wohl nur unter dem Atomschild der NATO.

    • Böswillig könnte bei den untergehenden Kräften durchbrechende Suizid-Wünsche vermuten
      Frauen, Homosexuelle und Juden werden der Majorität der Nachteilserfahrungen durch muslimische Zuwanderung teilhaftig werden. – Der jüdische Masada-Komplex und die Vergewaltigungsphantasien gleichberechtigter Frauen in freien Gesellschaft sind hinlänglich erforscht – ebenso wie statitisch signifikante gewaltorientierte Anteil unter Homsexuellen (sexuelle Gewaltphantasien und Techniken egal ob S oder M). –

      Wie die Flüchtlingsindustrie, die schlichtweg eine Marktchance nutzt – und die gefühlt selbstlosen Helfer die „endlich“ leibhaftigen Lebensinn und Selbstbestätigung erfahren, ist auch das Angebot von Räumen für Trump-Traumatisierte an US-Universitäten (in Deutschland „wie erkläre ich meinem Kind, dass Trump gewonnen hat) emotionaler Drogenverkauf als selbsterfüllende Prophezeiung und Sinngebung im real-atheistischen Neoliberalismus.

      Es scheint realistisch, dass die Befriedungskapazität durch soziale Umverteilung ihre Grenzen bereits überschritten hat (egal ob global bei Importweltmeistern über kreditierten Konsum oder national in der Staatsquote oder den Betreuungsbedürftigen der Nanny) – der dauerhafte Sozialausgleich zwischen Deutschland und dem Club Med ist genau so wenig tragfähig, wie eine Fortsetzung der imperial gestützen Konsumfinanzierung der USA.

      Zur Rückgewinnung der Überlebensfähigkeit ziehen sich etablierte Strukturen notwendigerweise zuerst auf nationale Grenzen ihres kontrollierten Machtbereichs zurück und gehen dann in die Konkursverwaltung: Assets sichern – Verlustbringer abwerfen – Sanierungsliquidität ansammeln – Restrukturierung

      Vielleicht sind die Trumpproteste und das eratische Verharren der Presse im Wahlkampfmodus nur die verspätete Erkenntnis oder Ahnung Kurzdenkender und Maximalempathen, dass sie unter Verlustbringer gebucht werden, während die professionellen Minderheiten-Retter hoffen mit ihren rechtzeitig gesammelten Migranten-Nüsschen und Gender-Gehältern die harte Sanierungsphase aussitzen zu können und bei der Restrukturierung ins Trockene schlüpfen zu können.

      Vielleicht ist es keine Revolution, sondern nur ein Fieber, dass hilft das Überhandnehmen parasitären Befalls auf dem Wirtstier wieder auf symbiotisch tragfähigen Umfang zurückzufahren.
      Und vielleicht können wir da sogar von den Clanstrukturen unserer Gäste wiedererlernen, dass der exzessive Staat auch zum Parasiten mutiert und die gesunde Symbiose eher auf der subsidärern
      Nahbereichsebene der gegenständlichen Welt natürliche Gleichgewichte ausbildet.

      Und in diesem Bereich ist eigentlich sogar die omnipotente Finanzwirtschaft nützlich, aber nicht notwendig.

    • Death had to take him sleeping, for if he had been awake, there would have been a fight.
      @Mr Winter

      yes, die Moderne ist krank. Trump ist die Medizin. Sie muss jetzt verabreicht werden. Sie kann die Moderne töten, aber ohne sie würden die Fliehkräfte Überhand gewinnen.
      Wer genau beobachtet, der beobachtet, wie Trump mit allen Strukturen der Moderne in Konflikt gerät: Nation, Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, Gewaltenteilung etc. Jeden Tag wird ein neuer Schluck bitterer Medizin ins System geschüttet. Der Patient schreit und jammert. Aber er wird sich stabilisieren, er wird einen Weg finden müssen, um zu überleben.

  40. Positive Politik?!
    Danke für diesen guten Beitrag.

    Es mutet fast schon tragisch an, dass auf Seiten der Linken kaum (noch) Pragmatiker stehen.
    Die Identitätspolitik für ethnische oder sexuelle Gruppen ist eine schiefe Ebene der immer sensibleren negativen Positionierung gegen weiße Männer und alle die nicht negativ genug gegen weiße Männer positioniert sind. Viele der Akteure sind psychisch krank und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Leute jemals mit dem Erreichten zufrieden sein werden.

    Sie werden niemals ein positives Bild von einer Gesellschaft entwickeln, was Trump & Co. hingegen überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet: Heimat, Gott, Familie, Arbeit eben. Punk. Noch Fragen?!

    Sie sind nur destruktiv und werden außer Chaos nichts aufbauen. Safe Spaces zahlen keine Steuern und die Kahanestiftung schafft keine Arbeitsplätze; die psychisch halbwegs gesunden Wähler haben nur solange Verständnis und Mitgefühl für die Diskriminierten wie es nicht an ihren Geldbeutel, an ihre physische Sicherheit und ihre Zukunftsperspektiven geht.
    Wenn das kippt, ist es ihnen letztlich egal, wie traumatisiert irgendeine verlorene Seele durch die ständigen Mikroaggressionen der weißen Männer sein mag.

    Die Linke könnte viel Boden gewinnen, gerade auch gegen die oft unmenschliche Kälte der Rechten, wenn sie begreifen würde, dass sie mit Antidiskriminierung in eine radikalisierte, gewalttätige Sackgasse läuft.

    Tut sie aber nicht.

    • Die Pragmatiker wurde als Nazis bezeichnet und rausgesäubert. Auch dieser Beitrag gilt Linken ala rechtes Verbrechen.

    • Titel eingeben
      „Viele der Akteure sind psychisch krank“
      .
      Dazu hat jemand was gefunden und Danisch weist drauf hin.
      http://www.danisch.de/blog/2017/02/04/die-new-yorker-professorin/
      Mit Links zu Bildern über das „künschtlerische“ Tun dieser „Lobster-Porn“ Aktivistin.

    • Kein Linken Pragmatiker?
      Zumindest schaffen es einige während sie von Gerechtigkeit schwafeln, ganz gut Gelder abzugreifen. Sogar Vorträge, die von Stadtwerken bezahlt werden, sind eigentlich Staatsgelder. Mit Hilfe des Kampfs gegen „rechts“ werden da ganz pragmatische Lösungen zur Finanzierung der Genossen gefunden.
      Wie schrieb neulich mal einer, ich sehen mich nach den Zeiten zurück, als Danisch noch ein ganz normaler Spinner war.

    • Ja, das waren noch Zeiten! Heute ist er unentbehrlich.

    • Naja, Don....
      „Die Pragmatiker wurde als Nazis bezeichnet und rausgesäubert.“

      … man muss schon feststellen, da ist seit einigen Jahrzehnten was dran, allerdings umgekehrt. Der einzige der den Titel „links“ verdient hatte, war Willi Brandt. Und wie man mit dem umgegangen ist, weiss man ja.
      Und es waren eben nicht die Pragamatiker, sondern die Linken wie Lafo, die man aus der Partei, die der grosse blöde Haufen für links hält, rausgesäubert hat. Und ein neo-liberaler, reaktionärer Säufer, wahrscheinlich der ewige Prototyp eines SPDlers, hat dann die linke Klientel auf HartzIV herab gesetzt.
      No problem, jedes Volk hat die Regierung die es verdient.

      Die Medien, die Wirtschaft und die Politik halten die eigentliche Linke ja durch totale Meinungsmache und Manipulation erfolgreich von jedem Einfluss fern. Dass also tatsächliche Linke, im Gegensatz zu dem, was die Stammtischbrüder der BILD Fraktion mittlerweile hier im Blog ja so gerne als Links titulieren, verstehen, dass sie keine Chance haben und nie eine haben werden, also dementsprechend reagieren… ich hab da keine Problem mit dies zu verstehen. Man muss es ja nicht gleich für sinnvoll halten.

      Ich muss immer wieder über so viel Dummheit lachen wenn ich hier in den Kommentaren, und zwar regelmässig, lese, Merkel sei links…

  41. Deplorable Bilanzen
    Vier Herausgeber, ca. 400 Mitarbeiter, gefühlte 150, teilweise unterirdisch miserable Beiträge zu Trump und nach Wochen publizistischer Irrungen ein einziger Feuilletonist, der dem Thema sachkundig und klarsichtig gerecht wird?!

    Man wünschte sich als langjähriger Leser, die FAZ-Bilanz würde besser aussehen, aber dank Ihren Beiträgen rettet sie sich immerhin über den erbärmlichen Schnitt der anderen medialen Großschiffe. Der Begriff „Deplorables“ taugt auf einmal für ganz andere gesellschaftliche Kategorien als für die ursprünglich damit bedachten.

    Bleibt zu hoffen, dass Sie intern auch gelesen werden.

    Das unbedarfte Heulen und Zähneklappern der Trump- und May-Basher steigert sich demnächst zum Crescendo, wenn wenigstens den Hellsichtigeren klar wird, was tiefere Steuern und Energiepreise in den USA und in GB für die EU und für Deutschland bedeuten.

    Interessante Zeiten in der Tat. An Stoff wird es dem Chronisten auch in diesem Jahr kaum mangeln.

    Herausragender Beitrag, danke!

  42. lieber randständig als verrückt
    Dass die Frage nach den Organisatoren des besagten Marsches praktisch nicht gestellt wird (außer von Broder, glaube ich), lässt mich schon wieder ratlos zurück. Man kann den Altmedien wohl tatsächlich nicht mehr vertrauen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das der Anfang vom Ende der Linksgrünen, oder ob es der Anfang vom Ende Deutschlands ist. Für unsere Medien ist nicht etwa der Islam-Terror – der mittlerweile die Existenz ganzer Staaten bedroht – das wirkliche Problem, sondern eine 90-tägige Reisebeschränkung. Wenn das die Mitte ist, dann will ich zum Rand gehören.

    PS: Und Flintenuschi will Vielfalt und „andere Sichtweisen“ in der Bundeswehr. Durch Transen und Schwule. Offenbar haben Heten alle die gleiche Sichtweise. Ich kann nicht mehr.

    • Feldzeichen
      Mir schoss bei dem Artikel spontan in den Sinn:

      Wenn die jetzt das Bild im Hintergrund anstelle der alten Feldzeichen an die Panzer pinseln, steigert das die Kampfkraft der Bundeswehr enorm und sorgt für Respekt in den Einsatzgebieten. ;)

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article161701628/Let-s-talk-about-sex-Soldat.html

    • Bundeswehr und Kämpfen?
      Ich war gestern Abend in Deutschland mit Kameraden von früher beisammen, die noch einigermaßen regelmäßig Wehrübungen machen. Die Bundeswehr hat ehrlich betrachtet ein Klarstand von ca. 50% des Großgerätes, die Stäbe sind im Vergleich zur „Grabenstärke“ unglaublich groß, die Qualität des Personals gemischt. Klar, im Verglich zu früher ist heute immer alles schlechter, aber wir bringen nicht mehr die geplante Personalstärke auf und haben Probleme ein Bataillon pünktlich nach Litauen zu bringen.

      Da muss man sich eben mit anderen Problemen beschäftigen.

    • Ich gehe jede Wette ein, dass wir in 5 Jahren wieder Wehrpflicht haben.

    • Don Alphonso, darf ich
      ein Silberkännchen dagegenhalten?

      Ich will sogar sagen warum: Weil bei sogenannter moderner Kriegsführung der traditionelle Feldsoldat weder Platz noch Aufgabe hat.

    • @ Uwe Dippel
      „ein Silberkännchen dagegenhalten … Weil bei sogenannter moderner Kriegsführung der traditionelle Feldsoldat weder Platz noch Aufgabe hat“

      Das Kännchen werden Sie verlieren.

      Es wird ja nicht um Angriffs- und Grabenkriege gehen, sondern um die innere Sicherheit. Die wahrt man

      a) durch Kasernierung der Jugend, die in unübersichtlichen Lagen sonst wer-weiß-was anstellt.

      b) durch bewaffnete Präsenz auf den Straßen und rund um gefährdete Infrastruktur.

      Wenn Sie den Einsatz von Artillerie, Drohnen, Kampfhelikoptern etc. in deutschen Städten für sinnvoller halten, bitte. Es soll ja Leute geben, die derartige Szenarien kaum erwarten können. Inzwischen schreitet erst mal die Ukrainisierung in den Köpfen voran.

    • @Don Alphonso, @Geron
      Uuh, noch haben Sie nicht eingeschlagen, Don Alphonso, und erlauben bitte dass ich meinen Wettvorschlag zurücknehme!?

      Geron hat mich vollkommen überzeugt, dass eine Bundeswehr in einem Bürgerkrieg – erklärt oder nur de facto – eine wichtige Aufgabe haben wird. Und der ist leider nicht länger im Bereich der Unmöglichkeiten.

      Wenn es Mod-Punkte gäbe, würde ich Sie up-modden wollen. Denn Ihr Bild der ‚Ukrainisierung in den Köpfen‘ ist deutlich, gut und schrecklich.
      Dort hat man ja auch Erfolg gehabt, durch ständiges In-den-Köpfen-Herumpumpern eine fixe Idee zu fixieren.

      Derzeit wird ja auch hier schon heftig daran geübt, und ich muss feststellen, wie leicht das bei einigen – eigentlich vielen – zu funktionieren scheint. Ein paar Wochen Anti-Trump, ein paar Tage Pro-Schulz, und die Welt sieht für Otto Normalverbraucher vollkommen neu aus. Die Lichtgestalt aus Mecklenburg-Vorpommern hat ausgedient, und wurde stante pedes ersetzt durch die Lichtgestalt aus Würselen, äh, Brüssel.

      Vorgestern mit einem alten Freund telephoniert. Der meinte, das Projekt Europa habe uns doch viel gebracht, 70 Jahre Frieden, kein Reisepass mehr an der Grenze, kein Währungsumtausch, u.s.w. Volles Einverständnis bis dahin. Aber nur bis dahin, denn mit „Martin Schulz als erfahrener Europapolitiker ist doch in der besten Position, Europa von da an weiterzubringen.“ war ich doch nicht restlos überzeugt.
      Wie heisst es, wenn man ‚es‘ nur oft genug wiederholt, wird ‚es‘ eines Tages auch geglaubt werden.
      Prost Mahlzeit, und dann auf einen Martini!

    • Titel eingeben
      Viele „Speaker“ waren featured, nicht alle haben gesprochen. Die von Ihnen angesprochene Donna Hylton (leider kann ich nicht Satzzeichen) hat gesprochen, fehlt aber in gesaeuberten, gesteuerten Quellen wie Wikipedia.

      Eigenlobtrigger: Don, Don und sein Kommentariat, Don und seine Twitteria sind wertvoll

    • @Uwe Dippel
      „Ich will sogar sagen warum: Weil bei sogenannter moderner Kriegsführung der traditionelle Feldsoldat weder Platz noch Aufgabe hat.“

      Bei moderner Kriegsführung? In Städten hat man schon immer Infanterie gebraucht, viel Infanterie, das kostet, wenn ernsthaft betrieben, richtig Blut. Da hilft auch keine moderne Ausrüstung, in die Kellergeschosse sieht kein Drohne.

      AT stellt neue Jägerbataillone auf, die braucht man nämlich an der Grenze und in bebauten Gelände. Dabei ist gerade in Großstädten bei den Wehrpflichtigen zu beobachten, dass die Quote der Migranten besonders hoch ist, da in diesen Kreisen der Zivildienst kein hohes Ansehen genießt. Die Gebirgsjäger sind aber wohl ziemlich traditionell zusammengesetzt.

    • Don A. sagt ...dass wir in 5 Jahren wieder Wehrpflicht
      Wenn grün-rot durchregieren kann ist das wahrscheinlich
      da man ggf überall intervenieren will.
      (Abgeschafft ist sie ja nicht sondern nur ausgestzt.)

      Ich bin allerdings der Meinung das Qualität vor Quantität geht.
      Die Wehrpflicht ist ja nicht umsonst zu haben.

      Mein Wunsch ist eher das man sich genauer überlegt wie
      der Auftrag denn lauten soll und das man sich aufs Notwendige konzentriert.

      Im Moment benötigt man Transportmaschinen einer russischen Fluggesellschaft um Großgerät zu verlegen.
      Nicht einmal das schafft die NATO.

      Ich denke es ist günstig Verbündete zu haben und diese zu unterstützen
      auch wenn man sich nicht jeden Tag über sie freut.
      Die Türkei ist dafür auch ein gutes Beispiel.
      ggf könnte man noch einen vergleichbaren Artikel
      über die Türkei schreiben. Dort schaut auch kaum einer hin
      was die anderen Akteure so treiben.

      Alternativ gibt es noch die Möglichkeit die NATO zu verlassen und sich tatsächlich auf Landesverteidigung zu konzentrieren.
      Die NATO würde auch ihren Bremsklotz loswerden.
      (ohne D wäre die Ukraine vermutlich Teil der NATO geworden)

      PS Wer protestierte eigentlich alles gegen
      die neuen Raketentests des Iran?

    • I don't like soldier boys.
      Die Experten hier mal wieder.

      Es gibt vier Kriterien für eine Armee:

      Verrohung, Disziplin, Ausbildung, Ausrüstung.

      Sind alle gleich hoch, so hat man eine perfekte Armee.

      Und jetzt bitte diese Kriterien auf die deutsche Bundes“wehr“ anwenden… viel Glück.

      Oder wie mein Mitarbeiter von der Groupe de Plongeurs de Combat du Génie zum aktuellen Deutschland sagte:
      „Wie in Afrika, mit 500 Soldaten kann man das gesamte Land besetzen.“

    • @Goodnight
      Geht in Ordnung, sowieso, genau!

      Meistens schreib ich was von wo ich mich a bisserl auskennen tue.
      In diesem Fall mal nass-forsch zu weit aus dem Fenster gelehnt. Man verzeihe mir.

      Allerdings, der Wehrpflichtige so wie ich mal einer war, ist – meine ganz persönliche und vollkommen unqualifizierte Einschätzung – auch nicht der Soldat mit den von Ihnen geforderten vier Grundqualitäten.

    • @rhadamanthys, @Klaus Keller
      Ich war ja ein sehr, sehr kleiner Heerführer, aber – als Gedankenspiel – was würde denn eine heutige Bundeswehr gegen einen „national befreiten Landkreis FRG“ ausrichten, der von einem Freizeit-Freikorps in Regimentsstärke, darunter eine kluge Propagandakompanie, gehalten wird? Nix bis gar nix vermutlich, nach 10 olivgrünen Body-bags würde Uschi mit dem 3-Wetter-Taft verhandelnd einschweben und als Verhandlungsmasse zunächst die GEZ-Freiheit verkünden.

      Unser Staat ist trotz hoher Kosten viel schwächer als angenommen, siehe um den Breitscheidplatz oder den Papierartikel in der gestrigen FAZ, „Das ist unsere Straße“.

  43. Denkende weisse Männer im feindlichen Lager
    Um mir ein objektiveres Bild von Trump und seinen Entscheidungen zu machen, lese ich mittlerweile nur noch amerikanische Zeitungen. Die NY Times ist natürlich kritisch, aber sprachlich und vom Informationsgehalt auf hohem Niveau.

    Ich habe gerade in der Zeitung einer meiner Auslands – Heimaten, der Boulder Daily Camera, folgende interessante Anmerkung gefunden. Vorab, Boulder, Colorado, ist eine Universitätsstadt und hat „liberal“ gewählt. Dennoch macht ein denkender weisser Mann (Ingenieur) folgende Klarstellung.

    Longmont (Ort in Boulder County) resident and President Donald Trump voter Russ Boehm says the news media has misreported Trump’s recent executive order that temporarily keeps people from certain countries from entering the United States and bars Syrian refugees indefinitely as being a „travel ban.“

    „If you read the executive order, there is no travel ban,“ Boehm said. „There is a 90-day restriction. It’s not a travel ban. It’s a travel restriction for 90 days while they determine an adequate vetting process.“

    Desweiteren erklärt der Artikel, dass dieses Dekret nicht gegen den Islam gerichtet ist, da weiterhin aus 40 muslimischen Ländern eingereist werden kann.

    Wir werden emotionalisiert mit unvollständigen Informationen zu den Sachverhalten.

    • Gut, die chaotische Kommunikation bei Trumps Lager hat auch dazu beigetragen. Man wollte eine Art Ban präsentieren und hat damit eine Bauchlandung hingelegt.

  44. Super hergeleitet, die Vergleiche passend
    Gut ausgeleuchtet.

    Sagte ich doch: Linke Gruppen und auch Grüne haben so übertrieben, dass sie Konservative und Konservativ-Liberale weiter nach rechts getrieben haben. Wie Sie ausführen. Wie schon einmal.
    Und dafür wird man im vorigen Commentbereich gehauen, obwohl es so offensichtlich ist der Vollmond an klaren Tagen.

    Und wahhabitische Palästinenser sind ein besonderes Kapitel. Gut finanziert von dem auf sie spetialisierten UN-Hilfswerk verbreiten sie Hamas-Ideologie. Und hiermit marschieren Frauenrechtler. Es ist so absurd, dass man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.
    Gestrickter Uterus mit Eierstöcken dran marschiert mit Verschleierungsverfechterinnen.

    Wer etwas Klares mit einer Chance auf erneute Aufklärung und Verteidigung des Säkularismus will (bei uns!), kann sich nicht mehr bei denen aufhalten, die einst dafür gekämpft haben, denn diese versacken zunehmend zwischen Pfründewünschen in einer reaktionären Mottenkiste, wo sie jeden nehmen, der sich anbietet, auch Hamasanhänger und Hysterikerinnen. Drüben übern Teich allerdings wird das Christentum ein Wort mitzureden haben.

    • Ich fand es erstaunlich, welche schrägen Aspekte bei dem Marsch in der Bereichterstattung völlig untergingen. Speziell der teilweise heftige Antisemitismus. Wirklich sonderbar.

  45. You're a good-looking boy...... But he's a man
    Wer genau beobachtet, der beobachtet, dass wir in Deutschland gerade auch unseren Trump aus dem Hut zaubern:

    Herrn Schulz.

    Nicht wirklich intellektuell. Nicht wirklich nett.

    Er sagt genau das gleiche Linksgedöns wie Herr Gabriel. Und trotzdem hat er aus dem Stand doppelt soviel Fans.

    Warum?

    Weil er ein „echter Mann“ ist.

    Dieses Land wartet auf einen „echten Mann“.

    Denn in Krisen vertraut der Mensch immer noch seinen Instinkten.

    Auch die Linken.

    Der Instinkt sagt, dass ein „echter Mann“ das Land schützen wird.
    Der Instinkt sagt, dass Herr Schulz keine politischen Überzeugungen besitzt, dass es ihm ausschließlich um Macht geht.
    Der Instinkt sagt, dass wir gerade genau so jemanden brauchen, einen der Macht will. Der seine Macht an die Macht der Nation koppelt. Und so die Macht die Nation erweitert.

    Der Instinkt will einen deutschen Trump.

    Die CDU kann dem nichts entgegen stellen, denn die CDU ist ohne „echten Mann“. Da ist keiner mehr.

    Und die AFD hat das gleiche Problem.

    Tja….

    • Schulz ist ein Dampfplauderer ok - aber er hat das Ende der Globalisierungseuphorie
      , also das Ende des nicht interessengesteuerten europäischen Internationalsimus – anders als Thilo Sarrazin z. B. – nicht verstanden.

      Vielleicht hat er auch noch nicht verstanden, dass der Zweite Weltkrieg vorbei ist.

      Schwer zu sagen, wie lange er brauchen wird, um den Brexit zu begreifen. Im Mai wissen wir (auch) darüber (vielleicht deutlich) mehr.

    • ...und ich dachte, er sei in den Fahrstuhl eingestiegen...
      und Eurobonds bleiben uns erspart! Vielleicht klappt es ja.
      Halloo, Gabriel war Vizekanzler und die SPD hat alles mit abgenickt, wo es was zu nicken gab.Nur bei Transitzonen nicht, die erinnerten sie an KZs.Das sieht bei Massenunterkünften natürlich ganz anders aus.
      Ikea hat eine gute Idee: Better Shelter für alle Flüchtlinge der Welt, mit Solar aufm Dach.

    • You gonna be my daddy?
      Völlig egal ob Schulz etwas versteht. Schulz ist kräftig, hat eine tiefe Stimme und wenig Haare. Vor zehn Jahren hätte der keine Chance auf 10%. Aber times are a changing.

      Einfach beobachten: Warum schreien und weinen und kreischen alle? Weil alle geführt werden wollen, weil alle die Orientierung verloren haben, weil alle zittern vor Angst.

      In solchen Zeiten braucht man eine Person, die natürliche Stärke ausstrahlt.

      Einen Daddy.

      Unser Daddy ist Schulz.

    • Triefende Ironie? Böser Sarkasmus? Oder einfach Ignoranz?
      Wenn Deutschland keinen anderen als Schulds als „echten“ Mann ins Feld
      zu führen hat, dann kann man auch:

      – Das Buch zuklappen, so man denn ein Buch hat.

      – Den AUS-Knopf am TV betätigen, so man denn einen TV hat.

      – Oder einfach ziellos der Sonne entgegengehen; gleichgültig
      ob es die auf- oder untergehende ist.

    • @Goodmight
      Also den Schulz uns hier als echten Mann oder Macher verkaufen zu wollen, in einer Linie vielleicht noch mit Donald Trump, der wirklich männliche Attitüden mit einbringt – ne das kann Schulz nicht bieten.

      Auch wenn er noch so von der Presse per Kampagne gepusht wird.
      Die SPD wir niemals 28 Punkte erreichen, da ist der Wunsch der Vater des Gedanken.
      Was die Afd und Frau Petry angeht, na da muss ich Ihnen Recht geben.
      Aber noch ist das Rennen nicht verloren.

    • You men do not impress me!
      @nur mal so

      Nenne mir einer einen echten Kerl in der deutschen Politik.

      Nur einen Namen.

      Der Witz ist ja, dass in Krisen der erste echte Kerl, der gerade vorbeikommt, all die Stimmen mitnehmen kann, allein, weil er ein Kerl ist.

      Und wer wird ihn als erstes wählen: Die Frauen.

      Frau Merkel Wahlkampfteam kann da nur verzweifeln, am Ende endet alle bei der Natur der Dinge.

    • Goodnight, Daddy Schulz
      ich fürchte, das Problem sieht nach Erlöser Schulz aus, man beachte nur seine Gestik. Der faktisch gefühlt neue Bundeskanzler ist ja schon bei der Ämterverteilung und meint, Sigmar enttäuschen zu müssen, weil das Amt des Außenministers wohl an den Koalitionspartner gehen wird.

      Warten wir noch eine Weile, der „Mythos Schulz“, dessen Lebensleistung darin besteht, sich vom Suff befreit zu haben, wird entzaubert. Hat die SPD bisher bei allen geschafft, die zu Höherem in ihren Reihen strebten, da wird von Daddy oder Erlöser nicht viel übrig bleiben. Und das ist gut so.

      Ich stimme Ihnen allerdings zu, dass die deutsche Seele einen Trump will, aber um in Schulz einen echten bzw. den richtigen Mann zu sehen, muss man schon arg verzweifelt sein.

    • Some men are born great, others have greatness thrust upon them.
      Die Front National wäre in Frankreich schon bei 60%, hätten die einen Mann an ihrer Spitze.

      Einfach beobachten, wie jetzt selbst ein 39 jähriger Bubi, der mit seiner 63 jährigen Ex-Lehrerin verheiratet ist, Le Pen den Präsidentenposten wegschnappen kann.

      In Krisenzeiten wollen die Wähler, insbesondere die Frauen, einen Mann an der Spitze.

      Kann man bedauern, ist aber so.

      Und genau deshalb kann so einer wie Trump oder Schulz durchmarschieren.

    • Das muss manipuliert sein
      Ist mir ein vollkommenes Rätsel, wie man eine Gestalt mit wässerigen Augen und Haaren am Kinn statt auf dem Kopf als „echten“ Mann bezeichnen kann.

      Jemand will „echte“ Männer, Beispiele: Schröder, Schily, Stoiber. Das war einmal. Heute: Kubicki, Spahn, Söder. Özdemir auch, wie er standhält gegenüber Erdogan. Nun, da gibt es sicher noch welche weiter hinten, die einem so nicht einfallen. Echter Mann: Muss mal basta sagen können und einigermaßen aussehen. Schulz? Den würden Frauen wählen? Ich krieg mich nicht mehr ein. Den würden Arbeiter wählen, die wissen, dass sie mit so einem Globalisierungsbefürworter und Europhilisten vielleicht ihre Stelle verlieren oder ihr Steuergeld an die Peripherie fließt? No, kann ich mir nicht vorstellen.

      Gut, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwer Schulz mag. Hat jemand Videos von Schulz aus Brüssel gesehen, wenn er den Zeigefinger hebt, heißt Leute abkanzelt? Die kalten Augen dabei.
      Wie sie die Umfragen manipuliert haben, ist mir ein Rätsel.

    • Go on home to your kids, Herb.
      @Oberländer

      Da fehlt ihnen wohl der Instinkt. :-)
      Ein echter Kerl ist breit und stabil gebaut (im Gegensatz zu Schily u. Stoiber), interessiert sich nicht für seine Haarfarbe oder die Marke seiner Anzüge (im Gegensatz zu Schröder), er hat eine sonore und ruhige Stimme (im Gegensatz zu Kubicki), kein Gesicht glatt wie ein Kinderpopo (wie Spahn) und würde sich niemals jahrelang als Kronprinz demütigen lassen (Söder). Von Özdemir will ich jetzt mal gar nicht..

      Mir ist klar, dass Ihr Kinder der Bildungsexpansion die Welt als Nerdtreffen betrachtet. Aber leider ist die Bildungsexpansion erst 50 Jahre alt. Und all die Jahrtausenden davor war schon die Gewalt, die Macht, der Sex. Und all das ist auch in Euch. Und deshalb werdet auch Ihr Euren Instinkten folgen, und den Schulz wählen. Ihr werdet gar nicht hinhören, was der sagt, Ihr werdet einfach nur „breit, kräftig, tiefe Stimme“ erfassen und all Eure Hoffnung ihm entgegenwerfen.

      Nun gut, wenn die AFD noch einen Mann in ihren Reihen findet, könnte die Sache anders laufen. Aber außer Höcke ist da keiner, und Höcke ist auch eher so nen Lehrertyp….

    • >>Wie sie die Umfragen manipuliert haben, ist mir ein Rätsel.
      Ein Rätsel?

      Das ist beim ADAC abgeguckt.

    • Goodnigth, Männer sind klar im Vorteil
      bei Wählerinnen, Zustimmung. Ich kann mit Frauen nix anfangen und will auch von keiner regiert werden.
      Spahn anzuführen hat was, Milchgesicht, rasiert der sich schon? Söder ist zwar clever, aber irgendwie zu dumm, nun müsssen wir außerhalb Bayerns den eh nicht wählen, also egal, die AfD hätte noch den Meuthen anzubieten, der mir ganz sympathisch erscheint, auch egal, ich mag die Partei nicht. Ach, da wäre doch noch der Strobl, Schäubles Schwiegersohn, auch ein kleiner chancenloser Kandidat. Es scheint wirklich niemanden zu geben, der Frauenherzen höher schlagen lassen könnte.

      Frankreich ist anders gestrickt, jetzt mit Macron, den hier zwar auch einige präferieren, nicht groß, nicht breit, ein Männlein wie Sarko oder Hollande.
      Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in Europa fast nur kleine Männer an die Macht kommen? Der Komplex des Zwergenwuchses weckt ungeahnte Kräfte im Mann und in manchen Frauen vielleicht Mutterinstinkte.

      Wenn Oberländer die hier anführt: Schröder, Schily, Stoiber. Das war einmal. Heute: Kubicki, Spahn, Söder. Özdemir kann man nur Schröder als echten Kerl bezeichnen, auf alle anderen kann Frau ein Ei pellen.

      Ich halte es mit der Evolution oder wie Sie es sagen, groß, breit, nicht fett, tiefe Stimme, aber um Himmels willen nicht Schulz und wäre er der letzte Mann auf Erden.
      https://s6.postimg.org/wbmlbf7ht/600×379.jpg

    • @Goodnight
      Sorry, muss doch noch mal was beitragen zu Ihrer durchaus interessanten Sicht.
      Bei Ihren Wünschen oder besser gesagt Annahmen, müssen Sie dann wohl doch auf einen Despoten oder auch Mann von außen zählen.
      Bei einem Parteiensystem wie dem unseren werden Charaktertypwn glattgefeilt und sind kaum mehrheitsfähig, siehe hier auh Höcke.
      Und da ist Frauke Petry schon die Ausnahme.
      In der CDU wurde doch alle Hoffnungen ob nun Merz, Röttgen oder Guttenberg weggebissem bzw. auf Linie gebracht, deswegen ist diese Partei auch jetzt für mich nicht mehr wählbar.
      Weil Merkel als Matrone und Glattbüglerin gar keinen MANN neben sich zulässt.
      Wer ins Dominastudio geht, muss auch den Rücken krumm machen.
      Deswegen muss auch die BK weg, aber die CDU ist nicht stark genug, sich ihrer zu entledigen, weil die Führungsleute sich ALLE gekrümmt haben, und diese Leute wissen das auch.

    • Kontrafaktisch
      @ Goodnight, bedauern Sie es, dass einer, der die „Reifeprüfung“ umgekehrt bestanden hat, nun Le Pen die Chance nehmen könnte? Ich nicht. Fillon hat seiner Frau um die 800000€ zugeschustert, ist auch nicht schön.Sowenig schön ( für mich), wie Schulz ein großer Mann ist. Geschmäcker sind verschieden: Die Katze mag Mäuse, ich nicht.;))

      Soso,@ Frau Simon, Sie meinen (ich fühle mich angesprochen),die Macron bevorzugt, der könnten die Mutterinstinkte überkommen? Mitnichten.
      Ich habe einfach nur mit Herrn Dippel gewettet, im Sept./Okt. war’s wohl. Er könnte noch wissen, wann er aus Perpignan kam.Ich kenne die Gegend erwas und kam ins Träumen.

      Für mich müssen ganze Kerle mindestens 1,80m groß sein und Holz hacken, Edelweiß holen können und natürlich Traktor fahren oder zumindest den Aufsitzmäher.Ein Stammbaum bis 1248 wäre auch nicht schlecht, halt neuerdings länger schon hier sein.
      Und all die Bärte gerade, die meistens nur Klobürstengesichter abgeben, finde ich grauslig.

      Schulzens Augen glänzen auf den Fotos, die ich sehe, wie die vom großen evangelischen Strohm, scheint mir. Strobel mit seiner Damenwinkerlocke, riefgebräunt, ist auch nicht mein Fall. Ist nun alles klar, meine liebe Apfelkuchenbäckerin bzw. Schädlingsbekämpferin? Dann freu‘ ich mich.

      Bei den Sozen gefällt mir gerade die Bauernregelserie von Frau Hendricks, die ihr Haus sanierte, ohne es zu dämmen. Alle Verbände und Subventionsabgreifer, ich meine die großen, regen sich auf, schööön. Agrarfabriken und Massentierhaltung sind ein Segen für uns alle, meinen die.Genau, die Schweinehälften gehen nach China, die Gülle bleibt hier. Und dann noch die trächtigen Kühe, die geschlachtet werden…

    • Liebe Philomena,
      ich wollte Ihnen mit einem Macron nicht zu nahe treten. Was mir nur auffällt, die Herren sind alle so klein, seit Sarkozy fast zwergenwüchsig, grauenhaft.
      Auch ich stehe kindheitsgeprägt auf sehr große, breite, kräftige Männer. Meine erste große Liebe hatte ich mit 7 Jahren, er war 18, groß, breit und stark, sein Bruder sah uns immer schon verheiratet. Er verlobte sich, als ich 15 war, leider nicht mit mir, was auch mein Vater sehr bedauerte, vergessen habe ich ihn bis heute nicht und denke doch noch immer mal, Gott warst du damals blöd. Vor allem, weil meine Mutter mit 15 schon verlobt und seine Mutter mit ihm schwanger war oder man denke nur an Elisabeth II, die ihren Philipp mit 10 festtackerte.

      Männer dürfen auch gern um die 1,90 sein mit breitem Kreuz, auf dass man sich ranschmeißen kann und er nicht umfällt. Nun bin ich ja in einem Alter, in dem das nicht mehr relevant ist, aber dieser Typ Mann machte mich in jungen Jahren sehr an. Mein Mann war 1,82, aber nicht breit, leider, also kein Ranschmeißen mit Anlauf, das hätte ihn glatt umgehauen. Man bekommt nicht immer alles, was man will oder sich vorstellt und trotzdem ist es dann gut.

      Übrigens meinte mein lieber Lothar, von August dem Starken abzustammen, so, wie es halb Sachsen glaubte, alldieweil dereinst ein Försterstöchterlein Simon August die Nacht versüßte oder umgekehrt, Genaueres war nicht zu erfahren. Traktor fahren konnte Lothar wahrscheinlich nicht, aber feine Bücherregale bauen und vorher so konzipieren, dass sie zerlegt im Audi 100 transportiert werden und daheim montiert oder bei Bedarf wieder demontiert werden konnten. Er war ein Holzwurm.

      Der Strobl ist ja auch so eine Miniaturausgabe. Wenn man sich mal umschaut, sind die meisten so klein und drum etwas biestig. Aber auch die höher gewachsenen Männer machen keinen Eindruck, da ist nichts, keine Ausstrahlung, absolut nichts. Schulz strahlt das aus, was er ist, ein selbstverliebter, machtbesessener Kleinbürger.

      Ist das Frau oder Herr Hendricks? Da waren ja schon ganz andere verunsichert und was soll das Minister mit irgendwelchen Verordnungen, wenn man diese auch einfach ignorieren kann. Heißt also, die will diesen Mist auch nicht an ihrer Hütte haben, wir haben ja kürzlich drüber diskutiert.

    • This city's afraid of me... I've seen its true face...
      @Simon

      Große Männer haben keinen Antrieb, weil Mutti sie schon immer gefüttert und gepampert (deshalb sind sie ja so groß) und von allen Mädchen frühzeitig angehimmelt. Sie haben keinen Biss, weil sie immer abschrecken und somit kaum einer eine Schlägerei wagte. Große Männer sind reine Symbolik, die allen Erwartungen entsprechen und sich dementsprechend verhalten. Sie werden von der Gesellschaft immer in Positionen gedrückt, die sie inhaltlich überlasten.

      Kleine Männer haben dagegen nicht viel zu melden. Außer die wenigen, die die Regeln nicht beachten. Die die großen Männer testen…und dann feststellen, dass alles nur Fassade.
      Kleine Männer, die hoch kommen wollen, die müssen hart sein, die müssen stark sein, die müssen intelligent sein. Sie können nicht Fassade, sie müssen immer die Leistung auch erbringen.

      Die wenigen, die das schaffen, sind dann meist unschlagbar: Weil wirklich hart, stark und intelligent.

  46. ohne
    Werter Don Alphonso,
    ich gebe es unumwunden zu: Sie sind gebildeter und informierter als ich. Und Sie machen einen mühsamen und evtl. nicht ganz ungefährlichen Job. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie meinem Bauchgefühl und der etwas schwammigen Richtung meines Denkens einen sachlichen und faktenbasierten Hintergrund geben. Ich fühle mich – wenn ich z.B. „Die Zeit“ lese – oft als Geisterfahrer. Ihre Beiträge und die Meinung vieler Foristen dazu geben mir die Hoffnung, dass doch wesentlich mehr Menschen in der gleichen Richtung unterwegs sind wie ich.
    Danke! Ich wünsche Ihnen Durchhaltevermögen.

  47. Papst und Gegenpapst
    Lieber DA,

    wird es eine rechte Gegenkultur in Deutschland geben? Wird die Förderung, die linken Kulturschaffenden und linken Journalisten zuteilwird, durch Zugang zum öffentlich-rechtlichen System (hey, ein weiterer Tatort gegen Rechts – oder noch einer, der Deutsche als wütende Vollversager darstellt, die sich nicht schützen können und qua Unfähigkeit den eigenen Sohn erschießen – ist immer eine prima Idee!) irgendwann auch für rechte geöffnet?

    Es geht mir bei der Frage nicht um Fakten und alternative Fakten. Sondern darum, ob in Deutschland Kultur und Berichterstattung frei von linken Postulaten möglich sein wird? Wird es einen Tatort geben, der Diversität und Integration ablehnt und Homogenität und Assimilation befürwortet?

    Beste Grüße

    • Nun, es gibt ja Bewegungen, die völlig unter dem Radar laufen, wie etwa die Rückkehr zur Tracht, neue Volksmusik etc.. Das entwickelt sich still und leise und schafft Freiräume für die, die sonst keine Vertretung mehr haben.

  48. Congratulations … Clear words
    Ja, der Liberalismus wurde von radikalen Feministen okkupiert. Gemeinsam gelang eine Gesetzgebung, die Männer extrem benachteiligt. Dazu zählt zum einen das Gewaltschutzgesetz, welches auf dem Höhepunkt des Liberalismus weltweit kopiert wurde, um sich dann wie ein Virus um den ganzen Erdball zu verbreiteten. Heute werden in vielen Ländern der Welt Frauen zum Missbrauch dieses Gesetzes eingeladen (Blitzscheidung durch polizeiliche Wegweisung) und Männer grundsätzlich zu Tätern stilisiert. Und dazu zählt zum anderen das deutsche Gleichbehandlungsgesetz, welches ausdrücklich nicht im Familienrecht angewendet werden darf. Gleichbehandlung gilt also per Gesetz ausgerechnet dort NICHT, wo Männer und Frauen am engsten zusammenrücken. So können Männer weiterhin in Sorgerechtsverfahren durch Richter und Gutachter gedemütigt werden, damit weiterhin über 90 Prozent der Mütter das Sorgerecht bekommen und Väter zu reinen Zahlkaspern degradiert werden. Wer einmal diesen Spießrutenlauf absolviert hat, den braucht ein populistischer Chauvinist, wie Sie so schön sagen, nur noch einzusammeln. Eine Politik, die Männer an sich zum Feind erklärt, schafft sich am Ende selber ab. Das war wieder mal ein echter DON-Blog-Beitrag. Danke.

  49. PS von Honey Bunny, Muttis Hatata oder Prinzessin gehen zum Bund...
    Hat jetzt nichts mit Trump zu tun, außer der zieht seine Restbesatzungstruppen aus D ab und wir müssten uns doch noch eine richtige Armee zulegen. Ohne 5 verschiedene beheizte Dixi-Klos auf der Heide und Betriebskindergärten.
    .
    Für alle, die es noch nicht gesehen haben zur Empfehlung: Stabsfeldwebel a. D. Armin Fortenbacher und seine Mädels in „Feldtagebuch“ von der Dokumentarfilmerin Aelrun Goette auf dem TrÜbPl Stetten am kalten Arsch. Wem da kein Licht aufgegangen ist. Übrigens ging auf den armen Metzgergesellen der erste „Shitstorm“ nieder, den ich bewußt mitbekommen habe.
    http://www.swr.de/debuet/feldtagebuch/-/id=98532/did=4322332/nid=98532/1m9rcxk/index.html (gibt´s auch auf YouTube)
    .
    Übrigens ist meine Anfrage an @ Dottore Seltsam innert „Feinstaubartikel“ bezüglich dessen Frage an Frau vdL, ob sie schon die Gefechtsfahrzeuge mit „just married“-Bannern hat ausrüsten lassen (so eine Art Gender-Fliegersichttuch, nur vorne auf Wanne oder Motorhaube) in den Weiten des Netzes abgestürzt. Darin fragte ich ihn, ob er sich schon der Freigabe des Kampffahrzeuges SPz Puma für schwangere GrenadierInnen in schweren Gelände versichert hätte?
    .
    Das war vor ca. 1,5-2 Jahren mal Thema bei der Mutterschaluppe. Sie wissen, Gefahr der Fruchtwasserschädigung. Aber bis zur endgültigen Auslieferung der letzten Fahrzeuge in 2020 ist ja noch ein wenig Zeit Schwangere zu Testzwecken auf dem Grünenberg in Trier spazieren zu fahren. Bis dahin wird man sich auch auf den hinteren panzerverglasten Ausguck als kombinierten Schminkspiegel geeinigt haben.
    So eine schöne Wehr hatte unser Vaterland noch nie. „Es ist so schön Soldat zu sein, Rohooosemarie, nicht jeder Tag bringt Sonnenschein Rohooosemarie….“ Das Lied stammt übrigens aus einer Zeit, als die Rosemarie noch als fesche Maid am Straßenrand stand, Sie wissen schon, Augen rechts gedreht, wo ein Madel steht…Jeschuch wie das juckt und zucht….alle alle san verruckt…
    (DdH)

    • Solange es nicht da zuckt, DdH,
      Wo Dr. Strangelove seine Armprothese hat, wäre ja alles in Butter.

  50. „fanatisierte Gruppe mit einem geschlossenen Weltbild"
    Zu den Protesten gegen den geplanten Vortrag von Milo Yiannopoulos an der Berkely Universität gibt’s bei Danisch einen illustrativen Beitrag …

    http://www.danisch.de/blog/2017/02/03/linke-am-rande-des-wahnsinns-you-should-kick-their-ass

    inkl. Nachtrag …

    http://www.danisch.de/blog/2017/02/04/die-new-yorker-professorin

    Mit sowas glauben sich die europäische Linke und weite Teile der Medien solidarisieren zu müssen!?

  51. Wir konstatieren eine neue Zivilisationskrankheit namens ADHS
    alias Anti-Donald-Hysterie-Syndrom.

    https://regiehammblog.wordpress.com/2017/02/01/this-hitler-nonsense/ Entwaffnend und die Hitler-Analogie ad absurdum führen kann ein anglo-amerikanisch geprägter, jüngerer Mensch vielleicht besser als alle ADHS-gestörten Hyperventilierer dieser Tage.

    Was mich aber besonders irritiert, ist die grundsätzliche Lesart allen Trump-Tuns. Sie wird gelesen, als sei sein Rahmen ein Politischer. Es ist aber ein Geschäftsdenken, das des Verhandlers, das ihn bestimmt. Das begreift die journalistische Zunft der Politikwissenschaftler nicht, die einer selbstreferentiellen déformation professionelle unterliegen und deshalb massenhaft Fehlschlüsse in gleicher Richtung fabrizieren. Nur mit Abstand und vom Berg oben kann man das saubere Luft ins Hirn bekommen, werter Don wird das gerne bestätigen.

    Geschäftsleute identifizieren und beschnuppern zuerst Freund und Feind mittels symbolischen, weit ausholenden Maßnahmen mit Raum zu Interpretation und auch Inkonsistenzen. An den Reaktionen können sie ablesen, wer Freund und wer Feind ist, wo deren Schmerzgrenzen liegen und danach kann man von den Extremen, der Weite des Möglichen, in eine praktische, zweiseitige Vereinbarung nach Verhandlung eintreten.

    Außerdem muß Trump gegen die „Rechten“ im eigenen Lager eine Situation aufbauen, in der er diese mit den Problemen von zu extremem Tun konfrontiert. Und er muß die „Linken“ an deren eigener Dekonstruktion mitarbeiten lassen, indem sie vor lauter Schnappatmung Gewalt und Intoleranz vorleben. Das gibt ihm Raum und Legitimation für harte Gegenmaßnahmen. Er möchte sicher den Deep State zurechtstutzen. Das geht nicht ohne harte Eingriffe. Und dafür braucht er viele Mitwirkende. Die bekommt er nicht mit abwartender „Augenmaßpolitik.“ Er muss die Brechstangenqualitäten in seiner Administration finden. Die sollten sich jetzt zeigen.

    Er macht sich Platz. Ein Egozentriker und Narzisst braucht Platz, um sich zu bewegen, ein Präsident auch. Trump ist ein Negotiator/Verhandler mit veröffentlichter Agenda, die er bisher verfolgt, wenn man genau hinguckt und sieht, dass er erst anfängt, die Regeln zu implementieren und nicht schon operativ Endgültiges fabriziert. https://de.scribd.com/document/328525555/Donald-J-Trump-Contract-for-the-American-Voter (Walk your Talk)

    Frau Merkel macht das anders. Für sie gibt es wechselnde Alternativlosigkeiten, die sie dann mit allen Mitteln durchboxt. Vorher wartet sie aber ab, was von anderen so kommt. (Chamälion).

    Herr Schulz versucht es mit den Blasenwolken, aber er kommuniziert keine Inhalte und ist ein Spieler der verborgenen Mächte. Er mag eine eigene Agenda haben, aber tut so, als verfolge er eine andere. Insofern ist er der unehrlichste Täter der Drei. (Hidden Agenda)

    Es sind aber alles Strategien, verkörpert von je nach Standpunkt Schlimmen oder Heiligen.

    Fundstücke zu einem, der sich zwischen alle Stühle setzt (und viele davon hat, im Gegensatz zu anderen, die maximal einen Haltepunkt für ihren Hintern haben):

    Ein kritisch mitdenkender Kommunist sagt im Nachbarland:
    https://www.nzz.ch/feuilleton/zukunft-nach-trump-mehr-selbstkritik-bitte-ld.143572

    Was ist das denn für einer?
    https://www.nzz.ch/feuilleton/liberalgott-bewahre-1.18685968

  52. Titel eingeben
    der andere Gast sagt:
    5. Februar 2017 um 02:02 Uhr

    Nun mag ich aber auch Leute nicht, die vor der Wahl tönen, der Wallstreet-Elite den Garaus zu machen. Um hinterher einen von den Gangstas einzustellen. Und die Banken wieder zu deregulieren.

    Herr andere Gast,
    warten wir doch einfach mal ab, was von Herrn Trump wirtschaftlich gemacht wird.
    Nicht jeder an der Wallstreet ist ein Gangster.
    „Gangster“ ( unehrliche Leute)finden Sie in jeder Berufsgruppe
    Zur Deregulierung von Herrn Trump.
    Bevor ich mich dazu äußere, muss ich erst einaml wissen, was er im Einzelnen vor hat.

    Ist in weiten Teilen einfach zu bürokratisch.

    Sinnvoll wäre den Banken eine Eigenkapitalquote von 20-30% vorzuschreiben.
    BIZ ( Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) sieht es ebenso.

    Kurzes Wort noch zu Finanzkrise /Obama.
    Hat seine Administration sehr gut gemacht
    Banken dort sind wieder gut aufgestellt und ohne ein funktionierendes Bankenwesen geht halt nichts.

  53. Ein beispielhaftes Stück guten Journalismus .
    Da ist unaufgeregter Duktus, mit dem wohl recherchierte Fakten transportiert wird, Dinge, die der Leser vielleicht nicht weiß, und jetzt lernt.
    Das alles zu einem Thema , das anderwärts nur hysterisch -kreischend, oder bösartig-schmallippig, oft schlampig, abgearbeitet wird.

    Jeder, bis zur Putzfrau der FAZ, muß einen Trumpklopfer schreiben, sonst issas ned, de FAZ.

    Dabei gibt es auch vorliegenden Artikel.

    Aber da ist halt keine Hetze, keine Einseitigkeit, obwohl man weiß, dass der Don wahrlich kein Trump-Fan ist.

    Aber auch einen übereckigen Politiker kann man sachlich darstellen.

    Solche Arbeit, und nicht ein irgendwann von Altvorderen erstolperter Titel, adelt.

    Diesen Unterschied zwischen Verpackungsmaterial vorne, und Don Alphonso, fast versteckt, quasi hinten, halte ich für eine sich immer mehr öffnende Schere.

    Ich lobhudle nicht, sondern freue mich an der guten Arbeit, als Leser, genau wie mir ein Metzger, der mit einem guten Messer und echtem Können fleisch zurechtmacht, imponiert und eine Freude beim Zuschauen ist.
    Trump profitiert von der billigen Niedetracht seiner Feinde, von schäbigen ,,Liberalen“ , von grausligen Mörderinnen oder Apologeten pseudoreligiöser Gewalt und Demokratiefeindlichkeit.

    Trump ist kein Heiliger, er wird vielen, auch Deutschland, zu schaffen machen, aber unter seinen Feinden, Politikern , Dschornalisten, Berufsdemonstranten, finden sich Figuren, die man nur mehr abartig nennen kann.

    Lehre und Forschung werden an Universitäten geradezu verbrecherisch dümmlicher Ideologie geopfert, je bizzarrer, umso korrekter.

    Und das in EU-Ländern, die ohnehin nur mehr Schnellsiederkurse bieten.

    Ständig muß man irgendeiner Stasi ausweichen, die die eigene Karriere schon im Keim töten kann.

    Ich bin froh, dass Trump etwas tut, wird mir auch nicht lles gefallen, aber einiges.
    Ich bin erleichtert, dass die Hexe Hillary nicht gewonnen hat, und an Merkel und ihrer Politik erinnere ich jetzt nichts erträgliches.

    Eine Serie folgenschwerer, bösartiger, Katastrophen zur Vernichtung Deutschlands.

    Und wer das nicht will, kann Schulz wählen ?
    Den EU-Apparatschik und Sozischwätzer, den die ,,Medien“ hochjubeln.

    Ein gepflegtes ,,Kotz“ für solche Kandidaten .

    Ich bin schon sehr neugierig auf die lebhafte Diskussion auf Grundlage dieses Artikels.

    So geht Zeitung, wenn man sie gelesen haben will.

  54. Switzerland second!
    https://www.youtube.com/watch?v=reuJ8yVCgSM

    Switzerland – twelve points. It’s great.

    In drei, vier Monaten wissen wir mehr. Die aktuelle weitverbreitete Schnappatmung in offensichtlich allen Lagern hilft niemandem weiter. Nicht mal den mitpumpenden Medien.

    Die „Linke“ hat also zu Trump geführt. Nun tobt sie. Allen voran die Feministinnen. Werde ich nie verstehen, wieso die „Linke“ sein sollen. Argumentiert es sich dann einfacher?
    Sollte Trump nun wider so manches Erwarten erfolgreich (Was immer das heißen mag.) sein, so hätte diese „Linke“ doch eigentlich über Bande alles richtig gemacht. Auf die von ihm versprochenen Arbeitsplätze warten sicher viele.
    Sollte Trump schwer scheitern, was ja mittlerweile auch immer mehr Nicht-„Linke“ vermuten, hätte diese „Linke“ natürlich wieder die A….karte. Und die Welt wäre wieder in Ordnung.

    Wer sind eigentlich all diese „Linken“? Objekt und Subjekt der Kritik sollten doch wohl Namen haben und erkennbar sein. Oder sollen die im Nebel bleiben? Ich vermute dies ja sehr.

    • Linke als Nachfolge des Teufels
      Wenn der Leibhaftige nicht auszumachen ist, müssen es unbedingt ‚Linke‘ sein. Die Farben für’s Weltbild gehen zur Neige – im Malkasten.

  55. TRUMPHOBIE
    als der rhetorisch begabte „rächer der enterbten, der tröster von witwen und waisen“ Barack Obama seine häufigen und ausgiebigen golf-runden auf dem staatseigenen platz in Camp David drehte, so störte das niemanden, fiel ja auch nicht auf, es gab ja ausser den von DON genannten aktionen und der pflege des gemüsegartens wenig zu berichten. http://www.golf.com stuft ihn ja als „frequent player“ ein.

    sobald der Bad Dürkheimer abkömmling in die südliche US-sonne jettet geht ein entrüsteter sturm durch den medienwald, zumindest in D-land.

    wann hört dieses unser land – bzw. wann seine sog. eliten – einmal auf, die welt besserwessihaft und noch penetranter besserossihaft belehren und bekehren zu wollen, am deutschen wesen ist die welt ja in kurzer zeit schon zweimal „genesen“.

    da fällt mir nach einer woche medienbeschau nur noch der Oskar aus dem Saarland ein, der bei oberlehrer Plasberg den Trump mal in die amerikanische imperialismusgeschichte einordnete und gar nicht besonders aufgeregt über die aktuellen nachrichten war.

    am besten noch der hinweis auf ein anti-öl-kriegsdemo-plakat in Californien schon vor jahrzehnten mit hinweis auf US-aktionen:

    „was macht UNSER öl unter EUREM sand ????

    • "Unser Öl" - das ist auch von Franz-Josef Strauß so gesagt worden - Rex Tillerson (ex-Exxon)
      und nun US-Außenminister soll dagegen ein besonnener und welterfahrener Mann sein.

  56. Politikverständnis von Helikoptereltern
    Aus meiner Sicht, spiegelt sich gerade in der hyperemotionalisierten aktuellen Berichterstattung der narzisstische Beziehungsstil der Bevölkerungsschicht, die manchmal als „Helikoptereltern“ oder „überbehütend“ bezeichnet werden, wieder. In den Familien mag sich der Beziehungsstil einigermaßen geräuschlos leben lassen, schließlich sind die eigenen Kinder abhängig und spiegeln nach belieben den Eltern ihre Grandiosität wieder, wenn diese nur so in der Lage sind, als Eltern zu funktuonieren. Wenn diese Generation mit diesem Selbstverständnis im Medien- oder Politikjob jetzt auf andere Bevölkerungsschichten trifft, die wenig Interesse haben, überbehütet zu werden und Contra geben, ist das Größenselbst halt akut in Gefahr und panisch wird versucht, dem Kontrollverlust entgegenzuwirken. So erkläre ich mir jedenfalls die aktuelle Weltunrergangspanik in den Medien. Den Narzissmus erkennt man bei anderen doch oft leichter, als bei sich selbst.

    • Das ist eine schöne Beobachtung.

    • "Den Narzissmus erkennt man bei anderen doch oft leichter, als bei sich selbst."
      Den Satz unterschreibe ich.

      Selbsterkenntnis war und ist immer nur mit Hilfe der anderen möglich. Immer. Dieses ewige und langweilige selbstgerechte Schuldzuweisen jedenfalls ist der absolut falsche Weg.

    • Das Projekt Kind
      Sie haben noch nicht erlebt, wie Projekt-Kind(er) Eltern ausrasten, wenn ihre Fechser nicht vorankommen wie geplant. Sei es schulisch, da offensichtlich kognitiv limitiert, sei es im Sportverein, wo besserer Konkurrenz Doping unterstellt wird oder nur auf dem Spielplatz, wo Mütter (und neuerdings auch Östrogen-Väter) Umstehende stundenlang mit ihrer sozialen Kompetenz beglücken. Kindergeburtstage werden durchgestylt, Eingeladene! individuell beschenkt.

      Zwar ganz o.t., doch in meinen Augen ein besonderes Highlight, das Referat eines Klassenkameraden eines Schwimmkameraden meines Sohnes: Thema: Griechenland, von den Eltern vorbereitet, die meherere Flipcharts mit extra besorgtem Werbematerial besonders liebevoll beklebten und als Höhepkt ein Buffet mit griechischen Vorspeisen anliefern ließen.


    • Ja, das Beschenken von Eingeladenen bei Kindergeburtstagen ist im Südbadischen auch eingerissen. Man will den Kindern das Erlernen des Bedürfnisaufschubs (bis zum eigenen Geburtstag) oder einer Reihenfolge (erst schenk ich was, an meinem Geburtstag bekomme ich was geschenkt) anscheinend nicht mehr zumuten. Sie werden so mit Firlefanz zugeschüttet, daß sie kaum noch zum Ausüben eigener Fähigkeiten kommen.

    • @colorcraze
      Ich frage mich, ob das schon das Resultat davon ist, dass die Eltern, die ihren Kindern alles ersparen wollen, selbst bereits in wattig-schwammigen Verhältnissen aufgewachsen sind, in denen Erwachsene keinen Halt mehr geben, sondern alle Entscheidungen „auf Augenhöhe“ ausgehandelt werden sollen.

  57. Man stelle sich nur mal kurz vor...
    statt Trump würde > Sarah Palin an der Spitze der USA
    stehen. Die Reaktionen verliefen mit Sicherheit anders.

    Denn das, was man sich früher eigentlich nicht vorstellen konnte, ist eingetreten:
    Wenn sich FRAU weniger stark als erwartet blamiert,
    wird es bereits als Erfolg gewertet.
    Das ist das Ergebnis von all dem Gender-Unsinn.
    Merkels verwechselte Tilgung mit Umschuldung und Netto mit
    Brutto und man sieht über diese Fehler hinweg.
    Ihr Markenzeichen: abgefressene Patschhändchen. Irre.
    Schamlosigkeit. Hand in Hand mit der Religion.
    .
    Bin sehr verwirrt, vielleicht ist das ja alles auch nur
    Kunst … so ala Damien Hurst und Jeff Koons.
    .
    Daher: „be just and fear not”
    Das scheint mir der einzig hilfreiche Weg zu sein.
    Meinen Dank gilt dem Don, der unermüdlich alles
    auf die Bühne zerrt.

    Das Gedicht von Robert Frost
    „The Road NOT taken“, fällt mir dazu ein.
    Ein Widerstandsgen braucht man wohl auch.

    • Der Ausgewogenheit halber,
      stelle ich mir jetzt vor-und so stand es in der Zeitung: Arnold Schwarzenegger will offenbar US-Präsident werden. Das berichtet die amerikanische Boulevardzeitung „New York Post“. Demnach strebe der Schauspieler eine Verfassungsänderung an, die es auch nicht in den Vereinigten Staaten geborenen Personen erlaube, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren. Schwarzenegger ist gebürtiger Österreicher. Die US-Staatsbürgerschaft erhielt er 1983.
      (DdH)

    • Ach ob
      Sarah Palin begeht doch die Kardinalssünde der US Politik: Weiblich, politisch aktiv & erfolgreich, attraktiv(er als die Konkurrenz) aber konversativ.

      Der Hass wäre grenzenlos(er).

    • Sarah Palin
      Sarah Palin kandidierte in 2008 als Vize-Präsidentin neben John McCain. Sie wurde erbarmungslos kritisiert. Im Vergleich dazu hat Trump unendlich viele Patzer erlaubt, welche viel schwerwiegender waren.
      Nein, die Dame hatte damals nichts zu lachen, die Medien hatten sie fertig gemacht.

    • Zusatz
      „statt Trump würde > Sarah Palin an der Spitze der USA
      stehen. Die Reaktionen verliefen mit Sicherheit anders“

      Außerdem ist Sarah Palin nicht die Art von Frau, welche von den „Gendertröten“ protegiert werden würde, ganz im Gegenteil.

      Also so einfach ist die Sache nämlich nicht. Manche Frauen sind für die neuen Gender-Feministinnen Feindfiguren, und ich möchte wetten, dass eine Frau wie Sarah Palin eher zu denen gehört.

  58. Presseclub als Niedergangsindikator der Qualitätsmedien
    Teilnehmer: Bascha Mika, Frankfurter Rundschau, Ex-taz-Chefin; Ines Pohl, Deutsche Welle, Ex-taz-Chefin, Klaus Brinkbäumer, SPIEGEL, der mit Donald „Jihadi John“ Trump auf dem neuesten Cover; und als Sidekick Wolfram Weimer.
    Bascha Mika so „Ich glaube, wenn er (Trump) hier unter uns sitzen würde, müsste man die Männer mit den weißen Kitteln holen!“, später dann, nach Zuseheranruf: „Hitler-Trump-Vergleiche sind fast ausschließlich in den USA aufgetreten.“.
    Brinkbäumer: „Die Macht im Weißen Haus wird jeden Tag neu ausgeschossen.“
    Wenn man sich die Argumente allein der beiden Demokratie-Klageweiber anhört, Ihre Körpersprache betrachtet, dann bleibt nur die Konklusion, das wird nix mehr. Große Teile der „Qualitätsmedien“ werden das so lange durchziehen, bis der Leser/Zuseher den Hahn abdreht.

    • Titel eingeben
      Ich habe bereits zugedreht: schon lange kein TV mehr.
      Und das Radio wird ausgeschaltet, wenn die stündlichen „Nachrichten“ kommen.
      Bei den bedruckten Blättern geh‘ ich nicht mal mehr in deren Online-Ausgabe. Ausnahme: FAZ-Blogs mit dem Don. Und natürlich diverse andere Blogs, aber nicht von der FAZ.

    • Titel eingeben
      Die haben auch die Chuzpe von brennenden Flüchtlingsheimen und KZ-ähnlichen Lagern in Libyen zu schwadronieren – nachdem diese Linksradikalen FakeNews bejammert haben.
      Dazu bezeichnen die dann Bannon und Teile des republikanischen Establishments als ganz klar rechtsradikal.

      Ein ganz mieser Witz, was diese von Gebühren alimentierten, antideutschen Spinner das einfach mal unwidersprochen behaupten können.

      Die sind FakeNews!! Und die wollen jetzt noch das Netz zensieren. WTF

    • Der Zuschauer als lebendes Kontrollorgan oder "Sonntags hat der Pressekodex frei"
      Einer wird es machen müssen, wollen wir nicht auf solche journalistischen Preziosen, wie kürzlich im Presseclub zu erleben, verzichten.
      Dort gab der Herausgeber der „Zeit“, Josef Joffe, auf die Zuschauerfrage, wie denn eine Amtsenthebung von Trump vonstattengehen könnte („…und ich hoffe für alle Menschen, dass sie meine Frage mit ‚ja‘ beantworten können!“) als Vorschlag „Mord im Weißen Haus zum Beispiel“ von sich (Allgemeine Heiterkeit in der Runde.).

  59. Böhmermann in die Produktion
    Komödianten werden nicht benötigt, das Leben selbst liefert die besseren Scherze.

    Drei Parteiführer tagen hinter verschlossenen Türen. Nur einer führt eine landesweit vertretene Partei, wird sich dieser Aufgabe aber wenige Tage später entledigen. Nach besagter Sitzung lassen die Herrschaften dem erstaunten Volk mitteilen, wie sein nächster Präsident heißen wird.

    Das an sich wäre schon seltsam genug.

    Lächerlich aber ist, dass deren Hilfswillige in den 17 Parlamenten, den Amtskirchen, Medien, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen etc ausgerechnet dieses Landes glauben, die Regierungsform Demokratie gegen den ordnungsgemäß gewählten Präsidenten der ältesten und stabilsten Demokratie des Planeten lauthals verteidigen zu müssen.

  60. Dirndl
    Lieber Herr Alphonso,
    Ich mache mir trotzdem Sorgen.
    Repression scheint ein gewolltes Stilmittel Trumps zu sein, das ist neu und schon beunruhigend…wieso sollte man das schön reden?
    Was Sie über Trachten und Bewusstsein für Heimat sagten, war sehr interessant, aber das muss nicht Ausdruck einer „rechten Kultur „sein, in Skandinavien ist das sehr stark.

    • Ich sehe schon, ich muss mal wieder was darüber schreiben.

    • Heimat ist nicht "rechte Kultur"
      Für mich ist es eine Wohltat, wenn ich alle paar Monate aus dem pseudointellektuellen, unverbindlichen, politisch auf Multikulti und PC verpflichteten Berlin in meine fränkische Heimat fahre.
      Dort spricht man noch Dialekt, feiert Heimatfeste, sagt was man denkt und fühlt sich seinem Dorf zugehörig und verpflichtet. Dort ist man von sich aus gastfreundlich und verbindlich zu denen, die auch freundlich und interessiert gegenüber den Einheimischen sind. Da klappt auch Integration, ich kenne einige gelungene Beispiele dafür. Alle anderen, die unfreundlichen, überheblichen und fordernden, die die denken sie sind was besseres als die Dorfbewohner, die sind die „Saupreißn“, egal woher sie kommen, die werden dann nur toleriert. Und das ist mitnichten ein Ausdruck von politischer Gesinnung sondern ein Form von Zusammengehörigkeit, Zusammenleben und Überleben. Wer sich integriert oder integrieren will, der wird in die Gemeinschaft ohne wenn und aber aufgenommen. So kenne ich das aus meinem Dorf und aus vielen anderen Dörfern meiner Heimat.
      Heimat, Tracht und Dialekt sind scheinbar nur für die intellektuell verbohrten, festgefahrenen und emotional Heimatlosen „rechte Kultur“, für alle anderen ist es das was es ist, Heimat und vorallem die eigene Identität.

    • Erna und noch eine Gästin ...5. Februar 2017: Heimat ist nicht "rechte Kultur"
      Was wäre so schlimm an „rechts“ – verstanden , wie weltweit üblich, als konservativ, also „bewahrend“?

      Die Propagandaparole vom „Kampf gegen rechts“ hat den deutschen Sprachgebrauch völlig durcheinandergebracht.

      „links“ und „rechts“ beschreiben _relative_ Positionen bzw. Richtungen, nicht absolute: die Unterscheidung stammt aus der französischen Revolution: „links“ die nach Veränderung strebenden („progressiven“), „rechts“ die auf Bewahrung der bestehenden Verhältnisse zielenden („konservativen“).

      Vermutlich würde eine riesige Mehrheit der Bundesbürger die jetzigen Verhältnisse im Großen und Ganzen bewahren und nicht umkrempeln wollen, wäre also nach der klassischen Einteilung eher „rechts“ …

      Aber man hat ihnen unter Hinweis auf die Verbrechen der Nazizeit eingeredet, konservativ und rechts sei etwas ganz schlimmes …
      Die Nazis waren aber alles andere als konservativ.

      So geht es, wenn man nur eindimensional in Dichotomien (links-rechts) denken kann, wie anscheinend die meisten Journalisten und Politiker.

      Warum soll also das Festhalten an Heimat und Tradition nicht konservativ oder „rechts“ sein? Man darf es halt nicht absolut setzen, und sollte gelegentlich daran erinnern, dass die deutsche Geschichte und auch die Regionale bzw. Lokalgeschichte vielfältig ist, und sowohl progressive als auch retardierende Elemente umfaßt. In München-Giesing erinnert z.B. ein Denkmal an die toten giesinger Revolutionäre der Räterepublik. Jeder Franzose übrigens würde sofort verstehen, daß lokale Tradition sowohl „rechte“ als auch „linke“ Erinnerungen umfaßt, ja umfassen muß.

      Man soll sich von den Grünen (z.B. Vertreiberinnen der Erinnerung an Trümmerfrauen) oder von den Höcke-Leuten (Tausend Jahre seit Otto I.) nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die haben beide kein Recht zu bestimmen, was „Heimat“ und „Tradition“ ist.

    • @Thomsen, Heimat ist nicht "rechte Kultur"
      Danke für Ihren Beitrag.
      Nein, ich lasse mich nicht von Pseudomoralisten ins Bockshorn jagen und sehe meine Heimat, unsere Gebräuche und Traditionen als einen Teil meiner Persönlichkeit an. Frei nach Wowereit:“ Und das ist gut so!“

      Solange es aber im GEZ finanzierten ÖR Beiträge wie z.B. diesen gibt

      http://www.deutschlandfunk.de/nazis-in-der-umwelt-szene-der-naturschutzgedanke-ist-ein.697.de.html?dram:article_id=376598

      solange wird schnappatmungsmäßig zwischen links-progressiv (gut) und rechts-konservativ (böse) unterschieden und der Allgemeinheit eingetrichtert.

  61. Keine Macht den Eiferern
    Es scheint in der Menschheitsgeschichte ein immer wiederkehrendes Phänomen zu geben, nämlich das Auftreten von sog. „Eiferern“, wie z. B. Girolamo Savonarola (1452 – 1498) in Florenz oder die Täuferbewegung der 1530er Jahre in Münster. Für mich sind die oben beschriebenen „Aktivistinnen“ nichts anderes als „Eiferer“ mit ihrem als Ersatzreligion dienendem Feminismus und Genderismus.
    Dementsprechend sollten sie auch behandelt werden.

    Und wer Trump mit Hitler vergleicht, ist „über dem Kopf auch noch dumm“ und hat nicht die geringste Ahnung von Geschichte und vom Faschismus als totalitäre Diktatur.

    Es ist nicht Trump, der totalitäre Einstellungen vertritt, sondern die radikalen Feministinnen und Genderistinnen, die den übrigen Menschen vorschreiben wollen, wie sie sprechen, leben und ihre Kinder erziehen sollen und welche Computerspiele sie spielen dürfen. Das haben die Nationalsozialisten auch versucht und ebenso Lenin, Stalin, Mao und die Roten Khmer.

    Bedenklicher als dass gehäufte Auftreten der Eiferer finde ich die sog. Experten im ÖR-Fernsehen, wie z. B. Frau Wehling, die sich entweder nur gut verkaufen will oder tatsächlich von Geschichte und totalitären Systemen keine Ahnung hat.

    • Hatten wir doch alles schon
      Hitler-Vergleiche gab es ja auch schon vorher, zum Beispiel die grüne Däubler-Gmelin 2002 über G.W. Bush.

      Nur mit dem Unterschied, dass die dann ihren Job loswar, während heute staatsnahe Stiftungen und Vereine zu solchen Denunziationen aufrufen mit dem Ziel, dass der Denunzierte seinen Job verliert.

    • @ Leseratte
      Korrektur: Frau Däubler-Gmelin war und ist immer noch bei der SPD.

  62. Nachrichten aus Nafristan bei Düsseldorf
    Anfang Januar wollte ich ausnahmsweise noch mal zum einkaufen in unsere herunterkommende Fußgängerzone.
    Also „Untierabwehrspray“ und Kubotan eingepackt, mein altes Drittrad genommen und los.
    Natürlich nicht mehr über den Radweg in die Stadt ( 2 mal überfallen), dann das Radl an der Drogerie vorbeigeschoben vor der ich damals, ( im 9ten Monat schwanger) von Maroks zusammengeschlagen wurde und schließlich abgebogen zum grossen Einkauszentrum.
    Links wandfüllende Schmierereien, rechts Leerstand. Vor mir ein heller Kleinwagen hin und her rangierend. ( Nachmittags, in der Fußgängerzone!).
    Plötzlich schießt das Auto 20, 30 Meter auf mich zu, passiert in weniger als einer Armlänge Abstand. Wendet hinter mir, kommt zurück, hält neben mir.
    “ Mach Platz Alde – Wir dürfen hier fahren “
    Wutgebrüll meinerseits, – die beiden jungen Südländer geben Gas und verlassen miit hoher Geschwindigkeit die Fußgängerzone.
    – Werft Schrecken in die Herzen der Ungläubigen –
    Danke Frau Merkel !!!
    Ich würde sogar einen Trump wählen wenn es irgendeine Hoffnung auf eine Regierung gäbe, die ihre eigenen Bürger wieder zu schützen verspräche.

    • Solche Geschichten erzählen Le Pen -WählerInnnen in Südfrankreich
      Leute wie der ex-Pirat und Neu-Sozialdemokrat Lauer antworten darauf, es sei in Deutschland, ja in ganz Europa noch nie so zivilisiert und friedlich zugegangen wie jetzt.

      Lassen Sie sich’s nicht verdrießen!

    • Ja, die "heilsame Furcht" die durch die kürzer hier lebenden unter uns ausgebreitet
      wird, ist bald jedem der schon länger hier lebenden bewusst.
      Nur die in schwarzen Limousinen durchs Land Fahrenden lassen sich davon (noch!) nicht beeindrucken.
      Und zeigen: auf Putin, auf den Brexit und, weil er auch so viel Breitseite zeigt, auf Trump.
      Nur: was wollen die damit gewinnen?
      Unsere Lebensrealität können die so weder schön schreiben noch schön reden!

    • ich sach nur
      Ab nach Bayern. Und schauen, das das Kreuz an der richtigen Stelle landet. Das Lieblingskostüm des Innenministers dort ist der „Sheriff“. Und der meint das ernst. Nicht umsonst wandern die Nafris weiter nach Norden. Denen ists im Süden zu „kalt“. Bzgl. Integration hilft etwas schmökern in Dons früheren Beiträgen.

    • Ich glaube, ich muss wirklich mal nach Düsseldorf ziehen.
      Da kann ich selbst überprüfen, ob diese Zustände stimmen, die meine eigene Erfahrung in jeglichen Städten in keinster Weise bestätigt. Aber wie dem auch sei: Ich hoffe, Sie sind von bleibenden physischen und psychischen Schäden verschont geblieben.

      Zu den zwei jungen Südländern (wie alt denn ungefähr?) könnte ich jetzt natürlich eine Gegenrechnung aufmachen, aber ich heiße schließlich nicht Don Alfonso.

    • Jonas Stippich, Düsseldorf geht ja noch
      Wenn man nicht gerade die Ellerstraße, Worringer Str., den Bahnhof u.a. unwirtliche Gegenden besichtigen will. Oberbilk mit der Ellerstraße ist eigentlich türkisch geprägt, aber denen reicht es auch schon lange.

      Hier in Gerresheim ist es refugeemäßig recht unauffällig, mal ein Überfall auf den Netto in der Heyestraße, die eigentlich mit den umliegenden Nebenstraßen als italienisches Viertel gilt. Die sich übrigens auch nicht so integriert haben, dass die Älteren unter ihnen vernünftig deutsch könnten, ansonsten sehr nette Anwohner, die einmal im Jahr ein Fest mit Fressalien usw. für alle ausrichten.

      Gerresheim ist noch die Insel der Glückseligen, uns interessiert die Stadt unten absolut nicht. Der OB ist schlimmer als seine Vorgänger und von der SPD, ich glaube nicht, dass die Düsseldorfer den nochmal wählen. Er hat es binnen kürzester Zeit fertiggebracht, Düsseldorf wieder hoch zu verschulden, zu Amtsantritt war Ddorf schuldenfrei. Es wäre ja blöd, kein Geld aufzunehmen, wenn das nix kostet… und nun reicht es für nix.

      Wenn Sie Abenteuer suchen, fahren Sie nach Duisburg. Die Innenstadt wird lt. polnischem Bekannten immer schwärzer, man sieht nur noch Afrikaner, Marxloh u.a. Stadtteile sind unterdessen soweit, dass sich nicht nur die türkischen Brautmodenladenbesitzer dort gruseln.

      Und sonst schauen Sie sich die Doku an
      https://www.derwesten.de/panorama/blutrache-paralleljustiz-heftige-doku-ueber-arabische-familienclans-auch-im-ruhrgebiet-id209489881.html

  63. Vorgeschichte von Einreisebeschränkungen
    Bislang habe ich in den Medienberichten noch wenig gelesen zur Vorgeschichte der Liste des U.S. Department for Homeland Security von Staaten, die Terroristen Unterschlupf gewähren und nicht ausreichend mit den USA kooperieren würden. Diese wurde bereits unter der Obama-Regierung angelegt und Europäern, die in den letzten Jahren in einen der jetzt in den Medien genannten Staaten gereist sind, dürfen schon seit Anfang 2016 nicht mehr Visa-frei in die USA einreisen.
    https://de.usembassy.gov/de/vwp_021816/

    Als jemand, der vor einigen Jahren touristisch durch den Iran gereist bin, bin ich selber davon betroffen. Natürlich ist das Einführen einer Visa-Pflicht nicht mit einem generellen Einreiseverbot für 90 Tage zu vergleichen, denn wenn ich bereit wäre die 160 Euro Visagebühr zu bezahlen und zu einem Visa-Interview nach Berlin in die US-Botschaft zu fahren, würde ich wohl ein Visum für die USA bekommen. Aber so sehr man den Sinn von generellen Länderlisten für Einreisebeschränkungen auch in Frage stellen kann, stellt doch das temporäre Einreiseverbot der Trump-Administration „nur“ eine Verschärfung der unter der Obama-Administration begonnen Politik dar, was für meinen Geschmack in der aktuellen Berichterstattung zu wenig differenziert wird.

    Hier auch noch ein schöner Artikel vom letzten Freitag, wo der ehemalige norwegische Ministerpräsident an einem U.S. Flughafen festgehalten wurde (auf Grund der Einreisebeschränkungen der Obama-Regierung, nicht der Trump-Regierung):
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-norwegens-ex-ministerpraesident-an-flughafen-festgehalten-a-1133146.html

  64. Die drei in Baton-Rouge letztes Jahr ermordeten Polizisten und die Reaktion darauf
    – unter anderem von Hillary Clinton und von BLM – das wäre erhellend, wenn es einer beackerte. Angemessen tat das in den USA Steve Sailer, soviel ich sah, hier sah ich niemand.

    Naja – und dann das da, von wegen der Gender- und überhaupt persönliche Unterschiede-Bewirtschaftung in den öffentlichen US-Debatten:

    https://www.brookings.edu/research/race-gaps-in-sat-scores-highlight-inequality-and-hinder-upward-mobility/

    Das ist ein fundamentaler Gruppenunterschied, als Ergebnis jahrzehntelanger p o s i t i v e r Diskriminierung von Schwarzen im Bildungssystem (leichtere Zugänge, herabgesetzte Standards bei Aufnahmekriterien für Schulen und Hochschulen, überproportionale Zuteilung von Stipendien).

    Ahja: Die Brookings-Stiftung ist liberal.

    Das sind also keine Hate-facts. Aber es gibt keinen gesellschaftlich akzeptierten Rahmen, solche Tatsachen anzuerkennen und zu bewerten.

    Die Folge: Enttäuschung auf der ganzen liberalen Linie, auch hierzulande. Und die Suche nach dem Sündenbock.

    Wer genaueres zu der von der Brookings-Institution geschilderten „Race-Gap“ wissen will, kann bei Heiner Rindermann/ Psychologie/ Uni Chemnitz nachschauen.

    (In der FAZ z. B. wird er nichts Erhellendes dazu finden).

  65. In guter Gesellschaft
    Einen ähnlichen Tenor hat ein Essay von Zizek in der NZZ vom 3.2.3017:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/zukunft-nach-trump-mehr-selbstkritik-bitte-ld.143572

    Zwischen beiden Texten liegen keine Klassen an Qualitätsunterschieden. Darauf können Sie stolz sein.

    • Die Seelensuche des Slavoj Zizek
      Zizek und die Suche nach dem revolutionären Subjekt. Mal war es die Multitude von Hardt/Negri, dann verstieg er sich dazu, die Slumbewohner in den Favelas dafür zu halten, später sympathisierte er mit Occupy. Lenin las Hegel und machte Revolution, Zizek schreibt dicke Bücher über Hegel und weiß auch nicht weiter. Soll man wirklich darüber sinnieren, was die Linke aus der Trump Ära lernt? Ist das nicht so als würde man nach einer finalen Konklusion bei den Lustigen Taschenbüchern suchen?

      Man könnte erwähnen, dass Marx nicht zufällig im Proletariat eine Gegenmacht zum Kapital gesehen hat, dieses heute aber gut im Unternehmen integriert ist. Bei aller botanischen Buntheit und Variabilität des modernen Unternehmens, ist es doch als Form der Arbeitsorganisation strukturell stabil. Arbeitskämpfe sind selten geworden. Man traut ihnen nach wie vor zu, ein Unternehmen lahmzulegen, nicht aber ein Organigramm zu ändern.

  66. Weil die Gegner meines Gegner mir nicht passen…
    Grandios!

    Da schreibt Herr Alphonso, dass die KPD Mitschuld am Erfolg Hitlers hatte, weil sie sich lieber an der SPD abarbeitete, um sich dann an der Opposition Trumps abzuarbeiten.

    Herr Alphonso, wie gefallen Sie sich in der Rolle der KPD?

    Bei Ihren Aussagen mag ich Ihnen nicht konsequent folgen, aber von der Richtung her, kann ich Ihnen zustimmen.

  67. Blick aus dem Glashaus (Textkritik)
    Ich lese die Texte in diesem Blog ja gern, da sie eine gute Gegenposition zu liberal-linken Artikeln vertreten und so meine Informationsdiät ausgewogener ausfällt. (Deshalb auch FAZ.) Allerdings kommt es mir immer wieder so vor, dass etwa ab der Hälfte die Argumentationskette in wirrem Schlagzeilensalat mündet.
    Beispiel hier: „Free Speech und freie Lehre wurden durch Political Correctness bedroht.“ Da wird Political Correctness direkt als Bedrohung klassifiziert für Freiheit der Gedanken und Forschung. Wie kann jemand, der sonst die gedanklichen Kurzschlüsse der Medien geißelt, sich zu solchen Vereinfachungen hinreißen lassen? Wenn die Linken Pauschalkritik anwenden, ist es dumm – und umgekehrt wird dann das Mob-Verhalten extremer Online-Linker als Königsbeweis angeführt?

    Es folgen weiterhin die naive Darstellung von GamerGate und Sarkeesians Arbeit (die im Übrigen nicht direkt voneinander abhängen) und die Verzerrung ihrer Absichten; der vereinfachende Vorwurf der Kriminalität von Schwarzen, der die gesellschaftlichen Ursachen ausblendet; auch Clintons ‚deplorables‘ werden aus dem Zusammenhang genommen, um ins Narrativ des Textes zu passen.

    Ich stimme dem Anfang und Fazit des Textes zu und finde auch den Vergleich/die Parallele zur der KPD angemessen. Es geht hier schließlich um die extreme Linke, die Illiberal Left, hier kann ich die Kritik an Online-Mob und Radikalismus nachvollziehen. Auch der Verweis an der Selbstzerfleischung der Linken ist berechtigt, hierfür gibt es in der Historie genug Beispiele.
    Es ist jedoch enttäuschend, dass viele argumentative Kurzschlüsse, die D.A. anderen Autoren vorwirft, hier ebenfalls praktiziert werden.
    Der Text übergeht am Ende zudem, dass die USA einen politischen Kulturkonflikt haben, der sich nicht leicht kitten lässt. Mehr Toleranz seitens der Liberals hilft nur bedingt – viele Trump-Wähler haben sich gegen sie eingeschossen. Zweifellos machen die Radikalisten die Situation da nicht besser, doch wird es unter Trump noch schwieriger, Brücken zu bauen.

    Mein Einwand wird wahrscheinlich von kaum jemandem gelesen. Ich hoffe dennoch, dass die Blogbeiträge hier seltener mit solchen Pseudo-Argumenten kommen, wie man sie dutzendfach wiederholt in rechten Troll-Foren liest. Das ist manchmal ernüchternd oberflächlich, auch wenn ich sonst vielen Punkten zustimme.

    • Typisch unauthentischer Kommentar - testet hier eine Partei, wie Rhetoriken ankommen?
      Ich erspare es mir und anderen, die einzelnen Windungen dieser „Argumentation“ nachzuzeichnen und auseinanderzunehmen. Ich hatte mal mit einer zu tun, die Leserbriefe für die eigene Publikation schreiben (also im Grunde fingieren) musste. Las sich exakt so.

      Es gibt hier schon lange Kommentare, die ich nicht für authentisch halte, sondern entweder die Diskussion beeinflussen sollen oder eben als Testballon für bestimmte Muster losgelassen werden. Das nervt. Es hat aber keinen Zweck, jeden einzelnen davon zu brandmarken, weil die professionellen Trolle schlicht dasselbe tun werden – es im Ergebnis also nur zu noch mehr Spam führt.

    • wg. "politischer Kulturkonflikt" in den USA und anderswo - die "Kriminalität von Schwarzen"
      und dem Phänomen der pseudo-Argumente.

      Was würden Sie als eine nicht vereinfachende Darstellung der Kriminalität von Schwarzen in den USA ansehen?
      Wäre es aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich, dass jede Kriminalitätsstatistik des Zusatzes bedarf: Früher wurden die Schwarzen in den USA als Sklaven gehalten und heute sind sie überdurchschnittlich arm und damit benachteiligt?

      Würde eine so e i n g e l e i t e t e Statistik, die besagt, dass die schwarzen US-Bürger eine hoch (hoch!!) überproportionale Mord- und überhaupt Gewaltverbrechensrate aufweisen, ok sein, aus Ihrer Sicht?

    • free speech und Freiheit der Lehre
      Nicht immer, nicht alles, nicht überall, klar: Doch hatte die Geschichtsfachschaft mindestens einen Fall, in dem eine Bachelorarbeit (wohl ausschließlich) wegen Nicht-Genderns abgewertet wurde. Weiß aber nicht, wie das ausging.

      Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Die Sprachpolizei sitzt durchaus in den Veranstaltungen (manchmal verbissen und empfindlich manchmal von honetter Provokationslust), aber das muss man auch nicht so stark gewichten, wie ja Herr Haupts immer wieder zu bedenken gibt. In meiner Seminarerfahrung macht sowas aber schon was mit dem Klassen-Klima und den Dozenten (nicht allen).
      Und solange das Angebot zum „antirassistischen Schulbuch“ ein freiwilliges bleibt…

    • "...wahrscheinlich von kaum jemandem gelesen."
      Von mir schon.

      Mich befremdet oft die hier weitverbreitete recht kritikfreie Zustimmung zu den Blog-Texten von DA. Aber vielleicht ist das auch völlig unvermeidlich.
      Der Dauerschlachtruf, die „Linken“ oder die Feministinnen sind schuld, verwirrt mich allerdings einigermaßen. Scheint hier aber so eine Art Kitt zu sein. Bleibt immer wieder die Frage, wer diese „Linken“ und all diese mal machtlos unfähigen, mal die Gesellschaft regelrecht dominierenden Feministinnen eigentlich sind? Wenn dann sogar Gabriel und die Kanzlerin „Linke“ sein sollen…

      Hätte man Zeit und ausreichendes Interesse, so wäre eine Gegenüberstellung heutiger Kommentare zu denen in 12 Monaten mit Sicherheit interessant. Es wird wohl ganz erstaunliche Differenzen geben.

    • Titel eingeben
      Setzen sie sich mit gg und sarkeesian auseinander, hier gab es vor 2,3 jahren seitenlange, sehr genaue beiträge dazu.

  68. Rettung der Kommunikation zwischen den Lagern
    Unter diesem selbstironischen Titel sei eine kommunikationsdidaktische Erzählung erlaubt:
    1. Episode, Mit-Partygast (Arbeiter), nach einer wohl zu wenig begeisterten Aussage zur Ausländerfrage: „Bist du gegen Ausländer?“ – „Ja.“ Die Frage war mir zu blöd, die Party zu laut und ich nicht in Stimmung, die notwendige Differenziertheit aufzubringen. Er hat mich nie wieder gegrüßt.
    10-15 Jahre später 2. Episode. Ich erwähne, dass die Trump-Hysterie inzwischen schon die Titelseite unserer Anzeigenzeitung erreicht hat, Trumps Schreckenspolitik wirke sich bereits auf den Landkreis aus. Darauf Mitbewohnerin (Promotion mit summa cum laude): „Bist Du für Trump?“. Achtung Falle, Nepper, Schlepper, linksliberale Bauernfänger. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:
    1. „Du kannst mich mal“ (die naheliegendste Variante)
    2. „Und wenn?“ (Ende der Kommunikation)
    3. „Ich habe über die Trump-Hysterie gesprochen, nicht über Trump“ (Kommunkation geht evtl. noch einige Schritte weiter).

    • Ja, es sind keine guten Zeiten, wenn man Entscheidungsfragen
      dieses Kalibers gestellt bekommt. Bei den Nazis war es das Volk, in der DDR war es der Frieden, zu dem man sich bekennen musste (A. Merkel hat die Friedensfrage zu installieren versucht beim Euro, der ein Frage von Krieg oder Frieden sei, damals ohne Erfolg). Faust kam ganz schön ins Schleudern, aber zu seiner Zeit war ein Zackern bei der Antwort, wie er es mit … hält, nicht mehr lebensgefährlich. Da ist der IS schon von anderem Kaliber. Wir sind zum Glück von materiellen Sanktionen bei der falschen Antwort noch einigermaßen entfernt, obwohl es offenbar an der Uni u.ä. verschiedentlich anders aussieht. In der 68er Zeit war die Frage meiner kommunistischen Kollegin noch spöttisch und nicht drohend, wie ich mich denn fühle zwischen den Stühlen. Statt Inhalte zu diskutieren, Bekenntnisfragen zu stellen, scheint mir ein totalitäres Symptom zu sein. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Verschiedene Meinungen gehören offenbar nicht zur Vielfaltsdoktrin, deshalb ist der Platz zwischen den Stühlen der einfachen Fragen ein Ehrenplatz.

  69. Fragen
    Ich stimme ihren Texten meist nicht zu und lese sie dennoch, da mich die Perspektive interessiert. Was sie hier schreiben ist alles korrekt, leider erlebt die Welt (USA oder wer auch immer, ich) gerade, dass der US-Präsident die rechtlichen Grenzen des Präsidenten durchaus ausdehnen will, dass er konfrontativ und in der Wortwahl mindestens unerfeulich agiert. Dass er Menschen um sich schart, die Lügen verbreiten und zwar in einer mir bis dato unbekannten Menge und Unverfrohrenheit. Diese Administration schert sich nicht um Demokratie. Sie hält sich gezwungenermaßen an das was notwendig ist.
    Daher meine Frage:
    Glauben sie, dass dieser Mann irgendetwas verbessern wird, für die USA, für seine Wähler (eben jene deployables) oder für irgendjemand anders als seine Clique?
    Sehen sie nicht den demokratischen Rahmen (rechtlich) wie auch die demokratische Kultur bedroht?

    Mit freundlichem Gruß
    Christian Kremp

    • Vergleichen Sie Trumps mit Merkels Handeln seit September 2015 (
      meinetwegen auch schon früher, z.B. seit der Energiewende oder der Griechenkrise) und schreiben Sie einen Besinnungsaufsatz.
      Nutzen Sie dazu die von Ihnen aufgeworfenen Fragen!
      Legen Sie besonderen Wert auf die Feststellung, durch wessen Handeln sich hier wie dort etwas „verbessern“ wird – und für wen.
      Sollten Ihnen Argumente ausgehen können Sie den unten angefügten Text zur Komplettierung der Auseinandersetzung nutzen:
      http://www.achgut.com/artikel/eine_rede_fuer_den_naechsten_bundeskanzler

    • Osterhase und Weihnachtsmann
      C.Kremp, Ihre Frage ist zunächst berechtigt.
      Allerdings schleppt sie eine meines Erachtens grundfalsche Vorstellung mit sich, die sie ad absurdum führt: Sie implizieren eine irgendwie geartete Moralität, ethisches Verhalten, demokratischen Bewusstseins und demokratischer Kultur der Politik der Herrschenden in den Vereinigten Staaten von Amerika seit ungefähr wenigstens 70 Jahren. Bis zum 20. Januar, als Trump vereidigt wurde.

      Ich glaube, ich kann Ihre Besorgnis verstehen, und Sie beruhigen: Mit der Vereidigung von Donald J. Trump hat sich nichts an der Politik der Vereinigten Staaten in den vergangenen 70 Jahren geändert. Zumindest bisher nicht. Sie wird lediglich auf eine andere Art und Weise kommuniziert.

    • Aha
      dass der US-Präsident die rechtlichen Grenzen des Präsidenten durchaus ausdehnen will,

      Wo denn das?

      dass er konfrontativ und in der Wortwahl mindestens unerfeulich agiert.

      Wenn man die Reden anhört, hört man davon nix. Und wie Presse über den herzieht, hätte er allen Grund für eine stärkere Wortwahl.

      Dass er Menschen um sich schart, die Lügen verbreiten und zwar in einer mir bis dato unbekannten Menge und Unverfrohrenheit.

      Da fallen mir die Namen Stegner, Schwesig und Bofinger ein und die bereichernden Fachkräfte.

      Diese Administration schert sich nicht um Demokratie.

      Aha, aber Merkel macht das?

  70. Trump ist nicht Hitler
    Aber zwei Dinge fallen schon auf. Er versucht das zu tun, was er im Wahlkampf versprochen hat. Und er könnte Erfolg haben. Gibt es etwas, was einen etablierten, europäischen Politiker mehr verunsichern könnte? Der Kern von Redlichkeit ist die Übereinstimmung der Rede einer Person mit dem, was diese Person tut. Insofern haben viele unserer etablierten Politiker ein Unredlichkeitsproblem.

  71. Na, Gott sei dank...
    …endlich wieder ein Artikel. Ich fürchtete schon, dass Don A. etwas zugestoßen ist. Jetzt aber erstmal lesen…

    • Ja, man macht sich immer Sorgen,
      wenn der Don abtaucht und der letzte Kommentar ein altes, vielleicht tagealtes Datum hat… Früher fürchtete ich, er sei mal wieder über den Lenker gegangen (tat der öfter), heute fürchte ich, dass die Netzfeministinnen ihm am Ende doch auflauerten…

  72. Das Baertchen
    Lieber Don,

    sehr guter Beitrag, wie man ihn such häufiger von den hauptamtlichen FAZ Redakteuren wünschte. Dem „Toothbrush“-Schnauzer (übrigens eine amerikanische Erfindung im späten 19. Jahrhundert) war ja vor 2 Jahren auch Angie M. wg. Griechenland zum Opfer gefallen, jetzt ists halt Donald. Der Schnauzer ist das, was das auf den Kopf gestellte Pentagon unseren Vorfahren einmal war – Symbol des Bösen an sich. Universal einsetzbar, einfach zu malen, verständlich ohne Worte. Der linke Multi-Kult duldet keine Abweichler (wie jeder andere Kult auch) – das Satanssymbol „Bart“ dient der visuellen Entlarvung von Opposition und quasi automatische Auslösung negativer Emotionen. Die konsensbesessene Angie hat sich mit dem Flüchtlingsopfer gereinigt (trotz Gnade der späten Geburt), den Donald schert so was viel weniger – au contraire. Wie de Gaulle schon richtig bemerkte – Staaten haben keine Freunde, nur Interessen. Obama wollte „Freunde“ und versagte, Trump sucht Verbündete, auf Zeit. Falls Merkel&Co Realpolitik vergessen haben sollte – mal Henry Kissinger fragen, oder von Rochau lesen.

    Cheers,
    Der Onkel

    • another fine mess:
      (übrigens eine amerikanische Erfindung im späten 19. Jahrhundert)
      .
      Hatte nicht Stans dicker & gerne singender Kumpel Ollie auch so ein fesches Bärtchen? Und war der nicht süß, der Ollie?

  73. Salbe auf die Wunden der "deplorables"
    Danke für die klare und sachliche Darstellung

  74. Ein trumpfeindlicher Text wäre sinnvoller gewesen, scheint mir
    Denn wenn ich sowas wie diesen Beitrag lesen will, dann kann ich mir Trumps Twitter-Feed anschauen. Dessen Beiträge haben wenigstens eine redeeming quality. Sie sind kurz. Und sie befinden sich auf dem gleichen Niveau.

  75. Rational
    M. E. betreibt Trump eine durchaus rationale Agenda. Er bewegt sich im Rahmen der ‚Grand Strategy‘, die seit 1945 die Politik der USA leitet, hat aber erkannt, dass das Land überdehnt ist, durch schlecht geführte Kriege etc. und eine Atempause, eine Reparaturphase benötigt (W.I.L. „Drei Schritte vorwärts, zwei Schritte zurück“) Darin unterscheidet er sich von dem Teil der Eliten, der die Globalisierung ‚ohne Rücksicht auf Verluste‘ intensivieren will. Da dieser Teil die führenden Positionen innehat, muss Trump einigermaßen radikal agieren. Er wird vermutlich die Regelungsdichte bei ökonomischen Vorhaben reduzieren, dazu applaudiert ihm und ermuntert ihn zuletzt z.B. F. Fukuyama im „American Interest“. Das System der Checks and Balances in den USA wird etwas leiden, aber es ist sehr robust. Der Theaterdonner rund um Trump ist bloß Show. Für Europa wird es spannend, er wird mit dem UK ein gutes Abkommen schließen, das Ländern wie Frankreich oder Italien einen Hebel in der EU – gegen Deutschland – in Richtung einer Fiskalunion geben wird. Dann explodiert die Stimmung in D’land und es wird zahlen müssen. Nein, nicht ganz D’land, sondern Bayern, denn die Berliner haben nichts, und auch der Ruhrpott ist blank, ganz zu schweigen vom Osten. Dann wird sich zeigen, wieviel ihre Stücke wirklich wert sind, geschätzter D.A.

  76. Il principe
    Das Schlimmste an Trump ist, würde ich, wäre ich Meinungspfleger bei der ZEIT, schreiben, das Schlimmste an Trump ist, würde ich also sagen, daß er dran ist, uns Deutschen den moralischen Rang, die Schlechtesten in der Welt und die Übelsten aller Zeiten zu sein, abhandeln will. Wir warnen den wirklichen Trump vor dem Bruder Trump in uns. »Der Balken im Auge ist das beste Vergrößerungsglas.« Wäre ich aber halbwegs bei Sinnen, würde ich mich in die Verantwortungsethik von Machiavelli, Il Principe vertiefen, um zu erfahren, was an der Zeit ist.

    • Verantwortungsethik?
      Versuchen Sie’s mal mit dem Artikel „Was hat Trump vor“ des Machiavelli-Kenners Marco Gallina, auf Tichys Einblick.

    • Vielleicht ist die schlimmste Untugend der Deutschen die Besserwisserei
      die sich dann zum Guten wendet, wenn diese über den Ehrgeiz des konstruktiven Beweises Leistung und Nutzen schafft.

      Im Schlechten glauben wir vielleicht, dass „ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen die Deutschen“ methodisch ein Kompliment ist.

      Wenn es tatsächlich so etwas wie rationalen Fanatismus als Fortentwicklung aus Starrsinn oder Nibelungentreue gibt, könnte dies erklären warum Deutsche im Osten die unbelehrbarsten Kommunisten und im Westen die gläubigsten Kapitalisten – nicht operativ – sondern im Sinne einer Glaubensüberzeugung wurden, nachdem und weil die Additivreligion Nationalismus und Sozialismus so entehrend gescheitert ist.

      Ebenso wie die Allierten ihre Kriegsverbrechen und eigene Verrohung gegen die deutsche Zivilbevölkerung mit dem Kampf gegen den Antchrist Hitler legitimieren konnten – und diesen Evergreen für jeden drittklassigen Gegner aufspielen – ist der Nazi-Keulen-Reflex vielleicht tatsächlich ein verzweifeltes Festhalten an der zuletzt erlaubten moralischen Sinngebung des „Made in Germany“ dort, wo Fusball und wirtschaftlicher Erfolg nicht hinreichen.

      Dass der „Führer“ uns Deutsche so beherrscht und beherrschbar macht, erfüllt das Tausendjährige Reich auch in einem Sinne.

  77. @ Uwe Dippel, ou le membre autonome du Docteur S.
    Das Filmdrehbuch von Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb scheint bei genauem Hinsehen eine Lösung für den seit Trumps Wahl zum Potus herbeigeredeten sicheren Untergang der US-amerikanischen Nation zu verbergen.
    .
    Nämlich: Trump bietet allen, die jetzt randalierend den Untergang heraufbeschwörenden Patrioten und Patriot*Innen an, sich Dr. Seltsams unterirdisches*) Zuchtprogramm in polygynen Lebensgemeinschaften mit zehn Frauen pro Mann vorsieht, anzuschließen (nur bestes Genmaterilal). Mit der Überzeugungskraft des www. und den aktiven Sprachrohren der Antitrumpkampagne wird das zu bewerkstelligen sein. Oberirdisch könnte ja alles seinen Gang weitergehen. Wie der Film wissen ließ, stieß der Vorschlag, zumindest unter den männlichen Politikern und Militärs großen Zuspruch.

    *) Eine Ablegerzelle des Zuchtprogramm könnte auch mit hiesigen Aktivisten und -*Innen, der Aufzählung mich jetzt doch ermüden würde, eingerichtet werden, sofern die Kolonialbehörde in Washington zustimmt. Die Bundeswehr wird sicher eine ihrer obsoleten Untertageanlagen dafür zur Verfügung stellen. Wie man hört, sollen ja in Schneizlreuth-Oberjettenberg schon so einige geheime Versuche laufen. Aber ob Bayern dabei mitspielt….?
    (DdH)

    • Attention!
      Wenn ich jetzt hier noch das Zitat des guten Doktors einfügte, und mich etwas mehr darüber ausliesse, das Zitat das Sie wahrscheinlich wissentlich unterschlagen haben, also was bestimmte Qualitäten der Damen betrifft, also dann kämen wir alle wahrscheinlich in Teufels Küche.

      Weil der gute Doktor hatte schon eine gewisse und gleichzeitig präzise Vorstellung von Attributen.
      Und wenn ich mir da so die Galerie der femininen Lieblinge unseres Gastgebers, also, ob die 10 da zusammenkommen, die den Kriterien wenigstens des Dr. Sellers entsprechen, hmm.

      Deshalb wäre die von Ihnen als unter Umständen ermüdende Aufzählung – ich halte das mal eher als PC zugute, dass diese nicht zustande kam – , also vielleicht nicht direkt zielführend.

      Schon gut, schon gut, ich höre mit diesem Thema jetzt auf!

  78. Kritik der Pauschalkritik:
    Guter Beitrag!

  79. Trump im Wahlkampfmodus 2020
    Zitat Don Alphonso: „Natürlich gibt es auch eine Mitte, die sich den manichäischen Politsekten und Lagerdenken verweigert. Sie bekommt es aber mit einem ausgesprochen into-leranten Linksradikalismus zu tun, der alles, was nicht seinen Maximalforde-rungen entspricht, als Abweichler brandmarkt und in die Ecke der Faschis-ten stellt.“

    Sorry, ich bin keine Linksradikale, auch keine Gendertröte, stelle aber Bannon „in die Ecke der Faschisten“. So einer ist nun der engste Berater des Präsidenten im Weißen Haus, eines Präsidenten, der vom KuKluxKlan „endorsed“ wurde.

    „Ich finde da auch vieles befremdlich, aber aller Voraussicht nach wird Trump mindestens 4 Jahre mit breiten Mehrheiten in beiden Parlamenten die Geschicke des Landes führen.“

    Ich finde vieles nicht nur befremdlich, sondern gefährlich.
    Trump wird das Land so lange spalten, bis er einen Ausnahmezustand einberufen kann. Jeder ist frei, diese Einschätzung als „Hysterie“ zu verbuchen.

    In 2018 gibt es die „mid-term“ Kongress-Wahl. Alle 435 Stimmen des House of Representatives stehen zur Wahl und 33, also 33% vom Senat. In 2018 werden die Demokraten natürlich versuchen, möglichst gut abzuschneiden, um die Mehrheiten der GOP zu kippen.

    Trump bzw. seine Verbündeten reden idR jetzt schon von acht Jahren Amtszeit. Als sei das selbstverständlich, quasi eine bereits beschlossene Sache.

    So hat Trump auch gleich nach der Inauguration seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl von 2020 offiziell angemeldet. Das ist äußerst ungewöhnlich.

    Der praktische Nebeneffekt: Er kann durchgehend bis 2020 sich die Kosten seiner vermeintlichen Wahlkampagne völlig legal vom Staat erstatten lassen. Seit Dezember 2016 sind das über 12 Mio. Dollar.

    Das passt, hatte er doch gleich nach seiner Wahl verkündet, dass er in seiner Amtszeit mit den bisherigen „Rallies“ weitermachen will, also in Arenen und Hallen vor großen Menschenmengen auftreten will. So kann er seine Basis, das „Movement“ pflegen und die Kosten als Wahl-kampagne von der Treasury gutschreiben lassen.

    Wenn die Medien Trump nun immer wieder vorwerfen, dass er nicht „presi-dential“ sei, sondern sich so benehmen würde, als ob er immer noch Wahl-kampagne macht, so haben die doch damit nicht Unrecht. ;-)
    http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2017/02/03/512888131/trumps-campaign-paid-millions-to-his-own-properties-fec-documents-say

    ***

    Bannon wird nachgesagt, dass er ultrarechte Positionen mit dem Leninismus vermischt. Sollte das zutreffen, so machen Trump und Bannon jedenfalls nicht den gleichen Fehler, wie sowohl die Kommunisten als auch die Nationalsozialisten getan haben, von welchen Religionen geächtet bzw.verboten wurden, denn die Christen werden von Trump im Gegenteil regelrecht hofiert.

    So will Trump jetzt auch möglichst das Johnson Amendment aus der Verfassung streichen und den christlichen Kirchen und Sekten eine volle religiöse Freiheit einräumen, sodass sie politisch aktiv sein dürfen, sowohl in Predigten von der Kanzel als auch bzgl. politischer Spenden.

    Quelle:
    “I’m a Leninist,” Steve Bannon told a writer for The Daily Beast, in late 2013. “Lenin wanted to destroy the state, and that’s my goal, too. I want to bring everything crashing down, and destroy all of today’s establishment.” (Später wollte Bannon angeblich von diesen Worten nichts mehr wissen.)

    In seinem Artikel in „The New Yorker“ beschreibt der Autor Ryan Lizza den ziel-strebigen Weg Bannons über Sarah Palin und die Tea Party zu seiner heutigen Machtstellung im Weißen Haus.
    http://www.newyorker.com/news/news-desk/steve-bannon-will-lead-trumps-white-house

    Ins Weiße Haus, um das Establishment zu zerstören, um es dann wodurch zu ersetzen? Durch ein frisches Trump – Bannon Establishment? Schaut man auf die Auswahl der Kabinettsmitglieder und Berater, kann man leicht zu dieser Schlussfolgerung kommen. Wallstreet ist dabei jedenfalls stark vertreten.

    ****

    „Deshalb steht hier kein trumpfeindlicher Beitrag.“

    Tja, wenn jede Kritik gleich als „trumpfeindlich“ gelten soll, dann ist das auch eine Message. Was sagt es von seinen Anhängern aus, wenn sie keine Kritik ertragen können/wollen bzw. diese auf eine 100 Tage Frist setzen wollen?

    • Kucken Sie nochmal da, bitte - und falls Sie mögen, schauen Sie was Trump-Berater Bannon für
      Gert Wilders und Nigel Farage und und und an erster Stelle für wichtig hält – ok – ich plaudere es aus: To police out the racists and scums.

      (Und erstaunlich eigentlich: Bannon sagt all‘ das, als der Brexit noch für denkunmöglich und ein Wahlsieg Trumps als für – hehe – psychisch gesunde Menschen zumindest denkunmöglich angesehen wurden.

      Außerdem sagt Bannon hier die entscheidenden Sätze an ein Profi-Publikum von Medienleuten. Ihr verpasst die wichtigsten und die besten und die spannendsten Geschichten, sagt er, wenn ihr das alles nur für Irrsinn erklärt. – Das war eigentlich der x-Millionen-Euro (und Pfund, und Dollar…) Gratis-Tipp an die Medien. Hat ihn eine(r) gehört?!

      https://www.buzzfeed.com/lesterfeder/this-is-how-steve-bannon-sees-the-entire-world?utm_term=.faPA7xKJb#.uovxEpGaX

      Beste Innenansicht von Bannon, die ich kenne. Sein Leninismus – nun ja: Bedenken Sie: Bannon kommt aus der katholischen, provinziellen Arbeiterschaft – ziemlich weit unten, dieses North Carolina, aus Sicht des Establishments – ich war mal da: Du lieber Gott – verglichen damit ist jede Schweizerische Mittelstadt ein Musen- und Geistestempel per se. Da lernt man schon das Vokabular kennen – und auch, damit zu spielen: Von wegen das Schweinesystem muss weg, der Kapitalismus erledigt sich von selbst, der Staat ist ein „Scheißkerl“ (sagte – nein, hehe, nicht Lenin: Noch besser – viel besser, eigentlich: Marx; – – aber wie sehr er sich täuschte…Es ist ja nicht nur so, wie Herr Haupts weiter oben mal gesagt hat, dass die Werttheorie, und damit das theoretische Unterfutter von „Das Kapital“ obsolet ist, nein-nein: Auch die Idee, dass der Saat absterben werde, ist ja fälschester Histomat – – ok, ok). – Sie können nichts für meine Lektüren, ich weiß. Verglichen damit ist Fukuyama ein Vorhersage-Genie! (Ach Gott, wenn das die Bindestrich- und Zusammen- und Getrenntschreibungs-Streife zu Gesicht bekommt, krieg ich auch mein Fett ab – – .

      Aber nicht vergessen, sagt Steve Bannon: 1) Die guten Geschichten findet man außerhalb der Medienblase und: 2) Den Rassisten soll man, wie Farage das ganz gut vormacht, den Weg nach draußen weisen (gilt auch für die AfD, wie ich finde: Wichtig!).

    • Titel eingeben
      @ Dieter Kief
      „Und erstaunlich eigentlich: Bannon sagt all‘ das, als der Brexit noch für denk-unmöglich und ein Wahlsieg Trumps als für – hehe – psychisch gesunde Men-schen zumindest denkunmöglich angesehen wurden.“

      Vielen Dank für den Link, interessant.
      Ich hielt den Brexit nie für unmöglich, ich war davon überzeugt, dass die Engländer (nicht die Schotten) sich dafür entscheiden werden.

      Nachdem Bernie Sanders aus dem Rennen war und Trump zum Kandidaten der GOP gekürt wurde, habe ich ihm größere Siegeschancen eingeräumt als Hillary Clinton. Es gab später nur eine kurze Zeit, als ich daran zweifelte, das war nach dem Sex-Video, als Clintons Umfragewerte stiegen. Dann pendelten Trumps Werte wieder ein, und ich war über seinen Sieg nicht im Geringsten überrascht.
      Die acht Obama Jahre hatten den ersehnten „Change“ in weiten Teilen der Bevölkerung nicht erwirkt, die Zeit war reif.

      Nachdem man mit den Rassisten geflirtet hat, wie will man die denn loswerden? Man braucht doch deren Stimmen. Oder wollen die alle, Trump, Bannon, plötzlich bürgerlich sauber und brav werden? I doubt it. Die lieben doch die Provokation. Die amerikanische Basis des „Movements“ will die Show. Bitte nicht vergessen: Trotz „Black lives matter“, Inklusion etc. ist die USA immer noch teilweise ein rassistisches Land.

      Natürlich wurde Trump von den Medien unterschätzt. Das tat ich nie, obwohl ich ihn ablehnte. All das ist jetzt völlig uninteressant. Jetzt muss Trump nur Eines: Er muss liefern. Und wenn er das nicht schafft, ist er genauso schnell weg vom Fenster, wie er aufgestiegen ist, und dann kann ihm Steve Bannon bzw. die ganze Propaganda auch nicht mehr helfen. Propaganda kann man nicht essen.

    • @ Tamarisque - Sie könnten jetzt reich** sein - hehe - vielleicht waren Sie's vorher schon
      Und Niederlande, Frankreich?

  80. ich verstehe die Welt einfach nicht (mehr)...
    ohne Trump unkritisch sehen zu wollen, aber auf einmal werden amerikanische Militäraktionen kritisch gesehen und ich kann einfach keinen Unterschied zwischen ObamaClinton und Trump in dieser Hinsicht erkennen. Nach Ansicht von D. Ganser gehört ObamaClinton genauso wie fast alle Pres. an den Intern Gerichtshof nach Den Haag, weil auch ObamaClinton einfach gegen die UN-Charta verstoßen haben. Ich wette das jetzt auf einmal große Teile der Medien Schnappatmung gekommen und Empörung heucheln werden, wegen der auf einmal registrierten Trump´schen Aggressionen. Ist noch gegenwärtig welche Widerwärtigkeiten Obama in seinen letzten Amtstagen noch begangen hat?

    • Auch Trump wird den militärisch-industriellen Komplex bedienen müssen.
      Da dürften viele hunderttausend Arbeitsplätze dranhängen. Einheimische! Dieser Komplex braucht die Kriege, um Geld zu verdienen. Und es verdient ja, weiß Gott, nicht nur dieser.

      Diese Kriege beginnen ja nicht mit dem Einsatz von Waffen. Lange vorher sind die Medien in Stellung gegangen, die Hobby-Kommentatoren auch, die PR-Leute, die Filmindustrie usw. Irgendwann sind die Völker dann soweit zugerichtet, dass sie bereit sind loszumarschieren. War doch immer so.

      Ich glaube übrigens nicht mehr, und verstehe die Welt insofern ganz gut, dass die Ebene, auf der all diese Konflikte, diese Rechthabereien, Schuldzuweisungen etc. geklärt werden könnten, jemals erreicht werden wird.

  81. D.A.'s Texte empfinde ich fast immer als erfrischend, aber wenn ich einen Schritt zurücktrete,
    dann stelle ich aus eigener Erfahrung fest, dass die Äusserung eines seiner vielen und vielfältigen Gedanken als FAZ-Leserkommentar, auch – oder gerade! – wenn die Formulierung ähnlich ist, statistisch praktisch sicher wegzensiert wird.

    Das weckt den unguten Gedanken, dass die früher unzweideutig pluralistische FAZ sich einen D.A. vielleicht nur noch als eine Art von Hofnarren halten könnte, der in seiner isolierten Kolumne unter der sorgsam assoziierten Pose der Narretei für Meinungen tanzen darf, die ansonsten vom Meinungszeitgeist auch in der FAZ weggewaschen werden. Nach dem Motto „Haha, wie haben wir gelacht, als der Hofnarr tatsächlich sagte, der Kaiser habe doch gar keine Kleider an…“.

    In einem der wirklich guten Artikel in der „Rest-FAZ“, nämlich „Not my Big Brother“ von Christian Geyer, wird schön – und bedrückend – analysiert, wie Orwells Dystopie primär nicht einer Big-Brother-Überwachung galt, sondern der erbarmungslosen Erschaffung eines Sprach- und in der Folge Denkraumes, in dem das von den herrschenden Kreisen nicht Gewollte auch garnicht mehr gedacht werden können sollte. Und diesem Ziel WAR (!) nicht nur der hier von D.A. zitierte links-„liberale“ (welch ein Gutsprech!) ehemalige US-Diskurs-Hegemon ziemlich nahe gekommen, sondern das ist mMn immer noch die Situation tonangebender und sehr breiter Kreise in Deutschland, denen gegenüber die tatsächlichen primitiven Rechtsextremen nur eine zahlenmässig völlig unbedeutende exotische Ecke darstellen.

    Ich hoffe, dass meine betrübliche Befürchtung wenigsten unter dieser isolierten Kolumne nicht wegzensiert wird…

  82. Omnis comparatio claudicat
    Der gedankliche und sprachliche Fehler liegt in dem Begriff „Vergleich“. Meistens ist „Gleichsetzung“ gemeint, wenn von „Vergleich“ die Rede ist. Im Verb wird’s noch deutlicher: „vergleichen“ bedeutet eben nicht „gleichsetzen“, vergleichen heißt Unterschiede herausarbeiten. Mich kann man, wenn es jemand mag, gerne mit Hitler vergleichen, regt mich weder an noch auf: Ich bin vergleichsweise größer, blonder, habe makellose Zähne, keinen Schnauzer, kann besser Englisch und schneller laufen und mag keine Schäferhunde, bin nicht fremdenfeindlich und hab‘ mehr Eier und kann Wagner-Opern nicht ausstehen. Gleich sind wir, dass wir beide Vegetarier sind. Nur, was bringt so’n Vergleich?

  83. auch nach Tabletten Trump keine Stimme für die AfD.
    Ich verfolge diesen Blog erst seit einigen Monaten genauer, lieber Don, aber die Klassifikation Linker+Weltfremder+Kunstgeschichtler geht seitdem nicht mehr …
    auch sehe ich eine erhebliche Aussenwirkung des Blogs, s. BKA-Posse zum Fascho Druiden B. B. light im SPTV. Danke.

    Bin gespannt wie lange du…Piraten hatten ein paar kluge Leute…keine Stimme für rechts der Merkel-CDU(= u. a. CSU) noch propagierst.

  84. zusammen schreiben
    Lieber Don Alfonso (das ph passt nicht zu Don),

    Sie müssen unbedingt an Ihrer Rechtschreibung arbeiten. Vor allem Ihre not orische aus ein ander Schreibung ist kata strophal. Wenn Sie und ein Freund einmal von ein paar Polizisten fest genommen werden und anschließend zusammen brechen, begreifen Sie womöglich den Unterschied.

    „… Donald Trump auseinander zu setzen“, das Verb heißt:

    (Zitat Duden):

    aus­ei­n­an­der­set­zen
    Wortart: ℹ schwaches Verb
    Häufigkeit: ℹ▮▮▮▯▯
    Rechtschreibungℹ
    Von Duden empfohlene Trennung: aus|ei|nan|der|set|zen
    Alle Trennmöglichkeiten: aus|ei|n|an|der|set|zen

    Beispiele: sie hat sich damit auseinandergesetzt; er brauchte viel Zeit, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen

    • Titel eingeben
      Lesen Sie hier öfter; Sie werden sich an seine sanfte Legasthenik (oder wie immer das heißen mag) gewöhnen :-)

    • Sie hamse nicht alle
      Ist vielleicht Legastheniker, schon mal dran gedacht? Nein, aha. Bin ich aber froh, wenn Sie kein Lehrer sind.

      Völlig wurscht, wie er den Kram schreibt. Hauptsache, die Logik stimmt und das Feuer. Kenne viel Langweiligere, die alles korrekt schreiben.

    • @Grammaticus (Besserwisser)
      Don Alphonso ist aus „Cosi fan tutte „. Der Don hatte bei seiner vom Libretto abweichenden Schreibweise sicher einen Hintergedanken?

    • Toll Patsch
      Ich bin allein stehend, das finde ich gut, denn da bin ich selber drauf gekommen. Nur mit der neuen Deutschen Recht Schreibung habe ich gräuliche Probleme, manchmal auch bläuliche. Trotzdem ist es wohl bekannt, dass ich ein nichts sagender Typ bin, der einem Leid tun kann.

  85. Hitlervergleiche
    Der Hitler-Vergleich hat in den USA Tradition
    https://twitter.com/Pepipopa/status/814167143520632832

  86. Culture-of-victimhood
    …wagemutig bloss gestellt!
    Das ist schon fast „culture of honour“. Dankenswert, Don…und mehr davon!

  87. Müßten wir uns wundern,
    wenn Trump auch für aus dem Ruheraum Deutschland Kommende mit Doppelpaß Einreisesperren erließe?
    .
    Ich meine nur, falls einer seiner Sicherheitsberater Kenntnis über den Umgang deutscher Sicherheitsbehörden nicht nur mit erkannten sogenannten „Gefährdern“ aus islamischen Staaten erhält.
    .
    Den Fall des inzwischen sicher schwer mit seinen Jungfrauen beschäftigten Trucker-Amri und den Umgang mit den sogenannten Sicherheitsbehörden kennen wir ja inzwischen zu Genüge. Nicht nur wegen Führen eines ein Kraftfahrzeuges auf öffentlichen Straßen ohne Fahrerlaubnis ( § 21 Straßenverkehrsgesetz (StVG)). Nach dem darauf folgenden Fall, ähnliche Vita, Haikel S. (36), tunesische Asylbewerber, von den Behörden eingestuft als radikaler Salafist, im Interpol-Fahndungssystem ausgeschrieben einer der Hauptverdächtigen des Terroranschlags auf das Bardo-Museum in Tunis am 18. März 2015 mit 24 Toten. Läuft in Deutschland bis vor 4 Tagen frei herum (und demnächst vermutlich erneut). Gut, beide hatten NOCH keinen deutschen Paß. Aber den werden in absehbarer Zeit auch viele der Erntemonatgeschenkte führen, denke ich.
    (DdH)

    • Sesam öffne dich, Germania, und die vierzig Räuber
      Schon seit Atta Safe Haven hier, und die Five Eyes reichen nicht jede Info weiter, weil sie Germany nicht trauen, zu Recht.

      Mit solchen Durchläufern und schutzsuchenden Mördern, auch der von Miss Ladenburg, jederzeit bewiesen, das Misstrauen.

  88. @SCP Ich habe Ihren Einwand gelesen
    und stimme Ihnen zu: Don, der große Schwierige, macht es sich in letzter gerne etwas einfach!

    Don Alphonso sagt:
    5. Februar 2017 um 10:26 Uhr
    psssssst, wer wird denn hier mit Originalquellen den Linken die Stimmung verderben?
    Am Ende weist noch jemand darauf hin, dass auch Mussolini als Kommunist begann.

    O mei, Don! Jetzt kummst aber innan Schmarrn nei! Mussolini begann als sich dem Wehrdienst entziehender Sozialist (zwei Jugendsünden, die Thorsten Haupts nicht begangen hat!). Den Militäreinsatz holte er dann publikumswirksam im 1. Weltkrieg nach. Aber Kommunismus hin, Sozialismus her, vielleicht ist sogar bedenklicher, dass er lange Zeit ein vielschreibender Journalist war, wobei natürlich jede Ähnlichkeit mit schreibenden Kunstfiguren rein zufällig ist!

    Merke: Es gibt eine Geschichte der geographischen Region Italien auch nach dem Einmarsch der Langobarden …

  89. Wer ist der Feind?
    das scheint mir heute das Hauptproblem zu sein.
    Diejenigen die mit Vergleichen schnell bei der Hand sind vergessen meist, das es nicht die typischen Aufreger sind, an denen echte Bedrohung erkennbar wird.
    Die stereotype Naziverehrung als Antigott in Form des Holocaustgedenken ist in seiner tabuisierten Form ein perfektes Verdrängungsinstrument.
    Wir reden nicht über bedrohliche Methoden, sondern über Menschen die wir für bedrohlich halten.
    Das kann stimmen, aber auch völlig daneben gehen.
    Zur Zeit gibt es auch viele Demokraten die demokratische Spielregeln unterlaufen für den „richtigen“ Zweck.
    Aber der einzige Schutz vor Totalismen jeglicher Art ist allen, die sich solcher Methoden bedienen die rote Karte zu zeigen und nicht nur denen, denen man es ob ihrer Lautstärke unterstellt,
    Und da sehe ich die Hälfte unserer selbstgerechten Demokraten in Politik und Medien als größere Bedrohung an. sie blicken auf die Splitter im Auge ihrer Kontrahenten, statt die Balken in den eigenen Augen zu entfernen und nur Letzteres ermöglicht die Geister des Totalitarismus im Zaum zu halten, sonst wird sehr schnell der antifaschistische Elan selbst zu dessen größten Beförderer.
    Ohne die antifaschischtische Paranoia müßten wir uns über diese Geister gar nicht mehr unterhalten. Nun ist sie mehr als das und keiner weis wieviel mehr. Aber mit jeder aktion gewinnt sie an Substanz.

  90. In Berkeley haben gar keine Linken randaliert wg. Milo Yiannopoulos, sondern "anonyme Rechte"
    – eingeflogen aus den gesamten USA, um den demokratischen Ruf der Hochschule zu zerstören – sagt Robert Reich:

    https://www.youtube.com/watch?v=K977LL87rd8

    Reich, ehedem Arbeitsminister unter Clinton, jetzt führender Berkeley-Polit-Professor, hat bei den Riots wg. Yiannopulos genau hingeschaut: Und niemanden erkannt. Das ist der Beweis seiner obigen Aussage. Alles einwandfrei!

    Ebenfalls einwandfrei heute in der WAMS: Sascha Lehnartz weiß, dass Richard Spencer „ein Nazi“ ist. Amerikanische Alt-right = Nazi. Ok.
    Überschrieben ist sein eigentlich interessanter Aartikel „Das Nazi-Dilemma der Demokraten“ – es ist aber nicht nur das Nazi-Dilemma der Demokraten, es ist auch das Nazi-Dilemma der liberalen Deutschen Öffentlichkeit.

    Es ist die mittlerweile weltweit erhältliche Nazi-Milch der faulen Denkungsart. Ein leider erfolgreiches Produkt der internationalen FalschdenkerInnenvereinigungen.

    • Richard Spencer
      Na ja, Richard Spencer mag kein „Nazi“ im engeren Sinne sein, ein white nationalist ist er aber auf jeden Fall. Ich habe längere Zeit seinen Twitter-Account verfolgt, das ist schon recht extrem. Allerdings ist der Mann an und für sich unbedeutend, m.E. ein größenwahnsinniger Narzisst, dem medial zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    • @ tommy - ok Spencer ist kein '"Nazi" im engeren Sinne" - und er mag ein Wichtigtuer
      sein, grün hinter den Ohren, unausgeschlafen, lautsprecherisch. Ok.

      Nicht meine Sache ist es, psychopathologische Ferndiagnosen anzustellen. Aber ok –

      Ich halte ihn für das da oben, so ca., aber ich halte ihn nicht für einen Flachköpper und – nicht für einen Zyniker.

      Es sind Dinge wie die von der liberalen (!!) Brookings-Institution gerade wieder veröffentlichten Matheleistungen der US-Schwarzen, auf die auch Spencer sich bezieht.

      Die Zahlen sind ziemlich deutlich:

      Debatten:
      https://www.brookings.edu/research/race-gaps-in-sat-scores-highlight-inequality-and-hinder-upward-mobility/

      Man muss sie nicht wie Spencer interpretieren – aber man wird – von mir aus auch t r o t z Spencer – nicht an ihnen vorbeikommen.

      Tatsache ist, dass derlei hierzulande n i cc h t kommuniziert wird. Am liebsten hätten es die liberalen Hätschelkinder des Zeitgeistes, sie könnten sich einfach hinter Spencer verstecken und den lieben langen Tag buhh, buhuuu (= Nazi, Nazi!) rufen – und schön weiter den Kopf im Sand lassen.

      Das aber kann auf Dauer nicht funktionieren.

    • Sorry, aber Monsieur Spencer glaubt tatsächlich an die genetisch intrinsische
      Überlegenheit der „weissen Menschenrasse“ gegenüber allen anderen. Und ihrem daraus abzuleitenden Recht auf Herrschaft.

      Yep, DAS ist Teil einer hasenreinen Nazi-Ideologie.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Herr Haupts - ok - wie halten Sie es aber mit der oben verlinkten Brookings-Studie - -
      d a liegt nämlich der Hase im Pfeffer!

      Anschauen, darüber nachdenken – oder sagen: Huhuuu: Spencer liest das auch: Nazi-Nazi!? – D a s ist hier die Gretchenfrage, wie mir scheint.

      Brookings – da sitzt doch die Hoffnung der Jungen Union mit dem Adenauer- und Stdienstiftungs-Köfferchen und der Aussicht auf eine VOLLZEIT-Stelle als Fraktionsassistentin – sitzt sie nicht?!

    • Titel eingeben
      @Thorsten Haupts:
      Haben Sie dafür auch einen Beleg in Spencers eigenen Äußerungen? Der Mann ist sicherlich ein Rassist (im Sinne, dass er „Rasse“ für eine zentrale Kategorie hält) und einigermaßen machtbesessen, aber Ihre Darstellung erscheint mir dann auch vereinfachend. Spencer würde sicherlich bestreiten, ein „white supremacist“ zu sein, der über andere Ethnien herrschen will und sagen, dass er einfach nur einen „Ethnostaat“ haben will, in dem Weiße unter sich sein können, ohne von anderen Gruppen bedrängt zu werden. Das Problem dabei ist natürlich, dass er für dieses Ziel vermutlich auch Gewalt anwenden würde, wenn er könnte. Aber ihn als klassischen „Nazi“ zu bezeichnen, geht dann auch wieder an der Sache vorbei.

      @Dieter Kief

      Kann ich durchaus nachvollziehen, ich lese im Übrigen auch das Unz review und Steve Sailer (auch wenn ich da sicherlich nicht allem dort zustimme), von daher weiß ich schon, wie Sie das meinen :-) Spencer halte ich aber trotzdem für abwegig, der Mann ist einfach nur toxisch in seinem Auftreten und seinen extremen Ansichten.

  91. Nix wir
    „„Wir ersäufen Afrikas junge Männer für das Recht, unsere dicken SUVs in die Tiefgaragen unserer Penthäuser am Altstadtring hineinzujonglieren.“

    Bah. Wie unsachlich das doch ist.
    Wenn das mit etwas was zu tun hat, dann damit, dass in deren Medien die Illusion gepflegt wird, so lebte man hier, und zwar jeder. Darüber gab es kürzlich einen Artikel in FAZ oder WELT. In Mali, wo man seine Bürger erst zurücknehmen wollte, will man plötzlich nicht mehr, denn dann würde angeblich die Illusion zerstört, dass es hier auf der Straße liegt oder vom Himmel fällt. Dann ginge keiner mehr und niemand schickte Devisen.

    „Wir“ sind da kein Stück schuld, und SUV’s fahren auch Leute ohne Penthäuser an irgendeinem Altstadtring. Schuld an dieser Misere sind afrikanische Staatschefs, die’s nicht können. Weder Ehrlichkeit noch Aufklärung über Zusammenhänge zwischen Bevölkerungswachstum und Arbeit sind ihr Ding. Giscard d’Estaing wurde damals hauptsächlich abgewählt, weil er ein paar Perlen von so einem Heinz angenommen hatte. Bestechung ist ihr Ding, vor allem intrakontinental in Afrika. Waffenhandel, illegal, und Bestechung.

    • Afrika
      das sehe ich ähnlich. Nachdem die Väter-und Großvatergeneration der heutigen Afrikaner in vielen Befreiungskriegen die Kolonialmächte vertrieben haben, ist deren Erbe in Form von Bildung und Infrastruktur vollends aufgebraucht und jetzt muss man in die Staaten der ehemaligen Kolonialmächte fliehen, weil man es nicht fertig gebracht hat, mit der neuen Freiheit sinnvoll umzugehen. „Wir“ sind da überhaupt nicht schuldig, im Gegenteil. Das „böse“ Europa ist doch eine prima Einnahmequelle und Bewahranstalt für eigene Straftäter, z.b. Tunesien oder Marokko.
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/tunesien-umgang-islamischer-staat-rueckkehrer-gefaehrder-terrorismus

    • .
      Danke Oberländer,
      Erbsünde, ClubofRome, Waldsterben etc etc Wir sind die bösen Bösen, wir sind schuld und
      wir können das Problem lösen wenn wir…

      Im Fall Afrika könnten wir wohl ein wenig tun. Statt abholen sofort zurückbringen, a la Malta / Australien internieren bis Pass da.
      Geldleistungen sofort auf 20 Euro im Monat begrenzen und alle kriminellen Betätigungen unterbinden.
      Altlasten wie „mallamyie“ ebenso durch Null-Geld austrocknen plus Steuerfahndung jede Woche.

      mein Auto wird nicht von Ertrunkenen bezahlt. Nichts haben die oder ihr Clan bei mir, meiner Stadt abgeliefert.

    • @Melursus
      Wenn es doch so einfach wäre…
      Gleichwohl: Ich stimme zu.

      Vor allem aber aus dem ewigen Grunde: Ich halte es für absolut töricht zu glauben, dass man alle Probleme der Welt lösen kann, indem am deutschen Wesen usw.

  92. Ist das die ursprüngliche Version?
    Ich konnte Sie am Freitag noch lesen, aber sie ist gleich verschwunden. Am Abend war ich überrascht, dass Slavoj Zizek in NZZ von links im grunde dasselbe sagt (die Linke sollte sich Hitler-Vergleiche ersparen und von PC, gender und Title XI zu echten Problemen der Leute übergehen).

  93. daneben
    ermüdend, Don Alfons, wie sie Ihre Gebetsmühle drehen. Schade, sonst sprüht’s und funkt’s. Ach ja, nicht vergessen, Trump ist ein professioneller Vollpfosten. Solche Herrschaften, hat man halt Widerstand zu leisten, so ist das in der Demokratie. Egal ob gewählt oder nicht, bewußte Mißachtung von Recht und Gesetz macht solche Leute schlicht regierungsunfähig. Das sollte auch Herrn Alfons am Tegensee einleuchten, oder breitbart er bereits?

    • Welche bewusste Mißachtung
      von Recht und Gesetz meinen Sie ?

    • ?
      Würde mich mal interessieren, woher Leute wie Sie Ihre Weisheiten beziehen.

      „Trump ist ein professioneller Vollpfosten“
      Haben Ihnen das ARDZDFSternTAZSpiegelSZ verraten und sind Sie sich auch sicher, dass die Ihnen nicht evtl. Bären aufbinden?
      Andere Quellen?

      „Mißachtung von Recht und Gesetz“
      Belege? Quellen?

    • Puuh
      Herr Mohler, war das jetzt sehr anstrengend?

    • Auch wenn ich nicht der Angesprochene bin,
      kann ich mich dennoch verwundern ob Ihrer Definition von ‚Demokratie‘.

    • "bewußte Mißachtung von Recht und Gesetz macht solche Leute schlicht regierungsunfähig"
      Wer es nötig hat, bei Trump den Vollpfosten raushängen zu lassen, um damit die „bewußte Mißachtung von Recht und Gesetz“ im eigenen Land zu kompensieren oder – noch schlimmer – zu kaschieren, ist jetzt aber nicht Ihr Thema, oder?

  94. Hass, Hätze, Häme
    … das ist das was im Moment gegen Trump abgeht.
    9 von 10 Anti-Trump-Artikel ließen sich Problemlos unter „hatespeech“ fassen oder Häme und Hetze, wie es in der DDR hieß.

    Das linksgrüne Umerziehungserziehungsexperiment ist zumindest bei denen gescheitert, die das merken, die 2 + 2 noch nicht mit 5 berechnen, auch nicht unter Umständen.

    Grotesk, dass die „1984“ krampfhaft kaufen. Will Möchtegern-MiniTrue, Herr Maas, sich weiter aufmunitionieren?

    • Ja, richtig!
      Ich würde zuliebst mal eine wissenschaftlich richtig gut und objektiv gemachte Umfrage starten, weil mich das 1984-Thema auch schon sehr verwundert hat.
      Warum (zum Teufel) lesen die das jetzt alle?
      Ich kann mir höchstens vorstellen, die wollen jetzt irgendwie alle lernen wie man es richtig macht!

    • 1984
      1984s Filmadaption kann man übrigens gerade im Fernsehen sehen.

    • @Uwe Dippel
      M.E. projizieren sich Linksgrüne derzeit in die Opferrolle. Die Präsidentin der Herzen, Clinton, wurde ihnen hinterhältig genommen. Es droht überall der Aufstieg der fiesen „Populisten“, die die „Zivilgesellschaft“ und das „Projekt Europa“ zerstören wollen.
      Das ist so das „Narrativ“, das die Jubel-Medien anbieten, und ich befürchte, die glauben wirklich daran. Deshalb auch dieses permanente Gerede vom „Widerstand“ und das Hochjubeln des Schulz, Prinz Max von Würselen, gegen die Populistengefahr.

      Das ist ein Herbeihysterieren des Ausnahmezustands. Die wären zZt glatt in der Stimmung, die Merkel zur „Führerin Europas“ (wie bezeichnend) auf Lebenszeit zu ernennen.

      Das sind Leute, die mental an einer totalitären Gesellschaft basteln, und vom Endsieg („Integration“ der Analphabeten) träumen, der hart und mit Opfern errungen werden müsse, aber am Ende winke der Sieg („Wir schaffen das“). Man sieht an dieser Stelle auch die fragwürdige Schattenseite der Erinnerungskultur, die sich trancehaft wiederholende Handlungsmuster etabliert.

      Es bleibt zu hoffen, dass Trump so viel davon abräumt, dass sich dieser finstere Spuk für Lärm und Gestank verzieht.

    • Nicht ganz verstanden, Sirisee
      1984 – das ist doch was die politisch Korrekten machen, was die Grünen (und teilweise die Linke) machen; die Gendin* sowieso: Dinge antifaktisch umbenennen. Das geht mir doch schon seit langem auf den Keks.
      Wenn aus Wirtschaftsmigranten aus Nigeria ‚Schutzsuchende‘ werden.
      Das ist doch MinTrue. Wenn jede, aber auch jede abbrennende Asylantenunterkunft einem Anschlag von ‚rechts‘ zugeschrieben wird, auch und sogar von Menschen die sehr wohl wissen, dass die eine oder andere von innen heraus abfrustriert wurde.

      1984 ist doch was die NSA macht. 1984 ist doch nicht der Angriff auf eine „Zivilgesellschaft“ oder das europäische Projekt.
      Deshalb ja meine Vermutung weiter oben, man wolle dort en détail studieren, sich hineindenken, und weiterdenken; über Maas und Kahane hinaus 24/7 einen Einheitsstrom richtiger Gedanken zu generieren.

      Also, es fiele mir schwer, vorzustellen, dass alle diese Leute wirklich auf das Pferd geklettert wären, dass demokratisch – oder ‚richtig‘ – ausschließlich ist, was sie in ihrer vermeintlich überragenden Moralität (Moralismus?) als solches erkennen.
      Und noch perverser, dass – so wie Sie es zu vermuten scheinen – in der Vorstellung dieser Leute alle diejenigen, die Fakten als solche benennen, genau das tun was die Herrschenden in 1984 tun, nämlich verdrehen?
      Das wäre dann so etwas wie doppelte Ironie, oder 360 Grad auf der Wendeltreppe, wo man am gleichen geographischen Ort sich befindet, nur etwas höher.

      Hmm. Das wäre dann ja ‚offene Psychiatrie‘, aber nicht im ursprünglichen, eigentlich positiven Sinne. Oder wie man im Englischen sagt, the inmates run the asylum.
      Eine entsetzliche Vorstellung!

    • Ja, die sehen sich
      … quasi spiegelverkehrt. Nicht als Täter, sondern als Opfer, als anständig, nicht unanständig, als cool und spannend, nicht als nervig und dumpf. Es ist eine eigentümliche Umkehrung, die aber allen Vulgärsozialismen irgendwie inhärent ist…

      Mit psycho-pathologischen Kategorien kommt man da nicht weiter, es ist im eigentlichen Sinne ver-rückt.

  95. Exorzismus - wohin man schaut
    Wer überall nur noch Hitler sieht, sollte sich mal behandeln lassen.

    „Seine“ Allgegenwart in politischen Debatten geht mir nur noch auf den Wecker; ernsthafter, sie verhindert nahezu jedes vernünftige Denken, nur um nicht in die Nähe „seines Gedankengutes“ zu kommen. Da bleibt nicht mehr so viel Platz – für’s Denken.

  96. Das nächste was sein wird ist der Ruf nach der Konzentration
    Auf die eigenen Stärken denn sonst bleibt ja wohl so wird es dann heißen nicht viel anderes übrig denn eine Konzentration auf die Wahl zwischen zwei dysfunktionalen Amerikas ist keine Merkel hat damit auf Malta bereits den Anfang gemacht

  97. Die Hoffnung stirbt zuletzt
    @ kdm, 10:35
    „Mit Trump ist nun erstmals ein Präsident gewählt worden, der sich diesem mi-litärisch-industriellen Komplex in den Weg stellt, dessen Mittel zu kürzen und die profitablen weltpolizeilichen Kampfeinsätze zu reduzieren verspricht, kurz-um: der als Taube gegen lauter gefährliche Falken antritt (und damit mehr Cou-rage zeigt, als alle seine Kritiker zusammen aufbringen). Ausgerechnet dieser Präsident ist nun das Hassobjekt der Linken hierzulande wie in Übersee gewor-den.“

    Ganz im Gegenteil wurde Trump in Deutschland von den Linken, u.a. von Lafontaine und auch Wagenknecht eben wegen jener Ziele positiv wahrgenommen.

    Doch inzwischen hat es sich herauskristallisiert, dass diejenigen, welche Trump im Wahlkampf zu Gegnern erklärte, denen er den Kampf angesagt hatte: die Wallstreet z.B., nun bei ihm mit regieren. Gary Cohn, der aktuelle CEO von Goldman Sachs bekleidet den Vorsitz im Wirtschaftsberaterteam des Weißen Hauses; Steven Mnuchin, ein Goldman Sachs Partner zweiter Generation ist sein Finanzminister.

    Auch will Trump das Militär stark aufbauen, zur größten Militärmacht der Welt (als ob sie es schon jetzt nicht wären.) Eigentlich sollte das Ihnen bekannt sein, wenn Sie die Wahlkampagne etwas verfolgt haben. Das hat er auf seinen Wahlveranstaltungen immer wiederholt.

    Darüber hinaus hat er mehrmals, auch vor ein paar Tagen noch beteuert, dass er Iraks Öl nehmen würde: „I’ll take the oil.“ Zitat aus „Donald Trump, the Pirate in Chief“ aus „The New Yorkervom 30.1.17, das nicht im Verruf steht, zur „Lügenpresse zu gehören. Ohne Krieg kann man das Öl nicht einfach „nehmen“.

    Trump redet also davon, dass er den Irakern deren Öl stehlen will, und zwar mit Hilfe von Exxon, wie er das im Wahlkampf sagte: „Exxon will fix it“ – Exxon, deren bisheriger CEO Rex Tillerson nun sein Außenminister ist.

    Neuerdings hat er die Hoffnung geäußert, dass Amerika vielleicht doch noch eine zweite Chance bekommen könnte, Iraks Öl zu „nehmen“.

    „To take the oil“ eines souveränen Landes ist Kolonialismus, und das ist nicht „links“. Mehr „Falke“ geht nicht.

    Zitat aus “The New Yorker” bzgl. Iran:
    “Trump said on NBC’s “Today Show,” in September. “There was no victor there, believe me. There was no victory. But I always said, ‘Take the oil.’ “
    During his first week in office, Trump has twice repeated the claim—and allud-ed to a new opportunity to do just that. “Maybe you’ll have another chance,” he said, in unscripted remarks at the C.I.A., on his first full day in office. “
    http://www.newyorker.com/news/news-desk/donald-trump-pirate-in-chief

    Seine Anhänger interessieren sich allerdings nicht dafür, solange die Hoffnung nicht stirbt, dass er etwas an ihrer desolaten Lebenslage zum Besseren abwenden kann.
    Ob das durch eine ausgeprägte Neocon Trickle-Down-Ökonomie gelingen wird (Steuererleichterungen an Konzerne und oberste Einkommens-schichten), finde ich einstweilen illusorisch, zumal Trumps designierter Arbeitsminister Andrew Puzder, dem eine Fastfood-Kette gehört, einen Mindestlohn, eine gerechte Handhabung von Überstunden usw. ablehnt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. ;-)

    • Trumps Administration
      Stellvertretender Außenminister soll dieser reizende Herr werden:
      http://rightweb.irc-online.org/profile/abrams_elliott/

      Zudem mehren sich die Signale, die einen Krieg mit Iran als reale Gefahr erscheinen lassen; u.a. soll wohl das amerikanische Engagement im Jemen hochgefahren werden (nein, nicht etwa gegen Al-Qaida, sondern auf Seiten der Saudis gegen die dortigen Houthi-Rebellen, da diese angeblich vom Iran gesteuert würden). Und Trumps Pressesprecher hat in Golf-von-Tonking-Manier bereits einen angeblichen versuchten Angriff des Irans auf US-Schiffe herbeifantasiert (tatsächlich ging es bei dem Vorfall um Beschuss eines Saudi-Schifs durch jemenitische Rebellen).
      Ich war zuerst durchaus offen eingestellt gegenüber Trump, aber mittlerweile fürchte ich, der wird noch schlimmer als Bush II.

    • Korrektur
      Zitat aus “The New Yorker” bzgl. Iran:
      “Trump said on NBC’s “Today Show,” in September. “There was no victor there, believe me. There was no victory. But I always said, ‘Take the oil.’ “
      Sollte natürlich bzgl. Irak heißen, sorry.

    • Antwort über Heilige erbeten
      In der Tat ist das unverständlich, und niemand kann sich einen Reim darauf machen. Vielleicht kommt es aus dieser Ecke:
      „However unrealistic Trump’s suggestion, intelligence officials believe more has to be done to cut off Islamic State oil revenues. The group seized significant oil when it stormed across Syria’s border in 2014 and seized the city of Mosul and large swaths of Iraqi territory. The U.S. Treasury Department estimated that IS raked in $500 million from oil and gas sales in 2015. That figure is likely lower now as a result of U.S.-led operations, but officials say oil continues to fund the group’s recruitment and far-flung terrorist activities.“
      http://www.foxnews.com/us/2017/01/25/trump-talk-keeping-iraq-oil-sparking-concerns.html

      Ich habe eine nicht uncharmante Klassifizierung für Sie (nur für mich) gefunden:
      Radikale Mitte. Verdacht auf Antiamerikanismus allerdings. Alles, was Sie über die VS verlinken, ist kritisch, alles, aber auch alles.

      Mal sehen, wie’s weiter geht. Trump ist erstmal ein Schwätzer. Je mehr die Realitäten ihn einholen, desto mehr wird er denken müssen.
      Aber mal was anderes: Zwischendrin sagte er, er wolle das Öl nicht Iran überlassen. Warum auch? Soweit verständlich. Iran kämpft mit gegen IS. Die Türkei ist auch dabei. Warum meinen Sie, sind die alle so engagiert? Und warum meinen Sie, will die Türkei keinen Kurdenstaat? Meinen Sie nicht, dass die Türkei Kirkuk will und sich mit dem Iran darüber anlegen wird und vorher versuchen wird, die Kurden zu dezimieren?
      Wenn Trump für einen Kurdenstaat eintritt, kriegt Exxon gute Bedingungen in Kirkuk. Will nur sagen, in der Ölecke gibt’s keine Heiligen und: Ein Kurdenstaat wäre mir lieber als eine ausufernde Türkei und ein Genozid, der folgen würde, an den Kurden. Die Yeziden haben sie ja schon weitgehend weggeräumt, nicht wahr, über IS?
      Und da Sie ja belesen sind, sagen Sie mir, wer IS anfangs finanziert hat, bin ganz Ohr, denn darüber wird nur getuschelt. Qatar, WM-Gastgeber 2222, Saudi-Arabien, finanziell Hans-Dampf in allen Boutiquen und Grand-Hotels, die Türkei, Träume vom osmanischen Reich mit Ölfeldern, oder Iran? Klären Sie mich auf, ich hab echt keinen Schimmer. Oder etwa Finnland?

    • Sehr geehrte Tam - damit Sie nicht auf Berichte Dritter angewiesen
      sind, hier der link zu der offiziellen Seite des Weißen Hauses:

      https://www.whitehouse.gov/blog

      Hier kann, ohne Kommentare von irgendwelchen Zeitungsschreibern oder anderer MSM direkt! gelesen bzw. gehört werden, was der Mann und seine Regierungstruppe Wort für Wort wirklich erklärt bzw. gesagt oder getan haben.

      Alles, was sonst geschrieben wird, scheint mir ein wenig durch Weglassungen oder auch Zuschreibungen verändert. Manchmal gab es auch schon grobe Übersetzungsfehler, alleine wenn ich an das Wort „obsolet“ denke.
      Also: ab sofort das Original – finden Sie selbst heraus, ob das immer noch so viel Konfliktstoff birgt wie alles, was sie bisher über die ersten 14 Tage des Präsidenten gelesen und gehört haben!

    • Titel eingeben
      @ Tommy

      Dass Trump schlimmer werden könnte als Bush Jr. – Zustimmung, das ist schon lange meine Einschätzung.

      Trump ist nicht finanziell so autark, wie er das gerne darstellen möchte. Zu seinen Gläubigerbanken gehört u.a. Goldman Sachs, deren Beteiligung an der Regierung und am Wirtschaftsberaterteam des WH ihn nicht politisch unabhängig macht, daher eventuell auch die Annullierung der von Obama eingeführten Kontrollen der Wallstreet bzw. der Finanzmärkte.

      Was einen Angriff der Iraner auf ein Schiff der US Marine betrifft, so machte Trump schon Anfang September 2016 den folgenden Kommentar zu einem Zwischenfall Irans mit einem amerikanischen Schiff:
      „With Iran, when they circle our beautiful destroyers with their little boats and they make gestures at our people that they shouldn’t be allowed to make, they will be shot out of the water.“

      Das Problem ist, dass so etwas beim lockeren, „volksnahen“ Trump damals nicht ernst genommen, sondern als „campaign talk“ abgetan wurde. Es hat sich inzwischen jedoch gezeigt, dass solche Kommentare ernst gemeint waren.

      Wobei die Außenpolitik seine Anhänger-Basis wohl eh nicht besonders interessieren dürfte, außer als „Make Ameria Great Again“, und dazu passt halt das Kräftemessen.


    • @ Oberländer

      „Antiamerikanismus“, sorry, aber nichts ist absurder als das. Ich bin ein großer Freund der Amerikaner, habe großartige Amerikaner kennengelernt und mit denen sowohl in Asien und auch am Nordpol zusammen gearbeitet und schätze sie sehr.

      Angesichts der Geschichte meines Ursprungslandes und meines Backgrounds könnte ich Ihre Unterstellung sogar als Beleidigung auffassen. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie Sie darauf kommen können.

      „Mal sehen, wie’s weiter geht. Trump ist erstmal ein Schwätzer. Je mehr die Realitäten ihn einholen, desto mehr wird er denken müssen.“

      Das stimmt.

      Bzgl. Irans Öl: Meine Ausführungen bezogen sich nur auf Irak. Iran war ein Schreibfehler von mir, den ich schon korrigierte. Deshalb nehme ich keine weitere Stellung auf Ihre Erwiderung darauf. Sorry for that.


    • @ Trojaner

      Ich bin auf gar nichts angewiesen, weil ich seit Anfang der Vorwahl ab Frühjahr 2015 meine Informationen jeden Tag direkt aus dem US-TV live beziehe. Ich glaube niemandem, sondern bilde meine Meinung anhand der Originalaufnahmen von Trumps Kommentaren und Reden oder aufgrund der Einblendungen von Trumps Tweets, sodass ich alles, was ich behaupte, mit eigenen Augen gesehen und/oder gehört habe.

      Das Original sind Trumps Worte live im TV oder auf Twitter.

      You made your point und zeigten, dass Sie kein einziges sachliches Argument zu bieten haben. Aber trotzdem vielen Dank für den freundlichen Hinweis.

  98. USA-GER
    Schön geschriebener Beitrag, an der Uni oder Schule würden Sie dafür je nach politischer Einstellung des Bewertenden eine sehr gute oder schlechte Note bekommen, wobei ich denke, dass es Ihnen gelungen ist eine wertfreie Analyse zu schreiben, die man so leider nur noch sehr selten bei Qualitätsmedien findet.

    Zeit- und Spon/Spiegel Leser sind leider zuoft gebildete Akademiker, welche sich moralisch auf der richtigen Seite wähnen. Diese Menschen lachen auch über Böhmermann, der in meinen Augen auch nur ein Stefan Raab für Abiturienten ist und sich auch immer bspw. über die AfD lustig macht und damit auf der „richtigen“ Seite steht, ohne sich zu fragen, warum es diese Strömungen in Dtl. gibt, vorallem im strukturschwachen Osten. Muss er aber auch nicht, da er mit seiner privaten Produktionsfirma, direkt von der staatlichen Umlage GEZ profitiert.

    Deplorabales in den USA oder AfD Wähler („Abgehängte“) meint ja das Gleiche.

    Disclaimer: Ich bin kein AfD Symphatisant.

    • @kaktus
      Immer diese Distanzierungen,als ob es ne ansteckende Krankheit wäre, „ich bin aber kein Afd….“, was soll das?
      Soll ich bei jedem Beitrag immer mitteilen, was ich alles nicht bin?

  99. Ne quid nimis
    Danke für das bewiesene Maß. Man bemerkt es heute in der Missionsgesellschaft Journalistik eher selten.

  100. dDT spinnt und NIGEL ist ein BREXSACK
    in einer zeitung mit grossen buchstaben wird heute die frage nach dem geisteszustand von dem dDT gestellt und noch erklärt, warum er sich leicht manipulieren lässt.

    da fällt mir ein, die dissidenten des SAMISDAT wurden in der ehemaligen UdssR nach ähnlichen mustern verunglimpft und bestraft…….ich zitiere aus der NZZ:

    die sowjetische gesellschaft entledigte sich der freien geister, indem sie die eigene schizophrenie auf jene projiezierte, die ihren wahnsinn entlarvten.

    der ganze beitrag mit dem hinweis auf die gefälligkeitsgutachten der mediziner:

    https://www.nzz.ch/fuer-eure-und-unsere-freiheit-1.13168551

    es sind überall die gleichen muster der zielgenauen verunglimpfung und denunziation, zeitgleich lese ich, dass wir dem BREXIT promotor N. Farage – einem wie es heisst BREXSACK – nun gar nicht mehr trauen können, er turtele gar mit einer französin fremd und die deutsche ehefrau hüte die kinder. so ein saukerl denke ich.

    da müsste – denke ich – doch mal die Dicke Berta auf diese ulrarechten französichen politikerInnen angesetzt werden. kann uns DdH sagen, wie weit und wie präzise die noch schiessen kann ?

    nun, Nigel finde ich auch nicht sonderlich sympathisch, aber es ist schon schön mit anzusehen, wie das establishment in alten mustern zurückschlägt.

    dann hören wir jetzt lieber BACK IN THE USSR

    https://www.youtube.com/watch?v=YVFuTIGUhTk

  101. Ist schon wem aufgefallen,
    dass Deutschlands Trump Schulz heißt? (Mal nicht in Links-rechts-Kategorien denken und dem Mann unvoreingenommen zuhören. Genau, der biedert sich beim armen, kleinen Mann ganz genau so an wie der Retter der Deplorablen in den USA.)

    • Ist das nicht der
      der für sich selbst das lästige Steuern zahlen hoher Beträge einfach durch Zahlung steuerfreier Sitzungsgelder von über 300 € an allen Tagen des Jahres für fast die Hälfte seine Bezüge beseitigt hat ?

    • Schulz != Hitler
      Kaum einer wird Schulz mit Hitler vergleichen, höchstens wird man ihn für einen Komparsen in einem Nazi Film halten.

    • An-Biedermann
      Kann sein, dass er sich anbiedert. Ja.
      Ist durchschaubar und wirkt auf mich peinlich.

      Aber eine solche rotgesichtige Furor-Grabthepussy-Your-are-fired!-Agenda wie Trump unterstelle ich ihm jetzt nicht.

      Das kriegt der auch nach einer evtl. Wahl nicht hin vor lauter Vor-der Wahl-Kreidegefressen-Würselens-einfacher-Mann gesüpielt haben. Zu brav. Ganz andere Comedy-Nummer.

      Zu wenig auch echter Unternehmer gewesen in seinem Leben, um zu wissen, wie man mit goldenen Säulen und Trojanern Eindruck schindet und trickreichst übervorteilt, ohne dass der Geschäftspartner das je merkt (Kernkompetenz vieler Unternehmer). Wenn er das könnte, wäre er ja Unternehmer geworden. Da verdient man gemeinhin mehr als in der Politik. Aber so kann er nur „normal“ herumtricksen und Tagesgelder einfahren, manchmal ein bisschen starken Maxen mimen.

      Aähm: Was macht eigentlich Sonneborn?

    • Schulz ist Immobilienmilliardär?
      Wusste ich noch gar nicht.

    • Stimmt,
      aber bei Schulz weiß man, dass er nicht das machen wird, was er verspricht. Er hat schließlich eine politische Vergangenheit.

    • Aber ohne Strategie
      Chulz versucht Trump zu kopieren. Doch die Themen, die er ansprechen müsste um Wähler zu gewinnen, die kann er nicht ansprechen, da er selbst mit für die Probleme verantwortlich ist oder sie nicht der Parteilinie entsprechen. Das einzige, was er gewinnen wird, sind frustrierte Altwähler der SPD, die er an die Wahlurnen lockt und die sonst zuhause geblieben werden. Chulz läuft sich schneller tot, als er es merkt. Das größere Mobilisierungspotenzial hat die AfD. Leider ist die CDU zu doof, die CSU bundesweit agieren zu lassen. Auch, wenn sie damit weiter geschwächt werden würde.

    • Der Hessen Obama
      Was ist eigentlich aus Thorsten Schäfer-Gümbel geworden, dem Hessen Obama ( Yo Isch kann )?


    • Der einzige Vergleichungspunkt zwischen Trump und Schulz ist, daß sie beide Männer sind, insofern mag da auch Schulz einen Bonus haben, wie Goodnight beschreibt.
      Aber sonst sind sie völlig verschieden.
      Trump ist glaubhaft ein Politik-Außenseiter, ein Unternehmer, der selbst die republikanische Partei durchrüttelt.
      Schulz ist Fleisch vom Fleische der SPD, zwar hat er einen Buchladen, ist also auch Kleinunternehmer, aber er hat vor allem eine politische Gremienvergangenheit als EU-Parlamentspräsident, ist also ein Politik-Insider, bei dem man sicher sein kann, daß er nichts ändert.
      Ich habe seine Kandidatenrede gelesen. Sein Hauptschlagwort ist „Gerechtigkeit“ – und damit hat er bei mir schon völlig verloren, denn mit solchem utopistischen Geschwafel zur Verbrämung des Schlimmermachens will ich verschont bleiben.
      Ich glaube nicht, daß er damit irgendwelche Hoffnungsfunken erzeugen kann wie Trump mit seinem „MAGA“.


    • ein Politik-Insider, bei dem man sicher sein kann, daß er nichts ändert.
      Nochmal anders gesagt: Schulz ist wie Merkel, aber minus Merkels gelegentliche Unberechenbarkeit.
      Man kann sich also 100% sicher sein, daß dabei 0 (null, zero) EU-Reform rauskommt, d.h. die Gräben immer noch tiefer werden, und im Inland außer heißer Luft garnichts passiert, also weiterer Zerfall.

  102. Ertrinken beenden!
    Warum kann man nicht alle Migranten migrieren lassen? An der Außengrenze werden sichere Ausweise ausgestellt, vielleicht sogar 3 Haupthaare entnommen, dafür 30 Euro kassiert. Das ist besser als 3000 an die Schlepper. Sozialleistungen bekommt wer 48 Monate eingezahlt hat, sorry, geht nicht anders. Größter Vorteil: Keiner ertrinkt mehr in unserer großen Ferienbadewanne.


    • Warum kann man nicht alle Migranten migrieren lassen?
      Weil viele nicht in touristischer Absicht kommen (d.h. nach ein paar Wochen wieder gehen), sondern sich festsetzen wollen. Und wie kommen die an Jobs, wenn es selbst für Einheimische zuwenig gibt? Entweder sie kommen zu Sklavenbedingungen in Randbereichen unter (Gastronomie+Baugewerbe), oder sie werden gleich kriminell (Drogen, Raub, Vergewaltigung). Letzteres wird jetzt schon seit Jahren durch Wegducken massiv begünstigt und damit bewußt herangezüchtet.
      Mehr davon brauchen wir wirklich nicht.
      Deswegen müssen die Verkehrsströme wieder etwas geordneter werden, so daß eben nicht jeder herkommen kann.

  103. Mord oder Putsch? Die Upperclass SJWs sinnieren über den besten Weg
    Das Aufheizen der Stimmung geht allerdings langsam deutlich weiter. So schreibt Rosa Brooks, ehemalige Angestellte der Obama-Administration und jetzt leitend aktiv in New America Foundation, finanziert von Open Society Foundation (George Soros), in „Foreign Policy“ (gehört Graham Holding = Washington Post = Jeff Bezos), dass man besser nicht 4 Jahre abwarten sollte, sondern überlegen muss, wie man den Präsidenten Trump loswerden könnte und dabei erwägt sie sogar solche „demokratischen“ Schritte wie ein eventueller Putsch der durch ihr Gewissen und „better judgement“ motivierten Teile des Militärs: http://foreignpolicy.com/2017/01/30/3-ways-to-get-rid-of-president-trump-before-2020-impeach-25th-amendment-coup/

  104. alles hat seine wurzeln in Stuttgart-Mitte bei Hegel !
    @Tamarisque

    dDt und dieser Bannon von SchmalGlatze sind eben eifrige leser und schüler von Hegel, Marx und Schumpeter und haben die these der KREATIVEN ZERSTÖRUNG dieser drei deutschsprachigen geistesgrössen wohl schon in ihren pubertäten total verinnerlicht, vielleicht haben sie ja sogar schon von ADORNO und seiner entsprechenden musikphilosophie hin zur neuen sinnfindung gehört.

    es sind eben – entgegen den meldungen aus deutschen einheitsmedien – durchaus gebildete personen.

    und alles kommt aus grossdeutschland, nur Bannon hat irisch-katholische wurzeln. langsam wird mir alles klar was da abläuft !

    wird der dDT gar der nachfolger von NAP (dem weltgeist zu pferde) und wir lesen in ein paar jahren „der weltgeist in der AirforceOne“ ?

    • Titel eingeben
      @ djangohatnemonatskarte
      Auf Schumpeter lasse ich nichts kommen, und Marx ist auf keinen Fall vernachlässigbar, zumal aus dem historischen Kontext heraus betrachtet. Die Chinesen verehren Lenin, und ich habe in meinem Chinesisch-Studium unzählige Schriften und Anekdoten über ihn gelesen, in Mandarin-Schriftzeichen. Ich würde ihn deshalb auch nicht ablehnen oder unterschätzen. Und ungebildet wird Bannon keineswegs sein. Auch wird Trump oft Dummheit unterstellt, eine Einschätzung, die ich nicht teile. Er ist vielleicht nicht intellektuell, aber dumm ist er sicher nicht.

      Und ja, diese Art Ideologien prägen sich am Besten im Sturm und Drang der Pubertät ein.

      Die Deutschen besitzen keine Exklusivlizenz auf die diese Ideologie, eingeschränkt auf die Jahre 1933-1945, die Russen auf ihren Lenin auch nicht. Warum sollten diese Ideologien heute keine Anhänger mehr haben?

      Die Zusammenarbeit funktioniert doch prächtig: Trump und seine Gefolgsleute achten ganz genau darauf, wie es in Frankreich weiter geht. Oder ist das auch etwa nur ein dummer Zufall?

      „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“
      Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht, 1941,
      bezogen auf die Jahre 1929-1938 bzw. 1941.

      Ne, sehr geehrter Django, veräppeln Sie mich nicht.

  105. Titel eingeben
    Sorry, ich wollte jetzt zunächst einen langen Beitrag schreiben, hab es aber dann doch gelassen…dieser Kommentar vom Don ist genauso überflüssig und wenig erhellend wie der Rest der deutschen Medien zu Trump. Geht doch sowieso immer nur um deutsche Befindlichkeiten und Identitätsfragen. Über Trumps Administration (die ich mittlerweile für durchaus gefährlich halte) oder die Zustände in den USA informiere ich mich dann doch lieber in amerikanischen Medien selbst, nicht aus zweiter oder dritter Hand hier.
    Aber es werden sicherlich viele Leser Beifall klatschen, weils der Don mal wieder den durchgeknallten Linken gezeigt hat. Halte ich in dem Fall für verfehlt.

    • Undifferenzierte Hetze
      Undifferenzierte Hetze findet aber nicht nur in amerikanischen Medien, sondern auch in deutschen statt, und zwar hier seit seiner Kandidatur nur auf seine Kosten. Das nunmal Tatsache.

      Gerade eben bei Anne Will als Beispiel, Sylke Tempel, Herausgeberin oder Chefredakteurin eines Blattes mit der Auflage regionaler Käsejournaille:

      Trump hätte (ihrer Meinung nach) gedroht, Clinton einsperren zu lassen. Das hätte es noch nie gegeben.

      Ich meine (!) mich erinnern zu können, dass Clinton gegen Bundesgesetze verstoßen hat (Emailaffäre) und Trump sagte, dass er als Präsident Untersuchungen einleiten wird und eben den Rechtsstaat in Bewegung setzen wird für eine Verurteilung.

      Was ist daran schändlich?

    • Deutscher Größenwahn
      Einige deutsche Medien scheinen noch ganz entzückt zu sein von dem großen Erfolg, der vielleicht ein bisschen zu sehr zu Kopf gestiegen ist, mit dem sie den deutschen Bundespräsidenten aus dem Amt schafften („Der falsche Präsident“ – was sicherlich auch einige der Kritiker seiner derartigen Amtsenthebung unterschreiben könnten).

      Was bei Wulff ging, das wird ein Kaliber wie Spiegel, Stern und Co. doch auch bei Trump schaffen, schließlich ist der doppelt so blöd und zehnmal so korrupt und man selbst ja nun schlauer geworden – nehmen die wohl an.

      Und so wiederholt sich die Geschichte… zumindest bis zum Cover und Headline …


    • @ Rattilein
      „Ich meine (!) mich erinnern zu können, dass Clinton gegen Bundesgesetze ver-stoßen hat (Emailaffäre) und Trump sagte, dass er als Präsident Untersuchun-gen einleiten wird und eben den Rechtsstaat in Bewegung setzen wird für eine Verurteilung.“
      Was ist daran schändlich?“

      Sie tun so, als ob die Sache nie untersucht worden wäre. Das FBI hat die Handhabung der Mails für schlampig erklärt, aber es war laut deren Untersuchungen keine Straftat.

      Doch auf Trumps Wahlveranstaltungen skandierten seine Anhänger fast jedes Mal mit den Worten: „Lock her up! Lock her up!“
      Das wurde zu so etwas wie eine Kampf-Parole.
      Angesichts dessen, dass Clinton, selbst wenn sie verurteilt worden wäre, höchstens eine Geldstrafe zu verbüßen gehabt hätte, weil sie keine geheimdienstlich relevanten Informationen an Dritte weitergegeben hatte, war dieses Skandieren, das von Trump mit offensichtlichem Wohlwollen zugelassen wurde, einfach nur absurd und widerlich, da muss man kein Fan von HRC sein.
      Trumps Anhänger haben sich daran richtig aufgeg**lt. Das war primitiv, und Trump hat das zusehends genossen und niemals unterbunden.

    • "Das hätte es noch nie gegeben."
      @Rattilein
      Einen derartigen Abbau von Bürgerrechten in westlichen „Demokratien“ im Zuge von Anti-Terror-Gesetzen etc.pp. hat es vor 9/11 auch noch nie gegeben. Da ist Vorbild-Funktion zwingend geboten. Wer das ständig mit verve kommentierend herunterkochen will, positioniert sich also zwangsläufig auf Seiten der Nutznießer. Und deren Kreis ist – um es mit Loriot zu sagen – „übersichtlich“.

      https://heise.de/-3303502
      zzgl. Kommentar-Infos

  106. Was auch sein kann (mit süffisantem Unterton; ranto cum grano dingsbums)
    Jetzt kann es aber auch sein, dass Don (vormals als eher Linker, zumindest als etwas besserer der schlechten Sofasozialisten bekannt) auch als ein solcher wahrgenommen werden kann:

    Als ein abgefallener Linker, der genau wie er selbst kritisiert die Linke hochnimmt, schwächt und erledigt. Eigentor Hilfsausdruck.

    Mei Red‘: die Eigenart der Linken, sich gegenseitig zu zerfleischen, hops zu nehmen, ist ja historisch bewiesen – von ihm selbst ebenfalls nochmals betont – und fast lustig-legendär (finden Nazis jedenfalls).

    Die Rechte, dei Populisten reiben sich also so oder so vergnügt die Hände.
    Und braucht nichts zu tun als abzuwarten, zu schauen, wie die Leichen der Linken oder eingebildeten Linken den Fluss hinabtreiben.

    Was die Liberalen betrifft:
    Da mag es größere Vermischungen mit Linken geben in den US. Aber bei uns nur im homöo-unsym-pathischen Bereich (vermut ich mal).

    Beweis :-) : Der echte deutsche Linke ist niemals wirklich liberal. Weder ordoliberal (hust) noch neoliberal (bäh). Er bediente sich jedoch immer gern der Mimikri: Er nannte sich seit 69 zum Schein liberal, damit auch er – oft mit wenig Chancen auf Weiwa, da geldarm – endlich der vielen Weiwa anteilig werden konnte, die damals ihre BHs und dann begeistert ihre brave Bürgerlichkeit aufgaben. Und weil es so unglaublich praktisch und hilfreich war, ist der notorisch frauenarme, da geldarme männliche Linke dabei gebleiben; stellenweise nennt er sich sogar stolz Libertin.
    Das gibt ihm immer so etwas Verwegenes.

    Rant Ende.

    ___

    Mein Fazit:
    Gegen das Hochkommen rechter und populistischer Positionen und Leute wie Trump, Le Pen und Wilders ist zur Zeit kein Kraut gewachsen. Weder ein Wüten der Linken, noch das ernsthafte Kritisieren der Linken.

    Hilft deswegen nichts, weil „der Volkskörper“ andere Probleme hat als solche ideologischen Diskurse. Ganz andere.

    1.
    Das Problem Globalisierung: Den Menschen im Westen und in Europa ist die Globalisierung mehrheitlich extrem unsympathisch geworden. Sie sehen die Verwerfungen, ihre Hilflosigkeit und die ätzenden Tricks der immer profitierenden Oberschicht nur zu genau, aus der ganzen Globalisierungs-Sch … trotzdem wieder gut oder sogar noch reicher rauszukommen. Das entnervt, das macht hilflos wütend. (Hilflose Wut sollte man fürchten, das ist Rage, das ist Furor, derart ohnmächtig gemachte Menschen sind zu einigem fähig, sie stehen an der Wand quasi oder denken es zumindest.) Wen interessiert von ihnen dann ein intellektueller Linker-gegen-durchgeknallte-Linke-Disput und was war nochmal liberal? Die FDP? Ne, nä?! Die?

    2.
    Das Problem der ständigen weniger schlechten Alternative: Dass man die dauernd nehmen muss wider Willen, das macht auf Dauer wütend. (Clinton, Merkel)

    3.
    Dumm nur, dass dann solche Wütenden, die sich zu Recht an den vielen Haaren in der Suppe ihres derzeitigen ätzend haarigen Regierungsangebots stören, gern im blinden Furor alternativ zu etwas sehr merkwürdigem greifen:

    Zur ganzen Perücke in der Suppe.

    Und das nicht einmal rechtzeitig merken, was sie da gewählt haben:
    Die haarigste Regierung ever. Den einen hinkenden Teufel mit ganzen fitten Belzebub-Garnisionen ausgetrieben.

    Ganz ohne die Hilfe der herumdisputierenden Linken.
    So mächtig sind die beim Bürger nicht, eher Gegenteil: unwichtigst, uninteressant, lästig bis lächerlich.

    (Ich will nur andeuten, wie man möglicherweise in normalen Wohnzimmern denkt, in denen keine Niemöller-Biographien und keine Karl-Marx-Ausgaben herumstehen.)

  107. Martin mit den Königen
    Der Kanzlerkandidat der Arbeiter und Abgehängten:
    http://reitturniere.de/news/13072016-die-chio-aachen-party-nacht

    Apropos „echter“ Mann: Oben rechts auf der Seite eine Anzeige für den Deckhengst Vicarello.

  108. Wenn Schneeflocken ein Hagelsturm sein wollen
    Erstaunlich, wie aus eben noch wimmernden Schneeflocken rabiate Eisprinzessinnen werden können, die Andersdenkenden den sozialen oder biologischen Kältetod herbeiwünschen, nur weil sie eine Wahl verloren haben.

    • Der billige Jakobiner
      wenn man nach dem Motto „Und willst du nicht mein Bruder/meine Schwester sein, dann schlag ich dir den Schädel ein“ , und zwar vorzugsweise hinterrücks, lebt, verklumpt man schnell vom Flöckchen zum Gehirngraupel.

  109. Unterschied Lüge versus falsche Behauptung versus Fehler
    Dass Roosevelt einem Attentat zum Opfer gefallen sein soll, eine Lüge? (TAZ)

    Kommt darauf an. Eine Lüge ist, wenn man sich in seiner Argumentation einer absichtlichen Falschbehauptung zur Mehrung seiner Vorteile bedient wider besseren Wissens.

    Es war Lincoln.
    Klar, kann jedes Kind nachschlagen.

    Wenn man die TAZ-ler weiter ärgen will, kann man natürlich weiterhin behaupten, es wäre eine Lüge von denen. Lü gen pres se! Lü gen pres se! Doo fe Ta tze! Doo fe Ta tze! (Chorus: Whlg.)

    Vielleicht – mit einer hohen Wahrscheinlichkeit – war es schlampiges Schreiben aus dem Kopf heraus. Fehlerinnert. Ein Fehler. Schlechte, fehlerhafte Bildung, zu rasch hingeschmiert das Wahrscheinlichste.

    Was hätte man denn für einen Vorteil davon, in seiner Argumentation den verkehrten Präsidenten erwischt zu haben. Hätte es etwas an der „Beweis-„führung zu irgendwelchem Vorteil geändert? Dann wäre es eine Lüge. Aber nur dann.

  110. Liste versuchter Morde
    Die Liste versuchter Morde.
    Da ist Roosevelt drauf. Aber nur da:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Attentate_auf_Pr%C3%A4sidenten_der_Vereinigten_Staaten

    Ich staune gerade, wie viele das sind. Hätt ich nicht gedacht. -kopfkratz-
    Ein schöner, aber nicht unfefährlicher Beruf.

  111. Wer bitte schön sind denn die "Progressiven"?
    OK, OK, ich weiß schon wer gemeint ist, aber damit die ganze Klischeekiste nicht zunehmend ein gefährliches Eigenleben entwickelt muss eben immer wieder hinterfragt werden. Sind es jene Emanzen die Reinhard Mey 1972 in seinem Lied Annabelle so besingt: „Annabelle, ach Annabelle, du bist so herrlich intellektuell, du bist so wunderbar negativ und so erfrischend destruktiv…seit ich auf ihrem Bettvorleger schlief, da bin ich ungeheuer progressiv, ich übe den Fortschritt und das nicht faul, nehme zwei Schritt auf einmal und falle aufs Maul…und zum Zeichen deiner Emanzipation beginnt bei dir der Bartwuchs schon.“ Mey, seines Zeichens kein ganz Dummer, hat bestimmte Entwicklungen schon vorhergesehen und den ganzen Emanzenkram mit diesem Lied schon damals eigentlich entzaubert. Warum hält sich diese Übelkeit dann so lange? Leute werden aus unterschiedlichen Gründen an Universitäten verschlagen. Einige treibt ihre Intelligenz, die genutzt werden will, andere sind ganz einfach heimatlos und versuchen sich dort eine Existenz aus dem Boden zu stampfen. Und zur letzten Spezies gehören wohl die meisten Femizicken. Nicht besonders schlau, aber giftig, suchen sie einen Weg um auf sich aufmerksam zu machen. Mit akademischen Leistungen ist das nicht so ganz leicht-da müsste man ja was arbeiten. Also suchen sie Gleichgesinnte. Kurzer Exkurs-Versuch einer typischen Emanzenbiographie: aus eher kleinbürgerlichen oder alternativ chaotisch-entwurzelten Verhältnissen versuchen sie der Frau (der Frau!) mehr Gehör zu verschaffen. In Wirklichkeit meinen sie sich selbst dabei. Denn meist sind sie irgendwie frustriert, beispielsweise weil kein Mann an sie ran will. Was bleibt ihnen dann anders übrig als das zu attackieren, was sie gern hätten aber aus begreiflichen Gründen nicht bekommen können? Soweit klingt das alles plausibel und nachvollziehbar. Kompliziert wird es dann, wenn sich zu diesen Schreihälsen andere Weiber gesellen, die ganz andere Motive haben. Letztere könnten das was sie haben wollen mit weniger militanten Mitteln erreichen, lassen sich aber von Ersteren irgendwie in die Kiste mit reinziehen. Wer eine Hillary-Wahlveranstaltung gesehen hat war überrascht, dass dort auch gutaussehende Damen mit dabei waren. Die könnten ihre Ziele auf die traditionelle Weise erreichen statt indem sie Männern Aschenbeutel ins Gesicht werfen und sich breit machen wie ein Elefant. Na ja, werden einige jetzt sagen, da bringt er mal wieder die alten Rollenklischees. Sollte sich irgend jemand von denen mit mir auf eine Diskussion darüber einlassen, wie sehr oft gerade Emanzen atavistisch-anachronistische Verhaltensweisen hofieren, sie würden den Kürzeren ziehen. Der Platz reicht dafür hier nicht aus, aber ich stehe gern zur Verfügung.
    Nur ein kurzes Beispiel: es fällt auf wie sehr sich gerade die progressiven Emanzenweibchen für Vertreter aus Kulturen stark machen, in denen die Frau alles andere als emanzipiert ist. Beispiel Südamerika (Stichwort „Machokultur“), Beispiel Islam. Wenn Trump eine Mauer zu Mexiko bauen will um illegale Aktivitäten einzudämmen, dann gehen sie auf die Barrikaden, genauso wenn er ein temporäres Einreiseverbot verhängt für eine Handvoll Staaten mit Terrorproblemen.
    Man könnte hier tagelang diskutieren, ganze Bücher drüber schreiben. Aber man kann sich auch das oben genannte Lied von Reinhard Mey anhören-mehr braucht man gar nicht. Dazu das von mir hier x-fach gebrachte Bukowski-Zitat zum Thema Feminismus (selbst recherchieren bitte).
    Einstweilen verbleiben wir so: Sind sie zu stark bist du zu schwach-wenn der Mann zum Waschlappen und Pantoffelhelden wird steigen ihm Emanzen aufs Dach.
    Vermutliche Lösung des Problems: Männer, nehmt euch Trump zum Vorbild und macht einfach euer Ding!

    • Da lob' ich mir meine Frisörin
      Die kam als Familiennachzug aus dem Kosovo nach hier und ich lernte sie als Lehrling kennen. Sie machte ihre Sache, praktisch wie schriftlich, sehr gut, irgendwann heiratete sie und ward länger nicht mehr gesehen.

      Seit einem Jahr macht sie wieder Aushilfe und ich erfuhr, dass sie stolze Mama von 3 Kindern ist, die sie wohl gut erzieht.Am Samstag erzählte sie mir stolz, dass sie und ihr Mann sich eine 145pm große Wohnung in unserer Kreisstadt gekauft hätten. Nun hätte jedes Kind sein Zimmer und alles sei soo schön, die Dachterrasse 60pm groß und der Keller 40pm.Laut sei es auch nicht.

      Die Wohnung war länger im Internet und sie hätte sie sich jeden Abend, wenn die Kinder schliefen, angeschaut. Dann ihren Mann überreden können, sie sich mal anzuschauen.Die Eltern und Geschwister ( Schwester auch 3 Kinder) zu Rate gezogen usw. Die Lage ist ziemlich zentral und kam für manche nicht infrage,sie alle dachten aber: wow! und riefen den Makler an, d.h. sie führte die Verhandlungen, auch mit der Bank.Die Wohnung gehörte ziemlich reichen Leuten im Schwabenland.Meine Frisörin forderte nun zu dem Preis noch eine Renovierung des Bades und der 2 Toiletten, sowie die Versetzung einer Wand und bekam das und war so stolz.Das kann sie auch sein, nachdem ich auch noch den Preis erfuhr…

      Das ist vorwärtsgewandt, sinnvoll und zupackend, ganz ohne Abi und Uni und es gibt es noch!

  112. Trump ist auch noch erfolgreich
    Im Stern gibt es einen interessanten Artikel, nachdem die bisherige Politik von Trump mehrheitlich als positiv eingestuft wird. Aber nur in anonymen Umfragen. Die veröffentlichte stimmt also nicht mit der tatsächlichen Meinung überein. Wie schon bei den Wahlen. Dann können sich die Schreier noch so viele rosa Mützen aufsetzen. Interessant fand ich auch das Video mit Big John, bei dem ein großer, übergewichtiger Schwarzer seine Zustimmung zu Trump relativ sauber gegenüber einer doch eher tumben Protestlermenge argumentiert. Ups, ein Schwarzer. Und dann gibt es noch den schwulen Milo. Da sollte man sich auch mal das Fox-Interview ansehen. Ein Brite erklärte den Amerikanern, was in ihrer Verfassung steht. Und schon wieder ein Mitglied einer Minderheit, die Trump ja angeblich diskriminiert. Wenn man den Gesinnungs-Lack der Gegner abkratzt, wird man auf immer mehr Ungereimtheiten kommen.

    • Aber natürlich ist er erfolgreich
      und wenn Sie sich mal ansehen wer da demonstriert/randaliert-es sind immer die üblichen Verdächtigen. Hirnlose Wichtigtuer, Gewohnheitsrandalierer oder „We are the world“-Gutmenschglitterati. Es sind die, die sich für besonders schlau halten nur weil sie in eine Kamera hineinbrüllen können.
      Trump war bei der Wahl besonders erfolgreich in allen Südstaaten (ehemalige Konföderierte). Die hat er ausnahmslos alle und zwar mit großem Vorsprung vor Hillary geholt. Das bedeutet, er muss auch von vielen Schwarzen gewählt worden sein weil die dort einen besonders hohen Anteil der Bevölkerung ausmachen (denen sind Arbeitsplätze wohl eben auch wichtiger als dummes Geschwätz für das sich keiner was kaufen und das man nicht essen kann).
      Ich glaube auch, dass es Wahlbetrug zuungunsten von Trump gab (wird jetzt von einer Kommission unter Leitung von Vize Pence untersucht): in Kalifornien wird die Anzahl der Illegalen auf über 3 Millionen geschätzt. Dort soll es leicht sein, sich illegal einen Führerschein zu besorgen, mit dem man dann auch wählen kann. Außerdem hat Trump strategisch Wahlkampf gemacht: vor allem in den sog. „blue wall states“ (typische democrates-Hochburgen) und den „swing states“. In Kalifornien war er nicht. Hätte er auch dort Wahlkampf gemacht, dann hätte er auch dort abgeräumt. Das Märchen mit der „popular vote“ für Hillary kann man also auch in die Tonne treten. Trumps Gegner sind ein paar Schreihälse, die fehlende Masse nur durch ein besonders aggressives Auftreten wettmachen wollen-mehr nicht.

    • Zustimmungswerte
      ich freue mich daran, dass so viele vor Wut kochen.
      Und mit dem Bulldozer versuchen über das hinwegzufahren, was Ronald Reagan schon mit ‚facts are stubborn things‘ von John Adams paraphrasiert hatte.
      Alternative facts ist was man uns landauf landab anbietet, wenn wir täglich – ach, was, stündlich – mit ‚Widerstand gegen Trumps Visapolitik‘ überschüttet werden. Natürlich sind das *auch* facts. Alternative facts.
      ‚Alternative‘ bedingt allerdings auch andere facts, sonst könnten sie niemals alternativ sein.
      Und diese ‚anderen‘ Fakten sind, dass 49 Prozent der Amerikaner mit der restriktiven Einreisepolitik übereinstimmen, und sich 41 Prozent dagegen aussprechen.

      Wie gesagt, es wird vor Wut gekocht. Zuerst war der kollektiven Anstrengung der amerikanischen Medien dennoch nicht möglich gewesen, Trump bei der Wahl als zweiten herauskommen zu lassen; und nun schon wieder, diese Ohnmacht, auf allen Kanälen, aus allen Rohren, bis hin zum Mainkreuzer.
      Ich frage mich tatsächlich, wie viele mehr mit der Politik Trumps einverstanden wären ohne diese Grosseinsätze auf die öffentliche Meinung.

      Wäre ich ein Media-Magnat würde ich zu gerne mal etwas anderes versuchen; wenn auch vielleicht nur aus wissenschaftlichem Interesse: Einfach mal richtigen, traditionellen, echten, wahrhaftigen Journalismus. Also einfach Dinge so berichten wie sie sind. Ohne alles durch antirassistisch-antifremdenfeindlich-gendergerechte-politisch_korrekte Filter laufen zu lassen.
      Ich wette, dass meine Auflagen in die Höhe schnellen würden.

    • milo und gabi
      @Ammerseer Der Gedanke an Gabriel mit Hannoveraner Englisch beim Vortragen der geheiligten Texte macht mich schaudern.

      Ob Milo schwul ist? Er kokettiert oft mit der Vielzahl seiner schwarzen Sexualpartner.
      Wer Milo noch nicht kennt, moege auf youtube etwas von ihm ansehen, Eventuell dangerous faggot tour oder debatte mit feministin.
      Gepflegtes britisches English, Debattenstil elegant mit Florett und Keule. Empfehlung fuer Gymnasiastinnen/en Oberstufe mit Fach English.

      Milo, SargonofAkkad, June Shoe0nhead (mit Null) geben gratis amusante Nachhilfe in English und Politik.

      Lesetip generell ist @faz_donalphonso auf twitter. Sie brauchen kein Account dort. einfach die Adresse in Ihre Suchzeile und „DonnieDoomsday“ ist auf dem Schirm.

  113. Private Frage; nicht unbeindgt zur Veröffentlichung
    Werter Don,

    warum war der Artikel am Freitag vormittags für wenige Stunden (?) online und dann wieder weg. Ich hatte nur die Überschrift gelesen und wollte den Beitrag später lesen; da er weg war machte ich mir schon Sorgen ob das Wahrheitsministerium schon zugeschlagen hat.

    Was war denn los?
    (Freu mich über Antwort unter ***********)

    Beste Grüße vom anderen See.
    michel

    • Es gab ein Missverständnis beim Ablauf, der Beitrag wurde freigeschaltet und wieder zurückgenommen, während ich nicht da war. Man kan so einen Beitrag nicht unbetreut 2 Tage rumstehen lassen.

  114. Niemöller
    Werter Don,

    wieder sehr guter Beitrag, aber

    bei Niemöller wäre ich vorsichtig; er hat aus dem KZ an Hitler einen Brief geschrieben mit der Bitte, ihm doch ein U-Booot zu geben, damit er wieder gegen England fahren könne – man weiß zwar nicht unter welchen Umständen er diesen Brief geschrieben hat aber …

    Zudem hat er im August 1945 der Washington Post ein Interview gegeben, in dem er sinngemäß sagte, dass es im KZ gar nicht so schlimm war!

    Schließlich würde ich beim vermeintlichen Widerstand der evangelischen Kirche im Dritten Reich auch sehr vorsichtig sein: denn die evang. Kirche hatte nur Probleme damit, dass sich der Staat in Kirchenangelegenheiten einmischte, aber die evang. Kirche hatte nichts gegen einen totalitären Staat; denn die evang. Kirche hat von Anfang ihrer Geschichte immer den Staat – d.h. die Herrschenden – unterstützt, denn sie wurde wiederum von diesem beschützt.

    Beste Grüße,
    SeeMichel

  115. Das ist nicht zu vergleichen, finde ich -
    denn irgendwelche Ideen, etwas kreativ zu gestalten, gar ein Programm für die Zukunft Deutschlands oder die EU, ein positiv anzusteuerndes Ziel, kann ich bei Schulz und in seinen Reden beim besten Willen nicht entdecken…

  116. Die wiederentdeckung von Plebs und Propaganda
    Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die sehr schlichte Gedankengebäude unterhalten. Sie haben durchaus eine Vorstellung von richtig und falsch im Ergebnis, können aber nicht in Widersprüchen denken und Konzeptionen korrekt unter Einschluß aller wahrscheinlich auftretenden Folgen bewerten. Vom Zufall ganz zu schweigen. Das spüren diese Leute auch, sie sind daher eher unsicher und fühlen sich alleingelassen, und so mögen sie es, Leuten zu folgen, die sie auf ihrem Niveau davon überzeugen, daß auch sie das Richtige wollen. Wer sie für sich einnehmen will, der spricht mit dem Wortschatz des Viertklässlers, Trump kann das (!), und tut, was er sagt, möglichst rasch. Wenn er scheitert, so wird ihm verziehen, solange seine Botschaften verstanden und gebilligt sind und man ihm vollen Einsatz bescheinigt. Und die Klientel findet Football spannender als Golf. Umrennen der anderen ist erlaubt, und daß sie dann jammern, das gönnt man ihnen.

    Trumps überzeugt die „Massen“ wie Hitler und Goebbels. Die rhetorische Idee ist die der Propaganda. Die Wortwahl bei Publikumsauftritten ist betont einfach und adressiert Gefühle. Die Regierungsmannschaft wird aus den besten Leuten aufwendig ausgesucht und gefunden („gecastet“). Mit spärlichen Vorgaben ausgestattet, müssen sie sich zusammenraufen. So bleibt dem Führer immer eine Möglichkeit, Richtungswechsel vorzunehmen, indem er einzelne aus dem Spiel nimmt. Gleichzeitig sind die Leute vermutlich wirklich von dem überzeugt, was sie vertreten.

    Das ist Teil der Inszenierung. Im Bereich der Propaganda ist Wahrheit nicht Voraussetzung für die Verwendung bestimmter Bilder. Es ist allein das Ziel, die uneingeschränkte Politikfähigkeit, und im schlimmsten Falle Alleinherrschaft, des akzeptierten Führers aufrechtzuerhalten.

    Ein hoher Anteil der weniger schlicht Denkenden findet diesen Ansatz, ein Land zu regieren, gar nicht so falsch, weil ihm die Exzesse längst gegen den Strich gingen, die in der Linken so tief verankert sind. Wenn die Plebs ohnehin mobilisiert ist, entscheidet die Mitte die Wahlen.

    Solange die Pressefreiheit nicht angetastet wird, muß man es wohl sogar hinnehmen, daß Andersdenkende sich subjektiv verfolgt fühlen. Schließlich ist es undenkbar, daß alle Professuren aus dem Gender-Kosmos erhalten bleiben. Auch wenn das inhaltlich begründet würde, könnte es als Verfolgung von Minderheiten ausgelegt werden.

    Das deshalb, weil die Zersplitterung der Bürgerschaft in diverse immer weiter aufgefächerte Minderheiten geradezu das Organisationsprinzip einer Gerechtigkeits-Ideologie ist, die in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die Deutungshoheit beansprucht. Diese Struktur weist durchaus Merkmale der NS- Organisationen auf, indem sie nach persönlichen Eigenschaften sortierte und klassifizierte Bürger gegen stigmatisierte „Rassisten/Sexisten/Kapitalisten/Faschisten“ in Stellung bringt und versucht, der Mehrheit ihren Sprachgebrauch aufzuzwingen, so wie die Nazis einst ihre Begriffswelt in die Behördensprache implantiert haben. Selbstverständlich wird die Rekonstruktion der beschädigten Sprache oder z.B. die Verweigerung eines Trauscheins für Homosexuelle als politische Verfolgung ausgelegt werden.

    In der deutschen Gesellschaft ist die voraussetzungslose Gerechtigkeitsideologie, die Menschenrechte nicht als Zielvorstellung, sondern ganz besonders als einklagbare Individualrechte eines jeden Angehörigen irgendwie identifizierbarer Minderheiten begreift, die tiefere Ursache für den Migrationskollaps, in der EU tritt sie für die Schuldenvergemeinschaftung ein. Sie ist stets auf der Suche nach Schuldigen und Opfern. Sie hat insbesondere an den Universitäten einen Einfluß erkämpft, der von einer Vielzahl von Studenten und Professoren als Terror erlebt wird.

    Wenn man die Verhältnisse auf beiden Seiten betrachtet, so kann man feststellen, daß sowohl die als progressiv sich einschätzenden Gerechtigkeitsideologen, als auch die nationalkonservativen Kräfte weltweit, wie auch Trump, sich am Schatzkästlein der hitlerschen Machttechniken bedienen. Die einen „ziehen der Gesellschaft Strukturen ein“ und versuchen, die Sprache zu durchsetzen, die anderen mobilisieren mit Führeranspruch, Propaganda und emotionaler Ansprache die Massen.

    Solange keine der beiden Seiten den gesamten totalitären Instrumentenkasten nutzt, bleibt es verhältnismäßig sicher.

    Wenn wir Glück haben, wird ein großer Teil der linken Strategien obsolet, weil ihre Vordenker in Amerika vernichtend geschlagen werden und ihre Apologeten mit in den Abgrund reißen. Schön wäre es ja. Und gleichzeitig bleibt die Demokratie erhalten, weil die Nationalisten beweisen, daß sie die Wirtschaft entwickeln können und daß sie abwählbar bleiben. Dann wird es eher besser als jetzt. Sonst nicht.

    • Was ist Propaganda?
      @ Rudolf Plöger

      Werter Herr Plöger, ich finde Ihren Post ungemein interessant. Vielen Dank.

      „Mit spärlichen Vorgaben ausgestattet, müssen sie sich zusammenraufen. So bleibt dem Führer immer eine Möglichkeit, Richtungswechsel vorzunehmen, indem er einzelne aus dem Spiel nimmt. Gleichzeitig sind die Leute vermutlich wirklich von dem überzeugt, was sie vertreten.“

      Damit spielt er jetzt schon, besonders in der Außenpolitik. Offenbar weiß er nicht recht, wie er sich in Bezug auf Russland positionieren sollte und hält seine Optionen offen: Er selbst macht sich lieb Kind mit Putin, lässt aber seine UN-Botschafterin schärfere Töne verlauten. Weil er sich vor der Welt das Gesicht nicht verlieren will oder doch nicht wirklich weiß, welche außenpolitische Richtung er einschlagen will, und so hält er beide Optionen offen. Manche halten das für Inkompetenz und Unerfahrenheit, ich halte das für politisches Kalkül.

      „Die Wortwahl bei Publikumsauftritten ist betont einfach und adressiert Gefühle.“

      So formuliert er seine Tweets. Die vom Reiseverbot getroffenen sind „bad dudes“ oder „ People pouring in. Bad!“, wobei Trump die Beschützerrolle der Nation einnehmen kann.

      „Das ist Teil der Inszenierung. Im Bereich der Propaganda ist Wahrheit nicht Voraussetzung für die Verwendung bestimmter Bilder.“

      Genau, es geht um eine mediale Inszenierung, die Trump aus seiner über 10-jährigen Erfahrung als Reality-Show-TV-Star perfekt beherrscht.

      Ja, es geht nicht um die Wahrheit, sondern um das Kreieren von Bildern, die durch die angesprochenen Emotionen in den Köpfen/in der Psyche der Menschen entstehen. Diese Bilder sind mächtiger als die Wahrheit.

      Obwohl ich mit den Gedankengängen, wie z.B. linker Schutz von Minderheiten = eine Diskriminierung analog zur Naziideologie für falsch halte, ja, für eine Verharmlosung der Nazis, gehe ich mit Ihren Schlussfolgerungen konform.
      Generell bin ich jedoch der Meinung, dass eine Ideologie, selbst, wenn sie als diskriminierend wahrgenommen werden kann, niemals mit den Verbrechen der Nazis verglichen werden darf, welche Bestrafung Unschuldiger in Form von Internierung, Zwangsarbeit, Konzentrationslager, Euthanasie, Vergasung, medizinische Zwangsexperimente etc. nach sich zog.

    • auch "Terror" an Unis gut herausgearbeitet
      Absolut richtig:

      „Das deshalb, weil die Zersplitterung der Bürgerschaft in diverse immer weiter aufgefächerte Minderheiten geradezu das Organisationsprinzip einer Gerechtigkeits-Ideologie ist, die in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die Deutungshoheit beansprucht. Diese Struktur weist durchaus Merkmale der NS- Organisationen auf, indem sie nach persönlichen Eigenschaften sortierte und klassifizierte Bürger gegen stigmatisierte „Rassisten/Sexisten/Kapitalisten/Faschisten“ in Stellung bringt und versucht, der Mehrheit ihren Sprachgebrauch aufzuzwingen, so wie die Nazis einst ihre Begriffswelt in die Behördensprache implantiert haben.“

      So wird es empfunden. Und daraus resultiert eine als gefährlich empfundene Gemengelage für die Mehrheit (die schon länger hier lebt).
      Wenn dies zu Bürgerkriegen führte, würden sich übrigens die diversen Minderheiten vermutlich als erstes miteinander anlegen, zumal sie Tür an Tür hausen, z.B. in Kreuzberg oder HH St.Georg.

      Übrigens hätte ich Psychoterror nicht ausgehalten und mein Studium an den Nagel gehängt.

  117. Demokratischer Populist
    Ich frage mich schon seit ein paar Tagen, was das genau sein soll. Kann mir da mal jemand helfen? Und wieso ist der Fidel (leider mit Brille, ohne wäre aus Marketing-Gesichtspunkten besser) aus dem Aachener Großraum genau so etwas?

  118. Neues vom Bosporus
    Da irgendwer hier schrieb, an dieser Stelle müsse ein Artikel über Erdogan stehen, helfe ich mal aus…

    NEUES VOM IRREN VOM BOSPORUS

    Die Türkei erhebt heute Anspruch auf die Antarktis, da Osmanen nach neusten Forschungsergebnissen die Antarktis entdeckt haben (neben Amerika und dem Mond natürlich oder vermutlich, kann man ja schon an der Flagge sehen). Dass Erdogan und sein Wissenschaftsminister definitiv keine Affen im Stammbaum haben, wird nun auch offiziell in die Schulbücher genommen auf Kosten anderer Theorien.

    Zu finden unter

    http://www.krone.at/welt/tuerkei-erhebt-nun-ansprueche-auf-die-antarktis-von-osmanen-entdeckt-story-552510

  119. Aha! Verstanden.
    Don schreibt im Moment keinen kritischen Beitrag zu Trump, weil es an amerikanischen Unis radikalfeministische Gruppierungen mit schrägem Weltbild gibt, die ihm die Laune verderben.

    Na, dann!

    • Ich schreibe sehr wohl kritisch, siehe den Beitrag über die Ikonographie. Ich falle nur nicht in die Hitlervergleicherei ein und nenne Gründe, warum das heikel ist.

    • @dean So ein Quatsch!
      Der vorliegende Artikel D.A.s ist hochkritisch- nur halt mit dem für viele unerträglichen Ergebnis, wie wenig kritikfähig die sogen. Linke heute ist.

      Die Anforderungen an einen kritischen Text sind relativ klar formulierbar, Don übererfüllt sie in diesem Artikel fast alle. Daß sich das Ganze trotzdem sehr flüssig liest, kann nur Narren dazu verleiten, die Substanz, die sich hier expliziert, zu ignorieren!

    • Titel eingeben
      Die Hitlervergleichlerei ist in der Tat nicht nur unfein – sie gehört sich nicht und ist neben jeder historischen Dimension. Sicher. Eine gewisse Tendenz zur Präsidialverordnung und zu dem, was man demokratischen Populärautoritarismus nennen könnte, die scheint er jedoch zu haben. Er äußert sich nicht nur zweifelhaft, er handelt auch so. Wie weit er damit gehen will, und ob sich alle Befürchtungen eines autokratischen Regierungsstils erfüllen werden, das muss man in der Tat noch abwarten. Ob sich die Leute selbst einen Gefallen tun, die hierauf übersensibel und überzogen reagieren?

      Das alles lässt sich diskutieren.

      Dein Text aber trifft aber auch noch andere Aussagen. Du hattest schon immer eine Tendenz zum – ich nenne das mal sehr vorsichtig: „gefühligen Urteil“. Stärker auf Personen und Gruppierungen bezogen, als es in der Sache nachvollziehbar ist, stets auch eine gewisse Tendenz zum fast schon ressentimenthaften Pauschalurteil über Mißliebige – wobei, und das macht dich als Person und Autor spannend, du zugleich eine fast schon unerhörte Gabe zur Differenzierung haben kannst, die sogar bewunderungswürdig ist.

      Ich würde es bevorzugen, wenn ich bei dir vor allem dieses Talent entfaltet sehe.


    • @John Dean: Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie das Duzen unterlassen würden. Das war bisher in diesem Blog nicht üblich, und ich fand das gut so.

  120. ...aber Trump hat gesagt....
    Alle, die noch der festen Überzeugung sind, Trump lüge, bedrohe die Welt und habe geäußert, man könne ja auch das rote Knöpfchen drücken sowie die Nato sei überflüssig möge sich zur seelischen Beruhigung die Richtigstellung des Ex-Generals Kujat ansehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=-H1ZC0TNyNc
    In der Sendung ‚Unter den Linden‘, vom 23.01.2017.

    Wer also ist der Vollpfosten, wer lügt und wer manipuliert?

    „Trump sagte Putin ist ein Mörder.“schreibt der Spiegel.

    Oha, ein starkes Stück, hat er echt gesagt? Das könnte Krieg bedeuten.
    Ich habe daher sehr verzweifelt genau diese Aussage gesucht.

    Gefunden habe ich ein weiteres Mal die Erkenntnis, wie eine linke Presse die Wahrheit verfälscht.

    Und die anderen Behauptungen über Trump werden genauso wahrheitsliebende Erkenntnisse sein, die uns von Gerechtigkeitsaposteln eingebläut werden.

    Kein Wunder, dass viele meinen vor Angst zittern zu müssen.

    • Wahrheit verfälscht?
      @ Tico
      „Trump sagte Putin ist ein Mörder.“schreibt der Spiegel.
      Oha, ein starkes Stück, hat er echt gesagt? Das könnte Krieg bedeuten.
      Ich habe daher sehr verzweifelt genau diese Aussage gesucht.
      Gefunden habe ich ein weiteres Mal die Erkenntnis, wie eine linke Presse die Wahrheit verfälscht.“

      Der Spiegel schreibt: Putin ist *ein Mörder unter vielen*.
      Sie haben die letzten zwei Worte überlesen. Im Text werden Trumps Worte aus dem Interview mit Fox News ziemlich genau auf Deutsch wiedergegeben.

      Zugegeben, die Übersetzung der Überschrift ist nicht gut, aber verfälscht wird die Wahrheit keineswegs.
      Dazu empfiehlt es sich das Original-Video anzuschauen:
      http://insider.foxnews.com/2017/02/04/preview-bill-oreilly-donald-trump-super-bowl-interview

  121. Und täglich grüßt das Trump-Bashing
    Jeden Morgen auf web.de oder gmx.de die gleiche #1-Überschrift: „Trump hat wieder mal…“. Bevor man auf diesen Portalen einfach nur seine Emails checken kann, muß man sich seine tägliche Dosis Trump-Bashing abholen. Zumindest in der Überschrift, a la „Trump walzt mal wieder.“
    Ich weiß nicht, wer sich allmorgentlich diese monotonen Abwandlungen einer fast immer gleichen Anti-Trump-Propaganda reinzieht, aber mit seriösem Journalismus (bzw. seiner Aufbereitung auf diesen Portalen) hat das nichts zu tun.

    Wohl kein Wunder, wenn der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe den Mann sogar als ISIS-Henker darstellt. Hysterie auf allen Kanälen. Ob das wirklich hilft?

    • Es ist die Antwort der Medien auf den Vorwurf ,,Lügenpresse''
      und sie lautet :
      ja.

      Ja , das sind wir, eine humpelnde Propaganda-Orgel im Dienste der
      Demokratie-Hintertreiber .

      Glaubst Du nicht, Leser ?

      Sieh uns zu. LIES uns.

      Nun, letzteres kann man sich leider zunehmend sparen.

      Wie wohltuend ist da der hiesige Artikel vom Don.

    • Die tägliche beklagte Dosis?
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/trumps-chefstratege-die-dunkle-seite-der-macht-14842096.html

      „Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.“ George Bernhard Shaw
      Ob das Zitat korrekt ist? Könnte schon sein.

      Üblicherweise sind noch alle Erregungskurven abgeklungen. Und eine gewisser Realitätsinn trat an die Stelle von Empörung, Rechthaberei, Vorraussagen etc. Das wird dieses Mal nicht viel anders sein.
      Was allerdings geschehen wird, wenn diese „deplorables“ mitbekommen, dass nix ist mit Jobs und sonstigen Versprechungen, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

    • Entschuldigung, nicht, dass jemand glaubt, ich wollte mich vervielfältigen :
      Es hilft. sagt, ist von mir, aber ich war zu schlampig, und die Überschrift kam ins Namensfeld.

  122. Die Protagonisten des Womens March
    Ich habe jetzt noch nicht alle Kommentare zu diesem hervorragenden Artikel von D.A. gelesen, aber neben der genannten islamistischen Exponentin der Feministinnen ( in Berlin wurden bei einer Feminazi-Demo gg. Trump „Allu-Hakbar“ gegröhlt, ebenso wie bei den „Protesten“ in den USA) ist eine wesentliche Protagonistin des dortigen Feminismus und seiner Hateaktionen gg. Trump Donna Hylton. Diese Frau ist von einem bestialischen Hass gegen Männer getrieben. Ein Hass, der sie wegen gemeinsamer bestialischer Todesfolter an einem alten weißen Mann eigentl. lebenslänglich in den Knast brachte. Wieso so jemand nicht seine aktiven und passiven Bürgerrechte verliert sondern im Gegenteil nach 25 Jahren ohne psychiatrische Zwangsbehandlung wieder in Freiheit ist und zum öffentlichen Exponenten einer politischen Hassbewegung werden kann, ist mir schleierhaft…
    Nachlesbar ist dies differenziert in einem ebenfalls guten Artikel zur prima vista paradoxen Allianz zwischen Feminismus und Islamismus .
    ht tp://www.freiewelt.net/reportage/irrationale-allianz-die-feministische-linke-und-der-politische-islam-10069972/

  123. Trump "Administration"
    Lieber Don,
    bitte verzeihen Sie meine beckmesserische Amerkung. Wolf Schneider hat mal in den achtziger Jahren darauf hingewiesen, dass das amerikanische „Administration“ mit „Regierung“ zu übersetzen ist. Die einfache Übernahme des amerikanischen Begriffs ist eher irreführend, zumal wir ja heute von IT-Begriffen umschwärmt werden.

    Ansonsten herzlichen Dank für Ihren Kampf für Differenzierung, und Dank auch an die Foristen hier für die jedesmal anregenden Diskussionen in hoher Qualität.

  124. Hervorragende Recherche
    Die Dekadenz der sogenannten vierten Macht wird illustriert. Diese ist
    notwendigerweise der Entwicklung hin zu einer Gesellschaft geschuldet, welche das ständig wechselnde, vermeintlich wichtige Individualweltbild in immer kürzeren Abständen befriedigen muß.
    Wer möchte es diesen Zeitgenossen nachtragen, nachdem man sich an die eigene Nase gefasst hat?

  125. Trump-Badhing?
    An dem Artikel ist viel Wahres dran. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass Trump tatsächlich sehr gefährlich ist. Dass seine Gegner alles Andere als besser sind, ändert daran Nichts. Diese Wahl, die als Wahl zwischen Pest und Cholera bekannt wurde, ist symptomatisch für das Gesamtproblem. Mit Bernie Sanders gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer. Aber der wurde ja kaltgestellt.
    Obamas Bilanz ist ernüchternd. Bei seiner Wahl wurden große Hoffnungen und Erwartungen in ihn gesetzt. Beinahe, als wäre er der Messias. Das Resultat ist nicht gleich Null, immerhin hat er Obamacare eingeführt und Chelsea Manning begnadigt. Aber das war’s dann auch schon. Trump hingegen macht schon in seiner ersten Amtswoche die schlimmsten Alpträume wahr. Wenn das so weiter geht, wird das Resultat eine Katastrophe.
    Es wird wohl auch deshalb zu einer Katastrophe, weil das Pozellan, das Trump zerschlägt, als Rechtfertigung herhalten wird, um Extremisten der jeweils opositionellen Seite an die Macht zu bringen, und jeden Mist zu legitimieren, der dann über uns hereinbricht. So sexistisch und frauenverachtend, wie er sich gibt, kann das durchaus dazu führen, dass nach ihm sexistische und männerverachtende radikal-Feministinnen die Macht bekommen. Und das wird dann, Dank seiner Regierung, legitim sein. Zum gruseln.

    • @Siegfried
      „Trump hingegen macht schon in seiner ersten Amtswoche die schlimmsten Alpträume wahr.“ Andere sagen, er macht seine Wahlversprechen wahr. Aber wie dem auch sei. Ich sage, man weiß nicht, was er genau macht. Denn ich höre bzgl. seiner Dekrete nur aus zweiter oder dritter Hand, also zwei bis dreimal gefiltert. Wie beim „muslim ban“, was wohl quatsch ist, wenn man sich genauer damit beschäftigt. Daher hebe ich keine wirkliche Meinung zu Trump. Die eigentliche Katastrophe ist, dass die Presse sich ihrer Rolle als 4. Gewalt beraubt. Das wird noch lange Nachwirkungen haben. Ihre Sorge teile ich übrigens nicht. Denn der breiten Masse wurde erst durch Trump so richtig vorgeführt, was das „demokratische Establishment“ für Mist verbrochen hat. Auf Kosten des weissen Mannes. Auch das wird noch lange Nachwirken. Hoffentlich.

  126. @ Uwe Dippel sagte am 5. Februar 2017 um 21:17 Uhr
    „Attention!
    Wenn ich jetzt hier noch das Zitat des guten Doktors einfügte, und mich etwas mehr darüber ausliesse, das Zitat das Sie wahrscheinlich wissentlich unterschlagen haben, also was bestimmte Qualitäten der Damen betrifft, also dann kämen wir alle wahrscheinlich in Teufels Küche“
    .
    Nun gut, Herr Dippel, die geforderte Selektion der männlichen wie weiblichen Teilnehmer am Zuchtprogramm qua Elektronenhirn (so hieß das damals noch) habe ich unterschlagen. Gedanklich war ich ganz bei Ihnen. Aber man muß auch etwas Bescheidenheit üben können wenn die eigenen Vorfahren nie auf einer Ordensburg bei ähnlichen Versuchen teilgenommen hatten.
    (DdH)

    Weil der gute Doktor hatte schon eine gewisse und gleichzeitig präzise Vorstellung von Attributen.
    Und wenn ich mir da so die Galerie der femininen Lieblinge unseres Gastgebers, also, ob die 10 da zusammenkommen, die den Kriterien wenigstens des Dr. Sellers entsprechen, hmm.

    • Synchronisation?
      Sie haben dann entweder die deutsche oder französische Synchronisation.

      (das wäre aber noch ein ganz anderes Fässchen zum Aufmachen. Interessant, aber auf einem ganz anderen Planeten angeordnet.)

      Bei Gelegenheit suche ch mal das Original heraus, und transkribiere diese 2 oder 3 Sätze. Nein, ich meinte nicht den Moment in dem Peter Sellers mit germanischem Akzent ‚combjutah‘ sagt.

    • Original
      wie zugesagt:
      „[…] and sse combudah could be set and programmed to accept sets of factors from youth, health, sexual fertility, intelligence and a cross section of necessary skills. […] The women will have to be selected for their sexual characteristics which will have to be of a highly stimulating nature.“

      Nicht, dass das meine Meinung wäre, natürlich nicht! Ich zitiere selbstverständlich nur den guten Doktor mit seiner Antwort auf George C. Scott, ob dann nicht auch die monogame Beziehung zu einem Ende kommen müsse, wenigstens von Seiten der Männer, die er mit ‚regrettably, yes‘ beantwortet.

  127. Wir sind nicht allein...
    Werter Don, liebe Forumsgemeinde,

    als Geniesser von Veredlungsprodukten der Malzherstellung (Bier und Whisky) landet man früher oder später auf Youtube bei Horst Lüning. Dieser Horst Lüning nun hat auch einen Unter(nehmer) Blog. Sehr interessante, fundierte und unaufgeregte Ansichten hat er, der Horst. Passend zu Dons Beitrag lässt er sich in seinem letzten Video „Amerika zuerst? Wer gewinnt, wer verliert? Zeitenwende oder weiter wie immer?“ ebenfalls über die Pressenlandschaft aus (den link erspare ich Ihnen, werter Don, da der Beitrag knapp 45min hat: daher einfach auf Youtobe, Horst Lüning eingeben). Einleitend beschreibt er in einem grosen Bogen die deutsche Presse („ungezogene Bengel“) und geht dann erst mal über Fakten, um dies Stellung der USA im Vgl zu Deutschland darzustellen, Finanzen, über R2G in Bln, NRW („sozialistisches Utopia“), Staatsquote, Arbeitslosigkeit, Rüstungswahn in USA etc. Interessante Gedanken zur Einordnung dessen, was der Don so schön aufdröselt. Ich durfte also mal wieder feststellen, dass man dann doch nicht allein ist. Das ist doch mal was!

    • Sie dürfen das, was in den Medien steht, nie mit der Realität verwechseln.

    • Don .....nicht mit der Realität verwechseln..
      Das ist absolut richtig, Don, aber für einen Journalisten schon eine knallharte Ansage.
      Denkt man es zu Ende, so bleibt außer ,,Karnevalspostille das ganze Jahr“ nur mehr das L-Presse- Wort.

      Wenn Fachleute das so sehen, darf die angewiderte Abkehr von immer mehr Ex-Konsumenten nicht verwundern.

      Die Aufgabe, die Medien HÄTTEN , bleibt liegen, und wird in tausenden Blogs mehr oder weniger gut abgearbeitet.

      Aber ,,morgens in die Zeitung sieht“ ist nur mehr ein Ärgernis.

      Siehe umseits, man kriegt das Gefühl, die BTW wäre vorbei, und Trump deutscher Kanzler, was die linxgrünen Medien-Heinis nicht goutieren.

      Ein US-Präsident hat immer für die ganze Welt Gewicht, oftmals erdrückendes, und da geht den Linken die Muffe mit Vollgas.

      Was, wenn er sich im Wahljahr 2017 nicht schon erstolpert, sondern Achtungserfolge erzielt, aus Sicht seiner Wähler ?

      Wem in Europa hülfe das ?

      Genau.

      Und daher das panische Gebashe.

  128. @ Dreamtimer und mein x-ter kommentar -Zizeks Trump-Artikel ist in dem einen Punkt interessant,
    wo die FAZ und viele andere bisher leider gesäumt haben – im Gegensatz zu einigen Zeitungen in den USA : Nämlich in seinem Hinweis auf Richard Rortys „Stolz auf unser Land“ – Kampfruf, wo Rorty – ein enger Freund von Habermas damals, und von Habermas zustimmend besprochen (!) – etwas kommen sieht, ohne es ganz zu verstehen: Nämlich den Abfall der Arbeiterschaft von der Demokratischen Partei.
    Ihre – sag ich mal: beißende – Ironie im Hinblick auf die Arbeiterschaft als Teil der sozialstaatlichen Integration nach europäischem Muster ist auch mit Blick auf Zizek und die Schweiz ergiebig, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen weil Zizek in der ureigensten bürgerlichen Publikation schreibt, nämlich der NZZ (das ist an sich schon kein sehr revolutionäres Signal….), zum anderen, weil die Evolution der Sozialdemokraten in der Schweiz ein ähnliches Bild hervorgebracht hat, wie von Rorty vorausgesehen: Die Arbeiterschaft ist komplett (!!) aus der sozialdemokratischen SP ausgewandert, und befindet sich mittlerweile mehrheitlich bei der bodenständigen (sag ich mal) schweizerischen Volkspartei.

    Nun, was Zizek nicht kapiert und wo ihm auch Rorty nicht weiterhilft ist haargenau das, was Thilo Sarrazin letzte Woche – wieder einmal in der FAZ (!) sagte, und was er sonst in der Weltwoche (dem Organ quasi der SVP…) schon seit Jahren schreibt: Die Globalisierung ist an eine Systemgrenze gestoßen und eine weitere Internationalisierung des Arbeitsmarktes bringt insbesondere für die Unterschicht und für die untere Mittelschicht keine Vorteile mehr. Das ist das Stichwort: Grenzschutz gegen ungesteuerten Zuzug Nicht- bis Geringqualifizierter.

    Auch bei Will gestern wurde scheints (FAZ von heute) an diesem Punkt – und der ist meine ich der systematisch relevante Punkt – munter vorbeigeredet.

  129. Links vs. Trump
    Um das Gezeter zu verstehen, dass in USA und in D abgeht (vor allem seitens der sich selbst als links beschreibenden Mitbürger), hab ich mir mal den Text der Internationale zu Gemüte geführt. Da wird es klar.

    Die Plärrer kennen offenbar nur den Refrain:
    „Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht“
    Entsprechend fühlen sie sich beseelt und sehen sich in einer Reihe mit sozialistischen Vorkämpfern. Wie falsch sie liegen.

    Denn der Rest hört sich aber nach Trump an. Ich nehme mal die letzte Strophe, da ist es am offensichtlichsten:
    „In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
    wir sind die stärkste der Partei’n
    Die Müßiggänger schiebt beiseite!
    Diese Welt muss unser sein;
    Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
    Nicht der mächt’gen Geier Fraß!
    Erst wenn wir sie vertrieben haben
    dann scheint die Sonn‘ ohn‘ Unterlass!“
    Hier ist nicht die Sprache pro safe spaces, Schneeflöckchen, Feminazis, LGBTQZP (die Zophilen kommen auch bald und die Pädophilen scharren bestimmt auch schon mit den Hufen, als Nächstes wieder dran zu sein). Auch nicht pro Wohnungsbesetzungen, Flüchtlingsjubelpersern oder sonstigen „neulinken“ Utopien. Auch nicht pro Partei-, NGO- Medieneliten. Nein. Hier geht es genau gegen diesen „elitären Moloch“, gegen das Establishment. Denn die Linke hat ihre sozialistische Vergangenheit als Arbeiterbewegung schon lange verraten. Nur habens die Arbeiter bisher nicht so gemerkt, da Bildung nur aus Bild und Staatsfunk bezogen. Diese Zeiten sind vorbei. Deswegen wundert es nicht, dass Trumpo gewonnen hat und die SPD auf dem Weg zur 15%-Prozent-Partei ist.
    Somit geht es bei dem ganzen Krakeele nicht gegen Trump sondern im Prinzip nur um die eigene Haut. Weswegen man auch nicht wählerisch bzgl. der „Freunde“ ist. Der Feind meines Feindes ist mein Freund (siehe Women’s March). Wie ärmlich. Hoffentlich durchschauen dies in den kommenden Monaten noch mehr Wahlberechtige in D…

  130. Ich bin verwirrt
    Am Sonntag kam eine 30minütige Sendung beim DLF, eigentlich „Wissenschaft im Brennpunkt“. Es ging nur um Trump. Weltuntergang. Vorher, morgens Essay & Diskurs eine halbstündige Suada darüber, dass wir doch bittschön zu akzeptieren haben, dass die deutsche Kultur obsolet ist. Dass es gut ist, besonders beim Essen, Toleranz gegenüber den Intoleranten zu maximieren.
    Neulich kam ein Artikel über den Ticker, dass Trump via Offshore Konten 20% von Rosneft geschenkt bekommt. Dann stellt sich heraus, dass Glencore kauft.
    Ich bin der Meinung, dass sehr viel gründlicher recherchiert und ausgewogener berichtet werden sollte. Dieser ständige Alarmismus führt macht doch infantil.
    For the record: Ich halte Trump für einen echten Widerling, moralisch und im Geschäftsgebaren nicht integer, usw. Aber umso wichtiger ist doch, seine Aussagen genau zu sezieren und darzustellen.

  131. Off Topic
    Lieber Don,
    in ihrem Blog tauchen Kommentatoren auf, die sich selbst als links bezeichnen, aber offensichtlich ein gewisses Interesse an den geäußerten Meinungen haben und von Zeit zu Zeit sinnvolle Argumente beisteuern. Ich möchte daher einen Text anregen, der sich mit linken Ideen und ihrer heutigen Ausprägung befasst.

    Nehmen wir als Beispiel zwei Grundsätze der französischen Revolution:
    1) Freiheit: gute Sache, nur leider betont die Linke die Freiheit der sich selbst Antifa nennenden Schlägertrupps Andersdenkende zu tyrannisieren. Weiterhin wird gern die Freiheit der Kriminellen betont, so zu bleiben wie sie sind. Die Freiheit Verträge abzuschließen wird hingegen mit tausend Gesetzen eingeschränkt, ebenso wie die unternehmerische Freiheit durch eine Vielzahl unsinniger und über das Ziel hinaus schießender Schutzgesetze ad absurdum geführt wird.
    2) Gleichheit: Aus der Gleichheit vor dem Gesetz oder auch der Chancengleichheit wird Ergebnisgleichheit gemacht. Na, dann lohnt sich doch eine Anstrengung wirklich nicht mehr. Und dass alle Menschen wirklich gleich sind, glaube wer will. Wäre ich Woody Allen würde ich nicht zu Mike Tyson in der Boxring steigen wollen. Gleiches gilt auch für den geistigen Bereich. Nicht umsonst hat Mozart mehr geschrieben als ein Schüler der lokalen Musikschule. Da hilft auch die Musiknachhilfe der Gesamtschule nicht.
    Und so weiter. So eine Art Generalabrechnung, gern auch in mehreren Folgen.

  132. ist BANNON der neue HEGEL ?
    glaube ich bald, wenn sich die deutschen medien weiter so an ihm abarbeiten !

    @werte Tamarisque

    von veräppeln keine spur, lediglich der hinweis auf teilweise totalitäre strömungen im deutschen geisteswissenschaftlichen überbau und bei Schumpeter und Adorno der hinweis auf die produktivität von „kreativen zerstörungen“.

    und veräppelt wird der deutsche wichtigtuer- und weltmoralpolizist-gedanken- und redesturm über einen amerikaner, wo es doch in D genug probleme gibt, über die sich talkrunden und spiegeltitelseiten auslassen könnten. statt dessen lesen wir eher als ironie verkleidete „mordaufrufe“ verklausulierte kommentare in randzeitungen. oder als was würde Siggi aus Wien solche texte deuten ?

  133. We must teach our children, from a very young age, to be sceptics...
    Check sources. Consider what wasn’t said. Ask questions. Understand that every storyteller has a bias- and so has every platform.
    https://www.theguardian.com/media/2017/feb/02/amusing-ourselves-to-death-neil-postman-trump-orwell-huxley

  134. War was im Jahr 2011?
    Alles schien damals friedlich zu sein … jedenfalls bei uns.
    Stützen-Gast Venetia Fröscher schrieb so schön über Musik.
    Gefahr? Lag außerhalb unserer unmittelbaren Sensoren.

    Doch im Mai 2011 verfolgen Obama und sein Team – darunter
    auch Hillary Clinton – den Killer-Einsatz gegen Bin Laden
    LIVE per Videokonferenz. Deckname Geronimo. Knallhart.
    Wer durchblickte eigentlich >Obama UND seine Gegner?
    Die Transatlantiker, solche wie der J.Fischer und der Joffe? Bah.

    Deutschland.Im Juni 2011 faselte Angela Merkel vor Gläubigen
    auf dem Kirchentag, dass Rechte und Souveränität zugunsten
    einer neuen Weltordnung abgegeben werden müssten.

    Und im Herbst 2011 feixte Obama öffentlich über Trump.
    Obama spottete, wie schwer doch Trumps Entscheidungen
    sein müssten; Trump müsse ja laufend irgendwelche Stars in
    seinen Shows feuern. Obama hatte die Lacher auf seiner
    Seite, als er arrogant witzelte, dass solche Fragen ihm
    wohl sicher auch nachts den Schlaf rauben würden…
    HAHA
    Trump saß regungslos dabei. (sieht man auf Youtube)

    Fast 6 Jahre später – noch am Tag seiner Amtseinführung –
    entließ Trump fristlos etwa 80 von Obamas Botschaftern
    in aller Welt.
    Zufälle gibt’s.

    • Trump, der Urheber des Birther Movements
      Der Ärmste. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
      Zur Erinnerung: Das geschah, nachdem Obama von Trump vorher Jahre lang mit Vorwürfen gequält worden war, dass Obama angeblich gar kein Amerikaner sei, weil er nicht in den USA geboren sei, und somit auch kein rechtmäßig legitimierter Präsident der USA. Nicht einmal nach der Veröffentlichung des Birth Certificate hat Trump Ruhe gegeben. Angeblich hatte er sogar Detektive nach Hawaii geschickt und äußerte sich im TV verklausuliert über deren ver-meintlichen Findings, um den Eindruck zu erwecken, dass Obama nicht astrein sei.
      Nachher gingen Journalisten dem nach, konnten auf Hawaii jedoch keine Hinweise dafür finden, dass Trump dort jemals durch Detektive in der Sache recherchiert hätte.

      Erst nachdem Trump Obama soweit gedemütigt hatte, dass dieser sich veranlasst fühlte, eine lange Version des Birth Certificates veröffentlichte, gab Trump endlich Ruhe.

      Aus diesem Hintergrund, und nur aus diesem Hintergrund ist die genüssliche Boshaftigkeit Obamas zu verstehen, was sonst ja nicht seine Art ist.

      Die Verbissenheit, mit welcher Trump Obama damals vor der Nation bloßstellte und regelrecht verfolgte, um ihn als Präsidenten zu delegitimieren, zeigt gut, wessen Geisteskind der Mann ist. Damals hatten hier in Deutschland wohl nur wenige Menschen Verständnis für Trump, sondern man hielt ihn damals für einen durchgeknallten Milliardär, der nicht alle Latten am Zaun hat. Wie sich das inzwischen verändert hat.;-)

  135. Dr. Trump oder: Wie wir lennen die Bombe zu lieben
    Dr. Trump oder: Wie wir lernen die Bombe zu lieben

    Dieser Präsident mag verrückt sein; er ist Präsident. Dieser Mann mag einen an der Klatsche haben; er ist Präsident. Dieser Typ mag die Verkörperung all dessen sein, was politisch, moralisch und sonst-wie-isch bedenklich ist; der Typ ist gewählter Boss.
    Ich weiß nicht genau – obwohl ich Latein-Unterricht hatte – wie die römischen Imperatoren an die Macht kamen. In dynastischer Folge? Alles blieb in der Familie? Gewählt? Von Senatoren, die damals die Wahlmänner waren, auf den Cäsaren-Stuhl gehievt? Ein bisschen Mord war gelegentlich dabei, vonnöten, pragmatisches Mittel. Intrigen gab es, Kungeleien, also das ganz normale Irresein der Politik? Und insgesamt die angenehme Verarsche – Brot-und-Spiele – des Volkes?
    Ich weiß leider auch nicht sicher – obwohl ich mich für die Historie interessiere, aber ein Spezialist für irgendeinen Zweig, für irgendeine Frucht dieses weitverzweigten Welten-Baums (Yggdrasil?) bin ich nicht -, also weiß ich auch nicht hundert-pro-sicher, wie (eine Auswahl:) Karl der Große, Robespierre, Napoleon, Kaiser Wilhelm, Lenin, Stalin, Hitler, Franco ihr Ding machen konnten. Im Großen-und-Ganzen-Überblick kenne ich ein paar Fakten, von denen ich natürlich auch nicht weiß, ob es Fakten sind; ich werde allmählich irre, gottseidank bleiben mir das Mendelejewsche Periodensystem der Elemente, Newtons Apfel und der kluge Satz Albert Schweitzers: „Erst machen Menschen Häuser, dann machen Häuser Menschen“ (bevor sie die Häuser und sich selbst zerstören), und auch, dass ein Bier ein Bier ist und kein Eierlikör, scheint mir eine wahre Aussage zu sein.
    Also: Ich weiß nicht, wie verrückt Donald Trump ist.
    Mir hilft nicht, und niemandem hilft es, dass ein Psychiater in die Öffentlichkeit tritt und behauptet, Trump sei ein bösartiger Narzisst. Ein Wahnsinniger. Ich weiß nicht sicher, ob jemand mit einer erheblichen Machtfülle die Grenze zwischen Welt-Frieden (den es bisher nicht gibt) und Welt-Krieg (in dem wir uns schon befinden?) fühlt und kennt, oder ob er die Welt als riesigen Sandkasten betrachtet, in dem Militärs ihre irren (!!!) Schlachten schlagen. Unter uns, Freunde: Ich glaube, dass höhere und höchste Dienstgrade Fans von Zinnsoldaten sind und nicht von Zinnzivilisten.
    Das unitäre Medien-Getrommel hilft gar, gar, gar nicht. Sehr, sehr, sehr wenige Ausnahmen ausgenommen (etwa wird zu denjenigen reportert, die Trump wählten), erfahre ich, dass Donald der Welt immerzu Kinnhaken verpasst: der westlichen Welt? der gesamten Welt? den hysterischen Politikern und Journalisten Europas (was ich auch nicht weiß, ich sollte schreiben: Deutschlands)? Ich erfahre, dass Trump ein Wüterich, ein Tyrann, ein Geisteskranker sei. Dass die Weltwirtschaft den Bach (den Hades?) runtergeht. Dass Trump für einen Superkrieg im südchinesischen Wasser sorgen wird. Dass Trump first Amerika ruiniert, after die Welt. Dass Trump den einen Tag verspricht, Australien von Kängurus zu befreien, und am anderen Tag will er Yvanka oder Melanie einen Diamanten und seinem Sohn einen Schulranzen von der Größe seiner Selbstbezogenheit schenken. Wenn er das alles ist, wenn er das alles will – nun ja. Schickt ihm den Krankenwagen mit den Sanitätern, die sich aufs Fesseln verstehen. Geht aber nicht, oder?
    Ich werde derzeit an Kubricks Film „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben“ aus dem Jahre 1964 erinnert. In dem Film gib es ein paar Super-Fanatiker, Militärs, denen es nicht darauf ankommt, ein paar Millionen Menschen mit Wasserstoffbomben über die Wupper (respektive über die Moskwa oder den Potomac) zu schicken. Der einzige einigermaßen Vernünftige ist der Präsident der USA, im Film Merkin Muffley genannt. Allerdings kann auch er nicht verhindern, dass am Schluss des Filmes (der Geschichte?) Major Kong auf der Atombombe wie ein jubelnder Cowboy auf die Erde runterreitet. Der Rest sind ästhetische Atompilze zu majestätischer Musik.
    Wenn Stephen Bannon, ich lese, er ist „Chefstratege der Regierung Trump“ und ein Freund von Schlachten, Kriegen, Kaputtmachen-um-neu-aufzubauen ist -, wenn er gerne von „Revolution“ und „Krieg“ spricht und sich als „Leninist“ bezeichnet -, wenn das alles in einer Macht-Ausübung mündet, dann weiß ich Bescheid. Schlussendlich. Bis dahin? Weiß ich nicht. Dr. Seltsam jedenfalls erhebt sich aus seinem Rollstuhl und ruft: „Mein Führer, ich kann wieder gehen!“ Hat wenigstens mindestens einer gewonnen.

  136. :-) Wann haben Eliten ihre Ablösung jemals ohne Geschrei begrüsst?
    Unsere mediale Funktionselite hatte sich behaglich in einem nicht herausgeforderten Deutungs-Biedermeier eingerichtet, in dem der einzig zulässige politische Streit sich auf die Frage reduzierte „Elektroauto jetzt oder erst in 5 Jahren“.

    Jetzt befürchtet diese Funktionselite den Verlust von Macht und relativ bequemer materieller Stellung. Und tut das, was Leute seit Anbeginn schriftlicher Aufzeichnungen immer taten: Sie dekretieren einen Verstoss gegen die gottgegebene Ordnung und versuchen, andere Leute zu mobilisieren, um ihre eigene Position zu halten.

    Weder neu noch originell.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      ;-) also entspannt zurücklehnen und Schauspiel genießen?

      (Hoffentlich machen sie dann später den Tacitus und bringen eingeschnappt pikante Insider
      Die Briefe seines Freundes Plinius lesen sich ja mitunter wie ein Instagram-Account: Meine Villa, meine andre Villa, mein Otium, meine Dichtung, meine Jagd, mein opusculum, meine Pächter, meine Bronze-Statue, meine Freunde, denen ich Geld verschaffe…[wenn Sie sagen dürfen, Geschichte wiederholt sich doch, dann will ich auch!])

  137. Besten Dank Don Alphonso
    Mögen es einige als Schleimereien ansehen , aber für ihre Beiträge bin ich immer wieder dankbar . Eine Stimme der Vernunft, die sich auch nicht scheut einen Shitstorm gegen sich zu provozieren, weil sie aus der überdrehten Hexenjagd gegen politische Gegner ausschert und dagegen Argumentation und Nachdenklichkeit setzt . So einige sollten zum Beispiel diesen Beitrag am besten mehrfach lesen und auch mal soweit über ihn reflektieren , auf das sie ihn vielleicht auch kapieren . Man könnte nämlich auch ganz andere Vergleiche ziehen bezogen auf das heutige Verhalten gegenüber einem Trump oder anderen politischen Kräften , die einem einfach nicht in den Kram passen . Einen Hitler gab es in Deutschland nach meiner Ansicht in der Hauptsache deswegen ,weil die erste deutsche Demokratie kollektiv versagt hat , auch damals bestanden die Mittel die gegen eine NSDAP in Stellung bebracht wurden in der Hauptsache aus der Methode den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen. Am Ende war die Weimarer Republik als Demokratie nicht mehr erkennbar , sondern nur noch als Kampfarena , in der eine radikale Strömung aus purem Eigennutz und zum eigenen Machterhalt gegen die andere radikale Strömung gehetzt hat , mit eben dem Ergebnis das jegliche Vernunft über Bord ging und eine dieser Strömungen gewonnen hat . Ich sehe in der heutigen Zeit wieder die gleichen Tendenzen und wieder meinen die linksliberalen Musterdemokraten anstatt mit Vernunft und Argumenten, mit Hexenjagd und plumper Hetzerei unzufriedene Stimmen und politische Tendenzen mundtot machen zu können . Sowas ging damals schief und es wird heute wieder schief gehen , die verantwortlichen Politiker und auch ein Großteil der Presse haben scheinbar nichts aus der Geschichte gelernt . Man bekämpft Radikale nicht mit ihren eigenen Methoden, ansonsten ist man von ihnen irgendwann nicht mehr zu unterscheiden , Figuren wie Trump wurden von einer Politik erst erschaffen , die für den Großteil der Bürger nicht mehr glaubwürdig war . Als Reaktion darauf blindlinks umsich zu schlagen , bestätigt eher die radikale Strömung , die man meint beseitigen zu können . Das Ergebnis eines solchen Wahnsinns hatten wir schon mal , haben wir denn nichts gelernt ??

  138. Werter Don, Ihr Beitrag ist derart vielschichtig,
    dass sich viele Dinge erst nach dem zweiten oder dritten Lesen erschließen. So bin ich auch auf den „Title IX“ gestoßen, mit dem Obama Universitäten unter Druck setzte: Die Verteidigung eines Mannes, der der Vergewaltigung beschuldigt (bzw. verleumdet) wird, soll geringer gewichtet werden, als die Anzeige (bzw. Verleumdung) des (angeblichen) Opfers.

    Ich finde das unglaublich. Ich kann einfach nicht begreifen, wie solche offensichtlichen Ungerechtigkeiten politisch tragfähig werden und am Ende das behördliches Handeln bestimmen können.

    Gleichermaßen wurde ja auch das deutsche Gewaltschutzgesetz gestaltet. Die meisten Männer, sicher auch hier im Forum (mir ging es früher nicht anders), glauben, dass sie der Herr im Hause sind. Sie sind sich nicht darüber im Klaren, dass sie innerhalb von 20 Minuten, unter Umständen für immer, aus ihrer Wohnung geführt werden können, sobald ihre Frau bei der Polizei erscheint und eine einigermaßen glaubwürdige schauspielerische Darstellung abgibt. Blessuren oder Zeugen sind nicht notwendig. Es ist auch nicht nötig, dass die Frau im Mietvertrag steht. Sie muss nur polizeilich gemeldet sein und den Eindruck von Angst vermitteln.

    Mir ist besonders der Fall eines sehr solventen Kollegen im Gedächtnis. Er war nicht besonders attraktiv, aber fleißig. Die Frau war auch keine Schönheit und etwas einfach gestrickt, aber sie machte das wett mit Lebensfreude und Energie. Die beiden bekamen zwei Kinder und gleichzeitig wurde ein Haus gebaut. Der Mann bezahlte das Haus, und die Frau hielt ihm den Rücken frei. Doch als das Haus fertig war, verleumdete sie ihren Mann wegen Vergewaltigung und setzte ihn vor die Tür, mittels polizeilicher Wegweisung. Er hat das Haus nie wieder betreten und ist seitdem ein gebrochener Mann. Er ist gesundheitlich angeschlagen, und geriet in eine berufliche Talfahrt. Die Frau dagegen nutzt mit den gemeinsamen Kindern eine Wohnqualität, die sie aus eigener Kraft, auch als Single, niemals hätte erwirtschaften können. Sicherlich hätte der Mann einen Anspruch auf ein Viertel des Hauswertes. Dagegen steht jedoch der monatliche Unterhalt, zu dem er verpflichtet ist; für die Kinder und die Frau, die aufgrund ihrer schauspielerisch erkämpften Opferrolle nun natürlich auch nie wieder arbeiten gehen kann.

    Wenn man das hört, ist die erste Reaktion: Na ja, vielleicht hat er sie ja doch vergewaltigt. Und genau da liegt das Problem. Durch die hohe Gewichtung der Aussage des angeblichen Opfers, beginnt das Unrecht schon beim Protokoll zur polizeilichen Wegweisung. Durch dieses wird eine Maschinerie in Gang gesetzt, die das Leben des Mannes zerstört, bevor er sich dagegen wehren kann: Abführung durch die Polizei, Benachrichtigung des Jugendamtes, Hinweis an die Kindertagesstätte, Rufschädigung vor Nachbarn und Arbeitskollegen.

    Insofern benötigt das Gewaltschutzgesetz eine Rekonstruktion. Insbesondere sollte bei einer verlangten polizeilichen Wegweisung eine eidesstattliche Versicherung abgenommen werden, weil schließlich schon an dieser Stelle mögliches Unrecht geschieht. Es ist ein scharfer Einschnitt in die Grundrechte eines Menschen, mit Hilfe der Polizei aus seiner Wohnung verwiesen zu werden; im Übrigen ohne zu wissen wohin. Da sollte die Ehefrau, die dies verlangt, auch bereit sein, unter Eid auszusagen, und zwar bei Haftandrohung, sollte sie des Meineids überführt werden. Das sollte eigentlich schon genügen.

    Stattdessen werden Männer auf der ganzen Welt von Frauen diskreditiert und treffen in der Regel auf mitleidvoll nickende Beamte, die dann eine von der Politik vorgegebene Maschinerie der Vernichtung in Gang setzen. Das ist gewollte Geschlechterdiskriminierung pur, ganz im Sinne eines radikalen Feminismus.

    • Richter zementieren damit Ehe- und Kinderlosigkeit
      Eine Ehefrau sollte einen Mann nur wegen Vergewaltigung anzeigen dürfen, wenn sie aus Angst auszieht, soll heißen, damit glaubwürdig wird, wenn sie zum Beispiel in ein Frauenhaus zieht. Der Besitz sollte verkauft werden, damit allen gerecht wird nach Prozess. Solche Fälle bewirken, dass Männer nicht mehr heiraten und Kinder haben wollen, vernünftige Männer zumindest. Manche lassen sich die Samenstränge durchtrennen. Wegen solcher Frauen entwickelt sich schleichende Paranoia, bezogen auf Frauen.

      In diesen Sektor spielt auch eine weitere narzisstische Spielart rein: Es gibt Frauen, die nur Mädchen wollen. Ob selektive Abtreibungen von männlichen Föten gemacht werden, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber aufgrund der Verirrungen denkbar. Die Produkte werden zunehmend von Einschlägigen, nicht näher Benannten, angegangen. Auch wenn man das verurteilt, kommt da kurz in den Kopf „Rache der Natur“. Wenn ein Staat die Natur auf den Kopf stellt, indem er ihre Gesetze untergräbt, kriegt er sie vielleicht anders zurück, u.U. freundlich nachgeholfen durch Freunde der orthoxen Kirche, die ja auch drastisch gegen die Verirrungen von Pussy Riot vorgegangen sind.

    • Der Sinn des radikalen Feminismus..
      ..ist die Beschwörung des Islam als Erlöserreligion. @Goodnight wird das im Luhmann’schen Sinne erklären wollen (ich nicht!).

    • Titel eingeben
      @ Herren Gärtner und Oberländer

      Tja, was machen wir da: Sie haben keinen Bock, als Vergewaltiger generalversächtigt zu werden, gar innert 20 Minuten Ihrer Stellung verlustig zu gehen, und ich bin auch nicht nicht erpicht, qua bloßer Existenz als böswillige Verleumderin mit giftigen Fingernägeln und Lolita-Power hingestellt und gefürchtet zu werden (obwohl, hm).
      Da kommen wir wohl nicht zusammen, schon gar nicht in der Mitte. ;-p

  139. Nehmen, was längst genommen wurde.
    Was den Tweet von Sansour so unfassbar widerwärtig macht, ist, dass Hirsi-Ali bereits Opfer der Genitalverstümmelung ist, die in ihrer Jugend heimat Äthiopien muslimischer Ritus ist. Solche Unmenschen (Sansour) werden nun also von der regressiven Linken als Alliierte vorgeschickt. Nicht einmal Bannon hat derartig niederträchtige Wünsche gegenüber Menschen auf der feindlichen Seite geäußert. Meine Erkenntnis daraus: das politische Spektrum ist ein Zirkel, in dem sich die deplorables von rechts nach links die Hand reichen.

  140. Titel eingeben
    Hans_Nase sagt:
    6. Februar 2017 um 09:03 Uhr

    Wir sind nicht allein…
    Werter Don, liebe Forumsgemeinde,

    als Geniesser von Veredlungsprodukten der Malzherstellung (Bier und Whisky) landet man früher oder später auf Youtube bei Horst Lüning. Dieser Horst Lüning nun hat auch einen Unter(nehmer) Blog…

    Herr Nase, kannte diesen Herrn Lüning bisher nicht.
    Trinke keinen Alkohol, schmeckt mir halt nicht.
    Mal schnell geschaut und eine Antwort auf eine Frage unter seinem Beitrag von ihm gefunden. Stell das mal hier rein.

    „Visornetvor 1 Jahr (bearbeitet)
    Wenn ein Unternehmer eine Millionen investiert, um Wachstum aus Eigennutz zu schaffen, allerdings durch Wachstum verursachte immer größere Ausdehnungen von Ressourcenknappheit und damit ökologische Katastrophen auslösend, ist es dann nicht besser, eine Millionen auf 1000 Bürger zu verteilen, die sich damit selbstverwirklichen ?

    Horst Lüningvor 1 Jahr
    Schwierige Frage. Aber Ihre Voraussetzungen sind falsch gewählt. Um etwas zu ‚verteilen‘ muss es erst mal erschaffen werden. Der Unternehmer hat einen Plan, wie er die Million den Banken/Geldgebern zurück bezahlt und natürlich noch mehr dabei rumkommt. Ob die Einzelnen auch diesen Plan haben? Oder einfach nur Flachfernseher kaufen und ein Dutzend Flaschen Whisky? Der Unternehmer erschafft eine Unternehmung, erzeugt Wachstum und Arbeitsplätze. Damit können Menschen sich ein Leben verdienen und auch zu dem Geld kommen.

  141. Trump ist keine Höllenmacht
    so heute der Tagesspiegel mit einem sehr moderaten Artikel zu Trump. Obama war nicht der Messias und Trump ist nicht der Teufel, vielleicht wird er ein schlechter Präsident.
    Nach all dem Getöse der letzten Wochen ausgerechnet in dem Blatt eine Wende zur Vernunft: Amerikas Demokratie und Rechtsstaat ist stärker als Trump. Die Wirklichkeit ist stärker als Trumps Willen, sie zu ignorieren…. Und man wäre glücklich, wenn man für Europa eine ähnliche Zuversicht haben dürfte.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/us-praesident-donald-trump-ist-keine-hoellenmacht/19350702.html

    • Weder Teufel noch Engel!
      Lediglich ein Neo-politiker, der, so seltsam dies auch klingen mag, eigentlich weniger luegt als die mit der grossen Erfahrung. Gewoehnungsbeduerftig ist vor allem die undiplomatische und ungeschminkte Art seiner Sprache, die „counter-punching“ und provozierend ist.
      Die durch die Medien immer wieder angeheizte Hysterie ist „over the top“ und darauf aus ihn mit falschen Anschuldigungen zu deligitimieren.
      Nehmen Sie z.B. Darstellung, dass der Einreise-Erlass gegen die Verfassung verstoesst weil ein Richter eine einstweilige Verfuegung dagegen erlassen hat. Damit hat der Richter mitnichten Entschieden, dass Verfassungsbruch begangen wurde sondern entschieden, dass die Vollstreckung ruhen muss bis ein Gericht den Fall regulaer anhoert und danach entscheidet. Die Regierung hat dies akzeptiert und mit sofortiger Wirkung die Einreisebeschraenkungen aufgehoben bis zu gerichtlichen Klaerung. Danach wird mit grosser Wahrscheinlichkeit der Berufungsweg zu den naechst hoheren Instanzen begangen bis letztendlich der Supreme Court entscheidet. So funktioniert das US System und so hat es sich seit ueber 200 Jahren bewaehrt. Wer am Ende das Recht hat werden wir am Ende sehen. Das System von Checks und Balances ist nicht einseitig angelegt: weder die Exekutive noch die Jurisdiktion sind davon ausgenommen und der POTUS hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht dem Richter zu widersprechen.
      Vielleicht war der Superbowl heute Nacht, der nach einem tollen Spiel und nach Verlaengerung mit einem Sieg der New England Patriots ueber die Atlanta Falcons endete, ein gutes Omen. Keine Randale, keine Proteste und eine Demonstration fuer gutes Verlieren. Auch wenn es schmerzt, es ist ebenso ehrwuerdig wie gutes Gewinnen und beide Teams verdienten und erhielten hohe Anerkennung.

  142. Hitlervergleiche
    Alle, die hier ihre Hitlervergleiche anbringen, haben keine Ahnung von den damaligen Vorgängen und wo die aktuelle Gefahr wirklich lauert. Infolgedessen werden sie (einige davon: mal wieder) darin untergehen.
    Hitler wurde als Reichskanzler zunächst einmal nicht gewählt, sondern vom (gewählten) Reichspräsidenten ernannt. Das ist ein gan normaler Vorgang. In keinem Land der Welt werden Miinister oder andere Regierungsmitglieder vom Volk gewählt. Diese werden alle von den Regierungsschefs ernannt. Man man über Hitler denken, wie man will, aber es gab zum Zeitpunkt seiner Ernennung keinerlei Grund, ihn als Gefahr anzusehen. Die beiden Reichspräsidenten Ebert und Hindenburg hatten in den 14 Jahren der Weimarer Republik 26 Reichskanzler ernannt und postwendend wieder entlassen (Wiederernennungen mit eingeschlossen) Bei einer Halbwertszeit von 6 Monaten pro Reichskanzler hätte ich damals vermutlich auch gedacht: „Ein dummes Wort und der wird auch bei den Entlassenen die Nummer 27“. Durch die KPD-Blockade des Reichtags regierten diese Präsidenten schon immer durch Dekrete. Das war nichts neues. Auch die nach Artikel 48 der Weimarer Verfassung mögliche Einschränkung der Grundrechte wurde wohl von vielen als das kleinere Übel neben den Schlägertruppen der „Rotfront Brigaden“, den „Stahlhelmen“, „Reichsbanner Schwarz Rot Gold“ und der SA angesehen. Diese Grundrwechte konnten vom Präsidenten jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden und wenn der Reichstag das verlangte, mussten sie es sogar. Die wahre Gefahr kam vom Artikel 51 der Weimarer Verfassung: „Bei Verhinderung des Präsidenten wird das Amt vom Reichskanzler ausgeübt. Dauert die Verhinderung länger, entscheidet ein Reichsgesetz über die Nachfolge“. Dieses Reichsgesetz gab es nicht. Zwar wurde irgendwann einmal der „Reichs-Kanzler“ in Artikel 51 durch den „Reichsbankpräsidenten“ ersetzt, das wurde aber nie so praktiziert. Das wurde von den Reichsbankpräsidenten auch nie bemängelt. Faktisch galt während der ganzen Zeit der Weimarer Republik der ursprüngliche Artikel 51 der Verfassung. Hitler wurde durch Tod des Präsidenten Hindenburg verfassungsgemäß Kanzler und Präsident in einem, mit der Befugnis, über Dekrete zu regieren und der Macht, den Reichstag aufzulösen, offiziell: „Um Neuwahlen vorzubereiten“. Nur wann, das war nicht festgelegt, genausowenig wie der Zeitraum „längerer Dauer“ für die Abwesenheit des Präsidenten. Eine irgedwiegeartete Instanz, die auf Wiedereinsetzung der Grundrechte oder Neuwahl eines Präsidenten bestehen konnte, gab es damit nicht mehr. Ausser dem Präsidenten selbst. Und der konnte die Zeiträume, was „länger“ bedeutet und wieviel Zeit man braucht, um Neuwahlen zu oragnisieren, selber bestimmen. Das wäre das einzige, worüber wir heute vor Gericht streiten würden, würden wir Hitler dorthin zerren, um ihm Verfassungsbruch vorzuwerfen. Ich fürchte sogar, er würde gewinnen.
    Vergleich mit den USA: Einen Kanzler (Regierungschef) gibt es nicht. Der US Präsident ist immer Kanzler und Präsident zugleich. Der kann über Dekrete regieren (siehe Obama, siehe Trump) und Grundrechte ausser Kraft setzen (Homeland Security Act, Patriot Act). Das einzige was er nicht kann: den Kongress auflösen. Wäre am 11.09.2001 die vierte Maschine nicht ins Weisse Haus, wo Präsident Bush garnicht zugegen war, sondern ins Capitol, wo zu dieser Zeit der Kongress tagte, geflogen und hätte den Kongress vernichtet, wäre George W. Bush fast exakt auf die gleiche Weise Diktator geworden, wie Adolf Hitler, nur die Reihenfolge wäre geändert. Das sieht heute aber keiner. Und hier sind wir bei der Gefahr und im Falle „Hitler“ wieder beim „Schuldkult“: das deutsch/amerikanische Mantra, das deutsche Volk hätte aus einem Anfall faschistoiden Grössenwahns 1933 Adolf Hitler gewählt und die „Re Education“ der Kriegsgewinner würde die Wiederholung dieses „einzigartigen Ereignisses“ in aller Zukunft verhindern, ist so kontraproduktiv, wie gefährlich. Sie ermöglicht es potentiellen Diktatoren aller Art, das anzuwenden, was sie wirklich aus der Geschichte gelernt haben. Und das dumme Volk streut immer noch Asche auf sein Haupt. Solange, bis der nächste Diktator seinen Weg kommt. Trump ist das (noch) nicht. Ob er es wird, bleibt abzuwarten.

    • Sie haben da etwas vergessen...
      https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_%C3%BCber_das_Staatsoberhaupt_des_Deutschen_Reichs

      Hitler ließ sich im Nachhinein durch das Volk per Abstimmung legitimieren, mit 89 Prozent Zustimmung und mit Unterstützung Hindenburgs Sohn mittels Neudeutsch/sprech Fake-News zu Hindenburgs politischem Testament.

    • Der Sinn
      Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass die schlimmste aller Diktaturen die ist, die auf einer demokratischen Verfassung beruht. So wie die des Dritten Reiches. Weil die quasi nicht zu knacken und nicht zu bekämpfen ist. Alle verfassungsschützenden Organe sind ja auf die Verfassung an sich eingeschworen und wissen, dass sie den, der sich und seine Macht auf diese legitime Verfassung beruft, nicht mögen müssen, um ihn trotzdem zu schützen. Das ist die Lehre, de die Trumps und Maas‘ dieser Welt aus dieser Geschichte gelernt haben. Sie fördern durch Abschaffung demokratischer Freiheiten die Umwandlung der Demokratie in ein totalitäres System, welches in sich selbst sehr stabil ist. Weil es angeblich auf dem „Volkswillen“ beruht (s.o.). Alle diese Vertreter der Political Correctness, der radikale Feminismus, die Social Justice Warriors sind Stake Holder dieses Endzieles, zu dessen Errichung kleine Schritte, wie „Anti Hate Speech Kampagnen“, „Trigger Warnings“, „Safe Spaces“, „Anti Fake News Büros“ gemacht werden. Die Empörung der Linken in aller Welt ist nur so gross, weil sie plötzlich diese Schritte nicht mehr machen können. So wie bei Hitler. Jeder andere Kanzler, auch einer von der KPD, wäre damals durch Tod des Reichspräsidenten zum Diktator geworden. Da würde sich heute keiner derer darüber aufregen, die sich öffentlich so überzeugt als „Antifaschisten“ geben. Viele von denen sind nur neidisch, dass sie es damals nicht geworden sind. Ganz genauso wie heute.

  143. Titel eingeben
    FJ45 sagt:
    6. Februar 2017 um 12:17 Uhr

    Titel eingeben
    Hans_Nase sagt:
    6. Februar 2017 um 09:03 Uhr

    Wir sind nicht allein…
    Werter Don, liebe Forumsgemeinde,

    als Geniesser von Veredlungsprodukten der Malzherstellung (Bier und Whisky) landet man früher oder später auf Youtube bei Horst Lüning. Dieser Horst Lüning nun hat auch einen Unter(nehmer) Blog…

    Herr Nase, kannte diesen Herrn Lüning bisher nicht.
    Trinke keinen Alkohol, schmeckt mir halt nicht.
    Mal schnell geschaut und eine Antwort auf eine Frage unter seinem Beitrag von ihm gefunden. Stell das mal hier rein.

    „Visornetvor 1 Jahr (bearbeitet)
    Wenn ein Unternehmer eine Millionen investiert, um Wachstum aus Eigennutz zu schaffen, allerdings durch Wachstum verursachte immer größere Ausdehnungen von Ressourcenknappheit und damit ökologische Katastrophen auslösend, ist es dann nicht besser, eine Millionen auf 1000 Bürger zu verteilen, die sich damit selbstverwirklichen ?

    Horst Lüningvor 1 Jahr
    Schwierige Frage. Aber Ihre Voraussetzungen sind falsch gewählt. Um etwas zu ‚verteilen‘ muss es erst mal erschaffen werden. Der Unternehmer hat einen Plan, wie er die Million den Banken/Geldgebern zurück bezahlt und natürlich noch mehr dabei rumkommt. Ob die Einzelnen auch diesen Plan haben? Oder einfach nur Flachfernseher kaufen und ein Dutzend Flaschen Whisky? Der Unternehmer erschafft eine Unternehmung, erzeugt Wachstum und Arbeitsplätze. Damit können Menschen sich ein Leben verdienen und auch zu dem Geld kommen.

    Tja, und da wären wir wieder bei den Linken aller Schattierungen, ob an Hochschulen oder sonstwo.
    Dieser Glauben, man müsste nur die Nachfarge stärken, den Reichen das Geld wegnehmen und schon hätten wir eine bessere Welt.
    Klappt nicht.

    Zu Trump.
    Abschottung funktioniert auf lange Sicht ebenfalls nicht.
    Globalisierung wird gebraucht, wenn man nicht den Migrationsdruck erhöhen möchte.
    Arbeitsplätze die in Mexiko, ganz Südamerika, Afrika, Asien geschaffen werden und zwar auch durch internationale Konzerne, nur dies kann den Leuten dort eine Perspektive geben.

    • Logik wo keine ist oder alles nur ein Problem der Logik.
      Globalisierung als Problemlöser der Globalisierung.
      Umkehrung der Logik 4.0

  144. @Marx 12:38
    Man man über Hitler denken, wie man will, aber es gab zum Zeitpunkt seiner Ernennung keinerlei Grund, ihn als Gefahr anzusehen.

    Das kann man so sehen oder eher nicht.
    Hitler hatte bereits 1923 eine Putsch versucht; er war verurteilter Hochverräter. In seiner Propagandaschrift ‚Mein Kampf‘ steht schon vieles, was kommen sollte. Seinen Antisemitismus verbarg er keine Sekunde.
    Seine SA Horden terrorisierten regelmäßig das Land.
    Wenn Ihnen Herr Marx das nicht Gründe genug sind, dann frage ich mich, wie Sie Gefahr definieren!

    • @ Don Fernando - wie die Hitler-Gefahr richtig zu definieren sei? Vielleicht mit Joachim Fest,
      dem ehemaligen FAZ-Herausgeber und Hitler-Biographen, der sagte, wenn Hitler 1940 z. B. getötet worden wäre, würde man ihn heute überwiegend als erfolgreichen Deutschen Staatsmann ansehen?

      Keine Ahnung, wie Höcke den Kasus beurteilt. Wenn er ganz perfide wäre, würde er ein verdecktes Zitat machen, und die dreiviertelse veröffentlichte deutsche Meinung einschließlich der Auslandskorrespondentinnen würde ihm ins offene Messer laufen – zumindest zwischen Weihnachten und Neujahr oder so ähnlich.

      Gedankenexperiment.

    • Das kann man so sehen, muss man aber nicht
      Der König von Bayern hatte 1871 weder den Oberbefehl über seine Armee, noch die völkerrechtliche Vertretung Bayerns an den König von Preussen, fürderhin genannt: „Deutscher Kaiser“, abgegeben. Kaiser Wilhelm II. musste 1914 deshalb erklären, „das Deutsche Reich befände sich im Kriegszustand, ausser des Territoriums des Königreiches Bayern“. Die erste Regierung der Weimarer Republik störte dieser Zustand so sehr, dass sie sich den Oberbefehl über die gesamte Deutsche Armee, einschliesslich der bayerischen Verbände aneignen wollte. Der Redakteur einer kleinen Münchner Zeitschrift veröffentlichte über diesen Plan eine geharnischte Kritik, welche den Verteidigungsminister (damals genannt: Kriegsminister) von Seeckt in Berlin veranlasste, die Verhaftung des Redakteurs zu befehlen, die Einziehung der gedruckten Exemplare dieser Zeitung anzuordnen und den weiteren Vertrieb der Zeitschrift zu verbieten. Die bayerischen Generäle verweigerten sich diesen Befehlen und wurden daraufhin von von Seeckt entlassen. Der Redakteur setzte daraufhin ein öffentliches Treffen unter anderem mit den abgesetzten Generälen an, wo er zum Marsch auf die Berliner Regierung und deren Absetzung aufrief. Daraufhin wurde er verhaftet. Die Bayerische Staatsregierung kam aber nicht dem Ersuchen der Berliner Reichsregierung nach, den Redakteur Adolf Hitler an das für Hochverrat zuständige Reichsgericht in Leipzig auszuliefern, sondern urteilte ihn vor einem Volksgericht in München ab. Dieses verurteilte Hitler zu einer relativ geringen Gefängnisstrafe. Die Initialzündung war jedoch die mit den Prinzipien der Demokratie, der Meinungs- und Pressefreiheit nicht vereinbare Zensur- und Beschlagnahmeanordnung des Kriegsministers von Seeckt. Wenn Frau von der Leyen heute anordnen würde, die FAZ zu beschlagnahmen und weitere Veröffentlichung zu verbieten, wären Sie (und ich) froh, wenn es genug Leute gäbe, die dagegen aufstehen würden. Auch wenn die zum Sturz der Berliner Merkelregierung aufrufen würden: das dürften die. Bei uns rufen ja auch alle zum Sturz von Trump auf und werden nicht verhaftet.
      Die SA hatte übrigens zu ihrer besten Zeit 50 000 aktive Mitglieder. Dem standen zwei Millionen bewaffnete kommunstische Frontkämpferbrigaden, 2 Millionen Stahlhelmkämpfer und 2 Millionen sozialdemokraische Wehrsportbrüder des „Reichsbanners Schwarz Rot Gold“ gegenüber. Ohne eine eigene Schutztruppe war zu dieser Zeit keinerei politische Arbeit möglich. Das die SA die kleinste und gemeinste dieser Truppen war, entbindet die anderen nicht von der Pflicht, dazu Stellung zu nehmen, wie sie damals zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Erich Honnecker hat in einem Buch voller Stolz über die politischen Morde der Roten Frontkämpferbrigaden geschrieben. Auch diese Geschichte gehört aufgearbeitet. Da helfen auch keine salbungsvollen Bundespräsidentenreden an vernebelten Novemberfeiertagen.

    • Ihre Zahlen sind erstens ziemlich postfaktisch ...
      wikipedia.org/wiki/Roter_Frontk%C3%A4mpferbund

      und zweitens sagt mir Ihr Vergleich von SA-Abteilungen mit dem Reichsbanner Schwarz Rot Gold, dass sie offenbar deutliche Schwierigkeiten haben, eine nationalsozialistische Schlägertruppe von einem Verband zu unterscheiden, der zum Schutz der in Weimar ziemlich gefährdeten Demokratie gegründet wurde.

      Auch gut …

      Thorsten Haupts

  145. Einspruch, Euer Ehren: Don und der "black Swan" Trump
    Das einzige, was einem als Konservativ-Liberaler gefühlsmässig hin und wieder in die Trump-Ecke drängt, ist in der Tat das Getue seiner Gegner. Das Grosshirn des Konservativen ist dann aufgerufen, gegen dieses Sympathie-Gefühl für Trump anzukämpfen. Keine Macht dem verlängerten Rückenmark (zumindest in der Politik nicht)!

    Wahrhaft kluge Intellektuelle wie unser Don neigen dazu, stets auch die andere Seite sehen zu wollen, zu sagen „die Dinge sind nie ganz eindeutig“.

    Eine sehr gute Regel für praktisch alle Fälle. Und sehr unterhaltsam, weil ihr etwas Spielerisches inne wohnt. Aber: alle hundert Jahre gibt es halt dann ein Phänomen, in der sie versagt. Wo alles ganz einfach und eindeutig ist. Und schlimm. Der intellektuelle Widergeist — stets trainiert am sophistischen Abwägen — muss dann höllisch aufpassen, dass er durch diese verblüffende Einfachheit nicht reingelegt wird.

    Und Donald Trump ist, da kann es für einen aufgeklärten Geist keinen Zweifel geben, so ein Fall. Ich sage das als Jurist mit US-Abschluss, der die USA und ihre Geschichte bewundert, und als jemand, der als Mitglied in einer (nicht deutschen) Partei, die hier als rechtspopulistisch gelten würde, nicht im Verdacht steht, irgendwie „links“ zu sein.

    Es ist hier und jetzt die Zeit für ein ganz einfaches, kristallklares und lautes (nicht einfach nur „kritisches“) „Nein“. Sonst wird der liberale Konservatismus auf Jahrzehnte beschädigt sein. Und die Menschheit auch.

  146. An die Eliten: Behaltet eure Lügen – kein Bedarf.
    Dieses ständige selbstgerechte Argumentieren wer jetzt genau der Nazi ist, nervt nur noch.

    Pure Propaganda – Hetze – Agitation. War Hitler bei Geburt schon ein Nazi. Kann ein Jude auch ein Nazi sein. Darf ein US- Präsident das tun was er immer schon angekündigt hat oder muss er weiter wie all die Regierungen vor ihm Lügen verbreiten nach dem Motto: Ich verkünde das – tun aber das genaue Gegenteil davon. Was unterscheidet das Regieren von Merkel und ihren Handlangern von dem neuen osmanischen Herrscher weiter im Osten.

    Wieso ist Martin Schulz jetzt der neue Heilsbringer der SPD. Jeder SPD die mit der CDU/CSU zur PARTEI verschmolzen ist. Reicht es, dass dieser Martin Schulz nur das als neue Richtung verkauft, was eine Sahra Wagenknecht seit Jahren fordert. Ein im Kern bedingungsloser Globalisierungs- und Eliten- Priester als Franziskaner-Mönch verkleidet, rettet die Armen und Notleidenden.

    Ist es heutzutage Pflicht, jeden Scheiß zu glauben, weil unterbelichtete und machtgeile Vollpfosten es als die reine unbefleckte Wahrheit verkaufen. Wird unstrukturiertes Chaos zur NEUEN WELTORDNUNG nur deshalb, weil es alternativlos dämlich ist. Alles wird gut, wenn nur noch unbestimmt und vorläufig ist. Ist es demokratisch im Gleichschritt der Propaganda zu marschieren.

    Sollte man wieder zur Selbstgeißelung greifen, weil irgendwie in einem selbst der Nazi steckt.
    Kann ich mir selber noch trauen oder muss ich mich selber bespitzeln. Ist ein Hinterfragen ob ich heute Milch zum Kaffee nehme nicht schon ein Stück Aufbegehren gegen die herrschende Bücklingsmentalität ist. Muss ich deswegen mich selber denunzieren, um die größtmögliche Strafe zu erhalten. Muss ich vor mir selber Angst haben, weil ich Fragen stelle. Bin ich mein eigener Feind.

    Ich werde zum Problem – ich stelle zu viele Frage – ich denke zu selbstständig.
    Muss den guten richtigen Führern folgen. Muss gehorchen. Selbstständig Denken ist ein Verbrechen.

    Und doch – IHR kriegt mich nicht – denn IHR seid das Problem.
    Heil mir selbst! … dem Führer in mir, dem Juden, dem Krieger, dem Heiligen, dem Poeten, dem Dichter.
    ********* [Editiert: Bitte nicht solche Töne. Don] Ihr Besserwisser, ihr Rechtschaffenden, ihr Kadaver-Eliten. Ihr – die immer nur von den anderen erwartet, dass sie die Probleme auslöffeln die ihr verursacht. Fahrt zur Hölle – ich habe euch Versager satt.

    Behaltet eure Lügen – kein Bedarf!

    ….

    • Ich würde sagen, er ist nicht intellektuell hochprivilegiert.

    • „Ich würde sagen, er ist nicht intellektuell hochprivilegiert"
      :-)

      Schön zu sehen, wie Ihnen die gute Erziehung und die Höflichkeit den mildernden Konjunktiv nahelegen. Aber in Fällen wie dem vorliegenden darf man ihn bedenkenlos weglassen.

    • Jetzt weiß ich, wo Trump
      das Twittern gelernt hat. Hatte bisher V.Beck im Verdacht.

    • Pöbel Ralle..
      ..hat einfach nur Spaß daran, sich selbst (und seine Partei) AUS zu leben.

  147. Konkurrenz belebt das Geschäft.
    http://cicero.de/salon/hysterie-um-donald-trump-Politik-als-Dschungelcamp

    ‚Dschungelcamp‘ ist eine nette Assoziation zu dem, was man derzeit so an VFF vorsetzt in Bezug auf Trump.
    Very Fast Food.
    Lousy sh*t. Not great. Not great at all.

  148. Freiheit
    Mal abgesehen von der Person Trumps, ihren Schwächen und Defiziten, über die zu debattieren sich schon deshalb nicht lohnt, weil man sich darüber aus der Ferne kein zutreffendes Bild zu verschaffen vermag, schon gar nicht in den deutschen Medien, geht es um einen grundlegenden Konflikt zwischen zwei unversöhnlichen Lagern.

    Da gibt es diejenigen, die in beinahe allen Gesellschafts- und Lebensbereichen nach staatlicher Intervention und Regulierung rufen, nach öffentlichen (oder halböffentlichen) Leistungen und Zuwendungen aller Art, aus deren Summe eine bessere, gerechtere Welt hervorgehen soll.

    Und es gibt die anderen, denen dieser Nanny-Staat ein Gräuel ist, ein letztlich nicht zu finanzierendes, bürokratisches Monster, das seine Bürger zunehmend gängelt, ihre Rechte beschneidet, unter einer uferlos wachsenden Zahl von Titeln der „Gerechtigkeit“ – Steuer-, Umwelt-, Sozial-, Bildungs-, Gendergerechtigkeit etc.

    Die Inflation der Anzahl von „Gerechtigkeiten“ darf als Symptom für die Unerfüllbarkeit ihrer zunehmend maßlosen Ansprüche gelten. Der Versuch sie alle zu bedienen, splittet die Gesellschaft in wechselnde Koalitionen von Nettoempfängern und -zahlern.
    Die Staatsquote steigt unaufhörlich, immer mehr Gruppierungen, Stiftungen, „Kulturinitiativen“, angeblich Benachteiligte, Schlaumeier, Apokalyptiker und Weltverbesserer jeder Sorte melden Bedarf an, erfinden ständig neue Futtertröge, um die sich all die drängeln, denen andere Lebensentwürfe vermutlich als zu anstregend gelten.

    Der/die eine oder andere wird sich in den vergangenen Jahrzehnten gefragt haben, wer das alles auf Dauer bezahlen soll, und dürfte sich über die immer schriller und dreister werdenden Forderungen gewundert haben, zumal wenn er/sie dafür mit Einkommen und Vermögen aufkommt.
    Er/sie dürfte sich auch die Frage gestellt haben, wie man das ganze, staatlich versorgte Gschwerl je wieder loswerden könne und was für ein Geschrei sich dabei erheben würde.

    Man darf die Wahl Trumps für die Immunreaktion eines von zahllosen Infekten und Parasiten befallenen Systems halten. Auch wenn mit dem Begriff keiner mehr etwas anfangen kann, es geht um die Freiheit, ihr womöglich letztes Aufbäumen gegen die totalitären Tendenzen der angeblichen „Zivilgesellschaft“ und ihrer Bürokratien, die alle und alles dem Staat und ihren Verschleierungsideologien unterwerfen möchten.

    Dass sich diese Auflehnung in der Gestalt eines grotesk frisierten Milliardärs manifestiert, desavouiert sie nicht automatisch. Er hat es, im Unterschied zu anderen, minder bemittelten, ganz einfach vermocht.

    Wenn schon die FAZ in einem Frontartikel von „totalitärer Demokratie“ fabuliert, muss es für diese Auflehnung höchste Zeit gewesen sein.

  149. wo ist mein Post geblieben?
    Text eingeben

  150. Manipulation
    „Tamarisque sagt:
    6. Februar 2017 um 08:35 Uhr
    Wahrheit verfälscht?“

    Die Behauptung „Trump nennt Putin einen Mörder unter vielen“ ist zielgerecht auf einen Menschen, Putin also, gerichtet. Das ist eine Anklage.

    Im Artikel kommt dann das Zitat: „“Es gibt viele Mörder“, sagte Trump. „Wir haben viele Mörder. Denken Sie, unser Land ist so unschuldig?“

    Mit keinem Wort also behauptet Trump, Putin sei ein Mörder, sondern er greift den Begriff auf, um darauf hinzuweisen, dass es viele Mörder gibt, auch in den USA.

    Das sind feinen Unterschiede der Sprache, ob ich jemanden direkt angreife, und sage „Du Mörder“ oder ein Journalist behauptet Putin „sei für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten mitverantwortlich“ und Trump darauf reagieren muss, es abwiegelt und darauf hinweist, dass es auch in den USA viele Mörder gäbe.

    Was sollte Trump sagen, ohne genaue Kenntnisse der Taten in Russland? Soll er verneinen? Dann wäre das Geschrei groß. Soll er es bestätigen? Dann wäre das Geschrei auch groß und eine friedliche Verständigung mit Russland erst mal vom Tisch. War es also die infame Fragestellung des Journalisten, der hier von Trump eine deutliche Absage an Putin herausfordert.

    Ich fliege nach Deutschland.

    Da gibt es aber Überfalle.

    Na ja, es gibt viele Überfälle, auch bei uns ist es mitunter gefährlich.

    Habe ich, nun behauptet in Deutschland sei es Gefährlich?

    So wird manipuliert, das ist es was man dem Spiegel vorwerfen muss. Was kommt als nächstes?

    Sie sind leider nur auf diesen einen Satz gesehen, nicht aber mein Hinweis auf die Richtigstellung des Ex-Generals Kujat, der solche Verzerrungen der Presse korrigiert hat.

    Für mich sind solche Verzerrungen gleichzusetzen mit dem Bärtchenmalen. Nein, man sagt ja nicht er sie Hitler, ein Bärtchen darf man doch noch malen. Wichtig ist, was in den Köpfen der Menschen geschieht, die derartige Vergleiche sehen oder verzerrende Titel lesen.

    • Deshalb mein Hinweis, im Original nachzulesen oder nachzuhören.
      MSM verfälschen – auch in den USA. Und der Hinweis auf Kujat und das Interview ist gar köstlich und gleichzeitig klärend.
      https://www.phoenix.de/content/1192730
      Hinreißend auch, wie sich SPD Niels Annen windet, der den Originaltext Trumps auch nur fragmentarisch kannte.

  151. Deutsches Gewaltschutzgesetz
    Lieber Peter Gärtner

    Was Sie über das deutsche sogenannte „Gewaltschutzgesetz“ sagen, besitzen wir auch. Bei uns wurde es aber, sicher anders als bei euch, streng demokratisch eingeführt. Da ging so: Jeweils zwei Frauen aus dem Abgeordnetenhaus, Hard-Core-Feministinnen, gingen zu einem Abgeordneten, legten ihm den Gesetzesentwurf vor und sagten, wenn du nicht unterschreibst geben wir der Presse bekannt, dass du ein Frauenfeind bist.(Um Demokratie durchzusetzen bedarf es mitunter halt Opfer….) Die Feigheit der Kerle und die Angst um ihre Pfründe führten die Unterschriftshand.

    Und schon unterschrieben alle Abgeordnete.
    (Mittlerweile standen selber einige der Abgeordneten wegen „Frauenfeindlichkeit“ vor Gericht. )

    Seitdem stehen unsere Männer, die in „Todesberufen“ fuer ihre Familie arbeiten (Tunnelbau, Straßenarbeit Hochspannungsleitungen) mit einem Bein im Gefängnis, denn er fliegt bei falscher Anschuldigung nicht nur aus dem eigenem Haus, es gibt auch Knast dafür. Und die Frau muss nicht das geringste beweisen. Ihre Aussage ist Beweis genug. Jeder Richter hat Furcht seinen Job zu verlieren durch teils auch körperliche Angriffe der Feministinnen hier.

    Sehen Sie, das ist lateinamerikanische feministische Demokratie.

    Das ist die „Weltrevolution“ der Feministinnen. Und die würgen jetzt vor Wut, dass einer wie Trump aufräumen will.

    Mein Trauzeuge verlor Haus und Grundstück, ein Freund von mir kam 6 Monate in den Knast (unter fürchterlichen Umständen), ein anderer Ausländer wurde, nachdem die Frau schlicht beim Ehestreit den Notruf wählte und nur behauptete, sie habe Angst vor ihm, fürchterlich zusammen geschlagen bis er einen Herzinfarkt bekam.

    Nach der Scheidung gab sie zu, dass sie gelogen hatte. Ihr geschah nicht das geringste, aber sie besitzt jetzt alles.

    Deshalb muss man vor Trump warnen. Diese Art Gerechtigkeit, Links-Radikal-Feministisch sauber und Genderistisch abgesegnet, muss erhalten bleiben. Für den Frieden und dem Wohl zwischen den Geschlechtern. Grabesstille am besten.

    • Um Gottes Willen,
      und ich wollte schon auswandern nach Lateinamerika.

      Nein, war ein Witz. Ich hatte mich im Netz schlau gemacht und dann festgestellt, dass es woanders noch schlimmer zugeht (Knast gibt es z.B. wohl auch in Spanien. Auch in Österreich und Schweden soll es etwas härter zugehen, als in Deutschland). Aber dass es gerade in Lateinamerika so schlimm ist, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Also ehrlich. Ich würde in so einem Land nicht leben wollen.

      Das würde ja bedeuten, dass man mit angewinkelten Ellenbogen an der Wand zu stehen hat, wenn die Frau den Flur überquert, nur um nicht anzuecken. Und wenn die Dame ihre Tage hat und die ganze Familie mit ihrer schlechten Laune terrorisiert, dann hat man sich jeder Kritik zu enthalten, die Pantoffeln anzuziehen und einen großen Strauß Blumen auf den Tisch zu stellen. Nee, das wär nichts für mich.

      Ein Rechtsanwalt hat mir geraten, die ganze Wohnung mit versteckten Kameras zu sichern, die Bilder an einen Recorder außerhalb der Wohnung zu senden und dort eine Woche lang zu sichern. Dann ist die Frau bei einer Falschaussage auf jeden Fall fällig. Ich denke ernsthaft darüber nach. Traurig, nicht wahr? Jede neue Beziehung ist von vornherein vergiftet.

      Und zu Trump: für eine geschundene Männerseele ist er das reinste Balsam, das man sich nur wünschen kann. Ich erinnere mich an eine wirklich fiese Bemerkung von ihm, über eine Journalistin, die ihn angegriffen hatte. Die halbe Welt war erschüttert. Ich musste aber auch grinsen und dachte: „Was wollt ihr denn? Wahrscheinlich hat er sogar Recht.“ Trump verbreitet keinen Frauenhass an sich, so wie Feministinnen Männerhass pflegen. Er nimmt nur kein Blatt vor den Mund, wenn eine Frau ihm dumm kommt. Und das mag ich an ihm. Er ist kein Justizminister Maas, der mal eben schnell die Gesetzeslage gegen Männer verschärft, nur weil eine Frauengruppe ihm das auf den Tisch gelegt hat.

      Ich frage mich immer noch, wie die Feministinnen das hingekriegt haben. So um das Jahr 2000 herum haben die weltweit zugeschlagen und Männer per Gesetz entrechtet. Wie haben die das hingekriegt? War das zentral gesteuert? Dann war es eine logistische Meisterleistung. Oder war es einfach nur Zufall? Da warte ich noch auf Erleuchtung vom Hausherren hier, dem einzigen Mann in Deutschland, der willens und in der Lage ist, sich dem Feminismus entgegenzustellen und dazu auch noch an der richtigen Stelle sitzt.

  152. Während alle sich noch an Trump abarbeiten,...
    kommt hierorts endlich Bewegung in die Chose.

    So wie Trump den „Alles-nur-nicht-Hillary“-Bonus genutzt hat, scheinen Schulz (und mit ihm die SPD) vom „Nicht-schon-wieder-Merkel“-Effekt zu profitieren:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article161843155/SPD-ueberholt-Union-in-neuer-Umfrage.html

    Ich kann’s nicht helfen, das hebt meine Laune ungemein. Die hoffnungslos vermerkelte CDU muss soeben feststellen, dass ihr bewährtes „Zugpferd“ im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr zieht, sondern sich als Mühlstein am Hals der Partei erweist. Deutschland mag einfach keine Hosenanzüge mehr sehen. Welche Überraschung!

    Dazu eine Erbitterung an der Basis, die noch nicht einmal mehr offen merkelkritische konservative CDUler verschont:

    http://nrw-direkt.net/wut-auf-merkel-trifft-konservative/

    Und, um’s ganz ehrlich zu sagen; ob eine große Koalition jetzt unter SPD oder CDU-„Führung“ läuft, ist, was Grundsätze und Überzeugungen angeht, doch mit Leuten wie Merkel völlig wurscht – eine schöne Genugtuung für die SPD mit gleichzeitiger Demütigung der CDU (so wie in BW durch die Grünen) wäre ein Sieg von Schulz schon.

    Und gleichzeitig (da haben manche Genossen schon Morgenluft gewittert) stellt Herr Oppermann passend für die law-and-order-Freunde die Willkommenskultur auf Abbruch:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-s-exklusiv-oppermann-will-fluechtlinge-nach-nordafrika-zurueckbringen-14844895.html

    Gar nicht ungeschickt, die Genossen.

    Wenn sie’s auch weiter richtig anstellen, können sie in Ruhe zuschauen, wie sich die CDU/CSU bis zur Wahl in einen wüst durcheinanderflatternden Hühnerhaufen verwandelt.

    • Es wird nicht ändern -
      und nach der Wahl werden sie weiter machen, wie zuvor – egal was sie uns gerade versprechen oder in den Wind heulen.
      DIE, sowohl bei der CDU/CSU als auch bei der SPD, sind ja nicht Trump. Das haben sie seit vielen Wahlen bewiesen. Weshalb sollte es diesmal anders sein?
      Nur mit der Arbeit gegen bestehende Gesetze und gegen das Wohl der Menschen – da ist Merkel diesmal einfach ein paar Schritte zu weit gegangen.

    • Der Mühlstein am Hals der Partei..
      ..wird sich – in meiner Vision – ihrem Schicksal durch Flucht entziehen. Samt ihres Ghostwriters. Die Rache des Volkes wird daher eine andere Partei treffen, die für ihre „neue Verantwortung“ gar nichts kann. Man wird aber an 150 Jahre „Verrat“ erinnern – und es wird daher nicht angenehm für die neue Verantwortung. Krieg zwischen „Bürgern“ ist immer unschön – speziell wenn es um Neubürger Versus Altbürger geht. Ich möchte mich für das Düsterne meiner Sicht entschuldigen – und ich hoffe, dass es nicht eintritt.

  153. Ein Lügner oder ein Meister alternativer Fakten, der Herr Schulz?
    Seine Freundin kassiert 12 Millionen für ihr Versagen bei VW. Und was sagt St. Martin dazu?
    „Ich sage in aller Klarheit, dass ich damit nur schwer leben kann.“ (FAZ, heute)
    Wie bitte?? In aller Klarheit? Dass er „nur schwer“ damit leben kann? Was ist daran „klar“? Das Geschwurbel hieße im Klartext, den St. Martin aber um jeden, wirklich jeden Preis meidet: „Ist schon ok, die kommt damit durch und ich sehe grinsend zu. Wir sind ja eine Familie!“
    .
    Preisfrage: wer glaubt ernsthaft, dieses Würstchen der Verlogenheit würde, wenn gewählt, außer für sich und die Seinen etwas verbessern?

    • vielleicht nur ein Deal zwischen Daimler und VW?
      Die Dame ist nach 3 Jahren bei Daimler mit fliegenden
      Fahnen zu VW gewechselt. Das Angebot muss gut gewesen
      sein.
      Nach einem Jahr ist auch bei VW Schluss. Man tat dort alles, damit sie
      im Unternehmen keinen Fuß auf die Erde bekam.

      So einen Deal lassen sich Unternehmen gerne etwas kosten.

      Wie auch immer, ihre Altersvorsorge ist gerettet.

      Bleibt die Frage mit was Herr Schulz nur schwer leben kann.

    • Ich las von den 12 Mio€ für 13 Monate Arbeit bei VW,
      ist Schulz mit der liiert, oder befreundet? Ja, alle SPD – Vorstände haben das mit abgesegnet.

    • schwer
      „Dass er „nur schwer“ damit leben kann? “

      Er meint natürlich „schwerreich“.

    • @Philomena
      Die 12 Mio. beinhalten 7,5 Mio von Daimler.

      Sollte es stimmen, dass auch noch 8000 euro monatlich
      Rente gezahlt wird, hat evtl. auch die hessische Staatskasse
      etwas davon, wenn diese Zahlung mit ihrem Pensionsanspruch
      verrechnet wird.

    • @E.R. Binvonhier
      Danke für die Info, man (ich) sollte nie nur die Überschrift lesen, wenn’s pressiert.

    • @ E. R. Langen wg. Schulz und seiner Ethik-Freundin für - wieviel nochmal 12 Millionen Abfindung
      in einem Betrieb wie Volkswagen, wo der Staat und die Gewerkschaften erheblicchen Anteil am Sagen haben?!

      Grusel, grusel!

      Und dann diese Reaktion von Schulz – ohne konkrete folgen. Und dann der Status als Freundin.

      Jeder politische Gegner von einiger Geistesgegenwart macht daraus eine sehr unbekömmliche Mélange.

      Ganz davon abgesehen stört mich dieses Milieu – EU Paralentspräses und VW Ethik-Beauftragte, die Millionen mitnimmt – – mitnimmt – – – Millionen – – – – als ETHIK-Beauftragte. DU LIEBER HIMMEL – –

  154. Was das wohl für ein Wolfsgeheule geben wird
    wenn nach den USA die Niederländer im März und die Franzmänner im Mai auch noch falsch wählen würden. Vier Monate Trommelfeuer sind uns gewiss.
    (DdH)

    • Monsieur,
      „Ich kann Sie versichern“ (Verena Feldbusch), dass

      1. Le Pen hat fast keine Chancen, erste in der Stichwahl zu werden. So wenig, wie ihr ein Platz unter den ersten beiden in der ersten Runde zu nehmen sein wird. Die absolute Mehrheit der Leute meiner zweiten Heimat werden sie nicht wählen. Ich nehme Wetten an.

      2. Geert Wilders hat kaum Chancen eine Regierung zu bilden, auch wenn er wahrscheinlich die grösste Fraktion führen wird. Die niederländische Tweede Kamer, das Parlament meiner ersten Heimat, besteht aus einer beinahe unüberschaubaren Menge von mittelkleineren bis kleinen Parteien, ohne Hürde(n). Und alle treten mit dem Wahl*versprechen* an, ‚keine Koalition mit der PVV‘. Das ist die Partei von Wilders, mit ihm als einzigem Mitglied.

      Ich hatte es schon an anderer Stelle, auch heute wieder, und es nimmt mich Wunder, dass das in Deutschland so unterberichtet wird, dass rund um dieses Land herum es einige aussichtsreiche Kandidaten gibt, die keiner Partei angehören. Da ist der oben erwähnte Macron; da ist mein Favorit in FR, auch wenn er nur um die 10 Prozent in der ersten Runde einfahren wird, Jean Luc Mélenchon, der als frontman von La France insoumise geht, dem ’nichtunterworfenen Frankreich‘.

      Auch staatsphilosophisch und soziologisch erscheint es wenigstens mir interessant, und ich lasse mir gerne Literatur dazu empfehlen, dass so vergleichsweise viele, und auch noch erfolgreiche, Kandidaten in Ländern um Deutschland herum antreten (können), und akzeptiert werden, ohne Partei, ohne Ortsverein (das ist eine Strategie von Geert Wilders!), und dennoch offenbar viele aktive Unterstützer haben, genug um landesweit anzutreten, eine Kampagne zu finanzieren, u.s.w.

      Ist es einfach (noch) nicht passiert, das jemand wie z.B. Sarah Wagenknecht mehr Unterstützer außerhalb der Linke haben könnte denn als Parteimitglied?
      Ist es eine systemische Charakteristik des Deutschen, einer Einzelperson nicht auch eine Kanzlerschaft (oder Präsidentschaft) an den bestehenden Parteien vorbei zuzutrauen? Vielleicht mehr zu vertrauen als Leuten, die sich 30 Jahre in einer Partei hochgearbeitet haben?
      In meiner Wahlentscheidung werde ich das tun, denn ich hätte mehr Vertrauen zu Mélenchon als zu irgendeinem anderen. Er ist nicht nur der beste Redner von allen Kandidaten; er ist der einzige der wirklich authentisch rüberkommt, für mich zumindest.
      Gut, dass ich in Deutschland keine Wahlentscheidung treffen muss!


  155. @ Dieter Kief sagt:
    „@ Tamarisque – Sie könnten jetzt reich** sein —
    Und Niederlande, Frankreich?“

    Dazu würde ich nichts sagen, denn im Gegensatz zu den USA beschäftige ich mich mit der Politik der beiden Länder nicht besonders, also ist mein Wissen recht oberflächlich. Ich kann über Marie Le Pen kein Urteil bilden, dto. NL und Wilders.

    • @ Tamarisque wg. korrekter Prognosen: Mit vier Treffern GB, USA, F, NL hätten Sie mich einge-
      schüchtert – das ist dann die Liga von Tintenfischen und weisen Meerschweinchen und so – überweltlich…

      Seufz

      Ich hab‘ übrigens auch keinen Schimmer wg. NL und F.
      Eine Weile hätte ich auf Fillon gesetzt…seine heutige Pressekonferenz: Unglaublich.

      Binet hat zum Überbau der i n t e l l e k t u e l l e n Misere in F, die heute ganz gut im FAZ-Feuilleton von Sandra Kegel beschrieben wird – – – Binet: Die siebte Sprachfunktion – ganz guter Roman über das intellektuelle Paris 70ff. wollte ich sagen, von wegen intellektueller Misere usw.

      Aha: Einen Stoßseufzer bringt Kegel von Paris mit: Nirgends einer wie Habermas. – Dass da viele Sarrazin studieren – hat sie verpennt – oder verschweigt es lieber. Man weiß ja nie – auch die Fettlebe im FAZ-Feuilleton dürfte sich dem Ende nähern.

      Die Tamedia-AG in CH – größte Printmediengruppe daselbst – hat heute im Radio verlesen lassen und damit offiziell gemacht: Es lässt sich mit gedrucktem Journalismus in der Schweiz k e i n Geld mehr verdienen!
      Das ist eine historische Zäsur. In der Schweiz hat das Modell nun schlappe 500 Jährchen gehalten. Ab nun ist es aus damit.

      Puhh – – bald müssen wir für DA sammeln – – – dass er weiter so schön tanken kann usw. – – hehe – und aufklärerische feurige Artikel schreiben!

    • Sandra Kegel
      habe auf Ihren Bericht hin mal nachgelesen, vielen Dank für den Hinweis.

      Interessant, ja. Ob ich nun paranoid bin oder doch, mir kommt das Ganze so ein wenig vor wie das Gutmenschtum zum Ingeborg Bachmann Preis, das auch in diesem Blog seinen Niederschlag fand.
      Alles was Frau Kegel irgendwie ’spannend‘ findet, kommt aus den Rändern, den Banlieus, den Kolonien. Ich für meinen Teil finde das zunächst ‚verdächtig‘. Nicht, dass mir nicht auch eine ‚Inzucht‘ der Elite auffallen könnte, ein Beharren auf erstarrten Traditionen.
      Dennoch, für mich liest sich der gesamte Artikel wie die hundertunderste Geschichte die aus einer ‚richtigen Haltung‘ heraus verfasst wurde.

      Natürlich kann ich mich auch täuschen.

    • @ Uwe Dippel - Sandra Kegel ist wg. Frankreich insofern auf zack, als sie nicht als weiter
      in den von Schirrmacher selig einst bereits ausgewalzten Denkpfaden der Dekonstruktion/ Machtkritik/ Diskurskritik einfach weiterwalzt.
      Sie haben recht, sie ist sozusagen immigrations- oder diversitätslastig, aber das stört mich nicht so, weil sie die Halbfranzösinnen und Migrantinnen usw. auch da im Blick hat, wo die das schöne überkommene Weltbild von wegen die Aufnahmegesellschaft und der Paternalismus und der herrschende Diskurs und die Geschlechterungerechtigkeit usw. sind die eigentliche Ursache der französischen Malaise n i c h t einfach weitertratscht und im Gegenteil auch andere Stimmen zu Wort kommen lässt, oder wenigstens erwähnt – z. B. Kamel Doud, der ein ganz ausgezeichneter Schreiber & Denker ist.

      Diese ganzen Berichte haben ja immer etwas verzweifelt Komisches, weil die Kegel nicht nur für Frankreich, sondern sozusagen für die ganze Welt zuständig ist, was zu chaplinesken Situationen führen muss – ich habe dabei stets die Szene im Kopf, wo Chaplin einen Koffer packen soll, aber keine Zeit hat und es will einfach nicht glücken und dann nimmt er an einem bestimmten Punkt die Schere und schneidet ab, was da so übersteht – der Koffer lässt sich schließen – Artiekl fertig – -Problem gelöst! Uffff!!!

      Klar ist: Die alten F-Linken (einschließlich Cohn – „Migrationsrendite!“ – Bendit und BHL (Lybien-Desaster…) und Sollers (da liegt Kögel richtig) und Melenchon usw. „haben fertig“. Und jetzt ist da eine enorme Leerstelle entstanden.
      Didier Eribon- rückkehr nach Reims – füllt die nicht einmal ansatzweise – er sagt nur, dass der Front National sozusagen nicht grundlos existiert.

      Der Neu-Keynesianismus – einfach die Staatsschatulle weiter aufmachen, geht nicht mehr – das war ja Hollandes Idee, und dessen Zustimmungsrate lag im Sommer mal unter 10% – ich glaube das hat es noch nie gegeben (es waren glaub‘ ich 8).

      Was also tun? Fillon hatte einen in sich stimmigen Plan, ist aber über 800 000 Euro gestolpert. Der ist weg, nehme ich an. Macron versucht das nämliche wie Hollande mit neuem Schwung – ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert, selbst bei den Wählern nicht. Aber – keine Ahnung wie das dann ausgeht.

  156. Der Trump wird immer besser
    https://www.youtube.com/watch?v=VVox2frrW64#t=2m09s

    „Putin is a killer“, sagt der Reporter. Trumps Antwort: „There are a lot of killers, do you think our country is so innocent?“

    Brutale Ehrlichkeit statt Schönreden und Verlogenheit. Würde ich mir in D auch mal wünschen.

    • @ der wird immer besser
      Naja. Vielleicht kann er mal aufhören, Richter zur Schnecke zu machen, wenn sie Recht und Gesetz anwenden.

      Es ist eine Sache, wenn Progressive so unbeliebt sind, dass sogar bei Pussygrabbing immer noch die Leute abgewählt werden, die sich darüber empören. Das sagt mehr über die Progressiven als über The Donalds Missetaten. Und der Womens‘ March ändert da nichts dran. Im Gegenteil, glaube ich.

      Es ist eine andere Sache, als Präsident ein Problem mit Gewaltenteilung zu haben. Sorry, ich kann die Progressiven nicht für alles verantwortlich machen.

    • Das überlebt er nicht.
      Wenn er demnächst vielleicht noch mit Fakten und Namen zu den vielen Verbrechen der USA aufwartet, wird es sehr, sehr schwierig für ihn. Und für seine Security.

    • Na ja
      … es gibt tausende Fälle, in denen deutsche Politiker über Gerichte herziehen und das ist auch nicht schlimm, denn Richter sind nix anderes als ausgebildete, beamtete Juristen, die in sachlicher und persönlicher Unabhängigkeit entscheiden, aber die Entscheidung muss deshalb nicht richtig sein.

      +/- 50% aller Gerichtsentscheidungen sind richtig. Da ist Raum genug für Kritik.

    • @ Sirisee
      Als praktizierender Rechtsanwalt kann ich es nur zustimmen. Recht haben und Recht bekommen ist ein Dauerbrenner und das sicher nicht ganz ohne Grund.

      Aber für mich hat The Donald schon eine Grenze überschritten. Er hat aus meiner Sicht schlicht Stimmung gemacht gegen den unabhängigen Richter. Aus politischem Eigennutz. Und das geht halt nicht, finde ich. Das ist auch was Anderes als inhaltlich anderer Meinung sein.

      Letztlich ist das auf dem Niveau der Einlassungen bestimmter Bundesminister zum Fall Gina Lisa letztes Jahr.

      Bzw eigentlich noch mal schlimmer. Ich kann mich halt nicht hinstellen und sagen „Wenn der POTUS was macht ist das nicht illegal.“

      Aber genau das scheinte er ja zu meinen.

    • @DwM
      … na ja, man muss schon einbeziehen, dass das angelsächsische System von vornherein stärker personalisiert ist, das ist dann eben eine Entscheidung von „Judge Scalia“ und nicht des Amtsgerichts Bensheim.

      Übersteigerte personalisierte Stimmungsmache kann ich daher bei dieser Ausgangslage nicht erkennen, zumal die Richter in den USA ja ohne anders rekrutiert werden. Außerdem hält die Aministration die Entscheidung ja ein…

  157. Culture of victimhood...to be continued
    Habe ich dieses anfänglich so unterhaltsame Blog irgendwie falsch verstanden? Einige Foristen ist the Donald plötzlich zum Vorbild geworden und das ohne einen Anflug von Ironie. Sehnen sich nach „echten Kerlen“. Werden von Frauen denunziert und ins Elend gestürzt. Das könnte wortwörtlich aus einer Frauenzeitschrift entnommen sein, nur umgekehrt.
    Ich glaube, ich lebe in einer Parallelgalaxie: HC hat sich die gläserne Decke doch herbeigeredet. Eine Partei, Kanzler(in) wähle ich nicht nach dem Geschlecht. Gutes Aussehen kann hilfreich sein, aber die zwei, drei deutschen Politiker, die mir noch einfallen, haben kein gutes Ende genommen.

    • "Das könnte wortwörtlich aus einer Frauenzeitschrift ..."
      Lach :-). High Five, gnädige Frau. Bin ganz Ihrer Auffassung, nur meistens nicht so höflich wie Sie.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • We are all puppets, Laurie. I'm just the puppet who can see the strings.
      Natürlich, Sie sind ein intelligentes Wesen und lesen alle Parteiprogramme, haben den Überblick über die unendliche Komplexität der Welt, folgen ausschließlich ihrem Verstand, von dem Sie nicht einmal wissen, was das ist, ….egal.
      Und Frauenzeitschriften existieren ja auch nur, weil keiner die liest.

      Genau.

      Süß, dieser Wahn der Menschen.

  158. Trump hilft dem kleinen Mann…
    …nicht, ganz im Gegenteil.
    Ajit Pai, Trumps Wahl als Chef der Kommunikations-Kommission hat sofort angefangen, auf eine aggressive Art Verbraucherschutz-regelungen außer Kraft zu setzen, die von Obama eingeführt worden waren.

    Er hat neun Unternehmen unterbunden, kostengünstige Hochgeschwindigkeits-Internet-Services an Personen mit niedrigem Einkommen zu liefern.

    Trump’s F.C.C. Pick Quickly Targets Net Neutrality Rules
    https://www.nytimes.com/2017/02/05/technology/trumps-fcc-quickly-targets-net-neutrality-rules.html?_r=0

    Bernie Sanders hat Trump durchschaut und das richtig formuliert:
    Der Mann ist ein Betrüger.
    “This guy’s a fraud”: Bernie Sanders sees right past President Trump’s rhetoric about helping the middle class
    http://www.salon.com/2017/02/06/this-guys-a-fraud-bernie-sanders-sees-right-past-president-trumps-rhetoric-about-helping-the-middle-class/

    • Überladen
      Die NYT ist die Zeitung, die reiche New Yorker (Eliten, mit denen Trump überkreuz ist) haben müssen, auch ungelesen auf dem Teetisch, außerdem das Blatt, mit dem sich Trump angelegt hat, klar, dass sie fürderhin nur selektiv Kritisches bringen werden.

      Salon ist meiner Erinnerung nach das Journal, das Manning, Assange und Snowdon dezidiert verteidigt hat, das also sehr weit links steht.
      Abgesehen davon, so ab dem zehnten Eintag gucke ich das nur noch flüchtig an. Es wiederholt sich und ist einseitig.


    • @Oberländer
      Was ist nun Ihre Message?
      Dass die Naachrichten falsch sind? Dass es gelogen ist?

      Warum kommentieren Sie nicht das, was Trump für Politik macht, nämlich keine Politik fürs verarmte Volk, sondern erklären mir, was für Publikationen das melden?

      Unzählige andere Medien berichten das auch, dass Trump nämlich die Netzneutralität zerstören will.
      Dto. Bernie Sandern – Trump ist ein Betrüger. Es gibt unzählige andere Quellen.
      Das hätten Sie doch leicht durch Google News US feststellen können, ehe Sie an meinen Quellen zweifeln.

      Tja, das ist eben meine Beobchtung: Trump kann Sachen veranlassen, auf welche hier sonst geschimpft wird, wenn sie Deutschland betreffen, wie die Abschaffung der Netzneutralität, aber das wird kein einziges Mal von seinen Anhängern kommentiert.

      Warum wollen Sie von den *Inhalten* ablenken?

  159. Herr im Haus?
    @ Peter Gärtner und andere. Soso, die meisten Männer hier im Forum gehen davon aus, dass sie „der Herr im Haus“ seien bis die bösen und ausplündernden Feministinnen kamen. Das wundert mich aber. Bislang fand ich die meisten Kommentare in diesem Blog von hoher Intelligenz und großer Eleganz. Mit den meisten Mitforisten hätte ich mir einen netten Abend mit guten Gesprächen und viel Gelächter vorstellen können. Die „Herr im Haus“ – Formulierung ist aber sowas von dumpf, dass ich mich geschockt erstmal sammeln musste.
    Fast wäre ich geneigt, den Damen, die Ihnen offenbar so übel mitgespielt haben, ob des erhaltenen Schmerzensgeldes herzlich zu gratulieren.
    Können Sie sich eigentlich eine gleichberechtigte Partnerschaft vorstellen, in der es Herr UND Dame im Haus gibt? Ja,
    es soll sogar ansehnliche, humorvolle und gebildete Frauen geben, die sehr gut selbst für sich sorgen können. Wenn man allerdings nur die beiden Extreme „schmallippig verbiesterte Gendertröte“ einerseits und „devote Thai“ andererseits kennt, ja, dann wird man das halt nicht erleben, weil solche Frauen einen großen Bogen um die selbsternannten „Herren im Haus“ machen.

    • Liebe Rheintochter,
      ersetzen Sie bitte die Formulierung „Herr im Haus“ durch „sicher im Haus“. Im Sinne von: „Das ist mein zu Hause, hier darf ich mich sicher fühlen.“

      Ein Gesetz, das nicht alle in häuslicher Gemeinschaft lebenden Menschen oder gar Ehe und Familie beschützt, sondern nur Frauen, solch ein Gesetz richtet sich gegen Männer an sich, und es sei erlaubt, sich als Mann dann nicht mehr sicher zu fühlen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltschutzgesetz#Kritik

    • Herrlich altmodisch!
      Nicht, dass Sie von der Avantgarde gerügt werden, von wegen der Frau- und Mann-Dualität im Hause, die Sie im Gedanken einfach voraussetzen!

    • Der Reintochter sei Dank!
      Wünsche mehr dieses selbstbewussten Auftretens! Und der Diskurs ist gesichert.

      Doch bitte ich um milde Nachsicht für uns Herren, die noch nicht soweit sind. Wir erinnern uns: Wir sind diejenigen der gesamten Nachfahren, die als Kind später als die Mädchen sprechen und die später laufen lernen. Unser erstes Wort ist oft „Bagger!!“ statt „Papa!!“. Und tun uns schwer damit, in der Schule brav still zu sitzen.

      Selbst meine Frau hat als Erstgeborene fast zuviel von diesem Knabentum. Sie ist mir schraubentechnisch über. Aber das ist eine andere Geschichte.

    • Eine Partnerschaft,
      die unter der Ägide eines Gesetzes eingegangen wird, welches nur Frauen beschützt, ist per se niemals gleichberechtigt, weil im Falle der wahrscheinlichen Trennung (50 % Scheidungsquote) die Frau am längeren Hebel sitzt und der Mann nur die Wahl hat, sich zu ergeben oder der eigenen Vernichtung entgegen zuschreiten.

      Väter, die einen Sorgerechtsstreit um die gemeinsamen Kinder ankündigen, leben fortan gefährlich, weil Mütter sich lieber den kleinen Finger abhacken, als auf die Kinder, bzw. den Kindesunterhalt zu verzichten und bevorzugt zum Mittel der Verleumdung greifen, um den Vater zu diskreditieren.

      Ein Mann, Beamter in einem Bundesministerium, erleidet einen Schlaganfall. Fortan fällt er als Versorger der Familie aus. Auf jeden Fall wird das Geld sehr viel weniger. Hinzu kommt: die Frau ekelt sich vor seinem Schlaganfallarm. Genug Gründe für die Frau, die Trennung zu wollen. Aber da ist noch die gemeinsame Wohnung. Die würde die Frau gern behalten. Aber ein Trennungsjahr in der Wohnung mit diesem Mann? Auf keinen Fall! Zum Glück gibt es ja die Blitzscheidung mit Hilfe der Polizei. Also behält sie ihre Pläne für sich, bis alles zusammenpasst. Sagen Sie jetzt nicht, die Geschichte wäre konstruiert. Sie ist wahr.

      Und vielen Dank dafür, dass Sie die männlichen Opfer von Verleumdung pauschal verhöhnen (herzliche Gratulation zum Schmerzensgeld) und dadurch ein zweites Mal zum Opfer machen.

  160. mann, mann, mann
    oder ‚heil und sieg‘, wie meine grossmutter noch bis spaet in die 90er zu floeten plegte. jahrgang 1901 und dadaistin, da gehoert sich das.
    ist das schoen hier im blog. erinnert mich nen bisschen an die nervenheilanstalt in andernach, die mein onkel befehligte, und in der ich zu ostern regelmaessig zu besuch war.
    don, was hast du dir fuer spinner rangezogen.
    deplora ball.
    geht alle mal schoen afd, marine und wilders waehlen.
    und fragt mal in andernach. vielleicht hats da noch ein zimmer fuer euch frei. keine sorge. kasse zahlt.

    • Nein, das ist nur völlig normale Paranoia, die kriegt jeder im Universum.
      … und, dass hier is „ne verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist.“

    • Postfaktisch - @vk
      Derzeit gibt es 504 Kommentare.

      Ich habe alle durchsucht, nach ‚Wilders‘, ‚Le Pen‘, ‚PVV‘ und ‚Front National‘.
      Und habe alle Posts dazu gelesen. Nicht einer davon hat geschrieben, er wähle einen von denen, oder eine Wahlempfehlung dazu ausgegeben.
      Gesehen habe ich dabei einige, die schrieben die *würden* Trump wählen. Ist Andernach gross genug für 60 Millionen Amerikaner?

      Eine ganze Anzahl hat sich gegen Trump ausgedrückt, und einige ihre Bedenken gegen Wilders und Le Pen ausgedrückt.

      Reading is an art; oder: wer lesen kann ist klar im Vorteil.

      Es ist letzten Endes nicht ausgeschlossen, dass Sie gerne solche Posts hier gefunden *hätten*, aber nicht haben, und dann postfaktisch den Foristen das unterschieben, was Sie faktisch nicht fanden, aber hatten finden wollten.

    • War das der Halbgott in Weiss,
      der meine ehemalige Erdkundelehrerin ein Jahr wegen der angeblich eingebildeten furchtbaren Schmerzen zwangstherapierte obwohl sein Assistenzarzt sofort Knochentuberkulose diagnostiziert hatte???
      Erst als dieser furchtbare Mediziner in Urlaub fuhr durfte die arme Frau in einem richtigen Krankenhaus behandelt und geheilt werden.
      Junge, Junge, da da solltestes Du Dir aber andere Vorbilder suchen!


    • @ vk
      „geht alle mal schoen afd, marine und wilders waehlen.“
      @ Uwe Dippel
      „Und habe alle Posts dazu gelesen. Nicht einer davon hat geschrieben, er wähle einen von denen, oder eine Wahlempfehlung dazu ausgegeben.“

      vk hat doch Recht: Man „würde“ Trump wählen, aber igitt, AfD, Le Pen und Wilder – nie! Das genießen offenbar noch den Stellenwert von politischen Schmuddelkindern.

      Aber wo liegt der Unterschied? Tja, die Antwort ist: Es gibt keinen. Im Gegenteil, Trump ist wenigstens so extrem rechts, wenn nicht noch extremer.
      Und btw. in den USA ist es allen klar, dass Trump und seine Mitstreiter, wie z.B. Bannon, sehr genau gucken, ob AfD, Le Pen und Wilder Erfolg haben werden. Diese werden nämlich als deren Verbündete angesehen.

      Die Antworten zeigen, dass die meisten solche Tatsachen offenbar nicht erkennen [wollen] oder sie einfach ausblenden. Tja, die Wahrheit tut manchmal weh, sorry…

  161. Weibliche Genitalverstümmeling (FGM)
    Das ist jetzt zwar Off Topic, aber weil ich gerade den Artikel in der heutigen FAZ.net geleseen habe. Da kommt noch was auf uns zu bzw. ist es bereits.
    Ich werde sehr aufmerksam verfolgen, wie man mit dieser Menschenrechtsverletzung umgeht . Ob es nicht doch wieder von geneigter Stelle aus Relativierungsbemühungen gibt. Von wegen „kultursensibel“ an das Thema rangehen. Und eigentlich sei die „Beschneidung“ der weiblichen Genitalien („Vorhaut“ der Klitoris?!?) der der männlichen gleichzusetzen (ist zwar fies; macht aber gar nichts). Wenn ich mich recht erinnere, hat so eine bundesdeutsche Richterin oder Experin in Debatte um die Vorhautentfernung bei Männern argumentiert. Ich recheriere das aber noch mal.

    • Umfangreiche Vestümmelung
      Wie bei Wikipedia („Weibliche_Genitalverstümmelung“) nachzulesen ist, wird da unter Umständen viel mehr entfernt.

    • Dieses Thema war bei der letzten Anbrandung
      ganz schnell weg vom Fenster und ich dachte, das Thema ist endgültig per Erwähnungsverbot ad acta. Ja, wenn´s nur um muslimisch motivierte Zirkumzision und weibliche Genitalverstümmelung ginge, könnte man sich ja aufraffen. Aber so…..
      (DdH)

  162. @Deinonychos FGM
    Ich darf auf Frau Tobe Levin Freifrau von Gleichen und ihr Projekt im Kampf gegen dieses schlimme Verbrechen verweisen.

  163. Innen wie aussen?
    Ich weiß nicht, schon als ich die ersten Fotos dieses Herrn Schulz sah (den kannte ich gar nicht, na, ich bin ja auch weit weg) da dachte ich als erstes:
    „Kapitulation. Aufgang einer Krankheit“
    Wer nichts damit anfangen kann blicke in Google.

    Ich bewundere die aus dessen Augen strahlende Empathie und Feinfühligkeit, die in dessen leicht verlebten Gesichtszügen deutlich zu Tragen kommt.

    Also ginge man davon aus „Innen wie außen“, dann muss ich sagen, Trump sieht besser aus.

    • Sehr interessant...
      aber in 4 Jahren ist Sanders noch älter, leider. Zu Hillary sage ich nur: Wer anderen eine Grube gräbt….Wenn ich so einen kleinen Eimer fände, ginge ich Mäuse melken.

    • wg. Zizek - und wg. 300+ Kommentare - Zizek ist oben abgehandelt worden -
      aber wie DA sagt: Ab 300 wirds unübersichtlich.
      Der Achieving our country (dt. Stolz auf unser Land, ickjloobe) – Hinweis von Zizek scheint mir das interessanteste zu sein. Rortys Buch wurde vor gut zehn Jahren von Habermas positiv besprochen. Nun trat das ein, was Rorty kommen sah: Die liberale Mittelschicht und die Arbeiter in den USA wählen nicht mehr zusammen: Hillary hier, Trump (the big man / Rorty vor 10 Jahren!) da.

      Zizek hat an der intellektuellen Verwirrung, die zu diesem Resultat geführt hat, natürlich via Dekonstructivism erheblichen Anteil. Und natürlich verliert er darüber kein Wort.

      Habermas war dieser Punkt ebenfalls vor zehn Jahren vor Augen gestanden – und er hat den Dekonstruktivismus mitsamt dem Poststrukturalismus ziemlich zurechtgestutzt (cf. Der philosophische Diskurs der Moderne).

      Zizek ist lustig: Er tut so, als sei das alles nie gewesen, und fängt seinen Sermon einfach immer wieder bei Null an: Was weiß denn ich, was ich da gestern angeblich gesagt haben soll – jetzt red‘ Ich! Bei ihm ist immer j e t z t !!

      So kommt man in die Sonntags-FAZ, als Edelfeder und Dauerkolumnist – immer einen scheinbaren Schritt vor den anderen her…

      Aber kucken Sie bitte noch mal oben… strg+f und: Zizek…

      (das wird hier zu wenig gesagt).

    • Danke für den Link
      Es ist tatsächich einfach zu unübersichtlich…

      Ihre Kritik an Zizek ist natürlich zutreffend und an den Habermas hatte ich auch gedacht…

      Mir ging es mehr um darum, dass er in der richtigen Richtung nachdenkt im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung. Den Gipfel hat natürlich der Spiegel mit seinem perversen Titelbild geliefert. Erfreulicherweise konnte ich in keinem Land der Welt Medien entdeckt die das für lächerlich gehalten haben. Ich hab mir den Spiegel gestern im Strand Cafe auf dem tablet „Durchgelesen“, ich bin ja seit einigen Jahren der Meinung, dass es bei denen noch schlimmer ja wohl nicht mehr geht. Aber man kann gratulieren, krass einseitige Meinungsmache. Ich staune immer wieder dass man sowas überhaupt verkaufen kann…

      Und da ist so ein NZZ Artikel ja geradezu eine Erholung. Ich gebe aber zu, langsam wächst auch in mir die befürchtung das könnte böse enden. Die Mannschaft die der Mann sich zusammenstellt…

      Aus Bloomberg Businessweek vom January 30, 2017
      „Trump has named Wilbur Ross as his nominee for secretary of Commerce, a 79-year-old Wall Street multibillionaire Ross got rich in part with government assistance, taking advantage of bankruptcy laws and tariffs and having others pick up the bill for pensions owed to employees.“

      Der Mann hat seine Firmen leer gemolken und dann bankrott erklärt und lässt den Staat die Pensionen bezahlen. Ein Mann, qualifiziert für den Job, so recht nach Trumps Herz. Trump sagte ja er werde Amerika gross machen, und nicht die Masse der Leute die dort wohnt..

    • @ TDV - Bauchgrimmen wg. Trump
      Das kenne ich auch.
      Viel weiß ich nicht über ihn – im Esquire ist gerade ein interessanter Artikel über Stephen Miller online – einer der bright guys um Trump herum.
      Miller ist noch grün hinter den Ohren, aber ok.
      Trump sehe ich ja auch nur von Ferne und hab mich zweimal wg. ihm persönlich oder Dingen, die er getan hatte mit Leuten ausgetauscht, die einiges mehr über ihn wissen.
      Im einen Fall mit Ron Unz und ein paar anderen bloggern wg. Trumps Aussagen zum Erstschlag. – Ausgangspunkt war Galbraith des Jüngeren Bemerkung, die USA hätten (vielleicht) einmal Erstschlagspläne verfolgt in den sechziger Jahren.
      Die Sache ging lange hin und her – geschätzt hundert Druckseiten mailwechsel, und heraus kam: Die vereinzelten Hinweise auf US-Erstschlagpläne in den Sechzigern soll man nicht ernst nehmen; was Trump und s e i n e Erstschlag-Äusserung angeht: Es war keine öffentliche Äußerung, sondern eine durchgestochene Aussage aus einem vertraulichen Gespräch. Trump in einem Dilemma danach: Verteidigt er sich, sagt er indirekt, an den Zitaten wg. Erstschlag war was dran. Verteidigt er sich nicht, bleibt in der Öffentlichkeit der nämliche Eindruck hängen…
      Fazit dieser Trump-Deuterei aus dem Spätsommer 2016: Er hat nicht so über den Erstschlag phantasiert wie ein trigger-happpy fool/ willin‘ to take chances (Dylan/ Pat Garett and Billy the Kid) das getan haben würde – obwohl das öffentlich genauso verbreitet wurde.
      Nicht ausschließen wollte man zu diesem Zeitpunkt auch, dass die Sache abgekartet war, um Trump als unwählbar hinzustellen.
      Nebenbei: Zu diesem Zeitpunkt soll er bereits ein Jahr lang von den Golden shower Gerüchten und entsprechendem, in Washington kursierendem Material gewusst haben…nämlich seit Sommer 2015.

      Nur mal angenommen, weil das als Möglichkeit derzeit von niemand vernünftig ausgeschlossen werden kann: Man hat ihm in Sachen Erstschlag eine Falle gestellt: Dazu die Gerüchte über die Piss-Videos – – man würde doch als Fazit sagen dürfen: Nerven hat er.

      Das zweite Mal, wo ich wg. Trump einen seiner potentesten Unterstützer, nämlich Steve Sailer, der die demographische Sieger-Strategie Trumps entwickelt hat: Konzentriere Dich auf die Weißen, die Kinder kriegen (weiße evangelikale, insbesondere) in den nicht explizit demokratischen Staaten – dieser Mann hinter der Sailer-Strategy, also Steve Sailer (von dem es eine wirklich interessante Meta-Biographie zu Obamas Autobiographie gibt – sozusagen eine Interlinearversion mit dem Titel „The Half-Blood Prince“ (Sailer hält – wie ich, Tom Wolfe für ein Genie – und dessen letzter Roman heißt: … Back To Blood…- obwohl den Sailer nicht ganz so toll findet…ich aber schon, ich glaube das ist ein in wichtigen Punkten völlig unterschätztes Buch – ok sag ich’s auch noch: Insbesondere, weil Wolfe darin die inhärente Stärke der geschriebenen Reportage gegenüber der gefilmten – demonstriert – perfekt ausgeleuchtet auf dem Silbebertablett darbietet – es bräuchte nur jemand sozusagen abschreiben und er hätte einen wichtigen Baustein für ein stabiles Fundament einer Theorie der Medien – Stichwort Print und / vs. Film —- gut); – Sailer hat also diese wirklich interessante Obama Meta-Bio verfasst und er schreibt an einer Stelle, nicht lang vor der Wahl ein paar wenige Zeilen zu der Frage: Ist Trump zurechnungsfähig: Ja oder nein.
      Ums – seufz – kurz zu machen: Sailer sagt ja -und ich sage zu Sailer dann: Sie wissen erheblich besser Bescheid als ich, aber ich sehe in Ihrer Trump-Verteidigung eine nicht sehr kleine Stelle, die sich als undicht – sprich: Nicht haltbar herausstellen könnte – und zeige ihm die Stelle – und daraufhin schaltet er wochenlang meine Kommentare nur noch verzögert frei. – –
      Dazu muss man vielleicht noch wissen, dass Sailer ein sehr fleissiger und sehr anständiger Mann ist, aber er ist halt schon ein wenig auf der sag‘ ich jetzt mal sehr analytischen, sehr kühlen sehr sehr rationalen Seite der menschlichen Existenz. Und er ist oberfeundlich, aber irgendwie nicht so arg kritikfähig, irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht so richtig. Nun ja.
      Sie merken, ich neige in diesem Casus zur Zurückhaltung – und im Zweifel sinne ich den beiden dicken schwarzen Frauen nach, die Trump im Wahlkampf irgendwo in einer Kirche vor laufender Fernsehkamera an ihre entzückten Leiber gedrückt – – und zuvor getauft haben… – oder wenigsten gesegnet. Zwei Trump-Videos haben sich mir eingebrannt: Das eine bei den Vorwahlen, wo er mit seinem Sikorsky nach Ohio zu der Country-fair knattert und dann Kinder beschwatzt und höchstpersönlich und eigenhändig einsammelt, für Rundflüge – – nachdem ihm das County zuvor die Landeerlaubnis v e r s a g t hatte – er mietete daraufhin von einem Farmer nebendran und stiefelte unbeirrt und unbekümmert über Stock und Stein – – –
      Das andere eben die dicken Damen und ihr ekstatischer Gesang – may the lord above / be good enough – – –