Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die ungleiche Verteilung der irdischen Tantengüter

| 131 Lesermeinungen

Früher gab es den Erbonkel, der zu schönsten Hoffnungen auf ein besseres Dasein Anlass gab. Heute dagegen gibt es teure Kinder, die ein teures Studium brauchen, und alte Tanten, deren Mann jener Herr war, der früher der Erbonkel war. Das ist gut für die alten Tanten, aber schlecht für die Reduplikation der besseren Kreise - oder zumindest aber eine formidable Ausrede, warum es auch mit der Zweitgeliebten und dem Drittverhältnis nicht zum Kinde reicht.

Ich stieß ihr den Dolch in die Därme,
Die Tante schnaufte nicht mehr.
Frank Wedekind, Der Tantenmörder

Also, wenn Sie mal in Verona sein sollten, jener immer leicht unterschätzten Grenzstadt des echten Italien zum Welschen, gehen Sie unbedingt zu Scapin. Ich weiss, die kleinen Delikatessenläden in der Innenstadt sind noch voller mit allem, was Italien hergibt, daneben sind die Antiquitätengeschäfte, bei denen man Mitbringsel kaufen könnte, oder zumindest einen handgemachten Lampenschirm mit einer aufgedruckten Vedute von Venedig – aber Scapin ist grösser, hat noch mehr Auswahl und ist nicht so touristisch. Bei Scapin gibt es auch noch die ganz alte Art: man zieht einen Zettel mit einer Nummer, nach der man dran kommt, und kann in aller Ruhe durch den Raum gehen, Dinge aussuchen – eine Knoblauchpaste für Vetter Wastl, eine ökologische Pfirsichmarmelade für Tante Euphemia, die so pingelig ist – und das Treiben der besseren Kreise Veronas beobachten, bis man aufgerufen wird und an der Theke Käse und Fleisch bekommt, um dann mit den Rechnungen zur Kasse geschickt zu werden. Scapin ist höchst unpraktisch und würde jeden Berater von KPMG in den Wahnsinn stürzen, weil so viele Leute darin so viele sinnlose Dinge tun – aber es ist eben  nicht nur ein Geschäft, sondern auch eine Oper.

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In dieser Oper treten auf: Der stille, welsche Beobachter, viele ältere Damen und an denen enorm viel Schmuck. Ausserdem als Staffage: Ältere, dezent in Karo gekleidete Beimänner, die eventuell sogar ihre Wünsche äussern können. Dann öffnet sich die Tür, und herein kommt eine junge Frau in einem einfachen Kleid, mit Kinderwagen. Wie die Harpyen lassen die alten Damen ab von Gesprächen über Sonnenbrillen, Friseuren und Schmuck, beachten auch nicht mehr die mit Risotto gefüllten Tomaten und die auf Eis gelegten, kalten und sehr toten Fische, töter gar noch als sie selbst, und stürzen sich auf den Kinderwagen: Ohhhhh. Bellissimo. Derweilen, darin, erleidet das Kind einen Schock für das Leben, das Licht des Tages verschwindet hinter Klumpen aus Fett, Gold und Falten. Andere, deren Köpfe nicht mehr Platz über dem Nachwuchs haben, quetschen die Mama, die anderen Verlockungen hoffentlich widerstanden hat, nach allen Regeln des Verhörs aus. Wie alt, wie schwer, wie ist der Name, wer ist der Vater. So ist das in Italien, dem Land der Kinderlosen, wo Kinder inzwischen auch für bessere Jungfamilien einfach zu teuer geworden sind.

Das nämlich ist es, was die alten Tanten über dem Kinderwagen zusammensinken lässt: Die Gebärverweigerung ihrer eigenen Neffen und Nichten, das Ausbleiben jener den Genstrang erhaltenden Reduplikation, das früher zwingend war in besseren Kreisen, allein schon wegen der diversen Todesfälle vom Kindbett über den Reitunfall bis hin zu Krieg und Attentat. Das heutige Einzelkind pflegt fast immer durchzukommen, wenn es erst überhaupt angekommen ist. Wenn, ja wenn, seufzen die Tanten den Onkels in taube Ohr.

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Früher, möchte man Tanten bei Scapin, Dallmayr und auf dem Wochenmarkt am Tegernsee sagen, früher war es ja auch nicht so teuer, so ein Kind in der besseren Gesellschaft aufzuziehen. Früher gab es keine Mobiltelefone, die Kinder ab der Kita brauchen, es gab keine Kindermarkenkleidung, und elitäre Kindergärten mit hohen Gebühren, biologischer Kost und Chinesischunterricht gab es auch nicht. So ein Kind kann, wenn es im Wettbewerb der Westviertel mithalten will, sehr schnell sehr teuer werden. Auf der anderen Seite aber halten die Einkommen der Eltern kaum mit dieser Entwicklung des Prestigeobjekts Kind mit, und wer nicht abstürzen will, sollte es als Doppelverdiener erheblich leichter haben.

Früher gab es zudem auch noch einen anderen Effekt, den man den alten Damen bei Scapin zwischen edlen Essigsorten und frischer Pasta vielleicht nicht ins Gesicht sagen sollte, aber – früher waren einfach die Lebenserwartung geringer. Es gab weniger alte, juwelenbehängte Tanten und mehr Erben in jüngeren Jahren, und obendrein war Schmuck auch wertbeständiger. Man konnte davon ausgehen, dass die finanziellen Belastungen durch Kinder nach ein paar Jahren durch Erbschaften mehr als aufgewogen wurden, und das oft, bevor die wirklich teuren Kinderwünsche wie Studienabbrüche, Wohnungen und Autos kamen. Obendrein blieb alten Tanten damals auch wenig anderes übrig, als ihr Geld zu sparen.

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Aber heute gibt es analog zur Totalvermarktung der Kinder auch entsprechende Angebote für Senioren. Es gibt Reisen, Hotels, altengerechte Zugänge gegen unzeitgemässe Knochenbrüche, es gibt für jüngere alte Tanten den Fettabsauger, für die mittelalten alten Tanten den Faltentackerer und wenn das alles nichts mehr hilft, die freundlichen Damen der üblichen Schmuckgeschäfte zwischen Rom und Hamburg. Was es dagegen in aller Regel nicht mehr gibt, ist der Erbonkel, jene segensstiftende Kombination aus Alter, im Kindbett verstorbener Frau und Reichtum – der wurde durch die erbende Tante ersetzt. Das Alter ist, ein gewisses Vermögen und einen rechtzeitig dahingegangenen Mann vorausgesetzt, keinesfalls eine kurze Sackgasse mit dem Sarg am Ende. Es ist natürlich nicht gerade billig. Aber nach dem Wegsterben der Kriegsgeneration kommen nun die alten Tanten der 68er, und die sind nicht so dumm, für die Erben zu sparen.

Geht man nun davon aus, dass die kleinen Kinder mehr Geld brauchen, um auf dem Weltmarkt der Elite zu bestehen, und gleichzeitig die alten Tanten mehr Geld für den Weltmarkt der Freuden benötigen, für die Konkurrenz, die in Sterling auf dem Tisch und Karat über den Falten ausgetragen wird, und setzen wir weiterhin voraus, dass auch die irdischen Güter der besseren, bei Scapin verkehrenden Kreise nicht unendlich sind, sondern spätestens bei der Kreditkartensperrung Grenzen haben – steht der Rest, der nicht mehr Kind und noch nicht alte Tante ist, vor massiven Verteilungsproblemen. Es ist sicher keine böse Absicht, nur die veränderte Existenzform der Verwandtschaft, die es so schwer macht, sich weitere Kosten aufzubürden. Und das Schlachten der alten Tante ist auch keine Lösung, zumindest nicht nach deutschem Strafrecht.

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Es mag nach Angeberei klingen, wenn mir Gleichaltrige erzählen, sie hätten einen Geldanlageplan für das Studium ihres Kindes, in dem der Bankberater gleich hohe Studiengebühren kommender Regimes miteingerechnet habe – und doch ist es wenig gegen die gute alte Sitte, dem Kinde zum Studium die Wohnung und das Auto hinzustellen. Es mag nicht jedem zusagen, wenn auch nachweislich dumme Kinder zu Hochbegabten gemacht und durch die Schule und Schnellstudien gejagt werden, um mit 22 viel zu jung und menschlich unerfahren für einen Beruf jenseits der üblichen Zockerbranchen zu sein – ich aber vermute, dass es einfach schnell gehen soll. Kurze Ausbildung ist weniger Kosten, denn niemand kann heute so lang studieren, bis er von seiner Tante eine Villa, idealerweise am See und ihren alten SL erbt.

Besuchen Sie also jenen Feinkostladen und schauen Sie sich um, sehen Sie die Scheine, die für Dickmacher über die Theke gehen, und jene Tanten, die im Zweifelsfall eben eine Kur bekommen: Kein Punkrockkonzert, kein zusammengeklautes Machwerk minderer Güte, kein aufgeflogenes Depot in der schönen Schweiz bricht so sehr die Tradition des Reichtums wie das lange Leben eben jener alten Tanten, die gleichzeitig die Tradition bewahren wollen. Beides – Tante und Tradition – geht jedoch nicht. Aber natürlich kann man das nicht sagen, und es wäre auch enorm unhöflich, denn immerhin raten sie einem, wenn sie genug von dem schreienden Balg haben, doch lieber die etwas teureren Oliven zu nehmen. Sie wissen, wovon sie reden.

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131 Lesermeinungen

  1. Don, mmmh, großer Sport,...
    Don, mmmh, großer Sport, nicht zuletzt auch wegen des unteren Links (Aufgewacht und mitgemacht! Schöne Grüße ans Föjetonng!).

  2. Lieber Don A.,
    absolut...

    Lieber Don A.,
    absolut erstklassig ,beinahe wie immer, aber das darf so beibehalten werden. Sehr schön erkannt, beides geht nicht. Immer nur eindeutig eins. Die fruchtigen Oliven ,die , nur die sollen es sein. Bestimmt wird der Pi/4d² zutreffen. Aber ich schaue noch etwas mich um, und vielleicht ist Italien eine auch gute Adresse.

  3. Die Bereitschaft, Kinder...
    Die Bereitschaft, Kinder kriegen zu wollen, hat halt doch weniger mit Geld haben zu tun, als man annimmt. Sonst wären die besseren Kreise (und deren Perserteppiche, gn) voller Krabbelstuben. (Was sie zumindest im Glockenbach sind, ich bin Zeuge. Am Tegernsee, der Renterendstation wartest du jedoch vergebens.)
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    Apropos Italien. Dieses stockurkatholische Land hat eigenartigerweise (oder bezeichnenderweise) eine der höchsten Scheidungsquoten und geringsten „Bambiniquoten“ in Europa.
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    . Als Erstgeborene konnte ich – selber Kind – kleine(re) Kinder nie leiden. Logisch, olle Konkurrenz. Jetzt, 50 und topscheckheftgepflegt (damn, warum macht das System jetzt autovervollständigen auf scheckheftgetüpfelt), warte ich insgeheim auf Enkelchen und erwische mich dabei, von klitzekleinen niedlichen Schühchen und Söckchen zu träumen. Und den Kerlchen Pasta zu kochen und heiße Waffeln zu machen. Muss mit dem Alter und Gehirnveränderungen zusammenhängen. Don, pass auf, bist auch schon Ü-irgendwas.

  4. Lieber Don,
    haben Sie...

    Lieber Don,
    haben Sie eigentlich Nichten und Neffen?

  5. lieber, geschätzter Don...
    lieber, geschätzter Don Alphonso, chapeau: ein wunderschöner artikel, und wie so oft, haben sie spielerisch-lässig der tante kern getroffen. merci!

  6. Das letzte Bild ist doch auch...
    Das letzte Bild ist doch auch eine Delikatesse.Das sinnliche Erleben mit einem Kind,läßt sich genauso vermitteln, wie die Güte von Essen-ganz oder gar nicht.

  7. Hach, Dank für die Erinnerung...
    Hach, Dank für die Erinnerung an Wedekinds Tantenmörder: Das erste Lied, das ich zur Gitarre singen konnte. Meine Tante hat sich damals sehr gegruselt, offensichtlich war die Aufführung überzeugend. Heute ist sie dem religiösen Wahn verfallen (ich hoffe, daß der Beitrag meine frühen künstlerischen Versuche daran möglichst klein war) und vererbt dann wohl, falls es etwas zu vererben gibt, an ihre Sekte. Aber an ein Erbe von Tantenseite war in meiner Klasse sowieso nie zu denken.
    Und vielleicht eine kleine Bitte: Diskreditieren Sie mir nach den Autonomen nicht auch noch die Punkrocker, indem Sie sie in eine Reihe mit Steuerhinterziehern und Plagiatorinnen stellen!

  8. köstlich beobachtet...
    köstlich beobachtet

  9. lieber Gastgeber, ich muss...
    lieber Gastgeber, ich muss jetzt wirklich dringend ‚mal nach Verona, statt immer nur durchzufahren. Beim Einstieg Ihres Textes dachte ich an Musik (Verdi und so), aber Bambini sind auch immer gut. Besonders wenn die fäkalen Grundprobleme gelöst sind und man einen venüftigen, also bitte, kindgerecht vernüftigen Dialog mit den Kids führen kann. Aber bei dem Szenario (nicht jenem der schrulligen, wohlhabenden, älteren Herrschaften) welches Sie „kindaufwachsend“ für die elterliche Seite in Deutschland beschreiben, lässt sich gut auf eine Schweizer Eigenart verweisen, die Sie weder bei Finanztransaktionen auf Banken, bei Shoppings oder in touristischer Infrastruktur erleben können (in Oberitalien übrigens ebensowenig). Denn der Kern der besseren Schweizer Gesellschaft, von der Profilierungsschau in und um Zürich einmal abgesehen (wohin es auch die meisten Deutschen zieht) ist kaum bis nicht sichtbar. Es gibt in Schweizer Kantonen noch mehrheitlich die 42-Stunden-Woche. Sie können sich in jedem städtischen Elektrizitätswerk noch am Freitagnachmittag um 16:45 über Stand und Richtigkeit ihrer letzten Rechnung informieren. Kinderbekleidung (mit Ausnahme von Schuhen) wird unter Familien und Freundinnen weitergegeben (und Produkte aus England -teilweise auch Italien- sind bei entsprechender Pflege lange haltbar). Wenn „Kinder“ mit dem Studium beginnen, wohnen sie zuhause. Wenn es keine eigene Universität gibt, gibt es in der nächsten Unistadt vielleicht Verwandte oder Freunde, die eine schöne und günstige Wohnung zu vermieten haben, oder es gibt eine akzeptable WG. Zur bestandenen Matura (dem Abitur) ein Auto oder gar eine Wohnung geschenkt zu bekommen, kommt vor, betrifft aber selten die besseren Kreise. Dies gilt auch für Label-Kleidung bei Kindern und Jugendlichen. Beliebt ist dies bei prestigebewussten Eheformationen (viele Ärzte) oder Migrantenfamilien (vom Ort abhängig, aber auffallend viele aus der Türkei). Kurz: Kinder aus Geldfamilien sind in der Regel „Normalos“, auch wenn diese zwischen 17/18 und 30 selbstredend auch ihren Jeunesse d’Oré-Zirkus durchziehen. Man und frau kennen diese häufig persönlich, wozu die föderalistische und die alltagssozial-permissive Struktur der Gesellschaft vielfach Gelegenheit gibt, oder man/frau kennt sie eben nicht. Daraus wird in Deutschland eine Philosophie gemacht. In der Schweiz wird stattdessen gearbeitet. Und der bananenschmatzende Herr in Davos aus dem vorletzten Blog-Beitrag, dessen gnadenloser Opportunismus im Berliner Spreebogen gut verankert ist, reist wieder ab. Gott sei Dank.

  10. Was die fehlenden Erbonkel...
    Was die fehlenden Erbonkel angeht, so gehen Sie ja mit gutem Beispiel voran, indem Sie selbst einer sind (vorausgesetzt, es gibt entsprechende Nichten und Neffen, s.o.). Nur habe ich gewisse Zweifel, ob Sie es mit dem rechtzeitigen Ableben ebenso vorbildlich halten werden, da Sie ja einen recht gesunden Lebensstil zu pflegen scheinen. Da kommen dann nur das Auto oder der Rodel in Betracht, da Kindbett, Reitunfall, Krieg und Attentat ja unwahrscheinlich bis ausgeschlossen sind.

  11. Nur selbst essen macht fett!...
    Nur selbst essen macht fett! Und welche Tante eben ital. Provinienz wollte im Alter auf Sex äh aufs Essen verzichten. Und was Geschmeide bis Rohseidentunikas dieser stets gebügelten Damen angeht, erübrigt sich die Frage, ob Tante und Tradition. Don, danke für das Scapin, schau ich mir nächst Woche an. Und von Verona nach Venedig ist es soweit nicht, und nirgends geht die Tradition vornehmer unter als im Des Bains Venice. http://desbains.hotelinvenice.com/photo-gallery.html?source=-des+bains+venedig

  12. @Vroni:
    Der Katholizismus ist...

    @Vroni:
    Der Katholizismus ist in Italien doch ziemlich anders, als in Deutschland. Die Italiener tragen auch in dieser Beziehung diese Leichtigkeit zur Schau.
    Ist so ähnlich wie der Unterschied zwischen dem Faschismus Mussolinis und dem deutsch-österreichischem Nazitum!

  13. hihi - ja, die Wertstabilität...
    hihi – ja, die Wertstabilität von Schmuck läßt nun wirklich alle Wünsche offen, ich meine, wer will schon mit den hässlichen Teilen von 1970 rumlaufen? Mehr als Materialwert seh ich nicht – jede Menge Gold verbaut, aber das ist ja auch beim normal-bundesdeutschen Gebiss der Fall. Hässlich wie Sichtbeton ;-) Ganz extrem: Perlen, Zuchtperlen. Hat meine Kleine ein ganzes Kilo von. In ihrer „Schatzkiste“.

  14. Nun denn Don, lieber schweigen...
    Nun denn Don, lieber schweigen und höflich sein. Nur kommt das Thema immer wieder hoch, eben gerade auch in Ihrem Blog. Bekümmert es die Tanten nicht, sich selbst durch andere Kulturen und Völker zu ersetzen? Sind sie sich dessen überhaupt bewußt? Natürlich ist es das natürliche Schicksal alternder Kulturen zu verschwinden. Aber etwas Aufstachelung zur Verzögerung eben dieser Entwicklung hat doch auch ihren Reiz. Da lasse ich meine Höflichkeit gerne fahren.

  15. Platte Geschichte. Nur eine...
    Platte Geschichte. Nur eine neue Variante Ihrer Frauenverachtung.

  16. Der Gärtner, dem ganzen hier...
    Der Gärtner, dem ganzen hier wäre es sehr zuträglich, wenn hier nicht mit solchen Unterstellungen und sporadischem Bedauern meines Verbleibs bei der FAZ gearbeitet werden würde. Meine Texte müssen nicht immer allen gefallen – aber zur Ableitung solcher Urteile reichen sie sicher nicht aus.
    .
    ErnstWilhelm, würde ich schweigen und höflich sein, gäbe es dieses Blog nicht. Ich glaube einfach, dass sich Tanten des Problems so wenig bewusst sind, wie sich der Fahrer eines SUVs in der Stadt Gedanken um die Umwelt macht. Und ich muss sagen: Die Tanten haben da ein besseres Recht auf ihrer Seite. Was am Problem nichts ändert.

  17. Don Ferrando, das hätte ich...
    Don Ferrando, das hätte ich mich jetzt nicht schreiben getraut, aber bitte, wenn es gefällt, warum nicht.
    .
    malena, das ist eben der Flch einer neuen Formensprache. Dieses Schicksal drohte dagegen den wirklich alten Stücken eher selten, aber damals war man vor allem arm. Die reichen Zeiten sind auch die geschmacklosen Epochen, und da gibt es enorme Mengen.

  18. Um dies zu beobachten muß man...
    Um dies zu beobachten muß man gar nicht erst nach Verona fahren.
    Es genügt die Fußgängerzone einer kleinen hessischen Kurstadt.
    Wenn man da als junger Papi einen Kinderwagen mit süßem Inhalt entlang schiebt, wird der Kleine regelmäßig von wegelagernden älteren Tanten überfallen, bis hin zum spontanen Körperkontakt. Als wollten sie in den Wagen dazu krabbeln.
    So schnell kann man gar nicht eingreifen. Da fallen alle Schranken.
    Wahrscheinlich handelt es sich meistens um flüchtige Bekannte meiner Gefährtin.
    Sie sind ja nett, deswegen will man sich dann gar nicht weiter aufregen.
    .
    Übrigens Don, mit Kind gibt es endlich mal wieder einen guten Grund zum Kinderfasching zu gehen !

  19. Rheinufer, was mich angeht, so...
    Rheinufer, was mich angeht, so werde ich natülich versuchen, daran so viel Spass wie möglich selbst zu haben, und sollte mehr als Schulden übrig bleiben, lasse ich mir etwas einfallen. Aber ich habe nicht vor, der Welt etwas zu schenken.
    .
    Nico, das Phänomen ist alt, aber der Boom ist relativ neu. Das Scapin ist in der Via Armando Diaz, 20, und lächeln Sie von mir die Verkäuferinnen an!

  20. Rosinante, ich will gar nicht...
    Rosinante, ich will gar nicht bezweifeln, dass es in zurückgezogenen Bergnestern der Schweiz sogar noch strenger zugeht, aber vor zwei Jahren hatte ich mal mit der – überschuldeten und das auch noch ausplaudernden – Gründerin eines Elitekindergartens in München zu tun, und ich denke, dass deren Vorstellungen de facto ie gelebte Realität sind. Der Laden war extrem teuer und trotzdem übervoll. Oder schauen Sie einfach mal in eine Abteilung für Kinderkleidung. Und das sind noch nicht mal die, die zur Anprobe müssen.
    .
    Reiterjunge, wie bei allen Vandalen und Schnorrern überlegt man sich schon, ob es nicht Zeit für Verteidigungsmassnahmen ist.

  21. Wehrter Don,
    entzückend, sehr...

    Wehrter Don,
    entzückend, sehr treffend und doch auch schade.
    Könnten wir nicht das Ableben der Tanten …., so manche
    junge Nichte wäre gerettet. Was Ausbildung und die
    Vorbereitung auf das Leben währe.
    Herzlichst P.

  22. kleinerberg - gar nicht. Das...
    kleinerberg – gar nicht. Das würde ich klar bevorzugen. Denn das Bild ist eine windel- und schreifreie Allegorie.
    .
    Alter Bolschewik, wie man sieht, war es ja erst der Anfang. Wie auch immer, meine Grossmutter hat uns das damals vorgetragen, aber die war auch alt genug, das schon in ihrer Jugend amüsant zu finden. Und sie war ja auch nicht unsere Tante.

  23. Vroni, erstens war ich schon...
    Vroni, erstens war ich schon als Kind einer von diesen kindischen Greisen, und zweitens bin ich Ü-Armutsgrenze, aber gerade so eben – ich könnte mir das noch nicht mal leisten, selbst wenn ich wollen würde. Und es kann doch niemand wollen, dass ich meine Tätigkeit hier einstelle, um die Zeit in etwas zu stecken, das mir nicht gefällt und andere ohne Unterhaltung zurücklässt?
    .
    Jedenfalls Danke für all das freundliche Lob. HansMeier555, natürlich habe ich keine Nichten und Neffen, nur um ein paar Ecken gibt es dergleichen, aber es sind sehr solide Ecken.

  24. Welche moderne Frau will heute...
    Welche moderne Frau will heute schon eine Tante sein. Falls es diese Spezies in gewissen Kreisen noch gibt, so ist doch der Zusammenhang zur angeblichen Kinderlosigkeit an den Haaren herbeigezogen. Könnte es nicht viel eher sein, dass ich auch langsam die sogenannten höheren Töchter emanzipieren ?

  25. Paulchen, ich sehe da...
    Paulchen, ich sehe da keinerlei Chancen. Diese Tanten hatten in ihrem Leben oft nicht viel Stress und Ärger und sind entsprechend gut erhalten und robust. Ich sehe die Torten in meinem Lieblingscafe, ich sehe die Sahneberge und denke mir: Das muss doch lethal sein. Ist es aber nachweislich nicht. man muss damit leben und hoffen, dass es einen nicht überlebt.
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    Odysseus, Gegenfrage: Gibt es eine Chance, das tantendasein mittelfristig zu verhindern in einer Gesellschaft, da Singletum, wenig Kinder und die Anhäufung von Vermögen zusammenspielen? Wollen will vermutlich niemand. Aber es ist immer noch die beste Alternative.

  26. Alte Tanten sieht man auf der...
    Alte Tanten sieht man auf der Bahnhofstrasse in Zürich z.B. in der Confiserie Sprüngli
    http://www.spruengli.ch
    Uebrigens, das Wort „welsche“ fällt mir auf – „der stille, welsche Beobachter“ – die „Welschen“ der Schweiz (die im Welschland wohnen) sind die Romands (in der Romandie) die auf der anderen Seite des Röstigrabens leben.
    P.S. Andrew Carnegie war ein gebürtiger Schotte der nach Amerika auswanderte, verheiratet (keine Kinder) und sein ganzes Vermögen (ca. USD400M damals – Anfang des 20. Jh?) wohltätigen u. karitativen Zwecken in den USA / Schottland vererbte. Carnegie war der Meinung „To die rich is a sin“.
    Die Kurzgeschichten von Don Alphonso sind einfach genial. Ich denke an die Kurzgeschichten von Somerset Maugham….

  27. Alte Frauen: faltig, fett und...
    Alte Frauen: faltig, fett und unansehnlich. Genauso stereotyp wie das heutzutage schon den Mädchen durch die Medien eingeimpft wird. RTL-Alphonso. Auf diesem Klavier spielen Sie Ihre kleine Geschichte und finden reichlich Claqueure, weil es ja so ist. Also schnell zum Chirurgen.
    Kein lieberes Gesicht mich je geschaut als das allerliebste meiner geliebten Oma, rufe ich Ihnen an dieser Stelle zu.

  28. Ach, Don!
    Sie mutieren ja zum...

    Ach, Don!
    Sie mutieren ja zum Schirmacher im Gehrock. Soziologie dieser Tonart ist verdirbt einem doch jede Freude an den Oliven. Halten Sie es lieber mit Proust.
    MfG
    Dr. Maus

  29. Werter Don, Glückwunsch,...
    Werter Don, Glückwunsch, wieder mal ein Volltreffer.
    .
    Und so wenig mir die Aussicht gefällt, Sie haben schon recht: der Trend wird sich kaum aufhalten lassen…

  30. ja D.A. will uns doch nur...
    ja D.A. will uns doch nur einen Spiegel vorhalten jeden Tag aufs Neue bis eines Tages der Spiegel ihm gegenübersteht so ist das Leben bissig und tiefgründig
    erheiternd

  31. fionn, welsch steht im...
    fionn, welsch steht im Alpenraum immer für „fremd“, und auch, wenn verona einst „welsch Tirol“ war, so bin ich eben heute aus veroneser Sicht auch welsch. Ich mag das Wort ohnehin, und es hat in meinen Ohren nicht den unschönen Klang, den es mitunter in Südtirol hat. Die Idee, das Erbe allen und nicht einem zukommen zu lassen, ist so dumm sicher nicht. Lieber viele kleine Enttäuschungen, als eine grosse Enttäuschung namens Familie.
    .
    Der Gärtner, ich hasse alle Menschen gleich, hat einmal der grosse englische Bewegungsphilosoph Jeremy Clarkson gesagt, und auch ich finde mich in meinem fortgeschrittenen Stadium der Vergänglichkeit weder interessant noch schön, sondern einfach nur alt und schlapp. So ist das eben. Wir werden alle nicht schöner, und auch nicht weiser. Im Übrigen würde ich jede alte Tante mit Manieren jedem sabbernden und quengelnden Kind vorziehen.
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  32. Dr. maus, nachdem das erben so...
    Dr. maus, nachdem das erben so ein wichtiges Thema in den zu beschreibenden Kreisen ist, wollte ich das Thema wenigstens einmal anschneiden.
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    Gleissentaler, wir können uns ja an den Aussichten von Bergen erfreuen, mit Blick über die Wolken, während daruter in Rottach die Tanten anderes tun. Was nicht so schön ist.

  33. Don Alphonso, in Schweizer...
    Don Alphonso, in Schweizer Bergregionen geht es sicher nicht strenger zu. Denn die Landwirtschaft wird hoch subventioniert. Aber das Szenario, welches ich schilderte, hat -nicht immer, aber auch- Dekor vom 16. bis 21. Jhdrt. zwischen Klein- und Grossformat und in allen Gattungen. Dies nebst öffentlichen Sammlungen und vielen Bibliotheken. Und, auf dem Tisch steht Wedgewood und an der Decke hängt Murano. Und dies alles trotz vieler halbdebiler Politiker (beiderlei Geschlechts). Nicht auszudenken, was diese Menschen tun könnten, würde man ihnen keine Beschäftigung gäbe. Aber ich bin jetzt still, der Sohn des Steuerbeamten aus Wiesbaden liest vielleicht mit und macht Steve Jobs noch zum Heiligen.

  34. ja D.A. mit sabbern beginnts...
    ja D.A. mit sabbern beginnts und mit sabbern hörts vielleicht auch wieder auf das
    Schlimme ist ja nur wenn man im Alter noch unzufrieden ist – ein Baby kann seine
    Unzufriedenheit nicht anders als durch Schreien ausdrücken aber der Mensch dazwischen sollte eigentlich sein Leben verstanden haben – seinen Auftrag und dann gibts auch kein Klagen am Ende dann ist die Seele erkundet alle Stachel gezogen und tiefste Zufriedenheit stellt sich ein

  35. Verehrter Don Alphonso, ich...
    Verehrter Don Alphonso, ich realisiere gerade, dass ich heute ein etwas schwieriger Gast bin. Dies hat jedoch nichts mit der Lebensprallen Art der Alten Tanten, nichts mit dem schönen Verona und schon gar nichts mit Ihrer intelligenten und -auch- humorvollen Schreibe zu tun. Und jede Form von Schleim überlasse ich lieber den Schnecken.

  36. <p>Ich bedaure, ich muss mich...
    Ich bedaure, ich muss mich für ein paar Stunden aus Recherchegründen ausklinken, aber die Kommentare werden freigeschaltet, und ich antworte später.
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    Aber jetzt ruft gerade der Berg, und über 1100 Meter soll es sonnig sein.

  37. mein Lieber, geht gar nicht....
    mein Lieber, geht gar nicht.

  38. Lieber Don, bitte geben Sie...
    Lieber Don, bitte geben Sie sich etwas mehr Mühe beim Schreiben! Ich mag ja meistens Ihre Schreibe. Aber Hasstirade wegen einer kleinen Beeinträchtigung (Schlangestehen) beim Lebensmittelkauf sollte man nicht so rausknallen lassen. Auf der selben Grundmelodie haben Sie schon einmal ein Beitrag komponiert, als ein Kleinkind Sie beim Weihnachtseinkauf in München störte…
    Und wenn man mal aufhört die alten Tanten unter rein pekuniären Aspekten zu betrachten, was Sie hier tun, sondern unter menschlichen, einfühlsamen, ergäbe sich wahrscheinlich eine andere, viel mildere Einschätzung.
    Es könnte sich auch eine Leseart aufdrängen die unterstellt, dass es Ihnen mit dem Erben nicht schnell genug geht.
    Ausserdem, und gegen den medialen Mainstream: auch Faltengesichter, so schlaff sie sein mögen, können heiss geliebt werden.

  39. erinnert sei auch an jene...
    erinnert sei auch an jene tanten aus alten tagen, denen gegenueber der heiratsmarkt sich unerbittlich stur gestellt hatte und die nun – nicht erbberechtigt – sich mehr oder minder klaglos der familienraison fuegten und ein tristes leben im tantenfluegel des heimischen schlosses (wenn man denn eins hatte, aber es gab auch alternativen, pensionate etc.) fristeten. sie starben, damit die familie weiter leben konnte. die erbtante meiner kinder scheint sich diese tradition nicht eigen gemacht zu haben, was ich mit besorgnis sehe.
    die alten damen im tantenfluegel hatten noch eine weitere wichtige funktion in der familie, sie benahmen sich zumindest als oberste autoritaet in fragen von moral, anstand und etikette. sie waren es nicht nur, die ueberall ein haar in der suppe fanden, sondern dies auch laut herausposaunten. und auch so was muss man heutzutage selbst erledigen.

  40. Werter Don Alphonso. Man(n)...
    Werter Don Alphonso. Man(n) muß sich schon der Mühe der Kindeserziehung hingeben, um einem „sabbernden und quengelnden Kind“ eine grundsolide Basis mitzugeben, damit aus ihr oder ihm ein liebenswürdiger, faltiger, weiser Mensch, ob Tante oder Onkel, wird. Das ist nun nicht Ihr Ding, in Ordnung. Die despektierliche Äußerung ist es nicht.

  41. Pardon: Ihr Halten auf...
    Pardon: Ihr Halten auf Manieren hat manchmal schon was rohrstockhaftes.

  42. Geehrter Don Alphonso
    In der...

    Geehrter Don Alphonso
    In der Tat, meine Großonkel sind im ersten Krieg in der Champagne geblieben, übrig blieb meine selige Tante Gertrud.
    unverheiratet ( die Männer waren gefallen oder katholisch) und damit natürlich auch kinderlos.
    Sie hat tatächlich alles geerbt und gespart, bei der Commerzbank wurde in irgendeiner abgelaufenen Hausse das Depot, unter zahlreichen Umschichtungen zum Behufe der Bankbereicherung , verdoppelt. Herrliche Zeiten.

  43. Lieber Don-wenn aber dieses...
    Lieber Don-wenn aber dieses Kleinstkind so sehr der Allegorie dient, kann ich es nicht durch ein Glas Oliven ersetzen( als Motiv würde das natürlich etwas ausdrücken).
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    Sie beschreiben einen Wandel, und das Positive was sie bejahend
    in die neue Zeit rüberziehen sind die irdischen Güter……nur welche Art von Mensch soll ihre geliebten Requisiten denn bespielen, Ihnen zu Gefallen?

  44. Was um Himmels Willen, wollen...
    Was um Himmels Willen, wollen die „Erben“ eigentlich?
    Erst dreschen sie auf die Bankster und das Fiat Money ein, das kaum dem täglichen
    bank run der Erben der Nachkriegsreichen standhalten kann, dann leben die Tanten zulange!
    Wollen sie uns alle ruinieren?

  45. Don, ich verstehe das ja...
    Don, ich verstehe das ja alles. Seine Lebenszeit sollte man klug nutzen, tempus fugit.
    .
    Je erlesener über beklunkerte Tanten gewettert, öhm geplaudert wird, desto lustiger finde ich es, dereinst ein schrullig-lieber Drache zu sein (o.k. die Fettringe mal ausgenommen). Vorteil: Ich darf exzentrisch sein, ich darf mir fast allles erlauben: im Laden nutzlos abhängen und ungefragt mit Tipps zu den Delikatessen nerven. Narrenfreiheit, im Rahmen guter Manieren versteht sich. Und die Erben müssen sich mit mir gut stellen und meine exzentrischen Einfälle toll finden. Großartig. Wann werde ich endlich Tante.

  46. Ich mache mir Sorgen um Don...
    Ich mache mir Sorgen um Don Alphonso (seine Mitteilung um 11.00h …“Ich finde mich weder interessant noch schön…sondern einfach nur alt und schlapp“…).
    Was ist unserem Gastgeber passiert? Handelt es sich um den Ausbruch einer Mid-Life-Crisis? Sich mit „alten Tanten“ beschäftigen ist sicher kein Mittel gegen Mid-Life-Crisis, oder? Ich würde ein Ego-Booster verordnen.

  47. Verhinderung des...
    Verhinderung des Tantendaseins: Ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen, soziale Verantwortung tragen, neugierig sein – also abhängig von einer bestimmten geistigen Haltung und nicht vom Bankkonto. Aber ich gebe Ihnen recht, in einer oberflächlichen Gesellschaft, in der sich Frauen mit zunehmendem Alter vor allem für Botox und Fettabsaugung interessieren und dann noch über das nötige Kleingeld verfügen, wird es dann irgendwann auf das Tantenschicksal hinauslaufen. Aber wie immer im Leben: Es gibt solche und solche … gilt aber im übrigen auch für die männliche Variante, Onkel genannt. Nur mit dem Unterschied, dass unglückliche ältere Frauen, hier Tanten genannt, irgendwie schwerer zu ertragen sind.

  48. Odysseus, so sind halt die...
    Odysseus, so sind halt die Rollenmodelle, und die Angebote, denen man kaum ausweichen kann. Und wenn dann die halbe Freundinnenschar beginnt, macht man halt mit.
    .
    fionn, mir ist heute der Rodel 50 Höhenmeter abgestürzt, und glitt über den Schnee. ich dagegen bin bei jedem Schritt einen Meter eingesunken – und der Hang war so steil, dass ich da im Sommer weder rauf- noch runtergehen würde. Ich habe alles Recht der Welt, mich alt und fertig zu fühlen.

  49. Ja, das Thema Freundinnen bei...
    Ja, das Thema Freundinnen bei Frauen habe ich ganz vergessen – weshalb ja auch die Frauen im Grunde den ganzen Mode- und Schmuckzirkus (der ja auch seinen Reiz hat) inklusive teurer Taschen vor allem für ihre Freundinnen aufführen. Aber wie gesagt, wenn es auch – wie Sie schreiben – kaum Möglichkeiten gibt, diesen Klischees auszuweichen, so ist es doch nicht aussichtslos. Aber dies ist eine individuelle und keine soziologische Fragestellung.

  50. @charon, in der Tat, derartige...
    @charon, in der Tat, derartige Tanten, unverheiratet oder früh verwitwet, etwas verhärmt und streng guckend, habe ich in jungen Jahren auch erlebt. Immerhin waren sie Stützen der Vorbereitung von Familienfeiern in den sparsamen 50er Jahren und später die lebende Familienchronik.

  51. Auch die "Sache mit den...
    Auch die „Sache mit den Tanten“ wird sich ja nach einer Generation von Einzelkindern – in Luft aufloesen.
    Dann sind es wohl die kinderlos gealterten die ueber den Kinderwagen herfallen oder die die ihren Wunsch auf Enkel noch nicht vollstaendig aufgegeben haben.
    Ich fuer meinen Teil denke dass nicht unbedingt das Geld die Entscheidung fuer oder gegen ein Kind darstellt, sondern eher mangelnde Vorraussetzung in der Partnerschaft, durch Uneinigkeit, wenig vertrauen oder gar komplettes Fehlen eines Partners. Nicht zu vergessen die wachsende Kinderunfreundlichkeit Deutschlands, in dem immer oefter Kindergaerten geschlossen werden, weil 2 zugezogene Rentner sich im Mittagsschlaf belaestigt fuehlen. Sie deuten dass ja auch an: „wenn sie genug von dem schreienden Balg haben“.
    Mit der FDP an der Regierung sollte ich meinen Kinderwunsch wohl auch noch einmal ueberdenken …

  52. Aussterben als Patentrezept...
    Aussterben als Patentrezept gegen den sozialen Abstieg.
    Für alle ist im Westviertel nicht genug Platz, und die Finanzmarktgosse ist ja auch ganz froh, wenn da hin und wieder mal ein Grundstück frei wird.

  53. Lieber Don,
    im wirklichen...

    Lieber Don,
    im wirklichen Leben sind Sie, vermute ich, der Traum aller Schwiegermütter und Tanten.

  54. Schon meine Schwiegermutter...
    Schon meine Schwiegermutter warnte mich vor unserem ersten Kind: „Kinder sind die Armutsursache No.1 in Deutschland“. Bei Gesprächen über ein mögliches drittes Kind (inzwischen gesund, munter und vierjährig) kommentierte der Schwiegervater Argumente bezüglich hoher Ausgaben, mittleren Einzelverdiener-Einkommens etc., Geld solle doch bitte der letzte Grund sein, KEIN Kind zu bekommen. Interessanterweise sind es ja gerade die „besseren“ Kreise, die wissen, daß man für anständige und manierlich anzusehende Kinder nicht in in den Designer-Villages oder Innenstadt-Einkaufsmeilen sein Geld lassen muss. Qualität und Haltung haben nicht zwingend mit dem Zwang zu Markenkonsum und dem Besuch pseudointellektueller snobistischer Frühförderungsstätten zu tun. Wenn man im elterlichen Schloß den Westflügel zu Kinderzimmern ausbauen könnte, wäre das natürlich nett, für Balten etwa allerdings keine Option. So behilft man sich als Etagenadel damit, seinen Kindern beizubringen, daß man den Tanten gegenüber sich vernünftig benehmen soll (und auch allen anderen…), egal ob sie nun Erb-, Groß- oder Patentanten seien. Denn ohne Herz, Manieren und Freundlichkeit ist das dickste Konto doch nur Geld, und kein Reichtum.
    Wobei… ja, finanzielle „Sicherheit“ bei drei und mehr Kindern doch irgendwann dem Einkommen einiges abverlangt… Bleiben wir also zuversichtlich, daß die Studiengebühren wieder abgeschafft werden bis wir soweit sind, oder sich doch noch ein Erb-Ahne auftut oder aber wir wenigstens auf dem Status Quo verbleiben…

  55. Lieber D.A. nach dieser...
    Lieber D.A. nach dieser stürmischen Rodelpartie brauchen Sie heute ja nur mehr
    ein heißes Vollbad und alle Falten verschwinden von alleine

  56. Hans Meier: Don wäre gewiss...
    Hans Meier: Don wäre gewiss nicht mein Traum eines Schwiegersohns.

  57. Und noch zur Situation im...
    Und noch zur Situation im Lande den Artikel aus FAZ-online: „Frankreich altert, Deutschland vergreist“ einschließlich der dazugehörigen Kommentare. Dann wirklich lieber zur Fertilitätskrise begeisterte italienische Tanten aller Altersklassen, die sich über die Kinder auch noch freuen und nicht eine Beschwerde wegen Ruhestörung loslassen…

  58. Über Weihnachten habe ich...
    Über Weihnachten habe ich meine Tante besucht, sie ist um die 90 und schon erschreckend verwirrt. In die Familienerzählungen wob sie nun Selbstmorde mit ein, wo es in Wirklichkeit (vor ca. 100 Jahren) nur einen Abstieg in den Mittelstand gegeben hatte. Peinlich und banal wie dummdreiste Chinaspekulationen halt damals schon waren.
    .
    Finanziell werde ich von meiner Tante nichts erben, aber was macht das schon. Als wir Kinder waren, ist sie mit uns nach Italien, in die Schweiz und x-mal in die Oper gefahren, und auch zu manchen dummen Städten südlich und nördlich der Donau.
    .
    Und der Zynismus des Don hätte ihr weiß Gott gefallen, wie ja auch aus ihren senilen Phantasien hervorgeht.

  59. Was soll ich als Patentante...
    Was soll ich als Patentante und ehedem Punk dazu schon sagen..
    ich habe wider Erwarten von diversen Tanten geerbt (spät, aber schon noch – es ist eine langlebige Familie, die starben alle zwischen 89 und 100, nur ein Ausreißer wurde nur 83), und gedenke es mit meinen Nichten und Neffen ebenso zu halten, falls was übrigbleibt. Meine Patentante hatte in ihrem späteren Leben auch Sektenaffinität (mit irgendwas muß man sich ja befassen), was dann zu den wildesten Befürchtungen führte – nur nicht bei mir, und ich behielt recht. Ich hatte sie immer als grundsolide eingeschätzt, und wie man bei der Erbverteilung dann sehen konnte, war sie das auch – sie vererbte es nämlich ihrer Schwester und deren Kinder.
    Kindertagesstätten in Zürich Peripherie (da gibt es nur wenige) können mit dem beschriebenen Münchner Kindergarten zumindest preislich locker mithalten, was ich so höre. Entsprechend gefragt sind in der Nähe wohnende Omas und Freundinnen…

  60. @HansMeier: ja, solche Onkel...
    @HansMeier: ja, solche Onkel und Tanten braucht man. Sie erweitern den Horizont. Und man merkt dann auch, daß es früher zwar anders, aber auch nicht unbedingt besser war. –
    @Don: das war körperliche Anstrengung, die wird nach einer Woche weg sein. Warm baden, einsalben, schönen Tee trinken und ausschlafen hilft.

  61. colorcraze: Was bei...
    colorcraze: Was bei zeitweiligem Realitätsverlust auch ganz gut hilft ist täglich um 6.30 aufstehen, nicht baden, aber rasieren und mit Butterbrot im Täschchen zur Maloche zu gehen. So ungefähr 5 Mal die Woche.

  62. Lieber Don Alphonso, der Rodel...
    Lieber Don Alphonso, der Rodel 50 Höhenmeter abgestürzt – mussten Sie abspringen? So ging’s mir letztens einmal am Blomberg, eigentlich zu steil für einen solchen Rodel, als ich noch nicht so gut bremsen konnte. Der Rodel hat’s glücklicherweise ohne Blessuren überstanden, ich mußte aber auch ein Stück im Wald herumlaufen um ihn aus einigen Büschen zu befreien.
    .
    Ich verstehe ja nicht ganz, was genau an Ihrem Artikel frauenfeindlich sein soll, aber, ehrlich gesagt, ich kann diesen Vorwurf nicht mehr hören. Gerade Ihnen gegenüber verstehe ich auch den in Kombination geäußerten Vorwurf der Mißachtung der Alten nicht, da Sie ja nun in jedem zweiten Artikel Ihre Großmutter erwähnen.
    .
    Zum Thema Kinder ist es interessant, daß ich gegenüber diesem Thema die von Ihnen beschriebene devote Haltung Ihrem Haus gegenüber einnehme. Es ist halt so. Gestern bin ich das erste Mal, als Überraschung, mit meinen fünfjährigen Zwillingen ins Ballett gegangen. Das hätten Sie erleben sollen, ich habe Tränen gelacht, so süß sind die da herumgehüpft, waren so aufgeregt und haben sich so gefreut. Und das freut einen selbst auch. Seltsam übrigens, daß man dann doch immer wieder auf das Kinderthema kommt. Das liegt womöglich an der von Ihnen immer wieder direkt oder unterschwellig geäußerten, kategorischen Ablehnung.
    .
    Den Speck von Rossi habe ich nun übrigens mal aufgemacht, er schmeckt tatsächlich vorzüglich. Auch hier habe ich noch nicht ganz begriffen, warum Sie kein Fleisch essen und, dazu passend, nicht zur Jagd gehen, obwohl es doch in Ihrer Familie eine Tradition ist. Witzigerweise führen Sie da eher diejenige Tradition der alten Tanten fort…

  63. Der Gärtner, oder Schnee...
    Der Gärtner, oder Schnee schippen um 7.30, nach langer, durchfahrener Nacht.

  64. Die Stelle war flach, ich war...
    Die Stelle war flach, ich war zu faul, mich zu bücken und den Rodel zu tragen, also habe ich ihm einen Schubs gegeben, er kam vom Waldweg ab und stürzte einen Abhang Richtung Ostin hinunter, und ich natürlich hinterher, bei 1 Meter Schneehöhe, und der Berg war wirklich steil. Nun, auch ich lerne dazu.
    .
    Das Kinderthema ist eigentlich peripher; es ist nur ein Aspekt unter mehreren, wobei die Kinder neben den alten Tanten nicht nur die Gewinner sind, sondern vermutlich beide auch nicht begreifen, was sie da eigentlich tun, und was es andere kostet. Ludwig XIV. wurde unter Dienerkindern im Burggraben gross, und das hat ihm auch nicht geschadet.
    .
    Ich habe nichts gegen alte Tanten, so persönlich. Ich schätze sie sogar. ich habe halt mit dem Fleisch essen aufgehört und nicht mehr angefangen. da ist nicht viel dabei. Und inzwischen mag ich einfach den Geruch und den Geschmack nicht mehr.

  65. Thema Frauenverachtung...
    Thema Frauenverachtung (diesmal alte Frauen): Mawu: wohl Tomaten auf den Augen: ,,Wie die Harpyen lassen die alten Damen ab von Gesprächen…. und die auf Eis gelegten, kalten und sehr toten Fische, töter gar noch als sie selbst…
    ….hinter Klumpen aus Fett, Gold und Falten….
    nun die alten Tanten der 68er, und die sind nicht so dumm, für die Erben zu sparen“.
    Alles nur allerfeinste, literarisch wertvolle Ironie?

  66. Ich schreibe so gut wie nie...
    Ich schreibe so gut wie nie nett über Menschen. Heute sind es eben die alten Tanten, morgen vielleicht schon junge Bankberater.

  67. mawu, Speck von Rossi? Tipps...
    mawu, Speck von Rossi? Tipps für Köstlichkeiten immer gerne; gerade kurz vor Mittag.

  68. Das ist es ja, Herr Alphonso....
    Das ist es ja, Herr Alphonso. Als literarisches Stilmittel ist der Menschenhass akzeptabel, als Lebenshaltung so eine Sache..

  69. erben?
    was ist das?
    .
    lg
    swina...

    erben?
    was ist das?
    .
    lg
    swina (zoni)

  70. ach ja, das thema kind in der...
    ach ja, das thema kind in der literatur, es scheint für unseren gastgeber ein über die negation laufendes interesse daran zu geben, nicht über negierung des gegenstands an sich, was ja auch möglich wäre.
    .
    das dumme ist ja, lieber Don Alphonso, dass man ihnen wohl zu recht unterstellt, über den Porcamadonna-papiertiger hinaus ein netter mensch zu sein. und dann ist das geschrei gross, wenn sie nicht so nett über menschen, wohl aber über speisen, reisen und teppiche schreiben.
    .
    aber hier findet das schreiben statt, nicht das leben, nicht wahr.

  71. Meine Mutter hatte eine Tante...
    Meine Mutter hatte eine Tante namens Marguerite, die kleingewachsen war und mit der Cosiname „Gänseblümchen“ (Daisy) angesprochen war. Auntie Daisy wohnte im West-End-Viertel, in der Nähe von Princes Street, von Edinburg und sie besass eine Menge Silberzeug aus dem 18. & 19. Jh. Ich war als Mädchen eher unbeholfen, immer zu Streichen ausgelegt (Typ „Beryl the Peril“ aus dem Comicheftchen). Also wann immer ich und Mummy zum Lunch bei Auntie Daisy eingeladen wurden, sagte mir Mummy sehr ernst „Remember to behave yourself properly. DON’T SPEAK, unless Auntie Daisy speaks to you“.

  72. Don, ob es wirklich ein...
    Don, ob es wirklich ein Problem ist, wird die Zukunft zeigen. Interessant ist nicht zuletzt die Neuheit dieses Phänomens. Früher wurden Kulturen durch Eroberungen, Seuchen oder Naturkatastrophen vernichtet. Heutzutage dezimiert sich der nichtreligiöse Westen biologisch selbst. Und dies obwohl man sich doch gesellschaftlich ach so überlegen fühlt.

  73. gleissentaler, dafür muss man...
    gleissentaler, dafür muss man aber erst nach Sterzing, und dafür sollte man mindestens in Südbayern wohnen.
    .
    Der Gärtner, als Historiker macht man einen Fehler, wenn man überzogene Erwartungshaltungen an Menschen hat.

  74. Hier haben alle recht....
    Hier haben alle recht.

  75. swina, nun, das stimmt, erben...
    swina, nun, das stimmt, erben ist im alten Westen etwas anderes als im Osten – aber das weiss auch jeder Erbe eines steuersparenden Plattenbaus bei Leipzig.
    .
    donna laura, alles und jeder hat eben seine zwei Seiten. Ich kenne Leute, die Radi mögen, aber Radieschen verabscheuen. Ich liebe es, Gäste zu haben, aber eben nur bestimmte Gäste. Nett bin ich natürlich trotzdem, und höflich auch.

  76. Lieber Der Gärtner (11:18) -...
    Lieber Der Gärtner (11:18) – na und? Als Don Alphonso über die alten Dackel am Tegernsee gewettert hat war dies kaum netter und dabei ist auch keinem etwas „männerfeindliches“ aufgefallen.
    .
    Jeder muß doch einfach auch mal etwas einstecken können, in dieser vor lauter „Political Correctness“ völlig verdrechselten Gesellschaft. Vor einiger Zeit bewarb die Schweizer Uhrenfirma IWC ihre Fliegeruhr mit dem Spruch „Die häufigste Uhr auf dem Nachttisch von Stewardessen“. Natürlich wurden sie gleich von irgendwelchen Stewardessenverbänden verklagt. Ach du meine Güte, vielleicht sollten wir auch gleich die alten James Bond Filme verbieten…
    .
    http://pix.sueddeutsche.de/wirtschaft/693/350527/image_fmbg_0_0.jpg
    .
    Ich muß mir als Österreicher in Bayern auch ständig blöde Österreicherwitze anhören, und die sind zum Teil wahrlich unter der Gürtellinie. Na und? Dafür wohne ich halt unter lauter „Piefkes“ – und damit wäre das Thema auch schon wieder erledigt!

  77. ErnstWilhelm:13:40
    Wie kommen...

    ErnstWilhelm:13:40
    Wie kommen Sie darauf, daß sich der „nichtreligöse Westen“ selbst dezimiert?
    Schließlich wurde die „Bevölkerungsexplosion“ in Europa erfunden. Man mag aber
    keine Endlosblasen. Wohl eher nur vernünftig.
    MfG

  78. fionn, ich finde ja auch, dass...
    fionn, ich finde ja auch, dass man die alten Tanten reden lassen und zuhören sollte, vom Kinderdasein bis zur Testamentseröffnung. Kostet nichts (ausser Spass), bringt aber ein. (Man kannte mich als Don le non bon)
    .
    ErnstWilhelm, ichglaube, das reguliert sich durchaus selbst. Nach ein paar Generationen des Verminderung bleiben nur so wenige übrig, dass auch mehr Geld an die Mittelalten fliessen muss – einfach, weil zu viel da ist.

  79. Werter Don, dann passt es ja....
    Werter Don, dann passt es ja. Danke, ich habe es gefunden, und meine Anfahrt ist auch nur unwesentlich weiter als die Ihre.

  80. Minna, mir privat ist...
    Minna, mir privat ist Deutschland auch etwas zu zersiedelt, die ein oder andere Million der Einwohnerzahlen erscheint mir nicht als so arg wichtig.
    .
    gleissentaler, das Wetter heute ist nicht zu gut, aber bald sind die Strassen wieder frei, und das Wetter ist schön.

  81. @ D.A. Ihre tantensammlung ist...
    @ D.A. Ihre tantensammlung ist aber nicht ganz vollständig. Die beschriebene Sorte Tanten oder vielmehr Großtanten und Großmütter kenne ich noch aus meiner Kindheit. Noch im Kaiserreich geboren, hatten sie zwei Weltkriege, die wilden und hungrigen 20er und die NS-Zeit überstanden und dachten gar nicht daran, sich ihre Bürgerlichkeit vom Sozialismus nehmen zu lassen. Eisern wurden die Pelzmäntel und Schmuck getragen, Kaffeekränzchen mit dem „guten Hutschenreuther“ und sehr sahnigen Torten waren am Wochenende unvermeidlich und wehe dem Ehemann, der es wagte, ohne Sakko und Krawatte das Haus zu verlassen.
    Die neuen Tanten (so zwischen 45-55) haben die (geerbten) Pelzmäntel nur noch im Schrank hängen und bevorzugen mediterrane Küche. Sie glucksen auch nicht mehr über den Kinderwagen, sondern begutachten den neusten Familienzuwachs kurz und wohlwollend, erwecken aber sonst eher den Eindruck, als seien sie ganz froh, dass der eigene Nachwuchs mittlerweile Abitur macht. Kurz, diese Art Tanten sind sehr pflegeleicht und wenig anstrengend.
    Und dann gibt es noch jene Sorte Tanten, die man als Erwachsener ab und an mit dazubekommt: Sie benehmen sich wie 85, sind aber erst 60, beziehen ihre Bildung aus der Super-Illu, tragen gar schauerliche Dederon-Kittelschürzen und erzählen einem bei jeder Gelegenheit, dass zu DDR-Zeiten alles besser war. Diese Sorte finde ich viel anstregender, als meine seeligen Kaiserreichs-Tantchen. Da gab es wenigstens immer Erdbeertorte oder Apfelstrudel…

  82. Minna, sagen wir mal so....
    Minna, sagen wir mal so. Isoliert betrachtet vernünftig. Allerdings kann dies tragisch enden, wenn die anderen nicht mitmachen und auf ihrem höheren Generativitätsniveau verharren. Auch ist die Veränderung gerade in Deutschland so abrupt, dass Brüche zum Beispiel in den Sozialsystemen vorprogrammiert sind.

  83. Nun, liebe Ariadne, so gesehen...
    Nun, liebe Ariadne, so gesehen rutsche ich aber schon heftig in Richtung „Onkel“, und so willl ich nicht gesehen werden. Im Übrigen gab es bei uns keine Grosstanten, auch diese Damen hiessen alle „Tante“. Oder auch „Tant“: TantMareh, Tanteräs, Tanzofie.

  84. D.A.:14:33
    Bis dahin werden...

    D.A.:14:33
    Bis dahin werden wir nicht müde allen andern zu erklären, daß wir sie einfach nicht
    leiden können, weil sie zu viele sind.

  85. naja, ErnstWilhelm, wie man es...
    naja, ErnstWilhelm, wie man es nimmt.
    meine wenigkeit kompensiert Don Alphonsos et al. zurückhaltung, demographisch den anwachsenden horden ausserhalb westeuropas (um ihre ausführungen durch übertreibung mal zu unterlaufen) demographisch etwas entgegenzusetzen.
    um allergiker zu beruhigen: ohne rückstände von religion bei der verarbeitung.
    .
    seit 17 Jahren mehr schwanger als nicht (incl. zwillingen (mz.)), ist die freude an den nachkommen ungebrochen, und ich kann nur bestätigen, dass ab einer gewissen menge alles leichter fällt.
    jedoch stösst unsere burg bald an ihre bzw. des nachbars grenzen, und das dutzend möchte ich, um ehrlich zu sein, nicht mehr vollmachen.
    .
    verwandschaft – ja die tanten! – und freunde helfen mit unglaublciher selbstverständlichkeit und freude mit. man kann musikunterricht zum gruppentarif erhalten. die zwei pferde (immanuel und moses) sind ausgelastet. das aupair lohnt sich. die kinderkleidung wird wirklich aufgebraucht und nicht fast neu in den second hand gegeben. niemand nimmt einen noch extra in anspruch – mir war seither nie aufgetragen worden, doch mal eines der häufigen, aufwendigen familienfeste zu organisieren. man sieht, die vorteile häufen sich.
    .
    die grösseren sind ziemlich selbständig und werden ab zwölf in schulische obhut mit übernachtung gegeben – nur dass eben noch niemand eine fahrerlaubnis hat (letztere wird von den tanten bezahlt werden: kein witz). die schule zahlen die grosseltern mit warmer hand: alles eine grosse umverteilungsmaschinerie.
    .
    beinahe hätten wir das projekt einer wirklich grossen familie fast aufgegeben, und es lag sicher nicht am geld, sondern daran, dass wir uns nach drei schreienden und schmutzenden erben nicht wirklich an das chaos gewöhnt und das dumme organisieren zwischen beruf und familie noch nicht aufgegeben hatten. und dass die meisten meinten, dass wir verrückt seien.
    .
    mittlerweile leben wir, locker formuliert, im zustand der negentropie.
    .
    nachdem sie zeitliche gesegnet haben werden, werden wohl drei tanten und ein onkel,
    durchaus vergleichbar mit unserem lieben, hochgeschätzten gastgeber,
    nochmal zum zuge kommen und die kinder glücklich machen, so keine währungsreform kommt.
    .
    ich erwarte von ihnen nichts als ungefragt gute ratschläge/kuchen/braten/eierlikör. und sie sind eigentlich noch ganz hübsch.
    vom onkel erwarte ich einen hübschen rodel und unterweisung in die grundkenntnisse der jagd (das dürfen sie al gusto verstehen…).
    und auch er ist recht ansehnlich, OnkAlphons.

  86. ErnstWilhelm, sagen wir mal...
    ErnstWilhelm, sagen wir mal so. Die Veränderungen sind eingepreist. Auch dort
    wird nicht mit dem Zweifingersuchsystem gearbeitet.

  87. Es gibt übrigens eine...
    Es gibt übrigens eine hinreißende Tante in der Literatur, die 32 Jahre alt ist und in die sich ihr 18 jähriger Neffe verliebt, wovon die Familie dann allerdings nicht begeistert ist. Das Ganze spielt in den 50er Jahren in Peru und ist beschrieben in dem Roman „Tante Julia und der Kunstschreiber“ von Mario Vargas Llosa. Unbedingt lesen, wer bei Tanten nur an mit Schmuck und Pelzmänteln behängte Damen aus dem Kaierrreich denkt !

  88. gleissentaler, das war so ein...
    gleissentaler, das war so ein Speckladen in Sterzing, den der Don Alphonso in einem früheren Artikel mal empfohlen hat. Man kann sagen, was man will: der ist wirklch super.
    .
    Don Alphonso, wie ist eigentlich der Speck der Konkurrenz auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Rossi? Habe mittlerweile den Namen vergessen, Förster oder so?

  89. @Don Alphonso
    Onkel ist nicht...

    @Don Alphonso
    Onkel ist nicht nett!
    Aber es geht schlimmer!
    Wenn ein Ober die Dame in meiner Begleitung fragt:“Und welchen Apéritif fuer das Fraeulein Tochter?“
    Als das passierte, war ich ungefaehr in Ihrem Alter.
    Das hat schon etwas gepiekst…

  90. @Don Alphonso
    Zu den "alten...

    @Don Alphonso
    Zu den „alten Tanten“ faellt mir spontan dies hier ein (immer wider schoen zu hoeren):
    http://www.youtube.com/watch?v=71aVypL8vGI

  91. Grimaldeli, Ihr Schock in...
    Grimaldeli, Ihr Schock in Ehren, aber Sie sind erst am Anfang. Meine Begleitung wurde bereits gefragt: „Meinen Sie, wir dürfen dem Opa noch etwas zu trinken geben?“.

  92. @Rosinante
    Da ich seit...

    @Rosinante
    Da ich seit Dezember wieder Vollbart a la Sean Connery trage, koennte mir das mit meinen 56 jetzt auch passieren. Aber den Stress mit den jungen Damen tue ich mir nicht mehr an! Man wird gesetzter, um nicht zu sagen behaebiger. Ich setz mich dem Stress von Discotheken und Nightclubs schon lange nicht mehr aus und fuehl mich wohl dabei.

  93. Grimaldeli - vor etwa 10...
    Grimaldeli – vor etwa 10 Jahren war ich mit meinem Vater mal unterwegs und an der Hotelrezeption hat man uns für Brüder gehalten…

  94. liebe runde: das ist ja...
    liebe runde: das ist ja furchtbar, die armen alten männer … doch beim schönen geschlecht nicht gerade erfolglos. halbleer oder halbvoll?
    .
    @ mawu: da hoffe ich, dass ihr vater die guten gene hat und nicht sie die schlechten …

  95. Grimaldeli, es ist so ein...
    Grimaldeli, es ist so ein wundervolles Bild, wenn die Kollegen auf den Kongressen stottern, erbleichen o. neidgelb werden, „sisbstimmtditochta“ tuscheln usw… Es hat auch seine heiteren Seiten.

  96. Grimaldeli, Be-nei-dens-wert!...
    Grimaldeli, Be-nei-dens-wert!

  97. @mawu
    Wenn ich jetzt gemein...

    @mawu
    Wenn ich jetzt gemein waer, wuerd ich sagen: „Ist doch ein nettes Compliment fuer den Herrn Vater!“
    .
    Nein, also, Mann solte mit Wuerde alt werden.
    Ich versuche es zumindest!
    Gestern hab ich gerade gesehn, wie sie einen Mann von Mitte 60 aus einem neuen SL mit Fluegeltueren geholfen haben, eigentlich eher gehievt haben. Das sah mehr als peinlich aus, und ich glaube, ich koennte das auch noch mit etwas mehr Elegance. Aber das muss nicht sein.

  98. @ Grimaldi. Wie Recht Sie...
    @ Grimaldi. Wie Recht Sie haben. Im Gesicht kann man das Messerchen ansetzten oder zu Botox to go greifen und für die anderen Schwächen gibt es die kleinen blauen Pillen, doch all das hilft nichts, wenn die Bandscheiben nicht mehr wollen. Ich habe erst kürzlich eine ähnliche Szene mit einem Porsche beobachtet.

  99. @ Grimaldeli
    es ist ja leider...

    @ Grimaldeli
    es ist ja leider wirklich so, dass es sich kaum lohnt, einem porsche gt3 oder ferrari barchetta (hallo don, das ist ein kleiner unterschied) hinterherzuschauen.
    .
    die sardine darin ist meistens etwas älter, und oft etwas angefault. sowas treibt schnell mit dem bauche nach oben …
    aber das letztgenannte automodell hat etwas. würde ich gerne mal ausprobieren. hat hier jemand erfahrung?
    .
    wobei ich an dieser stelle nicht sagen möchte (in dieser vergreisenden gesellschaft), dass älter auch gleich hässlicher oder unsexy sein muss. weniger roberto, mehr mick, aber bloss nicht keith, den tattergreis.

  100. @Filou
    Die damals 19jaehrige...

    @Filou
    Die damals 19jaehrige ist heute eine gute Freundin von mir. Inzwischen geschieden mit 2 Plagen, die nicht von mir sind (Gottseidank, obwohl, die waeren wunderhuebsch geworden mit so einem Vater) und sie unterrichtet an einem Gymnasium in Rheind-Pfalz.
    Ehrlich, ich bin froh, dass der Kelch an mir vorbeigegangen ist!
    Und das schreibe ich, obwohl ich derzeit solo bin.
    „Mais: La chasse est ouverte!“

  101. mawu,
    habe den Eintrag...

    mawu,
    habe den Eintrag gefunden bezgl. Sterzing gefunden, danke. Ich hoffe auf die wärmeren Tage….
    Glückwunsch, an Ihren Herrn Vater (Spaaaass!).

  102. @Ariadne
    Porsche fahr ich auch...

    @Ariadne
    Porsche fahr ich auch manchmal. Da geht das noch mit dem Eistiegen.
    Aber ab einem gewissen Alter moechte ich in ein Fahrzeug hingehen koennen. Das hat dann auch etwas mehr Stil; (Prince Matecki wird wissen, von welchem Fahrzeug ich schreibe)
    .
    @donna laura
    Der einzig Serioese in dieser erwaenten Gruppe ist Charlie Watts, und der macht auch guten Jazz, auch manchmal hier unten bei uns.
    .
    Wenn Sie den 550 Barchetta meinen, da haben wir einige hier. Aber diese neue Fahrzeuge reizen mich nicht mehr. Da steh ich heut eherauf altes Eisen oder Aluminium.

  103. @ Grimaldeli
    und sagten sie...

    @ Grimaldeli
    und sagten sie nicht eben, sie trügen wirklich einen bart wie sean? hmm. sie scheinen ja auch sehr charmant zu sein …
    .
    auf dem weg nach st.tr. reise ich recht oft durch ihre heimat … vielleicht vertragen sich nicht nur unsere jagd-hunde, wer weiss? (keine sorge vor der gefolgschaft: meist reise ich mit meinem zweisitzer)
    .
    übrigens wird heute abend bei hart aber herzlos im ersten ein interessantes thema durchgehechelt.

  104. @donna laura
    Um ehrlich zu...

    @donna laura
    Um ehrlich zu sein, ich such was ueber 80.
    Ich meine damit nicht das Alter!
    Ich meine die Bootslaenge!
    Nicht traurig sein!

  105. @ Grimaldeli
    mon cher, mit dem...

    @ Grimaldeli
    mon cher, mit dem alter kenne ich mich leider noch nicht so gut aus wie sie (implizieren sie bitte mein charmantes lächeln, es ist wirklich nett gemeint), aber solange sie nicht tom waits empfehlen …
    .
    kein problem, ich verstehe, dass männern die länge immer sehr wichtig ist.
    .
    ein boot sollte dann aber bitte auch über 80 jahre alt sein. ich könnte ihnen eine gute restaurierung anbieten, die allerdings schon wieder zwölf jahre her ist? oder ist ihnen das doch zu … non-u? allerdings ist das inventar noch original von 1929 …

  106. @ Grimaldeli
    pardon, sie...

    @ Grimaldeli
    pardon, sie meinten doch wohl eher meter als fuss? das wäre zwar nicht so fachmännisch, käme aber ihrer argumentation entgegen.

  107. Grimaledli, wenns einem zuviel...
    Grimaledli, wenns einem zuviel wird geht man aufs Boot, faehrt raus und schaut sich den ueberfuellten Strand mit all den Moechtegerns vom ankernden Schiff aus an.
    Sie in MC und ich vor Oostende.
    (Im Hafen ist’s dann natuerlich weniger nett).
    Leiden Sie auch an der Angst, an Bord zu dehydrieren? Seglerkrankheit scheint’s.

  108. @donna laura
    Das mit dem Boot...

    @donna laura
    Das mit dem Boot war doch nur ein Scherz!
    Holzboote sind sicher sehr schoen anzusehn, aber doch etwas zu aufwendig zu unterhalten. Ein 80 Jahre altes Boot… , klingt traumhaft. Nur einen Platz dafuer zu finden wird schwierig sein.
    Liegeplaetze in der Groesse sind mehr als rar.
    Fuer das Vergnuegen des Urlaubs mit der Familie und Freunden bietet sich so etwas dann doch eher an:
    http://charter.bluewateryachting.com/luxury-yacht-charter/luxury-yachts/81/drumbeat
    .
    In MC soll es uebrigens heut Nacht Schnee geben. Seit 2005 hatten wir das nicht mehr. Es ist also nicht nur am Tegernsee Wnter!

  109. @Filou
    Ein sixpack Leffe ist...

    @Filou
    Ein sixpack Leffe ist immer an Bord, schon falls mal jemand seekrank wird;

  110. @ Grimaldeli
    aber wer wird...

    @ Grimaldeli
    aber wer wird denn hier scherze verstehen …
    .
    ach ja, es liegt im hafen von tunis. und ich habe geschwindelt, falls sie doch meter meinten: es ist 6/8 zoll kürzer, leider!
    .
    schnee bei ihnen? – das ist heftig. ich warte darauf, dass bei uns der (nicht der tegern-)see doch endlich mal zufröre – das gäbe ein spektakel! ich werde berichten! ma parfaite considération!

  111. @Filou
    bitte bringen sie...

    @Filou
    bitte bringen sie pralinen von verdoncks aus veurne mit!

  112. Sehr gerne, Donna Laura. Ich...
    Sehr gerne, Donna Laura. Ich habe nur, zusammen mit den Kumpels, ein Problem: Haben wir den Kahn erst mal im Hafen festgebunden (afgemeerd), pflegen wir das Einlaufbier zu trinken. Danach sind wir entweder besoffen-oder die Laeden geschlossen. Oder beides. Kulturlos geht es dennoch nicht zu: Es werden Shanties gesungen. Sind Akademiker an Bord, natuerlich Madrigale.
    .
    PS: Meiner ist zweieinhalb Fuss kuerzer als der vom Grimaldeli. Dafuer ist das Liegegeld guenstiger.

  113. bedankt, Filou! ik heb nog...
    bedankt, Filou! ik heb nog een vraag: bent u vlams? of toch van duitsland?

  114. Ja madame, ik ben van duitse...
    Ja madame, ik ben van duitse origine en dom naar nederland verzeilt. Maar belgen vindt ik meer sympatiek dan de rest van deze streek. Ze zijn op een zekere manier slordik, dat bevalt me.
    Aber ach, was soll das alles. Ich fuehle mich als Europaeer (aus Heimatlosigkeit) mit besonderer Praeferenz fuer Frankreich. Eigentlich aber komme ich aus dem Osten unserer komischen deutschen Republik.
    .
    PS: Fuer Orthographie und Syntax in den Sprachen D,NL, F, EN uebernehme ich inzwischen keine Garantie mehr. Fuer den geistigen Gehalt meiner Ausfuehrungen halte man sich im Klagefall an ueberirdische Instanzen.

  115. @Filou
    Aber keinen Trou...

    @Filou
    Aber keinen Trou Normand mit an Bord nehmen! Sonst explodiert der Flautenschieber!

  116. Grimaldeli - ach, die Sache...
    Grimaldeli – ach, die Sache mit meinem Vater trifft mich ja nicht, ich bemerke das nur mehr oder weniger erstaunt. Wenn man diesen Vorfall anaylsieren würde, gäbe es auch ganz bestimmte Gründe dafür. Das mit der Würde ist so eine Sache, aber was bleibt einem auch anderes übrig?
    .
    Zum Thema Boot, ich erwähnte glaube ich schon mal, daß ich vor zwei Jahren auf einem netten Jungesellenabschied in Nice war (komme sonst nie dorthin) und wir mit einer wunderschönen Mahagoni Motoryacht eines Freundes des Gastgebers zur diesen Inseln vor Cannes fuhren. Tolle Yacht, um uns herum auch lauter andere Yachten, mit Blick auf die völlig verbaute Küste. Vielleicht ist es Gewohnheit, aber da erhole ich mich lieber im meinem Yachtclub am Wörthersee mit glasklarem Wasser und Blick in die Berge.
    .
    donna laura – da bin ich wirklich ausgesprochen froh, dass ich alle meine Vorstellungen schon immer konsequent im mir möglichen Rahmen realisiert habe, bzw. auch das Glück hatte, dies zu können. Auch in relativ jungen Jahren. Wenn Sie übrigens GT3 in ihrer natürlichen Umgebung beobachten, in Monza oder Spa Francorchamps etwa, dann ist das mit den Insassen alles gänzlich anders, das verspreche ich Ihnen.
    .
    „Schöne normannische Löcher“ – Olaf Maulaf, Chef der Normannen, Asterix und die Normannen.

  117. @mawu
    Wenn ich ein paar Meilen...

    @mawu
    Wenn ich ein paar Meilen vor der Kueste liege im glasklaren blauen Wasser, dann vergesse ich diesen ganzen Tourismus. Da muss es auch kein Mahagony sein, da genuegt mein alter Joghurtbecher von Dufour.
    Und wenn dazu dann auch noch ein kleines Fischlein oder zwei oder drei anbeissen, dann ist Welt in Ordnung.
    Ich hab kein TV an Bord, nur Radio mi iPod, falls mal irgendjemand Lust auf italienische Opern hat. So etwas klingt gut auf dem Meer. Der Luxus-Tourismus vor der Kueste ist was fuer die Urlauber, nicht fuer uns Anwohner.

  118. @ Filoutje
    dat is echt...

    @ Filoutje
    dat is echt mooooooi!
    neemt u me niet kwalijk: ik denk toch dat de woord slordig bedoeld nonchalant (en niet vuil of unverzorgt)? ik denk ook dat ze erg hartelijk zijn, de belgen.
    en de belgisch keuken!!!
    een biertje wanneer je aan de strand zit …
    o – mijn orthografie was ook eens beter – ik was al te lang niet meer in belgie …
    @ Grimaldeli
    „Joghurtbecher von Dufour“ – herrlich! hatte mein grossonkel (wohnt in st.tr.) mal, 1978/9-er jahrgang, ich glaube, es war eine 30 oder 32.
    die dufour ist nun leider vergangenheit. kürzlich kaufte er sich fünfundachzigjährig ein semirigide mit endlos ps.
    .
    albern, protzig, aber das ding macht schon spass, man sollte sich nur nicht vom radar erwischen lassen … mein spass ist es, immer so die kurven zu fahren, dass die mitfahrenden ziemlich nass werden. jedoch ist man nicht so gut beraten, damit die küste aus den augen zu verlieren. und durstig werde ich da auch immer.
    .
    allerdings sollte er das gummidings in nicht zu ferner zeit verkaufen, so was macht im wahrsten wort schnell schlapp, und der wertverlust ist gigantisch! ach, die dufour…
    .
    @ mawu
    ich weiss, aber hier sieht es bezüglich der wagenfüllung eher mau aus.

  119. Grimaldeli, ich verstehe Sie...
    Grimaldeli, ich verstehe Sie nur zu gut. Selbst besitze ich kein Boot, früher hatte es sich nie ergeben und meine Frau mag das nicht so. Allerdings betätige ich mich seit Jahren ab und zu mal als Vorschoter bei Regatten auf einem Tornado bzw. Star. Mal sehen, was die Zukunft so bringt, am Wörthersee ist es zudem ja sehr schwierig mit Motorbootzulassungen, den Binnenschein möchte ich demnächst aber trotzdem mal machen. Jetzt bin ich zumindest erstmal mit dem erfolgreichen Bestehen der PPL-H „in die Luft gegangen“…

  120. ...'tuurlijk...
    …’tuurlijk NONCHALANT!
    .
    Grimaldeli: Faryman Diesel, 10 PS. Da explodiert nichts. Das rappelt nur.

  121. donna laura - natürlich,...
    donna laura – natürlich, abseits der Piste…

  122. @mawu
    Nur, kaufen Sie nicht zu...

    @mawu
    Nur, kaufen Sie nicht zu klein, aber auch nicht zu gross.
    Zu 1, wegen des Confort (bei 4 Mann ist bei mir Schluss).
    Ausserdem haett ich Achtern am Liebsten eine Art Fauteuil.
    Zu 2, wegen des Liegeplatzes und der Hivernage. Aber das duerfte bei Ihnen nicht das gleiche Problem,wie bei uns sein.
    .
    @Filou
    Faryman Diesel= unverwuestlich

  123. @mawu
    Der PPL-H ist in was...

    @mawu
    Der PPL-H ist in was schoenes, wobei bei unserer Infrastruktur (alle paar Minuten fliegen hier die Heli zum Preis einer Taxifahrt) das fuer mich nicht so wichtig ist. Und die Reisen gehen seltener weiter als Paris oder Luzern.
    Wenn demnaechst noch ein Electro-Fahrzeug zu unserem Fuhrpark dazukommt, werd ich wohl noch ruhiger werden.

  124. Grimaldeli - ja, es ist...
    Grimaldeli – ja, es ist wirklich fantastisch, wenn man beizeiten seine Kindheitsfantasien realisieren kann… In dem Sinne anfangen kann man damit ja kaum etwas, wenn man nicht zufällig in USA wohnt.

  125. @mawu
    Am Cap-Martin hat es...

    @mawu
    Am Cap-Martin hat es einige mit ihrem eigenen Landeplatz. Sie brauchen nur zu googeln und wenn Sie ein H auf dem Terrain sehen: bingo!
    Aber so weit muss man es ja nicht treiben.
    .
    Seit einiger Zeit schneit es jetzt auch bei uns. Ich bin grad in Menton und die Strassen sind weiss.
    Schoen, nach 2005, im Monat als Rainier III verstarb, der erste Schnee.

  126. Man kann alles bis zum...
    Man kann alles bis zum äußersten Extrem treiben. Fragt sich nur, was es dann wirklich bringt. Hier in München schneit es auch wie verrückt und ich liebe es. Aber ich gehe in der Wohnung einmal die Treppe hinunter, und bin auch schon am Schreibtisch. Freue mich schon wieder auf’s Rodeln, war irgendwie eine schöne Idee von unserem Don Alphonso…

  127. Nächste Woche bin ich auch...
    Nächste Woche bin ich auch wieder zugange, nun gerade muss ich Holz schleppen.
    .
    Übrigens sind am Tegernsee alle Rodel ausverkauft!

  128. Ach ja, "das Holz ist da!"....
    Ach ja, „das Holz ist da!“. Dann viel Spaß. Rodeltechnisch bin ich ja nun ausgerüstet…
    .
    Gehen Sie denn von Ostin auch irgendeinen Weg hoch? Ich nehme immer den von Gasse aus.

  129. "Die Gebärverweigerung ihrer...
    „Die Gebärverweigerung ihrer eigenen Neffen…“ : Das toppt Ibsen. Reschpekt!

  130. Zurück zum Ausgangspunkt:
    Na,...

    Zurück zum Ausgangspunkt:
    Na, dann haben wir ja unsere Tanten – und Onkel: Boat- und Rodelpeople.
    Warum beteiligen gerade Sie oder sie sich an diesem Blog?
    Freud auf!
    Jorge Loma

  131. Ich verstehe, offen gesagt,...
    Ich verstehe, offen gesagt, die Frage nicht.

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