Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Als Immobilienbesitzer mit der Mietpreisbremse reich werden

| 58 Lesermeinungen

Die Politik lernt schnell dazu: Hat Mövenpick noch der FDP das Genick gebrochen, so verkleidet die grosse Koalition ihre Wohltatetn für Reiche als "Mietpreisbremse". Erfolgreich, wie man sieht, denn niemand schaut genau hin.

Wer hat Euch bei der Mietpreisbremse verraten? Die Sozialdemokraten!
Und wer macht mich und meine Leute reich? Der Koalitionsausgleich!

Das beste Buch über die derzeitigen Koalitionsverhandlungen im Reichshauptslum Berlin ist schon auf dem Markt: Es heisst „Kleine Tierkunde Ostafrikas“ und darin erzählt Autor Nicholas Drayson unter anderem  von den Ränken und Selbstbereicherungen in der kenianischen Politik, wo jeder nur an den eigenen Vorteil denkt – und natürlich daran, wie er diesen Vorteil so darstellt, als hätten alle etwas davon. Da werden Slums von der Polizei niedergemacht und den Bewohnern neue Häuser versprochen, aber verdienen tun dabei nur die Baukonzerne und die Verantwortlichen, und die Wohnungen gehen nur an Privilegierte. Unwillkürlich fühlt man sich da an die vermögenswirksame „Mietpreisbremse“ erinnert, mit der SPD, CDU und CSU so tun, als gäben sie den Armen, Bedürftigen und sonstigen Mietern eine Art Nachlass, und würden sich für sie und ihre Belange einsetzen. Man hört von Vermieterseite jedoch keine Klagen, und das liegt daran, dass im Detail wie in Kenia die Kraft und das Vermögen in der Ausführung liegt. Ja, es wird so ein Gesetz geben. Und es wird teuer. Aber nicht für mich, der ich Münchner Vermieter bin.

Gut, man muss das vielleicht ein wenig einschränken. Ich glaube wirklich, dass im Reichshauptslum zur Beruhigung der Armen und Besitzlosen der Anstieg der Mieten gebremst wird. In Berlin will das Land das so haben, in Berlin gibt es Verdrängung und jede Menge junge Leute, die wütend sind, so wütend, dass sie sich in der angeblichen Hauptstadt und Feiermoloch nicht mehr 100 Quadratmeter Altbau für 400 Euro leisten können, die nach Abzug der Döner-und-Wegbierdiät übrigbleiben, und deshalb vielleicht die Linkspartei wählen. Berlin ist eine Mieterstadt und die Menschen haben keine Ahnung, wie es in der zivilisierten Welt so zugeht. Sie tragen bei der Besichtigung keine Anzüge und tun auch nicht die Piercings raus, ja sie glauben sogar, ein Vermieter müsste diese ihre getragene Lebenseinstellung respektieren. Und weil das so viele sind, und die Vermieter sehr oft nicht in Berlin leben und dort auch nicht wählen, kann und wird die Politik dort das Gesetz anwenden. Und dann werden die Mieten in Friedrichshain sinken und die wichtige Sozialstruktur bleibt erhalten! Haha, guter Witz, nein, im Ernst, das wird dann so aussehen, dass sich Mieter mit solventen Eltern im Westen statt zwei doch eher vier Zimmer leisten können und dann über die Wohnungsgrösse jene rausdrücken, die ansonsten von der Miete erdrückt werden. Aber Berlinimmobilien sind ja eh nur was für Griechen, Russen, Schweden und andere Leute, die sich München nicht leisten können. Wir kommen später noch einmal darauf zurück.

Aber wer sich zur Zielgruppe des Blogs zugehörig fühlt, lebt an einem süddeutschen See und weiss natürlich, dass solche plakativen Gesetze das eine sind, und die Ausführung das andere. Das fängt schon damit an, dass es keine allgemeine Mietpreisbremse gibt; vielmehr können nur die Bundesländer diese Regelungen und Eingriffe in den freien Markt in Kraft setzen, wenn es in gewissen Regionen geboten ist. Das hat sich die CSU gewünscht. Die CSU beherrscht Bayern mit Ausnahme des rotgrünvioletten München und Nürnberg, und sie beherrscht dieses Land vor allem dank meiner Artgenossen (nicht wegen mir, ich würde mir eher den Arm abhacken, als die CSU zu wählen). Es ist die Partei der Besitzenden, und auch die Partei der hiesigen Immobilienbarone; kurz, man wählt diese Partei, weil man glaubt, davon etwas zu haben und vor sozialistischen Tendenzen geschützt zu werden. In München und Nürnberg selbst leben dagegen die Mieter, und die wählen mit schöner Regelmässigkeit andere Parteien. Warum sollte die CSU landesweit einen Wohnungsnotstand sehen, der die Wähler anderer Parteien entlasten könnte, und der Kernwählerschaft der CSU empfindliche Gewinnmargeneinbrüche garantiert?

Als erfahrener Bayer kann ich auch sagen, wie die CSU gegen die Bremse argumentieren wird: Die schlimmsten Exzesse in den Innenstadtlagen sind darin begründet, dass sich viele diese Wohnungen problemlos leisten können, denn München ist eine reiche Stadt. Verglichen mit anderen Städten der reichen Champions League – Mailand, Barcelona, Boston, Shanghai, Tel Aviv – ist München sogar spottbillig. Und dann muss man auch sagen, dass das Mieten vin Wohnraum gar nicht zum bayerischen Naturell passt; würde man wirklich die Mietpreise senken, würde auch das Interesse am Erwerb eines Eigenheims nachlassen. Aber sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, hören viele schlagartig auf, die falschen Parteien zu wählen, sondern die richtige. Bei mir am Tegernsee gibt es kaum Mieter und auch kaum Sozis. Logisch, oder?

Aber immerhin, denkt sich vielleicht der Mieter, werde ich den Makler nicht mehr zahlen müssen! Der Mieter wohnt nicht am Tegernsee, wo jede Woche Makler den Briefkasten mit Angeboten verstopfen, sie hätten passende Mieter für mich. Letzte Woche kam ein Brief von Christie’s mit dem Angebot, meine Liegenschaften kostenlos zu schätzen. Man muss, wenn man in den hochpreisigen Lagen besitzt, überhaupt keinen Makler beauftragen, man muss sie wie die Schmeissfliegen verscheuchen, denn sie haben jede Menge solventer Kunden, die gerne hohe Preise zahlen. Niemand kann uns zwingen, Wohnraum einem Makler zu geben. Aber wenn wir das nicht tun, ist das Angebot eben kleiner, und mehr Mieter müssen von sich aus zum Makler, um sich um jene Wohnungen zu prügeln, die wir dann eventuell zur Verfügung stellen. Wer den Makler beauftragt, zahlt – und die Münchner Brücken habe keine Zentralheizung, mit der man sich da irgendwelche Zwischenlösungen einfallen lassen könnte. Energetische Sanierung kann man nicht mehr auf den Mieter umlegen, na egal, die Heizkosten zahlt er selbst.

Bisher ist die ganze Geschichte also nur ein Nullsummenspiel; spannend wird es mit der degressiven AfA bei Mietwohnungsneubau und der Flächenbereitstellung über den Bund in Regionen wie Berlin. Degressive AfA bedeutet, dass der Staat die Vermieterei gleich wieder jenen Gruppierungen überantwortet, denen er zuerst mit der Bremse etwas nehmen möchte: Der freie Markt soll es regeln. 2007 wurde diese AfA als Absetzmöglichkeit für Steuern abgeschafft, unter anderem, weil damit im Bereich des Kapitalanlagebetrugs übel gespielt wurde. Interessant ist es, weil sich Vermögende über die AfA steuerfrei rechnen können; einerseits investieren sie hohe, oft zu niedrigen Zinsen fremdfinanzierte Beträge in derartige Wohungsbaugesellschaften, und können andererseits sofort die Wertminderung auf die Investition durch die Mieter abschreiben: AfA steht für „Absetzung für Abnutzung„, womit sich Mieter auch ein Bild von ihrem Sozialprestige in der Verwaltung machen können. Zugleich aber bekommen die Investoren mit der verminderten Steuerlast die Rendite auf ihre Anteile durch die Mieteinnahmen. Also, der Mieter zahlt die Miete an den Investor, der Staat bekommt weniger Steuern und weil er Geld braucht, nimmt er sie von denen, die kein Geld haben, um in solche AfA-Projekte zu investieren, also vulgo: Mieter. Langsam, da geben Sie mir sicher recht, wird die Mietpreisbremse lukrativ.

Wer sich mit Immobilien auskennt, weiss natürlich, dass das Kernproblem die Flächen sind, die man zur Bebauung braucht. Die sind in Innenstadtlagen exorbitant teuer und entscheidend für die Rendite solcher Fonds. Vor der Vermieterbereicherungsnichtbremse musste man mühsam nach solchen Grundstücken suchen, teuer abreissen und auch noch Mieter vertreiben, jetzt stellt der Bund also freundlicherweise Flächen zur Verfügung. Für den guten Zweck. Damit Mütterchen, der Bäcker und die alleinerziehende Mutter mit drei Kindern auch unterkommen. Und man sagt ihnen nicht, wie dumm das für sie schon wieder ist, denn die Grundstücke gehörten erst der Republik, also uns allen, und dann für kleines Geld den Investoren. Was sich auf die Mietrendite auswirkt. Diese Investoren bekommen also von allen billige Flächen, um zu verdienen und Steuern zu sparen, bis dann das Ensemble irgendwann zu einem dank Inflation gestiegenen Preis an die üblichen Verdächtigen verhökert wird, die dann Renovierungsbedarf feststellen, die Mieter rausdrücken und die Wohnung nach Einhaltung aller Fristen und Auflagen verkaufen.

Also, liebe Berliner, freuen Sie sich auf die kurzfristigen Effekte der Mietpreisbremse und gnadenlose Ausnutzung der Steigerungsspielräume, auf angehobene Mietspiegel und schöne Neubauten und mehr Platz für Sie und Ihre Bedürfnisse. Ein Zimmer mehr, bessere Rohre und mehr Steckdosen mag doch jeder, und dass dem Staat dann Vermögen und Steuern fehlen, merken Sie erst, wenn die Schulbehörde sparen muss und die Sozialarbeiter rausschmeisst, die dafür sorgten, dass der fiese Schüler F. und seine Kumpels mit Ihren Kindern nicht Waterboarding in Guantanamo spielen. Und wenden Sie sich bitte nicht weinerlich an die Profiteure des Deals: Die tun einen wichtigen Dienst an der Gemeinschaft, sagt die kommende grosse Koalition von Kenia, und sie haben wie schon vor 2007, wenn sie an den falschen Anbieter geraten sind, genug zu tun, ihre zwischen Banken, Vertrieb und Baulöwen verjuxten Investitionen wieder zu retten.

Schalten Sie dann wieder die Stützen der Gesellschaft ein, wenn Sie weinende Starnberger Zahnärzte sehen wollen; vorgestern kam bei mir nämlich neben dem üblichen Maklergebettel auch noch das erste Jobangebot für diesen Boomsektor AfA-Steuersparen herein.

HINWEIS:

Übrigens war das Angebot unter lauter Spamnachrichten aus diesem Blog hier, weshalb ich zur Schonung meiner Nerven bitten möchte, Kommentare im Kommentarblog zu hinterlassen. Und bitte keine weiteren Stellenangebote! Mir geht es gut.


58 Lesermeinungen

  1. die rote Gefahr..
    jaja, viele schimpfen die Bunderepublik marschiere stramm auf einen Kommunismus zu. Das stimmt auch irgendwie.. allerdings ist es der Kommunismus der Habenden, und alle die da nicht dazugehören haben eh fertig.

  2. Guter Artikel, Don - allerdings umgehen auch Sie das Kernproblem:
    Und das besteht nicht in Staat, Investoren, maklern oder Auktionshäusern. Sondern in der ganz schlichten Tatsache, dass immer mehr Menschen in die Grosstädte wollen (vor allem solche ohne Kinder) und der Wohnraum, vor allem der attraktive Wohnraum, von niemandem beliebig vermehrbar ist. Und niemals sein wird. Selbst dann nicht, wenn Münchens Bürger ihre Traufhöhenbegrenzung freiwillig wieder abschaffen, die sie selbst erst kürzlich entscheiden hatten.

    An dieser Grundtatsache kommt niemand vorbei, selbst bei Auslosung der zur Verfügung stehenden Wohnungen würde es Verlierer geben. Deshalb werden alle verkrampft administrativ-bürokratischen Versuche, einen Mangel nicht offenkundig werden zu lassen, natürlich im Sande verlaufen, dabei aber ein Heer von Rechtsanwälten lange beschäftigen.

    Man kann Mangel nicht mit Gesetzen bekämpfen, aber dem Bürger erzählen, dass man das kann – das scheint immer noch zu funktionieren. Und vielleicht, vielleicht (mich beschleicht da ein böses gefühl) gibt es in der verhandelnden Koalitionsrunde zu diesem thema wirklich mer als einen, der das aller Vernunft und Erfahrung zum Trotze selber glaubt.

    Das wäre dann das Beunruhigendste an der dämlichen, nutzlosen, überflüssigen und populistischen Mietpreisbremse. Die Erkenntnis, dass wir nicht von Bösewichtern, sondern von Idioten regiert werden.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Hi! Hi!
      ThorHa und das Beunruhigendste…
      Ich muss gestehen selten an einem Samstagmorgen während des Frühstücks so viel gelacht zu haben, wie beim Lesen des Artikels selber.
      Wunderbare Zusammenfassung, Kompliment and Don…

      Ich glaube die tatsächliche Qualifikation unser Regenten liegt teils, teils..
      Natürlich sind die meisten Idioten, die sich durch jahre, oder sogar jahrzehnte lange Sesselfurzerei ihren Ministerjob er-„arbeitet“ haben.
      Aber die eigentlichen Entscheider wollen halt keine fähigen Politiker, denn schliesslich besitzt ja jeder der zählt, Wohneigentum und nicht nur eines. Aber es gibt schon auch ein paar nicht-Idioten, die Sie Bösewichter nennen, und letzteres sicher schmunzelnd zur Kenntnis nehmen werden. Diese Leute wollen bezahlt werden und müssen halt die Leistung abliefern, die von den solche Zahlungen anordnenden, dann auch bewilligt werden.
      Ein Mindestlohn gehört da nicht dazu (kleiner Scherz nebenbei…)

      Es ist wohl letztlich eine Mixtur von Idioten und Bösewichtern.
      So gewählt vom Souverän, dem deutschen Volk, und damit zu allen seinen Massnahmen legitimiert.

      Und da sagen die Leute es gäbe keine Gerechtigkeit.

    • Danke, das Schöne ist ja, dass die SPD das sogar noch als Partei abnicken wird, Und am Ende werden sie sagen, sie hätten sich ja bemüht, aber die CDU sei schuld, dass es nicht so weit kam,Und man soll sie doch wieder wählen, dann wird es noch besser… wenn die noch bin Weihnachten verhandeln, haben sie im Land keine Mehrheit mehr.

    • "Aber die eigentlichen Entscheider" - Tyler, ich finde Ihren Optimismus erfrischend!
      Sie haben sich von der Vorstellung noch nicht ganz befreit, dass die Welt doch irgendeinen Sinn haben muss und letztlich egoistisch-rational regiert wird. Bei Ihnen gibt es noch „Entscheider“.

      Und das unterscheidet uns – bei mir nicht. Bei mir gibt´s – auf Deutschland bezogen – auch nicht wirklich „Bösewichter“. Nur den ganz normalen Menschen, als Politiker in Entscheidungsposition, in einer systematisch verrückten Öffentichkeit als Auswahl aus dem Mittelmass (wer´s besser kann, hat was Besseres zu tun).

      Ich wiederhole mkich wohl auch – aber 98% des täglichen Irrsinns bei uns sind nichts als eine Folge von Kurzsichtigkeit, Inkompetenz, Dummheit, mangelnder Übersicht, Egoismus und Eitelkeit. Keine wirklich „böse“ Absicht, nur der Mensch an und für sich …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  3. Business as usual
    Die Koalition steht noch nicht aber der Beschiss ist schon perfekt; aber wer hatte denn etwas anderes erwartet?
    …oder wie in der Weissbier!werbung: „Die Grosskopferten werden gestreichelt und die Kleinen müssen schaun wie sie sich durchbeissen, ein jeder halt auf seine Art“.

  4. Nicht schlecht...
    … der Text, inhaltlich fein analysiert. Hut ab!

    Und ein Lektorat hätte wohl nicht geschadet – nun gut, sei es drum…

  5. Im Würgegriff der Bodenspekulanten
    Die Eigentumsquote bei Wohnimmobilien beträgt in München und Berlin ca. 20%. Beide Städte sind also „Vermieterstädte“. Das liegt nicht daran, daß Münchner Vermieter so nett sind, sondern ist der wüsten Bodenspekulation geschuldet, die verhindert, daß ein Städter mit durchschnittlichen Einkommen überhaupt noch eine brauchbare familientaugliche Immobilie erwerben kann. Im Durchschnitt liegt die Eigentumsquote in Deutschland bei beschämenden 40%, so daß die städtische Familie weder in konjunkturell schwierigen Zeiten noch im Alter ausreichend abgesichert ist. Zum Vergleich: Spitzenreiter ist Polen mit 69%, es folgen Luxemburg, Italien und Spanien. In Zukunft wird sich der Staat wesentlich radikaler in den Immobilienmarkt einschalten müssen.

    • Nur komisch, dass diejenigen, die heute über Immo-Preise...
      …jammern und nach dem (angeblich lenkenden) Staat rufen, während der eineinhalb Jahrzehnte vor der so genannten Finanzkrise ja auch keine Immos erwarben. Aus Gier trug man sein Geld lieber an die Börsen, statt sozialverantwortlich anzulegen. Es gab Mitmenschen, die lachten Ende der 90er jene aus, die in Immobilien investierten. Als damals sich die Börsenkurse überschlugen rief von denen auch niemand nach dem regulierenden Staat.

    • Warum ?
      „In Zukunft wird sich der Staat wesentlich radikaler in den Immobilienmarkt einschalten müssen.“

      Das wird er wohl, allerdings kaum in der Richtung die Sie da möglicherweise einfordern?
      Wie meinen Sie das denn genau? Zu wessen „Gunsten“ fordern Sie es denn?
      Wie toll das Eingreifen des Staates in diesen Markt, dank der hervorragenden Fachkräfte auf Staates Seite sowas abläuft, hat Don im Blog doch ganz präzise beschrieben.

      Niemand zwingt die Bürger dazu solche Politiker zu wählen. Da sie es aber tun wirds schon seine Richtigkeit haben. Waren es nicht gerade auch 70%, die keinerlei Problem mit der Abhörung durch die NSA hat? Wo es doch auch zu unserem Schutz gegen den Terror dient?

    • Gerechte Strafe?
      Brave Familienväter haben also völlig verantwortungslos ihr Geld an der Börse versemmelt? Wirft man den Deutschen nicht vor, „Börsenmuffel“ zu sein? Tatsächlich werden die Familien gleich doppelt ausgeplündert: hohe Mieten und niedrige Löhne und Gehälter. Und damit das so bleibt, sorgt ein marodes Schulwesen für politische Unmündigkeit und „Bildungsferne“. Übrigens auch in Bayern, denn ein bayrisches Schulkind kann inzwischen z.B. genauso schlecht rechnen wie ein brandenburgisches. Gerade haben unbedarfte Meinungsforscher die „Zufriedenheit“ der Bundesbürger untersucht, tatsächlich aber das „revolutionäre Bewußtsein“, also den gesellschaftlichen Durchblick gemessen. Brandenburg und Berlin nehmen glücklicherweise den Spitzenplatz der Unzufriedenheit ein.

    • Vielleicht noch eine Anmerkung: Hätte das Gesetz wirklich gravierende Auswirkungen, würde man hier in der FAZ Wirtschaft die gleichen empörten Panikbeiträge wie zum Mindestlohn lesen. Das Problem in der aktuellen Lage ist aber, dass viele Mieter gern Besitzer wären – und der Meitmarkt ohnehin nur in ballungszentren ein Problem ist. Sobald man etwas in die Provinz geht, ist mieten immer noch billiger als kaufen.

    • Na und?
      Sehen Sie, dieses System mag manchem, Leuten wie Sie und mir zB nicht gefallen (um es mal ganz vorsichtig auszudrücken), aber erstens funktioniert es nahezu reibungslos, und der Bürger bestätigt diejenigen die solches „für ihn“ entschieden bei Wahlen alle Jahre wieder aufs Neue.

      Realistischer als Sie das taten kann man es nicht ausdrücken: „Tatsächlich werden die Familien gleich doppelt ausgeplündert: hohe Mieten und niedrige Löhne und Gehälter. Und damit das so bleibt, sorgt ein marodes Schulwesen für politische Unmündigkeit und „Bildungsferne“. “

      Die Leute erklären sich ausdrücklich mit dieser Regierung einverstanden. Den „Spitzenplatz der Unzufriedenheit“ hat eine kleine Minderheit, wenn es drauf ankommt.

    • Jetzt haben sie mich aber erwischt...
      Völlig richtig, genau dies ist natürlich auch der einzige Grund für mich überhaupt einen Blick in die FAZ zu werfen. Rückblickend auf das letzte Jahr kann ich sage, dass sich die Lacher mit den Momenten in denen einem ganz einfach die Spucke wegbleibt, die Waage halten.

    • Nun, ich habe sie nicht gewählt.

  6. 2007 wurde die Afa nicht abgeschafft
    2007 wurd die Afa nicht abgeschafft, das führt in die Irre. Höchstens eine Ihrer Formen. Afa ist bei Investitionen die natürlichste Sache der Welt.

  7. Mittlerweile bin ich bei Aussagen von Politikern ...
    … ähnlich vorsichtig, wie bei Erbschaften in Nigeria.

  8. Deutschland...Fahrschüler
    Gas geben lernen war…???-Beschleunigungsgesetz.
    Bremsen lernen jetzt…Mietpreis-Bremsengesetz.

    Wir haben den Anfang verpaßt, bevor man losfährt muß die Handbremse,
    Denkbremse, gelöst werden. So wird das nix.
    Die Felgen glühen und die Reifen qualmen…Umweltverschmutzung,
    Geistverschmutzung….:-)

  9. Was meint er denn nun eigentlich, der Ironist?
    So und nun das Ganze noch mal bitte in Klartext und ohne die Ironie solange zu ironisieren, bis die Meinung dahinter im Nebelwitz unkenntlich wird…

    • Eine Mietpreisbremse wurde versprochen, geliefert wird aber nur eine Option für Mieter und garantierte Vorteile für Besitzer.

    • Bitte den Unterschied erkennen: Eigentümer und (Mieter =) Besitzer
      Schöne Text, verehrter Don.
      Darf ich Sie als Jurist ermutigen den Unterschied zu erkennen, der Eigentum und Besitz ausmacht? Eigentum ist die rechtliche Zuordnung einer Sache (= Rechtsobjekt) zu einem Rechtsssubjekt (natürliche oder juristische Person). Eigentümer können in Besitz ihrer Sache sein, müssen es aber nicht. Der Mieter einer Wohnung ist eben Besitzer, weil er von dem Eigentümer der Wohnung das Recht zum Besitz hat. Und eiben nur Besitzer, aber kein Eigentümer.
      Wer in seinem Eigentum wohnt, besitz es auch, ist auch Besitzer.
      Aber der entscheidende Unterschied in jeder Hinsicht ist: Der Besitzer, der nicht zugleich Eigentümer ist, kann über das Eigentum nicht verfügen (auch das eine nicht leicht zu verstehender Unterschied: Versuchen Sie es bitte: Sie Verpflichtungs- im Unterschied zum Verfügungs-Recht oder -geschäft, so bei Wiki).
      Der Mieter kann die Wohnung nicht vererben, nicht belasten und nicht verkaufen. Er darf nur nutzen für Geld (= Entgelt – gelt ist hier richtig, den es geht um Vergeltung), besitzen für Geld. Wirtschaften kann er damit im Grunde nicht.
      Die, die Sie oft Besitzer nennen, sind korrekterweise Eigentümer. Denen gehören die Sachen.
      Historisch gab es da mal andere Bezeichnungen, die lange überholt sind, aber auch damals war Besitzer ganz anders im Gebrauch. Obgleich Besitz und Eigentum durcheinandergebracht werden, ist es schon ganz gut zu verstehen, wie das funktioniert: Eigentümer – Leute wie Sie. Und die Besitzer sind Sie UND die, die sie meinen, die das Eigentum anderer besitzen dürfen, weil sie Mieter sind.
      Denn Besitz heißt tatsächliche Herrschaft (Eigntum ist dagegen die sogenannte rechtliche Herrschaft: wie z. B. vermieten zu dürfen), also wer die Sache im Gebrauch oder Nutzung haben (das kann auch ein unberechtigter Besitzer sein – z. B. ein Dieb, der durch den Diebstahl nie das Eigentum erwerben kann, sondern nur den Besitz erhalten – wir sagen: sich in Besitz setzen).
      Was sagt es eigentlich, wenn ich mich als gebeutelter Selbstständiger aus Berlin. natürlich ohne jedes wertvolle Eigentum, zur Zielgruppe ihre Blogs zähle? Darf ich mich regelmässig an Ihrem Scharfsinn und ihren Analysen freuen?
      Bitte um Nachsicht – und wünsche ein wunderschönen Sonntag! azur

  10. Hm ...
    Irgendwie klingt dieses Gebell eine Nuance zu laut. Ahnt da jemand dunkel, was seinem Investment in den nächsten dreißig Jahren (das ist doch angemessener Zeithorizont für eine Immobilie?) noch alles widerfahren kann. Hier meine Fragen an jeden überzeugten „Betongoldbug“:

    1. Wird es in 30 Jahren noch Baugeld zu 2,5% geben bzw. was passiert, wenn die ersten Sachwertideoten in 10 Jahren zu vielleicht 8,5% weiter rollen müssen?
    2. Wird es in den nächsten 30 Jahren auch mal eine rot-rote Koalition geben, und wie würde diese wohl das Mietrecht „weiterentwickeln“ (Mietrecht, nicht Vermietrecht!)?
    3. Wird in 30 Jahren noch so viel Eurofluchtgeld in Deutschland angelegt sein, wie derzeit bzw. schon mal eine Entspannung der Eurokrise durchgerechnet?
    4. Wie viele Menschen werden 2043 in Deutschland leben, und was werden deren bevorzugte Wohnlagen sein?
    5. Wie wird ihre Immobilie nach 30 Jahren Benutzung erhalten sein (der Nobelpreisträger Robert Schiller meint, ein Investment in eine Immobilie sei wie ein Investment in ein Paar Schuhe)?

    Übrigens lebe ich zu € 5 kalt in einem wunderbar sanierten Altbau mitten im schäbigen Leipzig. Mir geht es auch gut.

    • Nun, ich habe in der Familie die Übersicht von gut 200 Jahren, und trotz Wohnungszwangswirtschaft waren Immobilien langfristig sicherer als das Allermeiste. Ich habe keine Angst. Die Hausbesitzer sind auf dem Vormarsch, und die Weltrevolution wird noch etwas auf sich warten lassen.

    • viel Spass mit der emotionalen Rendite
      In Anbetracht des Bevölkerungszuwachses der letzten 200 Jahre waren Immobilien vielleicht kein schlechtes Geschäft, wenn sie die diversen Kriege überstanden haben. Aber werden Ihre Kindeskinder, wenn sie denn welche haben werden, 2213 von einer ähnlichen Bevölkerungsentwicklung profitieren können? Überhaupt, bei diesem Zeithorizont empfiehlt sich eher die Lektüre von Spengler, de Tocqueville, Gibbon, Vico etc. – die Weltrevolution ist doch nur was für Anfänger.

    • Ja, wir werden weniger, aber auf der anderen Seite brauchen wir mehr Platz. Wenn ich das mal an meinem Haus erklären darf: Ober mir wohnt ein Lehrer mit seiner Freundin auf 110 m². In den 60er Jahren waren auf der gleichen Fläche noch 4 Menschen und 1920 6. Um 1900 sogar 10 und ein weiterer schlief in einer Abstellecke davor. Luxus ist nun mal Wohnraum in A-lagen.

  11. Angebot und Nachfrage
    Einigen Herren ist hier der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage scheinbar irgendwie unklar und bezeichnen steigende Preise aufgrund eines begrenzten Angebots als „Spekulation“. Genau für dieses Volk ist eben die Mietpreisbremse gedacht, wie etwa auch der Mindestlohn sowie Freibier.

    Don Alphonso, sind die Kufen des Rodels schon gewetzt???

    Grüße, mawu

    • Ja, stehe bereit! Am 1, Dezember will ich anrodeln!

      Es ist ja nicht so, dass es kein Angebot gibt, es gibt nur zu viele Leutem die glauben, sie hätten ein Anrecht auf eine A-Wohnlage zum C-Preis.

  12. Alles halb so schlimm
    Dafür wurde letztens in weiser Voraussicht die Grunderwerbssteuer angehoben. Also braucht man sich nicht zu sorgen -die Mieter bleiben somit erhalten.

  13. Mietpreisbremse find ich gut
    Es ist ja vorgesehen, dass sie immer anderswo stattfindet. Der Wert der eigenen Immo
    steigt, während über andere der Daumen gesenkt wird.

    Feines ordnungspolitisches Instrument.

  14. Richtig!
    Das Maklerthema ist wohl richtig erkannt,
    das Modell muss sich nur ein klein wenig ändern, um den Mieter zu zwingen, den Makler zu beauftragen – nd auch zu bezahlen. In Wohnnungsnotzeiten klappt es.n
    Allerdings wird es spannend, was in Zeiten des Wohnungsüberschusses passiert.
    Oder dort, wo wenig Interesse besteht an Wohnungen – viele ländliche Räume betrifft das ja jetzt schon.

    Was hier nicht geklärt ist,ist, wie der Wohnunsbau denn überhaupt angeregt werden soll,
    ok, die Mietpreisbremse wird nicht 100% durchsetzbar sein,
    auch hier betrifft sie nur Gegenden, wo die Mieten sowieso mangels Nachfrage seit Langem gleich bleiben.
    Aber das kann sich schnell ändern – wenn 140.000 Zuwander je Jahr zur Freude der „Soziwähler“ bei uns ankommen und Wohnungen brauchen.
    (Leerstand an Wohnungen vor Kurzem noch: auch 140.000)
    Das wird spannend!
    Nur sollten sich die „Soziwähler“ dann nicht beschweren.

    • Die Sache mit dem Makler ist halt Placebo für die geschundene Mieterseele, denn nichts ist so verhasst wie der Makler. Und wenn der erst mal vom Vermieter bezahlt werden muss, ist der Zorn verraucht. Dass aber am Ende immer einer ist, der zahlt, und ein anderer, der auf seine Rendite kommt, ist denen schon wieder zu hoch.
      Oh, und wir vermieten übrigens immer selbst.

    • Ist es so einfach?
      Natürlich werden „Wohnungs-Eigentümer“ die Maklergebühren auf den Mietpreis der „Wohnungs-Besitzer“ umlegen. (Aus mir wird nochmal ein Jurist in diesem Blog.)

      Nur… dagegen könnte man angehen in dem man Wohnungen zum frühest möglichen Zeitpunkt wieder kündigt… dann müsste der Eigentümer alle paar Monate erneut Makler-Gebühren aufwenden. Wenn er dann vberärgert den Aufpreis auf die Miete so hochlegt, dass er keinen Verlust in der Summe erleidet, dann verdirbt er es sich genau mit den Leuten, die er eigentlich sucht, den langfristigen Mietern…

      Hmmm… das erscheint fast wie ein Anlass die Makler, diese widerlichste aller Abzocker Sippen aus der Welt zu verjagen.

  15. Wenn dann erst
    Die „Willkommenskultur“ erste Früchte trägt, kann man so sicher stellen, dass für
    Elendsquartiere nicht horrende Mieten gezahlt werden müssen und den Migranten
    von H4 noch genug für Billigstkonsum übrig bleibt, damit sie die in sie gesetzten Erwartungen
    erfüllen können.

    • Die Migranten
      Können einem schon jetzt Leid tun.
      Wer da alles an ihnen verdienen möchte.
      ‚Arbeitgeber‘ die Billigstlöhne bieten.
      Discounter, die ihren billig ‚Weltmarkt-Ramsch‘ losschlagen wollen.
      Vermieter, für die ihre maroden Immos zur Goldgrube werden sollen.

      Was für ein Gedränge – und was für ein Verteilungskampf!!!

    • ...
      Nur bei den Damen und Herren von der Fachkräftemangel-Fraktion
      und Bildungseuphorikern bricht sich zunehmend die nackte Hysterie Bahn.

  16. Titel eingeben
    kaufst du dir ein Wohnmobil
    verdient der Makler nicht so viel
    hast du es gebraucht erworben
    ist er vielleicht schon längst gestorben
    wohnst du dann auf dem Betriebsgelände
    spielt das dem Aufschwung in die Hände
    kommt es eines Tags zu arg
    presst man es für dich zum Sarg
    drum geniess auf diese Weise
    deine letzte Erdenreise !

  17. Ja - so ein Feindbild ist immer gut....
    Ohne Vermieter keine Mietwohnung…..ohne Mieter ..auch keine Mietwohnung.

    Blöd nur – dass der Staat wiedermal in die Marktwirtschaft eingreift – das Geld für einige (nicht für alle) soooo billig macht – das es sich lohnt auf dem Wohnungsmarkt zu zocken. Der Immobilienmarkt dreht schneller – und JEDER Zocker kennt die Schliche alle Gesetze/Steuern zu umgehen.

    Man handelt Firmen – in denen die Wohnungen stecken umgeht somit Grunderwerbssteuern …

    Interessant nun Business – Wohnen ; Wohnen auf Zeit für Firmenkunden – KEIN Wohnungsmietvertrag …Keine Mietrechte, Mieterhöhungen sind JEDERZEIT möglich, …
    Mag sich das Jeder selbst durchrechnen – ein Bett in Frankfurt zur Messezeit (150 Kalendertage im Jahr ) zwischen 200 und 400 Euro…und der Rest ist dann Leerstand. Für den selben Preis kann man schon eine möblierte Wohnung mit Endreinigung alle 14 Tage neu vermieten.

    Was ist „sozial“ daran – Leute in teueren Gegenden zu alimentieren ?

    Ach ja – im Rotweingürtel muss man ein Auto haben – und den Sprit hat man ja den Phösen „Habenden“ SUV Fahrern teuer gemacht.
    Genau DIE können aber rechnen – nehmen die Innenstadtwohnung in der Woche – und residieren am Wochenende ausserhalb. 5 Tankfüllungen als Miete – kommt auf das selbe raus.

    Firmen/Behörden werden da gefördert/gebaut , wo keine Arbeitskräfte zur Verfügung stehen – Ergebnis = der Wohnungsmarkt überschlägt sich…..die Arbeitskräfte ziehen zur Arbeit…..

    Die Leute die dem Arbeits/Beamtenmarkt nicht zur Verfügung stehen werden rausgedrückt. NORMAL !

    Bald stehen ganze Landstriche „frei“ – Mc Pomm hat weniger Einwohner als Hamburg.
    …in Mc Pomm kostet der Quadratmeter Grund ja auch nur 25 Eu (und weniger) …Bauland.

    Da lohnt eine Spekulation nicht.

    Warum keine „Land-wohn-Förderung“ für sozial Schwache, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen….mit einem Stück Garten und ein par klein-Viehchern ? Mit Eigentumserwerb..
    Von mir aus auch mit Solarkollektor.

    Ach ja – dann merkt man erst wie verlogen das „Sozialsystem“ ist – Nahverkehr auf dem Land ? …ist genau so wie die Milliardenteure Rotweinförderung der Eu….. Ein Deckmantel – und NICHT für die Schwachen gedacht. (Wieviel Liter Rotwein braucht eine Familie mit 3 kleinen Kindern ?…genau.)

    Die Politik ist der Betrüger – damit das nicht auffällt – werden Feindbilder beheizt.

    • Recht schön zusammen gefasst...
      Trotzdem…. „Was ist „sozial“ daran – Leute in teueren Gegenden zu alimentieren ?“
      Fragen Sie dies hier nicht am falschen Ort? Die Frage müssen Sie denen stellen die unter „sozial“ beim Wählen die SPD verstehen. Falls Sie bei denen auf der Suche nach einer Antwort fündig werden, lassen Sie es uns wissen. Sie sind nicht der einzige der an dieser Frage knabbert…

      „Warum keine „Land-wohn-Förderung“ für sozial Schwache, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen….mit einem Stück Garten und ein par klein-Viehchern ? Mit Eigentumserwerb..
      Von mir aus auch mit Solarkollektor. “

      Warum nicht? Weil man auch ohne solche Almosen widerstandslos mit allen Sauerein und Abzockereien durchkommt… Können Sie sich die mit Schaum vor dem Mund getippten Artikel und Kommentare, gerade in dieser Zeitung, vorstellen, wenn sie es den in den „sozialen Hängematten Liegenden“ ermöglichen, dieser Beschäftígung, ganz offen, und voll subventioniert, inkl. Rotwein versteht sich, irgendwo in Fontane Land nachgehen?

    • Diese Abwanderung von Rentnern gibt es heute schon, im Osten nach Meck-Vorpommern und in Grünwald hat nun ein Villenmieter gesehen, dass es bei uns am Tegernsee doch billiger ist, der ist erst vor 2 Monaten hergezogen. Dieses Recht, immer am gleichen Ort bleiben zu können, löst sich halt auf.

  18. "Spekulanten"
    Lieber Don Alphonso, dann bleiben wir einfach in Kontakt bez. des Rodelns! Mit Ihrer Meinung bin ich übrigens d’accord, nur über andere hier muss ich z.T schmunzeln.

    Ich bin jedenfalls für Mindestlohn, Maximallohn und festgesetzte Preise sämtlicher wichtiger Verbrauchsgüter und generelle Enteignung über dem Durchschnitt! Das hat im Sozialismus auch immer super funktioniert und ist voll gerecht!

    Meine zusätzliche Forderung: Freibier für alle!!!

  19. Hohe Mieten
    Fürs unterbezahlte Personal.
    Ist bekannt wie das Problem auf Sylt gelöst wurde?

  20. Titel eingeben
    falls es einen überbau-bezug zu den hiesigen blogniederungen gäbe, könnte der vielleicht bei t.s. elliot 1992 gefunden werden?
    .
    „In the mountains, there you feel free.
    I read, much of the night, and go south in the winter.“
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=jkQ3kxQURcI
    .
    http://www.bartleby.com/201/1.html (man weiß)
    .
    außerdem wurde heute abend auch noch gelebt. ausserhalb der faz. z.b. in karlsruhe. „nicht nur modrigte grundbücher befragt“.
    .
    „Was genau die Zuhörer und Zuschauer erwartet, wird bis zur Uraufführung am 9. November ein Geheimnis bleiben, da Wilson als Meister der Improvisation gilt. Das Stück folgt keiner linearen Erzählstruktur. Es wird eine Montage aus Texten, Tönen und Musik sein, die Wilson in immer neuen Kombinationen aufeinandertreffen lässt. Die Texte aus verschiedenen Epochen stammen u. a. von Lucretius, Goethe, Hölderlin, Wittgenstein, Marie Curie, Gertrude Stein und Christopher Knowles.“ http://www.presseportal.de/pm/7169/2585715/robert-wilson-praesentiert-in-karlsruhe-sein-erstes-hoerspiel – hörenswert!
    .
    Zum Glück ist finanzielle Unabhängigkeit für die meisten ja ein Selbstzweck.

  21. Mieter als Investor
    Die „verdrängungsgefährdeten“ Berliner Mieter vermieten selber gern bei airbnb – ganze Wohnungen oder einzelne Zimmer. Man behält den archaischen Mietvertrag für alle Fälle – auch gern mehrere – und so gibt es weniger Wohnraum für die „wirklich“ Suchenden.

    Das Eigentum wird nicht zum „Gemeinwohl“ genutzt – der Eigentümer muss nur zu Gunsten eines windigen Finanzinvestors (1,5 % Eigenkapital! – das ist die Mietkaution!) auf die Früchte aus seinem Eigentum verzichten.

    • Airbnb ist nochmal so ein Ding – ich würde so etwas inzwischen im Mietvertrag verbieten. Da wird gern Schindluder getrieben.

  22. Nur, wenn die qualität stimmt
    Als Immobilienmakler kann man wohlhabend werden; ausschließlich, wenn die Qualität der Arbeit stimmt. Wir sind zwar auf Mallorca in einem ganz anderem Marktsegment tätig, aber natürlich haben wir aufgrund unserer Herkunft Erfahrung vom und Einblick in den deutschen Immobilienmarkt. Hier auf Mallorca gibt es weitaus mehr zu beachten, als nur eine Mietpreisbindung. Aber schauen Sie selbst: https://www.rent-your-home.eu

  23. Reichshauptslum
    Das abgewrackteste Appartementhaus Deutschlands mit guter Anschrift ist heute wieder auf der Titelseite von FAZ-Net zu bewundern: Dort wo der berüchtigte Kunstsammler G. seine Beute im Müll gelagert hat und wo niemand solche Kostbarkeiten erwartet hätte. Ich dachte erst, daß das Bild aus Duisburg stammt. Das Foto im Blog hier, das die an eine Hecke gelehnte Matratze zeigt, wurde in Frankfurt/MAIN aufgenommen, weder in Berlin noch in Frankfurt/ODER.

    • Das haus ist, wenn man es kennt, gar nicht so schlimm, wie es auf den Bidern wirkt. Halt typischer 70er-Jahre-Brutalismus. Aussen grau, innen grosszügig-

  24. Titel eingeben
    Die Mietpreisbremse wird absehbar vom Bevölkerungsrückgang gesteuert.
    Aktuell schon in einigen strukturschwachen Gegenden spürbar, verbunden mit
    Rückbau, der mangelndes Mieterpotential ausgleichen soll.
    Bis das in München oder Rhein-Main ankommt wird es aber noch einige
    Zeit dauern.
    Die geplanten gesetzlichen Maßnahmen sind halt das übliche Politlametta
    sozialer Gewissensberuhigung.

  25. Lob vom ehemaligen Berliner Hausbesetzer.
    Ich bin Vermieter in Berlin und genau so ist es. Ein super Artikel. Ich kann die Mietpreisbremse auch leicht umgehen. Ich habe aber auch nette Mieter.

    Das Ganze ist ein einziger großer Quatsch. Das wird ganz übel enden und wir bekommen die Abstandszahlungen wieder zurück. Ich bin nun 55 Jahre alt, meine letzte Straßenschlacht mit der Polizei liegt über 30 Jahre zurück. Aber es wird wieder so kommen. Die Mietpreisbremse hat nur zur Folge, dass sich Besserverdienende mehr m2 Wohnfläche in den begehrten Innenstadtlagen leisten können. Ich habe so eine super Lage. Ich könnte nehmen, was ich will. Mache ich aber nicht. Ich liege aber um ca. 20 % über den in Vergleich zu München total lächerlichen Mietspiegelwerten, weil ich aufwendig saniert und viel eingebaut habe. Man sollte Frau Merkel und die CDU einfach nicht mehr ernst nehmen. Wenn ich richtig Kasse machen will, wandle ich einfach in Eigentumswohnungen um.

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