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Das Ministerium für Singles, Sex und gute Stimmung

05.08.2013, 17:48 Uhr  ·  Nur Prüde hoffen auf den Klapperstorch und alte Familienideale: Wer in Deutschland Kinder will, braucht ein effektives Singlemanagement mit Förderprogrammen, die beim Menschen und seinem Unterleib ansetzen.

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HoSSSa! HoSSSa! HoSSSa!

Die russische Hochzeit hat das Fass letztlich zum Überlaufen gebracht.

Aber davor waren schon am Gemüsestand jene beiden, die bei jeder Stierherztomate und jedem Lollo Rosso genau überlegten, wie sie das zubereiten würden, gemeinsam natürlich, Schatz hier und Cherie da, ganz nah zusammen, damit auch jeder die Innigkeit der Beziehung dieser jungen Menschen erkennt, die rein äusserlich so adrett wie all die Parteileute sind, die einem vom Plakat nach der Photoshopbearbeitung anuntoten. Und da war auch der Mann mit dem Maorisymbol auf dem Oberarm und dem Drachen, der sich um sein nacktes, kurz behostes Bein wickelte, der Mann, der auf offener Strasse an seiner Frau besitzergreifend herumfingerte und das ganz offensichtlich für ein angemessenes Benehmen fand. Ich sehe das auch, aber ich ignoriere es. Neben mir jedoch war die I., und Ignorieren ist jetzt nicht gerade eine ihrer Kernqualifikationen.

Aber da schaute sie nur wenig begeistert. Gleich hinter dem Maoridrachenmann gingen wir in die Strasse zu meinem Jesuitenkolleg hinunter, dem die Kapuziner um 1720 ein noch üppigeres Gebäude vor die Nase setzten, und davor nun stand der M., der sich hier um besondere Anlässe kümmert. Russische Hochzeit, entschuldigte er sich, weil das gemeinhin laut wird und lang dauert, und man als Anwohner bitte nicht die Polizei rufen sollte, wenn es zu einer Schlägerei oder zu “Da sprach der alte Häuptling der Indianer” mit der Lautstärke eines startenden Jets kommt. Da reisen Hunderte an, jammerte der M., und von drinnen dröhnten schon Weisen heraus, die so klangen,wie man sich in Kiew vermutlich Hochzeiten in Hollywood vorstellt. Ich versprach, wie immer keine Klage zu führen, und drängelte mich weiter durch all die Gäste, die draussen rauchten. Manche vor meinem Hoftor, manche auch dahinter, wobei, geraucht haben sie nicht allein und es war insgesamt eine peinliche Situation, denn darf man solchen Leuten sagen, dass sie bitt’schön ihre Freundlichkeiten auf öffentlichem Grund oder auf der Toilette oder hinter Büschen… aber was sagt man, wenn sie sagen, sie müssen dazu leider eine Mauer haben, damit sie auf ihren Absätzen nicht umkippt… natürlich kann man da nichts sagen, also drückten wir uns grusslos vorbei, als hätten wir es nicht gesehen.

Für die I., die jetzt nicht ganz freiwillig Single ist, war das ein Spiessrutenlauf. Denn sie gibt sich nicht so spiessig-neobiedermeierlich wie das Gemüsepaar, sie hat weitaus bessere Manieren daheim und in der Öffentlichkeit als der Drachenmaorimann, und auf ihrer eigenen Hochzeit ging es formal und gesittet zu, und dennoch ist sie wieder Single. Die Vorführung, was alles möglich ist, wenn man sich nur daneben benimmt, tat da natürlich weh. In den Singleköpfen ist stets der Gedanke: Muss das sein? Wieso bin ich allein und die niczt? Besonders schlimm ist es, wenn ein vermeintlicher Prinz aus der Partnerschaftsbörse zur Realität 10 Zentimeter und 20000 Euro Jahreseinkommen dazu erfunden hat, seinen Benimmkurs noch nicht verinnerlichte, und in der Realität wie die männliche Antwort auf das zähnefletschende Etwas aussieht, was laut Wahlplakat eine bayerische Ministerin sein soll. Muss das alles sein?

Also, das Singledasein natürlich, nicht das pralle Grinsen, das unsereins schon zu oft bei den Münchner Party-E-xzessen unter anderen Rahmenbedingungen gesehen hat. Denn inzwischen ist das Singledasein auf dem Weg, die Norm zu werden, wohingegen die klassische Familie, aus der wir im bayerischen Westviertel alle zu stammen die Ehre haben, auf dem Rückzug ist; momentan herrscht Gleichstand, aber die Familie verliert. Es mag durchaus stimmen, dass wir ein Familienministerium haben, das uns zumeist – wenn es uns durch einen Fehler nicht um Leistungen beschummelt – mit Wohltaten überhäuft, wenn wir erst mal keine Singles mehr sind, eine dauerhafte Partnerschaft mit langfristigen Zielen und am Ende sogar noch Kinder haben. Aber das sind 3 Schritte weiter, als der normale Single zu kommen pflegt. Dafür gibt es viele Gründe, die Anonymität der grossen Städte, der Rückgang der Zwangsheiraten in bayerischen Gemeinden aufgrund der Einführung der Pille, die nachgerade erzwungene Berufstätigkeit nach dem Ende klassischer Rollenmodelle, das Fehlen von Zeit und Energie gerade in stressigen Berufen, und die schlechte Auswahl an passenden Partnern im beruflichen Umfeld (Sie glauben gar nicht, wie schwer es heute in dieser erfolgsorientierten Gesellschaft ist, eine vermögende Nichtstuerin zu finden). Das alles wird durch eine gestiegene Anspruchshaltung verschärft, denn nach unten möchte man sich eher nicht verbinden, lieber nach oben, es gibt viele Kriterien, die man in den Partnerschaftsbörsen und im echten Leben als unverzichtbar markieren kann – und so dünnt das mögliche Angebot aus. Manche sagen sich dann auch: Wenn ich schon scheitere, dann wenigstens an einem vollkommen unrealistischen Niveau, und nicht an der Normalität. Davon leben dann Onlineschuhläden und Massagetechniken, aber darunter darbt das Ministerium für (seltener werdende) Familie, (häufige) Senioren, (wegbrechende) Jugend und (einsame und frustrierte) Frauen. Weil es einen eklatanten Unterschied zwischen Realität und politischen Vorgaben gibt.

Oder anders gesagt, weil dieses Ministerium wie ein Landwirtschaftsministerium ist, das sich allein um Ernten und nicht um die Saat und den Boden kümmert. Oder ein Verkehrsministerium, das sein Geld für Verkehrskontrolle ausgibt, auch wenn die Strassen längst zu staubigen Schlaglochpisten wurden. Eigentlich, das hat sich die I. mit mir ausgedacht, als es zur russischen Version von “Summer of 69″ kam, legt sich dieses ganze Ministerium um das Kernproblem herum und tritt erst dann in Aktion, wenn man es gar nicht mehr bräuchte. Man bräuchte das Ministerium für die blinden Flecken und gegen die Realitätsverweigerung, das Ministerium für Singles, Sex und gute Stimmung (MfSSS).

Denn hat man erst mal die Singles bei guter Stimmung, geht alles seinen natürlichen Gang. Natürlich ist es für liberal-konservative Menschen eine schwierige Vorstellung, bei der Anbahnung von Beziehungen zu unterstützen, die sich primär, sekundär und tertiär einen feuchten Dreck um klassische Familienrollen scheren. Zuerst wären Feiern, Urlaubsangebote und Freistellungen für Kochkurse und andere sinnliche Unternehmen fast schon eine Belohnung für die Verhöhnung ernsthafter Absichten. Aber man muss das anders sehen: Wenn in meiner Altersstufe Singles in teuren Grossstädten dauerhaft zusammenfinden, werden sie vermutlich nicht jeder für sich 120 Quadratmeter in der Stadt und 60 in den bevorzugten Seelagen behalten, sondern eher eine ordentliche Villa kaufen, und damit sind dann wieder 240 Quadratmeter in den übervölkerten Städten frei. Wir am Tegernsee haben zum Beispiel so ein Einheimischenprogramm, wo die ärmsten Millionärskinder, wenn sie sich zusammentun, bevorzugt verbilligten Baugrund bekommen: da sieht man schon erste Ansätze für eine Partnerschaftsförderung, die durchaus Erfolg haben kann. Wenn der Anreiz und die Gelegenheit zum Partnerfinden nur gut genug ist – aber bitte nicht Urlaub an der Ostsee, ja? Oder nur für Maoridrachenmänner – werden schon mehr Menschen zueinander finden. Vielleicht nicht für immer, aber wie meine Oma schon zu sagen pflegte: Hauptsache, sie sind aufgeräumt. Und für so eine Aufgabe braucht man eben ein MfSSS, dessen MinisterIn vielleicht sogar beliebt werden könnte, wenn sich diese Person etwas geschickter als Frau Schröder anstellt.

In einem Land, das 500 Millionen für eine sinnlose Drohne verpulvert, mag der Aspekt der Wirtschaftlichkeit nicht sonderlich interessieren, aber ich möchte zu bedenken geben, dass all die teuren Massnahmen für Familien auch ihre Ursache darin haben, dass es in dieser Spätphase der Entwicklung zu wenige davon gibt. Würde man dagegen früher einsteigen, sagen wir mal durch Beziehungseinfädelungsurlaub, und dadurch die Zahl der Singles verkleinern, müsste man nachher vielleicht auch nicht mehr ganz so geldintensive Programme fahren. Frühphaseninvestment nennt man das in der Wirtschaft. Der Exit der Förderung kann dann um so früher erfolgen: Ist das Kind erst mal da, und ist es nichts Besonderes mehr, können sich die Ex-Singles ohnehin nicht mehr wehren, und hätten andere Sorgen.

Irgendwelche Privatsender sind dann sicher gerne bereit, ihre Programme in den Dienst der guten Sache zu stellen, und das alles publizistisch zu begleiten, und für gehobene Schichten empfehle ich einen Blick auf italienische Magazine wie “Sposa White” – das sind wirklich harte Versuchungen auch für Vermögende, man sieht Paläste, Parks und Kathedralen. Ein paar hartgesottene Libertins werden natürlich übrig bleiben, aber viele werden froh sein, wenn der Staat generös Möglichkeiten bietet, der Einsamkeit zu entgehen. Demstaatschefeinkindschenkungsprogramme sind zwar historisch etwas belastet, aber mit der richtigen Umgebung und fröhlicher Erscheinung muss das nicht weiter auffallen; daher ja auch der Name des Ministeriums, mit dem urbane Zielgruppen etwas anfangen können. Die nötige Infrastruktur für so ein Ministerium wäre, das ist uns dann bei “Over the rainbow” auf Russisch auch eingefallen, ohnehin schon vorhanden: Das komplexe Auswahlverfahren der besten Paare könnte das MfSSS dem BND, der NSA und der Schufa überlassen, die haben ohnehin schon alle Daten.

HINWEIS:

Nicht alles klappt so gut wie die NSA, deshalb gibt es hier zum Kommentieren auch ein problemfreies Kommentarblog.

 

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (35)
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Doomed to fail?

Wieder haben sie ein interessantes Portrait der Schlacht der Geschlechter konstruiert, werter Don Alphonso. Ein farbiges Bild der menschlichen Natur und Exempel des ewigen Kampfes fuer Liebe und Macht -- sogar Russian Style.
Ich hoer beim Lesen ihres eleganten Texts den Sound Track von Casablanca ... play it again Sam, "The fight for love und glory....etc,etc. and man must have his mate."
Alles so net, so traenend-erregend...und jetzt ihr Ministerium MfSSS. Ich kann kaum warten bis sich dazu eine assozierte Bureaukratie entwickelt und so mancher "Sex Inspektor", "Orgasmus Consultant" und Erotikspezialist, unser Sex Life "bereichern".
Man hoert von dem "Ministerium fuer die Wahrheit" dass angeblich 30 Prozent aller Heiraten in der Republik in Trennung enden, was nach meiner Sicht die "Gewinn Quote" zukuenftiger MfSSS Berichte sofort reduziert. Ergo, erwartet bitte 30% Verlust. Kein Guter Start fuer Marital Bliss, denke ich.
Eventuell sollte man den Kuerzel aendern und sich mit: "MISS" begnuegen. Es scheint mehr apropos.
Inzwischen, die Musik geht weiter, mit und ohne "Over the Rainbow", -- oder "Mustang Sally", "The Midnight Hour"' .. bis sie alle singen:-- "Regrets, I got a few...but I did it my way." Danke Paul Anka.
Pax vobiscum

Antworten (1) auf diese Lesermeinung

8 Donna Sibilla 05.08.2013, 21:43 Uhr

Sehnsuchtsarten und Familiengründung

Don, eigentliche eine schöne, lebensfrohe Idee: mit einem Anbandelungsministerium schon frühzeitig Paarbildungen zu fördern, die dann auch zur Reproduktion gereichen. Jedoch fürchte ich, das auch diese Massnahme am Problem vorbeigeht, denn sie teilt mit der herrschenden Familienpolitik die Idee des ökonomischen Anreizes. Schaut man zurück in die Familiengeschichte, so waren es vor allem die Erfahrungen existentieller Knappheit, etwa kriegsbedingt in der Nachkriegszeit oder noch in der späten DDR Knappheit an Wohnraum, die Deutschland Kinderreichtum bescherten. In letzterer etwa machte vor allem der brennende Wunsch, der kleinbürgerlichen Enge einer von vier Personen bewohnten Zweiraumwohnung entrinnen zu wollen die gerade dem Schulalter entwachsenen jungen DDR-Bürger sehr jung zu Eltern. Denn man bekam als junges Paar nur dann eine Wohnung, wenn ein Kind bereits unterwegs war, eine einfache Heirat oder sonstige Verbandelung reichte nicht aus. Daraus folgern wir: Nur wenn Familie das Versprechen in sich trägt, mit ihr eine neue, eigene und reichere Welt kreiieren zu können, scheint sie als Sehnsuchtsort junger Lebensentwürfe zu taugen. Das Tragische an den Biographien vieler Singles heute ist, dass sie erst jenseits der 40 merken, dass der Reichtum des Reisens, Feierns und Kulturgeniessens irgendwann nicht mehr ausreicht, die Einsamkeit der stilleren Tage zu überdecken, zumal, wenn wegen Krankheit oder anderen Wechselfällen des Lebens die sonst so positive Grundstimmung und Ausstrahlung nicht mehr freundschaftsauglich ist. In Berlin oder München, wo man sich auch ohne Familie am Wochenende bestens amüsieren kann, ist dieses Phänomen besonders verbreitet. Don, Männer sind davon allerdings genauso betroffen wie Frauen, nur das ihre biologische Uhr bekanntlich anders tickt. Ich habe aber an genannten Orten mindestens genauso viele frustierte Männer wie Frauen angetroffen......

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9 U.Bruckbacher 06.08.2013, 07:05 Uhr

Liebe Russen !

heiratet doch bitte in Zukunft alle in Oggersheim
da gibt es auch ein prima Haus zum dran seichen....

Antworten (2) auf diese Lesermeinung

und wie man rentner wird, muß man eigentlich...

und wie man rentner wird, muß man eigentlich an einer renterschule lernen. "(und sex lernt man auf einer sexschule - public and private one's avaliable". aus dem aktuell neu aufgelegten handbuch "grundzüge konservativen denkens".)

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

1 Wolfgang Hennig 06.08.2013, 14:01 Uhr

Lustige P(r)o(b)lemisierungs-...

Lösung von (Kinder-)B(-b)ildung(s)-mangel...mittels Polarisationzeugung MfSSS.
Pa(a)r-i(den)tät-Bildung(s)-fo(e)rder...programm.
Polarisierung zwecks Po(o)l-Paar-Bildung.
Vielleicht ein Bildungsmangelministrium damit Bildungsmangel
zum Bildungsmangel wird.

:-)

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3 Bärenmarke 07.08.2013, 07:01 Uhr

Gelesen Gelacht Gelocht

Will denn der Bub nie erwachsen werden. Außerdem ist das nichts neues. Sex mit allem und jedem wollten doch die Grünen auch schon mal.

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9 Robert dCZ 07.08.2013, 07:02 Uhr

Weniger Staat

Ich fand Ihr Werk zwar wie immer stimmulierend und amuesant ("liberal-konservativ"), denke mir aber, dass Sie die Ursachen des Problems uebersehen. In der modernen Gesellschaft hat der Staat die Aufgaben der Kirche und viele Aufgaben der traditionellen Familie kurzerhand uebernommen. Was frueher oft von einem einfuehlsamen und erfahrenen Geistlichen gemacht wurde, ist nunmehr Spezialgebiet schlechtgeschulter Karrierebeamter und staatsaffilierter Angestellter in der Privatwirtschaft (und Medien).
Waehrend frueher Eltern Ihre Kinder so aufzogen wie sie dachten dass es richtig ist, wird heute zwangsweise vorgeschrieben was ganz offensichtlich nicht funktioniert, und die Vorschriften werden typischerweise von kinderlosen oder kinderfeindlichen Akademikern erlassen.
Wenn man die Gesellschaftsprobleme ernsthaft loesen will, solte man damit anfangen den Staat Stueck fuer Stueck aus der Privatspehre herauszuloesen und ihn dann aus dem Allgemeinleben ganz verbannen. Staat ist gut fuer Justiz, oeffentlische Ordnung, Sicherheit und Verteidigung. Aus allem anderen sollte er sich heraushalten. Dann koennte man dann auch Leute wieder selbstverantwortlich machen.

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3 Robert Schütz 07.08.2013, 10:03 Uhr

Welche Werte vertritt eigentlich die FAZ?

Bei allem Respekt frage ich mich wirklich wie weit manche Menschen glauben gehen zu können.
Dieser Artikel steht nicht nur im Zeichen des Feministen-Brainwashings, sondern diffamiert auch ganze Bevölkerungsgruppen und die "Bösen Russen". Meines Erachtens voll daneben! Wer Familie und Geschlechterrollen als überholt und altmodisch betrachtet und die Ehe mit solcher Respektlosigkeit betrachtet hat wahrscheinlich ein riesiges Identitätsproblem und ist von den eigenen egozentrischen Erwartungen im Leben enttäuscht worden. Im Rahmen der Beweihräucherung der Meinungsfreiheit ist das nicht besser als irgendwelche Nazis hier zu Wort kommen zu lassen. Das Einzige was Trost gibt ist, dass die sexuell "befreite" (geknechtete) Singlegesellschaft sich und ihre realitätsfernen Ego-Ideale nicht oder nur begrenzt weiter geben wird. Na dann viel Spaß beim allabendlichen Fernsehkucken im Altenheim.

Antworten (4) auf diese Lesermeinung

mit so tun "als hätten wir es nicht gesehen"

fängt so einiges an, um welches sich im Nachhinein ein Ministerium kümmert...

0 Köstlich 08.08.2013, 01:23 Uhr

Als die beiden Ministeriumsleiter schlage ich ...

... Unbekannten 1 und 2 vor.
.
Das Ministerium sollte auch umbenannt werden ... und könnte dann die mutmassliche deutsche - n - lfixiertheit auch weltweit adäquat repräsentieren.
.
Eine (für die Spassgesellschaft an Bord) super günstige Fluch-bereitschaft steht ja bereit ...

2 Hank Rearden 08.08.2013, 08:26 Uhr

KdF....

Vorschlag: Gesunde Alleinstehende im Alter von 20-30 haben einmal im Jahr Anspruch auf eine "Vermehrungsreise". Man könnte dazu an der Ostsee ein großes Hotel errichten und die Menschen mit Schiffen dorthin bringen. Das Ganze heißt dann KdF-Programm, "Kinder durch Ficken"...

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Sicher nicht an der Ostsee?

Also Zingst ist ja nicht einmal das ganze wunderschöne Fischland.

Mit Ahrenshoop wäre die Gute besser bedient worden, wie man weiß. Die Leute splitten sich nicht wirklich zufällig in ihren Vorlieben: Prerow (pah!), Wustrow usw. Ahrenshoop liegt am grandiosen Draßwald, an ewig langen wilden und normalen Küsten, hat Kunstkaten und auch Steilhängen; hat großartige Hotels und Restaurant (Buhne! Seeblick, wie nirgends sonst). Gediegen geht es dort zu. Und man hat den wunderschönen Bodden zur anderen Seite.... Oder Hiddensee (auch die Hiddenseefahrer fahren dort in verschiedene Ort und Welten: Malerisch ist auch dort alles - und es gibt keine Autos).
.
Mit Kind ist Ferienwohnung ohnehin besser.
.
Single: Es ist mir auch unerklärlich, dass es einigen in meiner Umgebung nicht gegeben war, die wirklich tolle Menschen und sexy Personen sind (von wegen jeder muss mit jedem Schlafen - das ist es gewiss nicht). Es ist viel Schicksal und auch - soweit man sieht - zuweilen vielleicht etwas zuviel Eigensinnigkeit. Gelegenheiten schaffen soll wohl das Einzige sein, dass Partnerfindung erleichtert. So gibt es viele Paare aus Chören.
.
Ob das ein Ministerium ändern kann? HoSSSa!
.
Verliebte ignorieren ja gern. So z. B. Outdoormenschen. Das blenden die aus.
.
Wobei es da nicht nur bei den Ostseeurlaubsorte große Unterschiede gibt. Wenn man schon mal da ist (Gelegenheit): Ruhig gucken und vergleichen - und dann die richtige Wahl treffen.

0 U.Bruckbacher 09.08.2013, 07:45 Uhr

von der Landwirtschaft lernen

Wenn es da Probleme mit der Reproduktion gibt,legt man einen Master-Plan auf.
Der Rinderzuchtverband richtet eine Gen-Datenbank geeigneter Zuchtbullen ein.
Diese zeichnen sich durch besondere Resistenz gegen aktuelle Widrigkeiten aus.
Auf den Mensch bezogen wäre zur Zeit Gustl Mollath der Top-Spender....

0 brainwash 09.08.2013, 16:25 Uhr

mr.

eigentlich schade, da der mensch nur gelernt hat sich selbst zu zerstören.
und der sinn des lebens ist immer noch: 43

es gibt auch schifffahrtsämter, wo die leute ausschlließlich zum kaffee und kuchen essen kommen, oder arbeitsämter die keine arbeit vermitteln, weil sie sonst selbst arbeitslos wären. dafür gibt es um das arbeitsamt in köln-süd etwa 160 verschiedene personaldienstleister oder arbeitsvermittler, wo wiederum die arbeitslosen arbeit finden, um dann weiterhin keine arbeit vermitteln können. das nennt man doch eigentlich einen "teufelskreis", oder ?

oder eine eine fahrradbeauftragte der stadt die selbst 160 kilo wiegt und deshalb lieber auto fährt !

schafft endlich diese interessen poltik ab oder geht steine werfen, aber eigentlich ist der bürger nun am zug, oder ?

0 hansgeier333 10.08.2013, 11:54 Uhr

Schön, dass sich die Ü-40-Schlappen und...

Schön, dass sich die Ü-40-Schlappen und –Schlampen Gedanken um ihre künftigen Rentenzahler machen. Nicht reproduzierungsfreudige Rentenanwärter und –wärterinnen werden eh bald mit Abschlägen rechnen müssen. Da wird manch Altmetallsammler seine Pretiosen zum Kilopreis abgeben müssen, um sich noch sein Sahnehäubchen leisten zu können.

0 Primadonna 30.09.2013, 21:41 Uhr

Ich weiß ja nicht....

Also diese Russenhochzeiten sind ja ein allgemeines Problem. Schon immer. Ich glaube, das liegt am Wodkakonsum. Gerade wenn man zu den billig Produkten aus dem Discounter greift, können schlimme Dinge passieren - ganz unabhängig von der Nationalität! Von ihrem Ministerium bin ich nicht ganz überzeugt, wobei ich ihnen in der Grundhaltung zum Thema zustimme. Gerade in Zeiten von Facebook und anderen Socialmedia Plattformen wird es für Singles immer schwieriger, statt leichter! Das liegt wohl daran, dass für viele "Privatsphäre" ein absolutes Fremdwort ist...

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.