Deus ex Machina

Deus ex Machina

Über Gott und die WWWelt

Verschweigen und Stigmatisierung: Einstiegsdrogen für Pegida

| 208 Lesermeinungen

Es gab in der FAZ letzte Woche eine Allensbach-Untersuchung, die einige bemerkenswerte Ergebnisse im Verhältnis von Deutschen, ihren Medien und den Flüchtlingen lieferte. Eine mit 55 Prozent enorm hohe Zahl der Befragten gab an, dass die Medien nicht ausgewogen berichten würden, und jene 43 Prozent, die denken, man könnte sich zu dem Thema nicht frei äussern, weisen auf deutliche Defizite in der Debatte um Flüchtlinge hin. Viele, könnte man zusammenfassend sagen, fühlen sich angelogen und haben den Eindruck, in die rechte Ecke gestellt zu werden, wenn sie ihre Zweifel artikulieren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

An dieser Stelle möchte ich offen zugeben, dass ich selbst vier Geschichten über Flüchtlinge nicht aufgeschrieben habe, obwohl ich sie selbst erlebt und gesehen habe Alle vier Geschichten sind unschön. Aber sie sind auch nicht repräsentativ. Ich habe auch schöne Geschichten über Flüchtlinge nicht geschrieben, wie über den freundlichen, ergriffenen Herrn dort oben, der an meinem Herz rührte. Man versucht als Reporter normalerweise, durch Auswahl und Distanz ein Bild zu vermitteln, von dem man hofft, es würde von den Lesern richtig verstanden werden. Man lebt damit, dass das Verschweigen der unangenehmen, aber untypischen Geschichten einen bei manchen Lesern zur „Lügenpresse“ macht. Und die mangelnde Bereitschaft, die Berliner Staatspropaganda über einen angeblichen Wirtschaftsboom durch die Einwanderung von Millionen Flüchtlingen ohne Beziehung zum Land und seiner Arbeitswelt zu unterstützen, etwa durch den Hinweis auf die in meiner Heimat sehr geringe Beteiligung an Sprachkursen, macht mich in den Augen der anderen zum Vorposten von Pegida in den deutschen Medien. Ich bin, weil ich mehr erlebe als die normalen Bürger, besorgt. Weniger wegen der Flüchtlinge als vielmehr über das, was ich als Staatsversagen erlebe. Achtköpfige Familien, die am Sonntag Abend an einer Bushaltestelle im Nirgendwo gestrandet sind, privat aus der Patsche helfen, auch wenn man als Reporter neutral sein sollte, ist so ein Zeichen dafür, dass der Staat gerade versagt: Sonst müsste ich das nicht tun. Ein funktionierender Staat lässt desorierntierte Familien nicht erfrieren. Er lässt auch das Chaos am LaGeSo in Berlin nicht zu, und informiert seine Bürger ehrlich über Zahlen, Kosten und Risiken.

Eines der in der Bevölkerung mitunter so empfundenen Risiken ist die Vergewaltigung. Es werden dafür theoretische Argumente vorgebracht, wie etwa der hohe Anteil von jungen, allein reisenden Männern aus Ländern, die einerseits eine hohe Kriminalitätsrate haben, und andererseits ein Frauenbild, das nicht den Ansprüchen des Gender Mainstreamings oder auch nur der katholischen Landfrauen entspricht. Da feiern uralte, längst vergessene xenophobe Muster fröhliche Auferstehung: Es ist leicht, da eine Parallele zur antisemitischen Hysterie zu sehen, die vor einem Jahrhundert in jungen, jüdischen Männern aus Osteuropa Sexsklavenhändler und Vergewaltiger sah. Es gab, das ist als wahrer Kern unbestritten, in jener Zeit im Westen Russlands entsetzliche Armut und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, und aus dieser Not heraus gab es auch finstere Gestalten, die Frauen in die Bordelle Westeuropas brachten. Aber zwischen der bewusst aufgebauschten Darstellung in der antisemitischen Presse vom Frauenschänder und dem realen jüdischen Leben in Deutschland gab es keinen Zusammenhang.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir wissen das heute, es gibt dazu wissenschaftliche Untersuchungen, wir sehen das Problem der Mädchenhändler rational und können es einordnen, aber damals hat die falsche Darstellung eine der Grundlagen des Genozids geschaffen. Trotzdem glaube ich, dass eine offene und ehrliche Debatte über das, was passiert, frei von Propaganda und Beschwichtigungen, am ehesten helfen kann, die Entstehung von ideologischen Parallelgesellschaften zu verhindern oder, wenn sie schon offensichtlich von Pegida über AfD bis zu meinem kurdenbesorgt-türkischen Gemüsehändler reichen, zumindest begrenzen könnten. Dazu gehört eben auch die Angst, dass junge Männer aus Krisenregionen im Park über eine Frau herfallen und sie brutal vergewaltigen könnten. Genau das ist in München im August passiert. Und die spannende Frage ist nun, wie geht man mit so einem Hochamt für Pegidagläubige um.

Man kann es so wie die Süddeutsche Zeitung machen, die offen einen Pro-Asyl-Kurs fährt und sich an den deutschen Pressecodex Richtlinie 12.1. hält, wonach bei einem fehlenden Bezug zur Tat die Nationalität zu verschweigen ist.  Sie gibt auch bei einer anderen mutmasslichen Sexualstraftat den deutschen Landkreis der mutmasslichen Täter als Herkunftsort an. So wird dann aus einem Pakistaner jemand, der seinen Wohnsitz im Lankreis Erding hat, oder eben aus einem Eritreer ein Straubinger. Man muss dann schon etwas suchen, um etwa – wie bei der Abendzeitung – dann die ganze Geschichte zu finden. Für einen unbedingten Feind von DNA-Ermittlungen wie mich ist es dann besonders bitter, wenn der Erfolg über diese Methode möglich wurde, weil der Verdächtigte wegen eines anderen Vergehens in der Datenbank landete – und darunter in den Kommentaren gefordert wird, man sollte dieses Mittel viel öfters einsetzen und gleich von allen vorab, verdachtsunabhängig DNA-Proben nehmen.

stusskowb

Auf der anderen Seite entsteht da natürlich der Eindruck, manche Medien würden hier etwas verschweigen. Viele der momentan so stark kritisierten, asylfeindlichen Seiten bei Facebook fördern genau diese Befürchtung: Sie suchen solche Fälle, ignorieren den Pressecodex und weisen darauf hin, dass die Berichterstattung nicht vollständig sei und Straftaten den Einheimischen in die Schuhe schiebe. Da kommt es dann, das böse Wort von der „Lügenpresse“. Vermutlich werden die gleichen Kreise auch eine erst nach Presseanfrage eingestandene Vergewaltigung in Ellwangen als Beispiel für gezieltes Vertuschen vorbringen. Allerdings ist die Polizei dann so klug gewesen, den richtigen und wichtigen Rahmen für dieses Vorgehen zu liefern: Dass es wichtig ist, das Opfer zu schützen, dass sexuelle Übergriffe fast immer im persönlichen Umfeld stattfinden und Vergewaltigungen wie in diesen Fällen die absolute Ausnahme sind. Das verhindert nicht die Angst vor Vergewaltigungen. Aber es dämmt vielleicht die diffuse Angst ein, die Polizei sei überfordert, habe die Lage nicht mehr unter Kontrolle und verschweige deshalb, wie schwierig die Situation wirklich ist. Leider steht aber genau das in den Kieler Nachrichten.

Diese Befürchtungen, denen nicht mit Argumenten aufklärend begegnet wird, suchen sich dann die Informationen bei den Facebookgruppen, die solche Nachrichten zusammenstellen und debattieren. Wenn ein Medium wie die SZ dann Ratschläge gibt, wie man rassistische Internetnutzer entlässt, ist es wenig wahrscheinlich, dass es von den Betreffenden als glaubwürdige Quellle betrachtet wird. Aussagen wie die der SPD-Generalsekretärin oder des Chefs der IG Metall, wie man Fremdenfeindlichkeit bekämpfen sollte – mit aller Härte und bis zur Zerstörung der bürgerlichen Existenz – sind auch keine Antworten auf die Frage, ob es denn nun Nachts im Park gefährlicher wird, Und dann erscheint bei Spiegel Online ein Text der Feministin Margarete Stokowski, die gern Abweichlerinnen ihrer reinen Aufschrei-Lehre in die braune Ecke drängt und sich Belehrungen über die Bedrohung verbittet, wenn sie von Erika Steinbach kommen, weil sie und andere Konservative sich nie für jenen Feminismus begeistern konnten, für den Stokowski und ihre Freundinnen mit ihrer dummdreisten Interpretation einer Untersuchung zu Verurteilungen bei Vergewaltigungsanzeitgen stehen. Es wird doch hoffentlich niemand wagen, mit der berüchtigten Steinbach einer Meinung sein? Mit dieser Diskreditierung unserer eigenen Gesellschaft sollte die Debatte ja wohl hoffentlich beendet sein.

stusskowsa

Stokowski arbeitet auch jenseits der pseudowissenschaftlichen Behauptung methodisch ähnlich wie die älteren Antisemiten mit dem Mittel der Ausgrenzung über besonders negativ interpretierte Einzelbeispiele: Sie sucht sich eine Person heraus, hier eine stramm rechte Vertriebenenfunktionärin statt einem jüdischen Mädchenhändler, exerziert an dieser Person ihre Vorbehalte durch und grenzt damit andere, die Zweifel mit Steinbach teilen, gesellschaftlich aus – die sollten sich erst mal um ihre eigenen Vergewaltiger kümmern. Früher traf diese Einstellung den jungen Juden, der eine Chistin heiraten wollte – sicher auch ein Lustmolch – heute trifft es jene, die es menschlich durchaus fragwürdig finden, wenn zwei Männer über eine einzelne Frau herfallen, und vielleicht nun doch gern mal über das Frauenbild in Afghanistan und die Auswirkungen auf Deutschland reden würden – sicher alles kleine Steinbachs, und gendern tun sie auch nicht. Wichtiger Hinweis: Keinesfalls sind alle Feministinnen so, das sind, wie so oft, Einzelfälle, und Stokowskis „Irgendwas bleibt immer hängen“-Methoden machen aus keinem AfD-Anhänger einen verfolgten Juden..

Und das ist es, an kleinen, aber täglich auftretenden Beispielen aufgezeigt, warum so viele sich schlecht informiert fühlen, Angst haben, offen über Sorgen zu sprechen, und sich in der Defensive wähnen. Es erklärt vielleicht, warum sich da etwas zusammenbraut und sich neue Wege sucht, wenn Kommentare geschlossen und gelöscht werden. Ich bringe diese Beispiele für Verschweigen und Ausgrenzung hier, weil sie leider durchaus repräsentativ sind, und weil momentan von allen Seiten ein aussergewöhnlich rüder Ton herrscht, durch den die Bildzeitung – ausgerechnet sie – einen Pranger betreiben kann, der kaum hinterfragt wird. Es wird berichtet, die Mitte der Gesellschaft werde offen für rechte Thesen, sie vertraue nicht mehr auf den Staat und glaube nicht mehr den Medien, und laufe rechten Rattenfängern nach.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Das kann schon sein. Aber die Flöte der Rattenfänger kann immer nur so gut sein, wie die Debatte der Gesellschaft schlecht ist. Pegida und ähnliche Organisationen bieten nicht nur andere Antworten, sondern auch – Feministinnen fordern so etwas oft für sich, wenn etwa Herr Prof. Kutschera über Evolutionsbiologie spricht – Schutzräume für jene, die sich marginalisiert fühlen. Und so lange die Diskrepanz zwischen den Erfahrungen oder der Unsicherheut der Menschen einersets und den Parolen aus Berlin und den diversen Unterstützern in den Medien andererseits so gross wie im Moment ist, solange abweichende Meinungen recht offen bedroht werden und indirekt dieses „Pass bloss auf, was Du im Netz schreibst, sonst bist Du als nächster dran“- Klima herrscht, wird das so bleiben. Mindestens. Und das ist schlimm, denn am Ende gesteht man den einen Aufpeitschern ihre DNA-Ermittlung zu, und den anderen Aufpeitschern ihren Persoalausweis für das Netz, und die freie Zivilgesellschaft hat verloren. Ohne dass es eine offene und ehrliche Debatte über die Risiken und Chancen der Migration gegeben hätte.

Ich schätze die politische Haltung von Erika Steinbach übrigens auch nicht. Es gäbe andere, die mir bei dieser Debatte lieber wären – aber der deutsche Netzfeminismus schweigt das Thema lieber tot, wie viele andere Aktivisten auch. Als junger Mann kannte ich den Ort des Verbrechens gut, da war im Alten Botanischen Garten das Parkcafe, wir feierten und sassen glücklich im milden Sommer bis zum frühen Morgen davor, und es ist nicht leicht, Distanz zu wahren, wenn dieser Ort nun Schauplatz eines Verbrechens ist. Das ist nämlich mitten in München und sehr sicher gewesen. Und keine 200 Meter vom Bahnhof entfernt, wo die Bilder der Willkommenskultur entstanden.

132

208 Lesermeinungen

  1. Sehr guter Beitrag
    Das ist wieder ein sehr guter Beitrag, der die beiden Grundübel anspricht, die meiner Meinung nach schon seit Jahren die gesamte Thematik belasten: die ideologische Unfähigkeit zu differenzieren und die Unaufrichtigkeit (zu der gerade das mangelnde Differenzieren zwingen kann).

    Lieber Don, Sie sind im Moment mit Abstand der Betrachter des Geschehen, das wir erleben, dessen Beiträge ich am liebsten lese, weil es bei Ihnen weder ums Lügen oder Beschönigen noch ums Hetzen oder Entmenschlichen geht. Wer wirklich liest, was Sie schreiben, weiß das. Machen Sie sich nichts daraus, wenn man Ihnen trotzdem vorwirft, Sie hetzten. Die Leute, die so etwas behaupten (oder insinuieren), sind entweder unanständig und wollen nicht differenzieren, oder sie sind schlicht nicht ehrlich genug zu sich selbst, weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf.

    Es ist wichtig, nicht den Extremen das Feld zu überlassen, und dazu tragen Sie bei.

    • Ich kann dem voll zustimmen
      Lieber Don, lassen Sie sich nicht in die Enge treiben, sagen Sie , was Sache ist. Ich freue mich über jeden Beitrag von Ihnen und schätze Ihre Offenheit.
      Herzliche Grüße vom Ortasee!

    • Zustimmung - ein Lesegenuss
      Mir geht es, wie meine Mitforisten . es sind exakt die Gedanken, die auch mir beim Lesen dieses hervorragenden Beitrags, in den Sinn kamen.

      Hier kann man noch zustimmen und mit diskutieren – wohltuend – auch eine Form von „Willkommenskultur“ innerhalb der Pressewelt – Das Gegenteil nervt – Die FAZ sollte die restriktive Haltung gegenüber dem Freischalten von Kommentarfunktionen überdenken – Die aktuelle Praxis fördert nicht den Lesegenuss. Genuss den ich auf diesem Blog sehr wohl finde.Danke.

    • Bitte, gern geschehen – ich werde es weiter tragen, aber ich kann nur weig Hoffnung machen.

    • Einer der besten Artikel zu diesem Thema
      Ich muss Sie wirklich für diesen Artikel loben. Dank Ihrer Erklärungen habe ich jetzt zum ersten Mal von dem Journalisten Kodex gehört und glaube nun ein besseres Verständnis für die Berichterstattung zu haben, die auch ich meist als sehr einseitig empfinde. Vielen Dank für so einen offenen und ehrlichen Artikel zu so einem schwierigen Thema

  2. Die freie Zivilgesellschaft hat verloren
    Werter Don, das ist der zentrale Satz: Die freie Zivilgesellschaft hat verloren. Wenn der verbale Bürgerkrieg der linken und rechten Journaille zu Ende ist, wird der große Verlierer die freie Bürgergesellschaft sein. Aus Furcht vor der Freiheit werden noch mehr Rechte eingeschränkt werden, angeblich um mehr Sicherheit zu produzieren. – Ich muss aufhören zu schreiben, es geht nicht vom Tablet aus. Das Feld ist zu klein, die Typo zu groß, die Schrift irrlichtert. Nur die Ruhe, alles keine Schikane, nicht in der FAZ …

  3. Titel eingeben
    Danke. Mir geht’s genau so. Ich hab‘ da recht kritische Ideen, wenn ich mir so Merkels (& Co) leichtsinniges „wir schaffen das“ anhöre, habe aber gleichzeitig Angst, sofort in die rechte Ecke gedrängt zu werden, wenn ich das formuliere. Also lass ich’s.
    Die Nachdenkseiten sind zur Zeit in genau dieser Lage: sie werden verdächtigt. Nur weil sie nachdenken bevor sie Merkel und den üblichen Verdächtigen in den Medien leichtfertig nachplappern.

  4. Aber sicher
    lieber Fonze gibt es bei jedem
    Für auch ein Wider.
    Doch dieser banalen Einsicht
    wegen, hättest Du nicht
    einen solch anstrengenden
    Sermon daherbeten müssen.

  5. Schwierig
    Ihre Darstellung der katastrophalen Medienlage, die widerwärtigsten Erscheinungen zuarbeitet, teile ich natürlich voll und ganz. Und selbst die verrücktesten Migrationseuphoriker wissen, dass die Kriminalitätsrate geradezu naturgesetzlich ansteigen wird. Aber eben in allen Bereichen. Nur die besondere Hervorhebung von Vergewaltigungen und Prostitution macht mir hier Schwierigkeiten. Vor kurzem war im Museum der Stadt Wien eine Galizien-Ausstellung und in der Begleitliteratur fand ich ein Buch über die von Ihnen beschriebene Tragödie der verschleppten jüdischen Mädchen. Ich hatte noch nie davon gehört und mir standen wirklich die Haare zu Berge. In einem wissenschaftlichen Kontext, auf den Sie ja auch verlinken, kann darüber gesprochen werden und hier ist es auch möglich nur dieses spezielle und besonders grauenhaften Verbrechen eingegrenzt zu thematisieren. Für die Tagespresse müsste aber gelten, dass entweder prinzipiell die Täternationalität genannt wird oder eben nicht. Für mich wäre die Herkunftsnennung als Abschreckung geradezu Integrationshilfe und ich halte dieses Verschweigen für einen der aller größten Fehler.

  6. Nachtrag ...
    Möchte mich noch dem ersten Leserbriefschreiber von Herzen anschließen: Ihnen gebührt der große Karl-Kraus-Orden. (Für das Bundesverdienstkreuz müsste freilich ein Wunder geschehen.)
    Die ganze FAZ leistet großartiges.
    PS: Die wunderbare Fr. Büning nehme ich aus – sie lebt und twittert weiter beseelt aus den Konzertsälen der Welt und bis vor wenigen Monaten hat mich auch nicht viel anderes interessiert.

  7. Guter Artikel - Das Liberale als das eigentlich Progressive heute
    Ein wirklich guter Artikel. Ich habe heute auch die Meinungsumfrage des Allensbach-Insituts in der FAZ gelesen und es hat mich sehr nachdenklich gestimmt, dass viele Menschen nicht mehr wagen, ihre Meinung zu sagen, da sie dann in die rechte Ecke gestellt werden.

    Vor zwei Wochen erschien in der Neuen Züricher Zeitung ein lesenswerter Artikel über Ralf Dahrendorf, den ich als Liberalen sehr verehre. Er hat in den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zwei Artikel in der Zeit veröffentlicht mit kritischen Anmerkungen zu den Entwicklungen der EU – damals noch EWG. Er hat daraufhin viele Anfeindungen von Menschen erfahren, die seine differenzierte Betrachtung der Entwicklung der EWG nicht teilen wollten, da sie nicht in das Bild eines harmonischen neuen Staatsgebildes passten. Heute wissen wir, dass er recht hatte. Und heute stellen wir fest, dass die EU in der größten Krise ihrer Geschichte keine politische Lösung hat.

    Das Traurige an der damaligen Situation, als von einigen wenigen eine EU geschaffen wurde, die weder in den Herzen der Menschen verankert ist noch in der Lage ist, wirkliche Probleme zu lösen, und der heutigen Situation, in der völlig verantwortungslos die Kontrolle in einem Land aufgegeben wird, ist, dass dies von einer sogenannten Elite durchgesetzt wird, die so privilegiert ist, dass sie die Folgen selbst nicht zu befürchten hat, und die daher den Bodenkontakt mit der Wirklichkeit verloren hat.

    Um es ganz klar zu sagen, natürlich verdienen die Flüchtlinge, oder zumindest der große Teil davon, unser Mitgefühl. Und wenn man dies aufgibt, gibt man einen Teil seiner Menschlichkeit auf. Aber politisches Handeln muss sich an dem Machbaren orientieren, und es geht nicht, dass mit dem Hinweis auf christliche Werte der Menschenliebe eine unkontrollierte Einwanderung gerechtfertigt wird.

    Schlimm ist es, dass am Ende möglicherweise die Zivilgesellschaft verliert – und dann verliert der Teil, der Europa ausmacht. Aufklärung hat Europa verändert und Aufklärung bedeutet: „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Wenn diese Zivilgesellschaft so stabil ist, wie die Politiker behaupten, dann muss nicht immer mit dem Hinweis auf Hetze jede kritische Meinungsäußerung unterbunden werden. Wie DON richtig schreibt, kann „die Flöte der Rattenfänger nur so gut sein, wie die Debatte der Gesellschaft schlecht ist“. Und um diese Debatte ist es mit Blick auf die Presse und auch die Parteien m.E. nicht gut bestellt, da sie zu einseitig und emotionalisiert – unterstützt von den ewig gleichen Bildern von Flüchtling mit Kind – geführt wird.

    Zivilgesellschaft hat etwas mit Freiheit zu tun. Rechte und linke Gesinnung hat dies häufig herzlich wenig, denn beide Richtungen versuchen dem Einzelnen ihre Gesinnung überzustülpen.

    Vor ein paar Jahren habe ich mal gelesen, dass für eine liberale Partei eigentlich kein Platz mehr sei, da ja das liberale Gedankengut inzwischen von allen Parteien aufgenommen worden ist. Diese Meinung hat sich inzwischen als Fehler herausgestellt, es ist nur schade, dass di FDP zwischenzeitlich durch ihren Neoliberalismus ihre Glaubwürdigkeit verloren hat. Aber vielleicht nimmt sie ja die Chance nun wahr, sich neu zu erfinden.

  8. Rape Culture Bavaria
    „Aber die Flöte der Rattenfänger kann immer nur so gut sein, wie die Debatte der Gesellschaft schlecht ist.“

    NAILED IT.

    Berichterstattung über Sexualstraftaten von Flüchtlingen ist ein heikles Thema, aber die Nicht-
    berichterstattung in den überregionalen Tageszeitungen finde ich befremdlich.
    Selbst in der Mittelbayerischen verschweigt man bei solchen Delikten den Migrationshintergrund.
    http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/gemeinden/schwandorf/opfer-erkennt-vergewaltiger-wieder-22800-art1296484.html

    „Es ist ein 38 Jahre alter Asylbewerber aus dem Iran, er lebt in Teublitz, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.“
    http://www.charivari.com/aktuell/meldungen/article/vergewaltigung-in-schwandorf-opfer-erkennt-taeter-am-bahnhof-regensburg-festnahme.html

    Ist es für den deutschen Netzfeminismus noch „too soon“ um eine Debatte über übergriffige junge, braune Maskus zu führen? Wer weiß, vielleicht kann uns der islamophile Aktivist Fabian Köhler sogar erklären, dass Vergewaltigungen von Refugees gar nicht so schlimm sind, weil sich die hier erst einmal richtig akklimatisieren müssen.

    Zu Margarete Stokowski : Ich vermute mal stark, dass ihre polnische, (höchstwahrscheinlich katholische) Mutter bzgl. der Einwanderung von Muslimen eine ähnliche Haltung wie Steinbach hat.

  9. Sie bemühen sich redlich, Don. Beachtenswert und doch wie Don Qui...
    „F“rei-heit = rei“F“-heit…
    Reifheit ist nicht manipulierbar oder gar fanatisierbar.
    Reifheit manipuliert nicht, fanatisiert nicht, bewundert nicht
    und erwartet keine Bewunderung.
    Reifheit verhindert große Reifedifferenzen.
    Reifheit „stülpt nicht über“, „über-zeugt“ nicht, sondern „bildet“ sich…
    „RUND-RÄUMIG“…nicht „gegen-seitig“…VERNUNFT(RUND)-RAUM.
    Keiner kann reifer handeln als er ist, ob gesamtgesellschaftlich
    oder parallelgesellschaftlich…oder als Einzelperson.
    Das Weltgegenwartgeschehen 2015 spiegelt/ist unser aller „Reifeständerealität“.
    Die Qualität der Freiheit = der Qualität der Reifheit…humaner Vernunft.
    Differenzfreie, homogene Weltfreiheitqualität bedingt, = differenzfreie, homogene Weltreifheitqualität…gilt somit auch für Europa.
    Humaner Vernunftreifelevel, humaner Vernunftreife-Homogenitätlevel…
    „Überzeugen“ Sie eine(n) 10jährige(n) von Differentialgleichungen
    mittels „Schokolade“:=)
    Sie versuchen „Ehrlichkeit(=vernunftlevelabhängig)“-Aufklärung.
    Aber Differentialgleichungsreife hat (noch) nicht jeder.
    Es bleibt geben, greifen, nehmen von „Überzeugungs-Schokolade“…
    Rei“F“-heitmangel = „F“Rei-heitmangel…= Human-Qualitätmangel.

  10. was wiegt's des hat's oder die Wahrheit ist jedem zumutbar
    In meinem unmittelbarem Lebensumfeld kam es zuletzt zu Verbrechen (Gewaltdelikten). Die lokalen Medien berichteten nur immer von jungen Männern als mögliche Täter. Dabei wusste die gesamte Region bereits nach einem Tag, dass die Täter Flüchtlinge (in dem einem Fall sind die Täter bereits polizeibekannt und haben einen anerkannten Flüchtlingsstatus, weshalb ich auch von Flüchtlingen spreche) oder Asylwerber/illegale Einwanderer waren. Dies schlicht aus dem einfachen Grund, dass man in der Region die Opfer und deren Familien kennt. Wenn man dann in den Medien merkt, wie die eigenen Beobachtungen und Erzählungen aus dem Opferumkreis, die bekannten Tatsachen verbogen, verwischt und verschwiegen werden, dann läuft etwas grundlegend nicht mehr richtig. Ähnliches ist aktuelle bei den Berichten aus Spielfeld zu beobachten. Die Berichte in den Medien liegen „Universen“ von den Erzählungen der Bewohner der betroffenen Region auseinander!

    Viele Menschen sehen daher berechtigter Weise immer häufiger die Medien als willfährige Propagandainstrumente. Man sollte sich häufiger in Erinnerung rufen: Was es wiegt des hat’s und die Wahrheit ist jedem zumutbar!

  11. Deus ex machina
    Noch eine Anmerkung zum Titel. Nun bin ich mit diesem Blog nicht so gut vertraut, aber ich dachte immer, er hieße „Stützen der Gesellschaft“. Wahrscheinlich sind die Stützen nun nicht mehr existent – da kann nun nur noch auf eine Gottheit oder ein Wunder hoffen: Deus ex machina

    • "da kann nun nur noch auf eine Gottheit oder ein Wunder hoffen: Deus ex machina"
      Vielleicht ist sie, die Gottheit, genau die „Wunderenergie“, die zur Zeit
      die Weltgegenwart auf „humane Vernunftreifung“ aus“richtet“…
      indem sie den Human zu Selbsterkenntnis und human einsichtigem handeln „lenkt“…der Zweck humane Vernunftbildung heiligt „die“…
      und heilt „die zur Humannot geführte(n)“…Gegenwart-Mittel…
      die Gottheit „richtet“ aus…Human-Vernunftregel-einsichtlenkend aus…
      „in Ri“chtung…humanes Vernunftreifequalitätbildungshandeln?!

    • Das einzige, was aufgetailt wir, ist Geld, damit andere die Drecksarbeit tun, Lager errichten und Merkel so tun kann, als gäbe es keine Obergrenzen und wir schaffen das, auch wenn es nur die Abschiebung der Afghanen ist.

    • "Deus ex Machina" ungleich "Stützen der Gesellschaft"
      Liebe Athene,

      beide Veranstaltungen des Kunstfigurenschöpfers existieren noch gleichzeitig. Sie waren/sind der Ironie verpflichtet, „Deus“ geringfügig weniger als die „Stützen“. Kommentieren der Texte in Beiden wurde zeitweise gemeinsam (da war in der Netzfaz nicht bloß ein Wurm drin) auch hier

      https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2013/02/ ff.

      gepflegt. Nachlesen und Vergleichen lohnt sich noch immer, denn dort hatte sich eine fröhliche Gesellschaft zu gehobenem Amüsement versammelt…

  12. Schöne Geschichten , schlechte Geschichten....
    Lieber Don Alphonso,

    Vier Geschichten die geschrieben wurden, jedoch nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind, da sie nicht schön waren.

    Es sind nur noch wenige Tage bis Allerheiligen und hier wird in den Panetteria die lombardische Variante der „Pani dei Morti“ angeboten. In der Küche variieren die Rezepte mit und ohne Feigen, oder auch nur trockene Kekse mit Amaretto, über Löffelbiscuit, aber auch mit Pinienkernen oder Mandeln.

    Serviert wird es für die Seelen der Verstorbenen, die jedes Jahr direkt aus dem Jenseits kommen, um ihre Lieben zu besuchen.

    Ich hatte mir gerade einen Kaffe gemacht und mir einige Pani dei Morti auf den Teller gelegt als ich Ihre Zeilen „Verschweigen und Stigmatisierung“ zu lesen begann.

    Vielleicht sollte sollte man in diesem Jahr die Pani dei Morti für die Pressefreiheit bereitstellen, für den Geist der Seele, der zu Grabe getragenen Pressefreiheit, die sich an Allerheiligen auch wieder in Erinnerung bringen möchte?

    Die Selbstzensur hat Don Alphonso nun halt auch schon überwältigt.

    Daß der langsame Tod der Pressefreiheit von einer Frau aus dem Osten eingeläutet verwundert weder mich noch die mich umgebenden Menschen.

    Am 15.06.2015 berichtete der Publizist Henryk M. Broder von einem eklatanten Fall der Zensur durch das Bundeskanzleramt und schreibt:„Offenbar entscheidet bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die Kanzlerin, was gedreht werden darf. Merkels Besuch in einer Berliner Schule erinnert an die Besuche Honeckers bei den Jungen Pionieren.“

    Die „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“ formulierte es so:
    „Der Fall ist in der Tat bemerkenswert: Die ARD hatte aus Anlass des Besuchs des israelischen Staatspräsidenten in Berlin Angela Merkel in eine Schule begleitet. Dort hätte es von „Schülern mit palästinensischen Wurzeln“ die Frage an Merkel gegeben, warum Deutschland Waffen nach Israel exportiere. Die Tagesschau sendet die Antwort der Kanzlerin nicht, sondern berichtet zu unverfänglichen Bildern aus großer Entfernung in indirekter Rede: „Wegen seiner Geschichte habe Deutschland die Verantwortung, Israel zu unterstützen, so ihre Antwort. Doch auch die dürfen Kameras schon nicht mehr drehen.“
    und weiter:
    „Wir haben es hier mit einem Lehrbeispiel von klassischer Zensur zu tun: Eine staatliche Behörde verbietet Journalisten, einen Bericht nach rein journalistischen Kriterien zu verfertigen.“
    Und nicht nur für diesen beispielhaften Fall zahlt der Bundesbürger eine staatliche Zwangsabgabe an die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten, damit Politiker sich nach Herzenslust, zur Durchsetzung ihrer Ziele, prostituieren können.

    Daß sich in den vergangenen Wochen die FAZ ebenfalls der einseitigen Meinungsmanipulation hingegeben hat ist ein weiterer großer Verlust für eine freie Presse. Was gab es für einen, aus heutiger Sicht, Zwergenaufstand als das Wort „Lügenpresse“ kursierte. Heute wirkt es lächerlich; Presse und Rundfunk verkaufen ihre Seele !

    Ob öffentlich rechtliche Sendeanstalten oder die sogn. freie Presse, sie geben sich in diesen Tagen als kritische Instanzen selber auf, zugunsten einer fatalistischen Frau, die die Politik abschafft und einer wachsenden Islamischen Parallelgesellschaft, ganz im Sinne deren Glaubensvorstellungen.

    Politiker bedienen sich zunehmend mehr einer diffamierenden Rhetorik aus dem Lehrbuch.

    Beginnend mit der Verachtung der Mehrheit. „Eine Masse sei nicht sehr intelligent und habe ein immenses Potenzial zu vergessen…“ Die Deutschen seien „Dickschädel, Querköpfe und Dummköpfe. Deshalb müsse auch das Angriffsziel einer Rede nicht der Intellekt, sondern die Emotionalität eines Publikums sein. Ein guter Redner passe sich dem Niveau des Publikums an, liefere also möglichst primitive und deutliche Erklärungen für Probleme.“

    „Die brillanteste Propaganda-Technik tauge nichts ohne Wiederholung. Der Redner solle sich auf wenige und einfach Slogans konzentrieren, seine Gedanken langsam aufbauen und das Gesagte immer wieder mit unterschiedlichen Beispielen wiederholen. Gerade weil das Publikum so dumm sei, müsse man es mit den einfachsten Formeln so lange penetrieren, bis auch der Hinterletzte verstehe, was man ihm zu verstehen geben wolle.“

    „Einen „Feind“ definieren, die Sachlage vereinfachen, polarisieren, Slogans wiederholen, lügen im grossen Stil – das sind Rezepte, die man heute im politischen Alltag ebenso beobachtet wie in der Werbung.“

    Ist das eine Analyse der heutigen Medien ?

    Ich habe hier aus einem Artikel des „tagesanzeiger.ch“ vom 27.08.2012:
    „Die Rhetorik des Bösen“ zitiert. Die Zitate entstammen von Herrn Hitler, „Mein Kampf“.

    Am Ende des Berichtes vom „Tagesanzeiger“ ist zu lesen:
    „Bleibt die Hoffnung, dass die Masse durch die Geschichte etwas klüger geworden ist.“

    Morgen, wenn ich in Mailand bin, kaufe ich mir noch einige „Pani dei Morti“ in der Via Napoleone und denke ganz lieb an Sie, Don Alphonso.
    Ich lebe da nach anderen Grundsätzen: „L´amour pour principe, l´ordre pour base, le progrès pour but.“

    Mit freundlichem Gruß

    ObjectBe

    • Meine Antwort auf die Frage: Jaaaaa!
      Vielleicht sollte sollte man in diesem Jahr die Pani dei Morti für die Pressefreiheit bereitstellen, für den Geist der Seele, der zu Grabe getragenen Pressefreiheit, die sich an Allerheiligen auch wieder in Erinnerung bringen möchte?

    • brillant
      Dieses Forum bestätig meine Anschauung, auch wenn ich in letzter Zeit arge Zweifel hegen musste, seit dem die FAZ ihre Distanz zur Berliner Glaubensgemeinschaft in Teilen verloren hat –

      Der Slogan „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ – ist eine Homage an die Leser der FAZ und dieser Beitrag ist ein weiterer Indiz dafür.

      Das Zitat von A.H. ist ein weiterer Beweis dafür, dass des Diktators Bekenntnis zur Pflichtlektüre gehören sollte.

      Die „Rhetorik des Bösen“ wird doch erst so greif- und fühlbar und es geht in der letzten Zeit immer mehr darum die Rhetorik und das Polemische der Macht zu erkennen und zu verstehen.

      Nicht für Nichts haben sie den Gummiparagraphen §130 ins Stgb. geschrieben, weil sie Gesinnung steuern wollen.

      Der aufgeklärte, selbstdenkende Zeitgenosse, den Denker, wie ihn Georg Büchner in seiner Erzählung Lenz fordert, ist unerwünscht.

      Medienmacher proklamieren das Neudeutsch und dahinter verstecken sich dann Aktivisten, wie Aneta Kahane – Aufklärung war gestern, heute ist Meinungsmache – Gesinnungschulung. „Wir machen Meinung!“

  13. Rudelbildung bleibt das stärkere Prinzip
    Ob man dem Autor recht gibt, hängt davon ab, ob man an die Aufklärung glaubt, an die Vernunftbegabung des Menschen.
    .
    Vieles spricht ja dafür, dass der Rudel-Instinkt stärker ist und dann hätten ja die politisch korrekten recht.

  14. Laue Sommernächte im Park-Café
    Den Alten Botanischen Garten kenne ich auch gut. Noch in der Sommermärchenzeit, als die Sonnenstrahlen noch stärker wärmten und die Willkommenskultur am Münchner Hauptbahnhof ihrem Höhepunkt entgegenjubelte, da suchte ich dort zur Mittagszeit eine freie Parkbank, um mein eben erworbenes Sandwich zu verzehren. Kulinarische Defizite lassen sich ja durch gehobene Umgebung etwas kompensieren.

    Doch vergebens, der Grund war einfach: Es gab einfach keine solche freie Bank. Jede einzelne davon war bereits belegt, und zwar offenkundig von jungen Flüchtlingen vom Horn von Afrika. Die jungen Herren verhielten sich sehr ungezwungen, manche waren gut gelaunt in ein joviales Gespräch vertieft oder genossen ein Kaltgetränk, viele lagen auch ausgestreckt zur Siesta da. Es waren viele, sehr viele. Wie man es drehte und wendete, es gab einfach keine freie Bank mehr für mich und meine Mittagsjause. Diese Usurpation meines Alltags verstörte mich zutiefst. Sollte ich Alltagsheuristik und Vorurteil überwinden, die Gäste zur Entdeckung dieser versteckten „guten Stube“ der Stadt beglückwünschen, ihnen eben diese selbstlos überlassen und meinen pappigen Sandwich lieber rasch gegenüber hinunterschlingen, im zugigen Schatten des finsteren Backsteingemäuers des Justizpalastes? Würde ich es künftig noch wagen, den Park des Nachts zu durchqueren? War eine derartige Überlegung nicht bereits blanker Rassismus? Konnte ich jetzt, da ich mich dabei ertappt hatte, noch eines der Wirtshäuser in der Umgebung aufsuchen, wo doch beinahe jedes sich durch den „München ist bunt“-Aufkleber in der Tür klar positionierte, und Schattengestalten wie mich vielleicht gar nicht mehr verköstigen würden? Ich sah den Passanten verstohlen in die Augen und achtete auf eine Reaktion, aber sie ließen sich nichts anmerken. Die Mittagspause im Alten Botanischen Garten war jedenfalls fortan gestrichen. Man kommt auch mit weniger Lebensraum zurecht, wenn man muß.

    Erst kürzlich war ich aber wieder dort, jetzt, da die Blätter fallen, der Herbst eingekehrt und der Neptunsbrunnen versiegt ist. Wie froh war ich, daß alles wieder im Lot ist. Seit dem Oktoberfest liegt München nämlich da wie ein jungfräulicher Isarkiesel im Fluß, um den die reißenden Fluten einfach herumströmen, sozusagen ein Schutzraum der hehren Ideale. Was schert es mich, ob die verstörenden Besucher aus Somalia und Eritrea nun in wachsender Zahl in niederbayerischen Turnhallen und auf Parkbänken am Tegernsee herumlungern und kuchenessende ältere Damen verschrecken. Was zählt ist doch, daß München leuchtet, das fand einst Thomas Mann, und das findet jetzt Herbert Grönemeyer. Einst war hier der Ort einer Pioniertat, die elektrische Beleuchtung des Kristallpalastes, und auch jetzt ist der Alte Botanische Garten wieder ein leuchtendes Fanal in der Welt. Denn München funkelt wieder, sogar bis nach Syrien, der schönste Stein in Merkels Diadem. Aber auf den Parkbänken im Alten Botanischen Garten ist endlich wieder Platz für mich.

    • Münchens Schutzheiliger für die Provinz war seit jeher St. Florian.

    • gast aus bayern
      Der Alte Botanische Garten ist/war schon länger Gebiet für Drogenspritzenbesteck aller Art. Weit vor der Zeit der Flüchtlinge.
      Als leuchtendes Fanal würde ich diesen Lottergarten nicht bezeichnen, außer ironisch.

  15. Ein ausgewogener Artikel
    Der Text gefällt mir erstaunlich gut. Verschiedenste Facetten wurden sprachlich interessant illuminiert und unterscheiden sich positiv von dem „Gesamthurra“, das durch die Medienlandschaft geistert, von dem sich aber viele aufrechte Bürger aufgrund der propagierten „Alternativlosigkeit“ zumindest abgestoßen fühlen. Ja, lieber Don, Sie haben vollkommen Recht, wenn die Politik im Allgemeinen, die für ihren kreativen Umgang mit der Wahrheit bekannt ist, zu dem Punkt gelangt ist, an dem sich die Balken vor Lügen so biegen, dass nur noch Grenzzäune helfen würden, und keiner traut sich dies überhaupt zu formulieren, dann ist etwas faul im Staate, der keine Opposition mehr kennt. Dies ist vielleicht das erschreckendste Kriterium für den aufmerksamen, politisch interessierten Bürger, das Fehlen einer Gegenmeinung und die Diskussion darüber. Dann wird der Galgen als Demonstrationsobjekt plötzlich wieder bild- und fäihjsbuhkfähig, und man muss sich schon wieder Sorgen über den Geisteszustand einiger Zeitgenossen machen, die dann auch vor Anschlägen auf das Leben anderer – hier die Kölner Oberbürgermeisterin – nicht zurückschrecken. Ich hätte das nicht mehr für möglich gehalten und bin tief erschüttert ob dieser Grausamkeit, so sehr ich auch die derzeitige „Flüchtlings“-Politik und die einheitlichen, medialen Jubelchöre zum Thema „Flüchtlinge“ ablehne. Allerdings mischen sich inzwischen schon die besorgteren Töne unter die Willkommenshysterie, die Berichterstattung wird neutraler, scheint mir aber immer noch zu sehr an der Beschreibung der Symptome zu verharren, und die Ursachen nicht genügend benennen zu wollen. Es existiert eben auch ein Wille der Flüchtenden, die durch einige sichere Staaten wandern, nach Deutschland zu gelangen. Der Wille dieser Personen sollte aber nicht ausschlaggebend für eine Aufnahme, bzw. Ansiedlung sein, sondern allein die Nützlichkeit der Person für den deutschen Staat und vor allem der Integrationswille. Dieser könnte durch vieles bewiesen werden: Z.B. durch die direkte Teilnahme an Deutschkursen unmittelbar nach Ankunft in Deutschland, bereits vor Asylantragsstellung. Oder das Putzen und Sauberhalten der Gemeinschaftseinrichtungen für Flüchtlinge. Auch das Hinweisgeben auf Diebe, Drogenhändler, Vergewaltiger oder andere Kriminelle in Flüchtlingslagern könnte mit einer Art Sternchensystem belohnt werden. Die Sternchen werden dann an das BAMF gemeldet und können sich positiv auf das Bleiberecht auswirken. Das Vergewaltigung ein Verbrechen ist, und bestraft gehört, daran wird kaum ein FAZ-Leser zweifeln, das Vergewaltigung fast immer noch als Kavaliersdelikt behandelt wird, deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen von Gewaltverbrechen an meiner Person, die vor Gericht zu Freisprüchen der Täter führten. Die Republik, die angetreten war, den jüdischen Opfern und den europäischen Opfern zu Gedenken und der überflüssigen Naziherrschaft ein gegenteiliges Fanal und einen deutlichen, politischen und rechtlichen Gegenstaat zu bescheren, hat einen Rechtsstaat hervorgebracht, dessen Richter keinerlei Empathie mehr mit dem Opfer haben. Ich mache hier keine Werbung für Gefängnisse, wohl wissend, dass darin selten Besserung vermittelt wird, aber gut wäre zumindest eine „moralische“ Verurteilung, z.B. zu Bewährungsstrafen oder sozialen Diensten oder ähnliches. Mit der Aufnahme von hunderttausenden Kriegstraumatisierten werden wir noch einiges zu ertragen haben, wenn auch nicht heute oder morgen, aber die nächste Generation wird sich, wenn die Integration entgegen allem wollen und hoffen doch nicht so geklappt hat, wie es sicher wünschenswert wäre, dann wieder an die Rezepte ihrer Väter und Großväter erinnern, so wie einige eigentlich nette deutsche Mitbürger jetzt auch plötzlich mit gefährlichen Schlagworten aus alter Zeit meinen, Lösungen gefunden zu haben. Ich selbst glaube weiterhin an Zäune und Grenzschutzanlagen, diese markieren und schützen ein Staatsgebilde. Das geht auch in einem gemeinsamen Europa, Ungarn hat es uns gezeigt und – siehe da – es funktioniert. Es ist keine Schande, seine Politik zu ändern, wenn man merkt, das ein anderer Weg der richtige ist. Es ist eine Schande, aus Fehlern nichts zu lernen. Und es ist ein Fehler, unkontrollierte Einwanderung zuzulassen.

    • Nun, der Staat wir bald wieder eine Opposition kennem, denn Deutschland päppelt sie gerade. In Polen hat sie soeben die Macht übernommen, in den westlichen Staaten steht sie knapp davor, zusammen mit den Wünschen „Raus aus der EU“. Die sehen doch, dass sie für das deutsche Versagen bezahlen sollen, und dagegen wehren sich die Bürger. Alle Flüchtlinge kommen hierher un sobal die harten Massnahmen kommen – und sie werden garantiert kommen – geht es auh hier bergAb.

    • Was ein bitteres Urteil - aber überhaupt nicht unwahrscheinlich
      „Die Republik, die angetreten war, den jüdischen Opfern und den europäischen Opfern zu Gedenken und der überflüssigen Naziherrschaft ein gegenteiliges Fanal und einen deutlichen, politischen und rechtlichen Gegenstaat zu bescheren, hat einen Rechtsstaat hervorgebracht, dessen Richter keinerlei Empathie mehr mit dem Opfer haben.“

      Den Satz merke ich mir, schreib ihn ab!

    • Ich stimme zu
      Es war höchste Zeit, dass die deutschen Bürger ihre begründeten Sorgen und Ängste über den Flüchtlingsstrom zum Ausdruck gebracht haben. Auch wenn die Befürchtung als Extremrechtsorientierten betrachtet zu werden, besteht. Eine offene Flüchtlingspolitik, die aber kaum Gegenmeinung über ihren gutgemeinten Kurs sowie kritische Äußerungen oder negative Meldungen über die Menschen, die in Alemania Schutz suchen, führt zu einer Radikalisierung der Gesellschaft, was die deutsche Regierung und die größte Zahl der deutschen Bürger unbedingt vermeiden wollen, L enfer est pave de bonnes Intentions … Asylsuchende sollten an die Funktionierung und Verwaltung ihres Aufnahmezentrums einbezogen werden. Integrationsbereitschaft und Anpassung an unsere Werte sind Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben und eine gegenseitige kulturelle Bereichung. Gewalttaten, Schlägereien wie sexuelle Übergriffe an Frauen, dürfen nicht geduldet werden. Wir Frauen genießen es, in einer westlichen Demokratie zu leben, ohne Angst, in Sicherheit, mit der gleichen Rechten der Männer. Von einer Überzahl von Männern, die die Unterlegenheit der Mädchen und Frauen als natürlich und selbstverständlich betrachten, könnten die Freiheit und die Sicherheit von uns Frauen beeinträchtigt. Deutschland steht vor einer historischen Bewährungsprobe.

  16. Argumente gegen diffuse Gefühle
    Die Forderung, sauberer zu argumentieren und die Dinge klarer, „Ideologie“-freier auszusprechen, damit diffusen Gefährdungsgefühlen der Pegidesen wirkungsvoller entgegnet werden kann, und somit die Pegida nicht gefüttert wird, ist ein nobler Gedanke.

    Doch das funktioniert kaum.

    Ich erklär das mal:

    Die Pegida ist in Dresden, im Osten großgeworden. In Sachsen ist der Ausländeranteil verglichen mit anderen Bundesländern sehr, sehr gering. Dieses Faktum wird ihnen zigmal gesagt, es interessiert diese Menschen aber nicht. Sie fühlen sich dennoch hochkant überfremdet und nicht ernstgenommen.

    Zu allem Überfluss glauben sie aalglatten rechten Rhetorikern.

    Genau DIESE Mischung, dass sie auf normale Argumente nicht mehr hören wollen – UND witzigerweise lügnerischen, aber gewieften Hetzrednern mehr Glauben schenken, das ist doch der gordische Knoten.

    Der sitzt in deren Gehirn.

    Stichwort Paranoia, Angst, geistige Schlichtheit, sich rhetorisch einlullen lassen, weil der Bodensatz der Gefühle dafür bereit ist. Weil sie – Entschuldigung! Ja doch! – wirklich nicht selbst sauber denken können. Ja, vielleicht tatsächlich ein bisschen schlicht sind.
    Weil sie NICHT LESEN!!

    Die „Qualitätspresse“ hat sich zwar auch nicht mit Ruhm bekleckert die letzte Zeit, doch ihre Rolle ist insofern überschätzt, zu glauben, die einzelnen Pegidesen läsen sie akribisch. Tun sie nicht. Das sind maximal Headlineleser. Oder zu glauben, sie läsen akribischer und voller inniger Dankesgefühle, wenn die Presse sauberer argumentieren würde.

    Die Einzigen, die sie akribisch lesen und dann sagen, Moment mal, dass da Eritreer waren sei böswillig von der „Lügenpresse“ unterschlagen worden, sind doch diese allglatten rechten Rhetoriker voller bösartier Intelligenz. Sie verdrehen die Dinge wie den Pressekodex wie es ihnen passt* und heizen diese Menschen damit ein.

    *Kodex: Auch ein Suizid auf den Schienen darf beispielsweise nicht als solcher in der Presse so genannt und breitgetreten werden. Nachahmergefahr. Es ist immer ein Fahrbetriebsunterbrechung, ein Unfall …
    Aber erzähl mal einem Pegidesen, zuvor einem bösartigen Rhetoriker, du, horschemol, dass ist ein Kodex, der seinen Sinn hat nedwoar.

    Das ist so bodenlos naiv idealistisch gedacht.

    Man muss begreifen, dass die wahre Gefahr zur Zeit von genau diesen Rattenfängern ausgeht.

    Die haben sich extrem vemehrt. Mit ihren Maschen und gefährlichen Zirkelschlüssen der rechten Rhetorik.

    Eine schlampige Presse und eine organisatorisch unfähige Regierung spielen nur überflüssigerweise zu (auch ärgerlich zugegeben). Man sollte ihnen die Hammelbeine langziehen.

    Doch DAS sind die wirklich Schlimmen:
    Ich habe den Höcke bei Jauch (wie immer schwach der Jauch) erlebt. Genauso eine bösartig-manipulative Rhetorik mit emotionalen Verdrehungen wie seine ist es, die diese Leute einfängt.

    Man muss sich doch eher überlegen, warum glauben die denen. Was ist für diese an wieselflinken, rechten, gebildeten Rattenfängern aus dem Bildungsbürgertum wie dem aalglatten Höcke so glaubwürdig?

    Für mich klingt er alles andere als glaubwürdig, ich krieg Faustballung, wenn ich den sehe, warum dann aber für diese?

    Einer, der aus einem bayerischen Raum stammt, der ebenfalls einen recht niedrigen Ausländeranteil hat.

    NB:

    Das hindert meine liebe bucklige Kernfamilie aber nicht daran, sich von ihnen überflutet zu fühlen und herumzuwettern von wegen Gewalt, Drogen. Wie lächerlich, nicht einmal einen Gemüsetürken haben sie in ihrer kleinen saudummen Stadt. Aber mindestens 2 ihrer eigenen Familienmitglieder haben ein fettes Drogenproblem. Nur, leider leugnen sie das, diese Heuchler …
    Ich weiß schon, warum ich da weggezogen bin.

    Diese feindselige Dumpfheit, gegen die ich Zeit meiner Jugend versucht habe, mit Differenzierung und Fakten zu argumentieren, sinnlos:

    Mit noch so klugen nachvollziehbaren Fakten kommt man nicht gegen Gefühle an.

    Weiß jeder Schmalspurtherapeut.
    Falsches Kampfgewicht, falsche Boxerarena – falsche Kategorien, die im Kopf meist nicht sehr gut miteinander kommunizieren: Wenn ein schlichter Mensch etwas nicht leiden kann, dann bleibt er dabei – was der Pegidese nicht kennt frisst er nicht. Fremdenfeindlichkeit kann sehr gut genetisch sein, so wie Intelligenz oder Dummheit oder Aggressivität genetisch sein kann, keine Ahnung.
    In Fremdschämung für die Vorfälle in Bamberg, Nürnberg, Erlangen, Wunsiedel die letzten Tage.

    • Ich sehe Zweifel bei sehr reflektierten Leuten, mit denen ich seit Monaten zu tun habe, und ich sehe, wie ehemalige Befürworter sich wandeln, Das sind naturgemäss keine Tölpel, sondern jene, die nah ran sind. Ich kenne die Entschlossenheit, mit der hier die Freiwilligen Feuerwehren rangegangen sind und die Apathie, mit der sie sich jetzt breitschlagen lassen. Dieser Wandel ist durch die Umstände entstanden und

      Die Medien waren erst euphorisch, in letzter Zeit sind sie dagegen voller Drohungen, wenn man ihre urchhalteparolen nicht glauben will. Das kommt unendlich schlecht an, aber darüber schreibt auch keiner. weil man sich nicht gegeh Kollegen stellen will, Da braucht es keine Pegida, um innerlich in Opposition zu gehen. Aber die Leute merken gerade auch, dass sie die deutliche Mehrheit sind.

    • Keine Ahnung?
      Kodex? Warum sollte ein Suizid auf den Schienen nicht als solcher benannt werden? Ich brauche niemand, der mich vor der Wahrheit schützt. Und die meisten Menschen auch nicht. Damit fängt das Misverständnis aller linken Gutmenschen doch an, sie hätten eine höhere Einsicht, die sie befähigt andere zu schützen und zu leiten. Am Ende wird daraus der Versorgungs- und Überwachungsstaat, oder noch schlimmer, einer, der sich an seine eigenen Gesetze nicht hält. Und das nur wegen einer unglücklichen Kindheit in einem bayrischen Kaff? – Was mich an der augenblicklichen „Debatte“ um die „Flüchtlinge“ zutiefst irritiert, ist dass so viele, voran natürlich die Journaille, daraus einen verbalen Bürgerkrieg zwischen Links und Rechts macht. Können wir uns, die wir uns ständig auf die „Aufklärung“ berufen, nicht einmal wie vernunftbegabte Wesen agieren? Muss es immer gleich um Vorurteile und Emotionen gehen? Die Fragezeichen sind reine Rhetorik, nach 67 Jahren ist meine Hoffnung geschwunden.

    • Ehemalige Befürworter
      “ … und ich sehe, wie ehemalige Befürworter sich wandeln, …“

      Ehmalige Befürworter des Refugees Welcome?
      Wenn aus Ihrem Umfeld, dann vermutlich Presse-nah.

      Dann ist es für mich doch genau dies: Diese Menschen haben es hochgeschrieben („Wir schaffen das!“), jetzt schreiben sie es zweifelnd wieder runter. Nicht, weil sie der Presse nicht mehr glauben, sondern weil sie selbst Teile der Presse sind.

      Voll normal: Hoch- und wieder runterschreiben ist man von der Presse gewöhnt.

      Das ist noch kein Indiz für absichtliche „Lügenpresse“, wie die Rechten behaupten. Es ist (leider) menschlich, es ist dumm, man begeistert sich, man ernüchtert sich wieder – einige aus dem Pressetross sind natürlich besonders von sich eingenommen und spielen gern wochenweise ein bisschen Gott und Massen-Beeinflusser, geben dieser Versuchung zumindest gerne mal nach.

      Auch Don hat mal wortgewaltig gegen Twitter gewettert, jetzt ist er aus dem Twittern kaum mehr rauszukriegen.

      O.k., das war vielleicht nicht so schwerwiegendes Up and Down wie dieses Welcome hochzujazzen, was jetzt gewaltig in die Hose geht. Vielelicht sollten die Damen und Herren aus der Presse einfach mal aufhören, Beeinflusser und Politik spielen zu wollen, indem sie mit ihrem Welcome versuchten pro-aktiv gegen potenzielle Fremdenfeindlichkeit (ja, die war so oder so vorauszusehen …) im Vorfeld einen Spin zu drehen, der jetzt am Misslingen ist. Und sollten jetzt im Zweifel nicht schon wieder Fehler machen, dafür Umgekehrte.

      Dieses Kind ist aber leider schon in den Brunnen gefallen

      Ich würde jetzt mal die rechten Rhetoriker beobachten und scharf kommentieren. Wie sie alle aus den Löchern kommen. Dieser Höcke ist zwar jetzt als Lehrer rausgeworfen worden (was hilfts?), doch es wachsen viele nach und trauen sich mehr denn je. Gerade WEIL ’normale‘ hochintelligente Leut jetzt ebenfalls der Presse eins draufdreschen und ebenfalls kein Gramm Gutes mehr an der Regierung lassen. Einfach ein bisschen mehr in der Mitte bleiben.

    • Nein, Leute, die etwas blauäugig an das Thema Hilfe herangegangen sind und dann feststellen mussten, dass manche alte Räder als Gelegenheit zum Verkaufen und Investieren des Gewinns in anderes begreifen – zumal ein neues Rad kommt, wenn ein altes weg ist. Da gab es ein paar unschöne Erlebnisse mit der Folge, dass solche von der Region finanzierte Gaben reduziert wurden. Grosso modo also Wohltäter, die mit manchen realen Lebensvorstellungen junger Männer aus Subsaharastaaten überforert sind.

    • Was hat der Ausländeranteil Sachsens mit PEGIDA zu tun?
      Gar nichts! In den Zeiten der Globalisierung kann auch der. von ihnen gering geschätzte, Bürger Dresdens 1und 1 zusammenzählen und z.B. ein Zuwanderungsgesetz fordern, um u.a. eine Antwort auf die Migrations- und Flüchtlingsfrage zu geben, deshalb ist er noch lange nicht gegenüber Fremden feindlich, eher realistisch eingestellt. Und das Land braucht für wahr mehr Realismus.

      Es ist auch nicht verkehrt für seine Meinung auf die Straße zu gehen, wie es die Sachsen und Dresdner Bürger tun. Für ihre Meinung die da lautet, dass es hier keine Stellvertreter-Kriege auf dem Gebiet der Bundesrepublik, zwischen u.a. Türken und Kurden, geben soll. Viel zu lange hat die Politik untätig zugeschaut, was die sog. Islamverbände u.a. die DTIB, mit ihren 20 TSD Kulturvereinen in D. tut – leider ist vieles davon, alles andere, als kompatible mit dem Grundgesetz und unseren Vorstellungen von einem säkularen Staat.

      Im übrigen – „Ich muss selbst kein Baum im Regenwald sein, um hier in Mitteleuropa, für den erhalt des Regenwaldes in Amazonian einzutreten.“

      Ihr Beitrag sticht heraus, neben all den anderen Kommentaren, das wissen Sie schon, n’est pas!

    • @ Hans Lutz Oppermann
      Ich sehe nur, dass ausgerechnet Leute, die eigentlich am wenigsten ein Fremdproblem haben, sich am dicksten hervortun, fertig.

      Warum? Weil Dresdner sich plötzlich liebend für das ganze Deutschland sorgen? Nicht doch, als sooo altruistisch schätze ich Dresdner nicht ein!
      Die sorgen sich nur für sich selbst.

      Und was das Demonstrieren angeht:
      Demonstrieren Sie! Sagen Sie Ihre Meinung!

      Aber sagen Sie dann auch bitte Ihre Meidnung, wenn ein Irrer vorne auf der Bühne von KZs schwätzt, die es ‚leider“ nicht mehr gäbe. Sonst lassen Sie Volksverhetzung zu.

      Meinungsfreiheit in Deruschland ist nicht, das man jeden Scheiß sagen darf und jedem Scheiß zuhören soll. Nein, so ist Meinungsfreiheit nicht zu verstehen, dass man Politiker symbolisch aufhängen darf und dass man Hetzrednern nicht das Maul verbietet, sondern brav wie diese „braven“ Bürger dabeisteht und brav lange zuhört statt einzuschreiten.

      Die letzte Montags-Pegida hats damit mal wieder ordentlich vermasselt.
      Das wars dann mit euch. Und nein, ihr Pegidas seid nicht DAS VOLK. Einspruch!

    • Eher diffuse Argumente
      Leider kann und will ich Ihren Argumenten nicht folgen.
      Als die Pegida-Märsche begannen, waren die Dresdner selbstverständlich darüber informiert, in welcher Weise andernorts im Westen die Atmosphäre bereits gekippt war, wenn sich eine bestimmte Sorte fundamentalistischer Muslime in einem Stadtviertel niedergelassen hatte.
      Sie wollten das in ihrer Stadt wohl einfach nicht erleben.

      Nach Fukushima hätte man genausogut sagen können, Japan ist weit weg, was juckt uns dieser Atomunfall.
      Hat man aber nicht (was ich gut finde).

      Als mein Kind vor wenigen Jahren aufs Gymnasium kam (süddeutsche Großstadt), habe ich auf dem allerersten Elternabend erlebt, wie der Vater eines muslimischen Jungen vehement verlangte, die Schulmensa dürfe überhaupt kein Schweinefleisch anbieten, für niemand.
      Dass es nur gelegentlich überhaupt Schwein gab und sowieso jeden Tag ein fleischfreies Gericht, hat ihn nicht interessiert. Niemand wagte es, ebenso vehement dagegenzuhalten, denn es war, wie gesagt, der allererste Elternabend, bei dem sich die Eltern der Kinder kennenlernen sollten. Niemand hatte Lust, sich von eventuell anwesenden Toleranzbetrunkenen fürderhin in die rechte Ecke sortieren zu lassen und so ließ man den Mann fordern. Da es sich nur um einen Einzelfall handelte, führte es zu keinen Veränderungen beim Schulessen.

      Ich denke, es mögen am Anfang durchaus Kleinigkeiten ähnlicher Art gewesen sein, die manche Dresdner dazu bewogen haben, solche Entwicklungen bedenklich zu finden und stattdessen Pegida zu unterstützen. Dass man sofort und mit aller Mediengewalt auf sie einschlug, dürfte einen gewissen Trotz hervorgerufen haben.
      Auch die unmittelbar bundesweit einsetzende, große Empörungsorgel hat meines Erachtens dazu geführt, dass die Menschen sich radikalisiert haben und mittlerweile Rechtsextreme in ihren Reihen dulden (was ich bedauere).
      Da alle im Bundestag vertretenen Parteien in Zuwanderungsfragen und beim Islamschönbeten ungefähr dieselbe Meinung vertreten (zumindest öffentlich, hinter den Kulissen beginnt die Ansicht der Unions-Basis doch ein wenig davon abzuweichen) habe ich Pegida in den Anfängen als eine Art neue APO aufgefasst. Den Begriff der „Lügenpresse“ und das Mitführen von „Galgen“ hat es meines Wissens bei den 68ern und bei extremen Linken auch schon gegeben.

    • Es geht weniger um die harten Anhänger, sondern mehr um jene, die das, was Pegida sagt, jetzt für sich entdecken.

  17. Ein bisserl kokett
    Das ist jetzt schon der zweite Blogbeitrag lieber Don, in dem Sie Ihre vier ungeschrieben gebliebenen, negativen Flüchtlingsbegegnungen erwähnen. So macht man den Lesern lange Zähne. Ein drittes Mal sollten Sie die Vorfälle dann vielleicht doch nicht mehr ansprechen, es sei denn, Sie entschließen sich, mit den Vorfällen herauszurücken. Sonst malt man sich am Ende noch Wunder was aus, das kann es doch auch nicht sein…

    • Ich versuche nur zu erklären, wie ich arbeite. Eventuell mache ich aber auch jenen lange Zähne, die ie schönen Geschichten hören wollen?

      Wenn es etwas wäre, das unbedingt in die Öffentlichkeit gehörte, wäre es schon dort.

  18. Verantwortungslosigkeit
    Die erwähnte, einst einmal kritische SZ liest sich mittlerweile, wenn sie über die Migrantenkrise berichtet, meiner Meinung nach wie ein Parteiblatt der „Einheitspartei“.

    Die ZDF-Reportage „Willkommen oder unerwünscht“ zeigt ab 37 min Ausschnitte aus der Massenschlägerei in Suhl. Ein Kamerateam und die ersten 13 Polizisten mussten flüchten und ihre zertrümmerten Autos zurücklassen. Die Polizei kam erneut mit Verstärkung. Man sieht, wie Migranten mit Eisenstangen aufeinander losgingen. Alles ist zertrümmert.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2503488/Willkommen-oder-unerwuenscht

    Es ist, glaube ich, unstrittig, dass diese Art von Gewalt, die TÄGLICH in den Migrantenheimen stattfindet, ein anderer Kaliber als eine Wirtshausschlägerei ist (ohne dies runterspielen zu wollen).

    Ganz zu schweigen von den Risiken, die es mit sich bringt, dass geschätzt ein Drittel der Migranten illegal über die Grüne Grenze einwandert.

    In meinen Augen machen sich Journalisten, die diese Fakten gezielt unterdrücken, mitschuldig.

    Wie in dem Artikel erwähnt, zeichnet sich eine Einschränkung der Meinungsäußerung ab. Die derzeitige Medienpolitik, die sich abzeichnet, ist eine weitere Gefahr für die Demokratie.

    • Naja, es ist immerhin pluralistischer als in der Politik, wo nur noch die CSU abzuweichen wagt.

      Ja. Natürlich sind Gewaltausbrüche im Zusammenhang mit den besonderen Begleitumständen etwas Ungewöhnliches für Deutschland. Aber es ist immer eine Frage der Perspektive. Ich war ja down in Gaza und da sieht man noch ganz andere Dinge. Niemand füllt hier einen Autoreifen mit Benuin, hängt ihn einem Abweichler um den Hals und zünet ihn an, selbst Femin9stinnen belassen es beim Versuch, einen aus der Arbeit zu mobben. Irgendwo dazwischen ist Suhl. Aber wir sind noch lange nicht dort, wo wir sein könnten.

      Die nächsten Monate werden entscheidend.

  19. Werte Be,
    Natürlich ist das alles richtig, so wie auch fast alles in den Kommentaren davor, aber….
    Was mir fehlt ist Ausgewogenheit, das „auf einem Auge Blind sein“ ist von keiner Seite aus besonders schön zu durchdenken.
    Ja, auch ich sehe natürlich, und ich schreibe das ja seit Jahren, dass das Grundübel die Dummheit und Manipulierbarkeit der Massen ist. Denn ohne diese Dummheit könnte es keine erfolgreiche Lügenpresse, und erst recht keine Regierung Merkel geben.
    Eine Presse die sich selber „um der höheren Werte Willen“ zensiert, wie wir das bei Don Alphonso lesen, das ist eine Lügenpresse.
    Ohne wenn und aber…
    Beschönigungen sind da unangebracht, wenn man sich die Konsequenzen der damit erreichten Manipulation und Meinungsmache vor Augen hält.
    Egal ob links oder rechts, eine Regierung hat die Aufgabe Probleme rechtzeitig zu erkennen und nötige Gegenmassnahmen in Angriff zu nehmen. Dafür wird sie bezahlt! Mit der Dame Merkel haben wir das Musterbeispiel für Inkompetenz, das selbst hart gesottene Konservative von Hocker haut. (Eine der ganz wenigen erfreulichen Konsequenzen)

    Wir werden also von einem Triumvirat aus Dummheit, Merkel und Lügenpresse regiert und hoffen, dass das alles bitte gut ausgehen möge, damit wir uns wieder ungestört unserem Konsum und unserer Habgier widmen können. Wir versprechen dafür auch künftig ganz still zu sein, wenn Totalüberwachung oder faule Giechen Kredite der Banken mit Steuergeldern erstattet werden müssen! Bitte, bitte, gebt uns unseren EHRLICHEN Kaiser Beckenbauer wieder, und unsere VWs, wir wollen ja künftig auch alles was ihr sagt glauben. Versprochen!
    Nur bitte, nehmt die Millionen „Menschen“ wieder von uns, die künftig auf unsere Kosten leben wollen. Denn natürlich wird die Mehrzahl von denen, mangels Bildung, zum Heer der Arbeitslosen gehören, erste Zahlen sind da bereits verfügbar…..

    Unerwähnt bleiben hingegen zumeist die andere Seite der Medaille, also unser Beitrag zum Elend der betroffenen Völker und ihre Flucht,durch unsere Wirtschafts- und Militär-Politik UND ebenso der ja eigentlich lobenswerte Wille zur Hilfe für andere. Denn nicht letztere ist ein Problem, sondern die zu grosse Anzahl der Hilfsbedürftigen.
    Es ist gefährlich einfach in die Gruben auf einer der beiden ideologischen Seiten zu fallen.
    Und vor allem die so genannte „linke“ Seite sieht die ja tatsächlich drohende Gefahr, dass es der „rechten“ Seite schlicht und einfach um Wiederherstellung des Status Quo geht, und die Ursachen der Massenflucht ignoriert werden, damit eine Politik die früher oder später nun mal solche Konsequenzen nach sich ziehen MUSS, wieder reibungslos fortgesetzt werden kann.
    Die Waffenverkäufe gehen nicht nur weiter, sie sind um fast 60% gewachsen, und der Exportüberschuss Deutschlands steigt ebenfalls nach wie vor.
    Sie werden in den Medien nirgends eine Kritik der Nahost-Politik von NATO und USA finden! Alles was sich durchsetzen wird, sind die leider nun mal unvermeidlichen Massnahmen wie Grenz-Schliessung und Massenabschiebung, mit von den Medien wiederum verschwiegener Gewalt! Natürlich ist dies nötig, aber Ursache des ganzen Problems war die Untätigkeit Merkels, als noch Zeit war. Die anderen Ursachen der Eskalation dieses Problems sind die Leugnung des abzusehenden Problems durch ALLE Medien und das Gut-Menschen Gekeife der blöden Massen.
    Dass die Verbrechen der militärischen Zerstörung und Verwandlung von miserablen Staaten in „failed states“ die Völkerwanderung verursacht hat, das werden wir nirgendwo lesen dürfen! Und Vorschläge wie man das alles künftig besser vermeidet erst recht nicht!

    Heute, also bereits einige Wochen nachdem man das Problem nicht mehr unter den Tisch kehren kann, kann man immer noch keine einzige Lösung und Beschreibung des künftigen Lebens in Deutschland finden. Die beiden einzigen plausiblen Vorstellungen bisher, sind massivste Polizei/Militär Massnahmen die vor wenigen Monaten in DE noch undenkbar gewesen sind, und andererseits Botho Straussens Vision von sich breit machenden Parallelgesellschaften…

    Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass nur kurz nachdem die Deutschen den Griechen eine Troika aufgezwungen haben, gegen die es keinen Widerstand geben konnte, nun die Deutschen selber von einer Troika aus Dummheit, Merkel und Lügenpresse in einer immer noch wachsenden Krisen gehalten werden, gegen die Widerstand derzeit ebenfalls noch undenkbar ist.

    • Ich habe nicht den eindruck, dass Massen zwingend dumm sein müssen. Die Geschichte ist nicht ine voll mit dummen Einzelpersonen. Masse ist dann oft nur ein Konstrukt der Historiker.

    • Zur Massenpsychologie
      Werter Don, da empfehle ich dann doch ein wenig in den beiden Standardwerken der Massenpsychologie des verflossenen Jahrhunderts zu lesen, die wie alles Wahre und Klare, noch immer ihre Gültigkeit haben: Ortega y Gasset: Der Aufstand der Massen. Und Gustave Le Bon: Psychologie der Massen. Da steht eigentlich schon alles drin. Auch, was man zur heutigen Krise wissen muss und wie weiter oben geschrieben wurde, „zum Triumvirat aus Dummheit, Merkel und Lügenpresse“. Die Masse wird nicht klüger oder Vernünftiger, das kann nur der Einzelne werden. Die Masse reagiert nach den Gesetzen der Massenpsychologie, der führenden Wissenschaft der letzten hundert Jahre, nach der auch die Massen regiert werden. Mal mit besseren, mal mit schlechteren Ergebnissen.

    • Zu TDV: "Tausche Islami gegen Überwachung?"
      Ich bin sitze gerade in einer netten Caffetteria an der Piazzetta Croce Rossa, in Mailand und habe Ihre an mich gerichteten Gedanken gelesen.

      Sehr geehrter TDV,
      Sie vermissen die Ausgewogenheit und bemängeln das „auf einem Auge Blind sein“.

      Wenn ich mich für einen Augenblick der Phantasie hingebe, wir würden uns jetzt hier in diesem Caffè gegenübersitzen, so glaube ich, daß wir sehr schnell ohne die Einschränkung von vorgegebenen 6000 Zeichen einen ausgewogenen Konsens in der Betrachtung dieser Problematik finden würden und uns anschließend wieder Vergnüglicherem und Lebenswerterem zuwenden könnten, in dieser wundervollen Stadt.

      Wie Don Alphonso stets immer wieder zu sagen pflegt, daß er privilegiert sei, so hat das Leben auch mir einen gewissen Status ermöglicht, der etwas zwischen den Welten liegt.

      Im Gegensatz zu Don Alphonso, der sich, wie ich ihm unterstelle aufgrund seiner Privilegien, in einer Mittlerposition zwischen diesen Welten verstanden wissen will und seine hier publizierten Gedanken ihm vermutlich als kleines Zubrot dienen, sehe ich für mich keinen Anlaß meine Gedanken auf eine allgemein wohlgefällige Ausgewogenheit einzuschränken.

      Aus welchen Gründen auch immer hat eine von den Bürgern gewählte Frau das aufgegeben was bisher unter dem Wort „Politik“ verstanden werden konnte. An Stelle des Verstandes werden von dieser Frau moralische Parolen an die Bevölkerung ausgegeben, begleitet von dem Gedanken einer Gleichheit, die zum einen nie existierte und zum anderen so wenig erstrebenswert ist, wie der gescheiterte Sozialismus, dem diese Frau entsprungen ist.

      Ich persönlich bin auch zu keinem Tausch- oder Kompensationsgeschäft bereit in dem von Ihnen, Herr TDV, vorgetragenen Sinne, „nehmt die Millionen Menschen wieder von uns“, dafür nehme ich die Überwachung in Kauf.

      Dem zweiten Teil Ihrer Gedanken: „Wir werden also von einem Triumvirat aus Dummheit, Merkel und Lügenpresse regiert und hoffen, dass das alles bitte gut ausgehen möge, damit wir uns wieder ungestört unserem Konsum und unserer Habgier widmen können.“ will ich nicht folgen.

      Die wirtschaftliche und politische Erfolgsgeschichte der BRD beruhte bis 1989 nicht auf Moral. Mir wäre kein vernünftiger Grund bekannt, weshalb plötzlich die Moral im Vordergrund stehen sollte. (Sie sprechen ja auch die Waffengeschäfte der BRD an.)

      Das System – und ich stehe dazu- beruht auf dem Tausch zwischen Geben und Nehmen. Arbeit, Gedanken, Körper gegen Erfolg, Konsum und Luxus.

      Und das Einzige an dem es zu arbeiten gilt, ist in diesen Tauschgeschäften eine Position zu finden und aufrecht zu erhalten, die auf Augenhöhe stattfindet.

      Nur weil es technische Errungenschaften heute ermöglichen uns das Leid der Welt, das es immer gab und geben wird, in Echtzeit abzurufen, und viele den Anblick dieses Elends in ihrer bürgerlichen Kuschelwelt nicht ertragen können, kann nicht gezwungenermaßen abgeleitet werden, daß ich für jedes Elend dieser Welt, hier die Folgen der primitiven Stammeskriege der islamischen Welt, in einer pastoraltöchterlich verordneten Kollektivverantwortung die Folgen zu übernehmen hätte.

      Ich sehe mich meiner Eigenverantwortung verpflichtet.

      Oh, ich muß weiter, entschuldigen Sie bitte, lieber TDV. Einen weiteren Gedankenaustausch mit Ihnen könnte ich mir erfrischend vorstellen.

      Seien Sie herzlich gegrüßt

      ObjectBe

    • @ObjectBe
      “…so glaube ich, daß wir sehr schnell ohne die Einschränkung von vorgegebenen 6000 Zeichen einen ausgewogenen Konsens in der Betrachtung dieser Problematik finden würden und uns anschließend wieder Vergnüglicherem und Lebenswerterem zuwenden könnten, in dieser wundervollen Stadt.”

      Ganz ohne Nebengedanken bin ich da, wenn auch aus Altersgründen, sehr ihrer Meinung, wenn mich auch das Wort Object auf dumme Gedanken bringen könnte.

      Was Frau Merkel angeht, so sind die meisten in diesem Blog schon vor langem zu dem Schluss gekommen, dass deren Fähigkeiten wohl nur im Bereich des „Opportunismus“ zu suchen sind, den man, da gebe ich ihnen völlig Recht, sicher in einem Land wie der DDR bis in ungeahnte Höhen erlernen konnte. (Zusatz: wie sie sicher gelesen haben, werfe ich ihr das auch keineswegs vor, ich bejammere als Grundproblem meist die Blödheit der Massen, sowas zur Anführerein zu wählen.)

      Sie schreiben „Und das Einzige an dem es zu arbeiten gilt, ist in diesen Tauschgeschäften eine Position zu finden und aufrecht zu erhalten, die auf Augenhöhe stattfindet.”

      Das wäre korrekt wenn Ungleichheit der Macht, im Kapitalismus, noch dazu in seiner perversen neo-liberalen Form, diese Augenhöhe für über 90% der Bürger bei den ENTSCHEIDENDEN Themen unmöglich macht. Deshalb sollte man, wenn man wie Sie oder ich, sein Leben ausserhalb dieses Machtkampfes leben darf, diese Realität nicht ignorieren. Denn es sind die Konsequenzen die diese gesellschaftlichen Konstellation nach sich zieht, die Flüchtlinge, von denen wir hier reden.
      Das Problem der Weltwirtschaft ist derzeit der Mangel eines neuen Produktes, für das es einen Markt gibt. So wie es in den 90er Jahren der Computer war, der einen Aufschwung ermöglichte. Eine neue Form einer Batterie, also eine effiziente Energie Speicherung, wäre zB das einzige solche Produkt, aber die Wissenschaft zeigt uns lieber hübsche bunte Bildchen vom Pluto und die Bürger kaufen Apps… Das kann halt nicht reichen.
      Und so besteht die Weltwirtschaft aus einem zunehmend mörderischen Gehacke um das bereits Bestehende. Und da im digitalen Zeitalter neben der Gewalt des Militärs, mittlerweile auch Daten eine enorme Rolle spielen, führen diese beiden ökonomischen Hauptfaktoren der Gegenwart zum Niedergang der USA, mit allen seinen Folgen. Die verzweifelten Kriege jenes peinlichen Landes, das ja seit 50 Jahren zwar unzählige Kriege begonnen hat, aber (erfreulicherweise) niemals auch nur einen tatsächlich gewann… sind die Hauptursache der Flüchtlingswanderung.

      Nur wer also nicht auf „Arbeit“ für den täglichen Broterwerb angewiesen ist, besitzt stests die Freiheit der Augenhöhe…. Und kann sich dem Debakel, das sich da gerade in DE abzeichnet, entziehen. Sie in Mailand, ich in Tokyo, Don Alphonso auf dem Rad.
      Ganz wie sie das tun, sehe ich Eigenverantwortung als das Eigentliche. Anarchisten tun das nun mal…..

      Ich grüsse Sie, von einem Cappucchino zum andern….

    • Zu TDV: Der Mensch ist als Narr geboren…...
      Sehr geehrter TDV,

      als ich vergangene Nacht ins Hotel zurückkam, habe ich Ihre freundlichen Zeilen noch gelesen, aber meine Stimmung ließ es nicht zu Ihnen umgehend zu danken, wie Stellung zu nehmen.

      Ich hatte Gelegenheit den gestrigen Tag mit einem Besuch im Teatro alla Scala zu beschließen. Verdis „Falstaff“ wurde aufgeführt und es waren wunderschöne Stunden.
      Und als am Ende alle einstimmten in den Satz:

      „Tutto nel mondo è burla, l’uom è nato burlone – (Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch ist als Narr geboren.)

      hatte mich eine entspannende Heiterkeit ergriffen und sogleich war ich auch wieder bei dem Thema, das Don Alphonso uns hier angeboten hat: Der Mensch ist als Narr geboren, was uns diese Zeiten wieder deutlich vor Augen führen.

      Ich habe den Eindruck Sie sehen das Problem von der wirtschaftlichen Seite. So rein beruflich habe ich regen Kontakt zu liebenswerten Menschen, welche in der internationalen Wirtschaft tätig sind und Führungspositionen innehaben, doch hier ist weniger mein Wirtschaftswissen gefragt, als die gesellschaftlich erheiternde, kulturell bereichernde Aufgabe. Vor einigen Tagen habe ich versucht ein solch netten Abend in Florenz zusammenzufassen, den Sie auf objectbe.blogspot.ch lesen können.

      Ohne Kenntnis der harten wirtschaftlichen Fakten erinnere ich mich jedoch an Bernard Mandeville und seine Bienenfabel.

      „The Root of Evil, Avance /
That damn’d ill natur’d baneful Vice, Was Slave to Prodigality /
That noble Sin; whilst Luxury Employ’d a Million of the Poor, /
And odious Pride a Million more: Envy itself and Vanity, /
Were Ministers of Industry /
Their darling Folly, Fickleness, /
In diet, Furniture and Dress, /
That Strange ridic’lous Vice, was made The very Wheel that turn’d the Trade.“

      Vielleicht sind diese poetische Gedanken die Brücke zu jenen klaren wirtschaftlichen Betrachten von denen Sie sprechen und erläutert auch die bereits von mir angesprochene Ungleichheit?

      Um noch einmal auf Don Aphonsos Thema zurückzukehren, erscheint es doch eigenartig, daß von Managern, Ärzten, Ingenieuren, Anwälten und vor allem von Personen meines Metiers, in Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeit ein hohes Niveau in Argumentation und Ausdruck erwartet werden kann und in der Regel erfüllt wird, jedoch die Politiker und die Medien sich an solche öffentlichen Regeln einer gewissenhaften Berufsausübung nicht verpflichtet fühlen, sondern mit ihrem Handeln nur noch allgemein gültige Normen, die sie vom Bürger fordern, verletzen und damit eine gesellschaftliche Verkommenheit vorleben.

      Wenn Herr De Maizière eine „Verrohung“ der Asyl-Debatte zu sehen glaubt (n-tv-29.8.2015) und sagt: „“Das Maß und die Art der Verrohung unserer Sprache und unseres Umgangs mit- und untereinander macht mir Sorgen“, so erinnert dieser sehr an den „Brighella“ der Commedia dell’arte.

      Der „Brighella“ in der Commedia dell’arte, eine Person, die in den unterschiedlichsten Aufführungen stets wieder erscheint und der als rollentragende Charaktereigenschaft stets Hinterhältigkeit, Verschlagenheit repräsentiert und meistens skrupellos auf seinen eigenen Vorteil bedacht handelt, darüberhinaus zu akrobatischen Kunststücken fähig ist.

      Und was Ihre Assoziationen zu dem Wortteil „Object“ betrifft, so haben diese wohl wenig mit dummen Gedanken, oder gar mit irgendeinem Alter zu tun, sondern zeichnen Sie aus für zugängliche Menschlichkeit und einer ganz normalen altersunabhängigen, zur Entspannung neigenden Phantasie.

      Ich würde mich freuen wieder von Ihnen zu hören. Vielleicht beim nächsten Thema des von uns allen geschätzten Don Alphonso, der zunehmend mehr zum einem einsamen Rufer in der Wüste wird.

      Seien Sie herzlich gegrüßt

      ObjectBe

    • @Don
      „Die Masse“ meint ja keineswegs alle… aber eben eine so grosse Mehrheit, dass man gegen sie nicht angehen kann.

      Politische Korrektheit ist eines ihrer Symptome, and dem man die Dummheit einfach nicht mehr übersehen kann.

      Warum ist es möglich, dass ein normaler Mensch noch immer sein Geld für die Zeitungen ausgibt, die er heute noch angeboten bekommt?

    • Die Korrektheit ist ja nur der Lack der Publizistik, darunter geht es ganz anders zu.

  20. Wie bereits erwähnt bekomme ich ein zynisches Grinsen derzeit nicht mehr
    aus dem Gesicht. Die gleiche unfssbare Dummheit, die Österreich die FPÖ, Frankreich den Front National, Belgien den Vlaams Belang (plus Nachfolgeparteien), Schweden die Schwedendemokraten beschert hat, etc. pp, widerholt sich jetzt in Deutschland.

    Das ganze hat einen einzigen „Vorteil“: Da man die Nazikeule jetzt auf (wachsende) 35% der deutschen Bevölkerung anwenden muss und anwendet, wird sie spätestens mit diesem Jahr einfach nicht mehr funktionieren. Ob man das für einen zivilisatorischen Fortschritt hält, überlasse ich der Beurteilung jedes einzelnen.

    Einzig in der Beurteilung von PEGIDA widerspreche ich dem geschätzten Don: Der harte Kern dieser Bewegung ist überhaupt nicht mehr erreichbar. Die haben sich soweit eingeigelt, dass Kommunikation unmöglich geworden ist, sie diese ja auch offen ablehnen. Mit Elsässer, Bröckers, Wischiwaschnewski, Jebsen, den deutschen Wirtschaftsnachrichten und dem Kopp Verlag haben sie sich ein Paralleluniversum aus ihrer ganz persönlichen Realität gebaut, in das man nicht mehr hineinkommt.

    DAS wäre noch zu vernachlässigen – ein paar tausend Irre verkraftet jeder Staat locker. Nicht zu vernachlässigen ist die tägliche Drift von vielen, vielen mehr Leuten in ganz grob dieselbe politische Richtung, die sich aus der Mischung von Staatspropaganda, Nachrichtenunterdrückung und journalistischem Zuwanderungsverherrlichungsaktivismus ergibt. Deutschland wird dafür einen hohen Preis bezahlen, der spätestens ab 2016 sichtbar werden wird.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Das ist einfach zu pauschal...
      Die DWN sind mit Vorsicht zu geniessen, da gebe ich ihnen Recht. Nur, was haben sie denn auf dem Medienmarkt anzubieten bei dem das nicht der Fall wäre?
      Ich habe mir auf ihren Rat hin ja den Economist mal ein paar Monate lang angetan, aber irgendwann hing mir dieses primitive „USA/UK = Gut“, „Putin/Xi = Böse“ das JEDEM Artikel ausnahmslos als Vorgabe diente dann doch zum Halse heraus….

      Nennen sie mir des weiteren ein anderes Medium als die DWN, das unmissvertsändlich ausspricht, was da in Portugal zZ läuft:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/25/portugal-nato-kritiker-duerfen-trotz-mehrheit-keine-regierung-bilden/

      Es ist dasselbe was wir gerade in Griechenland erleben durften.

  21. Titel eingeben
    Es wurde alles gesagt, was der Vielzahl von unseren Bürgern auf der Seele. brennt!

  22. Richtlinie 12.1.
    verliert allerdings die Balance, insofern das implizite Täterstereotyp in verstörender Weise an dem Bild einheimischer Männer anknüpft. Denn das ist es, ein hellhäutiger, deutscher Mann, wie der Bruder oder die Nachbarn, was regelmäßig und mehrheitlich assoziiert werden muss, wenn die Identität tatverdächtiger Personen am Wohnsitz festgemacht wird.

    Hier sind durchaus Überlegungen der Presseverantwortlichen zu adäquaterem Vorgehen fällig. Das Problem ist kein ausschließlich deutsches und kein neues. In anderen Ländern, vgl. etwa die Situation in Schweden oder Norwegen, gibt es diese Diskussion bereits.

    Zudem ist ein Sachbezug sehr wohl zu sehen. Die Kriminalstatistik in Berlin weist aus, dass Migranten bei Gewaltdelikten dreifach, bei Vergewaltigungen siebenfach überrepräsentiert sind. Das ist kein Vorurteil. Die Aufgabe ist demnach eine zumindest zweifache: Wir haben die Individualrechte auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung zu verteidigen. Und wir haben in zutreffender Weise über die Bedrohungslage aufzuklären. Letzteres sollte nicht wie derzeit unter Verweis auf den Pressekodex Verzerrungen erfahren. Eine Statistik etwa über die in Deutschland tatsächlich seltenen Überfallvergewaltigungen im öffentlichen Raum fände ich hilfreich. Und freilich fände ich es richtig, diese in eine Gesamtschau zu Gewaltdelikten einzubetten und den staatsbürgerlichen Status der Tatverdächtigen in hinreichend abstrahierter Form einzuarbeiten.

    Das derzeit geübte Vorgehen dagegen finde ich befremdlich. Ich passe in das Raster des assoziierten Täterstereotyps. Trotzdem ich weiß, dass ich nicht gemeint bin, dass ich mir die fälschlich erzeugten Assoziationen nicht annehmen muss, dass vielleicht die Intention der Schadensminimierung ein Rolle spielt – das befremdliche Gefühl bleibt.

    • Als in Schweden noch Kriminalstatistik mit ethnischem Hintergrund gemacht wurde,
      ergab sich dasselbe Bild. Bestimmte (!) Gruppen von Ausländern, keineswegs alle, waren in bestimmten Kriminalitätsfeldern um das Mehrfache, also nicht um ein paar Prozentpunkte, überrepräsentiert. Deshalb wird sie nicht mehr geführt und nicht mehr veröffentlicht.

      So erzeugt der Staat Vertrauen, deshalb stehen in diesem liberalen und ursozialdemokratischen Land die Schwedendemokraten (das schwedische Pendant zur FPÖ) jetzt in Umfragen bei mehr als 20%. Good job.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  23. Schöner Text,
    besonders der Link, der hinter „des Chefs der IG Metall“ liegt, hat es mir angetan. Da fällt einem nur noch wenig netiquettekonformes ein, bei solchen Wortspenden. Wenn man sich die Leserkommentare zu dem verlinkten Artikel durchliest, scheint der seit 5 Tagen im Amt befindliche Herr Hofmann Gott sei Dank nicht gerade auf breite Zustimmung der Menschen zählen zu dürfen. Das Mittel der Denunziation wird hoffentlich nie wieder gesellschaftsfähig.

  24. Gegenseitige Verachtung - gleicher Mechanismus
    Der großen Mehrheit der Presse und den Vertretern der etablierten Politik dient ihre Verachtung für den rechten Rand als Werkzeug, um ihre moralische Überlegenheit aller Welt zu zeigen. Insbesondere natürlich der linksliberalen Intelligenz. Ihre Verachtung ist letztendlich moralischer Exibitionismus zum Zwecke des Machterhalts. Man kennt auf der anderen Seite den dumpfen Patrioten, der daran glaubt, dass in seinem Land alles besser ist, nur weil es sein eigenenes ist, und der alles aus fremden Ländern verachtet, von der Religion bis zur fremdländischen Küche. Unsere politische Klasse ist ein Spiegelbild dieser Personen aber brüstet sich damit, diesen Leuten moralisch überlegen zu sein. Zwangsläufig führt dies dann dazu, dass man die Realitäten der derzeitigen Masseneinwanderung ausblendet. Wer will schon sein eigenes positives Weltbild zerstören?

  25. wenn die Lage schon so verzwickt ist
    dass bereits für Anfang nächstes Jahr der Höhepunkt erwartet wird,
    könnte man da nicht einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen –
    so eine Art Stellvertreterkrieg auf weniger zerstörerischen Grund.

    Mir als Flüchtling würde es nicht gefallen, der Buhmann für innergesell-
    schaftliche Konflikte meines Gastgebers zu sein.

    • Es wird diesen Winter passieren. Bis das erste richtige Haus fertig ist, vergehen noch gut drei Jahre – mindestens. so lange wird man die Menschen irgendwo zusammenpferchen und sagen, wir schaffen das. Und sie werden es sich mit guten Gründen nicht gefallen lassen.

  26. Prägnant formulieren!
    Auch ich will mich an die eigene Nase fassen: So gerne hier jeder über sein Nicht-Dummsein schwadroniert, ufert man dann doch in Volten und Witzchen gerne aus, bedient die eigene Eitelkeit und ein bisschen das Amüsement der Mitleser.
    Vieles, was mittlerweile gesagt wird, ist eine Wiederholungsschleife.

    ThorHa, ich kann Ihr zynisches Grinsen gut nachvollziehen – was passiert, wenn 35%+ wirklich politisch nach Rechts rutschen? Plus die ganze bier- fussball- und katzenbildseelige Horde der nichtwählenden Dauerfernsehserienglotzer…

    Wie viele intellektuell herausgeforderte Einzelpersonen, von denen es eine grosse Menge gibt, wollen einfach nur wieder sich „friedlich“ ihrem Konsum und Anhäufen von Statustrophäen widmen? Tyler, Zustimmung, und ich erinnere mich noch deutlich an das von Ihnen eingestellte G.Benn-Zitat „Dumm sein und Arbeit haben. Das ist das Glück.“

    Das T-Shirt für 1.99 und das Zehnerpack Wegwerf-Socken sind kein „friedlicher“ Konsum.

    Ohne Politikwechsel weg von den grossen „wachstumsgenerierenden“ Konzernen zu kleineren, zugegebenermassen ineffizienteren, personalintensiveren Wirtschaftsformen wird die grosse Zahl „nutzloser“ Menschen kaum in eine sinnvolle Beschäftigung zu bringen sein.

    Militärisch untermauerte globale Wirtschaftsmacht zwingt zu Zentralismus und freifliegendem Schwachsinn in der Peripherie.

    Interessant, wie nicht diskret in Paarbeziehungen gebändigte Sexualiät immer mehr durch kostenpflichtige P0nrographie ersetzt wird, statt durch offene, nicht eklige Kommunikation darüber – damit sich Männer und Frauen bloss nicht solidarisieren.

    Und was aus dem Problem „Palästina“ wird, wenn grosse, nicht gerade „semitophil“ eingestellte Gruppen ihre Stimme und ihre Faust und Fackel hier auf deutschem Boden erheben, prost Mahlzeit! (Obwohl doch „Semiten“ eigentlich alle aus der Ecke sind, so dass selbst die Nazis den Begriff „antisemitisch“ fallen liessen)

    Möget Ihr in spannenden Zeiten leben, ätzt es leise aus dem fernen, fernen Osten…

    • Wer Böses nicht mag... nicht weiterlesen....
      „…was passiert, wenn 35%+ wirklich politisch nach Rechts rutschen? Plus die ganze bier- fussball- und katzenbildseelige Horde der nichtwählenden Dauerfernsehserienglotzer…“

      Bei dem Gedanken wird mir ganz warm ums Herz, den hatte ich auch schon mal.
      Ich kann in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass dieses Volk die Wahl zwischen Merkel und Lafonataine hatte, und dann Merkel wählte?

    • .
      wenn man es genau nehmen möchte, was nun nicht wirklich nötig ist, so kam ein später so genanntes mädchen 1990 gerade erst an – als oscar dann verlor, und zwar gegen einen grossen pfälzer.

      wärme um ein bestimmtes körperteil in zusammenhang mit erwarteten braunen massen wäre nun nicht gerade ein gutes omen.

    • @Donna Laura
      Braune gibt es immer und überall…

      Die einzige angemessene Frage bleibt ist die Frage die meiner Meinung nach bereits Anfang der 30er Jahre viele der jüdischen Mitbürger nicht sehen wollten:

      Wieviel Distanz muss ich zwischen mich und die bringen.
      Sogar ein politisch arg unbedarfter Mensch wie Thomas Mann war in der Lage sich richtig zu entscheiden.

      Ich möchte hier übrigens nicht andeuten, dass es in DE tatsächlich zu diesem Problem kommen wird, ich kann das nicht beurteilen und habe in solchen Fällen lieber keine Meinung.
      Meine Toleranzschwelle bei „Lebensqualität“ liegt halt wesentlich niedriger als bei Leuten die mit finanziellen Einbussen rechnen müssen, sollten sie die Schnauze voll von DE haben und ihre Koffer packen.

      Als Beispiel ein Vorfall vom Sonntag.
      Da war für Exil-Türken auch in Japan das Wählen angesagt, an der türkischen Botschaft in Tokyo. Es kamen dreitausend, darunter anscheinend auch 600 türkische Kurden.
      Drei Stunden vor der Öffnung der Botschaft um sechs Uhr begann vor dem Gebäude eine regelrechte Strassenschlacht, vor der sich auch die eiligst antanzende japanische Polizei erst mal kurzfristig zurückzog…
      Ich nehme an, dass das, was man davon in den 7 Uhr News hier sehen konnte, genauso aussah wie die Keilereien in manchen Flüchtlingsunterkünften, von denen man in DE aber anscheinend keine Videos zeigt? Oder täuscht mich das?

      In den 70ern habe ich unsere türkischen Mitbürger in Haidhausen noch geliebt, sie waren freundlich, benahmen sich wie normale Menschen und wir hatten Multi-Kulti. In deren Läden standen riesige Säcke mit Pistazien herum, aus denen man sich für die Uni Stunden billig eindecken konnte. Türkische Trauben oder Oliven kosteten die Hälfte wie beim Tengelmann…..

      Heute mag ich in München nicht mal mehr durch die Fussgängerzone gehen weil mir diese aggressiv/repressive Energie zuwider ist. Es ist nicht die Schuld der jungen Männer dass sie in solche „Kulturen“ reingebore orden sind, aber ich lehne es ab, dem Raum im meinem Lebensbereich einzuräumen. Natürlich verstehe ich, dass viele dies für ein kleineres Übel als andere Alternativen halten, aber ich habe mir mein Leben lang die Freiheit genommen selber zu entscheiden mit wem, oder was für Energien, ich mich umgeben will.

  27. Hand aufs Herz!
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    es ist nicht zu erkennen, wer genau von den drei abgebildeten „freundlichen, ergriffenen Herrn dort oben [auf dem Photo] an Ihrem Herz rührte“. Einer von ihnen legt sich selbst die Hand aufs Herz. – Jedenfalls wenn einem hier in Süditalien im Gespräch diese Geste zusammen mit lauten Freundschaftsbeteuerungen gezeigt wird, heißt es gewöhnlich doppelt auf der Hut zu sein. „Cordiali“ saluti!

    • Der etwas fülligere Herr ist gemeint. Der war zu Tränen gerührt und hat sich später auch noch bei der Polizei bedankt. Und vorher jemanden gebeten, ihm zu erklären, wie man das auf Deutsch macht.

  28. Titel eingeben
    Territorial und mental in einigem Abstand zu Pegida und mit drei Kindern offenkundig nichteuropäischer Herkunft gesegnet, erlaube ich mir folgende Überlegungen:

    Ist es nicht leicht komisch, wenn ein Gast aus Bayern als Ursache für Pegidas Stärke in Dresden „Weil sie NICHT LESEN!!“ ausmacht und dieses Nicht-Lesen offenkundig nur auf die von ihm selbst in Anführungen gesetzte „Qualitätspresse“ bezieht? Es wäre eine Untersuchung wert, ob man in Bayern oder in Sachsen mehr, sagen wir, Thomas Mann (in Sachsen bis 1989 „Bückware“ wegen fehlender Devisen für Lizenzgebühren; allerdings in Bibliotheken leicht zugänglich und einzelne Werke in spottbilligen Massenausgaben verbreitet) oder Bertolt Brecht (Boykotte nicht nur in Bayern) las und liest.

    Ist es ehrlich oder auch nur berechtigt, Pegida als generell ausländerfeindlich zu diskreditieren und sich damit am im Namen der Bewegung explizit genannten Zentrum der Befürchtungen vorbeizumogeln? Aber es ist wohl so – Liberale sind ja auch alle Kommunisten ergo Stalinisten.

    Könnte es sein, daß Pegidas Stärke ausgerechnet in den Gegenden mit der geringsten Zahl an Muslimen auch dadurch zu erklären ist, daß ein in der Mitte der Gesellschaft befindlicher Mensch, der seinen Arbeitsplatz und seine Gesundheit braucht und behalten will, sich nur dort als Sympathisant erkennen zu geben wagt? Auch in Leipzig 1989 gingen die Massen erst zur Montagsdemo, als es schon halbwegs ungefährlich schien.

    Bin ich der einzige, dem die Zitate „Ich liebe Euch doch alle“ und „Ich will Deutschland dienen“ irgendwie verwandt erscheinen? Und wenn nicht, warum wurde das weder in der Qualitäts- noch in der Lügenpresse erwähnt (und damals habe ich noch gelesen)? Ironischerweise fand ich – in Kenntnis einiger biografischer und zeitgeschichtlicher Bezüge – den ersten Ausspruch glaubwürdiger.

    • Ne, ne!
      Sie schreiben:
      „Könnte es sein, daß Pegidas Stärke ausgerechnet in den Gegenden mit der geringsten Zahl an Muslimen auch dadurch zu erklären ist, daß ein in der Mitte der Gesellschaft befindlicher Mensch, der seinen Arbeitsplatz und seine Gesundheit braucht und behalten will, sich nur dort als Sympathisant erkennen zu geben wagt?“

      ???
      Da muss man erstmal draufkommen, ist wie von hinten durchs Knie. Aber Respekt vor diesem Ideenreichtum!

      In solchen anonymen Umfragen kann man doch bedenkenfrei bekennen und muss keine Angst haben aufgeschlitzt zu werden.

      Es gibt einfachere Gründe, warum man paradoxerweise ausgerechnet auf dem Land, wo es weniger Fremde gibt, in Umfragen sich ausländerfeindlicher gibt:

      Es ist tatsächlich eher so, dass Städter im Schnitt einfach aufgeklärtere Ansichten haben.

      PLUS, die Tatsache, dass sie in der meist multi-ethnischen Stadt tagtäglich verschiedenste Glaubensrichtungen und Hautfarben zu Gesichte kriegen, bei ihnen ein Gewöhnungseffekt eintritt derart, dass sie allmähich sich beruhigen und sagen: Ei schau, das sind auch nur Menschen mit 2 Armen und 2 Beinen, genauso dumm und genauso gescheit wie wir und suchen auch nur einen Parkplatz.

      Nichts ist beängstigender und bedrohlicher als das wirklich unbekannte Fremde. Das, welches man nie gesprochen und welches man nie mit eigenen Augen physisch gesehen hat, ist psychisch am höchsten bedrohlich, mit starken Ängsten besetzt. (TV und Internetz sind virtuell und zählen nicht.)

      Übrigens:
      Haben Sie gewusst, dass Frauen (alle Altersgruppen) in Umfragen fremdenfeindlicher sind als Männer? In Wahlergebnnissen scheint sich jedoch das fremdenfeindlichere Weiber-Geschlecht nicht zu manifestieren, da sind es plötzlich die Männer, die fremdenfeindlicher wählen. Komisch.

      Und: Ältere Personen haben fremdenfeindlichere Ansichten als Junge. Vielleicht weil sie mehr Angst haben oder mehr Gründe brauchen und damit suchen, andere abzuwerten oder gleich gänzlich zu entwerten (Abschaum! Pöbel!), um sich selbst aufzuwerten.
      So geht zumindest die Erklärung der Psychologen für Klassismus (der Feind in der eigenen Gesellschaft), und eben auch für Fremdenfeindlichkeit (der Mega-Feind draußen).
      Alter verändert das Denken:
      Wir wissen ja, mit dem Alter beginnt häufig der ekelhafte Niedergang ;-), mehr körperliche Schwäche, moderates bis starkes geistiges Nachlassen, mehr Verstimmungen. Die Axt, die Einschläge rücken näher … Schön, wenn man etwas hat, das man abwerten kann ;-) Auch der endgültige Weltuntergang lässt sich am Schönsten und Wehleidigsten im Alter besingen, meint man doch auch immer den eigenen Untergang mit …

      Interessant, grade kommt ein FAZ-Artikel über apokalyptisch gestimmte Senioren: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/senioren-union-es-ist-alles-noch-viel-schlimmer-13862552.html

    • Nö, es ist ganz anders
      Auf dem Land sind Krankenhäuser und Polizeiinspektionen weiter weg, Zeugen und couragierte Helfer ebenso. Tatsache. Unbequem aber wahr: das Landleben ist unsicherer als das Stadtleben.
      Und deshalb sind die Menschen dort vorsichtiger und ängstlicher, wenn mit überraschenden Besuchen größerer Zahlen von Fremden gerechnet werden muss.
      Mit anderen Worten: das hat rein gar nichts mit Dummheit, Rückständigkeit, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Menschenfeindlichkeit zu tun. Seit dem 30-jährigen Krieg weiss man auf dem Lande, woher die Plünderer und Brandstifter kommen, und was dann zu tun ist, wenn sie kommen. Das Notwendige und Unvermeidbare nämlich.
      Aber schön, dass sich hier einmal das moralische Überheben so deutlich und unmissverständlich selbst vorführt! Jeder, der selber denken kann, wird über die moralische wie fachliche Kompetenz solcher Richter in fremder Sache sicher zu einem eindeutigen Urteil kommen. Daher: Danke dafür!

    • -
      Dass Ältere, Schwächere, Frauen sich angesichts steigender realer Gefährdungen gefährdeter fühlen, ist kein Anzeichen von Denkschwäche – ganz im Gegenteil, die sehen ihre Lage nur realistisch.
      Anderen ihre gut begründbaren und berechtigten Erkenntnisse abzusprechen, ist Bevormundung und zeugt im übrigen auch sehr vom menschenfreundlichen und humanen Geist dessen, der so redet!

  29. Verschweigen und Stigmatisieren
    oder Etikettieren sind der Ausstieg aus dem demokratischen Meinungsbildungsprozess.

    Wenn ich mich und meine Ansichten prüfe, dann erschrecke ich wie viel Vertrauen ich in den letzten Wochen, Monaten und seit 2012 in unsere demokratisches Wesen verloren habe.

    Die Kanzlerin ist mit ihrer Asylpolitik in der EU isoliert, 25 Nationen folgen ihr nicht auf ihrem humanitären Trip, weil sie zurecht am humanitären Gehabe der Kanzlerin erhebliche Zweifel haben.

    Allen Gesängen der Berliner Glaubensgemeinschaft zum Trotz wird sie mit dieser Blauäugigkeit scheitern, zum Leidwesen all derer die Hilfe brauchen, die auf die Reise gingen, im Glauben auf sie warte in Mitteleuropa winterfeste Unterkünfte.

    Positiv wird wohl sein, dass das Elend weniger elendig sein wird, als in den Lagern jenseits der syrischen Grenzen – das wäre dann ein Erfolg aus Sicht des UNHACR.

    Aber das entbindet die Kanzlerin nicht das politische Geschäft zu erledigen und ihrer Politik wird eine handfeste rechtlich Basis zu geben.
    Die Kanzlerin trägt die politische und moralische Verantwortung für die zunehmende Radikalisierung in unserer Gesellschaft, die sich u.a. in der Gesinnung des IG-Metall Vorsitzenden offenbart.

    Die Sprech-, Sprach- und Gedankenkontrolle greift und wer nicht pariert der wird ohne Prozess, frei von jeglichem rechtsstaatlichen Verfahren, öffentlich gebrandmarkt, mit Hilfe eines Gesinnungsparagraphen des Strafgesetzes.

    Wie lange dauert es, bis der erste Bürger sanktioniert wird, weil er kein freundliches Gesicht zum Dilettantismus der Asylpolitik macht?

    Die Kritiker, wie Gauweiler sind so verhalten, keiner erhebt die Stimme und übernimmt die Führung. Gestern hat ein Kömidiant die Präsidentschaftswahlen in Guatemala gewonnen, welcher „Clown“ wird Merkels Scherbengericht aufräumen wollen?

    Der kritische Diskurs ist aus dem Parlament vertrieben und wird im politischen Talk politischen Laien überlassen, wie Björn Höcke und Frauke Petry. Faktisch wird Deutschland ohne Opposition regiert – weil eben alle Opposition Mist finden – so aber funktioniert keine Demokratie.

    Was uns seit 8 Wochen zugemutet wird grenzt an Narretei, dabei gebe es genug kritischen Sachverstand in diesem Land. Wir könnte es sehr viel besser machen, wenn wir „Bio-Deutschen“ angehört würden und nicht nur als Feuerlöscher / Ersthelfer von der Politik missbraucht würden.

    Die kommenden Wochen und Monate werden spannend – das Vakuum das durch die Untätigkeit der Regierenden verursacht wird, wird nach einem Ausgleich gieren – ich bin gespannt, wer die Grenzen schließt und die Obergrenze durchsetzt, damit die, die hier sind überhaupt eine Chance haben, denn inzwischen sind es die Flüchtlinge selbst, die nach der Obergrenze fragen.

    • Witzig
      Solche Kommentare lieb ich am meisten… Fürchterlich über eine Einsicht zu erschrecken, dass man sich wohl über Demokratie und Merkel getäuscht habe, aber danach brav weiter Zeile umd Zeile mit dem Rest des eigenes Weltzbildes vollzuschreiben… denn schliesslich sei das ja das ein7zige Mal gewesen, wo man in der eigenen Urteilskraft abseits der Realität gelegen habe, was das Weltgeschehen so angehe…

      Was zB wissen sie über Guatemala ausser dem, was sie in ihrem ideologisch eingefärbten Lieblingsblatt eingeflüstert bekommen haben?

      NICHTS!

      Aber dass ihre Meinung dazu über jeden Zwiefel erhaben ist, das steht für sie ausser Frage, gell?

      Danke also dafür, dass sie uns unmissverständlich daran erinnert warum wir an eine solche Kanzlerib und in diese Bredouille geraten sind.

  30. Scheint also was dran zu sein an der 'Lügenpresse', wenn ...
    … ich die hochkomplizierten Verrenkungen richtig interpretiere, mit denen hier im Beitrag der Don die Problematik zwar prinzipiell eingesteht, diese aber dennoch gerne wegdiskutieren möchte …

    • Vergessen sie es...
      Ich hab alles versucht, aber da ist er eisern…

      Eher verliert THorHa seinen Glauben an Merkel…. Oooops…

      ;-)

  31. An Lügenhaftigkeit grenzendes Schöngerede
    Das ist eine traurige Geschichte. Mit allem, was noch kommen wird.

    Ich glaube zwar nicht so ganz, dass die Athmosphäre der Radikalisierung, dieses allmähliche Entstehung einer breit angelegten rechtsgerichteten, regierungsfeindlichen Bewegung innerhalb der Bevölkerung, diese Veränderung der gesellschaftlichen Diskussionskultur, dieses bald schon hirnabtötende Gerede von der „Lügenpresse“ etc. pp.:

    Das all dieses allein jenen geschuldet ist, welche sich nicht geschickt und zugleich offen genug den Ängsten der Bürger stellen. Ein Faktor wird dies aber sein, das räume ich ein. Ein anderer Faktor, jedenfalls in meinen Augen, ist es vielleicht auch, dass die wahren politischen Eliten sich zunehmend von den Bürgern entfernt haben, rein geographisch schon: Nach Brüssel, teils auch nach Washington und in die Konzernetagen. Manche unserer Politiker wirken weniger wie die souveränen Vertreter des Souveräns, sondern mehr wie Sprechpuppen, welche zur Wahrung ihrer Karrierechancen die von oben erlassenen Richtlinien und Talking Points nur noch weiter reichen – während sie zugleich sich zunehmend darum kümmern, zu möglichst guten Konditionen „in die Wirtschaft“ wechseln zu können, um das im Volksvertreterjob erlangte soziale Kapital für sich selbst ökonomisch zu nutzen.

    Ich will das alles nicht zu streng verwerfen, aber ich halte das für einen echten Faktor. Ein anderer Faktor ist eine Art des Regierens, die eher mit dem Wort „duldend“ gut beschrieben ist. Die Globalisierung? Da wird nur gestaltet, was im Sinne von Konzern- und Wirtschaftsinteressen notwendig ist (TTIP), der geneigte Bürger habe sich mit den Konsequenzen (z.B. die allgemeine Steuerflucht der Großen und der Mächtigen, aber auch die internationalen Flüchtlingsbewegungen) halt zu arrangieren.

    Und ja, viele Bürger reagieren ausgesprochen allergisch gegen an Lügenhaftigkeit grenzendes Schöngerede.

    Am Ende dieses Prozesses, pardon, stehen dann etablierte Rechtsparteien, erodierte Bürgerrechte und das weiter zunehmende unheimliche Gefühl, der gemeine Bürger werde zunehmend überwacht in allen seinen Lebensäußerungen – während „die da oben“ sich alles erlauben können.

    Neuer Faschismus ante portas? Nun, ganz so weit ist es noch nicht.

    • ante portas? längst intra muros
      Die systematische Entrechtung des Bundesparlaments dauert ja schon an, seit Merkel regiert. Ob NSA, Kriegsspiele an Hindukusch und Horn von Afrika, Euro-Rettungs-Haftungsunions-Aktionismus, VDS, Staatstrojaner, QuellenTKÜ, TTIP und Fracking – das ist die Politik der vielen kleinen Schritte in eine marktkonforme Systemdiktatur mit Totalverdächtigung und Generalüberwachung, nun auch vermehrt mit Verdächtigungs- und Vermutungsstrafrecht und Sonderstaatsanwaltschaften zur Verfolgung Andersdenkender.
      Wir sind nicht unterwegs in die Postdemokratie, wir sind längst mittendrin, der stille schleichende Putsch ist so gut wie vollbracht.

    • Gratulation!
      Sie haben mich in trausrigen Zeiten zum Lachen gebracht, Danke!

      „…dass die wahren politischen Eliten sich zunehmend von den Bürgern entfernt haben, rein geographisch schon: Nach Brüssel…“

      Sie halten also die Öttingers dieses Landes für die politische Elite….

      Göttlich!

  32. Kudos.
    Sachlich geschrieben, klare Argumentationslinie, alle Thesen sorgfältig mit Beispielen untermauert. Von einer intellektuellen Qualität, wie man sie im Moment teilweise auf ganzen Nachrichtenseiten monatelang nicht findet. Und obendrein auch noch eine wohlplazierte argumentative Backpfeife gegen „die Stokowski“. Für diese hier von mir ein ganz, ganz großes DANKE. Auch ich hatte besagten unsäglichen Artikel aus Versehen gelesen. Whataboutery und zelebrierte Bigotterie, getarnt als moralische Überlegenheit. Gut zu wissen dass es immer noch Intellektuelle gibt, die so einen ideologish verblödeten Quatsch nicht unkommentiert durchgehen lassen.

  33. Beispiel ist doch Lügenpresse
    Sie haben das Beispiel von den SZ gebracht und für mich ist das ein gutes Beispiel für Lügenpresse. Andere Beispiele sind die Berichterstattung z.B. über Hogesa aber auch Pegida und andere Demonstrationen. In den Überschriften wird immer der Eindruck erweckt als ginge die Gewalt von den Rechten aus aber wenn man sich den Bericht dann genauer ansieht geht die Gewalt zu 90% von den Linken aus. Ich habe auch den Eindruck, als ob sich da in den letzten 3 Jahren extrem etwas in Richtung Manipulation verändert hat.

    Für mich bedeutet neutrale Berichterstattung (Nichtlügenpresse), dass man schreibt was passiert ist, und dann vielleicht in einem Kommentar Stellung dazu nimmt, aber wie derzeit berichtet wird ist doch nur noch reine Propaganda. Und das die FAZ keine Kommentare zu Flüchtlingsthemen etc. zulässt ist auch irgendwie erbärmlich. Diese ganzen stark paternalistisch geprägten Artikel bei denen einem der Autor die „Wahrheit“ verkündet sind doch nur noch lächerlich. Kein Wunder dass die Auflage der Zeitungen und Zeitschriften sinken, man möchte als zahlender Leser schliesslich nicht moralisch belehrt werden.

  34. Toller Artikel, leider mal wieder "nur" im Feuilleton und nicht auf Seite 1
    Hervorragender Artikel, den man mal all denjenigen zu lesen geben sollte, die mit der Absolutheit ihrer eigenen vermeintlichen Wahrheit die Nazikeule schwingen und damit verhindern, dass Pegidaidioten und AfD der Wind aus den Segeln genommen wird. Leute wie Göring-Eckardt, Fahimi und Co. schaffen dadurch ein Klima der den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet weil die Kommunikation von Bedenken, Sorgen und Ängsten mit Hass, Intoleranz und Ausgrenzung beantwortet wird, gegen die man sich ja vermeintlich wendet. Wir dürfen diesen Haßmenschen wie Göring-Eckardt, Fahimi & Co. nicht das Feld überlassen. Deswegen ist es wichtig, dass die Presse auch offen darüber berichtet, wenn Flüchtlinge, wie in Gießen schon mehrfach geschehen, die Unterkunft selbst anzünden oder wenn Mädchen von Horden junger Männer, die den ganzen Tag nichts zu tun haben nachgestellt wird, wie in Kassel geschehen. Wer glaubt die Realität die den Menschen als Information zugänglich gemacht wird steuern zu können, der wird ein bitteres Erwachen erleben, weil er denjenigen in den Hände spielt, die er vorgibt verhindern zu wollen. Ich fände es gut, dass man, wie in jedem anderen Land üblich und wie es auch Hartz IV-Empfänger nicht anders kennen, jeden Flüchtling eine Integrationsvereinbarung unterschreiben läßt, in der er die Regeln dieses Landes und seine Pflichten für die Gewährung des Aufenthaltes anerkennt unterschreiben läßt, natürlich nachdem man ihn zuvor in seiner Sprache entsprechend informiert hat.

  35. So many roads
    Tube „JOHN MAYALL AND THE BLUESBREAKERS : FILLMORE 1968 : SO MANY ROADS“

    Vor allem „RTdeutsch“ 1x täglich dagegenlesen. Kritisch selbstverständlich, grad so, wie ales andere.

    Tarantino nimmt an Dauerkundgebung gegen Polizeigewalt in New York teil.
    „Die USA sind eine Bombe, die kurz davor steht zu explodieren“.
    Ukrainischer Botschafter in Deutschland bejubelt nationalistischen Aufmarsch zu Ehren von Nazi-Verbrecher Bandera in München.
    Offener Brief des US-Friedensrates an globale Friedensbewegung: „Der 3. Weltkrieg findet bereits statt“.
    Weitere Gewalteskalation in Israel – Juden gegen Juden.
    „Messer-Intifada“ – RT befragt Israelis in Jerusalem zu den Ereignissen der letzten Tage.
    Japan will Ausgaben für US-Militärbasen massiv reduzieren – Washington not amused.
    Obama im Interview: War von Anfang an ‘skeptisch’ ob der Zeit- und Geldverschwendung mit syrischen Rebellen.
    Dr. Daniele Ganser in Berlin: RT Deutsch verlost die letzten verfügbaren Eintrittskarten. Alle Veranstaltungen sind restlos ausverkauft.
    „Die dunkle Seite der Wikipedia“ – Neuer Dokumentarfilm von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer.
    RT-Interview mit Pink Floyd-Mitbegründer Roger Waters über UN, BDS und Medienmanipulation.
    Deutsche Menschenrechtsgruppe zeigt CIA-Folterkönigin an.
    Programmbeschwerde gegen Tagesschau wegen tendenziöser und faktisch falscher Berichterstattung zur Wahl in Weißrussland.
    Strategische Energiepartnerschaft – Russland errichtet 1100 Kilometer Erdgaspipeline in Pakistan.
    EU-Steuerzahler kommen mit 500 Millionen Euro für russische Erdgaslieferungen an die Ukraine auf.
    .

    • so many roads...........JOHN MAYALL....................
      ja, das ist ein todtrauriges musikstück und Mick Taylor war damals ein ganz junger spund…………aber traurig so ist die welt gerade heute……….so sollten wir von John Mayall und Mick lieber die „laurel canyon“ ballladen hören…..die trösten…………ja just zu der zeit entstanden als Graham Nash von den Hollies und der unwirtlichen insel kommend gerade mit seiner auch damals schon jungen stimme sich mit Joni Mitchell paarte…………………..

      was soll denn das mit der Ukraine, ist doch pipifax die 500 mill. für ein zweifelhaft demokratisches und garnicht wirtschaftsliberales land das die soziale marktwirtschaft ja nichtmal anstrebt……………………………in AFGHANISTAN verteidigen wir mohnfelder, mohnanbauer, mohnbauernzulieferer, mohnhändler, mohnpaten, mohnveredler, mohnexporteure und eine vom mohn abhängige, zweifellos korrupte regierung gegen was auch immer……………….auf jeden fall aber gegen etwas, das am schluss – und das sage ich ohne jegliche sympathie – siegen wird.

      und das sind richtig grosse ausgaben im staatshaushalt, auf jeden fall mehr, als wir für flüchtlinge 2015 jemals asgegeben haben werden.

      aber zum text vom DON, der hauptsache: eine wirklich selten gewordene, einzig authentische quelle an fakten und eine quelle zum nachdenken.

      allein die manipulation durch bilder: die hamburger und berliner buntfarbenpresse mitsamt ihren online-diensten zeigte ausgewählt bilder von frauen mit kindern oder nur bilder von kinder als flüchtlingen, darunter offenkundig auch gestellte und inszenierte aufnahmen. wich mann oder frau auf auslandsmedien aus war schnell klar, dass hier wehrfähige männer locker die 80 % des volumens ausmachen.

      was ist das nun: gezielte fehlinformation, aktive manipulation, bewusste täuschung oder schon eine freche lüge ?

      ja,und die kriminalitätsstatistik gegliedert nach alter,geschlecht, nationalität und migrationshintergrund ja oder nein……………..was sind nochmal die argumente, warum es die nicht geben soll ?

      wer hat das angst vor der wahrheit ?

    • django...
      „…gezielte fehlinformation, aktive manipulation, bewusste täuschung oder schon eine freche lüge ?“

      Das Grundproblem liegt leider noch eine Stufe darunter, die meinen tatsächlich sie vertreten das Gute an sich.

  36. ...Horde...
    @The Great Artiste mit seinem „Plus die ganze bier- fussball- und katzenbildseelige Horde [sic!] der nichtwählenden Dauerfernsehserienglotzer…“. – Nun ja, wir trinken lokalen Weißwein, ein Fußballspiel haben wir zuletzt vor 40 Jahren gesehen und mit Katzen können wir nur wenig anfangen, dafür haben wir sieben fröhliche Hunde, alle von der Straße und aus dem Hundeasyl. An Fernseh kommen uns nur Tierdokumentationen oder ruhige Kochsendungen ins Haus, auf keinen Fall „Nachrichten“. Mine Fru und ich gehen schon seit über 26 Jahren nicht mehr wählen. Warum? – Ganz einfach: Weil wir nicht wollen, daß sich diese Politikerdarsteller auch auf uns beziehen können, und sei es nur zu unseren Millionstel-Stimmchen. Begonnen haben wir die Abstinenz, als wir noch im Ausland lebten und arbeiteten. Und wie hat uns die deutsche Wirklichkeit seitdem recht gegeben: Kohl, Schröder, Merkel. Riesengroß war der Jubel nach unserer Rückkehr in unserer deutschen Nachbarschaft über die erste Frau als deutsche Bundeskanzlerin. Es entwickelt sich planmäßig, deshalb sind wir vor fast sechs Jahren wieder emigriert.

  37. Herr Oppermann: „Die kommenden Wochen und Monate werden spannend“.
    Heute steht ein Artikel in der FAZ (Das Geschäft mit den Flüchtlingen boomt), daß man mehr als 400.000 Wohnungen brauche, um die Flüchtlinge dauerhaft unterzubringen, darin sind mit Sicherheit die Zugänge der kommenden Jahre NOCH NICHT enthalten.

    In einem weiteren Artikel (Der Kontrollverlust) steht zum Schluß:

    Auszug: „Der nach Deutschland kommende ausgebildete Arzt aus Syrien ist die Ausnahme, die Regel sind junge, schlecht gebildete Männer. Neben den Kosten für die Aufnahme, die Unterkunft und den Unterhalt muss erst jahrelang in die Schul- und Ausbildung investiert werden, bevor später einmal die meist gering qualifizierten Migranten in das Sozialsystem einzahlen werden.“

    Und jetzt rechnen wir mal:

    1 Million Flüchtlinge mit Familiennachzug kosten pro Jahr 15 Milliarden €, darin sind noch nicht die Kosten enthalten für zusätzliche Lehrkräfte, Schulgebäude, Krankenversorgung und ähnliches.
    Bei einer Bauzeit von 2 Jahren bis zur Bezugsfertigkeit fallen also mindestens 30 Milliarden € an, um den Unterhalt der Immigranten zu gewährleisten.

    Bei einem Gestehungspreis von mindestens 100.000 € pro Wohneinheit fallen Kosten an von 40 Milliarden €.

    Sollten die Wohnungen in zwei Jahren fertig sein (was ich bezweifele), dann bedeutet das für den deutschen Steuerzahler bis Ende 2017 ein Gesamtaufwand von 70 Milliarden €, ohne daß hier ein einziger Mehrwert von Seiten der Immigranten erzeugt wird. Nach zwei Jahren dürften 80% der Immigranten als Dauergäste im deutschen Sozialsystem (HartzIV) hängenbleiben, pro Kopf 1.000 €/Monat oder 12.000 €/a, macht rd. 10 Milliarden €/a Daueraufwand.

    Also unabhängig jedweder Gefühlsduselei von Seiten der Willkommenskulturbegeisterten oder der von fremder Kultur Geängstigten haben uns Frau Merkel und ihr Gefolge in Schwarz/Grün/Rot einen Klotz um den Hals gehängt, der uns Normalbürger unter Wasser ziehen wird. Aus der Schwarzen Null Schäubles ist ein Bundestag aus lauter Nullen geworden, da nicht einer der dort Sitzenden sich vollmundig Volksvertreter Nennenden für diesen Schlamassel zur Rechenschaft gezogen werden kann. Politiker und Richter sind die einzigen Menschen in dieser Republik, die außerhalb des für uns Normalbürger geltenden Rechtes stehen, da sie nie für ihre Fehlleistungen persönlich in Haftung genommen werden können. Was kann Merkel passieren? Sie wird abgewählt und zieht sich mit einer Luxuspension in die Toscana zurück, da ist das Wetter sowieso schöner als in Berlin. Und der Rest der Führungsriege der CDU/SPD/Grünen macht einen auf “Pofalla“, die Pöstchen haben sie sich sicherlich auch schon vorgemerkt.

    Können Sie verstehen, daß Politiker mich wirklich nur noch ankot….?

  38. Netzfeminismus und anderes
    Ich frage mich seit Wochen, wo Alice Schwarzer ist, so laut hat sie noch nie geschwiegen. Man sollte doch erwarten, dass gerade sie die Zustände in den Flüchtlingsunterkünften, die Bedrohung von Frauen und Kindern anprangert. Nichts geschieht, sie schweigt, wohl still einvernehmlich mit Busenfreundin Merkel.

    Als Pegida-Nichtversteherin komme ich aber nicht umhin, auf eine Meldung der DWN zu verweisen, die den Pegidisten Wasser auf die Mühlen sein muss.

    Meint die Dame damit Zwangszuweisungen, wie sie nach WKII erlebt wurden? Das müsste jeden Bürger auf die Straße treiben, egal, wo er wohnt. Politikversagen auf dem Rücken des Volkes auszubaden, ist zwar üblich, aber alles hat doch auch Grenzen.

    Gestriges aus Brüssel ist ebenso wenig dazu angetan, Befürchtungen jeglicher Art zu nehmen. Man müsse die Flüchtlinge auf der Balkanroute entmutigen…

    Entmutigt wird allenfalls das Volk, Entscheidungen werden nicht getroffen, es wird weiter von Menschenwürde schwadroniert, wobei uns die Kanzlerin nicht sagt, wo unsere Würde, unsere Selbstbestimmung bleibt. Von Demokratie mag ich nicht mehr reden, sprach Merkel uns das Recht darauf längst ab, wir leben in einer Postdemokratie, die mehr an die DDR erinnert, als uns recht sein kann.

    Die Presse tut ein Übriges, dieses Empfinden zu stärken. Erscheinen in der FAZ ein, zwei kritische Kommentare zur Flüchtlingskrise, wird sich beeilt, gleich einen relativierenden Artikel hintanzustellen. Wenn ich den heutigen Steltzner-Kommentar lese… recht weichgespült und ohne direkten Angriff, unvergessen seine heftige Kritik zu den Illusionskünstlern in Berlin und Brüssel und heute? Altenbockum, auch er zwanghaft unkritisch kritisch. Kohler und die Zonenwachtel, auch er schweigt. Wo sind die Journalisten, wie ich sie in den frühen Jahren der Republik erlebte, Leute wie Rudolf Augstein u.a.

    Lieber Don, Sie kämpfen ziemlich allein auf einem Feld, das von vielen unterminiert wird. Bleiben Sie tapfer dabei, das Feld zu bestellen, das andere brach liegen und damit uns im Stich lassen.

    • ja, denunzieren macht Spaß
      Aber sehen Sie, Frau Simon, die Frau Schwarzer ist bloß einen klick entfernt. Und siehe da: Frau Schwarzer setzt sich seit vielen Monaten für die Frauen und Kinder unter den Flüchtlingen ein! Nichts anderes habe ich auch von ihr erwartet. Nur weil Sie das nicht tun, heißt es nicht, dass es kein anderer täte.

    • Zwangsbelegung von Wohnungen?
      Das hatte schon zu seinen Lebzeiten Günter Grass im November 2014 gefordert: „Notfalls müssten Kriegsflüchtlinge zwangsweise in Privatwohnungen untergebracht werden, verlangt der Nobelpreisträger. Das habe nach dem Zweiten Weltkrieg auch geklappt.“

      Was die Dresdner Sozialbürgermeisterin als „Ultima Ratio“ ins Spiel gebracht hatte, ist in der überregionalen Presse aber nicht weiter beachtet worden. Man könnte das nun als Indiz für die in diesem Blog benannte „Verschwiegenheit von Presse und Rundfunk/TV“ zu unangenehmen Themen hernehmen; wahrscheinlicher aber ist wohl der Punkt, dass für eine solche Zwangsbelegung von Wohnungen derzeit noch die rechtliche Grundlage für die Gemeinden fehlt. Das wäre doch schwieriger als die Kündigung von Mietern mit Eigenbedarf bei Wohnungen, die der Kommune gehören.

      Aber ob selbst so eine Maßnahme dann „wirklich jeden Bürger auf die Strasse treiben würde“ wage ich zu bezweifeln. Wie viele Bürger und Welche Bürger wären in welcher Reihenfolge betroffen??? Erst wenn die eigene(!) Komfortzone berührt ist, kann man vielleicht mit Widerstand rechnen, je nach Gemütslage und „Widerstandskraft“ des/der Einzelnen.

      Das wäre dann übrigens auch die Stunde der derzeit viel bemühten „Solidarität“, gegenüber den Flüchtlingen oder gegenüber den Wohnungseigentümern/Mietern – in diesem Fall müsste man sich wohl ausnahmsweise mal wirklich entscheiden…

    • Frau Simon, Ihnen kann geholfen werden!
      Alice Schwarzer hat sich in ihrer neuesten Ausgabe der Zeitschrift EMMA zur Flüchtlingsproblematik geäußert. Das wird Ihnen vielleicht inhaltlich nicht gefallen, aber – wie nicht anders zu erwarten – betrachtet sie die Problematik in den Lagern natürlich aus der Frauenperspektive und formuliert auch einige Forderungen für Flüchtlingsfrauen, die alle eigentlich selbstverständlich sein sollten. Es wird eben nicht jede Frau wie ein gleichwertiger Mensch behandelt, erst Recht nicht in muslimischen Gesellschaften, wie allgemein bekannt sein dürfte. Also nicht gleich auf Frau Schwarzer schimpfen, ohne Frau Schwarzer müssten Sie ihren Mann (vorausgesetzt, dass Sie überhaupt verheiratet sind) um Erlaubnis bitten, überhaupt arbeiten oder vor die Tür gehen zu dürfen. Und einige der für Sie völlig selbstverständlichen Annehmlichkeiten und Rechte hätten Sie ohne das Wirken von Frau Schwarzer, die seit Beginn der 1970er Jahre für Frauenrechte (eigentlich Menschenrechte) kämpft, gar nicht.

    • @Gast
      zu den Beschlagnahmungen von Wohnraum bzw. Fabrikhallen habe ich den FDP-Hansel bei mir um die Ecke angeschrieben. Ausgerechnet den, weil ich in anderer Sache mit ihm Kontakt und Einigkeit hatte. Also, der gute Mann meinte doch allen Ernstes: Beschlagnahme von Wohnräumen hat eine gesetzliche Grundlage, da wo sie umstritten ist, wird sie rechtsstaatlich geprüft.

      Dazu fiel mir zwar noch etwas ein, aber er leugnete auch anderes schlichtweg, was uns sauer aufstoßen mag. Nun ist die FDP für mich eh lange erledigt, ärgerlich fand ich es trotzdem.

      Sie bezweifeln, dass die Leute auf die Straße gehen, das mache ich grundsätzlich auch, wir sind ein faules Volk, bequem, satt und anscheinend glückselig zufrieden. Allerdings mag ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass nicht nur die Gewerkschaften zigtausende Menschen zu TTIP auf die Straße bringen, sondern dass das Volk ganz allgemein mal den Hintern hochbekommt. Da haben die Leipziger uns einiges voraus gehabt. Aufstände sind bei uns zwar kaum möglich bzw. undenkbar, der einzige, der mir spontan einfällt, ist über 60 Jahre her und wurde brutal niedergeschlagen.

      Doch sei’s drum, so blöd kann Michel doch nicht sein oder doch?

    • @auch egal
      Sehr geehrte auch egal, ich habe keine Ahnung, was ich Ihnen getan habe, aber es wäre wünschenswert, wenn Sie mir nicht ständig etwas unterstellen würden. Denunziation ist ein herbes Wort. Wenn Frau Schwarzer nur einen Klick weg ist, stellen Sie einen Link ein, da ich wenig Lust verspüre, nach der Dame im Netz zu suchen und dann schaun wir weiter.
      Zumindest höre und lese ich nichts von ihr, aber wie laut hat sie bei Kachelmann geplärrt, das nur zum Vergleich.

    • @Rathan Flötenmann
      Ich war nie ein Emma-Leser und für mich musste Frau Schwarzer sicher nicht kämpfen, denn ich kann mit dem Feminismus absolut nichts anfangen. Heute mit 70 Jahren meine ich, dass sich die Männer emanzipieren müssten, sind ihre Rechte doch arg auf den Hund gekommen. Aber gut, das ist ein anderes Thema.

      Mir ist, soweit das überhaupt möglich ist, bekannt, welche Um- und Zustände für Frauen in den Einrichtungen herrschen. Man wird nicht alle Frauen getrennt unterbringen können, das ist m.E. auch nicht die Frage. Die Frage ist, warum haben die männlichen Migranten dank ihrer Religion und Tradition dieses verquere Frauenbild und warum legen sie es im gelobten Land, in das sie ja unbedingt wollten, nicht ab. Man kann eher das Gegenteil dessen beobachten und das macht mich zornig. Wie soll Integration auch nur ansatzweise gelingen, wenn diese Männer Frauen wie Dreck behandeln. Und das tun sie noch in zweiter und dritter hier lebender Generation, unfassbar.

  39. Wie erklär ich meinem Kinde, dass die deutsche Presse wertlos geworden ist?
    Es ist eigentlich ganz einfach:

    (*) Die Presse ist der „Nachrichtendienst“ des gemeinen Bürgers, d.h. die Presse hat den Auftrag den Bürger (also mich) umfassend und möglichst unvoreingenommen über ein Geschehen zu informieren, so dass ich als Bürger qualifizierte (Wahl-)Entscheidungen treffen kann.

    (*) Wenn die Presse das nicht mehr tut, sondern wesentliche Tatsachen absichtlich verschweigt oder verändert (Nationalität der Täter, Verbrechen, Flüchtlingszahlen, etc.), dann hat die Presse ihre Funktion und Existenzberechtigung verloren.

    (*) Ob man das dann „Lügenpresse“, „Propagandablatt“ oder „Gutmenschenjournalismus“ nennt ist völlig nebensächlich – die Presse ist schlichtweg wertlos geworden, weil man ihr nicht mehr vertrauen kann.

    Das ist die Situation und Deutschland.

  40. Dresden, in Sachsen auf dem Lande ...
    An „Gast aus Bayern“, 26. Oktober 2:14 und 16:26:

    „Fremdenfeindlichkeit kann sehr gut genetisch sein, so wie Intelligenz oder Dummheit oder Aggressivität genetisch sein kann, keine Ahnung.“

    „Das hindert meine liebe bucklige Kernfamilie aber nicht daran, sich von ihnen überflutet zu fühlen und herumzuwettern von wegen Gewalt, Drogen.“

    „Es ist tatsächlich eher so, dass Städter im Schnitt einfach aufgeklärtere Ansichten haben.“

    „Weiß jeder Schmalspurtherapeut.“

    Danke für diese Eigenkommentare, erspart mir eine ausführliche Antwort. Woher stammen Sie noch mal, „aus einem bayerischen Raum“?

    Ich habe auch nichts gegen Küchenpsychologen, solange sie Steuern zahlen, also die Suppe mit auslöffeln, und nicht in der Flüchtlingsindustrie mitverdienen.

    • Oh weh.
      Je nun, wenn Sie sich unbedingt eine Antwort „ersparen“ wollen, sei es so. Muss ja nicht. Dann sparen Sie man vor sich hin.

      Mich freut heute jedenfalls sehr, dass die Dresden-Pegida zahlenmäßig heute nur noch die Hälfte des letzten Males ist. Wie schön!

      Es gibt Hoffnung, zumindest da.
      Sie werden sich hoffentlich erneut verlaufen wie schon mal.
      Schöne Grüße!

  41. Begrüßenswert
    finde ich diese Stellungnahme.
    Allerdings beziehe ich den Begriff Lügenpresse weniger auf das verschweigen solcher Zuordnungen die im einzelnen marginal sind.
    Was mich und mein Umfeld viel mehr beunruhigt, ist der Eindruck, das Schwierigkeiten die nicht dem humanitären Anspruch gerecht werden, schlicht ignoriert werden.
    Es gibt sie die größeren Integrationsversagen und die sind auch nicht wegzudiskutieren dadurch, das noch viel mehr Menschen gut integriert wurden. Letzteres interressiert schlicht niemanden, weil es so sein sollte.
    Die Erfahrungen mit früheren Einwanderungwellen sind eben nicht durchweg positiv und z.T. wurden die Probleme gelöst, weil z.B. Kohl ein Einwanderungsstop und Rückwanderungsanreize geschaffen hat.
    Nötig war das, weil wir keine Strukturen haben, um größere Gruppen (integrations-)verlustfrei integrieren zu können, weil solche Strukturen auch zu Konsequenzen führen bei Menschen, die unseren Grundwertekatalog eben nicht teilen wollen.
    Multikulti auf der einen Seite, Einwanderungsverweigerung auf der anderen bestimmen bis heute irrational die politische Landschaft. Gepampert von einer Presse und Politik, die erst reagiert wenn Gewalt angewendet wird, nur um dann arrogant den Ausrastenden die Schuld zuzuschieben für Übergriffe (Herr Maas), die die eigene Ignoranz verursacht hat….

  42. Endlich mal ein offenes Schreiben
    ich fass mich kurz: Mir hat der Artikel sehr gefallen und sollte von anderen Zeitungen mal angeschaut werden :)

  43. "On Bullshit"
    Es kommt mir vor, als werde das Wort „Lüge“ in der Diskussion ein wenig inflationär verwendet und als „moralische Keule“ gebraucht. Seit 2005 gibt es den Essay des US-amerikanischen Philosophen Harry G. Frankfurt „on bullshit“, der im Lichte aktueller Journalisten- und Politikerbeiträge noch lesenswerter ist.
    Nach meinem Verständnis ist demnach ein Großteil des Verlautbarten nicht nach Wahrheit versus Lüge zu ordnen, denn der Lügner geht von dem ihm als Wahrheit Erkannten aus. Der „Bullshitter“ werkelt in einer separierten Welt; die Kategorien Wahrheit und Lüge sind ihm fremd und interessieren ihn schlicht nicht.

    • "Nach meinem Verständnis ..."
      Sehen Sie? Genau da läge der Hund begraben, nur sie haben lieber im eigenen Garten gegraben…

      Was Frankfurt NICHT meinte war nämlich, dass er mit IHRER Einschätzung was Bullshit ist und was Wahrheit, übereinstimmt.

      Er meinte alle wie sie, bei denen es nie weiter reicht als bis zum:

      „Was der sagt, finde ich auch richtig! Deshalb ist es wahr!“

      Um sie zu zitieren: „Es kommt mir vor, als werde das Wort „Lüge“ in der Diskussion ein wenig inflationär verwendet und als „moralische Keule“ gebraucht““

      Was sie da sagen ist nicht mehr als: „Die bezeichnen das als Lüge, was ich für richtig halte!“

      UM sie nochmal zu zitieren:

      ´“On Bullshit“

  44. FAZ
    Ich kann diese Zeitung nicht mehr lesen. Wenn man dem Totalitarismus einer SPD-Generalsekretärin oder eines „Chefs“ der IG-Metall dermaßen die Steigbügel hält. Ausgleich wäre angesagt, damit diese Gesellschaft nicht auseinander fliegt.

  45. Titel eingeben
    Ein aktuelles Beispiel dieser Stigmatisierung findet man derzeit bei de.qantara.de (‚Das Elend des Pegida-Journalismus‘), wo Robert Misik die FAZ in eine Ecke mit Poiltically Incorrect (!) rückt. Absurder geht es eigentlich kaum. Es ist ein insgesamt recht abstruser und weltfremder Artikel, ich habe das dort kommentiert und bin mal gespannt, ob ich dazu eine Antwort bekomme. Ich finde das deshalb bemerkenswert, weil der Artikel auch auf Englisch verfügbar ist und ich mir die Frage stelle, wie das im Ausland aufgefasst wird, wenn dort dieses krude Medienbild verbreitet wird. Ich hoffe jedenfalls, dass das nicht repräsentativ ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Erika Meier

    • Danke, muss ich gleich mal lesen. Das Problem ist für misik, das r mit der FPÖ die rechte Gefahr direkt nebenan hat und das ist wirklich kein Spass – da kann man schon mal sauer werden.

  46. Lügenpresse
    Sehr geehrter Don,

    stets auf der Suche nach verwertbaren Informationen bin ich vor einiger Zeit auf diesen Blog gestossen. Mein Aufatmen konnte man bestimmt auch in anderen Teilen der Republik deutlich vernehmen. Als kleiner, bescheidener Reklamehelfer fiel mir natürlich sofort die Sprachgewandheit aus, mit der man auch „andere“ Standpunkte durchaus kultiviert an die Leserschaft bringen kann. Soviel als Lob vorab.
    Die Macht der Sprache ist es auch, die mich dazu gebracht hat, den Begriff „Lügenpresse“ inzwischen selbst zu nutzen. In den letzten Jahren änderte sich der Sprachgebrauch in den Medien, die „großen“ Zeitungen nutzen die selben Argumente, sogar die selben Worte, um den Lesern die Eurokrise oder die Probleme der Ukraine zu erklären. Spätestens bei Pegida wurde es offensichtlich. Pegida „marschiert“ statt zu demonstrieren. Rechtsextremisten werden von „Aktivisten“ bekämpft, etc. Argumente dafür oder dagegen wurden gar nicht erst gesucht; so zumindest mein Empfinden.
    Aber es geht noch weiter. Zur Zeit werden Autos von AfD-Politikern abgefackelt oder gleich ganze Büros verwüstet. Man muss schon danach suchen, um diese Informationen zu bekommen. Was wäre im gegensätzlichen Fall geschehen? Oder, wie wäre die Reaktion gewesen, wenn Pegida-Anhänger einen Gegendemonstranten zusammenschlagen hätten? Und unser Justizministerchen erklärt Hetzern den Kampf!
    Ich gebe zu, unter Demokratie und Meinungsfreiheit verstehe ich etwas anderes.

    • Es gibt natürlich gewisse Neigungen – Medien sind nicht zur Neutralität verpflichtet und nachdem ich mehrmal das Vergnügen eines Pegidamobs in diesem Blog hatte, bin ich da auch ganz sicher etwas reserviert. Ich habe es halt nicht so mit Todeswünschen.

      Prinzipiell hätte Pegida es selbst in der Hand gehabt, am eigenen Image zu arbeiten. Das hat man nicht getan, man hat lieber die Medien beschuldigt und auch tätlich angegriffen, und das bleibt halt nicht ohne Folgen. Wer darum bettelt, bekommt natrlich schlechte Presse.

    • und wieder nur gelogen
      Aber die Pegida-Demonstranten wollten doch zunächst auch gar nichts sagen. Sie hatten überhaupt kein Interesse an einem „Image“, weil sie nichts verkaufen wollten und auch nicht schick aussehen – sie hatten ein ANLIEGEN – ist denn das so schwer zu verstehen? Sie wollten in ihrer eigenen Stadt auf die Straße gehen, in Frieden, und wollten lediglich in Erfahrung bringen, wo die Grenze der Aufnahme von refugees mal erreicht wäre! Es war doch die Presse, die sie nicht in Ruhe ließ, die forderte, sie hätten sich gefälligst zu „distanzieren“. Nur, um die Distanzierung von Nazis wie folgt zu beantworten: „Ich bin zwar kein Nazi- ABER WAS?“

      Wie kann man denn da dabei sein wollen? Wie kann man so etwas zu rechtfertigen versuchen? Das soll der Versuch einer Verständigung sein? Kommt mir eher so vor wie eine Bemäntelung … ist es wohl auch. Und es treibt den Keil immer tiefer in die Gesellschaft.

    • heute Pegida in Duisburg und andere Schweinereien
      ein Bekannter wohnt direkt am Hauptbahnhof und bekommt das Theater quasi aus erster Hand mit. Die Polizei filmt alle… Herr Maas schlägt zu.

      Dieser Bekannter arbeitet als Restaurator und berichtete eben von einem befreundeten Kollegen, der Innenausbau macht, u.a. in Flüchtlingsunterkünften am Niederrhein. Er hat sich heute in einem Heim beim Leiter beschwert, warum überall Scheiße rumläge (Tschuldigung, O-Ton). Der Heimleiter meinte, die Leute gingen nicht auf die Toiletten, weil dort evtl. schon ein Christ drauf gesessen habe.

      Mein Fazit, man wird dann wohl auch noch muslimische Putzfrauen finden müssen.

    • .
      sollen sie doch umdenken und einen obendrauf setzen.

      im ernst, man könnte versuchen klarzumachen, dass es – im allerdings nicht satisfaktionsfähigen tierreich wohlgemerkt – zuweilen die ranghöheren sind, die auf den haufen der anderen, äh- sie können es sich denken. vermutlich kommt auch daher der spruch, dass man nicht gegen xyz anstinken könne.

    • Donna Laura
      das wäre eine Möglichkeit, aber sich auf die Stufe zu begeben, die andere betreten, muss man auch erst einmal fertigbringen. Ich sehe da doch etliche Hindernisse. Kommen die einen quasi aus dem Mittelalter, wollen andere dorthin nicht zurück.

  47. Titel eingeben
    Lieber Don,
    die Quelle der Wahrheit ist kalt und klar…
    So ist es und so wird es immer sein.

  48. Rehfjuhjiehs Wellkamm!
    Alle, die das einst laut proklamiert haben,
    leben in einer Parallelgesellschaft
    und sind die Minderheit in Deutschland.
    Nicht die, die sich verwundert die Augen rieben,
    sondern die, die lauter gerufen haben.
    Diese Erkenntnis
    hat mir
    der Herrgott in den Schoß gelegt.

    • Seien sie nicht so pingelig....
      Die denken sich halt: Wenns funktioniert….. klappt ja bestens.
      Deutsche Politik seit drei Jahrzehnten.

  49. Titel eingeben
    Sehr gut, Don!

    jeder kann wohl schon aus dem Bekanntenkreis Geschichten erzählen, wo sich Dinge zugetragen haben, die vor Monaten undenkbar in der Dimension waren.

    Die Tochter einer Bekannten fuhr gerade letzte Woche mit dem Zug, als drei junge Männer (internationaler Herkunft) in ihr Abteil Platz nahmen und alsbald sehr direkt ihr zu verstehen gaben, was sie mit ihr anstellen. Auf Details verzichte ich.
    Sie will nie wieder mit der Bahn fahren!

    Oder die mir bekannte Anwältin, die sofort abgebürstet wird, als die neuen Klienten feststellten, daß sie am Türschild zwar einen Namen gesehen haben, aber keine Frau vermutet hatten.
    Von einer Frau wollten sie sich nicht vertreten lassen…

    Ach so, übrigens: Der Kanzlerin habe ich geschrieben und eine Antwort habe ich auch bekommen:

    …vielen Dank für Ihre Zuschrift zum Thema Asyl und Flüchtlinge. Aufgrund der hohen
    Zahl von Mails ist es uns leider nicht möglich, auf die von Ihnen angesprochenen
    Aspekte im Detail einzugehen. Gerne stelle ich Ihnen die Position der CDU und die
    Maßnahmen der CDU-geführten Bundesregierung dar:

    Deutschland steht angesichts der vielen Menschen, die aus unterschiedlichen
    Gründen in unser Land kommen, vor großen Herausforderungen.

    Mit den Beschlüssen des Koalitionsausschusses vom 6. September 2015 und des
    Gipfels zur Asyl- und Flüchtlingspolitik vom 24. September 2015 liegt ein politisches
    Gesamtpaket vor, das unter anderem die Asylverfahren weiter beschleunigen soll.
    Es wird konsequent danach differenziert, wer politisch verfolgt ist oder als
    Kriegsflüchtling zu uns kommt und wer offenkundig nicht schutzbedürftig ist. Das
    entsprechende Gesetz soll noch im Oktober vom Deutschen Bundestag und vom
    Bundesrat verabschiedet werden und am 1. November 2015 in Kraft treten.

    Da in den Medien das gesamte Vorhaben der CDU-geführten Bundesregierung nicht
    umfassend dargestellt werden kann, können Sie unter den folgenden Links
    ausführliche Informationen, die auf Grundlage der Beschlüsse zusammengestellt
    wurden, finden:

    1. Informationen zum Gipfel zur Asyl- und Flüchtlingspolitik vom 24. September 2015
    http://k.cdu.de/asyl-und-fluechtlingsgipfel(PDF)

    2. Informationen zur Asyl- und Flüchtlingspolitik
    http://k.cdu.de/asyl-und-fluechtlingspolitik-2(PDF)

    Mit freundlichen Grüßen

    Axx xxxxxxxx

    CRM-Team
    Bürgerservice der CDU-Bundesgeschäftsstelle

    Übrigens: Keine meiner Fragen wurde beantwortet…

  50. naja, was zu erwarten war ...
    Der „Aufstand der Anständigen“ begann bereits mit einer Lüge, nämlich einem angeblich rechtsradikal motivierten Anschlag auf eine Moschee. Aber das hatte keine Folgen für diese Bewegung. Denn man verfolgte damit ja auch kein moralisch motiviertes Anliegen, sondern führte konsequent eine alte Geschäftsidee fort:

    Erst hat man gemeinsam die „Nazis gejagt“ damit man an ihre gesellschaftlichen Positionen kam. Denn an Steinewerfern und Leuten, aus deren Reihen mit Molotow-Cocktails auf Polizisten geschmissen wurde und die sich dreißig Jahre später nicht mehr erinnern können ist nun einmal gar nichts moralisch. Das sind – verurteilt oder nicht – Leute, denen man nicht im Dunkeln begegnen möchte. Was im Westen niemanden interessiert, weil es nämlich geschäftlich erfolgreiches Verhalten war: Der Mann wurde Außenminister.

    Und genauso war der von diesem Mann und seinem Kanzler inszenierte „Aufstand der Anständigen“ (die Wiedereinführung der Staatsdemos) eben auch nur das: reine Geschäftemacherei.

    Man wollte eine Keule gegen den Osten haben, damit dieser nicht gegen Hartz4 rebelliert – und da dem Volk die Nazikeule schon so gut in der Hand lag, bediente man sich dieser! In der Folgezeit keulte man den Osten braun, ganz nach dem Vorbild Eurer Besatzer: Hit first, hit hard, keep hitting. Sebnitz war nur eines von vielen Beispielen dafür.

    Und als sich Pegida formierte, schwang man diese Keule schon aus Gewohnheit. Und aus Beschränktheit: Wir alle wissen ja, dass man es im Westen es eben leider nicht fertig bringt, zu demonstrieren ohne dabei entweder gewalttätig zu werden (jedes Jahr wieder in Kreuzberg) oder aber ein völlig nichtssagendes Motto zu verfolgen (Loveparade). Deshalb dachte man im Westen, der Osten kann das bestimmt auch nicht (die Wende hatte man vergessen)!

    Aber natürlich hat das mit dem Osten gar nichts zu tun. Hier kann man auf die Straße gehen (sogar eine Millionen von uns können auf die Straße gehen) ohne sich zu prügeln oder komplett inhaltsfreien Losungen hinterherzurennen, sondern friedlich ein konkretes, gemeinsames Anliegen verfolgen; man kann es sogar durchsetzen … Und dieses Vermögen (auf das normale Menschen stolz wären, weil es nämlich eine echte Leistung darstellt) macht Euch eben neidisch. Deshalb könnt Ihr das auch nicht anerkennen – sondern müsst Pegida erstochene Asylbewerber andichten oder Eisenstangenattentate.

    Genauso verhält es sich mit dem Nazi-Vorwurf gegen Pegida: Ich glaube Euch ja, dass bei Euch die Nazis in Amt und Würden blieben. Freislers Witwe erhielt eine hohe Rente, weiß ich alles! Womöglich ist ja etwas an dem dran, was den Herrn Fischer damals motivierte, mit Steinen zu schmeißen.

    Aber was sollte das mit Pegida zu tun haben? In der DDR – so unschön sie war – konnte man mit Nazisprüchen jedenfalls keinen Blumentopf gewinnen, wusstet Ihr das nicht? Wir hatten andere Vorbilder! Aber sogar das Bild-Foto von diesem Bachmann mit Bärtchen sollt Ihr manipuliert haben, kommt Euch das nicht langsam mal selber lächerlich vor? Wenn Ihr die Nazis in Ehren gehalten habt und vielleicht darüber selber Nazis wurdet – dann müsst Ihr doch an Euch selber arbeiten und nicht an Pegida!

    Was Ihr erreicht mit Eurer permanenten Hetze und mit Eurem Haß auf Euch selber und auf Eure Landsleute und überhaupt diesem ganzen überheblichen Lügenquatsch ist etwas sehr Schlimmes: Ihr gefährdet die Einheit Deutschlands, den Bestand der Bundesrepublik Deutschland. Denn mit Leuten wie Euch will bald überhaupt niemand mehr etwas zu tun haben, auch nicht für Geld. Auch die refugees wollen das nicht, denn die sind, wenn ich den Koran da richtig verstanden habe, ohnehin mehrheitlich der religiösen Überzeugung, dass andere weniger wert wären, weil sie an nichts glauben – eben so wie Ihr, die Ihr ja nur Geschäftemacherei von Euren Besatzern gelernt habt!

    Ich nehme an, Ihr wisst das auch genau, der Don Alphonso ist ja „besser informiert“ als alle anderen. Dann weiß er ja auch, was hier wirklich auf dem Spiel steht.

    Und dennoch würdigt er die Ausübung der Versammlungsfreiheit durch andere – nämlich durch Menschen, die reif genug sind, dieses Recht ohne Gewaltausübung in Anspruch zu nehmen – als „Drogenkonsum“ ab (nein, wir sind nicht mit Drogen aufgewachsen so wie Ihr) und tut noch so, als würde er an seinesgleichen Kritik üben: „verschweigen und stigmatisieren“.

    Nein, Don Alphonso, da liegen Sie falsch. Die Welt dreht sich nicht nur um Euch und Pegida hatte vorerst auch nichts mit Eurer Hetze zu tun. Pegida hatte primär was mit den Problemen zu tun, die Eure Willkommenskultur nun tatsächlich beschert hat und derentwegen Euer Seehofer vors Bundesverfassungsgericht gehen möchte (macht er das eigentlich? Oder reichts mal wieder nicht?)

    Pegida hatte auch – bis auch dort der Westen ankam – kein Problem mit Deutschland, im Gegenteil: Man sorgte sich um den Fortbestand von etwas, das man gemeinsam hatte. Oder vielmehr: Man dachte, dass man es gemeinsam hätte! Das war naiv, wiedermal:

    Denn Ihr habt die Gelegenheit wieder nur genutzt, aller Welt Eure Defizite zu zeigen. Ihr habt keine Sekunde lang über die Probleme nachgedacht, die mit den Flüchtlingen ankommen, weil Ihr Euren Reibach machen wolltet. Ihr habt keine Sekunde lang darüber nachgedacht, dass die Dresdener das RECHT haben, auf die Straße zu gehen, wann es Ihnen passt, weil Ihr Euch auf deren Kosten moralisch erhöhen wolltet. Ihr habt überhaupt weder gedacht noch gar mitgefühlt. Ihr habt getan, was Ihr immer tut – gerechnet!

    Und jetzt rechnet Ihr gerade, dass es doch ganz nett war unter dem Besatzer. Das ist bestimmt richtig. Ich befürchte allerdings, das nächste mal wird es nicht ganz so nett für Euch werden; dieses Mal warten keine care-Pakete auf Euch. Aber – Ihr werdet es erfahren, wenn Ihr so weitermacht.

    Nicht, weil Pegida das so will. Sondern weil Ihr das so wollt und herbeigröhlt. Und da ist nichts, da

    • Der Aufstand der Anständigen, verehrter Herr, begann, als versoffene Asoziale
      Brandflaschen in bewohnte Häuser schmissen. Und die bundesdeutsche Polizei leider darauf verzichtete, darauf mit einigen gezielten scharfen Schüssen zu reagieren.

      Bis vor wenigen Wochen hielt ich PEGIDA auch noch für in einer Demokratie tolerables und aushaltbares Druckventil für Leute, die ihrem etwas unstrukturierten Unmut Luft machen wollten. Aber wer mit Galgen für Regierungsmitglieder und mit Jagd auf Menschen (Journalisten) arbeitet, hat sich selbst aus dem Kreis derer herauskatapultiert, mit denen Reden noch Sinn machen würde.

      Woher „permanenten Hetze und mit Eurem Haß auf Euch selber und auf Eure Landsleute“ kommt, würde ich ja zu gerne wissen: Verwechseln Sie vielleicht den Don und die anderen Kommentatoren oder überhaupt 98% der Deutschen mit den linksautonomen Vollpfosten, die zu ihrer Belustigung ab und an mal Geschäfte und Fahrzeuge kaputtschlagen und das mit Politik verwechseln? Dann leiden Sie an einer Wahrnehmungsstörung – die sind in ganz Deutschland eine ziemlich verachtete, sehr kleine Minderheit.

      Ohne Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel
      Danke für diesen Text. Menschen, die so denken wie Sie, sind selten geworden. Ich habe übrigens Angst vor der Zukunft und erlebe mich damit in meinem (bisher) überwiegend „Links“ (Die Linke) positionierten Umfeld sehr allein und belächelt. Als sei ich diejenige, die nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Ja. Ich dachte, ich erzähle Ihnen das. Weil ich mittlerweile nämlich schlecht schlafe. Ich bin eine Frau und ich habe Töchter und Enkelinnen. Und letztes Jahr, auf der „Pro-Palästina“-Demo habe ich die Fahnenschwenkenden, Juden-den-Tod-wünschenden Abkömmlinge Mohammeds des Schrecklichen auf deutschen Straßen gesehen und habe einen ersten Vorgeschmack davon bekommen, zu was sie fähig sein könnten, wenn sie erst einmal losgelassen sind. Das hat mich traumatisiert, ich hätte NIE gedacht, dass das in Deutschland jemals wieder möglich sein könnte, dass Juden der Tod gewünscht wird, öffentlich, in Sprechchören auf der Straße…. Vielleicht sind die, die Andere immer als „NAZIS“ beschimpfen, in die eigentlichen Nazis? Denn gerade aus den Reihen der Linken hat es dieses laute Schweigen gegenüber den Judenhassern muslimischen Glaubens gegeben und gibt es noch. Alles verdreht und auf den Kopf gestellt in unserem Land. Danke fürs Zuhören. Ich weiß, Sie können mir auch nicht helfen. Trotzdem danke. :)

    • von dem Gelüge wird nichts besser, Herr Haupts
      das begreifen Sie einfach nicht: Es war nachweislich ein Moslem, der auf die Synagoge einen Anschlag verübte. Ein Moslem. Nochmal: Ein Moslem! Kein: Nazi! Sondern jemand, den die BRD hineingeholt hat, weil die BRD-Bewohner zu faul waren, ihr Land alleine wieder aufzubauen. Das war schon alles. Kein Anstand, weit und breit nicht! Nicht mit einem Steinewerfer als Außenminister und einem Puff-Gänger als Gesetzeschreiber (wissen Sie überhaupt, wer verantwortlich für Hartz4 zeichnete?)

      Und nein, das ist keine „kleine, verachtete Minderheit“, die bei Euch randaliert. Es sind die, die man jeden Tag in der Zeitung sehen und lesen muss! Offenbar haben Sie auch noch nie die Aufnahmen von den Leuten gesehen, die 68 in Berlin randalierten. Sie wohnen ganz offensichtlich auch nicht in Berlin, wo in Kreuzberg jedes Jahr wieder Ausnahmezustand herrscht und wo ich Ende der 90er Jahre jeden verdammten Tag irgendwelche Chaoten auf der Straße unter den Linden habe marschieren sehen, die Viva UCK brüllten, zum Gaudi Eurer Polizisten! Und Sie wohnen nicht in Hamburg, wo 10.000 Leute – keine Minderheit – gegen 37 „Patrioten“ vorgingen, und zwar als Lynchmob, der den Hauptbahnhof dabei in Schutt und Asche legte, EURE Zeitungen haben sich damit gebrüstet! Und Sie wohnen offensichtlich nicht in Hannover, wo die „Chaostage“ regieren! Nein, Sie wohnen im Wolkenkuckucksheim. Und da ziehen jetzt die Asylbewerber ein, fertig.

      Unterm Strich: Man kann eben nicht jedem Volk jede Freiheit zumuten. Nur weil es die DDR-Bürger 89 schafften, friedlich zu demonstrieren, schafft Ihr es eben noch lange nicht. Und Ihr könnt Euch auch nicht vorstellen, dass sowas gehen könnte. Und das ist das Problem – nicht etwa die Asylbewerber. Und es ist auch nicht Frau Dr. Merkel. Oder Herr Dr. Schäuble. Oder Herr Dr. de Maiziére. Ihr seid es, weil Ihr wie kleine Kinder so lange gebrüllt habt „der Nazi ist da“, bis Ihr schließlich selber in diese Rolle geschlüpft seid.

    • Von der anderen Seite der Mauer gesehen
      @A.E. Sie schreiben ziemlich klar, und nicht nur in Schlagworten über die Perspektive, wie man sie aus dem Osten Deutschlands erleben konnte – Ihrer redlichen Argumentation kann ich manchen Aspekten zustimmen.

      WIR haben immer nur gerechnet, der ganze Kapitalismus hat immer nur gerechnet, das ist seine Natuuur…

      Die Enttäuschung, das 1989 keine Ideale, sondern nur Gebrauchtwagen, Lebensversicherungen, Bananen und Beate Uhse Kataloge über den Zaun gereicht wurden, kann man wahrscheinlich besser nachfühlen, wenn man gesehen hat, wie die Filetstückchen von cleveren Managern „privatisiert“ wurden und für viele wirklich nicht viel mehr rüber kam als oben aufgezählt.

      Klar, ThoHa, das oben ist jetzt zugespitzt: Aber das grosse Defizit „unseres“ Lebensmottos ist, dass es keins gibt. Jeder denkt nur an sich selbst, und nur ich denke an mich.
      Ausnahmen vielleicht Hobbies und Fussball (deswegen wird der ja in den letzten Jahren so riesig hochgezoomt)

      Verzweiflung entsteht, wenn man wie die Ratte in einer nur ein drittel vollen Regentonne herumpaddelt, und nur alle 5 Minuten ein Tropfen Wasser hineinfällt.

      Die Wirkungslosigkeit des eigenen Handelns zu erleben, das ist der grosse Frust der Globalisierung – bald gibt es eine Fachzeitung zum gesünder, geräuscharmer und geruchloser Furzen, mit Features über idyllische Orte, wo es am wohlsten tut.

      Beschäftigungstherapie muss sein.

      Wenn wir allerdings anfangen wollen, etwas zu verändern, sollten wir nicht auf die einprügeln, die genauso Opfer der Situation sind, sondern uns überlegen, wer überhaupt Täter ist.

    • @ae: Das machen wir denn mal in aller gebotenen Kürze:
      Zu dem linkautonomen Mob habe ich mich anderenorts häufig und deutlich genug geäussert, das muss ich hier nicht widerholen.

      Und trotzdem bleibt es dabei – den ersten „Aufstand der Anständigen“ gab es, als versoffene Asoziale Anfang der neunziger Brandflaschen in beohnet Gebäude schmissen, um Menschen zu verbrennen. Die Lichterketten waren ebenso hilflos und sinnlos – eine robuste Polizei wäre mir lieber gewesen – aber das war der Anlass.

      Ihre sonstigen Schwurbeleien habe ich in die Mülltonne entsorgt. Ich lese regelmässig fast alles, sah früher noch regelmässig Nachrichten und weiss deshalb, dass Ihre Behauptung von staatlich tolerierten Randalierern, die regelmässig etwas grossflächig in Schutt und Asche legen (ROFL) einfach Bullshit ist. DAS Deutschlandbild entspricht spiegelverkehrt in etwa dem von Herrn Augstein, der den neuen Faschismus heranziehen sieht. Es gab und gibt in Deutschland ein paar tausend linksautonome Leute, die ein Problem mit friedlich demonstrieren und dem Rechtsstaat haben. Und die deshalb – ich widerhole mich – eine verachtete kleine Mnderheit sind. Warum Sie nun unbedingt PEGIDAs Recht auf der anderen verteidigen müssen, sich zu genau so einer veachteten Minderheit zu entwickeln, weiss ich nicht, aber das ist auch nicht mein Problem.

      Zum Abschluss: Die Dresdner dürfen solange und soviel demonstrieren, wie sie wollen, das hier ist ein freies Land. Wenigstens ansatzweise ernstgenommen und respektiert werden sie allerdings nur solange, solange sie auf Galgen und körperliche Gewalt gegen Journalisten verzichten.

      Noch immer ohne Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Lieber tga, dass es kein übergeordnetes Lebensmotto gibt,
      ist in die Gene einer liberalen Gesellschaft eingraviert. Die soll nämlich nur den (rechts-)Rahmen dafür bereitstellen, dass jede/r nach seiner Fasson selig werden kann.

      Ob das eine auf Dauer tragfähige Gesellschaftsidee ist, weiss ich (noch) nicht. Im Moment tendiere ich zu der Sicht, dass eine solche Gesellschaft sich zwangsläufig auf die eine oder andere Art selber abschafft. Mangels ausreichend verstrichener Zeit aber nicht wirklich zu beurteilen. Oder um das angebliche Bonmot eines chinesischen Historikers zu zitieren, der danach gefragt wurde, was er von den Ideen der Aufklärung um 1800 halte: Too early to tell.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • zu laut
      Vom Tonfall, den Sie, A.E. in ihrem Kommentar zum Kommentar schreiben, möchte ich mich doch distanzieren, weil ich Ihnen gerade darunter „redliche“ Argumentation bescheinigt habe, was auf ihren ersten Beitrag bezogen ist.

      Das Geschrei, im Westen würde nur von links zertrümmert, der Osten sei friedlich, im Westen die wahren Nazis klingt für mich zu überdreht, um ernst genommen zu werden.

      Werte vermissen kann man nicht durch Lautstärke wettmachen oder durch Anti-Werte. Viele Feinde sorgen noch lange nicht für einen Freund, den man ernst nehmen kann, ohne dass er der gleichen Meinung sein muss.

    • @ The great artist
      Wir sind ja auch nicht dem Kapitalismus beigetreten, sondern dem GG. Bloß, dass man von der großartigen Versammlungsfreiheit nichts mehr hat, wenn die Gegenseite immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, weil sie stets brutaler ist. Und dass man vom allgemeinen Persönlichkeitsrecht nichts mehr hat, wenn das BVerfG dazu feststellt, dass es nicht in seinem Kernbereich verletzt wird, wenn der Staat unter Androhung von Strafe zwei Volljährigen den Beischlaf verbietet (nein, das ist kein Plädoyer für Inzest. Aber soviel schlüpfrigen Erkenntnisdrang hatte ich nicht mal der DDR zugetraut, und eine offizielle Begründung, in der das Wort Eugenik vorkommt, schon mal gar nicht).

      Es mag also gut sein, dass das GG den Kapitalismus erlaubt. Aber deshalb ist der Kapitalismus noch lange nicht das GG. Oder vielmehr: Diese Gleichsetzung erfolgte schleichend, aber leider ist sie erfolgt.

    • @TGA
      Ihrem Schluss muss man leider zustimmen:

      „Wenn wir allerdings anfangen wollen, etwas zu verändern, sollten wir nicht auf die einprügeln, die genauso Opfer der Situation sind, sondern uns überlegen, wer überhaupt Täter ist.“

      Allerdings hatten wir dieses blutige Thema ja gerade in einem anderen Thread.
      Gegen die eigentlichen Täter gäbe es ja nun mal nur ein einziges und weitgehend unbeliebtes Mittel. Ich gehe mal davon aus, dass es „den“ Deutschen nach wie vor zu gut geht um bereit zu sein eigene Verluste in Kauf zu nehmen, die man bei einer tatsächlichen Umwälzung, also einer die den Namen verdient, erleiden würde.

      Ich persönlich tendiere bei meiner Vorhersage des Kommenden zu einer Kombination von brachial militärisch gesicherten Grenzen, und Stadtvierteln voller Parallelgesellschaften, in denen sexuell unterdrückte Jungmänner mehr oder weniger laut von der Scharia träumen. Ich kenne das aus London….
      Beides wird man allerdings in der Glotze nicht zu sehen bekommen. Und obwohl ich Don zustimme, dass die Lage in vier oder sechs Moinaten eine ganz andere sein wird, so bin ich fast sicher, dass uns das Merkel auch dann noch vom Kanzleramt aus beglücken wird.
      Man hat die Banken ausgesessen.
      Man hat Griechenland ausgesessen.
      Man hat die Überwachung nicht nur ausgesessen, sondern ausgebaut.
      Man sitzt VW aus….
      …und man wird auch dies aussitzen!
      Ich verlass mich da ganz auf deutsche Volk….

    • tga
      Nochmal zum Mitschreiben: Ich bin seit Anfang der 90er Jahre, als der Jugoslawien-Krieg losbrach, nicht mehr demonstrieren gewesen, weil mir leider sehr schnell klar wurde, dass das im Westen überhaupt nichts bringt. Wenn Sie Werte herbeischreien wollen, dann ist es Ihr Problem. Eines, dass Sie teilen mit vielen, die im Westen gerne demonstrieren, weil die Gewerkschaft bezahlt, oder weil der Schröder vorangeht, oder weil man randalieren will oder Loveparade feiern. Das alles sind – nicht unsere Probleme.

      Und ich verbitte mir ganz ausdrücklich, dass von Leuten, die von den eigenen Problemen ablenken wollen, ständig unsere angeblichen Probleme debattiert werden.

      Ich war noch nie bei Pegida und ich und werde da auch nicht hingehen. Aber deshalb lasse ich noch lange nicht jeden auf meinen Landsleuten herumtrampeln. Herr Haupts Lichterketten sind nichts als abgefeimt. Denn als hier ein junges Mädchen mit der falschen PLZ, die den Schmuh geglaubt hat, bestialisch erstochen und verbrannt wurde, gab es keine moralische Entrüstung, keine Lichterkette, keinen einzigen Politiker, der sich dafür interessiert hätte. Auch Herrn Haupts nicht! Dafür gabs Herrn Gabriel, als Schweineblut auf einem Baugrundstück verteilt wurde.

      Man braucht nicht zu schreien, um das zu wissen und vollständig abzulehnen. Das hat etwas mit Reife zu tun, und ja: mit Werten. Aber Leute, die tatsächlich sich mit Lichterketten gegen Nazis brüsten, während sie Umstände relativieren, denen am Ende ein 18jähriges, hochschwangeres Mädchen zum Opfer fällt, haben keine Werte, da hilft kein Geschrei, in der Tat.

  51. Danke lieber Don!
    Danke für diesen (und die weiteren) tollen Artikel.
    Ich kann mich der Meinung anderer Leser nur anschließen.

    Es ist akutell sehr schwer eine kritische Meinung in der Flüchtlingsthematik zu vertreten. Die Angst schnell in die rechte Ecke gestellt zu werden ist dazu einfach zu groß. Ein beängstigendes Gefühl, welches ich als Kind der 80er nie zuvor erfahren habe.

    Freundliche Grüße
    Ein Gast

    • Merkel würde nun sagen
      (geklaut von Wulff) Angst ist ein schlechter Ratgeber. Die rechte Ecke… was soll man sich darunter vorstellen, für mich wäre es die NPD oder die REPs, beides Parteien, die man nicht wählen kann, meine Meinung. Nun war ich mein Leben lang eine ziemlich rote Socke, ohne je Sympathien für die Linke entwickelt zu haben, fand lediglich Gysis Reden teils amüsant und fast immer treffend. Was bleibt nun vom politischen Spektrum übrig, CDU habe ich noch nie gewählt, Grün, eher würden mir die Finger in der Wahlkabine abfallen, SPD/FDP bis 1982, nach dem Putsch fiel die FDP bei mir raus, dann nur noch SPD, bis Hannelörken in NRW mit ihren putzigen Haushalten anfing. Also ging SPD auch nicht mehr, zumal Gabriel und seine Generalsekretärin mir üble Kopfschmerzen bereiten.
      Ich stehe jetzt wohl in Dunkeldeutschland, ohne je rechts gewesen zu sein, bin dort nicht allein und werde nie wieder wählen gehen.

      Aber Angst habe ich nicht, sonst würde ich nicht hier und anderswo mit Klarnamen schreiben. Wenn wir anfangen, Angst zu haben, haben andere (ich denke gerade an Maas u.a.) sehr leichtes Spiel mit uns, das sollten wir auf keinen Fall zulassen. Ich bin übrigens ein „Kind“ der 40er Jahre ;-)

    • es mag ja sein,
      dass Angst ein schlechter Ratgeber ist. Ich würde Pegida auch raten, nicht soviel Angst zu haben, die haben den Boden der Tatsachen nämlich in Bälde erreicht. Schlimmer kann es nur kommen, wenn sie sich überreden lassen, sich wieder in eine SBZ zu verwandeln. Denn das wäre der Preis, den die Rattenfänger verschweigen.

      Fürchten können wir uns aber momentan gar nicht genug. Uns will außerhalb Deutschland niemand etwas Gutes. Polen hat Angst um seine Souveränität (die 2+4 Verträge haben das ja angelegt) um nur mal ein Beispiel zu nennen. Wir sitzen hübsch auf dem Präsentierteller. Freikaufen ist keine Option mehr; wir können die Kröte nur schlucken. Und in so einer Situation driftet das Land auseinander; wie gehabt: Naivität auf der einen, Borniertheit auf der anderen Seite. Es wäre zum Heulen, wenn man noch Tränen hätte.

    • Werter "auch egal"
      Da muss ich ihnen fast mal zustimmen, aber eben nur fast… es ist nämlich immer wieder nur dasselbe dumme Gejammmer.
      Die Wahrheit sieht so aus:

      Wem sowas nicht gefällt der muss sich halt eine Regierung wählen die seine Interessen vertritt. Wenn ihn das überfordert, dann muss er mit dem leben was halt so daherkommt!

  52. R.I.P. Europa 2015
    Eine eigentlich gute Idee wurde von Lobbyisten und Idioten totgeritten.
    Ruhe in Frieden.
    .
    Und rette sich,
    wer kann.

    • bitte politisch korrekt
      bitte schreiben sie doch „von lobbyistinnen und idiotinnen“……………dann sind wir näher bei der wahrheit……..danke !

      ganz korrekt wäre wohl „lobbyierenden und idiotierenden“, dann sind wir nahe am praktizierenden gender-wahnsinn in BaWü und bei den „studierendenwerken“ und den bundesdeutschen „studierenden“…….

  53. Nachtrag
    Werter Don,
    Es ist manchmal nicht leicht mit den großen Worten. Mir liegt nichts ferner als Pegida zu verteidigen, oder darüber zu befinden, ob es richtig ist sie so zu behandeln. Mein Thema sollte die Einseitigkeit der Medien sein. Wie würde die Presse handeln, wenn jemand einen Anschlag auf das Fahrzeug von Hr. Maas verüben würde, oder was wäre wenn Pegida Anhänger einen Demonstranten zusammenschlagen würden? Gäbe es Sondersendungen?
    Egal welche Richtung ich für die Richtige halte, ich finde man sollte fair bleiben.
    Wo bleibt die vierte Gewalt, wenn man sie mal braucht.

  54. Horsti, die Angela ist ja noch immer da
    Lieber Don,

    Du schriebst dieser Tage, dass da bestimmt noch was kommen würde.

    Sieht inzwischen aber eher danach aus, dass der blau-weisse Oberschwanzeinzieher Horst Seehofer das macht, was er immer tut:

    Grosse Fre..e und sich dann über die Hintertür verpi..en.

  55. ...die Wähler (und Nicht-Wähler) wollen keine Verantwortung übernehmen...
    und entdecken „die Politik“.
    Hätte „die Politik“ vor 5 Jahren sagen können ‚Wir brauchen 20 Milliarden, um den Libanon, Jordanien und die Türkei zu unterstützen? Was wäre man heute froh, wenn man mit 20 Mrd. heute davonkäme (aber das haben auch erst die Wenigsten begriffen). Immerzu wird Meinungsäußerung maximal diffamiert, wenn sie der eigene Geist nicht fassen kann: Pegida, AfD, Euroskeptiker, etc. Immer nur druff in voller Geschichtsvergessenheit und sich den Freifahrtschein zum Gutsein lösen:“Ich bin links …“ Oder zumindest gegen Rechts. Links von was? Links von der Realität? Natürlich darf/muss man Höcke und Bachmann für Vollidioten halten. Ich bin 62 und werde nicht mehr wählen gehen, weil mich der gesellschaftliche (nicht der politische) Zwang zur political correctness anwidert, nicht die Politiker. Mir ist der Satz nicht zu dumm, dass Deutschland genau die Politiker hat, die es verdient.
    Warum sollte nicht schon vor Jahren erkennbar gewesen sein, was für ein morsches Gerüst diese Europaarchitekten eingezogen haben? Da war schon klar, dass der AfD-Slogan „Der Euro spaltet Europa“ stimmt. Leute lest die Kommentare, auch in der FAZ, von vor über einem Jahr! Interessant der Gesichtspunkt in einem Beitrag, dass man im Osten sich noch traut, die Meinung zu sagen. Das ganze Gebabbel von Je suis Charlie bis zur Willkommenskultur ist so politisch wie Lebertran. Ich möchte sagen können, dass Glaubensfreiheit für mich bedeutet, frei von Glauben zu sein. Ohne Gefahr zu laufen, dass mir ein islamischer Macho den Kopf abtrennt. Apropos Islam. Ich bin für Glaubensfreiheit und das Konkurrenzprinzip auch in der Politik. Deshalb brauche ich all diese unberufenen Gouvernanten der richtigen politischen Gesinnung nicht. Man kann nicht unbegrenzt analysieren, wenn gehandelt werden muss. Der arabische Macho-Mann ist das Problem Nummer 1, das Deutschland verändern wird. Hilfe für die Flüchtlinge? Und ob! Die 20 Steegner-Milliarden werden nicht ausreichen, weil der öffentliche Dienst in Deutschland nichts kann. Was heißt denn dieser Tage Staatsversagen konkret? Da geht es nicht um eine Abhandlung in Staatstheorie. Es ist ein Versagen des öffentlichen Dienstes. Alles passiert problemgetrieben, und dann immer noch verspätet. Die ‚Flüchtlingskrise‘ zeigt aber auch, wie wenig der Nationalstaat als operative Handlungsebene historisch überlebt ist. Aber es sind ja alle rechte Teutschtümler, die das Wort überhaupt noch aussprechen mögen. Aber manche haben Ahnung von Geschichte und wissen um die Geschwindigkeit von Veränderung. Und manche verstehen sogar was von Logistik und lachen sich kaputt, wenn sie den 17-Punkte-Plan zur fortgesetzten Volksverdummung hören. Ich finde, dass Frau Merkel es gut macht. Sie weiß, was die Leute hören wollen. Ich war schon immer ein Gegner des Mottos „Die Kleinen… die Großen lässt man laufen.“ Richtig so! in der Dialektik von Herr und Knecht. Da muss der Knecht mal seine Verantwortung annehmen!

    De Gaulle hat europäisch und zukunftsorient gedacht, auch verteidigungspolitisch. Das sollt man als Blaupause für wirkliche politische Konzepte heranziehen. Es müssen ja nicht immer die Politiker sein, die das Parteiengesetz ernst nehmen (..wirken bei der politischen Willensbildung mit..). Können ja auch Leute von der „Lügenpresse“ sein. Dann dauert es immer noch mind. 20 Jahre bis man ein Gegengewicht zur amerikanischen Interessenwahrnehmung gebildet hat. Also schaut man ins Heute und sieht, dass nicht Gerechtigkeit die Hauptfrage ist, sondern Befriedung. Da bin ich Putin sogar dankbar, weil mir sein Motiv in diesem Fall gleichgültig ist. Ein bisschen Futter für die vielen Gutmenschen zum Schluss.

  56. Interessant wäre
    genaueres zu erfahren wie man als Inländer ein anständiger
    Bürger wird.
    Das wird immer wieder gefordert, aber eine genaue Stellenbeschreibung,
    Anforderungsprofil, Qualifikationsnachweise etc. bleibt man schuldig.
    Über die Entlohnung hüllt man sich
    ebenso in Schweigen.
    Da muss man sich nicht wundern, das die Nachfrage sinkt.

  57. Robert Misik
    Die FPÖ ist an vielem, sehr vielem schuld, aber für Hrn. Misik kann sie echt nichts. Im Gegenteil: genau diese aberwitzigen höhnischen Realitätsverweigerer treiben der FPÖ die Wähler in Scharen zu. War dies nicht genau das Thema Ihres Artikels?

  58. Nice gets you nowhere
    „…und Stokowskis „Irgendwas bleibt immer hängen“-Methoden machen aus keinem AfD-Anhänger einen verfolgten Juden..“

    Doch! Die Methode wird in breiter Front von Grün nach Rot, vorneweg den funkenden Landesfürstenmätressen angewandt. Die Menge macht, dass ein Ding ein Gift sei. Schon Riehl-Heyse outete die SZ:

    „…bin ich sicher, dass die VORSÄTZLICHE Subjektivität des Beschreibenden für den Leser hilfreicher und ehrlicher ist.“[Hervorhebung von mir];

    Maradona-Niveau. Die SZ als ‚Hand Gottes‘. Lügenpresse aka ‚vorsätzliche Subjektivitätspresse‘. Nur doof, wenn der Pöbel turnusmäßig für einen Tag zum Populus mutiert. Kretschmann erinnert sich gerade. Polybios hatte da auch schon ein Problem.

    • Stark kritisirt bis an den Rand der Verleumdung ha, aber nicht Juden. Das geht nicht.

    • Doppelstandards
      Verehrter Don,

      also ich geb Ihnen ja Recht, dass es mehr als abwegig ist, wenn sich Pegida-Leute als modernes Gegenstück zu im NS verfolgten und ermordeten Juden inszenieren. Und die Äußerungen von Pirincci, dass Politiker die Pegidisten gerne in KZs stecken würden, waren extrem geschmacklos. Nur: Ich sehe da eigentlich keinen so großen Unterschied dazu, wenn Volker Beck twittert, die AfD wolle Homosexuelle wieder ins KZ Buchenwald schicken (und dann zeigt Beck auch noch Pirincci an, weil der den NS verharmlose). Für mich ist beides daneben, eine wirklich abwegige Instrumentalisierung der NS-Verbrechen und eine narzisstische Selbstinszenierung als potentielle Opfer staatlichen Terrors, die im Grunde doch auch jede Debatte zwischen den Lagern unmöglich macht. Und für mich besteht da aber dann auch ein Doppelstandard, dass Pirincci geächtet wird, Beck (dessen Vergangenheit ja nun auch einige dunkle Flecken aufweist) aber ein geachtetes Mitglied des Establishments ist…das ist einfach verlogen und stößt sicherlich viele Menschen ab.

    • klar, Don.
      Juden sind ja auch – Menschen, gelle? Unabhängig von der Richtung, ich weiß, dass Sie mit ihnen zusammengearbeitet haben. Oh, man. ER ist wieder da!!

    • Sie wissen offensichtlich sehr wenig über mich.

    • und Sie lieber Don,
      wissen eben nicht, was es heißt, wenn man 1991 in der Zeitung las, dass in der DDR am besten nur Haushaltsschulen aufgemacht werden sollten, weil es aufgrund der Kindergartenerziehung nicht möglich sei, dass die jungen Menschen einer höheren Bildung zugänglich sein könnten. Das wurde damals im Bundestag debattiert, tatsächlich! Ich habe das erst nicht glauben wollen, weil es nämlich ausgerechnet das ND verbreitete – aber leider, es stimmte. Dann hat man einfach weitergemacht und sich natürlich nicht drum geschert und eine ganze Weile ging das gut – immer, wenn man jemanden persönlich kennt, geht das gut – dann ging es irgendwann nicht mehr gut. Und dann begann letztes Jahr eine Hetzkampagne mit „ich will kein Ossi mehr sein“ und Forderungen, Sachsen solle doch aus dem Verbund der BRD ausscheiden und ähnlichem mehr. Vor dem Hintergrund, sehe ich ja leider nicht, wie Sie hier noch irgendetwas ausschließen können. Dafür muss man nichts relativieren, um zu erkennen, dass das auch kein Spaß mehr ist. Aber Sie haben recht, ich kenne Sie wirklich nicht.

    • Die Zentrifugalkräfte merkt man übrigens auch in Bayern. Die ganze Geschichte ist ja nicht demokratisch legitimiert, sondern präsidial entschieden, und das ärgert viele.

    • @Don Alphonso
      Entweder, die Zeitungen haben die Willkommenskultur tatsächlich herbeigelogen. Dann wären Ihre Kollegen ja – na, ich spare es mir. Ich denke nämlich besser von Ihnen. Oder: realistisch von denjenigen, die mir in den letzten 25 Jahren so begegnet sind! Dann ist die Willkommenskultur (hurra, wir verdienen!) in der Tat – ganz und gar und vollständig demokratisch legitimiert. Dafür braucht es nämlich keinen Volksentscheid, weil das Volk nämlich der Souverän ist, der kann handeln und über den Ausnahmezustand entscheiden, wie er das gerne möchte und Ihre Kollegen haben viele, viele Belege für die ganz und gar freiwilligen Anstrengungen der Bürger zusammengetragen! Das ist der einzige verfassungsrechtliche Grund, weshalb es ein BVerfG gibt: Um den tatsächlichen Willen des Volkes zu dokumentieren. Wollen wir hoffen, dass Seehofer so brav ist und wieder das Stöckchen holt … dann haben wir das schwarz auf weiß.

      Die Ausrede mit „präsidial entschieden“ zieht nunmal nicht. Die Kanzlerin hätte doch sagen können was sie wollte: Ihr hättet keine Fähnchen dazu schwenken müssen. Und die Bundespolizei hätte den Ansturm gefälligst abwehren müssen oder gegen Befehle remonstrieren, ganz notwendig. Sogar ein Widerstandsrecht hätte sie im Zweifel (hätte der Wille des Volkes nicht dahintergestanden) gehabt; aber es wäre gar nicht nötig gewesen, sich darauf zu berufen: Sie hätten nur einmal ihren Auftrag ernst nehmen und ihre Sache so machen müssen, wie es ihnen der Gesetzgeber aufgetragen hat, statt die Nase in den Wind zu halten. Kein Zweifel, dass die Kanzlerin wusste, dass soviel Disziplin Eure Beamten überfordert – aber das macht es doch nicht zu ihrer Verantwortung!

      So lange ich den Westen erlebe, so lange sehe ich auch, wie von rechts und links das GG gescholten wird. Noch der Dümmste spielt sich auf, als wüsste er es nicht nur besser, sondern als wäre er höchstpersönlich ein Verfassungsorgan und hätte den Überblick, sich aus bestimmten Gründen mal darüber hinwegzusetzen … ist doch nur ein Gesetz, höho!

      Es war aber doch besser als gar nichts. Nur Wilde verzichten nämlich auf die Einhaltung von Gesetzen. Dass diese Erkenntnis nicht zu Euch vorgedrungen ist, ist Eurer Versagen; stets eifrig dokumentiert von Eurem BVerfG (da sitzt nicht einer aus dem Osten und das hat auch seinen Grund). Ein Volk, dass sich aus Prinzip lieber mit dem Kopfputz der Migranten befasst als mit dem, was wohl in deren Köpfen vorgehen mag und wie es ggf. ihr Verhalten beeinflusst – das schützt eben seine Grenzen nicht. Denn es ja hat keine, genauso wenig wie Gesetze! Keine im Kopf, keine außerhalb des Kopfes.

      Diese ganze Verantwortungsabschieberei auf die Kanzlerin ist also reichlich infantil. Ihr habt bekommen, was ihr wolltet. Entweder Seehofer gelingt es, das zu beweisen – oder die Medien sind …..

  59. das elend
    Ob braun oder rot
    es ist dieselbe Soße
    millionerfacher Tod
    kroch aus deren Schoße.

    Versteckter Neid
    gekraenktes Ich
    zu allem bereit
    widerlich

  60. Zurück in die Vernunft
    Es gibt wohl kaum jemand, dem es nicht vor tausenden analphabetischer junger Testosteronbomber graust, die so richtig den Punk rauslassen: „Don’t know what I want, but I know where to get it!“

    Geschenkt. Auch, dass es wohl ganz vielen so geht, wie der ehrlichen Object be, die nicht mit ihrer hart erkämpften Lebensqualität die Rechnung für das ganze Desaster persönlich zahlen wollen.

    Aber bevor wir uns nur noch in unseren Befürchtungen suhlen, wäre es langsam Zeit, zu überlegen, welche Handlungsstränge zumindest in eine bessere Richtung führen könnten.

    Klar und ohne Geschwurbel – so irreal diese Erwartung sein mag.

    Immerhin fand ich einen Bericht in ttt gestern bemerkenswert, umso mehr weil ich davon noch nie etwas gehört hatte – was ich eigentlich schade fand:
    Shababtalk von der Deutschen Welle scheint eine deutsch-arabische Sendung der Deutschen Welle zu sein mit grosser Verbreitung, die mit ihrem Moderator Jaafar Abdul Karim heikle Themen duchaus anpackt. Offenbar ist auch der arabische Raum vielschichtiger, als man den gängigen Medien entnimmt, wenn man „nur so am Puls“ bleibt.

    Wie auch immer das Programm sein mag, es hätte mich interessiert, mehr davon zu erfahren. Eventuell hätte man da authentische Quellen hören können, WAS vielleicht dort Hoffnung zu bleiben bringen könnte. (grosser Konjunktiv).

    Die beste Lösung, die man finden könnte, wäre ein Weg, beide Seiten einsehen zu lassen, dass es keine Zukunft geben kann, wenn die ganze Region eine von 14 Internships bei Porsche in Stuttgart haben wollte.

    Könnte nicht irgendjemand an dieser ganzen Zuspitzung und Verteufelung seine helle Freude haben???

    Das Bild von jungen „normalen“ arabischen Menschen mit Hirn scheint sehr sehr blass zu sein gegen die ganze anonyme Flüchtlingswalze.

    Aber dafür müssten wir wohl einsehen, dass der globale Kapitalismus in genau die Sackgasse hineingerannt ist, in der ihn alle grossbrüderlichen Apokalyptiker haben wollten.

    Und je drastischer das Medienbild schöngezeichnet wird, desto mehr die dumpfen Vorurteile hochbranden, desto eher sind „Notstandsgesetze“ das letzte Aufgebot.

    Ich würde gerne hören, welche Stimmen der Vernunft in den „Herkunftsländern“ welche Wünsche hätten, um dort überleben zu können – selbst wenn sie uns vielleicht nicht komplett gefallen würden.

  61. Was ist von einer Bevölkerung zu halten
    die sowenig Rückgrat hat, dass sie sich nur noch retten
    kann, indem sie Migranten devot die Schuhe putzt und dafür
    Respekt einklagt.

    • @E.R.
      Sie schaut devot, während sie heimlich hofft, dass ihr die Asylbewerber die Schuhe putzen – das meinten Sie sicher!

      Was soll schon daraus werden? Große Enttäuschung auf beiden Seiten! Entweder, die Asylbewerber überlegen sich die Sache doch noch einmal. Das Wetter ist kalt, das Essen schmeckt nicht, das Leben ist überhaupt freudlos in Deutschland. Oder es folgen Hauen, Stechen und böser Hass.

  62. Anmerkungen
    Hallo Don,

    also grundsätzlich finde ich das Verschweigen von Herkunftsangaben problematisch, falls nämlich bestimmte Gruppen tatsächlich überrepräsentiert sein sollten bei Vergewaltigungen (besonders den an und für sich ja eher seltenen Überfallsvergewaltigungen) oder sonstigen Verbrechen, wäre das m.E. für die künftige Einwanderungspolitik durchaus relevant. Leider ist es irgendwie ziemlich schwierig, da an verlässliches Zahlenmaterial zu kommen, deshalb bleibt es bei der Zusammenstellung von Einzelfällen auf Rechtsblogs oder z.B. auch in Artikeln US-amerikanischer neokonservativer think tanks wie dem Gatestone Institut. Manchmal sickern ja dann auch in den Leitmedien irritierende Fakten heraus, die FAZ hatte vor einigen Wochen einen Artikeln, der insgesamt eher beschwichtigend war, aber dann auch feststellte, dass in 5% aller angezeigten Vergewaltigungen Verdächtiger und/oder ermittelter Täter Asylbewerber seien…was ja doch eine erhebliche Überrepräsentation darstellt. Insgesamt fehlt mir hier bei der „Qualitätspresse“ der Wille sich mit dem Thema näher zu befassen…was im Netz rumgeistert (und mir teils auch überzogen erscheint), z.B. von dem angeblichen Vergewaltigungs-Dschihad in Schweden, wird kaum wahrgenommen bzw. es bleibt bei vagen und für mich wenig überzeugenden Versuchen, diese Sicht zu widerlegen. Diese „dass nicht sein kann, was nicht sein darf“-Haltung überzeugt mich aber überhaupt nicht…Vorgänge wie die jahrelange organisierte sexuelle Gewalt in Rotherham und zahlreichen anderen englischen Städten (wo der Begriff rape culture tatsächlich einmal berechtigt wäre) hätte man ja bis vor einigen Jahren auch nicht für glaubhaft gehalten. Insgesamt bleibt bei dem Thema viel Ungewissheit, ich nehme an, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den offiziellen Beschwichtigungsdarstellungen und den extremeren rape jihad-Phantasien.
    Noch was am Rande: Ich verstehe nicht wirklich, wieso Sie so pauschal gegen „DNA-Ermittlungen“ sind. Einverstanden, dass eine generelle Speicherung von DNA-Daten bürgerrechtlich fatal wäre, auch über Maßnahmen wie DNA-Massentests kann man sicherlich begründet eine ablehnende Haltung vertreten. Aber gerade in Fällen, wo sich Täter und Opfer vor der Tat nicht kennen, können DNA-Spuren zentral sein, anders lassen sich solche Zufallstaten oft ja kaum aufklären. Ich finde es da wirklich überzogen, grundsätzlich DNA-Ermittlungen abzulehnen.

  63. Netter Artikel vom Don, allerdings habe ich eine Frage: Wie kommt es ...
    dass des öfteren meine Merkel-kritischen und auch Journalisten-kritischen Beiträge bei der FAZ (mittlerweile immer öfter) vom (Azubi ?) Moderator unter den Tisch gekehrt werden? Da ich diese allerdings kopiere und einige Tage später diese nochmal vorstellig werden und dann „genommen“ werden, heißt das jetzt: Der eine Mod war mehr links und der andere war wiederum rechts?
    Upps, jetzt wird mir die deutsche Medienlandschaft vielleicht doch etwas zu hügelig und dann halte ich mich eben noch mehr zurück, denn ich möchte in KEINER Ecke landen. Und ich bilde mir mein Urteil über die „Verschweigerpresse“, denn Lügenpresse sage ich lieber nicht.

    • Das weiss ich offen gesagt nicht. Momentan ist viel los im Maschinenraum,

    • das Problem kenne ich auch
      und meine, um 14 Uhr ist Schichtwechsel ;-) Aber wer meinen Kommentar beim ersten Mal nicht will, dann eben nicht. Ich habe mir noch immer nicht angewöhnt, diese abzuspeichern, lohnt momentan ja auch wirklich nicht.

  64. "Übergriffe"
    Werter Autor, möglicherweise habe ich es überlesen aber: Wovon genau sprechen Sie, wenn Sie „Übergriffe“ beschreiben?
    Mir als Frau wird jedenfalls zunehmend blümerant im Gemüte, wenn ich an einer Gruppe männlicher „Flüchtlinge“ vorbeigehe und mir aus der Gruppe heraus anzügliche Gesten, Gegrinse und Bemerkungen entgegenschlagen. Ist mir nun schon mehrmals so passiert. Ich finde dieses Verhalten widerwärtig. Und ich möchte mich auf einer öffentlichen Strasse nicht unwohl und begafft erleben und mit *F…*-Gesten belästigt sehen. Und dann den Kopf senken müssen, um keinen weiteren Anlass zum angemacht-werden zu geben und mich möglichst schnell und mit klopfendem Herzen aus der Nähe dieser „Flüchtlinge“ entfernen müssen. Als Frau. Auf einer öffentlichen Straße. Mitten in einer Stadt. Am hellichten Tag. Das ist abstoßendes und widerwärtiges Verhalten und ich will solche Leute nicht in Massen in meinem Land haben. Meine Tochter geht an ihrer Lieblingsstrecke in Berlin nicht mehr Joggen. Aus den gleichen Gründen. Muss man das nun hinnehmen, weil man sonst „rechts“ ist? Bitte sehr, dann bin ich eben „rechts“. Oder eine „besorgte Bürgerin“. Wissen Sie was, werter Autor? Mir ist es zunehmend egal, welche Bezeichnung Journalisten für Menschen wie mich finden, wie sie mich titulieren. Ich weiß, was ich erlebe und was meine Tochter erlebt. Und ich mag das nicht und ich will das nicht. Und deshalb mag ich männliche Migranten nicht hier haben und werde (als ehemalige Linken-Wählerin) die rechtest mögliche Partei bei der nächsten Wahl wählen, die ich finden kann.

    • Also nicht CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE
      Die, die diese Zustände zu verantworten haben.
      Sondern …
      ?
      ??
      ???
      Linke, mit SED-Anteilen?
      AFD?
      NPD?
      Die grauen Panther?
      Oder die, die jetzt entstehen?
      Die sind am Anfang ganz klein.
      Wie die Piraten.
      Bewegt haben die …
      nichts!
      Und nu.
      Butter bei die Fische.
      Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos.
      !

    • Titel eingeben
      Ich kann Ihnen zustimmen, was das Verhalten mancher/mehrerer männlicher Flüchtlinge betrifft. Zum Glück erlebe ich diese Belästigung weit seltener als Sie. Aber wenn das für Frauen zum Alltag wird, ist das nicht akzeptierbar. Wir können das Privileg und schon die Selbstverständlichkeit genießen, sich frei zu fühlen, und es wäre ein Abzug an Lebensqualität, wenn wir Rechte, für die wir so einstehen, nicht mehr tatsächlich gewährleistet bekämen; weil die Realität von dem Verhalten der Männer abhängt. Es heißt natürlich, die Flüchtlinge sollen unsere Werte annehmen, aber ohne Sanktionsgefahr kann das ungewiss lange dauern. Vor allem liegt das Verhalten an der Bagatellgrenze. Es ist bedauerlich und nicht in Ordnung, wenn wir uns im eigenen Land nicht mehr wohl fühlen. Was passiert? Die Frauen werden de facto unterlegen; die, die das belästigende Verhalten ausüben, die Sieger.

    • Anderswo ist es extremer
      Eine Freundin, linksliberal, hat vor kurzem aus diesen Gründen Montreal verlassen. Sie hatte es satt, aufgrund ihrer Rasse, kaukasisch, regelmäßig sexuell belästigt und herabwürdigend behandelt zu werden.

      Für die grosse Idee müssen natürlich Opfer gebracht werden. In Nordengland ging es um den Erfolg von Labor, hier um das moralische Selbstverständnis der Elite. Dafür müssen andere, vorrangig Mädchen, mit den falschen Postleitzahlen, schon mal bluten. Das Gute ist, dass in ein paar Jahren uns dies alles nicht mehr stören wird. Mark Steyn beschreibt dies sehr treffend in „The Reformation of Manners“: Die Mehrheit der Bevölkerung denkt nicht in Kategorien von ‚gut‘ und ’schlecht‘ sondern passt sich den vorherrschenden Gegebenheiten an. Das gegenwärtige Gefühl des Unwohlsein ist daher nur vorübergehend.

    • @Gast, 27. Oktober 2015 um 03:22 Uhr
      Für Ihre Einschätzung, dass das gewöhnlich Geübte weithin als das Rechte angesehen wird, spricht auch der Gebrauch des Wortes „normal“: Es wird selten als „der Norm genügend“, meist als „der häufigst vorkommene Fall“ verstanden, diese semantische Verschlamperung weist in genau dieselbe Richtung. Oder auch die nicht eben ungewöhnliche Situation, wo einer nach wahrgenommener Üblichkeit solchen Verhaltens fünf gerade sein lässt und dann sich sehr selbstverständlich rechtfertigt mit einem „Ich muss auch schauen, wo ich bleibe.“ Wenn man jenen berüchtigten Polizeistreik in Kanada und seine Folgen bedenkt, ist das Eis also dünn. Was wäre, wenn der Staat in vielen Augen seine Legitimität verlieren würde (verloren hätte?)

    • Informationskrieger von Rechts
      @Gast

      Ach je, der Steyn. Toller Rhetoriker/Polemiker mit umfangreichen Mitarbeiterstab, sehr merkwürdiger Agenda und teils überaus bizarren Standpunkten. Tätig als Organisator eines Art „antisalafistischen Informationskrieges“ (das ist noch die positivste Deutung – rechtsradikaler Antislamkämpfer und geistiger Vorbote Breiviks stimmt bei ihm doch deutlich eher) bis hin zu Erscheinungen wie der German Defense Legue. Bestens vernetzt. Ein verblüffend mächtiger, postmoderner Intellektueller, bei dem Desinformationen und Spins eine prominente, mitunter sogar vorrangige Rolle spielen.

      So eine Art Pegida für Kopfmenschen mit jede Menger Input von der NSA. Gewissermaßen auch ein Ausblick darauf, was auf uns zukommen wird. Wenn Sie ihn wirklich gerne lesen und ihm gerne zustimmen: Nun, mein Fall ist er und das Treiben der Seinigen gewiss nicht, aber es zeugt davon, dass Sie sich mit sehr schwierigen Themen auseinandersetzen. Ähem, und dies gerne sehr einseitig…

      Trotzdem: Auch das Einseitige kann den Verstand schärfen! Wenn man ihm völlig nicht erliegt…

    • @Mediensegler
      Das haben sie schön zusammengestellt.

      Leider wird keine deustche Zeitung sowas nachdrucken…

    • @roma
      Sie sollten lieber mal beten, dass sich die Situation beruhigt, bevor es wieder Wahlen gibt. Das Volk ist nämlich nicht in der Verfassung, eine Wahl zu treffen: Wer stellt sich denn bitte mitten in die Bronx (auf den Marktplatz der Welt) und gröhlt: „Ich bin ja soo reich! Schaut auf meine fette Rolex! (Wir können doch soviel abgeben, wir haben soviel Turnschuhe).

      Das ist, freundlich gesagt, in allerhöchstem Maße unbescheiden. Vor dem Hintergrund der tatsächlichen Verhältnisse im Land ist soviel hohle Prahlerei überhaupt nur damit zu erklären, dass sich die Leute mittlerweile wirklich ausschließlich über ihre Habe definieren (und den Gedanken nicht ertragen, dass es sich dabei größtenteils um Plunder handelt). Die sind innerlich scheinbar komplett leer und müssen wie die Exibitionisten jedem zwanghaft alles zeigen, was sie haben; komischer Weise im Westen noch mehr als im Osten, da haben die Kirchen wohl leider nicht weitergeholfen (obwohl mir natürlich lieber ist, jemand ist da drin; das gibt wenigstens einen Hauch Identität)!

      Und wenn ich auf die Exekutive sehe, die – offenbar ohne dass de Maiziére überhaupt einen Befehl erteilen musste – die ihnen grundgesetzlich nun einmal aufgegebene Grenzsicherung einfach unterlassen hat (was, nebenbei bemerkt, u. U. sogar strafbar ist) dann argwöhne ich auch, mit wem ich es da zu tun habe: Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder, sie sind eingeweiht und völlig d´accord mit der Kanzlerin, dann sollten sie langsam mal die dämliche Heuchelei einstellen; das ist ja ekelhaft. Oder sie sind wirklich die letzten Idioten; denn an Schengen hält sich keiner mehr. Dann sind sie so überflüssig wie ein Pickel am Allerwertesten.

      Im übrigen sollten wenigstens DDRler, leidgeprüft durch einen Systemwechsel, erkennen, wann die außenpolitische Klaviatur gespielt wird und was das üblicher Weise für die Innenpolitik zu Folge hat: Will man außenpolitisch etwas durchsetzen – und das wollen wir ganz offensichtlich, deswegen werden wir ja angefeindet – , kostet es innenpolitisch – immer! Auch und zuerst in Propagandawährung.

      Ich weiß auch nicht, ob wir den Preis am Ende zahlen können. Aber ich weiß auch nicht, ob wir überhaupt eine Wahl hatten, als uns so zu verhalten, wie wir das eben getan haben und fortsetzen. Deshalb maße ich mir da auch kein Urteil an. Und wenn die Leute nicht alle von der Meinungspest befallen wären, würden sie im Zweifel dasselbe tun. Stumm spazierengehen, war m. E. das einzig Vernünftige.

  65. EU Tagung zu Flüchtlingen
    Es gibt einen lesenswerten Kommentar von Jens Berger auf den NDS zu der Tagung, die die Inkompetenz und den Mangel an tatsächlichem Willen zu einer Einigung sehr schön zusammenfasst.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=28089#more-28089

  66. Koexistenz
    Er ist gespenstisch wie redsam; genugtuen finde ich vor Auskunft ohne diese oder jene Frage gestellt zu haben; Antworten, von den uns der Journalismus aus welchen Grunde auch, heraushält: Verprellt!

    Nein die Presse lügt nicht; ich sehe die Nachrichten im Fernsehn und wundere mir nur, wie spöttisch der Menschliche Intellekt sandet; an Beginn der Wanderung, grault der politischen Instrumentierung, so bemerkten sie es beim Leser und Hörer; die an Aufmerksamkeit sich schon verbessert hatten, was mit der Welt passierte. Presse zog los und log nicht mal; verheerend diese Flüchtlingströme in der EU.
    Sah in Bildern die Ungereimtheiten, hörte im Fernsehn auf einmal wieder von Nichts; vorher klotzen überschlugen sie sich von Griechenland nach Mazedonien, von unwürdigen zu berichten; dann war Ungarn dran; andere Länder waren nicht mehr vorhanden; wie geht Frankreich, Italien, Dänemark, mit ihren Flüchtlingen um; ich als Deutscher habe in dieser Welt nichts gutzumachen; aber was jetzt beginnt ist mir Elend; der Artikel des Don war Gut; höchste Zeit; und doch! Lese Meinung vieler anklagend.

    Ich habe mich kurzgehalten. Wo sind die Journalisten hin, die Missstände auf- klärten? Die Welt ein bisschen sauber machten; gelogen wird nicht nein; es schreibt keiner, die Welt, ist Still. Es fehlt der Welt nur an Wahrheit, an Ehrlichkeit die Anständigkeit zugewinnen.

    Wer eine Meinung hat, muss auch zuhören können.
    Gedanken auslegen lassen wo der Verstand schreit.

    Danke.

    • Die Presse muss nicht Lügen.
      Der „Dumme“ User darf als Vollzeit Beschäftigung sich ein Kuchen aus diesen Fragmenten backen.
      Wo sind nur diese guten alten Zeiten, wo die Torte einem vorgesetzt wird, und keine Frage aufkamen

    • Sie irren, Born.
      Zeitungen sind Konsumprodukte.
      Deren Aufgabe ist keineswegs Aufklärung, sondern das Erwirtschaften von Profiten für die Konzern Anteilseigner.
      Damit ist keineswegs nur die Auflage gemeint, sondern eben auch das Schaffen eines „Bewusstseins“ des Volkes, das die politischen Rahmenbedingen für solche Wirtschaft garantiert. Z.B. bei Wahlen….

      Journalisten, sollte es denn tatsächlich noch welche geben, würden da nur stören

    • Na, also so ist es auch nicht. es gibt viele sauber arbeitende Kollegen – man muss halt wissen, wie man sich informiert.

    • @Don
      Da haben Sie recht, nur wer hat denn soviel Zeit solange zu suchen, bis er weiss wem er einigermassen vertrauen kann? Zumal wie wir ja mittlerweile sehen, sich dies auch noch laufend ändert…

      Wenn ich morgens das FAZ Feuilleton öffne, dann schaue ich immer ganz gespannt ob sich das, was aus diesem Blatt leider geworden ist, jenes Feigenblatt das sich Don Alphonso nennt, noch leistet.

      Im Spiegel gabs vor kurzem einen Artikel zur Entwicklung der Zeitungen, auch der FAZ. Und zwar am Beispiel der medienweiten intellektuellen Konsequenzen, die der Verlust von Schirrmacher für redliche Menschen hatte.

      Ich zB gehöre zu denen die mitllerweile sogar dankbar dafür sind, dass der Spiegel in jeder Ausgabe zwei oder drei wirklich gute Artikel bringt. Im FAZ Feuilleton finde ich sowas nämlich nicht mehr…
      Da wird heute im ersten Artikel dem Volk erklärt, dass Meinungsfreiheit gefährlich ist, und die FAZ uns davor schützt, und ganz genau weiss was wir wissen sollen und welche Meinungen zu zensieren sind.
      Ich kenne das Buch nicht und werde es sicher auch nicht lesen, aber ich habe mittlerweile den Eindruck, dass man Angst davor hat, dass zu viele dessen Inhalt gar nicht so entsetzlich finden werden.
      Die Meinungsfreiheit abzuschaffen bzw noch mehr einzuschränken, weil man jahrzehntelang eine Politik betrieben hat, die sogar sowas attraktiv erscheinen lässt? Das ist genau das Denken mit dem man auch die Totalüberwachung durchsetzt. Wer ein gutes Beispiel dafür sehen will, mit welchen Tricks man Gesetze und Grundrechte umgeht findet ein lehrreiches Beipiel aus Frankreich hier:
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ueberwachung-Frankreichs-Senat-winkt-Carte-Blanche-fuer-Geheimdienst-durch-2861992.html

      Und im zweiten Artikel wird man mit christlichem Schwachsinn belehrt, von einem Dummschwätzenden Pfaffenknecht der sich „Philosoph“ nennt, obwohl sein Leben aus dem Verwalten toter Bücher bestand, und der sich wie in der Uni Branche üblich, bis zur Pensionsberechtigung sesselfurzend durchgearbeitet hat.
      Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen an der LMU bei diesem Herrn studieren zu „dürfen“.

      Damit wir uns nicht missverstehen. Ihc habe Verständnis für jeden Jouranlisten, der hinschmeisst weil er sich an sowas nicht länger die Finger schmutzig machen will.
      Was ich nicht mag sind die Prantls der Welt, die permanent Kompromisse machen, alles verwässern und dadurch zu einem ganz wesentlichen Teil des eigentlichen Problems werden!

  67. Man muß den Tatsachen ins Auge sehen: Es wird nicht gelingen, die Migrantenströme nachhaltig zu re
    duzieren. Auch wird es nicht gelingen, alle nach Europa und Deutschland kommenden Asylanten und anderen Einwanderer zu integrieren. Gleichwohl werden die meisten nicht in ihre Heimat zurückkehren (können). Also wird man auch in Europa und Deutschland dauerhaft Flüchtlingslager einrichten müssen, wie es sie im Libanon, in der Türkei und in anderen Ländern gibt. Eigentlich gibt es die ja auch schon in Deutschland, nur in kleinerem Maßstab und vielleicht hat man noch nicht realisiert, daß es Flüchtlingslager sind. Auch die „Hotspots“, die nun in Griechenland und Italien eingerichtet werden sollen, werden wohl zu Flüchtlingslagern werden. Es wird Zeit, der Bevölkerung und den Migranten diese traurige Wahrheit zu sagen!

    • Zwangsläufig
      wird das so kommen.

      Ich glaube den Willkommenskulturern wird es recht sein.
      Haben sie doch hier einen ganz anderen Zugriff auf Ressourcen,
      um sich und ihre Ideen zu verwirklichen.

    • ...
      einen Topmanager aus der Industrie wie in dee Türkei, wird man nicht als
      Chef akzeptieren.

  68. Bitte korrigieren
    in den letzten zwei Abschnitten:

    Unsicherheut, einersets, gross, Persoalausweis, sassen

  69. Geschichte wiederholt sich....
    auch wenn anderes dabei herauskommt.
    Anders als in Weimar sind wir heute vor allem auf dem linken Auge blind.
    nichts was Pergida tut ist auch nur annähernd so problematisch, wie das, was wir aus den Demos der 80ziger Jahre aus dem linken Spektrum kennen. Wenn Pergida entgleist ist das Volksverhetzung, wenn Gabriel Pergida „Pack“ nennt, meint er wohl nur sich selbst.
    Wenn Häuser besetzt und angezündet wurden von links, war das demokratisch, wenn heute Häuser angezündet werden ist das grundböse.
    90% aller Gewalttaten, auch in Zusammenhang mit Pergida, gehen von linken Gegendemonstranten aus.
    Ich persönlich halte nichts von Pergida wei lsie sich zu sehr provozieren lassen, sehe aber die Brandstifter eher in Regierung und linkem Pöbel.
    Wohin einseitige Blindheit führen kann, zeigt die Geschichte von Weimar.
    Wohin die heutige Einseitigkeit führt ist noch offen…

  70. Der Philosoph Hans Albert
    liefert einen Satz trefflicher Begriffe, um (auch) die derzeitigen Abläufe zu fassen.

    Das politmediale System betreibt Kritikimmunisierung und hängt der Wirklichkeit moralische Wolken vor, damit man möglichst nicht dahinter sehe. Man scheint sogar willens, auf dem Weg der Gesinnungssanktionierung immer weiter zu gehen, um nur endlich den Wirklichkeitseinflüsterern das Maul zu stopfen. Aber was im medialen Nebel wächst und gedeiht, wird irgendwann nicht mehr von ihm verdeckt bleiben. Das politische System steht dann halbnackt und mit vollen Unterhosen vor dem Volk. Die Torheit der Regierenden in prototypischer Blüte.

    Bei den streitenden Einstellungen sieht man einen Alternativenradikalismus etabliert, so als ob es nur darum ginge, entweder die Grenze Deutschlands und damit die Souveränität bedingungslos abzugeben oder an der Grenze ein Hasenschießen auf entzückende braune Babies zu veranstalten.

    Wenn sich das Scheitern der derzeitigen, bloß gestikulierenden Politik aber nicht mehr weiter verbergen lassen kann, wird vermutlich ein Gutteil derer, die es sich derzeit noch in moralistischer Verblendung verhehlt, ziemlich abrupt auf die andere Seite wechseln, natürlich unter Wahrung der eigenen moralischen Makellosigkeit. Es wird dann also Sündenböcke geben müssen. Es würde wohl nicht die Zicke im Hosenanzug sein, sondern die Abderiten würden einen armen alten Esel zerreißen. – Rekonstitution der Gemeinschaft über ein Opfer, es werden gerne auch Tausende genommen.

    Wenn aber doch kein solcher Umschwung stattfände, werden wir einen hübschen kleinen, angesichts der Machtverhältnisse zwischen den Parteien vermutlich „nur“ asymmetrischen Religionsbürgerkrieg bekommen, sind doch die zwei oben genannten Gesinnungsaspekte die Kernelemente aller neueren Religionen. Dreißig Jahre später dann vielleicht Einsicht.

    Dieu se rit des hommes qui se plaignent des conséquences dont ils chérissent les causes. (Nach Bossuet.)

    • ...
      Ich halte es für entscheidend wie schnell Frau Merkels Ansehen im
      Ausland sinkt.
      Das werden die Deutschen nicht verkraften.
      Ja, da braucht es dringend
      Sündenböcke, nur um das Ansehen weiter zu ruinieren.

      Die bange Frage, was denkt das Ausland über D, muss dann
      nicht mehr gestellt werden.

    • @ E.R.Binvonhier, 27. 10 2015, 12:55
      Und noch schneller ginge es, wenn es einen islamistischen Anschlag auf eine amerikanische Kaserne gibt. Ich wette, da würde von unserer Geht-aber-gar-nicht-Kanzlerin selbst von holla nach gleich die Grenze dichtgemacht.

      Das Hauptproblem, das am klarsten bei der neugewonnenen grünalternativen Anhängerschaft unserer Alternativlosen zu sehen ist: viele Deutsche wollen gar nicht mehr, dass ihr Land souverän sei. Deutsche Souveränität ist nämlich böse. Wenn’s dem Esel zu lange wohl war, geht er aufs Eis. Nach dem Einbruch sieht die Sache dann aber anders aus. Mancher Esel wird aber auch dann noch glauben, wenn nur alle geglaubt hätten, dass das Eis trägt, dann hätte es auch getragen.

      Dummheit schadet mehr als Boshaftigkeit.

  71. Die üblichen Verdächtigen
    Vor 10 Tagen hatte ich schon in einer Kolumne einer Tageszeitung gelesen: „Es ist unmöglich, zu sehen, was ist, wenn man darauf festgelegt ist, wie es zu sein hat.“

    Im Rahmen der offenen Grenzen und Obergrenzen wurde mir dann gestern abend endgültig klar, worauf ADR und insbesondere ZDF wohl festgelegt sind: Das heute-journal startete mal wieder einen erzieherischen Appell, um die Linie der Kanzlerin auch bildnerisch zu untermauern. Unter dem Motto „Fürchtet euch nicht (vor denen, die da kommen)“ wurde uns eindrucksvoll gezeigt, wer da kommt:

    (*) Ein syrischer Arzt (Anästhesist, arbeitet hochmotiviert in Ellwangen im Erstaufnahmelager)
    (*) Ein pakistanischer Manager (arbeitet demütig derzeit noch als Küchenhelfer mit der Hoffnung in Deuschland auch Manager zu werden)
    (*) Eine syrische Studentin (die in Deutschland weiter studieren will und darauf hofft, ihre Familie nachziehen zu lassen)
    (*) und natürlich, die dürfen beim ZDF auf keinen Fall fehlen, die Kinder (vor allem die mit Kulleraugen).

    Überhaupt seien viele der Flüchtlinge in Ellwangen (natürlich) Syrer, und hätten eine gute Ausbildung. Die Wirtschaft (IHK) interssiere sich auch schon und nimmt an Führungen durch das Aufnahmelager teil.

    Na dann,
    bei so einer guten Berichtserstattung (Qualitätsjournalismus) kann ja dann wirklich nichts mehr schiefgehen – wir schaffen das, oder wie Schäuble sagt: „Wir kriegen das hin“!

  72. Hass von links und rechts
    Unter den vielen guten Beiträgen, einer der besten! Danke dafür. Das Versagen der Politiker ist haarsträubend, das Versagen der (meisten) Medien nicht minder. Sie verharmlosen nach links und keifen nach rechts. Hauptsache man muss nicht von seinen jeweiligen Vorurteilen lassen. Allein die Regionalpresse, wie zum Beispiel das Hamburger Abendblatt, findet einen mittleren Ton sowohl in der Berichterstattung als auch in der Kommentierung. Da man auf die zahlenden Bürger-Abonnenten angewiesen ist, muss man der Vernunft der Mitte Raum geben und kann nicht wie die linke und rechte Journaille nur sein Mütchen an der Gegenseite kühlen. Was ich nicht wusste, obwohl ich täglich so viele verschiedene Medienerzeugnisse lese, dass der Hass der Zur linken Szene und der zur rechten gehörenden Journalisten so tief sitzt. Kein gutes Zeichen für unser Land.

  73. Amputierte Nachrichten
    Ich stimme zu, es ist höchste Zeit, dass die Deutschen ihre Sorgen und Ängste über den wachsenden Flüchtlingsstrom zum Ausdruck bringen. Auch wenn sie es befürchten, dabei missverstanden zu werden und als Extremrechtsorientierte angenommen zu werden. Eine offene Flüchtlingspolitik, die kaum Gegenmeinung sowie kritische und oder negative Äußerung über die Menschen, die hier in Alemania Schutz suchen, zulässt, führt zu einer Radikalisierung der Gesellschaft, „L’enfer est pave de bonnes intentions“…Ein solcher gutgemeinter Konsens, der kaum eine freie Debatte erlaubt, könnte eine gefährliche Gegenströmung, Haßwelle gegenüber den Flüchtlingen, verursachen, was eben die deutsche Regierung und die deutsche Bevölkerung in ihrer größten Mehrheit unbedingt vermeiden wollen. Integrationsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit scheinen die Voraussetzungen für ein friedliches und gegenseitig kulturell bereicherndes Zusammenleben zu sein.
    Diese Eigenschaften könnten schon in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern, im Irak, in der Türkei, vor der Einreise in Europa gefördert und überprüft werden. Wer diese mangelhaft besitzt, könnte sich die Kosten und Gefahren der Reise nach Europa sowie Enttäuschungen von den Lebensregeln und Gesetzen der Europäer ersparen. Gewaltanwendung im Rahmen der Selbstjustiz, gegen Frauen oder Kinder, sollen nicht geduldet werden. Asylbewerber sollten in die Funktionierung und Verwaltung ihres Aufnahmezentrums einbezogen werden, Sprach- und Integrationskurse so früh wie möglich belegen.
    Dabei sind die Länder am Limit gekommen, die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft; leider scheint die Regierung es nicht ganz wahrgenommen zu haben. Mit täglichen Berichten über das Leiden der Flüchtlinge wird versucht, denke ich, die Tatsache, dass die Versorgung nah am Zusammenbruch steht und dass weitere Unruhe in der Gesellschaft droht, aufzudecken. Als Frauen schätzen wir sehr in einer westlichen Demokratie leben zu dürfen, ohne Angst, in Sicherheit, mit den selben Rechten wie die Männer. Eine Überzahl von Männern, die die Unterlegenheit der Mädchen und Frauen als eine Selbstständlichkeit sehen, könnten die Sicherheit und Freiheit von uns Frauen, die jahrhundertelang erkämpft wurden, bedrohen.

  74. Fängt man endlich an, sich zu äußern?
    Ich freue mich, dass nun (seit einiger, eher neuester Zeit) die Medien anfangen, die Thematik, die mich beschäftigte, anzusprechen.
    Ihren Text, Don, habe ich mit großem Interesse gelesen.
    Aufgrund der Pegida-Probleme fangen Medien und Politik wohl auch an, ihre Vorgehensweise infrage zu stellen.
    Die Ergebnisse der Allensbach-Untersuchung bestätigen meinen persönlichen Eindruck, den ich seit Wochen habe, und sprechen mich an.

    1. Vor einigen Wochen habe ich einen Text/Kommentar zu meinem Eindruck, wie Flüchtlinge dargestellt (Umgang mit Ausländern – Kritik – Nazi – Gefahr – Volk – Medien), geschrieben. Daher mag er etwas veraltet sein. Geschrieben: 03.10.15, 23:30-24:00; 04.10,15, 00:30-02:00.

    Warum man die Flüchtlinge nicht kritisieren darf. (Der Volltext steht aufgrund seiner Länge in 2 separaten Lesermeinungen)

    Oder hier:
    http://lovingconfusion.tumblr.com/post/130609156552/die-flüchtlinge-sind-heilig

    2. In der ZDF heute-show vom 23.10.2015 wurden die Pegida-Anhänger dargestellt (ab ca. Minute 07:26). Durch Zufall habe ich diesen Abschnitt gesehen, und mir ist sofort etwas ins Auge/Ohr gesprungen.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2586216/heute-show-vom-23102015

    Mir ist aufgefallen, dass die Art und Weise der Darstellung derjenigen der nationalsozialistischen Ideologie über die Juden ähnelt.
    Als minderwertige Wesen (Spezies) betrachtet man sie, nicht mal als Menschen, sondern als Wildschweine. Über die Juden hat man eine Art Forschung betrieben (Rassenkunde in der Schule); in der Sendung wurde darauf angespielt.

    Die Pegida-Anhänger werden gänzlich schlecht und minderwertig bzw. sich in einem Frühstadium der Evolution befindend dargestellt: sie sind böse, blöd, hässlich, gefährlich, ansteckend, und zusätzlich vermehren sie sich ungeschlechtlich. Der ganze Pott. Die Betrachtungsweise ist übertrieben und niveaulos.

    Die Mehrheit der Bürger mag das lustig finden, denn innerlich könnten sie primitiv sein, und es gehört zum menschlichen Charakter dazu, Schadensfreude zu empfinden, einen Sündenbock zu verurteilen und all das Böse auf einen ganz großen oder kleinen Bösewicht zu fokussieren.

    Dem Bürger wird ein Maulkorb verhängt, denn bekanntlich ist die ZDF heute-show eine Doktrin gegen Ausländerfeindlichkeit (Kritik an Ausländern verboten!), – also wird ein Ventil geschaffen, durch das sie all ihre Frust rauslassen dürfen: auf die Pegida!
    Möglicherweise soll diese Handlung dazu dienen, die eigenen Ängste der Bürger zu bekämpfen. Medien und Politik betreiben Erziehung und Therapie, daher bedienen sie sich der Radikalität.

    Ich finde es merkwürdig, wie man, auch wenn man auf der „guten Seite“ steht, die gleichen Mittel (s.o) verwendet wie damals die „Schlechten“, um nun die „Schlechten“ zu beschreiben. Das zeigt, dass wir gar nicht so gut bzw. überlegen sind bzw. uns gar nicht so viel weiterentwickelt haben.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit aller Leser.

    • Mir scheint, Sie machen es sich ein wenig zu einfach.
      Warum glotzen sie solchen Unsinn auf meist Bild Niveau?

      Schauen sie sich in der Mediathek, oder auf YouTube, die letzte Ausgabe von „Die Anstalt“ an und setzen sie sich damit auseinander.
      Geistige Inzucht zu betreiben war noch nie ein Zeichen für selbstständiges Denken….

    • @Angelique
      Es ist m. E. unsinnig, in irgendeiner Weise auf das Thema jüdische Menschen und den Umgang mit ihnen Bezug zu nehmen. Wir sind Deutsche, es gab 6 Millionen Tote, das ist unsere Schuld. Das Thema ist hier im weiteren absolut tabu, der Bogen, den man drum schlägt, kann folglich gar nicht groß genug sein.

      Und m. E. geht es bei diesen vielen Beiträgen, die ich mit wachsendem Befremden lese, ganz offensichtlich nicht um Pegida. An der Haltung zur Kanzlerin kann man etwas ablesen: Man hat zwar entsprechend gewählt und war meistenteils mit ihrer Arbeit zufrieden; so behaupteten jedenfalls die Umfragen und sogar viele Journalisten; ich nehme mal an, das war die Wahrheit? Jetzt ist man eben nicht mehr zufrieden; nun ist sie völlig übergangslos (und einigermaßen sinnlos, sie macht die Politik ja nicht alleine) die Protestantin, Pfarrerstochter, ehemalige FDJlerin – aus dem Osten, zusammengefasst.

      Ich würde sagen, da liegt der innenpolitische Hund begraben, mittlerweile. Eine Lösung sehe ich nicht, was soll denn das eigentlich werden, der nächste 30jährige Krieg? Dem einen darf Glauben und Herkunft zum Vorwurf gemacht werden, dem anderen … ? Wäre ich nicht hier zu Hause, würde ich mich darüber lustig machen. So fällt das eben schwer; aber man muss wohl irgendwann loslassen.

  75. Warum man die Flüchtlinge nicht kritisieren darf (Teil 1)
    Die Flüchtlinge sind heilig

    Man darf sie nicht kritisieren – warum? Weil man keine Ausländer kritisieren darf! Jede kleinste Kritik wird als Ausländerfeindlichkeit angesehen, wenn nicht mit dem Nazi-Stempel versehen. Ausländerfeindlichkeit wird in Deutschland keineswegs geduldet. Das ist verfassungswidrig; dort steht, dass man niemanden aufgrund… diskriminieren darf. Diese Aussage wird sehr weit aufgefasst. Die Deutschen sind besonders sensibel. Das hat mit der Holocaust-Vergangenheit zu tun.

    Und dass es mit dem Verhalten der Deutschen gegenüber Ausländern so steht, das wissen die Flüchtlinge ganz genau, und deswegen nutzen sie uns aus. Sie wissen, dass wir ihnen kein Haar krümmen werden, andernfalls können sie uns mit dem beschuldigen, was wir nie mehr wieder sein wollen. Deutschland ist in einer Zwangslage.

    Was sagt das deutsche Volk dazu? Gar nichts. Es ist so beängstigt vor den Flüchtlingszahlen, und vor allem davor, den von in jedem Individuum sich selbst erschaffenen Verdacht gegen sich selbst zu erwecken, von sich selbst als ausländerfeindlich verdächtigt zu werden. An die Öffentlichkeit braucht schon gar nichts kommen. Also deckelt man mit verständnisvollen Gedanken, dass die Flüchtlinge ja völlig berechtigt sind – ohne jeglichen negativen Gedanken – die verhängnisvollen Gedanken, den bösen inneren Geist, zu; von Anfang an, so dass man dessen Bedrohung nicht zu spüren bekommt. Aber Reden tut man schon gar nicht. Die Flüchtlingsproblematik ist eine Angelegenheit des Staates, der Politik. Die müssen das regeln. Wir bleiben mucksmäuschenstill. Draußen hört man niemanden untereinander reden. Es ist so als sei das Thema inexistent. Paradoxal oder vielleicht logisch, wenn man bedenkt, dass der Zuschauer von den (Fernseh-)Medien tagtäglich mit dem Flüchtlingsthema bombardiert wird. Das Thema ist brennend aktuell und betrifft uns alle. Es beherrscht fast die ganze Nachrichtensendung und alle Talkshows. Worüber redet denn das deutsche Volk? Über VW! Zum Glück gibt’s da doch noch ein Thema, womit man sich beschäftigen kann.

    Was sagen die Medien? In den Medien wird den Flüchtlingen gegenüber keine Kritik geäußert; nur von Politikern aus. Und wenn etwas gesagt wurde, dann wird das im Anschluss sofort ausgebügelt – wie sagt man? Das Abschlusswort ist das wichtigste: „Der kritikbegründende Vorfall betrifft nur eine Minderheit, der Großteil der Flüchtlinge ist sehr dankbar.“, „Im Großen und Ganzen zeigt sich Hilfsbereitschaft bei den Deutschen.“, und die Story wird seit Wochen wird mit schönen Bildern von gelungenen Integrationsbeispielen bzw. deren Annäherung untermalt. Das deutsche Volk soll angesteckt werden, Sympathie und Empathie für die kommenden Flüchtlinge empfinden. Kann schon sein, dass manch einer nicht ganz so begeistert ist – ja, die Medien unterrichten ihn.

    Das deutsche Volk soll mit einem Crash-Kurs auf die Flüchtlinge vorbereitet werden. Seit Wochen laufen Gehirnwäsche und Propaganda. Warum hat Kritik keinen Platz? In der polemischen ZDF-heute show werden üblicherweise die Politiker und das deutsche Volk kritisiert, aber niemals die Flüchtlinge. Sie werden ins Licht der Unschuldigen, Bemitleidenswerten, um die wir uns gefälligst anständig kümmern müssen, gestellt. Die heute show ist ein Unterricht gegen Ausländerfeindlichkeit.

    In Deutschland hat man zu sehr Angst. Man hat zu sehr Angst, dass auch nur das kleinste Futter für irgendeinen Neo-Nazi da draußen bereitgestellt werden könnte. Kritik wird verbannt. Neo-Nazis verurteilt. Zwischen beiden Begriffen liegen jedoch Entfernungen. Das wird nicht beachtet, denn Kritik könnte ja in den Nazismus münden. Eigentlich, und das ist meine Meinung, ist es so: Kritik wird mit Nazismus verwechselt oder in den gleichen Sack gesteckt. Nazis kritisieren nicht, sie hassen. Warum jegliche Kritik in solchen Shows ausbleibt, liegt an der Gefahr. Der Anstiftung oder des Missbrauchs. In den Nachrichten, die eben einigermaßen objektiv Fakten berichten müssen, sickert solche höchstens aus Perspektive von Politikern durch. Die anderen Shows dürfen nicht Negatives äußern, weil sie in der Meinungsbildung der Bürger direkteren und subjektiveren Einfluss nehmen – mega gefährlich. Die Shows sind für das Volk gemacht. Man traut ihm nicht zu, dass es mit gegen Ausländer/Flüchtlinge gerichtete Kritik umgehen kann. Ist das Nazi-Potenzial so hoch? Obwohl man glaubte, ihn weitestgehend bis gänzlich in der Bevölkerung bekämpft zu haben. Hat man Angst, die bösen Geister zu wecken? Sind die Deutschen doch nicht so weit und reif, wie man glaubte? Nach einen Trauma will man nicht mit dem Feuer spielen. Man sieht ja anhand der Brandstiftungen, dass Neo-Nazis existent sind.

    An dieser Stelle hat Deutschland ein Problem, an dem (in Zukunft) gearbeitet werden muss. Ich denke, dass dieser sichere und intolerante Weg erstmal der richtige ist. Es ist angemessen, wenn sich die Meinungs- und Pressefreiheit zugunsten der Gesamtwerteordnung und der öffentlichen Sicherheit und dem allgemeinen Wohl der „Propaganda“ bzw. der nach positiven Fakten selektierten Schilderung unterwirft.

    (Geschrieben: 03.10.15, 23:30-24:00; 04.10,15, 00:30-02:00)

    Fortsetzung folgt –>

  76. Warum man die Flüchtlinge nicht kritisieren darf (Teil 2)
    Fortsetzung –>

    Und jetzt zu einem wichtigen Punkt: der Kritik selbst.

    Was ich an den Flüchtlingen kritisiere ist deren Verhalten. Dies will ich nicht pauschal auffassen, sondern allein das Verhalten fokussiere ich. Also sind nur diejenigen betroffen, auf die dieses Verhalten faktisch zutrifft. Ist man denn schon ausländerfeindlich, wenn man ein Verhalten an Ausländern kritisiert? und vor allem dann, wenn man annimmt, dass dieses Verhalten ihrer Kultur entspringt? Ich kritisiere das Verhalten deshalb, weil es nicht mit meinen und den allgemein westlichen, deutschen Werten vereinbar ist. Möglicherweise ist Gewalt im Nahen Osten ein akzeptiertes Mittel – ich akzeptiere es nicht. Die Männer von dort haben eine andere Einstellung zu Frauen. Frauen sind unterlegen. Das akzeptiere ich nicht. Menschen aus dem Nahen Osten wissen wie man sich theatralisch verhält: Sie sind in Einschleimerei und Manipulation gekonnter. Es stoßen zwei unterschiedliche Wertesysteme aufeinander. Wenn man sie in ihrer Kultur einschränkt, weil diese gegen unsere Werte verstößt, ist man dann ausländerfeindlich?

    Wir würden uns selbst opfern. Wir sind in Deutschland, und das Grundgesetz stellt die allgemeine Werteordnung dar. Wir können nicht tolerieren, was dagegen verstößt. Wir im Westen haben so lange für die Menschen- und Gleichheitsrechte gekämpft, und jetzt, aus Toleranz als höchstes Gut und Achtung vor Ausländern, müssen wir einen Rückschritt erleiden? Das ist die größte Ironie. Und das alles, weil wir nicht mit Nazis umgehen können und die größte Angst vor der Verurteilung haben.

    (Geschrieben: 03.10.15, 23:30-24:00; 04.10,15, 00:30-02:00)

  77. Titel eingeben
    Werter DA, wie immer gut geschrieben, schön differenziert aber, nun ja, gestatten Sie es mir, ein wenig energiearm angesichts der aktuellen Lage. Sozusagen ein gepflegter dialektischer Besinnungsaufsatz, ein Diskurs in der Bar der ersten Klasse an Bord der Titanic, Cocktails, wohlriechende Tabake, eine Band im Hintergrund erzeugt dezente Vorläufer heutiger chill-out-tapes. (Kann auch die Bar in der Kantine der FAZ sein oder das wirklich schicke Etablissement mit dem Ullstein-Porträt ganz oben im Axel-Springer-Hochhaus.) Nur: warum vibriert denn der mit edlen Hölzern belegte Fußboden so merkwürdig irregulär? Wieso rutschen die Whiskey-Gläser auf der Bar so merkwürdig leicht von links nach rechts weg? Die gespülten Gläser aufgehängt hinter den bemüht nicht angespannt wirkenden Barkeepern hören gar gar nicht mehr auf, leicht aneinander reibend sanft vor sich hin zu klirren und klingen und klirren… . Was rumort denn da wohl unter der Oberfläche? Ganz einfach: seit Sie Ihren Beitrag hochgeladen haben am 25.Okt. sind wohl ca. weitere 20.000 Migranten „ins Land gekommen“ (es ist jetzt der 27.10. ca. 22 Uhr). Der Innenminister hat schon vor einigen Wochen zugegeben, dass es mindestens 290.000 unregistrierte Migranten gibt. Von deren glücklichen Wieder-Auffinden hat man bislang noch nichts vernommen. Das könnten also mittlerweile vielleicht auch noch ein paar mehr sein. Allein, allein, man weiß es nicht …

    Und so kommen wir zum Punkt: Deutschland wird durch die Politik der Merkel-Regierung ohne Not in eine permanente Hochrisiko-Situation gebracht. Die Rhetorik insbesondere der SPD gegenüber den wenigen Kritikern dieser wird ständig aggressiver: AfD – „offen rechtsradikal“ (Gabriel); Pegida – „völlig wahnsinnig“ (Fahimi). Was verursacht diese aggressive Wut in der SPD? Über die Beiträge des Maas (ja, genau der, der nach dem Charlie-Massaker nichts Besseres wusste, als als erstes in die Ditib-Moschee zu rennen) wollen wir mal hier den Mantel der christlichen Barmherzigkeit hängen. Hier in der SPD-Führung liegt doch die primäre Ursache für die Verschärfung des öffentlichen Tons. Denunziation wird offen von der Bildzeitung und führenden Gewerkschaftern verlangt. Sämtliche Sicherungsschleifen im politisch-medialen Komplex scheinen außer Kraft oder wirkungslos zu sein. Stehen die Mitglieder der SPD hinter den Äußerungen ihrer Parteiführung? Bei CDU/CSU gärt es, das ist bekannt. Bislang leider folgenlos. Aber was geht im Inneren der SPD vor? In der Merkel-Regierung scheint sämtliche politische Rationalität vom Winde verweht, wie erneut die albernen und inkompetenten Äußerungen Merkels im handverlesenen „Bürgerdialog“ in Nürnberg zeigten. Das sind einige wenige Aspekte der schlimmen Realität. Wirklich nur wenige. Und angesichts dieser Umstände, also wirklich, werter DA, scheinen Sie sehr milde, sozusagen ein wenig zu sehr entrückt.

    PS: Ein Bekannter, Neurologe von Beruf, hat mir kürzlich mitgeteilt, dass in seiner Praxis die Nachfrage nach Tranquilizern seit einigen Wochen weit über das jahreszeitlich Übliche hinaus steigt. Sicher nur ein Zufall.

    • Naja, die Kantine der FAZ ist eher spartanisch.

      Das grössere Bil zeigt m.E., dass Deutschland Europa destabilisiert. Alle tun so, als würden andere Länder dumm wählen – tatsächlich werden Merkels Lakaien abgewählt. Wenn man im auslan lebt, erkennt man das Muster: Die Leute sehen durchaus, was in Deutschland möglich ist, sitzen aber am falschen Ende der Entwicklung. Merkel oktroyirt sich ihnen auf. Un jetzt hat sie einen schweren Fehler gemacht. Nieman wird die Flüchtlinge nehmen und wenn doch, sind sie morgen wieder in Deutschland. Deutschland sollte schauen, dass es dieses Problem durch anderes Personal löst.

    • Titel eingeben
      Weil ich gerade lese „handverlesener Bürgerdialog in Nürnberg“ – dazu eine Anmerkung, die ich als Angehörige einer dieser dort eingeladenen Bürger beisteuern möchte. Man konnte sich für diesen Bürgerdialog bewerben (30 Plätze, die anderen 30 aus Industrie und Handwerk), die Plätze wurde ausgelost.
      Vor dem eigentlichen Zusammentreffen mit der BK Merkel gab es einen ca. 2-stündigen Workshop, in dem in Gruppenarbeit die Themen frei bestimmt und herausgearbeitet werden sollten, was auch ohne Beeinflussung möglich war. Wegen der Kürze der Zeit hat man sich dann bei den Teilnehmern auf drei Oberthemen geeinigt.

      Viele Bürger haben einen wohlgesitteten Ablauf dieses Dialogs in TV und Internet gesehen. Bei den Workshops jedoch äußerten sich die Teilnehmer ziemlich unverblümt und nicht ganz so zahm und vor allem so gar nicht „politisch korrekt“ zu den Zumutungen der Flüchtlingskrise. Beim eigentlichen Dialog war davon nicht mehr viel zu spüren. Offensichtlich sedierte die geballte Charmeoffensive der BK – möglichweise auch die Aussicht, mit vor den Kameras zu meinungsstark vorgetragenen Fragen und Problemen evtl. Opfer von medial und fiesbuchmäßig organisierten Shitstormes bis hin zur Existenzgefährdung zu werden. Und die Schweigespirale dreht sich weiter.

    • Wer soll Merkel ersetzen?
      „Deutschland sollte schauen, dass es dieses Problem durch anderes Personal löst.“

      Aber welches? Ich gehe ja nicht davon aus, dass sie Sympathien für die AfD haben (und deren Regierungsbeteiligung ist ja eher unwahrscheinlich). Aber was ändert sich, wenn Merkel z.B. durch Schäuble, Klöckner oder von der Leyen ersetzt wird? Seehofer wird nicht Kanzler, und SPD und Grüne sind in der gegenwärtigen Krise noch schlimmer als die CDU…ich sehe da keinen Hoffnungsschimmer.

  78. Titel eingeben
    Lieber Don,
    es ist ja nicht nur so, dass die Nationalität von Vergewaltigern verschwiegen wird. Auch die Tat an sich wird geleugnet. So steht es hier: http://www.steinhoefel.de/blog/2015/10/polizei-und-presse-manipulation-taeuschung-verhoehnung-der-opfer.html

    Ich stimme Ihnen zu: sehr bald, in wenigen Monaten, wird es zu größeren Ausschreitungen kommen. Das hat auch sein Gutes. Die Menschen sind gezwungen, sich zu positionieren. Kampf oder auswandern.

    • Titel eingeben
      Der Steinhöfel gibt aber keinen Beleg für seine Darstellung an…das ist doch auch blöd.
      Außerdem mag es manchmal ja auch legitime Gründe (Opferschutz) für zurückhaltende Pressemitteilungen der Polizei geben.
      Was nervt, ist die einseitige Darstellung der Medien, bei denen ja grundsätzlich ALLE Asylbewerber ganz wunderbare, uneingeschränkt sympathische Menschen zu sein scheinen…das ist einfach nicht ernst zu nehmen und löst Gegenreaktionen aus.

  79. Wahrhaftigkeit
    „Wahrhaftigkeit ist eine Denkhaltung, die das Streben nach Wahrheit beinhaltet. Wahrhaftigkeit ist keine Eigenschaft von Aussagen, sondern bringt das Verhältnis eines Menschen zur Wahrheit oder Falschheit von Aussagen zum Ausdruck. (…) Zur Wahrhaftigkeit gehört die Bereitschaft für wahr Gehaltenes zu überprüfen“ (Wikipedia).

    In diesem Sinn, bleiben Sie bei der Wahrhaftigkeit!
    In weiten Teilen unseres Staates ist die nicht mehr zu finden!
    Viel Mut.
    Vielen Dank!

  80. Dem Ziel des echten Freistatt ist Horsti sehr nahe
    @ Karl-Theodor Dieckmann – Diese Woche ist sie noch nicht abgetreten. Diese Woche ist sie weit weg in Peking. Das Szenario dieser Woche scheint zu sein: Die CSU sagt ade zur GROKO; damit wird Frau Merkel geschwächt und Gabriel wird Bundeskanzler. Lammert hat gerade öffentlich angekündigt, gegen den amerikanischen TIP zu sein und sich damit bei Gabriel eingeschmust. Dann plant Bayern sich von Berlin loszusagen, das kann ganz schnell gehen, denn was die Schotten zu können glauben, machen die Bayern erst Recht. Und als Bürger eines freien Bayern können die Bayern mit den Flüchtlingen und ihren Grenzen machen was sie wollen.

  81. p.s.
    was ich noch vergaß zu erwähnen: Und heute ist der kommende Bundeskanzler bei Putin zur ersten Audienz eingeladen. Letzte Woche Assad, diese Woche Gabriel. Wird Putin mit seiner Politik gewinnen? Darauf wette ich nicht.

    • Gabriel der neue Bundeskanzler?
      Liebe Frau Heuse, Sie erschrecken mich zu Tode. Was wäre denn gewonnen, käme es so? Das sage ich als langjährige SPD-Wählerin, die den Glauben an die Partei längst verloren hat. Der Mann, der vor lauter Umgang mit Eliten immer mal erinnert werden muss, dass das Pack ihn zum Teil gewählt hat.
      Eines ist klar, Merkel muss weg, aber bitte keinen aus der SPD als Kanzler und wenn ich noch etwas wünschen darf, die nächsten Jahre bitte keine Frau an der Spitze.

    • Nu mal langsam mit den jungen Pferden.
      so leicht ist Frau Merkel nicht aus dem Kanzleramt zu entfernen.
      Sie hat zur Genüge bewiesen wie sie mit Konkurrenten umgeht.

      Herr Gabriel bekäme als Kanzler kein Bein auf die Erde.

  82. Agenda Woche 44
    @Renate Simon – Ich fühle mich ja sehr geehrt von Ihrer Antwort. Aber meine Entscheidung ist es nicht. Außerdem habe ich nur die Agenda Woche 44 aufgeschrieben. Wenn sich Bayern von Berlin losgesagt hat, gehört es automatisch nicht mehr zur EU und zum Euro, wieman seit der Schottenabstimmung weiß. Dann wird eine bayrische Währung eingeführt und Bayern macht bi-laterale Verträge wie die Schweiz. Soweit der bayrische Masterplan. Putin findet das natürlich großartig, denn je kleinstaatlicher Europa wird, je großstaatlicher wird Russland.
    .
    Meine Wette ist Schäuble, wie Sie sich sicher erinnern können

    http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/10/20/heimatliches-lecken-mit-nazis-und-der-prantlhausener-zeitung-5741/

    Meine Wette steht noch immer.

  83. Zum Schluss
    @ThorHa: Ja, das „Motto“ – vielleicht sollte ein Selbstbewusstsein, das nicht auf Status, sondern auf Freundschaften basiert, sich verankern, dass sich darüber im klaren ist, dass ZU grosse Wohlstandsabstände keine Augenhöhe mehr möglich machen. Wirklich glücklich machende Situationen sind sehr oft völlig unabhängig vom Geld.
    Es fällt mir vor allem aber auf, wie sehr man zwischen Gendertröten und Pornoindustrie dafür sorgt, dass möglichst wenig „Freundschaft“ und „Respekt“ zwischen Mann und Frau (auch hier schon) entsteht, aus der zuverlässige Liebe statt Lebensabschnittspartner-Konsum wachsen könnte, der solidesten Basis, finanzielle Einschnitte als gesellschaftliche Friedenskosten zu akzeptieren, damit die Gesellschaft, deren Grundidee man schätzt, weiter leben kann.

    @Tyler: Sie schildern Deutschland 2022 recht plausibel – nur wird das so instabil sein, dass die Chose nach irgendeinem totalitären Ende kippt. Nach irgendeinem System, unter irgendeinem Fähnchen, dass so ähnlich vor sich hin wurstelt wie Al Sisi in Ägypten – wo das totale Chaos herrschte und dann zähneknirschend der alte Trog mit neuen Schweinen wieder belebt wurde.

    Meine schmale Hoffnung: Eine Entmachtung der strippenziehenden Hyperklasse durch eine Verlagerung der Steuerlast auf wirklich grosse Vermögen ( auch Firmen und Holdings etc.) durch eine Allianz aus vernünftigen, lebensbejahenden statt von schlechtem Gewissen zerfressenen Politikern, Sozialwissenschaftlern, die eine objektive Analyse der Zukunft publizieren können, und Unterhaltungskünstlern, die diese Perspektive an das „Volk“ vermitteln können als besser als ein „4.Re!ch“.

    Ein Motto zum Schluss: Nur wer Glück sehen kann, kann es auch anderen gönnen.

  84. @wirhätteneswissenmüssen
    @wirhätteneswissenmüssen sagt:
    26. Oktober 2015 um 14:28 Uhr

    Ihr Beitrag hat (leider) viel Richtiges, allerdings sind die Zeiten nicht danach, und somit muaa man mit Shakespeare ebenfalls völlig zu Recht sagen: „Die Dinge so zu betrachten, hiesse die Dinge zu genau zu betrachten…..“

    Es gab vor ein, zwei Tagen einen Beitrag, die ganze Misere könne nur dadurch umfassend geändert werden, dass man die Besitzverhältnisse ändert. Dass das nur gewaltsam und mit viel Blut gehen würde, war dabei klar.

    Beide „Lösungen“, ihr Vorschlag und der andere, sind für die grosse Mehrheit nicht akzeptabel, denn Gerechtigkeit mag ja eine feine Sache sein, für die man auch schon mal demonstrieren geht wenns nicht regnet, aber eigene, materielle Verluste dafür, dass ANDEREN Gerechtigkeit widerfährt…

    Sie verstehen was ich sagen will?

  85. Aber, aber, meine Damen.....
    Sie erschrecken mich hier zu Tode am frühen Morgen…. jenen Herrn aus der Partei die sich aus unerfindlichen Gründen noch immer das „Sozial“ im Namen führt? Aber bei reiflicher Überlegung….
    Dumm genug wäre man bei der Partei sicher, sich mal wieder als Kasperle benutzen zu lassen, der den Karren mit Massnahmen aus dem Dreck zieht, die Die Linke wohl endgültig bei Wahlen an ihr vorbeiziehen lässt.

    Ich glaube nach wie vor, dass das Merkel auch zu Beginn des neuen Jahres noch Kanzler ist, und mit der Fingerraute vor der mütterlichen, aber unbenutzten Gebärmutter und den Bürgern wie seit Jahren schon nochmal anbieten wird:
    „Wir müssen für das Problem eine gemeinsame Lsung finden!“
    (Was macht eigentlich dieser Volker Pispers zu Zeit?)

  86. Sich die Finger wund schreiben hilft auch nicht...
    „Deutschland sollte schauen, dass es dieses Problem durch anderes Personal löst“ oder „Eines ist klar, Merkel muss weg…“,

    aber Gabriel soll es auch nicht machen, Schäuble hält sich in der Deckung, Seehofer demontiert sich mit leeren Drohungen, also wer soll Deutschland aus diesem Dilemma rausführen, und mit welchen Ideen/Konzepten/Handlungen?
    Man kann die Kanzlerin „nicht wegschreiben“. Manche Presseartikel versuchen es zwar auch in diese Richtung – „Verschweigen“ aus dem Blog-Titel zeigt langsam Auflösungserscheinungen – „Stigmatisierung“ noch nicht. Vielleicht gibt es auch deshalb keine Demonstrationen, die von Presse und Politik „ernst genommen“ werden, wie gegen TTIP. Pegida- und Afd-Demos mit Rednern wie Pirincci und Höcke disqualifizieren sich selbst – sind ausserdem nur lokal (Dresden/Erfurt) und sicher kein Forum um die „Angst der Mitte“ (FAZ vom 28.10.) zu kanalisieren und ihr öffenlich wirksamen Ausdruck zu verleihen. Die nächsten Bundestagswahlen sind weit und bis dahin ist das Thema „Flüchlingskrise“ wahrscheinlich längst zum „Normalzustand am Limit“ geworden. Merkel wird es wohl aussitzen, da gebe ich TDV recht.

    Vor kurzem sind an der deutsch-österreichischen Grenze zwei Flüchlinge in den kalten Grenzfluss Inn gesprungen, nur um Deutschland etwas schneller zu erreichen. Sie hatten die Strömung und Wassertemperatur wohl unterschätzt, wurden aber zum Glück gerettet. Nur, das hätte auch anders ausgehen können. Im aktuellen SPIEGEL gibt es ein Protokoll über den Alltag einer Krankenschwester. Der Artikel endet mit einem „unfrommen Wunsch“ derselben, indem sie sagt: „Manchmal denke ich: Ich wünschte, es würde mal was richtig Schlimmes passieren. Damit sich endlich was ändert.“ Ich frage mich, was bei uns im Land noch passieren muss, damit sich was ändert. „Überlastungsanzeigen“, wie sie die Krankenschwester schon öfter schrieb, blieben jedenfalls wirkungslos. Die „Brandbriefe“ diverser Landräte und Bürgermeister ebenso. Seehofers Drohgebärden dito. Die „Aufstände“ innerhalb der CDU-Fraktion – ein Sturm im Wasserglas. Die verzweifelten Versuche Österreichs „feste, technische Sperren“ (keine Zäune!) im Hinblick auf einen „geordneten, kontrollierten Zutritt“ zu schaffen – im Keim erstickt, bzw. von den Flüchtlingsmassen einfach überollt – Faymann rudert jetzt schon wieder kräftig zurück – in Abstimmung mit Juncker und Merkel (in Abwesenheit, da China-Reise).

    Wer oder was also bitteschön soll Merkel noch stoppen?

    Auf dem Titel-Blatt der aktuellen Cicero-Ausgabe steht zwar „Wir schaffen das! — Versprechen ohne Plan – Wie Merkel an der Flüchtlingsfrage scheitert“. Doch liest man dann die Titelgeschichte, so wird man feststellen, dass es nicht nur ein „Merkel-Paradox“ (Cicero) gibt, sondern auch ein „Cicero-Paradox“: Die Einleitung dieser Titelstory endet nämlich mit der Feststellung „im Volk rumort es gewaltig, aber die Kanzlerin lässt sich nicht beirren. Das Risiko ist enorm – doch es gibt auch Chancen[!]“. Keine Rede mehr vom Cover-„Versprechen“ eines Merkelschen Scheiterns…
    So was nenne ich wahrhaftige, journaliste Ausgewogenheit.

  87. Voll gute Idee
    Vielleicht auch wirksam als Einstiegsdroge: Die Leipziger Grünen wollen den Richard-Wagner-Platz jetzt in den „Refugees Welcome“-Platz umbenennen:
    http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/Leipzigs-Gruene-unterstuetzen-Initiative-fuer-Refugees-Welcome-Platz

    Damit bewegt man die Pegidas und besorgten Bürger bestimmt sofort zum Umdenken. Weil der Richard Wagner war ja voll der Nazi und sowas. Dem kann man ja echt keinen Platz mehr widmen. Sonst kommen da die Nazis hin. Wenn da Refugees Welcome steht, kommen die Nazis da bestimmt nicht mehr hin und alle besorgten Bürger merken, dass wir Refugees wollen und keine Nazis. Und alles so.

  88. Knapp daneben
    Ja, tatsächlich verfestigt sich der Eindruck, die Presse – auch die von mir geschätzte FAZ – manipulieren die öffentliche Meinung. Nicht, weil sie mal etwas nicht veröffentlichen, wie Sie eingangs meinen. Auch die behauptete Bedeutung des Themas Vergewaltigung durch Flüchtlinge spielt dabei keine Rolle. In ihren Nachrichten und Berichten fehlen wichtige – offensichtliche – Fakten und Sie unterdrücken Alle Lesermeinungen, die ihre ErwRtungen an die neuen Mitbürger ausdrücken. So wurden 3 Blog- und 5 andere Beiträge von mir nicht veröffentlicht. Zum Beispiel die Aussage, dass eine Beschleuniggung des Asylverfahren die Flut verstärken wird, denn abgelehnte Asylbewerber können nicht abgeschoben werden,weil kein Land sie aufnimmt. Anerkannte Asylbewerber dürfen ihre Familie nachholen. Also ist gesamte politische Diskussion zu diesem Thema bewusst Irreführung der Bürger. Und die FAZ unterstützt das!

    • Also, in einem der letzten Beiträge ging es genau um das Thema sexuelle Gewalt un freigechaltet habe ich fast alles – und alles, was sachlich war.

  89. und doch Nachtrag,
    weils so unerträglich ist: Jetzt berichtet also ein Deutschrusse (?) von Pegida. Vorher ein Ostler. Und schreiben tun sie nach meinem Empfinden alle beide, als wären sie made in germany, da fehlt bloß noch das pinke Batterieschließfach. Es ist nicht kommentierbar, daher hier, pardon, aber DAS bringt die Sache auf den umgekehrten Punkt:

    „Die patriotischen Europäer protestieren offenbar gar nicht gegen die Islamisierung des Abendlandes, sondern gegen die abendländische Demokratie.“

    Seit 25 Jahren wird der Osten wegen einer Verfassung hingehalten; dennoch ist er dem Grundgesetz, dem er beitrat, treuer als der Westen, der es sich wenigstens selber geben durfte. Er – der Osten nämlich – ist ja auch des verstehenden Lesens mächtig (die Analphabetenquote im Osten lag nämlich bei einem, die im Westen liegt bei dreißig Prozent, jedenfalls in Berlin) und kann den preußischen Ansatz des Ganzen (das preußische Landrecht lieferte die Grundgedanken) gedanklich und gefühlsmäßig nachvollziehen: Da wird also eine Gemeinschaft vorausgesetzt – und nicht herbeigezwungen (das Böckenförde-Diktum beklagt dieses Versäumnis; ist ja auch aus dem Westen, da braucht man offenbar die Peitsche). Und in einer solchen Gemeinschaft hat auch jeder seine Pflichten und bis sie auseinanderfällt, drehen sich eine Menge Räder.

    Die Dresdener Pegidas haben das vermutlich auch gelesen und verstanden, dass es danach die Pflicht der Regierung ist, zum Wohle des Volkes zu regieren und die Pflicht des Volkes, bei Auferlegung mutmaßlich nicht tragbarer Lasten zu remonstrieren, und zwar rechtzeitig. Und als Volk remonstriert man nun einmal mittels friedlicher Versammlung. So steht es in EUREM GG, Ihr – Entschuldigung aber es gibt keinen Euphemismus: Dödel, die Ihr eine Verfassung nicht mal vermisst!

    DAS ist Demokratie, tatsächlich! Entsprechend wäre es schlau gewesen, das staatsbürgerlich korrekte Verhalten und das Vermögen, dieser Pflicht wirklich friedlich nachzukommen (die Pegidas haben anfangs ja nicht mal geredet) schlichtweg zu respektieren – wisst Ihr, was das ist? Respekt vor anderen Menschen und nicht vor ihrem „Image“ oder ihrem Geldbeutel? Ihr hättet Eure Meinung einfach mal für Euch behalten sollen, nur ein einziges Mal. Aber Ihr konntet ja das Wasser nicht halten! Eine anständige Antwort hätte übrigens wie folgt gelautet: Eure Botschaft ist angekommen. Die Politik sieht sich veranlasst, genau so und nicht anders zu handeln und die Exekutive zieht mit, lebt damit und wartet die nächste Wahlperiode ab.

    Das wäre vorbildlich gewesen. Die Dresdener hätten heimgehen können. Dann hätte man auch keine Sorge haben müssen, dass da ein Tröglitz kommt (ist ja auch so nicht gekommen, oder, war das nicht auch wieder gesebnitzt?)

    Aber respektvoller Umgang mit Menschen mit weniger Geld in der Tasche (ich kann mich noch gut entsinnen, dass die ersten plumpen Anwürfe auf mangelnden geschäftlichen Erfolg der Pegida-Demonstranten zielten) ist eben nicht drin – deswegen glaubt Euch ja auch keiner, der noch ganz bei Troste ist, dass es Euch allen um die Asylbewerber als Menschen geht. Euer Versagen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen kann man doch in bereits in Neukölln und in Marxloh bewundern, da brauchts doch keine Kelle noch obendrauf. Und selbst wenn man eben mit Recht einwendet, dass das doch nicht alleine Schuld der Westdeutschen sein kann; dann hätte Pegida ja erst recht Veranlassung gehabt, sich besorgt zu zeigen!

    Das feingliedrige des GG, die langen Wege, die es vorsieht, galten im Westen immer nur als Einfallstor für die Installierung von ordentlich Filz – von lokal bis zur Bundesebene, der Sport ist ja ein gutes Beispiel dafür. Jeder Gemeinschaftsgedanke wurde davon zersetzt, dass sich Leute privat bereichern wollen und das tun und dafür im Fernsehen noch als moralische Helden gefeiert werden; wie dieser Schauspieler. Und wer seine Pflichten erfüllt, ohne sich vorher die Zeit genommen und die Haare frisch gegelt zu haben – so wie die Dresdener – gilt Euch als dümmer als dumm, als Nazi. Aber das ist eben ja gerade nicht Demokratie, Freunde. Das ist bloß die Mafia.

  90. Titel eingeben
    Ich kann keine Blocks zum Thema Flüchtlinge finden. In der schweizer NZZ habe ich ein Artikel gelesen, dass diese Artikel in Deutschland nicht gedruckt werden dürfen und Umfragen fragwürdig sind. Ist es noch Demokratie? Hat der Westen gerade DAS nicht bei der DDR kritisiert?
    Wie kann es sein, dass Flüchtlinge, die schon woanders Asyl bekommen haben in Deutschland sind? Beispiel Familien mit kranken Kindern aus Syrien, die in Tschechien Asyl bekamen und dort behandelt werden sollten? Warum dürfen diese in Deutschland sein?

Kommentare sind deaktiviert.