Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Alteuropäischer Umgang mit Päpsten, Spekulanten und anderen Bankern

| 152 Lesermeinungen

Wenn es ums Geld geht, hat das Bürgertum eine bemerkenswert ausgeprägte Fähigkeit, Ideologien und Gewissjeiten zugunsten des eigenen Vermögens über Bord zu werfen - und deren Propheten gleich mit. Die Kirche erfährt das mit der sinkenden Kirchensteuer, und der Spekulant des freien Marktes durch das Verbot der Leerverkäufe. Damit allerdings stehen sie in bester europäischer Tradition ganz anderer Herrschaften, die ebenfalls übelst schlucken mussten.

1363 legt sich Papst Urban V., das Oberhaupt der Kirche, mit Bernabò Visconti, dem Herrscher von Mailand an. Visconti hatte im konfliktreichen Oberitalien nur wenig Anstalten gemacht, sich den Wünschen und Forderungen der Kirche zu unterwerfen, und hatte deren Machtansprüche über einige Regionen zurückgewiesen. Um ihm seine Missbilligung zu zeigen, und seine Oberhoheit über den rebellischen Fürsten zu dokumentieren, schickte Urban einen Boten nach Mailand, der Visconti eine Bulle mit seiner Exkommunikation überbrachte. Visconti, der ein Mann mit viel Sinn für politische Gesten war, nahm die Bulle nicht an, sondern liess sie dem Boten in den Mund stecken und zwang ihn, sie aufzuessen.

Kurz, der weltliche Herrscher zeigte dem geistlichen Herrscher, was er von seinen Ansprüchen hielt.

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In diese grosse, alteuropäische Tradition würde ich vielleicht auch den Konflikt zwischen der neuen Religion des Marktes und den Herrschern der europäischen Oligarchien mit demokratischen Elementen, wie etwa der Bundesrepublik Deutschland, sehen wollen. Genau genommen ist das Verbot der BaFin von nackten Leerverkäufen gewisser Aktien und Kreditausfallversicherungen so eine Antwort a la Visconti auf die Versuche des „Marktes“ und seiner Akteure, ihren Unwillen gegen die Lage der Staaten der Eurozone und der Gemeinschaftswährung auszudrücken. Es ist nicht überliefert, ob der unglückliche Papstgesandte zur Urkunde auch noch das anhängende Bleisiegel verspeisen musste – sollte es so gewesen sein, darf man die geplante Finanztransaktionssteuer in der EU als kulinarische Ergänzung sehen.

Das Geheule und Gejammer der Marktgläubigen, die betroffenen Banken und Hedge Fonds könnten sich nun andere Länder für ihre Geschäfte suchen, klingt hier auch ähnlich glaubwürdig, als hätte Urban V. daraufhin Visconti wissen lassen, dann schicke er eben seine Geldeintreiber und plündernden Kreuzzügler in andere Länder, um die auszusaugen. Länder wie das überschuldete Japan, die insolventen Vereinigten Kolonien der Komministischen Partei Chinas auf dem Nordamerikanischen Festland (früher USA) und die grossbritischen Pesetendrucker werden sich vielleicht doch nicht so arg freuen, derartig überfette Risikoquellen der Marktideologie bei sich aufzunehmen, um deren Angriffe als Opfer zu dienen. Und man sollte auch nicht vergessen, dass momentan jede Regierung wenig Anlass sieht, gerade die Fettesten der Fetten nicht zu rupfen. Den Päpsten in den Frankfurter Türmen sei als Trost berichtet, dass die Besteuerung oder gar Plünderung von Kirchengut immer wieder mal üblich wurde – die Kirche hat es trotzdem überlebt, selbst wenn sie heute nicht mehr die bestimmende Ideologie ist.

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Jenseits dieser Pflege alteuropäischer Traditionen, von denen man sich gerne auch die Aufführung in Historienspektakeln wünschen würde, bleibt natürlich die Frage nach dem Euro, der Währung, oder kurz, dem Geld, dessen Besitz in unseren Oligarchien bestimmt, wer im Westviertel wohnt und über die Geschwindigkeit jammert, und wer in Griechenland Steine wirft, wer die letzten drei Jahre der Krise relativ ungeschoren davon kam, und wer über kurz oder lang die Quittung für Bankenrettungen bekommt, die sich nun als Schuldenlasten der Staaten den Banken als Ziel für Angriffe darbieten. Und leider haben Währungs“reformen“ in Europa seit der Einführung des Papiergeldes in Europa eine noch grössere Tradition erlangt, als das auch nicht gerade nette, aber wenigstens dem Verursacherprinzip gehorchende und nur Einzelpersonen treffende Vergiften von Päpsten und das Beseitigen von Viscontis.

Denn eine Währungsreform wird nachgerade impliziert, wenn sich die Regierungschefin zu Aussagen hinreissen lässt, der Euro und Europa könnten scheitern. Das sind ganz neue und ungehörte Töne, allein die Vorstellung davon sorgt in den Westvierteln für neue Urlaubsplanungen, etwa: Nach Italien nicht über den Brenner der Österreicher, sondern über den San Bernardino und das Lugano der Schweizer. Sehr nette Orte übrigens, ich war da vor ein paar Wochen, und die Schweiz ist zwar kein sicherer Hafen mehr für Steuerhinterziehung, aber sie hat auch keinen Euro, aber jede Menge Tradition als scheinbar sicherer Hafen gegen all die Unwägbarkeitend des Daseins. Seit drei Jahren lebt der Bewohner des Westviertels in dauernder Unsicherheit, es ist wie eine Fahrt über den San Bernardino ohne funktionierende Bremsen: Man überlebt viele Kurven, aber nichts garantiert einem, dass die nächste Kurve nicht die letzte ist. Dauererregung macht mürbe.

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Dass in solchen Stunden der Bedrückung der ohnehin nicht überentwickelte Altruismus normaler Westviertelbewohner nicht gefördert wird, und das Verständnis mit den Banken nicht eben ansteigt, hat sich inzwischen wohl auch bei den bürgerlichen Parteien herumgesprochen. Natürlich haben die Bürger Geld und Aktien bei jenen Häusern, die in der Kritik stehen, aber nach einem  „Ende des Euro“ wäre davon einiges weg, und das wiegt mehr als das Schicksal einer Bank, deren Kleinaktionär man allenfalls ist. Es sind nicht die Besitzlosen dieses Landes, die mit den Attacken auf den Euro, mögen sie nun real oder eingebildet sein, bedroht werden. Diesmal ist es ein Kampf der Märkte gegen das Westviertel, das in aller Regel auch noch sehr genau weiss, wie das 1923, 1928, 1948 und bei der Einführung des Euro war. Früher begünstigte der Markt das Westviertel, jetzt droht er, dem Westviertel wieder zu nehmen. Was sich angesichts der restlichen Besitzlosen natürlich auch anbietet.

Vieles spricht also dafür, dass die Märkte mit dem Angriff auf den Euro und damit die bestimmende Klasse Europas den Bogen überspannt haben. Und nun erfahren müssen, dass sie nicht die einzigen sind, die wie ein Condottiere der italienischen Renaissance  jene geistige und moralische Beweglichkeit an den Tag legen, die in der Geschichtsschreibung zu Unrecht als Prinzipienlosigkeit verschrien ist. Hedgefonds in London und Pensionsfonds in Kalifornien gewinnen einem nicht die Wahlen, und schon Machiavelli wusste, dass der Fürst, der dazu verdammt ist, seine macht auf das Volk und seine Mehrheit zu stützen, von allen Fürsten die ärmste Sau ist, während er für die Visconti, allemal Gewaltherrscher, durchaus warme Worte findet. In Europa wird gern betont, man sei, allein schon aus grober Unkenntnis der Geschichte dieses moralisch stets verkommenen Kontinents, eine „gechichtlich“-historisch gewachsene Wertegemeinschaft. Das wird man in den kommenden Wochen überprüfen können, wenn man neben der eifrigen Reisetätigkeit ins Tessin noch Zeit dazu hat.

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Denn jedem ist klar: Das Hilfspaket von 750 Milliarden Euro wird von der EU aufgebracht, und geht irgendwo anders hin. In Märkte, zu Banken, Investoren, Märrkte. Und geht irgendwo weg, von Staaten, Gemeinden, Bürgern. Die Ideologie, die im Markt etwas Tolles, Richtiges und allein Seligmachendes erkannte, wird nicht mehr geglaubt, denn wenn dieser Markt „gut“ und „richtig“ wäre, würde man nicht davonlaufen und ihm sein Geld entziehen. Man würde ihm vertrauen und seine Folgen mit Kadavergehorsam annehmen, weil der Markt angeblich immer recht hat, egal was da kommt: Euroabwertung, Währungsschnitt, Auseinanderbrechen der EU.

Was Machiavell in seinem Buch vom Fürsten fehlte, war ein Kapitel über die Fürstentümer des Geldes, und wie man sie bewahrt, oder auch nicht. Wenn nun auch die treuesten Unterstützer der Märkte in den Westvierteln davonrennen, sind die Aussichten gut, dass dieses Kapitel nachgetragen werden kann. Und es wird wohl nicht weniger grausam sein als vieles, was man über die Visconti liest. Oder Urban V. Am Ende wird einer schlucken müssen, und alle werden versuchen, es die anderen tun zu lassen.

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152 Lesermeinungen

  1. gut!...
    gut!

  2. Danke, werter Don, für diese...
    Danke, werter Don, für diese tiefschürfenden Betrachtungen.
    .
    Wer weiß. Vielleicht werden manche Märchen, die wir aus Kindertagen kennen, doch noch wahr:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_im_Gl%C3%BCck
    .
    Es gibt Schlimmeres.

  3. Amen und Danke! (Viel gelacht...
    Amen und Danke! (Viel gelacht und sich angenehmst erheitert gezeigt vielfach heißt das auch)
    .
    Übrigens: „die insolventen Vereinigten Kolonien der Kumministischen Partei Chinas auf dem Nordamerikanischen Festland (früher USA)… “ sagt sich am Tegernsee bis auf weiteres noch etwas leichter als, sagen wir, z.B. in Kaiserslautern… .
    .
    Und klar hat er wie bekannt Recht mit dem Geld: „Es ist nicht weg, es haben jetzt bloß andere.“ So kann es am Ende tatsächlich kommen. Wirklich interessant ist daran mal wieder vor allem aber wohl dies: Dass Meinungs- und Informationsfreiheit ob solcher Lapalien von vielen Handelnden und manchem Kleinbürgerbüttel am liebsten beschnitten gesehe wären: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht“ – und “ Wir machen das schon“. Wie man sieht – und – dank eigener Lebenserfahrung – schon lange vorher wusste, dass nicht. Und warum nur gibt es eine FDGO?
    .
    Ein anderes Mal mehr.

  4. Der Text gefällt mir sehr gut...
    Der Text gefällt mir sehr gut Don Alphonso.
    Zwei Dinge möchte ich nur zusätzlich herausstreichen : erstens es geht immer weiter. Wie ihre historischen Hinweise klar belegen, die Herrscher kommen und gehen genauso wie die Konflikte. Das Land und die Leute aber waren, sind und werden immer bleiben.
    Das Zweite haben sie ebenso schon angesprochen, es betrifft die Beweggründe.
    In der Retrospektive ist es leicht die Beweggründe zu beurteilen.
    Das aktuelle Problem liegt in der Beurteilung des zukünftigen Geschehens. Die Entwicklung spricht für große Bewegungen und die resultierende Angst ist entsprechend.
    Angst war noch nie ein guter Ratgeber.

  5. Haben Sie Machiavelli schon...
    Haben Sie Machiavelli schon gelesen?

  6. Mir schwant es
    .
    … das Thema...

    Mir schwant es
    .
    … das Thema verführt zu kryptischen Formulierungen, der Markt, pardon: die Religion, ist halt doch noch zu mächtig, und mir ist es wohl kaum besser gelungen, wenn auch die (verinnerlichte) FAZ-Zensur – meinerseits – nicht der schlechteste Grund für sein mag, siehe: „Geschenkte Zeit“ http://blog.herold-binsack.eu/?p=889

  7. Man lese gfls. z. B. in der...
    Man lese gfls. z. B. in der „Churchill“-Biographie von Peter de Mendelssohn, Teil eins, „Der junge Churchill“: Am Ende der Regentschaft von Victoria, der wie bekannt wirklichen großen Friedensqueen des bekannten Zeitalters, hatte England, als es 1903 zum Burenkrieg kam und sich die Frage nach Englands Territorialheer stellte, praktisch kein solches mehr: Alles alles von Queen-Mum im Laufe der Jahrzehnte so peu a peu weggespart.
    .
    Und Churchill, der ein schneidiger Mountainbiker, nein Motorradfahrer war (nein Reiter!) ging zur damals unmodernen Reiterei, obwohl er dort alles selbst bezahlen musste, auch die Pferde, obwohl er eigentlich nicht reich war, nicht zur damals modern seienden Infantrie(!). Und sagte damals schon im Unterhaus locker voraus, dass England im Falle des nächsten – und kommenden – bewaffneten Großkonflikts das Volk zum Volksheer machen werden müsste. Waraufhin er in der Konservativen Partei nicht bleiben konnte (die alten Männer waren für moderate Aufrüstung, welche gut für ihre Aktien…) und Liberaler werden musste.
    .
    Zu den Nachrichten heute in soweit nur eines: Wenn wir Angie noch 10-15 Jahre weiter wiederwählen, haben wir auch fast keine Bundeswehr mehr. Liegt wohl weiblich in der Natur der Sache. Und so schön zieht Schäuble mit … . „Besser gut miteinander reden, als totschießen.“
    .
    Ein Pferd im gestreckten Galopp ist ein Einspurfahrzeug, was sonst. Lenkt sich und wendet auch so.

  8. Angst sollten die BoniBanker...
    Angst sollten die BoniBanker bekommen! Gaanz langsam, still und leise fangen die Mühlen der Justiz an zu mahlen, in D ermitteln die Staatsanwaltschaften, in GB hagelte es das erste lebenslange Berufsverbot für einen TopBanker, in I klagen die Städte, Betrug und Lügenhypotheken landen irgendwann vor GeschworenenJuries und dann sind die Milliarden an Regressforderungen nicht mehr aufzuhalten. Das wird die GrossBanken zerschlagen.

  9. Lieber Don,
    ich weiß ja, daß...

    Lieber Don,
    ich weiß ja, daß Sie ein Patriot des Westviertels sind und Ihre Donaustadt in den letzten drei Monaten kaum noch als „dumm“ bezeichnet haben.
    Aber überschätzen Sie da nicht ein bissel die Fähigkeit zum kollektiven Handeln und zur Selbstverteidigung?
    .
    Die einzig bisher sichtbare Reaktion der deutschen Westviertel auf die Finanzkrise war: F.D.P. wählen.
    .
    Was Sie da beschreiben, ist Wunschdenken. Für Ihre Standesgenossen steht der Feind immer nur unten, und dorthin zu treten reicht auch ihr Mut.

  10. Manchmal muss man warten. Wir...
    Manchmal muss man warten. Wir sind Papst. Wer ist Visconti ?

  11. Was der Don nur gegen uns hat?...
    Was der Don nur gegen uns hat? Keine Silbe mehr vom Sunbeam…

  12. Überarbeitung. Und der...
    Überarbeitung. Und der Sunbeam passt hier nicht rein.
    .
    tiberiat & Muscat, gern geschehen.

  13. Der anglikanische Block...
    Der anglikanische Block „intovertiert“ seine Aktivitäten.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32662/1.html
    Damit würde eine Entwicklung eintreten( Vorausgesetzt die USA ziehen sich ebenso auf sich selbst zurück), die ein Machtvakuum hinterläßt.
    Da Deutschland keine Militärmacht ist und auch nach den 2+4 Verträgen nur Teilautonom ist, kommt damit die spannende Frage : Wer wird denn nur führen … und wen bzw wie?

  14. Ich denke, grosse Teile der...
    Ich denke, grosse Teile der Welt sind noch lange mit sich selbst beschäftigt. Auch Europa. Was ja nicht unbedingt schlecht ist.
    .
    HansMeier555, nun, ich rede ja mit den Leuten, und von der FDP ist man nu wahrlich nicht begeistert, und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Schliessloch wird man vielleicht sogar mehr Steuern bezahlen müssen, oder weniger Gewinne haben.

  15. Holly01,
    was meinen Sie genau,...

    Holly01,
    was meinen Sie genau, ein Machtvakuum oder ein Orientierungsloch?

  16. Ach Don,
    was mich immer wieder...

    Ach Don,
    was mich immer wieder fasziniert ist diese unbedingte Stabilität der (entgegen dem Klischee tatsächlich von den Eltern ererbten) Überzeugungen.
    .
    Wichtiger als Geld ist doch das Recht, seine REssentiments bestätigt zu finden.
    .
    In den USA gibt es derzeit schon wieder einen kräftigen Rechtsruck, und hierzulande wittert der Koch schon wieder Oberwasser.
    Wenn eine echte Krise heraufzieht, dann ist der erste Reflex natürlich NICHT: Wie ist es dazu gekommen, wer trägt die Verantwortung, wie können wir eine Wiederholung verhindern,
    SONDERN: Hilfe! Bevor davon jetzt die Falschen profitieren, ziehen wir lieber die Samthandschuhe aus und sorgen für klare Verhältnisse.
    .
    So lief es 1919 und so wird es auch diesmal wieder sein.
    .
    Am Ende wird diese Krise ihren Verursachern helfen, politisch und finanziell. Sie sind es, die am besten positioniert sind, auf den Trümmern der von ihnen zerstörten politischen Kultur eine neue Ordnung aufzubauen. Und welche das sein wird, brauch ich ja wohl nicht zu wiederholen.

  17. Verehrter Don,
    sehr gut, und...

    Verehrter Don,
    sehr gut, und schön illustriert!
    liebe(r) Perfekt!57
    „gestreckter Galopp und Einspurfahrzeug“ – nett!
    Peter de Mendelssohn liest sich gut

  18. Im November 1918, als der...
    Im November 1918, als der Krieg verloren und die Monarchen auf der Flucht waren, fühlten die Sozialdemokraten als Sieger und im Recht. Hatten sie es denn nicht schon immer gewußt, wohin der wilhelminische Mummenschanz führen würde?
    .
    Blieb nur noch die Aufgabe, das alles den Typen vom Freikorps richtig zu erklären.

  19. "Das Geheule und Gejammer der...
    „Das Geheule und Gejammer der Marktgläubigen, die betroffenen Banken und Hedge Fonds könnten sich nun andere Länder für ihre Geschäfte suchen, klingt hier auch ähnlich glaubwürdig, als hätte Urban V. daraufhin Visconti wissen lassen, dann schicke er eben seine Geldeintreiber und plündernden Kreuzzügler in andere Länder, um die auszusaugen.“
    Leider nicht ganz, siehe hierzu der Einfachheit halber faz.net
    „„Ungedeckte Leerverkäufe mit spekulativer Absicht werden vor allem von Hedge-Fonds vorgenommen“, hieß es in der Frankfurter Niederlassung einer großen amerikanischen Investmentbank. „Hedge-Fonds wickeln ihre Handelsgeschäfte aber nicht in Deutschland ab, sondern hauptsächlich in den Vereinigten Staaten.“ Für ungedeckte Leerverkäufe mit dem Ziel der Absicherung kennt das Verbot der Bafin Ausnahmen.“
    (Quelle: http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E0D8E6E649FCE411681E2F06E89CB47A8~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)

  20. @HansMeier: nein, so...
    @HansMeier: nein, so pessimistisch bin ich nicht.
    @DA: schöne Würdigung des europäischen Tagesgeschehens. Viel Zustimmung meinerseits. Habe in der NZZ heute ohnehin einen angenehm unaufgeregten Artikel über die Schwankungen zwischen Euro und Dollar gelesen, der zum Schluß kam, ein derzeit niedrigerer Kurs sei für die EU doch gut. Familiär sehe ich das auch so: wenn SFr verdient werden, der Hauskredit aber auf EUR läuft, ist es ein netter Rückenwind, wenn der Frankenkurs hoch steht.-
    Aber was anders: die Deepwater-Horizon-Ölpest. Die kriegen das Loch ja so schnell nicht zu und womöglich gerät der Dreck noch in den Golfstrom und versaut uns die Austern und murkst uns die Aale ab. Irgendwie scheint ihnen gerade nichts einzufallen. Mir heute schon, ich habe es da
    http://www.colorcraze.de/Deepwater-Horizon-oil-spill_relief-sketch.doc
    aufgemalt. Man könnte mit großen Industriestaubsaugern das Öl aufnehmen und lagern, solange da noch ganze Schichten im Wasser schwimmen und noch nicht durch Turbulenzen vermischt sind. Ja gut, alles geht nicht, aber doch zumindest einen Teil könnte man damit einfangen, wenn man sich arg beeilt.

  21. @perfekt: Einsparungen im...
    @perfekt: Einsparungen im Verteidigungetat, zumal die Bundeswehr unter Beschuß steht, gehen nicht. Ich halte das auch für extrem dämlich. An der Kindererziehung kann man auch nicht sparen. Schlaglöcher hält man hingegen ein paar Jahre aus.

  22. @ minna : Das eine...
    @ minna : Das eine (Machtvakuum) bedingt das andere (Orientierungslosigkeit).
    Bemerkenswert finde ich die Frage vor dem Hintergrund meiner Behauptung, Deutschland ist nur Teilsouverän.
    Das ist offensichtlich so selbstverständlich, daß die Aussage garnicht mehr registriert wird. Auch ein Zeichen für Orientierungsbedarf.

  23. Es waere besser wenn der Papst...
    Es waere besser wenn der Papst die Bulle gegessen haette.Es gibt hier die Redensart:Don’t shoot the messenger.
    Wunderbare Bilder – vielen Dank. Wer gibt heute noch Geld fuer solche Verzierungen und Kunst aus?

  24. nm, also, ohne jetzt in die...
    nm, also, ohne jetzt in die Tiefe gehen zu wollen, aber es bringt wenig, wenn man in der Sache, wie es übrigens auch der SPON macht, von einem Lobbyisten zum nächsten rennt. Ich persönlich denke ohnehin, dass man CDS generell verbieten sollte. Diese Klasse gibt es ja noch nicht so lange, und es ging auch früher prima ohne sie. In der jetzigen Form dienen sie zu diversen Zwecken, und die nackten CDS-Leerverkäufe, um die es geht, sind reine Zockerei. ich glaube auch, dass es sich hier um ein eher symblisches Signal handelt, aber wenn man sieht, dass in der Londoner City jetzt schon wieder die gleichen Nasen wie vor einem halben Jahr lügen und sich von Journaille beim Lügen helfen lassen, dass sie jetzt wieder in die Schweiz wollen, zeigt das doch, dass diese Baggage zumindest verstanden hat, dass man sie und ihre Zockerei nicht mehr einfach so duldet.
    .
    HansMeier555, es bleibt abzuwarten – was ich allenthalben sehe, ist tatsächlich ein Nachlassen vo0n Bindungen, auch bei den Bürgerlichen. Westerwelle hat seine Polemik gegen die „Dekadenz“ ja auch nicht geholfen, und das Misstrauen gegen die Märkte wird sicher nicht weniger.

  25. Guten Abend,

    Prompt fiel mir...
    Guten Abend,
    Prompt fiel mir folgende Textzeile ein:
    Oh I love you so, San Bernadino…
    Von wem die ist, habe ich leider vergessen. Die Aktualität diese Liedes muß ungefähr genau so lange entfernt sein, wie ein ausgelichener Bundeshaushalt.
    Und…. Beweglichkeit kann auch als Prinzip verstanden werden.
    Schönen Abend noch.

  26. Wolff, auch damals an der...
    Wolff, auch damals an der wende von der Romanik zur Gotik konnten sich das nur die wenigsten – hier: Die Bürger von Parma – leisten.
    .
    colorcraze, doch, mir würde schon was einfallen, aber nicht für dieses monothematische Blog und seine Zielsetzung. Ürbigens fällt der Rohölpreis trotz allem, und ich als alter Europäer würde gar nicht daran denken, in die USA zu fahren. Die Schweiz ist was anderes – und Milch ist mir mehr als Öl.

  27. Heute ist von einer positiven...
    Heute ist von einer positiven Wirkung des CDS Naked Short Selling Verbots noch nichts zu sehen. Die Renditen der griechischen Anleihen gingen rauf (die Kurse also runter), die Spreads der CDS weiteten sich massiv aus (so weit, dass man eigentlich nicht mehr von einem funktionierenden Markt reden kann) und der Preis für die CDS auf Griechenland stieg auch weiter.
    Ja, möglicherweise kein Zusammenhang. Ja, möglicherweise viel zu früh für ein Urteil.
    Aber nur *Naked* Short Selling nur in einem Land und nur vorübergehend zu verbieten ist schwachsinnig. Das nützt nichts und ist sehr unlogisch. CDS an und für sich zu verbieten, wäre schon viel logischer.
    http://egghat.blogspot.com/2010/05/cds-in-deutschland-verboten.html
    Vielleicht verbietet man wie Hugo Chavez aber den Handel an sich und führt einfach für alles feste Preisbänder ein (hat der heute echt gemacht für den Anleihemarkt) …

  28. Die Fahrten in die Schweiz...
    Die Fahrten in die Schweiz sind hoffnungslos dumm.
    Auch in Lugano gibt es abgesehen von der schönen Szenerie für Euros nur andersbezeichnete Pseudozahlungsversprechungen, Zettel mit Unterschrift.
    Wenn das halbe Pfund Butter den Preis einer halben, die Flasche Wein den einer vollen Arbeitsstunde hat, ist das Geld im Lot.

  29. Hatte ein kurzes Telefonat des...
    Hatte ein kurzes Telefonat des Morgens mit der Kanzlerin geführt: Sie meine das ja alles nicht so, z. B. mit den 40 Jahren die die BRD auf Pump gelebt habe und so.
    Mind. 20 Jahre davon hätte sie ja schliesslich Russisch gelernt. Auch seien 750 Milliarden € nur als erste kleine Risikofonds- bzw. Plafondeinlage zu sehen, das dicke Ende wäre eh noch nicht in Sicht. Am Schönsten is et, wenn et schön is, frei nach Beikircher..
    Don Alphonso@: Ihr Rumgefuchtel mit dem Machiavelli ist, zumindest nach Fr. d. Gr. Antimachiavell, nicht mehr als ein Elch. Der Renaissancemensch als solcher
    war natürlich ruchlos, machtgeil und skrupellos. So wie´s unsereiner auch gern wäre, aber der staatl garant. Rentenanspruch hat uns halt alle versaut.

  30. Holy01,
    bin nicht so...

    Holy01,
    bin nicht so informiert; meine aber gelesen zu haben, daß die Siegermächte WWII
    lt. Un-Charta Deutschland und Japan jederzeit und ohne Angabe von Gründen
    überfallen dürfen; da empfiehlt sich doch eine vorsichtige Gangart.
    Den Finanz-Märkten steht immer noch die US-Armee zur Verfügung – egal wo oder
    wer das gerade ist.

  31. Grundsätzlich sind Credit...
    Grundsätzlich sind Credit Default Swaps ein nützliches Instrument zur Portfoliosteuerung. Auch dem Futuremarkt wurde lange die Intention derZockerei unterstellt. Heute dient er zur kostengünstigen Feinsteuerung von Portfolios. Problematisch werden diese Instrumente wenn sie im Leverage (fremdfinanziert) eingesetzt werden. Dann können Wetten ohne natürliches Interesse (naked bzw ohne großen Eigenkapitaleinsatz) am zugrundeliegenden Investment getätigt werden. Nicht die Instrumente sondern der Leverage ist das Problem. Höhere Eigenkapitalvorschriften treffen die Spekulanten härter als jedes Verbot von Instrumenten. Real Money sichert sich über diese Instrumente ab. Leveraged Money spekuliert.

  32. Don, good story, aber Sie...
    Don, good story, aber Sie werden immer negativer. Vor wenigen Wochen sprachen Sie noch von einem Austritt Griechenlands aus dem Euro. Haben Sie STRATFOR gelesen? George Friedman, der normalerweise Gras wachsen hoert, ist von der Aufloesung des Euroraums ueberzeugt. Warum auch nicht, denn die Grundmauern der Westviertler werden immer noch von der Karstadtverkaeuferin geschaffen. Bin gerade in D und mache meine jaehrliche Radtour. Infos aus TV und Radio kann man hier getrost vergessen, lediglich die FAZ bringt etwas Licht in das deutsche Finanzchaos.
    @HansMeier555 – Im Grunde bin ich ein Fan Ihrer comments, etwas unzutreffend ist Ihr latenter Antiamerikanismus, es kann Ihnen nicht entgangen sein, dass die USA mehrfach zur Rettung Deutschlands eingetreten sind. Gluecklicherweise lebt meine Familie mit Kindern und Enkelkindern in den USA, einem Land welches auch noch in 50 Jahren existieren wird. Deutschland wird dann in der heute bekannten Form nicht mehr geben.

  33. Was bleibt mir auch anderes...
    Was bleibt mir auch anderes übrig, wenn ich schon eine Wohnung am Tegernsee habe, zu viele Rennräder, und in meinem Schuhschrank ist auch kein Platz mehr, um meine innere Imelda mit Schuhkäufen zur Geldrettung zu befriedigen? Ausserdem regnet es.
    .
    Plindos, Euchlosigkeit kann man schnell wieder lernen, das geht sehr schnell, wenn es sein muss.

  34. Sehr ansehnlich, was Sie da...
    Sehr ansehnlich, was Sie da wieder aufgeschrieben haben, Don Alphonso. Merci!
    .
    Obdenn ich glaube, dass sich einige Westviertler/innen doch noch aufraffen werden, schrieb ich heute Vormittag diese zwei Zeilen hier aufs Papier: Die komplexen mathematischen Modelle der Star-Ökonomen werden die weltweiten Krisen nicht lösen. Entschlossene und energisch zupackende Menschen aus den unteren Schichten werden es sein, weil sie die einfachsten Bauernregeln beachten.

  35. @ HenryPetersen : Ich halte...
    @ HenryPetersen : Ich halte gerne die Wette, wer länger steht.
    Deutschland wurde schon oft für tot erklärt. Stetig war immer nur der Wandel.
    BTW : Das amerikanische Volk tut mir leid. Der Reichtum geht an ihm vorbei, es ist massiver Ausbeutung ausgesetzt, hat keine Fürsprecher und wird für Militäraktionen missbraucht, bzw der Armut und dem persönlichen Risiko ausgesetzt.
    Obi Wan Obama hat es nicht gerichtet.

  36. @HenryPetersen: unter meinen...
    @HenryPetersen: unter meinen Szenarien, wie D in 30 Jahren aussehen könnte, ist auch das einer Masseneinwanderung aus den USA. Wünschen tu ichs nicht, aber möglich wärs schon, wenn es dort richtig mies läuft.

  37. @ colorcraze : Vorher lösen...
    @ colorcraze : Vorher lösen wir den Nahostkonflikt indem wir den Israelis das weitgehend entvölkerte Land Brandenburg überlassen ;-).

  38. colorcraze 23:33
    dieses...

    colorcraze 23:33
    dieses Szenario hab ich mal im Bekanntenkreis an die Wand gemalt,
    allgemeines Aufstöhnen, die Jüngeren „blos nicht“.

  39. Zentralbanken haben den...
    Zentralbanken haben den Auftrag „Preisstabilität zu gewährleisten“.
    Dieser Auftrag –im weiteren Sinne zur Bekämpfung von Blasen und Crashs– kann m.E. direkt über die hoch entwickelten und regulierten Futuresmärkte flankiert durch ihre risikominimierenden Clearingmechanismen (Marginsätze = Mindestreserve) von den Zentralbanken umgesetzt werden. Die Positionen sämtlicher Handelsteilnehmer könnten von den Zentralbanken überwacht ggf. getadelt und schlimmstenfalls zwangsliquidiert werden.
    Die Politik hingegen erlässt angesichts der „System-Krise“ Verbote für grundsätzlich regulierend wirkende Leerverkäufe. Steuern sollen erhoben werden statt den institutionellen Rahmen einer trennscharfen statt derzeit diffusen Rollenverteilung von Zentralbanken, Einlagenkreditinstituten (FK), Fondsgesellschaften (EK), Clearinghäusern und Börsen konsequent zu gestalten. Das ist das traurige Ergebnis von Hilflosigkeit und Populismus nach jahrzehntelanger Fehlgläubigkeit an die gestalterische Kraft der Markt- und Wettbewerbskräfte im Geld- und Kreditkreislauf. Ein Kreislauf der ohne klare und einfache Ordnungsprinzipien m.E. nicht dauerhaft stabil existieren kann.

  40. So fängt der Tag gut an !...
    So fängt der Tag gut an !

  41. @Holly01 @ colorcraze - Ich...
    @Holly01 @ colorcraze – Ich bin einer von 70m Deutsch/Amerikanern und lebe seit fast 50 Jahren in den USA, gegenwaertig mache ich meine jaehrliche Deutschlandradtour mit meinem Koga. Ich bin weder hueben noch drueben politisch-korrekt und schaue dem Volk aufs Maul und stelle Fragen die selbst in der FAZ nicht gestellt werden. Nicht nur mir faellt auf, dass die Leute zutiefst verunsichert sind und ohnmaechtig zuschauen wie ihr ihr Geld ueber den Jordan geht und mehr noch ueber die ungebremste Zuwanderung von Moslems und die dadurch verursachte Aenderung der Lebensweise. Auffallend ist auch die politische Naivitaet der Leute durch einen Mangel an Infos , denn Informationen werden hier von Beamten gegeben, die aus Sorgen um Pensionsansprueche gleichgeschaltet denken. Das was gegenwaertig in D geschieht sind immer noch die Nachwehen des 3.Reiches. Wenn ihre hiesigen Entscheidungstraeger mit den Eliten in NYC zusammenkommen, dann gibt es mehr kowtows als meine juedischen Freunden vertragen koennen. Willy Brandt war einer der wenigen der aufrecht durch die westliche Welt ging und deswegen auch geschaetzt wurde. Wir werden alle ausgebeutet, der eine mehr, der andere weniger. No taxation without representation ist immer noch ein politischer Schlachtruf und ich habe mit meiner Wahlstimme mehr power als meine Verwandten in D. BTW, ich kenne keine „armen“ Deutschamerikaner, alles sehr solider Mittelstand die ganz im Sinne unseres guten Don leben.

  42. @Holly01
    Eine gute...

    @Holly01
    Eine gute
    Lieber Henry Petersen,
    Die USA haben aber auch viel dazu beigetragen, den europäischen Feudalismus zu zerstören, und da bin ich schon ein wenig nachtragend.
    Und der Neo-Feudalismus, den sie selber geschaffen haben, wirkt auf mich eher abstoßend. Vielleicht werden Sie einwenden, von Neuschwanstein bis Disney World sei es ja kein großer Unterschied.
    .
    Was mich bei den Amerikanern am meisten verstört, ist die Unschuld in ihren Augen.

  43. Es gibt Stadt- und...
    Es gibt Stadt- und Landmigration. „Why not back to the roots“? Brändenbörg (zu sprechen mit heißer Kartoffel im Mund). Die Eisenhauer in den Ruhrpott, die Kissinger nach Bayern (pardon: Franken), aber den aus California bitte nach Ostria. Die S-teubenparade nach New S-teuben Ssittie (vulgo: Berlin), New Holly(wood) = Geiselgasteig oder Pot. Die Hämbörgers nach Haus. Das White House nach Neuschwanstein oder auch ins Hofbrewhouse. Mainhattan. Für Bush müssen wir noch eine Bleibe suchen (Hessen: Koch Country), und für den Bibelgürtel ist Alt-Bayern bestens vorbereitet. Man spricht ja sowieso schon nur noch: Denglisch. Täusche ich mich, oder hätte man dort um ein Haar nicht Deutsch gesprochen?Es fehlte 1 Stimme. Ihre?
    Sie, lieber HenryPetersen, würden dann Ihr paradiesisch schönes Land allein bewohnen und könnten – frei von Ford – von Filadelfia(Käse) nach St. Ludwig radeln, um die Ölpest zu bekämpfen.
    Hier auf Ihrer Radeltour regnets leider ein bisschen viel – too Matsch. Trotzdem wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt Ihr
    JorgeLoma

  44. @ minna : Ich habe leider...
    @ minna : Ich habe leider etwas Zeit zum Suchen gebraucht :
    Zitat : Die Zivilgerichte wiesen die Klage nach Teil VI Art. 3 Abs. 3 Überleitungsvertrag als unzulässig ab. Die Bestimmung sei nach Ziff. 3 der Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung) (BGBl 1990 II, S. 1386; im folgenden: Notenwechsel) weiterhin in Kraft. Zwar betreffe Teil VI Art. 3 Abs. 1 und 3 Überleitungsvertrag nur Maßnahmen gegen das deutsche Auslandsvermögen. Dazu genüge es aber, daß das Vermögen als deutsches Vermögen beschlagnahmt worden sei. Über die Rechtmäßigkeit der Einordnung als deutsches Vermögen hätten die deutschen Gerichte gerade nicht zu entscheiden.
    Stammt aus : http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk19980128_2bvr198197.html
    Dort Gründe I.
    .
    Der von Ihnen zitierte Teil der UN-Charta :
    http://www.lexexakt.de/glossar/feindstaatklauseln.html
    mit einem Kommentar dazu.
    .
    Deutschland kann gar keine Verfassung auflegen und vom Volk legitimieren lassen. Es kann auch keine Friedensverträge schliessen. Deutschland ist genau genommen immer noch unter dem Recht der Anordnung :
    http://www.lsg.musin.de/Geschichte/Material/Quellen/besatzungsstatut.htm
    Alle Rechte und alle Aufgaben die uuns aufgetragen werden haben wir seit der Generalkapitualation vom 8.5.1945 und 9.5.1945 auszuführen.
    Es ging Verlierern schon schlechter.
    Was auch immer auf europäischer oder Weltebene passieren wird, wir können uns zurücklehnen und die Show an uns vorbei ziehen lassen.
    .
    Auch ein Grund warum mich die Drohung von HenryPetersen (kein Bestand des jetzigen Status für Deutschland in 50 Jahren) recht kalt lässt.

  45. Das sind viele Wort - und viel...
    Das sind viele Wort – und viel Nebel – als ob es nichts zu klären gäbe. Die Politik verlangt das Primat zurück – nachdem sie die Kontrolle über die Konsequenzen des eigenen Handelns verloren hat. Am besten bestellen die Politiker andere Menschen, mit den bestehenden scheinen sie ja nichts anfangen zu können. Wer hat den die Rahmenbedinungen gesetzt für die „wildgewordenen“ Märkte? Die waren gar nie frei. Wir alle nehmen die Gelegenheiten wahr, welche diese Rahmenbedinungen bieten. Eine einen Staatbeitrag hier, ein Schnäppchen dort, einen guten Zins dazu. Und jetzt kommen sie wieder, die Politiker und wollen mit neuen Vorschriften ihr eigenes Versagen korrigieren. Bis die nächsten ungewollten Folgen sie wieder veranlassen den bösen Spekulanten und Steuerhinterziehern die Schuld zuzuschieben. Und die Bürger machen alle mit. Selbstverantwortung war mal. Viel Gück, Europa.

  46. Werter Don,
    was, bitte, war...

    Werter Don,
    was, bitte, war denn 1928? Das war doch der Höhepunkt der (schuldenfinanzierten) Weimarer Konjunktur. Meinen Sie die Bankenkrise von 1931?

  47. @ Plindos: Der...
    @ Plindos: Der „Renaissancemensch als solcher“ ist nicht, wie häufig behauptet wird, eine Erfindung der Renaissance, in der es,- wie heute auch – ganz unterschiedliche Menschen gab, sondern Nietzsches und der Renaissanceforschung des ausgehenden 19. Jh., also eine Projektion der Gründerzeit, die die italienische Renaissance als Projektionsfläche benutzte.
    Trotz der großartigen Malerei, Architektur und Literatur, die die Renaissance hinterlassen hat, gibt es wenig Anlass, sich ins 16. Jh. zurückzusehnen, wenn man einmal die Kriege, die religiösen Auseinandersetzungen, die Gesundheitsversorgung, die allgemeine Gewaltbereitschaft (Stichwort „öffentliche Ordnung“), die Hygiene, das generelle Wohlstandsniveau usw. betrachtet.

  48. Schöner Artikel, und...
    Schöner Artikel, und ansonsten meine Zustimmung zum Wiesbadener (22:50): Eine ganze Menge schräger Geschäfte in den Investmentbanken würden sich nicht mehr lohnen, wenn man den Leverage runterschraubt, einfach weil EK zu teuer für viele Trades ist.
    Zum deutschen CDS-Verbot – klar kann man alles in London und New York abwickeln, aber es ist ein deutliches Zeichen der Politik, dass sie sich nicht alles gefallen läßt. Das wird aber keine Auswirkungen auf Griechenland-Anleihen, den Eurokurs oder den Dax haben (warum auch?).
    Inhaltlich gibt es gute Gründe, ungedeckte CDS zu verbieten, weil sich sonst (profitable) Feedback-Effekte ergeben für den Spekulanten können. Das Problem ist im engen CDS-Markt deutlich virulenter als im Futures-Markt. Das Sudden Debt Blog hat dazu einige schöne Ausführungen.

  49. Ja. Wir lösen das Ostproblem,...
    Ja. Wir lösen das Ostproblem, indem wir die Brandeburger auf der Westbank ansiedeln.

  50. WestBank - eigentlich auch...
    WestBank – eigentlich auch eine schöne Bezeichnung für so einen Finanzdienstleister (Schwerpunkt Immobilien).

  51. Der beigefügte Artikel "Wie...
    Der beigefügte Artikel „Wie vor 600 Jahren die erste Börse entstand“ zeigt den Ursprung des Wertpapierhandels durch grundsolide und bodenständige Kaufleute auf. Die jüngere Fehl-Entwicklung der Börsen – Dank an Wiesbadener für die Erhellung bezüglich Leverage – müsste m. E. zurückgedreht werden. Welcher theoretische Ansatz zur Legitimation hierfür gewählt würde, wäre mir dabei überaus egal. Vielleicht haben Sie, Devin08, eine (bitte) kurz und prägnant formulierte Argumentation parat. Was nämlich noch fehlt, ist ein griffiger Slogan gegen die Herrschaft der Hedgefonds-Fürsten.

  52. @Holly01: ....und das Heilige...
    @Holly01: ….und das Heilige Römische Reich deutscher Nation existiert immer noch als völkerrechtliches Subjekt,es ist immer noch nicht erloschen. Wer sich die Präliminarien und das procedere des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25. Februar 1803 des immerwährenden Reichstages von Regensburg in der Folge des Vertrages von Lunèville, somit die juristisch-vertraglichen Sauereien und Stümpereien,
    näher anschaut, wird sich nachdenklich fragen what is it? Alles dies wg. vollgeschis-sener Hosen vor Napi Buonaparte?
    So gesehen ist alles nachfolgende nackte Usurpation. Angefangen beim Deutschen Bund v. Metternich´scher Machart über die Reichsgründung in Versailles (sic!) (Leipzigeinundleipzig), das sog. III. Reich bis hin zur BRD.
    So gesehen waren die Hohenzollern als Deutsche Kaiser letztlich ooch nur Parvenüs. erkauft durch die Zustimmung und Korrumpierung Ludwig II von Bayern (S. Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee, stramme Gardehatschiere).
    Wa Jung, dat is Jeschichte, wa? Vielleicht kommen wir Bürger doch aus all den dämlchen Garantien im Zuge der rumeiernden faulen Staatsanleihen, CDS-Papierchen, verpennter Bankenaufsichten, gegrapschter Boni etc. wg. flagranter Formfehler heraus. Jedem dasigen Blogteilnehmer würde ich Schampus ohne Ende spendieren, falls dies Realität werden sollte. Auch Ihnen werter Don Alphonso. In echt!

  53. @Plindos
    Sehr richtig. ENDLICH...

    @Plindos
    Sehr richtig. ENDLICH einer, der es verstanden hat. Andere brauchen 20 Jahre, um so zu denken.
    Das römische Reich dt. Nation aber ist im Grunde mit dem röm. Reich lateinischer Nation identisch, und somit geht unser Gemeinwesen auf das Jahr 753 v. Christus zurück.

  54. krokodil@....und vergessen Sie...
    krokodil@….und vergessen Sie bitte Jakob Burkhardt nicht. Das Mittelalter als solches ist auch nur eine Erfindung des 19. Jhdts. Beides gab es nicht, alles was damals so gelaufen ist war einmal die handfeste undefinierte Wirklichkeit unserer Vorfahren, anderes war nicht zuhanden. Revivals sind lediglich etwas für Romantiker. Lernen wollen wir eh nix, jede Generation will´s immer auf´s Neue wissen. Da nützen auch die besten sanitären Anlagen und raffiniertesten Finanzinstrumente nixi.

  55. Werter Don,
    der Artikel ist...

    Werter Don,
    der Artikel ist gewohnt gut, allerdings glaube ich, dass die Investmentbanker dieser Welt den Kampf schon gewonnen haben (wenn es diesen Kampf jemals gab), dieses hilflose Gestocher und Gehampel unserer Regierung ist einfach nur noch armselig und wird niemanden aufhalten. CDS zu verbieten ist eine gute Idee, werter Don, die Abstrahierung des Kreditrisikos ist Finanzcasino in Reinkultur, doch das wird nicht passieren, dazu ist die Lobby zu mächtig. Außerdem dient der CDS-Spread inzwischen auch schon als Indikator für die Stellung von Preisen für Liquidität unter Banken, die Entwicklung ist schon zu weit fortgeschritten, als das man sie noch aufhalten könnte. Hört sich in Ihrem Artikel so an, als wäre die Zeit wieder reif für hohe Renditeversprechen, ausgesprochen hinter vorgehaltener Hand im Golfclub oder beim Segeln….was meinen Sie?
    Schicke Konstruktion in einer Steueroase, „Anleihe in CHF“ draufgeschrieben und fleißig zeichnen! Ich werde mir mal was überlegen…
    Schöne Grüße aus dem Norden, obwohl heute in FRA anzutreffen,
    Moritz

  56. @Holly: eher glaube ich an...
    @Holly: eher glaube ich an Neu-Palästina in Brandenburg, denn Berlin als neues Jerusalem zu verkaufen an die Leute, die immer ins echte Jerusalem wollten und nun dort wohnen, ist kein wirklich überzeugender Deal. –
    Ja, der Alleingang der Bundesbank bei der CDS-Regulierung ist nicht schön, aber einer muß ja mal anfangen, wenn so lang drüber geredet wird, aber nichts passiert. Zumal gerade eine Phase ist, wo sowieso europäische Themen „warm“ sind, das muß man nutzen, um Nägel mit Köpfen zu machen, bevor sich wieder alle der Innenpolitik zuwenden.

  57. Don Alphonso@: ...da jibb et...
    Don Alphonso@: …da jibb et nix ze läanen, dat können wir Minsche latent ümmer. S. Elias Canetti „Masse und Macht“. Schönen Tag auch.

  58. "Goldman Can Create Shorts...
    „Goldman Can Create Shorts Faster Than Europe Can Print Money“
    .
    Zum CDS-Verbot: die Bundesregierung wird Jim Rickards gehört haben.
    „Heute kann man ein Land zerbrechen, dazu braucht man kein Geld, man braucht bloß synthetische EURO-Shorts oder CDS“. Mit dem Verbot ungedeckter CDS wäre ein Finanz-Angriff schwerer, weil man dann Geld braucht.
    .
    Schade, diese Information nicht in deutschen Zeitungen zu finden.
    Oder soll Klein-Erna weiterhin glauben, daß der Storch die Kinder bringt, und die Geldschöpfung in den Zentralbanken erfolgt ?
    .
    http://www.zerohedge.com/article/jim-rickards-goldman-can-create-shorts-faster-europe-can-print-money

  59. So ein Quatsch. Könnt Ihr mal...
    So ein Quatsch. Könnt Ihr mal alle aufhören so ein Geschreibe gut zu finden? Wer ist der Markt und was macht der mit dem ganzen Besitz, den er ALLEN aus den Taschen zieht?
    Der Markt und alle seine Freunde hängen sicherlich jeden Abend gemeinsam vor dem Kamin, saufen Bourbon und überlegen sich, wie sie Euch alle morgen wieder fertig machen können, nicht wahr?

  60. Was genau zeigt die erste...
    Was genau zeigt die erste Abbildung, bitte?

  61. Das sind die Tatzen der Löwen...
    Das sind die Tatzen der Löwen am Portal des Doms von Parma, die ein Reptil zerdrücken. Im Mittelalter wurde hier Gericht gehalten, und es sollte zeigen, wie die Obrigkeit mit Lug und Betrug umzugehen gedenkt.
    .
    Franz von Hahn, nachdem die Finanzmärkte kein Geld drucken, verteilen sie Geld nur um. Und ein Grossteil des Handels ist nun mal nicht den wirtschaftlichen Bedürfnissen geschuldet, sondern allein der Spekulation. Und je mehr das mit Derivaten passiert, die Banken im Gegensatz zu Geld tatsächlich drucken können, desto anfälliger wird das System.

  62. DA: Die Nachricht am frühen...
    DA: Die Nachricht am frühen Abend vor zwei Tagen, dass von Mitternacht an in Deutschland Leerverkäufe verboten sein werden, schien mir total bizarre. Ich bewundere Ihren Mut, die Entscheidung zu verteidigen. Mir scheint, in einer solch bizarren Situation ist das von Ihnen gewählte Mittel mittlerweile die einzige Möglichkeit, die in Deutschland angesammelten Ersparnisse wenigstens ein bisschen zu schützen.
    .
    In der Hitze der Finanzmarkgeschäfte ging ein anderes bizarres Ereignis fast unbemerkt vorbei. Am Muttertag, als der Euro im Koma lag, flog Frau Merkel nach Moskau um an der Militärparade zum Jahrestags des Siegs über Deutschland auf der Tribüne teilzunehmen. Noch nicht einmal Berlusconi hat sich das gewagt, sondern hat abgesagt und sich mit seinen Mannen um den Euro gekümmert. Man muss sich das mal klarmachen, die größte Geldkrise seit Ende des zweiten Weltkrieges und unserer Bundeskanzlerin ist die russische Militärparade wichtiger als unser Geld.
    .
    Wenn man das als Geschichte aufschrieb, würde niemand glauben, dass es in Wahrheit passiert ist.

  63. Franz von Hahn, genauso isses....
    Franz von Hahn, genauso isses. Der Markt sind alle, die mitmachen oder „mitgemacht werden“, weil sie blind irgendwelchen Kassenwarten (bei Fondsgesellschaften, Versicherungen, Pensionskassen oder sonstigen Kapitalsammelstellen) vertrauen. Und die Kassenwarte wiederum vertrauen auf den Markt und seine „Market Maker“. Ha ha.
    .
    Die krisensicherste Investition? Zeit und Überlegung, um die eigene Skepsis zu nähren. Da scheinen die meisten hier im Forum auf einem guten Weg zu sein.

  64. D.A., die Finanzmärkte...
    D.A., die Finanzmärkte drucken Geld. Nicht als Banknote, aber virtuell.
    Deswegen steigt die Geldmenge M3. und zwar kräftig.
    http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2007/01/money-supply-and-recessions.html

  65. Die Instabilität kommt aus...
    Die Instabilität kommt aus einer Gelddruckerei (niedrigzinsphase der Fed), die Blase in einem Markt (Immobilienmarkt) ermöglicht hat. Das ganze wurde durch politischen Druck bestärkt. Amerikanische Sozialpolitik zielte spätestens seit Clinton darauf ab mittels Eingriffen halbstaatlicher Hypothekenhändlern (Fanni Mae, Freddy Mac) auch nach wirtschaftlichen Gesichtpunkten kreditunwürdigen Individuen mittels Kredit Häuser zu verschaffen.
    Nur durch die Hypothekenaufkaufprogramme ist es überhaupt möglich, dass diese Kredite in Bankenbücher kommen. Zum Glück für diese Akteure gab es dann Derivate, mit denen man die Risiken an andere weiterverkaufen kann. Dass die die Risiken nicht verstehen ist ihr individuelles Versagen. Derivate gekoppelt mit Planlosigkeit sind Auslöser für bestimmte Bankenprobleme. Der Grund liegt jahrelanger unsolider Politk.
    In Grichenland liegt der Grund für die Probleme auch in jahrelangem unsoliden Wirtschaften. Spekulanten spekulieren nur dann auf Bankrott, wenn es dazu Grund gibt.
    Abgesehen ist der Markt keine handelnde und entscheidung-treffende Instanz sondern nur Forum um individulle Geschäfte abzuschließen.
    Geldpolitisch harte Hand und vernünftige Haftung schaffen Sicherheit, nicht irgendwelche diffusen Aktionen gegen „den Markt“.

  66. Die Tatzen des Löwen.
    .
    Dazu...

    Die Tatzen des Löwen.
    .
    Dazu wollte ich mal anmerken, daß von besonderer Aktivität der Staatsanwaltschaften hierzulande keine Rede sein kann.

  67. Lieber Herr von Hahn,
    der...

    Lieber Herr von Hahn,
    der Begriff „Markt“ ist hier natürlich mehr eine Chiffre, mit der auch einzelne Personen wie der Fabulous Fab oder Dick Fuld gemeint sein können.
    .
    Doch, die nennen sich auch selber so.

  68. "Dass die die Risiken nicht...
    „Dass die die Risiken nicht verstehen ist ihr individuelles Versagen. “
    .
    Lieber Herr von Hahn, sie arbeiten nicht zufällig bei einer Rating-Agentur?

  69. Nö, ich gehe keiner...
    Nö, ich gehe keiner speziellen Tätigkeit nach.

  70. Das muss ich mir merken....
    Das muss ich mir merken.

  71. @Plindos: Das Mittelalter als...
    @Plindos: Das Mittelalter als „dunkle Epoche“ wurde eigentlich schon von den Humanisten erfunden, dann in der Romantik positiv umgewertet.
    Ja, sicher war Burckhardt sehr einflussreich, aber wenigstens beruht sein auch literarisch bedeutsames Buch über die Kultur der Renaissance in Italien auf intensivem Quellenstudium und wird noch heute diskutiert, obwohl man in vielen Punkten anderer Ansicht ist (z.B. was die Rolle der Religion angeht), was aber in der Natur historischer Forschung liegt. Nietzsches Renaissancebild dagegen ist weitgehend Fantasie; seine Ausführungen über Cesare Borgia gehören sicher nicht zu seinen scharfsinnigsten Äußerungen… Ich finde nur interessant, dass er, der in vielen Punkten die Schwächen der deutschen Gesellschaft und Kultur seiner Zeit (z.B. Nationalismus, Hang zur antiquarischen Gelehrsamkeit) scharf analysiert hat, dann dem Mythos des „Vollmenschen der Renaissance“ aufgesessen ist.
    Es hat immer etwas Verzerrendes, einer Epoche EIN bestimmtes Lebensgefühl und auch EIN Menschenbild zuzuschreiben, dass dann noch mit normativen Zügen ausgestattet wird. Heute z.B. der „Netzbürger“, der 24 Std. online ist und hauptsächlich virtuell in verschiedenen Avataren lebt, sich dadurch einer selbsternannten Elite zugehörig fühlt, etc.

  72. Plindos 11:27
    .
    Werter...

    Plindos 11:27
    .
    Werter Herr,
    .
    wollen Sie im Ernst behaupten Deutschland gibt es garnicht?

  73. Das ist ja mal ein schön...
    Das ist ja mal ein schön negativer Kommentar…. sehr vergnüglich zu lesen. Indes sehe ich, dass auch wir Teilnehmenden nicht in die Zukunft zu blicken vermögen (vielleicht zum Glück) und daher nicht die Mittel kennen, noch ob mit irgendeinem das Ziel (der nicht-ganz-totale Zusammenbruch) erreicht werden kann. Die Frage bleibt also: Frisst der Markt die Leute oder kriegt man ihn nochmals unter Kontrolle….?
    .
    Da ist es sicher nicht schlecht, Silberkannen zu horten (bei Schuhen bin ich mir nicht ganz so sicher, da diese ja sehr individuell sind) und Immobilienbesitz sein eigen zu nennen.
    .
    Am besten treffen wir uns nach der Krise um sechs im Kelch. Dann können wir weiter diskutieren……
    .
    PS: Lieber D.A. der San Bernardino-PASS ist noch geschlossen. Sie müssten als noch durch den Tunnel fahren. Warum nicht als Abwechslung mal den Lukmanier (auch so ein alter römischer Pass) nehmen?
    .

  74. minna...
    minna 13:41
    .
    Verehrteste,
    Amerika gibt es auch nicht (siehe Peter Bichsel) – und ELVIS LEBT!

  75. Werter Don,
    vielen Dank für...

    Werter Don,
    vielen Dank für diesen Artikel. Mit dem „Geheule und Gejammere der Marktgläubigen …“ geht man mir momentan mächtig auf die Nerven und ich habe weder Zeit noch Lust gegenzuhalten. So kann ich jetzt gelassen Ihren Beitrag zücken.
    Aber ich habe ja nur zu Wort gemeldet, um was vom versprochenen Schampus abzukriegen, den Plindos uns so großzügig versprochen hat- ru(o)chlos* wie ich bin. 
    *ruchlos von mhd. ruochlos =sorglos, unbekümmert.

  76. Der Papst hat doch den totalen...
    Der Papst hat doch den totalen Sieg schon 1077 davon getragen?
    Zu den Leerverkäufen: Im aktuellen Heft von Life&Pension steht der Anteil, den die Allianz, die Generali an PIG-Anleihen halten. Dann verstehen Sie warum gegen Leerverkäufe gegen diese und PIG-Anleihen verboten wurde. Es hilft zwar nichts, aber ein Telefonanruf von der Königinstraße …

  77. werter HansMeier555,
    ist das...

    werter HansMeier555,
    ist das verhängte Verbot von Leerverkäufen bereits ein Dogma,
    oder eher ein Rohling?

  78. @minna
    Eine einfache...

    @minna
    Eine einfache Bussauflage außerhalb der Fastenzeit.

  79. § 323c StGB Unterlassene...
    § 323c StGB Unterlassene Hilfeleistung
    .
    Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    .
    Den Anwendungsbereich des Paragraphen sollte man vielleicht auf den Kapitalmarkt ausdehnen können…

  80. Kirche als "Bestimmende...
    Kirche als „Bestimmende Ideologie“ im Mittelalter?
    Das ist nun wirlklich Käse`!
    Das Zeitalter der Ideologien beginnt
    erst mit der Aufklärung, erst nach Kant!
    Zuvor war Religion oder Kult das Medium,
    um für die Welt Ordnung zu finden.
    Es war nicht Ideologie, sondern nur metaphysische Struktur.

  81. V, und auf die Politik!...
    V, und auf die Politik!

  82. Es gibt wirklich schöne...
    Es gibt wirklich schöne Sunbeams. Man denke an den Alpine von anno 54 oder so. Wau! Don, Ihr Wägelchen wird auch einmal hübsch, ganz bestimmt. Auch wenn es nie fahren wird…

  83. Also wirklich, hier weht ein...
    Also wirklich, hier weht ein Hauch von Ironie und Zynismus durch den Blog, da könnte man ja von Resignation reden.
    Bischen mehr §32 (Notwehr) und §34 StGB pls.
    .
    Die Merkel sieht 20 Jahre älter aus als 2007 und kann auch nicht hinschmeissen. Immer schön munter den Ball treiben und weniger Trübsaal pls.
    Wenn schon auf den Wasserfall zusegeln, dann doch wohl mit vollem Tuch. Am Ende kommen die Amis und retten uns (sagt meine Kristallkugel).

  84. @ von Hahn,
    .
    grundsätzlich...

    @ von Hahn,
    .
    grundsätzlich haben Sie recht, was die „loose liquidity policy“ (hach was lieben die ökonomen das denglisch) der Zentralbanken angeht. Es ist jedoch keinesfalls nur die FED die hier an den Pranger gehört.
    Die Japanische Notenbank fährt seit Jahrzehnten eine quasi Nullzinspolitik. Das spielte schon in die Asienkrise 98/99 mit hinein und der yen carry hatte wohl auch messbaren Anteil an der Subprimekrise gehabt (vgl Hattori / Shin).
    In Europa hat man sich gerne in Schweizerfranken finanziert (s. Österreich, S/CEE). Australien / Neuseeland hing ebenfalls am Tropf der Japaner. Mit vollem durchschlag der Krise in den USA stieg dann auch die FED* ein, was Roubini zum „mother of all carry trades“ Zitat verleiten ließ. Ob es wirklich so schlimm war wie angenommen wird sich wohl erst mit Ende Phase günstigen FEDgeldes zeigen. In den Ziel- ( = Schwellen) Ländern hat der Zustrom frischen Kapitals jedenfalls massive Bedenken ausgelöst ( und Kapitalverkehrskontrollen wurden errichtet z.B Brasilien)
    .
    Auf den letzten G8 treffen war man sich noch einig, dass die Geldmenge alsbald wieder reduziert gehört, aber ich glaube das Thema dürfte auch erstma vom Tisch sein, zumindest in Europa.
    .
    Mir ist auch noch nicht ganz klar, worauf Ihre Kritik zielt. Geldpolitik (FED) und bankenregulierung (Mac & Mae ) sind ja nu völlig verschiedene paar Schuhe. es gab ja nicht nur in den USA sondern auch in anderen gebieten Sub-Prime krisen ( Aus, NZ, CEE, A, Baltikum usw.). Letztere Regionen lassen sich ja nu schlecht mit der clintonschen sozialpolitik erklären ..
    .
    * direkt nach ende dotcom und 911 gab es zwar zeitweilig niedrig verzinstes Geld von der FED, die Phase war aber afaik 2004 schon wieder vorbei.

  85. Holly01, ja, sehr...
    Holly01, ja, sehr wahrscheinlich. Oder Robin Hood. Oder Zorro.

  86. „Der Staatshaushalt muss...
    „Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
    Nein, nicht Merkel oder Schäuble und auch keiner von der Opposition sondern
    Marcus Tullius Cicero.
    .
    Also, Nichts Neues im Westen.

  87. Lieber HansMeier555- es ist...
    Lieber HansMeier555- es ist richtig, die meritocracy war frueher ausgepraegter als heute, aber immer noch gegenwaertiger als in Deutschland. Sie koennen doch nicht ernsthaft Neuschwanstein mit Disneyland vergleichen, entweder nehmen Sie Legoland oder die Golden Gate Bridge. Und die Unschuld liegt am Wetter, wegen des ewigen Regens muss man hier beide Augen dauernd zukneifen.
    @JorgeLoma, diese eine Stimme war die von Carl Schurz und seine Entscheidung traf lediglich auf Pennsylvania zu.
    @Holly1- Deshalb machen sich die Menschen hier grosse Sorgen. $2d des Besatzungsstatuts laesst Fluechtlinge ungehindert einreisen. Die FAZ berichtete vor einiger Zeit ueber 200,000 Araber, die in Berlin Essen und Bremen auf Kosten der Allgemeinheit in Unwesen in Deutschland treiben. Deutschland hat ausser den 70m Deutschamerikanern keine Freunde auf der Welt, dieses Land wird einfach gehasst. Meine juedischen Freunde nehmen dieses Besatzungsstatut als gerechten Anlass, um Deutschland zu verwaessern, und das spueren viele Leute hier. Ansonsten ist alles ok, die Radwege sind sehr gut, leider regnet dauernd aber dagegen gibt es Goretex Bekleidung.

  88. Der Tiger 12:24, im Feuilleton...
    Der Tiger 12:24, im Feuilleton der aktuellen „Zeit“ hat sich Jürgen Habermas auch zum Besuch der Kanzlerin an dieser Putin-Parade geäussert.

  89. Wehrter Don,
    war in einem...

    Wehrter Don,
    war in einem Ihrer letzten Beiträge nicht etwas von einem kleinen Haus südlich der Alpen zu lesen? Ist es jetzt nicht auch Zeit für Euch sich neu zu orientieren?
    Es lebt sich gut hier in den Alpen und südlich davon. Man wird ruhiger und gelassener.
    Ein netter Beitrag.
    Herzlichst P.

  90. mhh wie verwässert man denn...
    mhh wie verwässert man denn als jüdischer Freund mein geliebtes Deutschland so, dass ich das auch spüre ?

  91. Lieber HenryPetersen,
    mein...

    Lieber HenryPetersen,
    mein Verhältnis zu den USA kann ich vielleicht am griffigsten durch meinen Wunsch charakterisieren, daß Sandra Palin möglichst bald zur Präsidentin gewählt wird — mit Rush Limbaugh als Vize.

  92. @ vollvorstadtprolet : Die...
    @ vollvorstadtprolet : Die spülen das Tütü 2 mal und waschen sich nachher unverhältnissmässige 5 min die Hände.
    @ HenryPetersen : Alte Weisheit : Freunde kommen und gehen, aber Feinde hat man für das ganze Leben.

  93. @ Solander, 16:18: Seien Sie...
    @ Solander, 16:18: Seien Sie doch nicht so pessimistisch. Öfter mal um oder durch den Blog zu fahren wird schon gehen. Anschaffung und Unterhaltungskosten des Sunbeam wären dann auch als Betriebsausgabe steuerlich abzusetzen, wie etwa die Käfige im TV-Urwaldcamp oder andere Requisiten. – Wobei wir wieder bei den Finanzen wären. – Wir dürfen nicht stören, solange hier der Euro gerettet wird.

  94. Das deutsche Verbot zu den...
    Das deutsche Verbot zu den Leerverkäufen war an deutsche Marktteilnehmer gerichtet. Ich würde abbehmen, die Kanzlerin wollte eine „Überreaktion“ verhindern.
    Gegen wen sich die deutschen Leerverkäufe gerichtet hätten, kann man nur vermuten. Ich schätze die Kanzlerin hat meine Ant-Euro-Wette verzögert.
    So ein mist, nun gibt es keine Auszahlung vor Pfingsten.
    Naja, müssen die türkischen Börsen noch 2 oder 3 Wochen auf mein Geld warten.

  95. @vollvorstadtprolet - Augen...
    @vollvorstadtprolet – Augen auf, looky looky machen, mal in HH schauen wie hoch die Kosten fuer geduldete Afghanistan Fluechtlinge sind.
    Lieber HansMeier555 – Bitte mal Toqueville lesen, Demokratie in Amerika, als Reclam Heft verfuegbar, ich verschenke es dauernd in D. An Obama sieht man, wie ohnmaechtig ein US Praesident innenpolitisch ist. Ausser seinem tax cut hat Bush innenpolitisch auch nichts erreichen koennen. Palin und Limbaugh, who cares, innenpolitisch kann wenig Schaden angerichtet werden weil die Reps direkt gewaehlt werden, und die Leuten merken wenn es ihnen ans Geld geht. Hier in D wird immer noch nach Gutsherrenart regiert, allmaehlich wird es Zeit das hier etwas geaendet wird.

  96. tiger,
    .
    In der Hitze der...

    tiger,
    .
    In der Hitze der Finanzmarkgeschäfte ging ein anderes bizarres Ereignis fast unbemerkt vorbei. Am Muttertag, als der Euro im Koma lag, flog Frau Merkel nach Moskau um an der Militärparade zum Jahrestags des Siegs über Deutschland auf der Tribüne teilzunehmen. Noch nicht einmal Berlusconi hat sich das gewagt, sondern hat abgesagt und sich mit seinen Mannen um den Euro gekümmert. Man muss sich das mal klarmachen, die größte Geldkrise seit Ende des zweiten Weltkrieges und unserer Bundeskanzlerin ist die russische Militärparade wichtiger als unser Geld.
    .
    von wegen.
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    wie war der spruch mit am stillen don sitzen, und warten, bis die sieger von 1989 vorbeitreiben?
    .
    putin betreibt die revision der seinerzeitigen implosion der sowjetunion. er will so ganz stickum das grossrussische reich wiederherstellen, diesmal mit einem kruden russischen nationalismus statt leninismus/stalinismus (was eigentlich wäre geschehen, wenn lenin seinerzeit an die leute geraten wäre, die hitler die ideen gegeben haben? ).
    .
    und frau dr. bundeskanzler wird das, wenn nicht wissen, dann doch ahnen. war sie doch in einem anderen leben schon einmal nicht auf seite des christlichen abendlandes tätig.
    .
    denn putin hat sicher schon einen vertrag in der schublade, wenn es den euro knicken sollte (rgw zwo.null) und gleich noch einen, für den fall, es falzt auch den usd und damit die nato (warschauer pakt zwo.null).

  97. Kopfgeburt (13:54)
    .
    „Frisst...

    Kopfgeburt (13:54)
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    „Frisst der Markt die Leute oder kriegt man ihn nochmals unter Kontrolle….?“
    .
    Der Markt ist definitiv unter Kontrolle zu bekommen, wenn die politische Elite sich nicht mehr auf den Lobbyisten-Partys rumdrückt und dort einlullen lässt. Ein bisschen mehr Abstand zu diesen Leuten erscheint mir wirklich sinnvoll!
    .
    @ ego (17:04) „Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
    .
    Das ist eines meiner Lieblingszitate von Marcus Tullius Cicero. Wir stellen gerade eine Art politische Bibel zusammen, in der sich auch dieses Zitat wieder findet. Es soll Leitfaden und Gedankenfundament für jeden sein, der unsere Politik verstehen möchte oder mitgestalten will.
    .
    @ HenryPetersen (17:07) „Die FAZ berichtete vor einiger Zeit ueber 200,000 Araber, die in Berlin, Essen und Bremen auf Kosten der Allgemeinheit ihr Unwesen in Deutschland treiben.“
    .
    Lieber Herr Petersen, dem kann abgeholfen werden, mit einer entschlossenen, gerechten und zupackenden Politik.

  98. Lieber auch-einer,
    dazu passt...

    Lieber auch-einer,
    dazu passt allerdings, daß der Rubel gegenüber dem Euro und dem Dollar nun schon seit über fünf Jahren enorm stabil ist und aufgrund seiner anhaltend hohen Risikoprämien (Zinsen um die 10 Prozent und mehr p.a.) die beste denkbare Geldanlage gewesen wäre. Hätte man sich halt trauen müssen.
    .
    Hinzu kommt der strategischer Vorteil finanzeschatologischer Souveränität. Die russisch-orthodoxe Kirche ist nicht vom Papst abhängig und kann daher das Putin-Regime souverän und beliebig mit Schuld-und-Sühne-Zertifikaten ausstatten. Das hat schon Iwan der Schreckliche schlau eingefädelt (auch so ein Renaissancemensch).
    .
    Lieber HenryPetersen,
    haben Sie sich inzwischen eigentlich mal erkundigt, was „Pentateuch“ bedeutet?

  99. Minna@: Beste, was soll ich...
    Minna@: Beste, was soll ich dazu noch sagen? Vielleicht gab es Deutschland viel zu sehr? Richelieu, der schlaue Kardinal, subventionierte nicht umsonst Schweden, damit es sich in die querelles allemandes mit seinen Goten einmischte, zum gebotenen Kleinhalten des Reiches.
    Corenelius@ Wieso entdeckt die gute Fee an der Spitze unserer Regierung getz
    erst, dass wir ne galoppierende Staatsverschuldung haben? Und hängt uns , den Bürgern den Pfusch von vierzig Jahren nun an unseren Edelbalg? Da hätte sie doch schon unter Kohl Nachhilfeunterricht haben können. Die BRD war doch bei der drangvollen Vereinigung mit der DDR auch schon pleite. Es wurde alles jjedoch dünn überdeckelt und mit der guten Tat stieg die Bonität wieder bei den Ratingagenturen. Feine Sache das. Der Rest ist bekannt.

  100. @ Plindos:
    Wer den Namen des...

    @ Plindos:
    Wer den Namen des großen Renaissancehistorikers „Jakob Burkhardt“ schreibt, dem sind die unendlich feinen Unterschiede im gesellschaftlichen Leben der Schweiz verschlossen. Ausschließlich die ck-dt-Burckhardts, denen der berühmte Gelehrte Jacob Burckhardt das Glück hatte anzugehören, rechnen zum alten Schweizer Patriziertum.

  101. Lieber HansMeier555- logo,...
    Lieber HansMeier555- logo, dafuer gibt es doch Wiki. Mir gefallen Ihre Kommentare und eigentlich wollte ich Sie aus Ihrer Reserve herausholen, leider ist es mir nicht gelungen. Frage: Kennen Sie Noam Chomsky?

  102. ego@: Marcus Tullius Cicero...
    ego@: Marcus Tullius Cicero war denn doch zu laut geworden und landete auf den Proskriptionslisten, man mochte das nicht, dass da einer zu laut an die Tugenden des Vaterlandes appelierte. Fluvia durchbohrte noch die Zunge des Leichnams auf der Rostra mit einer Haarnadel.

  103. Und was die 200.000 Araber in...
    Und was die 200.000 Araber in Essen, Köln und Berlin betrifft, so sind die am Schlamassel natürlich die Hauptschuldigen.
    (Siehe mein Posting vom 19. Mai 2010, 21:04, q.e.d.)

  104. @Plindos (22:10), bloss wat...
    @Plindos (22:10), bloss wat lernt uns dat? Schnuess halten? Dat ham wer jelernt, schon in dae Kaijass.

  105. Wer den homo laber zitiert,...
    Wer den homo laber zitiert, muß sich aber auch fragen lassen: Ja ging denn der römische Staat dann eigentlich bankrott oder nicht?
    .
    Kikero symbolisiert für mich das Scheitern des Westviertels vor den Herausforderungen der imperialen Globalisierung.
    .
    Seine Mörder waren zugleich die Erfinder der Monarchie, einem politischen Konzept, das von den barbarischen Eroberern 400 Jahre später bruchlos übernommern werden konnte.
    .
    Des christlichen Abendlandes Morgenröte….

  106. @HansMeier555 - darueber hat...
    @HansMeier555 – darueber hat Marc Bloch ausfuehrlich geschrieben.

  107. @HansMeier555 - die 200,000...
    @HansMeier555 – die 200,000 Araber sind lediglich die Spitze des Eisbergs.

  108. Werter Don,
    ich war Spargel...

    Werter Don,
    ich war Spargel essen. Westerland, kurz vorm Wasser links. Es gab HTB, bzw. HBT zu trinken. Schloß Tegersee, seit 746. Das lässt sich schon fast nicht mehr toppen.
    Der Grappa war auch „atemberaubend“.
    Nein, die Westviertel sind nicht mehr sicher: Erst bauen wir Kasernen, dann Flughäfen, Omnibusparkplätze, Gesamtschulen, Jugendzentren und zuletzt Polizeistationen.
    Und dann tanzen wir Pogo, wenn alles wieder niederbrennt und trinken dazu Rotkäppchen-Sekt.

  109. Trotzdem hat der Hinweis auf...
    Trotzdem hat der Hinweis auf Cicero schon seine Berechtigung.
    .
    Er repräsentiert ziemlich genau diejenige pseudokonstitutionelle oligarchische Staatsform, auf die wir uns derzeit zubewegen. Der Moment, wo die Triumvirn Proskriptionslisten auswürfeln, steht erst noch bevor.

  110. vonhieranblind, nun, ich kann...
    vonhieranblind, nun, ich kann nur mal raten, das nach einer Bergtour oben auf der Neureuth im Sonnenuntergang zu probieren, gewissermassen in der Heimat.

  111. @auch-einer
    (1) Darf ich Sie...

    @auch-einer
    (1) Darf ich Sie daran erinnern, dass es unkorrekt ist, mich zu zitieren, ohne meinen Text mit Anführungszeichen zu markieren?
    (2) Ich denke, Sie unterstellen Putin mehr Macht und Einfluss als er besitzt. Frau Merkel ist unter den gegebenen Bedingungen nach Moskau zur Militärparade gefahren, weil sie – und nicht Putin – das entschieden hat. Ich persönlich halte es für unangebracht, als deutsche Bundeskanzlerin an ausländischen Militärparaden teilzunehmen. Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass Frau Merkel es tat, um das Machogefühl der Abnehmer einer Militärparade (mit) zu genießen.

  112. @ Plindos (21:55)
    Vermiesen...

    @ Plindos (21:55)
    Vermiesen Sie mir bloß nicht meine Vorstellung von einer guten Fee. Sie meinen die charakterschwache Stümperin Merkel. Ob Kohl, Schröder oder Merkel, alle zusammen haben die galoppierende Staatsverschuldung zu verantworten. In einer waschechten Lobbykratie ist kaum Sachverstand gefragt, da wollen die Wähler/innen und Parteifinanzierer bezahlt werden. Nun brennt die Hütte und Merkel versucht zu löschen. Als die Vereinigung anrückte, bekamen ne Menge Unternehmen, die, wie Sie richtig bemerkten, nahezu pleite waren, einen gewaltigen Ständer, weil nun 17 Mio. ausgehungerte Konsumenten mit großen Augen und vielen Wünschen vor der Tür standen.
    .
    Der Pfusch der letzten 40 Jahre könnte noch ausgebügelt werden, wenn in den nächsten Monaten eine neue politische Kraft mit hochgekrempelten Ärmeln und wegweisenden Konzepten die Regierungsmehrheit in den entsprechenden Parlamenten erlangt. 5 Jahre gewählt und täglich die Reformaxt geschwungen, dürfte ein Bundesland nach 1825 Tagen wieder auf Linie sein. Das wäre Aufbruch und Signal, worauf Millionen Menschen warten.

  113. @ auch einer
    .
    diese verträge...

    @ auch einer
    .
    diese verträge für eine loslösung von den US of A liegen bei den russen nicht nur in der Schublade, die wedeln auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit damit herum. „gemeinsame europäische Sicherheitsarchitektur“ nennt sich der Spass und stößt seit Jahren auf wenig Gegenliebe in Brüssel+ satelliten. wenn die Gelben horden erfolgreich ihren Teil von gods own country fordern, kommt sie vieleicht doch noch …
    .
    @HansMeier
    .
    Na die Stabilität in Russland ist so eine Sache, solange die Ihre Wirtschaft auf Öl bauen , bauen sie auf Sand (langfristig, mittelfristig ist natürlich alles toll für ein paar wenige). Immerhin hatten sie Ihre Krise schon (’98), LTCM hat da ja ordentlich Flurbereinigung betrieben. Es könnte daher ersteinmal ruhig bleiben im land der silowiki …

  114. Ach hätten wir nur jemanden...
    Ach hätten wir nur jemanden mit Tatkraft, der sich Rücksichtslos durchsetzt und die lange notwendigen Reformen anpackt.
    Er sollte nur nicht klein, schwarzhaarig, von schwachem Bartwuchs und aus Österreich sein.
    Gibbet diese „Persönlichkeiten“ auch mit Garantie?
    Das erste Experiment zur Einsteinschen Theorie der Zeitkonstante haben wir erfolgreich belegt, daß es daß man 1000 Jahre auf 12 Jahre komprimieren kann.
    Ansich bin ich kein Fan der Idee das Experiment zu verifizieren.

  115. werter Herr Plindos,
    ...es ist...

    werter Herr Plindos,
    …es ist schwierig; D gibt es nicht so recht und dann wird es auch noch dauernd mißverstanden. Dabei haben wir es jetzt schon mit so vielen Sprachen versucht.
    .
    Selbst einfache Bussauflagen verursachen einen Riesenwirbel.
    Was soll man tun?

  116. Ich habe allerdings den...
    Ich habe allerdings den Eindruck, dass es andersherum ist: Das Verbot der Leerverkäufe und die Drohung mit der Finanztransaktionsteuer ist die hilflose Geste des Papstes, und die Märkte sind die Viscontis, die diese Bulle der Politik zum Aufessen in den Mund zurückstopfen werden.
    .
    Die Bewohner des Westviertels, leider eher mit der Politik (dem Papst) alliiert als mit Visconti (den Märkten), werden für die Hilflosigkeit der Politik leider bezahlen müssen. Sorry!

  117. Ich vermag Ihre historische...
    Ich vermag Ihre historische Gleichung, so hübsch sie sich liest, leider nicht recht überzeugend zu finden, wenn ich gleichzeitig die kleine Meldung aus dem Wirtschaftsteil sehe, nach der sich die Herren Vorstände der Commerzbank soeben schon wieder einen mehr als „kräftigen Schluck aus der Pulle“, die gar nicht mehr ihre eigene ist, genehmigen: stolze 50% Lohnerhöhung ab dem nächsten Jahr, und die Aufseher des Staates im Aufsichtsrat hauen nicht mit der Faust auf den Tisch, sondern lassen nicht einmal ihre Piepsstimmchen fiepen und enthalten sich. Nennen Sie das, jemandem seine eigene Schandbulle ins Maul stopfen?

  118. <p>runtergerutscht auf...
    runtergerutscht auf „Blöd“-Niveau: „Angriff auf den Euro…“
    Lieber Don, man sollte es wohl lieber so formulieren: „Bevor hier einer das Vertrauen in den Euro verliert, zerstören „wir“ (FDJ-Angi & [edit: gemeint war Schäuble, in einer eher fragwürdigen und hier nicht wirklich passenden Form. Don]…) ihn lieber vorher selber.“
    Und noch ein entscheidener Punkt zum „Bänker-Bashing“: Warum geht dieses Geld denn nun zu den Banken? Weil irgendwelche Sozis das geliehene Geld verteilt haben, welches ihr „Sozialstaat“ nicht erwirtschaftet hat.
    Dass die Gläubiger ihr Geld sehen wollen ist nur gerecht. Eine Unverschämtheit hingegen Opfer und Täter zu vertauschen. Und in der Tat, jeder Gläubiger wird derartigen Schuldnern nix mehr leihen, sprich, raus aus dem sozialistischen „Westviertel“, bloß raus… und genau das beobachten wir dieser Tage.

  119. Ach Gott, wieder mal eine...
    Ach Gott, wieder mal eine Philippica gegen „den Markt“ aus deutschen Federn. Das wärmende Feuer des Kollektivismus, es lodert auch in den Redaktionsstuben der FAZ. Die Sehnsucht der Deutschen: von den Segnungen des Kapitalismus profitieren, aber von den Risiken des Marktes durch die Schwarmintelligenz seiner politischen Elite geschützt zu werden.
    Und wie schon seit 1933 wird auch heute der angelsächsische Kapitalismus – genauer: die gierigen Spekulanten des angelsächsischen Finanzkapitals, präziser muss ich mich wohl nicht ausdrücken… – für alles Übel verantwortlich gemacht.
    Das Idealbild der deutschen Finanz- und Wirtschaftspolitik: der Zünfte- und Ständestaat, der über Marktzugang, Marktanteile, Preise und Kapitalzuteilung entscheidet, bevor der unberechenbare Markt eingreifen kann. Die Realität der deutschen Finanz- und Wirtschaftspolitik: stehend k.o. in die Pleite, weil der Dirigismus noch immer der freiheitlichen Wettbewerbswirtschaft des Kapitalismus unterlegen ist.
    Aber alles schön und ausführlich formuliert, Herr Plindos…

  120. Habe heuer das erste Mal und...
    Habe heuer das erste Mal und mit großem Vergnügen Ihren Blog besucht. Vor allem der tiefgründige, ahndungsvolle Bildgebrauch fiel mir auf. Von Ihren Geschichtskenntnissen war ich beeindruckt. Vielleicht jedoch schien mir Ihre Fabel vom Herrscher und seinem Papst ähnlich schief, wie wenn man sagen würde, eine Ameise wäre von herkulischer Kraft.
    So schlage ich statt der heroischen Geschichte zum Vergleich eine Fabel vor, um dem heutigen Markttreiben eine proportional angemessene Beschreibung zu geben:
    Der Narr, der die Weisheit verkauft
    (Le fou qui vend la sagesse; Jean de La Fontaine)

    Ein Narr rief aus – er blieb an jeder Ecke stehn –,
    die Weisheit hab er zu verkaufen. Gläubig fielen
    die Leute drauf herein: herbei lief alle Welt,
    ließ manchen Possen sich gefallen,
    und dann erhielt man für sein Geld
    zwei Ellen Schnur und zwei Maulschellen, die recht knallen.
    Die meisten sind empört. Was half’s? Sie hatten nur
    zum Schaden noch den Spott; das beste war, zu lachen
    oder still sich davonzumachen
    mit den Maulschellen und der Schnur.
    Nach einem Sinn hier noch zu fragen,
    wär‘ lächerlich und brächt nur neuen Hohn wohl ein.
    Soll die Vernunft denn Bürge sein
    für eines Narren Tun? Der Zufall, muss man sagen,
    ist es, der Blasen treibt in einem kranken Hirn.
    Doch, unbefriedigt von der Mauschell und dem Zwirn,
    fragt einen Weisen einst einer von den Genarrten.
    Der sagt ihm, ohne langes Warten:
    „Hieroglyphen sind’s, die jener Euch gab auf.
    Wer wohlberaten stets sich wahren will vor Schaden,
    bleib‘ immer ganz genauso weit, als dieser Faden
    lang ist von den Narren fern; wo nicht, verlasst Euch drauf,
    droht ihm ganz ähnliche Liebkosung.
    Der Narr betrog Euch nicht: Weisheit war seine Losung.“
    So, und jetzt, welche Sicht auf die Weisheit (des Marktes) ist die richtige?
    Ich finde, wir können den Bänkern und ihren Kunden, den Politiker und ihren Wählern, den Zeitungen und ihren Lesern und allen zusammen in ihren Verhältnissen zu- und untereinander derzeit kaum einen größeren Gefallen erweisen, als auf jeden heroisierenden Vergleich zu verzichten. Soweit ich mich erinnere, sind es vor allem Kinder, die es lieben, mit großen, größeren und noch größeren Zahlen sich gegenseitig zu beeindrucken. Und je größer und absurder das Ganze wird, desto mehr zeigt sich der kindische Charakter des ganzen Spiels. Und, wäre es nicht gegen jedes Vernunftempfinden, gegen jede Proportion, Bänkern mit ihren ’shitty deals‘ und Politikern mit ihren windigen Kriegsfantasien und eitlen Nationalismen durch Vergleich die Aura des Tragischen, Historischen zu verleihen?
    Ich appeliere an das gute Stilempfinden eines jeden Schreibers hier im Netz und draußen in den Redaktionen, in den ehrenvollen Wettkampf einzutreten, wer die schrägeste Metapher, wer die kleinste Größe bei den hergeholtesten Vergleichen findet, diese Krise der Finanzen und der Politik, des Glaubens und der Macht zu beschreiben!
    Grüße

  121. Signore Alphonso! Die - wie...
    Signore Alphonso! Die – wie üblich – geistreich verfaßte Polemik geht leider total am Ziel vorbei und zeugt von tiefer Unkenntnis. Der Macchiavell sitzt in Brüssel und hat aus Machthunger griechische Feigen teuer gekauft, statt sie auf ihren realen Wert zu prüfen.
    Der Markt schützt einmal mehr den Bürger in dem er den „Reichen“ (Politikern) die Grenzen der Finanzierbarkeit aufzeigt. Das Beispiel Griechenland zeigt vor allem eines: Um Sozialist zu sein, braucht man Geld, viel Geld. Das sie das nie hatten, merken die Griechen jetzt. Ich hoffe die Deutschen merken es auch hoffentlich aber rechtzeitig. Es ist nicht der Markt, der den Euro kaputtmacht, sondern die politische Klasse mit ihren gekauften Stimmen. Das alles erinnert an „Brot und Spiele“. Das Ende sieht hoffentlich anders aus, als die Völkerwanderung?

  122. ...des kurzen Fadens langer...
    …des kurzen Fadens langer Sinn…?

  123. Ach bester Susrich, das ist...
    Ach bester Susrich, das ist einfach.
    Es gibt da eine Wetterregel, die man gut auch auf anderes anwenden kann. Und die beginnt so: „Kräht der Hahn…..“
    .
    Es ist schon so: Man darf sich nicht zu sehr an der Börse orientieren. Die Jungs dort treiben ihr eigenes Spielchen und nehmen sich eh zu wichtig (aber wer macht das nicht….).

  124. Martin Streit, Geschichte ist...
    Martin Streit, Geschichte ist immer nur kleinteilig wirklich vergleichbar. Das Gegenstück zu Brüssel sind die für allerlei Lobbyisten stets anfälligen Kammern der Serenissima, würde ich meinen, und die Bleikammern wären dann die Orte für die EU-Bürger.
    .
    Susrich, herzlich willkommen und viel Spass.

  125. specialmarke, 100 Punkte!...
    specialmarke, 100 Punkte!

  126. dunnhaupt@: Beschämt gestehe...
    dunnhaupt@: Beschämt gestehe ich meine Faulheit ein, dass ich nicht zum Bücherschrank gelaufen bin und den korrekten Namen zitierte. Werde mich bessern, ährlichch. In meiner Bekanntschaft ist eine Dame, die ebenfalls dem Basler „Teig“ entstammt, so wie J.B. Ihr Vater hatte übrigens den Machiavelli ins Deutsche übersetzt.
    Des weiteren gab es noch einen C.J.Burckhardt der als Hoher Völkerbundskommisar Danzig zwischen den „Jahren“ verwaltete. Aus seiner Feder stammt eine 3-bändige
    Richelieu-Biographie.
    Überhaupt ist ja die Schweiz tatsächlich der Rettungshafen des Europäischen Kapitals par excellence.
    In der FAZ vom heutigen Tage wird der spasshafte Gedanke geäussert, dass die EU
    (surrender without conditions) der Helvetischen Konföderation beitreten solle, da diese der einzige Staat in Europa sei, der die satzungsgemässen staatsbilanziellen Regeln und Kriterien voll erfülle ausserdem einen ausgeglichenen Haushalt ausweise. So was wäre an sich die vollsatte Stütze und nicht Hartz IV.
    Don Alphonso@: Der Hort des Nibelungenschatzes soll sich mittlerweile im Vatikan befinden, argwöhnisch bewacht von der Schweizer Garde (Stichwort:Papst, Renaissance, Pensionfonds, M.M!). Der neue Alberich in dessen geheimen Verliessen ist der Wissenschaftsstrizzi Craig Venter (Windmacher?) Wenn das nicht Zukunftspotential ist, dann weiss ich nicht was Fähigkeiten sind…

  127. Susrich@: Hier wäre die...
    Susrich@: Hier wäre die parallele Lektüre des in Basel ehem. lehrenden Erasmus von Rotterdam mit seinem „Encomium moriae“ (Lob der Torheit) (1509 oder 1510) empfehlenswert.
    Till Eulenspiegels Schwänke zeigen ebenfalls wie der einfältige Bürger über die Löffelchen zu balbieren sei.
    Don Alphonso@: ….jedoch G. Casanova (vulgo Neuhaus) konnte aberst aus den Bleikammern der Serenisima entfleuchen. Den Bürgern der EU bleibt noch esperanza.

  128. Solander, wirklich 100 Punkte?...
    Solander, wirklich 100 Punkte? – Da kann ich mir ja mal wieder was erlauben.
    Also, ich specialmarke, werde nie wieder und niemals künftig Leerverkäufe machen, wenn das den Euro gefährdet. Aber ich habe gehört, daß Sunbeam-Radkappen – sonst schweinisch teuer – derzeit günstig zu haben sind. Ich habe überlegt, ob ich eine Palette davon auf Lager nehme. Nur, wahrscheinlich gibt es die noch gar nicht. Ich nehme an, sie werden irgendwann in China produziert, wenn sich die Nachfrage als groß genug erwiesen hat. Und dann wäre der Markt gesättigt und ich bliebe auf meiner Palette sitzen. – Vermutlich sind sie auch nicht versilbert, sondern nur vernickelt…

  129. @Henry Petersen (20.5,...
    @Henry Petersen (20.5, 19h45)
    .
    Gerade die Gutsherren und Sklavenhalter haben sich immer nach einem schwachen Staat gesehnt.

  130. Dies, o Don, las ich eben....
    Dies, o Don, las ich eben.
    „Schneider: Aus meiner Schreibwerkstatt kommt kein Text, an dem ich nicht ausgiebig gefeilt habe. Ich schreibe zunächst sehr schnell, dann bastele ich, mit fünf, sechs Kontrollgängen, darunter mit lautem Lesen. Wichtige Texte schreibe ich vollständig ab. Damit mache ich mir die Faulheit zum Verbündeten, so werden die Texte beim Abschreiben kürzer und straffer. Isaak Babel, der Meister der Kurzgeschichte, hat einen seiner Texte nachgewiesenermaßen 22-mal abgeschrieben. Rousseau hat zwar Blödsinn verzapft, aber dafür in herrlichem Französisch – weil er seine vermeintlich fertigen Bücher noch einmal vollständig abgeschrieben hat. Es gibt keinen Text, der beim Abschreiben schlechter wird.
    UniSPIEGEL: Dafür dürften weder der Student noch der Blogger Zeit haben.
    Schneider: Wer gelesen werden will, sollte sich die Zeit nehmen. Der Rest kann ja allein vor sich hinbloggen, wenn es ihm Spaß macht.“
    O erhabener Don, wie haltet Ihr´s?

  131. Ich schmiere es runter, ich...
    Ich schmiere es runter, ich laufe aus, ich denke dabei nicht, ich klatsche es ins Netz und halte diesen Sprachpuppst für ein erbärmliches Grotzmaul.

  132. Alles Schlampen, ausser Mutti....
    Alles Schlampen, ausser Mutti.

  133. also ich glaube da freuen sich...
    also ich glaube da freuen sich einige wie Bolle beim Anblick der Wechselkurse. Zum Beispiel die deutschen Autohersteller, von welchen ja Deutschlands Wohl und Wehe abzuhängen scheint… Irgendwo geisterte neulich eine Zahl von 400 Mio durch die Presse, mit welchen die mit dem Stern den Markt der USA subventionieren um überhaupt noch Autos da drüben verkaufen zu können… Ein 80.000 Euro Wägelchen bekommt man dort dafür auch für nur 43.000 Euro. Und wenn man ihn sich im deutschen Werk abholt, gibt’s 5000 USD Spesen obendrauf. Ok, das machen alle Europaer..
    Und alle können sich hinter den Hedge Fonds verstecken, welche die Prügel einstecken…
    Viel Sonnenschein

  134. Nachtrag: eigentlich sind die...
    Nachtrag: eigentlich sind die ganzen Nutznießer der Krise wie der Papst, zu faul, zu ängstlich, zu viele um die Sache wie unter Männern selber zu regeln. Verstecken sich hinter den Boten und Unterschriften, welche mit geliehenem Geld bezahlt werden. Wie so häufig im Westviertel… Weshalb sich jetzt schon so viele dazuzählen, welche es zwar nicht im Kopf aber dafür in der Geldtasche zu haben vorgeben…

  135. aber Filou ;-)...
    aber Filou ;-)

  136. Liebe
    Marktgläubiger,
    haben...

    Liebe
    Marktgläubiger,
    haben fertig,
    Martin Streit,
    .
    Glauben Sie wirklich, daß man die Ausgabenneigung des Staates auch im Jahr 2010 immer einfach als „sozialstaatlich“ oder gar “ sozialistisch“ bezeichnen kann?
    Schauen Sie sich doch einfach mal an, wofür der Staat sein Geld ausgibt:
    Für Abwrackprämien, für Hotelbesitzer, für Fußball-Weltmeisterschaften (in Griechenland für die Olympiade), für Stadt- und andere Schlösser und natürlich für Kriegseinsätze im Ausland. Für die Regierungssender ARD und ZDF. Und, natürlich, für die Rettung von Betrügerbanken.
    Schauen Sie ins z.B. ins erzkonservative Musterland Bayern. Der Transrapid wurde dort zwar gecancelt, aber dafür leistete man sich die Hypo Alpe Alcatraz.
    .
    Vom wütenden Protest der selbsternannten „Märkte“ gegen all diese Neo-feudalen Spielzeuge habe ich nichts mitbekommen. Vor einem Jahr wollte die CDU noch an jedermann Konsumgutscheine verteilen, jetzt sind sie schon wieder dabei, „Schmarotzer“ zu vertilgen.
    .
    Aber schuld ist natürlich immer der „Sozialstaat“ bzw. der „Sozialismus“. Sobald es eng wird, tun sie plötzlch so, als seien sie ja alle seit Adenauers Zeiten immer nur für strikte Austerität eingetreten.
    Da spielt es keine Rolle, dass die einzig echte Reform der letzten 30 Jahre (die Agenda 2010) einem SPD-Kanzler zu verdanken haben.

  137. Vorweg: Lena Bopp war nachts...
    Vorweg: Lena Bopp war nachts im Museum, seit dem fehlen Bilder!!!!
    Hatte mir „Brief an mein Leben“ gekauft. Die kleine Maus ist ja noch verrückter als ich!!!!
    Das Buch ist derart lieblos heruntergeplätschert, dass ich ab Seite 32 nurnoch quergelesen habe. Was zeigt, dass die Frau mehr von Marketing (18Euro) als von Kommunikationswissenschaften versteht. Wirklich: Der Schuster aus Bietigheim textet um Welten besser und sollte die Professur bekommen.
    Highlight auf Seite 37: Ein Th. Mann-Zitat, was unter dem Begriff „Grassfresser“ letzten Sommer bei ftd.de zu lesen war (mal die zwischenmenschlichen d.h. sexuellen Aspekte außen vor).
    Weiteres Highlight: „Schlaflos im Allgäu“. Super. Treffen hierzu im Pier 71, Maschsee, zu jeder vorgeschlagenen Zeit.
    42er Krise: Kenn ich gut. Club 42 etc. Hol dir ein „Und der böse Wolf“-T-Shirt.
    Gefangenschaft: endet im Zweifel vor (oder nach) der „chieneese wall“ der Deutschen Bank oder im Verließ mit Dr. Oetker.
    Anne!!!: Kleiner Prinz §1: Für das, was Du Dir vertraut gemacht hast, wirst Du verantwortlich.
    Würdest Du bitte Deiner Männerrolle gerecht werden, Grenzen setzen und eine Führungsmelodie vorgeben. Ich kann das nicht mit ansehen.
    Zwei Tage die Woche offline, keine Musik, festgesetzt in Hamburg. Papas mit Mojo in der Strandperle (hilft kurzfristig gegen murrinas) oder wo auch immer.
    Laß dich von der Soldatin in der G-Klasse (Chamismon) im Zweifel beraten.
    Heute hat mich eine Bankangestellte angelächelt und ich habe nur gedacht: Ja, die weiß mehr über Geld und Leben, als ihr Chef, Bloomberg und alle anderen.
    Versuche von volvocars näheres über das Projekt 2020 zu erfahren, bisher erfolglos.
    Don, es gibt historisch keinerlei Notwendigkeit auf einen Berg zu steigen oder einen Sateliten zu bauen, um es schön zu finden. Der Weg vom Bahnhof hinauf zum Hotel reicht, wobei man dann die lustige Kommunikation mit dem Taxifahrer verpasst.
    Das mit der Polizeistation bezieht sich auf einen Faux-Pas einer Innenministerin neulich. Soll dieses Land doch brennen, ich bleibe möglichst nicht-staatstragend.
    Bisheriger Rekord für idiotische T-Shirt-Aufdrucke war „Made in Germany“ (Stimmt nämlich garnicht, weil es im Italienurlaub war, als ihre Mutter die Pille wieder ausgekotzt hatte).
    Soeben überboten worden: „no need to talk“. Wow. Heißt das, kein smalltalk bitte oder klingt das nach ganz dunkelem Flur?

  138. @ Filou : Wenn die Merkel das...
    @ Filou : Wenn die Merkel das liest holt die den Sport-BH aus der Kommode und dann war es nett Sie gelesen zu haben ^^.

  139. Es fällt manchmal schwer die...
    Es fällt manchmal schwer die Dreistigkeit des Westviertels bzw. ihrer Politikerlakaien nicht zu bewundern.
    Da stellen die sich hin und erzählen, man könne sich die Rente in der heutigen Form nicht mehr leisten. Hoffen die wirklich, die Menschen haben vergssen das seit Schmidt alle die Rentenkasse geplündert haben? Wäre der Überschuss nicht abgeschöpft worden, gäbe es heute eine selbsttragende Rente.
    Andererseits wie sollte man ein solches Vermögen absichern?
    Die US Regierung wird nervös und schicken Geithner. Man ahnt dort, daß der Dollar im Falle einer echten Eurokrise auch nicht zu halten ist.
    Und wieder stellt sich die Frage nach den Verschwörungstheorien, bekommen wir den Doeuro und machen die Briten dieses mal mit ?
    Gehen die Amis dieses mal den ganzen Schritt und machen die EU zu den Bundesstaaten 52 bis 79?
    Da nehemn wir doch vorher die Türkei noch auf oder ? 80 klingt doch wohl besser als 79 ……..

  140. @Holly01
    "Da nehemn wir doch...

    @Holly01
    „Da nehemn wir doch vorher die Türkei noch auf oder ? 80 klingt doch wohl besser als 79“
    Naja, dann könnten wir aber den Griechen keine Rüstungsgüter mehr gegen die Türken verkaufen und den Türken keine gegen die Griechen. Ich finde, wir verkaufen den Griechen weiterhin unsere schönen Panzer gegen von uns geliehenes Geld und lassen die Türken weiter zappeln. [Ich verstehe übrigens nicht, was daran Krise sein soll??? Wir kaufen uns jetzt noch eine Ausfallbürgschaft und wetten dann zusätzlich darauf, dass die Griechen ihre Kredite nicht mehr bezahlen können. Wenn das eintritt, können wir die schön als Dummköpfe und Betrüger beschimpfen und unseren HartzIV gedrückten Nationalstolz wieder einrichten. Das nennt man dann eine win(Panzer-Verkauf)-win(teure Kreditvergabe)-win(Ausfallbürgschaft)-win (Nationalstolz)-Situation. Und die Türken halten wir weiterhin mit Versprechungen klein. Welche Krise also??]

  141. ...was ist denn jetzt hier...
    …was ist denn jetzt hier los, alle unter Wasser…
    wieviele wohnen denn noch in Brandenburg…

  142. Irgendwas paßt doch nicht...
    Irgendwas paßt doch nicht zusammen:
    Staaten, Gemeinwesen sollen mit den Tugenden der schwäb. Hausfrau/des
    treusorgenden Hausvaters und Kassenwart den Märkten/GlobalPlayer/Spekulanten
    und Leerverkäufern(Hochstaplern) Paroli bieten – wer glaubt sowas…

  143. minna, ich würde sagen, von...
    minna, ich würde sagen, von den Kommentatoren gefühlte 95%.

  144. ..nu is es durch, das unselige...
    ..nu is es durch, das unselige Danaergeschenk von Mutti. Wem´s aus dem Westviertel nicht passen sollte, den holen die Sbirren der Serenissima. Ab in die Bleikammern, gnadenlos bei zwei Wochen Börsenvebot und ein halbes Jahr Golf-entzug.
    Der Plebs hatte die FDP schon vor dem Urnengang bei 3% abvotiert ohne sichtbare Folgen. Wer sonst noch auf die Proscriptionsliste möchte, bitte vortreten, nur net drängele.

  145. Holly01, ich hab rein gar...
    Holly01, ich hab rein gar nichts gegen einen EU-Beitritt der Türken einzuwenden, so in 100 Jahren? Liegt nur an den Türken selbst … Und bevor die ihre Fälscher-Basare nicht einstampfen, wird erst gar nicht drüber geredet.
    .
    HansMeier555, die Abwrackprämie war eine überaus notwendige und kluge Marktstabilisierungsmaßnahme der Regierung, welche, mit ein bisschen Sachverstand, nicht zu kritisieren ist.
    .
    Die Agenda 2010 verdient den Titel „echte Reform“ nicht.

  146. @ minna : Wenn jemand...
    @ minna : Wenn jemand (Politiker zB) etwas tut (Geld ausgeben und Versprechungen machen) und das über 40 Jahre, im sicheren Wissen, daß es nicht klappen kann, dann nennt man das Dummheit.
    Wenn das ganz viele (Politiker) tun (Geld verschwenden), dann nennt man das Absprache.
    Wenn das alle tun nennt man das Masterplan.
    .
    Was sich jeder vor Augen halte sollte ist das fragile Gebilde der Refinanzierung:
    Ganz viel Geld MUSS angelegt werden, weil Politiker ganz viele Massnahmen ergriffen haben um ständig Geld in den Markt zu pumpen.
    Diese Geldmenge reicht aber nicht, darum müssen inzwischen die Staatsbanken ihre Schuldverschreibungen gegenseitig kaufen.
    Renten, Sparkonten und Geldanlagen aller Art und Güte hängen inzwischen (fein verwoben) in diesem Finanzwirbel.
    Das Problem an diesem Wirbel ist das es ein Schneeballsystem ist das wachsen MUSS.
    .
    Jeder Politiker das ernsthaft spart, droht dem Finanzmarkt mit dem Ausstieg. Jeder Ausstieg muss kompensiert werden, denn Zinsen steigern die Summe ja ständig und hohe Zinsen erzeugen eine quadratische Funktion bei der Geldmenge.
    .
    Sparen = Zusammenbruch
    .
    So einfach ist das nun mal. Die Summe ansich spielt doch gar keine Rolle mehr. Es wird sowieso nie ausgezahlt.
    Die dummen Deutschen sind nur die einzigen die keine Party draus gemacht haben.
    Am Ende ist es aber egal ob man Schuldner oder Inhaber der Summen ist. Der Cut trifft alle gleich.
    Die einzige Frage lautet doch nur noch : wieviel kann ich bis zum crash aus den Schuldnern rausquetschen und wie lege ich das am besten an.
    .
    Also, noch einen TFT für das Klo und einen für den Dachboden. Raus mit der 16Boxen 7.1 Dolbysourround Anlage und her mit der 48 Boxen Anlage mit automatischer Raumklanganpassung.
    Weg mit dem 340PS Zottel und her mit dem 450PS Super big block.
    Die Show in den Kommentaren und den Medien dient doch nur dazu, daß die Leute ihre Konten füllen (damit andere sie wieder leeren).

  147. PS: Ich hatte gestern eine...
    PS: Ich hatte gestern eine „Marienerscheininung“ (Ich glaube, so heißt das bei Euch). Eine wunderschöne Morena aus deinem Volksstamm, mit tödlicher Sicherheit katholisch.
    Don, wie verschenkt man längerfristig sein sein Herz an eine Frau, die derzeit mit ihrem Lebensabschnittbegleiter unterwegs war?

  148. Lieber Cornelius
    Ich trete ja...

    Lieber Cornelius
    Ich trete ja sowieso dafür ein feudale Verhältnisse wiederherzustellen.
    Weil es einfach überaus notwendige und kluge Maßnahme zur Sozialstabilisierung ist. Und mit ein bißchen Sachverstand absolut nicht zu kritisieren.

  149. @Noch nicht ganz blind:...
    @Noch nicht ganz blind:
    Vielleicht ist der Begleiter ein Zimmermann und Du, naja, sowas wie ein schöpferischer Künstler??
    Der Vorteil: Um den Nachwuchs würde sich dann der ‚Begleiter‘ kümmern ;-)

  150. Holy01,die Party fiel aus;...
    Holy01,die Party fiel aus; dafür reist man mit erhobenen Zeigefinger durch
    die Welt (win-Situation) und bürgt mal schnell – nicht schnell, dann wär es
    billiger geworden – für 148 Milliarden. Wir legen ja viel Wert auf Nachhaltigkeit.;-)

  151. Idealerweise, Noch nicht ganz...
    Idealerweise, Noch nicht ganz blind, verliebt man sich in Frauen, die man auch bekommt.

  152. (zurück aus Mecklenburg, wo...
    (zurück aus Mecklenburg, wo der Weltuntergang bekanntlich 100 Jahre später stattfindet)
    Susrich, ihre win-win-win-win-Situation gefällt mir. Ja, so ist das gelaufen. Blöderweise kam es ins Stocken, weil denn doch einer kein Geld mehr flüssig hatte. Und dann hat sichs aufgeribbelt, und jetzt muß mal wieder was anderes her. Aber, wie sagte Lothar, der alte Unternehmer (Heizungen für Rußland) aus dem Wedding: „jaja, das wird dann natürlich nachgemacht, aber das war immer so, da denken wir uns halt was neues aus und sind wieder vorne.“
    Minna, wir sind durch Brandenburg zurückgefahren, dabei fiel uns ein, daß wir in einem kleinen Ort mal wieder nachschauen sollten, ob es die Kneipe zum mückenzerstochenen Radfahrer noch gibt. Vor Jahren waren wir dort und der Wirt hatte die Verwunderung darüber, daß er mit der Kneipe nun schon ein paar Jahre existieren konnte, immer noch nicht verwunden.

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