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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Volksverhetzung, Gruppenvergewaltigung und andere sehr deutsche Facebookdebatten

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A Ruah is

Dick und faul liegt Prantlhausen auf der Schotterebene, die Sonne scheint und im Süden rutschen die Berge im Staub, damit die Prantlhausener einen schönen Blick haben, wenn sie einmal den Blick von der Prantlhausener Zeitung heben. Die ist dort Staatsorgan und sagt, wie man die Welt zu sehen habe. Seehofer, der das Land aussenrum regiert, sei ein Schlawiner, die SPD und die Grünen, die gemeinerweise vom Bürger gerade erst eine Abfuhr erhielten, seien bei allen Skandalen die beste aller möglichen Welten, und was die CSU von sich gibt, ist immer falsch und schlecht. Die Pantlhausener Zeitung schaut misstrauisch auf alles, was die Polizei so tut, ausser wenn am Ende die niedrigste Kriminalitätsrate aller Weltstädte nach Singapur steht. Das will die Zeitung schon haben, denn schliesslich wollen die Redakteure sicher an der Isar grillen, ohne gleich von Banden erschlagen zu werden. Allzu rigides Aufräumen mag sie aber auch nicht so, denn der Vorschlag kommt von der CSU.

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Die Prantlhausener mögen diese kognitive Dissonanz und stellen sie am Wahltag stets aufs Neue unter Beweis. Lokal wählen sie eher Rotgrünbunt. Aber wenn es um Bayern und Deutschland geht, wählen sie Rabenschwarz. Das liegt daran, dass sie zwar gerne liberal und mit sortiertem Müll und ohne dritte Startbahn leben, aber auch gern sicher sein wollen. Sie wollen, dass es dem Freistaat besser als den anderen Ländern geht, und München natürlich am besten. Dass andere deshalb all die Ausrutscher vom Schlage eines Dobrindt ertragen müssen, ist ihnen egal. Der ist dann in Berlin, das ist weit weg, arm und wenn ich in Prantlhausen sage, wir sollten es an die Russen verschenken, sagen die Prantlhausener: Aber nur als Sklavenkolonie und diesmal ohne Rücknahme. Niemand sagt das lauter als die Zugezogenen, die liberal sind, vegan essen, bei der Lederhose und beim Dirndl auf heimische Qualität achten und nur widerwillig aufs Oktoberfest gehen. Jeden Tag. Und zur Übung auf unsere Waldfeste. Ja, es ist schon ein Vergnügen, in Prantlhausen zu leben, und wenn man am nächsten Morgen die Prantlhausener Zeitung öffnet und einen neuen Beitrag für Flüchtlinge findet, in dem Tipps zur Entlassung von Rassisten gegeben werden, dann ist wieder alles im Lot. Prantlhausen, bei anderen auch als „München“ bekannt, hat seinen moralischen Kompass wiedergefunden, geht natürlich zu „Bellevue Prontldomo“ und wippt mit, wenn Bands vor tausenden Engagierten solidarische Lieder im Sonnenschein singen, während die drei notorisch erfolglosen Restrechtsextremen der Stadt mal wieder versuchen, eine Demo zu machen.

Am Wochenende fahren sie dann in die Berge und kommen natürlich nicht am Neubaugebiet von Holzkirchen vorbei, wo sie sich anschauen könnten, wie sich das Thema „Asyl“ hierzulande entwickelt hat. Holzkirchen gilt manchen, weil dort viel Arbeit ist, als Wirtschaftszentrum des reichen Landkreises Miesbach, und reichen Miesbachern wiederum als finsteres Geheimnis des Oberlandes, weil das die Ecke ist, wo die Menschen mehrheitlich einer Erwerbsarbeit nachgehen müssen. Es gibt dort auch Blocks und Wohnungsnot, und viele, die aus München hierher verdrängt wurden. Ja, sie müssen sogar mieten. Bis vor Kurzem mussten die besseren Kinder der Holzkirchner sogar nach Tegernsee zum dortigen Gymnasium im Schloss, was illustrieren mag, wie nachgeordnet bei uns in der besten aller für andere unmöglichen Welten Holzkirchen erscheint – eine Art Verlängerung von Prantlhausen. Trotzdem ist auch dort das kleine Glück zuhause. Und in Holzkirchen gibt es seit letztem Jahr ein Containerlager.

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Dort, wo der Ort Richtung Norden wuchert. Das waren noch die guten Zeiten der Asylkrise, da konnte man ein paar Container mieten und auf Bauland stellen, und davon ausgehen, dass sich alles weitere schon finden wird. Die Gemeinde stellte eine Mitarbeiterin ab, es fand sich ein Helferkreis, die Tafel half bei der Beschaffung von Essen, Spenden gingen ein, und so arrangierte man sich. Es sah gut aus, und die Prantlhausener Zeitung hat eine schöne Geschichte verpasst: Denn als bei uns in Gmund eine Unterkunft eingerichtet wurde, kamen Nigerianer aus Holzkirchen mit den Flüchtlingen an, und halfen ihnen ebenfalls bei der Organisation ihres Lebens. Ich privat fand das auch gut, denn es zeigte, dass die Unterstützung der Flüchtlinge keine Einbahnstrasse ist. Das sind die Momente, in denen man merkt: Es könnte gut laufen. Flüchtlinge, die anderen Flüchtlingen die bayerische Hausordnung erklären: Da bleibt jeder Fremdenfeind sprachlos zurück.

Die Flüchtlinge waren in Holzkirchen, die Gemeinde und der Landkreis kümmerten sich um sie, die bayerische Oberland Bahn druckte Fahrpläne in vielen Sprachen, und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kümmerte sich um die Anträge. Vermutlich. Ganz sicher ist das nicht, weil man dort wohl irgendwann mit den Anträgen nicht mehr nach kam. Es wurde Frühling, es wurde Sommer, die Gemeinde bekam neue Flüchtlinge und griff notgedrungen zu einer Turnhalle, der Landkreis stellte mehr und mehr Mitarbeiter ab, aber es schien, als hätte man die Lage im Griff. Schliesslich bekam die Polizei ein neues Gebäude, und das alte Gebäude wollte die Gemeinde zu einer weiteren Unterkunft umbauen, selbst wenn es sich nach gängigen Vorstellungen nicht lohnte. Aber die Not ist gross in Holzkirchen, wo jeder gern wohnt und nichts freisteht. Also richteten sich alle Augen auf das Polizeigebäude.

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Und sechs Augen von Afghanen, so die Betroffene, in einer Nacht Ende Juli auf sie. Eine Gruppenvergewaltigung gab eine junge Frau zu Protokoll, am Bahnhof hätten sie die Asylbewerber, noch keine 20 Jahre alt, verfolgt und zu missbrauchen versucht. Daraufhin nahm die Polizei die Tatverächtigen in Haft.

Von da an ging es rasend schnell. „Asyl Watch Miesbach“ nannte sich die Seite, die offensichtlich von einem oder mehreren Einheimischen bei Facebook ins Leben gerufen wurde. Keine Nazis, sondern um ihre Region besorgte Bürger, die ihre Kommentare durchaus pflegten und allzu derb-rechte Teilnehmer blockierten. Das Ziel war, auf Sicherheitsprobleme im Landkreis hinzuweisen.

Es ging schnell. Es gab die Anzeige einer weiteren versuchten sexuellen Belästigung in Miesbach.

Es gab einen unschönen Konflikt mit deutschen Helfern, die von Flüchtlingen aus dem Containerlager verwiesen wurden.

Und eine Gruppe aus Subsaharastaaten war mit den Containern nicht mehr zufrieden und machte sich auf, um das Polizeigebäude auf eigene Faust zu fordern. Nicht später. Sofort. Sie wollten aus den Containern raus und eine schfriftliche Erklärung des Bürgermeisters, dass sie eine Wohnung bekommen

Natürlich wollte im Oberland niemand eine Art Gerhart-Hauptmann-Schule, aber die Flüchtlinge wussten auch, wie man die Gemeinde im Berliner Stil unter Druck setzt, und veranstalteten ein Protestcamp auf dem Dorfplatz, wo sie im Freien schliefen. Zu dem Zeitpunkt war dann auch die Presse vor Ort, und auf der Asyl Watch Seite wurde heiß diskutiert. Solche Aktionen gab es selten in München und oft in Berlin – und nun also im beschaulichen Holzkirchen.

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Es gibt ein Video mit den Forderungen. Ich kenne das, in meiner Drittheimat Italien sind solche Proteste normal, und die Wünsche sind logisch: Aufenthaltsgenehmigung, Wohnung, Arbeit. Das sagen alle Flüchtlinge, und sie haben recht: Das sind für sie die wichtigsten Punkte. Und natürlich ist ein Jahr Wartezeit auf einen Bescheid für ein deutsches Amt eine Notwendigkeit, aber für einen Flüchtling eine Belastung. Ich kann das einordnen und die Prantlhausener Zeitung sicher auch.

Aber für viele Holzkirchner, das wurde an den Kommentaren bei Facebook überdeutlich, reisst sich die Gemeinde ein Bein aus, damit die Flüchtlinge gut unterkommen, und dann macht eine Gruppe Randale, versucht sich Vorrechte zu sichern, und verlangt in gebrochenem Englisch und mit dem Tonfall Berliner Antifaforderungen Aufenthaltsrechte und Arbeit – das soll Deutschland wissen. Für Holzkirchner, die sich bis zur Unterlippe verschulden müssen, damit sie sich ei kleines Eigenheim leisten können, spricht hier nicht der zukünftige, versprochene Facharbeiter, der später laut Prantlhausener Zeitung die Rente bezahlt. Dem gewöhnlichen Holzkirchner scheint es, als sitzen da auf dem Dorfplatz Leute, deren Integration, Anpassung an deutsche Wertvorstellungen und Weg in den Arbeitsmarkt noch beschwerlich sein dürfte. Man bekommt die Forderungen so unverblümt selten gesagt, wenn deutsche Medien nett über Flüchtlinge schreiben. Und dann ist da noch der Punkt, dass die von Flüchtlingen abgelehnten, teuren Container mittlerweile die Luxusoption sind, im Vergleich zu den Doppelstockbetten in Turnhallen der Schulen, die die Holzkirchner durch ihre Kinder kennen, und deren Sportunterricht absehbar ausfällt. Selbst mit Sympathie und Verständnis für das Anliegen ist der Eindruck nicht optimal und erklärt vielleicht, warum nicht jede Facebook-Äusserung freundlich und wohlgesonnen war. Gut, manches war wirklich derb.

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Die Politik im Landkreis reagierte mit einem Sicherheitsgespräch, den Protestierenden wurde gesagt, dass sie zwar demonstrieren, nicht aber das hier stattfindende Burschenfest behindern dürften, regionale Medienangebote verzeichneten einen Ansturm und

normalerweise würde man denken, jetzt kracht irgendwas, und tatsächlich:

Es meldete sich ein Zeuge bei der Polizei, der die angebliche Vergewaltigung beobachtet und ganz anders erlebt hatte. Im Verhör gab die Betroffene zu, dass sie deutlich übertrieben hatte, und einer der Afghanen nur versucht hatte, sie zu berühren. Eine Kaltfront brachte Regen und das Einsehen bei den Demonstranten, dass sie doch in die Container zurückkehren wollten. Und ein Prantlhausener – es wird spekuliert, er könnte einer von denen sein, die im Lager erklärt haben, wie man Druck auf die Öffentlichkeit macht – stellte dem Vernehmen nach eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen die Asyl-Watch-Betreiber, Schon zuvor hatte man ihnen gedroht, man würde sie bei ihren Arbeitgebern melden. Hier nun fügt sich diese Geschichte im schönen Holzkirchen an die aktuelle Kündigungsbeihilfegeschichte der Prantlhausener Zeitung an, die offen zu so einem Verhalten auffordert. Es ist wieder alles ruhig.

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Oberflächlich.

Aber natürlich haben die Flüchtlinge noch immer nicht ihre neuen Papiere und werden sie vielleicht auch nicht bekommen. Es kommen deutlich mehr Flüchtlinge als erwartet, das ist jetzt schon klar, und man bräuchte hoch motivierte Helfer, engagierte Tafeln, freundliche, aufgeschlossene Bürgermeister und Bürger, die ihren Ärger nicht für sich behalten, weil mit Kündigung gedroht wird, sondern bereit sind, Veränderungen anzunehmen. Es ging ein Jahr gut. Dann folgten zwei tolle Wochen mit der Miniaturausgabe all der übleren Begleiterscheinungen, die in grossen Städten bereits stattgefunden haben. Richtig gut sah dabei keiner aus. A Ruah is, sagt man in Bayern, wenn es still sein soll. Still ist es jetzt. Man sucht still weitere Unterbringungsmöglichkeiten, und still arbeitet das Bundesamt. Vielleicht. Und niemand weiss, was sein wird, wenn Ablehnungen kommen.

In Holzkirchen herrscht Vollbeschäftigung und es könnte schon sein, dass deshalb die Integration besser läuft. Mein Käsehändler zum Beispiel ist Bosnier und während des Krieges hierher geflohen, und hat sich bestens eingefügt – jahrelang dachte ich sogar, er sei Franzose. Es geht. Ob es jetzt gut geht, weniger gut oder krachend scheitert, liegt meines Erachtens nicht an dem, was Facebook zulässt, was getwittert wird oder in der Prantlhausener Zeitung steht. Es geht um das, was Menschen tatsächlich sehen, erleben, und wie sie es aus ihrer Lebenssituation heraus verstehen. Das kann prima laufen. Aber man kann es nicht herbeischreiben oder wegkommentieren, oder von Facebook verbannen und glauben, damit sei das Problem gelöst. Es geht um Menschen, sagen die Aktivisten des Anschwärzens, ganz so, als wären sie und die Flüchtlinge die einzigen Menschen in dieser Krise.

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119 Lesermeinungen

  1. Mit Etikette die Flüchtlingsfrage lösen
    Man kann es nicht herschreiben und weg kommentieren – hier sind auch keine Sonntagsreden gefragt – wie soll das funktionieren, wenn Flüchtling mit solchen Erwartungen kommen? Es mag ja sein, dass zu DDR Zeiten Flüchtlinge so bedient werden konnten, aber wo die Arbeit hernehmen, wo den Wohnraum – werden wir Vorstädte hochziehen, wie in der Peripherie von Paris – was wird aus Prantlhausen. Der Junge Mann aus Eritrea ist seit einem Jahr in Deutschland und kann noch keinen Satz Deutsch, wie soll da Integration funktionieren?
    So viel Blauäugigkeit ist unerträglich – weiß eigentlich die Politik noch, wem sie in erster Instanz gegenüber verpflichtet sind? So wird die soziale Frage nicht gelöst, so vermient man gesellschaftliche Spielräume. Wir schaffen uns ein neues „Lumpenpack“, unvermittelbar, perspektivlos – die sich dann über Kindergeld und Wohngeld über Wasser halten, wie es die Türken, aus Anatolien, in Kreuzberg, in den 1980 Jahren taten. Mit solchen Flüchtlingen ist kein Staat zu machen, wer in 12 Monaten nicht mindestens 4 Wort-Sätze bilden kann, der besitzt nicht das Potential, um sich in dieser Gesellschaft zu integrieren. Er wird keine Arbeit finden und von einem Konflikt zum anderen segeln, es sei denn, es bilden sich Kulturinseln, die autonom vor sich hin vegetieren, immer am Existenzminimum entlang.

  2. Bravissimo
    Einmal mehr den Nagel auf den Kopf getroffen, mein lieber Don. Ich persönlich beneide Sie ja um die vollkommene Ruhe, mit der Sie über die Geschehnisse berichten. (Btw: Wie machen Sie das? Trinken Sie Nerventee?) Verstörend, so habe ich die Berichterstattung aus Holzkirchen empfunden. Im Nachhinein wabern einige Gerüchte durchs Oberland, die Asylbewerber seien von „Aktivisten“ (war in letzter Zeit ja eines Ihrer Lieblingsworte, oder? ;-) des Eine-Welt-Hauses in Prantlhausen zu der Aktion angestiftet worden. Und zu Prantl selber: der ist mittlerweile kaum mehr erträglich. Weder in der Alpen-Prawda, noch bei seinen Onscreen-Interventionen bei Illner&Co. Aber sein Sohn (ich glaube jedenfalls, dass es sein Sohn ist) schrieb ein gutes Bergbuch.

    • Ich erkläre das gern am ende genauer, aber das ist alles noch nichts gegen das, was ich woanders sah. Ich war in Städten, in denen kein Haus mehr bewohnbar war und jeder Mensch alles verloren hat und kei Geld da ist. Das hier ist noch lang keine Krise.

  3. Ordinary people under extraordinary pressure. What the hell do you expect?
    Das ist ja das eigentliche Problem: Wir haben uns in ein moralisches und rechtliches Dilemma manövriert. In eines Situation, in der wir uns zwischen dem Schutz der Menschenrechten und dem Schutz des Staats entscheiden müssen. Und das können wir nicht. Und die Regierung konfrontiert das gemeine Volk mit dieser Situation und dies ist damit erst recht überfordert. Und dann zeigen alle Journalisten und selbst die Politiker mit dem moralischen Finger auf das Volk. Erbärmlich. Wo sie alle selbst keine Antwort haben, und doch die sind, die per Funktion einen haben müssten.

    • Wirklich ?
      Pardon, wer hat denn all diese Politiker gewählt? Solane es zum eigenen Vorteil gereichte, sprich: mehr Geld, waren die doch alle ganz, ganz toll.
      Ich finde es gut, wenn die Realität die Bürger mal einholt.

    • Wie kommen Sie denn auf das dünne Brett?
      Schutz der Menschenrechte vs. Schutz des Staates? Der Staat wird doch nicht durch die paar Flüchtlinge in Gefahr gebracht. Es ist doch eher so, dass gewaltbereite Teile der Bevölkerung Häuser in Brand stecken, Polizisten, Helfer und Flüchtlinge angreifen. — Diese Rassisten und bürgerlichen Hosentaschennazis sind das Problem und nicht die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Afrika und dem Westbalkan.

      Und meiner Ansicht nach hat es viel lang genug gedauert bis sich Politiker moralisch empören. Der Widerstand gegen diese Verfassungsfeinde kam erst aus der Bevölkerung, den Medien und der Kunst.

    • Reden sie doch mal mit den Helfern in Holzkirchen, in Suhl oder Manching. die können Ihnen lutige Geschichten erzählen. Ich halte das teilweie dennoch für menschlich erklärbar, aber das Probles sind Erwartungshaltungen, die nicht zueinander passen. Und das macht allein noch niemanden zum Nazi.

    • Titel eingeben
      „Pardon, wer hat denn all diese Politiker gewählt?“
      Wow, TDV, Wählerblaming? Das ist wirklich mal progressiv.

      Ich meine, wählt man Kandidaten wegen ihrer übermenschlichen Fähigkeiten, weil sie auf alle Fragen der Menschheit eine fertige Patentlösung einstecken haben? Viel Glück, Forrest.
      Man wählt, was zur Verfügung steht, oder wählt gar nicht, wodurch man erst recht wählt.
      Man wählt den Idioten, den man für den am wenigsten idiotischen Idioten hält. Wie sollte es anders sein? Wählen ist keine Rocket Science.

    • Werter "Gast"
      Sie haben Recht: Man wählt denjenigen den man für den kleinsten Idioten hält.

      Und ein Volk, das Merkel/Gabriel für die kleinsten Idioten hält, das hat halt dann den Salat…

      Nichts anderes habe ich geschrieben.

      Dieses Volk muss (nach der Bankenrettung) nun auch die jetzt einlaufenden Rechnungen bezahlen. Nicht nur mit seinem Geld!

  4. Titel eingeben
    „…was getwittert wird oder in der Prantlhausener Zeitung steht. Es geht um das, was Menschen tatsächlich sehen…“

    Aber genau was in der Zeitung steht oder bei Twitter oder Facebook IST das was die Menschen sehen.
    Wenn wir von kleinen 3500 Einwohner-gemeinden weggehen kann sich nicht jeder täglich selbst ein Bild der lage vor Ort machen, man guckt dann halt in die Lokalzeitung(, so man einen hat).
    Genau deswegen ist es wichtig was wo zu lesen ist.
    Wie mechanismen der Verstärkung funktionieren solltest du ja eigentlich wissen.

  5. ... in dieser Krise, plus Sir Don A...
    Es macht mir das Herz warm, dass in Zumpelhausen und in den Walddörfern unter der Ägidie des Padre so aufopfernd und selbstlos geholfen wird. Aber am Tegernsee wollen sie einfach nicht zusammenrücken, obwohl die Tegernseeblarren so auf Ali und Mohammed als Spielgefährten warten.
    Ist das nicht alles ein wenig hausbacken wie im Häkelkränzchen?
    Das Ding muss raus aus dumpfen Walddörfern in tiefen Tälern. Die Dimension dessen, was da auf die Menschen zukommt, ist offen zu legen, als ein nicht mehr zu bremsender oder zu reduzierender Prozess. Das Gute in den Menschen muss gebündelt werden, auf das, was die Zukunft herausfordert.
    Es sollten doch nie wieder Menschen in verschlossenen LKWs ersticken!

    Mit fielen Grüssen,

    Bernard del Monaco

    • Titel eingeben
      Nach Auschwitz sollten nie wieder Menschen im deutschen Sprachraum in LKWs ersticken !!!!

    • Die Flüchtlinge waren offensichtlich schon in Ungarn tot und die Täter kommen vom Balkan und aus dem Nahen Osten.

  6. Titel eingeben
    Sie haben wie immer fein beobachtet und sehr recht, die Zeit wird es bringen und die Masse der Zuwanderer und deren Bereitschaft sich unauffällig einzugliedern. Gerne würde ich meine Meinung zu diesem Thema deutlich äußern, dann jedoch würde ich mit dem – in meinen Augen falschen – Begriff Nazi bezeichnet. Machen Sie weiter so.

    • Na, hier ist die Debatte zivil und Nazikeulen verhindere ich, also, wemm es sauber argumentiert ist, bringe ich alles.

  7. alles vorhersehbar
    der grosse F.Schirrmacher, ehemals mitherausgeber einer tageszeitung in frankfurt beschrieb schon im „methusalem-komplott“ die überproduktion an neuen erdenbürgern in muslimisch dominierten regionen. so als hätte es seiner intellektualtiät gar nicht bedurft warnte uns ja schon ihre durchlaucht fürstin Gloria von T. und T. schon davon, dass bestimmte teile der weltbevölkerung jung und oft und ausdauernd „schnakseln“, inhaltlich wurde ihr glaube ich nicht widersprochen.
    nun gibt es sicher dazu schlaue OECD-, weltbank-, IMF und sonstige berichte und gutachten und prognosen die uns diese völkerwanderung, von armut, kriegen oder verteilungskämpfen akzeleriert vorhersagten.

    war jemand von den regierenden und oppositionellen in der BRD vorbereitet ? wurden diese prognosen wahrgenommen ? wurden sie vielleicht als „self-defeating“ wie die von Karl Marx brillant durchdachten abgetan ! oder störten sie nur das weltbild des neuen banalismus ?

    die regierungsspitze war vielleicht abgelenkt durch die verleihung der amerikanischen freiheitsmedaille für besondere verdienste der spionageabwehr, die wichtigsten intellektuellen referentinnen hatten vielleicht mit dem selbstversuch eines burn-outs und dessen medienwirksamer vermarktung zu viel um die ohren, der koalitionspartner war und ist mit der K-frage dauerhaft absorbiert und die opposition möchte das alles eh durch kollektive bekiffung lindern, ein eher passiver lösungsansatz.
    die linke, ja die offizielle partei dazu, die diskutiert derzeit wohl noch die theoretischen grundlagen dazu, insbesondere die imperialismusthese von Marx und Engels und möchte dabei nicht gestört werden.

    kurzum, ein fall von versagen der bundesexekutive, trotz warnenden stimmen aus neutralen ecken.

    die unterbringungsprobleme, die aktuellen sind nur die spitze des eisbergs, seit jahren nimmt die BRD besonders viele un- und schlechtqualifizierte auf, in absoluten und relativen masstäben zu anderen ländern. umgekehrt verlassen die BRD besonders viele gut- und hochqualifizierte, auch absolut und relativ.
    und just kommt eine studie, dass es in der BRD eh heute schon ein überangebot an unqualifizierten oder schlecht qualifizierten arbeitskräften gibt.

    es gäbe genügend zu tun, PACKen wir es an ! mit verbalplatonismus ist es nicht getan. den kontert das volk eh aus !

    • In linken Kreisen nannte man das „Kolonialrassismus“ und „Präventiven Genozid“ und niemand darf en Afrikanern bei ihrer Bevölkerungspolitik einreden. Hätte aber auch nichts gebracht-

  8. Neues zum EinwanderungsBlog
    Ich habe aus dem Archiv mal wieder die älteren Artikel von Don Alphonso angeschaut. Da ging es um Kirchen, schöne Bilder und seinem eigezogenem Bauch als er den jungen Frauen begegnete bei der Bergabfahrt. Das ist fast so schön wie klassische Musik zu hören. Heute ist es nicht mehr so, wenn ich diesen Blog lese; nur die klassische Musik läuft noch.

    Dieses unangenehme Dauerthema beherrscht diesen Blog, wie alle Medien und im Tegernseertal ist es auch nicht mehr so wie es einmal war.
    „Über 1300 Flüchtlinge(?) bis Jahresende.“,“kommen alle Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch daher“, klagt Wolfgang Zierer, Fachbereichsleiter für Ausländer- und Asylangelegenheiten.“(1)

    Und „Asylbewerber: Unruhen in Tegernsee“ – „Gegen 22.50 Uhr gingen bei der Polizeiinspektion Bad Wiessee und der Einsatzzentrale in Rosenheim zahlreiche Notrufe ein.“ (2) Das wird erst der Anfang sein.

    In der Schweiz entwickeln sich neue Gedanken. Da sagt Herr Fluri von der FDP: „Diese Leute sollten in Auffanglagern «in Nordafrika zurückbehalten werden». so Fluri. «Mit dem vielen Geld, das in Europa für das Flüchtlingswesen ausgegeben wird, liesse sich dies realisieren, wenn nötig mit Waffengewalt mittels Uno-Mandat.»(3) Und der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli postet ein schönes Bild auf seiner Facebookseite mit dem Titel „Die Fachkräfte kommen“ (4)

    Und da war Gestern die Sache mit dem Kühllaster vor den Toren Wiens, worauf die FAZ den Kanzler zitiert mit den Worten:„Das mahnt uns, das Thema der Migration schnell und im europäischen Geist, das heißt im Geist der Solidarität, anzugehen und auch Lösungen zu finden.“

    Das hat mich doch ein ganz klein wenig nachdenklich gemacht.

    In der Ausgabe der Zeit vom 19.Mai schrieb Bundesrichter Thomas Fischer einen Artikel mit der Überschrift:“Deutschland wird auch am Mittelmeer verteidigt.“ Unter anderem ist, in bildlich deutlicher Sprache zu lesen:

    „Und jetzt auch noch dies: 800 Afrikanische Kadaver pro Woche! Das sind, selbst bei durchschnittlich 65 unterernährten Kilogramm, immerhin 52 Tonnen Menschenfleisch pro Woche. Kein Wunder, dass der Blauflossenthun triumphiert und die Dorade sich fühlt wie die Made im Speck.“ Herrn Fischer Zeilen werden in Berliner Regierungskreisen offenbar nicht gelesen.

    Aber erst jetzt, nach dem auslaufenden Kühllaster sieht sich A.Merkl ermahnt „das Thema der Migration schnell und im europäischen Geist“ anzugehen. Heureka !

    Gibt es einen Zusammenhang, zwischen der Anzahl von Todesopfern und der jeweiligen Betroffenheitsmimik von Politikern ?

    Ich habe da so eine Phantasie. Jeder große Führer möchte sich ja irgendwie ein Denkmal setzen, um der Nachwelt in Erinnerung zu bleiben. Französische Regierungschefs verewigen sich in der Architektur. H.Kohl hatte einfach nur Glück bei der Portokassenwiedervereinigung durch den Zusammenbruch der UDSSR. Das haben schon die Cäsaren in Rom so gemacht.

    Und jeder große Führer hatte in seiner Regierungszentrale ein Privatkino. Ja, auch Honecker soll so etwas gehabt haben und schaute Filme, die seine Genossen nicht im Kino zu sehen bekamen.

    Ich stelle mir da so vor wie unser Kanzler tief unter der Erde im Bundeskanzlerkino saß und sich Charlie Chaplins Film: „the arrival to land of liberty“ angeschaut hat. Ach ist der schön. Und wie die armen Hunde dann auf Ellis Island ankommen. Das rührt das Herz.
    Für 12 000 000 Millionen Menschen war Ellis Island das Tor zu Freiheit. Das mache ich auch, so gehe ich in die Geschichte ein, könnte der Gedanke gewesen sein. Und in 12 Jahren, spätestens, habe ich auch die 12 Million angeködert.

    Wir haben ja die Insel Mainau, das wird mein Ellis Island und den Song übernehmen wir von den Amis. Die 3. Strophe rührte besondern an:

    „Was ist das für ein merkwürdiges Paradies?“
müssen sie sich gefragt haben bei all dem Geschrei und Gestöhne
Schließlich haben sie ihren Glauben, ihre Familien, Freunde
und Häuser geopfert.
Dann, auf den Untersuchungs-Treppen
wurden sie entweder akzeptiert oder nicht
Erstarrt während die Inspektoren sie anstarrten
dort auf Ellis Island.“

    In der Phantasie ist vieles nicht so wie in der Realität und die wollen einfach nicht nach Mainau kommen. Dumm gelaufen. Schau´n wir einmal was nächste Woche im Kanzlerkino läuft.

    Ja, und da war noch die Frau in Heidenau, die das was sie dachte, wie viele andere auch, einfach auf ein Schild geschrieben und A.Merkel entgegenhielt. Und böse Worte soll sie auch gesagt haben, wofür sie jetzt eine Anzeige am Hals hat.

    Dumm gelaufen, zu weit laut gedacht. Das wird jetzt die Justiz klären. Gesetz ist Gesetz, doch in der bodenlosen Hilflosigkeit der Politik kann ich mich auch nicht des Gefühls erwehren, daß diese Frau jetzt für ein Exempel herhalten muß, was in dieser Lage zwingend statuiert werden muß.

    Politiker sind ja nicht justitiabel.

    Ach, waren die alten Themen von Don Alphonso doch schön……………

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    (1) http://www.tegernseerstimme.de/statt-900-ueber-1-300-fluechtlinge-erwartet/183563.html
    (2) http://www.tegernseerstimme.de/asylbewerber-unruhen-in-tegernsee/183689.html
    (3) http://www.blick.ch/news/politik/so-will-fdp-fluri-fluechtlinge-stoppen-waffengewalt-mittels-uno-mandat-id4113927.html
    (4) https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10206411323313793&set=a.2977932379238.130463.1589752930&type=1

    • Ich wechsle ja immer ab, einal so und einmal anders.

      Ich schlage vor, Merkel versucht die Europäische Lösung und tritt zurück, wenn es nicht klappt. Im Ernst sie lügt uns ins Gesicht, es wird mit italien und dem gedemütigten Griechenlan keine lösung geben. wo sollte man denn die auffanglager für so viele Menschen bauen und wie soll das dort laufen? Und es würde niemanden abhalten, es bei einer absage anderweitig zu versuchen. Es kaschiert allenfalls das Problem, aber es ändert noichts daran. solange in deutschland dazu die Asyllobby bei Zeit und SZ einen Freifahrtschein für Propaganda hat, haben sie auch eine entsprechende Basis. also läuft alles weiter bis zum grossen Knall. Es wird kommen wie in italien: Die Leute ohne Papiere werden sich dann halt nach ihren Vorstellungen wehren und versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.

    • Vergreifen wir uns ein wenig im Ton?
      Asyllobby? Freifahrtschein?

      Kommen wir gerade aus Sachsen und sind sauer, weil wir im Halbsuff nicht pöbeln durften?

    • Doch, es gibt eine Asyllobby und ich kann das auch gerne mal in einem gesonderten Beitrag erklären, angefangen von den gut verdienenden Anwälten, den Übersetzern, bis hin zu all den staatlich alimentierten Gruppen, für die das alles auch lukrativ ist. Integration ist enorm teuer und da gibt es natürlich auch Leute, die sich freuen.

      also bitte keine solchen Anwürfe wie Suff.

    • Ja... Don....
      Nett ihr Klartext, so banal ist es nämlich alles….

      Aber viel interessanter finde ich die Anworten. Niemand will es wahrhaben!

      Nun, Lernunwillige waren schon immer gezwungen die Konsequenzen ihre Ignoranz zu durchleben…

  9. "den Protestierenden wurde gesagt, dass sie zwar demonstrieren ... dürften"
    vs.

    „(1) Alle Deutschen …“ Art. 8 GG

    Grundgesetzänderung?

    • Ich verstehe die Frage nicht. Demonstrieren jedenfalls wird m.W. Asylbewerbern in aller Regel nach den Möglichkeiten erlaubt.

      Oder meinen Sie, dass „dürften“ nicht passt, weil sie das Recht dazu haben? Es steht hier, weil es für die Gemeinde prinzipiell kein Problem war, aber die Burschen ihr Fest schon sehr viel länger angemeldet hatten, und deshalb zu diesem Zeitpunkt die Demo dort nicht stattfinden konnte.

    • Die Protestierenden demonstrier(t)en nicht alleine, jeder für sich, sie
      versammeln sich vielmehr zum nämlichen Behufe. Das dürfen bislang aber hier nur „(1) Alle Deutschen …“ Art. 8 GG

  10. kognitive dissonanzen
    bei DON taucht nun schon zum zweiten male etwas über kognitive dissonanzen auf, sehr erfreulich, obwohl das eigentlich ja eine modetheorie der frühen 70 der vergangenen jahrhunderts ist.

    ob zufall oder nicht, tauchte doch anfangs der woche prof.dr. dieter frey, seines zeichens professor an der uni münchen auch in der FAZ für das fach psychologie auf, sicher einer der massgeblichen schüler oder enkel von festinger, geschult im sonderforschungsbereich 24 der einzigartigen universität mannheim.

    was ich bei prof. frey vermisste, war sein eingehen auf die parapsychologie, das ist doch ein wesentlicher teil des wissenschaftsgebäudes und sollte mehr beachtung finden, oder ?

    dann würden auch manche vorgänge bei der deutschen bank unter dem alten aufsichtsratsvorsitzenden C.B. eher erklärbar. parallelen: ja, beide fuhren VW käfer.

    • Das steht hier nur, weil ich den anderen Beitrag verlinken wollte – es ist also nur ein Stilmittel. ehrlich gesagt hätte ich schreiben müssen „Moralisch verkommen und bigott und eine Schande sondersgleichen“, aber ich bin ja nicht so zu Leuten, die „Refugee welcome“ erst wieder schreiben können, wenn sie ein neues Dienst-Iphone haben.

  11. Woas Mutta sogat!
    „des wird nu a grauslege Sach!“
    In meinem Umfeld haben sich in den letzten Wochen die Fronten sehr, sehr verschärft. Ich selbst hatte diese Woche eine beiderseits sehr emotionale Diskussion mit einem langjährigen Freund. Und die laufenden Alltagsbeobachtung, nicht nur von mir (in meiner kleinen Heimatstadt leben etliche Asylbewerber), bereiten keine Freude. Mit dem gezeigten Verhalten und Auftreten (emanzipierte Frauen werden, um nach Yaha al-Aous in der SZ zu reden, Prostituierten gleichgestellt und die Toleranz – von Akzeptanz will ich schon gar nicht reden – gegenüber Homosexuellen – ist nicht nur enden wollend, sondern schlicht nicht vorhanden!) sehe ich kaum eine Chance auf ein gedeihliches Zusammenleben. Vom Arbeitsmarkt will ich dann schon auch nicht mehr reden. Christian Ortner frägt dazu: „… dass hier eine soziale Atombombe explodiert?“

    Wie sagt meine Mutter immer wenn ein schweres Hagelunwetter im Anmarsch ist: „raumt’s alles eina, stellt’s d’Auto in Garage und macht’s all’s zua; do kimt a grausleg’s weda“.

    Dir lieber Don: meinen Dank für diesen nüchternen, auf Beobachtung beruhenden Bericht: ich wird dich „gewiß net beim Blockwart vernadern!“

    • Ich denke, man muss da genau differenziren.

      Aber natürlich wird das eine enorme Herausforderung, ihnen zu erklären, was die gesellschaftlichen Mindeststandards sind. Das ist auch ein grosser Unterschied zum gern genommenen jüdischen Flüchtling: Dem war klar, was er in den USA tun kann. Die Erfahrung mit der aktuellen Krise sieht deutlich anders aus.

      Und es ist kein Job, den ich mit allen Gruppen machen wollen würde. Wer sich die Sichtweise der Ativisten unter den Flüchtlingen anschauen will:

      http://oplatz.net/2015/08/14/the-refugees-are-coming/

      Das ist die Haltung, die zu den Ansprüchen führt.

  12. Man muss die Krise suchen gehen, sie ist nicht
    überall. Suchlos wirds hell.

    • Hell – nicht wirklich. Noch ein Jahr in diesem Stil und es ist rabenschwarz. MMa muss die Entwicklung sehen.

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      (Zitat: „Noch ein Jahr in diesem Stil und es ist rabenschwarz. MMa muss die Entwicklung sehen.“)

      Lieber Don, meinen Sie wirklich? Noch ein Jahr, also 12 Monate so weiter (und es wird weitergehen) und es knallt? Bisher hat ja noch gar nichts (NSA, Euro, Griechenland, Gendermüll, um nur ein paar zu nennen) den Michel aus seinem Fernsehsessel bewegt.

  13. Auf einmal sind alle überrascht....
    Die Bürger haben sich Merkel/Gabriel als Problemlöser gewählt.
    Leider sind die an Wiederwahl interessiert und dem Status ihrer Parteien, und eben nicht dem Bürger. In vielen Kommentaren sieht man zum ersten Male dazu das völlige Erstaunen der Spiesser. Solange es nur Nachteile für andere Teile der Gesellschaft gab, da war Mutti die Grösste.
    Aber jetzt wird gezetert: „…weiß eigentlich die Politik noch, wem sie in erster Instanz gegenüber verpflichtet sind?“
    Solange sich die eigenen Interessen mit denen der Regierung decken (umgekehrt war es nämlich nie!) solange ist alles gut. Aber jetzt, jetzt droht ein neues „Lumpenpack“. Und da ist sehr zur allgemeinen Erheiterung nehme ich in diesem Blog mal an, wohl der Freud mit dem Kommentator durchgegangen, der da unbeabsichtigt, aber ehrlich Lumpenpack statt Lumpenproletariat schrieb.
    Jeder darf mal ein kleiner Prantl sein…. und sein eigenes Editorial schreiben. Denn „mit solchen Flüchtlingen ist kein Staat zu machen“. Nun merkt auch der Spiesser was andere seit Jahre kommen sehen und sieht den Untergang seiner heilen Welt kommen. Im Moment ist nämlich trotz Bundeswehr Einsatzes kein Ende der Flut abzusehen.

    Ja, der Don hat mal wieder Recht, denn es gibt viele, sogar sehr viele die guten Willens sind, die sich aber standhaft weigern die Dimension des auf alle zukommenden Problems zu verstehen.
    Denn dann müssten sie plötzlich bewusst die Inkompetenz jener Leute wahrnehmen, die sie seit ewigen Zeiten zu ihren Repräsentanten wählen. Freiwillig…
    Das wird richtig lustig werden, wenn solche Kommentataoren mal mehr werden…. denn:
    „…aber das ist alles noch nichts gegen das, was ich woanders sah. Ich war in Städten, in denen kein Haus mehr bewohnbar war und jeder Mensch alles verloren hat und kein Geld da ist. Das hier ist noch lang keine Krise.”

    • Desinteresse des Bürgers
      Sie erwarten vom hart arbeitenden Durchschnittsbürger, dass dieser sich neben den vielen Verpflichtungen und Belastungen, die des durchschnittlichen Deutschen Alltages heutzutage bestimmen (Steuererklärung, die Suche nach der richtigen Schule für die Kinder, das bei Laune Halten der Ehefrau, den Konkurrenzkampf im Büro), tatsächlich auch noch eine differenzierte Auseinandersetzung mit Politik und Wirtschaft? Wenn ihr einziger Wunsch nach getaner Arbeit kein anderer mehr ist, als dass alles ganz genau so bleibt, wie es ist und sie deshalb Veränderungen fürchten, dann wählen sie eben Mutti Merkel, weil die ihnen in ihrer politischen Naivität am ehesten ein Garant der Stabilität ihrer begrenzten Welt zu sein scheint. Ich sehe nicht, wieso das so verwerflich sein sollte, es ist möglicherweise fatal, aber es ist menschlich nachvollziehbar.

      Und da kommen Sie jetzt und beleidigen die braven Bürger und belachen schadenfroh deren herannahendes Elend, als gäbe es für Sie keinen größeren Spaß.

    • Das wir kein Spass. Wenn sie mal auf einen wochenmart in der Provimz gehen, erleben sie die luxusversion dessen, was bei aldi sein dürfte, und der konflikt wird kommen, so wie er in italien kam.

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      Es ist eine Invasion….

  14. Kästchendenken
    Ich ernenne Frau Merkel zum Mann honoris causa.
    Sie scheint wie ein Mann in Kästchen und Schubladen sortiert zu denken. Ein großer Überblick und weitsichtige, weibliche Lebensplanung ist für mich nicht erkennbar.

    Es geht bei Schülern und Lehrern an. Nicht nur das Prognos Institut weiß heute die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter 2030. Die Zahl der Erstklässler 2021 ist bekannt. Die Änderung der Lebenserwartung/Sterblichkeit während vergangenen zwanzig Jahre ist bekannt.
    Berücksichtigung in der politischen Planung? Fehlanzeige.

    Pols beklagen den „Fachkräftemangel >>> Groko schickt Tausende gut ausgebildeter, anspruchsvoll beschäftigte weiße Männer in die Rente mit 63.
    Bevölkerungsschwund >>> 102.000 Abtreibungen in 2013. Falsch, straflos, auf Krankenkasse und ohne politischen Gegenwind. Beratung zum Leben wird verunglimpft.

    Etliche Untersuchungen und Leistungen, zB Messung des Augeninnendrucks oder Behandlung von Plantarwarzen erleben die Zahler als „keine Kassenleistung“.
    Wer zum Allergologen geht (Let op, Don) wird feststellen, daß der Doc die (verknappten) Untersuchungslösungen jetzt selbst bezahlen muß. Die Firmen dürfen/wollen sie nicht mehr stellen wg Korruptionsgesetz. Dafür zahlen die Kassen für „Prävention“, Yoga, Befruchtung und Abtreibung. >>> Der Beitragszahler von 100, 200 oder 700 im Monat sieht sich getäuscht. Selbst bekommt er/sie als berechtigt empfundene ärztliche Leistungen nicht bezahlt. Dafür sieht er Zahnersatz bei Flüchtlingen.
    Leistungen und Gegenleistungen müssen als gerecht empfunden werden. Sonst flüchten die Leut in die innere Emigration.

    Nirgendwo sehe ich das Ganze im Blick.
    Nahles hat eine Agenda, Schäuble hat eine Agenda. Mal wir der Aufstocker gepuscht, dann der Pfandsammler. Altersarmut, Pflekräftemangel, Kitabezahlung, Brückensanierung, Bundeswehrqualität, Strassenzustand, ungedeckte Pensionen, verschuldete Städte und Bundesländer. Dafür Leisten wir uns ZwangsFernsehen für 17.000 Millionen im Jahr.

    Ich sehe eine absurde Aufführung ohne Choreographie mit 50 Regisseuren.
    Wofür bezahle ich eine Kanzlerin, eine Regierung?
    Gibt es strategische Planung außerhalb der Staatskanzlei?

    • oh wie furchtbar wahr.....................
      ja, es ist unerträglich geworden.
      sie bezahlen ja nicht nur die führungsspitze des Neuen Banalismus und eine sog. regierung, sie bezahlen die fleissigen staatssekretäre und staatssekretärinnen, einen bundestag, x-ministerpräsideten, y – länderminister und soviele landtagsabgeordnete und die alle haben noch sovieleviele referenten und referentinnen und dann bezahlen sie ja auch noch die regionalparlamente und die kreistage……….
      ich lebe in der furcht, das die banale dummheit siegt oder dem totalitarismus egal welcher art die hand oder den steigbügel reicht.

      in welcher staatskanzlei soll es strategische planung geben, ich meine eine echte, nicht so ein oder zwei szenarienplanspielchen !

  15. Das eigentliche Problem...
    Das eigentliche Problem ist, dass unsere Politik nach wie vor leugnet, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Unser gesamtes „Ausländerrecht“ ist auf temporäre Aufenthalte von „Drittstaatsangehörigen“ und auf dauerhaften Aufenthalt von Flüchtlingen bzw. Asylbewerbern ausgerichtet.
    Eine US-Amerikanerin, die an einer hiesigen Universität unterrichtete, konnte ein Lied davon singen, dass das deutsche „Ausländerrecht“ eher ein Abschreckungsrecht ist.

    Die Bevölkerung kennt nur diese Art der Einwanderung und ist angesichts der sozialen Probleme vieler ehemaliger „Gastarbeiter“ skeptisch gegenüber der Einwanderung, insbesondere betreffs der ungesteuerten Zuwanderung per Asyl und Flüchtlingsschutz.

    Was wir als allererstes brauchen, ist ein in sich stimmiges Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem. Das könnte z.B. auch eine Chance sein für qualifizierte Kosovaren in Asylverfahren: Alle Menschen in Asyl- oder Flüchtlingsanerkennungsverfahren sollten ihre Qualifikationen in Assessment Centern oder Praktika in Betrieben unter Beweis stellen können. Wer sich bewährt, scheidet aus dem Asylverfahren aus und bekommt ein Aufenthaltsrecht mit Arbeitserlaubnis für 5 Jahre. Wer in dieser Zeit straffrei bleibt, bekommt ein Daueraufenthaltsrecht.

  16. Flüchtlinge als Bereicherung.
    Dies Mantra höre und lese ich überall. Dumm nur: Ich fühle mich nicht reicher, sondern lese, dass Nahles wieder eine Mrd mehr braucht- wegen der Flüchtlingswelle. Die kulturelle Bereicherung lasse ich mal aussen vor, denn die Verständigung ist mehr als schwierig. Ich spreche leider nur deutsch, englisch un französisch. Ist denn wirklich wieder nur derjenige gemeint, der Container aufstellt oder Zelte vermietet? Eventuell noch der Bürgermeister, der eine alte Hütte doch noch als „Flüchtingswohnheim“ durchgehen lässt? Ist es Gabriel, Merkel oder özdemir, die sich hübsche Fotos erhoffen? Sind es gar Vereine, die die Not anderer Leute als Geschäftsgrundlage verstehen? Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Der Staat nimmt mir deshalb viel Geld in Form von Steuern, weil er besser als ich weiss, was mit Geld zu tun ist. Also darf der Staat jetzt gerne seiner Pflicht nachkommen. Die vielen Menschen, die jetzt „persönliche Opfer“ bringen, weil sie mal einen Kuchen gebacken haben, oder an einer „Willkommensfeier“ teilgenommen haben, sind mir suspekt. Aber sie werden ihre Gründe haben. Nur: ich habe meine Gründe, und die sollten bitte andere Menschen auch respektieren.

  17. Destabilisierung
    vermeldet „Die Welt“.
    War da was? US- Geopolitik?
    Die „lokale Welt“ zitiert den hiesigen Polizeisprecher mit einer angespannten Lage, das ganze Programm, Vergewaltigungen etc.
    Es wird dunkel und man versucht sich wegzuducken, klappt aber nicht.
    Die Waffe explodiert.

  18. Asylkatastrophe
    In welch einer traurigen Welt leben wir denn eigetlich, wo Menschen überhaupt Asyl beantragen müssen? Das muss man sich erstmal klarmachen. Menschen müssen fliehen, weil die Welt in der sie Leben unlebbar geworden ist. Und wer ist dran Schuld ? (Nein, wir doch nicht die Schuld sind immer die anderen…)

    Das muss man sich mal vorstellen, man wird durch eine glückliche Fügung in diese Welt und in das Dasein aus einem dunklen Nichts hinaufbefördert und finden sich im Elend wieder, im Krieg, in Zuständen düsterer Existenznot..was tun?
    Wenn wir und nicht in die psychologische Lage dieser „Flüchtlinge“ hineinversetzen können, haben wir im gemütlichen westeuropäischen Wohnzimmer, auch nicht das Recht über diese Menschen (und nicht (Asyl)Objekte irgendeiner Art) ein Urteil zu fällen…
    Diese Menschen tun nur das was sie in ihrer misslichen Lage tun können (das würden wir auch tun, wären wir in der selben Lage).
    Aber was tut eiegntlich die gesmate westliche Gemeinschaft, außer Sonntagsreden um Kriege, Hungersnot und Elend in diesen Regionen zu mindern oder abzuschaffen?
    Nichts. Sie befördert mit ihrer neokapitalistischen Grundeinstellung dieses Elend sogar.
    Alles was wir tun sind die Symptome zu beseitigen und nicht die Ursache zu bekämpfen.
    Insofern ist dieses „Flüchtlingsdrama“ ein selbstgemachtes Problem.
    Unser Problem.
    Der Geist den wir riefen, er spuckt böse und laut zurück, die Büchse der Pandora läßt sich nicht mehr schließen.

    Wir bekommen jetzt auf brutale Weise die Rechnung für unsere verfehlte Lebensweise serviert, aber wir können diese Rechung bald nicht mehr bezahlen…Wir können nicht ewig auf Kosten der anderen produzieren und billig konsumieren und so tun als wäre das alles normal und nicht unsere Welt, nicht unser Problem…Wir haben doch kein Problem!

    Die Wahrheit die keiner hören will ist doch: Wir alle haben eine Teilschuld an diesem Chaos, weil wir Menschen nicht fähig sind auf dieser kleinen Erde, einem Planeten in einem unvorstellbar großen Weltraum, vernünftig auszukommen. Wir sind Menschen und als Menschen sind unvollkommen, nicht fähig zum Glück, zum Frieden, zu einer sinnvollen Daseins- und Existenzweise.
    Unsere Schwächen sind das Problem und die müssen wir zusammen mit unseren Ängsten ständig kompensieren.
    Denn jeder Krieg beginnt ersteinmal mit einer Niederlage. Es ist die Niederlage in unserem Geist und unserer Seele.

    Das müssen wir uns erstmal einsehen, begreiffen, verstehen und da beginnt auch das großes Problem.
    Niemand gibt gerne Schwächen zu, niemand gesteht sich seine „fehlgeleitete“ Existenzweise ein.. Wir alle zusammen sind das Produkt unserer kollektiven und kulturellen Vorstellungen.
    Diese Vorstellung sind aber alle „falsch“, sie sind über Jahrtausende fehlgeleitet worden, Stück für Stück haben wir uns von unseren humanen menschlichen Wurzeln entfremdet. Und dieses Asylchaos ist nur ein Resultat dieser über Jahrhundete dauernden Entfremdung…

    • Und nun bitte nochmal mit sauberen Argumenten und unter Erklärung, warum Leute aus der Elfenbeinküste im Westen Afrikas sich als Eritreer vom Osten auszugeben. Und sagen sie bloss nicht „Westen“ und „Waffenexporte“ – die Problemtreiber sind China und Russnd.

    • Titel eingeben
      In vielen Foren in denen die Einwanderungsfrage diskutiert wird kommt es einem so vor als würde die Mehrzahl der Kontra-Immigrations- Beiträge geschrieben von älteren Männern, die in der Regel in gut situierten Verhältnissen leben und scheinbar um ihre Pfründe fürchten. Um diesen Lebensstil der dazu geführt hat dass dieser Planet sich nun in solch einem desaströsen Zustand befindet. Die sich aber immer noch als die Überlegenen sehen, verstehe das wer will.

      Die Mehrzahl der Einwanderer sind hingegen junge Männer, kräftig, vital und lebenshungrig.

      Finde ich irgendwie interessant.

    • Titel eingeben
      @ Doris: wie kommt es denn, dass vor allem „junge, vitale, lebenshungrige Männer“ um Asyl bitten? Werden die denn in erster Linie bedroht?

    • @ DORIS
      ja, klingt interessant, erpart vielleicht die reise nach kenia ins strandlager für viele !

  19. Der Herr sieht eine "Verrohung" in der Asyl-Debatte...
    ja, dieser Herr, der mit der Beschaffungsaffäre um die Aufklärungsdrohne Eurohawk belastet ist, dieser Herr der nicht gerade die Nebenrolle im BND Skandal spielt, ja jener Herr bei dem der Tagesspiegel in Zusammenhang mit der Affäre um Netzpolitik.org sagte:“Entweder er wusste wirklich nichts – oder aber er hat sein Ministerium nicht im Griff.“ Genau dieser de Maizière, sorgt sich jetzt um uns.

    „Das Maß und die Art der Verrohung unserer Sprache und unseres Umgangs mit- und untereinander macht mir Sorgen“ hat er in der SZ zum Besten gegeben.

    und „Gerade im Internet in geschlossenen Gruppen, in denen sich die Menschen gegenseitig in ihren Ansichten bestätigen und aufstacheln, glauben die Menschen dann auch noch, sie würden die Meinung einer schweigenden Mehrheit zum Ausdruck bringen…….“

    VORSICHT ! Werte Mitschreiber von Lesermeinungen in diesem Blog; Wir sind gemeint ! Mäßigen Sie Ihre Gedanken, zügeln Sie Ihre Worte!

    Die hier anzutreffende Wortwahl ist dem Herrn nicht gefällig und die hier oft meinungsgleichen Leserkommentare werden nahezu als Zusammenrottung unter Mißachtung des Gedankenversammlungsverbotes empfunden.

    Noch schlimmer, Sie könnten hier mit manchem Kommentar „die Meinung einer schweigenden Mehrheit zum Ausdruck bringen“ !

    Und Herr Gabriel sagt in der SZ „dass in der Mitte der Gesellschaft der Anteil derjenigen wächst, die Politik, Politiker und Parteien verachten“.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß er mit seiner Einschätzung recht behalten könnte, erscheint mir nicht gering.

    Noch sind dies vorsichtige, wenn auch dreiste Andeutungen dieser Herren, denen ihr Volk nicht mehr ganz gefällig ist.

    Vorsicht liebe Mitschreiber ! Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Spionagesoftware XKeyscore von der NSA erhalten – und sendet jener dafür die Daten deutscher Bürger.(Überschrift in der ZEIT)

    Es gab schon immer Zeiten, in welchen das Volk nicht so ganz zufrieden mit der jeweiligen Macht war und manchesmal hatte dies auch Folgen.

    In Zeiten der französischen Revolution sagten die Franzosen über ihren noch König:

    „le pauvre homme, la Coquine la misérable femme du roi“

    Der Rest ist bekannt.

    Nicht für ungut, wie man in Bayern sagt und achten Sie gut darauf was Sie denken und sagen zur Asyl-Debatte ! Damit´s dem Herrn gefällig sei.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    • Da haben Sie Recht....
      Ich bin sicher, dass zB die in diesem Blog veröffentlichten Kommentare Eingang in das Daten Archiv divereser Organisationen finde die das alles ja nur zu unserem Schutz speichern.

  20. das Ende vom Lied
    Die aktuelle Situation wird erneut klarstellen, dass „Toleranz“ die Fähigkeit zum Ertragen ist und nicht das Maß für „Cool sein“ definiert. Und wie lange das Volk DAS noch erträgt wird sich zeigen. Die ersten Revolutionäre und Kritiker werden ja schlichtweg unter dem Sammelbegriff „Pack“ von der Politik abgetan und als „peinlich“ bezeichnet. Witziger weise gibt es andere Europäische Länder, die ohne N.Bombe der Situation einen Riegel vorschieben wollen.
    Reaktion Deutschland?!

    • Letzlich hoffen hier vermutlich viele, das Italien und Griechenland die Drecksarbeit übernehmen und man die Debatte nicht führen muss.

  21. Gruppenvergewaltigungen sind Realität in Schweden
    Die Opfer sind die weißen Mädchen, die Täter sind meistens Araber aus Nordafrika. Warum werden keine muslimischen Frauen vergewaltigt? Die Täter wollen nicht mit dem Rachemord der betroffenen Familie riskieren. Hinter der jungen Schwedinen steht nur der lasche, tolerante, linke Staat. Die Strafen sind mild oder es gibt. Als Begründung werden der Kulturkreis und schwere Kindheit herangezogen.

    • Schweden und Vergewaltigung
      Meinen Sie zufällig das Schweden, das Julien Assange nach einvernehmlichen Sex wegen Vergewaltigung verfolgen ließ, weil in diesem Schweden Frauen eben noch Tage nach dem Sex entscheiden dürfen, dass es doch Vergewaltigung war – kommt in der Familie besser an.
      Wenn Sie hier von richtigen Vergewaltigungen berichten, die als Gewaltverbrechen angemessen bestraft gehören, bitte ich um eine seriöse Quelle für Ihre Aussage.

    • @waidlabub
      Ist zwar nicht SChweden, aber schlimm genug, dass selbst unsere Presse das nicht totschweigen konnte:

      https://www.youtube.com/watch?v=CFmPV39rB0w

      Aber lieber erstmal die Opfer als Rassisten beschimpfen…

    • Könnt Ihr kein deutsch?
      Welches Wort versteht Ihr in „… seriöser Quelle…“ nicht ? Von irgendwelchen Hirnis zusammengeschnippelte YT-Videos sind keine seriöse Quelle.
      Aber gebt uns doch die Seite vom britischen Kinderschutzbund, vom Scotland Yard, vom Guardian (ja, ich weiß!) oder von der Times oder von der BBC, die diesen monströsen Mißbrauchsfall ja auch bearbeiten. Immerhin weiß die Presse ja davon und kommt nicht mehr darum herum – Ihre Aussage.

  22. Sehenden Auges ...
    Herausragende Analyse, Don Alphonso, der im Grunde kaum etwas hinzugefügt werden kann. Da aber immer wieder die Frage auftaucht, wie es so weit kommen konnte, zwei Anmerkungen dazu:

    1. Schauen wir uns das gesellschaftliche und politische Agieren mal in anderen Kontexten in Deutschland an. Ein Problem wird festgestellt, nehmen wir beispielsweise das Verrotten von Schulgebäuden. Zunächst wird das nur auf lokaler Ebene von Lehrern, Eltern und Schülern diskutiert. Die Schulleitung ist sofort um den guten Ruf der Schule besorgt und versucht die Diskussion zu unterbinden bzw. die Probleme kleinzureden. Andere sprechen von unhaltbaren Zuständen. Auf facebook wird das Problem über die lokalen Grenzen hinausgetragen, und jetzt schalten sich wortgewaltig Medienvertreter und Politiker ein. Die schauen dann auch ab und an vorbei und geben Gewichtiges mit gewichtigen Mienen zu Protokoll. Von einem Skandal ist einerseits die Rede, andererseits aber davon, dass das Problem doch mit einem Pinsel und einem Farbeimer von den Schülern selbst behoben werden könnte. Es wird um Geld gestritten, das laut einer Seite nicht vorhanden, laut der anderen Seite aber im Überfluss vorhanden ist. Die Fronten verhärten sich. Wochen und Monate gehen ins Land – aber es passiert: nichts. Mittlerweile ist das Thema auch schon wieder langweilig geworden, weil eine andere Sau durchs Dorf getrieben werden muss. Es passiert an der Schule weiterhin: nichts. Es vergehen weitere Monate, und mit einem Mal platzt der Putz in der Schule während des Unterrichts von der Decke. Bilder von geschockten Schülern mit Putzresten in den Haaren, die evakuiert werden mussten, kursieren sofort in den Medien. Erst als klar ist, dass die Schule ohne Sanierung nicht mehr benutzbar ist, geht plötzlich alles ganz schnell … begleitet vom Streit vieler Leute, die das entweder schon immer vorausgesehen haben oder beteuern, dass eine solche Entwicklung keinesfalls absehbar gewesen wäre …

    2. Schauen wir uns jetzt im Rahmen eines solchen Prozesses mal einen x-beliebigen verantwortlichen Akteur an. Dazu wechseln wir zum Thema Flüchtlinge. Ich habe mir zuletzt auf Youtube eine ORF-Dokumentation über das österreichische Aufnahmelager in Traiskirchen angeschaut (Name der Doku: „Nicht einmal ein Bett“). Da kommt es im Rahmen eines der seltenen Pressetermine im Lager zu einer bemerkenswerten Szene. Ein leitender Beamter des Innenministeriums erzählt dort der versammelten Journalistenschar, dass in dem Lager, in dem viele Flüchtlinge in Zelten oder sogar unter freiem Himmel schlafen, dreißig Zimmer leerstehen, die wegen nicht den Brandschutzvorschriften entsprechenden Fluchtwegen aber nicht belegt werden dürfen. Den Journalisten verschlägt es regelrecht die Sprache, und als der Beamte eines der geräumigen Zimmer auch noch vorzeigt, kommt es zu kritischen Nachfragen. Bemerkenswert ist die ehrliche Antwort des Beamten: „Wenn etwas passiert, wenn hier zu evakuieren ist, und es kommt dann wer zu Schaden, der verletzt oder tot ist, ja, dann würden meine Mitarbeiter, ich, bis hinauf zur Frau Bundeminister, aber auch womöglich der Bürgermeister oder wer auch immer strafrechtlich belangt werden.“ Was ist daraus zu folgern? Es geht hier ganz offensichtlich um die mangelnde Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, weil ihm Zweifelsfalle sich alle Beteiligten gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben und man keinerlei Rückendeckung von Irgendjemandem bekommt, wobei es die Glieder am unteren Ende der Kette zumeist härter trifft. Folglich hält man einen absurden Zustand aufrecht, weil ein persönlicher Schaden entstehen kann, wenn man es nicht tut. Dasselbe kann man – um ein anderes Beispiel zu nennen – bei Polizisten beobachten, die lieber noch mal um den Block fahren und auf das Eintreffen von Verstärkung warten, wenn die Situation für die eigene Person so brenzlig erscheint, dass man eventuell die Dienstwaffe einsetzen müsste und dann schon mit dem Griff zur Waffe mit einem Bein im Knast oder zumindest am Ende der beruflichen Karriere steht. Wer jetzt allerdings diesen Menschen einen Vorwurf macht, der sollte sich fragen, wie er/sie selbst in einer solchen Situation handeln würde.

    Hatte ich nicht geschrieben, es gäbe nichts hinzuzufügen? Naja, es ist dann doch ein wenig länger geworden …

    • Zum ersten PPunkt. Asylbewerber bröckeln nicht leise vor sich hin, es ist eine dauerhafte Belastung und es ist absehbar, dass es im Winter zu konflikten kommen wird. Das it der Unterschied. Mal ein kleines Beispiel aus meiner Heimat – es gibt eine gute Unterkunft, die von Ostafrikenern bewohnt wird. Die satzen sich nicht auf die Toilettenschüsel. Darauf hat die Reinigungskraft den Dienst quittiert. Und weil sie selbst nicht putzen, und die toiletten nicht mehr nutzbar sind, verrichten sie es eben im Garten. Und im Winter werden diese Zustände dann wegen der Kälte unhaltbar. Und dann kracht es – wobei das fragliche Dorf jetzt schon voll geladen ist. Da würde ich gern mal die Kollegen von SZ und Zeit hinschiecken, damit sie wossen, wie es auch sein kann.

      Zweitens. Brandschutz. Das ist ganz einfach. Wenn eine Kommune eine unterkunft anbietet, die da nichtden Gesetzen entspricht, muss das Landratsamt die Verwendung untersagen. sonst machen sie sich strafbar. Wenn was passiert, kann das schon mal eine Kommune ruinieren. Daran hängt es sehr oft. Manche Lankreise sind halbwegs flexibel, andere überhaupt nicht. Es sind halt Gesetze und Beamte dürfen sie nicht brechen.

      Und wenn es dann brennt – was recht häufig ist, einfach weil achtlos mit Feuer umgegangen wird – hängen die Verantwortlichen mit ihrem Dasein drin. Da würde ich auch die Räume leer stehen lassen.

    • Antwort auf Don Alphonso 29. Aug. 13:49
      Ich sehe das ganz genauso wie Sie. Insofern denke ich auch, dass wir ähnliche Konflikte bekommen werden, wie sie in anderen europäischen Ländern schon ausgebrochen sind. Das betrifft im Übrigen auch die Türkei, die ich sehr gut kenne und die uns lediglich als Vorzeige-Asyl-Land verkauft wird, während die dortigen Flüchtlingslager mit erheblicher Unterstützung des UNHCR betrieben werden und uns zunehmende Übergriffe türkischer Bevölkerungsteile auf die Flüchtlinge von Ausnahmen abgesehen unterschlagen werden – ja, auch in Istanbul brennen Asylantenheime. Xenophopie ist nämlich ein durchaus auch außerhalb Deutschlands verbreitetes Phänomen, obwohl uns manche Menschen in diesem Land weismachen wollen, Deutsche würden ethnisch bedingt mehr zu Rassismus neigen als andere – eine Vorstellung, die absurderweise ebenfalls rassistischem Gedankengut entspringt.

      Ich wollte mit meinem außerhalb der Flüchtlingsthematik angesiedelten ersten Beispiel lediglich deutlich machen, dass man in dieser Angelegenheit auch nicht anders verfährt als beim Thema Asyl: d.h. zumindeste in der öffentlichen Wahrnehmung wird abgewartet, beschönigt, abgewiegelt, und man lässt die Dinge quasi laufen, bis es richtig kracht. Dann tut man erschrocken und verfällt in Aktionismus. Anstatt Vorsorge zu treffen und beispielsweise jetzt jene vom Balkan oder aus Afrika kommenden Menschen, deren Asylantrag bereits abgelehnt worden ist, sofort in ihre Herkunftsländer zurückzuführen, dort zu unterstützen und damit Platz für Neuankömmlinge zu machen, verschleppen manche das Problem, bis man im Herbst erneut ein Abschiebestop wegen des nahenden Winters verkünden kann. Erschrocken wird man sich dann lediglich zeigen, sollten Flüchtlinge auf Deutschlands Straßen erfrieren oder in ihren Zeltstädten randalieren.

      Erstaunlich ist dabei zudem, dass anderen europäischen Politikern, die es zugegebenermaßen auf der Basis anderer Mehrheitsverhältnisse schaffen, deutlich schneller zu agieren und beispielsweise Gesetzeskorrenkturen vorzunehmen, blinder Aktionismus vorgeworfen wird. Sicherlich, man kann sich über manche Maßnahme streiten, die etwa Herr Orban durchzieht. Es ist aber bemerkenswert, dass die Kritiker des Grenzzaunes einerseits behaupten, dieser könne die fliehenden Menschen gar nicht aufhalten, andererseits aber zugeben, der Zaun würde die Flüchtlinge auf Ausweichrouten zwingen. Dabei übersieht man ein wenig, dass damit aus Sicht der Ungarn – und Orban vertritt nun einmal in erster Linie ungarische Interessen – ein fast einhundertprozentiger Erfolg erreicht ist. Das Problem ist nämlich sofort auf andere Staaten verlagert.

      Zum zweiten Beispiel: Sehe ich auch so. Ich warte im Übrigen schon auf den Tag – und das, weiß Gott, nicht mit Schadenfreude – an dem sich erste Angehörige der Bereitschafts- oder Bundespolizei wegen Überforderung im Einsatz krank melden.

  23. Na da ist ja alles gut, wenn die Frau nur berührt wurde
    Ich habe neulich in einem Frauenblog gelesen, dass die Vergewaltigungsrate in Deutschland seit 1995 einen Gradienten nach oben aufweist und wir jetzt schon Indien überflügelt haben. Nun wäre ich dankbar, wenn mir jemand erläutern würde, wie das zu erklären ist.

    • Das kann auch an der efinition von Vergewaltigung liegen, oder an der steigenden Anzeigenrate. In dem Fall it es jedenfalls recht deutlich, das sich die Beteiligten nicht ganz fremd waren.

  24. Wenn Realität auf polititsche Ideologie trifft
    Wenn Realität auf polititsche Ideologie trifft und sich die beiden Bilder deutlich unterscheiden hat die Politik ein Problem. Der Flüchtling ist per se ein armer geknechteter Mensch. Wenn dieser Mensch dann aber ganz anderes als erwartet auftritt, d.h. fordernd und beleidigend, dann kann man vom Bürger nicht erwarten, dass „Willkommenskultur“ gelebt wird. Die beschriebene Diskrepanz erlebe ich in meiner Heimatstadt (ca. 100000 Einw.) häufiger. Ich habe vor kurzem eine Dokumentation des hr gesehen („Die Flüchtline und Mama Lenz; kann man auf Youtube finden), in welcher eine ehrenamtliche Helferin begleitet wurde, die ganz schockiert feststellen musste, dass sich die Asylbewerberin aus Somalia nicht mit irgendeiner Wohnung zufrieden gab, sondern explizit eine Wohnung in der nächsten größeren Stadt haben wollte.

    • Das ist das Problem der Netzwerke – sie werden dorthin gehen, wo Familien und Freunde ie tützen, und zwar unabhängug davon, ob sie anerkannt werden oder nicht. Selbst als Illegale haben sie erhebliche Vorteile, wenn sie bleiben, und das Netzwerk kann helfen. Es ist der „Neapel-Effekt“, denn nichts passt ihnen besser, als eine überforderte Verwaltung- Da kommt hier ganz genauso. Ruhrgebiet, Berlin.

  25. wenn China die Schleusen öffnen würde
    Angenommen, die politisch verfolgten Minderheiten aus China wären plötzlich mobil und wollten alle in Deutschland Asyl beantragen. Das könnten bis zu 100 Mio Menschen sein. Mit einer hohen Anerkennungsquote. Was dann mit unserem Grundrecht auf Asyl? Und Wahlrecht?
    Wo genau zwischen heute und 100 Mio politisch verfolgten Menschen – denen wir natürlich ein Leben in Würde zusichern – verläuft unsere Akzeptanzgrenze?
    Diese Frage hätte ich gern beantwortet von unserer Regierung

    • Ich wage zu behaupten, die Regierung wird Ihre Frage nicht beantworten
      Wenn sie aber dennoch antworten würde, sie müßte wohl sagen „darüber haben wir noch gar nicht nachgedacht“. Und weiter „wir halten uns nur an den Buchstaben des Gesetzes, die Idee dahinter und warum das Asylrecht einst ins GG aufgenommen wurde, ist uns egal“. Dann wird es auch jene geben die sagen „egal wieviele kommen, wir sind VERPFLICHTET sie aufzunehmen“ (und seien es 100 Millionen), und am Ende würde wohl jemand wie De Maizière sagen: „diese Frage stellt sich nicht“ (natürlich nicht deshalb, weil sie unberechtigt wäre, sondern schlicht weil er sie nicht beantworten kann) – Fall erledigt. Vorerst.

      Fall erledigt? Woher! Es wird weiter gewurschtelt bis der Staat gesellschaftlich „aus dem Leim geht“. Daß dies weit früher eintritt, als es die wirtschaftlich-finanziellen Mittel rein von der Machbarkeit her zulassen, begreifen die Damen und Herren Politiker nicht. Sie meinen – weil sie nie etwas anderes gelernt haben – alles „regle“ sich mit Geld. Ob fehlende Kitas, Bildungs- und Pflegenotstand, effektive Cyberspionageabwehr, eine verbockte Energiewende, oder eine endlose Zahl an „Rettungspaketen“ für verzockte Gläubiger (und deren Banken), alles ließe sich – so meinen diese „Eliten“ mit Geld „regeln“ – wobei sie natürlich stets das Geld der Steuerzahler meinen, nie ihr eigenes.

      Aber EINES läßt sich NIE mit Geld regeln – nämlich die Unzufriedenheit der Bürger aufgrund extremer oder in anderen Worten auch gefühlter Überfremdung in ihrem nächsten Umfeld. Denn das ist kein materielles Problem, sondern ein menschlich-psychologisches der „Kritischen Masse“. Hier besteht eine direkte Vergleichbarkeit zur Atomtechnik: wird die „Kritische Masse“ um nur EIN Atom überschritten, kommt es zur Kettenreaktion mit anschließender Explosion. Dies genau wissend, brandmarken Politiker das Wort „Überfremdung“ als rechtsextremes bis neonazistisches Idiom, jeder der es benutzt, ist „automatisch“ ein rechtsextremes Subjekt, neuerdings auch „Pack“. Doch Politiker maßen sich darüber hinaus bedenkenlos an, die Definition von „extrem“ und „gefühlt“ mengenmäßig dem Volk vorschreiben zu können (Menschen sind ja keine physikalisch präzise berechenbare Kritische Masse), wobei sie aber aus Dummheit oder Opportunismus zum gefährlichen Fehler tendieren, eine unendliche „Flexibilität“ vom Volk bezüglich der Akzeptanz einfordern wollen. Sie selber scheinen unter Ausfall ihrer „gesellschaftspolitischen Meßgeräte“ zu leiden, sind sie doch in ihren Villen-Cottages, in ihren gepanzerten, klimatisierten, Connolly-Leder duftenden Limousinen und Wachdienst-gesicherten Büros meilenweit davon entfernt und nicht betroffen, reden also wie Blinde von der Farbe.

      Liebe Politiker, schreibt es euch hinter die Ohren: Wenn ihr mit dem Druck auf die Bevölkerung hinsichtlich der Migration, Flüchtlingen, Zuwanderung und Asylanten so weiter macht, zerstört ihr diese Republik. Man muß es mal so klar sagen, sonst begreift es scheinbar keiner.

    • Ich fürchte, die Regierung wird Ihre Frage nicht beantworten
      Wenn sie aber dennoch antworten würde, sie müßte wohl sagen „darüber haben wir noch gar nicht nachgedacht“. Und weiter „wir halten uns nur an den Buchstaben des Gesetzes, die Idee dahinter und warum das Asylrecht einst ins GG aufgenommen wurde, ist uns egal“. Dann wird es auch jene geben die sagen „egal wieviele kommen, wir sind VERPFLICHTET sie aufzunehmen“ (und seien es 100 Millionen), und am Ende würde wohl jemand wie De Maizière sagen: „diese Frage stellt sich nicht“ (natürlich nicht deshalb, weil sie unberechtigt wäre, sondern schlicht weil er sie nicht beantworten kann) – Fall erledigt. Vorerst.

      Fall erledigt? Woher! Es wird weiter gewurschtelt bis der Staat gesellschaftlich „aus dem Leim geht“. Daß dies weit früher eintritt, als die wirtschaftlich-finanziellen Mittel Deutschlands erschöpfen, begreifen die Damen und Herren Politiker nicht. Sie meinen – weil sie nie etwas anderes gelernt haben – alles „regle“ sich mit Geld und durch das Geld. Ob fehlende Kitas, Bildungs- und Pflegenotstand, effektive Cyberspionageabwehr, eine verbockte Energiewende, oder eine endlose Zahl an „Rettungspaketen“ für verzockte Gläubiger (und deren Banken), alles ließe sich – so meinen diese „Eliten“ mit Geld „regeln“ – wobei sie natürlich stets das Geld der Steuerzahler meinen, nie ihr eigenes.

      Aber EINES läßt sich NIE mit Geld regeln – nämlich die Unzufriedenheit der Bürger aufgrund extremer oder in anderen Worten auch gefühlter Überfremdung in ihrem nächsten Umfeld. Denn das ist kein materielles Problem, sondern ein menschlich-psychologisches der „Kritischen Masse“. Hier besteht eine direkte Vergleichbarkeit zur Atomtechnik: wird die „Kritische Masse“ um nur EIN Atom überschritten, kommt es zur Kettenreaktion mit anschließender Explosion. Fremdenfreundlichkeit und Gastfreundschaft sind bei allen Völkern der Welt – auch bei Deutschen – eine ausgepägte Eigenschaft, so lange sie sich in gewissen Grenzen hält. Werden diese Grenzen überschritten, werden die Fremden nicht als Gäste, sondern als Fremdkörper empfunden. Und Fremdkörper werden sowohl im biologischen, wie im „Volkskörper“ durch Abwehrreaktionen bekämpft. Der biologische Körper reagiert mit Fieber, der Volkskörper mit einer ähnlichen Abwehrreaktion: die „Volksseele beginnt zu kochen“. Dies genau wissend, brandmarken Politiker das Wort „Überfremdung“ als rechtsextremes bis neonazistisches Idiom, jeder der von Überfremdung redet, wird „automatisch“ als rechtsextremes Subjekt, neuerdings auch „Pack“ abgestempelt. Eine weitere unakzeptable Schwarz-Weiß Polarisierung ist die Unterstellung, daß jeder, der diese Völkerwanderung als solche bezeichnet und die Flüchtlingsströme unterbinden möchte, als „Rassist“, als „Fremdenhasser“, oder überhaupt als von „Haß und Kälte im Herzen“ geprägter Mensch bezeichnet wird. Politiker maßen sich offensichtlich an, Deutschland bedenkenlos in NUR Xenophile und Xenophobe aufzuteilen – dazwischen gibt es für sie nichts, andere Beweggründe werden einfach ignoriert. Damit tendieren Politiker zu einem gefährlichen Fehler, nämlich vom Volk eine unendliche „Flexibilität“ bezüglich der Akzeptanz von Zuwanderern einfordern wollen. Es scheint, als litten sie unter einem Ausfall ihrer sonst so hochaktiven „gesellschaftspolitischen Sensoren“. Sind sie in ihren Villen-Cottages, in ihren gepanzerten, klimatisierten, Connolly-Leder duftenden Limousinen und Wachdienst-gesicherten Büros zu weit von jeder engen Nachbarschaftproblematik mit Flüchtlingen und Migranten entfernt? Wollen sie dem Volk vorschreiben, was es zu denken und zu fühlen hat? Einheimische empfinden diese „Belehrung“ offensichtlich als Zumutung und Beschimpfung, was sich letzthin auch in den vielen Buh-Rufen ausdrückte. Diese einfach mit der Behauptung wegzuwischen, es handle sich samt und sonders um Rechtsextreme, ist zu billig. Und es dürfte sich um eine reine Schutzbehauptung handeln, denn wie sonst ist zu erklären, daß fast alle Foren die Kommentarfunktion zum Thema blockiert haben? Man fürchtet wohl, eine große Mehrheit ist gegen die von der Politik ausgerufene „Willkommenskultur“.

  26. Rassismus
    „Weisse Männer“….Oweh…

    Es waren wohl auch einige mehr oder weniger Dunklere darunter.

  27. Don pixit: "der später laut Prantlhausener Zeitung die Rente bezahlt"
    Köstlich. Musste sofort an Dagobert D. denken und die leeren Geldspeicher in Holzkirchen.

    Sicherlich ist man verpflichtet man Leuten zu helfen, die in ihrer Heimat durch Krieg bzw. Verfolgung akut bedroht sind. Ich denke, da gibt und gab es in D. bei genauem Hinhören *keinen* Dissens. Das Problem ist der Flüchtlingsbegriff (= jeder der hier her kommt und Asyl beantragt) und daß Asylberechtigte und reguläre Zuwanderer kontinuierlich in Presse und ÖR (auch in der Prantlhausener Z.) – logikwidrig – in einen Topf geworfen werden. Und das nervt nicht nur die Bavaren, ganz besonders nervt dies unsere Neubürger im östlichen Teil des Landes, die – teilweise auch von der (staatlichen) Treuhand induziert – ihre Arbeit verloren haben und denen, wie sie jetzt bemerken, nicht einmal eine kleine Fraktion des Geldes und der Aufmerksamkeit und der *Willkommenskultur* zuteil wurde, die Wohlmeinende (darunter unsere Regierung) dem Teil der Asylbwerber angedeihen lassen (lt. Statistik wohl ca. 60%), die *nicht* verfolgt, oder durch Krieg bedroht sind.

    Damals hatte man ihnen immer versichert, die Bundesrepublik hätte dafür kein Geld. Auch die Umstände, unter denen Nichtsesshafte in D. leben müssen, waren es bisher nicht wert, mit der selben Energie „menschenwürdig“ gemacht zu werden, wie die Lebensumstände der jetzigen Zuwanderen.

    Ich denke, die Bürger bemerken dies zunehmend und die damit einhergehende Dichotomie. Die Politik scheint es (wieder) nicht zu begreifen, bis es ernsthafte Probleme gibt, dann wird es wieder niemand geahnt haben können.

    Daher empfehle ich unseren Politiker inkognito die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, dort findet momentan erheblich mehr (problemorientierte) *Diskussion* über dieses Thema statt, als ggw. in der Politik.
    Die Augen verschliessen und kritische Stimmen, die sachlich auf bestehende oder entstehende Probleme hinweisen mit einer Ganzkörperlackierung in Erdton zu versehen, geht fast immer in die Hose.

    -D.

    • ich glaube, einer der gern übersehenen Treibsätze ist Altersarmut und was das aus den Menschen macht. Den aufstockern sagt niemand, dass sie willkommen sind. Das sind gar nicht so wenige und natürlich schreibt man darüber auch nicht in Prantlhausen. Das wird irgendwie akzeptiert. Aber wenn Flüchtlinge kommen und auch forderungen stellen. dann wird natürlich gleich mit „Kaltland“ argumentiert. Am ende streiten sich aufstocker und Flüchtling dann bei den Tafeln und um die Pfandflaschen. Da würde ich gern mal eine Reportage lesen. Die Kunden der Tafeln haben sich mehr als verdoppelt. Das wäre mal ein Thema für Prantlhausen.

    • Tafeln schon "mehrheitstauglich"
      Ein wenig überrascht war ich schon, als ich die Einkommensgrenze der Tafeln gesehen habe – da hätte ich trotz Vollstipendiums mein ganzes Studium über hingehen können. Mir scheint, das merken inzwischen immer mehr und ein richtiges Tabu, dort was zu holen, ist es auch nicht mehr. Wenn sich das auch in Flüchtilngskreisen herumspricht – aber vielleicht ist man dann auch wieder mehr bei Sachleistungen…

  28. die nahe Zukunft
    Italien, Griechenland und die Balkan-Staaten werden sich durch gigantische EU-Milliarden-Zahlungen zur Errichtung riesiger Flüchtlingscamps entschließen / erpressen lassen. Dies wird nichts, absolut nichts am weiteren Schlepperwesen ändern. Wirtschaftlich und sozial werden es die EU-Netto-Zahler in kürzester Zeit, nicht einmal zwei Jahre, durchstehen. Und was dann kommt – wir können es uns nicht einmal in den schlimmsten Szenarien vorstellen.
    Lieber Herr Don, Ihre Berichterstattung der tatsächlichen Vorgänge in den Gemeinden ist großartig, absolut großartig! Danke dafür.

    • Italien un Griechenland wären menschenunwürdige Gefängnise – man hatte das ja chon auf La,pedusa und hat es beendet, wegen des – auch deutschen -Aufschreis. soll man jetzt süditalien zum Ghetto machen? Da würde keinen Monat gut gehen. Die Asyllobby hätte da im Kern auch Recht.

      Ich glauibe, grosso modo helfen nur schnellverfahren nach schweizer Muster und konequente abschiebungen. Oder man lebt damit dass man eine massive zuwanderung hat und dass hier einschnitte gröberer Art passieren.

    • Ja....
      „Ich glaube, grosso modo helfen nur schnellverfahren nach schweizer Muster und konequente abschiebungen. Oder man lebt damit dass man eine massive zuwanderung hat und dass hier einschnitte gröberer Art passieren.“

      Das mag auf den ersten Blick so erscheinen. Nur, die erste Variante setzt eine fähige und zu tatsächlich aktiver Politik auch bereite Regierung vorraus. Aber… wenn wir sowas hätten, bzw, wenn es ein Volk gäbe, das sowas auch wählen würde, dann gäbe es das Problem ja gar nicht.

      Ein Politiker der sich auf eine der beiden Seiten schlägt, wird die Wähler der anderen Seite verlieren. Das ist das erste Gebot ALLER merkelschen Politik, also wird man es treiben lassen, denn, when the shit hits the fan, wird die Dame auf Alters-Landsitz in der Uckermarck mit 5stelliger Pension sitzen…. und die Anderen werden die Suppe auslöffeln müssen.
      Es werden wohl die gröberen Enschnitte sein, für die wie in DE üblich, die SPDler zuständig sind.

  29. Attacke
    Was wir hier erleben, ist doch eher ein medial inszenierter Grossangriff der Dunkelrot-Grünen auf unser Staatswesen. Anders ist diese Dauerabschaltung des Verstands nicht mehr erklärbar. Die Berufsempörten interessieren sich nur am Rande für die Flüchtlinge, sie lassen sich aber hervorragend instrumentalisieren, den verhassten Konservativen den Garaus zu machen. Während der chaotischen Zustände vor dem Berliner LaGoSa hat die Antifa die katastrophale Situation bereits dazu genutzt, in ihrem Sinne die Lage weiter anzuheizen. Das wird sicher nicht das das letzte Mal gewesen sein…

    • Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht....
      … dann kündigt sich das Problem bereits seit einiger Zeit an?

      Ich kann mich allerdings während der ganzen Dauer der Merkel Regentschaft nicht an eine einzige Meldung erinnern, die darauf schliessen lässt, dass man gegen dieses Problem auch nur die bescheidenste Idee zu einer Gegenmassnahme hatte?????

      Herrlich ist ihr Satz: „Was wir hier erleben, ist doch eher ein medial inszenierter Grossangriff der Dunkelrot-Grünen auf unser Staatswesen.“
      … auf „unser“ Staatswesen… herrlich!

      Man sollte es den ein kleines bisschen weniger Dummen nicht nachtragen, dass diese glauben, dass die Entfernung einer Merkel aus dem Amt wenigstens mal ein Beginn zu einer Not-Löung sein könnte?

      Natürlich ist das nur einen Illusion, ich weiss, ich weiss…

      Die Masse wird treu zu Mutti stehen, egal was am Ende die Konsequenzen sind.
      Nun ja, mir ists Recht.

    • @TDV
      Schön, dass Ihnen dieser Satz gefällt; was Fr. Dr. Merkel damit zu tun hat, bleibt allerdings Ihr Geheimnis.

      Natürlich ist es „unser“ Staatswesen. Stehen Sie denn ausserhalb dieser Gesellschaft? Oder wollen Sie sich ganz bewusst abgrenzen?

      Nein, diesbezüglich kann ich Sie beruhigen, weder habe ich für die Dame votiert, noch gedenke ich das zukünftig zu tun. Und ein Rücktritt wäre tatsächlich überfällig, beweist sie doch in jeder Krise aufs Neue einen eklatanten Mangel an Führungsqualitäten. Aber was wäre die Alternative? Der Erzengel der Verräterpartei, der sich in der vergangenen Woche wie ein Elefant im (ostdeutschen) Porzellanladen verhalten hat? Die Chefs der dortigen SPD-Landesverbände sollen dem Vernehmen nach bei afrikanischen Migranten schon eine große, dicke Voodoopuppe in Auftrag gegeben haben. Und ich persönlich hätte es nie für möglich gehalten, mir ein Mal „Gas-Gerd“ zurückzuwünschen.

      Wie dem auch sei: das derzeit in Deutschland gastierende „Woodstock 2.0“ wird diesmal nicht nur im Matsch versinken. Dafür spielen die Bands zu Scheiße, man hat sich das falsche Publikum ausgesucht und überhaupt viel zu wenige Ordner engagiert.

  30. Das Konzept des "Asyl" im GG wird heute gründlich mißverstanden und mißbraucht
    „Asyl“ wurde von den Vätern des GG als Aufnahmeverpflichtung für Auslandsdeutsche und politisch Verfolgte aus den damaligen unter kommunistischer Diktatur stehenden Ostblockstaaten ins GG aufgenommen. In der übergroßen Mehrzahl handelte es sich dabei um Menschen aus dem eigenen, europäischen Kulturkreis (ja, auch Russen zählen dazu!), sowie um Christen. Beides stellt eine wichtige Erleichterung der Integration dar. Hinzu kommen die oftmals vorhandenen guten Deutschkenntnisse, sowie eine dem westl. Standard weitgehend entsprechende berufl. Ausbildung. Bei den heutigen Flüchtlingen, Vertriebenen, Migranten und Zuwanderern ist fast keine dieser Voraussetzungen zu schneller und erfolgreicher Integration gegeben. Ja, es gibt sie, und mit schöner Regelmäßigkeit werden solche „Leuchttürme“ im TV präsentiert, aber als konkrete Zahl stellen sie eine verschwindende Minderheit unter den Migranten und Flüchtlingen dar. Und – es kommen nicht, wie für die Väter des GG nicht anders vorstellbar und kalkulierbar, wenige Tausend, sondern viele Hunderttausend, und wenn es so weiter geht, Millionen. Wer nun heute mit dem GG als Argument der Aufnahmeverpflichtung argumentiert, mißversteht gründlich das Konzept der GG-Väter. Das wächst sich mittlerweile zu einem Gewissensterror aus, der jeden, der auch nur leisen Zweifel an der Sinnhaftigkeit der „Willkommenskultur“ andeutet, sofort ins Rechte Eck stellt und als Nazi oder als „Pack“ bezeichnet – ich komme darauf noch zurück. Und am anderen „Ende“ (genauer: am Anfang) dieser Völkerwanderung mißbrauchen die Schlepperorganisationen die offensichtliche Unfähigkeit deutscher Politiker zu Abschätzung, Verständnis und Begrenzung der GG-Idee auf die ursprüngliche Aufgabe, um sich einerseits zu bereichern (Schlepper), und andrerseits die Länder der EU ganz bewußt zu destabilisieren (IS), indem sie Menschen in Massen aus den eroberten Gebieten vertreiben. Was dort im Moment abläuft ist eine politische und ethnische „Säuberung“, wie sie zuletzt unter Stalin, Hitler, Pol Pot, Idi Amin und ähnlichen Despoten stattfand. Mit einem gewichtigen Unterschied: keiner dieser Despoten hatte das Ziel, den Westen kulturell und politisch zu unterwandern. Der IS hat dieses Ziel, er will nicht nur im eigenen Gebiet seine Regeln und Gesetze ausüben, sondern diese auch in Europa durchsetzen. Er sieht sich sozusagen in der Nachfolge des Osmanischen Reiches, dessen Eroberungszügen des 15. – 18. Jh. bis vor Wien, und hat langfristig die „Wiedereroberung des Grünen Paradieses“ zum Ziel (wie mir ein befreundeter Libanese erklärte). Wobei „Wiedereroberung“ sich auf Spanien bezieht (erst Granada, Andalusien, dann den „Rest“), und „Eroberung“ als Fortsetzung der von Österreich und vom Prinzen Eugen zurückgeschlagenen Eroberungszüge der „Türken“ (die sich de facto aus Truppen des gesamten Osmanischen Reichs zusammensetzten).

    In diesem Kontext ist die Naivität und gleichzeitige Aggressivität deutscher Politiker erschreckend. Wenn ein Vizekanzler und Parteivorsitzender von „Pack“ redet, und dabei unterschiedslos besorgte Bürger und Neonazis in einen Topf und alle zusammen ins Gefängnis werfen möchte, dann ist der Gipfel der vorstellbaren Politikunfähigkeit erreicht. Die Wähler sollten demnächst dafür sorgen, daß dieser Mann so schnell wie möglich von allen politischen Funktionen entbunden wird. Geleistet hat er ohnhin nichts, weder umwelt- noch wirtschaftspolitisch hat er etwas geleistet, die Energiepolitik total verbockt, dafür will er TTIP durchsetzen. Das Schlimmste aber ist – und da unterscheidet er sich kaum von CDU und Grünen – daß alle zusammen die Zuwander- und Flüchlingsströme begrüßen, weil sie – man muß es sich auf der Zunge zergehen lassen – den „demographischen Gap“ füllen (K. Göring-Eckhardt am 26.08. bei Illner), die Rentenkasse sanieren, die „Ingenieure, Ärzte, Krankenschwestern und Bauarbeiter stellen, die die Wirtschaft händeringend sucht“. Und als I-Tüpfelchen die Forderung an die CDU/CSU „…dann sorgen Sie doch dafür, daß die alle hier arbeiten können“ [Anm: die Migranten]. Es ist unfaßbar, so etwas sagt eine Fraktionsvorsitzende!!! Gerade so, als könne sie das per Fingerschnippen ermöglichen, wäre sie an der Regierung! Man muß wirklich an den politischen Qualifikationen dieser Dame zweifeln. Sie hat weder von Machbarkeit noch von Realitäten eine Ahnung! Und solchen Leuten wird eine Bühne gegeben, über die größte und gefährlichste gesellschaftliche Herausforderung zu reden und zu entscheiden, der sich Deutschland seit 1945 gegenübersieht.

    Faßt man das alles zusammen, entsteht der Eindruck, als wäre „die Politik“ insgeheim froh, daß der IS so viele Syrer, Iraker, Kurden, Yessiden, u.a. vertreibt, weil diese Zuwanderung die deutsche Unfähigkeit zur Lösung der anstehenden gesellschaftlichen Probleme verdeckt und vertuscht. Dieser Illusion jedenfalls geben sie sich hin und ignorieren mit einer Überheblichkeit sondergleichen das gesellschaftliche Problem, das sie anrichten. Nicht weit hergeholt ist die Vermutung, daß sich SPD und Grüne ein riesiges Wählerpotential erschließen möchte, das sich aus eingebürgerten Migranten speist. Man kennt ja die Bestrebungen auch Ausländern Wahlrecht einzuräumen, weil die betreffenden Politiker fürchten, zu wenige Ausländer würden sich einbürgern lassen, um Wahlergebnisse entscheidend zu beeinflussen.

    Von Gutmenschen zu Zynikern – und sie merken es nicht mal:
    Als Fazit bleibt, daß all jenen Gutmenschen, die der ungebremsten Zuwanderung das Wort reden, der ungeheure Zynismus gar nicht zu Bewußtsein zu kommen scheint, den sie mit jedem Satz zur Schau stellen, der sich auf die „notwendigen, weil fehlenden Arbeitskräfte“ und „Sanierung der Sozialkassen“ bezieht (S.Lobo). Sehr edel, auf Kosten der Leidtragenden! Was würden diese Politiker denn machen, wenn es den IS nicht g

  31. Abschiebung - wohin
    Dass Auffanglager in den Mittelmeerstaaten keine Lösung sind, wollte ich ausdrücken. Nichts anderes ist aber soeben bei der Balkankonferenz in Wien – wo ich lebe – als einzige Idee herausgekommen. Rückführungen sind allenfalls in Balkanländer vorstellbar, wenn überhaupt. Werden die afrikanischen Staaten Schiffe, Flugzeuge mit Rückkehrern landen lassen? Wie lange noch wird Jordanien oder die Türkei ihre Camps dulden?

  32. wer hat einen Plan?
    Mir wird immer unbehaglich wenn Menschen mit ‚hohen moralischen Werten‘ und lautem argumentieren in den ’sozialen Medien‘, Zeitungen, etc, mir erklaeren was edel, hilfreich und gut ist.

    Die Koalition der Willigen, Levy, Sarcozy, etc. die den arabischen Fruehling unterstuetzen mussten,.. und jetzt, wo die Bomben gefallen sind? Was ist nach all den guten Taten?

    Aufnahme der Fluechtlinge ist vielleicht das naechste. Leuten in Not zu helfen ist richtig. Nur dann? Wohnungen, Schulen, Arbeitsplaetze, deren Heimatland… Ich hoere nur es werde dann meine Rente gezahlt. Hat jemand nur eine grobe Idee was man machen muss und wie, wer die Verantwortung uebernimmt und es organisiert?

    Wenn’s eine Mrd kostet dann sei’s so – aber als Invest in etwas und nicht wieder mit Geldverdoeddeln wie ueblich.

    Vielleicht koennt man auch den Souveraen fragen ob er’s moecht und es ihm nicht in talkshows sagen was er zu moegen hat.

    Die Regierung laest die Polizei registrieren, Freiwillige helfen und grinst in die Kamera. Wer plant wie man syrische Schulabschluesse anerkennt oder weis ueberhaupt jemand was dort gelehrt wird?

    Das ist dasselbe planlose rumeiern wie mit Griechenland – aber Mutti sagt: Alles wird gut.

    • Bah, hohe Moral ist nichts anderes als Feigheit vor dem Weiterdenken – in einer Welt, in der niemand das
      Problem haben will, ausser deutsche Journalisten. Besonders die schnullis, die jetzt sagen, die ganze welt hinge zusammen, werden die quittung kriegen, wenn die Zusammenhänge dafür sorgen, dass sie draussen in Marzahn wohnen müssen. Bayern und BaWü kommen schon irgendwie durch und der Rest, mei. ein wenig Verlust ist immer. Und sie wollten es ja so oder warum haben sie diese zeitungen unterstützt?

    • Wissen Sie, Maier 2....
      „Hat jemand nur eine grobe Idee was man machen muss und wie, wer die Verantwortung uebernimmt und es organisiert?“

      …in normalen Ländern hat man für sowas eine Regierung… leider ist es aber in der Realität so, dass die meisten Völker immer genau die Regierungen haben, die sie verdienen.

      PS:
      Und D.A., das bayrische Wort wäre Schwund gewesen…

  33. Dinge
    Hallo Don,

    du hast nun dargestellt, wo du die Gefahren siehst an der Zuwanderung und deren Nichtbeherrschung. Mir fehlt aber eine Idee von dir, wie es weiter gehen kann.

    Was ist denn mit den Leuten, die noch vor ein paar Monaten unter den quasi Null-Zinsen litten und heute noch leiden, die nicht mehr wissen wohin sieihr Geld bringen sollen, damit es nicht weniger wird. Die die von sich selber sagen, sie sind die Stützen der Gesellschaft, sie die selbsternannten, weil berechtigtete Nachfolger aller bisher geendeten Herrschaften.

    Ich denke sie schauen zu und lassen ihre Hecken vom Gärtner noch ein wenig weniger schneiden, der Blick nach draußen wird ungemütlich, mindest aber der Blick in die Niederungen zu links und rechts zu Asylbewerber und Hartzer.

    Lachen sie hinter ihren Mauern oder wird ihnen langsam bewusst dass dass Haus in der Toskana auch im Sommer reichen muss. Fürchten sie den Mob, der aus allen Seiten kommen wird um sich das zu holen, was ihm so lange verwehrt wurde oder kommen sie zu der solidarischen Einsicht, dass jahrelanges Abzweigen vielleicht doch ein Problem direkt vor ihrer Haustür provoziert hat und sie nun eigentlich vor selbige treten müssten, mit den Betroffenen reden müssten und ihren Teil dazu betragen müssen? Und das ganz ohne die ewige Ausrede wie viel sie schon getan haben, denn offensichtlich ist es nicht genug.

    Wo sind sie? Was tun sie in einer Zeit, in der jeder etwas tun sollte?

    • Wie das letztlich geht, beschreibe ich im nächsten Teil, wenn wir uns eine millionärsenklave anschauen. Stichwort Ignoranz. ausbaden muss das die Mittelschicht und die Unterschicht.

  34. Titel eingeben
    Gönnen wir den gelangweilten und frustrierten Bürgerkindern doch auch ihren Summer of Love 2.0 mit dem Traum von der Revolution zur besseren Welt.

    • Wenn sie die Integration während der nächsten Jahre übernehmen – gerne. Mit allen verdeckten Kosten.

    • Titel eingeben
      Das Aufräumen übernehmen dann wieder die verachteten Speissbürger.

    • Warum auch nicht?
      Wer hat denn jahrzehntelang inkompetente, zu aktiver Politik unwillige Regierungen gewählt, die die Verwaltung des Wohlstandes vorsätzlich mit Politik verwechseln?
      Und damit ganz im vermeintlichen Interesse eben dieser von ihnen erwähnten Spiesser gehandelt?

      Welchen Grund hätten sie, Pascha, denn vorzugeben, warum die Verursacher des Problems nicht auch die durch sie verursachten Rechnungen bezahlen müssen?

      Zwei Kommentare weiter oben schreibt Don doch deutlich: “ Stichwort Ignoranz. Ausbaden muss das die Mittelschicht und die Unterschicht.“

      Wenn die 99% aus lauter Dummheit und Habgier permanent im Interesse des 1% wählt, dann ist das nun mal so.

    • Titel eingeben
      Ironie nicht erkannt?

    • Sorry...
      … hatte den ersten Beitrag vergessen.

      Aber sie werden verstehen, dass es etliche Millionen Deutsche gibt die sowas durchaus ernsthaft als Argument anbringt.

  35. "Weniger Herz, mehr Verstand"
    Lieber Don Alphonso,

    häufig finde ich eigene Worte zu den Themen dieser Welt, aber diesbezüglich schließe ich mich einfach den heutigen Worten des Handelsblatt Chefredakteurs Wolfram Weimar an, denen nichts mehr hinzuzufügen ist:

    „Es ist eben so, dass ein Asylbewerber in Deutschland besser lebt als Milliarden andere Menschen auf der Welt. Man kann aber unmöglich die Realität „Asylbewerber in Deutschland“ zum Lebensziel von Milliarden werden lassen und die Grenzen öffnen.

    Die naive Politik der offenen Tür ist gescheitert. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen. „

  36. Nochn Talking-Point
    Die Politik hat kein Konzept und in der neuen Sitaution wird es sichtbar: Frau Merkel kann zwar virtuos moderieren, balancieren, manövrieren.
    .
    Aber sie kann nicht führen. Dafür bräuchte es einen Kerl.

    • Münklerscher Fehler
      Sie begehen den Münklerschen Fehler. Wieso glauben sie eigentlich, dass eine solche Führungsfigur derzeit überhaupt gewünscht ist?

    • NEUER BANALISMUS
      ja, der Neue Banalismus, ein teilerbe nur von H.Kohl, herangezüchtet primär im machterhaltungsdrang und des alternativlos-vakuums und des brutalen ausgrenzens munter denkender freigeister wird hier schonunglos offengelegt und für alle besorgten sichtbar.

      jeder machttaktiker wird hilflos und obsolet im paradigmenwechsel aussergewöhnlichen situationen, das musste selbst TRICKY DICK Nixon erleben…………..am schluss, wie singt Neil Young doch so schön ist es ein TRICK OF DESASTER ! offen lässt Neil Young: aber für wen ?

  37. @ Helmut Koh sagt: 29. August 2015 um 12:19 Uhr
    Allein die Wahl ihres Nicks zeigt ihr Desinteresse an der Realität, das hätten sie also gar nicht erst lang erläutern müssen.

    Ich wills ganz kurz machen…
    Dieses Land hat weder eine brauchbare Flüchtlingspolitik, noch auch nur den Hauch einer Immigrations-Politik.
    Und genau das erweist sich jetzt als ein Riesenproblem. Und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung…. das dicke Ende kommt gerade um die Ecke.
    Ursache aber, ist schlicht und einfach das Wahlverhalten der Spiessbürger.

    Weil Bürger wie Sie ihre Ruhe haben wollen und der absurden Fantasie anhängen, sie hätten da eine kompetente Regierung und müssten sich daher nach Feierabend einen Dreck um den Rest der Welt, oder gar die Praxis der deutschen Politik kümmern.

    Mich ekelt diese ignorante Art der Masse so zu leben seit 1982 an, als ein gewisser Herr Kanzler wurde, der für all das steht was an DE so verachtenswert ist. Und ja, sie haben völlig Recht, ich kann das eigentlich ungewollte Aufkommen einer gewissen Freude über die jetzige Entwicklung nicht leugnen.
    Die Probleme die jetzt reifen, wachsen seit über 30 Jahren und die Möglichkeit diese auch weiter einfach zu ignorieren, was ihnen ja so gefällt, die wird wohl jetzt zu Ende gehen.

    Ich befürchte lediglich, dass das was jetzt beginnt leider auch den vielen weniger ignoranten Bürgern zum Schaden gereichen wird. Daher das „ungewollt“….
    Aber so ist das halt in einer Demokratie. Wer seine Gesellschaft zur Neid, Habgier und Profit Gesellschaft verkommen lässt, der muss auch mit den Konsequenzen leben.

    Die Problem Afrikas und des Balkan haben zwei Ursachen, einerseits die dortige Inkompetenz eine der Neuzeit angemesse Politik zu betreiben und Regierungen zu bilden, die die Fähigkeit zu sowas hätten, die wir seit Jahrzehnten dort beobachten müssen.
    Und zweitens die rücksichtslose Wirtschaftspolitik „unserer“ Ersten Welt, für die Entwicklungshilfe darin besteht, die Länder der Dritten Welt im Tausch gegen Brosamen für die Leute dort, und Millionen für deren Diktatoren, maximal auszubeuten.

    Völlig überrascht war ich aber heute morgen als ich im Spon lesen konnte, dass sogar der üblicherweise ja nur mehr peinliche Spiegel sich zu dieser banalen Einsicht durchgerungen hat:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlings-drama-europa-traegt-mitschuld-kommentar-a-1050220.html

  38. Sehr schön
    Lieber Don,

    schön dass Sie sich auch des Themas annehmen. Ich komme unmittelbar von diesem schönen Artikel hier, den ich sehr empfehlen möchte:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/fluechtlingsdebatte-woher-kommt-das-ressentiment-13775332-p2.html

    Was Sie resümieren, müsste meines Erachtens in dem Sinne noch deutlicher gesagt werden und wieder mehr in das Bewusstsein Aller gebracht werden: Der Staat kann Verfahren, ökonomische Rahmenbedingungen und meinenwegen auch Subventionen bereitstellen, um einen optimalen Nährboden für Freiheit und Wohlstand zu schaffen. Die Gesellschaft an sich besteht aber aus mehr, und das wird in fast jeder Diskussion ignoriert. Zentral und Basis eines jeden Rechtsstaates ist der soziale Konsenz seiner Bürger. Ein freiheitlicher Staat darf und wird diesen nicht beeinflussen, sondern diesem eine Plattform bieten. Politik hat seine Grenzen, wenn man sie als Vorarbeiter zur Schaffung staatlicher Rahmenbedingungen versteht.

    Es ist Sache allein der Bürger, einen gesellschaftlichen Konsenz zu leben und in Zweifel auch durchzusetzen. Das ist nicht Sache des Staates und mithin nicht Primat der Politik! Dieses Bewusstsein vermisse ich im Deutschen öffentlichen Leben jedoch sehr. Wie Sie so schön schrieben: Oberflächlich.

    In diesem Sinne stimme ich Ihnen von ganzem Herzen zu: „Es geht um das, was Menschen tatsächlich sehen, erleben, und wie sie es aus ihrer Lebenssituation heraus verstehen.“

    • Ich finde die Vorstellung, dass „der Staat“ das dann irgendwie schon machen wird, total abwegig. Schön jetzt wäre der Staat ohne Hilfer aufgeschmissen und das ist eine langfristige Aufgabe. Ich hätte einfach keine Lust, Leuten jahrelang hinterher zu laufen – aber genau das kommt, wenn die Integration lasch angegangen wird. Dann muss man auch mal „Nein“ sagen und es aushalten, wenn Rassismusvorwürfe kommen.

    • Schon, aber
      wenn Sie mal daneben stehen am Stand einer bestimmten Partei, mit Süßen für die Kids, dann kommt ein dunkelhäutiger Junge, fragt ob er eins haben darf, und dann angeschnauzt wird, gefälligst nur eins, ich kenn euch Burschen, ihr müsst erstmal lernen was „für alle da“ heißt, und dann kommt ein hellhäutiger Junge und schnappt sich zwei Stück ohne zu fragen, der dann milde getadelt wird, das ist jetzt doch aber nicht so toll andere wollen auch was, dann merken Sie einen kleinen aber feinen Unterschied.

      Andererseits verstehe ich nicht, wie man zwar als Gutmensch Flüchtinge noch und nöcher aufnehmen will, aber keine ordentliche und passende Gastarbeiterkultur geschaffen hat.

    • Don, ein bisschen zu einfach....
      Das ist alles inkl des Rassismus Vorwürfe aushaltnen richtig, aber leider zu banal. Es gibt da noch ein paar Kleingkeiten an die man dabei auch denken muss. Die Beseitigung des Teils der Ursachen des Problems an denen WIR beteiligt sins, sollte schon parallel laufen….

      Wir werden die Inkompetenz sich selbst zu regieren, zB der Afrikaner, nicht abschaffen können. Die Frage ist aber, ob das völlig grenzen- und rücksichtslose Ausschlachten dieser Unfähigkeit zur primitiven Profit-Maximierung wirklich unvermeidbar ist. Ich weiss natürlich, dass angesichts der Globalisierung ein Alleingang lediglich teuer wäre.
      Aber stattdessen ein TTIP mit seinen perversen Geheimhaltungsklauseln GEGEN den Willen der Bürger durchzuziehen, ist einfach eine Schweinerei.

      Das Geschäft der Schlepper ist menschenverachtend. Doch die Grundlage für dieses Geschäft haben Europas Politiker selbst gelegt. Sie haben den Kontinent in eine Festung verwandelt, im Äußeren wie im Inneren, und damit für Menschen in Not überhaupt erst die Notwendigkeit geschaffen, bei der Flucht auf Schlepper zurückzugreifen.
      Wer Schlepper bekämpft, ohne sichere Fluchtrouten zu schaffen, bekämpft letztlich nur Flüchtlinge.”

      Die Bekämpfung der Ursachen verlangt nach einer konzertierten Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, die Überzeugungskraft, einen langen Atem und Geld kostet.
      Die EU etwa hatte 2005 verkündet, die Ausgaben für Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung anzuheben. Doch selbst dieses bescheidene Ziel hat sie krachend verfehlt: Der Anteil dümpelt seit Jahren bei rund 0,4 Prozent. Für die afrikanischen Staaten südlich der Sahara, aus denen viele Flüchtlinge stammen, haben die EU-Länder ihre Entwicklungshilfe sogar zurückgefahren. Nach Angaben der OECD sank sie zwischen 2005 und 2013 inflationsbereinigt von 18 auf 12 Milliarden Dollar pro Jahr – ein Rückgang um ein volles Drittel.

      Jetzt plötzlich will „im November auf Malta mehr als eine Milliarde Euro an zusätzlichem Geld für einen EU-Afrika-Treuhandfonds anbieten.”

      Die Europäer überweisen Hilfsgelder, wenn Stürme oder Fluten Tausende töten – blasen aber weiter fröhlich Treibhausgase in die Luft, was solche Wetterkatastrophen wahrscheinlicher macht. Sie bauen Märkte in armen Ländern auf, um sie dann mit subventionierten Produkten zu überschwemmen. Sie kaufen gern billige Kleidung, die für Hungerlöhne hergestellt wird. Sie lieben günstige Smartphones, für die Minerale unter katastrophalen Umständen aus der Erde gekratzt werden. Sie kaufen Früchte aus Ländern, die für den Anbau ihre letzten Wasserreserven verschleudern. Konflikten vor der eigenen Haustür sehen sie oft nur zu (wie in Syrien) oder verlieren sie nach einem kurzen Eingreifen aus den Augen (wie in Libyen). Die Folgen dieses Tuns treffen genau jene Länder, deren Menschen jetzt an Europas Grenzen stehen.

      Ein Beispiel für die real existierende Entwicklungshilfe?
      Rund 400.000 Tonnen Elektroschrott landen jährlich in afrikanischen Staaten wie Ghana (siehe Fotostrecke) und Nigeria oder in China landen. Dort sind ganze Regionen mit Bergen der mitunter hochgiftigen alten Computer, Fernseher oder Kühlgeräten verseucht – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

  39. Bereits rechts überholt von Frau Berg:
    Wer anders denkt, ab in die Psychiatrie! Schön, dass wir braune van der Lubbes haben, um Medien und Öff.Meinung gleichzuschalten. Es geht nicht um Lösungen, es geht ums Kaltstellen – per Sippenhaft. Die Gutmenschin formuliert: „gepflegt wegsperren“. Also Vorsicht, D.A., derzeit heißt die Begrüßung ‚Heil Asyl!‘, sonst kommen Sie als geistiger Brandstifter in Therapie nach Berlin.

    Na, denn mal Heil für Alle, und wenn alle den Bach runtergehen. Wer das kommen sieht, klarer Fall: Der denkt. Genickschuss ‚Rassist/Nazi‘ per Standrecht. Das seh ich nicht kommen, das läuft gerade auf allen Kanälen.

    PS: Berliner Lösung für Ihre wählerischen Nigerianer, und alles ist gut: Parcus Hotel Appartmenthaus Tel. 0177 42… Wer ko der ko!

    • Die Dame ist halt gern auffällig, ich lese das einfach nicht. aber Wegsperren hilft nicht gegen Bedenken.

  40. Via Blog Nachdenkseiten
    Analyse der westlichen Politik durch Prof. Mausfeld. “ Warum schweigen die Lämmer?- Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagenment“.
    – Bedeutungszusammenhänge durch Fragmentierung. Unsichtbarmachen.
    – Demokratie (= Oligarchien) als „notwendige Illusion“.
    – Meinungsmanagement
    – Fakten verschleiern
    – Empörungsmanagement.
    – Täuschung.
    Danach: SAPERE AUDE

    • Titel eingeben
      Es ist schon seltsam – die gesamte politische Volksvertreterklasse zeigt sich einig darin, die ungebremste, defacto unkontrollierte weil unkontrollierbare und zeitlich unabsehbare Zuwanderung zu finanzieren. Nun, es ist ja nicht ihr Geld, es ist ja nur das der Bürger und Wähler, des neuerdings als „Pack“ beleidigten Staatsvolkes (Wutbürger genügt zur Diffamierung kritischer und/oder verängstigter Wähler wohl nicht mehr…). Da wird von oben herab befunden, Deutschland könne „sich das leisten“. Man fragt sich, wie eigentlich, und wie lange, und zu welchem Preis und welchen Folgen. Ein öffentliches Nachdenken, Abwägen und Kalkulieren der Folgen über längere als nur die kurzen Fristen des Tagesgeschäfts ist bei keiner Bundestagspartei zu bemerken. Und so scheint es, dass das einzige Interesse unserer Staatsparteien das an neuen Wählermassen zu sein scheint (das erklärte z.B. die Wendigkeit und neue Freude des Genossen Gabriel und seine sichtliche neue Freudde am Verfassen von Sonntagspredigten in Zeitungsfeuilletons, endlich ein neues Thema, bei dem er noch nicht versagt, das eigene Parteiprogramm und die eigenen Wähler verraten hat, der Vergleich mit Noske trifft deswegen im Kern und völlig zu recht). Mit anderen Worten, die Parteien bedienen auf Kosten des Staates, aller Bürger und der Zukunft allein ihre eigenen Interessen und die ihrer Funktionäre. Mit Regierungskunst und überlegtem rationalen sowie verantwortlichem Regulieren hat dies nichts zu tun. Vielmehr stützt alles den Eindruck, man habe das Regieren, Entscheiden und Lenken des Gemeinwesens satt bekommen (oder sei darin inzwischen vollkommen unfähig): Die parlamentarische Demokratie wirkt seit geraumem weitestgehend dysfunktional. Dies dürfen aber keine gewöhnlichen Bürger offen an- und aussprechen (-> Pack), sondern bestenfalls UN- oder EU-Funktionäre weit weg im Ausland.
      Die Konsequenz aus dieser umfassenden Unwillig- bzw. Unfähigkeit, sich den Problemen zu stellen und diese zu bewältigen (=Änderung der Verfassung sowie der Gesetze zu Asyl und Einwanderung), die Konsequenz daraus, dass der politischen Kaste nicht gefällt, was das Volk mehrheitlich will, und dem Volk nicht, was seine sog. Vertreter wollen: Zurück zu den Anfängen, zurück zur Entscheidung des Staatsvolks als Souverän in elementaren und wesentlichen Fragen des Staats – zurück zu dem, was bei der Wiedervereinigung aus kleingeistigem billigem Kalkül dem Volk verwehrt wurde: Volksabstimmung über eine neue Verfassung! Es ist allerhöchste Zeit dafür. Und es wäre ein friedlicher, rechtlicher, demokratischer Vorgang, der die gewaltige Kluft zwischen Bürgern und Politik wieder verringern und dem mittlerweile kaum noch legitimierten Politbetrieb neue, frische und unbestreitbare Legitimation verschaffen würde.
      Wie man lesen konnte, hat die Schweiz, obwohl ebenfalls ein reiches und auch sonst attraktives Land, keine der Probleme, die Deutschland hat. Weil es sie frühzeitig erkannt und angegangen hat, da kein Politfilz und keine Hl. Mutter von St. Nimmerlein dem im Wege standen.

  41. Demokratischer Zentralismus
    Wie die bestmögliche Flüchtlings-, Asyl und Immigrationspolitik aussehen sollte, weiss ich auch nicht.
    .
    Was ich aber gut sehe, ist das die Politiker, insbes die Bundesregierung völlig bedröppelt und ratlos dasteht. Merkel schweigt. Sie will sich nicht für die Flüchtlingsintegraton aussprechen, weil ihr das die KErnwähler verprellen würde.
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    Warum sie dann nicht, ganz in der Tradition von CDU/CSU eine entschlossenere Fernhaltungspolitik betreibt, könnte hier auch mal diskutiert werden.
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    Und solang Merkel, Schäuble und de Maizière keine Linie haben, kann auch der Rest vom Land nix machen als den Notstand verwalten.
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    Der Rest der Partei besteht aus Funktionären, die nach Loyalität und Konformität ausgewählt wurden.
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    Und die „Bürger“? Hahaha. Ja, die können auf lokaler Ebene tatsächlich was machen, den Flüchtlingen das Leben zu erleichtern. Aber das wird die Probleme nicht lösen. Und wer weiß, wie lange der Atem und die Ausdauer reichen.
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    Es hat Vorteile, in einer Nichtdemokratie zu leben: Da werden alle Entscheidungen einfach an die Spitze delegiert und die wird schon wissen, was sie tut.
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    Man muss ja nur sehen, mit welcher Inbrunst sich die Mainstream-Medien an den „linken Gutmenschen“ (oder wie im Blog hier an den „Aktivisten“) abarbeiten. So die Einstellung: Würden die endlich die Klappe halten und einfach mal das REgime in Ruhe machen lassen, dann würde vielleicht alles gut werden.
    .
    Und wenn das Regime nicht weiss, was es tun soll, dann halt weil es zu viel Angst hat vor böswilligen Nazi-Vorwürfen oder so.

    • Titel eingeben
      „Warum sie dann nicht, ganz in der Tradition von CDU/CSU eine entschlossenere Fernhaltungspolitik betreibt, könnte hier auch mal diskutiert werden.“

      Allerdings, ich verstehe auch nicht, was mit der CDU los ist. Gibt es evtl. doch eine „Hidden Agenda“, wie auf rechten Webseiten spekuliert wird (Stichwort „Umvolkung“)? Wohl eher nicht. Aber was ist der Sinn dahinter? Die Löhne senken durch übergroßes Angebot an Arbeitskräften? Kann ich mir auch nicht vorstellen; einfachte Arbeiten gibt es einfach zu wenig, und bis die Fachkräfte genügend Deutsch können, um als Ärzte oder Ingenieure arbeiten zu können, dauert es noch lange. Also was ist los?

      Mir wird Angst und bange.

    • Auch hier wird die normative Kraft des Faktischen gelten - gehen die Zahlen weiter
      in die Höhe, wird natürlich nicht das pasieren, was die taz hofft (Deutschland entwickelt sich zum happy Multikulti-Land), sondern man wird alles dafür tun, die Zahlen wieder zu senken. Meine Prognose wäre irgendann 2016.

      Alles Maulen über die Untätigkeit und fehlende Vorausicht der in Deutchland zuständigen, diversen Regierungen (Land/Bund) ist absolut richtig, basiert aber auf einer Fehlannahme.

      Die Fehlannahme heisst: Regierungen sollten Entwicklungen frühzeitig antizipieren und angemessen darauf reagieren. Das können die allermeisten von uns schon im Alltag nicht und warum sollten aus unserer Mitte kommende Regierungen und Gesetzgebungsorgane besser sein, als wir selbst?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  42. Halbe Sachen
    Einen „Halbsuff“ gibt’s nicht – dies wäre ‚rausgeschmissenes Geld. Entweder gscheid oder gar nicht.

    Deutschland hat von 1945 ff. an ca. 15 Mio. Flüchtlinge absorbieren müssen, auch wenn die anfänglich teilweise als „Zecken“ und „Sudetengauner“ o.ä. abgefertigt wurden.

    Nun gut, die damaligen Flüchtlinge waren weisser Hautfarbe und hatten auch noch keine Probleme, sich vorzustellen, dass ein tschechischer Exilant wie Donald Trump dereinst den Anlauf nehmen würde, seinen Handschuh um das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten in den Ring zu werfen.

    Wie auch immer, es bleibt spannend. Der homo sapiens tritt auf der Stelle.

  43. Holzschnitt-Vokabular
    „solange in deutschland dazu die Asyllobby bei Zeit und SZ einen Freifahrtschein für Propaganda hat“

    Sorry Don, mit diesem Holzschnitt-Vokabular reihen sie sich ein in das Heer derer, die „es schon immer wussten“. Kennen wir diese Ausdrucks-Weisen nicht zur Genüge aus rechts- und linksradikalen Zirkeln?

    • Pardon, aber ich kriege ja einiges mit, was gerade schief läuft. Gerade in der Region der SZ. Das kann man jetzt so und so begründen, man könnte darüber reden – aber die SZ ignoriert das komplett. Und wenn es dann mal nicht zu ignorieren ist, wie die Ausschreitungen in Suhl, dann ist es die mangelnde Willkommenskultur und die Enge, aber nicht der Umstand, dass Ramelow die ganze Geschichte erst mit seinem Abschiebestopp angefangen hat. Ich sehe Auschreitungen, Gewalt gegen die Polizei, dreiste Forderungen und gestern eine Putzfrau – auch Migrantin – die sich weigert, „bei denen“ noch zu putzen, und einen Garten, der nicht mehr betreten werden kann, weil er zur Toilette wurde. Es gibt erfahrungen, die sind absolut ernüchternd. So etwas muss man ansprechen, bevor die Leute den eindruck haben, sie werden reingelegt. Wenn die Massenschlägerei erst mal kommt, steigen die Hälfte der Helfer aus, weil sie nicht mehr können. Ich sage nicht, dass man das alles bringen muss. Aber es wird komplett ignoriert zugunsten einer Kampagne. die nicht mehr argumentiert oder darstellt, sondern nur noch selektiert, was ihr passt. Und zwar mit vollem Bewusstsein und auf Wunsch von oben – schauen Sie sich einfach den letzten Beitrag des Chefs vom Tagesspiegel an. Da erwarte ich mir nichts mehr.

  44. Ich denke, dass es mittelfristig europaweit Grenzschliessungen geben wird.
    Der ungarische Zaun ist erst der Anfang und durchaus auch- horribile dictu- als Schutzzaun gegen den Islam zu interpretieren, wofür wir als Europäer nicht dankbar genug sein können.

  45. Titel eingeben
    Wo ist denn jetzt das Problem? – Die überteuerte Altenpflegerin aus Polen wird ersetzt durch die preiswerte aus Syrien (oder sonstwoher), wir entlasten somit die Altenheime, beziehungsweise die Zahlungsverpflichtungen der Nachkommen. Das ist schon mal gut. Die Pflegeorganisationen bemängeln schon seit Jahren den Wegfall der Wehrdienstverweigerer. Diese unentgeltliche „workforce“ kann schnell durch die Einwanderer ersetzt werden. Dann haben wir noch das Problem der allgemeinen Vermüllung. Die Stadtwerke beklagen allerorts, dass ihre Zeitvertrag-Mitarbeiter zu schnell auf fremde unbefristete Stellen wechseln. Das geht gar nicht. Also hurtig den Libanesen auf den Müllsammel-Seitenlader eingewiesen, denn der Tarifvertrag in der privaten Entsorgung verspricht den Ecklohn erst nach sieben Jahren Betriebszugehörigkeit.Trotzdem kann der Bio-Müllfahrer nicht mit dem Bio-Libanesen konkurrieren. Es sei denn, er lässt sich auf ein Lohnniveau mit Aufstockung ein. Wie unser ThorHa schon herausfand: „Den meisten geht es doch gut.“

  46. Was schnell wirklich brisant werden könnte
    Sicherheitsempfinden etc. könnte man ja noch als subjektiv übertrieben abtun. – Ich habe mich bis vor kurzem gefragt, ob die Mundschutztücher asiatischer Touristen nicht übertrieben sind. Nach ersten Berichten über Tbc-Fälle, die „durchgerutscht“ seien, statt sie isoliert zu behandeln, finde ich es nicht mehr derart abwegig (http://www.maz-online.de/Brandenburg/Aerzte-Chef-schreibt-Mahnbrief-an-Woidke).
    Robert Koch und Co. wissen dann auch, dass bestimmte Regionen – aus denen momentan viele kommen – besonders betroffen sind, was sich dann auch in den Daten der Meldepflicht niederschlägt (http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tuberkulose.html).
    Wenn ich dann Zeltunterkünfte, Massenunterbringung in Sporthallen, schwierige sanitäre Bedingungen und bald kälteres Wetter mir in Wechselwirkung vorstelle, brauche ich nicht viel Phantasie für einige hässliche Szenarien.

    Und wieder das gleiche Schema: untere/mittlere Ebene überfordert, obere Ebene beschwichtigt erstmal.

  47. Was auch interessant wäre
    Was auch interessant wäre, wäre es, in einen Zusammenhang zu bringen, wie der öffentliche Diskurs zur Bewältigung der Banken- und Finanzkrise die Stimmung hinsichtlich der Flüchtilinge im Land beeinflusst hat. Von den spanischen Jugendlichen, die lieber in Deutschland ihr berufliches Glück wagen, las man ja – meist wertungsfrei – in den vergangenen Jahren gelegentlich. Doch wie ließe es sich jetzt beschreiben? – Ich glaube schon, dass Reden über die Notwendigkeit zum Sparen in Griechenland, gewisse kulturelle Vorbehalte und andere Argumentationsfiguren eine andere allgemeine Stimmung befördert haben als etwa in den 1990ern angesichts der Ex-Jugoslawien-Flüchtlinge. Da konnte man ja fast noch Reste der Wiedervereinigungseuphorie ansetzen, während heute man sich wohl eher in der Haltung, dass einem das Hemd näher als die Jacke ist bestärkt fühlt.

  48. Nichts wir sich aendern
    durch Diskussionen. Waere es anders, gaebe es keine Probleme. Die Macht der Medien und Meinungsmache, nicht Diskussionen, bestimmen das Massenbewusstsein und die Anzahl der Leserkommentare. Politiker in den Parteien und Medien sind, bei 80 Millionen, zahlenmaessig eine verschwindende Minderheit und diese Minderheit weiss um ihre Machtlosigkeit.

  49. Ein differenzierter, interessanter Artikel
    Chapeau! Sie haben sich mal wieder selbst übertroffen, lieber Don. Die Gemengelage aus enttäuschten Hoffnungen, überzogenen Erwartungen und tatsächlichem „menscheln“ haben Sie bravourös auf den Punkt gebracht. Es ist schon erschreckend, was wir alles so vermuten, äußern und letztlich umzusetzen versuchen, sowohl wir „Willkommenheißer“, als auch die „Gäste“. Der eine hätt‘ gern Haus und Arbeit, und zwar sofort, da irgendwer in ihm die Hoffnung erweckte, dass es hier so etwas gäbe, gleich dem Schlaraffenland, in das man sich nur bewegen muss, damit der liebe Gott die Wünsche und Gebete sogleich erhöre. Wir hier schon etwas länger Beheimateten kennen durchaus die Fallstricke erhöhten Vertrauens in höhere Sphären, sei es die Beamtenschaft oder andere Stellvertreter Gottes auf Erden. Die deutsche Sprache, selbst ein Problem für Familien, die schon nachweisbar seit Jahrhunderten hier ihr Dasein fristen, mag nicht jeder Gast so gerne erlernen. Das ist leider eine Grundbedingung für das Hiersein, es sollte meiner Meinung nach die Hauptbedingung werden. Der beste Professor nützt nichts, wenn er seine Thesen hier nur in Syrisch oder Arabisch verkünden kann. Englisch sollte keine Sprache des dt. Wissenschaftsbetriebes sein. Der „Vergewaltigungsfall“ und seine Auswüchse zeigen eigentlich ein typisch deutsches Problem, je länger eine Tat zurückliegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Opfer sich die Tat ausgedacht hat oder selbst eigentlich der Täter ist. Daher die oft übersalomonischen Urteile deutscher Gerichte, die zu Zweifeln am deutschen Rechtsstaat führen. Wer leugnet oder verharmlost, ist fast schon im Recht, egal ob Gruppenvergewaltiger, Gewalttäter oder Neonazi. Dennoch gilt das alte chinesische Sprichwort, das meint, dass von irgendetwas zuviel unheilvoll sei. Dies gilt auch für Gäste, deren Integrationsfähigkeit bezweifelt werden darf. Wer auf fremden Hauptstadtbahnhöfen in englischen Sprechchören die Fahrkarte nach Deutschland verlangt, sollte nach England einreisen, dort wäre das Leben für ihn/sie sicher einfacher, als in einem Land, mit dessen Sprache man nicht ansatzweise bekannt ist. Das führt nur zu Frustrationen und sich daraus ergebenden Unwillen auf beiden Seiten.

    • Ich würde nicht sagen, dass die Probleme nicht lösbar wären – ich habwe nur nicht den eindruck, dass offen darüber geredet wird, wie die Folgen aussehen. Vermutlich, weil diese Debatte nichts ist, was man haben will – es ist einfach zu unbequem. Momentan sind die Pullfaktoren der Treiber der ansprüche. Heute hat mir jemand vorgeschlagen, ich sollte eine Radtour mit Flüchtlingen machen – kein Afrikaner hat ernsthaft Lust, sich auf so einem „Armenfortbewegungsmittel“ privileguert zu fühlen. ie haben eifach andere Vorstellungen. Da werden viele Grünbewegte noch ein Wunder erleben.

  50. Wo ist eigentlich Angie?
    Unsere gewiefte Propaganda-Kanzlerin, sonst bei jedem, wirklich jedem Thema präsent, ist gerade tiefer abgetaucht als Nessie. Wieso wohl?

    Nur der Gabriel hat’s wieder nicht verstanden und springt in die vermeintliche Bresche. Dürfte sich eher mitten im Minenfeld wiederfinden, aber Schutzweste und Kampfhelm hat er jetzt ja.

    Aber halt, gestern Abend haben die sich im Kanzleramt getroffen. Taucht Nessie doch noch auf? Warten wir’s ab.

  51. Titel eingeben
    Als Mitte Februar 2016 die Lage nahezu unhaltbar wurde, verabschiedete die Große Koalition das Gesetz zur Verdoppelung des Flaschenpfandes (Dopflapfa). Die Gewerkschaft der Polizei befürchet nun in der Nähe von Papierkörben eine Zunahme von Gewaltausbrüchen. Eine Stellungnahme von Bundespräsident Gauck zu diesem Komplex wird noch in dieser Woche erwartet.

  52. Das Konzept des "Asyl" ist in seiner jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß
    Es schreit geradezu nach einer Änderung, denn das zur Zeit herrschende Chaos in der gesamten Flüchtlings- und Migrantenfrage ist Folge des zu allgemein gehaltenen Anwendungsbereiches. Der nämlich war von den Vätern des GG – weil gar nicht anders vorstellbar – ziemlich eng bezogen auf Verfolgte in den Ländern des kommunistischen Ostblocks, was – falls überhaupt jemand das damals quantifiziert haben sollte – bestenfalls einige Zehntausend Personen waren. Und diese wären – falls man das damals in Erwägung gezogen hätte – aus einem kulturell eng verwandten Kultur- und Religionskreis gekommen. „Integration“ war damit gar kein Thema, die damaligen Asylanten konnten sich ohne große Anpassungsprobleme wie ein Fisch im Wasser entwickeln. Deshalb – weil es schlicht für die Väter des GG unvorstellbar war, daß sich eine Völkerwanderung aus anderen Kontinenten zu uns in Bewegung setzt – kennt der Asylparagraph keinerlei Einschränkungen und Bestimmungen – theoretisch wäre Deutschland deshalb per GG verpflichtet, auch 100 Millionen aufzunehmen, wenn sie unsere Grenzen stürmen würden. Folglich traut sich heute kein Politiker, etwas Konkretes gegen die Migration zu sagen oder gar zu unternehmen, denn er würde von seinen Gegnern sofort als Unmensch oder gar als „rechtslastig“ gebrandmarkt werden – wobei dieses Brandmarken nur vordergründig und geheuchelt der Flüchtlingsproblematik wegen erfolgt, der wahre Zweck aber die Beschädigung des Politikers, seines Wirkens und seiner Partei mit Schielen auf eine Verbesserung des eigenen Erfolgs bei den nächsten Wahlen ist. Opportunismus pur!

    Die Politik, speziell die GroKo mit CDU/CSU+SPD hat nun die einmalige Chance, den Asylparagraphen des GG mit der notwendigen 2/3-Mehrheit abzuändern. Diese Chance muß wahrgenommen werden, denn die Verhältnisse auf dieser Welt haben sich in den letzten Jahrzehnten so grundlegend zum Schlechteren geändert, daß der Asylparagraph in seiner heutigen Form eine veritable Gefahr für das Bestehen der Bundesrepublik und ihrer ordoliberalen Grundausrichtung darstellt. Alleine die Weltbevölkerung hat sich seitdem VERDREIFACHT, die Ressourcen- und Umweltprobleme haben sich vervielfacht, während sich durch die Entwicklung der Reise-Infrastruktur (Bahn, Flugzeug, Straßen, Autos und der Kommunikationstechnik die Welt enorm „verkleinert“ hat. Zu Zeiten der GG-Beschlußfassung waren Völkerwanderungsströme wie die heutigen weder denkbar noch praktisch möglich. Auf diese substantiell geänderte Weltlage MUSS die Bundesregierung reagieren.

    Eine weitere grundlegende Veränderung war die Bildung der EU, und mit ihr „Schengen“ dessen de facto nicht funktionierender Schutz der EU-Außengrenzen ebenso nicht absehbar war. Erschwerend kommt seit einigen Jahren die Auflösung einst wichtiger Staaten des Arabischen Raums hinzu. Und es gibt den IS, der sich die Zerstörung der westlichen Lebensweise auf die Fahne geschrieben hat. Alles Dinge, die zu Zeiten der GG-Beschlußfassung und des Asylparagraphen weder bestanden haben, noch denkbar waren. Deshalb gibt es eigentlich nur eine einzige Lösung: Die Bundesregierung und der Bundestag müssen sich zu einem entscheidenden Schritt entschließen: Entweder muß der Asylparagraph ganz abgeschafft werden (D ist ohnehin das einzige Land weltweit, das ein Asylrecht kennt), oder – alternativ – für unbestimmte Zeit ausgesetzt, oder – 3. Alternative – zeitgemäß abgeändert werden. Was z.B. hieße, das Asylrecht auf Menschen aus dem eigenen europäischen Kulturkreis bevorzugt anzuwenden (also wie von den Vätern des GG gedacht), während alle anderen einem noch zu schaffenden – strengen – Einwanderungsgesetz unterliegen. Eine dieser Alternativen müßte aber noch in DIESER Legislaturperiode erfolgen, denn zur Zeit ist eine 2/3-Mehrheit wohl einfacher zu erreichen, als irgendwann später. Auch drängt das aktuelle Chaos zu einer schnellen Behebung der unhaltbaren Zustände.

    Ganz allgemein darf nicht vergessen werden, daß Asyl per se ein temporärer Schutz ist, und nicht ein unbegrenzter, der irgendwann aus „Gewohnheitsrecht“ in eine Duldung, dann eine Aufenthaltsberechtigung und später vielleicht gar in einer Berechtigung zur Staatsbürgerschaft mündet. Normative Gerechtigkeit kann nicht unbegrenzt durch gefühlte Gerechtigkeit ersetzt werden. Was bei einer geringen Anzahl von Fällen durchaus ohne soziale Verwerfungen individuell flexibel gehandhabt werden kann, verbietet sich im Fall von unbegrenztem Massenansturm.

    Der Kern des Asylrechts ist lediglich die zeitbegrenzte Nicht-Zurückweisung ins Verfolgerland, so lange, bis sich dort die Verhältnisse wieder normalisiert haben. Definitiv ausgeschlossen ist jedoch ein Rechtsanspruch auf freie Einreise für jedermann, der vorgeblich oder tatsächlich schutzbedürftig ist. Recht auf Asyl besitzen auch NUR in den elementaren Rechten verfolgte Personen (unmittelbare Lebensgefahr, Foltergefahr), keinesfalls aber diejenigen, die sich auf der Suche nach einer Lebenschance in die EU begeben.

  53. Prantlhausen, Hauptstadt der Bewegung
    Wenn die Koalition der Willigen mehr Rollstuhlfahrer dabei hätte, könnte Mü Hbf das deutsche Lourdes werden. Ein paar Flüchtlingskinder halten die teddyspendende Tante für Maria mit dem Jesukind, zwei, drei Spontanheilungen, und Prandl kann seine Kundschaft fußläufig erreichen. Die Krankenkassen könnten die Beiträge senken, und München wäre noch mal ehrenvolle Hauptstadt der Bewegung in den Untergang, weils so schön war.

    Als neuen deutschen Gruß schlage ich ein zackiges ‚Rewe!‘ vor: Refugees welcome. Berliner dürfen Rewe-wa sagen, Schwaben ‚Räwele‘.

    ENDLICH JEDES schwäb. Kaff mit station. Blitzern bestückt und damit die Asylanten finanziert, und wir hätten die Endlösung der Asylfrage: Alle Asylanten werden zwischen Bergen von Münchner Teddys und Damenbinden verhungern. Anders als Schwabinger fegen & fahren orig. Schwaben korrekt.

    So läuft die flächendeckende Nazifizierung der Asylgegner in den dt. Medien ab – hier 180° gedreht eine kongruente Abb., damit der neue Untermensch auch was zum Lachen findet in den Qualitätsmedien.

  54. Titel eingeben
    Was es wohl für die künftige Auseinandersetzung um die richtigen Antworten und Reaktionen auf die aktuelle massenhafte Einwanderung und allgemein für die politische „Streitkultur“ bedeutet, wenn berechtigte Sorgen, Ängste und Hinweise auf Überforderung nicht nur von Kommunen und Ländern, nicht nur von Polizei und Verwaltungen, sondern auch von Bürgern moralisch negativ aufgeladen und abgewertet werden, wenn Sichtweisen und Argumente in Schwarz-Weiss vorsortiert werden (Hell/Dunkel-Deutschland), wenn auch angemessene und sachliche Beschreibungen von Problemen, legitime Kritik an und Widerspruch zu der zögerlichen und abwartend-passiv-zusehenden Politik eines „Schaun-wir-mal-ähm-wir-schaffen-das-und-außerdem-Deutschland-geht-es-doch-gut“ der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin mit „Hass“ gleichgesetzt und eine strenge Verfolgung dessen angekündigt wird, worunter diese Regierung hate crimes versteht. Die pauschale Abwertung und Ausgrenzung anderer Meinungen als der Regierungsmeinung zur unregulierten und unkontrollierten (übrigens auch bis zur Aufenthaltserlaubnis illegalen) Einreise als „Hass“ ist zutiefst fragwürdig, rechtlich im Grunde unhaltbar und im Sinne einer friedlichen demokratischen Konfliktlösung und Interessensausgleichs „nicht gerade hilfreich“! Wer fordert „Folgen Sie denen nicht!“, der sollte das nicht als Befehl an Untertanen, sondern als Angebot an mündige freie und erwachsene Menschen verstehen, und dementprechend überzeugend erklären können, warum man das tun sollte. Aus überzeugenden Gründen sind viele Menschen zu Opfern und Einschränkungen bereit – aber warum sollte man grundlos freiwillig auf eigene Rechte, Güter und Interessen verzichten? Dass das nicht geschehen wird, liegt auf der Hand. Ob die kaum verhüllte Drohung mit dem Strafrecht und Strafverschärfung die Stimmung verbessern und Land und Leute beruhigen wird? Manche werden sich so sicherlich einschüchtern lassen, aber gewiss nicht jeder. Politisch beschlossene strenge Verfolgung von sogenannt politisch motivierter Kriminalität ist ein Schritt in Richtung Tugendterror-Staat und Schauprozess – eine denkbar heikle und ungute Entwicklung. Der Amtseid verlangt zu recht, Schaden von Staat UND Volke abzuwenden, mithin also auch, Bürger zu schützen und nicht, sie zu verfolgen, dafür, dass sie es wagen, durch öffentliche Rede ihre Interessen und Nöte zu artikulieren und zur politischen Willensbildung beizutragen, wie es ihr gutes demokratisches Recht ist.

  55. Wow
    Vielen Dank für den differenzierten Artikel!

    Ich habe die letzten Wochen immer wieder viel gelesen, und versucht mir selber eine Meinung aus der Ferne über die aktuelle Entwicklung zu machen und konnte meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen leider nicht so ganz mit denen teilen, welche ich immer wieder (von Ihrem) Prandlschen Blatt oder nahestehenden Medien zu lesen bekam. Vielleicht liegt dies daran, dass ich die letzten Monate meine eigenen beruflichen und privaten Erfahrungen im benachbarten französichen-Ausland mache, mich selber zu integrieren oder/und zu sehen wie dies „mehr oder weniger“ anderen Zugezogenen gelingt oder eben nicht.

    Arbeit hilft dabei sicher als ein Katalysator für die Integration, aber diese kann man natürlich nicht belibig herzaubern und kommt auch nicht vom puren herbeisehnen, wie in einem sozialistischen System „a la China“, davon weiss nicht nur „F. Hollande“ ein Lied zu singen.
    Geholfen haben mir daher darüber hinaus u.a. die von Ihnen angedeute Eingeninitative a) zur gewünschten Integration (kulturell und sprachlich) und b) die Identifizierung und konstruktiven Behebung von Missständen (innerhalb der eigenen Möglichkeiten) oder zumindest der Versuch diese an zu gehen.

    M.Winkl.

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