Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Reden und Schweigen über Rundungen

| 93 Lesermeinungen

Als ich bei der FAZ angefangen habe, erschien ein Portrait über mich in einer Medienzeitschrift. Der Autor wollte weg von den weithin bekannten Urteilen über meine Person als schnell entflammbarer Raufbold, und verglich mich von meiner Art her mit dem pfälzischen Politiker Kurt Beck. Er schrieb nicht „fett“ oder „adipös“, er sah da nur eine gewisse Ähnlichkeit im Typus. Seitdem hält sich unverbrüchlich das Gerücht im Internet, ich sei ziemlich fett, und mitunter rede ich selbst auch vom „dicken Don“. Die Wahrheit sieht etwas anders aus – ich war vor dem Interview anderthalb Jahre in Berlin, konnte dort keinen Sport treiben, und kam damals in jene Lebensphase, in der man nicht mehr so leicht und schnell abnimmt. Man versucht es, es geht nicht so richtig, man merkt, dass man kämpfen muss, und bis sich Erfolge einstellen, dauert es etwas. Inzwischen fahre ich die Strecken meiner Jugend auf dem Rennrad wieder mit der Geschwindigkeit meiner Jugend.

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Ich bin nicht dürr. Ich war aber nie ein Kurt Beck. Und langsam beginnt auch das Netz zu ahnen, dass echtes Dicksein nicht ganz mit Touren zusammenpasst, die an einem Tag drei Alpenpässe überwinden. Offen gesagt, und als Blogger sage ich das immer sehr offen, bin ich danach zwar tot, aber was ich damit ausdrücke, ist nicht meine Schwäche, sondern meine Bereitschaft, mich über meine Grenzen hinaus zu quälen, wenn oben nur ein Kaiserschmarrn auf mich wartet. So, wie der Vergleich mit kurt Beck Interpretationsspielräume für Freund und Feind schafft, schafft es auch meine Selbstbeschreibung. Ich mache das aus Gründen des Selbstschutzes, weil es niemanden etwas angeht, wieviel ich wiege, oder welchen Platz ich auf den Ranglisten der Selbstoptimierer habe, die unbedingt als erste auf dem Berg sein wollen. Ich will nicht dick sein, ein wenig Optimierer steckt auch in mir. Ich fühle mich in einer Wolke der Indifferenz eigentlich sehr wohl.

Letzthin habe ich über Frankie goes to Hollywood geschrieben, und über die Bildsprache des Videos von „Relax“. Dort wird ein extrem fetter Mann in jeder Hinsicht als mies, widerlich und verkommen dargestellt. Das Video folgt einer alten, christlichen Bildtradition, die im Fettsein eine Todsünde sieht. Dem Fetten gerät die Situation ausser Kontrolle, und während seine jungen, schlanken Antagonisten wilden Sex haben, ist er zu einer Rolle des impotenten Betrachters verdammt, trotz seiner offensichtlichen Macht. Man könnte die Lehre so beschreiben: Als Fettmops kannst du Diener haben und auf der Sänfte getragen werden, aber trotzdem bist du hässlich, eine abstossende Witzfigur und impotent. Das ist eine sehr eindringliche Botschaft eines Fetischvideos, und gleichzeitig das, was man im Netz gern als „Fat Shaming“ bezeichnet, als Runtermachen von Fetten. Auch die Wikipedia zuckt hier zurück, und bemüht einen formal medizinischen Ausdruck, nämlich „obese“. Auf Deutsch würde man „stark übergewichtig“ sagen, und Wikipedia führt nüchtern wie immer aus:

Obesity is a medical condition in which excess body fat has accumulated to the extent that it may have a negative effect on health, leading to reduced life expectancy and/or increased health problems.

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Auf Bayerisch würde man „rausgfressn“ sagen, als Steigerung von „guad beianand“, auf deutsch dagenen bemüht man das Wort „adipös“ und keinesfalls „Fettsucht“. Und während ich persönlich gut lachen kann, wenn jemand über den dicken Don spricht, sind da andere sehr viel empfindlicher, und besonders im Netz in einer Art Dauererregungszustand. Man darf das nicht sagen, man benachteiligt damit Dicke, und allein, dass ich es hier wage, das Wort beleidigende „Fettsucht“ zu reproduzieren, wird sicher wieder bei einigen zur Forderung nach meiner Entlassung führen. Dabei bin ich Kunsthistoriker mit einem Faible zum Rokoko, und die meisten Damen auf den Gemälden bei mir daheim würden heute als stark übergewichtig gelten – und ich finde das toll. Nur reicht schon ein Wort im Internet, und all die Differenzierung ist vergessen.

Passiert ist so ein Shitstorm jüngst, als ein umstrittener Ex-Piraten-Politiker eine NPD-Kandidatin als adipös bezeichnete. In der Wikipedia darf man heute nicht mehr „fett“ sagen, das könnte jemanden beleidigen und verletzen, und adipös gilt als politische Waffe ebenso als nicht hinnehmbar – das ist intolerant und wird öffentlich verurteilt. Wer sich in diesen Kreisen nicht daran hält, bekommt langfristig fette Probleme. Man sollte sich also schleunigst nach anderen Ausdrucksformen umschauen und das erkannte Problem am besten überhaupt nicht mehr ansprechen. Und da möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, denn bevor ich in Berlin war, war ich im genauso scheusslichen Wien, zur Zeiten der Haider-Schüssel-Koalition und während der EU-Sanktionen. Haider, der selbst aus seinem Körper durchaus so etwas wie einen Fetisch machte und gern seine Leistungen in den Vordergrund stellte, hat aus so einem gesamtgesellschaftlichen Diktat der erzwungenen Toleranz nämlich eine wirksame Waffe geschmiedet.

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Er sagte nicht „die Juden“. Das wäre nicht korrekt gewesen, das wäre ihm um die Ohren geflogen. Er suchte sich einzelne Juden heraus und machte Witze über sie, denn Satire darf alles. Wenn aber jemand sagte, dass Satire genau das bei Juden nicht darf, schaltete er um. Dann sprach er von Ostküste. Ostküste ist wie „übergewichtig“ ein sehr flexibles Wort und kann je nach Betrachter sehr viel sein: Die Banken, der Kapitalismus, der World Jewish Congress, ein Landstrich, die Claims Conference, das jüdische Establishment, auch ich, der ich für eine jüdische Zeitung aus New York an der Ostküste in Wien war – genau hat Haider das nie definiert. Und wenn man ihn festnageln wollte, wich er in diesem riesigen Bedeutungsraum aus. Das mit den Juden hat er nicht gesagt, Ostküste ist doch nicht antisemitisch– für seine Anhänger konnte Ostküste alles sein, was sie an Vorurteilen mitbrachten und nichts, wenn er es erklären musste. Jeder See hat eine Ostküste, was soll daran antisemitisch sein? Er war einfach nicht zu fassen.

Gleichzeitig hat Haider aber immer durchscheinen lassen, dass ER Ostküste sagte, weil MAN gewisse Dinge nicht sagen darf, sonst bekommt man Ärger – und sich selbst als Märtyrer verkauft. Das Signal an die nicht antisemitische Mehrheit war: Wenn du etwas über Juden sagst, machen sie dich fertig. Und das hat in dieser Zeit die Folge gehabt, dass man als Ostküstenjournalist laufend vor verschlossenen Türen stand. In diesem Klima wollte niemand zwischen die Fronten geraten. Haider hat sich einen Freiraum geschaffen, in dem er das Verbotene ausdrücken konnte, und zugleich die gewöhnliche Begrifflichkeit für die Mehrheit komplett verbrannt. Er konnte weiterhin frei agieren, seine Anhänger konnten feixen, aber diejenigen, die nicht zwingend auf seiner Seite standen, waren verunsichert. Ein Antagonismus ist kein Problem, wenn er nicht die grosse Mehrheit beherrscht. Aber Haider hat es, das muss man leider sagen, wirklich geschafft, dass sich in diesem Fall die Mehrheit weggedrückt hat, aus Angst, etwas Falsches zu sagen. Seitdem ist das die Blaupause für alle möglichen Rechtsextremisten, damit verkauft man Bücher und

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macht sogar Feminismus. Denn so, wie die Ostküste die Tarnung eines bis zur Vernichtung reichenden Kampfbegriffes war, mit dem jeder seine eigenen Vorbehalte bestätigt sah, ohne sich auf eine nervige Debatte mit Argumenten einlassen zu müssen – so verwenden diejenigen Beleidigten, die heute gegen Fat Shaming antreten, bedenkenlos den Code „alte, weisse Männer“. Das ist unbestimmt auf einer Skala von „missliebiger Kolumnist, der entlassen werden sollte“ über „dreckiger Sexist und Frauenschänder“ bis zum Motto „All men must die“. Sie wissen schon, was damit gemeint ist, und das Signal an andere ist: Haltet da besser die Klappe, zeigt keine Solidarität mit der anderen Seite, sonst geratet ihr zwischen die Fronten, da kann jederzeit geschossen werden, und da werden keine Gefangenen gemacht. Es reicht ja schon, wenn einer, der grosso modo auf ihrer Linie ist, eine NPD-Kandidatin als adipös bezeichnet. Oder ein falsches Hemd trägt.

Wer schlau ist, lernt dazu, passt sich an und sagt es durch verharmlosende Unschärfen und Mehrdeutigkeiten – genau so, dass er nicht mehr angreifbar ist, sich mit einem feixenden „das haben jetzt Sie gesagt“ zurückziehen und zudem die Toleranz der anderen einfordern kann. Diese Strategie entbindet von jeder Debatte und erlaubt es der eigenen Anhängerschaft, ihre Meinung zu behalten, selbst wenn sich dahinter weiterhin alle üblen Stereotypen vom zersetzenden Juden über den sexistischen Kolumnisten bis zur sexuell frustrierten Frauenrechtlerin verbergen können. Aus dieser Position lässt sich dann trefflich über die urteilen, die dazwischen einen offenen Diskurs suchen, der nicht frei von divergierenden Standpunkten sein kann. Klare Meinungen werden dann böse Übergriffe und verbale Gewalt, da muss eine Triggerwarnung hin und wer solche Wörter unreflektiert benutzt, muss zum Nachdenken gezwungen werden. Das ist der scheintolerante, glitschige Kern der Shitstormkultur, und deshalb sollte man fetten Leuten auch nicht sagen, dass sie besser mal rausgehen und richtigen Sport treiben sollen, statt sich im Internet zu empören – die Debatte macht einfach keinen Spass. Und Wikipedia klärt unter Obesity bekannt nüchtern aus, dass sich solche Diskussionsteilnehmer langfristig genauso gesund verhalten wie ein Raser, der mit viel Alkohol im Blut beim Überholen eine SMS schreibt und nicht auf den Betonpfosten im Weg achtet, und daher nicht zu den Debattengewinnern gehört.

Ich lerne schnell,, das habe ich jetzt schön und doch unangreifbar gesagt, weil ich es nicht wirklich gesagt habe – das haben die Leser nur hineininterpretiert. Trotzdem wären mir echte Debatten mit klaren Standpunkten lieber.

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93 Lesermeinungen

  1. Ich versuch´s mal mit einem Vergleich: Die Mädels und als Haussklaven fungierenden
    Männchen in der netzaktivistischen Filterblase haben in etwa das Durchschnittsalter der Linksradikalen, die mir in den achtzigern in der Hochschulpolitik begegnet sind. Sie sind auch in etwa gleich „intelligent“, operieren mit einer ähnlichen Mischung halbverdauter akademischer Begriffe, haben die typische Halbstarkenaggressivität hungriger Alligatoren. Und die ebenso typische Aussenwirkung von null auf die meisten, von negativ auf einige Menschen. Die wenigen erwachsenen Unterstützer dieses Rudels von Halbstarken sind auch ziemlich überschaubar und beschränken sich auf einen Professor für Sprachverwirrung und einex Professorx für Gendertröten.

    Gegenüber den Linksradikalen der achtziger haben sie darüber hinaus auch noch deutlich sichtbar schwächere Nerven, verlassen ihre Filterblase bestenfalls zum Brustentblössen mit „Danke Bomber Harris“ Aufschriften und nerven sich eigentlich nur gegenseitig, weil alle Abweichler wahlweise geblockt, entfolgt oder mit einem freundlichen „Fick Dich“ umworben werden. Ihre identifizierbare Anhängerschaft ist, soweit ich das überschauen kann, noch einmal deutlich kleiner, als die der damaligen Linksradikalen an den Unis.

    Und dann frage ich mich schon, warum Sie sich als erwachsener Mann an dem Haufen so abarbeiten. Nein, die gefährden nicht die Meinungsfreiheit, weder meine noch ihre. Klar, sie würden gerne, wenn man sie zum Saufen an die Tränke tragen würde, aber aus eigenem Können wird da nie was draus. Nein, die werden nicht nur nichts erreichen, sondern eignen sich durch ihre Selbsteinkapselung im Verbund mit ihrer Aggressivität und Dummheit ganz hervorragend dafür, die von ihnen angeblich vertretenen Anliegen alleine dadurch lächerlich zu machen, dass man naiven Sympathisanten ein paar hübsche unkommentierte Links schickt.

    Wenn´s im Netz keine grössere Probleme gibt, ist das eine Insel der Seligen. Ich persönlich finde die tatsächlich pubertären Reaktionen einiger Idioten auf solche und ähnliche Halbstarken sogar eher kommentarwürdig – von häufig sexuellen Beleidigungen über die Androhung roher Gewalt bis hin zu Todesdrohungen. Das Rape Culture, Critical Whiteness und Fatshaming Bläschen ist in seinem durch keine Vernunft gebremsten Furor ganz niedlich, die Drohungstrolle dagegen können auch nur etwas sensiblere Naturen nachhaltig daran hindern, überhaupt noch im Netz aufzutreten.

    Suchen Sie sich bitte einen würdigeren Gegner als lantschis, sancznys oder hanhaiwens? Die haben alle twitter!

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Das Prinzip Ratsche
      vorwärts immer rückwärts nimmer Stück für Stück voran. Immerhin gibt es über hundert steuerfinanzierte Lehrstühle für gender. Immerhin gibt es im deutschen Sprachraum bereits eine Uni, wo Sie mit ungegenderten Beiträgen keine volle Punktzahl bekommen.
      Nein, diese Leute sind nicht harmlos.
      Und es ist nicht ganz ungefährlich, sich an ihnen abzuarbeiten. Ich bin froh, daß Don es tut.

    • Naja, das Gegenstück sind natürlich nicht die Dons dieser welt, sondern die AFDs dieser Welt und das kann es ja auch nicht sein. Und irgendwie kann ich da auch nicht dauernd ackern – mein Gefühl ist beinfach, dass sich das irgendwann böse entladen wird. In Österreich hatte man das ja schon bei der Nationalhymne.

    • Titel eingeben
      Seitdem Hochschulen nicht nur in Österreich in perfektem Deutsch verfasste Arbeiten abwerten, nur weil es perfektes Deutsch ist, gewinnen die Tröten Land. Und seitdem Behörden offziell für jeden sichtbar sowie bewusst gewollt mit übelsten Rechtschreibfehler gespickte Schreiben heraus geben, ist der Landgewinn schon unangenehm. „Sprache verändert sich eben mit der Zeit“ zieht hier nicht: Die Sprache soll mit Gewalt deren Bewusstsein angepasst werden. Und über das Vehikel „Sprache“ soll das Bewusstsein aller beeinflusst werden. Ohne demokratische Legitimierung, gesellschaftlichen Diskurs oder irgendwie erkennbarer Unterstützung der Bevölkerung.

      Deshalb: triezt die Tröten wo ihr sie findet!

    • @melursus, mea culpa
      Offenbar ist meine Realitätswahrnehmung eine vollkommen andere als Ihre. Auf dem Höhepunkt des Binnen-I war die taz unlesbar, selbst die ZEIT machte diesen Blödsinn an der einen oder anderen Stelle mit. In der Vergangenheit verschollen …

      Dons Themen waren hier explizit Fatshaming und weisse alte Männer.

      Die Aufregung über das eine ist ebenso nachvollziehbar wie albern – mollige Frauen z.B. haben als Partner bessere Karten als die gertenschlanken (und wissen das meistens). In den Medien oder im Massenbewusstsein (was nicht dasselbe ist) kann man eh nur ein Schönheits“ideal“ und damit verbundene Diskriminierungen gegen andere austauschen, mir ist am Ende des Tages völlig Wurst, welche gegen welche. Wer beim Menschen alle abschaffen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

      Die Aufregung über das andere – geschenkt. Ich betrachte das als Ehrentitel, noch spricht uns (denn ich gehöre dazu) die dunkle Seite DIE MACHT zu. Sollte das plötzlich aufhören, werde ich einen langen Blick auf die tatsächlichen machtverhältnisse werfen, bis dahin sonne ich mich gerne in der dadurch erzeugten Illusion (wirkliche Macht haben weltweit einige tausend Menschen. Und jeder kleine Gangster, der beschliesst, mit einem Schlag oder Schuss mein Leben zu beenden. Sonst niemand).

      Umerziehung über Sprache. Dass ich nicht lache. Die Sprache hat sich seit 1850 sichtbar weit weniger geändert, als die gesellschaftliche Realität. Gibt auch kaum etwas, an dem Menschen mit grösserer Inbrunst festhalten – auf dem Höhepunkt der deutschen Miniatur-Rechtschreibreform war das Thema wichtiger, als Arbeitslosigkeit, Kriege, Klima, Bundestagswahlen und der neue IKEA vor Ort zusammen. Manchmal über Monate. Sprache wird Erdrutschverschiebungen in gesellschaftlichen Machtverhältnissen folgen. Vielleicht. Mit Jahrzehnten oder Jahrhunderten Verspätung. Die Kämpfe um Binnen Is, Unterstriche oder Sternchen sind symbolische Kampfvermeidungshandlungen. Und an den Unis, immer in den Sozialwissenschaften, wurde schon viel weitgehend folgenloser Blödsinn ausgeheckt. Was daran so schlimm sein soll, dass man an österreichischen Unis jetzt Student/in schreiben muss, weiss ich allerdings nicht. Mir genauso egal, wie jede andere formale Regel, ich wende sie an und gut ist.

      Es gibt bei Sprache ohnehin nur gesellschaftliche Vereinbarungen, kein generisches „richtig“ oder „falsch“. Woher soll das auch kommen, aus der Tradition oder aus göttlicher Eingebung?

      Meine Vermutung ist übrigens, dass mit zunehmender Sichtbarwerdung von Frauen in Machtpositionen das Bedürfnis nach sprachlicher Kompensation proportional entsprechend abnehmen wird. In Alltagsgeprächen auch mit Feministinnen verwandten diese selbst (als ich den Kontakt noch hatte) überwiegend die einfachste Form, in Deutschland also das generische Maskulinum.

      Solange sich Menschen in Sprachkämpfen aufreiben, lach ich mir immer einen Ast – solange bleiben die gesellschaftlichen Prozesse unberührt, die mir wichtig sind. Ich giess da gerne Öl ins Feuer. Mit den 100 Genderlehrstühlen befasse ich mich nicht einmal – bei dem Versuch vollakademisierter Theorietrolle, die deutsche Durchschnittsfrau davon zu überzeugen, sie solle nicht mehr Frau sein und sich von Männern nicht mehr begehren lassen, kaufe ich mir rechtzeitig grosse Portionen Popcorn.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Das ist ja nicht nur ein deutsches Problem. Das schwappt wie vieles (Gute) sonst auch über den Teich. Und dort legt es sich mittlerweile wie Mehltau auf die Welt. Da sollte man schon was tun, das geht nicht von alleine weg.

      Wir können ja nicht einmal mehr auf fremden Kometen landen ohne den Griff dieser Leute am Hals zu haben.

    • @ThorHa 17:15
      Ich stimme Ihnen insofern zu, als dass die Trägheit der Gesellschaft generell unterschätzt wird. Die Leute umzuerziehen ist eine richtig lange Sache, da reichen 30, 40 Jahre nicht und selbst die Verhaltensweisen die der Betrieb eines eigenen repressiven Staates auf deutschem Boden für eine Dauer von ca. 50 Jahren hervorgerufen hat sind nunmehr, gerade mal 25 Jahre später, weitgehend vergessen. Der Soli ist geblieben, aber der ist ja ne Steuer.
      Ich bin aber nicht Ihrer Meinung, dass man diesen ganzen Aktivisten-Blödsinn ignorieren sollte. Man muss sich nicht dran abarbeiten, aber man sollte das nicht ignorieren. Denn eine Sache hat die Gesellschaft sehr wohl verändert: die zunehmende Verrechtlichung. Moral („das tut man nicht“) wird heute gerne durch Gesetz, durch Regelung ersetzt („das ist verboten“). Und was moralisierend daherkommt, schafft es genauso schnell ein Gesetz zu werden. Denken Sie an die schwedische Gesetzgebung, die gegen einen Assange instrumentalisiert wird, denken Sie an die „yes means yes“ Regelungen amerikanischer colleges, von denen sehr viele Leute erwarten, dass sie auch in die Gesetzgebung der US Bundesstaaten überschwappen werden. Das sind alles langfristige Entwicklungen, die aber, wenn sie begonnen sind und widerstandslos hingenommen werden, sich dann durchsetzen werden.

      Dankenswerterweise macht sich der Hausherr (kann man das hier eigentlich sagen?) die Mühe, uns immer wieder eine Selektion absurdester Fundstellen zu präsentieren, und macht es einfach, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen. Diese Dinge der ihnen innewohnenden Lächerlichkeit preiszugeben, die Kaiserin als nackt zu bezeihnen, ist meine Art. Klappt auch ganz gut.
      Aber ich möchte es nicht soweit kommen lassen, in einem Land leben zu müssen, in dem ich nur noch mit Hilfe von Gerichten und dem EMGH fundamentale Freiheitsrechte sichern kann. Wo ich in einer Atmospähre der ständigen Angst leben muss, gegen absurde Regeln zu verstossen und wo bereits eine gemischtgeschlechtliche Fahrt zu zweit im Aufzug dazu führen kann, Ruf, Karriere und Leben zu verlieren, weil es einer halt so gefallen hat. Soweit ist man in den Staaten bereits, und soweit will ich es hier nicht kommen lassen.

  2. Titel eingeben
    bitte bezeichnen Sie mich künftig als Fettsack und nicht mehr als Honk …..

  3. Es gibt immer Möglichkeiten auszuweichen:
    a Fette – wenn ich eine solche meine, dann bezeichne ich die zukünftig eben als „Scheibenweise“.

    Und die …x ist dann halt die

    Sehr geehrte Anatomischfrau Professor, .

  4. DeM jetzt (und zukünftig?) ohne
    Stützenparallelwelt?

    • Bitte um Test und Feedback.

    • Test und Feedback? Da drüben heißt es diesmal:
      das-ist-ein-test in der Adresszeile, das ist anders als sonst. Ich benutze die Parallelseite immer als Leserin, manchmal gibt’s dort ganz nette Anregungen.

      Hier hat sich für mich, soweit ich das erkennen kann, wenig geändert: Die hier Anwesenden siezen sich durchweg, die Blogbeschriftung duzt – muss Letzteres sein?

    • "Dein Kommentar befindet sich in Moderation." als Duzereibeispiel.
      Ihr „Bitte um…“ habe ich als eine Bitte von Ihnen verstanden und nicht als Aufforderung zur Bettelei meinerseits.

    • Ja, freischalten muss ich hier aktuell, aber mir wäre ein System wie drüben auch lieber, bei dem man zweimnal die Leute absegnet und dann die Kommentare einfach so erscheinen. Aber ansonsten bin ich ja ein schneller Freischalter.

  5. und
    man hatte schon so lange geglaubt, er hatte ein faible dafuer, aus dem Rokoko heraus zu leben.

    Nett und stark, dass er den Prellbock macht, mancher Zug zur Neuzeit braucht das. Und ist überhaupt nicht konservativ.

    Und wir sollten auch wieder mehr Landstraßen bauen.

    • Nein, wirklich, ich bin zu links für die SPD, was ja auch was sagt. ausserdem macht Prellbock sein auch einen gewissen Spass. Meistens zumindest.

    • Meinereiner war schon zu links für die EsPeDeh,
      da war der Don noch in der Krabbelgruppe für die Neigungsgruppe FdEm „fern der Eltern, miau“.

      Da hab ich im Juso-Kongress den Schröders Gerd erlebt und sachte noch „Wer issn dieser CSU-ler hier. Derf der hier sprechen?“

      War der Schröders Gerd, grade knap unter 35. Ein Jahr später nimmer JuSo, gottseidank. Hielt als leicht überselbstbewusster Jung-Soz diesen komischen Sack aus Hannover, der sich nach Bayern verloffen hod, ab dann für erledigt und verlor ihn aus den Augen. Wie man sich irren kann.

      Später dann nimmer in der SPD. Wegen dem.

    • Titel eingeben
      Ich würde mit Verlaub nicht die Formulierung wählen, dass Sie (soweit man es mitbekommt) zu links für die SPD sind. Eher sträuben sich dem Idealisten die Nackenhaare im Angesicht der Qualität von jeglichem politischen Tagesgeschäft. Über der praktischen Politik stehender Idealismus siedelt nicht notwendigerweise links oder rechts von irgendeiner Referenzgröße, bei der man sich einmal heimisch gefühlt hat.

    • ???
      Was um Himmels Willen sagt denn „links von der SPD“ aus?
      Da findet sich auch der Bischof von Altötting…

      Viel wichtiger ist es für einen zu-spät-Geborenen wie mich zu lernen, was es denn mit dem im ersten Absatz erwähnten „Raufbold“ so auf sich hat?????????

  6. Oder evtl. noch
    anders.

    Das Geheimnis des perfekten Sounds ist die Kenntnis des Ohres, nicht des Orchesters. (Herbert von Karajan über die Kenntnis des Ohres von ‚Dr. Fu‘)

    Zur Zeit wurde aber evtl. ueberhaupt nichts aufgeführt bis geboten, darum dieser wüste Lärm? Also im Publikum?

    • weil sich halt jeder auf der Bühne wähnt und das jeden wissen lässt. auch wenn sie nur in der sozialen requisite sind.

  7. Pingback: Das ist ein Test | Stützen der Gesellschaft

  8. Schade
    Da haben diskriminierte und darob verfolgte Fette in D keinen Anspruch
    auf Asyl.
    Das steht fest.

  9. Die Unterscheidung zwischen Anlass und Ursache
    Die verbale Äußerung eines Menschen ist immer nur Anlass, aber nie die Ursache dafür, dass sich jemand diskriminiert (angegriffen, verletzt …) fühlt.

    Die Ursache für das Gefühl, diskrimininert (angegriffen, verletzt …) zu sein, liegt in dem, was der sich diskriminiert fühlende über die verbale Äußerung des anderen denkt.

    Nun trägt niemand dafür Verantwortung, was ein anderer denkt. Jeder ist für seine Gedanken selbst verantwortlich.

    Leider liegt es den meisten Menschen näher, andere moralisch abzuwerten, als darüber nachzudenken, wo ihre eigenen negativen Gedanken herkommen.

  10. fragt:
    „Wer ist hier dick?“

  11. Angemessene Gegner?
    Wie immer gute Schreibe, werter Don, doch wann gibt es denn wieder ihre kulturhistorischen Betrachtungen (mit kräftigen Seitenhieben auf das Berliner Mutantenstadl der Führungskräfte)?

  12. Was ein Thema
    M.M.W. hat es doch einst auf den Punkt besungen. Haider ist lange tot. Und keiner hat so lange Schlipse mehr. Heutzutage. Dicke sind heut gerne dick, sonst wären sie ja nicht dick.
    Obesidad a proposito sagen sie Spanier. Und ich bin froh, nicht, kein Dicker zu sein, sondern nicht jeden Netzmüll lesen zu müssen. Don, fahren Sie lieber Rennrad und machen Sie Tortenfoddos.
    Das Weihnachtsfest mit all den schönen Rettungsringundgoldenenhüftenbesorgern wartet auf euch.

    Gibt es da m Tegernsee nicht diese Fettabsaugungskliniken. Die wollen doch auch leben. Und gut.

  13. An der Grenze
    „Dein Kommentar befindet sich in der Moderation“ hat auch schon „Freunde finden“-Format.

  14. Statt Fatshaming ist Mindshaming angasagt.
    „Mit den 100 Genderlehrstühlen befasse ich mich nicht einmal – bei dem Versuch vollakademisierter Theorietrolle, die deutsche Durchschnittsfrau davon zu überzeugen, sie solle nicht mehr Frau sein und sich von Männern nicht mehr begehren lassen, kaufe ich mir rechtzeitig grosse Portionen Popcorn.“
    .
    Ja, Adler, so dachte ich mit meinem Umfeld auch,
    die Gendertröten kommen da wirklich nicht vor.
    Eher Frauen, die im Privaten auch sexistische Witze machen.
    Aber dann habe ich mich mit einer Freundin unterhalten,
    die eine Schwester in Berlin hat.
    Und danach sind die Bedenken von Meaculpa und Melursus nachvollziehbar.
    Ansonsten gebe ich Ihnen Recht.
    Die haben alle Twitter.
    .
    Erwähnte ich schon,
    das ich gealterter Weißschwanzträger bin?
    .
    Habe ich das jetzt richtig verstanden,
    dass wir hier kommentieren sollen?
    Und ja, das Du nervt.

    • Ätsch
      …jetzt haben Sie sich als einen dieser alten Säcke geoutet, die
      diese armen, hilflosen Jungen unterdrücken.

      Sie müssen lernen, damit umzugehen. Am besten in einer
      Selbsthilfegruppe – und nehmen Sie die alten Weiber mit.

    • i Bätschi
      Selbsthilfegruppe mit alten Weibern haben wir schon.
      Nachdem wir Jahrzehnte damit verbracht haben,
      zu lernen, mit Messer und Gabel zu essen,
      haben wir einen neues Ziel.
      .
      Die Jugend zu verstehen.
      .
      Erste Vokabel:
      „Läuft bei Dir“

  15. Tarnung, Vernichtung, Kampfbegriffe, euphemistische Kampfbegriffe .
    … deren überstarke Wahrnehmung sind alles Zeichen einer zu extrem im Medialen verknüpfte Existenz.

    Der Kater nimmt diese Dinge aus der neoliberalen Unmensch-Kampfzone ebenfalls wahr, aber nur in den Medien. Sehr sehr selten im wirklichen Leben.

    Zumindest in meinem Sahnetorten-Umfeld. Da darf man noch fett sagen, wenn etwas, ein Mensch, eine Torte oder eine Katze fett ist. Auch ein Song kann phat sein ….

    Nur manchmal treffe ich einen Kunden, der da seltsame Dinge von sich gibt. Anlässlich der Präsentation einer imho recht gelungenen Referenz (Webdesign und Texte für einen Ernährungsberater). Bei der ich stolz erwähnte, dass ich mir wissenschaftliche Inhalte selbständig erarbeitete und readaktionell aufbereitete, weil der Ernährungsberater da etwas schwächelte, um es vorsichtig zu sagen.

    Statt Lob über meine wirklich bahnbrechenden Studien einzuheimsen, die ich schlau als Top-Recherchör-nix-zu-schwör bei Google Scholar aber hey – ausgrub und auswertete (Stresshormon Kortisol, Hunger- und Satthormone wie Ghrelin) wurde ich vom neuen Kunden damit konfrontiert, dass er neue wisschenschaftliche Erkenntnisse gänzlich ignorierte (Stress, Depression) und Dicke vollkommen indolent pauschal beleidigte: „Die sind alle selbst schuld, keine Disziplin!“ Klang tonal wie „Unterschicht, elendige“!

    Nun, wir waren im Literaturcafé, ich war guter Stimmung, immer wenn ich da bin, und wollte sie mir auch nicht verderben lassen. Bestellte mir ungerührt am helllichten Tag als alter Suffkopp zwei Café Corettos, njam, und spachtelte lecker Sachen, verschiedene. Vollkommen disziplinlos und verfressen, das Leben liebend. Bin auch nicht spindeldürr – und dieser Kunde erwies sich später als extrem hartleibig, kleinkariert und zickig.

    Seitdem gehe ich mit Neukunden, bevor es losgeht und bevor ich was unterschreibe, supergerne essen. So wie sie da sind, so wie sie da essen und reden und trinken und bestellen, so werden sie auch im Projekt sein.

    Gebt obacht vor den Salatblatt-Heinis und – Heininnen! Kein Gemüt, keine Menschlichkeit. Kunden des Grauens! Projekte der 7 Höllenkreise!

    Don, spachtel weiter!
    Und fahr weiter Fahrrad.

    Mir fehlt in Zabo meine Russenwiese zum Joggen. An der Isar jogge ich nicht gerne. Ich kanns nicht leiden, weiß nicht warum. Vielleicht zuviele Selbstoptimierer dort am Rumhecheln, die stören mich in meiner Kontemplation. (Ein Kater kontempliert, er hechelt nicht, das wäre hündisch, außerdem sind Katzen Sprinter – auf der Kurzstrecke unschlagbar, dann wollen sie ihre Ruhe haben …)

    Gruß
    Der Kater

    PS, wg. Test:
    Usability bis jetzt ganz o.k. Nix Komisches entdeckt auf die Schnelle. Aber ich bin auch sonst rasch auf fremden Seiten rasch zufriedenzustellen – nur mit den eigenen nicht, da immer konstruktiv unzufrieden – und kein gniggernder Erbsenzähler; der schon froh, wenn eine Seite nicht allzu lange lädt, fast euphorisch …

  16. Da muss man ins echte Leben gehen:
    Text eingeben

  17. Da muss man ins echte Leben gehen: ...
    zefix, zu schnell auf der Eingabetaste gewest.

    -/-

    „Trotzdem wären mir echte Debatten mit klaren Standpunkten lieber.“

    Mir auch.
    Aber dafür muss man im ECHTEN LEBEN in guter Runde sein bei einer Halben Bier – bei nicht allzu bösartigen, aber gewieften Disputanden. Dann macht das Freude.

    Das geht im Internet nicht. Man kennt sich nicht, man vertraut sich nicht, man spinnt sich Blödsinn zusammen, das Gros an Spinnern ist dazu noch nicht mehr in der Gauß’schen Normalverteilung sondern überproportional, alldas. Don seh’s endlich ein.

    Oder geh wie mein Kollege es tut, in Foren rein, wo man nett zueinander ist, sich Bilder von Essen, Spiegelreflex-Fotografien von Lauten und gesammelten Espresso-Maschinchen austauscht und über Goethe oder Heine spricht. Diese Foren und Blogs gibt es massenhaft, das reinste Idyll mit meist sehr angenehmen Menschen.

    Aber naaa, der Don begibt sich halt gerne in die Kampfzonen, wo die Borderleine wiehert. Auch ich prügle mich ab und an ganz gerne, aber dann musses wieder gut sein. Auf diesem Gedner-Twitter-Gehuber liegt kein Segen. Psychiatrische Textstummel. Deppenvolk. Da bin ganz untollerant, verdammte Hacke nochmal.

    Sehens- und hörenswert, Gerhard Polt über Toleranz, hab ich glacht:
    https://www.youtube.com/watch?v=-pJA5mbtkUo

    Des is ja ois Mode, gä
    Woast so ne …

  18. Das ist auch ein Test
    Noch nnnn Zeichen frei: Sonntag, 16. November 2014 (Kurzausflug) auf dem Bild mit den vielen Wolken scheint das Fahhrad schlanker zu sein als sein Fahrer http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2452979/

  19. Da könnte ja jeder kommen
    … und alles hinschreiben, http://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/ scheint viel besser organisiert zu sein als das hier.

  20. Ich möchte mich Sambossa anschließen
    … und freue mich bereits auf die Westviertel-Perspektive.

    Was die Dicken angeht halte ich es mit Freud: Manchmal ist ein Haus ein Haus.
    Will meinen: Manchmal gibt es nix zu deuten. Ein Idiot ist ein Idiot und jemand der fett ist (oder sogar so Fett, dass man von den abgelichteten verbundenen Fingern ableiten kann, dass der Schatten des Allerwertesten schwerer wiegt als mein Fahrrad), ist einfach fett.

  21. ...
    Bezieht sich auf ‚das Du nervt‘.

  22. Wo ist das Problem?
    Die Jungen wollen respektiert werden?

    Wo die Alten doch tagaus, tagein nur an die
    ‚Zukunft unserer Kinder und Enkel‘ denken.

    Respekt für die Erbengeneration?

  23. Bruckbachers Wörterbuch deutsch - schlausprech
    der Neger der Maximalpigmentierte
    der Geile der Maximalerotisierte
    der Spiesser der Maximalsozialisierte
    der Fette der Maximalproportionierte

  24. Titel eingeben
    die Doppelpfeile zwischen den Wörtern hat es nicht übernommen

  25. @greenbowlerhat, Mediensegler:
    Ich bleibe voerst bei meiner Prognose. Aber selbst dann, wenn ich mich irre, sehe ich das sehr entspannt. Es gab schon einmal eine Periode, wo unter der Decke öffentlich rigider Prüderie fröhlich geschweinigelt wurde und ich bin eine bekennender Fan viktorianischer Doppelmoral.

    Bot beiden Seiten riesige Vorteile – die einen konnten ihre rigorosen Moralvorstellungen und ihren Hang zum Vorschreibesadismus offen ausleben, die anderen unter Absingen öffentlicher Lippenbekenntnisse dazu umso fröhlicher dagegen verstossen. Mit ein bisschen schlechtem Gewissen geniessen sich viele Dinge einfach intensiver :-).

    Wenn also die Gendertröten samt Anhängern dahin zurückwollen, nur zu.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Die viktorianische Doppelmoral?
      Nöö, also wirklich nicht.
      Das waren doch die,
      die an entsprechender Stelle
      im viktorianischen Nachthemd
      die entsprechenden Löcher hatten.
      .
      Da bin ich eher für das offene Visier.
      .
      Wir hatten mal
      vor langer Zeit
      den Spruch:
      Wer zweimal mit derselben pennt,
      gehört schon zum Establishment.
      .
      Das Pendel ist seitdem sehr weit zurückgeschlagen.
      Mit diesem Gendertrötengedöns
      für meinen Geschmack zu weit.
      .
      Und die viktorianischen Nachthemden
      sind dann schon sehr speziell.
      .
      Wenn’s schee macht.
      Oder jede Jeck is anders.
      .
      Aber so denken die Tröten nicht.

  26. Selbstwehr
    @greenbowlerhat – Also mit mir dürfen Sie gerne unschuldig Aufzug fahren, ohne irgendwelche Konsequenzen zu befürchten. Wann immer mir ein Mann zu nahe kam und ich das nicht wollte, habe ich ihm immer selbst auf die Schnauze gehauen. Das erforderte etwas Mut, hat aber immer sofort gewirkt.

    • Titel eingeben
      Freilich, in den USA ist es wohl mittlerweile v.a. unter Führungskräften Pflicht, da aufzupassen. Und das sind ja nicht alles kleine DSKs. Einen „sexual harrasment“ Vorwurf bekommen Sie da nur entkräftet, wenn Sie nachweislich auf dem Mars waren, als es passiert sein soll, und selbst dann bleibt ja immer was hängen.
      Die Einladung übrigens, die nehme ich bei Gelegenheit gerne an. Paternoster!

    • Titel eingeben
      „Edit“: dieses komische Formular halt. Ich wars!

  27. Debatte, herrlich
    „Trotzdem wären mir echte Debatten mit klaren Standpunkten lieber.“
    Debatten und Standpunkte stellen die maximale bourgoise, klassistische Kulturtechnik der Unterdrückung dar! Keine Frau, usw… kann sich unter den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen die Zeit nehmen, inhaltliche Auseinandersetzungen zu führen. Die Streitkultur zerredet die klassistische Unterdrückung! Die Theoriedebatten sind ein Disziplinierungsinstrument gegen Selbstbestimmung! Die Kulturtechnik der Debatte ist zugänglich nur den Söhnen und Töchtern der bourgoisen Herrschaftsklasse, die frei von ökonomischem Druck studieren können. … Der hiesige Beitrag zeigt in aller Deutlichkeit, wie der Intellektuelle die Waffe des Wortes gegen die gute und gerechte Sache wendet und alle Argumente böswillig verdreht, ja selbst die Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichheit verhöhnt und in den Schmutz zieht (noch sehr viel mehr Ausrufezeichen).
    Aus diesem Grund bleibt zur Herstellung der Waffengleichheit von allen >>Frei wählbare Bezeichnung<< nichts anderes übrig als die Anwendung einer gerechten und rücksichtsvollen Sprache zu fordern, um dadurch den Willen zu einer gemeinschaftlichen Lösung der gesellschaftlichen Aufgaben zu bezeugen … Das ist eine Frage der intellektuellen Hygiene!!!

    Und, weil das hier das Internet (geht html?) ist, muss „mann“ (mit Gänsefüßchen) wohl den Satirehinweis hinzusetzen. Jedenfalls kommentiert, oben mit Eckklammern und sonst aber hallo, 1 mit *.

  28. Die Beobachtung
    Und Wertung des eigenen Körpers relativ zu einer irgendwie doch als Norm empfundenen, partiell fremden Grundgesamtheit nebst relativer, emotionaler Attraktivitaets-Wertung von Vorgang und ‚Ergebnis‘ wäre vor allem weiblich-kleinbuergerlich. Also unfrei aber bemüht. Und am Ende ergebnislos hermetisch. Das Leben reproduzierte sich nun einmal an Ort u. Stelle am leichtesten. Also ohne Völkerwanderung. Denn Schuhe schmücken, sind zum Gutaussehen da, nicht zum Laufen.

    Und das jetzt kleinbürgerliche Unintellektualitaet der Vorgang zwanghaft-folgenlosen Pseudobemuehens der Körper Betrachtung nebst NuTZenseinschaetung (für Attraktivität, nicht Arbeit, sic) ‚Emanzipation‘ nennte, dadurch, dass sie den Betrachtungshorizont auf einmal auch auf ‚die Männer‘ ausdehnte, im allgm. lachhaft bis dumm.

    Man man glatt folgenlos auch weiterhin sich selbst erlassen. Oder sich auf den Bauch patschen und ‚passt scho‘ sagen, und damit Ende der Selbstbetrachtung. Die Arbeit ruft.

    Wir wollen ernähren, nicht um Ernährung nachsuchen. Unsere Feldhacke interessiert das Zusammenspiel mit dem Muskel, nicht mit Handtasche, Spiegel und Lippenstift.

    Frauen muss man heiraten und ernähren und immer nur schoen reden lassen, die man man nicht emanzipieren.

    Und Zeitschrift ‚Emma‘ gründet rein weiblichen Weltkonzern in Konkurrenz zu Siemens und NSA – die ersten 200.000 Technikerinnen haben sich schon freiwillig gemeldet – und bei den Muettern und Tanten dazu 500 Milliarden Euro Stammkapital eingesammelt – Frauen man Frau so viel Geld sinnvoller anvertrauen, als Männern.

    OK, sie suchen doch lieber Plätze irgendwo zum Mitmachen – an seiner Seite, mit seinem Verständnis und Schutz? Nur die Bedingungen dafür sollten unmerklich aber nett sein?

  29. Solange
    Frauenpower aber auch weiterhin nach Art der Yoghurte sein soll und kommen mochte ‚aber leicht eingängig muss sie sein‘ solange haben wir keine Angst ums Scheitern der Emanzipation.

    Also lieber online und mit Worten verbalkompetent die Karte der sozialen Macht spielen. Denn das wäre auch weiterhin nichts anderes, als eh schon das klass. Kampfeld der Frau. Da liesse man(n) sie sich aber auch weiterhin leicht ‚zu Tode siegen‘.

    Denn ‚hart im Raume stießen sich die Sachen, wo das eine Platz nimmt, muss das andere weichen – und will ich nicht Gewalt erleiden, so bin ich gezwungen, Gewalt auszuüben‘. Das überwaende sich nicht so leicht – und das Prinzip ist menschlich, nicht maenlich.

    • Titel eingeben
      Naja, man merkt schon, dass da auch politisch um Deutungshoheit und vor allem um schärfere Gesetze oder zumindest Graubereiche gerungen wird. Also weg vom bekannten Strafrecht hin zu einer Empfindungsjustiz. Das fäbgt bei Blockadeaktionen bei Twitter an und endt nach dem Ruf nach schärferen Regeln bei der Meinungsfreiheit, und das finde ich durchaus bedenklich. Zumindest so sehr, dass ich hier öfters darüber schreibe, als mir lieb ist. Mir liegt immer noch ein Beitrag über Pick Up Artists auf der Tastatur, und den bewussren Unschärfen, mit denen da ein Problem vergrössert wird.

    • Titel eingeben
      Und mir ist natürlich auch klar, dass das eine riskante Sache ist, denn verkürt wird mit „der verteidigt PUAs“ reagiert, selbst wenn der Beitrag nur versucht, Risiken schlampiger Argumenationen aufzuzeigen.

    • PUAs
      …wirken ein bisschen wie Hilfsarbeiter, Angelernte halt, irgendwo was aufgeschnappt, so Schnellcheckertypen, bischen Empirie, bisschen Tchakka. Die ziehen letztlich nur an Bindfäden, die sie irgendwie, irgendwo aufschnappen. Und leider machen sie es schnapp-schnapp-Hysterikerinnen leicht, einen Tanz um sie aufzuführen – Sie spielen ja sicher auf den Aufstand um den vermeintlichen Würger PUA an, den einige am liebsten am Flughafen hätten verhaften wollen.

      Suchen Sie mal weiter, mehr hin zu den Mechanismen – ja, schlagts mich, Me-cha-nis-men – zu denen die Fäden hinführen denen sich die PUAs bedienen. Sehr aufschlussreich und zur Reflexion über so manche Verhaltenweise der Feminazis geeignet. Und man verliert endgültig jeden Glauben daran, dass wir Menschen allein mit dem Verstand unsere Entscheidungen treffen, und manche besonders selten.

  30. Was wir also sagen wollten,
    Frauen sollten die Jammerei lassen schon mit Mitte Zwanzig. Die führte nur zu Zuwendung und damit in die Ehe. Das wäre zwar vermutlich prima für die Schöpfung, aber eher nicht für die Emanzipation?

    Wenn auch nur eine von hundert es besser begriffen haette, wäre schon viel erreicht:

    Schweigend, aber klug, den Weg durch die Instanzen gehen, ‚grad wie Merkel oder Gorbatschov‘, alles mitnehmen an Fähigkeiten, was sich anbietet und nicht wehrt, und keinen Moment eher, als wenn Frau ganz oben angekommen, anfangen, das eigentliche zu machen oder zu sagen.

    Oder ganz wie Merkel, Frauen mussten auch ganz oben dauerhaft noch klueger sein, duerften auch dann nur wortlos gestalten, am besten nur die Ergebnisse sprechen lassen. Alles andere wurde als ‚Ankündigung‘ gewertet – und weckte falsches Dagegenhalten.

    Gut, dass Herr Don also die wahre Emanzipation foerderte. (Und darum hier Schwaetzerinnen, die evtl. schon bei den ersten harten Klausuren in den niederen Semestern scheiterten, deshalb nur in die oeffentliche Jammerei auswichen, so blosszustellen?)

    • Titel eingeben
      Man muss beim thema Fat shaming wirklich sagen, dass es kein ausschliesslich feministisches Thema ist, wie auch andere beklagte Aussagen, wie etwa „Ableismus“ gegen Behinderte oder „Klassismus“ gegen Ärmere. Das hat sich aber alles irgendwie bei manchen von denen angesammelt. weil sie nicht nur als Frau, sondern gleich mehrfacht benachteiligt sind und dann immer die „richtige“ Karte zehen. Und dazu kommt dann noch, dass Männer vormutlich einfach öfters mal die Zähne zusammenbeissen. Ich kenne kaum einen männlichen Account – ausser denen von Allys -wo so dauerhaft geklagt und beleidigt reagiert wird.

    • "Und dazu kommt dann noch,
      dass Männer vermutlich einfach öfters mal die Zähne zusammenbeissen. Ich kenne kaum einen männlichen Account ……wo so dauerhaft geklagt und beleidigt reagiert wird.“
      .
      Ja.
      .
      Irgendwann sind ’se einfach weg.
      .
      Tot.
      .
      Oder wo anders.
      .
      Bedenkenswert.
      .
      Auch für Tröten.

    • @DA 18:59
      …aber kein Mann mit 180KG und 60% KFA wird sich hinstellen und öffentlich fordern, dass ihn 18-28 jährige anhimmeln, extrem sexy finden und spontan Kinderwünsche entwickeln. Bzw. er macht das nur genau einmal. Andere hingegen, die nicht nur vor lauter Entitlement (ha! auch so ne Vokabel) kaum mehr laufen können, machen eine Gesinnung draus, auf das jeder andere sich (auch) schlecht fühle.

    • Das ist dann wieder die Ideologisierung – ich denke, dass Männer da einen praktischen Ausweg finden. Aber man muss auch sehen, dass es neben „FAT Empowerment“ auch noch das durchaus ehrenwerte Anliegen gibt, Körpernormen zu hinterfragen, und das geht halt nicht, wenn alle spindeldürr sind.

  31. Barbie ist frigide und Klaus ist schwul
    Und geniessen das Leben an der Westküste

  32. Julius Caesar

    „Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein, mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen.“
    .
    Shakespeare

  33. Sehr geehrter Don Alphonso, Sie wollten doch Feedback.
    .
    Man kann hier nicht auf Antworten antworten.
    Das steht einem längeren Dialog im Wege.
    .
    Und eine Leiste der letzten Kommentare wie im Alternativkommentarblog
    steht hier nicht zur Verfügung. Man kann so auch nicht verfolgen, wenn neue Kommentare zu verschiedenen Artikeln gleichzeitig reinkommen.
    .
    Wohler fühle ich mich im alternativen Kommentariat.
    .
    Und das hat mich sehr irritiert:
    .
    Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung der Lesermeinung weisen wir am Beitrag den Klarnamen des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
    .
    Das ist ja Gott Sei Dank nicht so.
    .
    Und das gefällt mir gar nie nicht:
    Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
    .
    Ich hoffe, ich habe geholfen.
    .
    Vielen lieben Dank für die gewährten Freiheiten.
    :oops:

    • Test
      @Mediensegler: Klappt das mit dem Antworten wirklich nicht? Stehe ich jetzt etwa nicht direkt unter Ihrem Post?

  34. Ferrari und High Heels, beide in Rot.
    Damit machen die Geschlechter auf sich aufmerksam.
    Und zwar auch beide Geschlechter.
    Die schauen hin, die können nicht anders.
    Beim Mann heißt das Schwanzverlängerung.
    Bei der Frau, ahem, Fishing for Compliments.
    Die Frau schaut hin, der Mann schaut hin.
    Entweder wohlwollend, begehrend, angewidert oder neidisch.
    Beide taxieren.
    .
    Das Ganze geht auch ohne Auto und Schuh in Rot.
    .
    Deckel und Topf.
    .
    Wenn der Mann gut kochen kann
    und die Frau gut unterhalten. Zum Beispiel.
    .
    Ein Spiel.
    .
    Macht Spaß.
    .
    Die Tröten haben nicht die geringste Ahnung.

  35. Die Maken der Männer sind auch nicht zu unterschätzen
    @Gast (12:56) – Die Vorstellung Ihres Emma Konzern macht mir Alpträume. Ich habe mal ein technisches Projekt geleitet, dessen Team rein weiblich war. Die wöchentlichen Projektmeetings waren furchtbar. Alle haben gejammert, dass nichts geht und wir nie den Termin schaffen. Jedes Mal stand ich an der Tafel, schrieb alle Probleme auf, ließ jede Frau erklären warum das ein Problem sei, habe geduldig auf dieses und jenes hingewiesen, und einen neuen Schedule gemacht, der aber eigentlich immer wieder der alte war, weil die meisten Probleme “normal Work” und damit schon von Anfang an eingeplant waren. Endlich bekam ich einen Mann zugeteilt und die Frauen hörten schlagartig auf zu jammern und wurden konstruktiv.
    .
    Reine Männerteams kenne ich naturgemäß nicht. Aber Männer in Teams haben auch ihre Macken, weil sie dazu neigen, echte Probleme zu verschweigen. Bei kleinen Projekten verbringt man möglichst viel Zeit in der Nähe der Kaffeemaschine und hört den Kaffeetrinkergenossen unauffällig zu, wenn sie sich gegenseitig über ihre technischen Schwierigkeiten austauschen. Dann kann man beim nächsten offiziellen Projektmeeting gezielt nachhaken. Bei großen Projekten geht das natürlich nicht und man sollte die Leitung nicht übernehmen, wenn man nicht ein Gefühl dafür (entwickelt) hat, wie man wo nachfragt und mit den Antworten der Herren Kollegen umgeht……. sonst wird das Projekt zu einem BER.
    .
    @Gast (13:48) – Ob Mutti klug ist, bezweifele ich. Sie war sicher immer die Beste der Klasse und hat immer getan, was die Lehrer von ihr erwarteten. Aber unter Klugheit verstehe ich mehr Eigenständigkeit. Im Übrigen hatten wir darüber hier schon einmal eine lange Diskussion:

    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2013/02/06/verbindender-wohlstand-und-trennende-katastrophen.aspx

  36. Der Alfons hat ja recht.
    Aber die meisten (und meiner Wahrnehmung nach auch der Alfons) neigen dazu bei ausreichend vorhandener Abneigung die Kritik an anderen auch schon mal etwas unscharf und aus dem Zusammenhang gerissen zu formulieren. Mit dem Ziel, dem Unsympath noch unsympathischer erscheinen zu lassen. Fein ist das nicht, aber menschlich?

    • Da gibt man sich aber eine blösse und das ist ein Grund, warum ich das eigentlich eher vermeide. Ausser es sind scheinargumentationen, die bewusst haarstäubend sein sollen.

  37. Titel eingeben
    Ach ja, das Fett, das Fett…
    das am Leib: bis jetzt habe ich von den wirklich Dicken immer nur gehört, daß sie Salat essen. Scheint also irgendwie nicht so recht zu wirken.
    Wobei ich durchaus anmerken möchte, daß die Dicken, die ich vor 30-40 Jahren als dick ansah, nicht mit heutigen annähernd US-standardisierten Überdicken konkurrieren können.
    Und vor „dick“ gibt es mollig, rundlich, vollschlank….
    Der alte Zeichenlehrer in den 90ern erklärte, die übliche Konfektionsgröße der Frauen in den 1920ern sei 42-44 gewesen, nicht 42-40, wie in den 1980ern (oder 40-38, in den 1990ern, Nullern).
    —> es gibt eine Minderheit, die dicker ist als früher.
    Es gibt auch eine Minderheit, die dünner ist als früher.
    Der Durchschnitt ist inzwischen recht gering.

    • Titel eingeben
      Ja, das hat sich deutlich verschoben, auch .weil die Menschen insgesamt länger geworden sind.

  38. Titel eingeben
    bzgl. das Fett im Abzug:
    das muß weg, und das ist richtig Arbeit.
    Stadtweit ist es ja so, daß die Gastronomiebetriebe jetzt Fettabscheider einbauen sollen, weil die Abflußröhren zufetten.
    Es ist nämlich längst nicht mehr so, daß „Wassersparen“ noch sinnvoll wäre, sondern im Gegenteil, es täte dem Rohrsystem gut, wenn oft heißes Wasser reingekippt würde.
    Denn was man selbst verbraucht und was dem Gesamtsystem guttut, sind 2 verschiedene Sachen.

  39. Alte Weisheiten
    @colorcraze – Ich habe schon über die Fresswelle nach der Währungsreform gelernt: „Hunger hat nur die Kanaille, nur der Pöbel frisst sich satt, wahrer Adel halt auf Taille, insofern er eine hat.“

    • Oh Gott. Klassismus, Ableismus und Fatshaming in einem Satz.
      Heilige Mutter Antidiskriminierung, hilf. Jetzt.

    • Ich werde fraglos in der Hölle schmoren.

    • Titel eingeben
      insofern er eine hat
      mmh, ja, eben… es ist doch so, daß die Über-40-jährigen zunehmened keine Taille mehr haben, sondern eher einen Bauchumfang. Einfach weil sie sich weniger bewegen und mehr gemütlich essen und den Streß, nun ja, im Fett ablagern.

    • Titel eingeben
      Also daß <i>bla</i> hier nicht funktioniert, finde ich häßlich.
      Man muß doch eine Möglichkeit zum Zitieren haben.

  40. Test
    So, mal sehen, wie das jetzt ankommt. Abgesehen von der Eingabe, die problemlos zu klappen scheint, empfinde ich das Blogumfeld natürlich als große Verbesserung! Man kann auch sehr gut Mitlesen, die Schrift ist angenehm groß. Die direkte Antwortfunktion ist zwar beim Lesen manchmal verwirrend, aber doch auch eine Hilfe dabei, das Gespräch zu gliedern. Das ist alles überhaupt kein Vergleich zu dem Gefummel auf der FAZ-Seite vorher. Aber da habe ich eh fast gar nicht kommentiert, weil ich keine Lust hatte, mich jedes Mal mit FAZ-Nutzernamen anzumelden.

  41. Tatsächlich, meine Antwort....
    …auf den Kommentar von Mediensegler oben ist einfach verschwunden und nicht mal in den Kommentaren unten aufgetaucht. So deucht mich zumindest.

  42. Bist du es, Margarethe? Gib Antwort o gib Antwort....(Bianca Castafiore)
    ach doch, ja, jetzt sehe ich es auch. Ich war einfach nur so einfältig und habe nicht oben nachgeschaut.

    • Hier ist Margarethe, Jordanus
      Wenn man genau liest,
      dann kann man schon verstehen,
      dass ich die Antwort auf die Antwort meinte.
      Das geht hier nicht,
      im Gegensatz zum anderen Blog.

    • Titel eingeben
      Hm, ist halt wohl nicht 3-, sondern nur 2-geschachtelt mit den Antworten.
      Kann man aber mit leben. Muß man halt entsprechend wieder Name und Zeit angeben, damit klar ist, worauf es sich bezieht.
      Weniger schön finde ich, daß man so schlecht zitieren kann – hier ein Test mit

      blockquote

      , Da <i> ja nicht geht…

    • also wird HTML gewünscht. Dreimal schachteln fände ich vielleicht auch besser, allerdings geht es bei Blogger.de mit einmal auch ganz gut.

    • Titel eingeben

      , Da

      Und ich bin sicher, daß ich „Da“ NICHT groß geschrieben habe.
      Es scheint also auch noch eine eklige Art von „Rechtschreibverschlimmbesserung“ am Werk zu sein. Weg damit!!!! Entweder man schreibt einigermaßen richtig, oder es sieht eben ugly aus. Damit muß man leben. Eine rechtschreibverschlimmbesserung zermurkst hingegen auch noch Richtiges.

    • Oh, das wusste ich nicht. Erstaunlich. ich habe da nicht eingegriffen. Aber ich frage mal nach, was da geht. Das Problem bei Auotkorrektur ist natürlich bekannt. Danke.

  43. Test...
    Ein wenig unübersichtlich, man kann nicht direkt in die letzten Beiträge/ die aktuelle Diskussion hineinklicken, muss man sich dran gewöhnen, die Zahl der Beiträge ist unbekannt.
    Aber eine Menge neuer Gesprächspartner.

    Dem Tenor des Beitrags kann ich nur zustimmen, sonst endet man in einem Code-Slang harmlos klingender Gehässigkeiten, die schwer verständlich sind im Sinn von „vertikal herausgefordert“ für „klein“. „Ostküstenjargon“ wird dann statt zur Diskussion und Auseinandersetzung nur zu langweiligen Gelalle führen.

    Jetzt bin ich neugierig, wie der Beitrag sich plaziert…

  44. Fettleibigkeit wird bald als Behinderung anerkannt:
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/eugh-uebergewicht-kann-als-behinderung-gelten-a-1009237.html

    Hmmm, wie sich die fatshaming-Bewegung dazu wohl positionieren wird? Man will ja auch keinen Kapitalismus-Geknechteten gekündigt sehen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

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