Home
Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die klassenkämpferisch benutzbare Betsy DeVos

| 477 Lesermeinungen

Si vis pacem, cole iustitiam.

Betsy DeVos hat alles, um zu einer festen Grösse in den deutschen Medien zu werden: Eine Herkunft aus dem ultrareligiösen Milieu des amerikanischen Mittelwestens. Einen Vater, der mit einer Zulieferfirma für amerikanische Spritfresser Milliardär wurde. Ein Leben in Reichtum und in einem Clan, in dem es in ihrer Generation weder auf Leistung noch auf schulische Erfolge ankam, und der die Republikaner förderte. Sie hat einen extravaganten Kleidungsstil, der für hohe Erkennbarkeit sorgt. Und einen Pakt mit dem Teufel Donald Trump persönlich, für den sie das Erziehungsministerium leitet. Außerdem machte sie beim Grillen vor Parlamentariern eine schlechte Figur und bekam sogar Gegenstimmen von Republikanern. Sie vertritt kreationistische Ansichten und will mehr sogenannte Charter Schools einführen, die gewinnorientiert arbeiten. Sie können auch von christlichen Fundamentalisten betrieben werden, die dafür Geld vom Staat bekommen, was die Trennung zwischen Staat und Kirchen in den USA aufweicht.

Kurz, sie ist eine ganz schreckliche Person und auch keine Feministin. Tränke sie Jungfrauenblut aus Robbenschädeln, könnte ihr Ansehen bei deutschen Medien kaum schlechter sein. Und über den Umstand, dass Deutschlands liebster Präsident Obama ebenfalls Charter Schools förderte, muss man nicht gross reden. Übrigens war auch der Vorgänger von Devos, John King, klarer Verteidiger der Charter Schools. Und auch dessen demokratischer Vorgänger Arne Duncan leitete kurz vor seinem Rücktritt noch einen dreistelligen Millionenetat in das umstrittene Projekt, obwohl sein eigenes Ministerium eine Studie über die miserable Qualität dieser Schulform vorliegen hatte. Es geht in der deutschen Berichterstattung etwas unter, aber das Thema ist nicht nur republikanisch, weil es eine Privatisierung einer staatlichen Leistung verspricht. Es ist auch teilweise demokratisch, weil in strukturschwachen Regionen die Bundesstaaten beim Unterhalt der Schulen versagen, und dort die in den USA nicht immer geliebte und politisch einflussreiche Lehrergewerkschaft sitzt, während Charter Schools ihre Mitarbeiter auf dem freien Markt einkaufen, und nicht zwingend die schlechtere Alternative sind. Eigentlich waren Charter Schools zuerst eine Idee liberaler Strömungen, und die meisten gibt es im liberalen Kalifornien. Aber diese komplizierten Debatten und Details würden nur stören.

Speziell in meinen Kreisen, vielleicht weniger in Bayern, aber in Berlin und anderen Entsprechungen des amerikanischen Rust Belts, wo es wirklich in den Schulen brennt und nicht nur, wie bei der früheren Klosterschule gegenüber, wenn jemand ein paar Buden im Schulhof anzündet. Bei uns kann man Schüler noch guten Gewissens in normale, staatliche Gymnasien schicken, von denen es derer zwei wirklich gute Einrichtungen gibt: Das humanistische Gymnasium im Norden der Altstadt und die ehemalige Oberrealschule im Süden der Altstadt. Zwischen diesen beiden Eliteschulen liegt abgrundtiefer Hass, und die besseren Familien lassen sich im Mannesstamm über Generationen an den Schulen festmachen. Vor dem Krieg galten die Humanisten mehr, aber mit dem Aufstieg der Industriestadt begannen die Oberrealschüler, die Stadt und die Wirtschaft zu übernehmen, und heute wird sogar die FAZ von meiner Schule beliefert, so haben wir das Reuchlin in die Bedeutungslosigkeit getrieben. Dazwischen sind die beiden früheren Mädchen- und Höhere-Töchter-Schulen, die inzwischen für alle offen sind, die es bei der Elite nicht schaffen. In Bayern wird noch richtig gesiebt, da kommen schon die Richtigen am richtigen Ort zusammen.

Im Bild etwa vor meinem Haus gegenüber der Klosterschule eine Mutter, die weiter vorne nicht rückwärts einparken kann und deshalb lieber meine Feuerwehrzufahrt zuparkt: Genau so kennen wir die Höhere-Töchter-Schule, die können das alle, auch in meinem Clan. definitiv nicht. Aber wie auch immer, es fand bei uns jeder sein Platzerl und bei den Mädchen wurde nachgeholfen, indem sie vor dem Abitur erfuhren, aus welchem Leistungskurshalbjahr die schriftliche Prüfung genommen wurde. Der C., der inzwischen einen Formel-1-Rennstall leitet, fragte bei uns, ob wir das auch erfahren werden, weshalb es Verwicklungen zwischen den Schulen gab, über die man heute noch spricht – aber wenn eine Apothekertochter die Apotheke übernehmen wollte, bekam sie auch das Abitur. So wollte es das Gesetz. Und wenn es das Gesetz nicht wollte, musste man entweder besonders dumm sein oder etwas ausgefressen haben, denn die heute gängige Fehleinschätzung, einfach nur schlecht erzogene, depperte Bratzen litten hochbegabt an ADHS, gab es bei uns nicht. Nur die wirklich Dummen und diejenigen, die mehr als nur Vaters S-Klasse ohne Führerschein zu Schrott gefahren hatten und deshalb besser eine Weile versteckt werden mussten, verschwanden. Und wurden in Privatschulen, meist kirchlicher Natur, gesteckt.

In meinem Umfeld gab es da nur zwei, einen echten Hundskrüppel – heute würde man Mobber sagen – und eine Arzttochter, die wirklich viel Betreuung brauchte und inzwischen eine gute Ärztin ist. Skandale waren das trotzdem, denn damals war man der Überzeugung, dass eine Familie das Abitur ohne Privatschule schaffen musste, komme an Mathematiklehrerbestien und Physikpsychopathen, was wolle. Wenn Kinder in Privatschulen mussten, war das ein Makel für den ganzen Clan. Das hat sich inzwischen geändert, was viel mit der demographischen Entwicklung und dem Abbau des Abiturs in Norddeutschland zu tun hat: Viele Kinder von Bekannten, die es nach Berlin verschlug, sind ganz selbstverständlich in Privatschulen, weil die öffentlichen Schulen einen unterirdisch unterbayerischen Ruf haben. Clans zahlen das Aufgeld gerne, um sich daheim nicht dumme Sprüche anhören zu müssen. Aber das sorgt natürlich in Berlin wiederum für soziale Spaltung mit jenen, die sich eine Privatschule nicht leisten können. Die einen möchten möglichst ein hohes Niveau und einen Startvorteil für ihre Kinder, die anderen – nun, die anderen sagen, dass das Kind zwar in einer öffentlichen Schule ist, aber in einer Gutenschuleausrufezeichen. Was bedeutet, dass sie um die klägliche Natur des Staatssystems wissen, um die Randerscheinungen des bunten Deutschlands und das stetig nach unten angepasste Niveau, aber dennoch überzeugt sind, ihr Kind habe da noch die bessere Ecke erwischt, neben den schlechten, die es auch noch gibt.

Ein jeder blickt gern mit einem gewissen Grusel nach unten im Gefühl, seinem Kind das Beste zu geben, aber leider gibt es in Metropolen des Nordens etwas, das wir in Bayern überhaupt gar nie nicht kennen: ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, das eigentlich eine klassenlose, bunte, integrative, inklusive und auf Förderung ausgerichtete Gesellschaft der Gleichstellung fordert,  statt sich damit abzufinden, dass kein Knecht kein Bauer nie nicht werden kann. Dieses System funktioniert natürlich angesichts der Gier jener Menschen nicht, die ganz selbstverständlich ander Leute Bundesfinanzausgleich verprassen, es gibt auch dort ein Oben mit Privatschule und ein Unten mit Stadtschule. Wichtig ist es dort, nach Oben Verachtung zu zeigen, und bislang war die Elite mit Meinungsmachern der öffentlich-rechtlichen Millionärskaste, mit Funktionären des Staates und der ganze Entourage in einer misslichen Lage: Über ihnen war nichts mehr, was sie als sozial ungerecht kritisieren konnten, wenn ihre eigenen Kinder in eine mit EU-Mitteln überfinanzierte Privateliteschule mit vorgeblich balkanintegrativem Konzept geschickt wurden, bevor es nahtlos zum Praktikum in den Sender des Vaters ging, zum Entzücken der feministischen Mutter.

Aber jetzt gibt es Donald Trump und Betsy DeVos und ganz schlimm, den Verdacht, sie könnten das öffentliche Schulgeschäft abschaffen, es komplett privatisieren, es Kreationisten überlassen und letztlich ganz ruinieren. Natürlich sind deutsche Kinder auf Privatschulen, die in den letzten Jahren einen Boom wie in Amerika aufzuweisen hatten, und vermutlich auch von der Auflösung der Willkommensklassen profitieren werden. Aber so etwas wie in den USA, können jene Eltern nun sagen, will man auf gar keinen Fall. Ja um Himmels Willen! Gut, dass Privatschulen in Deutschland so stark reguliert sind, werden sie sagen, und dass der Staat mit Argusaugen über sie wacht. Man will auf gar keinen Fall solche Zustände wie in den USA, wo das System nachgerade pervertiert wird. Das ist für doe Ärmeren ein enormes Risiko, das hätte sicher auch bei uns dramatische Folgen. Das muss, zum Wohle der Ärmeren, bei uns verhindert werden, dagegen muss man mit allen Mitteln solidarisch vor dem Brandenburger Tor demonstrieren. Natürlich hat man gerade geerbt, natürlich verdient man gut – aber das heisst nicht, dass man auch nur mit einer einzigen Faser des Gehirns irgendetwas, das DeVos und Trump zu tun beabsichtigen, befürworten würde. Kurz, die Spitzen der nichtbayerischen Restgesellschaft haben endlich etwas gefunden, das auch sie selbst vehement und mit aller Kraft sozial gerecht ablehnen können, ideologisch Seit an Seit mit jenen, deren Kinder nicht von den Jesuiten gedrillt werden.

Hat man einen gemeinsamen Gegner, den man ablehnen kann, muss man auch gar nicht weiter überlegen, ob nicht vielleicht das deutsche Schulsystem, möglicherweise, in gewissen Regionen, dem verhängnisvollen Weg des amerikanischen Schulsystems folgt, dessen Probleme erst zu der Idee der Charter Schools führten. Ab und zu hörte man auch unter Obama von der Überforderung der Lehrer durch aufsässige und lernresistente Schüler, von Schulausfällen und dem Umstand, dass in armen Kommunen einfach auch die Schulen arm und schlecht ausgerüstet waren, aller staatlichen Ausgleichsbemühungen zum Trotz. Was ich immer wieder aus Berlin höre – dass Eltern selbst in Erziehungseinrichtungen einrücken, um Schäden zu beheben – hörte man früher nur ab und zu aus Amerika, und fand es bei uns… wie soll ich sagen… unser Hausmeister war früher bei der Bundeswehr, da war einfach nichts kaputt und wer etwas kaputt machte… also, wir standen zu Beginn der Stunden auch noch auf, Hände an die Hosennaht, und hatten keine Gruppen und Teams, bei uns war das noch Frontalunterricht, Noten gab es in der ersten Klasse und… also, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Bei uns war alles piccobello sauber. Immer. Aber wie auch immer, die Grünen finden CETA plötzlich gut, weil Trump das TTIP beerdigt, und elitäre Eltern des deutschen Rust Belts können nun endlich wieder gleichgestellt mitschimpfen auf die entsetzlichen Pläne, die in Amerika unter Trump bei den Schulen gefördert werden, und die hochheilige Trennung von Staat und Kirche aufweichen. Denn die Kirchen haben zu viel Macht, und sie haben selbst eine bewusst atheistische Hochzeitsfeier in Berlin gemacht.

(Die Trachtenhochzeit daheim am Tegernsee in der Barockkirche Gmund war nur für die Daheimgebliebenen, denen versichert wurde, dass die Jesuiten in Berlin kreuzkatholisch nach bayerischen Grundsätzen das Abitur herbeiführen)

141

477 Lesermeinungen

  1. Kreationisten-pfui! Genderisten-hui! ?
    Also ich habe gegen beide einen Abscheu und verstehe nicht, wieso sich diese Hiesigen so über den dortigen Kreationismus echauffieren. Denn schließlich huldigen sie unisex-Klos, Frühsexualisierung von Vorschulkindern und setzen nicht nur mitten in Worten „+“, äh*, sondern schreien nach Autodafes für alle, die das nicht wollen.
    Das intellektuelle Niveau scheint bei den Kreationisten nicht tiefer als bei den Genderjüngern zu sein- so das noch möglich ist.

    Aber es wundert mich immer wieder, wie diese Seelenverwandten sich einer am anderen kurieren wollen!

    Warum wollen alle plötzlich mitreden, wie was in den USA zu laufen hat?
    Auch das ist ziemlich dumm!

    Und das mit dem Abitur, D.A.: Sie sehen doch an Schulz, wie schädlich das im Kern ist!

  2. Betsy und Acton
    Betsy ist Lord Acton nicht abgeneigt, und der hat einiges Interessantes vermerkt:

    “Power tends to corrupt and absolute power corrupts absolutely. Great men are almost always bad men (…).”

    “Despotic power is always accompanied by corruption of morality.”

    • Ich denke, zuerst mal wird sie Title IX und anderen entobamaisieren. Das war auch ein Wahlversprechen.

    • Das wäre ja ein echter Fortschritt,
      mit partieller Rückabwicklung von Title IX.

      Was ich da so von Kollegen mitbekommen habe, war ziemlich schizo. ‚Natürlich‘ waren alle dafür, reiner Gruppendruck 24/7 und oistracised allein schon bei schwankender Nachdenkung. Unter echt >=4 Augen im abhörsicheren Raum allerdings fing das Fluchen an, weil die Implementierung und die Konsequenzen zu katastrophalen Spagaten führen (mussten), wenn sie literal verstanden wurden.
      Und half-brains können eben ausschließlich literal. Nicht nur im RHS, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika.

      Hoffentlich werden auch die Safe Spaces abgewickelt. Zu langer Aufenthalt macht aus einem jungen, selbstbewussten Menschen meistens ein cry-baby.

    • Breitbart und Bannon haben sich dafür stark gemacht, das war wohl auch der Grund für Trumps Erfolg bei College-Studenten.

    • Safespace und Hatespeech-Löschung
      Ist doch schon erstaunlich, was die SPD heute fordert bezüglich Löschung von Hetze und was zum Böhmermann-Urteil geschrieben und durch seinen Anwalt von sich gegeben wird.

      Man müsste annehmen, dass das ZDF und die Regierung nach dem Urteil dafür sorgt, dass das Schmähgedicht nicht mehr aufrufbar ist, egal ob auf Facebook-Accounts oder bei Youtube und Co. . Man wird aber nur so zugeballert damit, wenn man danach sucht. Dabei ist hier amtlich festgestellt worden, dass es Beleidigungen sind und somit Hatespeech ist.

      Schaut man sich Böhmermann und seine Kritik auch an Trump an, sein linkgsgrünes Publikum mit stets erhobenem moralischen Zeigefinger, kann man nur feststellen, dass auch diese von Löschungen oder Safespace/Triggerwarnungen rein gar nichts halten können, somit auch nichts an deren Abschaffung auszusetzen haben dürften. Es ist schon ziemlich schräg, wenn eine Veganerin und nun auch Tierschutz-Organisationen das Verbot von deutschen Volksliedern fordern, andererseits sich maximal bedeckt halten, bezüglich Gedichten mit ziegenficken oder klar für die Erlaubnis dessen ohne Safespace und Triggerwarnung eintreten.

      Ziemlich kranke linke Früchtchen, was sich da an Unis tummelt, auch in Berlin, wo ein Befürworter von Stasi, „antifaschistischem Schutzwall“ inklusive Ausbildung an der Waffe um TATSÄCHLICH dort notfalls auf Menschen zu schießen geschützt wird, während anderen genau das aus gleichem Munde nur unterstellt wird heute machen zu wollen. Holm hat den Beweis mit seiner Ausbildung angetreten, es tun zu wollen. Das kann man von anderen nicht behaupten.

  3. Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump Trump
    Don, ich bitte Sie! Ich enthalte mich schon anderer Nachrichtenkanäle, damit nicht doch noch mein Amok-Gen zur Geltung kommt und ich nicht losziehen muss, um Zwergkaninchenbabies zu erwürgen.

  4. In der guten, alten Zeit...
    Beim Lesen Ihrer Zeilen, werter Don, denke ich mit Wehmut an meine eigene Zeit auf dem Gymnasium einer typischen südbayerischen Kleinstadt zurück:
    Dank der Monopolstellung der schulischen Einrichtung (in der näheren Umgebung standen nur noch ein Musikgymnasium und ein Sportinternat zur Auswahl) kam es mir wie eine Selbstverständlichkeit vor, dass unsere Geschichtslehrerin in einer unserer letzten regulären Stunden verschworen andeutete: „An Ihrer Stelle würde ich mir 12/2 noch einmal gut ansehen.“ (Wirtschaftliche Entwicklungen von 1848 bis 1950)
    Dass diese Nettigkeit in ihrer Heimatstadt zu handfesten Rivalitäten führen musste?

    Vor allem aber möchte ich Ihnen mein Dank für die vierfache Verneinung (Sie wissen schon… die Stelle mit dem Bauern und dem Knecht) aussprechen!
    Als intellektueller Leuchtturm bringen Sie den Bewohnern der finanzausgeglichenen Bundesländer die bayerische Grammatik näher und tragen so aktiv zur Integration eben jener bei.
    Vageït’s God!

    • Segn’s Gott! Man tut, was man kann.

      Der C. hat das ausgerechnet bei dem sittsamsten und ältestschlagigen Lehrer vom Philologenverband versucht, und ausserdem war der C. etwas beschränkt. Das musste schief gehen und es ging auch schief.

    • Geschichte n
      Das geht bei Zentralabitur eigentlich nicht, da die Lehrer die Aufgaben auch nicht vorher kennen

    • Titel eingeben
      Die Lehrer wissen zumindest, was in den letzten Jahren so dran kam.
      Darüber hinaus war der Tipp absolut richtig!

      Sei es der Glaube an die Allwissenheit meiner Lehrerin, sei es das Glück des selektiv Lernenden oder der pure Zufall:
      Für 10 Punkte hat’s gereicht.

    • mehr als schlampiges Hochdeutsch
      ja, die bayerische Grammatik hat was.
      Angeblich macht es schlau, Dialekt zusätzlich zur Hochsprache zu sprechen. In meiner Familie gibt es leider niemanden mehr, der aus mir mehr als einen Einäugigen machen könnte.
      Das Max hat übrigens einen falsch positiven Ruf. Mag daran liegen, dass es Ausbildungsgymnasium ist und die Referendare nur 1/2 Jahr in den Klassen bleiben. 1 von 80 wird angeblich (laut Latein-Referendar) momentan übernommen.
      Seis drum. Das Max wird bald renoviert und der nächste Pauker-Film wird, der Authentizität wegen, wahrscheinlich in einem heruntergekommenen Zweckbau gedreht werden.
      In den Schulbüchern und im Lehrplan ist Integration ein großes Thema. Sogar im Erdkunde(strikeout) -> Geographie-Atlas.

    • Wenn man eine schöne Schule für Filme suchte: Der Altbau meiner Schule mit dem grossen Treppenhaus, der ist schon repräsentativ.

    • Dialekt - is guat
      Dialekt sprechen macht schlau? Jawoi!
      So, wie jede Fremdsprache, fördert auch der Dialekt die Konzentration auf den Inhalt.
      http://www.businessinsider.de/mundart-macht-schlau-so-positiv-wirkt-sich-dialekt-auf-euer-gehirn-aus-2016-6

      Ob das immer noch bei Lehrpersonal anzutreffende Austreiben des erlernten Dialekts der Schüler seine Gründe in ‚Egalité“-Bestrebungen hat, ist reine Spekulation.

  5. Voll ins Kontor!
    Das hat jetzt aber richtig gesessen! Rein das Messer und zweimal umgedreht, aber mit Schmackes.

    Von wegen „ … bevor es nahtlos zum Praktikum in den Sender des Vaters ging, zum Entzücken der feministischen Mutter“

    Schon lange nicht mehr so laut rausgelacht wie bei diesem Abschnitt!

    Die Oligarchie der triefenden Gerechtigkeitsbigotterie dürfte sich winden, liest aber hier leider nicht mit.

    Macht nichts. Die kriegen ihr Fett auch so ab, demnächst.

    Die Feder scheint spitzer denn je. Lesegenuss pur!

    • Die Oligarchie der triefenden Gerechtigkeitsbigotterie: Vollkommen leblos bestenfalls tot!
      Ich wurde im Kindesalter (ungläubig, gottlos, sündhaft) von meinem staatl. eingesetztem Erziehungsberechtigten, verbeamteter Jurist, ins Weschnitztal verschleppt, dort ausgesetzt wo es am dunkelsten ist, in eine kirchliche Anstalt mit pietistischen Lehrinhalten und pietistischer Frömmigkeitspraxis. Hermann von Pückler-Muskau hat aus eigener Erfahrung mit dieser Institution von einer „herrenhutischen Heuchelanstalt“ gesprochen.
      Eine „Kinder-Haftanstalt“ mit werktäglich einer knappen Stunde Ausgang und Prügelstrafe bei Todsünden, z.B. Lesen von Büchern während der 1,5stündigen Mittagsruhe oder unerlaubten Kinobesuch am Sonntag Nachmittag in Weinheim. Der Stock für die Exekution musste mitgebracht werden.
      Bis ich dann über Nacht zur französischen Fremdenlegion ausbüchste, inspiriert durch Ernst Jüngers „Afrikanische Spiele“(verbotenerweise gelesen in schlafloser,verordneter Mittagspause).
      Mein staatl. eingesetzter Erziehungsberechtigter, verbeamteter Jurist, verschleppte mich auf Grund dieser total unverständlichen, unchristlichen und ungeheuerliche Handlung in die psychiatrische Klinik des Frankfurter Uniklinikums in den offenen „Vollzug“ in der 2. Klasse. Der Psychatrieprofessor war in der Lage mit mir zu kommunizieren
      und beendete die Diagnose mit Empathie vollem Blick und der diagnostischen finalen Feststellung: „Schwierig, schwierig!“. Daraufhin lösten sich durch den Spruch der ärztlichen Wissenschaft meine abergläubischen seelischen Blockaden wie durch ein Wunder spontan auf. So wurde mir durch diesen unerfreulichen Schicksalsschlag die Ordensspange Légion étrangère und evtl. die französische Staatsangehörigkeit vorenthalten und ich wurde erneut in die Odenwaldhölle mit Gottes und der ärztlichen Wissenschaft deportiert!
      Siehe ebay: Nachlass-Fremdenlegion-Legion-etrangere-Ordensspange-Orden-Feldspangen, “Gebrauchter Zustand”, EUR 319,00, Versand: EUR 5,20 Standardversand

  6. Extra Bavariam Nulla Vita, et si - non est ita --- Oder "Abitur für Alle!"
    Abitur für alle! Wissensstand, Reife, Durchhaltevermögen, gehöriges Auftreten und andere Sekundärtugenden sind unerheblich. – In vielerlei Hinsicht, nicht nur schulischer, liegen mittlerweile zwischen Bayern und dem Rest der Republik Welten. Ist es nicht an der Zeit, daß Bayern wieder einmal einen das Land rettenden Weg einschlägt? Wie schon 1805 (Vertrag von Bogenhausen) oder 1813 (Vertrag von Ried). Den jetzigen Weg der BRD weiter mitzugehen ist so, wie wenn ein Fußgänger einen Zebrastreifen trotz herankommenden Fahrzeugs zur Straßenüberquerung wählt, um „für eine gerechte Sache“ zu sterben. Dämlich bis zum Abwinken.

    • De facto leisten wir einen Tribut an die Sultanin in Berlin und machen, was wir für richtig halten. Es ist also jetzt schon weitgehend so. Und die bayerischen Asylregelungen sind genau so, dass die Fähigen Hilfe bekommen und die Unwilligen woanders angenehmer leben. so sortiert sich das von selbst.

    • maciste grüßt den don
      edler don, in berlin sitzt wohl eher eine sultanine – der großtürke indes ist machtpolitisch in der richtigen spur.
      battle on.

  7. Über die Bildung der Amtsverweser ...
    … in den Lehrerzimmern müssten wir aber auch mal reden.
    Bei uns im Baden-Würstchenberg ist es nämlich so, dass sich auf Privatschulen Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis zum prekären Gehalt sammeln, die auf Grund ähm unterdurchschnittlicher räusper Leistungen im Staatsexamen der Staatsdienst und Perspektive auf Verbeamtung verwehrt bleibt.
    Wie man es unter solchen Bedingungen schafft Privatschulen „besser“ zu machen als staatliche Schulen ist schon bemerkenswert und ist wohl nur mit Managementversagen einerseits und dem Kruscht der sich dort sammelt andererseits zu erklären.

    Beste Grüße
    Sebastian

    • Das ist in Berlin und NRW wohl genau andersrum, da gehen die Guten in die Privatschulen, die auch massiv gute Leute suchen. Abgesehen davon, es gab ja auch mal die Odenwaldschule, wir erinnern uns.

    • Spiegelbild
      Mein Spiegelbild am Tisch gegenüber mit SEK II aus dem Ländle meint dazu, dass sich eine seltsame Benotung auch im Referendariat/Staatsexamen finden lassen kann, so dass die nach Verbeamtung gestrebten nicht signifikant das bessere Material seien.

      Ein Lehrer, der Verbeamtung als Lebensziel anstrebt, ist – ich denke logischerweise – nicht unbedingt einem solchen überlegen, der seine pädagogischen Ambitionen eher in einer Privatschule verwirklichen zu können glaubt.

  8. Bildungsgefälle
    Bei uns war es früher (60er und 70er Jahre) so: Wer das Zentral-Abitur in der Heimatstadt auf dem Staatlichen Knabenrealgymnasium nicht schaffte, wurde in die Nachbarstadt aufs Gymnasium geschickt. Wer auch dort nicht reüssierte, konnte dann dank Bahnanbindung in das nächste Bundesland wechseln, wo die Lehrer, weil es kein Zentralabitur gab (und immer noch nicht gibt), wussten, welche Aufgaben sie als Prüfungsaufgaben eingereicht hatten.
    Aber zum Trost: Auch von den dortigen Abiturienten haben viele ein erfolgreiches akademisches Berufsleben gestartet.

    • BNur weil jemand das Abi nicht schafft, ist er ja kein schlechter Mensch. Allerdings war es bei uns undenkbar, es nicht zu schaffen.

    • Und Recht haben Sie!
      Schulz ist absolut kein schlechter Mensch. Sondern sogar ziemlich erfolgreich, und beliebt.
      (Hand aufs Herz, als Sie einen neuen Beitrag ankündigten, war ich sicher, er würde sich um St. Martin drehen. Gut dass ich nicht gewettet habe.)

    • Ich kann zu dem wenig sagen, ich fand die TTIP-sache abscheulich.

  9. Schulspaltung
    Nicht nur im Schulsystem, auch in anderen Bereichen (Wohnen in „gated communities“, Medizin, Freizeit: Schwimmbäder etc.) wird das ganz sicher die Zukunft sein: Wer was Besseres und vor allem was Sichereres will, der geht privat, d.h. zahlt drauf oder gleich ganz selbst. Größte Wachstumsbranche dann Gebäude- und Sicherheitsmanagement.
    Also eine im wesentlichen biodeutsche Oberschicht mit erarbeitetem oder/und ererbtem Besitz, die sich in – zunehmend sicherheitsbewehrte – Residuen zurückzieht, und eine prekäre, weitenteils alimentierte deutsch-migrantische Unterschicht. Im kleinen Maßstab und in Variation ähnliche Verhältnisse wie aus fernen Ländern bekannt (Südafrika, Indien o.ä.).
    Die Ironie daran ist, daß die gleichen Parteien und Gruppen, die regelmäßig händeringend auf die ja ach so schlimme wachsende „soziale Schere“ in Deutschland hinweisen, die gleichen sind, die freudig eine migrantische Unterschicht ins Land winken. Wenn man aber fröhlich Millionen von besitzlosen Sozialhilfeempfängern begrüßt, dann darf man sich über größere Ungleichheit weder wundern noch beschweren.

    Aber bitte erläutern Sie mir doch noch die „überfinanzierte Privateliteschule mit vorgeblich balkanintegrativem Konzept“, das hab ich auch in Ihrem anderen Blog nicht verstanden..

    • Es geht da um so ein Elitenprojekt, in dem das Zusammenwachsen Europas gefördert werden soll und das sich in gewissen Kreisen einer besonderen Beliebtheit erfreut, und zwar so, dass auich ganz offen damit herumgeprotzt wird. Mehr möchte ich dazu niocht sagen, stellen Sie sich einfach eine Kombination aus EU-Bürokratie und deutschem Öffi-Moloch vor.

    • @DA, 10. Februar 2017 um 16:14 Uhr:
      Es handelt sich vermutlich um die sog. „Europa-Schulen“.

      Im RHS ist bekannt, daß z. B. Gregor Gysi erheblichen Druck auf die Leitung einer Europaschule ausübte, mit dem Ziel, eine Zusatzklasse einzuführen. Damit sein werter Nachwuchs auch rein durfte.

      Das links-liberale juste-milieu brüstet sich ganz offen mit den diversen Privatschulen im RHS, in der man seine Brut unterbringt. Und mit den Beziehungen, mittels derer man die Kinder in den drei oder vier restlichen Gymnasien unterbringt, die noch funktionieren. Und um Himmels Willen keine muslimischen Migrahus. Plebs zu plebs. Ist ja auch richtig so. Vietnamesen und andere Asiaten werden hingegen gerne geduldet. Alles das tauscht man offen aus. Wenn man unter sich ist.

    • Ja, so etwas höre ich auch ab und zu. Europaschulen wären mal ein eigener Beitrag.

    • Gated Areas
      Ist noch kein Jahrzehnt her, als ich meinem Vater, der in SAF lebt, klarmachte, dass mich die ganzen Alarmanlagen im Haus, die gated areas, der Straßen-Arbeiterstrich sowie eine ganz aufgeklappte soziale Schere nachhaltig von SAF als Wohnsitz abhalten würden. und jetzt….

      @ don
      Si vis pacem, cole iustitiam.

      Solange man Ungerechtigkeiten im Großen und Ganzen vertuschen kann, wird privat in sich hineingegrummelt.

    • Da wird es ganz harte Schnitte geben, die einen werden sich von solchen Erscheinungen freihalten und die anderen werden davon überrannt. Oder man macht Schengen und den Sozialtourismus rückgängig.

  10. aus dem Rust Belt BRD...
    wie treffend wieder einmal….

    Hinzufügen kann ich, als Ex-Abiturient Städt. Gymnasium in NRW (aber noch dort mit 9 Jahren zum Abi = ausgestattet mit sozialer Kompetenz dank genügend Zeit für solche Themen, wenn auch mit linkslastigen Le(e)hrkörpern) dass auch bei uns der Werdegang der Sprößlinge aus gutem Hause behütet war…
    Ist aber schon lange her. Aus der Verwandschaft -der hat sich als Jung-Lehrer mitten in Köln lieber auf eine Katholische Mädchenrealschule versetzen lassen*- weiß ich, dass sich da zwischenzeitlich wohl
    tatsächlich erhebliche Verwerfungen ergeben haben…
    Das Resultat kann ich jedesmal im ÖPNV bei Reisen in die alte Heimat -nun ja- hören. Dahoam hört es sich in S und U Bahn anders an…
    * das gibt es tatsächlich auch in NRW noch…

    • Das Land ist offensichtlich am Kippen. Das wird alles noch deutlich unschöner. Lassen Sie mal Le Pen Druck auf die Vorstädte machen, wohin die entsprechenden Leute dann ausweichen. Können sie ja dank EU-Pass.

    • Das ist gemein dem rust belt gegenüber
      Schön geschrieben, ein schönes Bild, in der Tat. Da aber Berlin – im Gegensatz zum echten rust belt – am nie versiegenden Tropf von a) Länderfinanzausgleichs und b) Zusatzeinnahmen durch die Regierung, Ämter (also über Berlin direkt ausgeschüttete Einnahmen aus den Steuereinnahme der gesamten Republik) und deren Entourage (Lobbyorganisationen etc) hängt, ist das kein Vergleich. Ja, der marode Zustand der Infrastruktur ist sicher ähnlich. Aber Berlin hätte alle Voraussetzungen, zum Motor zu werden – sie wollen oder können nur nicht, lebt es sich doch einfach zu bequem auf Kosten der Anderen. Der rust belt hat diese Möglichkeiten nicht. Daher ist diese Metapher eher eine Beleidung für den rust belt…

    • Berlin? Motor? Ich habe mir die Leistungen Berliner Autorinnen in Blogs anschauen dürfen. Alles, was die konnten, war Jammern für mehr Förderung und bessere Stellen. Leistungsfeindliche Kulturbetriebsmafia.

    • Ein logischer Fehler, alas!
      *Wenn* Le Pen Druck machen kann (wird sie nicht können, noch nehme ich Wetten an!), wird der EU-Pass auf der anderen Rheinseite so viel wert sein wie 16 Blatt zu kleines und zu hartes Toilettenpapier.

    • Es gab jetzt schon Fälle von Franzosen, die sich als Asylbewerber ausgaben, und ich glaube nicht. dass NRW das auf die Reihe bekommt.

    • Gymnasien in NRW
      Hier in Köln gibt es zwei Elitegymnasien: Kaiser-Wilhelm für die Evangelen, Apostelgymnasien für die Katholen, beide haben halt grundständiges Latein. Wer es dort nicht schafft, wechselt dann auf andere, „leichtere“ Gymnasien. Ferner gibt es eine Schule mit bilingualem Zweig, man macht dort gleichzeitig mit dem Abi das Bac. Dort war meine Tochter, die dann gleich nach F ging zum Studieren. Fazit: auf informelle, nicht institutionalieisert Weise gibt es auch in NRW Gymnasien mit hohem Niveau.

  11. Achja,
    und Danke hierfür: „..heute gängige Fehleinschätzung, einfach nur schlecht erzogene, depperte Bratzen litten hochbegabt an ADHS..“ Entspricht meiner Wahrnehmung.
    Es gibt allerdings auch bei den Kindern viel mehr Hochbegabte als früher, allein in meinem kleinen Umfeld wüßte ich an die zehn zu nennen; Hochbegabung allerorten. Woran das wohl liegt?

    • Keine Ahnung, ich bin dumm und stolz darauf.

    • Hochbegabung=
      elterliche Profilneurose.

    • Hochbegabung
      Manchmal ist ein erfolgreicher Test auf Hochbegabung die einzige Möglichkeit, Kindern den Erstklass-Unterricht auf Kindergarten-Niveau zu ersparen. Wer sich die Welt nicht erkneten will, sondern sich aufs Lernen freut, ist in manchen städtischen Grundschulen fehl am Platz.
      Üblich ist es im Bekanntenkreis auch, vor der Einschulung noch umzuziehen, um in einen anderen Schulsprengel zu kommen, aber nur bei den Münchnern, die schon länger hier sind. Neumünchner erleben manchmal ihr blaues Wunder, wenn die Wohnung zwar erschwinglich ist, der Nachwuchs aber in einer Integrationsklasse sitzt.

      Aber Sie haben schon recht: Erstaunlich, wie viele Kinder sich wegen ihrer Hochbegabung schulisch schwertun. Die Gene halt… .

    • Man muss sich halt die richtige Ecke raussuchen. Im Norden nicht Freimann, sondern gleich rund um die TU. im Süden nicht Neuperlach, sondern Aying und Sauerlach oder gleich holzkirchen. Das ist vom Tegernsee aus zwar das dreckige Geheimnis des Oberlandes, aber für sich betrachtet schon gut und ordentlich.

  12. Ex Zeitleser
    Abgrenzung/Spaltung- ganz subtil

    Ich finde es ganz erstaunlich, wie nach meiner Erfahrung neuerdings selbst in Bayern (Raum M) offen bekennende atheistische Eltern für ihre Kinder verstärkt kirchliche respektive katholische Schulen entdecken. Da wird sogar stolz berichtet, dass die nicht berufstätige Mutter (meist Akademikerin) mit dem SUV oder VW BUs nun täglich 15 km zur Schule fahren „muss“. Aber allein die landschaftlich, ruhige Lage der Schule …..ach Gott wie toll und schön das alles….

    An unserem Kleinstadtgymnasium gibt es ganz rührige Mütter/Eltern, die natürlich aus rein organisatorischen Gründen die Schulleitung darauf drängen, möglichst reine katholische Klassen zu bilden. Die paar Protestanten und die anderen Glaubensrichtungen sollen am besten in einer Sammel-Resteklasse. So geht das.

    Als nach Bayern immigrierter „Württemberger“, bin ich ja schon mal etwas beruhigt, dass meine Kinder nicht in meinem Heimatländle die Schule besuchen müssen, um sich den dortigen gesellschaftlichen- Schulexperimenten zur Verfügung stellen. Man staunt schon, wie schnell es bildungstechnisch im Land der Tüftler, Schaffer und Denker auch ohne Gebirge talwärts geht.

    • Den Genderismus bekommen sie in Bayern natürlich nicht ab. Aber tatsächlich ist München doch deutlich anders. Es gibt standards wie das OvM, in dem eine gewisse Schicht ist, und viel anderes, was weniger gut ankommt. Da ist das ausweichen ins Umland nur normal, denn da wiederum herrscht deutscheste Hegemonie. Speziell im Münchner Süden.

    • Es grünt so grün - bald ist Erntezeit in Baden-Württemberg
      Dann heißt es: „Wir können alles, außer richtig Deutsch lesen, hören und schreiben.“
      Dann gibt´s den „Green State Blues“.

    • Was Lustiges
      50 km Isar aufwärts von der Heimatstadt München gezogen, quasi präventiv. Die Tochter ist in der Grundschule im Katholischen Religionsunterricht, es gibt nur diesen, auch für Evangelen oder Sonstige. Wer nicht teilnehmen will, bekommt Deutschunterricht.

  13. Privatschulen und soziale Gerechtigkeit für Diplomatenkinder
    … ich habe in meiner Brüsseler Zeit einen jungen Griechen kennen gelernt, der wegen seiner Eltern auf einer Brüsseler Privatschule war (Mutter griechische Diplomatin in Brüssel).

    Der hat sich bei mir beschwert, dass die („deutschen“) Sparmaßnahmen bei seiner Mama zu empfindlichen Gehaltseinbußen geführt hätten.

    Und deswegen, hat er mit mal ganz böse vorgehalten… könne er sich keine Putzfrau mehr leisten.

  14. Jaja, kognitive Dissonanz
    Nennt man das, wenn Selbstverständnis nicht mit Beobachtung in Einklang zu bringen ist und dann seltsame Dinge passieren.

    Danke für den schönen Artikel. Ich hoffe im Rahmennder heroischen Anstrengungen im Montalcino das alles weit hinter mir lassen zu können…

  15. John Oliver
    Hier ein bisschen Hintergrund zu den Segnungen gewinnorientierter Charter Schools von John Oliver auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=l_htSPGAY7I

    • youtube
      Muss man sich das anschauen (wie lang ist es? ich vermute, es ist in Englisch…)
      …oder schreiben Sie uns, was da so wertvolles vorkommt?
      Oder sind Sie – wie so viele, die nur mal schnell verlinken, speziell auf Filmchen – nur zu faul dazu? :-)

    • @Leseliebhaber youtube 10. Februar 2017 um 16:03 Uhr
      John Oliver kann man nicht zusammenfassen – den muss man sich anschauen – es ist immer ein vergnügen!

    • Der HBO Film von Oliver über US-Privatschulen zeigt, was da geht:
      z. B. zu behaupten, 450 Schüler besuchten eine Schule und gleichzeitig zuzugeben, an den Testtagen, wo die Schule überprüft wurde, seien es eben 35 Kinder gewesen, die die Prüfer vorfanden. Es gibt 7000 Dollar/Jahr pro Schüler – also macht die Differenz Sinn.
      Eine andere GEshichte über eine reguläre Schule in Detroit geht so: Die schule belohnt SchülerInnen mit P r ä m i e n , dass sie an einem (in Zahlen 1 Tag – pro Jahr (in Zahlen: pro 1 Jahr) in die schule kommen, eben wegen der staatlichen Schüler-Zählung, aufgrund derer der Schule die Mittel zugewiesen werden. Die Prämie (Tables, Smartphones usw. gibt es aber nur, wenn die schülerInnnen am richtien Tag des Jahres in der schule erscheinen…).

      Das ist ein Beispiel von hunderten und hunderten in den USA.

      Es ist unglaublich, aber wahr.

      Den verlinkten Film anzuschauen lohnt sich.

      Gerade auch deswegen, weil dieses Privatschulsystem dennoch quer durch den politischen Gemüsegarten von Obama über Romney bis zu Trump über den grünen KLee gelobt wird. Die daraus resultierende kognitive Dissonanz muss man dann selber durch leichtes Nachdenken füllen.

      Ich empfehle zugleich zwei Artikel – aus der FAZ Wissenschaftsbeilage.

      Ottfried Höffe schreibt über die Situation der Hochschulen in China – und
      der ziemlich zurechnungsfähige Mathias Brodkorb, der derzeit als Finanzminister in Mecklenburg-Vorpommern amtet, schreibt über die Lage der pädagogischen Forschung in Deutschland. Beide Artikel auf der Seite Fotschung Wissenschaft in der FAZ vom 1. Februar. Beide toll.
      Aber der von Name verlinkte HBO-Film oben ist schon auch toll.

  16. In Soziland ...
    wurde auf dem Gymnasium anders gearbeitet. Da bekam der minder begabte Sprössling eines örtlichen Unternehmers private Nachhilfestunden – vom Lehrer.

    • Das hätte es bei uns nicht gegeben. Es gab zwar mal ein Tragl Bier, aber keine Bevorzugung individueller Natur.

      Allerdings haufenweise Benachteiligung.

  17. Titel eingeben
    Privatschulen haben in den USA doch nicht zuletzt wegen der dortigen ethnischen Spannungen Konjunktur. Was man über die Erfahrungen weißer Schulkinder im Rahmen des sogenannten „busing“ in den 1970ern liest, legt nahe, dass diese Leute im Erwachsenenalter für ihre eigenen Kinder aus nachvollziehbaren Gründen etwas anderes wünschen.
    In Deutschland läuft das natürlich noch über das gegliederte Schulsystem…solange das Gymnasium noch einigermaßen exklusiv ist, kann das Bürgertum die schlimmsten Probleme vom eigenen Nachwuchs fernhalten (was in Hauptschulen unter der Unterschicht vor sich geht, ist uninteressant, solange es dort bleibt). Allerdings ist ja absehbar, dass das Gymnasium zunehmend geschliffen wird durch Gesamtschul-Projekte wie in Baden-Württemberg oder dass es einfach zur Standard-Schule wird wie in NRW. Deshalb werden Privatschulen auch in Deutschland wohl eine große Zukunft haben (war übrigens in GB nach der Abschaffung der grammar schools in den 1960ern ganz ähnlich). Paradoxerweise werden die linken „Reformen“ deshalb auch nicht zu mehr sozialer Mobilität, sondern zu mehr Abspaltung und Kastenbildung führen. Wahrscheinlich wird die autoritär tickende deutsche Linke versuchen, das mit Verboten von Privatschulen und Zwangsdurchmischung zu unterbinden, aber das wird scheitern, denn bei den eigenen Kindern verstehen die meisten Leute dann irgendwann keinen Spaß mehr.

    • Die Linke wollte die Gymnasien in Berlin unter R2G auch stutzen, das würde die Lage dann zusätzlich verschärfen. Das Problem sind aber nicht mal die Gymnasien, sondern die extremen Unterschiede, die darunter auftreteh, bis halt zu Famuilien, in denen niemand es für nötig hält, die Sprache zu erlernen oder zu arbeiten. Neuköllner Verhältnisse. Und die werden eher ausgeweitet.

  18. Holm schon wieder da!
    Da wollte ich gerade was schreiben zum Thema Klassen- Stammes- und Clanzugehörigkeit, und wie sich in Bayern alles so schön richtet, da kommt gerade diese Meldung vom RBB herein:

    „Eigentlich wollte die Berliner Humboldt-Uni die Zusammenarbeit mit dem Stadtsoziologen Andrej Holm beenden. Grund war dessen Umgang mit seiner Stasi-Vergangenheit. Doch nun soll es statt einer Kündigung überraschend nur eine Abmahnung geben.
    Der in einer Stasi-Affäre zurückgetretene Berliner Staatssekretär Andrej Holm behält nun doch seinen Job an der Humboldt-Universität (HU). Holm habe falsche Angaben zu seiner Stasi-Tätigkeit zugegeben. Daher werde nun keine Kündigung, sondern lediglich eine Abmahnung ausgesprochen, teilte die Universität am Freitag mit.“

    Ja Kruzitürken! Geht’s noch??
    Hat sich an der Sachlage, die zur Entlassung dieser ****** führte, irgendwas geändert? Wer ist da eingekickt??

    Mein Freitag ist verdorben, deftig!

    • Das erspart der Linken, Holm eine stelle zu verschaffen. Und die Uni hat den Schwarzen Peter bei dieser Günstlingswirtschaft unter R2G. Wer da an Zufall glaubt, glaubt auch an die Weltrevolution.

    • Titel eingeben
      Holm hat „zugegeben“, was längst stadtbekannt war und in allen Gazetten der Republik stand.
      Und deshalb wird er „begnadigt“? Weil er’s jetzt, nachdem es sowieso schon alle wissen, nicht mehr verschweigt?
      .
      Solch windige Ausrede oder krude Logik aus irgendeinem besetzten Haus von Hashrebellen oder sonstigem Kindergarten, nun gut, die sind noch jung und … Aber offiziell aus der Universität, die den Namen HUMBOLDT trägt?

    • Dit is Berlin. So hat man das nach 45 gemacht, nach 89 und jetzt wieder.

    • Denen hat angeblich nun die Entschuldigung von Holm gereicht
      Er habe seine Falschangaben bedauert… Das heißt aber doch im Klartext, dass seine merkwürdigen Anhänger an der Hochschule gewonnen haben, na das wird denen feinen Auftrieb geben.

    • Vielleicht gab es ja einen Wink des Regierenden Bürgermeisters, der den Ärger auf seine Weise vom Tisch haben wollte.

      Mal schauen, wie viele Autos heute Nacht so brennen.

    • Berliner Dialektik: Kritik, Selbstkritik, Karriere geht weiter
      Nach diesem Griff in die Trickkiste geht doch noch mehr. Im Prinzip sind die Gründe dafür, dass Holm nicht Staatssekretär werden konnte, entfallen – nach Berliner Logik. Jetzt steht einer Karriere als Staatssekretär nun wirklich nichts mehr im Wege. Was für eine Posse.

    • Lexikon meiner Hasswörter
      1. Tschüss
      2. Lecker
      3. Krude
      4. Narrativ

    • Hasswörter
      Darf ich „verorten“ noch hinzufügen?

  19. Der Zweck heiligt die Mittel?
    Das verstärkte Setzen auf andere Schulformen, auch auf „Charter Schools“ hat sich ja nun wahrlich nicht so negativ ausgewirkt. Siehe TIMSS-Studie 2015:

    http://timss2015.org/download-center/

    Man schenke dem Trend von „Germany“ freundliche Beachtung.

    • Wollen Sie mit Fakten kommen? Sie brauchen ein schnelles Pferd.

    • Monsieur Butter, please ....
      Um Fakten zu verstehen, müsste man lesen wollen. Und können. Wir reden – besonders im Bildungsbereich – von lupenreinen Ideologen. Dagegen sind und waren die Jesuiten Waisenknaben.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • und?
      Das Abschneiden von Deutschland und insbesondere der Trend sind ja nun das unspektakulärste an diesen vierhundert Seiten (übrigens deutlich besser, als ich dachte).

      Wirklich bemerkenswert sind das katastrophale Abschneiden der arabischen und die rasante Entwicklung der osteuropäischen Länder, als Detail noch Schweden und Malaysia. Nebenbei sollten die Resultate der USA am hiesigen Hillbilly-Vorurteil rütteln.

      Aber echt, DA und TH: mal schnell eine Marke gesetzt, oder?

  20. Berliner Schulen
    Den Versuch auf private oder wenigstens etwas bessere staatliche Schulen in Berlin zu kommen gibt es schon lange

    http://www.zeit.de/2005/11/C-SchulenBerlin

    Wird aber offensichtlich dringlicher

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bildung-jeder-vierte-berliner-grundschueler-versteht-einfache-saetze-nicht-25698960

    Besuch staatlicher Multikulti Schulen sollte für alle Kinder von Mitgliedern der entsprechenden Parteien selbstverständlich sein.

  21. Lernen und Bildung sind das schlimmste ideologieverseuchte Gebiet in Deutschland
    Danke für diese Schlenker vom selbstgerechten Ami-Bashing über traditionelle süddeutsche Traditionen mit all ihren Eigenfehlern zum damit zu versteckenden Verfall gesamtdeutscher Lernanstalten.

    Preisverdächtige Wortschöpfung: „Jungfrauenblut aus Robbenschädeln“

    Akademisierungswahn, Noteninflation, „Gendergerechter“ MINT-Unterricht, Respekts- und Sanktionsverfall im Unterricht, Quantitäts- statt Qualitätsdenken beim Lehrerbetrieb, Elternbeteiligungsanforderungen, Nachhilfeindustrie, Ausredensammlungen, Verantwortungslosigkeit, Spielball der Politik („Kultur“-Etat der Länder), Ignoranz gegenüber Gehirnforschungsergebnissen, in Summe: durchgehende Ideologisierung des „Bildungsbetriebes“ unter völliger Auslassung des kulturell und traditionell viel umfassenderen Bildungsbegriffes.

    Das ist leider in der Breite für die deutsche Bevölkerung die Saat, die sich im heutigen pseudointellektuell verwirrten Massentäter manifestiert, sei dieser gesellschafts-„wissenschaftlicher“-Vollschwafler, „Soziologe“, „Politikberater“ oder auch nur „was mit Medien und PR“ oder gar mit „Internet und Apps“. Dumb Intellectuals kommen aus dieser bodenlosen Masse raus.

    Dabei ist längst klar, dass mit guten Lehrern, die nach Fähigkeit und nicht nach Restverwertung rausgesucht werden und durch die Entfernung der Pfeifen im System auch riesige Klassen von 50 und mehr, dass auch Frontalunterricht und Disziplin, Üben und Pauken für gewisse Grundfertigkeiten wunderbar funktionieren.

    Es ist auch klar, dass die natürliche Anstrengungsbereitschaft und Neugier von Kindern und – man staune – un-„verbildeten“ – Erwachsenen durchaus zu vorzeigenswerten Leistungen führen können und das im Kontext von Musik, Kunst und Sport gedeihlich ermöglicht werden kann. Voraussetzungen wie Lesen, Schreiben, Rechnen und Benehmen allerdings brauchen einen strikten Rahmen.

    Es gibt viele gute Vorträge bei TED, die zeigen, was alles möglich ist.

    Das Buch eines ehemaligen Landeshauptmannes Österreichs „Der gute Schüler und seine Feinde“ zeigt anschaulich und ermutigend, was möglich ist und wo es durchaus richtig gemacht wird und dass das alles nicht mit mehr Geld und mehr Lehrer zu machen ist, sondern mit mehr Hirn und Herz.

    Wenn wer auch immer diesen aktuellen Saustall aufräumen will, wo auch immer, das brauchen die USA wie Deutschland, der hat meinen Vertrauensvorschuss verdient.

    Was Sie, Don Alphonso, beschrieben haben, das sollte wieder möglich sein: öffentliche Schulen in einem gewissen Wettbewerb, die funktionieren. Privatschulen sind einerseits – ausgehend von Privatlehrern, die Wurzel der Bildung, andererseits sind sie heute ein Symptom für den Verfall öffentlicher Institutionen. Und deshalb könnte ein Reset – öffentliche Schulen in den Wettbewerb stellen, Private mit Gutscheinen Entscheidungen mitgestalten lassen – eine möglicherweise notwendige Aktivität, um Leistung wieder zu belohnen.

    Ideologie arbeitet in allen Bereichen der Bildung aber massiv gegen Transparenz, Wettbewerb und Leistungsansprüche an Schüler.

    Das Sieb ist nicht das schlechteste Prinzip, nur sollte es eben nicht das Geld-Check-Sieb sein, sondern das Hirn-Check-Sieb und wohl auch das Verhaltens-Sieb. Länder wie Singapur, China von den autoritären Staaten machen das genauso vor wie Südkorea, Japan, Kanada und bis vor kurzem Finnland von den europäischen Staaten.

    BLUM

  22. Ganz im Niedergang begriffen sind bei uns auch die Universitäten.
    „Holm bleibt.“

    • STASI NICHT RAUS! Was tut man nicht alles für eine staatliche Stelle, als Revoluzzer.

    • Uni heute
      „Holm bleibt“ nicht nur, sondern Holm bleibt.

    • Ein jämmerliches Schauspiel...
      …einer „Universität“, die sich von der Stasi vorführen lässt. Nein, nicht 1987. Sondern 2017!
      Redliche Wissenschaft, liebe Frau Kunst und Konsorten, redliche Wissenschaft geht anders. Ganz anders.

    • Wenn das jemand mit dem Alias E.R.Langen schreibt,
      könnte das in einer Lesart bedeuten, dass er / sie weiss, wovon er / sie spricht!

      Es stimmt ja auch; seltsamerweise hatte unser vorheriger Studiendekan vollkommen Recht. Er sagte zu solchen Situationen jeweils, dass Schulpolitik für den Wähler ungeheure Bedeutung habe; ob ich mich aber daran erinnern könne, dass Hochschulpolitik jemals bei einer Wahl entscheidend gewesen sei? Er vermeinte ’nein‘.
      Ich jedenfalls muss dieser These zustimmen.

      Deshalb kommen ja auch jährlich immer mehr zu uns, die zwar eine Hochschulzugangsberechtigung haben, aber immer weniger mit einer Hochschulzugangsbefähigung.

    • Schröäcklich! Die Welt geht unter!
      Wie freuten sich die kleinen Spiesser in den 70ern, als eine tatsächliche Opposition sich auf den Marsch durch die Institutionen machte. Denn man wusste ja dass Langhaarige alle per Definition blöde sind, und auf diesem Weg niemals irgendwo hingelangen können.
      Und wie gross war fdann das primitive Gemotze als da einer (der später sowieso einer der ihren wurde) in Turnschuhen den Ministereid ablegte…

      Heute, oh Schreck!, sind die Reaktionäre da schon weiter.
      Demokratie, hin, Demokratie her: Wenn einer der meine finanziellen Interessen entgegensteht? Da darf Demokratie keine Anwendung finden!

      Wenns um Wohnraum geht, dann haben in einem echten Deutschland nur solche Zugang zu irgendwelchen mit dem Thema beschäftigten Posten die die Interssen der Immobilein-Besitzer vertreten. Da ist die Leitkultur gefragt, gell?

      Welch erheiterndes Gekeife von den pavlovschen Hunde: „Ein LINKER!“
      „Jaauuuuuuul!“

  23. Quid est veritas?
    Wundervolle Darstellung widerlicher Heuchelei, mein Kompliment.
    Ich hätte mir noch vor 2 Jahren nicht vorstellen können, unsere Kinder auf eine Privatschule zu schicken. Jetzt (Auflösung der Willkommensklassen vor einem halben Jahr) muss es wohl sein. Ich spiele auch mit dem Gedanken an einen Umzug, aber ob Bayern reicht, weiß ich noch nicht.

    Ich bekomme so langsam ernsthafte Probleme, wenn ich Politiker über den hohen Stellenwert der Bildung reden höre. Inklusiv, interkulturell und individuell – so wird es genannt, in Wahrheit ist es ein Versinken im Chaos.

    Betsy deVos hat wirklich eine furchtbare Vorstellung bei ihrer Anhörung im Senat gemacht. Charter Schools sind ein den Teufel mit dem Beelzebub austreiben – eine verzweifelte Hoffnung, dass privat noch irgendwas zu retten ist, wo die staatliche Schule vollkommen versagt. Ich kenne auch einige solcher US Problemschulen aus eigener Anschauung, da ist hier in Deutschland selbst in Berlin noch Luft nach unten. Aber was will man machen, wenn das System erstmal so versagt?

    Unsere Politiker (und Journalisten, Lehrergewerkschaften…) wären wirklich gut beraten, sich um unsere eigene Misere zu kümmern, statt undurchdachte, unerwünschte Ratschläge in Richtung USA zu senden. Aber mit Trump lässt sich vom eigenen Versagen trefflich ablenken, und die eigenen Kinder (so vorhanden) trifft es ja nicht.

    Wir werden so zugeschüttet mit zweifelhafter Berichterstattung, dass die Versuchung groß ist, zumindest den öffentlich-rechtlichen Medien absolut nichts mehr zu glauben. Wer schreibt schon, dass die guten Umfragewerte von Schulz gegenüber Merkel fast nichts zu Schulz, aber alles über Merkel sagen? Der US Wahlkampf droht sich hier in Variation zu wiederholen. Herr Schäuble vergleicht Herrn Schulz ja schon mit Trump, der sich dadurch ähnlich beleidigt fühlen dürfte wie Obama nach Schulz Eigenvergleich mit ihm. Vielleicht sollte Deutschland als Teil der Wiedergutmachung für 33-45 anbieten, dass die USA Frau Merkel kriegen und wir dafür Trump. Dann hat er ein harmloses Militär und niemand baut eine Mauer an der Grenze zu Mexiko oder erlässt Einreisebeschränkungen für irgendwen. Win!

    • Die Grundidee – dass es einfach eine Alternative gibt, falls etwas nicht funktioniert – finde ich gut. Wenn es erst mal soweit ist, dass man solche Massnahmen braucht. Das mit den willkommensklassen stelle ich mir auch schwer vor, das geht nur, wenn man das Niveau angleicht und da sehe ich offen gesagt schwarz – und tatsächlich so etwas wie eine Abwanderung. Es ost aber vor allem ein städtisches Problem, auf den Dörfern hält sich das deutlich in Grenzen.

    • Nach Bayern ziehen
      Reicht meiner Meinung nach nicht (mehr).Wir sind mit unseren Kindern Ante Eurokollaps und Anschlagwelle nach Südamerika Chile und nach allem was wir mit drei Kindern in unterschiedlichen Klassen bis jetzt mitbekommen haben ist die Quantität vielleicht etwas geringer dafür lernen sie wenigstens richtig lesen und schreiben, was bei uns ja schon längst nicht mehr der Fall ist. Je mehr Zuwanderer desto weniger. Zusammenfassend ist es ein Schulsystem wie bei uns vor 35 Jahren mit Kindern die noch an den Aufstieg glauben und die Astronaut und Chefarzt werden wollen und,polemisch gesagt, nicht wie in D Taxifahrer oder H4 Empfänger.

    • Wir sollten wirklich Asche über unser Haupt streuen -
      und kritische Aussagen über nichts mehr machen, das weiter als unsere nicht mehr vorhanden Grenzen liegt
      http://www.achgut.com/artikel/angy-speech_formeln_des_nichts

    • Kein Grund zur Sorge
      Wer braucht in der Brave New Digital World eigentlich noch eine Bildung?
      AI (Artificial Intelligence) wird uns diese Muehe abnehmen und Roboter werden uns die Arbeit und sogar noch mehr (z.B zwischenmenschliche Beziehungen) ersetzen. Wer gewohnt ist Navigations Systemen blind zu folgen kann natuerlich keine altmodische Strassenkarte lesen und damit erfolgreich den eigenen Weg durch Mailand oder Athen finden. Wenn man dann noch das angedrohte „Internet der Dinge“ betrachtet kann uns angesichts eines banalen Stromausfalls und der schier endlosen Manipulationsmoeglichkeiten Angst und Bange werden.
      Schneefloeckchen werden nach dem Verlassen der Safe Spaces in Schulen und Universitaeten eine harte Realitaet vorfinden.

    • Besonders, weil da Funktionieren verlangt ist und keiner Zeit hat, Tränen zu trocknen.

  24. Titel eingeben
    Es gibt einen hervorragenden Dokumentarfilm über das amerikanische Grund- und Mittelschulsystem. Er heißt „Waiting for Superman“. Eine Szene, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, spielte sich in einer Art Weiterbildungsstätte für Lehrer mit Verhaltensproblemen ab. In einem Klassenraum lümmelten unmotivierte Lehrer herum, die wegen Schwänzen, Gewaltanwendung und sogar sexuellen Vergehen zeitweilig suspendiert waren. Durch die enorme Macht der Lehrergewerkschaft war es jedoch unmöglich, solche Lehrer zu kündigen und diejenigen, die nicht inhaftiert wurden, sind nach Ablauf des Kurses wieder einer staatlichen Schule aufgedrückt worden.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Waiting_for_%22Superman%22

    Von Charterschools war auch die Rede, es gab ein Beispiel aus einem „schwarzen“ Bezirk New Yorks (vielleicht Harlem oder Bronx), in dem Schüler und Eltern an einer Lotterie teilnahmen, weil es nicht genug Plätze für alle Interessenten gab und die staatlichen Schulen als deutlich schlechter und gefährlicher galten.

    Gruselig in der Tat.

    • Ich hätte den Gewerkschaftsaspekt gern nochmal vertieft, aber der Platz war zu gering,

    • Lehrer,
      die Schulschwänzer sind…
      .
      Schon pfiffig, die Amis.
      .
      Bei uns lassen die sich krank schreiben oder gehen gleich frühzeitig in den Ruhestand.

  25. außerthematisch: Da muß Ihnen doch ein Grinsen über das Gesicht gehen!
    Wenn Sie die Begründung des Richters lesen:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/gericht-bestaetigt-schuldspruch-gegen-gina-lisa-lohfink-14871119.html

    • Würde es, wenn Helfer wie das Team Gina Lisa aus ihrer feministischen Lügen- und Täterinnenpresse gefeuert werden würden und Heiko Maas und Manuela Schwesig zurückträten.

    • "und Heiko Maas und Manuela Schwesig zurückträten"
      Welch heherer und schöner Traum!
      Bei uns in NRW treten ja auch nicht die Verantwortlichen für die Silvester-Nacht 2015/16 , Jäger und Kraft, zurück. Die halten sich einer am anderen fest und hoffen auf den Großpopul Schulz und seine vergesslichen und für Tatsachen unempfänglichen Wähler.

      Ich bin da inzwischen genügsam und denke mir, wenn unser Staat aus Vertretern wie diesem Richter mit seiner Begründung bestehen würde, dann hätten wir wirklich noch ein Land!

    • Die Wahlen in NRW werden spannend, keine Frage. Ich glaube dem Schulzeffekt nicht, ich kenne niemanden, der den gut findet.

    • NRW?
      Hätte ich auch gedacht, Don Alphonso, und sogar darum gewettet dass mit Schulz die SPD schlagartig unter 15 Prozent fällt.
      Nun kenne ich aber einige Leute, die den gut finden, und die Gabriel nicht gewählt hätten.
      Warum? It beats me …

      Argumente gibt es schon die ich höre:
      – Europa stärken und endlich auf den richtigen Weg zurückbringen
      – der ist authentisch
      – soziale Gerechtigkeit durchsetzen
      – frischer Wind

      Also, Botschaften kommen schon, aber der Glaube wird dennoch nicht stärker.

      Ganz persönlich fange ich sogar eher an, am mündigen Wähler zu zweifeln, wenn ich diese Dinge höre.

    • ... am mündigen Wähler zu zweifeln, wenn ich diese Dinge höre.
      @Uwe Dippel
      Die Wähler informieren sich nicht! Und falls sie sich informieren, können sie es nicht verstehen. Und wenn sie es verstünden, würde es sie nicht interessieren!

    • Titel eingeben
      Uwe…
      Sie wissen doch gar nicht wie es wirklich aussieht. Oder meinen sie die Leute die gegen Brexit und Trump Meinungsumfragen veranstaltet haben, die sagen nun bei Schulz die reine Wahrheit?
      Jene „politics as usual“ Fraktion, die in den USA Trump besiegt hat, die hat natürlich auch in DE Muffensausen. Die Widerwille gegen die fünf Einheitsparzeien ist ja nicht mehr zu sehen, und das bedroht die Pfründe. Und an der Front steht da nun mal die gleichgeschaltete Lügenpresse. Wenn ich zB Samstags in den Spiegel schaue, sehe ich regelmässig drei lesbare Artikel und 156 Seiten BILD.
      Stärkste Waffe der Groko bei der Wahl wird die Angst des Urnenpöbels vor Negativzinsen und Bargeld-Abschaffung. Und so was würden Mutti und Martin niemals zulassen

      Und „Würde es, wenn Helfer wie das Team Gina Lisa aus ihrer feministischen Lügen- und Täterinnenpresse gefeuert werden würden und Heiko Maas und Manuela Schwesig zurückträten.”

      Welch eine irreale Vorstellung… ich bewundere ihre Fantasie, Don. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen.

    • Schulz IST fake
      der sogen. „Schulzeffekt“ ist in meinen Augen eine Propagandalüge und iich denke dabei mehr an Schrödingers Katze!

      Aber man darf, sage ich als Ruhrgebiets-spd-Jugend-Geschädigter, die Beharrungstendenz des spd-Milieus nicht unterschätzen-. Die suchen nur eine AUSREDE spd zu wählen, damit sie nicht mit dem Denken anfangen müssen und damit verbundenen schmerzhaften Erkenntnissen ausweichen können.

      Der denkwürdige Spruch „wenn wir gwwußt hätten..“ von alten Leuten zum
      Nationalsozialismus kennzeichnet im Allgemeinen überzeugte Nazis!
      Meine Familie wußte seit 1935 (von KZ).

  26. Bekanntes Schauspiel
    Lieber DA,

    es geht seit Trumps Wahlkampf nicht mehr um das was, sondern nur noch um das wer. Jemand, der sich für inneramerikanische Verhältnisse interessiert, wird auch schon herausgefunden haben, dass sowohl HRC als auch Obama aktiv einen Mauerbau vorantrieben (weniger öffentlichkeitswirksam, aber an den „Problemstellen“ in erhöhter Konzentration). Das wurde und wird genauso verschwiegen, wie die Tatsache, dass ACA (vulgo Obamacare) aus rechtlicher Sicht Pfusch am laufenden Band ist. Die deutschen Medien gaben dem Konglomerat unfassbar schlechter Einzelnormen das Narrativ, dass die Amerikaner gegen eine kollektive Versicherung seien. Dass die Amerikaner die „Armen“ nicht versichert sehen wollen. Dass die calvinistisch geprägten Amerikaner ob ihres Egoismus jemand die Pflege verwähren wollen. Zum Schluss waren die wenigen Demokraten und fast alle Republikaner, die begründet dagegen stimmten, die Menschenfeinde.

    Man sollte und muss als Individuum aber auch eine Lehre aus diesen Vorfällen ziehen. Rechtsbruch ist in den USA und DE erlaubt, sofern er von den Richtigen begangen wird. Ich merke: bekunde ich öffentlich, dass ich auf der richtigen Seite stehe, dann kann ich künftig auch beim Arbeitsvertrag lügen wie ich möchte. Solang ich hinterher aufrichtig bereue und auf meine richtige Gesinnung verweise gehe ich straffrei aus. So auch im Fall Holm.(http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stasi-taetigkeit-holm-bleibt-mitarbeiter-der-humboldt-uni-14871339.html)

    Ferner: „Natürlich sind deutsche Kinder auf Privatschulen, die in den letzten Jahren einen Boom wie in Amerika aufzuweisen hatten, und vermutlich auch von der Auflösung der Willkommensklassen profitieren werden.“

    Ich verstehe diesen Satz nicht. Außerdem haben sich heute viele Fehler in den Text eingeschlichen.

    Grüße

  27. Ein ernstes Thema, hinterfotzig-bissig verpackt und querverwiesen,
    viele Popanze, denen mit Nonchalance im Vorbeigehen die unverdient-blähende Luft ausgelassen wird, dass sie zusammenfallen wie die Badegummitiere im Herbst.

    Gut, wie ein gelungener Schweinsbraten, mit Kraut und Knödel, und Saft, und a Maß !

    Die Verlogenheit der synthetischen Pseudoeliten, vor allem aus Politik und Medien, gerne staatsgelenkt und zwangsfinanziert, von denen, die es nicht mehr lesen, sehen, hören , können , zusammen mit dem Mundtotmachen der Vernünftigen, denen schon Schweizer Zeitungen das Forum abdrehen,
    erzeugt ein Klima für das Weiter-gegen-den – Bürger- regieren , das nur in der Katastrophe enden KANN .

    Keine Einsicht, kein ECHTES Umschwenken, es bleibt, ob Hosenanzugs Klatschsportverein, ob des zur Lichtgestalt mit Gewalt angeknipsten EU-Schergen Sozialresterampe mit Hartz4 und Agendaturbo, vom grünlilalaune Rest der ,,Landschaft“ zu schweigen, bei der Abschaffung unseres Landes.

    Einzig die gehasste AfD BEHAUPTET zumindest noch, wo sie sich nicht selbst ein Ei legt, dass sie FÜR Deutschland und sein Volk arbeiten will.

    ABER Trump ist pöhse, und Erdogan wieder gut, oder so, und Putin auch pöhse.

    Politspacken, ich sag‘ euch was :

    IHR, die ihr Deutschland von innen ruiniert, seid böse, dumm und faul, und euer Charakter ist wie das Sputum eines Tuberkulosekranken.

    Der spuckt das aus, aber ihr sitzt auf den Thronen, die euer Zerstörungswerk ermöglichen.

    Möget ihr in die Hölle fahren, und dort ewiglich brennen.


  28. ob nicht vielleicht das deutsche Schulsystem, möglicherweise, in gewissen Regionen, dem verhängnisvollen Weg des amerikanischen Schulsystems folgt, dessen Probleme erst zu der Idee der Charter Schools führten.
    Hm, ich weiß nicht, „folgt“ – die Pflicht zur öffentlichen Schule ist doch schon lange mit konfessionellen Schulen und freien Schulen durchlöchert, so um 2000 rum gab es in Berlin diesbezüglich wohl einen kleinen Gründerboom, war mein Eindruck (kann mich auch täuschen).
    Ob man das nochmal eine Stufe weiterdrehen will?

  29. Bayerns Schulen
    Werter Don,

    alles soweit richtig.

    Nur frage ich mich, der ich meine Kinder auf ein Bayerisches Staatliches Gymnasium schicke und sie dort – meiner Meinung nach – auch was lernen, was denn beim Abitur passiert. In Bayern ist der Abi-Schnitt geschätzt bei 2,2 und im Rest der Republik bei geschätzt 1,4. Und danach werden über die ZVS die Studienplätze verteilt.
    Da bekommt dann die Apotheker-Tochter auch keinen Pharmaziestudienplatz (ich bin kein Apotheker) mehr weil die guten Abi-Noten ja im Norden „erarbeitet“ werden.

    Und was macht die Bayerische Staatsregierung dagegen? Nichts?
    Ganz im Gegenteil, Bayern finanziert via Finanzausgleich noch die Summerhill-Schulen im Rest der Republik.

    Da schicke ich dann lieber meine Kinder ab dem kommenden Herbst auf ein Englisches Internat – als erste im Clan.

    Beste Grüße vom anderen See,
    SeeMichel

    • Das ist etwas anders, der Zugang wird zum grossen Teil über eine Bestenregelung des Länderjahrgangs geregelt, sowie über Entscheidung der Universitäten. Wer als Apotheker niemand kennt, der da was machen kann, ist kein guter Apotheker.

    • Bayerns Schulen
      Kann ich mit den leidvollen Erfahrungen (als Vater) aus dem sächsischen Schulsystem bestätigen (Abitur ist in Sachsen eher noch härter als in Bayern). Der sächsische Abiturient ist dann zwar mit einem Schnitt von 1,2 oder 1,5 hier der „Held“. Den Studienplatz in Medizin (ich weiß überschätzt) geht dann aber an den Berliner; Steine statt Brot.

      Beste Grüße aus Dresden

    • Ihr Gefühl trügt,
      hoffentlich lernen Ihre Kinder in Bayern, besser hinzusehen:

      http://lmgtfy.com/?q=abiturdurchschnitt+bundesl%C3%A4nder

      nehmen Sie einfach den ersten Link.

    • Suboptimale Noten fürs Studium?
      Die Bundeswehr hat sicherlich auch Kontingente für Pharmazie.
      Man verpflichte sich ausreichend und Geld gibts von Anfang an.
      Fragen Sie ihr Karrierecenter oder wie das KWEA jetzt auch
      immer heisen mag.

    • Länderausgleich
      Gibt es dieses Bonus/Malus System zwischen den Bundesländern nicht mehr? Als ich zum Beispiel in Baden Württemberg ein Abitur mit einem Schnitt von 2,1 hingelegt hatte, war Württemberg im Landesschnitt 0,5 Noten unter dem Bundesdurchschnitt und so wurde aus meiner 2,1 eine 1,6 gemacht (das war das letzte Jahr mit ganz altem Abi, also ohne Leistungs- und Grundkurse sondern mit „Haupt-“ und „Nebenfächern“ und der Wahl Math/Nat oder „Humanistisch“ bei Eintritt in die Oberstufe. Meine Hauptfächer waren Mathematik, Physik, Deutsch, Französisch und Englisch, Nebenfächer: Chemie, Kunst, Sport, Geschichte. „Abgewählt“ in der 10. Klasse: Musik, Erdkunde). Im obigen Beispiel des Apothekers wäre das sogar eine Verbesserung von 0,8. Wenn das nicht mehr gemacht würde, das wäre dann wirklich ungerecht. Bei mir steht dieser Korrekturfaktor sogar auf dem Abi-Zeugnis drauf (ist von 1975).

    • Titel eingeben
      @ Marx:

      Das System war schon zu ZVS-Zeiten überholt. Statt dessen haben sie aus der Gesamtheit der Studienplätze für einen bestimmten Studiengang Länderkontingente gebildet, wobei diese Plätze dann nach Abiturnote (60%) und nach Wartezeit (40%) verteilt wurden. Bei den Medizinern war es noch etwas spezieller, aber nicht grundlegend verschieden.

      „Länderkontingente“ hieß: Bewerber mit dem Abitur aus einem bestimmten Bundesland konkurrierten um einen Studienplatz allein mit Bewerbern aus demselben Bundesland. Ein Bewerber, der in Rheinland-Pfalz das Abitur erworben habt, trat also nicht gegen jemanden aus Hamburg an. Die in den 1990er Jahren oft zu hörenden Parolen „die Hamburger mit ihrem laschen Abitur nehmen den Bayern die Studienplätze weg“, mit denen man der ZVS ans Leder wollte, waren insoweit ein Paradebeispiel für Gegenaufklärung.

      Als dann – politisch gewollt – (Stärkung des Föderalismus, freie Fahrt für freie Hochschulen und so) die Zulassungsbeschränkungen über die ZVS zurückgefahren wurden, wurden als erstes die Hochschulen von Mehrfachbewerbungen überschwemmt, wo es vorher eine einzige getan hat. Außerdem hat jede Hochschule ihr eigenes Süppchen gekocht, sodass die ganze Angelegenheit extrem intransparent wurde.

      Als man in „meinem“ Fach die örtliche Auswahl eingeführt hat, wurde z. B. von einer Personal- oder Unternehmensberatung ein Auswahlverfahren entwickelt. Irgendwelche messbaren Auswirkungen gegenüber früheren Jahren hatte das dann nicht, außer dass es einen Haufen Geld gekostet hat. Das Ganze wurde dann nach wenigen Semestern sang- und klanglos eingestellt wurde.

      In dieser Zeit hatte ich mich mal interessehalber an die Hochschulverwaltung gewandt mit der – sinngemäßen – Frage, ob es eigentlich auch weiterhin Länderkontigente gibt und, wenn nein, wie sich das dann bei den Zulassungen zu dem bewussten Studiengang auswirkt. Die (erwartbare) Antwort: „Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit; leider können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht etc. pp.“ – ich hatte mir noch überlegt, ob ich mich in diesem Zusammenhang an einen der damaligen drei Landtagsabgeordneten aus dem Wahlkreis wenden sollte. Das habe ich dann aber (im Rückblick: leider) gelassen.

      DIe ZVS (heute: „Stiftung für Hochschulzulassung“) war natürlich eine anonyme Großbürokratie. Allerdings hat er den Hochschulen und angehenden Studenten auch eine Menge Unsinn erspart.

  30. Unsere staatlichen Schulen sind schon so weit,
    einer 11jährigen Gymnasiastin, die heimlich im Unterricht Zettel schrieb und austauschte in der Art, Klaus ist doof, eine Abmahnung zu schicken. Das arme Kind ist völlig aufgelöst, eine der besten Schülerinnen in der Klasse, schon mehrfach ausgezeichnet.
    Der polnische Bekannte schickte seine Frau in die Schule, die auch von der Duisburger Prominenz mit Kindern bedacht wird, um den Fall zu klären.
    Dort sagte man der Mutter, das könne man auf gar keinen Fall dulden, ja wo sind die unterdessen eigentlich geistig und moralisch angekommen?

    Wenn ich an meine Schulzeit denke, in der wir Klaus ist doof auf die Tischplatte ritzten… kann ich jeden gut verstehen, der seine Kinder auf eine Privatschule schickt.

    • >>Duisburger Prominenz
      ist eigentlich selbsterklärend.

    • Titel eingeben
      Nördlich von Kaiserswerth ist einfach keine gute Gegend, aber südlich auch nimmer. Ich war letzte Woche erstmals nach 5 Jahren wieder bei einem Kunden in Holthausen, um meinem OLAP grüne Ohren dranzumachen und fürbass erstaunt, wie sich Stadt und „die Menschen“ in so kurzer Zeit verändert haben. Schalander, U74, Uerige….seltsam. Liegt vielleicht aber auch an mir und dem Konserrvatismus.

      (der Schreibfehler ist, weil der Don das rrollende R als landsmännisch erkennt und somit den Beitrrag durchlässt)

    • Prominenz und das elende Düsseldorf
      der polnische Bekannte hat lange nach einem vernünftigen Gymnasium gesucht und sich dann auf Kunden- oder Bekanntenempfehlungen hin, unter denen auch Lehrer sind, für das entschieden, in dem u.a. Kinder betuchter Duisburger unterrichtet werden. Dort ist der Anteil derjenigen, die noch nicht so lange hier sind, nicht so groß.
      Nur, dass die Lehrer jetzt anfangen derart zu spinnen, hat ihn und vor allem seine Tochter, die ein As in Mathe und Englisch ist, aus den Schuhen gehoben.

      Düsseldorfs nördliche Gegenden, z.B. Lohhausen oder Angermund, also schon fast Duisburg usw. gehen ja noch, teils noch ländlich, sind immer noch fest von alteingesessenen reichen Familien besetzt. Kaiserswerth selbst ist na ja, ich mag es nicht so, zu überlaufen, zu viele Touristen und überhaupt.
      Der Düsseldorfer Süden war schon immer etwas schwächlich. Wir haben in den 70er Jahren direkt am Werstener Kreuz in einem kleinen Parallelweg der Witzelstraße Richtung Uni gewohnt, da ging es noch halbwegs ländlich sittlich, obwohl das Kreuz schon ein Kreuz war und uns manche Nacht aus dem Schlaf riss.

      Aber direkt an der Kölner Landstr. und weiter runter Richtung Benrath hätte ich nicht wohnen wollen, Reisholz, Holthausen, nee, Benrath selbst ist annehmbar und was dann kommt, ist nur noch furchtbar, denke gerade an Garath.

      Die Stadt selbst hat nichts, absolut nichts, kein Zentrum, keinen gewachsenen Stadtkern, wenn man von der Altstadt oder dem viel älteren Gerresheim absieht. Was da nun an modernen Bauten rumsteht, egal ob im Hafen oder am Hofgarten/Schadowstraße gefällt mir nicht und was Ingenhoven mit dem Gründgensplatz vorhat, halte ich für einen schlechten Scherz. Aber Hauptsache, Architekten von Rang und Namen, also typisch Düsseldorf.

      Dazu die U-Bahn, der ganze Stolz des Stadtrats, ich werde einen Teufel tun und damit fahren. Wenn dann in zwei Jahren die Schadowstraße endgültig zur Fußgängerzone wird, kann der Einzelhandel wohl komplett einpacken. Seit vielen Jahren nur Baustellen…
      Hier in Gerresheim haben durch den Umbau der Benderstraße alle gelitten und ums Überleben gekämpft, manch einer hat verloren. Aber da war beim Stadtrat außer der FDP Hopfen und Malz verloren, die bauen auch noch die Friedrichstraße um, obwohl das keiner will.

      Ich kann gut über Düsseldorf meckern, ich bin kein Rheinländer und beteilige mich grundsätzlich nicht an den Kommunalwahlen. Sollen die doch machen, was sie wollen.

  31. Ivy plus
    Reuchlin ist besser. Geh weiter Don, mit eahna doch erst später an der LMU und privat erworbenen Bildung.

    Einer meiner Lehrer ging ans Reuchlin und hat dort noch drei Kinder meines Freundes unterrichtet. Die jüngste ist kurz vorm Abi.
    Der Lehrer ist ein rechter Guter, er fährt 100 km zu Beerdigungen aus seinem früheren Kollegium und holt noch ältere Damen dazu ab. Gibt es solche Lehrer an Ihrer Oberrealschule?
    Das nur zum menschlichen Miteinander an guten Schulen.

    Kurz, knapp und hart:

    Reuchlin-, Schliemann-, Melanchthon-, Maximilians- und vielleicht noch Wilhelmsgymnasium sind die erste Wahl in Bayern. Dann gibts noch ordentliche Schulen und wenn auch der Rest besser ist als die Schulen in Bremen, so ist er doch nicht wirklich gut.

    Soviel Nadel in Ihrem Luftballon muß sein.

    • „Gibt es solche Lehrer an Ihrer Oberrealschule?“

      Ja, oin gewisser Weise war das zu meiner Zeit schon eine teilweise recht geschlossene Veranstaltung mit ein par jungen abweichlern, die jetzt auch in Rente gehen. Die vom alten Schlag waren sicher heftiger als die vom Heuchlergymnasium.

      Man kann die Schulen schlecht vergleichen.

  32. Worum geht es eigentlich
    … um Staatsversagen. In den USA wundert sich über ein solches niemand, weil man dort so schnell und intuitiv liberale Ideen versteht, so wie das Volk hier genuin staatsgläubig ist.

    Ein Grundproblem, das in staatlcihen Schulen selbstverständlich nicht thematisiert wird. Auch später nichts dazugelernt. Da die Leute nichts wissen (wollen), bleibt ihnen wenig übrig, also wie anno 1935 über die pöse kulturlose USA herzuziehen und politische Amerikafeindlichkeit für eine Art Grundtugend der europäischen „Kultur“ zu halten.

    Diese Denke hat WKII recht gut überstanden. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich schon lange nicht mehr.

    • Mich hat die undifferenzierte Darstellung der Charter Schools in Deutschland überrascht, als quasi Garantie für Kreationisten. Das ist nicht der Fall, und wie schon gesagt, es stecken oft genug Demokraten dahinter, speziell auch in Regionen, die ihnen zu bibelnah sind. Dass es da auch Kritik gibt, ist nachvollziehbar. Mehr aber auch nicht.

    • Die Ein-"bildung" wir wären immer noch weit weiter vorne mit dabei
      platzt wie eine Seifenblase. Und es wird mit ungeregeltem weiteren Zuzug nicht besser – jedenfalls für die, die auf das „System“ angewiesen sind.
      http://www.tichyseinblick.de/meinungen/weltlage-2017-demografie-und-kompetenz/

    • Es ist doch klar. dass mehr Betreuung für die einen nicht mehr Betreuung für die anderen bedeuten kann. Es gibt immer Verlierer, wo es Gewinner gibt.

    • Betreuer-Betreute
      „Es ist doch klar. dass mehr Betreuung für die einen nicht mehr Betreuung für die anderen bedeuten kann. Es gibt immer Verlierer, wo es Gewinner gibt.“
      Das wird aber, da es ja fast nur noch um Kompetenzen geht, anders kommuniziert. In Gruppenarbeiten erwirbt einer Betreuerkompetenz, der andere Betreutenkompetenz. Der Lehrer steuert nur noch leicht nach.

      Meiner Meinung nach gibt es auch keine Gewinner, sondern höchstens Ressourcenfresser.

    • Deshalb halte ich auch nichts von Gruppenarbeit. wir hatten echt schlimme Lehrer, aber noch schlimmer waren die Köschinger und Demlinger Kinder.

  33. höfliche Frage
    „Die Grundidee – dass es einfach eine Alternative gibt, falls etwas nicht funktioniert – finde ich gut.“
    finde ich auch gut und bin deshalb Mitglied in der AfD und in BaWü sind wir jetzt schon 3800.
    Ach ja, im Berliner Abi-Jahrgang waren wir ~9% und das war auch gut so.

    • Ich halte die AfD bekanntlich für schlecht, aber auch für legitim. Dass es sie gibt, hat sich die Union selbst zuzuschreiben.

    • Das war für mich 2015 auch die grösste Überraschung:
      Dass die Union ihre Kanzlerin so völlig losgelöst schalten und walten liess. Normalerweise verstehen Unionsabgeordnete tatsächlich besser, wo den Leuten der Schuh drückt – sie haben nicht umsonst die mit Abstand höchste Rate an direkt gewählten Abgeordneten (im Gegensatz zu den praktisch ausschliesslich über die Liste gewählten Grünen).

      Seufz, vermutlich habe ich den Hang zum Kanzlerwahlverein doch sogar noch unterschätzt.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Das Management der Flüchtlingskrise: Never let a good crisis go to waste!
      Erscheinungstermin: 07.06.2016 – ISBN 978-3-7083-1107-4
      – zum Beispiel:
      Leitfaden Beschäftigung und Ausbildung Asylbewerber und Geduldete: Praxisleitfaden für Unternehmen der Systemgastronomie.
      Erscheinungstermin: 03.06.2016 – ISBN 978-3-942430-49-4

      – Ulfkotte wurde ja bereits zu Lebzeiten totgeschrieben, auch in der Wikipedia:
      … Nach dem Politikwissenschaftler …x …y, der das Buch Die Asyl-Industrie … rezensierte, zählten zu Ulfkottes „Quellen“ nicht nur seriöse, sondern auch boulevardeske und politisch tendenziöse (u.a. Junge Freiheit, Pi-News). Ulfkotte verdrehe in der Gesamtschau Fakten, spreche Unwahrheiten aus und leite Menschen in die Irre. …

      Letzteres würde uns bezüglich Politiker*innen nicht einmal im Traume einfallen.

  34. Bundeswehr und Rest
    Ich habe, erfolgreich, an der BW Uni in München studiert und später ein Aufbaustudium an der TUM. Das erste was einem Kameraden und mir auffiel, war der Müll am Ende des Tages im Hörsaal und die Schmierereien überall. Das kannten wir einfach nicht.

    Zum Thema bayrisches Gymnasium, die Tochter hat sich beim Studienbeginn in München amüsiert, mit wie wenig Fächern die Bayern Abitur machen könnten. In Österreich hatte sie drei Fremdsprachen bis zur Matura und es gab die Auswahlmöglichkeit zwischen Musik und Kunst.

    Die Maturaklasse hatte exakt die halbe Stärke vom Beginn des Gymnasiums und das war völlig normal.

    • Bayern ist von den Schulformen stark getrennt, da gibt es ja auch verschiedene Zweige wie etwa Neusprachlich etc.

  35. Bildungsapokalypse
    Ich glaube nicht, dass die Bildungsmisere etwas mit der Ausstattung der Schulen zu tun hat. Zu meiner Zeit, in den 80ern, hatten die Schulen auch keine besseren Ausstattungen. Jede Klasse hatte eine Tafel, es gab ein paar Tageslichtprojektoren, einen Videorecorder und die Physik- und Chemielabore waren so dürftig ausgestattet, dass die Lehrer schon damals um Spenden der Eltern baten. Zu Beginn des Schuljahres mussten die Eltern die Schulbücher in der Buchhandlung erwerben und Zuschüsse gab es auch keine. Wir haben übrigens auch alle paar Jahre unsere Klassenräume selbst gestrichen.

    Was aber anders war, war der Unterricht. Wir mussten noch lernen, anstatt zu diskutieren und zu bewerten und es wurde großen Wert auf Disziplin gelegt. Wer im Unterricht gestört hat, ist rausgeflogen und hat eine 6 bekommen und anschließend gab es den gefürchteten blauen Brief an die Eltern, was gleichbedeutend war mit mindestens einer Woche Stubenarrest. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich damals Eltern bei der Schule über Disziplinierungsmaßnahmen oder schlechte Noten beschwert haben, wie es heute an der Tagesordnung ist.

    Das mag jetzt irgendwie nach „damals war alles besser“ klingen, aber ich habe den Eindruck, dass heute auf die Vermittlung von Wissen kein Wert mehr gelegt wird. Wer zu meiner Zeit Mathe-LK hatte, der konnte mit komplexen Zahlen rechnen, beherrschte Kurvendiskussionen mit drei Variablen, Volumenintegrale etc., wer Geschichte-LK hatte, der konnte sämtliche historisch relevanten Daten inkl. der Protagonisten herunterbeten und für die Chemiker war das Auswendiglernen des Periodensystems eine Selbstverständlichkeit.

    Wenn ich heutige Studenten sehe (ich vermiete viel an Studenten), stehen mir manchmal die Haare zu Berge. Da sind Leute dabei, die beherrschen noch nicht mal Prozentrechnung. Auch die Verteilung auf die einzelnen Fachbereiche scheint sich stark geändert zu haben. Als ich an der Uni war gab es wesentlich mehr MINT-Studenten. Heute studiert der überwiegende Teil Geisteswissenschaften. Vor allem mit Soziologen jeder Couleur kann man die Straße Pflastern, und natürlich wollen sie alle in den Staatsdienst oder irgendwas mit Medien machen. Nur mal ein Beispiel: Ich hab hier ein Haus mit 14 Akademikern. Da wohnen ein Biologe, ein Informatiker und ein BWLer, der Rest studiert Slawistik, Sozialpädagogik, Philosophie, etc.

    Wenigstens haben wir in Zukunft jede Menge Taxifahrer mit Hochschulabschluss. Ob wir noch genug Ingenieure haben, die die Taxis bauen, steht in den Sternen. Das kommt davon, wenn man jedem das Abi hinterherschmeißt.

    • Die sekundären Folgen von Soziologen sind auch zu bedenken
      Nicht nur der Anteil der MINT Absolventen sinkt, es wird auch die Industrie vergrault. Gen-Forschung ist aus Deutschland weg, was wir in Windenergie und Dämmung statt in Nuklearreaktoren stecken, interessiert im Ausland auch niemanden.

    • Taxifahrer
      Zitat:
      „Wenigstens haben wir in Zukunft jede Menge Taxifahrer mit Hochschulabschluss.“

      Ich sage voraus, dass es ein Hauen und Stechen um diese Jobs geben wird und im Endeffekt schwarz arbeitende Migranten gewinnen werden.
      Den Geisteswissenschaftlern wird nichts anderes bleiben als zu Hause, bei Privatfernsehen, Joint und Alk über das ungerechte Leben zu philosophieren.

      Zur Ausstattung von Schulen in den 80iger:
      Das Gymnasium, das mich beschulte, bekam damals neue Videorekorder.
      Clevere NRW Bürokraten hatten schon damals den Durchblick und setzten auf das System Video 2000…

    • Wieso bleiben? Das ist doch heute schon so, folgen Sie mal Berlinern bei Twitter.

  36. Wir hatten in Deutschland mal ein funktionierendes staatliches Regelschulsystem,
    das beispielgebend war für andere Länder. Ich war mehrere Jahre lang Gymnasiallehrer und konnte meine eigene Schulzeit gut mit der Schule von heute vergleichen. Mir fiel dabei immer wieder auf, wie sehr Lehrer, die noch älter waren als ich, unter Gedächtnisschwund zu leiden schienen, denen fielen die zahlreichen Webfehler im Vergleich zu früher nicht auf. Man könnte ganze Bücher darüber schreiben (ich sitze gerade an einem, hoffe ich finde einen Verleger). Um es kurz zu machen: früher war nicht alles perfekt, aber zumeist doch erheblich besser als heute. Ich habe moderne Fremdsprachen unterrichtet (die, obwohl neue Sprachen, sich seit 200 Jahren nur unwesentlich verändert haben), und da fiel mir zunächst auf, dass die Lehrwerke von heute zumeist unterirdisch sind. Hört sich unwahrscheinlich an, aber die von früher wären auch heute noch besser. Was mich besonders störte waren zahlreiche fachliche Fehler (idiomatische Schwächen), vor allem aber die verlogene Toleranzzwangskultur, die Reduktion des an sich hehren Bildungsauftrags auf Lindenstraßenniveau. Es ginge viel besser. Für Hörverstehen gibt es auch heute noch nur uralte Audio-CDs statt (ohne Probleme möglich) Film-DVDs. Was früher ebenfalls viel besser war: die Disziplinkultur, die ganz einfach grundlegend ist für einen gescheiten „Arbeitskonsens“. Der Unterricht ist zumeist ideologisch statt didaktisch orientiert. Zwanghaft werden neue Lernformen durchgesetzt (z.B. das sog. „freie“ Lernen, das eigentlich keiner will), statt alle Sozialformen flott zu variieren. Es geht meist mehr in die Breite als nach vorn. In der Grundschule Schreiben nach Gehör, unterirdisch, pathologisch dumm. Es gibt so viele Missstände, man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Vor allem müsste auch die Lehrerausbildung auf eine ganz andere Basis gestellt werden. Statt weltfremder Versponnenheit müssten fachliche Qualifikation und Realitätsverständnis im Vordergrund stehen.
    Manche Ideologen, die eine tragende Rolle an der Zerrüttung eines einst funktionierenden Schulwesens haben, gehen jetzt groteskerweise hin und preisen die Gesamtschule als Lösung. Sie ist nicht die Lösung für irgendwas, sie ist das Problem. Wer Beweise braucht sehe nach Großbritannien. Dort hat in den 1970-ern die Labour-Regierung auf Gesamtschule umgestellt. Mit dem Ergebnis, dass die staatlichen Schulen ein Loser-Image haben und jeder, der es sich leisten kann seine Kiddies auf eine Privatschule schickt (selbst jene Politiker, die die Gesamtschule eingeführt haben). Es gab mal eine PISA-Studie, bei der die 100 besten Schulen in GB gemessen wurden. Unter ihnen gab es nur 2 Gesamtschulen, die beste davon auf Platz 64 oder so.
    Gesamtschule funktioniert dort nicht, hier nicht, sie kann nicht funktionieren. Wenn man Eltern befragt wollen sie eigentlich alle gymnasialen Standard. Fragt man sie aber auch, ob sie die Gesamtschule gut finden bejahen diese viele shizophrenerweise (denn es gibt eine kollektive Neurose: keiner will die Gesamtschule, aber jeder meint, der jeweils andere will sie, also gibt man vor sie auch zu wollen). Die Gesamtschulen müssten abgewickelt und stattdessen in jedem Bundesland 1-2 staatliche Eliteschulen (für die Intelligentesten, unabhängig von der Herkunft, nicht für die Kinder der Reichen) eingerichtet werden. Für den Staat mit Leichtigkeit machbar, die Kosten würde er durch die gewonnene Kompetenz 4-fach wieder reinholen.
    Ein leistungsorientiertes Schulsystem wie es Donald Trump vorschwebt ist das Nonplusultra.
    Bei uns müsste viel ideologischer Schrott entsorgt werden, stattdessen sollte mehr an Tradition in die Schulen zurück kehren. Unbedingt sollte man bis Klasse 10 ein Fach „Heimatkunde“ haben. Man könnte traditionelle Ansätze verbinden mit den Mitteln neuer (Kommunikations-)Technologie, eine effiziente Schule wäre möglich. Stattdessen hat man etwas Ungenießbares. Es gab für mich mehr als einen Grund, als Lehrer aufzuhören.
    Vielleicht darf ich ja hier etwas Werbung machen für mein Buch. Wenn ich einen Verleger finde wird es in ein paar Monaten erscheinen, dort werden sich viele Details finden, die die Schule von heute analysieren und sie mit früher vergleichen. Unsere Gesellschaft ist krank und das Schulsystem ist ein Teil davon. Die Fehlentwicklungen sind so gravierend, dass ich wenig Hoffnung auf kurzfristige Besserung sehe.

    • Sollte das Buch gelingen, lassen Sie es mich bitte wissen.

    • Oh captain, my captain.
      Ich habe mein Buch über das deutsche Bildungswesen vor langer Zeit geschrieben und muss Ihnen daher widersprechen:

      Bildung ist ein Konstrukt, welches erst in den 1960er Jahren in die Gesellschaft erschien. Vorher war die wesentliche Aufgabe der Schule die gesellschaftliche Erziehung. D.h. die Schüler wurden solange gezüchtigt, bis sie entsprechende der gesellschaftlichen Interessen (der Herrschenden) funktionierten. Dieses System war letztlich ohne jegliche Forderung an „Leistung“. Man wurde nur an seine Klasse angepasst, egal wie (wie der Don es oben noch für die 80er Jahre beschreibt.)
      Dieses hierarchisch ausgerichtete System wurde, wie erwähnt, in den 60er Jahren Schritt für Schritt durch ein Bildungswesen ersetzt. Zielsetzung war nun eine Zukunftsorientierung, und damit eine Entkopplung von Hierarchie und Klasse: Sanktionsmechanismen wurden als altertümliche Herrschaftsinstrumente betrachtet.
      Klasse wurde ersetzt durch Leistung. Leistung konnte jetzt jeder, auch wenn sich die Klassen noch lange wehrten (siehe Don Beschreibung).
      Jedoch ist Leistung letztlich ohne Geschichte, es ist jung und naiv, jeder kann sie nutzen und definieren und so konnte die Leistung nicht lange der Gier der Eltern standhalten. Die Folge war Entropie, die letztlich in der völligen Leistungsbefreiung endete.

      Eine Rückkehr zur Leistung ist unrealistisch, ohne dass man den Weg zurück klassischen Schulbildung im Sinne einer Erziehung geht, dies aber zum Preis einer anderen Gesellschaft. Denn alles hat seinen Preis, denn alles ist eine Differenz….Whatever, das ist dann doch außerhalb der Bildung der Anwesenden und daher werde ich das nicht vertiefen :-)

    • Harry Charles Ihr Buch, die CSU hat Schuld, Martin Schulz wird Kanzler
      An sich sollte es ein „einfaches“ Schulsystem geben, das Schüler bilden und ausbilden kann. Unabhängig vom „gesellschaftlichen System“. Da es der Markt nur hilfsweise richten kann, geht es nicht ohne Staat.

      Auf Ihr Buch – es sollte dann das letzte zum Thema sein – bin ich gespannt.

      Nach dem Pisa-Schock (in einer „Industrie-Nation“) bereiste ich, in einer oberflächlichen Bildungsurlaubsform, u. a. auch die Kultusministerien in München und Dresden.

      Aus Bayern nahm ich die Befürchtungen mit, das die CSU den Druck der Eltern (alle wollen Abi) nicht stand hält und die Anforderungen absenkte.

      In Sachsen und Thüringen war ich über die Tranformation des DDR-Systems auf das westliche erstaunt. Offenbar, so die guten Ergebnisse dort, Herr Harry Charles, muß es einfache „Tools“ tatsächlich geben.

      Meine Bildungsurlaube liegen jetzt ca. ein halbes Dutzend Jahre zurück.
      Ob die Sachsen, Thüringer … ihr Niveau tatsächlich halten können, bleibt fraglich.

      Leider ist die dortige CDU, sie hatte vielleicht das Zeug dazu, nicht zu einer deutschen „CDU-Kerntruppe“ geworden. Die „Wessis“, die das mit trugen (Anti-68iger Flüchtlinge sind abgeschliffen…opportunistisch geworden oder in Rente).

      Hätte die CSU die DSU (nach der Wende) nicht fallen gelassen, wäre dort Entwicklungspotential für eine „bessere“, blockflötenfreiere CDU gewesen. Freilich, das separatistische Einigeln der CSU paßt nicht zu diesem Weg….man hätte – wie Strauß – mehr Deutschland wagen müssen. Nun bekam man mit Angela Merkel und Gauck die Hofknickser
      vor 68ig.

      Hört und sieht man SPD-Mann Martin Schulz, so ist das der Antifa-O-Ton des Schulsystems (andere begünstigende Faktoren lasse ich, um der steilen These willen, beiseite). Das die Westzonen-Lehrer heutigentags dabei viel anders sind als die Ostzonenlehrer – ist das tatsächlich noch so?

      Einer der West-Lehrer von Frauke Petry unterbrach den Kontakt mit ihr
      wegen AfD und gab das in der Presse bekannt. Sass Frauke Petry in Nürnberg vor dem Tribunal oder war es nur die Zonen-Lehrer-Meise?

      Tägliche Beispiele aus der „Schweige-Spirale“ kennt jeder. Nur: Unter der „Schweige-Spirale“ sitzt kein anderes Licht unter dem Scheffel.

      In Rußland erntete Putin die jahrzehntelange Erziehung propagandistisch ab, das wird nun Martin Schulz ähnlich machen. Ob er dabei authentischer ist als Putin (also realistätsdümmer) spielt keine Rolle.

      D spielt halt gerne „Stalingrad“ für „Werte“ gegen die böse Trump- und pöse Putinwelt. Nein, wir essen keine Obergrenzen nicht.

    • Mich auch.
      Lehrer im Bekanntenkreis bemängeln alle die „neuen“ Lehrwerke. Ich weiß nicht mal, ob dieses Kompetenz-Lernen, das propagiert wird, nicht nur eine verdeckte Finanzierung von Schulbuchverlagen ist. Keine Ahnung, wer alles im Kultusministerium sitzt und die Vorgaben für neue Machwerke erstellt.

      Die Kinder in den Comics, die jetzt Lehrbücher sind, heißen nicht mehr Thomas und Micheala, sondern Leila und Hassan.
      Im Wortschatz-Teil werden alle möglichen Lautäußerungen transkribiert und müssen gelernt werden.
      Woof! – Wuff!
      Tafelbild gibt es keines mehr, dafür kopierte Blätter, die eingeklebt werden oder aber Arbeitshefte, die käuflich zu erwerben sind und nach 1maliger Nutzung natürlich unbrauchbar. Man denkt wirklich, es läuft ein Wettbewerb, wie man an welchen Stellschrauben drehen muss, um ein erfolgreiches Schulsystem vollends runterzuhunzen.

      Laut Aussage des Leiters der begabungspsychologischen Beratungsstelle der LMU ist 98 das neue 100.
      Heißt: In 10 Jahren sinkt der IQ im Durchschnitt um 2. , wird aber als neuer Durchschnitt angeglichen.

    • Mein Reden!
      Ich halte es für sinnvoll, als ersten Schritt einer Reform des aktuellen Bildungsunwesens die Abschaffung der Schulpflicht zu erwägen. Das würde den Druck im Kessel erheblich mindern. Außerdem kommt der Staat zur Zeit seiner Lieferpflicht – die in den Rahmenplänen ebenfalls Gesetzeskraft haben – eh nicht nach. Und anschließend den oben gemachten Vorschlag umsetzen: Die staatlichen Schulen sollen die besten sein! Das jetzige System produziert (je nach Studie) 10 bis 20 % funktionale Analphabeten, man stelle sich den gleichen Prozentsatz an ‚Ausschuß‘ mal in einer Automobilfabrik vor. Der Aktienkurs wäre ‚gestrichen Brief‘.
      Ich wünsche Ihrem Buch, daß es etwas bewirkt.
      Gruß K

    • Integration im Schulbuch
      Zu den Namen in Schulbüchern ein schöner Beitrag in einem geschätzten Lehrer Blog

      https://lilohenner.wordpress.com/2016/11/18/sw-9-max-und-erkan/

      Ein Leserkommentar:

      „Anderes Fach, gleiches Thema: Mathe.
      Im ziemlich konstruierten Beispiel behauptet Max trallalla und Lisa diesunddas.
      Lehrer: Was stimmt denn nun? Wer hat Recht?
      Schüler: Lisa hat Recht.
      Warum?
      Schüler: Na weil im Mathebuch immer das Mädchen Recht hat!“

    • Chrchrchr.

    • IQ
      Das ist irgendwie ‚falsch‘.
      Die ganze Sache ist nicht absolut definiert, sondern relativ, mit 100 als Mittelwert, der entsprechend geschoben wird. Und dann noch einmal transformiert für eine bestimmte Standardabweichung.
      Eben damit man für alle Kohorten die Aussagen vergleichen kann, wo eine bestimmte Person steht im Verhältnis zum Rest der Welt.

    • @ Antwortende
      @ Goodnight: ich möchte Ihren 68-er Lobhudeleien ganz kategorisch widersprechen. Worin ich Ihnen recht gebe: die preßsich-hierarisch-absolutistischen Strukturen sind zwar noch da, heute aber dienen sie absurderweise dazu, das preußisch-hierarische abzuschaffen. Analog zu Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich selbst ab“ könnte man sagen „ein Bildungswesen schafft sich selbst ab.“ Es gibt nur neue Herren, ein neues Establishment, und das sind eben genau die 68-er oder deren Nachfolger, die rot-grüne Spießermischpoke. Noch nie war der Anpassungsdruck so stark wie heute (und da lasse ich mir nun gar nichts erzählen, ich weiß wovon ich rede), noch nie war die Lehrerschaft feiger, noch nie hat sie alles so unwidersprochen entgegengenommen und abgenickt was von oben kommt (und wenn es der größte Unsinn ist).
      Was ich gut finde: „..zurück zur Leistung um den Preis einer anderen Gesellschaft“. Ja was denken Sie denn, warum ich und viele andere hier schreiben? Wer bessere Zeiten erlebt hat als die heutige, der will natürlich, dass sich was ändert. Die Gesellschaft von heute mitsamt ihren ganzen verlogenen Moralvorstellungen ist keinen Pfifferling wert. Noch nie so lange ich lebe war das gesellschaftliche Klima so mies, so unerträglich wie heute. Wohl nicht nur ich allein sende jeden Tag flehentlich Stoßgebete gen Himmel in der Hoffnung, das es wieder anders wird.
      @17. Juni: ich gebe Ihnen eigentlich in allem recht. Fatal, der CDU-Kurs des Appeasements und der Vereinnahmung rot-grüner Vorstellungen nur um selbst „modern“ zu erscheinen und um rot-grüne Wählerschaften abzugreifen. Es hat nicht die Chancen der CDU auf neue Wähler verbessert, es hat ihr das Rückgrat gebrochen. Richtig wäre gewesen, der linken Indoktrination an den Bildungseinrichtungen entgegenzutreten. Nicht ganz einfach, aber was ist schon einfach? Mit Intelligenz und Verve hätte man es geschafft, vor allem kurz nach der Wende hat man die Chance nicht genutzt, das allseitige Versagen des Kommunismus zu nutzen und damit ein für allemal die rote Unterwanderung an den Unis (durch die vor allem auch die Lehrer indoktriniert wurden und die haben es als Multiplikatoren mittlerweile an ganze Schüler-Generationen weitergegeben) zu beenden.
      Ich selbst habe es in Baden-Württemberg während meiner Referendarausbildung erlebt: rudimentär war da noch der alte Glanz eines funktionierenden, von der CDU nach dem Krieg aufgebauten leistungsfähigen Bildungssystems vorhanden. Durch permanentes drehen der rot-grünen Schraube hat die CDU dann zuerst ihr Bildungssystem und zuletzt sich selbst abserviert. Sic transit gloria mundi! Es müssen sich bei uns massiv Dinge politisch drehen damit es wieder besser wird.

    • Titel eingeben
      „Bei uns müsste viel ideologischer Schrott entsorgt werden, stattdessen sollte mehr an Tradition in die Schulen zurück kehren.”

      Korrekt, als erstes Musterbeispiel mal Lehrer wie sie, ein Projekt seit 68, das ja erfreulicherweise bereits recht fortgeschritten ist.

      Das eigentliche Problem bleibt ja bestehen: Es ist völlig inakzeptabel, dass die Bildunsgmöglichkeiten, die spätere Berufstätigkeit und damit die Lebensqualität eines Menschen bereits bei seiner Geburt, durch die Familie in die er hineingeboren wird, festgelegt wird!

      „Unsere Gesellschaft ist krank und das Schulsystem ist ein Teil davon.”

      Das ist wahrt, aber die Ideen der peinlichen Vorgestrigen sind wie immer der Meinung, ihre Beschränktheit und geistige Enge sei die Lösung!
      Dagegen ist Goodnights Analyse ja schon Nobelpreis verdächtig!

      Das Bildungssystem ist gerade wegen der fortgesetzten Versuche von ihresgleichen ein erstarrtes, verknöchertes System um der eigene Privilegien willen zu ergalten, in so einem lächerlichen Zustand!
      Als ich vor fünf Jahren ein Gespräch mit Lehrern in Salem hatte, sahen auch diese die Extreme an BEIDEN ideologische Enden des Bildungssystems als das eigentliche Problem. Keiner hat das Problem unabsichtlich je so deutlich gemacht, wie sie in ihrem Kommentar!

      Wie zu erwarten war, wird hier im Blog kategorisch vermieden auf den Zusammenhang von Bildung und den Privilegeien des einen Prozent hinzuweisen. Wohin das führt, wenn Leute, die wegen ihrer Bildung dann jenen Privilegien kritisch gegenüberstehen die Klassengesellschaft in Frage zu stellen drohen, hat man ja nach 68 gesehen.
      Bis dahin konnten noch die Nazis überall ungestört rumsitzen, und anscheinend sehen der Rückentwicklung dorthin so manche wieder die Zukunft. Die Wortwahl mancher Foristen spricht ja Bände.

    • IQ @Uwe Dippel
      Das ist schon klar. Auf der Zeitleiste sieht man einfach, dass die Leistungen schwächer werden.

    • @TDV
      Oh je, oh je, sie leben ja noch voll drin im 68-er Nirwana. Bitte schön, wer ist hier gestrig? Aber dann mal zum Thema. Und ich bringe ein paar Argumente, denen Sie nichts entgegenzusetzen haben außer vielleicht Ihre ideologischen Scheuklappen. Wenn Sie mich schon so aggressiv angehen, dann antworte ich so.
      Sie reden vom Einfluss der „Privilegien“. Ein schönes sozialromantisches Märchen was einem immer wieder aufgetischt wird. Zunächst einmal: de jure gibt es keine Bildungsschranken irgendwelcher Art. Niemand der zurechnungsfähig ist wird das bestreiten wollen. Was einer de facto aus seinen Chancen macht ist seine Sache. Life is no picnic! Ich selbst, und vermutlich auch die meisten anderen, kenne Dutzende von Leuten, die es aus dem Arbeitermilieu bis hin zu einer akademischen Karriere gebracht haben. Sie reden von Statistiken. Wie valide sind die und wer macht sie? Der Gesamtschulen-Förderverein? Es muss nicht jeder Abitur haben. Es gibt bei uns sogar eine Akademisierungsinflation, von den 68-ern losgetreten und einer ihrer Hauptfehler. Masse ist nicht gleich Klasse. Und dann: außer Overachievern aus der Unterschicht kenne ich vermutlich noch mehr Underachiever aus der Oberschicht. Bismarck sagte mal (sinngemäß): „die erste Genration schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte verprasst es, und die vierte studiert Kunstgeschichte.“ Das typische Problem der Dekadenz. What goes up must come down. Viele die „unten“ sind haben besonders viel Ehrgeiz, sind hungrig, während verwöhnte Reiche oft nicht belastbar sind.
      Und von wegen Privilegien, ich bin im Moment arbeitslos, aber selbst wenn ich auf HartzIV wäre würde ich es nicht anders sehen. Die Vor68-er haben ein funktionierendes Haus gebaut. Die 68-er haben das dann abgerissen und als Ersatz eine windschiefe Hütte gebaut, die nur mit Spucke und Papierleim zusammengehalten wird. Sie haben etwas Funktionierendes zerstört und sich dann als Problemlöser angeboten. Nur: die Lösungen, die sie angeboten haben kann man fast alle den Ratten geben. Wirklich, TDV, wo leben Sie denn? Sie sind vermutlich der einzige, der bestreiten möchte, dass wir eine Bildungskrise haben. Und wir hatten sie nicht immer. Wir kommen nicht aus dem Dunkel eines hyperkatastrophalen Zustandes, der durch die 68-er erst ein wenig besser gemacht worden wäre. Und der nach ihrer Logik nur aus dem Grund noch nicht zum Nirwana geführt hat weil sie nicht genug Zeit hatten. Sie hatten MEHR ALS GENUG, VIEL ZU VIEL ZEIT. Und jetzt muss Schluss mit lustig, Ende mit bolschewistischem Reformmüll und linker Indoktrinationsmaschinerie und abstrusen, hirnkranken Experimenten sein. Schulen sollen dazu da sein etwas zu lernen. Punkt! Und noch ein gutgemeinter Rat: gucken Sie nicht so viel Lindenstraße.

  37. Ihr im Westen wisst gar nichts.
    Zwei von uns wurden nach der letzten Stunde immer zum aufräumen des Klassenzimmers herangezogen: Stühle hoch stellen, Tafel abwischen, fegen und bei Bedarf Mülleimer leeren. Außerdem mussten wir regelmäßig in der Küche aushelfen. Essenkübel schleppen und Geschirr abwaschen. Samstagsunterricht hatten wir auch noch! Ja, im Osten gingen die Uhren anders. Hat es uns geschadet? Wohl kaum. Gute, Leute wie Zschäpe… aber das DDR-Bildungssystem hat auch Rammstein hervorgebracht. Welthits aus der DDR! Wer hätte das beim Schleppen der Essenkübel gedacht?

    • @Honey Bunny
      Nu mal langsam. Überlasten Sie mal die heutigen Kinder nicht mit Selbstverständlichkeiten. Das ist Diktatur.

      Soweit ich aber die Biografien von feelingB und Rammstein kenne, würde ich mal behaupten, die haben sich dem Bildungssystem der DDR ziemlich erfolgreich entzogen bzw. auf ihre Art darauf reagiert. Immerhin haben die wohl alle einen richtigen Beruf. Hängengeblieben ist natürlich mit Sicherheit was. Aber das lässt sich auf den paar Zeilen nicht so einfach darstellen.

      Am lustigsten finde ich ja nach wie vor, dass die Rammstein-Texte von so vielen gar nicht verstanden werden. „We all live in America“ – dazu tanzt das Publikum dort. Und hier. Und die Rammsteiner im Video eben auf dem „Mond“. Soweit kanns kommen. Oder:Links 2-3-4.
      Aber mit Trump scheint ja nun doch ein gewisser Nachhilfe(frontal)unterricht stattzufinden. Mancher wehrt sich noch ein bisschen, aber sicher nicht mehr lange.

      Und btw.:In jedem System gibt es „Idioten“. Das ist kein Grund sich aufzuregen. Die Verteilung ist im Großen und Ganzen dieselbe. Normalverteilung usw. Lediglich Akzeptanz und interpretierende Lyrik unterscheiden sich von Mal zu Mal.

  38. omg!
    Das sollte natürlich „Gut, Leute wie Zschäpe…“ und nicht „Gute Leute wie Zschäpe“ heißen!

    • omg - original Honey Bunny!
      Text eingeben

    • Titel eingeben
      Ja, Herr Hase, das war ein omg-Moment. Nicht nur, weil der Typo die eh schon schwache Pointe verdorben hat, sondern auch, weil ich jetzt unter Zschäpe-Sympathisanten-Verdacht stehe.

  39. Thema Schule: Kapituliert und - ein Segen - nichts mehr mit zu tun
    Es ist gut, wie Sie in jedem einzelnen Stück die herrschende Doppelmoral aufzeigen. Politikerkinder auf Privatschulen sind keine Seltenheit.
    Diese sind meistens Safe Haven. Die Entsetzensberichte von Lehrern und drangsalierten Schülern und Schülerinnen nehmen zu. Wer will schon sein Kind arabischen Kleinchauvinisten und ihren Püffen (mindestens) aussetzen. Selbst arriviertere Türken versuchen oft den Umzug vor der Einschulung.
    Aber es gibt mehr Gründe für Privatschulen wie kleinere Klassen und die Kündbarkeit von Lehrern.
    Kreationismus verstehe ich nicht, aber ich verstehe Religion generell immer weniger, übrigens auch sowas wie Klimareligion. Ich wünsche mir eine neue neutrale Wissenschaftlichkeit, in der jedes Argument gleich gewichtet wird und einen säkularen Staat ohne Kirchensteuern. Aber das werde ich nicht bekommen, erstmal zumindest nicht. Die kritische Masse der Unzufriedenheit ist noch nicht erreicht, und wenn wir mehr Privatschulen bekommen sollten, wird sie auch nie erreicht werden, weil man im Rückzugseck komfortabel lebt.
    Die große Frage ist, wie man manche Migrantenmilieus dazu bringen kann, aus Vernunft ihre Moral zu ändern. Aber ehrlich gesagt, solange Mutter zu Hause nichts zu sagen hat, wird es weiter diese Kleinpaschas mit Verhaltensstörungen und Lernunwilligkeit wie auch Autoritätsproblemen geben. Fragen Sie Kelek, die kennt sich da aus.

    Chili ist nur das: Heute würde ich in Deutschland keine Familie mit Kindern mehr gründen wollen. Da könnten sie bribes machen wie sie wollen, Elterngeld, Kindergeld etc. Überlegen würde ich es, wenn sie das Kindergeld auf zwei Kinder begrenzen würden, denn dann würden sich manche überschaubarere Verhältnisse zulegen.
    Ansonsten: Cabrio mit weißen Ledersitzen, weiße Möbel, keine Stiefel im Flur, kein Gebrüll, keine Saftflaschen, Urlaub außerhalb der Ferien hat auch seine Reize. Und vor allem keine Elternabende. Und keine Angst, wenn sie nachts aus sind später. Es lohnt nicht mehr.

    • Traurig wäre es, ...
      … und leider fürchte ich, dass Sie damit recht hätten.

    • @Oberländer
      Widerspruch, es lohnt sich immer. Da verzichte ich lieber auf das Cabrio mit den Ledersitzen, alles schon gehabt, braucht man nicht wirklich.
      Und nur wegen diesen Unwägbarkeiten oder besser gesagt Mißständen zu verzichten?
      Nee.

    • Oberländer
      „solange Mutter zu Hause nichts zu sagen hat“ das stimmt eben genau nicht ! Wer schon einmal im arabischen Raum unterwegs war, stellt fest ,daß Mutti eben die Herrscherin in den vier Wänden ist, aber auch nur dort, außerhalb meist nicht, weswegen die Söhne oft verzogen werden um Muttern auch außerhalb zu repräsentieren.
      Wie immer ist dies ein weites Feld, aber es soll trotz nach außen geprotztem Patriarchat, auch in D einige Zuwanderfamilien geben bei denen der Patriarch sein Taschengeld abholen darf ;)

  40. Schulklos
    Also bei uns, Grossstadt in NRW, verlassen gerade die leistungsstarken Kinder die Privatschule wieder und gehen an städtische Gymnasien. Die Ausstattung der Privatschule ist top, aber das Niveau mancher Mitschüler sei wohl unterirdisch, da werden einige bezahlt zum Abitur geschleppt. Da nimmt man doch lieber die unsanierten Schulklos des städtischen Gymnasiums in Kauf…die Privatschule stand schon kurz vor dem Konkurs.

  41. Titel eingeben
    „Sie hat einen extravaganten Kleidungsstil…“ really, don?! – nicht doch eher ne klatten oder schickedanz mit etwas kernigerem smile? ne daphne guinness is se nicht und auch keine christine lagarde.

  42. Gegen Betsy deVos
    haben auch zwei republikanische Senatorinnen gestimmt, weil sie, charter schools hin oder her, in ihrer Anhörung einen verheerenden Eindruck gemacht hat und tatsächlich eine völlig unqualifizierte religiöse Extremistin ist (und übrigens die Schwester des Gründers der Söldnerfirma Blackwater, an die wir uns alle noch gern erinnern). Was mich wirklich gegen sie aufgebracht war, dass sie charter schools keiner öffentlichen Prüfung unterziehen will – also keine accountability, und das mögen auch konservative Nordamerikaner nicht.

    Das Hauptproblem des amerikanischen Schulsystems haben Sie hier nicht benannt nämlich, dass öffentliche Schulen von school districts verwaltet werden, die winzig klein sind und sich über die Grundsteuer finanzieren. Kinder die in einer armen Gegend zur Schule gehen leiden nicht nur darunter, mit aller Wahrscheinlichkeit aus einem bildungsfernen Haushalt zu kommen. Ihre Schulen haben auch weniger Geld, weil die Grundsteuereinnahmen geringer sind als in einer reichen Vorstadt. Da im öffentlichen Schulsystem Wohnort über Schulqualität entscheidet, werden Klassenunterschiede in der amerikanischen Gesellschaft durch das Bildungssystem festgeschrieben.

    Charter schools wurden als Ausweg aus dieser Misere gesehen, weil die Amerikaner auch bei öffentlichen Gütern wie Bildung und Krankenversorgung an die „magic of the market“ glauben, aber die Ergebnisse sind ernüchternd. Das amerikanische öffentliche Schulsystem ist so miserabel wie in Berlin (und stellenweise sogar noch schlechter) und auch die charter schools haben das Grundproblem nicht richten können. Am sinnvollsten wäre es, wie in Canada das Schulsystem of Landes (bzw. state and province)-Ebene zu organisieren, aber das wird wohl nicht passieren.

    • Danke für den Nachtrag, ich musste aufgrund des Platzes einfach etwas straffen und vereinfachen.

    • Nur weil Netzfeministinnen
      und andere linksradikale Idioten gegen Trump und DeVos polemisieren, muss sie nicht gleich verteidigen, oder das – mögliche aber nicht zwangsläufige – Ende der liberalen Demokratie und der liberalen Nachkriegsordnung bejubeln. Da hört zumindest bei bürgerlichen Konservativen wie mir der Spass auf. Und deshalb wird es mit der AfD auch nichts mehr.

    • Ich habe nicht vor, sie zu bejubeln. Ich stelle nur den Kontext dar.

    • Zwei Republikanerinnen...
      Soweit ich das hier (USA) mitverfolgt hab, haben die Senatorinnen aus Maine und Alaska begründet, dass sie mit Charterschulen in ihren Staaten nicht ankommen, und dass DeVos’s plan sich zu stark auf die Charterschools beschränkt

    • 100% Zustimmung
      Wettbewerb in der Bildung funktioniert nicht. Genau wie im Gesundheitsssektor. Oder in der Infrastruktur. Die Gründe sind nicht immer die gleichen, aber ähnlich. Wenn der Staat auch viele Dinge schlecht macht, der Markt macht viele Dinge noch schlechter.

      Und wenn der Staat Sachen nicht schlecht macht, schreibt man sich einfach Unisex-Klos auf deutschen Schulen herbei. Gibt’s zwar nicht, aber jede wirre Idee eines Linksdurchgeknallten wird zur staatlichen Standardeinschätzung hochgeschrieben (siehe erster Kommentar ganz weit oben).

  43. In order to change the subject completely,
    Posten geht seit heute früh mal wieder nicht, wenn man eingelogged ist.

    Paff! – Und schon ist man im schlimmsten Falle sein frisches Produkt los, im Nirwana.

    • Es gibt wohl ein Sicherheitsproblem bei WP, ich bin auch rausgeflogen.

    • Ging mir auch so, Herr Dippel,
      etliche Versuche, gesehen, dass andere Beiträge zur gleichen Uhrzeit erschienen und gerätselt. Zwischendurch mich im Mutterschiff über einen Kommentar ereifert, in dem gemutmaßt wurde, was Böhmermann wohl gemeint haben könnte, wurde natürlich gelöscht und ich habe mich dann wutentbrannt ausgeloggt. Und siehe da, das Posten beim Don ging dann plötzlich.
      Diese elenden Tücken der Technik sollten doch überwunden werden können, zum einen das „schnelle Schreiben“ und dann das, es ist einfach nur ärgerlich.

    • Das Erscheinen liegt am Freischalten – ich bin auch nicht immer da.

    • Don, das ist mir klar,
      aber die Uhrzeiten der Beiträge deckten sich teils mit meinen Versuchen, hier rein zu kommen. Ich habe ne ganze Weile geübt, bis ich dann auf den Trichter kam.


    • Diese elenden Tücken der Technik sollten doch überwunden werden können,
      Die treten zwangsläufig bei jedem Update erneut auf, weil dann erst wieder der FAZ-Login an WordPress (den Blog) angebunden werden muß.
      Das hatten wir nun schon öfters.

    • Jeht noch imma nich!
      Sind Sie da bewandert, colorcraze? Es klingt so fachfraulich … .!

      nee, jeht noch imma nich, hier, Mo. 16:42.
      Vielleicht mal die IT erinnern, Don Alphonso?

  44. Indiskrete Fragen
    Das Problem von Betsy DeVos soll sein, dass sie ein Laie ist, und, wie es in den besseren Kreisen so üblich ist, und die Förderung der Schulen quasi nur als Ehrenamt betrieben hat. So soll sie bei der Anhörung vor ihrer Amtseinführung damit komplett blamiert haben, dass sie fachlich wenig Ahnung hat und auf manche Fragen gar nicht antworten konnte. Sie soll gängige schulpolitische Begriffe gar nicht gekannt haben. Selbst in den republikanischen Kreisen soll sie umstritten sein, und zwei Republikaner haben ihr die Stimme verweigert.

    So wie ich ihre Pläne verstanden habe, so will sie das sog. Voucher-System fördern, in welchem ärmere Schüler Gutscheine bekommen, welche sie für die Schulgebühren der Charter Schulen einlösen können. Was kritisiert wird ist, dass der Staat dann de facto das private Schulsystem finanzieren würde, also könnten diese Kinder dann genauso gut in einer staatlichen/kommunalen Schule bleiben.

    ***

    Wegen unserer Umzüge mussten unsere Töchter einige Schulwechsel meistern. Die Ältere hatte damit Probleme und machte einen Abschluss in der hiesigen International School, aber holte danach noch das deutsche Abi in einem ausgezeichneten Privatgymnasium nach. Die jüngere besuchte ein Gymnasium, das die meisten Kinder aus unserer Wohngegend auch besuchten. Das Abi an der Privatschule war iÜ wesentlich anspruchsvoller als das staatliche.

    Unsere jüngere Tochter hatte aus ihrem ortsnahen Gymnasium manchmal Kurioses zu berichten. Weil dort auch Kinder aus wohlhabenden Familien zur Schule gingen, hatten manche Lehrer nichts Besseres zu tun, als indiskrete Fragen zu stellen, um herauszuhören, wer denn zu den Kindern aus solch einem Elternhaus gehörten. Ein Lehrer habe die Kinder ungefähr in der 10. Klasse gefragt, wer denn „reiche“ Eltern hätte, die sollten sich melden. Unsere Tochter fand die Frage dumm und wollte nachher von mir wissen, was man denn unter „reich“ verstehen würde. Ich erklärte ihr, dass der Begriff „reich“ dehnbar und relativ sei und je nach Betrachtung aus dem Blickwinkel der eigenen Situation völlig unterschiedlich ausfallen würde. Meine Tochter erzählte dann, dass ein Mädchen aus ihrer Klasse sich bei der Frage gemeldet hatte und vor der Klassen angab, wie viel ihr Vater im Monat verdiente; es handelte sich um eine fünfstellige Summe. Das fand meine Tochter peinlich und meinte, dass sie so etwas nie preisgeben würde. Ein anderes Mal wurde gefragt, welches Kind ein eigenes Bad habe. Die dritte Frage lautete irgendwann später, welche Eltern ein an der Elbchaussee gelegenes Edel-Restaurant besuchten bzw. ob die Kinder dort auch schon mitgenommen wurden.

    Solche Fragen fand unsere Tochter ausgesprochen albern und meinte nur, was das alles soll. Ich rätselte, welche Motivation hinter den Fragen steckte. In der Privatschule der älteren Tochter war so etwas nie ein Thema.

    Btw. Der Bruder von Betsy DeVos ist der Gründer des berühmt berüchtigten Blackwater aka XE Services aka Academi.

    • Wir hatten bis vor Kurzem einen mittelmässigen Lehrer als Wirtschaftsminister.

      Lehrer fragen sowas, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Eltern mit dem Anwalt einmarschieren könnten. Alles nicht mehr so einfach heute.

    • Heiliger Bimbam
      Na, ich fasse es ja nicht, sie schreiben die Probleme von Betsy SOLLEN sein, sicher scheint aber zu sein, daß sie die Berichterstattung der absolut totalen anti Trump Medien der USA verstärkt durch die linken Brillengläser der Deutschen Medien als Tatsachen ihrer Meinungbildung heranziehen.
      Des Weiteren ehrt es ihre Tochter wenn sie gemäß der häuslichen Regeln das wahrscheinlich recht gute Haushaltseinkommen nicht preisgibt….meistens ist bei solchen Erzählungen das Gegenteil anzunehmen….Aber nun, fünfstellig dürfte ja schon bei H 4 und drei Kindern völlig normal sein rechnet man Miete und KK da zu…
      Jetzt stutze ich aber über den letzten Satz….sie unterstützen also Sippenhaft?
      Darf ich an einen Schriftsteller Ferdinand von Schirach und einen Oberbürgermeister Rommel erinnern….
      Jeder lebe auf seiner Scheibe, aber hier so rumkrähen ist pure chuzpe, jeder blamiere sich so gut er kann.
      Und nebenbei, die vouchers sind für Privatschulen und nicht für Charter schools …..bo eeh.

    • @Tamarisque
      Sie sind ja gut informiert. Blackwater etc.

      Dann liegt das Interesse an Bildung jeglicher Art sozusagen in der Familie.

      Aber so aus der Ferne könnte ich mir gut vorstellen, dass im Augenblick das ganze Land dort ziemlich in Aufregung ist. Für mich als Laien sieht es allerdings so aus, als hätte Trump mit seinen Leuten das Land regelrecht gekapert.
      Hat der eigentlich auch schon mal irgendwas einigermaßen Vernünftiges in den letzten Tagen gemacht? Oder berichten unsere Medien (Sollen ja alles Linke sein.) komplett falsch?

    • @ Tamarisque
      Um das herauszufinden, wer eventuell Anwalts-fähige Eltern hatte, reichte es, als Lehrer die Kinder als Hausaufgabe so harmlos klingende Aufsätze schreiben zu lassen wie: „Mein schönstes Ferienerlebnis“

      Dann konnte der Lehrer sehen, ob sie sich Urlaub leisten konnten und wenn ja, wie teuer. Bodenmais logisch nicht so teuer wie Malediven.

      Ich war so frei, im Aufsatz völlig erfundene Länder und Erlebnisse herzufantasieren. Notwehr Hilfsausdruck.

    • Das muß
      ich in dem Zusammenhang noch loswerden. In der Grundschulklasse meiner jüngeren Schwester hat der Lehrer tatsächlich die Mitschüler dazu aufgefordert, sie sollten Schätzungen darüber abgeben wie wertvoll wohl unser Familienanwesen sei…. Der Neidfaktor in der Lehrerschaft ist offensichtlich weit verbreitet.Nicht nur in Hamburg, auch in der bayerischen Provinz.

    • Oh Gott, wer hat denn nur ein Anwesen?

    • Titel eingeben
      „Hat der eigentlich auch schon mal irgendwas einigermaßen Vernünftiges in den letzten Tagen gemacht?“
      .
      Hat Bush jr. oder hat Obama eigentlich auch schon mal irgendwas einigermaßen Vernünftiges gemacht?
      (außer: Kriege anzetteln, Lügen, zig tausende von Bomben auf Städte und Drohnen auf Familien werfen, Foltern, Versprechen nicht einhalten…)

    • @Klaus
      Mindestens Bush jr. gehört vor ein Gericht. Da kann es keine Zweifel geben.
      Und meine Zweifel in der auch deutschen Euphorie anlässlich der Ernnenung Obamas wurden natürlich komplett weggewischt. M.E. sind u.a. die Drohnenmorde Obamas nicht legitimierbar. Die dürften keiner juristischen Überprüfung standhalten.

    • Grins
      Die anderen waren im Dorf unbekannt;)

    • Republican Senators
      Die beiden Senatorinnen haben aus dem lapidaren Grund gegen DeVos gestimmt weil sie in ihren Wahlkaempfen in betraechtlichem Umfang finanziell und organisatorisch von den Lehrergewerkschaften unterstuetzt wurden. Ihre Partei hat das akzeptiert, weil die zwei Stimmen nicht fuer die Bestaetigung von DeVos noetig waren. Lediglich pragmatisch und nichts besonderes.

    • @ der andere Gast
      noch ein Freund vom Brenner. Fein.

    • Kokolores
      „Aber nun, fünfstellig dürfte ja schon bei H 4 und drei Kindern völlig normal sein rechnet man Miete und KK da zu…“

      Hartz-IV. Im Monat? Über mindestens 10.000 Euro?

      Im Übrigen ist Ihr Post absolut niveaulos, und weil ich mich auf Ihrem unterirdischen Nveau nicht noch einmal beleidigen lassen möchte, werde ich Ihre Posts ignorieren.

  45. Es geht nicht um die Kinder, es geht ums Geld
    Jeder Schüler kostet Geld. DeVos möchte dieses öffentliche Geld den Eltern zur Verfügung stellen, so daß die, so sie wollen, ihre Kinder wie die Reichen auf eine Privatschule schicken können. So soll ein Exzellenz-Wettbewerb zwischen den Schulen gefördert werden, der momentan nicht existiert, da den öffentlichen Schulen alles Geld zugeschustert wird, auch wenn sie miserabelste Ergebnisse zeitigen. Die NEA, die mächtige Lehrergewerkschaft, steht in Treue fest zu den Demokraten, und verhindert auf Teufel komm raus, daß ihre Pfründe angegriffen werden. Professor Thomas Sowell, selber schwarz, schreibt, daß es heute in armen Neighborhoods Charter Schools gibt, die teilweise in denselben Gebäuden wie die öffentlichen untergebracht sind, aber nicht deren Disziplinprobleme, usw. haben. Privatisierung schützt zudem vor linker Indoktrinierung. Bin dafür. Auch hier.

    • Ja, ich denke, sowas in der Art wird es auch bei uns geben, weil der Staat sich hier gern aus der Verantwortung stiehlt. Ob es gut ist, ist eine andere Frage.

    • Ich habe mich so in etwa 6 Jahre fast beruflich mit Bildungspolitik beschäftigt.
      Und kann nur widerholen, was seit Jahren meine feste Überzeugung ist: Die deutsche Bildungspolitik dient in erster Linie dazu, der gehobenen Mittelschicht eventuelle unangenehme Mitbewerber aus niederen Schichten vom Halse zu halten.

      Eine andere vernünftige Erklärung für die fortgesetzte und hartnäckige Unterfinanzierung der letzten 35 Jahre ist sehr schwer vorstellbar. Von dem ganzen Unsinn der Schulreformen mal ganz zu schweigen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • ... eventuelle unangenehme Mitbewerber aus niederen Schichten vom Halse zu halten
      … gelingt am zuverlässigsten, indem man „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ in die große, weite Welt hinausschreit,
      – Freiheit: „die erkannte Notwendigkeit“ (wir erkennen die für euch, keine Sorge);
      – Gleichheit: „Man kann alles lernen“, angeblich jederzeit, wenn auch mitunter „langsam“;
      – Brüderlichkeit: „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“.

      Dieser im Revolutionsjahr 1848 im Volksmund oft gebrauchte Spottvers ist angelehnt an das in der Französischen Revolution entstandene, den Jakobinern zugeschriebene Wort »La fraternité ou la mort!«, zu Deutsch »Brüderlichkeit oder Tod!«

      Fürst Bernhard von Bülow (1849-1929), Reichskanzler unter Wilhelm II., hat den Vers 1903 in einer Rede während einer Auseinandersetzung im Reichstag verwendet und ihm dadurch zu neuer Popularität verholfen.

      Er wurde in der Folgezeit immer wieder zur Kennzeichnung von Situationen zitiert, in denen nicht Argumentation und Überzeugungskraft, sondern Indoktrination und Gewalt eingesetzt wurden, um jemanden auf die eigene Seite zu ziehen. Zitiert aus: universal_lexikon.deacademic.com

      So zwischenmenschlich gesehen findet eigentlich keine Fortentwicklung statt.

    • Titel eingeben
      Thor Ha! Ich bin entsetzt!! Sowas aus ihrer Feder!!!

      Haben sie überlesen, was „Gast“ am Schluss geschroben hat?
      Hauptaufgabe jeder Bildung hat zu sein, die unwissenden Kleinen von jeglichem linken Gedankengut fern zu halten.

      Damit ganz trumpisch möglich wird: “Make Germany great again!”

      Externet hats ja schön zusammengefasst.
      Reiche und Privilagierte sind nur wegen eigener Leistung reich und privilegiert… und so soll es auch bleiben.

    • Oh, ich kriege tatsächlich die erwähnten Positionen zusammen,
      ich sehe da nicht unbedingt einen Widerspruch?

      Die meisten reichen Familien wurden irgendwann mal AUCH aufgrund eigener Leistung reich. Ob man es befürwortet, dass das qua Erbe über viele Generationen weitergegeben wird, ist eine andere Frage. Bei der ich schon häufiger in der Vergangenheit überrascht zur Kenntnis genommen haben, dass auch für viele Sozialdemokraten Blut dicker als Wasser ist :-).

      Reich wird man jedenfalls so sicher wie das Amen in der Kirche NICHT dadurch, dass man täglich folgenlos Artikel zur Solidarität der anderen in das Smartphone hackt, den eigenen Arsch nur noch zum Weinholen vom Sofa kriegt und jede Eigenbemühung um Konsumverzicht zum Eigentumserwerb zur Menschenrechtsverletzung oder zur Dummheit erklärt.

      Nur hat das mit meiner Bemerkung über die deutsche gehobene Mittelschicht wenig zu tun – da geht´s eher um berufliche Konkurrenz für bequeme und gutbezahlte Jobs.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  46. Zum Lernen verurteilt – lebenslänglich
    Lieber Don Alphonso,

    wenn man Ihren bisherigen Publikationen glauben will, so haben Sie selbst keine Kinder, nur Küchenmaschinen und Fahrräder, und so blieb es Ihnen bisher erspart sich mit Schule, Schulsystemen, Lehrern mit permanentem Burn-Out-Syndrom und Beihilfeberechtigung, oder den Eltern anderer Mitschüler zu beschäftigen und so sind Ihre Erinnerungen an Ihre eigene Schulzeit wieder einmal sehr unterhaltsam.

    Da ich persönlich die Zeugung, die Schwangerschaft und die Aufzucht von Kindern als reine Privatsache sehe, bin ich auch der Meinung, daß es eigentlich nur Privatschulen geben sollte und Paare, die meinen ihr Glück mit Kindern erreichen zu können, in die Kalkulation der Aufzucht ebenso die Frage einbeziehen sollten, ob sie neben den Windeln auch die Kosten für Schul-Studien oder Ausbildung ihrer Kinder aufbringen können. (Für den Fürsorgestaat ist das Geschäft ohnedies nicht von Interesse. Hier sei nur an die Überschrift der FAZ vom 26.03.2007 erinnert: „Staat bleibt auf Ausbildungskosten für Akademiker sitzen“.) Daran wird sich nichts geändert haben und so zahlen „Akademiker die Kosten ihrer Hochschulausbildung nicht vollständig über ihre Steuern zurück. Mediziner schon mal gar nicht, sagt eine Studie.“

    Ich kann ja gut damit leben, daß ich den Eltern meines Zahnarztes mit meinen Steuern helfen durfte, dessen Studium zu finanzieren und ihm heute als Privatpatient meine Rechnungen bezahle. Staatliche Ausbildungssysteme sind wie Steuern und werden ja nach Beliebigkeit angepaßt – Steuern nach oben, Bildung nach unten.

    Es ist überflüssig hier an das Notabitur (ab August 1914, bzw. September 1939) zu erinnern.

    Als neueres Datum für einen zu erwartenden Notschulabschluß wird der 08.10.2015 in die Geschichte eingehen mit der Schlagzeile: „Merkel bei Will – Stolz auf offene Grenzen“. Seitdem spricht man doch häufiger über die neue „leichte Sprache“, wie auch die FAZ am 20.7.2016 mit der Überschrift: „Schöne neue Sprachwelt“:

    „Wer Vorbehalte ( gegen die neue leichte Sprache ) anmelde, hänge wohl einem reaktionären Bildungsideal an, vertrete kulturpessimistische Positionen und wolle Menschen, die Schwierigkeiten mit einer komplexen Sprache hätten, diskriminieren.“

    ist dort zu lesen.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß in der gegenwärtigen Zeit die Zahl derer zunimmt, die lehren oder wenigstens belehren wollen, sogar in Zeitungen und Blogs.

    An dieser Stelle will ich Ihnen endlich wieder einmal ein ganz großes Kompliment machen als einen die Zeit überblickenden Pädagogen.

    Am 31.10.2015 schrieben Sie:
    „Und da schäumt es dann über. Das ist wie eine unter Druck stehende Schaumweinflasche, hinten gärt das Staatsversagen und vorne ist ein Medienkorken, der nichts heraus lässt und an dem man mit einem Kommentar auch nicht vorbei kommt. Es ist durchaus rational nachvollziehbar, warum man in den Medien die Augen lieber auf die Hoffnung denn auf die Gefahren richtet, selbst wenn das als „Lügenpresse“ gebrandmarkt wird. Da entsteht dann dieses „Wir sagen Dir, wie Du die Sache zu sehen hast“-Gefühl bei Lesern.“

    und weiter

    „Aber in diesem Blog bestimmt nicht der gute Demokrat, sondern der Chef des Communitymanagements, und der bin ich. Deshalb sind die Kommentare hier offen und werden, wenn sie sich an den allgemein gültige Anstand halten, auch freigeschaltet.“

    Was das staatliche Schulsystem dem lernwilligen Schüler vorgibt, so versuchen heute Verlage und Blogbetreiber auch als Pädagogen tätig zu werden, die ihre Leser zu einer erwünschten Gefälligkeit anhalten wollen, wie sie Kommentare zu schreiben haben, so daß am Ende von der persönlichen Meinung des Kommentarschreibers nichts mehr übrig bleibt.

    Zum Lernen verurteilt – lebenslänglich – wenn Sie Ihre Meinung veröffentlich sehen wollen.

    Die Freizügigkeit, die Ihrem Blog bei der FAZ gewährt wird, scheint noch ein großes Geheimnis zu sein.

    Die NZZ geht hier neue Wege und stellte am 08.02. die Frage: „Worüber möchten Sie auf NZZ.ch debattieren?“, wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, daß Debattenbeiträge (Debatten = Streitgespräch) abgelehnt werden, wenn diese länger als 1500 Zeichen sind.

    Gute Güte an dieser Stelle beantrage ich in Ihrem Blog Asyl mit meinen hier bereits 4173 niedergeschriebenen Zeichen.

    Zaghaft begehren im medialem NZZ Kommentarschulsystem einzelne auf und so schrieb A.J an die community Redaktion:

    „Die auferlegte Maximalbeschränkung der Artikel lässt es nicht zu, nur ansatzweise über das zu Debattieren, was den Lesern unter dem Nagel brennt. Massenhafte, unkontrollierte Zuwanderung, die damit verbundenen Probleme und Kriminalität. Die in beängstigender Weise zunehmende Islamisierung Europas, islamistischer Terrorismus. Das nicht Informieren über gehäufte Gerichtsprozesse in Frankreich, die von Islamisten angestrengt werden, um Islamkritiker mundtot zu machen.“

    worauf die Community-Redaktion der NZZ antwortete:

    „Wir versuchen nichts zu verhindern, Frau J.. Wir wollen Konturen schärfen. Und so ist es nun einmal mit einem Diamanten: Wer ihn zum Scheinen bringen will, muss ihn polieren.“

    Das ist Pädagogik!

    Und in aller Pauschalität: Warum haben wir das alles?

    Weil jemand in seiner Moral insanity „Stolz auf offene Grenzen“ ist, weil die Amerikaner nach deutscher Ansicht nicht wählen können, weil Privatschulen im Kommen sind ?

    Es klingt ein wenig wie im Krieg und unweigerlich kommt mir der Gedanke von Karl Kraus in den Sinn:

    „Wer in diesem Kriege nicht reich wird, verdient nicht, ihn zu erleben.“

    Ach, ich muß noch mit meinem Bankberater telefonieren und heute meine Aktien von Touax SCA verkaufen. Was werden die Wohncontainer schraubenden Leute in Supikovice jetzt tun, wo doch jetzt soviele ins „Ausreisecenter“ dürfen?

    Wie gesagt: Zum Lernen verurteilt – lebenslänglich.

    Bei Ihnen darf man sich ja schon jetzt als Brilliant fühlen.

    Seien Sie he

    • Tradition. Honor. Discipline. Excellence.
      Geehrtes Object,

      Wer sollte die jungen Menschen erziehen, wenn nicht unsere staatlichen Schulen? Erziehen im Sinne unserer Normen. Einheitlich, nach Lehrplan.

      Privatschulen sind da eher ungeeignet. Sie mögen für Vermittlung von Bildung zweckdienlich, aber diese halt nur für eine globale Welt, die gerade aber etwas implodiert.

      Und über die Funktion bei Integration und Inklusion will ich gar nicht anfangen…Ohne staatliche Schulen wären wir schon lange in Babylon.

    • Aufzucht
      Aufzucht durch Eltern?

      In welchen gedanklichen Regionen leben Sie denn?

  47. Betsy Ross hat aus ihrer Unterwäsche die ersten Stripes der US-Fahne gemacht...
    wenn Betsy DeVos was ähnlich nachhaltiges zustande bringt, gut. …Holm…unfassbar…wir sind hier oben rechts ne echte Lachnummer für den Rest der Republik, in etwa so:
    Richter: Angeklagter, können se mir sagen wie das Messer in den Toten kam?
    Angeklagter: Er is reinjefallen!
    Richter: Sechzehnmal???
    Wg. schwieriger Kindheit, Zuwanderermilieu usw. …max. Bewährung!

  48. Titel eingeben
    Don Alphonso,

    ihr Beitrag zum Themenkomplex „De Vos, Charter Schools etc.“ übersieht meiner Ansicht nach den Kern der Sache, wenn Sie auch wiederholt auf den Klassenkampf eingehen:

    Die gesamten Probleme bezüglich der Bildung sind letztlich immer Indikatoren für Machtgefälle und Machtkampf. Menschen unterscheiden sich bezüglich ihrer kognitiven Fähigkeiten nicht (der ganze Hochbegabungs-Kram ist Betrug, diese Tests messen bestenfalls eine Level an Förderung in einem bestimmten Fachbereich und sonst nichts – hierfür wurden Sie auch Anfang des 20. Jh. bei diversen Streitkräften eingeführt. Man wollte sehen, wer welchen Grad an Ausbildung brauchte und nicht wer das „Genie“ war!), es kommt aber ganz enorm darauf an, was man ihnen von Kindesbeinen an zeigt und beibringt und wie an Sie an Themen aller Art heran führt. Ab der Einschulung hängt es davon ab, wie viel Wert auf hohen Fleiß bei der Erledigung von Schularbeiten sowie auf die sonstige persönliche Entwicklung gelegt wird und wie viel diverse Ablenkung aller Art abgewendet wird bzw. wie effektiv der Fokus auf sinnvolle Zeitverwendung gelegt wird (also Bücher und andere Wissensmedien statt TV und Videospielen etc.).

    Dazu muss natürlich ein höchst möglicher Standard in den Schulen überall kommen (das Deutsche Gefälle stellt meiner Meinung nach auch eine Macht-Hackordnung dar, sonst wären die anderen Länder längst mit Bayern gleich gezogen!) sowie die unablässige Botschaft der Lehrer an die SchülerInnen, dass es nicht um „dumm oder schlau“ geht sondern darum, wie intensiv man sicher der Schule widmet und wie effektiv Lücken aufgeholt sowie negative externe Faktoren (schlechte Lernbedingungen daheim usw.) kompensiert werden (ein wichtiges Argument für die flächendeckende Ganztagsschule!).

    Übrigens: Da man sich in der Kommentarsektion zu diesem Beitrag von ihnen wiederholt zu Andrej Holm ausgelassen hat, möchte Ich hinzufügen, dass man einmal die Verbindungen der ehemaligen Stasistrukturen, mit denen Holm verknüpft war, und DDR Eliten mit familiärer Bindung zu Bayerischem Adel aller Ebenen zu überprüfen. Ein hoher Anteil der „Preissn“ waren und sind ja „exportierte“ Bayern bzw. deren Nachkömmlinge. Die ehemalige DDR Elite macht da keine Ausnahme.

    Beste Grüße,

    TUH

    • Nun, Bildung ist nun mal Ländersache und eigentlich kann man froh sein, denn demokratisch würde man Bayern eher versenken, als die Nordwracks zu heben. Ausserdem ist der Zug längst abgefahren, die Unterschiede sind einfach zu gross.

    • "Menschen unterscheiden sich bezüglich ihrer kognitiven Fähigkeiten nicht" -
      – oh! Es ist das gleiche wie damit, dass alle Menschen bekanntermaßen gleich groß sind.
      – – – uff – uff – –

      Und was ist in Bezug auf die Macht-Hackordnung damit, dass Sachsen in D-Land bei den Schulleistungstests weit überdurchschnittlich abschneidet?

      uff – uff

      Ihre Denke hinkt ickjloob‘

    • @TUH: Sind Sie auch einer von den "Menschen sind ganz gleich" - Geschädigten?
      Zuerst einmal möchte ich Ihnen Recht geben in dem, was Kinder, ja Babys schon vor der Sprache alles lernen, wenn man es ihnen nur ermöglicht. Herz und Hirn sind beide wichtig. Wo die Sprache noch nicht entwickelt ist, ist Herz, körperliche Zugänglichkeit und Nähe zu einer festen Bezugsperson entscheidend. Sicher ist es ganz allgemein für Menschen wunderbar bereichernd, Zärtlichkeit zu erfahren, als Basis für Frischlinge auf der Welt ist es sogar überlebenswichtig. Und später in der Kognitionslernzeit ist es sicher prima, wenn Strukturhilfen angeboten und vorgelebt werden. Das Hirn entwickelt sich nur, wenn Stress durch Liebe und Vertrauen heruntergefahren wird.

      Das gilt im Grundsatz ein Leben lang weiter. Und demzufolge hat man schon beim Start in die Schule bei dem einen oder anderen Menschlein leider viel versaut, was diesem Kind sein Leben lang zum Nachteil gereicht.

      Harald Eia, Norwegischer Rundfunk, hat in einer aufwenigen, tragisch-schönen, faszinierenden und lustigen Interviewreise durch die Welt herausgearbeitet, wie es nun aussieht mit dem Menschen ab Geburt, was da Genetik tut und was das Soziale und was die Ideologie der Gleichheit mit den Hirnen von Gutgläubigstmodernen so alles angerichtet hat. Die Promotoren von „alle sind doch gleich und Du musst denen nur das Beste anbieten, dann wird es schon“, die entlarven sich meistens selbst. Sie würden wollen, das das so ist, aber sie können nichts beweisen. Im Gegenteil, die Beweise sind erdrückend: Die Menschen sind und bleiben VERSCHIEDEN. (Aufgrund seiner Arbeit wurde ein ideologisches Ministerium ersatzlos abgeschafft, ganz ohne Trump übrigens.)

      Wenn wir das endlich anerkennen, dann hören wir auf, die Schüler alle aufs Gymnasium zu quälen und wir bekommen wieder mehr Achtung vor dem Handwerker, dem Bauarbeiter und den lustigen einfachen Gesellen. Und dann ist es einfach so, dass es Leute gibt, die Bücher lesen und alles im Kopf haben, beim ersten Mal lesen und für immer. Und die werden dann nicht unterdrückt. Und es ist so, dass man bestimmte Grundfertigkeiten auch echt mit konzentrierter, unabgelenkter Anstrengung übt, wenn man es nicht schnell während des „Chillens“ nebenbei oberflächlich drauf schafft.

      Die Verschiedenheit ist nützlich für eine Gesellschaft. Die Schulnormung sollte sich auf Grundfertigkeiten stützen, konsequent diese Fähigkeiten auch fordern. Und es müssen nicht alle „Abitur“ haben oder studieren, um „Mensch“ zu sein. Ich finde diese Verabsolutierung unmenschlich, entwürdigend und sie ist sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft dumm und zerstörerisch. Die Gleichmacherei, ich habe sie so satt.

      Also Sie dürfen jetzt alles ganz anders gemeint haben. Aber ich habe meinem Zorn Luft gemacht und bin wieder ganz friedlich.

      BLUM

    • Das hätte ich gerne belegt
      Ich muss zugeben, dass ich mit „kognitiven Fähigkeiten“, auch wenn ich es gerade nachgeschlagen habe, nicht so viel anfangen kann. Dass es aber Hochbegabungen und Minderbegabungen gibt, da bin ich mir durch viele praktische Beispiele sehr sicher.
      Sollten Sie, liebe(r) TUHnichtgut :-) (Verzeihung, musste sein), dafür ein paar Untersuchungen präsentieren können, wäre ich Ihnen verbunden.

    • Work hard - play hard.
      99% ist Fleiß.
      In der Schule.
      Bei der Karriere.
      Im Leben.

      Intelligenz und Bildung ist ein überschätzter Luxus. Mit dem man vielleicht einen Blog schreiben kann. :-)

    • "Menschen unterscheiden sich bezüglich ihrer kognitiven Fähigkeiten nicht"
      Ach was?

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  49. Fake News
    Ire Vielippicka wiederlegt sich im fierten Foto gleich selbst: In forbildlicherweise presentirt sich der in Grupenarbeit gefürte Untericht eines reformirten roten Schulsüstems. dem ich auch meine höere Bildung ferdancke. Frontaluntericht war gestern.

    • Danke, Herr Bundesjustizminister
      Maas .

    • danke
      Genial

    • Frontalunterricht ist heute
      Gneau, wie lngae hbae ich deiess shcöne Wort nhcit mher gheröt. Phppilikia! Geht ganz einfach bei Forntlatutnrerrchit. Aber nicht bei der grundlegenden Verwechslung von Bildung und Ausbildung. Halt Anfang und Ende der Wröetr nur. Oder wir calduiarothen halt ein bsslie.
      Gruss aus Westafrika

    • 2 Möglichkeiten
      Falls das 4. Bild aus BY stammt, ist es eine Pausenszene, im Norden der Republik wäre es der Leistungskurs Mathematik in voller Fahrt.
      Gruß K

    • Es ist vor Schulbeginn.

    • Forensik
      Ich würde darauf tippen, dass es sich bei den Bildern um das Katharinengymnasium in Ingolstadt handelt (früher: „Mädchenlyzeum des Klosters Gnadenthal“, dann „Höhere Töchterschule des Klosters Gnadenthal. Bild I ist der Altbau, die anderen Bilder sind der naturwissenschaftliche Trakt und das „Life Science Center“, das es seit 2011 gibt). Die höheren Töchter-Schulen (heute: Realschulen) wurden übrigens von den Nazis gegründet, um Frauen den Umstieg aufs Gymnasium und den Eintritt ins Studium zu ermöglichen. Während der Weimarer Republik waren nur die 4-jährige Grundschule und die weiteren 4 Jahre der Hauptschule kostenfrei, Gymnasium war kostenpflichtig, genauso wie die Universität. Das bevorteilte die Söhne in den Familien mit mehreren Kindern, für die man sich diese Ausgabe vom Munde absparte. Unter den Nazis wurden die Universitäten und Gymnasien kostenfrei und die „höheren Töchterschulen“ wurden gegründet, um Mädchen den Quereinstieg aufs Gymnasium zu ermöglichen. Meine Mutter war auf so einer höheren Töchterschule (sie hatte 2 Brüder, die im Gymnasium waren, der Vater war Müller, ich weiss von was ich rede). Auf irgendeinem Geschichtsblog habe ich mal einen Scan von ihren Zeugnissen veröffentlicht. Wenn es interessiert, stelle ich den Link hier rein. Soviel aber zu der immer wieder gern gehörten Behauptung, die Nazis wollten aus den Frauen Gebärmaschinen für den Soldatennachschub machen. Wer sowas glaubt, sollte sich mal über das grösste Flieger-As aller Zeiten, die zufällig eine Fliegerin (Hanna Reitsch) war, belesen.

      http://www.katharinengymnasium.de/das-katherl/schulgeschichte.html
      http://myth.greyfalcon.us/reitsch2.htm

    • Das Gnadenthal ist gegenüber, das Katherl ist die Strasse runter. Die guten Hausfrauen und heissen Geräte kamen meistens aus dem Gnadenthal.

    • Max,
      könnte die Überlegung auch die gewesen sein, wenn wir die Volksschüler zu Infanteristen machen, die Mittelschüler zu Unteroffizieren und die Abiturienten zu Leutnants, brauchen wir dann nicht auch ind der Heimat Fachkräfte für höhere Aufgaben? Da nehmen wir dann Frauen, die Männer braucht die Wehrmacht.
      .
      Meine Mutter wurde so 1938 zur Technischen Zeichnerin umgeschult/ausgebildet, nicht weil die Nazis so nett zu Frauen und spendabel überhaupt waren, sonden weil man für den Technischen Zeichner, den sie ersetzen sollte, eine andere Verwendung vorgesehen hatte.
      .
      Es soll bei der HJ lustig gewesen sein, und mit etwas Glück konnte man da das Morsen, Autofahren und Segelfliegen lernen, habe ich gehört. Klar, weil der Baldur wusste, dass sein Führer bald Funker, Flieger und Panzerfahrer brauchen würde.

    • @auch Einer
      Ich weiss nicht, ob Ihr Pseudonym bedeutet: „Auch ein Lehrer“. Was ich Ihnen dann sagen wollte, wäre, dass ich 50 Jahre lang durch die ganze Welt gereist bin, von Tokyo bis Sibirien, von Florida bis nach Australien und mir widerspruchslos „Nazi“ und „My grandfather was in the camps“ habe hinterherschreien lassen, weil das anerzogene Schuldgefühl tatsächlich wirksam ist. Solange, bis ich in Frankreich gewohnt und gearbeitet habe, wo am 11.11. ein stiller Nationalfeiertag ist, an dem das Ende der Ersten Weltkrieges am 11.11. 1918 gefeiert wird. Auch das hatte ich in der Schule anders gelernt (Juni 1919). Ich habe mich dann einfach mit Hilfe aller Primärquellen und Originaldokumente, die ich erreichen konnte, über Deutsche Geschichte nachgebildet und ich kann nicht sagen, wie ich meine damaligen Lehrer dafür verachte, nach Strich und Faden belogen worden zu sein und ich bin mir sicher, die tun es heute noch. Von Politikern oder der Presse belogen zu werden, davon ist man schon immer ausgegangen, obwohl sich keine Mensch eine Vorstellung über die Dimension dieser Lügen macht, aber Lehrer waren für mich Vertrauenspersonen und denen nehme ich es übel. Zu meiner Schulzeit sind noch viele Kriegskrüppel herumgelaufen, denen wir als Kinder auf der Strasse „Nazisau“ hinterhergeschrien haben. Damit haben wir denen den letzten Rest ihres erbärmlichen Lebens auch noch zur Hölle gemacht. Weil wir den falschen Leuten vertraut haben, ganz vorne dran unseren Lehrern. Wenigstens verstehe ich jetzt, warum meine Eltern (Jahrgang 1919 und 1920) keinen einzigen Krümel Lebensmittel weggeworfen haben und wenn sie im Wald die Tiere damit füttern gegangen sind. Wenn wir sie gefragt haben, warum sie das tun, haben sie geantwortet: „Weil sonst die vielen Kinder sterben“. Wir haben sie dafür ausgelacht und gesagt, sie sollten die Brote halt nach Afrika schicken. Heute is mir klar, welche Bilder sie da gesehen haben. Die der völkerrechtswidrigen britischen Hungerblockade, unter deren Drohung der Fortführung das Versailler Papier unterschrieben wurde, in aller Eile eine „Weimarer Verfassung“ zusammengeschustert wurde, fast eine Kopie der Verfassung von 1871, nur dass der „Kaiser“ durch einen Präsidenten ersetzt worden war, was einen Adolf Hitler später zu einem Diktator machte. Unter dieser Hungerblockade, die man heute als „Genozid´“ bezeichnen würde, betrug die Kindersterblichkeit durch mangelernährungsbedingte Krankheiten im Deutschen Reich noch bis 1921 600% der Vorkriegsgesamtsterblichkeit. Das waren die „Kinder“, von denen meine Eltern gesprochen hatten, aber weil sie selber zu dieser Zeit noch zu klein waren, wussten sie es nicht, konnten sie diese Horrorbilder tief aus dem Unterbewußtsein selbst nicht einordnen. Dass man sie später mitsamt allen Deutschen als Geiseln genommen hat, für die horrenden Zahlungen des Versailler Papiers, dessen Forderungen 60% allen Goldes, das je geschöpft wurde, entsprachen, indem sie nichteinmal passive Luftschutzbunker bauen durften, obwohl jeder wusste, dass das Reichsgebiet durch 7 verschiedene der neuen Massenvernichtungswaffe „Bomberflotte“ erreicht werden konnte, macht die Sache nicht besser. Das alles hätte man mir in der Schule ruhig erzählen können. Es hätte mir viel Kummer und Streit mit meinen Eltern erspart. Zu Ihrer Bemerkung, was, wie, wann und warum irgendetwas gewesen sein könnte: in Ihrem System mit Sicherheit, in meinem eher nicht.

    • Marx,
      zunächst meien Entschuldigung für das Mißverständnis beim Namen. Das Blog eines bairischen Hausherrn ziert der Name von Herrschern und Mitgliedern des angestammten Herrscherhauses mehr als der eines rheinschen Vielschreibers oder einer Abwandlung des Vornamens Markus.
      .
      Mien Pseudonym führe ich auf ein Werk von Freidrich Theodor Vischer zurück. Ein lesenswerter Autor, auch sein Faust. Der Tragödie dritter Teil oder das Drame Nicht I a, das zu unserem Thema einschlägig ist, wer eben nicht die beste Note im Examen erringt, erhält auch nicht die Hand der Tochter, alte Tübinger Stiftstradition. All das kostenfrei beim Projekt Gutenberg zu lesen.
      .
      Was mein Verhältnis zur Beschulung angeht, für mich war nach dreizehn Jahren Schluss. Ich hatte Schulkameraden, denen war das nicht genug, heute sind sie Lehrer. Ich bin es nicht und habe es so gewollt.
      .
      Aus Ihren weiteren Ausführungen konnte ich keine Lehren ziehen, es fehlt schon am Verständnis. Vielleicht wären Absätze hilfreich gewesen. Vielleicht lag es auch daran, dass zu meiner Zeit der Geschichtsunterricht 1933 endete, obwohl oder eben weil es noch zu viele Zeitzeugen gab.
      .
      Ich machte übrigens, es wird im Sommer 1971 gewesen sein, in der Auberge de Jeunesse in Nantes (besuchenswertes Heimatmuseum dort, u. a. eine eingängige und unbeschönigte Darstellung des Dreieckhandels, der Nantes reich machte) eine andere Erfahrung: Ein Araber, nehme ich an, gratulierte mir dazu, Deutscher zu sein, Adolf Hitler sei auf die einzig richtige Weise mit den Juden verfahren. Was mich, damals sechzehn und aus einer Kleinstadt des oberen Schwabens kommend – mit einem gefürchteten Gymnasium, Gymnasien waren damals gefürchtet, jeder einzelne saß im allerstrengsten des ganzen Landes – sehr verwirrte.
      .
      Kurz und gut, ich habe manches gelernt, vieles wieder vergessen, davon etliches nicht in der Schule. An den Lehrern hat es nicht gelegen, ich hätte sehr viel mehr lernen können, wenn ich das gewollt hätte. Meine solide Halbbildung verdanke ich im Wesentlichen einer Universitätsbibliothek und einer städtischen Bücherei.

    • Auch einer
      Lieber Herr Auch einer,

      sie haben Reinhard, den Erzbischof von München und Freising vergessen. Das ist auch einer von uns Marx‘ (ganz genauso wie die Marx Brothers).

    • wie konnte ich nur
      die Marx Brothers vergessen.
      Schande über mich.

  50. Don Alphonso, Achgut und Breitbart
    Das ist alles hochinteressant. Wir werden aus den Medien zwar nicht direkt angelogen aber Wesentliches wird so weggelassen damit das Gesamtbild „passt“.

    Erst vor zwei Tagen, am 08. Februar, war in Achgut zu lesen wie bereits 2006 ein Grenzzaun zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an der mexikanischen Grenze in einer Länge von 700 Meilen vom US-Kongress mit Zustimmung u.a. von den (damaligen) Senatoren Hillary Clinton, Barack Obama und Joe Biden beschlossen worden ist aber wegen fehlender Finanzierung nicht zur Ausführung kam.

    In unseren Hauptmedien wird uns serviert, als es gäbe nur „Trump’s Mauer“, ohne Vorgeschichte.

    100 Prozent dazu passend dieser Beitrag über Frau Betsy DeVos und „ihre“ Privatschulen, dank Don Alphonso mit Obama-Vorgeschichte.

    Interessant auch dass die Autorin des Mauer-Berichts, Lizzy Stender, die tatsächlichen Hintergründe bei Breitbart fand, weswegen der Artikel bei Achgut auch den Titel „Lies nicht bei den Schmuddelkindern?“ trägt.

    Danke Lizzy Stender, Danke Don Alphonso.

  51. @ Don Alphonso sagte am 10. Februar 2017 um 16:36 Uhr
    „Ich halte die AfD bekanntlich für schlecht, aber auch für legitim. Dass es sie gibt, hat sich die Union selbst zuzuschreiben.“
    .
    Super Don, jetzt haben Sie mir mit „die Union“ den Einstieg zu OT geöffnet denn zum eigentlichen Thema hat mich eine Schreibblockade derwischt.
    .
    Der große Versöhnungsgipfel, BR, Sendung „quer“ mit Christoph Süß (the best), 9.Feb. 2017 (Hauptdarsteller Horst + ulF)

    Wir ziehen gemeinsam in den Wahlkampf,
    gemeinsam, gemeinsam, gemeinsam…..
    Süß: Na da hält man Wähler für ein kleines blödes Rhesusäffchen…..
    Eineinhalb Jahre nichts als Drohungen wenn die Osthexe nicht Obergrenze sagt dann holen wir Holz für den Scheiterhaufen und jetzt glaubt man wenn man nur penetrant genug aus allen Öffnungen Gemeinsamkeit ruft dann glaubt man das schon. Oder wollte man sich nur selbst überzeugen, im Sinne einer magischen Beschwörung. Man sagt einfach das was man sich wünscht, Herr Seehofer?
    .
    Seehofer: Die Stimmung war äh entsprechend, äh, äh, äh, gut.
    Süß: Die Kanzlerin wirkte eher bisserl, mei. Gemeinsamkeit, das setzt sich ja zusammen aus gemein-und einsam. Passt, denn zuerst war die CSU gemein zu der Kanzlerin und dann war sie einsam. Doch anscheinend kann es Bayern doch nicht allein.
    Durch den Umfrageerfolg von Martin Schulz auf der einen Seite und den Erfolg der AfD auf der anderen, führt man jetzt einen Zweifrontenwahlkampf. Da gilt es schnell neue Überzeugungen auszuüben, der Herr Scheuer kann das so geschmeidig. Es geht ihm sofort bis in die Fingerspitzen, sozusagen.
    .
    Sven Lorig, Moma: Der CSU-Generalsekretär ist uns jetzt aus München zugeschaltet, sogar mit Merkelraute, wie ich sehe…was wollen Sie uns denn jetzt mit der Raute sagen… Süß: uuups, das ist ihm jetzt doch ein wenig peinlich. Schön daß Herr Scheuer zu seinen Gefühlen noch fähig ist, zumindest kurz, aber es hilft ja nicht. Denn sein Chef hat für den Wahlkampf zwei neue Devisen ausgerufen. Erstens:
    Seehofer: „der Sieg ist dort, wo Eintracht herrscht.“
    Süß: ja bis dato galt ja bei der CSU der Sieg ist dort wo eine Tracht herrscht, jetzt Eintracht. Seehofer: „Die zweite Säule ist die Eintracht mit der Bevölkerung.“
    Süß: Hier macht sich der Landesvater mal wieder zum Anwalt des Bürgerwillens, den er natürlich besser kennt als die Elitekanzlerin. Denn sie wollen Obergrenze. Und wenn sie keine Obergrenze wollen dann sind´s eben keine Bürger. So macht man Vielfalt zu Einfalt.
    .
    Aber sehen Sie selbst: http://www.ardmediathek.de/tv/quer-mit-Christoph-S%C3%BC%C3%9F/Gemeinsam-gegen-Martin-Schulz/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14912730&documentId=40584508
    .
    Extra noch für @ Frau Simon: http://www.rbb-online.de/kultur/berlinale/beitraege/2017/berlinale-eroeffnung-berlin.html
    (DdH)

    • Es werden noch spannende Monate bis zur Wahl. Mal schauen, ob Seehofer still halten kann, während hier in Bayern monatlich 15000 Afrikaner ankommen.

    • Der letzte, der an Seehofer zu glauben scheint ...!
      Zuerst hat er von 200000 gedonnert. Dann meinte er kurz vor Jahresschluss, es seien in 2016 ja nun weniger als 200000 gewesen, und damit sei [in jedem Moment] alles in Ordnung gewesen.
      Und schlappe vier Tage später kamen die offiziellen Zahlen, etwa 330000. Ohne dass Seehofer irgend etwas dazu gesagt hätte.

      Und nun scheinen Sie zu glauben, dass seine Aussage, ‚man werde die Obergrenze erst nach der Wahl im Herbst wieder zum Diskussionspunkt erheben‘ mehr als ein Fünkchen Wahrheit enthält?

      Natürlich weiss Seehofer von den Ankommenden. Vor einigen Tagen im ZIB gesehen, dass derzeit pro Monat fast 3000 „immer noch“ über die Balkanroute kommen.
      Ausgeblendet wurde allerdings in der bundesdeutschen Lresse, dass die Balkanländer und Österreich rundum besprechen, wie sie die Grenze komplett dicht bekommen. Weil ihnen die derzeit Durchkommenden noch deutlich zu viele sind.

      Und ich nehme Wetten an, dass die jetzt schon kommen – Europa hat Österreich Kontrollen am Brenner untersagt! – und der lebende Bettvorleger das auch weiss, aber erst nach dem 24. September erstaunt öffentlich zur Kenntnis nehmen wird, [dass da schon wieder 100000 Sozialtouristen im Land sind] und ‚umgehend Gegenmassnahmen‘ versprechen wird.
      Und der Michel wird ihm dankbar sein, und sich selbst, dass er – je nach Bundesland – CDU bzw. CSU gewählt hat.

    • Titel eingeben
      „Mal schauen, ob Seehofer still halten kann, während hier in Bayern monatlich 15000 Afrikaner ankommen.“
      .
      Der schickt sie in vollen Zügen weiter nach Berlin, der weiss sich halt zu helfen, der alte Ingolstädter.

    • Die offiziellen Zahlen sind ein Witz
      denn man weiß doch noch immer nicht genau, wie viele Leute seit 2015 unerkannt und irgendwie ins Land gekommen sind, wo sie sich aufhalten, wer sie sind, was sie treiben usw.
      Das ist wie mit den Zahlen zur Kriminalstatistik, zu denen ich gestern einen Beitrag, verlinkt bei xy, angesehen habe
      http://www.journalistenwatch.com/2017/02/10/generalbundesanwalt-die-horrorliste-des-islamischen-terrors-in-deutschland/
      und dann auf die Seite des Generalbundesanwalts direkt ging.

      Auf der etwas trübsinnig gestalteten Seite tauchen dann all die Daten auf, hinter denen sich die von Journalistenwatch genannten Fälle verbergen und was mich völlig verstört hat, oben in der Navileiste „Leichte Sprache“. Vor lauter Schreck habe ich mich nicht getraut, da drauf zu klicken, ich fürchtete um mein Seelenheil.

      Heute, gestärkt von Kaffee und Apfelkuchen habe ich mich getraut, man glaubt es ja nicht, was man zu sehen bekommt. Analog der Rentenarie wird hier für Hein Blöd geschrieben:
      https://www.generalbundesanwalt.de/de/leichtesprache.php

      Also passend zum Thema oder wie es Lilo Henner beschrieb, für Sprachlose, die dann aber auch das nicht mehr verstehen werden. Da ist also noch Luft nach unten und wenn das mit der Bildung und den Schulen so weitergeht, wer wollte es aufhalten, werden die Alten unter uns ob der gewollten Massenverblödung nur noch traurig den Kopf schütteln.

      @DdH
      Besten Dank für den Link, den ich gestern bei der Bildersuche auch schon hatte, ohne das Filmchen angesehen zu haben. Aber jetzetle.
      Danke auch für den Hinweis auf quer, werde das mal öfter schauen.

      @Don
      natürlich wird Horsti stillhalten, zumindest bis nach der Wahl. Was hat man sich nicht alles für kurze Zeit erhofft von ihm vor einem Jahr und heute? Mag er auch jeden Tag verfluchen, den er sich an AngEla gekettet hat, entweder gehen sie gemeinsam unter oder koalieren halt, wie’s grad passt.

    • Wie gesagt, abwarten. Es dauert noch lang zur Wahl.

    • Titel eingeben
      Das Erfreulichste am Wahljahr 2017 ist, dass die Wahl erst im Herbst ist, also nicht jetzt, wo es noch ruhig ist, sondern wenn alle die kommen wollen, schon da sind.

      Das wird ein lustiger Film, wenn die Eingeborenen dem Horsti Dampf machen werden, falls ab Frühling die möglicherweise en masse hereinbrechenden Besucher kommen.
      Wer es dann sehen will, der kann dann erkennen, dass es nicht einen Politiker in DE gibt, der sich für die Zukunft interessiert, dass sich alle nach dem richten, was ihnen ihrer Meinung nach die meisten Stimmen bringen wird.

  52. Inflation ist gefährlicher als Deflation
    Noten, Titel, Insignien, Dokumente, Bescheinigungen, Zeugnisse, Zertifikate, Studien, Belege, war alles mal gut gedacht. Aber nun?

    Inflation und wer zuletzt mitmacht, wie die Bayern, wird belächelt, benachteiligt und ausgegrenzt – bis die Folgen woanders spürbar sind.

    Beispiel aus der Geschichte – der Begriff des Gentleman. Das war mal etwas objektiv Feststellbares. Ein Gentleman besass Land und Wappen. Wer jemanden einen Gentleman nannte, gab kein Kompliment von sich, sondern eine Information. Das konnte ein Lügner und Bösewicht sein, aber es war ein Gentleman. Und dann kamen die Softies und Sprachwächter. Sie wollten das Wort „demokratisieren“, „spiritualisieren“, „inkluierender“ definieren. Und was war die Folge?
    Wer nicht so genannt wurde, befand sich „benachteiligt.“, also wurde jeder so genannt, denn wehe, das ist dann Inflationierung, Der Begriff wurde zur Hülle der Schmeichelei und damit wurde die effektive Abschaffung von Bedeutung herbeigeführt.

    So haben wir das mit Noten, Zeugnissen, „Ehren“-Titeln, Doktoren- oder Professoren-„Würden“, „Studien- und Forschungs-Ergebnissen“, mit Aussagen von „Experten“ gemacht.

    Die Basis wurde verwässert. Auch in den Schulen, auch in der Geldpolitik, Schuldenexplosion seit den 1980ern, Regelungswut von entfesselten Bürokratien, Bankenkrebs und Störung der Realwirtschaft.

    Warum? Ideologie: wir müssen doch alle gleich sein.

    Deflation dagegen hat Maßstäbe, die bleiben und daran kann sich jeder, ganz demokratisch, ganz klar, orientieren. Keine Nachregelungswillkür.
    Ich will jetzt nicht den Goldstandard direkt einfordern, sondern als Symbol für eine feste Bezugsgröße sehen. Eine zu erbringende dingliche Leistung, die für alle gleich ist. Das ist tausendmal gerechter als was zur Zeit läuft. Und es ist schlimm, dass Professoren in NRW gezwungen werden, ihren Studenten nicht mehr die gleichen Aufgaben wie vor 10 Jahren vorzulegen und auch, das Notenmittel auf schlechtens 2 zu normieren. Wer davon abweicht, „trägt Mitschuld an der Zerstörung der Zukunft junger Menschen.“ Pervers? Nein, das ist falsch verstandene Humanität.

    Bilanzierungsnormen haben sich seit Mitte der 80-er Jahre auf das angelsächsische Modell hin verwässert. Gewinne, Abschreibungen, Firmenwerte, Patente und viele weitere, rechtlich komplexe Elemente sind so flexibel bewertbar, dass man kaum mehr aus Bilanzen lesen kann. Für Bankbilanzen ist das kraft Basel I-III noch viel mehr gültig.

    Was tun Profis in ihrer Not, wenn sie mal andere „bewerten“ sollen? Sie gucken, was ist in der Kasse (nicht auf dem Forderungsbuch). Und weitere persönlichere, politische, nicht bilanziell sichtbare Elemente werden ein-„geschätzt.“ Der Wert von gut gemeinten Regeln konvergiert gegen 0.

    Deshalb ist unsere Gesellschaft auf dem Weg in Willkür- und Spezl-, Macht- und Meinungs-Herrschaft, Fakten haben symbolischen Charakter der Beliebigkeit, weil das System den Wert von Fakten selbst erodiert.

    Der Ast des Verstandes, der Transparenz und Nachvollziehbarkeit haben die Moralisten der Moderne abgesägt. Und wo ihnen ihr Gesellschaftsspielzeug aus der Hand genommen wird, können sie nicht mehr mit Argumenten, nicht mit Logik, nicht mit Überzeugungen regieren, sondern nur noch mit Hysterie und Gewalt.

    Diese sichtbaren, aber logischen Folgen hat schon vor Jahren ein „Christlicher Ideologe der Rechten“ vorgezeichnet, mit einer Philosophie, Kunst und Kulturbetrachtung von der Antike bis in die Moderne. https://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Schaeffer, Gestorben: 1984. How should we then live? Nun, das fragen wir uns auch. Gut so.

  53. Zentralabi, Privatschulen, Zahnfeen
    Vorab: Offenbar gibt es hier einen Transatlantiker, der die älteren Rechte auf diesen Namen hat. Um Verwechslungen zu vermeiden, sei mir die Bay-Fügung meiner Herkunft gestattet. Die langweiligen T-Beiträge waren von mir, die klugen vom Uratlantiker.

    @ Don: Toller Beitrag, allerdings schätzen Sie eher das Niveau als die Entwicklung Berlins zutreffend ein. Hamburg entwickelt sich nicht nur in der Bundesliga viel schlechter, was auch mal einen eigenen Beitrag wert wäre – Hansehass statt Berlinbashing zur Abwechslung.

    @ rhadamenthys: Auch beim Zentralabitur werden die Prüfungen bzw. Vorschläge von Lehrern eingereicht – entweder war das bei der C. der Fall; oder die Kurskollegin kannte wen im KM, was plausibel ist, weil viele Donaudumme in der Stadt der ewigen Prantler studieren.

    Ein Bekannter ist Privatschuldirektor – er kann sich vor Anfragen kaum retten. Im Freistaat. Da schließt sich ein Kreis: War Bürger früher der, dessen Frau nicht arbeiten musste, arbeiten heute die Bürgerinnen, damit sie das Schulgeld verdienen, dessen Entrichtung vielleicht gar nicht nötig wäre, wenn sie ihre Kinder „altbürgerlich“ (also selbst) erziehen würden.

    Erstes Semester Zahnmedizin: 20 Bayern, 80 Preußen. Hauptstudium: 20 Bayern.

    • Ich weiss, es kommt auch in Bayern. Aber da muss man auch differenzieren: wir haben hier die Realschuile Gmund, die ist wirklich sehr gut und luxuriös, und deshalb schickt keiner die Kinder zwei Täler weiter an eine Privatschule in Brannenberg. Genauso wie die Gymansiasten eher nicht an den Chiemsee kommen.

    • Titel eingeben
      Bitte KEIN Fussball hier; radeln ist ja gerade noch erträglich, aber Fußball? (höchstens mal modischen Frauenfußball, da gäb’s sicher einiges zu bemerken…)

  54. Mal jemand mit insight
    Der Don scheint in der FAZ Familie der einzige zu sein, der nicht aufgeregte Berichte aus den USA kritiklos abschreibt sondern entweder selber Erfahrung hat oder sich die Muehe macht, mal ein bisschen tiefer blickt.

    Trotzdem: Charterschulen sind keine Privatschulen im eigentlichen Sinne, sie sind privat gefuehrte Schulen die ausschliesslich vom Staat (und von Spenden) finanziert werden. Ihr Vorteil liegt darin, nicht staatlichen Vorgaben ausgeliefert zu sein und auch Lehrer nicht nur frei einstellen, sondern auch entlassen zu duerfen. Viele Kinder tragen „Schuluniformen“, also weisse Polohemden (kosten bei Target ca. 8 USD) und Khakihosen (fuer ca. 16 USD zu haben), Disziplin ist noch moeglich und der Lehrplan ist anpassbar. Charter Schulen finden sich bevorzugt, wenn nicht sogar ausschliesslich, in Innenstaedten, die Plaetze werden verlost und die meisten haben lange Wartelisten weil es mehr Bedarf an solchen Schulen gibt als Angebot. Sie ermoeglichen hauptsaechlich Kindern der Unterschicht eine Alternative zu den teilweise grottenschlechten oeffentlichen Schulen. Obwohl sie im Durchschnitt deutlich besser sind als oeffentliche Schulen sind Charter Schulen in einigen Bundesstaaten verboten bzw. ihre Ausweitung stark begrenzt. Besondere Gegner von Charter Schulen sind die Lehrergewerkschaften, die, naturgemaess (was aber immer vergessen wird) fuer ihre Mitglieder da sind, nicht die Schueler. Auch ist da ein finanzieller Aspekt: Lehrer in den meisten Bundesstaaten muessen in der Gewerkschaft sein, sie zahlen dafuer ca. 3% ihres Nettogehaltes. Lehrer an Charterschulen sind es nicht, da geht den Gewerkschaften einiges an Einkommen verloren.

    Neben den Charter Schulen gibt es natuerlich die Privatschulen, hier gibt es, eingeschraenkt, unter gewissen Umstaenden Gutscheine vom Staat die die Schulgebuehr zahlen. Auch hier ist die Idee, Schuelern Alternativen zu schlechten oeffentlichen Schulen zu geben. Die Gutscheine sind ans Einkommen gebunden und werden nur an die ausgegeben, deren Einkommen unter 150% des Existenzminimums liegt. Devos will dieses Gutscheinsystem ausbauen, was auch finanziell fuer den Staat interessant waere da sowohl Charter als auch Privatschulen mit deutlich weniger Dollar pro Schueler auskommen als oeffentliche Schulen.

    Demokraten, die gegen Charter Schulen oder Gutscheine sind, verhindern schulische Alternativen fuer diejenigen, denen sie vorgeben helfen zu wollen. Mit ein Grund dafuer sind wieder die Lehrergewerkschaften, die die Demokraten mit Millionen von Dollar unterstuetzen und dafuer Gegenleistung erwarten. Die beiden Republikaner, die gegen Devos gestimmt haben, haben ebenfalls Unterstuetzung durch Gewerkschaften erfahren, insbesondere die aus Alaska die 2010 als Independent aufgetreten ist und ihren Wahlkampf auch mit tausenden von Gewerkschaftsdollar bestritten hat.

    • Dem ist Nichts hinzuzufiuegen!
      da Sie das System bis ins Detail voellig richtig beschrieben haben. In den oeffentlichen Schulen kommen die Interessen der Kinder ganz am allerletzten. Wenige Ausnahmen bestaetigen die Regel.
      Betsy DeVoss will das aendern und wird dabei so wie auch ihr Chef auf Schritt und Tritt behindert werden.

  55. Dünkelbrutstätten
    Es stimmt schon: Die altehrwürdigen staatlichen Gymnasien versuchen mit viel Marketinggeschick so etwas wie einen Ruf zu vermitteln, der an den Schülern haftet, wie Goldstaub.

    Eine gute Bekannte war auf dem C-Gymasium, man ist dann „C“-er sein Leben lang, mit Alumnitreffen, aber das führt regelmäßig zu Enttäuschungen, wenn sich die „C“-er doch nicht anders verhalten als Rütli-Schüler.

    Oder denken wir an die Odenwaldschule, Oso, die selbst missbrauchten Kindern das Gefühl vermittelte, zu einer Elite zu gehören.

    Das Grauen der Linksgrünen an der Kandidatin speist mE eher daraus, dass die EInbildung des Besonderen durch eine kalte Kauffrau zerstört wird, so ähnlich wie Trump die gloriosen Deals seines Vorgängers zu „total desaster“ erklärt. Wann will halt nicht an der liebenvollen Einbildung etwas ändern, dass man Weltspitze sei, wo doch mittlerweile jeder staatlich ausgebildete Chinese drang Drill und Leistungswillen jedem Deutschen in Grundkulturtechniken wie Mathe, Lesen und Schreiben um Jahre voraus ist. Und jetzt kommt noch die Nivellierung an das Niveau von nahezu analphabischen Muslimen aus arabischen Staaten.

    Die ehrwürdigen Gymanisien werden daher nur noch hohle Behausungen sein, in denen gloriose Zeugnisse ausgeteilt werden, die den Rest der Welt mangels Aussagekraft immer weniger interessieren werden. Aber wo soll es auch hinführen, wenn die Aufwendungen für Fake- und Italien-Flüchtlinge die Etats für Bildung und Forschung schon dieses Jahr deutlich übersteigen?

    • Ehrlich gesagt, das hier

      „wo doch mittlerweile jeder staatlich ausgebildete Chinese drang Drill und Leistungswillen jedem Deutschen in Grundkulturtechniken wie Mathe, Lesen und Schreiben um Jahre voraus ist.“

      halten unsere Audianer, die den Kontakt zur Realität haben, für deutlich übertrieben.

    • ... sry, das war ...
      … der starke Trump in mir.

    • Die Glockenkurve
      Werter Don,
      dass die Audianer kein Problem mit der deutschen Schule haben, liegt einfach daran, daß sie weit genug rechts auf der Glockenkurve fischen können. Das Problem liegt bei mittelständischen Betrieben und beim Handwerk, die früher die Begabten aus der zentrumsnahen linken Seite der Glockenkurve fischen konnten. Seit diese absinkt und in unproduktive Studienfächer umgeleitet wird, fehlt dort die Basis für solide Arbeit.

    • Es gibt ja noch umschulungen zurück zum Bodenständigen. Ich habe hier gerade die Stellenanzeigen von miesbach, da ist für Studierte kaum etwas dabei.

  56. deVos
    Als segler ist mir die Familie sympatisch. In der Familie scheint das Bildungs-Konzept aufzugehen: Gerade erst hat ihr Sohn Rick in Miami die neue US-Rennserie der M32 Katamarane gewonnen, mit denen auch die Match-Race-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Bruder Ryan segelte auf Rang vier im Feld von sieben Booten. Vater Dick DeVos ist einer der besten Melges32-Skipper mit seiner “Volpe”…

    http://segelreporter.com/panorama/politik-trump-beruft-ministerin-aus-beruehmter-segel-familie-ins-kabinett/

    Leider gehen selbst die Kommentare unter diesem Beitrag weit auseinander und ins hysterische. So langsam habe ich das Gefühl, das Leben ist hysterisch geworden, weil immer mehr Frauen in Presse und Medien gehieft worden sind?! Sie haben vielleicht die schönere Schrift und die besseren Noten aber nicht automatisch den Durchblick. Es gibt in China ein Sprichwort, welches von einem schlechten Zustand des Palastes ausgeht, je mehr die Frauen das sagen haben.

    • Andersdenkende sind immer "hysterisch"
      Sie haben kein einziges sachliches Argument, das Sie hier vorbringen können.

      Vielleicht könnten Sie die „hysterischen“, von Frauen verfassten Posts in diesem Block bitte nennen. Mit Nick und Uhrzeit. Vielen Dank. Und dann mit sachlichen Argumenten ausdrücken, was an den Argumenten falsch sei.

      Ich dagegen empfinde manche Posts von männlichen Verfassern nicht weniger „hysterisch“. Nur schickt es sich nicht, Männer hysterisch zu nennen, das ist der einzige Unterschied.

      Sie sind ein typischer Vertreter der kruden Weltsicht: Ich und diejenigen, die meine Meinung teilen, sind „vernünftig“. Diejenigen, die meine Gedanken nicht teilen, sind jedoch „hysterisch“. Und das schieben Sie auch noch auf die Frauen, als ob alle Männer Freunde von Trumps Politik wären und alle anderen dumm.

      Ohne sachliche Argumente vorzubringen, außer dem Familienhobby zu nennen, überzeugen Sie niemanden von nichts.

    • @tamarisque
      Hystera – Gebärmutter …. Es gibt keine hysterischen Männer.😁

  57. Worum geht's da eigentlich?
    Ist das Blog das ideale Biotop des Causeurs? Ich erkenne hier keinen roten Faden. Dennoch: Respekt

  58. Titel eingeben
    Ja, die übliche Heuchelei der Gutmenschen: Öffentliche Schulen fordern, aber die eigenen Kinder in moslemfreie Privatschulen schicken.

  59. download ..einen Runterholen beim 3-gliedrigen Schulsystem
    …ja stramm die Hände an der Hosennaht ….

    als Pimpf an der Äußeren …

    nun beim zynischen Schreiben an der Inneren …reibend

    da war doch was……ach ja…

    USA …Bundesrepublik … is‘ eh egal …alles gleich…

    Manche genügen sich selbst …. download ..einen Runterholen beim 3-gliedrigen Schulsystem

  60. Titel eingeben
    An einem Privat Gymnasium im unterfränkischen Schweinfurt ist vor drei Jahren ein gesamter Jahrgang geschlossen durch’s Abitur gerasselt.
    Das hat man glaube ich selbst in Berlin Neukölln noch nicht hingekriegt.

    Davon abgesehen ist es mir ein Rätsel hinwiefern die Mc Donaldisierung des Bildungswesens durch die Einführung von Gutscheinen irgendein Problem lösen sollte.
    Es gibt sehr gute Gründe eher vom Gegenteil auszugehen.

    • Schweinfurt war ein Sonderfall. Auf der anderen Seite hatten wir hier vor, ich glaube zwei Jahren, eine de facto unlösbare Abiaufgabe in Methematik, was die Eltern auf die Barrikaden brachte. Es ist ja nicht so, dass hier mit dem G8 etwas richtig gemacht wurde.

    • @Don Alphonso, 11. Februar 2017 um 09:16 Uhr: Dilemma und Schluss
      So wie Sie den Vorfall schildern, kann er gar nicht abgelaufen sein. Die Klasse der „de facto unlösbaren Aufgaben“ in der Mathematik ist nämlich leer, weil die mathematischen Problem disjunktiv in genau zwei Teilklassen zerfallen: triviale (=gelöste) und interessante (=ungelöste). Darüber hinaus gibt es keine. Allenfalls war in diesem Fall die Aufgabe falsch gestellt. Eine solche Sachlage ist aber immer außermathematisch.

    • Für mich send so gut wie alle Aufgaben unlösbar. Aber dafür habe ich auch von Journalismus keine ahnung.

  61. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Leider habe ich keine deutsche Meinung zu Betsy de Vos gefunden, die ich hätte verlinken können.
    .
    Dafür ganz viele Links zu Beiträgen, die deutlich belegen, wie unsere Medien des Thema totschweigen.

  62. So einfach ist es nun doch nicht.
    Sie machen es sich etwas einfach: Charter Schools sind nicht gleich Charter Schools. Je nach Bundesstaat sieht das sehr unterschiedlich aus, auch mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während es bspw. in Massachusetts sehr positive Erfahrungen gibt sehen die Evaluationen der Einführung von Charter Schools in Devos‘ Heimatstaat deutlich schlechter aus. Im Handbook of the Economics of Education zu dem Thema kommen die Autoren zu folgendem Schluss: „Taken as a whole, the evidence suggests that, accounting for differences in population
    served, charter schools are not, on average, producing student achievement gains any better
    than TPSs [Traditional Public Schools].“ Dies hängt aber sehr vom Umfeld ab. Insbesondere Devos‘ mangelnde Bereitschaft, den Charter Schools Rechenschaft abzuverlangen, ist entgegen allem, was man über die Effizienz von Charter Schools weiß (zB hier: http://economics.mit.edu/files/6335). Devos‘ Ansichten zu dem Thema scheinen auch nicht sehr informiert zu sein. Das kann man, wenn man keine Wissenschaft lesen will, in Kurzversion auch in den Artikeln des Economist über Betsy Devos lesen. Unabhängig davon, was man von Privatschulen oder Charter Schools denkt war die Anhörung von Devos für jeden, der sich schon mit Bildungsfragen beschäftigt hat (und auch sonst für jeden), zum fremdschämen. Saturday Night Live hat das am sinnvollsten kommentiert.

    • Ja, aber mir ging es weniger um die USA als um die deutsche Haltung, daher die Verkürzung. Manchmal geht es nicht anders. Aber deshalb auch der Link zur Wikipedia.

  63. ganz erstaunlich,
    schon 114 Kommentare und kein Wort zu Waldorfs.

    • VERBIETEN!

    • Da kennen Sie sich wohl nicht aus
      Einfach Unsinn, Don. Habe selbst ein großartiges Produkt wegen Waldorf, WEGEN Waldorf, im Haus. Es ist so wie anderswo: Die Guten kommen bereichert durch, zehn bis zwanzig Prozent. Bei den anderen muss man herausfinden, was sie wollen (siehe unten Thomas Cgn). Darin ist Steiner gut, staatliche Schulen unterirdisch.

      Sie vergessen und unterdrücken, dass die nicht wollen sollen, sondern die Wirtschaft mit am grünen Tisch sitzt und mitbestimmt, wo der Zug hinfahren soll. Und dann wundern sich alle, dass es nicht hinhaut. Deswegen wünschen sich so manche aus der Wirtschaft AI und mehr Roboter in Kombi mit bedingungslosem Grundgehalt (und Massendepression wegen Nutzlosigkeit).

    • Das war ein linksgrüner Witz.

  64. Bequeme Position:
    Als Konservativer auf die Verlogenheit der „linksgrünversifften, pseudodemokratischen Elite“ hinzuweisen, die entgegen ihrem eigenen Getue ihre Brut bestmöglichst auf private Schulen stopft.

    Und schon immer* in Bayern als konservativer Besserer die eigene lernlahme Brut auf Internate gestopft habend.

    *Schon immer heißt:
    Die Elitebübchen der konservativen tonangebenden Bürgermeisters, Landrats, Lehrers, Architektens kamen aufs Bamberger Aufseß. Und wurden was. Immer. Egal wie frech oder faul oder testosteron-kriminell. Denn Aufseß, das ist schon was. Eichstätt auch nicht schlecht.

    Der bucklige mindere Rest der Kinder minderen Herkommens konnte sich im Staatlichen bis die 13. Klasse den Buckel wund lernen und schreiben. Und wurde trotz guter Noten nix.

    Ort:
    Bayern

    Zeit:
    Seit ich denken kann.
    Mindestens seit dem Kriechsende.

    • Wie gesagt, zu meiner Zeit galten Internate und Privatschulen als unehrenhaft und Zeichen des Familienversagens. Das ginbg gar nicht. Und zwar gerade in der Oberschicht nicht.

  65. Inklusion und Exklusion
    Zitat einer hessischen Gymnasiallehrerin: „Die Inklusion wird nur gemacht, um die Fachschulen zu schließen, damit spart man schließlich Geld.“ Zitat der Politiker: „Bildung ist unser einziger Rohstoff, daran dürfen wir nicht sparen.“
    Vor einigen Jahren wurde allen Ernstes im TOP 5 beim Elternabend die Arbeitskraft der Eltern zu Renovierung des Klassenraumes (Gymnasium, ebf. Hessen) eingefordert. Meine Bitte um steuerrelevante Bescheinigungen meiner Arbeitskraft und meines Arbeitsmaterials konnte nicht entsprochen werden. Ich kam am besagten Samstag nicht mit der Begründung, dass auch kein Finanzbeamter genötigt würde sein Büro/Dienstzimmer selbst streichen zu müssen oder von den Steuerpflichtigen streichen zu lassen.
    Die Klientel der Privatschulen im Rhein-Main-Gebiet sorgt sich eher um die Überfüllung der Fly-and-Kiss-Zone, die für die vielen SUV’s zu klein ist. Der Trend in Deutschland zum amerikanischen Schulsystem ist wohl nicht mehr aufzuhalten, siehe auch:
    http://hessenschau.de/politik/frankfurter-grundschullehrer-schlagen-alarm,brandbrief-grundschullehrer-hessen-100.html

    • Sehr schöne Geschichte. In meiner Jugend hätte so etwas zu einem Volksaufstand geführt.

    • Inklusion
      …. Ein weiteres Honigwort. Erstaunlich viele bleiben daran kleben und glauben, es habe etwas mit Gleichberechtigung zu tun. Es geht ums Geld. Man spart hoch eingestufte Pädagogen und Gebäude. Mir unverständlich, wie betroffene Eltern auf diesen Zug aufspringen können.

  66. Titel eingeben
    Wir haben ja Rationalisierungsreserven im Bildungssystem. Wenn man statt der Schulpflicht wieder die Unterrichtspflicht einführen, wie Preussen das 1717 tat, kann jeder sich frei entscheiden, ob, wo und was er lernen will. Das würde uns die Milliarden für die Sanierung von Schulen sparen. Dann haben wir noch die verbeamteten Lehrer. Die sterben bald aus. Wir machen die Beschulung durch liquid workforce, das hat ja IBM erfunden. Milliardensummen an Gehältern werden zur Ferienzeit eingespart. Die Goethe-Institute sind ja sehr erfolgreich. Allerdings muss die Kategorie „Scheinselbständigkeit“ abgeschafft werden.
    Ich würde dann an die Privatisierung von Polizei und Armee gehen. Letztere nach Vorbild Blackwater/Academi. Die Polizei könnte von Berdelsmähn-Arvato übernommen werden. Die Privatisierung der Rechtsprechung bekommen wir automatisch mit CETA. Alles wird gut.

  67. Titel eingeben
    Ich lebe selbst im Bundesland Bayern. Bin hier geboren und aufgewachsen.
    Und auch in Bayern gibt es bzgl. der Bildungsqualität gewaltige Unterschiede. So dass ich das „Rumgehacke“ auf Berlin oder NRW usw. nicht ganz nachvollziehen kann.
    Ich selbst habe eine Realschule im ländlichen Franken besucht. Anschließend habe ich auf eine Fachoberschule in Würzburg gewechselt.
    In der Realschule sagte der Berufsberater, dass man mit einer Verschlechterung der Einzelnoten um etwa eine Note rechnen müsse.
    Also statt einem „gut“ nur noch ein „befriedigend“.
    Und was soll ich sagen… Das exakte Gegenteil war der Fall.
    Meine Noten besserten sich durchweg um eine Stufe. In Mathematik erhielt ich zum Beispiel keine zwei mehr sondern eine eins.
    Und das im „ersten Zweig“ (mathematisch-technischer Zweig mit acht Stunden Mathe und Physik die Woche, also Hardcore).
    Das Niveau an meiner ländlichen Realschule war also durchaus höher als an der Städt. FOS Würzburg. Das kam auch zum Ausdruck im Verhältnis der Lehrer zu den Schülern.
    Während an meiner Realschule die Lehrer durchaus Achtung hatten vor den Schülern und Sätze sagten wie „Ihr macht hier ein kleines Abitur. Seid mal stolz auf euch“, begründete mein Deutschlehrer an der FOS eine gute Erörterung von mir mit den Worten „Ich hätte nie gedacht, dass ich an dieser Schule mal so etwas lesen würde“. Das war zwar ein Lob. Und trotzdem war es eher demotivierend.
    Damit will ich sagen, dass es auch im Flächenland Bayern gewaltige Unterschiede gibt was die Bildungsqualität betrifft. Ich berichte hier nur von der relativen Kleinstadt Würzburg. Ich möchte nicht wissen was in Städten wie München, Nürnberg oder Regensburg los ist.
    Daher ist mir (als Franke) dieses „Rumgehacke“ auf Stadtstaaten wie Berlin eher suspekt. Es ist für mich völlig klar dass das Schulniveau in Berlin deutlich niedriger liegt als im Flächenland Bayern mit seinen vielen Dörfern und Kleinstädten. Nur ist das wohl kaum die Schuld Berlins. Das Niveau in München dürfte soviel höher auch nicht sein. Wir reden hier eher über ein Stadt-Land Gefälle, das in Bayern naturgemäß weniger ausgeprägt ist als eben in Berlin.

    Was nun die Charter Schulen in den USA betrifft: solange man sich darauf beschränken würde hier Gutscheine lediglich an Schüler auszugeben die aus einkommensschwachen Familien kommen, so spräche wohl wenig dagegen.
    Wenn es aber darum geht das Schulsystem komplett zu privatisieren, so sollte man das m.M.n. ablehnen.
    Eine komplette Privatisierung würde bedeuten, dass riesige „Bildungskonzerne“ entstünden. Die allein aufgrund ihrer Marktmacht ein ordentliches Wörtchen mitreden würden bei der Frage was da eigentlich gelehrt wird an den Schulen. Die Tendenzen (in welche Richtung das ginge) kann man erahnen. Es ginge womöglich nur noch darum Fachidioten heranzuzüchten die über ein Minimum an Allgemeinbildung verfügen dafür aber dem US-kapitalistischen System treu bis auf’s Blut ergeben sind. Da fallen einem durchaus Parallelen zu Erdogans Türkei in’s Auge. Auch in der Türkei gab es eine Schulreform. Womöglich mit dem Ziel systemtreue Trottel heranzuzüchten.
    Stellt der Staat einen Scheck aus der bei einer privaten Firma eingelöst werden kann, so macht diese Firma je mehr Gewinn je weniger sie ausgiebt. Eine Binsenweisheit.
    Wie will man aber auf diese Weise das Bildungsniveau, die Qualität der Schulen fördern? Die Anreize gehen eher in Richtung Sparsamkeit.
    Je weniger Ausgaben pro Schüler, je höher der Gewinn.
    Zahlt der Staat 100 Dollar je Schüler macht der Konzern den größten Gewinn der davon am wenigsten ausgibt. Und am Ende entscheidet weder der Steuerzahler (durch seine demokratische Wahl an der Wahlurne) noch der „Bildungsempfänger“ (Assoziationen zum Hartz 4 Empfänger sind beabsichtigt) über die Qualität der Schulen. Sondern die Aktionäre.
    Und die scheren sich bekanntlich mehr um ihren kurzfristigen Gewinn als um gesamt-gesellschaftliche Folgen.
    Privatschulen können nur dann glänzen wenn sie sich in Konkurrenz befinden mit dem staatlichen System. Dann müssen sie bessere Qualität bieten zu einem höheren Preis.
    Die Komplett-Privatisierung des Bildungssystems erreicht das genaue Gegenteil. Eine Abwärtsspirale wird in Gang gesetzt.

    Das sind zwei wesentliche Argumente die gegen die neue amerikanische Bildungsministerin und ihre Absichten sprechen.
    Man könnte leicht eine Vielzahl weiterer Gründe finden.

    • Mein Onkel war in den 80er und 90er Jahren Direktor einem hoch angesehenen Gymnasium im bayerischen Oberland, in einer durch Zuzug aufstrebenden Gemeinde. Nach dessen Einschätzung hingen die Kinder bis zum Abitur um 2 Jahre zurück, wenn sie aus Berlin und NRW nach Bayern kamen, und eher 3 Jahre, wenn sie aus der DDR kamen. Die Unterschiede zu München konnte man meist innerhalb eines Schuljahres gut aufholen. Ich kenne einige seiner Schüler, die man hier dauernd trifft, wenn man Sport macht, und die wiederum waren auch von der Strenge und Disziplin hier überfordert, wobei mein Onkel als Onkel eigentlich ein ganz ein Wuider und überhaupt nicht streng war. Nach seiner Meinung hat es aber etwas damit zu tun, dass woanders weniger klar gemacht wird, wo die Reise hingeht.

      Bei mir war das in der Oberstufe so, dass wir in der ersten Stunde die Lehrpläne bekamen und uns gesagt wurde, was man von uns dann in zwei Jahren erwartet. Das war hart, aber da wusste man, woran man war.

    • Das "Rumgehacke" auf Berlin oder NRW usw. ist ja teilweise ein Running Gag hier, ...
      … bitte, nicht alles auf die Goldwaage zu legen (bin selbst „NRW“-Einwohner, ziemlich lange schon hier/dort lebend).

      Auch sonst lohnt es sich, locker zu bleiben, vgl.
      https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/170120-rough-spz-102.html

    • Titel eingeben
      Ich bin in 50ern zuerst in München in die Schule gegangen, hab dann beim Wechsel nach Berlin ein halbes Jahr übersprungen und dann bei der Rückkehr nach München nochmal. Aus erster Hand liess sich (zumindest damals) kein Unterschied des Wissens entdecken. Während in München zT eindeutige Nazis Mitglieder des Lehrkörpers ware, habe ich in der Berliner Schule nicht einen solchen angetroffen.
      Natürlich nicht repräsentativ, aber bezeichnend… der einzige Lehrer an den ich mich mich noch persönlich erinnere war ein bigotter, heuchlerischer Pfaffe in Religion und das am hochgepriesenen Theresien-Gymnasium am Kaiser Ludwig Platz… trotz Einstein…

  68. Milliarderserbinnen
    Es gelingt mir nicht.
    Die Vorstellung, dass sich in Deutschland
    Milliardenerben aktiv in der Politik engagieren.
    Und nicht machen lassen.
    Frau DeVos muss eine loyale US Bürgerin sein,
    die auch bereit ist sich öffentlich „grillen“ zu
    lassen.

  69. Pisa
    Ein Forscher aus dem Dorf, das sich Hauptstadt Bayerns nennt, vom Info Institut, einer der weltweit führenden Bildungsökonomen, Ludger Woessmann hat sich zusammen mit Eric Hanushek, von Harvard wenn ich nicht irre und von gleichem Rang, einige PISA Daten angesehen und da ergibt sich, dass die USA nach Bildungshintergrund der Eltern folgende Ränge bei der Performance der SchülerInnen einnehmen: bei niedriger Bildung der Eltern (= ohne weiterführende Ausbildung) Rang 20 von 34 teilnehmenden OECD Staaten; bei mittlerer Ausbildung Rang 30; bei hoher Ausbildung Rang 28. Dagegen D’land: bei geringer Ausbildung der Eltern Rang 3, d.h. Schüler mit drittbester Leistung aller OECD Staaten; bei hoher Ausbildung Rang 5. Die USA haben also auf allen Ebenen ein enormes Problem und den Käse mit den armen dummen Armen und den Charterschulen kann man sich sparen. Sie leben von guten und hoch qualifizierten Einwanderern, daran werden weder die De Vos noch Trump etwas ändern und daran wird er wahrscheinlich auch scheitern. Das deutsche Bildungsproblem ist im internationalen Vergleich reine Phantasie. Aber die Bildung ist eben ein Kampfplatz der statusorientierten Mittelschicht. Die reiche Oberschicht a la De Vos kriegt da wie dort immer ihre Diplome und den unteren 10 bis 20 Prozent ist es sowieso egal. Und in ihrem schönen Italien überreicht man dem unterbezahlten Uniprof diskret ein Kuvert monetären Inhalts. Das wirkt immer.

    • Haben Sie da einen Link?

      Was ich im Zusammenhang mit der Migrationbskrise immer wieder höre, ist das enorm hohe deutsche Niveau selbst im niedrigsten Niveau. Das macht die Integration angeblich so schwierig.

    • Links
      http://hanushek.stanford.edu/

      „Recent Publications“ durchblättern („more“ …)

    • @AlexSchwarcz
      Die hochqualifizierten Einwanderer kommen natürlich nur aus den 7 Ländern des nahen Ostens die vor ein paar Tagen mit dem temporären, nun wieder aufgehobenen, Einreisebann belegt wurden, diese ergreifenden Willkommensszenen bei der Begrüssung am Flughafen…die kopftuchbewehrten Mütterchen im Rollstuhl, die 20köpfigen Familienclans die strahlend nach heroischem Kampf um die Einreise amerikanischen Boden betreten….die zehntausende greencard holders aus der sudanesischen Elite die der unterbelichtete amerikanische Bevölkerung zeigen wo es lang geht in der Wissenschaft….träumen sie ruhig weiter.

  70. Titel, Tröten, Tonabnehmer
    Nach meiner Erfahrung sowohl als Lehrkraft wie in Leitungsposition steigt oder sinkt die Qualität einer Schule wie des Unterrichts je nach der Qualität der Personen, die Verantwortung vor Ort tragen und zu übernehmen bereit sind, sofern die Bedingungen nicht wirklich unerträglich sind (ich musste selbst mal als Lehrkraft das Toilettenpapier mehrere Monate für meine Schüler kaufen, da der entsprechende kommunale Etat angeblich bereits „aufgebraucht“ war. Nun ja …). Qualität entsteht zuerst in den Köpfen und sollte sich in prinzipienfestem Handeln fortsetzen, was Inhalte, Methoden, aber auch die notwendigen Sekundärtugenden der Lernenden wie Lehrenden angeht. Wer herzlich konsequent leitet und führt, wird zumeist willige Lernende um sich haben, ganz unabhängig von Frontalunterricht oder Lese-Rechtschreib-Methoden im Unterricht oder der Anzahl an kollegiumsinternen Fortbildungen und Selbsterfahrungskursen im Kollegium, so meine Erfahrung. Und wenns mal ganz anstrengend wird beim Lehren und Lernen, muss auch mal gequälter gelacht werden (Humor wird als „Lehrinstrument“ bisweilen arg unterschätzt). Frau DeVos ist wie alle und alles eine Übergangserscheinung, was manche enttäuschen und andere erleichtern mag. Ich habe auch schwarze, rote, gelbe und grüne Schulminister kommen und gehen sehen und konnte meinen Prinzipien treu bleiben (s.o.), solange ich Qualität „abliefern“ konnte, da dann die Ruhe an der „Schulfront“ herrschte, die Bildungspolitiker gern als eigenen Erfolg ausgeben. Wer die Eitelkeit seines Gegenüber ins eigene Kalkül ziehen kann, lebt auch im Bildungswesen unbeschwerter, v.a. dann, wenn er das Vergnügen hat, mit den Ministerien direkt die Bedingungen vor Ort aushandeln zu dürfen oder zu müssen. Aber ich schweife ab. Wer war noch gleich Frau DeVos? Ach ja. Eine Übergangserscheinung. So wie der Wintermantel, den ich im Kleiderschrank verstauen werde, wenns wieder wärmer wird.

    • Es gibt bei uns den Fall einer Schule (sogar bei uns), wo die Kinder kontrollliert werden, weil einige Familien sie angewiesen haben, den familiären Bedarf an Toilettenpapier in der Schule zu decken.

    • das gibt sich
      ganz von selbst und ohne Kontrolle, wenn man Sandpapier (oder Vergleichbares) ausgibt.

  71. Die wahre Schule
    Don, die wahre Schule ist das Leben. Und das Lernen aus eigenem Interesse.

    Wunderschöne Schlusspointe – sie erinnert mich an die ostdeutschen Geschäftsführer, deren Kinder ich in den 1990ern kennenlernte – einst war Papa beim SED-Staat leitend… hier wie dort: Fett schwimmt oben.

    Tja, Hamburg hatte ich aus drei Gründen verlassen. Einer davon: weil mir klar war, dass sich selbst in Niedersachsen noch ein besserer Ort finden lässt, als entweder die Netzwerk-Eltern-und-kreativen-Kinder in den Elbvororten oder links-/rechts-der-Alster, oder aber Stadteilschule.

    Letztlich braucht es nur einen Ort der Ruhe und Konzentration, Zeit für Freunde und Interessen – und eben das Glück, eine Handvoll richtig guter Lehrer zu bekommen über ein paar Jahre. Wenn dann die Klasse nicht vom Chaos oder Süchten regiert wird – bestens. Und all das findet man am ehesten abseits der großen Moden und Namen und Schuldgelder.

    • Manchmal haben schulen ja auch Traditionen, das ist nicht das Schlechteste – wobei die Tradition bei uns keine war, die ich gut fand.

  72. iustitiam ???
    Damit das nicht missverstanden wird, natürlich bin auch ich der Meinung, dass die Bildung durch inkompetente Politik auf gleich mehreren Gebieten zum Problem geworden ist. So kann man heute morgen auch lesen dass „4700 Schüler tagelang wegen kaputter Klos schulfrei haben.“, während vor ein paar Tagen noch berichtet wurde, dass Herr Schäuble 6 Milliarden überschüssige Euro in der Kasse hat, die er nirgendwo anzulegen weiss.

    Ich sehe die Ursache der Bildungs Probleme keineswegs bei der in den Kommentaren von Don erwähnten „leistungsfeindlichen Kulturbetriebsmafia“, sondern bei einer reaktionären Minderheit, die ihre Privilegien nicht in Frage gestellt sehen will und diese gerne mit angeblichen Leistungen begründet, die allerdings nur in den allerseltensten Fällen einer Überprüfung standhalten!

    Gegen solche Entwicklung kann man natürlich sein, nur hat es ein gewisses Geschmäckle von Heuchelei. Denn allzu viele Gebiete kann man nun mal nicht mehr angeben, in der in unserer Gesellschaft „Leistung“ noch ein tatsächliches Kriterium ist.
    Naheliegendes Beispiel ist das derzeitige Gekeife jener Lumpen, bzw Mitglieder der Elite unseres Landes an der Spitze von VW. Selber natürlich keine Diesel fahrende Kunden-Betrüger, die sich der von ihren Anwälten arrangierten plausible deniabilty bedienen, um jegliche Gefährdung durch Regress ihrer abgezockten aber-Millionen zu verhindern, und die Schuld durch Juristen im Kreis herumschieben lassen.
    In welchen der im Blog erwähnten Schulen Leute wie die Herren Piech und Winterkorn wohl waren ???

    Es gibt da wohl prinzipiell nicht wirklich zu vereinbahrende Gegensätz was den Sinn des Lebens angeht. Manchmal erweckt der Blog (ein wenig zu sehr) den Eindruck Priorität habe, ganz wie bei Stalin und Mao, die Brauchbarkeit des Individuums zum Wohle des Staates, auf dass die Erbschafts Steuer Gesetze unverändert bleiben können?

    Ich zähle mich da lieber zu den Hedonisten die ALLEN, nicht nur den Resultaten aus dem Zufall einer privilegierten Geburt, die Möglichkeit zubilligen ein angenehmes Leben zu geniessen, was sie auch immer darunter verstehen mögen. Und da ist ein „Abitur für alle“ ein wichtiger Baustein. Zu „gute“ Bildung bringt leider meist eine Verformung mit sich, der sich nur die Glücklicheren erst in höherem Alter entziehen können.
    Dass dieses Leben der Einzelnen mit den zufälligerweise vorgefunden Eltern, und den damit verbundenen Förderungsmöglichkeiten unlösbar verbunden ist, das hat mit „cole iustitiam“ nun mal rein gar nichts zu tun….
    Wie es das gewählte Motto ungewollt(?) sagt: Das eigentliche Problem ist nämlich die Diskrepanz zwischen staatlichem „Recht und Gesetz“, die AUSSCHLIESSLICH machtabhängig sind, und der Realität die leider stets nur sehr wenig mit der leeren Phrase von der „Gerechtigkeit“ zu tun hat.

    • piech
      Von 1952 bis 1958 besuchte Ferdinand Piëch das Schweizer Internat Lyceum Alpinum Zuoz im Engadin

      aus wikipedia mit Grüßen melursus

      ´dort wären die Schleckerkinder auch sicherer gewesen. Oder Frankfurter Bankierskinder. sicher nicht im schmarrn von safe spaces

    • Danke, mel---- (haben sie den Bären abgelegt?)
      w.z.b.w. oder wie die Besucher eines Schweizer Internat Lyceum sagen würden: q.e.d.

      Wie bei dem beliebten Hausbesetzer Thema werden auch bei der Bildung Ursache und Wirkung einfach vertauscht…

      Ganz hervorragend zum Verständnis auch dieses Problems der Film, der gerade auf 3sat lief „Wer, wenn nicht wir“ über die Beziehung des Pfarrertöchterleins Gudrun Ensslin zu Bernward Vesper. Ist natürlich auf der Mediathek nicht zu finden…
      Aber dann… wer will heutztage shcon noch irgendwas verstehen.

  73. Postmoderne Antiglobalisten
    Steve Bannon und Alexander Dugin als die intellektuellen Kronjuwelen des Antiglobalismus, die sich gleichwohl gelegentlich antiintellektuell gerieren,
    da der Intellektualismus weltweit und unverhohlen ein linker Pädagogismus
    ist, sind möglicherweise die ersten postmodernen Intellektuellen mit revolutionär wirkenden Ambitionen und einer Nähe zur Macht. Der russische Philosoph Alexander Dugin gilt als Slavoj Žižek der Rechten mit Nähe zu Putin.

    Beide sind wahrscheinlich der Meinung, dass Frauen nicht die geistigen Höhen
    von Männern erreichen können und deshalb konsequente Antifeministen, so wie Friedrich Nietzsche, der des Öfteren (mit Ausnahme von Lou Andreas von Salomé) vom marasmus femininus spricht, der nun in politischen Bereichen sei-nen Willen zur Macht im Weltmaßstab offeriert (H.C.: die Zukunft wird weiblich und multikulturell sein).

    Allerdings wäre ihrer beider Aufgaben wirklich als klandestin und revolutionär zu bezeichnen.
    — so dass ich mit aller Emphase Don Alfonso bitten möchte, im Geheimen und exklusiv eine Begegnung zu ermöglichen (mit Unterstützung des Mutterschiffs? der große Frank Schirrmacher hätte dies bestimmt goutiert) –

    Hierzu sind Aufsprengungen notwendig, die alle bisherigen Maßstäbe verrückt.

    „Die Mittel wären die, welche die Geschichte lehrt: die Isolation durch umgekehrte Erhaltungs-Interessen, als die durchschnittlichen heute sind; die Einübung in umgekehrten Werthschätzungen; die Distanz als Pathos; das freie Gewissen im heute Unterschätztesten und Verbotensten.“ F.N.

    Das schwarze Loch und die Mystik des kleinen Menschen.

    Mystik des kleinen Menschen bedeutet heute das laborieren an großen, politischen Unionen,
    und deren progressiven Emotionen einer in allgemeiner Gleichheit zu vollziehenden Welthimmelsfahrt jüdisch-christlicher (protestantischer) Provenienz.

    Das diese technisch-ökonomisch zu vollziehen sei, ist dem Modus Operandi der Resteaufklärung zu verdanken und der anscheinend unendlichen Vereinfachung seiner finanzieller Mittel in gleichmäßiger Verteilung und Prolongierung
    von Volksvermögen zugunsten von nicht im gleichen Maß funktionierenden
    Volkswirtschaften, in deren Moloch letztlich alles verschwindet.

    ein aalglatter Vertreter dieser trotzkistisch anmutenden Resteaufklärung ist
    Marcel Fratzscher; der den (neoliberalen) Kapitalismus als permanente Revolution in anti-deutscher Manier begreift und andauernd von weltweiter
    sozialer Gerechtigkeit schwafelt, und dies für die deutsche Szene camoufliert.
    Wie sein indirekter Freund, der praktizierende, protestantisch glaubende BM
    Wolfgang Schäuble, der eher in dialektischer Weise zu camouflieren versteht.
    Er ist für Deutschland eine eherne und immer noch fortdauernde Gefahr.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/populismus-vereidigung-donald-trump-amtsantritt-strategie-usa/komplettansicht

    Steve Bannon und Alexander Dugin könnten dies in einer Art Querfrontstrategie
    torpedieren, und die deutsche Politik zu verantwortlichem Handeln zwingen.

    Die geistigen Auswirkungen sind von besonderem Interesse.
    Dugin hat sich zuletzt überwiegend mit der Übersetzung von Heidegger ins russische Denken bemüht. Im Sinne einer „Philosophie der Praxis“ versucht er
    er ihn für seine Vierte Theorie – kurz 4PT- anschlussfähig zu machen.

    (Alexander Dugin: Martin Heidegger. The Philosophy of Another Beginning. Washington Summit Publishers, Washington 2014, gebunden, 472 Seiten)

    Dabei gibt er zu bedenken, die 4PT nicht als Dogma zu verstehen, sondern als „Einladung“ und „Aufforderung“, über Alternativen zum Liberalismus nachzudenken.

    Steve Bannon könnte man als sehr konservativen (irischen) Katholiken bezeichnen, freilich mit einem überragenden politischen Willen, der sein deutsches, überwiegend in der Literatur beheimatetes Pendant in dem rechtskatholischen Schriftsteller Martin Mosebach zu finden hätte.

    Über Baudrilliards epochalen Abgesang „Rückblick auf das Ende der Welt“:

    http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/antewi/media/buecher_historische_anthropologie/rueckblick_ende_der_welt/rueckblick_auf_das_ende_der_welt_02.pdf

    könnten beide einen anderen, zumindest politischen Anfang bewirken.

    • Ich bin ein guter Plauderer, aber ein miserabler Interviewer.

    • Ein wunderbarer Text
      Jetzt müssen wir nur noch die passende Händeloper finden
      und einen Countertenor der das dann singt. Im Falle von Händel würde ich aber englisch oder italienisch vorschlagen da ich den Text nicht hören möchte sondern mich nur am Klang der Musik berauschen will.

  74. Schulische Durchlässigkeit bis Ivy
    Ich möchte an meinem Werdegang ein Beispiel darlegen, was einst möglich war und heute unmöglich scheint.

    Meine ersten Jahre waren in der Volksschule, heute Grundschule.

    Dann gings an ein neusprachliches Gymnasium.

    Wegen diverser familiärer Turbulenzen änderte sich in der Folge einiges.

    Nach kurzem gings auf ein altsprachliches Gymnasium und kaum war ich da auf dem Level, kam ein Umzug und es ging auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium.

    Auch da erreichte ich das Weiterkommen, hatte aber einfach keine Lust mehr, immer hinterher zu hecheln, zumal ich dort auch – neusprachlich – wegen meiner Lederhose gemobbt wurde.

    Ich äußerte im familiären Umkreis, dass ich nicht mehr wolle und das wurde gehört.

    So kam ich auf eine Hauptschule, damals gabs für Deutsch, Englisch und Mathe Stufen von A bis C.

    Jeweils eine Woche war ich in C, danach in B und dann in A.

    Vor meinem damaligen Hauptschulabschluss wollte mich ein Steuerberater als Auszubildenden gewinnen, durch eine Lehrerin informiert, mit dem Versprechen, er würde aus mir einen machen.

    Ich wollte nicht.

    Also gings auf die Handelsschule (liebe Grüsse Sylvia), danach auf eine Höhere Handelsschule und dann auf ein Wirtschaftsgymnasium mit dem Abschluß der Allgemeinen Hochschulreife.

    Haben Sie die Wechsel alle mitgezählt? :)

    Nun, ich habe dann in Köln Wirtschaftswissenschaften und anderes studiert.

    Und habe es sogar in die Ivy League geschafft, an die Wharton School, Penn.

    Und auch an Handels, Handelshögskolan, heute Stockholm School of Economics (liebe Grüsse Laurance BF).

    Die damalige Durchlässigkeit ist heute leider nicht mehr gegeben. Und das scheint mir das Problem dieser Zeit zu sein.

    Es sollte möglich sein, „abzustürzen“, aber dennoch einen Weg geben.

    • Sehr schöne Geschichte. Das Gute ist, dass sich nach dem Bildungsweg doch vieles wieder einrenkt. Ich zum Beispiel schreibe hier, ohne auch nur einen Funken ahnung von Journalismus zu haben. Es kommt letztlich auch auf den Menschen an.

    • Ach - es gibt auch heute gute Möglichkeiten, wenn es im ersten Anlauf nicht
      geklappt hat: FOS oder Abendschulen, in denen man alle Abschlüsse „nachholen“ kann. Und das auch noch in reiferem Alter. Zum Teil sogar unterstützt und mit Bafög.
      Man muss sich dann da halt auch anstrengen – und sich Inhalte aneignen, denen man vorher „ausgewichen“ ist. Und sich auf den Hosenboden setzen und den eigenen inneren Schweinehund besiegen.
      Das schaffen einige und gar nicht so wenige.
      Aber man muss in der Schule wenigstens einen getroffen haben, der einem das Lernen beibrachte. Und wie man ein Ziel erreicht. Und die Motivation behält.
      Und daran hapert es wohl.
      Eine Freundin von mir ist Lehrerin und die erzählt, wie sie jeden Morgen und nach jeder Pause einige Zeit braucht, um die Kinder einigermaßen in eine „Lernhaltung“ zu bringen. Vorher muss jeweils das gerade emotional Erlebte erst berichtet und geklärt werden, damit wenigstens kurz Ruhe im Klassenzimmer einkehren kann.

    • Das Lehrerdasein ohne Rohrstock ist auch kein Spass.

    • Ja, schöne Geschichte - und heute sselbstverständlich haargenau so möglich, keine Sorge!
      Das Problem sind nicht die Institutionen, die sind schon toll hier.

      Das Problem ist dass der Aufstieg durch Bildung an kognitive Fähigkeiten und an einen kulturellen Werteset geknüpft ist. Unddass sich beide nicht einfach aus dem schulischen Hut zaubern lassen.

      Ich gebe ien positives Beeispiel aus der schwiz bezüglich Werteset: Der Bildungsunterschicht in der Schweiz wird an ca. fünf sechs Stellen der vvöllig normalen Bildungsbiographie 1. eröffnet, dass sie mitwwirken soll 2) es wird den Kindern das geliche gesaagt – und sie werden in diesem Punkt nnicht geschont oder verschont oder was immer 3) es wird n i e m a n d e m gesagt, nur höhere Schulbildung ist etwas wert 4) Es wird frühkindliche Förderung in (festahlten!) tendentiell j e d e m Einzelfall durchgeführt. 5) Es gibt Sanktionen für die Eltern – die reichen von finanzieller Beteiligung an den entstehenden Kosten bis hin zu offenen Repressionsmassnahmen für den Fall, dass sie nicht gesetzestreu kooperieren – das betrifft z. B. die eigenmächtige Ausweitung der Ferienzeiten (und sei es nur um ein paar Tage) und hat eine Reihe von z. t. sehr unangenehmen Folgen die die Kürzung der Sozialbezüge ebenso umfaasst wiee empfindliche „Bussen“ (Strafzettel), die sich schon mal auf 500 Franken belaufen können.

      Wenn man, wie die Schweizer, den Zuzug steuert (= eng begrenzt) u n d Einbürgerung anspruchsvoll und niveauvoll durchführt (mit gar nicht so einfachen Staatsbürgerkundeprüfungen) und die schulischen Maßnahmen auf vergleichbarem Niveau wie in CH durchführt – wird Integration gelingen.

      So – und jetzt vergleiche man das mit D – Land und ziehe seine Schlüsse.

    • Durchlässigkeit ... ich wundere mich gerade auch
      Zu meiner Schulzeit gab es Angebote für unterschiedliche Lebensläufe. Mit einem Hauptschulabschluss konnte man ins Handwerk oder den Einzelhandel – oder Facharbeiter werden. Die Realschule bereitete eher auf eine kaufmännische Karriere vor, das Gymnasium auf Studium oder gehobene Laufbahn z. B. in der Verwaltung. Ich war auf der Realschule gut aufgehoben, ein Klassenkamerad fühlte sich nicht so wohl und „stieg ab“ auf die Hauptschule. Da machte er mit links einen guten Abschluss und übernahm später die Spedition seines Vaters.

      Andere Kameraden wechselten aufs Gymnasium, weil sie sich bei uns unterfordert fühlten. Ein Sandkastenfreund schaffte es nach der Grundschule aufs Gymnasium, fühlte sich als Arbeiterkind dort nicht wohlgelitten und absolvierte sein Abitur stattdessen später auf der Gesamtschule.

      Jede Schulform hatte ihren Wert, man konnte durchaus auch wechseln, wenn sich die Ziele änderten. Ich sollte nach der Mittleren Reife unbedingt das Abi anstreben – meine Familie bat mich inständig darum. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt einfach keinen Bock auf (noch mehr) Schule. Hätte sich das zwei-drei Jahre später geändert, hätte ich das aber auch noch auf Umwegen nachholen können.

      Kurz: Je nach Entwicklungsstand war es immer auch möglich, die Schule zu wechseln. Hat sich das seit den 70ern denn wirklich so grundlegend verändert?

    • Was man so hört: Ja. Entscheidend ist imer das 4 Jahr Grundschule.

    • @DA - Jaja, die liebgewordenen Traditionen
      „In Bayern wurde das Verbot der körperlichen Züchtigung von Schülern durch Lehrkräfte erst am 1. Januar 1983 gesetzlich verankert.“

      In der DDR wurde ein entsprechendes Gesetz 1949(!) beschlossen. Dreckskommunisten, verdammte.

    • Es war schon in den 70ern nicht mehr üblich. Ich habe das nie erlebt, es gab aber eltern, die Lehrern das Mittel empfohlen haben.

    • Gewalt in jeglicher Form gegen Kinder (und Erwachsene) ist ganz sicher ein eigenes Thema
      Was da wohl so in manchen migrantischen Familien los sein mag?

      Andererseits haben wir ja auch genug eigene zu beackern. Die Zahl der Übergriffe auf Lehrer durch Schüler soll übrigens gar nicht so klein sein.

    • Das zum Ende des 4. Grundschuljahres zu schreibende Gutachten hinsichtlich
      der nachfolgenden Schulform ist ein ganz eigenes Thema. Und Lehrer werden von Eltern oft starrsinnig und hartnäckig genötigt, etwas anderes zu empfehlen, als das, was der Lernrealität und dem Können des Schülers zum Zeitpunkt der Standortbestimmung entspricht.

    • Und, haben die sich daran auch gehalten, die D...?
      Grigorij – 11. Februar 2017 um 11:57 Uhr … In der DDR wurde ein entsprechendes Gesetz 1949(!) beschlossen. Dreckskommunisten, verdammte. – Ja, genau, es wurden in Uni-Seminaren der „BRD“ sogenannte Systemvergleiche veranstaltet aufgrund von geduldigen Papieren, vollgedruckt mit den schönsten und feinsten Texten der Weltgeschichte, DRR-Verfassung gegen BRD-Grundgesetz zum Beispiel. Mensch, was waren das für Zeiten, nicht wahr?

    • Deswegen!
      Weil Sie eben keinen Schimmer vom Tschornalismus haben, deswegen ist der Blog auch so gut und lesenswert. Und zieht m.E. überwiegend hoch gebildete Menschen an, aus Bayern natürlich;), wo es bis vor wenigen Jahrzehnten noch eine „normale“ Abiturquote gab und nicht 80%eines Jahrgangs das Abitur hinterher geschmissen wurde, die dann trotz Abi eine Allgemeinbildung aufweisen, bei der unsereinem gar nichts mehr einfällt. Ich selbst habe erst kürzlich eine junge Frau getroffen (Abi14 in Bayern!)die weder wußte, daß der letzte Papst Benedikt hieß, noch, daß dieser aus Bayern stammte.

    • Gebe ich Ihnen Recht. Die sind sehr auffällig. Vielleicht eine Art Verweigerung angesichts der aktuellen gar nicht so guten Zeiten.

      Die in ALLEN Ländern anzutreffende Differenz zwischen Gesetzestheorie und Rechtspraxis ist ja nun bei leidlich fairer Betrachtung kein Privileg der DDR gewesen.

      Ich für meinen Teil habe in meinen vier Schulen in 12 Jahren keinen einzigen Fall Gewalt von Lehrern gegen Schüler erlebt. KEINEN. Und auch von Freunden und Bekannten nichts davon gehört. Was bedeutet das?
      Ein Lehrer, der sich die üppigen Brüste einer 18jährigen Schülerin im Profil ansehen wollte und sie bat, sich mal etwas zu drehen, war zwei Wochen später nicht mehr Lehrer. Was bedeutet das nun wiederum? War da eventuell gar Frau Honecker dran Schuld?

      Es gibt nicht so viele realistische Darstellungen vom Alltag der DDR. Aber so ein Alltag lässt sich vielleicht eben auch nicht so einfach vermitteln. Schon gar nicht, wenn die Sieger die Geschichtsbücher, wie das nun mal üblich ist, schreiben. Und es so viele „Sieger“ gibt, die nun endlich mal das Gefühl der Überlegenheit spüren dürfen, obwohl sie sich damit natürlich immer schon selbst betrügen. Weites Feld, würde der alte Fontane sagen. Weites, weites Feld.

      Und ich füge mal noch hinzu:Gehirnwäsche ist überall. Immer!

    • Why is that door closed? WHY IS THAT DOOR CLOSED?
      Jedes Bildungssystem muss an einem Zeitpunkt selektieren.

      Weltweit hat sich das „Abitur“ als dieser Zeitpunkt durchgesetzt, dem amerikanischen Bildungssystem folgend.

      In Deutschland hatten wir hingegen eine viel früher einsetzte Inklusion/Exklusion, d.h. nach der Grundschule wurde über die Zukunft des einzelnen Menschen in der Gesellschaft bestimmt: Arbeiter (Hauptschule), Sachbearbeiter (Realschule) oder Chef (Gymnasium).

      Infolge der Bildungsexpansionsideologie der sechziger Jahre war dieses Konzept nicht mehr haltbar, da sich die Pädagogen in der Regel nur wenige Prozente dem Zutritt zum Gymnasium ermöglichten. Folglich konterkarierte man das System mit einen späteren Durchlässigkeit, d.h. es wurde der zweite und dritte Bildungsweg erbaut, der auch Hauptschüler den Zugang zum Studium ermöglichte. D.h. nach einer frühzeitigen Exklusion nach dem 9 Lebensjahr wurde jedem in den folgenden Lebensjahre jederzeit wieder Inklusion eröffnet.
      Dieses weltweit wohl einmalige paradoxe System löst sich langsam auf, mit Zielsetzung amerikanische Bildungsrichtlinien: Alle können direkt bis zum Abitur durchlaufen. Leider hat man dann vergessen, an dieser Stelle einen Selektionsmechanismus einzubauen, den ein solches System erfordert: Zulassungsprüfungen für Hochschulen. Folglich wandern in Deutschland gerade alle von der Geburt bis zum Diplom einfach durch. Ohne Leistung.

      Dazwischen werden dann alle Lehrer aufgerieben, die sich dem entgegenstellen und die Selektionsfunktion übernehmen wollen: Aussichtslos.

      Thats it.

    • Gregor,
      Sie meinen, nehme ich an, körperliche Gewalt.
      .
      Sind Sie einfach froh, wenn das Ihnen in Ihrer Schulzeit nicht widerfahren ist.
      .
      Als Lehrer haben Sie noch ganz andere Möglichkeiten. Sie können da, völlig im recht und immer in Übereinstimmung mit den jeweiligen Gesetzlichkeiten eine Schülerbiografie abbrechen, noch bevor sie richtig begonnen hat.

    • @Goodnight
      Also doch! (Noch jemand, an der Schnittstelle jenseits vom Abitur)

      Ganz korrekt ist das nicht, mit den zweiten Bildungsweg, macht aber nichts.
      Ganz richtig ist die Beobachtung mit der notwendigen Selektion. Irgendwann. Und zur Zeit ist das an der Hochschule. Für die meisten viel zu spät. Für manche noch zu früh, es gibt eben auch – zweiter Bildungsweg! – späte Bildungsentwickler.

      Natürlich müssten logischerweise in dieser Situation die Selektionsmittel zwischen Abitur und Hochschule greifen. Das widerspricht aber dem Grundgesetz, und wird auch – noch – ganz hoch gehalten. Allerdings gibt es immer wieder Anläufe, das zu durchbrechen, die werden dann aber – wie neulich bei uns geschehen – durch Rechtsaufsicht des Ministeriums ausgehebelt.
      Derzeit wird an den Universitäten geschraubt – was viel schwerer ist wegen der Freiheit von Forschung und Lehre als über die weisungsgebunden Schulen – die Durchfallquoten runter und die Erfolgsquoten hochzuschrauben. Das geht nur über den Entzug bzw. Zuwendung finanzieller Mittel durch die Landesregierung im Falle von Kooperation bzw. Verweigerung.
      Und das führt zu noch mehr Verwerfungen, denn dann geschieht die notwendige Selektion erst mit jenseits der 20, auf dem Arbeitsmarkt. Und das ist für die übergrosse Mehrheit zu spät zum Quadrat.
      Plus, und das quadriert den negativen Effekt auf die Gesellschaft nochmals, die guten Leute werden an den Universitäten ‚zurückgehalten‘, weil man sich mehr um diejenigen kümmern muss, die ’noch Entwicklungspotential haben‘.

      Um nicht anscheinend meist Negatives zu schreiben: ja, Goodnight, vollkommen richtig. An den Universitäten wird das in vielen Fällen – und sogar in NRW! – auch so gesehen: Wenn das Kind schon so weit im Brunnen steckt, wäre es jetzt an der Zeit, einfach den Universitäten legal die Chance zu geben, Studierende selbst auszusuchen, zu prüfen, und zuzulassen.
      Damit würden sich bei weitem die geringsten gesellschaftlichen Verwerfungen ergeben, und an vielen Universitäten bestehen solche Überlegungen – und sogar Strukturen – schon wenigstens ansatzweise.

      Umsetzung ist aber schwierig, weil die Partei, die das vorschlägt, beim Wähler ziemlich ‚durch‘ wäre. Weil die Eltern heutzutage eben in grosser Mehrheit davon überzeugt sind, dass ihre (beinahe erwachsenen) Kinder beinahe genial sind. Und ‚Studieren muss, wenn der Kleine schon Abitur hat‘.

    • In about 50 years, no one will speak Latin, probably. Not even Latin people.
      @Dippel

      Schule/ Universität war früher primär Erziehungsinstitution.
      Heute sind sie reine Bildungsvermittler.

      Das ist der entscheidende Unterschied.

      Das änderte alles.

      Das gegenwärtige System läuft Richtung „Lebenslanges Lernen“, d.h. am Ende sind auch die Schule, die Hochschule, das Abitur und der „Master“ nur noch kleine Mosaikteile eines Lebens, und damit gesellschaftlich kaum noch zu unterschieden von dem was VHS Kurse mal waren.

      Mit der Erziehungsauftrag hat die Schule/Hochschule ihre gesellschaftliche Macht und Bedeutung verloren. Da wird dann auch nicht mehr investiert, von Seiten der Politik. Bildung ist dann individuell, nicht mehr Gesellschaft.

    • Goodnight
      Was haben Sie gegen Durchlässigkeit?

      Wie ich dargelegt habe, war ich selbstgewählt „zurück gestuft“ auf einer Hauptschule und habe es dennoch u.a. nach Wharton geschafft.

      Haben Sie sich einmal die dortigen Aufnahmekriterien angeschaut? Falls nicht, machen Sie das doch mal.

      Durchlässigkeit im Schulsystem sollte immer gegeben sein.

      Allerdings sollten diejenigen, die Durchlässigkeit nutzen wollen, auch schon den Anforderungen entsprechen können.

    • @Thorsten K: Prinzipiell (rechtlich) gibt es die Durchlässigkeit
      des deutschen Bildungssystems unverändert. Nur
      :
      – berichten Medien nur noch höchste selten darüber
      – ist die Wahrnehmung der Möglichkeiten an das Wissen und die Durchsetzungsfähigkeit der Eltern gebunden
      – sind Klassen- und Schulformenwechsel gegenüber einer „gradlinigen“ Bildungslaufbahn lästig

      Ich stecke in dem Thema NICHT mehr drin, also weiss ich nicht, ob die Zahl von Bildungsweg- und Schulwechslern wirklich nachgelassen hat. Wird zunehmend unwichtiger, da der Trend auch in Deutschland zur Einheitsschule geht.

      Prinzipiell und im direkten Vergleich z.B. zu Belgien oder Frankreich ist das deutsche Schulsystem eines der durchlässigsten der entwickelten Welt …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Durchlässigkeiten
      Vollkommen richtig. *Wenn* ich etwas am alten System zu meinen Zeiten zu kritisieren hätte, war es die erschwerte Durchlässigkeit.

      Politisch gewünscht allerdings sind heute semipermeable Übergänge. Also immer alles nach oben hin aufwärts baggern.
      Während in Realität permeable Übergänge notwendig sind, die es auch erlauben, nach unten offen zu sein.
      Allerdings ist das heutzutage kaum mehr möglich; da gäbe es dann Prozesse mit Schadensersatzforderungen wegen ‚traumatisierender Behandlung‘ wenn jemandem mal erzählt würde, dass die graue Masse nicht ausreicht für eine bestimmte Ausbildung.

  75. Nachtrag
    Die Reihung bezieht sich auf Mathematik und die Quelle: U.S. Students from Educated Families Lag in International Tests, Hanushek/Peterson/Woessmann, in Education Next, 2014/Vol. 14/No. 4. Ist im Netz frei zugänglich.

  76. Staatsversagen die II
    Jede Wette, dass es bei der schulischen und weiter bildungsmäßigen Integration der Nahost-Immigranten beim schon routinemäßigen Chaos bleibt. Nicht nur können wenig deutsch sprechende Eltern mit selbst miserabler Schulbildung ihren Kindern kaum Hilfe zukommen lassen. Sondern die zig-Milliarden, die auf improvisierte Weise, plan- und ziellos verpulvert werden, dürften die üblichen Folgen haben: Mengen von Schulabbrechern, Bildungsversagern + Frustration. Alternativ die bereits erkennbare Beseitigung der Relevanz von Prüfungen als Übergang zu bedeutungslosen Symbol-Abschlüssen – passend zu Symbolpolitik.

    http://www.focus.de/politik/videos/lehrerverband-warnt-vor-schwierigkeiten-massive-probleme-bei-integration-von-300-000-fluechtlingskindern_id_6628842.html

    Der Artikel wurde am 10.02.2017, 19:44 veröffentlicht und offenbar bald danach wieder von der Hauptseite von focus online entfernt. Heute früh war er jedenfalls nicht mehr da. Womöglich entsprach er nicht der herrschenden PC und man wollte nicht allzuweit vom ehernen Grundsatz des Lückenpressentums abweichen.

    Last but not least die BKA-Studie „Analyse der Radikalisierungshintergründe und -verläufe der Personen, die aus islamistischer Motivation aus Deutschland in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind, Fortschreibung 2015“: „Für die größte Gruppe der spätestens bis (einschließlich) zum 14. Lebensjahr Eingereisten geschah somit die (politische) Sozialisation in erster Linie in Deutschland.“

    Was sich da insgesamt abzeichnet, ist nicht pauschal den Immigranten zuzurechnen, sondern konfusem staatlichen Aktionismus, den Zielorientierung und Effektivität null interessieren, sondern wo ganz grundsätzlich blind und rücksichtslos nach ideologischen Prämissen agiert wird.

    Dass dann lieber vor anderen Türen gekehrt wird und irgendwelche Tendenzen im U.S.-Schulsystem attackiert werden, passt da allerbestens ins Bild.

    • Schon muslimisch sozialisierte Kleinstknaben erzählen
      Erzieherinnen im Kindergarten, dass die ihnen, da weiblich, gar nichts zu sagen haben.
      Das geht später nicht weg, das sitzt, so fest ist das geprägt.
      Was den eigenen Stand in der Welt angeht ist das Selbstbild dann eher überhöht – während maßgebliche Fähigkeiten, auch wenn vorhanden, nicht gepflegt und weiter ausgebildet werden.
      Es sind zum Teil fehlende soziale Kompetenzen, die ein Zusammenleben schwer, wenn nicht gar unmöglich machen:
      http://www.tichyseinblick.de/meinungen/weltlage-2017-demografie-und-kompetenz/

    • Ja, die Zuzügerkinder werden die schlechteren Schülerinnen und Schüler von morgen sein
      Und am meisten darunter leiden wird die hiesige Unterschicht – ein Mißstand im Mißstand.
      Wir wissen das u. a. deshalb so gut, weil die USA dieses Großexperiment nun schon ein paar Generationen durchführen – wie auch Frankreich – – und mit den Türken usw. in bescheidenerem Umfang auch wir.

      I m m e r mit demselben Ergebnis: Schwarze in den USA oder Beurs in France oder zweite und nun schon bald dritte Generation Türkenkinder hier: Schneiden in allen Untersuchungen schlechter ab – oft so schlecht, und das ist die Hauptsache, dass sie im normalen (=durchschnittlichen) Bildungs- u n d Beschäftigungsbetrieb s t e t s unterdurchschnittlich bis richtig schlecht abschneiden.

      Will man das anders haben, wird man nicht auf die Bildungsrevolution hoffen dürfen, die das ändert: Dieses Wunder wird nicht stattfinden. Wenn es die Wundermethode gäbe, den schwachen Gruppen zu immerhin durchschnittlichen Arbeitsmarkt-Erfolgschancen zu verhelfen – hätten die US-Amerikaner die sicher schon längst gefunden. Es liegt . . . n i c h t am fehlenden guten Willen in der Bildungsforschung oder im Bildungssystem oder am Rassismus oder oder oder!
      Es wäre Zeit, das anzuerkennen.

      Sonst muss die Verdrängungsleistung gesellschaftlich immer weiter hochgefahren werden – das gibt viele Arbeitsplätze für Gutmeinende Hiesige (und ein paar Migrantenkids) im Hate-speech usw. – Präventionsbereich.
      Das aber ist selbst ein Symptom der Krise, und keinesfalls deren Lösung. Cf. DAs Artikel über Artikel über Artikel – ständig praktisch zeigt er: So geht es nicht!

      Wir brauchen, wenn überhaupt… einen Zuzug, der zu unseren vergleichsweise hohen Anforderungen einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft passt. Und politisches Asyl für p o l i t i s c h verfolgte.

    • Lehrerverband warnt...findet man immer noch auf FOCUS
      …nix mit Lückenpresse

  77. Also, nochmal. Don, fühlten Sie sich vera......? Wenn noch im Rohr...pardon
    Wg. Schreiblockade zum eigentlichen Thema: Der große Versöhnungsgipfel, schulmäßig
    .
    Wir ziehen gemeinsam in den Wahlkampf,
    gemeinsam, gemeinsam, gemeinsam, gem.…..(abwechselnd Horst und ulF)
    .
    Süß: Na da hält man Wähler für ein kleines blödes Rhesusäffchen…..
    Eineinhalb Jahre nichts als Drohungen wenn die Osthexe nicht Obergrenze sagt dann holen wir Holz für den Scheiterhaufen und jetzt glaubt man wenn man nur penetrant genug aus allen Öffnungen Gemeinsamkeit ruft dann glaubt man das schon. Oder wollte man sich nur selbst überzeugen, im Sinne einer magischen Beschwörung. Man sagt einfach das was man sich wünscht, Herr Seehofer?
    .
    Seehofer: Die Stimmung war äh entsprechend, äh, äh, äh, gut. Die Kanzlerin wirkte eher bisserl, mei. Gemeinsamkeit, das setzt sich ja zusammen aus gemein-und einsam. Passt, denn zuerst war die CSU gemein zu der Kanzlerin und dann war sie einsam. Doch anscheinend kann es Bayern doch nicht allein.
    Durch den Umfrageerfolg von Martin Schulz auf der einen Seite und den Erfolg der AfD auf der anderen, führt man jetzt einen Zweifrontenwahlkampf. Da gilt es schnell neue Überzeugungen auszuüben, der Herr Scheuer kann das so geschmeidig. Es geht ihm sofort bis in die Fingerspitzen, sozusagen.
    .
    Sven Lorig: Der CSU-Generalsekretär ist uns jetzt aus München zugeschaltet, sogar mit Merkelraute, wie ich sehe…was wollen Sie uns denn jetzt mit der Raute sagen…
    .
    Süß: uuups, das ist ihm jetzt doch ein wenig peinlich. Schön daß Herr Scheuer zu seinen Gefühlen noch fähig ist, zumindest kurz, aber es hilft ja nicht. Denn sein Chef hat für den Wahlkampf zwei neue Devisen ausgerufen. Erstens: Seehofer: „der Sieg ist dort, wo Eintracht herrscht.“
    .
    Süß: ja bis dato galt ja bei der CSU der Sieg ist dort wo eine Tracht herrscht, jetzt Eintracht. Seehofer: „Die zweite Säule ist die Eintracht mit der Bevölkerung.“
    .
    Süß: Hier macht sich der Landesvater mal wieder zum Anwalt des Bürgerwillens, den er natürlich besser kennt als die Elitekanzlerin. Denn sie wollen Obergrenze. Und wenn sie keine Obergrenze wollen dann sind´s eben keine Bürger. So macht man Vielfalt zu Einfalt.
    .
    Aber sehen Sie selbst: http://www.ardmediathek.de/tv/quer-mit-Christoph-S%C3%BC%C3%9F/Gemeinsam-gegen-Martin-Schulz/BR-Fernsehen/Video?bcastId=14912730&documentId=40584508
    .
    Extra noch für @ Frau Simon: http://www.rbb-online.de/kultur/berlinale/beitraege/2017/berlinale-eroeffnung-berlin.html
    (DdH)

    • Die Raute
      „…was wollen Sie uns denn jetzt mit der Raute sagen“

      Die Raute ist ein (primitives) Symbol für das weibliche Geschlechtsteil – ähnlich wie das bei Autofahrern beliebte, ringförmige Aneinanderlegen der Kuppen von Daumen-, Zeige- oder evtl. Mittelfinger den obszönen Hinweis auf bestimmte Körperöffnungen bildet.

      Interessanterweise sorgt die Rautendarstellung mit den unterhalb des Bauchnabels angeordneten Händen nicht für das intendierte schamhafte Verbergen, sondern im Gegenteil für die – unbewusste – Evokation der tabuisierten Körperzone. Für Freud eine anarchische Äußerung infantiler Sexualität. Einer seiner Schüler, Erik Erikson, notierte zum Thema Scham: „Der Schamerfüllte möchte (…) die Welt zwingen, ihn nicht anzusehen (…). Er würde am liebsten die Augen aller anderen zerstören. Stattdessen muss er seine eigene Unsichtbarkeit wünschen“

      Im Ganzen entweder eine milde Form von Exhibitionismus, hervorgehend aus einem starken Triebimpuls, d. h. der nicht unterdrückbaren Manifestation einer verdrängten, kindlichen Zeigelust – oder aber die Angst vor Entblößung.

      Die symbolische Andeutung sorgt für Erleichterung in einem inneren Konflikt und für die Kontrolle oder Unterdrückung eines nicht erfüllbaren Wunsches bzw. für die Bewältigung von Entblößungsängsten, Empfindungen der Unzulänglichkeit, drohenden Ehr- oder Achtungsverlusten im sozialen Umfeld etc.

      So genau wollten Sie es aber bestimmt nicht wissen ; –)

    • @ Sanger - Sehr verschämt wirkt Frau Merkel nicht - bliebe noch die milde Form von Zeigelust -
      und die ist ja nun echt ok, ist sie nicht?!

      Ich glaube nicht, dass Frau Merkel als Person ein großes Rätsel oder gar Problem darstellt. Echt nicht.

    • Öffentlich-rechtlicher Meinungs-Bildungsauftrag
      „Quer“ vom Bayerischen Rundfunk als Referenz? Wenn man es als linkes, pseudointellektuelles Bauerntheater bezeichnete, würde man dem eigentlichen Bauerntheater Unrecht tun.
      Moderator Christoph Süß hat eine ideologische To-do-List abzuarbeiten, das spürt man in jeder Sendung.
      Der BR wird von den Zusehern und Hörern in seiner Themenauswahl in den letzten Jahren immer häufiger als „progressive“ Bildungsanstalt wahrgenommen.

    • Quer hat sich totgelaufen und bleibt, weil ÖR immer bleibt.

    • Quer
      ist wirklich schon seit Jahren unerträglich.

      Allein dieser immergleiche, hämische Singsang, mit dem jeder redaktionelle Filmbeitrag unterlegt wird und die stets leicht schmierigen, aber pädagogisch höchst wertvollen, vorgeformten Gspassettln von Christoph Süß -igitt.
      Im Abstand von einigen Monaten prüfe ich manchmal, ob sich etwas gebessert hat.
      -Aber nein.
      Trotzdem kenne ich Leute, die die Sendung weiterhin als frech und kritisch missverstehen.

      Wo bleiben übrigens Ihre angekündigten Enthüllungen über den Bayerischen Rundfunk, auf die ich mit Interesse warte?

    • Merkel
      Die Merkelsche Raute als weibliches Pendant zu Jackson Michaels Griff in den Schritt war mir bisher nicht aufgefallen. Sie haben mir die Augen geöffnet.

  78. You’re gonna turn off that side of your head now, and get with the rest of us here.
    Einfach mal nachdenken:

    In unserem Bildungssystem entscheiden Lehrer darüber, ob ein Mensch begabt, hochbegabt oder ein Genie ist.

    Lehrer!

    Wie kann ein Lehrer eine Hochbegabung bzw Genialität erkennen? Wie soll das funktionieren?

    Der Witz an der Sache ist, dass hier alle an dieses Konstrukt Bildung und Begabung und Leistung glauben. Müssen Sie ja auch, weil die Gesellschaft uns allen unsere Identität gibt, mittels Zeugnissen, Abschlüssen, Titeln etc.

    Kann sich halt kaum keiner innerhalb der Gesellschaft definieren ohne das Konstrukt Bildung, dazu bräuchte er dann Identität mittels Geld und/oder Macht.

    Folglich glauben alle Akademiker an Bildung, ohne zu bemerken, dass nicht mehr wie vor 20 Jahren nur 15% Akademiker herumlaufen. Heute geht es in Richtung 50% „Gebildeter“, „Hochbegabter“, „Genies“.
    Und was haben wir von der Ökonomie gelernt: Wenn ein Gut nicht mehr knapp ist, dann ist es wertlos.
    Tja, so ist die Welt der Konstrukte

  79. Ein kleines Zitat
    Ein befreundeter Grundschullehrer: Inklusion im Klassenzimmer funktioniert nicht. Inklusion fuktioniert nur im Lehrerzimmer.

  80. Noch etwas
    Staatliche, öffentliche Bildungssysteme sind den privaten immer überlegen, und zwar aus folgendem, einfachen Grund: Bildung erfordert sehr hohe Investitionen für eine relativ kurze Zeitspanne, die sich im Verlauf des langen Arbeitslebens verzinsen (Erträge bringen), individuell durch höhere Gehälter, öffentlich durch höhere Steuerleistungen, geringere Gesundheitskosten etc. Bildungsinvestitionen erbringen öffentliche Erträge von ca. 7-9 Prozent p.a. Private Organisationen sind aber, anders als der Staat (deshalb gibt es ihn ja) nicht bereit oder in der Lage, so lange auf die Erträge zu warten und die Investitionen vorzuschießen. Für Wohlhabende, die die Bildung ihrer Kinder auf Grund vorhandenen Kapitals zahlen können, ist das kein Problem. Sie zahlen, wie der Donald für seinen Sohn, eben die 70tsd $ im Jahr, die Menschen ohne vorhandenes Kapital können das nicht und gehen dann unter. Dass die statusorientierte Mittelschicht dann nach öffentlich finanzierten Privatschulen ruft und damit das Beste beider Welten haben will, ist klar.

    • @Alex Schwarz, Zahlen-Nonsens
      http://www.handelsblatt.com/karriere/nachrichten/privatschulen-und-internate-mit-diesen-kosten-muessen-sie-rechnen/2608076.html

      + notorische Tieffliegerei zu Renditen. Erträge werden ausschließlich durch Private erwirtschaftet. Es gibt keine „öffentlichen“ Erträge. Die öffentliche Hand kennt nur Ausgaben, die durch Zwangsenteignungen (Steuern Abgaben) und nicht rückzahlungsfähige Dauerschulden gegenfinanziert werden.

    • Differenzierung nötig
      Bei „Privatschulen“ sollte man unterscheiden:

      Schulen mit (meist) hohem Schulgeld, die sich nur wenige leisten können, damit die Klientel unter sichbleibt (Bsp.: Salem) und

      „Ersatzschulen“, meist in kirchlicher Trägerschaft, die (zumindest in vielen Bundesländern) kein oder nur ein geringes Schulgeld erheben dürfen und unter praktisch denselben Bedingungen arbeiten (z.T. auch mit ausgeliehenen verbeamteten Lehrern) wie die staatliche Konkurrenz

  81. Ach nee!
    Endlich habe ich sie gefunden, die Ecke auf dem FAZ-Schulhof, wo heimlich geraucht, Pornobilder getauscht und und Quatsch geredet wird. Danke, D.A.! Und jetzt ab in den Unterricht! Aber vorher Hände waschen!

    • Jeder Lehrer sollte einen Lehrerarsch in jeder Klasse haben
      Schön für Sie, dass Sie den Ort gefunden haben. Da sind Sie bestimmt gut aufgehoben, denn an Diskussionen beteiligen Sie sich ja nicht gerne. Wo genau ist der Ort, nur damit sich da sonst niemand hinverirrt, der dort nicht hin möchte? Aber die Mitschüler danken Ihnen sicherlich dafür, dass Sie schonmal in die Klasse vorgehen und die Tafel putzen!

  82. Lehrergewerkschaften, chinesische Abschlüsse
    @ Edda Kuhlmann: Mit den Lehrergewerkschaften und dem Verhältnis zu den Demokraten sprechen sie ein interessantes Thema an. Im Standardwerk zur europäischen Geschichte steht, dass der Populismus erstmals Anfang der 1980er populär wurde – nachdem in den linken 70ern die Zahl der Staatsdiener gewaltig erhöht worden war, wofür Arbeiter seither deutlich höhere Abgaben zahlen. Die Ölkrise zwang dann die politische Linke, sich für die Arbeiter oder die Beamtenklientel zu entscheiden. Und die Arbeiter, sich für die Linke oder Populisten zu entscheiden, weil das Verhältnis von Steuern zu Staatsleistungen wie Schulen oder Sicherheit des öffentlichen Raums anders empfunden wurde als zuvor (während wir Spitzensteuersatzzahler, Privatpatienten und Hektarbesteher in die Schweiz gehen können – oder zum Steuerberater).

    @Sirisee/Don: Ein früherer Nachbar arbeitet in China und meint, ein Dr. chin. entspreche einen deutschen Diplom (bzw. Master), dieses – made in China – dem hiesigen Meister oder Techniker , selbige wiederum einer Facharbeiterausbildung. Das weiß man auch bei der Audi (die Satzgestaltung mag Nordlichter verwundern – die Audi ist jedoch der Butter der Autoindustrie, also paßt die Brezn).

    • In Deutschland
      lief das so, dass Ende sechziger, anfang siebziger der Personalstand bei der Verwaltung aufgestockt wurde. Das war nicht nur ein linkes Projekt, sondern dem Übergang vom Verwaltungsstaat zum Vorsorgestaat geschuldet. Das wurde parteiübergreifend betrieben, welche nannten das Ergebnis Massenloyalität – genau das, was eben bei uns in sich zusammenfällt wie ein missratener Auflauf, würde der Hausherr sagen. Als Nebeneffekt gab es eine Menge Posten, über die konnten die Parteien verfügen, in der Politik geht es um mcht, bei Parteien um Posten, eine klassichen Win-Win-Situuation also.
      .
      Hinzu kam der Aufbau der Fachhochschulen (FH), die damals aus dem Boden gestampft wurden. Die sollten die Industrie mit den erforderlichen Ingenieuren (grad. Ing: vor sechs Monaten wusde ich nich, wie man Inschinör schreipt, und jetzt bin ich eines, spottete man in den Bertrieben) und später auch die Verwaltuing mit den erforderlcihen Fachkräften versorgen.
      .
      Heisst in Folge, in diesen Jahren (Mitte sechziger bis Anfang siebziger des vorigen Jahrhunderts) konnten viele einen in der deutschen Geschichte einmaligen sozialen Aufsteig vollziehen. Wer das nicht wollte und etwas beseseres konnte, brauchte keiene einfachen Handarbeiten zu leisten. Dafür holte man sich sog. Gastarbeiter, die dann, dort wo es Arbeit für sie und ihre Kinder gab, heimsich wurden.
      .
      Heisst aber weiter, dass dies Geschichte ist. Die Arbeiter, also der Facharbeiter im industriellen Grossbetrieb ist den Weg gegangen, den der Landwirt, also der Bauer alten Schlages gegangen ist, es gibt sie noch, zumeist in der Literatur.
      .
      Die wesentliche Anzahl der abhängig Beschäftigten sind Angestellte im öffentlichen Dienst (der Beamte ist ein Angestellter, der sein Streikrecht für die Unkündbarkeit verkauft hat) oder in den Dienstleistern der freien Wirtschaft.
      .
      Und, sehen wir es einmal wie es ist: So hoch sind die Anforderungen an diese Dienstleister nicht, dass es ein wissenschaftliches Studium dazu bräuchte – so richtig ohne Regelstudienzeit und akademischer Freiheit. Eine Lehre kann man diesen Leuten auch nicht anbieten, es kommt bei diesen Tätigkeiten eher auf verbale Fähigkeiten an. Denn, „Ihr sollt mit den Kunden kommunizieren und sie begeistern“ lautet das, was heute noch von der antiken Überzeugungsrede übrig ist, die sollen verkaufen, diese Dienstleister, verkaufen. Also tut es ein Abitur, das inzwischen der halbe Jahrgang anstrebt und eine Fachklipphochschulausbildung mit einem Bacheler oder Maschder am Schluss auch. Das ist immer auch unter dem Kostenpunkt zu sehen, kosten soll es nix oder doch nur wenig, und dann allen gefallen.
      .
      Bleibt die Frage, wodurch das alte Abitur, das vor fünf Jahrzehnten noch keine zehn Prozent eines rigoros beschulten Jahrgangs gemacht haben. Ich nehme an, Abitur auf der Privatschule (wenig Kieztürken bei den katholischen Schulen. Walddoof gibts auch noch, der Schwerpunkt Soziales Verhalten macht die Abgänger zu Kranken- und Altenpflegern, gern wieder in dreigegliederten Veranstaltungen, damit ist richtig Geld verdient), Studium an angesagter Privatuni oder auch Staatsveranstaltung, Auslandssemester mit Abschluss.
      .
      Rcihtig ist, dass Linke ein besonderes Verhältnis zum Staat haben, von dem sie sich. lässt man ssie nur machen, allerhand gutes und schönes erhoffen. Geht zurück auf Hegel, der war schliesslich kgl preuss. Professor in Berlin. Der sehr viel bessere Schopenhauer konnte dort als Dozent nicht landen, verfluchte Hegelei, also schon damals nur Schau und das bis heute, lehrt uns der Dozent Holm.

    • ... man kann das aus Familiengeschichten sehen ....
      … nach dem 2. WK: Die Leute hatten Volksschule (vergleichbar dem Abschluss einer Realschule) und wurden mit Fleiß und weil freie Stellen da waren, Abteilungsleiter, Prokuristen und Geschäftsführer bedeutender Banken und Dienstleistungsunternehmen, wo sie Jahrzehnte blieben. Für das was dort im Alltag zu machen ist, braucht man Sachverstand und Loyalität zum Unternehmen, inhaltlich aber weder Abitur noch Studium, aber beides wird heute vorausgesetzt.

      Und so kommen die Nachfahren der Nachkriegsgeneration bei gleicher Qualifikation heute nicht mehr auf Stellen. Das ist mE einer der Gründe, weshalb das dynamische Erfolgsmodell der Nachkriegszeit heute nicht mehr funktioniert; es wurde kaputtreguliert. Man hat sich dadurch eine Führungselite mit formal tollen Zeugnissen aber ohne Unternehmensloyalität herangezüchtet.

  83. Titel eingeben
    Guten Morgen,
    erinnere mich gerade an an Buch von Michael Holzach.
    Irgendwann Anfang der Achtziger gelesen.
    Michael Holzach war ein deutscher Journalist und Buchautor, kam später in Deutschland auf tragische Weise ums Leben.

    Michael lebte ein Jahr bei Hutterer in Amerika.
    Ein Ausspruch den ein Hutterer zu ihm gesagt hat , habe ich nie vergessen.

    “ Michele du woischt alles , aber kenne dusch du nix.

    Beserr kann man es nicht über die ganzen Theoretiker sagen.

    Hutterer Schulwesen:
    „…Obwohl bei den Hutterern seit dem 16. Jahrhundert Schulpflicht besteht, schicken sie ihre Kinder nicht auf öffentliche Schulen. Stattdessen haben sie ein eigenes Schulwesen entwickelt. Die Kinder werden sieben Jahre im Lesen und Schreiben sowie Rechnen ausgebildet. Die Ausbildung der jungen Hutterer ist mit dem 15. Lebensjahr abgeschlossen. Höhere Bildung streben die Hutterer nicht an, denn vorrangiges Ziel der Ausbildung ist das Eigenstudium der Bibel und die Ausbildung für die Arbeit auf dem Bruderhof. Lehrer genießen aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die Bewahrung der Tradition hohe Anerkennung in der Gemeinde.[22] Die Erziehung der Kinder, auch durch Stockhiebe, obliegt ihnen. In Kanada müssen die Kinder zusätzlich zum gemeinschaftlichen Unterricht von einer staatlichen Lehrkraft gehaltene Unterrichtsstunden besuchen.

    Nach der Schulzeit beginnt die Ausbildung in einem der Arbeitsbereiche der Gemeinde – zum Beispiel zum Schuster, zur Arbeit in der Landwirtschaft, oder auch zum Schulmeister. Ausbilder sind jeweils ältere Gemeindemitglieder, die in den entsprechenden Aufgabenfeldern langjährige Erfahrung haben. Pädagogisches Prinzip ist learning by doing. Prüfungen gibt es keine. Heutzutage besuchen einige wenige Gemeindemitglieder aufgrund der zunehmenden Technisierung in der Produktion die Universität. Die Brandon University in Manitoba bietet eine eigene Lehrerausbildung für Hutterer an. Das Hutterite Education Program (BUHEP) wird jedoch nur von Teilen der Schmiedleut angenommen…“

  84. Titel eingeben
    Nachschlag:
    Habe hier im Blog immer versucht, wirtschaftliche Zusammenhänge einfach zu erklären.
    Muss aber immerwieder von Leuten hier, die nie ihr eigenes Geld zum zum Lebnsunterhalt einsetzen müssen/ mussten, die eigentümlichsten Beiträge lesen,gehen mir immer die Zehennägel hoch…
    nun ja , man gewöhnt sich an einiges ;)
    The end.

  85. Die Welt des D.A.
    Ist eine ganz schreckliche. Und er hat ja so recht. Er ist gezwungen in diesem entsetzlichen Bayern zu leben, gefesselt an seine Immobilien. Das ist für sich genommen schon ein schweres Schicksal. Und dann diese von spätinquisitorischen Katholiken überschattete Kindheit! Aber trotzdem dankt er unserem Herrgott, dass er von dort stammt. Weil diese Hölle ja nicht so heiss brennt wie in NRW oder gar Berlin. Je weiter vom Chiemsee die betrachtete Welt entfernt ist, umso schlimmer wird es. Wegen der Linken und den Frauen. Und es ist richtig: der Feind ist links und eine Frau. Und ganz furchtbar: Angela. Verwunderlich ist eigentlich nur, dass dieses mängelbehaftete Gemeinwesen immer noch irgendwie funktioniert. Sogar in Bayern! Dass dürfte es doch gar nicht. Aber in Wahrheit liebt der romantische Heimatdichter Alfons Bayern über jedes Maß. Deswegen grantelt er auch so gerne darüber. Liebe Grüße aus dem Neandertal.

    • Fühlen Sie sich schlau, wenn Sie sowas schreiben? In Bayern nennt man das nur unhöflich.

    • angienet?
      „Warum AngieNET? Wer steckt dahinter?“ titeln Sie in Ihrem Blog, beantworten die Frage aber nicht wirklich.
      Impressum fehlt auch. Nur so als Hinweis: mit dieser Unterlassung riskieren Sie eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung.

      Angeblich steckt hinter der FAZ stets ein kluger Kopf.
      Da stellt sich unwillkürlich die Frage, was hinter angienet steckt.

    • Peter Keul
      Das ist nur Peter Keul aus Hilden, der hinter „angienet.de“ steckt. Hilden liegt zwischen Düsseldorf und Wuppertal, 10 km südlich des Neandertales, welches zu Erkrath und Mettmann gehört, nicht aber zu Hilden. angienet.de ist eine Art Fan-Blog für Angela Merkel, gehostet von Hofstade Datentechnik in Forstern und das liegt in Bayern, östlich von München, im Landkreis Erding, etwa 20 km neben dem Beginn des Chiemgaus. Erster Beitrag: 10.11.2016. Letzter: 10.12.2016. 19 Kurztexte in dieser Zeit, alle von Peter Keul und alle zu Ehren unserer hochverehrten Frau Chefin, zusätzlich 4 Kommentare von Lesern des Blogs.

    • Ich bin natürlich nicht schlau
      uhabe nur 8 Jahre Volksschule und bin mit 4 Schwestern in NRW un einer Arbeiterfamilie aufgewachsen. Alle hatten ehrliche Berufe und sind jetzt Anhänger von Angela Merkel. Uns geht es gut. Ohne Reichtum. Wenn mein Text unhöflich ist, weiß ich nicht, was höflich ist. (Bildungsfern) Und Herr Redder, ich schreibe immer unter meinem Klarnamen. folglich haben Sie mich ja auch gefunden, wie alle anderen auch-

    • Deswegen oder trotzdem?
      Peter Keul – 11. Februar 2017 um 16:26 Uhr … sind jetzt Anhänger von Angela Merkel. Uns geht es gut. … – Trotzdem, meine ich, nicht deswegen. Gruß!

  86. "Da fass....." (Polt)
    https://www.youtube.com/watch?v=u4SLS0UR-7s, bei 2:34
    .
    Le ministre de la Justice macht den Cicero. Orationes in Verrem. Konsequent ist er ja, der Kleine.
    (DdH)

  87. Titel eingeben
    So geht es auch, die Kinder selber unterrichten.

    Spark your dream.
    Hermann und Candelaria Zapp
    Im Jahr 2000 mit einem- damals 72Jahre altem Fahrzeug- gestartet, heute haben wir 2017 (Reise ist , wenn ich richtig informiert bin noch nicht zu ende (letzen Herbst sind sie in Deutschland mit ihrem Fahrzeug angekommen) starteten zu zweit. Mittlerweile 4 Kinder, werden von ihnen selbst unterrichtet.

    http://4-wheel-nomads.de/?p=940

  88. Der neue Klassenkampf
    Berlin geizte mit Geld für Schulen. Nach der Wende floss
    jedoch viel Geld in den Osten. Leider versickerte viel in
    dunklen Kanälen. Es gab aber rühmliche(?) Ausnahmen.

    Z.B. Dem Hochbauamt > das für „meinen“ Schulneubau
    damals zuständig war, stand ein kluger und pfiffiger
    Leiter vor. Natürlich fragte ich mich insgeheim was
    er wohl vorher gemacht hatte, jedoch eines spürte ich
    sofort, dass ich ohne ihn keine Schule in hoher Qualität
    erhalten würde.
    Das übrige Personal (auch von der Schulverwaltung) war
    unterirdisch unflexibel und gnadenlos stur.
    Warum? Es war mir egal.
    Ich packte sie kurzerhand in die „Idiotenschublade“
    und überging sie. Keine Zeit für sowas.
    .
    Mit diesem Leiter besuchte ich dann mehrere Grundschulen.
    Eine fiel uns auf durch ihre ruhige Atmosphäre und ihre
    Sauberkeit auf.
    Der Schlüssel dazu lag in einer sinnvollen Gliederung und
    vor allem auch an eingebauten Schallschutzmaßnahmen!
    Die Akustikmaßnahmen in Schulen brauchen -bitteschön-
    auch die einer Philharmonie!
    .
    Was mir dabei erst neulich so richtig bewusst wurde,
    las ich in dem Buch von Zizek: „Der neue Klassenkampf“:
    Dass man nämlich sich viel mehr hüten muss,
    um nicht selbst in irgendeine „Kumpanei“ im Sinne
    „das ist einer von uns“ – und sei es im Dienst einer
    vermeintlich guten Sache – zu geraten!

    In meinem Fall war es mir völlig wurscht, was für ein
    Vorleben der Hochbauleiter führte. Nur seine Kompetenz
    interessierte mich und dass er sich durchsetzungsstark
    für die Qualität dieser Schule einsetzten konnte.

    Ich war ja auch bei Holm anderer Meinung als bei der
    trampeligen Dichterverräterin Kahane.

    Ich fürchte dass Holms Tätigkeit als Städtebaufachmann
    in meinem Hirn nach mildernden Umständen suchte,
    aber so richtig sezieren kann (oder will) ich es nicht.
    .
    Alles sicher nur KleinKlein, aber die Strukturen sind da.

  89. Subtile AfD-Werbung auf alten Leiern und andere Trumpeleien
    Don,

    Sie haben da ja einen subtilen Weg gefunden, der AfD zu helfen. Die gute alte Zeit gegen Gendertröten, grünliche Schulverschlimmbesserer etc. zu verteidigen führt ja letztlich genau dahin, und auch Ihr Beitrag über braune Küchenhelfer geht ja ganz eindeutig in diese Richtung (sorry, der schlechte Scherz musste sein).

    Dumm nur, dass bei der AfD einige Minderbemittelte das mit dem „Zurück in die gute alte Zeit“ missverstanden haben und um ein paar Jahrzehnte zu weit zurückstreben – und so auch gutwilligste Unterstützer vergraulen. Und nein, ich zähle Sie natürlich nicht ernsthaft zu den letzteren.

    Freilich bietet nun Trump ein abschreckendes Beispiel, wie es ausgeht, wenn man einen „Populisten“ wählt – indem er seine in vielen Punkten berechtigte Agenda nicht smart angeht, sondern einfach nur völlig unbeholfen drauflostrumpelt (ein Narr, wer dahinter eine ausgeklügelt perfide Strategie vermutet). Sie erklären Ihren Lesern nun, dass auch das nur halb so schlimm sei und die gutmenschliche Gegenwehr wie stets nicht unverlogen, womit Sie ja recht haben.

    So schön es ist, dass Sie auf Ihrer alten Leier jetzt neben sattsam bekannten Weisen auch ein paar Töne aus der Neuen Welt erklingen lassen, so stellen sich doch aktuell dem teutschen Michel einige drängerende Fragen.

    Wie kann der Populisten-Schulz soviele für sich gewinnen? Indem er alles schlecht redet zieht er die Volkszornigen auf seine Seite, als Nichtabiturient den „einfachen Mann“; als halbwegs neues Gesicht begeistert er die Merkelmüden, und auch jede, die deren fahrigen Sidekick Gabriel nicht mehr in der ersten Reihe ertragen konnten. Sogar sein EU-Background scheint dem Kleinstadt-Schulzen zu nützen, denn wer will in Zeiten, wo der Donald zumindest scheinbar mit dem Vladimir kuschelt, schon wirklich eine vollends zerbrechende EU und damit die Russen auf dem Kurfürstendamm? —- Ei, wer hätte diesen Erfolg vorausgeahnt!?

    Im Schatten dieser durchaus unterhaltsamen Ereignisse bauen freilich das Maasmännchen und die Küstenbarbie unverdrossen an ihrer Stasi 2.0 weiter. Und es steht zu befürchten, dass sie ein gutes Stück weiter gekommen sind, wenn sich der Staub um Trumpeldonald und Sankt Martin gelegt hat. Und ihre Lage sich dank der beiden, die ihnen als als abschreckendes Beispiel und Stimmengenerator in die Hände spielen, nochmals verbessert hat.

    Ich hoffe daher sehr, dass Sie an diesem Thema dranbleiben, auch wenn diese alte, misstönende Weise derzeit nicht gerade an der Spitze der Hitparade zu finden ist. Das Thema Martinsmarsch wäre sicher auch die eine oder andere Zeile wert.

    Ergebenst
    Robert

    • Was soll das mit der AfD zu tun haben? Das ist bei uns ganz normaler Mainstream. Er richtet sich halt gegen eine gewisse Doppelmoral.

    • DM-1=x
      Wem ein Platz zwischen den Stühlen zu ungemütlich erscheint, der wähle sich beizeiten die passende Doppelmoral. Ganz unabhängig von Weltanschauung und Profession ein probates Mittel der Aneignung der Welt zum eigenen Nutzen.

      „Of all poses a moral pose is the most offensive.“ (Oscar Wilde)

    • (sorry, der schlechte Scherz musste sein)
      Nein. Musste er nicht.

    • Der Don beschreibt, was ist - und wenn Sie das als AFD Werbung auffassen, dann stimmt
      an dem, was ist, irgend etwas nicht. Ich grübel und grübel und komm nicht drauf, was das sein könnte…

    • Es gibt halt Leute, bei denen ist jeder abweichende Gedanke falsch und rechts und am Schlimmsten sind die, die auch noch geistreich sind.

    • Zu geistreich für Ironie?
      Ich kann den Kommentatoren meines Kommentars nur zustimmen. Der Bezug auf die AfD und die Interpretation von Dons Beiträgen als Unterstützung für diese waren einerseits als ironische Persiflage gemeint. Ich hatte gehofft, das wäre ersichtlich …

      Andererseits – ist es nicht in der Tat so, dass das was ist, Werbung für diese Partei ist? Und dass genau das auch immer unausweichlich mitschwingt? Ideologisch überzogener Fortschritts-, Willkommens- und Gleichstellungswahn der etablierten politischen Intelligenzia vs. pragmatisch-konservative Grundhaltung großer Bevölkerungsteile ist das Spannungsfeld, in dem sich sowohl Dons Beiträge als auch das Motiv der AfD-Klientel bewegen. Auch dies hielt ich für offensichtlic …

      All das ist kein Vorwurf an Don, ganz im Gegenteil – denn wie richtig erkannt: er beschreibt nur was ist, und genau das bringt dieser Partei zweistellige Stimmenanteile.

      Wem das nicht gefällt, der sollte nicht den Boten schelten, sondern das, was ist, bewegen.


    • @ Don Alphonso
      Ich mache hier wiederholt eine gegenteilige Erfahrung und möchte diesen Ihren Satz entsprechend anpassen:
      Es gibt halt Leute, bei denen ist jeder abweichende Gedanke falsch und links.
      Hinzufügen möchte: Jede abweichende Information stammt ausnahmslos aus falschen und unzuverlässigen linken Quellen.
      Hängt also vom Blickwinkel ab.

    • Man sollte sich in Ruhe alles erst einmal anhören.

    • Wahlkampfhilfe, die den Namen verdient
      @R. Tresckow:

      Wahlkampfhilfe, die den Namen verdient, passiert vielleicht oder wahrscheinlich gerade beim EuGH bezüglich Visa, wozu ein Generalanwalt bemerkenswerte Vorschläge unterbreitete. Sollten diese angenommen werden, braucht Schulz über seine Kandidatur jedenfalls nicht mehr groß nachzudenken, die kann er sich dann schenken. Nachzulesen in einem Kommentar gerade bei welt.de . Dort wird darauf hingewiesen, dass Roman Herzog vor Jahren bereits als Ex-Bundespräsident und Ex-Bundesverfassungsrichter etwas ungeheuerliches tat: Er forderte, dass die Macht des EuGH begrenzt werden müsse. Das würde er sich heute nicht mehr leisten können, wenn er es noch könnte.

    • Für ein EuGH braucht man erst mal eine EU und mit so einer Entscheidung macht man nur LePen gross. Die Idee ist absolut irrsinnig. Das treibt die Menschen dazu, das zu wählen, was diese EU kaputt macht.

    • Moin Alfons
      Das ist momentan das absolute Todesurteil der EU.

      Aber dafür braucht es nicht einmal das Urteil, sondern nur die Möglichkeit und das verbreitete Wissen, dass es möglich ist. Das KÖNNTE schon absolut tödlich für alles derzeit bekannte sein …

      … aber mit Recht und guter Hoffnung, dass es selbst unter Radikalen nur moderatere „Änderungen“ gibt in einem Staatenverbund, als Kriegserklärungen, sofern es keinen EuGH mehr geben wird.

  90. @ Sirisee sagt am 10. Februar 2017 um 19:57 Uhr (+ Antwort von Don)
    „….wo doch mittlerweile jeder staatlich ausgebildete Chinese drang Drill und Leistungswillen jedem Deutschen in Grundkulturtechniken wie Mathe, Lesen und Schreiben um Jahre voraus ist…“
    .
    Ja, glaube ich auch, aber nehmen Sie sich bitte die Zeit und schauen sich trotzdem mal das Video an.
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=2PMzPCu3S5c
    .
    Und ich glaube nicht, daß es sich bei den europareisenden Chinesen um das Prekariat aus dem Reich der Mitte handelt. Um in Deutschland so viel einfältiges Geschwätz auf einem Haufen zu erleben, müßten Sie schon mit einer Busladung dörflicher Rentner (mir fielen da schon geographische Zuordnungen ein, aber da gibt’s wieder Haue) zu Bauer Ewald auf Prickings Hof unterwegs sein. Wahlweise mit Bewohnern einer Heilbronner Vorstadt auf Fahrt nach Malgrat oder Abano. Als Nichtbesitzer eines solchen Ohrstöpselmusikgerätes ist man anschließend mental vollkommen ausgelaugt und fragt sich, wie die bloß durchs Leben bis zur Rente gekommen sind.
    (DdH)

    • .... es ist ja immer eine Frage des Kontextes ....
      … hier zB schreibe ich idR schnell, mit entsprechenden Stil- und Tippfehlern, die mitunter den Eindruck erwecken könnten, als sei ich einer jener Analphabeten, die gestern aus dem Bus gestiegen sind und morgen die Rente erwirtschaften werden. Beim Hausherrn ist es ähnlich.

      Wahrscheinlich war das eine Busladung schwerhöriger Chinesen. Oder kulturell bedingt, denn zufällig war ich in der Vorstadt erst gestern in einer chinesischen Nudelbar, ein Raum, so groß wie mancher Palast in I.-town, am anderen Ende drei junge Chinesinnen, die miteinander schnatterten, ständig, ohne Unterlass und ohrenbetäubend.

      Was bei den Chinesen hinzukommt, ist ja die schiere Masse. Die brauchen nur ihre bevölkerungsüblichen 10-20% Talente gescheit auszubilden und das reicht zur Dominanz auf allen Feldern. Die „Wir-schaffen-das“ – Euphoriker blenden die Konkurrenzlage und das Aufstreben der Asiaten ungehörig aus; das Geld für Piktogramme, Sprachkurse, Möbel und Wohnungen für afrikanische und muslimische Analphabeten ist mE sinnlos weggeworfen und hätte besser für Grenzbefestigungen, Stadttore, Mauerringe und Türmer ausgegeben werden sollen.

  91. Bei einem Stand von 256 Kommentaren
    Gibt es:

    2 mal das Wort ‚Hochschule‘

    10 mal das Wort ‚Universität‘ (davon mehrheitlich wegen Holm)

    2 Beiträge dazu, dass die Absolventen der in allen anderen Beiträgen beschriebenen Schulen ja eines Tages auch studieren sollen. Wodurch die Hochschulen und Universitäten in die Bredouille geraten.

    11 mal das Akronym ‚NRW‘, davon einmal im Zusammenhang mit einer Anforderungsreduktion.

    Kein einziges Mal wurde bisher erwähnt, dass die Landesregierung in Düsseldorf in den letzten 10 Jahren das Mathematik-Curriculum der Oberstufe, Gymnasium ebenso wie Berufskolleg, signifikant zusammengestrichen hat, wobei elementare mathematische Grundlagen herausfielen.

    Es überrascht doch immer wieder aufs Neue, dass die Konsequenzen aus einer Schulpoltitik, wie sie oben extensiv diskutiert wird, offenbar kaum ins Bewusstsein dringen.
    Meine Frage ist und bleibt, wieso die tertiäre Ausbildungsphase, aus der immerhin die Ärzte und Ingenieure kommen sollen, die uns später heilen bzw. die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg legen sollen, so wenig diskutiert wird.
    Dabei kann man den Universitäten da wenig Vorwürfe machen, denn wie könnte es anders sein als ‚garbage in – garbage out‘?

    Gehen Sie mal auf das Uni-Campus Ihrer Wahl, und schauen Sie sich um. Da könnte es sein, dass Sie Wände vorfinden, die gepflastert sind mit Hilfsangeboten: Schreiben, Mathematik, Selbstorganisation, Motivationskurse, Lesekompetenz, u.s.w.

    Eine Konsequenz verfehlter Bildungspolitik ist, dass Defizite dann von den Universitäten geleistet werden müssen, soweit die knappen Gelder das erlauben. Natürlich kann man Projekte wie dieses
    https://zlb.uni-due.de/skala ‚vorbildlich‘ nennen. Das ist es auch. Nur an der falschen Stelle. Die Landesregierung verschiebt die Lösung eines Problemes das sie in der Schule mit verursacht um gewählt zu werden (‚Bildungsgerechtigkeit‘, ‚Abitur für alle‘) einfach auf die nächste Stufe. Sozusagen hinter die Kulisse. Dort wo das Problem für den Wähler nicht mehr so recht sichtbar ist.

    Und, auch wenn einige enttäuscht sein werden, in Bayern ist das nicht grundlegend anders. Deshalb gibt es das hier: http://vorkurse.ma.tum.de/Vorkurse/WebHome

    Dass es in Bayern nicht grundsätzlich anders ist, habe ich anekdotisch mitbekommen, bei der Tochter einer Apothekerfamilie (das Thema wurde oben ansprochen) aus Oberbayern. Ich war echt enttäuscht, wie G8 da abgefeiert wurde. Schnell-schnell, und viel-viel. Schnell, und vor allem viel Auswendiglernen von Definitionen die dann abgefragt wurden in der Klausur. Auswendiglernen ist zwar eine wichtige Kulturtechnik, aber sehr abhängig vom Fach. Konzeptuelles Verstehen ist noch wichtiger, aber das liess die Zeit nicht zu. Arbeitsbereitschaft lässt sich damit in Bayern sicher häufiger finden als im Rest der Republik. Aber noch immer keine Grundlage für die Forschung und Entwicklung, die dieses Land grossschalig nötig hätte für seine Zukunft.

    • Das G8 war ein Debakel, aber es wird ja auch zurückgenommen.

    • Kann mir sagen, weshab mit so vielem gleich ein unbegrenzter "Feldversuch"
      gemacht wird, ohne überhaupt zu prüfen, ob es wirklich zu einer Verbesserung führt?
      Schule, Uni, offene Grenzen, Atom (oder nicht)…

    • Bei den offenen Grenzen hatte man den Feldversuch schon länger, und trotzdem hat Merkel Leute eingeladen.

    • auch nicht besser
      Meine Tochter geht in München in eine Realschule (e.V) die ich ansonsten recht gut finde. ABER: Die Schüler hätten gerne die klassische frontale Sitzordnung, weil die weniger zum Schwätzen verleitet; dies entspricht nicht den Schulleitlinien, also müssen sie weiter in Blocks sitzen.

      An einem münchner mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium werden keine chemischen Praxisversuche mehr gemacht, da die Stadt München das Geld für den Betrieb der Bunsenbrenner nicht aufbringen kann.

    • Vorkurse
      @Uwe Dippel – die von Ihnen an der TU Muenchen gefundenen Mathematik-Vorkurse gab es auch schon Anfang der 80er an den NRW-Unis. Auch damals war der Wissensstand von Studienanfaengern in den Naturwissenschaften ziemlich variabel. (Nebenbei war es als Auffrischungskurs ganz sinnvoll fuer die W15’er nach ueber einem Jahr Stumpfsinn …)

      Neu ist allenfalls, dass die Vorkurse wohl heutzutage auf einem Niveau unter Null einsteigen muessen, wenn ich meine Erfahrungen mit Biologiestudenten aus den spaeten 90ern extrapoliere (keinerlei Ahnung vom Dreisatz, unfaehig zum Kopfrechnen, selbst bei simplen 10x-Verduennungen. Und ich weiss, mit Mathematik hat das nix zu tun).

  92. In meinem bayerischen Gymnasium ging es eher streng ab,
    allerdings nicht übertrieben.

    Die didaktisch, also in der Wissensvermittlung, beste war eine Biologielehrerin.
    In ihrem Unterricht konnte man eine Stecknadel fallen hören.
    Und heute, mehr als vierzig Jahre danach, weiß ich noch viel, über Tiere, den Aufbau unserer Zellen, etc.
    Ich habe beruflich nichts damit zu tun, also viel Wissen stammt noch aus diesem Unterricht.
    Mit Blödeln, stören, etc. , war da nichts.

    Eigentlich eine sehr gute, leistungsorientierte Methode.

    • Stimmt, Schule war Schule und kein Kasperltheater. Aber es gab auch noch Freizeit, wo nes heute G8 gibt.

  93. 3 Sorten von Privatschulen
    Einer der besten Artikel, den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Sie bringen die Dinge perfekt auf den Punkt. Genauso sind die Verhältnisse hier in Berlin.

    Ich möchte zum Thema Privatschulen noch anmerken, dass es insgesamt drei unterschiedliche Kategorien gibt:

    1. Die kirchlichen Privatschulen. Da wird die linke Mutter und der Öko-Vater, die vor Jahren aus steuerlichen Gründen bereits aus der Kirche ausgetreten sind, auf einmal wieder ganz christlich und erzählt der Schulsekretärin stundenlang vom ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde und dass das Kind so gerne in den Gottesdienst gehe und deshalb UNBEDINGT auf die St.-Irgendwas-Schule gehen muss. Es ist sehr schwierig auf diesen Schulen in Berlin einen Platz zu bekommen, denn sie sind noch relativ erschwinglich, kosten zwischen 50 und 500 Euro im Monat – je nachdem, wie die Eltern es schaffen, sich mit Hilfe von fingierten Gehaltsbescheinigungen als angebliche Selbstständige oder Steuerbescheiden arm zu rechnen. Ob die Leistung an diesen Schulen besser ist – da bin ich mir nicht ganz sicher. Auf alle Fälle gibt es keine muslimischen Migranten – und das ist es auch, was die (in Berlin überwiegend linken) Eltern wollen, ohne darüber reden zu müssen. Wenn Migranten-Eltern schlau wären, würden sie ihre Kinder auf diesen Schulen anmelden, denn diese Schulen sind aufgrund der staatlichen Förderung verpflichtet, Migranten aller Religionen aufzunehmen.

    2. Die echten Privatschulen, die mindestens rund 1000 Euro im Monat kosten. Nennen sich meist irgendwas mit INTERNATIONAL. Hier will man sein bürgerliches Kind im Grunde nicht hingeben, denn hier gibt es viele reichen (Russen-)Kinder, verzogene Gören und Angeber, die sich den Koks vom Taschengeld kaufen können. Eine große Wohlstandsverwahrlosung mit einer bunten Schülerschaft, die sich zwar international nennt. Aber auch wenn die Menschen dort alle Geld haben, klappt das Zusammenleben der Kulturen eben doch nicht reibungslos, Englisch als gemeinsame Unterrichtssprache ist auch so ein Traum, bei dem die deutschen Mittelstands-Eltern nicht so richtig mithalten können.

    3. Die teueren und guten Internate wie – hier in Berlin besonders beliebt – Schloß Torgelow oder ähnliche bei Ihnen im Süden sind dann die Alternative für alle, die eine wirklich solide und gute Schulbildung für ihre Kinder wollen. Hier lernen die Kinder dann auch och Tischmanieren sowie respektvolles und höfliches Verhalten. Der Nachteil: man muss auf die Kinder unter der Woche verzichten.

    Insgesamt alles ein Desaster. Und, ja, Sie haben Recht: es wird alles noch viel schlimmer werden. Die Willkommensklassen entlassen inzwischen die erste Generation von Willkommens-Kindern. Und es ist unmöglich, für die bunte Mischung aus aller Herren Länder, dem normalen Unterrichtsstoff zu folgen. Und auch „aber eine gute staatliche Schule Ausrufezeichen“ wird es bald nicht mehr geben.

    • Berlin wollte das, Berlijn wird das bekommen. Ich bin da leidenschaftslos. Paris hat die Aussenbezirke, deutschland hat Berlin und viel Ostdeutschland dazwischen.

      Ich nehme an, in ein paar Jahren wird es einen Trend zurück aufs Land geben, aus genau diesen Gründen.

    • "... Trend zurück aufs Land..."
      Das interessiert sogar mich.
      Die Preise in den nordlichen Ossie Gefilden sind ja auch sehr einladend, aber man muss halt abwarten ob der Trump mit dem Putin tatsächlich so gut kann, dass man für die mir verbleibenden so 20 Jahre in Frieden dort leben kann. Ich bin sicher ein Botho Strauss weiss was er tut…

    • Ich denke, es wird in Berlin zu einer in Potsdam bereits sichtbaren Speckgürtelbildung kommen. In münchen hat das auch 40 Jahre gedauert, bis man jetzt den Norden aufsiedelt, mit Neubaugebieten in Pfaffenhofen. Dort kann man dann auch ethnisch reine Siedlungen anlegen, die R2G wähklen.

    • "Trend zurück aufs Land"
      @ Don:

      Da müssen Sie nicht erst jahrelang waren, den Trend gibt es schon heute, z. B. im Raum Stuttgart. Selbst für Doppelverdiener ist bei zwei Kindern Wohnraum in der Stadt kaum noch erschwinglich.

    • achtung zynisch!
      Vielleicht wird es auch zu einer Renaissance der „Stadtmauer“ kommen, dieses mal mit umgekehrter Wirkrichtung.
      Ich habe genug Fantasie, mir eine „autonome Zone Ruhrgebiet“ mit anderer Rechtsprechung vorzustellen in der mittleren Zukunft.
      Drumherum leben die Begüterten und geniessen das romantische Landleben.
      Ich erinnere mich an eine dystopische Science Fiction Serie in der ARD (lang ist es her), die ein solches Szenario darstellte, allerdings in Britannien.
      Dort lebte der Landadel scheinbar ohne Technik und ruhig im Umland, bis es zum Aufstand in der Slumstadt kam.
      Da stellte sich dann heraus, dass die Mächtigen doch noch Technik besassen, in Form von Kampfhubschraubern und modernen Waffensystemen. ;)

    • In so ein Eliteinternat kommt aber doch heutzutage nicht wirklich jeder rein,
      der das will und bezahlen könnte – oder irre ich mich da? Gibt es da nicht schon welche, die lieber unter sich bleiben möchten?

    • Es gibt welche, die massiv sieben, um einen gewissen gewünschten Standard zu halten, und andere, die allen nehmen, was zahlt. Denken Sie an den Gadhaffisöhne in London und München.

  94. @Don Alphonso: .. und eher 3 Jahre, wenn sie aus der DDR kamen
    Zitat von Don Alphonso: „Nach dessen Einschätzung hingen die Kinder bis zum Abitur um 2 Jahre zurück, wenn sie aus Berlin und NRW nach Bayern kamen, und eher 3 Jahre, wenn sie aus der DDR kamen“.
    Als wir vor nun fast 40 Jahren aus Dresden nach Oberbayern umzogen und ich meine Kinder am Gymnasium anmeldete, wurde mir empfohlen, beide um mindestens 1 Jahr zurückzustufen, weil die für ein bayrisches Gymnasium eh zu dumm seien. Mein Sohn erhielt dann ein Jahr später 200 DM Leistungsstipendium pro Monat, geschwitzt hat er deswegen aber nicht. Und als meine Tochter das Abitur im Leistungskurs Deutsch ablegen wollte, kam das geforderte Minimum von 5 Teilnehmern nicht zustande. O-Ton des fragenden Lehrers: Hat jemand schon mal ein Buch bis zum Ende durchgelesen? Ich habe übrigens mein Abitur Ende der Fünfziger in der „Zone“ abgelegt, nach 8 Turbojahren. Verglichen mit dem, was wir da auch in den Nebenfächern wie Geschichte etc. gelernt haben, war das im bayrischen Gymnasium Vermittelte ein Witz. Kommen Sie wieder herunter von Ihrem hohen Roß.

    • Es gibt immer Ausnahmen. Bei den KoWis hatte ich es mit jungen Frauen aus der DDR zu tun, die haben alle Komfortstudenten aus dem Westen aus dem Wasser geblasen. Jede einzelne war absolute Spitzenklasse.

    • Geographische Irrungen
      @Don

      Ich habe Anfang der 80er Abitur im nördlichen Niedersachsen gemacht. Wegen des nahen BW-Fliegerhorstes hatten wir im Jahrgang ebenfalls etliche Schüler, die die ersten 9-11 Jahre in Bayern zur Schule gegangen sind. Irgendeinen Kenntnisvorsprung dieser Schüler konnte ich nicht feststellen, erst recht nicht in Mathe und Physik. Was mir allerdings aufgefallen ist, dass die es alle mit der mündlichen Beteiligung nicht so hatten. Kann aber daran liegen, dass alle aus einer Berufssoldatenfamilie kamen.

      Aktuell haben Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Sachsen die harmonisierte Reifeprüfung in Deutsch, Mathe und Englisch. So unterschiedlich kann da der Kenntnisstand also nicht sein.

      Ach ja, Berlin liegt definitiv nicht in Norddeutschland. Auf Nordost- oder Ost- können wir uns hingegen gerne einigen. Beim Schimpfen auf Bremen oder Hamburg bin ich aber auch als Norddeutscher immer gerne dabei ;-).

  95. Vielleicht ist der Hinweis für einige, die mit Schulen und Schülern zu tun
    haben, weiter führend https://www.schulen-der-zukunft.org/

    Vielleicht eine Möglichkeit, Schule, Kinder und Gesellschaft besser zu unterstützen:

    „Die Zukunft unserer Gesellschaft wird von den Kindern und Jugendlichen gestaltet, die heute heranwachsen. In unseren Schulen sollen diese jungen Menschen deshalb zu mündigen Bürgern mit größtmöglicher Partizipations – und Gestaltungskompetenz herausgebildet werden.
    Brave Pflichterfüller und Auswendiglerner werden in unserer heutigen Zeit nicht mehr gebraucht. Eigensinn, Kreativität, Querdenkertum und soziale Kompetenz sind diejenigen Fähigkeiten, auf die es heute in viel stärkerem Maß als im vorigen Jahrhundert ankommt. All das kann man aber nicht auswendig lernen und auch nicht unterrichten oder durch Leistungskontrollen messen. Auf die Herausbildung all dieser besonderen Fähigkeiten sind unsere Schulen nicht vorbereitet. Darauf kam es in der Lebens- und Berufswelt des vorigen Jahrhunderts nicht so sehr an. Was in unseren Schulen gegenwärtig vermittelt wird, reicht also nicht, um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu sichern.

    WAS BRAUCHEN UNSERE KINDER

    Kinder, und zwar alle Kinder, kommen schon mit einer unglaublichen Lust am eigenen Entdecken und Gestalten zur Welt. Nie wieder ist ein Mensch so neugierig, so entdeckungsfreudig und so gestaltungslustig, also so dafür zu begeistern, das Leben kennen zu lernen, wie am Anfang seines Lebens. Diese Begeisterungsfähigkeit, diese enorme Lernlust und diese unglaubliche Offenheit der Kinder sind der eigentliche Schatz der frühen Kindheit. Und diesen Schatz müssen wir besser als bisher bewahren und hegen. Hierzu brauchen wir Schulen, die verhindern, was zu häufig heute noch immer passiert, nämlich dass Kinder irgendwann die Lust am Lernen verlieren.“

    • Zukunftsmusik
      „All das kann man aber nicht auswendig lernen und auch nicht unterrichten oder durch Leistungskontrollen messen.“

      In diesem Zusammenhang würde ich auch nicht von „Unterrichten“, sondern von „Fördern“ sprechen. Und da bedarf es auch des Handwerks, das in der Lehrerausbildung vermittelt werden könnte, wenn man denn wollte. Ergänzt durch eine Persönlichkeitsbildung der angehenden Lehrkräfte, die selbst meistens von der Schulbank des Gymnasiums kommend direkt in der Pädagogischen Hochschule die nächste Bank drücken und als Dauerlernende den Perspektiv- und Rollenwechsel zum Lehrenden und Lernförderer „irgendwie“ selbst bewirken sollen. Persönlichkeitsbildung der Lehrkräfte, in der Lehrerausbildung eher vernachlässigt, könnte hier unterstützend wirken und die Handlungssicherheit der zukünftig Lehrenden stärken, die sich ihrer Rolle, ihrer Anschauung vom Menschen, ihrer Stärken und Schwächen, ihrer Prinzipien und Ziele bewusst werden und auf dieser Basis Lernen und Fördern initiieren. Zumeist muss heute Fortuna im Spiel sein, wenn angehende Lehrkräfte in ihrer Ausbildung auf Persönlichkeiten treffen, die mit einem umfassenden Ansatz und der notwendigen Autorität vorbildlich ihre Wirkung entfalten.

    • Selten so gelacht....
      „„Die Zukunft unserer Gesellschaft wird von den Kindern und Jugendlichen gestaltet, die heute heranwachsen. In unseren Schulen sollen diese jungen Menschen deshalb zu mündigen Bürgern mit größtmöglicher Partizipations – und Gestaltungskompetenz herausgebildet werden….“

      Herrliche Satire, wo haben sie den das her?

    • Das war keine Satire
      werter tdv, nur Vostellungen aus einer Zeit
      in der von immer weniger Kindern ausgegangen
      wurde und niemand an einen Ansturm von
      Migrantenkindern gedacht hat.

    • ...das war ein Ausschnitt, den Sie lasen und der Sie amüsiert.
      Sie sind gerne eingeladen, das Programm vollständig zu lesen und sich weiter zu orientieren.

    • Titel eingeben
      Danke, aber an etwas mit solch fantastisch absurden Vorstellungen der Realität sollte man seine Zeit nicht verschwenden:

      „Die Zukunft unserer Gesellschaft wird von den Kindern und Jugendlichen gestaltet, die heute heranwachsen. In unseren Schulen sollen diese jungen Menschen deshalb zu mündigen Bürgern mit größtmöglicher Partizipations – und Gestaltungskompetenz herausgebildet werden….“

      NIEMAND, ausser infantilen Träumern hat ein Interesse an „mündigen Bürgern mit größtmöglicher Partizipations – und Gestaltungskompetenz“

      Ganz im Gegenteil, gerade der massgebliche Teil der Gesellschaft, also jene mit der tatsächlichen Macht, hatte niemals ein an etwas Anderem Interesse, als an Zombies die man miot Konsum jeglicher Art ruhig stellen kannen.

      Wie man ausgerechnet in diesem Blog mitlesen und mitschreiben kann, ohne das zu bemerken ist ganz erstaunlich.
      Naja, ein wenig weiter oben hat Nahuatl ja auf den allgemein sinkenden IQ der Bürger hingewiesen, da hat er wohl recht.

  96. Klosterkirche Müstair
    Die Klosterkirche kann man sich virtuell auf Guckelstrasse ansehen:
    http://tinyurl.com/zqlurja
    Wunderschön


  97. @ Dolores Cocolores

    Ich habe mir die Mühe gemacht, mich gründlich zu informieren. Deutsche Medien lese ich zu diesem Thema nicht.

    Meine Information habe ich ohne Bewertung wiedergegeben. Ich habe mit keinem Wort gesagt, was *ich* von von Berichten bzw. von Miss DeVos halte, deshalb auch die Formulierung *soll*. Ich bin kein native German speaker, aber den Unterschied kenne ich, Sie offenbar nicht.

    Sie haben Ihre Meinung auf meinen Post projiziert. Auch bzgl. Sippenhaft. Aber weil Sie ja solche Gedanken äußern, muss doch *Ihre* Meinung dazu ganz übel sein, oder.

    Informiren Sie sich doch:
    „What Do We Know About Vouchers and Charter Schools?
    Separating the Rhetoric from the Reality“
    http://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB8018/index1.html

    Charter schools sind auch privat, oder.

    Cocolores. Ihr Nick gibt sich die Ehre.

  98. new york in den 70ern, berlin in den 90ern
    betsy devos, milo yiannopoulos, steve bannon, das sind eigentlich ganz prototypisch die basic ingredients fuer jede gute party.
    besonders wenn s drumherum duester ist und muelleimer brennen.
    lustiges deja vu.
    vielleicht ist es auch einfach nur das. das grosse bacchialische fest.

    • Es sind gerade erst mal drei Wochen von 4 Jahren. Die Welt ist noch nicht aus den Angeln geföogen.

    • Titel eingeben
      na klar hat das trump personal in teilen auch was von ner richtig guten bohemeparty. der gastgeber ist maulheld und abstinenzler, ne milliardaersgattin in gepflegt altrusischer pose plaudert von jesus und kindererziehung, ne glamourtunte gibt den flirrend intellectuellen agent provocateur und irgendne schnapsnase erzaehlt was vom pferd, von d’annunzio und anderen dichtern und vordenkern des italienischen fascismo.
      klar. jede gute party ist genau so.
      vielleicht sind nen bisschen wenig kuenstler anwesend, aber ansonsten identisch. mit der kunst hapert-s noch. wait and see.

  99. @goodnight
    „…außerhalb der Bildung der Anwesenden…“
    Diesen Eindruck habe ich auch.
    Sehr diplomatisch ausgedrückt.
    Vielleicht auch Dünkel, Borniertheit, Arroganz, Wahrnehmungsstörungen…
    Und das mehrheitlich.
    Nun ja, der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht. :-)

  100. aus dem Wasser geblasen...
    Irgendetwas muss diese generation von Göring Eckardt, Merkel, Gauck in der DDr ja gelernt haben. Selbst ein Boxer (Maske) konnte nach 10 Runden noch zusammenhängende Sätze formulieren…. Warum überlies die heimische Generation ihnen, wie neuerdings den Nafris, so bereitwilig das Feld?

    • Nein, im Gegensatz zu den Gernannten hatten sie Charakter und brauchten keine Kaufpresse, um sich nach vorne zu arbeiten.

  101. Mal unter uns Erwachsenen
    Auch dies Blog, Don: Spitze, wie immer. Danke.

    (Eigentlich verwunderlich, denn Sie waren ja wohl Wehrdienstverweigerer. Aber mancher entwickelt sich dann eben doch noch…)

    Fast noch besser aber wiederum die von Ihrem Text angeregten Kommentare. Diese Kommentarspalte von Stützen sucht m.E. auch international ihresgleichen. Deus dito. Heute Nacht habe ich über das deutsche und das US-amerikanische Bildungssystem mehr gelernt als in den sechzig Jahren davor.

    Und was – außer Weiterbildung – findet man hier, das andernorts schmerzlich vermisst wird? Nun, Niveau.

    Jetzt aber erstmal gute Nacht. TDV sitzt immerhin schon beim Mittagessen.

    • Ich war untauglich.

    • is klar...
      Ja ne, is klar, mit Ende 40 die Pässe hochrasen, aber für die BW zu untauglich. (*Zwinker, Zwinker*)

      Hach ja, die gute alte Musterung.

      Kleine Anekdote:
      Bei meiner Musterung sagte der BW-Arzt bei der Körperschau:“SS“
      Ich muss ihn wohl ziemlich seltsam angeschaut haben, bis er Begriff und ausführte: „senk Spreizfuß“

    • Ich habe mir die Pässe extrem hart erkämpfen müssen, das ist für einen de facto Behinderten gar nicht so einfach.

  102. Fataler Fehlgriff (wo hatten denn die blos noch die Platte her?)
    Deutschland, Deutschland über alles,
    Über alles in der Welt,
    Wenn es stets zu Schutz und Trutze
    Brüderlich zusammenhält,
    Von der Maas bis an die Memel,
    Von der Etsch bis an den Belt –
    Deutschland, Deutschland über alles,
    Über alles in der Welt!.
    .
    Leider nützt das jetzt nichts mehr, das „über alles“ meine ich. Denn jetzt geht sie unter, die Welt, nach dem Fauxpas auf Hawaii.
    .
    Ach übrigens, zehrt die noch offene Wahl des Bundespräsidenten auch so an Ihren Nerven?
    (DdH)

    • Wenn schon, denn schon
      Wenn man schon das Deutschlandlied zitiert, sollte die zweite Strophe nicht vergessen werden:

      Deutsche Frauen, deutsche Treue,
      Deutscher Wein und deutscher Sang
      Sollen in der Welt behalten
      Ihren alten schönen Klang,
      Uns zu edler Tat begeistern
      Unser ganzes Leben lang –
      Deutsche Frauen, deutsche Treue,
      Deutscher Wein und deutscher Sang!

      Damit man weiss, um was es wirklich geht. Nur mit der ersten Strophe klingt das ganze ein bißchen zu sehr nach Preußischem Imperialismus und die dritte Strophe kennt sowieso jeder. Das ist die, bei der wir unserer Fussballnationalmannschaft immer beim Kaugummikauen zuschauen müssen.

    • Excusez-moi
      Bin auf der Leitung gesessen. Sie meinen den „Hawaii-Zwischenfall“ mit der Nationalhymne beim Tennisturnier. Das war aber keine Platte, das wurde „live“ zum Vortrage gebracht:

      https://www.youtube.com/watch?v=9L3qgVFS56M

  103. meyer662003@yahoo.de
    Weiter an Holm interessiert? Wenn ja: In der Februar-Ausgabe der Berliner Autonomen-Postille „interim“ sind mehrere Beitrage, in denen glasklar wird, dass die Holm als einen der ihren sehen. Ist schon schön in einem Heft, in dem gleichzeitig auch Bekennerschreiben für kleine Brandanschläge o.ä. sind…

    Das ist eh immer der interessantere Teil seiner Biographie gewesen: Seine feste Einbindung in militanten Linksextremismus.

    • Danke, nein.
      Möglicherweise ein Mehrfach-Spitzel, Doppel-Agent wäre viel zu einfach.

    • @ Hans Meyer - Berliner Brandanschlagsrebellen und Holm-Fans leben lt. Untersuchungen
      die es bis auf die Frontseite der Bild-Zeitung gebracht haben, noch zu unglaublichen 90% + bei Mama und Papa daheim. Das ist die erste autonome Mutter-Papa-Kind Rebellion der Weltgeschichte vermutlich.

      Wir leben in überaus interessanten Zeiten. Eine Pointe, die vor zehn oder zwanzig Jahren gewiss auch keiner vorhergesehen hat ist die, dass die Bild jetzt sozusagen zum soziologischen Anzeiger oder Großmelder geworden ist.

      Man staunt und staunt.

  104. Uwe Dippel, 11. 2. 14:23 die Luft wird dünn, wenn man über Schule nicht anekdotisch spricht
    und die Überlegungen sich ins Allgemeine wenden.

    Ich hab das oben mit den Hinweisen auf Ottfried Höffes (ctr.+ a Höffe) China-Erfahrungen in der FAZ vom 1. Februar gemacht. Der Tübinger Emeritus Höffe zeigt über seine den hiesigen Unibetrieb kontrastierenden China-Erfahrungen im Fach Philosophie, wie hoch dort Bildung gehängt wird – und was für zum Teil atemberaubende Anstrengungen unternommen werden, um auch in diesem Fach auf die Höhe zu kommen.

    Ironischerweise mit einem – ziemlich europäischen Curriculum, das auch noch einen deutschen Schwerpunkt hat. Die Leuchttürme: Kant, Schelling, Hegel, Marx, – – – der liberale Höffe nun ja auch – Ehre, wem Ehre gebührt – – – und halt Habermas. (Der von führenden FAZlern über all diese Kräfte hinausgehobene Slavoj Zizek muss in Höffes chnia leider draussen bleiben, dafür schreibt er in der Sonntags-FAZ, wo von Höffe hinwiederum noch nie die Rede war, soviel ich sah…Die Chinesen sind auch da – – beeindruckend geistesgegenwärtig!).

    Und dann der Meck-Pomm Finanzminister Brodkorb mit seinem einschlägigen, ebenfalls am 1. Februar in der FAZ erschienenen Artikel über die Pädagogische Fachdiskussion über deutsche Unis und zugleich an deutschen pädogogischen Fachbereichen – eigentlich mit einem Alarmruf!

    Sie haben das vielleicht mitbekommen: Es gab einen völlig unsinnigen Artikel pro Inklusion, der völlig problemlos in der einschlägigen Fachzeitschrift publiziert werden konnte. Dass er methodisch komplett unzureichend war, war gerade seine Pointe, die Autoren Stephan Ellinger (Würzburg) und Katia Koch (Rostock) wollten genau das zeigen: Die Wissenschaft der Pädagogik ist korrupt, die Fakten zählen definitiv weniger als die richtige Gesinnung. Und die richtige Gesinnung ist nun mal pro Inklusion – n o matter w h a t !
    Jetzt käme es darauf an, dass man wenigstens im Nachhinein reuig wäre – aber nein: Jetzt wird von den ertappten PädagogInnen Gesinnungsethisch dagegengehalten. Das liest sich alles wie eine Illustration dessen, was DA hier an Beispielen aus der Hate-speech-Industrie in so imponierender Qualität und so demprimierender Quantität aufführt.

    Tatsache ist: Sobald sie eine solche Abstraktionsstufe errreicht haben, wird die Luft dünn und die Gesellschaft in der Sie sich befinden, extrem überschaubar.
    Ich könnte mir vorstellen, dass auch Brodkorbs wirklich einwandfreier FAZ-Artikel keine großen Wellen schlägt. Aber ich will es nicht verschreien.

    • Ich weiss nicht so recht, in welche Richtung Sie argumentieren, Herr Kief
      Also, ich meine, die ‚dünne Luft‘ sehe ich nicht.
      Auch aus eigener Erfahrung über die letzten 20 Jahre muss ich sagen, dass die Quellenlage nicht dünn ist. Eher im Gegenteil.

      Nach meinen Zeiten in Asien war ich allerdings verblüfft über die Angleichung der Wissenschaftskulturen. Dass dort Wissenschaft und Forschung – insbesondere im sozialen und pädagogischen Feld – selten ergebnisoffen durchgeführt wird, hatte uns nicht erstaunt.
      Erstaunt waren wir eher nach der Rückkehr ins (neue) alte Mitteleuropa, in dem sich zu unserer Überraschung ein neuer Term herausgebildet hatte, nämlich ‚ergebnisoffen‘. So eine Neubildung kann ja nur erwachsen, wenn es auch eine anders gelagerte Wissenschaft gibt. Die war offenbar im letzten Jahrtausend noch nicht so verbreitet, so dass es keiner Betonung nötig war, dass man ‚in diesem Falle richtige‘ Wissenschaft betriebe.

      Die Europäer haben sich damit unermesslich geschadet, weil ein Verlust unabhängiger Forschung mit einem eklatanten Glaubwürdigkeitsverlust einherging. Und als Folge davon eben statt eines Versiegens der Quellen eher ein Problem der Rezeption auftaucht: Was (und überhaupt warum) sollte man Wissenschaft rezipieren, die im Grunde eher ihre eigenen Echokammern bedient!?

      Die Luft ist durchdrungen von Haltungskonformität.

      Während die FAZ in der Druckausgabe (für mich, weil ich sie nicht lese:) gerüchteweise weiterhin als qualitativ hochwertig gelobt wird, liesse sich, Zeit und Forschungsförderung vorausgesetzt, faz.net wunderbar als meistens haltungskonform nachweisen. Auswahl, Placierung, Wort- und Bildwahl entsprechen – auch wenn ergebnisoffen untersucht – sicher signifikant einer bestimmten Erwartungshaltung. Sei es die der Herausgeber, der Redaktion oder der vermeintlichen Leserschaft; also zur Maximierung der Klicks.

      Die Autorität schwindet wenn die Authentizität schwindet. In meiner frühen Zeit waren Hartmut von Hentig und der weiter oben erwähnte Ivan Illich Autoritäten. Jeder in seinem Bereich.
      Originale gibt es in unseren Zeiten weniger. Mainstream und die richtige Haltung scheinen wichtiger. Bei meinen Kollegen wird das ziemlich klar: die älteren lassen sich weniger beeindrucken; die jüngeren wissen auf welcher Seite ihr Brot gebuttert wird. Und das ist leider nicht immer die Seite, die das Brot einer ehrlichen Wissenschaft entgegenstreckt.
      Sie schrieben das ja wunderbar über diesen besonderen Inklusionsaufsatz. Leider sehe ich den nicht singulär, sondern als typisch für die momentane ‚Wissenschaftskultur‘.

      Solange die Wissenschaft ihre politischen Finanziers bedient, und die Bevölkerung diese Serviceleistung zu häufig erlebt, kann eine Änderung der Wissenschaftsperzeption kaum erwartet werden. Auch vom Wissenschaftler wird heutzutage erwartet, dass er seine Ergebnisse ‚cool‘ vertritt. Der Professor der in Schlips und Anzug ziemlich regungslos frontal vor seinem Bücherregal sitzt und die Fragen des Reporters beantwortet, ist selten geworden seit meiner Jugendzeit. Der Wissenschaftler als ‚Star‘ hat sich durchgesetzt, wie die Prechts und Zizeks dieser Welt beweisen.

    • Ich sage da nur Migrationsforschung.

    • @ Uwe Dippel - mit meinem Bild von der dünnen Luft meinte ich, dass man nicht mehr
      viele antrifft – es sind in der Tat gewisse Abstraktionshöhen mit Diskussionen wie wir sie hier führen erreicht – und die allermeisten – auch Fachleute – haben dann – – schon gar in ihrer Freizeit! – einfach keinen Schwung mehr, sich das anzutun und da mitzudenken – und vielleicht sogar mitzureden.

      Ganz davon abgesehen, dass man einfach eine solide formale Bildung braucht, um diese ganzen Unterscheidungen, auf die Sie oben en passant hinweisen, überhaupt zur Hand zu haben.

      Mir gefiel auch Ihre Beobachtung sehr, dass plötzlich von ergebnisoffenen Untersuchungen gesprochen wurde. Es ist das gleiche Phänomen wie beim Sprichwort von der Nachtigall oder bei der schönen Wendung honi soi, qui mal y pense.

      Ein wenig mehr soziologisch ist der gleiche Gedanke vielleicht noch ein wenig präziser gefasst: Es ist stets ein Alarmzeichen – oder jedenfalls jeder Aufmerksamkeit wert, – wenn an sich selbstverständliche Dinge wie eben die prinzipielle Offenheit der einer offenen Gesellschaft würdigen Forschung – – urplötzlich eigens thematisiert werden…

    • @ Dippel
      „Während die FAZ in der Druckausgabe … gerüchteweise weiterhin als qualitativ hochwertig gelobt wird …“

      Ist kein Gerücht, sondern tatsächlich so. Wenn Sie nur faz.net lesen, entgeht Ihnen oft das Beste.
      Hand aufs Herz, was lesen Sie denn hier außer DA?

      Ansonsten Zustimmung, ergebnisoffene Wissenschaft ist massiv auf dem Rückzug, passt nicht mehr ins gegenderte, pc-beseelte und ökologisierte Gelände.

      Ein gutes Beispiel bieten die Klimawissenschaften, früher ein Fach für Zauselbärte mit karierten Hemden, die sich aber immerhin in Physik auskannten und beschwerliche Wege nicht scheuten, auch wenn man sie finanziell ungefähr so knapp hielt wie die Altphilologen.

      Heute ist das Fach Cargo-Cult-Science (nach Feynman), gepampert mit Millionenbudgets (Milliarden in der Summe), wenn nur – unabhängig vom Ergebnis – bei der Eingabe und zum Schluss einer Studie großzügig AGW-Warnungen über den Text gestreut werden.

      Sehenswertes Video bei Youtube: Feynman on Scientific Method

    • Halb-und-Halb
      Don Alphonso, sicher brauche ich das nicht zu explizieren, lohnt sich aber, damit kein falscher Eindruck aufkommt.

      Zu meinen Zeiten war es die Soziologie. Meiner Meinung nach – Vorsicht, nicht den Kaffee in die Tasten spucken beim Lachen! – eines der interessantesten Fächer überhaupt.
      Nur: zu meinen Studienzeiten war es als *das* Laberfach bekannt, und schon damals – befürchte ich – der Erkenntnisstand auf einen Bruchteil dessen zurückgefallen, was Max Weber bis 1920 auf die Reihe gebracht hatte.

      Natürlich ist Migrationsforschung und ist Genderwissenschaft jeweils sehr spannende und wichtige Themen. Keine Ironie, aber ein ganz grosses *ABER*: ausschliesslich wenn sie richtig betrieben werden!
      Natürlich gibt es sicher noch erhebliche Mengen an Desiderata bei der Entwicklung vom Baby zum Mann bzw. zur Frau. Und dann die Weiterentwicklungen bis ins Alter. Und vor allem ein viel tieferes Verständnis des Übergangsbereiches der Geschlechter, Prägungen. Nur um ein paar Beispiele zu nennen, und ich kenne mich da null aus.
      Allerdings habe ich da auch derzeit kein Interesse; ebenso wenig wie zu meiner Zeit an Soziologie, weil es mich KRANK machen würde, statt in Wissenschaften in einer Umgebung mich zu bewegen, in die man sich komfortabel-bequem zurückziehen kann, wenn man nichts anderes mehr auf die Kette kriegt. Und dann statt Bibliotheksarbeit und Hypothesenbildung gefolgt von guter Feldforschung lieber sich in selbstgefälliger ‚Betroffenheit‘ ergeht. Und moralische Überlegenheit heraushängen lässt. Echokammern für seine eigene Minderheit bauend.
      Wie gesagt, in diesem Bereich kenne ich mich nicht aus. Aber wenn das Ergebnis der Forschung ist, dass man niemanden ‚offenden‘ darf, und an alle gegenderten Substantive einen Stern anhängen soll, ja, dann kann irgend etwas mit der Forschung nicht gestimmt haben.

    • @Bewers
      Ihr Wort in Gottes Ohr.
      Ich kann es ja mal wieder versuchen, mit der Printausgabe. Grosse Hoffnung habe ich allerdings nicht; denn warum sollte ein Blatt zwei so unterschiedliche Qualitäten anbieten?

      Werbung, die mich überzeugen könnte, wäre zum Beispiel den einen oder anderen Artikel bei FAZ.net kenntlich zu machen mit dem Vermerk, dass es sich um einen ‚richtigen‘ Artikel handelt.

      Das es funktionieren *kann* weiss ich. Zum Beispiel am Abend als Benoit Hamon in der Stichwahl gewählt wurde. Da war ein wirklich saumässiger Artikel zu lesen, vollkommen quer und falsch; so gegen 20:00, 20:30. Ein Volontär am dritten Tag … . Ein Stunde später war der Artikel weg, und ein mittelmässiger Artikel da, nicht ganz falsch, leicht uninformiert. Und später am Abend war auch der verschwunden, und durch einen prima Artikel ersetzt, voll informiert, faktisch korrekt, und gut analysiert.
      Als Herausgeber würde ich wahrscheinlich die Redaktion zusammenstauchen, denn „Warum nicht gleich!?“ So etwas ruiniert einen ersten Eindruck, und gespart wird auch nichts. Am Ende muss dann doch jemand ran, er sein Handwerk versteht.

  105. ... Auswirkungen der zunehmenden Spezialisierung
    … in den Unternehmen haben aufgrund zunehmender Komplexiät eher Spezialisten mit Inselbegabungen einen Vorteil… und der Generalist hat das Nachsehen… aber wie würde sich eine Gesellschaft entwickeln, in der eher Spezialisten das sagen haben und weniger die Generalisten?

    … mal bezogen auf die Olymischen Spiele… früher war der Typ 10-Kämpfer und Allrounder noch in vielen Sportarte anzutreffen… durch die zunehmende Spezialisierung haben wir jetzt die Basketballer mit im Schnitt über 2,10 m, die Turner mit im Schnitt eher 1,6 m, die Gewichtheber mit im Schnitt 150kg, die Marathonläufer mit im Schnitt 50 kg, usw….
    …wills sagen, wird künftig die Gesellschaft durch den 2,1 m Basketballer, den 1,6 m Turner, den 150 kg Gewichtheber und den 50 kg Basketballer repräsentiert?

    • Systemisches Denken und Handeln nicht mehr gefragt?
      Wenn ich mir die Welt unter diesem Gesichtspunkt anschaue:
      Sie haben Recht!
      Es wird irgend etwas gemacht und das große Ganze ist aus dem Blickfeld verschwunden. Überall.
      So werden Grenzen geöffnet, AKWs abgeschaltet, Banken gerettet – und bisher einigermaßen funktionierte Schulsysteme verändert.

    • @ Gast - Sie machen da etwas, das schwer in Richtung hochproblematisch/ schwer rassistisch
      – bitte jetzt genau lesen – gedeutet wird. Sie übertragen körperliche auf geistige Eigenschaften.

      Also den eher kleinen Turner und den eher großen Basketballer auf den Mann mit der geistigen Spezialkraft im Bereich x – den Sie in den Unternehmen auf dem Vormarsch sehen.

      Ok – wie würden Sie das einschätzen: Dass es a) auch geistige Kräfte gibt, die in ihrem Ursprung biologischer (oder zu gut der Hälfte biologischer) Natur sind, oder dass das b) etwas vollkommen anderes ist – dass also geistige Eigenschaften nicht zu gut der Hälfte körperlicher Natur wären. – Das ist der Bereich, der nach wie vor von den Sprachwächtern umstellt wird, die darauf drängen, dass man das weder sagt noch denkt…

    • Herr Kief - ich habe keine Ahnung, was Sie verstanden haben -
      das was Sie beschreiben, will ich so nicht gedeutet wissen und hab es so auch nicht ausgedrückt.
      Ihre Fragen kann ich nicht beantworten – da habe ich, trotz mehrmaligen Lesens, Verständnisprobleme.

  106. Don schrieb: „Natürlich hat man gerade geerbt, natürlich verdient man gut ...
    …- aber das heißt nicht, dass man auch nur mit einer einzigen Faser des Gehirns irgendetwas, das DeVos und Trump zu tun beabsichtigen, befürworten würde.“
    .
    Hahaha, Don. Im Mutterschiff las ich gestern einen Post, der in die böse Vermutung mündete, daß z.B. die Grünen auch TTIP nun befürworteten, nur um es Trump zu geben. Sie sehen, nichts ist fix, nicht mal bei Gender-Clairons.
    .
    Übrigens, die Idee des Deschooling, erdacht von Gegnern staatlicher Schulen, ist keine Erfindung von dieser Dame. Ich bin immer wieder fasziniert Don, von der gestalterischen Schaffenskraft derer, die in den USA gerade mal 1,9% der Bevölkerung stellen. Aber ich denke, daß weder amerikanische noch deutsche Kinder bei Pädagogen mit Konzepten à la Paul Goodman „good“ aufgehoben wären.
    .
    Aber derartige Theorien sind keine US-amerikanische Eigenheiten.
    Schauen Sie sich diesbezügliche europäische Geistestitanen an, z.B. Ivan Illich. Bewegte sich im Umfeld ähnlicher Kreise wie die Vordenker in den USA. Der Begriff „Deschooling“ wurde von Ivan Illich in seinem 1971 erschienenen Buch „Deschooling Society“ geprägt. Er ist auch der in Deutschland bekannteste Vertreter des Deschooling
    .
    Illich, ein ursprünglich katholischer Theologe (zeitweise im Vatikan tätig), der sich übrigens schon früh im Dunstkreis eines gewissen Siegmund Freud bewegte und in äußerst polemischen Schriften die Praxis des schulischen Lernens kritisierte er und eine „Entschulung der Gesellschaft” forderte. Zu Illichs Freundeskreis zählten übrigens Ernst Ulrich von Weizäcker und Freimut Duve, deutscher Abgeordneter der SPD, Waldorfschüler und Großneffe von Theodor Herzl, dem Begründer des Zionismus´.
    .
    Da sage mal einer, es gäbe hier und anderswo irgendein OT.
    (DdH)

  107. Ergänzung Andreas Kreuz sagt: 11. Februar 2017 um 23:35 Uhr
    Da passt ganz aktuell:
    http://www.titanic-magazin.de/news/gaertners-kritisches-sonntagsfruehstueck-in-deutschland-gehn-die-lichter-aus-8671/

    Wo ist sie hin – die Produktivitätssteigerung der letzten 30 Jahre?
    Gibt es hier Antworten?
    Seehofer im TV anläßlich des Treffens mit Merkel und Becker in den gestrigen Mitternachtsspitzen haben (nach mir) eine ähnliche Frage auch gestellt:
    Warum hat die SPD die ganzen Jahre als Inhaberin der Schlüsselministerien nicht das gemacht, was Sankt Martin jetzt propagieren will?
    Die Glaubwürdigkeit wird nicht zurück gewonnen, so viel ist sicher.
    Der ganze Budenzauber bis September führt zu ‚weiter so‘.
    Wetten, dass?

    • "Die Glaubwürdigkeit wird nicht zurück gewonnen, so viel ist sicher."
      Hat daran überhaupt jemand Interesse? Ich frage mich gerade eher dies: Wie „glaubwürdig“ schützt Bildung vor geistiger und tätlicher Verwahrlosung?

      http://www.epochtimes.de/assets/uploads/2017/02/Screen-Shot-2017-02-11-at-09.27.14.jpg

      Btw. Vor dem heutigen Reizgas-Anschlag auf dem Hamburger Helmut-Schmid-Flughafen erschien am Montag, den 6.2.2016 dieser Artikel:

      „Mit einem „Flughafen-Theater“ will der Hamburger Flüchtlingsrat am kommenden Sonntag im Hamburger Helmut-Schmidt-Airport gegen Abschiebungen nach Afghanistan protestieren. Die Vorstellung beginnt um 12 Uhr im Terminal 1, wie die Veranstalter mitteilten. Der Flughafen als zentraler Ort der Abschiebung sei ein Ausdruck „rassistischer Politik“. Der Protest richtet sich auch gegen das Abschiebegewahrsam, in dem abgelehnte Asylbewerber bis zu vier Tage festgehalten werden können.“
      6.2.2016/ „Hamburg-will-weiter-nach-Afghanistan-abschieben“ / welt

    • Es gibt da keinen Beweis eines Zusammenhangs.

    • "Es gibt da keinen Beweis eines Zusammenhangs."
      @Don Alphonso:
      Ja danke, die vermeldete Presse-Antwort wenige Stunden nach dem größten Einsatz der letzten 15 Jahre, daß man keinen Zusammenhang sähe, las ich inzw. auch.

      Dass bei derzeitiger Gesamt-Sicherheitslage eine Demo zu diesem Politikum ausgerechnet in einem sicherheitsrelevanten Verkehrsinfrastruktur-Bereich genehmigt wurde, ist schon bemerkenswert. Auch die berichtete Kostümierung der Demonstranten als Bord-Personal. Ob diese Kostümierung im Sinne der dortigen Airlines erfolgte? Nach etwa dem Lufthansa-„Unglück“ und der derzeitig allgemeinen Aufrüstung an Überwachungsmaßnahmen alles in allem IMO eine ziemlich „bizarre“ Angelegenheit. Die Sperrung des Flughafens erfolgte jedenfalls 10 Minuten nach Beginn der angemeldeten Demo von 12:10 bis 13:40. Die Pressekonferenz der Feuerwehr-Einsatzkräfte dazu hier: https://www.periscope.tv/w/1gqxvqLalgqJB#

  108. @ Sanger sagte am 11. Februar 2017 um 10:56 Uhr: "Die Raute...
    …was wollen Sie uns denn jetzt mit der Raute sagen“

    Sanger: „Die Raute ist ein (primitives) Symbol für das weibliche Geschlechtsteil“…….grins
    .
    Aber Herr Sanger, diese Raute zeigte doch der Generalsekretär Scheuer vis-à-vis Sven Lorig. Sie wollen jetzt aber nicht andeuten…..?
    (DdH)

    • @ Déjà
      Klarer Fall von …

      Proterandrie

      ULF steckt die alle nach und nach in Röckchen.

      Und jetzt ab in‘ Weinkeller.

  109. Der nächste Vorschlag
    aus aktuellem Anlass: „Der Verrat des Schulsystems an unseren Kindern“ David Precht bei Lanz
    Was manchen wir am besten mit Kindern zwischen 6-18 Jharen und es gibt keine Schule… Das hätte mit 95% der Schulenvon heute nichts zu tun…

    Ich hoffe das Video ist so zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=QAOaUiOsw6U

  110. Deutsches Restvolk, schaut auf dieses Bild
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/berlin-deutschland-waehlt-den-naechsten-praesidenten-14874110.html
    .
    Zu kämpfen lohnt sich nicht mehr. Wandert aus oder verprasst euer Vermögen wenn ihr zu alt seid. Sagt euern Erben rechtzeitig Bescheid. Leert zuvor die Weinkeller, zerreißt die Verfügungen, zündet eure Häuser an. Nur verbrannte Erde dem G´schwirrl, lasst nur leere Flaschen vom Grafen Adelmann, von Neipperg und vom Sturmfeder. Wer könnte uns jetzt retten?
    .
    Das ist jetzt ernst gemeint.
    (DdH)

    • >>Wer könnte uns jetzt retten?
      Jetzt(!) niemand mehr.

      Wer Darwin verstanden hat, weiss was kommt.

    • Anpassung
      Zitat:
      „Wer Darwin verstanden hat, weiss was kommt.“

      Die Anpassungsfähigsten überleben.
      Wenn es in ein, zwei Jahrzenten soweit ist:
      Alkoholreserven verstecken, auf Schwein verzichten und am lautesten Schreien, dass man immer schon überzeugt war.

      Klappt das nicht, ein Trost:
      Das Leben geht weiter.
      Mit, oder ohne uns.

    • Endlich Klarheit
      Japp, DdH, sehe ich genauso.

      Das wiehernde Gelächter in Washington, London, Paris, Warschau, Moskau, Peking etc. kann man sich gut vorstellen. Und besonders das in Athen.

      Aber etwas Positives hat sogar diese Peinlichkeit, beantwortet sie doch endlich die drängende Frage, wen der jetzige Herr Bundesminister des Auswärtigen wohl mit seiner famosen Bezeichnung „Pack“ gemeint haben könne.

    • Ja, dieses Bild sagt mehr als tausend Worte!
      In Schwarzweiß wäre es nicht so gruselig.

    • Sans ned so moribund
      Dieses Jahr noch rauschen – frei nach Klabund – ganze Schwärme schwarzer Schwäne durch die Nacht. Griechenland zuerst, Niederlande dann, Frankarm (wie oben einer schrieb), NRW, bella Italia mit MPS, dazwischen der Schwanengesang der deutschen Autobauer, 700k neue Schätze, Attentate und Attentätlein, Portugal, Bundestag. Man wir uns viel erklären. Zumindest bis dahin noch etwas kämpfen bitte und erheiternd ist es ja irgendwie auch.

      Wein ist dann nicht so mein Ding, zu elitär. Ich bevorzuge Falterbräu, Regen, ein Stoff erster Sahne.

    • Besser als mit diesem Bild kann man nicht darstellen, was Danisch beschreibt:
      „Die Würde des Bundespräsidenten
      12.2.2017 11:36

      Es heißt, der Bundespräsident sei die protokollarische Nummer 1 im Staat und verkörpere die größte Würde, ist deshalb besonders vor Verunglimpfung geschützt.

      Doch wieviel Würde kann jemand haben, der von einer Versammlung von Clowns gewählt wird?“

    • @ Gast ja, das habe ich bei danisch auch gelesen
      und ich denke, daß die Danischs auf Dauer die Fazens ersetzen werden, denn nach dem (nicht ironisierten!) Bild und den Hurrakomments ist dieses Blatt für mich als demokratisch nutzbare Quelle endgültig gestorben (DA, Naturwissenschaft und 2 andere Autoren zeichnen die letzten Restsäume redlicher Lesbarkeit).

      Ich erinnere auch an die ungeprüfte Übernahme einer dpa-fake zur Rede Höckes durch die FAZ und das -posthum postexekutive- Zurückrudern.

    • Manchmal dauert es sogar 17 Jahre
      http://www.huffingtonpost.de/2017/02/12/arzt-erfurt-berlin-_n_14703882.html?utm_hp_ref=germany#

      Muss wohl ein Fachidiot ohne Herzensbildung bzw. sozialer Kompetenz gewesen sein.

    • Pythons loonie
      In Anlehnung an und in Verehrung für die Pythons möchte ich hier fragen: Wen meinen Sie? Ich sehe einen Normalen und viele Clowns.

  111. Precht
    ist eine Anti-Empfehlung. Wenigstens für mich.
    Jemand der versucht, reich zu werden, ohne viel Arbeit. Und ohne zu erben. Und sich auf jedes Edeltier stürzt das durch das Dorf getrieben wird, und einen goldenen Sattel zu haben verspricht.

    Soll nicht heissen, dass er nicht manchmal auch sehr Recht hätte. Allerdings erkenne ich bei ihm nicht, dass er sagt was er sagt aus Überzeugung sagt.

    • Titel eingeben
      Der Mann hat EINE etwas zwar schon ältere, aber richtige und sehr tiefe Einsicht, den Titel des Buches, das ihn berühmt gemacht hat, populär gemacht.

      Der Rest, vor allem seine TV Sendung ist lächerlich.
      (Die schweizer Alternative auf 3sat ist hingehen recht häufig gant ansehnlich)

  112. Das Bildungssystem krankt an mehreren Punkten terminal .
    Bei den Grundschulen muß man sogenannte Brennpunkte, und die werden mehr und größer, umschiffen, etwa durch Umzug oder Privatschule.

    Die Gesamtschulen muß man auch umschiffen, das wird nix. Methode s.o.

    Bei den Universitäten, wenn man kann, nach Notendurchschnitt und Brieftasche, muß man Genderwerkstätten und Holm-Versorgungseinrichtungen umschiffen, vielleicht über das Ausland, aber VORSICHT , s.USA, auch dort lauern Fallen.

    Das alles, weil Politik in Deutschland auf Länder-und Bundesebene so grottenschlecht und deutsch-wie menschenfeindlich ist, weil Länderkompetenz von doofen Hannelörkens ausgeübt werden darf, weil ungeeignetes Material, s.68 und die Folgen, auf Lehrer-und Professorenposten lungert, weil Millionen in Deutschland leben, die einfach nicht hierher gehören(wollen,können).
    Dazu kackt dann noch die unsägliche ÄÄUU und ihr Bolognaprozeß auf unser liebes, geschundenes, Land.

    Bei Art und Umfang dieser Miseregründe ist Besserung ausgeschlossen.
    Die Politik macht nicht, will das Gegenteil, Doofabi für alle, Uniabschluß für alle, alles für alle, und Freibier, sofern man damit niemandes Gefühle verletzt, noch obendrauf.
    Was man wählt, ist wurscht, es kommt hinten immer die uckermärkische Wurscht heraus.

    Da braucht’s dann auch kein R2G mehr . Im Hosenanzug ist Platz für jeden giftigen Furz, von Energie-bis Zuwanderungspolitik.

    Und Schulz ist keine Alternative.

    Alles einheitlich gegen Deutschland.

    Putzig.

    Und dann will man uns ,,Menschen da draußen“ das Ganze wieder ,,besser erklären“.

    Nein, danke, was schon jemand gegessen hat, ist eben KEIN Gourmetmenü mehr.

    Schönes Beispiel für Demokratie :

    Während in USA der Präsident von Wahlmännern, und nicht, wie Hillary plötzlich wollte, vom Volk bestimmt wird,

    haben die demokratischen Hinterzimmerwahlen eindeutig bestimmt, dass Steinmeier auf Gauck folgt.

    Da können sich die Amis ne Scheibe abschneiden !

    So gehen westliche Werte, das hat IM Merkel dem Trump auch erklärt.

    Auch schon alles wurscht.

  113. Die Banken sind los.
    Wen es interessiert, falls es online auf der FAZ Seite erscheinen sollte.
    Heute in der FAS Print.
    Titel des Print Beitrages:
    Die Banken sind los.
    Betrifft die Bankenregulierung die Trump vor hat.
    Das, was in diesem Artikel geschrieben ist, habe ich hier im Blog – irgendwo- auch exakt so mit einigen Worten geschrieben.
    In Teilen ist die Regulierung zu bürokratisch und die Eigenkapitalquote der Banken ist zu niedrig (sollte erhöht werden)
    Mal schaun, was bei Trumps Deregulierung letztendlich rauskommt, bin gespannt.

    • Die Kernfrage ist da, ob es nochmal so einen Boom der CDOs geben wird, und ähnlicher Vehikel. aber die Bankwirtschaft ist auch nicht mehr das, was sie vor der Krise war.

    • Zu diesem Dodd-Frank-Act - das ist ein Trojaner
      Ich möchte hinweisen auf die Komplexität dieses größten Gesetzeswerkes der USA in den letzten Jahrzehnten.

      http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=428149#p428149

      Wer nach Lesen dieser und der dort genannten Quellen immer noch glaubt, das sei etwas gutes und bezähme die Biggest-of-Banks, der hat nicht verstanden, wie weit sich die Wall Street bereits in den Deep State der USA eingefressen hat.

  114. Gerade noch wollte ich
    , mit Tränen in den Augen (nach 1,5 Flaschen Graf Neipperg Lemberger trocken, 2014 und Hohenloher Lamm mit Brägele und Krautsalat) meine Calvados-Bestände in den Abguß geben, als ich mir beim finalen Abstöpseln des Rechners das Video aus Hawaii mit dieser ersten Strophe anschaute-und noch dazu die rettende Nachricht aus Berlin kam. Hab´ mich entschlossen noch ein paar Jahre Pension abzugreifen, meine Frau die Rente-und zum 50. Hochzeitstag mit Frau und der ganzen Familie im Hotel delle Muse in Rom eine Woche Quartier zu beziehen und jeden Abend im La Scallinata in der Sant’Andrea delle Fratte la scena zu nehmen. Und dann sehen wir weiter…. Vorher noch eine Woche San Vincento, leider 7 Tage zu spät für die Eroica weiter östlich. Wir werden uns aber die bemalten Straßen in Montalcino anschauen. Forza Don. Und dann sehen wir weiter…(DdH)

  115. Schule / Gesinnung
    Was vielleicht noch zum Thema passt: Der zunehmende (?) Gesinnungsdruck an unseren Schulen. Ein aktueller Artikel, der mir diesbezüglich wieder mal zu denken gibt: http://www.waz.de/staedte/essen/muslimische-schuelerin-wollte-nicht-in-die-alte-synagoge-id209568997.html

    Es gab in der letzten Zeit ähnliche Artikel, meist unter umgekehrten Vorzeichen. Da waren es dann Schüler dummdeutscher Eltern, die kein Interesse daran hatten, eine Moschee zu besuchen. Zitat aus oben verlinktem Artikel: „Sie versuchte, einen Workshop (…) zu boykottieren – doch wurde von ihrer Schule zum Besuch des Kurses verdonnert.“ Ja, klasse, so geht Toleranz! Die Schulleitung verordnet sie, definiert sich selbst über eine hehre Gesinnung und erklärt das Interesse an der Ausübung einer Religion zur Pflicht. Schüler, denen so etwas gegen den Strich geht, wird ganz klar gesagt: „Wer sich gegen diese Prinzipien stellt, hat auf der XY-Schule eigentlich nichts verloren.“

    Ich erinnere mich an einen anderen Artikel, in dem eine Schulleitung das namentliche und schriftliche Bekenntnis zu allumfassender Toleranz einforderte (finde den Link gerade nicht, sorry). Über 80% der Schüler folgten dem Aufruf. In einem Kommentar wurde angemerkt (aus dem Gedächtnis): Und was erleben dort jetzt die 20% im Schulalltag, die nicht unterschrieben haben?

    In einem anderen Kommentarbereich meldete sich ein (angeblicher) Student der Journalistik in Köln zu Wort, der anmerkte, dass die Dozenten dort sehr klare Vorstellungen von der „richtigen Gesinnung“ hätten und diese auch relativ offen in die Bewertung der Leistungen einfließen lassen.

    Selbst in Schule und Studium scheint es also schon so weit zu sein, dass eine innere Einstellung oder alternative Meinung, die vom gerade propagierten Mainstream abweicht, bedenkenlos sanktioniert wird.

    • Prinzipiell finde ich, man sollte alles mal gesehen haben. christen, die nicht in Moscheen gehen, müssen wir halt behalten, aber wer in keine Synagoge will, der darf dann one-way nach Syrien. So würde ich das machen.

  116. @ Nahuatl und andere
    @ nahuatl
    Jau, den Brenner mögen. Notwehr.

    Hader, der Film-Brenner, auch nicht schlecht. Zuerst Lehramt Deutsch (also First-run-Germanistik für Oberschüler und Österreicher) gelernt, dann sofort ins Kabarett. Obwohl Verwandtschaft: Schule schon Kabarett.

    Er wollt halt das Original: Vorne stehen, dumm daherreden und Geld dafür kriegen. Ziemlich ding.

    Alle

    Ach das mit den Lehr-Moden, die doch nur jeweilige Ideologie abbilden ; frühgestern noch ärgerlich machende Lesebücher, in denen die Frau Mama nur backt und wäscht – heutgestern Kopiengewurschtel mit Gruppenschmäh. Ich glaub an das alles nicht. Ich glaub daran, dass die Person und die Persönlichkeit des Lehrers ausschlaggebend ist, ob die Brut was lernt. Und ob sie gern mit ihm lernt. Nicht die Lehrmethoden.

    So ein durchgematschter, verunsicherter Junglehrer, dem man mit ständig wechselnden Lehrmethoden das Gehirn verkleistert hat, kann der noch nahc Abschluss eine Persönlichkeit sein statt ein didaktischer Bot und seinen Geist nicht an der Schultür abgegeben haben? Ja. Aber nur die ganz Picherten.

    Es müsste, bevor sie das studieren, eine Art Werkstudenten-Praktikum geben, das herausschält, wer wirklich gerne und differenziert mit den Kindern umgeht. Und wer das nur lernen will, weil entweder Helfersyndrom oder Eltern schon Lehrer oder weil ihnen nix anders einfällt.

    Kein Witz, vielen fällt einfach kein anderer Beruf ein. Vor allem den Frauen nicht. Weil man nirgends sonst fürs mit Blagen umgehen und gscheit daherreden verbeamteterweise Geld bekommt und auch wieder halbwegs stressfrei zurück in diesen Beruf kann, wenn selber Blagen produziert habend.

    In der Industrie ist das nicht so lustig, bis heute nicht. Das Gscheit daherreden ist nicht lustig, sofort Mobbing gegen den Streber, was erlaube. Und nach vorne an die Tafel, also nach oben, kommt man in der Industrie mit so einem Verhalten auch nicht. Eher in das dunkle, muffige Büro am Ende des Ganges, wo einer mit Besserwisserei keinen Schaden mehr anrichten kann gegen den Abteilungsleiter der zwar geistig erwiesen dumm aber praktischerweise schlau.

  117. darauf einen Weiler Schlipf vom C. Schneider
    werter DdH…….

    sie haben so recht, leider kann der Graf Adelmann bzw. können seine satten Brussele – ländereien um das beschauliche Kleinbottwar herum nicht mit uns in den süden emigrieren und uns folgen……………zunächst in das trainingslager am Lago die Varese………

    die bestände zu „vernichten“ wird angesichts der nachrichtenlagen – die es in wahrnehmung und verarbeitung zu vernebeln gilt – ein leichtes sein ! dieser sog. skandal auf Hawaii ist ja eher eine humoreske einlage, stellen sie sich vor, die hätten das Horst-Wessel-Lied intoniert !

    hat nicht dieser OETI, der im mutterkutter wieder so prominent mit irgendeinem blödsinn zitiert und abgebildet wird diese brisante hymnen-strophe nicht auch schon gesungen ? nüchtern oder nach Grossbottwarer Schwarzriesling oder Wunnensteiner Trollinger ist doch so egal !

    hier noch ein blick ins trainingslager, das geht im märz richtig ab:
    https://www.webcam-4insiders.com/de/Wetter-Varese/5310-Varese-Wetter.php

    und nach einem blick in das glas mit Weiler Schlipf Grauburgunder (auch der badische landesteil soll nicht zu kurz kommen) nun zum hauptthema des DON-BLOGS den ich mit runderneuerten augen frisch lesen konnte: entscheidend ist doch wohl immer „was hinten rauskommt“, auch beim schul- und bildungssystem:

    kommen also die grossen innovationen des militärisch-industriellen-ökonomischen komplexes der letzten 30 jahre aus Old Europe aus aus den verdammungswürdigen Vereinigten Staaten!

    • Ich glaube in Hawaii - das war Absicht.
      Die wissen, wie in Deutschland reagiert wird (wie „regiert“ wird, anscheinend auch) – und die lachen sich halbtot über den von ihnen herausgeforderten „Aufschrei“!
      Zumal wir uns dieser Strophe wohl, aus Sicht aus dem Ausland, auch immer mehr anpassen. Leider mit sehr sehr viel „Berliner Luft“.

  118. was sagen die weisen aus dem abendlande ?
    @ DdH

    sagte nicht unser grosser landsmann, gebürtig in Lauffen a. N. schon in früheren trüben tagen unter höchstem sublimationszwang auferlegt vom adel:

    „wo aber gefahr ist, wächst das rettende auch“

    darauf ein gang in den weinkeller zur suche der Lauffener flaschenbestände aus terassenlagen !

    • Ach Django, wer glaubt denn, daß uns Dichtkunst und Walter rette?
      „Der feste Buchstab, und Bestehendes gut gedeutet. Dem folgt deutscher Gesang“ => siehe Hymne von Hawaii, bes. 2. Strophe, wie ein Mitforist reklamierte. Die Tennisär….e, mit Verlaub, waren artifiziellempörungsmäßig anschließend etwas angefressen (äh, ich meine eher, die hatten das gar nicht bemerkt)
      .
      Ach ja, der Höldi, Sproß eines Stammes der wo kei Deitsch koo. Geh´ich nach Weinsberg auf die Weibertreu, so sind sie alle eingeritzt im gelben Sandstein, im Innenrund des Turms vom Heilbronner Jägerhaus-Steinbruch (der ja teilweise auch zum Bau der zukünftigen Kölner Großmoschee, aktuell noch Sankt Peter verwendet wurde (dr Neckr nonder…). Der Schiller und der Hegel, der Uhland und der Hauff…
      .
      siehe Dons Tag: http://www.donvanone.de/bst-10-burgruine-weibertreu-a81/
      .
      Für das geneigte Publikum der Krabbenfelsen im Winterkleid: http://www.wg-lauffen.de/1225-1196/10433/lauffener-weingaertner-eg-rotwein-lemberger-lauffener-katzenbeisser-lemberger
      (DdH)

  119. Verweis auf das Mutterschiff der klugen Köpfe (Jürgen Kaubes "tote Lehre")
    Es ist ja nicht so, dass außerhalb des Don-Alphonso-Biotops nicht auch andere Leute kluge Gedanken hätten:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-lehre-als-problem-ratloser-bildungspoltik-14871931.html

    Motto: Im Für und Wider wechselseitig prägen, was beständige Münzen sein wollen.

    Solange solche Leute nicht als Nestbeschmutzer gelten, weil sie statt Trump & Co – Bashing an die eigenen Nasen der Europäer fassen, ist die Zensur noch nicht durchgreifend in Funktion. Hoffnung „reloaded“.

    „In manchen Geisteswissenschaften hingegen wird schon die Vorstellung, es gebe dort richtig und falsch sowie einen Stand der Erkenntnis, für abwegig gehalten.“ Kaube schließt daraus, solche Haltungen beförderten „Gleichgültigkeit“. Recht hat er, die Beliebigkeit der Worte macht Auseinandersetzungen zu bloßen Machtkämpfen und spaltet die Gesellschaft.

    Der Ast des Verstandes der Pseudointellektuellen (IYIs nach Taleb) ist von ihnen höchstselbst abgesägt worden. Das heißt soviel wie: schlechte Handwerker machen Pfusch und merken das nicht mal, weil sie keinen Maßstab mehr haben (und damit auch keine Handwerker heißen dürften.)

    Die haben „Anything goes“ als falsch verstandenes künstlerisches Konzept in die Alltags-Wirklichkeit übernommen. Und glauben, Kreativität sei das Instrument, mit dem die gesamte Umwelt je nach Laune (und ideologischem Standpunkt) als Falsch- oder Wahrware behandelt werden dürfe.

    Kaubes Vademecum ist, die Lehre (ich ergänze „und Bildung“) wieder zu betonen, versus tumber Lernbulimie zwecks Credit-Points als falschem Maßstab von „Wissen“.

    Das würde bedeuten: kluge Auseinandersetzung, Diskurs, miteinander reden, das heißt auch: schaue Dir die Welt an, mache Dir eigene (!) Gedanken und trage dann Deine „Meinungen“ auf den Markt der Reality-Checker. Dazu gehört zwingend: halte Dich ergebnisoffen, nicht schreien, aber zuhören, aufeinander eingehen. Lass Dir inhaltlich auch mal was sagen. Und frage nicht, wer und warum angeblich wer etwas sagt, sondern halte Dich zuerst beim was auf. Bulverism* ist eine grassierende Seuche.

    Eine kleine von Kant inspirierte Abwandlung dessen Imperativs:

    Handle so, dass Deine „Meinung“ Bestand haben kann im Licht der Geschichte und vor damit auch im Licht der Wirklichkeit.

    (damit hat doch für alle Hiesigen Betsy DeVos einen enormen Bildungsschub gebracht, für alle, ohne dass sie das beabsichtigt haben mag. Gute Taten mögen nicht beabsichtigt sein, so geschehen sie doch.)

    * „You must show that a man is wrong before you start explaining why he is wrong. The modern method [BULVERISMUS] is to assume without discussion that he is wrong and then distract his [und aller anderen] attention from this (the only real issue) by busily explaining how he became to be so silly.“

    • "Im Für und Wider wechselseitig prägen, was beständige Münzen sein wollen."
      Perlen im allgemeinen Kampfgetümmel. Danke.

  120. @Uwe Dippel zu 12. Februar 2017 um 17:10 Uhr, Ich weiss nicht so recht, ...
    „Originale gibt es in unseren Zeiten weniger. Mainstream und die richtige Haltung scheinen wichtiger.“

    Damit sprechen Sie mir aus dem Herzen. Und wir können aus den von Ihnen beschriebenen Entwicklungen und Mechanismen auch den einen oder anderen Schluss ziehen:

    Der Staatsapparat ist zu groß und korrumpiert seine eigenen Institutionen.

    Wo der Staatsapparat und nicht einzelne, freie Bürger herrschen, sucht sich dieser Apparat unfreie Bürger, mit denen er die freien Bürger drangsalieren kann.

    Opportunisten sind menschlich vielleicht arme Schweine, aber sie helfen dabei mit, ihre eigene Lebensgrundlage zu zerstören.

    Die angeblich überholten Neugiergetriebenen Forscher und Erfinder brauchen Freiheit und Verantwortung.

    Wissenschaft konnte gedeihen ohne Staatsapparat und könnte mit weniger Einmischung wieder gedeihen.

    Die spleenigen Adligen mit freier Zeit oder Bürgerliche mit kreativem Problembewusstsein wie https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_von_Kempelen oder https://en.wikipedia.org/wiki/Johann_Philipp_Reis, aber auch Klassiker wie Edison oder Bell und andere haben geforscht, weil sie sich für Sachen und Lösungen interessiert haben, diese Wissenschaft hinterlässt Nützliches (neben einer Menge Stuss, aber dafür haben die selbst gehaftet).

    Wie bei den Banken, Haften für das Tun sondert gute wie schlechte Ideen aus und verhindert Milliardengräber.

    Verantwortung liegt in der „postfaktischen“* Welt immer beim politischen Gegner oder bei einer abstrakten Institution, das Geld aber fließt stetig in die eigene Tasche.

    *Diesen Begriff verwende ich nur ungern, denn er ist mindestens ein Oxymoron, eher aber einfacher Bullshit http://scienceblogs.de/wissenschaftsfeuilleton/2016/11/10/postfaktisch/

    Deshalb steht er hier nur symbolisch für unseren Umgang mit Sprache und Logik, aber nicht für einen Griff, an dem man sich festhalten könnte.

    • Absolut. Ja!
      Ungewöhnlich ist das nicht; sondern eher ganz normal menschlich. Wenn man eine bestimmte Sache im Griff hat, greift man weiter zu.

      Seit 1949 hat man eine ganze Menge Aufgaben gelöst. Und seitdem das alles ganz passabel funktioniert, suchen die Herrschenden sich neue Betätigungsfelder.
      Zunächst wurden – in allen Bundesländern die ich kenne – in die Schulen durchregiert; wenn auch die Terminologie sich gegenläufig gestaltete.
      Und seit einigen Jahren wird eben auch an Forschung und Lehre angefangen, herumzuschrauben. Motiviert in vielen Fällen von den immer mehr Leuten in den Ministerien, die einen Wirtschaftsabschluss haben. Und schlaflose Nächte, solange sie nicht das sichere Gefühl haben, eine exakte Kontrolle über die Produkte und Dienstleistungen ausüben zu können.

      Zwei Anekdötchen dazu:

      Zum Amüsement meiner Kollegen erzähle ich gerne dass vor 40 Jahren die Professoren meiner Alma Mater einen Brandbrief an das Ministerium geschrieben hatten, sie müssten neuerlich bis zu 25 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben statt mit Forschung und Lehre zubringen.
      Wenn man weiss, wie viele Prozent der deutsche Hochschullehrer mit Verwaltungsaufgaben zubringt, wären das Traumzahlen.

      Ich wollte mal Menschen aus der Universitätsverwaltung schockieren, indem ich kurz darlegte, dass Wittgenstein heute null Chancen auf eine Professur hätte. Das mache ich nie wieder. Denn die Antwort war, dass das gut so sei, solche Leute könne man kaum in der Universität gebrauchen, man brauche teamfähige Menschen auch als Professoren, keine Einzelgänger. Und Leute mit einem wirklich ansehnlichen Portfolio von Veröffentlichungen.

  121. Wir lernen alle die Sprachen des Orients!
    Denn das, ist das, was kommt.

  122. Ceuta und Melilla und dann auf
    Trump einschlagen. Dabei haben selbst SPDler und Grüne eine Heidenangst, wenn die Grenzanlagen wegkommen. Genauso ist es mit den Privatschulen. War nicht der Sohn von „meiner“ MP, Frau Kraft, nicht auch auf einem Privatgymnasium?

    • No comprendo
      Die Spaniolen machen das doch ganz anständig, finde ich.
      Wobei ihnen auch der Wind hilft, die vergleichsweise kurze Meerenge von Gibraltar bei Tarifa für Schlauchboote nicht überquerbar zu machen.
      Was habe ich da versäumt, im Zusammenhang mit Melilla und Ceuta?

  123. Lt. einer Umfrage sind 60% der EU-Bevölkerung für einen Moslem-Ban
    a la Trump in der EU.

    krone Boulevard im Ösiland hat da was berichtet.

    Bei uns- Dauersendung ,,Das Schweigen im Walde“.

    Uns pinkelt man Polit-seits nur ständig einen von ,,Integration“ auf die Schuhe, und Toleranz und Besonnenheit.

    Aber die Leute haben schon eine Meinung.

    Nur an der Urne, da fallen ihnen die Nüße in die Unterhose, der Michel und sein weiter so bis zum Bonker.

    Wie kaputt muß das Land werden, bis jemand den Putztrupp ruft ?

  124. Das geht ja gar nicht
    Don Alphonso: übernehmen Sie!

    Feuerwehrhaus in bayerischem Bad Wiessee fliegt in die Luft

  125. alles dasselbe
    Hat was für sich:

    „There is only one party in the United States, the Property Party … and it has two right wings: Republican and Democrat. Republicans are a bit stupider, more rigid, more doctrinaire in their laissez-faire capitalism than the Democrats, who are cuter, prettier, a bit more corrupt — until recently … and more willing than the Republicans to make small adjustments when the poor, the black, the anti-imperialists get out of hand. But, essentially, there is no difference between the two parties.”
    Gore Vidal, “State of the Union” (1975)

  126. Blattschuss
    Huch, da sind wir ja wieder bei Sache. Trotzdem …

    … Die beste Analyse über den Zustand des deutschen Bildungsdurchschnitts gab Oliver Kalkofe am Samstagabend zum Besten – Kalkofes Camp-Report. Eiskalt serviert mit messerscharfen Worten und Verstand, seziert er die Blaupause des Homo Telemedial Primitivus, welche die Eliten in den letzten 30 Jahren herangezüchtet haben. Die Schonungslose Abrechnung mit den Z-Prominenten, dem deutschen Schnittmengenwähler, der diesen medialen Wahnsinn konsumiert und als Vorlage für ein sinnbefreites Leben erachtet.

    Fürwahr – eine Sternstunde des Dokumentarfilms.

    ….

  127. Inklusion, ja vielleicht. Aber kann nicht klappen, wenn es vorher schon nicht stimmt.
    Dieser Mann-o-Mann-Beitrag deckt sich zu großen Teilen mit den Erzählungen einer Verwandten von mir, Grundschullehrerin. Am schlimmsten war es in einer Schule bei München:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/misstaende-an-deutschen-schulen-eine-lehrerin-berichtet-14871446.html

    Mein lieber Schwan!
    Werdet bloß nicht Lehrer.

    Ein freiwilliger Kopfschuss ist, verglichen, damit eine ehrlichere Sache als dieses langsame vor sich hin Burn-outen, wo die Kinder auf der Strecke bleiben und der engagierte Lehrer auch. Überleben tun das nur die Holzköpfe, die Stumpfen. Egal, ob auf Charter Schools mit McDoof-Werbung an der Tafel oder auf den ach so tollen Regelschulen hier. Es ist … einfach egal. Gibt keinen Sinn mehr, sich wegen einer Finanzierungsmethode aufzuregen, wenn alles andere schon längst im A* ist

    Hab‘ auch irgendwo gehört, ein Lehrer sagte, Inklusion werde nur deswegen so positiv gehyped, weil man sich smart die Förderschulen sparen wolle. Sich die Förderschulen sparen wollen, das könnt sogar sein. Warum auch gleich immer an eine exotische Zebraherde denken, wenn man Hufe klappern hört, meist ist doch immer wieder die Pferdeherde namens „Geld einsparen‘.

    Kann jemand diesen Ministerialen, oder wer sich das auch immer ausgeheckt hat (Sidekick McKinsey?) auf dem Rücken aller mal den Marsch blasen? Warum hört man von Lehrern da so wenig?

    (Jetzt ist sie wieder zurückversetzt – die Verwandte – in ‚ihre‘ gebürtige Provinzstadt; da nicht ganz so, aber schon auch allmählich sichtbar. Und dafür führungsunfähige Rektorin doppelt anstregend wie ein Extra-Haufen Inkludierter, die man mitbetreuen muss ohne eine Ahnung zu haben wie das noch gehen soll …)

  128. Aus Wissensvermittlung entsteht nicht zwangsläufig Bildung
    Zu meiner Zeit begannen schulische Karrieren in der Volksschule. Es gab noch Tafeln für das Üben mit den einzelnen Buchstaben, aus denen sich dann Wörter entwickelten. Später folgten Schulhefte und Federn samt Tintenfäßchen. Und, im Fach Schönschrift lernten wir noch Sütterlin – nie wieder habe ich so schön geschrieben. Es gab weder Ruhezonen, noch Spielgeräte an den Schulen, selbstverständlich auch keine Smartphones, Computer, das Internet, soziale Netzwerke oder sonst etwas, was uns Kinder vom zielgerichteten Lernen ablenken konnte. Stattdessen wurden schon Andeutungen von „AHDS“ gewaltsam im Keim erstickt und Linkshänder ohne Skrupel auf den rechten Weg gebracht. Und sollte das alles nicht fruchten, dann gab es immer noch Sonderschule oder Internat, je nach Geldbeutel. Sozialarbeiter und Sicherheitsdienste waren seinerzeit weder notwendig, noch erwünscht. Probleme wurden im beiderseitigen Einverständnis zwischen Eltern und Lehrern gelöst, ganz ohne #Aufschrei. Sehr, sehr seltene Ausnahmen bestätigten die Regel.

    Zuhause wartete die Mutter und meist auch Hausfrau, um die Hausaufgaben zu beaufsichtigen und dafür zu sorgen, daß es die Kinder einmal besser haben sollten. Kein schulischer Mißerfolg blieb unbemerkt, die Kontrolle war lückenlos. Die Frage des schulischen Werdegangs war eine Frage der Familienehre, die vierte Klasse der erste große Prüfstein im früh beginnenden Ernst des Lebens. Die Noten und manchmal auch Vitamin B entschieden über die Maschen des Siebes, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium – Lehre oder Studium. Zumindest dann, wenn alles seinen geregelten Gang ging. Und mit etwas Glück stand zumindest am Ende der gymnasialen Beschulung auch so etwas wie ein zartes Pflänzchen der Bildung.

    Doch die Zeiten änderten sich, als antiautoritäre Erziehung und Lehrerpartei ins Spiel kamen. Als Noten infragegestellt und Reifeprüfungen Grundvoraussetzung für Ausbildungsverträge wurden. Als eine Reform die nächste jagte und Pisa zum politischen Schreckgespenst wurde, zum Bildungswahn führte. Als nicht mehr Mütter, sondern Sozialarbeiter, Psychologen und Sicherheitsdienste die Erziehung an Schulen übernahmen. Als entwurzelte Kinder zu Amokläufen aufbrachen. Als Internate keine Strafanstalten mehr waren, sondern zu Eliteschulen wurden.

    Heute haben wir Schulklassen, in denen kaum noch richtig deutsch gesprochen wird, vom Schreiben einmal ganz zu schweigen. Schulklassen, deren Lehrer durch Inklusion überfordert sind und Schüler, die keine Autorität mehr kennen, weil Helikoptereltern über sie wachen. Heute würde ich meine Kinder im Zweifel auch auf eine private Eliteschule schicken.

    Das ist eine ganz und gar ungute Entwicklung. Im Grunde müßten die staatlichen Schulen im Vergleich ganz weit vorne liegen, doch sie wurden sträflichst vernachlässigt und durch ideologische Experimente heruntergewirtschaftet. Viele Lehrer sind darüberhinaus auch noch pädagogisch ungeeignet und andere haben längst vor Schülern und Eltern kapituliert. Fragwürdig ist auch, ob Bildungspolitik wirklich Ländersache sein sollte, oder ob es nicht besser wäre, im Sinne der Gleichheit, dem Bund die Bildungspolitik zu überlassen.

    Persönlich halte ich das ganze Bildungsgeschwätz für den untauglichen Versuch, von politischen Fehlern im Schulbereich abzulenken, wodurch ein Zurück zu Schulen als Lehranstalten verhindert wird, in denen das Hauptaugenmerk auf eine reine Wissensvermittlung gerichtet ist. Wenn der Hauptschulabschluß sich heute nur noch auf Grundschulniveau bewegt und das Abitur gerade noch für eine Lehre taugt, dann ist dort der Hebel anzusetzen, um das generelle Schulniveau wieder geradezurücken und damit auch die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu erfüllen. Wie heißt es doch: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Schuljahre aber auch nicht.

    • Schön gesagt
      gerade das vom Internat.
      Ich dürfte etwas jünger als Sie sein, aber Internat stand auch zu meiner Zeit nur als Strafmaßnahme im Raum, wenn auch nciht ernsthaft.

      Ich verstehe die familiären Setups nicht, bei der der Nachwuchs von der Kinderkrippe über den Kindergarten über Ganztagsschulen über Internate über Auslandsaufenthalte ein Leben führt, das zwangsläufig kaum Schnittmengen mit dem der Eltern hat. Und mit Schnittmengen meine ich gemeinsam verbrachte Zeit, Vertrauen und die ganze Richtung.

      Bei uns, also mir gingen 1972 5 von gut 25 aufs Gymnasium, die aber zurecht.
      Wir sind kürzlich von München nach Tölz gezogen, mit 3 Kindern, alle im Schulalter.
      bittere Erkenntnis: Tochter Grundschule Klasse 1 von alles easy auf schwimmt mit der Supp’n .. und zwar gerade noch.
      Sohn2 5te, ungefähr ex aequo, wenn auch schon leicht hintendran.
      Sohn Nr1 Vom Max Klasse 7 (humanistisch,oho) auf neusprachlich, deutlich höhere Anforderungen jetzt.

      Hier: kleinere Klassen, weniger Referendare, mehr „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.


    • Was den Besuch eines Internates betrifft, so war das zu meiner Zeit eigentlich eher Ausdruck elterlichen Versagens, Nahuatl. Es mangelte in der Regel an ausreichender sozialer Kontrolle. Und das wurde mit der Veränderung des Rollenbildes, die ich nicht kritisieren möchte, eben nicht unbedingt besser.

      Dennoch denke ich, daß der Kinderwunsch mit dem Versuch, Familie und Beruf gleichermaßen unter einen Hut zu bringen, nicht vereinbar ist. Es sei denn, die Betreuung der Kinder ist anderweitig familiär oder durch eine langfristig gleichbleibende Bezugsperson gewährleistet. Die fast ausschließlich staatlich geprägte Fremdbetreuung über mehr als ein Jahrzehnt, in der wichtigsten Zeit kindlicher und jugendlicher Entwicklung, sehe ich persönlich jedenfalls als Schlechteste aller Möglichkeiten an. In meinen Augen wird das durch die Realität auch durchaus bestätigt.

      Zu meiner Zeit waren die Klassen generell größer, es gab mehr Kinder und weniger Schulen. Auch waren die Kinder anders, nicht unbedingt besser, erzogen, die Lehrer hatten relativ leichtes Spiel, was dem Lernerfolg sicherlich zugute kam. Und ja, auch zu meiner Zeit war die Zahl der Schüler, die dann weiterführende Schulen besuchten, eher gering. Aber das hatte viele Gründe und es war gut, daß einige dieser Gründe seinerzeit durch die SPD beseitigt wurden. Leider wurde dabei mal wieder übertrieben, so daß es in der Folge zu einer generellen Abwertung aller Schul- und auch Hochschulabschlüsse kam. Die Grünen waren daran auch nicht ganz unbeteiligt.

      Ein Wort noch zum Erziehungsbegriff. Mir fällt keine umfassendere Bezeichnung ein, aber glücklich bin ich mit dem Begriff nicht wirklich, denn es schwingt immer die Gewalt darin mit. Eine gute Erziehung besteht aber aus Liebe und Verständnis, aus einer Auseinandersetzung auf Augenhöhe mit dem Kind, auch wenn es schwer fällt. Soziale Kontrolle ist zwar unverzichtbar, kann aber nur auf der Grundlage von Vertrauen erfolgreich sein. Ein Kind auf seinem Weg zu einem in sich selbst ruhenden und mit sich und der Umwelt in Einklang lebenden Menschen zu begleiten, das ist in meinen Augen die größte Leistung, die ein Mensch vollbringen kann.

      Und auch noch ein Wort zu den Eliteschulen. Es macht durchaus Sinn, besonders begabte Kinder auch besonders zu fördern. Das ist gut für die Kinder, die sich ansonsten in Schulen langweilen und deren Begabungen nicht selten dadurch verkümmern, weil sie sich unverstanden und ungerecht behandelt fühlen. Eliteschulen sollten aber nicht mit Schulen für Eliten bzw. deren Kinder verwechselt werden. Diese Gefahr besteht bei Privatschulen aber immer, sobald die Zugangsvoraussetzungen direkt und indirekt auch finanzielle Aspekte beinhalten. Das sollte nicht sein.

  129. A(uch)-Lehrer statt B(e)-Lehrer
    Vieles wurde richtig angesprochen. Irgendwer (Schüler und Lehrer) muss aber auch in die öffentlichen Schulen gehen. Dort passiert auch sehr viel, vor allem in Hinblick Integration. Es tun sich gleichzeitig Abgründe auf. Die Auseinandersetzung mit tatsächlich anderen Kulturen erzeugt Reibung auf beiden Seiten. Und bringt auch die eine oder andere Erkenntnis. Wenn jetzt jemand glaubt, Schule heißt heute nur, das Abendland durchzudeklinieren, soll er/sie runter vom hohen Ross, das oft nur ein Esel ist. Viele Schüler bringen z.B. eine Sprache mit, die – wie gut auch gesprochen – oft schulisch noch wenig wert ist, gesellschaftlich aber immer notwendiger werden wird. In der alltäglichen Praxis. Wenn es Schüler aus diesen Schulen schaffen (die gibt es), haben sie möglicherweise einen langfristigen Vorteil gegenüber abgeschotteten. Sie kennen eine vielfältigere Gesellschaft. Es ist oft sehr viel Standesdünkel dabei, wenn über Schule geurteilt wird. Intern und extern. Bildung wird zerredet. Theorie und Gleichheitswahn geben den Ton an. Deshalb weniger belehren und direkten Kontakt suchen zu Jugendlichen, die auch etwas von den Besserwissenden abbekommen wollen. Wissen liegt brach, wenn es nicht weitergegeben wird bzw. nur in einem Forum mit anderen geteilt wird. Vor allem Zuwanderer würden so Art Tutoren brauchen. Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Lehrer werden dabei häufig mit immer mehr Schülern und Diversitäten allein gelassen. Wenn es bessere gibt, gerne mit Berufserfahrung, hinein mit ihnen in die Schule, möglichst unbürokratisch. Zu viele in der Gesellschaft ziehen sich jedoch einfach zurück aus der heißen Zone und schießen noch auf die, die im pädagogischen Schützengraben stehen. Keine besonders mutige Haltung. Vor allem aber kein Vorbild für die Jugend.

    • Natürlich, Herr Hinterwäldler, wie konnte man das übersehen ,
      heutige Jugendliche, ob hiesige, oder migrantische, liegen ja geradezu auf der Lauer, von alten Dackeln alte Geschichten erzählt zu bekommen .

      Immer .

      Die freuen sich wie ein Schnitzel .

      Bestimmt.
      Man muß nur wollen.

      Positiv denken .
      Widdewidde……

  130. Wilders "Islma-Bann!
    Weil ich’s auch in FAZ.net grad wieder lese. Wäre das wirklich gut? Stößt man damit nicht alle Muslime vor den Kopf, die lediglich ein spirituelles Bedürfnis haben und ausleben möchten, ansonsten aber mit dem „Kopftuch- und Scharia-Islam“ nichts am Hut haben? Sondern den wortläubigen Koran ablehnen? Die gibt es nämlich auch.

    • Ja, FREIIILICH !! Der alte Traum von den zwei Islams,
      zuletzt eines Sommers von ältlichen und alten Mädchen mit Teddybären auf Bahnsteigen geträumt , Wäääälkaaaam !

      Die Geschichte vom ,,europäischen Islam“ .

      Neben der Realität des einen, bekannten Islam , der im Koran niedergelegt ist, gibt es nämlich noch einen zweiten, psssst, der hat mit der Realität NICHTS zu tun, ein ganz zarts Pflänzchen, wenn man das ans Licht hält, verpufft es zu Nichts, und seine Lehre steht im…..na ?

      Märchenbuch.
      Den müssen wir uns nur ganzganzganz fest wünschen, wie die alten Mädchen, deren Birnen wohl auch schon mehr rührselige Demenz, als langsam verblassende Jugenerinnerungen enthalten mußten….

      gaaanz fest wünschen, und nein, die Tabletten nehmen wir natürlich nicht, Teufelszeug, grad so, wie die Erwachsenenewindeln… nein nein…

    • Wenn Sie die auseinanderglauben wollen...
      nur zu. Nicht selten stelle ich mir vor, daß das diplomatisches Personal, ein paar in Öl machende Handelsreisende (auch in Sachen Waffen) und diejenigen kurzfristig Hierseienden um den Stern aus Untertürkheim abzuholen und die Yachten von Blohm+Voss, Drettmann und Robbe & Berking heim zu schippern vollkommen ausreichten.
      (DdH)

    • Ach der Geert!
      Habe im Mutterkutter den Artikel gesehen, vorgestern Abend, oben.
      „Warte mal!“ habe ich mir gesagt, lass doch mal jucken, und mir das Original in Niederländisch reingezogen.

      Da klingt das alles schon ein klein wenig anders. So wie es dorten geschrieben stand, war es wirklich aus jedem Zusammenhang gerissen. Natürlich keine LÜGENpresse, aber eine LÜCKENpresse.
      Ja, Wilders hat das gesagt, aber in den 40 Minuten auch anderes, und auch diese Verbotssache hatte einen Zusammenhang:
      Nicht einmal ganz schlecht. MIt aller Verkürzung: die Linken klopfen sich auf die Brust dass (auch in NL) Mein Kampf verboten ist, weil da Gewalttätiges drin steht, Frauenfeindliches, insbesondere Antisemitisches. Und Wilders findet den Inhalt von Mein Kampf ebenso desaströs. Die Antwort kam im Zusammenhang damit, und der Frage, warum wenn die Linke aus diesen Gründen auf dem Verbot besteht, warum sie sich dann so anders aufstellt, wenn es um den Koran geht, in dem mindestens ebenso zum Beispiel Antisemitismen zu finden sind. Nur vielleicht noch schlimmer.

      Sehr zum Verdruss und Unglauben des Interviewers betonte Wilders gegen Ende, die meisten Muslime seien natürlich integriert, und vor allem stimmten einige mit ihm überein; wohl wissend um die Probleme mit ihren eigenen Landsleuten. Und es gäbe eine Mehrheit der Muslime in den Niederlanden, die auch fänden, es reiche jetzt mit dem Import von noch mehr Troublemakern.
      [Ich halte das für durchaus glaubwürdig, es gibt ja auch in Deutschland die Bassam Tibis, und andere, die das ähnlich sehen.]

      Zum Schluss, und noch immer zum Entsetzen des Interviewers, sagt Geert Wilders, dass ein grosse Zahl Muslime in den Niederlanden lebt, die nicht nur so mal eben dort bleiben dürfen, sondern aufgrund ihres Beitrages sogar wichtig sind. Nur diejenigen, die kriminell werden, sollen – wenn er das Sagen hat – abgeschoben werden. Allerdings ohne Wenn und Aber. Der Interwiewer frug einige Male nach, und schien es kaum glauben zu können: „Einfach so??“. Die Antwort war ‚ja‘.
      [Und ich persönlich kann da nichts Falsches dran finden.]

      On the sideline: Mörder werden vom Asylrecht geschützt vor der Todesstrafe: http://www.krone.at/kaernten/asylrecht-gibt-sogar-moerdern-schutz-migrationsdruck-story-553286

  131. Bundespräsidentin?
    Peter Asemann – ww.asemann.de – stellt die interessante Frage, warum eigentlich keine Frau als Bundespräsidentin kandidiert hat.
    „Dass der Kandidat der SPD Steinmeier hieß, dass die CDU keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hat, dass sogar die Grünen und die FDP keine eigene Kandidatin nominiert haben, kann nur heißen, dass einfach keine Frau Lust hatte, zu kandidieren. Es gab nichtmal Gerüchte über eine Kandidatur einer Frau, die doch eine mögliche Kandidatin nur selbst hätte streuen müssen um sich todsicher ins Gespräch zu bringen. Es muss also tatsächlich überhaupt gar keine Frau Lust gehabt haben auf den höchsten Posten im Staat.“

    • no femininum?
      so blöd kann Frau nur selten sein: abgekartetes Spiel überläßt frau Karrieresüchtigen..

  132. Es gab mal saubere Schulen? Gar saubere Unis?
    Ich frage mich, wie es dazu kommen konnte, dass ich das nicht mehr erleben durfte … Ziemlich alles an Schulformen und Umwegen bis an die Uni habe ich mitgemacht, viele Dreckslöcher gesehen; und an der Uni ist es nicht besser als an der Haupt- und Realschule mit den „üblichen“ Problemleuten. Dreck und Schmierereien gehören mittlerweile wohl zur freien Entfaltung oder so. Eventuell auch das Danebenpullern (und mehr!) und Spülenvergessen auf der Toilette. Auch Müll scheint von Mülleimern wie magnetisch abgestoßen zu werden und landet überall sonst. Leeren tut sie auch niemand, wenn sie mal benutzt werden.

    Wehmütige Grüße aus einem dystopischen Niedersachen nach Bayern.

  133. Inklusion: Leitlinien für die Bildungspolitik
    Lieber Don,

    leider ist Inklusion nicht das, was sich die meisten Menschen darunter vorstellen. Inklusion ist vielmehr eine Maßnahme zur Sozialarchitektur, ein Kampfbegriff, ein Gesellschaftsentwurf, der von den gleichen Leuten auf den gleichen Wegen ins Bildungssystem eingeschleust wurde wie die Gender- Ideologie, mit der sie verwoben ist. Beides zusammen könnte man einen ganzheitlichen Ansatz nennen.

    Eingespeist wird das über die Unesco. Dort gilt „ein Staat, eine Stimme“. Um die nötigen Mehrheiten zu bekommen, hat man ein Konstrukt namens „Vielfalt“ geschaffen. Das bezeichnet die Gemeinschaft der Minderheiten aller Couleur und ist, da jederzeit Minderheiten neu ausdifferenziert werden können, beliebig manipulierbar. Für alle wird Zugang zu Bildung gefordert.

    Vielfalt ist „gut“, wird gefördert und ist zu akzeptieren. Sie ist die Schnittstelle zur Gender-Ideologie.

    Um Mehrheiten zu organisieren, unterstützt man in der Unesco noch das Thema Afrika. So sind Allianzen möglich, weshalb häufig afrikarelevante Perspektiven aufscheinen.

    Sind die Ziele dort beschlossen, werden sie an die Mitgliedsstaaten durchgereicht, inklusive einer recht ausgefeilten Strategie zur Umsetzung, als „Aufgabe“ an die Politik.

    Hinsichtlich Gender Mainstreaming und Inklusion befinden wir uns in der letzten Phase: Marginalisierung von Gegnern und bedingungslose Umsetzung.

    Die so genannte „Vielfalt“ geht mit einem bewußten Absenken des Kenntnislevels einher.

    Die Initiatoren, eine Klasse von Sozialingenieuren, gehen wohl davon aus, daß viele Menschen zukünftig ohnehin nicht mehr produktiv eingesetzt werden können, aufgrund weiteren technischen Fortschritts. Unter dieser Voraussetzung ist Bildung wie wir sie definieren, sinnlos, man kann sich eine Menge Aufwand sparen, und durch Implementation der Gender-Ideologie ist eine ausreichende Interessenszersplitterung erreicht worden, die nach dem Motto „divide et impera!“ manipuliert werden kann.

    Jegliche Widerstandsform gegen die zugrundeliegende Ideologie ist von diesen „Sozialingenieuren“ antizipiert und mit einer abgestimmten Gegenstrategie beantwortbar. Beispiel: unter „Monitoring und Evaluation“ werden Privatschulen mit erfasst, um etwaige Schlupflöcher zu schließen. Lehrer, die diese Ideologie nicht unterstützen, werden unter „zu überwindende Hindernisse“ aufgeführt und sind durch eine Reihe von Maßnahmen auf Linie zu bringen.

    Das ist vielleicht der Hintergrund, weshalb Betsy Devos ausgerechnet Privatschulen unterstützt und warum Trump die UNO und Unesco als Quasselbuden geringschätzt, wo viele Leute eine gute Zeit haben.

    Bei uns hat die Politik sich komplett das Heft aus der Hand nehmen lassen von diesen Strategen, so wird es wohl in den USA auch sein. Eine Wende steht nicht zu erwarten. Wenn sie eines Tages eingeleitet wird, wird es hart krachen- dann sind die bisherigen Strukturen vielleicht nicht mehr reformierbar.

    Ach ja, was leider auch wahr ist: Bayern macht mit. Alle machen mit. Das ist was ganz Großes, erstklassig orchestriert.

    Ich erlebe es gerade bei meiner Tochter in der 3. Klasse.

    Schön ist wirklich der allen Diktatoren gemeinsame Wunsch, der sich ganz unten auf Seite 15 findet:
    „das gesamte Umfeld beteiligt sich aktiv und aus eigenem Antrieb an der Förderung von Inklusion“.

    Das kommt bestimmt manchem DDR-Bürger irgendwie bekannt vor.
    zum Nachlesen:
    https://www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Bildung/2014_Leitlinien_inklusive_Bildung.pdf

  134. Titel eingeben
    Sehr treffend formuliert, das alles.

Hinterlasse eine Antwort

Angemeldet als GAST





Noch Zeichen frei

Richtlinien für Lesermeinungen