Fazit – das Wirtschaftsblog

Fazit - das Wirtschaftsblog

Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

01. Jun. 2020
von Patrick Welter
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Mit Eigenverantwortung gegen das Virus

Im Kampf gegen Corona setzt Südkorea in vielem auf die eigenverantwortliche Entscheidungen der Menschen und verzichtet auf den Verbotshammer. Das ist ein kluger Schachzug – doch er hat seinen Preis. Weiterlesen →

Im Kampf gegen Corona setzt Südkorea in vielem auf die eigenverantwortliche Entscheidungen der Menschen und verzichtet auf den Verbotshammer. Das ist ein kluger Schachzug – doch er hat seinen Preis. Weiterlesen →

01. Jun. 2020
von Patrick Welter
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14. Mai. 2020
von Gerald Braunberger
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Die EZB und der Finanzzyklus

In den vergangenen Jahren hat die Debatte über die Bedeutung von Zyklen an den Finanzmärkten für Konjunktur, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zugenommen. Das Problem: Der Begriff Finanzzyklus wird nicht einheitlich gebraucht. Zeit für eine Klarstellung, die in der aktuellen Situation auch für die EZB von besonderem Interesse sein könnte. Weiterlesen →

14. Mai. 2020
von Gerald Braunberger
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21. Apr. 2020
von fazitblog
8 Lesermeinungen

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Sollen Rentner höhere Steuern für Corona zahlen?

Unter Ökonomen tobt die Debatte über Wege aus der Krise. Frankreich diskutiert besonders heftig. Nobelpreisträger Jean Tirole glaubt vor allem an die EZB, weil ihre Hilfen „weniger transparent für die Öffentlichkeit“ sind. Von Christian Schubert, Paris Weiterlesen →

21. Apr. 2020
von fazitblog
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15. Apr. 2020
von Johannes Pennekamp
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Stressfalle Homeoffice

Von zu Hause aus zu arbeiten hat Vorteile – vor allem für die Arbeitgeber.
 
Was passiert, wenn von heute auf morgen Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz im Büro gegen den Schreib- oder Küchentisch in den eigenen vier Wänden eintauschen? Erhöht das Arbeiten im Homeoffice die Produktivität? Oder verleitet es eher zum Faulenzen und macht sogar einsam?
 
Deutschland erlebt gerade nicht nur die wahrscheinlich schwerste Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik, sondern auch das größte Homeoffice-Experiment aller Zeiten. Das Ergebnis ist offen. Wer sich im Freundes- und Kollegenkreis umhört, dem drängt sich dieser Tage allerdings folgender Eindruck auf: Das Arbeiten im Homeoffice ist schlechter als sein Ruf. Die Verheißung, dass der selbstbestimmte Arbeitsalltag in der eigenen Wohnung glücklicher macht, scheint für viele neue Heimarbeiter nicht in Erfüllung zu gehen. „Ich freue mich ehrlicherweise schon darauf, bald wieder im Büro arbeiten zu können“, sagte ein Kollege kürzlich in einer Telefonkonferenz. Er klang so, als würde er sich über sich selbst wundern.
 
Zugegeben: Die Menschen arbeiten derzeit zwangsläufig zu Hause und vor allem den ganzen Tag, jeden Tag, zudem schlagen die Kontakteinschränkungen und der ständige Corona-Alarm auf die Stimmung. Liest man allerdings die Literatur von Arbeitspsychologen und Ökonomen zur Heimarbeit, verwundern die negativen persönlichen Eindrücke wenig.
 
Natürlich kann überhaupt nur eine Minderheit von zu Hause aus arbeiten. In den Vereinigten Staaten können lediglich rund ein Drittel der Jobs aus dem Homeoffice erledigt werden, zeigt eine vor wenigen Tagen erschienene Studie zweier Ökonomen der University of Chicago. Die Vorstellung, dass ein Heer von Heimarbeitern die Volkswirtschaft am Laufen halten kann, führt also in die Irre. Landwirte, Kellner und etliche andere
Dienstleistungsberufe müssen vor Ort erledigt werden. Da hilft auch die Digitalisierung wenig. In Deutschland ist das Potential für das Homeoffice jüngsten Erhebungen zufolge etwas höher als in den Vereinigten Staaten: Es liegt nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung dennoch nur bei etwa 40 Prozent der Beschäftigten.
 
Vor Corona hat in Deutschland vor allem die SPD darauf gepocht, ein Recht auf Homeoffice per Gesetz zu verordnen. Ob die sogenannte Arbeiterpartei ihrer Lieblingsklientel damit allerdings einen großen Gefallen tut, steht auf einem anderen Blatt. Kurz gesagt: Es sieht eher nicht danach aus. Die beiden Ökonomen Younghwan Song und Jia Gao (beide Union College) stießen zum Beispiel darauf, dass das subjektive Wohlbefinden im Vergleich zur klassischen Büroarbeit nicht steigt, sondern sinkt. In ihrer Ende 2018 erschienenen Arbeit, die auf der Befragung von rund 4000 amerikanischen Arbeitnehmern beruht, unterschieden die Forscher Büroarbeiten und zwei Gruppen von Heimarbeitern: Beschäftigte, die ausschließlich von zu Hause aus arbeiten, und Beschäftigte, die nur gelegentlich Arbeit mit nach Hause nehmen, sich also stundenweise dort ihrem Beruf widmeten.
 
Bei beiden Homeoffice-Gruppen beobachteten sie unter den Befragten ein höheres Stresslevel und ein geringeres Wohlbefinden als bei den Kollegen im Büro. Die Autoren begründen dieses Ergebnis vor allem damit, dass sich Arbeit und Freizeit in den eigenen vier Wänden vermischt. Es fällt nun mal schwerer, zwischen beidem zu trennen, wenn das Kind schreit, sich in der Spüle das schmutzige Geschirr stapelt und die Arbeit auch in die Abendstunden verschoben werden kann. „Heimarbeiter können nicht so gut mit ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern umgehen, wenn sie arbeiten müssen“, schreiben die Forscher. Konflikte seien da programmiert. Die Ergebnisse aus Amerika decken sich unter dem Strich mit einer Erhebung der Krankenkasse AOK aus dem vergangenem Jahr. Im Homeoffice steigt demnach das Risiko von Konzentrationsproblemen, Schlafstörung und Erschöpfung. Gesund ist die Heimarbeit also offenbar nicht.
 
Der große Profiteur ist dafür jemand anderes – der Arbeitgeber. Die von Chefs häufig geäußerte Sorge, dass die Mitarbeiter zu Hause zu Faulenzern mutieren, bewahrheitet sich nämlich nicht. Das zeigt unter anderem eine vielzitierte Arbeit eines Forscherteams um den Stanford-Ökonom Nicholas Bloom aus dem Jahr 2015. Die Forscher nahmen die 16000 Angestellten eines börsennotierten chinesischen Reiseunternehmens unter die Lupe. Die Call-Center-Mitarbeiter des Konzerns wurden mit einem Zufallsverfahren für die Dauer von neun Monaten in eine Gruppe von Heim- und Büroarbeitern unterteilt.
 
„Heimarbeit führte zu einem Anstieg der Produktivität um 13 Prozent“, schreibt Bloom. Der Großteil des Anstiegs sei auf geringere Krankheits- und Fehlzeiten zurückzuführen. Ein kleiner Teil darauf, dass die Mitarbeiter in derselben Zeit mehr Telefonate schafften, weil ihre Arbeitsumgebung ruhiger und angenehmer gewesen sei.
 
Diese Beobachtungen aus dem chinesischen Unternehmen lassen sich auf Deutschland übertragen. Das zeigt ein Beitrag von Kira Rupietta und Michael Beckmann von der Universität Basel, der auf Daten des umfangreichen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basiert. „Die Arbeit im Homeoffice trägt im Durchschnitt zu einer Erhöhung der Arbeitsbereitschaft bei, was über eine verbesserte intrinsische Motivation der Mitarbeiter aufgrund der gewährten Autonomie begründet werden kann“, bilanzieren die Forscher dort.
 
Natürlich führen all diese Arbeiten zu keinem abschließenden Urteil über das mobile Arbeiten. Ob nun das Büro oder das Zuhause der richtige Ort zum Arbeiten ist, hängt auch stark vom Typ des Beschäftigten ab. Arbeitspsychologen erkennen einen Unterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen – der ersten Gruppe fällt es deutlich leichter, mit wenigen Sozialkontakten auszukommen, als der zweiten.
Viel hängt zudem davon ab, wie gut man in der Lage ist, sich selbst zu organisieren und zu disziplinieren, und ob man auch im Homeoffice in die Kommunikation und die inneren Abläufe des Unternehmens eingebunden ist. Ein Allheilmittel, das Beschäftigte und Arbeitgeber glücklich macht, ist das Homeoffice jedenfalls definitiv nicht: Oder ist es ein Zufall, dass nach einer Bitkom-Befragung aus dem Winter 62 Prozent der Beschäftigten mit Homeoffice-Erlaubnis das Büro als Arbeitsort vorziehen?

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15. Apr. 2020
von Johannes Pennekamp
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30. Mrz. 2020
von Patrick Welter
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Der Staat, die Macht und das Virus

Die Politik hat noch keine Krise als Chance ausgelassen, um ihren Einfluss auf das Leben der Bürger zu weiten. Mit dem Coronavirus droht eine neue Sperrklinke.  Weiterlesen →

30. Mrz. 2020
von Patrick Welter
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27. Mrz. 2020
von Gerald Braunberger
14 Lesermeinungen

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Es geht nicht um Gesundheit oder Wirtschaft

In der öffentlichen Debatte wird zunehmend die Frage aufgeworfen, ob ein Interessengegensatz zwischen der Sicherung der Gesundheit der Menschen und der Sicherung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft existiert. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Dieser Interessengegensatz existiert nicht. Weiterlesen →

27. Mrz. 2020
von Gerald Braunberger
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11. Feb. 2020
von Patrick Bernau
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Immer Ärger mit dem Zeitgeist

Einer plappert dem anderen nach. Da kommt leicht ein großer Irrtum raus.

Schon in den 80ern ein Star: Meryl Streep war im Zentrum einer großen Informationskaskade. (Foto: Picture Alliance)
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11. Feb. 2020
von Patrick Bernau
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04. Feb. 2020
von Patrick Welter

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Erben muss man sich verdienen

In vielen Familien gilt ein heimlicher Generationenvertrag: Wer erbt, muss auch pflegen! Das hat erstaunliche Folgen. Weiterlesen →

04. Feb. 2020
von Patrick Welter

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06. Jan. 2020
von Patrick Bernau

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Was tun gegen die Säkulare Stagnation?

Larry Summers macht Vorschläge. Nicht für alle muss sich der Staat verschulden.

Adam Posen, Janet Yellen und Larry Summers (von links) beim ASSA-Treffen in San Diego (Foto: ASSA)
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06. Jan. 2020
von Patrick Bernau

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20. Dez. 2019
von Patrick Welter
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Und Leistung lohnt sich doch

Leistung und mehr Arbeit im Internet treiben die Ungleichheit der Einkommen, nicht böser Wille oder technischer Fortschritt oder schlechte Ausbildung. Ist die Welt doch gerecht? Weiterlesen →

20. Dez. 2019
von Patrick Welter
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09. Dez. 2019
von Gerald Braunberger
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Geldpolitik in der Vierten Industriellen Revolution

Künstliche Intelligenz, Big Data und maschinelles Lernen verändern Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig. Aus den drei Industriellen Revolutionen der Vergangenheit lässt sich erahnen, was auf uns zukommt – auch für die Geldpolitik. Weiterlesen →

09. Dez. 2019
von Gerald Braunberger
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