Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wir können nicht alle Heidi Klum sein. Zum Glück!

| 73 Lesermeinungen

Man kann die Modeindustrie für das von ihr gepredigte Körperbild verachten. Es wäre aber falsch, sie allein für die Essstörungen junger Frauen verantwortlich zu machen. So mächtig ist sie nämlich nicht - und es helfen auch noch andere mit.

Vorbemerkung Don Alphonso: Die Damen der Ü70-Strandparties auf Teneriffa, wo ich gerade urlaube, machen es sich mit dem Beachbody leicht: Sie haben einen Körper und gehen zum Strand. Medien stellen dagegen ganz andere Ansprüche, und was davon zu halten ist, schreibt meine Gastautorin Mareike „Ohaimareiki“ Ernst:

Die Modeindustrie hat Essstörungen und eine unnötig kritische Betrachtung des eigenen Körpers nicht erfunden, aber sie trägt dazu bei, dass der persönliche Kampf dagegen sehr schwierig ist. Wir selbst allerdings auch, denn wir sind ihr nicht blind unterworfen, im Gegenteil. Deutlich wird dies auch durch Modeblogs, die heute als ernsthafte Konkurrenz der großen Modezeitschriften zu sehen und ihnen in vielen Belangen sogar überlegen sind. Die jeweiligen Autoren können für ihre Leser dabei verschiedenste Funktionen haben, von der Brancheninsiderin bis zur besten Freundin. Aus welchen Gründen auch immer man verfolgt, was sie schreiben: Blogger machen unsere Medienlandschaft bunter, bringen uns ihre Themen näher und können uns dadurch auf eine sehr persönliche Weise erreichen. Es ist demnach nicht vermessen zu sagen, dass sie eine besondere Macht haben, derer sie sich allerdings kaum bewusst sind, wenn es nicht gerade darum geht, etwas zu verkaufen.

Zu behaupten, die bösen, bösen Medien und die noch bösere Modeindustrie seien schuld an der hohen Zahl Jugendlicher, die heutzutage an Essstörungen erkranken und/oder ihren eigenen Körper ablehnen, ist eine gefährliche Verknappung des Problems. Für diese schwerwiegenden psychischen Erkrankungen gibt es weitaus mehr auslösende und aufrechterhaltende Faktoren als in diesem Artikel beschrieben werden können und nicht einmal eine ausufernde Aufzählung ebendieser würde den verschiedenen Einzelfällen gerecht werden. Was in seiner Offensichtlichkeit aber festgehalten werden muss: In diesem öffentlichen Klima ist es leicht, den eigenen Körper zu verachten. Und schwer, sich nicht mit den gegenwärtigen Schönheitsidealen zu vergleichen und festzustellen, dass die meisten von uns diesen Vergleich nur verlieren können. Sich selbst Essen vorzuenthalten und sich mit Sport zu quälen, auf den man eigentlich keine Lust hat, wird nicht nur gesellschaftlich honoriert, sondern ist auch eine gut laufende Verkaufsmasche, nicht nur von entsprechenden (vor allem an Frauen gerichteten) Magazinen, die diese Auffassung selbst weiter befeuern, sondern assoziierten Produkten wie fett- und zuckerreduzierten Nahrungsmitteln, Diätpillen, Sportprogrammen usw. usf.

Die letzten Donnerstag angelaufene neunte Staffel Germany’s next Topmodel ist dabei in ihrer Plumpheit und gleichzeitigen Perfidie wie gewohnt exemplarisch. Selbst wenn man die unsägliche Plakatkampagne (mit dem Titel „Show yourself“, der je nach Motiv auf Heidi Klums Brüste, Bauch oder Beine bezogen zu sein scheint) erfolgreich verdrängt hat, so geriert sich die Sendung dennoch als schamloser Fleischbeschau, in der einerseits die Körper zum Großteil noch minderjähriger Mädchen schonungslos kritisiert werden, andererseits aber wiederholt betont wird, wie wichtig gesunde Ernährung sei (zur Illustration dieser Stellungnahme wird den schmalen Mädchen schnell je eine Orange in die Hand gedrückt). Dazu wird sehr forciert der Versuch unternommen darzustellen, wie komplett normal sich „die Heidi“ ernähre, und eigens ein mehrere Minuten langes Segment gedreht, in dem das Model einen Döner („mit ganz vielen Zwiebeln!“) bestellt und diesen, wie wir Zuschauer glauben sollen, genussvoll verzehrt. Sie ist wie wir, so die Botschaft, und doch so viel besser – denn sie ist der Star mit dem unrealistisch perfekt(gephotoshoppt)en Körper, aber sie würde niemals irgendetwas Ungesundes tun, um zu diesem Körper zu gelangen, das wäre verwerflich. So etwas tut man nicht. Und die zu dünnen Mädchen schickt sie ja auch immer sofort weg. Selbstverständlich! So selbstverständlich, dass man diese Aktionen jede Staffel wieder zeigen muss, begleitet vom kuhäugig vorgetragenen Besorgnisgeseier der Jury.

Hier bildet sich ein Spannungsfeld heraus, das in seiner Tragikomik sehr faszinierend wäre, wäre es dabei nicht so abgrundtief traurig. Denn einerseits wird suggeriert, es gebe ein Ideal, nach dem wir alle streben (sollten) und wenn wir ihm nicht entsprechen, dann sei es unser Fehler. Wir sind wahlweise zu schwach, zu faul, zu wasauchimmer („nicht daran interessiert“ ist hier keine gültige Option). Der verbissene Kampf, dieses Ideal zu erreichen, wird hingegen im Privaten ausgefochten. Ein bedeutsamer Symptomkomplex von Essstörungen ist der soziale Rückzug, das Umgehen von Situationen, in denen von anderen wahrgenommen wird, was und wie viel man isst, das Verheimlichen der tatsächlichen Nahrungsaufnahme und/oder wie man sich der Kalorien wieder entledigt, das Alleinsein mit der Abscheu gegenüber dem eigenen Körper, der Scham, den Depressionen. Das schmerzt, ist gefährlich und nichts, womit man allein gelassen werden sollte.

Psychologische Fachliteratur weist im Zusammenhang mit Essstörungen oft auf bestimmte Risikogruppen hin, beispielsweise Sportler, deren Körpergewicht aus verschiedenen Gründen wichtig für ihre sportliche Performanz ist (so wie bei Skispringern oder Tänzern).

Bei Modebloggern ist zwar egal, wie hoch sie springen können, aber auch sie werden im Hinblick auf ihre Figur beurteilt, nicht nur, weil Outfitposts einen wichtiger Teil vieler Blogs ausmachen. Die Autoren zeigen Fotos ihrer Kleidung und damit auch ihren Körper, der von den Lesern selbstverständlich wahrgenommen und – man ahnt es – kommentiert wird, zum Teil in Form einer vergleichsweise unschuldigen Frage nach der getragenen Kleidergröße, oft aber auch als komplett von der gezeigten Kleidung unabhängige Kritik, je nachdem, ob der Körperumfang der Autorin dem anonymen Mob als zu gering, viel zu viel oder gerade so genehm erscheint.

In vielen Beiträgen taucht bald ein selbstkritischer Bezug aufs eigene Gewicht auf, vielleicht, damit die antizipierte Kritik nicht mehr so schmerzt.
Dabei ist die Wahrnehmung, dass die eigenen Fotos eventuell nicht den Sehgewohnheiten der Leserschaft entsprechen, nichts, was man sich selbst vorzuwerfen hat oder dessen man sich schämen müsste. Was nicht bedeuten soll, dass Blogger ihre Selbstzweifel unter den Teppich kehren müssen. Sondern die Chance ergreifen, ebendiese Sehgewohnheiten zu hinterfragen. Und was anderen, fremden Leuten überhaupt das Recht gibt, einen Körper zu beurteilen, der nicht ihrer ist.

Man könnte sich fragen, was die großen Modeblogs dieses Landes aus dieser Möglichkeit machen. Nun, Journelles, eines der bekanntesten deutschen Modeblogs, zunächst ein merkwürdiges Konglomerat unreflektierter Aussagen, für die man eine 15jährige nicht verurteilen würde, von erwachsenen Frauen, die ein Blog mit dieser Reichweite befüllen, allerdings enttäuscht sein darf.
Es mag vermessen sein, Leute dafür zu kritisieren, dass sie nicht das geschrieben haben, was man gerne von ihnen lesen würde. Andererseits sind Blogger dem Leser näher als Heidi Klum es je sein wird, selbst wenn sie sich ab jetzt täglich beim inszenierten Dönerkauf begleiten ließe.

Das Problem sind nicht die geäußerten negativen Gedanken oder dass man manchmal dumme Dinge tut und diese auch noch gut findet (Originalzitat aus dem verlinkten Artikel: „Mit grünen Smoothies habe ich mich auch schon gedetoxt. Ich war glücklich und etwas ausgehungert. Super Look!“), einknickt unter dem Druck und sich dem vermeintlichen Diktat beugt, überhaupt nicht, sondern vielmehr, dass der Druck da ist und selbst erfolgreiche Frauen, die auf vieles stolz sein können, ihn so stark spüren und ihm nachgeben.

Aber man kommentiert nicht die Absurdität, dass Raubbau am eigenen Körper heutzutage unter „Lifestyle“ läuft und wir selbst unsere Körper der Mode zu unterwerfen versuchen, nein, das kann man schon gar nicht mehr („Viele schreien auf, viele fordern: akzeptiert doch ein paar Pfunde zu viel. Gerne, aber schöner macht es nicht.“). Man taggt den Artikel stattdessen mit „DETOX, DIÄT, EAT CLEAN, GESPRÄCHSSTOFF, GREEN, SMOOTHIE, TEATOX, VEGAN“ und baut einen Header aus Fotos von Models und besonders hübschen Grünteedosen.

Damit gibt man einem alten Problem nur eine neue Verpackung. Dabei war schon an den früher so gefürchteten Pro-Ana-Blogs nicht die Darstellung des Verhungerns an sich das gefährliche Element, sondern die Glorifizierung ernstzunehmender psychischer Störungen bei kompletter Negation der Gefahren, bar jeglicher Reflexionsfähigkeit, die in vielen Fällen dem jungen Alter der Autorinnen und vielleicht auch der relativen Frische ihrer Erkrankung zuzuschreiben war. Die Realität einer vielleicht tödlich verlaufenden Krankheit, die in jedem Fall ein großes Loch ins eigene Leben und Selbstwertgefühl frisst, verschwand unter Glitzer. Erste wissenschaftliche Artikel über diese Form von Blogs gab es schon 2003, aber es scheint nicht so, als wären wir heute wesentlich weiter.

Wir sollten die Öffentlichkeit des Internets nutzen und über das sprechen, was uns bewegt und besorgt, und wir sollten auch im Privaten zu unseren zwiespältigen Gefühlen stehen dürfen, dazu, was diese Welt mit uns macht, und uns nicht schämen, uns Rückendeckung zu holen im Kampf gegen unrealistische Ideale und dafür, den Mut aufzubringen, wir selbst zu sein, egal ob wir aussehen wie die Frauen auf den Werbeplakaten oder nicht.

Und es ist zum Heulen, dass Blogger, die ich als Leserin näher an mich heranlasse als ein einzelnes blödes Klum-Plakat an der Bushaltestelle oder Fotostrecken in Frauenzeitschriften (die ich nicht mehr kaufe), nicht merken, dass sie für mich schon längst viel wichtiger sind, wichtiger sein können, wenn sie sich denn trauen.

Aber vielleicht geht das auch zu tief, es berührt unser Selbstverständnis und wie wir mit bedrohlichen Situationen, Ängsten und anderen negativen Gefühlen umgehen und was es heißt, Raum für sich zu beanspruchen in einer Welt, die uns diesen möglicherweise nicht einfach so zugesteht, wenn wir nicht in die vorgefertigten Schablonen passen. Da ist es natürlich einfacher, über Lippenstift zu schreiben, selbst wenn dabei der Magen knurrt.

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73 Lesermeinungen

  1. hans
    Wie wär´s mit einem selfie?

    • ..like an Ocean of Fru.s..tion...(blues..)..von wem?
      ..Sie haben doch ein wenig Wissen über Musik aus den 6ern-70..;
      es passt nicht zum Thema, aber dürfte ich ´mal eine Frage an Sie richten bezüglich eines „Flock“ o. „Blind Faith“- Titels, der mir verloren gegangen ist?

    • DETOX, DIÄT, EAT CLEAN, GESPRÄCHSSTOFF, GREEN, SMOOTHIE, TEATOX, VEGAN
      Hallo geier,

      hihi!

      Verehrter Don,

      einfach nur Bravo. Genau das sind die Ideale cleaner, sonst orientierungsloser Bürger. Der nette Konsument aus dem Katalog: *DETOX, DIÄT, EAT CLEAN, GESPRÄCHSSTOFF, GREEN, SMOOTHIE, TEATOX, VEGAN – was meinen Sie wieviele Leute um mich rum als letzte Rettung vegan sind. Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen, die ich kenne.
      Sonst aber wissen sie nicht wohin, nur dass irgendwann gar nicht mehr zu klappen scheint, ahnen sie mehr, als sie es realisieren. Man ist beschäftigt mit*. Und wenn es nur ein wenig ist.

      Danke, dass Sie uns dichter an Ideale lassen, als Heidi Klum. Herzlichen Dank!

      Ja: „Wir sollten die Öffentlichkeit des Internets nutzen und über das sprechen, was uns bewegt und besorgt, und wir sollten auch im Privaten zu unseren zwiespältigen Gefühlen stehen dürfen, dazu, was diese Welt mit uns macht, und uns nicht schämen, uns Rückendeckung zu holen im Kampf gegen unrealistische Ideale und dafür, den Mut aufzubringen, wir selbst zu sein, egal ob wir aussehen wie die Frauen auf den Werbeplakaten oder nicht.“

      Haben Sie ein wunderschönes Wochenende. Herzliche Grüße – azur

  2. Show us the length of your .......
    Ich bin kein Feminist, aber immer wenn ich über Heidi Klum und ihre Top-Model Show lese, fällt mir dieser Song meiner Jugend ein:
    http://www3.telus.net/oldfolk/websongs/SUTL.mp3

  3. Mehr Torten!
    Mehr Sahne, mehr Butter, mehr Torten! Torten machen glücklich. Mehr Dicksein wagen! Mehr Glück, mehr Gelassenheit.

    Sich das getupfte Bäuchlein vollschlagend,
    Riesenschnörkel
    der Kater

    ___________________________
    Torten! Das war sein letztes Wort,
    dann trugen ihn die Englein fort.

  4. Ich will wirklich nicht lästern, aber ist irgendjemandem schon mal aufgefallen,
    Dass in der Werbung wie in der Jugend für Männer dasselbe gilt, wie für Frauen: Ein bestimmtes Idealbild, dass Mann nie erreicht, bestimmt das öffentliche Bild.

    Und für junge Leute gilt nicht erst seit gestern – nicht der intellektuelle, sondern der gutaussehende junge Mann schleppt die Mädels ab.

    Haben Männer darauf bisher mit verbreiteten Esstörungen oder öffentlichen Klagen reagiert? Warum nicht? Und für eventuelle Antworten gilt – bitte keine Märchen. Bis zum Alter von mindestens 30, in Wahrheit darüber hinaus, sind die Anforderungen von Mädels dieselben wie die von Jungs. Physis first.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Doch ...
      … Männer haben auch zunehmend Esstörungen.

      Und auch genau deswegen: um dem Erfolgsfrettchen-Bild zu genügen und zusätzlich aus einem Haufen privater psychischer Probleme der Selbstunsicherheit und der Zerrissenheit mit der eigenen Rolle („Ich bin nicht in Ordnung“, Ablehnung des eigenen Körpers, Ablehnung des Body Dismorphal Disorder, etc.). Ein übler Mix.
      Mir fällt da dieser zarte, fragil gewordene Skipspringer ein (hat sich als essgestört und depressiv geoutet) und diverse andere Männer.

      Es ist ein giftiger Optimierungs-Virus, der umgeht. Der bei den Sensibelsten (beider Geschlechter) zuerst zuschlägt. Die LMAA-Schmerzfreieren mit dem Leckmich am A („Bier formte diesen wundervollen Körper!“) erwischt es weniger.

      Nur immer über Frauen zu reden, greift tatsächliich zu kurz.

    • Halten zu Gnaden, ohne belastbare Zahlen glaube ich nichts. Und für Männer wie Frauen
      fehlen die, was eine Zunahme von Esstörungen angeht. Die zunehmende Celebrity Berichterstattung führt wahrscheinlich zu einer optischen Täuschung, weil immer mehr Sachen öffentlich werden, die früher privat abgehandlt wurden..

      Ich wollte auch auf etwas anderes hinaus: Ich halte die Beschwerde für im Kern völlig sinnlos. Frauen wie Männer sind offenbar und für jedermann beobachtbar so programmiert, dass sie mindestens in jungen Jahren erst einmal auf optische Reize reagieren, wer hübsch ist, hat die besseren Karten beim jeweils anderen Geschlecht. Das ist natürlich generalisierend mit zigtausenden von Ausnahmen, verallgemeinernd trotzdem richtig. Und trifft Männer wie Frauen gleichermassen seit Adam und Eva.

      Aber ich bekam gestern einen guten Hinweis – Mädels heulen halt schneller und öfter als Jungs :-). Gell, Kater?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Schmerzensmann, anyone?
      Zu den Kopf-Schmerzen über das Feststecken in der Freundschaftsfalle kommen dann auch noch die hungerkurbedingten Bauchkrämpfe? Die Männlichkeit ist also mal wieder in der Krise, aber dazu hatten wir glaube ich von Teresa Bücker schon mal einen Beitrag drüben bei Deus ex Machina.

      Ich darf an dieser Stelle aber auch die Perspektive meiner Frau beisteuern, die im Genlotto tatsächlich einen dieser schlanken Einsachtzigkörper gewonnen hat, zu dessen Erhalt mehr oder weniger null Kasteiungsaufwand notwendig ist. Nicht dass man damit aller Sorgen (und Anfeindungen) ledig wäre, da kann frau sich dann in der Kantine und sonstwo das Getuschel von anderen Frauen anhören, „boah, guck mal, was die sich für eine Portion auf den Teller türmt, die ist bestimmt totaaal essgestört und geht danach alles wieder rausreihern“. Oder wenn sie mit Kolleginnen essen geht, die ständig Kalorien zählen: „Duuuuuu kannst es Dir ja leisten…“ Das kann auch einsam machen.

    • Titel eingeben
      @Thorsten Haupts

      Generell sagt man ja, dass Frauen Aggression nach innen richten, Männer nach außen. Wenn der Druck des Ideals also zu stark wird, reagieren Frauen mit Essstörung, Männer möglicherweise mit Imponiergehabe ;-)

      In diesem speziellen Fall ist es meiner Erfahrung nach aber so, dass es Männern im großen udn ganzen wurscht ist, ob sie einem Ideal entsprechen. Die finden sich gut so wie sie sind und zucken mit der Schulter, wenn Sie angeblich nicht fit / schlank / schön / markant genug sind (anders als die Frauen).

      Ein bisschen von dieser Lässigkeit stünde sicher auch uns Frauen gut..

    • Ich glaube ja, manche würden meine Mämmlichkeit gern mehr in der Krise sehen, aber da bin ich nicht der Typ für.

    • Belastbare Zahlen ...
      … gibt es sicher irgendwo.
      Nur bin ich zu faul, sie a) herauszusuchen und b) hier zu posten und damit ein Unterhaltungsblog zu einem Statistikblog zu machen, in dem dann über Statistik geredet wird und wie unnütz sie ist.

      Kratzfuß
      aber auch

    • Ob Mädls schneller heulen als Jungs ...
      … das weiß ich nicht.
      Aber sie heulen mit höherer Frequenz wg. kürzerer Stimmbänder.

      Der Kater erlebt auch: sehr rasch eingeschnappte Männlichkeiten, die dann einen Riesenrummel machen. Sage zu denen dann immer „Diva“ oder „Zicke“. Man glaubt auch nicht, wieviel männliche Diven oder Zicken beispielsweise in der IT rumlaufen, denen ein kostbares Molekül aus ihrem IT-Krönchen rausgebrochen ist. Köstlich, gestern grade wieder.

    • @Mark, @Moritz, @Don:
      Mark, ich hab keine Ahnung, ob „die Männlichkeit“ in einer Krise ist. Meine ist es nicht.

      Don, Escoffier statt TV war schon die richtige Reaktion.

      Vroni, ich kann nur Dinge diskutieren, die ich als Fakt anerkenne. Und genau dafür fehlt mir ausser wilden Vermutungen und absurden Hochrechnungen die Basis. Und die besteht nun einmal in Zahlen, alles andere ist Bauchgefühl.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      Kann mich nicht an Zeiten erinnern, wo zerstreute Professoren die Frauen abgeschleppt haben. Es waren schon immer die gut aussehenden Kerle. Im Film wie in der Werbung.

    • @ThorHa
      Meine auch nicht, dabei müsste ich laut gängiger Auffassung leiden wie ein Hund, weil meine Frau weit mehr verdient als ich und ich dafür mehr in der sogenannten „Reproduktionsarbeit“ eingespannt bin, anstatt Karriere zu machen. Im Moment leide ich ein ganz klein bisschen an Winterspeck, aber solche Jojo-Effekte hat man halt, wenn man im Winter nicht ganz so viel radelt wie im Sommer (das war bei uns Ulle ja auch nicht anders). Kurzum: passt schon.

    • Titel eingeben
      Lieber Moritz,

      da stimme ich Ihnen zu. Der Rahmen dieses Blogs ist leider begrenzt, weshalb ich mich auf eine einzelne Facette des Problems konzentriert habe (die Rolle der Medien bzw. wie diese durch Modeblogs neu definiert werden könnte).
      Was aber nicht heißt, dass es nicht spannend und nötig wäre, auch diese genauer zu betrachten. Sowohl Männer als auch Frauen können von Essstörungen betroffen sein, während die jeweiligen Faktoren, die sie bedingen und auch die Ausdrucksformen geschlechtsspezifisch unterschiedlich ausfallen können (wie bei anderen psychischen Störungen).
      Daran anknüpfend: Die im Artikel beschriebene Problemstellung wird vor allem Frauen betreffen und liegt mir deshalb auch näher, weil ich aus eigener Erfahrung sprechen kann. Damit soll aber nicht das Leiden männlicher Betroffener übergangen werden. Hier ging es mir nur um einen anderen Aspekt – und eine Erwähnung in einem Nebensatz wäre dem Thema nicht gerecht geworden, dem müsste man sich eher in einem eigenen Beitrag widmen (wie auch den von Ihnen angesprochenen Komorbiditäten oder psychosozialen Bedingungen, die ja untrennbar miteinander verwoben sind).
      Ich gebe Ihnen Recht, dass Männer in dieser Diskussion oft nicht mitgedacht werden und das ein Problem darstellt.

  5. Heidi, du ...
    .. du Erfolgsfrettchen!

    (Schön finde ich dich auch nicht.)

  6. Diese Automaten, welche Blogs schreiben, werden immer besser.
    Na gut, der hier hat in der ganzen Allgemeinplatz-Sammlung noch den unbedingt notwendigen Verweis auf Twiggy vergessen oder es war vor seiner Zeit.

    • Kann man ...
      … unter Ihren Text ein Nicht-Empfehlen hin machen?
      So ein Nicht-Sternchen?

      Tät ich gerne,
      der Kater Hein Blöd

    • Liebe(r) Moritz,
      Das geht. Wenn Sie gleichzeitig strg + empfehlen + -(minus) drücken, wird von den Empfehlungen meines Kommentars eine abgezogen.

    • Geht doch!
      q.e.d.

      Ach ja, ich habe das vielleicht nicht ausführlich genug beschrieben. Sie müssen erst (auf meinem Ursprungsbeitrag) mit der Maus „empfehlen“ drücken und erst dann, unmittelbar danach, strg und -(minus).

    • Titel eingeben
      Lieber Herr Hein,

      ja, das war in der Tat vor meiner Zeit. Aber wie Sie vielleicht gemerkt haben, war mein Ziel nicht, eine umfassende Geschichte (medial vermittelter) unrealistischer Idealbilder des vor allem weiblichen Körpers vorzulegen. Sollte ich das jemals versuchen, werde ich an Sie denken. (Also vermutlich eher nicht.)

  7. Darf das ...
    … anderen erzählen, wie sie auszuschauen hätten?:
    http://i2.top.de/892/299892,h_392,pd_2,w_588/heidi-klum-ungeschminkt.jpg

    Ich denke nicht.

    • Für Leute, die auf Knochen stehen, hat sie schon
      einen erstklassigen Body. Leider kann man auf dem Foto ihren nicht mal mittelmässigen Verstand nicht sehen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Erstklassiger Body?
      Keine Taille da. Zu breit-knochige Hüften.
      Die ist um die Mitte grad wie ein Stecken, gräuslich:
      http://2014download.com/images/2013/03/HeidiKlum.jpg

      Insgesamt eine zu sehr überschminkte und körperlich
      keine wirklich anmutige zarte Erscheinung!

      Und sowas will anderen Mädchen erzählen, wie man auszusehen hat. Ne, nä.
      Sie kommt in diesem Beitrag hier noch viel zu gut weg.

    • Hässlicher Nabel!
      Das auch noch.

    • Nicht ungewöhnlich
      Viele bekannte Frauen sehen ungeschminkt gar nicht so doll aus. Gerade bei Models und Schauspielerinnen geht es ja darum: sie sollen möglichst gar nicht soviel „Eigenstrahlung“ haben, denn dann wären sie nicht so wandlungsfähig. Ein gutes Model ist veränderbar, kann den benötigten Erfordernissen angepasst werden.
      Es gibt viele Webseiten, wo man alle möglichen bekannten Schauspielerinnen ungeschminkt „auf der Straße“ fotografiert sehen kann und die erkennt man fast nicht mehr wieder. Wie gesagt, für diese Berufe sogar ein Vorteil.

    • Der Körper der Klum
      Ach so, vergessen: Heidi Klum ist kein klassisches Model. Sie ist hauptsächlich in den USA gelaufen, dort hatte keiner ein Problem mit ihrer Figur. Sie war aber nie auf den großen Modenschauen in Paris, weil ihre Figur dafür nicht passt (zu klein, nicht schmal genug). Daher ist sie auch nicht die gleiche Kategorie wie andere bekannte „Supermodels“ und dafür hat sie es schon ganz gut zu was gebracht.
      Im übrigen hat die Frau ja nun auch schon ein paar Kinder zur Welt gebracht. Wenn ich mir so manch andere deutsche Mutti angucke, die nach der Geburt der Kinder wie ein Hefekuchen auseinandergegangen ist, dann gucke ich doch lieber wieder ganz schnell zur Frau Klum.

    • Dr. Snuggles, Sie dürfen ja gerne ...
      … den „Hefeteig“-Müttern aus dem Weg gehen.
      Jene sind sicher auch froh drum.

      Es wird sie auch kaum interessieren, dass die Schwangerschaftshormone ein weites Feld sind. Was Ihnen sicher engangen ist. Ein zu lange dauender Progesteron- oder sonstwas-Mangel nach der Entbindung führt zu hohem Gewicht, schwierigem zur alten Figur Wiederfinden und auch zu Wochenbett-Depression.

      Diese Celebrities mit viel Geld lassen sich natürlich nach ihren Schwangerschaften von Privatärzten mit entsprechenden Gegen-Hormonen pampern und leisten sich private Abnehm- und Fitness-Coaches. Um der Öffentlichkeit weis zu machen, es wäre alles super easy, und wer das nicht hinkriegt, ist einfach nur eine Versagerin, wird das alles nicht verraten.

      Capisce?

    • Titel eingeben
      @ Moritz: ja, die Hormone sind im Zweifel Schuld, das wissen wir doch.

      Nein, dass die „Celebrities“ meistens Privattrainer haben, dürfte den meisten bekannt sein. Steht ja sogar in diesen Frauenzeitschriften. Und das kann ich auch verstehen, denn schließlich ist deren Körper ihr Kapital. Da wäre es ja dumm, wenn sie sich nicht darum kümmern würden. Meine Frau, übrigens Mutter unserer beiden Kinder, hat keinen Privattrainer. Geht aber dank ihrer Mitgliedschaft im Sportverein für ganz wenig Geld zweimal die Woche zum Zumba-Kurs. Und wenn sie ab und zu draußen joggt, dann kostet das sogar gar nichts.

    • Manchen Kerlen ...
      … könnte Zumba auch nix schaden.

      Denn sie sind um die 40 dank schleichender Abnahme des schlank haltenden Testosterons träger, depressiver als mit 20.

      Und um die Körpermitte dicker. Die Hormone sinds, you stupid. Wers leugnet, muss halt noch einmal öfter um den Block joggen als der andere, ders weiß.

    • Titel eingeben
      Heidi Klum = Germany`s Next Top Granny..

    • Männliche Schwangerschafts-Empathie
      … äußert sich auch gerne in solidarischem hefeklopsigem Auseinandergehen.

      Wir können übrigens alle froh sein, dass wir trotz Heidi nicht in SanDiego oder so leben, wo es nahezu ausschließlich schöne Leiber beiderlei Geschlechts gibt. Mit ganz viel Nachgehelfe in Gym und Klinik.

    • Fies
      …ist das Heidi schon.
      Sich mit soviel Aufwand in Szene zu setzen
      Und anderen erzählen:
      “ Seht her, ist alles doch easy!“

    • Da lässt sich Verwirrung stiften...
      wenn man ökonomische Prinzipien auf
      den Kopf stellt.

      Wie mit minimalem Einsatz ein bestmögliches
      Ergebnis zu erzielen, oder
      mit dem Einsatz aller Resourcen ein
      höchstmögliches Ergebnis anzustreben.

    • Titel eingeben
      Ohne Frau Klum in Schutz nehmen zu wollen: Es gibt Leute, die sie schön finden und welche, die das nicht tun. Beides ist voll in Ordnung. Aber egal, ob sie nun aussieht wie Jabba the Hutt oder die (an irgendwelchen „objektiven“ Kriterien gemessen) schönste Frau der Welt – niemand hat das Recht, einem zu erzählen, wie man seinen eigenen Körper umgestalten soll, damit er akzeptabel ist.

  8. na ja in der Mode..
    …ging es glaube ich schon durch die Geschichte hindurch meist um etwas anderes als lässig-bequem daherzukommen. Insofern ist es vielleicht wirklich etwas viel verlangt, von einem Modeblog eine ernsthafte, kritische Selbstreflexion in Bezug auf genau das, was eigentlich – na, gefeiert wird, zu wünschen.

    Ich so, mag, wenn mir nach etwas in der Richtung zumute ist, man repeller ganz gern.
    (Bin aber bei beiden Blogs überhaupt nicht qualifiziert für ne fundierte Meinung.)

    Oje, und was diese ungebetenen Urteile angeht, das ist glaube ich ein genereller Glitsch in der Matrix. Das passiert einfach immer.
    Auch wenn man bloß n Schrank bei sich zusammenschraubt und denkt, man ist allein – zack, steht da jemand und erzählt einem, was man alles falsch macht.
    Mr. Moritz schrieb etwas von den Schmerzfreieren, und ich glaube, um so mehr man seine Schränke in der Öffentlichkeit zusammenbaut (oder über Mode schreibt oder ..), um so n dickeres Fell braucht man.

    Aber eigentlich sitzen Sie doch (vermute ich mal, als Psychologiestudentin, richtig?) wirklich prima an der Quelle der fundierten Studien und können vielleicht Licht in’s Dunkel bringen?
    Gibt es da irgend etwas in der Richtung von „soundso viele Jugendliche hatten ernsthaften Beratungsbedarf, nachdem sie von Dieter Bohlen/Heidi Klum oder wem auch immer öffentlich ziemlich mies behandelt wurden“?
    (Besteht eine Korrelation zu der Anzahl an Menschen, die einem erzählen, man würde aber blöd Schränke zusammenbauen?)
    Und haben diese Shows einen dauerhaften Effekt? Über den Ausstrahlungszeitraum hinaus?

    (Außer vielleicht dem, das ich mein TV irgendwann endgültig entnervt eingemottet hab. Schon um zu verhindern, das ich dann irgendwann anfange, denen zu schreibe, sie würden immer nur Unfug senden.)

  9. Lieber ein schlanker Staat mit fetten Bürgern
    als ein fetter Staat mit schlanken Bürgern..

  10. Verdummung 3.0
    einfach weniger TV und mehr Escoffier wagen!

  11. nicht nur reinstopfen-aber auch nicht intravenös-
    ..es ist nicht nur die böse Heidi,..kurz vor den Feiertagen habe ich im Rahmen einer Vereinsfeier auch kennengelernt-nicht zuletzt bei mir selbst, dass kritisches Essverhalten sich überall etabliert hat.
    Ich wurde morgens eingeladen, zu einer Fahrt, mehrere H(wie Stunden) Mountainbike, alles musste_-spontan – ganz schnell gehen. Um ´sechse´ abends hatte ich dass ganze dann mit einem Wurstbrötchen bewältigt. Jetzt-beim Italiener gab´s noch den Rest.
    Meinen Kolleginnen aus einer anderen Sportart-mit mir beim Essen- ging´s ähnlich.
    Ein trainierter (erzogener Bauch)-ist eben ein….erzogener Bauch.
    Am gleichen Tisch wurde im Verlauf des abends auch direkt über Magersucht gesprochen.
    .Die Grenzen sind fliessend..!
    Wir bewegen uns im Leistungssport-noch nicht in der olymp. Dimension und bei weitem/ebenfalls nicht in
    der Modewelt…
    Wenn ich meine Kinder im Training-neuerdings öfter frage, was sie gegessen haben, weil die Gesichter oft auffällig spitz und blass scheinen, ernte ich Unverständnis#,..wieso?“
    ..dieser ganze Ernährungs-und Schlankheitshick-Hack ist in seinen Ausprägungen ein wenig eklisch…schhcchh….
    ..und riecht auch nicht allzugut…

  12. Sadismus und des Spießers Deutscher Schäferhund
    In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen sogar für die FAZ ungewöhnlich hervorragenden Artikel hinweisen, der über diese Frau alles sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/eine-unheimliche-erfolgsgeschichte-das-unterdrueckte-lachen-von-heidi-klum-1591886.html

  13. Zwischen den Gängen
    A. J. Liebling (gestorben 1963) hatte bereits in seinem Buch „Zwischen den Gängen“ angemerkt, dass die Frauen in Paris in den 1920er Jahren anfingen, nur noch Grünzeug zu Essen und so dünn zu werden. Er sah das als Gefahr für die Esskultur, denn welcher Wirt würde noch vernünftige Menüs erstellen, wenn die eine Hälfte eines Paares sich mit kleinen Salaten benügen würde?

  14. Ja, aber - Kinnerkram.
    Ok, der muss auch sein. „Weil das geht nämlich immer weiter so, Frauen sind nun einmal auch ziemlich bescheuert. Also schon mal an sich – und dann kommts nicht von der Mode oder den Vorbildern, sondern ganz klassich nur von innen. Vorübergehender Zustand bis ganz hin zum ganz eigenen Mann. Für immer. Also ganz bestikmmt für immer, zweifellos. Und bedürfte der Großfamilie als Umgebung. Und sicher am besten ohne mediale Umhüllung dieser.“

    Vom bekannten die Tante war Lyrikern – also Intellektuelle mit allen Nationalpreisen usw.. Und die legte sich mit ca. Mitte 60 ins bett – und stand bis zum Tode mit ca. 82 nicht mehr auf: Lob der wechsldruckmatraze. Und war – nach vier Schwangerschaften, zwei Ehen – und einem Leben in Sorge und sehnsucht nach einem aussfüllenden Mittelpunkt – so, also im Bett – und ohne Gewichtssorgen – weiterhin ganz der Mittelpunkt einer selbstgeschaffenen Welt. Alle mussten kommen – zumal wenn sie vom Literatenkonto was abhaben wollten. (Und das war so schlecht gefüllt nicht – Lob der abhängug machen- und haltenden Kräfte!)

    Und im Rest der eigenen Familie wars bislang kaum besser: eine Reihe von Damen aus der Generation hielten es bis zum bitteren Ende über bald zwei Jahrzehnte genauso. Und statt Geld wurden emotionale Begründungen gewählt, Wirkungsrichtung umgekehrt: „Wenn Du mich nicht regelmässig besuchen kommst, kannst Du nämlich nicht glücklich sein, ich sage es Dir!“

    Viele Frauen können nur in speziellen Frauenhäusern glücklich sein: Stichwort Harem. „Die anderen Frauen verstehen das nämlich alles ganz genau, also was in der innen vorgeht“ – Männer da häufig eher unfreiwillige Opfer, als hilfreich.

    Und das alles im TV – will am Tatbestand verdienen. Z.B. dass die Klum doof ist – und keine Hilfe. Aber der Trinker braucht nun auch einmal seine Brauerei. Und schöne bierwerbung um sich bestätigt zu sehen.

    Wahrscheinlich ist es auch Klassenkampf von oben: So – und womöglich nur so – beschäftigt man das Volk mit sich selbst – und den voraussehbaren „Volksproblemen“, macht es sich leicht, bedient eine billige Emotion á la „wir hier oben haben so etwas aber sicher nicht, wir doch nicht“.

    So verharrt ein Volk aber nur erfolgreich auf der Stelle.

  15. wobei
    eben zwischen diesen Frauen zwischen jung und alt keine Entwicklung stattfindet, daher immer alles gleich wäre:

    Als Junge leugnen sie, krank zu sein. („ich bin nicht zu dünn, nur ihr anderen seid alle so neurotisch und abstossend fett, wie gut, das ich aber mmerhin füpr alle anderen mit so schlank bin“)

    Und als Alte sind sie demonstrativ krank, „können aber nichts dafür“.

    Beide Male ist aber die Krankheit zum Zwecke der Stabiliserung einer unreifen narizistischen Homöosthase internalisiert: „Ich bin es nicht (selbst), es ist das Außen, welches Schuld ist“ – sie liegt dauerhaft im Bett, eben weil die Krankheit die Regie übernommen hat (behautungsweise) – dabei handelt es sich aber von außen leicht einsichtig um eine „Saldierung vom Ich“, also vom ungeliebten, abgelehnten Körper, der im Liegen eben nicht mehr (so) in Frage käme, von dem frau sich befreit/er fühlt/e, als unter zuhilfennahme des selbstbewussten, unabhängigen aufrechten Ganges. (So wie die Junge krank ist „um die häßliche Welt zu erretten“.)

    Ja, frau ist raffiniert. Das machen ihre Hormone. Denn wer nur 1x im Jahr sinnvollerweise ein Kind zur Welt bringen könnte, ist mind. 365x wertvoller, als diejenige Art von Dummkopf, die so etwas banales wie Befruchtung jede Nacht im Jahr einmal könnte.

    Und tatsächliche Lebensvielfalt durch häufige Ortswechsel oder weitere Entferung von der Gruppe als Einzelne, etc. wäre in der urzeitlichen Savanne für die Reproduktionsfähigkeit der Gruppe vermutlich gefährlich gewesen. Die Zeugungsfähigkeit verunglückter/gefrssener Männer, die auf der Jagd uns Leben kämen, wäre dagegen vergelichsweise leicht ersetzlich. (Frau nimmt sich einfach einen anderen.)

    Daher würde Mutter Natur vermutlich klug handeln, frau ersatzweise eine Raffinesse ihrer Person – gleich hier an Ort und Stelle – als nützlich und überlegen (für alle!) vorzugaukeln, statt realer Emanzipation schon früh.

    Und Modenschauen, das wäre auch das: Raffinesse an Ort und Stelle, „alle kommen zu mir und schauen auf mich. Und ich kann unter den Kandidaten frei auswählen. Und keiner durchschaut mich, ach wie bin ich klug“. (Die Falle, die klassischerweise irgendwie bislang immer zur Schwangerschaft führte, von Mutter Natur vermutlich genauso vorgesehen, schließlich ist Fruchtbarkeit ihr höchstes Ziel.)

    Familie & Erziehung hülfen in der Tat. Evtl. sogar bei null TV-Konsum.

    Außerdem wollen viele Frauen doch auch geschlagen werden. Also zumindest dann schon einmal, wenn ihnen innen was wehtäte. Und dann hätte der „züchtigende“ Mann zweierlei Funktion: a. im Moment von inneren Schmerz durch einen zweiten, größeren äußeren Schmerz abzulenken, und b. um später eine außerhalb von ihr selbst (Hah, wo sonst?) liegende die Verantwortung (für frau und Unreife) zu haben, der Schuld war: Es war ein Mann! (1) Frau ist immer unschuldig, sogar wenn sie Schmerzen hat oder sich falsch verhält : Wichtiges Prinzip!

    1- ok, in manchen Paarbeziehungen ist es auch anders.

    Und Männer schlagen nicht, überlassen das Opfer sich selbst, bleiben frei und selbstbewusst: Und unschuldig! (Und daher frei für die nächste Frau, *g*)

    (… noch einer der vermutlich unbewussten komplexen Gründe des Frau-Seins: er muss (!) schuldig sein, „denn sonst gehörte er ihr nicht alleine, denn nur sie könnte ihm so verzeihen, wie eben nur sie verzeihen kann, viel mehr und besser eben, als jede andere, sonst wäre er ja auch nicht der Ihre“, ect., etc.. Und TV und Magersucht übten mit Notwendigkeit unreife Vorstufen schon früh perfekt ein. Sollschließlich dauern.)

  16. Und zum Glück auch kein Mann stattdessen.
    Denn, Hand aufs Herz, wieviele von uns Klugen und Überklugen (*g*) hätte sich noch nie ganz dringend gewünscht und es öffentlich vorgetragen und im Teufelspakt mindestens die halbe seine Seeligkeit dafür gegeben, wenigstens einmal im Leben einen Tag lang mit Friedrich Nietzsches Kopfschmerzen zu Bett liegen zu dürfen – „ganz so wie ER!“ – welch ein Genuss und Hochgenuss wahrscheinlich – und die grandiose Höhe der vermutlichen Erkenntnis!“ (oder eine Woche …)

    Tja, auch wir wandern weiter.

  17. Nein
    Man muss Heidi Klum nicht verachten.
    Sie macht nur ihren Job als Kirmesattraktion.
    Genau wie Herr Bohlen.

    • Titel eingeben
      Das ist ein Argument, allerdings sorgt Heidi Klum nicht nur bei den unmittelbar vor ihr stehenden Personen dafür, dass sie sich schlecht fühlen, sondern auch bei den Zuschauern. Also, nicht, dass ich mir Bohlen mit Genuss anschauen könnte. Aber diese Aversion ist dann doch noch mal von anderer Qualität.

    • Ist das nicht ausschliesslich das Problem der Zuschauer?
      Niemand wird gezwungen, sich Fernsehen im allgemeinen und HK im besonderen anzutun.

      Freiheit besteht auch darin, sich die Sachen reinzuziehen, nach denen man sich so richtig schlecht fühlt. Nennt sich Leben :-) .

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • In einem gewissen Alter..
      @ Thorsten Haupts
      … so um die 11 – 14 herum, ist man vielleicht doch irgendwie gezwungen, sich den Kram anzuschauen. Gruppendruck und so.
      (Bei uns wars nur egal, wir wollten halt alle Tänzerinnen werden.)
      Na, und man liest jetzt immer mal wieder, das der Krempel (GNTM und so)
      wirklich nicht gut sei und das die in dem Alter dadurch auf richtig merkwürdige Ideen kämen.
      Vorstellen kann ich mir das auch.
      Aber wirklich wissen? Bis jetzt bin ich nicht über valide Daten gestolpert.

    • @nicname: Zeigen Sie mir heute oder in der Vergangenheit doch mal eine Gesellschaft,
      in der Heranwachsende, Jugendliche, NICHT auf richtig merkwürdige Ideen kamen? Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass man bei erfolgreichem Kampf gegen spinnerte Idee No. 1 sich 5 Minuten später spinnerte Idee No. 2 einhandelt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  18. wer
    möchte was mit der Klum-Prolette persönlich etwas zu tun haben?
    Freiwillige vor: gleichwohl, die Klum arbeitet hart, hat auch nichts gegen Neger.

    „Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren…“…

  19. fragonard
    nicht nur dass die bilder verzuckert sind, jetzt muß man sich auch noch mit diesem duiftwasserladen herumärgern.

  20. Das mit dem zu dick sein
    Ist auch ein Generationenproblem

    Älterer Arzt:Sie sollten abnehmen
    Junger Arzt:Abnehmen wird überbewertet.

    Beide Ärzte sind rank und schlank.

  21. nix
    Die auch in Deutschland weit verbreitete Verfettung junger Menschen ist nun mal widernatürlich. Sie betrifft Frauen und Männer, letztere sogar stärker. Hauptursache ist der Ersatz des Zuckers in den USA, dem Heimatland der totalen Verfettung, durch Maissirup zurück. Er wird in nahezu allen Lebensmitteln verarbeitet. Mit der Überernährung ist ausufernde Diabetis verbunden, die einen Rattenschwanz weiterer Krankheiten nach sich zieht. Bewußte Ernährung ist zielführender, als sowas wie Diät, Sport oder Medikamente.

    Alles für das Wirtschaftswachstum, erst die Nahrungsmittelkrankmacherindustrie, dann die Schlankmacherindustrie incl. Fitnessindustrie und zuletzt die dazugehörige Gesundheitsindustrie? Das ist die Kausalkette der Verfettung, in der eine Entwicklung zur nächsten führen muss, ohne dass man Magersüchtige als anderes Extrem gutheißen kann.

    Prekariat erkennt man mit 70% Trefferwahrscheinlichkeit auf einen Blick. Dummheit frißt und Intelligenz säuft, alles weder neu noch orginell.

  22. Ja zu frischer Luft, Frauenbewegung und gutem Essen !
    Ein Zitat: „In Paris kennt die keine Sau !“ – Dinge wie eine echte Adipositas, gewissermaßen eine „Magersucht^-1“ wenn gilt „Normalsein=1“, lassen sich durch das vorgebliche „Germany’s Top Ex-Modell“ leider nicht erklären, und falls doch: Wer wollte es hören, bei einer derartigen Stimme ?
    .
    Solange es um einige Pölsterchen mehr oder weniger geht, so gibt es offenbar Weiblichkeit, die etwas mehr durchaus verträgt, wie es ebenso eine solche gibt, die auch mit weniger eine durchaus gute Figur machen kann. Ab einem gewissen Lebensalter gewinnt halt die Schwerkraft, was natürlich nicht nur für die Weiblichkeit gilt. Die eigentliche Gefahr ist vielmehr die ‚Vereinheitlichung‘. Eine gewisse Standardisierung hat Vorteile, ab einem gewissen Punkt wird sie jedoch absurd und kontraproduktiv.
    .
    Die nach allen Maßstäben antidemokratisch durchgesetzte Grundversorgung der hiesigen Plebs mit standardisiertem amerikanischen Genmaiszucker (‚Glukosesirup‘), auf die hier ein Mitforist bereits hinwies, beruhigt da nicht wirklich. Wer bezahlt die Folgeschäden, von denen in den ‚Gutachten‘ nichts steht ? Sollte da nicht auch stehen, für wen eine Standardisierung Nutzen stiftet ? Nun, wer sich von Barbie die Welt erklären läßt, hat es wohl nicht besser verdient !
    .
    P.S.: Wer sich im Internet nicht ‚konspirativ‘ verhält, ist übrigens blöd. Vor diesem Hintergrund sind Blogs und Lesermeinungen leider überbewertet.

    • Wenn das so bleibt oder schlimmer wird, suchen Sie sich bitte konspirativ
      Einen guten Psychiater. Sie brauchen ihn dann ganz sicher.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  23. Titel eingeben
    Nein, das geht alles völlig daneben. Magersucht ist eine schwere psychische Krankheit, die mit irgendwelchen Heidi-Klum_-TrashTV Sendungen nichts zu tun hat. Oder kann man die christlichen Kirchen dafür verantwortlich machen, wenn ein Schizophrener religiöse Wahnideen entwickelt ? Das Problem ist wohl eher die verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit durch den Kranken, und darüber sollten Ärzte schreiben, wenn es einen Erkenntnisgewinn bringen soll.

    • Titel eingeben
      Eine Einschränkung der Bedeutung entsprechender Medienformate für eine (individuell unterschiedlich bedingte Erkrankung) führe ich in den ersten Absätzen aus. Ja, man kann sie deshalb für einen Nebenschauplatz halten. Aber Ihrer These, dass diese _nichts_ mit dem Problem zu tun hätten, muss ich widersprechen. Und das sogar wissenschaftlich fundiert.
      Wenn sie also lieber etwas von Ärzten (oder Psychologen) Geschriebenes lesen wollen: über Google findet man sehr schnell einschlägige Studien, ich verlinke hier exemplarisch nur mal eine Metaanalyse zum Thema: http://psycnet.apa.org/psycinfo/2008-04614-005

  24. könnte es sich lohnen
    nochmal nachzulesen:
    z.B. hier
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/6004/1
    von William Makepeace (schon das ein Vergnügen) Thackeray: »The Book of Snobs«.
    Beste Grüße von hier.

  25. Titel eingeben
    Liebe Mareike,

    Müsste die eigentliche Frage nicht eher sein, wieso sich doch so viele junge Leute ihr Leben damit kaputt machen, dass sie sich a) solcherlei Unfug im Fernsehen überhaupt ansehen (das ist keine Selbstverständlichkeit) und viel entscheidender b) offenbar nicht in der Lage sind ein Selbstbewusstsein aufzubauen, dass es ihnen ermöglichen würde, eben jene, ihnen so übel mitspielende vermeintlich objektive Maßstäbe als eben solche zu behandeln und sich davon, wenn schon nicht komplett abwenden, zumindest nicht in psychische Wahnvorstellungen zu verfallen, die sie in’s Irrenhaus treiben?

  26. Klont H K ...
    …. oder wird dann Dolly …. draus?

  27. Klum - es gibt eine Steigerung
    Das Dschässica, wie sie „in den Fruehling springt“:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/mode/jessica-joffe-made-in-america-12055806.html

    Dschässica versteht auch nicht, was es ueber ihr gelobtes Land zu meckern gibt. Wahrscheinlich blendet Jessi-Baby Detroit-City einfach aus.
    LA und Boehrlin haben ein Rassismusproblem, in London streunen Gangs durch den ganzen Vorstadt-Trash und Paris ist neben Bruxelles eine weitere Koenigin der Kotminen auf den Trottoirs.

    Aber Jessica „springt in den Fruehling“.
    „…Schauspielerei. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, sich…total ehrlich zu bewegen.“

    Mir schauderts wenn ich ihr Portrait sehe; eine gewisse Aehnlichkeit zu Koch-Mehrin, die auch nichts mehr liebliches in ihrer Physiognomie aufweist, ist fuer mich nicht zu uebersehen.

    Barbieland ist abgebrannt, ihr toten Puppen.

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