Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Patriarchat steckt Tiere in den Mixer

| 519 Lesermeinungen

Eine Geschichte aus der guten, alten Zeit des echten Wirtschaftswunders

Als gute Hausfrau habe ich nicht einfach eine teure Küchenmaschine gekauft, sondern zuerst einmal gefragt, was denn angemessen sei. Gefragt habe ich vor allem ältere Hausfrauen mit viel Erfahrung, und immer wieder wurde mir erzählt, dass sie zur Hochzeit oder selbst erspart ein Gerät der Firma Braun erhielten. Das tut jahrzehntelang seinen Dienst, ist unzerstörbar und wird auch von Kindern begehrt, die es sich dann aber selbst beschaffen müssen. Also bestellte ich im Internet eine gebrauchte Braun KM-3 der allerersten Generation, gebaut 1957 und verkauft zu einem Preis von 230 Deutschen Mark – ein durchschnittlicher Arbeiter verdiente damals 200 DM pro Monat – für lächerliche 2% meines Monatslohns. Mit Porto.

kmd

Ich bin eben eine gute Hausfrau, auch wenn die Ursache nicht gerade schmeichelhaft ist: In meiner Familie herrschte die – sich nachher als zutreffend herausstellende – Überzeugung vor, dass Leute wie ich ohnehin keinen lebenslangen Partner finden würden, und daher nicht auf die Dienste einer Frau zugreifen könnten. Deshalb wurden mir neben den typisch männlichen Fähigkeiten wie Radreparatur, Heizungentlüften und Nageleinschlagen, wegen derer ich bei Frauen heiß begehrt bin, auch Haushalt und Kochen beigebracht, weswegen ich bei den meisten Frauen in der Epoche der Tütensuppen und Microwellen ebenfalls begehrt bin. Bisher kam ich eigentlich immer ohne Küchenmaschine aus – was zu gross war, wie etwa Gemüse für Suppen, kochte oder schnitt ich eben klein. Ausserdem habe ich kleine Handraspeln und Reiben aus Messing, mit denen ich gut umgehen kann, und als Single reicht das normalerweise. Aber ich wollte nun mal auch eine Küchenmaschine, und was soll ich sagen: Die KM-3 ist laut, brutal und macht alles, was man ihr hineinschiebt, in Windeseile nieder. Schluss mit dem Kochen und Häuten von Tomaten, hinein in den Mixer für eine Minute, und nichts bleibt zurück außer jenem roten Matsch, aus dem Tomatensuppenträume von ausgekühlten Rodlern sind. Inzwischen habe ich übrigens auch eine zweite Braun für den zweiten Wohnsitz am Tegernsee.

kmc

Die Hausfrau in mir jauchzt, weil Semmelknödel jetzt dreimal so schnell fertig werden. Und die Hausfrau in mir hat natürlich auch der eigenen Mutter mit stolzgeschwellter Brust die Neuerwerbung vorgeführt. Diese wiederum erkannte sogleich, dass ich die gleiche Maschine gekauft hatte, die mein Grossvater 60 Jahre zuvor schon erworben hatte, und die sehr bald bei uns in Ungnade gefallen ist, weil meine Grossmutter noch ohne Hilfen kochte, und besonders, weil der Mixeraufsatz MX-3 für dieses Gerät beinahe den Joschi umgebracht hätte. In Komplizenschaft mit meinem kochunfähigen Grossvater.

kmf

Weil, es war nämlich so: 1957 zogen Vertreter durch Deutschland und offerierten in gehobenen Haushalten – wir erinnern uns an den Preis der KM-3 – Vorführungen der Küchenmaschine. Bei uns wiederum gerieten sie dabei an meinen Grossvater und versprachen das Blaue vom Himmel. Wie etwa, dass man Eier mit so einem Mixer überhaupt nicht mehr aufschlagen müsste: Man werfe sie einfach hinein, schalte das Gerät ein, und der Mixer zermahle Ei und Schale zu einer Flüssigkeit, die gesünder als normale Eier sei, denn in der Schale sitze auch Calcium und das habe man schließlich auch gezahlt. Meinem kochunfähigen Grossvater war das Versprechen völlig eingängig, nicht aber meiner Grossmutter, die Eierschalen zerrieb und in ein Säckchen in die damals ebenso aufkommende Waschmaschine tat: Eierschalenstaub soll nämlich Weisswäsche entfärben, besagt eine Hausweisheit, die vermutlich ebenso falsch wie die These ist, der Mensch könnte das Calcium der Eierschalen in geriebener Form in sich aufnehmen. So hat eben jede Zeit ihre Legenden, aber wenigstens waren die Eierschalen damals billiger als Anti-Aging-Creme oder Migranten, die wertvoller als Gold sein sollen und es für ihre Profiteure wohl auch sind.

kme

Meiner Grossmutter als Hausfrau also kaufte mein Grossvater jedenfalls die Küchenmaschine, und im gläsernen Mixer wurden damals tatsächlich die so beliebten Milchmischgetränke gezaubert. Die KM-3 war auf dem besten Wege, sich als Neuheit ihren geachteten Platz in der Küche zu erkämpfen, zumal ihre blosse Existenz und das Versprechen des Vertreters, damit könnte nun wirklich jeder kochen, bei meinem Grossvater den Eindruck erweckt hatte, er könnte das auch. Nun sind Überzeugungen stets harmlos, solange sie theoretisch bleiben, wie etwa merkelsyrische Ärzte und Facharbeiter, aber so, wie die nordafrikanisch geprägte Silvesternacht von Köln in der Willkommenskultur nicht vorgesehen war, war auch für den Vertreter ein schicksalhaftes Zusammentreffen nicht vorhersehbar, von dem nun zu berichten ist. Es kam nämlich der Jagdfreund Joschi zu Besuch. An einem Tag, da mein Grossvater allein daheim war, was ja auch ganz angenehm ist, weil man dann ungestört über Schusswaffenkäufe und die Notwendigkeit eines Gamsstutzens reden kann. Das waren, wie gesagt, noch die finsteren Zeiten des echten Patriarchats, Männer erschossen Viecher, Frauen kochten sie, und alle ernährten sich zu fleischlastig und wussten nicht, was ein BMI ist, wohingegen ich heute natürlich auf jedes Gramm Fett achte.

kmb

Es war also die Hausfrau nicht da und mich, der ich Hausfrau bin, gab es noch lange nicht. Was es aber gab, war die KM-3, den Mixeraufsatz MX-3 und den Joschi, den das Reden über Gewehre hungrig gemacht hat. Und obendrein war noch ein gut abgehängter Eichelhäher im Haus, den mein Grossvater letzthin geschossen und meine Grossmutter schon gerupft hatte. An den Backofen hätte sich mein ehrenwerter Ahn nicht getraut, aber den Umgang mit der Pfanne traute er sich schon zu, und das Grundrezept der Fleischpflanzerl war ihm, der auch Rührleier machen konnte, bekannt. Ausserdem hatte er ja die Küchenmaschine, die alles klein und breiig machte. Während der Joschi also im Wohnzimmer mit den Schiessgeräten meines Grossvaters hantierte, fand mein Ahn, tatkräftig und entschlossen wie Donald Trump, in der Küche das Schubfach mit den Semmelbröseln. Er fand Eier. Und er fand, damit nahm das Unglück seinen Lauf, die Tranchierschere, mit der er den Eichelhäher so klein schnitt, dass die Teile – mit allem, was so an Knochen, Haut, Fett und Gedärmen in so einem Vieh ist – in den MX-3 passte. Dass Calcium gesund ist und auch Knochen Calcium sind, wusste er. Er suchte den Butter und als er ihn gefunden hatte, war im MX-3 schon eine feste Masse aus Ei, Eierschalen, Semmelbrösel und Eichelhäher. Das ein oder andere Schrotkörnderl war vermutlich auch noch im Vogel. Er schaltete den Gasherd ein, stellte die Pfanne darauf, formte Eichelhäherpflanzerl, die ihm nicht einmal anbrannten.

kmh

Der Joschi war danach richtig vergiftet und drei Tage krank.

Und sagte ganz schreckliche Dinge über die Küche meiner Familie, obwohl alle Hausfrauen ganz vorzügliche Köchinnen waren. Köchinnen, die daraufhin auch aufpassten, dass nachkommende Stammhalter insofern kochen konnten, als sie zwischen Ei und Schale unterscheiden können – im Eieraufschlagen bin ich wirklich Meister. Ausserdem ist es heute ohnehin nicht mehr gefährlich, denn die Jagdtradition in meinem Stamme endete mit meinem Grossvater, ich selbst bin Vegetarier, und wer möchte, kann sich auch von meinen Kochkünsten ohne Laktose, aber mit Dinkel und frei von allen tierischen Produkten überzeugen. Erst sollte man das Kochen lernen, und dann mit der KM-3 verfeinern, jener Höllenmaschine, mit der der arme Joschi beinahe umgebracht wurde, und die nach diesem stadtweit bekannt gewordenen Unglück nicht mehr in Gnaden aufgenommen wurde.

kma

Aber jetzt ist sie wieder im Hause wie 1957, und singt das harmlose Lied der Kürbiscremesuppen und Gemüsetartes, die grossen Arien der Zucchinipflanzerl und der Spinatknödel, und die Kalorienspottgedichte des Guglhupfs. Manchmal lasse ich sie auch einfach nur rattern, um Plätzchenteig zu machen – ich mag Plätzchen nicht, aber den Teig schätze ich sehr, und wenn einer übrig bleibt, kann man ihn in den Kühlschrank und später Gästen auf Gesässhöhe unter das Laken im Bett legen. Die juxen dann, das ist immer lustig, und es war ein beliebter Streich in der Jagdhütte meines Grossvaters.

kmg

Wir sind eben sehr traditionsbewusst. Es renkt sich eben alles wieder ein, und was uns nicht umbringt, macht uns hart. Joschi und Unkraut vergehen nicht, und immerhin hat sich mein Grossvater wenigstens Mühe gegeben. Und daraus gelernt. Er wusste danach, dass er doch nicht kochen kann, und hat es bleiben lassen, so wie auch heute die meisten Frauen an Universitäten, sogar ganz ohne jemals an einen Joschi zu geraten.

Aber Altersarmut von alleinstehenden Soziologinnen im Berliner Matriarchat bereden wir ein andermal.

101

519 Lesermeinungen

  1. Insidertrading?
    Wenn Sie gut waren, haben Sie vorher einen Bestand von mehr als zwei dieser Maschinen gekauft. Ich darf davon ausgehen, dass der Preis bei ebay in der nächsten Zeit hochschnellen wird, weil alle so ein cooles Teil haben wollen!

    Und den üblichen herzlichen Dank für einen wunderbaren Artikel in trüber Zeiten. Manchmal ist ein ausgebreiteter Lacher wertvoller als Gold.

    • Gern geschehen.

      Ja, ich habe zwei gekauft und eine als Reserve und Ersatzteilspender. Allerdings sind die nun wirklich nicht selten.

    • Der Preis bei ebay!
      @Uwe Dippel
      BRAUN KÜCHENMASCHINE KM31, RÜHRSCHÜSSEL, KNETHAKEN, RÜHRBESEN, MADE IN GERMANY
      Gebraucht “aus Nichtraucherhaushalt“: EUR 89,00

    • Sie brauchen aber auch den Mixer und den Raspelaufsatz. Teilweise sind die Teile auch schlecht kompatibel, also immer eine ganze Serie kaufen. Und keine nach 85, der letzte Raspler war schlecht.

    • Reich-Ranicki würde sagen: von Arrrtiiikel zu Arrtiiikel schlächdär! und mit den Armen rudern...
      Also ehrlich jetzt, mir kommt bloss zeitloses Golden-Twenties-Design ins Haus. Und zweitens: lieber Don! Sie erinnern mich an die Spätphase der Harald-Schmidt-Show. Der ass irgendwann vor Publikum bloss ein Leberwurstbrot, und alle guckten zu und meinten, das sei jetzt Unterhaltung in sublimierter Form!
      Ich sage Ihnen: machen Sie doch mal was Neues. Laden Sie Ihre Lieblingsforisten zu sich ein, kochen Sie mit ihnen (unbedingt auch mit Frau Simon) und stellen Sie davon einen Livestream ins Netz. Sie können ja meinetwegen auch mit Christbaumkugelmaske rumlaufen (Pandamaske ist ja schon vergeben).
      Nix für ungut, Schatzerl.*knutsch*

    • Ich schreibe Kommentare zu schnell?!
      Text eingeben

    • Technikproblem.

    • Ich soll Kommentare nicht so schnell schreiben?
      Darf man nicht mehr im 10FingerSystem schreiben? Das ist ja spooky, ehrlich.

  2. Anti-Freak-Out-Strategie
    Lieber Don, ich hatte bei Ihrer Schlagzahl bereits Bedenken, daß Sie es nun beim besten Willen übertreiben und sich in den gesundheitsschädlichen Bereich hinein bloggen würden. Ich bin angenehm überrascht und sehe, daß Sie gegen den in der FAZ beschriebenem Freak-out gefeit sind und die linke von der rechten Gehirnhälfte temporär entkoppeln können.
    Hinsichtlich Ihres Angebots „wer möchte, kann sich auch von meinen Kochkünsten ohne Laktose, aber mit Dinkel und frei von allen tierischen Produkten überzeugen.“ – gerne, wann und wo?
    Gruß!

  3. Titel eingeben
    Oh, ich möchte sehr gerne

    • Wehgetarierféte?
      Vielen Dank. Ich verzichte dann gerne. Ich liebe den Genuß.

    • nur mal so
      Ein guter Gastgeber hat für alle eine Auswahl, da hätte ich keine Bedenken.Vielleicht ist es ja eine geschlossene Gesellschaft, zu der man sich nicht selber einladen kann?

    • @Philo
      Ja, natürlich wäre es sehr wünschenswert,
      diese Wehganer ausschliesslich in geschlossenen Gesellschaften zu halten.

    • Sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr
      FAZ, 09.02.2017: Weil eine Veganerin sich beschwert hatte, hat Limburgs Bürgermeister Marius Hahn (SPD) das Kinderlied „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“ aus dem Programm des Glockenspiels im Turm des Rathauses genommen. Warum nur?
      Ganz einfach: Marius Hahn ist ein deutscher Politiker oder „Auf seinem eigenen Misthaufen ist der Hahn der Mächtigste. Lucius Annaeus Seneca“
      Kinderlied: https://www.youtube.com/watch?v=oz–4Jmnr1w

  4. Weise Mütter
    Gegen das Matriarchat an sich kann man nichts sagen (wenn man Berlin weglässt) Es klingt eigentlich so als wären Sie in einem aufgewachsen. Deshalb können Sie auch Hausfrau sein. Glückwunsch!

  5. Man kann viel in Fleischpflanzerl oder Leberkäs verstecken
    Etwa so viel wie der Häher in seinem Magen.

    Köstlich: Text, Headline und Verstecke für z.B. den Merkur. Der Merkur zwischen Eichelhäher und einer Braun.

    Woran ist nun der Joschi erkrankt? Hatte der Eichelhäher eine Maus im Darm oder etwas Gift? Man rätselt. Ein solitäres Rezept online für gefüllten Eichelhäher gesehen. Heutzutage ist er wohl tabu. In Ägypten sollen sie übrigens Zugvögel am Strand mit Netzen fangen und dann essen.

    Danke für den unterhaltsamen Text aus alter Zeit, die nur die Braun überlebt hat.
    Ach, nur nebenbei: Ich hab in der Stimme gelesen, dass hier am See öfter Gift für Hunde ausgelegt wurde in letzter Zeit. Wissen Sie mehr darüber?

    • Nein, über die Hunde weiss ich nichts.

      Ich vermute, der Vogel war noch zu frisch und vielleicht lag es auch am Bleigehalt.

    • eher Gift oder was Vergammeltes
      Blei macht eher Langzeitvergiftungen bei Dauergebrauch. Der Vogel frisst angeblich alles, natürlich auch Köder.

    • Was immer es war, Joschi konnte drei Tage nichts essen.

    • Krähen tuns auch
      In der Zwischenkriegszeit – vor dem reichsdeutschen Einmarsch – gab’s nicht viel zu Essen. Da mussten auch Krähen herhalten. Eichelhäher war schon was für die „besseren Leut“. Meine heute über 80 Jahre „junge“ Mutter kennt noch das Rezept!

    • In der ganz schlechten Zeit lebten auch Tauben gefährlich.


    • In der ganz schlechten Zeit lebten auch Tauben gefährlich.
      Nicht nur in der ganz schlechten Zeit.
      Habe im Dezember wieder ein wenig im alten Kochbuch der längst verstorbenen Großtante, die in gehobenen Schweizer Haushalten als Küchenhilfe zugange war, geschmökert. Das ist so von 1905 oder so. Tauben kommen da ganz selbstverständlich unter „Geflügel“ vor.

    • Da muss man unterscheiden zwischen den extra fürs Essen gezogenen Tauben (gut) und den Stadttauben (schlecht).

    • Dachhase
      Kann sich jemand an den Begriff Dachhase erinnern?
      Das waren im kargen Norden keine fröhlichen Zeiten nach dem Krieg.

    • Nun, so tief ist man bei uns nicht gesunken, mit dem Rad und dem Schiessgewehr gab es wenigstens echten Hasen. Das ist vermutlich ein Metropolenproblem.

    • Titel eingeben
      Von Dachhasen ganz zu schweigen…

    • Der Merkur hat leider auch etwas versteckt -
      nämlich den Hinweis, dass eine Mitarbeiterin der Aufnahmebehörde den Betrug entdeckt und zunächst ihrem Vorgesetzten angezeigt hat. Dieser hat dann angeordnet, die Ordner mit den entsprechenden Unterlagen in den Keller zu „entsorgen“. Die Mitarbeiterin ging damit aber zur Polizei, was dann Ermittlungen zur Folge hatte, die zu dem bislang bekannten Ergebnis führten. Die Mitarbeiterin, deren engagiertes Handeln zu den Ermittlungen führten, bekam ihren Vertrag nicht verlängert.

    • Ja. Ganz miese Nummer. Man könnte…

    • .
      tauben sind die krönung der guten küche. natürlich die gezüchteten.
      und es gibt für jeden eine.

    • Dachhasen
      „Dachhasen“ sagen die Schwaben immer noch zu den Katzen. Dazu gibt es ein Gericht namens „falscher Hase“, das besteht heutzutage aber aus normalem Hackfleisch.

      Bei diesem Küchenmixer, kann ich mich erinnern, musste man immer mit beiden Händen den Deckel zuhalten, weil sonst die Küchendecke alle möglichen neuen Farben verpasst bekam, bevorzugt im „Sprenkel-Look“. Sonst wurden aber alle möglichen vitaminreichen Säfte für uns Kinder damit produziert. Positiv in Erinnerung habe ich den Möhrensaft, eher negativ den aus Löwenzahn.

    • Nächsten Sommer gibt es dann Erdbeersmoothies. Allerdings sitzen die Deckel bei mir recht fest.

    • smoothies
      find ich zwar irgendwie dekadent, trink sie aber gern.
      jetzt, wo es keine erdbeeren gibt, ist eine mischung aus mandarinen und ananas prima. natürlich kernlose mandarinen. die zuerst rein, damit schon mal eine schwungmasse da ist, die die ananasbrocken mitzieht.

    • OT....
      […]Sonst wurden aber alle möglichen vitaminreichen Säfte für uns Kinder damit produziert. […]
      http://blogs.faz.net/stuetzen/2017/02/07/das-patriarchat-steckt-tiere-in-den-mixer-7427/#comment-150635

      Zwar OT:

      Aber Erdbeeren, Vanille-Zucker, Sahne und Milch und einige Päckchen Vanille-Pudding per Mixer vermixt plus eine schöne Portion flüssigen Stickstoff ergeben bei der Anwendung lecker Eis in kurzer Zeit und auch in größeren Portionen…aus 8 L Eismischung und 10 L fl. Stickstoff wurde Eis für über 40 Personen bei einem Pfadfinder-Pfingstlager.

      Links:
      http://www.blenkers.de/speiseeis-stickstoff.html
      http://www.experimentalchemie.de/versuch-037.htm

      bombjack

    • Keine Tabus
      Die Jagd auf den Eichelhäher ist keineswegs tabu. In Bayern ist vom 16. Juli bis 14. März Jagdzeit. Und Krähen und Elstern dürfen auch geschossen werden.


    • Die gebutterten Wachteln im Sternerestaurant sind mir in schlechter Erinnerung… zuviel Butter, zuwenig Wachtelgeschmack.

  6. Nürfeln
    Wie kann man Berliner, Münchner jungen Damen netto 100 Euro im Monat verschaffen?
    So:
    Don kann nicht alles selber machen. Doch als Schirmherr? Den jungen Frauen Einkauf und Zubereitung von Nahrung rudimentär beizubringen, wäre ich zweimal im Jahr schon bereit. Es bräuchte Zugang zu „zertifizierten“ Lehrküchen und Organisation mit Konto und eben einen Figurehead.

    Unter dem Label Don Oliverjamie Alphonso würde ich auch fleischlose Küche anbieten.
    Für kultursensibel und vegan finden sich vielleicht Andere.

    • Icjh las letzthin eine Umfrage, dass junge Frauen 40 Euro wöchentlich für Essen ausgeben.. Ganz eherlich, da komme ich nur über den halben Wochenmarkt.


    • 40 Euro wöchentlich für Essen
      Das ist ausgesprochen grausam. Das klingt nach Nudeln mit Tomatensoße täglich.

    • Junge Frauen geben 40 Euro...
      … in der Woche fürs Essen aus.

      Vielleicht werden die ja zum Essen eingeladen. Oder essen sich jedes Wochenende bei Muttern den Bauch voll. Wonach sie sie dann die ganze Woche über Diät machen, um das auszugleichen…
      So ähnlich war es bei mir jedenfalls.

    • Lieber Mann vom anderen Strand, ..
      … das erinnert mich an den Slogan des angeblich einmal eröffneten „Road Kill Café“, in dem man als Selbstversorger kraftfahrerisch erlegten Tierkadaver mitbringen konnte: „You kill it, we grill it.“

      Das Café mag nie existiert haben, aber die Sache ist jedenfalls gut erfunden.

      Mit bestem Gruß zur Wochenmitte
      SchallundRauch


    • Vielleicht werden die ja zum Essen eingeladen.
      Wenn sie danach auch das Bett wärmen, oder so?


    • @ colorcraze
      Haha, ein netter Versuch, aber voll daneben. Was erlauben Sie sich, ist auch nicht witzig.


    • @Tamarisque: ich erlaube mir, daran zurückzudenken, wie es war in meiner Lehrlingszeit, als ich 20 war und ich mit 50 DM wöchentlich auskommen mußte, und mir die Einladungen von Marocchini und Sanyassin nicht geheuer waren, zu recht, wie ich dann etwas später von meiner Bekannten mitbekam, die sich darauf eingelassen hatte.


    • Sorry, weil ich über mich redete, glaubte ich, dass Sie mich damit meinten. Es hörte sch für mich so an, als ob eine junge für eine Essenseinladung irgendeine eine Gegenleistung bzw. eine Gratifikation vergeben sollte.

      Okay, bei mir waren es die smarten Studenten aus den reichen finnisch-schwedischen Familien in Helsinki. Das waren meine wechselnden Boyfriends in meiner Studienzeit. Die haben mich halt zu den besten Restaurants und zu den Clubs in den besten Hotels eingeladen. So hat man das damals gemacht, jedenfalls war es so bei mir. Leider verließ ich meinen letzten Boyfriend wegen eines nach Helsinki verirrten Germanen, machte hier Praktikum im akademischen Austausch, nur seitnetwegen, aber das wehrte nicht lange, und das war gut so, und der Rest ist Geschichte… ;-)

  7. Braun-Gestaltung ist deutsche Industriekunst
    Danke für den heiteren Text. Ich habe glatt nach Eichelhäher-Rezepten gesucht, dabei schieße ich solche doch gar nicht.

    • Gern geschehen. Ich habe so gelacht, als meine Mutter das erzählt hat, ich musste es aufschreiben.

      Wir sind danach aber doch essen gegangen.

  8. Die unermüdliche Akkordarbeiterin Braun
    Mein Vater durfte oder musste samstags kochen. Meistens gab es Kartoffelpuffer, hier Reiberdatschi. Da wir Kinder die liebten, vor allem mit Apfelmus, wurde er mehr gelobt als meine Mutter für die übrigen sechs Tage, was sie dazu veranlasste, ab und zu samstags auch anzutreten und Kartoffelsalat mit Würstchen zu bereiten, der auch Vergnügen auslöste.
    In der Braun, ich glaube dem gleichen Modell, wurden hergestellt:
    Die Mayonnaise
    Die geraspelten Kartoffeln
    Die Masse für die Reiberdatschi
    Die finale Zerkleinerung des Apfelbreis
    Und der Kuchenteig für den Sonntag

    Sie war also sehr beschäftigt und hielt bis zu meiner Mutter Tod, ca. 40 Jahre. Leider hat sich keiner ihrer bemächtigt. Vielleicht haben Sie sie inzwischen erworben, eine davon. Dann hängt der Segen guter Küche über ihr. Meine Großmutter aber, unsere beste Köchin, verschmähte sie, denn sie machte alles mit dem Küchentuch (Sieb), dem Hackbrett und ihren Händen, vor allem die grünen Klöße und den Hefeteig. Und ich schwöre, das war das beste. Vielleicht kam es einem nur so vor, weil man doch Ehrfurcht vor fatto a casa hat.

    Apropos Braun gibt es noch eine kleine Anekdote aus meinem Leben: Meine Eltern hatten eine Freundin, das war die Tante Eva, und die hatte einen Schäferhund.
    Über den Krieg wurde eisern geschwiegen, übrigens. Es war alles noch da, jedes Rezept, auch aus der Not geborene. Nur den Krieg gab es nicht, bis wir ins Gymnasium kamen.

    • Apfelkompott versuche ich demnächst auch mal, Tarte Tatin geht jedenfalls prima.

    • Kompott...
      … ist immer stückig, werter Don.Sonst ist es Muß.


    • @Philomena: Sie haben eigentlich recht, aber meine Mutter nannte auch das Apfelmus, das durch ein grobes Blechsieb gestampft wurde, „Apfelkompott“.

  9. .
    die präsentation hätte meinen beau-père auch überzeugt. schließlich ist man ja emanzipiert und kann das auch.
    und so ein unausgenommener eichelhäher hätte ihm nichts anhaben können.

    war der schnabel noch dran?

    • Ich denke, der Kopf war weg, die Hunde brauchten ja was zum Spielen.

    • Schnabel
      In der Toskana isst man ja die kleinen Vögel mit Schnabel.
      Natürlich nicht püriert, sondern am Stück gebraten!

    • Gut zu wissen.

      Vielleicht ist England doch nicht so schlimm.

    • Ein Schnabel geht,.. auch
      Text eingeben

    • In der Toskana
      hab ich mal einem Jäger zugeschaut, der sein Schrot selbst hergestellt hat. Aus den dicken Drähten, mit denen man bei uns Blutwürste verschließt. Die Jagd dort ist recht rauh und alkoholisch und das einheimische Matriarchat drückt beide Augen zu und freut sich, wenn der große Bub am Abend gesund heimkommt.

    • Titel eingeben
      Dem Joschi hat es hervorragend gemundet. Daheim hat er davon seinem Ehegespons erzählt. Die fragte nach, ob der Schnabel, das Gedärm mit halbverdautem Inhalt etc. auch dabei war. Sie kannte ja den Jagdgenossen. DANN erst wurde dem Joschi für drei Tage sterbenselend…

    • Auch gut denkbar. Die drei Tage sind jedenfalls von zwei unabhängigen Quellen bezeugt.


    • @DA: Hmmm… Ihr Großvater hat doch auch Eichelhäherboulette gegessen, oder hat er sie nur Onkel Joschi verabreicht? Falls ersteres, müßte Onkel Joschi irgendeine besondere Empfindlichkeit gehabt haben.

    • Nein, der Joschi – kein Onkel, Betonung auf O – hat das allein gegessen.


    • Nein, der Joschi – kein Onkel, Betonung auf O – hat das allein gegessen.
      Ihr Großvater war aber eine fiese Möp!!

    • Es war immer zünftig bei ihm.

  10. KM -3
    Lieber Don,

    Sie haben es wieder geschafft !

    Noch nie habe ich so schoene Bilder einer KM-3 gesehen. Ich verfuege ebenfalls ueber eine KM-3. Die Maschine kam mit der Hochzeit in den Haushalt meiner Eltern und verrichtete jahrzehntelang ihren Dienst. Lediglich der Stampfer (Plastikhohlteil)des Haekselwerks brach. Das ist aber auch schon mindestens zehn Jahre her, und damals baute ich den Ersatz aus einem Stueck Tropenholz das ich aus Ghana mitgebracht hatte. Meine Mutter legte sich vor zwei Jahren dann doch ein neue Maschine zu, und ich bekam gluecklicherweise die KM-3 !
    Seitdem steht das gute Stueck in unserem Haus in Frankreich und wird hoffentlich noch viele Jahre lautstark seinen Dienst tun.
    Es ist eben nicht nur ein Stueck Familien- und Industriegeschichte, sondern den meisten modernen Maschinen weit ueberlegen. Nebenbei vermindert sich so auch mein „Carbonfootprint“ oder wie immer das heisst.

    • Ja, zudem der Motor wirklich stark ist. Nicht wie eine Küchemaschine, sondern wie bei einer Hilti. Das ist enorm beeindruckend.

  11. Frage
    Wer ist denn eigentlich das Patriarchat? Gemeinnütziger Verein? Kann man da anrufen?

    • Ich zum Beispiel. Ich versklave Frauen mit Pralinen.

    • Hüftgold
      In wo die Düsseldorfer wohnen, da gibt’s nen Leysieffer neben dem Herrengeschäft, das Sie verschmähen. Der hat Himmlische. Neuerdings hat er Walderdbeeren in Alkohol (für Gäste), sehr dekorativ und gut mit Sekt.

  12. Titel eingeben
    Der Don kommt nach seinem Großvater. Oder? Charakterlich. Dabei sind kochen können und kochen nicht können nur Makulatur.
    Und der Großvater bringt spanisches Blut in die Familie. Spanien war mal ein Imperium. Stimmts? Oder?

    • Nein, Levante. Aber ja, ich gerate ihm schon etwas nach, er war nicht risikoscheu und ein formidabler Salonlöwe.

  13. Hach, die KM3. Meine Frau weint immer noch, weil ihre nach gerade mal 53 Jahren
    den Dienst aufgab (und selbst dann nicht der Motor, sondern das Plastikdrumherum).

    Wer übrigens jemals sogenannte traditionelle Familien des gehobenen Bürgertums kannte UND danach noch an ein Patriarchat glaubte, hatte irgendwie Tomaten auf den Augen :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Ja, die Dominanz der Frauen daheim war schon erdrückend.

    • Titel eingeben
      Die Frau des traditionellen Bürgertums wußte aber, daß ihr eigener Status und ihre Bewegungsfreiheit ein klein wenig mit dem Status von Gatte, Vater und Familie verbunden war.
      Außer Haus musste er Halsband und Leine also nicht sichtbar tragen. ER durfte etwas gelten.


    • melurse, über ihren zweitletzten Satz mußte ich jetzt aber schon kichern…

    • Titel eingeben
      Das Patriarchat ist ein Begriff bei dem es um ausser-häusliche Machtverhältnisse geht, der Pantoffel bleibt zu Hause und wartet auf den nach Feierabend unter ihn heimkehrenden Patriarchen.
      In heutiger Zeit läuft das allerdings auch umgekehrt ganz genauso, wurde in der zweiten Serie von MrRobot ganz unterhaltsam vorgeführt.

      Wenns um Stärke geht, so ist diese nur bei Küchengeräten wirklich einseitig wünschbar, wer kennt nicht den leckeren Geruch eines heissgelaufenen Rührgerätes. Ein banales 200 Watt Handrührgerät reicht völlig für Roggensauerteig…
      (die Hand ohne die Knochen dazugeben…)

    • "Patriarchiat"
      … ist als Konzept primär anhand gescheiterter Familienstrukturen entwickelt worden. Es ist eine Negativfolie, wie „alter weißer Mann“ oder „problematische deutsche Geschichte“, die irrationale quasireligiöse Verheißungssehnsüchte hervortreibt („Matriarchiat“). Es überrascht nicht, dass die Vertreterinnen dieses unsäglichen Konzepts hysterisieren und permanent von „Schutzräumen“, „Traumatisierungen“ und „Rollen“ fabulieren.

    • Weltverschwörungstheoretikerinnen
      „Patriarchat“ ist die dämlichste Weltverschwörungstheorie, die je existierte. Dagegen sind „Chemtrails“ noch exakte Naturwissenschaften.

  14. Respekt!
    Wie eines Abends im Sommer 2016 mein ohnehin schon gewaltiger Respekt vor Menschen , die kochen können, ins unermessliche wuchs.
    Mein Freund hatte voriges Jahr eine Idee: wie wäre es denn, wenn wir
    beide einmal ein Koch-Event veranstalten würden, indem wir ein tolles Menü für unsere Frauen und uns kreieren würden? Mein Einwand, dass ich nur Rührei könne, und Pflaumenkuchen backen (weil er mir halt gut schmeckt), wurde hinweggefegt mit den Worten: „Wer Pflaumrnkuchen kann , der kann auch kochen!“
    Also es sollte losgehen, um 16:00 sahen wir uns konfrontiert mit einem
    Riesen-Haufen portionierter Zutaten, geliefert von irgendwas mit kochen.de,
    Und wir fingen mit der Nachspeise an (irgendwas mit Zitrone inkl Zitronenabrieb). Nach einer Stunde war das schon fertig im Kühlschrank,
    und von draußen wurde gefragt: „Wann seid Ihr fertig?“
    Wir haben uns dann wacker nach Gebrauchsanweisung durch die Zutaten gequält, irgendwann war die Vorspeise fertig, ca 18:00 (irgendwas mit Salat) und als wir dann gegen 19:00 mit unserer Putenbrust-Involtini nach draußen kamen , war meine Frau schon gegangen, und wir 3 verbliebenen
    Hungrigen mussten das Desaster dann mit reichlich Wein wegspülen ….
    Merke: ohne eine gewisse Vorbereitung geht es nicht! Seitdem kam es zu
    keinem weiteren Koch-Event mehr .
    Im Gasthaus kann man stressfreier essen, und es schmeckt auch besser.

    • Wenn man es als Kind lernt, ist es gar nicht so schwer. Zum Beispiel habe ich keine Waage und brauche auch keine.

    • .
      wie man am gatten erkennen kann, kann man das kochen auch etwas später noch durchaus verfeinern. neuerdings hat er braten auf dem programm. vorzüglich.

      seine crème brûlée ist unschlagbar.
      die portionen aber, die sind immer zu klein. snief.

    • Das lässt mich an einen Kollegen denken,
      der jeden Monat eilte, um die neueste Essen & Trinken zu ergattern, im Büro die Einkaufsliste schrieb, dann einkaufte und daheim das Menü des Monats mit mindestens 4 Gängen kochte.

      Der Aufwand erschien mir jedesmal einfach grotesk, diese Mengen an Zutaten, die Zeit in der Küche, das Schlachtfeld nach dem Kochen durfte seine Frau aufräumen. Ob es ihr geschmeckt hat? Keine Ahnung, dazu hat er sich nie geäußert. Ja da wurde sogar ein riesiger Kombiherd Elektro/Gas gekauft… Was für ein Aufstand.

      Ganz lustig wurde es, als der Kaufhof lebende Krebse verkaufte; die armen Viecher krabbelten den ganzen Tag im Büro in einer Schüssel und wollten nix wie weg.

    • Titel eingeben
      Für mich gibt es kaum was Entspannenderes als einen Berg Gemüse, Obst oder Fleisch, der darauf wartet, zu einem Gericht verarbeitet zu werden. Und dann der Einkauf dazu. Geht zeitlich leider nur am Wochenende, aber anders als andere Männer die hier erwähnt wurden, reicht es dann meist bis Mittwoch.
      Suppen, Indisch, Ottolenghi rauf und runter, Pasteten, Österreich.

      Daher auch keine Maschine, obwohl ich sie für toll halte. Aber der Spass beim Gulasch liegt eben darin, die 1,5Kg Zwiebeln von Hand zu schneiden.


    • @Grünhut: erzählen Sie mal noch ein wenig von Ihrem Gulasch und den Pasteten! Sie scheinen das Gulasch anders zu machen als ich (ich verwende sehr viel weniger Zwiebeln), und Pasteten kenne ich nur „in fertig“, habe ich noch nie gemacht, schmecken mir aber sehr.

    • Colorcraze, probieren Sie doch mal Wiener Saftgulasch
      auf 1kg Fleisch 800 Gramm Zwiebeln. Das Fleisch wird dabei nicht angebraten, also keine Sauerei ringsum und der/das Gulasch ist einfach köstlich. Wobei ich eigentlich dann nur noch die Soße brauche…

      http://www.chefkoch.de/rezepte/880951193556804/Wiener-Saftgulasch-wie-ich-es-mache.html

  15. Das Ungetüm hatte meine Mutter auch
    Angeschafft hat die Maschine mein Vater, der den ganzen Haushalt elektrifizierte, jede elektrisch betriebene technische Neuerung anschaffte und sein größtes Vergnügen war, wenn dann etwas zu reparieren war. Übrigens konnte mein Vater nicht einmal Wasser kochen. War die Kaffeemaschine nicht für ihn vorbereitet, endete es damit, dass er das Wasser oder den Kaffee vergaß, irgendwas fehlte immer.

    Probleme gab es immer mal mit dem Mixer, was aber an der, wie man heute sagen würde, Zwergenwüchsigkeit und dem mangelnden technischen Verständnis meiner Mutter gelegen haben mag. Den Glasbehälter gerade draufschrauben, den Plastedeckel (oben auf dem Foto vorbildlich eingesetzt) und den Stopfen in der Mitte fest reindrücken, schienen ihr Schwierigkeiten zu machen, sie konnte ja kaum drüber gucken.
    Dass man den Deckel mit Pfropf während des Betriebs besser gut festhält, hatte sie eines Tages wohl vergessen und so kam es zu der Sauerei, zu der es dann kommen musste, das Zeug schoss oben aus dem Loch, nahm den Deckel gleich mit, verteilte sich in der Küche und das Geschrei war groß, stell doch endlich mal das Ding ab. Mal abgesehen von dem Höllenlärm, den dieses Teufelsgerät machte.

    Übrigens gab es diese Mixerunfälle auch in der Nachbarschaft, Küchen mussten neu gestrichen werden, weil Mixerinhalte Küchenwände und Decken zierten, ach es war schon ein Ungemach mit diesem neumodischen Zeugs.

    Ein anderer Meckerpunkt war das Messer im Mixer, einmal war es nicht scharf genug, ein neues musste her, was auch immer, meine Mutter stand mit dem Mixer auf dem Kriegsfuß. Kuchen- oder Keksteige waren ein ganz anderes Ding, das war ein „ruhiges“ Kneten, die Maschine tat ihren lauten Dienst und wir Kinder durften die Schüssel ausputzen.

    Was mir nun aber gar nicht einleuchtet, wie man für Semmelknödel ein solches Marterinstrument nehmen kann. Ich habe Sonntag welche gemacht, das ging ratzfatz und ganz flott von Hand kräftig durchgematscht, gekugelt werden sie auch in der Maschine nicht. Mal abgesehen davon, dass ich keine habe, die für so wenig Arbeit dreckig zu machen und dann auch noch putzen zu müssen, fiele mir im Traum nicht ein.
    Da kommt wohl eher das Kind im Manne durch, was dem Horsti die Eisenbahn, ist dem Don die Braun.

    Und wenn wir schon bei Semmeln- und anderen knödeln sind, das Rezept für die Prachtstücke oben fehlt und sollte nachgereicht werden. Im Netz lassen sich zwar Rezepte finden, regional immer etwas anders, ich nehme jede Anregung gern entgegen. Bis auf die Küchenmaschine, son Teufelswerk will ich nicht in der Küche haben. Kein Platz, zu laut und überhaupt.

    • Das mache ich demnächst einmal. Der Vorteil bei der KM-3 ist, dass sie Brot und Käse exakt gleich Klein reibt und die Knödel daher beim Kochen nichts verlieren, so kompakt werden sie. Formal sind das eigentlich Käseknödel, Emmentaler ist immer drin bei uns.


    • Formal sind das eigentlich Käseknödel
      Au, das klingt wirklich gut. Bitte mal Rezept aufschreiben.
      Was kommt da für eine Soße dran? Oder nur Salatbeilage?

    • Rahmschwammerl!

    • Neumodisches Teufelszeug
      Hallo Frau Simon,

      bisschen off Topic: Mir ist mal eine ganz altmodische Bialetti-Espressomaschine (oder -kanne) explodiert. In einer frisch renovierten Küche. Da konnte ich mal erleben, was ein bisschen Espressopulver und Wasser unter dem passenden Druck bewirken können :o)

    • Ja die Auswirkungen dieses Teufelswerks sind enorm
      @ Hungriger Gast

      Eines Tages kam die Nachbarstochter weinend angerannt, der Spinat war aus dem Mixer geflogen, die Küche war durchgehend grün. Großer Renovierungsaufwand und das kurz nach dem Einzug in den Neubau, das kam gut an.

      Mir war die Maschine schon als Kind zu laut, heute hadere ich mit meinem Staubsauger, der hier, ich meine von Philomena, als bester aller Zeiten gerühmt wurde, dem Tiger, er macht ganz einfach Krach. Vielleicht sollte ich mir Watte in die Ohren stopfen, Ohrstöpsel mag ich nicht, die fallen auch immer raus. Kopfhörer habe ich nicht, finde ich ziemlich unerträglich.

      Nichts ist vollkommen, nicht einmal ich, bei mir gab’s die Knödel nur mit Butter. Rahmschwammerl tät ich ja mögen, aber woher die Schwammerl nehmen, den Rahm hätte ich im Kühlschrank. Die Dinger im Bauernladen, sehen ähnlich Steinpilzen aus, sind ziemlich geschmacksneutral und viel zu teuer.
      Trotzdem muss das Rezept her, auch für die Schwammerl. Und die Tarte, die ich dann ohne Kürbis basteln würde. Denn Kürbis ist hier in der Gegend schon lange aus und mein Versuch eines Hokkaido hat mich nicht überzeugt.

    • Tiger?
      Hallo Frau Simon, den kenne ich gar nicht.Ich habe Miele oder AEG gehabt.Zwei habe ich noch, mit alter Power, in Reserve.

      Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen das Grundrezept für Semmeknödel geben.Man kann sie variieren mit Kräutern, Schinkenwürfel oder Spinat.Bei dem Kräuterknödel kommt ein Würfel Bergkäs oder Appenzeller in die Mitte.Es gibt im IT gute Seiten mit Rezepten.Bärlauch fällt mir noch ein.

      Die Kräuterseitlinge (Pilze) finde ich auch fad, mir schmecken die Braunkappen, die es saisonunabhängig immer gibt, dann besser. Die gebe ich auch abgebraten über den Feldsalat.

      Ich hatte mal eine Küchenmaschine, habe sie dann verschenkt, weil ich keinen Stollen mehr hergestellt habe, da waren die Knethaken gut.Heute hantiere ich mit Rührgerät oder Blitzstab und all den kleinen Reiben. Gute Messer sind wichtig.

      In meiner Küche gibt es einen eingebauten Dampfgarer, den ich nicht so mag, weil Brokkoli und Bohnen natogrün, statt frischgrün aussehen.Das passiert im wassersparenden Topf nicht.Ein Thermomix käme mir nicht ins Haus.Mein Sohn kocht auch, wie die Tochter, immer. Fertigkram kommt trotz Beruf nicht in die Küchen.

      @Don, ich war überrascht, dass Sie auch der Butter sagen. Dachte, das ist nur hier.Machen Sie auch Pestos? Ich freue mich schon auf den ersten Bärlauch, der hier im Garten wächst.

    • Philomena, meine Staubsaugersammlung
      Einen Lux, den meine Mutter Ende 99 für 2.000 DM gekauft hat, ich fand das völlig meschugge und bekam das Teil von ihr geschenkt. Sie hatte vor ihrem Suizid lauter so putzige Einfälle, wassersparende Waschmaschine, die sie gern anderen schenken konnte usw. Der Schlitten des Lux ist so lang, dass ich damit Anfälle bekam, der geht jetzt irgendwo in Kleinanzeigen, weil er sein Geld noch lange nicht verdient hat. Dazu den Vorwerk Tiger und einen kleinen Knubbel von Siemens, ein Fehlkauf meinerseits, den ich nur noch für die Loggia nehme und alle machen Krach.

      Ansonsten habe ich nur die Kaffeemaschine, den Krups Dreimix, Braun Stabmixer und einen uralten Allesschneider von Krups. Das Teil muss mindestens 30 Jahre alt sein, schnippelt noch immer wie am ersten Tag. Ach ein Toaster steht hier auch noch ungenutzt rum.

      Ein Grundrezept für die Knödel habe ich, Sonntag welche gemacht und nun drei Tage lang Semmelnknödeln gegessen, gestern und heute gebraten. Ich bin da recht anspruchslos und es ist völlig egal, ob ich jeden Tag etwas anderes habe oder nicht. Übrigens verlieren meine Knödel im Wasser nix, das kann also nicht an der KM32 liegen.

      Ich würde nur gern die nächsten Knödel etwas abwandeln, Bärlauch ist ja nun noch lange nicht, ein Versuch mit Käse drin hat mir nicht geschmeckt, wahrscheinlich den falschen Käse genommen. Ich werde mal eine Laugenwecke mit verwerten, Brezeln gibt’s hier ja kaum.

      Und zum Vermanschen werde ich beim nächsten Mal den Zauberstab von Braun nehmen, kann mir ja wegen der Knödel nicht noch ne Küchenmaschine anschaffen, da sei der TÜV nächsten Monat vor. Spinat in den Knödeln, für mich allein den dann aus der gefrorenen Masse popeln macht wenig Sinn und viel Sauerei. Und so ein Spinatfan bin ich nicht. Schinkenwürfel wären eine Möglichkeit, hab grad ein feines Stück Tiroler bekommen, Bergkäse liegt hier auch rum. Aber nun ist erst mal wieder Apfelkuchen fällig, der ist schon seit Donnerstag aus.

      Brokkoli, grüne Bohnen u.a. werfe ich in kochendes Wasser, nicht zu lange und das Zeug bleibt grün. Die Bohnen dann noch mit Schinkenspeck gebündelt in die Pfanne, mehr brauche ich nicht zum Glück. Brokkoli ist eine andere Nummer und wie mir nichts sagende Zucchini nicht unbedingt mein Lieblingsgemüse. Aber da ich außer im Kuchen kein Obst esse, zwing ich’s mir halt rein.

    • Knödelei
      Frau Simon, wenn Sie Schinkenwürfel nehmen, haben Sie Tiroler Knödel.Es sollte schon in breite Streifen geschnittener, frischer Spinat sein.
      Da ein Semmelknödel ja pikant ist durch die Zwiebeln und Gewürze, ist es keine schlechte Symbiose, ihn auch mal gebraten mit Apfel- oder Zwetschgenkompott zu essen.
      Meine Knödel verlieren im Wasser auch nix. Wir haben ja hier noch das Ulmer Mutschelmehl, eine Art Paniermehl, das einen Knödel schön aufgehen lässt. Man darf aber nicht zuviel davon nehmen.

    • Ja liebe Philoman, was glauben Sie,
      wie ich die 7 Semmelnknödeln vertilgt habe? Die ersten drei frisch aus dem Topf mit Butter und dann jeweils zwei gebraten, allerdings ohne Apfelkompott, sondern mit einer Frikadelle, die ich nach den Knödeln gemacht habe. Hatte völlig das am Tag vorher gekaufte Hackfleisch vergessen, also abends doch noch Küchenschlacht.

      Die Äpfel brauche ich für den Kuchen, heute geht’s dabei und brutto habe ich 1860 Gramm Äpfel. Beim letzten Kuchen waren es über 2kg und das ist die Grenze. Mehr sollte und muss man nicht nehmen, aber es reizte mich, die im Rezept erwähnten 500 Gramm, die im Kuchen völlig untergingen, so nach und nach aufzustocken. Versuchsreihe ist beendet, aber immer wieder ein Erlebnis, wenn meine Apfeltüte gewogen wird, wieviel sind es diesmal…
      Ich habe das Gewicht unterdessen gut im Gefühl.

      Übrigens habe ich hier 5kg Weizenmehl Typ 550 und noch 2kg Buchweizen, den ich mit ca. 50g dem Kuchenmehl beimische. In die Knödeln packe ich kein Mehl und Mutschelmehl hat’s hier nicht. Aber das braucht’s auch nicht bei 6 Semmeln.
      Habe übrigens erst zweimal diese Knödel gemacht, früher wäre ich auf solche Ideen nicht gekommen, vielleicht weil man Mann nicht nachfragte, dem Hefeklöße über alles gingen. Mir nicht.

    • Der Joschi war danach richtig vergiftet und drei Tage krank.
      Ich gehe davon aus das der Koch die gleiche
      Mahlzeit eingenommen hatte. Es wurde aber nicht berichtet
      das auch er krank wurde.
      Man kann also nicht ausschließen das die Ursache von
      Joschis krank sein mit diesem Mahl gar nichts zu tun hatte.
      ggf wurden auch Getränke gereicht und der Kosum
      dieser Dinge war die Ursache oder eben etwas völlig anderes.

      Ich gehe übrigends davon aus das es dem Darm egal ist
      ob er Calzium in Eierschalenform oder als Brausedablette bekommt.
      Zermahlen sollten sie ggf schon sein.

  16. Aufs richtige Verquirlen kommt es allemal immer wieder an
    Durch den Blog-Mixer geht ja auch so manches, was sich jeglicher bekömmlichen Vermischung verweigert und, da dann unvermeidlich unverdaulich, nicht selten zu heftigem Kopfweh führt.

    Gutes Kochen beginnt noch immer mit der Beschaffung und Sammlung guter Zutaten.
    Wildes Mixen, Rühren, Matschen bringt gar nichts. Es soll jetzt eine Maschine geben, die den Sud dann gleich auch noch kocht bzw. bäckt. Das ideale Gerät für die heutigen Nichtköche und -köchinnen. Konsequenter ist aber die Fertigfutterabteilung in der Kaufhalle.

    Aber zum Glück gibt es immer noch Menschen, die die Küche als sozialen Raum verstehen und nutzen. Denn nichts anderes ist sie. Ein guter Blog im Idealfall übrigens auch.

    • Danke. Einen Thermomix habe ich nicht, das habe ich auch gar nicht nötig.


    • Das ideale Gerät für die heutigen Nichtköche und -köchinnen.
      Äh, nein. Eher was für Putzirre, die ständig was zu fummeln brauchen.
      Das ist doch die Tragödie mit den Küchenmaschinen.

  17. Könnte einen ganzen Abend über das Thema sprechen ...
    Ad eins: Ich habe den Werkunterricht immer gehasst. Ich musste da hin, jedenfalls bis zur 6ten oder 7ten Klasse. Da wurde die Geschlechtertrennung aufgehoben und das Fach Hauswirtschaft stand mir offen. Unsere kleine Schule hatte eine noch kleinere Großküche, in der ich fürderhin zusammen mit 8 bis 10 Mädchen (!) leckere Gerichte vor- und zubereiten durfte. Das Ergebnis unserer Bemühungen wurde gemeinsam verspeist. Bei Werken hatte ich bislang lediglich nur eine Hängebrücke vorzuweisen gehabt, die nicht einmal den Gang zum Lehrerpult, zwecks Benotung, überlebte.

    Ad zwei: Ich kaufe elektrische Küchendingens eigentlich nur noch gebraucht aus den 60er oder 70er Jahren. Meine Kaffeemühle (Kegelmahlwerk) ist von AEG, der klassische Toaster ebenfalls. Letzterer toastet noch mit so Glimmer-Schamott-Zeugs, nicht nur mit ein paar heißlaufenden Drähten. Als Kaffeebereiter dient mir die legendäre T8 von Krups in der Flowerpower-Farbe Orange.

    Wenn man dieses Gerät (wohl aus den 70er) mit den heutigen Modellen vergleicht, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln. Heute: Billigstes Plastik und eine Wasserwanne aus schnell oxidierer Zinklegierung. Damals: Vernünftige Qualität und Wassertank – auch aus so einem Schamottzeugs -, der sich beim Entkalken nicht langsam auflöst. Der Verfall der Qualität ist erschreckend, obwohl die T8 auch heute mit um die 120,- E nicht gerade ein Billigheimer ist.

    Ad drei: Fahrende Händler gab es bei uns auch in den 70er noch. Hab meine Oma mal in solch eine Kleinbus-Verkaufsveranstaltung begleitet, in der es um einen revolutionären Alleskönnergrill ging – den Unigriversa. :-) Preis vergessen, war aber damals eine echte Investition.

    http://picclick.fr/Unigriversa-Grill-Tischgrill-Infrarotgrill-Elektrogrill-H%C3%A4hnchengrill-Vintage-331856472495.html

    Damit konnte man in der Mitte Geflügel oder Rollbraten o. ä. grillen, unten in der Glasschale gleichzeitig einen Auflauf garen und obendrauf noch einen Topf mit Gemüse stellen. Ohne das Mittelteil eignete er sich als eine Art Salamander zum Warmhalten und/oder überbacken.

    Mein Oma hat die Vorteile sofort erkannt, obwohl der Vertreter geradewegs aus einem Loriot-Sketch zu stammen schien (reisende Weinverkäufer gab es damals bei uns übrigens auch noch).

    Immer, wenn über die vermeintlich unnützen Multi-Küchenhelfer schwadroniert wird, fällt mir der Unigriversa ein. Heute würde ich ihn mir sogar in die Vitrine stellen, früher mochte ich einfach nur die krossen Hähnchen, die Ofen oder Römertopf so einfach nicht hinbekamen.

    • Oh, das sieht ja wirklich toll aus!

      Ich reibe Käse mit einer Kurznachkriegs Mouligratin aus Frankreich, die ist besser als alles, was ich modern kenne.

    • Käse reiben ...
      hier nur mit Moulinex, Handkurbelbetrieb.
      Damit übersteht man auch die gewagesten Energiewendemanöver, und der Durchsatz ist sehr gut.

    • Ausserdem hält das fit.


    • Wenn mal all 2 Tag Käs braucht.
      Ich nur alle 4 Wochen, da tuts mir die ordinäre Raffel, Ganzmetall, flach, mit der linken Hand aufrecht halten, mit der rechten reiben, abzuspülen wie ein Teller.

  18. Kuchenherrschaft
    @donalphonso…ach so, bei uns ist es umgekehrt:Mann und Sohn werden durch süße Backwaren manipuliert.

  19. DON !! Loß an Fegetarier vo da Jogd schmatzn, no kumd sowos naus !
    Ich bin nicht der Oberlehrer, der Schreib- und Tippfehler im Forum, oder sonst, anmahnt.
    Überhaupts, so schlaumpad, wia I seim bin.

    ABER : Der Großvater, im Gegensatz zum Enkerl, war ein Jäger.

    Und wenn Vogelwild, Eichelhäher, Antn, Birk-oder großer Hahn geschossen sind, ist das ERSTE , die frischen Tierleichen vermittelst eines Ausziehhakens (selber geschnitzt oder am Jagdmesser drauf) auszuziehen, also die Gedärme, etc., durch den After zu entfernen.

    So, wie das weidmännische Aufbrechen bei größerem Wild, Hasen, Gamsen, Reh, Hirsch, Wildsau, Bär, sogar bei nicht Eßbaren, wie Tiger, Löwe, etc. (wers mog).

    Der Eichelhäher des Herrn Opa hatte also KEINE Innereien mehr drin, als er im Federkleid zum Abhängen gegeben wurde.
    Schrotkerndln-jo, mit da Kugl werd an ned gschossn hobn.
    Federn auch nicht, da Großmutter (naja, glabm ma des amoi),
    also entweder ist der Vogel scgon zu lang ghängt (abgehängtes Federvieh, wie übriges Wild, das schon einen haut-gout hat, also stinkt, wird durch das garen übrigens wieder geruchlos, und mit Glück genießbar.

    Aber die Gedärme waren es nicht.

    Kochen kann ich auch passabel, owa Ihnare Dinkel-Gschichtn kennans fei söwa saffa .

    Bei mir bestenfalls Zuaspeis, owa koa Essn.

    Essn is a Fleisch, oda a Fisch, mit wos rundumadum.

    Ma heirat‘ jo an ned de Untawäsch, und lossd Frau daneben liegn.

    Mit Maschinen in der küche bin ich sparsam und vorsichtig.
    wollte einmal Remoulade herstellen, da mr das verzuckerte Zeigs aus dem Markt zu süß war.
    Zerkleinerte alle guten Kräuter und das Pikante (Gurkerln, undso) mit dem Zauberstab.
    Und alles, was an Aroma blieb, war der Geruch frisch gemähten Grases.
    Alles andere war dahin.
    Seither mit dem Messer, Wiegmesser, aber ohne Maschin‘.

    Auf die Invasion der Ungebetenen komme ich gesondert zu schreiben.

    • Ich war nicht dabei, aber irgendetwas Ungutes muss in dem Viech gewesen sein.

    • Gemoser
      In das viele Lob hier zu den Beiträgen von Otto Moser mag ich durchaus einstimmen. Doch die Remoulade ohne Maschine, ohne Mechanik wenigstens? Theorie und Küchengeschichte sagen, daß es geht.
      Ob auf Basis Milch, rohes Ei oder gekochtes Eigelb gebrauche ich lieber eine Küchenmaschine oder zumidest einen Handmixer. Damit ziehe ich Ihnen bis 1 Liter Öl unter ein Ei.
      Kräuter unentschieden. Für Remoulade auch lieber Messer. Für ein Pesto aber gern den Mixer. Es muss halt Fülle wie Brot, Nüsse, Käse schon mit hinein. Das Messer braucht etwas zum packen, dann werden die Kräuter fein klein.

      Jetzt helfen Sie, den Don zu bearbeiten, auf Trachtenzwang zu verzichten.

    • Jo, jo, vagebn und vagessn, owa der Ehre Des Herrn Großvater wegen.
      Wer dem Nachbarn den Kamin vom Dach schießt, kann kein schlechter Mensch sein.

    • Melursus, ich geb' Ihnen recht, was die Mayonnaise angeht,
      wobei wichtig dabei ist, den Senf als Emulgator GLEICH zu den Eiern zu geben.
      Dann können Sie auch das ungetrennte Eiweiß mitverarbeiten.

      Und Pesto, ja, auch richtig, das muß so klein.

      Aber empfindliche Geschmacksträger…Messer .

    • Gottseibeiuns
      Die Alten hätten gesagt, da war der Deibi drin.

      @ Otto Moser
      Das Giftigste im Körper ist die Leber. Die war bestimmt noch drin. Keiner wirft Geflügelleber einfach weg.

      Hauptsache, dem Don wird jetzt nicht übel. Ich hab jedenfalls nach dieser Geschichte eine Ahnung, wieso er Vegetarier wurde vorsichtshalber. Die früheren Royals gaben den ersten Bissen einem Vorkoster oder einem Hund.

    • Ich habe halt mit 24 zufälligerweise aufgehört, testweise, und dann nicht mehr mit dem Fleisch angefangen.

    • Pesto
      Als jemand der über Jahre in einem italienischen Restaurant gearbeitet hat,
      habe ich echt viele verschiedene Techniken und Rezepte gesehen, wie man
      Pesto zubereitet. Aber ein Mixer war nie dabei. Und Brot gleich auch nicht.
      Pesto wird in Handarbeit in einem Mörser zubereitet. Zeittechnisch dauert dies auch nicht viel länger als im Mixer, aber wenigstens schlag ich mir da nicht unnötig Luft in das Öl.
      Ich sage dies jetzt nicht aus Spass an der Gegenrede, obwohl ich auch eine kleine Vorliebe dafür habe wie der Don sicherlich weiss ^^, sondern aus Liebe zum Essen.

      Merci Don für den schönen Blog, hab mich bei der Lektüre wirklich sehr amüsiert.

      D.

    • brot
      @dahoam
      Probieren Sie es doch mal. größere Menge Weißbrot vom Vortag oder Vorvortag (ohne Rinde) mit zu den Kräutern etc Ihrer Wahl.
      Ich habe gelernt, daß man sogar den Käse weglassen darf.

    • Mensch, Otto (07.02.,15:29)!
      das ist ja old school vom feinsten – molodjez, wie der deutsche sagt.

    • "...die Invasion der Ungebetenen"
      Hihi. Auch ein sehr ergiebiges Thema, in der Tat. Bei Kräutern wird man die Fleischeinlage, die sich dem Spülvorgang widersetzt hat, wohl ertragen müssen oder gibt’s außer dem Schock-Gefrieren – was man seinen frischen Kräutern nicht wirklich antun will – noch einen mir unbekannten Trick aus Ihrem Zauberhut?

      Btw: Dermaleinst sind mir der Erinnerung nach mal an die 20 Kohlweißlinge in der Küche rumgeflattert, die meinten, ihr zu Verpuppungszwecken auserwähltes Blumenkohl-Quartier verlassen zu müssen. Seither lasse ich das Grünzeux beim Verkäufer und daheim kommt mir der Blumenkohl stantepede ins Salzwasser.

  20. Vorwerk - gestern Kobold heute Thermomix
    Werter Don!

    Bei meiner Mutter war das Nonplusultra ihr Koboldstaubsauger. Mit dem durfte (!) Mann staubsaugen. So war das!

    Heute ist bei allen Hausfrauen der Thermomix „stand of the art“. Mir kommt das Gerät noch „spanisch“ vor, auch wenn es, wie die Damen sagen, von selber läuft.

    • Ganz ehrlich, ich kenne direkt nur eine Frau, die einen hat, und die kocht nie.

    • Thermomix
      Hat sich in meinem Umfeld ausgebreitet. Erst letzte Woche schwärmte mir meine Sekretärin (eine sehr patente Frau aus einem Tiroler Seitental !) davon vor. Da begann ich mal im Internet über das Ding nachzulesen.

    • Meines Erachtens ist das eine Modeerscheinung.

    • Thermomix
      Wie sagte meine Frau: Ich kauf doch keinen Kochtopf für tausend Euro… Ich glaub ja, das Geheimnis vom Thermomix ist der Preis. Weil kein Mensch will sich die Blösse geben, zuzugeben, dass er soviel Kohle für ein unnützes Gerät ausgegeben hat. Also schwärmt man davon. Und „kocht“ wie wild, damit sich das auch rentiert.
      Na ja, wers mag. Jedenfalls kostet dieser Luxuskochtopf heute auch einen hohen Prozentsatz eines Durchschnitts-Nettogehalts. Aber wegen Elektronik etc. wird es wohl in 60 Jahren nicht mehr Viele funktionsfähige geben…

    • Morbus Kobold
      Unsere Urologen hatten 250 hochauflösende Fotos von autoerotischen Verletzungen durch den Vorwerk Kobold. Vorwerk hat deswegen sogar dieses schnelllaufende Zahnrad weiter nach hinten verlegt. Das nannte sich früher „Morbus Kobold“. Während meiner Zeit gab es das nicht mehr. Ich hatte nur mal einen, der sich 5m Ventilschlauch vom Fahrrad durch die Harnröhre gefädelt hat und dann ist ihm das Ende aus der Hand gerutscht. Eine Kollegin, ziemlich Éte-Petete, hatte einen Herren, hoch in den 90ern, der sich eine grosse Stopfnadel quer durch beide Kronjuwelen gerammt hatte. Während der OP sagte er 100 000 Mal: „Frau Doktor, ich tu’s nie wieder, ich schwöre, ich tu’s nie wieder“, sodaß sie es schon garnicht mehr hören konnte. Am Ende der OP sagte er dann: „Frau Doktor, kann ich meine Nadel wieder haben?“. Aber das ist alles NICHTS gegen den Morbus Kobold. Davon kann man maximal 10 Bilder anschauen, dann ist Schluß mit Staubsaugen zuhause aus Gefälligkeit. Das triggert dann das Trauma wieder.

    • Kindheitserinnerungen
      Ich hatte noch so schwach in Erinnerung, dass wir unseren Küchenmixer auch als Staubsauger benutzen konnten, war aber nicht sicher, ob ich das als Kind nur geträumt hatte. Habe ihn aber gefunden: Elektro-Ass „Piccolo“. DAS war ein Mahl- und Schlagwerk! Das Technikmuseum schreibt dazu: „Die ultimative Universalmaschine
      Ein Gerät, mit dem Mann und Frau glücklich werden konnten? Auch das gab es in den 1960er Jahren! Der Haushaltsmotor Electro-Ass Piccolo war der Inbegriff dessen, was multifunktional damals möglich war: In der Küche machte sich Piccolo vor allem als Mixer und Rührgerät nützlich. Mit dem richtigen Aufsatzzubehör aber drehte er in Männerhänden so richtig auf: Ein Schmirgel- und Polieraufsatz machten ihn zur Polier- und Bohnermaschine. Neben Küche und Werkraum fand er auch im Garten nützliche Verwendung: Die Kombination des Motors mit einer Unkrautvernichterspritze machte wieder Platz für die dekorative Blumenpracht. Nur eine Frage bleibt offen: Was passierte, wenn Piccolo gleichzeitig in Küche und Garten gebraucht wurde?“. Zitat Ende. Das kann wahrscheinlich nicht mal der BRAUN. Die Firma, die damals dieses Ding gebaut hat, hat übrigens steile Karriere gemacht.

      http://www.technoseum-blog.de/?p=1094
      http://deerbe.com/unt/77685-piccolo_electro_as_kchenmaschine_ca___195060_jahre__mixer_piccolo__standmixer.html
      https://www.stulz.de/de/ueber-uns/stulz-profil/meilensteine/

      http://deerbe.com/unt/77685-piccolo_electro_as_kchenmaschine_ca___195060_jahre__mixer_piccolo__standmixer.html


    • Morbus Kobold
      Au weia, ich hatte ja vor vielen Jahren mal sowas gehört und fand es eher lachhaft, aber wenn man Ihre Ausführungen hört, war das anscheinend tatsächlich auffällig?! Kommt das im Zeitalter der Sexshops denn immer noch vor, oder ist das Problem inzwischen entschärft?
      Elektro-Ass „Piccolo“
      Da wird einem ja ganz schwindlig, bei so vielen Einsatzmöglichkeiten. Wie seinerzeit Dampfmaschin zum Streichholzsägen.

    • @Thomas Marx
      In den 70er hatte der ambitionierte Heimwerker eine Bohrmaschine und ein ganzes Arsenal an Vorsatzgeräten: Stichsäge, Schwingschleifer, Kreissäge etc. Er war damit mehr mit umschrauben der Vorsätze als mit der Arbeit mit denselben beschäftigt.

      Gibt’s heute nicht mehr. Ist auch nicht schade drum.

    • Für ganz Hartgesottene
      Hier eine Münchner Doktorarbeit von 1978 über das Problem „Kobold“. Was Autoerotiker heute benutzen, weiss ich nicht, aber Autoerotiker gab es schon immer und wird es immer geben. Was man bei Autoerotikern auf der gegenüberliegenden Seite findet, siehe Link 2 (übrigens: es gibt genauso viele Autoerotikerinnen).

      https://is.gd/DOj4xc
      https://is.gd/WLuVkM

    • Bohrmaschine
      in Wohngemeinschaftszeiten haben wir auf dem Flohmarkt einen Rührer gekauft, der in Kombination mit Bohrmaschine und Bohrständer leidlich gut Sahne schlagen konnte. Immerhin habe ich dabei gelernt dass es nicht auf die PS ankommt, sondern dass die Kombination der beiden Rührer an den herkömmlichen Maschinen in Kombination den Ausschlag gibt.
      Wie man Schlagsahne früher mit der Hand gemacht hat, ist mir ein Rätsel.

    • Es gibt einen Handquirl, das geht recht gut.

    • Aus dem Kreativlabor
      Man könnte Steve Jobs‘ Nachfolgern und Nachfolgerinnen ja mal ein paar Umgestaltungsvorschläge bezüglich des Ei-Fones (Achtung: neue Deutsche Rechtschreibung) machen. Vibrieren tun die ja sowieso und die Feuchtgebieteschwestern könnten jetzt sogar Vagina-DIALOGE zum Vortrage bringen. Vielleicht würde es einem Ei-Fone auch erstmalig gelingen, den Sound eines Eisprunges live in die Aussenwelt zu übertragen und Helikoptermuttis könnten ihren Jean-Dilberts schon pränatal Geigenunterricht und Tennisstunden zukommen lassen (nur so eine Idee, möchte aber mit 10% am Umsatz beteiligt werden). Vielleicht kriegt man dann von Bauknecht auch noch die Rechte an dem alten Werbeklassiker: „APPLE weiss, was Frauen wünschen“, sonst muss man halt eine Clip drehen mit dem Titel: „My Ei-Phone always rings twice (at least)“. Das ganze könnte man natürlich auch ganz simpel „I-Phallusphone“ nennen und wenn man vorne noch einen Küchenmixer draufschrauben könnte, wäre es die feministische Rache für Loriots: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann“.


  21. Die Geschichte von den Eichelhäherbuletten ist wirklich sehr lustig, aber ich bin eigentlich ganz froh, daß ich sie nicht probieren mußte, und auch keinen Eiermatsch… Ihnen hingegen traue ich schon zu, daß die Semmelknödel, die Sie damit machen, was taugen.
    Aber es ist schon so, sehr wichtig ist es, Kindern die Grundkenntnisse des Kochens beizubringen.

  22. Führende Wilderer (in deren Fachblatt Wild und Hund) empfehlen:
    Gefüllter Eichelhäher
    Zutaten:
    1 Junger, bratfertiger Eichelhäher
    1 Teel. Zitronensaft
    1 Essl. Zerlassene Butter
    Füllung: Herz, Leber und Magen vom Eichelhäher (klein gehackt)
    1 Teel. Feingehackter gekochter Schinken
    1 Essl. Gehackte Champignons
    1/2 Teel. Gehackte Petersilie
    1 Eigelb
    Salz
    3 Dünne Streifen geräucherter Speck
    1 Essl. Butter
    1 Gehackte Knoblauchzehe
    1 Lorbeerblatt
    1 Teel. Gehackte
    Salbei
    50 ml Fleischbrühe
    20 ml Trockener Weißwein

    Zubereitung:
    Den Ofen auf 225 ° C vorheizen. Den Eichelhäher innen und außen mit Pfeffer und Zitronensaft einreiben und mit der zerlassenen Butter bepinseln.
    Füllung: Die Zutaten mischen und den Eichelhäher damit füllen. Mit Hollzspießchen zustecken oder nähen. Die Speckstreifen leicht überlappend über Brust und Bauch legen. Flügel und Schenkel darunter stecken und umbinden. Die Butter in einer passenden Kasserolle zergehen lassen und den Eichelhäher auf den Rücken hineinlegen. Knoblauch, Lorbeer und Salbei dazugeben und im Ofen 15 Minuten braten. Mit dem Bratenfett begießen, zudecken und weitere 35 Minuten garen. Die Fäden und den Speck entfernen, den Speck schneiden und mitservieren. Den Fond mit dem Wein sämig einkochen, würzen und über den Eichelhäher gießen.

    Gesegnete Mahlzeit!

    • Geht auch mit Stubenküken
      Für den Fall, dass weder Eichelhäher noch JägerIn zur Hand sind tut’s auch ein Stubenküken vom Feinkosthändler Ihres Vertrauens.

  23. Geschmacksmusterverletzung
    Vielleicht interessiert es außer mir niemanden, aber der Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits 1965 entschieden (Ib ZR 65/63), dass die Küchenmaschine KM-3 als Geschmacksmuster (heute „Design“) schutzfähig ist und dazu ausgeführt:
    „Im Frühjahr 1960 brachte die Bekl. eine Küchenmaschine A 5 heraus, die von der Kl. als Nachbildung ihres Modells KM 3 beanstandet wurde. […] Die über das durchschnittliche Können eines Mustergestalters hinausgehende, in dem Modell der Kl. verkörperte eigenpersönliche Leistung ist darin zu erblicken, daß sie, verglichen mit den bekannten Modellen, mit sparsameren Mitteln und unter Verwendung klarerer, einfacherer Formen eine Gesamtform geschaffen hat, von der die Gutachter mit Recht übereinstimmend aussagen, daß sie größere Eleganz erzielt habe. Diese beruht nach der Auffassung des erkennenden Senats in erster Linie auf dem für den unbefangenen Betrachter ohne weiteres erkennbaren Gesamtumriß, aber auch auf dem ausgewogenen Verhältnis der drei genannten Grundelemente und auf der Ausgestaltung des Motorgehäuses.“


  24. Mal was anderes, ich habe in letzter Zeit Pastinaken entdeckt, und tat sie mal an den Kartoffelbrei, mal an die Schweinebratensoße, und beidesmal war ich begeistert vom würzigen Geschmack.
    Wenn Sie so eine Maschine haben, könnten Sie ja mal Pastinakenplätzchen mit Grüner Soße machen, ich glaube, das würde schmecken.

    • Pastinak ist hier schon ab und zu auf dem Speiseplan und wohl auch gerade gross im Kommen, wenn ich den Wochenmarkt richtig deute.

    • Titel eingeben
      Pastinaken halte ich für ein unterschätztes Gemüse.Sie lassen sich auch gut im Ofen backen. In Spalten geschnitten und mit Salz, Paprika und etwas Öl vermengen, auf ein Backblech geben und für ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze backen.


    • Jedenfalls sind die im Ullrich seit etwa 1 1/2 Jahren zuerst sehr sporadisch (im Wechsel mit Petersilienwurzel, die aber vergleichsweise fad sind), seit etwa 1/2 Jahr öfters aufgetaucht.
      Ich stürzte mich drauf, weil mir in den frühen 80er Jahren der Cousin einer Arbeitskollegin, der alte badische Kochbücher sammelte und auch kochen konnte, erklärte, das sei ein „urbadisches Gemüs“ und im 19. Jhdt. viel angebaut und gegessen geworden.
      Es dauerte Jahrzehnte, bis ich mal bewußt dazukam – aber das zumindest theoretische Bekanntmachen mit früher üblichen Gemüsen (er sagte auch was über Topinambur, das ich neulich auch bei Ullrich liegen gesehen habe, aber nichts so positives…) erwies sich als nützlich!

    • Titel eingeben
      Pastinaken…? Damit haben früher die Donaldisten bei ihrem jährlichen Treffen immer irgendwas angestellt; das Zeremoniell des Pastinaken-Essens galt wohl als eine Art Strafe (?)


    • @Klaus: das ist nur eine Strafe, weil es als solche deklariert wird – so in der Art „stell dich in die Ecke und lutsch ein Bonbon“.
      Geschmacklich gibt es an Pastinaken nichts auszusetzen.
      Weniger toll sind ja die Rübchen, die in Berlins Umland meist verwildert und vermutlich mutiert wachsen. Ich wollte immer mal echte Teltower Rübchen machen, wie bei Fontane erwähnt, aber Teltow ist inzwischen ziemlich zugebaut. Ab und an (die haben nur kurze Saison) bekommt man aber Gatower Kugeln, das muß wohl was ähnliches sein. Solche habe ich 2, 3mal gemacht, wobei ich beim zweiten Versuch bei meiner Schwiegermutter (eine echte Berlinerin, auch ihre Großeltern wohnten schon da) nachfragte, denn einfach in Salzwasser gekocht war es arg fad. Sie riet zu Zucker, Essig, Salz. Damit ging es so einigermaßen.
      Wenn man es frisch anknabbert, schmeckt es wie eine Art Schaumstoff-Kohlrabi. Es hat eine winzige Spur von Rettichschärfe, aber weniger als Kohlrabi, und beim Kochen geht die völlig verloren.
      Man könnte es vielleicht für Rindfleischsalat mit Ketchup als füllenden Zusatz nehmen. Vielleicht überhaupt als füllenden/sättigenden Zusatz in einer Suppe, oder so.
      Nur für sich selbst macht es aber leider geschmacklich gar nichts her.

  25. Ex Zeitleser
    Ein Beitrag mit Schmunzelfaktor, besonders weil mich die Koch- und Haushaltsfähigkeiten samt einigen anderer Eigenschaften ihres Großvaters an meine Fähigkeiten und Nichtfähigkeiten erinnern :-)

    „Aber was soll ich sagen, wegen der typisch männlichen Fähigkeiten wie Radreparatur, Heizungentlüften und Nageleinschlagen (ich ergänze Holzfällen, jagen, Gartenarbeiten, Tierflüsterer) war auch ich „bei Frauen heiß begehrt“ :-) und das in bereits emanzipierten Zeiten.

    Meine Güte ich war Mitte Dreißig als ich per Zufall mit Staunen erfuhr, was in einer Bratensauce enthalten ist und wie man eine Waschmaschine richtig bedient. und bis heute habe ich keinen Kuchen gebacken, aber trotzdem überlebt. Mann muss ja nicht alles können/machen und sich nicht alles einreden lassen.

    Aber was möchte ich sagen… Ansprüche, Theorie, Wünsche und eigene Erfahrungen und Beobachtungen sind eben zwei paar Stiefel. Tja von der Emanzipation wurde ich als naiver Naturbursche und Landei bereits in den 90igern als Student in einer WG mit emanzipierten Mitbewohnerinnen gründlichst und mit großem Erfolg geheilt (s. Ansprüche vs Praxis).

    Meinem Sohn versuche ich daher einiger meine Erfahrungen und Eigenschaften mitzugeben und erinnere ihn gelegentlich daran, bloß nicht alles ernst zu nehmen, was in den Medien oder in der Schule in Sachen Gesellschaft oder Beziehung so vermittelt wird. Hm, aber immerhin kann er schon etwas kochen…..aber leider noch keine Motorsäge oder Axt sicher führen- Ich mache mir daher schon Sorgen….

    • Ganz ehrlich: Der Feminismus geht mit der Annäherung an eine schmutzige Fahrradkette gegen Null.

  26. Vielen Dank
    für diese Einladung ins Westviertel. Köstlich wie immer.
    Obwohl: Armer Joschi!

  27. waskostetdiewelt
    Ein größeres Zahnrad zerbröselt bei den älteren Küchenmaschinen, wenn die Elastizität gewährleistenden Weichmacher aus dem Kunststoff entwichen sind. Dann drehen sie frei, aber es tut sich nichts zerwirkendes. Ersatz bei älteren Braun-Maschinen um 35 EUR plus Reparatur.
    Viel Glück!
    Die kleine Bosch MUM wird gelegentlich zu extrem niedrigen Preisen incl. umfangreichem Zubehör als Neugerät angeboten.
    Der Kult um Braun sei gerne dem Design geschuldet, aber nicht unbedingt der als weit überdurchschnittlich dargestellten Haltbarkeit.

    • Bei ebay gibt es die Zahnräder immer noch für ein paar Euro.

    • Weichmacher ...
      Es gibt bei älteren Maschinierien natürlich Probleme mit dem Weichmacher im Plastik (selbst meine 2nd-Hand Adidas-Trimm-Trab-Turnschuhsohlen haben es!). Oder auch mit porösem Gummi. Wirklich ärgerlich ist auch, dass der wunderschöne Werkstoff Bakelit über die Jahre spröde und brüchig werden kann. Das betrifft dann auch die Gehäuse, nicht nur kleine Einzelteile. Gummi kann man (Basslautsprecher/Boxen) recht gut mit Talkum geschmeidig halten. Bakelit angeblich auch, aber da kann ich keine Erfahrungswerte beisteuern. Ich erwähne das, weil Freunde einen Mixeruntersatz für diesen Glasaufsatz aus den 50ern haben (dunkelrot), der so langsam leider zerbröselt.

    • Titel eingeben
      Auch die ebay Zahnräder sind evtl. von alter überlagerter Qualität.
      Sie zerbröseln vllt. nicht direkt nach Einbau. Nach nur drei Jahren Nutzung wäre es auch ärgerlich.
      Trotzdem viel Glück.

    • Es gibt Plastik und Plastik, je nach Lagerung, Es gibt zB Griffgummis bei Rennrad, die sind nach 5 Jahren hinüber. Und welche von Mafac, die auch nach 50 Jahren keine echte Alterung aufweisen.

    • Plastik
      man sieht bei ebay KMs, die von Klebeband zusammengehalten, teils mit allem Zubehör angeboten werden und wohl auch ihre Liebhaber finden.

  28. Die Küche ist heute DAS
    Statussymbol. Laut FAZ bei denen, die schon länger hier leben, als Distinktionsmaterial sogar wichtiger als das Auto. Und erlesene Technik muss auch hinein. Also ganz im Trend, lieber Autor.

    • Gar nicht, wer heute etwas auf sich hält, gibt 2000 allein für die Espressomaschine aus. Da bin ich ein Trödler dagegen.

    • Das war mit hauchfeiner Ironie angesprochen...
      …denn eine ordentliche Küche kostet heute deutlich >80.000,- und Einzel-Kleingeräte unter 5000,- passen eher nicht hinein ;-)

  29. "I vergilt, mein ist dyr Raach; daa werdnd s schaugn, wie s ienen geet!"
    Braver Fogi! Hat dem Joschi noch aus der Pfanne heraus beigebracht, was ein echter Kerl aus Schrot und Korn ist, hehe.

  30. Heutige Prioritäten
    Auch wenn das jetzt furchtbar arg nach „früher war alles besser“ klingt, aber wer sich mal von der Haltbarkeit der heutigen Haushaltsgeräte überzeugen will, der sollte beim nächsten Wertstoffhofbesuch mit seinem Blick etwas länger im Container für Elektrokleingeräte verweilen. Erschreckend, was da so reingeschmissen wird. Manchmal ohne sichtbare Gebrauchsspuren.

    Während man einst fast ausschließlich Wert auf Funktionalität legte, steckt heute viel Hirnschmalz in irren Produktbezeichnungen und Marketingkampagnen. Plus ein Schuß geplante Obsoleszens!?

    Mein Favorit bei Kleingeräteherstellern ist ritterwerk in Gröbenzell. In fast dreißig Jahren beim einst durchaus teuren Allesschneider einmal ein Mikroschalter kaputt. Problem selbst erkannt, dort angerufen und kostenfrei einen neuen, inkl. verständlicher Einbauanleitung auf Deutsch, bekommen, der, selbst eingebaut, seitdem seinen Dienst tut. Ein wirklich scharfes Teil!

    • Titel eingeben
      Danke für den Hinweis-hab`schon geschaut was es so gibt.
      Freundlichen Gruß

    • Titel eingeben
      Ich habe fast geheult, als ich meine 45 Jahre alte alte Revox A 77 in den Müll geworfen habe. Aber einer der drei Motoren war nun mal hin und eine Reparatur… oh je

    • Moment mal
      Aber vor der Braunküchenmaschine gab es ja nicht noch andere Küchenmaschinen, die NOCH besser und langlebiger als diese waren. D.h. man befand sich mit der Braunmaschine bereits am Zenith, und es geht schon seit längerem wieder abwärts, wenn es auch schon – noch – Küchenmaschinen gibt, die eben meist nur nichts mehr taugen und nicht lange halten.

  31. Titel eingeben
    „Eierschalenstaub soll nämlich Weisswäsche entfärben“

    Ein Zauberwort hieß Wäscheblau, das dem Gilb die nötigen Farbanteile entgegensetzt, die dem Auge gefälliger sind. Scheint irgendwann aus der Mode gekommen zu sein.

    Wer mutig ist, bewirkt bei weißen T-Shirts und Hemden zum Aufhellen mit einem halben Schnapsglas gewöhnliche blaue Tinte das Gleiche, vor dem letzten Spülgang dem Wasser zugesetzt. Es wirkt, ist reine Physik.

    • Wäscheblau befindet sich in meinem Fundus
      ebenso Haushaltssoda, ohne das ich meine Küche nicht putze. Ein Versuch mit Meister Proper in meinen Anfängen als Hausfrau endete mit etlichen unbrauchbar gewordenen Schwämmen und Tüchern und viel Frust. Dann gab mir meine Mutter den Tipp mit Soda, seitdem unentbehrlich. Wisch und weg, so einfach ist es damit und in Drogeriemärkten spottbillig. Man muss es nur trocken aufbewahren.

    • Blaue Tinte ins letzte Spülwasser
      Hat was. Aber leider steckt die einzige Tinte, die ich im Hause hätte, in einem Kalligraphie-Füller. Backpulver geht aber auch, wenn der Gilb noch nicht allzu arg zugeschlagen hat. Überhaupt ist Backpulver sehr vielseitig. Reinigt leicht verdünnt von Gardinen über Thermoskannen bis zum Hasen-Klo. Inhaber des letzteren verstarb wohlweislich schon in Vorkriegszeiten als wohlerzogener Freigänger. Stubenrein also und in trauter Gesellschaft von Jagdhunden. Cheffe war der Hase. Soviel mal am Rande von Mythen und Märchen aus der Serie „Hasenfuß“. So, jetzt hab ich Hunger und geh mir was für die Pfanne schießen. Waidmannsheil!

    • Waschblau
      gibt’s bei Manufactum zu kaufen. Ich hab’s mal ausprobiert – bei sehr vergilbten Handtüchern – aber ich hatte nicht den Eindruck, dass es sehr viel gebracht hat. Vielleicht waren die Handtücher aber auch einfach schon zu weit hinüber …


    • Naja, bei arg vergilbt wird es dann wohl eher grünlich, das hilft nur bei leicht gelblich, was überfärbt werden kann…
      Da hilft eher Brachialchemie (über Nacht in verdünntes Danclorix einlegen) und Kochen (lang bei 90°+ waschen mit Persil Vollwaschmittel), wenn irgendwas…

    • blos kein Chlor -
      das gilbt mit der Zeit dann nur noch viel stärker! Backpulver wirkt wirklich Wunder!

  32. Haute würden die Maschinen, die auch gepflegt werden wollen, nicht mehr so lang halten.
    Text eingeben

  33. Schnepfendreck
    Zur kulinarischen Ehrenrettung Ihres Großvaters: der dachte bestimmt an Schnepfendreck (s. Wikipedia), als er den Vogel mitsamt den Gedärmen verarbeitete, seinerzeit eine unter Waidmännern begehrte Delikatesse, womöglich aber angewandtes Jägerlatein, mit dem man Ahnungslose in den April schickte.

    Wird in Italien als „Merdocchio“ immer noch serviert, wenn auch illegal. Den vegetarischen Teil des Gerichts dürfen Sie ohne Bedenken genießen …

  34. Leckereien
    Vor etlichen Jahren war ich auf einer Astronomie-Konferenz in Cardiff und der Konferenzleiter, Professor an der dortigen Uni, hatte in seiner Einführung einen besonderen Preis ausgelobt: wer den schlechtesten Vortrag halte, müsse beim Konferenz-Dinner einen Crow-Pie verspeisen (Krähenpastete).
    Am vorletzten Tag verkündete er dann, er müsse heute Nachmittag die Leitung an einen Kollegen übergeben, er müsse schließlich noch raus, um Krähen zu schießen.
    Tatsächlich kam er zum Konferenzdinner mit klassischen englischen Pies in dunkelbraun, sie seien seiner Frau besonders gut gelungen, daher habe er ein paar mehr mitgebracht zum Probieren für alle…
    Er hat nie verraten, was wirklich drin war – aber es war sehr lecker!

  35. Titel eingeben
    1987 haben wir in D.-Südwest geheiratet und niemandem von den Familien davon erzählt,lange Gesichter uvm. Es gab deshalb „nur“ eine Braun Küchenmaschine. Das Gerät ist ein Monstrum. Wenn ich Sonntags will,dass nun mal endlich wenigstens ein Familienmitglied auftaucht setze ich die Küchenmaschine in Gang.Der Hund geht nach oben,aber der Krach den dieses Gerät macht weckt wenigstens die Familie.

    • Versuchen Sie es doch mal mit einer Klangschale.
      Der Hund bleibt da. Die Familie kommt freiwillig bei einem solch angenehmem Klang.


    • @Grigorij: Meine Tante hatte in den 60er oder 70er Jahren einen Gong im Treppenhaus, um zum Essen zu rufen, wenn ich mich richtig erinnere.

    • Ich vermute ja, dass so ein Klangschalengong noch zu ganz Anderem ruft, als
      „nur“ zum Essen. Bin mir da sogar ziemlich sicher.

  36. Heute würden die Geräte, die auch gepflegt werden müssen, wohl nicht mehr so lange halten
    Sehr schöner Text!

    Noch lange bevor das Wort Obsoleszens bekannt war, hörte eine verwandte Journalistin, dass die Besteller von Konsumwaren Hersteller darauf hinweisen, dass die Sachen nicht zu lange halten dürften, denn man wolle schließlich neue Gerätegenerationen absetzen können… Und nun halten selbst deutsche Markegeräte oft nicht viel länger als die Gewährleistungsfristen (in der DDR gab es ein Jahr „Garantie“, was heute rechtlich etwas anderes ist: Das eine ist eine Selbstverpflichtung des Herstellers, das andere ein Recht zu Umtausch, Reparatur oder Geld zurück – als junger Jurastudent hieß es immer noch, gestützt auf die schlimmste Versicherer-, Hersteller- und …-freundliche Rechtsprechung, unter berühmt-berüchtigter Hilfe einiger Lehrstühle in München, das könne man der Wirtschaft nicht zumuten, und erst die EU, Legislative und Justiz, ermöglichte da Vernüftiges.).

    Gerade wieder erlebt mit Geschirrspülmaschine. Und wir hatten extra deutsche Markenware gekauft… Die erste Siemens aus den 90ern hielt ewig. Die 2 kaum noch, die jetzige brauchte auch schon eine 250 Euro Reparatur.

    Zudem machte mich die Hausfrau, die auch mich zu einem guten Hausmann erzog (liebe das auch alles, nicht nur das Kochen) darauf aufmerksam, dass viele Geräte meist nicht nur herausgeholt und installiert werden müssen, sondern anschließend auch aufwendig gereinigt. So dass man nicht immer Zeit sparen. Leider musste ich feststellen, dass das oft stimmt.

    Aber wie war es, als die Geschirrspülmaschinen kamen, die so ein Segen wie Waschvollautomaten sind (meine Mutter hatte nur eine einfache Waschmaschine und eine Schleuder – da brannte die Luft am Waschtag, und nicht nur wenn sie Artikel über Küchenmaschinen und weiteres schrieb), gab es viele, noch keine hatten und sehr häufig ungefragt zum Besten gaben, das und warum sie so ein Gerät, dass tatsächtlich durch den geringeren Wasserbedarf, umweltfreundlich ist, nicht bräuchten. Mein „Lieblingsargument“ war immer, dass man sich beim Abwaschen und Abtrocknen so schön unterhalten könne, als ob das sonst nicht ginge…

    (Notabene: Es ist so schön, wenn da nichts rumsteht, wobei eine gute Hausfrau wie meine Mutter, deren Mutter noch gründlich Hauswirtschaft gelernt hatte, weil der an sich so fortschrittliche Großvater das Mädchen lieber „in Stellung“ schickte, als sie wunschgemäß weiter lernen und Lehrerin werden zu lassen – das war in der Zeit des WK I, immer gleich alles abwäscht, wie man mir beibrachte. So wie auch, wonach man schaut, wenn eine gute Hausfrau gesucht wird: Wie rum steht der Besen, wo sieht man Reinlichkeit usw.).

    Erinnere mich auch an Ihren sehr schönen Beitrag zu den teuren Herden, die in bestimmten Kreisen vorhanden sind. Toll.

    Danke sehr auch für den Hinweis auf den Artikel von 2010 und die guten bei Twitter (die Leserdiskussion unter dem NDR-Panoramabeitrag, der Grundlage für den FAZ-Artikel zur Bedrohungslage ist, ist spannend moderiert – und enthält schlimmes Zeug, wie die Forderung 3, 4 weitere Mio an Familiennachzug, sei der einzige Ausweg, um die Lage zu befrieden. Immerhin hat man endlich erkannt, was in der Kriminologie und Rechtssoziologie Binsenweisheit ist: Was sind die Alterskohorten, die hauptsächlich kriminell auffällig werden – übrigens auch Opfer, weil sie u. a. in viele solcher Auseinandersetzungen kommen, es sind nicht alte Frauen, wie angenommen wird.).

    Habe dieser Tage etwas Spannendes entdeckt, und hoffe es ist was für Sie. Deutschlandfunk und norddeutsche Zeitung erklären, dass auf den Straßen immer mehr über 75jährige am Steuer sitzen und zunehmend Unfälle verursachen. Es gibt hierzulande keine Pflicht zur Prüfung der Fahrtüchtigkeit. Und Ärzten und Krankenhäuser mauern (nicht mal nach Schlaganfällen bekommen Patienten gesagt, ob sie noch fahrtüchtig sind, dabei hören Alte, wie auch die Experten darlegen, meist nie auf Jüngere und oder Angehörige), wie die Politiker und Verbände, weil vor allem Alte wählen, Autos erwerben und entsprechende Versicherungen halten (deren Prämien aber t. w. erhöht werden mussten – was vielen relativ gleich sein wird, solang sie nur weiter einfach ins Auto steigen können), Werkstätten aufsuchen und ADAC-Mitglieder sind.

    Es wird erklärt, dass entgegen aller aktuellen Zahlen und Erkenntnisse der Polizei das Vorurteil nicht mehr stimme, dass die Masse der Unfälle von jungen Fahrern begangen werden. Und was macht dieser Tage die Augsbuger? Die macht eine Fake-News daraus und behauptet auf Grundlage des alte Vorurteils, da sei kein Problem, als gebe es keine neuen Zahlen und Aussagen von Fachleuten. Diese hatten aber deren Kollegen mit Hilfe der Polizei geliefert.

    Soll ein sehr ernste Thema sein. Die Schreiber der Augsburger sollten besser mal hier nachlesen: http://www.nordkurier.de/brandenburg/wenn-senioren-hinter-dem-steuer-zur-gefahr-werden-029451609.html und vor allem http://www.deutschlandfunk.de/senioren-am-steuer.724.de.html?dram:article_id=242723 . Diese Zahlen hatte auch die Passauer gebracht. Aber egal: Die Augsburger fakenewst – haha: erste Verbbildung dazu – lieber.

    Könnte mir sehr gut vorstellen, und sicher nicht nur meine demütge Person, dass Sie da launige Überlegungen in tolle Zeilen gießen könnten.

    Wie auch immer: Vielen Dank, alles Gute auf Straßen, Rad- und Rodelwegen!

    • Ich nehme mir die Tage mal den aktuellen Kriminalitätsbericht aus Bayern vor. Komisch, dass der so untergeht. Ich hatte die Tage wieder so ein Erlebnis, da möchte ich was dazu sagen.

    • Tatütata
      Ist es vorstellbar, dass es regionale Unterschiede gibt? D i e Senioren gibt es nicht.Was ist mit Handy und Koks? Wenn Sie gesehen hätten, wie mir am Samstag eine junge Frau die Vorfahrt mit ihrem Rammbock genommen hat…Wenn ich nicht gebremst hätte, dann…Ihr Beifahrer ordenete an, zurückzufahren und ich schüttelte nur den Kopf.

      Wissen Sie was für mich kriminell ist? Ich bin Seniorin und sitze allein im Auto. Selbst, wenn ich schnell reagiere, komme ich wegen meines Alters schon in Verdacht.

    • Alte Leute und das Auto
      hier werden die Stimmen immer lauter, die sagen, Ältere verursachten die meisten Unfälle, während es früher hieß, es seien die Fahranfänger. Wenn sich einer komplett mit dem Auto ins Aus schießt, ist es garantiert ein junger Mensch.
      Aber wir Alten sollen irgendwann zur alljährlichen Tauglichkeitsprüfung. Ich kenne einige, die aus Altersgründen ihren Führerschein abgaben, die blanke Unvernunft herrscht bei anderen Jahrgängen.

    • Bayrische Zahlen
      @DA – danke sehr.

      Es ist auffällig, wie sehr die von Ihnen erwähnten Zahlen gemieden werden. Einer Fraktion kam das gar nicht gelegen. Woanders wurden oft schon die Grundlagen der Datenerfassung vermieden. Und dann hassen sie jene, die mit den Daten operieren. Weil? Well, es passt nicht zum Bild.

      Dabei war das jedem Fachmann klar: Wer besonders viel von einer Alters-Kohorte holt, die in jeder Nation für viel Straftaten verantwortlich ist, der hat die entsprechenden Probleme. Zumal, wenn angesichts der schiren Menge gar keine Mittel da sind, die Verfahren schnell durchzuführen, die Leute vernünftig unterzubringen, so dass z. B. Frauen und Kinder geschützt sind usw. Und weiter so getan wird, als würde sich das schon alles von allein finden… Eine Angehörige, die fachlich damit zu tun hat, berichtete mir von breiter Ernüchterung. Und wenn diese Fakten bekannt werden (Betriebe, die nach 3 Chancen keine Syrer mehr wollen, Kurse, die nicht gehen, weil keine ausreichende Aphabetisierung – tja wir leben in einem Land, wo man nach der Agenda 2010 als mässigst bezahlter, freier Trainer, als der ich auch dort arbeitet, gern schon öfter 2006 ein Drittel im Kurs hatte, die kein Deutsch sprechen und verstehen konnten – und natürlich dennoch viele feine Menschen darunter. Das waren Leute, die lange, lange hier lebten. Und schreiben konnten die auch viel zu oft nicht: Es war eines meiner Highlights einer Analphabetin aus einem südlichen Land erklärt zu haben, wie man Google-Earth benutzt und wie sie allein ihre alte Heimat erkunden konnte). Die Mittel sind begrenzt, aber die Auswirkungen leider nicht. Die jungen, idealistischen Leute im Auditorium mochten die Zahlen nicht, als diese deutlich dargelegt wurden, und verwiesen auf die guten Beispiele. Es gibt ja auch den Kampf, was überwiege, an Meinungsträgern, Beispielen und Verhaltensweisen…

      Die von Ihnen genannten Zahlen werden gehandelt wie subversives Explosivmaterial… (beobachte das auch ganz genau – es wäre ja die Chance, die Diskussion zu erden und Probleme anzugehen). Weil sie etlichen nicht passen, zur einer bestimmten Meinungsmache ebenfalls nicht (dabei gibt es noch mehr entsprechende Zahlen, aus Nachbarländern, und Berichte sowie Erhebungen, was sich so Schräges in Norwegen und Schweden ereignet – die auch fast nie diskutiert werden, geschweige denn erwähnt)… Dabei fällt die FakeNewsSache den Journalisten natürlich selbst, wie zu erwarten, vor die Füsse. Jeder Fehler und jedes Unterlassen, aber auch jede „abweichende“ Meinung kann nun den Vorwurf bekommen. Fehler und andere Interpretionen müssen in einer freiheitlichen Gesellschaft verkraftbar sein, ohne dass man immer gleich den Russland-Troll an die Wand malen muss. Allein die Berichterstattung der Tagesschau dieser Tage unter dem Titel:

      Bericht der Geheimdienste
      Keine „Smoking Gun“ aus Russland“ vom 6.02.

      Man hat nichts, aber das soll der Beleg dafür sein, dass es erst recht stimme..! Das hat klar „orwellsche“ Dimension.

      Oder die Berichterstattung aktuell zum so wichtigen Polenbesuch. Da liest man so oft, wie der Wunsch Vater der niedergelegten Gedanken ist!

      (Die Tschechen und Slowaken, behauptet dreist ein Spiegelautor: „Die Tschechen und Slowaken können mit Kaczynskis Vision vom „Europa der Nationalstaaten“ nicht sehr viel anfangen, alle vier Länder sind in hohem Maße auf Geld aus Brüssel angewiesen“ – dabei sind die alle noch nicht lange staatlich eigenständig und pflegen auf Grund schlimmer Erfahrungen die eigene Kultur ganz anders! Polen hat viele Ukrainer aufgenommen – hier fast unbekannt, weil das nicht zum hiesig vorherrschendem Bild von Ukraine und Polen passt.)

      Muss oft an Frank Schirrmacher denken, der passend Karl Kraus zitierte: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/echtzeitjournalismus-dr-seltsam-ist-heute-online-12867571.html

      Aus: Karl Kraus: In dieser großen Zeit? Aufsätze 1914-1925 – Kapitel 28
      http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5673/28 :

      „Dann disponiert eben der Journalismus über das Leben, je nachdem er nur seinen Vorteil oder auch den Nachteil der andern sucht. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß es in Kriegszeiten außer der Arbeit, welche die solide Waffe verrichtet, noch die Leistungen gibt, die Wort und Gelegenheit vollbringen. Greuel, die die Bevölkerung feindlicher Staaten verübt, sind von gemeiner oder von ganz gemeiner, also gebildeter Herkunft, Pöbel und Presse stehen über den nationalen Interessen. Jener plündert und diese telegraphiert. Und wenn diese telegraphiert, so fühlt sich jener animiert, und was Redaktionen beschlossen haben, vergelten und büßen Nationen.“!

      Der Text lohnt auch sonst ungemein! Kann nur empfehlen: Bitte unbedingt weiterlesen (der Kraus war ja eine Figur für sich, aber was dabei entstand und was er dem für Worte geben konnte – allerdings war diese Zeit ohnehin in vielem kreativer und vielfältiger: allein was da für wissenschaftliche Ansätze entstanden, wo die Ablösung des Deutschen als Wissenschaftssprache noch nicht lange her war)!

      Und dann ist noch ein weiterer Beitrag dazu erwähnenswert, der aber nicht mehr leicht zu öffnen ist, wenn man dort nicht registriert ist: „Für diese Propagandisten – vielfach eingebunden in transatlantischen Organisation – steht der erbärmliche „Journalist“ Kleber exemplarisch.“
      https://www.freitag.de/autoren/propagandaschau/frank-schirrmacher-watscht-claus-kleber-ab

      (Lesenswert ebenfalls: http://www.horizont.net
      /medien/nachrichten/Medienschelte-Frank-Schirrmachers-furiose-Abrechnung-mit-Claus-Kleber-119880 )

      Hoffe der Ehrung Schirrmachers zuliebe darf ich hier einmal mehr aktive Links einsetzen (der letzte ist deaktiviert).

      Es ist sehr hilfreich, dass sich einige Journalisten der Wahrheit verpflichtet sehen, auch wenn die nicht immer angenehm ist. Das kann auch mit Augenmaß passieren, klugen Ergänzungen und feinem Humor, wie hier immer wieder bewiesen!

    • @Philomena - na hoffentlich nicht "Tatütata"
      Verehrte Philomena,

      entschuldigen Sie bitte, und mit Verlaub und allem Respekt, das von Ihnen ist ja fast schon ein Beleg, wenigstens aber eine aussagekräftige Illustration des Problems.

      Hoffe, Sie haben die Gelegenheit, den Artikel vom Deutschland-Funk noch einmal ganz in Ruhe zu lesen.

      Es ist zudem eben nicht merkwürdig, dass unsere Leistungsfähigkeit erst zu- und dann abnimmt. Kenne viele, die es schon jung erwischte, wie mich. Bin junger Invalide, und kenne noch mehr Fälle in meinem Alter in meiner Freund- und auch Bekanntschaft. Sowie etliche noch jüngere, die mit schweren gesundheitlichen und lebensgefährlichen Problemen zu tun haben. Gerade unlängst hier in direkter Umgebung…

      Vor allem muss ich auf Grund meiner Erkrankung unter hoher Opiumdosis stehen, damit das für alle hier gut geht. Also darf ich keine Maschinen mehr führen, woran ich mich selbstverständlich halten, weil die Schäden andren nicht zumutbar sind.

      Lebe aber zum Glück nicht in einem Flächenstaat, sondern da, wo die es viele Nahverkehrsmittel gibt, und wo auch die Rettung in aller Regel schneller ist, was gerade unlängst einem Elternteil einer Freundin unseres jüngsten Kindes das Leben gerettet hat, und nicht nur das: Auch vor weitergehenden bleibenden Schäden, die an sich als unumgänglich gelten (es hat insgesamt 3 junge Kinder dort – es wäre so viel tragischer gewesen, wenn nicht der ordentliche Partner – will das möglichst anonymisieren – sofort und 8 Minuten Herzmassagen verabreicht hätte, wobei er es tatsächlich schaffte, das Blut so herumzupumpen, dass das Gehirn heil blieb! Dabei musste er noch währtenddessen die Rettung rufen und quer durch die Wohnung, die Rettung rein lassen, und zum Glück bekam keines der Kinder etwas mit! Die kranke Person wurde sogar einem MdB, der zufälligerweise das Krankenhaus besuchte, vorgeführt und alle staunen über ihre Rechenkünste… Bete derzeit bei jedem Rettungswagen noch intensiver – es hat ja auch Vorteile, wenn man etwas glauben kann).

      Natürlich wird nicht alles einfacher, wenn man älter ist. Und ich wünschte natürlich, es wäre anders. Aber wenn man allein vier Kinder im Verkehr unterwegs hat, und die Zahlen liest, auf welche u. a. Nordkurier und Passauer verweisen müssen: http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2379514_Sind-Senioren-am-Steuer-eine-Gefahr-Das-sagt-die-Statistik.html … Da nützt trotziges Herangehen der Augsburger nicht (die auch wahrscheinlich viele ältere Abonenten hat), die schlicht ignorieren, dass sich da etwas entwickelt, wo immer mehr Ältere zum Glück immer länger fitter sind (aber eben leider nicht ewiglich). Damit muss man sich auseinandersetzen.

      Vielleicht haben Sie die Gelegenheit folgenden Artikel zu lesen, den ich allen neben dem vom Deutschlandfunk empfehle: https://www.welt.de/vermischtes/article161643775/Wenn-Senioren-am-Steuer-nicht-kapitulieren-wollen.html . Da haben etliche Senioren an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, das es gibt, weil die Experten und die Polizei zunehmend Probleme verzeichnen müssen.

      Auch wenn man die Paywall nicht nehmen kann oder möchte (brisante Themen und Inhalte verschwinden nicht selten hinter dieser, schon weil man damit mehr locken kann), sieht dort im ersten Absatz das Problem.

      Natürlich sind wir innerlich alle junge Hüpfer. Auch ich, der ich mit 50 die Treppe herunter schleiche muss, u. a. weil mehrere Bandscheiben aus der HWS dauerhaft raus sind, was sich nicht operieren lässt, zumal Sklerosen und weitere krankhafte Gewebeveränderungen das verhindern – die Aussichten sind leider gesichert ungut, und ich bin Beobachter eines für mich immer noch merkwürdigen Geschehens. Noch vor 5 Jahren war ich soweit gesund, dass ich Rad fahren und normal laufen konnte – und nun das! Bin ich das? Nein nur mein Körper… Muss man mit leben und mit Anmut die Dinge der Jugend hinter sich lassen, wie ein Weiser mal empfohlen hat – Max Ehrlicher in der berühmten „Desiderata“, von der leider verschieden gute Übersetzungen unterwegs sind.

      Und sich der Gefahr der Selbstüberschätzung bewusst sein, der wir alle unterliegen. Wenn man sich dann wenigstens der Gefahr bewusst ist und entsprechende Untersuchungen oder Trainings absolviert, und nicht meidet, ist sicher vieles getan.

      Klar gibt es jede Menge Idioten die jünger und gesünder sind, die jede Menge Idiotisches begehen, nur das ist doch kein Trost, wenn man andere geschädigt hat (auch eigene Angehörige leiden darunter).

      Aufmerksamskeitsspannen und andere Gehirnleistungen lassen bei vielen nach (und bei einigen schon viel früher, bei manchen scheinen sie nie vorhanden gewesen zu sein). Dagegen kann man einiges machen, aber letztlich geht alles den Gang der Dinge.

      Man sagte früher gern salopp und oft nicht umsonst „der hat den Sarg im Kofferraum“. Oder der fährt zur eignen Beisetzung. Wenn man so lang so richtig fit ist, dann ist es ja prima. Und das sei allen von Herzen gewünscht. Aber auch, dass man sich bis ins hohe Alter weise verhalten könne, was bei Ihnen ganz sicher der Fall ist.

      Nichts für ungut, es ging ja auch eigentlich um den Umgang von Medieneinrichtungen mit einem heiklen Thema.

      Auch Ihnen herzlich alles, alles Gute!

    • azur....
      „Es wird erklärt, dass entgegen aller aktuellen Zahlen und Erkenntnisse der Polizei das Vorurteil nicht mehr stimme, dass die Masse der Unfälle von jungen Fahrern begangen werden.“

      „Es wird erklärt“ beeindruckt mich nicht…. Gibt es irgendwo Zahlen die da tatsächliche Informationen bieten? Die zu berechnen dürfte eine ganze Menge Arbeit machen, denn man muss es zB nach gefahreren Kilometern und Stadt/Land, oder neu-deutsche: nach einem Algorithmus angleichen…

    • auf bayern 2
      glaub ich, war ein Beitrag zu diesem Thema. Da ging es um unfallBETEILIGUNG von 75% bei einer Altersgruppe ab? – weiß nicht mehr genau.

    • Azur, warten wir die ehrlichen Zahlen ab?
      Es ist ja nicht so, dass ich nicht über Selbstkritik verfüge und gern an einem Training teilnehmen werde, wenn es angeboten wird.

      Lieber Azur, ich hatte letzten Sommer Gäste, die ihren 18 jährigen Sohn vor längerer Zeit verloren haben und noch immer sehr leiden.
      Der junge Mann war bei seiner Freundin und wollte mit dem Bus nachhause fahren.Das Geld abgezählt in der Hosentasche, stand er an einer Haltestelle, bis ein junger Boy mit seinem Auto kam, und ihn zum Einsteigen ermunterte.Der (einzige) Sohn erkannte nicht, dass der Fahrer Drogen genommen hatte.Den Rest können Sie sich denken…

      Man macht halt seine Beobachtungen und sieht, wie die JungenInnen oft dahergeflitzt kommen in der 30iger-Zone, seehr oft das Handy am Ohr.
      Ich fahre auch gern flott, aber nicht verantwortungslos und staune, wie langsam so manch Mittelalterliche um die Ecke fährt, meine Herren…

      Es tut mir leid, dass Sie solch ein Schicksal haben, ist bestimmt nicht einfach. Es kann eben jedem passieren, das wird meistens vergessen.

      Ganz schlimm fand ich den Fall eines jungen, ungarischen Pärchen in München. Sie waren gerade in den Westen umgezogen, hatten Glück mit der Wohnung.Der Mann hatte Arbeit in LL gefunden und wurde an einem seiner ersten Arbeitstage von einer lebensmüden, jungen Geisterfahrerin getötet. Es stand in allen Medien. Meine Tochte kannte diese sympathischen jungen Leute aus der Freizeit.Alle waren so entsetzt und haben in einer privaten Trauerfeier Abschied genommen, weil das Opfer in Ungarn beigesetzt wurde.

      Danke für Ihre guten Wünsche, es geht mit gut und ich bin mir voll bewusst, dass das kein Verdienst, sondern eine Gnade ist.
      Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ebenfalls eine gute, gesunde Zeit.

    • @TDV - die genannten Quellen sind doch nicht so schlecht - und es liegt auf der Hand
      Hallo TDV,

      wie genannt: In der Quelle von Nordkurier unter Berufung auf Zahlen der brandenburger Verkehrspolizei: „Die Zahl der Unfälle, an denen Senioren beteiligt sind, steigt laut Polizei kontinuierlich. Das liegt nach Behördenangaben jedoch nicht nur daran, dass die Gruppe der älteren Autofahrer wächst. Laut Statistik sind sie vielmehr überproportional oft an einem Unfall beteiligt. Ihr Anteil an der Bevölkerung sei seit 2006 um sechs Prozent gestiegen, berichtete Ingolf Niesler, Leiter der brandenburgischen Verkehrspolizei. „Ihr Anteil an Verkehrsunfällen hat im vergangenen Jahr 30 Prozent erreicht, als Verursacher stieg er sogar auf 42 Prozent.“

      Landesweit waren Senioren 2013 in gut 14 300 Fällen an Unfällen beteiligt. Dabei wurden 52 ältere Leute (2012: 47) getötet und 1563 (2012: 1486) verletzt. Bei sieben von zehn Unfällen waren die betagten Fahrer die Hauptverursacher des Unfalls. „Es geht nicht darum, jemanden zu stigmatisieren“, betonte Niesler. Die Polizei wolle aber für das Thema sensibilisieren.“

      und von der Passauer Neuen Presse unter Berufung auf Statistiken der Polizei: „Zahlen für 2016 gibt es noch nicht. Im Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Niederbayern für 2015 aber wird klar: Die Zahl der Unfälle, in die Senioren über 65 Jahren verwickelt sind, nimmt stetig zu. Von 2014 auf 2015 ist sie um zwei Prozent auf 2.493 gestiegen. Der Anteil dieser Altersgruppe am Gesamtunfallaufkommen liegt zwar bei nur 6,2 Prozent – während der Bevölkerungsanteil in Niederbayern bei 19,7 Prozent liegt. Doch Senioren sind überproportional oft in schwere Unfälle verwickelt – und tragen, wenn es zu einem Unfall kommt, laut Statistik in zwei Drittel der Fälle auch eine (Mit-)Schuld.
      Im Jahr 2015 war im Straßenverkehr in Niederbayern jeder zehnte Verletzte und jeder sechste Getötete über 65 Jahre alt.“

      Auch die Darlegungen des Deutschlandfunks sind plausibel.

      Es liegt doch auf der Hand: Immer mehr werden sehr alt, und bleiben heute, dank immer bessrer Behandlungen usw. länger aktiv. Nur das ändert nichts daran, dass alles Vergängliche bzw. Lebendes irgendwann abbaut. Da bleibt keiner for ever young.

      Dass das manche nicht lesen oder wahrhaben wollen, kann man sogar verstehen. Aber leugnen ändert ja nichts: Wo immer mehr alte Kraftfahrer unterwegs sind, da passiert, was die Verkehrpolizei in den 2 Bundesländern registriert hat.

      Ihr flotte Hinterfragung kann es auch nicht ändern. Das liegt nicht an Worten oder der Form der Darlegung, sondern an den „facts“.


    • Auf dem Land ist Führerscheinentzug für Senioren eine soziale Katastrophe, eigentlich der soziale Tod: nicht mehr selber einkaufen können, nicht mehr zu Kaffeekränzchen kommen… deswegen sollte man da nicht so leichtfertig damit umgehen.
      Zumal die Alterung sehr unterschiedlich ausfällt, was der eine mit 60 nicht mehr schafft, kann der andere mit 80 noch prima.

    • Nicht nur auf dem Land, colorcraze
      Mein Mann wohnte ungefähr 800 m von mir entfernt, aber weder bei ihm noch bei mir ist eine Einkaufsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe. Da mein Mann eine völlig zertrümmerte Hüfte hatte, die aber aufgrund seiner Herzinsuffizienz inoperabel war, brauchte er sein Auto oder mich. Das Fahren gab er dann mit 81 Jahren auf, leicht gefallen ist es ihm nicht.
      Was dann erschwerend hinzukommt, ist die Fragerei, kannste mich dann und dann da und dorthin fahren. Hört sich albern an, aber man ist halt immer auf andere angewiesen, auch wenn man in Düsseldorf wohnt.
      Oder man nimmt ein Taxi, was aber auf Dauer fürchterlich ins Geld geht und wenn man sich heutzutage manche Taxifahrer und den Wagen von innen ansieht, möchte man nicht einsteigen. Ich nehme im Fall des Falles, wenn mein Auto nicht verfügbar ist, nur das „freundliche“ Rhein-Taxi hier, die dann auch mal Besorgungen machen.

    • "Tatütata"
      @Philomena:
      Riecht mir sehr nach Auftakt zu einem weiteren Kapitel der sog. „Verkehrswende“.

      Was rundum VW gerade wieder berichtet wird, hat mich jedenfalls u.a. zu dieser aktuellen Stellenanzeige geführt:

      … „enge Zusammenarbeit mit der CyMotive Technologies Ltd. in Israel und den internen Schnittstellen“

      http://www.kimeta.de/Home/Toolbar?cn=OQu0M6wrgNTjM7v4FxBQbhPcl52U7YYB3k2p3iCR0GVcnyjtoYhI5AnAx68pK1tcxh75I9_HW0np84SefFbN7k2kqMJhmmcOKoxbByLNfwit17ZQ56C2ZtEAKxuktefTsz4sM9buEYcjnUU_wdeQvsaVpF1ZvbbwO50mIBhnSYCOQkIBHA8ceFe_ZF9dBk9W2-P9Vc6TlFWBFgI5dgbMJdpxfbxZ7CdswBN1Yl__7ZIhlmYASGkohvT5N4J_H7FlW19ZiwiO4OjuoJKOwDsi1tj-uzyrFo-FvqEW5EDle2c

      Yuval Diskin, der ehemalige Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, soll lt. aktueller Presse angeblich eine wichtige Rolle im VW-Abgasskandal gespielt haben. Herrjeh. Abgründe tun sich da wieder auf.

      Die Herren Autoverkäufer sollen sich jedenfalls mal hypsch eine andere Zielgruppe als vermeintlich depperte Senioren suchen, wenn sie Versuchskaninchen für ihre neue Fahrzeug-Generation benötigen. Sonst lassen die sich in Zukunft ebenso auf Steuerzahlerkosten kutschieren wie unsere Goldkindern. „Gleichbehandlungsgebot“ und so. Zwingen wird mich jedenfalls später mal niemand in so’ne Hacker-Bastel-Kiste. All die mehr oder weniger gezielten Hintertüren bereits umlaufender Hardware reichen uns da bereits völlig. Oder?

    • Statistiken haben so ihre Tücken (08.02. 11:00)
      Werter Herr Azur,
      völlig wertefrei zum Thema (Rentenbeginn ab 67) haben Statistiken so ein „Eigenleben“. Wenn Sie schreiben, die Beteiligung der Altersgruppe 65+ liegt bei 30%, bei den Verursachern bei 42% dann müssen die Grundgesamtheiten abweichen (evt davon 42%). Beginnt man die Zählung bei 63+ (Frührente), dann werden die Zahlen höher sein. Für die Steigerung der Unfälle um 2% in einem Jahr sind zwei Bedingungen zu berücksichtigen
      – der geringe Ausgangswert von 6,2% der Unfälle bei 19,7% der Altersgruppe
      – die Veränderung des Anteils der 65+ an allen Erfaßten (zu dem Sie keine Angaben machen – steht vielleicht auch nicht im Bericht)
      Berücksichtigen muß man dabei auch immer, das Diskriminierung hier durchaus eine Rolle spielt. Man unterstellt ab einem gewissen Alter nachlassende Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit und ist dann schnell bei „Mitschuld“ oder „Hauptschuld“. (vgl Alkohol)
      (ach ja, ich folge grundsätzlich keinen links)
      Und halten Sie die Ohren steif!
      MfG Haas

  37. Titel eingeben
    Ich kam in Hoffnung auf eine Dosis Empörung. Stattdessen gibt es Semmelknödel. Wo finde ich nun eine Besprechung von Ralf ‚Pöbelralle‘ Stegners neuestem Ausfall? Oder wenigstens ein Lob der Tüchtigkeit des zukunftsdeutschen Belästigers von Herrsching?

    DA, ermüden Sie angesichts des täglich neuen Horrors?

    • Ich wollte halt was Lustiges machen und der Pöbelralle ist schon durch, auch bei der FAZ.

    • Hoffnung auf eine Dosis Empörung?
      Armer Kerl. Schaffen Sie die nicht alleine? Ach, vergessen Sie die Frage …

      Thorsten Haupts

  38. Zu Rahmschwammerl!
    (wg. „du schreibst zu schnell“ nochmal)

    Auf der Korbinianhütte auf dem Kranzberg (in Mittenwald),
    den man gut erwandern kann…gibt’s im Spätsommer
    so eine köstliche + große Portion, dass man hinterher
    den restlichen Berg runterkugeln muss.
    https://www.uploadarea.de/files/eu1/c0bfjKpry-Kn-del.JPG
    > Und Schreibfehler gibt’s auch, hihi.

  39. Bots, Server, Terminator, niemand braucht das!
    Diese Afd-Bots sind ja wirkliche eine üble Geschichte, die die FAZ da aufgedeckt hat. Da geht man also nichtsahnend ins Internet, und schwupsdiwups hat einem der Afd-Roboter die Meinung gegeigt und man ist plötzlich ein Rechtspopulist! Vollautomatisch, ohne dass da noch Menschlichkeit im Spiel wäre! Das geht so natürlich nicht. Die Meinung sollte schon immer per Hand getippt und ehrlich empfunden sein. Wer weiß, was einem solche Bots im Internet noch andrehen!

    Nun las ich aber, und mag das gar nicht glauben, dass die FAZ selbst im Internet ein noch viel mächtigeres Werkzeug verwendet! Es nennt sich demnach engl. „Server“ (Bedienung, Servierer) und kopiert und verteilt in Windeseile tausendfach Fakten, Meinungen und Fotos! Ich war mir bisher aber immer sicher, dass immer ein Mensch am anderen Ende der Leitung sitzt, gerade auch bei der FAZ! Deshalb FAZ, Don, mal Hand aufs Herz: Landet dieser Kommentar etwa auch auf so einem „Server“? Kommt der Blog denn etwa auch von einem Server? Bitte sagt, dass es nicht so ist. Denn der Server hat ein kaltes Herz aus Metall, und unsere Nöte kümmern ihn in Wirklichkeit garnicht.

    • Ich habe den fraglichen Beitrag noch nicht gelesen, aber ich glauibe eh nicht an Bots.

    • O tempora o mores
      Knödelrezept?

    • An Herrn Krailinger Hubert -- Faz-Artikel zu Bots der AfD-
      In dem Artikel wird auch das ungeheuerliche Bestreben der AfD aufgedeckt, im Wahlkampf die Wählermeinungen beeinflußen zu wollen. Das ist nun ja wirklich unfair! Das machen die anderen schließlich nicht.

      Ich habe diese Sichtweise in einem Leserkommentar geschrieben und hinzugefügt dass das gleichzeitige Erreichen von Millionen Zuschauern durch das öffentl.-rechtl. Fernsehen wohl das größte Bot-werk überhaupt sei und von den regierenden Parteien genutzt werde. Der Kommentar wurde sogar veröffentlicht.

  40. Also, die Eierschalenlegende, ...
    … derzufolge man das Calcium aus geriebenen Eierschalen in sich aufnehmen kann, gehört nicht ins Reich der Legenden – sofern man eine Katze ist, jedenfalls. Ich hecksele meiner Katze regelmäßig Eierschalen als Calciumzusatz für ihre Rohfleischernährung, und sie lebt noch.

    Übrigens tue ich das auch in einem KM3-Mixaufsatz. Ich habe zwei KM3-Maschinen von Mutter und Großmutter geerbt, damals noch weitgehend unbenutzt.

    Aber ich gestehe, dass ich seit 3 Jahren eine kleine Braun-Multipractic aus den 80ern (leider viel Klapperplastik), in der Praxis meistens brauchbarer finde: Größerer und übergroßer Einfüllschacht, stabilerer Stopfen, mehr verschiedene Schnitzelscheiben (Pommes-frites-Scheibe: wichtig für mundgerechte Gemüsestücke), und bei Nichtgebrauch kann man die Küchenrolle auf der Mittelachse abstellen. Und sie braucht kaum Platz auf der Arbeitsfläche.

    • So eine hatte meine Mutter mal, und sie wurde nicht wirklich alt. Und bei uns ist man in der Hinsicht doch recht unmodern nachtragend.

  41. Erfahrungswissen macht immun und - gegebenenfalls - dissidentisch
    Don, die Auffrischungen aus den Vergangenheiten – nun der Küche – sind willkommene Ablenkungen vor den garstig-politischen Winden vor der Haustür und dem PC-Nummern-Theater im Fernsehen. Die Küchen-Pointen sind letztendlich auch bekömmlicher als die Witze („Hassmails“), für die die „Maasi“ (Klonovsky) 150 Millionen extra erhält, um sie zu finden.

    Was Ihnen die „Braun“ wieder ist, war meinem Vater – in den sechzigern – auf den familiären Rad-Ausflügen das Schwärmen von einer Vorkriegserfahrung. Pubertäre, sozialistische Meinungsabirrungen meinerseits, brachte er, unter Verweis auf die häufig heruntergesprungene Kette bei der Dreigangschaltung, zum Schweigen: Was ist schon Dein Sozialismus gegen eine Fichtel&Sachs Nabenschaltung.
    Das war sein Traum – bis meine Mutter ein Auto gegen das Radfahren mit Kindern in Lenkerkörbchen und im Sattel auf der Querstange durchsetzte.

    Ja, das Matriarchat und der Sozialismus waren kein Humus für ein Rad- Patriarchat.

    Freilich, vor der „Braun“ würde ich, der Küchenschlüsseltechnik eines Diskutanten folgend: lernen Pflaumenkuchen zu backen.

    • Falls es Ihnen aufgefallen ist – seitdem Trump an der Macht ist, redet niemand mehr von Hatespeech, man macht sie.

  42. Leistung lohnt sich
    In einem Gerät eines weniger teuren Herstellers sind mir mal beim Teigkneten mit Knethaken die Wicklungen des Motors durchgebrannt. Kein Wunder, man sah schon vorher, wie der arme sich mühte und musste zudem aufpassen, dass das Gerät ob der Unwucht nicht etwa umkippte. Seitdem wird der Teig immer von Hand und auf der Holzplatte geknetet; man lernt das bald.

    Beim Brotbacken aber würde ich auf Waage und auch Messbecher nicht verzichten wollen. Hier ist das Gefühl für die etwa 62 % Wasser-zu-Mehl zu ungenau, es sei denn, man nähme keinen Anstoß daran, durch nachträgliches Mehlen zuweilen ein deutlich größeres Brot zustandezubringen.

    PS: „Er suchte den Butter […]“ – Da haben Sie sich doch unvorsichtigerweise als Süddeutscher enttarnt. Na ja, eigentlich schon mit dem Fokus Essen, ohne dabei gezuckerten Salat anzuempfehlen oder vor krebserzeugender Bretzenlauge zu warnen.

    • Das war volle Absicht, denn die anderen sagen das falsch.

    • Dem Peregrinateur sei französisch passt zwar, huifd owa wenig in Bayern.
      Der Butter , a siaßa Solod is a ned meins, und Rotkraut muaß bei mir a säuerlich, durch Rotwein, massig Kümmel, und keinen Zucker, sein.

      Sonst iß I s’Fleisch ohne.

      Und Breznlaugn korzünogöön ?

      Bledsinn, grad zwoa glaugt Brezn gessn, und leb no.

      Und jetzat rauch I oane.

    • Genus
      Es heißt schließlich auch „le beurre“, und entsprechend im Saarland natürlich auch „der Butter“ (und „der Wurst“).


    • Eigentlich heißt das dr Ankche!

    • Gezuckerten Salat...
      gab’s früher bei uns zuhause. Das hatte ich völlig vergessen, mein Vater war ein verkappter Süßer, während mir als Kind Zartbitterschokolade am liebsten war.

      Heute bekam ich ein Paket, u.a. mit zwei Packungen Gianduiotti, sehr fein. Normalerweise esse ich gar keinen Nougat, aber der ist so gut, dass ich mich doch locker überwinde.

      Übrigens Brezen, kommen bei Ihnen @Don, Laugenbrezen in die Knödel? Und in Ihrer Antwort bei meinem Post reden Sie von Brot… Brot in den Knödeln oder Semmeln? Es wird immer rätselhafter.


    • Ah ja, Zucker am Salat.
      Der zuckrigste Salat, von dem ich je hörte, war der von der Mutter von einem Kumpel in den 80ern, dessen Eltern Fischer waren und von der kurischen Nehrung stammten. Das war anders als was ich kannte, nämlich eine Brühe aus 3 EL Zucker, 3 EL Essig und 3 EL Wasser (kann auch etwas mehr Essig und Wasser gewesen sein, weiß nicht mehr genau) für den Kopfsalat. Ich war jedenfalls verblüfft über die Abwesenheit von Öl und die erstaunliche Menge Zucker.
      Meine Mutter macht auch stets eine Prise Zucker zu Essig, Öl und Salz an den Kopfsalat, aber eben nur eine Prise.
      Bei mir kommt zumindest an den Tomatensalat auf keinen Fall Zucker ran, der muß sauer sein.
      Ein echtes Schreckerlebnis war mal Linseneintopf mit Zucker in einer Altberliner Studentenkneipe. Als sie dann auch noch den Zuckerstreuer reichten mit den Worten „wenns noch Zucker braucht“, weiteten sich meine Augen vor Schreck. Ich konnte und kann mich damit nicht anfreunden, ich mache Linseneintopf mit Suppengrün, Essig und Lorbeerblatt, Zucker dazu erscheint mir Teufelszeug.

    • @Otto Moser, 7. Februar 2017 um 18:39 Uhr
      Ich teile Ihre Vorlieben bis auf die letzte und sage sogar meist selbst auch „der Butter“, weshalb mir Pilgerreisen in den RHS (eigentlich sogar die gesamte Right-Hand Side des Mains) in der Regel versagt bleiben müssen. Ebenso solche nach jenseits der Vogesen, denn was die dort so „pain“ nennen ist mehr peine …

      Möglicherweise, ich kenne mich im Bairischen nicht gut aus, trennt uns eine „Gsälz“/?-Isoglosse. Der Graben ist aber vermutlich nur nomenklatorisch, was guten Gewissens Handel und Wandel erlaubt. Wenngleich „â Keidl Brôâd mid dig Buddâr un Zwätschgâgsälz druf“ de facto wohl nur selten über weitere Strecken verschickt werden dürfte.

    • Titel eingeben
      @Renate Simon: Oh, Zucker gehört schon rein in eine gute Salatsauce. Probieren Sie mal aus: 3 el Olivenöl, 6 el Balsamico Bianco, einen gehäuften el Moutarde Rotisseur, Pfeffer, Salz, ein tl Zucker, am besten Mascobado. Umrühren, evtl. ein bisschen Wasser rein. Das auf Salat mit mindestens einem Obst, z.B. Apfel oder Birne oder Granatapfelkerne.

      Wer es saurer mag, nimmt Granatapfelsirup dazu, wer es öliger mag, mehr Olivenöl.

    • greenbowlerhat, ja glauben Sie, meine Mutter hätte davon,
      was eine gute Salatsoße ausmacht, auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt? Balsamico… gab’s in meiner Kindheit nicht, so wie es auch keine Pizza gab. Makkaroni ja, die ich immer als Abfall von Spaghetti bezeichnete und nicht mochte.

      Nee, bei uns kam auf den Kopfsalat, welchen ich heute für ungenießbar halte, einfach Zucker, meist wurde Zitronensaft drangegeben, ansonsten Essig und Öl. Und heute gibt’s bei mir einfach keinen Salat, es lohnt den Aufwand nicht für mich allein. Man könnte mich mit einem griechischen Salat erfreuen, ach es gäbe mehrere, die mir schmeckten, aber nun. Mir reichen die Reste von anderen Speisen, die ich entweder einfriere oder dann nach und nach täglich vertilge. Bei Salaten ist das nicht so einfach, also lasse ich das.

  43. Kürbissuppe
    Für mich ist der Zauberstab am besten-damit gelingt jede Kürbissuppe! Die Braun-Küchenmaschine habe ich 1978 von meiner Schwiegermutter übernommen, aus Altersgründen schon damals nur noch teilweise vorhanden. Als die große Rührschüssel am Rand einbrach(Materialermüdung) übernahm mein Studierender Sohn den noch tatkräftigen Mixer. Eine Küchenmaschine habe ich nicht mehr, eine große Reihe und ein Handrührgerät tun es auch.

  44. Wenn die Genderdödllnnen, Femi-SoziologInnen, und ähnliches Gschwearl
    ENDLICH auf der Strasse hungern, statt unser Steuergeld zu feindlichem Tun zu kosten,

    werfe ich ihnen Schotter zum Sättigen zu.

    Ist ja mineralstoffreich, und recht vegan.

    Und dann TANZ ich auf ihrem Grab !

  45. Aber geh, werter Don, das heisst doch...
    …in Bayern SEMMELNKNÖDELN.

    Alleine schon wegen Reminiszenz :-)

  46. A man always has two reasons for what he does, a good one and the real one.
    Hätte der liebe Gott gewollt, dass wir Küchengeräte kaufen, so hätte er McDonalds nicht erfunden.
    Hat er aber.
    Und so können wir Protestanten uns auf die Arbeit konzentrieren, und so die knetenden katholischen Hausfrauen in Bayern finanzieren.

    Amen

    • Protestantische Essenstaktik
      Auf meine besorgte Frage hin,“Was machst du, wenn das Essen in der Kantine so scheußlich schmeckt wie heute? „,
      antwortete mein norddeutscher Kollege mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit: „Dann esse ich einfach schneller.“
      Faszinierend…

    • Don ist Trump
      Vor der Moderne war die Hausfrau in der Küche.

      Dann kam die Moderne durch den Protestantismus, die Hausfrau musste arbeiten, keiner hatte mehr Zeit zum Kochen, die funktionale Differenzierung nahm ihren Lauf, Millionen neuer Job entstanden in der Gastronomie, alle war glücklich….und dann kam der DON und kaufte eine Küchenmaschine.

      Und schon sind hier alle wieder auf dem Weg zurück ins Stoneage.

      Selbst Tamarisque schreit Hurra…

  47. .
    Martin Winterkorn will abspecken.
    Freitag gibt’s immer Koi auf geröstetem Piëch-Brot.

  48. "Frauen wollen erobert werden" Oder?
    Im Sommer (ich war gerade auf dem Weg zu meiner Badestelle) wurde ich von 2 Frauen im Auto angehalten und nach dem Weg gefragt. Beide sahen passabel aus, die eine jung, die andere etwas älter. Ich war gerade einigermaßen spitz (bin ich öfters), habe die beiden aber dennoch nicht angemacht. Grund: es waren keine Deutschrussinnen, sonst hätte ich es versucht.
    Ich bin dann weiter zum Baden und habe es einem Bekannten erzählt. Der hat sich nicht mehr eingekriegt und gesagt „du Dussel, ist doch klar was die wollten“. Daraufhin ich „aha, und warum haben Sie das Maul nicht aufgekriegt?“ Darauf er „naja, Frauen wollen eben erobert werden.“ Daraufhin hat sich ein etwas längeres Gespräch entwickelt, in dem ich darauf hingewiesen habe, dass es sich um deutsche Frauen handelte, möglicherweise sogar studierte. Er: „Na und?“ Ich: „Was heißt ’na und‘. Denkst du ich will mir eine Anzeige wegen sexueller Belästigung oder was auch immer einfangen?“ Ich habe darauf etwas säuerlich hinzugefügt: „Die wollen Länder regieren, aber immer noch ‚erobert‘ werden. Passt das?“ Er wusste dann auch nicht weiter und ich sprang ins kühle Nass.
    Jetzt kommt keine Analyse: was mir aber auffällt, wenn ich mir Filme aus den 50-ern oder 60-ern ansehe (oder mir literarische Dokumente aus gleich welchem Jahrhundert reinziehe): wie viele offensichtlich total zufriedene, glückliche und obendrein knallgeil attraktive Rosemarie Nitribitt-Verschnitte es damals gab, die völlig ohne Femi-und Genderdünnschiss auskamen. Wie ging das nur? Haben die umsonst gelebt? Wussten die noch nichts davon, dass sie eigentlich nur soziale Konstrukte sind, nicht als Frau geboren, sondern von notgeilen Männern dazu stilisiert worden?
    Wenn ich mir als Jugendlicher einen Film mit der jungen Elke Sommer in Stöckelschuhen ansah wurde mir die Hose eng.
    Fragen in Bezug darauf wie sexistisch Anzugs- und Kleiderordnungen sind wurden damals noch nicht gestellt. So wie unlängst von einem weiblichen Intelligenzbolzen in England, die sich darüber beklagt hat, sie müsse als Empfangsdame den ganzen Tag mit high heels rumstehen. Was ich ihr gesagt hätte? Nicht so viel Wirbel machen, honey, setz dich doch einfach mal hin und zieh die Schuhe hinter dem Pult ’ne Zeit lang aus, sieht ja keiner. Auf diese einfache Lösung kam sie aber nicht, stattdessen hat sie einen Riesenbohei gemacht, alle Medien mal wieder voll drauf, die Menschenrechtskommission wurde wohl auch in Gang gesetzt, etc., etc.
    Da guck ich mir lieber einen Film mit Elke Sommer in Stöckelschuhen aus den 60-ern an.

    • An Harry Charles - - Erotische Frauen --
      Verehrtester Harry Charles, Danke Danke und nochmals Danke.

      Ich dachte schon ich bin nicht normal. Ihr Beitrag zeigt dass ich nicht alleine bin. Man darf Frauen erotisch finden und es ist keine Abnormalität wenn die Hose auch mal enger wird. Danke!

      Wie sehr freue ich mich wenn man mal die alten Schinken gezeigt werden, diese total erotische Jane Birkin im Swimingpool von 1968 oder im wilden Schaf von 1973.
      Oder Bunuels –Der diskrete Charme der Bourgeoisie —

      (Frau Birkin ist übrigens zwischenzeitlich 70 und die Mutter von Charlotte Gainsbourg)

      Oft sind es auch nicht die Hauptdarstellerinnen sondern schlanke Hausangestellte, Hausmädchen in engen knielangen Röcken mit Schürzen und wunderbaren Beinen … und wenn sie in die Hocke gehen um etwas aufzuheben …. oder Sekretärinnen … von Miniröcken schreibe ich gleich gar nicht

    • @HarryCharles
      Sie haben das mit der Eroberung richtig erkannt.
      Das gilt natürlich nicht für alle XX-Personen.
      Ich sehe aber auch, dass vielen von denen hier in D die naturgegebene
      Weiblichkeit abhanden gekommen ist.
      Das kann man auch an der Kleidung der Nachwuchsdamen sehen.
      Traurig. Aber so ist halt.

    • Es ist schon erstaunlich, dass in der reichsten aller Epochen die Menschen am ärmlichsten gekleidet sind.

    • Harry Ch., was dem einen die Elke is dem anderen die Sophia
      ….Rom, 8. Mai 1938, der „Furere“ auf Visite beim Duce, einer Art frühem Trump, aber ohne Haare. Emanuele, ein glühender Verehrer des Faschismus wohnt mit den Bambini an der Parade entlang der Via dei Trionfi, vorbei am Kolosseum und Konstantinsbogen zu Ehren des deutschen Reichskanzlers bei. Seine Antonietta bleibt allein in der Wohnung zurück und beginnt mit der täglichen Hausarbeit. Dabei entfliegt ihr Papagei und bei der Suche nach ihm trifft sie auf den attraktiven und feinsinnigen Gabriele (Marcello Mastroianni), ihren Nachbarn (leider von jenseits des Tiberufers). Die beiden kommen ins Gespräch. Gabriele arbeitete bis kürzlich als Sprecher bei RAI, war aber wegen mangelnder Empathie für des Duces Kurs und der Uferirrung gefeuert. ….“Gemeinsam empfinden die beiden sonst isolierten Menschen für einen kurzen Augenblick ein Gefühl von Freiheit, das jenseits der Ängste und Isolierungen eines totalitären Regimes Hoffnung auf persönliche Verwirklichung aufkeimen lässt“ => Gut der Rest in Anführungszeichen war jetzt nicht von mir.
      .
      Aber die Sophia, die hatte was, selbst in Filzpantoffeln und Kittelschürze.
      .
      Na gut, „die knallgeil attraktive Rosemarie Nitribitt“ empfinde ich jetzt etwas out of order, denn die Landsmännin von Mario A. kam mir so vor, als wenn sie zu blöde zum Wasserkochen gewesen wäre. Bei der Elkes und Hannelores, die es damals gab, die völlig ohne Femi-und Genderdünnschiss auskamen, gebe ich Ihnen recht. Allerdings, bedenken Sie, gab es auch schon eine Barbara, die uns heute die Eichelhäher zu vergällen anstrebt. Bei Don zeitigt sich das wie wir wissen.
      (DdH)

    • zur Not wird aus dem unpolitischen Ess-Forum hier ein Forum Alte Filme ...
      @Georg D.: Da hätten wir schon verschiedene Geschmäcker, was ja auch gut wäre. Die Jane kann mir gestohlen bleiben, ich stünde auf die Dame des Hauses. Wenn auch vorzugsweise unbesoffen.
      Als Bunuel-Fan kenne ich den Diskreten Charme so gut wie auswendig. Aber da, weiblich & attraktiv? Allerhöchstens die Guerillera. Aber auch nicht so. Oder meinten Sie die doppelte Lotte aus dem Obskuren Objekt?

      @DdH: Gibt es den irgendwo? Den kann ich irgendwie nirgends finden, und letztens ist mir die Aufzeichnung missglückt: Ich hatte vorher nichts darüber gelesen oder gewusst, nur mal reingeschaltet, und nach 2 Minuten hing ich darin fest, dachte mir, das müsse die um 20 Jahre ältere Schwester der Sophia sein. War dann aber Original.
      Sophia spielt ja auch wunderbar, manchmal zur Not alle anderen an die Wand. Auch wenn Pane, amore e….. cinematographisch kein hochstehender Film ist, die Hauptdarstellerin ist allemal … sehenswert!

    • @ Don
      Es ist schon erstaunlich, dass in der reichsten aller Epochen die Menschen am ärmlichsten gekleidet sind.

      Die Zeiten der Herrenzimmer und Damensalons scheinen nun doch vorbei zu sein. Eine Hauswirtin hatte das noch, mein Mann wohnte dort 28 Jahre und die Dame des Hauses trug daheim immer ein Kleid und Pumps mit kleinem Absatz. Das war noch die ganz alte Schule, man war schließlich mit Haus- und Kindermädchen aufgewachsen.

      Als Berufstätige habe ich mich täglich aufgebrezelt, teure Hosen und Pullover, da wurde an nichts gespart, aber irgendwann wurde mir das abends furchtbar unbequem und gegen schicke Freizeitmode von Escada usw. eingetauscht. Das kann ich mir heute nicht mehr leisten, aber die Bequemlichkeit der Kleidung ist mir daheim schon wegen der ständigen Rückenschmerzen wichtig. Muss ich zum Einkaufen, geht die Brezelei wieder los, aber bestimmt nicht mit Kik und was es sonst noch so gibt.
      Allerdings habe ich Verständnis für Familien, denen gar nichts anders übrig bleibt, als dort zu kaufen, das Geld ist knapp und reicht selten. Es soll aber auch, gerade für Kinder, hier im weiteren Umfeld sehr schöne Flohmärkte mit Markenklamotten zu Spottpreisen geben, der polnische Bekannte berichtete immer mal davon und kleidete seine Tochter dort ein.

      Und sonst sieht man viele Frauen, fett, breitärschig und unmöglich gekleidet, Kinderwagen und Smartphone in der Hand. Die hiesige Gemeindeschwester sagte mir mal angesichts einer solchen Frau, kein Wunder, dass die Ehen heute nicht mehr halten.

    • Gute Antworten, meine Damen und Herren, ich freue mich
      @ georg d: gern geschehen, ich freue mich auch immer wenn ich auf Gleichgesinnte treffe. Mal eine indiskrete Frage: haben Sie einen besonderen Aufgeil-Kurs belegt? Ihre Beschreibung eines Hausmädchens, das in die Hocke geht hat bei einem phantasiebegabten Mensch wie mir dazu geführt, dass ich mir dazu noch Strapse vorstellte (hechel, hechel). Dann musste ich in die Hocke gehen und konnte minutenlang nicht mehr aufstehen. Mann oh Mann!

      @moritzburger: Sie haben es erkannt, XX oder XXL-Damen wollen weder ich noch hoffentlich sonst einer erobern, denn „das Design bestimmt ja das Bewusstsein“. Weiblichkeit fängt bei den Formen an, das Verhalten ist aber auch Teil erotischer Ausstrahlung. Was nützt mich eine frigide, oberlehrerinnenhafte Genderzicke, die unerklärlicherweise einen Body hat wie die Monroe?

      @pantalon: please, no trump-bashing here. Ich bin einer seiner größten Fans. Beim Duce (ich sehe da gar keine Parallelen) hält sich meine Begeisterung in Grenzen, nicht nur weil er öfter beim Schickelgruber war.

      @Dippel: im diskreten Charme ist es doch gerade die Dame des Hauses, die in Strapsen (hechel, hechel) mit ihrem Mann hinter der Hecke noch etwas Sport, Spiel, Spannung sucht bevor der Besuch kommt. Sehenswert, echt!

      @Simon: wie gut, dass mal eine Frau über übergewichtige Frauen lästert. Und Sie haben ja so recht! Schade, dass die Zeit der Herrenzimmer und Damensalons vorbei ist. Aber vielleicht wird es ja eine Neuauflage geben, irgendwann…

    • Frau des Hauses - Georg D.
      Ich hatte schon befürchtet, Sie meinten die.
      Nein, ich finde die total kalt und berechnend. Wie die mit dem Personal umgeht, ihre ’selbstgekochte‘ Suppe anbietet und vor dem Popen auf die Knie geht, erbärmlich.
      Dann doch die Guerilla, die ist wenigstens heissblütig. ;-)

      Gut, dass es so vieler Geschmäcker gibt, nicht wahr!?


    • Ou, wenn ich so Moritzburgers und Harry Charles‘ Ausführungen lese… dann denke ich, „sowas“ wie die Scheidungsgeschädigten 1, 2 Don-Beiträge vorher verlautbaren ließen, kommt von „sowas“…

    • @Dippel
      doch, ich meinte vermutlich genau die, im Film jedenfalls gespielt von Stéphane Audran. Also ich für meinen Teil mag kalte (nicht frigide!), berechnende Frauen, vorausgesetzt sie sind hübsch. Und das kann man bei der Audran schon sagen, oder? Es ist ein interessanter Kontrapunkt wenn eine Frau kalt, pessimistisch, übelgelaunt und autoritär ist, aber dabei gut aussieht (keine Angst, ich hab’s nicht mit SM) und wirkt wie ein Vulkan vor dem Ausbruch. Gibt eine ganz eigene Art von Sex-appeal. Was ich nicht mag sind nette, übergewichtig-dickliche, optimistisch-naive Bussi- und Blümchentypen, die an das Gute im Menschen glauben, und die Lizenz zur Grünenparteitagsmutti haben.

    • Stéphane Audran
      Gefällt mir besser, Harry Charles, in einem Film, der dazu auch noch jemanden in einer Hauptrolle sieht, den nun wieder ich attraktiv finde: Isabelle Huppert als Rose: Coup de torchon (Der Saustall).

      Und empfehlenswert allemal wegen der durchgehenden political incorrectness. Wäre er bei der Berlinale 2017 aufgetaucht, würde es bestimmt jede Menge Proteste geben, mit faulen Eiern gegen die Leinwand.

      Ja, ich befürchte, soweit sind wir heute.

    • An Harry Charles - - Erotische Frauen --
      Text eingeben

    • An Harry Charles - - Erotische Frauen -- --Komment. Nr. 2--
      Harry Ch., Sie schrieben mir:
      –@ georg d: .. Mal eine indiskrete Frage: haben Sie einen besonderen Aufgeil-Kurs belegt? Ihre Beschreibung eines Hausmädchens…–

      Ihre Frage ist vollkommen in Ordnung. Ich wüsste nicht, dass es so eine Art von Kurs gibt … muss lachen… Das ist Naturtalent und Unverklemmtheit. Ich habe vor, demnächst ein Buch mit erotischen Geschichten zu schreiben. Titel hab ich noch nicht. Gerne mehr, aber über den Blog kann ich Sie ja nicht direkt kontaktieren.

    • Natürlich nur die eine doppelte Conchita mit dem göttlichen Fernando Rey
      Ángela Molina der iberische Phänotyp, umwerfend! Auf Cuba gibt es die Vollendung! Die chica triguena (pielcanela z. B. wie A. H. braun, –„Amadeu-Antonio-Stiftung auf Gefechtsstation!!!!!–Hate Speech kann indirekt sein!°–): spanisches Profil, afrikanischer Körper, indianische Haare und Mandelaugen! Me enrolla cantida! Es la hostia! Dennoch, zart gebaut und hart gesotten sind die karibischen Kokotten (tesoritas)!°

    • @ Peter Bernhardt
      mir viel zu „feurig“, ich stehe da eher auf blond und kühl, so wie eben die Audran. Und Bunuel-Filme, naja, was mich stört ist dieses 68-er Zeitgeisttriefen. Die Szene mit Fernando Rey und dem Weib finde ich ganz besonders peinlich, ist alles etwas sehr durch die Brille von Bunuel gesehen. Wenn schon Kapitalismuskritik, dann bitte kein Junktim Sex-Revolution. Ich würde Bunuel entgegnen: sehen Sie doch mal nach Dänemark, Schweden oder Norwegen. Das sind die vermutlich am stärksten kapitalistischen (wirtschaftsliberalen) Länder der Welt. Aber in keinem anderen Land ist der soziale Frieden wohl höher als dort. Ob Kapitalismus klappt hängt wahrscheinlich in hohem Maße davon ab wo und von wem er umgesetzt wird.
      In den Bananenrepubliken Mittel- und Südamerikas gibt es traditionell keine politisch stabilen Zustände, die sind meist entweder links- oder rechtsradikal. Und wessen Schuld ist das? Unsere wohl nicht. Ist dort eben so. Das ist es was ich Bunuel sagen würde.

    • Naja ... @Harry Charles
      Also, ich weiss jetzt aber nicht mehr, welches ‚Weib‘ Sie meinen. Fernando Rey hat es nie mit den Weibern, weder im Obscuren Objekt, noch in der Bourgeoisie, auch nicht mit Catherine Deneuve in Tristana, nicht in Viridiana. Wobei mir die ebenso ‚coole‘ Catherine Deneuve ein anderes Kaliber wäre, bei ihr vermute ich eher eine unterdrückte Lust.

      Und auch Stéphane Audran kommt näher an mich heran, z.B. in ‚Le Boucher‘, als zwiegespaltene Lehrerin. Da zeigt sie Zuneigung und Wärme.

      Lassen wir jetzt mal weibliche Heroinen und den wirklich göttlichen Fernando Rey weg,
      Bunuel und 68 passt ja nun wohl wirklich nicht. Er hat es ja auch immer dicke von denen gekriegt.
      Schauen Sie sich die Olvidados an, oder die schon erwähnte Viridiana. Da ist null Sympathie für 68-er ideen, eigentlich überhaupt kein politischer Ansatz. Bunuel hat sich immer für die Menschen interessiert, nie für Politik. Im Zweifelsfalle lesen Sie ‚Mon Dernièr Souffle‘.
      Das einzige, was ganz eindeutig bei Bunuel war, die Ablehnung der Amtskirche und der Bourgeoisie. Nazarin wäre ein schönes Beispiel für die erstere, inklusive der Religion, inklusive einfältigen Glaubens.

      (Und jetzt bin ich wieder beim Koch-Blog!)

    • Bunuel sagte: Mancher lehnt eine gute Idee bloß deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.
      @Harry Charles sagt: Sehen Sie doch mal nach Dänemark, Schweden oder Norwegen. Das sind die vermutlich am stärksten kapitalistischen (wirtschaftsliberalen) Länder der Welt. Aber in keinem anderen Land ist der soziale Frieden wohl höher als dort.
      Peter Bernhardt sagt: Sagglzemend, da schaun wir mal!
      Die Welt 2.2.17: „Was ist los in Schweden?“, fragt sich die Tageszeitung „Expressen“ fast schon hilflos angesichts der stetig steigenden Zahl der besorgniserregenden Vorfälle rund um die Flüchtlinge: brennende Flüchtlingsheime, Abschottung der unterschiedlichen Gesellschafts-gruppen, Kriminalität jugendlicher Flüchtlinge. Schweden ist nicht wiederzuerkennen.
      Norwegen gilt als Vorzeigewohlfahrtsstaat. Das Land ist seit 14 Jahren dafür bekannt, Asylanträge binnen 48 Stunden zu bearbeiten. Die Polizei in der norwegischen Hauptstadt Oslo hat offenbar vor der Kriminalität der islamischen Einwanderer kapituliert. Wie das „Schweiz Magazin“ berichtet, kommen die Beamten nicht mehr gegen die überbordenden Zahlen von Raubüberfällen und Vergewaltigungen.

    • Sie wollten es so. Sie kriegen es.

  49. Das Patriarchat beim Kochen (zumindest bei uns...)
    Lieber Don Alphonso,

    In unserer Familie pflegte das Patriarchat die Küche beim Kochen in einem derart katastrophalen Zustand zu hinterlassen, dass ein schnelles, tatkräftiges Eingreifen des familieneigenen Matriarchats notwendig war, um die Küche wieder in einen gesellschaftsfähigen Zustand zu bringen.

    Ein so schönes Küchengerät wie Sie es da haben hätte uns nicht gut getan. Es gab in unserem Matriarchat doch sehr reizbare Exemplare, die nur allzu gern täglich einen Streit über die richtige Anwendung der elektrischen Küchenhilfe entfacht hätten.

    Liebe Grüße von der Kleinen Waldhexe

  50. Ein Hoch dem Fleischwolf
    Ich fasste mich bei Dons Eichelhäher-Story erst an den Kopf. Jezed hod´s en, dr Kerle, dachte ich. Vorsichthalber schaute ich in eine alte Rezeptsammlung, weil mir von Erzählungen aus dem Fränkischen her bekannt war, daß man früher selbst Bibern und Schwänen nachstellte. Gibt´s tatsächlich (ein Rezept im Appendix).
    .
    Hier in Süddeutschland halten sich ja auch noch Zubereitungen, bei denen der Mensch an Ruhr, Alster oder Spree schon bei der bloßen Erwähnung ein Lebensdauerabonnement mit der nächsten Currywurstbude aushandeln würde. So z.B. Sauers Lüngerl, wegen dessen Anziehungskraft ich nie an Memmingen vorbeifahren konnte ohne bei Vinzenz Murrs Stehsättigung vorbeizuschauen. Oder Saure Kuddle un Ochsemaulsalad im Schwäbischen. Selbst die Italiener haben eine Vorliebe für seltsame Gerichte, z.B. aus Innereien (Trippa) und anderen „Abfall“-Produkten. Sollten Sie gelegentlich mal nach Rom kommen, so empfehle ich Ihnen Ochsenschwanz mit Stangensellerie.
    .
    Übrigens, meiner moselfränkischen Großmutter, gelernte Köchin, wäre im Leben kein derart hochentwickeltes Zerkleinerungsgerät ins Haus gekommen. Und kein Vertreter hätte ihr erklären dürfen, daß die Eierschalen der Eier ihrer 7 Hühner nicht der Kreislaufwirtschaft zurück zum Huhn finden sollten. Auf den Basaltstufen ihres Hauses in der Südeifel hatte der hier schreibende Enkel die Schalen regelmäßig zu Feinstaub zu verarbeiten, der dem Hühnerfutter zugegeben wurde. Die weniger wertvollen Teile des jährlich gegen ein neues Ferkel ausgetauschte Mastschwein wurden zum verwursten durch den handgekurbelten Fleischwolf mit Lochscheibe gejagt, der mit einer Flügelschraube an die Tischplatte gebändigt war.
    .
    Der Fleischwolf, oft zweckentfremdet als eine Allzweckwaffe in der Küche. Vor Weihnachten mit allerlei Formvorsätzen auch zum Plätzchen (Art Spritzgebäck) backen. Zuvor gut gespült, hin oder her, die Dinger waren ja aus Stahlguß und nicht aus Edelstahl, die Preßprodukte der ersten Teigfüllung hatten ihren Eigengeschmack.
    .
    Gefüllter Eichelhäher
    Zutaten
    1 Junger, bratfertiger
    — Eichelhäher
    1 Teel. Zitronensaft
    1 Essl. Zerlassene Butter
    Füllung: Herz, Leber und
    — Magen vom
    Eichelhäher (klein gehackt)
    1 Teel. Feingehackter gekochter
    — Schinken
    1 Essl. Gehackte Champignons
    1/2 Teel. Gehackte Petersilie
    1 Eigelb
    Salz
    3 Dünne Streifen
    — geräucherter
    — Speck
    1 Essl. Butter
    1 Gehackte Knoblauchzehe
    1 Lorbeerblatt
    1 Teel. Gehackte
    Salbei
    50 ml Fleischbrühe
    20 ml Trockener Weißwein
    Zubereitung
    Den Ofen auf 225 ° C vorheizen. Den Eichelhäher innen und außen mit Pfeffer und Zitronensaft einreiben und mit der zerlassenen Butter bepinseln.

    Füllung: Die Zutaten mischen und den Eichelhäher damit füllen. Mit Holzspießchen zustecken oder nähen. Die Speckstreifen leicht überlappend über Brust und Bauch legen.
    Flügel und Schenkel darunter stecken und umbinden. Die Butter in einer passenden Kasserolle zergehen lassen und den Eichelhäher auf den Rücken hineinlegen.
    Knoblauch, Lorbeer und Salbei dazugeben und im Ofen 15 Minuten
    braten. Mit dem Bratenfett begießen, zudecken und weitere 35 Minuten garen. Die Fäden und den Speck entfernen, den Speck schneiden und mitservieren. Den Fond mit dem Wein sämig einkochen, würzen und über den Eichelhäher gießen.
    .
    Guten Appetit (DdH)

    • Sollte ich dann den nächsten Häher, der meine Balkonkästen umpflügt,
      um überall Eicheln zu setzen, mal in die Küche bitten?


    • Och nö, lassen Sie ihn weiter Eicheln setzen.
      Eher Tauben einfangen….

    • Frau Simon,
      Sie könnten doch eine kleine Baumschule gründen, ich nehme ihnen Pflanzen ab.

    • Tauben vergiften im Park
      ich kann Tauben nicht ausstehen und zum Glück treiben die sich mehr vorm Haus rum, ein Nest (die brüten zu fast jeder Jahreszeit) habe ich auf Augenhöhe in einer Birke. In der Loggia habe ich das zweifelhafte Vergnügen zur Brutzeit der Meisen, Buntspecht und Eichelhäher in Lauerstellung direkt vor der Nase in den Kästen hocken zu haben. Der Häher hängt sich auch gern an den Nistkasten und glotzt rein… Das kann ich natürlich nicht dulden, die Meisen sind geladene Gäste und Gäste haben Vorrechte. Was Häher und Specht dann nach Ausflug im Ahorn treiben, beide fressen kleine Ausflügler, geht mich zwar nichts an, aber wenn die Meisen so ruhig werden, geht mir das nach.

      Vor bald 6 Jahren, am Todestag meines Mannes, hat es 5 flügge Kohlmeisenküken erwischt, der Häher hockte nur noch auf dem Kasten und wartete, ich hatte aber keine Zeit, mich zu kümmern. Die Alten stellten im Laufe des Samstag wohl die Fütterung ein und ich holte dann am Montagnachmittag wegen der absoluten Stille ringsum die toten Küken aus dem Kasten.

      Eichen züchten ist schwierig, sie bekommen Mehltau, so dass ich es aufgegeben habe und wenn ich beim Kramen in den Kästen eine Eichel erwische, die keimt, geht sie den Weg des Endlichen. Eine habe ich im Clematistopf derart tief drin, dass ich sie im letzten Jahr nicht rauspopeln konnte, dreimal einen Neuaustrieb abbrach und nun gespannt bin, ob die Eiche im Frühling wieder versucht, an die Oberfläche zu kommen. Könnte die Clematis beim Runterschneiden nächsten Monat mal aus dem Topf holen und die Eichel mit der langen Pfahlwurzel suchen.

      Ich sehe schon, ich muss wieder Blumenerde bestellen, denn wenn ich mit der einen anfange, will die andere auch und wenn ich mich endlich trauen würde, meine Bodendeckerrosen auf 30cm runterzuschneiden… es nimmt kein Ende. Andererseits werden die Bodendeckerrosen an der Straße auch nicht geschnitten und blühen sich dämlich.

      Ich werde wieder mit der Rosenschere in der Hand wie Rudi Ratlos vor allen stehen und nicht wissen, was nun weg kann oder nicht. Jedes Jahr dieses Drama. Die Hortensien vorm Haus muss ich auch noch stutzen, da traut sich der Hausmeister nicht, dem ich die Hibisken hinterm Haus aufgetragen habe. So ist das, wenn man Pflanzen für die Hausanlage spendet und ich spendete reichlich.

      Übrigens kann man jede Topfhortensie ins Freie setzen oder in größeren Töpfen draußen lassen und Ableger ziehen usw. Nachbarn, die schöne Sorten haben, um 15cm Kopfstecker bitten, eine Hecke anlegen, da geht einiges.
      http://gaertnerblog.de/blog/2009/hortensien-vermehren-hortensien/

    • Nesträuber...
      … mag ich auch nicht, Frau Simon. Heuer waren bisher trotz des starken Frosts keine Häher an der Futterstelle, es gibt wohl genug Eicheln und Bucheckern im nahen Wald. Sonst nerven sie mich auch.

      Bodendeckerrosen habe ich auch an einer kleinen Hangecke. Hortensien gehen hier überhaupt nicht, weil sie am 2jährigen Trieb blühen, der hier auf 825m regelmäßig verfriert.Also nichts mit Hecke. Ich mag ja auch den Feuerdorn, leider fallen die Amseln sofort über den her, wenn er reif ist. In Friesland passierte das nie, weil viel Fallobst im Garten lag. Da hatten wir eine Rhododendronhecke.

      Ja, jeder sieht den Garten, keiner den Spaten, heißt es. Übrigens sollen die Bauernregeln 1,6 Mio€ gekostet haben und sicher nicht erzieherisch wirken.

    • Steht das Schwein auf einem Bein...
      Philomena, wer sich diesen Blödsinn ausgedacht hat, gehört geprügelt. Ich habe mir das auf der Seite angesehen http://www.neue-bauernregeln.de/ und nur noch den Kopf geschüttelt. Heidenei, es gibt wohl keinen Blödsinn, auf den eine Hendricks nicht verfällt.

      Die Hortensien sind nicht so empfindlich, probieren Sie es aus. Ich schneide die evtl. nächste Woche, sollte es etwas wärmer werden, auf 3-5 Augen runter, sie treiben schon munter vor sich hin und auch wenn da noch einmal Frost kommt blühen die trotzdem.

      Die Hibs muss der Hausmeister um die Hälfte einkürzen, ein Prull mit Sämlingen hat letztes Jahr nicht so geblüht, wie er hätte können und als ich von der Hälfte sprach, kippte dem guten Mann das Kinn runter. Doch, machen sie mal, das schadet nix. Die veredelten kann er noch in Ruhe lassen, aber im nächsten Jahr muss er da auch ran.
      Aus Hibs kann man übrigens auch ne Hecke setzen. Dann nimmt man aber am besten Sämlinge, von denen man dann wieder Stecker machen kann usw. Von veredelten Hibs geht das nicht.

      Leider hält sich unsere Hausverwaltung ganz fürchterlich an irgendwelche Vorschriften und hat einen Ahorn, der allen Licht und Sonne nahm, durch eine grauenhaft langweilige Kobushi-Magnolie ersetzt. Ich hab’s nicht verstanden, warum man Straßenbäume in einen Garten setzt und natürlich gemeckert, gemeint, die könnte man der Stadt wegen der Elaschäden schenken, leider erfolglos. Anstatt Ziergehölze wie Apfel oder Blutpflaume zu setzen, die nicht so fürchterlich hoch und breit werden, holt man sich zukünftige, kaum lösbare Probleme in den Garten.

      Auf dem Kleinzschocher Friedhof sah ich den Zierapfel Malus Royalty Ende März 04, ein Traum in Laub und Blüte
      https://s6.postimg.org/u2lwgqyep/malus_royalty2.jpg

      Ein Telefonat mit dem Friedhofsgärtner ergab den Namen des Apfels und heftige Begeistung dafür. Man hat eine kleine Allee mit diesen Bäumen gesetzt und das ist sehr hübsch. Solche Bäume könnte ich mir auch hier im Garten vorstellen, aber anscheinend die Herren der Genossenschaft nicht.
      Feuerdorn mag ich auch, ebenso Ebereschen, auch so etwas würde in den Garten passen und die Vögel hätten auch noch was davon.

      Ich habe meine Bodendeckerrosen übrigens im Kasten innen am Geländer. Eine der Rosen ist so lang geworden, da muss ich ran, sonst katapultiert die sich eines Tages bei viel Nässe mit dem ganzen Erdklotz oder auch mit Kasten nach unten auf die Steinplatten.

      Mir ist einmal ein ganzer Kasten in einer anderen Wohnung, bepflanzt mit einem wunderschönen Wacholder, der sich so hübsch um den Kasten geschlüngelt hatte, bei einem Gewitter mit Sintflutregen runtergekracht. Ich telefonierte gerade mit einer Freundin, oh jetzt hat aber was geknallt… nach dem Telefonat rausgeschaut, gedacht, da fehlt doch was.
      Der Kasten war der Hauswirtin aufs Flachdach überm Wohnzimmer gedonnert, ich den sofort bei der Nachbarin im 1. Stock vom Dach geholt und dann kam auch schon die Hausbesitzerin zu mir rauf, Frau Simon, sie mit ihren Blumen… mir regnet’s durch die Decke. Das war ein Schaden von über 4000 DM, den die Haftpflichtversicherung bezahlt hat.

  51. Entschulzifizierungsreibedatschi
    bei mäßig aufgedrehter Lautstärke spiele man
    Sonaten für Klavier und Violine von Beethoven (oder halt Mozart) ab,
    und mache sich keine Vorhaltungen wegen fehlender Küchenmaschine.

    Während man wie geübt die geschälten Kartoffeln
    auf der Reibe eine nach der anderen in die Schüssel schrabbelt.
    Dabei ist besonderes Augenmerk auf die Fingerkuppen zu legen,
    welche jedoch bei nervösem Temperament vorsorglich getapt werden können.

    Hernach ein Ei ohne Schale, dafür mit Salz sowie eventuell eine kleingeschnittene Zwiebel in den Brei geben und alles gut und, immer noch geduldig, zusammen rühren. Anschließend den Mantsch mit einer feinen Schicht Mehl bedecken und auch einrühren.

    Nun ist der Zeitpunkt um ein kleines Päuschen einzulegen.

    Etwa eine Zigarettenlänge, oder Tasse KaffeemitSchuß später,
    die Pfanne erhitzen und wie bekannt den Brutzelvorgang absolvieren.
    Die kleinen Momente des Wartens werden darauf verwand das
    Frauen-kochen-Männer-bereiten-zu-Konstrukt zu überdenken
    und nach der notwendig kurzen Erkenntnisphase, den Apfelmus in Kompottschälchen bereitzustellen.

    Wer mag, wird dankbar den Link von TDV
    https://www.nzz.ch/feuilleton/zukunft-nach-trump-mehr-selbstkritik-bitte-ld.143572

    schnell nochmal aufrufen und trotzdem noch was anderes abspeichern:

    Zwischen Autismus und Wir-Gefühl von David Assmann
    https://www.nzz.ch/feuilleton/mr-robot-zwischen-autismus-und-wir-gefuehl-ld.144006

    ohne sich von der Frage Habichwasvergessen?, noch auch dem Qualm in der Küche abschrecken zu lassen.

    • Titel eingeben
      Uff… da bin ich jetzt aber beruhigt: „Untersuchungen ergaben, dass in den USA über die Hälfte des Publikums – und fast neunzig Prozent der unter 34-Jährigen – dazu während des Fernsehens einen «second screen» in Form eines Tablets oder Smartphones nutzen.”

      Da bin ich also mit trotz doppelten Alters auf Seite der 90%, wo ich doch Mehrheiten so hasse… Ich begann das während der ersten Serie, als mir einem der Monitore eine bekannte Adresse auffiel. Wenn man als Binge-Watcher eine ganze Serie heruntertorrentet und manche der gezeigten Hacks überprüfte, erwies sich JEDE Eingabe als völlig korrekt. Da kommt man an einem Abend nicht über drei Folgen hinaus.
      Leider war die zweite ja bereits sehr viel uninteressanter als die erste… arg misslingen sind zB die Auftritte der FBI Dame…. schaun mer mal….
      Schade, bei Big Bang Theory blieb bis zur 5. high quality.

  52. Titel eingeben
    „ein durchschnittlicher Arbeiter verdiente damals 200 DM pro Monat“
    .
    Dann hat mein Papa (1902-1956), ein einfacher Drucker oder Schriftsetzer in einer westberliner Duckerei, in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre das Doppelte(!) des Durchschnitts verdient? (wöchentliche Lohntüte: rund 100 Mark).
    Diese 400 M. im Monat waren wohl eher der Durchschnitt, denn ich erinnere nicht, dass es uns in Kreuzberg so gut ging. Im Gegenteil. Wir waren das, was man „arme Leute“ nennt.

  53. Schrot
    Besonders bedauerlich finde ich ja, daß Sie die Jagdleidenschaft Ihres Großvaters nicht geerbt haben. Was ist aus den Flinten geworden?

    Gestern lief mal wieder Monsignore Don Camillo mit der herrlichen Szene, als er der Giselle (heute wäre sie Netzfeministin oder SJW) eine Ladung Schrot ins Gesäß jagen will.
    Ich habe mir dann Sie und eine Strick o.ä. vorgestellt :-)
    Schirrmacher aus dem off „Aber Don Alphonso…“ wie der Jesus im Film!

  54. Ich liebe diese Maschine.
    Meine Frau nicht so. Also meine Frau liebt sie nicht so, meinte ich natürlich. Sie muss dieses Wunderwerk der Technik nämlich jedes Mal sauber machen, wenn ich mit ihnen – meiner dea ex machina und der mir Angetrauten – das ein oder andere Menü zaubere. Sie hat die Maschine (ich vermute absichtlich, kann es aber leider nicht beweisen!) vor drei Monaten fallen lassen (Maschin kaputt); sie wusste aber nicht, dass ich noch drei andere im Heuschober als Reserve lagerte. Mein Angebot, meine Frau mit einem gebrauchten Thermomix zunächst behutsam an die analoge Braun-Technik heranzuführen, konterte sie heute mit zwei Wiener Würstchen (ohne Beilage), die sie in einem 75 Jahre alten Stahltopf heiß gemacht hatte. Dass dieser urdeutsche Stahltopf, dessen Deckel man immer noch (gefahrlos) mit einem durch den Griff gefriemelten Korken anheben kann, im 2. Weltkrieg schon amerikanischen GIs zur Verrichtung aller möglichen – ich fürchte – nicht nur Koch-Geschäften gedient haben soll, schien sie geradezu angespornt zu haben und zeigte mir ihre ganze Verachtung für Küchenmaschinen aller Art.

    Lieber Don Alphonso, haben Sie einen Rat, wie ich meine Frau für die praktischen mechanischen Küchengehilfinnen gewinnen kann?

    PS: Die Würstchen waren gar nicht so schlecht, wenn man die geschichtlichen Aspekte beiseite lässt.


    • haben Sie einen Rat, wie ich meine Frau für die praktischen mechanischen Küchengehilfinnen gewinnen kann?
      Bin zwar nicht Don Alphonso, aber eine Frau, die Küchenmaschinen aus Gründen auch nicht mag, darum kann ich Ihnen das vielleicht auch besser erklären.
      Was Frauen an Küchenmaschinen hassen (ich schließe jetzt einfach mal umstandslos von mir auf andere) ist 1. das Putzen hinterher, 2. das Zerlegen hinterher, 3. das im Weg stehen die ganze Zeit (Abstellfläche ist stets knapp und wird oft ständig verschieden benötigt, Steckdosen sind mit wichtigeren Dingen wie Kaffeemaschine, Toaster für den Göttergatten, Wasserkocher belegt), 4. daß die Handhabung meist doch Kraft benötigt, ob man nun die schwere Maschine umsetzen muß, den Deckel festhalten oder sie zum Putzen zerlegen.
      Mit anderen Worten, falls Punkt 3 kein Problem ist, d.h. die Küche genug Abstellflächen und Steckdosen hat, können Sie ihr das nur schmackhaft machen, indem Sie zuverlässig (!!!!) die Punkte 1. und 2. übernehmen, so daß auch Punkt 3 entschärft wird.
      Wenn sie nur noch das Zeug zum Häckseln einfüllen muß und danach zubereiten, könnte sie sich evt. damit anfreunden.
      Davon abgesehen ist es noch eine Frage der Mengen, wenn nur für 2 Personen gekocht wird, und zwar frisch, lohnt sich soviel Larifari sowieso nicht, weil Aufwand und Ergebnis in keinem effektiven Verhältnis mehr stehen.

    • @colorcraze, 7. Februar 2017 um 21:53 Uhr
      Eben, es geht in der kleinen Küche auch ohne elektrische Kleingerätesammlung. (Rührgerät, Brotschneider, Wurstschneider, Eierkocher, Backvollautomat mit Brotamputationsanleitung, Kaffeeautomat, Mixer, …) Ich habe nicht einmal so ein schwanförmiges Surregerät zur Schlagsahne- oder Eierschaumbereitung, stattdessen einen durch Deckel verschließbaren Plexiglastopf mit Umsetzergetriebe unter einer horizontal zu bewegenden Handkurbel oben auf dem Deckel, die Zahnradkränze sind aus reinem Plastik ohne jede ekle Schmierung. 180–200 volle Umdrehungen mit der Hand und der Eischaum steht. Beide Teile des rein mechanischen Geräts kann man danach gleich tunken und später während einer Arbeitslücke endgültig säubern. Wer putzt dagegen jemals diese Stecklöcher für die zwei Rührgabeln unten in den elektrischen Geräten? – „Lass die Brühe in die Stecklöcher spritzen, sie wird zu dir zurücktropfen nach langer Zeit.“ (Ecc 11,1) – Bäh! – Und dazu dann noch der Geruch vom Motor erwärmter Isolierungen.

    • Titel eingeben
      Das höre ich von Madame auch, deren „Aussteuer“, eine Kenwood Maschine, seit 16 Jahren zwar mit umzieht aber selten das Licht sieht.

      Mit einer ordentlichen Hachel, einem Stabmixer und einem Handrührer geht auch schon viel. Dann noch ne Kaffeemühle für die Gewürze, und die vier Geräte zusammen sind dann immer noch sparsamer im Platzverbrauch als die große Maschine. Aber vielleicht ist das Geheimnis auch, dass ich koche und natürlich die Küche aufräume. (Tisch auf- und abdecken machen die anderen)

    • colorcraze,
      „Davon abgesehen ist es noch eine Frage der Mengen, wenn nur für 2 Personen gekocht wird, und zwar frisch, lohnt sich soviel Larifari sowieso nicht, weil Aufwand und Ergebnis in keinem effektiven Verhältnis mehr stehen.“

      Das überzeugt mich nicht. Denn das könnten Sie leicht ändern. Da brauchen Sie – so günstig wie Sie wohnen – nur kurz vor die Türe zu gehen, und könnten leicht ein paar Menschen, die noch nicht so lange …, Sie wissen schon … .
      Nein, halt, laden Sie doch einfach mal ein paar Foristen ein. Zum persönlichen Kennenlernen. Dann lohnt sich die Maschine bestimmt!

      Ich suche jedenfalls schon mal heraus, was ich so an Trachtenmaterial für den Tsee im Sommer zusammenkratzen kann … .


    • @Dippel: Jaja, wenn Sie den Einkauf, Strom, Gas und Wasser bezahlen und hinterher jeden Tag sofort aufräumen und abwaschen, könnten wir eine Kneipe aufmachen. Aber ich glaube, mein Göttergatte mag keine fremden Leute im Wohnzimmer, der will nach der Arbeit seine Ruhe, denn mit den Katastrophen bei fremden Leuten befaßt er sich schon jeden Tag 8 Stunden.

    • Kneipe ...
      Es war ja auch nicht so gemeint, colorcraze.
      Ich war lediglich von Ihrem Argument angestachelt, mit den 2 Personen, weil ich das nicht überzeugend fand. Der Rest ergab sich wie die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben.


    • @Peregrinateur: aaah, die Handkurbel-Quirle gibt es also noch, wenn auch in „schlabbrigerer“ Ausführung wie früher. Die Hausfrau, die mich als Kind zeitenweise betreute, hatte sowas, aber damals noch richtig massiv mit einem Glastopf unten und Metallgetriebe, -quirlen und -kurbel oben (besonders gefiel der sich drehende Holzgriff am Ende der Kurbel). Damit Eischnee zu machen (kam als Ballen in die Vanillesoße zu den besten Dampfnudeln der Welt – mit abgeriebener Zitronenschale, nicht schnödem Vanillinzucker), war uns als Kinder ein Faszinosum. Wir kurbelten gern, aber die richtige Ausdauer fehlte uns doch, da mußte sie dann nachhelfen. – Die Zerlegbarkeit von Ihrem Gerät hört sich sehr gut an, nach einem wirklich formal ausgereiften Gerät, besser als wie ich das alte damalige in Erinnerung habe. Das allermeiste ist ja bestenfalls halbausgereift, d.h. es hat überall so seine Tücken, wo der Dreck ansetzt, den man kaum wegbekommt. Wobei, tropfende Quirllöcher beim Elektrorührerle hatte ich noch nie, da sind die Quirle drin, da kommt nichts rein, und die Unterseite wischt man selbstverständlich nach Gebrauch ab. Allerdings mache ich auch keine so fleckverteilungsgefährlichen Sachen wie Suppe durchrühren damit, mehr so Eischnee oder Eigelb rühren.
      @Uwe Dippel: bahbahbah, „nicht so gemeint“. Wenn ich für umsonst was rausrücken soll, bin ich sofort skeptisch. Ich bin kein Sterntaler, das auf Gotteslohn hofft, und teile mir mein Geschenkemachen ein, denn daß Betteln ein Scheißjob ist, habe ich schon mit 20 gelernt. – Davon ab: doch, ich finde, man kocht anders, ob man für 1, 2, 3-4 oder 6 oder noch mehr Personen kocht. Ich finde für 1-2 schreckt man vor einigem Aufwand zurück, den man für 3-4 schon machen würde, etwa noch ein Salat dazu oder noch ein zweites Gemüs oder sowas. Nur für mich selbst kochen finde ich ganz schlimm, da ist mir der Appetit vergangen, bis ich fertig bin, zudem komme ich mit Fingerhutportionen nicht klar, finde 2 Tage hintereinander dasselbe zu essen ganz fürchterlich, und bekomme einen Wutanfall, wenn ich für 1 Teller Essen 3 Töpfe schrubben muß. In der Zeit, als ich allein lebte, verdiente ich gut und zudem gab es eine erträgliche Kantine, deswegen blieb da die Küche kalt. Ab 2 Personen geht es, wenn sich dann noch wer übers Essen freut, ist schon mehr Motivation da, da bekomme ich dann auch keinen Anfall mehr wegen des Verhältnisses voller Teller zu bekleckerten Töpfen. 3 bis 4 Personen finde ich die eigentlich am besten handbare Größe, aber das ist natürlich auch Gewohnheitssache, eine Tante kochte jahrzehntelang täglich für 10 Personen, das habe ich noch nie getan.

    • colorcraze,
      Ich muss ja auch öfter nur für mich allein kochen und habe mich gahingehend umgestellt, dass z.B. der Kohlrabi mit 2 Kartoffeln in einen Topf kommt, gewürfelt.In einer kleinen Pfanne dann die Gschwollene mit einem Flöcken Butter.

      Mein Elektrorührerle, wie Sie sagen, hat auf der Seite eine Vorrichtung für einen kleinen Mixstab, ist praktisch.Das mit dem Kompott habe ich gelesen.Grüßle Ph.

    • @colorcraze, 8. Februar 2017 um 20:13 Uhr
      Ob es die Handquirle heute noch gibt, weiß ich nicht; meiner ist ein Erbstück, das wenigstens seine 40 Jahre auf dem Buckel hat. Das Kurbeln ist trotz einer gewissen Schwergängigkeit mangels Schmierung kein Problem. Man muss das Gerät mit schräggeneigtem Kopf anschauen, dann stimmt schon mal die Handhaltung, und dann genau so kurbeln, wie man Berge besteigt: beständig und mit konstanter, gerade noch erträglicher Mühe. Das nimmt dann sowenig Aufmerksamkeit in Anspruch, dass man die Gedanken auf anderes schweifen lassen kann, zumindest kann ich das, weil es mir keine Mühe macht, neben jeder Tätigkeit her auch noch zu zählen. (Man will ja Sahne schlagen und nicht buttern.) Das Gerät verrichtet zuverlässig seinen Dienst, was will man mehr.

      Heutzutage dagegen wird allzu oft designerisch aufgebrezelter Heckmeck angeboten und leider auch gekauft: Bratpfannen mit profiliertem Dekor zwecks allmählicher Rillenfüllung und schnellem Neukauf; Brotbackformen mit blankglänzenden, glatten Edelstahlwänden, an denen trotz Einfettung der Teig anhaftet, während sich das Brot von den matten, schindelartig profilierten Formen meiner Mutter, die aber halt nicht so edel glänzen, immer vortrefflich löst; Wanderstiefel mit einer Innennaht am Schaft, die ideale Futteraufreißstelle überhaupt; Waschmaschinen, mit deren ökologisch optimierten Programmen man 10 Liter Wasser in 5 Jahren sparen kann, wonach sie dann vermutlich nicht mehr laufen und keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind, wenn nicht ohnehin das Trommelfenster bis dahin einmal als horizontale Kinderschaukel herhalten musste und dabei natürlich abbrach – ist ja doch alles nur noch Plastik.

  55. Auf einem Braun kann man nicht stehen
    sehr schön – und treffend beobachtet!

  56. Nun haben wir ein wirklich nettes Thema gefunden,
    das auch bei inzwischen 117 Kommentaren noch keinem gelungen ist, auf aktuell-politische Abwege zu bringen; es wurde jeweils wieder wunderbar eingefangen.
    Alles sehr schön!

    Also, eine KM-3 habe ich nicht, kann aber gerne meine Jupiter loben, die mir seit > 30 Jahren zu Diensten war, mit Getreidemahlwerk, verschiedenen Hobel- und Raspeleinsätzen, und auch einem Fleischwolf.

    Als Herd haben wir hier einen alten Siemens Meisterkoch Bratautomatik, mit 4 separaten Kochplatten, und leider die dazu passende Geschirrspülmaschine vor wenigen Jahren weitergegeben. Jetzt eine moderne, die angeblich energiesparend ist, ist sie wahrscheinlich wirklich, aber säubern tut sie nicht besser als die 40 Jahre alte. Ähnlich sieht es auf der Waschmaschinenseite aus, wo eine rostige Constructa neben einer glitzernden Samsung steht. ‚Ähnlich‘ bezieht sich hier ebenfalls auf die Waschleistung.

    Warum erwähne ich das alles? Weil ich überzeugt bin, dass die Geräte die ich heute kaufen kann, also inklusive der ziemlich neuen Siemens-Geschirrspülmaschine, im Leben nicht so lange ihren Dienst leisten werden wie diese alten Teile.
    Wahrscheinlich – und da sind wir dann doch wieder in der Politik – wird es in Bälde wie in Fahrenheit 451 oder ähnlichen thematischen Ansätzen beschrieben, einen grünen Blockw#rt* geben, der dafür sorgt, dass keine dieser ‚hässlichen alten Energiefresser‘ mehr in Betrieb sind, sondern durch Neugeräte der Klasse A++ ersetzt werden. Und von da an automatisch ersetzt werden müssen, weil sie erstens nicht mehr reparaturfreundlich (Sehen Sie, kennt die Rechtschreibkorrektur von Chrome schon gar nicht mehr!) sind, und zweitens dennoch nach wenigen Jahren den Geist aufgeben.
    „built-in obsolescence“ auf Neudeutsch.

    • Bitte bevorraten Sie sich mit Einweckgläsern und Einkochtöpfen als Alternative?
      Gute alte, funktionierende und bewährte Geräte sind aber nicht nur Distinktionsabstandswaffen gegen moderne Kaffeemaschinen-Bausätze in der Küche, sondern praktische Lebenshilfe, dass man sich statt z. B. einer Deutschen-Bank-Aktie mit was vernünftigen bevorratet, in Zeiten wo der Euro auspendelt.

      Herr Dippel, ich schlage deshalb einen kurzen Bogen zum „Mutterschiff“ und verweise auf einen Substanz-Artikel zum Euro http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/25-jahre-maastricht-wovor-die-euro-kritiker-schon-frueh-warnten-14852243.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

      Die Frage, ob Merkel und Schulz dem Euro als Osterhase oder Weihnachtsmann nachjagen (Adaption aus einem dortigen „Leserbrief“) ist angesichts der Lage und deren hauptsächlichen Interpreten mit interpretationsoffenen, tanzbaren, roten Linien, Obergrenzen und Gerechtigkeitsluftschiffen wohl eher von mässigen Unterhaltungswert: Wenn Populisten, Populisten, Populisten schimpfen.

      Kehre aber sofort in die Küche zurück:
      Vielleicht hat Don Alphonso – lagegerecht für die „angstbe- und euroentsetzten“ unter seinen Lesern – auch Erfahrungsberichte zu Konservierungstechniken mit bewährten Gerät? Wäre eine
      Alternative; denn Währungsverwerfungen hielten sich nicht an das vierzehntägige, offiziöse Bevorratungsgebot.

    • Na endlich einer dem es auch auffällt..
      Einen sinnreichen Text unter vielem Lachen zu lesen, und unter weit über hundert Kommenateren, nicht einer über den man sich ärgern könnte, selbst wenn man wollte.

  57. Ernährungsmärchen
    Dinkel ist besser als Weizen? Wieder mal ein Ernährungsmärchen, wie Tee und Kaffee sind keine Flüssigkeiten, mehr als ein Ei oder eine Prise Salz am Tag ist schädlich, etc. etc.

    Die angebliche Unverträglichkeit des Weizens liegt nur in der zu kurzen Teigruhe, in der die Hefen den niederkettigen Zucker nicht weit genug abbauen können. Da heute alles husch-husch gehen muss, wird dem Weizenbrot nicht die nötige Reifezeit zugestanden, Dinkel muss auf alle Fälle länger ruhen, daher werden auch alle Zucker ordentlich umgewandelt. Dinkel ist dem Weizen in nichts voraus.

    Falls Sie mit Weizen backen, bitte mindestens 4 Stunden ruhen lassen.


    • Vor 2, 3 Jahren packte mich immer mal das Gelüste nach den mit Honig versetzten Dinkelpops, die es in der Kaisers-Bioecke gab.
      Geschmacklich fand ich sie durchaus begeisternd, aber bezüglich Sättigung waren sie eher dessertgeeignet, d.h. nach Verzehr eines Frühstückshafens voll samt Milch hatte ich spätestens 3 Stunden später wieder Hunger.
      Das fand ich doch recht störend. So schwenkte ich wieder zu Grahambrot um.

  58. Zwetschgendatschkerln
    Lieber Don,
    all die Rezepte und Genüsse hier erfüllen mich Sehnsuchtsvoll. Ich habe Heimweh nach Powdiltatschkerln oder auch, wie wir es nannten „Zwetschgendatschkerln“.

    Meine Mutter konnte sie so wunderbar zubereiten (Hörst du es dort oben? Dein alter Sohn lobt dich heute noch)
    Himmel und Erde. Kartoffelbrei und Apfelmus, zubereitet alles im gleichen Mixer.

    Ich glaube, solche Gerichte sind heute ganz unbekannt. Als mich zu Besuch in Berlin war sah ich nur Konserven, Konserven, Konserven und Plastikessen eingeschweißt in Plastiktellern. Ich habe mal einen probiert. Grausam.

    Können die jungen Leute eigentlich noch kochen?

    Und den falschen Hasen hatten wir auch, ich sehe ihn vor mir auf dem Tisch in der guten Stube, das Kruzifix an der Wand, die Standuhr, wir am Essen, der Vater mit Weißwein, wir Kinder mit Saft.

    Meine erste Kocherfahrung war genial. Mein erstes eigenes Zimmer. Abends ins Abendgymnasium, nachts gearbeitet, frühmorgens nach Hause, hungrig, todmüde, eine Dose Nudeln schnell heißmachen. Und eingeschlafen. Aufgewacht und es überstürzte mich heiß. Die Nudel in der Konserve.

    In der Gemeinschaftsküche war ein Wunder geschehen, die Vormals weißen Wände waren rot. Vom Saft der Tomaten, und die Dose war explodiert, und ich hinausgeschlichen und leise die Tür geschlossen.

    Tage später war alles renoviert.

    Heute backe ich zu Weihnachten für meine Kinder Stollen, ab und zu Ente und ansonsten essen wir Costaricensisch. Tamales.

    Toller Bericht, Don Alphonso, er hat mich sentimental berührt, Danke.

  59. Schön kann der Don Alphonso schreiben
    übers Kochen und Wirtschaften. Schad nur für die Einsprengsel zur Frau Merkel, zum Syrer und Nordafrikaner.

    Ob er auch Zimt und Nelken in seine Spinatknödel tut ?

  60. Pilze anderer art
    Bux T. Hude sagt:“…Backpulver geht aber auch,…“

    Ins Spülwasser etwas Backpulver schütten, gut umrühren und damit den Kühlschrank auswischen, Tötet alle Pilze ab.

    • Statt Backpulver könnte man auch einfaches Natron nehmen
      und nur etwas Säure in Form von Essig oder Zitrone zugeben oder sehe ich das nun falsch?

    • Backpulver versus Soda
      @Tico: Merci, die fungizide Wirkung hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Guter Tipp.
      @Fr. Simon:
      Der hier regelmäßig einflatternde Manufactum-Katalog bewirbt seit jeher Soda und ich wollte mich immer mal schlau machen, was ich nun dank Ihnen endlich getan habe. Anbei mein Fundus zum Unterschied zwischen Backpulver und Soda, der im wesentlichen aus Säurezusatz und zugunsten der Haltbarkeit bei Backpulver aus Stärkemittel-Zusätzen besteht. Werde mir jetzt also auch mal einen Eimer Soda zulegen. Das Zeux ist ja auch genial vielseitig:
      http://www.smarticular.net/natron-oder-backpulver-was-ist-der-unterschied/

      @D.A.
      Dermaleinst in der Champagne hatte ich mal eine tarte tatin zum Dessert … wow … nie wieder späterhin ist mir sowas Leckeres entweder selber geglückt oder außerhäusig auf den Teller gekommen. Wenn also Sie oder einer der Kommentatoren ein überragendes Rezept für mich hätten … gerne … immer her damit. Kalorien sind mir dabei gerade egal. Ich muß konträr zur nachwinterlichen Abspeck-Industrie eher zusehen, dass ich in meine Plünnen wieder hineinpasse.

    • Ich weiss nicht, ob meines gut ist, aber ich schreibe es gern mal auf.

    • Bux T. Hude, gehen Sie zu Rossmann oder dm
      da kostet das Pfund Soda 2 Euro, höchstens. Könnte mir vorstellen, dass Manufactum da ganz andere Preise hat. Sie müssen dann nur drauf achten, dass keine Feuchtigkeit an das Zeug kommt, sonst wird’s hart und klumpig. Ich hab immer eine gut schließende Plastikdose in der Küche stehen und packe Soda auch ins Wischwasser usw. Es macht Wasser ganz allgemein sehr weich. Wäsche drin einweichen war früher Hausfrauenstandard, meine Mutter hielt es so, dann kam die Wäsche in den großen Bottich in der Waschküche, den mein Vater elektrifiziert hatte und drehte dort ihre Runden.

    • Pülverchen & Leckerlis
      @Fr. Simon:
      Werd mich umgucken. Is notiert. Das allererste Maschinchen meiner Oma war übrigens ein Tummler (sp?). Kennen Sie sicher auch noch … zum Schleudern der Naßwäsche. Da standen dann alle drumherum und paßten auf, dass das Teil nicht etwa explodiert oder in die gute Stube abwandert. Gewaschen wurde da noch im großen Topf oder im Becken geschrubbt. Das wichtigste für die Kinder-Seele aber war das Teig-Schlecken vom großen, dicken, runden Holzrührer. Das schmeckt von neumod’schen Mixerstäben nicht halb so gut. Verkommen lasse ich es aber natürlich trotzdem nicht. Ihr Apfelkuchen-Rezept probiere ich natürlich demnächst gleich aus, Danke Ihnen ;-) und auch @D.A. im voraus für das Rezept.

    • Buxtehude, mein erstes Gerät war ein Toplader
      weil man den so schön unter die Arbeitsplatte schieben konnte. Waschen ging ja ganz gut, aber wenn die Maschine anfing zu schleudern, war sie nicht zu halten, hoppelte fröhlich durch die Küche und machte dabei einen Höllenlärm. Dann klingelte abends die Hausbesitzerin, ob wir einen Hubschrauberlandeplatz in der Küche hätten – eine völlig blödsinnige Frage, die Gudste hatte einen Schlüssel zur Wohnung und nutzte ihn täglich, wusste besser über alles bei uns Bescheid als wir selbst. Das hatte dann zur Folge, dass wir uns nach einer anderen Waschmaschine umsahen und einen Frontlader kauften, der nicht mehr unter die Platte passte, also Platte ausschneiden usw.

      Übrigens habe ich seit bald 12 Jahren eine Bosch (Bosch macht Frauenwünsche wahr – dichtete mein Lothar in frühen Jahren), die in der anderen Wohnung in der Waschküche stand, Wäsche rein, Programm gestartet und laufen lassen, bis ich das Ding hier im Badezimmer hatte. Beim Schleudern rumpelte die Maschine ganz furchtbar, ich fürchtete um das teure Teil.
      Den Service angerufen und der gab mir den Rat, niemals mit 1600 Touren laufen lassen, das hatte ich gemacht, sondern max. mit 1200, das sei für die Wäsche besser und für die Maschine. Seitdem läuft sie hier friedlich so alle 10 Tage mit 1200 bei Bunt- oder Kochwäsche, der Trockner hat nicht viel zu tun, die Wäsche kommt ziemlich drög aus der Maschine.

      Viel Vergnügen beim Apfelkuchen, wenn Sie kein Kuchengewürz bekommen, tun Sie halt etwas Zimt dazu. Wichtig ist die Apfelsorte, wenn Sie keinen Boskop bekommen, eine andere Sorte nehmen müssen, sollte die halbwegs mürbe und säuerlich sein. Knackig ist da nicht so angesagt.

      Übrigens kann man das auch als Birnenkuchen machen, hatte beim Aldi mal eine mir unbekannte, rötliche Sorte mitgenommen, mindestens 1200 g, war sehr lecker, aber ich vertrage überhaupt keine Birnen.

  61. Der Joschi und sein Gast im Bauch
    Ich hab mir noch überlegt – der Joschi und der Eichelhäher lassen einen nicht los – also ich kam darauf, weil die Klinik eine Woche Aufnahmestop hatte, dass der Joschi vielleicht schon vorher krank war. Norovirus. Man kannte ihn damals noch nicht.
    Heutzutage kommt er öfter rum als früher, aber es mag ihn schon gegeben haben. Und wenn nicht, dann einen Vorgänger.

    Nebenbei bemerkt, oben beschriebenes Behördenversagen, angereichert durch einen Bericht von Vera Lengsfeld aus einer Arztpraxis, macht schon Sorgen. Es ist nicht nur der lose Umgang mit Daten, der besorgt macht, sondern auch die offensichtliche Mobilität einiger Individuen. Ich kann nur hoffen, dass sie auf den Posten kommen wollen und die Zügel anziehen, bevor die nächste Ebola-Epidemie ausbricht.

    • Eichelhäher und Gesundheit ....
      ich vermute, es war das Gekröse. Galle oder was auch immer Vögel stattdessen haben mögen. In Kombination mit „nicht ganz durch“ evtl.
      Gerupft war er ja wenigstens.

    • Das Problem hätte vermutlich auch mein Grossvater verstanden.

  62. 250 Gründe, unser Land heute zu lieben - Teil 1 - BRAUN Küchenmaschine
    Lieber Don Alphonso,

    meine Großmutter sagte immer zu mir: Kindchen, bleib unabhängig und übe einen Beruf aus bei dem du nicht in der Küche stehen mußt. Oh, wie sie doch recht hatte und wie allseits bekannt, folgte ich ihrem Rat.

    Lange bevor der von uns allen hochverehrte „Goodnight“ in diesem Blog sein absolutes Wissen: „die wahre Macht (ist) halt immer noch rein maskulin“ der verehrten Leserschaft zur Verfügung stellte, sagte dies schon meine Oma als sie mir vom Fernsehkoch Clemens Wilmenrod und seinen High-end- Küchenmaschinen vorschwärmte.

    Besonders angetan war Oma von der Küchenmaschine „Piccolo“, die Clemens Wilmenrod, wohl so ganz nebenbei, in einer frühzeitlichen Form von Schleichwerbung für „Electro AS“ empfohlen hat.

    Oma schwärmte auch für Vico Torriani, der auch gekocht haben soll, aber es wohl als Schweizer Hotelier, weniger nötig hatte Schleichwerbung für Küchenmaschinen zu machen und so liebte Oma mehr seine Lieder und hiervon im Besonderen „Ananas aus Caracas“.

    Wilmenrod, hatte sicher nur ein ganz kleines Publikum zu welchem meine Oma gehörte und nicht die, in die zigtausende gehende Fangemeinde wie die Ihre.

    Vermutlich wird sich die Firma Braun dankbar und erkenntlich zeigen und Ihnen in wenigen Tagen das neueste Modell ihrer Küchenmaschinenserie vom Paketdienst überbringen lassen. So haben wir berechtigte Hoffnung einen erneuten Erfahrungsbericht von Ihnen hier zu lesen.

    In einer Zeit wie dieser, einer Zeit des sozialen Umbruchs, welche wohl in die Geschichte eingehen wird als nervöses Zeitalter, kommen Geschichten wie Ihre heutige sehr gut an und die keusche Kommentarspalte bleibt erhalten.

    Ach ja, sicher sind Ihnen die Zeilen, in eigener Sache, der NZZ bekannt mit der Überschrift: „Warum wir unsere Kommentarspalte umbauen.“

    Besonders beruhigend und wohlklingend fand ich in diesem Artikel den Satz:
    „Zusammengefasst: Wir starten unser neues Community-Konzept“

    Solch wohlklingenden Worte wie bei der NZZ brauchen Sie überhaupt nicht bei Braun Küchenmaschinen und bald beginnt wieder die Fahrradsaison. Da ich bin schon in großer Erwartung auf Ihre kommenden Beiträge.

    Die Zukunft kann nur schön werden.

    Der große Kolumnist Franz Josef Wagner schrieb schon in der BILD Zeitung „Liebesbrief an Deutschland“:

    „Was ist geschehen, daß wir unser Land ohne Scham wieder lieben? Ich glaube, es begann mit dem Papst. Es war das Großereignis, wo (sic) ein Deutscher aus der Generation Hitler zum Stellvertreter Gottes gewählt wurde . . . Ich denke, daß wir alle Heimweh haben, pures Heimweh . . . Wir haben nun ein Land, das so schön ist, daß einem die Tränen kommen. Ich sehe Bauernhöfe mit Gänsen und Hühnern. Und ich sehe die Bäuerin, die eingelegte Gurken verkauft . . . Die Menschen falten friedlich die Hände. Es sind Hände, die gearbeitet haben, die in nassen Schlamm gegriffen haben, verfaulte Blätter aussortierten. Ich liebe diese Hände, weil sie Deutschland sind.“

    Hierzu gehören ebenso Männerhände an einer Küchenmaschine, vom Teig verklebt.

    „Goodnight“ das Weltorakel würde am Ende Ihrer Geschichte, vermutlich und zu Recht wieder sagen, daß „die Zukunft maskulin ist“.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • When we were good, and not misbehaving, she made us cheese grits!
      Geehrtes ObjectBe,

      zunächst vielen Dank für all das Namedropping, ich bin gar errötet bei all der Erregung. Ich denke aber, Sie können ihre neue bzw. uralte berufliche Tätigkeit auch ganz wunderbar in der Küche ausüben. Ihre Großmutter wäre bestimmt Stolz auf Sie, könnte sie das noch erleben.
      (BTW: den Einsatz von elektronischen Küchenmaschinen würde ich dabei vermeiden, da kann ganz schnell Körperflüssigkeit freigesetzt werden, die man nicht freisetzen wollte, Herdplatten sind auch zu umgehen, der Einsatz von scharfen Gegenständen sollte vorher trainiert werden etc.)

      Whatever, bezüglich all dem erwähnten Maskulinum kann ich nur ein „Sorry“ in ihr Ohr flüstern, yep, die Welt wird immer mehr Goodnight, aber es gibt noch Hoffnung, packen Sie ihren edlen Körper in eine Plüschvagina und folgen Sie Hillary:

      https://www.washingtonpost.com/video/politics/clinton-the-future-is-female/2017/02/07/a5ebeb36-ed3a-11e6-a100-fdaaf400369a_video.html

    • goodnight
      als kleines Bärentier stehe ich etwas außerhalb von Gender, #withPatriarchy und so weiter. Doch der werte goodnight ist doch eine Dame? Täusche ich mich? Es gibt auch genderfluide Wesen, zu denen mein Wagen zählt.
      mit Gruß ins Tessin
      melursus

    • Speak softly but carry a big stick!
      @melursus

      Selbst wenn ich kein Mann wäre, so wäre ich keine Dame.
      Sowenig wie ich Gentlemen bin.

      Letztens habe ich in einer Kneipe eine heiße Schokolade bestellt. Die Bedienung hat die Bestellung laut durch den ganzen Raum gerufen, Groupe de Plongeurs de Combat du Génie hat die Augenbraune gelupft…egal, ab einem gewissen Grad der ausgelebten Sexualität ist die Differenz Mann/Frau nicht mehr identitätsstiftend.

  63. Vivent les vertues de la bonne bouffe
    Einer der besten Kommentar-Threads bei DA seit langem.

    Good food doesn’t need no bots. Aber das eine oder andere nicht vernetzte und daher außerhalb der bereits jetzt als Pre Fact etablierten Manipulation durch russische Cyberagenten liegende Utensil kann durchaus noch einen Kick geben.
    Gruß aus NRW!

  64. Dieser Text – besser als ein Feierabendbier
    Danke Don!
    Hat mir eben den Tag gerettet.
    Das mit dem Calcium stimmt übrigens. Man macht aus Knochen ebenfalls eine Art Bleichmittel für weiße Wäsche.
    Zum Mixer der Maschine (den ich noch neu erwerben durfte) eine kleines Manko: Der Deckel geht irgendwann leider kaputt. Es gibt zwar einen Ersatz, der aber ist aus einem anderen Kunststoff (wohl gesünder mit weniger Weichmacher). Und geht viel schneller kaputt als der alte. Ansonsten ist der Braun-Mixer ein echter Traum. Für Pina Colada ebenso geeignet (das Eis bekommt eine perfekte Konsistenz) wie für Tomatensauce für die Pizza (Olivenöl, Knoblauch, Salz, Tomaten, Vollgas!).

  65. Früh übt sich, was ein Meister werden will
    Lieber Don Alphonso, wieder ein wunderbarer Blog von Ihnen, herzlichen Dank.
    Unsere Wände sind ähnlich voll mit Bildern behängt, I like it. ;-)

    Es ist schön, dass Sie von Kind auf das Kochen gelernt haben.
    Meine Mutter hat mich in der Küche nicht geduldet. Ein einziges Mal durfte ich nach langem Betteln Trüffel-Pralinen zubereiten. Die waren köstlich, aber die Küche sah nachher aus wie ein Schlachtfeld – eine Alibi für sie, das Experiment nicht zu wiederholen, und das Rezept verschwand nachher auf eine mysteriöse Art und Weise…

    Meine Mutter beklagte sich immer mal, dass sie nicht gerne kochte (natürlich niemals vor meinem Vater, dem typischen „Herrn im Haus“). Im Nachhinein habe ich mich oft gewundert, warum meine Mutter etwas, was sie perfekt beherrschte, nicht mochte und so ungern tat. Angeblich gelang ihr der Blätterteig nie, dabei war er phantastisch. Ihr Hefegebäck, ob nun ein Zopf oder Zimtschnecken, ihr Kuchen, ihre Torten und ihr Schmalzgebäck erfüllten nie ihre Erwartungen, genügten ihr nie, doch auch sie schmeckten herrlich. Ihre Soße mit Waldpilzen war phänomenal gut.

    Meine Mutter war eine Hausfrau, doch sie machte die Buchhaltung für den Betrieb meines Vaters. Die Hausfrau war eine vom Aussterben gedrohte Spezies, und seit den 50er bis 60er Jahren wird die Bezeichnung „kotirouva“ im finnischen Sprachgebrauch kaum noch benutzt.
    Heute gibt es so gut wie keine Hausfrauen mehr. Und selbst wenn, so haben diese Frauen wegen des reformierten Scheidungsrechts schlechte Karten, weil selbst ein hochbezahlter bzw. vermögender Ehemann nicht verpflichtet ist, die geschiedene Ehefrau zu unterstützen, außer im Notfall. Jeder Ehepartner ist allein für sich verantwortlich; ein gemeinsames Sorgerecht ist die gesetzlich vorgegebene Regel, und für die Kinder kommen beide Ehepartner gleichberechtigt auf.
    [Aus dem Grund folgen gut ausgebildete finnische Frauen ihren Männern nicht mehr ins Ausland mit, z.B. als accompanying wife of expatriate, und Diplomatengattin.]

    Meine Mutter schien die Illusion zu hegen, dass ich in meinem Leben werde nie Hausarbeit verrichten müssen, einschließlich Kochen nicht. Was auch für die meiste Zeit meines Lebens zutrifft. Doch ich mag gerne kochen und backen, und manchmal empfinde ich etwas Bitterkeit darüber, dass meine Mutter mich als Kind und junges Mädchen in die Geheimnisse ihrer köstlichen Kochkünste nicht eingeweiht hatte, denn das hätte mir später viel Mühe bei der Übung und etliche Pannen erspart…

    Na ja, wenigstens habe ich die Freude am Kochen und Backen mit unseren Töchtern von klein auf geteilt, und mir war es gleichgültig, wie die Küche danach aussah…

    • Wir haben unendlich viel verloren
      Ist nicht egal. Schrecklich, eine Küche voller Mehl und teigverklebter Utensilien. Zum Glück gibt es einen Bosch außerhalb der Küche, der Bier spendet, wie einstmals von Axel Hacke gefordert. Den Bosch kauften wir, nachdem wir Axel Hackes Hommage an den Boschklassiker gelesen hatten. Er sollte Tantiemen dafür erhalten. Sein Artikel hing lange seitlich an dem Urgestein. Darüber hing ein Fisch, der Musik machte, wenn jemand vorbeiging, so dass Freunde stehen blieben und die Hommage von Hacke lasen. Hacke ist das Beste was Prantlhausen je aufzubieten hatte.

      Mein Vater buk auch. Und das Wunderding ist: Während er kochte und buk, räumte er alles sofort weg, einen Teil in die Maschine, einen Teil wusch er ab. Wenn er servierte oder der Kuchen im Rohr war, war alles sauber, und das ist einfach genial.

      Meine Mutter nähte Kleidung für alle Kinder, was sie selbst von Mutter und Großmutter gelernt hatte. Schöne Stoffe, guter Schnitt, schöne Sachen. Und: Sie arbeitete ganztags. Wir schämten uns, weil sie die einzige Frau in der Siedlung war, die das machte, ja, wir schämten uns und waren bei Freunden, die Mütter hatten, die einen Kuchen buken oder Schokolade aus dem Schrank holten. Abends machte meine Mutter nach der Arbeit das (kalte) Abendessen und dann Schulaufgaben mit, wenn nötig. Mir ist heute noch ein Rätsel, wie sie die ganze Energie aufbrachte. Vielleicht war es der Krieg. Sie waren froh, dass sie überlebt hatten.

  66. Sicher kann man über alles reden und sich streiten und gewiss auch über Küchenmaschinen
    aus irgendwelchen heilen oder vielleicht doch kaputteren Zeiten. Aber:

    Wird Trump jemals auch nur einen Hauch hiervon in die Welt bringen?

    https://www.youtube.com/watch?v=mEH9kVbNX3A

    Und btw., was singen SIE eigentlich so?

    • Figaro oder Leporellos Registerarie.

    • Ich singe, haha,
      „La donna e mobile qual‘ fium’al vento, muta d’accento è di pensièr“.

      Sie sollten das auch versuchen als Freund von Mantua.

      Falls ich die Akzente auf den e’s verwechselt habe, lassen Sie mich es ruhig wissen.

  67. Kuechenmaschinen und Reparaturen...
    Vor etlichen Jahren habe ich mir eine KitchenAid gekauft – in den USA (die waren da in D noch unverschaemt teuer) und inclusive Trafo (Geschenk eines amerikanischen Kollegen) im Handgepaeck nach Hause geschleppt. Jetzt tut sie in Neuseeland ihren Dienst und ist gar unkaputtbar. Meine Frau nutzt sie zum Backen und ich meistens um den Eierlikoer mit selbgebranntem 92%-tigem anzuruehren.

    In unseren Herd allerdings haben vorletztes Weihnachten zwei Regler den Dienst versagt. Binaere Heizplatte – voll an oder nix.

    Etwas Wuehlen in der Garage foerderte eine Relaiskarte und einen Arduino Kleinstcomputer zu Tage und nach ein paar Stunden war der Herd aufgebohrt. Funktioniert immer noch einwandfrei und macht immer Spass, die Story zu erzaehlen wenn sich Gaeste ueber die Batterie an Leuchtdioden unseres Herdes wundern…

  68. Lieber Don, es müssen die Gedärme gewesen sein!
    Speziell der Kropf ist kritisch. Das sollte selbst in Nachkriegsbayern bekannt gewesen sein. Insofern waren die Konsequenzen wohl doch vorhersehbarer als die nordafrikanisch geprägte Silvesternacht unserer Tage. Andererseits gab es in dieser Zeit ja speziell bei Bayern merkwürdige Methoden, in Komplizenschaft mit Niedersachsen, den Jagdschein zu erlangen. Man lese den Spiegel von 1964:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175483.html

    Im Übrigen ist noch heute die Jagd auf den Eichelhäher keineswegs tabu. In Bayern ist vom 16. Juli bis 14. März Jagdzeit. Allerdings gibt es nicht in allen Bundesländern Jagdzeiten.

    Die Bereitstellung eines bratfertigen Eichelhähers erfordert natürlich Rupfen und Ausnehmen. An diejenigen denen Rupfen oder Häuten zu aufwendig ist deshalb die folgende Empfehlung. Brustmuskeln auslösen, in der Pfanne von beiden Seiten ein paar Minuten braten, Preißelbeeren oder gegebenenfalls auch Meerrettich dazu, sowie Toast, fertig! Das Rezept funktioniert auch bei Elstern und Krähen. Den Rest des Vogels dann einfach wegzuwerfen, ist natürlich nicht so schön.

    • Braun und Opa unschuldig
      Jemand, ich glaube Otto Moser, sagte oben, dass bei einem gerupften, abgehängten Vogel die Gedärme draußen seien, und Don sagte, dass auch der Kopf nicht mehr dran war.
      Daher behaupte ich, dass der Joschi, wenn der Opa nicht auch erkrankt war, sein Leiden schon mitgebracht hatte, ganz einfach, denn sonst wäre Opa auch erkrankt.

      Aber wir sind uns hier sicher einig, dass wir nicht scharf auf Eichelhäher sind, sondern auf faisan, pheasant, in Großbritannien auf den Karten der Landpubs schon mal angeboten mit dem Vermerk: Mind the shot. Also mit Schrot, der nicht gefunden wurde. Diese Vögel laufen in GB und France auf den Straßen herum. Falls einer mal angefahren wird, dürfte der erst im Auto und dann im Ofen landen. Größere Zwischenfälle scheinen nicht bekannt zu sein.

  69. Trachtentrefftafeldekoration
    Ich könnte einen ausgestopften (nicht selbstgeschossen) anbieten, muss eh wieder einmal abgestaubt werden.
    Und noch ein Fund:https://nzz.at/oesterreich/geist/herr-k-die-toten-voegel-und-die-fluechtlinge

  70. Technik, Küche und Geschmack
    obwohl ich über Spaghetti mit Tomatensoße nicht hinauskomme, weil meine Frau einfach jeden Fernsehkoch an die Wand kochen kann, muss ich mich doch immer wieder über Leute amüsieren, die in ihrer 20tsd.-Euro teuren Küche gerade noch eine Fertigpizza auftauen können. Und der Espresso aus dem 2tsd. Euro teuren Dampfmonster schmeckt auch keine Deut besser als Melittakaffee.
    Es hatte schon was Gutes, als das Matriarchat das Patriarchat im Griff hatte – und umgekehrt. Wenn heute beide Vollzieht arbeiten und Unsummen in die Kinderbetreuung, besser Verwahrung, stecken müssen, Kind, Vater und Mutter mittags mit Kantinenkost zugemüllt werden und abends ermattet nach Hause kommen, ist nichts mehr mit selber kochen. Wie sollen die Kinder, zumal die Oma derweil auf Teneriffa weilt, wenn sie nicht im Seniorenstift mit Essen auf Rädern abgespeist wird, denn auch wissen, dass man Essen zuhause zubereiten kann, vom wie ganz zu schweigen. Da bin ich froh, dass meine Kinder mittlerweile so manchen Fraß gar nicht erst anrühren, weil sie gutes Essen von schlechtem unterscheiden können, auch wenn das auf manche recht schnöselig wirkt.
    Und es kommt immer öfter vor, dass wir uns über einen Restaurantbesuch ärgern, weil die Rechnung in keinem Zusammenhang mit der gebotenen Qualität ist. Einzig die Tatsache, dass meine Frau mal bekocht wurde, tröstet uns, also sie.
    Die Mangelernährung bei Vollbeschäftigung beider Elternteil ist nur ein Teil des Preises, den man für den fiskalisch so wertvollen Arbeitsaufwand bezahlen muss. Die Fremdbetreuung von Kindesbeinen an zieht erhebliche Nachteile mit sich, die aber öffentlich niemanden zu interessieren scheint, aber das ist ein anderes Thema.
    Auch meine Frau ist im Besitz eines Thermomix, den sie geschickt nutzt. So ist das eben mit der (Haushalts)Technik: Das beste Gerät nützt überhaupt nichts, wenn man nicht damit umgehen und es nicht als Unterstützung der eigenen Kreation gebrauchen kann. Das gilt übrigens auch für männeraffine Gerätschaften. Ein Besuch in den einschlägigen Abteilungen des Baumarktes, etwa nach Besuch des Wochenmarktes, lässt mich bei der Vorstellung wer und wie die Maschinen bedienen wird, schon an den Fähigkeiten meiner Geschlechtsgenossen zweifeln. Da war der Joschi keine Ausnahme und es gibt üblere Verletzungen als ein verstimmter Magen, z.B.blutende Körperteile und vertrocknete Kinderseelen.

  71. Warnung! Über Leute denen es schwer fällt zu kochen!
    Für Freunde und Feinde der Rigaer, mal ein wenig Realität fürs Wohnen ohne Küchen:

    https://www.zdf.de/politik/frontal-21/obdachlos-trotz-arbeit-100.html

  72. Finger weg von Krähen!
    Wir und unsere Kulturgeschichte stehen unter
    der ständigen Beobachtung von > Krähen!
    E.A.Poe: The Raven
    Monika Maron: Krähengekrächz
    Marcel Beyer: Kaltenburg
    Josef H. Reichholf: Rabenschwarze Intelligenz

    Hitchcocks Vogelkinder kommen immer wieder zurück.
    Schauen Sie nur mal hoch, wenn sie über Ihnen kreisen und …


    • Bei uns sind sie geflüchtet. Wir hatten einige Jahre sehr viel und dann ein paar Nebelkrähen, die breitbeinig manchmal neben den Fußgängern herliefen (oder auch mal auf Autodächern herumkratzten). Eine war besonders ulkig, weil sie den Baum an der beampelten Straßenkreuzung als Habitat auserkoren hatte und sich oft neben die an der Ampel wartenden Fußgänger stellte. Die Straße überflog sie dann aber eher.

    • Krähen
      Mir hat man ernsthaft versichert, dass sie vertrieben werden können. Man muss eine tote Krähe sichtbar ablegen oder aufhängen an einem Pfahl. Dann kommen hunderte zur Beerdigung. Es geht sehr laut zu den Tag, dann kämen sie nie wieder und meiden den Ort.
      Ich frage mich allerdings, ob das für die nächste Generation auch gilt.

  73. Titel eingeben
    Kochen ist fein.
    ,was gibt es gute und relative einfache Gerichte.
    Früher hatten wir Essen & Trinken, sowie den Feinschmecker abonniert.
    Wolfram Siebeck und seine Schwärmerei für Innereien.
    Mag sie auch, allerdings keine Kutteln, zwar probiert, aber nicht mein Ding.
    http://www.herrenzimmer.de/2009/10/28/von-kutteln-bries-und-zungen/

    Mein Vater ist früher, wir hatten zwei Dobemännerr, immer einmal die Woche in den Schlachthof in Frankfurt/Sachsenhausen gefahren, Fleisch für die Hunde kaufen. Wurde öfter frisches Hirn mitgebracht und dann von Muttern zubereitet.
    Süddeutschland ist ja priviligiert, was alle Produkte rund ums Essen betrifft, nördlicher wird es schwieriger.
    Wir kochen jede Woche einen Topf Suppe , ganz traditionell aus Knochen, Markknochen, Beinscheibe usw.
    Habe auch immer Spätzleteig selber gemacht und in den Topf geschabt, kein Spätzledrücker. Könnte jetzt endlos weiterschreiben, aber eine Sache möchte ich noch loswerden.
    Jedes Jahr ärgeren wir uns über Spargel, wie sie mittlerweile unter Folie angebaut wird. Nur noch Massenproduktion und der Geschmack aus den Spargeln, wir kaufen sie frisch vom Feld, ist weg.
    Mal erkundigt woran das liegt und siehe , die Hölländer haben den Spargel so verändert, dass zwar keine Bitterstoffe mehr enthalten sind,dafür aber auch der Geschmack flöten gegangen ist.
    Ab November gibt es im Supermarkt immer Spargel aus Peru zu kaufen, Obwohl langer Reise hintersich, kein Deut schlechter als der frische Spargel vom Feld.
    Man kann sich bei der Kocherei noch soviel Mühe geben, wenn das Produkt nicht stimmt, war alles für die Katz.
    Steak findet man nirgends lange genug abgehangen. Wenn ich da an die USA denke, Steak können sie . dei Amibuben.


    • Was, peruanischer Spargel? Wir haben den vor Jahren mal gekauft und er schmeckte irgendwie seltsam – süßlich. Seither nie wieder, wir beschränken uns auf die Beelitzer Spargelsaison.

    • Geiz ist voll ungeil
      Und das beim Essen sowieso.
      Wenn der Billigspargel nicht convenieret, dann halt tiefer
      ins Geldtäschchen greifen und saisongerechten Biospargel kaufen.
      Ist bei anderen Viktualien genauso.
      Lernt mal bei Türken und Italienern anständig essen, dann habt ihr
      zwar weniger Geld im Sack, dafür aber leuchtendere Augen.

    • Kutteln, ital.Trippa
      Ihre Kuttelphobie können Sie in Rom locker los werden.
      „Trippa à la Romana“, mit Tomaten und feinen Gewürzen zubereitet,
      in Trastevere mit Weißwein serviert, hat schon so manchen
      Widerspenstigen überzeugt von der Genießbarkeit dieser zu Unrecht
      in D verrufenen Innerei.
      Dieselbe Bekehrung können Sie in Portugal erleben. Als nämlich die
      Schiffe zu ihren Weltentdeckungen aufbrachen, nahmen sie eine
      Menge Pökelfleisch mit. Die Kutteln wurden in Mengen zurückgelassen.
      Wie erfinderisch Not macht, das können Sie z.B. in manchen
      Restaurants von Porto staunend erleben, denn die Tradition der
      gekonnten Zubereitung von Innereien hat sich dort seit den Tagen
      der großen Entdecker erhalten.

  74. Titel eingeben
    noch nachgeschoben.
    Bries und Nierchen sind meine absoluten Favoriten.
    Es gab ein Lokal, wahrscheinlich gibt es dieses noch, in Paris, dort wo früher die Markthallen waren. Wir sind da immer rein, musste ich nicht auf die Karte schauen, immer Nieren bestellt,
    Städtereisen,bedingt durch den überbordeten Tourismus in diesen, machen wir nicht mehr, aber Wien kann man noch empfeheln, Naschmarkt usw.
    Dann nicht zu vergessen confit de canard an der farnz. Atlantikküste.

  75. Das Patriarchat und die Küche
    Der Patriarch steht nicht in der Küche, kocht nicht, faßt Küchenmaschinen nur beim Kauf und Bezahlen an. Die selbstverständlichen Dienste der Frauen erschleicht er sich nicht mit Pralinen, sondern bittet allenfalls mit Nachdruck darum. Auf dem Markt müssen die Kinder beim Tragen helfen, falls der Kartoffelsack allzu schwer ist.

    Frauen, die aus diesem bewährten sozialen Gefüge aussteigen, gehen in die Politik und regieren das Land, eher besser als unsere Scheinmänner.

  76. Eier mit Schale
    Ha, bei den Eiern mit Schale im Mixer musste ich denn doch herzlich lachen. Grund: alle Jahr einmal geben meine Frau und ich uns das nächtliche Dauerwerbefernsehen im privaten Farbfernsehkosmos. Meist schlecht synchronisiert aus amerikanischer Quelle oder alternativ gerne mit österreichischem Hintergrund, beste Eigensatire. So auch, als die Qualitäten eines Super-Duper-Turbo-Mixers angepriesen wurden, der die Eier ja mit(!) Schale verquirlt, quasi die Schale atomisiert; und wie lecker das sei. Von einer Bestellung sahen wir lachend ab.

    Dass also diese Nummer schon vor Jahrzehnten von fahrenden Händlern in D erfolgreich abgezogen wurde, entzog sich bis jetzt meiner Kenntnis :)

  77. @colorcraze ...Linseneintopf mit Zucker und noch Streuer....
    Gott, was für eine grausliche Stadt Berlin ist.

    Nein- Linseneintopf beginnt mit in ein wenig Schmalz oder Öl angeröstetem, feingehackten Speck, dann Zwiebel, auch gehackt, dann Lorbeerblatt, Salz Pfeffer, mit den Linsen samt Sud löschen, schön umrühren,
    dann einen Spritzer Senf, gern noch ein paar Kräuteln, wie Majoran (liiiebe ich !!!) Liebstöckl, etc.
    Wenn man hat, Suppe zum Nachlöschen, kann auch (horribile dictu) aus dem Würfel sein,

    dazu schönes , gekochtes Rindfleisch, Markscheiben etwa , oder Kasseler Geschichten, auch Würscht passen da.

    SO geht Linsen .

    • Chice Küchen vs Linsen
      Was Sie vergessen haben: Er wird jeden Tag ein wenig besser, etwa so wie Grünkohl. Daher empfehlen sich größere Mengen. Mein Vater konnte den auch, außerdem Irish Stew.

      Diese offenen Küchen heutzutage laden nicht mehr zu gut durchgesaftelter Hausmannkost ein. Wir hatten eine offene und haben wieder eine geschlossene mit Fenster, darin kann sich der Tafelspitz drei Stunden lang ergötzen, ohne dass alles stinkt.


    • Nehmen Sie keinen Essig? Nehmen Sie einen normalen Topf?
      Ich selbst nehme immer den Dampfkochtopf, nachdem ich bei der Mutter meines Ex gesehen habe, wie langwierig es mit einem normalen Topf ist (stundenlange Kochzeiten). Allerdings schmeckt es anders, wenn man es im Topf stundenlang kocht – gut anders. Aber es ist mir zu langwierig und zu sehr mit Unsicherheit behaftet (man braucht möglichst kalkfreies Wasser, also Wasser vorher in einem anderen Topf abkochen), Dampfkochtopf ist doch erheblich schneller (1/2 h) und man kann einfach kaltes Leitungswasser nehmen.
      Sie machen das anscheinend sehr fleischlastig, bei mir kommt nur ca. 400 g Speckwürfel rein, eventuell noch die Speckschwarte. Ich habs auch mal mit Holsteiner Katenschinken gemacht, das schmeckte sehr gut. Und Suppengrün, tun Sie kein Suppengrün dazu (1 Karotte, ein Stück Sellerie, 1 Stück Lauch, Petersilie)?

    • Linsen, die Zweite :
      Ich nehme einen normalen Topf, meine Linsen sind aus der Dose, vorgekocht, und das Absudwasser kann man, im Ggs. zu Bohnen, verwenden.
      Daher wird bei meinem Rezept nicht im engeren Sinne gekocht.
      Suppengrün ist in der Löschsuppe, im Gemüse selber würde es nur stören.

      Beim Speck nehme ich nicht soo viel mehr , als Sie ,und ob man dazu Fleisch, und welches, und wieviel ist…….chacun a son gout !

      Die Linsen sind Zuspeise, Beilage. Gut, aber im Zentrum ist bei mir Fleisch.

      Wenn man die Linsen trocken zugibt, und dann wirklich kocht, ist der Dampfgarer wahrscheinlich gescheit, aber das tu ich mir nicht an.

      Die aus der Dose sind genauso gut. Ist ja nur Beilag‘ .

      Man kann auch saure Gurken (nicht die süß-sauren zum Kochen, die werden bitter) gehackt dazu geben, und Kapern, das verfeinert.

      Hat man Fleisch, kann man zu den Linsen auch Kartoffeln reichen.

      Und, ja, Oberländer, offene Küchen sind für Schickimickis, die mit ihrer ,,TASSIMO“ mal schnell Espresso machen.

      Nach dem Essen mag ich keinen intensiven Kochgeruch mehr.


    • Wir hatten eine offene und haben wieder eine geschlossene mit Fenster,
      Hahaha.
      Offene Küche hab ich immer als Aufblasen von 1-Zi-Studentenbuden betrachtet. Mit dem ewig lästigen Geruchsproblem.

    • die sind nur Deko, gekocht wird da in der Microwelle.

    • Linsensuppe kenne ich auch nur mit etwas Zucker
      Meine Mutter kam aus Leipzig, scheint also ein regionales Ding zu sein, dass den Linsen ein wenig Zucker zugegeben wird. Und es kam eine Speckschwarte rein, dazu gab es Würstchen.

      Früher habe ich diese Suppe gern gegessen, selbst noch nie gekocht. Aber der absolute Graus meiner Kindheit war Schnibbelbohneneintopf oder Graupensuppe. Ich kann heute noch keine Gläser mit geschnibbelten Bohnen sehen, ohne dass mir’s im Magen ganz anders wird.
      Alle anderen Bohnen mag ich, beschränke mich aber auf frische grüne.

      Offene Küchen sind furchtbar, wer hat sich nur solchen Blödsinn einfallen lassen? Leute, die nie kochen oder?

    • Ist das nicht oft so? Auch in die Tomatensuppe gehört Zucker.

    • Ja und in meinen Apfelkuchen
      kommt eine gute Prise Salz.


    • [Linsen]
      meine Linsen sind aus der Dose
      Die Linsen sind Zuspeise, Beilage.
      Ach so. Das ist dann natürlich etwas anders – „Fleisch, Gemüse, Kohlehydrate“ (=“richtiges Essen“).
      Als Beilage habe ich es noch nie gemacht, nur als Linseneintopf. Und Linsen mit Spätzle habe ich schonmal kredenzt bekommen, das war dann aber praktisch Linseneintopf ohne Kartoffeln und stattdessen separat gekochte Nudeln dazu.
      Bei meiner Mutter gab es samstags auch öfters mal eine Dose Linsen.
      Der aufwendig stundenlang gekochte Linseneintopf von der Mutter meines Ex (imgrunde habe ich von ihr das Rezept, wie man das selber macht, das ohne Zucker!) schmeckte mir eigentlich am besten. Dampfkochtopf ist nicht so sehr dosenunähnlich, schwächelt geschmackstechnisch also ein wenig, es fehlt das „Angehockte“ und teilweise Bißfeste, das die im Topf gekochten Linsen so interessant macht.
      Aber der Aufwand ist halt nur 1/3 oder 1/4…

      [teure offene Küchen, Zucker]
      die sind nur Deko, gekocht wird da in der Microwelle.
      Gut möglich, das richtige tägliche „Werkstatt“-Feeling kommt jedenfalls nicht auf, eher so eine Atmosphäre von Bottle-Party.
      Auch in die Tomatensuppe gehört Zucker.
      Hm, würde ich nicht unbedingt machen, ich finde Tomaten schon ziemlich süß und eigengeschmacksintensiv. Meine Mutter macht an Karotten/Möhren immer eine Prise Zucker, zusätzlich zum Salz. Es macht den Gemüsegeschmack halt zuverlässig „ein bißchen knallig“. Grundsätzlich finde ich es nicht unbedingt verkehrt, nur an Tomatensalat und Linseneintopf und Endiviensalat kann ich es garnicht leiden.

  78. Don, der ursprüngliche Post ist mir, unvollkommen wie die Zubereitung des
    Großvaters, unfertig entglitten. Eigene Schuld. So take that.
    .
    Die beiden Eichelhäher,
    die regelmäßig den großen Haselstrauch in der Ecke der Gartenmauer anfliegen, plane ich ab sofort in die vom ministre de l ‚ Intérieur hingemümmelte Zweiwochen-Notreserve ein. Zumal sie als Nesträuber gelten und ich um den zahlreichen Kleinvogelbestand in und um unser Anwesen fürchte. Frischgeflügelreserve, zusätzlich zu den bei der Auflösung des Wehrbereichsverflegungsamt V erstandenen Einsatzverpflegungspakete (EPA) der Jahrgänge 1968-1970. Insider wissen, die mit dem semiamorphen Schmelzkäseersatz in Aluminiumtuben mit Falzöffnung. An den monatlichen EPA-Tagen sinnierten die Kameraden auf den Stuben immer wieder über den wahren, vermutlich geheim gehaltenen Zweck dieses Produktes und ich selbst vermutete, daß es eher dem Zuschmieren der Winkelspiegel und Zieloptiken von Warschaupakt-Panzern entwickelt war. Schade, daß die Prager im August 1968 nicht über solche Mittel verfügen konnten. Dann waren in den prähistorischen EPAs auch noch diese Riffelblech-Panzerplättchen, wenn ich recht erinnere im Format 7×5 cm, aus einem Kleie-Schrot-Weichholzsägemehl, die, eingepackt in zwei kleinen Schachteln in Wehrmachtsgrau an EPA-Tagen die Müllbehälter überquellen ließen und der Katzen-Tilly, der Kantinenwirtin, deren Katzen immer die Rollmöpse in der Theke aus den Gläsern fischten, den Umsatz sprunghaft steigen ließen.
    .
    Unter Verteidigungs-Schmidt, glaube ich, dann ein Paradigmenwechsel bei der Einsatzverpflegung. In Vakuum-Alu eingeschweißte Gerichte, Serbisches Bohnengericht, für die noch nicht vorhandenen Damen und Muttis Liebling Reisbrei mit Ananasstücken, italienisches Nudelgericht…… Und die italienischen Hartkekse (https://bestprotection.de/shop/Ausruestung/Kochen-und-Essen/Nahrungsmittel/1-Paket-orig-BW-Hartkekse-Panzerplatten-EPA-Bestandteil.html) der Firma Nuova Industria Biscotti „CRICH“ S.p.A. I 31050 Zenson di Piave (TV) ITALY , leicht süß, aber nach Meinung der Bw-Ernährungsexperten passen zum pseudo-Rillette, Schmalzfleisch genannt (Fleischanteil ca. 5%, der Rest der graugelben Masse war vermutlich zur Stiefelpflege unter Schützengrabenverhältnissen gedacht)
    .
    Aber jetzt ernsthaft. Ich werde mich jetzt auf den Artikel hin einmal um die Umwälzung meiner EPA-Bestände machen. Die Jahrgänge 1968-1970 werde ich wohl an Bedürftige weitergeben. https://www.welt.de/vermischtes/article125201448/Was-Armeen-den-Soldaten-fuer-die-Schlacht-einpacken.html.
    .
    Eine private Bitte noch. Komme darauf, weil wir uns ja alle gerne die kleinen blauen Federn des Hähers an den Hut stecken. Als Sie damals vor den Linken vorgaben nach Süden zu fliehen-und ich schon an Hesperien dachte, Sie aber vermutlich aufgrund der Warnhinweise der Gefahr für Haus und Hof nur Salzburg aufsuchten (in Anlehnung „Lenin kam nur bis Wattenscheid“), erwähnten Sie beiläufig den Gamsbarthut. Könnte der mal hier gezeigt werden? Das wäre dankenswert.
    (DdH)

  79. Dankeschön,
    habe gelacht, das tut gut unter dem grauen Himmel hier.

  80. Und wer steckt eigentlich Tiere in die Fritteuse?
    Wer z.B. regelmäßig bei einer Fast-Food-Kette wie
    „Chicken Wings“ isst, dem wachsen Hormon-Titten.

    Im vergangenen Sommer könnte man es wieder sehen:
    Männer mit Brüsten und Hängebäuchen. Ein Trauerspiel.
    Frauen mit Hintern und Schenkeln grandiosen Ausmaßes.
    (A burkaähnliche Mode wär fei so schlecht ned)

    Mit der Zeit werden manche Leute ebenso schwer wie
    diese hormonverseuchten Tiere. Dann können sie sich
    zur Strafe genau so wenig auf den eigenen Beinen halten.


    • Uaah, Frittiertes. Fritteuse ist auch so ein Gerät, das mir nicht in die Küche kommt. Ich fette so schon genug die Wände ein (hauptsächlich durchs Fleischbraten).
      Die paar mal, wo man was Frittiertes essen will, kann man es beim Imbiß holen. Zum Glück ist mein Mann ebenfalls kein Fritteusenfreund.

    • "Horum omnium fortissimi sunt Belgae..."
      In siedendem Öl zubereitete Speisen sind hierzulande tatsächlich meist auf sehr dürftigem Niveau. Man sollte allerdings jedenfalls auch Gscheiteres als Hühnerflügel dafür nehmen.
      Falls man daran Interesse hat, sollte man mal eine Erkundungs- und Bildungsreise nach Belgien machen. Dort gehört(e?) eine fest eingebaute Friteuse zu einem ordentlichen Haushaltsherd wie anderswo das Wasserschaff.

    • Fritteuse...
      Meine Schwiegermutter kam einmal mit so einem Teil stolz wie Oskar an und ich glotzte wie ein Auto, nur nicht so schnell.
      Das Teil war derart groß bemessen, man brauchte unheimlich viel Fett, bis da drinne etwas schwamm. Wir haben es nach Schwiegermutters Besuch noch ein- oder zweimal ausprobiert und befunden, dass das Teil im Keller sehr gut aufgehoben ist und nie wieder angerührt.


    • Belgien, das unheimliche Land der bräsigen Bürgerlichkeit…
      Bei den weniger reichen soll es das „Waterzooi“ gegeben haben, das „Wassergesottene“, also das normale in Salzwasser gekochte Gemüs, und Fett galt wohl als reich.

    • Dampfgaren
      .. das Chemtrail unter der Friteusehaube

    • Colorcraze, die belgischen Fritten z.B. muss man gegessen haben,
      um deren Verehrung im Lande zu verstehen. Frisch aus Kartoffeln geschnitten (ungetrocknet), dick und zweimal (!) in Rinderfett frittiert. Als wir noch in Ghent wohnten, hatten wir um die Ecke einen Frittenladen, der eine nationale Auszeichnung für´s Frittenmachen gewonnen hatte. Da war ganz schön was los.

      In einem Privathaushalt sehe ich allerdings auch wenig Gründe für eine Frittiermaschine – Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis.

      Gruss,
      Thorsten Haupts


    • @ThorHa: wir haben mal in Belgien belgische Fritten gegessen. Da war auch einigermaßen Betrieb im Laden, und die wurden auch frisch gemacht, aber Auszeichnung hatte der glaube ich nicht.
      Weder ich noch mein Mann fanden das Ergebnis der Mühe arg bemerkenswert, der Unterschied zu deutschen 08/15-Pommes konnte allenfalls eingebildet werden. Der Hype oder Kult darum ist mir deswegen unverständlich.
      Wo mir die Fritten aber mal richtig gut geschmeckt haben (das ist etwas besonderes: das erste Mal, daß ich das wirklich gut und schmackhaft fand!) war im Westen der USA in einem Diner. Ich war verblüfft: so ein gut kartoffeliges Aroma war mir noch nie untergekommen, es war ein Genuß – hätte nicht gedacht, daß es sowas gibt, Pommes die mir schmecken. Die Streichhölzchen im McDonalds anderntags anderswo, die mein Mann kaufte, waren dann aber wieder wie gewohnt ungenießbar…

    • Fritteuse? Nein. Frittieren? Na klar!
      Fuer die paar Mal im Jahr, wo wir frittieren wollen, geht auch ohne spezielles Geraet. Den Camembert im Bierteig mache ich schnoede im Kochtopf. Und ich habe auch einmal eine komplette Weihnachtsgans frittiert – auf einem Gaskocher im ungenutzen Gewaechshaus :-)

      Mein Schwiegervater (Kuechenchef und Koch) hat vorausgesagt, das wuerde nix – nachher hat er seine Keule mit Appetit gegesen und musste zugeben, die war genau so gut, wie im Ofen. Und ich konnte ihm sonst nie etwas recht machen…


    • im ungenutzen Gewaechshaus
      Jaja, so kommts raus.
      Als ich Kind war, gab es sonntags öfter mal Pommes Frites (ja, auch frisch zugeschnitten), weil mein Vater das so gerne hatte.
      Nach einigen Malen brachte der furchtbare Fettdampf der Fritteuse, der die ganze Wohnung durchzog (Küche lag im Westen – nicht so günstig) und den halben Tag drin hängenblieb und die Schranktüren einfettete, meine Mutter auf die Palme. Fortan wurden die Pommes in der Werkstatt (eine größere Halle) frittiert, und die Wohnung blieb von Fettdampf verschont.

  81. #aufbäumenderAufschrei
    zu Hungriger Gast sagt:
    7. Februar 2017 um 15:53 Uhr

    Zu der von Ihnen erwähnten Angestellten der Aufnahmebehörde, die einen Betrug zur Anzeige brachte der den Steuerzahler Millionen kostet, aber auch wohl weitere Millionen gerettet hat, stand in einer Braunschweiger Zeitung noch Folgendes:
    Der Zeitvertrag der Angestellten wurde nicht nur nicht erneuert, sondern sie wurde 2 Wochen vor dem Endtermin gekündigt.

    Da frage ich mich, wo denn der #aufbäumenderAufschrei in Solidarität mit der bemitleidenswerten Mitarbeiterin in der Bevölkerung und in den Medien bleibt. Da wäre wohl Zivilcourage eher am Platz gewesen als wenn ein alternder Politiker einen Brustansatz etwas zu intensiv begutachtet.

    Und wo bleibt das Engagement der anderen Mitarbeiter der Behörde? Etwa ein Streik in Verbundenheit mit der Forderung nach einer Absetzung des Vorgesetzten, der offensichtlich für die Millionen verantwortlich ist. Und vor Gericht wohl kleinlaut behauptete, aus Befürchtung vor den Reaktionen seiner Obrigheit die Klagen nicht weiter untersucht zu haben.

    Ein Angsthase als Vorsteher einer Aufnahmebehörde?

    • Sicherlich, allerdings sollte man
      als mildernden Umstand die ministrale Personalie der Obrigkeit in seinem Falle, der wird nur hauchdünn von seinem Amtskollegen am Niederrhein getoppt.

    • Saustall
      Ja, dem Vorsteher der Behörde hätte gekündigt werden müssen, oder versetzt werden.
      Wie kann es sein, dass immer Leute, die die Steuerverschwendung benennen, den Kürzeren ziehen oder krank geschrieben werden, wie die 2 Steuerfahnder in Frankfurt? Dass Beamte generell mal so, mal so behandelt werden?

    • Brüste in Argentinien sind wichtiger !
      werter Georges, die FAZ und erst andere berichten lieber über brüste in Argentinien oder über die permanenten menschenrechtsverletzungen dieses dDT oder über die resurrection von HC und der „female future“.

      oder gar über diese ältlichen verkehrsrowdys, die eigentlich jährlich zu einem potenz- und fahrtest einbestellt werden sollten und sie dann aus dem verkehr jeder art zu ziehen.


    • Ein Angsthase als Vorsteher einer Aufnahmebehörde?
      Sowieso, was sonst? Meinen Sie, der will auch seinen Job verlieren?

  82. Terrinenvielfalt
    @Otto Moser, 8. Februar 2017 um 09:49 Uhr
    ja, und die Variante aus Lothringen sieht eine geriebene Mohrrübe, eine mit Nelken bespickte Zwiebel, 1 Lorbeerblatt und eine halbe Pulle Rotwein für eine gelungene Linsensuppe vor. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer und: gebräuntem Zucker – kurz vorm Servieren zieht man etwas Sahne drunter.

    Für Berliner kommt eine Bettelmannsuppe mit Knobi, zerzupften Kohl, Erdäpfel, Karotten und Brotstückchen in Frage & sicher nicht teuer zu stehen.

    • Die Vielfalt der Linsen, oder- ich macke gaar keine Suppä.
      Herr Ferry, das ist ein Eintopf als Beilage, oder, wenn man will, eine barocke Suppe, da stand der Löffel auch drin.
      Linsensuppe ist gut, aß ich immer nur auswärts, aber mein Rezept- gaine Suppä.

  83. OT
    Mich wundert nix mehr.

    „Die Schuld vom Lande“
    Heute ein Kommentar auf FAZ.Net

    Da wird ein diagnostizierter fehlender Anstand zu SCHULD
    ( an den Eliten ).
    Diese Mikroaggression, mit gestickten, lustigen Sinnsprüchen
    den Bauern des Jahres 2017 auf die geistigen Sprünge helfen
    zu müssen, bemerkt man nicht.

    • Es schert alle über einen Kamm, das verursacht, denke ich, vor allem den Ärger. Aber die Politik dieser Frau ist bei Dämmung auch nicht besser.

  84. wann redet DON von altersarmut ? erst später !
    dann lieber jetzt gleich mein werter DON: nach 12 jahren herrschaft unserer lieben frau – ermöglicht vom kanzlerInnenwahlverein – sollen in der BRDDR rund 5,7 millionen bürger von altersarmut bedroht sein (quelle: mutterkutter).
    um mit Renate, dem Künast zu sprechen: Fragen ??????????????!!!!!!!!!

    wo sind den die milliarden ihrer ersten ulF-grosstat, der gigantischen MWST-erhöhung, mithin der grössten steuererhöhung der BRD hingegangen ?
    auch hier spreche ich mit Renate, dem Künast: Fragen ????????!!!!!!

    • Sie können Rentner bereichern oder Migranten, den A400M und Geschenke an Banken und Atomkonzerne. Alles geht nicht.

    • aus Gross mach Klein (nicht im Braun oder Thermomix)
      ja lieber DON, vielleicht wird der volksreim bald erweitert:

      was ist die sicherste methode, aus einem grossen vermögen ein kleines zu machen:

      1. mit frauen, das ist die schönste
      2. an der börse, das ist die sicherste
      3.. beim glückspiel, das ist die spannendste
      4. mit ulF, das ist die merkelste (siehe target- salden neuigkeiten und die Griechenland-Keule, die meine kinder treffen wird, oder 22 Mrd. für migranten)

    • Augstein-Vortrag
      „Haben wir Grund, uns zu schämen? Von der notwendigen Selbstkritik der Journalisten“

      https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/l/4762

      Der Mann hat m.E. schlichtweg Recht.

      Warum „hauen“ eigentlich die Journalisten den Eliten in Politik und Wirtschaft nicht endlich mal die immer prekäreren Lebensrealitäten von immer mehr Menschen in diesem Land um die Ohren? Und treten den Verantwortlichen auf die Füße?
      Wie kann so eine VW-Vorstandsfrau nach 1-2 Jahren 12 Mill. € Abfindung bekommen, und es findet sich kaum ein kritischer Kommentar in den Medien?
      Ein bisschen über die Kanzlerin im Blog räsonieren? Gut. Aber Journalismus hat ja wohl grundsätzlich andere Aufgaben. So falsch der Begriff von der Lügenpresse sachlich betrachtet ist, so richtig ist er als eine Art Warnsignal.

      Wir älteren Mediennutzer, so viele scheinen es ja nicht mehr zu sein, können Journalisten nicht zum Recherchieren und zur kritischen Berichterstattung tragen.

      @DA
      Es geht eben nicht um das „Bereichern“ der Rentner. Was für eine böse Unterstellung. Bereichern findet ja wohl in anderen Bevölkerungsgruppen statt. Siehe oben. Das sind dann so die üblichen Argumentationen. Niemand hat gefordert, dass „alles“ gehen müsse. Natürlich kann eine Kunstfigur alles Mögliche und Unmögliche behaupten. Schon richtig.

      Aber ernsthaft geht es um eine einigermaßen faire Verteilung des Wohlstandes. Und die ist schon seit langem nicht mehr auch nur ansatzweise Realität in diesem Lande.

    • Anforderungen an die Medien
      Kann es nicht sein, dass man/frau einen zu hohen Anspruch an
      die Medien hat, und zu leichtfertig alles was im Grundgesetz
      steht, zu sehr 1:1 bzw. wortwörtlich nimmt.
      Dass die Massenmedien ihre Produkte an die Massen verkaufen müssen, bedeutet doch nicht, dass sie deren Interessen vertreten.

      Einen diesbezüglichen Unterricht an den Schulen, halte ich für
      einen Erziehungsfehler!

    • @Binvonhier
      Ist zwar ein Kochblog geworden, aber…

      Wessen Interessen vertreten denn die Medien hierzulande? Und wessen Interessen sollten sie vertreten? Und wessen Interessen zu vertreten geben sie vor?

      Das mit der Lügenpresse kommt doch nicht aus heiterem Himmel. Und das wissen „die“ Medien auch. Die Bemerkung von Springer zur Pressefreiheit hilft allemal ein Stück weiter, auch wenn die bis zum Umfallen zitiert wurde. Die ist richtig.

      Und nun zurück zu Kürbissuppe oder gemixtem Häher. Habe übrigens mal den Abschuss eines solchen im Fluge erlebt. Der Onkel war Förster. Es regnete Federn, Fleischteilchen und ein paar Tropfen Blut. DER brauchte nicht mehr in den Mixer. Vielleicht war es eine grobe Körnung? Vorm Feinde gestorben Sozusagen. Schöner Tod eigentlich.

  85. Titel eingeben
    Rudi Meergans sagt:
    8. Februar 2017 um 15:18 Uhr

    Geiz ist voll ungeil
    Und das beim Essen sowieso.
    Wenn der Billigspargel nicht convenieret, dann halt tiefer
    ins Geldtäschchen greifen und saisongerechten Biospargel kaufen.
    Ist bei anderen Viktualien genauso.

    Herr Meergans,
    die Möglichkeit muss man haben, habe letzte Jahr in der Spargelsaison geschaut, wo man noch konventionell, also ohne Folienanbau , Spargel in unserer Region -alte Spargelsorte nicht von Holländern “ veredelt“ kaufen kann und das
    finden Sie nicht mehr. Hoffe ja, dass irgendwann ein Spargelbauer wieder etwas anbietet.

    Heute auf der Hauptseite der Faz . New Orleans Kreolische Küche,
    http://www.faz.net/aktuell/reise/zwoelf-jahre-nach-katrina-zurueck-in-new-orleans-14867541.html
    sollte man sich nicht entgehen lassen , wenn man dort in der Gegend unterwegs ist, kann es nur empfehlen.
    Beste Reisezeit wäre jetzt, Temperaturen stimmen um diese Jahreszeit und es ist noch nicht so viel Rummel.
    Wir haben in einer Seitenstrasse im French Quater gewohnt, Auto konnte man dort bequem parken und per pedes unterwegs sein.

    • Bei uns in der Südpfalz
      gibt es ein paar wenige Bioland und Demeter Anbauer, die sich noch
      mit dem traditionellen Regionalspargel abgeben. Es werden aber,
      ganz zeitgeistkonform, immer weniger. „Die Jungen“ wollen die Arbeit
      nicht mehr machen, teils entnervt von der unerträglichen Feilscherei
      auf der Kundenseite, die mit dem Begriff „Gestehungskosten“ absolut
      nichts anfangen kann. Der Biospargel ist absolut köstlich, das wird
      aber nicht kostendeckend genug geschätzt um ihn im Angebot zu halten.
      Aus dem slowakischen Teil der Donauniederungen ist um Ostern herum
      noch vorzüglicher Biospargel zu kriegen.
      Das Auffinden desselben im Bioladen gleicht aber fast einem kleinen
      Abenteuer.
      Spargel war noch nie was für den Mob.

    • Wir sind ja Spargelland schlechthin, da gibt es immer genug.

    • @FJ45: Spargel und New Orleans
      Ich lebe in einer Region, in der noch bis in die 70er Jahre Spargel für den privaten Gebrauch angebaut wurde. Also ohne Plastikfolie und noch selbst gestochen.

      New Orleans ist wirklich eine Reise wert. Ich war dort mal Anfang der 90er Jahre. Der Flair diesere Stadt und auch die Küche dort – inspiriert von verschiedenen kulturellen Einflüssen – haben mir sehr gefallen. Auch das typische Regenwetter gab’s (also richtig runter kams da), aber auch Tage mit strahlend blauem Himmel.
      Die Zeit ist mir in guter Erinnerung geblieben, bis auf den giftig-roten Cocktail, den dort alle getrunken haben, dessen Namen mir leider entfallen ist. Na ja vielleicht war auch nur der Letzte davon einfach schlecht gewesen… Soll ja vorkommen, hahaha…

  86. @ Innereien
    Auch war Siebeck Liebhaber von Andoillettes.(mjam…mjam)

  87. Migrationsgemetzel zwischen Emden und Zittau
    Quittenchutney für eine Fleischfüllung:
    Quitten abwaschen, schälen, vierteilen, entkernen und in
    kleine Würfel schneiden. Zucker in beschichteter Pfanne
    schmelzen, die schönen Quitten und die jungen Schalotten
    bei mittlerer Hitze 3 Min. brutal andünsten.
    ortwein dazu dass es zischt und salzen, erst dann
    einkochen lassen, bis sie alle voll matschig sind, dann
    kann man die Hitze reduzieren. Vorher kein Mitleid zeigen!
    MOHRENPFEFFER (!) fein mörsern und unterheben.
    Nach und nach Quittensaft und -Essig zugeben und
    immer wieder alles gna-den-los einkochen lassen.
    (Am Ende wird auch noch das Gelee in die Pfanne gehauen)
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/verschmaehte-fruechtchen-iss-mir-doch-quitte-a-732550.html


    • Gute Idee, falls ich im Sommer nochmal zu dem Quittenbaum am Langen See komme, der so sinnlos seine Früchte abwirft. Zwiebel, Essig, Salz und Zucker sind vorhanden – aber was ist „Mohrenpfeffer“? Rosa Beeren/Szechuan-Pfeffer? Oder Piment?

    • Mohrenpfeffer
      Aromatisch, etwas bitter und ziemlich scharf (etwa wie eine Mischung aus Kubebenpfeffer und Muskat). Für eine vergleichende Diskussion von bitteren Gewürzen siehe Zitwer.
      Interessante Gewürzseite:
      http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Xylo_aet.html

  88. Nachtrag. Braun. Rams.
    Mir ist erst mit leichter Verzögerung aufgefallen, wie klasse die Produkte von Braun früher gewesen sind bzw. gewesen sein müssen. Zwei Beispiele aus meinem Fundus:

    Ich konnte auf dem Flohmarkt einfach nicht an einem Kompaktfön vorbeigehen. Ich benötige gar keinen Fön. Und das Modell HLD 4 hat auch gar keinen Nutzen, weil es noch nicht einmal (ausreichend) heiße Luft produziert. Aber ich musste es einfach haben. http://www.rodenbacher-an-verkauf.de/neuerbilderordner/DSC00442.JPG

    Ähnlich erging es mir mit dem Elektrorasierer 5650. Ich brauche das Teil nicht, ich bin Nassrasierer. Aber als ich es in seiner ganzen Schöhnheit & der Aufbewahrungs-Bonbonniere (früher auch Weibsdose (!) genannt) sah, da konnte ich einfach nicht daran vorbeigehen. Jetzt hab ich den Kram hier im Regal stehen und lächele jedes Mal, wenn mein Blick darauf fällt …

    Insofern stimme ich gerne ein – in eine Ode an Dieter Rams. :-D

    https://cafekaput.bandcamp.com/album/music-for-dieter-rams

    • Ach du liebe Zeit,
      den Fön hatte ich auch mal, wie lange das wohl her ist…


    • Der „Langhaarschneider“ von Braun war gut. Viereckig, zerlegbar, in der Handhabung präzise. Das war echtes 60er-Jahre-Ulmer-Schule-deutsches-Industriedesign. Die Nachfolgemodelle (die wir inzwischen haben, weil leider der Akku der alten viereckigen nicht mehr erneuerbar war) sind 08-15-Firlefanz, naja-soso, geht, aber den Präzisions-Kick haben sie nicht mehr.

    • Braun war mal
      @ Thorsten K: Nachtrag. Braun. Rams.
      Ich habe seit langer Zeit einen Braun 6550. Wertig, funktional, zeitloses design, massiv Alu. Ganz in der Historie von Rams und Team (früher „Werkdesign“). Und im Prinzip der letzte Rasierer im klassischen design, bevor Braun wohl um 20005 von Procter & Gamble gekauft wurde und Produktdesign zu gunsten von share-holder value aufgegeben wurde…
      So als Anekdote: War vor gut 10J mal wegen eines Reiseweckers unterwegs. Wollte natürlich einen Braun. Gabs nicht mehr. Wollte auch meine Scherfolie für den 6550 ersetzen und durfte im Elektromarkt meines Vertrauens das Braun-Rasierer-Portfolio beschauen. Habe dann mit „Braun“ Kontakt aufgenommen, warum den die Braun-rasierer heute so aussehen wie diese aller anderen Allerweltshersteller und ob es noch Produktlinien im alten klassichen design gäbe. Als Antwort bekam ich, dass Braun sehr wohl Wert auf design legt – bei den Produktverpackungen, beim product placement, bei den Regalen in den Elektromärkten etc. Das sollte mich wohl beeindrucken. Ich jedenfalls war „underwhelmed“ und hab abgespeichert, dass es das klassische Braun spätestens seit 2005 nicht mehr gibt. Daher kommen nur Produkte vor dieser finalen Zäsur in Frage.
      Hab mir daher wie der Don mit seinen drei KM-3s schon bei Ebay ein paar 6550 gesichert, damit ich hoffentlich noch lange damit rasieren kann…

  89. Der Apfelkuchen ist fertig
    1860 g Boskop brutto auf 150 g Mehl, 125 g Zucker usw.

    https://s6.postimg.org/m8lavcqlt/apfelkuchen.jpg

    und natürlich habe ich mir wieder die Klappe verbrannt… morgen ist er in sich etwas gefestigter und lecker, ehrlich ;-)

    • Rezept?
      Frau Simon, die Bilder sehen so gut aus, dass ich den Kuchen fast riechen kann. Könnten Sie das Rezept mit uns teilen? Liebe Grüße

    • Werte Rheintochter, das habe ich zwar schon mal,
      aber die Sucherei würde auch mir zu lang dauern und ich glaube, hier passt es durchaus.
      Also, je 150 g Mehl (plus 1 flacher Kaffeelöffel Backpulver und so man hat, etwas [Apfel]Kuchengewürz), Butter, Zucker (ich nehme nur 125 g, ist mir süß genug), 4 zimmerwarme Eier, die mit dem Zucker und 1 Vanillezucker schaumig gerührt werden. Die Butter zerlassen, etwas (ca.38°) abkühlen lassen und dann mit dem Mehl zum Eischaum geben, nicht mehr zu sehr rühren. Ich gebe dann noch einen guten Schuss Himbeergeist oder Omas Bratapfellikör hinzu, heize den Ofen auf 200° vor, putze währenddessen ca. 1800 – max. 2000 g Äpfel, bevorzugt Boskop (die neumodischen Sorten werden nicht so weich und schmecken mir nicht), je nach Dicke des Apfels in Viertel oder Achtel zerlegt von oben nach unten in nicht zu dünne Scheiben/Stücke (siehe Fotos) direkt in den Teig. Zwischendurch immer mal vermengen, damit auch alle Apfelstücke etwas Teig abbekommen, hat den Vorteil, dass der Apfel keine Zeit hat, braun zu werden. Gebutterte und gebröselte 26er Springform, 28er geht auch und dann 50 Minuten in den Ofen unten auf den Rost.
      Ich fahre dann mit dem großen Messer innen an der Form lang, falls ein Apfelstück angebacken ist, Formrand ins Spülwasser, auf den Kuchen etwas Puderzucker, anschneiden und sich die Schnüss verbrennen.

      Ich gebe zu, dass er abgekühlt noch besser schmeckt, aber meine Verfressenheit nach dem bisschen Arbeit ist hemmungslos.

    • Ach, Frau Simon,
      ein ähnliches Rezept habe ich auch. Nennt sich Großmutters Apfelkuchen und hat etwas mehr Teig ohne Schnaps und Zimt. Apfelkuchengewürz ist echt auf gem Markt? Zu diesem Kuchen, den ich auf einem kleinen Blech backe, reiche ich eine Zimtsahne.

    • Kuchen- oder Apfelkuchengewürz bietet der Bauernladen an
      gerade zu der Zeit, als bei mir im letzten Jahr das Apfelkuchenfieber ausbrach hatten die sich einen Wandständer zugelegt, an dem Plastikbeutel mit allen möglichen Kräutern, Gewürzen und Mischungen von einem Gewürz-Kontor zu je 1 Euro hängen, u.a. das Apfelkuchengewürz, das ich natürlich sofort ausprobieren musste. Unterdessen heißt es nur noch Kuchengewürz und ich meine letztens sogar beim Kaisers, meiner ist jetzt Edeka und entsprechend teurer, ebenfalls Kuchengewürz gesehen zu haben. Das Zeug macht den Teig hellbraun, was alles drin ist, kann ich nicht sagen, weil ich das in ein Glas umgefüllt habe, aber Zimt ist auf jeden Fall mit drin und gibt der Sache einen feinen Geschmack.

      Das Kind hat anscheinend viele Namen. Das Rezept fand ich als französischen Apfelkuchen mit 500 g Äpfeln, ausprobiert und dann die Äpfel im Kuchen gesucht. Weitere Suchen im Netz förderten einen ähnlichen als italienischen Kuchen zu Tage, war nicht viel anderes dran, auch nur 500 g Äpfel. Dann noch ein Rezept, auf dessen Bildern zwar viel ungeschälter Apfel zu sehen war, 500 g, die mir aber beim Backen wohl auch wegen einer 28er Form wieder irgendwie abhanden kamen.

      Ich habe dann nach und nach immer mehr Äpfel genommen, mir bei ebay eine Kaiser Energy Springform 28 cm 1 Boden 752082 für 5,49€+3,95 Porto (andere nehmen bis zu 33 Euro für das Teil) zugelegt, mit „Fettrinne“ oder auch Greifrand, also nur 26er, in der nichts anpappt und bin nun am Ende der Testphase, Maximum sind 2 kg brutto.

      Der Bauernladen bietet 1 kg Boskop zu 99 Cent, alle anderen Sorten kosten über 2 Euro, werden dort natürlich als Backäpfel gepriesen, schmecken mir in dem Kuchen aber überhaupt nicht. Teils bleiben die Äpfel aufgrund der relativ kurzen Backdauer hart, dann sollte man sie auch noch vorkochen oder sie sind absolut geschmacksneutral, zwei Versuche haben mir gereicht, ich bleibe beim Boskop.

      Der Clou bei dem Rezept sind halt die 150 g Mehl, die ich manchmal in 100g Weizen und 50g Buchweizen aufteile, gestern habe ich noch Inulin beigegeben, liegt hier rum und da mein Magen keinen Joghurt will, muss das Zeug mal weg. Grundsätzlich muss mehr Teig nicht sein und z.B. gedeckter Apfelkuchen ist mir viel zu süß und die Pampe innendrin schmeckt mir nicht, zumindest bei gekauftem. Deshalb nehme ich ja auch keine 150 g Zucker, sondern nur 100 – 125g.
      Im Rezept ist auch eine Zitrone angegeben, aber nur, um die Äpfel damit zu beträufeln, auf dass sie nicht braun werden. Ich schnippel direkt in den Teig und lass die Zitrone im Laden, sie bringt geschmacklich nichts. Der kräftige Schuss Schnaps ist meine Zugabe, so welcher im Haus ist.

      Ich liebe sonst Sahne, aber zu dem Kuchen brauche ich sonderbarerweise keine, habe es einmal probiert und fand die Sahne total überflüssig.

    • Vielen Dank
      Frau Simon für das Rezept. Wird am Wochenende ausprobiert. Und viel Erfolg bei Ihrem Stilleben.

  90. Für Tam: Weg wegen Donald Trump
    Auf dem Kutter ein Video, wie eine Frau, 73J, ihren Mann verlässt wegen Trump.
    Hinter ihr aufgereiht unabgewaschene Gläser, sie selbst wohl ausgestattet mit Perücke, dunkelblond, über sehr verbrauchter Visage. Man könnte sich vorstellen, dass er ganz froh ist.
    Eine jüngere Asiatin oder Mexikanerin redet meist nicht so viel über Frauenrechte morgens, mittags, abends statt Sex.
    Auf der Achse unter Broder ein schönes Video aus dem Mecklenburger Landtag. Die Präsidentin regt sich auf, dass sie Frau Präsident genannt wurde und entfernt einen AfD-Mann mit Professur vom Rednerpult. Albern. In the US: Mrs. President.
    Mrs. Minority-Indian Ancestors Warren darf dagegen in the US nicht weiterreden.
    Was es alles gibt, oder.
    Und blonde Indianer.
    Eigentlich haben wir jetzt jeden Tag Satire und Kabarett. Da kann man nur auf Küchen und Linsen kommen.

    Trotzdem: Es mutiert allmählich zum Kochbuch hier. Aber es ist lustig. Nur die Putzanweisungen mit Bleiche und Blausäure ;-) brauche ich nicht auch noch. Manchmal bin ich am Netz, weil ich den Schreibtisch nicht aufräumen will. Wenn dann Putztipps kommen, nun ja.

    • Oberländer, warum glauben Sie, bin ich z.B. im Netz
      und hinter mir das Chaos? Da liegt mein Tisch voller Acryl-Farben, mittendrin ein angefangenes Bild, jede Menge Pinsel, teils gebraucht, teils noch nie benutzt, ein größengerechter Ausdruck des Bildes, das ich malen will, Hintergrund ist fertig, aber nun wird’s heikel, alldieweil ich von Maltechnik null Ahnung habe. Mich zwischendrin immer mal aufraffe, ein Wasserglas hole, mal wieder ein Grün oder dieses verflixte Lachsrot anmische, unzufrieden mit dem Ergebnis bin, weil das Licht bei dem Wetter nicht passt und ich ja völlig ahnungslos ein altes Blumenstilleben mit wunderschöner Freilandrose malen will… von dem bisschen Haushalt nebenbei rede ich gar nicht, der wird ignoriert, dann doch lieber hier lesen und eigenen Senf absondern ;-), zwischendurch Apfelkuchen backen und vielleicht klappt’s dann doch noch mit dem Bild. So soll es mal aussehen
      https://s6.postimg.org/ivzxu9qy9/rose.jpg
      Format 18×24 ungefähr.
      Ein Maiglöckchenstilleben, für das der polnische Bekannte 800 Euro haben will, schon in kleinerem Format 15×20 nachgemalt, das hat ganz gut geklappt, hängt bereits in einem schönen Gründerzeitrahmen an der Wand, schaun wir mal.

      Und mal ein Tag ohne Trumpelschulzensmerkel ist richtig schön, ehrlich.

  91. Klonovsky hat auch ein schönes Gericht
    Kein Unterschied zwischen Dom zu Kölle und Frauenkirche zu Dresden oder was dem einen sein Boot ist dem anderen sein Buswrack:

    Sprachlich-gedankliche Highlights:
    deutsch-syrischer „Projektkünstler“
    auf ästhetische Indolenz dressierte Kommunen

    Halten wir fest: Gerade in Deutschland muss dringend auf das syrische Drama hingewiesen werden, gerade Deutschland hat noch nicht genug für Syrer bzw. Menschen, die sich als Syrer ausgeben, getan. Und speziell die Dresdner sollten erfahren, dass Städte in einem Krieg vollständig zerstört werden können.

    Eine von Joachim Fests Maximen lautete: „Ertrage die Clowns.“

    Den OBB, den ein Leser nachreicht, nicht vergessen. Fast so gut wie: „Viele Länder beneiden uns um dieses Mahnmal.“

    Auf acta diurna natürlich

  92. Doppelkeks fallen lassen
    Ihr Apfelkuchen strahlt so substanziell gut rüber, ich mußte unwillkürlich
    meine Mundwinkel mit dem Taschentuch trocken tupfen.

    Das Kuchengabelchen sieht mir ganz nach WMF Stockholm aus.

    • Kein WMF, sondern ESM Remalux
      18/8 Silberglanz Stainless, seit 1972 in Gebrauch.
      Rezept zum Apfelkuchen steht etwas höher, geht ganz einfach.

  93. I think that um... I think that sex is overrated
    Fast 300 Kommentare über Kochrezepte!

    Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben: Essen statt Sex.

    • Send Nudes!


    • Essen muß man jeden Tag, beim Sex reicht „4x probiert und jedesmal gleich geklappt“.

    • Ach was, können Sie den ganzen Tag essen?
      https://s6.postimg.org/godeygh4h/basic_instinct.jpg

    • @Goodnight
      Sehr geehrter Goodnight, wo leben Sie denn ?

      Sie kennen wohl nicht den Spruch: Essen ist die Erotik des Alters.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Aussterbe-Mythos 'zu wenig Sex'
      Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben: Essen statt Sex.

      Essen ist die Erotik des Alters.
      ;-)

      Sex ist bereits seit den 60ern kein Garant mehr für kaninchenhafte Vermehrung zum Wohle des Staates. Insofern kann man auch mit ziemlich viel Sex hervorragend aussterben.

      Aussterbegrund ‚zu naiv, zu nett‘:
      Die kauzig-putzigen Kakapos (grün, bis zu 95 Jahre alt werdend) starben beinahe aus wegen ihres mangelnden Fluchtinstinkts: Sie bleiben einfach hocken, wenn eine Wildkatze kommt.

    • Speaking as a completely objective third party observer with absolutely no interest
      Nachdem mir beim überraschenden Betrachten tieferliegender Körperöffnungen weiblicher Provenienz mein FitnessFreakMegaProteinClucoseFreeShapeLineMüsli in meiner oberliegenden Körperöfffnung steckenblieb (Frau Simon: bitte in Zukunft meine Nutzerzeiten beachten!), muss ich dann doch mal straight talken:

      Personen mit einem niedrigen Sexualtrieb neigen dazu, ihre obere Körperöffnung beim Sex zu benutzen.
      Personen mit einem hohen Sexualtrieb neigen dazu, ihre primären Geschlechtsorgane auszuleben.

      Wie schon gesagt, Essen ist nicht so mein Ding.
      Das überlasse ich den Frauen. :-)

    • @ Goodnight sagte 8. Februar 2017 um 19:36 Uhr
      “ Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben: Essen statt Sex.“
      .
      So würde ich das nicht sagen. Schauen Sie sich die Reproduktionsraten in den Ländern mit den dünnen Kochbüchern an. Einen Teil davon können Sie aktuell in den Fußgängerzonen als zukünftige Rentenkasseneinzahler, Garanten für das Vorantreiben der Industrie 4.0 und laut unseres rollenden Verres als Aufstocker des Genpools besichtigen.
      .
      Und schauen Sie den VB an, dem rege sexuell Aktivitäten nachgesagt werden-mit welchem Ergebnis? Ihre These würde ich nicht übernehmen wollen.
      .
      Was halten Sie davon: Dummheit frisst, Intelligenz säuft, das Genie macht beides.
      (DdH)

    • Alles gut und schön.
      Hier wird aber zuviel von Linsensuppe geredet, es dürften auch mal Erbsen sein.

    • Ach lieber Goodnight, wenn Sie nutzen,
      schlafe ich doch noch, alldieweil meine Nutzerzeiten sich von Mittag bis weit nach Mitternacht erstrecken. Wollte ich auf Sie explizit Rücksicht nehmen, müsste ich mir den Wecker stellen und könnte vor lauter Aufregung, ja nicht zu verpennen, gar nicht erst schlafen. Alternativ könnte ich auch gleich so lange aufbleiben usw.
      Aber immerhin habe ich wohl das passende Foto erwischt, deute ich Ihren Post richtig und Essen nicht so ihr Ding ist.

  94. Tiere im Mixer
    Don, Sie wissen aber schon, daß der „Tierschützer“, der Pim Fortuyn geschlachtet hat, seit 2014 wieder frei ist und trotz Verletzung seiner Bewährungsauflagen auch frei bleiben darf? Und einem Holländer entkommt man auch auf dem Fahrrad nicht so leicht (naja, vielleicht in den Bergen).

  95. Knödel, die schönen auf dem Foto
    haben mich jetzt auch ermuntert, mal wieder welche zu machen. By the way: Herr Knaus von der ESI-Stabilitätsinitiative – der, dem wir diesen misslungenen Türkei-Plan verdanken und der gerade mit fellowship in Istanbul weilt, mixt auch gerade wieder wild in der Migrationskrise rum und entwickelt neue Pläne, similar Türkei, mit Nigeria und Senegal, „Malta-Plan“. Um was es geht, steht hier und verheisst nichts Gutes: http://www.esiweb.org/index.php?lang=de&id=67&newsletter_ID=112
    PS: Für Tarte Tartin braucht es keinen Mixer.

    • In Holland kann man jetzt staatsfeindlichen Extremisten die Staatsbürgerschaft entziehen.


    • Staatsbürgerschaft entziehen.
      Naja, ähem, wenn Staatsbürgerschaft Steuer zahlen und keine Papiere Sozialversicherung umsonst bedeutet, ist das nicht gerade ein Opfer.

  96. Der Beitrag in der Kurzfassung
    Männer und Technik

  97. aus der schlechten neuen Zeit manipulierter Daten
    Nichts davon in unseren Zeitungen gefunden:
    His main charge is that the federal government’s top agency in charge of climate science published a flawed but widely accepted study that was meant to disprove the hiatus in global warming.

    Read more at: http://www.nationalreview.com/article/444668/whistle-blower-scientist-exposes-shoddy-climate-science-noaa

    http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-4192182/World-leaders-duped-manipulated-global-warming-data.html

  98. Zimt und Zucker und das Aroma von Lieblichkeit
    Renate Simon sagt:
    8. Februar 2017 um 19:39 Uhr
    Ja und in meinen Apfelkuchen
    kommt eine gute Prise Salz.

    Liebe Frau Simon, als gestandene Hausfrau wissen Sie sicher:
    Das Salz dient nur zum Protegieren (ich weiss das Wort auf Deutsch nicht mehr!) der Aepfel und des Teiges, damit es haltbarer bleibt und kein Schimmel ansetzt.
    Und dass sie mir ja nicht den Zimt zum Zucker bei den Apfeln vergessen, denn ohne Zimt schmeckt es zu.,..na, Apfelaertig, der Zimt gibt dem Apfelkuchen den Geruch der Exotik, das Aroma von Lieblichkeit.
    P.S. Ein paar Rosinen reingeworfen gibt die richtige Rundung….

    • Lieber Herr Tico,
      natürlich ist auch Zimt im Apfelkuchen, das Apfelkuchengewürz ist eine Mischung aus allem möglichen, u.a. auch Zimt. Rosinen muss ich allerdings nicht haben, die habe ich noch nie gemocht. Dafür ist ein Schuß Schnaps drin, je nach Laune und Vorrat entweder Himbeergeist, Carlos oder Omas Bratapfellikör, nicht dass man das rausschmeckt, einfach nur so.

      In einem muss ich Ihnen aber widersprechen, ich bin absolut keine gute oder gar gestandene Hausfrau, ich habe von Haushalt sehr wenig Ahnung und Hausarbeit ist mir ein völliger Graus.

      Ihr Buch liegt hier übrigens, ich habe noch nicht reinschauen können, weil ich noch mit zwei anderen Büchern, Bilder malen und hier lesen und schreiben beschäftigt bin. Rein äußerlich macht es schon einen sehr guten Eindruck und ist sicher eine interessante und lehrreiche Lektüre.

    • Zimt
      Ahja, so’n schöner Bio-Kapaun mit Zimtkruste, sonst gewürzt wie üblich, gebraten im Römertopf, ist eine Offenbarung für die Geschmacksknospen.

    • Ticos Buch ...
      … macht „innerlich“ auch einen guten Eindruck.

      Don Tico, dort zählen Sie Mexiko (Mexikanische Vereinigte Staaten) zu Mittelamerika. Halten sich Mexikaner nicht eher für Nordamerikaner?

  99. Unfallstatistik & Legasthenia Sponalis
    Zum Unfallrisiko von Senioren: Senioren ab 65 Lebensjahren bildeten 2015 17,3% der Deutschen Bevölkerung. Von 572 404 Unfallverletzten waren Senioren ab 65 mit 73 336 (12,81%) beteiligt (Link 1, 2 und 3). Laut einer Fachtagung an der Universität Düsseldorf aus dem Jahre 1999 ist das relative Unfallrisiko dieser Gruppe weder erhöht, noch wird es in Zukunft zu einer Erhöhung kommen (Link 4).

    Legasthenia Sponalis
    Weil immer über Don Alphonsos Rechtschreibschwäche gelästert wird: in SPON stand heute ein Artikel über Empfängnisverhütung, die auf SPON als „Verhängnisverhütung“ bezeichnet wurde. Ich habe sie darauf hingewiesen und sie haben es klammheimlich korrigiert (Screenshot wurde vorher gesichert).

    https://is.gd/wOXLap
    https://is.gd/YrPeqD
    https://is.gd/6P9kiT
    https://is.gd/3wIwEE

    • Schuld ist der speed
      Wenn, wie beim Don, die Finger rasend schnell über die Tasten hasten
      und keinerlei Zeit zum korrigieren bleibt, dann kann nicht von Legasthenie
      gefaselt werden.
      Wenn in Sponistenkreisen Empfängnisverhütung zu Verhängnisverhütung
      mutiert, dann steckt die von Freud entlarvte „Grundeinstellung“ dahinter.
      Die Grünen glauben, mit rein deutscher „Verhängnisverhütung“ der Welt
      einen Gefallen zu tun. Einer allenfallsigen Verhängnisverhütung südlich
      von Europa das Wort zu reden, halten diese Personenkreise sicher
      für Rasssisssmusss.

    • Ich finde, Ihre Mühe...
      … ist ein Dankeschön wert! Danke.

  100. Unheimlich
    Ja, mir ist etwas unheimlich. Ich merke zunehmend, wie ich Ihnen gar nicht böse sein kann, lieber Don, auch wenn ich etliche Ihrer Ansichten, die ich mir aus den süffisant eingestreuten Reizwörtern assoziativ aufwärmen konnte, tausendmal nicht teile.

    Fast wirken die politischen Wörter deplatziert, sorgsam versteckt wie die Rosinen im Strudelteig, ja, Sie haben als gute Hausfrau, die die Frauen dahinschmelzen lässt (und sicherlich auch die ein oder andere Kommentarschreiberin), die verbalen Schminkstriche so passgenau gesetzt, dass Sie wie die Prise wohltuenden Schauerns beim Verzehr von Gulaschsuppe an einem bayrischen Winterabend wirken – wenn diese Kombination nicht abwegig erscheint, ich bin mit anderen Kulturen auch nicht erschöpfend vertraut.

    Ja, nähmen Sie es denn gern als Kompliment, wenn ich Sie mit Donald Trump vergliche? Jetzt nicht, weil Sie mit Ihrem Blog für das gewisse Luftschnappen nach der Bayrischen Creme zum Dessert sorgen, jetzt nicht, weil in Ihren Beiträgen, auch dank der Kühnheit, die Sie mit dem traditionellen heimischen Gewürz Polemik beweisen, ein journalistisches Original perlt, ohne dass es mir – wenngleich ich nach jedem Gläschen dieses Originals mich ein bisschen schütteln muss – irgendwie langweilig wäre. Nein, sondern da Sie ja schon anführten, der technisch wohlversehene Singlehaushalt ziehe Damen an – „weil ich’s einfach drauf habe“, wie der unberechenbare Überkochtopf mit deutschen Wurzeln sagen würde. Und würde mancher dies nicht als Zeichen werten, dass Sie ein süßer Krapfen im Meer der versalzenen Suppe, ein Lichtblick, ein Heros der Frauenrechte seien, der so den zweitklassigen Köchen im Lebkuchenhaus des Bundestags mal gehörig aufs Dach steigt? Jener Brutofen der marokkanischen Ungesundheiten, in dem die böse Hexe Merkel schon mal Feuer unterm Herd macht?

    Das mögen die gern tun, die dazu bereit sind. Wenn Sie es schon – und war es auch nur implizit – festgestellt haben, dass männliche Dominanz und Unverfrorenheit in diesem Lande nicht von außen kommen muss, doch existiert, Sie sich aber nicht zu den Urhebern zählen, warum legen Sie sich dann so gerne freiwillig unters Messer der FeministInnen, denen Sie doch eigentlich so böse nicht sein dürften? Haben Sie keine Angst, dabei ungenießbar zu werden wie das gestresste Ferkel vor der Schlachtung, oder fürchten Sie, dass bei einem noch gesünderen Maß an Frauenrechten das Leben keine Geschichten mit Küchenhilfen und Eichelhähern mehr schreiben könnte? Ach, Psychologe müsste man sein.

    Einstweilen einen guten Tag.

  101. Jagd auf Vögel
    Ja, damals der Großvater und der Joschi oder heute die Süditaliener mit ihrer oben anklingenden Vogeljagd… Erlaubt sind nun drei Flintenläufe mit je einer Kartusche. – Ein winziges Vögelchen fliegt im Oliven- oder Mandelhain auf, auf alle Fälle: Bum, bum, bum! Noch öfter geht leider halt nicht, ohne nachzuladen. Es trifft dabei auch die geschützten Rotkehlchen, denen dann – gesotten verspeist – in Männerkreisen eine ganz besondere Wirkung, die ich hier einmal „Tinte auf den Füller“ nenne, nachgesagt wird. Rotkehlchen haben wenig Scheu vor Menschen, d.h. eine geringe Fluchtdistanz. Manche „Waidmänner“ gehen mit starken Lampen nachts los, um Vögel auf ihren Schlafzweigen zu blenden und abzuschießen. Sauber!

    Ja, aber was machen bloß die italienischen Frauen dann während der langen Jagd-Schonzeit von Feb.-Sept.? Ihre Ehemänner immer wieder daran erinnern, daß die Schlafzimmerdecke endlich einmal gestrichen werden sollte?

    • Verklemmte haben mehr Spaß...@Don Franciscos Schwester
      Da ist es wieder: die Jagd als männliche Potenz-Prothese. Völliger Quatsch, das gejagte Tier spürt den Tod nicht kommen. Eigentlich genieße ich nur Wildfleisch ohne schlechtes Gewissen. Natürlich nicht auf Singvögel…streng verboten!
      Ich kann überhaupt nicht kochen, deswegen bin ich hier meinen Stuss noch nicht losgeworden. Was ich kann sind rohe Eier, getrennt aufgeschlagen und viel Zucker zu einer wunderbar fluffigen Creme verquirlt.
      Diese, nicht die Singvögel, waren zu Zeiten des Gattopardo ein beliebtes Frühstück nach durchzechter und mit unanständigen Sachen verbrachter Nacht. So ein sizilianischer Kunsthistoriker…meine Antwort s.o. im Titel.

    • Fluffige Creme ist auch schon was.

    • Don Franciscos Schwester sagte am 9. Februar 2017 um 03:23 Uhr
      Jagd auf Vögel, ha, ha, specie cacciabili, gli uccelli come fagiano, merlo….dal 1.10. al 15.12
      .
      Keine Sau, äh Cacciatore interessierte sich für das, was gerade jagdbar war. Jedenfalls 1985 in der Toskana nicht. Mitte August, Samstag, schon am frühen Morgen im Hinterland in der Provincia di Livorno, Castellina Marittima-Pomaia. Menschen, die in der Nähe von Truppenübungsplätzen wohnen kennen das, Dauerfeuer liegt über dem Land.
      .
      Seine Wenigkeit am späten Nachmittag zurück von den Klippensprüngen bei Rosignano draußen vor dem Ferienhaus unter dem Olivenbaum mit dem Wasserbehälter darüber (frühe Solartechnik ohne Kollektoren, nur Helios geschuldet) beim Duschen. In etwa zwanzig Meter Entfernung hastige Stimmen und drei Schüsse. Kleine Äste und Laub rieseln auf mich herab. Sie hätten mal sehen sollen….
      .
      Claire Diterzi « Tableau De Chasse »

      Sonnez l’hallali
      Sonnez ma mise à mort……blas´ das Hallali
      Sonnez ma mort…….. Lass´ meine Erlegung ertönen……

      Und denkend an Sophia: Délace-moi ce balconnet de soie…..

      (DdH)

    • Das hat in Italien zumn Glück ja auch deutlich nachgelassen.

    • Vorlauf...
      …zum Einparkartikel, wie beim Schnapsbrennen.

      https://www.youtube.com/watch?v=4wT7zM8XgXQ
      (DdH)

    • Schöner Film, DdH
      ich gackere hier vor Vergnügen vor mich hin.

    • Wild genießen, weil "es den Tod nicht spürt"
      @Ingrid B.:
      Wofür gibt es Schweißhunde und was ist eine Nachsuche?

  102. Bevor ich mich aufs Einparken konzentriere...
    …noch was für Dons Mixer.

    Topping für einen karibischen Obstsalat ( Papaya,Mango,etc.)

    200g Cashewhkerne ungesalzen
    1/2 Dose Kokosmilch ca.
    1 kleine Chilischote, oder nach Gousto
    2 Limonen
    Kardamon,1/2 Tl.Zimt,1/2Tl.Pfeffer, 1/2 Tl. Salz, 2Tl.Honig.

    Rock on! Figaro hier, Figaro da. Figarroo, Figarroo, Figarroooo.


    • @Philomena: Hm, Kardamom, das hab ich gern. Klingt aber eher wie was für den Sommer, wenn es heiß ist. – Danke für Ihre freundliche Antwort, fühlen Sie sich lieb gegrüßt.
      @Renate Simon: ah, das Apfelkuchenrezept, gut dem Dinge.

    • Rezepte
      @colorcraze, bei Kardamom gibt es extra keine Mengenangabe.Eine Kugel Eis dazu geht auch noch.Passt als Nachtisch eigentlich immer.

      @ Frau Simon, sehe gerade, dass mein Lob für Ihren Kuchen gestern Abend im Orkus verschwand.

      Bei mir auf dem Tablet geht auch mal was daneben, wenn ich nicht ganz mittig auf den Buchstaben tippe.(Apple)

  103. .
    manche Familienfeiern sind zur Zeit: Wassermann-Geburtstage
    Typische Eigenschaften:
    Rebellisch
    Prinzipientreu
    Tolerant
    Unabhängig
    Feinfühlig
    Gutmütig
    Tiefgründig

  104. Zunder
    Don, Sie müssen mal bei Gelegenheit was über die vom Staat einst verordnete laute und ineffiziente Dunstabzugshaube vs. offenes Fenster machen und ausserdem über Bad- und Klolöcher ohne Fenster, selbst in Luxuswohnungen, bei ansteigenden Preisen, über die Art, zu bauen überhaupt.

  105. Tiere im Mixer
    Joe Cartoon hat dazu vor Jahren ein kleines Spiel entwickelt, eine Art Milgram-Experiment zum Selbsttest …

    http://joecartoon.com/games/play/65/Frog_in_a_Blender

    Für Tierfreunde und US-Wahl-Ergebnis-Frustrierte gibt’s ersatzweise auch „Trump in a blender“ (über Google suchen).

  106. Tarte tatin - irgendwo weiter oben nachgefragt
    Ein wirklich taugliches Rezept findet sich hier …

    http://www.saison.ch/de/rezepte/tarte-tatin-2/detail/

    Serviervorschlag: mit Vanillecreme oder -eis, evtl. 1 Gläschen Calavados

    • Tarte tatin ...
      @Kulinarix:
      Super. Die Blätterteig-Variante probiere ich unbedingt auch mal für einen Vergleich zur klassischen mit Mürbeteig.

      Herzlichen Dank!

      Als gewohnheitsmäßiger Von-Hinten-Leser im voraus Merci! auch möglichen weiteren Rezept-Spendern … ich werde mich gnadenlos darüber hermachen ;-)

  107. Tierschutz
    Die Toleranz und das Entgegenkommen gegenüber Minderheitenwünschen nehmen immer groteskere Züge an:
    http://www.fnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Nach-Veganer-Protest-Buergermeister-tauscht-Rathaus-Glockenspiel-aus;art680,2466286

    • Der Bürgermeister ist eine arme...
      ..Wurst, ohne Zweifel. Müsste er deshalb nicht auch sich selbst entfernen? Denn die Veganerin wird ja eine Wurst noch weniger ertragen können als ein unveganes Lied von Gänsen.

    • Was manche Leute so essen...
      Laut Artikel hat sich die Dame nicht an der Gans gestört, sondern daran, daß der Jäger den Fuchs „holen“ kommt.
      Nun – auch Nicht-Veganer pflegen keine Füchse zu verspeisen, soweit ich weiß?
      Oder gilt hier à la Roth-Händle: wer Eichelhäher schreddert, frißt auch kleine Füchse?

  108. @ Uwe Dippel sagt am8. Februar 2017 um 16:18 Uhr
    „..zur Not wird aus dem unpolitischen Ess-Forum hier ein Forum Alte Filme …“
    @DdH: „Gibt es den irgendwo? Den kann ich irgendwie nirgends finden, und letztens ist mir die Aufzeichnung missglückt ….
    Sophia spielt ja auch wunderbar, manchmal zur Not alle anderen an die Wand. Auch wenn Pane, amore e….. cinematographisch kein hochstehender Film ist, die Hauptdarstellerin ist allemal … sehenswert!“
    .
    Der Film hieß im italienischen Original „Una giornata particolare“ (Ein besonderer Tag, italienisch-kanadisches Filmdrama des Regisseurs Ettore Scola. War mal auf ARTE im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes )http://cinema.arte.tv/de/dossier/das-festival-von-cannes-2015/arte-im-zeichen-des-festivals-von-cannes). Leider ist das Video nicht mehr aufrufbar. Auf yt gibt es allerdings viele Kurzausschnitte ihrer Filme. Auch auf Amazon oder anderen Schweinstreiber-Anbietern mit denen ich keinen Handel betreibe. Mir reichen die gelegentlichen Wiederholungen auf ARTE oder 3 sat.
    .
    Ach die Sophia, was soll ich sagen? Mir wird so blümerant, selbst wenn ich sie jetzt mit 83 Lenzen sehe, ist mir immer noch nach „Mariellche, warom zittarest du? Zittare ich nüch, is mir nur jeyl“ (bitte in ostpreußischer Prononciation, also in der Sprache von Ännchen von Tharau)
    .
    Wußten Sie übrigens, daß sich Sophia früher mit Donald gemein machte? Sie besitzt ein Appartement im Trump-Tower.
    (DdH)

    • Ich hatte natürlich gehofft, und wusste schon immer ...
      … auf eine leichtzugängliche Quelle.

      … irgendwie, warum Trump sooo schlecht nicht sein kann!
      – Nein, wusste ich nicht, mit den Gemeinsamkeiten.
      „May I show you my collection, eeh, of … towers?“

    • DdH, den Film können Sie im Original
      von dieser Seite holen
      http://www.cb01.pw/4k/film/top-4k/?id=11473
      UNA GIORNATA PARTICOLARE STREAMING
      105 min | 4K ULTRAHD | FULL HD (1080p)

      nach Anmeldung kostenlos.

    • Naja, Frau Simon,
      und nach der Anmeldung und dem Runterladen der zum Anschauen notwendigen Datei beschwert man sich dann, dass ‚irgendwie‘ der Feind im eigenen PC sitzt, oder das Betriebssystem neu installiert werden muss, oder sonst irgend etwas nicht mehr ‚ganz so ist‘ wie es vorher mal war.

      Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht!

  109. Titel eingeben
    Sind hier im Poesiealbum ja nur Süßmäuler und Vierbein und Zweibein Vertilger unterwegs.
    Z.B.
    Leckere Maischolle, kennt man am besten ein Lokal, dass diese perfekt bruzelt. Mehr als einen grünen Salat und gutgemachte Bratkartoffeln braucht es nicht.
    Auch die Fischköppe im Norden haben etwas zu bieten.

    Fischsuppe, auch nicht zu verachten,gibt`s heute bei uns noch, später, später….
    Mit Croûtons und Rouille.

    Was dem Don als Veganer entgeht, nun ja …….. , hihi

  110. Bei SPON ein Jubelgesang auf St. Martin, man nennt..
    …das Kratzfußjournalismus. Augstein hat nur 1 Bedenken: Schulz muss vergessen machen, dass die SPD seit Menschengedenken ja schließlich (mit)regiert, also an den desolaten Zuständen schuld ist, die sie nun mit Schnulli, sorry, Schulzi beheben will.
    .
    Aber Schulz muss noch mehr vergessen machen, viel mehr. Etwa, dass er seit Menschengedenken in Brüssel dafür Sorge trug, dass die Verbrechen seines Komplizen Juncker vertuscht blieben (Luxleaks – Schulz profitiert davon, dass Junckers Straftaten wie die seines niederländischen Dieners ungeahndet blieben und bleiben).
    .
    Es wird ihm gelingen, das und noch mehr vergessen zu machen. Bis wir uns – im schlimmsten Falle – alle die Augen reiben – um dann so zu tun, als hätten wir es nicht gewußt – wie dieser mutmaßlich selbst kriminelle Kerl für sich und die Seinen zu sorgen weiß.
    .
    Und weiter zur Erinnerung: der Bursche hat sich für alle Tage aller Jahre in Brüssel Parlamentstagegeld auszahlen lassen, ob wohl er kaum je da war (einstellige Tagezahl insgesamt). Da kamen Millionen zusammen, ergaunert durch Betrug…

  111. Der friedliebende, bar jeder Missionarshaltung bleibende, Vegetarier wird
    von mir mit ebensolcher Toleranz verwöhnt :

    Tua uma dei Fleisch, waunst as ned mogst, und den Eiersalod mogst a
    ned ? Weng die Eier-nua hea damid !

    Mog I ois !

    I hett do a Greazeig, ,,Kohlsprossen“ ,wos I am Tod ned daleid – mogst des ?
    Oba gean.

    Geht doch, oder ?

  112. Make it hot
    Wir warten.
    Auf die Ausführungen über Parken. Ich mache Ihnen gern ein paar diskutable Vorgaben.

    1. Fahranfängerinnen parken i.d.R. schlechter ein als Fahranfänger
    2. Italienierinnen können gar nicht parken, aber auch nicht autofahren.
    3. Die Einparkhilfe war eine der besten Erfindungen der letzten Jahre, die Kamera braucht keiner.
    4. Trotz der Einparkhilfe kann man kleine Polder und Felsbrocken in den Bergen anfahren.
    5. Frauen fahren über rote Ampeln, weil sie pennen.
    6. Männer rasen über rote Ampeln, weil sie noch schnell weiter wollen.
    Hieraus ergibt sich:
    Frauen provozieren einen Auffahrunfall von hinten, Männer fahren eher auf.
    7. Frauen halten meilenweit Abstand, so dass sie öfter neue Vordermänner bekommen bzw. auf den A’s rechts überholt werden.
    8. Männer halten viel zu wenig Abstand und neigen mehr zum Drängeln, besonders Audibesitzer.
    9. Männer fahren auf Autobahnparkplätzen zügig vor die Toilette, Frauen halten davon Abstand.
    10. Ausländer, insbesondere aus dem Süden, haben oft zu wenig Reifenprofil und fahren dennoch dicht auf.
    11. Frauen werden nervöser bei Schneefall, was sich auch dadurch erklärt, dass sie seltener 4 wheel drive fahren, als
    12. Männer, die sich voll darauf verlassen und wissen, wie man das ABS bedient (Tritt ins Schienbein).
    13. Frauen parken vorwärts ein, weil sie eh immer zu spät sind.
    14. Männer parken rückwärts ein, jede Minute penibel planend, außer bei Dates, wo sie lieber zu spät kommen (rar machen).

    Nur ein paar Vorgaben. Statistiken aus Fahrprüfungen helfen. Audifahrer fahren trotzdem am besten, am zweitbesten BMW. Mercedes hat einen Rentnerbonus (ich hab Zeit).
    Wir warten. Wir sind ja auch Rentner, einige.
    Prognose: Wenn’s gut wird, kommen Sie auf 700 bis 800 comments.
    Viel Freude. Machen Sie’s schön provokant. Wir leben ohnehin im Kabarett. Und nicht vergessen:
    „You eat never as hot as it was cooked“, Wolgang Schäuble, Weltwirtschaftsforum Davos 2017.

    • Ergänzung
      Wenn man eine Frau fragt, was sie für ein Auto fährt: „Ein Blaues (und es heisst „Dudu“)“.
      „Was für eine Marke, was für ein Typ?“
      „Keine Ahnung“.

      Fragt man einen Mann: „Einen 2016er Masafretti Biturbo mit Doppelkompressor und Lachgaseinspritzung, 580 KW, von 0 auf 200 in 6,875 Sekunden (mit Winterreifen und Schneeketten drauf)“. „Was für eine Farbe?“ „Keine Ahnung. Gibt’s den überhaupt in verschiedenen Farben?“.

  113. nächstes mal: altersarmut und die verschwendung durch den a440
    werter DON, kaum haben sie in einer anwort an mich den a440, dieses superflugzeug unserer feldherrin ins spiel gebracht, schon bleibt es stehen, nicht in der luft zum glück, sondern am boden.

    warum die feldherrin diesen unausgereiften a440 beschafft: mir ein rätsel.

    fast wöchentlich sehe ich hochzuverlässige und preiswerte alternativen über den verschneiten bergen, es muss ja nicht gleich eine B-52 wie für DR.Strangelove sein, nein da reichen drei motoren völlig aus oder wir lieben es ganz sportlich und landen auch auf rasenpisten, dann eben nur eine turbine.

    enorme einsparungen winken, dazu haben all diese maschinen noch ein grosses plus am heck was dem feind die überlegenheit noch klarer macht.

    https://www.youtube.com/watch?v=mRioMv5H2yw

    oder gar: https://www.youtube.com/watch?v=kEb74IquE1A

    • Hm. das besagte Thema habe ich schon anders aufgezogen.

      Aber sagen wir mal so, wenn Politiker öfters mit dem Ding fliegen und im Ausland liegen bleibenb, rentiert sich das für Deutschland schon.

    • THINK GLOBAL, FLY&FIGHT LOCAL
      aha, sie ziehen es anders auf, das ist gut so: meinungspluralismus

      mit den von mir vorgeschlagenen aeroplanen würden die deutschen kriege im fernen ausland sofort entfallen, die reisen deutschen minister dahin würden zwar stilvoller, sofort aber zu unkomfortabel……es winken grösste haushaltseinsparungen !!!

      …………allerdings könnten die vereinigten deutschen einheitsmedien nach den zu erwartenden politischen damm- oder deichbrüchen in den Niederlanden oder in Frankreich (ein neben mir sitzender vertreter der europäischen hochadels empfahl mir am letzten sonntag es in FrankArm umzubenennen) damit natürlich attacken zur rettung des abendlandes initiieren, besonders der dreimotorer hat da ja schon flug- und landerfahrung. das gilt übrigens auch für Polen oder Österreich.

      der Pilatus PC6 Porter kann für luftlandeoperationen auf den Champs Elysees genauso landen wie auf der Karl-Marx-Allee (nähe zur Rigaer) oder der Wiener Ringstrasse und für den einsatz in Amsterdam ist er flugbootfähig.

      die feldherrin würde ein neues motto ausgeben: „think global, fly&fight local !“

      Dessau würde wieder erblühen und die motorenwerke in Mü würden wieder motoren bauen dürfen.

    • Wieso rentierte sich das für uns?
      Die kassieren dann doch auch noch Reisespesen bzw. Abwesenheitspauschale, Gelder für anderweitige Unterbringung usw.

      Rentabel wäre, die würden bleiben, wo der Pfeffer wächst und keine Diätenüberweisung ihren Weg fände.

      Aber so sind wohl 53 Maschinen bestellt und 4 geliefert worden, wenn ich gestern Gelesenes richtig erinnere, was da noch alles passieren könnte…
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article155901087/Von-der-Leyen-ist-von-Putin-abhaengig.html

      uvdL war mit dem A340 auf dem Weg nach Mali in Nigeria hängengeblieben, war also auch nicht besser. Tolle Wehrbeschaffungsmaßnahmen, funktioniert eigentlich überhaupt etwas?

    • Dann ,Don, sind die beiden das falsche Gerät .
      Die Ju 52 war eine der verläßlichsten Maschinen überhaupt, auch die britische Airline hatte solche, und die hatten eine eigene Luftfahrtindustrie.

      Das nämliche gilt für die Pilatus Porter und Turboporter.

      Nein, Don, was Sie meinen, ist ein Transport unserer Schätze mit der Hercules ,hinten nur Schätze, kein Ladeoffizier, Klappe auf

      Maschine zieht steil hoch, das mach ma a paar mal,
      und DANN

      ist es gut für die Menschheit.

    • Als Defätist, Frau Simon,
      finde ich, dass sich *jedes* Kriegswerkzeug lohnt, das nicht zum Einsatz gegen andere Länder taugt.

      Nachdem Deutschland sich ja neulich schon mal ganz klein und versuchsweise an einem Angriffskrieg beteiligte (Übung macht den Meister!), und dann auch noch voll im Rahmen des Grundgesetzes, erfüllt es mich mit grosser Freude, von jedem dieser Werkzeuge zu lesen, das vom blueprint gleich in den Mülleimer fällt.

      Am Ende würde Deutschland vielleicht doch einmal seine Freiheit – oder was auch sonst immer – in meinem Heimatland verteidigen wollen.

    • Na da passt doch der Artikel vom Mutterschiff bestens
      http://www.faz.net/aktuell/politik/sicherheitskonferenz/f-a-z-exklusiv-bundeswehr-will-ankerarmee-fuer-kleine-nato-partner-werden-14869905.html

      Ankerarmee, kann ich mir nichts drunter vorstellen, allenfalls, dass wir auf das Material der anderen zurückgreifen, denn wir haben ja nix.

    • " denn wir haben ja nix."
      Hmm. ‚Wir‘ haben da eine grosse Erfahrung drin.
      Mit 100.000 Mann – also weniger als die BuWe – konnten wir ab ’39 singen „Heute gehört uns Deutschland, und morgen …“ Also die ganze Welt ist es nicht geworden, aber die Halbe.

      Nein, richtig Angst braucht es da wahrscheinlich nicht. Die deutsche Regierung versucht zur Abwechslung dieses Mal eher, das Land von innen heraus in den Ruin zu treiben. Mit dem richtigen Fingerspitzengefühl lässt sich womöglich in weniger als 12 Jahren hinbekommen.

    • Ja lieber Herr Dippel, ich wollte den Film ja nicht sehen
      Und mit Runterladen irgendwelchen Zeugs bin ich vorsichtig, schon immer, konnte ja nicht ahnen, dass der bewährte ccleaner, geladen bei Chip oder Bild, plötzlich solchen Unfug liefert.

      Und wenn meine Kiste nun auch wieder läuft, kommt die Meldung Keine Rückmeldung zuverlässig wie zuvor. Ich denke, es liegt zum einen am Speicherfresser Chrome, ich habe etliche Tabs den ganzen Tag offen, blättere immer mal durch, ob es was Neues auf der Welt gibt und dann heißt es warten, bis mein Gustav sich wieder einkriegt. Wie das Netz sagt, ein Dilemma des Arbeitsspeichers bei versch. Windoof-Versionen und ich habe keinen Plan, wie ich ohne Softwareänderung da rauskomme. Eine Speicheraufrüstung bräuchte die 64er Version, auf der Photoshop z.B. nicht läuft, also Kappes.

      ..
      Die Frage, ob unsere Armee funktionsfähig ist oder nicht, sehe ich wie Sie, je weniger funktioniert, umso besser.

    • Zur Ankerarmee - armer Anker
      ggf meint man es wirklich ernst.
      S. Gabriel sagt ja so gerne:
      Nur mit der €U haben
      wir eine Chance gegen China und die USA.

      Man könnte glauben Berlin will sich tatsächlich
      von den USA abnabeln.
      Ich empfehle den Osteuropäern baldige Besuche
      in Washingtion.

      Die USA werden sich länger halten als Dr.Merkel,
      Schulz und die €U.

      PS Die Ankerarmee mietet Transportflugzeuge einer
      russischen Fluggesellschaft um Material nach Mali zu transportieren.
      Das ist für die Russen so interessant das man am Leipziger
      Flughafen eine Außenstelle eingerichtet hat.

  114. Suff und Kultur
    „Externet sagt:
    9. Februar 2017 um 10:13 Uhr
    Ticos Buch …
    … macht „innerlich“ auch einen guten Eindruck.
    Don Tico, dort zählen Sie Mexiko (Mexikanische Vereinigte Staaten) zu Mittelamerika. Halten sich Mexikaner nicht eher für Nordamerikaner?“

    Danke für das Lob.

    Ja, geografisch gehört Mexico zu Nordamerika, aber aus indigener Kulturgeschichte muss es zu Mittelamerika gehören, da man mit „Nordamerikanischen Indianern“ immer nur Sioux (ausgesprochen: Su), Apachen (war eine Mischung verschiedener Stämme) sowie Dakota und ähnliche meint.

    Die mittelamerikanische indigene Kultur aber entwickelte sich aus den Olmeken, die an der Ostküste Mexicos lebten, und deren Teile der Kultur wiederum die Stämme der Maya übernahmen – und so weitere. Also habe ich der kulturellen Richtung wegen Mexiko mit einbezogen in Mittelamerika.

    Um beim Essen zu bleiben, hier mal etwas sehr Exotisches:
    Gegessen hat man bei den Indios übrigens Talmales, alte Tradition. Auf gekochte Bananenblätter (es können auch die Blätter der Helikonien sein, überhaupt alle Blätter aus der Familie der Bananen) wurde Maisbrei gehäuft, ein Stückchen Schwein (roh) dazu gelegt, etwas Gemüse (Chili picante etwa, also scharfe Paprikaschote) und das ganze wie ein Päckchen zusammengefaltet und mit Agavenfäden zusammengebunden (damit es später nicht auseinander fällt). Das wurde dann in Lehm gepackt und ins Feuer gelegt. Wie lange es drin blieb, weiss ich nicht, später holte man es raus, schlug den Lehm ab, packte das Päckchen auf und gab sich dem Genuss von gebackenem Maisbrei mit gebackenem Schwein hin.

    Talmales war bis vor wenigen Jahren ein Traditionsgericht in Mittelamerika, das man nur an Weihnachten pflegte, der vielen Arbeit wegen. Heute wird das alles fabrikmäßig zubereitet und im Supermarkt auf den Haufen gelegt. Schmeckt wie fest gewordener Papierleim, die Industrie versaut einfach alles.

    Meine Frau, Indigene, kocht das Zeug zu Weihnacht exzellent, ein Hochgenuss mit Huhn (Brustfleisch), Zanahoria, also Karotten und Chili dulce. Zwei Talmales und man ist satt.

    Von gekochter oder gebackener Schlange rate ich ab, zu zäh. Und vom Krokodil ist eigentlich nur der Endteil des Schwanzes genießbar, aus dem Rest darf man sich Schuhe anfertigen. Leguanfleisch jedoch ähnelt unseren bekannten Hühnchen. Das geschossene Chancho de Monte, das Bergschwein, schmeckt ein wenig herbe, so als sei ein Hauch, Pardon, Urin im Fleisch.

    Ja, ich habe da schon einiges ausprobiert, auch Schildkröteneier (keine geklauten, niemals, nur die offiziell erlaubten vom ersten Gelege). Angeblich geben die Eier, gemeinsam mit Schnaps, die sexuelle Kraft der frühen Jugend zurück. Ich hab nix bemerkt….

    Sollte Don Alphonso uns demnächst mit dem Thema „Suff und Kultur“ bereichern wollen, weiß ich ein paar exzellente, jedoch sehr, sehr exotische Besäufnismöglichkeiten!

    • nur so...
      Habe grad eben gelesen, dass
      Costa Rica einer von den wenigen Staaten weltweit ist ,
      der über kein eigenes Militär verfügt,
      und das bereits seit über sechzig Jahren!
      Toll!
      http://www.derblindefleck.de/top-ten-der-vernachlaessigten-nachrichten-2017/

    • die sexuelle Kraft der frühen Jugend
      Tico, nur die Eier essen allein genügt nicht, Sie müssen auch fest dran glauben. Hätten die Asiaten und weiß der Teufel wer noch nicht den Glauben an die Kraft des Horns würden Elefanten, Nashörner usw. nicht zu Schaden bzw. zu Tode kommen. Die Wirkung macht allein der Glaube. So ist jedenfalls meine Interpretation dieser merkwürdigen Gebräuche. Und was wären alle Religionen ohne die Gläubigen, Firlefanz, sonst nichts.

      Dass der Don uns über Suff und Kultur aufklärt, glaube ich weniger, er ist Antialkoholiker, er könnte allenfalls rein theoretisch mitreden.
      Und ich könnte allenfalls beitragen, dass ein Versuch, mich aus irgendwelchem Kummer bewusst zu besaufen, damit endete, dass ich im Kopf völlig klar, mein Körper aber völlig außer Kontrolle war und ich diesen Zustand sehr bewusst und frustriert erlebte. Zum Glück vor vielen Jahren allein daheim erlebt und einer Wiederholung völlig unwürdig.

  115. Tastatur
    „Marx sagt:
    Weil immer über Don Alphonsos Rechtschreibschwäche gelästert wird: “
    Zu des Dons Ehrenrettung moechte ich bemerken:
    Ihc denke das ist ein Irrtum. Wenn man shcnell schreibt, komtm es immer wieder zu Verwechslungne dre Tasten, das ist also eien Frage des Temperamentes und nicht der Rechtsxchreibeschwaeche.

    So, ich lasse dne Text jetzt mal genau so stehen, unkorrigiert, weil, wnen der Don auch noch siene Antworten zusaetzlich korrigieren muesste, koennte er gar nicht auf vieles eingehen.

    Normalerweise korrigiere ich erst noch meinen text bevor ich ihn hier reinsetze.Die Fehler kommen vom shcnellen Tippen.

    So grausam sieht dann ein schnell getippter Text aus, Habe ich eien Schreibschwaeche?

    • Tastatur extended
      Sie haben völlig Recht! Das liegt natürlich auch am Medium. Ich schreibe z. B. einige Texte lieber auf der Schreibmaschine. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Qualität des Inhaltes (ohne Wertung) ändert, nur weil man unbewusst voher überlegt, was man eigentlich ausdrücken möchte. Tipp-ex-Streifen schön und gut, aber man kann auf dem Papier einfach nicht so „rumrotzen“ wie am Computer.

      Ich verwende mittlerweile auch mehr Zeit damit, die Buchstabendreher zu korrigieren, als einen Gedanken zu Monitor zu bringen. ;-)

  116. Titel eingeben
    „Er suchte den Butter“.

    Dachte im Süden sagt man „die Butter“, nicht?

    • Butter
      In Baden auf jeden Fall „Der Butter“ (le beurre) – die Nähe zu Frankreich hat auch noch ein paar andere Annäherungen gebracht wie „Trottwar“, „Potschamber“, „Herdäpfel“ oder Erdäpfel (zu unterscheiden von den „Grumbiiere“…).

    • Wahrscheinlich sollte es heißen, "Er suchte den Butler.".
      Kann aber eigentlich auch nicht sein, denn ist jemand noch ein Butler, wenn man ihn erst suchen muss? Gehört zum Butlerdasein nicht die permanente Anwesenheit dazu?

  117. Der Schnee rieselt nicht hysteroid laut
    Übrigens finde ich den Ausdruck „Snowflakes“ für die besagten Schreihälsinnen unpassend, da Schneeflocken leise sind. Das Bild vom warmen Zimmer, in dem man, angenehm berührt, den ersten Schneefall betrachtet, wird gestört durch die Zweckentfremdung. Merke: Leise rieselt der Schnee.
    Bei denen rieselt oft schon der erste Kalk, so scheint’s.

  118. Nach dem Menü kommen die Fragen
    Langsam läuft das hier aus, und es ist sonst nicht viel los; der Kutter ist mal wieder mit Sean Spicer beschäftigt, morgen ist wieder Kellyanne Conway dran; es besteht Gefahr, dass das langweilig wird. Richtig interessant ist nur der Besuch von Pompeo bei Erdogan.

    So ist vielleicht Raum für etwas, das mir schon länger durch den Kopf geht: Wie kann es sein, dass so ein Hype um Schultz entsteht, der doch zusammen mit Juncker und Merkel dafür verantwortlich ist, dass Schengen nicht außer Kraft gestzt wurde und unhaltbare Zustände eingetreten sind durch Terrorattentate, Überforderung von Behörden und Missbrauch mit Mehrfachidentitäten wie auch krasse Überforderung von Schulen und Lehrern wie auch schwächeren Schülern? Schultz ist doch als oberster Funktionsträger in der EU mitverantwortlich.

    Am Ende sieht das so aus, aber statt dessen wird über Trump geschimpft:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article161947640/Es-droht-eine-Gettoisierung-im-Schulsystem.html
    Und so:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article161943738/Mehrheit-der-Europaeer-gegen-Zuwanderung-von-Muslimen.html

    Die Welt bringt natürlich ein Bild einer sympathischen Familie, allerdings sehr kinderreich (Ca. 1000 Euro allein Ki-Geld) und mit verzichtbarer Mutter, die die Statistik für Altersarmut anreichern wird. Dennoch sympathisch, wie man sie so gut wie nie sieht.
    Die Gebildeten seien angeblich für das Chaos. Das sehe ich nicht bei rund 20 Prozent Unentschiedenen. Die Gebildeten wissen, wann man die Klappe hält und abends lieber ein Taxi für die Tochter bereitstellt.

    Schultz und Juncker haben das indirekt mit verursacht, daher halte ich die Wahl zwischen Schultz und Merkel für eine Wahl zwischen Teufel und Beelzebub mit einem nachfolgenden Weiter so auf unsere Kosten, sowohl sicherheitstechnisch, als auch finanziell und schulisch sowieso.

    • Ich mach ja schon.

    • Der Kutter
      Der Kutter tut, was ein fleißiger Kutter tun muss:
      Er tuckert herum.

    • Es ist eine Wahl zwischen Teufel und Belzebub
      und bis zur Wahl noch eine Weile hin, in der es der SPD garantiert gelingt, dem eigenen Kandidaten doch noch ein Bein zu stellen. Ein Programm hat er ja ebenso wenig wie Merkel, allenfalls etwas mehr Talent im Darstellen der sogen. „Volksnähe“. Er ist ein Blender wie Merkel, beide halten nicht das, was sich die Leute von ihnen womöglich versprechen.

      Ich habe ja schon nicht verstanden, warum die Leute Merkel wählen, ebenso werde ich nicht verstehen, wenn sie Schulz wählen sollten. Die AfD ist keine Alternative, ach wir sollten die Wahl ausfallen lassen, bringt eh nix, auf jeden Fall keine Änderung zum Besseren.

    • Beelzebub
      Da sind Sie nicht die Einzigen, Frau Simon und Herr Oberländer. Ich denke, dass wir vom Regen in die Traufe kommen, mit dem Gerechtigkeitsschwätzer. Merkel oder Schult erinnert mich sehr an das Dilemma bei der US-Wahl, eben Pest oder Cholera. Im übrigen ist es schön zu beobachten, dass uns`re liebe Frau jetzt bemüht ist, die Fakten bzgl. der Flüchtlinge zu korrigieren. Das haben andere schon vor 15 Monaten angemahnt, aber das waren Rechte, Hetzer und herzlose Gesellen. Jetzt macht die Wendehälsin genau das, was sie vorher kategorisch abgelehnt hat und nimmt nebenbei das Verhalten des Sultans billigend in Kauf.; aber das sind wir ja gewohnt.

    • Schnaps is' gut für Cholera, jumpeidi und jumpeida
      @ Herr Oberländer, so sehe ich das auch, ich war noch nie so ratlos.

      Jetzt sollen wir krabbeln, sagte man im Radio, auf allen Vieren, wie ein Baby.Das ist der neue Trend und der Erfinder hat ein Buch geschrieben und wurde befragt.Wir würden ja nur noch die Beine benutzen und die Arme hätten nix zu tun.Bei mir stimmt das nicht, schließlich staubsauge ich, räume Schnee, putze Fenster und schlage den Hefeteig.Gymnastik gibt’s auch noch auf der Loipe.
      Man könnte sich natürlich mal die Knieschoner umbinden und den Boden wischen.Männer gibt’s…

    • Es war doch wohl glasklar, dass Merkel zurückrudern würde. Wozu also jetzt die Aufregung.
      Und dann gibt es eben das, was man Realpolitik nennt. Ich staune ja, dass es so viele Träumer gibt. Am Stammtisch oder auch woanders kann man sich ja die Welt nach dem vierten Bier nach seinen Vorstellungen zurechtwünschen. Das ist ja ein vertrautes und gelegentlich auch unterhaltsames Spielchen. Aber am nächsten Tag MUSS man doch wieder klar sehen können.
      Und zu den, weiß Gott, ärgerlichen Fakten (Doch, doch! Die gibt es.) gehört,
      – dass eben kein anderes als das bekannte Personal vorhanden ist.
      – dass die EU nunmal so geworden ist, wie sie geworden ist.
      – dass die Nachbarn sich so verhalten, wie sie sich verhalten.
      – dass Erdogan am sehr viel längeren Hebel sitzt, der bei nüchterner Betrachtung vielleicht doch nicht ganz so lang sein könnte.
      – dass mit Trump offensichtlich ein Politrabauke ins Amt gekommen ist, auf den eben irgendwie reagiert werden muss.
      – dass D im Moment ein wenig „schwimmt“.

      Die Träumereien von irgendwelchen guten Zeiten hinter der großen Mauer helfen doch niemandem weiter. Die kommen nie wieder zurück. Wäre vielleicht sogar mal zu überlegen, ob Ulbricht nicht sogar ein wenig zu danken wäre für dieses Bauwerk. Die DDR war Billiglohnland für den Westen und hat gleichzeitig für eine gewisse, wenn auch natürlich falsche Stabilität gesorgt. Stelle mir gerade vor, Ulbricht und Honecker wären in die Lage gekommen, in der jetzt Erdogan ist.

      Was war gleich nochmal das Thema? Alte Küchenmaschine mit Eichelhäher.
      Trump quirlt gerade in sehr viel größerem Maßstab ganz andere Dinge durcheinander. Obs einigermaßen bekömmlich bleiben wird? Ich hätte da so meine Zweifel. Und die Zahl der Zweifler, auch jener, die da wirklich was zu sagen haben, wächst ja täglich. Mal sehen, wann er gestoppt wird. Demokratie und so.

    • Die Politik des "als ob"
      Keiner der Verantwortlichen wird irgendetwas unternehmen, um die „Nachlässigkeiten, Blauäugikeit oder sogar Fehler“ zu korrigieren.
      Es ist so gewollt. Ob mit oder ohne Kollateralschäden, weiß ich nicht.
      Jeder, der mit Flüchtlingen zu tun hat, wird das bestätigen, dass auf der administrativen Ebene alle Weichen für ein „weiter so!“ gestellt sind. Fragen sie Ärzte nach rechnungen von Leuten, die mit zweierlei Dokumenten auftauchen, fragen Sie, wie es sein kann, dass man im Transitbereich seinen Pass entsorgt und dann das Zauberwort wiederholt, Fragen Sie, wie großzügig z.B weit überhöhte Rechnungen von Leuten, die mutwillig ausgelöste Feueralarme in Asylunterkünften reparieren, beglichen werden…, ach, longum est.
      Igendwelche Forderungen, Vereinbarungen uswusz sind Spiegelfechtereien, um Aktivität vorzugaukeln.
      Es gibt genügend Profiteure und nebenbei kann man die Lebensleistung derer, die schon länger hier sind, ausradieren.
      Dann schreibt man von 20 Mrd, die ausgegeben wurden, unterschlägt aber dabei, dass die Kosten, die Kommunen und Ländern entstanden sind, nicht miteingerechnet wurden.

    • Das Geschwätz von Merkel nehme ich nicht erst,
      @Bemaba

      es ist dem Wahlkampf geschuldet und sonst nichts. Wenn sich nun die MPs der verschiedenen Länder darauf einigen sollten, so werden wir sehen, dass nichts weiter geschehen wird. Zentren zur Erfassung der Abzuschiebenden… ich glaube nicht, dass es dazu kommen wird.
      Vor allem, wenn man dann liest, für eine Handvoll Abzuschiebender braucht es mindestens doppeltes Personal und auch noch einen Arzt an Bord… das wird nie im Leben auf die Art etwas. Wenn uvdL mit der Transall fliegen kann/muss, könnte man die Abschiebung ganz anders durchführen. Aber dagegen sind ja etliche Asylvereine, die ihre „Daseinsberechtigung“ gefährdet sehen.

      Merkel denkt nun auch daran, dass die Smartphones derjenigen, die noch nicht so lange bei uns sind, ausgelesen werden. Ich bin anfangs davon ausgegangen, dass ein solches Vorgehen bei der Erfassung der Daten, die sich ja als schwierig bis unmöglich darstellt, selbstverständlich ist. Da reden die von Datenschutz usw., komischerweise nicht bei uns, die wir schon länger hier leben, und wundern sich, wenn das Sozialsystem grandios missbraucht wird. Aber das zieht keine Sanktionen nach sich bei den Neuen, lieber verschärft man die Sanktionen bei HartzIV-Empfängern.
      Anstatt endlich wieder Gesetz und Ordnung herzustellen, Grenzen zu kontrollieren, Leute ohne Papiere gar nicht aufzunehmen, wird reiner Populismus betrieben, den man ja gern anderen Parteien vorwirft.

      Kurz und gut, das Gelaber ist reine Verarsche, um der AfD die Stimmen wegzunehmen. Abkommen mit Libyen, Nigeria u.a. werden teuer und von deren Seite garantiert nicht eingehalten werden. Solange die EU mit Frontex ein Schleuserprogramm betreibt, wird sich nichts ändern.

  119. Titel eingeben
    Philomena sagt:
    9. Februar 2017 um 15:23 Uhr

    Chinesen essen alles,
    was v i e r Beine hat – außer Stühle, sollte es wohl heißen?

    Oberländer sagt:
    9. Februar 2017 um 15:55 Uhr

    FJ45 Beine?
    Auch gern ohne Beine: Schlange
    Unvorstellbar für uns.

    OSTASIENINSTITUT (etwas nach unten scrollen)
    http://www.oai.de/de/45-publikationen/sprichwort/2344-die-kantonesen-essen-alles,-was-am-himmel-fliegt,-au%C3%9Fer-flugzeuge.html
    广东人天上飞的除了飞机、
    地上爬的除了汽车、
    四只脚的除了桌椅,
    其余什么都吃。
    Die Kantonesen essen alles, was am Himmel fliegt, außer Flugzeuge,
    alles, was auf der Erde kriecht, außer Autos,
    alles, was vier Füße hat, außer Stühlen und Tischen.

    • Titel eingeben
      Frau Philomenia, Herr Oberländer,
      wir haben schon bei Chinesen in Asien gegessen,
      bedingt durch eine Autopanne (mussten warten, bis wir ein anderes Auito bekamen.)
      Einziges Lokal in der Nähe war ein Chinese, rappelvoll. total abgelegene Gegend)
      Wir die einzigen Europäer.
      Karte konnten wir nicht lesen, somit bis heute unklar, was wir als Vorspeise und dann Hauptgang gegessen haben.
      Aber man muss nicht nach China oder Asien um zu sehen, was und wie die Chinesen essen.
      San Fransico genügt.
      Alle Tiere die dort verkauft werden leben noch, ob Frosch, ob Schlange oder sonst etwas, für uns etwas befremdlich.
      http://www.sanfranciscochinatown.com/

      Chinesen lieben es frisch.

    • FJ45, das habe ich in NY Chinatown gesehen,
      Schildkröten in Schüsseln mit wenig Wasser usw.Wir sind das nicht gewöhnt. Dann waren Sie aber tapfer. Ich gehe lieber mal zum Inder, es gibt gute.
      In Frisco haben wir nah am Pier39 gewohnt…dann weiter nach Monterey den Highway No1 bis San Diego. Wir hatten auch einen Leihwagen und man trichterte mir ein:wenn die Polizei uns anhält, wenn du fährst, unbedingt die Hände auf dem Lenkrad lassen!Wenn du grad Beifahrerin bist,bloß nicht ans Handschuhfach gehen, die Hände oben lassen, sonst knallt’s.Es wird wohl so verfahren, weil da viele bewaffnet sind.

      Überhaupt sind mir die Asiaten unsympathisch,wie sie mit Tieren umgehen.
      Bären werden gequält wegen der Galle, Haien werden bei lebendigen Leib die Flossen abgeschnitten wegen der dämlichen Suppe, Elefanten und Nashörner gewildert, weil die Nachfrage ihretwegen so groß ist uvm.Es ist ein Jammer.

  120. @ Bux T. Hude sagte am 8. Februar 2017 um 16:11 Uhr
    „Wenn also Sie oder einer der Kommentatoren ein überragendes Rezept für mich hätten … gerne … immer her damit“

    Hab´ lange damit gewartet um nicht als vorlaut zu gelten, aber jetzt wo sich der Blog zu Ende neigt:

    Voilà , Surströmming, schwedische Fischspeise, die durch Säuerung konserviert wird. Gibt’s, falls Sie nicht selbst herstellen wollen (unbedingt Ostsee Hering verwenden) auch fertig in Dosen. Wird gereicht mit gekochten Kartoffeln und rohen roten Zwiebel. Dazu ein Glas Vollmilch. Lecker, lecker, lecker!
    .
    Wundern Sie sich bei Dosenware nicht über gewölbte Deckel und Böden. Sollten Sie Mieter in einem Immeuble sein, rate ich ab darin eine Dose zu öffnen.
    Aus der Rechtsprechung: In Deutschland verspritzte zu Weihnachten 1981 eine Mieterin absichtlich im Treppenhaus und im Garten Surströmmingbrühe. Ihr wurde fristlos gekündigt. Das Landgericht Köln bestätigte die Kündigung, nachdem in der mündlichen Verhandlung eine Dose Surströmming geöffnet worden war (LG Köln v. 12. Januar 1984 – 1 S 171/83, WuM 1984, Seite 55,
    .
    Und dann noch, habe auch das 2 Tage lang verdrängt: Pesto, ja Pesto „mit Brot“, „auch ohne Pamiggiano“, papalap. Sagt mal Leute, tut denn keiner von euch mal endlich Pinienkerne rein? Ich bevorzuge die von der etruskischen Küste, selbst gesammelt und gehämmert, an langen Winterabenden.
    (DdH)

    • Gamskampler- Was für eine Scheiß-Claudia denn ?
      Das mit dem Schlitz im Kleid war doch klar genug ?

      Fragen Sie Ihren örtlichen Bestatter !

    • "Voilà , Surströmming, schwedische Fischspeise"
      Hm. Wat der Bauer nich kennt, frißt er nich, näch. Also erst mal im kleinsten Kaufhaus von Welt nachgeschlagen und gefunden:

      „Biowaffe, …
      … hat viefältige Einsatzmöglichkeiten. Etwa zum unblutigen Beenden von Geiselnahmen oder Hausbesetzungen, zum Vertreiben von Soldaten aus Bunkern und Stellungen oder zum Auflösen von gewalttätigen Demonstrationen. Beim Öffnen einer solchen Dose in geschlossenen Räumen droht Bewußtseinsverlust und spätere Obdachlosigkeit. Ein unvergessliches Erlebnis. Unbedingt kaufen!“ (p.noll/425 von 466 Kunden fanden die Rezension hilfreich)

      Also kwasi ein „Must Have“ aus der Serie „Heimatschutz für Dummies“. Ok, Deal! Haha.

  121. Wie funktioniert ein muslimisches Matriarchat?
    Es gab mal auf Zeit-Online einen Artikel über das größte Matriarchat der Erde des fünf Millionen ethnischen Volkes Minangkabau auf Westsumatra in Indonesien.
    http://www.zeit.de/2015/19/sumatra-matriachat-muetter-macht

    Der Autor Fritz Habekuß hat die Minangkabau besucht und beschreibt seine Eindrücke bei Fahrt zu deren Dörfern u.a.:
    „Händler stehen vor Pyramiden aus Durians, den Stinkfrüchten, die nach Hundefutter riechen und nach Paradies schmecken.“

    Ja, Durian. Das ruft bei mir Erinnerungen wach. Die stacheligen Früchte riechen so penetrant, dass das Mitführen in Flugzeugen in ganz Asien verboten ist. „Schmeckt nach Paradies“, schreibt Habekuß. Ich hätte gerne gewusst, ob er die Frucht jemals probiert hatte. Denn laut Indonesiern gibt es so gut wie keine Ausländer, welche die Frucht essen mögen. Ich war eine Ausnahme. Die Frucht finde ich köstlich.

    Der ungewöhnliche Bericht beschreibt treffend das Lebensgefühl der Indonesier bzw. ihre Fähigkeit, ungewöhnliche Wege zu gehen und Kompromisse einzugehen. Dies trifft zu, ob es sich nun um Javaner oder um Minangkabau-Matriarchen handelt. Direkte Konfrontationen werden gemieden. Streit wird hinter geschlossenen Türen friedlich und kollegial ausgetragen, nicht nur im Matriarchat.

    „Männer sind die besseren Anführer“, darüber herrscht jedoch selbst im Matriarchat Einigkeit. Und trotzdem besitzen die Minangkabau-Frauen die gesellschaftliche Macht. Warum? Das erfahren Sie in dem Artikel.

    P.S. Eine Ungenauigkeit gab es in dem Bericht, die ich ergänzen möchte:
    Der Autor besuchte eine Moschee und beobachtete dort in einem Nebenraum, wie „ein fetter Käfer aus dem Lichtkegel flitzt“. Die einzigen fetten Käfer, die in indonesischen Innenräumen herumhuschen, sind Kakerlaken. Und die sind riesig – so riesig, wie die von den Russen in Wettrennen eingesetzten Artgenossen.

    • Ned bös' sein , aber ALLES, was ic noch vom Islam sehen will,
      sind die Rücken seiner Gläubigen, wenn sie uns verlassen.

    • @otto moser
      Musel hin oder Musel her, wir müssen unbedingt noch die Diskussion mit dem hinteren Schlitzeinstieg zu Ende führen, die Sie begonnen haben. Ich habe nach wie vor den Wunsch, Claudias Gesicht zu sehen und halte deshalb Ihre Methode für ungeeignet.


    • Es geht nicht um Islam, sondern um die indigene Kultur der Minangkabao, welche analog zum aus Buddhismus-Hinduismus im 14. Jh. entstanden ist. Diese Kultur wird durch Sondergesetze geschützt.

      Schade, dass Sie sich hier ein Urteil machen, bevor Sie den Artikel gelesen haben.

      Indonesien ist ein moderat muslimisches Land, in welcher die Verfassung die freie Wahl der Religion gewährt.

      Ich finde es auch traurig, dass das fahrlässige Verhalten von ulF zur derartigen pauschalen Ablehnung führt. Das haben z.B. die Millionen Indonesier und andere moderate Muslime, die gegen den Extremismus kämpfen und ihn mehrheitlich genauso ablehnen, wie wir, nicht verdient. Indonesien ist z.B. durch mehr Terrorismus betroffen gewesen als Deutschland, und Indonesier wandern auch nicht nach Deutschland in Massen aus.

    • Bös' bin ich nicht, bloß: Herr Moser, was wollen Sie denn machen?
      Bald ist’s neun Jahre her, Schäuble war Bundesinnenminister, http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schaeuble-und-giordano-ueber-integration-mir-macht-angst-dass-sie-so-viel-verstaendnis-haben-1511793-p2.html?printPagedArticle=true

      Wir sagen auch den Leuten …: Ihr müsst die Regeln unserer Rechtsordnung achten, dann seid ihr willkommen. Wenn nicht, müsst ihr die Strenge des Gesetzes spüren.

      Giordano: Das sind leere Worte.

      Schäuble: Herr Giordano, was wollen Sie denn machen?

      Giordano: Womit Sie nur bestätigen: Das Kind ist doch schon in den Brunnen gefallen.

      Schäuble: Nein, ganz und gar nicht. …

      Schäuble: Der Islam ist längst ein Teil unseres Landes. [02.03.2008!] Das ist doch unbestreitbar. Und unser Land verändert sich dadurch. Gesellschaften müssen auf Veränderungen flexibel reagieren, um sie erfolgreich zu meistern. Wir sollten jedenfalls klar unterscheiden zwischen den Integrationsproblemen, die wir haben, und den Bedrohungen durch den islamistischen Terrorismus. …

    • ja , laberlaber, es bleibt bei meiner meinung
      Text eingeben

    • Seien wir ehrlich, das Experiment ist mißlungen, und
      jetzt heißt es bon voyage. Wie lange will man noch auf unseren Rücken herumdoktern ?

      Da geht es doch nicht um irgendwelche ,,indigenen “ Völker , lassen wir uns nicht zu Kaspern der Minderheiten-Fuzzis machen.
      Vierzig Jahre Erfahrung sind zuviel, jedenfalls mehr, als genug.

    • Sagen Sie das bitte denen, die (europaweit!) diese Leute angeworben hatten!
      Otto Moser – 10. Februar 2017 um 02:56 Uhr – Seien wir ehrlich, das Experiment ist mißlungen, … Vierzig Jahre Erfahrung sind zuviel, jedenfalls mehr, als genug.
      – Inzwischen sind es sogar mehr als ein halbes Jahrhundert. Herr Moser, was wollen Sie denn machen? Weiterhin herummosern?

    • Herr Externet- Was will ich machen ? Mit SICHERHEIT nicht Gewalt anwenden,
      oder ähnliche Dinge.
      Mehr, als mosern ,und sich informiert halten, und das Richtige zu wählen, bleibt da halt nicht.
      Wenn das Land den Bach runtergeht, weil Verbrecher und Idioten die Führung mißbrauchen, um das ihnen Anvertraute zu zerstören, dann kann man höchstens noch flüchten, wenn der Bürgerkrieg zum Schießkrieg wird.

      Wohin ? Keine Ahnung.

      Ich habe keine Patentrezepte.

    • Versuchen Sie Südtirol.

  122. TANSTAAFL
    Das dürfte Sie vielleicht interessieren, Tamarisque, und vielleicht auch Don:
    Mein Wunschkandidat gegen Ihren (meiner ist bedeutend besser, werden Sie gleich sehen). Und übrigens, Trump sollte das Tweeten unterlassen. Selbst Myra Adams von NRO weiß nicht mehr, wie sie ihn verteidigen soll.

    Jetzt kommt eine feine Kreuzigung:
    With this definition of rights settled, Cruz attempted to extend this notion of rights to healthcare. „So what is a right is access to healthcare,“ the Texas senator said. „What is a right is choosing your own doctor, and if you believe healthcare is a right, why on earth did you help write Obamacare, that cost six million people to have their insurance cancelled and had them lose their doctors, and had people like LaRonda who can’t get health insurance, can’t afford premiums, you’re denying her what you say is her right.“
    https://pjmedia.com/trending/2017/02/08/ted-cruz-teaches-bernie-sanders-a-lesson-in-economics-and-freedom/

    I love it. Leute, die economics können, sind Balsam. Aber ich hab nur die Einleitung dort hingestellt, das Rechnen kommt erst noch.


    • „Trump sollte das Tweeten unterlassen.“

      Werter Oberländer, das wird er nicht tun, genauso wenig, wie er niemals freiwillig seine Steuerbescheide veröffentlichen wird.

      Nun hat er aber auch schon die nächste Regel gebrochen: Er hat von der offiziellen White House Email @Potus seine Tochter Ivanka verteidigt bzw. das Department Store Nordstrom angegriffen, nachdem ihre Modelinie boykottiert wird und bei etlichen anderen Department Stores, wie z.B. Neiman Marcus aus dem Sortiment geflogen ist.

      Die Debatte zwischen Sanders und Ted Cruz habe ich in voller Länge gesehen, und so ergibt sich natürlich ein einseitiges Bild. Bernie Sanders hat ihn schon ganz effektiv angegriffen.

    • mal sehen
      Wenn‘ ihm keiner nahelegt. Es muss ihm einer nahelegen, dass Tweeten nur was für Proleten und Wichtigtuer ist, dann lässt er’s vielleicht.
      Es geht wirklich nicht, dass er Druck auf ein Kaufhaus ausübt. Andererseits ist das Kaufhaus unsensibel. Was haben wir hier? Sippenhaft. Ganz primitiv.

      Sanders kann nicht rechnen. Kein Sozialist konnte je rechnen. Alles, was sie können, ist träumen vom Geld anderer Leute. Erst blasen sie dann ihre Mannschaft auf, siehe Berlin, da steckt dein Geld, Berliner, guck. Wenn sie’s vierzig Jahre durchhalten, sieht ihr Einflussbereich aus wie bei Hempels unterm Sofa oder wie die DDR 1989.
      Clintons sind keine Sozis.
      Obama aber ist einer. Und Jurist. Nix economics.

    • "vergessen" oder wie vertuscht man Lügen
      Aber mal zu den positiven Entwicklungen unter Trump:
      1. IS in Mosul soll weitgehend besiegt sein, für die übrigen Orte wird ein halbes Jahr veranschlagt.
      2. In einem acht Jahre alten Miefloch werden die Fenster aufgerissen und raus kommt stinkender Lügenschweiß und Unwissenschaftlichkeit, so beschämend, dass „vergessen“ wurde, darüber zu berichten:
      http://www.achgut.com/artikel/noaa-leaks_alternative_klimafakten_fuer_obama

      Tja. Welche Firmen gegen den vorübergehenden Einreisestop von Trump geklagt haben, steht hier:

      Die Unternehmen verurteilten das Trumps Dekret als widerrechtlich. Dem schlossen sich schlossen sich noch am ersten Tag rund 30 weitere Firmen an. Darunter sind bekannte Namen wie der Computer-Konzern HP sowie der Elektroauto-Bauer Tesla und die Raumfahrt-Firma SpaceX. Ihre Abwesenheit unter dem Original-Brief war zuvor aufgefallen. Insgesamt unterzeichneten die Stellungnahme mehr als 120 amerikanische Unternehmen, angeführt von Technologiekonzernen wie Apple, Google, Facebook und Microsoft.

      Unter den ursprünglichen Unterzeichnern waren Ebay, Intel, Netflix, Twitter, der Snapchat-Betreiber Snap, der Firefox-Entwickler Mozilla, der Kamera-Spezialist GoPro, der Wohnungsvermittler AirBnB sowie die Fahrdienste Uber und Lyft.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gericht-stoppt-trumps-einreisestopp-14870649.html

      Kommentar: Es lebe die Billigarbeit

    • The King of Tweets
      In den US Medien wird wiederholt berichtet, dass Trumps Tochter Ivanka, seine Frau und seine Beraterin Kellyanne Conway Trump wiederholt nahe gelegt haben, dass er nicht tweeten soll. Klappt nicht. Melania Trump hat das sogar in einem Interview im TV gesagt. Hoffnungslos.
      Im Gegenteil, er will so die Nähe zu seiner Basis pflegen. Er kommuniziert ja in deren Sprache.

  123. Bux T. Hude sagte am 9. Februar 2017 um 18:43 Uhr
    „Tatütata“@Philomena: Riecht mir sehr nach Auftakt zu einem weiteren Kapitel der sog. „Verkehrswende“. … Yuval Diskin, der ehemalige Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, soll lt. aktueller Presse angeblich eine wichtige Rolle im VW-Abgasskandal gespielt haben.
    .
    Logo, die israelische Abwehr bei Schin Bet, ist auf Algorithmen mit irgendwas mit „….gas“ justiert. Da kommen die Wolfsburger Technoganster in den 6 Pförtnerhäuschen automatisch ins Spiel (in drei Schichten also max. 18 Männeken). Die Führung, sagen wir mal bis in Meisterebene scheint ja da wirklich nichts gewußt zu haben.
    .
    @ Simon, oh ja, ich habe einen qualvollen Laut von mir gegeben. Habe unwillkürlich bei Anker an Mühlstein gedacht. Jetzt haben die gerade mal noch 240 Leoparden des Musters II und geben an wie zehn nackte Neger. Wenn ich das Foto schon sehe. Bevor wir BRDDDR wurden mußten die Landser bei geschlossener Schneedecke ihre Fahrzeuge noch mit einem Kleister-Kalkgemisch wintertarnen. Heute flechten sie verschämt weiße Bändchen von den Granatpatronen-Verpackungen in das Gemüse an der Kanonenwiege. Basta, das war´s. Nä, dat wird nüschd mehr. Hoffnungslos, auch anderswo, wenn ich sehe das die Amis mit sandbeige ins grüne Baltikum fahren (oder wollen die hälinge mit dieser Bepinselung über Ukrainia, am kaspischen Meer vorbei einen Besuch in Teheran abstatten?)
    Über Essen reden ist schöner. Ach, wie ist Ihnen übrigens der Ulfi bekommen? Der Herzstillstand scheint par bonheur ausgeblieben.
    Danke auch für den Link zu Sophie und Marcello.

    • DdH, jetzt sprechen Sie in Rätseln
      denn unter Ulfi kann ich mir nichts vorstellen. ulF verstünde ich ja bestens, aber Ulfi? Meinen Sie meinen Rechner? Der nervt nach wie vor, wenn auch nicht ganz so häufig wie vor dem alles neu macht der Mai.

      Zur Bundeswehr muss man nichts mehr sagen, uvdl macht sich und den Laden noch lächerlicher, als er ohnehin schon war.
      Das Foto vom Leoparden ist gut, gelle? Der IS freut sich wahrscheinlich über das erbeutete Teil auch riesig und so geht das Material dahin…

      Aber nun, da Sie Essen erwähnen, ich heute Abend sehr feine, frische Salsicci (echte italienische) mit „Urkohl“ statt Nudeln genossen habe, fehlt zum Abschluss nur noch Gianduiotto. Dabei mag ich sonst keinen Nougat, aber der ist so lecker, dass ich ihn streng rationieren muss. Bezogen bei Bremer-Wein online, sehr netter Service und überhaupt.

  124. Der schlimmste Feind der Frau ist die andere Frau...@Tamarisque
    So funktioniert das muslimische Matriarchat. Mutter herrscht über die Tochter, die Schwiegertochter sowieso. Sie hat sie meistens selbst ausgesucht, etc.
    Lieber über schönes Essen lesen: leckeren Fisch, Magerquark mit Honig. Überhaupt Käse, dafür muss kein Tier sterben. Gemüse ist ein böses G-Wort. Kommt mir nicht auf den Teller. Noch mehr böse G-Wörter irgendwann…wenn’s passt.

    • „Überhaupt Käse, dafür muss kein Tier sterben"
      Doch, die Milchkuh, im Schnitt nach 4, 5 Jahren und bis dahin völlig ausgepowert. Natürliche Lebenserwartung: ca. 15 Jahre.

    • Über das indigene Matriarchat der Minangkabao
      Bei der Gesellschaft der Minangkabao handelt es sich nicht um ein muslimisches Matriarchat, so wie Sie das kurz darstellen.

      Wie es in dem von mir verlinkten Artikel beschrieben wird, so stammt das Matriarchat der Minangkabao aka Minang aus der eigenen indigenen Kultur der ethnischen Minangkabao vom 14. Jh., die älter ist als der durch den Einzug des Islams ausgeübte Einfluss etwa 300 Jahre später im 17. Jh.
      Die Überschrift meines Posts war von daher etwas irreführend.

      Die ethnische Kultur der Minang wird durch Sondergesetze geschützt (adat). Diese Kultur hat seine Wurzeln in einer animistischen Auslegung des hinduistisch-buddhistischen Glaubens.

      Zitat Ingrid Biniok: „Mutter herrscht über die Tochter, die Schwiegertochter sowieso. Sie hat sie meistens selbst ausgesucht, etc.“

      Irrtum, in dem indigenen Matriarchat der Minang ist es genau umgekehrt: Es ist der junge Mann, der einen Heiratsantrag aus der Familie der jungen Frau bekommt. Also sind es die Frauen, welche sich den Schwiegersohn aussuchen.

      In der matrilinealen Gesellschaft der Minang sind es die Frauen, welche das gesamte Vermögen der Dorfgemeinschaft besitzen, gemeinsam verwalten und an ihre Töchter weiter vererben. Dies verleiht ihnen eine Macht, die z.B. in den arabischen Gesellschaften unvorstellbar ist.

  125. Bux Te Hude,
    Text eingeben

  126. Bux Te Hude,
    ich las Sie gerade weiter oben. Ich habe davon auch gehört.Man will mir immer ein neues Auto verkaufen, was ich dankend ablehne. Ist mir inzwischen alles zusehr vernetzt dadrinnen und wenn ich an die elektronische Handbremse denke…
    Zuerst dachte ich prima, dann kann dich so ein Ding ja kutschieren,falls du 90 wirst; aber für das Geld kann man lange Taxi fahren.Auch wenn das dann teurer wird.Mir sagte hier ein Taxifahrer, dass sie mit alten Leuten auch einkaufen gehen. Der Kofferraum ist groß und sie tragen alles ins Haus.Das ist doch ein Angebot, wenn’s sein muss.

    • "... für das Geld kann man lange Taxi fahren.Auch wenn das dann teurer wird."
      @Philomena:
      So isses. Nebenbei gehört es – eigentlich – zur Aufklärungspflicht behandelnder Ärzte, auf evtl. erworbene Fahreinschränkungen hinzuweisen. Fährt ein geschäftsfähiger, davon Betroffener dennoch (ohne ggf. mögliche Umbauten seines Fliwatüts) , so haftet er für sämtliche dann entstehenden Schäden wie jeder andere auch. Wurde er nicht aufgeklärt, könnte das wiederum für die Weißkittel-Liga teuer werden. Den gesetzgeberischen Ansatz sehe ich also dort in Richtung zwingender Verpflichtung zu entsprechender Aufklärung, die zu dokumentieren und sämtlichen Beteiligten auszuhändigen ist, und NICHT bei weiterer Aushöhlung des Datenschutzes. Daraus eine neue Rentner-Hetze zu basteln, geht jedenfalls schon deshalb am Thema vorbei, da z.B. Schlaganfall-Patienten immer jünger werden. Und das wirklich nicht erst seit gestern.

      In diesem Sinne … bleiben Sie gesund! Und vor allem: Patienten-Testament, Vorsorge-Vollmacht und all das erledigen. Bürgerrechte und so. Wenn man sich erstmal komplett fixiert auf einer hygienisch wenig erbaulichen Station wiederfindet, ist man sonst wohlmöglich für den Rest seiner Tage verlassen. Zumal in Kliniken neuerdings auch schon mal scharf geschossen wird. Spätestens da zeigen sich die Folgen der außerparlamentarisch „verordneten“ Gleichmacherei dieses größenwahnsinnigen G.S. aus Staatenloshausen nämlich leider in seiner ganzen Grausamkeit. Nicht mal unter’s Bett könnte sich ein komplett Fixierter und vom chronisch überlasteten Personal mit allerlei Sedativa Versorgter da noch verkriechen. Familien-Status hilft jedenfalls NICHT bei fehlenden Verfügungen. PKV auch nicht. Ein freundlicher Nachbar mit Biss dagegen reicht völlig, wenn man ihn bevollmächtigen möchte. In diesem Sinne … allen ein gutes Händchen bei diesem und jenem ;-)

    • Verfügungen...
      … wurden vor 2 Jahren per Notar schon gemacht, danke.Ich habe 2 Kinder. Ihnen auch alles Gute.

  127. Joschis Magen hatte ein Problem mit rohem Fleisch
    Ich barf meine Hunde, was bedeutet, dass sie rohes Fleisch bekommen, und da sie naturgemäß Carnivoren sind, dies fast ausschließlich.
    BARF=biologisch artgerechte Rohfleischfütterung

    Ein Fuchs in freier Wildbahn sucht sich auch nicht erst einen Kochtopf, rupft und zerlegt die Gans, solange er das Wasser zum Kochen bringt. Er frisst die Beute komplett: mit Federn, Füßen und Schnabel, ebenso die für uns ekligen Teile wie Augen und Anus.
    Ich mache das Hundefuttet natürlich nicht selber (weil ich keine Küchenmaschine habe, oder ehrlicher gesagt…es kostet zu viel Überwindung g). Man muss sich das so vorstellen: totes Kaninchen KOMPLETT in den Mixer stecken, grob zerkleinern und den Hund zum Fressen rufen.
    Das in Dosen gekaufte Hundefutter enthält zum einen nur wenige Prozentanteile Fleisch, zum anderen ist das Fleisch gekocht.
    Wenn nun ein Hund ausschließlich mit Dosenfutter gefüttert wird, bekommt er durch das Wechseln zur Rohfütterung einige Tage lang Magen- und Darmprobleme. Vor allem die Magensäure sieht sich mit Aufgaben konfrontiert, die sie bis dato nicht hatte: dem Zersetzen von Knochen, Knorpeln und ähnlichem. Der Darm ist ebenso überfordert und reagiert in der Regel mit Durchfall.

  128. Rache ist Blutwurst
    Dunque sagt:
    9. Februar 2017 um 18:10 Uhr
    nur so…
    Habe grad eben gelesen, dass
    Costa Rica einer von den wenigen Staaten weltweit ist ,
    der über kein eigenes Militär verfügt,

    Kein Militär, weder eigenes noch fremdes, keine Gringos stationiert, absolute Neutralität , sogar die geplante Waffenfabrik Israels (Knarren zusammen schrauben) wurde verboten, weil es gegen die Neutralitaet verstoesst.

    1948 wurde das Militär abgeschafft, mit Don Pepes Worten, „Nie wieder soll ein Bruder auf den Bruder schießen“.

    Damals gab es noch Männer und Frauen, daher sprach er über Brüder, heute gibt es 648 Geschlechter und Veganer , die nicht mal das von ihnen selber gedachte Wort Blut hoeren können. Müssen die sich selber abschaffen? Ich meine, es ist ja in deren Kopf. Und was ist mit Blutwurst? Gilt die Werbung dann als Verbrechen?

    Also die Dame mit dem Fuchs hätte hier bei uns ein echtes Problem, wir haben viele wilde Tiere, Krokodil, Puma,Jaguar, Adler, Geier, Würgeschlangen, Giftfrösche, ich glaube, wenn sie zu uns zu Besuch käme, würde sie erwarten, dass der Präsident Order gibt, dass sämtliche wilde Tiere abgeschsch…halt…in Käfige kommen und ins Nachbarland transportiert werden.

    Als Kind war ich bei einer Schlachtung dabei, Kuh und Schweine, ich habe Spätfolgen, Traumatisierungen, kann ich da jetzt in Deutschland Entschädigung verlangen? Ich meine, ich war ein unschuldiger Knabe, dessen Seele durch Gewaltbereite Erwachsene schwerst geschädigt und durch das ansehen vielen Blutes hoch traumatisiert wurde, so dass ich meinen Wunschberuf Metzger nicht mehr nachgehen konnte…die eine kriegt Schmerzensgeld, weil sie das Kopftuch nicht tragen durfte, da müsste ich auch deftiges Schmerzensgeld erhalten meinem Lieblingsberuf wie gesagt, Metzger) nicht nachgehen zu können…oder wie?

    • .
      Resilienz ist eine genetische Anlage, die -so man Glück hat-
      einem von tapferen Vorfahren vererbt wird.
      Schuld? Sollte man jedenfalls keinem in die Schuhe schieben.
      .
      Eine der besten Schilderungen > wie die Schrecken der
      Kindheit einen Menschen lebenslang prägen können, hat
      Patrick Süskind in seiner Geschichte: „Die Taube“ erzählt:

      „Nur durch die Taube aus dem Gleichgewicht gebracht,
      wird der Tag für Jonathan zum Desaster.“
      […]
      „Jonathan will leiden; er empfindet einen solchen Selbsthass,
      dass sich dieser irgendwann auf die äußere Welt ergießt.
      Am liebsten würde er alles niederschießen,
      aber er erkennt selbst: Er ist kein Täter, sondern ein Dulder.“

  129. Nachtrag Matriarchat Minangkabao
    Ich hatte hier einen imho interessanten Bericht verlinkt. Und zwar, weil hier mehrmals das Wort Matriarchat gefallen war.
    Nur weil dabei das Wort Muslim oder Islam gefallen ist, wurde mein Beitrag negativ kommentiert.

    Bitte schauen Sie sich doch die Bilder an, das ist nicht Islam, und dies, obwohl deren Religion Islam ist.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Minangkabau_people

    In Indonesien genießen die ureigenen ethnischen Sitten und Gebräuche einen übergeordneten Status zur Religion. Die Indonesier pflegen und schätzen ihre vielfältigen indigenen Kulturen, die älter sind als der Einzug bzw. der Einfluss durch den Islam.

    Hier über die größte Ethnie Indonesiens, Javaner, die auch Muslime sind:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Javanese_people

    Die javanesische Kultur überwiegt. Auch sie ist eine uralte, durch Hinduismus und Buddhismus beeinflusste Kultur, die heute noch die kulturelle Identität der Javanesen maßgeblich bestimmt.

    Schade, dass das Wort Islam bzw. Muslime zu einem negativen Signalwort mutiert ist, durch welches nur noch Ablehnung hervorgerufen wird, ohne dass man sich auskennt bzw. Interesse hätte, sich entsprechend zu informieren. Das ist für mich eine sehr negative Entwicklung, aber das Positive ist, dass es sich hier um einen vernachlässigend kleinen Anteil der Blogteilnehmer Betrifft.

    • Die negative Entwicklung haben jedoch nicht wir eingeleitet, ...
      … abgesehen davon, dass die vernachlässigbaren Blog-Teilnehmer schon aus Altersgründen keine Kolonialherren waren, war da was spätestens am 11.9.2001 – bis dahin täglicher Gast „beim Türken“ und sonstigen Islam-Gläubigen – damals sagte ich: Demnächst werden wir täglich, was, stündlich von deren „Heldentaten“, Leiden, Kultur und Unkultur hören. Selbst aus den Wasserhähnen kommt nur noch Islam (was äußerst selten etwas mit Islam zu tun hat) heraus.

      Ja, meine Allergie ist seither jeden Tag schlimmer, und meine Aufmerksamkeit spare ich lieber für andere Kulturkreise auf. Schade finde ich nicht mein Verhalten, sondern deren agressive Raumforderung hier und weltweit.

  130. Titel eingeben
    Philomena sagt:
    9. Februar 2017 um 23:19 Uhr

    FJ45, …
    In Frisco haben wir nah am Pier39 gewohnt…dann weiter nach Monterey den Highway No1 bis San Diego

    Guten Morgen Frau Philomena,
    Fisherman’s Wharf (Pier 39) ist schon toll, auch in San Fransico die Lombard Street mal runtergefahren , gehört einfach dazu ;)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lombard_Street

    und San Diego Gaslamp Quater angeschaut, heute leider etwas zu viel Rummel, war vor ca. 20 Jahren besser.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslamp_Quarter

  131. Tamarisque sagt: 9. Februar 2017 um 18:57 Uhr
    „Wie funktioniert ein muslimisches Matriarchat?“ + längeres Essay
    .
    In meiner Kinderzeit und dort wo ich aufgewachsen bin hießen die Leute Zenz, Kreuter, Bender und Hain-und das Matriarchat funktionierte bei 100% Katholizismus perfekt ohne den Islam.
    .
    @ Simon: Sie hatten sich doch das Buch von diesem Giftmischer-Verlag kommen lassen, damals als Sie durch meinen Textproben neugierig gemacht waren. Den Klarnamen des schreibenden Haßverbreiters nenne ich hier nicht mehr offen, nur noch das Diminutiv.
    Ach, haben Sie es auch gesehen, gestern Abend, da wo die immer gleichen Guten ihr Jahrestreffen hatten. Ich habe nur mit halben Auge hingeschaut weil ich in einem Buch von PSL schmökerte. War das nicht CR 00, aufgetakelt wie eine spanische Fregatte von Isabella?
    .
    Und senden Sie dem @ Gamskampler mal bitte den Link mit Claudia im Kopftuch denn ich gehe davon aus, daß Sie auch von der Bilder horten (ich auch, habe aber keine Links zur Hand)
    (DdH)

  132. Titel eingeben
    Beste Sabine, unsere Hunde barfen alleine mit Kaninchen und Feldmäusen. Das Industriefutter ist nur eine Beigabe. Der durchschnittliche deutsche Zuchthund hat leider verlernt, sich selbst zu versorgen.

  133. Sumatera Barat...@Tamarisque
    Nachtreten widerstrebt mir, aber das Matriarchat der Minangkabao gehört zu West Sumatra und muss ja durch Sondergesetze geschützt werden.
    Als role model für die moderne, moderate Muslimin -sie kennt auch ihren Koran- völlig ungeeignet.


    • Ich habe nirgends behauptet, dass dies ein „role model“ sei.

      Es „muss“ auch nicht geschützt werden, es *wird* geschützt.

      Haben Sie auch in Indonesien gelebt, so wie ich, weil Sie alles so viel besser wissen?

      Warum versuchen Sie, diese Kultur unbedingt schlecht zu machen? Mit Ausdrücken wie „Nachtreten“? Not nice.

    • Nachtrag
      Sorry, aber ich hatte lediglich – ohne jede intellektuelle oder gesellschaftspolitische Absicht – einen schönen Bericht über ein Land verlinkt, in welchem ich fünf Jahre gelebt habe und dessen Sprache ich spreche. Mehr nicht.

      Es ist mir ein Räsel, warum das hier so negativ und quasi als Promotion des Islams angesehen wird. Nicht nur von Ihnen.

      Ich habe auch mit keinem einzigen Wort geäußert, dass ich ein Matriarchat dieser Art gut finde. Ich habe darüber wertfrei berichtet.

      Warum wird da jetzt alles Mögliche hineininterpretiert? Nicht nur von Ihnen.

      Ich bin ziemlich enttäuscht und überrascht über die negativen Reaktionen.

  134. Wie eine Universität den eigenen Ruf vollständig und nachhaltig ruiniert:
    Holm bleibt.

    • @E.R.Langen
      Ganz im Gegenteil. Von Rufruinierung der Uni kann nicht die Rede sein. Da ist nun wider Erwarten etwas geradegerückt worden. Die Kampagne gegen Holm war eben doch völlig überzogen.

      Ein paar Arbeitsrechtler werden da sicherlich was zur juristischen Bewertung beigetragen haben. Und auf eine krachende Niederlage vor Gericht verzichtet die Uni dann doch lieber. Denke ich mal.

  135. Im Laufe ihrer über 1400-jährigen Geschichte kommt diese Aversion nicht "plötzlich".
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Islam#Umayyaden_und_Abbasiden

    Tamarisque – 10. Februar 2017 um 15:26 Uhr … Woher kommt plötzlich diese Aversion? Sobald man nur das Wort Islam liest? – Ja, inzwischen ist es bei mir so; ich will die weder sehen noch hören, die rauben meine Aufmerksamkeit.

    Selbst die unsägliche (bundesrepublikanische) RAF machte so etwas notwendig:

    10.02.2017 – Schärfere Sicherheitsmaßnahmen für Kölner Dom – Unangekündigte Sicht- und Taschenkontrollen

    Der Kölner Dom soll sicherer werden. Wie das Domkapitel an diesem Freitag mitteilte, müssen die Besucher mit unangekündigten Kontrollen rechnen. Im Einzelfall werden an den Eingängen Sicht- und Taschenkontrollen durchgeführt.

    Zudem darf ab 1. März (Aschermittwoch) nur noch Handgepäck wie Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer mitgeführt werden, während große Koffer, Reisetaschen oder Wanderrucksäcke draußen bleiben müssen, wie Dompropst Gerd Bachner vor Journalisten erklärte. Außerdem werden neben den Domschweizern zusätzliche Sicherheitsfachkräfte die Aufsicht im Dom haben, kündigte der Hausherr des Unesco-Weltkulturerbes an. Zu Kosten oder Zahl der einzustellenden Mitarbeiter stehe noch nichts fest.

    Möglichst sicher fühlen

    „Wir wollen, dass die Menschen nach wie vor einfach in den Dom kommen können, sich dabei aber auch möglichst sicher fühlen“, so der Dompropst. Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung mit der Polizei erstellt worden und hätten keinen konkreten Anlass. Zu Karneval sei der Dom ohnehin zu bestimmten Zeiten geschlossen. Er habe im Herbst 2015, also lange etwa vor dem Anschlag in Berlin, im Domkapitel eine Sicherheitskommission eingesetzt, so der Geistliche. Diese wird von der stellvertretenden Domrendantin Simone Reiter geleitet. „Das Meiste haben wir nicht in der Öffentlichkeit bekanntgegeben, damit wir nicht zu viel Aufmerksamkeit weltweit auf den Dom lenken“, sagte Bachner.

    Der Dom sei „ein Symbolobjekt und damit per se gefährdeter als andere Gebäude“, sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies. Daher sei er dem Domkapitel sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit und Akzeptanz. „Wenn wir in einer Oase des Glücks und des Friedens leben würden, müssten wir uns nicht so viele Gedanken machen“, so Mathies.

    Doch machten Terrorismus und das Handeln bestimmter Einzelpersonen das Sicherheitskonzept erforderlich. Es sei Standard in vielen großen Kirchen, dem Vatikan oder Museen, dass Großgepäck abgegeben werden oder zu Hause gelassen werden müsse.

    Ausbau der Videoüberwachung im Domumfeld

    Mathies kündigte an, der Ausbau der Videoüberwachung im Domumfeld auf rund 20 Kameras solle bis April abgeschlossen sein. Die bereits installierten Kameras sowie die erhöhte Polizeipräsenz hätten sich bereits positiv auf die Kriminalstatistik ausgewirkt. So sei die Zahl der Straftaten von 2015 bis 2016 um 34,99 Prozent zurückgegangen, allein bei den Taschendiebstählen um 36,6 Prozent. „Die starke polizeiliche Präsenz in dem Umfeld greift nachhaltig“, so der Polizeipräsident.

    Bachner erklärte, grundsätzlich sollten so wenig Maßnahmen wie möglich, aber auch so viele wie nötig angewandt werden, um den täglich rund 20.000 Dombesuchern Sicherheit zu gewährleisten. Dabei gehe es um einen ständigen Abstimmungsprozess, der sich nach der jeweiligen Sicherheitslage richte.

    Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Kathedrale waren bereits zu Weihnachten und Silvester deutlich erhöht worden. So gab es in der Christmette Taschenkontrollen an den Portalen. An Silvester bestand um den Dom eine „böllerfreie“ Zone. Die Polizeipräsenz war jeweils deutlich erhöht.

    Kopiert am 10. Februar 2017 von https://www.domradio.de/themen/kölner-dom/2017-02-10/schaerfere-sicherheitsmassnahmen-fuer-koelner-dom


    • We oft muss ich eigentlich noch wiederholen, dass es sich bei Indonesien um kein muslimisches Land handelt, sondern ein Land, in welchem die Verfassung eine freie Wahl der Religion garantiert. Das Rechtssystem ist westlich, von den Holländern übernommen.

      Die Indonesier kämpfen sehr für ihre Freizügigkeit und sind mehr durch den Terror bedroht als die Deutschen.

      Ich bin hier bestimmt nicht als Verteidigerin vom Islam aufgefallen, ganz im Gegenteil. Sie können sich also den ganzen Quatsch ersparen.

      Es liegt wohl am Bildungsniveua, wenn man so wenig von einem Land weiß, in welchem 250 Millionen Menschen leben und aktuell die führende Wirtschaftsmacht in Südostasien darstellt, mit wunderbaren Menschen.

      Ich bin wirklich etwas entsetzt, was ich hier zu lesen bekomme. Das ist Intoleranz, welche auf Vorurteilen und Unwissen basiert.

  136. Was war doch die hausgemachte Terrorbedrohung der siebziger Jahre dagegen!
    … Selbst die unsägliche (bundesrepublikanische) RAF machte so etwas NICHT notwendig …
    https://www.domradio.de/themen/kölner-dom/2017-02-10/schaerfere-sicherheitsmassnahmen-fuer-koelner-dom

  137. ...zu Fürbitten, per E-mail, Externet
    „Jesus Christus hat uns Gott als barmherzigen Vater gezeigt.
    Deshalb bitten wir voll Vertrauen:
    Für Papst Franziskus, unseren Bischof N. N. und alle Frauen und Männer im Dienst der Kirche: um die Gaben des Heili­gen Geistes und um Barmherzigkeit gegenüber den ihnen anvertrauten Menschen.“

    – Stille –

    „Barmherziger Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.
    Für die politisch Verantwortlichen der Staaten: um tatkräf­tige Förderung von Gerechtigkeit und Frieden und um Ge­lingen im Einsatz für das Wohlergehen der Menschen und Völker…….“
    (DdH)

  138. Islam in Indonesien...@Tamarisque
    Ich bin sprachlos wegen der ganzen Aufregung.
    Sie haben eine provokante Frage bzgl. des Matriarchats innerhalb des Islam gestellt und haben (von mir) eine flapsige Antwort erhalten, die auf persönlichen (subjektiven) Beobachtungen beruht.
    Niemals würde ich mich anmaßen, angesichts der Vielfalt des speziellen indonesischen Islam ein Werturteil zu fällen. Die Historie Indonesiens zeigt allerdings, dass extremistische Strömungen wie Wahhabismus, Muslim Bruderschaft schon öfter einen Fuß in der Tür hatten. Von der neueren Entwicklung ganz zu schweigen. Einzelheiten erspare ich dem Forum.
    Genießen Sie das trügerische Paradis, ich gönne es Ihnen…

    By the way, Matriarchat ist mir unsympathisch. Erst recht, wenn ich auch noch den Abwasch machen soll.


  139. @ Oberländer
    Hier meine ausstehende Antwort auf Ihre Posts vom 9. Und 10.2.17

    Bzgl. Nordstrom
    „Andererseits ist das Kaufhaus unsensibel. Was haben wir hier? Sippenhaft. Ganz primitiv.“

    Es ist keine Sippenhaft. Die Entscheidung hat rein wirtschaftliche Gründe. Economics, you know. Denn die bösen linksliberalen Frauen, die ja nun mehrheitlich in den meistens an der West- und Ostküste gelegenen Nordstrom-Filialen einkaufen, boykottieren die Modelinie von Ivanka Trump seit vier Monaten. Nordstrom ist von einem schwedischen Einwanderer gegründet worden, und die drei Söhne des Enkels des Gründers sind immer noch an den Geschäften aktiv beteiligt.

    Der Boykott passt zum Image von Nordstrom, aber es war nicht nur Nordstrom, von welchem der Verkauf gestoppt wurde, sondern dies wurde auch von Neiman Marcus, Shoes.com, Belk, Jet, Shopstyle und Gilt aufgegeben, wegen inzwischen geringen Umsatzes.

    Bzgl. Krankenversicherung >< Privatwirtschaft
    Die Wirtschaft allein kann gar nichts ausrichten, die Märkte auch nicht. Die Privatwirtschaft kann ein gesamtgesellschaftliches Projekt wie eine gesamtgesellschaftliche Krankenversicherung nicht allein lösen. Solch ein Plan setzt immer einen gemeinsamen Planungsprozess voraus, welcher zwischen der Wirtschaft und dem Staat koordiniert und verhandelt wird, bei welchem ein optimales Resultat erreicht werden sollte, sowohl für die Versicherten als auch für die involvierten Unternehmen. Ohne solch eine Koordination geht gar nichts.

    Zitat Oberländer:
    „Aber mal zu den positiven Entwicklungen unter Trump:
    1. IS in Mosul soll weitgehend besiegt sein, für die übrigen Orte wird ein halbes Jahr veranschlagt.“

    Was hat denn Trump mit Mosul zu tun? Die Truppen – und das sind Iraker – kämpfen dort seit dem 17.Oktober. Trump hat Null Aktien da drin. Was konnte er denn in ein paar Wochen dort ausrichten? – Gar nichts. Im Gegenteil: Er brüskiert die Iraker, welche dort kämpfen, mit einem Einresestopp!

    Die Operation in Mosul ist außerordentlich kompliziert und schwierig gewesen. Von Anfang an hatten Militärexperten die Einschätzung gemacht, dass es Monate dauert, bis man die ersten Erfolge melden kann.

    Zitat Oberländer: "In einem acht Jahre alten Miefloch werden die Fenster aufgerissen und raus kommt stinkender Lügenschweiß und Unwissenschaftlichkeit, so beschämend, dass „vergessen“ wurde."

    Ich finde Ihre Ausdrucksweise unangemessen. Ganz abgesehen davon: Glauben Sie wirklich, dass es sinnvoll ist, *alle* Restriktionen für Grenzwerte jeglicher Art zurückzuschrauben, sowie Trump das offenbar vorhat? Wollen wir zurück zu den Zuständen der DDR, welche keinerlei Sinn für Umweltschutz kannte? Wussten Sie nicht, welche Verwüstungen und grauenhafte Umweltverschmutzung die DDR hinterlassen hatte?

    Wer so etwas fahrlässig zulässt, ist unverantwortlich, und ob das Kommunisten sind oder Hardcore-Kapitalisten à la Trump & seine Billionaire Friends ind, ist mir einerlei.

    Bzgl. Einreisestopp und Enfluss auf die Wirtschaft:
    Die IT Companies und die damit verbundenen neuen Unternehmensentwicklungen brauchen Experten und rekrutieren die klügsten Köpfe weltweit. Und diese sind *nicht billig*.

    Zur Erinnerung: Warum sind die Inder, also die indischen IT-Experten, nicht nach Deutschland gekommen, als entsprechende Angebote von der deutschen Regierung gemacht wurden? Antwort: Weil Deutschland denen nicht genug gezahlt hat. Und weil Deutschland ihnen als Land nicht als attraktiv genug erschien.

    Wenn Sie den internationalen Expatriate Employment Markt kennen würden, würden Sie so etwas nicht behaupten. Sie übersehen Eines: Diese Unternehmen brauchen solche Kräfte nicht für Fließband- bzw. Routinearbeit, sondern sie brauchen diese in ihren Headquarters. Und solche Arbeitskräfte wurden schon immer international rekrutiert. In Asien besteht die hochbezahlte Expatriate Community seit Jahrzehnten aus einem Mix aus den unterschiedlichsten Nationen.

  140. Liebe streitbaren sistas Biniok und Tamarisque
    Bitte, bitte nicht „Matriarchat“ und „Matrilinearität“ verwechseln, auch wenn das in der Medienwelt eine gern geübte Unsitte ist!

    @Tamarisque, sie haben haben natürlich Recht, wenn Sie die weitverbreitete Islam-Allergie kritisieren, aber ist Ihnen schon aufgefallen, dass Differenzierung nicht zu den ins Auge fallenden Eigenschaften von Don&Friends zählt?

    Zum Themenkreis Menschen & moderne Welt immer wieder lohnend zu lesen ist übrigens Frau Aihwa Ong; zum Beispiel „Sisterly Solidarity: Feminist Virtue under ´Moderate Islam´“ in: Neoliberalism as Exception. Mutations in Citizenship and Sovereignty, Durham and London 2006

    Jetzt aber noch etwas ganz anderes: Als Koch-Patriarch habe ich in unserer Küche eine gnadenlose Diktatur errichtet! Das geht ganz gut, weil ich in Personalunion Koch und Küchensklave bin. Geschirrspülmaschine und sinnlose Mixgerätschaften kommen mir natürlich nicht ins Haus. In letzter Zeit wuchs allerdings der Wunsch nach einer Maschine, die Teig zum Brotbacken rühren kann. Was ist in dieser Hinsicht empfehlenswert? Gibt es „reine“ Rührmaschinen für den Hausgebrauch? Oder wird man beim Erwerb immer mit blödsinnigem Zubehör und ungustliger Multifunktionalität behelligt? Answers highly welcomed, badly needed!

  141. vegetarier
    Sind Sie wirklich Vegetarier, Don? Ich lese nun nicht wirklich jeden Text hier, aber ich meine, ich hätte hier schon öfters eine Expertise in Sachen italienischer Speck u.dgl. wahrgenommen.

    • @mica
      Ist mir auch schon aufgefallen. Merken Sie was?
      Da sagt er nix. Die leckeren Kaminwurzen! etc.etc.
      Bei den radlerischen Leistungen, die der Mann bringt und die seinen
      intellektuellen in nichts nachstehen, ha, da kann er nicht
      von Torten alleine und von Kasknödeln leben. Sure not.

  142. "Das Patriarchat steckt Tiere in den Mixer"
    Wüßte ich es nicht besser, ich hätte den Titel einer guten Idee von Max Goldt zugeschrieben.
    Bitte weiter so – auch inhaltlich!

Kommentare sind deaktiviert.